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#39 - Partial Buyouts mithilfe von NoCode? Wie BitsForDigits Gründern hilft Anteile an Investoren zu verkaufen - mit Jan-Philipp Peters image

#39 - Partial Buyouts mithilfe von NoCode? Wie BitsForDigits Gründern hilft Anteile an Investoren zu verkaufen - mit Jan-Philipp Peters

S1 E39 · VisualMakers
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184 Plays4 years ago

Bitsfordigits ist ein Marktplatz, auf dem Gründer Anteile an Investoren verkaufen - für ihre profitable laufenden Businesses. Und die Plattform ist komplett mit NoCode gebaut ❤️

Wir haben mit Jan Philipp Peters gesprochen, der bitsfordigits zusammen mit seinem Co-Founder Laurits Just letztes Jahr gegründet hat. Diese Woche wurden sie für den Golden Kitty Award 2021 von Product Hunt in der Kategorie FinTech of the Year nominiert!

Warum sie die Plattform komplett mit NoCode gebaut haben, wie sie zur Idee gekommen sind, welche Learnings sie aus der Entwicklung mit NoCode ziehen und wie so ein Deal über die Plattform funktioniert erzählt JP in unserer neusten Podcast Folge.

Links zur Episode:

BitsForDigits Website: https://www.bitsfordigits.com/

Jan-Philipp Peters Linkedin: https://www.linkedin.com/in/jan-philipppeters/

JP Twitter: https://twitter.com/jpdavidpeters

BitsForDigits on VisualMakers: https://www.visualmakers.de/projekte

#nocode #lowcode #fintech #podcast

Tritt unserer kostenlosen NoCode Community bei: https://bit.ly/3iLTpZW

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VisualMakers.de ist eine Lernplattform und Community für den Bereich NoCode. Lerne mit uns, wie du Webseiten, Web-Apps & Mobile-Apps bauen und Prozesse automatisieren kannst, ohne eine Zeile Programmiercode schreiben zu müssen.Mit * gekennzeichnete Links sind Provisionslinks. Dein Kaufpreis bleibt unverändert. Nutze diese gerne, wenn du das Projekt VisualMakers unterstützen möchtest. Vielen Dank!

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Transcript

Einleitung und Gastvorstellung

00:00:00
Speaker
Also ich glaube unser größtes Learning war möglichst früh mit der Automatisierung anzufangen. Ich glaube, wenn wir das heute noch mal machen würden, wäre es wahrscheinlich in unter einer Woche ganz gut hinbekommen. Herzlich willkommen zum Visual Makers Podcast. Ich bin Lilith und ich bin Alex und wir unterhalten uns jede Woche rund um das Thema No-Code.
00:00:34
Speaker
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge vom Visual Makers Podcast. Heute haben wir Jan-Philipp Peters zu Gast. Er ist Mitgründer von Bits4Digits, einem Marktplatz, auf dem Start-ups Unternehmensanteile verkaufen und Investoren Kapital anbieten können. Wie Bits4Digits entstanden ist und wie Jan-Philipp und sein Mitgründer die Plattform komplett mit No-Code selbst gebaut haben, das erzählt er uns hoffentlich gleich. Erstmal herzlich willkommen.

JPs Hintergrund und Unternehmensgründung

00:00:56
Speaker
Vielen, vielen lieben Dank, dass ich hier sein darf.
00:00:58
Speaker
Sehr schön. Erzähl doch mal ein bisschen was von dir. Was hast du so bisher gemacht und wie bist du dazu gekommen, dein eigenes Unternehmen zu gründen?
00:01:05
Speaker
Genau, also ich bin Jan Philipp, die meisten Leute nennen mich eigentlich JP. Ich komme so ursprünglich aus der Kölner Region. Ich bin so einer der nervigen Leute, die immer schon wussten, dass sie irgendwann mal BWL studieren wollten. Das habe ich dann in Hamburg gemacht, um dann später mein Masterstudium in Dänemark zu machen. Und dort habe ich dann auch meinen Mitgründer kennengelernt, der auch Dänne ist.
00:01:28
Speaker
Und nach meinem Masterstudium in Dänemark habe ich dann gesagt, okay, ich möchte noch mal irgendwo anders hin. Ich bin dann nach Irland gezogen, habe dann für zwei amerikanische Techfirmen gearbeitet und dann im Verlauf des letzten Jahres haben wir, mein Mitgründer Lautz und ich,
00:01:46
Speaker
uns entschlossen, irgendwie ins kalte Wasser zu springen und endlich an unserer Geschäftsidee zu arbeiten. Also Bits for Digits, ein Marktplatz für sogenannte Secondary Transactions. Also man kann als Gründer Anteile an seiner Firma verkaufen, um dann selbst das Geld einzunehmen. Nicht wie Fundraising, indem das Geld in die Firma geht, sondern selbst ein bisschen Geld vom Tisch nehmen im Endeffekt. Und wir haben dann eben
00:02:13
Speaker
Sommer angefangen, Interviews zu führen, dann irgendwann den MVP mit den ganzen NoCo-Tools zu bauen, auf die wir sicher alle noch zu sprechen kommen, und sind dann im September live in der Beta gegangen.
00:02:27
Speaker
Okay, spannend. Kannst du noch mal so ein bisschen darauf eingehen, was dich so angetrieben hat, dein eigenes Unternehmen zu gründen? Warum hättest du ja sicherlich auch eine gute Position irgendwo in der Festanstellung bekommen können? Was war so der Reiz dahinter? Genau, also ich wusste es eigentlich immer schon, dass ich es irgendwann mal machen wollte. Die Frage war eigentlich immer, wann?
00:02:46
Speaker
Und nach der Uni habe ich mir gedacht, okay, jetzt komplett in die Gründe zu gehen, das ist vielleicht ein bisschen schwierig. Ich hatte irgendwie immer das Gefühl, ich müsste noch irgendwas dazulernen. Man hat irgendwie immer das Bedürfnis zu sagen, irgendwas muss ich dazwischen nochmal gemacht haben.
00:03:01
Speaker
Und das hat mir so einigermaßen geholfen, würde ich sagen. Aber ich habe dann während meiner letzten zwei Jobs immer schon so an kleinen Projekten nebenbei gearbeitet und wusste immer schon so, dass das motiviert mich sehr. Ich wollte irgendwie immer mein eigenes Ding aufmachen und was für mich auch super wichtig war, den richtigen Mitgründer zu finden. Und ich wusste, Lauritz ist einer der cleversten Menschen, die ich jemals kennengelernt habe. Und als wir uns dann beide irgendwie so zusammengerauft haben, haben wir gesagt, okay, das ist ein ganz guter Mix und jetzt ist die Zeit reif.
00:03:32
Speaker
Ja, spannend. Da können wir auch ein Lied von singen, von den richtigen Mitgründern. Wie kam es denn dann zur Idee für Bits for Digits? Also habe ich das richtig verstanden, dass ihr quasi erst beschlossen habt, zusammen zu gründen und dann die Idee kam?

