Transcript
Speaker: Hallo, bevor es mit der Folge losgeht, haben wir heute wieder einen Sponsor.
Speaker: Das sind zwei Autorinnen, die ein Buch geschrieben haben.
Speaker: Und die haben uns eine Audionachricht geschickt, die wir uns zuerst einmal anhören.
Speaker: Wenn deine Seele weint von Franziska Frieden und Britta Adler ist in der ersten Woche direkt auf Platz 4 in der Spiegel-Bestsellerliste eingestiegen.
Speaker: Es geht darum, wie du trotz alter Verletzungen zu emotionaler Freiheit, Leichtigkeit und Gelassenheit findest.
Speaker: Ein Thema, was uns als Autorinnen von Wenn deine Seele weint sehr am Herzen liegt.
Speaker: Und deshalb befreut es uns ganz besonders, dass wir jetzt schon seit sieben Wochen ununterbrochen auf der Spiegel-Bestsellerliste sind.
Speaker: Aber wir haben einen Wunsch.
Speaker: Bisher wird das Buch nämlich hauptsächlich von einem großen Online-Dienstleister verkauft und wir würden eigentlich viel lieber den stationären Buchhandel unterstützen.
Speaker: Bestell das Buch, wenn deine Seele weint, also gern bei www.genialokal.de oder in deiner Buchhandlung um die Ecke.
Speaker: Oder wenn du selbst eine Buchhandlung hast, dann bestell es ganz einfach bei Libri, wenn deine Seele weint von Franziska Frieden und Britta Adler.
Speaker: Vielen Dank an die beiden für diese Nachricht, für das Unterstützen der Folge.
Speaker: Und dann würde ich sagen, jetzt kann es losgehen.
Speaker: Viel Spaß.
Speaker: Hallo und herzlich willkommen zu Alles Buchmarkt, der Podcast, in dem wir uns auch in dieser Folge wieder ein Thema rausgesucht haben, das aktuell die komplette Buchbubble, die Buchbranche elektrisiert, im Prinzip eigentlich
Speaker: Kann man das noch weiterfassen?
Speaker: Die große Teile der Medienbranche.
Speaker: Wahnsinnig spannendes Thema heute.
Speaker: Und ich sage mal so viel nur.
Speaker: Ich sage ein Wort.
Speaker: Nein, ich sage zwei Worte.
Speaker: Ich sage zwei Worte und jeder weiß, um was es geht.
Speaker: Hockey-Romance.
Speaker: So, jetzt weiß jeder schon, was es ist.
Speaker: Und für alle die, die unter einem Stein gelebt haben.
Speaker: In den letzten vier, fünf Monaten hat Tina jetzt wieder ein paar schnelle Fragen zum Reinkaufen.
Speaker: Wobei es natürlich sehr lustig ist, weil wir jedes Mal so tun, als wüsstet ihr nicht, wer unser Gast ist.
Speaker: Die meisten gucken wahrscheinlich in die Folgenbeschreibung.
Speaker: Aber egal, wir halten das auf.
Speaker: Tina, leg los.
Speaker: Ja, hallo.
Speaker: Ich habe eine kleine Einstiegsfrage und zwar Spice oder Story?
Speaker: Worauf achtest du mehr bei der Auswahl der Manuskripte?
Speaker: Story.
Speaker: Und mit Blick auf den Moment, genießt du den Erfolg oder denkst du direkt weiter?
Speaker: Ich bin noch so gefangen in dem, was uns im Alltag jetzt hier beschäftigt, an Herausforderungen und aktuellen Ereignissen, dass ich davon ausgehe, dass ich in ein, zwei Wochen, wenn wir alle tief durchgeatmet haben, den Moment richtig genießen kann.
Speaker: Wo siehst du mehr Erfolg?
Speaker: Auf der Bestsellerliste oder in der Community?
Speaker: In der Community.
Speaker: Frage an die Sales Managerin in dir.
Speaker: Verkauft das Cover oder überzeugt der Inhalt?
Speaker: Eine Kombination aus beidem, so soll es ja eigentlich auch sein.
Speaker: Hier vielleicht noch, gibt es noch unterstützende visuelle Elemente, die vielleicht auch verkaufsfördernd wirken.
Speaker: Du bist aktuell in einer komfortablen Situation.
Speaker: Was kommt als nächstes?
Speaker: Herzensprojekt oder gesicherter Umsatz, um weiterzumachen?
Speaker: In einem kleinen Verlag sind alle Bücher Herzensprojekte.
Speaker: Anders geht das gar nicht.
Speaker: Für was anderes haben wir gar keine Zeit, Energie oder Geld.
Speaker: Das ist eine sehr sympathische Antwort.
Speaker: Weil Alex schon gesagt hat, Hockey-Romance, schon wieder vorbei oder erst am Anfang?
Speaker: Noch mittendrin, würde ich sagen.
Speaker: Und zwar auch noch so lange, solange sich in den realen Umständen nichts ändert.
Speaker: Weil ja Hockey gerade passiert,
Speaker: so ein typisches Beispiel ist, weil die Fallhöhe extrem groß ist.
Speaker: Da gibt es die meisten Konflikte.
Speaker: Und solange das noch so ist, wird das auch ein aktuelles Thema bleiben.
Speaker: Ihr gebt wortwörtlich Büchern eine zweite Chance.
Speaker: Gibt es auch ein Buch, das du selbst unterschätzt und abgelehnt hast, das zum Erfolg wurde?
Speaker: Tatsächlich bisher nicht.
Speaker: Und jetzt klopfe ich virtuell ganz schnell mal auf Holz.
Speaker: Ich glaube für dich mit.
Speaker: Was bevorzugst du selbst auf der Couch abends?
Speaker: Creel Romance oder klassisches Boy-meets-Girl-Story?
Speaker: Ich lese tatsächlich sehr breit und das muss ich auch, weil ich es nicht gut finde, wenn man sich selber so zum Gatekeeper macht und von vornherein gleich Sachen ausschließt.
Speaker: Es kommt ein bisschen auf die Tagesform an.
Speaker: Manchmal habe ich Lust, also ich lese in der Regel das, worauf ich Lust habe und das kann von Tag zu Tag unterschiedlich sein.
Speaker: Und jetzt noch eine letzte ganz persönliche Frage von uns dreien.
Speaker: Thüringen oder Berlin?
Speaker: Thüringen.
Speaker: Wenn wir alle nach Berlin gehen, wer ist da noch in Thüringen?
Speaker: Und daher gibt Andi seiner, ich möchte fast sagen, Nachbarin, und warum das so ist, das klären wir noch auf, seiner Nachbarin eine kleine Einführungsstory.
Speaker: Er stellt unsere Gäste immer ganz wunderbar vor und du kannst gespannt sein, was er über dich herausgefunden hat.
Speaker: Danke, Tina.
Speaker: Zwischen Dänemark und Prag liegt ein Land, das ich sehr mag.
Speaker: Zwischen Belgien und Budapest liegt Thüringen.
Speaker: Und dahin möchten wir euch heute mitnehmen.
Speaker: Und zwar an den, ich würde sagen, Südwesthang des Thüringer Waldes.
Speaker: Dort liegt ein Ort, in dem ich den Großteil meiner Kindheit und Jugend verbracht habe.
Speaker: Dieser Ort ist bekannt für Biathlon, Skispringen,
Speaker: Fachwerkhäuser und viel Wald.
Speaker: Es geht um Steinbach-Hallenberg.
Speaker: Weniger bekannt ist die Stadt hingegen für Bücher.
Speaker: Bisher.
Speaker: Dass die Literatur in Steinbach-Hallenberg Einzug gefunden hat, liegt leider nicht an mir, sondern an unserer Gästin.
Speaker: Sie ist Literaturübersetzerin, sie ist Verlegerin und sie ist eine engagierte Stimme für unabhängiges Publizieren in Deutschland.
Speaker: Bevor sie aber in der Buchwelt angekommen ist, war sie erst einmal ganz woanders unterwegs.
Speaker: Als Physiotherapeutin.
Speaker: Unter anderem für die Volleyball-Damen des Erstligisten VfB Suhl.
Speaker: Anfang der 2000er hat sie dann einen ziemlich mutigen Richtungswechsel hingelegt und ist in die Welt der Sprache gewechselt.
Speaker: Sie ließ sich zur staatlich geprüften Übersetzerin für Englisch ausbilden und blieb dabei.
Speaker: Viele Jahre war sie anschließend als freie Literaturübersetzerin tätig und genau diese Zeit merkt man ihr bis heute an.
Speaker: Sie kennt Bücher nicht nur als fertiges Produkt, sondern von Grund auf, von der sprachlichen Feinabstimmung bis hin zu Lizenzfragen.
Speaker: 2019 hat sie dann den nächsten Schritt gewagt und ihren eigenen Verlag gegründet.
Speaker: Mit einer Idee, die so einfach wie genial ist.
Speaker: Geschichten, die irgendwo liegen geblieben sind, bekommen noch einmal eine zweite Chance.
Speaker: Reihen, die abgebrochen wurden oder Bücher, die es nie auf den deutschen Markt geschafft haben, finden bei ihr ein neues Zuhause.
Speaker: Dabei macht sie vieles ein bisschen anders als der klassische Verlagsbetrieb.
Speaker: Sie bezieht ihre Community aktiv mit ein, hört genau hin, was sich LeserInnen wünschen und lässt diese Wünsche tatsächlich ins Programm einfließen.
Speaker: So entsteht ein Verlag, der näher dran ist an seinem Publikum als viele andere.
Speaker: Inhaltlich geht es oft um queere, diverse und besondere Geschichten und um genau die Bücher, die sonst vielleicht übersehen worden wären.
Speaker: Dass das funktioniert, hat sich spätestens mit Heated Rivalry gezeigt.
Speaker: Durch eine Serienadaption wurde der Titel plötzlich zum Bestseller und sorgte für ordentlich Aufmerksamkeit, auch international.
Speaker: Für den kleinen Verlag aus Steinbach-Hallenberg bedeutet das volle Auftragsbücher, viel Organisation und ein ziemlich rasanter Wachstumsschub.
Speaker: Nebenbei engagiert sie sich auch noch für die Branche selbst.
Speaker: Seit 2025 ist sie Sprecherin der Interessengruppe Unabhängige Verlage im Börsenverein des Deutschen Buchhandels und setzt sich dort für mehr Sichtbarkeit und bessere Bedingungen für kleinere Verlage ein.
Speaker: Was sie auszeichnet?
Speaker: Eine Mischung aus Mut, Leidenschaft und einem richtig guten Gespür für Geschichten, die es verdient haben, gelesen zu werden.
Speaker: Wir freuen uns sehr, dass sie heute bei uns zu Gast ist.
Speaker: Herzlich willkommen, Jeannette Bauroth vom Second Chances Verlag.
Speaker: Vielen Dank.
Speaker: Das war ja ganz schön gründlich, da bin ich aber jetzt sehr beeindruckt, da hast du ja wirklich ganz tief in meiner Vita gegraben.
Speaker: Aber alles richtig.
Speaker: Super, das freut mich.
Speaker: Ich fand es spannend.
Speaker: Physiotherapeutin bei den Volleyball-Damen.
Speaker: Allein darüber könnten wir uns jetzt schon lange unterhalten, aber wir wollen uns natürlich auf die Literatur konzentrieren.
Speaker: Aber ich finde es ganz toll, wir hatten jetzt Alex Petrovic vor zwei Folgen, glaube ich, im Podcast untergebracht und jetzt noch Reinhard Gräbe.
Speaker: Langsam ist eigentlich alles geschafft.
Speaker: Sehr gut.
Speaker: Meine erste Frage ist eigentlich, wie müde bist du gerade?
Speaker: Ich meine, also der ganze Hype um deinen Verlag und frisch, wir zeichnen jetzt eigentlich zwei Tage nach der Leipziger Buchmesse auf, ja, wie geht es dir gerade?
Speaker: Also von der Messe bin ich tatsächlich noch ein bisschen müde.
Speaker: Ich war heute auch im Homeoffice extra den ganzen Tag und habe die Füße zwischendurch nochmal ein bisschen hochgelegt.
Speaker: Aber ansonsten laufen wir, glaube ich, alle sehr auf Adrenalin schon seit vielen Wochen.
Speaker: Und ja, es ist eine ganz besondere Situation.
Speaker: Und klar, es ist viel los, aber eigentlich ist das auch alles sehr cool, was gerade passiert.
Speaker: Ich habe trotzdem das Gefühl, es ist nicht alles so super einfach.
Speaker: Wenn man so Verlagsalltag kennt, gerade was so das Stichwort Auflagenplanung anbelangt, dann ist das ja jetzt nicht so, dass einfach jeden Tag neue Bestellungen eingehen und du hast ein gigantisches Lager und sagst, ja wunderbar, nehmt, nehmt, nehmt.
Speaker: Sondern du musst immer wieder gucken, wie viel drucke ich nach, wie viel muss ich auf Lager haben und wann ebbt so ein Trend womöglich schlagartig ab, ohne dass du jetzt nicht auf 15.000 Bücher sitzt.
Speaker: All das wollen wir uns heute mal ein bisschen anschauen, aber bitte als allererstes.
Speaker: Ich glaube, ich spreche am schlechtesten Englisch von uns.
Speaker: Können wir einmal so einen kleinen Sprachkurs machen, damit das heute nicht so wahnsinnig peinlich für mich wird?
