Transcript
Speaker: Was macht das eigentlich mit einem Menschen, jeden Tag mit Angst zur Arbeit zu gehen oder zur Schule und dort dann verachtenden Blicken und Mobbing ausgesetzt zu sein?
Speaker: Sehr, sehr, sehr viel.
Speaker: Und letztens hat es eine unserer Klienten so ausgedrückt, ich wurde gemobbt, weil ich dick war oder angeblich dick war und wurde dick, weil ich gemobbt wurde.
Speaker: Musik
Speaker: Herzlich Willkommen zum Chainless Woman Podcast.
Speaker: Ich freue mich riesig, dass du da bist.
Speaker: Mein Name ist Natascha Wilms und schon über 550, fast 600 Menschen durfte ich in den letzten Jahren dabei begleiten, ihre Beziehung zu ihrem Körper zu befreien und sich von emotionalem Essen zu lösen.
Speaker: Und in diesem Podcast führen wir dich richtig tief an die Ursachen, um dir zu helfen, das endlich hinter dir zu lassen.
Speaker: Mein Name ist Lena, ich bin jetzt inzwischen seit ich glaube fast zwei Jahren auch bei Channels Woman dabei und habe auch schon davor Vollzeit als Coach gearbeitet und vor allen Dingen interessieren mich die Zusammenhänge von Körper und Psyche, wie sich also emotionale Prozesse körperlich sichtbar machen und auch andersrum.
Speaker: Und deswegen freue ich mich sehr, dass wir heute über dieses Thema sprechen, was ja noch ein bisschen...
Speaker: geheimnisvoll klingt.
Speaker: Das, was du bis jetzt weißt, ist ja nur, dass es nicht ums Essen geht, sondern um einen sehr, sehr großen Blindspot, wenn es um das Thema emotionales Essen geht.
Speaker: Und ja, wie Natascha schon gesagt hat, ganz egal, mit welchem Thema man zu tun hat, ist das auf jeden Fall die wichtigste Komponente, wenn es darum geht, wirklich in Veränderungsprozesse gehen zu wollen.
Speaker: Lena, was sind so deine Gedanken zu dem Thema?
Speaker: Du begleitest mich ja mit mir hier auch gemeinsam, die Frauen, und wirst es wahrscheinlich auch häufiger in den Coaching-Sessions haben, oder?
Speaker: Ja, auf jeden Fall.
Speaker: Also ich habe ja sogar meine Bachelorarbeit über das Thema Mobbing geschrieben.
Speaker: Ich habe quasi erforscht, in Anführungsstrichen, beziehungsweise aus Literatur gewonnen, was so die unterschiedlichsten Einflussfaktoren sind, die Mobbing begünstigen und auch diese klassische Täter-Opfer-Dynamik beleuchtet.
Speaker: Und heute sehe ich vieles ganz anders als damals, aber das Thema hat mich damals schon beschäftigt, weil ich einfach sehr viele Bücher davor schon darüber gelesen habe, was das einfach
Speaker: mit Menschen, mit Körpern und auch mit dem Nervensystem macht, wenn man diesen permanenten Demütigungs- und auch Angstsituationen ausgeliefert ist.
Speaker: Und mit das Spannendste, was ich dazu halt erfahren habe, ist, dass wenn wir...
Speaker: Verachtung erleben oder wenn uns psychische Gewalt oder psychisches Leid angetan wird, egal in welchem Kontext, dass genau die gleichen biochemischen Reaktionen und auch Gehirnstränge mit aktiviert, die auch bei körperlichen Verletzungen mit aktiviert werden.
Speaker: Und das Tückigste daran ist eben, oder an Mobbing,
Speaker: ist, dass es häufig, da gibt es auch ein tolles Buch, also ich fand es damals toll, das heißt »Unsichtbare Wunden«, das ist in einer Romanform geschrieben und sie schreibt an der einen Stelle, dass sie sich manchmal wünscht, dass jedes böse Wort und jeder verachtende Blick ein Schlag gewesen wäre, weil dann hätte wenigstens jemand mitbekommen, wie viel Leid ihr angetan wurde.
Speaker: Und ich glaube, das ist mit das Schmerzigste an Mobbing-Erfahrungen, das häufig im Außen niemand sieht.
Speaker: Und auch manche es einfach bewusst übersehen, was da eigentlich permanent an Gewalt, an Angst, an Stresshormonen durch so einen Körper durchschießt.
Speaker: Aufgrund dieser realen Gefahr, ständig sozialer Isolation ausgesetzt zu sein, teilweise wirklich körperlich und emotional gefährdet zu sein durch Beleidigungen, durch körperliche Angriffe, durch übergroße Gruppendynamiken,
Speaker: der man als Einzelperson überhaupt nicht begegnen kann, durch das Runtersprechen von Bezugspersonen, an die man sich mutig wendet, wenn man sich das überhaupt traut.
Speaker: Und das ist einfach ein ganz, ganz häufiges Thema bei Frauen mit emotionalem Essen, insbesondere auch, weil eine ganz häufige Angriffsfläche von Mobbing eben der Körper ist und zwar ganz unabhängig davon, wie der Körper aussieht.
Speaker: Es ist dann egal, ob es das Körpergewicht ist, was herangezogen wird, ob sie zu klein oder die zu großen Brüste sind, ob es der zu große oder zu kleine Po ist, ob es die blauen oder braunen Augen sind.
Speaker: Es ist komplett egal, ist meine Erfahrung, auch meine persönliche Erfahrung.
Speaker: welches Körperattribut da ist, wenn jemand dich angreifen möchte, dann wird er etwas nehmen, was angreifbar macht, unabhängig davon, ob es ein Problem ist oder nicht.
Speaker: Und das ist dann ganz häufig eben auch der Körper, in welcher Weise auch immer.
Speaker: Und das Problem, was daraus natürlich entsteht, ist, dass das Nervensystem abspeichert, mein Körper ist mein Feind, mein Körper ist meine Angriffsfläche und irgendwas an meinem Körper muss so falsch sein, dass es erlaubt ist, mit so einer Menge an Menschen, mit so einer Überzeugtheit und mit so wenig Schutzlosigkeit für mich, so da drauf zu schießen.
Speaker: Und das System unterliegt dann mit der Zeit einer sehr großen Wahrnehmungsverzerrung, sowohl was die eigene Wahrnehmung angeht, ob man das verdient hat oder nicht, also in Bezug auf das Gerechtigkeits- oder Ungerechtigkeitsgefühl.
Speaker: Am Anfang ist häufig noch ein Gefühl dafür da, dass man sagt, das ist unfair und
Speaker: Das macht man nicht und warum sind die so gemein?
Speaker: Aber je häufiger wir das erleben und vor allen Dingen, wenn wir ähnliche Minderwertigkeitsgefühle schon durch unsere Kindheit erlebt haben, dann baut sich irgendwann eine große Wahrnehmungsverzerrung in Bezug darauf auf, wie sehe ich eigentlich meinen eigenen Körper und wie sehe ich auch das Verhalten der anderen.
Speaker: Und durch diese Verzerrung
Speaker: führt es einfach zu immer mehr Stress, zu immer mehr Angstsituationen, gerade durch die erlebte Ohnmacht, nicht einfach aus diesem System ausbrechen zu können.
Speaker: Und selbst wenn dann zum Beispiel Schulwechsel oder Arbeitsplatzwechsel stattfinden, geht trotzdem die Angst los, wie ist es in dem neuen System.
Speaker: Das Nervensystem versteht nicht, dass die alte Gefahr vorbei ist, weil die Gefahr durch Systeme und durch andere Menschen ausgeht.
Speaker: Das heißt, selbst wenn ich dann meinen Standort wechsle, dann habe ich nach wie vor die potenziellen Angreifer, weil häufig Mobbing ja auch von einer auf die andere Sekunde ist dann die beste Freundin plötzlich der größte Feind oder bis gestern gehörte man noch dazu, dann hat man irgendwas gemacht oder gesagt, was einer doof fand und dann ist man plötzlich der größte Feind der Klasse.
