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#79 - Körperscham im Dating überwinden

Chainless Woman
Chainless Woman

179 plays · Jul 9, 2026

Was, wenn nicht dein Körper das Problem ist, sondern die Scham, die du über ihn gelernt hast? In dieser Folge sprechen wir über Dating, Gewichtsthemen, emotionale Verletzungen und die Angst, wegen des eigenen Körpers abgelehnt zu werden. Natascha und Lena sprechen darüber, warum solche Erfahrungen tief treffen können, wie sie emotionales Essen verstärken und weshalb echte Nähe oft genau dort beginnt, wo du dich am liebsten verstecken würdest. Eine Folge für Frauen, die sich nach Liebe, Sexualität und einem freien Körpergefühl sehnen. Ohne sich erst verändern zu müssen, um sich wertvoll zu fühlen. Was passiert, wenn ein Date absagt, weil du Kleidergröße 40 trägst? Für viele Frauen mit emotionalem Essen, Gewichtsthemen und Körperscham ist genau das eine der tiefsten Ängste: nicht gewollt zu sein, nicht schön genug zu sein, nicht liebenswert zu sein. Natascha und Lena sprechen über Dating mit Körperscham, emotionales Essen und die oft unsichtbaren Verletzungen, die in Beziehungen, Sexualität und Nähe wieder aktiviert werden. Es geht darum, warum Ablehnung so tief treffen kann, weshalb dein Nervensystem in solchen Momenten in Schutz, Rückzug oder Stress-Essen rutscht und wie du beginnst, diese alten Muster zu verstehen, statt dich weiter für deinen Körper zu bekämpfen. Du erfährst, warum emotionales Essen stoppen nicht bedeutet, nur disziplinierter zu werden, sondern emotionale Ursachen zu lösen. Wir sprechen darüber, wie du dein Nervensystem regulieren, Stress-Essen stoppen und wieder ein intuitives Essverhalten lernen kannst. Auch dann, wenn Dating, Nähe oder Sexualität bisher mit Scham verbunden waren. Diese Folge ist für dich, wenn du gesund abnehmen möchtest, ohne dich selbst zu verlieren. Wenn du emotionales Essen lösen willst, weil du spürst: Es geht nicht nur ums Essen. Es geht um deinen Körper, deine Würde, deine Sehnsucht nach Nähe und um die Frage, wie du dich wieder sicher in dir fühlen kannst. 🕊️ Du möchtest wissen, wie du es endlich schaffst für immer den Teufelskreis mit emotionalem Essen und Abnehmversuchen zu verlassen? Auf unserer Webseite findest du alle Infos zum Chainless Woman Coaching und die Möglichkeit für ein kostenloses Analyse-Gespräch: www.natascha-wilms.com [https://natascha-wilms.com/] 💌 Teile gerne deine Gedanken zu dieser Folge und deine Themenwünsche mit uns: Instagram: Chainless Woman [https://www.instagram.com/chainless.woman?igsh=MXFzZnc2bGp4YTNzdg==] Wenn du spürst, dass du nicht einfach nur oberflächlich Symptome coachen, sondern wirklich zu nachhaltigen Durchbrüchen begleiten willst: Trag dich jetzt auf die Warteliste für die Psychosoma Nutrition Coach Ausbildung ein. Für ein Coaching, das Tiefe hat. Und dich wirklich trägt: 👉🏻 Zur Warteliste & Webseite [https://psychosoma-nutrition-institute.com/] Folge uns auf Instagram @‌psychosoma-nutrition-institute [https://www.instagram.com/psychosoma.nutrition.institute/], für Impulse, die dein Nervensystem nähren und deinen Weg als Coach begleiten.

Transcript

Speaker: Letztens hat ein Date von unserer Klientin das Date abgesagt, weil sie Kleidergröße 40 hat.

Speaker: Wir wollen in dieser Podcast-Folge einmal über das Dating-Leben mit emotionalem Essen und Gewichtsthemen sprechen und wie du es schaffst, deine Schamthemen zu überwinden, zu lösen und hier weiterzugeben.

Speaker: auch wirklich wieder in den Genuss deines eigenen Körpers zu kommen und letztendlich dann eben auch in den Genuss von Sexualität und wirklich nähernden Beziehungen.

Speaker: Deswegen freuen wir uns sehr auf dieses Thema.

Speaker: Schön, dass du wieder mit dabei bist.

Speaker: Herzlich Willkommen zum Chainless Woman Podcast.

Speaker: Ich freue mich riesig, dass du da bist.

Speaker: Mein Name ist Natascha Wilms und schon über 550, fast 600 Menschen durfte ich in den letzten Jahren dabei begleiten, ihre Beziehung zu ihrem Körper begleiten.

Speaker: zu befreien und sich von emotionalem Essen zu lösen.

Speaker: Und in diesem Podcast führen wir dich richtig tief an die Ursachen, um dir zu helfen, das endlich hinter dir zu lassen.

Speaker: Mein Name ist Lena, ich bin jetzt inzwischen seit ich glaube fast zwei Jahren auch bei Channess Woman dabei und habe auch schon davor

Speaker: Vollzeit als Coach gearbeitet und vor allen Dingen interessieren mich die Zusammenhänge von Körper und Psyche, wie sich also emotionale Prozesse körperlich sichtbar machen und auch andersrum und deswegen freue ich mich sehr, dass wir heute über dieses Thema sprechen, was ja noch ein bisschen geheimnisvoll klingt.

Speaker: Das, was du bis jetzt weißt, ist ja nur, dass es nicht ums Essen geht, sondern einen sehr, sehr großen Blindspot, wenn es um das Thema emotionales Essen geht und ja, wie Natascha schon gesagt hat, ganz egal mit welchem Thema man zu tun hat, ist das auf jeden Fall

Speaker: die wichtigste Komponente, wenn es darum geht, wirklich in Veränderungsprozesse gehen zu wollen.

Speaker: Ja, das tut richtig, richtig weh, wenn wir solche Erfahrungen machen.

Speaker: Und das war noch nicht die Spitze des Eisbergs.

Speaker: Daraufhin hat unsere Klientin auch zwei anderen Dates geschrieben, ob sie sich denn immer noch mit ihr treffen würden, wenn sie...

Speaker: Kleidergröße 40 hat und alle haben dieses Date abgesagt.

Speaker: Und das ist natürlich eine der größten Ängste, die jede Frau mit sich rumträgt, die mit einer Herausforderung mit ihrem Essverhalten und ihrem Körper am Datingleben teilnimmt.

Speaker: Und wir möchten heute hier darauf einmal so schauen, dass wir gucken, wie kannst du mit wirklich

Speaker: realen Erlebnissen wie diesen gut umgehen, ohne dich komplett zurückzuziehen.

Speaker: Und ohne, weil das passiert nämlich ganz, ganz schnell, dir eine Perspektive aufzubauen, in der das immer so ist.

Speaker: Denn nicht jeder Mann ist so.