Speaker: Wie spreche ich dieses Buch richtig aus?
Speaker: Wollen wir es zusammen machen?
Speaker: Ja, bitte.
Speaker: Also dann auf drei.
Speaker: Eins, zwei, drei.
Speaker: Heated Rivalry.
Speaker: Unser Farbschnittdrucker nennt es immer Heated Zungenbrecher, wenn wir drüber sprechen.
Speaker: Ja, das finde ich super.
Speaker: Das ist dann in der Kommunikation für unseren einfachsten.
Speaker: Heated Rivalry.
Speaker: Und es ist tatsächlich eine Frage, mit der wir uns lange beschäftigt haben, als wir damals das Buch eingekauft haben.
Speaker: Ich greife jetzt vielleicht schon mal ein bisschen vor, wir wussten damals noch nichts von der Serienadaption und haben überlegt, ob wir einen deutschen Titel nehmen, aber die deutschen Titel, die uns so in den Sinn gekommen sind, die waren alle nicht gut.
Speaker: Und dann haben wir uns entschlossen, bei dem Titel zu bleiben, weil und im Nachhinein, denke ich, war es eine gute Entscheidung, eine unbewusste gute Entscheidung, weil
Speaker: Sonst, da ist einfach die Transferleistung von der Serie zum Buch viel kleiner, als wenn wir das jetzt erhitzte Rivalität oder wie auch immer genannt hätten.
Speaker: Ja, ja.
Speaker: Okay, also es ist mein Problem, wie ich da heute irgendwie durch die Folge komme.
Speaker: Du nennst es ja Hitz der Rivalität.
Speaker: Hitz der Rivalität, nein.
Speaker: Vielleicht reden wir einmal ganz kurz drüber.
Speaker: Wie gesagt, es gibt zwei, drei Menschen, die nicht mitbekommen haben, was das alles ist.
Speaker: Es ist eine sogenannte Eishockey-Romance-Romancer.
Speaker: Handlung ganz grob.
Speaker: Wir haben zwei Eishockey-Romancer.
Speaker: Stars aus rivalisierenden Teams, die sich ineinander verlieben in einem Profisport, in dem sich niemand outet.
Speaker: Und zwischen den beiden knistert es dann und fangen ein bisschen was an.
Speaker: Ich habe weder, gestehe ich, ich habe weder das Buch gelesen, noch habe ich die Serie bisher geguckt.
Speaker: Ich weiß gar nicht, was er zu sagen soll.
Speaker: Pass auf, das ist relativ einfach.
Speaker: Normalerweise kriegen wir von unseren Gästen häufig, wenn es AutorInnen oder VerlegerInnen sind, ja auch Leseexemplare.
Speaker: In deinem Fall haben wir das bewusst nicht machen wollen, weil wir dachten, du brauchst gerade jedes Exemplar, was du so verkaufen kannst.
Speaker: Nicht, dass wegen uns irgendwo ein Notstand auf der Messe eintritt und Menschen dir den Stand zerlegen, weil sie nicht mehr ihr Buch bekommen.
Speaker: Ja.
Speaker: Und ja gut, E-Book hätte ich lesen können, aber das ist egal.
Speaker: So, ich widersprich mir, was ich über dieses Buch weiß und auch dann entsprechend diese Serie, es ist zum einen ein...
Speaker: Thema, was vielleicht so ein bisschen, so habe ich es wahrgenommen, als Gegenentwurf im gerade sehr, sehr konservativen Amerika auch aufploppt.
Speaker: Diese Serie, die dann entstanden ist, wurde auch dafür bekannt, dass sie sehr viele explizite Sexszenen auch enthält.
Speaker: die aber doch in irgendeiner Form ästhetisch so daherkommt, dass es eben nicht billig wirkt.
Speaker: Trotz allem war das eine sehr, sehr günstige Produktion, die ich glaube sieben Millionen Dollar gekostet hat nur und dann von, oh Gott, war das Paramount?
Speaker: Zeig.
Speaker: Also HBO ist der Distributor, aber produziert hat es Crave, ein kleiner kanadischer Streamingdienst.
Speaker: HBO Max hat das dann übernommen für eine sehr, sehr günstig produzierte Serie.
Speaker: Sieben Millionen, das schaffen andere für eine einzelne Folge rauszuhauen.
Speaker: Und dann wurde das Ende letzten Jahres, November, Dezember, auf einmal entdeckt.
Speaker: Es wurde gestreamt, wurde entdeckt, wurde ein gigantischer Erfolg.
Speaker: Und in diesem Zuge gingen auch die Bücher mit ab.
Speaker: Und das Buch ist der zweite Band, weil da spannen wir gleich den Bogen auch zu deinem Verlag.
Speaker: Der zweite Band einer Reihe, Game Changer-Reihe heißt es, ne?
Speaker: von einer Amerikanerin, Kanadierin, die ursprünglich auf einer Fanfiction-Seite wohl veröffentlicht hat und gemerkt hat, oh, meine Geschichte kommt sehr gut an, hat das Ganze dann wieder so ein bisschen zurückgebaut, die Figuren geändert und dann ist da dieser erste Band erschienen als Buch.
Speaker: Und das ist jetzt über das, was wir jetzt reden, ist der zweite Band, aber das Ganze umfasst, wie viel, ich glaube sieben Bände sind geplant?
Speaker: Ja, insgesamt sind es sieben Bände.
Speaker: Der siebte Band ist allerdings noch nicht erschienen.
Speaker: Der erscheint im Juni nächsten Jahres.
Speaker: Das schreibt sie noch dran.
Speaker: Aber aktuell verfügbar sind sechs, aber geplant sind sieben.
Speaker: Okay, so.
Speaker: Das war auch in Amerika oder Kanada jetzt nicht so ein gigantischer Erfolg.
Speaker: Wobei, was man dann so liest, ist, ja, in dem Jahr 2025, als die Serie noch nicht lief, da wurden nur 42.000, glaube ich, Exemplare verkauft.
Speaker: Das ist jetzt, da würden sich viele Verlage die Finger von lecken, 42.000 Exemplare von einem Buch zu verkaufen.
Speaker: Aber wie war das in Deutschland?
Speaker: Wo war da der erste Band?
Speaker: Beziehungsweise wie kamst du denn an den zweiten Rand?
Speaker: Also die rechte Lage ist wirklich sehr komplex bei dieser Serie, bei der Buchserie.
Speaker: Ich hatte das Buch mir ganz normal erlesen.
Speaker: Also ich lese ja sehr viel, hatte ich vorhin gesagt, auch in unserem Genre, weil ich ja immer gucke, was passt, ist eine gute Ergänzung für unser Programm.
Speaker: Und wir haben ja schon zehn Queere Eishockey-Romance-Bücher.
Speaker: Also das war schon ein richtiger Pfeiler in unserem Programm.
Speaker: Und ich habe Rachel Reed
Speaker: 2023 auf einer Konferenz oder so einem großen Signierevent in London kennengelernt und dort auch mit ihr gesprochen und mir die Bücher angeschaut und mich dann auch...
Speaker: schon so ein bisschen in Ilja und Shane verguckt, literarisch gesprochen.
Speaker: Das sind die beiden Hauptfiguren, die auch als Pappaufsteller auf eurem Messestand waren.
Speaker: Diese Geschichte will ich kurz konzentrieren, weil sie so putzig ist.
Speaker: Ich habe dich ja besucht und dein Team auf der Leipziger Messe abends.
Speaker: Ihr habt gerade, es war, ich weiß gar nicht, Samstagabend, nach einem wirklich stressigen Tag, dein Team war ultra gut gelaunt trotz allem.
Speaker: Und dann kamen da zwei junge Frauen und du sagtest dann, oder sie sagt, wir haben gerade die wichtigsten Mitarbeiter weggebracht.
Speaker: Und ich gucke diese beiden Frauen an, denke, ah, das seid ihr.
Speaker: Nein, das sind ihr und Shane.
Speaker: Das waren die großen Pappaufsteller der beiden Figuren, mit denen ich auch sehr, sehr lustige Social-Media-Geschichten gemacht habe, die ich über die Messe habe fahren lassen, Rolltreppe fahren lassen und so.
Speaker: Also das sind die beiden Hauptfiguren, die beiden Eishockey-Spieler.
Speaker: Genau, also mein Team sagt immer, das sind meine Lieblingsmitarbeiter, meine Mitarbeiter des Monats.
Speaker: Also ich habe natürlich selbstverständlich, habe ich überhaupt keine Lieblingsmitarbeiter, aber wenn ich welche hätte, wären die schon ziemlich weit oben.
Speaker: Also wir hatten sehr viel Spaß auf der Messe.
Speaker: Das finde ich übrigens auch immer wichtig.
Speaker: Ich denke immer, also von schlecht gelaunten Menschen will niemand ein Buch kaufen.
Speaker: Ich auch nicht.
Speaker: Und ich finde immer, wir müssen auf der Messe auch Spaß haben.
Speaker: Das ist so eine anstrengende Situation.
Speaker: Also das darf nicht immer nur Arbeit sein.
Speaker: Und eigentlich funktioniert das sehr gut.
Speaker: Ich habe ein super Team und die verstehen sich auch alle untereinander und die helfen sich auch alle untereinander.
Speaker: Und es ist eigentlich immer lustig.
Speaker: Egal wie stresst du der Tag vor.
Speaker: Das war wirklich faszinierend bei euch.
Speaker: So ein ganzer Tag, jeder der Messe durch hat, gerade so Messe Samstag, man ist eigentlich fertig.
Speaker: Und deine Leute haben das immer noch mit einem Vergnügen und einer Kollegialität gemeinsam gemacht.
Speaker: Das war wirklich toll.
Speaker: Und in dem ganzen zu einem Kitschüberfluss wäre ich dann beinahe noch in eine Frau gelaufen und du hast dann gerufen, Vorsicht Mutti und dann steht da auch noch deine Mama mit dabei, die Standmutti Carola, glaube ich, heißt sie, die da irgendwie jetzt auch noch irgendwie über alles so die hütende Hand hält.
Speaker: Genau, also meine Mutti nehme ich immer mit auf die Messe, weil die da auch Spaß dran hat und die ist auch ein total wichtiger Teil des Teams.
Speaker: Die macht immer die Sticker-Rallye für schöne Bücher-Netzwerk und da hat sie auch ganz viel Spaß dran.
Speaker: Ja, und die hat man ja auch genauso integriert.
Speaker: Also meine Mutter ist ja Mitte 70, aber die hat dann auch ein Eishockey-Trikot an.
Speaker: Also die lässt dann auch vieles mit sich machen, so im Sinne des Team-Gedankens.
Speaker: Das ist schon eine schöne Geschichte.
Speaker: Ja, ist unser Stand, Mutti.
Speaker: Aber jetzt mal zurück, genau.
Speaker: Zurück zu der Geschichte, wie ich zu Heated Rivalry gekommen bin.
Speaker: Die deutschen Übersetzungsrechte waren zu dem Zeitpunkt leider schon vergeben.
Speaker: Und zwar an einen Digitalverlag, Digital Publishers.
Speaker: Und dann habe ich das ein bisschen beobachtet und gesehen, dass da das E-Book zu Heated Rivalry rauskam.
Speaker: Also die haben auch mit dem zweiten Band begonnen, gar nicht mit dem ersten, der Game Changer heißt.
Speaker: Aber warum?
Speaker: Baut das nicht aufeinander auf oder...
Speaker: Also die Serie beginnt ja eigentlich auch mit dem zweiten Band.
Speaker: Da könnte man die gleiche Frage stellen, warum beginnt die Serie mit dem zweiten Band, nämlich mit Tita Dreyry, was die Serie gemacht hat.
Speaker: Ich versuche jetzt auch sehr ganz spoilerfrei zu reden jetzt insgesamt.
Speaker: Die hat das erste Buch in zwei Folgen integriert, weil die Geschichte des ersten Bandes, die Geschichte der beiden Protagonisten ist super wichtig für die Geschichte von Ilja und Shane.
Speaker: Da müsst ihr jetzt leider das Buch lesen, wenn ihr wissen wollt, warum.
Speaker: Genau.
Speaker: Und ich sage mal, Ilja und Shane, das sind schon, das vielleicht war es die stärkste Geschichte.
Speaker: Vielleicht hat die am ehesten jetzt die Menschen da berührt.
Speaker: Auf jeden Fall war der zweite Band als E-Book herausgekommen, aber dann kam erst mal nichts.
Speaker: Und ja.
Speaker: Ich habe inzwischen erfahren, dass, also der Rest war nur optioniert, die hatten die Rechte für die anderen Bände zu dem Zeitpunkt auch gar nicht.
Speaker: Das heißt, als ich die Printrechte von Digital Publishers lizenziert habe, war auch nur Heated Rivalry verfügbar.
Speaker: Und deswegen haben wir auch nur Heated Rivalry, weil eigentlich ist es ja mein Anspruch, immer Serien komplett zu machen und das wäre mir natürlich auch am liebsten gewesen, dass wir hätten dann auch mit der Eins angefangen und so weiter.
Speaker: Aber das waren die Gegebenheiten zu dem Zeitpunkt und deswegen haben auch wir mit Heated Rivalry quasi gestartet.
Speaker: Okay, aber das heißt, du hast es gelesen und hast gemerkt, da ist irgendwie ein Feuer drin, was es besonders macht.
Speaker: Ja, ich habe gemerkt, es ist eine super gute Geschichte.