Speaker: Also da sind ja ganz, ganz viele
Speaker: Dinge, die da zusammenspielen, große Verwirrtheiten, große emotionale Angriffsfläche, große Ohnmachtsstrukturen, die da mit reinspielen und natürlich ein komplett überlasteter Körper, der durch diese ganzen Stresshormone und auch durch diese ganzen Schmerzsignale, die ausgedrückt werden,
Speaker: einfach in einen richtigen Alarmmodus versetzt wird.
Speaker: Und du kannst ja vielleicht gleich ein paar Worte dazu sagen, das ist ja schon angeteasert mit dem Stoffwechsel, was das auch eben mit dem Körper macht, weil wir ja eben auch darauf schauen wollen, weshalb Mobbing-Erfahrungen dann tatsächlich dazu führen können, dass wir Übergewicht zum Beispiel entwickeln oder dass wir Körperstörungen, nenne ich es mal, entwickeln und die emotionale Komponente
Speaker: ist eben ein permanent dysreguliertes Nervensystem und auf der anderen Seite auch ein ganz, ganz, ganz, ganz großes Zurückhaltungspotenzial von Emotionen, die sich im Körper speichern.
Speaker: Das bedeutet, wenn wir in Mobbing-Situationen dieser Aggression ausgesetzt sind, die pervertiert ist in etwas Gewaltvolles, sage ich mal, und dann auch noch die Sexualität, also das Genussvolle in pervertierter Form, in
Speaker: Form dieser Schadensfreude und der Freude am Schmerz des anderen erleben, dann werden so gesehen unsere tiefsten emotionalen Wunden, unsere tiefsten existenziellsten Ängste angeregt und gleichzeitig ist die natürliche Reaktion, wenn uns das passiert, dass wir uns dieser aufgenommenen Gifte,
Speaker: ... der aufgenommenen Vernichtungsenergie und der runtergeschluckten Ungerechtigkeitsgefühle, dass wir darauf ganz automatisch eigentlich reagieren würden mit einer Gegenwehr, mit dem Ausdruck von Wut, mit dem Ausdruck von Aggression, um uns zu schützen.
Speaker: Aber durch die wiederholte Ohnmachtserfahrung, dass wir merken, wir haben keine Chance, ich bin zu wenig...
Speaker: Im Sinne von, es steht keiner an meiner Seite, der mich unterstützt.
Speaker: Durch die Schutzlosigkeit durch häufig auch eben Bezugspersonen, die das getrost übersehen und auch übersehen wollen in ganz großen Teilen, entscheidet sich das System unbewusst dann dazu, diese ganzen emotionalen Impulse runterzuschlucken.
Speaker: nicht mehr auszudrücken, weil gelernt wurde, okay, es ist zumindest noch sicherer, mir jetzt nicht noch mehr Feinde zu machen, nicht noch mehr Angriffsfläche zu geben.
Speaker: Also werden die ganzen emotionalen Gifte geschluckt, es wird die körperliche und verbale Gewalt als Vernichtungsenergie geschluckt und dann richten sich diese nicht zurückgespielten Impulse in das eigene System.
Speaker: Das heißt, die Aggression, die eigentlich nach außen gerichtet wäre, richtet sich dann nach innen.
Speaker: In Form von einem ständig angeschlagenen Immunsystem beispielsweise durch körperliche Schmerzen, die zwar ursprünglich emotional sind, aber sich dann körperlich ausdrücken.
Speaker: Durch das Frustessen oder durch das Dämpfungsessen als Quelle dafür, sich selbst zu regulieren.
Speaker: Kurz Wärme, Kurzzugehörigkeit und was auch immer mit Essen verbunden ist, zu erfahren.
Speaker: Und durch diese ganz, ganz hohen autoaggressiven Impulse, sich selbst vollzustopfen, in Anführungsstrichen, oder eben so viel zu essen, dass es danach das Aggressive sich erbrechen, also ich könnte kotzen, das Auskotzen quasi gibt, entstehen natürlich auch dann solche Disbalancen im Stoffwechselsystem, im Hormonsystem, im Körpersystem, dass darüber langfristig natürlich dann tatsächlich ein Übergewicht oder eine Gewichtszunahme
Speaker: stattfinden kann.
Speaker: Und das muss man einfach verstehen, wenn man mit diesen Themen arbeiten möchte, dass da ganz, ganz, ganz, ganz viel Überlebensmechanismen drin stecken.
Speaker: Und vielleicht kannst du ja ein paar Worte dazu sagen, was es auch auf Stoffwechsel-Ebene dann auslöst.
Speaker: Vielleicht auch in Wechselwirkung mit dem, was ich gerade gesagt habe, sodass auch auf körperlicher Ebene ein besseres Verständnis noch dafür stattfindet, wie das sich gegenseitig wechselseitig beeinflussen kann auch.
Speaker: Ja, also du hast schon ganz, ganz viel eben aufgegriffen, super wertvoll auch zusammengefasst.
Speaker: Ich würde sagen, du hast bestanden, oder?
Speaker: Mit deiner Bachelorarbeit zu dem Thema.
Speaker: Ich hatte eine sehr gute Bachelorarbeit, ja, aber ich habe darüber nicht geschrieben tatsächlich.
Speaker: Also so tief war ich in dem Thema damals nicht.
Speaker: Ich habe damals nur geguckt, dass es unterschiedliche Systemebenen gibt.
Speaker: Also das Einzelindividuum, die Peergroup und dann halt noch das soziale System, was auf Konkurrenz gelegt ist.
Speaker: Das damals, was ich heute weiß, das hat da keinen Platz gefunden.
Speaker: Heute möchte ich die Arbeit anders schreiben.
Speaker: Ja, mega.
Speaker: Also wirklich richtig gut beschrieben.
Speaker: Und ja, also man hat es schon rausgehört, was das dann eben auch für einen Einfluss hat.
Speaker: Wenn unser Nervensystem dauerhaft in diesem Stresszustand ist und das ist eine...
Speaker: lebensbedrohliche Situation.
Speaker: Ja, also auch wenn man vielleicht sagen würde, okay, da steht jetzt bei manchen Mobbingerfahrungen schon, aber grundsätzlich, gerade bei vor allem psychischem Mobbing, steht jetzt nicht direkt jemand mit dem Messer vor dir, aber es kann sich so anfühlen.
Speaker: Und dementsprechend ist das für unser Nervensystem durchaus ein Lebensbedrohliches
Speaker: Eine trohliche Situation, die auch mit einem Ohnmachtsgefühl zusätzlich einhergeht.
Speaker: Und ja, das alles führt natürlich dazu, dass wir unglaublich viele Stresshormone ausschütten und zwar nicht nur kurzzeitig, die die Adrenalinstöße bekommen.
Speaker: die wichtig wären, um zum Beispiel auch viel Kraft und Energie freizusetzen in dem Moment, um zu rennen oder um zu kämpfen, sondern es ist dann irgendwann ja auch eine chronische Stressbelastung, weil es ja nicht nur einmalig vorkommt, wie jetzt, ich sag mal, du sitzt im Auto und wirst
Speaker: Du baust fast einen Unfall, dann hast du einmal kurz diesen Adrenalinstoß und dann ist ja meistens auch, dann zittert man hinterher und merkt, da ist richtig gerade was los und man reguliert sich dann danach wieder runter optimalerweise.
Speaker: Und so ist es halt bei solchen Mobbing-Erfahrungen,
Speaker: Eben nicht, ja.
Speaker: Also gerade als Kind, wenn das in Kindheitstagen anfängt, bist du ja maximal ausgeliefert.
Speaker: Du kannst ja jetzt anders wie beim Erwachsenen, der theoretisch noch sagen könnte, zu diesem Arbeitsplatz gehe ich nicht mehr, ich lasse mich ab morgen krankschreiben und dann suche ich mir eine andere Arbeitsstelle.
