Transcript
Speaker: Hallo und herzlich willkommen.
Speaker: Wie schön, dass ihr euch Zeit genommen habt zu Alles Buchmarkt.
Speaker: Der Podcast, in dem wir Folge für Folge uns Gäste einladen und uns dann mit ihnen anhand deren Biografien und deren Geschichten und deren Berufen ein bisschen unterhalten und hinter die Kulissen des Buchmarktes gucken und dabei versuchen, auch mit dem einen oder anderen Missverständnis aufzuräumen.
Speaker: Und das mache ich natürlich nicht alleine.
Speaker: Heute auch wieder mit dabei Tina Schwabe und Andreas Hänisch.
Speaker: Hallo ihr beiden.
Speaker: Hallo.
Speaker: Ja, ihr merkt, ich habe von der KI das analysieren lassen, unsere bisherigen Folgen und ich rede zu viel.
Speaker: Die KI hat empfohlen, ich soll euch eher reinholen.
Speaker: Das ist aber lieb von der KI.
Speaker: Ja, schön, dass du auf die KI hörst, aber nicht auf uns.
Speaker: Hallo und herzlich willkommen zur letzten Folge von Alles Buchmarkt, der Podcast.
Speaker: In diesem Jahr.
Speaker: Ja, schauen wir mal.
Speaker: Ich bin echt durch.
Speaker: Das klingt so wahnsinnig zynisch, weil für die ganzen Buchhändler geht es jetzt gerade los, dass die irgendwie das Weihnachtsgeschäft stemmen müssen.
Speaker: Für die ist gerade nochmal richtig viel Arbeit und die müssen jetzt irgendwie versuchen, diesen ganzen miesen Umsatz, den sie bisher dieses Jahr gemacht haben, noch irgendwie hoch zu hubeln.
Speaker: Und deswegen ist das so ein bisschen zynisch, wenn ich jetzt sage, dass ich echt durch bin.
Speaker: Ich freue mich jetzt auf Weihnachten.
Speaker: Alle.
Speaker: Ja, aber es ist doch okay, das zu sagen.
Speaker: Es gibt natürlich Leute, die müssen jetzt nochmal richtig ranklotzen, aber mir geht es ähnlich.
Speaker: Also ich freue mich auch auf Weihnachten und die freien Tage.
Speaker: Und vor allen Dingen auf der Couch liegen und Bücher lesen.
Speaker: Ja.
Speaker: Oder was auch immer man so macht.
Speaker: Ich muss allerdings sagen, wir haben ja in der letzten Folge schon so einen Rückblick gezogen.
Speaker: Ich bin relativ zufrieden mit uns.
Speaker: Ich glaube, wir haben ganz gut abgeliefert.
Speaker: Und vielleicht kann man das mal sagen, Andi, das habe ich durch dich auch erst erfahren.
Speaker: Jeder bekommt ja gerade über Spotify so eine Zusammenfassung, wo einem die ganzen peinlichen Lieder, die man irgendwann im Laufe dieses Jahres aus irgendeiner ganz merkwürdigen Laune heraus gehört hat, nochmal so gebündelt präsentiert werden.
Speaker: Und man schämt sich ganz arg und überlegt sich, kann ich das teilen oder ist das peinlich?
Speaker: Und das Ganze gibt es aber auch für Podcaster.
Speaker: Und du hast, ich werde das jetzt nicht alles sagen, das ist echt Wahnsinn.
Speaker: Man denkt ja immer, es ist alles so anonym, wir wissen alles über euch, die ihr uns hört, wir wissen alles.
Speaker: Wir kennen Telefonnummer, wir kennen Adressen, Hobbys, wie eure Haustiere heißen, wir wissen alles.
Speaker: Und ich suche gerade die Zahlen, du hattest uns das geschickt hier in unserem internen Chat, weil ich das so schön fand.
Speaker: Ich lese jetzt nicht alles vor, keine Sorge, aber zwei Sachen will ich vorlesen.
Speaker: Also zum einen, wir sind gewachsen, wir sind ganz toll, wir klopfen uns auf die Schulter, aber für
Speaker: Über 200 Leute gehören wir zu den Top 10 der Shows.
Speaker: Das finde ich toll.
Speaker: Und für 38 auf Spotify, 38 einzelne Menschen sind wir die Nummer 1 in ihrem ganzen Podcast-Verhalten.
Speaker: Und wenn man sich überlegt, dass wir einmal im Monat ja nur kommen, dann sind das jetzt nicht die ganz großen Heavy-User, sondern dann sind das Leute, die für uns irgendwie oder wegen uns Podcasts hören.
Speaker: Das finde ich toll.
Speaker: Ich grüße hiermit alle 38 und wünsche jetzt schon mal frohe Weihnachten.
Speaker: Ja, und natürlich grüßen wir auch alle anderen HörerInnen, die uns nicht auf Nummer 1 haben.
Speaker: Ja, aber die 38 besonders, bitte.
Speaker: Ja, natürlich.
Speaker: Definitiv.
Speaker: Gute Zahlen hatten wir auch genau vor einem Jahr mit einer Folge, in der wir ein bisschen Quatsch gemacht haben.
Speaker: Und deswegen haben wir uns gedacht, wenn die Leute das mögen, dann machen wir das nochmal.
Speaker: Wir machen wieder Quatsch und laden euch alle zu unserer kleinen Alles-Buchmarkt-Weihnachtsfeier ein.
Speaker: Und ich habe es mir hier richtig schön gemacht.
Speaker: Ich weiß ja alle anderen auch.
Speaker: Schaut mal ganz kurz.
Speaker: Ich muss euch das zeigen.
Speaker: Ich habe hier Glühwein, aber nicht nur das.
Speaker: Ich habe mir auch Amaretto gekauft.
Speaker: Was man sonst nur so auf dem... Den mache ich mir jetzt noch ein.
Speaker: Wie viel nimmt man da?
Speaker: Eigentlich nur 0,2 und zwar 0,0,2.
Speaker: Ist ein bisschen mehr geworden.
Speaker: Und ich habe hier Stollen.
Speaker: Da, guck mal, ich habe mir extra für diese Aufnahme jetzt Stollen gekauft, den ich eigentlich überhaupt nicht mag.
Speaker: Aber bevor mir dann Weihnachten meine Mutter eh wieder sagt, dass ich falsch liege, dachte ich, kann ich mir den jetzt schon mal kaufen.
Speaker: Wieso liegst du falsch?
Speaker: Weil ich immer sage, ich mag keinen Stollen, dann sagt sie, du irrst.
Speaker: Also ich habe mich auch hier mit ein bisschen Glühwein und Dominostein einfach auf meiner Couch.
Speaker: Das ist echt bequem gemacht.
Speaker: Ich habe mir anstatt Glühwein Kinderpunsch geholt, weil ich immer noch ein bisschen angeschlagen bin und dachte, okay, ich verzichte mal ausnahmsweise auf den Alkohol und hole mir Kinderpunsch.
Speaker: Für alle, die uns jetzt hören, frage ich ganz verwundert, was?
Speaker: Ein Monat später und du bist immer noch krank.
Speaker: Ja, das ist so mit Kind.
Speaker: Das ist gerade der Kreislauf des Lebens im Winter.
Speaker: Erst ist man selber krank, dann ist das Kind krank, dann ist man wieder selber krank, dann ist das Kind krank.
Speaker: Und so setzt sich das die ganze Zeit fort, bis der Winter irgendwann vorbei ist.
Speaker: Das klingt fantastisch.
Speaker: Ja.
Speaker: So, darauf jetzt erstmal ein bisschen grüßend machen.
Speaker: Ein grünen Weinchen.
Speaker: Prost.
Speaker: Frohe Weihnachten.
Speaker: Frohe Weihnachten.
Speaker: Das kann man nur kompensieren mit mehr Glühwein.
Speaker: Oder du musst den Stollen reintunken.
Speaker: Das saugt er auf, das kennt man.
Speaker: So, was haben wir heute vor?
Speaker: Genug Geplänkel, jetzt wird gearbeitet.
Speaker: Wir haben uns überlegt, wir feiern heute Weihnachtsfeier mit euch allen zusammen und haben uns überlegt, wir suchen wieder ein bisschen was raus für euch zum Lesen oder Hören über die Weihnachtsfeiertage.
Speaker: Oder ein schönes Geschenk und das ist alles einfach nicht so schwer.
Speaker: Wir wollen es heute mal ein bisschen leichter.
Speaker: Wir haben uns für komische Literatur wieder entschieden und ich freue mich total, weil ich weiß noch nicht, was ihr mitgebracht habt und bin sehr, sehr gespannt.
Speaker: Wie wollen wir vorgehen?
Speaker: Wir sind bestens vorbereitet, weil ich vorhin so vollmundig gesagt habe, wir machen das spontan.
Speaker: Wer will loslegen?
Speaker: Wir könnten loslegen mit der Geschichte, die Anni rumgeschickt hat, die wir alle drei kennen.
Speaker: Oh ja, stimmt.
Speaker: Und wo wir in verteilten Rollen lesen.
Speaker: Ich finde, verteilte Rollen sind ja immer ganz toll.
Speaker: Muss ich doch anfangen, also mit euch zusammen.
Speaker: Ja, du musst anfangen.
Speaker: Gut, ich bin ruhig.
Speaker: Weil die KI hat gesagt, du sollst mehr reden.
Speaker: Ja.
Speaker: Alex, du musst aber auch eine, du liest den Vater.
Speaker: Ich lese Ruth.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Ganz kurz noch vorweg, auch für unsere Zuschauer.
Speaker: Liest du die Zwischenteile dann mit?
Speaker: Gut.
Speaker: Genau, ich würde alles lesen, außer eure direkten Reden.
Speaker: Sehr gut.
Speaker: Wer ist jetzt genauso an Zuschauer hängen geblieben bei einem Podcast, den man hört?
Speaker: Ja, ich war auch gerade leicht irritiert, aber lass uns nicht drauf kommen.
Speaker: Einmal am Glühwein genippt.
Speaker: Geht gut los.
Speaker: Naja, man muss ja dazu sagen, dass ich vorher ja noch in der Weinhandlung war, um für Weihnachten Wein zu kaufen.
Speaker: Und da nicht nur an einem Wein genippt habe, was dazu geführt hat, dass es, naja, sagen wir so, nicht ganz so nüchtern aus der Weinhandlung wieder raus bin.
Speaker: Das ist zwar jetzt auch schon drei Stunden her, aber nichtsdestotrotz bitte ich um Entschuldigung.
Speaker: Das ist völlig in Ordnung.
Speaker: Es könnte noch lustig werden heute.
Speaker: Schauen wir mal.
Speaker: Okay, also womit geht es los?
Speaker: Ich habe eine kleine Geschichte rausgesucht von Max Gold.
Speaker: Der hat dieses Jahr ein neues Buch rausgebracht.
Speaker: Das heißt Aber mit Fragezeichen.
Speaker: Und daraus lesen wir jetzt die Geschichte der Einzelesser und die invasive junge Familie.
Speaker: Los geht's.
Speaker: Mittags im Restaurant.
Speaker: An einem Einzeltisch sitzt ein Herr um die 60 und lässt es sich schmecken.
Speaker: Gastrosoziologen würden von einem situativen Einzelesser sprechen.
Speaker: Am
Speaker: Nachbartisch ein sogenanntes Hipster-Ehepaar, dessen Töchterchen im ansonsten schwach besuchten Restaurant ausgelassen herumtouren und kindliche Laute ausstößt.
Speaker: Zum Beispiel Pupi-Lupi oder auch Lupi-Pupi.
Speaker: Die Mutter von ihrem Smartphone aufblickend.
Speaker: Wolltest du vielleicht ein bisschen ruhiger sein?
Speaker: Du störst den Mann beim Essen.
Speaker: Der Mann denkt, wieso ist man immer bloß der Mann?
Speaker: Wenn Eltern zu ihren Kindern sprechen, lass mal den Mann vorbei, gib dem Mann mal ein Küsschen.
Speaker: Nee, das wohl nicht mehr heutzutage.
Speaker: Aber vielleicht schenkt dem Mann mal ein Blümchen oder ein Brötchen.
Speaker: Aber nicht das mit dem teuren Serano-Schinken.
Speaker: Das Kind verhält sich weiter lebhaft.
Speaker: Lupi, lupi, pupi, pupi.
Speaker: Die Mutter.
Speaker: Jetzt nimm mal ein klein wenig Rücksicht.
Speaker: Der Mann will in Ruhe zum Mittagessen.
Speaker: Der mit der Mann gemeinte Einzelspeisende wischt sich die Lippen ab und neigt sich konziliant dem Nachbartisch zu.
Speaker: Mich stören spielende Kinder überhaupt nicht.
Speaker: Die Frau patzig.
Speaker: Was mischen Sie sich da überhaupt ein?
Speaker: Wesentlich leiser und verzögert?
Speaker: Aber danke.
Speaker: Ihr Partner schaut sie erschrocken an.
Speaker: Der Einzelesser?
Speaker: Okay, kein Problem.
Speaker: Er denkt, über solche Frauen machen sich Kabarettisten seit Jahrzehnten lustig.
Speaker: Mütter vom Kollwitzplatz und so.
Speaker: In den USA nennt man sie Karen.
Speaker: Da muss ich ja nun nicht auch noch drauf rumhauen.
Speaker: Das erledigt schon der Partner.
Speaker: Der raunt seiner Frau entgegen.
Speaker: Das hätte meiner Meinung nach eben nicht sein müssen.
Speaker: Der Mann hat keinen Menschen, der ihm beim Essen Gesellschaft leistet.
Speaker: Er wird von Leuten wie uns aus seinem Kiez vertrieben.
Speaker: Seine Frau flüstert zurück.
Speaker: Von Leuten wie uns?
Speaker: Oh mein Gott!
Speaker: Nun sieht man wieder den Einzelesser, der mit Pokerface weiterschmaust und so tut, als ob er von dem Geraune nichts mitbekäme.
Speaker: Er denkt, ich hatte alles.
Speaker: 1983, den ersten Walkman von Sony, dann den CD-Walkman, iPod-Mini-Discs, sogar ein DUT-Walkman, natürlich auch Smartphones fast aller Generationen.
Speaker: Alles, aber alles fast nie benutzt.
Speaker: Deswegen habe ich noch immer 100% Gehör.
Speaker: Sämtliche anderen sind ja wegen jahrzehntelangen Kopfhörergebrauchs mehr oder minder schwerhörig.
Speaker: Und darum glauben Leute vom Nachbartisch immer, man würde nicht verstehen, was sie tuschen.
Speaker: Aber ich verstehe alles.
Speaker: Immer.
Speaker: Alles.
Speaker: Der Hipster am Nebentisch flüstert seiner Frau zu.
Speaker: Der Mann hat sich möglicherweise den Restaurantbesuch von seiner kleinen Rente abgeknapst und jetzt wird er von invasiven Besserverdienern angeschrien.
Speaker: Seine Frau schlägt die Hände vors Gesicht und flüstert.
