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#47 - So automatisierst du deine gesamte Buchhaltung - mit René Maudrich image

#47 - So automatisierst du deine gesamte Buchhaltung - mit René Maudrich

S1 E47 · VisualMakers
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266 Plays4 years ago

Kann man Buchhaltung eigentlich automatisieren?

René Maudrich ist einer der Gründer und Geschäftsführer von Fastbill, einer Buchhaltungssoftware für Selbstständige und Freelancer. Seit 2011 arbeitet er mit seinem heute 35-köpfigen Team an der Digitalisierung und Automatisierung von Buchhaltungsprozessen.

Vor kurzem hat Fastbill die Blogpost-Reihe “Awesome Automation” gestartet, an der auch wir als VisualMakers fleißig mitgestalten. Warum Automation ein so wichtiges Thema für Fastbill ist, welche Rolle No-Code in Renés Unternehmen spielt und welche No-Code Tools benutzt werden das erfahrt ihr in unserer neuen Podcast Folge.

Falls ihr selbst lernen möchtet, mit Make Prozesse zu automatisieren, schaut euch doch mal unsere Make Masterclass an. 🔥

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Transcript

Einleitung und Hauptthema: Probleme lösen statt Werkzeuge fixieren

00:00:00
Speaker
Man sollte, und das ist für mich so eine generelle Grundregel, man sollte sich nicht an den Tools und an den Werkzeugen orientieren, die man hat, sondern an den Problemen, die man lösen will. Man bildet sich weiter, man wird offener gegenüber neuen Technologien. Also meine Hoffnung ist auch, dass man im Privaten halt einfach mehr Zeit für sich selber generiert, weil man eben diesen Zugang zu der Automatisierung eben schneller hat.

Vorstellung des Gastgebers und René Maurich

00:00:32
Speaker
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge vom Visual Makers Podcast, diesmal gesponsert bei Fastbill. Und wir haben heute auch einen ganz besonderen Gast heute von Fastbill da, und zwar René Maurich. Er ist einer der Gründer und Geschäftsführer von Fastbill, einer Buchhaltungssoftware für Selbstständige und Freelancer. René, schön, dass du da bist. Ja, Lilly, vielen Dank für die Einladung. Ich freue mich auch sehr, dabei zu sein, vor allen Dingen über das Thema heute zu sprechen. Also sehr, sehr gerne.
00:01:03
Speaker
Schön. Ich freue mich auch. Da muss man vielleicht dazu sagen, dass René und ich kennen uns schon etwas länger und haben uns schon vor einem, vor anderthalb Jahren oder so das erste Mal dann über No-Code ausgetauscht. Aber dazu dann gleich mehr. Genau. Bevor wir auch über FastBill gleich noch reden und tiefer einsteigen, was FastBill eigentlich ist, erstmal

Gründungsgeschichte von Fastbill

00:01:25
Speaker
zu dir. Wie bist du denn dazu gekommen, FastBill überhaupt zu gründen?
00:01:32
Speaker
Das war bei mir eine recht typische Geschichte. Ich habe während des Studiums technisch im Bereich Softwareentwicklung, das ist so mein Background,
00:01:43
Speaker
habe ich damals den einfachsten Weg gewählt und das war, sich überhaupt gar nicht erst bei einer Firma zu bewerben, sondern direkt seine eigenen Projekte zu machen. Und das ging dann gleich richtig gut los. Damals, das war ja so 2011, haben wir FASB gegründet und kurz davor ging es schon los, dass man ganz viele Projekte machen konnte und das war eigentlich ziemlich einfach für jemanden, der programmieren konnte.
00:02:04
Speaker
Und das war dann tatsächlich so, dass wir schon von vornherein webbasiert Projekte gemacht haben und auch gemerkt haben, dass es schöner wäre eben an einer Sache mal ein bisschen länger zu arbeiten und nicht nur so Projekte zu machen. Und da haben wir dann verschiedene Sachen ausprobiert, viele Ideen geschnürt und so.
00:02:26
Speaker
Und das, was wir am Ende gemerkt haben, was am besten funktioniert, wo am meisten Leute Hilfe brauchten, war eigentlich gar kein Projekt, was wir uns überlegt haben, sondern das, was wir getan haben, um uns selbst zu helfen. Nämlich diese ganze administrative Arbeit und die Rechnungsstellung irgendwie zu vereinfachen, zu automatisieren. Weil das ist etwas, das war auch bei uns so, wo man am ehesten Schwierigkeiten bekommt. Wenn man das nicht richtig macht, nicht rechnungsschreibt, dann bekommt man auch kein Geld.
00:02:56
Speaker
Ja, das wird halt immer stressiger, je erfolgreicher man wird. Deswegen braucht man an der Stelle ja irgendwie so ein Tool. Und das war dann auch genau das, was alle von uns auch haben wollten. Und deswegen haben wir uns darauf konzentriert und haben dann die eigentliche Firma aufgelöst und haben eine neue Firma gegründet für Fasbill und haben dann nur noch Fasbill gemacht.
00:03:15
Speaker
Ja, ja. Und ihr wart zu

Remote-Arbeit bei Fastbill in den frühen Tagen

00:03:19
Speaker
zweit. Zu zweit. Genau. Den Christian hatten wir tatsächlich auch schon mal in einer der ersten Podcast-Folgen, die wir gemacht haben, tatsächlich auch schon mal zu Gast. Witzig.
00:03:30
Speaker
Ja, absolut. Wir waren zu zweit. Wir hatten zwar noch ein paar Mitgründer, die uns unterstützt haben, aber wir haben das zu zweit gemacht. Wir waren komplett an zwei unterschiedlichen Standorten, haben uns nicht in ein Büro irgendwie zusammengesetzt und haben eigentlich direkt gemerkt,
00:03:51
Speaker
dass diese Art zu arbeiten halt super, super freiheitlich irgendwie ist und haben das dann aufgebaut und sind dann sukzessive gewachsen. Mehr Teammitglieder, mehr Kunden und das wurde dann im Prinzip, hat sich bestätigt, dass wir da den Nerv eigentlich echt gut getroffen haben. Das war 2011 und jetzt ist ja schon über zehn Jahre her, genau.
00:04:14
Speaker
Ja, Wahnsinn. Vor allem, ich meine, 2011 ist ja echt nochmal, also Alex und ich sind auch am Remote gestartet. Also Alex ist ja in Hamburg, ich in Köln. Aber ich würde schon sagen, 2011 war das mit Sicherheit nochmal eine andere Nummer als jetzt. Also wir haben so unser virtuelles Office, wo wir so kleine Avatare haben mit Tischen und so was. Aber das wird bei euch echt nochmal was anderes gewesen sein, oder?
00:04:34
Speaker
Ja, ich muss sagen, wir haben es ein bisschen geschummelt. Wir haben jede zweite Woche, haben wir uns tatsächlich an einem zentralen Ort getroffen. Also ich habe damals in Saarbrücken gewohnt, Christian in Hamburg. Und dann haben wir uns immer in Frankfurt getroffen. Er ist mit dem Flieger hingeflogen, ich mit dem Auto, habe ihn eingesammelt und dann haben wir uns so eine kleine Wohnung gemietet und ein kleines Büro und haben jede zweite Woche zusammen gearbeitet. Also so ganz remote war es nicht, aber manchmal haben wir es auch ein paar Wochen einfach von zu Hause aus gemacht. Ja, ja.
00:05:04
Speaker
Ach, cool.