Speaker: Die Wahlmöglichkeit hat ein Kind nicht.
Speaker: Das heißt, das Ohnmachtsgefühl ist da natürlich noch mal größer.
Speaker: Wie gesagt, ich kann aus eigener Erfahrung sprechen.
Speaker: Und wenn das dann nicht gesehen wird, heute sind die Lehrer da zum Teil auch schon besser geschult, wird häufig trotzdem erstmal nicht so gesehen, weil...
Speaker: Mobbing ja auch schon so stattfindet, dass es erstmal nicht entdeckt wird.
Speaker: Und dementsprechend ist dieses Gefühl, isoliert zu sein, allein zu sein, niemand glaubt einem, all das löst ganz, ganz viel Lebensgefahr aus.
Speaker: Und chronischen Stress, der immer wieder Tag für Tag neu getriggert wird, das heißt, die Cortisolwerte, also die Stresshormonwerte für Langzeitwerte,
Speaker: die steigen halt enorm an.
Speaker: Nebennieren sind extrem unter Druck und
Speaker: Die Nebennieren sind unter anderem nicht nur für die Produktion von zum Beispiel Cortisol und Adrenalin und Noradrenalin zuständig, also den Stresshormonen, sondern natürlich auch noch für andere Sachen.
Speaker: Die Wasserregulation im Haushalt, die Regulation von Elektrolyten im Körperhaushalt, auch die Produktion von zum Beispiel Progesteron, was auch einen Einfluss auf den Stoffwechsel hat und all das zusammen ist,
Speaker: kann zu einer Stressstoffwechsellage führen.
Speaker: Das heißt, der Körper versucht, sich Energie zu sparen und reinzuholen für diese lebensbedrohliche Situation.
Speaker: Und wenn man in so einer ausweglosen Situation ist, die sich so hilflos und ausweglos anfühlt, dann schaltet unser Nervensystem eben...
Speaker: in den Freeze-Zustand.
Speaker: Also wenn ich merke, mit Flüchten wird es nichts, mit Kämpfen wird es nichts, also Fight or Flight, also Sympathikus, ja,
Speaker: der sympathische Teil unseres Nervensystems.
Speaker: Das wird nichts.
Speaker: Ich muss mich jetzt hier sozusagen verstecken oder unterwerfen.
Speaker: Das ist das Freezen oder das Fawning.
Speaker: Also sich unterwerfen und verstecken.
Speaker: Da ist ganz viel Scham, Beschämung.
Speaker: Das heißt, Sympathikus und Parasympathikus
Speaker: sind sozusagen die ganze Zeit gleichzeitig aktiviert oder man pendelt extrem zwischen diesen, okay, ich muss mich gerade hier verstecken, ich muss Energie sparen, um wieder Energie bereitstellen zu können, sobald ich kämpfen oder flüchten kann.
Speaker: Ja, so funktioniert unser System.
Speaker: Das heißt, irgendwann, wenn wir sehr chronisch in dieser Situation sind, schaltet unser Nervensystem nicht mehr richtig ab.
Speaker: Wir können also auch nicht mehr richtig entspannen und der Körper beginnt, die
Speaker: Zellaktivität runterzufahren.
Speaker: Also jede einzelne Körperzelle, Billionen von Körperzellen werden in einen Stromsparmodus geschoben.
Speaker: Das heißt, die Zellen arbeiten nicht mehr in ihrem Optimum, sondern alles ist auf Sparen ausgelegt.
Speaker: Dazu können dann so Sachen wie Heißhungertacken oder auch emotionales Essen kommen, das mitunter auch nicht nur emotional ist, sondern dann auch physiologisch
Speaker: weil der Körper einfach versucht, auch darüber vermehrt Energie reinzuholen.
Speaker: Und das ist zum Beispiel etwas, was viele dann gar nicht auf dem Schirm haben, wenn sie später mit ihrem Gewicht Probleme haben oder mit ihrem Essverhalten Probleme haben.
Speaker: Oder vielleicht auch, selbst wenn sie dann weniger essen,
Speaker: nicht richtig abnehmen können, dann deutet es einfach darauf hin, dass der Körper, das Nervensystem und damit auch das Organsystem irgendwo in dieser Stressstoffwechsellage hängen geblieben ist.
Speaker: Und genau aus dem Grund macht es halt überhaupt gar keinen Sinn.
Speaker: Und das betrifft im Übrigen nicht nur Mobbing-Situationen, auch andere Situationen wie die Trennung der Eltern oder die
Speaker: andere Verluste in der Familie oder Verluste eines Elternteils oder oder können solche Verschiebungen im Stoffwechsel und Hormonhaushalt und generell im ganzen Körper verursachen.
Speaker: Und ja, da wird es zu keiner Lösung führen, wenn man einfach versucht, den Körper durch Kalorienreduktion und noch mehr Bewegung wieder zum Abnehmen zu bringen, weil eigentlich genau
Speaker: Das Gegenteil gebraucht wird, der Körper braucht Beruhigung, der braucht eine gute Versorgung, der braucht eine gute Regeneration und vor allem braucht er eine Aufarbeitung dieser Situationen, denn unser Unterbewusstsein ist zeitlos.
Speaker: Das heißt, wenn wir so eine Erfahrung machen und wir sind vor allen Dingen danach auch alleine oder nicht genügend aufgefangen oder nicht genügend korriguliert, dann kann es halt einfach sein, dass...
Speaker: Und diese Situation, die lebt dann in uns weiter und wird auch jedes Mal wieder getriggert oder aktiviert, wenn uns, weiß ich nicht, eine Arbeitskollegin verachtend anguckt, weil wir einen Fehler gemacht haben oder wenn...
Speaker: Oder wir einen Fehler gemacht haben und alleine uns nur vorstellen, wir könnten dafür verachtet werden.
Speaker: Weil ganz häufig ist das ja sogar noch viel mehr der Fall, dass wir häufiger Angst davor haben, als dass es tatsächlich eintritt und das hinterlässt genau die gleichen Stressspuren.
Speaker: Genau, also wir hatten das letztens auch mit einer Klientin in unserer Session, die dann sagte, sie fährt jetzt in den Urlaub und...
Speaker: Sie hat eine Kollegin, die aktiviert das immer wieder bei ihr.
Speaker: Aber gar nicht einfach, weil sie wirklich ein Problem mit ihr hat.
Speaker: Sie hat sie auch schon mehrmals gefragt, ob alles in Ordnung ist.
Speaker: Hat ihr gesagt, ey, wenn ich irgendwas falsch mache oder wenn es irgendein Problem gibt, dann bitte sag das zu mir.
Speaker: Und die ist einfach wohl einfach ein bisschen, wie hat sie es ausgedrückt, ein bisschen...
Speaker: ein bisschen zackiger, ja, so von ihrer ganzen Art her.
Speaker: Und alleine schon dieses etwas härtere, rigidere, löst es halt bei ihr schon aus.
Speaker: Wir haben dazu auch eine Session gemacht letztens, weil sie sagte, sie geht jetzt in den Urlaub und sie weiß, sie wird jetzt den ganzen Urlaub damit verbringen, sich die Frage zu stellen, ob diese Kollegin sie jetzt scheiße findet, weil sie Urlaub macht und weil sie jetzt, oder...
Speaker: ob sie was nicht gut vorbereitet hat für den Urlaub und da spielen sich dann richtige Filme in ihr ab und dann kann sie natürlich überhaupt nicht abschalten oder sich erholen.
Speaker: Und da sieht man, wie das dann auch nachhaltig noch wirkt.
Speaker: Genau, und deshalb müssen wir einfach auch diese Situationen aufarbeiten und dem Körper wieder beibringen, dass es vorbei ist, dass er in Sicherheit ist und
Speaker: können eben nicht nur einfach mit der Ernährung oder der Bewegung irgendwas drehen.
