Transcript
Speaker: Kennst du das Gefühl, wenn du in den Spiegel schaust und dir denkst, das bin ich nicht, das ist nicht mein Körper, das gehört irgendwie nicht zu mir, das entspricht mir nicht und eigentlich am liebsten aus der Haut fahren würdest?
Speaker: Wir sprechen in dieser Podcast-Folge darüber, wo die Ursachen dafür sind, dass du irgendwann in einer Situation lebst, in der du dich so abgetrennt von dir und deinem Körper fühlst.
Speaker: ja einfach das Gefühl hast, so nicht mehr weiter sein zu möchten.
Speaker: Wir sprechen darüber, wie du das löst.
Speaker: Wir sprechen auch über die Illusion, die viele haben, dass sie glauben, wenn sich der Körper verändert, dann fühlen sie sich irgendwie wieder ganzer oder heiler.
Speaker: Dass das nicht immer der Fall ist, das erleben wir hier täglich in unserer Arbeit.
Speaker: Wir sprechen also darüber, wie du es wirklich für dich löst und deinen Körper letztendlich auch mitnimmst, sodass er das im Außen dann auch spiegelt, auch in Form auszulösen.
Speaker: von einem gesunden Gewicht.
Speaker: Herzlich willkommen zum Chainless Woman Podcast.
Speaker: Ich freue mich riesig, dass du da bist.
Speaker: Mein Name ist Natascha Wilms und schon über 550, fast 600 Menschen durfte ich in den letzten Jahren dabei begleiten, ihre Beziehung zu ihrem Körper zu
Speaker: zu befreien und sich von emotionalem Essen zu lösen.
Speaker: Und in diesem Podcast führen wir dich richtig tief an die Ursachen, um dir zu helfen, das endlich hinter dir zu lassen.
Speaker: Mein Name ist Lena, ich bin jetzt inzwischen seit ich glaube fast zwei Jahren auch bei Chandis Wohne dabei und habe auch schon davor
Speaker: Vollzeit als Coach gearbeitet und vor allen Dingen interessieren mich die Zusammenhänge von Körper und Psyche, wie sich also emotionale Prozesse körperlich sichtbar machen und auch andersrum.
Speaker: Und deswegen freue ich mich sehr, dass wir heute über dieses Thema sprechen, was ja noch ein bisschen geheimnisvoll klingt.
Speaker: Das, was du bis jetzt weißt, ist ja nur, dass es nicht ums Essen geht, sondern einen sehr, sehr großen Blindspot, wenn es um das Thema emotionales Essen geht.
Speaker: Und ja, wie Natascha schon gesagt hat, ganz egal, mit welchem Thema man zu tun hat, ist das auf jeden Fall
Speaker: wichtigste Komponente, wenn es darum geht, wirklich in Veränderungsprozesse gehen zu wollen.
Speaker: Rina, du hast das Thema ja vorgeschlagen.
Speaker: Du hattest das in einer Session wahrscheinlich mit einer von unseren Frauen.
Speaker: Ja, also mehr als einmal tatsächlich.
Speaker: Es ist einfach eine wirklich regelmäßige Erfahrung, dass Frauen es auch ganz genauso aussprechen, wie wir jetzt den Titel genannt haben.
Speaker: dass sie sagen, ich gucke dann in den Spiegel und ich habe das Gefühl, das bin ich nicht.
Speaker: Ich gucke auf meinen Körper und habe das Gefühl, das ist nicht mein Körper, der entspricht mir nicht.
Speaker: Und ich habe das Gefühl, dass es gerade dann vor allen Dingen häufig das Gefühl ist, wenn eine bestimmte Gewichtsschwelle überschritten ist und wenn vorher in früheren Lebensphasen ein anderer Körper vorgeherrscht hat.
Speaker: Also wenn beispielsweise Frauen, die sehr lange Zeit schlank waren,
Speaker: dann zu emotionalem Essen greifen oder eben der Stoffwechsel irgendwann einfach seine Konsequenzen zieht, in Anführungsstrichen, und der Körper dann unkontrolliert an Gewicht zunimmt beispielsweise.
Speaker: Oder wenn auch andere Symptome entstehen wie Lipödem oder bestimmte Unreinheiten.
Speaker: Also wenn einfach körperlich wirklich sichtbar wird, unter welchem Stress und unter welchen Mangelzuständen der Körper auch lange Zeit überleben muss, in Anführungsstrichen, dann kommt eben häufig dieses Gefühl von
Speaker: Ich gucke mich dann an und ich kann es mir fast nicht angucken.
Speaker: Ich kann nicht in den Spiegel schauen.
Speaker: Ich sehe mich auf Fotos und habe das Gefühl, wer steht da?
Speaker: Das bin ich gar nicht.
Speaker: Und deswegen ist es, glaube ich, extrem wichtig, dass wir darüber mal sprechen, weil das eine ist das, was du sagst, dass es dadurch einfach die Gefahr gibt, an der falschen Stelle anzusetzen, nämlich das Gefühl zu entwickeln, okay, wenn ich meinen Körper nur wieder in eine andere Form reinbringen kann,
Speaker: Dann fühle ich mich auch wieder zu Hause, dann fühle ich mich auch wieder, als wäre ich das wirklich.
Speaker: Und das andere, was eben daran so wichtig ist, ist auch den realen Leidensdruck einfach mal hervorzuheben, den Frauen jeden Tag erleben, wenn sie in den Spiegel schauen und denken,
Speaker: sich auf Fotos anschauen oder sogar vermeiden, Fotos zu machen von sich, auch mit ihren eigenen Kindern und so weiter, weil sie das Gefühl haben, in ihrem eigenen Körper nicht mehr zu Hause zu sein, ihrem eigenen Körper nicht zu trauen, sich in sich selbst zu ekeln, teilweise ja auch.
Speaker: das Gefühl zu haben, aus der Haut raus zu wollen, einfach nicht mehr in diesem Körper sein zu wollen.
Speaker: Und deswegen ist es, glaube ich, sehr wichtig, dass die Personen, die sich davon angesprochen fühlen, einfach eine Idee dazu entwickeln, was ist eigentlich das, was mein Körper in diesem Moment ausdrückt, was eigentlich gar nicht so viel mit meinem Gewicht zu tun hat, sondern primär darüber sichtbar wird.
Speaker: Und dazu hat sie früher eben auch schon mal was gesagt.
Speaker: Vielleicht wiederholst du es nochmal jetzt hier auch an dieser Stelle.
Speaker: Wir hatten ja kurz darüber gesprochen.
Speaker: was wir mit der Podcast-Folge bezwecken wollen, worauf wir eingehen wollen.
Speaker: Da hast du ja schon ganz gut zusammengefasst, was sich darin zeigt und vielleicht wiederholst du das nochmal.
Speaker: Ja, also du meinst das, was ich vor dem Podcast oder was du eben... Genau, vor dem Podcast und du das mit dem abgespaltenen Teil, sag ich mal, hast du das direkt von Anfang an klar, okay, mit was für einem Phänomen haben wir es hier eigentlich zu tun.
Speaker: Ja,
Speaker: Also das ist auch etwas, was ich im Coaching immer versuche, unseren Frauen klarzumachen, beziehungsweise wo wir sie auch im Coaching-Prozess hinführen, dass sie das nicht nur rational verstehen, sondern dass sie das auch fühlen können und wahrnehmen können.
Speaker: Und zwar kann man da eigentlich, das ist die Huhn-Ei-Frage eigentlich, also was war zuerst da?
Speaker: Das Gefühl, nicht richtig zu sein, das Gefühl, zu viel zu sein, der mangelnde Selbstwert,
Speaker: Und dann kam das Gewicht oder kam das Gewicht und dadurch ist das Gefühl entstanden, nicht ausreichend zu sein, nicht wertvoll zu sein, zu viel zu sein auf der einen Seite, auch körperlich vielleicht, und dann aber auf der anderen Seite auch zu wenig zu sein.
Speaker: Das ist ja auch eine reale Erfahrung von Frauen, die ein reales Übergewichtsproblem haben, dass sie auf der einen Seite gewinnen,
Speaker: sehr sichtbar sind und das eigentlich mit einem Gefühl von, ich bin sichtbar mit etwas, was gar nicht mir entspricht oder wie ich auch nicht gesehen werden will.
Speaker: Und auf der anderen Seite aber auch so eine maximale Unsichtbarkeit, weil ja alle nur noch das Gewicht sehen, das sieht man ja dann auch beim Arzt.
Speaker: wird häufig alles, was man hat, dann auch aufs Gewicht geschoben.
Speaker: Also völlig paradox auf der einen Seite, total krass sichtbar und raumeinnehmend, auf der anderen Seite innerlich ganz, ganz klein und zurückgezogen und auch beschämt.
Speaker: Und
Speaker: Der Punkt ist, da gibt es halt so verschiedene Aspekte, die wir verstehen dürfen, wie wir auch funktionieren und wahrnehmen.
Speaker: Und wir nehmen immer wahr, auch durch einen Schleier von unverarbeiteten Themen und Emotionen und unterdrückten Bedürfnissen.
Speaker: Und wenn wir ein disreguliertes Nervensystem haben, wenn wir gestresst sind, dann nehmen wir natürlich die Welt, die Umwelt auch viel anders wahr als die.
Speaker: wenn wir entspannt sind und uns gut geht und wir freudvoll und hoffnungsvoll sind.
Speaker: Und deswegen muss man hier differenzieren, es gibt zwei verschiedene Aspekte.
Speaker: Es gibt einmal das ganz reale Leid, was sich auf der Körperoberfläche zeigt.
Speaker: Also da, wo wir sehen, der Körper schreit wirklich um Hilfe, da gibt es ein Gewichtsthema, es gibt starke Wassereinlagerungen, es gibt solche Symptome wie Lymphedemen.
Speaker: die schmerzhaft sind, die real sind.
Speaker: Und da geht es gar nicht darum zu sagen, der Körper ist falsch optisch gesehen, sondern da geht es darum zu sehen, der Körper
Speaker: Da ist ein Leid drunter und der Körper versucht etwas zu bewältigen und dadurch empfinden diese Verschiebungen in Gewicht, im Wasserhaushalt, im Hormonhaushalt und letztendlich natürlich auch im Körpergefühl statt.
Speaker: Und das ist das ganz Reale, was passiert.
Speaker: Und dann gibt es aber auch noch, und das kann jede Frau für sich selbst auch prüfen,
Speaker: Diese Verschiebung in der Wahrnehmung, die jede Frau, die das Thema kennt, sehr wahrscheinlich kennt.
Speaker: Ich persönlich aus meiner Zeit mit dem Thema kenne das auch noch, dass du an einem Tag in den Spiegel schaust, dir geht es recht gut und du denkst dir, ja, ist doch gar nicht so schlimm.
Speaker: Ja, ist hier und da, ist so die eine oder andere Stelle, aber hey, ist doch gar nicht so schlimm.