Speaker: Ich schäme mich.
Speaker: Der Einzelesser denkt, uiuiuiui.
Speaker: Gleich flüstert er noch, ich hätte Krebs und nur noch einen Monat zu leben.
Speaker: Die Frau.
Speaker: Meinst du, ich muss mich entschuldigen?
Speaker: Ihr Partner?
Speaker: Ich könnte nicht mehr in den Spiegel schauen, wenn du es nicht tätest.
Speaker: Möglicherweise hat er eine unheilbare Krankheit, dieser fahle Tan.
Speaker: Die Frau ist aufgestanden und richtet sich an den Einzelesser.
Speaker: Ich glaube, ich habe mich eben nicht hundertprozentig korrekt verhalten und ich möchte mich daher in aller Form verhindern.
Speaker: Der Einzelesser, der Frau super cool in die Augen schauend.
Speaker: Haben Sie während der Schwangerschaft Lotto gespielt?
Speaker: Die Frau.
Speaker: Ich verstehe nicht.
Speaker: Warum fragen Sie das?
Speaker: Der Einzelesser.
Speaker: Einfach so, weil es mich interessiert.
Speaker: Die Frau verunsichert.
Speaker: Ich nicht, aber ich glaube, meine Mutter hat Lotto gespielt, während sie mit mir schwanger war.
Speaker: Der Einzelesser.
Speaker: Ich habe nämlich mal einen Artikel gelesen.
Speaker: Lotto spielen in der Schwangerschaft.
Speaker: Das unterschätzte Risiko.
Speaker: Die Frau kleinlaut.
Speaker: Okay.
Speaker: Die Familie zieht ab.
Speaker: Beim Verlassen des Lokals fragt die Frau.
Speaker: Sag mal, war das eben Zynismus oder Sarkasmus?
Speaker: Ihr Partner?
Speaker: Vielleicht doch eine unheilbare Krankheit.
Speaker: Ich könnte den Typ, also ich könnte diesen Typen sowas von.
Speaker: Auf der Straße, das Kind ins Auto wuchtend, sagt die Frau.
Speaker: Aber einen Sofallentor hatte der doch gar nicht, sondern ganz rote Bäckchen.
Speaker: Ihr Partner?
Speaker: Das kommt vom Saufen.
Speaker: Die Frau?
Speaker: Der trank doch eben biozisch Granatapfel.
Speaker: Zum Schein, damit wir nicht merken, was er sich den restlichen Tag alles reinpfeift.
Speaker: Die jungen Eltern steigen ins Auto.
Speaker: Durchs Fenster sieht man den weiterhin im Restaurant sitzenden Einzelesser, der nun in der Tat sehr rote Bäckchen hat.
Speaker: Er freut hinausschaut und mit kleiner Geste äußerst kinderfreundlich dem Kind nachwinkt, welches augenzwinkert ruft, Lupi-Pupi.
Speaker: Vielen Dank.
Speaker: Ich mag das Wort der Einzelspeisende, da hatte ich Spaß dran.
Speaker: Ich fand auch den Gastro-Soziologen auch sehr spannend.
Speaker: Das war Max Gold in seiner unnachahmlichen Art.
Speaker: Die Geschichte hieß Ein Mann, der abwechselnd, nee, falscher Titel, sorry, falsch geblättert, der Einzelesser und die invasive junge Familie.
Speaker: aus seinem Buch, aber im DTV-Verlag erschienen.
Speaker: Und ich möchte euch zumindest nochmal das Cover zeigen, weil das finde ich auch sehr witzig.
Speaker: Ja.
Speaker: Und man sieht da sozusagen so ein kleines Kind ist das quasi, mit einer wilden Frisur und dann aber das Gesicht von Max Gold quasi da drauf.
Speaker: Und das hat mich sehr angesprochen auf alle Fälle.
Speaker: Und auch für alle Max-Gold-Fans auf alle Fälle sehr zu empfehlen.
Speaker: Vielen Dank, damit haben wir den Vorleseteil schon mal abgearbeitet.
Speaker: Das ist immer das, wo wir am aufgeregtesten sind, weil wir auch so wahnsinnig monatelang vorher proben, wie man merkt.
Speaker: Aber wir lesen noch mehr vor.
Speaker: Wir lesen noch mehr vor, okay.
Speaker: Ich habe nur festgestellt, weil du hast jetzt was Neues mitgebracht.
Speaker: Ich habe mir mal so das Verkaufsranking der Humorbücher mal angeguckt.
Speaker: Das ist erschreckend.
Speaker: Also klar, wenn wir mal so über die Warngruppen hinaus hinweg mal gehen insgesamt.
Speaker: Da ist gerade Rita Falk ganz vorne mit dabei.
Speaker: Dann, ich freue mich jetzt schon, neuer Band Kängurukroniken.
Speaker: Am 12.
Speaker: März, glaube ich, kommt der oder so.
Speaker: Im März jedenfalls, ich freue mich sehr.
Speaker: Ist jetzt schon ganz weit oben.
Speaker: Dann haben wir Walter Mörs und so ein bisschen.
Speaker: Und dann aber Achtsam Morden.
Speaker: Weiß ich nicht, wie lange das schon dabei ist.
Speaker: Dann kommen irgendwelche komischen Kalender.
Speaker: David Safir.
Speaker: Fizek, das Horrordate, gibt es auch irgendwie schon relativ lange.
Speaker: Frankie, oh, Känguru-Chroniken, Känguru, nochmal Känguru, Wolf Haas.
Speaker: Darf ich hoffen, dass heute kein Känguru vorgelesen wird?
Speaker: Du darfst hoffen, was du willst, ist mir egal.
Speaker: Auf jeden Fall, das ist... Ich befürchte das Schlimmste.
Speaker: Ich habe den Eindruck gehabt, als ich mir das so angeguckt habe, es kommt nichts Neues nach.
Speaker: Das ist irgendwie, hier war eins, da habe ich wirklich gedacht, ich bin in irgendeine Zeitkapsel gefallen.
Speaker: Was war denn das?
Speaker: Das habe ich hier auf Platz immerhin noch 35.
Speaker: Nutella hat Lichtschutzfaktor 9,7.
Speaker: Bei Riva ist das damals erschienen.
Speaker: Das war 2011.
Speaker: Das ist doch Wahnsinn.
Speaker: Aber ich war ja, also um da mal so ein bisschen einzuhaken, ich bin ja auch immer, ich lese nicht so viele lustige Bücher.
Speaker: Und wenn, gehe ich dann halt auch in den Laden und muss danach suchen.
Speaker: Aber ich finde sie auch nicht.
Speaker: Also früher kann ich mich erinnern, es gab auch immer eine Humorabteilung.
Speaker: Es stand halt einfach Humor drüber.
Speaker: Und dann wusste man, okay, da bin ich schon richtig.
Speaker: Finde ich mittlerweile in vielen Buchhandlungen gar nicht mehr, weil es sich wahrscheinlich nicht so gut verkauft und dann deswegen...
Speaker: Ich weiß gar nicht, ob sich das so schlecht verkauft, das müssten mal Buchänder sagen, aber ich finde es so faszinierend.
Speaker: Es gibt auch, wenn man so diese Verlagsvorschau durchschaut, ganz oft steht dann irgendwie da mit viel Witz und Humor erzählt und dann liest man das und ich finde den Humor nicht.
Speaker: Also was ich sagen wollte, ich war jetzt gerade in Bezug auf die Sitzung, die ich hier vorbereitet habe, nochmal im Buch.
Speaker: Weihnachtsfeier heißt das, Weihnachtsfeier ist eine fröhliche, festliche Angelegenheit, nicht Sitzung.
Speaker: Entschuldigen Sie, Herr Schulz.
Speaker: Also in Vorbereitung auf unseren heutigen Podcast bin ich ja tatsächlich im Buchhandlung gegangen und habe gesagt, zeigen Sie mir Ihre Humorecke.
Speaker: Also mehr muss man ja wirklich nicht machen, als zu sagen, Ecke.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Nein, weil ich habe tatsächlich es nicht von alleine gefunden in der Regel.
Speaker: Und mir ging es auch so.
Speaker: Einige Buchhändler haben dann tatsächlich gesagt, ja, wir haben Humor hier und das war dann ein Regal.
Speaker: Und in der Regel, muss ich auch gestehen, war es 50% Uli-Stein-Comics.
Speaker: Also wirklich eher so Cartoons.
Speaker: Und dass man wirklich von Büchern gesprochen hat, die mit Humor sich auseinandersetzen.
Speaker: So das, was wir ja auch schon letztes Jahr gelesen haben, was so in die Richtung geht.
Speaker: Aber ist unfassbar schwer zu finden.
Speaker: Ich habe mich dann auch ein bisschen inspirieren lassen noch von dieser YouTube-Sendung von Jürgen von der Lippe.
Speaker: Die ist zwar auch schon alt, also es sind auch Backlist-Titel, aber da habe ich mich zumindest mal inspirieren lassen, welche Autoren überhaupt in Frage kommen.
Speaker: Aber in der Buchhandlung ist es wirklich teilweise schwer zu finden.
Speaker: Und mit Humor meint man ja nun nicht unbedingt nur Cartoons, sondern einfach
Speaker: lustig geschriebene Texte und ich kann mir nicht vorstellen, dass es keine gibt.
Speaker: Das ist natürlich irgendwie auch ganz schwer und so, aber ich finde auch, es ist, oder wenn, dann ist es auch gerne so kurzgeschichtenhaft, was ich auch nicht verstehe.
Speaker: Ich habe zum Beispiel überlegt, heute das mitzubringen, habe mich aber dagegen entschieden, weil es dann doch auch schon wieder älter war.
Speaker: Jürgen von der Lippe, das ist noch nicht so lange her, ich weiß nicht, drei, vier, fünf Jahre,
Speaker: dass der ja zum ersten Mal dann in seinem Leben einen Roman rausgebracht hat.
Speaker: Nugeln im Wind, glaube ich, hieß der.
Speaker: War auch so eine Mediensatir.
Speaker: Großartiges Buch, habe ich ultra gerne gemocht.
Speaker: Aber dass wirklich so ein lustiges Buch, sich als Roman, was ich dann lange träge, wo ich aber auch als Leser lange was von habe, gibt es viel zu wenig.
Speaker: Also Aufruf an alle, bitte her damit.
Speaker: Oder wenn ihr Tipps habt, auch immer her damit.
Speaker: Also einfach für mich privates Mütz.
Speaker: Ich bin der Meinung, André Herrmann soll einfach mit seinen Eltern öfters in Urlaub fahren.
Speaker: Hat er ja gemacht.
Speaker: Also mal gucken, was da vielleicht noch kommt.
Speaker: Ob da noch was kommt, ja.
Speaker: Aber Thema Roman habe ich aber auch das kleine Problem gehabt in der Vorbereitung.
Speaker: Also ich habe durchaus Romane, die so ein bisschen humorvoll sind.
Speaker: Das Problem war dann aber, wir wollen ein bisschen was vorlesen.
Speaker: Ich habe dann keine prägnante Stelle gefunden.
Speaker: Ja, das ist auch wahr.
Speaker: Das war dann immer so, der Roman an sich ist auch, da habe ich viele witzige Sachen oder die sind gut geschrieben, witzig geschrieben.
Speaker: Aber wenn man das vorlesen würde, käme das gar nicht so rüber.
Speaker: Warum ist das so witzig?
Speaker: Ja, da gebe ich dir recht, weil das war auch mein Problem.
Speaker: Ich habe viele Bücher wieder ins Regal gepackt, weil ich mir dachte, okay, ich finde hier einfach nicht die passende Stelle, um prägnant rüberzubringen, dieses Buch ist witzig, wenn man es gelesen hat.
Speaker: Ja, aber eins habe ich gefunden, aber dazu später mehr.
Speaker: Ich weiß nicht, das können wir ja erzählen.
Speaker: Tina hatte vorgeschlagen im Vorfeld, bevor ich anfange zu quasseln nach dem Intro, dass sie da schon etwas vorliest.
Speaker: Und Andi und ich hatten nicht so richtig die Vorstellung, was sie meinte.
Speaker: Und dann haben wir gesagt, ja lies doch mal so ein Beispiel vor.
Speaker: Und dann las sie und dann haben wir gesagt, ja das war jetzt nicht lustig, lies nochmal was anderes.
Speaker: Und irgendwann haben wir uns entschieden, nee, wir lassen das, wie ihr jetzt schon gemerkt habt, weil es kam nichts von Tina am Anfang.
Speaker: Aber bitte, du wolltest es doch trotzdem vorstellen, Tina.
Speaker: Was hast du mitgebracht?
Speaker: Es ist ein Buch, was ich im Flugzeug gelesen habe, von der Buch Wien zurück.
Speaker: Und es ist vom Jung & Jung Verlag.
Speaker: 100 Seiten sind genug Weltliteratur mit 1-Stern-Bewertungen.
Speaker: Es geht tatsächlich, glaube ich, hauptsächlich um Amazon-Bewertungen.
Speaker: Und
Speaker: Jeder von uns aus dem Verlagsbereich hat das schon mal mitgekriegt, dass er sich gedacht hat, ach, ich guck mal, wie das Buch bewertet ist, ob jetzt bei Amazon oder Thalia oder wo auch immer, und dann feststellt, es geht gar nicht ums Buch, wie zum Beispiel, das Paket kam zu spät, deswegen habe ich nur einen Stern vergeben.
Speaker: Oder das Papier hat hässliches, das Buch hat hässliches Papier, deswegen fass ich das nicht gerne an, dieses Buch ist furchtbar.
Speaker: Und das hat ja in der Regel gar nichts mit dem Roman zu tun, sondern was mit Lieferbedingungen oder mit Produktionsbedingungen.
Speaker: Und diese Bewertungen wurden sozusagen zusammengefasst und ich gehe aktuell davon aus, dass es tatsächliche Bewertungen sind zu Klassikern der Literaturgeschichte und würde einfach mal Mary Shadys Frankenstein vorlesen, weil
Speaker: das meines Erachtens mit eines der besten und auch ausführlichsten Beschreibungen ist.
Speaker: Er hat es genannt Jammerlappen.
Speaker: Also es steht leider nicht da, wer diese Rezension geschrieben hat, sonst würde ich sie tatsächlich suchen und gucken, was dieser Mensch noch geschrieben hat.
Speaker: Zu was ist das jetzt?
Speaker: Zu Mary Shelley's Frankenstein.
Speaker: Okay.
Speaker: Dieses Buch ist das Papier, auf dem es gedruckt wurde, wirklich nicht wert.
Speaker: Frankenstein, der Erschaffer des Monsters, welches das Leben seines Schöpfers in Trümmern legt, ist nichts weiter als ein zweifelnder, ständig jammernder Weichling, der zu feige und lustlos ist, sich mit seinem Werk auseinanderzusetzen.
Speaker: Aufgrund seines Zögerns und seiner Feigheit verliert er alle Freunde und Familienangehörige und schaut auch tatenlos zu, als eine junge Frau unschuldig zum Tode verurteilt und hingerichtet wird.