Automatisierung und Vereinfachung von Buchhaltungsprozessen

00:05:05
Speaker
Für alle, die die FastBill jetzt noch nicht kennen. Du hast eben schon gesagt, damit kann man quasi automatisiert Rechnungen erstellen. Was genau ist FastBill genau?
00:05:16
Speaker
Genau, also wir wollen eigentlich mit Fast Bill das, was man als Unternehmer oder als Gründer auf jeden Fall erledigen muss, immer erfolgreich zu sein und was ja irgendwie auch so eine gewisse Pflichtung ist, wollen wir vereinfachen. Und das ist in erster Linie mal Rechnung zu schreiben, um auch Geld zu bekommen für die Arbeit oder für die Produkte, die man eben verkauft.
00:05:38
Speaker
Aber auch einfach den Überblick zu haben über das eigene Geld. Also, welche Rechnungen wurden denn jetzt eigentlich schon bezahlt? Welche Rechnungen bekomme ich und muss ich selber bezahlen? Das hängt natürlich auch ab davon, wie viel Steuern am Ende fähig werden. Und das sind genau, also es ist so einfach eigentlich, worum es geht. Aber das Problem ist so groß, dass es sich einfach lohnt, dann eine sehr einfache Software zu schaffen, die einem diese Handgriffe eigentlich vereinfacht.
00:06:06
Speaker
Wir wollen es gar nicht unbedingt als Buchhaltungssoftware darstellen, so wie man das jetzt vielleicht, wenn man mit Buchhaltung studiert hat oder Ausbildung gemacht hat, was man da braucht, sondern viel, viel einfacher. Also das, was jeder machen muss, was aber eben auch die größten Schwierigkeiten bereitet und was auch viele Unternehmer
00:06:24
Speaker
ja schon quasi wieder schneller zu einem Ende getrieben hat, als sie es sich gewünscht haben, weil man eben eine große Steuernachzahlung oder sowas nicht kommen gesehen hat. Und das ist eigentlich das, was wir mit FastBee machen. Es soll überhaupt nicht kompliziert sein. Da kommen wir sicherlich gleich noch drauf. Es soll sehr viel Automatisierung im Hintergrund sein. Es soll ohne Vorkenntnis in der Buchhaltung funktionieren. Aber es soll einem zeigen, bin ich erfolgreich in meinem Unternehmen? Habe ich Geld verdient oder verliere ich Geld?
00:06:51
Speaker
Und am Ende ist es auch so, dass natürlich auch eine Zusammenarbeit dabei sehr wichtig ist mit meinen Teamkollegen, mit meinem Steuerberater, um da eben auch nicht so viel Reibungsverluste zu haben, Daten zentral zu haben, zu sammeln, zu finden und zu übertragen. Also die Dinge, um die man nicht drum herumkommt, die wollen wir halt aus dem Kopf verbannen.
00:07:15
Speaker
Schön gesagt. Ja, ja cool. Ich habe Fastbill ja tatsächlich schon vor einigen Jahren kennengelernt und zwar bei dem Startup bei Pirate, die ja auch inzwischen immer noch eng mit uns zusammenarbeiten und mit uns bei uns investiert sind und da habe ich, also Fastbill war tatsächlich eine der ersten Stationen so auf meiner No-Code-Reise. Wir haben

