Einführung in den Visual Makers Podcast mit Lilith und Alex
00:00:00
Speaker
Also der MVP muss sein MVP bleiben und am allerliebsten hätten wir natürlich noch viel, viel mehr Features reingenommen. Aber weil man dann gar nicht kann, einfach weil man auch ein bisschen limitiert ist, ist man halt gezwungen, so die eine Sache reinzunehmen, die einem am allerwichtigsten ist. Und ich kann auf jeden Fall, also wir können glaube ich beide jeden ermutigen, den Weg mit Low-Code zu gehen oder No-Code. Herzlich willkommen zum Visual Makers Podcast. Ich bin Lilith. Und ich bin Alex. Und wir unterhalten uns jede Woche rund um das Thema No-Code.
Interview mit den Femfeel Gründerinnen Marie Rega und Jana Kraft
00:00:35
Speaker
Wir freuen uns sehr, heute gleich zwei Gründerinnen bei uns im Podcast begrüßen zu dürfen. Und zwar Marie Rega und Jana Kraft von Femfeel. Femfeel ist eine App, ein Programm, das dabei helfen soll, Beschwerden in den Wechseljahren zu lindern und quasi nachhaltig damit umzugehen. Wie seid ihr denn darauf gekommen? Wer seid ihr? Stellt euch gerne gerne einmal selber vor. Ja, sehr gerne.
00:01:02
Speaker
Ja, wie du schon richtig gesagt hast, wir sind Jana Marie und wir sind seit Tag eins von unserem Studium beste Freundinnen. Und seit einem Jahr arbeiten wir an unserem gemeinsamen Projekt, mittlerweile Ausgründung FEMVIL. Und gestartet sind wir durch die Wechseljahre unserer Mütter tatsächlich. Wir sind beide sehr eng mit unseren
Inspiration und Forschung hinter Femfeel
00:01:21
Speaker
Müttern. Und als die beiden in die Wechseljahre kamen, waren sie eben überfordert mit den Veränderungen in ihrem Körper und hatten kaum Informationen und Hilfsangebote gefunden.
00:01:30
Speaker
Und wir wollten herausfinden, ob es noch mehr Frauen so geht wie unseren Müttern. Und dann haben wir eine Researchphase gestartet und ziemlich schnell haben wir bemerkt, dass sich sehr viele Frauen alleine und überfordert fühlen in den Wechseljahren. Und motiviert dadurch haben wir ganz viele Interviews geführt und verschiedene Prototypen getestet. Und so sind wir dann zu unserer Idee FEMFIR gekommen, eben digitalen Begleiter für Frauen in dieser Lebensphase. Ich war super gespannt.
00:01:59
Speaker
Wahnsinn. Wie ging euch das bei der Gründung?
Von Prototypen zu No-Code Tools
00:02:01
Speaker
Habt ihr vielleicht auch mit Studenten im Umfeld gehabt, die vielleicht irgendwie auch gegründet haben? Oder habt ihr da generell Erfahrungen aus dem Umfeld gehabt, die irgendwie eingeflossen sind? Oder wie ging es euch bei der Gründung? Tatsächlich Studenten, die in unserem Jahrgang waren und gegründet haben, eher nicht. Ich habe ein Praktikum gemacht mit einem Bachelor bei einer Münchner Start-up und war seitdem so ein bisschen gefesselt von der Start-up-Welt.
00:02:25
Speaker
Und dann haben wir zusammen einen neun Monate langen Design Thinking Projekt gemacht, was so ein bisschen die Denkweise in einem Startup, also dieses schnelle Bauen von Prototypen und Testen uns beiden irgendwie näher gebracht hat. Und da haben wir dann gemeinsam Erfahrungen gesammelt und einfach gemerkt, wie viel Spaß es uns macht, zusammen in so einem Projekt zu arbeiten und dass wir das eben unbedingt nochmal in unserem eigenen Projekt machen wollen.
00:02:45
Speaker
Das kann ich gut verstehen. Seid ihr in dem Zuge dann auch auf No-Code gekommen?
Entwicklung und Tool-Auswahl für Femfeel
00:02:52
Speaker
Ihr baut ja jetzt gerade euren Prototypen mit No-Code, richtig? Ja, genau.
00:02:58
Speaker
Also wir haben schon von vorne rein schnell Prototypen gebaut, wie Jana ja gesagt hat, aber am Anfang war es tatsächlich auch auf Papier und im Powerpoint und haben halt eben so mit Mockups getestet und dann irgendwann sind wir aber da so ein bisschen an unsere Grenzen gekommen, weil wir bemerkt, also man kann halt nichts Funktionales testen. Man hat halt immer, man kann die Idee schon veranschaulichen und visualisieren und bekommt auch wertvolles Feedback, aber dann irgendwann kommt man an so eine Grenze, weil man dann so diese Funktionsfähigkeiten auch testen möchte und
00:03:26
Speaker
Da haben wir dann eine Lösung gesucht, wie wir das umsetzen können in einem Prototyp und so sind wir dann eben auf No-Code auch gestoßen. Unseren allerersten No-Code-Prototyp haben wir in Client umgesetzt.
00:03:39
Speaker
Das war sehr, also das ging auch sehr schnell und das hat super gut geklappt. Aber da war dann der Punkt, dass wir auch irgendwann ein bisschen an unsere Grenzen gekommen sind, weil wir was Skalierbares gebraucht hatten, weil wir eine personalisierte Lösung haben. Und da ging es dann mit Klarheit irgendwann nicht weiter. Und mittlerweile nutzen wir eine Kombination aus Airtable, Members Stack, Zafir, Integromat und Webflow. Und das ist jetzt für den aktuellen Zeitpunkt super.
Kosteneffizienz und App-Launch
00:04:08
Speaker
Aus welchen Gründen habt ihr spezielle Gründe, warum ihr euch genau für die Tools entschieden habt?
00:04:14
Speaker
Ein sehr, sehr bekanntes YouTube-Tutorial von Mackenzie Child, das wahrscheinlich jeder in der Szene sehr gut kennt. Und tatsächlich haben wir das im Detail durchgearbeitet. Und es ist super cool, was er zeigt, was man machen kann. Und basierend auf diesen Basic-Features, die er zeigt, kann man eben auf seinen Anwendungsfall spezifisch sehr gut die Funktionalitäten anpassen. Und wir sind in einem Coworking-Space zusammen mit Hive, die ihr ja auch schon im Podcast hattet. Und wir haben eine ähnliche Kombination.
00:04:42
Speaker
für ihren Prototyp genommen und dann haben wir uns eben ausgetauscht und gemerkt, dass es einfach super gut funktioniert für die Dinge, die wir jetzt brauchen. Wir hatten am Anfang alles in Zapier, also wir haben in T-Chromat zum Beispiel für die Datenübertragung zwischen den Tools am Anfang nur Zapier genutzt. Da haben wir aber gemerkt, dass wir super viele Tasks brauchen, weshalb wir dann zwischendurch mal geswitcht sind auf in T-Chromat. Aber ja, sonst sind wir auch immer noch sehr happy mit der Toolwahl.
