Transcript
Speaker: Hallo und herzlich willkommen, wie schön, dass ihr euch Zeit genommen habt zu Alles Buchmarkt, der Podcast.
Speaker: Und auch diesmal haben wir wieder ein Thema für euch vorbereitet, da leckt ihr euch die Finger danach mit einem ganz, ganz tollen Gast.
Speaker: Aber dazu gleich mehr von Andi.
Speaker: Vielleicht werde ich mal kurz privat.
Speaker: Ihr kennt das bestimmt alle, jeder, der irgendwie ein bisschen mit der Buchbranche zu tun hat.
Speaker: Dann sitzt man in so lockerer Gesprächsatmosphäre und dann sitzt einem jemand gegenüber und sagt, ich habe schon so viel erlebt.
Speaker: Es heißt, die sagen immer alle, ich müsste mal ein Buch schreiben.
Speaker: Das arbeitet natürlich jetzt erstmal mit so einer ganz unverschämten Unterstellung, nämlich Bücher schreiben ist wahnsinnig einfach.
Speaker: Wenn da jetzt nicht so lästige Sachen wie Hausarbeit wären, könnte man ja ganz schnell mal ein Buch schreiben.
Speaker: Und
Speaker: Das hören wir häufiger und ich muss sagen, ich nehme mich da auch nicht raus.
Speaker: Ich bin da genauso überheblich.
Speaker: In meinem Größenwahn denke ich ganz oft, oh Gott, wenn du die Wäsche nicht machen müsstest, dann sollte ich jetzt mal ein Buch schreiben.
Speaker: Ein Krimi.
Speaker: Ich weiß ja, wie der Hase läuft.
Speaker: Ich kenne mich ja aus.
Speaker: Ich weiß ja, was die Verlage wollen.
Speaker: Und dann schreibe ich da quasi das Ding da ganz schnell runter, reiche das irgendwo ein.
Speaker: Am besten habe ich mir dann gedacht, als unter Pseudonym, bei mir im Verlag, weil da weiß ich am allerbesten, was die wollen.
Speaker: Und dann reiche ich das ein und dann nehmen die das natürlich.
Speaker: Im besten Fall rede ich da ja sogar mit.
Speaker: Und dann gebe ich mich aber nicht zu erkennen, sondern mache das alles schön anonym.
Speaker: Und dann, wenn alles unterschrieben ist, dann bin ich so richtig hilfreich.
Speaker: Weil dann kann ich den Kollegen mal ganz genau sagen, was die machen müssen, damit das Buch ein Erfolg wird.
Speaker: Weil ich weiß das ja, ich kenne mich ja aus.
Speaker: Ich mache mich bestimmt damit wahnsinnig beliebt.
Speaker: Oder eben doch nicht.
Speaker: Und das ist so eine Frage...
Speaker: die wir heute mal stellen wollen.
Speaker: Wenn sich jemand so richtig gut auskennt, ist das dann der beste Autor der Welt oder ist das so der größte Albtraum, den sich ein Verlag vorstellen kann?
Speaker: Wir haben wirklich richtig großes Glück, haben einen ganz tollen Gast, mit dem wir das heute sehr ehrlich besprechen können.
Speaker: Ich freue mich wahnsinnig drauf.
Speaker: Und damit wir alle erst mal ein bisschen reinkommen, hat Tina ein paar Fragen zum Aufwärmen für ihn.
Speaker: Ja, wir starten mal.
Speaker: Und zwar, weil Alex es schon erwähnt hat, ist ja ganz easy, wenn man die Hausarbeit nicht machen muss.
Speaker: Pünktlicher Profi oder professioneller Prokasteniker?
Speaker: Pünktlicher Profi.
Speaker: Und was war schwieriger, das Schreiben oder dein eigenes Projekt zu erklären?
Speaker: mein eigenes Projekt zu erklären.
Speaker: Also ist es doch ganz easy.
Speaker: Diskussion über das Cover oder lieber über den Klappentext?
Speaker: Das ist eine sehr, sehr gute Frage.
Speaker: Es gab kein Gespräch über den Klappentext, weil wir von Anfang an wussten, in welche Richtung wir gehen wollen.
Speaker: Und ich nach ca.
Speaker: 1600 Klappentexten, die ich selber geschrieben habe, ehrlicherweise auch eine Ahnung hatte, wie ich meinen schreiben wollte und meine Lektorin dankenswerterweise das angenommen hat.
Speaker: Und Diskussionen ums Cover gab es nur einmal kurz, als wir uns die ersten Entwürfe zusammen angesehen haben.
Speaker: Da bin ich tatsächlich in so ein kleines Rabbit Hole gefallen von, ist es von Vorteil, wenn man sich auskennt oder nicht?
Speaker: Darüber sprechen wir sicher gleich nochmal.
Speaker: Jetzt habe ich deine Frage vergessen, aber eigentlich war alles ein Tanz.
Speaker: Wunderbar, weil nämlich meistens ist es so, ich glaube, Alex wird mir recht geben, wenn beim Cover schon Diskussionen entstehen, dann gibt es auch hinterher beim Klappentext keine mehr seitens des Verlags, weil man irgendwie so, es gibt ein Punktekonto und wenn das aufgezehrt wird beim Cover, dann ist man irgendwann so nervlich am Ende.
Speaker: Ich weiß, dass Autoren von mir diesen Podcast hören.
Speaker: Ich möchte dazu nichts sagen.
Speaker: Ja, ich dachte es mir.
Speaker: Wir kennen ja deine Meinung.
Speaker: Aber um mal in dein Buch reinzugehen, eine ganz, ganz schwierige Frage für dich.
Speaker: Was ist Unnötiger, der Sandwich Maker oder der Schaumlöffel?
Speaker: Der Schaumlöffel, weil ich bis heute nicht ganz genau weiß, was man mit einem Schaumlöffel wirklich anstellt.
Speaker: Ich weiß, dass ich einen habe.
Speaker: Er hängt seit vielen Jahren in meiner Küche.
Speaker: Ich habe ihn faktisch noch nie benutzt.
Speaker: Mein Mann, der im Gegensatz zu mir immer in der Küche ist, sagt, man kann ihn zum Einsatz bringen.
Speaker: Aber ich fände so einen Sandwich-Maker ehrlicherweise ziemlich sexy.
Speaker: Aber wir haben eine wahnsinnig kleine Küche.
Speaker: Und von daher, jede Anschaffung, die reinkommt, würde bedeuten, dass mein Mann sagt, ja, wir können das anschaffen, aber dann ziehst du aus.
Speaker: Und von daher bleibe ich bei dem Schaumlöffel, der sehr platzsparend an der Wand hängt.
Speaker: Und der Sandwich Maker ist ein Traum, den ich mir nie erfüllen können werde.
Speaker: Aber Tim, ich habe da, mein Freund sagt immer, wenn ich was Neues anschaffe, muss was Altes dafür rausfliegen.
Speaker: Ja, das wäre ich in Gefahr.
Speaker: Weg mit dem Schaumlöffel.
Speaker: Ich wollte jetzt eigentlich die Beziehung retten, aber okay.
Speaker: Tina, mach mal weiter.
Speaker: Jetzt bin ich vollkommen aus meiner Liste rausgefallen, gedanklich.
Speaker: Warst du beim Schaumlöffel?
Speaker: Ja.
Speaker: Bestsellerformel.
Speaker: Aus deiner Verlagserfahrung.
Speaker: Gibt es die oder gibt es die nicht?
Speaker: Die gibt es auf gar keinen Fall.
Speaker: Und alle Menschen, die behaupten, dass es eine Bestseller-Formel gibt, lügen faktisch.
Speaker: Und ich liebe, liebe, liebe ja, also liebe, liebe, liebe in vielen Anführungsstrichen, diese Menschen, die dann das immer behaupten, dass sie die haben.
Speaker: Es gibt ja auch ganz viele Bücher darüber.
Speaker: So schreibt man einen Bestseller.
Speaker: Und der Funfact, die allermeisten Leute, die diese Bücher schreiben, haben noch nie in der Verlagsbranche gearbeitet.
Speaker: Und das ist ihr erstes Buch.
Speaker: Also alle denken, ja, es ist eine Geheimwissenschaft und man muss nur auf drei Knöpfe drücken.
Speaker: Nee, es ist eine Mischung aus Erfahrung, dem richtigen Zeitpunkt und unfucking fassbar viel Glück.
Speaker: Aber das wäre die Bestseller-Formel, nur die kann man leider überhaupt nicht reproduzieren.
Speaker: Das stimmt.
Speaker: Möchtest du lieber begeisterte BuchhändlerInnen oder tausend anonyme KäuferInnen, die dein Buch kaufen?
Speaker: Das ist jetzt aber mal so die erste richtig miese Frage in diesem Podcast.
Speaker: Tina, das hätte ich dir jetzt überhaupt menschlich nicht zugetraut.
Speaker: Tatsächlich kann ich im Moment sagen, dass mich diese große Welle an Liebe, die mir aus dem Buchhandel entgegenschwappt, und da braucht man auch gar nicht gendern, das sind alles Buchhändlerinnen, die ist im Moment ein so unfassbar schönes Geschenk für mich, dass ich das auf gar keinen Fall missen möchte.
Speaker: Klammer auf, die tausend anonymen Buchkäuferinnen würden das Buch aber bei diesen Buchhändlerinnen kaufen.
Speaker: Und da ich ja möchte, dass der deutsche Buchhandel, vor allem der niedergelassenen und unabhängige, wächst und gedeiht, ist das wirklich eine schwierige Frage.
Speaker: Also für mein persönliches Liebes- und Lebenskonto nehme ich die Buchhändlerinnen-Stimmen.
Speaker: Und für den Umsatz und das Geld und für den glorreichen Lebensabend der Buchhändlerinnen nehme ich dann doch lieber aber die anonymen Käuferinnen.
Speaker: Und jetzt kommt eine moralische Frage.
Speaker: Ganz kurz, ich entschuldige mich.
Speaker: Nachdem die davor auch schon so moralisch war.
Speaker: Tina, was ist denn hier los?
Speaker: Wollen wir uns ganz kurz bei Frank Mendten entschuldigen?
Speaker: Bei Frank Mendten muss ich mich, glaube ich, überhaupt nicht entschuldigen, weil ich war mal für zwölf Sekunden in ihn verliebt und dann sagte er, aha.
Speaker: Du hast eben gesagt, es waren nur Buchhändlerinnen und der hat gesagt, ein leichter herkommender, aber nie seichter Roman, der hervorragend unterhält, perfekt für beglückende Lesestunden.
Speaker: Das heißt, du meinst, ich muss mich bei Frank entschuldigen?
Speaker: Da muss ich mich auch nicht entschuldigen, weil Frank hat mir dieses Quote schon so weit vor der Veröffentlichung des Buchs gegeben, weil ich...
Speaker: Da zählt er tatsächlich nicht mit rein, weil ich ihn auch gefragt habe, oder andersrum, ich habe es ihm geschickt und habe gesagt, Frank, würdest du mir ein Vorabquote geben?
Speaker: Und dann hat Frank gesagt, willst du es als Freund oder als Buchhändler?
Speaker: Und dann habe ich gesagt, gib es mir mal so, dass ich es später für ein Exposé verwenden kann.
Speaker: Und dann hat er mir das Quote geschickt und dann habe ich gefragt, kriege ich das jetzt als Freund oder als Buchhändler von dir?
Speaker: Und dann hat er gesagt, du kriegst es als beides.
Speaker: Das ist schon praktisch, wenn man diese Kontakt hat.
Speaker: Da reden wir bestimmt gleich nochmal drüber.
Speaker: Was mir übrigens gerade auffällt, wir haben die ganze Zeit, aber das ist ja das Konzept hier vom wunderbaren Buchmarkt-Podcast, das wir noch nicht einmal erwähnt haben, wer ich überhaupt bin.
Speaker: Nein, das kommt ja noch.
Speaker: Ich meine, Alex ist kretscht heute also unfassbar oft rein und sagt deinen Namen.
Speaker: Das geht ja eigentlich gar nicht.
Speaker: Das ist wieder dann meine Schnittelarbeit, dass ich dich vorher rausschneide.
Speaker: Es ist eh alles lächerlich, weil wir schreiben natürlich deinen Namen mit in den Titel dieses Podcasts.
Speaker: Das liest doch keiner.
Speaker: Es liest doch keiner, Alex.
Speaker: Ja.
Speaker: Aber schneid das bloß nicht, Tina.
Speaker: Ich liebe das sehr.
Speaker: Es wird auch nie was rausgeschnitten.
Speaker: Erst recht nicht, wenn Alex es macht.
Speaker: Nein, die moralische Frage an dich ist, möchtest du lieber ein gutes Buch oder ein gut verkäufliches Buch schreiben?
Speaker: Die ist ja gar nicht moralisch, die ist ja ehrlicherweise intellektuell und auf der nach unten offenen Dennis-Scheck-Skala sehr, sehr weit vorne.
Speaker: Ich möchte gerne ein gutes Buch schreiben, das vielen Menschen Glück bringt.
Speaker: Und das klingt jetzt vollkommen albern, wenn ich das als Verlagsprofi sage, dass ich dieses Buch geschrieben habe, weil ich das Gefühl hatte, ich möchte Menschen Glück damit bringen.
Speaker: Aber das war genau eine der Motivationen, die ich am Anfang des Schreibens hatte.
Speaker: Und von daher, ich möchte ein gutes Buch geschrieben haben.
Speaker: Ich möchte aber auch ein Buch schreiben, das sich gut verkauft, damit Menschen eben potenziell dieses Glücksgefühl haben.
Speaker: Und die, die das Buch kaufen und danach sagen, das war verschwendete Lebenszeit und verschwendetes Geld, das ist dann der Kollateralschaden, den man einfach hinnehmen muss.
Speaker: Das muss man allerdings schon mal vorwegnehmen.
Speaker: Einer deiner Protagonisten hat nicht ganz so viel Glück.
Speaker: Nee, tatsächlich.
Speaker: Das ist spannend, dass du das sagst, weil für mich ist auch das gerade sehr, sehr schön, dass viele Menschen sagen, dass sie weinen bei dem Buch.
Speaker: Das gefällt mir gut, weil sie alle sagen...
Speaker: Wir weinen, weil wir so gerührt sind.
Speaker: Und ich finde, Rührungstränen sind besser als die Tränen, die wir gefühlt alle nämlich nicht vergießen, weil wir wie gelähmt sind von den Nachrichten, die wir jeden Tag hören oder lesen oder die sonst an uns herangetragen werden.
Speaker: Da spüren wir diese Art von Tränen, die in den Augen brennen, aber die nicht rauskommen und die uns stechen und beißen und so weiter.
Speaker: Und ich finde, wenn man, und das meine ich jetzt nicht nur bei mir, sondern das meine ich bei allen Menschen, die schreiben, wenn wir es schaffen, Gefühle zu erzeugen, die dazu bringen, dass man hemmungslos alles an aufgestauten Gefühlen rausfließen lassen kann, was man so hat, dann ist das ein ganz großes Geschenk.
Speaker: Und ich bin nicht der größte Weiner bei Büchern.
Speaker: Wenn es dann aber mal soweit ist, dann habe ich immer das Gefühl, A, das Buch hat was richtig gemacht, B, der Autor, die Autorin hat was richtig gemacht und C, mit mir wurde auch was Richtiges gemacht.
Speaker: Also von daher, ja, man darf in meinem Buch weinen.
Speaker: Und zwar so richtig.
Speaker: Und schnoddern noch dabei.
Speaker: Ähm...
Speaker: Jetzt hast du viele Debütantinnen in deinem ersten Job begleitet.
Speaker: Warst du beim Schreiben freier oder vorsichtiger als die Menschen, die du begleitet hast?
Speaker: Weil du eben den Erfahrungsschatz der anderen schon hattest.
Speaker: Das ist schwierig, weil ich natürlich nie in den Köpfen meiner Autorinnen und Autoren drin war.
Speaker: Ich habe, genau wie du sagst, das große Glück gehabt, dass ich mit sehr vielen DebütautorInnen gearbeitet habe und einige von denen dann eben auch auf dem Weg zum Bestseller begleiten durfte, mit vielen sehr viele Bücher dann gemacht habe.
Speaker: Ich habe zum Beispiel auch mal, ich glaube, die bekannteste Autorin, die je zu mir kam, die vorher schon woanders war, war Tanja Kinkel, die damals schon ihre, ich glaube, mittlerweile sind es zwölf Millionen verkaufte Exemplare und die damals so bei neun Millionen verkauften Exemplaren war.
Speaker: Und ich konnte aber weder in Tanja natürlich reingucken, noch in die Köpfe der Autorinnen und Autoren, die vorher nicht diese wahnsinns-Erfolgsgeschichte gehabt haben.
Speaker: Ich kann für mich sagen,
Speaker: Ich habe versucht, wirklich beim Schreiben alles loszulassen und wegzulassen von mir, was irgendwie zu sehr mit professioneller Grundhaltung einhergegangen wäre, weil ich glaube, ich dieses Buch sonst nicht hätte schreiben können.
Speaker: Ich bin da, ich glaube, ich habe das auch geschafft, mit einem kompletten Gefühl von Ergebnisoffenheit reingegangen.
Speaker: Ähm...
Speaker: Da kommen wir vielleicht leicht zu, aber ich sage, setz schnell.
Speaker: Ich habe, als ich mich hingesetzt habe und beschlossen habe, so, jetzt probiere ich das mal, die Langstrecke.
Speaker: Nicht eine Kurzgeschichte, nicht ein halbes Buch, nicht für einen Autorin, einen Autor irgendwas zu Ende bringen, sondern ich will mich jetzt wirklich mal hinsetzen und selber gucken.
Speaker: Da habe ich erst gesagt, jetzt versucht mal ganz ergebnisoffen, ob du ein Exposé hinbekommst, von dem du sagst, ja, will ich machen.
Speaker: Das hat dann geklappt.
Speaker: Da war ich ehrlicherweise ein bisschen überrascht.
Speaker: Dann habe ich gedacht, so jetzt schreiben wir das Ganze mal.
Speaker: Und habe während des Schreibens, und du hast ja gerade schon danach gefragt, ich bin jeden Morgen sehr pünktlich an den Rechner gegangen.
Speaker: Ich habe fünf Tage die Woche geschrieben, jeweils von 8.45 Uhr bis, das war so ein bisschen offen, 12.45 Uhr, 13 Uhr, bis dann der Hunger kam und ich wirklich wusste, jetzt muss gegessen werden.
Speaker: Und dann war ich aber sehr erstaunt, dass es dann wirklich ein fertiges Buch wurde.
Speaker: Dann habe ich es an drei Testleserinnen geschickt, wieder vollkommen ergebnisoffen.
Speaker: Allerdings da schon mit etwas mein Chatten, weil ich Sorge hatte, was passiert, wenn die jetzt sagen, Tim, das ist jetzt eine schöne Zeit für dich gewesen, aber es klappte leider überhaupt nicht.
Speaker: So, dann habe ich von denen wahnsinnig gutes Feedback bekommen.
Speaker: Dann bin ich nochmal, habe ich gerade schon erwähnt, an Frank Menden und Maria-Christina Pivowarski gegangen, weil ich fürs Exposé dann einfach schon mal zwei Quotes haben wollte.
Speaker: die haben mir gutes Feedback gegeben.
Speaker: Dann habe ich gedacht, naja, mal gucken, ob ich wirklich überhaupt eine Agentur finde.
Speaker: Klappte.
Speaker: Und dann war der Punkt, wo dann meine Agentin, für die ich mich dann entschieden habe, tatsächlich streng zu mir gesagt hat, wir hören jetzt mal mit dieser ganzen Ergebnisoffenheitskacke auf, weil ab jetzt gehen wir nur noch davon aus, es wird einen Verlag finden und es wird ein Erfolg werden und es wird uns allen viel Vergnügen bereiten.
