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#27 Vom Jugendautor zum Bestseller: Wie Colin Hadler seine Leser mitnimmt

Alles BuchMarkt
Alles BuchMarkt

508 plays · Feb 19, 2026

Er ist Mitte 20, hat bereits mehrere Bestseller veröffentlicht und denkt über seine Karriere wie ein Unternehmer: Autor Colin Hadler spricht mit uns über Erfolgsdruck, Zielgruppenstrategie und die Frage, wie man Leserinnen und Leser über Jahre hinweg mitnimmt. Außerdem geht es um seinen neuen Roman "Firewatch [https://www.genialokal.de/Produkt/Colin-Hadler/Firewatch_lid_57043319.html]", um Genrewechsel, den österreichischen vs. deutschen Buchmarkt, und warum Lesungen heute mehr Entertainment als Wasserglas sein müssen. Eine Folge über Talent, Disziplin und erstaunlich viel Kalkül. -- Lesungstermine und mehr über Colin Hadler erfahrt ihr auf seiner Homepage [https://colinhadler.at/] oder seinem Instagram-Kanal [https://www.instagram.com/colinhadler/?hl=de]. Seinen neuen Roman Firewatch (dtv) könnt ihr u.a. bei Genialokal [https://www.genialokal.de/Produkt/Colin-Hadler/Firewatch_lid_57043319.html] bestellen. Buchtipps: Colin empfiehlt Daniel Galttauer - In einem Zug [https://www.genialokal.de/Produkt/Daniel-Glattauer/In-einem-Zug_lid_54127223.html] (DuMont). Tina empfiehlt Paul Austers New-York-Trilogie [https://www.genialokal.de/Produkt/Paul-Auster-Lorenzo-Mattotti-David-Mazzucchelli-Paul-Karasik/New-York-Trilogie_lid_55745895.html] als Comic-Adaption (Reprodukt).  -- Feedback könnt ihr uns gerne an alles@buchmarkt.de schicken, oder über Instagram [https://www.instagram.com/allesbuchmarkt/].

Transcript

Speaker: Hallo und herzlich willkommen, wie schön, dass ihr euch Zeit genommen habt zu Alles Buchmarkt.

Speaker: Der Podcast, in dem wir für gewöhnlich ein Thema suchen, das sich irgendwie um die Buchbranche dreht, um Bücher dreht.

Speaker: Und dann gucken wir nach dem besten Gast, der oder die sich da am besten mit auskennt.

Speaker: Dann laden wir die ein, wir reden darüber und lernen am besten noch ein bisschen was und können vielleicht sogar auch noch mit irgendwelchen Missverständnissen aufräumen.

Speaker: Und dann gehen wir alle zufrieden nach Hause.

Speaker: Jetzt habe ich eben, das war keine abgehobene Wichtigtuerei, denn heute ist es ein bisschen anders.

Speaker: Wir haben einen ganz tollen Gast da, ist ein Mann, ist ein Autor und den wollten wir einladen, weil wir den ziemlich spannend finden und dann haben wir uns überlegt,

Speaker: Über was reden wir mit dem?

Speaker: Man kann mit ihm, das wird den Freunden sich damit anfangen, er ist wahnsinnig jung und schon ultra erfolgreich und jetzt kann man darüber reden, was kommt da noch und wie ist das so als sehr junger Mensch in diesem Kulturbetrieb, wo man ja doch ein bisschen Ellbogen braucht, um sich durchzusetzen.

Speaker: Oder wir reden mit ihm darüber,

Speaker: wie das so ist, wenn man sagt, ich wechsle jetzt mal so ein bisschen das Genre.

Speaker: Ich habe eigentlich eine feste Zielgruppe, eine Leserschaft, aber nehme ich die jetzt mit oder verliere ich die?

Speaker: Und wir wissen, in der Buchbranche wird so ein Flop jetzt nicht so ohne weiteres verziehen.

Speaker: Also es ist auch ein bisschen riskant, was er da gerade vorhat.

Speaker: Oder wir fragen ihn einfach, weil das erlebe ich bei uns bei Gmeiner ja einfach ganz oft, wie unterschiedlich der österreichische Buchmarkt gegenüber dem Deutschen ist.

Speaker: Und er ist Österreicher und deswegen können wir das heute mal so ein bisschen mit ihm erfragen.

Speaker: Und dann konnten wir uns nicht entscheiden, was reden wir denn jetzt mit ihm und haben gesagt, das ist ganz einfach, wir machen einfach alles.

Speaker: Also heute mal drei Themen, die alle perfekt zu diesen Menschen passen.

Speaker: Und ich würde sagen, ihr könnt euch jetzt zurücklehnen und Tina stellt ihm zum Ankommen, zum Aufwärmen, wie immer, ein paar Fragen zum Reinkommen.

Speaker: Ja, wir fangen mal damit an.

Speaker: Das neue Buch ist zwar schon produziert, aber wenn du eine Deadline hast, und das sind noch drei Wochen, eher schreiben oder eher Netflixen,

Speaker: Schreiben, Tag und Nacht tatsächlich.

Speaker: Und du bewegst dich ja im Genre New Adult.

Speaker: Echtes Interesse oder der Markt wollte es so?

Speaker: Ich glaube, es war eine feine Linie von der Markt wollte es so zu eigentlich ganz interessant.

Speaker: Wovor hast du am meisten Angst?

Speaker: Schreibplakate oder den zweiten Bestseller?

Speaker: Eher vor dem ersten Flop.

Speaker: Wenn dein Leben ein Genre wäre, Thriller, New Adult oder doch eher Comedy?

Speaker: Oder was ganz anderes?

Speaker: Ich glaube irgendein Sachbuch mit so einem ganz skurrilen Namen.

Speaker: Also irgendwas von Stephanie Stahl.

Speaker: Das Kind in dir muss Heimat finden.

Speaker: Oh je.

Speaker: Das sagt gerade gar nichts viel über dich aus, was ich noch nicht verstehe, aber das kommt vielleicht noch.

Speaker: Das kommen wir noch drauf, glaube ich auch.

Speaker: Dein Buch wird verfilmt und du darfst wählen, Mitspracherecht beim Drehbuch oder beim Casting?

Speaker: Mitspracherecht beim Budget.

Speaker: Oh.

Speaker: Natürlich nur das Beste vom Besten.

Speaker: Und der Autor bekommt ein paar Prozente mehr.

Speaker: Genau.

Speaker: Genau.

Speaker: Was kickt mehr, Premierenlesung mit Standing Ovation oder Platz 1 auf der Bestsellerliste?

Speaker: Tatsächlich müsste ich jetzt sagen, die Liste.

Speaker: Die Liste?

Speaker: Ja, weil ich glaube, das andere kommt dann automatisch, ich glaube, die Leute haben dann so eine Angewohnheit, dass sie dann einfach Standing Ovation machen würden und Applaus einfach nur, weil es auf der Liste ist.

Speaker: Das heißt, mit dem einen hat man das andere.

Speaker: Ich kann mich da an einen Auftritt erinnern, tatsächlich auf der Leipziger Buchmesse und das ist ganz frisch, also mein letztes Buch auf die Liste gekommen und dann hat jemand, also ich bin aufgetreten und dann hat jemand geschrieben, Spiegelbestseller und alle waren so, da musste ich noch gar nichts sagen.

Speaker: Ja, ich bin so,

Speaker: Also hast du eine Win-Win-Situation.

Speaker: Genau.

Speaker: Das ist nicht zu bescheiden eigentlich.

Speaker: Was ist eigentlich schlimmer?

Speaker: Eine schlechte Rezension oder gar keine?

Speaker: Das ist eine gefinkelte Frage.

Speaker: Vermutlich eine schlechte Rezension.

Speaker: Weil dann kann man sich noch irgendwie denken, ach, die finden das alle gut.

Speaker: Nee, da kann man denken, keiner interessiert sich für dich.

Speaker: Das ist bei keiner Rezension.

Speaker: Das meine ich.

Speaker: Ich denke einfach, zu einer schlechten Rezension kann man zumindest Stellung beziehen.

Speaker: Ja, das stimmt.

Speaker: Die Frage ist nur, sollte man Stellung beziehen?

Speaker: Das ist tatsächlich auch etwas, was ich mit meinem Autorenkolleg Ihnen ganz viel bespreche.

Speaker: Die haben auch auf den Drang, sich zu negativen Rezensionen zu äußern.

Speaker: Aber es machen die allerwenigsten.

Speaker: Ich habe tatsächlich auch Autoren, die

Speaker: fragen, kann man da irgendwie was löschen bei Amazon oder so?

Speaker: Und ich denke mir, nee, also, das bringt ja auch nichts.

Speaker: Entschuldige, Tina, dass ich dir gerade das reinfahre, aber diesen Tipp mal an alle Autorinnen und Autoren.

Speaker: Habe ich von einem unserer Autoren mal diese Theorie und ich finde die extrem plausibel.

Speaker: Es gibt gerade beim großen A, ab und zu Rezensionen, ein Stern ohne Begründung.

Speaker: Und es ist tatsächlich so, mir ist das mittlerweile auch ein paar Mal passiert, wenn man auf seinem Kindle liest und dann ans Ende des Buches kommt und man möchte das bewerten, dann habe ich ja auch immer diesen Impuls, ich möchte dann so, man fängt so links bei einem Stern an und möchte nach rechts ziehen.

Speaker: Und dann fängt man so weiter eins an und dann steht da, danke.

Speaker: Und man kommt gar nicht so weit.

Speaker: Also ich glaube tatsächlich, so entstehen auch häufiger mal schlechte Rezensionen.

Speaker: Also um allen mal Mut zu machen, die denken, warum ist die Welt nur so gemein?

Speaker: Das kann auch manchmal einfach so technisch passieren.

Speaker: Ja, das habe ich jetzt wirklich erst neuerdings gemerkt, da gibt es nämlich teilweise die gleiche Rezension von der gleichen Person mit unterschiedlichen Sternenanzahlen auf unterschiedlichen Portalen.

Speaker: Es kann natürlich sein, dass man wie bei Tinder und Lavoo sich dann anders zeigen würde, je nachdem auf welcher Plattform, auf Goodreads bewertet man dann härter als auf Amazon, aber ich glaube tatsächlich, dass die Leute sich einfach vertippen manchmal.

Speaker: Okay.

Speaker: Also du liest offensichtlich sehr genau Rezensionen.

Speaker: Wie berechnend bist du?

Speaker: Schreibst du manchmal Szenen, von denen du weißt, dass sie dem Markt gefallen, auch wenn du sie selbst gar nicht brauchst?

Speaker: Ich schreibe auf jeden Fall Szenen, wo ich weiß, dass sie den Markt verstören.

Speaker: Und

Speaker: Es ist sicher ein Funken Berechnung dabei, aber gerade dieses Berechnende macht mir auch irgendwie Spaß beim Schreiben.

Speaker: Und die letzte Frage, die ich an dich habe, bevor Andi dich vorstellt.

Speaker: Was macht dir im Moment mehr Angst, dass der Erfolg nachlässt oder dass er genauso weitergeht?

Speaker: Ich glaube, dass er nachlässt.

Speaker: Wunderbar.

Speaker: Das war echt schon ein ziemlich tiefer Einblick in dich als Person und Andi, unsere kleine Susi hier im Podcast, wer noch Herzblatt kennt, stellt die Gäste immer auf seine Art und Weise vor und jetzt wollen wir auch mal erfahren, wer du wirklich bist.

Speaker: Vielen Dank, Tina.

Speaker: Heute begrüßen wir jemanden, der schon als Kind angefangen hat, Geschichten zum Leben zu erwecken.

Speaker: Und das im wörtlichen Sinn.

Speaker: Mit zwölf Jahren stand er nämlich schon auf Theaterbühnen.

Speaker: Das nicht nur so als Hintergrunddeko oder als Grasbüschel in einer Halbzeitshow, sondern als echter Schauspieler, der Geschichten ausdrucksstark verkörpern kann.

Speaker: Geboren wurde unser Gast 2001 in Graz.