Inspiration und erste Schritte bei Bits4Digits

00:03:49
Speaker
Genau, also es kam so ein bisschen zusammen. Wir haben uns verschiedene Geschäftsideen angeguckt, um zu entscheiden, in welche Richtung wir vielleicht am ehesten gehen wollen. Aber natürlich sollte es nicht irgendeine Idee sein, sondern wir mussten schon irgendwie richtiges Interesse daran haben, vor ein paar Jahren anzuarbeiten. Also die Inspiration für die Idee kam dann von einem der Mitgründer der Firma Basecamp. Also es ist eine Remote-SaaS-Plattform.
00:04:17
Speaker
Und mit den Gründern haben wir dann auch dazu gesprochen, vor allem David, und die haben im Jahr 2006 einen Teil ihrer Firma an Jeff Bezos verkauft, in einer Secondary Transaction, in der dann eben die beiden Gründer Geld vom Tisch genommen haben, um eben langfristig sich abzusichern, um dann langfristig diese Firma eben weiter betreuen und aufwachsen lassen zu können.
00:04:44
Speaker
Und wir haben uns gedacht, okay, das ist ein super interessanter Deal, natürlich auch eine coole Story, Jeff Bezos als Investor zu haben. Und dann haben wir angefangen, ein bisschen Research zu machen. Wir haben mit verschiedenen Investoren gesprochen. Und diese Deals passieren sogar häufiger, als man denkt. Aber es gibt irgendwie keinen zentralen Marktplatz dafür, was uns ein bisschen überrascht hat.
00:05:07
Speaker
und viele der Investoren, mit denen wir gesprochen haben, die verbringen sehr viel Zeit damit, Tag ein, Tag aus, irgendwelche kalten E-Mails rauszuschicken an irgendwelche profitablen Internetfirmen und fragen, hey, seid ihr im Markt, habt ihr nicht Lust, einen Teil eurer Firma zu verkaufen? Und das ist, wie man sich vorstellen kann, sehr zeitintensiv und relativ nervig. Und dann haben wir uns angesehen, dass im Full Acquisition Space, also in dem Space, wo ganze Startups verkauft werden,
00:05:35
Speaker
gibt es schon sehr viele etablierte Player. Und dann haben wir uns natürlich gedacht, okay, dann sollte das ja vielleicht bei den Teilverkäufen auch möglich sein. Und damit haben wir dann angefangen, die Idee weiter zu verifizieren, immer kleine Pivots zu machen, um uns so ein bisschen genauer festzulegen, was genau das richtige Marktregiment ist, und dann angefangen

Netzwerken und Unterstützung durch Basecamp-Gründer

00:05:54
Speaker
zu bauen.
00:05:54
Speaker
Super spannend. Bevor wir auf die Plattform noch weiter eingehen, wie die funktioniert, noch mal kurz, wie habt ihr die Gründer von Basecamp kennengelernt? Weil das ist schon ein großes Saftool, ne? Genau. Also, wir haben Jason und David einfach angeschrieben per E-Mail. Und wir haben das Glück, dass David ist Dane. Und mein Möbelgründer auch Dane. Und wir sind alle auf die gleiche Uni gegangen. Ich glaube, das haben wir so als Aufhänger benutzt.
00:06:23
Speaker
Und dann haben wir denen einfach E-Mails geschrieben. Und mit David haben wir auch vor kurzem irgendwie noch mal eine Stunde telefoniert und so was. Also super cool, muss ich auch sagen, was man so in der Gründerszene so für Leute kennenlernen kann und welche Leute sich tatsächlich super viel Zeit für einen nehmen, um auch Feedback für die Idee zu geben oder einem anderen Leute wieder weiter vorzustellen. Also da haben wir gedacht, das ist echt klasse, was man so für Möglichkeiten wirklich hat. Ja, auf jeden Fall. Ist ja auch nicht selbstverständlich, dass man dann
00:06:50
Speaker
da eine Antwort bekommt, weil ich denke, da gibt es da viele Spammer oder was auch immer. Gerade wenn du Basecamp ist ein super erfolgreiches Unternehmen, da hast du wahrscheinlich jeden Tag hunderte E-Mails, die dich einfach nur irgendwie ablenken oder irgendwo reinziehen wollen. Genau, also wir waren auch super überrascht. Aber nichtsdestotrotz super, super schön, dass sie sich dafür die Zeit nehmen. Voll. Ja,