Speaker: Ja, und es ist ja auch vor allen Dingen so,
Speaker: dass häufig diese Mobbing-Erfahrungen nicht auf die glücklichsten und reinsten Kindheiten treffen, sondern dass es häufig ja auch schon in dieser Zeit sehr große Verletzungen gab.
Speaker: Wir erleben das ja auch regelmäßig, dass nicht selten auch die eigenen Eltern, ohne es zu wissen und wahrscheinlich auch ohne böse Absicht und trotzdem mit dem gleichen
Speaker: sogar noch mit dem größeren Potenzial für Schaden, sage ich mal, diese Muster mitgesteuert haben, also in Bezug auf die Betrachtungsweise des eigenen Körpers, des Essverhaltens, des Gewichts, der Talente in der Schule und so weiter.
Speaker: Also dieser permanenten Bewertung und auch Negativbewertung ausgesetzt zu sein, haben sehr viele bereits vorher erlebt.
Speaker: Und das kombiniert sich dann auf negativste Weise, vor allen Dingen, weil in den ersten Lebensjahren eben die wichtigsten Bezugspersonen Mama und Papa sind.
Speaker: Das heißt, wenn da dann jemand anderes was Fieses sagt, tut es auch weh, aber wenn Mama und Papa als Bezugspunkt liebevoll zugewandt und positiv auf das Kind gucken, kompensiert das das noch.
Speaker: Und in der späteren Entwicklungsphase wechselt sich das in gewisser Weise.
Speaker: Das Kind löst sich mehr von der Ursprungsfamilie und orientiert sich in seiner Selbstwertfindung oder Identitätsbildung dann eher an Peergroups, also an Gleichaltrigen.
Speaker: Und wenn dann die Gleichaltrigen ständig sagen, wie hässlich, scheiße, dick, ungewollt, was auch immer man ist, und die eigenen Eltern sagen ihnen, wie toll man doch ist und dass man denen nicht zuhören soll und so,
Speaker: ist das zwar ein kleiner Puffer, aber in der Phase halt deutlich unbedeutender, weil da sind wir eigentlich dabei, uns von unseren Eltern abzugrenzen und uns eher in einem neuen Gefüge einzufinden, das uns dann wiederum ablehnt.
Speaker: Und dementsprechend kommt da dann das Negativste aus beiden Welten in Anführungsstrichen zusammen.
Speaker: Und das dürfen wir eben auch nicht unterschätzen.
Speaker: Also da kann ich einfach nur die Podcast-Folge, die wahrscheinlich mit Abstand am besten angekommen ist bis jetzt, zur Mutter- und Vaterwunde empfehlen, wo wir genau über diese Themen sprechen.
Speaker: Wir sehen allein daran, wie viele Menschen das gehört haben und uns dazu geschrieben haben und daraufhin dann auch Termine gebucht haben, wie wir
Speaker: normal in Anführungsstrichen, normal im Sinne von weit verbreitet einfach diese Erfahrungen sind.
Speaker: Und dann kommt eben nochmal das Thema Mobbing hinzu.
Speaker: Und das, was gerade wenn es längere Zeiten, also wenn jetzt mal jemand mal einen blöden Kommentar bringt, das kann zwar wehtun, aber gerade wenn es über längere Jahre durch mehrere Personen passiert,
Speaker: in mehreren Kontexten passiert, dann erschüttert das ein System wirklich auf das Stärkste und nur weil inzwischen so viele Menschen Mobbing erfahren und dadurch das Thema irgendwie wie so eine Art und, wie soll man das sagen, wie nennt man das nochmal, dass man sich so dran gewöhnt, so eine Abstumpfung erlebt, bitte?
Speaker: Es normalisiert sich.
Speaker: Genau, es normalisiert sich.
Speaker: Es verliert in gewisser Weise seinen Schrecken, weil es so viele Menschen haben.
Speaker: Und das darf einfach nicht sein, weil es einfach so krasse Spuren hinterlässt, die ganze Biografien und auch noch Nachfolgegenerationen über die Epigenetik betreffen können.
Speaker: Dass wenn das System so geschockt ist und diese Spur innerlich, das hast du eben so schön gesagt,
Speaker: nicht verstanden hat, dass diese Erfahrung vorbei ist, dann wirkt das einfach immer weiter auf die Zellen und darüber dann auch weitergegeben potenziell an die nachfolgenden Generationen und auch in jedem Lebensbereich, egal ob auf der Arbeit, in der Beziehung, in Freundschaften und so weiter.
Speaker: Also das darf man einfach nicht zu sehr relativieren, was da wirklich passiert.
Speaker: Und der andere Teil, den wir auch schon aus den Elternwunden kennen, ist das mit den sogenannten Introjekten.
Speaker: Das bedeutet, dass etwas, was wir von fremden Menschen hören, fremd im Sinne von nicht von mir selbst, das können auch Mama und Papa sein, dass wir das unbekannten.
Speaker: hinterfragt, ungefiltert runterschlucken, gerade bei Kindern, die einfach dieses Filterprogramm noch gar nicht haben und noch keine richtige eigene Meinung oder Einschätzung, dass wir das runterschlucken und nachher das Gefühl haben, das sind wir selbst.
Speaker: Also wir haben zum Beispiel gehört, du musst mit dem Essen aufpassen oder du bist aber auch dick geworden.
Speaker: Und dann erzählen uns die Frauen später, wenn ich heute Bilder gucke, wie ich damals aussah, dann denke ich mir so, hä?
Speaker: Ich war doch in keinster Weise dick.
Speaker: Aber weil es gehört wurde von fremden Personen, wurde das eben runtergeschluckt.
Speaker: Nicht verdaut natürlich, weil es einfach nicht verdaulich ist.
Speaker: Und dann als das eigene aufgenommen.
Speaker: Das heißt, ich denke dann plötzlich selber ständig, ich bin dick oder gucke in den Spiegel und denke, boah, da habe ich aber wieder zugenommen.
Speaker: Und häufig erst dadurch, dass wir mit dem Nervensystem arbeiten, dadurch, dass wir den Körper stabilisieren, dadurch, dass wir die emotionalen Wunden versorgen,
Speaker: wird überhaupt der Blick wieder klarer, sage ich mal, als wäre ein Himmel voller Wolken gewesen, wird der klarer und man erkennt plötzlich, hä, das stimmt ja gar nicht.
Speaker: Und das ist ein so wichtiger Moment und gleichzeitig auch eine so wichtige Information, weil in Mobbing-Dynamiken passiert eben gewisserweise genau das Gleiche.
Speaker: Irgendwann übernehmen wir die fremden Blicke, die fremden Worte in Bezug auf uns selber, als unsere eigenen.
Speaker: Und ich habe das demnächst in einer
Speaker: in der Korreulation gesagt.
Speaker: Das war ganz witzig, weil die Reaktion war am Anfang total geschockt und auch ein bisschen verständnislos, was ich damit meine, bis ich es dann erklärt habe.
Speaker: Und dann gab es so ein breites Nicken, ein Zustimmen.
Speaker: Und ich habe gesagt, dass Menschen, die entweder Mobbing erfahren haben oder eben sehr frühe Abwertungserfahrungen gemacht haben,
Speaker: zu eigenen inneren Mobbern werden, also eigene Mobbing-Dynamiken innerlich ablaufen lassen.
Speaker: Und ich stehe da auch zu, dass ich das so sage, weil wenn ich mir angucke, wie Menschen und auch die Frauen, die wir begleiten, und ich kenne es auch von mir selber persönlich, also ich glaube, das kennt jeder von uns bis zu einem gewissen Grad, aber es hat halt unterschiedliche Intensitäten und Frequenzen, in denen das aufkommt,
Speaker: So wie wir vom Spiegel, wenn wir uns selbst berühren, im Freibad oder wo auch immer mit uns selber umgehen, würden wir mit keinem anderen Menschen umgehen, der uns in irgendeiner Weise am Herzen liegt und häufig auch mit niemandem darüber hinaus.
