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#80 - Ich hasse meinen Körper! Wenn du dich in deinem Körper nicht zu Hause fühlst

S1 E80 · Chainless Woman
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138 Plays8 days ago

Du schaust in den Spiegel und denkst dir : „Das bin nicht ich. Dieser Körper gehört nicht zu mir“? Doch was, wenn nicht dein Gewicht das eigentliche Problem ist?

In dieser Folge erfährst du, warum emotionales Essen, Körperablehnung und der Wunsch nach Kontrolle oft viel tiefer entstehen und was es wirklich braucht, damit du dich wieder sicher, lebendig und zu Hause in deinem Körper fühlen kannst.

Vielleicht hoffst du schon lange, dass du dich endlich wieder leichter, schöner und vollständiger fühlst, sobald du abgenommen hast. Doch selbst nach einer erfolgreichen Diät kehren die Unzufriedenheit, die Kontrolle und die Angst vor einer erneuten Gewichtszunahme häufig zurück.

In dieser Podcastfolge sprechen wir darüber, warum dieses Fremdheitsgefühl meist nicht erst durch dein Gewicht entstanden ist. Oft liegen darunter alte Erfahrungen von Scham, unterdrückte Bedürfnisse und das tiefe Gefühl, zu viel oder nicht richtig zu sein. Dein Körper ist dann nicht dein Gegner. Er macht sichtbar, was du vielleicht schon seit Jahren allein trägst.

Du erfährst, warum Diäten, strenge Ernährungspläne und Selbstdisziplin das emotionale Essen häufig verstärken. Wir zeigen dir, weshalb du emotionales Essen lösen und Heißhunger stoppen kannst, wenn du nicht länger nur das Symptom kontrollierst, sondern die emotionales Essen Ursachen lösen lernst.

Außerdem sprechen wir darüber, wie du dein Nervensystem regulieren, Stress-Essen stoppen und intuitives Essverhalten lernen kannst, ohne deinen Körper erneut unter Druck zu setzen. Denn Gesund Abnehmen beginnt nicht mit noch mehr Härte, sondern mit Sicherheit, Versorgung und einer neuen Beziehung zu dir selbst.

Diese Folge hilft dir zu verstehen, warum du dich trotz Gewichtsabnahme nicht im eigenen Körper wohlfühlst und wie du emotionales Essen ohne Diät nachhaltig lösen kannst. Ein tiefer Einblick in die Emotionales Essen Psychologie, Essverhalten Psychologie und ein Stress-Management, das nicht nur beruhigt, sondern an der Ursache ansetzt.

🕊️ Du möchtest wissen, wie du es endlich schaffst für immer den Teufelskreis mit emotionalem Essen und Abnehmversuchen zu verlassen?

Auf unserer Webseite findest du alle Infos zum Chainless Woman Coaching und die Möglichkeit für ein kostenloses Analyse-Gespräch: www.natascha-wilms.com

💌 Teile gerne deine Gedanken zu dieser Folge und deine Themenwünsche mit uns:

Instagram: Chainless Woman

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Transcript

Spiegeleffekt und Körperentfremdung

00:00:00
Speaker
Kennst du das Gefühl, wenn du in den Spiegel schaust und dir denkst, das bin ich nicht, das ist nicht mein Körper, das gehört irgendwie nicht zu mir, das entspricht mir nicht und eigentlich am liebsten aus der Haut fahren würdest?
00:00:12
Speaker
Wir sprechen in dieser Podcast-Folge darüber, wo die Ursachen dafür sind, dass du irgendwann in einer Situation lebst, in der du dich so abgetrennt von dir und deinem Körper fühlst.
00:00:23
Speaker
ja einfach das Gefühl hast, so nicht mehr weiter sein zu möchten.
00:00:27
Speaker
Wir sprechen darüber, wie du das löst.
00:00:30
Speaker
Wir sprechen auch über die Illusion, die viele haben, dass sie glauben, wenn sich der Körper verändert, dann fühlen sie sich irgendwie wieder ganzer oder heiler.
00:00:38
Speaker
Dass das nicht immer der Fall ist, das erleben wir hier täglich in unserer Arbeit.
00:00:42
Speaker
Wir sprechen also darüber, wie du es wirklich für dich löst und deinen Körper letztendlich auch mitnimmst, sodass er das im Außen dann auch spiegelt, auch in

Einführung in den Chainless Woman Podcast

00:00:51
Speaker
Form auszulösen.
00:00:51
Speaker
von einem gesunden Gewicht.
00:01:02
Speaker
Herzlich willkommen zum Chainless Woman Podcast.
00:01:04
Speaker
Ich freue mich riesig, dass du da bist.
00:01:06
Speaker
Mein Name ist Natascha Wilms und schon über 550, fast 600 Menschen durfte ich in den letzten Jahren dabei begleiten, ihre Beziehung zu ihrem Körper zu
00:01:20
Speaker
zu befreien und sich von emotionalem Essen zu lösen.
00:01:23
Speaker
Und in diesem Podcast führen wir dich richtig tief an die Ursachen, um dir zu helfen, das endlich hinter dir zu lassen.
00:01:32
Speaker
Mein Name ist Lena, ich bin jetzt inzwischen seit ich glaube fast zwei Jahren auch bei Chandis Wohne dabei und habe auch schon davor
00:01:38
Speaker
Vollzeit als Coach gearbeitet und vor allen Dingen interessieren mich die Zusammenhänge von Körper und Psyche, wie sich also emotionale Prozesse körperlich sichtbar machen und auch andersrum.
00:01:48
Speaker
Und deswegen freue ich mich sehr, dass wir heute über dieses Thema sprechen, was ja noch ein bisschen geheimnisvoll klingt.
00:01:54
Speaker
Das, was du bis jetzt weißt, ist ja nur, dass es nicht ums Essen geht, sondern einen sehr, sehr großen Blindspot, wenn es um das Thema emotionales Essen

Identität und Körperwahrnehmung

00:02:01
Speaker
geht.
00:02:01
Speaker
Und ja, wie Natascha schon gesagt hat, ganz egal, mit welchem Thema man zu tun hat, ist das auf jeden Fall
00:02:08
Speaker
wichtigste Komponente, wenn es darum geht, wirklich in Veränderungsprozesse gehen zu wollen.
00:02:20
Speaker
Rina, du hast das Thema ja vorgeschlagen.
00:02:23
Speaker
Du hattest das in einer Session wahrscheinlich mit einer von unseren Frauen.
00:02:27
Speaker
Ja, also mehr als einmal tatsächlich.
00:02:29
Speaker
Es ist einfach eine wirklich regelmäßige Erfahrung, dass Frauen es auch ganz genauso aussprechen, wie wir jetzt den Titel genannt haben.
00:02:37
Speaker
dass sie sagen, ich gucke dann in den Spiegel und ich habe das Gefühl, das bin ich nicht.
00:02:42
Speaker
Ich gucke auf meinen Körper und habe das Gefühl, das ist nicht mein Körper, der entspricht mir nicht.
00:02:47
Speaker
Und ich habe das Gefühl, dass es gerade dann vor allen Dingen häufig das Gefühl ist, wenn eine bestimmte Gewichtsschwelle überschritten ist und wenn vorher in früheren Lebensphasen ein anderer Körper vorgeherrscht hat.
00:03:04
Speaker
Also wenn beispielsweise Frauen, die sehr lange Zeit schlank waren,
00:03:07
Speaker
dann zu emotionalem Essen greifen oder eben der Stoffwechsel irgendwann einfach seine Konsequenzen zieht, in Anführungsstrichen, und der Körper dann unkontrolliert an Gewicht zunimmt beispielsweise.

Körpersymptome und Stress

00:03:19
Speaker
Oder wenn auch andere Symptome entstehen wie Lipödem oder bestimmte Unreinheiten.
00:03:25
Speaker
Also wenn einfach körperlich wirklich sichtbar wird, unter welchem Stress und unter welchen Mangelzuständen der Körper auch lange Zeit überleben muss, in Anführungsstrichen, dann kommt eben häufig dieses Gefühl von
00:03:37
Speaker
Ich gucke mich dann an und ich kann es mir fast nicht angucken.
00:03:41
Speaker
Ich kann nicht in den Spiegel schauen.
00:03:43
Speaker
Ich sehe mich auf Fotos und habe das Gefühl, wer steht da?
00:03:46
Speaker
Das bin ich gar nicht.
00:03:47
Speaker
Und deswegen ist es, glaube ich, extrem wichtig, dass wir darüber mal sprechen, weil das eine ist das, was du sagst, dass es dadurch einfach die Gefahr gibt, an der falschen Stelle anzusetzen, nämlich das Gefühl zu entwickeln, okay, wenn ich meinen Körper nur wieder in eine andere Form reinbringen kann,
00:04:04
Speaker
Dann fühle ich mich auch wieder zu Hause, dann fühle ich mich auch wieder, als wäre ich das wirklich.
00:04:10
Speaker
Und das andere, was eben daran so wichtig ist, ist auch den realen Leidensdruck einfach mal hervorzuheben, den Frauen jeden Tag erleben, wenn sie in den Spiegel schauen und denken,
00:04:21
Speaker
sich auf Fotos anschauen oder sogar vermeiden, Fotos zu machen von sich, auch mit ihren eigenen Kindern und so weiter, weil sie das Gefühl haben, in ihrem eigenen Körper nicht mehr zu Hause zu sein, ihrem eigenen Körper nicht zu trauen, sich in sich selbst zu ekeln, teilweise ja auch.

Körperausdruck und Coaching

00:04:40
Speaker
das Gefühl zu haben, aus der Haut raus zu wollen, einfach nicht mehr in diesem Körper sein zu wollen.
00:04:45
Speaker
Und deswegen ist es, glaube ich, sehr wichtig, dass die Personen, die sich davon angesprochen fühlen, einfach eine Idee dazu entwickeln, was ist eigentlich das, was mein Körper in diesem Moment ausdrückt, was eigentlich gar nicht so viel mit meinem Gewicht zu tun hat, sondern primär darüber sichtbar wird.
00:05:01
Speaker
Und dazu hat sie früher eben auch schon mal was gesagt.
00:05:04
Speaker
Vielleicht wiederholst du es nochmal jetzt hier auch an dieser Stelle.
00:05:06
Speaker
Wir hatten ja kurz darüber gesprochen.
00:05:09
Speaker
was wir mit der Podcast-Folge bezwecken wollen, worauf wir eingehen wollen.
00:05:12
Speaker
Da hast du ja schon ganz gut zusammengefasst, was sich darin zeigt und vielleicht wiederholst du das nochmal.
00:05:17
Speaker
Ja, also du meinst das, was ich vor dem Podcast oder was du eben... Genau, vor dem Podcast und du das mit dem abgespaltenen Teil, sag ich mal, hast du das direkt von Anfang an klar, okay, mit was für einem Phänomen haben wir es hier eigentlich zu tun.
00:05:32
Speaker
Ja,
00:05:33
Speaker
Also das ist auch etwas, was ich im Coaching immer versuche, unseren Frauen klarzumachen, beziehungsweise wo wir sie auch im Coaching-Prozess hinführen, dass sie das nicht nur rational verstehen, sondern dass sie das auch fühlen können und wahrnehmen können.
00:05:46
Speaker
Und zwar kann man da eigentlich, das ist die Huhn-Ei-Frage eigentlich, also was war zuerst da?
00:05:53
Speaker
Das Gefühl, nicht richtig zu sein, das Gefühl, zu viel zu sein, der mangelnde Selbstwert,
00:06:02
Speaker
Und dann kam das Gewicht oder kam das Gewicht und dadurch ist das Gefühl entstanden, nicht ausreichend zu sein, nicht wertvoll zu sein, zu viel zu sein auf der einen Seite, auch körperlich vielleicht, und dann aber auf der anderen Seite auch zu wenig zu sein.
00:06:19
Speaker
Das ist ja auch eine reale Erfahrung von Frauen, die ein reales Übergewichtsproblem haben, dass sie auf der einen Seite gewinnen,
00:06:25
Speaker
sehr sichtbar sind und das eigentlich mit einem Gefühl von, ich bin sichtbar mit etwas, was gar nicht mir entspricht oder wie ich auch nicht gesehen werden will.
00:06:36
Speaker
Und auf der anderen Seite aber auch so eine maximale Unsichtbarkeit, weil ja alle nur noch das Gewicht sehen, das sieht man ja dann auch beim Arzt.
00:06:45
Speaker
wird häufig alles, was man hat, dann auch aufs Gewicht geschoben.
00:06:48
Speaker
Also völlig paradox auf der einen Seite, total krass sichtbar und raumeinnehmend, auf der anderen Seite innerlich ganz, ganz klein und zurückgezogen und auch beschämt.
00:06:58
Speaker
Und
00:07:01
Speaker
Der Punkt ist, da gibt es halt so verschiedene Aspekte, die wir verstehen dürfen, wie wir auch funktionieren und wahrnehmen.