Nutzung von Fastbill und Zapier für Automatisierung

00:07:35
Speaker
damals mit Zapier gearbeitet und
00:07:38
Speaker
Und ich musste relativ schnell unsere ganzen Prozesse lernen, weil mein Vorgänger, der vorher diese ganzen automatisierten Prozesse mit Seppia damals beantwortet hat, eben gegangen ist und ich das ganze dann eher auf mich gefallen ist. Und dann damals hat er mir erklärt, dass
00:07:56
Speaker
Also FastBill hat er mir so erklärt. FastBill ist ein Tool, das ist API-basiert. Ich weiß inzwischen, dass das nicht so ganz stimmt, aber ihr habt eine sehr, sehr gute API-Dokumentation. Wirklich von Anfang an ja auch mehr oder weniger gehabt. Und habt da sehr, sehr großen Wert drauf gelegt, dass es quasi von accessible ist. Warum habt ihr da so großen Wert drauf gelegt?
00:08:23
Speaker
Zum einen ist es so, dass am Anfang, als wir diese Software gestartet haben, kommst du natürlich erst mit vielen Early Adopters in Kontakt. Das heißt, viele Leute haben grundsätzlich
00:08:42
Speaker
sind auch technisch versiert und haben ihre eigenen Vorstellungen oder ihre eigenen Tools gebastelt und die haben uns darum gebeten, ihnen die Möglichkeit zu geben, diese Dinge, die sie nicht selber können, nämlich dieses ganze Abrechnungsthema,
00:08:58
Speaker
dass sie da einfach irgendwie ihr System dran andocken können. Das heißt, es war am Anfang die Zielgruppe oder die ersten User, die ersten 100 und dann die ersten 1000, da waren halt super viele dabei, die gesagt haben, ich habe hier selbst was gebaut und ich möchte, dass das da irgendwie miteinander spricht. Das war also ganz klar auch ein Stück weit, ja, so diese Geeks, die das von uns auch erwartet haben.
00:09:19
Speaker
Erst ein bisschen später kam dann für uns die Herausforderung, dass es in der User Interface so einfach sein sollte, dass auch nicht-technische Leute das eben auch ohne Probleme benutzen können. Also das war vielleicht genau so rum, fing das bei uns an, also erst die technisch aversierten Leute. Und dann muss man auch dazu sagen, das habe ich eben auch gelernt,
00:09:40
Speaker
Man hat sich immer gewünscht, so die eine Software zu sein, die alles irgendwie kann. Deswegen habe ich auch gesagt, eine Buchhaltungssoftware wollen wir gar nicht sein oder eine Software, wo du alles drin hast. CRM und Abrechnung und sonst was, Projektmanagement. Damals haben wir uns das so ein bisschen vorgestellt. Aber ich glaube, die Realität ist eher, dass jedes Unternehmen sich selbst
00:10:02
Speaker
einen Ablauf gebaut hat oder bauen möchte mit bestimmten Tools, die funktionieren. Und du kommst halt, wenn du, wenn du eine Sache richtig machen willst und auch richtig gut sein willst, dann musst du diese Tools zusammenschließen, die dann miteinander kommunizieren. Deswegen ist es auch da überhaupt nicht anders möglich, weil kann ja nicht ständig jemand die Daten hier raus suchen und da wieder reintippen. Also es ist absolut nötig, um den Leuten halt wirklich einen End-to-End-Prozess irgendwie zu ermöglichen.
00:10:30
Speaker
Beim Punkt erst technisch basierte Leute und dann technisch nicht so basierte Leute ist in dem Zuge auch eure Zapier App entstanden, die jetzt seit ein paar Monaten zugänglich ist. Genau. Die Zapier App war für uns insofern ganz wichtig, weil eben viele Kunden gesagt haben, habt ihr denn nicht vielleicht eine Integration auch zu diesem Tool?
00:10:55
Speaker
oder zu jedem, ja, meinetwegen irgendwie die Möglichkeit, Daten zu sichern oder mit meinem Slack irgendwie eine Notification zu erzeugen. Es gab ganz konkrete Wünsche, weil unsere Kunden gesagt haben, wir nutzen halt andere Tools, die sind uns genauso wichtig wie FastBill und die würden wir gerne irgendwie zusammenbringen. Jetzt ist es eben so, dass viele unserer Nutzer eben nicht Programmierer sind und entsprechend dann auch gefragt haben, ob wir das nicht einfach programmieren können.
00:11:26
Speaker
Und man könnte jetzt natürlich sagen, okay, wir wählen uns ein CRM aus oder eine Shop-Lösung, mit der wir uns irgendwie integrieren. Und da programmieren wir dann eine Schnittstelle und pflegen die dann auch und machen die irgendwie besser. Aber statt das zu machen und wieder sehr, sehr eingeschränkt zu sein, haben wir uns dann dafür entschieden, einfach viele Apps oder viele Konnektoren zur Verfügung zu stellen, indem wir uns eben auf dieser Saipia-Plattform eben auch präsentieren.
00:11:54
Speaker
Und damit ist es eben möglich, dass viele Use Cases direkt möglich sind. Wir kümmern uns um die Zapier-App. Und die Kunden, die haben wirklich die ganze Bandbreite von Tools, die sie dann in ihrem Prozess verarbeiten können. Und ich glaube, das ist jetzt nicht so das Normalste auf dem deutschen Markt. Deswegen sind wir auch sehr froh, dass da so viele Kunden eben auch Use Cases jetzt nutzen und das Ganze eben auch integrieren. War auf jeden Fall der richtige Weg.
00:12:22
Speaker
Ja, das glaube ich auch, das stimme ich total zu. Und ich finde auch diese Idee von früher, man wollte das All-in-one-Tool sein und wirklich alles gut können, dass das jetzt noch mehr mit solchen Tools wie Zapier oder Make oder WorkHard oder so noch mehr in den Hintergrund rückt, weil man sich wirklich darauf konzentrieren kann, eine Sache richtig gut zu machen. Weil meiner Meinung nach ist auch die Power von No-Code tatsächlich da, dass du verschiedene Tools miteinander connectest.
00:12:50
Speaker
Und so wirklich dein, trotzdem mit einem Baukassensystem, mit nicht viel Aufwand, mit keinen Programmierkenntnissen im Endeffekt auch, wenn es denn so sein soll, ein ganz individualisiertes System für dein Projekt oder für dein Unternehmen schaffen kannst. Und genau, das finde ich jedes Mal wieder beeindruckend zu sehen. Ja.
00:13:12
Speaker
Genau, und für uns ist es auch nochmal wichtig, dass wir dadurch eben auch uns ein Stück weit effizienter machen können. Du hast halt dadurch die Möglichkeit, wirklich viele, viele API-Integrationen gleichzeitig irgendwie auszurollen. Und man kommt dann auch bei einem Unternehmen wie FastBill einfach auch mit viel weniger Arbeit aus, um diese Lösungen zu ermöglichen. Ich glaube, in der Vergangenheit hat man ganz oft gesehen, dass viele Tools
00:13:42
Speaker
auf ihrer Website irgendwie 50 Integration aufgelistet haben und die waren meistens dann entweder nicht wirklich gut durchdacht oder nicht gut gepflegt, weil das eben alles Arbeit macht und dafür bin ich eigentlich solchen Angeboten wie Zapier oder Integromat oder so eben auch sehr dankbar,
00:14:01
Speaker
dass da eben Schnittstellen geschaffen werden, um die man sich dann auch kümmern kann. Es muss ja auch wirtschaftlich am Ende sein, dass diese Arbeit auch irgendwie benutzt wird.