Speaker: Und das ist auch ganz schön, weil nämlich jetzt gerade genau diese Klientin berichtet hat, dass sie jetzt echt positive Erfahrungen, ganz konträre Erfahrungen machen konnte, wo Männer ihr eben gesagt haben, ja,

Speaker: okay, danke, dass du das ansprichst, aber das ist gar nicht wichtig für mich und natürlich möchte ich trotzdem mit dir auf ein Date gehen.

Speaker: Und wenn sie sich hätte von diesen Erfahrungen so einnehmen lassen und zurückgezogen, um den Schmerz erneut zu vermeiden, hätte sie natürlich jetzt diese positiven Erfahrungen nicht machen können.

Speaker: Und gleichzeitig ist es natürlich auch total nachvollziehbar, dass man sich nach so einer Verletzung zurückzieht, um sich selbst zu schützen.

Speaker: Und deswegen wollen wir heute wirklich auf das Thema draufschauen, ein bisschen die Dynamik uns angucken und eben gucken, wie du als Betroffene auch diese Blockaden lösen kannst.

Speaker: Denn Kontakt und Beziehung ist einfach so, so wichtig.

Speaker: Auch in Beziehungsräumen heilen wir ein Stück weit und können uns über unsere eigenen Themen oder aus unseren eigenen Themen überlegen.

Speaker: auch hinausentwickeln.

Speaker: Nur da können wir auch die Erfahrung machen, dass es eben, wie gesagt, nicht immer so ist, dass nicht jeder Mann zum Beispiel diesen Blickwinkel auf dem Frauenkörper hat.

Speaker: Und ja, das ist ein ganz wichtiges Thema.

Speaker: Ja, auf jeden Fall und also Jan hat uns ja auf was aufmerksam gemacht bei diesem Thema.

Speaker: Ganz kurz, dass alle wissen, wer Jan ist, das ist mein Mann.

Speaker: Genau, das ist Nataschas Mann.

Speaker: Genau, der führt immer die Vorgespräche hier mit unseren Frauen, die interessiert sind an einer Zusammenarbeit und

Speaker: Die teilen immer so ganz schön mit ihm, was sie so belastet und er ist da einfach, ja, an dem ist auch ein Therapeut vorbeigegangen.

Speaker: Er hört da immer sehr, sehr aufmerksam zu und ist da sehr, sehr einfühlsam und leitet dann eben an uns eben auch gewisse Themen weiter, die er immer wieder hört, wo er sagt, hier da.

Speaker: Könnt ihr mal einen Podcast zum machen oder da sollten wir mal einen Post drüber schreiben, weil das ist echt was, was die Frauen beschäftigt und genau, dementsprechend.

Speaker: Genau, das ist Jan, also liebe Grüße, falls du es hörst.

Speaker: Und er hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass wer uns vielleicht mal gesehen hat bei Instagram oder wo auch immer, relativ schnell sehen kann,

Speaker: dass wir selber die Erfahrung mit Übergewicht zu daten nicht gemacht haben.

Speaker: Und trotzdem möchte ich einmal direkt von Anfang an sagen, jeder von uns

Speaker: kennt Themen mit Körperscham und zwar unabhängig davon, was es mit Gewicht zu tun hat.

Speaker: Allein, dass wir das Gefühl haben könnten, dass es deswegen nicht vergleichbar ist oder wir das Gefühl nicht nachvollziehen könnten, wertet in gewisser Weise Übergewicht schon ab.

Speaker: Dabei gibt es noch ganz viele andere Themen.

Speaker: Wir haben ja auch schon Folgen darüber aufgenommen, über deine Geschichte, Natascha, oder über Themen, die auch ich mit mir rumtrage und so weiter, die eben

Speaker: ebenfalls, was Dating oder Beziehung angeht, eine Herausforderung sein kann.

Speaker: Da zählt ja nicht nur das Körpergewicht zu, sondern bei dir waren es damals eben auch die Essstörungen, bei mir waren es oder sind es manchmal auch noch die Panikattacken.

Speaker: Aber bei mir war es auch das Gewicht.

Speaker: Also obwohl ich von außen betrachtet nicht ein typisches Übergewichtsproblem hatte, war trotzdem bei mir das Gewicht.

Speaker: Also deswegen möchte ich das auch Frauen, die

Speaker: rein objektiv betrachtet von außen das Schönheitsideal der Gesellschaft erfüllen und erst mal wirken, als hätten sie ein Normalgewicht,

Speaker: das nicht absprechen, die können sich ganz genauso für ihren Körper schämen, wie Frauen mit Übergewicht auch im Dating leben, das ist ganz wichtig, weil so ging es mir auch, also ich wollte mich nicht ausziehen, weil meiner Meinung nach mein Po zu dick war, mein Bauch zu dick war, wo das rein objektiv betrachtet nicht war, aber das war halt diese Dysmorphe, Körper- und Dysmorphe-Störung, die

Speaker: Genau.

Speaker: Also deswegen haben wir uns auch entschieden, trotzdem darüber zu sprechen, weil wir einfach mitbekommen, dass es ein so wichtiges Thema ist und wir auch aus persönlicher Erfahrung, wenn auch aus anderen Themen heraus, sage ich mal, darauf schauen können und natürlich auch wie immer psychodynamisch.

Speaker: Und ich würde dazu gerne direkt am Anfang etwas sagen, was vielleicht auch etwas unbequem ist, weil, also

Speaker: Es gibt Männer und auch Frauen, die einfach sehr wenig Empathie und sehr wenig Einfühlungsvermögen und sehr wenig Feinfühligkeit haben.

Speaker: Das, denke ich, ist in jedem Erfahrungsraum uns bekannt.

Speaker: Darüber müssen wir jetzt nicht vertiefend sprechen.

Speaker: Und gleichzeitig...

Speaker: wollen wir mit dem Podcast auch eine gewisse Eigenverantwortung und auch Handlungsfähigkeit vor allen Dingen wieder herbeiführen.

Speaker: Und ich glaube, dass es ein Wechselspiel ist, wenn solche Situationen passieren.

Speaker: Das eine sind möglicherweise einfach tatsächlich Männer oder auch Frauen, je nachdem, wer dann eben ins Dating geht, die wenig Feingefühl haben oder vielleicht einen anderen Geschmack haben oder eben auch sehr oberflächlich unterwegs sind vor ihren eigenen Schönheitsvorstellungen.

Speaker: Das ist vielleicht der eine Punkt.

Speaker: Der andere Punkt ist aber auch, dass sich in Beziehungen, in Kontakt und dementsprechend auch in Dating, vor allen Dingen auch mit fremden Personen, wo noch kein Vertrauensverhältnis aufgebaut werden konnte, natürlich auch die eigenen inneren Unsicherheiten unbewusst immer mit einmischen.

Speaker: Bei ihr war es jetzt relativ schnell deutlich, dass es eben auch am Gewicht tatsächlich lag und an der Körperform.