Realität vs. Wahrnehmung

00:07:07
Speaker
Und wir nehmen immer wahr, auch durch einen Schleier von unverarbeiteten Themen und Emotionen und unterdrückten Bedürfnissen.
00:07:14
Speaker
Und wenn wir ein disreguliertes Nervensystem haben, wenn wir gestresst sind, dann nehmen wir natürlich die Welt, die Umwelt auch viel anders wahr als die.
00:07:22
Speaker
wenn wir entspannt sind und uns gut geht und wir freudvoll und hoffnungsvoll sind.
00:07:27
Speaker
Und deswegen muss man hier differenzieren, es gibt zwei verschiedene Aspekte.
00:07:32
Speaker
Es gibt einmal das ganz reale Leid, was sich auf der Körperoberfläche zeigt.
00:07:38
Speaker
Also da, wo wir sehen, der Körper schreit wirklich um Hilfe, da gibt es ein Gewichtsthema, es gibt starke Wassereinlagerungen, es gibt solche Symptome wie Lymphedemen.
00:07:48
Speaker
die schmerzhaft sind, die real sind.
00:07:51
Speaker
Und da geht es gar nicht darum zu sagen, der Körper ist falsch optisch gesehen, sondern da geht es darum zu sehen, der Körper
00:07:59
Speaker
Da ist ein Leid drunter und der Körper versucht etwas zu bewältigen und dadurch empfinden diese Verschiebungen in Gewicht, im Wasserhaushalt, im Hormonhaushalt und letztendlich natürlich auch im Körpergefühl statt.
00:08:11
Speaker
Und das ist das ganz Reale, was passiert.
00:08:14
Speaker
Und dann gibt es aber auch noch, und das kann jede Frau für sich selbst auch prüfen,
00:08:19
Speaker
Diese Verschiebung in der Wahrnehmung, die jede Frau, die das Thema kennt, sehr wahrscheinlich kennt.
00:08:27
Speaker
Ich persönlich aus meiner Zeit mit dem Thema kenne das auch noch, dass du an einem Tag in den Spiegel schaust, dir geht es recht gut und du denkst dir, ja, ist doch gar nicht so schlimm.
00:08:40
Speaker
Ja, ist hier und da, ist so die eine oder andere Stelle, aber hey, ist doch gar nicht so schlimm.
00:08:44
Speaker
Und von heute auf morgen, am nächsten Tag quasi, stehst du auf und fühlst dich wie das fetteste, ekligste Schwein der Welt und würdest dich am liebsten unter der Bettdecke verkriechen.
00:08:58
Speaker
Also wirklich gefühlt, weiß ich nicht, 10 Kilo schwerer und so weiter.
00:09:02
Speaker
Und da kann man ja auch sagen, ganz real, wirst du nicht über Nacht plötzlich 10 Kilo zugenommen haben.
00:09:09
Speaker
Aber was hat sich denn verändert über Nacht?
00:09:13
Speaker
Dass du plötzlich diese Verschiebungen hast in der Wahrnehmung, wo es keine realen Veränderungen am Körpergewicht gibt oder vielleicht eine Wassereinlagerung, was bei Frauen auch normal ist durch den Zyklus.