Speaker: Inzwischen lebt und schreibt er in Wien, wo er zudem Publizistik und Kommunikationswissenschaften studiert.

Speaker: Sein erstes Buch schrieb er bereits mit 17 Jahren.

Speaker: Einfach so, sagt er, aus Langeweile.

Speaker: Andere scrollen durch TikTok, er schreibt Romane.

Speaker: Sein Debüt, Hinterm Hasen lauert er, ist ein Jugendroman über Cybermobbing, Internetabhängigkeit, Gruppendruck und erste Liebe.

Speaker: Vier weitere Young Adult Bücher hat er seitdem veröffentlicht.

Speaker: Das Besondere?

Speaker: Er schreibt nicht von oben herab, er schreibt mittendrin über junge Menschen in einer Welt voller Bildschirme, Erwartungen und Unsicherheiten.

Speaker: Ohne moralischen Zeigefinger, aber mit viel Gefühl für Tempo, Dialoge und Spannung.

Speaker: Seine Bücher wurden unter anderem bereits für den Glauser Krimi-Preis nominiert, teils in mehrere Sprachen übersetzt und waren auf der Spiegel-Bestsellerliste zu finden.

Speaker: Und wer unseren Gast schon mal live erlebt hat, wird wissen, dass seine Lesungen alles andere als normal sind.

Speaker: Ganz der Theatermensch, der er ist, hat er sein Lesekabarett irgendwo zwischen Bühne, Lesung und Stand-up angesiedelt.

Speaker: Kurz gesagt, man hört ihm nicht nur zu, man erlebt ihn.

Speaker: Aktuell steht bereits sein brandneues fünftes Werk Firewatch bei DTV in den Startlöchern.

Speaker: Ein New Adult Suspense Roman, über den wir gleich mehr erfahren wollen.

Speaker: Ob also zwischen Buchdeckeln auf der Bühne oder vor dem Podcast-Mikro, unser heutiger Gast bringt Witz, Tiefgang und eine ordentliche Portion Spannung mit.

Speaker: Daher freuen wir uns sehr, dass er heute im Allesbuchmarkt-Podcast ist.

Speaker: Herzlich willkommen bei uns, Colin Hadler.

Speaker: Ja, hallo, vielen Dank für die Einladung.

Speaker: Mich würde gleich mal interessieren, bevor wir zu deinem neuen Roman kommen, du hast sechs Bücher in acht Jahren veröffentlicht und ich habe mal nachgeschaut, es sind ja nicht nur schmale Bändchen, die sind meistens so zwischen 300 und 400 Seiten, deine Romane.

Speaker: Wie schafft man das?

Speaker: Also hast du eine Schreibroutine oder wie schafft man dieses Pensum überhaupt?

Speaker: Ja, bevor wir zum Buch kommen und bevor wir zu deiner Frage kommen vor dem Buch, hätte ich auch noch eine Frage, weil ich werde meistens jetzt noch als Blutjung angekündigt.

Speaker: Jetzt bin ich ja 24 und ich wurde ja auch als Blutjung angekündigt, als ich 17 war.

Speaker: Und meine Frage an euch, ihr kennt euch da ja auch sehr im Markt aus, ab wann wird man denn nicht mehr als Blutjung angekündigt?

Speaker: Was ist meine Deadline, auf die ich zuschaut?

Speaker: Ich hätte jetzt schon gesagt, 40 hätte ich jetzt gesagt.

Speaker: Nee, ich hätte schon gesagt über 30, aber wir hatten damals bei Weißbuchs einen Autor, der war über 80 und das war eine große Freude, den immer als Debütautor vorzustellen.

Speaker: Also dein Problem ist halt, dass du immer dann, wenn du 40 bist, wo du nicht mehr jung wärst, würde man trotzdem sagen, boah, was ein Pensum.

Speaker: Also ich fürchte, das wirst du überhaupt nicht mehr los.

Speaker: Ich glaube auch, beziehungsweise würde ich das, glaube ich, noch eine Weile begleiten.

Speaker: Ich finde auch Mitte 20 sechs Romane.

Speaker: Boah, Wahnsinn.

Speaker: Nein, überhaupt auch ein Roman mit Mitte 20 ist für die allermeisten einfach nicht machbar und nicht mal denkbar.

Speaker: Man muss dann immer unterscheiden, weil ich denke mir immer, einen Roman können viele schreiben.

Speaker: Die Frage ist, ob er gut ist oder nicht.

Speaker: Das ist natürlich für jeden selbst zu beurteilen.

Speaker: Nein, du musst das erst mal machen, wenn ich überlege, was ich mit, selbst also mit Anfang 20, da habe ich alles Mögliche gemacht, aber garantiert hätte ich mich nicht hingesetzt und hätte mit Disziplin irgendwie einen Text geschrieben.

Speaker: Erst recht nicht einen Roman.

Speaker: Ich glaube auch, rückwirkend würde ich sagen, war ich mit Mitte 20 blutjung.

Speaker: Also wenn ich jetzt mit über 40 drauf blicke,

Speaker: Und vielleicht ist das einfach die Perspektive derjenigen, die dich fragen, weil die empfinden 24 als blutjung.

Speaker: Unabhängig von der Anzahl der Romane, die du geschrieben hast.

Speaker: Das heißt, ich merke mir, dass ich eigentlich nur Podcasts mit Leuten machen darf, die älter sind als ich, damit ich immer als blutjung.

Speaker: Ja.

Speaker: Wenn du das willst oder findest du das doof, ist das lästig, sollte man damit endlich aufhören.

Speaker: Nein, ich glaube, ich überhöre das mittlerweile schon, dadurch, dass es sehr oft gesagt wird.

Speaker: Ja, aber zumindest kann man es ja so drehen, du bist noch jung, aber ein schon sehr erfahrener Autor mit sechs Büchern.

Speaker: Jetzt zu deiner Frage, ich wollte sie nicht übergeben.

Speaker: Tatsächlich muss man eine gewisse Routine entwickeln, aber auch mit dem Hang zu...

Speaker: Zu Überstunden, sagen wir so.

Speaker: Also ich glaube, man muss da natürlich eine gewisse Präferenz haben und ich sage immer, während halt alle Partys gemacht haben, in dem Alter war ich halt vom Laptop und habe geschrieben.

Speaker: Also es ist natürlich auch eine Wahl, die man trifft.

Speaker: Und für mich war das aber trotzdem auf eine Art erfüllend auch, das Schreiben.

Speaker: Also es wäre blöd, wenn man es nur für den Erfolg tut und eigentlich sagt, eigentlich würde ich jetzt lieber XY machen und muss jetzt das tun, weil ich eben diesen starken Erfolgskrank habe.

Speaker: Aber für mich war das tatsächlich auch immer sehr erfüllend.

Speaker: Ich weiß, dass Murakami morgens um vier aufsteht.

Speaker: ich glaube, 10 Seiten schreibt, dann 30 Kilometer joggen gehen, dann ist der Tag für ihn vorbei.

Speaker: Okay, gut, das mache ich nicht.

Speaker: Ich stehe um 9 auf, dann bin ich 10 Minuten wach und dann schlafe ich weiter bis 12.

Speaker: Ah, okay.

Speaker: Also schon auch so ein bisschen Rockstar-Leben.

Speaker: Du versuchst das ein bisschen auch das Gute mitzunehmen.

Speaker: Ja, ich probiere es.

Speaker: Ich probiere es.

Speaker: Das Problem ist ja, oft ist so dieses klischeehafte Bild von einem Autor ja sowieso Kettenraucher und Alkoholiker.

Speaker: Das Problem ist, ich mag weder Zigaretten noch Alkohol.

Speaker: Das heißt, ich muss mir etwas anderes suchen, was meinem Geist oder zumindest meinem Körper schadet.

Speaker: Und dieses Rockstar-Leben ist noch das Erste, was daran ist.

Speaker: Aber jetzt mal ernsthaft, ich weiß aber auch, dass du ja sehr viele Veranstaltungen machst.

Speaker: Du tust jetzt hier einen irgendwie auf Kugel, aber eigentlich kommst du wahrscheinlich erst irgendwie abends fährst du nach Hause und bist dann irgendwie erst um zwei im Bett und natürlich schläfst du dann ein bisschen länger.

Speaker: Aber er trinkt nur Wasser.

Speaker: Ja, natürlich.

Speaker: Aber ich muss ja jetzt am Anfang des Podcasts noch diese Coolness aufrechterhalten, damit man nach und nach merkt, wie meine Fassade zu bröckeln beginnt und dann am Ende...

Speaker: Da muss man, man muss zwei Sachen, glaube ich, mal noch erwähnen.

Speaker: Zum einen, Tina lebt dem Huracami-Style, die hat mir heute Morgen auch irgendwie um kurz nach vier eine WhatsApp geschrieben, finde ich bedenklich genug.

Speaker: Und das zweite ist, dass du, Colin, mir gestern noch geschrieben hast, irgendwie, ja, die Fragen bringen dich nicht irgendwie aus der Bahn und deswegen habe ich heute so einen kleinen Teufel auf meiner Schulter sitzen und denke, das kriegen wir schon hin.

Speaker: Man muss ja auch sagen, du hast relativ viele, gerade mit den Jugendbüchern und so, auch Lesungen natürlich dann vor Jugendlichen gehabt, wo man jetzt nicht so besoffen und rauchend irgendwie da sitzen kann, was, glaube ich, deinem Ruf schaden.

Speaker: Man kann es ja mal probieren.

Speaker: Zumal, das ist ja ein Ruf, jung hin oder her, aber so wurdest du mir vorgestellt, der Colin, das ist so ein Lieber von unseren Vertretern, von dem wunderbaren Neuholz und so.

Speaker: Aber zum Beispiel gibt es über dich die Geschichte, als du hast jetzt mehrere Verlage schon durch, losgegangen ist es mit Kuyper, ein

Speaker: kleinerer, sehr sympathischer Grazer Verlag.

Speaker: Du bist dann zu Tienemann gegangen, wo du deine Bücher hattest und dann kam Corona und es gibt das Gerücht, die Geschichte, dass du zu den Kollegen von Kuiper gegangen bist und hast gesagt, ey Leute, euch geht es auch gerade hier irgendwie, allen geht es gerade dreckig, kann ich euch irgendwie unterstützen?

Speaker: Stimmt das?

Speaker: Das stimmt.

Speaker: Ja, tatsächlich.

Speaker: Das wäre jetzt so peinlich gewesen, wenn du gesagt hast, es ist mir doch egal, ich hatte auch einen neuen Fall.

Speaker: Ich habe ja gedacht, dass du mich da entlarven willst.

Speaker: Du lässt mich ja nur noch lieber darstellen.

Speaker: Masche.

Speaker: Alles Masche.

Speaker: Bei uns wird sowieso niemand entlarvt.

Speaker: Ich hoffe, dass alle... Alex hat noch ein Foto, wie du bei so einer Kinderbuchlesung mit einer Cola da sitzt oder so.

Speaker: Aber die Geschichte stimmt.

Speaker: Du warst nicht mehr aktiv bei Kuiper, aber hast irgendwie gedacht, Mensch, denen helfe ich.

Speaker: Ja, also ich fühle mich ja noch immer auch sehr, sehr mit Kuiper verbunden und das hat mir ja auch nicht im Herzen wehgetan, aber es war natürlich eine Karriereentscheidung in dem Punkt, aber das hatte nichts mit einfach dem Emotionalen zu tun.

Speaker: Ja, und ich...

Speaker: oder bin Kiper einfach immer noch sehr, sehr verbunden und schätze diesen Verlag auch ungemein und sehe, was der für eine großartige Arbeit leistet.

Speaker: Aber gerade, ich meine, wir kommen da auch später zu sprechen, gerade wenn es nach Deutschland gehen soll, auch in der Vermarktung der Bücher, dann

Speaker: war das einfach ein logischer Schritt, den ich an dieser Stelle hätte treffen müssen.

Speaker: Aber genau, das war zu Corona und ja, ich bin bei Corona irgendwie sehr sentimental auch geworden und habe da natürlich auch viel an Kiper gedacht und ja.