Speaker: Und von heute auf morgen, am nächsten Tag quasi, stehst du auf und fühlst dich wie das fetteste, ekligste Schwein der Welt und würdest dich am liebsten unter der Bettdecke verkriechen.
Speaker: Also wirklich gefühlt, weiß ich nicht, 10 Kilo schwerer und so weiter.
Speaker: Und da kann man ja auch sagen, ganz real, wirst du nicht über Nacht plötzlich 10 Kilo zugenommen haben.
Speaker: Aber was hat sich denn verändert über Nacht?
Speaker: Dass du plötzlich diese Verschiebungen hast in der Wahrnehmung, wo es keine realen Veränderungen am Körpergewicht gibt oder vielleicht eine Wassereinlagerung, was bei Frauen auch normal ist durch den Zyklus.
Speaker: Oder ein bisschen eine Hormonschwankung durch den Zyklus, aber nicht wirklich so eine Fettzunahme, dass es gerechtfertigt ist, plötzlich sich so zu fühlen, wenn man sich abschaut.
Speaker: Also man sieht, da sind so viele verschiedene Aspekte drin, man muss individuell gucken, was ist bei der betreffenden Person.
Speaker: der Fall und was wirkt da.
Speaker: Aber in dem Moment, wo wir uns also dann anschauen, wirkt noch etwas anderes.
Speaker: Und das ist eben meistens, dass irgendwas in uns aktiviert wurde, dass es stressige Tage gab, dass vielleicht ein kindliches, unverarbeitetes Thema durch einen Konflikt mit den Arbeitskollegen, mit dem Partner, mit den Kindern, was auch immer, getriggert wurde, dass Schamgefühle, Schuldgefühle
Speaker: Und unbewusst aktiviert wurden, wir das bewusst gar nicht wahrgenommen haben, weil wir das wegfiltern und voll im Funktionsmodus sind.
Speaker: Und jetzt schlafen wir und über Nacht schaltet die Impulskontrolle, also der Teil des Gehirns, der diese Emotion zurückdrängt,
Speaker: Und diese ganzen Themen kommen über Nacht hoch.
Speaker: Das ist ja häufig auch der psychische Verarbeitungsprozess, den wir nachts haben.
Speaker: Nur wenn ich dann was nicht lösen kann, nicht regulieren kann, stehe ich halt morgens dann häufig mit so einem Gefühl auf, zu viel zu sein, fett zu sein.
Speaker: Das ist dann diese Interpretation, die wir häufig schon in Kindheitstagen bezeichnen.
Speaker: so konditioniert haben, dieses Gefühl, sich zu schämen, sich schwer zu fühlen.
Speaker: Also man darf dann die Frage stellen, was ist denn da tatsächlich zu viel in dem Moment?
Speaker: Ist das wirklich das Körpergewicht?
Speaker: Ist das wirklich das Körperfett?
Speaker: Oder wie viel prozentual an dem, was ich da gerade fühle, ist das?
Speaker: tatsächlich das Gewichtsthema, was real existiert und wie viel von dem Körpergefühl wird eigentlich gerade sabotiert und manipuliert durch alte Themen mit Emotionen, mit Beschämungen, mit Schuld, die dann noch so einen Schleier auf unseren Blick legen.
Speaker: Und erfahrungsgemäß ist das ein sehr, sehr großer Teil.
Speaker: Und erfahrungsgemäß ist es eben so,
Speaker: mir juckt die Nase, ich habe anscheinend ein Katzenhaar in der Nase, also wundert euch nicht.
Speaker: Oder es gibt einen Geldregen oder mir gibt es heute einer auf die Nase, wie mein Opa immer gesagt hätte.
Speaker: Also ich jucke mich jetzt hier noch ein paar Mal.
Speaker: Ja, also
Speaker: Jetzt habe ich den Faden verloren, verlauter Jucken der Nase, wo war ich?
Speaker: Erfahrungsgemäß ist es so, dass es ein ganz, ganz großer Anteil ist von ungelösten Themen und der Körper ist der Spiegel der Seele oder der Übersetzer der Seele ins Sichtbare, das heißt,
Speaker: Wenn ich von klein auf lerne, mit mir stimmt etwas nicht.
Speaker: Meine Gefühle sind zu viel, meine Bedürfnisse sind zu viel.
Speaker: Wenn ich von klein auf vielleicht auch sehe von meinen Bezugspersonen, gerade auch vielleicht vom weiblichen Umfeld, da ist ständig eine Körperunzufriedenheit da, da ist ständig ein Versuch da, das Gewicht zu manipulieren oder ich kriege sogar suggeriert, pass auf, dass du nicht zu dick wirst, dass du nicht zu viel wirst, dass du nicht zu viel Raum einnimmst, nicht zu weiblich wirst.
Speaker: Ja, ähm,
Speaker: dann findet da häufig eine Verknüpfung statt.
Speaker: Eigentlich geht es um unverarbeitete, ungefühlte, ungelöste Emotionen.
Speaker: Aber wir verknüpfen das mit, mein Körper ist zu fett.
Speaker: Und dann ergreifen wir Maßnahmen wie Diäten, die zu Jojo-Effekts führen.
Speaker: Und aus diesem Gefühl, nicht richtig zu sein, ergreifen wir Maßnahmen, um richtig zu werden, die aber dazu führen,
Speaker: dass wir dann letztendlich tatsächlich den Körper entwickeln, den wir immer gefürchtet haben.
Speaker: Und so drückt sich ein Thema, was ganz tief in uns liegt, eigentlich auf die Oberfläche, aber letztendlich eigentlich ausgelöst durch die Handlungen, wie wir mit unserem Körper und uns selbst umgegangen sind, die die Ursache haben, in diesem Grundthema nicht auszureichen und im falschen Körper zu stecken,
Speaker: Und auch von dem Irrglauben, dass uns sehr früh aufdiktiert wird, dass wir einen fehlerhaften Körper haben, der ohne Kontrolle von Ernährung grundsätzlich erstmal falsch und zu fett wird.
Speaker: Ja, und auch noch mal zu dem, was du gerade gesagt hast mit dem Henne-Ei-Problem.
Speaker: Ich würde sagen, es zeigt sich alleine an den Rückmeldungen, die wir auch von den Frauen bekommen, was zuerst da war, weil gar nicht so selten, sowohl bei den Frauen, die wir begleiten, als auch immer mehr bei Social Media sieht man eben die Rückmeldungen, dass sie sich Fotos anschauen, wo sie jünger waren oder wo sie noch ein paar Jahre jünger waren oder noch Kinder waren und wo sie das Gefühl hatten, zu dick zu sein, zu fett zu sein.
Speaker: Ihr Körper sei nicht schön und wo Sie heute drauf schauen und sich denken, was hatte ich denn damals, wenn ich heute diesen Körper hätte, dann würde ich mich nicht mehr so fühlen, dann wäre ich dankbar, wenn das so wäre.
Speaker: Und darin zeigt sich schon, dass es nicht an der Körperfülle liegt, zumindest nicht im Ursprung, dass dieses Gefühl da ist von ich fühle mich nicht schön, ich fühle mich nicht attraktiv, ich fühle mich nicht wohl in meinem Körper, sondern dass das schon viel, viel früher da ist.
Speaker: Nur dadurch, dass wir das in dem Moment häufig ausdrücken,
Speaker: also ausklammern können, weil wir die aktuellen Empfindungen häufig als real empfinden und gar nicht mehr richtig differenzieren können, glauben wir, es liegt an unserem Körpergewicht oder glauben wir, es liegt an unserer Brustgröße oder an unseren Haaren oder an unserer Körpergröße oder an was auch immer und kriegen meistens erst rückblickend mit, hm,
Speaker: Okay, also das Thema war vielleicht auch schon da, als ich noch einen Körper oder als ich noch Haare oder als ich noch was anderes hatte, wo ich heute sagen würde, boah, wenn ich das heute hätte, dann wäre ich glücklich.
Speaker: Und auch das ist schon wieder ein Tugschluss, weil offensichtlich nicht, denn damals war auch kein Gefühl von glücklich sein und von Wohlfühlen da.
Speaker: Und deswegen spannt sich dieses Thema auch immer weiter.
Speaker: Also es lässt sich eben nicht darüber lösen.
Speaker: Es lässt sich für einen kurzen Moment erleichtern, wenn beispielsweise dann Gewichtsabnahme stattfindet oder wenn die optischen Marker, denen wir unsere Unzufriedenheit zuordnen, sich vielleicht verändern über künstliche Wege oder auch über natürliche Wege.
Speaker: Nur letztendlich bleibt tief in sich das Grundgefühl von, okay, dann bin ich eine kurze Zeit zufrieden und dann kehrt dieses Gefühl wieder zurück.
Speaker: Ich hatte dir vorgestern, glaube ich, war das ein Link geschickt von einem Interview.
Speaker: Da habe ich eine Folge von Deep und Deutlich geguckt mit einer Influencerin, die
Speaker: extrem viele Schönheitsoperationen gemacht hat, auch diesen Brazilian Butt Lift.
Speaker: Und sie hat darüber gesprochen, was dazu geführt hat, dass sie das alles gemacht hat.
Speaker: Und sie hat darüber gesprochen, wie sehr sie das quält, dass sie ihr Leben dafür riskiert hätte, einem bestimmten Ideal zu entsprechen.
Speaker: Sie hat totlos geteilt, wie sie sich die Zähne hat abschleifen lassen, um da dann so Kronen oder was auch immer.
Speaker: Veneers, ja.
Speaker: Sie wollte Veneers, aber hat sich dann für was anderes entschieden.
Speaker: Da mussten die Zähne wirklich fast vollständig abgeschliffen werden.
Speaker: Genau, das war, also ich dachte so, krass, das habe ich noch nie gesehen.
Speaker: Und das war eine ganz schöne, ehrliche Folge, fand ich, die sehr offen und auch mutig gezeigt hat,
Speaker: was eigentlich dahinter steckt, hinter diesem ständigen Optimierungswahn.
Speaker: Und sie erzählte dann auch, wie unwohl sie sich immer gefühlt hat mit allem.
Speaker: Und dass sie sich dann kurze Zeit, nachdem diese Operationen stattgefunden haben oder Eingriffe, dann so drei, vier Wochen wohlfühlte, in den Spiegel geschaut hat und dachte, jetzt fühle ich mich zufrieden.
Speaker: Und drei Wochen später spätestens
Speaker: die nächste Idee kam, der nächste Kommentar kam, der ihr irgendwas gesagt hat, was vorher schöner war oder anders schöner sein könnte.
Speaker: Und dieses Gefühl sich einfach immer wieder reproduziert hat.
Speaker: Und man könnte jetzt sagen, dass das so eine sehr extreme Variante ist.
Speaker: Ist es vielleicht auch in der Umsetzung nach außen, also die Entscheidungen, die dafür getroffen wurden.
