Zencastr
00:00:00
00:00:01
Speed1x
Format
Share
Embed
Report

Histaminintoleranz: Nahrung ist NICHT das Problem | Dr. Kay Bredehorst #1242

Higher Health Podcast
Higher Health Podcast

484 plays · Sep 14, 2025

Immer mehr Ärzte und Therapeuten diagnostizieren Histamin bei Menschen seit Spike. Mit den Lösungen im Interview ist Histamin behandelbar!  Leckere darmfreundliche Rezepte: Hier klicken [https://www.vegan-athletes.com/darmgesunde-rezepte/] 🚨 Verpasse nie die ungeschnittene Wahrheit! 👉 https://t.me/mrbroccoli_vegan ✨ Mehr Infos zu Dr. Kay Bredehorst: Hier klicken [https://live.cell-education.com/patienten] Inhaltsverzeichnis:  00:00 Intro 05:48 Kann es sein, dass Nahrung überhaupt das Problem ist? 07:07 Der Darm ist das Problem 19:40 DAS kannst du wirklich essen 28:19 So heilst du deine Schleimhaut (tue das nicht) 30:33 Ich muss meine Ernährung nicht umstellen 34:31 Thema: Schilddrüse 35:31 Supplements zur Unterstützung ✨ Mehr mr.broccoli: * Blog [https://www.vegan-athletes.com/blog/] * YouTube [https://www.youtube.com/@mrbroccoli] * Instagram [https://www.instagram.com/mrbroccoli.official/] * Telegram-Community (für besonders brisante Themen) [https://t.me/mrbroccoli_vegan] * Newsletter [https://www.vegan-athletes.com/newsletter-vegan-athletes/] ▶▶▶ Meine 10 Favoriten für mehr Gesundheit [https://www.vegan-athletes.com/empfehlungen/] 🍵 Meine Longevity Lebensmittel: https://arigato-life.de/ 💚 Produkte, die ich selbst nehme [https://linktr.ee/mr.broccoli] 🚨 Beratung zu Produkten und ärztliche Hilfe: https://www.vegan-athletes.com/telefonkontakt/ Achtung betreffend Interviews, Nahrung, Geräten und Supplements: Vorliegend habe ich meine eigene Erfahrung und die von Interviewpartnern genannt. Das sind die Effekte, die ich bei mir gespürt habe. Diese können bei jedem unterschiedlich ausfallen. Natürlich kann kein Lebensmittel, keine Nahrungsergänzung oder Superfoods sowie Inspirationen aus diesem Podcast alleine für sich eine Heilwirkung erzielen oder versprechen. Die Aussagen der Interview-Gäste stehen für sich. Diese spiegeln nicht zwingend die Meinung des Herausgebers. Links mit * sind Affiliate-Links.

Transcript

Speaker: Herzlich willkommen beim Higher Health Podcast.

Speaker: Wir verraten Mr. Brokkoli und spannende Gäste Informationen jenseits des Mainstreams.

Speaker: Verabschiede dich von schlechter Laune und chronischen Beschwerden und komm in deine beste Figur und dein Bestes selbst.

Speaker: Stärke deinen Geist und optimiere deine Gesundheit mit Mr. Brokkoli.

Speaker: Viel Spaß bei der Folge.

Speaker: löst sofort eine Reaktion aus, die wir kennen, die ja funktional ist für unseren Körper.

Speaker: Gefäßerweiterung, Juckreiz, Schwindel und natürlich auch, wenn es im Darm ausgeschüttet wird, Durchfälle.

Speaker: In den letzten 15 Jahren haben wir für uns 20.000 internationale Studien analysiert.

Speaker: Mit Fragen, die uns beschäftigt haben, welche Nährstoffe wirklich bestimmte Wirkungen nachweisen können.

Speaker: Daher bin ich der Überzeugung, dass es nicht das Histamin ist, sondern andere Substanzen.

Speaker: Und wenn man so ein Gleichgewicht in eine Schieflage bringt und sagt, das ist jetzt das Optimum, dann verschiebe ich aber über diese Ebene und über diesen Ebene.

Speaker: Millionen andere Gleichgewichte.

Speaker: Gluten oder Lektine aus Hülsenfrüchten oder auch Eiweiß aus dem Ei oder aus der Milch, aus unfermentierten Produkten.

Speaker: Biogene Amine kennen wir als Leichengifte wie Kadavirin.

Speaker: Das wollen wir da eigentlich nicht haben.

Speaker: Das hat viele Probleme.

Speaker: Das ist das eine.

Speaker: Wir dürfen uns nicht überladen mit Eiweißen und gar nicht das Histamin selbst, sondern eigentlich eher ein ganz anderer Stoff.

Speaker: Das Problem ist ja eher das, was der Körper selber freisetzt in viel größeren Mengen als das, was wir über unsere Nahrung zu uns nehmen.

Speaker: Also gigantische Unterschiede.

Speaker: Dieses Video wird dir präsentiert von deinem Mr. Broccoli und ist für Menschen gedacht, die sich abseits der Massenmedien und Gleichschaltung in Verbindung von Naturwissenschaft und Geisteswissenschaften ihr eigenes Bild machen wollen.

Speaker: Histamin-Intoleranz, alles was du wissen musst und das letzte Interview, das du dazu schauen musst, das ist der Anspruch heute an dieses Interview mit dem legendären Dr. Kai Bretehorst.

Speaker: Und wir nehmen heute mal wirklich ein paar Histamin-Mythen aufs Gemüt, nenne ich das jetzt mal so, und schauen, inwieweit die Ernährung tatsächlich der ultimative Faktor bei Histamin-Intoleranz ist, was eine Histamin-Intoleranz überhaupt ist und vor allem wie der Darm,

Speaker: die Hauptrolle spielt und wenn wir diesem helfen, die Histaminintoleranz vielleicht sogar gebessert wird.

Speaker: Aber jetzt erstmal herzlich willkommen, schön, dass du da bist, lieber Kai.

Speaker: Wie gut geht's dir?

Speaker: Grüße nach Mallorca.

Speaker: Mir geht es sehr gut.

Speaker: Schön, dich zu sehen.

Speaker: Und ja, legen wir los über dieses schöne Thema.

Speaker: Definitiv Histaminintoleranz in aller Munde.

Speaker: Leider, die zugrunde liegende Problematik liegt wahrscheinlich wie immer im Darm.

Speaker: Vielleicht haben wir mit der Histaminintoleranz sogar das größte Darmproblem überhaupt.

Speaker: Und es soll angeblich nicht heilbar sein.

Speaker: Ist da was dran, lieber Kai?

Speaker: Dazu müssten wir erstmal wissen, was es denn nun wirklich am Ende genau ist.