Speaker: Es sei denn, wir haben so eine Opferdynamik innerlich integriert, dass wir irgendwo mit unserer...
Speaker: unterdrückten Gewalt hin müssen und dann eben selber verachtend und verletzend anderen gegenüber werden.
Speaker: Das kann auch eine Kompensation sein, aber worauf ich mich beziehe ist, dass wir so abwertend, so herablassend, so verletzend mit uns umgehen, dass wenn uns das jemand anderes erzählen würde, beispielsweise unsere Tochter, unser Sohn, unsere beste Freundin, die Schwester oder wer auch immer, würde zu uns kommen und würde sagen,
Speaker: Da ist ein Mädchen in der Schule und die sagt die ganze Zeit zu mir, ich bin voll die fette Sau und ich soll lieber nicht rausgehen und ob ich mal darüber nachgedacht habe, einfach nie wieder Süßigkeiten zu essen und dass man so doch nicht rausgehen kann und wie ich mir erlauben kann, so ein Kleid zu tragen oder überhaupt ein Bikini schön zu finden.
Speaker: ... bei den Körpermaßen, die ich gerade habe...... und dass mich doch sowieso niemals jemand...... attraktiv finden könnte...... dann würde jeder von uns innerlich denken...... Alter, was ist das denn für eine?
Speaker: Und es würde in uns einen richtigen Schmerz auslösen...... dass so jemand mit jemand anderes umgeht...
Speaker: Und wenn wir uns dann mal fragen, auch die Frauen, die wir begleiten, wie wir eigentlich den ganzen Tag über uns selber sprechen, dass wir uns selber kein Eis erlauben, dass wir uns selber kein Kleid erlauben, dass wir uns selber kein Bikini erlauben, dass wir nicht zum See gehen wollen, dass wir uns im Spiegel angewidert anschauen, dass wir am liebsten unseren ganzen Körper verstecken würden, dass wir glauben, dass wir sowieso niemals einen Partner finden könnten, der uns irgendwie mag, dann ist das eins zu eins exakt das Gleiche.
Speaker: Nur, dass wir diese Mobbing-Dynamiken selbst integriert haben.
Speaker: Das heißt, wir werden zum eigenen Aggressor, der Aggressor ist in der Mobbing-Dynamik der, den wir als Täter, nenne ich es mal, bezeichnen, aber ich nenne es lieber Aggressor, das haben wir autoaggressiv verinnerlicht und so verarbeitet,
Speaker: haben wir den Aggressor wie so einen eigenen inneren Anteil in uns, der uns diese Mobbing-Dynamiken permanent wiederholt, ohne dass im Außen überhaupt jemand da sein muss, der dem in irgendeiner Weise zustimmen würde.
Speaker: Und das macht es auch so schwer, wenn dann jemand sagt, ja, das stimmt doch gar nicht.
Speaker: Und wieso solltest du denn kein Kleid tragen können?
Speaker: Du siehst doch toll aus.
Speaker: Das ist, als hätte man wie so eine...
Speaker: wie Wasser und Öl das aufeinander kommt.
Speaker: Es verbindet sich nicht.
Speaker: Es perlt einfach einander ab.
Speaker: Es gibt keinen Eingang für diese positiven Empfindungen, weil das Nervensystem immer noch in diesem Mobbing-Zustand ist, weil es sich innerlich ständig wiederholt.
Speaker: Und deswegen bringt es nichts, wenn wir den Körper dazu zwingen,
Speaker: sich einfach mit wenig Kalorien und mit einem Kaloriendefizit und mit viel Sport weiter zu quälen, um dann besser auszusehen, in Anführungsstrichen besser, oder um abzunehmen, weil alleine das schon die Antwort auf diese ständige Selbstabwertung ist.
Speaker: A, wenn ich dann nur ein bisschen abnehme, A, wenn ich dann nur...
Speaker: gesund esse.
Speaker: Dann guckt wenigstens niemand mehr auf meinen Teller und denkt sich, ah ja klar, dass die so aussieht, wenn die jetzt auch noch eine Pommes isst.
Speaker: Nee, dann sieht man zumindest, dass sie einen Salat isst und das heißt, sie ist zumindest bewusst, dass sie dick ist.
Speaker: Diese ganzen Dynamiken, die Frauen verinnerlicht haben und auch Männer, aber wir arbeiten jetzt prima mit Frauen,
Speaker: die so normal in Anführungsstrichen geworden sind, dass wir gar nicht mehr wissen, wie selbstverletzend wir sind.
Speaker: Und da wiederholen wir auch wieder das gleiche Muster mit den unsichtbaren Wunden.
Speaker: Wenn sich jemand ritzt oder auf eine andere Art und Weise Schaden zufügt, dann sehen wir das.
Speaker: Dann sagen wir, oh Gott, das ist ja grausam, was ist denn passiert, dass jemand sich sowas antut.
Speaker: Aber wenn wir die ganze Zeit gewaltvoll mit uns selber sprechen, uns beleidigen, demütigen, verachten, uns selbst anekeln und so weiter, dann sind das wieder unsichtbare Wunden, die niemand sieht und die auch viele nicht sehen wollen.
Speaker: Und dann führt es genau zum Gleichen, was wir früher erlebt haben, nämlich dass Menschen weggucken, dass Menschen uns Ratschläge geben, die für ein Arsch sind,
Speaker: Weil dann zu sagen, ja dann sei doch einfach vielleicht mal ein bisschen nett zu denen, lad die doch mal zu einem Geburtstag ein, dass die sehen, dass du so schlimm gar nicht bist.
Speaker: Ja darum geht es aber nicht, genauso wie es nicht darum geht, dass man sich einen Ernährungsplan schreiben lässt.
Speaker: ... um ein Kaloriendefizit zu haben.
Speaker: Es sind Menschen, die von dem eigentlichen Schmerz...... und von dem eigentlichen Leid weggucken...... und uns selber auch darin unterstützen, wegzuschauen.
Speaker: Und deswegen kann es nicht die Lösung sein...... weder für emotionales Essen...... noch für Körperscham...... noch für ein dysreguliertes Nervensystem...... weil das alles auf einer ganz anderen Ebene spielt...... als die klassischen Ansätze überhaupt ansetzen würden...... noch nicht mal im Ansatz berühren würden...
Speaker: Und deswegen geht das, was wir hier sagen, bezieht sich zwar auch auf Mobbing-Erfahrungen, aber geht eben darüber deutlich hinaus und ja, ich denke, es wird einfach durch das, was wir teilen, klar, jetzt hier in dieser Folge und auch durch die Erfahrungen, die wir mit Frauen machen, die darunter leiden oder gelitten haben.
Speaker: weshalb diese klassischen konventionellen Strategien einfach keinen Effekt haben können.
Speaker: Und auch wenn du vielleicht gerade zuhörst und schon ganz viel versucht hast und das Gefühl hast, ey, warum klappt das bei mir nicht und bei mir wird es niemals funktionieren.
Speaker: Ich hoffe sehr, dass es dir ein Gefühl dafür gibt und ein Verständnis dafür, weshalb es nicht an dir lag, dass es nicht geklappt hat.
Speaker: Sondern dass es einfach nicht klappen konnte, weil es einfach auf einer anderen Ebene ansetzt.
Speaker: Genauso wie sich Fett plötzlich löst, wenn wir Spülmittel reingeben, weil es einfach eine andere Reaktion auslöst, als es einfach dann, keine Ahnung, 30 Jahre mit Wasser zu versuchen, was aber keine Verbindung miteinander aufnehmen kann.
Speaker: So kann man sich das auch hierbei vorstellen, wenn wir ständig an der falschen Ebene ansetzen und die eigentliche Substanz ständig, ja,
Speaker: bewusst oder unbewusst vermeiden, hinzuschauen.
