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#15 - Automatisierung gegen Langeweile im Job - mit Nico Bitzer image

#15 - Automatisierung gegen Langeweile im Job - mit Nico Bitzer

S1 E15 · VisualMakers
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196 Plays4 years ago

Diese Woche haben wir ein besonderes Schmuckstück an Podcast-Folge für euch!🥳

Wie die Lufthansa mit Process Mining herausgefunden hat, dass beim Boarding der Bus langsamer ist als zu Fuß, was ein Automation Strategist ist, was sich hinter der Abkürzung RPA versteckt, was NoCode mit Mitarbeiter:innen und Unternehmen macht, übers Gründen und über Leidenschaften - darüber und noch mehr haben wir mit Nico Bitzer von Bots and People gesprochen.

Mehr zu Nico: https://www.linkedin.com/in/nicobitzer/

Mehr zu Bots&People: http://botsandpeople.com

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Transcript

Einführung und Vorstellung des Podcasts

00:00:00
Speaker
Herzlich willkommen zum Visual Makers Podcast. Ich bin Lilith. Und ich bin Alex. Und wir unterhalten uns jede Woche rund um das Thema No-Code. Wir freuen uns sehr, heute Nico Bitzer von Bots and People zu Gast zu haben. Und gleichzeitig sind wir aber auch bei ihm zu Gast. Das heißt, diese Folge wird sowohl auf unserem als auch auf seinem Kanal veröffentlicht.

Reise in die Welt des No-Code

00:00:25
Speaker
Und wir tauschen uns aus zu No-Code Automation
00:00:29
Speaker
und wie wir eigentlich zu NoCode gefunden haben und woraus unsere Business bestehen. Viel Spaß dabei! Wir sind Visual Makers oder wir bauen die Plattform Visual Makers und unsere Mission ist, die Art, wie Software gebaut wird, zu revolutionieren. Das heißt, wir bringen in Online-Kursen Leuten bei, wie sie Software bauen können.
00:00:50
Speaker
ohne selber programmieren zu können und dementsprechend auch ohne eine Zeile Code schreiben zu müssen. Entweder wer es nicht kann oder wer nicht so viel Code schreiben möchte.

Von der Software-Entwicklung zum No-Code-Unternehmer

00:01:02
Speaker
Genau und da zeigen wir verschiedene Tools und gehen in praxisnahen Online-Kursen eben darauf ein, wie du mit No-Code selber dein Business, deine Prozesse boosten kannst und auch selber Produkte eben mit No-Code bauen kannst.
00:01:17
Speaker
Das klingt extrem spannend. Wie seid ihr denn zum Gründertum geworden? Das klingt nämlich wie eine Mission, die ihr verfolgt, die euch schon länger umtreibt.
00:01:28
Speaker
Ja, das Ganze ist so ein bisschen letztes Jahr gestartet. Also ich persönlich bin seit letztem Jahr Januar, also 2020, selbstständig. Hab vorher als Softwareentwickler und als Produktmanager gearbeitet, hatte aber dann so langsam den Drang, mich selbst zu verwirklichen und bin dann in die Selbstständigkeit gestartet und hab vorher auch schon mit No-Code-Tools gearbeitet, ohne dass ich den Term No-Code kannte und hab dann durch Tutorials und so weiter bin ich dann auf diesen Term gestoßen und hab dann erst mal die gesamte Bandbreite an Tools entdeckt, die es da bereits gibt.
00:01:59
Speaker
Und dachte mir, das Ganze ist einfach noch viel zu wenig bekannt in Deutschland. Also da gibt es einen Riesenmarkt in den USA, in den UK oder auch in den Niederlanden. Aber hierzulande kann fast niemand was mit dem Term No Code anfangen und kennt diese ganzen Möglichkeiten nicht.
00:02:14
Speaker
Und da habe ich mir gedacht, okay, deutschen Content gibt es dazu sowieso noch nicht, also versuchst du mal, was in der Richtung aufzuziehen.

Erste Schritte und Erfolge mit No-Code

00:02:21
Speaker
Und ich habe dann so einen kleinen Clickdummy gebaut dazu, habe dann auf Facebook in einer Unternehmergruppe mal einfach einen Post abgesetzt, wer hat mal Lust, sich diesen Clickdummy anzuschauen und habe dann irgendwie fünf Leute mir eingeladen und habe mit denen so eine Art User-Interview gemacht zu diesem Clickdummy, habe denen also per
00:02:38
Speaker
Screen Sharing dann vorgeführt und beziehungsweise die haben die sich da so ein bisschen durchgeklickt und haben mir dann Feedback darauf gegeben. Und es war sehr, sehr positives Feedback. Und dementsprechend habe ich daraufhin dann so einen Prototypen entwickelt oder einen MVP entwickelt mit Webflow und habe dann parallel dazu einen Podcast gestartet, weil ich dachte, irgendwie musst du mit dem gesamten Thema mal raus an die Menschheit und habe mir dann in der dritten Episode Lilith als Gast eingeladen, weil ich sie vorher auf einer No-Code-Konferenz sprechen habe.

No-Code für Startups und Prozessautomatisierung

00:03:08
Speaker
Genau, da dachte ich mir, super interessanter Gast, den lädt sie dir ein. Und genau, da haben wir uns kennengelernt, haben ein super interessantes Gespräch gehabt. Und ich glaube, zwei, drei Wochen später hat sie mich angeschrieben und hat mich gefragt, ob wir nicht was zusammen machen wollen. Genau, und auf meiner Seite ist es ein bisschen anders. Ich habe absolut gar keinen technischen Background und wollte vor
00:03:34
Speaker
Fünf Jahre sind es inzwischen, glaube ich. Fünf Jahre wollte ich eigentlich noch Schauspielerin werden und habe vorgesprochen an Schauspielschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ich brauchte dann aber einen Job über den Sommer und bin quasi so zufällig in die Start-up-Welt reingerutscht und bin im Unternehmen gelandet, wo wir viel No-Code verwendet haben, was ich damals auch den Term tatsächlich noch nicht kannte. Wir haben viel mit Zapier gebaut.
00:03:58
Speaker
und haben da unsere Prozesse automatisiert. Und dann kam noch Airtable dazu und mit WordPress hatten wir unsere ganzen Webseiten gebaut und mit Themify quasi, das gilt ja auch quasi dann als No-Code Element. Genau, wie auch immer, auf jeden Fall ist es dann so passiert, dass ich dann auf einmal irgendwann zuständig war für Webseiten, die ganzen Automatisierungen, die Prozessoptimierung und so.
00:04:21
Speaker
hatte ein kleines Team von einem Entwickler und einem Designer und habe dann irgendwann angefangen, also meinem Team beizubringen, wie sie selber Zapier nutzen konnten, weil ich gemerkt habe, okay, das ist cool, wenn ich das alles kann, aber ich kenne die Probleme von den allen gar nicht. Deshalb ist es super wichtig, dass die auch selber wissen, also die Grundsteine von Zapier kennen, damit sie sich selber auch ihre Tasks automatisieren können. Hab angefangen, darüber zu bloggen und da kam halt ultra viel Feedback.
00:04:49
Speaker
Und bin dann unter anderem eben auch auf dieser Konferenz gelandet, wo Alex mich gesehen hat. Und so haben wir zueinander gefunden.
00:04:59
Speaker
Megaspannend. Ja, ja, jetzt auch, wenn du das so erzählst mit mit Zapier und dass dann alle Mitarbeiter auch ein Zapier-Account bekommen haben. Das habe ich auch schon von IntiChromat mitbekommen, dass Unternehmen so viele Prozesse in IntiChromat laufen haben und wirklich jetzt anfangen, die Verantwortung auch für die Automatisierung an die einzelnen Mitarbeiter innen zu geben. Und das finde ich total cool in die richtige Richtung und zeigt dir auch, dass das, was ihr tut, den Nerv der Zeit trifft.