Speaker: Aber viele Frauen, mit denen wir sprechen, machen auch die Erfahrung, dass ein Date beispielsweise zu nichts Weiterem führt, auch danach nicht, ohne dass explizit ausgesprochen wurde, dass es an der Körperform oder am Gewicht lag.

Speaker: Und die Frauen es aber trotzdem sehr, sehr stark darauf beziehen und das Gefühl haben, wäre ich schlanker, würde ich anders aussehen, wäre ich in ihrer eigenen Wahrnehmung schöner, dann hätte das auf jeden Fall geklappt.

Speaker: Das heißt, wir müssen hier differenzieren zwischen, was ist die Wertung der anderen Person und wie viel nehmen wir davon auch zu uns und wo habe ich aber auch vielleicht Erfahrungen gemacht, die gar nichts damit zu tun hatten, dass ich vielleicht eine bestimmte Kleidergröße habe oder ein bestimmtes Gewicht.

Speaker: Und hätte die Erfahrung gemacht, hätte ich nachgefragt, genauso wie sie das jetzt in dem Fall gemacht hat, dass es damit gar nichts zu tun hat, sondern dass es vielleicht andere Faktoren gab, die nicht zusammengepasst hat, so wie das ja jeder von uns kennt.

Speaker: Wir sind ja nicht mit jedem Menschen kompatibel, auch nicht körperlich.

Speaker: Und deswegen soll diese Podcast-Folge vor allen Dingen auch ermutigen, sowohl dazu, sich genügend Sicherheitsräume zu schaffen innerlich.

Speaker: Ich würde nämlich niemandem empfehlen, einfach in

Speaker: in den Datingmarkt zu gehen, wenn da gerade noch sehr große Unsicherheiten sind, weil der Datingmarkt auch einfach echt brutal ist.

Speaker: Und zwar ganz unabhängig von Körperformen.

Speaker: Also was ich manchmal so höre mit Ghosting und auch wirklich einfach richtig absurden Gesprächen teilweise.

Speaker: Da braucht man, glaube ich, schon eine gewisse Widerstandsfähigkeit und auch eine gewisse Stabilität in sich, um in diesem Online-Dating überhaupt klarzukommen.

Speaker: Und auf der anderen Seite eben genau, was du sagst, auch nicht aufgrund bestimmter unschöner Erfahrungen, die man eben machen kann, auch in diesem Kontext oder auf der Arbeit oder wo auch immer, sich den Mut nehmen zu lassen und diese Erfahrung als

Speaker: Stellvertretung für alle anderen Männer, für alle anderen Frauen, für jede Denkweise, für jede Körperbewertung und so weiter zu nehmen, weil es eben auch nicht der Realität entspricht, was du eben gerade so schön gesagt hast, dass bei den anderen Männern, denen sie dann später geschrieben hat und das direkt vorne wegnehmen wollte, die Rückmeldung bekommen hat.

Speaker: Ja, ich habe das Foto ja gesehen und ich habe mich nicht trotz dessen, sondern auch unter anderem verletzt,

Speaker: aufgrund dessen, weil ich das auch attraktiv finde, dafür entschieden, dass wir jetzt zusammen in Kontakt gehen.

Speaker: Also, dass die Erfahrung, die wir machen, die wir häufig dann so verallgemeinern, dass uns das jetzt immer passieren wird, da auch einen realistischen Blick darauf werfen, dass das eben nicht der Fall ist und

Speaker: Trotzdem ist es einfach ein sehr schmerziger Grad, wie weit kann ich mich reingeben und verletzbar machen, wenn ich gerade innerlich eh schon verletzt bin und wie weit verletzt mich aber auch Isolation, weil ich mir dadurch Nähe und Kontakt auch verwehre, nachdem ich mich vielleicht auch sehne.

Speaker: Ja, absolut.

Speaker: Und das ist ja der Punkt, also ich sage mal, um in Kontakt zu gehen, brauchen wir immer eine gewisse, immer gewisse Ressourcen, ne, und im Kontakt, also wir können halt nie kontrollieren, wie das Gegenüber auf uns reagiert.

Speaker: Viele versuchen das natürlich auch durch People-Pleasing und so weiter, ne, aber

Speaker: Im Endeffekt liegt es eigentlich nicht in unserer Hand.

Speaker: Ob unser Gegenüber uns wirklich sieht oder ob es einfach nur eine Projektion sieht, irgendwas auf uns drauf projiziert, das liegt nicht so ein bisschen in unserer, also liegt nicht direkt in unserer Hand.

Speaker: Indirekt schon ein bisschen, weil die Frage ist natürlich immer auch, weshalb entscheiden wir uns unbewusst oder auch bewusst genau für den Kontakt zu dieser Person.

Speaker: Da ist natürlich auch unbewusst manchmal ein bisschen was dabei, wie zum Beispiel das innere Kind, das so ein bisschen auch den Papa oder die Mama in dem Gegenüber sieht.

Speaker: Und da vielleicht dann auch nochmal die Hoffnung bietet.

Speaker: entsteht von dem, oder ihr kriege ich jetzt das, was ich von Mama und Papa nicht bekommen habe.

Speaker: Das ist natürlich dann schon in unserer Verantwortung zu gucken, wo produzieren wir vielleicht selbst etwas auf die andere Person.

Speaker: Weshalb lassen wir dann eben zum Beispiel immer wieder bestimmte Typen Menschen an uns ran.

Speaker: Also wenn man da eben ein Muster sieht, ist das dann die eigene Verantwortung.

Speaker: Also nicht Schuld, sondern Verantwortung im Sinne der

Speaker: Selbstermächtigung, dorthin zu schauen und eben zu gucken,

Speaker: Was rollen wir da immer wieder aus?

Speaker: Weshalb sind vielleicht auch die Menschen uninteressant mit uns, mit denen es eben nicht so unangenehm werden würde, die uns vielleicht wirklich sehen würden und wo dann tatsächlich echte Nähe entstehen könnte, was ja durchaus auch wenn oberflächlich gewünscht manchmal auch unbewusst vermeidet wird, weil es vielleicht zu gefährlich ist, mal wirklich gesehen zu werden.

Speaker: und echte Intimität und Nähe zu erfahren.

Speaker: Also beziehungsdynamisch ist das ganz, ganz interessant.

Speaker: Da kann man super hinschauen, machen wir mit unseren Klienten auch immer im Coaching-Prozess.

Speaker: Und gleichzeitig, wie gesagt, können wir halt nur bedingt kontrollieren, wie das Gegenüber eben oder eigentlich gar nicht kontrollieren, wie das Gegenüber reagiert in dem Moment, wo wir uns entscheiden, in Kontakt mit dieser Person zu treten.

Speaker: ist die Person halt eben erstmal die Person mit ihren Themen, ihren Projektionen und ihrer Wahrnehmung und ihrer Brille.