Speaker: Ich hoffe, das ist einigermaßen verständlich geworden, was ich damit sagen wollte.
Speaker: Ja, absolut.
Speaker: Das ist verständlich.
Speaker: Und ich hatte da so einen
Speaker: so ein schönes Bild irgendwann mal, ich weiß n icht, ich habe, glaube ich, in einem Film oder so habe ich das gehört, aber ich fand es so passend, ja, was du gerade auch mal beschrieben hast.
Speaker: Den ersten Schnitt haben wir meistens nicht selbst gesetzt, ja, aber wir sind sehr gut darin, aus einem Schnitt dann Tausende zu machen.
Speaker: Und was man dazu sagen muss, das passiert ja oft gar nicht bewusst,
Speaker: Und mit voller Absicht, dass wir uns dann selbst immer wieder schneiden, auch emotional, sondern das sind ja Automatismen.
Speaker: Also das sind Gedanken, die einfach loslaufen sozusagen.
Speaker: Also ich habe das früher bei mir auch dann beobachtet.
Speaker: Ich hatte da das Körperthema auch ganz, ganz doll und...
Speaker: ja, mitunter auch Mutter-Vater-Wunde und auch Mobbing-Wunde, die darunter lag.
Speaker: Und es waren wirklich wie Angriffe, ja, so wie Selbstangriffe.
Speaker: Also meine Gedanken haben mich den ganzen Tag angegriffen.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: So, und jetzt kann man natürlich sagen, ja, dann hört auch auf, das zu denken, aber wir wissen alle, wie gut das funktioniert, nämlich gar nicht, ja.
Speaker: Also das funktioniert nicht.
Speaker: Also ist ja die Frage, wie kriegen wir diese Gedanken zum Stoppen?
Speaker: Und was wir uns einfach bewusst machen müssen ist, wenn wir, wir haben leider in unserer Gesellschaft die,
Speaker: ja, eine Herangehensweise entwickelt, die auf der Verhaltens- oder auf der Gedankensebene ansetzt, der sehr kognitiv ist.
Speaker: Also das ist das erwünschte Verhalten oder das erwünschte Denkverhalten und das ist das unerwünschte Denkverhalten oder Verhalten, ja.
Speaker: Und jetzt müssen wir einfach gucken, dass wir uns so verhalten, wie es halt erwünscht ist.
Speaker: Und dafür gibt es dann ein paar Übungen und man kann dann ein paar
Speaker: Glaubenssätze entlarven und man kann dann sagen, ja okay, wenn ich jetzt heute denke, ich bin verachtenswert, dann kann ich ja morgen einfach denken, nee, ich bin es nicht.
Speaker: Ja, und das, also ich verstehe schon den Sinn dahinter, sich das irgendwie bewusst zu machen, was spielt sich da eigentlich jeden Tag auch an Gedankengut in mir ab und grundsätzlich sind erstmal Gedanken, genauso wie Emotionen, also wir sind weder unsere Gedanken, noch sind wir unsere Emotionen, ja, also eigentlich sind wir nur das Wesen, was das wahrnimmt.
Speaker: Also
Speaker: Jetzt gab es aber irgendwann in unserer Lebensgeschichte einen Grund, warum wir angefangen haben, uns an bestimmten Gedanken oder auch Emotionen festzuhalten, die nicht mehr fließen zu lassen.
Speaker: Und der Grund, weshalb wir dann zum Beispiel an dem Gedanken, der da so vorbeigeflogen ist, ach naja, vielleicht bin ich jetzt doch verachtenswert, wenn wir uns an dem festgehalten haben, hat gesagt,
Speaker: also das hat immer einen überlebenswichtigen Grund.
Speaker: Also es gibt immer eine positive Absicht in unserem System und zwar unser Überleben zu sichern, wenn wir anfangen, uns zum Beispiel mit unseren Gedanken selbst anzugreifen und wenn wir beginnen zu glauben, ah ja, okay, dann haben die ja doch vielleicht alle recht, ich bin nicht liebenswert und ich bin zu dick und so weiter.
Speaker: Und das hat nichts mit Logik zu tun, sondern das hat erstmal was damit zu tun, dass wir versuchen, unser Überleben zu sichern.
Speaker: Das heißt also,
Speaker: Wenn alle Menschen in meiner Umgebung oder die Masse mich immer wieder mobbt oder unterdrückt oder mir spiegelt, du bist nicht gut genug, dann
Speaker: muss ich ja irgendwann anfangen, das zu glauben, weil ich kann die Ohnmacht überhaupt gar nicht aushalten.
Speaker: Ich muss ja irgendwie eine Lösung für diese Situation finden.
Speaker: Das heißt, ich muss anfangen, das zu glauben.
Speaker: Ich muss anfangen, dass ich nicht gut genug bin, um mir die Kontrolle zurückzuholen.
Speaker: Also so nach dem Motto, okay, wenn ich wirklich nicht gut genug bin, so wie alle es mir gerade hier spiegeln, was muss ich denn tun, um gut genug zu werden?
Speaker: Was kann ich tun, um besser zu sein?
Speaker: um dann hoffentlich die Liebe, die Anerkennung und den Frieden zu finden, den ich suche und den Platz in dieser Welt.
Speaker: Und das heißt, wenn du heute noch mit dir diese selbstverachtenden Gedanken rumschleppst und selbst merkst, dass du diese Angriffe innerlich immer gegen dich selbst führst, dann ist es eben nicht damit getan, einfach zu sagen, ja gut, dann denke ich das halt ab morgen nicht mehr, das wird nicht funktionieren, sondern ich muss dahin zurück, wo ich...
Speaker: wo mein System, mein Körper, mein Nervensystem den Eindruck erhalten hat, dass es das Glauben muss, um zu überleben.
Speaker: Und wir müssen dem Körper beibringen,
Speaker: dass er das loslassen kann, dass das ein Gedanke wie jeder andere ist, der eigentlich davonfliegen kann und den wir nicht immer wieder denken müssen und festhalten müssen und uns auch nicht darüber identifizieren müssen, weil unser Leben nicht davon abhängt.
Speaker: Und deswegen würde ich gerne, Lena, nochmal kurz mit dir darüber sprechen, wenn die klassischen Ernährungsherangehensweisen mit Bewegung und Ernährung keinen Sinn machen,
Speaker: Wenn es keinen Sinn macht, mit Glaubenssatzarbeit zu arbeiten und sich einfach vorzunehmen, anders zu denken, wie müssen wir denn oder können wir denn jetzt zu einer Lösung finden?
Speaker: Weil das ist ja dann das, wo man dann da steht.
Speaker: Okay, habe ich jetzt verstanden, aber was mache ich denn jetzt?
Speaker: Also wie löse ich es denn dann jetzt am Ende?
Speaker: Ja, also ich glaube, dass der größte Punkt hier wieder darin liegt, dass wir einfach diese starke Trennung von Kopf und Körper und Psyche haben.
Speaker: Weil viele glauben ja, sie haben dann ein Gedankenproblem.
Speaker: Also muss man halt am Mindset arbeiten oder sowas.
Speaker: Aber unsere Gedanken wären niemals so schmerzlich für uns, wenn sie nicht mit Emotionen gekoppelt wären.
Speaker: Wenn ich jetzt denken würde, oh, ich habe zugenommen,
Speaker: dann wäre das erstmal ja ein legitimer Gedanke, der wäre auch nicht weiter schlimm.
Speaker: Schlimm wird der dadurch, dass ich bewerte, dass das Negativ ist, das ich zugenommen habe.
Speaker: Und an die Bewertung ist dann eine Emotion gekoppelt, wie zum Beispiel Trauer, Wut, Verzweiflung, Verachtung oder was auch immer.
Speaker: Das heißt, alleine da haben wir schon mal...
Speaker: Das ist der beste Beweis dafür, dass das Kognitive sowieso Quatsch ist bei diesen Thematiken.