Emotionale Auslöser und Selbstbild

00:09:28
Speaker
Oder ein bisschen eine Hormonschwankung durch den Zyklus, aber nicht wirklich so eine Fettzunahme, dass es gerechtfertigt ist, plötzlich sich so zu fühlen, wenn man sich abschaut.
00:09:41
Speaker
Also man sieht, da sind so viele verschiedene Aspekte drin, man muss individuell gucken, was ist bei der betreffenden Person.
00:09:48
Speaker
der Fall und was wirkt da.
00:09:51
Speaker
Aber in dem Moment, wo wir uns also dann anschauen, wirkt noch etwas anderes.
00:09:55
Speaker
Und das ist eben meistens, dass irgendwas in uns aktiviert wurde, dass es stressige Tage gab, dass vielleicht ein kindliches, unverarbeitetes Thema durch einen Konflikt mit den Arbeitskollegen, mit dem Partner, mit den Kindern, was auch immer, getriggert wurde, dass Schamgefühle, Schuldgefühle
00:10:17
Speaker
Und unbewusst aktiviert wurden, wir das bewusst gar nicht wahrgenommen haben, weil wir das wegfiltern und voll im Funktionsmodus sind.
00:10:24
Speaker
Und jetzt schlafen wir und über Nacht schaltet die Impulskontrolle, also der Teil des Gehirns, der diese Emotion zurückdrängt,
00:10:33
Speaker
Und diese ganzen Themen kommen über Nacht hoch.
00:10:38
Speaker
Das ist ja häufig auch der psychische Verarbeitungsprozess, den wir nachts haben.
00:10:43
Speaker
Nur wenn ich dann was nicht lösen kann, nicht regulieren kann, stehe ich halt morgens dann häufig mit so einem Gefühl auf, zu viel zu sein, fett zu sein.
00:10:52
Speaker
Das ist dann diese Interpretation, die wir häufig schon in Kindheitstagen bezeichnen.
00:10:59
Speaker
so konditioniert haben, dieses Gefühl, sich zu schämen, sich schwer zu fühlen.
00:11:04
Speaker
Also man darf dann die Frage stellen, was ist denn da tatsächlich zu viel in dem Moment?
00:11:10
Speaker
Ist das wirklich das Körpergewicht?
00:11:13
Speaker
Ist das wirklich das Körperfett?
00:11:14
Speaker
Oder wie viel prozentual an dem, was ich da gerade fühle, ist das?
00:11:20
Speaker
tatsächlich das Gewichtsthema, was real existiert und wie viel von dem Körpergefühl wird eigentlich gerade sabotiert und manipuliert durch alte Themen mit Emotionen, mit Beschämungen, mit Schuld, die dann noch so einen Schleier auf unseren Blick legen.
00:11:37
Speaker
Und erfahrungsgemäß ist das ein sehr, sehr großer Teil.
00:11:41
Speaker
Und erfahrungsgemäß ist es eben so,
00:11:48
Speaker
mir juckt die Nase, ich habe anscheinend ein Katzenhaar in der Nase, also wundert euch nicht.
00:11:53
Speaker
Oder es gibt einen Geldregen oder mir gibt es heute einer auf die Nase, wie mein Opa immer gesagt hätte.
00:11:57
Speaker
Also ich jucke mich jetzt hier noch ein paar Mal.
00:12:01
Speaker
Ja, also
00:12:03
Speaker
Jetzt habe ich den Faden verloren, verlauter Jucken der Nase, wo war ich?
00:12:07
Speaker
Erfahrungsgemäß ist es so, dass es ein ganz, ganz großer Anteil ist von ungelösten Themen und der Körper ist der Spiegel der Seele oder der Übersetzer der Seele ins Sichtbare, das heißt,
00:12:23
Speaker
Wenn ich von klein auf lerne, mit mir stimmt etwas nicht.
00:12:27
Speaker
Meine Gefühle sind zu viel, meine Bedürfnisse sind zu viel.
00:12:30
Speaker
Wenn ich von klein auf vielleicht auch sehe von meinen Bezugspersonen, gerade auch vielleicht vom weiblichen Umfeld, da ist ständig eine Körperunzufriedenheit da, da ist ständig ein Versuch da, das Gewicht zu manipulieren oder ich kriege sogar suggeriert, pass auf, dass du nicht zu dick wirst, dass du nicht zu viel wirst, dass du nicht zu viel Raum einnimmst, nicht zu weiblich wirst.
00:12:50
Speaker
Ja, ähm,
00:12:52
Speaker
dann findet da häufig eine Verknüpfung statt.
00:12:56
Speaker
Eigentlich geht es um unverarbeitete, ungefühlte, ungelöste Emotionen.
00:13:02
Speaker
Aber wir verknüpfen das mit, mein Körper ist zu fett.
00:13:05
Speaker
Und dann ergreifen wir Maßnahmen wie Diäten, die zu Jojo-Effekts führen.
00:13:11
Speaker
Und aus diesem Gefühl, nicht richtig zu sein, ergreifen wir Maßnahmen, um richtig zu werden, die aber dazu führen,
00:13:20
Speaker
dass wir dann letztendlich tatsächlich den Körper entwickeln, den wir immer gefürchtet haben.
00:13:26
Speaker
Und so drückt sich ein Thema, was ganz tief in uns liegt, eigentlich auf die Oberfläche, aber letztendlich eigentlich ausgelöst durch die Handlungen, wie wir mit unserem Körper und uns selbst umgegangen sind, die die Ursache haben, in diesem Grundthema nicht auszureichen und im falschen Körper zu stecken,
00:13:50
Speaker
Und auch von dem Irrglauben, dass uns sehr früh aufdiktiert wird, dass wir einen fehlerhaften Körper haben, der ohne Kontrolle von Ernährung grundsätzlich erstmal falsch und zu fett wird.
00:14:05
Speaker
Ja, und auch noch mal zu dem, was du gerade gesagt hast mit dem Henne-Ei-Problem.
00:14:09
Speaker
Ich würde sagen, es zeigt sich alleine an den Rückmeldungen, die wir auch von den Frauen bekommen, was zuerst da war, weil gar nicht so selten, sowohl bei den Frauen, die wir begleiten, als auch immer mehr bei Social Media sieht man eben die Rückmeldungen, dass sie sich Fotos anschauen, wo sie jünger waren oder wo sie noch ein paar Jahre jünger waren oder noch Kinder waren und wo sie das Gefühl hatten, zu dick zu sein, zu fett zu sein.
00:14:35
Speaker
Ihr Körper sei nicht schön und wo Sie heute drauf schauen und sich denken, was hatte ich denn damals, wenn ich heute diesen Körper hätte, dann würde ich mich nicht mehr so fühlen, dann wäre ich dankbar, wenn das so wäre.
00:14:45
Speaker
Und darin zeigt sich schon, dass es nicht an der Körperfülle liegt, zumindest nicht im Ursprung, dass dieses Gefühl da ist von ich fühle mich nicht schön, ich fühle mich nicht attraktiv, ich fühle mich nicht wohl in meinem Körper, sondern dass das schon viel, viel früher da ist.
00:15:00
Speaker
Nur dadurch, dass wir das in dem Moment häufig ausdrücken,
00:15:04
Speaker
also ausklammern können, weil wir die aktuellen Empfindungen häufig als real empfinden und gar nicht mehr richtig differenzieren können, glauben wir, es liegt an unserem Körpergewicht oder glauben wir, es liegt an unserer Brustgröße oder an unseren Haaren oder an unserer Körpergröße oder an was auch immer und kriegen meistens erst rückblickend mit, hm,
00:15:25
Speaker
Okay, also das Thema war vielleicht auch schon da, als ich noch einen Körper oder als ich noch Haare oder als ich noch was anderes hatte, wo ich heute sagen würde, boah, wenn ich das heute hätte, dann wäre ich glücklich.
00:15:35
Speaker
Und auch das ist schon wieder ein Tugschluss, weil offensichtlich nicht, denn damals war auch kein Gefühl von glücklich sein und von Wohlfühlen da.
00:15:42
Speaker
Und deswegen spannt sich dieses Thema auch immer weiter.
00:15:45
Speaker
Also es lässt sich eben nicht darüber lösen.
00:15:48
Speaker
Es lässt sich für einen kurzen Moment erleichtern, wenn beispielsweise dann Gewichtsabnahme stattfindet oder wenn die optischen Marker, denen wir unsere Unzufriedenheit zuordnen, sich vielleicht verändern über künstliche Wege oder auch über natürliche Wege.
00:16:04
Speaker
Nur letztendlich bleibt tief in sich das Grundgefühl von, okay, dann bin ich eine kurze Zeit zufrieden und dann kehrt dieses Gefühl wieder zurück.
00:16:12
Speaker
Ich hatte dir vorgestern, glaube ich, war das ein Link geschickt von einem Interview.
00:16:17
Speaker
Da habe ich eine Folge von Deep und Deutlich geguckt mit einer Influencerin, die
00:16:22
Speaker
extrem viele Schönheitsoperationen gemacht hat, auch diesen Brazilian Butt Lift.
00:16:26
Speaker
Und sie hat darüber gesprochen, was dazu geführt hat, dass sie das alles gemacht hat.
00:16:31
Speaker
Und sie hat darüber gesprochen, wie sehr sie das quält, dass sie ihr Leben dafür riskiert hätte, einem bestimmten Ideal zu entsprechen.
00:16:39
Speaker
Sie hat totlos geteilt, wie sie sich die Zähne hat abschleifen lassen, um da dann so Kronen oder was auch immer.
00:16:44
Speaker
Veneers, ja.
00:16:46
Speaker
Sie wollte Veneers, aber hat sich dann für was anderes entschieden.
00:16:48
Speaker
Da mussten die Zähne wirklich fast vollständig abgeschliffen werden.
00:16:52
Speaker
Genau, das war, also ich dachte so, krass, das habe ich noch nie gesehen.
00:16:56
Speaker
Und das war eine ganz schöne, ehrliche Folge, fand ich, die sehr offen und auch mutig gezeigt hat,
00:17:04
Speaker
was eigentlich dahinter steckt, hinter diesem ständigen Optimierungswahn.
00:17:08
Speaker
Und sie erzählte dann auch, wie unwohl sie sich immer gefühlt hat mit allem.
00:17:13
Speaker
Und dass sie sich dann kurze Zeit, nachdem diese Operationen stattgefunden haben oder Eingriffe, dann so drei, vier Wochen wohlfühlte, in den Spiegel geschaut hat und dachte, jetzt fühle ich mich zufrieden.
00:17:23
Speaker
Und drei Wochen später spätestens
00:17:25
Speaker
die nächste Idee kam, der nächste Kommentar kam, der ihr irgendwas gesagt hat, was vorher schöner war oder anders schöner sein könnte.
00:17:32
Speaker
Und dieses Gefühl sich einfach immer wieder reproduziert hat.
00:17:35
Speaker
Und man könnte jetzt sagen, dass das so eine sehr extreme Variante ist.
00:17:40
Speaker
Ist es vielleicht auch in der Umsetzung nach außen, also die Entscheidungen, die dafür getroffen wurden.
00:17:45
Speaker
Aber wenn wir uns mal angucken, welche Entscheidungen die Frauen, die wir begleiten, gemacht haben in Bezug auf Diäten, in Bezug auf Selbstkontrolle, in Bezug auf Tracking, in Bezug auf Verbote, in Bezug auf selbstabwertende Gedanken, in Bezug auf Medikamente und so weiter, um diesen Körper zu bekommen, von dem sie glauben, er könnte sich mehr nach einem Zuhause anfühlen, dann ist es plötzlich gar nicht mehr so extrem.
00:18:10
Speaker
Es ist nur einfach im Gesicht deutlicher.
00:18:13
Speaker
Aber auf körperlicher Ebene, wenn wir dann auch die Analysen machen für die Nährstoffe, fürs Hormonsystem, für Stoffwechselsystem und so weiter, zeigt sich, dass das auf körperlicher Ebene sehr wohl sehr extreme Eingriffe sind, die die Frauen aus dem großen Leidensdruck gewählt haben.
00:18:30
Speaker
Und deswegen ist es eben so wichtig zu verstehen, dass es
00:18:33
Speaker
um den Körper an sich erst mal gar nicht geht.
00:18:37
Speaker
Natürlich geht es um ihn im Sinne von, wir müssen schauen, was braucht der Körper denn?
00:18:42
Speaker
Was hat sich denn so verschoben, dass der Körper das nachher nicht mehr ordentlich verstoffwechseln kann?
00:18:47
Speaker
Was ist im Hormonsystem so verschoben,
00:18:51
Speaker
Frauen das Gefühl haben, dass starke PMS-Beschwerden, extreme Schmerzen, Endometriose und so weiter irgendwie einfach normal sind, weil es so viele haben.
00:19:00
Speaker
Natürlich geht es in dem Sinne um den Körper.
00:19:02
Speaker
Aber es geht eben nicht in dem Sinne um den Körper, dass wir jetzt schauen müssen,
00:19:06
Speaker
mit welchen Mitteln von außen oder auch innen, die wir einnehmen, wir den Körper jetzt in eine andere Form pressen, um die Illusion zu erfüllen, wenn ich einen anderen Körper hätte, dann würde ich mich wohlfühlen.
00:19:18
Speaker
Wir müssen auf die Ebene gehen, wo es wirklich mal entschieden oder entstanden ist.
00:19:23
Speaker
wo wir schon sehr häufig in aller aller frühester Kindheit das Grundgefühl hatten von hier gehöre ich nicht dazu, ich bin nicht richtig, irgendwas stimmt nicht mit mir, irgendwas, was ich wahrnehme, irgendwas, was ich fühle, ist nicht richtig und alles, was wir fühlen, wird auch körperlich wahrgenommen.
00:19:41
Speaker
Das heißt, wenn ich das Gefühl habe, das, was ich fühle, ist falsch, habe ich automatisch auch das Gefühl, irgendwas mit meinem Körper ist falsch.