Speaker: Aber was hast du denen vorgeschlagen, dass du sie kochst?

Speaker: Ja, also ich habe ein paar Bücher bestellt.

Speaker: Man kann ja mit einem Autorenrabatt Bücher ordern.

Speaker: Die bekommt man billiger, damit man sie dann weiterverkauft.

Speaker: Und ich habe mir gedacht, na gut, dann kaufe ich eben jetzt...

Speaker: einfach Bücher, die ich dann über die nächsten Jahre verkaufen würde.

Speaker: Das heißt, ich habe einfach einmal eine sehr, sehr große Bestellung gemacht und habe mir gedacht, na gut, über die Jahre werde ich sie dann sicher irgendwie los.

Speaker: In dem Moment hilft Skyper und ich habe ganz viele von meinen eigenen Büchern.

Speaker: Toll, ja.

Speaker: Aber gut, man sieht, du hast die Kamera an, im Hintergrund, da sind nicht irgendwelche großen Stapel aufgebaut.

Speaker: Nein, ich bin sie ja tatsächlich irgendwie losgeworden.

Speaker: Aber vielleicht mal eine Frage, die wir zum Ende dann nochmal beantworten können.

Speaker: Aber wenn wir jetzt über diesen ganzen Erfolg reden und so.

Speaker: Tina hat es eben auch schon in den Fragen so ein bisschen anklingen lassen.

Speaker: Was soll da noch kommen?

Speaker: Also das Ziel, unterstelle ich dir jetzt, ist schon trotz des Studiums schon irgendwie hauptberuflich Autor sein.

Speaker: Was kommt jetzt die nächsten, weiß ich nicht, 60 Jahre?

Speaker: Bis der große Roman am Ende kommt.

Speaker: Ich stelle mir das doch so ein bisschen bedrückend vor, in deiner doch gerade komfortablen Situation zu sein.

Speaker: Dass man denkt, ich muss doch irgendwie jetzt das Level halten.

Speaker: Und mittlerweile nicht nur für dich selber, sondern da hängen Verlage dran, da hängen Mitarbeiter dran, die drauf hoffen, dass sich dein Buch gut verkauft.

Speaker: So und das machst du jetzt 60 Jahre und dir gehen gefälligst nicht die Ideen aus und bitte einen Roman im Jahr?

Speaker: Ich glaube auch Autoren dürfen mit 65 in Rente gehen, Alex.

Speaker: Ich glaube, 60 Jahre muss man nicht schreiben.

Speaker: Sagt das Mann in Grip Neul.

Speaker: Es geht ja ums Müssen.

Speaker: Ja, also ich glaube, dass das, was ich mir wünsche und das große Ziel ist, also ich will natürlich auch ein paar Überraschungen für andere und für mich selbst bereit halten, hoffentlich in den nächsten Jahren, was meine kreative Arbeit angeht.

Speaker: Aber was ich mir schon wünsche, ist eine gewisse Absicherung.

Speaker: Und diese Absicherung, glaube ich,

Speaker: besteht in einer Sache, nämlich sich eine Stammleserschaft aufzubauen.

Speaker: Das heißt, ich probiere jetzt vor allem ganz, ganz viel Marketing für meine aktuellen Bücher zu machen, damit ich hoffentlich an einem Punkt bin irgendwann, wo man den Namen Hardler liest und ich einfach weiß, egal wie in Anführungszeichen schlecht jetzt meine Promotion oder das Buch ist,

Speaker: ich darf mir ein, zwei Fehlbücher in Anführungszeichen erlauben, wenn mal was nicht so aufgegangen ist, wie ich mir das gedacht habe.

Speaker: Und ich werde trotzdem davon leben können.

Speaker: Das mindert natürlich nicht den Fakt, dass ich immer versuchen werde, mein Bestes zu geben.

Speaker: Aber auch Stephen King hatte wahrscheinlich ein, zwei Bücher, wo er sich gedacht hat, das habe ich mir wahrscheinlich ein bisschen anders vorgestellt.

Speaker: Das mit dem Klauen war keine gute Idee.

Speaker: Genau, ja, und diese Absicherung.

Speaker: Ich glaube, das ist schon ein Wunsch.

Speaker: Aber das klingt fast so, als ob du so einen richtigen Businessplan hast und wirklich vor Augen, also es ist gar nicht negativ gemeint.

Speaker: Ich finde das immer, finde das ja gut und faszinierend.

Speaker: Meine Frage ist eher,

Speaker: Wann hattest du diesen Punkt schon nach deinem ersten Roman, so mit 17, 18, wo du dachtest, okay, daraus kann wirklich mein Beruf werden, damit kann ich Geld verdienen?

Speaker: Oder ab wann war der Punkt, wo du gemerkt hast, oh, davon kann ich leben, das kann meine professionelle, meine berufliche Karriere werden und jetzt mache ich mir einen Plan, wie ich da weiter vorgehe?

Speaker: Also ich glaube, bei mir kommt wirklich dazu, dass ich eigentlich von Anfang an kein Herzblutschriftsteller bin und war.

Speaker: Was das heißt ist, dass es mir nie per se nur um das Schreiben ging.

Speaker: Also ich

Speaker: habe zwar geschrieben und ich finde es toll und ich finde es immer noch toll und das macht mir auch Spaß, aber wo ich auch meine Leidenschaft hatte und habe, das habe ich auch schon früher, ich habe nämlich mit Livestreams angefangen, da war ich relativ jung, ich glaube mit 13, 14 und da gab es so YouNow und dort konnte man Livestreams machen, das ist

Speaker: man sitzt da vor der Kamera und muss einfach irgendwas reden und man chattet mit diesen Leuten.

Speaker: Und da ging es auch ganz viel darum, was tue und mache ich jetzt, damit erstens die Leute dranbleiben und nicht weggehen von diesem Livestream.

Speaker: Und im Idealfall, was mache ich damit, die Leute auch dazukommen.

Speaker: Also da ging es eigentlich die ganze Zeit um...

Speaker: umzahlen natürlich und das hat mir aber auch Spaß gemacht.

Speaker: Also wirklich dieser Marketing-Gedanke, wie kleben wir Leute wirklich an den Lippen, wie bekommst du sie gefesselt?

Speaker: Aber warum wirst du dann nicht Twitcher?

Speaker: Mal ehrlich, dann kannst du das ganze Schreiben sparen.

Speaker: Oder TikToker.

Speaker: TikToker, ja.

Speaker: Dann kannst du von zu Hause aus alles machen.

Speaker: Ja, ja, ja.

Speaker: Wie gesagt, deswegen sage ich, vielleicht wird es die Überraschung und irgendwann plötzlich werde ich Twitcher.

Speaker: Also man kann es nie genau sagen.

Speaker: Weil das muss man, glaube ich, sagen, das, was ich von dir mitbekomme, dass du mittlerweile auch weg bist von diesen in Anführungsstrichen klassischen Wasserglaslesungen, sondern das ist ein richtiges Bühnenprogramm, was du da mittlerweile entwickelst, was in Richtung Kabarett geht.

Speaker: Genau, ich nenne es Lesekabarett.

Speaker: Das ist so die Bezeichnung.

Speaker: Wie läuft das ab?

Speaker: Erzähl mal ein bisschen.

Speaker: Ja, wie läuft das ab?

Speaker: Also ich probiere...

Speaker: Lesungen etwas aufzulockern, indem ich nicht nur aus dem Text vorlese, also ich lese natürlich auch eine kleine Stelle, aber ich habe irgendwie in der Vergangenheit gemerkt, dass die meisten Leute sich eigentlich langweilen bei Lesungen.

Speaker: Also erstens haben wir mal diesen Fakt, es gehen sehr wenig Leute zu Lesungen.

Speaker: So, das ist das Erste.

Speaker: Zweite ist, warum passiert das?

Speaker: Und ich habe mir die Frage natürlich auch gestellt, bin aber zu einem ganz einfachen Schluss gekommen.

Speaker: Die meisten Lesungen, die ich besuche, sind einfach langweilig, weil die meisten AutorInnen, finde ich, natürlich auch nicht so gut lesen können, wie sie schreiben können.

Speaker: Dann müssen sie die Lesungen aber machen, weil sie dadurch natürlich auch

Speaker: Geld verdienen, jetzt gibt es dadurch, dass sie es machen müssen, auch sehr viele schlechte Lesungen, dadurch haben Lesungen generell einen schlechten Ruf.

Speaker: All das ist quasi eigentlich Fakt.

Speaker: Und jetzt ist die Frage, wie lockert man das ein bisschen auf?

Speaker: Natürlich sagen mir AutorInnen dann immer, ja, okay, du hast ja vielleicht ein Talent für das Schauspiel, mir fällt das sehr schwerer.

Speaker: Aber ich glaube, um das geht es gar nicht, weil ich habe...

Speaker: Ich hatte mal mit einer Autorin zu tun und die hat eine Lesung gemacht und dann hat sie mir, also eine ganz klassische, und dann hat sie mir nachher an der Bar die verrücktesten Geschichten aus ihrem Autorenleben erzählt.

Speaker: Und ich habe mir gedacht, bitte erzähl das bei der Lesung.

Speaker: Die Leute werden total abgehen, das finden sie wahnsinnig spannend.

Speaker: Und genau das probiere ich.

Speaker: Also mir zu überlegen, was sind diese Geschichten, diese Hintergrundgeschichten, die ich während des Schreibprozesses erlebt habe und die baue ich

Speaker: auf eine komödiantische Art und Weise in meinen Lesungen ein.

Speaker: Und ebenfalls natürlich die Themen, die mich interessieren.

Speaker: Also geht es jetzt um Spice oder generell um die... Also zum Beispiel jetzt in meinem neuen Programm, da spiele ich auch ein bisschen damit, dass das an einen Mörder oft...

Speaker: ganz andere Erwartungen gestellt werden wie an eine Mörderin.

Speaker: Beim Mörder geht es oft einfach nur darum, ob er ein schönes Lächeln hat oder nicht.

Speaker: Also diese Romatisierung dieser Rollen, die man da vor sich hat, das macht mir einfach wahnsinnig viel Spaß und das ist, ja, so baue ich das ein.

Speaker: Aber jetzt, ja,

Speaker: Ich wollte nur sagen, ich finde das gerade, wo du das erzählst, vorher ist mir nie aufgefallen, ist tatsächlich ein Unterschied zwischen Belletristik und Sachbuchlesungen.

Speaker: Ich nenne es jetzt mal Lesungen anstatt Event oder sowas.

Speaker: Weil beim Sachbuch ist es tatsächlich so, da sitzt selten, zumindest bei unseren Autoren, jemand vorne auf der Bühne und liest aus dem Buch vor und dann ist fertig.

Speaker: Sondern es ist immer irgendwie so gepaart mit einer Interviewsituation.

Speaker: Dann wird vielleicht mal ein Stück gelesen.

Speaker: Aber eigentlich geht es eher darum,

Speaker: den Kontext des Buches zu erklären und gar nicht vorzulesen.

Speaker: Und das ist mir so gar nicht aufgefallen, bis du es gesagt hast, dass bei der Belletristik wird eigentlich immer sich hingesetzt gelesen.

Speaker: Dann gibt es vielleicht zum Anschluss nochmal diese Fragenrunde, aber es gibt da tatsächlich einen Unterschied.

Speaker: Ja, und das ist das beste Beispiel, was du auch nennst, weil bei Sachbuchlesungen gehen meistens auch mehr Menschen hin.

Speaker: Kommt wahrscheinlich auf das Sachbuch an.

Speaker: Bei Stefan die Stahl, das Kind in dir muss Heimat finden, ist die Bude voll.

Speaker: Aber wer kommt denn jetzt so zu deinen Lesungen?

Speaker: Also was für ein Publikum hast du?

Speaker: Ich kann es mir noch nicht richtig vorstellen.

Speaker: Sind das eben nur junge Menschen, Schüler, Schülerinnen?

Speaker: Mit ihren Eltern vielleicht sogar noch?

Speaker: Gerade bei den früheren Büchern?

Speaker: Ja, also solange sie gezwungen werden, kommen sie zu meinen Lesungen am Abend auch hin.