Speaker: Es heißt auch nicht ohne Grund emotionales Essen, es ist eine emotionale Komponente.
Speaker: Und Emotionen werden immer körperlich erfahren.
Speaker: Eine Emotion geht ja auch nachweislich mit Körperreaktionen einher.
Speaker: hat einen Einfluss auf die Körperspannung, auf die Körpersysteme und auch wieder andersrum.
Speaker: Das heißt, wir müssen auf jeden Fall mit dem Körper arbeiten, wir müssen mit dem Nervensystem arbeiten und wie du es gerade gesagt hast, wir müssen mit dem Ursprung arbeiten, wo das erste Mal dieser Eindruck entstanden ist, also etwas von außen eingedrückt wurde in Anführungsstrichen durch diese Erfahrung,
Speaker: dass ich zum Beispiel minderwertig bin, dass Essen mein Feind ist, dass mein Bauch mein Feind ist oder wie auch immer.
Speaker: Ansonsten können wir sieben Millionen Therapieeinheiten und so weiter machen, weil wenn wir mal anfangen uns zu fragen, wohl in meinem Leben habe ich gerade Probleme oder Symptome, dann werden wir niemals fertig.
Speaker: Das hatte ich heute Morgen noch in der Korregulation.
Speaker: Da hat einer gesagt, ich bin gerade richtig glücklich.
Speaker: dass ich jetzt verstanden habe, dass ich eigentlich gar nicht so viele Themen habe, sondern nur ein, zwei große in Anführungsstrichen.
Speaker: Also um es mal ganz kurz an ein Beispiel zu bringen.
Speaker: Sie kam eben mit dem Thema Essensdruck und sie kam mit dem Thema, dass sie sich immer so zurückgehalten hat, dass sie keine Grenzen setzen konnte, dass sie sich nicht getraut hat, in Kontakt zu gehen und
Speaker: ... nach einem Verein zu suchen, wo sie schon lange nachgesucht hat.
Speaker: Und dann hatte sie noch körperlich Thematiken mit Verspannungen und so weiter.
Speaker: Das heißt, sie kam mit einer ganzen Palette von keine Ahnung wie vielen Symptomen und dachte, ach du Scheiße, wie lange arbeite ich denn jetzt an diesen Themen?
Speaker: Weil das sind ja alles andere Themen.
Speaker: Und durch die Zusammenarbeit und dadurch, dass sie sich selbst da auch besser verstanden hat, konnte sie am Ende verstehen, okay, einerseits habe ich eine ganz, ganz große geblockte Aggression, also eine ganz große Zurückhaltung, was meine eigene Wut angeht, die ich dafür brauche, um Energie zu haben, um in Kontakt zu gehen, die ich dafür brauche,
Speaker: um Grenzen zu setzen, die ich dafür brauche, um in Kontakt zu gehen und sicher zu sein.
Speaker: Das heißt, wir hatten da schon ganz viele Themen mit abgegrast, mal ganz davon abgesehen, dass die permanente Zurückhaltung von Emotionen dann auch zu Körperspannungen führt.
Speaker: Das bedeutet, jetzt plötzlich verstanden, ich habe gar nicht, keine Ahnung, 30 verschiedene Themen, sondern eines der Hauptthemen ist meine absolut schon unterdrückte Wut und meine absolut schon unterdrückte Aggression, die mir nicht erlaubt,
Speaker: meine Wut auszudrücken, Grenzen zu setzen, mich selbst zu verteidigen und meine Energie zu kanalisieren.
Speaker: Das ist das Hauptthema gewesen.
Speaker: Und dann ist der nächste Schritt, sich zu fragen, okay, und weshalb ist das denn so?
Speaker: Weshalb ist denn diese Emotion so geblockt, dass ich eher autoaggressive Symptome baue oder Essensdruck baue, um bloß diese Emotion nicht mehr spüren zu müssen?
Speaker: Wie ist das denn entstanden?
Speaker: Und das führt uns dann wie ein Türöffner
Speaker: Zum Ursprung.
Speaker: Und da kommen wir dann, es sei denn, es waren wirklich sehr einschlägige zum Beispiel Mobbing-Erfahrungen, dann können auch solche Themen das Nervensystem so crashen, dass es von Mutter und Vater unabhängig ist.
Speaker: Aber in den allermeisten Fällen, wie gesagt, ich verweise nochmal auf die Mutter- und Vaterwunde, da haben wir das alles ganz ausführlich beschrieben in der Podcast-Folge.
Speaker: kommen wir zu den ersten wichtigsten Bezugspersonen, die uns bewusst oder unbewusst, sprachlich oder auch nonverbal die Information gegeben hat, wenn du wütend bist, will ich dich nicht.
Speaker: Oder wenn zum Beispiel ein cholerischer Vater da oder eine cholerische Mutter hat das System entschieden, so will ich niemals werden, also halte ich das komplett zurück.
Speaker: Gesellschaftliche Regeln, die sagen, das Kind ist unerzogen oder ungehorsam, wenn es mal laut stark ist.
Speaker: Das bedeutet, diese ganzen Prägungen, die eingedrückt wurden als Eindruck so gesehen, da ist der Ursprung, weshalb Wut, Aggressio komplett zurückgehalten wird.
Speaker: Und weil das permanent zurückgehalten wird, entstehen diese Symptome, die wir dann durch was auch immer versuchen, alle zu regulieren, statt mal zu gucken, wo ist es eigentlich entstanden.
Speaker: Also gehen wir über bestimmte Techniken, über Körpertechniken, aber auch über Nervensystemtechniken, über innere Reisen in Anführungsstrichen zu den Momenten, wo dieser Eindruck entstanden ist und wo das System sich auf eine Art wie aufgehangen hat, sage ich mal, wie so ein Film, der sich aufhängt und plötzlich nicht weiterläuft.
Speaker: Das heißt irgendwie, man kennt das vielleicht auch von Spotify oder von Filmen, unten läuft zwar irgendwie diese Zeitleiste weiter, aber irgendwie ist der Ton plötzlich aus bei der Musik.
Speaker: Das heißt, man denkt sich so, hä, warum geht denn jetzt die Musik nicht weiter und trotzdem läuft aber die Zeit weiter.
Speaker: Und so ist das auch bei diesen Eindrücken.
Speaker: Wir werden erwachsener im Sinne von älter, wir machen weitere Erfahrungen, die Zeit läuft weiter, die bleibt nicht stehen, aber in uns bleibt ein Teil wie aufgehangen, wie aufgehangen,
Speaker: Also hat sich aufgehängt oder hat sich eingefroren, könnte man auch sagen.
Speaker: Und das ist in gewisser Weise das, was wir uns anschauen müssen, damit das System innerlich wie nachwachsen kann und mitbekommt, also dieser traumatisierte Teil nenne ich es mal, mitbekommt, die Gefahr ist vorbei, die Verachtung ist vorbei und
Speaker: Essen ist nicht mehr mein Feind.
Speaker: Ich bin heute eine erwachsene Frau.
Speaker: Ich bin sicher, meine Arbeitskollegin ist sicher.
Speaker: Und wenn nicht, habe ich heute die Möglichkeiten, mich daraus zurückzuziehen, eine Entscheidung zu treffen.
Speaker: Meine Wut kann mein Kraftpotenzial sein, wenn ich sie funktional ausdrücke.
Speaker: Und diese Erfahrung können wir nicht über den Kopf machen, sondern die muss der Körper machen.
Speaker: In dem alte, eingefrorene Reaktionen, so wie du es eben so schön gesagt hast, wir würden eigentlich kämpfen oder fliehen, können wir aber nicht, wenn die Gefahr zu groß ist.
Speaker: Das heißt, wir gehen in den Freeze, das heißt, wir erstarren.