00:19:48
Speaker
auch wenn es sich vielleicht noch nicht auf den optischen Bereich bezogen hat.
00:19:51
Speaker
Aber das Gefühl von meinem Körper ist falsch, das, was in mir körperlich passiert, ist falsch.
00:19:55
Speaker
Hier fühle ich mich nicht sicher, hier fühle ich mich nicht zu Hause.
00:19:58
Speaker
Das muss anders sein.
00:19:59
Speaker
Das darf ich nicht mehr wahrnehmen.
00:20:01
Speaker
Das darf ich nicht mehr sein.
00:20:02
Speaker
Hat da schon seinen Ursprung und sucht sich dann eben, wenn es unbewusst weitergetragen wird, weil es sich nicht angeschaut wird und nicht gelöst wird,
00:20:10
Speaker
Sucht es sich dann andere Wege, nur die Interpretationen bleiben die gleichen.
00:20:15
Speaker
Wir haben wieder das Gefühl, mein Körper ist falsch, ich gehöre nicht dazu, ich müsste anders sein, ich müsste mehr sein von meinem Selbstwert, aber weniger von meinem Körper.
00:20:24
Speaker
Das heißt im Prinzip...
00:20:25
Speaker
Können wir wie eine Art, wir sehen das gleiche Thema, was sich über Jahre einen Bogen gespannt hat auf die Körperfläche, die wir uns dann anschauen und da entscheidet sich dann auch, komme ich wirklich irgendwann an den Punkt, mich in mir zu Hause zu fühlen, weil ich dahin schaue, wo es mal entstanden ist.
00:20:45
Speaker
Oder führe ich diese Spirale einfach immer weiter und immer weiter und immer weiter und begegne diesem Thema auch immer wieder?
00:20:53
Speaker
Weil sind wir mal ehrlich, selbst wenn wir jetzt es schaffen abzunehmen, angenommen, das wäre jetzt das Ziel.
00:21:00
Speaker
Haben ja schon viele.
00:21:03
Speaker
Die meisten, die hier zuhören werden, werden schon mal in ihrem Leben abgenommen haben.
00:21:08
Speaker
Also rechne mal aus, wie viele Kilos du bisher schon abgenommen hast.
00:21:12
Speaker
Du wirst ja jetzt hier nicht zuhören, wenn sich dadurch wirklich was verändert hätte.
00:21:16
Speaker
Ja, erstens das und nur kurz, wenn ich den Gedanken gleich nicht verliere.
00:21:22
Speaker
Der andere Punkt ist, dass selbst wenn dieser Zustand langfristig bleiben würde, machen wir mal das bestmögliche Szenario für die Frauen mit ihrem Wunsch, mit dem sie kommen.
00:21:32
Speaker
Dann passieren irgendwann andere Dinge.
00:21:34
Speaker
Wir werden älter, das heißt, unsere Haut verändert sich.
00:21:37
Speaker
Die Schwerkraft verändert sich.
00:21:39
Speaker
Vielleicht bleiben Rückstände von verlorenen Kilos, die sich dann körperlich zeigen im Hautbild, in der Spannkraft der Haut.
00:21:47
Speaker
Vielleicht zeigen sich über starke Gewichtsverlust andere Mangelerscheinungen, über andere Körpersymptome.
00:21:54
Speaker
Das bedeutet, wir werden, selbst wenn wir die Form erst mal irgendwie unter Kontrolle bekommen würden und uns damit auch erst mal wohlfühlen würden, wenn das Thema darunter nicht gelöst ist, gibt es gerade in dieser sehr
00:22:07
Speaker
schönheitsidealistischen Welt, perfektionistischen Welt, die auch eine echt große Verwirrung darin hat, weil alles natürlich in gewisser Weise abgelehnt wird, werden wir immer wieder Trigger haben, immer wieder Punkte haben, egal ob in Social Media, am Strand oder sonst wo, wo wir merken, hm,
00:22:28
Speaker
Ganz so perfekt bin ich doch nicht.
00:22:30
Speaker
Also ich fühle mich jetzt schon wohler, aber wenn ich jetzt die Frau anschaue, die ist schlank und bei der sieht man jetzt nicht die Überreste von ihrem Übergewicht vorher oder die hat jetzt aber wenigstens noch ein Becken, das habe ich jetzt nicht mehr oder wie auch immer, es verändert sich ja nichts.
00:22:46
Speaker
Also es ist wichtig, das zu verstehen.
00:22:52
Speaker
Also ich habe mal von einer Psychologin einen ganz, ganz tollen Satz gelesen.
00:22:57
Speaker
Ich weiß leider nicht mehr, wie die Frau heißt, aber die hat halt auch in dem Bereich Gewicht und nachhaltigen Gewichtsverlust geforscht.
00:23:05
Speaker
Und sie sagte, wenn du
00:23:08
Speaker
das Abnehmen fokussierst, ist es schon gescheitert.
00:23:14
Speaker
Das heißt nicht, dass man nicht nachhaltig abnehmen kann.
00:23:17
Speaker
Das möchte ich hier einfach auch zur Beruhigung des Nervensystems nochmal reingeben.
00:23:21
Speaker
Unsere Klienten nehmen auch ab.
00:23:23
Speaker
Es gibt genügend Beispiele von unseren Klienten, die 30 Kilo innerhalb eines Jahres abgenommen haben oder so.
00:23:30
Speaker
je nachdem, wie die Ausgangslage war und so weiter und so weiter.
00:23:34
Speaker
Aber der Punkt ist, wir nehmen halt nicht, also der Weg, wie du zu diesem Gewichtsverlust kommst,
00:23:44
Speaker
ist ausschlaggebend dafür, ob dieser Gewichtsverlust bleibt, ohne irgendwelche Verschiebungen der Symptomlage zu haben.
00:23:56
Speaker
Also ohne, dass sich die Ursache, also sagen wir mal so, kommst du zu dem Gewichtsverlust, indem du die Ursache versorgst, die zu dem Gewicht führt und dem Essverhalten,
00:24:09
Speaker
dann kann das Gewicht nachhaltig Bestand haben, weil du wirklich die Ursache dafür liest und das nicht mehr aus dem Unterbewussten heraus ständig wieder zu diesem Essverhalten und der Gewichtszunahme führt wie bisher.
00:24:23
Speaker
Kommst du aber durch Disziplin, Druck, Kontrolle und den Versuch, das Symptom, das Essverhalten zu kontrollieren zum Gewichtsverlust, ergo über kalorienreduzierte Diäten,
00:24:39
Speaker
ohne die Ursache zu bearbeiten und zu versorgen, wird das Gewicht keinen Bestand haben, weil du fokussierst dich von Anfang an auf das Gewicht und das Essverhalten als Symptom.
00:24:55
Speaker
Und als eigentliches Problem und erkennst nicht, dass diese Symptome, Gewicht und Essverhalten eigentlich nicht das Problem sind, sondern der Lösungsversuch deines Systems für die Ursache.
00:25:10
Speaker
Und das Problem ist aber, wir sind so bereit.
00:25:13
Speaker
hardcore darauf konditioniert, uns auf das Gewicht und die Disziplin und die Ernährung als das Problem und die eigentliche Ursache zu fokussieren, weil es da draußen einen Milliardenmarkt gibt.
00:25:26
Speaker
Milliardenmarkt, ja, also der jetzige absolute
00:25:31
Speaker
Für mich, Brainfuck ist ja dieses Thema mit der Abnehmenspritze und jetzt auch der Abnehmpille, dir wird es ja so unfassbar leicht gemacht, immer wieder zu symptombehandelnden Maßnahmen zu greifen, sei es Ernährungsberatung, sei es Ernährungsberatung.
00:25:50
Speaker
Sei es Trainingspläne, sei es Fitnessinfluencer, die irgendwelche Shakes anpreisen, sei es Abnehmspritze, sei es, dir wird es ja so leicht gemacht, auch deiner Psyche wird es so leicht gemacht, dich immer wieder eigentlich beizutragen.
00:26:05
Speaker
auf das zu konzentrieren, was gar nicht die Ursache des Problems ist und deine ganze Lebensenergie, Zeit, Geld, Motivation, Hoffnung in Maßnahmen zu stecken, die nur Scheinlösungen sind, weil sie kurzzeitig zur Entlastung führen, kurzzeitig dir das Gefühl geben, du hast was getan, was funktioniert hat und dann
00:26:28
Speaker
kommst du wieder in diese Spirale rein, du hast wieder das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren, weil du irgendwann natürlich die Energie da nicht mehr reinstecken kannst, die das braucht, um das aufrechtzuerhalten, weil das Leben nur mal spielt, es gibt irgendwelche stressigen Phasen, jemand wird krank, du musst umziehen, du verlierst deinen Job, irgendwas ist und in dem Moment musst du die Energie, die du die ganze Zeit in den Erhalt dieses Essverhaltens und das Gewichts reinsteckst,
00:26:53
Speaker
nutzbar machen für das andere im Leben und dann verlierst du wieder die Kontrolle über das Essverhalten.
00:26:59
Speaker
Das ist dieses Hin- und Herpendeln, was ja auch die meisten Frauen erleben.
00:27:03
Speaker
Und dann wird dir von der ganzen Gesellschaft und dann natürlich auch von dir selbst wieder erzählt, mit mir stimmt was nicht, ich bin zu undiszipliert, ich bin zu faul, vielleicht muss ich nur eine andere Diätform finden, ein anderes Medikament finden oder was auch immer und
00:27:22
Speaker
Dadurch bleibst du in der Spirale.
00:27:24
Speaker
Das heißt, wenn du nicht erkennst, dass du dich die ganze Zeit auf
00:27:32
Speaker
nicht wirklich die Ursache konzentrierst, sondern immer wieder, auch nachvollziehbar, diesem Schmerz heraus schnell eine Lösung finden zu wollen, auf die oberste Ebene, also das Symptom, dann kommst du nicht raus aus dieser Spiral.
00:27:46
Speaker
Du wirst da nicht rauskommen.
00:27:49
Speaker
Es muss in dir die Bereitschaft entstehen zu erkennen, ich habe mir das gebaut, dieses Muster,
00:27:57
Speaker
... um mich von etwas abzulenken, was viel tiefer liegt, was vielleicht auch erst mal schmerzhafter ist,...... weil das irgendwelche Emotionen sind, die du irgendwann mal erlebt hast...... oder Erfahrungen gemacht hast, die du überlebt hast,...... die Hilflosigkeit ausgelöst haben, die das Gefühl ausgelöst haben von...... ich kann das nicht aushalten, von dem du dich abtrennen musstest,...... von dem du dir ein Muster bauen musstest, wie das Essen und das Körperthema,...... um da immer schön von abgelenkt zu sein.
00:28:26
Speaker
Und das ist ja das Faszinierende und auch das Geniale an unserer Psyche letztendlich, dass sie sowas kann.
00:28:34
Speaker
Das ist so, wir sind so genial, unser System ist so genial, das ist wie, wenn du einen Schlüssel versteckst, so gut, dass du ihn selbst nicht mehr findest.
00:28:44
Speaker
Und dann muss dir halt jemand helfen,
00:28:48
Speaker
den zu finden, der weiß, wie man Detektivarbeit macht und weiß, wie man dahin kommt, diesen Schlüssel wieder zu finden, den deine Psyche versteckt hat, damit du bloß diesen Raum nicht betrittst, in dem die eigentliche Lösung liegt.
00:29:00
Speaker
Weil es könnte ja wehtun.
00:29:03
Speaker
Und erfahrungsgemäß, das tut ein bisschen weh, es ist aber deutlich erleichtern, als den Schmerz, den du erfährst, wenn du jahrelang in dieser Spirale steckst und in diesem Vermeidungsmuster.
00:29:15
Speaker
Und der Punkt ist ja, dass das so häufig, so früh entstanden ist, teilweise schon über Generationen weitergegeben wurde,
00:29:25
Speaker
dass wir uns da kognitiv auch gar nicht dran erinnern können.
00:29:28
Speaker
Wenn schon die Mama ein Thema damit hat oder die Oma ein Thema damit hat oder die Mama hat gar kein Thema damit, die hat eigentlich überhaupt nie Probleme mit ihrer Figur gehabt, aber stattdessen hat sie halt eine andere Bewältigungsstrategie für ihre Emotionen und Bedürfnisse,
00:29:41
Speaker
wie zum Beispiel Alkohol trinken oder sich ständig überarbeiten oder ständig sich mit dem Drama von irgendwelchen vergiftenden Beziehungen zu beschäftigen, statt den Selbstwert in sich zu finden.
00:29:56
Speaker
Also manchmal ist das ja auch versteckelt.
00:29:58
Speaker
Also ich sage immer zu den Frauen, die zu uns kommen,
00:30:01
Speaker
Da gibt es die Riege-Satz sozusagen, die sagt, ja, das ist schon in meiner ganzen Familie irgendwie immer ein Thema und bei mir schon seit der Kindheit.
00:30:09
Speaker
Und dann gibt es die, die sagen, das war eigentlich bei meinen Eltern kein Thema.
00:30:15
Speaker
Und deswegen weiß ich auch gar nicht, woher ich das habe.
00:30:18
Speaker
Dann sage ich immer, wenn es nicht das Essverhalten war, was du übernommen hast oder was in deiner Familie ein Thema war,
00:30:26
Speaker
Dann war es zu 100 Prozent aber irgendwo der Umgang mit Emotionen, mit Regulation, Korregulation, einem überangespannten Nervensystem, einem dauerhaften Funktionsmodus und einem Unterdrücken von Bedürfnissen.
00:30:41
Speaker
Und das Muster finden wir bei jeder einzelnen Frau, die diese Thematik hat, in jeder Familie.
00:30:48