Entwicklung einer Zapier-App für Fastbill

00:14:12
Speaker
Und jede einzelne Integration zu pflegen, wäre sehr aufwendig.
00:14:15
Speaker
Ja, das stimm ich dir total zu. Wir haben ja am Anfang, als ihr gerade damit angefangen habt, oder die Idee hatte, quasi so eine Seppia-App quasi für FastBit auch zu entwickeln, haben wir ja mal gesprochen, und du warst ja auch maßgeblich mit an der Entwicklung, am Anfang zumindest, ich weiß nicht, ob es bis zum Ende sogar beteiligt, gibt's da, wie läuft so ein Prozess, eine App für so ein iPaaS-Tool zu entwickeln?
00:14:42
Speaker
Also im Prinzip ist es so, man sollte, und das ist für mich so eine generelle Grundregel, man sollte sich nicht an den Tools und an den Werkzeugen orientieren, die man hat, sondern an den Problemen, die man lösen will. Und also viele, viele Tools auf der Welt sind total interessant, aber häufig fehlt es daran, irgendwie
00:15:02
Speaker
Was mache ich damit jetzt wirklich? Und das haben wir eigentlich auch so rumgemacht. Wir haben erst mal herausgefunden, was sind denn die Dinge, die unsere Kunden gerne machen wollen? Also was fehlt ihnen heute? Und da kamen halt zu Themen wie Synchronisierung von Kundendaten,
00:15:19
Speaker
Abrechnungen von Bestellungen, die in anderen Systemen irgendwie gesammelt werden. Das war ein ganz wichtiger Use-Case. Dann auch das Thema, ja, irgendwie Angebote zu erstellen oder Rechnungen aus anderen Systemen heraus, vielleicht aus einem CRM heraus. Und nicht zuletzt so Notifications zu bekommen, wenn irgendwas passiert, zum Beispiel im Slack, wenn
00:15:43
Speaker
wenn irgendein wichtiges Event passiert. Und das waren dann halt unsere Use Cases, die wir uns vorgenommen haben, haben geschaut, lassen die sich irgendwie umsetzen. Ich war hauptsächlich daran beteiligt, mit den Kunden da direkt auch im Austausch zu sein. Das ist für mich immer mega wichtig zu verstehen,
00:16:04
Speaker
was ist überhaupt der dahinterliegende Schmerz, weil Kunden natürlich häufig sich was wünschen und wenn man jetzt versucht, die irgendwie eine Lösung für viele Kunden zu finden, dann musst du verstehen, warum die sich das wünschen. Die sind dann meistens noch ein bisschen flexibel, wie die Lösung aussehen kann, aber wenn du ihr Problem verstanden und gelöst hast, dann sind sie halt dankbar und nutzen das auch. Das heißt, das habe ich halt, mache ich immer gerne mit,
00:16:29
Speaker
Und dann haben wir im Prinzip geguckt, unsere API hatte dann natürlich noch so ein bisschen Erweiterungsbedarf, das haben wir gemacht. Und dann haben wir tatsächlich diese ganzen Actions und Trigger auf der Zapier-Plattform entwickelt und programmiert und getestet. Also da gibt es ja auch eine sehr umfangreiche Möglichkeit, da zu versionieren und zu testen und so weiter. Das war dann halt ein echtes Teamwork und wir hatten auch eine ganze Reihe von Pilotkunden,
00:16:55
Speaker
die gesagt haben, sobald ihr da was habt, wollen wir sofort ausprobieren. Und die haben natürlich dann uns auch gechallengt. Bei manchen Prozessen, so eine Shopify-Integration, die kann auch beliebig komplex werden. Da haben wir dann auch manchmal gesagt, so ganz so weit gehen wir jetzt vielleicht im ersten Wurf mal nicht, aber wir gucken, dass wir die 80 Prozent knacken. Ja. Ja, und dann irgendwann, man muss dann mal Version 1 machen. Das ist halt gar nicht so einfach, mal was am Ende zu paketieren und rauszugeben. Man könnte da ewig weitermachen.
00:17:26
Speaker
Ja, auf jeden Fall. Aber auch der Punkt von in Use Cases zu denken und was sind eigentlich wirklich die Probleme, würde ich auch gerne nochmal sehr fett unterstreichen, weil es gibt auch manche Apps auf Zapier oder auf Integomat oder so, also Make inzwischen.
00:17:45
Speaker
wo einfach stumpf eine API-Dokumentation nachgebaut wurde. Und teilweise, du mit diesen Endpunkten gar nicht so wirklich was anfangen kannst, beziehungsweise die miteinander verknüpfen musst, damit ein richtiger praktischer Prozess daraus wird. Genau, deshalb für jeden, der auch eine App bauen möchte, denkt in use cases. Genau.
00:18:08
Speaker
Absolut, ja. Und es ist ja auch so, dass... Es ist auch so ein Punkt, der ist mir auch immer noch mal wichtig. Wir wollen ja nicht unsere Feature-Liste lang machen dadurch, sondern wir wollen ja wirklich Wert erzeugen. Und Kunden sollen ja auch mal irgendwie daraus was an Nutzen ziehen. Das heißt, du musst halt immer wissen, wo fängt das Ganze an? Wohin soll das irgendwie geleitet werden? Es sind ja eigentlich fast immer Datensätze, die irgendwie gebraucht werden.
00:18:36
Speaker
Und wenn du dann irgendwie verstehst, was kommt da eigentlich vornherein, dann musst du auch ein Stück weit darauf reagieren. Natürlich das dahinterliegende Ziel ist, dass jemand das auch wirklich benutzt, zusammen bastelt und das dann für eine lange Zeit eben auch laufen lässt. Dass das dann nicht irgendwie nur für den Testlauf funktioniert und danach scheitert es dann an der Realität, weil ich meine,
00:19:04
Speaker
Der Business Case dahinter ist ja, dass durch mehr Integration die Kundenbindung ja steigt. Das ist ja eigentlich der Sinn dieser ganzen Integration. Und wenn du es schaffst, dass mehrere Tools angedockt werden und nicht gleich wieder getrennt, sondern sich erstmal irgendwie einschleifen, dass die auch wirklich dauerhaft genutzt werden, dann hast du halt auch zufriedenere Kunden, die länger da sind. Deswegen ist es wichtig, da auch ein bisschen mehr mit den Kunden zu reden.
00:19:34
Speaker
Ja, total. Welche Rolle spielt der No-Code generell

No-Code bei Fastbill: Ideen schnell testen

00:19:39
Speaker
bei FastBit? Automatisiert er auch intern?
00:19:43
Speaker
Absolut. Also NoCode ist ja, wenn ich das jetzt mal als Nutzer betrachte, ist ja die Chance zu einerseits zu experimentieren, sich selber mal zu testen, ob die eigenen Ideen überhaupt gut genug sind. Also Abläufe, die man sich so einrichten möchte oder Tools, die man braucht, sich das
00:20:10
Speaker
zusammenzubauen und dann zu schauen, ob das überhaupt das ist, was ich mir wünsche, geht mit No Code halt unfassbar schnell. Also auch hier wieder der Use Case steht als erstes, dann findet man ein Tool, mit dem man das lösen kann und wenn das dann funktioniert, dann merkt man, ob man diesen Prozess, ob der überhaupt gut gedacht ist und ob der auch praktisch ist.
00:20:30
Speaker
Wir nutzen alle möglichen No-Code-Tools, das fängt im Prinzip im Marketing an, mit Kundenkommunikationen, im Product-Management, da automatisieren wir zum Beispiel die Net Promoter Score-Auswertung,
00:20:49
Speaker
Wir haben auch im Kundensupport Automatisierung, die wir im Prinzip mit ohne jegliche Coding Skills umgesetzt haben. Und ich meine, wie gesagt, nicht zuletzt ist es eben auch so, dass man den eben nicht für alle
00:21:08
Speaker
ein Programmierer braucht, der einem das ermöglicht, weil das ist ja auch ein sehr rares Gut. Programmiererzeit wird ja immer sehr von allen gebraucht. Aber auf der anderen Seite trainiert es ja auch Menschen, sich Gedanken zu machen und zu experimentieren, ob man überhaupt die richtige Idee gehabt hat.
00:21:32
Speaker
Ja, definitiv. Also auch selber lösungsorientierter zu denken. Also wenn ich es nicht immer abgeben kann oder
00:21:45
Speaker
oder dass nicht immer die erste Lösung ist, quasi zu sagen, ich habe ein Problem, das gebe ich ab und ich kann es nicht selber, sondern selber darüber nachzudenken, Moment, ich könnte das so und so miteinander verknüpfen und dann eben auszuprobieren. Das kann unglaublich viel machen in einem Unternehmen. Das finde ich jedes Mal wieder beeindruckend, das zu sehen.
00:22:04
Speaker
Ja, es ist halt die dritte Lösung zwischen Ewigkeiten per Hand machen und ein Programmierer bitten, da was zu tun und diese Person dann halt irgendwo anders ja sozusagen wegzuholen. Das ist die dritte Lösung. Man macht es dann halt selbst. Also es bringt halt auch die Möglichkeit, das Unternehmen effizienter zu machen, weil streng genommen würde man nicht so viele Programmiererstunden dafür hergeben wollen. Also müsste man es viel mehr manuell machen, wenn man nicht mit No-Code arbeiten würde.
00:22:34
Speaker
Ja, und das kann dann auch wieder teuer werden, weil es dann auch endlich Stunden frisst und das immer wieder. Aber noch ein Punkt finde ich, es nimmt auch die Angst, Dinge auszuprobieren. Weil ich finde, es ist ja oft diese Angst von, okay, ich automatisi- oder habe ich oft gehört, Leute, die sagen, sagen ja, aber wenn ich das dann automatisiere, dann ist das ja
00:22:55
Speaker
in Stein gemeißelt. Und mit No-Code ist ja das Schöne, du kannst es halt einfach ausprobieren und wenn du merkst, so war das jetzt vielleicht nicht so sinnvoll, dann kannst du den Prozess nochmal ändern. Und das halt relativ schnell und dadurch, finde ich, entsteht so eine angstfreie Neugier, sich mit Technologie auseinanderzusetzen und eben die Konzepte dahinter ganz spielerisch zu verstehen, was auch ein unglaubliches
00:23:18
Speaker
Potenzial hat, aber nicht auf spielerische Ebene nur, sondern auf Business-Ebene, weil man wirklich damit enorm viel Zeit und Geld spart, im besten Fall.
00:23:28
Speaker
Ja, es ist eigentlich ein super wichtiger Skill, den man nicht nur in seinem Job oder auch nicht nur als Unternehmer, sondern eben auch grundsätzlich braucht. Ich meine, alle Tools, Assistenten, Smartphone-Abläufe, die funktionieren ja im Grunde auch immer mehr durch irgendwelche Rezepte oder Verknüpfungen, if this, then that, das sind ja Smart Home-Anwendungen. Wenn man sich nicht so ein grundlegendes Verständnis dafür irgendwie
00:24:00
Speaker
aufbaut, dann kriegt man halt immer von einem sehr wichtigen
00:24:07
Speaker
Teil der Technologie, die heute eben auch in so Consumer-Hände gerät, hat man da einfach Berührungsängste und dementsprechend ist das am Ende auch ein Stück weit, ja, man bildet sich weiter, man wird offener gegenüber neuen Technologien und man, also meine Hoffnung ist auch, dass man im Privaten halt einfach mehr Zeit für sich selber generiert, weil man eben diesen Zugang zu der Automatisierung eben schneller hat und sich sagt,