00:05:08
Speaker
Ja, das in Zapier explodieren dann schnell die Kosten, wenn man zu viele Tasken hat. Das ist uns am Abend vor dem Launch aufgefallen, als wir dann mal hochgegradet haben.
00:05:21
Speaker
Ja, da waren wir dann kurz, da sind wir erschrocken, dann haben wir noch einen Teil umgezogen, wobei uns ja die Lilith netterweise auch geholfen hat, unser Lieb. Dann noch kurz so eine Heruk-Aktion am Abend vor dem Launch. Aber es hat alles funktioniert.
Feedback und Authentizität bei Femfeel
00:05:33
Speaker
Und ja, jetzt haben wir so einen Mix, einfach damit wir die selbst, die super wichtig sind, die haben wir jetzt noch nicht umgezogen, aber jetzt ist es nicht mehr ganz so teuer. Ja. Wie lief das mit dem Launch? Habt ihr da schon einige Testerinnen jetzt auf die Plattform ziehen können?
00:05:50
Speaker
Ja, also aktuell haben wir 30 Frauen, die unsere App benutzen, also die Zugriff haben auf die App. Das war auch super spannend, also wir waren super aufgeregt am ersten Abend und haben dann quasi sonntags noch Zugangsdaten verschickt und dann hatten Montags die Frauen Zugriff zu ihrem personalisierten Programm, weil die Woche für das Programm am Montag startet und jetzt wollen wir immer monatsweise Kohorten von 25 bis 30 Frauen in die App aufnehmen.
00:06:17
Speaker
Ja, cool. Ist das ein Problem, weil offensichtlich seid ihr ja noch nicht in den Bexeljahren gewesen. Stellt das ein Problem da oder ist das völlig egal? Gar nicht.
00:06:34
Speaker
Wir haben die Erfahrung gar nicht gemacht, einfach weil die Frauen sind super happy, dass sich auch junge Mädels mit dem Thema befassen und sie haben wirklich auch Spaß dran mit uns zu reden, sind super offen in den Interviews und haben wirklich Lust auch mitzuwirken bei der Entwicklung von der App. Also das Feedback war wirklich sehr positiv und
00:06:55
Speaker
Wir haben hin und wieder eher von, wenn es so kritisches Feedback bei Pitches gibt oder so, kommt dann so die Frage, ist das nicht authentisch, weil ihr so jung seid. Aber da sind wir super selbstbewusst, weil wir sagen, nee, weil erstens mal betrifft es jede Frau zu einem gewissen Zeitpunkt in ihrem Leben.
00:07:11
Speaker
Also uns wird's auch betreffen und wir würden gerne dann zu der Zeit in der Welt leben, in der die Wechseljahre interbusiert sind. Und ja, jetzt, also alles, was wir jetzt machen, ist auch super nah an uns, weil unsere Mütter einfach in der Lebensphase sind. Und daher ist ja auch das Projekt entstanden und ja, das motiviert uns auch jeden Tag.
No-Code Vorteile und MVP-Entwicklung
00:07:34
Speaker
Ich wollte meine Mama auch schon zu euch auf die Plattform schicken. Kommt noch.
00:07:41
Speaker
Sehr cool. Wie läuft so ein User-Testing bei euch ab und was ist so der Unterschied zum User-Testing mit eurer PowerPoint-Variante und zum User-Testing mit eurem Prototyp? Also mit dem Prototyp ist auf jeden Fall sehr viel ehrlicher. Also wenn man mal was hat, was eine Frau dann täglich nutzt oder eine Nutzerin oder Nutzerin, egal wie, dann wird es ja fester Bestandteil vom Leben. Heißt, die werden sehr ehrlich, wenn es ums Testen geht. Das ist auf jeden Fall hilfreich und cool.
00:08:08
Speaker
Wir können jetzt auch mit unserem neuen Prototyp eben einfach das Nutzerverhalten ein bisschen analysieren, also was sind eben Funktionalitäten, die eine Frau besonders nutzt und wie bewegt sie sich in der App. Das heißt, wir können viel mehr lernen darüber, was eine Frau mit der App tatsächlich macht, als wenn wir ihr nur zeigen, wie sie aussehen könnte. Ansonsten haben wir zudem auch regelmäßige Interviews mit unserer Nutzerin, wo wir einfach
00:08:32
Speaker
Fragen haben, die wir immer stellen und sonst auch einfach mal zuhören, was die Frau so erzählt, wie sie die App benutzt, wie es ihr gefällt. Und wir haben eine Funktion auch gerade in der App, wo sie jederzeit Feedback geben kann, wenn sie uns was mitteilen will, was coolerweise auch super häufig genutzt wird von den Frauen. Heißt, darüber lernen wir sehr, sehr, sehr viel. Genau. So gehen wir gerade vor.
00:08:54
Speaker
Total cool. Habt ihr einen technischen Background gehabt, einer von euch? Oder kann einer programmieren von euch oder habt ihr noch jemanden dabei? Also wir sind ja beide vom Hintergrund Wirtschaftsingenieurinnen. Und wir hatten auch Informatik im Studium. Mein Schwerpunkt war eher Data Analytics. Ich habe auch den Recommender gemacht in Python.
00:09:19
Speaker
Aber hatte gar keine Erfahrung in Web-Entwicklung. Genau, ich habe in meiner Bachelorarbeit und während der HIV-Stelle ein bisschen mehr in Richtung Web-Entwicklung gemacht. Aber um die komplette Infrastruktur und Datenverarbeitung auf die Testumgebung aufzusetzen, hat mir einfach super viel Zeit gebraucht. Jetzt gerade, wo wir zu zweit sind und wo wir einfach schnell sein müssen in allem, was wir tun. Deshalb war No Code für uns einfach perfekt an der Stelle.
00:09:45
Speaker
ein, zwei Wochen gebraucht, bis wir dann Tutorials durchgearbeitet hatten und die App entwickelt haben. Und so schnell hätten wir mit einer Produktivlösung gar nicht sein können. Und wir glauben auch, dass wir uns, wenn wir zu schnell wirklich Code geschrieben hätten, hätten wir uns wahrscheinlich zu sehr verliebt in Features, in dieses Gesamtpaket. Und jetzt ist es so ein bisschen, ja, es ist halt schnell entstanden und es kann auch alles wieder eingestammt werden. Wir können nochmal mit was ganz Anderem loslegen oder können alle Features wieder zurücknehmen und neue reinnehmen. Was ganz angenehm ist bei No Code.
00:10:15
Speaker
Ja, ja, ich kenne das Gefühl. Kann ich sehr nachempfinden, dass man einfach schnell baut. Ich finde, deswegen ist oft nicht weniger Liebe quasi drin. Aber du weißt halt, du kannst es halt noch. Also ich finde, es ist irgendwie näher am Produkt dran und weniger an einzelnen Features, weil du eben nicht so lange brauchst, um sie zu entwickeln. Definitiv. Plant ihr denn das also No-Code auch für das spätere Produkt zu nutzen oder ist es jetzt erst mal wirklich nur fürs Prototyping?