Aufbau der Plattform mit No-Code-Tools und Herausforderungen

00:07:14
Speaker
cool. Und wie seid ihr dann an den Bau der Plattformen gegangen, als ihr dann
00:07:19
Speaker
ja, eure Geschäftsidee quasi umsetzen wolltet. Wie seid ihr da vorgegangen? Welche Tools habt ihr verwendet? Und genau, könnt ihr selber programmieren vorweg einmal? Nee, genau. Also weder mein Mitgründer noch ich sind richtige Developer. Also wir haben immer neben dem Job immer so hier und da ein bisschen was gelernt, aber auf jeden Fall nicht genug, um wirklich was aufbauen zu können. Und ganz am Anfang haben wir uns auch die Frage gestellt, wollen wir vielleicht einfach irgendjemanden dafür bezahlen, uns so eine Plattform zu bauen? Wir haben auch mit ein paar Developer mal gesprochen.
00:07:48
Speaker
Und da haben wir dann gesagt, okay, das Pricing ist super undurchsichtig. Man weiß nicht, was für eine Qualität das ist. Wenn man Sachen umbauen möchte, ist es super schwierig, das einzusehen, wie schnell das funktionieren würde. Und dann holt man sich da im Endeffekt irgendjemanden rein, indem man dann reingeloggt ist. Und man weiß dann nicht richtig, was da mit der Plattform am Ende des Tages passiert. Und die Kontrolle wollten wir so nicht abgeben. Und dann haben wir uns mehr so mit der No-Code-Welt auseinandergesetzt.
00:08:16
Speaker
hatten natürlich auch ein paar andere Leute, die schon so ein bisschen was in dem Space gemacht haben und dann haben wir einfach angefangen. Und unsere Intention war eigentlich nur, so einen wirklich sehr basic MVP zu bauen. Und dann waren wir super überrascht, wie viele Tools man miteinander zusammenstecken kann und was für eine klasse Plattform man tatsächlich mit nur diesen Tools überbauen kann.
00:08:38
Speaker
Und dann sind wir einfach weitergegangen, haben einfach immer mehr Funktionalitäten hinzugefügt. Und es wurde immer besser und besser. Und ich glaube, jetzt sind wir an einem Punkt reingekommen, wo ein paar Features, die wir ausbauen wollen, müssen wir mit tatsächlichen Developern machen. Aber wir werden die Plattform wahrscheinlich so nie komplett ohne NoCo-Tools weiterbauen. Die Tools, die wir jetzt benutzen, benutzen wir gerne weiter.
00:09:01
Speaker
Und habt ihr da zu Beginn irgendwelche bestimmten Ressourcen genutzt, um euch da einzulesen oder Dinge anzueignen? Genau. Viele YouTube-Videos an die ganzen Channels erinnere ich mich leider nicht. Aber am Anfang war die Frage, was ist die Grundplattform, die wir benutzen wollen? Und da haben wir Webflow genommen, weil wir ein paar Leute kannten, die auch schon mit Webflow gearbeitet haben. Ich habe gesehen, ihr habt auch auf Webflow gebaut. Und wir benutzen sogar einige der gleichen Tools.
00:09:32
Speaker
Und dann haben wir so ein bisschen abgewägt, okay, ist Bubble vielleicht auch eine ganz gute Möglichkeit oder WordPress und so weiter. Und dann haben wir uns irgendwann auf Webflow festgelegt und darauf basierend dann immer mehr und mehr Tools reingesteckt, weil ich glaube, Webflow ist wirklich eine super Plattform, auf der man viele Dinge auch sehr einfach mit integrieren kann. Ja, auf jeden Fall. Okay, das heißt, was nutzt ihr zusätzlich zu Webflow noch?
00:10:00
Speaker
Oh, ganz, ganz schön lange Liste. Lass mich. Wir benutzen Webflow als die Basis und auch als unser Content-Management-System. Und dann war so die nächste Frage, wie machen wir Authentification? Weil wir wollten natürlich, dass sich Leute auf unserer Plattform einloggen können. Das haben wir zuerst mit Firebase gebaut, weil ich damit auch in meinem alten Job schon ein bisschen Erfahrung hatte. Das hat sich dann aber irgendwann als ein bisschen zu komplex und arbeitsintensiv rausgestellt. Dann haben wir das wieder rausgekickt.
00:10:29
Speaker
und haben damit Member Stack gearbeitet, was eigentlich so, ich glaube, für Content Creator mehr gedacht ist, damit die eine Paywall aufziehen können, um zum Beispiel ihr Paid Content einfach besser verkaufen zu können. Wir benutzen es einfach nur, damit sich Leute einloggen können, um dann auf unseren Marktplatz Zugriff zu bekommen.
00:10:49
Speaker
Danach haben wir einen super, ich glaube, das ist noch sehr unbekannt, aber einen super Tool genutzt, namens Member Chat. Das integriert mit Webflow und Member Stack zusammen und damit können dann unsere Mitglieder auf der Plattform miteinander Nachrichten austauschen. Also wir haben eine richtige Chat-Integration, dass wenn sich ein Investor einbloggt und ein Gründer, können die miteinander chatten. Das wichtigste wahrscheinlich im Hintergrund ist Integromat, da
00:11:16
Speaker
Das automatisiert, glaube ich, alles für uns. Und ich glaube, das ist das Werttreibendste mittlerweile. Das spart uns auf jeden Fall die meiste Arbeit. Und dann benutzen wir noch viele kleine andere Sachen, wie zum Beispiel Jetboost für unsere Filter. Wir haben Customer Support Integration als Talk, Campaign Monitor für die E-Mails, Hexamatic für Scraping und noch ein paar andere dazu.
00:11:40
Speaker
Kannst du so einen groben Rahmen geben, was euch die Plattform monatlich kostet, so an Fixkosten ungefähr?
00:11:48
Speaker
150 Dollar ungefähr. Ja, okay. Also super, super günstig, muss ich sagen. Also ich glaube, einige der Tools skalieren so ein bisschen mehr mit der Userzahl und viele monetarisieren sich natürlich auch über richtige Transaktionen. Die Transaktionen laufen bei uns aber nicht über Stripe, also kostet uns das nichts. Und genauso läuft es echt relativ günstig weiter. Ja. Und wie lange habt ihr ungefähr gebraucht, um eine erste Version von dem Marktplatz zu entwickeln?

