Transcript
Speaker: Herzlich willkommen beim Higher Health Podcast.
Speaker: Wir verraten Mr. Brokkoli und spannende Gäste Informationen jenseits des Mainstreams.
Speaker: Verabschiede dich von schlechter Laune und chronischen Beschwerden und komm in deine beste Figur und dein Bestes selbst.
Speaker: Stärke deinen Geist und optimiere deine Gesundheit mit Mr. Brokkoli.
Speaker: Viel Spaß bei der Folge.
Speaker: Das führt über diese Verbindung Darm-Hirn innerhalb von fünf Minuten zur Veränderung der Psyche.
Speaker: Reizdarm sagt eigentlich erst mal gar nichts.
Speaker: Es sind so molekulare Löcher.
Speaker: Trotzdem kann Müll durchtreten und das ist entzündlich.
Speaker: Wie heißen die und wann sprechen wir von einem Leaky Gut, wann von einem Reizdarm und so weiter?
Speaker: Das ist wie, ich habe ein Loch im Tank, ich gieße einfach immer wieder Benzin rein, damit ich fahren kann, aber das Loch lasse ich offen.
Speaker: Das ist ja Blöde.
Speaker: Und jetzt gehen viele Menschen daher und greifen eben zu einer ballaststoffarmen oder ballaststoff komplett rausgestrichenen Ernährung.
Speaker: Das ist eine coole Idee, weil dann habe ich keine Symptome mehr, das stimmt, aber ich habe natürlich überhaupt kein Problem gelöst.
Speaker: Jetzt ist die Zelle in der Darmwand nicht einfach entzündet, sondern die ist tatsächlich so degeneriert zusammen wie so ein geschmorteter Apfel.
Speaker: Diese Fäulniskeime, die gehen ja dann hin und...
Speaker: fressen die Mucosa auf, oder?
Speaker: Diese Abfallstoffe sind durchaus auch giftig.
Speaker: Fäulnisbakterien bilden zum Beispiel Methan oder Ammoniak oder ähnliches.
Speaker: Man könnte auch sagen Fäulnisgifte, Krebs, Zöliakie oder also wirklich schwerwiegende Krankheiten.
Speaker: In der Naturheilkunde sollten wir eigentlich nicht immer das gleiche denken wie die Schulmedizin.
Speaker: Jawohl, 10 Kilo von dem und noch 3 Gramm von dem und 5 und und und und.
Speaker: Vielleicht ist die Degeneration, diese verschrumpelte Zelle eben immer noch da.
Speaker: Und deswegen ist es auch sehr entscheidend.
Speaker: Dieses Video wird hier präsentiert von deinem Mr. Broccoli und richtet sich an alle, die sich abseits der Massenmedien in Verbindung von Natur- und Geisteswissenschaften ihr eigenes Bild machen wollen.
Speaker: Beachte jedoch, was du hier siehst, ist niemals die eine und vollständige Wahrheit.
Speaker: Sie ist viel zu komplex und individuell, um sie in einem Video zu fassen.
Speaker: Da wird ja häufig darüber gesprochen heutzutage, ja, vielleicht hast du Leaky Gut und deshalb hast du dann diese ganzen Allergien oder Probleme.
Speaker: Da gibt es ja aber gewisse Vorstufen ja auch, ne?
Speaker: Also manche sprechen dann auch von dem Reizdarm.
Speaker: Kannst du da mal vielleicht ein bisschen Licht ins Dunkel bringen?
Speaker: Welche Vorstufen gibt es da?
Speaker: Wie heißen die?
Speaker: Und wann sprechen wir von einem Leaky Gut, wann von einem Reizdarm und so weiter?
Speaker: Genau.
Speaker: Ja, das ist tatsächlich ein relativ komplettes und sehr verwuseltes Ding, da jeder bezeichnet das irgendwo anders.
Speaker: Einfach erstmal nur ganz kurz vom Begriff her.
Speaker: Reizdarm sagt eigentlich erstmal gar nichts.
Speaker: Primär ist der Darm gereizt.
Speaker: Und das soll einfach heißen, ich habe irgendwelche Symptome, Bauchweh, Blähungen oder sonst irgendwas, aber keine schlimme Krankheit.