Automatisierung in Unternehmen und neue Rollen

00:05:28
Speaker
Ja, absolut. Ich glaube total dran, dass es in der Zukunft halt zum Wettbewerbsvorteil wird für jedes Unternehmen, wenn Teams selber eben ihre Prozesse automatisieren können, weil wenn du zum Beispiel einen, also das gibt es ja auch das Konzept, dass du einen Automation Expert zum Beispiel in der Company hast,
00:05:47
Speaker
und der dann aber auch ja nur soweit denken kann, wie er weiß von den Problemen der anderen Mitarbeiter. Und deshalb kann ich mir schon vorstellen, dass es in Zukunft halt in jedem Unternehmen und in jedem Team quasi einen gibt, der für das No-Code-Stack quasi verantwortlich ist von den einzelnen Teams.
00:06:05
Speaker
Ja, letztens erst eine Ausschreibung gesehen von HubSpot für einen Automation Analyst, der genau diesen Use-Case abdeckt. Also ineffiziente Business-Prozesse identifizieren, optimieren und dann halt skalierbar machen mit No-Code-Tools wie Integromart, Zapier oder Urkato. Absolut, ja. Und wie ist jetzt gerade eure Rollenverteilung im Team?
00:06:30
Speaker
Also genau, ich bin so ein bisschen für den Plattformenbau zuständig. Also mein Steckenfeld ist allgemein so App- und Web-Development mit No-Code. Daher habe ich so die Plattform unter meinem Hut. Und ja, Lilith ist so für den Automatisierungspart zuständig. Genau. Absolut integromat und Selpje Expertin.
00:06:51
Speaker
Da ist nichts mehr vorhanden. Was sind eure Lieblingsprojekte? Woran arbeitet ihr gerade? Wo liegt euer Schwerpunkt? Wo liegt der Fokus in den nächsten Wochen?
00:07:08
Speaker
Also business-seitig liegt der Fokus gerade darauf, dass unsere Community wächst. Also wir haben ein Plattform-Modell, wo man quasi Memberships bei uns abschließen kann, dann Zugriff auf, also je nach Plan, den man abschließt. Wir haben einen Basisplan, der ist kostenlos und einen Pro-Plan.
00:07:24
Speaker
womit du Zugriff auf verschiedene Online-Kurse hast und eben auch Mitglied in unserer Community wirst. Wir haben einen Slack-Workspace, wo man sich austauschen kann. Wir veranstalten regelmäßig Webinare und haben auch so ein Community-Frühstück, wo wir uns über aktuelle Projekte, Probleme, Fragen und so etwas austauschen. Und das ist jetzt gerade der Hauptfokus business-seitig. Und was wir tech-seitig machen, ist natürlich, die Plattform einmal stetig zu verbessern.
00:07:51
Speaker
unsere eigenen Sachen komplett durch zu automatisieren. Also angefangen gut mit der Plattform sind wir jetzt quasi durch mit durch automatisieren, aber auch sowas wie ein Sales Funnel und Social Media Automations und sowas. Das haben wir alles genau die noch zu verbessern und zu erweitern.
00:08:11
Speaker
Ja, genau, das klingt spannend. Ich muss auch mal mehr in eurer Community stattfinden. Ich bin ja auch dabei und sehe immer viel und werde mich da demnächst auch mal ein bisschen stärker beteiligen. Ja, mach das mal. Sehr gern. Kannst sicherlich auch einige wertvolle Erfahrungen teilen. Bestimmt,

Ziele von Bots and People und deren Akademie

00:08:34
Speaker
ja. Ja, bestimmt.
00:08:35
Speaker
Das heißt, wenn dann Unternehmen ihr neues HR-System beispielsweise implementiert haben, habe ich mich dann viel so um diese menschliche Seite gekümmert. Also wie schaffen wir es, dass die MitarbeiterInnen das auch annehmen, dass da jetzt ein Tool ausgetauscht wird, was ziemlich viel den Arbeitsalltag der Menschen beeinflusst. Und dabei
00:08:57
Speaker
bin ich schon über die ersten Automatisierungspotenziale gestoßen. Es ist ja schon sehr nah dran. Es gab immer mal Prozesse, die festgelegt wurden, dass eine Mitarbeiterin dann einmal in der Woche oder einmal im Monat dann Personalstammdaten händisch übertragen soll, so als Standardbestandteil des Prozesses.
00:09:20
Speaker
Kurz darauf oder währenddessen, als ich da so fleißig dabei war mit den Beratungsprojekten, kam der Oli, mein Mitgründer, auf mich zu und hat mir von RPA erzählt, also von Robotic Process Automation und welche Use Cases er da sieht. Wir kennen uns schon sehr, sehr lange, schon über 15 Jahre.
00:09:40
Speaker
sind so im gleichen Ort aufgewachsen, haben uns dann beruflich eben so ein bisschen aus den Augen verloren, aber nie privat und dann immer mal über solche Sachen gequatscht. Und da ist bei mir direkt so eine Leidenschaft entfesselt worden, weil ich so eben so viele Anwendungsfälle gesehen habe.
00:10:00
Speaker
Und dann haben wir auch einen Podcast gestartet, deswegen finde ich das mega cool. Ich finde, um ein Unternehmen zu starten, einen Podcast zu starten, ist extrem schlau, weil wir sehr viele Inputs bekommen haben von tollen Menschen aus der Branche und dadurch viel gelernt haben.
00:10:21
Speaker
Wir haben zum Beispiel auch gelernt, dass RPA nur ein Tool ist, um Prozesse zu automatisieren und oft auch gar nicht so das cleverste, sondern dass es eben mehr Sinn macht, beispielsweise, jetzt mal so ganz generisch gesprochen, über Schnittstellen zu automatisieren. Und deswegen, und da ist auch, glaube ich, der Schnittpunkt zu euch,
00:10:41
Speaker
dass es auch da Sinn macht, auch in der Mittelstands- und auch in der Enterprise-Welt, diese Erfahrung mit Low-Code und No-Code-Tools zu arbeiten, auch rein muss, um eben solche repetitiven Aufgaben zu eliminieren. Ja, super spannend.
00:11:05
Speaker
Und wie sieht das genau bei euch aus? Was tut man, wenn man bei Bots and People dabei ist? Wir haben aktuell drei Bestandteile, unsere Community,
00:11:22
Speaker
die hauptsächlich aus Alumnis besteht, aus der Academy. Das führt mich zum zweiten Produkt, das wir haben. Das ist die Academy, das ist ein Lernpfad. Deswegen finde ich auch total cool, dass du sagst, Automation Analyst. Unsere Weiterbildung heißt Automation Strategist. Und wir bilden, und da richten wir uns wirklich hauptsächlich an Mittelstand, bilden Menschen
00:11:46
Speaker
bei Mittelständen größeren Unternehmen dazu aus, Prozesse zu automatisieren oder zumindest auch die Potenziale zu erkennen und die richtigen Projekte anzustoßen dafür.
00:11:58
Speaker
Und der dritte Part ist dann, weil wir gemerkt haben, in der Academy sind Menschen drin, die sich für das Thema interessieren, die das dann in ihren Organisationen vorantreiben wollen. Die haben uns dann gefragt, aber wie machen wir das denn konkret? Könnt ihr uns nicht mal so eine kleine Starthilfe geben, mit uns gemeinsam an den Projekten arbeiten? Und da haben wir, also unterstützen wir diese
00:12:23
Speaker
Menschen dann auch bei der Prozessautomatisierung ganz konkret und bauen Robots, überlegen, wie man Schnittstellen clever nutzen kann und arbeiten da auch mit einem Entwicklerpool zusammen. Ja, spannend. Superwichtig. Was sind das für Menschen, die bei euch in die Akademie reinkommen? Haben die üblicherweise einen technischen Hintergrund oder sind die rein in einer Businessfunktion tätig gewesen?
00:12:48
Speaker
Ja, also das ist ganz unterschiedlich. Viele, ich würde sagen, die meisten haben keinen technischen Background, aber kommen so aus dieser Process-Excellence-Ecke, nenne ich es jetzt einfach mal, oder sind schon mit dem Thema RPA oder Process Mining oder Prozessmanagement in Berührung gekommen und wissen also, okay, da gibt es irgendwas und wollen sich dann ein bisschen breiter dazu aufstellen.