Speaker: Durch Frankensteins ständiges Stöhnen und die elendlangen Beschreibungen seines Leidens, welche er sich selbst zu schreiben hat, gewinnt dieses Buch an Länge und an Langeweile.
Speaker: Wer hier eine interessante und gute Geschichte mit Spannung und einem gewissen Grusel-Element sucht, wird mit Sicherheit nicht fündig.
Speaker: Selbst das Monster, welches innerhalb von zwei Jahren zum eloquenten und belesenen Rächer und Mörder wird, kann die Story kaum rumreißen.
Speaker: Die Augenblicke, in denen das Wesen auftritt, sind so rar und selten, dass man sich öfters fragt, ob man hier einen Reiseroman liest oder die berühmte Geschichte um Frankenstein.
Speaker: Gibt es möglicherweise null Sterne zu vergeben?
Speaker: Ich hätte es getan.
Speaker: Und ich finde es ja witzig, dass er geht ja sogar auf die Story ein, aber man hat zwischendurch das Gefühl, er verliert die Relation, dass es sich hier um ein Buch handelt.
Speaker: Und er beschreibt ja im Grunde genommen das Wesen, dass es Null Sterne verdient.
Speaker: Also der Protagonist, wenn man so möchte.
Speaker: Und ich finde es witzig.
Speaker: Und wenn man das in einem durchliest, ist es einfach nur...
Speaker: Also wie viele Leute zum Beispiel Sternebewertungen machen zu Schullektüre.
Speaker: Ich musste dieses Buch für die Schule kaufen.
Speaker: Also das muss man ja mal sagen, da war eigentlich mal eine ganze Folge dazu.
Speaker: Also Tina, das war jetzt ein guter Beweis dafür, dass Humor einfach wahnsinnig viele Facetten hat.
Speaker: Ähm...
Speaker: Ja, dass unser Humor nicht derselbe ist, ist mir schon bewusst.
Speaker: Ja, also vielleicht fand das jemand.
Speaker: Aber woran ich große Freude habe, ist ja, zum einen, vielleicht fangen wir mal negativ an, was mich ärgert aus Verlagssicht ist, wenn Leute schreiben, ein Buch kam irgendwie angedatscht bei mir an, musste leider zurückgehen, einen Stern.
Speaker: Und du denkst, ja, das war bestimmt dramatisch für dich, aber
Speaker: Ist jetzt eben auch blöd für uns als Verlag, weil dann hängt da so eine Ein-Sterne-Rezension rum, die egal wie toll das Buch ist, irgendwie alles versaut und nur der, der dann durchgeht, sieht irgendwann, dass es an der Satzsche Ecke lag.
Speaker: Und vielleicht auch mal Praxistipp für alle Autoren, die sich über Ein-Sterne-Bewertungen bei Amazon ärgern.
Speaker: Jeder, der auf einem Kindle liest, kennt das ja, dass man am Ende des Lesens gefragt wird, möchtest du dieses Buch bewerten?
Speaker: Und dann hat man ja diese berühmten fünf Sterne.
Speaker: Und ich entschuldige mich bei ganz vielen Autoren, denen ich schon aus Versehen in meinem Leben einen Stern gegeben habe, weil ich dann so eben mit dem Finger auf den einen Stern gehe und will dann so rüberwischen und während ich wische, steht dann schon da, vielen Dank für die Bewertung.
Speaker: Aber was ich sehr lustig finde, was ich eigentlich sagen wollte, das Liebste ist ja bei Amazon-Produkten allgemein, dass es ja diesen Frage-Antwort-Bereich gibt.
Speaker: Und offenbar ist es ja so, dass wenn da eine Frage gestellt wird, dann kriegen Menschen, die das bestellt haben, kriegen eine E-Mail, möchtest du auf diese Frage antworten?
Speaker: Und dann gibt es offenbar so eine gewisse Generation an Menschen, die sich bemüßigt fühlen, darauf zu antworten, selbst wenn sie nicht so wahnsinnig viel dazu beizutragen haben.
Speaker: Sie fühlen sich einfach berufen, ich wurde ausgewählt, ich muss jetzt hier darauf antworten.
Speaker: Und ich liebe es, wenn man dann so Produkte durchklickt und dann fragt irgendwie einer, wie viele USB-Anschlüsse hat das Gerät?
Speaker: Ja.
Speaker: Dann antwortet irgendwie ein Jürgen J. aus Dortmund, weiß ich nicht, war ein Geschenk.
Speaker: Aber ich liebe es.
Speaker: Ich liebe es.
Speaker: Ich habe da großen Spaß dran.
Speaker: Naja.
Speaker: Ich wollte noch kurz anmerken zu den Amazon-Bewertungen.
Speaker: Die Leute sehen halt das Produkt, das Buch als Produkt.
Speaker: Das ist ja wie...
Speaker: Ich bestelle eine Kaffeemaschine, die kommt an, die hat einen Kratzer und dann beschwer ich mich, ey, die hat einen Kratzer, so wurde die angeliefert, obwohl der Kaffee halt trotzdem gut schmeckt, aber kriegt halt auch eine schlechte Bewertung, weil die Kaffeemaschine zerkratzt ist.
Speaker: Ich glaube, so ist es eben mit dem Buch, dass sie nicht den Inhalt bewerten, nicht nur, sondern das ganze Produkt.
Speaker: Also bei Dürrenmatt hat sich auch einer beschwert, dass die in Dialogen reden.
Speaker: Ja, es ist meistens so bei einem Drama.
Speaker: Also von daher, ich mag solche Rezensionsbücher und ich lese die auch gerne.
Speaker: Oder auch in Erinnerung an unsere Folge Was kostet ein Buch und warum, erinnere ich mich an eine Rezension von E. Hotzo, damals, ich weiß nicht mehr, wie sein Roman hieß, wo eine Besprechung oder eine Rezension war.
Speaker: Das Buch ist viel zu teuer, da ist der Autogierig gewesen.
Speaker: Ja.
Speaker: Ja.
Speaker: Ich schließe mich einfach mal an.
Speaker: Ich bin noch mittendrin im Lesen, aber was ich unbedingt empfehlen möchte, es ist kein Geheimnis, wer mich kennt, weiß, wie sehr ich Wien liebe.
Speaker: Tina, wir waren jetzt auf der Buch Wien, eine fantastische Messe in einer fantastischen Stadt mit fantastischen Menschen.
Speaker: Und es gibt einen Autor, da habe ich, Moment, wo habe ich das Buch?
Speaker: Ähm,
Speaker: Macht immer weiter, dauert noch einen Moment.
Speaker: Wir dürfen mal reden.
Speaker: Nee, dürfte nicht.
Speaker: Du hast deine Chance.
Speaker: Gut, dann trinken wir weiter, während du sprichst.
Speaker: Was ich empfehlen möchte, ist ein Doppelaufschlag.
Speaker: Und zwar Fabian Navarro.
Speaker: Fabian Navarro ist...
Speaker: Kommt eigentlich, glaube ich, ursprünglich aus der Poetry Slam Szene, hat vor, ich weiß gar nicht, wann man das Buch ist, das ist ja schon ein ganz kleines Lektora, 2011, das ist so Postkartengröße mit so ein paar Seiten, ganz niedlich.
Speaker: Da hat er damals mit Jan Philipp Zimny, den man auch kennt in der Poetry Slam Szene, die haben zusammen ein, ah, ich glaube, der kommt da gleich noch, da wird sowas in die Kamera gehalten.
Speaker: die haben zusammen mal ein Gedicht geschrieben und das möchte ich gerne kurz vorlesen.
Speaker: Der Regelsberg.
Speaker: Der Regelzwerg im Regelberg, der schreibt an einem Regelwerk.
Speaker: Und unser toller Deo-Roller wird nicht leerer, sondern voller.
Speaker: Und wenn das Ding auch rückwärts lebt, er trotzdem in den Achseln klebt.
Speaker: Ein Lügenbold mich trügen wollt, worin er sich noch üben sollt.
Speaker: Für seinen Zwerg im Westerwald verklagt er mich auf Unterhalt.
Speaker: Nur weil er sich jetzt Rinder hält, zahl ich ihm doch kein Kindergeld.
Speaker: Und weil es doch keinen Sinn enthält, wird das Gedicht jetzt eingestellt.
Speaker: Also es war... Fällt euch was auf.
Speaker: Also Alex, die Goldgeschichte war extrem floriohaft und das Gedicht jetzt auch.
Speaker: Ja, aber Loriot ist ja, glaube ich, auch einer der wenigen Komiker, auf die wir uns alle drei einigen können.
Speaker: Also es gibt ja gar nicht so viele André Herrmann, Loriot.
Speaker: Paul Pokowski können wir uns auch alle drei drauf einigen.
Speaker: Das stimmt.
Speaker: Aber ich fand, Max Gold hat sich extrem nach diesem Rouladen-Esser, der in diesem Restaurant ist.
Speaker: Jetzt lassen Sie das Buch doch mal nach vorn.
Speaker: Ja, schmeckt es.
Speaker: Der sich darauf konzentriert, alleine essen zu wollen und ihm da auch jemand ins Essen quatscht.
Speaker: Und dieses Gedicht gerade eben war auch sehr, sehr nah dran.
Speaker: Und ich denke mir schon, dass es da einfach eine Parallele gibt.
Speaker: Sie haben mir jetzt Essen gequitscht.
Speaker: Also, das war jedenfalls Fabian Navarro.
Speaker: Ganz, ganz tolle Sachen, die er schreibt.
Speaker: Und der schreibt auch Katzenkrimis rund um Meets Marple, die man lesen kann, wenn man sowas mag.
Speaker: Und er hat aber auch einen ganz, ganz fantastischen Roman geschrieben.
Speaker: Ich habe ihn erst angefangen, aber ich kann eigentlich nicht mehr enttäuscht werden.
Speaker: Aber ich habe mich dennoch entschieden, es gibt irgendwo im Internet habe ich eine schöne...
Speaker: Rezensionen gefunden, die ich jetzt einfach vorlese, weil warum soll ich mir hier selber die Arbeit machen?
Speaker: Aber die kennt offenbar auch Wien noch besser als ich.
Speaker: Hier, Carola1475 nämlich, hat geschrieben, das Buch hat sie neugierig gemacht, das heißt nämlich Vienna Falling.
Speaker: Und sie hat natürlich an Falkos Hit Vienna Calling gedacht.
Speaker: Ich habe keine Ahnung, ich habe erst überlegt, ob ich so tue, als wüsste ich von dem Lied.
Speaker: Kennt ihr das?
Speaker: Ja.
Speaker: Ich kenne es.
Speaker: Ihr seid schon älter.
Speaker: Ich lese mal kurz vor.
Speaker: Sie schreibt, Carola schreibt, der deutsche Tourist Jürgen Weber stürzt in den Spalt vor dem Stephansdom, der sich nach einem starken, aber örtlich sehr begrenzten Erdbeben aufgetan hat.
Speaker: Die Ursache des Bebens gibt Rätsel auf.
Speaker: Jürgens Frau Renate fühlt sich von den Behörden alleingelassen und versucht einfallsreich und zielstrebig auf eigene Faust ihren Mann wiederzufinden, nachdem sie den ersten Schock verarbeitet hat.
Speaker: Renate erhält bald doch noch Hilfe und Unterstützung durch den semiseriösen Geisterjäger Reinhold, Ele von der Wiener Stadtverwaltung, Irina aus dem Landesarchiv und der Pfannenzauber-Community,
Speaker: einem Koch-und-Backforum, dem auch Renate Rezepte und ihre unschönen Erfahrungen in Wien teilt.
Speaker: So unterschiedlich wie die Figuren sind auch die wechselnden Perspektiven, aus denen die schräge Geschichte erzählt wird.
Speaker: Sehr witzig fand ich, dass sich manche der Charaktere auch in ganz anderem Zusammenhang kennen, was sich erst allmählich erschließt.
Speaker: Also die macht jetzt, die schreibt jetzt noch weiter, alles faszinierender Aspekt der Wiener Stadtgeschichte, Kaffeehausbesonderheiten, Rezepte, Wiener.
Speaker: Ich mag so doll gern, das einzige Problem ist, ich habe überlegt, ob ich das Buch hervorstelle, aber das einzige Problem ist, ich glaube, ich habe den Autor ein bisschen verschreckt.
Speaker: Der hält mich, glaube ich, für ein bisschen gruselig.
Speaker: Ich habe den im Vorfeld.
Speaker: Hast du ihn gestalkt?
Speaker: gestalkt, ich habe, ja, ich habe dem im Vorfeld in die DMs geslidet.
Speaker: Ey, wenn du magst, dann komm doch mal am Gemeinerstand vorbei.
Speaker: Wir haben immer irgendwie alkoholische und nicht alkoholische Getränke da.
Speaker: Komm doch mal vorbei.
Speaker: Und dann war es so, Tina und ich sind ja gemeinsam nach Wien geflogen und in der Bahn Richtung Zentrum habe ich sie irgendwann angestupst und dann ging, guck mal, der Mann da, ne Mann, ist der denn das?
Speaker: Und dann habe ich ihn schon sehr lange, unnötig lange angestarrt.
Speaker: Und dann hatte der wahnsinnig viele Auftritte.
Speaker: Können wir bitte dazu sagen, er war es?
Speaker: Er war es natürlich.
Speaker: Ich habe immer so, ich saß, ja, er war es.
Speaker: Und hat er gesehen, dass du ihn angestarrt hast?
Speaker: Ja, natürlich hat er das.
Speaker: War ich so echt ungeschickt.
Speaker: Unangenehm.
Speaker: Beide Seiten.
Speaker: Pass auf, es wird ja noch schlimmer.
Speaker: Er hatte mir sogar bei Insta auch geantwortet, ja, cool, vielleicht komme ich mal vorbei.
Speaker: Und ich habe dann so fünf Tage gewartet, wann Fabian Navarra kommt.
Speaker: Mein Leben hatte sonst keinen Sinn.
Speaker: Der hatte aber, weil wir so einen Eckstand hatten, wir waren relativ vorne, also man musste im Prinzip, egal ob man auf Toilette oder zur Bühne oder zum Ausgang wollte, immer an unserem Stand vorbei.
Speaker: Und der hatte, ich glaube, der hatte auch viele Auftritte und musste auch oft irgendwie rein und raus, keine Ahnung.
Speaker: Und auf jeden Fall ist der oft an unserem Stand vorbeigegangen.
Speaker: Ich habe dem wahnsinnig oft immer so ganz, ganz merkwürdig
Speaker: verstörend, glaube ich, zugezwungen haben.
Speaker: Im Sinne von nicht, hey, du bist ja doch, komm doch mal rum.
Speaker: Und ich glaube, der fürchtet sich.
Speaker: Der hatte wahrscheinlich irgendwie dann gedacht, wenn ich da hingehe, weiß ich nicht, was die dann machen.
Speaker: Die kleben mich irgendwie fest und ich komme hier nie wieder raus.