00:10:42
Speaker
Also für uns ist gerade fürs Prototypen die perfekte Lösung und wir werden jetzt auch noch bis mindestens Ende August bei der Lösung bleiben und wollen auch insgesamt 200 Testerinnen in die Version von der App reinnehmen, weil das einfach in der Phase, wo wir gerade sind, wo wir auch nochmal so unsere Value Proposition schärfen wollen, ist einfach perfekt.
Zukunftspläne: Umstellung auf vollständigen Code
00:10:58
Speaker
Aber danach werden wir wahrscheinlich auf, also werden wir selbst from scratch implementieren und auch auf deutsche Server gehen, weil wir eben
00:11:07
Speaker
Wir haben ja personenbezogene Daten, Gesundheitsdaten, die einfach supersensibel sind und da müssen wir datenschutztechnisch einfach aufpassen und deswegen ist es mit dem Verknüpfen von so vielen Services dann nicht mehr ganz optimal.
00:11:22
Speaker
Und ja, genau. Ja, ein aktuelles Problem, was wir in Webflow haben, was wir unbedingt noch lösen wollen, ist, dass wir user-specific Pages brauchen. Also wir haben super viele individualisierte Inhalte. Also jede Nutzerin hat im Prinzip ihre eigenen Inhalte in der App und Webflow erlaubt eben aktuell nur eine dieser user-specific Pages. Das heißt, da sind wir gerade noch so ein bisschen auf der Suche, wo wir was finden und ob wir da mit Low-Code oder No-Code irgendwie eine Lösung finden oder ob wir das dann eben erst in der Produktivlösung
00:11:50
Speaker
umsetzen können. So ein bisschen davon hängt, glaube ich, auch ab, wie schnell wir dann wechseln. Genau, das heißt, für die Member-Specific-Sites nutzt ihr im Prinzip ein Member-Stack, richtig? Genau, ja, genau. Genau, es ist ja eingebunden in Webflow. Genau, und also wir nutzen für Visual Makers zum Beispiel auch Zetter. Das ist eine ähnliches Tool wie ein Member-Stack. Also auch für Nutzer-Authentifizierung hat man ein paar andere Funktionen wie CRM oder halt auch E-Mail-Marketing und so weiter. Und da sind zum Beispiel bis zu fünf Member-Specific-Sites
00:12:17
Speaker
verfügbar. Aber ich glaube, Memmerstack arbeitet auch gerade in einer anderen Version 2.0, die wohl das Zehnfache von dem an Funktionen haben soll, wie es jetzt ist. Ich weiß aber nicht, ist es, glaube ich, gerade offen für Beta-Tester. Ich weiß aber nicht ganz genau, wann die Produktivversion dann launchen soll. Ach, cool. Ja, also ich habe im Forum viel gelesen und wir warten auch darauf, dass Memmerstack noch anmacht. Vielleicht müssen wir uns mal für die Beta noch anmelden. Genau, ansonsten wir
00:12:42
Speaker
Wir machen immer quasi mit den Badges ja unsere User-Testings und dann auch für die Features wollen wir jeweils noch mal User-Testings machen und dann überlegen wir, ob wir da uns mal was anderes überlegen oder ob Member-Stack dann doch vielleicht schneller ist.
Herausforderungen und Wachstumsstrategie
00:12:56
Speaker
Ja, ja, genau. Sehr cool. Was habt ihr sonst noch so für Herausforderungen gerade? Also mit vielleicht speziell mit No-Code oder auch generell mit eurem Start-up? Also so ein
00:13:11
Speaker
So ein bisschen high-level ist schon eine Herausforderung, dass man auf der einen Seite ja immer groß denken will und so weit im Voraus denken will und über Skalierbarkeit nachdenken will und ja, das große, die Zukunft sehen. Aber gleichzeitig sehen wir halt einfach noch super early-stage und wollen unser Produkt richtig, richtig gut machen und wollen verstehen, was unsere Nutzerinnen brauchen. Und wir wollen jetzt am Anfang, so unser Ziel ist im nächsten Schritt, dass wir 50
00:13:38
Speaker
Daily Active Users haben und mit diesen 50 Daily Active User wollen wir richtig tief ins Produkt rein. Und das sind so ein bisschen, also es ist nicht entgegengesetzt, natürlich nicht, aber wenn man so diese Skalierbarkeit zeigen will, dann muss man ja zeigen, okay, wir erreichen super viele Frauen und wir haben günstige Acquisition Costs und so, dann muss man irgendwie so zwei verschiedene Flughöhen im Blick behalten. Und das ist schon eine Herausforderung, würde ich sagen.
00:14:06
Speaker
Wie akquiriert ihr heute eure Testnutzer? Macht ihr das einfach über Word of Mouth oder? Verschiedene Wege. Also genau einmal Word of Mouth natürlich. Also wir haben gestartet ganz am Anfang, als wir Interviews noch geführt haben. Also nur, um mal so ein bisschen ins Thema reinzukommen. Natürlich mit unseren Müttern, deren Freundinnen und Eltern, von unseren Freunden. Und da hatten wir quasi von vornherein so ein paar Power-User, die unsere allerersten Prototypen genutzt haben. Und dann hatten wir direkt eine volle Warteliste von deren Freundinnen und deren Umfeld, was eigentlich spannend war.
00:14:36
Speaker
Zudem haben wir eine Kooperation mit der Deutschen Sportunstufe in Köln, die gerade Studien durchführen in dem Bereich, wo wir an weitere Frauen kommen und gehen jetzt auch über Wechseljahresberaterinnen und Ärztinnen, die uns dann eben in ihren Praxen empfehlen. Und sonst ganz klassisch schalten wir auch Kampagnen, also Erzkampagnen, und testen da gerade, welche Channel am besten funktionieren und wie wir da am besten vorgehen. Ja, stark. Sieht doch perspektivisch auf jeden Fall sehr gut aus.
00:15:04
Speaker
Ja, ja, total. Also auch, als ich meiner Mama das alleine erzählt habe, war so voll cool, dass da jemand begleitet. Also ich habe schon von außen stehen quasi Feedback gehört, dass das eine coole Idee ist. Deshalb bin ich auch sehr gespannt, was daraus wird in den nächsten Jahren. Wie ihr das gerade aber so erzählt, das klingt eher danach, dass ihr auch auf Investment sucht seit früher oder später oder wollt ihr gut streppen?
00:15:33
Speaker
Also ja, genau, gerade bootstrappen wir. Wir sind ja noch am Ende von unserem Master. Wir schreiben auch gerade unsere Masterarbeit über Femfeel. Das ist eine ganz coole Möglichkeit, sodass wir jetzt auch schon Vollzeit an Femfeel arbeiten können und halt eben nebenher noch unsere Masterarbeit machen. Die wollen wir dann Ende Juli abgeben.