Speaker: So, aber bis zu diesem Zeitpunkt, bis Monika das sehr streng zu mir gesagt hat, war ich wirklich die ganze Zeit komplett ergebnisoffen.
Speaker: Und...
Speaker: nee, deswegen gar nicht reingedacht in das, was ich weiß und gar nicht reingedacht in, wie hat sich das vielleicht früher für Autorinnen und Autoren in der Zusammenarbeit mit mir angefühlt.
Speaker: Das ist jetzt auch das Ende des Monologs, tut mir leid.
Speaker: Er hat alles gesagt, eigentlich wird es entfernt.
Speaker: Es gibt noch eine Frage und die beantwortet er ohne Erklärung.
Speaker: Lieber ein Sommer ohne Liebe oder eine Liebe ohne Sommer?
Speaker: Lieber eine Liebe ohne Sommer.
Speaker: Und jetzt stellt dich Andi in gewohnt, fantastischer Art und Weise vor und dann werden wir auch erfahren, wer du bist und vor allen Dingen, was du bist.
Speaker: Und Tusch und Trommelwirbel für den einzigen Menschen, der noch nicht viel in diesem Podcast gesprochen hat.
Speaker: Ich bin das gewohnt.
Speaker: Das ist alles in Ordnung.
Speaker: Und ich vermute mal, dass die meisten beziehungsweise die Branchenkenner, die uns zuhören, auch schon wissen, wer hier zu Gast ist heute.
Speaker: Unser heutiger Gast hat die Buchbranche nämlich über Jahrzehnte hinweg aktiv mitgestaltet.
Speaker: Bereits seit 1992 arbeitet er in der Welt der Bücher und hat dabei nahezu jede Perspektive kennengelernt.
Speaker: Vom Verlagskaufmann über den Lektor bis hin zum Programm und Verlagsleiter.
Speaker: Seine Karriere begann klassisch beim Econ Verlag, wo er zum Verlagskaufmann ausgebildet wurde, was ihn bereits tief in die Mechanismen des Literaturbetriebs eintauchen ließ.
Speaker: Es folgten prägende Jahre bei den großen Münchner Publikumsverlagen Heine und Römer Knauer.
Speaker: Dort arbeitete er zunächst als Lektor und später als Programmleiter.
Speaker: Also quasi an der Schnittstelle, an der aus ungeschliffenen Manuskripten fertige Bücher werden.
Speaker: Er sichtete Stoffe, entwickelte Programme, betreute AutorInnen und hatte das feine Gespür dafür, welche Geschichten LeserInnen wirklich erreichen.
Speaker: Besonders bei Drömer-Knauer verantwortete er unter anderem das Fantasy-Programm sowie die Jugendsparte Pan.
Speaker: 2012 begann dann eines der spannendsten Kapitel seiner Laufbahn.
Speaker: Gemeinsam mit Verlegerin Beate Kuckertz baute er den damals noch jungen Digitalverlag Dot Books auf.
Speaker: wohlgemerkt zu einer Zeit, als viele den E-Book-Markt noch skeptisch betrachteten.
Speaker: Unser Gast gehörte dort von Anfang an zum kreativen Kernteam und verantwortete als Programmleiter das Lektorat.
Speaker: Mit viel Mut, Tempo und Innovationsgeist entwickelte sich DotBooks innerhalb weniger Jahre zu einem der erfolgreichsten unabhängigen E-Book-Verlage in Deutschland.
Speaker: Unter seiner Mitwirkung erschienen nicht nur digitale Neuauflagen bekannter AutorInnen wie Hera Lindh, Wolfgang Holbein oder der bereits erwähnten Tanja Kinkel, sondern auch neue Stimmen, die später Bestseller-Erfolge feiern konnten.
Speaker: Dabei war er nie bloß Verwalter eines Programms, er war dort Talententdecker, er war Ideenentwickler und er war jemand, der Geschichten strategisch ebenso verstand wie emotional.
Speaker: Nach der Übernahme von Dot Books durch Saga Egmont führte er den Verlag dann zusätzlich zu seinen Aufgaben als Programmleiter, auch als Verlagsleiter weiter.
Speaker: Wer mit ihm gearbeitet hat, beschreibt unseren Gast oft als Mischung aus Branchenprofi und Möglichmacher.
Speaker: Jemand, der Menschen fördert, Nachwuchs begleitet und Bücher nicht als Produkte, sondern als Herzensangelegenheit betrachtet.
Speaker: Genau daraus entstand schließlich auch sein heutiger Weg.
Speaker: Nach über 30 Jahren in der Verlagswelt entschied er sich bewusst für einen Neuanfang und lebt nun nach seinem Motto Begleiten, Schreiben, Konfetti werfen.
Speaker: Er unterstützt AutorInnen als Textcoach und Ghostwriter, berät Verlage, moderiert Veranstaltungen und begeistert mit seinem Podcast «Rabberboom» für Literatur und die Menschen dahinter.
Speaker: Besonders spannend ist dabei, dass er nun selbst den Schritt auf die andere Seite wagt.
Speaker: Denn mit «Eine Liebe ohne Sommer» hat unser Gast nun seinen Debütroman veröffentlicht.
Speaker: Und vielleicht macht genau das unseren Gast so besonders.
Speaker: Er hat die Branche von innen geprägt, ohne jemals den Blick für das Wesentliche zu verlieren.
Speaker: Die Liebe zu guten Geschichten und zu den Menschen, die sie erzählen.
Speaker: Wir freuen uns daher sehr, dass er heute Zeit für uns hat.
Speaker: Und nun ganz offiziell herzlich willkommen, Tim Sonderhüsken.
Speaker: Ich freue mich total.
Speaker: Ich bin den Tränen nicht oft nah, aber jetzt gerade bin ich sehr gerührt.
Speaker: Weil du stolz auf dich bist oder...
Speaker: Nee, es ist tatsächlich auch so ein bisschen, also man spricht immer so leicht von Full-Circle-Moments, aber tatsächlich das allererste Mal, dass ich in der Buchbranche Aufmerksamkeit bekommen habe und dass ich eine Branchenzeitschriftenschlagzeile bekommen habe, war im Buchmarkt.
Speaker: 1993 mit einem Foto.
Speaker: Ich sah deutlich jünger aus als heute.
Speaker: Und es ist wahnsinnig schön, dass ich jetzt so viele Jahre später hier sitze und dann diese fantastische, schöne und
Speaker: zumindest einen Punkt auch für mich sehr spannende Vorstellung bekommen habe.
Speaker: Was war spannend?
Speaker: Was hat dich irritiert?
Speaker: dass ihr mit ehemaligen Weggefährten gesprochen habt.
Speaker: Oder es zumindest sehr gefühlsecht vortäuscht, dass es so war.
Speaker: Das kann er annehmen.
Speaker: Das lassen wir jetzt mal unkommentiert.
Speaker: Ich wollte nur erwähnen, deine 30 Jahre in der Buchbranche sieht man dir übrigens überhaupt nicht an.
Speaker: Ich bin ein bisschen neidisch.
Speaker: Das ist allerdings jetzt auch das Ringlicht.
Speaker: Ja.
Speaker: Ich habe mir sagen lassen, wenn Venedig langsam bröckelt, muss einfach viel Licht draufgestrahlt werden.
Speaker: Eine Frage habe ich zu Beginn.
Speaker: Wir reden jetzt ein paar Tage, nachdem dein Roman jetzt erschienen ist.
Speaker: Wie geht es dir eigentlich damit?
Speaker: Jetzt ist er draußen in der Welt.
Speaker: Du hast ihn losgelassen.
Speaker: Wir können das kurz sagen.
Speaker: Heute ist der 19.
Speaker: Mai.
Speaker: Am 15. ist es erschienen, richtig?
Speaker: Genau.
Speaker: Freitag war der offizielle Erscheinungstermin.
Speaker: Da ich es jetzt allerdings noch nicht so in die Größenordnung von Charlotte Link und Sebastian Fitzek gebracht habe, war es kein verbindlicher Erstverkaufstag, sondern die Bücher sind so eine Woche vorher langsam, aber sicher in den Handel gekommen.
Speaker: Und deswegen war der letzte Freitag, also der offizielle Tag,
Speaker: in gewisser Weise gar nichts so Besonderes mehr.
Speaker: Also was schon strange war, war am Samstag davor hat mich eine Buchhändlerin von Hugendubel hier in München am Stachus angetickert und hat gesagt, du, die Bücher sind da, kommst du schnell vorbei und signierst mir ein paar, weil verkauft sich besser.
Speaker: Und dann, obwohl ich überhaupt nicht vorhatte, an dem Tag nochmal rauszugehen, das Haar war nicht gelegt, ich sah auch nicht aus wie jetzt, habe ich mich dann nochmal schnell hochgepumpt und bin rüber.
Speaker: Und das war schon spannend, da reinzugehen,
Speaker: Und sie war nicht unten auf der Fläche, sondern war hinten im Büro.
Speaker: Das heißt, ich bin erst mal rumgelaufen, habe gesucht, wo liegt das Buch überhaupt?
Speaker: Und habe dann so davor gestanden.
Speaker: Und es war ein stranges Gefühl, weil da lag es nun.
Speaker: Ich hatte es natürlich schon gesehen, weil ich hatte meine Blickexemplare ja schon nach Hause bekommen.
Speaker: Aber es war strange, weil es nämlich so eine Mischung war aus himmelhoch jauchzend und auf der anderen Seite nicht zu Tode betrübt, aber auf der anderen Seite so bei, ach, da ist es.
Speaker: Und das ist vielleicht so einer der kleinen Stolpersteine.
Speaker: Ich habe so viele Buch-ETs miterlebt für die ganzen Autoren und Autoren, die ich betreut habe.
Speaker: Und ich habe bis auf wenige Ausnahmen wirklich mit jedem meiner Autorinnen und Autoren mitgefiebert und mitgelitten und das Händchen gehalten und was auch immer.
Speaker: Und jetzt meinen eigenen Book Release zu haben, war dann eher so ein, ja, das ist jetzt so.
Speaker: Aber es war nicht dieses Feuerwerk, was ich zum Beispiel sehr oft auch bei Leuten erlebt habe, die zum ersten Mal ihr Buch hatten.
Speaker: Und bei mir war es jetzt eher so ein, ja, da bist du jetzt.
Speaker: Hallo.
Speaker: Also mal ganz kurz für alle, die sich nicht ganz so in unserer Branche bewegen, Buch-ET ist das ein Bucherscheinungstermin, ne?
Speaker: Entschuldigung, man muss die abgucken.
Speaker: gratulieren und sich feiern.
Speaker: Das ist doch schon mal der erste Fehler.
Speaker: Du hättest auf Insta zeigen müssen, dass du deinem Buch eine eigene Torte gebacken hast und den ganzen Tag nur tanzen durch die Gegend läuft.
Speaker: Ach Mausezahn, jetzt bist du aber wirklich schlecht informiert.
Speaker: Wollte ich gerade sagen.
Speaker: Es gab nicht, es gab eine Torte.
Speaker: Es gab, also die Torte gab es, die habe ich aber nicht selber gebacken.
Speaker: Ich habe natürlich mir überlegt, wie ich diesen Book Release, meinen eigenen Book Release, auch auf Social Media, auf Timothy Paul Muck bei Instagram, wie ich das da begleite.
Speaker: Und ich habe viel begleitet im Vorfeld zum Erscheinungstermin.
Speaker: Und es kam mir aber wirklich ein bisschen blöd vor an, meinem Erscheinungstermin jetzt zu sagen, hey,
Speaker: Look at me.
Speaker: Das ist so wie Siegfried und Roy, die sagten es immer, hey, look at me, I'm Siegfried.
Speaker: Hey, look at me, I'm Roy.
Speaker: Und da ich auch keinen weißen Tiger habe, habe ich gedacht, das bin ich nicht.
Speaker: Und habe deswegen an meinem Book Release Day vier Book Release gefeiert, und zwar die Class of May 15th.
Speaker: Das waren zwei Bücher, die auch bei Rowold, also parallel zu mir bei Rowold erschienen sind und ein Buch, das bei DTV erschienen ist, die alle an dem Tag ihren Book Release hatten, die alle ein illustriertes Cover hatten.
Speaker: Also es sah auch hübsch zusammen aus.
Speaker: Und alles Bücher, auf die ich mich im Vorfeld gefreut habe.
Speaker: Und es wäre mir falsch vorgekommen, jetzt zu sagen, ich springe aus einer Torte oder backse mir selber.
Speaker: Tatsächlich haben mich ein paar Freundinnen später am Viktualienmarkt hier in München überrascht.
Speaker: Oder so halb überrascht, weil mein Mann hatte im Vorfeld gesagt, wir müssen sehr pünktlich losgehen, um die Freitagsfritten zu essen.
Speaker: Und das Thema Pünktlichkeit freitags ist bei mir nie so, weil ich sage immer, wir gehen um Punkt 12 Uhr los und meistens kommen wir um 14 Uhr los, weil ich vollkommen ADAS-mäßig noch schnell ein paar Sachen erledigen will.
Speaker: Und da war ich aber sehr darauf bedacht, wir brechen pünktlich auf, weil dann die Freundinnen da standen mit Konfetti-Kanonen und tatsächlich mit einer Torte.
Speaker: Aber ich nehme dir das nicht übel, dass du mal ausnahmsweise meine Instagram-Stories nicht verfolgen hast.
Speaker: Also Alex ist sonst besser beim Stalken.
Speaker: Nein, ich habe auch genug geliked, das weißt du.
Speaker: Und ich habe, glaube ich, selten war ich so gut vorbereitet auf eine Folge wie heute.
Speaker: Und dann wird einem doch wieder der Trick draus getreten.
Speaker: Aber gut, ist egal.
Speaker: Ich habe mir das hier notiert.
Speaker: Aber...
Speaker: Tim, jetzt lass uns mal zwei Schritte zurückgehen.
Speaker: Man kann das auch alles auf deiner Homepage ganz wunderbar nachlesen.
Speaker: Da hast du seit November letzten Jahres jeden Monat so einen kleinen Ausblick gegeben, wie es zu diesem Buch gekommen ist.
Speaker: Der ist sehr, sehr lesenswert.
Speaker: Den kann man allen ans Herz legen.
Speaker: Aber du hast eben ja auch gesagt,
Speaker: das war alles ergebnisoffen und deine Agentin und die hat dich dann an den Haaren gezupft.
Speaker: Aber jetzt mal ehrlich, ergebnisoffen suche ich mir doch keine Agentin.
Speaker: Und auch wenn ich da so hinkomme und sage, ja, das war eher eine Fingerübung und mal gucken, was wird da, sagt doch kein Agent in der Klasse.
Speaker: Da möchte ich mich aber mal richtig ins Zeug legen.
Speaker: Also so ein bisschen Ehrgeiz war doch dabei.
Speaker: Ehrlicherweise nicht, nein.
Speaker: Also ich enttäusche dich sehr in deiner hervorragenden Vorbereitung und Gesprächsführung.
Speaker: Ich habe mir wirklich den Luxus genommen, in dem Moment, wo ich gesagt habe, ich fange jetzt an zu schreiben, wirklich mit der gerade erwähnten Ergebnisoffenheit dran zu gehen, weil...
Speaker: Ich habe zu oft mit Autorinnen und Autoren gearbeitet, die es auch zu sehr wollten, die zu fokussiert darauf waren, ich schreibe jetzt ein Buch.
Speaker: Und ein Autor, Gott, jetzt habe ich ihn vor Augen, ich muss mich jetzt sehr konzentrieren, den Namen nicht zu nennen.
Speaker: Ich liebe ihn sehr, es wurde aber nichts aus ihm.
Speaker: Der war von Anfang an so verliebt daran, ein Buch zu schreiben,
Speaker: dass er darüber vergessen hat, Liebe ins Buch zu packen.
Speaker: Und so wollte ich tatsächlich nicht sein.
Speaker: Und für mich war, und ich schreibe das ja auch in meinem Making-of, was man übrigens auf meinem Blog raperbum-buchblog.de nachlesen kann.
Speaker: Nicht, dass ihr nach der Website sucht, weil meine Website ist immer noch still under construction, weil dafür keine Zeit war.
Speaker: Aber es gibt meinen Buchblog und da kann man alle Making-of-Teile finden.
Speaker: Verlinken wir in den Shownotes.
Speaker: Ich finde das immer toll, wenn man das sagen kann.
Speaker: Ich vergesse das immer in meinem eigenen Podcast zu sagen.
Speaker: Und ich finde, das klingt immer so sexy.
Speaker: Wir verlinken das in den Shownotes.
Speaker: Ja, aber besser, man sagt es und vergisst es, es verlinken.
Speaker: Das ist peinlicher.
Speaker: Ja, aber den Podcast verlinken wir dann natürlich auch.
Speaker: Ja, sehr schön.
Speaker: Aber deine Frage war ja jetzt gerade, ob ich...
Speaker: Ja.
Speaker: Und für mich war es mit tatsächlich auch Ängsten verbunden und wirklich richtig Ängste, die mich überrascht haben, was ich geil finde, weil dann hat man heute schon nochmal Ängste so in sich selber, auf die man nicht vorbereitet ist.
Speaker: Aber für mich hat es mit Ängsten zu tun gehabt, damit dann auch zum Beispiel an Agenturen zu gehen, weil, und das ist der große Vorteil, den Menschen haben, die niemand in der Branche kennt,
Speaker: Die kennt eben auch keiner.
Speaker: Also es war für mich leichter, das Ohr der Agenten zu kriegen, aber die Fallhöhe war auch höher, weil was wäre gewesen, wenn auf der nächsten Buchmesse dann so die drei, vier, fünf üblichen Verdächtigen, die sich ja natürlich auch alle...
Speaker: Und das war tatsächlich eine ganz...
Speaker: tief sitzende Furcht in mir, dass das passieren wird.
Speaker: Weil ich natürlich wusste, dass ich anders als ein Mensch, der keine Verbindung in die Branche hat, der oft das Pech hat, dass er in Agenturen gar nicht gelesen wird, aber der wird auch eventuell anders beurteilt.
Speaker: Und diese Angst hatte ich dann auch später, als das Buch angeboten worden ist, weil
Speaker: Auch da Monika Kempf, meine großartige, wunderbare Agentin, hat ehrlicherweise, glaube ich, eher so aus taktischer Gesprächsführung gesagt,
Speaker: weißt du schon, wem du es anbieten würdest und wem nicht?
Speaker: Und ich hatte natürlich eine komplette Liste vorbereitet, wo Verlagen, von denen ich nicht möchte, dass es da angeboten wird.
Speaker: Und ich sagte auch, Monika, da brauchst du es nicht anbieten, weil da mag mich die Verlegerin nicht.
Speaker: Da kannst du mich nicht anbieten, weil die Lektorin und ich haben uns mal so gestritten.
Speaker: Da kannst du nicht anbieten, weil der Vertriebsleiter findet mich doof und so weiter.
Speaker: Aber das waren schon die großen Häuser, oder?
Speaker: Du hast jetzt nicht gesagt, ich möchte zu einem kleinen Indie-Verlag, ich möchte dort die absolute Oberspitze sein, aber die machen halt auch nur drei Bücher im Jahr.
Speaker: Da war ich tatsächlich offen und ich habe tatsächlich die Großen eher raussortiert, weil bei den Großen es einfach sehr, sehr viele Menschen gab, wo ich gedacht habe, ach, das ist nicht gut und dann spricht sich das rum und Monika war toll, weil sie hat zu mir gesagt, weißt du Tim, jetzt erkläre ich dir mal was.
Speaker: Ich koste dich viel Geld.
Speaker: Und dieses viele Geld bekomme ich dafür, dass ich nicht tue, was du willst, sondern dass ich tue, was für dich am besten ist.