Vorteile und Herausforderungen von RPA

00:13:16
Speaker
Kannst du vielleicht nochmal kurz erklären, weil ich glaube wir haben bei uns zumindest wissen viele, wie man quasi mit, also was Automatisierung mit sowas wie Zapier und Integromat ist, also Schnittstellen-Automatisierung, sag ich jetzt mal grob. Kannst du nochmal erklären, was RPA ist?
00:13:32
Speaker
Also RPA imitiert in seiner Ursprungsform, UiPass würde mir jetzt wahrscheinlich widersprechen, aber in der Ursprungsform ist RPA eine Imitation der User an User Interface.
00:13:49
Speaker
Also wenn jetzt eine Mitarbeiterin aus einem Excel-File eine Zelle kopiert hat und das ins SAP-System rein übertragen hat, dann würde wieder ein Bot auch nichts anderes machen, als auf der Nutzeroberfläche genau das zu tun.
00:14:03
Speaker
Und das hat eben, also RPA hat den Vorteil, dass es nicht an die Schnittstellen der Systeme dran muss und gleichzeitig den Nachteil, dass es nicht an den Schnittstellen der Systeme dran ist. Genau, also es läuft, es ist deutlich unstabiler, als direkt mit Schnittstellen zu verbinden, aber auch sehr viel schneller, gerade in großen Unternehmen, wenn die Legacy-Systeme einsetzen, die vielleicht noch nicht mal in der Cloud liegen.
00:14:34
Speaker
Ja klar, super individuell anwendbar auf jeden Fall.
00:14:40
Speaker
Ihr seid ja auch zwei Gründer, richtig? Wie ist so die Rollenverteilung bei euch im Team? Ja, also Oli macht die Operations, also alles, was so nach innen gerichtet ist, sag ich mal, kümmert sich um die Finanzen, kümmert sich ums Onboarding, ein neuer Mitarbeiter ist in den Projekten unterwegs. Das heißt, er unterhält sich auch mit den
00:15:04
Speaker
mit den Kunden über die technischen Spezifikationen die Prozesse auf und meine Aufgabe liegt Marketing und Sales. Also da haben wir so eine sehr klassische nach innen gerichtete und nach außen gerichtete Rollenverteilung.
00:15:23
Speaker
Interessant, das haben wir noch gar nicht irgendwie so ausklamüsert. Wir machen noch beide alles. Ja, genau, also das hat sich bei uns dann auch so mit der Zeit ergeben und wir haben dann relativ schnell gemerkt, wo unsere Leidenschaften liegen und wussten das auch viel schon davor, weil wir uns ja auch schon lange kennen, was eher so tief in die Augen schauen.
00:15:46
Speaker
Wer macht jetzt eigentlich was und das nochmal einmal so zu definieren. Hat aber gut getan, um dann auch Klarheit da rein zu bringen, auf jeden Fall. Ja, auf jeden Fall. Das glaube ich. Hast du denn aktuelle Lieblingsprojekte bei dir im Unternehmen?
00:16:05
Speaker
Ja, also mein Lieblingsprojekt ist gerade, dass wir die Academy jetzt weiter ausbauen, also dass wir uns darüber Gedanken machen, wie kann man diesen Lernpfad zum Automation Strategist noch weiter ausdifferenzieren. Dass wir zum Beispiel sagen, es gibt eben nicht nur ein, das war ein 10 Wochen Programm, wir haben es jetzt schon in der nächsten Iteration gekürzt auf 7 Wochen.
00:16:30
Speaker
und deutlich weniger Live-Inhalte, weil wir eben alles das, was wir sowieso immer wieder erzählen, ja auch als sehr gut als Videocontent ausspielen können. Und das macht mir auch Freude, dass wir jetzt überlegen, wie kann man das noch weiter aufmodularisieren. Kann man zum Beispiel die Methodologie, wie man Prozesse automatisiert als einen Bestandteil sehen und dann noch mal ein Deep Dive in Process Mining reinmachen oder ein Deep Dive in RPA oder eben in IPaaS.
00:17:01
Speaker
Stark. Ihr habt ja auch verschiedene Coaches mit an Bord. Wir haben zum Beispiel den Sebastian Mertens gesehen, der auch bei uns in den letzten Folgen mit dabei war hier beim Podcast. Genau. Und die unterstützen dann für ihre jeweiligen Bereiche, in denen sie Experte sind.
00:17:16
Speaker
Genau, uns ist total wichtig, dass die einzelnen Module oder die einzelnen Wochen dann immer mit Beispielen aus der Praxis gespickt sind und dass die Coaches auch sehr viele War Stories erzählen

Zukunft von Low-Code, No-Code und traditionellem Codieren

00:17:32
Speaker
können zu den einzelnen Technologien, was ich zum Beispiel super cool finde bei Process Mining.
00:17:40
Speaker
ist, dass wir da einen Use-Case haben von der Lufthansa, wie die den Boarding-Prozess ins Flugzeug, datenbasiert, einmal durchleuchtet haben. Und dann, dass eben zu sehr, sehr coolen Implikationen in den Prozess geführt hat, zum Beispiel, dass Bus-Boarding nicht so gut ist, sondern dass es eher zu Fuß schneller geht.
00:18:05
Speaker
Und das war eben, vorher musste man das mit einem Klemmbrett sozusagen eruieren, beobachten und dann die Zeit stoppen, so diesen klassischen Genber-Walk. Und mit Process Mining schafft man es eben, ein Prozessmodell, datenbasiert aufzuzeichnen und dann zu sagen, naja, hier seht ihr es schwarz auf weiß. Im Bus geht es langsamer als zu Fuß.
00:18:29
Speaker
Interessant. Und da nochmal anzuknüpfen, weil ihr konzentriert euch ja auf Low-Code und Low-Code, oder kommt so von diesem Winkel, wie so von diesem Job.
00:18:48
Speaker
zum automatisieren. Wo, glaubt ihr, geht die Low-Code-No-Code-Zukunft hin? Das ist auch für uns interessant. Wird jeder dazu in der Lage sein, die komplexeste Software aufzubauen oder wird es auch immer noch Dinge geben, die individual gebaut werden sollen müssen?
00:19:08
Speaker
Ja, also ich glaube, dass zukünftig auf jeden Fall ein großes Spektrum durch No- und Low-Code abgebildet wird. Klar, wird individuelle Software immer von Hand geschrieben werden müssen. Also wenn ich mich zum Beispiel
00:19:20
Speaker
Ich kann mich an meine Zeit in einem Industriekonzern zurückinnern, als Maschinen angesteuert wurden. Wir hatten dann Verträge mit kleineren Entwicklerbuden. Das waren dann wirklich zwei, drei Leute, die bei uns ins Werk kamen und verschiedene Maschinen angesteuert haben. Solche individuellen Sachen werden immer per Hand geschrieben werden müssen. Aber der Großteil wird irgendwann durch No- und Low-Code abgedeckt werden.
00:19:50
Speaker
Und das Ganze wird auch die Entwickler deutlich beschleunigen in ihrer Arbeit, weil die auch mehr und mehr Elemente dazu bekommen, die sie mit wenigen Klicks einfach zu ihrem vorhandenen Code hinzufügen können, um das Ganze noch mehr zu beschleunigen. Das gibt es ja heute schon in Form von verschiedenen Frameworks, aber genau, das wird sich sicherlich noch deutlich vereinfachen auch deren Arbeit.
00:20:12
Speaker
Ich glaube auch, dass beides nebeneinander her existieren wird. Auch jetzt schon glaube ich, dass einerseits ist No-Code und Low-Code super für Leute, die entweder was gründen wollen, keinen technischen Co-Founder oder so haben und da wirklich ein Produkt bauen wollen oder einen Prototypen oder so. Dafür ist es super, aber auch für Leute, die entweder schon einen technischen Background haben oder eben beim Thema Automatisierung.
00:20:36
Speaker
dass du da wirklich die Entwickler auch entlastest und dass du da die Arbeit, die halt wirklich noch Kreativität erfordert und jetzt vielleicht nicht ein wir bauen Newsletterform oder irgendwie solche Sachen, sondern dass die sich halt wirklich damit mit den komplexen Problemen beschäftigen können, wo dann auch wirklich Kreativität in Innovation gefragt ist und sich nicht dem
00:21:00
Speaker
bedienen müssen, quasi was es sowieso schon gibt oder andersrum, dass sie sich dem bedienen können, quasi was sowieso schon gebaut ist und das mit Low-Code, No-Code bauen und damit einfach viel, viel schneller sind und alles, was eben noch nicht entwickelt ist, daran dann wirklich zu arbeiten und das ist ja letzten Endes auch das, was zählt und was einen weiterbringt.
00:21:21
Speaker
Also ich hatte auch vor kurzem mal, das war für ein Webinar, was wir gehalten haben, dann mal recherchiert, was es bei Low-Code, No-Code auch noch, also welche Unternehmen gibt es, die komplett auf Low-Code, No-Code basieren.
00:21:36
Speaker
Und das, also ihr werdet ja ein Beispiel jetzt wahrscheinlich aktuell. Absolut. Genau, ich hatte noch gefunden eine Lambda School, das fand ich extrem cool. Die ja so als USP oder als Werbeversprechen haben, wir bilden dich, wir vermitteln dich erst in einen Coding-Job und dann bezahlst du erst. Und die haben auch komplett ihre Academy Low-Code, No-Code gebaut. Und was ich da dachte, und da würde mich auch mal eure Meinung zu interessieren, ist, es ist ja auch so, dass Unternehmen, die sowas können,
00:22:07
Speaker
extreme Geschwindigkeitsvorteile gegenüber anderen Unternehmen haben, die sowas versuchen zu coden.