'Awesome Automation': Blogserie zur Workflow-Optimierung

00:24:33
Speaker
Ich mache jetzt einfach nicht jeden Tag dieselben Handgriffe, sondern ich lasse es einfach durch eine Automatisierung für mich machen.
00:24:44
Speaker
Ja, bin ich total bei dir. Ihr habt ja auch gerade die Blogpost-Reihe Awesome Automation gestartet, wo wir ja schönerweise Teil von sind. Genau. An wen richtet sich die und was ist das Ziel mit der Blogpost-Reihe? Genau.
00:25:07
Speaker
Wir sind ja grundsätzlich, denken wir, oder unser Herz schlägt immer für Unternehmer und Selbstständige, die sich ihre eigene Vision erfüllen wollen, die irgendwie ein Business haben, ein Produkt oder Leistung und damit erfolgreich werden wollen. Und im Grunde, das ist im Prinzip auch sozusagen die nächste Stufe, um dieser Zielgruppe zu helfen. Im ersten Schritt ging es darum, einfach
00:25:37
Speaker
zu helfen, dass man überhaupt erst mal die Werkzeuge an die Hand bekommt, um diese Pflichten zu erfüllen, eine Rechnung zu schreiben und so weiter. Und der zweite Schritt ist jetzt wirklich, das mit minimalem Aufwand zu erzeugen. Und gerade so, wenn man erfolgreicher wird in seinem Business, dann wird man nicht nur erfolgreicher, sondern die Komplexität stärkt eben auch, weil man auf der einen Seite bestimmte Dinge immer und immer wieder machen muss. Also je häufiger man was verkauft, umso häufiger muss ich eine Rechnung schreiben.
00:26:04
Speaker
Und je mehr von solchen Abläufen ich in meinem Unternehmen aufbaue, umso mehr Abläufe muss ich im Kopf haben. Also ich muss irgendwie wissen, wie ich das eigentlich beim letzten Mal gemacht habe.
00:26:15
Speaker
Handgriffe, die sich wiederholen und man hat eben auch verschiedene Handgriffe, die man immer wieder machen muss. Und um eben dort zu helfen, mit wachsendem Erfolg und mit wachsenden Fleißarbeiten trotzdem irgendwo die Arbeit wegzuhalten und nicht selbst irgendwie übernehmen zu müssen, dafür helfen wir jetzt eben mit so ganz einfachen Tipps und Lösungen, um zu automatisieren. Also mit bestehenden Tools,
00:26:45
Speaker
Rezepten und so weiter zeigen, wie können die Dinge, die sehr schnell sehr aufwendig werden, wie kann man die weiter sehr sehr schlank halten. Das ist eigentlich unser Ziel, genau.
00:26:57
Speaker
Ja und was ich das Schöne auch dabei finde ist, dass halt so, also ihr kennt ja ganz viele Probleme von euren Kunden, die halt wirklich viele, also viele haben ja auch dieselben Prozesse quasi als oder ähnliche Prozesse, beispielsweise Shopbetreiber oder so haben oft ganz ähnliche Prozesse, die dann automatisiert werden können und so und dass ihr die einfach sehr genau kennt und wie auch ein bisschen Erfahrung von
00:27:22
Speaker
von uns quasi mitbringen können und so sehr praxisnah tatsächlich das Ganze machen können. Das finde ich ganz cool dabei. Wir verlinken die Reihe natürlich in den Show Notes, wenn ihr mal reingucken möchtet. Lohnt sich auf jeden Fall. Jetzt haben wir eben schon darüber gesprochen.