Speaker: Und das Spannende ist, und da haben wir ja im Vorhinein auch drüber gesprochen, Lena, nehmen wir jetzt mal an, ich würde jetzt daten gehen und ja, da würde mir jetzt einer sagen, ja nee, sorry, ich stehe halt auf blonde Frauen.

Speaker: und ich bin halt Brunette, dann würde ich das halt, weiß ich nicht, mit einem Schulterzucken

Speaker: Ja, okay.

Speaker: Würde mich nicht wirklich interessieren, weil ich halt voll happy damit bin, brünett zu sein und kein Thema damit habe, nicht blond zu sein und auch mich grundsätzlich sicher und gewollt fühle in meinem sozialen Umfeld und in den Beziehungen, die ich gerade lebe und es dementsprechend nicht tiefer in mir ein Gefühl auslösen würde von, oh mein Gott, ich muss jetzt blond sein, damit mich jemand will oder

Speaker: weiß ich nicht, 1,80 groß sind.

Speaker: Es gibt ja alle verschiedenen Möglichkeiten.

Speaker: Also blauäugig, groß, klein, kurvig, ganz dünn, eher kräftig, was auch immer, wenn wir bei den Oberflächlichkeiten bleiben.

Speaker: Aber eben auch, wenn wir bei den tiefer liegenden Themen hingucken.

Speaker: Ja, also ich mag halt nicht so

Speaker: Frauen, die so über tiefe emotionale Themen sprechen, das ist voll anstrengend.

Speaker: Da wäre ich halt nicht die richtige Person für mich.

Speaker: Ich denke, okay, ja gut, ciao.

Speaker: Ich komme halt nicht mit Männern zurecht.

Speaker: die immer nur mit mir auf der Oberfläche bleiben dann.

Speaker: So, okay, passt halt nicht.

Speaker: Das Problem entsteht ja immer nur dann, wenn wir selbst tief in uns irgendwo ein Thema damit haben,

Speaker: Also eine Verletzung, die sowieso schon da ist, gibt ja auch diesen Satz, was trifft, trifft zu.

Speaker: Und zwar nicht real im Sinne von, es ist dann wirklich so, dass du zum Beispiel zu dick bist grundsätzlich oder zu brünett bist oder was auch immer.

Speaker: sondern etwas in dir glaubt das und deswegen tut das dann so weh und du kannst es nicht einfach so stehen lassen, sondern es trifft dich sofort hart in deinem Kern, in deiner Verletzung, dem Gefühl nicht auszureichen.

Speaker: Und dieser Teil in dir, der springt dann natürlich an, wenn jemand sagt, hey, nein, irgendwie passt mir das nicht.

Speaker: Und dann kommen eigentlich eher sehr kindliche Gefühle hoch.

Speaker: Also dieses, ich bin nicht gewollt, ich werde nicht gesehen, ich bin mutterseelenalleine.

Speaker: ich bin zu hässlich und so weiter und so weiter.

Speaker: Und wenn man sich aber dann mal umschaut, ist es ja gar nicht wirklich die Wahrheit.

Speaker: Ich meine, es gibt viele glückliche Paare, wo einer von beiden oder vielleicht sogar beide auch übergewichtig sind.

Speaker: Es gibt auch Paare, die haben ein erfülltes Sexleben, auch wenn die nicht die Idealkörpermaße erhält.

Speaker: erfüllen, die wir gesellschaftlich als die Form sehen, bei der man sich sexy fühlen darf.

Speaker: Und bei allen anderen darf man das dann nicht.

Speaker: Das ist auch was.

Speaker: Die Tage hatten wir jetzt am Samstag, eine Embodiment und Breathwork Session.

Speaker: Machen wir immer so ein Special, einmal im Monat noch für unsere Klienten.

Speaker: Und da ging es um das Thema Weiblichkeit, Lust und Sexualität.

Speaker: Am Ende dieser Session sagte eine Frau, ich konnte heute zum ersten Mal wirklich fühlen, dass ich mich sexy fühlen darf und kann, auch mit diesem Körper.

Speaker: Und dass diese Bedingung, ich darf erst wenn, dass die in meinem Kopf existiert.

Speaker: Und natürlich irgendwo auch ein gesellschaftliches Thema ist, was sie aber zu ihrem eigenen gemacht hat.

Speaker: Und sie davon abhält, diese erfüllte Sexualität zu erleben, die sie eigentlich gerne erleben möchte.

Speaker: Weil da immer diese innere Schranke ist von erst wenn ich.

Speaker: Kleidergrüße XY, darf ich wirklich?

Speaker: Ansonsten ist das innerlich verboten.

Speaker: Das ist die Geschichte, die sie sich erzählt.

Speaker: Und sie konnte diese Lust wirklich erfahren am Samstag, zulassen und hat auch jetzt noch mal nachträglich geschrieben, dass sie auch eine richtig, richtig schöne Erfahrung mit ihrem Mann gemacht hat, wo sie sich hingeben konnte, wo sie die Lust wirklich zulassen konnte.

Speaker: Und der Punkt ist,

Speaker: das ist heilsam, weil wir brauchen diese Entspannung, wir brauchen diese Hingabe, wir brauchen diese Lebensfreude und diese zwischenmenschlichen Erfahrungen, damit unser Nervensystem sich regulieren kann und nicht stellvertretend ständig mit Essen diese Sinnlichkeit und diesen Genuss und diese Fülle kompensieren muss sozusagen.

Speaker: Also das ist halt nicht erst wenn dann, sondern eigentlich muss ich erst in mir dieses Gefühl erinnern.

Speaker: aktivieren können und dann wird es auch im Außen die Folge haben, dass der Körper das auch spiegeln kann.

Speaker: Jeder kennt ja diesen Glow-Effekt auch irgendwie so ein bisschen, wenn man so verliebt ist und happy ist und auch guten Sex hat.

Speaker: Und das macht ja ganz viel auch auf der Körperoberfläche mit der Ausstrahlung und natürlich verändert das auch unser Verhalten und wie wir durchs Leben gehen und dann letztendlich auch, wie wir uns emotional regulieren können

Speaker: Und ob wir dann eben uns das Leben schön essen müssen oder ob das Leben für uns wirklich dann auch einfach schön ist.

Speaker: Und das, was du gerade gesagt hast mit der Ausstrahlung, ist, glaube ich, ein ganz entscheidender Punkt, auch was das Thema Dating angeht.

Speaker: Weil viele Frauen, die dann schon mit dem Gefühl von Scham in einen,

Speaker: Dating beispielsweise gehen oder in einen Treffen oder mit dem Gefühl von, oh Gott, hoffentlich findet er das jetzt nicht schlimm oder, oh Gott, hoffentlich guckt er mich jetzt nicht abwertend an oder welche Themen dann eben damit verbunden sind.

Speaker: Also unser Körper und unsere Ausstrahlung folgen ja auch unserem inneren Erleben.