Speaker: Ich habe natürlich einfach da an ziemlich viele Schullesungen, die ich ja auch damit starte, ich freue mich, dass ihr alle da sein müsst zu meiner Lesung.

Speaker: Und die sind dann tagsüber, oder?

Speaker: Oder ist das dann auch Abend?

Speaker: Genau, die sind tagsüber.

Speaker: Die sind tatsächlich am Vormittag.

Speaker: Ich habe da auch ein relativ striktes Programm.

Speaker: Also ich habe so eine Stunde Lesung und teilweise ist das pro Klassenstufe dann eine Lesung und die ist dann oft drei, vier Mal hintereinander.

Speaker: Das heißt, ich habe drei, vier Mal meine Lesung und das sind aber dann schon pro Lesung oft 80, 90 SchülerInnen und das läppert sich dann hoch.

Speaker: Also das sind dann im Jahr wirklich sicher zwölf

Speaker: bis 15.000 SchülerInnen, die du erreichst durch diese Lesungen.

Speaker: Und das sind natürlich auch die Leute, die älter werden, mit mir.

Speaker: Und dann auch meine Bücher kaufen.

Speaker: Also es bleiben dann natürlich nicht alle hängen, weil du ja auch dort sein musst.

Speaker: Und was ich bis jetzt erlebt habe, also am Anfang war das furchtbar zermürbend, als ich die ersten Lesungen hatte, zu meinen Jugendbüchern am Abend, da ist auch niemand hingekommen.

Speaker: Also da hatten wir wirklich...

Speaker: Ich erinnere mich an eine Lesung, die war draußen und dann war so ein Ehepaar dort, also zwei Leute, wo ich dachte, wurscht, zumindest keiner.

Speaker: Und die haben dann gesagt, ja, ja, wir warten.

Speaker: Und ich habe gesagt, sie müssen nicht warten, ich fange gleich an.

Speaker: Und sie also auf die Autorin nach ihnen, habe ich gesagt, okay, schön.

Speaker: Ja, also das war zermürbend.

Speaker: Aber ich habe natürlich, das stärkt auch einen, wenn man wirklich auch merkt,

Speaker: Und eigentlich, wenn man dafür nicht Wärmung macht oder wenn man dann nicht wirklich was zu bieten hat, dann interessiert es auch nicht wirklich einen.

Speaker: Also ich glaube, diese Erfahrung muss jeder Autor, jede Autorin am Anfang seiner Karriere machen.

Speaker: Und jetzt durch das neue Buch fängt es ja erst an, dass ich auch Abendlesungen habe, wo ich merke, okay, da gibt es auch mehr Zuwachs.

Speaker: Also ich habe wirklich einfach in den vergangenen Jahren,

Speaker: mir das so zur Aufgabe gesetzt, dass ich wirklich oft nur in Wien und in Graz eine große Abendlesung mache, weil ich weiß, da kommen auch wirklich viele Leute hin am Abend und in anderen Ortschaften bringt es sich nichts, weil sie wirklich dann draufschreiben, die Jugendlesung am Abend und kein Jugendlicher geht am Abend freiwillig zu sein.

Speaker: Aber jetzt haben wir schon mehrmals das neue Buch angesprochen.

Speaker: Du hast eben gesagt, Zielgruppe, Marketing, Zielgruppe aufbauen.

Speaker: Wunderbar.

Speaker: Jetzt gibt es ja, gerade wenn man mit jungen Menschen arbeitet, zwei Möglichkeiten.

Speaker: Das eine ist, oh Gott, ich wollte seinen Namen noch recherchieren, Thomas Brecina, heißt der so?

Speaker: Der dieses frühe Fahrrad.

Speaker: Also ja, da würde es sich richtig freuen, wenn du das so sagst.

Speaker: Also er heißt Thomas Brecina, ja, ja.

Speaker: Aber Brecina finde ich auch ganz toll.

Speaker: Das klingt fast für ein Musikinstrument.

Speaker: Der dumme Deutsche.

Speaker: Ähm,

Speaker: Okay, aber der zum Beispiel, es war völlig klar, der kann toll mit Kindern, der kann tolle Kinderfiguren erfinden, der bewegt sich in diesem Kosmos, das hat er bis heute nicht verlassen.

Speaker: Das war ein relativ sicheres Fahrwasser und da ist der drinnen geblieben.

Speaker: Wobei er jetzt auch seit vier, fünf Jahren Bücher für Erwachsene schreibt.

Speaker: Du hast jetzt einen anderen Weg gewählt, weil du hättest natürlich jetzt auch sagen können, bis du 65 bist, machst du Schullesungen und begeisterst junge Menschen fürs Lesen, was an sich erstmal eine ganz wunderbare Geschichte wäre.

Speaker: Der Weg bei dir war, sage ich jetzt mal, deine LeserInnen,

Speaker: werden älter, du wirst älter und ihr werdet einfach zusammen älter und so passt sich dann der Stoff an, den du geschrieben hast.

Speaker: Das war schon so ein bisschen bei Seven Raised to Tell Alive, fand ich so.

Speaker: Das war ja irgendwie auch ein Jugendroman, aber eigentlich in meinen Augen nur noch, weil du da jugendliche Figuren hattest, aber nicht irgendwie, weil du irgendwelche Themen jetzt anders angegangen bist.

Speaker: Es wird auch gleichermaßen von älteren Leuten gelesen wie von jüngeren.

Speaker: Das ist einfach so, ja.

Speaker: Genau, das war bei, ich weiß gar nicht, wie heißen die, Planet E, wie nennt man dieses Label bei Tiedemann?

Speaker: Planet.

Speaker: Planet, okay.

Speaker: So, und jetzt wieder der Wechsel und jetzt kommen wir endlich zum Promo-Werbeteil.

Speaker: Jetzt Firewatch, jetzt bist du bei DTV auf einmal.

Speaker: Deutscher Taschenbuch Verlag, also der Weg nach Deutschland.

Speaker: Ein sehr aufregendes, leuchtendes, tolles Cover.

Speaker: Eine Premium-Klappenbroschur.

Speaker: Spiegel-Bestseller-Aufkleber.

Speaker: Natürlich hat es den Spiegel-Bestseller-Aufkleber, genau.

Speaker: Davor war es noch dein Spiegel-Bestseller, ne?

Speaker: Ja.

Speaker: Habe ich gesehen und jetzt bist du bei den Großen angekommen.

Speaker: Also du hast deine Leser mitgenommen oder wie?

Speaker: Oder fängst du jetzt von vorne an?

Speaker: Ich probiere sie mit zu zerren.

Speaker: Ich werfe meinen...

Speaker: mein Lasso aus und probiere möglichst viele mitzubekommen, aber es wird mir nicht bei jedem gelingen und ich glaube, dann kommen andere dazu und so wird sich wahrscheinlich eine bunte neue Mischung ergeben und manche, die sagen, okay, für sie sind nur meine Jugendbücher was und für manche, die sagen, sie lesen eher nur die Erwachsenenstoffe, also so stelle ich mir das vor.

Speaker: Ich finde das aber echt clever, wie du das machst, dass du die Leute sozusagen

Speaker: so wie sie wachsen, schreibst du ihnen im Grunde genommen die Geschichten mit.

Speaker: Also das ist natürlich...

Speaker: Gehen manche dann wieder weg, manche kommen hinzu, aber im Endeffekt hast du eine Kernzielgruppe und die wächst ja mit dir sozusagen und du bietest ihnen quasi immer wieder Content, dass sie gar nicht drum rum kommen, dich zu lesen.

Speaker: Also das finde ich eigentlich ziemlich clever gemacht, unabhängig davon, ob du das jetzt aus verkaufstechnischen Gründen machst oder weil du jetzt wirklich bereit bist, auch solche Romane zu schreiben.

Speaker: Finde ich es eine coole Idee.

Speaker: Und tatsächlich muss man ja auch sagen, dass diese Bücher, die ich jetzt schreibe, die New Adult Bücher, hauptsächlich auch von 13, 14 plus gelesen wird.

Speaker: Die Frage ist jetzt natürlich, ist das jetzt gut, weil es natürlich auch sehr explizite Szenen dort drin gibt, aber es ist zumindest einfach ein Fakt.

Speaker: Das heißt, meine Jugendbücher, was das eigentlich von der Zielgruppe unterscheidet, sind wirklich

Speaker: Ältere Leute, die eher seichtere Stoffe lesen wollen, wo eben nicht so viel Gewalt vorkommt.

Speaker: Und eben wirklich Schüler, SchülerInnen, die generell fast gar nichts lesen.

Speaker: Weil in den Jugendbüchern, da passiert auch einfach nochmal mehr.

Speaker: Da geht es nicht so viel um dieses Zwischenmenschliche, diese Spannung, sondern da passiert halt auch einfach bei jeder vierten, fünften Seite passiert da etwas, ja.

Speaker: Um die Leute bei der Stange zu halten, einfach.

Speaker: Genau, also einfach wie eine Netflix-Serie eigentlich geschrieben.

Speaker: Wobei Firewatch jetzt nicht so ausgewiesen langweilig war, muss ich sagen.

Speaker: Die Spannung passiert woanders, das ist es einfach.

Speaker: Aber lass uns jetzt mal darüber reden.

Speaker: Erzähl mal, ich weiß nicht, wie oft du das jetzt schon machen musstest,

Speaker: wahrscheinlich auch schon eingeübt, beschreib mal dein Buch.

Speaker: Okay, ich beschreibe es, aber wir müssen mich stoppen, wenn ich dann zu sehr in dieses Marketing-Sprech reinkomme.

Speaker: Oder ich übertreibe es einfach.

Speaker: Ich gehe jetzt davon rein in das Marketing-Sprech.

Speaker: Also Firewall.

Speaker: Stell dir vor.

Speaker: Sagen wir so, Alex und ich werden es nicht raushören, aber Andi auf jeden Fall.

Speaker: Aber ich bin zu höflich, um dich zu unterbrechen.

Speaker: Gott, na toll.

Speaker: Nein, das wird mir jetzt schon wieder... Alex, pass auf.

Speaker: Du hast doch schon das Fass zu Ende gelesen.

Speaker: Was würdest du denn sagen?

Speaker: Also in einem Satz, ich finde es ja immer ganz wichtig, dass man Bücher in einem Satz erzählen kann.

Speaker: Ein Mensch, der seinen Lebenspartner verloren hat, mutmaßlich durch einen Mord, versucht nun, diesen Mörder auf eigene Faust zu stellen.

Speaker: Und dabei entwickeln sich aber auch Gefühle beim Kennenlernen.

Speaker: Und da ist ganz viel irgendwie...

Speaker: wo man nicht so richtig weiß, ist das geplant oder nicht?

Speaker: Das war aber ein langer Satz.

Speaker: Ein Kantschersatz.

Speaker: Du hast es richtig gesagt, es ist nicht der Lebenspartner, sondern es ist der beste Freund.

Speaker: Ja.

Speaker: Was wollerst du gerade schon, Alex?

Speaker: Das glaube ich nicht.

Speaker: Nein, nein, es ist, ja, es ist der, ja, vielleicht habe ich mir das mehr gewünscht, kann auch sein.

Speaker: Nein, wirklich, also das war ein guter Versuch von diesem Satz, also ich finde das auch, ich gebe dir einen Gegenvorstand, was, wenn du den vermeintlichen Mörder deines besten Freundes datest, um die Wahrheit ans Licht zu bringen?

Speaker: Uh.

Speaker: Sehr gut.

Speaker: Ja, ist besser.

Speaker: Ich fand es eigentlich gerade unfassbar witzig, dass Alex dich korrigieren wollte als Autor.

Speaker: Nein, das ist nicht der bessere Wort.

Speaker: Vielleicht habe ich das ja wirklich ein bisschen herauslesen wollen.

Speaker: Kann ja sein.

Speaker: Was dich sympathisch macht.

Speaker: Und tatsächlich direkt am Anfang sehr eklig.

Speaker: Also, als du eben sagtest, es darf nicht so blutig zugehen.