Kosteneffizienz von Plattformen wie Bubble

00:22:14
Speaker
Ja, definitiv. Ja, absolut. Also auch schon das, was ich am Anfang gesagt habe. Also in Zukunft wird es, glaube ich, noch krasser werden, dass Unternehmen, die die Low-Code und No-Code benutzen, einfach einen krassen Wettbewerbsvorteil haben werden gegenüber anderen, die das nicht tun oder eben selber coden. Und auch für jedes Produkt. Wir haben zum Beispiel eine
00:22:35
Speaker
Die Sarah Berger, die war auch schon bei uns im Podcast und die hat auch lange im Mittelstand gearbeitet und die hat erzählt, dass sie halt da echt hunderttausende von Euro hätte sie sich sparen können, wenn sie Bubble vorher entdeckt hätte. Also Bubble ist so ein Website-Building-Tool und da hätten die einfach locker super viel Zeit und halt Geld sparen können und das halt auch jetzt schon. Genau.
00:22:59
Speaker
Genau, und vielleicht um nochmal so ein, zwei andere Beispiele zu nennen von Unternehmen, die komplett auf No-Code laufen. Vielleicht so die kleineren Dinge. Zum Beispiel auch bei uns jemand in der Community, der betreibt die Plattform HalloPodcaster. Das ist im Prinzip ein Marktplatz für Podcaster und Experten, die sich jeweils ein Profil anlegen können und sich dann einfach zu einem Austausch für Podcasts zu verabreden. Das ist auf einer Seite super spannend.
00:23:24
Speaker
Dann haben wir letzte Woche mit dem Marius Kremer gesprochen, der hat mit seinem Co-Founder zusammen eine Mobile App entwickelt, nennt sich Hive für neurozentrisches Training. Und zwar erstellt man sich sein Profil, indem man dann durch so einen Guide durchgeleitet wird,
00:23:44
Speaker
anzugeben, ob man Schmerzen hat in bestimmten Bereichen und dann werden einem dahingehend dann Übungen zur Verfügung gestellt, die man dann selber durchführen kann, um Schmerzen zu lindern. An diesen Beispielen kann man sehen, dass sich das super dafür eignet, ein Business mit No-Code aufzubauen oder eben No-Code zu verwenden, um einen Prototyp aufzusetzen.
00:24:06
Speaker
Also Hive zum Beispiel läuft jetzt in der Alpha-Version und komplett auf No-Code mit Webflow, Memberstack, Airtable und Zapier. Und genau, da ist zukünftig vielleicht geplant, das Ganze mit Code umzusetzen, aber bisher macht es einfach keinen Sinn, weil man mit No-Code deutlich schneller ist. Wir hatten mal Interview mit dem Michael Krupp von Brighter, ist auch noch gar nicht so lange her, die ja auch eine No-Code-App
00:24:34
Speaker
entwickelt haben, wie ich gelernt habe. Und wir haben jetzt die ganze Zeit auch schon gesagt, no code, low code. Also das wird so in einem durchgesagt und er hatte im Interview auch und hat es auch erklärt, darauf bestanden, dass das eine no code Lösung ist. Wie würdet ihr den Unterschied machen zwischen low code und no code oder ist der vielleicht sogar schleichend? Ich glaube, der ist schleichend und ich finde,
00:25:01
Speaker
Also grundsätzlich ist eigentlich, wenn man es genau nimmt, ist No-Code ja sowieso schon der falsche Begriff. Weil natürlich steckt hinter No-Code auch Code, nur das Interface ist halt ein anderes und ist halt viel zugänglicher für viel mehr Leute. Das heißt, du schreibst halt einfach wirklich keinen Code mehr, vor dem ja viele Leute Angst haben, weil dann kannst du ja was kaputt machen und verstehen das nicht und so. Und das problemlöst halt No-Code.
00:25:28
Speaker
bei No-Code und Low-Code. Ich glaube, wenn man mit No-Code anfängt,
00:25:31
Speaker
Also in meinem Fall war es jetzt zum Beispiel, ich hatte überhaupt keinen technischen Background und habe mit No-Code quasi angefangen, meinen Weg in die Tech-Welt zu finden und habe mit No-Code angefangen und bin aber relativ schnell dann auch bei Low-Code gelandet. Das heißt, in Zapier habe ich dann zum Beispiel JSON-Files hin und her geschickt, die ich dann bearbeitet habe, was man dann ja schon als Low-Code quasi zählen kann. Und ich glaube, dieser Übergang ist fließend. Und ich weiß auch gar nicht, ob es unbedingt so nötig ist, diesen Unterschied zu machen. Ich glaube, für viele ist das nochmal
00:26:01
Speaker
sind beide Worte einerseits total positiv konnotiert, weil du eben nicht coden können musst, auf der anderen Seite aber auch negativ konnotiert, weil No-Code gerade in der Tech-Szene oder in der Entwicklerszene, würde ich sagen, auch oft
00:26:20
Speaker
eher als als clicky bunty ich baue um des Bauens willen wahrgenommen wird. Und damit kann man ja nichts Richtiges bauen. Und das stimmt halt auch nicht mehr, sondern Nowcode ist halt super powerful für wirklich jedes Unternehmen.

No-Code in großen Unternehmen und HR-Prozessen

00:26:35
Speaker
Genau, deshalb ist es glaube ich beides. Und für mich ist der ist der Unterschied also nicht für mich ist es nicht wichtig tatsächlich.
00:26:46
Speaker
Ja, vielleicht auch nicht mal zwischen Code, Low-Code und No-Code. Also, dass es wie so eine Linie ist, die ja verschiedene Ausprägungen annehmen kann. Und ich habe also für mich so die Erfahrung gemacht, es gibt bei Low-Code, No-Code dann immer, also nicht immer, sondern es kann dann irgendwann
00:27:09
Speaker
an die man stößt bei der Entwicklung oder beim Projekt oder was auch immer. Und dann braucht man dann doch wieder ein bisschen mehr Individualprogrammierung. Aber bis man eben an diese Grenzen stößt, kann man da schon extrem viel ausreizen, wenn man die richtigen Tools kennt.
00:27:27
Speaker
Auf jeden Fall. Zum Beispiel nutzen wir ja auch Webflow, was ja auch eigentlich ein No-Code-Tool ist. Es gibt aber die Option, Custom Code hinzuzufügen in Form von normalen Programmiercode eben. Und dadurch lässt sich die Funktionalität natürlich deutlich erweitern. Genau. Und durch diese Möglichkeit bist du super flexibel.
00:27:44
Speaker
Ich denke auch über No-Code gerne nach als quasi noch mal zusätzliche Codingsprache, die natürlich auch ihre Vor- und Nachteile hat und halt aus etlichen Tools besteht. So ist es nicht ein Tool, jetzt eine Codingsprache, sondern halt wirklich No-Code quasi als zusätzliche Codingsprache. Und die hat Vor- und Nachteile und ist halt aber wesentlich mehr Leuten zugänglich.
00:28:08
Speaker
Ja, so bei der, also ich habe so das Gefühl, viele kleine Unternehmen, also sehr kleine Unternehmen, Start-ups nutzen Low-Code-Lösungen, wie jetzt beispielsweise Zepia, Intekromat. Du hast jetzt gerade schon gesagt, Lilith, dass jemand aus dem Mittelstand mit euch gesprochen hat, die gesagt hat, hätte sie da die Low-Code-Lösungen bekannt, wäre das ganz gut gewesen.
00:28:36
Speaker
habt ihr da auch schon Use Cases oder Erfahrungen gesammelt, wie größere Unternehmen solche Tools einsetzen.
00:28:44
Speaker
Ich glaube, so das Größe, was wir jetzt gerade haben, die haben so 800 Mitarbeiter, glaube ich, ungefähr. Und da kam jemand aus der HR-Abteilung auf uns zu und wollte quasi den Recruiting-Prozess automatisieren, sodass das wie so ein Performance-Marketing-Prozess läuft. Also, dass du quasi nicht auf die Bewerber zugehst, sondern die Bewerber kommen auf dich zu und dann durch so einen Sales Funnel gehen mit Paid Ads.
00:29:13
Speaker
Genau, und das ist zum Beispiel so ein Use-Case, wo ein Team innerhalb einer großen Company sowas benutzt, also mehrere Tools dann auch quasi miteinander verbindet und so. Genau, dann haben wir noch sowas wie größere Unternehmen, die einen
00:29:32
Speaker
internes Inventorymanagement bauen möchten, wo es darum geht, dass die HR-Abteilung nicht ständig irgendwie aus E-Mails lesen muss, welchen Laptop jemand haben will, sondern dass du dafür einfach ein Tool hast und die Mitarbeiter selber bestellen können. Oder auch ein Mitarbeiterbefragungstool beispielsweise für ein sehr, sehr großes Unternehmen.
00:29:53
Speaker
Genau, die bis jetzt da irgendwie Custom Code für hatten und halt das immer ewig gedauert hat, bis sie eine kleine Änderung daran machen konnten, weil die Atelierabteilung einfach völlig vollkommen überlastet war. Genau, und da solche Sachen mit damit No-Code zu bauen, also für
00:30:09
Speaker
Gerade für größere Unternehmen, wo es dann um Internet-Tools geht oder eben alles, was mit Sales zu tun hat. Oder bestes Beispiel ist eigentlich auch Shopify, weil Shopify würde ich jetzt auch als No-Code-Tool tatsächlich auch nehmen. Und da werden halt riesige Shops mitgebaut. Und ich glaube, kein Bereich ist bis jetzt so gut mit No-Code ausgestattet, glaube ich, wie E-Commerce tatsächlich.
00:30:34
Speaker
Ja, oder auch wenn man sich dann Spryker anschaut, die das ja noch mal so ein bisschen auf individuellerer Ebene hinbekommen, also noch individuellere Shops zu bauen, aber auch eben nicht sagen, wir bauen dir deinen Shop von Grund auf auf Individualcode. Macht ja auch keinen Sinn, die Features sind ja schon immer irgendwie die gleichen.