Speaker
Und da müssen wir eigentlich hingucken,
00:30:50
Speaker
Und das bedeutet natürlich auch, dass man erstmal mit sehr unangenehmen Emotionen wie Scham und Schuld und auch Angst in Kontakt kommt, das geht allen Frauen so, die mit uns in den Coaching-Prozess gehen, weil plötzlich die Erkenntnis kommt, oh mein Gott.
00:31:07
Speaker
was habe ich mir da die letzten Jahre angetan, was habe ich meinem Körper angetan, warum habe ich das nicht gesehen, Schuldgefühle wieder auftauchen, da sieht man, wieder geht die Spirale los, ich war wieder nicht gut genug, wie wir uns das immer und immer wieder reproduzieren und deswegen ist es so wichtig dabei, einfach begleitet zu sein, korrigiert zu sein, aufgefangen zu sein, damit man auf diesem Weg bleiben kann.
00:31:32
Speaker
Und nicht dann wieder völlig einfriert und es vor lauter Angst, es nicht zu schaffen, gar nichts mehr macht und damit dann natürlich auch die Angst erfüllt, dass es nicht funktioniert.
00:31:45
Speaker
Ja, und...
00:31:47
Speaker
zu dem, was du gesagt hast, mit dass es erstmal schmerzhafter wird.
00:31:50
Speaker
Ich würde zustimmen, wobei ich sagen muss, ich glaube, es wird das erste Mal richtig bewusst schmerzhaft.
00:31:56
Speaker
Es ist immer schmerzhaft, ja.
00:31:58
Speaker
Genau, weil wir müssen uns ja nur anschauen, wie es den Frauen geht mit ihrem aktuellen Zustand, mit ihrem aktuellen Essverhalten, mit den aktuellen Tendenzen.
00:32:05
Speaker
Da ist ja Schmerz ohne Ende drin.
00:32:07
Speaker
Nur...
00:32:08
Speaker
Es gibt halt erstmal die Verknüpfung mit das, was ich gerade als schmerzvoll erlebe, ist ja nur, weil ich dieses Gewicht nicht habe, was ich haben möchte.
00:32:16
Speaker
Und der einzige Unterschied, der sich eigentlich dann in dieser Entwicklung oder in dieser Beschäftigung mit sich selbst, mit dem Hinspüren verändert, ist, dass wir das erste Mal wirklich spüren,
00:32:28
Speaker
was hat wirklich wehgetan, wo liegt der Schmerz eigentlich wirklich, wenn es gar nicht mein Essverhalten ist.
00:32:34
Speaker
Und das ist für viele dann erstmal eine andere Form von Schmerz, weil es ist ja nicht ohne Grund so, dass unser System sich was gebaut hat, um den Schmerz nicht mehr zu fühlen.
00:32:44
Speaker
Es reproduziert es zwar permanent durch den Schmerz mit sich selber und dem eigenen Körper, aber es hat ganz gut davon abgelenkt, wo es ursprünglich mal wehgetan hat.
00:32:53
Speaker
Und dementsprechend, das sage ich auch immer zu den Menschen, die wir begleiten,
00:32:58
Speaker
wir produzieren ja keinen Schmerz hinzu, der nicht eh schon die ganze Zeit da ist.
00:33:04
Speaker
Der wirkt, ja.
00:33:05
Speaker
Genau, sondern es ist ja im Prinzip, wir gehen an den Teil, der eh die ganze Zeit wie so eine sprudelnde Quelle Schmerz erzeugt.
00:33:14
Speaker
Nur wir gucken mal dahin, wo wird die wirklich erzeugt, statt dahin zu gucken, wo das Wasser sich dann auf den Felsen zeigt, sondern wo kommt denn die ganze Zeit her.
00:33:23
Speaker
Und das ist der Teil der...
00:33:25
Speaker
der vielleicht auch wichtig ist, weil ich glaube, dass viele sehr viel Angst vor dem haben, was sich zeigen kann und ich kenne das Gefühl auch.
00:33:33
Speaker
Und gleichzeitig muss ich sagen, auch durch die eigene Erfahrung, aber auch durch die Erfahrung, die wir mit den Frauen machen, ja, es tut für einen Moment weh, aber es ist definitiv
00:33:45
Speaker
erstens kurzfristiger, also der Schmerz ist kurzfristiger, er ist authentischer, weil er mal da gespürt wird, wo er eigentlich hingehört.
00:33:52
Speaker
Und dadurch ist er anders als bei den anderen Dingen auch wirklich lösender.
00:33:57
Speaker
Und man muss einfach verstehen, dass diese Mittel, die gerade vermarktet werden, ganz egal in welchem Bereich, ob das jetzt Medikamente sind oder Supplements oder Shakes oder was weiß ich nicht was, ähm,
00:34:10
Speaker
Ich sage es einfach mal so, wie ich es empfinde, dass der Leidensdruck wird einfach missbraucht.
00:34:16
Speaker
Es ist gar keine richtige Lösung da drin und die meisten interessiert das auch überhaupt nicht.
00:34:23
Speaker
Es geht halt um Geld, es geht um Geschäftlichkeit, es wird persönliches Vertrauen aufgebaut, dadurch, dass man die Personen ständig sieht oder dass da bestimmte Titel dabei sind.
00:34:33
Speaker
Und ich will auch nicht sagen, dass jeder Arzt oder jede Ärztin, die jetzt bestimmte Medikamente verschreibt,
00:34:40
Speaker
sich dessen auch bewusst ist, was damit auch passiert und was damit zusammenhängt.
00:34:44
Speaker
Und trotzdem, glaube ich, braucht es wirklich mal eine Entkopplung von dieser Vorstellung, wenn mir das ein Mediziner empfiehlt, dann ist das wirklich eine gute Lösung.
00:34:54
Speaker
Nein, muss nicht unbedingt sein, weil es werden ganz viele Faktoren, die da mit reinspielen, einfach maximal ausgeschlossen werden,
00:35:01
Speaker
Und wir begleiten ja auch super viele Frauen, die sich für Dinge entschieden haben.
00:35:07
Speaker
Eine unserer Auszubildenden begleitet ja zum Beispiel eine Frau, die sich einer OP unterzogen hat zur Magenverkleinerung und die seitdem einfach extreme Nervensystemzustände hat, weil sie permanent Angst hat, dass sie trotzdem zunimmt.
00:35:21
Speaker
Und gleichzeitig der Körper so erschöpft ist, muss man auch sagen, weil einfach durch diese Mangelernährung die Ressourcen jetzt langsam aufgebracht sind, dass sie teilweise im Sitzen einschläft, weil der Körper einfach auch physiologisch nicht mehr das bekommt, was er braucht.
00:35:40
Speaker
Also dauerhafter Angstzustand und gleichzeitig dauerhafte Mangelversorgung an Nährstoffen und das ist eine Katastrophe.
00:35:51
Speaker
Und das ist leider etwas, was wir sehr häufig sehen und es ist ja...
00:35:58
Speaker
auch ein Drama, da kommen ja immer gleich die Aufschreie, das wäre fahrlässig, wenn man irgendwie was gegen ein Medikament sagt, wie hier zum Beispiel die Abnehmenspritze und so weiter, das ist doch für Menschen mit Diabetes entwickelt worden.
00:36:11
Speaker
Ja, ist es, aber ich meine, wir sehen das, sie wird einfach auch
00:36:19
Speaker
innerhalb von einem Zehn-Minuten-Gespräch verschrieben.
00:36:21
Speaker
Wir haben mittlerweile mit so vielen Leuten gesprochen und hören das immer wieder und sehen das auch im Bekanntenkreis und so weiter, dass das super schnell verschrieben wird und den Leuten vielleicht bei einem guten Arzt noch gesagt wird, sie müssen dann schon aber auch nur Sport machen, ist wichtig und gucken Sie bitte, dass Sie Ihre Nahrungsergänzungsmittel nehmen und dass Sie dann auch anbieten.
00:36:41
Speaker
den psychischen Themen arbeiten, aber dann ist halt die Person sich selbst überlassen und dann wird halt sowas gegeben und dann sieht man halt, okay, an dem Food-Noise, dem ständigen Über-essen-Nachdenken, dem ändert sich nichts, weil
00:36:57
Speaker
Es ist ja wieder eine Diät, es ist nur eine Diät mit einer Mangelernährung, die dadurch entsteht, halt unterstützt durch einen Appetithämmer, der gespritzt wird oder jetzt dann auch bald in Pillenformat, ja,
00:37:14
Speaker
verfügbar ist.
00:37:16
Speaker
Aber das ändert ja nichts daran, dass trotzdem, da ist einem dann teilweise so übel, dass man nicht mehr zum Sport gehen kann, dann hat man eben einen hohen Muskelverlust, man hat einen hohen
00:37:30
Speaker
teilweise dann auch Knochenverlust, das wird jetzt immer mehr sichtbar.
00:37:33
Speaker
Frauen haben sowieso eine Tendenz zu Osteoporose im Alter, das heißt, wir müssen sowieso gucken, dass wir die fettfreie Masse, also Muskeln, Sehnen, Bänder,
00:37:46
Speaker
und Knochen so gut wie möglich erhalten, damit wir eben nicht irgendwann im Alter einfach einen Oberschenkelhalsbruch bekommen.
00:37:53
Speaker
Und das ist halt dann der Punkt.
00:37:55
Speaker
Also was kostet diese Abnahme dann letztendlich durch diese Maßnahmen?
00:37:59
Speaker
Und wie gesagt, es entsteht ja auch wiederum ein Suchtverhalten.
00:38:03
Speaker
Es ist ganz egal, ob es das Suchtverhalten ist, immer wieder auf Diät zu sein und immer wieder sich Proteinshakes kaufen zu müssen, weil man halt eben nur darüber
00:38:14
Speaker
irgendwie seinen Süßhunger stillen kann und so weiter oder ob es halt eine Abnehmenspritze ist.
00:38:19
Speaker
Wir sehen ein völlig normalisiertes Suchtverhalten, das teilweise an Mädchen um die zehn Jahre schon oder auch Jungs mittlerweile rangefühlt wird, teilweise aus
00:38:33
Speaker
einer ja auch falsch verstandenen Form von Liebe dem eigenen Kind gegenüber, weil einfach natürlich für viele Mütter auch nicht klar ist, warum ist denn mein Kind eigentlich zu viele Süßigkeiten und dass das nicht einfach nur wir ist, sondern dass da auch häufig schon die Bewältigung von Füßen,
00:38:54
Speaker
verschiedenen Themen aus dem Familiensystem drin steckt.
00:39:00
Speaker
Also das ist so normalisiert und das wollte ich auch nochmal drauf eingehen, weil du das vorhin gesagt hast, dass mit den Schönheits-OPs, das wird ja auch schon normalisiert.
00:39:13
Speaker
Aber ich glaube trotzdem, es ist noch ein bisschen eine größere Hemmschwelle, sich irgendwo doch was reinspritzen zu lassen oder aufschneiden zu lassen oder der Weg dahin
00:39:25
Speaker
als jetzt zum Beispiel einfach mal zu entscheiden, ich mache jetzt mal die und die Diät.
00:39:30
Speaker
Ja, wobei, bei der Arm ist das Supplement.
00:39:32
Speaker
Ja, das wird auch immer leicht, aber man hat wenigstens immer noch so ein bisschen den Gang zum Arzt.
00:39:38
Speaker
Wobei ich jetzt auch schon gehört habe, man kann es wohl auch schon online irgendwie
00:39:41
Speaker
Ja, weiß ich nicht.
00:39:43
Speaker
Also der Punkt ist, die Hemmschwelle wird immer niedriger und es wird einfach normalisiert.
00:39:50
Speaker
Wir wachsen mit dem Glauben auf, gerade wenn wir es vielleicht auch bei den Bezugspersonen in unserer Umgebung sehen als Kinder, dass es normal ist, als Frau regelmäßig
00:40:01
Speaker
den Körper in eine selbstinduzierte Hungersnot zu schicken, indem man ihm wichtige Nährstoffe entzieht und einfach nichts mehr isst, keine Ahnung, drei Wochen Wasserfasten macht, weil Heilfasten hat man ja schon immer gemacht, ja, aber nicht so, ja.
00:40:19
Speaker
Ja, und vor allem nicht mit diesen Rahmenbedingungen.
00:40:23
Speaker
Nicht mit diesen Rahmenbedingungen, ja.
00:40:25
Speaker
Also hier trifft eine uralte, jahrhundertealte Methode auf Körper, die in einer ganz anderen Umgebung leben, auf Hormonsysteme, die schon völlig aus dem Gleichgewicht geraten sind aufgrund von jahren, teilweise jahrzehntelangen, wiederholten Diäterfahrungen mit viel zu wenig Nährstoffversorgung.
00:40:49
Speaker
die nicht mehr nährstoffreich genug sind, um uns überhaupt zu versorgen, selbst wenn wir genug davon zu uns nehmen.
00:40:57
Speaker
Und all das trifft ja zusammen.
00:41:00
Speaker
Und wir müssen einfach dahin kommen, dass das einfach nicht normal ist.
00:41:04
Speaker
Nein, es ist nicht normal,
00:41:07
Speaker
ständig auf Diät sein zu müssen.
00:41:09
Speaker
Es ist auch nicht normal, von einem Stück Pizza zuzunehmen.
00:41:13
Speaker
Dann stimmt etwas nicht.
00:41:16
Speaker
Und das hatte ich ja auch in dem Post hier letztens geschrieben.
00:41:19
Speaker
Das ist 1600 Kalorien.
00:41:21
Speaker
Das ist für eine erwachsene Frau einfach zu wenig.
00:41:25
Speaker
Und das ist aber für viele das dauerhafte Ziel,
00:41:28
Speaker
Das endet natürlich dann häufig in Essattacken und Eskalationstagen, weil der Körper natürlich versucht, sich das wieder reinzuholen, was er da an Mangel erfahren hat.
00:41:39
Speaker