Speaker: Aber wenn wir uns mal angucken, welche Entscheidungen die Frauen, die wir begleiten, gemacht haben in Bezug auf Diäten, in Bezug auf Selbstkontrolle, in Bezug auf Tracking, in Bezug auf Verbote, in Bezug auf selbstabwertende Gedanken, in Bezug auf Medikamente und so weiter, um diesen Körper zu bekommen, von dem sie glauben, er könnte sich mehr nach einem Zuhause anfühlen, dann ist es plötzlich gar nicht mehr so extrem.
Speaker: Es ist nur einfach im Gesicht deutlicher.
Speaker: Aber auf körperlicher Ebene, wenn wir dann auch die Analysen machen für die Nährstoffe, fürs Hormonsystem, für Stoffwechselsystem und so weiter, zeigt sich, dass das auf körperlicher Ebene sehr wohl sehr extreme Eingriffe sind, die die Frauen aus dem großen Leidensdruck gewählt haben.
Speaker: Und deswegen ist es eben so wichtig zu verstehen, dass es
Speaker: um den Körper an sich erst mal gar nicht geht.
Speaker: Natürlich geht es um ihn im Sinne von, wir müssen schauen, was braucht der Körper denn?
Speaker: Was hat sich denn so verschoben, dass der Körper das nachher nicht mehr ordentlich verstoffwechseln kann?
Speaker: Was ist im Hormonsystem so verschoben,
Speaker: Frauen das Gefühl haben, dass starke PMS-Beschwerden, extreme Schmerzen, Endometriose und so weiter irgendwie einfach normal sind, weil es so viele haben.
Speaker: Natürlich geht es in dem Sinne um den Körper.
Speaker: Aber es geht eben nicht in dem Sinne um den Körper, dass wir jetzt schauen müssen,
Speaker: mit welchen Mitteln von außen oder auch innen, die wir einnehmen, wir den Körper jetzt in eine andere Form pressen, um die Illusion zu erfüllen, wenn ich einen anderen Körper hätte, dann würde ich mich wohlfühlen.
Speaker: Wir müssen auf die Ebene gehen, wo es wirklich mal entschieden oder entstanden ist.
Speaker: wo wir schon sehr häufig in aller aller frühester Kindheit das Grundgefühl hatten von hier gehöre ich nicht dazu, ich bin nicht richtig, irgendwas stimmt nicht mit mir, irgendwas, was ich wahrnehme, irgendwas, was ich fühle, ist nicht richtig und alles, was wir fühlen, wird auch körperlich wahrgenommen.
Speaker: Das heißt, wenn ich das Gefühl habe, das, was ich fühle, ist falsch, habe ich automatisch auch das Gefühl, irgendwas mit meinem Körper ist falsch.
Speaker: auch wenn es sich vielleicht noch nicht auf den optischen Bereich bezogen hat.
Speaker: Aber das Gefühl von meinem Körper ist falsch, das, was in mir körperlich passiert, ist falsch.
Speaker: Hier fühle ich mich nicht sicher, hier fühle ich mich nicht zu Hause.
Speaker: Das muss anders sein.
Speaker: Das darf ich nicht mehr wahrnehmen.
Speaker: Das darf ich nicht mehr sein.
Speaker: Hat da schon seinen Ursprung und sucht sich dann eben, wenn es unbewusst weitergetragen wird, weil es sich nicht angeschaut wird und nicht gelöst wird,
Speaker: Sucht es sich dann andere Wege, nur die Interpretationen bleiben die gleichen.
Speaker: Wir haben wieder das Gefühl, mein Körper ist falsch, ich gehöre nicht dazu, ich müsste anders sein, ich müsste mehr sein von meinem Selbstwert, aber weniger von meinem Körper.
Speaker: Das heißt im Prinzip...
Speaker: Können wir wie eine Art, wir sehen das gleiche Thema, was sich über Jahre einen Bogen gespannt hat auf die Körperfläche, die wir uns dann anschauen und da entscheidet sich dann auch, komme ich wirklich irgendwann an den Punkt, mich in mir zu Hause zu fühlen, weil ich dahin schaue, wo es mal entstanden ist.
Speaker: Oder führe ich diese Spirale einfach immer weiter und immer weiter und immer weiter und begegne diesem Thema auch immer wieder?
Speaker: Weil sind wir mal ehrlich, selbst wenn wir jetzt es schaffen abzunehmen, angenommen, das wäre jetzt das Ziel.
Speaker: Haben ja schon viele.
Speaker: Die meisten, die hier zuhören werden, werden schon mal in ihrem Leben abgenommen haben.
Speaker: Also rechne mal aus, wie viele Kilos du bisher schon abgenommen hast.
Speaker: Du wirst ja jetzt hier nicht zuhören, wenn sich dadurch wirklich was verändert hätte.
Speaker: Ja, erstens das und nur kurz, wenn ich den Gedanken gleich nicht verliere.
Speaker: Der andere Punkt ist, dass selbst wenn dieser Zustand langfristig bleiben würde, machen wir mal das bestmögliche Szenario für die Frauen mit ihrem Wunsch, mit dem sie kommen.
Speaker: Dann passieren irgendwann andere Dinge.
Speaker: Wir werden älter, das heißt, unsere Haut verändert sich.
Speaker: Die Schwerkraft verändert sich.
Speaker: Vielleicht bleiben Rückstände von verlorenen Kilos, die sich dann körperlich zeigen im Hautbild, in der Spannkraft der Haut.
Speaker: Vielleicht zeigen sich über starke Gewichtsverlust andere Mangelerscheinungen, über andere Körpersymptome.
Speaker: Das bedeutet, wir werden, selbst wenn wir die Form erst mal irgendwie unter Kontrolle bekommen würden und uns damit auch erst mal wohlfühlen würden, wenn das Thema darunter nicht gelöst ist, gibt es gerade in dieser sehr
Speaker: schönheitsidealistischen Welt, perfektionistischen Welt, die auch eine echt große Verwirrung darin hat, weil alles natürlich in gewisser Weise abgelehnt wird, werden wir immer wieder Trigger haben, immer wieder Punkte haben, egal ob in Social Media, am Strand oder sonst wo, wo wir merken, hm,
Speaker: Ganz so perfekt bin ich doch nicht.
Speaker: Also ich fühle mich jetzt schon wohler, aber wenn ich jetzt die Frau anschaue, die ist schlank und bei der sieht man jetzt nicht die Überreste von ihrem Übergewicht vorher oder die hat jetzt aber wenigstens noch ein Becken, das habe ich jetzt nicht mehr oder wie auch immer, es verändert sich ja nichts.
Speaker: Also es ist wichtig, das zu verstehen.
Speaker: Also ich habe mal von einer Psychologin einen ganz, ganz tollen Satz gelesen.
Speaker: Ich weiß leider nicht mehr, wie die Frau heißt, aber die hat halt auch in dem Bereich Gewicht und nachhaltigen Gewichtsverlust geforscht.
Speaker: Und sie sagte, wenn du
Speaker: das Abnehmen fokussierst, ist es schon gescheitert.
Speaker: Das heißt nicht, dass man nicht nachhaltig abnehmen kann.
Speaker: Das möchte ich hier einfach auch zur Beruhigung des Nervensystems nochmal reingeben.
Speaker: Unsere Klienten nehmen auch ab.
Speaker: Es gibt genügend Beispiele von unseren Klienten, die 30 Kilo innerhalb eines Jahres abgenommen haben oder so.
Speaker: je nachdem, wie die Ausgangslage war und so weiter und so weiter.
Speaker: Aber der Punkt ist, wir nehmen halt nicht, also der Weg, wie du zu diesem Gewichtsverlust kommst,
Speaker: ist ausschlaggebend dafür, ob dieser Gewichtsverlust bleibt, ohne irgendwelche Verschiebungen der Symptomlage zu haben.
Speaker: Also ohne, dass sich die Ursache, also sagen wir mal so, kommst du zu dem Gewichtsverlust, indem du die Ursache versorgst, die zu dem Gewicht führt und dem Essverhalten,
Speaker: dann kann das Gewicht nachhaltig Bestand haben, weil du wirklich die Ursache dafür liest und das nicht mehr aus dem Unterbewussten heraus ständig wieder zu diesem Essverhalten und der Gewichtszunahme führt wie bisher.
Speaker: Kommst du aber durch Disziplin, Druck, Kontrolle und den Versuch, das Symptom, das Essverhalten zu kontrollieren zum Gewichtsverlust, ergo über kalorienreduzierte Diäten,
Speaker: ohne die Ursache zu bearbeiten und zu versorgen, wird das Gewicht keinen Bestand haben, weil du fokussierst dich von Anfang an auf das Gewicht und das Essverhalten als Symptom.
Speaker: Und als eigentliches Problem und erkennst nicht, dass diese Symptome, Gewicht und Essverhalten eigentlich nicht das Problem sind, sondern der Lösungsversuch deines Systems für die Ursache.
Speaker: Und das Problem ist aber, wir sind so bereit.
Speaker: hardcore darauf konditioniert, uns auf das Gewicht und die Disziplin und die Ernährung als das Problem und die eigentliche Ursache zu fokussieren, weil es da draußen einen Milliardenmarkt gibt.
Speaker: Milliardenmarkt, ja, also der jetzige absolute
Speaker: Für mich, Brainfuck ist ja dieses Thema mit der Abnehmenspritze und jetzt auch der Abnehmpille, dir wird es ja so unfassbar leicht gemacht, immer wieder zu symptombehandelnden Maßnahmen zu greifen, sei es Ernährungsberatung, sei es Ernährungsberatung.
Speaker: Sei es Trainingspläne, sei es Fitnessinfluencer, die irgendwelche Shakes anpreisen, sei es Abnehmspritze, sei es, dir wird es ja so leicht gemacht, auch deiner Psyche wird es so leicht gemacht, dich immer wieder eigentlich beizutragen.
Speaker: auf das zu konzentrieren, was gar nicht die Ursache des Problems ist und deine ganze Lebensenergie, Zeit, Geld, Motivation, Hoffnung in Maßnahmen zu stecken, die nur Scheinlösungen sind, weil sie kurzzeitig zur Entlastung führen, kurzzeitig dir das Gefühl geben, du hast was getan, was funktioniert hat und dann
Speaker: kommst du wieder in diese Spirale rein, du hast wieder das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren, weil du irgendwann natürlich die Energie da nicht mehr reinstecken kannst, die das braucht, um das aufrechtzuerhalten, weil das Leben nur mal spielt, es gibt irgendwelche stressigen Phasen, jemand wird krank, du musst umziehen, du verlierst deinen Job, irgendwas ist und in dem Moment musst du die Energie, die du die ganze Zeit in den Erhalt dieses Essverhaltens und das Gewichts reinsteckst,
Speaker: nutzbar machen für das andere im Leben und dann verlierst du wieder die Kontrolle über das Essverhalten.
Speaker: Das ist dieses Hin- und Herpendeln, was ja auch die meisten Frauen erleben.