00:15:49
Speaker
Wir haben heute auch unseren Exist-Antrag abgegeben, was natürlich auch ein sehr cooles Event war, weil wir jetzt auch sehr lange daran geschrieben haben und Exist ist eben ein Gründershipendium, was uns für ein Jahr lang auch schon mal Gehalt zusichern würde und zusätzlich noch 30.000 Euro Sachbudget, was wir verwenden können, was natürlich auch eine coole Chance ist. Wir wollen aber auf jeden Fall zusätzlich noch ins Fundracing gehen.
00:16:14
Speaker
Je nachdem ob es klappt, entscheidet sich dann, wann genau die Stadt verübt. Plant ihr auch sowas zu nutzen wie so Startup Accelerator-Programme, die euch in diversen Bereichen beratend bereitstehen?
00:16:29
Speaker
Ja, wir sind gerade schon in einem. Wir sind gerade im Gründermotor in Stuttgart oder Baden-Württemberg-Welt ist das eigentlich. Das ist super cool, das macht mega viel Spaß. Immer freitags haben wir da Meisterklasse. Und das noch bis Ende Juli. Und wir haben uns jetzt gerade noch für Grace beworben. Das ist ein Female Accelerator.
00:16:49
Speaker
das würde dann im August starten. Das wäre dann so ein schöner Übergang. Da würden wir direkt von August bis September, würden wir dann den Accelerator noch mitmachen. Und dann, wir werden aber uns sicherlich wieder danach auch für neue Accelerator bewerben, weil wir einfach bemerkt haben, das ist so eine coole Chance durch dieses Netzwerk und aber auch das Peering mit den anderen Start-ups und den Mentoren
00:17:11
Speaker
Also, wir lernen da total viel und es macht auch einfach Spaß, Teil von so einer Community zu sein. Also, das können wir echt empfehlen.
No-Code als Vorteil für Startups
00:17:20
Speaker
Ja, wir sind auch in einem Accelerator und auf jeden Fall, das Netzwerk ist halt unschlagbar, was man dadurch bekommt und haben auch schon einige kennenlernt, die jetzt schon in ihrem dritten oder vierten Accelerator sind. Ich war gar nicht so klar vorher, wenn ich so dachte, okay, man macht einen Accelerator und dann nicht mehr.
00:17:38
Speaker
relativ normal, glaube ich, dass man mehrere macht. Ja, cool. Würdet ihr denn sagen, jetzt mit eurer Erfahrung mit No-Code, wie seht ihr das Potential von No-Code für Start-ups vielleicht im Speziellen?
00:17:55
Speaker
Also ich glaube, das Coolste daran ist, dass man einfach super schnell ins Machen kommt. Das heißt, man hat eine Idee irgendwie im Kopf und da ist es egal, ob es ein kleiner Shop ist oder ob es eine Web-App ist oder ob es einfach eine Landing-Page ist. Und man kann einfach sofort loslegen und am Ende vom Tag hat man schon was. Und man kann es halt auch wirklich einfach produktiv testen. Also man kann es rausgeben und Leute geben einem Feedback.
00:18:18
Speaker
Und ich glaube gerade für junge Startups ganz am Anfang ist es einfach unheimlich wertvoll, weil genau das wichtig ist. Man braucht einfach Nutzer, die das Produkt so benutzen können, wie sie es später auch benutzen könnten. Und das Coole daran ist, man muss halt kein Entwickler sein. Es hilft natürlich, wenn man schon mal Code gesehen hat oder zumindest ein bisschen weiß, wie Code funktioniert. Aber ja, für einen MVP ist es einfach perfekt. Da sind wir unheimlich glücklich natürlich.
00:18:47
Speaker
Könnt ihr da ein paar Tools empfehlen, die vielleicht besonders einsteigerfreundlich sind oder vielleicht auch geeignet sind für Leute, die jetzt keinen technischen Background haben? Also tatsächlich war, also was wir immer zuerst gemacht haben, war auch noch so ein Clickdummy, das ist jetzt eben nochmal die Vorstufe, aber da haben wir entweder Proto.io oder Marvel genutzt und das ist halt am Anfang so für die grobe Idee, ist halt cool.
00:19:09
Speaker
Und dann haben wir ja Glide genutzt und das war für uns echt auch eine gute Lösung, weil das Ganze basiert eben auf Google Sheets. Und dann musst du dich aber gar nicht, also Jana hat jetzt in unserer aktuellen Version mit Webflow schon viel selbst designt.
00:19:25
Speaker
Also ja, eben selber das Design festgelegt und dort kannst du nichts festlegen. Ist aber am Anfang auch gut, weil dann kannst du dich nirgendwo aufhängen. Du gibst einfach deine Google Sheets rein und dann kannst du dir noch aussuchen, will ich irgendwie verschiedene Kacheln oder will ich eine Liste? Aber das war's dann auch und damit wirst du eben auch schnell und für uns war das dann auch die perfekte Basis, um dann eben was schon ein bisschen Durchdachteres zu starten.
Datenanalyse und personalisierte Programme
00:19:48
Speaker
Ja, und ich denke, wenn man eine simple Webseite bauen will oder irgendwie eine Landingpage, dann kommt man auch mit Webflow ziemlich schnell.
00:19:55
Speaker
Voran, wenn man dann was Komplexeres bauen will, kann ich natürlich das vorhin erwähnte YouTube Tutorial empfehlen. Und die Webflow University finde ich auch erstaunlich gut. Also da gibt es ja super viele Inhalte, wo sie alle Funktionalitäten erklären. Da muss man glaube ich für sich selber herausfinden, ob es einem Spaß macht. Aber sonst Glide war wirklich zum Einstieg perfekt für uns. Ja, kann ich nachempfinden. Man hält sich da noch nicht mit Kleinigkeiten auf, wenn man gar nicht so viel am Design verändern kann.
00:20:25
Speaker
Auf jeden Fall positiv, ja. Was nutzt ihr zum Tracken? Wo eben gesagt habt, ihr guckt jetzt auch, wie das Nutzerverhalten ist. Was benutzt ihr da? Wir haben uns ein kleines Google Analytics Dashboard aufgebaut. Das meiste machen wir mit dem Google Tag Manager und mit Google Analytics. Und wir haben eine Zeit lang Hotjar benutzt und mal ausprobiert. Aktuell sind, weil die
00:20:52
Speaker
Knöpfe, die eine Frau in der App drückt, halt dann doch ähnlich sind, sind quasi diese Heatmaps für uns gerade noch nicht besonders spannend. Da haben wir erste Auslösungen gefahren, benutzen jetzt aber gerade Google Analytics und es zeigt uns super viel, wir lernen viel daraus und es ist eigentlich spannend. Und vielleicht auch noch, wir haben zusätzlich eben auch, also eine Frau hackt To Do's ab und das sehen wir ja auch in Airtable und das ist für uns auch eine super spannende Kennzahl.
00:21:18
Speaker
Ja, wie ist das genau aufgebaut? Also eine Frau meldet sich an und gibt verschiedene Daten ein und dann wird das Programm erstellt? Ja, genau. Also gerade ist es noch so, sie macht den Fragebogen vorab, dann erstellen wir ihr das Programm und dann kriegt sie ihre Zugangsdaten, einfach weil wir das noch nicht automatisiert haben. Und dann hat sie in ihrer App dann schon ihr Programm, das auf sie zugeschnitten ist.