Und das ist einfach, dass wir haben ein Suchtverhalten, wenn es um Diäten geht, das normalisiert wird, weil es ein Suchtverhalten ist, was wie gesagt Milliarden bringt.
00:41:51
Speaker
Da hängt ja noch mehr dran.
00:41:53
Speaker
Die Konsequenz daraus ist ja, dass Diabetes entsteht.
00:41:57
Speaker
weil nicht wirklich eine Lösung dafür gefunden wird, dass dann immer wieder sich überessen wird und zu zuckerhaltigen Lebensmitteln gegriffen wird.
00:42:05
Speaker
Die Folge ist ja, dass daraus Burnout und Depressionen entstehen, weil der Körper dauerhaft auch nährstofftechnisch nicht gut versorgt ist.
00:42:13
Speaker
Die Menschen nicht wirklich ihr Unglück mit sich selbst in Lösung bringen, sondern
00:42:18
Speaker
darin erschöpfen, immer wieder auf der Symptomebene zu versuchen, das zu lösen.
00:42:22
Speaker
Das heißt, es entstehen so viele Krankheiten daraus, dass wir so mit unserem Körper gelernt haben, umzugehen und das als normal zu betrachten, dass da nicht nur eine Diät- und Schönheitsbranche von profitiert, dass Frauen sich das immer wieder antun, sondern dass da auch die Pharma draus profitiert und Milliarden dafür macht.
00:42:43
Speaker
Also man stelle sich mal vor, wir hätten Frauen, die zufrieden mit ihrem Körper sind, die den Körper versorgen mit den Sachen, die sie brauchen und die sich um die emotionalen Themen kümmern, die letztendlich natürlich zu einer Veränderung des Essverhaltens führen und logischerweise auch zu einer Veränderung auf der Körperoberfläche.
00:43:04
Speaker
Man stelle sich vor, dieses Problem würden Frauen wirklich an der Ursache lösen.
00:43:08
Speaker
Da würde ein System kollabieren, das Milliarden bringt.
00:43:13
Speaker
Ja, so die Abnehmenspritze ist jetzt
00:43:17
Speaker
Stand heute das erfolgreichste Medikament in der Menschheitsgeschichte.
00:43:22
Speaker
Und wir wissen noch nicht, was dieses Medikament in 10, 20 Jahren angerichtet hat.
00:43:28
Speaker
Wir wissen nicht, was das mit unserem Gehirn macht ständig.
00:43:31
Speaker
Also wissen wir schon, das Gehirn, wenn es ständig unter Nährstoffmangel steht, Omega-3 und so weiter, entwickelt irgendwann Demenz.
00:43:38
Speaker
Also die Wahrscheinlichkeit ist so hoch, dass wir in ein paar Jahrzehnten aufgrund dieser Thematik,
00:43:48
Speaker
eine noch höhere Demenzwelle und noch stärkere Hormonstörungen und Autoimmunerkrankungen und so weiter haben, weil wir dem Körper
00:44:01
Speaker
die Basis des Lebens entziehen.
00:44:03
Speaker
Das ist die Basis des Lebens.
00:44:05
Speaker
Und das empört mich.
00:44:06
Speaker
Sorry, das merkt man auch.
00:44:07
Speaker
Es empört mich, weil es ist legale Körperverletzung, wie es eingesetzt wird.
00:44:12
Speaker
Ja, und es ist auch im Prinzip das Stockholmsyndrom in meiner Wahrnehmung.
00:44:16
Speaker
Es wird über Jahre ein Schönheitsideal künstlich aufgebaut, was im Prinzip nichts mit Gesundheit und Natürlichkeit zu tun hat.
00:44:25
Speaker
Aber
00:44:27
Speaker
Das wird so in die Köpfe eingehämmert, auch schon seit frühesten Kindheitstagen an.
00:44:32
Speaker
Und dann hat man ganz zufälligerweise auch noch perfekt die Lösung dafür, die uns so abhängig macht, dass wir ja nicht nur einmal was nehmen müssen, sondern egal auf welche Ebene wir gucken, ob auf Supplements, ob auf diese ganzen Ersatzprodukte und so weiter und auf die medikamentösen Behandlungen, die machen uns ja in einem Ausmaß abhängig, dass es uns einfach wie eine Geldmaschine ausnehmen lässt.
00:44:56
Speaker
Das ist halt der Tugschluss dahinter und wir haben das Gefühl, das ist zu unserem Besten und das Perfide daran ist ja, dass es ist ja nachvollziehbar, weshalb Menschen dazu greifen, das ist ja der Teil auch.
00:45:12
Speaker
niemanden an, der das nimmt, das will ich auch dazu sagen, das ist schon nachvollziehbar, sondern das System dahinter, das ist das, was krank ist.
00:45:21
Speaker
Und trotzdem bilden wir es auch mit, das darf man eben auch nicht unterschätzen, also hier geht es eben auch nicht um Schuld, aber es geht schon um Verantwortung und wir tragen einen Teil dazu bei, wenn wir
00:45:36
Speaker
Wenn wir Frauenkörper ständig beurteilen, wenn wir Kindern schon die ganze Zeit eintrichtern, dass sie auf sich aufpassen müssen, wenn wir Kindern irgendwelche Shakes geben, statt vernünftiges zu essen.
00:45:46
Speaker
Also da gibt es eben auch den Verantwortungsteil, den man nicht unterschätzen darf und das ist auch wiederum der Handlungshebel, an dem wir...
00:45:54
Speaker
wiederum auch mit unserer Selbstermächtigung in Kontakt kommen, um nicht in Ohnmacht zu kippen, zu sagen, ja, wir können aber mitentscheiden, wie sich das entwickelt und ob es das erfolgreichste Medikament auf dem Markt bleibt oder ob wir sagen, nee, das möchte ich meinem Körper jetzt nicht antun.
00:46:09
Speaker
Und eine Sache, die ich noch sagen möchte, weil wir eingestiegen sind mit diesem Gefühl von, das bin ich nicht und ich fühle mich in meinem Körper nicht zu Hause.
00:46:18
Speaker
Ich glaube, was sehr viele unterschätzen,
00:46:20
Speaker
Neben der emotionalen Ebene, die wir als ich fühle mich nicht zu Hause in meinem Körper, weil ich das früh gelernt habe, haben.
00:46:26
Speaker
Wenn ich mir vorstelle, ich unterziehe meinem Körper bestimmte bestimmten Prozeduren, sag ich mal medikamentös oder ernährungsmäßig und das hören wir auch täglich.
00:46:39
Speaker
Und ich habe deswegen Erschöpfungszustände.
00:46:42
Speaker
Ich komme morgens nicht mehr aus dem Bett.
00:46:44
Speaker
Ich merke, dass mein Körper an anderer Stelle Symptome entwickelt.
00:46:48
Speaker
Ich fühle mich selber nicht mehr wirklich.
00:46:50
Speaker
Ich habe keinen Zugang mehr zu meinem Körpergefühl, weil ich das durch bestimmte Dinge dämpfe.
00:46:54
Speaker
Dann fühle ich mich auch nicht in meinem Körper zu Hause.
00:46:57
Speaker
Dann schaue ich auf ein Bild und schaue in leere Augen, schaue vielleicht auf ein Bild,
00:47:02
Speaker
schlanken Körper, der die Form entwickelt hat, die ich mir vorgestellt habe, die ich mir gewünscht habe, aber ich schaue in leere Augen, ich schaue in eine leere Hülle und auch da stellt sich nicht das Gefühl ein von, das bin ich und das möchte ich sein und jetzt fühle ich mich wohl, sondern im Gegenteil, es hat sich der Körper wieder verändert, aber das Gefühl bleibt wieder das Gleiche, genauso wie es schon mal passiert ist.
00:47:25
Speaker
Da hat sich aus einem vielleicht
00:47:27
Speaker
schlanken Körper oder einem trainierten Körper oder einem normalgewichtigen Körper ein übergewichtiger Körper entwickelt oder ein untergewichtiger Körper, bei dem ich das Gefühl habe, nein, das bin ich nicht, das passt nicht zu mir und ich fühle mich nicht zu Hause.
00:47:40
Speaker
Dann gucke ich zurück und denke, Mist, aber damals habe ich mich auch nicht wohl gefühlt, obwohl ich es heute gut fände.
00:47:45
Speaker
Und dann entwickle ich wieder einen Körper, der vielleicht mehr dem entspricht, was ich mir vorstelle und habe wieder das Gefühl, nicht zu Hause zu sein.
00:47:52
Speaker
Es ändert sich nichts darüber, dass wir unseren Körper,
00:47:56
Speaker
auf brutalste Art und Weise behandeln, als wäre er im Prinzip eine Maschine, die zu funktionieren hat und wenn sie nicht funktioniert, dann müssen wir einfach nur genug an ihr rumjogtern, sie genug bestrafen und züchtigen, damit sie tut, was ich von ihr will, dass ich sie programmieren kann und das ist das, was in der realen Welt gerade einfach passiert und zwar schon in frühesten Kindheitstagen mit kleinen Mädchen und mit kleinen Jungs und
00:48:27
Speaker
Das ist nicht die Lösung und ich kann die Empörung nachvollziehen, weil wir sehen es ja jeden Tag, was es mit Menschen macht, körperlich und psychisch und auch mit Kindern.
00:48:38
Speaker
Und deswegen, das ist eben der Hebel, an den wir ansetzen können.
00:48:42
Speaker
Es gibt Möglichkeiten, auf eine andere Art und Weise eine Lösung zu finden.
00:48:47
Speaker
Ja, aber...
00:48:49
Speaker
Die müssen halt flächendeckend da zur Verfügung stehen.
00:48:53
Speaker
Das ist schon ein Problem, wo wir natürlich ja auch in die Verantwortung unserer Seite ausgegangen sind und jetzt Coaches ausbilden, die so arbeiten wie wir, weil es ist natürlich auch für viele schwierig, wirklich eine ganzheitliche Lösung zu finden.
00:49:09
Speaker
Und
00:49:10
Speaker
Wir sind halt auch immer noch so konditioniert und das möchte ich vielleicht auch nochmal dazu greifen.
00:49:15
Speaker
Also wir sind nicht grundsätzlich gegen Medikamente.
00:49:20
Speaker
Die Schulmedizin hat ihre Daseinsberechtigung und auch gewisse Medikamente haben ihre Daseinsberechtigung.
00:49:24
Speaker
Und es gibt Situationen, in denen das Körpersystem oder die Person so instabil ist, dass sie Hilfe von Medikamenten braucht.
00:49:37
Speaker
Aber es ist halt nicht mit einer Spritze oder einer Pille getan, da passiert noch ganz, ganz viel mehr.
00:49:44
Speaker
Und diese Zusammenhänge, die kennen Ärzte einfach nicht.
00:49:50
Speaker
Sie kennen es nicht.
00:49:51
Speaker
Die haben keine Ahnung von Ernährungspsychologie.
00:49:54
Speaker
Die haben keine Ahnung von der Psychodynamik, die dahinter steht, dass man diese Probleme entwickelt.
00:49:59
Speaker
Die haben meistens noch nicht mal Ahnung von Ernährung, weil die in ihrem Studium vielleicht ein, zwei Stunden Ernährung haben.
00:50:05
Speaker
Es sei denn, sie sind selbst irgendwo aktiv geworden oder haben sich da nochmal irgendwo eingeschrieben und haben sich darauf nochmal aus eigenem Interesse heraus spezialisiert.
00:50:17
Speaker
In den normalen Studiengängen ist das nicht so und bei Psychologen ist das genauso.
00:50:22
Speaker
Die haben halt dann das psychologische Wissen vielleicht, aber die haben nicht den Körperzusammenhang mit dem Hormonsystem, die haben nicht den Zusammenhang mit der Ernährung.
00:50:34
Speaker
Wie mit vielen Menschen, wir Frauen, wir arbeiten, die vorher in der Therapie waren,
00:50:39
Speaker
wo an emotionalen Themen gearbeitet wurden und jedes Mal, wenn das Thema aber auf das Ernährungsthema und Gewichtsthema gekommen ist, hat der Psychologe entweder abgelenkt oder die Psychologin oder kam auch mit diesen Floskeln, die halt nun mal jeder Mensch so hier aufgenommen hat.
00:50:57
Speaker
Ja, dann müssen sie sich mal ein bisschen aktivieren, sich ein bisschen mehr bewegen und ein bisschen weniger essen und diese Vernetzung, diese Verknüpfung ist
00:51:09
Speaker
Auch Psychologen häufig gar nicht klar, weswegen wir ja, wie gesagt, hier auch losgehen und Leute ausbilden.
00:51:14
Speaker
Und wir haben auch Fachkräfte bei uns in der Ausbildung, die vorher eben als Ernährungstherapeuten oder so gearbeitet haben, die plötzlich einen ganz anderen Blick auf das Thema kriegen, weil sie endlich den Zusammenhang verstehen und verstehen, wie kann ich jemandem wirklich helfen, der in dieser Spirale drin steckt.
00:51:30
Speaker
Und dieses Zeitalter, also das, was du eben gesagt hast, mit dem Körper, dass wir den wie eine Maschine sehen und behandeln,
00:51:38
Speaker
Das war ja auch das vorangegangene Zeithalter.
00:51:41
Speaker
Auch in der Schulmedizin hat man den Körper wie eine Maschine, die wie Zahnrädchen funktioniert, gesehen.
00:51:49
Speaker
Und das ist längst überholt, das ist aber im System noch nicht angekommen, weil das System völlig überlastet ist und auch sehr, sehr langsam.
00:51:56
Speaker
Also bis die neuen Studienerkenntnisse wirklich beim Behandler, beim Arzt oder beim Therapeuten angekommen sind,
00:52:05
Speaker
Dauert das Ewigkeiten?
00:52:07
Speaker
Das ist so zeitversetzt über mehrere Jahre.
