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#74 - Intuitiv Essen ist für viele Frauen nicht machbar

Chainless Woman
Chainless Woman

440 plays · May 1, 2026

Intuitives Essen klingt nach Freiheit, doch für viele Frauen wird es zur nächsten Enttäuschung. Denn wenn dein Nervensystem im Dauerstress ist, kannst du Hunger, Sättigung und echte Intuition oft gar nicht klar spüren. In dieser Folge sprechen Natascha und Lena darüber, warum intuitives Essen über Social Media oft romantisiert wird und weshalb emotionales Essen, Heißhunger, Gewichtsthemen und Kontrollverlust dadurch manchmal sogar stärker werden. Du erfährst, was es wirklich braucht, um ein reguliertes, befreites Essverhalten zu entwickeln, ohne dich wieder in Diäten, Regeln oder Selbstvorwürfen zu verlieren.  Intuitives Essen wird oft als der sanfte Ausweg aus Diäten, Verzicht und Kontrolle verkauft. Endlich essen, worauf du Lust hast. Endlich nicht mehr kämpfen. Endlich frei sein. Doch was, wenn dein Körper gar nicht mehr sicher unterscheiden kann zwischen echter Intuition, emotionalem Hunger, Stress, Angst vor Zunahme oder alten Schutzmustern? Natascha und Lena sprechen über den Mythos intuitives Essen und darüber, warum es für viele Frauen mit emotionalem Essen, Heißhunger und Gewichtsproblemen nicht reicht, einfach „auf den Körper zu hören“. Denn wenn dein Nervensystem dauerhaft im Alarmzustand ist, können Hunger- und Sättigungssignale blockiert sein. Cortisol, Mental Load, alte Prägungen und die Angst vor Kontrollverlust beeinflussen dein Essverhalten oft viel stärker, als dir bewusst ist. Du erfährst, warum intuitives Essverhalten lernen nicht bedeutet, alles dem Zufall zu überlassen, sondern einen sicheren inneren und äußeren Rahmen zu schaffen. Es geht darum, emotionales Essen Ursachen lösen zu können, dein Nervensystem regulieren zu lernen und wieder wahrzunehmen: Brauche ich gerade Nährstoffe – oder emotionale Versorgung? Diese Folge ist besonders wertvoll, wenn du emotionales Essen stoppen, Stress-Essen stoppen, Heißhunger stoppen und gesund abnehmen möchtest – ohne wieder in Kontrolle, Scham oder Selbstoptimierung zu rutschen. Du bekommst einen tiefen Einblick in Emotionales Essen Psychologie, Essverhalten Psychologie und warum Beziehung, Spiegelung und Sicherheit oft der Schlüssel sind, um emotionales Essen lösen zu können. 🕊️ Du möchtest wissen, wie du es endlich schaffst für immer den Teufelskreis mit emotionalem Essen und Abnehmversuchen zu verlassen? Auf unserer Webseite findest du alle Infos zum Chainless Woman Coaching und die Möglichkeit für ein kostenloses Analyse-Gespräch: www.natascha-wilms.com [https://natascha-wilms.com/] 💌 Teile gerne deine Gedanken zu dieser Folge und deine Themenwünsche mit uns: Instagram: Chainless Woman [https://www.instagram.com/chainless.woman?igsh=MXFzZnc2bGp4YTNzdg==] Wenn du spürst, dass du nicht einfach nur oberflächlich Symptome coachen, sondern wirklich zu nachhaltigen Durchbrüchen begleiten willst: Trag dich jetzt auf die Warteliste für die Psychosoma Nutrition Coach Ausbildung ein. Für ein Coaching, das Tiefe hat. Und dich wirklich trägt: 👉🏻 Zur Warteliste & Webseite [https://psychosoma-nutrition-institute.com/] Folge uns auf Instagram @‌psychosoma-nutrition-institute [https://www.instagram.com/psychosoma.nutrition.institute/], für Impulse, die dein Nervensystem nähren und deinen Weg als Coach begleiten.

Transcript

Speaker: Wir sprechen heute über den Mythos intuitives Essen.

Speaker: In den letzten Jahren ist besonders durch Social Media intuitives Essen schon irgendwie zum neuen Trend geworden.

Speaker: Jeder möchte plötzlich natürlich intuitiv essen, aber warum das nicht immer wirklich möglich ist oder was es braucht, damit es möglich wird, das schauen wir uns heute in der Podcast-Folge an.

Speaker: Musik

Speaker: Herzlich willkommen zum Chainless Woman Podcast, dem Podcast für Frauen, die Herausforderungen mit emotionalem Essen und Gewichtsthemen haben.

Speaker: Mein Name ist Natascha Wilms, ich begleite seit über zehn Jahren Frauen in diesem Bereich.

Speaker: Schon über 550 Frauen durfte ich mithilfe von Lena begleiten, wieder ein befreites Essverhalten zu entwickeln und ihren Körper und ihr Körpergewicht in Einklang zu bringen.

Speaker: Mein Name ist Lena und ich begleite jetzt auch inzwischen schon seit vielen Jahren Menschen und dann auch besonders Frauen dabei, sich sowohl in ihrem Körper wieder wohlzuführen, aber auch die Zusammenhänge zwischen Körper und Psyche zu verstehen, also wirklich nachvollziehen zu können, was hat eigentlich dazu geführt, dass ich heute mit den Themen kämpfe, dass mein Körper diese Signale sendet und was kann ich tun, damit ich wieder ein befreiteres Essverhalten und einen friedvolleren Umgang mit meinem Körper finden kann.

Speaker: In diesem Podcast sprechen wir also darüber, wie du nachhaltig aus dem Teufelskreis, aus emotionalem Essen und Gewichtsproblemen aussteigen kannst.

Speaker: Und damit wünschen wir dir ganz, ganz viel Spaß mit dieser Folge.

Speaker: In dieser Podcast-Folge sprechen wir darüber, wie du zu einem natürlichen Essverhalten zurückfindest und warum intuitives Essen, so wie wir es gerade über Social Media häufig kennenlernen, häufig einfach ein Märchen ist.

Speaker: Anders kann man es gar nicht ausdrücken.

Speaker: Denn wir leben nun mal nicht in Wald und Wiesen, in denen wir nach unserem

Speaker: Biorhythmus, regelmäßig Pausen machen können, in denen wir auch voll und ganz entspannen können, wo Anspannung und Entspannung wirklich einen natürlichen Rhythmus hat, sondern wir leben in einer Welt, die sehr, sehr anspruchsvoll ist,

Speaker: Mit sehr viel Mental Load, mit sehr vielen Aufgaben im Leben, die dazu führen, dass unser Nervensystem in Daueranspannung ist, wir ganz schwer runterkommen.

Speaker: Und alleine das blockiert häufig schon den Zugang zur Intuition und damit auch zu intuitiven Körpersignalen.

Speaker: Deswegen wollen wir in dieser Folge mit dir ein bisschen einen differenzierteren Blick darauf werfen, wie du wirklich ein gesundes, befreites, natürliches Essverhalten entwickeln kannst, was dich unterstützt.

Speaker: in diesem herausfordernden Alltag gut mit Nährstoffen versorgt zu sein.

Speaker: Denn das ist das Fundament dafür, dass deine Körperzellen gut arbeiten können, auch dass dein Nervensystem gut regulieren kann, dass du Stress gut bewältigen kannst.

Speaker: Ohne eine ausreichende Nährstoffversorgung funktioniert das alles nicht.

Speaker: Und da reicht es halt nicht immer einfach nur darauf zu warten, bis man Hunger hat.

Speaker: Ja, weil einfach durch diesen eben genannten Workload, die Stressoren, denen wir heute ausgesetzt sind, es häufig gar nicht dazu kommt, dass wir ein natürliches Hungergefühl haben können, das es eigentlich erst dann zeigt, wenn wir auch in Entspannungsmodus kommen.

Speaker: Ja.

Speaker: Möchtest du da was sagen dazu?