Speaker: Das ist die Definition von Reizdarm.
Speaker: Ich habe ausgeschlossen, dass ich irgendwie eine Entzündung habe, Krebs,
Speaker: Zöliakie oder also wirklich schwerwiegende Krankheiten.
Speaker: Die sind ausgeschlossen, habe aber Beschwerden.
Speaker: Das unter dem Dach steht schon mal der Befreizdarm und damit ist es eigentlich klar, da hat es dann eben die verschiedenen Dinge von kompletter Dysbiose, also ich habe viel zu viele Fäulnisbakterien, die produzieren immer nur Methangase oder so ein Zeugs oder das Umgekehrte.
Speaker: Ich habe nur Vergärung und in mir gärt es und es ist komplett sauer und gärend.
Speaker: Und dann ist eben die Schleimhaut und das alles.
Speaker: Und das Leaky Gut ist nur ein Teil von irgendwas.
Speaker: Jetzt gibt es eben diese Stufen.
Speaker: Die Schleimhaut ist erstmal nur gereizt.
Speaker: Das ist eine lokale, leichte Entzündung.
Speaker: Hat nichts mit diesen schweren Entzündungen wie Morbus Crohn oder irgend so einem Zeug zu tun.
Speaker: Das ist eine ganz andere Ebene.
Speaker: Es ist wie eine gereizte Schleimhaut.
Speaker: Und wenn diese Reizung dann mehr wird, dann entsteht die verschiedenen Stufen des Leaky Guts.
Speaker: Und dann gibt es eben das erste Leaky Guts, das ist das sogenannte entzündliche Leaky Guts.
Speaker: Da ist wirklich eine Entzündung in der Schleimhaut.
Speaker: Und diese Entzündung, die öffnet jetzt so die Grenzen zwischen den Zellen.
Speaker: Es entstehen wie kleine Löcher.
Speaker: Die sind natürlich nicht echte Löcher, da wären wir tot.
Speaker: Es sind so molekulare Löcher.
Speaker: Trotzdem kann Müll durchtreten und das ist entzündlich.
Speaker: Und dann gibt es aber eben die letzte Stufe, das ist die komplexere Stufe.
Speaker: Jetzt ist die Zelle in der Darmwand nicht einfach entzündet, sondern die ist tatsächlich so degeneriert zusammen wie so ein geschmorter Apfel.
Speaker: Und dadurch ist, weil die so kleiner werden, ist auch Loch dazwischen.
Speaker: Das ist das degenerative Leaky Gut.
Speaker: Das Dumme ist, ich persönlich merke den Unterschied nicht.
Speaker: Ich kann jetzt also nicht an mir feststellen, von den Schmerzen her, was habe ich jetzt gerade.
Speaker: Das kann man eben nicht, das kann man aber diagnostisch machen.
Speaker: Und jetzt ist eben das Thema, dass die Entzündung ist immer das Erste.
Speaker: Und wenn ich es jetzt schaffe, einfach nur die Entzündung wegzumachen, mit verschiedenen Methoden, auch durch Ernährung oder Ähnliches, dann ist die weg, dann geht diese Entzündung wieder zurück.
Speaker: Aber vielleicht ist die Degeneration, diese verschrumpelte Zelle eben immer noch da.
Speaker: Und deswegen ist es auch sehr entscheidend, sich mit den unterschiedlichen Stufen vom Leaky Gut auseinanderzusetzen.
Speaker: Und das hat halt was mit Diagnostik zu tun.
Speaker: Alle messen immer so diesen Zonulin-Wert.
Speaker: Der wird im Stuhl, manchmal auch im Blut, aber idealerweise im Stuhl gemessen.
Speaker: Und Zonulin ist das entzündliche Leaky Gut.
Speaker: Das heißt, wenn der erhöht ist, dann weiß ich, ich habe eine Entzündung.
Speaker: Und deswegen habe ich diesen löchrigen Darm.
Speaker: Und ja, weil der Darm eben Müll durchlässt, kann es sein, dass ich jetzt auf die Himbeere reagiere.
Speaker: Obwohl ich gar nicht auf die Himbeere reagieren würde.
Speaker: Aber weil Teile von der Himbeere durch diese Löcher in den Körper kommen, muss mein Körper sogar reagieren.