Werkzeuge und Verbesserungen in der Automatisierung

00:30:54
Speaker
Ja klar, muss das Rad ja nicht neu erfinden. Ja, ich erinnere mich auch an
00:30:59
Speaker
ein Projekt, das wir damals beim Arbeitgeber gemacht haben. Wir bauen jetzt mal eine Feedback-App.
00:31:10
Speaker
Genau das ist immer so ein klassisches Beispiel. Das habe ich schon oft in Unternehmen erlebt, dass die Idee aufkam, wir brauchen mal eine Feedback App, die aber, wenn man das dann mal runter bricht, auf die Features aus Dingen besteht, die eigentlich schon längst überall da sind oder in verschiedensten, selbst in Google oder in der Microsoft Welt eigentlich irgendwo zur Verfügung stehen.
00:31:34
Speaker
Wie sind denn deine Erfahrungen, so damit auch mit Mittelstand und so, wenn ihr auch vor allem auf den Mittelstand geht mit den Automatisierungen, wo sind da die Herausforderungen und wo sagen die Leute, wow, das wollen wir auf jeden Fall haben?
00:31:49
Speaker
Ja, also die, warum, ich glaube warum, um von der Richtung anzufangen, RPA bei größeren Unternehmen so beliebt ist, ist, weil es auch nicht so viele Abstimmungen braucht, weil die eben nur an der Oberfläche laufen. Das heißt, Fachbereiche können sehr autark, ohne Zustimmung der IT, Projekte umsetzen und ihre Businessprozesse automatisieren und effizienter gestalten.
00:32:13
Speaker
Ich habe das Gefühl und jetzt auch schon ein paar Gespräche dazu geführt, dass auch größere Unternehmen darüber nachdenken, wie sie denn jetzt überhaupt einen ganzheitlichen Automatisierungsansatz mal etablieren können und dann auch natürlich Low-Code, No-Code mit RPA verknüpfen.
00:32:35
Speaker
Spannend ist auch, dass wir die beiden Welten zusammenbringen. UI-Pass als RPA-Tool würde sich auch wiederum als Low-Code-Applikation bezeichnen. Aber irgendwie auch wieder auf einer anderen Ebene, weil es ja nur Low-Code-UI-Automatisierung ist.
00:32:58
Speaker
Ich sehe da ein großes Potenzial und bin auch gespannt, was die Anbieter der iPaaS-Lösungen beispielsweise für Connectoren schaffen und für Möglichkeiten schaffen, um dann auch in größeren Unternehmen da coole Use-Cases zu bauen.
00:33:17
Speaker
Würdest du sagen, es gibt eine Faustregel, quasi wann ist RPA-Automation sinnvoller oder wann iPaaS mit API und Schnittstellen?
00:33:29
Speaker
Ja, also wir haben auch so ein Template mal gebaut, was ich ziemlich cool als Faustregel dazu finde. Das besagt, wenn möglich automatisieren immer im Source-System mit Bordmitteln, also in den Tools, in denen man sowieso unterwegs ist.
00:33:47
Speaker
Wenn das Tool anzupassen oder zu aufwendig ist, oder das Wissen nicht da ist, dann kann man schauen, gibt es Schnittstellen oder andere Tools, mit denen man das verknüpfen kann. Und wenn es keine Schnittstellen gibt, dann kann man sich anschauen, ob RPA eine Lösung ist. Also wirklich so diese drei Stufen würde ich gehen.
00:34:11
Speaker
Wobei man auch, also gerade bei sehr, sehr großen Businessprozessen, in denen große Teams involviert sind, so ein Order-to-Cash-Prozess in einem großen Unternehmen wäre ein Beispiel.
00:34:24
Speaker
Da kann man natürlich auch überlegen kleine Bestandteile, also zum Beispiel nur das Kopieren von Rechnungsdaten in ein SAP-System beispielsweise zu automatisieren, um Mitarbeiter zu entlasten, die sich dann darüber Gedanken machen, wie man dann den Prozess vielleicht komplett neu denken kann mal.
00:34:42
Speaker
Weil oft sind die Mitarbeiter so in ihrem Prozess drin und machen das täglich. Sie scannen täglich die Rechnungen ein oder übertragen von A nach B Bestellfaxe in ein Bestellformular. Das ist ja wirklich keine Fantasiewelt, sondern das gibt es extrem oft noch.
00:35:04
Speaker
Und wie sollen die dann Zeit dafür schaffen, sich dann über eine, beispielsweise mal zu überlegen, wie kann man IntiChromat für sowas benutzen und dann noch eine coole OCR-Software davor schalten? Kurz die Erklärung, was ist eine OCR-Software? Genau, Texterkennung. Also Optical Character Recognition. Und da gibt es auch, da gibt es Abbey, die sind so in der Unternehmenswelt sehr bekannt, eine sehr große Lösung, mit der man dann auch
00:35:34
Speaker
die man trainieren kann, dann auf verschiedene Rechnungstypen zu erkennen und die unstrukturierten Daten, die ja da drin sind, zu strukturieren und dann strukturiert weiter zu prozessieren und andere Plattformen. Es gibt aber auch schon neuere Lösungen, wie Rossum zum Beispiel, die auch sehr, sehr cool oder noch cooler dann in der ganzen Cloud-Umgebung funktionieren. Ja, und mit IntiChromat verbunden werden können, etc.
00:36:00
Speaker
Ich weiß nicht, ob ihr da auch schon Use Cases gesehen habt. Bei kleineren Unternehmen kann ich mir auch vorstellen.
00:36:07
Speaker
Nee, bis jetzt noch nicht. Aber ich hab auf jeden Fall schon ein paar Dinger ausprobiert. Was halt gerade alles geht, auch mit Voice und so was. Ja, cool. Es ist unglaublich. Und es ist wirklich so dieses ... Tatsächlich, diese Aufregung, die ich am Anfang hatte, als ich es entdeckt hab, so krass, du klickst dir das einfach nur zusammen. Und dann dieses so, es kommt immer mehr. Und wo du wirklich so diese unbegrenzte Möglichkeiten ...
00:36:36
Speaker
und am liebsten dann alles zu automatisieren. Da kann man ja dann auch zum Beispiel wieder sagen, also nehmen wir an, ein Hersteller für Tiermedikamente, ich habe es ein bisschen adaptiert, genau, ein Hersteller für Tiermedikamente würde Bestellungen rein bekommen von Tierarztpraxen und das sind Faxe, E-Mails, alles Mögliche und die
00:37:02
Speaker
Die Ärzte haben alle ihr eigenes Bestellformular, weil die halt lustig drauf sind. Die haben dann da ein Pferd auf der linken Seite, ein Hund auf der rechten Seite, wie auch immer. Und bei so einem Blödsinn könnte man jetzt sagen, oder wenn man das neu aufzieht, also man würde jetzt sagen, wir sind jetzt ein Start-up für Tiermedikamente, dann würde man wahrscheinlich ein Formular bauen, in das die Kunden dann strukturiert ihre Bestellungen reingeben.
00:37:30
Speaker
Aber wenn das eben so gewachsen ist und die Tierärzte gewohnt sind, dass sie da ihre Faxe, ihre Mails, was auch immer schicken, dann muss man da halt erstmal unter zehntausende Bestellungen pro Monat reinkommen. Da muss man eben erstmal schauen, wie kann man das, was besteht, clever nutzen und erstmal peu à peu verbessern.
00:37:53
Speaker
Zu dem, zu dem Case gibt's, kennst du Levity? Levity ist auch so ein Startup aus Berlin, die gehen nochmal aufs nächste Level quasi und machen eine, ein Low-Code oder No-Code
00:38:10
Speaker
AI-Tool quasi, also da schickst du deine Daten automatisiert rein, also die haben eine Zapier Integromart Connection oder auch Google Sheets oder so und du schickst deine Daten rein und dann kannst du zum Beispiel, jetzt so ein Rechnungscase wäre zum Beispiel ein,
00:38:25
Speaker
Ein Fall, aber auch so was wie Immobilienhändler zum Beispiel, wo du dann Fotos reinschickst von Wohnungen und dann erkennt die AI selber, was ist jetzt davon das Bad und was ist das Wohnzimmer und so und kann es halt auswählen, wie genau das Ganze sein soll und kann es dir dann eine Slack-Nachricht schicken lassen für die Cases, wo sich die AI noch nicht sicher ist und dann quasi anklicken direkt in Slack, was es denn jetzt ist und so lernt
00:38:51
Speaker
lernt das Tool dann quasi mit dir. Finde ich auch mega spannend und ist dann für so ein Case natürlich auch nochmal richtig cool, um zu erkennen, welcher Teil der Rechnung dann wo ist.

Vision der Visual Makers

00:39:02
Speaker
Ja. Das ist cool. Ja. Wo wollt ihr denn hin mit Bots and People? Was ist eure Vision?
00:39:13
Speaker
Die Langeweile aus dem Arbeitsalltag der Menschen zu verbannen, das ist unsere Vision. Genau, also auch no more boring, würden wir es nennen. Und auf dem Weg kann, denke ich, viel passieren.
00:39:34
Speaker
Aktuell sehen wir in der Academy ein sehr starkes Instrument, um das umzusetzen, um Unternehmen dazu zu befähigen, auch selbst sich dabei zu helfen, weil viele, also oft werden solche Projekte mit Beratungen durchgeführt. Wir denken, das ist auch ein fairer Punkt und es sollte auch weiterhin gemacht werden, auch supergut, um die Initialzündung zu sein.
00:40:00
Speaker
Trotzdem braucht es dann irgendwann die Übertragung zu den Mitarbeitern, die auch mit den Prozessen unterwegs sind, dass sie das selbst umsetzen können.
00:40:10
Speaker
Ja, und auf dem Weg, genau, also auch wirklich so eine Art zentrale Anlaufstelle zu sein für Menschen, die eben diese Aufgaben automatisieren wollen oder die sagen, hey, diese Aufgabe, die ist jetzt nichts mehr für mich, ich möchte mich jetzt darum kümmern, dass die automatisiert wird. Ja, cool. Wie ist das bei euch?
00:40:40
Speaker
Ja, also unsere Mission ist so ein bisschen die Art, wie Software entwickelt wird, zu revolutionieren und das einfach mehr und mehr Menschen zugänglich zu machen. Mit NoCode haben wir da ein Supersegment mit einer niedrigen Einstiegshürde und genau, wir möchten das einfach so vielen Menschen wie möglich zugänglich machen, weil wir glauben, dass es für jeden, der in einem Unternehmen arbeitet oder selbst eins gegründet hat, einfach super essenziell ist, mit NoCode zu arbeiten.