Ressourcen, Automatisierung und Effizienz mit No-Code

00:12:18
Speaker
einen guten Monat, würde ich sagen. Allerdings waren wir komplett neu in dem Thema drin und wir mussten uns alles so Schritt für Schritt wirklich erarbeiten, viele Tutorials gucken, Udemy Kurse dazu holen. Ich glaube, wenn wir das heute noch mal machen würden, wäre es wahrscheinlich in unter einer Woche ganz gut hinbekommen. Ja, okay, krass. Aber das zeigt auch nochmal, was für ein Speed man eigentlich aufnehmen kann mit No-Code, wenn man sich da erst einmal angearbeitet hat.
00:12:45
Speaker
Und was für Geschäftsmodelle dann realisierbar sind, ja. Also ich war, ich bin heute immer noch total baff davon, was man alles machen kann. Und vor allem, wenn man kein richtiger Developer ist, kann man super trotzdem gute Tools aufbauen. Wir haben mittlerweile viele Developer kennengelernt, die selbst auch local Tools benutzen, um ihre Projekte erstmals MVP zu designen. Also ich glaube, das zeigt einem schon die die Power hinter diesen Tools. Ja.
00:13:11
Speaker
Ja, stark. Habt ihr ein Vergleichsangebot von einer herköpflichen Softwareagentur, die
00:13:18
Speaker
die Plattform entwickeln könnte, also um mal so einen Vergleich zu bekommen. Jetzt klar, ein Monat Arbeitszeit plus die 150 Euro monatliche Kosten. Aber wenn man mal im Gegenzug dazu sieht, was eine Agentur dafür nehmen würde, um die Plattform selber zu bauen? Ja, also wir haben, ich glaube, dass das günstigste Angebot kam von jemandem aus Singapur und diese sehr kleine Agentur
00:13:41
Speaker
hat uns angeboten, das Ganze, ich glaube, für 6.000 Dollar erst mal aufzusetzen. Damit müssten wir aber auch weiter die Hostingkosten übernehmen. Und da ging das Pricing dann so sehr ins Verwässerte, wo wir nicht genau wussten, okay, wenn wir jetzt Änderungen vornehmen wollten, wie viel kostet es das dann? Da wurde uns immer nur gesagt, okay, wir sagen den Developern, die müssen das machen, die geben uns eine Rechnung, wir geben die Rechnung an und sich weiter mit einem kleinen Ausschlag.
00:14:08
Speaker
Und da wussten wir schon so, okay, das war wahrscheinlich ganz schön teuer. Also, No-Code, auf jeden Fall wird es nicht günstiger, um es starten zu lassen. Gibt es vielleicht so ein großes Learning aus der Entwicklung mit No-Code, was du so anderen Gründern mitgeben möchtest?
00:14:23
Speaker
Also ich glaube unser größtes Learning war möglichst früh mit der Automatisierung anzufangen, denn wir haben vor allem am Anfang noch viel Zeit damit verbracht, viele Dinge manuell ständig zu machen. Das heißt zum Beispiel Daten im manuellen CMS überzuführen, E-Mails zu schicken und so weiter.
00:14:43
Speaker
Und ich glaube, da hätten wir viel früher mit Integromat anfangen müssen. Ich glaube, für uns war das immer noch so eine mentale Barriere, wo wir dachten, okay, das ist Automatisierung, das ist so ein komplexes Thema. Und wenn man sich da ein bisschen reinfuchst, merkt man, okay, ist eigentlich schon relativ einfach, wenn man einigermaßen versteht, wie diese Tools funktionieren.

Kundenreise und Gründe für Aktienverkäufe

00:15:02
Speaker
Ich glaube, das hätte uns viel Zeit gespart.
00:15:05
Speaker
Spannend. Um nochmal ein bisschen zur Plattform inhaltlich auch zurückzukommen. Gut, es ist ein Marktplatz, also ich glaube, da ist relativ klar, wie es funktioniert. Man hat auf der einen Seite Investoren, auf der anderen Seite Startups. Aber wie gehe ich denn als, also oder beziehungsweise erstmal, für welche Startups ist das gedacht? Für bestimmte Lebensphasen? Oder gilt das generell für alle Startups, die hier ansprechen?
00:15:30
Speaker
Genau, super wichtig. Es ist ein bisschen später in der Lebensphase. Viele Startups brauchen ja am Anfang eher Kapital, um richtig wachsen zu können. Und das bieten wir nicht. Wir bieten ja wirklich nur an, dass Gründer ihre Anteile gegen persönliche Liquidität eintauschen können. Also sollten die Startups mindestens eine Viertelmillion Dollar Umsatz im Jahr machen. Meistens machen sie aber wirklich schon signifikant mehr davon.
00:15:56
Speaker
und einfach so eine gewisse Reife erreicht zu haben, dass man weiß, okay, hier ist Product Market Fit. Man weiß, dass diese Firma auch noch ein bisschen länger beständig bleibt und dann können eben ein paar Anteile vom Tisch genommen werden. Also, wenn man jetzt ein ganz neues Data gegründet hat, sind wir vielleicht noch nicht der richtige Fall dafür, aber zwei, drei Jahre später kann das Ganze schon interessant sein.
00:16:18
Speaker
Denn die Investoren auf unserer Plattform sind auch viel eher kleine Private Equity Funds als mögliche Venture Capital Funds, die darauf aus sind, das nächste Unicorn zu finden. Und wie gehe ich als Startup vor? Was passiert mit mir? Was ist meine Customer Journey?
00:16:38
Speaker
Genau, also als Customer Journey fängt man bei uns erstmal auf der Website an, sich einen Account zu machen. Man wird erstmal kurz verifiziert und dann bekommt man passiven Zugang, dann bekommt man passiven Zugang zu der Plattform. Das bedeutet, man kann schonmal anonymisiert sehen, wie viele Unternehmen sich gelistet haben, so eine ungefähre Idee haben, mit was für anderen Unternehmen bin ich ja eigentlich auf der Plattform.
00:17:02
Speaker
Und man kann auch anonymisierte Investorenprofile sehen, um zu gucken, okay, gibt es hier einen Investor, der vielleicht zu mir passt. Mit diesem passiven Zugang kann man aber nichts mehr tun, als nur zu sehen. Und wenn man dann sich entscheidet, okay, ich möchte vielleicht einen Anteil an meiner Firma listen, dann kann man bei uns durch ein Formular gehen, da gibt man dann zum Beispiel
00:17:25
Speaker
Qualitative Sachen anwählen. Warum möchte ich überhaupt einen Anteil verkaufen? Das ist super wichtig für viele Investoren zu wissen. Was ist so die Strategie hinter dem Unternehmen und so weiter? Und dann natürlich auch quantitative Punkte mit. Wie viel Umsatz mache ich? Wie viel Profit mache ich? Wie viele Kunden habe ich? Was sind meine Customer Acquisition Kost und so weiter?
00:17:47
Speaker
Und damit kann man dann eben das Formular abschicken. Wir verifizieren das dann. Wir sprechen dann meistens noch mal kurz mit den Gründern. Und dann geht das Profil eben live. Und sobald das Profil live ist, können dann eben Investoren auf jemanden zukommen, sagen, hey, ich finde das ein super interessantes Profil. Vielleicht kann man dann kurz ein NDA oder ein LOI sogar austauschen. Der Gründer kann sagen, okay,
00:18:12
Speaker
Das ist mein anonymisiertes Profil, aber tatsächlich guckt ihr schon mal meine Website an. Das ist übrigens mein Name. Und dann kann man sich so ein bisschen näher. Oder alternativ, wenn man nicht warten möchte, kann man auch direkt auf Investoren zugehen, weil die auch schon meistens sagen, für wen oder wer für sie besonders interessant ist und sagen, hey, es ist nicht interessant, so kurz mit mir zu sprechen.
00:18:33
Speaker
Interessant ist auch, ich habe mal reingeschaut, auch was für Unternehmen sich bei euch anmelden. Und da sind ja also komplette Bandbreite von E-Commerce-Unternehmen bis hin zu SaaS-Unternehmen oder auch Agenturen, wo man da ja gerade in einem VC-Umfeld wahrscheinlich eher weniger investieren würde, weil das halt vielleicht auch Geschäftsmodelle sind, die nicht unbedingt skalieren.
00:18:57
Speaker
Genau, also was eigentlich alle Firmen bei uns vereint ist die Tatsache A, genau, das sind Internet-Businesses und es sind eben meistens gebootstrappede Firmen. Die meisten Firmen bei uns, die werden höchstwahrscheinlich keine Firmen irgendwie am New York Stock Exchange eines Tages.
00:19:17
Speaker
sondern die beherrschen meistens ihre kleine Nische. Das sind meistens relativ profitabel und haben nicht unbedingt die Ambition, jetzt nochmal einen kompletten neuen Markt zu gehen und ein Milliardenunternehmen zu werden, sondern die Gründer sind meistens relativ happy mit den Umsätzen, die sie da machen und wollen natürlich immer stetig ein bisschen weiter wachsen, aber dann wirklich profitabel wachsen und nicht nochmal Geld aufnehmen, um dann fünf Jahre Schulden zu machen.
00:19:44
Speaker
Ja. Und trackt ihr das, also warum auch oder Unternehmen Anteile verkaufen oder Gründe Anteile verkaufen? Ja, genau. Also wir sprechen natürlich sehr häufig mit denen. Und der größte Grund ist meistens, dass viele Gründer, vor allem von E-Commerce Firmen, die haben so ihren
00:20:05
Speaker
ihren ganzen privaten Reichtum, wenn man es so nennen möchte, steckt in dieser Firma. Manche zahlen noch nicht mal eine Rentenversicherung oder sowas ein. Und dann ist natürlich schon, ich sag mal, psychologisch auch ein großes Gewicht, wenn man weiß, okay,
00:20:20
Speaker
Morgen ändert sich vielleicht irgendwas. Vielleicht sagt Apple, okay, eure Facebook Ads, die funktionieren nicht mehr so gut wie vorher. Oder vielleicht gibt es einen Shift zu irgendeinem anderen Marktsegment. Amazon sagt, okay, das Produkt nehmen wir auch mal auf. Und auf einmal kann alles relativ schnell bergab gehen. Da möchten sich natürlich viele Gründer erst mal so ein bisschen absichern und dann sagen, okay, ich verkaufe jetzt 20 Prozent.