Speaker: Aber nicht gegen die Himbeere, sondern eigentlich, weil da ein Loch ist.
Speaker: Sobald das Loch zu ist, stört mich die Himbeere nicht mehr.
Speaker: Das ist die Entzündung.
Speaker: Wenn ich jetzt diese Entzündung hinbekommen habe, dann geht das Zoonulin wieder runter.
Speaker: Und wenn man dann jetzt nicht weiterdenkt, hat man das Gefühl, so, das war's, Behandlung abgeschlossen, ich habe es geschafft.
Speaker: Stimmt blöderweise nicht, weil ich habe noch diese geschrumpelte Zelle, dieses degenerative Leaky Gut.
Speaker: Und das kann ich nur über einen Laborwert feststellen, der heißt IFAB, I-F-A-B-P.
Speaker: Und der ist eben dann immer noch erhöht.
Speaker: Also ein rein normales Zonulin schließt eben dieses degenerative Leaky Gut nicht aus.
Speaker: Deswegen, ich habe mehrere Stufen.
Speaker: Und bei der nur gereizten Darmschleimhaut ist das eben beides normal.
Speaker: Ich habe kein Zonulin, kein IFAP, aber so einen erhöhten Entzündungswert, SIGA heißt das, das ist so ein Antikörper auf der Schleimhaut, der ist aber vielleicht ein bisschen erhöht, aber die beiden Leaky Gut Parameter eben nicht.
Speaker: So kann ich so ein bisschen die unterschiedlichen Schwere gerade von ein bisschen, ein bisschen mit Löcher und ordentlich mit Löcher.
Speaker: Das kann man so ein bisschen vielleicht in diese Richtung unterteilen.
Speaker: Ja, super hilfreich, denn ich habe bisher eben auch immer nur von dem Sonolin Marker gehört und du hast jetzt ein bisschen mehr Licht ins Dunkel gebracht.
Speaker: Finde ich sehr spannend.
Speaker: Ich persönlich, es gibt ja sehr viele Menschen, die heute auf die Präbiotika aus der normalen Ernährung verzichten, Stichwort Carnivore-Ernährung oder Animal-Based, weil sie eben genau wahrscheinlich dieses Thema haben, eines
Speaker: Leaky Gut Syndroms, egal in welcher Ausprägung es gerade vorliegt, denn Ballaststoffe oder auch sekundäre Pflanzenstoffe und so weiter, die reizen ja, wie du es gesagt hast, der Darm ist immer erst mal gereizt, wenn aber natürlich üble Probleme vorliegen, dann
Speaker: ist der Reiz quasi schon das Problem.
Speaker: Vorher ist er gar nicht das Problem.
Speaker: Und jetzt gehen viele Menschen daher und greifen eben zu einer ballaststoffarmen oder ballaststoffkomplett rausgestrichenen Ernährung, weil sie alle Reize weghaben wollen, weil sie ja die nicht mehr vertragen.
Speaker: Auf Dauer aber wahrscheinlich sehr, was passiert auf Dauer?
Speaker: Weil diese Fäulniskeime, die gehen ja dann hin und
Speaker: fressen die Mucosa auf, oder?
Speaker: Die brauchen ja was zu fressen.
Speaker: Etwas martialisch ausgedrückt, aber tatsächlich nicht ganz falsch.
Speaker: Also ist es so.
Speaker: Der Mensch ist ein Allesfresser.
Speaker: Deswegen macht
Speaker: weder das eine Extrem noch das andere Extrem alles sind, sondern wenn ich jetzt nur Vollniskeime züchte, indem ich halt nur das esse, dann habe ich nachher alles voller Vollniskeime, ja, weil denen geht es gut, die fühlen sich wohl, die essen das jetzt.
Speaker: Jetzt produzieren die aber eben auch Abgase, nicht nur Gase im Sinne von Gase gemeint, sondern Abfallstoffe.
Speaker: Und diese Abfallstoffe sind durchaus auch giftig.
Speaker: Vollnissbakterien bilden zum Beispiel Methan oder Ammoniak oder ähnliches.
Speaker: Man könnte auch sagen Vollnissgifte, wobei Gift ist immer so ein bisschen brutal, aber Vollnissmüll.