Grenzen der Automatisierung und menschliche Interaktion

00:41:07
Speaker
Ja.
00:41:08
Speaker
Ja, also ich glaube, da gibt es viele, viele Schnittpunkte auf jeden Fall. Und das können wir gut, können wir, können wir, denke ich, gut nutzen. Auf jeden Fall. Absolut. Wo wir jetzt gerade bei, bei, vorher noch bei, so über Automation generdet haben und so, finde ich, gibt es bei dir Use Cases, wo du sagen würdest, das sollte man auf gar keinen Fall automatisieren?
00:41:37
Speaker
Ja, gibt's. Also auf gar keinen Fall sollte man Dinge automatisieren, die länger dauern zu automatisieren, als sie durchzuführen. Also es gibt ja auch so einen Spruch, ich weiß gar nicht mehr, wer das gesagt hat, so nach dem Motto alles, was ich mindestens zweimal machen muss.
00:41:56
Speaker
Das schreibe ich mir eine Zeile Code zu oder versuche ich zu automatisieren. Das finde ich nicht. Also ich finde man sollte schon ein Case dafür haben. Es muss jetzt kein so super stringent ausgerechneter Case sein, aber man braucht so eine Intention dahinter und die kann entweder sein, ich mache das eben
00:42:18
Speaker
super oft und deswegen macht es Sinn, das zu automatisieren. Das kann aber auch sein, dass die Aufgabe langweilig ist und dass man keine Lust mehr darauf hat. Aber die Aufgabe sollte natürlich wieder kommen. Ansonsten würde die Automatisierung ja nur der Automatisierungsbild gebaut werden. Genau, also das würde ich auf jeden Fall sagen. Und es gibt
00:42:44
Speaker
Es gibt einen Use-Case von Macan in Japan.
00:42:53
Speaker
Da hat ein KI einen Werbespot geschrieben und ist gegen einen menschlichen Art Director angetreten. Also die haben genau das gleiche Briefing bekommen, genau die gleichen Daten und die haben dann beide so ein Drehbuch dazu geschrieben. Und ich finde immer dann, wenn es darum geht, solche kreativen Dinge zu automatisieren, im weitesten Sinne. Das ist ja schon wirklich dann etwas Schöpfen, gar nicht mal so richtig automatisieren mehr.
00:43:24
Speaker
Da fange ich dann auch an zu überlegen, ist das jetzt eigentlich das, was wir machen wollen? Weil so eine kreative Aufgabe wie so ein Storyboard für einen Werbespot zu schreiben, genau, das denke ich, sollte eher bei den Menschen bleiben.
00:43:41
Speaker
Ja, habe ich auch ganz deiner Meinung. Ich habe das tatsächlich mit dreimal, also ich sage immer, alles was man dreimal macht, macht man wahrscheinlich ein viertes und fünftes Mal und so, das kann man automatisieren. Wir haben dazu auch einen Blogpost veröffentlicht bei uns auf dem Blog zum Thema, wann sollte man eigentlich automatisieren und bei Zapier habe ich glaube ich mal einen Blog gelesen über
00:44:01
Speaker
Ich glaube, es waren ein paar, dass innerhalb der Beziehung so Textmessages und so was automatisiert hat und die haben es so ein bisschen als Experiment gemacht und haben aber auch schnell gemerkt, dass das super doof ist, dass es viel sinnvoller ist, wenn man sich selber quasi ein Reminder stellt für zum Beispiel immer wieder, ich habe zum Beispiel auch ein Reminder alle zwei Wochen meine Oma anzurufen.
00:44:22
Speaker
beispielsweise, aber dass man die halt für sich selber stellt, anstatt bis derjenige dann irgendwann merkt, dass man automatisiert Texte versendet, SMS versendet, die dann vielleicht doch nicht so persönlich sind. Das ist ein Trigger damit, oder? Trigger.
00:44:40
Speaker
Ja, absolut. Ja, ich habe auch mal im Automatisierungswahn überlegt, man könnte ja auch alle Geburtstage sich einspeichern und dann sozusagen automatisiert die Geburtstagsnachrichten raushauen. Und dann ist aber ja auch wieder die Frage, ist das dann überhaupt so cool, weil an einer Geburtstagsnachricht ist ja auch überhaupt der Sinn, dass man dran denkt, während man es tut. Ja, das stimmt schon. Fehlt dann so ein bisschen die persönliche Note, ja, auch wenn der Gegenüber das dann vielleicht nicht merkt.
00:45:09
Speaker
Und im Großen merkt man das ja auch schon bei LinkedIn-Nachrichten. Also das ist auch automatisiert und wenn sowas gut automatisiert ist und die Zielgruppe extrem gut ausgewählt ist und man wirklich mehr Wert schafft, dann bin ich da ein Fan von, auch von Marketing und von Sales-Automatisierung.
00:45:32
Speaker
Aber wenn man das einfach so platt irgendwie an 500.000 Kontakte schickt, da so eine Nachricht mit dem am besten mit dem Satz am Ende ist das interessant für dich, dann macht das die Welt einfach ein bisschen unkreativer und einheitlicher.
00:45:52
Speaker
Ja, und macht auch das Netzwerk tatsächlich

Website- und CRM-Automatisierung

00:45:54
Speaker
schlechter. Seit wir gegründet haben, kriege ich auch ständig Nachrichten von Agenturen, die fragen, ob wir Entwickler brauchen. Wo ich immer sage, yo, das ist das Konzept von Visual Makers, dass wir eben keinen Entwickler haben. Und auch so was, da passieren auch so lustige Sachen bei diesen automatisierten Nachrichten, wenn die schlecht gemacht sind.
00:46:19
Speaker
Manche Leute schreiben ja so ein Emoji vorne vor ihren Vornamen und dann die Automatisierung trennt das halt und dann sagst du halt, hallo, Rakete oder so. Das ist auch immer so ein bisschen schwierig, weil du dann da halt direkt aufliegst. Ja genau, das sind glaube ich so Dinge, da wäre ich vorsichtig bei der Automatisierung.
00:46:42
Speaker
Genau, aber alles, was den Arbeitsalltag erleichtert, alles, was dazu führt eben, dass die Langeweile so Stück für Stück verschwindet und die Arbeit interessanter macht, finde ich Automatisierung legitim. Ja.
00:47:01
Speaker
Eins, was mich noch interessiert, auch noch ist, wie seid ihr denn aufgebaut? Also ist eure Website und so mit NoCode gebaut? Auch mit Webflow. Also wir sind heavily, deswegen wollte ich auch mal unbedingt ein paar Use Cases für euch einstellen. Also ein Use Case, der total toll ist, den wir haben, glaube ich, dazu ist, die Website ist in Webflow gebaut. Wir haben da viele, wir haben einen Content Hub
00:47:27
Speaker
auf unserer Webseite. Da sind Formulare eingebaut und die prozessieren wir über IntiChromat, also die Daten in unser CRM-System rein, wodurch die dann in Listen gespeichert werden. Diejenigen, die das runtergeladen haben und wir dann eben in HubSpot eine sehr coole
00:47:48
Speaker
Segmentierungen haben von Menschen, die sich unseren Content angeschaut haben und dann auch entsprechend gezielt Follow-Ups machen können. Stark. Es ist auch ein ganz schönes Intigromat Monstrum geworden, weil eben diese ganzen Content-Pieces alle einzeln verknüpft sind.
00:48:12
Speaker
mit individuellen E-Mails. Und dann, was ich selbst jetzt vor kurzem dann noch mir dazu gebaut habe, was ich total cool fand an diesem, an dieses Monster ist, bei allen, die so ein Kontaktformular ausfüllen oder sich wirklich für unser Kursangebot interessieren, dass ich mir dann, dass es dann To-Do in ClickUp erstellt, dass ich mich eben bei dieser Person dann melde relativ schnell.
00:48:39
Speaker
Ja, von solchen Sachen haben wir auch Tausende. Genau. Wahnsinn. Gibt es denn irgendwas, was du bisher noch nicht automatisiert hast, aber noch gerne automatisieren würdest? Ja, Rechnungserstellung. Wir haben die schon ganz gut automatisiert.
00:49:06
Speaker
In Debitor funktioniert das bei uns gerade und wir haben aber gemerkt, Debitor hat leider nicht so die offensten Schnittstellen, um zu automatisieren und deswegen überlegen wir da gerade noch, wie wir das nochmal machen können, weil aktuell ist es so, wenn jemand ein Angebot anfragt, dann erstellen wir noch händisch die Rechnung.
00:49:29
Speaker
Probier mal FastBill aus. Wir haben schon mal die 10 Rechnungen mit FastBill und die sind, also es wirkt so, als wäre diese Company wirklich komplett API basiert gebaut worden. Also du kannst jeden einzelnen Dings ansteuern und die haben jetzt auch gerade eine Zapier-Integration.
00:49:47
Speaker
vor zwei Wochen gelauncht. Und genau, die sind super. Du kannst Templates erstellen für deine eigenen, für deine Rechnungen quasi, sodass sie auch schön aussieht und alles drauf ist, was eben drauf sein muss. Dann kannst du einstellen, ob paid oder nicht paid, kannst du automatisiert rausstellen und solche Sachen. Ja. Kann ich sehr empfehlen. Cool. Ja, ich hatte noch LexOffice, hatte ich noch als Tipp gehört. Das wollten wir uns auch mal angucken, aber genau, fast, mega cool.
00:50:13
Speaker
behalte ich mir im Hinterkopf. Und es zeigt aber auch, auch wenn wir so darüber reden, zeigt das doch auch, ja, so was zu automatisieren, so ganz
00:50:26
Speaker
Es macht schon Sinn, Dinge so lange händisch zu probieren oder auszutesten, bis man den perfekten Flow gefunden hat, bevor man die großen Datenmengen drüberjagt.
00:50:43
Speaker
sich über die Automatisierung Gedanken zu