Technologische Fertigkeiten für Unternehmer heute

00:27:38
Speaker
ob eure Kunden oder dass eure ersten Kunden eher technisch versierter waren tatsächlich und dass ihr jetzt auch sehr viel mehr auf eher weniger technisch versierte Kunden geht und ihr arbeitet ja auch generell viel mit Unternehmern und Selbstständigen zusammen. Siehst du da eine Veränderung, dass man quasi als Unternehmer jetzt in der heutigen Zeit quasi auch weniger technisch sein muss, als das noch vor zehn Jahren der Fall war?
00:28:09
Speaker
Also ich glaube...
00:28:13
Speaker
Ich glaube, man muss als Unternehmer grundsätzlich erstmal nicht so stark technisch sein, nur ich sehe es immer schwierig, wenn die technischen Skills, wenn man die selber nicht hat, dann ist man eben immer auf andere angewiesen, also immer mehr auf andere Dienstleister oder Partner oder ähnliches angewiesen, die einem im Prinzip diese
00:28:41
Speaker
diese Fähigkeiten irgendwie dazu bringen. Man braucht immer mehr das Verständnis. Es gibt Schnittstellen für Buchhaltungssysteme vom Steuerberater, die sollen benutzt werden. Es gibt im Prinzip Systeme, die werden einem empfohlen für zum Beispiel
00:29:02
Speaker
Vertriebssteuerungen oder eben auch E-Mail-Systeme. Es ist schon so, dass diese technischen, die Software-getriebenen Lösungen auf jeden Fall viel relevanter sind, als es vielleicht vor ein paar Jahren war. Man muss da nicht unbedingt technisch sein, finde ich, aber man ist so darauf angewiesen, dass jemand mit technischem Verständnis dann irgendwie mitmacht.
00:29:21
Speaker
Und hier sehe ich eigentlich die große Gefahr, dass gerade wenn jetzt jemand ganz am Start ist oder gerade beginnt, dann hat man immer so das Gefühl, das ist immer alles super teuer, so ein eigenes Unternehmen aufzubauen. Weil man muss ja erstmal irgendwie jemanden bezahlen können, der einem irgendwie alles bastelt und programmiert und verbindet.
00:29:42
Speaker
dann weiß man auch häufig noch gar nicht so genau, was man überhaupt braucht. Das heißt, man würde jetzt jemanden beauftragen und sagen, ich brauche jetzt hier irgendwie eine Lösung, mit der ich, keine Ahnung, meine Kunden irgendwie verwalten kann oder so. Und dann ist es am Ende sehr teuer und am Ende ist es doch nicht das Richtige, wenn man es erst mal eine Weile benutzt hat. Das heißt, ich glaube, dass die
00:30:02
Speaker
dass erfolgreiches Unternehmertum sehr stark davon abhängt, dass man wirklich erstmal probieren kann, was man überhaupt braucht an Systemen. Und das sollte im Prinzip möglichst ohne technische Möglichkeiten und Kenntnisse passieren, weil sonst hat man halt sehr viel Risiko und muss sehr viel Geld irgendwie investieren, um rauszufinden, ob die eigene Geschäftsidee wirklich gut funktioniert.
00:30:25
Speaker
Die meisten, die heute einfach eine Idee ausprobieren wollen, machen es mit ein paar hundert Euro Startkapital. Und das ist eigentlich die Chance hier. Ich glaube, wenn man viel Geld investieren kann, muss man nicht technisch versiert sein, aber es ist eigentlich unnötig. Es ist völlig übertrieben, wenn man immer erst alles, das Rad quasi immer wieder selbst für sich erfindet.
00:30:48
Speaker
Ja, total. Und selbst wenn man, egal ob als Unternehmer oder nicht, selbst wenn man das neue Produkt quasi selber coden könnte, selbst dann macht es eigentlich mehr Sinn, das erst mit NoCode auszuprobieren, weil man einfach eben viel schneller ausprobieren kann, ohne dann eben auch selber die Zeit und das Geld reinzustecken.
00:31:08
Speaker
haben wir auch ein paar Startups tatsächlich in der Community mit dabei, die entweder immer noch auf No-Code sind oder eben ihren ersten MVP mit No-Code gebaut haben und erstmal Traction gesammelt haben, Kunden gesammelt haben, weil sie in die erste Erfahrung gemacht haben, ganz viele Kundengespräche auch geführt haben und dann darauf aufbauen, weil sie erst weitergebaut haben. Also da hat es auf jeden Fall Potenzial, definitiv.
00:31:33
Speaker
Genau, wenn die Kunden und der Markt einem erst mal so ein Produkt aus der Hand reißen möchten, dann weiß man, dass es sich lohnt, einfach vielleicht ein bisschen mehr Arbeit reinzustecken und selber zu machen. Ja, ja, total. Seht ihr euch denn selber als No-Go-Tool?