Speaker: Und wir haben es ja auch damals eingekauft als einen total organischen Bestandteil unseres Programms.
Speaker: Das war ja vor dem ganzen Hype.
Speaker: Ich denke mir, also ich müsste vielleicht mal nachschauen, wann die Dreharbeiten waren.
Speaker: Aber Crave, das ist so ein kleiner Streaming-Dienst, von dem ich vorher noch nie gehört hatte.
Speaker: Mir werden auch nicht jeden Tag News von Crave oder so angezeigt.
Speaker: Also ich hatte das auch einfach überhaupt nicht auf dem Schirm.
Speaker: Das heißt, wir haben das ganz normal eingekauft.
Speaker: Und zum Beispiel die Cover-Entscheidung,
Speaker: Auch deshalb getroffen, wir haben gesagt, wir lassen das illustrierte Originalcover, weil es total gut zu unseren anderen illustrierten Covern von den queeren Eishockey-Romances passt.
Speaker: Heute würde ich vielleicht sagen, würde ich vielleicht ein anderes Cover drauf machen, jetzt mit dem ganzen Serienhype, aber das, wie gesagt, die Entscheidung ist mit anderem Hintergrund gefallen, aus einem anderen Kontext raus.
Speaker: Und am liebsten wollte ich schon letztes Jahr zur Frankfurter Buchmesse herausbringen.
Speaker: Da haben wir nämlich am Stand, wir machen immer so Thementage an unserem Stand und wir hatten einen Immer-Hocke-Romance-Era-Tag und da hat es thematisch total gut reingepasst.
Speaker: Aber dadurch, dass wir das Original-Cover lizenziert haben, hat das alles sehr, sehr lang gedauert.
Speaker: Da mussten wir über den amerikanischen Verlag gehen und das war einfach noch nicht da.
Speaker: Und dann habe ich gesagt, gut, dann schieben wir es einfach in den Januar, weil zwischen Ende Oktober und Weihnachten ist das immer so eine Sache mit den Druckereien, da hat jeder Stress.
Speaker: Dann ist es fürchterlich anstrengend, dass die Bücher rechtzeitig da sind und so weiter.
Speaker: Ich habe gesagt, den Stress geben wir uns gar nicht erst, wir schieben das Buch in den Januar.
Speaker: Aber dann plötzlich, Anfang November, hat mir mein Handy immer zu Clips zu Heated Rivalry ausgespielt.
Speaker: Und nun weiß ich immer nicht, wie organisch das ist, weil ich ja auch den ganzen Tag über Heated Rivalry spreche, beruflich.
Speaker: Also auch schon damals.
Speaker: Und dann denke ich mir immer, vielleicht ist das jetzt auch nur mein Algorithmus.
Speaker: Und ich glaube, als ich dann gemerkt habe, das ist eventuell nicht nur mein Algorithmus, dann haben wir versucht, das Buch vorzuziehen und haben das auch geschafft,
Speaker: noch in den Dezember zu packen.
Speaker: Aber Ende November ist ja die Serie gestartet.
Speaker: Aber dass das dann wirklich so explodiert, ich glaube, das hat auch die Serienmacher völlig überrascht.
Speaker: Ich finde es im Nachhinein total gut, dass das so ein kleiner Streamingdienst verfilmt hat.
Speaker: Weil ich glaube, wenn das zum Beispiel Netflix oder so gewesen wäre, dann hätte die Geschichte...
Speaker: vielleicht wäre die Geschichte vielleicht ein bisschen verändert worden.
Speaker: Es ist unheimlich buchgetreu verfilmt, das hat man auch ganz selten.
Speaker: Ich finde das aber auch ein Megazeichen an AutorInnen, nämlich, dass man denen durchaus zutrauen darf, dass die wissen, wie ihre Geschichten erzählt werden müssen, ohne dass man da was Hollywoodisieren muss.
Speaker: Und auch diesen Mut, diese expliziten Szenen, die du schon angesprochen hast, so zu zeigen, das finde ich super.
Speaker: Und ich weiß nicht, ob das bei einer großen Produktionsfirma durchgegangen wäre, aber
Speaker: Aber es zeigt das ja wirklich so, also wenn ich jetzt sage ohne Scham, dann klingt das vulgär, aber so meine ich es nicht, sondern die Spicy-Szenen sind so gefilmt, dass man nicht das Gefühl hat, nur weil das jetzt hier zwei Männer sind, muss man sich für etwas schämen.
Speaker: Und das finde ich eine großartige Leistung dieser Serie.
Speaker: Ich glaube, ich muss die Serie am Wochenende gucken.
Speaker: Ich möchte dir das nicht ausreden.
Speaker: Wenn du sagst, dass es wirklich gut verfilmt ist, das hat man ja wirklich sehr, sehr selten.
Speaker: Oder beziehungsweise, dass das buchgetreu der Serie ist, macht ja auch immer was für den Buchverkauf, weil viele Fans wollen es dann natürlich nochmal wirklich gelesen haben.
Speaker: Also sprich, es ist ja zum Vorteil für beides, wenn es sehr identisch und nah dran ist.
Speaker: Genau, und das habe ich jetzt hier auch ganz viel gesehen in so Fan-Edits, dass die wirklich den Text aus dem Buch drüber gelegt haben und unten siehst du, wie die Szene dann ausgespielt ist.
Speaker: Also das geht hier wirklich gut, weil es wirklich so nah am Original ist.
Speaker: Aber jetzt lassen wir mal in den Dezember oder Januar zurückgehen.
Speaker: Ich will gar nicht jetzt so ein falsches Bild von dir aufbauen.
Speaker: Ihr hattet auch schon beachtliche Erfolge.
Speaker: Also das ist jetzt nicht so, dass ihr da die ganze Zeit bisher ohne jede Sichtbarkeit gearbeitet habt.
Speaker: Aber ich glaube, das ist jetzt wahrscheinlich trotzdem das größte Ding, was eurem Haus bisher passiert ist, oder?
Speaker: Also wir haben auf jeden Fall noch nie so viele Exemplare eines Titels innerhalb von so kurzer Zeit verkauft.
Speaker: Da wollte ich gerne hin.
Speaker: Also wie muss ich mir das vorstellen?
Speaker: Ich glaube wirklich jeder Verlag, der schon mal ein sehr erfolgreiches Buch hatte, weiß, wie haarig das ist, so eine Auflagenplanung und wie viel drucke ich nach und wie schnell kann ich überhaupt nachdrucken und was sind gerade alle Druckereien dicht, aber ich brauche das doch jetzt, weil wer weiß, ob es da noch jemandem juckt.
Speaker: Erzähl mal so ein bisschen aus der Zeit, wie war das?
Speaker: Ja, das hast du jetzt ziemlich eigentlich alles schon zusammengefasst, was da die Probleme sind.
Speaker: Also nun war das Timing, hat natürlich total gegen uns gearbeitet.
Speaker: Es war unmittelbar vor Weihnachten, als wir gemerkt haben, wir brauchen mehr.
Speaker: Ich muss jetzt auch mal dazu sagen, als wir das Buch, also wir haben eigentlich sehr gut laufende Reihen, auch immer im Programm.
Speaker: Als wir Heated Railway vorbestellbar gemacht haben für den Handel, hatten wir absurd wenige Vormerker.
Speaker: Ich glaube, weil es vielleicht auch für uns eine neue Autorin war, vielleicht in Deutschland noch nicht so bekannt.
Speaker: Aber ich war überrascht, wie wenig Vormerker wir hatten.
Speaker: Und ich habe trotzdem mutig gedruckt, weil ich wusste, das ist eine gute Geschichte und wir kriegen die verkauft.
Speaker: Das heißt, wir hatten schon mehr, als eigentlich eine vernünftige Aufgabenplanung hätte erlauben sollen.
Speaker: Das war unser Glück.
Speaker: Dann, als klar war...
Speaker: hier passiert was, wir brauchen vermutlich mehr Bücher, dann habe ich natürlich überall angerufen, in allen Druckereien, jetzt haben die mir in der Woche vor Weihnachten erstmal herzlich in den Hörer gelacht.
Speaker: Als sie gesagt hat, ich brauche ganz schnell ganz viele Bücher und wir brauchen auch noch einen Farbschnitt, weil das ist ja auch nochmal ein Produktionsschritt, der das Ganze nochmal verzögert.
Speaker: Wir hatten die Option nachzudrucken ohne Farbschnitt, aber dann habe ich gedacht, nee, also da machen wir jetzt einen Haufen Menschen unzufrieden mit, mich eingeschlossen, weil...
Speaker: Die übernächste Auflage hat dann vielleicht wieder Farbschnitt und dann kriegt eigentlich der Buchhandel immer den ganzen Hate ab und das will ich ja nicht, das sind ja unsere Partner.
Speaker: Dann kommen die Leute, wollen das Buch nicht ohne Farbschnitt, lassen es liegen, dann müssen die es remittieren und sowas.
Speaker: Ich habe gedacht, den Ärger ziehen wir uns gar nicht erst.
Speaker: Was wir gemacht haben,
Speaker: tatsächlich zum ersten Mal, wir sind ganz stark in die Kommunikation gegangen.
Speaker: Also ich sehe mich nicht so gern auf Video, aber wir haben dann echt viele Videos gemacht, auch auf unserem Instagram-Kanal, wo wir einfach versucht haben, ganz transparent zu sagen, okay, es braucht einen Moment, aber wir sind dran.
Speaker: Weil ich das Gefühl habe, die Leute möchten wissen, was los ist.
Speaker: Und ich hatte auch den Eindruck, dass sie das schätzen, dass wir ihnen sagen, was los ist.
Speaker: Die waren da überraschend geduldig, also die meisten, ähnlich geduldig, wie sie jetzt auf der Messe in den Schlangen waren.
Speaker: Da war ich übrigens sehr überrascht.
Speaker: Also wie diszipliniert sich da Leute anstellen, teilweise auch eine Stunde, um ein Buch zu kaufen.
Speaker: Großartig.
Speaker: Das heißt, wir haben das versucht, mit ganz viel Kommunikation zu begleiten.
Speaker: und haben dann natürlich an mehreren Stellen schon Bücher geordert, weil ich gemerkt habe, also wenn wir jetzt ins normale Auflagensystem gehen,
Speaker: dann wird das nichts, weil dann haben wir ja permanent einen Schub Bücher, eine Pause, einen Schub Bücher, eine Pause.
Speaker: Und es konnte mir auch niemand so auf die Schnelle ganz viele Bücher zusagen.
Speaker: Es konnte mir immer jeder ein paar Bücher zusagen.
Speaker: Dann habe ich aber gedacht, naja, ist ja ein Farbschnitt drauf und ich möchte ja auch nicht, wenn die aus verschiedenen Druckereien kommen, dass die unterschiedlich aussehen.
Speaker: Dann habe ich so einen kleinen Farbschnitt-Tourismus angefangen.
Speaker: die Bücher eingepackt und bin zu den Druckereien hingefahren und habe das Exemplar, das wir schon hatten, daneben gelegt und dann haben wir zusammen an der Farbstippmaschine den Farbton eingestellt, damit das wirklich identisch ist.
Speaker: Und ja, also dass die wirklich dann, auch wenn sie aus verschiedenen Druckereien kommen, sich wirklich so ähnlich wie möglich sehen.
Speaker: Dann war natürlich, also wie hat unser Drucker gesagt, manchmal hat man kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu.
Speaker: Dann war dieser Unwettereinbruch, wo keine LKWs gefahren sind.
Speaker: Ja, ja, stimmt.
Speaker: Und auch das und die Leute haben dann schon so ein bisschen, wie soll ich sagen, ich hatte das Gefühl, die sitzen so auf glühenden Kohlen, aber ein Lkw, der zwei Tage steht, ist mir lieber als ein Lkw im Straßengraben.
Speaker: Wir hatten dann auch noch das Problem eben mit Weihnachten und mit Schließzeiten.
Speaker: Und auch Barsortimente haben ja Mitarbeitende, die bestimmt gerne mal Weihnachten zu Hause sein wollen.
Speaker: Also wusste ich nicht genau, selbst wenn wir ans Barsortiment liefern, wird das denn noch ausgeliefert oder liegt das da vielleicht?
Speaker: Dann haben wir gesagt, okay, wir ziehen uns eine kleine Auflage in den Verlag.
Speaker: Also wir liefern normalerweise unseren Auslieferungspartner Runge aus, die das eben die Buchhandlung beliefern.
Speaker: Aber ich habe dann gesagt, wir ziehen uns eine kleine Auflage in den Verlag, weil hier können wir das direkt steuern.
Speaker: Wenn nirgendwo mehr Bücher sind, weil vielleicht alles geschlossen ist, dann können wir von hier aus immer noch verschicken.
Speaker: Da haben wir so eine richtige Menschenkette gebildet.
Speaker: Und haben dann hier im Akkord alle Mann Bücher verschickt.
Speaker: Also manchmal bis zu 100 Bestellungen am Tag.
Speaker: Das ging bis zum 27.12., dann hatten wir auch keine mehr.
Speaker: Okay, aber das heißt, du hattest Bomben-Weihnachten.
Speaker: Ich hatte super Weihnachten.
Speaker: Also, wenn ich immer sage, Heated Rivalry hat mich jetzt die letzten Monate verkonsumiert, das ist nicht übertrieben.
Speaker: Also, es hat wirklich so meinen Tag bestimmt.
Speaker: Manchmal auch meine Nacht, weil ich ja natürlich auch immer davon geträumt habe.