00:21:46
Speaker
Und dann läuft das quasi für einen Monat pro Woche. Wenn sie reinkommt, zieht sie ihr Programm für, also sie sieht immer ihren Tag und hat zusätzlich noch die To Do's für die kommenden zwei Wochen drin und wir nehmen dann immer wochenweise ihre To Do's dann wieder mit rein. Das hängt aber mehr damit zusammen, dass wir nicht zu schnell zu viele Saps verwenden wollen und jetzt nicht, dass wir nicht, weil wir ganz am Anfang eben schon das Programm für
00:22:14
Speaker
Also wir haben dann schon ein Monatsprogramm für Sie. Das könnten wir im Prinzip auch schon komplett reinladen. Aber wir machen es jetzt am Anfang eben noch in kleineren Abschnitten einfach, dass wir nicht zu viele Saps auf einmal verwenden und dann merken, okay, wir würden eigentlich gerne schnell jetzt noch was anpassen. Also weil wir ja auch lernen, wie wir den Recommender besser machen können.
Technologiemix: No-Code und Code
00:22:32
Speaker
Und sie uns auch über die Zeit eben Feedback gibt und jetzt gerade läuft es dann so ab, dass wir dann wochenweise einfach passieren und darauf Ihr Programm dann wieder reinladen. Was ist der Recommender?
00:22:43
Speaker
Das ist quasi das System, das wir in Python programmiert haben, auf Basis dessen wir das Programm dann personalisieren. Wir haben ja am Anfang den initialen Fragebogen, da fragen wir persönliche Informationen von der Frau ab und auf Basis der Antworten erstellt dann der Recommender das Programm. Das haben wir zusammen mit Experten aus den drei Bereichen Ernährung, Bewegung und emotionale Balance haben wir das entwickelt. Das heißt, die haben uns bei der Erstellung von dem Fragebogen unterstützt und auch
00:23:13
Speaker
eben beim Recommender, also bei der Logik des Recommenders haben wir uns da regelmäßig Feedback geholt und genau, das ist jetzt so unsere Logik. Und was sind das für To Do's? Also so beispielsweise? Die Aufgaben sind quasi Übungen in den drei Bereichen, also emotionale Balance, Ernährung und Bewegung.
00:23:35
Speaker
Und konkret sind das Audio, Video oder Textinhalte. Wir haben eine Gruppe inzwischen aus acht Trainerinnen, die für uns Inhalte erstellen, also die zum Beispiel Sportvideos drehen aus verschiedenen Sportarten. Und die kriegt eine Frau dann eben entsprechend ihrer zeitlichen Möglichkeiten, ihrer Präferenzen und eben auch ihrer vorabgefragten gesundheitlichen Hintergründe in ihr Programm integriert. Cool. Sehr spannend.
00:24:03
Speaker
Das heißt, eure Lösung ist ja schon eine Kombination aus Code und Low-Code oder No-Code. Schon spannend. Ja, also ganz No-Code ist es nicht. Den Recommender, den dem immer ein bisschen separat, also der ist schon, das ist schon Code, das ist Python-Code, aber quasi die App, die Web-App, die ist Low-Code oder No-Code, eine Mischung. Also No-Code kann man bei uns, glaube ich, fast auch nicht sagen. Jana hat schon so ein paar Sachen,
00:24:29
Speaker
angepasst, oder? Hier und da mussten wir immer abweichen von den klassischen Webflow-Funktionalitäten und ein paar HTML-Snippets reinbauen, aber ja, Low-Code auf jeden Fall. Ich finde, das geht aber auch immer schnell. Sobald man einmal anfängt und dann auch in Zapier, wenn ich meinen ersten selbst damals gebaut habe, und dass du dann irgendwann an Grenzen kommst und zum Beispiel Tools ansteuern willst, wo es noch keine native App für gibt und so, und dass du dann
00:24:56
Speaker
auch da schon Code reinschreibst oder sei es nur irgendwie JSON oder XML-Files oder sowas hin und her zu schicken. Das geht dann ja schon relativ schnell. Wie seht ihr so den Begriff No-Code, Low-Code? Ist das für euch ein Unterschied oder macht es Sinn, das zu unterscheiden? Ich denke schon, weil Glide zum Beispiel ein klassisches No-Code-Tool wäre. Also wenn man noch nie Code gesehen hat und gar nicht weiß, wie es irgendwie funktioniert hintenrum,
00:25:26
Speaker
dann ist es, glaube ich, ist Low-Code schon fast zu viel für einen schnellen Proji, weil man sich dann zu sehr in diese Denkweise reinarbeiten müsste. Also ich glaube, dann ist Glide schon einfach deutlich anders. Jetzt für uns ist Low-Code eigentlich perfekt. Und man kommt ja dann auch schon rein. Also es soll jetzt nicht sich abschreckend anhören, auch wenn man noch wenig Coderfahrung hat. Also ich würde sagen, wir haben ein solides Codeverständnis, aber wir sind wirklich keine Entwicklerinnen. Und man kommt dann ja rein.
00:25:55
Speaker
Klar, man macht dann sehr, sehr viele Tutorials und fuchst sich irgendwie rein, aber ich glaube, das macht man so im Start-up-Alltag eh ständig und das ist halt eben halt ein anderer Bereich, wo man sich dann auch wieder reinfuchst. Und ich kann auf jeden Fall, also wir können, glaube ich, beide jeden auch mutigen, den Weg mit Low-Code zu gehen oder No-Code. Alles learning by doing auf jeden Fall. Ja. Geht uns genauso. Du hattest eben noch eine, ich hatte dich da unterbrochen, Alex.
00:26:22
Speaker
Es ging auch nur darum, wie weit reicht der Prototyp? Wie viele Wochen der quasi nutzbar ist? Ja. Genau, alles um deine Frage. Ah, sorry. Soll ich antworten? Ja, gern. Genau, also den Prototyp, den könnten wir jetzt theoretisch, also den werden wir ja bis August nutzen. Also wir laden halt immer wieder eben die To Do's rein. Aber das ist dann am Sonntagabend in
00:26:51
Speaker
jeweils 15 Minuten getan. Kommt so ein bisschen drauf an, wie schnell wir unsere Seps laufen lassen können, damit es sich nicht aufhängt. Da haben wir ja auch rausgefunden, es gibt ein Limit. Webflow erlaubt nur 60 Anfragen die Minute. Deshalb haben wir langsam wieder gestartet. Genau. Und wenn es dann bei uns, also wenn wir dieses für eine Woche reinladen, dann sind es halt mal kurz 300. 300, ja.
00:27:21
Speaker
Und deswegen müssen wir das ein bisschen gestückelt reinladen. Das ist immer ein ganz lustiges Event, Sonntagabend. Statt Tatort gucken. Aber geht nicht so lange wie der Tatort. Ja. Na Gott sei Dank, okay. Nicht schlecht.