Speaker: Und dann wird dir von der ganzen Gesellschaft und dann natürlich auch von dir selbst wieder erzählt, mit mir stimmt was nicht, ich bin zu undiszipliert, ich bin zu faul, vielleicht muss ich nur eine andere Diätform finden, ein anderes Medikament finden oder was auch immer und
Speaker: Dadurch bleibst du in der Spirale.
Speaker: Das heißt, wenn du nicht erkennst, dass du dich die ganze Zeit auf
Speaker: nicht wirklich die Ursache konzentrierst, sondern immer wieder, auch nachvollziehbar, diesem Schmerz heraus schnell eine Lösung finden zu wollen, auf die oberste Ebene, also das Symptom, dann kommst du nicht raus aus dieser Spiral.
Speaker: Du wirst da nicht rauskommen.
Speaker: Es muss in dir die Bereitschaft entstehen zu erkennen, ich habe mir das gebaut, dieses Muster,
Speaker: ... um mich von etwas abzulenken, was viel tiefer liegt, was vielleicht auch erst mal schmerzhafter ist,...... weil das irgendwelche Emotionen sind, die du irgendwann mal erlebt hast...... oder Erfahrungen gemacht hast, die du überlebt hast,...... die Hilflosigkeit ausgelöst haben, die das Gefühl ausgelöst haben von...... ich kann das nicht aushalten, von dem du dich abtrennen musstest,...... von dem du dir ein Muster bauen musstest, wie das Essen und das Körperthema,...... um da immer schön von abgelenkt zu sein.
Speaker: Und das ist ja das Faszinierende und auch das Geniale an unserer Psyche letztendlich, dass sie sowas kann.
Speaker: Das ist so, wir sind so genial, unser System ist so genial, das ist wie, wenn du einen Schlüssel versteckst, so gut, dass du ihn selbst nicht mehr findest.
Speaker: Und dann muss dir halt jemand helfen,
Speaker: den zu finden, der weiß, wie man Detektivarbeit macht und weiß, wie man dahin kommt, diesen Schlüssel wieder zu finden, den deine Psyche versteckt hat, damit du bloß diesen Raum nicht betrittst, in dem die eigentliche Lösung liegt.
Speaker: Weil es könnte ja wehtun.
Speaker: Und erfahrungsgemäß, das tut ein bisschen weh, es ist aber deutlich erleichtern, als den Schmerz, den du erfährst, wenn du jahrelang in dieser Spirale steckst und in diesem Vermeidungsmuster.
Speaker: Und der Punkt ist ja, dass das so häufig, so früh entstanden ist, teilweise schon über Generationen weitergegeben wurde,
Speaker: dass wir uns da kognitiv auch gar nicht dran erinnern können.
Speaker: Wenn schon die Mama ein Thema damit hat oder die Oma ein Thema damit hat oder die Mama hat gar kein Thema damit, die hat eigentlich überhaupt nie Probleme mit ihrer Figur gehabt, aber stattdessen hat sie halt eine andere Bewältigungsstrategie für ihre Emotionen und Bedürfnisse,
Speaker: wie zum Beispiel Alkohol trinken oder sich ständig überarbeiten oder ständig sich mit dem Drama von irgendwelchen vergiftenden Beziehungen zu beschäftigen, statt den Selbstwert in sich zu finden.
Speaker: Also manchmal ist das ja auch versteckelt.
Speaker: Also ich sage immer zu den Frauen, die zu uns kommen,
Speaker: Da gibt es die Riege-Satz sozusagen, die sagt, ja, das ist schon in meiner ganzen Familie irgendwie immer ein Thema und bei mir schon seit der Kindheit.
Speaker: Und dann gibt es die, die sagen, das war eigentlich bei meinen Eltern kein Thema.
Speaker: Und deswegen weiß ich auch gar nicht, woher ich das habe.
Speaker: Dann sage ich immer, wenn es nicht das Essverhalten war, was du übernommen hast oder was in deiner Familie ein Thema war,
Speaker: Dann war es zu 100 Prozent aber irgendwo der Umgang mit Emotionen, mit Regulation, Korregulation, einem überangespannten Nervensystem, einem dauerhaften Funktionsmodus und einem Unterdrücken von Bedürfnissen.
Speaker: Und das Muster finden wir bei jeder einzelnen Frau, die diese Thematik hat, in jeder Familie.
Speaker: Und da müssen wir eigentlich hingucken,
Speaker: Und das bedeutet natürlich auch, dass man erstmal mit sehr unangenehmen Emotionen wie Scham und Schuld und auch Angst in Kontakt kommt, das geht allen Frauen so, die mit uns in den Coaching-Prozess gehen, weil plötzlich die Erkenntnis kommt, oh mein Gott.
Speaker: was habe ich mir da die letzten Jahre angetan, was habe ich meinem Körper angetan, warum habe ich das nicht gesehen, Schuldgefühle wieder auftauchen, da sieht man, wieder geht die Spirale los, ich war wieder nicht gut genug, wie wir uns das immer und immer wieder reproduzieren und deswegen ist es so wichtig dabei, einfach begleitet zu sein, korrigiert zu sein, aufgefangen zu sein, damit man auf diesem Weg bleiben kann.
Speaker: Und nicht dann wieder völlig einfriert und es vor lauter Angst, es nicht zu schaffen, gar nichts mehr macht und damit dann natürlich auch die Angst erfüllt, dass es nicht funktioniert.
Speaker: Ja, und...
Speaker: zu dem, was du gesagt hast, mit dass es erstmal schmerzhafter wird.
Speaker: Ich würde zustimmen, wobei ich sagen muss, ich glaube, es wird das erste Mal richtig bewusst schmerzhaft.
Speaker: Es ist immer schmerzhaft, ja.
Speaker: Genau, weil wir müssen uns ja nur anschauen, wie es den Frauen geht mit ihrem aktuellen Zustand, mit ihrem aktuellen Essverhalten, mit den aktuellen Tendenzen.
Speaker: Da ist ja Schmerz ohne Ende drin.
Speaker: Nur...
Speaker: Es gibt halt erstmal die Verknüpfung mit das, was ich gerade als schmerzvoll erlebe, ist ja nur, weil ich dieses Gewicht nicht habe, was ich haben möchte.
Speaker: Und der einzige Unterschied, der sich eigentlich dann in dieser Entwicklung oder in dieser Beschäftigung mit sich selbst, mit dem Hinspüren verändert, ist, dass wir das erste Mal wirklich spüren,
Speaker: was hat wirklich wehgetan, wo liegt der Schmerz eigentlich wirklich, wenn es gar nicht mein Essverhalten ist.
Speaker: Und das ist für viele dann erstmal eine andere Form von Schmerz, weil es ist ja nicht ohne Grund so, dass unser System sich was gebaut hat, um den Schmerz nicht mehr zu fühlen.
Speaker: Es reproduziert es zwar permanent durch den Schmerz mit sich selber und dem eigenen Körper, aber es hat ganz gut davon abgelenkt, wo es ursprünglich mal wehgetan hat.
Speaker: Und dementsprechend, das sage ich auch immer zu den Menschen, die wir begleiten,
Speaker: wir produzieren ja keinen Schmerz hinzu, der nicht eh schon die ganze Zeit da ist.
Speaker: Der wirkt, ja.
Speaker: Genau, sondern es ist ja im Prinzip, wir gehen an den Teil, der eh die ganze Zeit wie so eine sprudelnde Quelle Schmerz erzeugt.
Speaker: Nur wir gucken mal dahin, wo wird die wirklich erzeugt, statt dahin zu gucken, wo das Wasser sich dann auf den Felsen zeigt, sondern wo kommt denn die ganze Zeit her.
Speaker: Und das ist der Teil der...
Speaker: der vielleicht auch wichtig ist, weil ich glaube, dass viele sehr viel Angst vor dem haben, was sich zeigen kann und ich kenne das Gefühl auch.
Speaker: Und gleichzeitig muss ich sagen, auch durch die eigene Erfahrung, aber auch durch die Erfahrung, die wir mit den Frauen machen, ja, es tut für einen Moment weh, aber es ist definitiv
Speaker: erstens kurzfristiger, also der Schmerz ist kurzfristiger, er ist authentischer, weil er mal da gespürt wird, wo er eigentlich hingehört.
Speaker: Und dadurch ist er anders als bei den anderen Dingen auch wirklich lösender.
Speaker: Und man muss einfach verstehen, dass diese Mittel, die gerade vermarktet werden, ganz egal in welchem Bereich, ob das jetzt Medikamente sind oder Supplements oder Shakes oder was weiß ich nicht was, ähm,
Speaker: Ich sage es einfach mal so, wie ich es empfinde, dass der Leidensdruck wird einfach missbraucht.
Speaker: Es ist gar keine richtige Lösung da drin und die meisten interessiert das auch überhaupt nicht.
Speaker: Es geht halt um Geld, es geht um Geschäftlichkeit, es wird persönliches Vertrauen aufgebaut, dadurch, dass man die Personen ständig sieht oder dass da bestimmte Titel dabei sind.
Speaker: Und ich will auch nicht sagen, dass jeder Arzt oder jede Ärztin, die jetzt bestimmte Medikamente verschreibt,
Speaker: sich dessen auch bewusst ist, was damit auch passiert und was damit zusammenhängt.
Speaker: Und trotzdem, glaube ich, braucht es wirklich mal eine Entkopplung von dieser Vorstellung, wenn mir das ein Mediziner empfiehlt, dann ist das wirklich eine gute Lösung.
Speaker: Nein, muss nicht unbedingt sein, weil es werden ganz viele Faktoren, die da mit reinspielen, einfach maximal ausgeschlossen werden,
Speaker: Und wir begleiten ja auch super viele Frauen, die sich für Dinge entschieden haben.
Speaker: Eine unserer Auszubildenden begleitet ja zum Beispiel eine Frau, die sich einer OP unterzogen hat zur Magenverkleinerung und die seitdem einfach extreme Nervensystemzustände hat, weil sie permanent Angst hat, dass sie trotzdem zunimmt.
Speaker: Und gleichzeitig der Körper so erschöpft ist, muss man auch sagen, weil einfach durch diese Mangelernährung die Ressourcen jetzt langsam aufgebracht sind, dass sie teilweise im Sitzen einschläft, weil der Körper einfach auch physiologisch nicht mehr das bekommt, was er braucht.
Speaker: Also dauerhafter Angstzustand und gleichzeitig dauerhafte Mangelversorgung an Nährstoffen und das ist eine Katastrophe.
Speaker: Und das ist leider etwas, was wir sehr häufig sehen und es ist ja...
Speaker: auch ein Drama, da kommen ja immer gleich die Aufschreie, das wäre fahrlässig, wenn man irgendwie was gegen ein Medikament sagt, wie hier zum Beispiel die Abnehmenspritze und so weiter, das ist doch für Menschen mit Diabetes entwickelt worden.
Speaker: Ja, ist es, aber ich meine, wir sehen das, sie wird einfach auch
Speaker: innerhalb von einem Zehn-Minuten-Gespräch verschrieben.