Speaker: Ja, vielleicht ist es für den Anfang auch ganz gut, einmal zu schauen, was ist eigentlich intuitives Essen, also was ist eigentlich damit gemeint und darin wird sich auch schon in meiner Wahrnehmung relativ schnell zeigen, warum das einfach im Alltag häufig nicht so einfach umsetzbar ist, insbesondere nicht für die Menschen, die zuvor mit strikten Diät versuchen oder auch eben

Speaker: mit stark emotionalem Essen zu tun hatten.

Speaker: Weil das ist ja häufig eine Gegenbewegung, sag ich mal, zu diesen klassischen Strickendiät-Konzepten, wo sich an ganz bestimmte Regeln gehalten wird, wo ganz bestimmte Konzepte und Strukturen eingehalten werden und wo eine gewisse

Speaker: eine gewisse Starre in der Nahrungszunahme stattfindet.

Speaker: Und das intuitive Essen als Gegenkonzept, nenne ich es mal, ist im Prinzip ja so ausgerichtet, dass es aufgrund der natürlichen Körpersignale, aufgrund der natürlichen Hungersignale, Sättigungssignale und auch der Lust, sage ich mal, auf bestimmte Nahrungsmittel, die dem eigenen Wohlbefinden dienen, quasi in diese Richtung das stärken soll.

Speaker: Jetzt ist es aber so, dass das

Speaker: Wenn wir uns angucken, das eine ist sehr strikt, das eine ist sehr kontrolliert und hat sehr starre Regeln und das andere, und da sehen wir schon auch den Leidensdruck, den viele auch im Alltag erleben, das eine ist die Kontrolle und das intuitive Essen, zumindest wenn es eigentlich gar keine richtige Intuition darunter gibt.

Speaker: weil auch über, keine Ahnung, Diäten, Stoffwechselkuchen und so weiter einfach dieses intuitive Körpergefühl gar nicht mehr verfügbar ist oder gar nicht mehr so einfach wahrnehmbar ist, fällt es quasi in das andere Extrem.

Speaker: Also das eine ist die strikte Kontrolle und

Speaker: intuitives Essen ist häufig, ohne dass wir es da mitbekommen, eine Art Gegenpendelbewegung, eine Kontrastbewegung, wenn die innere Stimme sagt, boah, ich habe keinen Bock mehr auf diese Regeln.

Speaker: Ich habe keine Lust mehr, mich zurückzuhalten, ich habe keine Lust mehr auf Verzicht, das muss auch irgendwie anders gehen und es kann nicht sein, dass alle anderen im Sommer Eis essen und ich muss bei jeder Kugel Eis aufpassen.

Speaker: Ich habe keine Lust mehr auf diese strikten Diätkonzepte, die tun mir nicht gut und ich schaffe es sowieso nicht und deswegen möchte ich das nicht mehr machen.

Speaker: Und dieser Impuls ist erstmal auch sehr gesund und weise.

Speaker: Nur das Problem ist, dass sich das Thema dahinter nicht gelöst hat, nur mit der Entscheidung nicht mehr anstrengend die Erden teilnehmen zu wollen.

Speaker: Und dann kommt eben die Gegenbewegung, die sagt, ich esse jetzt nur nach intuitiv.

Speaker: Also ich klammer mich jetzt an das nächste Konzept, nämlich intuitives Essen.

Speaker: Und esse einfach nur noch, wenn ich Hunger habe, esse nur noch nach Körpergefühl und spüre nach, auf was ich Lust habe.

Speaker: Das Problem daran ist nur, dass der Körper teilweise gar nicht mehr richtig weiß,

Speaker: was ihm gut tut, was Hungersignale sind, was Sättigungssignale sind, weil das so verschoben ist durch die vorherigen Erfahrungen und durch emotionale Prägungen, die dahinter liegen, dass intuitives Essen dann schnell zu Kontrollverlust führen kann.

Speaker: Und ich plötzlich merke, boah, ja, ich habe jetzt aber einfach Lust auf eine Tafel Schokolade und deswegen gönne ich mir die jetzt.

Speaker: Und in diesem Moment...

Speaker: Naja, bezeichnen das viel als intuitives Essen, aber im Prinzip ist es genau das gleiche Muster von emotionalem Essen, nur halt in einer neuen Verkleidung.

Speaker: Und deswegen kann das nicht langfristig zu wirklich gesunder und befreiender Beziehungen zu Körper- und Essverhalten führen.

Speaker: Und genau, also es war mir einmal wichtig, einen kurzen Blick da reinzugeben, wovon sprechen wir überhaupt, wenn wir von intuitiven Essen sprechen.

Speaker: Denn auch wir sagen ja, dass wir Menschen dabei begleiten, wieder ein intuitives Verhältnis zum Körper und zum Essen zu

Speaker: zu bekommen und wir werden darüber sprechen, inwiefern sich das davon unterscheidet und wie es möglich wird, dass intuitives Essen ganz natürlicherweise stattfinden kann, ohne aber in diese alten Muster in der neuen Verkleidung zurückzurutschen.

Speaker: Und vielleicht kannst du ja was sagen.

Speaker: Ja, das ist ganz wichtig.

Speaker: Also man kann es eigentlich so ausdrücken.

Speaker: Zum einen

Speaker: müssen wir erst mal lernen zu unterscheiden, was ist wirklich Intuition und was ist eigentlich auch vielleicht total unbewusst wirkende Angst, zum Beispiel vor dem Zunehmen.

Speaker: Und man darf nicht unterschätzen, wie extrem subtil und unbewusst Ängste unser Alltagsverhalten, so wie das Essverhalten zum Beispiel, sabotieren können.

Speaker: ohne dass wir das merken.

Speaker: Also wie sehr eine Angst, die wir über Jahre, Jahrzehnte, vielleicht schon seit der Kindheit in uns tragen, zum Beispiel von bestimmten Lebensmitteln zuzunehmen, die Auswahl der Lebensmittel beeinflussen kann und auch die Menge, die wir essen.

Speaker: Und das kann so stark weggedrängt sein, dass wir gar nicht checken, dass wir eigentlich aus einer Angst heraus essen und nicht wirklich aus einer Intuition.

Speaker: Das müssen wir also überhaupt erst mal lernen.

Speaker: Kinder lernen das normalerweise durch die Korregulation und auch die Spiegelung der Bezugspersonen, vor allem der Mutter im frühesten Stadium, Baby sein.

Speaker: Und Menschen, die sich später überhaupt damit befassen, intuitiv essen zu wollen,

Speaker: tun das nur, weil das ein Thema für sie ist.

Speaker: Also wir können davon ausgehen, dass jeder Mensch, jede Frau, jeder Mann, der später sich mit dem Thema intuitives Essen beschäftigt, es deshalb tut, weil er es irgendwie nicht gelernt hat, weil er es nicht kann, weil er da irgendwie blockiert ist und dann ein Thema mit Essen oder emotionalem Essen hat.

Speaker: Das bedeutet, die Körperwahrnehmung spielt eine große Rolle.

Speaker: Kann ich gut wahrnehmen, ob mein Nervensystem gerade entspannt ist oder im Stressmodus, im Alarmmodus ist?

Speaker: Die Hormonausschüttung spielt eine ganz große Rolle.

Speaker: Adrenalin, gerade Cortisol, blockieren auch Sättigungs- und Hungersignale, betäuben Körpersignale.

Speaker: Das heißt, wenn ich in einem Stresszustand bin, in einem chronischen Stress bin, und das sind die meisten Nervösen,

Speaker: Frauen, die emotional essen, sonst würden sie nicht emotional essen, dann esse ich nicht aus einer Intuition heraus.

Speaker: Also das heißt, bevor ich überhaupt intuitiv essen kann, muss ich die, muss ich

Speaker: lernen, überhaupt in einen entspannten Nervensystemzustand zu kommen.

Speaker: Ich muss dann lernen, wahrnehmen zu können, bin ich gerade überhaupt entspannt oder bin ich entspannt?

Speaker: Ich muss wahrnehmen können, was ist Intuition und was ist Angst oder Unsicherheit oder Sorge, die unbewusst und subtil wirkt.

Speaker: Das ist eine Wahrnehmungsfrage.