Speaker: Und wenn ich schon verbunden mit dieser Scham von, boah, eigentlich fühle ich mich selbst eklig und hässlich und nicht mal ich möchte mich ja eigentlich angucken, geschweige denn anfassen, in einen Beziehungskontext oder in einen Dating-Kontext gehe,

Speaker: dann folgt der Körper.

Speaker: Das heißt, die Körperhaltung ist ganz anders.

Speaker: Möglicherweise sind die Schultern ein bisschen wie eingefallen.

Speaker: Der Körper versucht, sich klein zu machen.

Speaker: Die Stimme geht zurück.

Speaker: Der Blickkontakt wird häufig vermieden.

Speaker: Und dann kann es sein, dass im Mann oder in der Frau, je nachdem, mit wem wir dann ja in so einem Dating-Kontext sind, weil das betrifft Männer ganz genauso wie Frauen auch, also auch die sind extrem unsicher teilweise in Dating-Kontexten,

Speaker: Aber jetzt in dem Falle mal bei diesem Beispiel geblieben, der Mann sieht das und reagiert gar nicht unbedingt auf das Körpergewicht und auf die Kleidergröße oder sonstiges, was auch passieren kann, aber gehen wir mal davon aus, dass es nicht der Regelfall ist, dass es nur das Gewicht ist, wenn man jetzt nicht ein komplett...

Speaker: ein komplett verzerrtes Foto reinstellt, wo man irgendwie, keine Ahnung, 30 Kilo weniger wiegt oder gar nichts vom Körper sieht, dann ist ja schon mal ein Grundgefühl dafür da, dass die Person eben jetzt einfach ein bisschen schwerer ist, sage ich mal, als, wie soll ich das jetzt, also als, ähm,

Speaker: Ich will nicht immer sagen Schönheitsideal, weil ich finde das so bescheuert, aber sagen wir mal das, was viele Frauen selber als Schönheitsideal sehen würden.

Speaker: Aber die Ausstrahlung, die mitschwingt, die Art von Kontakt, die Art von Nähe oder auch eben Distanz, die dadurch bestehen bleibt, ist ganz häufig der Teil des.

Speaker: der dann sagt, ah, das passt, glaube ich, nicht zu mir.

Speaker: Ich suche vielleicht eine Frau, die extrovertierter ist, die selbstbewusster ist.

Speaker: Und das strahlt die Person in dem Moment nicht aus.

Speaker: Und das heißt nicht, dass du deswegen jetzt extrovertiert und selbstbewusst und so weiter sein musst, dass der Mann dich will.

Speaker: Aber häufig folgt der Körper eben der inneren Energie und die Ausstrahlung folgt der inneren Energie und den inneren Emotionen und somit bauen wir uns im Prinzip, man nennt das auch diese sich selbsterfüllende Prophezeiung, bauen wir in gewisser Weise die Erfahrung, die wir fürchten,

Speaker: durch unser eigenes Verhalten.

Speaker: Also ich gehe schon davon aus, der Mann wird mich ablehnen, weil ich bin zu hässlich, ich fühle mich eklig.

Speaker: Der wird sich denken, oh Gott, wie sieht die denn aus?

Speaker: Dadurch gehe ich in eine Körperhaltung und in Kontakt und bleibe auch so distanziert wie in so einem Schutzpanzer, der diese Verletzung gar nicht erst zulässt.

Speaker: Der Mann fühlt sich nicht abgullt, in Anführungsstrichen, beziehungsweise hat das Gefühl, ich komme an die Person gar nicht ran oder fühlt sich wirklich nicht so angezogen von diesem sehr schamausstrahlenden Teil.

Speaker: Die Frau geht anschließend nach Hause und denkt, siehst du, ich wusste ja, der findet mich zu fett.

Speaker: Wäre ich dünner gewesen, hätte der mich bestimmt genommen.

Speaker: Und viele, die dann abgenommen haben, machen sogar die Erfahrung und denken, siehst du, das liegt wirklich daran, dass ich dünner bin.

Speaker: Aber sie kriegen gar nicht mit, dass sich alles andere verändert hat, dass sie einfach ganz anders in Kontakt erst mal gehen, zumindest in der ersten Phase, wo sie eben noch diese Glücksgefühle haben durch die Abnahme, bis sie irgendwann merken, okay, also...

Speaker: Was die Sexualität angeht und was meine Nähefähigkeit angeht, was Intimität angeht, sind die Themen trotzdem nicht gelöst.

Speaker: Aber am Anfang fühlen sie sich erst mal anders, weil sie Komplimente bekommen, weil sie strahlen, weil sie sich selber gerne angucken, weil sie merken, geil, ich passe jetzt in andere Klamotten rein.

Speaker: Und dadurch strahlen sie einfach was komplett anderes aus und projizieren es noch mehr auf das Körpergewicht.

Speaker: Und das ist es oft eben gar nicht.

Speaker: Und ich glaube, dass das ganz wesentlich ist, das zu verstehen.

Speaker: Und gleichzeitig, wie du eben auch gesagt hast, geht es eben auch darum, damit mal in Kontakt zu kommen,

Speaker: wie fühle ich mich eigentlich selber und was brauche ich selber auch?

Speaker: Weil ich hatte mit ihr dazu dann ein Coaching in der Co-Regulation gemacht, die eben auch sehr gekränkt war und getroffen durch diese Aussage, weil vorher haben sie oft telefoniert und es war schön und so weiter und es war halt dann natürlich einfach sehr niederschmetternd, diese Erfahrung zu machen und dann haben wir dazu was gemacht mit der kindlichen Verletzung, die darunter lag,

Speaker: auch mit den kindlichen Reaktionen, die dann damit verbunden waren und mit dieser Stimme, die das immer wieder wiederholt hat, dass sie nicht ausreicht, dass sie hässlich ist und so weiter.

Speaker: Und dann schrieb sie mir auch, dass das irgendwie wie so ein Schalter umgelegt hat, dass sie seitdem darauf ganz anders blicken kann.

Speaker: Und ich glaube, eine Sache, die ich gesagt hatte, wo sie dann auch zumindest im Gesicht so einen Perspektivwechsel hatte, war, dass ich so meinte,

Speaker: angenommen, du hättest mal nicht auf dich und deinen Körper und das, was an dir alles so scheinbar falsch ist und fehlt, geschaut, sondern mal nur auf den Mann.

Speaker: Wären das denn Männer gewesen, die du an deiner Seite gesehen hättest?

Speaker: Und das war innerhalb von einer Blitzsekunde, dass sie erst mal so irritiert war und dann bei zwei Männern auch klar gesagt hat, nee, das wäre auch gar nicht meins gewesen.

Speaker: Bei dem einen Mann fand sie, glaube ich, ganz gut.

Speaker: Aber der Blick ging gar nicht darauf, von wem lasse ich mir überhaupt die Rückmeldung geben, dass ich vielleicht zu dick sei oder zu unsportlich oder zu was auch immer.