Speaker: Und ich bin ja so eine empfindliche Seele.

Speaker: Und gleich der Prolog, das kann man erzählen, ohne dass man spoilert, geht also eine Figur irgendwie blutig, versucht an einen Leiter hochzuklettern und ich dachte schon, woher geht das weiter?

Speaker: Naja, wird noch schlimmer.

Speaker: Nix für mich.

Speaker: Aber sind das Szenen, die du auf der Bühne lest?

Speaker: Also sowohl das Brutale als auch, weil es ist auch spicy, das ist Neudeutsch für ziemlich anrühchige Szenen.

Speaker: Es wird geliebt.

Speaker: Liest du sowas auch auf der Bühne?

Speaker: Weil das kam ja vorhin schon so ein bisschen raus, dass du schon Spaß an der Provokation hast.

Speaker: Ich habe immer Spaß an der Provokation, aber kann das nicht gut verkraften, wenn man das zurückkommt.

Speaker: Also halte ich mich da auch immer ein bisschen zurück.

Speaker: Tatsächlich weiß ich es noch gar nicht, weil ich die Lesestellen für die Lesung noch nicht rausgesucht habe.

Speaker: Also ich habe momentan eher diesen komödiantischen Teil gemacht.

Speaker: Was ich auf jeden Fall thematisieren werde, ist natürlich...

Speaker: das Sexuelle, ich glaube nicht, dass ich es lesen werde, aber es kommen ja auch gar nicht so viele Szenen vor, es sind eigentlich zwei Hauptszenen, die wirklich auf ganz wenigen Seiten da widergespiegelt werden, aber in manchen Rezensionen bekommt man natürlich mit, dass die Leute sagen, da war so viele, so viele Spice, das ganze Buch ist voll davon, in Abgründe, in die ich gar nicht gehen wollte, wo ich mir dann auch immer wirklich überlege, es wäre doch echt

Speaker: Eigentlich heuchlerisch, wenn ich die Gewalt bis ins letzte Detail beschreibe und dann, wenn es zu dieser wichtigen emotionalen Szene kommt, dann dort sage ich, oh okay, aber das ist jetzt, also das traue ich jetzt meinen erwachsenen Lesern natürlich nicht zu.

Speaker: Weiß ich nicht.

Speaker: Also, wie es ist, jemanden zu lieben, das weiß ich.

Speaker: Wie es ist, jemanden irgendwie in den Bauch zu boxen, das nicht.

Speaker: Also, von daher kann das eine schon hilfreich sein, wenn mir das als Leser erklärt wird.

Speaker: Das andere habe ich ja vielleicht selber schon mal erlebt.

Speaker: Und wenn man sich es im Kino anschaut, es gibt die unglaublichsten Splatter-Horror-Filme und Erotik-Filme, gibt es gefühlt fast nirgendwo mehr zu sehen.

Speaker: Ich habe gehört, es gibt ein paar im Internet.

Speaker: Ja, auf den einschlägigen Seiten.

Speaker: Aber ich meine jetzt, wenn du auf eine Streaming-Plattform schaust, findest du sowas nicht.

Speaker: Aber da findest du die Splatter Horror-Filme auf alle Fälle.

Speaker: Aber ist das trotzdem was, was du schreiben musst?

Speaker: Da sind wir wieder an dieser Stelle.

Speaker: Weil, das merke ich ja bei uns auch gerade im Haus, dass das danach ein Verlangen gibt?

Speaker: Oder war es dir ein Verlangen, diese Szenen zu schreiben?

Speaker: Bei diesen Spice-Szenen war es so, dass du dich natürlich gewissen Genre-Konventionen hingeben musst und New Adult, das ist ja auch das Genre, wo das Buch rauskommt, es ist so ein Mischding.

Speaker: Es ist eben Thriller meets Romance, also ist es so halb New Adult eigentlich und da wird es

Speaker: schon erwartet.

Speaker: Oder ich glaube einfach, dass es natürlich einfach die modernen Liebesromane sind.

Speaker: Ich denke, früher waren die Leute auch ein bisschen Brüder, da war dieses ganze sexuelle Thema auch einfach etwas verklemmter.

Speaker: Und jetzt wird das alles etwas offener und jetzt, wenn man sich diese Liebesromane durchliest, da ist einfach...

Speaker: auch das Thema Sex ist jetzt nicht mehr so ein Tabuthema und darf auch in expliziten Szenen einfach beschrieben werden.

Speaker: Beim Thriller ist es noch nicht so, logischerweise.

Speaker: Da geht es ja auch oft gar nicht um diese Sache, sondern eher nur um Blut und Gewalt.

Speaker: Und mein Buch ist eben eine Mischung aus Thriller und Romance.

Speaker: Aber auf deine Frage zurückzukehren, ich habe...

Speaker: das schon geschrieben mit dem Wissen, okay, das wird jetzt gefordert auch von dem Markt.

Speaker: Und gerade deswegen habe ich mir wirklich die Frage gestellt, gut, dann will ich sie aber so schreiben, dass sie wirklich wichtig für diese Geschichte sind und dass sie wirklich in einem Bereich auch,

Speaker: so eine starke Charakterzeichnung auch machen.

Speaker: Also ich weiß nicht, ob du zu dieser zweiten Szene schon gekommen bist.

Speaker: Ich denke, dass sie so unfassbar wichtig ist für dieses Buch.

Speaker: Und alle Leute, die schreiben, das Buch ist wahnsinnig toll, aber die Spice-Szenen hätte es nicht gebraucht.

Speaker: Dann würde ich dagegen halten, ich glaube, wenn ich die ganz weggelassen hätte, dann hättest du das Buch auch gar nicht so gut gefunden.

Speaker: Das ist natürlich meine steile These.

Speaker: Vielleicht stimmt es auch gar nicht.

Speaker: Ich kann es nicht sagen.

Speaker: Aber das war eine Entscheidung und ich weiß jetzt aber auch nicht, ob ich in meinen nächsten Büchern wieder es bei sehe.

Speaker: Also das ist einfach, in dieses Buch hat es gepasst, in diese Story hat es gepasst.

Speaker: Ich fand das wichtig und gut, aber ich schaue da natürlich auch, wo es künstlerisch einfach reinpasst oder nicht.

Speaker: Erzähl nochmal ein bisschen, lassen Sie jetzt gerne mal in den Inhalt rein, warum Firewatch, wer dir auf Insta zum Beispiel folgt, sieht, dass du vor diesen Türmen stehst oder gestanden hast auf, ich glaube, Can Canaria, das hattest du jetzt irgendwie erst in der Story, was ich sehr hilfreich fand, ist nochmal zu sehen, dass ich weiß, wie man es sich vorzustellen hat, aber erzähl mal noch ein bisschen mit deinen Worten, um was geht es in dem Buch?

Speaker: Okay, also es geht erstmal um diesen Job des Firewatchers, also Firelookertower, das kann man sich so vorstellen, die übergroße Jägersteige bei uns.

Speaker: Das ist so ein großer Turm, meistens im Nationalpark und dort schaut man erst einmal nach diese endlose Wildnis von Bäumen.

Speaker: Und dein Job ist es eigentlich, dort zu sitzen den ganzen Sommer lang und zu schauen, ob es irgendwo brennt.

Speaker: Es klingt wahnsinnig langweilig.

Speaker: Und es passiert eben, dass der Aaron in unserer Geschichte dort verdonnert wird, dass er diesen Job dort macht und er langweilt sich wahnsinnig.

Speaker: Und es gibt auch noch einen zweiten Turm, also einen zweiten Firelookout Tower am anderen Ende dieses Nationalparks.

Speaker: Und dort ist der Kian drin, das ist ein gleichaltiger Schriftsteller und die beginnen miteinander zu funken.

Speaker: Und dort beginnt sich so eine gewisse sexuelle Tension auch aufzubauen.

Speaker: Und irgendwann beschließt dieser Aaron, okay, ich halte es nicht mehr aus.

Speaker: Es ist so unfassbar langweilig.

Speaker: Ich halte diesen ewig gleichen Blick nicht mehr aus.

Speaker: Ich gehe los und gehe jetzt zu diesem anderen Turm.

Speaker: So, er wird aber nie mehr bei seinem Turm ankommen.

Speaker: Seitdem verschwindet er spurlos.

Speaker: Und ein Jahr später, die Geschichte wird nämlich auf zwei Zeitgebern erzählt, haben wir Robin,

Speaker: den besten Freund von Aaron, der furchtbar unter diesem Verlust leidet und sich ziemlich sicher ist, es kann eigentlich nur eine einzige Person gewesen sein, nämlich dieser Kian.

Speaker: Dort in diesem anderen Turm, weil der ist der Einzige, der irgendwie in Reichweite war, mit dem er Kontakt hatte.

Speaker: Und jetzt stellt auch noch die Polizei ihre Ermittlungen ein.

Speaker: Naja, was mache ich jetzt?

Speaker: Ganz einfach, ich fange diesen Kian an zu daten, um herauszufinden, was damals wirklich passiert ist und um ihn im besten Fall dann auch hinter Gitter zu bringen.

Speaker: Muss wirklich ein bisschen noch drüber nachdenken, weil für mich war das eine sehr tiefe Liebe, die vielleicht gar nicht so ausgesprochen wird, aber die zwischen den beiden war.

Speaker: Aber gut.

Speaker: Lies es mal zu Ende.

Speaker: Lies es mal rückwärts.

Speaker: Jetzt ist es, der ist Schriftsteller und du hast da...

Speaker: am Anfang doch, gibt es auch diese, ist das nicht eine Theaterszene?

Speaker: Ja.

Speaker: Jetzt haben wir von dir gehört, du hast Theater gespielt, wir haben von dir gehört, du bist Schriftsteller.

Speaker: Ich frage jetzt nicht, wie autobiografisch das ist, aber Witzeswissen.

Speaker: Naja, ich meine, wir planen ja jetzt hier gerade die nächsten 45 Jahre oder 40 Jahre, wo noch Stoff her muss.

Speaker: Also muss man da ein bisschen haushalten?

Speaker: Bedienst du dich an deinem eigenen Leben?

Speaker: Stellenweise sicher.

Speaker: Oder meine Geschichten bedienen sich an meinem Leben.

Speaker: Ich glaube, es ist eher andersrum.

Speaker: Und der Kian in der Geschichte hat mich natürlich, da er ja auch Schriftsteller ist,

Speaker: Oft um Rat gefragt und ich habe natürlich mit bestem Wissen und Gewissen probiert, ihm die auch zu geben.

Speaker: Aber natürlich denke ich, dass man das am besten beschreiben kann, was man selbst irgendwie erlebt und wo man sich auskennt.

Speaker: Und deswegen fließt da automatisch was mit ein.

Speaker: Und ich glaube, es ist ja auch ganz spannend als Leser, als Leserin, dass man sich fragt, okay, was von diesen Situationen, diesen Sätzen ist wirklich...

Speaker: in dem Leben des Schriftstellers passiert.

Speaker: Also ich habe zum Beispiel...

Speaker: Einmal wurde mir etwas Böses an den Kopf geworfen.

Speaker: Ich sage jetzt nicht von wem und ich sage jetzt noch nicht von wann.

Speaker: Aber ich habe das dann einem böse Wicht aus einem meiner Bücher sagen lassen.

Speaker: Ah, okay.

Speaker: Also Alex, sei vorsichtig, was du hier sagst.

Speaker: Im nächsten Buch gibt es irgendwie einen toten Podcast-Moderator oder sowas.

Speaker: Aber wie war das bei dir?

Speaker: Du reist ja relativ viel, wenn man dir irgendwie Social-Mediamäßig folgt.

Speaker: Das heißt, du bist da durch Gran Canaria zu Fuß und hast diese Türme gesehen und hast gedacht, das wäre ein geiles Setting oder hast du einen Ort gebraucht, wo du isolierte Menschen hast, was man jetzt rund um Graz eher schwierig finden würde oder wie lief das ab?