Speaker: Und deswegen kannst du mir jetzt gerne noch ein paar Mal sagen, wo du überall nicht angeboten werden möchtest.
Speaker: Aber ganz ehrlich, dann brauchst du mich nicht.
Speaker: Und weil ich das sehr gerne mag, wenn Frauen mir sagen, wo es lang geht, weil damit bin ich die letzten 30 Jahre in dieser Branche sehr gut gefahren, habe ich dann gesagt, dann mach mal.
Speaker: Aber warum eigentlich eine Agentin?
Speaker: Also ich meine, du hast doch die ganzen Namen auf Kurzweil.
Speaker: Du kannst doch einfach einmal rumschicken und sagen, hier, guckt dir mal an, sag mal ehrlich, könnt ihr euch das vorstellen?
Speaker: Wenn es morgst, schmeißt weg und wir reden nicht mehr drüber.
Speaker: Ja, ich habe viele Namen auf Kurzwahl, aber so wie ich gar nicht wollte, dass den Menschen, die ich kenne, mein Buch angeboten wird, kenne ich natürlich auch vor allen Dingen Menschen, die grob in meiner Altersklasse sind.
Speaker: Also jetzt wird die eine oder andere Lektorin in Deutschland wütend aufschreien, wenn sie das hört und sagen, ich bin 25 Jahre jünger als er und man sieht jeden Tag...
Speaker: Aber ich kenne natürlich viele Menschen, mit denen ich gemeinsam gearbeitet habe.
Speaker: Ich kenne sehr viele Menschen, die mal meine Volontärinnen waren, die heute noch in der Branche sind.
Speaker: Und ich kenne nicht unbedingt aber die jetzt Anfang-Mitte-30-jährigen Lektorinnen und Lektoren in Deutschland.
Speaker: Und von daher war es auf der einen Seite so, dass ich dachte, ich will mal die Full Experience haben und auch über diese Angst drüber kommen, eine Agentur anzusprechen.
Speaker: Und ich habe natürlich nicht nur eine angesprochen, ich habe mehrere angesprochen und das war mehrfach ein Überwinden meiner Angst.
Speaker: Und gleichzeitig aber auch, das Buch soll nicht zu den Leuten, die im Zweifelsfall sagen, wir geben Tim ein Gnadenbrot und einen Gnadenplatz im Programm, sondern das soll an Leute, die mich potenziell nicht kennen, damit ich auch weiß, dass das
Speaker: nicht mit mir als Mensch, sondern mit meinem Buch zu tun hat.
Speaker: Und das Schöne, wenn ich das noch schnell sagen darf, ist, dass, das ist vielleicht auch ganz schrecklich, vielleicht sollte ich das gerade nicht sagen, aber alle Menschen, die dieses Buch geprüft haben, die mich kennen und die mit mir gearbeitet haben, haben es alle abgelehnt.
Speaker: Und zwar wirklich alle.
Speaker: Und die Angebote, die ich bekommen habe von den Verlagen, die dann mitgeboten haben, das waren zum Glück einige, waren alles Leute, die mich nicht kannten.
Speaker: Oder die mich dann erst kannten, nachdem sie mich mal schnell gegoogelt haben.
Speaker: Das ist ein gutes Stichwort.
Speaker: Wir müssen jetzt hier mal so ein bisschen noch professionell die Hörer abholen und mitnehmen.
Speaker: Denn jeder fragt sich, was hat er jetzt eigentlich geschrieben?
Speaker: Und vielleicht gehen wir diese Schiene mal.
Speaker: Denn du hast unter Pseudonym dieses Buch jetzt veröffentlicht.
Speaker: Deswegen noch die Frage vorab, hast du das Manuskript auch unter Pseudonym angeboten?
Speaker: Also jetzt mal Arzt, wenn ich deine Agentin wäre.
Speaker: Würde ich natürlich jedem sagen, das ist der Sonderhüsten.
Speaker: Wir packen dann einen anderen Namen drauf, aber dann ist der.
Speaker: Und das können auch alle Vertreter sagen im Buchhandel, das ist übrigens der Sonderhüsten.
Speaker: Dortburgs, hier, weißt du Bescheid, Knickknack, bestell mal.
Speaker: Das ist ja eine Hilfe.
Speaker: Trotzdem hast du Pseudonym, lass uns da mal drüber reden.
Speaker: Warum hast du Pseudonym, bevor wir dann endlich mal in den Inhalt gehen?
Speaker: Also ich habe deswegen ein Pseudonym, weil mein Nachname, der ja auch schon zweimal fiel, ist Sonderhüsken.
Speaker: Und Sonderhüsken ist ein Name, wenn man ihn einmal im Kopf hat, vergisst man ihn so schnell nicht, aber man muss ihn erstmal einmal in den Kopf reinbekommen.
Speaker: Und ich habe meine gesamte professionelle Karriere damit zugebracht, Leuten meinen Namen zu erklären.
Speaker: Ich habe eine ganze Zeit lang gesagt, Sonder wie im Sonderangebot und Hüsken mit Übelkeit.
Speaker: Das funktionierte relativ gut, ist aber als Text auf einem Buchcover relativ schwierig unterzubringen.
Speaker: Und wir haben das Buch damals unter meinem richtigen Namen angeboten.
Speaker: Und Monika, das war sehr schön, weil ich habe Monika gesagt, als wir gesprochen haben, wir können dieses Buch unter allem anbieten, wie du es für richtig hältst.
Speaker: Also da war ich schon so weit zu sagen, für ihr Geld muss sie arbeiten und ich vertraue ihr voll und ganz.
Speaker: Und
Speaker: Monika hat gesagt, du, Sonderhüsten ist ein okayer Name.
Speaker: Und ich habe gesagt, wir können es auch unter einem Frauennamen anbieten, weil es ist ein Buch, das, und ich reklamiere diesen Begriff sehr stolz für mich, man kann dieses Buch sehr gerne als Frauenroman bezeichnen, weil die Leserschaft wahrscheinlich zu 99 Prozent aus Frauen bestehen wird.
Speaker: Und
Speaker: Ich persönlich sage, ich habe Frauenromanen immer als Auszeichnung eines Buches empfunden und nicht als Einschränkung eines Buches, weil ich tatsächlich auch zu 90 Prozent sogenannte Frauenbücher lese.
Speaker: Und deswegen habe ich gesagt, wir können das unter einem weiblichen Pseudonym machen.
Speaker: Monika hat gesagt, vollkommener Unsinn, da fangen wir gar nicht erst mit an.
Speaker: Und dann hat sie irgendwann gesagt, nimm doch einfach deine beiden Vornamen, weil du heißt doch noch Paul mit zweitem Vornamen.
Speaker: Da habe ich gesagt, ja.
Speaker: benutze ich aber so nicht und dann sagte sie, naja, außer auf deinem Instagram-Account.
Speaker: Und dann habe ich gedacht, okay, ja, ist schlau und der Gag ist, das muss ich schnell erzählen, eine sehr, sehr liebe, enge Freundin von mir, die ich aber noch nicht so lange kenne und die ich über eine gemeinsame Freundin kennengelernt habe und die mich vorher nur über Instagram kannte, der habe ich diese Geschichte irgendwann erzählt und die guckte mich ganz erstaunt an und sagte, heißt du gar nicht Paul mit Nachnamen?
Speaker: Und ich so, nee, Sonderhüsken.
Speaker: Und sie, das ist ja ein furchtbarer Name.
Speaker: Ich habe immer gedacht, du heißt Paul mit Nachnamen, so wie auf deinem Instagram-Account.
Speaker: Also das zur Geschichte.
Speaker: Ich habe einfach gedacht, Sonderhüsken sieht auf dem Namen Kacke aus.
Speaker: Und wer sich das, darf man hier in diesem Podcast eigentlich Kacke sagen?
Speaker: Darf ich alles sagen.
Speaker: Alles, das wird noch schön.
Speaker: Ich habe mir vorgestellt, Sonderhüsten sieht einfach blöd aus.
Speaker: Timothy Paul ist kurz und knackig und ich hätte nie gedacht, wie sehr ich mir selber damit ins Bein schieße.
Speaker: Das ist nämlich tatsächlich so das erste Jahr, in dem ich mit diesem Namen zu tun hatte, immer wenn es um den Verlag und die Vorbereitung ging.
Speaker: ich immer so das Gefühl hatte, da fehlt was.
Speaker: Timothy Paul, da fehlt ja was.
Speaker: Und mittlerweile kann ich Timothy Paul hören und wirklich das Gefühl haben von, ich heiße so.
Speaker: Weil ich heiße sie auch faktisch so.
Speaker: Wie ist das denn bei Rowold?
Speaker: Weil bei uns ist es so, wenn Autoren sich für ein Pseudonym entscheiden, dann wird das wirklich, dieses Pseudonym wird in allen Datenbanken verbändet.
Speaker: Der Klarname steht irgendwo an einer kleinen Stelle, aber allen wird eigentlich gesagt, rechne damit, du wirst mit deinem Pseudonym künftig angesprochen.
Speaker: Hast du dann immer von Rowold von irgendwelchen Kolleginnen und Kollegen dann Mails bekommen, lieber Herr Paul?
Speaker: Nee, von Rowold bekomme ich glücklicherweise immer nur Mails, wo steht lieber Tim, weil ich das große Glück und wirklich auch dieses Geschenk mit diesem Verlag habe, wo ich von Anfang an extrem sympathisch, nah, freundschaftlich, partnerschaftlich begrüßt worden bin.
Speaker: Ich habe sicher auch ein bisschen was dazu getan.
Speaker: Ich habe ja vorletztes Jahr ein, wie ich immer sage, ein Schülerpraktikum gemacht und habe den Rowold-Stand mit aufgebaut auf der Buchmesse in Frankfurt,
Speaker: weil ich wegen des Deutschen Buchpreises da war, weil ich damals Buchpreisblogger war.
Speaker: Und dann habe ich gesagt, gehe ich am Dienstag ins Museum oder baue ich den Rowold-Stand mit auf und fand es wahnsinnig geil, nach so vielen Jahrzehnten wieder mal einen Stand mit aufzubauen.
Speaker: Also der Kmaler-Stand macht auch super Spaß.
Speaker: Der Kmaler-Stand macht auch super Spaß.
Speaker: Ich weiß, aber so hoch habe ich mich noch nicht dienen.
Speaker: Nee, aber wir können da ja nochmal reden, Oktober, was du da so am Dienstagabend machst.
Speaker: Vielleicht hast du ja auch einen Krimi schon in der Schublade.
Speaker: Das kann ich tatsächlich ausschließen, weil ich bin der eine Mann, der immer sich erschrickt, wenn es bei Bambi donnert und der wirklich Gänsehaut und zwar keine Gute bekommt, wenn die Tatortmelodie läuft.
Speaker: Also ich glaube, von Spannung bin ich wirklich sehr, sehr...
Speaker: Sehr weit weg.
Speaker: Aber das ist doch die perfekte Überleitung, dass wir jetzt mal über das Buch reden.
Speaker: Wie wollen wir es machen?
Speaker: Willst du erzählen, um was es geht?
Speaker: Tina, magst du es mal zusammenfassen?
Speaker: Andi, ich glaube, wir müssen ihn bremsen.
Speaker: Wollt ihr mal?
Speaker: Eigentlich fände ich deine Zusammenfassung gut.
Speaker: Okay.
Speaker: Weil ich glaube, du bist nicht der typische Liebesromanlese.
Speaker: Nein, überhaupt gar nicht.
Speaker: Ich aber auch nicht.
Speaker: Das fängt ja gut an mit euch.
Speaker: Also ich schon.
Speaker: Ja, aber ich habe es gelesen.
Speaker: Tina, wollen wir diesen Podcast zu Ende machen?
Speaker: Wir brauchen doch diese Männer gar nicht.
Speaker: Außerdem ließ es ja Frauen lesen, dieses Buch, zu 99,9 Prozent.
Speaker: Und hier in diesem Podcast sind gerade 75 Prozent Männer.
Speaker: Ich finde, das ist nicht repräsentativ.
Speaker: Du bist also der Meinung, Männer sollen auch mitreden dürfen, wenn es um Bücher geht.
Speaker: Jetzt um Frauen.
Speaker: Gefühle.
Speaker: Männer sollten auch um Gefühle.
Speaker: Komm, Andi, dann mach du mal.
Speaker: Worum geht's?
Speaker: Es geht um Rosa, die auch interessanterweise Lektorin und Ghostwriterin ist.
Speaker: Das fand ich auch sehr spannend.
Speaker: Und sie verliebt sich in einen Mann.
Speaker: Die Mutter lebt unter ihr und sie begegnet ihm zufällig im Treppenhaus und
Speaker: Es passiert, was passieren muss.
Speaker: Er ist ein wahnsinnig schöner Mann.
Speaker: Und eigentlich will sie sich quasi nicht verlieben in ihn.
Speaker: Aber es ist sofort um sie geschehen.
Speaker: Und es entwickelt sich so eine zarte Liebesgeschichte.
Speaker: Sie weiß nicht so richtig, was wird jetzt daraus?
Speaker: Wird das was Festes oder nicht?
Speaker: Und ihre Freundinnen lieben ihn aber auch alle.
Speaker: Und bevor es dann aber so richtig losgehen kann, bevor sie sich so richtig verlieben können.
Speaker: Wollen wir das verraten?
Speaker: Ja, das können wir noch, oder?
Speaker: Das steht auch im Serbetext.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Stirbt der Mann unter tragischen Umständen.
Speaker: Und bevor sozusagen deswegen eine Liebe ohne Sommer, sie haben sich auf den Sommer gefreut und können den leider nicht zusammen verbringen.
Speaker: Und Rosa, die Hauptfigur, macht sich dann aber auf die Suche und will so ein bisschen erfahren, wer war eigentlich dieser Mensch?
Speaker: Hätte ich mich in den verliebt?
Speaker: Hätte ich mir ein Leben mit dem vorstellen können?
Speaker: Lernt ganz viele Menschen kennen, seine Familie, seine Freunde etc.
Speaker: Und so entwickelt sich nach und nach auch ein Bild dieses Mannes.
Speaker: Und ich muss sagen, ich habe am Anfang echt gebraucht, um reinzukommen und am Ende fand ich es aber auch, also wir wollen ja natürlich nicht das Ende verraten, aber das war so wholesome am Ende.
Speaker: Also man geht da irgendwie mit einem ganz schönen, warmen Gefühl aus dem Roman raus.
Speaker: Also von daher, das hat mir sehr schön gefallen.
Speaker: Und was mir auch gefallen hat, es gibt immer so Notizen zwischendrin.
Speaker: Sie macht sich dann immer Notizen, schreibt sich so auf, was sie gerade so fühlt, was sie denkt.
Speaker: Das ist auch immer durchgestrichen dann.
Speaker: Aber auch dieses Durchgestrichene bleibt drin.
Speaker: Und das fand ich super, weil es den Text auch immer wieder aufgelockert hat.
Speaker: Ja, das waren jetzt so meine wirren Gedanken dazu.
Speaker: Aber das war schön.
Speaker: Ihr habt dem sehr gerne zugehört.
Speaker: Es ist tatsächlich, Tim, das hatte ich dir auch damals geschrieben, nachdem ich, ich habe es dann, ich habe abwechselnd gelesen, aber auch als Hörbuches gehört.
Speaker: Und es kam dann, also er ist tot und das kann man auch sagen, es kommt, die Beerdigung wird beschrieben, das ist kein Wunder, er ist ja auch tot.
Speaker: Und ich habe gedacht, ja, das war, jetzt ist er tot, so endet, jedes Buch endet quasi dann, jedes traurige Buch endet mit dem Tod.
Speaker: Und
Speaker: ja, das war nett.
Speaker: Und dann guckte ich aber auf diesen Fortschritt in der NetGalley-App und dachte, ach, guck mal, du hast ja nicht mal die Hälfte.
Speaker: Und dann bekommt dieses Buch eine komplett neue Dynamik, fand ich.
Speaker: Und
Speaker: auf einmal, weiß ich nicht, vielleicht ist das für so schlichte Gemüter wie mich, die dann doch noch ein bisschen mehr Handlung brauchen, passiert tatsächlich was.
Speaker: Da sind wir dann auch beim Thema Gutscheine.
Speaker: Sie nämlich ja auch Gutscheine bei so selbst gemalte, selbstgeschriebene Gutscheine von offensichtlich Freunden oder Affären, keine Ahnung, sie weiß es nicht, findet sie in seinem Nachlass, weil sie muss eben mit der ehemals zukünftigen Schwiegermutter diesen Nachlass organisieren
Speaker: und wird da komplett eingebunden in alles und muss immer so ein bisschen mit sich hadern.
Speaker: Traue ich jetzt?
Speaker: Muss ich öffentlich richtig schlimm traurig sein?
Speaker: Bin ich denn überhaupt richtig schlimm traurig?
Speaker: Weil so gut kannte ich ihn nicht, auch wenn er ein toller, sehr schöner Mann war.
Speaker: Und in diesem Nachlass findet sie dann eben diese Gutscheine und fragt sich, wer hat die geschrieben und stellt fest, ich kannte diesen Mann eigentlich gar nicht.
Speaker: Da sind noch so viele Fragezeichen.
Speaker: Und begibt sich dann, da sind wir fast schon wieder im Krimi-Bereich, begibt sich auf Spurensuche und fängt an zu recherchieren und zu ermitteln, möchte ich fast sagen.
Speaker: Also es ist in der zweiten Hälfte, es ist ein Krimi, kann man sagen.
Speaker: Genau, eigentlich habe ich einen Thriller geschrieben.
Speaker: Das war gar kein Unfall.
Speaker: Ja.
Speaker: Das erfahren wir im zweiten Teil von ein Sommer ohne Winter.
Speaker: Nein, eine Liebe ohne Winter.
Speaker: Das hat große Freude gemacht.
Speaker: Und ich habe aber auch gelesen, diese Gutscheine, was im Buch eigentlich ein, nicht Detail ist, aber ein kleiner Ausschnitt, nur das war eigentlich das, was dich zu dem Ganzen gebracht hat.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Soll ich da jetzt schon antworten oder möchte Tina noch was zum Buch sagen?
Speaker: Nein, Tina Nick, das heißt, ich rede jetzt über die Gutscheine.
Speaker: Das Ding ist, ich habe sehr, sehr viele Bücher gemacht mit sehr vielen Autorinnen und Autoren.
Speaker: Und natürlich kommt in der Zusammenarbeit mit Autorinnen und Autoren immer wieder, oder kam zumindest bei mir immer wieder der Punkt, dass die gefragt haben, warum schreibst du eigentlich nicht selber?
Speaker: Ich glaube immer noch, sie hatten und haben gedacht, dann werden sie mich los als Lektor.
Speaker: Aber diese Frage stand im Raum.
Speaker: Und ich habe viele, viele Jahre lang zwei Dinge gesagt.
Speaker: Das erste war, ihr habt keine Zeit.
Speaker: Das stimmt, weil wer als Lektor arbeitet hat, für alles Zeit.
Speaker: Aber nicht dafür, Bücher zu schreiben.
Speaker: Und das Zweite war, dass ich immer gesagt habe, ich bin nicht der Mensch für originäre Ideen.
Speaker: Ich kann aus einem Halbsatz, den mir eine Autorin oder ein Autor hinwirft, kann ich sofort sagen, Moment mal, das ist gut, lass uns darüber reden.
Speaker: Aber diese eine ursprüngliche Idee, die hatte ich nie.
Speaker: Und ich habe auch immer gesagt, man muss als Lektor, also meiner Meinung nach, die drei wichtigsten Eigenschaften eines Lektors sind Demut, Härte und Humor.