Speaker: Und dafür müssen wir den Filter verändern,

Speaker: durch den wir uns selbst wahrnehmen und das ist möglich, aber und ich komme nicht drum rum, das jetzt einfach mal zu erwähnen, das wird nicht funktionieren durch irgendwelche Audio-Sessions, die ich den ganzen Tag höre und es gab,

Speaker: Das gibt es, glaube ich, jetzt in der Form nicht mehr, aber es gab ganz lange ein Programm zum Thema intuitives Essen, das sehr, sehr bekannt wurde und durch sein Marketing intuitives Essen generell auch einfach,

Speaker: sehr in den Fokus gerutscht hat.

Speaker: Und da wurde eben so gearbeitet, dass man eben über Audios, die man jeden Tag hört, wieder lernen soll, intuitiv zu essen.

Speaker: Dabei wird halt aber komplett ignoriert, dass die Ursachen dabei, warum wir unseren Körper überhaupt nicht wahrnehmen können, warum wir Intuition vor Angst nicht unterscheiden können, warum wir überhaupt Angst entwickelt haben,

Speaker: zuzunehmen, nicht abnehmen zu können und so weiter, dass wir das dadurch gar nicht lösen, sondern wir versuchen die ganze Zeit uns selbst mit irgendwelchen Affirmationen und Mental Audio Training und das sagt ja schon das Wort mental, es geht auf die mentale Ebene, auf die kognitive Ebene, auf den Verstand und nicht wirklich tief ins Unterbewusstsein,

Speaker: Selbst wenn davon etwas ins Unterbewusstsein sickert, kann das häufig gar nicht integriert werden, weil die Teile in uns, die sich emotionales Essen als Schutzstrategie gebaut haben, werden sich dagegen wehren.

Speaker: Das ist auch der Grund, warum wir dann häufig Frauen aus diesen Programmen hatten, die dann zwar mit emotionalem Essen in das Programm gestartet sind, aber mit Bulimie rauskamen und dann natürlich weiter um Hilfe gesucht haben, weil sich der Teil in ihnen,

Speaker: der emotionales Essen brauchte, um etwas zu lösen, so innerlich aufgebäumt hat, dass es extremer wurde, das Symptom statt besser, weil man versucht hat, die ganze Zeit was zu überlagern.

Speaker: Und so würde es halt, wie gesagt, nicht funktionieren.

Speaker: Zumal, und auch das muss ich erwähnen, wenn man dann halt eben zum Beispiel besagte,

Speaker: Dame, die das propagiert hat, beobachtet mit ihren What I Eat in a Day Reels, wo man dann morgens mit zwei Reiterchen Schokolade startet, weil das der Körper gerade so gesagt hat und mittags einen Salat isst, wo null Protein oder irgendwas mit dabei ist und dann abends irgendwie auch nochmal ein Stück Schokolade und eine Banane, dann hat das nichts mit intuitiven Essverhalten zu tun, das gesund ist, sondern dann ist das

Speaker: Einfach auch ein Stück weit ein kindliches Verhalten.

Speaker: Ich esse das, worauf ich gerade Lust habe und ignoriere eigentlich komplett, was mein Körper tatsächlich an Nährstoffen braucht, um überhaupt zu funktionieren.

Speaker: Und das ist auch eine Form von Essstörung, die aber dann als normales, intuitives Ich esse das, worauf ich Lust habe und wann ich Hunger habe, propagiert wurde.

Speaker: Und das sehe ich als sehr, sehr, sehr kritisch und hat nichts mit einem gesunden Essverhalten zu tun, das für den Körper wirkt.

Speaker: Ja, und...

Speaker: Deswegen nochmal darauf zurückzukommen, wir müssen erstmal lernen, in welchem Zustand ist mein Nervensystem.

Speaker: Ich muss wahrnehmen können, was ist der Unterschied zwischen Intuition und Angst.

Speaker: Und dann, wenn ich merke, dass mein Nervensystem dauerhaft im Alarmmodus ist,

Speaker: muss ich die Themen lösen, die da drunter liegen, die das Nervensystem immer wieder in den Alarmmodus schieben.

Speaker: Weil der Punkt ist einfach, dass wir können dann auch so viel Nervensystemregulationstools nutzen, wie wir wollen.

Speaker: Das wird halt nicht lange anhalten und wir sind wieder in diesem Alarmzustand.

Speaker: Und das muss ich halt erst mal lösen.

Speaker: Und dann kommt intuitives Essen.

Speaker: Ähm...

Speaker: Und es bekommt vor allen Dingen einen Rahmen.

Speaker: Ja, und vor allen Dingen, das ist ja auch, also das eine ist, also ich kann das irgendwo nachvollziehen, dass wenn man schon sehr lange mit diesen Diätkonzepten und dem emotionalen Essen zu kämpfen hat, dann sind diese Programme ja erstmal eine totale Erlösung und Erleichterung, weil es im Prinzip den natürlichen Impuls,

Speaker: Das ist eine Art, die man sich vorher nicht mehr hat.

Speaker: Keine Schokolade essen, kein Eis, kein Kuchen, keine Pizza, gar nichts.

Speaker: Und nur eine bestimmte Kalorienanzahl und dann ist da jemand, wahrscheinlich auch noch eine Person, die vielleicht körperlich oder äußerlich etwas verkörpert, was ich mir wünsche und wo ich seit Jahren nicht hinkomme und die erzählt mir jetzt, ah, jetzt kann ich das...

Speaker: ohne dass ich verzichten muss.

Speaker: Indem ich einfach nur darauf höre, worauf ich Lust habe.

Speaker: Und das, was dann passiert, ist am Anfang eine enorme Erleichterung.

Speaker: Häufig gekoppelt mit so einer Bockigkeit und auch so einem Trotz irgendwo darunter, der eben aus dieser langen Unterdrückung herrührt.

Speaker: Der sagt, so, jetzt bin ich aber mal dran, jetzt gucke ich aber mal, was ich möchte.

Speaker: Und erst mal kann sich das ja auch dann ganz gut anfühlen, weil du bist dann mit Menschen umgeben, denen geht es ähnlich und es ist erst mal diese...

Speaker: Diese große Erleichterung da, weil diese Spannung, die die ganze Zeit diese Impulse zu essen unterdrücken musste oder diesen ganzen Verzicht getragen hat, der kann sich gerade für einen Moment erstmal scheinbar entspannen.

Speaker: Und das Problem ist eben, genau wie du sagst, dass das Thema darunter aber nicht gelöst ist.

Speaker: Und allerspätestens, wenn diese Programme dann vorbei sind, wahrscheinlich aber schon viel früher, ohne es zu merken,

Speaker: fängt die Schleife von vorne an, nur dass sie jetzt ihre Seite gewechselt hat.

Speaker: Das kann man sich so vorstellen wie zwei Seiten der gleichen Medaille.

Speaker: Es bleibt die gleiche Medaille, nur das eine ist die maximale Kontrolle und das andere ist maximaler Kontrollverlust.

Speaker: Und intuitives Essen in diesem Fall ist Kontrollverlust.

Speaker: Das heißt nicht, dass das immer in exzessiven Essattacken enden muss, aber es ist,

Speaker: gibt kein gesundes Maß, keine gesunde Balance, mit Essen in Kontakt zu sein.

Speaker: Es gibt entweder, ich esse einfach alles, was ich will und worauf ich Lust habe und der Rest ist mir jetzt auch egal, weil ich habe keine Lust mehr auf Regeln.

Speaker: Und das andere ist, jetzt muss ich mich aber wieder zusammenreißen, jetzt muss ich wieder auf meine Kalorien achten, jetzt verzichte ich erstmal wieder auf alles, was irgendwie kalorienhaltig sein könnte.

Speaker: Und im Prinzip ändert sich alles.

Speaker: Also im Prinzip bleibt es einfach das Gleiche, nur anders verkleidet.

Speaker: Und der Leidensrug bleibt ja auch der Gleiche.

Speaker: Und ich sehe das genauso kritisch wie du, weil es eben dann eine...