Speaker: Und aus unserer Erfahrung ist die Problematik, die häufig mit Histaminintoleranz beschrieben wird, sehr gut heilbar, weil es nicht eine klassische Histaminintoleranz

Speaker: aus unserer Sicht gibt, in dem Sinne, dass man sagt, Histamin ist für uns nicht verträglich.

Speaker: Wir reagieren darauf sofort, entweder quasi allergisch oder Histamin löst sofort eine Reaktion aus, die wir kennen, die ja funktional ist für unseren Körper, Gefäßerweiterung, Juckreiz.

Speaker: Schwindel und natürlich auch, wenn es im Darm ausgeschüttet wird, Durchfälle bzw.

Speaker: Stuhlveränderungen, Bauchschmerzen.

Speaker: Das alles wird ja heute häufig als Histaminintoleranz bezeichnet.

Speaker: Und das sehen wir halt anders.

Speaker: Wir sind davon überzeugt, dass es andere Ursachen hat.

Speaker: Da kommen wir jetzt auf jeden Fall gleich dazu.

Speaker: Viele, die unter Histaminintoleranz leiden oder unter einer angeblichen Histaminintoleranz, die haben die angesprochenen Probleme, die du gerade gesagt hast.

Speaker: Hautausschläge gehören dazu, das hatte ich auch mal, Bauchkrämpfe, Blähungen, aber auch Kopfschmerzen gehören dazu, Übelkeit.

Speaker: Das sind alles Themen, die mit einer Histaminintoleranz in Verbindung gebracht werden können.

Speaker: Und da ist aber doch immerzu der Fokus auf der Ernährung und viele Menschen machen sich dann so verrückt und essen teilweise nur noch 10 bis 15 verschiedene Dinge, weil selbst der Grüntee, den ich hier so gerne trinke, dann ein Histamin-Liberator ist und der weg muss und Avocados und alles darf nicht mehr gegessen werden.

Speaker: Aber eigentlich müssten wir uns doch wahrscheinlich laut deiner Aussage erstmal den Darm anschauen und da schauen, was läuft da komplett schief.

Speaker: Denn wenn da was schief läuft, dann werden diese Lebensmittel nicht mehr richtig verdaut oder wie auch immer und der Körper reagiert so, wie er nicht reagieren sollte, oder?

Speaker: Ja, man muss erst mal die Frage stellen, kann das überhaupt sein, dass ein bisschen Histamin, eine doch relativ geringe Histaminkonzentration in einem Nahrungsmittel, auch bei kleinen Mengen, die gegeben werden, schon solche Reaktionen auslösen kann, wo wir eine überschaubare Menge

Speaker: 100 Gramm Avocado oder ein Glas Rotwein zu uns nehmen oder ein Stück Käse, Sauerkraut, womit wir dann sofort diese massive Reaktion haben, Bauchschmerzen, Schwindel, Hautrötung.

Speaker: Bei einem Produkt Histamin, was ja ein natürliches

Speaker: Wir nennen das biogenes Amin ist als Botenstoff für die Entzündungsreaktion zur Gefäßerweiterung und zum Triggern der Entzündungsleistung, zum Beispiel für die entsprechende klassische Mastzellreaktion, dass das tatsächlich ausreicht, um so eine Reaktion hervorzurufen.

Speaker: Für ein Produkt, was wir jeden Tag in uns haben.

Speaker: Und wenn wir jetzt tatsächlich dagegen sogar allergisch wären, dann würden wir sozusagen unsere eigenen Systeme angreifen, hätten wir ganz andere Probleme.

Speaker: Also von daher schien es uns immer logisch, dass es eine andere Ursache geben muss.

Speaker: Es gibt im Darm seit ungefähr knapp zehn Jahren doch erhebliche neue Erkenntnisse, wie wir im Darm Probleme hervorrufen.

Speaker: Wenn wir nachher die Zeit finden, zeige ich auch gerne noch mal ein Bild einer Studie dazu.

Speaker: Da sieht man, dass heute sehr viele Menschen unter einer Veränderung der Darmwand leiden.

Speaker: Es gibt drei Schichten im Darm, sogenannte Darmepithel, also die klassischen Zellen eigentlich, die man sich so richtig schön vorstellen kann.

Speaker: Darüber gibt es eine Schleimschicht, die wird von diesem Epithel gebildet, die sogenannte Darmmucosa.

Speaker: Und dann kommen die Darmbakterien.

Speaker: Wenn diese Mucosa zu dünn geworden ist, also wie so ein kleiner Ozean, der über der Zelle schwimmt, wenn die zu dünn wird,

Speaker: dann plötzlich kann das Immunsystem unter dem Darmepithel mit bestimmten Substanzen reagieren.

Speaker: Zum Beispiel, was wir alle kennen, Gluten oder Lektine aus Hülsenfrüchten oder auch Eiweiß aus dem Ei oder aus der Milch, aus unfermentierten Produkten.

Speaker: Also gerade unfermentierte Produkte, die da häufig weniger verträglich sind.

Speaker: Histamin entsteht aber eigentlich bei der Fermentation.

Speaker: Also wir haben eher mit Produkten, die fermentiert sind, mehr Histamin.

Speaker: Die eigentliche Reaktion findet hier aber besonders statt durch unfermentierte Produkte, weil das Gluten, das Lektin und das Milcheiweiß dadurch kaum abgebaut wurde.

Speaker: Und die sind sogenannte schwerverdauliche oder unverdauliche Eiweiße, die der Körper dann als feindselig erkennt und angreift.

Speaker: Also wenn wir uns so eine Mucosa so dick vorstellen,

Speaker: Und plötzlich wird sie dünn durch bestimmte Gründe, können wir nachher darüber sprechen.

Speaker: Dann plötzlich können sogenannte dendritische Zellen, die haben so lange Fangarme, hier durchgehen und den Nährstoff schnappen.

Speaker: Wenn es aber dick ist, kommen sie gar nicht dran.

Speaker: dann ist das Gluten hier oben, sie kommen gar nicht an.

Speaker: Das ist ein Liebigatt-Problem, oder?

Speaker: Du redest von der Darmschleimhaut.

Speaker: Liebigatt ist noch was anderes, weil Liebigatt heißt, dass das Darmepithel eng zueinander sitzt und dabei fest verbunden ist und plötzlich aufgeht und dann auch offen bleibt.

Speaker: Das ist im Epithel begründet, das Leaky Gut.

Speaker: Wir haben früher immer geglaubt, wir können diese ganzen Immunreaktionen und Problematiken nur bekommen, wenn diese Zellen, die aneinander kleben, schon aufgehen und Löcher haben vom Darm in den Körperinnenraum.