Einblicke in unternehmerische Vorbilder und Ratschläge

00:50:46
Speaker
machen. Und ich glaube, auch dann ist es noch ein iterativer Prozess. Also, wie man sieht, wir denken, ja, super smart, wir machen jetzt Debitore, da haben wir dann alle Rechnungen zusammen. Und dann merkst du halt, während das schon im Einsatz ist, ja, gibt's ja keine, oder kann man nicht so gut automatisieren. Da muss man eben weitermachen und weiter iterieren. Ja, aber das finde ich halt auch das Schöne an No-Code, dass du halt, du kannst halt schnell iterieren. Und es ist nicht so diese Angst davon,
00:51:14
Speaker
Jo, jetzt haben wir da halt schon mega viel Zeit reingesteckt, sondern du kannst es halt einfach ändern, weil du hast nicht so viel Zeit da reingesteckt und du hast einfach eher Lust, den Prozess noch zu verbessern, weil das eben auch zu einfach und schnell geht.
00:51:33
Speaker
Wir sind ja jetzt schon bei so ein bisschen witzigeren Fragen. Wir haben in unserem Podcast-Format die fünf schnellen Fragen. Ich würde einfach vorschlagen, weil wir doch schon so cool im Gespräch sind, wir können uns doch über jede dieser Fragen alle mal kurz Gedanken machen, oder? Wie seht ihr das? Sehr gerne. Definitiv, ja. Die einfach mal raushauen. Die erste Frage ist, wer ist dein unternehmerisches Idol und warum?
00:52:04
Speaker
Ja, ich fange mal an. Bei mir ist es klassischerweise Elon Musk. Ich glaube, bei dem Typ kann man einiges gut finden, ... ... einiges nicht gut finden. Also jetzt ... ... idol, bezogen auf seine Lebensweise, ... ... mehr so auf seine Leidenschaft und seinen Einsatz, ... ... den er für sein Unternehmen ... ... reinsteckt. Weil er zum Beispiel, was weiß ich, bei einer Bankrott geht, ... ... weil er alles, sein ganzes Privatvermögen ... ... in ein einzelner Unternehmen investiert ... ... und damit alles auf eine Karte setzt.
00:52:34
Speaker
Oder als er in Berlin zu Besuch war, hat er zum Beispiel lieber in seinem Tesla-Werk in einem Meeting-Raum gepennt als in einem Luxushotel, weil er dann einfach näher im Geschehen war. Das sind so die Sachen, diese Leidenschaft.
00:52:47
Speaker
Ja, bei mir ist es Lea-Sophie Kramer. Das ist die Gründerin von Amorelie aus Berlin. Und die inspiriert mich einfach total, weil sie es einmal geschafft hat, halt so einen bestehenden Markt komplett aus der Schmuddelecke rauszuholen und quasi einmal so ein
00:53:06
Speaker
Ja, so ein ganz neues Thema quasi zu schaffen und für Frauen dann eben einsteht. Und wie sie das einfach geschafft hat, da ist, glaube ich, sehr viele schöne lustige Storys, wie die angefangen haben mit dem Marketing quasi auch für so einen Sexshop letzten Endes.
00:53:27
Speaker
Und die jetzt eben auch, wie sagt man, zurückgetreten ist als CEO vor anderthalb Jahren, glaube ich. Und sie jetzt auch zu begleiten auf der nächsten Reise, das finde ich total inspirierend.
00:53:42
Speaker
Cool. Ja, finde ich auch, Lea-Sophie Kramer. Bin ich absolut bei dir. Bei mir ist es noch Ben Horowitz. Von dem hatte ich erst vor kurzem das Buch gelesen, Hard Things About Doing Hard Things.
00:53:58
Speaker
Und das fand ich so inspirierend, weil er auch mal so die ungeschönte Seite des Gründertums gezeigt hat und auch erzählt hat, dass es nicht darum geht, auch ein Template zu gründen und wie ein Unternehmen aufgebaut werden kann, sondern dass es immer Stellen gibt, an denen man kreativ werden muss. Und dass es keine dann fünf Dinge gibt, die man dann tun kann.
00:54:24
Speaker
Das fand ich total toll und auch, weil er eben dann auch für das Ökosystem viel macht jetzt und viel gemacht hat. Ja, voll. Drei gute Treffer. Richtig gut. Guter Start auf jeden Fall. Dann lege ich mal los mit der zweiten Frage. Die ist angelehnt an Nummer 5 lebt. Ich weiß nicht, ob ihr den Film kennt. Er ist so ein Roboter.
00:54:52
Speaker
Ich glaube, das war in den 80er oder Anfang der 90er der Film. Und der Roboter, der kann, wenn er ein Buch lesen will, dann nimmt er einfach so dieses Buch in der Hand und flippt einmal so über die Seiten und dann hat er das komplett in seinen Speicher programmiert sozusagen. Und jetzt meine Frage, das ist eine sehr lange Einleitung. Wenn ihr das tun könntet, also wenn ihr euch ein Buch so reinprogrammieren könntet, welches Buch wäre das?
00:55:22
Speaker
Ich kann mal anfangen. Bei mir ist es tatsächlich kein Tech-Buch oder Start-up-Buch, sondern noch aus meiner Schauspielzeit. Das heißt Improv Wisdom von Patricia... irgendwas.
00:55:38
Speaker
Und da geht es darum, dass du, also im Impro-Theater geht es immer darum, Yes and zu sagen. Also das heißt, du bist auf der Bühne mit jemandem, es wird eine Situation kreiert und du musst diese Situation annehmen und darauf aufbauen. Also immer dieses Yes and. Und da für mich geht es da ganz viel um Resilienz und quasi Situation zu akzeptieren, so wie sie sind und dann weiterzugehen und was was draus zu machen. Und das
00:56:03
Speaker
finde ich, findet auch ganz viel im Start-up-Bereich tatsächlich statt oder generell im Unternehmertum. Du kannst Situationen halt einfach nicht voraussehen und du kannst so viel planen, wie du willst. Aber ich glaube, die Fähigkeit, eine Situation zu akzeptieren und daraus das Beste zu machen und daraus auch eine Kreativität zu entwickeln, ist das, was, glaube ich, am allerwichtigsten ist. Deshalb wäre das mein Buch.
00:56:28
Speaker
Stark. Bei mir wäre es wahrscheinlich die vier Stunden Woche. Ich glaube, so der Klassiker, oder? Für Leute, die ins Gründertum oder ins Unternehmertum einsteigen. Genau, geht ja auch hauptsächlich darum, sich einfach Freiraum für die Dinge zu schaffen, die einem wirklich wichtig sind. Also Aufgaben zu automatisieren, outsourcen, um sich einfach einen gewissen Freiraum zu schaffen.
00:56:52
Speaker
Ja, das ist, finde ich, mega cool. Das hat mich sehr inspiriert auf das Buch, auch wenn es sehr, sehr amerikanisch von Tim Ferriss, aber so sehr anders als man in Deutschland denkt, finde ich. Ja. Und so einfach. Und ich habe mich in dem, als ich das gelesen habe, ein paar Mal auch so provoziert gefühlt. Ich dachte, nee, so einfach kann es nicht sein. Wenn man es dann nochmal hinterfragt, dann ist es doch manches sehr richtig, was er sagt.
00:57:21
Speaker
Cool. Ich habe gerade drüber nachgedacht. Ich habe zu wenig über die Fragen vorher nachgedacht, was ich darauf antworte. Es wäre ein Sprachbuch, also entweder ein Italienisch-Buch oder ein Französisch-Buch. Oder ein Chinesisch-Buch, noch besser. Also ein Chinesisch-Buch wäre meine finale Antwort. Dadurch, dass ich dann jederzeit alle chinesischen Vokabeln abrufen könnte.
00:57:49
Speaker
Auch nicht schlecht. Genau, dann die nächste Frage. Ach so, die habe ich ja schon sogar beantwortet. Welchen Prozess würdest du gerne automatisieren? Bist du aber noch nicht dazu gekommen.
00:58:08
Speaker
Ja. Stimmt. Genau. Boah. Also, dann fang ich ruhig an, Alex. Super, okay. Mach ich. War auch oder ist auch eine echt schwere Frage. Ich würde jetzt einfach mal sagen, das regelmäßige Backup von meinem Laptop, das habe ich noch nicht automatisiert. Wenn der mir mal abschmiert, dann ... Ich meine, beim Mac wirst du ja zwischendurch mal dran erinnert. Also, wenn du schon mal Backups gemacht hast, das letzte Backup ist schon 200 Tage her, dann denkst du dir, oh, jetzt wird es mal wieder Zeit. Genau.
00:58:38
Speaker
Bei mir gibt es so viel. Wir sind ja im Februar gestartet. Bis dahin hatten wir schon viel automatisiert. Aber es kommen halt jeden Tag Dinge dazu. Ich setze gerade zum Beispiel so eine Sales Pipeline auf in Pipedrive. Die ganzen Sachen stehen jetzt auch als nächstes an, die durch zu automatisieren.
00:59:03
Speaker
Also vielleicht für die Außenwelt unspektakuläre Sachen, für mich sehr spannend. Genau, aber so tausend Sachen, die ich da noch gerne automatisieren würde, Kommunikation mit der Community teilweise. Genau, also da ist noch viel zu tun.
00:59:24
Speaker
immer viel zu tun an der Automatisierung auf jeden Fall. Also bei mir ist die Rechnungsstellung. Und jetzt die nächste Frage, was ist der beste Rat, den ihr jemals erhalten habt?
00:59:45
Speaker
Den habe ich erhalten, bevor ich selbst gegründet habe. Wahrscheinlich kennt es jeder, der darüber nachdenkt, ein Unternehmen zu gründen, einfach diese Angst vor das, was vor einem liegt und diese Ungewissheit. Der Rat damals war, was ist das Schlimmste?
01:00:04
Speaker
was dir passieren kann. Was ist der Worst Case? Und dann malt man sich das aus und dann denkt man sich, okay, eigentlich ist das, was passieren kann, das Schlimmste, was passieren kann, gar nicht so schlimm. In meinem Fall wäre es gewesen, dass ich mir hätte einfach einen neuen Job suchen müssen. Und ich denke, der Arbeitsmarkt ist im IT-Bereich gerade sehr gut aufgestellt für Arbeitnehmer. Das heißt, ich hätte wahrscheinlich relativ einfach einen neuen Job gefunden. Und von daher ist das Risiko überschaubar.
01:00:30
Speaker
Ja, tatsächlich bei mir auch. Also unabhängig voneinander. Aber bei mir war es auch vor allem dieses, was ist das Schlimmste, was passieren kann. Ja. Ja, also tatsächlich auch in eine ähnliche Richtung. Das war, als ich meine Ausbildung angefangen habe in einem Pharmaunternehmen,
01:00:53
Speaker
und dort die Ausbildung abgebrochen habe. Und als ich dann so in diesem Prozess war, bleibe ich dabei oder breche ich das ab, hatte ich ein Buch gelesen, ich weiß gar nicht mehr genau, welches Buch das war, und da stand drin der Spruch, der also zugegebenermaßen auch für mich retrospektiv sehr plakativ ist, aber dieses love it, leave it or change it, aber was es halt einfach immer noch trifft,
01:01:20
Speaker
Und für mich so diesen Anstoß gegeben hat, mich da immer weiter zu hinterfragen, um zu dem zu kommen, was ich wirklich machen möchte. Ja, definitiv. Ich finde auch, das Leben ist zu kurz, um irgendeinen Job zu machen, auf den man keinen Bock hat.