00:27:43
Speaker
Wie schätzt ihr so die generellen Limitierungen von No-Code ein? Also man sieht ja jetzt an eurem Beispiel, auch wenn das wahrscheinlich schon advanced ist, sag ich mal, mit der Anzahl von Tasks, aber wie sieht ihr das so generell?
Bewusstsein für Menopause und Social Media Strategie
00:27:56
Speaker
Kann das ein Showstopper sein, diese Limitierung, wenn man versucht, mit No-Code digitale Produkte zu bauen?
00:28:02
Speaker
Also wenn man seine endgültige Produktivlösung bauen will, vermutlich schon. Also da haben wir vorhin schon ein bisschen erklärt, warum. Für die erste Version, glaube ich, ist genau das super wertvoll. Also der MVP muss sein MVP bleiben und am allerliebsten hätten wir natürlich noch viel, viel mehr Features reingenommen. Aber weil man gar nicht kann, einfach weil man auch ein bisschen limitiert ist, ist man halt gezwungen, die eine Sache reinzunehmen, die einem am allerwichtigsten ist. Also eine Frau hat gerade in der App einfach nur
00:28:30
Speaker
nur, aber ihr personalisiert das Programm und kann auf die Inhalte direkt zugreifen und kann die To-do's abhaken. Und ich glaube, es ist unheimlich wichtig, genau diese eine Funktionalität am Anfang zu testen. Deshalb glaube ich, dass diese Limitierung einem eigentlich hilft, auch wenn man manchmal denkt, ich würde gerne mehr machen. Voll spannend. Ich habe darüber immer eher nachgedacht, als man ist so ein bisschen erschlagen vom Tool-Dschungel und von den ganzen Möglichkeiten, die man mit Knockout hat.
00:28:58
Speaker
Es gibt ja auch viele Communities, wo es wirklich um das Bauen des Willens geht, weil man es halt kann mit den ganzen Tools. Aber voll interessant bin ich auch total bei dir, wenn du sagst, diese Limitierung bei den einzelnen Tools zwingen dich halt zu fokussieren. Ja, absolut. Also ja, auch da beim Erschlagen sein hat uns wieder geholfen, dass wir einfach einerseits von diesem Tutorial und andererseits irgendwie auch von anderen erfahren haben.
00:29:23
Speaker
dass so die Kombi aus den Tools funktioniert und dann haben wir an irgendeiner Stelle auch gesagt, bevor wir jetzt anfangen, alle Tools rauszusuchen und zu versuchen, auf der Webseite rauszufinden, welches am besten ist, man merkt es eh erst, wenn man es macht. Und ich weiß gar nicht, ob wir im Vorhinein zum Beispiel gemerkt hätten, dass Webflow nur eine user-specific Site hat und was es bedeutet für unseren Prototyp. Deshalb, ich glaube, das haben wir erst beim Machen gelernt und so ist es, glaube ich, mit vielen Dingen. Deshalb einfach machen und dann gucken, wenn was besser werden muss, wie kann ich das machen.
00:29:53
Speaker
Auf jeden Fall, das kannst du nicht von vornherein abwägen. Das ist mir auch schon so oft passiert, dass ich auf irgendwas gestoßen bin, was da nicht funktioniert. Ich glaube, du kannst innerhalb einer Collection nur eine weitere Collection einbetten, sozusagen, und dann hast du das Limit für die Seite erreicht. Und auch da, es sind halt so Sachen, die findet man erst dann auch aus, wenn man es ausprobiert.
00:30:17
Speaker
Ja, das Coole ist, meistens ist es auch anderen Leuten aufgefallen, als man findet irgendwelche Foren, wo es Leute schon mal beschrieben haben, ob es zu lösen ist oder wie man irgendwie ein Workaround findet und dann kann man es ja meistens doch noch lösen. Ja, genau. Auf jeden Fall. Oder man muss halt ein bisschen umdenken und das Ganze ein bisschen umgestalten.
00:30:38
Speaker
Ihr habt gerade schon erzählt, so eure nächsten Steps sind quasi mehr Testerinnen auf die Plattform zu kriegen und weiter zu iterieren. Gibt es auch noch größere Ziele, die ihr quasi in den nächsten zwölf Monaten erreichen wollt? Wo wollt ihr in einem Jahr quasi sein? Genau, also die nächsten Schritte auf jeden Fall jetzt noch mehr Frauen in die App kriegen und dann Daten basiert und nah an den Kunden, die dann eben lernen. Wir wollen unsere Hypothesen testen,
00:31:08
Speaker
eben noch besser machen und parallel dazu noch den Sales Funnel optimieren und eben validieren, was genau unsere Value Proposition ist, damit wir eben dann, wenn es in die Skalierung geht, gezielt Ads schalten können und dann skalieren können. Und außerdem wollen wir das Produkt eben nach der Pilotphase bis Ende August dann ins Produktivsystem, im Produktiv entwickeln.
00:31:33
Speaker
Und vielleicht was nicht-produktmäßiges, auf jeden Fall eben die Entabuisierung der Wechseljahre in Deutschland vorantreiben, eben auch noch was, was uns total wichtig ist. Und dazu gehört auch, unsere Social-Media-Präsenz erhöhen und eben mehr Reichweite zu bekommen, um noch mehr Frauen in dieser Phase zu erreichen. Ja, auch eine richtig, richtig schöne Mission. Ich feiere das sowieso total gerade, wie halt so in den letzten Jahren halt diese ganzen Femtech-Startups wachsen, also sei es jetzt
00:32:03
Speaker
mit Amore, die angefangen oder dann The Female Company oder so. Da gibt's ja inzwischen echt ein paar, die jede eine andere Mission haben und ein anderes Thema quasi anpacken. Und total cool. Finde ich sehr, sehr schön. Was mir gerade noch eingefallen ist, ist das ein, also eure Zielgruppe ist ja jetzt aktuell. Vielleicht ist noch gerade nicht die allerdigitalste. Ist das eine Herausforderung, eure Nutzerin zu erreichen?
00:32:33
Speaker
Es ist auf jeden Fall so ein Stück weit eine Challenge. Natürlich ist das Nutzerverhalten anders und wir haben auch andere Tutorials oder Vorbereitungen gemacht, damit eine Frau dann in unserer App drin ist.
00:32:45
Speaker
Wenn sie die App dann auf ihrem Handy hat, dann ist es eigentlich ganz im Gegenteil ein Vorteil tatsächlich, weil wir so gewohnt sind, also wir sind auf Instagram und wir scrollen runter, ohne eigentlich anzugucken, was da wirklich steht unter dem Post. Und es ist einfach in der Generation noch ein bisschen anders, weil man nicht diesen schnellen Wechsel von den Medien, die man da am Handy offen hat, gewohnt ist.