00:52:10
Speaker
Und wenn die jeden Tag in ihrer Tretmühle sind und ohne Ende Patienten behandeln müssen, dann haben die relativ wenig Zeit, sich mit neuen Verfahren zu beschäftigen.
00:52:19
Speaker
Die sind ja häufig selbst schon völlig überlastet.
00:52:22
Speaker
Und das ist eben einfach das Problem dieses gesamten Systems.
00:52:27
Speaker
Weil das, wie gesagt, schon längst überholt ist und man hat viele verschiedene neue Ansätze und man sieht auch gerade Frauen sprechen so gut auf ganzheitliche Ansätze an, aber die gibt es eben kaum.
00:52:40
Speaker
Selbst das, was sich häufig als ganzheitlich verkauft, ist dann halt, ja, ich mache Ernährung mit Hormonen oder ich mache Ernährung mit Darmgesundheit und wir machen so ein bisschen Nervensystemregulation dazu, aber da ist es,
00:52:52
Speaker
auch da nicht wirklich eine Ganzheitlichkeit gegeben im Sinne von, das wirklich miteinander zu verbinden, Körper und Psyche und zu gucken, was liegt dann da noch drunter?
00:53:01
Speaker
Wie kann ich auf der einen Seite den Körper versorgen und auf der anderen Seite auf der emotionalen Ebene ansetzen, nicht einfach nur das Nervensystem zu regulieren, sondern auch mal an dem anzusetzen, was das Nervensystem ständig desreguliert, weil das ist ja noch eine Ebene drunter.
00:53:16
Speaker
Und das ist jetzt der neue Trend, jetzt schütteln sie, klopfen sie, atmen sie,
00:53:21
Speaker
Schreien sie auf den Rhein.
00:53:22
Speaker
Ja, und das ist jetzt die neue Diätindustrie, dass jetzt jeder Nervensystemregulation machen muss, stundenlang am Tag am besten.
00:53:30
Speaker
Aber keiner löst halt dadurch, was das Nervensystem immer wieder auf 180 bringt.
00:53:35
Speaker
Das ist ein Muster.
00:53:37
Speaker
Und deswegen braucht es wirklich diesen ganzheitlichen Ansatz.
00:53:40
Speaker
Und wie gesagt, diese Wege gibt es.
00:53:42
Speaker
Und wenn man sich einfach mal die Zeit nehmen würde, und wie gesagt, ich verstehe das,
00:53:48
Speaker
Ärzte und Therapeuten sind da häufig einfach überlastet.
00:53:51
Speaker
Da mal nach links und rechts zu gucken oder sich da noch mal weiterzubilden und sich vielleicht auch mal von Nichtärzten und Nichtprofessoren
00:53:58
Speaker
was sagen zu lassen, die sich damit einfach wirklich auch beschäftigt haben, dann würden wir auch flächendeckend da eine Lösung für diese Thematik bekommen.
00:54:09
Speaker
Solange es halt viel, viel leichter ist, auf was zuzugreifen, was wieder einfach nur schnell den Schmerz wegzumachen scheint, dann
00:54:19
Speaker
wird es auch weiter die Tendenz sein, weil man braucht einfach eine große Impulskontrolle.
00:54:23
Speaker
Wenn man gerade vorm Spiegel steht, man fühlt sich total hoffnungslos und schämt sich und hat Angst, dass das so weitergeht und sieht, wie die Zahl auf der Waage weiter hochgeht oder wie man Tag für Tag immer wieder sich vornimmt, sein Essverhalten endlich unter Kontrolle zu bringen.
00:54:39
Speaker
Das ist natürlich krass, was da emotional los ist und dann ist natürlich diese Tendenz, schnell so etwas zu greifen, was eine schnelle Lösung verspricht, das ist menschlich.
00:54:50
Speaker
Es ist sowas von menschlich.
00:54:53
Speaker
So funktioniert die Psyche und deswegen ja, wir haben
00:54:57
Speaker
Die Entscheidungsgewalt, wie wir dieses System mitformen und zu welchen Lösungen wir greifen, dafür muss es uns aber auch erstmal bewusst sein.
00:55:05
Speaker
Und deswegen ist es für uns hier auch einfach ein Herzensanliegen, euch darüber aufzuklären, euch ein Bewusstsein dafür zu schaffen, eine andere Denkweise euch zu helfen zu entwickeln zu dieser Thematik, weil das Wissen darum schon manchmal geschieht,
00:55:21
Speaker
den Impuls, den man dann hat, ein bisschen kontrollieren kann, dass man dann halt einfach nicht einfach jetzt mal ganz schnell zu einer Lösung greift.
00:55:29
Speaker
Manchmal klappt das Wissen, man hat halt trotzdem das Wissen und macht es halt trotzdem anders.
00:55:35
Speaker
Das ist dann auch irgendwie ganz typisch.
00:55:41
Speaker
Aber erstmal brauchen wir das Wissen.
00:55:43
Speaker
Wir brauchen das Bewusstsein dafür, dass so, wie wir es jetzt machen, es nicht funktioniert.
00:55:48
Speaker
Und es wird auch nicht funktionieren,
00:55:51
Speaker
Das sage ich auch klipp und klar, weil ich das täglich auch in den DMs habe.
00:55:56
Speaker
Ihr Lieben, es tut mir dann immer so weh, weil ich das einfach sehe.
00:56:00
Speaker
Aber ich kann euch ja natürlich, ich will da auch nicht dagegen reden.
00:56:04
Speaker
Aber wenn mir Frauen schreiben, ja, ich glaube, ich bin jetzt ganz gut auf einem guten Weg, ich kaufe jetzt keine Süßigkeiten mehr, ich bewege mich jetzt mehr, ich habe mir jetzt mal einen Plan gemacht, wie ich mich besser ernähren kann,
00:56:16
Speaker
Und ich dann die Frage stelle, seit wann ist das Thema schon da und wie häufig hast du das auf diese Art und Weise schon funktioniert, dann wird ganz schnell gemacht, wird ganz schnell klar, es ist wieder nur eine Wiederholung.
00:56:28
Speaker
Es ist einfach wieder nur eine Wiederholung.
00:56:30
Speaker
Also du machst dir selbst vor, dass das, was jetzt die letzten...
00:56:35
Speaker
vielleicht sogar Jahrzehnte nicht funktioniert hat, nämlich dir Lärm umzustellen, dich mehr zu bewegen, dir einen besseren Plan zu machen, dich mehr anzustrengen, da mehr Energie reinzustecken, nicht mehr zu fokussieren.
00:56:51
Speaker
Das hat dich genau bis hierher geführt.
00:56:54
Speaker
Es ist nicht der Weg, der es lösen wird.
00:56:57
Speaker
Und es tut mir dann so weh manchmal, weil ich habe ja selber in der Spirale gesteckt und ich denke mir dann auch, Mensch, also jede enttäuschende Erfahrung mehr.
00:57:08
Speaker
ist wieder eine Erfahrung, die darauf einzahlt, auf die Geschichte in deinem System, dass für mich ist es nicht möglich, das zu lösen.
00:57:18
Speaker
Und ich würde so gerne die Frauen da draußen davor bewahren, dass sie wieder diese enttäuschenden Erfahrungen machen, immer und immer und immer wieder.
00:57:26
Speaker
Und weil ich einfach weiß, je öfters ich die mache, desto schwieriger wird es, diese Geschichte wieder loszuwerden.
00:57:35
Speaker
Aber ihr müsst einfach aufhören, euch selbst vorzumachen, dass das auf diese Art und Weise jemals funktionieren wird.
00:57:42
Speaker
Und dass ihr nur stärker sein müsst und nur mehr kämpfen müsst, um das durchzuziehen.
00:57:48
Speaker
Das hat nichts mit eurer Stärke zu tun.
00:57:51
Speaker
Erfahrungsgemäß sind die Frauen, die das machen, zu stark.
00:57:55
Speaker
Die sind einfach eigentlich zu stark.
00:57:57
Speaker
Ja, also ich weiß, ich habe das letztens auch so einer Klientin gesagt, die hat dann einfach mal geradewegs angefangen zu heulen, weil halt einfach jemand mal endlich gesagt hat und sie auch tief darin getroffen hat.
00:58:08
Speaker
Du bist einfach zu stark.
00:58:10
Speaker
Du bist nicht zu schwach.
00:58:12
Speaker
Du bist zu stark.
00:58:13
Speaker
Du hast ein System entwickelt, dass du immer den harten Weg gehen musst und dass du noch mehr beweisen musst, dass du stark bist und dass du das schaffst und dass du das alleine kannst.
00:58:23
Speaker
Und du bist zu stark und vielleicht wird es jetzt einfach mal Zeit, weich zu werden und dir zu erlauben,
00:58:32
Speaker
Und auch mal schwach zu sein, was nicht alleine schaffen zu müssen, dich mal in die Hände von jemandem zu begeben, der dich mal hält, weil du die ganze Zeit so viel hältst.
00:58:47
Speaker
Kenne ich ja von mir auch.
00:58:49
Speaker
Das war auch einer der Learnings, ich musste das lernen, sonst wäre ich nicht aus diesem Thema rausgekommen.
00:58:58
Speaker
Weil ich einfach zu hart war, zu diszipliniert war.
00:59:02
Speaker
Und dann ist mir natürlich bei einem Thema im Leben das immer entglitten.
00:59:06
Speaker
Naja, weil es halt auch das Gegenteil von Emotionen ist.
00:59:11
Speaker
Ja, genau.
00:59:11
Speaker
Und ich habe es halt dann, weil ich ja sowieso schon geglaubt habe, ich bin nicht stark genug, ich bin nicht hart genug, ich bin nicht diszipliniert genug.
00:59:20
Speaker
Und war ich in allen anderen Lebensbereichen diszipliniert.
00:59:24
Speaker
Und dann habe ich in diesem Ernährungsthema, die Disziplin ist mir immer wieder entglitten.
00:59:28
Speaker
Und dann habe ich, statt zu sagen, vielleicht bin ich an den anderen Stellen zu diszipliniert und dann fehlen mir die Ressourcen, mich wirklich gesund zu ernähren.
00:59:35
Speaker
Nein.
00:59:36
Speaker
mein Ego will ja immer rechts haben, habe ich mir dann noch erzählt, siehst du, ich bin doch nicht diszipliniert genug, weil das kriege ich nicht hin.
00:59:43
Speaker
Also guck doch mal bitte als Zuhörerin auch links und rechts und schau mal in die anderen Lebensbereiche.
00:59:49
Speaker
Ich gehe davon aus, dass du Bereiche finden wirst, in denen du sehr, sehr, sehr diszipliniert bist.
00:59:55
Speaker
Also stimmt es gar nicht, dass du nicht diszipliniert genug bist?
01:00:00
Speaker
Du weißt nur nicht, wie du mit dieser Kraft umgehen sollst.
01:00:02
Speaker
Du verpulverst dein ganzes Pulver an anderen Stellen und hast dann keine Ressourcen und keine Kraft mehr, dich wirklich so zu nähern und auch zu fühlen und so zu regulieren, wie du es eigentlich brauchst.
01:00:17
Speaker
Und das zeigt sich dann auch einfach im Ernährungsbereich und auch Körpergewichtbereich.
01:00:22
Speaker
Der Körper hält alles ab.
01:00:24
Speaker
für dich fest.
01:00:25
Speaker
Der macht es für dich.
01:00:27
Speaker
Der trägt das alles, was du auch emotional und psychisch trägst, trägt dein Körper auch irgendwann in Form von Gewicht.
01:00:35
Speaker
Ja.
01:00:36
Speaker
Ja, und Disziplin ist halt in gewisser Weise, wir haben das halt so hoch geheiligt in unserer Lebensweise.
01:00:43
Speaker
Das ist das Gegenteil von dem, was zu Leichtigkeit, zu Weichheit, zu Loslassen führen kann.
01:00:50
Speaker
Also zu dem, was sich viele ja wünschen, auch wenn sie auf ihr Gewicht schauen, sie wollen leichter sein, sie wollen sich leichter fühlen, nicht nur körperlich, sondern auch emotional.
01:00:58
Speaker
Sie wollen loslassen, Gewicht loslassen, aber auch loslassen können, zum Beispiel im sexuellen Sinne.
01:01:04
Speaker
Sie wollen sich hingeben können und so weiter.
01:01:07
Speaker
Also alles Facetten, die in der weiblichen, weicheren Ebene zu finden sind, während Disziplin und Kontrolle eben im Gegenteil auf der anderen Ebene wirken.
01:01:17
Speaker
Das bedeutet, je mehr ich da reinpulvere,
01:01:20
Speaker
desto mehr erzeuge ich auch diese emotionalen Essensspiralen, weil die mehr mit Emotionen als mit dem Essen zu tun haben.
01:01:28
Speaker
Und Emotionen sind eben auf der anderen Ebene.
01:01:31
Speaker
Das heißt, die wollen gefühlt werden, die wollen losgelassen werden, die wollen weich werden.
01:01:36
Speaker
damit sie abklingen können.
01:01:38
Speaker
Sie brauchen Regulation, sie brauchen Nähe, sie brauchen auch eine Regenerationszeit.
01:01:43
Speaker
Also in gewisser Weise das Gegenteil von dem, von dem wir uns selber eintrichtern, dass das die Lösung davon ist.
01:01:49
Speaker
Und damit wird einfach sichtbar, wie sehr wir das eigentliche Thema hinter emotionalem Essen immer noch verkennen, weil wir glauben, wir müssten das Essen kontrollieren, damit wir, übersetzt, die Emotionen kontrollieren,
01:02:03
Speaker
Wir wollen gleichzeitig uns aber wieder mehr fühlen, wir wollen uns leichter fühlen, wir wollen uns in unserem Körper sinnlich fühlen.
01:02:09
Speaker