Speaker: Aber weit gefehlt, wir sehen seit den neuesten Studien, seit 2016, dass wir tatsächlich schon längst bei dem Epithel, was noch fest ist,

Speaker: durch die dünne Schleimschicht, die jetzt plötzlich ausdünnt, das Immunsystem Kontakt haben kann zu Nährstoffen.

Speaker: Und wenn das passiert, dann kommt es zu einer massiven

Speaker: Ausschüttung von Immunbotenstoffen, Interleukinien nennen wir die, die aktivieren bestimmte B-Lymphozyten, die Antikörper bilden.

Speaker: Und die wiederum können dann mit Mastzellen sich zusammentun und degenerieren dann die Mastzellen.

Speaker: Dann kommt es zur Mastzelldegeneration und kommt massive Histaminausschüttung.

Speaker: Gehen wir doch da gerade mal kurz rein, bevor wir zu tief in die eigentliche Thematik reingehen.

Speaker: Was können denn die Menschen jetzt tun?

Speaker: Du hast eben diese Mukosa angesprochen.

Speaker: Ich weiß aus den Coachings mit dir, du gibst da super viel und gute Mentorings und bietest auch Ausbildungen an.

Speaker: Wer da Interesse hat, auf jeden Fall mal gerne in die Kommentare schreiben.

Speaker: dass zum Beispiel Aloe Vera die Mucosa wieder regenerieren kann, weil die auch so ähnlich aussieht und ist.

Speaker: Stimmt das oder was können die Betroffenen tun?

Speaker: Aloe Vera kann einen Schutz liefern.

Speaker: Aloe Vera ist sozusagen sehr ähnlich aufgebaut wie eine normale Schleimstiche.

Speaker: Also gerade so Aloe Vera Direktsäfte, die sind reich an Polysacchariden.

Speaker: Wir nennen das Aze-Manane bei der Aloe Vera.

Speaker: Und die Darmschleimhaut hat auch ganz viele Polysaccharide.

Speaker: Was sind Polysaccharide?

Speaker: Mehrfach Zucker.

Speaker: Und bestimmte Darmverschiebungen im Mikrobiom, der Darmflora, führen dazu, dass die Flora plötzlich diese Polysaccharide der Schleimhaut verzehrt, weil es eine Mangelsituation gibt.

Speaker: Und dann wird diese Schleimhaut wirklich zerstört.

Speaker: Und Aloe Vera kann ein Ersatz dafür sein, dass die Bakterien darüber herfallen.

Speaker: Und vor allem kann diese quasi Schleimhautwunde ein Stück weit ausgeglichen werden.

Speaker: Und Aloe Vera ist zudem auch direkt anti-entzündlich.

Speaker: Also es hemmt Entzündungsreaktionen.

Speaker: Also auf der einen Seite ein guter Ballaststoff, der die Bakterien ernährt, die unsere Darm-Schleimhaut zersetzen.

Speaker: Und auf der anderen Seite wie auch ein Schutzfilm und direkt antientzündlich.

Speaker: Deswegen kann das eine sehr gute Kombination sein.

Speaker: Und darüber können wir erstmal schnell handeln.

Speaker: Aber richtig handeln können wir nur, wenn wir die Ursachen beheben, warum der Schleim zersetzt wird.

Speaker: durch das falsche Mikrobiom.

Speaker: Da ist das Stichwort hervorragende, gut verträgliche Ballaststoffe.

Speaker: Und das Zweite, dass die Epithelschicht des Darms wieder Schleim produziert.

Speaker: Also dass wir eine gesunde Darmschleimschicht haben, die den Schleim auch wieder produziert.

Speaker: Und dafür werden wir die Probleme los.

Speaker: Ich nenne auch gleich nachher nochmal, bitte erinnere mich dann, ein Beispiel, was, glaube ich, es ganz gut transparent macht.

Speaker: Jetzt hast du hervorragende lösliche Ballaststoffe angesprochen.

Speaker: Da geht ja bei vielen der Kamm hoch, nenne ich es jetzt mal.

Speaker: Da gibt es ja unterschiedliche Verfechter auch, was die Carnivore-Ernährung angeht.

Speaker: Auch dazu haben wir ein Video mit dir unbedingt hier mal klicken, in der Beschreibung auch verlinkt.

Speaker: Sehr spannend, denn da erklärst du ja Studien basiert, dass eine Carnivore-Ernährung oder eine sehr fleischlastige Ernährung quasi ein Mikrobiom züchtet, was eben diese Mucosa dann zerfrisst.

Speaker: mehr oder weniger.

Speaker: Aber bei vielen geht der Kamm hoch deshalb, weil sie einfach keine Ballaststoffe vertragen, kriegen sofort Blähungen, kriegen sofort Probleme.

Speaker: Was tun sie denn dann?

Speaker: Ja, und ich verstehe das auch total.

Speaker: Sie haben ja auch recht.

Speaker: Das ist ja das Verrückte an dieser Situation.

Speaker: Wenn ich erstmal einen Schleimhautverlust habe,

Speaker: ist die Carnivore-Diät zum Beispiel ein wunderbares Gericht, um jemanden aus einem akuten Schub einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung zu bekommen, ist tatsächlich gekochtes Fleisch.

Speaker: Weil wir darüber überhaupt keine Reizstoffe haben, auf die das Immunsystem reagiert.

Speaker: Und auf der Seite haben wir dann sofort ein Verlieren der Entzündungsreaktion, auch der Histaminreaktion.

Speaker: Es kommt dann nicht zu diesem Histaminausschüttung und der Entzündungsreaktion.

Speaker: Deswegen geht es den Leuten besser und sie sagen zu Recht, mir geht es besser, warum soll ich nicht die karnivore Diät machen?

Speaker: Es gibt zwei Gründe, warum man darüber nachdenken muss.

Speaker: Der eine Grund ist, wenn wir so viel Eiweiße zu uns nehmen, landen leider viele auch im Dickdarm, da gehören sie nicht hin.

Speaker: Im Dickdarm werden sie dann eher toxisch verstoffwechselt.

Speaker: Ammoniak, Schwefel, Wasserstoff, bestimmte Biogene, Amine kennen wir als Leichengifte wie Kadavirin.

Speaker: Das wollen wir da eigentlich nicht haben.

Speaker: Das hat viele Probleme.

Speaker: Das ist das eine.

Speaker: Wir dürfen uns nicht überladen mit Eiweißen.

Speaker: Der zweite Punkt ist, dass wir darüber keine Ballaststoffe haben, von denen die Bakterien leben.

Speaker: Und unsere guten Bakterien leben von Ballaststoffen.