00:33:05
Speaker
weshalb unsere Nutzerinnen super aufmerksam sind und auch wirklich aktiv Zeit verbringen in der App, was uns am Anfang voll überrascht hat. Also wie cool das war, wie Frauen einfach Dinge in unserer App entdeckt haben, die an kleinen Stellen versteckt waren. Und genau das ist irgendwie cool zu beobachten und inzwischen digital genug, um ein Smartphone zu haben, sind sie ja auf jeden Fall die meisten. Und tatsächlich am Anfang, also
00:33:28
Speaker
Die ersten Interviews haben wir über eine Facebook-Gruppe, also die ersten Interviewpartnerinnen über eine Facebook-Gruppe gefunden und Facebook ist auf jeden Fall ein Channel, wo wir die Zielgruppe erreichen. Und wir dachten am Anfang, Instagram wäre nicht der richtige Channel, weil wir dachten, dass die Zielgruppe da noch nicht wäre, aber das war eigentlich gar nicht so. Also wir haben auch bemerkt, Instagram nutzen sie eigentlich tatsächlich durchaus auch schon und wir haben so das Gefühl, es ist gerade der richtige Zeitpunkt.
00:33:54
Speaker
Sie sind auf jeden Fall digital genug. Und auch wenn man jetzt so an unsere Mamas denkt, meine Mama hat schon seit Jahren ein Smartphone und ist jetzt ja nicht so, als würden sie noch Briefe schreiben.
No-Code für Automatisierung und Prozesse
00:34:07
Speaker
Nee, nee, oh Gott, so sollte das auch überhaupt nicht gemeint sein. Dann überfolge ich nicht ihn aus. Das hast du natürlich nicht gemeint, aber digital genug auf jeden Fall. Ja, cool.
00:34:19
Speaker
Ja, cool. War auch echt spannend zu sehen, dass das Notungsverhalten dann ganz anders ist als bei uns zum Beispiel. Echt interessante Insights, die man dann gewinnt. Neben Start-ups, die wir ja gerade schon angesprochen haben, mit warum No-Code für Start-ups sinnvoll ist, wer sollte sich eurer Meinung nach mit No-Code beschäftigen? Ist das nur was für Gründer oder auch generell? Ich glaube zum Beispiel, was spannend sein kann, wenn man irgendwie selber
00:34:48
Speaker
Dinge hat, die man verkauft. Also weiß ich nicht, ob man irgendwie Handwerk besonders gut kann oder Fotos macht oder irgendwie seinen Webauftritt in der Form irgendwie verbessern will. Ich glaube dafür kann super cool sein, wenn man sich seine eigene Webseite bauen will. Dann ist ja egal, ob es irgendwie ein kleiner Shop ist oder ob es einfach nur Info über Angebote, die man selber hat, sind. Ich glaube gerade dafür kann super spannend sein, weil man eben doch genau bei solchen Dingen auch mit Webflow ohne Codeverständnis super schnell vorankommt.
00:35:18
Speaker
und man irgendwie auch mal auswählen kann, ob man, ob daraus mehr werden kann, bevor man sich quasi Angst hat davor zu starten, weil man nicht weiß, ob man eine Website baut. Also das glaube ich ist ein super spannender Use-Case auch für No-Code. Und tatsächlich glaube ich auch in Unternehmen, also auch in Corporates und auch in größeren Corporates, da gibt es jetzt auch so gefühlt, jetzt jedes größere Unternehmen hat ja auch eine Innovationsabteilung.
00:35:41
Speaker
Und ich war zum Beispiel noch bei DM Tech Werkstudentin und da war ich auch in IT-Produktmanagement und wir haben auch Prototyping-Tools genutzt. Also wir haben da mit Proto.io auch ein Click-Dummy gebaut und da wäre es genauso spannend auch mal eine fortgeschrittenere Version von einem Prototyp in so einer No-Code-Lösung zu bauen. Also ich glaube, das kann auch total spannend sein. Ich habe aber das Gefühl, das ist da noch nicht so präsent. Also werfen wir mal den Ball zu euch, dass ihr das da auch präsent macht. Ja, das ist der Plan auf jeden Fall.
00:36:11
Speaker
Genau, einmal die Produktseite total, also mit entweder wirklich digitalen Produkten oder Prototypen oder eben Web-Auftritt. Und so aber eben auch die Automatisierungsschiene, dass du halt jedes einzelne Team, wie da wirklich nochmal die Prozesse wirklich boosten kannst, indem du halt automatisierst und sich halt alle auf das, was so wirklich wichtig ist, zu konzentrieren.
Geschäftsmodell und Gründerreise
00:36:40
Speaker
Genau, automatisiert ihr.
00:36:42
Speaker
Also Teile eurer Prozesse, die jetzt quasi nicht am Produkt hängen, sondern sowas wie, weiß nicht, Marketing oder euer Taskmanagement oder sowas. Wir waren tatsächlich in eurem Webinar zur Automatisierung von Social Media Aktivitäten. Fanden das super. Gerade ist es so, wir haben noch eine Marketing Studentin.
00:37:04
Speaker
die uns quasi unser Digital Marketing gerade auch macht und sie hat Planoly davor schon genutzt und fand das super cool. Das heißt, gerade schedulen wir das noch über Planoly und weil wir jetzt noch nicht dafür zahlen, auch einfach nur auf Instagram. Aber wir hatten tatsächlich auch schon darüber geredet, dass wenn wir jetzt wirklich über mehrere Tools ähnliche Dinge posten würden, dann würden wir es automatisieren, so wie ihr es auch im Webinar gezeigt hattet. Bei uns ist nur so, dass es jetzt eben die
00:37:34
Speaker
Zielgruppe, die wir auf Instagram und auf Facebook erreichen. Also das ist unsere Zielgruppe unterwegs. Da werden wir andere Posts machen wie auf LinkedIn. Weil auf LinkedIn ist es für uns eher so Auftritt als Gründerinnen, irgendwie Präsenz bei Investoren in Gründernetzwerken, so uns als Startup repräsentieren. Das sind halt andere Posts wie in Social Media. Ja, auf jeden Fall. Eine Frage hätte ich noch zur App oder zum Geschäftsmodell. Wie sieht das bei euch aus? Ist das nachher so eine Art Subscription Service, den ihr implementiert?
00:38:03
Speaker
Genau, ja, also es ist ein freemium Subscription. Heißt, es gibt ein paar Funktionalitäten, die eine Frau, die später jede Frau in der App zur Verfügung gestellt bekommt. Also wir wollen zum Beispiel, dass jede Frau ihre Symptome tracken kann und natürlich auch ein paar Inhalte anschauen kann und irgendwie der Community beitreten kann für die Personalisierung. Allerdings ist eben dann die Subscription unser Geschäftsmodell.
00:38:27
Speaker
Vielleicht können wir noch mal so ein bisschen zur Gründung gehen. Ihr habt ja im Vorgespräch schon erzählt, dass ihr auch quasi eine Corona-Gründung seid, zwar nicht wie wir, Lilith und ich, dass wir uns nur remote kennengelernt haben sozusagen. Wie lief das bei euch ab? Ja genau, also Jana und ich, wir kennen uns eben schon seit Tag eins in unserem Studium und sind nicht nur beste Freundinnen, sondern haben auch gefühlt jede Klausurenphase zusammen gelernt und auch sämtliche Uni-Projekte zusammen gemacht, sodass wir halt wussten, dass es
00:38:57
Speaker
zu zweit einfach mega gut funktioniert, wir ergänzen uns perfekt von unseren Fähigkeiten, uns macht uns mega Spaß, zusammen zu arbeiten. Aber wir haben uns nie die Zeit genommen, uns intensiv in ein Problem reinzufuchsen. Und dann wurden uns wegen Corona eben die Klausuren gestrichen. Und wir hatten auch einmal frei gewordene Zeit. Und die frei gewordene Zeit haben wir dann genutzt. Und wir hatten am Anfang ja auch gar keine Idee, wir hatten eben nur dieses große Breitefeld der Wechseljahre.