Speaker: Und darin sieht man schon,

Speaker: dass es eben an ein sehr tief verwurzeltes inneres Thema andockt, weil das ist eine fremde Person, die ich vielleicht selber noch nicht mal im Ansatz attraktiv finde, die für mich nicht im Ansatz das Leben führt oder die Form von Kontakt führt, die ich mir vorstelle.

Speaker: Aber weil ich eben schon diese tiefe Wunde in mir trage, reicht das aus, dass selbst dieser Mensch,

Speaker: der mir weder nahe steht, noch dem ich irgendwie nahe sein möchte, das Gefühl geben kann, ich sei minderwertig.

Speaker: Und das fand ich auch nochmal sehr, also einen wichtigen, wechselte ich mal zu Fragen, okay, von wem?

Speaker: lasse ich mir das eigentlich sagen und wo gucke ich eigentlich auch mal auf das, was brauche ich eigentlich in einem Partner, was wünsche ich mir eigentlich, weil das mit dieser Wunschfigur oder Traumfigur oder Idealfigur oder Idealkörperform oder wie auch immer, es ist im Prinzip nichts anderes, als dass wir in eine Form reingequetscht werden und reingepresst werden und uns vor allen Dingen selber da reinpressen,

Speaker: das möchte ich auch nochmal sagen, wo wir uns erstens nie selber gefragt haben, ist das überhaupt die Körperform, die zu mir passt und die ich schön finde?

Speaker: Und zweitens, kann mein Körper die eigentlich überhaupt erreichen?

Speaker: Also darüber haben wir ja auch schon oft gesprochen.

Speaker: Also

Speaker: Weil alleine die Knochenformierung ganz anders ist.

Speaker: Es gibt so viele Frauen, die sind sehr schlank und wünschen sich zuzunehmen, dass sie mehr Kurven haben, mehr Masse hätten, wie sie es nennen.

Speaker: Es gibt ganz viele Frauen, die haben mehr Gewicht, mehr Kurven und sagen, ich wünschte mir einfach, ich hätte weniger Kurven, dann hätte ich halt lieber viel kleinere Brüste, aber dafür weniger Bauch, habe ich im letzten Jahr im Gespräch gehabt.

Speaker: Und so weiter und so fort.

Speaker: Also in gewisser Weise versuchen wir uns in Formen reinzupressen, wo wir uns selber nie gefragt haben, wird die mir gerecht und finde ich die wirklich schön, sondern wir haben sie einfach wie so fremde Bilder runtergeschluckt und das Gefühl entwickelt, dass unser Wert davon abhängt, diese Form zu erreichen und wenn wir damit in Kontakt sind,

Speaker: Und gleichzeitig auf der Waage oder im Spiegel scheinbar so weit davon weg, dann gehen wir natürlich ganz anders durchs Leben, ganz anders in Beziehung, ganz anders in Sexualität, weil wir eben gar keinen realistischen Blick mehr haben, sondern auf eine Art wirklich eine wirkliche Wahrnehmungsverzerrung vorliegt.

Speaker: wo die Frau sich selber eigentlich gar nicht mehr so wahrnimmt, wie sie wirklich aussieht, was sie wirklich ausstrahlt, wie schön sie wirklich ist, sondern immer nur auf dieses eine Attribut guckt, was sie selbst abwertet, wo sie sich selbst für schämt, wo sie vielleicht auch für beschämt wurde auch schon in der Kindheit und den ganzen Rest gar nicht mehr sehen kann.

Speaker: Und da sind wir in gewisser Weise in einem Störungsspektrum, was durch Erfahrungen,

Speaker: Im Dating oder durch Erfahrungen bei Ärzten oder bei Physiotherapeuten oder Therapeuten, wo auch immer, wo dann diese Beschämungen wieder stattfinden, einfach noch mehr verstärkt werden kann.

Speaker: Also ja, das ist schon wichtig, einfach mit dazu zu denken, dass es schon erschwert ist in der Situation.

Speaker: Dating-Kontexte zu gehen, weil eben auf eine Art diese Wahrnehmungs-, die gestörte Wahrnehmung, nenne ich es mal, nicht die Störung als Diagnose, sondern eine Störung in der Selbstwahrnehmung vorliegt.

Speaker: Und das macht es natürlich nicht unbedingt leichter.

Speaker: Absolut.

Speaker: Und das ist auch dann, wie gesagt, ganz unabhängig davon, ob das Gewicht ganz real ist,

Speaker: in einem Bereich ist, wo der Körper ganz offensichtlich schon auch um Hilfe ruft, wo man natürlich auch hingucken muss, nicht im Sinne von der eher destruktiven Seite der Body-Positivity-Bewegung, wo man dann eben sagt, das ist halt jetzt das neue Normal, weil das betrifft halt irgendwie jetzt über 50 Prozent der Frauen,

Speaker: Frauen in unserer Kultur, dass sie eben mehrgewichtig oder stark übergewichtig sind.

Speaker: Und deswegen muss man das jetzt als neues Normal hinnehmen und

Speaker: Und das finde ich schwierig, weil das ist natürlich wichtig hinzuschauen, dass der Körper darüber ein ganz klares Signal schickt, dass er überlastet ist.

Speaker: Nicht im Sinne von, was ist das für eine Figur, sondern vielmehr im Sinne von, das ist ein Signal des Körpers.

Speaker: Und wenn wir das ignorieren, dann ignorieren wir uns selbst.

Speaker: Und das ist nicht schön und nicht zu empfehlen.

Speaker: Und das ist nicht schön.

Speaker: Aber auch, sage ich mal, bei normalgewichtigen oder eher untergewichtigen Bereichen, wo man dann halt eher vielleicht auch trotzdem immer noch das Gefühl hat, zu dick zu sein oder es gar kein...

Speaker: ja, ich sage mal, objektiv ist immer schwierig, jeder hat so ein bisschen seine eigene Wahrnehmung, aber wenn man erstmal objektiv sagen würde, da gibt es kein Problem.

Speaker: Und deswegen arbeiten wir ja auch mit unterschiedlichsten Frauen.

Speaker: Also wir haben ja ganz unterschiedliche Frauen im Raum, von Frauen, wo du dir erstmal anschaust,

Speaker: Und wenn wir jetzt keine Ahnung von dem Thema hätten, würde sich ein normaler Mensch die Frage stellen, warum hat sie überhaupt ein Problem?

Speaker: Also rein objektiv betrachtet, warum hat sie ein Problem?

Speaker: Aber wir wissen natürlich, es gibt einen Grund, warum sie sich so fühlt.

Speaker: Und es bringt überhaupt gar nichts, dieser Frau zu sagen, ja, also du musst dich doch gar nicht so fühlen, es ist doch alles super mit dir.

Speaker: Das geht da rein und da raus, weil das System das gar nicht annehmen kann.

Speaker: Und irgendwo gibt es eine Ursache dafür, warum...

Speaker: die Frau so getrennt ist von ihrem Körper und sich in ihrem Körper nicht zu Hause fühlt.