Speaker: Und dann müssen eben diese nicht zu Ende geführten Reaktionen in einem sicheren Rahmen zu Ende geführt werden, dass die Körperzellen mitbekommen, dass jetzt Sicherheit da ist, dass die Psyche mitbekommt, dass jetzt Sicherheit da ist, dass die Emotionen, wenn man so möchte, mitbekommen, als Körperreaktion mitbekommen, dass jetzt Sicherheit da ist.
Speaker: Und dann entsteht auch Stille und Sicherheit in den Gedanken.
Speaker: Wir können nicht an den Gedanken ansetzen.
Speaker: Klar können wir machen, ist sau anstrengend, vor allen Dingen, weil wenn die nicht mit der Emotion gekoppelt sind, das ist wie bei Affirmationen, bringt das rein gar nichts, sich die ganze Zeit irgendwas Positives einzureden.
Speaker: Man könnte zwar dann so scheinmäßig sagen, ja ist doch besser, als sich was Negatives zu erzählen.
Speaker: Ja, stimmt schon, aber innerlich bleiben die Stimmen trotzdem die gleichen.
Speaker: Das hat vielleicht auch jeder schon mal probiert, dass er sich gesagt hat oder sich im Spiegel angelächelt hat.
Speaker: Ich kenne das zum Beispiel auch, das war eine der ersten Empfehlungen, die ich bekommen habe, als ich damals mit den Panikattacken zu tun hatte, dass ich regelmäßig eine bestimmte Körperhaltung und ein Lächeln einnehmen soll, dass der Körper das Signal bekommt, dass jetzt gerade was Positives in meinem Leben ist.
Speaker: Und ich wusste das, aber in diesen Situationen, ich konnte nicht lächeln.
Speaker: Es war, als wäre das mimisch einfach nicht möglich.
Speaker: Mir ging es so schlecht und mein Nervensystem war so außer Rand und Band, dass ich schon froh war, überhaupt daran zu denken, dass es diese Option gibt.
Speaker: Aber die Umsetzung hat gar nicht funktioniert.
Speaker: Mein Körper hat einfach reagiert.
Speaker: Und dementsprechend brauchen wir diesen Zugang und da haben wir jetzt ja auch so unfassbar viele Frauen schon begleitet.
Speaker: Du ja auch schon noch viel, viel mehr in Bezug auf dieses ganz spezielle Thema emotionales Essen.
Speaker: Ich auch in Bezug auf andere Themen, aber jetzt auch schon einige Frauen, die mit diesem Thema zu tun hatten oder haben.
Speaker: Und wir haben einfach...
Speaker: Wie soll ich das sagen?
Speaker: Wir haben es nicht entwickelt, sondern ich würde sagen, wir haben es über Erfahrung zusammengebaut, was es braucht, dass der Körper Sicherheit bekommt auf Nervensystemebene, auf Stoffwechselebene, auf Hormonsystemebene, was die Psyche braucht, was das Nervensystem braucht, was der Körper braucht, um loslassen zu können, um auch die alten Prägungen loslassen zu können.
Speaker: um neue, bessere, bessere im Sinne von funktionalere Gedanken, Emotionen, Körperempfindungen zum Normal zu machen, sodass wir nicht ständig uns regulieren müssen, dass wir nicht ständig irgendwie auf unsere Ernährung achten müssen im Sinne von Kalorien zählen, dass jeder kleine Ausbruch sofort zu einem Jojo-Effekt führt.
Speaker: sondern dass es der natürlichste Zustand ist, dass unser Körper emotional und körperlich sich stabilisieren kann, Selbstheilungskräfte hat, auch mal mit bestimmten Herausforderungen, Situationen widerstandsfähig umgehen kann, ohne dass wir ständig irgendwas dafür tun müssen.
Speaker: Das ist unser Ziel und nicht dir jetzt 20.000 gute,
Speaker: Übungen zu geben, die du machen kannst, wenn du dann wieder Essdruck hast und wenn du wieder negative Gedanken hast und wenn du mal wieder desreguliert bist und wenn du wieder nicht schlafen kannst.
Speaker: Sondern wir gucken danach, was braucht dein Körper, dass er generell gut schlafen kann.
Speaker: Dass er gar nicht erst zu diesem ganzen Essdruck neigt.
Speaker: Dass die Gedanken grundsätzlich erstmal positiv oder ruhig sind und es zur Ausnahme wird, dass eben in stressigen Situationen mal eine
Speaker: Abweichung davon auskommt.
Speaker: Und wir haben eben noch mit Jan gesprochen, das ist Nataschas Mann, der auch die Vorgespräche führt und auch selber eben Nataschas Weg begleitet hat, als es ihr nicht so gut ging.
Speaker: Und er hat auch noch gesagt, dass so viele Frauen überrascht sind, dass es überhaupt möglich sein kann, dass sie sich nicht ständig regulieren müssen oder nach irgendwas gucken müssen,
Speaker: weil der Zustand erreichbar ist, dass es ein ganz normales Essen sein kann, ein ganz normaler Zugang zu Essen und Körper.
Speaker: Und genau das wollen wir einfach mit Shane and Swim machen.
Speaker: Menschen zugänglich machen aus der eigenen Erfahrung, was es einfach alles so lösen kann und ja, von meiner Seite damit die herzliche Einladung, aber vielleicht möchtest du auch noch ein paar Worte sagen.
Speaker: Ja, also danke schön, dass du es so gut zusammengefasst hast, wieder die richtigen Worte gefunden.
Speaker: Eine Ergänzung habe ich dazu, einfach nochmal vielleicht in anderen Worten, am Ende des Tages, normalerweise müssen wir gar nichts aktiv tun, auch unser Nervensystem reguliert sich eigentlich von alleine.
Speaker: Wenn es das nicht tut, dann haben wir jetzt den ganzen Trend mit den Nervensystemregulationstools und die kann man auch mal einsetzen zur Entlastung und dies nutzen wir auch in den Coachingräumen, aber erfahrungsgemäß nur in der Co-Regulation, also in einem sicheren Beziehungsraum.
Speaker: kann man wirklich auch mit den Themen arbeiten und die ganz gut in Lösungen bringen, die das Nervensystem immer wieder nach oben bringen.
Speaker: Und deswegen ist es natürlich wichtig, dass du mit jemandem arbeitest, bei dem du das Gefühl hast, hat eine gewisse Expertise, hat aber auch das Einfühlungsvermögen.
Speaker: Es bringt auch gar nichts mit einem fachlich gut ausgebildeten Menschen,
Speaker: zu arbeiten, der aber dann uns emotional nicht ein sicheres Gefühl geben kann.
Speaker: Wir brauchen auch einfach dieses Gefühl, sicher aufgefangen zu sein, emotional gut aufgefangen zu sein.
Speaker: Und ja, vielleicht hast du das Gefühl, dass das mit uns hier möglich ist.
Speaker: Lena und ich möchten dich also herzlich einladen für unbedingt mal ein Vorgespräch mit uns.
Speaker: Du hast schon gehört, das Erste sprichst du
Speaker: Erstmal so in einem Kennenlerngespräch mit Jan, im nächsten spreche ich dann persönlich nochmal mit dir und er guckt, ob wir dir überhaupt helfen können aktuell und im nächsten Schritt schauen wir beide dann, wie das Ganze dann konkret aussieht.
Speaker: Das ist alles kostenlos.
Speaker: Du kannst also erstmal schauen.
Speaker: Du riskierst gar nichts, außer ein bisschen Zeit.
Speaker: Deswegen vereinbar dir sehr gerne ein Gespräch.
Speaker: Du findest die Infos und den Link dazu unten in den Shownotes.
Speaker: Dann danken wir dir von Herzen, dass du wieder mit dabei warst und freuen uns natürlich über dein Feedback, deine Fragen bei Instagram oder wie gesagt einfach auf das persönliche Gespräch mit dir.
Speaker: Sehr schön.
Speaker: Also dann würde ich sagen, bis dann.
Speaker: Bis zur nächsten Podcast-Folge.
Speaker: Ciao.