Speaker: Ja, das war, das ist auch schon länger her, aber vor eineinhalb Jahren ungefähr, als ich das Buch angefangen habe zu schreiben, da war wirklich die Überlegung, was bietet sich da an als cooles Thema und da bin ich irgendwie, ich weiß tatsächlich gar nicht mehr so genau, wie auf dieses Thema

Speaker: von Fire Lookout gestoßen und das war eigentlich dann noch eine ganz andere Geschichte, also ich wollte da so eine Geschichte mit Fire Lookout erzählen und dann eine Geschichte, wo jemand eben jemanden datet, um zu erfahren, ob der diesen Wort untergebracht hat.

Speaker: Da habe ich mir gedacht, welche von diesen Geschichten soll ich schreiben?

Speaker: Und da bin ich wieder zu meiner Agentin gegangen und habe gesagt, was ist da ein guter Plot?

Speaker: Und dann hat sie gesagt, naja, schreibt doch einfach beides.

Speaker: Und so habe ich diese zwei Plots eigentlich ineinander verwoben und gerade das finde ich irgendwie spannend bei Büchern, wenn man wirklich verschiedene Plots hat, die ineinander greifen.

Speaker: Ja, aber mit der Zukunftsplanung, die nächsten 40 Jahre, müssen wir deiner Agentin sagen, sie soll ein bisschen haushalten.

Speaker: Das wären locker zwei Bücher geworden.

Speaker: Oh mein Gott, das stimmt.

Speaker: Mehr Geld für mich.

Speaker: Ja, du darfst nicht so verschwenden, dass du mit den Ideen sein musst.

Speaker: Das muss irgendwie ein bisschen stumpfer daherkommen.

Speaker: Einfach das Nächste vorher Alex anrufen.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Das ist mir jetzt unangenehm.

Speaker: Ja, Alex, jetzt bringen wir dich in Verlegenheit.

Speaker: Dein Plan war eigentlich, mich ins Strauchen zu bekommen.

Speaker: Ich rufe Alex auch wegen jeder Lebensentscheidung an.

Speaker: Kann jeder machen.

Speaker: Wenn ihr Fragen habt, schreibt in die Kommentare, schreibt es an alles.buchmarkt.de, wenn ihr Fragen habt.

Speaker: Aber schreibt bitte in den Betreff direkt rein, Lebensfrage an Alex.

Speaker: Damit wir das direkt zuordnen.

Speaker: Dann kümmert sich der Spamfilter darum.

Speaker: So, jetzt mal, jetzt machen wir einen abrupten Wechsel.

Speaker: Du bist zu DTV gegangen, das habe ich jetzt so ein bisschen rausgehört, bei dir sind viele Entscheidungen durchaus nach vorn gerichtet und mit Bedacht und nicht unbedingt impulsiv und aus dem Bauch heraus.

Speaker: Das war wahrscheinlich die Entscheidung, auch jetzt noch mehr auf dem deutschen Markt Fuß zu fassen.

Speaker: Oder?

Speaker: Fragezeichen.

Speaker: Also ich weiß natürlich, auf was deine Frage hinausziehen will, nämlich auf dem deutschen Buchmarkt.

Speaker: Willst du dort ehrlicherweise aber antworten, dass ich schon das Gefühl habe, dass gerade auch mit Seven Ways das eigentlich ganz gut funktioniert hat auf dem deutschen Buchmarkt.

Speaker: Das war tatsächlich auch Zielgruppenerweiterung und eben das, was ich schreiben will, dadurch, dass ich selbst älter geworden bin.

Speaker: Aber natürlich ist der deutsche...

Speaker: sehr spannend.

Speaker: Also es ist wirklich, Leute, guckt euch den Insta-Account von Colin an, das ist unglaublich, was du gerade für Werbung für dieses Buch machst.

Speaker: Es ist schon fast ein Punkt, dass du mir leidtust.

Speaker: Ich weiß das von einigen unserer Autoren, auch bei uns im Haus, die das wirklich sehr, sehr gut beherrschen.

Speaker: Martina Parker ist eine, ihr kennt euch, die auch gerade jetzt gerade Release hat und es ist

Speaker: Ein Knochenjob.

Speaker: Es ist ja nicht nur das Buch, es ist nicht nur die Veranstaltungen, die du machst, sondern es ist auch noch diese unglaubliche Social-Media-Kampagne, die du anfährst.

Speaker: Du hast mit lustigen Perücken auch für nichts zu schade Videos gemacht.

Speaker: Du hast in Thalia-Filialen, ich weiß gar nicht, hat man dich reingelassen oder warst du heimlich da, Videos gemacht, wo du deine Bücher an Kunden verkaufst.

Speaker: Du machst wirklich sehr, sehr viel Aufwand und Blödsinn, damit jeder erfährt, dass es Firewatch gibt.

Speaker: DTV, muss man sagen, auch ganz toll.

Speaker: Hat Bloggerboxen gepackt, das ist ja heutzutage ein relativ übliches Verfahren mit, ich glaube, Postkarten, es sind immer Postkarten in diesen Boxen drinne.

Speaker: Bei dir sind Kondome drin Gelabelte Firewatch Kondome Und das Buch, das Ich weiß nicht, ob das bei allen so war Aber das Buch, das in Seidenpapier Eingeschlagen und damit einer Kette Verschlossen war Also ultra viel Aufwand Der da betrieben wurde Und jetzt Hat man natürlich gewisse Erwartungen Du hast die, der Verlag hat die Und jetzt wird Deutschland aufgerollt Oder wie ist der Plan?

Speaker: Wie ist der Plan?

Speaker: Vielleicht ganz kurz zu diesem Marketing.

Speaker: Ich glaube bei dir, dass du überall Pläne hast, deswegen frage ich das.

Speaker: Ja, klar.

Speaker: Die Frage ist nur, was teile ich?

Speaker: Mit euch, mit der Welt.

Speaker: Wie viele Leute hören eurem Podcast?

Speaker: Nicht mal meine Mutter.

Speaker: Ich habe zu diesem Marketing, ich habe zwei Sachen gehört, die mir sehr im Gedächtnis geblieben sind.

Speaker: Und das eine, also von unterschiedlichen Menschen, eine war tatsächlich ein YouTube-Kanal, das ist nämlich MrBeast, der ja auch extrem erfolgreich seine Videos macht.

Speaker: Und der hat gesagt, als er angefangen hat mit YouTube, hat er jeden Cent, den er damit verdient hat, wieder in ein neues...

Speaker: Video gesteckt.

Speaker: Das war das eine, was mich sehr geprägt hat.

Speaker: Und das andere, dass jemand gesagt hat, wenn man keine Zeit und keine Energie für das Marketing eines Buches hat, dann sollte man auch kein Buch für den großen Markt schreiben wollen.

Speaker: Und ich glaube...

Speaker: Diese zwei Sätze sind so ein bisschen meine Leitplanke oder das ist einfach mein Fokus, weil ich glaube ich einfach sehr viel von dem Geld, was ich selbst verdiene mit den Büchern, wieder ins Marketing reinstecke.

Speaker: Und dann

Speaker: Früher habe ich dann halt nebenbei noch ein bisschen gearbeitet, damit sie das ausgewandert ist, aber ich wusste, ich muss das machen, damit ich einfach die Aufmerksamkeit damit erzielen kann, die ich auch erzielen möchte.

Speaker: Und genau, deswegen ist mir das sehr wichtig.

Speaker: Aber könnte man da nicht sagen, ich habe jetzt einen großen Verlag, der macht das für mich und ich nutze die Zeit und setze mich hin und schreibe schon das nächste Buch.

Speaker: Also...

Speaker: könnte man ja auch sagen.

Speaker: Ich kann ja meine Zeit auch anders nutzen.

Speaker: Natürlich, ich habe einen großen Verlag und der große Verlag hat 700 andere Titel.

Speaker: Das ist halt so.

Speaker: Und ich glaube, es funktioniert alles mit einem Zusammenspiel.

Speaker: Und ich habe einfach wahnsinnig Glück mit meinen Verlagen, also mit Tine Mann und DTV, dass ich da einfach Ansprechpersonen habe, mit denen ich mich da austauschen kann und die da auch auf mich eingehen.

Speaker: und wo ich auch einfach meine Ideen reinbringen kann.

Speaker: Weil so wie du es, glaube ich, am Anfang richtig gesagt hast, Alex, man hat nicht so viele Chancen auf dem deutschen Buchmarkt und ich weiß, ich habe jetzt da mit Seven Ways und mit Firewatch einen Schwerpunkttitel bekommen.

Speaker: Das ist das Buch, das funktionieren muss.

Speaker: Wenn das nicht so funktioniert, die Erwartungen nicht so erfüllt werden, dann ist das nächste Buch kein Schwerpunkttitel mehr und dann ist die Chance, dass das irgendwie durch die Decke wirklich

Speaker: eklatant geringer.

Speaker: So, das heißt, ich weiß einfach, jetzt sind so die Momente, wo meine Chance als Autor ist und entweder ich ergreife sie oder ich ergreife sie nicht.

Speaker: Und auch wenn das heißt, dass ich dann wirklich ein, zwei Jahre viel mehr arbeite, als ich dann hoffentlich in der Zukunft irgendwann mache, wenn sich das dann eingependelt hat.

Speaker: Vielleicht können Alex und ich das auch ergänzen.

Speaker: Also Verlage investieren auch lieber in einen Autor, der selbst auch aktiv ist, damit dieses Zusammenspiel zu dem größtmöglichen Erfolg führt.

Speaker: Es bringt weder dem Autor was, wenn er alleine da steht und alleine reinbuttert, noch dem Verlag, wenn er alleine da steht.

Speaker: Also es ist total wichtig, dass beide alles geben.

Speaker: Nur dann funktioniert es auch wirklich, dass es zum Bestseller wird.

Speaker: Wenn nur einer von beiden gibt, wird es auch nichts werden.

Speaker: Also das heißt, die TV wird sicherlich auch darauf setzen, dadurch, dass du so aktiv bist, sind die halt auch mehr bereit zu investieren und was zu machen.

Speaker: Und somit kann man halt als Autor auch schnell, ich sag jetzt mal von eh

Speaker: oder D- oder C-Autor in die B- oder A-Klasse kommen, weil der Verlag sich darauf verlassen kann, hey, der Autor, der unterstützt uns mit Unpower, die er hat, ob das eine Lesung oder Video oder Social Media ist.

Speaker: Und dann geben wir natürlich auch sehr viel gerne viel mehr rein.

Speaker: Aber ja, bin ich ja auch komplett bei euch.

Speaker: Mein Punkt ist eher auch dieser, das ist ja so ein neues Bild einfach von Künstler.

Speaker: Es geht ja bei MusikerInnen genauso.

Speaker: Die müssen das ja auch so machen.

Speaker: Die können ja nicht einfach nur Album aufnehmen, Musik aufnehmen und dann das Label macht den Rest.

Speaker: Mittlerweile spricht man ja selbst bei MusikerInnen von CreatorInnen.

Speaker: Also alle sind quasi im Prinzip CreatorInnen.

Speaker: Man kann

Speaker: kreiert was, ein Kunstwerk und danach muss man aber trotzdem das auch noch weiter vermarkten, promoten, Videos machen, Livestreams etc.

Speaker: Das ist halt dieses, ich glaube, aber ich habe immer das Gefühl, es gibt halt viele AutorInnen oder KünstlerInnen, denen das noch gar nicht so bewusst ist oder die sich auch immer noch davor sträuben, aber ich glaube...

Speaker: Oder die sich auf den Verlag verlassen tatsächlich.

Speaker: Die sagen ja, ich habe ja jetzt hier was abgegeben, macht mal.

Speaker: Und das funktioniert tatsächlich nicht mehr ohne Problem.

Speaker: Ja, also es ist natürlich vorrangig die Aufgabe des Verlages.

Speaker: Vielleicht kann man es andersrum sagen, dass das, was du da ablieferst und was manche Autorinnen und Autoren machen, das ist ein Glücksfall für die Verlage.

Speaker: Vielleicht kann man es eher so sagen, ich bin immer dagegen, dass man das erwartet, weil ich erwarte, dass ein Buch abgeliefert wird oder mal das Skript abgeliefert wird, aber es gehört für mich zum Selbstverständnis der Verlage, dass man da auch noch seinen Teil macht.