00:39:23
Speaker
worauf wir, ja, wo wir aufmerksam geworden sind, eben motiviert durch unsere Mitscher und das war so die Basis und dann haben wir angefangen, uns reinzufuchsen in das Problem und haben ganz viele Interviews geführt und so ist dann die Reise losgegangen. Ja. Voll schön. Habt ihr denn vorher auch schon mit dem Gedanken gespielt, zu gründen oder war es eher so dieses, boah, ich will gründen und suche nach einer Idee oder ist es quasi eher dieses,
00:39:50
Speaker
Wir haben die Idee gehabt, wir haben das Problem gesehen und dann lass mal gründen. Wie denn auch so richtig? Also wir haben ein Problem gesehen und hatten Zeit und hatten Bock irgendwie rauszufinden, was das wirkliche Problem dahinter ist. Also was ist wirklich das, was Frauen in den Wechseljahren belastet? Und am Anfang war es einfach, es hat uns mega Spaß gemacht. Also wir haben irgendwie mit Frauen telefoniert, haben so viel gelernt, konnten irgendwie kreativ irgendwas kreieren und testen.
00:40:20
Speaker
ausprobieren und dann irgendwann waren wir einfach den Punkt, dass wir uns verliebt hatten in dieses Problem so ein bisschen, dass wir gemerkt haben, da muss es was geben. Und die Idee kam erst viel, viel später. Wir haben zwar im Prinzip klassisch Design Thinking gemacht am Anfang. Wir haben irgendwie iterativ vorgegangen, haben immer neue Prototypen entwickelt, aber wir wussten eine ganz, ganz lange Zeit gar nicht, ob daraus irgendwie eine Idee wird, die ansatzweise ein Geschäftsmodell hergibt. Und ja,
00:40:49
Speaker
Diese Idee dann kam erst viel, viel später. Und auch dann erst kam so der Gedanke, okay, krass, wir wollen nicht mehr aufhören, daran zu arbeiten. Wir wollen auch mit gründen. Ja, ist super schön. Und wie ist das? Also ich vergleiche es vielleicht ein bisschen mit meiner Vergangenheit. Also inwieweit konntet ihr Inhalte aus eurem Studium wiederverwenden für eure Gründung oder eure Geschäftsidee-Findungen?
00:41:20
Speaker
Also auf jeden Fall haben wir ja beide, wir haben beide ein neunhundertiges Design-Thinking-Projekt auch an der Uni gemacht, das hat ja Jana kurz angesprochen. Und da haben wir auch ziemlich einfach noch mal tief in Design-Thinking eingestiegen. Und das ist so eine Methoden-Toolbox, die einfach super wertvoll ist, glaube ich, auch für einen Grunden. Und für uns ist aber jetzt nicht nur eine Methodik, sondern auch eher so die Denkweise, also die Arbeitsweise. Und die haben wir halt eben auch aus dem Studium mit rausgezogen, plus
00:41:49
Speaker
Der Recommender ist ja schon auch, haben wir ja auch programmiert und das kam eben auch durch Informatik und Data Analytics- Kenntnisse so aus dem Studium. Und ansonsten, glaube ich, sind in unserem Studium, also wir machen ja Wirtschaftsingenieurwesen und da ist, glaube ich, wirklich das Geschenk, dass man so ein bisschen Generalist ist und gewohnt ist, dass man sich schnell in neue Probleme reinfuchst.
00:42:13
Speaker
sind recht, also wir beide sind in unseren Stuhl, also sind nicht ganz tief in einen Bereich reingestiegen. Wir haben zwar so ein bisschen beide unsere Schwerpunkte, Jana mehr in Innovation und Digitale Services, ich mehr so Data Analytics. Aber wir sind nicht ganz tief rein, sondern eher so in die Breite. Und dadurch waren wir eben oft vor der Situation gestanden, dass wir uns halt reinfuchsen mussten, durften in neue Themenfelder. Und genau das hat uns bei der Grundung eben auch mega viel gebracht.
00:42:44
Speaker
Und ich denke auch, die praktischen Erfahrungen, die wir eigentlich seit unserem Bachelor gesammelt haben, sind wir beide irgendwie als Werkstudenten und im Praktikum bei mehreren Firmen oder auch in der Uni beschäftigt. Und das hat uns einfach auch super viel gezeigt, was es alles gibt, wie breit verschiedene Felder sind, was man alles ausprobieren kann und auch ein bisschen das Selbstbewusstsein. Man kann einfach was machen und daraus was selber kreieren.
Erkundung von Femfeel online
00:43:09
Speaker
Ja, das beste Gefühl.
00:43:12
Speaker
Dieses, wenn man auf einmal merkt, so alle Türen stehen gerade offen. Kann ich sehr gut nachempfinden. Wie und wo kann man euch denn finden, wenn man mehr über Femfeel oder über euch als Gründerin erfahren möchte? Zum einen über unsere Webseite, also einfach femfeel.de. Und ansonsten eben auch über soziale Medien, über LinkedIn, über Instagram und über Facebook einfach Femfeel eingeben. Da müssten wir direkt auftauchen.
00:43:43
Speaker
Sehr gut. Einfach genug. Sehr cool. Vielen, vielen Dank, dass ihr bei uns im Podcast war. Es war echt ein schönes Gespräch mit super vielen spannenden Insights. Ich freue mich sehr auf eure nächste Entwicklung in den nächsten Jahren, hoffentlich. Ja, auf jeden Fall. Auch von mir nochmal vielen, vielen Dank.
00:44:09
Speaker
für das Gespräch mit euch war auch sehr, sehr spannend. Interessantes Thema, auch für einen Kerl wie mich. Und ja, ich finde es einfach spannend, was ihr da hervorgebracht habt und auch, wie es bei euch weitergeht. Ja, danke an euch. Hat Spaß gemacht. Und danke auch euch für eure coole Community, die ihr da gerade aufbaut, die auch uns immer wieder was tragen zu verschiedenen Codes und Stips. Ja, mega hilfreich. Wir sind große Fans. Das freut uns.
00:44:38
Speaker
Wenn dir diese Folge gefallen hat, dann freuen wir uns sehr, wenn du uns ein paar Sternchen in der Apple Podcast App dalässt oder uns eine Review schreibst. Das hilft uns nämlich, gefunden zu werden. Und wenn du mehr über No-Code erfahren möchtest, dann schau doch gerne auf unsere Website visualmakers.de vorbei. Ansonsten freuen wir uns, wenn du auch in der nächsten Folge wieder dabei bist. Bis zum nächsten Mal.