Speaker: Oh Gott, wann kommen die Bücher und so weiter und so fort.
Speaker: Aber habt ihr dann auch die Endkunden direkt beliefert?
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Also, ihr habt alles, was rein kann, man Bestellung einfach versucht, selber zu...
Speaker: zu verpacken und zu verschicken.
Speaker: Genau, also in dieser Schließzeit über Weihnachten, da haben wir nochmal die Auflage, also die eine Auflage, die wir uns unmittelbar vor Weihnachten noch haben liefern lassen, hierher, von hier aus geliefert.
Speaker: Dann wusste ich ja, in der ersten Januarwoche kommt wieder Nachschub, dann war das eigentlich in Ordnung.
Speaker: Und dann ist es genauso, wie du sagst, man weiß ja nicht, also die Serie war zu dem Zeitpunkt in Deutschland noch nicht angelaufen,
Speaker: Aber ich wusste nicht, also HBO Max, das hat jetzt auch nicht jeder kostenfrei bei sich zu Hause.
Speaker: Ich wusste nicht, was passiert dann jetzt hier mit der Serie.
Speaker: Und es ist ja wirklich ein sehr schmaler Grad zwischen ich produziere ausreichend und ich produziere sehr teures Altpapier.
Speaker: Das wollen wir ja auch nicht.
Speaker: Und da muss man auch ehrlich sagen, da muss man mit Augenmerk drauf gucken.
Speaker: Weil wenn man übers Ziel hinausschießt, also wir reden ja nicht nur über 10 Euro.
Speaker: Genau, und dann haben wir aber eigentlich diese Druckkette immer weiter ausgebaut, sodass am Ende vier Druckereien quasi in so einem rollenden System gedruckt haben.
Speaker: Ich habe gesagt, dieses Auflagensystem, das kippen wir jetzt, das funktioniert hier nicht.
Speaker: Dann habe ich immer Wartepausen.
Speaker: Wir machen das jetzt in so einem Rollensystem.
Speaker: Du druckst, du druckst, du druckst, du druckst.
Speaker: Und dadurch, dass die unterschiedliche Zeiten zum Drucken und für den Farbschnitt gebraucht haben, waren aber immer aus einer Stelle Bücher da.
Speaker: Und dann haben wir uns auch bewusst dafür entschieden, lieber den Platz auf der Spiegel-Bestsellerliste zu opfern.
Speaker: Dafür hätten wir die Bücher zurückhalten müssen und dann quasi mit einmal verkaufen, damit alle Exemplare in die Woche gezählt werden.
Speaker: Aber mir war es eigentlich wichtiger, dass die Leute so schnell wie möglich an das Buch kommen.
Speaker: Das war eine bewusste Entscheidung, die wir da getroffen haben.
Speaker: Und wir beobachten das natürlich genau.
Speaker: Ich habe dann auch so Vermutungen gehabt, wann das vielleicht abflacht mit der Nachfrage.
Speaker: Wir haben dann so gesagt, wir wollen da ein bisschen drüber hinaus produzieren, dass wir also komfortabel was auf Lager haben und schnell geliefert werden kann.
Speaker: Und so machen wir es jetzt auch noch.
Speaker: So ein bisschen reaktiv eigentlich, aber mit einem kleinen Puffer.
Speaker: Also es sind Bücher da, aber wenn ich jetzt erkenne, es kommt plötzlich nochmal ein vermehrtes Interesse, dann könnten wir auch schnell reagieren und nochmal schnell eine größere Menge produzieren.
Speaker: Okay, und dann habt ihr zur Messe jetzt, glaube ich, auch eine Sonderedition rausgebracht.
Speaker: Für wen war die oder was hat die ausgemacht?
Speaker: Die hatte ein komplett neues Cover-Design.
Speaker: Also ich hatte ja vorhin erklärt, warum wir uns für dieses Cover-Design entschieden haben, das Ursprüngliche beizubehalten.
Speaker: Und die Version, die wir jetzt zur Messe rausgebracht haben, die ist eigentlich aus einem Fan-Design entstanden.
Speaker: Also Cassandra Krammer, die selber ein großer Fan von Heated Rivalry ist, hat das quasi so, ich sag mal, für sich,
Speaker: als Fan entworfen dieses Design und ist dann auf uns zugekommen und hat gesagt, ich würde euch das anbieten, wenn ihr es haben möchtet.
Speaker: Wir fanden es wunderschön und haben dann gesagt, okay, dann machen wir eine Sonderausgabe zur Messe und legen noch zwei Page-Overlays rein, also so durchsichtige Transparenz- Illustrationen, die man sich über den Text legen kann von Shane und Ilja.
Speaker: Da haben wir auch eine Künstlerin, die sehr eng mit Rachel Reed zusammenarbeitet.
Speaker: Ich wusste, dass Rachel ihre Fanart sehr mag.
Speaker: Ich fand sie total schick und dann haben wir gesagt, okay, dann machen wir nochmal diese Sonderausgabe für alle Fans, die sich gar nicht genug Keter-Drivery quasi ins Regal stellen können.
Speaker: Und wir haben auch ganz viele Anfragen aus dem Ausland von regelrechten SammlerInnen, obwohl die Deutschen nicht lesen können, die das noch im Regal haben möchten.
Speaker: Aber das war tatsächlich für die Menschen als Zweitausgabe, sondern nicht irgendwie jetzt das oder das, sondern am besten natürlich kauft euch die, die ihr schon die eine Ausgabe habt.
Speaker: Ihr habt ja noch eine zweite, schöne obendrauf.
Speaker: Das war als Zweitausgabe, also wirklich als Schmuckausgabe geplant, ja.
Speaker: Ist das da auch der Grund, warum du einige deiner Videos auf Englisch machst?
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Weil wir so viele internationale Anfragen haben und wir jetzt auch gemerkt haben, wie das natürlich immer so ist.
Speaker: Es gibt leider auch gierige Menschen, die die Messeausgabe direkt am nächsten Tag für total überteuerte Preise online gestellt haben.
Speaker: Und ich wollte unbedingt nochmal kommunizieren, dass die Leute das gar nicht zu kaufen brauchen, weil wir das auch nochmal international verfügbar machen.
Speaker: Und wir hatten das vorher nur auf Deutsch immer gepostet.
Speaker: Und ich habe dann gedacht, vielleicht müssen wir das nochmal in einer anderen Sprache...
Speaker: irgendwie klar kommunizieren.
Speaker: Vielleicht ist das noch nicht allen bewusst.
Speaker: Um das zu unterbinden, wir haben auch wirklich versucht, von unserer Seite alles zu machen, damit das eben nicht
Speaker: ja, zu so einem, wie soll ich sagen, so einem Wiederverkaufsrausch da mutiert.
Speaker: Wir haben das also limitiert in der Abgabe und so weiter und so fort.
Speaker: Hatten wir jeden Tag eigenes Tageskontingent, damit nicht nur die Leute am Donnerstag und Freitag das Buch kaufen.
Speaker: Also insgesamt muss ich sagen, war Heated Rivalry ein Projekt oder ist Heated Rivalry ein Projekt, mit dem wir extrem viel gelernt haben.
Speaker: Wir mussten uns permanent neue Gedanken um neue Situationen machen und das hat es auch richtig spannend gemacht.
Speaker: Ja.
Speaker: Ich habe dir das alles total abgenommen.
Speaker: Also auch dieses Video, wo du sagst, Leute, kauft es nicht überteuert irgendwo.
Speaker: Wir bieten das wieder an.
Speaker: Und das habe ich dir wirklich abgenommen, dass du das nicht machst, um, ey, kauft es doch bei mir, sondern dass du irgendwie so eine Verbindung zu eurer Community hast.
Speaker: Das war jetzt der nette Teil.
Speaker: Der stänkerische Teil ist,
Speaker: Das habe ich dir in Leipzig schon gesagt, als damals die Pressemitteilung kam, irgendwie über Second Chances und ich dachte, uiuiui, wie soll das denn?
Speaker: Das ist ja echt ein hartes Unterfangen, was du dir da vorgenommen hast.
Speaker: Offenbar läuft es ja, aber es funktioniert.
Speaker: Jetzt hast du aber eben gesagt, wie viele zehn Hockey-Romance-Titel habt ihr?
Speaker: Ja.
Speaker: Das ist, in Vorbereitung dieser Folge bin ich in diese ganze Thematik eingestiegen und habe regelmäßig mit den Ohren geschlackert, wie viel ich alles nicht weiß.
Speaker: Aber jetzt kommen wir vielleicht mal, so werden wir mal ein bisschen allgemeiner.
Speaker: Also jetzt mal wirklich ganz frech gefragt.
Speaker: Mach mich ruhig nieder, aber...
Speaker: Wenn ich jetzt sage Hockey-Romans, ja gut, das ist ein Männersport, das heißt, da kommen irgendwie zwei Männer, die werden was füreinander empfinden und dann spielen die auch noch Eishockey.
Speaker: Allein bei euch gibt es jetzt zehn oder elf Titel davon.
Speaker: Wie großartig können denn da Unterschiede in der Handlung sein?
Speaker: Tina hat dich vorhin gefragt, Spice oder Story.
Speaker: Du hast gesagt, nee, Story ist super wichtig.
Speaker: Mir fehlt da so ein bisschen die Fantasie.
Speaker: Also vielleicht muss ich als erstes nochmal dazu sagen, dass es nicht wirklich
Speaker: zu 90 Prozent um Eishockey geht.
Speaker: Eishockey ist der Rahmen dieser Geschichte.
Speaker: Und ich habe es vorhin schon mal kurz angedeutet.
Speaker: Wir haben verschiedene Sports Romances.
Speaker: Das ist ja, der Genre heißt ja Sports Romance.
Speaker: Und da ist zum Beispiel auch American Football dabei.
Speaker: Und ich denke, dass gerade hier bei den Lizenztiteln aus dem Englischen Football und Eishockey
Speaker: die Sportarten sind, die am häufigsten für solche Geschichten als Rahmen genommen werden, weil das eben diese hypermaskulin gelesenen Sportarten sind.
Speaker: In Europa würde ich das vielleicht vergleichen mit Fußball.
Speaker: Und ich denke, da ist eben der Konflikt am schärfsten.
Speaker: Also ohne dass ich das jetzt, also das ist jetzt keine Wertung, aber ich sage mal so zum Beispiel, im Schach kann man sich vielleicht leichter outen, als wenn man jetzt in der Kabine voller Eishockeyspieler steht, wo ja also zum Beispiel
Speaker: als Schimpfwort noch benutzt wird.
Speaker: Oder wo diese doch recht toxische Atmosphäre herrscht im Profisport.
Speaker: Und ich glaube, dass das erstmal die Sportart Eishockey als Rahmen für die Bücher sehr beliebt macht.
Speaker: So.
Speaker: Ich habe jetzt den zweiten Teil deiner Frage vergessen, sorry.
Speaker: Nee, ich mir übrigens sagen, wie groß können da die Unterschiede in der Handlung sein?
Speaker: Ja.
Speaker: Achso, ja, na klar.
Speaker: Also wie groß können die Unterschiede bei jedem Romance-Buch sein?
Speaker: Bei Romance hast du ja das Versprechen, dass am Ende ein garantiertes Happy End rauskommt.
Speaker: So, das ist ja das Versprechen an die Lesenden.
Speaker: Und das ist auch wirklich einer der Gründe, warum die das lesen.
Speaker: Und ja, auch einer der Gründe, warum wir das verlegen.
Speaker: Weil ich wollte, dass Leute bei uns auch Bücher finden, wo sie wissen, egal was zwischendrin passiert, es geht gut aus.
Speaker: Und der Unterschied von einem Romance-Buch zum nächsten ist ja eigentlich immer nur der Weg, wie du zu diesem Happy End kommst.
Speaker: Und man kann ja auch sagen, es gibt als Genre Kleinstadt-Romance.
Speaker: Also wie unterschiedlich können Kleinstädte sein?
Speaker: Auch da werden sich verbindende Elemente finden, die überall gleich sind.
Speaker: Aber das macht ja auch so ein bisschen den Reiz beim Lesen aus.
Speaker: Wenn mir was gefallen hat, dann greift man ja in der Regel wieder zu was Ähnlichem, weil man weiß, dass es einem gefällt.
Speaker: Und ich denke, wenn man da so eine gewisse Affinität dazu hat oder einmal gefunden hat oder weiß, diese Art von Geschichte, die genießt man sehr, dann wird man auch noch eine zweite lesen.
Speaker: Das sind Männer dann in der Regel beim Hockey wahrscheinlich, weil irgendwie eine gemischt gegenderte Eishockey-Mannschaft gibt es wahrscheinlich nicht ganz so viele.
Speaker: Aber wir reden, wenn du sagst, das ist das Vehikel, das Hypermaskuline, über queere, homosexuelle Protagonisten.
Speaker: Und mich wundert es wirklich, dass das gerade so gut funktioniert, weil ich auch in Vorbereitung habe ich so überlegt, es gab auf RTL, gab es Prince Charming, im Prinzip der Bachelor, aber mit Männern.
Speaker: Das hat, ich weiß nicht, zwei, drei Staffeln funktioniert, dann hat man da irgendwie nochmal so einen Ableger probiert, wo alle zusammengekommen sind und aus einem nicht näher genannten Grund wurde das beendet,
Speaker: Quoten oder Abrufzahlen sind wahrscheinlich der Grund.