Speaker: Und wenn wir die nicht mehr haben, dann häufen sich dort Fäulniskeime an, die eher toxische Produkte für uns machen können.

Speaker: Und sie haben auch eine Vermehrung von Keimen zur Folge, die gerne unsere Schleimhaut zersetzen.

Speaker: Das heißt, wenn das ganz böse Sachen würde, wir würden sehr viel dafür tun, dass wir eine dünne Schleimhaut kriegen, aber wir würden vermeiden, dass wir Entzündungen auslösen, indem wir Fleisch essen.

Speaker: Und nichts anderes.

Speaker: Natürlich machen auch Ballaststoffe generell Blähungen.

Speaker: Ist das was Schlimmes?

Speaker: Übel riechende Blähungen ja, aber eine leichte Blähungsneigung ist natürlich grundsätzlich nichts Dramatisches.

Speaker: Weil, wenn wir uns mal vorstellen, gesunde Fermentationen kennen wir vom Sauerkraut, kennen wir vom Sauerteigbrot.

Speaker: Was macht ein gutes Sauerteigbrot aus?

Speaker: Es hat riesen Löcher, weil dort Gase produziert werden durch die Fermentation.

Speaker: Also eine gewisse Gasentwicklung ist im Darm gesund und notwendig.

Speaker: Und Ballaststoffe führen zu vermehrter Fermentation.

Speaker: Die Fermentationsbakterien können besser arbeiten, können die Nährstoffe besser freigeben, können uns mehr Nährstoffe zur Verfügung stellen und dann haben wir auch eine gewisse vermehrte Situation, wo auch mal wieder Blähungen entstehen.

Speaker: Aber es dürfen keine erstens übel riechenden Blähungen sein und zweitens es darf nicht unangenehm sein.

Speaker: stark aufgeblähten Bauch, wo man auch merkt, ich fühle immer meinen Bauch die ganze Zeit in unangenehmer Weise, das darf es nicht sein.

Speaker: Ein Satz noch, Entschuldigung, wenn der Darm schon so gelitten hat und dann gebe ich Ballaststoffe drauf, dann sind da häufig Produkte drin wie Gluten, also Getreide zum Beispiel liefert ja unheimlich tolle Ballaststoffe, Inulin, aber ich habe halt auch Gluten mit drin.

Speaker: Und dann kommt es eben zu dieser Histaminreaktion.

Speaker: dann kommt die Immunreaktion oder Lektine aus Hülsenfrüchten.

Speaker: Hülsenfrüchte, Veganer, die eigentlich ja vermeintlich total gesund leben und dann aber ganz viele Foodmaps nennen wir die, also nicht fermentable Produkte, also nicht fermentierbare Produkte plus so unverdauliche Eiweiße, die führen dann plötzlich zu massiven Entzündungsreaktionen, machen nur Bauchschmerzen.

Speaker: Darin ist ein Großteil unserer Reizdarmthematik begründet.

Speaker: Wie würdest du denn jetzt da konkret vorgehen?

Speaker: Nimm mal jemand, der hat die Bedenken, dass er eben Histaminintoleranz hat, beziehungsweise wenn er öfter solche Geschichten hat mit starken Blähungen, mit übel riechenden Gasen und so weiter und eben auch sich mit Footmaps schon auseinandergesetzt hat und Ballaststoffe ist ein Riesenthema.

Speaker: Für das zudem dann nur Bananen und ein bisschen Karotkulver.

Speaker: Bananen wäre eine Katastrophe, da ist ganz viel Lektin drin.

Speaker: Gut, also hau mal rein, was wären gute... Ja, also grundsätzlich fangen wir wirklich bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen zum Beispiel, ist ja sozusagen der Maximal-GAU eines langjährigen Reizdarmsyndroms.

Speaker: Ich will mal ganz kurz sagen, was ist ein Reizdarm?

Speaker: So wie man es eigentlich nennen müsste, leider wird es häufig so nicht genannt.

Speaker: Es fängt mit einer Dysbiose an, also einer Verschiebung der Darmflora, wo wir eher pathologische Gase produzieren.

Speaker: Dann kriegen wir eine Reduktion der Schleimhaut um ein bisschen...

Speaker: Es kommt noch nicht zur Entzündungsreaktion, aber der gesamte Darm wird träger.

Speaker: Es kommt zu Stuhlentleerungsstörungen.

Speaker: Die Leute müssen drei bis vier Mal auf Toilette, weil sie in Schule nicht loswerden oder haben schon richtige Verstopfung.

Speaker: Und dann kommt es zur ganz dünnen Schleimschicht, kommt zur Entzündungsreaktion.

Speaker: Und irgendwann ist die Schleimschlecht ganz weg, dann reagieren die Produkte wie Gluten direkt mit der Schleimhaut, dann kommt es zur Zonolinausschüttung, dann kommen wässrige Durchfälle und irgendwann kommen die chronisch entzündlichen Darmprobleme, also blutige Durchfälle.

Speaker: Wenn wir Patienten haben in dieser Form, wässrige Durchfälle, blutige Durchfälle oder auch wirklich so richtige Unverträglichkeiten mit Schmierstühlen, Bauchschmerzen, Hautrötungen, Schwindel,

Speaker: dann müssen wir teilweise wirklich alles weglassen, um erstmal die Entzündungsreaktion rauszunehmen.

Speaker: Meistens ein, zwei Tage Fasten, zum Beispiel nur Wasser zu sich nehmen, dann langsam anfangen mit Produkten, gekochtes Fleisch zum Beispiel, Tafelspitz kennt jeder, wunderbares Produkt, aber eben nicht mit der fetten Soße, sondern ein reines Tafelspitzprodukt mit ein bisschen Salz und Olivenöl,

Speaker: Dazu kann man gut gekochten, gut geschälten weißen Reis mit zum Beispiel, und abgekühlt muss ich dazu sagen, 24 Stunden abgekühlt.

Speaker: Dabei bildet sich unheimlich viel resistente Stärke als ein ganz toller Ballaststoff.

Speaker: Also da ist schon was dran aus, dass ich mit dieser resistenten Stärke... Natürlich, selbstverständlich.

Speaker: Allerdings nur so 10 Prozent, oder?

Speaker: Die da umgewandt sind.

Speaker: Ja, bis 25 Prozent kann daraus entstehen.

Speaker: Wir haben dazu, Wurzelgemüse ist meistens sehr gut verträglich, sehr gut gekocht, wie zum Beispiel Karotten.

Speaker: Kann man sehr oder muss man eigentlich auch mit Ölen machen, wie Olivenöl, weil wir darüber erst die Beta-Carotine gewinnen.