Markttransaktionen und Monetarisierungsstrategie

00:20:43
Speaker
Dann kann ich mir davon schon mal vielleicht eine Anzahlung für eine Wohnung gut leisten oder vielleicht so eine ganze Wohnung kaufen.
00:20:49
Speaker
Und dann wissen wir, okay, ich bin abgesichert. Wir können besser schlafen, um das Unternehmen weiter wachsen zu lassen. Könnt ihr auch so feststellen, wie viele Deals durch eure Plattform entstanden sind? Also die Deals werden ja nicht durch den sekundären Markt nicht über eure Plattform abgewickelt, sondern das machen die Parteien dann ja untereinander. Aber könnt ihr das checken, wie viele Deals da beim Tisch gegangen sind bisher?
00:21:13
Speaker
Jetzt können wir es leider erst tracken. Ganz am Anfang, als wir die Plattform gelancht haben, war es auch komplett kostenlos. Wir haben überhaupt nicht monetarisiert. Vor allem, weil wir erstmal den Markt platzieren wollten. Das heißt, wir wollten möglichst viele Investoren haben. Wir wollten möglichst viele Firmen haben, die sich listen und dann ist es natürlich sehr attraktiv, wenn das komplett kostenlos ist.
00:21:36
Speaker
Das der eine Grund, der andere Grund war, wir konnten keine der Chat-Nachrichten mitverfolgen. Wir waren komplett im Blindflug und mussten dann immer E-Mails rausschicken mit, wie läuft's gerade? Habt ihr schon mit irgendwem gesprochen? Sind schon irgendwelche Deals passiert?
00:21:53
Speaker
Und da kam so ein paar Sachen zurück, aber ist natürlich schon eine relativ langsame Geschichte. Und jetzt seit Mitte Dezember können wir alles mittracken. Und jetzt sehen wir, dass wir unsere zwei ersten richtig großen Deals wahrscheinlich so Januar, vielleicht Anfang Februar richtig unterschreiben können. Okay, cool. Und in welchem Rahmen liegen die so ungefähr?
00:22:14
Speaker
Die beiden, die sind so im einstelligen Millionenbetrag. Also ich glaube, wir haben einen, der ist leider nicht durchgegangen, die warten noch mal ein bisschen, der wäre im zweistelligen Millionenbetrag sogar gewesen. Aber ich glaube, im einstelligen verdienen wir dann auch schon einigermaßen gut Geld und können damit dann weiter gut wachsen. Ja genau, das wäre jetzt auch eine Frage von mir. Wie monetarisiert ihr das Ganze? Seid ihr da mit dir beteiligt in irgendeiner Art?
00:22:40
Speaker
Genau, also das war auch eine lange Diskussion bei uns, weil wir sehen, verschiedene andere Marktplätze haben verschiedene andere Modelle. Und wir haben das Ganze komplett kostenlos für Gründer aufgesetzt. Das heißt, wir nehmen gar nichts von denen. Wir nehmen nur eine Success-Fee. Das bedeutet, wenn eine Transaktion passiert, fragen wir den Investor praktisch, dass sie uns on top nochmal eine kleine Fee geben.
00:23:06
Speaker
Für Deals unter einer Million sind es zweieinhalb Prozent, für über eine Million anderthalb Prozent. Und das ist natürlich nicht schlecht für uns, aber es ist immer noch relativ, ich sage mal, kosteneffizient, wenn man sich so die Markt-Benchmarks anguckt. Ja, total. Genau, das ist natürlich interessant zu wissen. Wie läuft denn das bei so Full Acquisition-Plattformen? Wisst ihr, wie die verdienen an den Deals?
00:23:32
Speaker
Genau, also die nehmen meistens viel viel mehr. Also es kommt so ein bisschen auf die Deal-Sizes an. Also wenn man zum Beispiel, es gibt so Marktplätze wie Flipper, es gibt so Marktplätze wie Flipper und ich glaube die nehmen meistens ungefähr zehn Prozent, auch viel vom Gründer weg. Aber die haben natürlich manchmal noch so bessere Services, die bieten zum Beispiel noch Escrow an, was wir noch gar nicht haben.
00:23:56
Speaker
Und wenn ein Deal relativ klein ist, ist es okay, 10 Prozent abzugeben. Wenn er im Millionenbereich ist, tut das auf einmal schon ganz schön viel mehr weh. Und dann gibt es andere Marktplätze wie zum Beispiel MicroAcquire. Die haben jetzt relativ lange eine Subscription fee gehabt.
00:24:12
Speaker
Ich glaube, die merken aber, dass die damit nicht genug Geld verdienen. Und ich glaube, die werden jetzt sehr bald auch Commission Fees, ich glaube, so um die drei Prozent nehmen, wenn die jetzt tatsächlich auf der Plattform passieren. Also man merkt so irgendwie so eine Art Commission oder Success-Fee wird es immer geben. Die Frage ist so, wie hoch oder niedrig setzt man die dann ungefähr an? Wie viele Parteien habt ihr ungefähr auf der Plattform im Moment?
00:24:37
Speaker
Genau, also wir sind bei ungefähr 60 Gründern und Investoren, die wir verifiziert haben. Das ist auch so ungefähr 50-50-Split.