Fastbill als No-Code-Tool

00:31:51
Speaker
Ja, ich sehe das definitiv so und das ist jetzt auch Teil unserer Strategie, dass es immer mehr wird. Für uns ist ja eine Sache sehr wichtig, nämlich dass es einfach bleibt. Es muss total simpel sein.
00:32:06
Speaker
Irgendwie muss man durch einfache Benutzeroberflächen oder auch durch Integration und so weiter, muss man irgendwie dem Nutzer ermöglichen, dass er seine Probleme lösen kann. Und wir machen das heute schon einfach.
00:32:25
Speaker
Grundsätzlich gesagt, wenn ich eine Rechnungsvorlage mir wunderschön designe mit meinem eigenen Briefpapier, mit meiner eigenen Schriftart, alles schön platziert und dann nur noch innerhalb von, keine Ahnung, 30 Sekunden eine Rechnung damit schreibe, weil ich nur noch sage, neue Rechnung, wähle den Kunden aus, schreibe kurz, was ich da abrechnen möchte und drücke Speichern, dann ist das
00:32:47
Speaker
definitiv insofern schon mal eine echte Ersparnis. Vielleicht würde man es sonst nicht sich immer selbst programmieren, sondern vielleicht ein Word dafür benutzen, aber es geht schon in die Richtung. Wenn man jetzt aber regelmäßig eine Rechnung versenden möchte, eine wiederkehrende Rechnung jeden Monat, dann fängt es auf jeden Fall schon an über Automatisierungen, die dann entsprechend auch zu einem bestimmten Zeitraum verschickt werden sollen und vielleicht auch gleich zum Kunden verschickt oder erstmal nun als Entwurf gespeichert werden.
00:33:16
Speaker
Ein anderer Use Case ist zum Beispiel unser Jimdo Importer, den wir jetzt gerade wieder erneuert haben, sodass er auch dort den neuen Jimdo Shop als die Bestellung des neuen Jimdo Shops dann auch automatisch abrechnen kann. Das sind alles einfache Abläufe, die wirklich mit wenigen Dropdowns und so weiter gesteuert werden können.
00:33:41
Speaker
Und wo es hingehen soll, ist auch nochmal ganz spannend, nämlich weil man ja auch fast zur Steuerung seines Unternehmens nutzen kann und möchte, nämlich zu wissen, wie viel habe ich denn eigentlich in den letzten sechs Monaten für Marketing ausgegeben oder wie viel Umsatz habe ich jetzt vielleicht in jedem Land gemacht oder welche sind meine Top 10 Kunden. Dafür ist eben auch wichtig, dass man bestimmte
00:34:06
Speaker
ja, Kategorisierungen vornimmt, Regeln vergeben kann oder eben auch sagen kann, ich möchte gerne das auf, also das ist jetzt noch ein bisschen Zukunftsmusik, aber ich möchte das jetzt auf eine Kostenstelle zum Beispiel legen, damit ich eben besser auswerten kann, was irgendein Projekt mir gebracht hat. Und das sind alles Themen, an die wir uns jetzt nochmal sehr stark machen werden, wo wir auch dran sind, dass man auch wirklich sagen kann, so wie if this then that,
00:34:31
Speaker
Wenn so eine Rechnung reinkommt, dann macht damit das. Und das sind halt auch ganz klassische No-Code-Logiken, die wir eben auch geben, sodass man einfach mehr in Echtzeit aus den ganzen Rechnungsdaten rausbekommt. Ja. Ich bin gespannt. Was würdest du sagen, ist generell die Definition von einem guten No-Code-Tool? Also was muss ein No-Code-Tool für dich haben?
00:35:02
Speaker
Ja, also das, was wir schon mal gesagt haben, ist für mich wichtig. Es sollten konkrete Problemstellungen damit eben auch gelöst werden können. Ich finde es auch mal ein bisschen schwierig. Man sagt, hier ist eine Software, damit kannst du alles machen. Das ist super, wenn man was sucht. Wenn man irgendwie eine ganz konkrete Lösung sucht, man weiß eigentlich genau, wie das aussehen muss, dann kann das helfen. Aber ich finde ein gutes No-Code-Tool, was ja auch irgendwie inspirieren soll,
00:35:28
Speaker
Soll eben auch sagen, für welche Probleme haben wir jetzt hier Lösungen oder Rezepte für die Kunden, sodass man eben auch schneller sich zuordnen kann. Ist das was für mich oder nicht? Also man sollte halt wirklich auch die Use Cases eben auch vorne anstellen, für die man halt eine Lösung darstellt.
00:35:51
Speaker
Dann gibt es so ein paar Sachen, das finde ich tatsächlich auch immer so ein bisschen diskritischer an No-Code-Tools. Du weißt natürlich häufig nicht so genau, was da eigentlich alles im Hintergrund abläuft. Also, du drückst auf Start und dann läuft das Ding und du hast tatsächlich, im schlimmsten Fall, weißt du nicht, ob das alles in Ordnung ist, ob da vielleicht ein paar mehr zu viele rausgehen oder ob da irgendwelche Dinge in die falsche Richtung geschickt werden. Das heißt, für mich ist ganz, ganz wichtig, dass man sehr gut sehen kann, was hat das Tool eigentlich gemacht? Also, welche Aktionen sind da passiert?
00:36:20
Speaker
Und natürlich auch, wenn Fehler irgendwie passieren, es gibt ja ein bisschen technisch, aber wenn APIs nicht erreichbar sind, das kann passieren, dann dürfen irgendwelche Infos nicht ins Leere laufen, sondern die müssen trotzdem irgendwann später ankommen. Also solche Dinge, dass man sich darauf verlassen kann, dass Datenintegrität da ist. Ja, absolut. Genau, also das sind so ganz klassische Anforderungen an Schnittstellen, die man eben auch in der Softwareentwicklung hat, die muss dieses No-Kultur abdecken, sodass man das als Nicht-Entwickler
00:36:50
Speaker
Also wir sprechen viel mit Steuerberatern und da ist halt entweder das Vertrauen 0 oder das Vertrauen 100. Also entweder die Steuerberater oder eben auch die Unternehmer sagen, hey, da ist doch ein Tool, das verspricht mir die Lösung.
00:37:04
Speaker
Und deswegen glaube ich das jetzt. Oder die sagen, den vertraue ich erst, wenn ich es eine Weile mal beobachtet habe. Aber wenn jemand eben vertraut, dann darf dieses Vertrauen, und gerade in der Buchhaltung ist es schwierig, nicht zwei Jahre später, darf nicht rauskommen, zwei Jahre lang falsch.
00:37:21
Speaker
dann kann es richtig, richtig schlimme Probleme erzeugen. Also es müssen diese Federrobustheit, die muss halt absolut gegeben sein. Ansonsten finde ich, es heißt ja No-Code, es darf also nicht, nur weil es kein Code ist, darf es nicht auf andere Weise komplex und kompliziert sein, also es muss dann eben auch eine intuitive Oberfläche haben.
00:37:42
Speaker
Und ich finde, wie gesagt, lieber spezifische Tools als die universelle Plattform, die eigentlich nicht so richtig ausgerichtet ist. Das sind für mich immer gute No-Core-Tools.
00:37:55
Speaker
Ja, wäre ich dabei, würde ich tatsächlich auch so freuzustimmen. Ich habe gerade nur überlegt, ob ich bei dem Punkt dabei bin, dass es nicht komplex sein darf, aber ich glaube, ich weiß, was du meinst. Und ich glaube, wenn man einmal mit, oder zumindest ich glaube, fester dran ist, wenn man einmal mit No-Code startet, kommt man auch sehr schnell in Low-Code und dann auch teilweise in Code. Zumindest versteht man ja die Strukturen in Hierarchien und wie kommen Daten von A nach B und nach C und wie muss ich die umwandeln, um sie richtig darzustellen und so. Deshalb ist das für mich
00:38:25
Speaker
quasi alles eins und sind quasi nur andere Wege zu einem selben Ziel mehr oder weniger. Aber die Grundvoraussetzung ist natürlich, man nutzt No-Code, weil es einfacher ist und weil es einfach zu bedienen und eben wie von jedem Saarstuhl eigentlich auch easy to use ist so das größte Steckenpferd.
00:38:51
Speaker
Aber ich gebe dir recht. Also wenn ich mir das jetzt gerade so überlege, welche praktischen Erfahrungen ich so mache, sei es jetzt Zapier selbst oder eben auch andere Tools wie jetzt zum Beispiel so ein Mailchimp, auch mit Mandrill, das sind alles so schöne Beispiele. Da hast du die Oberfläche, die ist super easy.
00:39:08
Speaker
und die hat natürlich auch eine gewisse Begrenzung der Möglichkeiten. Du weißt aber hinten raus kommt dann halt irgendein vorgefertigter Code, den du auch gleich nochmal bearbeiten oder anpassen kannst. Also die Mail-Templates oder diese Möglichkeiten bei Zapier. Du weißt halt,
00:39:27
Speaker
Wenn ich diese simple Oberfläche benutze, dann kommt eine funktionierende Lösung raus. Und wenn ich mehr brauche, dann gibt es dann eine Ebene, auf die kann ich dann noch gehen. Also das ist tatsächlich auch ein echt großer Vorteil, statt einfach zu sagen, mehr geht nicht. Also das hat schon seinen Vorteil, die Ebene drunter.
00:39:45
Speaker
Ja, ich habe ein bisschen andersrum damals angefangen. Ich habe, also ich habe erst ganz, ganz einfach gestartet mit Zapier und dann aber, als ich halt so, so heute die Polter die FastBell Automatisierung übernehmen musste und es damals noch keine FastBell App gab, haben wir quasi in Zapier mit, Code hieß das Modul, glaube ich, haben wir eben einen HTTP-Request an eure API geschickt und dann mit einer XML-Datei, was glaube ich sogar damals noch, die ich mir dann über die TryMe-Funktion geholt habe und halt keine Ahnung hatte von,
00:40:15
Speaker
was ich da eigentlich tue. Ich hatte noch nie ein XML-Datei vorher gesehen und habe dann so lange rumprobiert und die Sachen ausgetauscht, bis es dann funktioniert hat. Es war sehr lang und sehr pendel, aber am Ende auch sehr, sehr belohnend. Und das ist ja viel, viel einfacher jetzt.
00:40:33
Speaker
Ja, damit nicht so viele andere diesen beschwerlichen Weg gehen müssen, haben wir jetzt die App. Genau. Ja, aber es ist ja so, ne? Also viele Dinge, die waren früher technischer, für die wurden heute schöne Benutzeraubauflächen entwickelt. Das ist ja auch, so hat sich ja die Welt auch weiter gedreht. Ja. Ja, genau. Und das finde ich auch immer schön, sich vor Augen zu führen, dass die Apps stellen ja insofern,
00:41:00
Speaker
schon eine Vereinfachung vor oder da im Sinne von Oberfläche, also dass ich einfach eine schöne Oberfläche habe, die halt viel verständlicher ist als jetzt so ein Raw XML-File oder JSON-File oder so. Aber letzten Endes ist es halt ein Frontend für die API in den verschiedenen Tools. Und damit ist nochmal, finde ich, so ein bisschen mehr Verständnis von, was ist das jetzt eigentlich? Was mache ich damit? Ja. Genau.
00:41:26
Speaker
Hast du denn eine Lieblingsautomatisierung, die du ständig im Alltag nutzt?
00:41:34
Speaker
Also ich selber bin einfach dadurch, dass wir uns sehr viel mit der Produktstrategie zu tun haben. Ich gucke mir vor allen Dingen an, was unser Kundenfeedback so auf täglicher Basis, was da so reinkommt. Also die Automatisierung, die unsere Net Promoter Score Abfrage auswertet, das ist für mich super wertvoll. Auch andere Automatisierung, die die bestimmte
00:42:05
Speaker
Kundenaktivitäten auf meinen Schirm bringen, um zu sehen, da sollte ich vielleicht mal hinschauen oder das hat jetzt irgendwie eine bestimmte Stichwort, was ich ganz gerne mal ein bisschen genauer untersuchen möchte.
00:42:19
Speaker
um zu wissen, wann lohnt es sich vielleicht mal, mit jemandem direkt zu telefonieren, der Feedback geben möchte. Also all das, was das Lernen der Kundenbedürfnisse angeht, da nutze ich sehr viel, weil man muss halt rausfiltern, wo die Inhalte sind, nach denen man sucht. Also positive Bewertungen sind immer sehr, sehr gut, aber die bringen einem ja meistens nicht so viele Ansatzpunkte, wo man weitermachen sollte.
00:42:49
Speaker
Und nicht so positive Bewertungen, die sind halt die Challenge und auf die will man natürlich hingewiesen werden, um auch wirklich was verändern zu können. Ja genau, also da schaue ich sehr genau drauf. Und ansonsten gibt es natürlich viele Automatisierungen, die
00:43:10
Speaker
die wir eingerichtet haben, wo ich jetzt nicht unbedingt direkt mit dran arbeite, aber wo ich ja selber quasi den Trigger geben kann, sodass dann wieder andere Teams, Marketing-Teams oder so dann, ja, schnelle Übersicht über Sachen haben. Also es gibt da ganz verschiedene
00:43:30
Speaker
Automatisierung, die wir zum Beispiel mit Slack aufgebaut haben. Und dann spart man sich halt eine ganze Menge, immer über die gleichen Sachen zu reden. Also dann gibt es halt irgendeinen Workflow. Ja, ich finde, das ist auch echt ein Thema, was nicht zu unterschätzen ist. Das Thema Kommunikation und Notifications oder automatisierte Notifications für bestimmte Dinge, die im Unternehmen passieren oder die eben bestimmte Teams oder Mitarbeiter triggern können.
00:43:55
Speaker
damit andere den ganzen Stapel an Informationen haben, ohne sich von irgendwo Copy und Paste Infos zu holen, wo dann irgendwie die Hälfte liegen bleibt, dass das halt ein ganzheitlicher Datenaustausch nicht nur zwischen Systemen, sondern auch einfach die Kommunikation in dem Fall bessern kann.
00:44:12
Speaker
Absolut, genau. Und ich meine, das kann natürlich auch dazu führen, dass es irgendwann zu viel wird. Aber das sind ja genau die Momente, wo man sich dann immer mal wieder hinsetzt und sagt, okay, gucken wir doch mal, ob diese Workflows, die wir da gebaut haben, ob die überhaupt wertvoll sind. Und wenn ja, dann können sie so bleiben. Wenn nein, dann ändern wir sie eben schnell, was ja eben auch gerade durch diese Tools möglich ist. Dass man sich immer wieder fragt, hat das jetzt immer noch einen Wert für mich, diese Automatisierung?
00:44:42
Speaker
Ja, total. Um noch einmal zu einem ganz anderen Thema zu kommen. Ihr habt ja vor kurzem einen Exit an das kanadische Unternehmen FreshBooks gemacht.