Speaker: Wir haben mittlerweile mit so vielen Leuten gesprochen und hören das immer wieder und sehen das auch im Bekanntenkreis und so weiter, dass das super schnell verschrieben wird und den Leuten vielleicht bei einem guten Arzt noch gesagt wird, sie müssen dann schon aber auch nur Sport machen, ist wichtig und gucken Sie bitte, dass Sie Ihre Nahrungsergänzungsmittel nehmen und dass Sie dann auch anbieten.
Speaker: den psychischen Themen arbeiten, aber dann ist halt die Person sich selbst überlassen und dann wird halt sowas gegeben und dann sieht man halt, okay, an dem Food-Noise, dem ständigen Über-essen-Nachdenken, dem ändert sich nichts, weil
Speaker: Es ist ja wieder eine Diät, es ist nur eine Diät mit einer Mangelernährung, die dadurch entsteht, halt unterstützt durch einen Appetithämmer, der gespritzt wird oder jetzt dann auch bald in Pillenformat, ja,
Speaker: verfügbar ist.
Speaker: Aber das ändert ja nichts daran, dass trotzdem, da ist einem dann teilweise so übel, dass man nicht mehr zum Sport gehen kann, dann hat man eben einen hohen Muskelverlust, man hat einen hohen
Speaker: teilweise dann auch Knochenverlust, das wird jetzt immer mehr sichtbar.
Speaker: Frauen haben sowieso eine Tendenz zu Osteoporose im Alter, das heißt, wir müssen sowieso gucken, dass wir die fettfreie Masse, also Muskeln, Sehnen, Bänder,
Speaker: und Knochen so gut wie möglich erhalten, damit wir eben nicht irgendwann im Alter einfach einen Oberschenkelhalsbruch bekommen.
Speaker: Und das ist halt dann der Punkt.
Speaker: Also was kostet diese Abnahme dann letztendlich durch diese Maßnahmen?
Speaker: Und wie gesagt, es entsteht ja auch wiederum ein Suchtverhalten.
Speaker: Es ist ganz egal, ob es das Suchtverhalten ist, immer wieder auf Diät zu sein und immer wieder sich Proteinshakes kaufen zu müssen, weil man halt eben nur darüber
Speaker: irgendwie seinen Süßhunger stillen kann und so weiter oder ob es halt eine Abnehmenspritze ist.
Speaker: Wir sehen ein völlig normalisiertes Suchtverhalten, das teilweise an Mädchen um die zehn Jahre schon oder auch Jungs mittlerweile rangefühlt wird, teilweise aus
Speaker: einer ja auch falsch verstandenen Form von Liebe dem eigenen Kind gegenüber, weil einfach natürlich für viele Mütter auch nicht klar ist, warum ist denn mein Kind eigentlich zu viele Süßigkeiten und dass das nicht einfach nur wir ist, sondern dass da auch häufig schon die Bewältigung von Füßen,
Speaker: verschiedenen Themen aus dem Familiensystem drin steckt.
Speaker: Also das ist so normalisiert und das wollte ich auch nochmal drauf eingehen, weil du das vorhin gesagt hast, dass mit den Schönheits-OPs, das wird ja auch schon normalisiert.
Speaker: Aber ich glaube trotzdem, es ist noch ein bisschen eine größere Hemmschwelle, sich irgendwo doch was reinspritzen zu lassen oder aufschneiden zu lassen oder der Weg dahin
Speaker: als jetzt zum Beispiel einfach mal zu entscheiden, ich mache jetzt mal die und die Diät.
Speaker: Ja, wobei, bei der Arm ist das Supplement.
Speaker: Ja, das wird auch immer leicht, aber man hat wenigstens immer noch so ein bisschen den Gang zum Arzt.
Speaker: Wobei ich jetzt auch schon gehört habe, man kann es wohl auch schon online irgendwie
Speaker: Ja, weiß ich nicht.
Speaker: Also der Punkt ist, die Hemmschwelle wird immer niedriger und es wird einfach normalisiert.
Speaker: Wir wachsen mit dem Glauben auf, gerade wenn wir es vielleicht auch bei den Bezugspersonen in unserer Umgebung sehen als Kinder, dass es normal ist, als Frau regelmäßig
Speaker: den Körper in eine selbstinduzierte Hungersnot zu schicken, indem man ihm wichtige Nährstoffe entzieht und einfach nichts mehr isst, keine Ahnung, drei Wochen Wasserfasten macht, weil Heilfasten hat man ja schon immer gemacht, ja, aber nicht so, ja.
Speaker: Ja, und vor allem nicht mit diesen Rahmenbedingungen.
Speaker: Nicht mit diesen Rahmenbedingungen, ja.
Speaker: Also hier trifft eine uralte, jahrhundertealte Methode auf Körper, die in einer ganz anderen Umgebung leben, auf Hormonsysteme, die schon völlig aus dem Gleichgewicht geraten sind aufgrund von jahren, teilweise jahrzehntelangen, wiederholten Diäterfahrungen mit viel zu wenig Nährstoffversorgung.
Speaker: die nicht mehr nährstoffreich genug sind, um uns überhaupt zu versorgen, selbst wenn wir genug davon zu uns nehmen.
Speaker: Und all das trifft ja zusammen.
Speaker: Und wir müssen einfach dahin kommen, dass das einfach nicht normal ist.
Speaker: Nein, es ist nicht normal,
Speaker: ständig auf Diät sein zu müssen.
Speaker: Es ist auch nicht normal, von einem Stück Pizza zuzunehmen.
Speaker: Dann stimmt etwas nicht.
Speaker: Und das hatte ich ja auch in dem Post hier letztens geschrieben.
Speaker: Das ist 1600 Kalorien.
Speaker: Das ist für eine erwachsene Frau einfach zu wenig.
Speaker: Und das ist aber für viele das dauerhafte Ziel,
Speaker: Das endet natürlich dann häufig in Essattacken und Eskalationstagen, weil der Körper natürlich versucht, sich das wieder reinzuholen, was er da an Mangel erfahren hat.
Speaker: Und das ist einfach, dass wir haben ein Suchtverhalten, wenn es um Diäten geht, das normalisiert wird, weil es ein Suchtverhalten ist, was wie gesagt Milliarden bringt.
Speaker: Da hängt ja noch mehr dran.
Speaker: Die Konsequenz daraus ist ja, dass Diabetes entsteht.
Speaker: weil nicht wirklich eine Lösung dafür gefunden wird, dass dann immer wieder sich überessen wird und zu zuckerhaltigen Lebensmitteln gegriffen wird.
Speaker: Die Folge ist ja, dass daraus Burnout und Depressionen entstehen, weil der Körper dauerhaft auch nährstofftechnisch nicht gut versorgt ist.
Speaker: Die Menschen nicht wirklich ihr Unglück mit sich selbst in Lösung bringen, sondern
Speaker: darin erschöpfen, immer wieder auf der Symptomebene zu versuchen, das zu lösen.
Speaker: Das heißt, es entstehen so viele Krankheiten daraus, dass wir so mit unserem Körper gelernt haben, umzugehen und das als normal zu betrachten, dass da nicht nur eine Diät- und Schönheitsbranche von profitiert, dass Frauen sich das immer wieder antun, sondern dass da auch die Pharma draus profitiert und Milliarden dafür macht.
Speaker: Also man stelle sich mal vor, wir hätten Frauen, die zufrieden mit ihrem Körper sind, die den Körper versorgen mit den Sachen, die sie brauchen und die sich um die emotionalen Themen kümmern, die letztendlich natürlich zu einer Veränderung des Essverhaltens führen und logischerweise auch zu einer Veränderung auf der Körperoberfläche.
Speaker: Man stelle sich vor, dieses Problem würden Frauen wirklich an der Ursache lösen.
Speaker: Da würde ein System kollabieren, das Milliarden bringt.
Speaker: Ja, so die Abnehmenspritze ist jetzt
Speaker: Stand heute das erfolgreichste Medikament in der Menschheitsgeschichte.
Speaker: Und wir wissen noch nicht, was dieses Medikament in 10, 20 Jahren angerichtet hat.
Speaker: Wir wissen nicht, was das mit unserem Gehirn macht ständig.
Speaker: Also wissen wir schon, das Gehirn, wenn es ständig unter Nährstoffmangel steht, Omega-3 und so weiter, entwickelt irgendwann Demenz.
Speaker: Also die Wahrscheinlichkeit ist so hoch, dass wir in ein paar Jahrzehnten aufgrund dieser Thematik,
Speaker: eine noch höhere Demenzwelle und noch stärkere Hormonstörungen und Autoimmunerkrankungen und so weiter haben, weil wir dem Körper
Speaker: die Basis des Lebens entziehen.
Speaker: Das ist die Basis des Lebens.
Speaker: Und das empört mich.
Speaker: Sorry, das merkt man auch.
Speaker: Es empört mich, weil es ist legale Körperverletzung, wie es eingesetzt wird.
Speaker: Ja, und es ist auch im Prinzip das Stockholmsyndrom in meiner Wahrnehmung.
Speaker: Es wird über Jahre ein Schönheitsideal künstlich aufgebaut, was im Prinzip nichts mit Gesundheit und Natürlichkeit zu tun hat.
Speaker: Aber
Speaker: Das wird so in die Köpfe eingehämmert, auch schon seit frühesten Kindheitstagen an.
Speaker: Und dann hat man ganz zufälligerweise auch noch perfekt die Lösung dafür, die uns so abhängig macht, dass wir ja nicht nur einmal was nehmen müssen, sondern egal auf welche Ebene wir gucken, ob auf Supplements, ob auf diese ganzen Ersatzprodukte und so weiter und auf die medikamentösen Behandlungen, die machen uns ja in einem Ausmaß abhängig, dass es uns einfach wie eine Geldmaschine ausnehmen lässt.
Speaker: Das ist halt der Tugschluss dahinter und wir haben das Gefühl, das ist zu unserem Besten und das Perfide daran ist ja, dass es ist ja nachvollziehbar, weshalb Menschen dazu greifen, das ist ja der Teil auch.
Speaker: niemanden an, der das nimmt, das will ich auch dazu sagen, das ist schon nachvollziehbar, sondern das System dahinter, das ist das, was krank ist.
Speaker: Und trotzdem bilden wir es auch mit, das darf man eben auch nicht unterschätzen, also hier geht es eben auch nicht um Schuld, aber es geht schon um Verantwortung und wir tragen einen Teil dazu bei, wenn wir
Speaker: Wenn wir Frauenkörper ständig beurteilen, wenn wir Kindern schon die ganze Zeit eintrichtern, dass sie auf sich aufpassen müssen, wenn wir Kindern irgendwelche Shakes geben, statt vernünftiges zu essen.
Speaker: Also da gibt es eben auch den Verantwortungsteil, den man nicht unterschätzen darf und das ist auch wiederum der Handlungshebel, an dem wir...