Speaker: Und der schon alleine kann entzündlich sein, der kann auch die Darmwand entzünden.
Speaker: Und ja, diese Vollnitzkeime, die essen natürlich alles, was sie finden und dann finden sie auch in der Umgebung Material, wo sie mitessen.
Speaker: Jetzt nicht, dass sie komplett alles zerstören, aber auch hier wieder einen Entzündungsreiz setzen können.
Speaker: Und umgekehrt, wenn ich eine Vergärung habe, wenn ich also gar keine Fäulniskeime mehr habe, sondern nur noch Säurungskeime, dann produzieren die natürlich unglaubliche Mengen Säuren.
Speaker: Und dann haben wir nachher einen Darm-PH von 4, den wir eigentlich nur in der Nähe vom Magen hätten.
Speaker: Und Säure ist auch nicht so gesund für eine Schleimhaut.
Speaker: Dann habe ich halt eine Säurebelastung der Schleimhäute.
Speaker: Ist auch eher doof.
Speaker: Also am Ende geht es auch hier wieder um eine vernünftige Form.
Speaker: Und ja, du hast ganz was Wichtiges gesagt.
Speaker: Es ist tatsächlich so, dass je nachdem wie mein Darm ist, ich reize, nicht gut vertrage und dann auf Ballaststoffe oder auch auf Fermentiertes unglaublich schnell mit Blähungen reagiere.
Speaker: Und dann ist eben schnell die Lösung, ah super, ich nehme es einfach nicht mehr.
Speaker: Das ist eine coole Idee, weil dann habe ich keine Symptome mehr, das stimmt, aber ich habe natürlich überhaupt kein Problem gelöst.
Speaker: Also das ist natürlich genau das nicht, sondern ich muss dann die Menge reduzieren.
Speaker: Ja klar, in so einem Moment macht es überhaupt keinen Sinn, einen kompletten Löffel voller Fasern zu nehmen, das macht keinen Sinn, sondern da muss ich die Dosis reduzieren und über Maßnahmen diesen Bakterien wieder auf die Sprünge helfen und dann langsam wieder die Sachen einführen.
Speaker: Da bringt es also überhaupt nichts, irgendwelche Crashkurse zu machen, sondern schön peu à peu wieder langsam aufbauen.
Speaker: Und ein gesunder Darm verträgt es.
Speaker: Also ich muss so lange behandeln, Dinge tun, bis ich es eben wieder schaffe, weil ein Darm hat, das zu vertragen.
Speaker: Und wenn er es nicht verträgt, ist er einfach geschwächt, dann muss ich ihn behandeln.
Speaker: Und das nur weglassen ist tolle Idee.
Speaker: Das ist wie, ich habe ein Loch im Tank, ich gieße einfach immer wieder Benzin rein, damit ich fahren kann, aber das Loch lasse ich offen.
Speaker: Das ist ja Blöde.
Speaker: Richtig.
Speaker: Was kann denn jetzt so jemand machen, der in diesem Stadion ist, eben auch ein Leaky Gut hat oder eben auch sehr begrenzt nur noch ist, begrenzte Lebensmittel zu sich nimmt?
Speaker: Ist es dann eine gute Idee, dort gewisse Probiotika tatsächlich zu geben, dass sie sich wieder ansiedeln können?
Speaker: Und du hast ja auch schon unlängst erwähnt, dass es heute ja auch möglich ist, auch nur spezielle Stämme, die jetzt bei mir diagnostiziert werden, dass sie fehlen, zu geben.
Speaker: Also individuelle Probiotika-Mischung.
Speaker: Genau, also am Ende ist es tatsächlich so, die Therapie mit Pro, später dann auch Prä, aber am Anfang erstmal Probiotika gehört eigentlich zur zentralen Behandlung.
Speaker: Und auch da muss man auch so ein bisschen aufpassen.
Speaker: Es gibt einen alten Spruch in der Naturheilkunde, den eigentlich jeder auch schon mal gehört hat.
Speaker: Weniger ist oft mehr.
Speaker: In der Naturheilkunde sollten wir eigentlich nicht immer das gleiche denken wie die Schulmedizin.
Speaker: Jawohl, 10 Kilo von dem und noch 3 Gramm von dem und 5 und, und, und, und.