Speaker: Damit kann man anfangen, den Darm zu beruhigen.

Speaker: Und wir kriegen die Leute damit, allein mit dieser Maßnahme, gekoppelt mit ein bisschen Aloe Vera, kriegen wir die Leute und Omega-3-Fettsäuren, kriegen wir die innerhalb von wenigen Tagen aus dem akuten Schub.

Speaker: So, und jetzt habe ich erstmal die Entzündungsreaktion raus.

Speaker: Ich habe ja noch nichts geheilt.

Speaker: Und jetzt müssen wir sehr komplexe Maßnahmen treffen, wie die Zellfunktion wieder besser wird des Darms.

Speaker: Das ist aber ein sehr komplexes Thema.

Speaker: Also da rate ich zu, dazu nochmal einen eigenen Podcast zu machen.

Speaker: Wie ich die Zellfunktion der Zelle optimiere, dass sie wieder normal funktioniert.

Speaker: Die Schleimschicht ein Stück weit wieder aufzufüllen,

Speaker: kann ich mit Ersatzstoffen machen wie Aloe Vera, aber ich muss vor allem das Mikrobiom auch wieder dazu bringen, gesund zu werden.

Speaker: Also zum Beispiel weniger Fäulniskeime, mehr Fermentationskeime.

Speaker: Lactobifidobakterien statt Enterobacteria C oder im schlimmsten Fall noch Clostridien und E. coli, die jetzt bestimmte E. coli-Formen, die da im Dünndarm nichts zu suchen haben.

Speaker: Was hältst du da von irgendwelchen Probiotika, die da gegeben werden?

Speaker: Oder empfiehlst du da irgendwas?

Speaker: Oder ist es einfach nur ein Tropfen auf den Heutstein?

Speaker: Also generell sind Probiotika probierenswert, Lactobifidobakterien, aber besser ist, wirklich lösliche Ballaststoffe zu geben.

Speaker: Isolierte lösliche Ballaststoffe nicht, sondern also nicht sowas wie isoliertes Inulin.

Speaker: Es gibt

Speaker: Studien dazu, die erschreckend sind, weil diese hohe Konzentration des isolierten Inulinpulvers zum Beispiel landet dann auch wieder überwiegend im Dickdarm, wird von den Bakterien missachtet.

Speaker: Die wollen eine komplexe Pflanze essen und nicht einfach nur so einen isolierten, löslichen Ballaststoff.

Speaker: Das finden sie langweilig.

Speaker: Dann geht der in den Dickdarm, wird toxisch verstoffwechselt.

Speaker: Da gibt es bei Mäusen dramatische Leberveränderungen, also dramatische Leberkrebsentwicklungen.

Speaker: Deswegen komplexe Produkte, also resistente Stärke aus abgekühlten Kartoffeln oder aus Reis,

Speaker: 24 Stunden abkühlen lassen.

Speaker: Es gibt wunderbare lösliche Ballaststoffe, die wir auch als Inulin haben, wie zum Beispiel aus gut verträglichem Turpinamur.

Speaker: Artischocken haben viele gute lösliche Ballaststoffe.

Speaker: Das Artischockenherz, wenn man das gut kocht, ist meistens auch sehr gut verträglich.

Speaker: Jetzt haben wir Spargelzeit.

Speaker: Spargel ist ein wunderbarer Ballastofflieferant, wunderbare Inholine.

Speaker: die wir darüber zu uns nehmen können.

Speaker: Chicory ist häufig auch gut verträglich, hat auch sehr viele Ballaststoffe.

Speaker: Also wir können uns Schritt für Schritt, die Aloe Vera haben wir darüber gesprochen, ganz viel Azamanan.

Speaker: Wir können also langsam anfangen, mit gut verträglichen Produkten die Flora wieder normal zu machen, sodass die Keime, die unsere Schleimhaut zerstören, wieder verschwinden.

Speaker: Das ist jetzt nicht das Bredo-Haus-Konzept, wie alles, was wir hier besprechen.

Speaker: aus guten Lehrbüchern und guten Studien kommt.

Speaker: Also nicht, dass jemand denkt, das hat der Kai erfunden, sondern das finden wir in internationaler Spitzenliteratur.

Speaker: Das liest halt keiner.

Speaker: Und es wird oft eben auch nicht angewandt.

Speaker: Das ist das Traurige daran.

Speaker: Das Krasse ist ja an dir, dass du es liest.

Speaker: Also ich habe von einem befreundeten Professor gehört, den ich mit dir verbunden habe.

Speaker: Er hat ja gemeint, ja, der Dr. Bredow ist ja bekannt in der Szene.

Speaker: Er hat über 10.000 Studien gelesen.

Speaker: Ist da was dran?

Speaker: Wir haben über 20.000 Studien analysiert.

Speaker: Das haben wir tatsächlich gemacht in den letzten 15 Jahren, haben wir für uns 20.000 internationale Studien analysiert mit Fragen, die uns beschäftigt haben.

Speaker: Welche Nährstoffe wirklich bestimmte Wirkungen nachweisen können, gibt es leider nicht so viele, muss man leider sagen.

Speaker: Es hat alles eher eine starke Relativierung von vielen, vielen Themen zur Folge.

Speaker: Aber klar, wir haben uns damit intensiv beschäftigt und das machen wir seit 15 Jahren zu diesem Themengebiet.

Speaker: Also nicht umsonst kommen ja auch große bekannte Sportler zu dir, dürfen jetzt wahrscheinlich keine Namen nennen oder auch große Vereine.

Speaker: Also das ist ja vielleicht dem normalen Menschen, der hier jetzt zuschaut und gespannt dir zuhört, nicht bekannt, aber in der Szene bist du durchaus bekannt.

Speaker: Also es ist Hand und Fuß, was du hier sagst.

Speaker: Jetzt wollen wir mal bitte ganz kurz zu Histamin zurückkommen.

Speaker: Was sind denn aus deiner Sicht zumindest Sachen, wenn jetzt jemand unter wirklich Histaminproblemen leidet und das loswerden möchte?

Speaker: Was sollte denn, wir haben jetzt einige Sachen gesagt, die er langsam nehmen kann.

Speaker: Was sollte er aber auf jeden Fall in dieser akuten Anfangssituation vermeiden aus deiner Sicht?

Speaker: Also dazu würde ich ganz kurz gerne ein Beispiel erzählen, auch wenn das was gar nichts mit Menschen zu tun hat.

Speaker: Für mich einer der faszinierendsten Beispiele, die ich natürlich auch ständig in der Humanmedizin dann erlebt habe, allerdings nie so eng begleiten konnte wie hier.