Speaker: Und das mit der Demut habe ich sehr internalisiert und habe immer meine Rolle als derjenige gesehen, der Autorinnen und Autoren zuarbeitet und habe da auch mein Glück drin gefunden.
Speaker: Und dann, als ich mir selbst dieses Sabbatical geschenkt habe und nach einem Monat Croissant-Essen gedacht habe, jetzt muss mal wieder irgendwas passieren, weil mehr als ein Monat Stillstand ist nicht gut für mich, habe ich in der Silvester-Ausgabe der Zeit, also der Zeitung Die Zeit, einen Artikel gelesen, der wahrscheinlich irgendwann im Frühsommer vorbereitet wurde.
Speaker: Immer so, wenn man gerade nichts mehr...
Speaker: Wenn man nichts mehr hat gerade und wenn man noch irgendwas braucht, dann kann man die Geschichte raushauen.
Speaker: Und jetzt kamen sie Silvester rein, nämlich über Gutscheine, die man findet.
Speaker: Da waren so die Klassiker bei, die Mutter, die einen Gutschein findet von ihrem Sohn für einmal Blätter auffegen, hat niemals danach Blätter aufgefegt, hat heute aber ein Gartencenter.
Speaker: Oder natürlich der große Klassiker, Gutschein für eine Reise mit der besten Freundin, niemals eingelöst, die beste Freundin ist gestorben.
Speaker: So, ich habe diesen Artikel gelesen, der sehr schön und gefühlvoll war.
Speaker: Und habe dann wirklich auf meinem Sofa gesessen und dann war es da, dass ich nämlich plötzlich dachte, Mensch, Gutscheine, Gutscheine ist irgendwie ein gutes Thema.
Speaker: Wer bekommt Gutscheine?
Speaker: Eine Frau.
Speaker: Muss immer eine Frau sein.
Speaker: Frau ist spannend.
Speaker: Von wem bekommt sie die?
Speaker: Mann.
Speaker: Mann ist auch spannend.
Speaker: Und dann war lustigerweise der Gedanke, der dann alles ans Laufen gebracht hat, war wirklich dieser Gedanke, was ist mit diesem Mann?
Speaker: Und dann wusste ich, dieser Mann ist tot.
Speaker: Und dann hatte ich diese Grundidee und daraus ist entstanden meine Figur Rosa, die also von Anfang an, wenn die Geschichte anfängt, weiß, dass der Mann, der vielleicht die große Liebe ihres Lebens geworden wäre, tot ist.
Speaker: Und für mich war dann, ich habe ja gerade schon viel über das Exposé gesprochen, war für mich die Spannung daran, auch Rosas Weg zu begleiten, nämlich einmal durch den Teil, wie kommt sie zu dem Punkt, dass sie sich die Frage stellt, wäre dieser Mann die große Liebe meines Lebens geworden?
Speaker: Was ja der Punkt ist, wo sie dann eben auch weiß, aber jetzt ist er tot.
Speaker: Und dann die Geschichte zu erzählen, wie es da für sie weitergeht und mich und die Figur ein bisschen daran abzuarbeiten, was das überhaupt ist, eine große Liebe und ob es immer überhaupt diese Zuschreibung braucht.
Speaker: Und je länger ich dieses Buch geschrieben habe, je länger ich mich mit dem Buch beschäftigt habe, je länger ich jetzt auch mit Leserinnen und Lesern über dieses Buch spreche, da gender ich noch, obwohl ich außer euch beiden keinen einzigen Mann bisher kenne.
Speaker: Und tatsächlich ein ganz und gar großartiger Vertreter von Rowold.
Speaker: Dann sind wir immer noch bei 99,9 Prozent im Verhältnis zu 0,1 von allen Leserinnen.
Speaker: Ja.
Speaker: So.
Speaker: Wenn ich mit Menschen darüber spreche, merke ich, dass diese Frage tatsächlich für jeden was auslöst.
Speaker: Nämlich, muss eine Liebe immer eine große Liebe sein?
Speaker: Was macht eine Liebe zur großen Liebe?
Speaker: Ist eine große Liebe mehr wert als eine kleine?
Speaker: Oder ist eine große Liebe auch mehr wert als 20 kleine?
Speaker: Und das war die Frage, die mich dann wirklich dazu gebracht hat, mich hinzusetzen und die Geschichte von Rosa zu schreiben.
Speaker: Und wie du gerade ja schon gesagt hast, von den Menschen, denen sie auf dieser, in Anführungszeichen, Spurensuche begegnet.
Speaker: und die alle auch ihre eigene Ansicht zum Thema Liebe haben.
Speaker: Und das war einfach ein großer Spaß und das hat mich durch dieses Buch getrieben.
Speaker: Und ich freue mich jetzt schon auf die Lesereise, weil das natürlich eine Möglichkeit ist, auch mit Menschen dann ganz nahbar auch darüber zu sprechen.
Speaker: Wie ist es bei Ihnen?
Speaker: Haben Sie Ihre große Liebe heute dabei?
Speaker: Haben Sie Ihre große Liebe zu Hause?
Speaker: Brauchen sie eine große Liebe.
Speaker: Die besten große Liebe ist verstorben, alle mal Hände heben, so was.
Speaker: Mal richtig Bestimmung zu haben.
Speaker: Ja, so als heiterer Auftakt am Anfang, genau.
Speaker: Aber auch das zum Beispiel ist sehr spannend.
Speaker: Es ist lustig, weil mein Instagram-Profil funktioniert gar nicht so gut über die Kommentare, die ich bekomme, sondern funktioniert schon von Anbeginn an sehr gut über Direct Messages, was leider vom Algorithmus in keiner Weise gewertschätzt wird.
Speaker: Und mir schreiben sehr viele Menschen, die das Buch jetzt gelesen haben, genau diesen Punkt, den du gerade angesprochen hast.
Speaker: Die sagen,
Speaker: ich habe meine Eltern verloren oder, klingt jetzt irgendwie blöd, ist aber auch sehr emotional, ich habe meinen Hund verloren oder tatsächlich auch, ich habe meine Freundin oder meinen Freund verloren.
Speaker: Und die sich darüber mit mir austauschen wollen und das empfinde ich gerade als ganz großes Geschenk, dass diese Menschen,
Speaker: mir dieses Vertrauen entgegenbringen und dass ich ihnen aber auch für sowohl die Trauer als auch für das Schöne, was mit der Erinnerung an einen geliebten Menschen oder bei einem Hund ein geliebtes Wesen einhergehen kann, dass ich ihnen dafür auch einen Resonanzraum geben darf.
Speaker: Und das ist eine Erfahrung, mit der habe ich also wirklich überhaupt nicht gerechnet.
Speaker: Und ich finde die total schön und für mich
Speaker: Also nicht für mich als Autor, so sehe ich mich eh noch nicht, aber für mich als Mensch ist das gerade eine unheimlich schöne Erfahrung.
Speaker: Und ich bin gespannt, wie das auf der Lesereise wird.
Speaker: Ich habe das Gefühl, wir hüpfen ein bisschen.
Speaker: Wir könnten auch darüber reden, wie es ist, als Debutant einfach mal eine Lesereise hinzubekommen.
Speaker: Da hilft es wahrscheinlich so ein bisschen, wenn man nämlich doch schon einen Fuß in der Branche hatte.
Speaker: Und ich überlege gerade, welche...
Speaker: Ich überlege gerade, welche Richtung wir gehen.
Speaker: Da muss ich unterbrechen, Alex, weil es ist ganz, ganz lustig, dass du das so sagst, weil die Reise ging ja Anfang dieses Jahres los, also die Reise für alle, die uns zuhören, wenn die Vertreter auf dem Weg sind, die Buchhandlungen besuchen oder die großen Börsen der großen Ketten besuchen und da dieses Programm vorstellen.
Speaker: Und ich habe Ende Januar, habe ich hier in München eine Veranstaltung des Börsenvereins moderiert, oder nicht moderiert, sondern ich habe ein Teilsegment moderiert, der IG Belsa, der Interessengemeinschaft Bittetristik und Sachbuch.
Speaker: Wurste sehr gelobt übrigens, dein Wort.
Speaker: Dankeschön.
Speaker: Habe auf jeden Fall da mit der Vertriebsleiterin von Rowold, der wunderbaren Imke Schuster, gesprochen und Imke lachte.
Speaker: Imke lacht immer, ist ein strahlender Mensch.
Speaker: Und lachte und sagte, du, wir merken jetzt gerade so, es bringt überhaupt nichts den Buchhändlern zu sagen, dass man dich kennt, weil die kennen dich alle überhaupt nicht.
Speaker: Weil mich kennen viele Menschen in Verlagen.
Speaker: Und mich kennen auch mittlerweile ein paar Leute bei Instagram und in dieser ganzen Buchbubble und so weiter.
Speaker: Buchhändlerinnen und Buchhändler kennen mich in den allermeisten Fällen überhaupt nicht, weil man als Lektor immer in der zweiten Reihe steht, beziehungsweise als ich habe für Drömer damals, wir haben Knauer Lemon damals gestartet, das war so das junge Label bei Drömer.
Speaker: Dann haben wir Pan gestartet, den gerade schon mal erwähnten Fantasy Jugend, also All-Age-Verlag.
Speaker: Wir waren vor unserer Zeit, das war nicht so eine gute Idee.
Speaker: Und da bin ich viel gereist durch den Buchhandel, habe viel Promotion gemacht und habe viel Veranstaltung gemacht.
Speaker: Aber ganz ehrlich, das ist jetzt auch dann 20 Jahre her und die sind teilweise alle im Ruhestand.
Speaker: Also es war wirklich ein Beackern für den Rowold-Vertrieb, das Buch so gut einzuverkaufen, weil es wirklich nicht offene Türen waren, sondern eher ein, ach so, ein Lektor hat ein Buch geschrieben.
Speaker: Aber was war denn jetzt dein Vorteil?
Speaker: Du darfst mir ja auch nicht alle Illusionen nehmen, weil ich habe das ja immer noch so für mich als zweites Standbein, falls mal so als Sicherheitsnetz, dass ich dann Krimis schreibe unter Pseudonym.
Speaker: War es zumindest so, dass du durch dein Wissen mit deiner Agentin womöglich bei der Vertragsverhandlung andere Akzente gesetzt hast?
Speaker: Das ist dir vielleicht gar nicht, ich spinne jetzt mal, dass du nicht gesagt hast, ich brauche Mördervorschuss, sondern du hast gesagt, Leute, ich möchte aber auf der Thalia-Staatsseite irgendwie reingebucht werden und
Speaker: Ich möchte, weiß ich nicht, hunderttausende Werbemittel, die in einem Heißhutballon über Berlin verschüttet werden können.
Speaker: Alex und der Heißluftballon.
Speaker: Also Mausenzahn, du hast dafür, dass du Teil der Branche bist, relativ humorvolle Vorstellungen von der Branche.
Speaker: Vielleicht solltest du wirklich einen fantastischen Roman über die Branche schreiben.
Speaker: Ich finde, Alex klingt immer so optimistisch und positiv und zugewandt und zuversichtlich.
Speaker: Ich will einfach meinen Heißluftballon.
Speaker: Ja, ich weiß, du möchtest deinen Heißluftballon und ich glaube, den werden wir noch ganz oft in Erwähnung finden in diesem Podcast.
Speaker: Ich merke mir das auch für irgendein Buch.
Speaker: Da ist jetzt ein Star-Autor, weil er im Lektorat arbeitet.
Speaker: Aber ich glaube tatsächlich, wie du gesagt hast, die BuchhändlerInnen kennen in der Regel keine LektorInnen.
Speaker: Also die kennen vielleicht den... Beim Vertrag, also ohne, dass wir indiskret werden.
Speaker: Aber hattest du da schon so ein bisschen deinen Bonus, dass du einfach vom Fach bist?
Speaker: Dass du vielleicht gesagt hast, nee, mir sind andere Sachen wichtiger.
Speaker: Ich möchte beispielsweise wirklich ein definitives Mitspracherecht bei allen Prozessen haben.
Speaker: Sowas hast du dir doch hundertprozentig mit reinschreiben lassen.
Speaker: Also dazu muss man sagen, dass ich habe in meiner Karriere natürlich sehr, sehr viele Verlagsverträge gelesen.
Speaker: Und gerade damals, als wir für Dot Books den Verlagsvertrag entwickelt haben, möchte möglich sein, dass wir da auch so ziemlich jeden Verlagsvertrag, den wir irgendwie ranschaffen konnten, ausgewertet haben, um zu gucken, wie holen wir uns die schönsten Sachen raus.
Speaker: Als ich den Vertragsentwurf von Rowold vorgelegt bekommen habe, war ich erst kurz irritiert, weil das war ja nicht der, den ich bei Dortmund immer selber unterschrieben habe.
Speaker: Und der Verlagsvertrag von Rowold ist unfassbar fair.
Speaker: Also ich weiß gar nicht, ob es der insgesamte Holzbrink-Vertrag ist, aber der Rowold-Vertrag ist sehr zugewandt für Autorinnen und Autoren.
Speaker: Da waren wenige Dinge drin, die ich überhaupt angesprochen habe.
Speaker: Mir waren zwei, drei Sachen wichtig, dass ich zum Beispiel beim Hörbuch...
Speaker: war mir wichtig, dass eine Klausel reinkommt und dass das Hörbuch auf gar keinen Fall von einer KI eingelesen werden darf.
Speaker: Also das wäre für mich ein No-Go gewesen, weil ich eben auch wusste zu dem Zeitpunkt, dass verschiedene Hörbuchverlage, keine großen Deutschen, aber vielleicht ein großer Dänischer, damit experimentiert haben.
Speaker: Und das wollte ich von Anfang an ausschließen, dass das passieren kann.
Speaker: Und nee, da habe ich mich gar nicht so sehr einbringen müssen, weil glücklicherweise die Tore von Rowold da so groß waren.
Speaker: Und um deine Frage, damit ich dir das eine Zückerchen geben kann, der einzige Punkt, glaube ich, in der gesamten
Speaker: Zeit jetzt, die ein Vorteil für mich war, war der Punkt, dass ich die Agenturen kannte, die ich angeschrieben habe und dass natürlich, wenn jemand, mit dem man über viele Jahre gearbeitet hat, eine Mail schreibt, klickt man die Mail an und man klickt die eher an als die Mail von Puttchen Brammel, die kein Mensch kennt.
Speaker: Also da habe ich einen großen Vorteil gehabt.
Speaker: Ich habe schon gesagt, die Angebote kamen nur von Leuten, die nicht mit mir gearbeitet haben.
Speaker: Schönster Moment, als Katharina Dornhöfer die Rohrwold Polaris
Speaker: Verlagsleiterin, Programmleiterin, zu mir sagte im Kennenlerngespräch beim Best Offer, bin ich eigentlich der einzige Mensch bei Rowold, der sie nicht kennt?
Speaker: Und ich so, ja.
Speaker: Aber auch schön, weil die wollte das Buch und nicht mich.
Speaker: Und was ein großer Vorteil ist, ist, dass es mir jetzt gerade hilft, weil ich
Speaker: zwar selten auf die Ratschläge höre, die ich selber meinen Autorinnen und Autoren gegeben habe, aber einen habe ich beherzigt und das ist, in der Sekunde, wo das Buch veröffentlicht ist, gehört das Buch nicht mehr dem Autor oder der Autorin, sondern es gehört den Menschen, die es lesen.
Speaker: Und daraus folgt für mich aber auch, was die Menschen da draußen über mein Buch denken, ist im Positiven eine Added Value, aber es hat nichts mit mir zu tun.
Speaker: Die Menschen da draußen lesen ein Buch mit ihrem Mindset, mit ihrer Erwartungshaltung, mit ihren Wünschen, mit ihrer Geschichte.
Speaker: Und es gab jetzt bisher ein großes Liebesfest für mich und sehr, sehr viele sehr, sehr schöne Rezensionen.
Speaker: Und es gab zwei, drei, wo ich gedacht habe, okay, finde ich das jetzt gut.
Speaker: Aber zu wissen, das ist vollkommen okay, dass die das Buch nicht gut finden, dass es ihnen nicht gefallen hat.
Speaker: Dass sie, so wie Andreas gerade ja auch gesagt hat, am Anfang ist er nicht so gut reingekommen und danach hat es ihn gepackt.
Speaker: Das hat nichts unbedingt mit meinem Buch zu tun.
Speaker: Das hat aber viel damit zu tun, wie Andreas liest, was Andreas für Lesegewohnheiten hat und so weiter.
Speaker: Und das ist alles wichtig und richtig.
Speaker: Keine Lese-Romane.
Speaker: Aber man muss eben auch nicht...
Speaker: jede Rezension lesen.
Speaker: Ich wollte gerade fragen, bist du wirklich so abgeklärt?
Speaker: Also das muss doch, das tut doch trotzdem.
Speaker: Du hast da so unglaublich viel Arbeit und Liebe reingesteckt in dieses Buch und dann kommt da irgendwie so ein Dödel und schreibt, ja, war okay.
Speaker: Nee, finde ich vollkommen okay, weil erstmal, man muss ja auch immer sehen, was da passiert.
Speaker: Die Dödels,
Speaker: haben sich die Zeit genommen, dieses Buch zu lesen.
Speaker: Im Moment sind noch sehr viele dabei, die das Buch als Rezensionsexemplar vom Verlag bekommen haben.
Speaker: Die haben also zumindest nicht die 22 Euro gezahlt.
Speaker: Aber sie haben ihre Zeit investiert.
Speaker: Und die haben jedes Recht zu sagen, es hat mir gefallen und jedes Recht zu sagen, was für ein Scheiß.
Speaker: Ja, natürlich.
Speaker: Das ist so diplomatisch, aber man kann ihn doch doof finden, wenn die das sagen.
Speaker: Ja, das kann man doof finden.
Speaker: Ich möchte aber auch nicht in so manche Falle reinlaufen, in die, glaube ich, viele Autoren und Autoren reinlaufen.
Speaker: Und ich zitiere da immer gerne Sebastian Fitzek, weil er es selber auch sehr offen sagt.
Speaker: Sebastian Fitzek hat auf einer Veranstaltung, wo ich auch moderiert habe, letztes Jahr im Sommer in Berlin vom Börsenverein, hat er erzählt, also nicht mir, sondern dem Podium, dass er genau weiß, wie viel Erfolg er hat und dass er genau weiß, wie gut es bei ihm läuft.
Speaker: Aber wenn er bei Amazon eine Ein-Sterne-Kritik von Jens Hinterkröchten aus Kleinwitz-Murschau liest, denkt er, nee.
Speaker: Und hat den ganzen Tag schlechte Laune.
Speaker: Und ich habe damals im Publikum gesessen und habe gedacht, so wirst du nicht.
Speaker: Und das klappt für mich ehrlicherweise gerade sehr gut.
Speaker: Und in einem Punkt habe ich mir selber dann...
Speaker: Also muss ich mir widersprechen.
Speaker: Ich habe mit einer Bloggerin im Vorfeld relativ viel mich ausgetauscht, weil die auf meinem Blogger-Event in Leipzig war.
Speaker: Wir uns da nicht unterhalten haben.
Speaker: Sie hat mir geschrieben, dass sie das Buch bekommen hat, dass sie sich darauf freut, es zu lesen.
Speaker: Sie hat mir, während sie das Buch gelesen hat, ein paar Mal sehr, sehr schönes Feedback gegeben und hat gesagt, ah, jetzt ist das passiert, da habe ich nicht mit gerechnet.
Speaker: Oder, uh, ich hätte nicht gedacht, dass du das jetzt tust und es gefällt mir gut.
Speaker: Also es war...
Speaker: Sehr schön.
Speaker: Dann hat sie ihre Rezension veröffentlicht und da steht unter anderem drin, dass das Buch für sie verwirrend war und dass sie es als skurril empfunden hat.