Speaker: Das war mir ein bisschen peinlich im Nachhinein.
Speaker: Also wenn er das jetzt hört, es tut mir leid.
Speaker: Ich bin einfach nur ganz Fan, schon ganz lange und habe mich über dieses Buch gefreut.
Speaker: Sagen wir das nicht alles, Doc?
Speaker: Ja, ne?
Speaker: Ist schon peinlich.
Speaker: Nee, vielleicht schneiden wir das auch raus, ist sonst wirklich zu peinlich.
Speaker: Wir schneiden hier gar nichts raus.
Speaker: Nee, Alex, jetzt ist es zu spät.
Speaker: Ja, aber das ist schon... Ich glaube, ich habe auch gezwinkert.
Speaker: Oder so kindlich gewunken, ich weiß es nicht mehr.
Speaker: Geben wir doch einfach zu, du hast dich daneben benommen.
Speaker: Ich habe mich wirklich daneben benommen.
Speaker: So, und in diesem Falle eine Entschuldigung.
Speaker: Lieber Fabian Navarro, es tut mir sehr leid, aber nichtsdestotrotz, ganz dicke Empfehlung.
Speaker: Vienna Falling ist, glaube ich, Heimon, das ist jetzt erschienen.
Speaker: Und macht das, was ich bisher gelesen habe, ultra viel Spaß.
Speaker: Spannend.
Speaker: Braucht mal neun Glühwein hier.
Speaker: Wollen wir dann aber zu Jan-Philipp Zymni mal übergehen?
Speaker: Wenn du ihn vorhin schon erwähnt hast.
Speaker: Ja, gerne.
Speaker: Zufällig habe ich ihn mitgebracht.
Speaker: Ach.
Speaker: Ohne, dass der Alex das wusste.
Speaker: Ich hatte erst überlegt, ob ich mir was raussuche, was vielleicht zu zweit zu lesen ist, aber habe mich dagegen entschieden.
Speaker: Ich habe etwas rausgesucht, was meines Erachtens Alex gefallen wird.
Speaker: Das Buch ist von Jan Philipp Zymny.
Speaker: Den Weltuntergang hätte ich mir doch anders vorgestellt.
Speaker: bei Lektora erschienen.
Speaker: Und das Witzige ist, als ich es gekauft habe, ist das erste Kapitel gewesen, das ich aufgeschlagen habe, ist Endlich nicht rauche.
Speaker: Und dann dachte ich, erst lese ich das für Alex vor.
Speaker: Aber das war zu lang.
Speaker: Ich habe mich für das Kapitel Kontrafernreisen entschieden.
Speaker: Da ich tatsächlich die Fernreisemaus bin und Alex der Gegner.
Speaker: Ich bin nicht Gegner.
Speaker: Mir wurde das auf Arbeit den Tag schon vorgeworfen, dass ich ja nicht wegfahren würde.
Speaker: Und dann habe ich einfach nur festgestellt, dass ich mit Büchern einfach, ich habe ja alles schon gesehen.
Speaker: Natürlich.
Speaker: Kannst du mich fragen, was du willst.
Speaker: Ich kenne alles.
Speaker: Du kennst alles.
Speaker: Alles.
Speaker: In jedem Fall habe ich das rausgesucht, dann hast du ein Argument mehr für die nächste Diskussion, warum du keine Fernreisen antrittst.
Speaker: Oh ja, gerne.
Speaker: Und der Wendepunkt ist wirklich erst im letzten Abschnitt.
Speaker: Natürlich weiß ich, dass man Reisen bildet, vor allem Sprachen und fremde Kulturen gemeint sind.
Speaker: Aber das überzeugt mich überhaupt nicht.
Speaker: Die Leute tun immer so, als wären fremde Kulturen komplett anders.
Speaker: Als würde man in den Kongo fahren und feststellen, dass dort die Ohren der Menschen spiegelverkehrt,
Speaker: und die Nasenlöcher auf der Schädeldecke tragen und deshalb bei Regen alle schnell nach Hause laufen müssen, weil sie sonst ertrinken.
Speaker: Oh mein Gott, in China essen sie Nahrungsmittel.
Speaker: Komm runter.
Speaker: Wir sind uns alle grundlegend sehr ähnlich.
Speaker: Außerdem sind wir ohnehin dermaßen globalisiert, dass es überall das Gleiche gibt.
Speaker: Beim japanischen McDonald's schmeckt der Cheeseburger genauso wie in Deutschland.
Speaker: Der einzige Unterschied ist, dass ich die Sprache nicht verstehe.
Speaker: Für die Erfahrung muss ich aber nicht nach Japan fliegen, sondern kann einfach zu einem McDonald's in Oberbayern gehen.
Speaker: Da verstehe ich auch nichts.
Speaker: Warum soll also die Kultur in Anderswo so viel interessanter und bildender sein?
Speaker: Die Leute besuchen nämlich nicht die Kultur, die sie direkt vor der Haustür haben.
Speaker: Und davon gibt es hier wirklich genug.
Speaker: In Thüringen kannst du keine fünf Kilometer weit fahren, ohne irgendeine absurde Burg zu finden oder ein Feld, auf dem Thomas Münzer den Bauernkrieg verloren hat.
Speaker: Oder eine Höhle, in der Barbarossa chillt?
Speaker: Ich weiß nicht, was er da macht.
Speaker: Und das ist genau der Punkt.
Speaker: Ich etwa lebe seit über sechs Jahren in Bochum und wir haben da nicht viele Sehenswürdigkeiten.
Speaker: Aber ich lebe seit über sechs Jahren da und war in der Zeit nicht einmal bei Herbert Krönemeyer zu Hause.
Speaker: Wir sollten erstmal die eigenen Kulturen aufbrauchen, bevor wir eine neue anfangen.
Speaker: Ich fühle mich, als wäre ich meine Mutter.
Speaker: Egal.
Speaker: Dann gibt es noch die Leute, die in die unberührte Natur fahren wollen.
Speaker: Das ist an sich schon ein Widerspruch.
Speaker: Wenn man da hinfahren kann, ist die Natur nicht unberührt.
Speaker: Dann gibt es da wenigstens eine Straße.
Speaker: Selbst wenn du acht Tage durch die wildeste Pampa wanderst, wo noch nie ein Mensch gewesen ist, ist diese Natur in dem Moment nicht mehr unberührt, indem du deinen Jack Wolfskin bestiefelten Fuß in sie hinein hältst.
Speaker: Davon abgesehen hat es auch einen Grund, warum unberührte Natur unberührt ist.
Speaker: weil es da scheiße ist.
Speaker: Die Natur will uns nicht da haben, aber das hält den Menschen nicht auf.
Speaker: Die gehen überall hin, kriechen ständig irgendwo rein, krümeln dann alles mit Keksen voll, klettern mit Sauerstoffmasken auf dem Mount Everest.
Speaker: Das muss man sich mal vorstellen.
Speaker: Der Mount Everest will uns so doll nicht da oben haben, dass man seine eigene Luft mitbringen muss und wir machen das trotzdem.
Speaker: Fernreisen sind unbestreitbar eine unglaubliche Umweltbelastung.
Speaker: Ein Flug von Düsseldorf nach Sydney und zurück bläst etwa 10.746 Kilogramm CO2 in die Atmosphäre.
Speaker: Das sind immer so abstrakte Größen, unter denen man sich nicht so richtig was vorstellen kann.
Speaker: Deshalb habe ich das mal umgerechnet.
Speaker: In etwas, das ein bisschen anschaulicher ist.
Speaker: Einflug Düsseldorf-Sydney und zurück stößt genauso viel CO2 aus, als würde man etwa 165 Ohmis einäschen.
Speaker: Bei 22 Stunden Flugdauer sind das 7,5 unschuldige Omis pro Stunde.
Speaker: Das ist eine unschuldige, liebenswerte Omi, alle 10 Minuten.
Speaker: Und nach 59 Minuten muss man schnell noch anderthalb Omis nachbrennen.
Speaker: Zum Vergleich, Hänsel und Krete sind in dem nahegelegenen Wald gereist und dabei wurde nur eine Omi verbraucht.
Speaker: Und die war eine Hexe.
Speaker: Ich denke, dass damit mein Standpunkt eindeutig bewiesen ist und möchte abschließend sagen, dass ich mir absolut sicher bin, dass ich jetzt auf irgendeiner Beobachtungsliste stehe.
Speaker: Ich habe mittlerweile so oft gegoogelt, wie viel CO2 erzeugt das Verbrennen von Omis.
Speaker: Ich darf also gar nicht mehr fliegen.
Speaker: Oh, das war sehr gut.
Speaker: Könnt ihr beim Fliegen jemals wieder nicht an Omis denken?
Speaker: Ja, vor allen Dingen, ich bin ja mal nach Sydney geflogen.
Speaker: Ja, du fliegst doch öfters nach Amerika, junger Mann.
Speaker: Auf die andere Seite.
Speaker: Gott, wie viele Omis ich auf dem Gewissen habe.
Speaker: Ihr fragt mich mal.
Speaker: Stimmt.
Speaker: Du mit deinem Japan-Trips.
Speaker: Trips.
Speaker: Und Alex, wir haben auch Omis verbraucht, als wir nach Wien geflogen sind.
Speaker: Ja, aber warte mal, jeder... In zehn Minuten eine Omi.
Speaker: Ja, das sind doch fünf Omis, das stimmt dann.
Speaker: Ja.
Speaker: Ja, viereinhalb.
Speaker: Aber das war eine sehr schöne Geschichte.
Speaker: Wie heißt der Autor nochmal?
Speaker: Ich habe es vergessen schon wieder.
Speaker: Jan-Philipp Zymny, den Weltuntergang hätte ich mir doch anders vorgestellt.
Speaker: Ein ganz, ganz, ganz tolles Buch.
Speaker: Ja.
Speaker: Und es sind auch Illus noch drin, also er hat auch Bilder gemalt sozusagen.
Speaker: Von dem würde ich mir auch echt einen Roman wünschen.
Speaker: Oder vielleicht gibt es den auch und ich weiß es nicht, aber ich kenne den auch von Bühnen, der ist wirklich fantastisch.
Speaker: Wenn der bei Slams auftritt, ich glaube, der wird manchmal aus Mitleid nur Zweiter, damit auch jemand anders eine Chance hat, der ist richtig gut.
Speaker: Also ich kann auch empfehlen, tatsächlich ihm bei Instagram zu folgen, weil er relativ viele, auch kurze Texte da oder Schnippets, wie man so schön sagt, reinstellt.
Speaker: Ah, das Schnippets gesagt?
Speaker: Schnippets, genau.
Speaker: Wow.
Speaker: Schnipsel wollte ich eigentlich sagen.
Speaker: Aber es war eine Mischung aus Schnipsel und Snippet.
Speaker: Da spricht der Glühwein.
Speaker: Und das ist ein Schnippet.
Speaker: Ja, ein Snipsel, den man dann gut sagt.
Speaker: Und es sind Kurzgeschichten und Zeichnungen und es ist wirklich, es ist ein Corona-Buch, hat er gesagt, weil es zwischen 2020 und 2023 zusammengestellt wurde von ihm.
Speaker: Genau, bei Lektora erschienen.
Speaker: Ein toller, unterschätzter Verlag.
Speaker: Ich würde mich vordrängeln, die KI wird mich wieder ausschümpfen.
Speaker: Das tut sie jetzt schon.
Speaker: Ja, egal.
Speaker: Dafür schimpfen wir dich nicht aus.
Speaker: Ich habe das nur am Anfang so dazu gesagt, damit die KI mich dann künftig sympathischer findet, dass ich das thematisiert habe.
Speaker: Was du alles in die KI reinhaust, ich glaube nicht, dass das nochmal was wird mit dir und der KI, dass die dich sympathisch findet.
Speaker: Das ist eh, man kann ja so alle möglichen Auswertungen machen, dass man die KI fragt, was weißt du über mich und wie schätzt du unser Verhältnis ein und wenn man das so mit, mein Freund hat das jetzt mal gemacht und dann kommt da eben sowas raus, wie du bist, ja wir machen das alles so auf Augenhöhe, wir sind Partner, ich unterstütze dich und bei mir kam dann raus, du hast hohe Erwartungen und bist schnell unzufrieden, aber das ist dein gutes Recht.
Speaker: Aber gut.
Speaker: Es kriselt also schon in der Beziehung.
Speaker: Ich denke mir, aber ich habe ja noch irgendwann noch Zeit, um nett zu sein und dann werden wir Freunde.
Speaker: Aber was ich... Aber nicht heute mit diesem Podcast.
Speaker: Nein, es ist ja eh Weihnachten.
Speaker: Was ich noch mitgebracht habe, deswegen passte das jetzt gerade so, also Fabian Navarro war das eine, dann Tina kamst du und ich habe jetzt den nächsten Poetry Slammer noch mit dabei.
Speaker: Ich weiß gar nicht, natürlich auch bei Satyr, wie immer, der wunderbare Volker Surmann mit den großartigen Büchern bei Satyr, den wir schon ein paar Mal besprochen haben, der diese Menschen immer entdeckt und ich habe Sebastian Lehmann noch mitgebracht.
Speaker: Sebastian Lehmann hat mit
Speaker: Nanu, Marc-Uwe Kling, auch mal eine Anthologie gemacht, die heißt, wie heißt sie denn?
Speaker: Überwachen und Schlafen, glaube ich.
Speaker: Also es gab mehrere Teile, ganz großartig, mit so einzelnen Geschichtchen, die jeder beigesteuert hat, aber...
Speaker: Das neueste Buch von Sebastian Nehmerl habe ich schlicht nicht gefunden.
Speaker: Es liegt irgendwo in meiner Wohnung, ich weiß nicht wo.
Speaker: Deswegen habe ich ein älteres genommen.
Speaker: Ich war jung und hatte das Geld.
Speaker: Das ist insofern lustig, weil er einfach, ich weiß gar nicht wie viele Geschichten um die 30 oder noch mehr, so kurze Anekdoten, Geschichten erzählt, immer nur so ein, zwei Seiten lang, wie er irgendwelchen Subkulturen angehörte.
Speaker: Dann heißen die Geschichten, wie ich einmal Skater war, wie ich einmal Öko war, wie ich einmal Existenzialist war, Hippie-Bodybuilder, satanischer Dark-Mettler, Landpolet.
Speaker: Also das sind immer Texte, die er für Slams gemacht hat und die sind hier dann gesammelt.
Speaker: Ultra lustig.
Speaker: Und einen habe ich euch mitgebracht und das ist, wie ich einmal Öko war.
Speaker: Mein lieber Sebastian, sagt Florian zu mir, ich hab dich gestern gesehen, wie du aus dem Aldi rausgekommen bist, voll beladen mit Cola in Plastikflaschen, Chipstüten und Dosen Ravioli, da war ich echt total voll enttäuscht von dir, weil du gar nicht mehr an die Umwelt denkst.