Marketingstrategien und zukünftige Wachstumspläne

00:24:49
Speaker
Das ist so ungefähr ein 50-50-Split.
00:24:51
Speaker
Und insgesamt haben wir über 400 Leute auf der Plattform, die wenigstens passiv sich alles angucken können. Wir verifizieren natürlich viele, nehmen dann nicht alle auf. Und manche Leute gucken sich das erst noch mal an, überlegen sich, so im Monat bin ich bereit überhaupt einen Anteil von meiner Firma zu verkaufen. Und da sehen wir dann immer so einen gewissen Lag. Aber wir sehen auch, dass unsere Nutzerzahlen wirklich sehr stark steigen und vor allem jetzt mittlerweile auch sehr organisch immer reinkommen.
00:25:18
Speaker
Also wir hoffen, dass es bald sehr viele mehr sind. Ja, okay. Welche Marketing-Kanäle nutzt ihr da so? Dadurch, dass wir selbst noch komplett gebootstrapped sind, bezahlen wir aktuell nicht für Marketing. Deshalb mussten wir so ein bisschen kreativer sein und so die Communities finden, in denen viele vor allem Gründer sich finden.
00:25:38
Speaker
Und was uns, glaube ich, am meisten geholfen hat, war Product Hunt. Da sind wir im Dezember gelauncht, haben es geschafft, wenigstens zweites Produkt des Tages zu werden. Und da sind wirklich viele, viele rumgekommen, auch klasse Firmen. Die Twitter Community ist sehr groß. Da gibt es viele Gründer, die zum Beispiel sagen, hey, ich bin Gründer. Die sagen manchmal sogar, viel, viel Geld sie im Monat verdienen. Das ist auch ein super Indikator für uns. Und wir sind relativ groß mittlerweile in der Indie Hacker Community.
00:26:08
Speaker
Also ich weiß nicht, ob das jeder kennt, aber das sind im Endeffekt viele, vor allem Developer, die so kleine Side-Projects bauen und manchmal werden diese Side-Projects so groß, dass sie dafür ihren Job verlassen und das dann Vollzeit richtig ausführen. Da haben wir auch angefangen, so kleine Meetups hier in Berlin zu machen.
00:26:24
Speaker
Und ich glaube, das hilft uns auch wirklich, die Gründe zu bekommen. Und dann für Investoren ist es meistens wirklich Direct Outreach, dass wir vor allem kleine Private Equity Funds finden und die die Chefs dann im Endeffekt bei LinkedIn anschreiben oder denen eine E-Mail schicken. Und die finden es dann so meistens ganz interessant. Sind es denn vor allem Funds oder sind auch Business Angels dabei?
00:26:49
Speaker
Also es sind auch Business Angels dabei. Das wichtigste ist immer, dass es sogenannte Accredited Investors sind, dass die auch, ich sag mal, rechtlich gesehen Private Equity kaufen dürfen.
00:27:02
Speaker
Und viele der Business Angels, die normalerweise vielleicht so in Start-ups investieren, die findet man selten bei uns, sondern sind meistens eher ehemalige Gründer, die dann sagen, ich habe schon ein ähnliches Unternehmen aufgezogen, da möchte ich hier nochmal investieren. Und viele der Private Equity Funds, die sind wirklich sehr, sehr klein oder teilweise sogar Family Offices, dass die gar keine externen Investoren haben.
00:27:27
Speaker
sondern die kaufen sich einfach so ein kleines Portfolio an verschiedenen kleinen Internetfirmen zusammen. Und nochmal einen Schritt zurück. Du hast ja eben sehr spezifisch beschrieben, wer gerade so ein Startup für euch auf der Plattform ist. Wie habt ihr denn da die ersten Nutzer bekommen? Auch durch diese Communities und Twitter und so? Oder habt ihr die direkt angesprochen? Wie ist das gelaufen?
00:27:52
Speaker
Genau, also wir hatten auch schon hier so ein kleines Netzwerk und das hat auch super geholfen, erstmal so die ersten Deals auf die Plattform zu bekommen. Dann haben wir angefangen, auf Twitter zum Beispiel, spezifisch Leute anzuschreiben und zu sagen, hättest du nicht Interesse daran? Das war so die Gründerseite und auf der Investorenseite dadurch, dass wir vorher schon viele Interviews gemacht haben und wussten, okay, das ist ein richtiger Painpoint, hatten wir dann auch schon eine gute Anzahl an Investoren, die sofort sich abgesigned haben, ihr Profil erstellt haben.
00:28:22
Speaker
Und damit hatten wir dann schon so beide Seiten so ein bisschen aufgezogen, damit wir auch anderen Leuten natürlich zeigen konnten, okay, hier passiert schon was auf der Plattform. Ja, cool. Du hast eben schon gesagt, ihr seid gebootstrapped. Plant ihr das beizubehalten oder wollt ihr auch noch Kapital einsammeln?
00:28:39
Speaker
Super gute Frage. Ich glaube, aktuell lassen wir uns schon mehr durch den Kopf gehen. Und ich denke, unsere Ambition ist es, irgendwann dieses Jahr Kapital aufzunehmen.
00:28:53
Speaker
Aber das Jahr ist noch sehr lange. Dazu muss man sagen, wir waren auch super überrascht. Ich glaube, seitdem wir im September in der Beta live gegangen sind, ist keine Woche vorbeigegangen, in dem sich nicht irgendein VC Boards gemeldet hat. Man merkt schon, es ist viel los im Markt und da will jeder irgendwie mit jedem sprechen.
00:29:15
Speaker
Wir wollten es aber so lange erst mal selbst versuchen, dass wir auch wirklich zu einem Punkt kommen, wo wir was Gutes aufgebaut haben, die Idee richtig validiert haben, denn ich sag mal, es ist so günstig, das wirklich selbst zu machen. Und dann hat man natürlich eine ganz andere Verhandlungsmacht, als wenn man nur mit einem Pitch Deck irgendwie rumläuft und eine Pre-Seat Runde aufzieht. Deshalb versuchen wir es jetzt erst mal wahrscheinlich noch eine Weile erst mal weiter selbst zu einem guten Punkt zu kommen, ein paar Transaktionen unserer