Speaker: Und zwar haben wir einen Hund aus der Nachbarschaft übernommen, der hier in Gefangenschaft gelitten hat und den ganzen Tag nur Brotkrum gegessen hat und natürlich extrem stresserfahren hat.

Speaker: Was bewirkt Stress?

Speaker: Minder Durchblutung des Darms.

Speaker: Darüber werden Schleimhäute kaputt gemacht.

Speaker: Also Stress reduziert die Durchblutung der Darmwand.

Speaker: Dadurch wird weniger Schleim gebildet.

Speaker: Und natürlich ständig diese Glutenlast dazu hat dann natürlich auch zu entsprechenden Reaktionen geführt.

Speaker: Wenn man diesem Hund auch nur

Speaker: ganz wenige Anteile in einem Futter von wenigen Milligramm zum Beispiel Erbsenprotein gegeben hat, was häufig immer wieder im Futter zu finden ist, dann ist der in die Luft geflogen.

Speaker: Dieser Hund hatte eine chronisch entzündliche Darmerkrankung mit massiven blutigen Stuhlgängen.

Speaker: Die konnten wir nur ruhig kriegen durch Vermeidung von allen möglichen pflanzlichen Produkten.

Speaker: Reines Fleisch, am besten Wildfleisch, gekocht.

Speaker: Und das ein bisschen nachher gekoppelt mit Reis und Wurzelgemüse.

Speaker: Und dadurch war er reaktionsfrei und hatte einen ganz normalen Stuhlgang.

Speaker: Komplett.

Speaker: Sobald nur eine Spur, Gluten oder Lektin, irgendwo drin war oder Milcheiweiß, ist dieser Hund wie eine Atombombe explodiert.

Speaker: Es war knallrot, also ganz dünnes Fell.

Speaker: Man sieht über seine gesamte Haut knallrot.

Speaker: massive Beschwerden und sofort weniger blutige Durchfälle.

Speaker: Was haben wir gemacht?

Speaker: Wir haben diese Vermeidungssituation über fast ein Jahr durchgeführt und mit mikrobiomunterstützenden Substanzen therapiert.

Speaker: Und heute kann der Hund Gluten essen, Lektin essen.

Speaker: Es sind nicht die geringsten Probleme da.

Speaker: Und wenn Menschen das so konsequent durchführen,

Speaker: kann man damit auch ähnlich erfolgreich werden.

Speaker: Wenn jemand diese Problematik hat, muss er erstmal vermeiden.

Speaker: Wollen wir aber durchaus ganz kurz festhalten, dass Lektine und Gluten in einem gewissen Maße, natürlich nicht in kompletter Übermenge, wie es ja heute leider in verzüchteten Sachen vorkommt, nicht das Problem darstellen.

Speaker: Das Problem ist ursprünglich

Speaker: in unserem Darm, was wir uns selber erschaffen haben, und wenn Leute immer darauf rumreiten, dass pflanzliche Ernährung absolut Gift ist, dann stimmt das so nicht.

Speaker: Nein, das stimmt definitiv nicht.

Speaker: Die pflanzliche Ernährung, denken wir mal nur an die sekundären Pflanzenstoffe, ist elementar wichtig für uns.

Speaker: Und nur wir haben den Darm so zerrüttet, dass wir mit diesen Pflanzen nicht mehr verdauen können und damit Entzündungsreaktionen bekommen.

Speaker: Wenn wir eine Afte im Mund haben,

Speaker: auch nicht ohne Grund meistens, dann versucht man mal bitte jetzt pflanzliche Produkte zu essen.

Speaker: Die meisten wird man sofort wieder ausspucken, weil es nur Probleme macht, Entzündungen beschleunigt und so weiter.

Speaker: Dann esse ich lieber den Reisbrei, Karottenbrei oder ein bisschen Fleisch und es brennt nicht und es gibt keine Entzündung.

Speaker: Gebe ich aber jetzt zum Beispiel Rucolasalat oder dergleichen drauf, Tomate, dann wird man sicherlich fluchend das Zeug wieder ausspucken.

Speaker: Ist deswegen das ungesund?

Speaker: Nein, wir hätten wahrscheinlich die Afte nicht bekommen, wenn wir regelmäßig Tomate und Rucola und ähnliche Dinge in guter Qualität gegessen hätten.

Speaker: Wir hätten eine gesunde Schleimhaut.

Speaker: Schleimhaut ruinieren wir uns durch Mangel von Ballaststoffen und durch Stress.

Speaker: Und ist klar, ich kann, wenn ich die Schleimhaut wieder verdicke, plötzlich auch wieder Gluten zu mir nehmen und habe kein Problem.

Speaker: Das haben wir tatsächlich, ich will nicht sagen wie viel Mal, aber in einer sehr, sehr relevanten Zahl gesehen.

Speaker: Also von daher vermeiden von Produkten, die die Entzündung auslösen.

Speaker: Jeder kann das auch sehr gut selbst merken.

Speaker: Deswegen gehen ja viele auch dann erstmal auf eine karnivore Diät und sagen, plötzlich geht es mir gut, ich komme aus dem Schub raus und dann würde ich mit einer gut verträglichen Ballastofftherapie anfangen.

Speaker: Also mit Ballastoffen, die gut verträglich sind und

Speaker: Und jeder Patient merkt selber, ob er diese Produkte gut verträgt.

Speaker: Meistens haben wir die Reaktion auch schon nach vier Stunden.

Speaker: Also wenn wir es zu uns genommen haben, haben wir nach vier Stunden schon die ersten Probleme.

Speaker: Und das Produkt muss man dann unbedingt meiden.

Speaker: Wir müssen im Rahmen der Stresstherapie arbeiten.

Speaker: Der Darm muss wieder gut durchblutet sein.

Speaker: Das ist ein natürlich abgegriffenes Thema, wo man immer sagt, ja gut, klar, ich habe keinen Stress, ich muss jetzt irgendwas dagegen machen.

Speaker: Aber tatsächlich ist es so, dass man Stress in seinem Leben, existenziellen Stress, beseitigen muss.

Speaker: Sonst kommt man nicht wieder in eine gesunde Darmschleimhaut.

Speaker: Und diese beiden Kombinationen, die würden relativ schnell dazu führen, dass der Patient diese Schübe so nicht mehr bekommt.

Speaker: Ein Reizdarm muss geheilt werden.

Speaker: Und zwar in Partnerschaft, in Kombination zwischen dem Arzt und dem Patienten, muss es geheilt werden.

Speaker: Ist auch eine absolute Verpflichtung, weil wenn es nicht geheilt wird,

Speaker: führt es dazu und Reizdarm ist letztendlich der Beginn solcher Unverträglichkeiten.