Speaker: Sondern eben, wir applizieren Dinge und versuchen für jeden Menschen die richtige Menge zu finden.
Speaker: Und es ist nicht unbedingt, dass 10 verschiedene Bakterien in 50 Milliarden Menge geschluckt besser wirken als 2 Bakterienstämme in 1.000.
Speaker: Es sind zwar mehr, aber das heißt noch lang nicht, dass mehr immer mehr wirkt.
Speaker: Also da hat auch die Naturheilkunde so ein bisschen einen Weg verlassen, den ich falsch finde.
Speaker: Man orientiert sich zu sehr an der Schulmedizin, dass noch mehr draufgeben, noch mehr draufgeben, noch mehr draufgeben.
Speaker: Es geht nachher um die, welche Bakterienstämme gebe ich, mit welcher Idee, in welcher Dosis.
Speaker: Es gibt ein Präparat, wo nur aus einem Lactobacillus besteht und man gibt nur fünf Tropfen.
Speaker: Ursprünglich ist es mal entwickelt worden für Neugeborene.
Speaker: Das heißt noch lange nicht, dass ich nicht einen 100 Kilo erwachsenen Mann mit einem Reizdarm, der sehr wenig Reize verträgt, mit diesen fünf Tropfen viel besser behandeln kann.
Speaker: als mit 30 Millionen Bakterien.
Speaker: Also auch da, es geht um Individualität, es geht um herauszufinden, was brauche ich.
Speaker: Es ist sicher sinnvoll, die Milieubakterien wie Bifidusbakterien, Lactobacillen und so mindestens zu stützen oder zu geben.
Speaker: Und ich muss mir überlegen, was?
Speaker: Ich muss mir auch noch überlegen, die verschiedenen Stämme, also es gibt nicht nur Bifidusbakterien, Bifidus wie die Familie,
Speaker: Dann hast du Vater, Mutter, Sohn, Tochter und so, also ganz viele Untergruppen, die heißen dann Strains, also Bifidusbacterium, Bifidusbacterium, Bifidusbacterium, Lactis, also da gibt es noch so Nachnamen und da gibt es noch Zahlen dahinter und das sind alles unterschiedliche Stämme.
Speaker: Und die haben durchaus unterschiedliche Funktionen.
Speaker: Ich muss mir also auch wirklich überlegen, welche von diesen Stämmen benutze ich in der individuellen Situation und welche Kombination ich mache.
Speaker: Und natürlich gibt es Fertigprodukte.
Speaker: Und wenn es mir jetzt nicht wirklich schlecht geht, ich habe so ein paar Beschwerden, dann kann ich auf Fixprodukte zurückgreifen.
Speaker: Das ist klar.
Speaker: Je komplexer meine Störung ist oder vielleicht sogar ich auch noch mit dem Darm abhängige Krankheiten habe, Entzündungen im Körper, Rheuma, Multiple Sklerose, Autoimmunerkrankungen, Neurodermitis,
Speaker: Jetzt muss ich viel gezielter vom Darm her gehen.
Speaker: Und jetzt ist ein Unterschied.
Speaker: Wir beide haben die gleiche Krankheit, aber du brauchst nicht die gleichen Bakterien wie ich, weil wir nicht die gleichen Darmmengen haben.
Speaker: Also muss ich dir doch eine andere Mischung geben als mir.
Speaker: Und das kann ich mit einer Fertigmischung ja nicht machen.
Speaker: Die ist ja fertig.
Speaker: Da kann ich jetzt einfach die Hälfte der Dosis geben, aber die Zusammensetzung nicht verändern.
Speaker: Wir sind heute in der Lage, individualisierte Probiotika zu machen.
Speaker: Also ich stelle die Stämme zusammen, die ich für dich brauche.
Speaker: Und da gibt es einen Hersteller, momentan nur in Holland.
Speaker: weil es ist Hightech, das ist nicht so einfach, das zu machen.
Speaker: Die mischen dann diese Bakterien und bauen ein eigenes Probiotikum für den Patienten, wo dann nur die Bakterienstämme drin sind, in der Menge, die man verordnet hat.
Speaker: Und auch, wenn man will, ein paar Präbiotika drin hat oder eben nicht.