Speaker: eine, ich sage mal, Plattform bekommt.

Speaker: Es ist was anderes, wenn Personen das für sich zu Hause selbst persönlich entscheiden oder wenn es eine Plattform gibt von Menschen, die man als Experten wahrnimmt, die das genauso vermarkten und somit quasi gar nicht so genau mitbekommt, wie schädlich das eigentlich ist.

Speaker: Also schädlich ist ja das richtige Wort.

Speaker: Und dann kommt eben noch dazu, dass wenn das, was du eben gesagt hast mit dem Nervensystem,

Speaker: Da haben wir ja gerade genau das gleiche Phänomen.

Speaker: Also dass jetzt ständig überall gesagt wird, du musst dein Nervensystem regulieren, mach diese Vagus-Nervübung und entspann dich mal und so weiter.

Speaker: Also ja, das stimmt und wir arbeiten ja durchaus auch mit nervensystementspannenden Techniken.

Speaker: Nur wir müssen uns ja auch anschauen, weshalb ist denn das Nervensystem eigentlich permanent im Ausnahmezustand.

Speaker: Das wäre so, als würde man bei jedem Mal, wo ein Kopfschmerz aufkommt, sofort eine Tablette nehmen.

Speaker: Ja, dann würde...

Speaker: das ist halt erstmal angenehmer, weil der Schmerz läuft danach.

Speaker: Aber warum habe ich denn ständig Kopfschmerzen?

Speaker: Warum muss ich ständig eine Tablette nehmen?

Speaker: Die wird dann ja immer wieder verschoben und das ist eben bei diesem Thema umso mehr so, vor allen Dingen, weil es einfach so verleitend ist und auf der anderen Seite natürlich danach auch mit starkem Versagens- und Schuldgefühlen und Schamgefühlen einhergeht, es halt wieder auch nicht geschafft zu haben.

Speaker: Und das, was

Speaker: durch Nervensystemarbeit letztendlich neben dem, dass wir das Thema lösen wollen, was da drunter liegt, also die kindlichen Prägungen oder andere Erfahrungen, die eben da drunter liegen und die ganze Zeit diese Dauererregung, sage ich mal, im Nervensystem im negativen Sinne hervorrufen, die zu lösen, ist eben einen größeren Freiraum, einen größeren Lehrraum,

Speaker: Zwischenreiz, also beispielsweise einem Träger, der Stress auslöst im Alltag, denn davon können wir uns ja nicht komplett frei machen.

Speaker: Und Reaktion, also dem klassischen Reaktionsmuster zu schaffen, weil das ist ja häufig genau das, was so sehr verdrahtet ist.

Speaker: Ein Blick von meinem Partner, der mich kritisiert, oh Gott, ich habe Angst abgelehnt zu werden, Griff zur Schokolade.

Speaker: Das ist also der Reiz, der Träger ist der Blick vom Partner.

Speaker: Reaktion, die Emotion ist noch dazwischen geschaltet mit Angst vor Ablehnung und sofort Reaktion, ich greife zum emotionalen Essen.

Speaker: Nervensystemregulation kann jetzt für einen Moment schaffen, dass mein Nervensystem vielleicht nicht ganz so angespannt ist.

Speaker: Und vielleicht schaffe ich es dann auch das erste Mal, wenn mein Partner mich kritisch anguckt, nicht zur Tafel Schokolade zu greifen, weil ich bin ja gerade relativ entspannt.

Speaker: Aber spätestens zwei Minuten später, wenn mein Partner mich wieder so anguckt oder das Thema nicht gelöst ist und ich gar nicht gelöst habe, dass mich dieser Blick so triggert und ich bin in dem Moment nicht so entspannt, reagiere ich wieder mit dem alten Muster.

Speaker: Und wenn wir eine Ebene tiefer gehen in die wirkliche Lösung der Ursache, also warum reagiere ich eigentlich mit so viel Panik und mit so viel Angst vor Ablehnung oder Verlust, wenn ich mal kritisch angeschaut werde, dann entschärfen wir im Prinzip den Trigger, sodass es überhaupt gar nicht mehr zu einer so starken automatischen Reaktion kommen muss.

Speaker: Und dann kann wirkliche Leere im besten Sinne entstehen, dann kann wirklich Freiraum entstehen.

Speaker: Und dann kann ich auch das erste Mal wahrnehmen,

Speaker: was braucht mein Körper denn eigentlich unter diesen ganzen antrainierten Mustern, unter den kindlichen Prägungen, unter den sozialen Prägungen, die auch in Bezug auf Essen ja maximal in uns reinfließen.

Speaker: Und da merkt man, dass kognitive Ansätze beziehungsweise Audioansätze und so weiter halt höchstens akut entspannen können, aber nicht langfristig lösen können und auch kein...

Speaker: Raum für Intuition freigeben, sondern erstmal für Entspannung.

Speaker: Es löst nichts, es entspannt.

Speaker: Genau so, dass der Emotionsausdruck entspannt, aber nicht löst, zwangsläufig.

Speaker: Da kommt es halt dann sehr darauf an, in welcher Tiefe wir damit arbeiten.

Speaker: Und deswegen

Speaker: Und das ist ja auch das, was wir, ich sag mal, im besten Fall von Menschen hören, die eben mit solchen Methoden versucht haben, das zu lösen.

Speaker: Im besten Fall hören wir dann, das hat mir geholfen, weil es hat sich beruhigt oder es hat geholfen.

Speaker: Es ist erleichtert, aber es ist eben nicht gelöst.

Speaker: Deswegen klopfen sie ja dann bei uns an.

Speaker: Also da kam dann vielleicht tatsächlich, ich habe jetzt das Negativbeispiel vorhin genommen, mit der Symptomverschlimmerung.

Speaker: Es ist durchaus auch so, dass wir mit Menschen sprechen, wo das Symptom sich beruhigt hat, aber eben trotzdem immer noch eine Belastung mit diesem Thema da ist.

Speaker: Ja, und

Speaker: Du hast eben so schön das Beispiel genommen mit der Pille, ja, also du hast Kopfschmerzen, du nimmst eine Pille, dann ist das Symptom beruhigt, ja, es entspannt sich kurz, dann sagst du auch, ja, die Kopfschmerztablette hat geholfen, aber, ähm,

Speaker: wenn dann das immer wieder auf, es kann ja auch sein, dass dann kein Kopfschmerz mehr auftaucht und du erst wieder in einem Jahr mal Kopfschmerzen hast.

Speaker: Aber wenn du jede Woche wieder Kopfschmerzen hast und immer wieder einfach nur die Tablette nimmst und sagst, ja, jetzt habe ich die genommen.

Speaker: Ja, die hat geholfen, das ist besser geworden, aber jetzt kommt es halt wieder.

Speaker: Und dann muss ich mir halt irgendwann mal die Frage stellen, was löst denn diesen Kopfschmerz aus?

Speaker: Warum muss ich denn ständig die Tablette nehmen?

Speaker: Und im Prinzip kann man das zum Beispiel bei so Audios, Mental Audios und so auch sagen, weil ich habe auch irgendwann mal ein Gespräch mit einer Frau geführt, die dann kam und sagte, ich habe das irgendwann nicht mehr geschafft.

Speaker: Ich habe nicht mehr geschafft, jeden Tag diese Audios zu hören.

Speaker: Und dann bin ich wieder in das alte Muster gekippt.

Speaker: Ja, weil mit den Audios, aka Schmerztablette, ja, war eine Erleichterung da und da hat das auch geholfen.

Speaker: Aber in dem Moment, wo sie das nicht mehr durchhalten konnte, ist das Pflaster oder die Tablette weggefallen und dann ist das Alte wieder hochgekommen.

Speaker: Und das ist ja genau diese Dauerspirale, in der sich viele befinden.

Speaker: Und was auch so frustrierend ist, wenn man dann denkt, Gott sei Dank, jetzt ist eine Erleichterung da.

Speaker: Vielleicht habe ich es jetzt endlich geschafft, es zu lösen.

Speaker: Und dann geht es halt wieder von vorne los.