Speaker: Wenn es nicht geheilt wird, kann es nachher zu Autoimmunerkrankungen, schweren Autoimmunerkrankungen, Allergien sowieso kommen.

Speaker: Also Dinge, die wir nicht haben wollen.

Speaker: Es wird ja häufig gesagt, dass das eigentlich alles kein Problem ist.

Speaker: Ich müsste nur mein DAO nehmen, also dieses Enzym DAO, was für den Abbau des Histamins im Darm verantwortlich ist.

Speaker: Und da gibt es ja durchaus Präparate.

Speaker: Was hältst du denn aus ärztlicher Sicht davon?

Speaker: Ja, also die Amino-Oxidase ist das abbauende Enzym für die extrazelluläre Histaminabbau.

Speaker: Und intrazellulär ist es ja die Histamin-En-Methyltransferase.

Speaker: Das sind so die beiden Enzyme, die unser Histamin abbauen.

Speaker: Grundsätzlich bin ich nie ein großer Freund von der Gabe von enzymatischen Produkten, die eine Aufgabe übernehmen, die unser Körper machen sollte.

Speaker: Das heißt, wir hemmen ja damit auch die Eigenproduktion.

Speaker: Und in Studien hat sich gezeigt, dass sich die Problematik dadurch nicht dramatisch verbessert hat.

Speaker: Also von daher wäre ich jetzt kein großer Verfechter der DAO-Gabe.

Speaker: Aber alles, was hilft, kann man nehmen.

Speaker: Und ich bin auch sowieso immer ein Gegner davon, dass wir irgendwas schwarz-weiß sehen, auch wir nicht.

Speaker: Wir haben auch nicht die Wahrheit hier gepachtet, sondern wir versuchen, so differenziert wie möglich an die Sache heranzugehen und zu helfen.

Speaker: Aber es ist ein sehr, sehr komplexes System.

Speaker: Und was immer vergessen wird,

Speaker: dass wenn wir eine Sache isoliert betrachten und meinen, das ist das einzig Richtige, wir geben jetzt nur die Amino-Oxidase und das hilft, dass ein Gleichgewicht etliche andere gleiche Gewichte verschiebt.

Speaker: Wenn ich Cystein gebe zum Beispiel gegen Lipoprotein A-Überproblematiken, dann muss ich immer daran denken, dass ich ein anderes Gleichgewicht verschiebe, nämlich plötzlich die Cystein-Produktion aus Homocystein.

Speaker: Homocystein ist wiederum ein Risikofaktor für Schlaganfälle und Herzerkrankungen.

Speaker: Darf ich nicht vergessen.

Speaker: Reicht das jetzt, dass ich dazu B12 und Folsäure gebe, damit wieder mehr Methionin daraus entsteht?

Speaker: Wissen wir auch nicht.

Speaker: Also wir wissen leider fast immer nur ein Prozent maximal von dem, was tatsächlich stattfindet.

Speaker: Und wenn man so ein Gleichgewicht in eine Schieflage bringt und sagt, das ist jetzt das Optimum, dann verschiebe ich aber über diese Ebene und über diesen Ebene Millionen andere Gleichgewichte.

Speaker: Ob das dann das Optimum ist, wissen wir nicht.

Speaker: Ja, wahrscheinlich nicht.

Speaker: Also klinische Erfahrung ist natürlich auch ein ganz wichtiger Punkt.

Speaker: Womit komme ich wirklich in eine langfristige Gesundheit, wo ich möglichst nichts mehr brauche?

Speaker: Unsere Patienten sollten nach spätestens einem Jahr

Speaker: nicht 20, 30 Nahrungsergänzungsmittel brauchen, sondern vielleicht noch ein, zwei prophylaktisch und das war's.

Speaker: Ansonsten sind wir irgendwo falsch unterwegs.

Speaker: Ja, definitiv.

Speaker: Deshalb, ich denke, du auch, so wie ich, bin ein Fan davon, Histamin oder generell jede Krankheit ursächlich zu behandeln.

Speaker: Und dazu gehört ein ganzheitliches, holistisches Konzept und nicht nur irgendwie eine Nahrungsumstellung, indem ich Paprika, Tomaten und Parmesan weglasse im Falle von Histamin.

Speaker: oder eben auch fermentierte Sachen.

Speaker: Dementsprechend, du hast die Angst angesprochen.

Speaker: Die Angst ist ja sowieso eines der größten Zerstörer unseres Körpers schlechthin.

Speaker: Und da können ja auch unbewusste Ängste eine Rolle spielen.

Speaker: Also auch da mal genau hinschauen.

Speaker: Wir versuchen immer alles mit unserem Verstand zu lösen und wir holen uns Informationen ein und so weiter.

Speaker: Aber alles, was auch unbewusst gespeichert ist, gehört da eben auch angegangen aus meiner Sicht.

Speaker: Und was speziell, wir haben sehr viele Frauen, die hier auch immer zuschauen.

Speaker: Für Frauen nochmal fragen wollte, lieber Kai, ist das Thema Schilddrüse.

Speaker: Da gibt es ja bei vielen Frauen dann gerade so ab 40 Probleme.

Speaker: Und wenn wir die Schilddrüse stärken, die ja auch den Hormonstoffwechsel steuert, dann haben wir doch da auch sehr gute Möglichkeiten, auch Histamin, die Heilung von Histamin mit zu unterstützen, oder?

Speaker: Hast du da Tipps?

Speaker: Das kann man, würde ich jetzt so nicht sagen können, weil wir das auch nie mit Bezug auf die Schilddrüse gemacht haben, dass wir darüber den Histamin-Kreislauf stabilisieren.

Speaker: Wir haben es eigentlich ausschließlich im Bereich der Darmaktivität gemacht.

Speaker: Umgekehrt wird eher ein Schuh draus.

Speaker: Geringe Schleimhautentwicklung bedeutet Antikörperbildung.

Speaker: Und wir haben halt häufig eine Schilddrüsen-

Speaker: Unterfunktion, die sich entwickelt aufgrund einer Autoimmunreaktion gegen die Schilddrüse.

Speaker: Sehr häufig sehen wir bei Tarmpatienten mit diesem geschilderten Problem häufig schon, Patientinnen sehr, sehr häufig, dann eben schon Antikörper gegen die Schilddrüse und eine zunehmende Schilddrüsenunterfunktion.

Speaker: Und das ist schon ein klares Warnzeichen, dass wir hier auch eine Autoimmunreaktion langsam bekommen.

Speaker: Gar nicht so selten.

Speaker: Gut, dann machen wir auf jeden Fall ein eigenes Podcast-Thema nochmal dazu, weil das Thema Schilddrüse dann doch sehr, sehr viele Frauen vor allem betrifft.