Speaker: Und jetzt kann ich ja die erste Dose machen ohne Präbiotika, bis es vorbereitet ist.
Speaker: Die nächste Dose enthält dann schon zum Beispiel Focosyllaktose.
Speaker: Das ist so ein spezieller Zucker, der eigentlich aus der Muttermilch kommt und für die Babys gedacht ist.
Speaker: Aber für einen sehr geschwächten Darm ist Babyfutter gar nicht so schlecht.
Speaker: Und dann kann ich das so ganz langsam aufbauen.
Speaker: Ja, finde ich gut.
Speaker: Also diese Lösung, die du jetzt gesagt hast, ist, glaube ich, denke ich, sehr gut für Menschen, die wirklich schon sehr stark leiden und dann eben auch einen Arzt wie dich aufsuchen, der das natürlich alles genau untersucht und diagnostiziert.
Speaker: Erstmal für andere Menschen, die jetzt, sage ich mal, sich einen Überblick verschaffen möchten oder gegebenenfalls so leise Probleme haben.
Speaker: Da würden ja wahrscheinlich eben auch solche Darmtests sinnvoll machen von gewissen Anbietern.
Speaker: Die werden nach Hause geschickt, die Kaka wird untersucht und dann wird quasi daraus geschlossen, ah okay, die und die Bakterienstemme solltest du vielleicht mal mit einem Probiotika auffüllen oder die und die Dinge solltest du essen, dass sie sich wieder natürlich ansiedeln.
Speaker: Also da sind wir ja schon auch relativ weit und die werden wahrscheinlich auch schon helfen können, oder?
Speaker: Ja, natürlich.
Speaker: Also wie gesagt, das ist jetzt die oberste Stufe.
Speaker: Wie immer hat man verschiedene Klassen.
Speaker: Jemand, der nicht besonders schwer krank ist und besonders schwere Symptome hat, der wäre das völlig übertrieben.
Speaker: Immer so individuelle Mischung auch preislich übertrieben.
Speaker: Sondern in der normalen Stufe kommt man natürlich mit guten, einfachen Präparaten hin.
Speaker: Und man kann auch mal gewisse Dinge probieren.
Speaker: Also eben eine vernünftige Mischung aus Bifidus und Lactobacillen kann man auch mal ohne Test machen.
Speaker: Wenn wir noch ein bisschen eben immer dran denken, bei ganz vielen Menschen fehlen die Säuren.
Speaker: Und deswegen eben, auch wenn es nur der ganz banale Apfelessig ist, ich finde es eine geniale Geschichte.
Speaker: Meine Großeltern haben die ganze Zeit, jeden Abend hat mein Großvater von meiner Großmutter Apfelessig bekommen.
Speaker: Also das ist ja in der Bevölkerung drin.
Speaker: Die haben das ja nicht gemacht, weil sie doof waren.
Speaker: Die wussten, dass es gesund ist.
Speaker: Ich habe hier so ein 5 Liter Glas von Apfelessig da mit 5 Apfelessig-Muttern drin.
Speaker: Das ist so einfach, das kostet gar nichts.
Speaker: Also fast nichts.
Speaker: Du brauchst halt Apfelwein und dann fermentieren die den in ein paar Wochen zum Apfelessig.
Speaker: Und super, oder?
Speaker: Und andere nehmen auch mal, wer das gerne hat, kann auch mal Sauermilch nehmen.
Speaker: So die echte Sauermilch hat meine Großmutter auch mal.
Speaker: Aber ich liebe auch Apfelessig.
Speaker: Ich finde es genial.
Speaker: Also das und dann einfache Bifidus und Lactobacillen.
Speaker: Und ja, wenn es dann eine Stufe schwieriger ist, dann macht man so einen einfachen Test, also so eine Stuhlanalyse,
Speaker: wo man auch schon erste Informationen kriegt, sind zu viele Kandida drin oder eben nicht.
Speaker: Und dann kann man wieder mit, und da kann man natürlich auch mit Fertigpräparaten, aber logischerweise, die meisten kommen gut mit den Fertigpräparaten hin.
Speaker: Und dann guckt man, wo so ein bisschen die Verteilung passt und macht dann diese Therapie.