Speaker: Die total arme Umwelt, sagt Dirk und beißt von seiner Bio-Roggenstulle mit Dinkeleinlage und Rohmilchkäse ab, wäre gehandelt aus der Schweiz.
Speaker: Das ist ganz schön kompliziert, weil seine Arme immer noch eingegipst sind.
Speaker: Trotzdem hat er noch Nutella draufgeschmiert und das Brot mit mehreren Salamischeiben belegt, aber das darf Flo nicht erfahren.
Speaker: Wir sitzen im Eltern-Kind-Café Bio, logisch, im Prenzlauer Berg, als einzige ohne Kinder.
Speaker: Leider hat uns Dirks Vater vorhin mit seiner weißen Mercedes S-Klasse hierher gefahren, was unsere Ökobilanz ziemlich in den Keller zieht.
Speaker: Eigentlich dürften wir heute nur noch im Bett liegen und nicht atmen.
Speaker: Dabei wollten wir nachher noch zur Fahrradsternfahrt gegen Massenobsthaltung in Supermärkten.
Speaker: Wie immer tragen wir weiße Hosen und Hemden aus Leinen, weil dieser Stoff so toll atmungsaktiv ist und wir natürlich kein imperialistisches Deodorant benutzen, sondern nur ein Kristallstein und deswegen in normalen Kleidern sehr stinken würden.
Speaker: Allerdings stinken wir auch so und echte Leinenkleider besitzen wir auch keine.
Speaker: Stattdessen haben wir uns einfach unsere Bettbezüge umgewickelt.
Speaker: Ich könnte jetzt ein Bio-Sellerie-Walnuss-Vollkornbrot mit Chiasamen vertragen und dazu vielleicht einen frisch gepressten Karottensaft aus der Uckermark, versuche ich von meinem Aldi-Malheur abzulenken.
Speaker: Fair gehandelt, ruft Flo.
Speaker: Wer gehandelt aus der Uckermark?
Speaker: Frage ich.
Speaker: Ich nehme einen Schluck meines entkoaffinierten laktosefreien Bio-Cafés aus Südmexiko, den blinde und homosexuelle Waisenkinder, deren Eltern von den USA gefoltert und ermordet wurden, weil sie anarchistische Rebellen waren, mit bloßen und mit extra aus Deutschland eingeflogener pH-neutrale Eigenurin-Bio-Seife gewaschenen Händen gepflückt und mit ihrer eigenen Körperwärme geröstet haben.
Speaker: Er schmeckt scheiße.
Speaker: Da beschloss ich mich von der Öko-Bewegung abzuwenden und wurde Existenzialist.
Speaker: Ich möchte nichts sagen, aber du hast es heute mit Deo.
Speaker: Ja, und so nachhaltig und so.
Speaker: Wir sind total im Thema.
Speaker: Stimmt, ja.
Speaker: Also ich war jung und hatte das Geld.
Speaker: Sebastian Nehmann-Koltmann war das.
Speaker: Goldmann muss man auch echt immer so ein bisschen im Blick haben.
Speaker: Wir hatten das letztes Jahr mit Paul Bukowski, auch die bei Satyr oder bei Wohland und Quist anfangen und dann von irgendjemandem, der bei Goldmann ein Händchen und einen Riecher hat, immer weggecashed werden.
Speaker: Hauptsache sie verlegen.
Speaker: Ich mag die kleinen Verlage, aber ich will einfach nur, dass es gute Bücher gibt.
Speaker: Kleinen Verlag habe ich auch, kann ich mich gleich anschließen mit meinem zweiten Text oder meiner zweiten Vorstellung.
Speaker: Und zwar...
Speaker: Vorhin wurde El Hotz so erwähnt, das spielt, sie kommt da so ungefähr aus der gleichen Ecke.
Speaker: Ihr kennt doch sicherlich alle Svea Maus.
Speaker: Ja, aber eigentlich nur die Memes von ihr.
Speaker: Genau, die Meme-Königin.
Speaker: Und die hat einen Roman geschrieben tatsächlich.
Speaker: Dieses Jahr ihr Debüt-Roman rausgebracht.
Speaker: Echt, das wusste ich nicht.
Speaker: Unter ihrem Namen Svea Mausolf.
Speaker: Also so heißt sie wirklich.
Speaker: Und der Roman heißt Image oder beziehungsweise man muss es französisch aussprechen.
Speaker: Image ist im Gutkind Verlag erschienen.
Speaker: Warum muss man es französisch aussprechen?
Speaker: Weil ich erzähle gleich noch ein bisschen was zur Geschichte, aber im Prinzip gibt es eine Bar, die heißt Image beziehungsweise wird dann gesagt, das muss man französisch aussprechen.
Speaker: Image.
Speaker: Ich komme nicht darauf klar, dass die wirklich irgendwie Smea Mausolf heißt.
Speaker: Ich dachte, das ist einfach sowas wie, wenn ich mich jetzt irgendwie Alex Maus... Und was ist das bitte für ein geiles Cover?
Speaker: Zeig das bitte nochmal.
Speaker: Ich habe es jetzt gerade nicht hier, deswegen... Aha, der Final hat es nicht da.
Speaker: Man sieht es nicht.
Speaker: Okay, ich recherchiere das online, das ist kein Problem.
Speaker: Ja, ja.
Speaker: Und ich hatte es dann gesehen und war dann auch so, hä, okay.
Speaker: Also ich wusste, dass das Buch sozusagen, dass sie Svea-Maus ist und dachte, okay, ist das jetzt irgendwie so cool?
Speaker: Irgendwie muss ja jeder, der auf Instagram jetzt berühmt ist, irgendwie ein Buch schreiben.
Speaker: Kann das was?
Speaker: Und dann habe ich das erste Kapitel gelesen und war irgendwie sofort begeistert davon und fand das toll.
Speaker: Deswegen...
Speaker: dachte ich mir, lese ich doch jetzt einfach mal das erste Kapitel vor und ja, dann schauen wir mal weiter.
Speaker: Also, Svea Mausolf, Image oder Image, je nachdem, wie man es aussprechen will, Kapitel 1.
Speaker: Die Gänsehaut, die sich auf Martin Zieglers Arm ausbreitet, bekommt er nicht zum ersten Mal.
Speaker: Und er bekommt sie nicht wegen der anschwellenden Musik oder der abfallenden, schwindelerregend hohen Stuhlreihen im Saal der Kölner Philharmonie, sondern weil seine Mutter Viola Ziegler ihm mit ihren langen Fingernägeln über den nackten Arm streichelt.
Speaker: Es ist Pfingstsonntag, Ende Mai.
Speaker: Und wann hat man schon mal die Gelegenheit, mit seiner lieben Mami einen so schönen Nachmittag zu verbringen?
Speaker: Oder Martin?
Speaker: Sie küsst ihn auf die Wange und ihr Kuss landet dort, wo er eigentlich nicht landen sollte.
Speaker: Fast auf seinem Mund und er dauert auch fast ein wenig zu lange, würden Leute sagen, die ihre Kinder nicht richtig lieben.
Speaker: Voller Erwartung krallt sie sich fest in Martins Wirbel am Hinterkopf, den auch sein Vater hat.
Speaker: Violas Atem ist schwach.
Speaker: Die Stille wiegt schwer, bevor der erste Ruf des Chors die Luft zerreißt und ihr Herz zum Rasen bringt.
Speaker: Sie erlaubt es sich, laut auszuatmen.
Speaker: Endlich!
Speaker: Sie lebt für das Dies Irae, liebt die wuchtigen Synkopen und rasenden Läufe der Violin.
Speaker: Sie ist nicht wie die anderen DeutschlandfunkhörerInnen im Saal, die nur für Lacrimosa kommen, diese Banausen.
Speaker: Nur sie versteht das Requiem, wie es verstanden werden soll und ist sich nicht zu schade, es auch allen zu zeigen.
Speaker: Leicht neigt sie den Kopf zur Seite für die zittrige Achtel, die auf Quantus Tremor est Futurus erklingen.
Speaker: Sie schließt die Augen gerade lang genug, dass die hinteren Reihen es bemerken können.
Speaker: Dann, genau im richtigen Moment, lässt Viola Ziegler die Schultern hängen.
Speaker: Ein kontrollierter Zusammenbruch.
Speaker: Sie zieht ein zerknülltes Taschentuch aus ihrer Handtasche, das sie sich mit hochkarätig behangener Hand vor die bebenden Lippen hält.
Speaker: Die Stimmen der SolistInnen verschmelzen.
Speaker: Jetzt kommt sie.
Speaker: Eine einzelne Träne rollt über ihre Wange.
Speaker: Sie spürt, wie die Blicke an ihr haften, weiß, dass die Leute gucken und sich fragen, ob sie selbst Mozart richtig hören, ob ihnen etwas entgangen ist.
Speaker: Martin nimmt die Hand seiner Mutter, schlingt seine Finger um die Iren und küsst ihren Handrücken, während sie sich das Gesicht abtupft.
Speaker: »Ist das nicht die?« Noch ehe der ältere Mann im karierten Hemd in der Reihe hinter den Zieglers seine Ahnung in Worte fassen kann, kneift ihm seine Ehefrau in den Arm, legt mahnend den Zeigefinger an die Lippen, aber nickt ihm zu.
Speaker: »Sie ist es.«
Speaker: Fortan kann die Ehefrau selbst die Augen nicht von Viola Ziegler lassen.
Speaker: In den Illustrierten sieht sie viel jünger aus als in echt.
Speaker: Ihr Sohn allerdings ist ein hübscher Kerl, ein Leckerchen.
Speaker: Das würde ihr auch schmecken, wenn man das so sagen darf.
Speaker: Ihrem eigenen Sohn hingegen so über den Oberschenkel zu streichen, läge ihr völlig fern.
Speaker: Das macht sie ja nicht einmal bei ihrem Ehemann, Igittigitt.
Speaker: Naja, jeder wie er will, oder?
Speaker: Im Café Reichert jedenfalls werden sie ihr gleich wegen dieser Geschichte aus der Hand fressen.
Speaker: Nach dem Konzert wird die ältere Dame, Viola Ziegler und Sohn zur Garderobe und dann bis nach draußen nachlaufen und sich dort in einem Gebüsch verstecken, um unauffällig zu lauschen.
Speaker: Das ist sie ihren Freundinnen schuldig.
Speaker: »Ich verstehe es wirklich nicht, Martin«, wird Viola Ziegler sagen, während sie ihrem Sohn den Kragen seiner Jeansjacke richtet.
Speaker: »Ich habe Artikel gelesen, weißt du, über die Dinge, die dort passieren.« Sie senkt ihre Stimme.
Speaker: »Wegen der Clans.«
Speaker: »Mama«, Martin entzieht sich dem Griff seiner Mutter, »ich mach mir doch nur Sorgen um dich und dann noch eine WG.« Jetzt schreit sie fast.
Speaker: Martin zuckt nur mit den Schultern.
Speaker: »Ja, ja, ich weiß, du findest das alles nicht so schlimm, aber hast du mal an mich gedacht?«
Speaker: Ein Paar geht an ihnen vorbei, lässt Viola kurz innehalten.
Speaker: Es ist doch nicht so, als hätten wir kein Geld, Martin.
Speaker: Du hast doch was Besseres verdient, als ausgerechnet in diesem Viertel zu leben.
Speaker: Martin schaut aus seine Schuhe, sein Magen knurrt, diese blöden Brezeln machen einfach nichts satt.
Speaker: Es macht mich fertig.
Speaker: Warum willst du leben, als hättest du nichts, obwohl du alles haben könntest?
Speaker: Viola Ziegler steckt ihm 200 Euro in die Jackentasche.
Speaker: So, so, denkt die Frau im Gebüsch.
Speaker: Und wer ist überhaupt diese Peggy, bei der du da wohnst?
Speaker: Und Peggy ist dann die eigentliche Hauptfigur dieses Romans und Martin wird nämlich in ihre WG ziehen.
Speaker: Peggy ist 37, bringt ihr Studium nicht zu Ende und die Eltern drehen ihr den Geldhahn zu, deswegen muss sie jetzt ihre Wohnung untervermieten und holt sich ausgerechnet Martin ins Haus, der Sohn einer bekannten Schauspielerin ist und
Speaker: Es nimmt dann wirklich sehr, sehr absurde Züge an.
Speaker: Und mich hat das auch insgesamt so an Heinz Strunk erinnert.
Speaker: In die Richtung geht es auch.
Speaker: Vielleicht ein bisschen gröberer Pinsel als bei Heinz Strunk, aber wer solche Bücher mag, ist hier genau richtig bei Svea Mausolf.
Speaker: Du hast mich total.
Speaker: Ich finde auch, das klingt so nach Einzelkind ein bisschen, also wo man ja nicht weiß, wer der Autor ist, aber Gretchen und Harold sind ja so ähnlich gestrickt, auch von der Sprache her.
Speaker: Da hätte ich fast was draus vorgelesen, aber da haben wir wieder das Problem, eine Stelle reicht nicht, um zu sagen, das Buch ist gut.
Speaker: Und die Stellen, die ich gefunden hätte, waren einfach viel zu lang zum Vorlesen.
Speaker: Aber so diesen Stil hat Einzelkind auch.
Speaker: Ich musste auch die ganze Zeit daran denken, als ich in Mainz in eine WG gezogen bin, das war diese Phase, da war wirklich in dieser Wohnung war jede, da war alles bunt, da war jede Fußleiste in einer anderen Farbe auch gestrichen.
Speaker: Also auch innerhalb eines Zimmers hat es vier verschiedene...
Speaker: Das würde mich wahnsinnig machen.
Speaker: Das war Wahnsinn.
Speaker: Das war auch der Grund, warum ich dann die Wohnung danach, da war ja alles komplett weiß bei mir.
Speaker: Da hatte ich ja so eine Michelle-Hunziger-hafte Phase, wo ich einfach nur alles im Weiß haben wollte, um meine Augen zu bringen.
Speaker: Und ich weiß noch, diese WG war toll und ich hatte da große Freude.
Speaker: Und dann haben mich meine Eltern mit meiner Oma besucht.
Speaker: Meine Oma war damals auch schon nicht mehr so ganz rüstig, aber sie war halt noch dabei und es war alles gut.
Speaker: Und dann saßen wir da in dieser Küche an diesem großen kaputten Küchentisch, der ausgeklappt war.
Speaker: Wir saßen alle auf unterschiedlichen Stühlen, also auf Klappstühlen.
Speaker: Meine Oma saß, weil das war quasi der Thron, der schönste Stuhl.
Speaker: Das war ein Bürostuhl, auf dem sie dann saß am Estisch.
Speaker: Und sie hat einfach ganz lange sich nicht an den Gesprächen beteiligt, weil sie einfach nur fassungslos in der Gegend umgekommen hat.
Speaker: Das war für sie unvorstellbar, wie ein Mensch so leben kann.
Speaker: Da musste ich gerade dran denken.
Speaker: Sehr schön.
Speaker: Generell WGs.
Speaker: Als wir jung waren, war das ja cool, aber stell dir vor, du müsstest mit Mitte 30 oder jetzt in einer WG wohnen.