Das heißt, das komplette Gegenteil von dem, was wir uns selber erzählen, was uns helfen würde, weil wenn wir uns genug kontrollieren, dann habe ich einen Körper, der es mir zugesteht, loszulassen.
01:02:21
Speaker
Nee, also ich kann euch... Ja, und ich kann euch garantieren, dass ein schlanker Körper, dass ein trainierter Körper nicht bedeutet, dass wir uns besser hingeben können, dass wir lustvoller sind, dass wir uns sinnlicher fühlen.
01:02:35
Speaker
Hatte ich ja schon.
01:02:35
Speaker
Ja, also darüber hast du ja auch eine Podcast-Folge aufgenommen.
01:02:38
Speaker
Und wir hören es ja auch von Frauen, wir arbeiten ja auch mit Frauen, die rein objektiv betrachtet in einem Normalgewicht in Anführungsstrichen sind, also in einem gesunden Körpergewicht auch für ihren Körper.
01:02:50
Speaker
und die sowas von steinhart sind, in Bezug auf die Muskulatur, in Bezug auf Spannungszustände, in Bezug auf ein ständiges Überaktivismus.
01:02:59
Speaker
Genau, es ist einfach wie ein Brett, ist ganz gut zusammengefasst, wenn ich mir so eine Marathonläuferin vorstelle oder eine Balletttänzerin oder so, da ist ja durchaus was Weibliches drin, darum geht es gar nicht, aber es ist
01:03:15
Speaker
alles kontrolliert, es ist alles dressiert, auch das Essen wird häufig sehr kontrolliert.
01:03:20
Speaker
Auch da ist die Weichheit, die Hingabe, das Loslassen, die Leichtigkeit, die Lebendigkeit häufig ganz, ganz, ganz, ganz weit entfernt.
01:03:28
Speaker
Und viele Frauen, die bei uns dann im Coaching sitzen und sich innerlich denken, boah, wenn ich diese Figur hätte und auch teilweise auf eine Art, vielleicht sogar eine gewisse Wut empfinden auf diese Frauen, dass sie immer noch nicht zufrieden sind, obwohl sie ja einen Körper haben, für die viele alles tun würden,
01:03:45
Speaker
das erste Mal wie so eine Art Realitätsabgleich bekommen.
01:03:50
Speaker
Wie kann das denn sein, dass die Person immer noch nicht sich leicht und lebendig und weich und attraktiv fühlt?
01:03:55
Speaker
Und darüber werden dann diese inneren Prozesse überhaupt erst mal spürbar zu realisieren.
01:04:03
Speaker
Okay,
01:04:04
Speaker
Scheinbar ist das, was ich glaube, was mich dahin führt, wo ich hin möchte, gar nicht das Wahre und auch das macht erstmal Angst, weil die einzige Lösung, die ich für mein Problem bis jetzt gesehen habe, von der ich mir verspreche, wenn ich das irgendwann erreicht habe, dann fühle ich das, was ich fühlen möchte, selbst die bricht jetzt auch noch weg.
01:04:23
Speaker
Was bleibt denn dann?
01:04:24
Speaker
Also bleibe ich dann jetzt für immer in einer Schwere?
01:04:26
Speaker
In einer gewissen Dämpfung fühle ich mich jetzt für immer unattraktiv, habe ich für immer das Gefühl, nicht gut genug als Frau zu sein, wenn nicht mehr das Bild, was ich mir eigentlich ausmale, dazu führen wird, dass ich glücklich bin mit mir.
01:04:40
Speaker
Und da braucht es dann eben die Erfahrung über Korregulation, über die Selbstbegegnung, auch über die Selbstberührung im Körper, auch über das Betrauern der eigenen Menschen.
01:04:51
Speaker
ich nenne es mal verpassten Chancen oder der eigenen selbst abwertenden Gedanken, die uns darin unterstützt, eben nicht dann in die nächste Panikreaktion zu kommen und zu sagen, oh Gott, diese Emotionen muss ich jetzt wegdämpfen, sondern ich kann jetzt im Kontakt mit mir selber und mit einem Regulationspartner halten.
01:05:09
Speaker
Ich kann das erste Mal erleben, das hatten wir auf unserem Retreat, hat uns das ja eine Person geschrieben,
01:05:15
Speaker
Unabhängig von meinem Körper, unabhängig von meinem Gewicht, habe ich gerade das erste Mal das Gefühl, ich bin ja attraktiv, ich darf mich attraktiv fühlen, ich darf mich sexy fühlen, ich darf lustvoll sein.
01:05:26
Speaker
Und das ist eine so heilsame Erfahrung, wenn wir jahrelang geglaubt haben, das dürften wir alles erst, wenn wir einen bestimmten Zustand erreicht haben.
01:05:35
Speaker
Und darüber, dass wir es dann fühlen können, unabhängig vom Zustand, kann sich auch der Zustand verändern,
01:05:41
Speaker
weil wir plötzlich wieder Energie dafür haben, die aus uns selbst heraus fließt und nicht indem wir uns immer weiter selbst unterdrücken.
01:05:48
Speaker
Und deswegen kann ich einfach jede Frau, die sich darin abgeholt fühlt, die vielleicht auch in dem, was wir heute erzählt haben, sich berührt gefühlt hat, vielleicht auch getriggert gefühlt hat, ist auch in Ordnung.
01:06:01
Speaker
einfach nur dazu einladen, mit uns zu sprechen.
01:06:03
Speaker
Wir haben extra, weil wir wissen, wie viel Hemmschwelle das bedeutet und wie viele Versuche gewagt wurden, um eine Lösung zu finden, wie viel Geld auch investiert wurde.
01:06:14
Speaker
Gibt es zwei kostenfreie Erstgespräche, in denen wir gucken, passt deine Situation überhaupt zu dem, was wir anbieten?
01:06:20
Speaker
Was bräuchte dein Körper?
01:06:21
Speaker
Was ist realistisch?
01:06:22
Speaker
Was können wir tun?
01:06:24
Speaker
Was können wir nicht tun, weil wir nicht dahinter stehen?
01:06:26
Speaker
Oder
01:06:28
Speaker
welche Wege können wir nicht anbieten, sodass es wirklich möglichst einfach ist, erst mal einen Schritt rein zu wagen, zu erleben, wie wird mit mir umgegangen, wie werde ich gesehen, wie läuft das ab, in was für Rahmenbedingungen werde ich da überhaupt überführt, wie wird da mit mir und meinem Körper umgegangen, wie ganzheitlich fühle ich mich da wirklich betrachtet, wie sicher fühle ich mich in Bezug auf meine Investition.
01:06:52
Speaker
Wir wissen darum, wie viel Leidensdruck nicht nur mit dem Körper, sondern auch mit Investments und
01:06:57
Speaker
Also mit Investitionen und mit Enttäuschungen entstanden sind.
01:07:01
Speaker
Und gleichzeitig ist es das Einzige, was wir gerade tun können, die Tür zu öffnen, eine Einladung auszusprechen, ein anderes Bewusstsein dafür zu schaffen, dass du nicht falsch bist, dass dein Körper nicht kaputt ist, dass der Körper einfach nicht das bekommt, was er braucht, um dich zu begleiten auf dem Weg, den du gehen möchtest.
01:07:20
Speaker
Und den letzten Schritt muss man auch einfach klar sagen, musst du dann selber gehen.
01:07:25
Speaker
Und wir freuen uns sehr, wenn der Schritt geht,
01:07:28
Speaker
zu uns führt und wir auf die eine oder andere Weise in Gespräche kommen.
01:07:32
Speaker
Wir freuen uns auch auf jeden, der zuhört und sagt, ich möchte Menschen auf diese Weise begleiten.
01:07:38
Speaker
Da seid ihr dann bei Psychosoma richtig.
01:07:41
Speaker
Und ja, das würde ich sagen, sind jetzt die abschließenden Worte von meiner Seite.
01:07:48
Speaker
Ich würde gerne noch eine ganz wichtige Sache sagen.
01:07:50
Speaker
Wir sind ja gestartet mit diesem Gefühl von, dass wenn ich mich im Spiegel betrachte und ich diesen Körper sehe, dann bin nicht ich das.
01:08:01
Speaker
Das entspricht nicht mir.
01:08:04
Speaker
Und man kann eigentlich zusammenfassend sagen, das, was du da siehst,
01:08:10
Speaker
das entspricht auch tatsächlich nicht wirklich dir.
01:08:16
Speaker
Im Sinne von, das, was du auf der Körperoberfläche siehst, ist die Konsequenz von einer Selbstunterdrückung.
01:08:27
Speaker
Also du unterdrückst ständig deine Emotionen, deine Bedürfnisse, dein wahres Selbst durch emotionales Essen, durch ein ständiges Diätverhalten und die Konsequenz daraus ist, dass
01:08:39
Speaker
was dann auch körperlich auf der Körperoberfläche entsteht.
01:08:43
Speaker
Das heißt, das, was sich ausdrückt durch deine Körperform, ist etwas in dir, was ungelöst ist, was abgespalten, abgetrennt ist,
01:08:54
Speaker
Und was zum Ausdruck kommen möchte, weil es gelöst werden will.
01:09:00
Speaker
Und deswegen nimmst du das als fremd wahr.
01:09:02
Speaker
Also das ist etwas in dir, das ist ein Teil deiner Geschichte, der deine Aufmerksamkeit braucht und
01:09:12
Speaker
der dich letztendlich auch wieder zu dir selbst führt, wenn du bereit bist, dahin zu schauen und nicht wegzuschauen und das abzulehnen.
01:09:25
Speaker
Und das erklärt aber so ein bisschen das Gefühl, warum man sich dann da selbst nicht wieder erkennt, weil das irgendwo auch ist.
01:09:35
Speaker
Das Ergebnis ist eines Lebens, eines Blickes, eine Selbstwahrnehmung, die nicht wirklich deinem echten, wahren Selbst entspricht, sondern irgendwelchen Konditionierungen und Verletzungen und Mustern, die dazu geführt haben.
01:09:52
Speaker
Ja, und...
01:09:53
Speaker
Das ist die Erklärung dafür, warum du dich dann da selbst nicht mehr siehst, weil dein Selbst irgendwo ganz tief in dir versteckt ist und sich da einfach was gesehen werden will.
01:10:04
Speaker
Und wir können wirklich nur, also ich kann nur aus vollstem Herzen sagen, es lohnt sich da hinzugucken, auch wenn es schmerzhaft ist.
01:10:14
Speaker
Höre da auf deinen Körper, dein wahres Selbst in dir nochmal.
01:10:19
Speaker
Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
01:10:24
Speaker
Hör dahin, es schreit etwas, guck bitte hin.
01:10:29
Speaker
Und wenn du nicht weißt, wie, wir sind da, wir freuen uns über jede Frau, die sagt, mit euch fühle ich mich wohl, von euch fühle ich mich gesehen, dann helfen wir dir.
01:10:40
Speaker
Wenn du diese Sprache deines Körpers, deine eigene Sprache gerade nicht verstehst, wir helfen dir, sie zu lernen.
01:10:48
Speaker
Wir fungieren erstmal als Übersetzer, wir führen dich durch einen Prozess zurück zu deinem wahren Selbst, zurück, auch wenn das so ein bisschen generisch klingt, zurück zu deinen Emotionen, zurück zu deinen Bedürfnissen, zurück zu einem gesunden Selbstausdruck, der nicht über emotionales Essen betäubt wird, zurück zu einem regenerierten Körper, der weiß, wie er sich wieder in Balance bringt, wirklich nachhaltig,
01:11:14
Speaker
zu lernen, das Nervensystem so zu regulieren, dass das auch bleibt, die Ursachen dafür anzuschauen und zu versorgen, die das Nervensystem und den Körper immer wieder in Alarm versetzen.
01:11:25
Speaker
Das ist ein Prozess, den lernt man nicht über eine Diät, den lernt man nicht durch einen kurzen Wochenend-Workshop für emotionales Essen oder durch einen Videokurs zum intuitiven Essen.
01:11:37
Speaker
Den lernt man durch einen emotionalen Prozess, so wie die Tänzerin auch nicht tanzen lernt, wenn sie ein Buch dazu liest oder einen Podcast dazu hört, sondern sie lernt es, indem sie am besten geführt von jemandem, der es ihr beibringen kann, eine körperliche, emotionale Erfahrung macht.
01:11:55
Speaker
Und so lernst du das eben auch mit dem Essverhalten.
01:11:59
Speaker
Und die Isabel schreibt eben ganz lieb in die Kommentare und das kann ich zu 1000% bestätigen, habe mich noch nie so verstanden und vor allem gehalten gefühlt.
01:12:09
Speaker
Vielen, vielen Dank, wir freuen uns sehr.
01:12:11
Speaker
dass es dir damit so gut geht.
01:12:13
Speaker
Und das sind, glaube ich, auch die perfekten Worte.
01:12:15
Speaker
Ihr könnt über den Link in der Bio von Chainless Woman gerne einfach einen Termin zum Vorgespräch vereinbaren.
01:12:23
Speaker
Für alle, wie gesagt, die als Coach diese Themen begleiten möchten, gerne einfach mal auf dem Instagram-Profil Psychosoma-
01:12:31
Speaker
.nutrition.institute schauen und für alle, die den Podcast hören über die anderen Podcastkanäle, ihr findet alle Links auch nochmal unten in den Shownotes und damit verabschieden wir uns heute mit diesem schönen Thema.
01:12:45
Speaker
Lasst uns euer Feedback da, schreibt eure Fragen, vielleicht habt ihr Themenwünsche zum Podcast, also wir freuen uns von euch zu hören.
01:12:52
Speaker
Gute Abschlussworte.
01:12:56
Speaker
Perfekto, also bis dann.
01:12:58
Speaker
Bis dann.
01:12:59
Speaker
Ciao.