Speaker: wiederum auch mit unserer Selbstermächtigung in Kontakt kommen, um nicht in Ohnmacht zu kippen, zu sagen, ja, wir können aber mitentscheiden, wie sich das entwickelt und ob es das erfolgreichste Medikament auf dem Markt bleibt oder ob wir sagen, nee, das möchte ich meinem Körper jetzt nicht antun.
Speaker: Und eine Sache, die ich noch sagen möchte, weil wir eingestiegen sind mit diesem Gefühl von, das bin ich nicht und ich fühle mich in meinem Körper nicht zu Hause.
Speaker: Ich glaube, was sehr viele unterschätzen,
Speaker: Neben der emotionalen Ebene, die wir als ich fühle mich nicht zu Hause in meinem Körper, weil ich das früh gelernt habe, haben.
Speaker: Wenn ich mir vorstelle, ich unterziehe meinem Körper bestimmte bestimmten Prozeduren, sag ich mal medikamentös oder ernährungsmäßig und das hören wir auch täglich.
Speaker: Und ich habe deswegen Erschöpfungszustände.
Speaker: Ich komme morgens nicht mehr aus dem Bett.
Speaker: Ich merke, dass mein Körper an anderer Stelle Symptome entwickelt.
Speaker: Ich fühle mich selber nicht mehr wirklich.
Speaker: Ich habe keinen Zugang mehr zu meinem Körpergefühl, weil ich das durch bestimmte Dinge dämpfe.
Speaker: Dann fühle ich mich auch nicht in meinem Körper zu Hause.
Speaker: Dann schaue ich auf ein Bild und schaue in leere Augen, schaue vielleicht auf ein Bild,
Speaker: schlanken Körper, der die Form entwickelt hat, die ich mir vorgestellt habe, die ich mir gewünscht habe, aber ich schaue in leere Augen, ich schaue in eine leere Hülle und auch da stellt sich nicht das Gefühl ein von, das bin ich und das möchte ich sein und jetzt fühle ich mich wohl, sondern im Gegenteil, es hat sich der Körper wieder verändert, aber das Gefühl bleibt wieder das Gleiche, genauso wie es schon mal passiert ist.
Speaker: Da hat sich aus einem vielleicht
Speaker: schlanken Körper oder einem trainierten Körper oder einem normalgewichtigen Körper ein übergewichtiger Körper entwickelt oder ein untergewichtiger Körper, bei dem ich das Gefühl habe, nein, das bin ich nicht, das passt nicht zu mir und ich fühle mich nicht zu Hause.
Speaker: Dann gucke ich zurück und denke, Mist, aber damals habe ich mich auch nicht wohl gefühlt, obwohl ich es heute gut fände.
Speaker: Und dann entwickle ich wieder einen Körper, der vielleicht mehr dem entspricht, was ich mir vorstelle und habe wieder das Gefühl, nicht zu Hause zu sein.
Speaker: Es ändert sich nichts darüber, dass wir unseren Körper,
Speaker: auf brutalste Art und Weise behandeln, als wäre er im Prinzip eine Maschine, die zu funktionieren hat und wenn sie nicht funktioniert, dann müssen wir einfach nur genug an ihr rumjogtern, sie genug bestrafen und züchtigen, damit sie tut, was ich von ihr will, dass ich sie programmieren kann und das ist das, was in der realen Welt gerade einfach passiert und zwar schon in frühesten Kindheitstagen mit kleinen Mädchen und mit kleinen Jungs und
Speaker: Das ist nicht die Lösung und ich kann die Empörung nachvollziehen, weil wir sehen es ja jeden Tag, was es mit Menschen macht, körperlich und psychisch und auch mit Kindern.
Speaker: Und deswegen, das ist eben der Hebel, an den wir ansetzen können.
Speaker: Es gibt Möglichkeiten, auf eine andere Art und Weise eine Lösung zu finden.
Speaker: Ja, aber...
Speaker: Die müssen halt flächendeckend da zur Verfügung stehen.
Speaker: Das ist schon ein Problem, wo wir natürlich ja auch in die Verantwortung unserer Seite ausgegangen sind und jetzt Coaches ausbilden, die so arbeiten wie wir, weil es ist natürlich auch für viele schwierig, wirklich eine ganzheitliche Lösung zu finden.
Speaker: Und
Speaker: Wir sind halt auch immer noch so konditioniert und das möchte ich vielleicht auch nochmal dazu greifen.
Speaker: Also wir sind nicht grundsätzlich gegen Medikamente.
Speaker: Die Schulmedizin hat ihre Daseinsberechtigung und auch gewisse Medikamente haben ihre Daseinsberechtigung.
Speaker: Und es gibt Situationen, in denen das Körpersystem oder die Person so instabil ist, dass sie Hilfe von Medikamenten braucht.
Speaker: Aber es ist halt nicht mit einer Spritze oder einer Pille getan, da passiert noch ganz, ganz viel mehr.
Speaker: Und diese Zusammenhänge, die kennen Ärzte einfach nicht.
Speaker: Sie kennen es nicht.
Speaker: Die haben keine Ahnung von Ernährungspsychologie.
Speaker: Die haben keine Ahnung von der Psychodynamik, die dahinter steht, dass man diese Probleme entwickelt.
Speaker: Die haben meistens noch nicht mal Ahnung von Ernährung, weil die in ihrem Studium vielleicht ein, zwei Stunden Ernährung haben.
Speaker: Es sei denn, sie sind selbst irgendwo aktiv geworden oder haben sich da nochmal irgendwo eingeschrieben und haben sich darauf nochmal aus eigenem Interesse heraus spezialisiert.
Speaker: In den normalen Studiengängen ist das nicht so und bei Psychologen ist das genauso.
Speaker: Die haben halt dann das psychologische Wissen vielleicht, aber die haben nicht den Körperzusammenhang mit dem Hormonsystem, die haben nicht den Zusammenhang mit der Ernährung.
Speaker: Wie mit vielen Menschen, wir Frauen, wir arbeiten, die vorher in der Therapie waren,
Speaker: wo an emotionalen Themen gearbeitet wurden und jedes Mal, wenn das Thema aber auf das Ernährungsthema und Gewichtsthema gekommen ist, hat der Psychologe entweder abgelenkt oder die Psychologin oder kam auch mit diesen Floskeln, die halt nun mal jeder Mensch so hier aufgenommen hat.
Speaker: Ja, dann müssen sie sich mal ein bisschen aktivieren, sich ein bisschen mehr bewegen und ein bisschen weniger essen und diese Vernetzung, diese Verknüpfung ist
Speaker: Auch Psychologen häufig gar nicht klar, weswegen wir ja, wie gesagt, hier auch losgehen und Leute ausbilden.
Speaker: Und wir haben auch Fachkräfte bei uns in der Ausbildung, die vorher eben als Ernährungstherapeuten oder so gearbeitet haben, die plötzlich einen ganz anderen Blick auf das Thema kriegen, weil sie endlich den Zusammenhang verstehen und verstehen, wie kann ich jemandem wirklich helfen, der in dieser Spirale drin steckt.
Speaker: Und dieses Zeitalter, also das, was du eben gesagt hast, mit dem Körper, dass wir den wie eine Maschine sehen und behandeln,
Speaker: Das war ja auch das vorangegangene Zeithalter.
Speaker: Auch in der Schulmedizin hat man den Körper wie eine Maschine, die wie Zahnrädchen funktioniert, gesehen.
Speaker: Und das ist längst überholt, das ist aber im System noch nicht angekommen, weil das System völlig überlastet ist und auch sehr, sehr langsam.
Speaker: Also bis die neuen Studienerkenntnisse wirklich beim Behandler, beim Arzt oder beim Therapeuten angekommen sind,
Speaker: Dauert das Ewigkeiten?
Speaker: Das ist so zeitversetzt über mehrere Jahre.
Speaker: Und wenn die jeden Tag in ihrer Tretmühle sind und ohne Ende Patienten behandeln müssen, dann haben die relativ wenig Zeit, sich mit neuen Verfahren zu beschäftigen.
Speaker: Die sind ja häufig selbst schon völlig überlastet.
Speaker: Und das ist eben einfach das Problem dieses gesamten Systems.
Speaker: Weil das, wie gesagt, schon längst überholt ist und man hat viele verschiedene neue Ansätze und man sieht auch gerade Frauen sprechen so gut auf ganzheitliche Ansätze an, aber die gibt es eben kaum.
Speaker: Selbst das, was sich häufig als ganzheitlich verkauft, ist dann halt, ja, ich mache Ernährung mit Hormonen oder ich mache Ernährung mit Darmgesundheit und wir machen so ein bisschen Nervensystemregulation dazu, aber da ist es,
Speaker: auch da nicht wirklich eine Ganzheitlichkeit gegeben im Sinne von, das wirklich miteinander zu verbinden, Körper und Psyche und zu gucken, was liegt dann da noch drunter?
Speaker: Wie kann ich auf der einen Seite den Körper versorgen und auf der anderen Seite auf der emotionalen Ebene ansetzen, nicht einfach nur das Nervensystem zu regulieren, sondern auch mal an dem anzusetzen, was das Nervensystem ständig desreguliert, weil das ist ja noch eine Ebene drunter.
Speaker: Und das ist jetzt der neue Trend, jetzt schütteln sie, klopfen sie, atmen sie,
Speaker: Schreien sie auf den Rhein.
Speaker: Ja, und das ist jetzt die neue Diätindustrie, dass jetzt jeder Nervensystemregulation machen muss, stundenlang am Tag am besten.
Speaker: Aber keiner löst halt dadurch, was das Nervensystem immer wieder auf 180 bringt.
Speaker: Das ist ein Muster.
Speaker: Und deswegen braucht es wirklich diesen ganzheitlichen Ansatz.
Speaker: Und wie gesagt, diese Wege gibt es.
Speaker: Und wenn man sich einfach mal die Zeit nehmen würde, und wie gesagt, ich verstehe das,
Speaker: Ärzte und Therapeuten sind da häufig einfach überlastet.
Speaker: Da mal nach links und rechts zu gucken oder sich da noch mal weiterzubilden und sich vielleicht auch mal von Nichtärzten und Nichtprofessoren
Speaker: was sagen zu lassen, die sich damit einfach wirklich auch beschäftigt haben, dann würden wir auch flächendeckend da eine Lösung für diese Thematik bekommen.
Speaker: Solange es halt viel, viel leichter ist, auf was zuzugreifen, was wieder einfach nur schnell den Schmerz wegzumachen scheint, dann
Speaker: wird es auch weiter die Tendenz sein, weil man braucht einfach eine große Impulskontrolle.
Speaker: Wenn man gerade vorm Spiegel steht, man fühlt sich total hoffnungslos und schämt sich und hat Angst, dass das so weitergeht und sieht, wie die Zahl auf der Waage weiter hochgeht oder wie man Tag für Tag immer wieder sich vornimmt, sein Essverhalten endlich unter Kontrolle zu bringen.