Speaker: Immer mit Säuren kombinieren und immer natürlich halt, ja, bei jedem muss man schon seine Essensgewohnheit angucken.
Speaker: Also wenn ich eine gestörte Darmflora habe und immer noch jeden Morgen,
Speaker: Red Bull und Weißbrot esse, dann wird das schwierig mit den Präbiotika.
Speaker: Dann werden auch diese Bakterienpulver, also ist eigentlich gut so, dass sie nicht helfen.
Speaker: Sie werden auch nicht helfen, weil ich muss dann schon auch selber was tun.
Speaker: Also das Gefühl zu haben, ich schluck jetzt einfach die Präparate und esse aber jeden Schrott weiter, das ist keine schlaue Idee.
Speaker: So eine der letzten Fragen beschäftigt ja uns eben auch heute unsere Jugend, die ja oder eben auch
Speaker: Uns ein bisschen wie ich jetzt Anfang 40 Menschen, die ja vielleicht schon lange Zeit Serial-Getränke trinken, wir haben Züchstoff gerade angesprochen, oder eben auch Nahrungsmittel essen, wo sowas zugesetzt ist.
Speaker: Es scheint ja so zu sein, dass über diese sogenannte Darm-Hirn-Achse und durch das veränderte Mikrobiom, was daraus dann entsteht, ja eben auch ganz krass die Stimmung beeinflusst wird, oder?
Speaker: Es kann ja sogar sein, dass dadurch Depressionen oder sogar noch andere Probleme entstehen.
Speaker: Ja, also die Forschung ist mittlerweile sehr klar und sehr weit schon fortgedrungen.
Speaker: Leider noch nicht so 100% therapeutisch, also mit welchen Bakterien.
Speaker: Aber auch da haben wir schon erste Daten.
Speaker: Aber jetzt die negativen Ergebnisse sind mittlerweile unstrittig.
Speaker: Du hast genau gesprochen, das nennt man Darm-Hirn-Achse, also die Kommunikationsstruktur des Mikrobioms mit unserem Gehirn.
Speaker: Und wir wissen heute, dass einer dieser Wege der sogenannte Vagusnerv ist, von dem ich früher gelernt habe, dass er nur die Kommunikation Gehirn-Körper ist, also raus.
Speaker: Und heute wissen wir, dass es Kabel gibt, die zurückführen.
Speaker: Und über diese zurückführenden Kabel reden die Bakterien mit unserem Gehirn.
Speaker: Und ja, Depressionen ist ein klassisches Thema, das ist unstrittig.
Speaker: Man weiß auch aus Versuchen, wenn man Ratten wie depressiv macht und überträgt deren Darmbakterien auf gesunde Ratten, werden die depressiv.
Speaker: Also wir wissen heute, dass das ein klares Thema ist, weswegen bei vielen Menschen mit Depressionen das Antidepressivum, welches übrigens darmschädigend ist,
Speaker: genau der falsche Weg wäre, sondern die müssten ein Darmtherapeutikum kriegen für die Stimmung.
Speaker: Das geht aber noch weiter.
Speaker: ADHS oder ADS oder wie immer man das alles nennen möchte.
Speaker: Hyperaktivität ist unglaublich viel mit dem Darm zusammenhängend.
Speaker: Und wir wissen auch, dass wenn Kinder bestimmte E-Stoffe essen, und das ist leider in vielen Nahrungsmitteln mittlerweile drin, das führt über diese Verbindung Darm-Hirn innerhalb von fünf Minuten zur Veränderung der Psyche.
Speaker: Innen und so.
Speaker: Also deswegen ist genau diese ganzen Überaktivitäten im Gehirn haben auch unglaublich viel mit Darm, Darm, Hirn, Nahrungs- oder eben Zusatzen von Nahrungsmitteln zu tun, wo direkte Kommunikationen wirken.
Speaker: Mega spannend.
Speaker: Also jetzt fällt mir tatsächlich nicht mehr so viel ein, dass da so viel Tolles schon beantwortet.
Speaker: Du selber bist ja auch buchbar für persönliche Beratungen über krummconsulting.ch.
Speaker: Das liegt mir natürlich eben auch in den Shownotes.