Abschluss und Einladung zu Bewertungen

01:01:44
Speaker
Welchen persönlichen Prozess würdet ihr niemals automatisieren?
01:01:55
Speaker
Ja, das stimmt. Also ich glaube, das Geburtstagsbeispiel ist sehr gut dafür. Also man könnte automatisieren, dass man sich, also gut, das kann man sowieso im Kalender einstellen, aber dass man selber quasi daran erinnert wird an die wichtigen Geburtstage, aber dass der Text selber, an die Person selber vielleicht nicht automatisiert wird.
01:02:19
Speaker
Ja, auf jeden Fall. Bei mir wäre es auch so, zwischmenschliche Kommunikation ist sowas, das man nicht automatisieren sollte.
01:02:30
Speaker
Ja, also ich sehe es auch so. Ich fand das Beispiel krass, was du gebracht hast mit den Paardialogen sozusagen. Also, dass man sich so, ja, das ist echt komisch. Also, alles das, was Gefühl ausdrücken soll. Ich habe gerade überlegt, sind eigentlich so Massagesessel, okay, da ist ja auch irgendwie was automatisiert. Aber das ist eigentlich zu cool, als dass man es jetzt kritisieren müsste.
01:02:55
Speaker
Also solange du nicht denkst, es wäre dein Partner. Nee, genau, das passt. Das ist gut. Das passt, ja. Da hatte ... Da hatte ... Wie war das denn ... Jetzt in der neuesten gemischten Sack-Folge von Felix Lobrecht, da hat er auch so was gesagt. Er dachte immer, dass die Menschen, die sich in Einkaufshallen in diese Massagesessel setzen, sehr komisch sind, bis er selbst entdeckt hat, wie cool die sind.
01:03:28
Speaker
Dann kommen wir doch zur letzten Frage, die stellen wir sehr oft bei uns im Podcast. Angenommen, ihr müsst ein Motto-Shirt euer ganzes Leben lang tragen. Was würde da draufstehen? Es dürfen mehrere T-Shirts sein, aber es steht immer das Motto drauf.
01:03:49
Speaker
Damit man nicht stinkt. Genau, man darf das schon waschen. Oder es ist eins und man wäscht es halt. Aber es steht immer nur ein Spruch drauf. Die Fragen finde ich richtig schwer, ehrlich gesagt.
01:04:02
Speaker
Ich glaube, bei mir ist es relativ einfach. Bei mir wird wahrscheinlich draufstehen, stay hungry, stay foolish. Das ist ein Zitat von Steve Jobs. Das haben wir auch gerade. Wir haben gerade Postkarten an alle unsere Pro-Mitglieder verschickt und da stand genau dieser Spruch drauf, weil ich den superschön fand, dass man einfach Visby-gierig bleiben soll, neugierig und auch so ein bisschen eine dumme Naivität dabei behalten soll, um sich selbst einfach zu sagen, hey, das funktioniert schon irgendwie, immer dieses positive Mindset zu behalten.
01:04:33
Speaker
Total cool. Hängt auch hinter dir, an der Wand. Boah, find ich, willst du erst, Nico, dann überleg ich noch. Ja, genau, also no more boring würde da drauf stehen.
01:04:54
Speaker
Einer hat mal gesagt, so ein Ding, was man dann programmieren kann, damit man immer wieder einen anderen Slogan reinschreiben kann. Das ist ja wie, das ist ja Cheating. Das ist ja quasi wie die Fee zu fragen, die dir einen Wunsch frei gibt, der zu sagen, ich möchte eine Million Bündchen. Ja, ich fand's auch unfair.
01:05:20
Speaker
Ich glaube, bei mir wäre es tatsächlich Yes and aus dem Buch tatsächlich und aus meiner Impro-Theaterzeit, weil das einfach den
01:05:32
Speaker
So zu sich selber Ja zu sagen, was jetzt gerade in dem Moment, in der Phase quasi passt. Und ich finde Ja zu sagen zu sich selber heißt dann auch mal Nein zu sagen und so. Aber sich damit eben alle Möglichkeiten offen zu lassen und noch einen drauf zu setzen. So dieses Yes and ist dann nochmal. Ich glaube, das wäre mein Spruch. Wow. Ich glaube, das ist ein richtig cooles Schlusswort und ich kann richtig gut mich da reinfühlen. In den Slow. Mega.
01:06:02
Speaker
Oh, großartig. Das hat richtig Spaß gemacht. Ja, ging mir genauso. Sehr, sehr cooles Gespräch. Danke euch. Danke dir. Ja, vielen, vielen Dank. Und bis ganz bald. Ciao. Ciao. Ciao. Wenn dir diese Folge gefallen hat, dann freuen wir uns sehr, wenn du uns ein paar Sternchen in der Apple Podcast App dalässt oder uns eine Review schreibst. Das hilft uns nämlich, gefunden zu werden.
01:06:29
Speaker
Und wenn du mehr über No-Code erfahren möchtest, dann schau doch gerne auf unsere Website VisualMakers.de vorbei. Ansonsten freuen wir uns, wenn du auch in der nächsten Folge wieder dabei bist. Bis zum nächsten Mal!