Speaker: Und das ist jetzt auch vielleicht für die Menschen, die uns zuhören, die nicht aus Verlagen kommen.
Speaker: In Verlagen ist skurril, glaube ich, das größte No-Go, was man über ein Buch sagen kann.
Speaker: Also ich kannte einen Vertreter bei Drömer, der immer, wenn er ein Buch abschießen wollte in der Vertreterkonferenz, einfach nur mal einfließen hat lassen.
Speaker: Ich fand es ja in Teilen skurri.
Speaker: Und sofort wurde aus einem Spitzentitel ein Umfeldtitel, der ins nächste Programm geschoben wurde.
Speaker: So, ich habe also sehr einen Schreck bekommen.
Speaker: Und bei verwirrend habe ich natürlich das Gefühl, okay, da habe ich dann aber meinen Job nicht gut gemacht, wenn das Buch verwirrt.
Speaker: Und habe mir, weil wir schon so einen netten Kontakt hatten, habe ich mir da erlaubt, wirklich ihr zu schreiben und zu sagen, pass auf,
Speaker: um sie zu beleidigen.
Speaker: Ich finde das vollkommen okay, dass du das so geschrieben hast, aber ich würde gerne wissen, warum du diese beiden Worte verwendet hast.
Speaker: Sie hat drumherum geschrieben, dass es ihr gut gefallen hat und so weiter, aber sie hat eben diese beiden Worte verwendet, die für mich als Verlagsmenschen den Overkill bedeuten.
Speaker: Und das war sehr schön, weil sie war dann sehr erstaunt, weil sie das Wort skurril als Synonym für lustig und überraschend verwendet.
Speaker: Und sie das Wort verwirrend verwendet hat, weil sie sagt, naja, es ist ja eine für die Figur, für Rosa sehr verwirrende Grundsituation, dass sie
Speaker: einen Mann geliebt hat und ja auch eine gewisse Zeit mit diesem Mann verbracht hat und dann feststellen muss, ich kannte eigentlich diesen Mann gar nicht so richtig und sie dann darüber, dass sie so viele Leute kennenlernt, die ihn kannten.
Speaker: Jetzt gucke ich gerade runter, weil ich hier WhatsApp-Nachrichten, Entschuldigung, mitten im Redefürs.
Speaker: Ich schicke schnell eine Sprache.
Speaker: Und sie gesagt hat, für die Figur war das doch sehr verwirrend.
Speaker: Und für mich war es wirklich spannend zu sehen, dass sie mein Buch sowohl mit verwirrend als auch skurril loben wollte in gewisser Weise.
Speaker: Und ich es einfach so nicht verstanden habe.
Speaker: Und jetzt habe ich aber für mich auch entschieden, das habe ich jetzt einmal gemacht und ich werde jetzt nie wieder bei einem Rezensenten oder einer Rezensentin nachfragen, weil ich finde auch das...
Speaker: Das muss man nicht tun.
Speaker: Dann ist man sehr schnell bei, über die Toten und das Gute, aber Ephraim Kishon, der früher in Düsseldorf, da weiß ich es, weil viele Freunde von mir in Düsseldorf im Buchhandel waren, immer wenn Ephraim Kishon, für die Jüngeren unter uns, Bestsellerautor der 70er, 80er Jahre,
Speaker: Wenn der in Düsseldorf war, ist er immer die Buchhandlung auf der Kö abgegangen und hat Storecheck gemacht und hat sich wahnsinnig aufgeregt, wenn nicht alle seine Bücher da waren.
Speaker: Und sie, auch wenn sie zehn Jahre alt waren, nicht in vorderster Reihe standen.
Speaker: Und so will man nicht sein.
Speaker: Man will freundlich sein und offen sein und will von den Dingen, die einem geschenkt werden, wenn man ein Buch veröffentlicht,
Speaker: Überrascht werden und glücklich sein und nicht nickelig sein und sagen, es liegen aber nur drei Bücher von mir da und von dem anderen Buch liegen doch sechs da.
Speaker: Ich glaube, was man nicht vergessen darf, was du gerade die Geschichte mit Skurril und Verwochen erzählt hast, es ist halt keine professionelle Literaturwissenschaftlerin oder Buchrezensentin von irgendeinem größten Medienhaus, sondern es ist eine Bloggerin, die einfach
Speaker: ich sage jetzt mal von Herz zu Herz schreibt, die verwendet natürlich andere Worte als aus der Branche heraus oder Branchenwörter, die intern sind, also wie jetzt skurril, dass das bei euch quasi nochmal ein Extraschlag ist.
Speaker: Und was ich sagen will ist,
Speaker: Natürlich wird nicht jedem dein Buch gefallen, der es gelesen hat.
Speaker: Also es gibt immer eine kritische Masse, die sagt, ich nehme das in die Hand, es gefällt mir das Cover, ich lese rein und der einen Zielgruppe gefällt vielleicht der erste Teil und die findet, warum braucht es den zweiten?
Speaker: Hä, verstehe ich nicht.
Speaker: Oder umgedreht oder es gibt Momente, die ich gut finde, aber den Rest der Geschichte irgendwie auch ganz doof.
Speaker: Also von daher, ich glaube tatsächlich, dass ich auch niemals Rezensionen lesen würde, wenn ich ein Buch schreibe, weil es, ich glaube, du hast ja auch eine Erwartung an das Buch oder beziehungsweise bist ja eigentlich zufrieden mit dem Buch.
Speaker: Also wenn du es abgegeben hast, hast du so eine gewisse Ebene erreicht für dich als Autor oder Autorin, wo du sagst, so möchte ich es weitergeben.
Speaker: Und ich glaube auch, dass es einen Mürbe macht, wenn man
Speaker: die ganzen Ein-Sterne-Rezensionen liest, wobei natürlich da auch wahrscheinlich die Hälfte sagt, das Buch kam nicht pünktlich an.
Speaker: Genau.
Speaker: Dass man sich gar nicht damit beschäftigt, also worüber man sich natürlich freut, sind Rezensionen in großen Medien oder Podcasts, Hörbuchbesprechungen oder sowas.
Speaker: Aber im Endeffekt muss man mit sich selbst klarkommen.
Speaker: Das ist so wie, wenn es um die eigene Person geht, so ist es halt eben auch mit dem Produkt, was man veröffentlicht,
Speaker: Man muss mit sich selbst im Reinen sein zu dem Produkt und ich glaube, dann ist es auch egal, ob Dennis Schäck einen in die Tolle wirft oder nicht.
Speaker: Ob das gerechtfertigt ist, das ist einfach mal dahingestellt, aber man kommt dann einfach mit sich selbst ins Reine und sagt, ja, dann hat es dir halt eben nicht gefallen.
Speaker: Dann bist du nicht der Mensch, für den ich es geschrieben habe.
Speaker: Genau.
Speaker: Und vor allen Dingen auch, es wäre ja schrecklich, wenn uns allen dieselben Bücher gefallen würden.
Speaker: Also furchtbar.
Speaker: Jeder von uns hat seine eigenen Vorlieben.
Speaker: Jeder hat sein Lieblingsgenre.
Speaker: Jeder hat seine literarischen Kings, die er gerne bedient haben möchte.
Speaker: Und ich freue mich tatsächlich über jede Rezension, die ich bekomme.
Speaker: Also vielleicht nicht über Buch kam verknickt an und drei Tage später.
Speaker: Also das braucht, glaube ich, niemanden.
Speaker: Ich habe allerdings eine sehr liebe Freundin, die alle Amazon-Rezensionen für mich screenet.
Speaker: Die hat gesagt, du musst dir die nie angucken.
Speaker: Ich gucke mir die an und ich schicke dir Screenshots von denen, von denen ich denke, dass du sie lesen sollst.
Speaker: Und damit finde ich, ist es auch gut.
Speaker: Nein, jetzt mal ernsthaft, ich muss gerade daran denken, das habe ich, glaube ich, hier im Podcast schon mal erzählt.
Speaker: Wir kriegen ja sehr viel Zuneigung und Liebe für diesen Podcast, den wir hier machen.
Speaker: Das ist ganz wunderbar.
Speaker: Und dann gab es mal irgendwo ein harsches Wort.
Speaker: Und ich möchte noch heute diesen Menschen zum Duell treffen.
Speaker: Also mir fehlt wirklich dieser Gleichmut, den ihr hier habt.
Speaker: Ich verstehe das.
Speaker: Auf rationaler Ebene verstehe ich das total.
Speaker: Aber ich finde es bewundernswert, weil jedes gemeine Wort macht mich jetzt stellvertretend sauer.
Speaker: Also jeder, der jetzt das... Aber Alex, da muss ich dir widersprechen.
Speaker: Nee, ich finde das falsch, weil ich poste die ganzen Rezensionen, die an mich adressiert werden, die ich also sehr bewusst sehe bei Instagram.
Speaker: Da sind jetzt eben auch zum Beispiel welche bei und wir hatten es ja gerade mit Andreas, der sagt, er ist eigentlich kein Liebesromanleser und da hat eine Frau meinem Buch gesagt, ja, es hat für mich sind die Kapitel zu lang und es hätte kürzer sein können und so weiter.
Speaker: Und dann habe ich mal geschaut, was diese Frau sonst bespricht und das ist eine Thriller-Leserin.
Speaker: Natürlich ist diese Frau mit diesem Buch, das kann nicht zusammengehen.
Speaker: Und trotzdem hat sie sich die Mühe gemacht, mein Buch zu lesen.
Speaker: Sie macht sich die Mühe, darüber zu schreiben.
Speaker: Sie hatte ein schönes Foto dazu gemacht und so weiter.
Speaker: Und ich finde, man kann einfach auch dafür...
Speaker: sehr dankbar sein und sich einfach freuen, dass die Menschen, auch wenn es ihnen nicht gefallen hat, sich wertig und wertend damit auseinandersetzen.
Speaker: Also ich finde es ganz spannend, weil... Kommst du noch hin, Alex?
Speaker: Werd du mal 40, dann kommst du dahin.
Speaker: Wer ist da schon 40 geworden?
Speaker: Ja, gut.
Speaker: Tim, ich finde es insofern spannend, weil wenn man dich von außen so ein bisschen beobachtet und all das, wie du auftrittst, wie du dich inszenierst, dann ist das genau der Typ, den ich jetzt hier gerade in der letzten Stunde kennenlerne.
Speaker: Ganz, ganz spannend.
Speaker: Ich habe das Gefühl, dass das bei dir alles total ernst gemeint ist, mit Konfetti in die Welt zu tragen.
Speaker: Das finde ich wirklich schön.
Speaker: Ich möchte aber noch mal kurz zurück zum Buch gehen, noch mal so ein bisschen technisch werden.
Speaker: Was ich mich nämlich in Vorbereitung, ich habe das natürlich dieses Buch anders konsumiert, als es jetzt ein klassischer Leser macht, weil ich natürlich immer schon unser Gespräch so ein bisschen im Hinterkopf hatte und dann fragt man sich vielleicht manche Sachen, die sich ein klassischer Leser oder Leserin nicht fragen würde.
Speaker: Und was mich beschäftigt hatte, war, du hast Rosa, Rosa trauert, weil der schöne Nikolas ist tot.
Speaker: Hast du überlegt, die Rollen zu tauschen?
Speaker: Warum hast du nicht Rosa sterben lassen?
Speaker: Warum hast du den Mann nicht trauern lassen?
Speaker: Gute Frage, investigativ nachgefragt.
Speaker: Nur ein Unterwäschermodel diesen tragischen Tod erleben kann.
Speaker: Genau.
Speaker: Damit hast du jetzt schon was verraten.
Speaker: Das steht ja nicht im Werbetext.
Speaker: Aber Nikolas, der Mann mit dem perfekten Haar.
Speaker: Entschuldigung.
Speaker: Wir haben jetzt so oft gesagt, dass er gut aussieht.
Speaker: Das ist ja wohl logisch, dass er Unterwäschermodel ist.
Speaker: Echt?
Speaker: Sind die beiden Männer, damit du den Podcast machst, auch Unterwäschermodel?
Speaker: Sieht gut aus.
Speaker: Filmst du nicht?
Speaker: Jetzt wird es so eine ewige Richtung.
Speaker: Ich hatte tatsächlich mal einen Volontariatsbewerber, den ich gegoogelt habe, einfach um zu gucken, wer der so ist.
Speaker: Und das erste Bild, was ich bekam, war tatsächlich, dass er Unterwäschemodel war.
Speaker: Das hat mich damals etwas irritiert, weil ich finde, Kollegen sollte man nie in sehr knappen Unterhosen sehen.
Speaker: Aber das nur am Rande.
Speaker: Also deine Frage war, warum ich das Ganze aus der weiblichen Perspektive geschrieben habe, nicht aus der männlichen.
Speaker: Ich glaube, das ist der Punkt, wo ich mir gedanklich auch so ein bisschen ins Bein geschossen habe, weil als ich die Geschichte für mich entwickelt habe, war vollkommen klar, dass das die Geschichte von Rosa sein muss und dass das die Geschichte auch der Empfindlichkeit und Empfindsamkeit dieser Figur sein muss, die sich vor mir...
Speaker: nicht entfaltet hat, weil ich habe sie ja selber entwickelt.
Speaker: Aber das ist, wenn man schreibt, und ich habe früher gedacht, das ist so Autorenwischwasch, aber es stimmt, es ist eine Mischung aus, man macht manche Dinge bewusst und manche Dinge passieren unbewusst im eigenen Kopf.
Speaker: Und Rosa hat sich einfach so entwickelt, dass es nur Rosa so sein konnte.
Speaker: Und meine Programmleiterin Katharina und meine wunderbare Lektorin Dina haben auch gesagt, warum hast du das Ganze nicht aus der Männerperspektive geschrieben?
Speaker: Und ich weiß gar nicht, soll ich das jetzt sagen, aber warum nicht?
Speaker: Wir sind ja hier unter uns vier und das hört ja sonst keiner.
Speaker: Ich habe damals zu Katharina gesagt, ach, ich bin der Meinung, man kann mit Männern arbeiten und man kann mit Männern schlafen, aber man muss sich darüber hinaus doch nicht so viel mit Männern beschäftigen.
Speaker: Dann hat Katharina sehr gelacht.
Speaker: Ich glaube, danach haben wir uns auch gedust.
Speaker: Aber das ist auch meine Überzeugung.
Speaker: Ich wollte kein Buch schreiben, in dem ein Mann seine Sicht der Dinge darlegt.
Speaker: Ja, aber Rosa ist ja jetzt auch nicht der wahnsinnig emotionale Mensch.
Speaker: Also da können wir jetzt ins Streit gespringen.
Speaker: Und ich wollte noch sagen, dass ich das eigentlich super schön fand beim Lesen, dass ein Mann die Perspektive der Frau einnimmt und die sogar relativ gut trifft.
Speaker: Ja, relativ.
Speaker: Weil ich glaube, Frauen würden noch ein bisschen schnottriger sein, was so Rotz und Heulen betrifft.
Speaker: Also es geht ja vor allen Dingen auch um den Zweifel in ihr.
Speaker: Ist das jetzt meine Liebe gewesen oder nicht?
Speaker: Ich glaube, Frauen würden jetzt mal alle Schubladen aufmachen, nicht alle, aber viele, würden noch zweifelnder sein.
Speaker: Also ich glaube, die wären noch ambivalenter.
Speaker: Aber ich fand es wirklich herausragend, dass du das, also ich habe wirklich zweimal dann nochmal überlegt, das ist jetzt wirklich eine Frau, also das ist jetzt wirklich ein Mann, der eine Frauenperspektive nimmt.
Speaker: Also das fand ich tatsächlich sehr, sehr cool.
Speaker: Also, das ist ein... Sorry.
Speaker: Ich habe auch das Gefühl, aus Männerperspektive würde das nicht funktionieren, weil eben ein Mann nicht so zweifelt.
Speaker: Der würde sagen, ja, okay, die ist tot, ich bin traurig.
Speaker: Oder so ungefähr.
Speaker: Aber nicht so nochmal so nachfühlen, wie das rosa macht, weiß ich nicht, ob das aus der Männerperspektive gut funktioniert hätte.
Speaker: Also, ich finde das super so.
Speaker: Ich glaube, Männern hätte man, oder anders, die Protagonisten der Gutscheine hätten Männern niemals die Tür so leichtfertig geöffnet.
Speaker: Also das darf man ja nicht vergessen.
Speaker: Und wenn ein Mann so eine Schachtel findet, würde ich sagen, in 80 Prozent der Fälle würde der Mann sagen, aha, weg.
Speaker: Also ich glaube, dieses Interesse herauszufinden, wer ist das?
Speaker: Und dann auch diesen Weg zu gehen in diesem Trauerprozess.
Speaker: Ja.
Speaker: Das sind die wenigsten Männer, glaube ich.
Speaker: Also die sich da so reinsteigern würden, dass sie sagen, so jetzt will ich aber wissen, wer diese Menschen sind, die hinter dieser Person stehen.
Speaker: Sondern die würden einfach sagen, jo.
Speaker: Also ich will nicht, wie gesagt, die Schubladen aufmachen.
Speaker: Und wie gesagt, die Protagonisten, die da noch folgen, hätten einem Mann nicht die Tür aufgemacht.
Speaker: Die hätten lediglich der Frau die Tür aufgemacht.
Speaker: Ja, und ich glaube auch,
Speaker: Und am Ende, wo ja die Fäden zusammenkommen, auch das jetzt nicht zu viel verraten, aber das hätte ich einem Mann auch nicht zugetraut.
Speaker: Okay, also ich gehe mit, ich gebe euch eventuell recht, aber ich möchte einfach jetzt gar nicht so über diese Klischees sprechen, weil ich das Gefühl habe, sonst wären wir wirklich so Dennis Scheck-haft, dass wir sagen, ja, ein Mann hätte sich so und so verhalten und die Frau auf der Frauentoilete.
Speaker: Wir wissen auch, wer die Mutti des Podcasts ist.
Speaker: Aber ein Gedanke, der mir gerade auch noch gekommen war, Tim, was natürlich auch diese Rezensentin mit dem skurril und verwirrend gemeint haben kann, habe ich eben überlegt,
Speaker: dieses Buch ist extrem ambivalent.
Speaker: Denn auf der einen Seite haben wir diese wahnsinnige Trauer, wenn es Trauer ist.
Speaker: Aber es ist ein riesen, tragisches Ereignis, dass ein Mensch stirbt.
Speaker: Und auf der anderen Seite arbeitest du so viel mit, und da sage ich es, mit skurrilen Charakteren.
Speaker: Vielleicht ist es das.
Speaker: Also diese Influencerin oder so.
Speaker: Oder auch das Kind, ohne jetzt so weiter...
Speaker: Oder Johanna von Adenthal.
Speaker: Wir werden über keinem jetzt was sagen, aber das sind alles schon spezielle Charaktere, die das Buch wahnsinnig auflockern, weil du da so einen lakonischen Humor zum Teil reinarbeitest.
Speaker: Und das könnte ich mir vorstellen, dass das beim Lesen auch einfach verwirrt.
Speaker: Dass ich beim Lesen gar nicht genau weiß, soll ich jetzt weinen?
Speaker: Aber eigentlich finde ich das lustig, was da gerade passiert.
Speaker: Oder absurd, gerade so mit der Schwiegermutter.
Speaker: Vielleicht geht das auch so ein bisschen in diese Richtung und das war auch eine große Qualität des Buches.
Speaker: Also erstmal nehme ich das als riesiges Kompliment.
Speaker: Ich finde schon das Kompliment, was Tina mir vorhin gemacht hat, dass sich die Perspektive gut hingekriegt hat, das macht mich sehr, sehr stolz, weil glücklicherweise, es haben in dem ganzen Produktionsprozess ja nur Frauen dieses Buch gelesen und
Speaker: Deswegen habe ich mich da so dran gewöhnt.