Speaker: Und natürlich geht Entwicklung in Zyklen und alte Muster kommen auch im Laufe des Lebens weiter.

Speaker: Wenn man in bestimmte Situationen kommt, die einen auch ein bisschen, sage ich mal, über die eigene Resilienz oder die Ressourcen hinaus aktivieren, kommt auch mal wieder ein altes Muster hoch.

Speaker: Die Frage ist, kann ich das wahrnehmen?

Speaker: Habe ich da Abstand zu?

Speaker: Kann ich mich bewusst dagegen entscheiden?

Speaker: Oder komme ich in so einen Automatismus, der mich da komplett reinzieht und ich komme da nicht mehr raus?

Speaker: Ja, und

Speaker: Das ist halt eben der Punkt.

Speaker: Und ich möchte noch was Ergänzendes dazugeben, was ich gerade auch am Anfang der Folge gesagt habe.

Speaker: Intuitives Essen ist auch ein bisschen ein Märchen, weil das gar nicht für jeden funktionieren kann, aufgrund der Alltagsstruktur.

Speaker: Und ich mache mal ein ganz konkretes Beispiel.

Speaker: Ich habe jetzt das Glück, ich kann mir

Speaker: relativ gut selbst einteilen, wann ich arbeite, wie ich arbeite.

Speaker: Es gibt auch mal stressige Phasen, aber nehmen wir jetzt mal das Beispiel einer ruhigeren Phase, wie sie jetzt zum Beispiel gerade ist.

Speaker: Ich stehe morgens auf.

Speaker: mache meine Yoga, gehe eine Runde spazieren, je nachdem, wonach mir ist, mache eine Atemübung oder meditiere, je nachdem, wie gesagt, wonach mir ist und habe die Möglichkeit, erstmal bei mir selbst einzuchecken.

Speaker: Das heißt, mein Nervensystem ist relativ entspannt, startet entspannt in den Tag,

Speaker: Und gegen 10, 11 Uhr bekomme ich dann Hunger.

Speaker: Das ist so meine Frühstückszeit.

Speaker: Da sagen andere schon Intervallfasten zu.

Speaker: Das ist mir ehrlich gesagt völlig wurscht.

Speaker: Ich kategorisiere das nicht ein, sondern ich esse eigentlich jeden Tag zwischen 10 und 11.

Speaker: Manchmal kriege ich auch schon um 9.30 Uhr Hunger.

Speaker: Das heißt, wenn ich um 9.30 Uhr Hunger kriege, dann sage ich nicht, nee, ich muss jetzt bis halb 11 warten, sondern dann esse ich halt auch um 9.30 Uhr.

Speaker: Aber trotzdem, dadurch, dass ich das dann in diesen Phasen jeden Tag so mache, entsteht auch ein gewisser Gewöhnungseffekt.

Speaker: Also das kennt man ja auch von Haustieren, wenn die immer abends um sieben Uhr ihr Futter kriegen, entstehen die abends um sieben Uhr auf der Matte.

Speaker: Und wenn dann nichts kommt, dann ist aber der Teufel los.

Speaker: Grizzly fängt dann immer an, hier die Post auseinanderzunehmen und reißt überall die Spitzen von den Briefen ab.

Speaker: Wir haben eine Art innere Uhr und wir können uns auch auf etwas einstellen, was dann nichts mit diesen...

Speaker: romantischen Vorstellungen von intuitiven Essen in dem Sinne zu tun hat, dass ich esse völlig unabhängig von irgendwelchen Uhrzeiten und nur nach Hunger und Sättigung, sondern ich kann durch mein Verhalten, durch meine Alltagsstruktur und Planung auch meinen Biorhythmus auf eine gewisse Frequenz sozusagen einstellen.

Speaker: Also jetzt

Speaker: Bin ich morgens entspannt in den Tag gestartet, habe die Möglichkeit, in meinen Körper reinzuspüren, merke dann häufig auch die zwei Eier und mein Haferflocken in der Größe, die ich sonst so esse, die reichen mir dann nicht.

Speaker: Dann brauche ich nochmal zwei, drei Datteln extra, weil das heute einfach...

Speaker: So ist, ja, das ist dann intuitiv.

Speaker: Und dann mache ich meine Arbeit, dann bin ich fokussiert, dann rutsche ich in den Kopf.

Speaker: Ist ganz normal.

Speaker: Ich konzentriere mich, arbeite meine E-Mails, bearbeite meine E-Mails oder wir arbeiten hier irgendwie Content aus.

Speaker: Und dann bist du im Tunnel, du bist im Fokus, ja.

Speaker: Dein Nervensystem ist in dem Moment auch nicht im Entspannungsmodus, sondern irgendwo im Arbeitsmodus.

Speaker: Und du verlässt deinen Körper dafür aber auch ein bisschen, weil du konzentriert bist.

Speaker: Und ich teile mir das dann zum Beispiel so ein.

Speaker: Ich habe dann so einen Arbeitsblock von anderthalb, zwei Stunden.

Speaker: Und dann mache ich eine kurze Pause, kann mich regulieren, kann in meinen Körper reinspüren.

Speaker: Und dann mache ich meine Mittagspause und esse was.

Speaker: Und da sieht man schon, das ist schon auch geplant.

Speaker: Also ich lege mir schon meine Pausenzeiten, weil ich habe nun mal Aufgaben zu erledigen, aber ich kann trotzdem noch relativ entspannt und reguliert meine Mahlzeiten zu mir nehmen.

Speaker: So geht das dann den Tag über immer weiter.

Speaker: Das heißt, meine Intuition hat einen Rahmen.

Speaker: Ja, also

Speaker: Innerhalb der Pausenszeiten, der Essenszeiten, die ich mir schon einplane, damit ich meine Arbeit auch erledigen kann, habe ich dann aber die Möglichkeit, mich runter zu regulieren, in meinen Körper rein zu spüren und zu gucken, brauche ich jetzt drei Löffel Reis oder fünf Löffel Reis.

Speaker: Das heißt, meine Intuition hat einen Rahmen, aber intuitives Essen innerhalb dieses Rahmens findet statt.

Speaker: Jetzt nehmen wir mal ein anderes Beispiel.

Speaker: Du wachst morgens auf, dein Kind steht schon schreiend neben dir am Bett.

Speaker: Es ist super viel Stress, nichts läuft nach Plan.

Speaker: Frühstück, Hauptsache das Kind hat was gegessen, bevor es in den Kindergarten oder in die Schule kommt.

Speaker: Du bist total gestresst, hetzt mit dem Kind irgendwie in den Kindergarten, setzt das da ab.

Speaker: fährst dann zur Arbeit, dann sind gleich zehn E-Mails auf dem Laptop offen, dann wird schnell ein Kaffee getrunken, das wenigstens irgendwas Energie gibt und dann bist du total gestresst, bis du vielleicht eine Mittagspause hast, in der du so gestresst bist, dass du dann noch dein Handy in die Hand nimmst oder dich mit Kollegen unterhältst und dann eben vielleicht auch im Gespräch bist und so geht das den ganzen Tag weiter.

Speaker: das ist ja die Lebensrealität von sehr, sehr vielen Menschen.

Speaker: Und der Punkt ist, dass ich hier zwei Sachen gar nicht erfüllen kann.

Speaker: Zum einen...

Speaker: Ich kann gar nicht nur intuitiv essen, weil ich so einen hohen Cortisol-Adrenalinspiegel habe und so ein dysreguliertes Nervensystem, dass ich selbst, wenn ich mir Pausenzeiten einplane, gar nicht die Möglichkeit habe, runterzukommen, weil ich einfach so viel zu tun habe.

Speaker: Das heißt, wir sind ja Gott sei Dank von Mutter Natur auch mit einem Verstand gesegnet und den sollten wir einfach auch nicht ausblenden,

Speaker: Und der Verstand, und das wissen wir heute, sagt uns, es gibt eine gewisse Menge an Protein, es gibt eine gewisse Menge an fetten Nährstoffen, was auch immer, die unser Körper braucht.