Speaker: Genauso wie eben auch bei jemanden, wo halt ganz objektiv oder offensichtlich auf der Körperoberfläche Verschiebungen stattgefunden haben, sodass der Körper tatsächlich unter dem Mehrgewicht leidet.

Speaker: Und egal, wie das im Außen aussieht und in Form von Körperform, grundsätzlich muss man immer erstmal hinhören und das ernst nehmen, wenn es da ein Gefühl von einer Trennung zum eigenen Körper gibt, von einem Gefühl, fremd zu sein im eigenen Körper, ein Gefühl von diesem Körper nicht haben zu wollen, zu viel zu sein, zu wenig zu sein, was auch immer.

Speaker: Weil dann stimmt etwas nicht.

Speaker: Und dann braucht man auch wirklich jemanden, der eben nicht nur darauf spezialisiert ist, das Gewicht runterzukriegen oder in irgendeinen gewissen Bereich, sondern jemanden, der auch wirklich tiefer blickt und guckt, wo hat diese Trennung überhaupt stattgefunden?

Speaker: Wo sind diese Schamthemen, die sich später dann auch in Beziehungen oder in Datingsituationen nur wieder reaktivieren, denn eigentlich ursprünglich entstanden sind,

Speaker: dass dann eben so Beziehungssituationen sowas mit uns machen können.

Speaker: Weil

Speaker: Das haben wir ja auch relativ häufig.

Speaker: Wir haben ja nicht nur Single-Frauen, die wir begleiten, die dann im Dating-Leben diese Erfahrungen machen oder wie gesagt, sie komplett vermeiden, weil sie gar nicht ins Dating gehen.

Speaker: Wir haben ja dann auch Frauen, die in Beziehungen sind, wo sie dann vielleicht sich ständig selbst bewerten und der Partner so oft sagen kann, ich finde dich so schön, wie du bist, ich liebe dich so, wie du bist, ich finde dich sexy, so wie du bist und es gar nicht ankommt.

Speaker: Oder es tatsächlich auch Beziehungsdynamiken gibt, in denen der Partner ständig abwertet.

Speaker: Also bei Frauen, die real ein Gewichtsthema haben, aber auch tatsächlich bei Frauen, die einfach keins haben und trotzdem immer wieder gesagt wird, du bist mir zu dick und du musst abnehmen und jetzt mach mal beim Essen ein bisschen langsamer.

Speaker: Also da gibt es ja die unterschiedlichsten Beziehungsdynamiken.

Speaker: Und da ist es einfach wieder sehr individuell.

Speaker: Und deswegen muss man da natürlich auch individuell drauf schauen.

Speaker: Weil wie wir in Kontakt zu Menschen gehen, wie nähernd wir Beziehungen empfinden, wie sicher wir uns in Beziehungen fühlen, hat natürlich ganz, ganz viel mit unserem Essverhalten auch zu tun.

Speaker: Beziehungsweise hat eine Auswirkung auf unser Essverhalten.

Speaker: Also wir sehen das ja immer wieder,

Speaker: Das ist spannend zu beobachten, wenn wir dann auch die Anamnese-Prozesse am Anfang mit unseren Klienten haben und wir uns das alles ganz genau im Detail angucken.

Speaker: Wie viele Frauen uns begegnen, die entweder in Beziehungen immer wieder anfangen und Probleme mit dem emotionalen Essen haben oder auch das Gewicht hochgeht oder

Speaker: in Beziehungen mit dem Gewicht und allem alles gut ist und dann, wenn sie Single sind, nach einer Trennung das wieder anfängt.

Speaker: Oder dann, wenn sie es, also es gibt ja unterschiedliche Situationen, aber dass irgendwas sich innerlich bei der Person verändert, wenn sie in Beziehung ist oder nicht in Beziehung, was dann dazu führt, dass dieses Thema aktiviert oder deaktiviert wird.

Speaker: Weil es einfach

Speaker: sich innerhalb von Beziehungsdynamiken ganz häufig als Bewältigungsstrategie ausrollt oder eben auch als Bewältigungsstrategie, um mit der Einsamkeit zurechtzukommen, wenn keine Beziehung stattfindet.

Speaker: Ja, und ich glaube, das ist einfach, wenn wir auf die Frage gehen, was braucht es dann, wenn ich solche Situationen schon mal erlebt habe oder auch, wenn ich mich wieder für Dating öffnen möchte, was sind dann die Schritte, die notwendig sind, dann ist es auch, also ich würde nicht sagen, dass es gut ist, sich zu isolieren und es ganz sein zu lassen, aber

Speaker: Und gleichzeitig würde ich schon empfehlen, zuerst einmal ein gewisses Gefühl für sich selber zu entwickeln, weil ansonsten haben wir eben die Gefahr, dass wir aus einer Symbiose, also aus einer Verschmelzung in so einen Kontakt gehen.

Speaker: Das heißt, wenn das Kind sehr früh sich nur an der Mutter und am Vater orientiert hat und so gesehen die Außenwelt als einzigen Bezugspunkt

Speaker: hatte, um sich selbst zu fühlen und um sich selbst zu bewerten, in Anführungsstrichen, und aus diesem Zustand nie rauswachsen konnte, aufgrund bestimmter Erfahrungen und Verletzungen und Demütigung und Anpassungsleistungen, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass das eben im Datingleben genauso passiert und dann sind wir halt deutlich anfälliger dafür, dass wir wieder nur die Außenwelt mit ihren Brillen, mit ihren Bewertungen quasi als

Speaker: Bezugsquelle oder als Bewertungsquelle nehmen, als Referenz für unseren Wert und für unser Aussehen, ohne mitzubekommen, dass wir unbewusst, das hast du am Anfang erklärt, quasi reinszenieren, was ich eh schon erlebt habe.

Speaker: Gleichzeitig können natürlich auch schon gemachte Beziehungs- und Dating-Erfahrungen sehr, sehr starke Wunden und auch Einschläge im Nervensystem hinterlassen haben, die die neuen Dating-Erfahrungen erschweren.

Speaker: Da wäre es hilfreich, einmal hinzuschauen, wo habe ich Beziehungsverletzungen erlebt, welches Muster zieht sich vielleicht im Dating und in Beziehungen immer wieder durch, was hat das in mir hinterlassen, emotional und körperlich, wo sitzt vielleicht...

Speaker: Oder ist ein Druck oder eine Spannung oder eine Emotion auch körperlich noch fest durch diese Erfahrungen?

Speaker: Wo habe ich vielleicht entschieden, unbewusst mich nicht mehr zu öffnen und eine gewisse Kälte auszustrahlen, um nicht wieder verletzt zu werden und wundere mich dann, dass ich als kühl oder abweisend wahrgenommen werde oder nicht?

Speaker: dass Beziehungen sehr schnell wieder zerbrechen.

Speaker: Da braucht es einfach einen Blick auf die tieferen Ebenen.