Speaker: Und jetzt stelle ich aber für die Lesung fest, dass es eine sehr deutliche Text-Bildschere gibt, wenn ich anfange, in der ersten Person über eine 35-jährige Frau zu erzählen.
Speaker: Da müssen die Menschen auf den Lesungen dann durch.
Speaker: Und was du sagst, Alex, meine großartige, wunderbare, ganz, ganz tolle und ich liebe sie sehr, Lektorin Dina Fischer bei Rowold, die hat tatsächlich an ein oder zwei Stellen gesagt,
Speaker: Brauchen wir das viele Personal und können wir das noch ein bisschen zurückfahren?
Speaker: Und muss Lou noch eine Frau haben, die Charlotte heißt?
Speaker: Und muss am Ende noch eine Ex-Freundin, die im gesamten Buch nicht ein einziges Mal erwähnt wird, muss die doch noch mal durchs Bild laufen?
Speaker: Und für mich war ganz wichtig, dass das drin ist, dass auch diese vielen verschiedenen Figuren drin sind, weil, und das ist, glaube ich, das allerschönste Kompliment, was ich für mein Buch bisher bekommen habe, und das habe ich jetzt glücklicherweise mehrfach bekommen, ist, dass sich dieses Buch für viele Leserinnen so anfühlt, als ob sie in einen Freundeskreis eintauchen würden und für eine gewisse Zeit lang Teil eines geliehenen Freundeskreises sein würden.
Speaker: Ja, ja.
Speaker: Diese Figuren sind ihnen nahe gekommen, sie haben sich gut aufgehoben gefühlt, sie haben über dickes Kind oder mit dickes Kind gelacht.
Speaker: Ich finde, man lacht nicht über dickes Kind, man lacht immer nur mit dickes Kind.
Speaker: Sie fanden Johanna von Adenthal toll, so diese grauen Damm.
Speaker: Alle hassen Ellen, die Mutter, die schon auf der ersten Seite vorkommt, deswegen darf man das sagen, dass das eine, sagen wir mal, zwielichtige Figur ist.
Speaker: Ja, so ging es mir auch.
Speaker: So, und das ist genau das Ding.
Speaker: Alle fangen an und fangen an zu erzählen, ich hasse diese Frau.
Speaker: Lustigerweise ganz viele Frauen schreiben mir, die ist genau wie meine Schwiegermutter.
Speaker: Ich habe meine Schwiegermutter sehr geliebt, muss ich dazu sagen.
Speaker: Es gibt keinen Vergleich.
Speaker: Und dann genau das, was Tina jetzt sagt, dann brach das irgendwann.
Speaker: Und es brach irgendwann
Speaker: Richtung Ende, wo es ja nochmal, wir sagen nichts, aber es gibt nochmal ein Gespräch, wo man noch so ein bisschen erfährt, wo nicht, mir war das wichtig, nicht zu sagen, warum Ellen so ist, wie Ellen ist.
Speaker: Aber ich möchte eine Idee in den Raum stellen, warum Ellen ist, wie Ellen ist.
Speaker: Und ich weiß ja sehr viel über meine Figuren, was nicht im Buch steht.
Speaker: Und Ellen ist eine Figur, die man sehr, sehr gern haben kann.
Speaker: wenn man auch ein bisschen Stacheldraht in seinem Leben haben möchte.
Speaker: Ich finde die unfassbar tragisch.
Speaker: Also ich glaube, vieles, was ihr widerfahren ist, hat sie zu der Person gemacht, die sie ist.
Speaker: Und ich glaube sogar, die möchte sie nicht mal selber sein.
Speaker: Also du kannst auch das nächste Buch über Ellen schreiben, das ist
Speaker: Das habe ich mich gefragt, weil ich meine, ich bin jetzt bei Gmeiner, wir lieben Reihen, wenn es weitergeht.
Speaker: Das hat doch, wenn das Buch jetzt funktioniert, dann schreit doch, Rowold, Hurra, wenn du dir jetzt einfach jedes Mal, gar nicht jetzt mit Rosa weitererzählst, sondern du pickst jetzt jedes Mal, du hast da so viele fantastische Figuren entwickelt und mit denen machst du jetzt einen eigenen Roman.
Speaker: Die nächsten zwölf Bände sind safe, zack, weiter geht's.
Speaker: Eigentlich würde mich die Perspektive des Unterwäschemodels noch reizen.
Speaker: Du meinst, dass Todes wird?
Speaker: Ja, bis zu dem Punkt, wo er stirbt, weil er hat ja auch eine Geschichte.
Speaker: Geht genauso, natürlich, 13.
Speaker: Geht auch, genau.
Speaker: Es ist wirklich lustig, dass du das sagst, Tina, weil die einzige Figur, die meiner Meinung nach auserzählt ist, ist Nikolaus.
Speaker: Finde ich gar nicht.
Speaker: Weil wir kennen ja nur die Perspektive von allen anderen, aber nicht seine Perspektive auf die Dinge.
Speaker: Meine Lektorin wünschte sich eine Szene in dem Buch.
Speaker: Ich kann jetzt nicht sagen, welche, weil das würde spoilern.
Speaker: Aber sie wünschte sich eine Szene in dem Buch, ein Gespräch, das Rosa noch hätte führen müssen, ihrer Meinung nach.
Speaker: Da hätte ich relativ viel noch über Nikolas verraten müssen.
Speaker: Und es hat sich für mich nicht richtig angefühlt.
Speaker: Und weil ich Dina aber schlecht was abschlagen kann, habe ich ihr diese Szene dann geschrieben.
Speaker: Es ist sogar eine relativ lange Szene geworden, habe ihr die zum Geburtstag geschenkt.
Speaker: Und habe ihr einen Ausdruck gemacht und habe gesagt, das ist jetzt mein Geschenk an dich, aber über Nikolas wird es nicht mehr geben.
Speaker: So, was ist jetzt mit den ganzen Figuren, die nicht auserzählt sind?
Speaker: Da muss man jetzt ein Wort erklären für die Menschen, die uns zuhören und die nicht aus der Buchbranche kommen.
Speaker: Bücher werden ja in der Regel in einer Auktion verkauft.
Speaker: Das heißt, die Agentur bietet es verschiedenen Verlagen an.
Speaker: Es gibt Verlage, die sagen es ab und es gibt eine erkleckliche und glücklich machende Anzahl von Verlagen, die dann Angebote machen.
Speaker: Dann gibt es eine Auktion, das geht so reihum.
Speaker: Dadurch wird das Buch verkauft.
Speaker: Immer teurer, immer teurer, was die Agentin freut und den Autor freut.
Speaker: Und dann gibt es aber irgendwann den Punkt, wo man das Best Offer macht.
Speaker: Also wo man sagt, so jetzt geht die Auktion gerade, wird ein bisschen langsamer und man weiß auch, man kann jetzt nicht noch mehr ausreizen und dann gibt es das Best Offer.
Speaker: Und im Best Offer haben alle Verlage, die bis zu dem Zeitpunkt mitgeboten haben, nochmal die Möglichkeit zu sagen, okay, das ist das beste Angebot, was wir jetzt machen würden und da geht in der Regel dann auch ein bisschen Marketing schon mit rein und so weiter.
Speaker: Und bei diesem Best Offer, übrigens ganz spannend, hat ein Verlag gesagt, ja, aber ein geschlossenes Pseudonym und ein weibliches geschlossenes Pseudonym ist für uns vollkommen wichtig.
Speaker: Und das wäre der Dealbreaker, wenn es nicht ein geschlossenes weibliches Pseudonym ist.
Speaker: Und ich habe damals noch gesagt, ja, wir können über alles sprechen, habe aber für mich gedacht, nee.
Speaker: Muss man jetzt nicht weiter darüber sprechen.
Speaker: Wenn man mein Buch liest, versteht man auch, warum es komisch gewesen wäre, wenn dieses Buch unter einem weiblichen Pseudonym geschrieben ist und dann irgendwann rauskommt, dass es ein Mann geschrieben hat.
Speaker: So, und bei Rowold war von Anfang an klar, dass Katharina Dornhöfer und Dina Fischer nicht nur Interesse daran hatten, mit mir über dieses Buch zu sprechen, sondern die haben gesagt, Rowold ist ein Autorenverlag.
Speaker: Wir wollen über deinen Weg sprechen.
Speaker: Und
Speaker: Und Katharina, große Liebe von mir dafür, hat gesagt, ich habe noch nicht ganz verstanden, wo du als Autor hin willst.
Speaker: Erzähl mal.
Speaker: Und dann habe ich gesagt, okay, ich weiß es ehrlicherweise auch noch nicht, aber dann fange ich jetzt mal an und konnte dann das Gespräch, nachdem ich dann erzählt habe, wo ich mich sehe, abbinden mit den Worten, aber dann sprechen wir doch auch über einen Mehrbuchvertrag.
Speaker: Und dann hat Katharina gelacht und hat gesagt, darüber sprechen wir noch.
Speaker: Und ich habe einen Zweibuchvertrag von Ruhrwold angeboten bekommen.
Speaker: Und deswegen gibt es das zweite Buch schon.
Speaker: Also es ist schon fertig geschrieben.
Speaker: Es erscheint nächstes Jahr im Frühjahr.
Speaker: Das sollte ich jetzt wahrscheinlich auch hier nicht erzählen.
Speaker: Das klärst du.
Speaker: Aber es hört uns ja keiner zu.
Speaker: Ich habe tatsächlich, seit ich an die Liebe ohne Sommer geschrieben habe, zwei Bücher geschrieben.
Speaker: Ich habe das Buch geschrieben, was für mich in meiner Wahrnehmung das logische nächste Buch gewesen wäre.
Speaker: Das ist die Geschichte von, das kann man sagen, Charlotte und drei Frauen, die bei Charlotte in die Malschule gehen.
Speaker: Und denen man in dem Buch vielleicht nur ein einziges Mal begegnet.
Speaker: Aber diese vier Frauen waren für mich so spannend, sodass ich schon, während ich das erste Buch geschrieben habe, gedacht habe, das wird meine zweite Idee.
Speaker: Rowold hat gesagt, wir wollen dich unbedingt haben.
Speaker: Diese zweite Idee, die du hast...
Speaker: Nimm doch lieber die dritte.
Speaker: Meine Agentin hat gesagt, schreib nicht dieses zweite Buch, schreib doch das dritte.
Speaker: Meine beste Freundin hat gesagt, schön, dass du diese Idee fürs zweite Buch hast, aber schreib doch besser das dritte.
Speaker: Deswegen habe ich folgerichtig das zweite geschrieben und habe also ein komplettes Buch geschrieben, für das ich extrem dankbar bin, das ich sehr liebe, das mir großen Spaß gemacht hat, das mir sehr geholfen hat,
Speaker: mich auch in meinen Parametern weiterzuentwickeln.
Speaker: Dann habe ich es meiner Agentin geschickt und meiner besten Freundin geschickt und beide hassten es.
Speaker: Und zwar auf relativ hohem Niveau und spannenderweise aus sehr unterschiedlichen Gründen.
Speaker: Und dann habe ich meine Lektorin gefragt, habe gesagt, pass auf, meine Agentin hasst das Buch, meine beste Freundin hasst das Buch, möchtest du es dir anschauen?
Speaker: Und dann hat Dina gesagt, hattest du nicht noch die Idee für das dritte Buch?
Speaker: dann habe ich das dritte Buch geschrieben und von dem waren dann alle Beteiligten wieder begeistert.
Speaker: Das ist jetzt Charlotte?
Speaker: Nee, das zweite wäre Charlotte gewesen.
Speaker: Aber das dritte Buch wird auch natürlich in diesem Universum stattfinden und dieses dritte Buch wird die Geschichte von Steffi werden.
Speaker: Okay.
Speaker: Ganz kurz.
Speaker: Steffi, Steffi.
Speaker: Ah, okay.
Speaker: Die beste Freundin.
Speaker: Die Jet-Setterin.
Speaker: Also 100 Punkte für Tina und Andreas.
Speaker: Null Punkte für Alexander, der sich nicht an der schönsten Nebenfiguren erinnern kann.
Speaker: Warum macht ihr beiden den Podcast mit ihm?
Speaker: Dieses Gespräch führen wir jedes Mal vorher.
Speaker: Also Tim, ich kann sagen, wir haben das 20-jährige Freundschafts-Jubiläum dieses Jahr.
Speaker: Das heißt, ihr habt euch alle mit zwölf kennengelernt.
Speaker: In der Grundschule eigentlich, weil wir alle sitzen geblieben sind.
Speaker: Aber von daher, wir mögen ihn.
Speaker: er darf dabei, ich bin wie der Freund, den man so aus Mitleid mit so einer Party nimmt.
Speaker: Aber ich möchte noch einen letzten Punkt, weil wir verquasseln uns total.
Speaker: Ja, wir müssen auch mal echt an die Zeit gucken.
Speaker: Aber mein Ziel ist es ja auch, dass das der längste Buchmacht-Podcast aller Zeiten wird.
Speaker: Ever, ever, ever.
Speaker: Nachdem er ja immer so eine Stunde nur macht.
Speaker: Alles gesagt, wir hätten so ein Codewort noch festlegen müssen und dann einfach reden und dann irgendwann... Ja, das stimmt, würden uns wahnsinnig viele Leute hören.
Speaker: Ich habe alles gesagt, glaube ich, bisher zwei Folgen gehört.
Speaker: Also wirklich nur mit Menschen, die ich richtig doll mag.
Speaker: Und welche hast du gehört?
Speaker: Marco Fekling und Christine Westermann.
Speaker: Also ich kann sehr empfehlen Doris Dörrier.
Speaker: Das ist ganz toll.
Speaker: Der zeigt die Grandezza dieses Formats.
Speaker: Also alle, die es nicht wissen, da wird so lange gesprochen, bis der Gast sagt, er hat keine Lust mehr.
Speaker: Ja, machen wir eine schöne Werbung noch für den dritten Podcast.
Speaker: Nachdem du einen hast und wir einen hast, natürlich, klar, die Leute haben eine Zeit.
Speaker: Man muss viel Konfetti werfen, wie es geht.
Speaker: Wir gucken einfach, ob hier die Abbruchzahlen sind.
Speaker: Der mit Doris Dörrie ist deswegen toll, weil diese Grandezza da ist, dass die Menschen, die beiden Moderatoren, alles über Doris Dörrie wissen und ihr also permanent neue Ideen und Fragen hinwerfen.
Speaker: Und gleichzeitig zeigt es für mich aber auch das, warum ich so einen Podcast nicht machen möchte, weil ich ihn komplett übervorbereitet finde.
Speaker: Ich finde, ein Gespräch wird auch dadurch lebendig, dass man, so wie wir jetzt, also Alex und ich haben vorher zweimal hin und her gemailt, aber die beiden anderen wunderbaren Menschen habe ich tatsächlich vorher nicht gekannt.
Speaker: Tina habe ich gesehen, wir sind schon bei LinkedIn miteinander verbunden gewesen.
Speaker: Andreas habe ich dann heute mal schnell bei LinkedIn mir angeschaut, weil ich dachte, ein bisschen Vorbereitung muss sein.
Speaker: Aber ich finde es eigentlich schöner, wenn sich ein Gespräch wie jetzt entwickelt und wenn ein einzelner Alex, den es wahrscheinlich in jedem Podcast gibt, zwischendurch immer sagt, aber das Konzept, aber der Gesprächsfaden.
Speaker: Aber ich finde es viel schöner, dass wir jetzt hier durch die Gegend springen und dass wir irgendwo hinkommen und für alle, die jetzt nicht die Videoaufzeichnung sehen, ein einzelner gutaussehender Mann wirft gerade die Hände über den Kopf und ringt auf.
Speaker: Tim, das war die Ein-Sterne-Bewertung für Alex.
Speaker: Also dieses billige Schleime hinten raus hat es halt auch nicht gerettet.
Speaker: Das ist, als wenn man sich Leute in die Wohnung einlädt, die dann so auf der Couch sitzen und die Einrichtung kritisieren.
Speaker: Alex, wir lieben dich alle.
Speaker: Fishing for compliments.
Speaker: Du bist der Beste.
Speaker: Alles geschenkt.
Speaker: Lass uns zu einem Punkt noch kommen.
Speaker: Den möchte ich tatsächlich gerne noch abfrühstücken.
Speaker: Investigativ nachgefragt.
Speaker: Bitte?
Speaker: Ja, ja, ja, richtig.
Speaker: Wir werden von vielen Buchhändlern und Verlagsmenschen und so gehört.
Speaker: Was mir große Freude bereitet hatte, waren diese vielen kleinen Innenansichten, weil Rosa eben als freie Lektorin und Ghostwriterin arbeitet und du da ja schon einen schönen Einblick reingegeben hast.
Speaker: Das ist das Tolle, sie lektoriert eigentlich einen sehr erfolgreichen Autor, dem so langsam die Ideen ausgehen und dessen Bücher sie immer mehr selber trägt und schreiben muss.
Speaker: Und der aber auch Starallüren hat, sich beim Verlag beschwert und dann soll sie erstmal abgesägt werden,
Speaker: Also da ist sehr viel Innensicht dabei.
Speaker: Du schreibst auch, ich glaube, über Vertreter, Vertreterkomfort.
Speaker: Es geht um sehr viele Innenansichten.
Speaker: Warum hast du das mit reingebracht?
Speaker: Weil das Buch, das hoffe ich für dich, ist ansonsten an keiner Stelle autobiografisch.
Speaker: Aber da hast du dich dann doch in so eine Komfortzone zurückgezogen.
Speaker: Comfort Zone in gewisser Weise vielleicht ja.
Speaker: Ich brauchte für Rosa einen Job, der ihr ermöglicht, auf Spurensuche zu gehen.
Speaker: Die braucht Tagesfreizeit.
Speaker: Die braucht Tagesfreizeit.
Speaker: Das klappt nicht mit einer Buchhandlung, weil Buchhändlerinnen und Buchhändler arbeiten eh viel zu viel.
Speaker: Das geht nicht mit jemandem, der auf dem Amt arbeitet oder der an der Kasse sitzt.
Speaker: Ich brauchte einen Job, bei dem die Leserinnen und Leser das Gefühl haben, ja, die kann Tagesfreizeit haben.
Speaker: Nun werden alle freien Lektorinnen und Lektoren da draußen in Deutschland in hohen Gelächter ausbrechen, weil niemand von denen hat Zeit, weil selbstständig bedeutet für viele von denen wirklich selbst und vor allen Dingen ständig.
Speaker: Aber es war für mich einfach ein Weg, dass ich rosa einräumen konnte, dass sie zwischendurch sich ihre Zeit ein bisschen freier einteilt.
Speaker: Und dann war die Entscheidung, dass sie mit Verlagsbranche zu tun hat, wirklich so ein Ding, was ich nicht bewusst entschieden habe.
Speaker: Das hat sich einfach von Anfang an gut angefühlt.
Speaker: Das ist so viel Metaebene.
Speaker: Da ist eine Frau aus der Verlagsbranche, die die ganze Zeit gefragt wird, warum schreibst du nicht selber?
Speaker: Warum lektorierst du denn nur?
Speaker: Das hat sich tatsächlich entwickelt, nachdem diese ursprüngliche Idee da war.
Speaker: Aber das mochte ich tatsächlich aber auch sehr, sehr, sehr gerne an diesem Roman.
Speaker: Ich habe mir tatsächlich hier auch eine Stelle markiert, die wollte ich nämlich die ganze Zeit schon vorlesen, weil das hätte vorhin gut gepasst, weil nämlich Rosa auch mit dem Gedanken spielt, selber einen Roman zu schreiben.
Speaker: Und dann geht es eben darum, mir fehlt noch das Kabum.
Speaker: Der Moment, in dem ich weiß, dass es richtig ist, mit dem Schreiben anzufangen.