Speaker: Und die muss ich auch zu mir nehmen, auch wenn ich Stress habe und wenn ich halt vielleicht jetzt gerade nicht so großen Hunger habe.

Speaker: Weil wenn ich den ganzen Tag keinen Hunger habe, weil ich so viel Stress habe,

Speaker: dann ist es vorprogrammiert, dass wenn ich abends nach Hause komme, mich aufs Sofa setze und mein Nervensystem runterfährt, der komplette Hunger des Tages, den ich dauerhaft weggedrückt habe und der von Stresshormonen überlagert wurde, hochkommt.

Speaker: Und dann wundern sich viele, warum sie abends dann die Essattacken haben.

Speaker: Ja, weil natürlich konnten sie tagsüber nicht intuitiv essen.

Speaker: Der Rahmen war ja dafür auch überhaupt gar nicht da.

Speaker: Ja, und trotzdem...

Speaker: Hätte es Möglichkeiten über den Tag hinweg gebraucht, sich regelmäßig mit Nährstoffen zu versorgen, auch wenn nicht diese Ruhe und Entspanntheit und Intuition da gewesen ist, damit es abends nicht zu dieser Situation kommt.

Speaker: Und für Menschen, die einen hohen Workload haben, die sehr, sehr viele To-Dos über den Tag hinweg haben, viele Bälle gleichzeitig jonglieren von Selbstständigkeit, Partnerschaft, Haushalt, Kinder, ist intuitives Essen in den meisten Fällen überhaupt nicht praktikabel und möglich.

Speaker: Die müssen ihren Kopf einschalten und ihren Körper mit Nährstoffen zwischendrin versorgen.

Speaker: Ähm,

Speaker: Und der darf dann auch, wie gesagt, mit dabei sein.

Speaker: Da geht es nicht darum, die ganze Zeit rund um die Uhr, ums Essen nachzudenken, sondern sich einfach einen Plan zu machen.

Speaker: Intuition ohne einen Rahmen verläuft sich meistens in die falsche Richtung, gerade wenn wir eben das nicht gelernt haben, von klein auf auf unseren Körper zu hören.

Speaker: Ja, und die andere Sache, die finde ich mindestens genauso wichtig ist, selbst wenn der Raum da wäre dafür, braucht es für die Phasen, wo die Intuition dann ganz bewusst Raum bekommen soll, innerlich die Sicherheit, das sich selbst zu begegnen und den inneren Impulsen, die eben da sind,

Speaker: in Form von Emotionen, in Form von Körpersignalen, dass die sich sicher anfühlen.

Speaker: Es ist auch durchaus so, zum Beispiel, wenn ich so auf ein paar Jahre zurückschaue, da war das bei mir auch so, dass ich meine Zeit eigentlich ganz gut selber einteilen konnte, aber ich habe gar nichts dergleichen gemacht.

Speaker: Also ich habe mich nicht bewegt, ich habe nicht meditiert, ich bin nicht spazieren gegangen.

Speaker: Ich hatte meine Supplemente, die könnte ich jederzeit nehmen, habe ich aber nicht gemacht.

Speaker: Ich hätte Zeit gehabt, mir was Gesundes zu kochen, habe ich auch nicht gemacht.

Speaker: Also

Speaker: Mich hat das Thema nie wirklich gestresst, aber es war trotzdem, wenn ich jetzt so zurückblicke, also es waren dann halt bei mir andere Themen, obwohl ich den Raum gehabt hätte, habe ich das nicht gemacht, weil auch dafür braucht es erstmal...

Speaker: Dafür bräuchte es erstmal überhaupt den ersten Zugang dazu, sich selbst mitzubekommen, dass der Körper vielleicht überhaupt gerade sowas braucht, wie vielleicht mal atmen, rausgehen, was Gesundes essen oder so.

Speaker: Und dann braucht es auf der anderen Seite Energie und Ressourcen, das zu tun, was der Körper braucht, auch wenn es vielleicht gerade erstmal nicht das Gewohnte ist und deswegen auch erstmal wieder Kapazitäten braucht.

Speaker: Und das Dritte ist, dass es eben auch die Sicherheit mit sich braucht, sich darin selber auch aushalten zu können.

Speaker: Und wenn es nicht da ist, dann ist der Rahmen zwar vielleicht, auch wenn ich dir recht gebe, dass es bei den wenigsten der Fall ist, es kommt dann nochmal erschwerend hinzu, dass dieser Rahmen eigentlich nicht mal verfügbar ist, aber selbst wenn er da ist, einfach auch um hier nochmal klar zu machen, es geht nicht darum, einfach die äußeren Umstände zu ändern, dann kann ich es mindestens genauso gut vermeiden, meiner Intuition wirklich zu begegnen, weil die eben nicht

Speaker: ... und weil es sich eben fürs Nervensystem bisher nicht sicher anfühlt, sich darin selbst zu begegnen.

Speaker: Denn es hat ja auch einen Grund, weshalb wir unsere Termine, unsere Wochen, unsere Tage und so weiter so zuplanen.

Speaker: Dass es keine einzige freie Minute gibt.

Speaker: Ich weiß, dass es Alltage gibt, die deutlich stressiger sind, auch gerade mit Kindern und so weiter.

Speaker: Und trotzdem ist es immer wieder auffallend, wenn wir mit Frauen oder ja auch mit anderen Menschen arbeiten...

Speaker: dass wenn es dann mal einen Moment der Ruhe gäbe, dann wird der auf jeden Fall mit etwas anderem verplant.

Speaker: Weil es gar nicht für die Person erst mal entspannend sich anfühlt, mit sich selber in Entspannung zu gehen, weil sie unter anderem gelernt haben, wenn sie entspannt sind, sind sie faul, wenn sie entspannen, dann kommen Emotionen hoch, die sie nicht halten können.

Speaker: Also die Räume, die eine gesunde Intuition bräuchte,

Speaker: sind erstens im Alltag häufig wenig und zweitens ist die Sicherheit häufig innerlich gar nicht da, die überhaupt wahrzunehmen und auszuhalten.

Speaker: Und damit das möglich wird, unter diesen Umständen, braucht es eben dieses Ansetzen an der tieferen Ebene, dass wieder mehr Sicherheit entsteht in sich mit den eigenen Emotionen, mehr Verständnis, aber nicht nur kognitiv, sondern auch körperlich für das, was der eigene Körper erlebt hat,

Speaker: weshalb er heute diese natürlichen Signale damit nicht mehr zu dir durchdringt, obwohl er sie ja auf jeden Fall hat.

Speaker: Also der Körper reagiert ja weiterhin, um ein Gefühl dafür zu entwickeln, was ist wirklich Intuition und was ist vielleicht auch die Folge daraus, dass mein Körper in einem permanenten Hungermodus so gesehen festgehalten wird oder in der permanenten Angst,

Speaker: dass ihm jederzeit wieder Essen oder Nahrung entzogen wird, dass Nährstoffe fehlen, dass Hormonsysteme innerlich schwanken.

Speaker: Also was ist jetzt wirklich Intuition, weil mein Körper das gerade wirklich braucht und es ihm dient?

Speaker: Und was ist schon die Folge daraus, dass der Körper so destabilisiert ist, dass ich das Gefühl habe, ich brauche das jetzt?

Speaker: Mal ein drastischeres Beispiel, aber um mal klar zu machen, was ich damit meine, nehmen wir mal das Beispiel Rauchen.

Speaker: Rauchen wäre kein intuitives Bedürfnis des Körpers.

Speaker: Wenn ich schon so lange in einem Stresszustand bin und auch schon vielleicht rauche und ich höre dann mal auf zu rauchen, dann sendet mein Körper erstmal maximale Entzugssignale bei jedem ein bisschen anders und ich habe erstmal das Gefühl, oh Gott, mein Körper braucht das aber scheinbar.

Speaker: Weil ohne das ist er ja total gestresst, also der sehnt sich ja die ganze Zeit danach.

Speaker: Beim Thema Rauchen würden die meisten noch sagen, ja gut, aber es ist ja irgendwie klar, weil es ist ein Suchtmittel und es ist eine Entzugserscheinung und der Körper weiß gar nicht mehr, ob er das jetzt braucht oder dass es ihm schadet.