Speaker: Princess Charming hingegen, das läuft und läuft und läuft.
Speaker: Und dann dachte ich, wieso wollen die Menschen, offenbar Frauen sehen, das ist okay, Männer funktionieren nicht, aber in der Literatur wiederum scheint es zu gehen und mein Eindruck ist, dass wir da auch einen relativ hohen Anteil weiblicher Lesender haben.
Speaker: Ja, also zwei Sachen möchte ich da ganz schön noch einwerfen.
Speaker: Also zum einen sind das, also es gibt auch Frauen-Eishockey und zum Beispiel jetzt, wenn man das bei den Olympischen Spielen beobachtet hat, im Männer-Eishockey gibt es keine offenen
Speaker: queeren Menschen, also von denen man das weiß, aber im Fraueneishockey gibt es überraschend viele Spielerinnen, die mit anderen Spielerinnen zusammen sind, auch aus anderen Teams.
Speaker: Also da ist das offensichtlich auch nicht so ein Thema.
Speaker: Das nur mal so ein bisschen für Kontext.
Speaker: Das zweite, was ich sagen wollte, ist, dass es nicht zwangsläufig schwule Männer sind, weil zum Beispiel ihr ja ist bisexuell.
Speaker: Was ich persönlich sehr wichtig für die Repräsentation finde in Heathrowry.
Speaker: Und wer das liest, dann nenne ich jetzt mal so eine allgemeine Tatsache aus der Buchwelt.
Speaker: Müsste man mal genau beobachten, wie sich das weiterentwickelt.
Speaker: Oft ist es so, dass man das Gefühl hat, Geschichten, in denen zwei Männer die Hauptrolle spielen, werden auch von Frauen gelesen, aber dass weniger Männer zu einem Buch greifen, wo zwei Frauen eine Liebesgeschichte erleben.
Speaker: Und deswegen ist die Zielgruppe vermutlich größer für Bücher mit Männern als Protagonisten als bei Büchern mit zwei Frauen, also Liebesromanen.
Speaker: Liebesroman mit zwei Frauen als Protagonistinnen.
Speaker: Was ja aber sicherlich an der Toxizität dieser Sportarten auch liegt.
Speaker: Wie du halt selber gesagt hast, man merkt halt, bei Frauen ist es kein Problem, wenn die lesbische Beziehungen innerhalb oder außerhalb von Teams spielen, während es bei Männern schon zum Problem wird, wenn man vielleicht sogar nur befreundet ist.
Speaker: Genau, genau.
Speaker: Also dass man teilweise auch...
Speaker: aktiv darauf achtet, wenn was gepostet wird, dass nicht der falsche Eindruck entsteht, sondern wir sind nur Freunde und so weiter.
Speaker: Also ich glaube, das ist da noch viel tiefer verwurzelt.
Speaker: Und dass...
Speaker: Ja, und dass zum Beispiel Frauen, da gibt es ja auch super viele interessante Theorien darüber, warum Frauen auch Liebesgeschichten über Männer lesen.
Speaker: Zum Beispiel es gut finden als einen Aspekt, dass sie sich da nicht vergleichen müssen.
Speaker: Also diese toxischen Frauenfiguren sind dann rausgenommen.
Speaker: Und man kann einfach eine Geschichte entspannt erleben und muss nicht immer denken, oh Gott, jetzt ist die hier in Größe 34, die immer jammert, dass sie eigentlich zu dick ist und dann doch die Person kriegt.
Speaker: Also es gibt ganz viele Gründe, das ist auch total spannend,
Speaker: Lest das gerne mal.
Speaker: Ich finde das auch, da kann man auch super gut drüber sprechen und drüber diskutieren, warum auch Frauen solche Geschichten lesen.
Speaker: Aber ja, insgesamt würde ich sagen, ist es so rum, dass tatsächlich, also Fernsehen kann ich jetzt nicht sagen, was da der Grund war, kann ich mir jetzt auch spontan gar nicht so herleiten.
Speaker: Aber die Zielgruppe ist tatsächlich gemischt.
Speaker: Aber wir verkaufen es auch sehr viel an Männern.
Speaker: Ich kann mir auch vorstellen, dass Empathie eine Rolle spielt.
Speaker: Also, dass viele Frauen in so eine Art empathische Frauenrolle schlüpfen und sagen, oh Gott, die armen Männer, die dürfen sich ja nicht nach außen zeigen in ihrer Liebe zu einem anderen Mann.
Speaker: Da entwickle ich eine ganz besondere Empathie zu dieser Liebe, die geheim ist.
Speaker: Und also, das hat ja auch so ein...
Speaker: richtigen Romance-Charakter, dieses Geheimnis, Liebe, da fühle ich mich ja auch aufgehoben als Frau, dass da was versteckt ist, quasi.
Speaker: Ja, durchaus, genau.
Speaker: Also das kann auch genau so ein Grund sein.
Speaker: Und jetzt muss ich auch nochmal sagen, in Hedded Rivery ist es ja, es ist zwar ein Buch über zwei Männer, aber das hat auch supergute Frauenfiguren, richtig starke Frauenbilder.
Speaker: Und da sind die Frauen keine Klischees, sondern die sind, also nicht die zickige Ex, die dem Glück im Weg steht oder die überkantitelte beste Freundin, sondern die Frauen, die in der Serie sogar nochmal besser ausgearbeitet sind als im Buch.
Speaker: Noch ein Grund, Tina?
Speaker: Oh, hoffentlich weiß HBO das zu schätzen, was ich hier für beantworten kann.
Speaker: Ich werde es runterschreiben als Kommentar.
Speaker: Ja, danke, bitte mach das.
Speaker: Genau, die sind da richtig, die sind Allys.
Speaker: Also die fungieren so als emotionale Katalysatoren für die beiden Männer.
Speaker: dass ihnen klar wird, wer sie sind und was sie wollen und das hat mir richtig gut gefallen.
Speaker: Also insofern Story for Spice.
Speaker: Und das wollen wir ja auch sein als Frauen.
Speaker: Supporter, Beistand.
Speaker: Genau.
Speaker: Und das finde ich ja auch cool.
Speaker: Aber dann jetzt mal ehrlich, du machst diese Bücher auch, das höre ich so ein bisschen raus, um auch ein bisschen Aufklärung und Unterstützung zu leisten und so.
Speaker: Und jetzt stelle ich mir aber vor, du bist jetzt so wahnsinnig erfolgreich mit dieser Reihe und mit dieser ganzen Arbeit, dass Profisportler jetzt dann wegen dieses Trends beginnen, sich zu outen.
Speaker: Das nimmt doch dann diesem Thema die ganze Relevanz, dann stürzt das ab, das wäre deine Bücher doch wieder doof.
Speaker: Also was denkst du denn jetzt, wenn ich mich entscheiden müsste zwischen einem erfolgreich verkauften Buch und Menschen, die endlich den Mut finden,
Speaker: die Menschen zu sein, die sie sein wollen und sein möchten, was wäre mir lieber?
Speaker: Das ist ganz klar und die allermeisten Verleger und Verlegerinnen aus so Indie-Verlagen, das sind alles eiskalte Kapitalisten, denen geht es nur ums Geld.
Speaker: Das ist völlig klar.
Speaker: Aber welche bessere Werbung gäbe es denn für ein Buch, dass dann jemand sagen würde, ich oute mich, weil ich das gelesen habe?
Speaker: Das ist ja dann auch nochmal ein Verkaufsargument.
Speaker: Ich glaube, da geht es vielleicht gar nicht so sehr ums Verkaufen.
Speaker: Ich habe in Interviews gelesen, dass tatsächlich die Autorin und auch die Schauspieler anonyme Mails bekommen haben von Leuten auf dem Profisport, die sich
Speaker: gesehen, gefühlt haben und haben auch gesagt, hey, ich bin in genau so einer Situation.
Speaker: Aber ich habe es eben schon gesagt, anonym.
Speaker: Und ich weiß gar nicht, ob ich das möchte oder wirklich forcieren würde, dass jemand sagt, wegen dieses Buches, weil das muss ja aus einer ganz anderen intrinsischen Motivation kommen.
Speaker: Das Buch kann ja eigentlich vielleicht nur noch der letzte Schubs sein, aber ich möchte nicht, dass jemand was wegen eines Buches macht und dann merkt, das war vielleicht, die Entscheidung kam vielleicht zu impulsiv.
Speaker: Und dann hängt da womöglich ein negativer Rattenschwanz dran.
Speaker: Ja, aber das Buch sorgt ja für Sichtbarkeit und für das Thema.
Speaker: Und wenn dann eben noch mehr Bücher kommen oder die Serie fortgesetzt wird, dann sorgt das immer weiter für Sichtbarkeit und dann wandelt sich das ja so langsam bei den Leuten.
Speaker: Das würde ich mir total wünschen.
Speaker: Also ich finde, und das ist auch jetzt wieder was, wo ich sage, das ist eine super Leistung von dem Stoff, egal ob als Buch oder als Film, dass er das, ich hatte vorhin gesagt, so nicht verschämt präsentiert.
Speaker: Und das finde ich super, weil
Speaker: dann da muss man sich von lösen, dass man irgendwie denkt, eine Geschichte mit zwei Männern oder eine queere Geschichte überhaupt, die muss anders verfilmt oder anders erzählt werden als eine Hetero-Romance, weil man das ja irgendwie alles nicht so zeigen darf.
Speaker: Wenn wir uns davon lösen, und das könnte ich mir gut vorstellen, weil Hedded Rivalry da wirklich einen Schritt gemacht hat, dann wäre das schon ein ganz großer Satz nach vorne.
Speaker: Dass man einfach anfängt, Geschichten anders zu erzählen, nämlich viel selbstverständlicher und am Ende gar nicht mehr dazu sagen muss.
Speaker: Ist aber eine queere Geschichte, sondern es ist einfach eine Liebesgeschichte.
Speaker: Punkt.
Speaker: Und dann tauche ich ein und sehe, wer sind denn meine Protagonisten oder Protagonistinnen.
Speaker: Das fände ich einen wirklich coolen Effekt.
Speaker: Obwohl ich mir vorstellen kann, dass seine Zielgruppe bereits so denkt.
Speaker: Also die will einfach eine schöne Liebesgeschichte lesen mit starken Figuren.
Speaker: Also ich kaufe mir nicht diesen Roman, weil ich das Gefühl habe, ich muss aufgeklärt werden.
Speaker: Und danach fühle ich mich besser, weil ich diesen Roman gekauft habe.
Speaker: Sondern ich glaube, diese Zielgruppe empfindet es eben als normal, dass auch zwei Männer eine vollkommen schöne romantische Liebesgeschichte haben.
Speaker: Ich glaube, der Profisport hat genau diese Geschichten zu bieten.
Speaker: Es ist halt einfach nur nicht erzählt.
Speaker: Absolut richtig.
Speaker: Also rein statistisch gesehen weiß man schon, dass das so nicht stimmen kann, wie die Zahlen jetzt.
Speaker: Und das ist, glaube ich, auch das, was jetzt mit Tito Drogry passiert ist.
Speaker: Ich sage mal, unsere LeserInnen, die schon immer unsere Bücher kaufen, die wissen das.
Speaker: Aber dass es jetzt auch Menschen zum ersten Mal ein Buch in die Hand nehmen, die bisher damit noch nichts verfolgen,
Speaker: Ja, das ist ja eine tolle Geschichte, eine tolle Liebesgeschichte und so ein bisschen die Berührungsängste mit diesen Stoffen verlieren.
Speaker: Das könnte ich mir gut vorstellen und ich glaube, das sehen wir auch, weil wir ja allein von der schieren Menge an Büchern, die wir jetzt unter das Volk gebracht haben, das können eigentlich nicht alles Leute sein, die vorher schon gerne queere Geschichten gelesen haben.
Speaker: sondern da müssen mit Sicherheit auch welche dabei sein, die vielleicht zum ersten Mal eine queere Liebesgeschichte in der Hand haben.
Speaker: Und wenn die dann merken, das hat mir richtig gut gefallen und ich probiere nochmal eine zweite, dann entsteht dieser Effekt.
Speaker: So, aber das ist, glaube ich, das entscheidende Thema.
Speaker: Also privat danke ich dir sehr für dieses Engagement.
Speaker: Beruflich, aber geht es mir, glaube ich, so wie ganz vielen anderen, die uns gerade hören, auch von Verlagsseite, die, glaube ich, jetzt schon mittlerweile wissen, du scheinst ja irgend so ein Gespür zu haben, weil du hast das vorhin so lapidar abgetan, du hast da was gelesen, hast gedacht, das ist gut.
Speaker: Das nehme ich dir so nicht ab.
Speaker: Irgendwie scheinst du ja schon...
Speaker: ein Näschen zu haben und
Speaker: Jetzt will natürlich jeder wissen, was ist der nächste Trend.
Speaker: Denn natürlich seid ihr gerade sehr mit Heat and Harmony tagtäglich beschäftigt, aber du musst ja auch in die Zukunft gucken und neue Bücher machen.
Speaker: Und auch dafür wahrscheinlich suchst du ja immer wieder nach dem nächsten großen Ding.
Speaker: Jetzt haben wir uns gedacht, du wirst uns natürlich nicht sagen, was das sein wird.
Speaker: Aber wir haben ein paar Vorschläge und du sagst einfach ja oder im Auge behalten oder kann weg.
Speaker: Ja.
Speaker: Ja, und dann liege ich völlig daneben und dann habe ich ja jegliche Glaubwürdigkeit verspielt.