Speaker: Und dann wird darauf geantwortet, man kann nicht immer auf einen Kabum warten.
Speaker: Und das fand ich sehr schön.
Speaker: Und deswegen dachte ich, okay, wann war sozusagen bei Tim dieses Kabum da?
Speaker: Oder hatte er dieses auch?
Speaker: Und so generell dieses Nachdenken, okay, wann hat er die Entscheidung getroffen, einen Roman zu schreiben?
Speaker: Wann fällt Rosa die Entscheidung?
Speaker: Fällt sie jemals die Entscheidung, einen Roman zu schreiben?
Speaker: Dieses Gedankenspiel hat mir sehr gut gefreut.
Speaker: Vielleicht war das der Kaboom-Moment.
Speaker: Aber der Kaboom-Moment, der steht im Buch für das Schreiben dieses Buches, was Rosa in meiner Wahrnehmung relativ deutlich auch schreiben wird.
Speaker: Ich weiß ja schon viel mehr über Rosa, also sie wird ein Buch schreiben.
Speaker: Aber dieser Kaboom-Moment steht noch für viele andere Dinge, die bei Rosa stattfinden.
Speaker: Und
Speaker: Rosa hat mir beim Schreiben so viel Spaß gemacht.
Speaker: Müsstet ihr vielleicht auch einfach mal sagen, ob das bei euch so ankam.
Speaker: Weil Rosa eine Figur ist, die am Anfang, wenn wir in die Geschichte rein starten,
Speaker: meint genau zu wissen, wo sie steht im Leben und wer sie ist.
Speaker: Und die dann unter anderem auch durch die Begegnung mit diesem unfassbar schönen Mann, der so 200 Preisklassen über ihr in ihrer Wahrnehmung ist, und lustigerweise ja gar nicht in seiner Wahrnehmung, aber in ihrer Wahrnehmung, dadurch wird in ihrem Leben ja viel durcheinandergerüttelt.
Speaker: Und ich glaube, oder in meiner Wahrnehmung,
Speaker: hat Rosa ganz viele Kabum-Momente in diesem Buch.
Speaker: Und mir war es auch wichtig, über diese Kabum-Momente zu schreiben, weil wir haben die alle permanent.
Speaker: Wir können jeden Tag, wenn wir aufmerksam durch die Welt laufen, können wir diese Kabum-Momente haben.
Speaker: Wir sind nur im jetzt noch schnell in das Meeting, wann fährt die Straßenbahn, habe ich versehentlich das Seidenhemd auf Schleudergang in die Wäsche geworfen und so weiter.
Speaker: wir übersehen die ganz oft.
Speaker: Und Rosa kommt in eine Situation, wo sie nicht mehr wegsehen kann und wo sie eben mehrere Kabummomente hat.
Speaker: Ich finde eigentlich, das ist ein schönes Abschlusswort.
Speaker: Ich finde auch.
Speaker: Ich habe mich doch jetzt erst warm gesprochen.
Speaker: Alles gesagt.
Speaker: Nein, alles nicht, aber viel.
Speaker: Das war jetzt sein Codewort.
Speaker: Das können wir eben nicht mehr toppen.
Speaker: Selber Schuld, damit beenden wir die ganze Kiste hier.
Speaker: Aber normalerweise ist es ja gute Sitte, dass unsere Gäste eine Buchempfehlung mitbringen.
Speaker: Ich würde einfach mal behaupten, in deinem Fall liegt es ein bisschen auf der Hand.
Speaker: Wenn du jetzt ein anderes Buch empfehlen würdest...
Speaker: Nee, machen wir nicht.
Speaker: Aber er empfiehlt jetzt kein anderes Buch.
Speaker: Doch.
Speaker: Und wie ich das tue.
Speaker: Noch ein paar Podcasts empfehlen, dass die Leute keine Zeit mehr haben und jetzt noch andere Bücher.
Speaker: Na super.
Speaker: Dann geht's nicht los.
Speaker: Also tatsächlich kann ich ja, also das sehen die Zuhörenden jetzt nicht, aber ich halte es mal in die Kamera.
Speaker: Das ist zum Beispiel mein Leseflyer, mein Lesetippflyer, den ich auf meine Lesung mitnehmen werde, wo ich so gut wie nur Bücher vorstelle, die nicht von mir geschrieben wurden, weil ich das ganz wichtig finde, jede Gelegenheit zu nutzen, die sich uns bietet, über gute Bücher zu sprechen.
Speaker: Und meine Idee für den Leseflyer war,
Speaker: Viele Menschen haben das Buch schon gekauft, wenn sie in die Buchhandlung gehen, um sich die Lesung anzusehen.
Speaker: Das heißt, die gehen dann da raus und haben keinen Umsatz für die Buchhändlerinnen und Buchhändler gemacht.
Speaker: Und deswegen gibt es mal einen Lesetipp-Flyer, damit die Leute einen Anreiz haben, noch ein anderes Buch aus der Buchhandlung mitzunehmen.
Speaker: Und natürlich, und das könnt ihr nicht ernsthaft gedacht haben, dass ich ein Buch vorstelle, ich stelle natürlich schnell drei Bücher, die man unbedingt gelesen haben müsste.
Speaker: Das ist Rekord.
Speaker: Das erste Buch.
Speaker: Und ich spreche schnell, damit wir die Zeit nicht noch mehr erreichen.
Speaker: Ganz kurz, das habe ich mir auch schon erlaubt.
Speaker: Das darfst du gerne machen, weil ich bin auch so dreist gewesen.
Speaker: Und zwar bei Osama Al-Shamani habe ich alle drei Erstlingswerke vorgestellt, bevor ich aufs vierte gekommen bin.
Speaker: Also von daher, du hast von mir einen Freifahrtsschein.
Speaker: Gut, ich muss jetzt auch nicht in Hetze sprechen, weil ich denke, dass Alex die Aufnahme unterbricht.
Speaker: Ein Buch, das mir ganz, ganz große Freude gemacht hat und von dem ich das Gefühl habe, nachdem ich euch ja so ein kleines bisschen jetzt im Gespräch kennengelernt habe, dass es vielleicht etwas für Andreas sein könnte, ist das Buch von Daniel Mellem, Einstein im Bade, erschienen bei Kein und Aber.
Speaker: Es ist eine Geschichte, die 1920 in Bad Nauheim spielt.
Speaker: Da gibt es ein sehr in die Jahre gekommenes Grand Hotel.
Speaker: Sehr in die Jahre gekommen, weil auch der Hoteldirektor ist 60 und keine moderne junge Kraft mehr.
Speaker: Er findet Grammophone überbewertet.
Speaker: Er will überhaupt nicht über die Obszönität eines elektrischen Aufzuges nachdenken.
Speaker: Und wie man sich vorstellen kann, das Grand Hotel ist im Untergang geballt.
Speaker: Nun kommt er auf die Idee, dass es doch gute, und er hasst das Wort, Reklame wäre, wenn in dem Hotel was Tolles passieren würde.
Speaker: Und deswegen ist es eine gute Idee, dass zwei Wissenschaftler, die beide einen Nobelpreis gewonnen haben, gerade eingecheckt haben, die öffentlich verstritten sind und die er miteinander versöhnen möchte.
Speaker: Und er ist sicher, dann wird die Welt darüber schreiben und die Welt wird nach Reklame.
Speaker: Bad Nauheim kommen, um in diesem Hotel zu sein, wo sich Albert Einstein und sein größter Konkurrent miteinander versöhnt haben.
Speaker: Die Idee ist gut und es geht alles schief in diesem Buch und zwar wirklich alles.
Speaker: Und es ist ein absolut hinreißendes, vergnügendes Buch zu lesen.
Speaker: Es liest sich ein bisschen, als ob Thomas Mann und Wes Anderson zusammen ein Buch geschrieben hätten, weil es hat diese leicht altertümliche Sprache.
Speaker: Und es hat diese Pastell-Grell-Farben, die man aus den Filmen von Wes Anderson kennt.
Speaker: Also, Andreas, lies es und sag mir bitte danach, ob es dir gefallen hat oder nicht.
Speaker: Aber das wäre mein absoluter Tipp für dich.
Speaker: Das klingt hervorragend.
Speaker: Gerade die Kombination.
Speaker: Ich habe auch gedacht, wie ist das so, wenn er eingeteilt ist?
Speaker: Wie fühlt sich das an?
Speaker: Aber für dich, Tina, habe ich ja noch das viel bessere.
Speaker: Oh, jetzt.
Speaker: Da flog mein Herz dann schon in Richtung von Dennis Farbe und er hat jetzt das Buch geschrieben, die Möglichkeit einer Ordnung.
Speaker: Ich habe das auch ergebnisoffen gelesen, weil mich einfach dieser Mann interessierte und weil ich lustigerweise eine seiner Ex-Freundinnen kenne und dachte, das macht mich neugierig.
Speaker: Und er schreibt über den Mikrokosmos eines Baumarktes, weil er selber, so viel auch zum Thema Autoren, die viel Geld verdienen, er hat selber über zehn Jahre in einem Baumarkt gearbeitet.
Speaker: Also an einem Ort, den wir alle kennen, den wir alle aber so schnell wie möglich wieder verlassen wollen, wenn wir einmal da sind.
Speaker: Nein, Baumärkte sind toll.
Speaker: Dann bist du aber einer von den Menschen, die die Menschen im Baumarkt hassen, weil die Leute, die sich da lange rumtreiben und möglicherweise noch Fragen stellen oder im Weg stehen, die merkt man im Baumarkt gar nicht.
Speaker: Und das ist also ein Blick in diesen Mikrokosmos Baumarkt.
Speaker: Es ist die Geschichte von zwei Menschen, die da arbeiten, also wirklich an der Verkaufsfront.
Speaker: Es ist die Geschichte der Führungsetage.
Speaker: Es ist eine Geschichte über Machtmissbrauch.
Speaker: über Macht, über Kapitalismus.
Speaker: Es geht sehr viel um sehr dreckige Erotik.
Speaker: Es ist ein Buch, das immer wieder Momente hat, die spannend sind, klar, abgründig sind, klar und zart halt da, wo man sie nicht erwartet und vielleicht auch gar nicht liest, wenn man
Speaker: Und das Buch nur wegen der Action und wegen der Schlaglichter liest.
Speaker: Aber Dennis Farbe hat für mich eins der Bücher des Jahres geschrieben.
Speaker: Man sagt so leicht, das muss auf die Liste für den Deutschen Buchpreis.
Speaker: Ich befürchte fast, es wird noch nicht mal auf die Longlist kommen, aber es hätte das verdient.
Speaker: Dennis Farbe, die Möglichkeit einer Ordnung.
Speaker: Ich kaufe bereits eine.
Speaker: Wenn ich jetzt kein Buch kriege, breche ich die Aufnahme ab.
Speaker: Ich möchte ganz kurz sagen, beide sind bereits im Warenkorb.
Speaker: Jetzt hat Alex lange genug im eigenen Saft geschmort, um herauszufinden, welches Buch ich ihm empfehlen würde.
Speaker: Dem möchte ich ein Buch empfehlen, das mich in diesem Jahr so überrascht hat, dass ich nicht damit gerechnet habe, dass es mich so packen und begeistern würde.
Speaker: Es lag nämlich schon relativ lange hier auf meinem Stapel ungelegenen Bücher, weil ich habe es unverlangt zugeschickt bekommen vom CH Beck Verlag.
Speaker: Ich danke der Presseabteilung da wirklich auf Knien, weil ich hätte dieses Buch im Leben nicht angefasst, weil ich finde, es hat den schauderhaftesten Schutzumschlag im gesamten Programm gehabt.
Speaker: Und zwar ist es von Olivia Helterlein, Wir Töchter.
Speaker: Ich hätte dieses Buch, ich halte es jetzt gerade hoch, wir sehen lauter gespernte Gesichter, die es angucken.
Speaker: Alle, die das jetzt hören, unterbrechen kurz, gehen zu geniallokal.de oder zur Website ihrer kleinen unabhängigen Buchhandlung und schauen nach, wie es aussieht.
Speaker: Ich finde diesen Umschlag ganz, ganz furchtbar.
Speaker: Und es ist das Buch, was mich in diesem Jahr mit am meisten umgehauen hat.
Speaker: Es ist eine Familiensage.
Speaker: Es sind drei Generationen einer polnischen und später einer deutsch-polnischen Familie.
Speaker: Es geht um die Härte des Lebens im polnischen bäuerlichen Niveau.
Speaker: Es geht um den unfassbaren Frauenhass, den eine Gesellschaft auf Frauen haben kann und der spannenderweise aber auch von Frauen selber weitergetragen wird.
Speaker: Es geht um ein Parallel dazu, dass Glasnost und so weiter passiert.
Speaker: Es geht aber darum, dass sich auch was verändert, dass Frauen sich auch anfangen, mehr zu trauen.
Speaker: Es geht um eine Frau, die aus Polen weggeht, die nach Deutschland geht, die in ein Land kommt, von dem sie denkt, dass das eine gute Zukunft für sie ist und landet in einer Gesellschaft, die sagt, wir haben ganz sicher nicht auf dich gewartet und auf eine Polin schon dreimal gar nicht, aber praktisch bist du schon, wenn du putzen kommst.
Speaker: Und es geht um die dritte Generation, die Tochtergeneration, eine deutsche mit polnischer Abstammung, die hier aufgewachsen ist.
Speaker: Es ist ein Buch, das mich deswegen so begeistert, weil es sehr literarisch und gleichzeitig sehr populär ist.
Speaker: Es ist genauso wie die Riesin von Hannah Heffner, das ist ja so der andere große Familien-Generationen-Roman, der dieses Jahr ja ganz weit oben auf der Bestsellerliste stand, sehr verdient.
Speaker: Und Olivia Helterlein hat mit Wir Töchter
Speaker: keine Antwort und kein Parallelbuch, aber eine andere Dimension dieses Frauengenerationen-Romans geschrieben.
Speaker: Es ist ein Buch, das mich gewirkt hat, das mich überrascht hat, das mich glücklich gemacht hat, das mich sehr, sehr ärgerlich gemacht hat und das mich immer wieder mit so einem ganz, ganz vollen Gefühl von, wie schön ist das, wenn man Bücher entdeckt, die man eigentlich gar nicht lesen will, ähm,
Speaker: zurückgelassen hat.
Speaker: So, warum habe ich dieses Buch für dich ausgeschickt?
Speaker: Ja, weil du Frauenhass und es hat dich geärgert, oder wie?
Speaker: Du machst es einem aber wirklich sehr schwer und du denkst, dass du allein mit deiner cuten Optik durchkommst, oder?
Speaker: Längst ihn mir.
Speaker: Warte ab, bis er den Hut holt.
Speaker: Gut, gibt mir ja gar nichts.
Speaker: So, ich habe dieses Buch für dich ausgewählt, weil du in diesem Podcast die sehr undankbare Rolle hattest, uns andere drei immer so ein bisschen wieder auf den rechten Pfad zurückführen zu wollen, wofür wir dir, glaube ich, alle dankbar sind, inklusive mir.
Speaker: Und dies ist aber ein Buch, weil ich habe ja gesagt, ich finde den Umschlag so schrecklich, der allerdings von der Autorin mit ausgesucht wurde.
Speaker: Die mag ihn sehr und tatsächlich gibt es auf Seite 4, also Textseite 4, ich glaube, im Buch ist es dann Seite 8,
Speaker: Auf Textseite 4 gibt es sogar einen wahnsinnig guten Bezug zu diesem Umschlag.
Speaker: Und ja, das ist ein Buch, das man lesen sollte, wenn man mal etwas lesen möchte, was einem ein bisschen die Zügel aus der Hand nimmt.
Speaker: Und das könnte dir vielleicht manchmal ganz gut tun, Alex.
Speaker: Punkt und ganz viel Liebe.
Speaker: Ja, ja, ja, ja.
Speaker: So oder so, trotzdem notiert, packen wir euch dennoch in die Show Notes.
Speaker: Nein, das ist... Ja, es klang schon gut.
Speaker: Eigentlich, Alex, hast du das Gute daraus nicht gehört.
Speaker: Tim hat gerade gesagt, der uns immer auf den rechten Weg geführt hat.
Speaker: An sich hat er dich indirekt Messias genannt.
Speaker: Also wie wollen wir dich denn noch zu Gott erheben?
Speaker: Der Messias erteilt dir jetzt noch mal das Wort, falls du ein Buch vorstellst.
Speaker: Ich stelle dir ein Buch vor, Alex.
Speaker: Und ich mache das jetzt so wie Tim.
Speaker: Wir sind jetzt bei einer Stunde 45.
Speaker: Ja, da kommt doch jetzt noch weitere 15 Minuten auch nicht an.
Speaker: Ich habe ja auch einen Zwei-Buch-Vertrag bekommen, also machen wir doch jetzt hier einen Zwei-Stunden-Podcast.
Speaker: Nein, ich wollte nur sagen, es gibt einen Autor, der wunderbar schätze und ich wollte keinen Roman mitbringen, weil ich finde, wir haben heute einen tollen Roman-Autor da mit einem tollen neuen Roman.
Speaker: Dann bringe ich natürlich ein Sachbuch mit.
Speaker: Und ich liebe Stephen Fry für seine Sachbücher.
Speaker: Oh, okay, jetzt bin ich mir dabei.
Speaker: Es gibt es ja jetzt, weil jetzt der Blockbuster im Sommer kommt, die Odyssee.
Speaker: Und ich liebe einfach seinen Schreibstil.
Speaker: Also es ist einfach so toll.
Speaker: Im Endeffekt sagt er, ja, warum direkt nach Hause fahren?
Speaker: Man kann ja auch einen Umweg nehmen.
Speaker: Und dann beschreibt er es einfach immer auf so absurde und schreckliche,
Speaker: schrecklich komische Art und Weise mit diesem typisch britischen Humor.
Speaker: Und wie gesagt, als Einsteigerbuch auf jeden Fall Mythos lesen.
Speaker: Man wird mit dem Cast, den er aufbaut, nicht Herr der Lage.
Speaker: Und bei der Odyssee ist es ähnlich.
Speaker: Aber ich habe an sich, ich bin noch nicht ganz durch, weil man muss wirklich sich ein bisschen konzentrieren beim Lesen.
Speaker: Weil einfach wirklich unfassbar viel Personal aufgefahren wird.
Speaker: Aber das Fantastische ist,
Speaker: Auch wenn man sich nicht jede einzelne Person merken kann und was deren Hintergrund ist.
Speaker: Also es ist zum Beispiel auch die Geschichte von Troja verarbeitet nochmal an der Seitenstrang.
Speaker: Also gerade wenn man alle vier Bücher gelesen hat, dann hat man immer diese, ach ja, da war ja der und der, ach was war denn das nochmal?
Speaker: Ach ja, stimmt, das war ja ganz vor Wochen.
Speaker: Und da hat der Schwibbschwager mit dem Bruder und dem Cousin ja auch nochmal ein Boot genommen.
Speaker: Das Schöne ist einfach, wenn man jetzt den Trailer sieht von diesem Blockbuster, der kommt,
Speaker: dann weiß man einfach schon, wer ist das?
Speaker: Was ist das Personal?
Speaker: Also von daher, ich fand alle vier geil.
Speaker: Und Odyssee ist jetzt, wie gesagt, liegt noch auf den Nachttisch.
Speaker: Mir fehlen noch so knapp 50 Seiten.
Speaker: Aber ich kann es einfach nur empfehlen zu lesen, weil es Geschichte so unfassbar lebendig und unterhaltsam macht.
Speaker: Und er hat ein unfassbares Talent, Geschichte zu vermitteln.
Speaker: Ich hätte mir gerne einen Geschichtslehrer gewünscht wie ihn.
Speaker: Es ist einfach toll, wie er schreibt.
Speaker: Bin ich total dabei.