Speaker: Aber genau die gleichen Mechanismen sind beim Essen eben auch darunter, der Körper.

Speaker: Ja, gerade bei Zucker auch und so.

Speaker: Ist ja auch eine Form von Suchtmitteln.

Speaker: Ja, absolut.

Speaker: Oder auch, je nachdem, wie dann das Frühstück aussieht, dass einfach Blutzuckerspiegel und so weiter schon so in die Höhe steigen, dass der Körper im Prinzip von Anfang an erschwerte Bedingungen hat, überhaupt zu signalisieren, was er bräuchte.

Speaker: Und ich kann auch wirklich jeder Einzelne verstehen, dass

Speaker: die einfach maximal überfordert ist mit diesem Ernährungsdschungel, weil jeder sagt, was ist denn jetzt gut und wie soll man sich ernähren?

Speaker: Die einen sagen, Haferflocken sind super, die anderen sagen, Haferflocken kann man Tieren geben, aber nicht Menschen oder was auch immer.

Speaker: Also es ist ja auch wirklich sehr überfordert.

Speaker: Das heißt, selbst wenn sich jetzt jemand entscheiden würde, ich möchte mich damit näher befassen, kommt das ja als Zusatzstress auch nochmal hinzu.

Speaker: Und dementsprechend kann es nicht einfach darüber gehen, dass wir einfach

Speaker: sag ich mal, die Medaille umdrehen und sagen, okay, dann essen wir jetzt einfach intuitiv alles, worauf wir jetzt Lust und Laune haben und gehen quasi jetzt in das Gegenteil.

Speaker: Wir essen jetzt nur noch gesund und natürlich und intuitiv, weil auch das wird dann wieder Stress auslösen.

Speaker: Vor allen Dingen, wenn man mal in Urlaub fährt, wenn man mal bei Freunden eingeladen ist, auf einer Grillparty, auf einer Geburtstagsfeier, wo die eben nicht dann nach Nährstofftabellen oder was auch immer sagen,

Speaker: gekocht haben und ich dann plötzlich vor der Auswahl stehe an Essen, was ich vielleicht total gerne schon Ewigkeiten wieder gegessen hätte.

Speaker: Und spätestens dann kippt es bei den meisten halt wieder um, dass sie dann denken, ach komm, jetzt scheiß drauf, heute kann ich es mal machen.

Speaker: Und grundsätzlich wäre das auch gar nicht so schlimm, wenn dann nicht dieses alte Muster halt wieder anspringt.

Speaker: Das heißt, sie bleiben dann wieder, im Gegenteil, gehen dann wieder in den Kontrollverlust.

Speaker: Und ja, so wechselt das halt immer wieder sein Gesicht, aber nicht wirklich...

Speaker: Ja, es fühlt nicht wirklich zu einer Erlösung, sage ich mal, auf tieferer Ebene.

Speaker: Ja, und der Denkfehler dabei ist halt auch, also das sieht man auch, ich sage mal, in der Spiri-Bubble mit dem ganzen Thema Manifestieren.

Speaker: Habe ich gar nichts gegen, habe heute Morgen auch manifestiert, liebe ich auch, ja, aber der Punkt ist,

Speaker: ob jetzt Audios, Affirmationen, Manifestationsübungen, das verleitet zum Bypassen.

Speaker: Also das heißt, was dabei ignoriert wird, ist die Geschichte, die unsere Verhaltensmuster, Selbstwahrnehmung, auch Essmuster geprägt hat.

Speaker: Also beim Manifestieren zum Beispiel geht man ja davon aus,

Speaker: Okay, ich möchte jetzt einfach wie eine intuitive Esserin sein.

Speaker: Also bin ich das heute einfach mal.

Speaker: Ich nehme die Haltung einer intuitiveren Esserin ein, die nie ein Problem mit ihrem Körper, mit emotionalem Essen, mit Gewicht, mit Diäten hatte und

Speaker: Das stimmt im Prinzip auch.

Speaker: Ich muss, um das verkörpern zu können, in diese innere Haltung kommen, aber ich komme nicht in die innere Haltung, indem ich die Geschichte, die mich geprägt habe, ignoriere.

Speaker: Das heißt, ich muss, bevor überhaupt so eine Affirmation oder auch Manifestationsübung oder Audio, erst mal aufarbeiten, was passiert.

Speaker: all diese natürlichen Mechanismen wie intuitives Essen, Hungergefühl, Sättigungsgefühl, emotionale Regulation statt emotionales Essen blockiert, das muss ich erstmal aufarbeiten.

Speaker: Und dann kann ich darauf auch ein Audio geben, eine Affirmation geben,

Speaker: eine Manifestationsübung geben.

Speaker: Aber wenn ich das nicht aufarbeite, weil ich die ganze Zeit nur damit beschäftigt bin, auf kognitiver Ebene mir einzureden, dass ich das jetzt einfach so mache, weil ich mir das ganz fest vornehme, dann

Speaker: verdränge ich all das, was unversorgt, verletzt, wollen wir es inneres Kind nennen oder auch transgenerationale Dynamiken, Traumata, die wir von unseren Großeltern, Urgroßeltern und so weiter schon haben, die verdränge ich in den Schatten.

Speaker: Die lösen sich dadurch nicht auf.

Speaker: Und dann hat man ganz, ganz große Probleme,

Speaker: Ja, da wundert man sich dann ganz dolle, warum dann irgendwie manchmal nach Monaten, manchmal nach Jahren sogar plötzlich entweder das Muster wieder komplett durchbricht oder andere Symptome auftauchen, weil es sich einfach irgendwie verschiebt, der Stresszustand im Körper aber sich nicht wirklich aufgelöst hat.

Speaker: Und das ist halt der Punkt.

Speaker: Also das kann man alles machen.

Speaker: Aber, und ich habe da manchmal so ein bisschen das Gefühl, das sind ja auch sehr kontaktvermeidende und emotionsvermeidende Angebote häufig, also gerade auch so intuitives Essen, Programme.

Speaker: Aber auch, wenn man dann für sich alleine, zu Hause, mit diesen Audios sitzt, vermeidet man eine Sache, die ganz wichtig ist und überhaupt nicht.

Speaker: zu lernen mit sich selbst und den eigenen Emotionen in Kontakt zu sein, zu sich zu stehen, nämlich den Kontakt.

Speaker: Ich vermeide den Kontakt, ich vermeide komplett die Beziehung zu anderen.

Speaker: Der Coach, der sowas anbietet, vermeidet schon mal von vorne herein Kontakt und Beziehung.

Speaker: Und

Speaker: Der Punkt ist aber, dass diese, wie lernt denn ein Kind auf seinen Körper zu hören?

Speaker: Dadurch, dass es in der Beziehung zu den Eltern gespiegelt wird.

Speaker: Es wird gespiegelt, es wird korreguliert, es lernt Körpersignale, Körperempfindungen einzuordnen, es lernt auf den eigenen Körper zu hören oder eben nicht.

Speaker: Und das passiert alles in Beziehung.

Speaker: Das heißt, ich kann das auch nur in Beziehung lösen.

Speaker: Und das ist

Speaker: Das Dilemma der starken Frau, da haben wir auch schon einen Podcast drüber gemacht, dass Frauen, die mit diesen Ernährungsthemen kämpfen, natürlich auch, weil das sehr mit Scham und Schuldgefühlen verbunden ist, immer versuchen, so alleine vor sich herzumauscheln mit allen möglichen Plänen, Strategien, Audios, Affirmationen und damit einen Punkt, der zum Durchbruch führt, vermeiden, nämlich den Kontakt.

Speaker: Und

Speaker: Und die Beziehung zu jemandem, der uns spiegeln kann, da wo wir zu wenig gespiegelt wurden, der uns erstmal korregulieren kann, da wo wir zu wenig korreguliert wurden, um das zu lernen, das nachzuholen.

Speaker: Und genau, das ist im Prinzip auch das, was wir hier mitgeben können.