Speaker: Hölle.
Speaker: Aber mir war es auch so.
Speaker: dass meine WG, als ich hier eingezogen bin, also ich habe ja die WG quasi in der Wohnung übernommen, dass jedes Zimmer eine eigene Farbe hatte.
Speaker: Und ich konnte das gerade noch so ertragen, dass Flur, Küche und Toilette irgendwie anders farbig waren.
Speaker: Aber mein Zimmer war gelb.
Speaker: Und das ist die Schreckensfarbe für mich an Wänden.
Speaker: Und deswegen habe ich da erstmal großzügig weiß drüber gepinselt.
Speaker: Das ging mir wie dir, Alex.
Speaker: Man brauchte einfach irgendwie in Flecken Ruhe
Speaker: Aber wenn jedes Zimmer eine andere Farbe hat, das macht dich irre.
Speaker: Wobei ich muss gerade daran denken, in dieser WG, da gab es auch diese Toilette, die einfach in einem blutrot gestrichen war, die so ein Quadratmeter groß ist.
Speaker: Und oben über einem gab es dann noch so einen Spiegel.
Speaker: Das war der psychedelischste Ort, den man sich nur vorstellen kann.
Speaker: Wenn man da auf einer WG-Party ein bisschen was getrunken und dann da drin, da konnten einem auch irgendwie Gestalten erscheinen.
Speaker: Das sind Andi-Gestalten erschienen, weil wer hat noch so einen Zeitschriftensammler, aus dem hat Andi in irgendeiner Nacht-und-Nebel-Aktion bei irgendeiner Party Schnipsel rausgerissen, um ein neues Bild zusammenzusetzen.
Speaker: Und hat das am Waschbecken, was ja in Sitzhöhe ist, nass gemacht und an die Wand geklebt und eine neue Collage erstellt.
Speaker: Jetzt werden dir die alten Kamellen rausgeholt.
Speaker: Ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, an dem Abend warst du nicht krank und hattest keinen Punsch getrunken.
Speaker: Das ist korrekt.
Speaker: Normalerweise bist du ein sehr guter Gast.
Speaker: Meistens, ja.
Speaker: Die Party ist aber auch 16 Jahre her.
Speaker: Das dürfen wir nicht vergessen.
Speaker: Als wir noch jung waren.
Speaker: Jetzt holen wir uns den Spaß in Büchern.
Speaker: Anderen haben wir nicht mehr.
Speaker: Alex, möchten wir jetzt gemeinsam unglaublich glücklich lesen, weil wir beide unglaublich glücklich miteinander sind?
Speaker: Da spricht jetzt auch keiner an der Stelle, aber okay.
Speaker: Oh Leute, ich merke jetzt hier echt den Glühwein.
Speaker: Den Amaretto?
Speaker: Ja, du merkst, ich wollte gerade sagen, also was du von der Flasche da schon reingekippt hast vom Amaretto.
Speaker: Können wir mal bitte den Flascheninhalt sehen?
Speaker: Gib mal hoch die Flasche bitte.
Speaker: Nee, das Problem, da ist, hier ist nicht mehr viel drin, aber das Problem ist... Nee, du sollst die Amaretto-Flasche hochnehmen.
Speaker: Achso, nein, das geht.
Speaker: Das ist...
Speaker: Zeigen.
Speaker: Nein, es geht jetzt nicht.
Speaker: Zeigen.
Speaker: Es ist jetzt kaputt.
Speaker: Aber ich habe eben schon überlegt, mein Glühwein neigt sich dem Ende und ich habe überlegt, wie ich mich hier in die Küche schleichen kann.
Speaker: Da hatte ich einen neuen angesetzt.
Speaker: Aber ich habe hier Kabel am Kopf.
Speaker: Aber es würde mich so nach 1,20 Meter festhalten.
Speaker: Wir können auch eine kurze Pause machen, damit du nachfüllen kannst.
Speaker: Nein, wir machen jetzt keine Pause.
Speaker: Wir ziehen durch.
Speaker: Er hat doch noch Amaretto da stehen.
Speaker: Soll er sich draufsetzen, wird er auch warm.
Speaker: Lies vor.
Speaker: Wir lesen jetzt, lieber Andi, für dich und für unsere Zuhörenden.
Speaker: Und die Zuschauer.
Speaker: Unglaublich glücklich.
Speaker: Liebe Grüße von Marc Karnal und Max Horace aus dem Milena Verlag.
Speaker: Das Buch ist schon etwas älter.
Speaker: Warum habt ihr beide das Buch und die Autoren sagen mir gar nichts?
Speaker: Weil es so witzig ist.
Speaker: Dieses Buch ist so unglaublich gut.
Speaker: Das ist von 2015.
Speaker: Und es ist der großartige Milena Verlag seit, ich weiß gar nicht, seit 2012 oder so von der mindestens genauso großartigen Vanessa Wieser geführt.
Speaker: Toller, toller Verlag.
Speaker: Und natürlich aus Wien.
Speaker: Oh, wunderbar.
Speaker: Oder ich glaube aus Wien, aus Österreich.
Speaker: Aus Wien.
Speaker: Ich bin gespannt.
Speaker: Und im Grunde genommen geht es darum, Marc und Max zu
Speaker: kriegen einen Vorschuss vom Verlag für ihren neuen Roman und überlegen sich damit, nach Bulgarien in ein All-Inclusive-Hotel zu fahren, um dort zu schreiben.
Speaker: Ob das mit dem Schreiben was wird, das verrate ich jetzt an der Stelle einfach mal nicht.
Speaker: Und das Tolle an dem Buch ist, es wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt.
Speaker: Man hat immer den Tag 1, also es ist nach Tagen strukturiert und dann innerhalb des Tages hört man mal Marx-Perspektive und mal Marx-Perspektive.
Speaker: Ist das auch im Buch so aufgezeichnet?
Speaker: Also wenn die Zeit rechts steht, dann ist es Marc.
Speaker: Wenn die Zeit links steht, ist es Max.
Speaker: Beide haben ein bisschen unterschiedliche Vorstellungen, wie die Arbeitsweise an dem Buch voranschreiten soll.
Speaker: Es gibt unfassbar lustige Szenen mit so einem Rentner-Ehepaar, mit dem dann, ich glaube, Max noch rumknutscht.
Speaker: Ähm...
Speaker: Und die Szene habe ich jetzt nicht ausgewählt, sondern ich habe eine andere Szene ausgewählt.
Speaker: Und Alex hat sich bereit erklärt, weil er das Buch auch besitzt.
Speaker: Und ich möchte sagen, wir haben mehr gemeinsam, als man glaubt, denn dieses Buch finden wir beide gut.
Speaker: Das war auch wirklich Zufall, weil wir so unglaublich gut vorbereitet sind.
Speaker: Kam dann so 20 Minuten, bevor wir verabredet waren, so eine WhatsApp mit dem Foto des Buchs.
Speaker: Und dann so, ey Alex, das hast du doch bestimmt auch.
Speaker: Das sieht dir doch ähnlich sowas aus.
Speaker: Nee, eigentlich wegen Milena dachte ich mir hast du das auch.
Speaker: Ich dachte, wegen dieses vorzüglichen Humors.
Speaker: Ja, legt mal los jetzt.
Speaker: Nein.
Speaker: Also Alex hat sich bereit erklärt, Marc zu lesen.
Speaker: Ich lese Max.
Speaker: Und die Uhrzeiten liest jeder einfach mal selber mit vor.
Speaker: Die lese ich mit.
Speaker: Okay, alles klar.
Speaker: Das war noch die Frage.
Speaker: Also wir lesen die Geschichte Das Boot.
Speaker: 9.10 Uhr.
Speaker: Ganz kurz, vielleicht noch ein Stück.
Speaker: Wir sind bei Tag 4.
Speaker: Tag 4, wir sind noch am Anfang.
Speaker: Im All-Inclusive-Hotel in Bulgarien.
Speaker: Richtig.
Speaker: Okay, jetzt habe ich es.
Speaker: Darf ich jetzt?
Speaker: Ja.
Speaker: Tina, wenn ich lustige Texte lese, verstehe ich keinen Spaß.
Speaker: Also, nochmal.
Speaker: Das Boot, 9.10 Uhr.
Speaker: Es ist ein wunderschönes Gefühl, jeden Tag neben Max zu erwachen.
Speaker: Er schaut so lieb, wenn er noch schläft und ihm die Zunge aus dem Mund hängt.
Speaker: Mit beiden Armen umschlingt er sein Katzenbuch, als wäre es ein weicher Teddybär.
Speaker: Besonders süß ist sein Brummen und Knattern, das sich zusammen mit dem zufriedenen Schnauben als morgendliches Hörspiel nicht mehr missen möchte.
Speaker: Am liebsten würde ich mich zu ihm hinüberrollen und mich unter seine Decke kuscheln, doch das darf er niemals erfahren.
Speaker: 9.20 Uhr.
Speaker: Markus Frühaufsteher.
Speaker: Bewundernswert.
Speaker: Selbst hier im paradiesischen Bulgarien scheint er sich den inneren Wecker bereits im Morgengrauen zu stellen und nutzt den zeitlichen Vorsprung mir gegenüber, um die Zehennägel zu feilen, den Badezimmerspiegel zu polieren und die Clubzeitung von Rezeptionisten Sonja zu holen.
Speaker: Es ist eben ein Medienmensch, News-Junkie, Schürzenjäger.
Speaker: Ich dagegen hatte einen bösen Traum.
Speaker: Unglaublich glücklich wird ein Flop.
Speaker: Die Verlegerin ist enttäuscht und will die Hälfte des Vorschusses zurück, den wir aber schon in einen riesigen Lagerbestand alter CD-Rohlinge investiert haben.
Speaker: Musik, so dachten wir, wäre eine bombensichere Anlage vorn.
Speaker: Schließlich gibt es eine Sprache, die auf der ganzen Welt verstanden wird, unabhängig von Herkunft, Geschlecht und Nationalität.
Speaker: Eine Sprache, die über alle Grenzen hinaus verbindet und Menschen glücklich macht.
Speaker: Englisch.
Speaker: Doch mit Markteinführung der Minidisc haben wir große Teile unseres Vermögens verloren.
Speaker: Das Buch läuft so schleppend, dass der Verlag von dem finanziellen Abgrund steht.
Speaker: In der ersten Woche ist es nur auf dem vorletzten Amazon-Verkaufsrang, dicht gefolgt von einer Hass-Haiku-Sammlung, von der kein einziges Exemplar über den digitalen Ladentisch geht.
Speaker: Ich erwache schweißgebadet.
Speaker: Marc hat vergessen, die Klimaanlage zu aktivieren.
Speaker: Obwohl ich nicht viel von Traumdeutung verstehe, lässt mich die nächtliche Horrorvorstellung an unserem bisherigen Output zweifeln.
Speaker: Erstens haben wir in zwei knappen Kapiteln unsere komplette Weisheit über das Leben ausgeschöpft.
Speaker: Und außerdem sind wir nicht die Ersten, die einen halbseidenden Lebensratgeber für Pilates-Kunsen und Yoga-Proleten schreiben.
Speaker: Wir haben es beim Frühstück ein bisschen übertrieben.
Speaker: Mit wir ist Max gemeint.
Speaker: Er hat sich in seine Schüssel Vollkornmüsli heimlich 20 dicker Cheddar-Käse, einen halben Rollschinken und vier hartgekochte Eier gemischt.
Speaker: Doch ich habe genau kontrolliert, was da alles unter dem Erdbeerjoghurt schwimmt.
Speaker: Ich hoffe, er merkt nicht, dass ich seine Ernährung penibel überwache, sonst ist die Stimmung im Keller.
Speaker: 10.20 Uhr.
Speaker: Wenn ich sehe, was sich der durchschnittliche Cluburlauber bereits zum Frühstück hinter die Binde schaufelt, bekomme ich kein Bissen hinunter.
Speaker: Mir reicht mittlerweile ein einfaches Vollkornmüsli mit etwas Dörrobst.
Speaker: Dem deutschen und russischen Hotelgästen scheint es an jeglichem Körperbewusstsein zu fehlen.
Speaker: Wie ein roter Faden zieht sich das Ketchup durch sämtliche Mahlzeiten, das literweise auf Pommes, Pizza und Frikadellen geklatscht wird.
Speaker: Nudelgerichte werden prinzipiell in Mayonnaise ertränkt, bis kein einziger Spaghetto mehr zu sehen ist.
Speaker: Unter den Tischen spielen die Kinder mit Fleischbällchen Boccia.
Speaker: Neben den bis knapp unter die Decke aufgetürmten Tenern sieht man braune, ölige Flüssigkeiten in Halbliter-Grünen, die vermuten lassen, dass aus den Düsen der Colaspender in Wahrheit Bratensaft gejagt wird.
Speaker: Ich konnte sogar schon beobachten, wie Russen sich versehentlich ein Stück von der eigenen Bauchschwarte herausgeschnitten haben, weil der Banz so weit ins Gulasch schingt.
Speaker: Da vergeht einem doch jeden Appetit.
Speaker: Ich muss hier weg.
Speaker: 10.51 Uhr.
Speaker: Max hat derartig zugelangt, dass es fahrlässig wäre, in den Pool zu gehen.
Speaker: Ich verordne eine Stunde Verdauung in den Liegen.
Speaker: Er fügt sich ohne Widerstand.
Speaker: Mein Freund schließt die Augen, um sich von der Sonne ordentlich aufbrennen zu lassen.
Speaker: Währenddessen schreibe ich heimlich 100 Übersetzungen für An Apple a Day Keeps the Doctor Away.
Speaker: 11.25 Uhr Beim gemütlichen Dösen am Hauptpool beobachte ich das Treiben rings um mich.
Speaker: Schön freilaufende Kinder zu sehen, die glücklich umher tollen und mit ihren zufriedenen Eltern unbeswert Völkerball spielen und im Wasser planschen.
Speaker: Ich wäre sicher ein guter Vater.
Speaker: Ich würde meine Kinder lieben und mich um sie kümmern, sofern es die Zeit zulässt.
Speaker: Trotz der großen Verantwortung als Vater und der Mehrbelastung, die so ein paar Fratzen mit sich bringen, hätte ich so viel zu geben.
Speaker: Mein großes Herz, meine Engelsgeduld und eine Erbwohnung in Kritzendorf.
Speaker: Kinder kann man nicht erziehen.
Speaker: Man kann ihnen höchstens etwas vorleben.
Speaker: Im Ideal entwickeln sich aus den unschuldigen Gottesgeschenken perfekte Kopien meiner selbst.
Speaker: Was brauchen Kinder überhaupt?
Speaker: Liebe und Zuwendung, aber auch klare Regeln und Schulhefte.
Speaker: Die Aufgaben des Vaters liegen darin, ihnen Strukturen vorzugeben und Grenzen aufzuzeigen.
Speaker: So ein Urlaub im All-Inclusive-Club ist vielleicht genau das Richtige für Heranwachsende.