Teamrollen und Erfahrungen mit No-Code-Tools

00:29:43
Speaker
unter unserem Brüttel zu haben, wenn man das auf Deutsch sagen kann. Und dann werden wir uns wahrscheinlich später im Jahr uns mal beim Paypal Store melden. Ja, und dann wäre Fokus wahrscheinlich hauptsächlich Wachstum einfacher. Genau, also Wachstum, ohne so ein paar Features auszubauen. Also wir haben uns jetzt schon mit vielen Developern auch so ein bisschen ausgetauscht und es gibt ein paar Sachen,
00:30:08
Speaker
Die können das lauert und ich nicht selbst machen. Also das würde uns zu viel Zeit kosten, das wirklich zu lernen, wie wir das alles selbst aufsetzen. Das wäre schon gut, wenn man dafür jemanden wirklich bezahlen könnte, der dann wie so eine Art Head of Engineering wird und dann diese ganzen Projekte vielleicht auch outsourcing kann. Ihr seid auch aktuell gerade zu zweit jetzt, ne?
00:30:27
Speaker
Genau, wir sind zu zweit. Wir schaffen es jetzt, glaube ich, uns ein paar Praktikanten anzustellen, die dann uns hoffentlich auch so ein bisschen Arbeit abnehmen in einigen Bereichen, damit wir uns ein bisschen mehr auf das Business an sich fokussieren können, als die ganzen Sachen, die bei uns so im täglichen Alltag immer anfallen.
00:30:48
Speaker
Wie teilt ihr euch das aktuelle auf? Also wer ist für was zuständig bei euch? Also ich weiß nicht, ob das ein Fehler war, aber am Anfang haben wir immer alles zusammen gemacht.
00:31:00
Speaker
Vor allem damit wir auch beide verstehen, wie das Produkt richtig funktioniert und damit die da auch wirklich Änderungen vornehmen können. Und so langsam gehe ich so mehr Richtung, ich sag mal Customer Acquisition, dass ich auch so anfange zum Beispiel so SEO und so was zu übernehmen und er sich dann mal so ein bisschen mehr auf die Transaktionsseite fokussiert. Das kommt auch so ein bisschen aus unseren Hintergründen, weil ich schon mal für eine Suchmaschine gearbeitet habe.
00:31:25
Speaker
und er hat vorher im Finanzwesen gearbeitet, dass wir es so ein bisschen in die Richtung aufsplitten, aber wir haben noch viel Overlap aktuell. Das finde ich immer spannend, auch Gründerteams zu fragen, weil bei uns war es auch am Anfang so oder eigentlich immer noch auch viel so, das wäre
00:31:41
Speaker
dass wir wirklich alles irgendwie zusammen machen und es hat sich jetzt so ein bisschen, ein bisschen gibt es jetzt mehr Richtungen quasi, aber im Prinzip machen wir immer noch wirklich viel zusammen, ne? Ja, was die Plattform angeht und Strategie für die Plattform auf jeden Fall, das machen wir ziemlich zusammen. Wenn es dann mehr um Projekte geht, genau, dann hat jeder so seinen Spezialaufgabenbereich, ja klar.
00:32:03
Speaker
Das kann halt Automatisierung besser. Ich kann dann eben Web- und Appdevelopment. Und dann ergänzen wir uns da sehr gut, ja.
00:32:12
Speaker
Du hast eben schon davon gesprochen, welche Learnings du mit dem Bau der Plattform mit No-Code hast. Gibt es etwas, was du aus Unternehmersicht entweder anders machen würdest oder genauso wieder ein Learning quasi aus Unternehmersicht, falls du morgen dein nächstes Startup gründen würdest?
00:32:34
Speaker
Also ich glaube, gerade hatte ich ja schon gesagt, dass Automatisierung bei uns ein bisschen früher hätte anfangen können. Das würde ich auf jeden Fall jedem raten, dass man da wirklich all die Tools so ganz gut miteinander verbinden kann. Ansonsten würde ich glaube ich vieles gleich behalten.
00:32:52
Speaker
Und die ersten Schritte sind, glaube ich, sehr, sehr wichtig. Also wir haben uns vielleicht am Anfang zu sehr auf Webflow eingeschossen, weil wir andere Leute kannten, die damit schon gearbeitet haben. Und das hat sich für uns ein bisschen sicherer angefühlt. Im Nachhinein hätten wir vielleicht noch mehr Zeit damit verbringen können, uns andere Plattformen, wie zum Beispiel Bubble, noch genauer anschauen zu können, um wirklich bessere, bessere Tradeoffs machen zu können.
00:33:17
Speaker
Weil sobald man sich für zum Beispiel Webflow oder ein bestimmtes Content-Management-System entscheidet, ist der Login relativ stark und man kann dann schwierig da wieder raus.