Speaker: Das ist natürlich krass, was da emotional los ist und dann ist natürlich diese Tendenz, schnell so etwas zu greifen, was eine schnelle Lösung verspricht, das ist menschlich.
Speaker: Es ist sowas von menschlich.
Speaker: So funktioniert die Psyche und deswegen ja, wir haben
Speaker: Die Entscheidungsgewalt, wie wir dieses System mitformen und zu welchen Lösungen wir greifen, dafür muss es uns aber auch erstmal bewusst sein.
Speaker: Und deswegen ist es für uns hier auch einfach ein Herzensanliegen, euch darüber aufzuklären, euch ein Bewusstsein dafür zu schaffen, eine andere Denkweise euch zu helfen zu entwickeln zu dieser Thematik, weil das Wissen darum schon manchmal geschieht,
Speaker: den Impuls, den man dann hat, ein bisschen kontrollieren kann, dass man dann halt einfach nicht einfach jetzt mal ganz schnell zu einer Lösung greift.
Speaker: Manchmal klappt das Wissen, man hat halt trotzdem das Wissen und macht es halt trotzdem anders.
Speaker: Das ist dann auch irgendwie ganz typisch.
Speaker: Aber erstmal brauchen wir das Wissen.
Speaker: Wir brauchen das Bewusstsein dafür, dass so, wie wir es jetzt machen, es nicht funktioniert.
Speaker: Und es wird auch nicht funktionieren,
Speaker: Das sage ich auch klipp und klar, weil ich das täglich auch in den DMs habe.
Speaker: Ihr Lieben, es tut mir dann immer so weh, weil ich das einfach sehe.
Speaker: Aber ich kann euch ja natürlich, ich will da auch nicht dagegen reden.
Speaker: Aber wenn mir Frauen schreiben, ja, ich glaube, ich bin jetzt ganz gut auf einem guten Weg, ich kaufe jetzt keine Süßigkeiten mehr, ich bewege mich jetzt mehr, ich habe mir jetzt mal einen Plan gemacht, wie ich mich besser ernähren kann,
Speaker: Und ich dann die Frage stelle, seit wann ist das Thema schon da und wie häufig hast du das auf diese Art und Weise schon funktioniert, dann wird ganz schnell gemacht, wird ganz schnell klar, es ist wieder nur eine Wiederholung.
Speaker: Es ist einfach wieder nur eine Wiederholung.
Speaker: Also du machst dir selbst vor, dass das, was jetzt die letzten...
Speaker: vielleicht sogar Jahrzehnte nicht funktioniert hat, nämlich dir Lärm umzustellen, dich mehr zu bewegen, dir einen besseren Plan zu machen, dich mehr anzustrengen, da mehr Energie reinzustecken, nicht mehr zu fokussieren.
Speaker: Das hat dich genau bis hierher geführt.
Speaker: Es ist nicht der Weg, der es lösen wird.
Speaker: Und es tut mir dann so weh manchmal, weil ich habe ja selber in der Spirale gesteckt und ich denke mir dann auch, Mensch, also jede enttäuschende Erfahrung mehr.
Speaker: ist wieder eine Erfahrung, die darauf einzahlt, auf die Geschichte in deinem System, dass für mich ist es nicht möglich, das zu lösen.
Speaker: Und ich würde so gerne die Frauen da draußen davor bewahren, dass sie wieder diese enttäuschenden Erfahrungen machen, immer und immer und immer wieder.
Speaker: Und weil ich einfach weiß, je öfters ich die mache, desto schwieriger wird es, diese Geschichte wieder loszuwerden.
Speaker: Aber ihr müsst einfach aufhören, euch selbst vorzumachen, dass das auf diese Art und Weise jemals funktionieren wird.
Speaker: Und dass ihr nur stärker sein müsst und nur mehr kämpfen müsst, um das durchzuziehen.
Speaker: Das hat nichts mit eurer Stärke zu tun.
Speaker: Erfahrungsgemäß sind die Frauen, die das machen, zu stark.
Speaker: Die sind einfach eigentlich zu stark.
Speaker: Ja, also ich weiß, ich habe das letztens auch so einer Klientin gesagt, die hat dann einfach mal geradewegs angefangen zu heulen, weil halt einfach jemand mal endlich gesagt hat und sie auch tief darin getroffen hat.
Speaker: Du bist einfach zu stark.
Speaker: Du bist nicht zu schwach.
Speaker: Du bist zu stark.
Speaker: Du hast ein System entwickelt, dass du immer den harten Weg gehen musst und dass du noch mehr beweisen musst, dass du stark bist und dass du das schaffst und dass du das alleine kannst.
Speaker: Und du bist zu stark und vielleicht wird es jetzt einfach mal Zeit, weich zu werden und dir zu erlauben,
Speaker: Und auch mal schwach zu sein, was nicht alleine schaffen zu müssen, dich mal in die Hände von jemandem zu begeben, der dich mal hält, weil du die ganze Zeit so viel hältst.
Speaker: Kenne ich ja von mir auch.
Speaker: Das war auch einer der Learnings, ich musste das lernen, sonst wäre ich nicht aus diesem Thema rausgekommen.
Speaker: Weil ich einfach zu hart war, zu diszipliniert war.
Speaker: Und dann ist mir natürlich bei einem Thema im Leben das immer entglitten.
Speaker: Naja, weil es halt auch das Gegenteil von Emotionen ist.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Und ich habe es halt dann, weil ich ja sowieso schon geglaubt habe, ich bin nicht stark genug, ich bin nicht hart genug, ich bin nicht diszipliniert genug.
Speaker: Und war ich in allen anderen Lebensbereichen diszipliniert.
Speaker: Und dann habe ich in diesem Ernährungsthema, die Disziplin ist mir immer wieder entglitten.
Speaker: Und dann habe ich, statt zu sagen, vielleicht bin ich an den anderen Stellen zu diszipliniert und dann fehlen mir die Ressourcen, mich wirklich gesund zu ernähren.
Speaker: Nein.
Speaker: mein Ego will ja immer rechts haben, habe ich mir dann noch erzählt, siehst du, ich bin doch nicht diszipliniert genug, weil das kriege ich nicht hin.
Speaker: Also guck doch mal bitte als Zuhörerin auch links und rechts und schau mal in die anderen Lebensbereiche.
Speaker: Ich gehe davon aus, dass du Bereiche finden wirst, in denen du sehr, sehr, sehr diszipliniert bist.
Speaker: Also stimmt es gar nicht, dass du nicht diszipliniert genug bist?
Speaker: Du weißt nur nicht, wie du mit dieser Kraft umgehen sollst.
Speaker: Du verpulverst dein ganzes Pulver an anderen Stellen und hast dann keine Ressourcen und keine Kraft mehr, dich wirklich so zu nähern und auch zu fühlen und so zu regulieren, wie du es eigentlich brauchst.
Speaker: Und das zeigt sich dann auch einfach im Ernährungsbereich und auch Körpergewichtbereich.
Speaker: Der Körper hält alles ab.
Speaker: für dich fest.
Speaker: Der macht es für dich.
Speaker: Der trägt das alles, was du auch emotional und psychisch trägst, trägt dein Körper auch irgendwann in Form von Gewicht.
Speaker: Ja.
Speaker: Ja, und Disziplin ist halt in gewisser Weise, wir haben das halt so hoch geheiligt in unserer Lebensweise.
Speaker: Das ist das Gegenteil von dem, was zu Leichtigkeit, zu Weichheit, zu Loslassen führen kann.
Speaker: Also zu dem, was sich viele ja wünschen, auch wenn sie auf ihr Gewicht schauen, sie wollen leichter sein, sie wollen sich leichter fühlen, nicht nur körperlich, sondern auch emotional.
Speaker: Sie wollen loslassen, Gewicht loslassen, aber auch loslassen können, zum Beispiel im sexuellen Sinne.
Speaker: Sie wollen sich hingeben können und so weiter.
Speaker: Also alles Facetten, die in der weiblichen, weicheren Ebene zu finden sind, während Disziplin und Kontrolle eben im Gegenteil auf der anderen Ebene wirken.
Speaker: Das bedeutet, je mehr ich da reinpulvere,
Speaker: desto mehr erzeuge ich auch diese emotionalen Essensspiralen, weil die mehr mit Emotionen als mit dem Essen zu tun haben.
Speaker: Und Emotionen sind eben auf der anderen Ebene.
Speaker: Das heißt, die wollen gefühlt werden, die wollen losgelassen werden, die wollen weich werden.
Speaker: damit sie abklingen können.
Speaker: Sie brauchen Regulation, sie brauchen Nähe, sie brauchen auch eine Regenerationszeit.
Speaker: Also in gewisser Weise das Gegenteil von dem, von dem wir uns selber eintrichtern, dass das die Lösung davon ist.
Speaker: Und damit wird einfach sichtbar, wie sehr wir das eigentliche Thema hinter emotionalem Essen immer noch verkennen, weil wir glauben, wir müssten das Essen kontrollieren, damit wir, übersetzt, die Emotionen kontrollieren,
Speaker: Wir wollen gleichzeitig uns aber wieder mehr fühlen, wir wollen uns leichter fühlen, wir wollen uns in unserem Körper sinnlich fühlen.
Speaker: Das heißt, das komplette Gegenteil von dem, was wir uns selber erzählen, was uns helfen würde, weil wenn wir uns genug kontrollieren, dann habe ich einen Körper, der es mir zugesteht, loszulassen.
Speaker: Nee, also ich kann euch... Ja, und ich kann euch garantieren, dass ein schlanker Körper, dass ein trainierter Körper nicht bedeutet, dass wir uns besser hingeben können, dass wir lustvoller sind, dass wir uns sinnlicher fühlen.
Speaker: Hatte ich ja schon.
Speaker: Ja, also darüber hast du ja auch eine Podcast-Folge aufgenommen.
Speaker: Und wir hören es ja auch von Frauen, wir arbeiten ja auch mit Frauen, die rein objektiv betrachtet in einem Normalgewicht in Anführungsstrichen sind, also in einem gesunden Körpergewicht auch für ihren Körper.
Speaker: und die sowas von steinhart sind, in Bezug auf die Muskulatur, in Bezug auf Spannungszustände, in Bezug auf ein ständiges Überaktivismus.
Speaker: Genau, es ist einfach wie ein Brett, ist ganz gut zusammengefasst, wenn ich mir so eine Marathonläuferin vorstelle oder eine Balletttänzerin oder so, da ist ja durchaus was Weibliches drin, darum geht es gar nicht, aber es ist
Speaker: alles kontrolliert, es ist alles dressiert, auch das Essen wird häufig sehr kontrolliert.
Speaker: Auch da ist die Weichheit, die Hingabe, das Loslassen, die Leichtigkeit, die Lebendigkeit häufig ganz, ganz, ganz, ganz weit entfernt.