Speaker: Stephen Fry überrascht mich, dass du damit kommst, aber finde ich gut.
Speaker: Ich habe sie alle.
Speaker: Das ist mir eine so unglaublich beeindruckende Persönlichkeit.
Speaker: Hast du auch das Nilpferd?
Speaker: Ich habe sie alle.
Speaker: Also auch die alten Romane, die es heute ja gar nicht gibt.
Speaker: Ja, aber ich habe sie gelesen.
Speaker: Die habe ich jetzt nicht zu Hause, sondern die habe ich mir tatsächlich noch damals in der Bibliothek geliehen.
Speaker: Ich bin halt wirklich durch Mythos drauf gekommen, weil ich unbedingt was über griechische Mythologie wissen wollte.
Speaker: Und dann habe ich mir gedacht, Stephen Fry kann ja nicht verkehrt sein zu lesen.
Speaker: Und das war gerade frisch rausgekommen.
Speaker: Also es war wirklich dieses Kavum-Moment.
Speaker: Ich möchte was über griechische Mythologie.
Speaker: Oh, Stephen Fry macht ein Buch dazu.
Speaker: Ja, dann lese ich doch das mal zuerst, bevor ich mich da noch vertiefe.
Speaker: Und es gibt Freunde von mir, die so ganz speziell das sich auch merken wollen.
Speaker: Und das kannst du bei Stephen Fry vergessen, weil einfach viel zu viele Personen mitspielen.
Speaker: Du kannst es dir nicht merken.
Speaker: Du musst einfach immer wieder lesen,
Speaker: Und immer wieder wirst du einen neuen Moment haben mit, hä, stand das beim letzten Mal auch schon drin?
Speaker: Weil es einfach so viel in so kurzer Zeit passiert und er immer wieder hin und her switcht zwischen den einzelnen Geschichten.
Speaker: Aber man behält doch manche Sachen glücklicherweise, weil er es eben so humorvoll macht, auch im Kopf.
Speaker: Ich weiß zwar nicht mehr, wie sie hieß, aber die, die wie auch immer, Nymphe, was auch immer, die so wahnsinnig schlau war und die Geliebte von Zeus war und sie war Zeus aber zu schlau und deswegen hat er sie erst in eine Fliege verwandelt.
Speaker: Und dann hat er sie verschluckt, weil er sie damit mundtot machen wollte und die Fliege ist in seinen Kopf gewandert und flüstert ihm jetzt die ganze Zeit Dinge der Weisheit ins Ohr.
Speaker: Sind wir wieder bei, warum habe ich über eine Frau geschrieben, nicht über den Mann, weil die Frau ist die Schlauere.
Speaker: Und deswegen entspringt auch Athene ja später dem Kopf des Zeus, weil ja die Mutter...
Speaker: im Kopf drin ist.
Speaker: Mundtot machen ist auch ein gutes Stichwort.
Speaker: Aber du musst mir doch auch noch ein Buch empfehlen.
Speaker: Du kannst doch jetzt nicht hier rausgehen und kein Buch empfehlen.
Speaker: Nein, erstens mache ich heute nicht, aber ich muss mal auf Insta wieder, ich habe eine lange Liste an Hörbüchern, die ich gerne empfehlen möchte.
Speaker: Das auf Insta, aber...
Speaker: Ich wollte dir eigentlich den Teppich ausrollen, denn das Gegenteil von Bundtod wollte ich machen.
Speaker: Ich wollte dir nochmal anbieten, dass wir nochmal über Rababum reden.
Speaker: Wir teilen die Aufmerksamkeitsökonomie unserer Hörenden sehr gerne mit dir, denn auch du hast einen Podcast und ich würde dich bitten, erzähl noch vielleicht mal, du kannst jetzt nochmal so einen kleinen Werbeblock einschieben, denn der ist sehr, sehr hörenswert.
Speaker: Du arbeitest auch in verschiedenen Rubriken und es gibt ganz viel Konfetti.
Speaker: Genau, also Rababum war einfach, als ich den Anfang letzten Jahres gestartet habe, meine Idee, wie ich ein bisschen mehr Konfetti noch werfen kann, weil das war ja der Moment, wo ich aus dem Verlag, also aus dem klassischen Verlagsgeschäft mich erstmal verabschiedet habe und wo ich gedacht habe, ich brauche irgendwie noch ein Outlet.
Speaker: Und da ich noch nie einen Podcast vorher gemacht hatte, habe ich gedacht, man muss ja alles mal einmal ausprobiert haben.
Speaker: Und die Idee hinter Rababum ist, dass ich eben Konfetti werfen möchte für die Menschen, die gute Bücher schreiben, die sie in den Verlagen vermarkten in irgendeiner Form und die sie dann später an der Verkaufsfront verkaufen.
Speaker: Das heißt, bei Rababum sind in den sehr langen Buchgesprächen, und deswegen hier eine Stunde 50, ha, kille pick.
Speaker: In sehr langen Buchgesprächen sind also Autorinnen und Autoren zu Gast.
Speaker: Es sind aber auch Menschen aus Verlagen zu Gast.
Speaker: Also zum Beispiel Patrizia Kessler, die Pressefrau von Drömer-Knauer ist da.
Speaker: Susanne Krones, die Programmleiterin der Literatur bei CH Beck ist da.
Speaker: Meine Lektorin Dina Fischer von Bobolt ist da.
Speaker: In Folge 14 übrigens.
Speaker: Du nimmst mir alles vorweg, aber es macht weiter.
Speaker: Hast du die Folgen alle auswendig?
Speaker: Sehr schön, es gefällt mir gut.
Speaker: Also ganz viele spannende Leute, die mir aber natürlich auch Dinge erzählen, die sie sonst vielleicht nicht in einem Mikro sprechen würden.
Speaker: Also Theresa Schenkel, die mittlerweile Marketingleiterin der S. Fischer Verlage, die ich noch aus der Zeit bei Drömer kenne, wo wir uns ein paar Monate überschnitten haben.
Speaker: Die erzählt zum Beispiel Geschichten über den Aufstieg von Sebastian Fitzek, die man nur in meinem Podcast hören kann, was alles sehr schön ist.
Speaker: Also es gibt das Buchgespräch, relativ lang, und gibt Menschen die Möglichkeit, die nicht in der Buchbranche arbeiten, so wie in eurem Podcast, die Branche nochmal aus einer anderen oder Bücher aus einer anderen Perspektive kennenzulernen.
Speaker: Und ein sehr schönes Kompliment habe ich bekommen von einem großartigen Autor, Hank Zaboulesch, dessen Buch Gorbach man übrigens auch unbedingt lesen sollte.
Speaker: Und Henk hat mir geschrieben, dass er nun auch schon mehrere Bücher gemacht hat.
Speaker: Und er hat durch meinen Podcast die Buchbranche besser verstanden und hat plötzlich verstanden, ach so arbeiten die im Vertrieb, ach so arbeiten die im Marketing, ach so arbeiten die im Lektorat.
Speaker: Und das ist für mich ein großes Glücksgefühl, dass ich das teilen kann, dass ich auch den Buchhandel vorstelle.
Speaker: Also zum Beispiel kleinere Buchhandlungen wie Literatur Mozi in München oder den wunderbaren Frank Menden, den wir schon zweimal erwähnt haben von Storys in Hamburg.
Speaker: Aber zum Beispiel auch Dussmann in Berlin als große Buchhandlung.
Speaker: So, was gibt es sonst noch?
Speaker: Es gibt immer zwei Lesetipps.
Speaker: Das ist der Teil, wo man so durch muss als Hörer, weil da rede ich wirklich, so wie jetzt in diesem Podcast auch, sehr lange am Stück.
Speaker: Freunde von mir sagen, sie spulen darüber weg, weil sie sagen, sie wollen nicht zuhören, wie ich sieben Minuten über Bücher spreche.
Speaker: Ich denke dann manchmal, ich brauche andere Freunde, vielleicht aber auch nicht.
Speaker: Lass uns den Podcast machen.
Speaker: Und ich binde den Podcast immer ab mit dem Glückskonfetti.
Speaker: Da lade ich Autorinnen und Autoren ein.
Speaker: Am Anfang waren es nur Spiegel-Bestseller-Autorinnen und Autoren.
Speaker: Zwischendurch fand ich aber zwei, drei Leute so spannend,
Speaker: dass ich sie so dazu genommen habe, wobei die meisten davon dann den Charakter hatten, dann schnell Spiegel-Bestseller-Autorin zu werden, nachdem ich sie eingeladen hatte und ich dann diesen Klärger... Jetzt hast du dir so eine Grube geschaufelt, jetzt kriegst du ganz viele Anfragen.
Speaker: Das ist vollkommen okay.
Speaker: Ich freue mich über jede Art von Kommunikation.
Speaker: Und die, und das ist mir ganz wichtig, die bringen immer einen Glücksmoment mit, weil im Zeitalter von Trump und Putin und Merz und vielen anderen Menschen, die
Speaker: sind wir es gewohnt, dass wir die ganze Zeit von schlechten Nachrichten aus der ganzen Welt bombardiert werden.
Speaker: Und an diesen Regentagen des Lebens dann die gute Laune zu behalten, ist schwierig.
Speaker: Und deswegen bitte ich also Autorinnen und Autoren, mir zu sagen, wie sie an den Regentagen des Lebens das Schöne, das Sonnige und so weiter nicht verlieren.
Speaker: Und das sind
Speaker: fast immer, vielleicht nicht immer, aber fast immer Dinge, auf die ich nicht gekommen wäre.
Speaker: Selbst jetzt, obwohl ich 24 Episoden gemacht habe, überrascht mich das immer wieder oder der Zugang, den die Menschen dazu haben.
Speaker: Und da sind ganz, ganz schöne Sachen bei.
Speaker: Wenn Alena Schröder erzählt, wie sie singt.
Speaker: Wenn Daniela Dröscher 20 Episoden später auch darüber erzählt, wie sie singt, aber auf eine andere Art und Weise.
Speaker: Oder wie Ruth Maria Thomas, die in der ersten Episode, glaube ich, war,
Speaker: diesen wunderbaren Satz hat, dann stelle ich mich raus und merke, wie der Regen regnet und wie der Wind windet und wie die Luft luftet.
Speaker: Und dann geht es mir einfach gut.
Speaker: Und das sind die Momente.
Speaker: wo ich weiß, dass viele tatsächlich sich das anhören.
Speaker: Und es hat mir sogar mal ein Mensch gesagt, ich spule immer ans Ende und höre mir das Ende zuerst an, weil dann ertrage ich auch deine Lesetipps am Anfang ganz gut.
Speaker: Und das sind so kleine Glücksmomente, mit denen ich eben Konfetti für Bücher werfe, aber mit denen ich auch ein bisschen Konfetti für alle Zuhörenden werfen möchte.
Speaker: Lohnt sich tatsächlich sehr.
Speaker: Aber sag mal, hört dein Mann deinen Podcast?
Speaker: Das ist eine gute Frage.
Speaker: Ich weiß nicht, ob ich die ohne Scheidungsanwalt antworte.
Speaker: Mein Freund hat den Tag gesagt, ja, weil ich gesagt habe, hör dir das an, das ist gut.
Speaker: Dann rief er noch eine Weile an und hat gesagt, ja, ich habe es jetzt, die erste Hälfte habe ich angehört.
Speaker: Also mit doppelter Geschwindigkeit, aber ich habe es angehört.
Speaker: Und dann war ich wieder wahnsinnig beleidigt.
Speaker: Also mit doppelter Geschwindigkeit kann ich tatsächlich überhaupt keinen Podcast hören.
Speaker: Das würde mich wahnsinnig machen.
Speaker: Mein Mann ist tatsächlich bei allen Gesprächen dabei, also bei allen Buchgesprächen, weil ich bin unfassbar ungeschickt, was Technik angeht.
Speaker: Und da wir die Technik von einer lieben Freundin, die den ebenfalls ganz wunderbaren Podcast Amüs und Amore hat.
Speaker: Amüs und Amore.
Speaker: Die macht also den Podcast Amüs und Amore und hat mir ihre Technik geliehen.
Speaker: Und die hat damals gesagt, Tim, ich leile dir die Technik, aber es wäre schön, wenn Bernd die Technik aufbaut, abbaut und dafür sorgt, dass nichts kaputt geht.
Speaker: Und du in jedem Podcast mich erwähnst.
Speaker: Mindestens dreimal.
Speaker: Ja, aber ehrlicherweise, ich finde Rababum ist ein schöner Titel, weil auch der, wenn man ihn einmal gehört hat, man vergisst ihn so leicht nicht mehr.
Speaker: Ich wollte auch nicht der hundertste Buchflaneur, Seitenweise, Leselust und so weiter, wollte ich nicht sein.
Speaker: Ich finde Rababum ist gut, aber Amüs und Amore ist doch ein Name, der fließt einem doch über die Lippen, oder?
Speaker: Das stimmt.
Speaker: Ja.
Speaker: Also, war bei uns tatsächlich damals auch, wir haben lange überlegt, wie nennen wir uns, und haben den ganzen Schrott einmal so durchgearbeitet, und irgendwie war dann so, dass das im Gemeinsamen, ja, es ist ja alles Buchmarkt, über was wir da so reden wollen, und dann war das so, ah ja, dann haben wir ja den Titel.
Speaker: Äh,
Speaker: um auch mal unseren nochmal zu erwähnen, wenn das okay ist für dich.
Speaker: Das Buchmarkt ist ein sehr schöner Podcast, den ich gerne höre.
Speaker: Ich habe vor allen Dingen ja auch eure letzte Episode oder die letzte vor dieser Ausnahme angehört, wo ihr über 70 Jahre Buchmarkt sprecht.
Speaker: Bitte 60.
Speaker: In der 30.
Speaker: Folge über 60 Jahre Buchmarkt.
Speaker: Stimmt, wir hatten Geburtstag, den wir gar nicht gefeiert haben.
Speaker: Das war eine tolle Episode, weil ich finde, dieser Querschnitt durch die Geschichte des Buchmarktes und auch so ein bisschen, dass auch gesagt wurde, dass der Buchmarkt ja gar keinen so einfachen Start hatte, weil als er vor 60 Jahren in den Start gegangen ist, viele Verleger gesagt haben, und damals musste man nicht gendern, weil es waren alles Männer und die waren damals schon alt,
Speaker: Dass sie alle gesagt haben, Buchmarkt, das klingt ja so ganz schrecklich nach Verkaufen.
Speaker: Und das fand ich total super.
Speaker: Und vor allen Dingen auch, dass Christian von Zitwitz dann gesagt hat, mir doch egal, was ihr alle denkt, mein Ding heißt Buchmarkt.
Speaker: Wirklich.
Speaker: Das war aber offenbar ein aufregendes Jahr, weil wir haben heute gelernt, das war auch das Jahr der, was wurde da gegründet?
Speaker: Die Stiftung der schönsten Bücher?
Speaker: Ist das so?
Speaker: Haben wir da nicht heute eine E-Mail bekommen?
Speaker: Ja, ja, ja, ich erinnere mich auch an die E-Mail.
Speaker: Also das war ein aufregendes Jahr, aber egal.
Speaker: Also, wir haben jetzt gehört, du warst technisch, bist du nicht ganz so versiert.
Speaker: Wenn wir das jetzt gerade hören, ihr seid bei Minute 43, dann gab es zwischendurch technische Aussätze.
Speaker: Da mussten wir leider große Teile dieses Gesprächs von Tim einfach rausschneiden.
Speaker: Aber Alex, mein Schatz, du hast ja auch diesen Vertrag unterschrieben und ich bin sehr geschickt, wie wir gerade erwähnt haben, bei den Verträgen.
Speaker: Und du hast ja in dem Vertrag unterschrieben, dass den Final Cut ich habe.
Speaker: Und im Zweifelsfall schneiden Tina, Andreas und ich gleich noch ein paar Lesetipps rein, weil wir auch nicht getroffen haben, zum Beispiel über das ganz und gar wunderbare Sachbuch von Jo Feiler.
Speaker: Ich denke nicht dran.
Speaker: Was übrigens der einzige Spiegel-Bestseller in meinem Lesefolder ist, den man auf meiner Lesereise sich bei mir abholen kann.
Speaker: Nächstes Jahr, wir haben ja immer zwei Folgen im Jahr, wo wir nur über Bücher reden.
Speaker: Da nächstes Jahr kommst du auf jeden Fall.
Speaker: Und Ding.
Speaker: Ich glaube, das müssen wir machen.
Speaker: Wir kommen da nicht drum rum, Alex.
Speaker: Nächstes Jahr, damit wir ein bisschen Abstand zur heutigen Folge haben und du dann auch dein zweites Buch hast.
Speaker: Nächstes Jahr machen wir Sommerlektüre mit dir.
Speaker: Wir müssen eh jetzt ein bisschen warten, weil wir haben die Leute jetzt so zugeballert mit Buch- und Podcast-Empfehlungen.
Speaker: Die können jetzt alle drei Monate nicht arbeiten gehen.
Speaker: Die müssen jetzt alle lesen und Podcasts hören.
Speaker: Aber gut, ist ja nicht unser.
Speaker: Nein, aber dann haben wir einen perfekten Ausgang nächstes Jahr.
Speaker: Wenn du dann dein zweites Buch hast, machen wir eine reine Lesetipps-Folge.
Speaker: Das freut mich sehr.
Speaker: Ich hoffe, dass ich dann auch über Onigiri von YouTube sprechen kann.
Speaker: Das ist super.
Speaker: Der allerbeste Roman des letzten Jahres.
Speaker: Naja, wir wollen nicht übertreiben.
Speaker: Doch, also der hat mich so umgehauen.
Speaker: Und alle, die das jetzt hören, möglicherweise sollte ich mal Eigenwerbung machen.
Speaker: Juko Kuhn ist auch in meinem Podcast Rababum zu Gast, in Episode 12.
Speaker: Und was die erzählt über das Schreiben, über die Liebe zum Schreiben, über das Entwickeln einer Geschichte, ist es fast so gut wie eine Episode.
Speaker: Ich möchte empfehlen, das gibt es auch bei der Büchergilde in einer ganz tollen Ausstattung.
Speaker: Ich glaube, ich drücke hier gleich mal ganz schnell Stopp.
Speaker: Ich bedanke mich sehr für dieses Gespräch.
Speaker: Vielen Dank, dass du da warst.
Speaker: Es ist jetzt noch zu früh für Verkaufszahlen.
Speaker: Ich habe heute mal geguckt, da konnte man leider noch nicht so viel ablesen.
Speaker: Nichtsdestotrotz, sei dir jeder Erfolg gewünscht mit einer Liebe ohne Sommer.
Speaker: Wirklich, wirklich ein tolles, tolles Buch, was dir da gelungen ist.
Speaker: Ich habe es schon in sehr vielen Buchhandlungen liegen sehen,
Speaker: Die Zeichen stehen gut, dass es auch ganz viele Leser jetzt findet.
Speaker: Das wünschen wir dir sehr.
Speaker: Schade, dass es so kurz geworden ist, dass du so, wir hätten uns gewünscht, dass du ein bisschen gesprächiger bist, aber du bist so verstockt gewesen.
Speaker: Naja.
Speaker: Ja, du hattest so wenig Zeit heute.
Speaker: Also, ich
Speaker: Vielen Dank.
Speaker: Die restliche Zukunftsplanung und so, das machen wir jetzt alles gleich mal.
Speaker: Wir schalten, wir drehen den jetzt einfach den Ton ab und dann können die da noch ein bisschen weiter reden.
Speaker: Allen, die bis hierhin durchgehalten haben, die längste Folge alles buchmarkt, davon bin ich überzeugt.
Speaker: Herzlichen Dank und bis zum nächsten Mal.
Speaker: Macht's gut.
Speaker: Tschüss.
Speaker: Tschüss.