Speaker: Also das ist natürlich, wenn wir alle wüssten, was der nächste große Trend ist, also ich mache das gerne gleich, aber wenn wir alle wüssten, was der nächste große Trend ist, dann gibt es ja nur noch Bestseller.
Speaker: Liebe Janett, jetzt untergrabe mal nicht deine Stärke.
Speaker: Also da werde ich als Frau ganz aggressiv innerlich, wenn du dich so wahr in den Schatten hineinstellst.
Speaker: Du hast es mehrfach bewiesen, dass du ein gutes Gespür hast.
Speaker: Und ich finde, das darfst du auch feiern.
Speaker: Wir haben dich ja nur eingeladen, um das jetzt so auszusaugen.
Speaker: Achso, die Trends.
Speaker: Wir sind kein Tristik-Verlag, wenn dann du, Alex.
Speaker: Ja, also, wir sind die erste Mal demnächst bei Gwina mit so einer Olympisches Dorf-Romans.
Speaker: Ich habe... International...
Speaker: Ich habe ein Kind, das jetzt bei den Olympischen Spielen war und ich kann dir sagen, das mit dem Olympischen Dorf war nicht so romantisch, wie man sich das gemeinhin vorstellt.
Speaker: Aber ja, warum nicht?
Speaker: Weil es ist im Prinzip das gleiche Setting.
Speaker: Es ist Sport.
Speaker: Es sind Sachen, die theoretisch nicht sein dürfen.
Speaker: Du kannst diesen Faktor verbotene Liebe wieder mit reinnehmen, gerade bei rivalisierenden Ländern vielleicht noch.
Speaker: Ja, ja.
Speaker: Also Entschuldigung, da werden drei Kondome pro Tag pro Olympionik verteilt.
Speaker: Also da ist doch Potenzial.
Speaker: Nein, das habe ich bei Insta gesehen.
Speaker: Da hat ein Sportler das gezeigt und das hat mir diesen Mythos aufgeräumt.
Speaker: Es ist wohl eher so, dass das einfach ein ganz kleines, lustiges Souvenir ist, was man gut im Gepäck mit transportieren kann, aber das die gar nicht benutzen, sondern er meinte, es gab irgendwie Manager oder sonst was.
Speaker: Jeder hatte sich das kistenweise in den Koffer gepackt, weil man es gut transportieren kann und dann
Speaker: jedem schenken.
Speaker: Aber sag mal, war dein Kind da als Athlet oder als Helfer oder wie unterwegs?
Speaker: Meine Schwiegertochter ist Rennrodlerin für die schwedische Nationalmannschaft und die war als Athletin dort und mein Sohn ist Trainer für die schwedische Rodel-Nationalmannschaft und war als Trainer dort und wir waren als unterstützende Familienmitglieder vor Ort.
Speaker: Krass.
Speaker: Wie toll.
Speaker: Das war sehr wild, weil da ja wirklich meine Welten aufeinander gepreilt sind, weil die beiden Schauspieler der Serie ja olympische Fackelträger waren.
Speaker: Wow, okay.
Speaker: Wahnsinn, okay.
Speaker: Das war, das mal so nebenbei fallen lassen, auch nicht schlecht.
Speaker: Also es rodelt die nächste große Story.
Speaker: Ja, vor allen Dingen im Zweierrodeln, die liegen ja aufeinander auch.
Speaker: Ich glaube, das wäre zu platt.
Speaker: Also da ist ja nicht so viel.
Speaker: Also da ist ja der Weg nicht so lang, der Geschichte.
Speaker: Da müsste man sich was... Okay, wir bleiben mal hier.
Speaker: Formel 1.
Speaker: Kurzgeschichten.
Speaker: Formel 1, ja.
Speaker: Ist schon mittendrin.
Speaker: Formel 1 ist der aktuelle Trend bei den Sports Romances.
Speaker: Das sei also was für Alex.
Speaker: So, hier insgesamt, also so Women's Board, hast du gesagt, ist einfach die Fallhöhe nicht ganz so.
Speaker: Gibt es offenbar und gibt es bestimmt, aber es ist einfach, also Frauen, die die Gefühle füreinander entdecken, ist nicht so.
Speaker: Doch, auch.
Speaker: Kommt.
Speaker: Also ich hätte gerne was über Schwimmer.
Speaker: Sind Schwimmer im Angebot?
Speaker: Wir haben ein Buch über Schwimmer, also wo einer ein Schwimmer ist und der andere ist ein Künstler.
Speaker: Nee, wenn dann zwei Schwimmer.
Speaker: Also da wäre ich schon für zwei Schwimmer.
Speaker: Mit einem ganz schönen erhöhten Schwierigkeitsgrad.
Speaker: Aber da wäre ich sofort dabei, ich mache Werbung für.
Speaker: Aber was ist mit so Körperkontakt-Sportarten, wo man eh schon immer sowas hat?
Speaker: Also so Ringen oder Karate oder Judo?
Speaker: Oder ist das schon auch wieder zu offensichtlich?
Speaker: Hm, also ich...
Speaker: Das kann ich gar nicht so sagen.
Speaker: Also wie gesagt, Sports Romance an sich ist ein sehr beliebtes Genre und man probiert das sicherlich jetzt auch mit vielen anderen Sportarten aus.
Speaker: Also wir haben zum Beispiel ein Buch aus dieser Reihe, wo auch der Schwimmer dabei ist.
Speaker: Da ist der eine Lacrosse-Spieler.
Speaker: Das ist auch noch nicht so verbreitet, aber der Sport ist in dem Fall eigentlich ein bisschen nur so kontextuell zu sehen.
Speaker: Also dass die halt zum Training gehen und sehr körperbetonende Menschen sind.
Speaker: Also man lernt jetzt nicht plötzlich alle Lacrosse-Regeln aus dem Buch.
Speaker: Und man lernt auch nicht alle Eishockey-Regeln aus Heated Rivalry.
Speaker: Okay, pass auf.
Speaker: Aber Alex, ich habe eine Idee für euch.
Speaker: Wie wäre es denn mit Biathlon und dann noch in Verbindung mit Mord?
Speaker: Spicy mit Mord.
Speaker: Biathlon hat mal eine Waffe in der Hand.
Speaker: Das lässt sich doch bestimmt super gut bei meiner Umsätzen.
Speaker: Ja, irgendwie Mord auf dem Fichtelberg.
Speaker: Und erst haben die zwei Bierathleten was miteinander, dann stirbt einer aus Eifersucht und dann bandelt der noch mit dem Detektiv an.
Speaker: Das ist doch der Wahnsinn.
Speaker: Okay, aber das sollen die anderen gar nicht hören.
Speaker: Das findet ihr im nächsten Herbstprogramm.
Speaker: Aber gehen wir mal weg vom Sport.
Speaker: Wie wäre es zum Beispiel mit so Reality-TV?
Speaker: Ich meine, es gibt Love Island und so, das gibt es ja, kann man ja alles im Fernsehen gucken und das quasi als Buch.
Speaker: Also zwei Teilnehmer von so einer Reality-TV-Show?
Speaker: Genau.
Speaker: Oh...
Speaker: Ja, warum nicht?
Speaker: Ah, da sehe ich Skepsis.
Speaker: Da sehe ich Skepsis.
Speaker: Ich merke, ja, okay, das kann weg, gut.
Speaker: Dann, was haben wir denn noch?
Speaker: Zwei Köche.
Speaker: Wie lang ist denn deine Liste noch?
Speaker: Also nicht, dass wir jetzt noch zwei Stunden hier sitzen?
Speaker: Ich mache hier nur das Vielversprechende.
Speaker: So was zum Beispiel mit so Internetphänomenen, so eine Labubu-Romance.
Speaker: Was?
Speaker: Nee, ich dachte jetzt einfach, dass man so Trendthemen aufgreift und dann diese Labubus, diese komischen Monster, die da irgendwie jeder sich an die Tasche gehangen hat für ein paar hundert Dollar.
Speaker: Das ist doch schon wieder durch.
Speaker: Genau, also was der Andi gerade sagt, du musst natürlich bedenken den Lebenszyklus eines Buches.
Speaker: Bis du das aufgesetzt hast, da gehen ja Monate ins Land, manchmal ein Jahr, dann bist du vielleicht mit deinem Trend zu spät.
Speaker: Ja.
Speaker: Okay, ich bin ja, mach nicht, du musst das gar nicht, ich hab ja mehr.
Speaker: Startup, so in der Startup-Szene.
Speaker: Also das geht bestimmt alles.
Speaker: Also die Geschichte muss gut sein.
Speaker: Also das macht ja jetzt nicht, dass ich sage, es ist ein Buch über ein Startup, wenn die Geschichte nicht gut ist.
Speaker: Ich will da ja mehr.
Speaker: Ich will da ja auch mehrere mitmachen.
Speaker: Also ich will von dir jetzt schon, okay.
Speaker: KI, klicken wir nach vorne.
Speaker: Irgendwas so Mensch-KI-mäßig.
Speaker: Nein.
Speaker: Kann ich dir sagen, weil mein Gefühl ist, das wollen die Leute nicht lesen.
Speaker: Weil KI momentan so ein Monster ist, das über allem schwebt.
Speaker: Das willst du nicht als, ich möchte das auch gar nicht hinterfragen, in welcher Form du dir das jetzt vorgestellt hast, aber das möchtest du, glaube ich, nicht als positiv besetzten Protagonisten in der Geschichte erleben.
Speaker: Ja, okay.
Speaker: Ich bin noch für eine richtig tolle Arzt-Sanitäter-Serie.
Speaker: Richtig, also Reihe.
Speaker: Läuft ja auch im Fernsehen sehr erfolgreich.
Speaker: Alles, was mit Medizin zu tun hat.
Speaker: Also klar, das sind Stoffe, da haben die Leute Lust drauf.
Speaker: Aber jetzt sag mal, bei manchen Sachen bist du sehr klar und sagst, das kann funktionieren.
Speaker: Ich meine, das war alles eben Quatsch, da sind wir uns einig.
Speaker: Entschuldigung, meine Schwimmer sind kein Quatsch gewesen.
Speaker: Die darfst du dir selber.
Speaker: Aber...
Speaker: Wie gehst du vor?
Speaker: Wahrscheinlich ist es nur Bauchgefühl oder anhand von was machst du fest, das könnte tragen und das ist einfach ein Thema, was irgendwie polarisiert vielleicht und dadurch noch ein bisschen Wirkung erzielt.
Speaker: Wie machst du das?
Speaker: Oder ich frage mal, vielleicht einfacher, ist das ein Bauchgefühl?
Speaker: Du liest was und sagst dir, das kann funktionieren?
Speaker: Ja, also der Andi hat es vorhin bei der Einführung gesagt, ich bin schon relativ lange in dieser Branche und ich komme aus dem Text.
Speaker: Und ich glaube, ich habe mit genug Texten zu tun gehabt, dass ich beim Lesen merke, die Geschichte ist gut oder die Geschichte ist nicht gut.
Speaker: Und ich habe auch, das ist eigentlich mein großes Learning aus den letzten Jahren, ich habe gelernt, meinem Bauchgefühl zu vertrauen.
Speaker: Mhm.
Speaker: Am Anfang habe ich oft noch gesagt, naja, mich überzeugt es vielleicht nur zu 98 Prozent, aber das könnte im Handel vielleicht gut ankommen, aber das mache ich nicht.
Speaker: Also ich habe mich dann entschieden, das nicht zu machen, weil in dem Moment, wo ich so ein bisschen Zweifel an der Geschichte habe, stehe ich nicht mehr zu 51 Prozent dahinter.
Speaker: Und ich glaube, das merkt man, und ich hatte ja vorhin gesagt, wir haben als kleiner Verlag ja nur sehr wenige Programmplätze.
Speaker: Und die kann ich eigentlich nur mit meinen absoluten Favoriten besetzen.
Speaker: So ein kleiner Indie-Verlag, der hat keine Mitlist.
Speaker: Also Bücher, die wir mitmachen.
Speaker: Sondern wir müssen von jedem Buch zu 150 Prozent überzeugt sein, wenn wir das machen.
Speaker: Sonst brauchen wir da gar nichts reinzustecken.
Speaker: Und dann muss mich das richtig catchen.
Speaker: Und ich zeige es manchmal, also ich zeige es nicht manchmal, ich zeige es immer auch jemandem noch aus meinem Team.
Speaker: Und manchmal sagt dann auch jemand anders, na, mich hat es nicht so überzeugt.
Speaker: Und dann muss ich überlegen, wie stark ist meine Überzeugung für diesen Text?
Speaker: Riskiere ich das?
Speaker: Oder sage ich, okay, dann gehen wir nochmal ins Gespräch darüber, sagen wir, was dir nicht gefallen hat und so weiter.
Speaker: Und dann sehe ich, ob das Punkte sind, wo ich sage, fühle ich auch, war für mich beim Lesen vielleicht auch mal kurz ein Problem.
Speaker: Wir haben...
Speaker: Ich habe zum Beispiel bei der Reihe Drei Magier und eine Margarita, die wir haben.
Speaker: Ich wusste beim Lesen schon, das ist ein unfassbar guter Stoff.
Speaker: Und auch beim Buch, das später jetzt im Jahr bei uns erscheint, Die Dunkelheit um uns,
Speaker: Das habe ich gelesen, abends im Bett.
Speaker: Und dann habe ich bis früh um vier gelesen.