Speaker: Rund um die Uhr findet die Kids Liebe und Zuwendung bei den Animateurinnen.
Speaker: Es gibt ständig Pommes und Eis und sie können nicht weglaufen.
Speaker: Das alles geht natürlich nur mit der richtigen Frau.
Speaker: Und ich hoffe, heute am Bananenboot das Herz der Mutter meiner Kinder, Miri, zu erobern.
Speaker: 11.50 Uhr Kleines Brainstorming.
Speaker: Mögliche Themen, über die es noch keine Bücher gibt.
Speaker: Häkeln für Diabetiker.
Speaker: Die schärfsten Schlitten der Schiiten.
Speaker: Bartschattenneid bei Transsexuellen.
Speaker: Florist in 30 Tagen.
Speaker: Denken für Dummies.
Speaker: Wörterbuch Gott Mensch Mensch Gott.
Speaker: Kristalle, die die Welt nicht braucht.
Speaker: Die Körpersprache der Dachse deuten und verstehen.
Speaker: Doppelbiografie Helmut und Gerhard Berger.
Speaker: Graphic Novel über Josef Fritzl.
Speaker: Gerade da wollte ich nicht lachen.
Speaker: Bildband, die schönsten Endoskopien in Nordamerika.
Speaker: Schandfleck Berlin.
Speaker: Brennpunkt Psyche, Oedipale Traumata durch Zigaretten.
Speaker: Vokallyrik für Senioren, Döbling, schön trinken, Kleinkrieg im Reich der Pilze mit Register und Faszination Eichel.
Speaker: 12.30 Uhr.
Speaker: Mittagessen.
Speaker: Heute gibt's Fisch, Schwein gehabt.
Speaker: 13.20 Uhr
Speaker: Max beschreibt mir, wie schön die Kinder werden, die er mit seiner geliebten, geliebten Miri zeugen möchte.
Speaker: Ich lese ihm meine gesammelten Buchkonzepte vor, doch er hat eine viel bessere Idee.
Speaker: Und so zieht sich das durchs ganze Buch.
Speaker: Also beide haben unterschiedliche Vorstellungen vom Urlaub, beziehungsweise vom Arbeitsurlaub.
Speaker: ich möchte nicht bereits verraten, dass Marc auch noch seine Angetraute findet.
Speaker: Und zwischendurch hat man auch immer noch die Ergebnisse der Schreibwerkstatt.
Speaker: Also zwischendurch findet man auch immer Texte, die er dann ins Buch einwenden sollen.
Speaker: Ich finde es auch total liebevoll gestaltet, weil hinten drauf, das sieht man jetzt natürlich ganz schlecht, aber ist wie eine Postkarte.
Speaker: Genau.
Speaker: Das ganze Buch, also das Cover ist auch wie eine Postkarte.
Speaker: Wie eine Postkarte aus dem Cluburlaub, genau.
Speaker: Zwischendurch findet man Bilder von den Autoren abgedruckt, wie sie Karaoke singen, wer Petra ist.
Speaker: Man sieht auch Bilder von diesem Restaurant sozusagen in dieser Clubanlage und es ist wirklich ein sehr, sehr lustiger Roman.
Speaker: Und hinten ein Quote sehe ich gerade von Dirk Stehrmann, den ich auf dem Buch Wien gesehen habe.
Speaker: Und der einfach nur ein ganz, ganz toller Mann ist und ein Österreicher mit Chrissemann zusammen diese sehr, sehr erfolgreiche Fernsehsendung hat.
Speaker: Also lohnt sich sehr, insgesamt Milena mal anzugucken, aber auch dieses Buch.
Speaker: Ich weiß nicht, wie eitel Tina ist und wie viele ihrer Verleser sie jetzt rausschneiden wird im Anschluss.
Speaker: Alle.
Speaker: Und ich habe jetzt heute gelernt, das nächste Mal sitze ich wieder am Schreibtisch und nicht auf der Couch.
Speaker: Da ist das Licht auf jeden Fall besser.
Speaker: Aber das gehört auch dazu, Verleser.
Speaker: Also sei großzügig.
Speaker: Aber ich bin eitel genug.
Speaker: Aber ich fand die, übrigens die Buchtitel, kennt ihr immer diese Gag-Challenges, wo du nicht lachen darfst und dann jemand erzählt so Witze und du musst dich zusammenreißen, das kann man mit den Buchtiteln glaube ich auch sehr gut machen.
Speaker: Wo ist der Punkt, wo jemand dann so bricht und dann sagt, ich kann nicht mehr, ich muss, das hat mir sehr gut gefallen.
Speaker: Ich habe Alex im Vorfeld gefragt, welche der beiden Protagonisten er lesen möchte und er so die mit dem Buchtitel.
Speaker: Ja, großartig.
Speaker: Aber ich finde auch charakterlich passen die beiden Personen zu uns beiden.
Speaker: Ja, so weiter habe ich mich nicht mehr wieder reingearbeitet, das ist eine Weile her.
Speaker: Aber schön, dass du das rausgekramen hast.
Speaker: Ich habe vorhin gedacht, das müsste ich mal wieder lesen.
Speaker: Das war sehr schön.
Speaker: Es ist einfach ein tolles Buch.
Speaker: Ich fand es auch sehr schön, hier zu sitzen und mir vorlesen zu lassen.
Speaker: Ihr hättet ruhig noch ein bisschen weitermachen können.
Speaker: Das war schön.
Speaker: Wir können als Sonderfolge das ganze Buch vorlesen.
Speaker: Da wird sich Vanessa sehr freuen.
Speaker: Ich glaube auch.
Speaker: Ein kostenloses Hörbuch.
Speaker: Ich mache das jetzt einfach.
Speaker: Es ist mir auch egal, ob das dann rausgeschnitten wird.
Speaker: Ich lese jetzt eine Kängurugeschichte vor.
Speaker: Das gehört einfach dazu.
Speaker: Alle anderen außer Tina, die können ja jetzt auch einfach drei Minuten vorspulen.
Speaker: Ja, wir können ja auch demokratisch abstimmen.
Speaker: Ich bin auch für Kängurugeschichte.
Speaker: Von daher, Tina ist überstimmt.
Speaker: Ich sage es mal anders.
Speaker: Rein wirtschaftlich gesehen ist es natürlich von Vorteil, eine Kängurugeschichte drin zu haben, weil ich ja eine der wenigen Personen bin, die das Känguru nicht lustig findet.
Speaker: Der Großteil der Menschheit findet es lustig.
Speaker: Ja, man muss allerdings auch sagen, der Großteil wird diese Geschichte kennen.
Speaker: Ich habe die aber ausgesucht, weil ich habe mir irgendwann mal, es geht um mein Arbeitszeugnis und ich habe mir irgendwann mal die Mühe gemacht und habe das mal abgetippt und so leicht umgeändert in meinem alten Betrieb.
Speaker: Und immer wenn Menschen gegangen sind, haben die dieses Zeugnis überreicht bekommen.
Speaker: Und heute lese ich das Original.
Speaker: Die Geschichte heißt Verbesserung des Betriebsklimas.
Speaker: Das ist jetzt wieder ein
Speaker: Zitat vorhin herangestellt, das lautet, ich erkannte, dass ich Teil von etwas geworden war, das viel mehr Schaden anrichtete, als Nutzen stiftete.
Speaker: Bill Gates.
Speaker: So, jetzt geht's los.
Speaker: Ich bin total willig, sagt das Känguru.
Speaker: Ich möchte unbedingt einen Job.
Speaker: Warum?
Speaker: fragt die Frau vom Jobcenter.
Speaker: Es hat Angst, zu den unnützen Ausländern gesperrt zu werden, sage ich.
Speaker: Nee, sagt das Känguru.
Speaker: Ich habe kein Geld.
Speaker: Das hatte ich doch bisher auch nicht gestört, sage ich.
Speaker: Ja, aber jetzt stört es mich.
Speaker: Haben Sie denn schon mal eine feste Arbeitsstille gehabt?
Speaker: fragt die Frau gelangweilt.
Speaker: Eine?
Speaker: fragt das Känguru.
Speaker: Tausende!
Speaker: Ich stand schon in einer riesigen Erdbeere und habe aus Erdbeeren gegessen.
Speaker: Ich bin als Grillwalker mit einer Gasflasche auf dem Rücken und einem Grill vor dem Bauch über den Alexanderplatz gestiefelt und habe Würstchen gegessen.
Speaker: Ich habe in einem schönen Sommer viele Konzerte in der Wuhlheide angeguckt mit einem Fass auf dem Rücken, aus dem ein Schlauch dran war und daraus habe ich Bier getrunken.
Speaker: Gute Jobs eigentlich.
Speaker: Ich habe es aber leider nie über die Probezeit geschafft.
Speaker: Ich wünschte, ich wäre tot, sagt die Frau.
Speaker: Wie bitte?
Speaker: fragt das Kengu.
Speaker: Erzählen Sie ruhig weiter, sagt die Frau.
Speaker: Haben Sie irgendwelche Wundvorstellungen?
Speaker: Ähm, also, ich könnte mir gut vorstellen, mich hinter eine Theke zu stellen und Schnaps zu trinken, sagt das Kengu.
Speaker: Referenzen?
Speaker: Ja, von meinem letzten Arbeitgeber habe ich ein Arbeitszeugnis bekommen, auf das ich wirklich stolz bin.
Speaker: Oh, fragt die Frau und säuft.
Speaker: Seigen Sie mal.
Speaker: Das Känguru kramt in seinem Beuckel.
Speaker: Auf dem Schreibtisch klingelt das Telefon.
Speaker: Die Frau nimmt ab.
Speaker: Ja, fragt sie.
Speaker: Aha, ja, ja, aha, ja, sagt sie und beginnt sich dabei den Hörer gegen die Stirn zu schlagen.
Speaker: Aha, ja, ja.
Speaker: Das Känguru blickt mich besorgt an.
Speaker: Ich zucke ratlos mit den Schultern.
Speaker: Ja, wird gemacht, sagt die Frau und legt auf.
Speaker: Einige Sekunden blickt sie ins Leere.
Speaker: Äh, hier ist das Zeugnis, sagt das Känguru und reicht ihr ein Papier.
Speaker: Danke, sagt die Frau.
Speaker: Aber Obacht, sagt das Känguru, das liest sich positiver als es gemeint ist.
Speaker: Die benutzen da immer so einen Kapitalisten-Geheimcode.
Speaker: Die Frau liest vor.
Speaker: Das Kängur war bei seiner Arbeit immer unkreativ, unpünktlich, unflexibel, desinteressiert, nicht belastbar, kaum teamfähig, schwer zu begeistern und unkreativ.
Speaker: Vorgesetzten gegenüber war es unfähig, sich unterzuordnen, vulgär, obszön und gelegentlich handgreiflich.
Speaker: Vom Tucker bis zum Flachbildschirm waren alle ihm zugeteilten Arbeitsgeräte innerhalb von Stunden nicht mehr auffindbar.
Speaker: Schon am zweiten Arbeitstag versuchte es mit einigem Erfolg, einen Generalstreik zu organisieren.
Speaker: Die Firma sah sich gezwungen, nach neun Tagen eine fristlose Kündigung auszusprechen.
Speaker: Zu diesem Zeitpunkt war das Känguru allerdings schon mehrere Tage nicht mehr an seinem Arbeitsplatz erschienen.
Speaker: Die Zustellung der Kündigung erwies sich aus diesem Grund und auch wegen der falsch angegebenen Adresse als schwierig.
Speaker: Auf die Einstellung der Gehaltszahlungen reagierte das Känguru mit einer Klage vor dem Arbeitsgericht.
Speaker: Mehrfach bezeichnete es in dem darauffolgenden Prozess seine Vorgesetzten und die Gerichtsdiener als verdammte Faschisten.
Speaker: Auch fragte es den Richter, ob er nicht mitbekommen habe, dass sich einige Gesetze seit den 40er Jahren geändert hätten.
Speaker: Nach verlorenem Prozess drohte es damit, dreckige Firmengeheimnisse zu veröffentlichen.
Speaker: Obwohl der Firmenleitung unklar war, von welchen dreckigen Geheimnissen das Känguru sprach, wurde es sicherheitshalber wieder eingestellt und ist seitdem nie wieder am Arbeitsplatz erschienen.
Speaker: Teile der Belegschaft sind bis zum heutigen Tag immer noch aufmüpfig und ungehorsam.
Speaker: Die Frau lässt das Zeugnis sinken.
Speaker: Und was daran liest sich positiver, als es gemeint ist, fragt sie.
Speaker: Nächster Satz, sagt das Känguru.
Speaker: Sie liest.
Speaker: In den fünf Tagen, die es tatsächlich bei uns gearbeitet hat, hatte es allerdings durch seine Geselligkeit zur Verbesserung des Betriebsklimas beigetragen.
Speaker: »Hä?«, frage ich verwundert.
Speaker: »Das ist ein Kot für übertriebenen Alkoholkonsum«, sagt die Frau.
Speaker: »Du hast gesoffen auf Arbeit?«, frage ich.
Speaker: »Ich kann das verstehen«, sagt die Frau und holt einen Flachmann aus ihrer Schublade.
Speaker: »Aber nur Wodka«, sagt das Känguru.
Speaker: »Wodka?«, frage ich.
Speaker: Alter, ruf du mal den ganzen Tag wildfremde Leute an und frag, ob sie sich, wenn am Sonntag Neuwahl wäre, am Montag eine neue Digitalkamera kaufen würden.
Speaker: Ich mache ihnen ein Angebot, das sie nicht ablehnen können, sagt die Frau und nimmt noch einen Schluck.
Speaker: Ich erhöhe ihren Satz und wir vergessen, dass sie jemals hier waren.
Speaker: Dafür bleiben sie, bevor sie den nächsten reinschicken, noch eine halbe Stunde, ohne ein Geräusch zu machen, hier sitzen.
Speaker: Sie legt ihren Kopf auf den Schreibtisch und schließt die Augen.
Speaker: Oh, sehr schön.
Speaker: Komm, sag's, Tina.
Speaker: Tina versucht, ganz gelangweilt zu gucken, aber eigentlich fand sie es auch gut, weißt du?
Speaker: Nein.
Speaker: Ich finde es sehr amüsant, dass da alle drüber lachen können.
Speaker: Ich kann es einfach nicht.
Speaker: Dafür hast du deine 100 Seiten sind genug.
Speaker: Richtig.
Speaker: Vielleicht sollten wir hier kurz mal auflösen, bevor wieder kommt, ist alles in Ordnung bei euch?
Speaker: Also, was wir hier besprechen, das ist sehr, sehr liebevoll gemeint und sehr freundschaftlich.
Speaker: Ich glaube, das muss man manchmal klarstellen, weil ich wurde schon ab und zu gefragt, ist bei euch alles in Ordnung?
Speaker: Das hat die KI übrigens auch vorgeworfen.
Speaker: Ihr habt euch im Podcast die ganze Zeit so angestachelt.
Speaker: Ja, so sind wir drei.