Zukunftspläne und Abschlussbemerkungen

00:33:28
Speaker
Also ich glaube, wir sind sehr glücklich mit Webflow, aber vielleicht hätten wir trotzdem noch mehr Zeit damit verbringen können, wirklich abzuwägen, welche Tools man so sehr am Anfang benutzt. Ja, auf jeden Fall völlig nachvollziehbar.
00:33:42
Speaker
Geht uns genauso. Wenn wir jetzt nochmal wechseln wollen würden, das müssten wir uns sehr gut überlegen, ob wir dann die Arbeit und Zeit investieren möchten, ob der Nutzen daraus, genau das wäre das.
00:33:54
Speaker
Ja, komplett. Dafür haben wir auch so ein bisschen die Podcastreihe gestartet mit, wie wähle ich das richtige Tool für mich aus? Genau. Genau, wer da nochmal reinhören will, wir haben eine bis jetzt mit Website-Bildern und zwei für die Automatisierungstools, genau, um so eine kleine Starthilfe zu geben.
00:34:13
Speaker
Cool, du hast ja schon so ein bisschen erzählt, was jetzt so ansteht, also vielleicht Investment dieses Jahr und ein bisschen mehr Wachstum. Was habt ihr dann sonst noch für die nächsten zwölf Monate geplant, was vielleicht auch den Marktplatz angeht, neue Features? Genau, also was die Features vor allem angeht, ist, wir wollen sichergehen, dass die Verifikation für uns, vor allem für die Revenues, ist gerade ein bisschen umständlich.
00:34:38
Speaker
Wir wollen mit zum Beispiel Stripe integrieren und Google Analytics und so weiter, damit Daten live direkt hochgeladen werden können, damit Investoren vor allem auch eine Live Übersicht haben, wie es in dem Unternehmen gerade so vor sich geht.
00:34:53
Speaker
Das so auf der Feature Seite, ich glaube, unser größtes und auf der anderen Seite ist einfach immer weiter neue User akquirieren, weil es natürlich super, wenn Deals auf unserer Plattform funktionieren. Aber dann sind diese vor allem die Gründer wieder weg. Das bedeutet, wir müssen immer wieder neue und mehr Gründer dazuholen können.
00:35:12
Speaker
Und ich denke, das wird ein sehr, sehr großer Fokus dann für uns für die nächsten zwölf Monate. Das heißt, ja, Kunden schließen wahrscheinlich ja genau ein Deal bei euch auf der Plattform ab und dann genau war es das, ja. Die Investoren sind zum Glück eigentlich immer an Deals interessiert, also die bleiben da meistens. Aber genau auf der Gründerseite sieht es leider ein bisschen anders aus. Wie und wo kann man euch denn finden, wenn man mehr über dich, falls du gefunden werden möchtest, und über Bits for Digits erfahren möchte?
00:35:41
Speaker
Genau, also ich kann jedem empfehlen, mal auf bits4digits.com zu gehen, um sich das ganze Konzept einmal anzugucken oder auf buildwith und dann bits4digits einmal einzugeben und auch zu sehen, welche ganzen Tools wir benutzen, falls jemand seinen eigenen No-Code-Marktplatz aufbauen möchte.
00:36:00
Speaker
Wir sind bei Twitter auf Bits for Digits oder man kann mich persönlich auch bei Twitter finden. Einfach Jan-Philipp Peters eingeben. Auch bei LinkedIn. Und sollte jemand Teil der Indie Hacker Community sein und in Berlin. Wir machen so einmal im Monat Indie Beers, wo wir uns mit anderen Developer und Gründern treffen. Und da ist auch herzlich natürlich zu eingeladen.
00:36:24
Speaker
Und ihr findet Bits for Digital natürlich auch bei den Projekten auf Visual Makers und könnt euch da auch angucken, welche Tools benutzt werden, nochmal die Story dahinter. Genau, verlinken wir euch auch in den Show Notes. Super, vielen, vielen Dank. Das freut mich natürlich auch sehr.
00:36:39
Speaker
Jan Philipp, es war mega, mega interessant, dass du da warst. Vielen, vielen Dank für deine Zeit und deine ganzen Insights. Ich bin sehr gespannt, wo es mit Bits for Digits hingeht im nächsten Jahr. Und falls ihr auf Fundraising-Suche geht, dann wünsche ich euch viel, viel Erfolg damit. Und genau, bin gespannt auf ein Follower-Abgespräch in einem Jahr oder so.
00:37:00
Speaker
Vielen, vielen, vielen Dank. Also es hat mich super gefreut, hier sein zu dürfen. Ich bin großer Fan. Und genau, sollte jemand irgendwelche Fragen rund um No-Code auch haben, kann mir auch immer gerne Nachricht schicken. Wir helfen auch sehr gerne anderen Gründern, weil uns natürlich auch so sehr geholfen wurde. Super cool. Sehr, sehr cool. Vielen, vielen Dank. Wenn dir diese Folge gefallen hat, dann freuen wir uns, wenn du in der Apple Podcast App eine Bewertung für uns hinterlässt. Das hilft uns, in Zukunft besser gefunden zu werden.
00:37:26
Speaker
Und wenn du mehr über No-Code erfahren willst, dann schau doch gerne mal auf unserer Website vorbei visualmakers.de. Ansonsten freuen wir uns, wenn du auch in der nächsten Folge wieder dabei bist. Bis zum nächsten Mal.