Speaker: Also wenn du dich jetzt angesprochen fühlst, mal wirklich einen intensiven, persönlichen, individuellen Austausch mit dem lieben Dr. Simon Feldhaus zu führen, dann kannst du dich an diese Internetseite wenden.
Speaker: Ansonsten bist du ja bei der Paramet AG einer der führenden Ärzte.
Speaker: Und dort können sich Leute ja auch hinwenden.
Speaker: Und du bist ja eben auch einer der, ich glaube, sogar Gründungsmitglieder oder Vorsitzender dieser Society for Longevity, oder?
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Also das werden wir eben auch nochmal verlinken, also auch für Therapeuten, Ärzte, ein sehr, sehr interessanter Verband.
Speaker: Und was gibt es noch vielleicht über dich zu sagen?
Speaker: Was möchtest du noch mitteilen, lieber Simon?
Speaker: Du hast eigentlich die wichtigsten Sachen schon gesagt, das ist das.
Speaker: Mir ist wirklich wichtig, dass wir den Menschen immer wieder die Inputs geben,
Speaker: Der Darm ist kompliziert, aber das Umgehen mit dem Darm als Basis gar nicht so, sondern wir müssen einfach wieder zurück zu den vernünftigen Vorgehensweisen, die wir schon immer auch über unsere Großeltern wussten.
Speaker: Und manchmal muss man nur wieder dem zuhören, was die Großeltern einem erzählt haben und was die so gemacht haben und was die gegessen haben.
Speaker: Und meine Großeltern haben nie...
Speaker: Fertiggerichte gemacht, sondern meine Großmutter hat immer die Suppen selber gemacht und das Essen fermentiert und Sachen aus dem Garten mit Essiggurke und in Essig eingelegte Kürbisse.
Speaker: Und dann hat man auch seinen Essig.
Speaker: Das ist dann kein Apfelessig, aber trotzdem hat man mit diesen Dingern auch wieder seine Essigkur gemacht.
Speaker: Also auch wieder zu solchen Sachen zurückkommen und nicht das Gefühl haben...
Speaker: Wir brauchen Probiotika, wir brauchen Präbiotika, aber anfangen sollten wir alle mit gesundem Essen und vernünftigem Leben.
Speaker: Dann haben wir ganz viel Gutes für den Darm.
Speaker: Ja, ich...
Speaker: Ich bin da komplett bei dir.
Speaker: Ich glaube, es ging dann schon bei unseren Urgroßoldern vielleicht so ein bisschen los, dass die mit Macchi infiltrieren.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Das war bei meiner Oma schon auch im Schrank drin.
Speaker: Hier in der Schweiz ist Aromat.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Also da fing es schon an, aber ich glaube, die hatten tendenziell sehr viel weniger an diesen ganzen Sachen, die uns heute so zu schaffen machen.
Speaker: Und ich weiß noch, einer meiner Uromas, die hatte auch noch eigentlich Hühner im Garten.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Und es waren unverzüchtete Hühner.
Speaker: Ja, eben.
Speaker: Da haben wir noch richtiges Essen bekommen.
Speaker: Also das ist ja vielleicht ein anderes Thema, was wir vielleicht mal anwenden.
Speaker: Das Thema mit den ganzen Eiern sind die heute gut.
Speaker: Willst du weiterschauen?
Speaker: Das ganze Video findest du unten im ersten Link in der Beschreibung.
Speaker: Wie schön, dass du bei dieser Folge dabei warst.
Speaker: Alle zu geringen Links findest du in den Shownotes.
Speaker: Lass gerne eine Bewertung für den Podcast da.
Speaker: Jeden Donnerstag und Sonntag wartet eine neue Folge auf dich.
Speaker: Teile den Podcast auch gerne mit deinen Liebsten, damit auch sie ihrer Gesundheit zukünftig wieder mehr Beachtung schenken.
Speaker: Du findest Mr. Brokkoli auch auf YouTube, Instagram, auf seinem Blog und bei School.
Speaker: Wenn du Fragen oder Anregungen für künftige Podcast-Episoden hast, melde dich gerne bei uns.
Speaker: Wir freuen uns auf dich.
Speaker: Vielen Dank und einen wunderschönen Tag wünscht dir das ganze Mr. Brokkoli-Team.