Speaker: Und ich finde das auf jeden Fall spannend.

Speaker: Was kannst du denn jetzt zusätzlich zur Ernährung empfehlen?

Speaker: Du hast über Nahrungsergänzungsmittel gesprochen, du sagst 1 bis 2 vielleicht prophylaktisch.

Speaker: Für mich gehört da zum Beispiel Omega-3 dazu.

Speaker: Aber gerade eben auch bei Histamin, Vitamin C oder auch Schwarzkümmelöl sehr, sehr gute Eigenschaften nach.

Speaker: Gibt es da irgendwas, was du auch auf jeden Fall mit... Ja, Vitamin C ist zum Beispiel ein Mastzellstabilisator.

Speaker: Das ist eine wunderbare Sache.

Speaker: Es reduziert die Mastzellstabilität.

Speaker: Wir haben da nicht so eine dramatische Ausschüttung.

Speaker: Vitamin C ist in vielerlei Hinsicht ein gutes Produkt.

Speaker: Es gibt da einen bestimmten Spiegel, den wir gerne anstreben.

Speaker: Aber das wissen die Ärzte dann entsprechend.

Speaker: Ja, das kann man sehr gut empfehlen.

Speaker: Es hilft auch in anderen Bereichen im Rahmen der Oxidation von Cholesterin oder steigert die Kollagenqualität und viele Dinge mehr.

Speaker: Also von daher passt das sehr schön.

Speaker: Was ich grundsätzlich empfehlen kann bei Histaminintoleranzen ist, wie gesagt,

Speaker: Vermeidung der Auslöser, Unterstützung mit antientzündlichen Produkten, Omega-3-Fettsäuren zum Beispiel.

Speaker: Natürlich mit Aloe Vera als ein direkt antientzündliches Produkt, Aloe Vera Direktsaft, mit einem Ballaststoffanteil, der verträglich ist, nämlich Azemanan.

Speaker: Bitte immer einen sehr hohen Azemanan-Anteil gucken.

Speaker: Es gibt Produkte, die haben über 1000 Milligramm Azemanan-Anteil.

Speaker: Die klassischen Aloe Vera Produkte haben keine 300.

Speaker: Also von daher ist das sehr, sehr wichtig, welche Qualität man sich da holt.

Speaker: Also unter 25 Euro den Liter kriegt man da keine hohe Qualität.

Speaker: Dann brauchen wir Ballaststoffe, die gut verträglich sind, also Auswahl von guten, löslichen Ballaststoffprodukten in der Ernährung.

Speaker: Also gucken, was kann ich da nehmen.

Speaker: Artischock habe ich genannt, Topinamur habe ich genannt, Spargel, Chicory.

Speaker: Das sind alles wunderbare Ballaststoffprodukte, aber auch Wurzelgemüse hat gute Ballaststoffe, die zu sich nehmen und die anderen vermeiden.

Speaker: auf Röstaromen verzichten.

Speaker: Also Braten, Heißbacken, Grillen sind alles Dinge, die nicht optimal sind.

Speaker: Das würde ich entsprechend empfehlen.

Speaker: Und an Nahrungsergänzungsmitteln in der Unterstützung würde ich grundsätzlich empfehlen, dass wir sekundäre Pflanzenstoffe einsetzen, die vor allem die Genetik, unsere Epigenetik beeinflussen und darüber die Entzündungsreaktionen über mehrere Wege runterfahren.

Speaker: Das ist aber jetzt zu komplex für diese Stunde, aber man kann kurz festhalten, sekundäre Pflanzenstoffe sind tatsächlich in der Lage, die Zellgenetik so zu steuern, dass wir unsere Entzündungsgene wieder runterfahren und dadurch eine geringere Entzündungsreaktion haben.

Speaker: Nahrungsprodukte, die Histamin enthalten, wie Schokolade, Rotwein, Käse,

Speaker: Sauerkraut, kann man schon meinen, so ist es nicht.

Speaker: Es ist ja zusätzliches Histamin, kann theoretisch auch zu Problemen führen.

Speaker: Das klingt hervorragend und wenn du, liebe Zuschauer, da jetzt noch weitere Fragen hast oder gegebenenfalls eben auch mal in eines der Webinare, öffentlichen Webinare mit Dr. Kai Bredehorst kommen möchtest oder vielleicht sogar ein individuelles Thema, was du wirklich behandelt werden möchtest, weil du woanders keine Lösung gefunden hast, dann kannst du dich gerne unter der

Speaker: URL hier in der Beschreibung eintragen.

Speaker: Wir haben extra diese URL eingerichtet.

Speaker: Es ist sehr, sehr schwierig, mit Dr. Kai Bredorst selbstständig überhaupt in Kontakt zu kommen.

Speaker: Wir haben es aber jetzt mal über diesen Podcast möglich gemacht.

Speaker: Deshalb nutze gerne die Chance und dann sehen wir uns dort vielleicht wieder.

Speaker: Und vor allem trage mal in die Beschreibung Themen ein, die du gerne von Dr. Kai Bredorst behandelt haben möchtest.

Speaker: Dann schauen wir, ob wir das möglich machen können.

Speaker: Vielen lieben Dank nach Mallorca, mein Lieber.

Speaker: Dankeschön.

Speaker: Dass du dich hier zur Verfügung stellst mit deiner Zeit und nicht die 10.0001 der Studie liest.

Speaker: Und ja, ich sage auch heute wieder, stay healthy, stay vegan, eat you broccoli.

Speaker: Lass dir gut gehen.

Speaker: Wenn es dir gefallen hat, leite die Episode an jemand weiter, der vielleicht ein Histaminproblem hat.

Speaker: Bis ganz bald.

Speaker: Tschüss.

Speaker: Wie schön, dass du bei dieser Folge dabei warst.

Speaker: Alle zu geringen Links findest du in den Shownotes.

Speaker: Lass gerne eine Bewertung für den Podcast da.

Speaker: Jeden Donnerstag und Sonntag wartet eine neue Folge auf dich.

Speaker: Teile den Podcast auch gerne mit deinen Liebsten, damit auch sie ihrer Gesundheit zukünftig wieder mehr Beachtung schenken.

Speaker: Du findest Mr. Brokkoli auch auf YouTube, Instagram, auf seinem Blog und bei School.

Speaker: Wenn du Fragen oder Anregungen für künftige Podcast-Episoden hast, melde dich gerne bei uns.

Speaker: Wir freuen uns auf dich.

Speaker: Vielen Dank und einen wunderschönen Tag wünscht dir das ganze Mr. Brokkoli-Team.

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Speaker

Recommended