Speaker: Das schließe ich nicht aus, Alex, tatsächlich, aber wenn du eine Lesung planst und der Autor sagt, nee, habe ich keinen Bock drauf, verkaufst du halt auch schlechten.

Speaker: Genau, das ist völlig klar.

Speaker: Gleich kann man das so sagen, dass man als Verlag das weiß, dass man das Buch trotzdem macht, weil man den Text toll findet, weil man das Thema toll findet, aber dass man natürlich eine andere Erwartung an den Absatz hat, das ist, glaube ich, ganz klar.

Speaker: Jetzt machst du wirklich, wirklich schon relativ lange viel für dieses Buch.

Speaker: Ist bei dir gerade nicht schon jetzt die Luft raus, bevor es überhaupt erscheint?

Speaker: Wir nehmen heute auf, ich glaube, es ist noch eine Woche bis zum ET.

Speaker: Und ich habe den Eindruck, du hast das Buch geschrieben sehr lange.

Speaker: Du hast mit deiner Lektorin oder deinem Lektor sehr lange dran gefeilt.

Speaker: Dann plant man die ganze Kampagne, dann geht die ganze Lesungsakquise los, das muss jetzt ja im Prinzip auch schon irgendwie eingetütet werden.

Speaker: Dann lästige Auftritte wie der heute Abend, wo man dich wieder zwingt, darüber zu reden.

Speaker: Magst du das Buch gerade?

Speaker: Ich glaube, das ist wie bei so einer guten Beziehung.

Speaker: Es gibt halt Phasen, wo man sich dann sehr innig liebt und manchmal, wo man ein bisschen sauer aufeinander ist und ein bisschen Abstand braucht.

Speaker: Aber tatsächlich, ja, weil erst war es natürlich ein Fremden.

Speaker: Das stimmt schon, weil ich habe ja das Buch geschrieben und mittlerweile, muss man ja sagen, habe ich das...

Speaker: Buch, was nach Firewatch kommt, auch schon vollständig geschrieben.

Speaker: Das heißt, ich war in der ganzen Phase einer ganz anderen Geschichte und jetzt bin ich gerade mittendrin in der Geschichte, dass nach dem Buch kommt, was nach Firewatch kommt.

Speaker: Vielleicht ist es nämlich doch der Lebenspartner, du erinnerst dich nur nicht.

Speaker: Ich sollte das Buch nochmal nehmen.

Speaker: Aber es lohnt sich.

Speaker: Lies mal.

Speaker: Aber sag mal, also wir haben, Gemeiner hat ja, es ist in Österreich sehr stark, deswegen habe ich sehr viel mit Österreichern zu tun.

Speaker: Österreicher sind toll, wir freuen uns, dass du da bist.

Speaker: Österreicher sind aber auch sehr, sehr andere Menschen.

Speaker: Also es ist wirklich, es ist ein ganz anderer Schlag.

Speaker: Ich bin ja oftmals so, dass ich gerne auch zackig irgendwie zum Thema komme.

Speaker: Wenn ich in Österreich anrufe, weiß ich, da braucht es erst mal am Anfang dieses Vorangestellte, dass man erst mal ein paar Sätze austauscht, wie es einem so geht und so.

Speaker: Wenn man da direkt zum Thema käme, wäre es unhöflich, wie man das in Deutschland womöglich macht.

Speaker: Ja.

Speaker: In Deutschland ist es einfach wahnsinnig freundlich.

Speaker: Das ist das, was mir... Ich würde wirklich in Deutschland jedem Supermarktverkäufer mein Leben anvertrauen.

Speaker: Das ist einfach, ich kann mich erinnern, ich war irgendwann in Köln, ich bin das ja gar nicht gewohnt, eben auch zu einer Lesung und ich bin zu einer Apotheke gegangen, ich war so leicht angeschlagen von der Stimme her und mir gesagt, Entschuldigung, ich hätte gerne Hustenbonbon und dann war wirklich die Verkäuferin so, mein Gott, kommen Sie aus Bayern?

Speaker: Ich habe gesagt, nein, ich komme aus Österreich.

Speaker: Mein Gott, ich muss nicht in den Urlaub, der Urlaub kommt zu mir.

Speaker: Ich habe gesagt, bitte geben es mal einfach mal Hustenbonbon.

Speaker: Und dann hat es mir noch so 10...

Speaker: Testbonbons nachgeschmissen.

Speaker: Ich habe gesagt, nee, wenn es das ist, das brauche ich.

Speaker: Und dann habe ich mich furchtbar aufgegeben bei meiner Tante.

Speaker: Und dann hat meine Tante gesagt, Köln, du hattest doch einfach nur ein ganz nettes Gespräch.

Speaker: Das bin ich nicht gewohnt.

Speaker: Aber das geht mir genau andersrum.

Speaker: Aber das liegt an Köln.

Speaker: In Berlin wäre es komplett anders.

Speaker: In Berlin würden sie sich anmeckern in English, please, oder sowas.

Speaker: Da musst du dann...

Speaker: Darfst du gar nicht mehr irgendwie Deutsch oder Österreich sprechen?

Speaker: Also diese Wiener oder Grazer Kranklichkeit habe ich tatsächlich auch so noch nicht erlebt.

Speaker: Da gibt es auch ganz viele fantastische Menschen.

Speaker: Aber man muss einfach sagen, es funktioniert vieles ein bisschen anders.

Speaker: Also ich bin immer wieder erstaunt, wie viel auf dem...

Speaker: kleinen Dienstweg läuft, sagen wir mal so, dass man irgendwelche Anfragen hat oder so.

Speaker: Das schönste Beispiel ist, dass wir im letzten Herbst kam bei uns ein Buch über die Münchner Tatortkommissare, wo irgendwie noch öffentlich-rechtliche Fernsehmitreise.

Speaker: Das war wirklich eine zähe

Speaker: Ich muss vorsichtig reden.

Speaker: Das war eine Herausforderung, die Produktion dieses Buches.

Speaker: Ein bürokratischer Akt.

Speaker: Es war ein bürokratischer Akt.

Speaker: Und dann hat Martina Parker, die bei uns ja sehr erfolgreich ist, ihr Buch wurde verfilmt, zugroßt.

Speaker: Und das war ganz wunderbar.

Speaker: Und dann kam sie um die Ecke und meinte, wollen wir nicht so eine Filmedition machen?

Speaker: mit Fotos aus dem Film oder irgendwie das, stimmt, fürs Cover.

Speaker: Die Fotos sind drin, das war alles geregelt, aber fürs Cover wollten wir gerne das Filmplakat nehmen.

Speaker: Und dann habe ich bei der Produktionsfirma angerufen und gefragt, ob das irgendwie, ob sie eine Idee hätten, wie man das machen könnte.

Speaker: Und sie duzte mich sofort und sagte, ja, das kriegen wir hin.

Speaker: Und dann zehn Minuten später bekam ich eine E-Mail mit einem großen Verteiler, wo Menschen von Join und von ServusTV drin waren und so, ich weiß nicht alles, die dann gemeint, es scheint zu eilen, könnt ihr bitte mal ihm da irgendwie das schicken, was er braucht.

Speaker: So.

Speaker: Und

Speaker: Dann verging irgendwie, einer schrieb dann und sagte, ja, kriegen wir hin.

Speaker: Der andere schrieb dann zwei Tage später, Entschuldigung, ich war krank, aber ja, kriegen wir alles irgendwie hin.

Speaker: Und dann habe ich sowas von perfekt vorbereitet, alles gebraucht, was wir für ein Cover irgendwie brauchten.

Speaker: Und das war dann ein Ja, aber nenn uns bitte Und dann ist es schon gut Und wenn man sich so überlegt, so einen Weg Zu so einem Cover zu kommen in Deutschland Das ist eigentlich nicht vorstellbar Und bei euch ist alles so viel kleiner So und jetzt wird Oder sagen wir, du wurdest mit Seven Ways schon Auch auf den deutschen Markt geworfen Und machst dann Veranstaltungen Ich stelle es mir alles in einer ganz anderen Welt vor

Speaker: Ja.

Speaker: Du musst mit der Stimme vielleicht hochgehen.

Speaker: Das war einfach schlecht.

Speaker: Ich habe kurz abgeschaltet.

Speaker: Ich war so in deiner Stimme versunken.

Speaker: Das war doch schön.

Speaker: Immer wenn man über Martina Parker redet, dann komme ich natürlich ins Schwärmen.

Speaker: Nee, aber jetzt mal im Ernst, lass uns mal drüber reden, weil ich finde wirklich und ich weiß immer nicht, ob mir das nur so alles so fremd vorkommt, es ist eine andere Welt und jetzt stelle ich mir vor, du kommst da aus deinem ganz wunderbaren, aber beschaulichen Graz irgendwie dann, ja wie gesagt, nach Köln oder sonst irgendwo und machst da Lesungen und es ist doch, läuft alles anders oder bilde ich mir das ein?

Speaker: Fragezeichen.

Speaker: Sehr gut.

Speaker: Man spürt natürlich in Österreich sehr viel schneller einen Effekt.

Speaker: Du kannst mit lokalen Marketingmaßnahmen wirklich auch spürbar merken, dass sich etwas verändert.

Speaker: Durch Lesungen spürbar merken, dass sich etwas verändert.

Speaker: In Deutschland, das wirkt natürlich erstmal wie so ein unbezwingbarer Berg.

Speaker: Und dort müssen die Marketingmaßnahmen wirklich so zusammen,

Speaker: Aber dann, deswegen sage ich, ist es ja die größere Challenge, aber natürlich auch der größere Gewinn im Endeffekt, weil wenn es wirklich auch in Deutschland funktioniert, heißt es, deine Marketingkampagne hat so breit funktioniert, dass sie eigentlich ein Selbstläufer ist.

Speaker: Also wenn es in Deutschland gut funktioniert, dann ist dieser Sprung von, ich habe gut verkauft, zu okay, das ist ein Longseller und der verkauft sich richtig, richtig gut, der ist dann viel schneller da.

Speaker: Also in Österreich.

Speaker: Planst du jetzt gerade mehr für Deutschland und wenn Deutschland läuft, dann kaufen die Österreicher dein Buch auch oder läuft das parallel?

Speaker: Das Problem ist, es ist so schwer, was speziell für Deutschland zu planen.

Speaker: Also du kannst tatsächlich immer nur Marketing, also man könnte natürlich sagen, man gibt nur BloggerInnen aus Deutschland etwas und nicht in Österreich oder sowas, aber so

Speaker: machen wir das nicht, vor allem weil ja auch alles sehr vernetzt ist.

Speaker: Das heißt, ich glaube schon, dass etwas aus Österreich auch rüberschwappen kann nach Deutschland.

Speaker: Vielleicht ist es natürlich dann, wenn es umgekehrt ist.

Speaker: Aber es ist nicht speziell so, dass wir da was für Deutschland planen.

Speaker: Aber ich versuche natürlich, meine Marketingmaßnahmen sehr breit aufzustellen.

Speaker: Deswegen sind es auch gar nicht so viele Lesungen.

Speaker: Ich probiere, mit den Schullesungen besucht zu gehen, damit ich mehr Zeit fürs Marketing habe, damit ich eben durch diese Videos, die ich jetzt auch gerade mache, den deutschen Markt erreiche.

Speaker: Weil das ist einfach etwas, da weiß ich, das ist nichts Regionales.

Speaker: Das kann jeder sehen in Deutschland, Österreich, Schweiz.

Speaker: Ja.

Speaker: Aber Veranstaltungen, also fährst du zum Beispiel nach Leipzig, wirst du zur Leipziger Messe fahren?

Speaker: Ja, ich habe natürlich auch Veranstaltungen in Deutschland, aber es ist natürlich schwerer mit einem Effekt verbunden.

Speaker: Also den Effekt kann man dahingehend sagen, wenn man zum Beispiel mehrere Veranstaltungen bei Thalia oder Hugendubel dort macht, dann würden die Bücher auch besser aussehen.