Speaker: Und viele Frauen, die bei uns dann im Coaching sitzen und sich innerlich denken, boah, wenn ich diese Figur hätte und auch teilweise auf eine Art, vielleicht sogar eine gewisse Wut empfinden auf diese Frauen, dass sie immer noch nicht zufrieden sind, obwohl sie ja einen Körper haben, für die viele alles tun würden,
Speaker: das erste Mal wie so eine Art Realitätsabgleich bekommen.
Speaker: Wie kann das denn sein, dass die Person immer noch nicht sich leicht und lebendig und weich und attraktiv fühlt?
Speaker: Und darüber werden dann diese inneren Prozesse überhaupt erst mal spürbar zu realisieren.
Speaker: Okay,
Speaker: Scheinbar ist das, was ich glaube, was mich dahin führt, wo ich hin möchte, gar nicht das Wahre und auch das macht erstmal Angst, weil die einzige Lösung, die ich für mein Problem bis jetzt gesehen habe, von der ich mir verspreche, wenn ich das irgendwann erreicht habe, dann fühle ich das, was ich fühlen möchte, selbst die bricht jetzt auch noch weg.
Speaker: Was bleibt denn dann?
Speaker: Also bleibe ich dann jetzt für immer in einer Schwere?
Speaker: In einer gewissen Dämpfung fühle ich mich jetzt für immer unattraktiv, habe ich für immer das Gefühl, nicht gut genug als Frau zu sein, wenn nicht mehr das Bild, was ich mir eigentlich ausmale, dazu führen wird, dass ich glücklich bin mit mir.
Speaker: Und da braucht es dann eben die Erfahrung über Korregulation, über die Selbstbegegnung, auch über die Selbstberührung im Körper, auch über das Betrauern der eigenen Menschen.
Speaker: ich nenne es mal verpassten Chancen oder der eigenen selbst abwertenden Gedanken, die uns darin unterstützt, eben nicht dann in die nächste Panikreaktion zu kommen und zu sagen, oh Gott, diese Emotionen muss ich jetzt wegdämpfen, sondern ich kann jetzt im Kontakt mit mir selber und mit einem Regulationspartner halten.
Speaker: Ich kann das erste Mal erleben, das hatten wir auf unserem Retreat, hat uns das ja eine Person geschrieben,
Speaker: Unabhängig von meinem Körper, unabhängig von meinem Gewicht, habe ich gerade das erste Mal das Gefühl, ich bin ja attraktiv, ich darf mich attraktiv fühlen, ich darf mich sexy fühlen, ich darf lustvoll sein.
Speaker: Und das ist eine so heilsame Erfahrung, wenn wir jahrelang geglaubt haben, das dürften wir alles erst, wenn wir einen bestimmten Zustand erreicht haben.
Speaker: Und darüber, dass wir es dann fühlen können, unabhängig vom Zustand, kann sich auch der Zustand verändern,
Speaker: weil wir plötzlich wieder Energie dafür haben, die aus uns selbst heraus fließt und nicht indem wir uns immer weiter selbst unterdrücken.
Speaker: Und deswegen kann ich einfach jede Frau, die sich darin abgeholt fühlt, die vielleicht auch in dem, was wir heute erzählt haben, sich berührt gefühlt hat, vielleicht auch getriggert gefühlt hat, ist auch in Ordnung.
Speaker: einfach nur dazu einladen, mit uns zu sprechen.
Speaker: Wir haben extra, weil wir wissen, wie viel Hemmschwelle das bedeutet und wie viele Versuche gewagt wurden, um eine Lösung zu finden, wie viel Geld auch investiert wurde.
Speaker: Gibt es zwei kostenfreie Erstgespräche, in denen wir gucken, passt deine Situation überhaupt zu dem, was wir anbieten?
Speaker: Was bräuchte dein Körper?
Speaker: Was ist realistisch?
Speaker: Was können wir tun?
Speaker: Was können wir nicht tun, weil wir nicht dahinter stehen?
Speaker: Oder
Speaker: welche Wege können wir nicht anbieten, sodass es wirklich möglichst einfach ist, erst mal einen Schritt rein zu wagen, zu erleben, wie wird mit mir umgegangen, wie werde ich gesehen, wie läuft das ab, in was für Rahmenbedingungen werde ich da überhaupt überführt, wie wird da mit mir und meinem Körper umgegangen, wie ganzheitlich fühle ich mich da wirklich betrachtet, wie sicher fühle ich mich in Bezug auf meine Investition.
Speaker: Wir wissen darum, wie viel Leidensdruck nicht nur mit dem Körper, sondern auch mit Investments und
Speaker: Also mit Investitionen und mit Enttäuschungen entstanden sind.
Speaker: Und gleichzeitig ist es das Einzige, was wir gerade tun können, die Tür zu öffnen, eine Einladung auszusprechen, ein anderes Bewusstsein dafür zu schaffen, dass du nicht falsch bist, dass dein Körper nicht kaputt ist, dass der Körper einfach nicht das bekommt, was er braucht, um dich zu begleiten auf dem Weg, den du gehen möchtest.
Speaker: Und den letzten Schritt muss man auch einfach klar sagen, musst du dann selber gehen.
Speaker: Und wir freuen uns sehr, wenn der Schritt geht,
Speaker: zu uns führt und wir auf die eine oder andere Weise in Gespräche kommen.
Speaker: Wir freuen uns auch auf jeden, der zuhört und sagt, ich möchte Menschen auf diese Weise begleiten.
Speaker: Da seid ihr dann bei Psychosoma richtig.
Speaker: Und ja, das würde ich sagen, sind jetzt die abschließenden Worte von meiner Seite.
Speaker: Ich würde gerne noch eine ganz wichtige Sache sagen.
Speaker: Wir sind ja gestartet mit diesem Gefühl von, dass wenn ich mich im Spiegel betrachte und ich diesen Körper sehe, dann bin nicht ich das.
Speaker: Das entspricht nicht mir.
Speaker: Und man kann eigentlich zusammenfassend sagen, das, was du da siehst,
Speaker: das entspricht auch tatsächlich nicht wirklich dir.
Speaker: Im Sinne von, das, was du auf der Körperoberfläche siehst, ist die Konsequenz von einer Selbstunterdrückung.
Speaker: Also du unterdrückst ständig deine Emotionen, deine Bedürfnisse, dein wahres Selbst durch emotionales Essen, durch ein ständiges Diätverhalten und die Konsequenz daraus ist, dass
Speaker: was dann auch körperlich auf der Körperoberfläche entsteht.
Speaker: Das heißt, das, was sich ausdrückt durch deine Körperform, ist etwas in dir, was ungelöst ist, was abgespalten, abgetrennt ist,
Speaker: Und was zum Ausdruck kommen möchte, weil es gelöst werden will.
Speaker: Und deswegen nimmst du das als fremd wahr.
Speaker: Also das ist etwas in dir, das ist ein Teil deiner Geschichte, der deine Aufmerksamkeit braucht und
Speaker: der dich letztendlich auch wieder zu dir selbst führt, wenn du bereit bist, dahin zu schauen und nicht wegzuschauen und das abzulehnen.
Speaker: Und das erklärt aber so ein bisschen das Gefühl, warum man sich dann da selbst nicht wieder erkennt, weil das irgendwo auch ist.
Speaker: Das Ergebnis ist eines Lebens, eines Blickes, eine Selbstwahrnehmung, die nicht wirklich deinem echten, wahren Selbst entspricht, sondern irgendwelchen Konditionierungen und Verletzungen und Mustern, die dazu geführt haben.
Speaker: Ja, und...
Speaker: Das ist die Erklärung dafür, warum du dich dann da selbst nicht mehr siehst, weil dein Selbst irgendwo ganz tief in dir versteckt ist und sich da einfach was gesehen werden will.
Speaker: Und wir können wirklich nur, also ich kann nur aus vollstem Herzen sagen, es lohnt sich da hinzugucken, auch wenn es schmerzhaft ist.
Speaker: Höre da auf deinen Körper, dein wahres Selbst in dir nochmal.
Speaker: Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
Speaker: Hör dahin, es schreit etwas, guck bitte hin.
Speaker: Und wenn du nicht weißt, wie, wir sind da, wir freuen uns über jede Frau, die sagt, mit euch fühle ich mich wohl, von euch fühle ich mich gesehen, dann helfen wir dir.
Speaker: Wenn du diese Sprache deines Körpers, deine eigene Sprache gerade nicht verstehst, wir helfen dir, sie zu lernen.
Speaker: Wir fungieren erstmal als Übersetzer, wir führen dich durch einen Prozess zurück zu deinem wahren Selbst, zurück, auch wenn das so ein bisschen generisch klingt, zurück zu deinen Emotionen, zurück zu deinen Bedürfnissen, zurück zu einem gesunden Selbstausdruck, der nicht über emotionales Essen betäubt wird, zurück zu einem regenerierten Körper, der weiß, wie er sich wieder in Balance bringt, wirklich nachhaltig,
Speaker: zu lernen, das Nervensystem so zu regulieren, dass das auch bleibt, die Ursachen dafür anzuschauen und zu versorgen, die das Nervensystem und den Körper immer wieder in Alarm versetzen.
Speaker: Das ist ein Prozess, den lernt man nicht über eine Diät, den lernt man nicht durch einen kurzen Wochenend-Workshop für emotionales Essen oder durch einen Videokurs zum intuitiven Essen.
Speaker: Den lernt man durch einen emotionalen Prozess, so wie die Tänzerin auch nicht tanzen lernt, wenn sie ein Buch dazu liest oder einen Podcast dazu hört, sondern sie lernt es, indem sie am besten geführt von jemandem, der es ihr beibringen kann, eine körperliche, emotionale Erfahrung macht.
Speaker: Und so lernst du das eben auch mit dem Essverhalten.
Speaker: Und die Isabel schreibt eben ganz lieb in die Kommentare und das kann ich zu 1000% bestätigen, habe mich noch nie so verstanden und vor allem gehalten gefühlt.
Speaker: Vielen, vielen Dank, wir freuen uns sehr.
Speaker: dass es dir damit so gut geht.
Speaker: Und das sind, glaube ich, auch die perfekten Worte.
Speaker: Ihr könnt über den Link in der Bio von Chainless Woman gerne einfach einen Termin zum Vorgespräch vereinbaren.
Speaker: Für alle, wie gesagt, die als Coach diese Themen begleiten möchten, gerne einfach mal auf dem Instagram-Profil Psychosoma-
Speaker: .nutrition.institute schauen und für alle, die den Podcast hören über die anderen Podcastkanäle, ihr findet alle Links auch nochmal unten in den Shownotes und damit verabschieden wir uns heute mit diesem schönen Thema.
Speaker: Lasst uns euer Feedback da, schreibt eure Fragen, vielleicht habt ihr Themenwünsche zum Podcast, also wir freuen uns von euch zu hören.
Speaker: Gute Abschlussworte.
Speaker: Perfekto, also bis dann.
Speaker: Bis dann.
Speaker: Ciao.