Speaker: Und dann weiß ich auch, das ist ein gutes Buch.
Speaker: Wenn du dafür lieber zwei Tage aussiehst wie ein Zombie und nimmst du den Kauf.
Speaker: Und ich hatte letztes Jahr auch noch den Fall, da hat mir eine Agentin geschrieben, ich habe ein Buch für sie.
Speaker: Und da habe ich dann zurückgeschrieben, weil ich ja dann auch immer sonst Ärger kriege mit meinem Team, wenn mir so viele Bücher gefallen.
Speaker: Unser Programm ist leider schon voll.
Speaker: Und dann hat sie gesagt,
Speaker: Frau Bauroth, das passt perfekt zu Ihnen und es ist das Buch, das ich mir als Teenager gewünscht hätte.
Speaker: Und dann habe ich es natürlich gelesen und ich habe es auch meiner Lektorin Daniela gegeben und die rief mich am nächsten Früh an und hat gesagt, ich bin müde und du bist schuld.
Speaker: Und da war eigentlich alles klar, weil ich war auch müde, weil wir es beide in der Nacht noch gelesen hatten.
Speaker: Und das macht ein gutes Buch aus.
Speaker: Ich finde, man merkt das eigentlich sofort.
Speaker: Okay, aber du musst ja trotzdem...
Speaker: den Stoff erst mal finden.
Speaker: Du hast jetzt gesagt, okay, wahrscheinlich ab und zu kommen Agenturen und das wird jetzt wahrscheinlich mit jedem Erfolg, ist das natürlich immer noch mal ein bisschen mehr, aber wie findest du denn überhaupt, das war klar, im Original zu lesen und dann die Lizenz anzufragen, aber bist du viel auf, weiß ich nicht, auf TikTok mit Booktalk unterwegs oder sind das Messen oder gehst du stumpf irgendwie durch den Barnes & Noble, was da gerade am besten läuft, wie gehst du vor?
Speaker: Ja, alles von all dem ein bisschen, würde ich sagen.
Speaker: Also Sachen werden mir vorgeschlagen, vielleicht auch online durch die Sachen, die ich gern lese und wie gesagt, über die ich gern viel rede.
Speaker: Dann sehe ich Sachen, ich bin auch in ausländischen LeserInnengruppen, worüber wird da gesprochen?
Speaker: Oder was ist vielleicht von AutorInnen, die wir schon im Programm haben, was bringen die Neues heraus?
Speaker: Ist das was für uns?
Speaker: Passt das gut bei uns dazu?
Speaker: Oder sagen wir...
Speaker: Den Stoff jetzt vielleicht ausnahmsweise mal nicht, den setzen wir mal aus.
Speaker: Und ansonsten, ja, also wirklich mehr so ein aktives Rumgucken.
Speaker: Ich lese wirklich ganz viel.
Speaker: Und lese auch nicht alles zu Ende.
Speaker: Wenn mich was nicht überzeugt, dann habe ich auch keine Skrupel, was abzubrechen.
Speaker: Und probiere dann einfach was Neues.
Speaker: Und auch wirklich Sachen, die ich bisher vielleicht noch nicht gelesen habe.
Speaker: Und ich gebe auch Büchern beim Lesen eine zweite Chance, weil ich manchmal denke, naja, vielleicht war jetzt gerade die Stimmung nicht richtig.
Speaker: Ich probiere es nochmal an einem anderen Tag und dann holt mich das vielleicht auch ganz anders ab.
Speaker: Aber das ist schon eine Mischung aus allem.
Speaker: Und wir haben ja zum Beispiel auch noch so ein interaktives Element.
Speaker: Wir haben auf unserer Webseite ein Formular, so ein Publikationswunschformular.
Speaker: Das wird hauptsächlich genutzt für Unverständigereien.
Speaker: Da können Leute uns eine E-Mail schreiben, wenn ihnen jetzt gerade so eine Reihe begegnet, die abgebrochen wurde, die sie aber gern weiter übersetzt oder weiter herausgebracht sehen wollen.
Speaker: Und da ist ein Feld, da steht drin,
Speaker: was hat dich an diesem Buch überzeugt?
Speaker: Und manchmal reicht schon der eine Satz, der da drin steht, dass ich sage, das gucke ich mir an.
Speaker: Aber diesen Satz, oder die Frage, die muss ich nochmal stellen.
Speaker: Verlage brechen ja in der Regel selten richtig gut laufende Reihen ab.
Speaker: Da steht ja in der Regel schon ein ökonomischer Gedanke dahinter.
Speaker: Und dann kommst du und sagst, mir doch egal.
Speaker: Ja, also das ist natürlich immer das Erste und das ist ja auch das, worauf du vorhin angespielt hast, als du gesagt hast, das ist ja ein bizarres Konzept, wie soll das funktionieren.
Speaker: Da spielen auch verschiedene Faktoren rein.
Speaker: Also tatsächlich geht man davon aus, dass es immer der, also Wirtschaftlichkeit ist wahrscheinlich der häufigste Grund, warum Reihen abgebrochen werden, aber es gibt auch andere Gründe.
Speaker: Zum Beispiel, dass ein Verlag seine strukturelle oder programmatische Ausrichtung ändert.
Speaker: So haben wir zum Beispiel vom Lüx-Verlag zwei Reihen übernommen, als die vor ein paar Jahren komplett umgestellt haben und haben queere Titel bei sich so ein bisschen aus dem Programm genommen, um Platz zu schaffen für das Programm, auf das sie sich dann im Kern konzentriert haben.
Speaker: Die laufen bei uns sehr gut.
Speaker: Die wären dort wahrscheinlich auch gut weitergelaufen, haben aber einfach nicht mehr so gut ins Programm gepasst.
Speaker: Dann haben wir zum Beispiel manchmal den Fall, dass so ein bisschen ein Herzensprojekt von einer Lektorin oder einem Lektor war.
Speaker: Der hat dann vielleicht den Verlag gewechselt.
Speaker: Dann war so der Fürsprecher verwendet.
Speaker: für diesen Titel vielleicht nicht mehr da.
Speaker: Auch das kann ein Grund sein.
Speaker: In meinem Fall damals, warum ich eigentlich den Verlag gegründet habe, war es die Tatsache, die Autorin war, also ich habe eine Reihe übersetzt für einen deutschen Publikumsverlag als Literaturübersetzerin, habe die sehr gemocht.
Speaker: Dann wurde die abgebrochen, weil die Autorin schwer krank geworden war und einfach nicht klar war, wann kommt der dritte Teil als Manuskript.
Speaker: Und ich sage mal, große Verlage, die sind nicht so flexibel in ihrer Planung wie wir vielleicht oder in die Verlage generell.
Speaker: Da muss natürlich das Programm weit im Vorfeld stehen und da fiel einfach der Programmplatz weg für dieses Manuskript.
Speaker: Und da war es zum Beispiel kein wirtschaftlicher Grund, dadurch, dass ich an dem Projekt beteiligt war, wusste ich das ja, weil das so in dem Jahr sogar der Spitzentitel war.
Speaker: Ja.
Speaker: Und selbst wenn es mal wirtschaftliche Gründe sind, ist es immer noch ein Unterschied, ob das für einen Konzernverlag als wirtschaftlich gilt oder ob das für einen Indie-Verlag wirtschaftlich ist.
Speaker: Da gehen vielleicht auch, wie soll ich sagen, die Zahlenerwartungen ein bisschen auseinander.
Speaker: Also für uns können durchaus auch Projekte noch total wirtschaftlich sein, die bei einem großen Verlag eben aus dem Grund abgebrochen wurden.
Speaker: Wenn natürlich der Fall so ist, dass jetzt ein Band erschienen ist und 27 müssten noch folgen, also dann ist es vielleicht jetzt auch nicht bei uns ganz oben auf der Liste.
Speaker: Ich wollte gerade sagen, 3000 Exemplare für einen kleinen Verlag ist natürlich was anderes als 3000 Exemplare für einen Konzern.
Speaker: Genau.
Speaker: Aber ich finde es tatsächlich sehr, sehr schön und auch in gewisser Weise beruhigend, wie du dann doch letztendlich sehr vernünftig irgendwie an diese ganzen Entscheidungen gehst, dass es nicht nur aus reiner Liebe zu den Texten passiert.
Speaker: Das verspricht, dass es mit euch noch sehr viel länger weitergeht.
Speaker: Wie geht es aber jetzt mit Shane und Ilja, mit deinen beiden Mitarbeitern weiter?
Speaker: Also meine beiden Mitarbeiter, die dürfen jetzt bei mir wohnen.
Speaker: Also die haben das so dauerhaft.
Speaker: Ich sage nicht, in welchem Zimmer die bei mir zu Hause stehen.
Speaker: In der Küche.
Speaker: Ja, ja.
Speaker: Sagen wir mal in der Küche.
Speaker: Oder einer steht bei Mutti und einer bei dir.
Speaker: Nee, stehen beide bei mir.
Speaker: Da muss ich mich jetzt mal selber kümmern, wie sie da zurechtkommen.
Speaker: Mit Shane und Ilja geht es in Buchform leider nicht bei uns weiter.
Speaker: Also nachdem die Reich, hat ja gesagt, zu dem Zeitpunkt, wo ich das Recht an Heated Rivalry erworben habe.
Speaker: Sag einfach Heated Rivalry.
Speaker: Ja, war nur eben auch Heated Rivalry verfügbar, sonst hätte ich damals schon die ganze Reihe genommen.
Speaker: Es gab, nachdem dieser Erfolg ja auch in Deutschland angekommen war, für die weiteren Printrechte der Reihe eine Auktion, aus der wir nicht als Sieger hervorgegangen sind.
Speaker: Und die erscheinen jetzt bei einem anderen Verlag.
Speaker: Aber du weißt glaube ich auch nicht, bei wem, oder?
Speaker: Doch, ich weiß es.
Speaker: Wahrscheinlich ein bisschen größer.
Speaker: Beim Adrian-Wimmelbuch Verlag, der zum Bonnier-Konzern gehört.
Speaker: Das war die wichtigste Frage meiner Kollegin, der ich heute Mittag erzählt habe, wer zu Gast ist.
Speaker: Frag sie unbedingt, ob auch der neue Band bei ihr erscheint.
Speaker: Nein, leider nicht.
Speaker: Wie weh tat das?
Speaker: Wie bitte?
Speaker: Wie weh tat das?
Speaker: Wenn du mein Instagram-Feed gesehen hast... Du hast schwarz getragen, ja.
Speaker: Ich habe an dem Tag, als ich das erfahren habe, also wir haben auch uns an dieser Auktion beteiligt, ich habe an dem Tag, als ich das erfahren habe, die Nachricht im Zug bekommen.
Speaker: Ich war gerade unterwegs und dann habe ich gedacht...
Speaker: Und so wie wir alles bisher kommuniziert haben, kommuniziere ich das jetzt auch.
Speaker: Ich glaube, das ist ein sehr ehrliches Video geworden.
Speaker: Ich glaube, man merkt mir an, dass ich traurig bin, aber ich habe auch gedacht, okay, das ist jetzt, wie es ist.
Speaker: Es sind trotzdem noch unsere Jungs.
Speaker: Aber es wird, also um das noch kurz zu Ende aufzuklären, die E-Books und die Hörbücher werden bei Digital Publishers erscheinen, der ja in Deutschland auch der Lizenzgeber ist und eben auch diese Auktion veranstaltet hat.
Speaker: Und die Prints werden als Hardcover und als Softcover bis auf unsere Ausgabe, die ja bei uns bleibt, beim Adrian Verlag erscheinen.
Speaker: Und es wird noch eine limitierte Schmuckausgabe im Hardcover geben bei Mondlichtbüchern.
Speaker: Wahnsinn.
Speaker: Und das gilt jetzt nur für den dritten Band oder für den Rest der Reihe?
Speaker: Für den Rest der Reihe.
Speaker: Oh nein, das ist besonders trage.
Speaker: Ich hoffe, alle Fans laufen Sturm und sagen, nein, gebt uns Second Chances zurück.
Speaker: Ja, ich glaube, da passiert nichts mehr.
Speaker: Also im Sinne von, diese rechte Situation ist ja jetzt schon fix.
Speaker: Aber ich nehme es ja auch niemandem übel, der die Reihe auf Deutsch nehmen will, der jetzt sagt, na, dann kaufe ich die bei dem anderen Verlag.
Speaker: Also die Leute wollen ja einfach wissen, wie geht es mit dem Protagonisten weiter und das sollen sie auch dürfen natürlich.
Speaker: Also dann gucke ich doch jetzt einfach bis, ganz kurz, Andi, dann gucke ich jetzt einfach bis Band 2.
Speaker: Ja.
Speaker: nicht und lese es und ab Band 3 gucke ich konsequent HBO.
Speaker: Also die Serie bezieht sich ja nur auf Band 2.
Speaker: Ja, da kommt bestimmt auch eine Nachfolgeserie, so erfolgreich wie das läuft.
Speaker: Zwei Staffeln sind schon noch bestätigt.
Speaker: Also es wird auch Staffel 2 und Staffel 3 noch geben.
Speaker: Und ich vermute, also innerhalb dieser Buchreihe gibt es noch zwei Bücher.
Speaker: Der sechste Band nämlich, The Long Game und das noch nicht erschienene Unrivaled, die sich auch nochmal konkret auf Ilja und Shane beziehen.