Speaker: Gleichzeitig braucht es eine hohe Regulationsfähigkeit, also immer wieder nicht nur vor dem Date, sondern auch während des Dates und auch danach mal reinzuspüren, wie fühle ich mich eigentlich?

Speaker: Möchte ich diese Person sehen und treffen oder habe ich eigentlich schon das Gefühl, irgendwie ist das nicht so meins, aber...

Speaker: Es wäre jetzt auch gemein abzusagen oder vielleicht ist es ja doch nicht so schlimm oder während des Dates sich mal zu fragen, wie fühle ich mich, wie fühlt sich mein Körper, bin ich chronisch angespannt und habe die ganze Zeit das Gefühl von ihm bewertet oder betrachtet oder ignoriert zu werden oder kriege ich blöde Kommentare.

Speaker: Oder zieht sich mein Körper zusammen, obwohl oder weil der andere gerade so freundlich und höflich und entgegenkommt ist?

Speaker: Und wie fühle ich mich auch nach dem Date?

Speaker: Also welche Erfahrungen oder Körperreaktionen spüre ich danach?

Speaker: Und dafür braucht es dann eben bestimmte Regulationstechniken, die wir im Alltag viel zu häufig übergehen, wo dann häufig emotionales Essen wiedergreift, weil wir dann mit den Themen oder Wunden, die dadurch wieder...

Speaker: angeregt wurden durch das Treffen oder das nicht zustande kommende Treffen, wieder getriggert werden und als Anpassungsleistung dann eben essen und uns dämpfen oder eben auch nicht essen.

Speaker: Auch das ist eine Form von emotionalem Essen, wenn man so möchte.

Speaker: Wenn aufgrund von hohem Stress und hoher Anspannung einfach Essen vermieden wird und das dem Körper ebenfalls nicht dient.

Speaker: Also so kann dann Dating oder Beziehung auch emotionales Essen, so wie du es eben schon gesagt hast, Natascha, auch verstärken.

Speaker: Deswegen ist es im Prinzip...

Speaker: Wie immer, es kommt auf die Regulationsfähigkeiten an, es kommt auf die Verletzungen an, die schon im Nervensystem und im Körper getragen werden, die gelöst werden dürfen, um wirkliche Intimität, um Körperlichkeit, um Nähe, um Beziehungen, um gesehen zu werden, überhaupt es zulassen zu können.

Speaker: Und dann auch aufsteigende Emotionen, egal ob angenehme oder unangenehme,

Speaker: anders regulieren und durchleben zu können, als eben dann über Essen.

Speaker: Und so kann sich so eine unangenehme Dating-Spirale oder Beziehungsspirale dann auch in eine sehr schöne, nährende, heilsame Erfahrung übersetzen und zwar ganz unabhängig davon, ob es jetzt eben

Speaker: Dating-Kontext mit dem gegengeschlechtlichen Part ist oder auch in Frauengruppen, in Freundschaften, in anderen Beziehungskontexten, die uns ja ebenfalls genauso in diesen Themen treffen und an alte Verletzungen erinnern, aber diese alten Verletzungen eben auch mehr und mehr sehen und auch heilen können.

Speaker: Ja, also wie gesagt, ich komme ja selber auch oder habe das selber auch phasenweise in meinem Leben schon gehabt.

Speaker: Wo ich Single war, das war eine Riesenblockade für mich überhaupt, auf Dates zu gehen, diese Angst vor Ablehnung.

Speaker: Und ich bin so froh, heute meinen Mann zu haben und diese liebevolle, intime Beziehung, in der ich wirklich hier nackt durch die Wohnung laufen kann, wo ich wirklich auch spüre, dass

Speaker: Und zulassen kann, dass er mich anziehen findet.

Speaker: Nach 13 Jahren, 12 Jahren immer noch.

Speaker: Und das eben nicht...

Speaker: einfach an mir abprallt, sondern das wirklich reinkommt und ich wirklich fühlen kann, dass das so ist und dass ich mich darin auch selbst anziehend und attraktiv finden kann und eben, wie gesagt, noch mehr auch diese Beziehung leben kann.

Speaker: Weil manchmal, wenn man solche Erfahrungen gemacht hat oder so eine Angst davor hat und man ist in dieser Situation,

Speaker: dann ist man so auf Schmerzvermeidung, dass man manchmal vergisst, wie viel Leid diese Isolation eigentlich auslöst, wenn man in ihr bleibt.

Speaker: Und deswegen will ich da einfach auch nochmal Mut machen.

Speaker: Das sind alles Dinge, die sich lösen lassen.

Speaker: Und unter diesen Milliarden von Menschen da draußen gibt es Menschen, die dich sehen und die dich lieben und die mit dir sein wollen.

Speaker: Und wie gesagt, deswegen ist das auch für dich möglich.

Speaker: Und manchmal muss man einfach bei sich selber nochmal hingucken, was ist da eigentlich los?

Speaker: eben lernen, diese Ängste zu überwinden und diese Muster ein Stück weit lösen, damit wir nicht immer wieder aus diesen heraus neue unangenehme Geschichten kreieren, sondern da eben wirklich auch den Teil in uns lösen können, der

Speaker: der uns da gerade von abtrennt, eine gesunde, liebevolle Beziehung oder auch erfüllte Sexualität und ein schönes Datingleben zu erfahren.

Speaker: Deswegen, ja, hab den Mut, dahin zu schauen, wenn dich das gerade so beschäftigt.

Speaker: Wir freuen uns sehr, wenn du dir einfach mal ein kostenloses Vorgespräch vereinbarst, ja.

Speaker: Dann hast du, wie gesagt, auch erst mal die heilsame Erfahrung mit meinem wundervollen Mann Jan am Telefon.

Speaker: Einem Mann, der wirklich sehr gut darin ist, dir das Gefühl zu geben, dass du sicher bist mit dem, was dich da gerade herausfordert.

Speaker: Und der erst mal schaut, ob wir dir damit auch helfen können.

Speaker: Und dann sprechen wir eben, wie gesagt, auch persönlich in einem zweiten Vorgespräch noch mal.

Speaker: Indem wir gemeinsam eben schauen, wie sieht der gemeinsame Weg aus, wie können wir dir wirklich helfen, ja, und dann kannst du entscheiden, ist das wirklich was für dich und das wird so viel mehr in deinem Leben verändern, als einfach, in Anführungszeichen, nur, was ja auch schon genug ist, das Essverhalten und dieses Körperthema.

Speaker: Es hat einfach einen Ripple-Effekt auf die Art, wie du durch die Welt gehst, wie du Beziehungen führst, wie du in Kontakt mit Menschen gehst, wie du das deinen Kindern vorlebst.

Speaker: Du machst da sowas Großartiges für dich selbst.

Speaker: Deswegen ganz, ganz herzliche Einladung.

Speaker: Vereinbar dir unten in den Shownotes über den Link einfach mal einen Termin.

Speaker: Und dann freuen wir uns ganz bald, mit dir persönlich zu sprechen.

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