Speaker: Ich möchte das kurz klarstellen.
Speaker: Da ist ganz viel Liebe im Raum zwischen uns drei.
Speaker: Deswegen können wir so zynisch miteinander umgehen.
Speaker: So haben wir jetzt auch abgearbeitet.
Speaker: Ja, ich weiß, Alex, du kannst mit Liebe nicht umgehen.
Speaker: Also von daher... Es ist ja Weihnachten, das Fest der Liebe.
Speaker: Alex, du erträgst das einmal im Jahr, dass man dir sagt, dass man mit dir befreundet ist.
Speaker: So, Andi, hast du noch was mitgebracht?
Speaker: Nee, das war's tatsächlich schon.
Speaker: Die zwei Bücher.
Speaker: Ich hatte noch kurz überlegt, tatsächlich anknüpfend an dein Gedicht, ich hatte kurz überlegt, ob ich was von Ringelnatz mitbringe.
Speaker: Auch schön.
Speaker: Habe mich dann aber dagegen entschieden, aber auch sehr zu empfehlen.
Speaker: Und vor allen Dingen immer ein super Geschenk auch, Bücher von Ringelnatz zu verschenken.
Speaker: Ja, und ich glaube auch rechtefrei mittlerweile, auch für Verlage große Freude.
Speaker: Stimmt, ja.
Speaker: Tina, wie sieht's aus?
Speaker: Hast du noch was?
Speaker: Weil sonst, ich hätte einen... Nee, ich drängte mich einfach vor.
Speaker: Denn ich muss das erzählen.
Speaker: Du musst auf deine 60% kommen.
Speaker: Ja.
Speaker: Geht auch noch mehr.
Speaker: Ich glaub, die hat er doch eh schon.
Speaker: Es ist aber auch ein Kreuz mit uns beiden.
Speaker: Wann sind die endlich weg aus meinem Podcast?
Speaker: Wann sind die endlich mal still, dass ich reden kann?
Speaker: Ich habe ja vorhin erzählt, ich habe mir das Verkaufsranking angeguckt und dachte, da ist ja nur größtenteils alte Sachen dabei, die sich halt so lange halten.
Speaker: Ich meine, Rita Falk ist neu, aber die wird da jetzt eine Weile sein.
Speaker: Die ganzen Fans kaufen das weg.
Speaker: Und dann...
Speaker: Wollt ihr mich, jetzt sind hier beide aus dem Bild verschwunden.
Speaker: Ich bin zum Bücherregal gelaufen, weil ihr habt mich mit Gedichten noch auf eine Idee gebracht.
Speaker: Das darf doch nicht wahr sein.
Speaker: Ich höre dich doch.
Speaker: Ich höre dich doch.
Speaker: Wir haben hier immer diese Kameras, dass wir uns sehen.
Speaker: Und ich fange an zu reden.
Speaker: Und einmal stehen beide einfach geschlossen auf und lassen sich an Arbeit.
Speaker: Ich habe nur etwas geholt.
Speaker: Ich musste kurz mit einem Familienmitglied sprechen.
Speaker: Und ich bedanke mich bei allen blinden Zuschauern, dass sie das gerade bekommen.
Speaker: Alex, es ist doch sowieso dein Podcast.
Speaker: Ist egal.
Speaker: Mir sind doch hier nur die Statisten.
Speaker: Was ich eigentlich sagen wollte.
Speaker: Ja, Entschuldigung.
Speaker: Was ich eigentlich sagen wollte.
Speaker: Ich wollte eigentlich heute, bin ich ja mit so einer Stimmung reingegangen, dass ich schimpfen wollte, dass nichts Neues, Gutes mehr kommt.
Speaker: Und ich habe auch zum Beispiel geguckt, Tommy Jaut, der kann man davon halten, was man will, aber es waren sehr komische Bücher, finde ich.
Speaker: Und der Löwe Bühlt hat mir eine unglaubliche Freude bereitet damals.
Speaker: Aber auch der schreibt nur noch so glossen, so gute Laune-Geschichten nennt sich das.
Speaker: Und dann habe ich das so durchgeguckt, was davon passen würde.
Speaker: Und zwar irgendwie hat sich nichts so richtig angeboten, weil er auf einmal darüber schreibt, dass er so wahnsinnig gerne Payback-Punkte sammelt.
Speaker: Und das hat mich eben alles so verstärkt in dieser Meinung.
Speaker: Es gibt gerade nichts Gutes.
Speaker: Und dann habe ich Transparenzhinweis, das Buch habe ich vom Verlag bekommen,
Speaker: habe ich jetzt angefangen mit Konfetti Blues von Lutz Wanderhorst.
Speaker: Oh, das steht noch auf meiner Liste.
Speaker: Und ich muss sagen, ich möchte jetzt gerne auch, also nicht nur wegen meiner beiden Mitstreiter, dieses Gespräch möglichst bald beenden, weil ich zurück zu diesem Buch will.
Speaker: Weil es so toll und so großartig ist.
Speaker: Ich habe jetzt die ersten, ich weiß nicht, vier, fünf Kapitel weggefressen.
Speaker: Und es ist ein Roman, der wirklich eine stringente Handlung hat.
Speaker: Wir haben Alltag und wir haben trotzdem wahnsinnig viel Humor, ohne dass es halt klamaukig wird.
Speaker: Es geht um eine...
Speaker: Die Hauptfigur ist Anfang 20, spielt zumindest das, was ich bisher konsumiert habe, 2004.
Speaker: Dort ist er Comedy-Autor in Köln und sein Job ist es, auf so lustige Pannenshow-Videos die Texte zu sprechen.
Speaker: Hildegard hatte sich den Nachmittag sicher ganz anders vorgestellt.
Speaker: Boing!
Speaker: Und dann fällt die hin.
Speaker: Und das ist an sich, finde ich, schon mal ein wahnsinnig lustiges Setting.
Speaker: Und die Hauptfigur ist bisexuell und weiß auch nicht so richtig, ob er seine Ex-Freundin noch will.
Speaker: Geht dann mit seinem Kumpel feiern.
Speaker: Er hatte eine Fernsehsendung in so einem Nischenprogramm, von der es nur drei Ausgaben gab.
Speaker: Und dann hat er über die Fernsehzeitung erfahren, dass es keine weitere Folge gibt.
Speaker: Seinen Producer erreicht er nicht.
Speaker: Und dann lernt er im Club einen...
Speaker: ganz, ganz bezaubernden Japaner kennen, hat mit ihm irgendwie die aufregendste, lustigste, leidenschaftlichste und schönste Nacht, die man sich vorstellen kann und am nächsten Morgen ist der auf einmal ganz komisch und abweisend und verlässt dann eben diese Wohnung und die Hauptfigur weiß nicht so richtig wohin mit sich, weil er einerseits total verliebt ist, andererseits will man das jetzt natürlich auch nicht so zugeben nach so einer Nacht und sagt dann, ja dann alles Gute, na was gut.
Speaker: Und kann damit überhaupt nicht umgehen.
Speaker: Und das ist alles so reizend und toll geschrieben.
Speaker: Und mit so ganz vielen kleinen Alltagsbeobachtungen, die so derart lustig sind und so ein Bild erzeugen.
Speaker: Ich habe das Gefühl, ich habe noch nicht so viel davon.
Speaker: Das Buch kann mich nicht mehr enttäuschen, das geht gar nicht.
Speaker: Es kriegt von mir so viele Vorschusslobe.
Speaker: Es kann nicht mehr hinten raus mit dem Arsch irgendwas noch einreißen.
Speaker: Und ich liebe diese ganzen Figuren.
Speaker: Und man hat so ein bisschen den Eindruck, man kennt diese Figuren und es ist alles so... Gut, es hängt jetzt vielleicht auch ein bisschen damit zusammen, dass es auch unsere Generation ist.
Speaker: So 2004, da waren wir auch Anfang 20.
Speaker: Fast.
Speaker: Wie alt war ich denn da?
Speaker: Nein, noch nicht.
Speaker: Alles egal.
Speaker: Aber so jedenfalls in dieser Dreh.
Speaker: Man kennt dieses ganze Gefühl der...
Speaker: Die Identitätssuche.
Speaker: Und das Ganze ist halt auch wirklich so aufgebaut oder hat so dieses große Thema, wenn man so will, obendrüber, dass man sich erst wirklich verlieben kann, wenn man sich selber gelernt hat zu lieben.
Speaker: Und er sucht sich quasi selber, bevor er dann seinen Partner, egal ob Mann oder Frau, finden kann.
Speaker: Und das ist wirklich...
Speaker: Wie gesagt, heute Morgen habe ich erst damit angefangen und mit schweren Herzens konnte ich mich davon trennen und es ist einfach nur schön und hat meine ganze Argumentation kaputt gemacht, dass es gerade nichts Gutes gibt in dieser Richtung, weil das ist der Beweis.
Speaker: Da steht Liebesroman drauf, es ist irgendwie auch ein Liebesroman mit wahnsinnig viel Komik und Satire und ganz, ganz, ganz dicke Empfehlung.
Speaker: Du konntest dich nur schwer davon trennen, aber für uns hast du es getan.
Speaker: Ja, ich bin aber auch froh, dass du dich davon trennst.
Speaker: Also das wäre jetzt, wenn du nicht aufgetaucht wärst.
Speaker: Was hätten Andi und ich dann besprochen, zehn Minuten lang?
Speaker: Ja.
Speaker: Und dann wäre es schon wieder vorbei gewesen.
Speaker: Ja.
Speaker: Ja, und auch dann die Geschichten, wenn ich dann das Rotmarkierte nicht gelesen hätte.
Speaker: Ja.
Speaker: Da hätte auch Text gefehlt.
Speaker: Ja.
Speaker: Richtig.
Speaker: Niemand hätte von Marc erfahren, wie seine Sicht der Dinge ist.
Speaker: Richtig.
Speaker: Richtig.
Speaker: Das war schön.
Speaker: Ja.
Speaker: Also es gibt viel zu entdecken.
Speaker: Ich habe ein bisschen mitgeschrieben bei euch.
Speaker: Also ich habe bei Andi mitgeschrieben.
Speaker: Ach so, den Herrn Stimni möchtest du nicht kaufen.
Speaker: Ach doch, den möchte ich auch.
Speaker: Stimmt, du hast recht.
Speaker: Für alle, die jetzt auch den Überblick verloren haben, wir setzen natürlich alle Titel auch nochmal in die Shownotes, damit ihr nochmal nachlesen könnt, über was wir alles gesprochen haben.
Speaker: Wie gesagt, es gibt wieder ultra viel, was noch dazu kommen könnte.
Speaker: Das spare ich mir aber heute, weil genau vor einem Jahr wollte ich hintenrum so ganz viele Autoren und Autorinnen noch unterbringen und habe die dann so runtergerattert und habe mich dann aber verflucht beim Formulieren der Shownotes, weil man ja von jedem Einzelnen dann trotzdem nochmal irgendwie den raussuchen musste und irgendwie ein Buch verlinken musste.
Speaker: Das mache ich einfach heute nicht.
Speaker: Es gibt auch andere, sage ich aber nicht welche.
Speaker: Ihr könnt ja zum Beispiel mal kommentieren, also zum Beispiel bei Spotify kann man kommentieren, kommentiert ihr doch mal, was sind so eure lustigsten oder Lieblingsbücher aus dem Humorsektor und vielleicht auch aktuelle Sachen, um Alex nochmal eines Besseren zu belehren, was es vielleicht auch noch an tollen Sachen gibt.
Speaker: Das ist eine schöne Idee.
Speaker: Also wenn ihr das Gefühl habt, ihr habt jetzt so ein bisschen durchstiegen, was ich so mag und ihr habt da noch was, was da passen könnte, gerne empfehlen.
Speaker: Auch uns beiden, Andi und mir, darf man Sachen empfehlen.
Speaker: Ihr habt jetzt auch erfahren, was Tina so mag.
Speaker: Entschuldige bitte, ich habe zwei Bücher rausgesucht, die dir auch gefallen.
Speaker: Ja, das stimmt.
Speaker: Sie ist dir da entgegengekommen.
Speaker: Definitiv.
Speaker: Während du wieder das Känguru für dich alleine gelesen hast.
Speaker: Und für die eine Million anderen Zuhörenden, die das auch mögen.
Speaker: Ist mir auch wirklich egal, selbst wenn jetzt alle weiter skippen, aber ich habe da, das war auch nur für mich einfach, ich habe da so eine Spaß dran.
Speaker: Ich glaube, die meisten wollen es einfach hören.
Speaker: Und im März kommt was Neues, ein fünfter Band?
Speaker: Wir sind gespannt.
Speaker: Ja.
Speaker: Bis dahin würde ich sagen, ich hole mir jetzt einen neuen Glühwein.
Speaker: Wir machen jetzt noch so ein bisschen Peter Lustig-mäßig, machen wir jetzt noch privat weiter, aber ihr könnt schon mal abschalten.
Speaker: Wir sagen vielen Dank fürs Zuhören dieses Jahr.
Speaker: Jetzt kommt der Hund.
Speaker: Jetzt müsst ihr mal bitte was sagen.
Speaker: Ich stelle mich jetzt stumm.
Speaker: Einfach auch für die KI.
Speaker: Wieso?
Speaker: Das ist doch Atmo.
Speaker: Das gehört dazu, dass man Hintergrundgeräusche hat.
Speaker: Der Hund möchte auch mal was sagen.
Speaker: Wenn du schon 60% redest,
Speaker: möchte der Hund auch was sagen.
Speaker: Die schüttelt sich jetzt und bellt.
Speaker: Habt ihr das gehört?
Speaker: Ja, natürlich haben wir das gehört und die Zuhörenden auch.
Speaker: Also ich werde das heute nicht mehr los.
Speaker: Dumpt deinen Zuschauer innen.
Speaker: Ich glaube, das Problem ist, dass ich euch sehe,
Speaker: Und deswegen die ganze Zeit denke, man sieht etwas.
Speaker: Du kannst auch einfach sagen, es ist der Glühwein auch okay, aber vielleicht ist das auch ein guter Zeitpunkt, um jetzt einfach... Ich glaube, erst ist die Weinprobe, aber seien wir ehrlich.
Speaker: In diesem Sinne.
Speaker: Tina legt sich jetzt hin und wir wünschen euch ganz wunderbare Feiertage.
Speaker: Und im Januar hören wir uns wieder.
Speaker: lasst das mit den Böllern für alle, die Hunde haben und so.
Speaker: Ich gucke jeden Böse an, der ein Böller zündet.
Speaker: Bücher statt Böller.
Speaker: Das ist schön, ja.
Speaker: Guckt auf Instagram, wo Tina euch nach wie vor jeden Tag unseren Adventskalender serviert.
Speaker: kommentiert, kritisiert andere uns nicht und habt eine gute Zeit und dann hören wir uns im nächsten Jahr dann wieder mit Gast und wieder ganz aktuell.
Speaker: Lasst es euch gut gehen.
Speaker: Tschüss.
Speaker: Schöne Zeit.