Speaker: Ich vermute, dass das die beiden Staffeln sind, die noch kommen.
Speaker: Aber das ist jetzt nur Spekulation von meiner Seite.
Speaker: Was genau ist, ist da noch nicht angekündigt.
Speaker: Ich schaue konsequent HBO.
Speaker: Sorry, Andi.
Speaker: Ich wollte eigentlich gar nichts sagen, aber wenn ich jetzt schon mal hier bin, quasi im Sinne eures Namens Second Chances gehe ich davon aus, dass ihr sowieso auch andere Bücher finden werdet und dann weiterhin erfolgreich sein werdet.
Speaker: Von daher bin ich sehr gespannt, was da als nächstes bei euch so kommt.
Speaker: Genau, also wir haben auch gesagt, natürlich war es schade.
Speaker: Also für mich, glaube ich, für mich war es insofern schade.
Speaker: Ich habe immer eine sehr starke emotionale Bindung zu meinen Büchern.
Speaker: Ich habe es ja vorhin auch schon gesagt, das sind meine Jungs.
Speaker: Ich hatte auch schon eine starke emotionale Bindung zum Rest der Reihe und wir hatten auch schon so viele Ideen.
Speaker: Wir machen ja immer so ein bisschen, du hast es vorhin gesagt, Alex.
Speaker: Wir bauen so ein bisschen was immer um das Buch auch drumherum, auch für die Messen und so.
Speaker: Wir hatten schon so viele Ideen, weil wir eigentlich gar nicht so richtig damit gerechnet haben, dass wir die Rechte nicht bekommen.
Speaker: Davon jetzt ein bisschen emotionalen Abstand zu gewinnen, das wird noch ein bisschen dauern.
Speaker: Aber wie gesagt, Shane und Ilja werden ja immer unsere Jungs bleiben.
Speaker: Und wir haben jetzt auch noch viele tolle Projekte für dieses Jahr in der Pipeline, auf die wir uns dann jetzt auch freuen.
Speaker: Das ist ein gutes Stichwort, denn das ist einfach das harte Los von Indie-Verlagen, dass sie halt häufig dann doch die Entdeckungen machen, egal in welchem Genre, und dann die Größeren kommen und das aus...
Speaker: Oder weiterverfolgen, ich will gar nicht ausnutzen sagen.
Speaker: Ist aber auch ein schönes Beispiel, wie wichtig unsere unabhängige Verlagslandschaft ist, dass das eben diese Experimentierfreudigen sind und da seid ihr das beste Beispiel, wie sehr sich das lohnen kann.
Speaker: Aber jetzt lass uns nicht in so eine traurige Stimmung verfallen zum Ende, sondern Andi hat es eben auch schon gesagt.
Speaker: Lass uns mal positiv gucken, denn traditionell kommt jetzt ein Buchtipp und vielleicht verknüpfst du das ja, das weiß ich nicht, was du mitgebracht hast, auch mit einem Blick auf euer künftiges Herbstprogramm.
Speaker: Vielleicht ist da jetzt schon die nächste Überraschung dabei, die euch nicht schlafen lässt und sauer beschäftigt.
Speaker: Ja, also ich muss mich jetzt für ein Buch entscheiden.
Speaker: Ja, die harte Regel.
Speaker: Dann nehme ich jetzt mal was aus unserem Frühjahrsprogramm noch.
Speaker: Und zwar ist das auch ein queerer Liebesroman, aber beide Protagonisten sind asexuell.
Speaker: Und wir bringen das jetzt Anfang April raus.
Speaker: Das Buch heißt Upside Down, die Welt steht Kopf.
Speaker: Und es geht darum, dass...
Speaker: Der eine Protagonist weiß schon, wer er ist.
Speaker: Hennessey weiß schon, wer er ist.
Speaker: Aber Jordan hadert noch so mit sich und findet dann heraus, dass seine Welt vielleicht bisher einfach nicht richtig rumstand und alles gut ist, so wie er ist.
Speaker: Und dieses Buch liegt mir sehr am Herzen, weil ich A finde, dass asexuelle Protagonistinnen auf dem deutschen Buchmarkt noch total unterrepräsentiert sind.
Speaker: B, weil es ganz zauberhaft aufklärt auf eine
Speaker: Es ist eine unterhaltsame Art, also es ist kein erklärendes Sachbuch, sondern man lernt ganz viel über das Thema Asexualität durch die Protagonisten.
Speaker: Es ist lustig, es hat wunderbar skurrile und schräge Nebenfiguren.
Speaker: Also die beiden fahren immer zusammen Bus und da entsteht diese Liebesgeschichte.
Speaker: Bus-Romance, es könnte auch noch ein neues Traum sein.
Speaker: Und da gibt es eben die Leute, die um sie herum sitzen, die sind alle so emotional investiert in diese Liebesgeschichte und gründen dann, tauschen dann Rezepte aus und so.
Speaker: Also es ist wirklich ganz zauberhaft gemacht.
Speaker: Und wir haben die Erfahrung gemacht, wenn wir Bücher rausbringen mit Protagonisten, die...
Speaker: auf dem LGBTQ-Spektrum sind mit einer Identifizierung, die vielleicht noch nicht so bekannt ist, dass wir da immer ganz viele Mails bekommen von Leuten, also wirklich berührende Mails, die sagen, ich habe mich zum ersten Mal gesehen gefühlt.
Speaker: Das war so toll, ich habe so viel gelernt.
Speaker: Und das sind immer so die Momente, wo ich immer denke, dieses unmittelbare Feedback, dass man merkt, die konsumieren das nicht nur, sondern das macht was mit Menschen.
Speaker: Das sind für uns immer ganz besondere Momente, also ganz besondere Menschen auch, aber auch ganz besondere Momente.
Speaker: Und ich glaube, das wird wieder so ein Buch werden, weil es wirklich hier nochmal so ein bisschen in so einem Neuland vorstößt, das aber in meinen Augen wirklich ganz, ganz wichtig ist.
Speaker: Okay, sagst du den Titel nochmal bitte?
Speaker: Upside Down, die Welt steht Kopf von Anna Walker.
Speaker: Das kann sogar ich aussprechen.
Speaker: Übersetzt von, das möchte ich schnell noch ergänzen, übersetzt von Christopher Bischof, weil ÜbersetzerInnen sind ja auch Urheber des deutschen Textes.
Speaker: Ja, sehr gut.
Speaker: Jetzt hast du direkt noch die nächste Baustelle aufgemacht.
Speaker: Aber mit wieder mal Blick auf die Uhr.
Speaker: Wir haben uns ein bisschen verquasselt, weil es so faszinierend ist, dir zuzuhören und sehr inspirierend, wenn ich das mal so sagen darf.
Speaker: Aber nichtsdestotrotz haben wir noch einen zweiten Buchtipp.
Speaker: Den hat heute nicht Tina.
Speaker: Alle sind jetzt ganz traurig.
Speaker: Ich finde es okay.
Speaker: Denn stattdessen hat Andi was mitgebracht.
Speaker: Und ich bin total gespannt.
Speaker: Überraschenderweise ein Krimi habe ich mitgebracht.
Speaker: Und zwar heißt der Autor Jake Lamar.
Speaker: Und der Krimi heißt Viper's Dream.
Speaker: Also man muss dazu sagen, es steht Krimi drauf.
Speaker: Ich finde es eher, ich würde es eher als Gangster-Epos beschreiben, denn darin geht es um die Hauptfigur Clyde Morton, genannt Viper.
Speaker: Der ist quasi, ja, also der erzählt so ein bisschen seine eigene Geschichte.
Speaker: Ganz am Anfang geht es los, er hat seinen dritten Mord begangen.
Speaker: Und ist aber so, es gibt niemanden mehr, der ihn schützen kann.
Speaker: Also es gibt, der schmiert sonst immer die Polizei und jetzt ist so ein dritter Mord und das ist irgendwas ganz Schlimmes passiert.
Speaker: Und er wartet jetzt quasi auf die Polizei, dass sie ihn abholen.
Speaker: Und während er wartet,
Speaker: denkt er über sein Leben nach und das Ganze spielt in New York und dann denkt er darüber nach, wie er als junger Mann nach Harlem gekommen ist.
Speaker: Er hatte Träume, er wollte Jazzmusiker werden.
Speaker: Dann wird ihm sehr schnell gesagt, dass er überhaupt kein Talent hat als Jazzmusiker.
Speaker: Und so wird er ganz schnell sozusagen zu einem...
Speaker: Drogenhändler und wird so die rechte Hand eines Mafiabosses in Harlem, steigt dann immer weiter auf und begeht dann eben mehrere Morde und so nach und nach wird das dann so aufgedeckt, was sozusagen passiert.
Speaker: Und das Spannende ist aber, das spielt so in den 1930er bis 1960er in New York,
Speaker: das ist natürlich die Hochphase des Jazz auch.
Speaker: Und der verknüpft das dann auch so.
Speaker: Also durch diesen Roman, der tigert dann durch die Jazzclubs und dann tauchen auch tatsächlich die realen Jazzmusiker in dieser Zeit auf.
Speaker: Thelonious Monk, Charlie Parker, Miles Davis, wie sie alle heißen.
Speaker: Und der verflechtet das so.
Speaker: Und im Prinzip erzählt er so gleichzeitig noch
Speaker: So eine Stadtgeschichte über New York und auch so eine Geschichte über Jazz, über den Aufstieg von Jazzmusik.
Speaker: Und das ist alles so toll und dicht geschrieben und authentisch.
Speaker: Und die Dialoge sind toll, die Figuren bis in die kleinste Nebenfigur ganz toll erzählt.
Speaker: Und es hat unglaublich Spaß gemacht, diesen Roman zu lesen.
Speaker: Einziger Minuspunkt in Anführungsstrichen, der Roman hat nur 200 Seiten, war viel zu schnell vorbei.
Speaker: Und ich war dann so, ich wollte eigentlich gar nicht aufhören zu lesen, sondern war so, ich will wissen, wie es den Figuren danach geht, wie das weitergeht.
Speaker: Und ja, ein ganz, ganz toller Roman erschien bei Edition Nautilus.
Speaker: Auch eh ein toller Indie-Verlag.
Speaker: Und schön auch hier der Übersetzer, hatten wir es ja gerade, steht auch mit auf dem Cover drauf, aus dem Englischen von Robert Brack übersetzt.
Speaker: Jake Lamar, Viper Stream, mein Tipp für heute.
Speaker: Mir fehlt nach der heutigen Podcast-Folge die Romance.
Speaker: Wo ist die Liebesgeschichte, Andi?
Speaker: Das war jetzt das Kontrastprogramm.
Speaker: Ja, aber es gibt eine Liebesgeschichte, die auch tatsächlich relativ wichtig dann ist in der Geschichte.
Speaker: Ja.
Speaker: Super, gucken wir uns an.
Speaker: Hat mich angesprochen.
Speaker: Wir lesen jetzt sowieso als allererste erstmal alle gemeinsam Hiderary und dann gucken wir uns Upside Down an, wir gucken uns Viper Stream an.
Speaker: Alles verlinken wir euch wie immer in den Shownotes.
Speaker: Dann könnt ihr das entweder direkt beim Verlag oder über Genial Lokal bestellen.
Speaker: Übrigens, ich lege mich jetzt mal fest, ich spreche das jetzt mal aus, damit ich es nicht länger vor mir herschiebe.
Speaker: Seit Wochen nehme ich mir vor, dass ich auf Instagram mal so eine kleine niveaulose Ecke für mich auf unserem Instagram-Kanal einrichte, wo ich auch mal Bücher empfehle, die aber nicht so...
Speaker: nicht so intellektuell daherkommen wie Jess in den 30er Jahren.
Speaker: Vielleicht noch ein paar Hörbücher und so.
Speaker: Guck da mal rein.
Speaker: Ich lege mich jetzt hiermit fest.
Speaker: Jetzt bin ich verdonnert.
Speaker: Wenn die Folge rauskommt, muss ich das erste Video veröffentlicht haben.
Speaker: Wir warten seit vier Wochen.
Speaker: Ja, ja, das ist dann... Deswegen, ich verstehe das schon, so dieser... Ich muss jetzt mal... Also...
Speaker: Wir sagen dir aber für heute erst einmal vielen, vielen Dank, Janett, dass du da warst, dass du uns so einen Einblick gegeben hast in diese wirklich irre, trubelige Zeit und dass du dann zusätzlich noch die Zeit gefunden hast, dich mit uns hier hinzusetzen und darüber zu erzählen.
Speaker: Dafür sind wir umso dankbarer.
Speaker: Uns ist Band 1 egal, uns ist Band 3 egal.
Speaker: Wir wünschen dir und deinem Team jeden Erfolg und ich mache mir da wenig Sorgen.
Speaker: Also ich glaube, da ist das nächste große Ding.
Speaker: Du weißt das längst, du willst es nur nicht sagen.
Speaker: Wir werden es ja in Frankfurt sehen.
Speaker: Wir werden es in Frankfurt sehen.
Speaker: Vielen Dank, dass du heute da gewesen bist.
Speaker: Und allen anderen sei also unser Insta-Kanal empfohlen.
Speaker: Es sei aber auch der Insta-Kanal vom Second Chances Verlag empfohlen.
Speaker: Auch den können wir nochmal mit verlinken.
Speaker: Und dann würde ich sagen, vielen Dank euch beiden, Tina und Andi und bis zum nächsten Mal.
Speaker: Tschüss.
Speaker: Vielen Dank.