Speaker: Das ist am Ende der Weg zu einem gesunden, regulierten Weg.

Speaker: Ich sage lieber reguliert statt intuitiv, weil, wie gesagt, der Kopf in einem vollen Alltag auch mal dabei sein darf.

Speaker: Man darf mal Pausenzeiten einplanen, man darf auch mal was essen, weil man weiß, dass man jetzt mal was essen müsste, auch wenn man es gerade nicht fühlt.

Speaker: Und das heißt, wenn wir ein reguliertes Essverhalten entwickeln wollen, dann ist das der Weg, in einen Beziehungsraum zu gehen,

Speaker: der sicher ist, der wertschätzend ist, der würdevoll ist, wo wir nicht abgewertet werden oder beschämt werden, sondern wo wir wirklich aufgefangen werden, wo wir verstanden werden, wo wir lernen, die Sprache unseres Körpers zu verstehen, wo erstmal nichts von dem, wie wir uns verhalten, wie wir uns fühlen, wie wir uns ernähren,

Speaker: falsch ist oder disziplinlos oder faul, sondern einfach erstmal nur ein Signal des Körpers und der Psyche und der Seele, die darunter liegt und darin dann gespiegelt zu werden und reguliert zu werden, bis man es eben selbst wahrnehmen kann und es tatsächlich aus einem Selbst rauskommt, führt genau zu dem Zustand, den viele Frauen erreichen wollen, eigentlich alle, die zu uns kommen, nämlich das Essen in der Form

Speaker: keine Rolle mehr spielt, dass sich die Gedanken nicht mehr den ganzen Tag darum kreisen, dass gegessen werden kann, wenn der Körper Nährstoffe braucht, dass reguliert werden kann, wenn der Körper emotionale Versorgung braucht,

Speaker: Und da eine Leichtigkeit reinkommt und nicht ständig diese Angst vor diesem Kontrollverlust eine Rolle spielt.

Speaker: Und das im Übrigen ist auch der einzige Weg, wie wir aus diesem ganzen kontroversen Thema, was ist die beste Ernährungsweise, aussteigen können.

Speaker: dann brauchen wir nämlich niemanden mehr, der von außen da steht und sagt, vegan ist das Beste, Intervall ist das Beste, Low Carb ist das Beste, intuitiv ist das Beste, clean ist das Beste, weil am Ende des Tages weißt du, was für dich das Beste ist.

Speaker: Und das kann ich nur wissen, wenn ich in Kontakt mit meinem Körper bin und nicht die ganze Zeit in einer Unsicherheit und einer Angst angewiesen zu sein darauf, dass mir irgendjemand sagt, was für mich das Beste ist.

Speaker: Ja.

Speaker: Ja, bin ich 100 Prozent bei dir und vor allen Dingen ist halt auch vieles, was auf diese Kontakt vermeidenden Programme passiert, auch mit den Manifestierungen und so weiter.

Speaker: Jetzt sagst du ja, du liebst das.

Speaker: Es gibt aber auch sehr viele Menschen, die haben da gar keinen Bock drauf.

Speaker: Also das ist halt, da kommt es dann ja auch nochmal sehr drauf an.

Speaker: Das bedeutet im Prinzip, es ist genau wie beim Essen.

Speaker: Es kommt nicht nur darauf an, was wir machen oder was wir essen, sondern auch wie und mit welcher Haltung, mit welchem Gefühl dazu.

Speaker: Und wenn jetzt jemand total auf Affirmationen anspringt und das macht ihm total viel Freude, dann ist das ja erstmal super, dass

Speaker: Wenn das aber zur nächsten Zu-Do-Aufgabe wird, sich da jeden Morgen hinsetzen zu müssen und sich vorzustellen, wie es wäre, eine intuitive Esserin zu sein und das ist wieder Stress, dann hat der Körper wieder Stress.

Speaker: Also es ist im Prinzip neben dem, was du natürlich gesagt hast, da bin ich ganz bei dir, ich kann mir das noch so lange vorstellen, wenn aber in mir in große...

Speaker: Stresspunkt ist, weil da ein ungelöstes Thema drunter ist, das mir immer wieder sagt, ja, es ist aber gar nicht sicher, intuitiv zu essen, dann habe ich auch noch diese Dissonanz da drin, einerseits das Sehnsuchtsbild, andererseits die Bremse, weil wir müssen uns ja schon auch

Speaker: Also das ist zumindest meine Erfahrung bei den Frauen, die wir begleiten.

Speaker: Es ist ja nicht so, dass die uns nicht sagen können, was sie sich wünschen oder vorstellen würden.

Speaker: Also es ist ja kein Vorstellungsproblem, dass die nicht ein Gefühl dafür hätten, wie sie aussehen wollen, wie sie sich verhalten wollen, wie sie zu essen fühlen wollen.

Speaker: Also das heißt, wir müssen gar nicht unbedingt so sehr die Vorstellung davon, von diesem Zielzustand, sage ich mal, fördern.

Speaker: sondern es geht vielmehr darum, die emotionalen Blockaden und Prägungen, die dazu geführt haben, dass wir das eben gar nicht mehr erreichen können, dass der Körper das nicht mehr erreichen kann, die müssen wir lösen und da gebe ich dir vollkommen recht, dafür braucht es Kontakt, dafür braucht es auch den Mut von Coach und Klient, sich diesen schmerzlichen Themen zu widmen.

Speaker: Es braucht die Sicherheit in einem Raum, wo keine Beschämung, keine Verurteilung, keine Kontrolle stattfindet, sondern ein Nachspüren, einen Raum geben und einem dem Körper mal zuhören.

Speaker: Denn auch das ist eigentlich in Intuition gemeint.

Speaker: Also ich höre auf meinen Körper.

Speaker: Und wenn ich das missbrauche, um meinen Körper zu manipulieren, damit er jetzt endlich abnimmt, dann ist das alleine darin schon das Gegenteil von Intuition.

Speaker: Weil Intuition würde bedeuten, ich höre auf meinen Körper.

Speaker: Und dann erkenne ich plötzlich auch, okay, es geht vielleicht gar nicht in allererster Linie um mein Spiegelbild und um die Pizza, die ich gegessen habe, sondern es geht um was ganz anderes.

Speaker: Und dafür braucht es eben diese Räume, um auf dieser Ebene zu gucken, damit Intuition überhaupt möglich wird oder zumindest Regulation.

Speaker: Ja, sehr gut zusammengefasst.

Speaker: Also, wenn du gerne den Weg gehen möchtest, dass du ein intuitives, reguliertes Essverhalten entwickelst, indem du spüren kannst, wann du Nährstoffe brauchst, wann du emotionale Versorgung brauchst und Stück für Stück wirklich zu dem Punkt kommst, in dem das ganze Thema nicht mehr so ein Stress und so Gedankenkreisen gibt,

Speaker: verursacht, dann laden wir dich herzlich ein.

Speaker: Führ gerne einfach mal ein Vorgespräch mit uns.

Speaker: Wir führen zwei kostenlose Vorgespräche, dann kannst du uns erstmal kennenlernen.

Speaker: Du kannst dir dazu in den Shownotes hier unter dem Podcast gerne einfach mal einen Termin buchen.

Speaker: Wir besprechen alles, wir gucken uns alles genau an, deine Geschichte, was du schon versucht hast.

Speaker: Dann zeige ich dir auch genau, was da vielleicht auch bisher gefehlt hat, weshalb das immer noch eine Rolle in deinem Leben spielt und wie wir da auch die Lücken füllen, dass du wirklich ans Ziel kommen kannst.

Speaker: Es lohnt sich also sehr, das Gespräch einfach mal wahrzunehmen, wird dir ganz, ganz, ganz viel Klarheit bringen und das ist im ersten Schritt das Wichtigste und dann kannst du dich frei entscheiden, ganz ohne Druck, ob wir dann den Weg gemeinsam gehen.

Speaker: und du wirklich an dein Ziel kommst.

Speaker: Sehr schön.

Speaker: Dann danken wir dir, dass du wieder mit dabei warst und wir abschieben uns heute.

Speaker: Also bis dann.

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