Speaker: Dann hast du eine größere Sichtbarkeit.

Speaker: Durch größere Sichtbarkeit kannst du mehr Käufer generieren.

Speaker: Also das kann man natürlich schon machen.

Speaker: Das ist auch ein bisschen der Plan.

Speaker: Und genau.

Speaker: Aber

Speaker: Vor allem auch mit meinen Jugendbüchern.

Speaker: Natürlich könnte ich anfangen, Lesungen in Deutschland zu machen, aber die Frage ist, Kosten nutzen, würde sich das etwas bringen?

Speaker: In Österreich bringt sich das schneller mal was, weil die reden dann alle miteinander, die LehrerInnen, und dann kommt wirklich so ein schneller Mal ins Laufen als in Deutschland.

Speaker: Der berühmte Klassensatz.

Speaker: Der Klassensatz ist ehrlich.

Speaker: Alle müssen jetzt Seven Ways kaufen.

Speaker: Ja,

Speaker: Leute, wir sind echt, wir hinken in der Zeit.

Speaker: Wir verplaudern uns.

Speaker: Colin, du bist schuld?

Speaker: Ja, diese Schuld nehme ich auch.

Speaker: Ich muss auch gestehen, bei Minute 55 dachte ich mir, wir haben ja noch ein bisschen.

Speaker: Und dann gucke ich, man hat so eine kleine Einblendung einer Uhr von diesem Zencaster.

Speaker: Und dann gucke ich so und denke mir, hui, wir sind aber schon weit.

Speaker: Wir müssen fürchtig zum Ende kommen, obwohl es große Freude mit dir macht.

Speaker: Ich würde gerne noch ein bisschen mehr intime Fragen aus dir rauskitzeln, aus deinem gut ausgeplanten und total durchkalkulierten Verlagsalltag.

Speaker: Jetzt nochmal die Frage, was ist jetzt in 40 Jahren?

Speaker: Was machst du dann?

Speaker: Alex, es ist so schön, weil ich sage ja das am Anfang auch meistens mit dem Das Kind in dir muss Heimat finden von Stephanie Stahl, weil ich eigentlich tief in mir, ich bin ein tiefgründiger Mensch, gerne so zu Psychologie-Podcasts eingeladen werde.

Speaker: Aber das ist halt auch nicht mein Thema.

Speaker: Aber in eurem Podcast mit dir, Alex, durch deine Fragen, ist es glaube ich das Näherste, wo ich da rankomme zu meinem Psychologie-Podcast.

Speaker: Dafür sind wir bekannt.

Speaker: Jetzt nicht nur untrucksen, sondern in

Speaker: 40 Jahre.

Speaker: Also ich kann dir sagen, wenn du einen Psychologieratgeber schreiben willst, dann bist du bei uns im Verlag genau richtig.

Speaker: Na bitte.

Speaker: Der Österreicher in dir muss Heimat finden.

Speaker: Wir fangen klein an.

Speaker: Also pass auf, in 40 Jahren, ich gebe dir drei Szenarien, entweder ich bin durch irgendeinen unglücklichen Zufall vorher verstorben und habe dann deswegen hoffentlich Kultstatus und ein tolles Grab am Zentralfriedhof, das ist Nummer eins.

Speaker: Ja, aber das war nicht das.

Speaker: Ich sage ja nicht, dass ich das will, ich sage nur, das ist eine Option.

Speaker: Nein, das ist so ein Omen, dann wirst du jetzt irgendwie in Leipzig von der Straßenbahn überrollt und alle werden dann sagen, dass alle dann

Speaker: Dann werden alle sagen, er hat das in alles Buchmarkt gesagt und dann werden eure Hörerzeilen in die Höhe schießen.

Speaker: Aber du willst ja nicht der Falco der Literaturszene werden.

Speaker: Das muss ich mir noch überlegen.

Speaker: Ich könnte jetzt ganz zynisch sagen, ich möchte aber der Falco des Podcasts werden.

Speaker: Ja.

Speaker: Wir sind ganz plötzlich auf Platz 1.

Speaker: Tina macht es richtig.

Speaker: Die stellt das Marketing noch über meine Aufopferung.

Speaker: Das ist doch schön.

Speaker: Lass uns schnell zum Szenario 2 gehen.

Speaker: Das gefällt mir so.

Speaker: Szenario 2 ist, dass ich tatsächlich, da ich ja

Speaker: vielfältig interessiert bin, zum Beispiel Theaterstücke schreibe oder was ganz anderes schreibe oder in eine ganz andere kreative Richtung abgetrifftet bin.

Speaker: Das ist Szenario 2.

Speaker: Und Szenario 3 ist natürlich, dass ich weitermache mit dem Schreiben und ich hoffe, ganz viele Leute dadurch erreicht zu haben in 40 Jahren und eben diese Absicherung zu haben, die ich natürlich auch gerne hätte.

Speaker: Und natürlich wurde dann auch das Buch verfilmt oder deine Bücher wurden dann auch verfilmt.

Speaker: Ja, alle.

Speaker: Und du durftest beim Budget mitreden.

Speaker: Das sind alles so Sachen, wo ich gerne noch nachgefragt hätte, aber irgendwann müssen wir zum Ende kommen.

Speaker: Ganz abrupter Wechsel.

Speaker: Wir haben vorhin gesagt, bitte stell doch ein Buch vor und ich bin automatisch davon ausgegangen, als zynische Marketing-Sau, dass du natürlich irgendwie Firewatch mitnimmst, weil ist ja klar.

Speaker: Und du hast ganz erschrocken geguckt und ich bin jetzt wirklich gespannt, wie du dich entscheidest, welches Buch du uns jetzt vorstellen wirst.

Speaker: Ich bin von Niestat.

Speaker: Das Kind in der Hosei-Matte.

Speaker: Es wäre, dieses Buch so zu gönnen, dass das mal noch ein paar mehr Leser finde.

Speaker: Die braucht noch ein bisschen Geld.

Speaker: Nein, tatsächlich das letzte Buch, das ich gelesen habe und das fand ich großartig und das ist auch ein Autor, den man in Österreich wirklich extrem kennt.

Speaker: Ich glaube aber in Deutschland auch, ich bin mir nicht sicher, nämlich Daniel Glatthauer in einem Zug.

Speaker: Und dort geht es sowohl um die Schriftstellerei, um einen Autor,

Speaker: und auch um eine Paartherapeutin eigentlich, also um die Liebe.

Speaker: Das heißt eigentlich ich und Stefanie Stahl in einem Buch.

Speaker: Bitte, was will man mehr?

Speaker: Ich fand das Buch großartig.

Speaker: Ich liebe es, wenn es so pointierte Dialoge gibt in Büchern und kluge Gedanken, die man auch aus dem Alltag kennt.

Speaker: Und das war einfach in diesem Buch alles da und deswegen ganz große Empfehlung in einem Zug.

Speaker: Mir macht das ein bisschen dieses Therapiefixierte, weiß ich nicht, ob das ausgesprochen ist.

Speaker: Ich finde das super.

Speaker: Oder ist das schon ein Ausblick auf den Roman, auf den neuen Roman, den du da geschrieben hast, der dann irgendwann in ein, zwei Jahren kommt?

Speaker: Wer weiß.

Speaker: Also ich sehe Kundschaft.

Speaker: Wir sprechen uns einfach in 40 Jahren nochmal.

Speaker: Ja, sehr gut.

Speaker: Wir sprechen uns einfach in 40 Jahren nochmal.

Speaker: Dann haben wir den Teil 2 dieses Gesprächs und dann schauen wir, was alles in Erfüllung gegangen ist.

Speaker: kannst auch gerne ein bisschen früher nochmal vorbeikommen.

Speaker: Ja, ja.

Speaker: Also jetzt in erster Linie sehe ich Kundschaft und kein Autor.

Speaker: Aber wir würden uns trotzdem freuen, wenn du wiederkommst.

Speaker: Jetzt aber hat Tina noch was.

Speaker: Das ist jedes Mal ein aufregendes Abenteuer, was Tina für Bücher vorstellt.

Speaker: Ja, ich habe diesmal Krimi, Alex.

Speaker: Nein.

Speaker: Ach doch.

Speaker: Naja, sagen wir mal so im weitesten Sinne.

Speaker: Ich habe von Paul Auster was mitgebracht und zwar die New York Trilogie.

Speaker: Die wurde nämlich von, falls man bei uns in die Kamera hat, damit wir es zumindest sehen, die wurde nämlich im Reprodukt Verlag, kleiner Berliner unabhängiger Verlag, veröffentlicht.

Speaker: in einer Graphic Novel umgesetzt, und zwar in einem Band, relativ groß, relativ dick, alle drei Bände.

Speaker: Also man liest auch relativ zügig durch, weil ich finde eine Graphic Novel, also, ne, ich habe pro Teil eine Stunde ungefähr gebraucht.

Speaker: Also es war relativ zügig zu lesen.

Speaker: Das Besondere ist tatsächlich, dass jeder Teil der Trilogie hat einen eigenen Illustrator bekommen.

Speaker: Und dadurch, man hat zwar so eine Art Stilelement und es sind diese drei Krimis in einem, aber jedes Mal in einer doch sehr eigenwilligen Art und Weise illustriert.

Speaker: Und das fand ich total spannend, deswegen habe ich es auch mitgenommen.

Speaker: Ich habe die Bücher auch schon mal gelesen vor 20 Jahren, aber fand das jetzt total schön umgesetzt.

Speaker: Und deswegen habe ich es einfach nochmal gelesen und fand es,

Speaker: ganz, ganz toll gemacht und ich freue mich, dass es Verlage gibt, die sich sowas trauen.

Speaker: Also nach wie vor.

Speaker: Und deswegen ist es meine Empfehlung, die New York Trilogie aus dem Reprodukt Verlag als Crab Novel.

Speaker: Ich sag's doch, du überrascht einen jedes Mal.

Speaker: Vielen Dank, Tina.

Speaker: Colin, wenn du dann auf Twitch bist, dürfen wir dann da auch mal hinkommen?

Speaker: Ihr seid's herzlich angehabt.

Speaker: Entweder zu Twitch oder woanders hin.

Speaker: Völlig egal.

Speaker: Guck's in schöner Österreich.

Speaker: You now?

Speaker: YouNow, ja, ja.

Speaker: Ich weiß gar nicht, ob es das noch gibt.

Speaker: Hoffentlich nicht.

Speaker: Aber das ist jetzt nicht einfach YouTube in Österreich.

Speaker: Nein, aber bei euch, wie heißt, eBay-Kleinerzeigen bei euch will haben, ne?

Speaker: Ja, ihr habt kein Willhaben.

Speaker: Nee, bei uns heißt das einfach Kleinanzeigen.

Speaker: Oh mein Gott, das ist ja schrecklich.

Speaker: Na gut, darüber reden wir dann, wenn die Aufnahme vorbei ist.

Speaker: Dann haben wir jetzt noch eine Willhabendiskussion.

Speaker: Ich bin bereit.

Speaker: Wir haben auch keinen Hofer, aber das ist, naja.

Speaker: Vielen, vielen Dank, dass du da warst.

Speaker: Ich habe das Gefühl, wir haben alles angeschnitten, nicht so richtig irgendwie durchgekaut.

Speaker: Ja.

Speaker: Das heißt einfach, du musst wiederkommen, damit wir das weitermachen können.

Speaker: Das hat große Freude gemacht.

Speaker: Wie heißt es immer auf Instagram?

Speaker: Geht nicht in die Buchhandlung, sondern rennt.

Speaker: Holt euch Firewatch von unserem heutigen Gast von Colin Hartler.

Speaker: Bewertet das Buch allerdings nur gut.

Speaker: Bleibt konsequent in eurer Meinung über alle Plattformen hinweg.

Speaker: Und dann würde ich sagen, hören wir uns wieder.

Speaker: Folgt ihm auf Instagram, auch ganz, ganz dicke Empfehlungen.

Speaker: Und dann würde ich sagen, vielen Dank und bis zum nächsten Mal.

Speaker: Danke euch.

Speaker: Tschüss.

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