Exit zu FreshBooks und zukünftige Ziele

00:44:53
Speaker
Herzlichen Glückwunsch dazu nochmal. Kannst du ein bisschen darüber erzählen, wie es dazu kam und was sich dadurch vielleicht auch für Farsby geändert hat?
00:45:03
Speaker
Gerne. Also unser Ziel war es ja im Grunde, dass sich nicht so viel verändern soll. Wir haben auch gar nicht zwangsweise jetzt diesen Schritt gebraucht oder gesucht, sondern wir wollten eigentlich in erster Linie neben dem typischen Kapital, was man sich als Tech-Unternehmen ja gerne eben extern auch reinholt, um schneller wachsen zu können,
00:45:30
Speaker
wollten wir eigentlich Erfahrungen lieber noch mal reinholen in den Gesellschaftskreis oder in dem täglichen Doing auch. Wir sind ein kleines Unternehmen, wir sind auch froh, dass wir jetzt nicht unnötig groß sind und dass wir durch die Anzahl der Mitarbeiter… Was heißt klein? Wir sind jetzt 35 Mitarbeiter.
00:45:55
Speaker
Und ich bin auch sehr, sehr froh, dass wir jetzt nicht irgendwie einfach für jede zehn Kunden einen neuen Mitarbeiter einstellen müssen oder über die Sales-Mannschaft skalieren und dann entsprechend, wie man es ja in anderen
00:46:11
Speaker
die ja so größeren Start-ups und sowas kennt, dass das nicht unser Skalierungsmechanismus ist. Da bin ich total stolz drauf, weil das führt ja auch zu einer sehr, sehr guten familialen Unternehmenskultur. Jeder hat halt einen wirklichen Impact auf das Unternehmen und auf die Strategie. Jeder kann mitreden.
00:46:30
Speaker
Wir haben halt nicht diese Standardaufgaben, die 50-mal besetzt sind und wo es eine riesige Fluktuation gibt. Das ist bei uns halt ein sehr wichtiges Element. Aber trotzdem kannst du halt nicht alles machen, also rein jetzt organisatorisch irgendwie, ja, keine Ahnung, sowas wie Leute, gute Leute finden oder bestimmte Aufgaben in der, keine Ahnung,
00:46:59
Speaker
im Finanzbereich erledigen oder so. Du müsstest halt im Prinzip zwangensweise irgendwann sehr viel Inhouse-Expertise aufbauen. Und für uns war es am Ende dann einfach spannend, mal darüber nachzudenken, ob wir nicht mit einem Unternehmen, mit einem strategischen Match eigentlich zusammenkommen.
00:47:15
Speaker
die das gleiche Mindset, die gleiche DNA haben wie wir, das aber einfach auf einer globalen Ebene schon können, wo wir einfach sagen können, ja, dann nehmen wir uns einfach Erfahrungen, Infrastruktur und Geld, das gehört ja auch immer dazu, um eben hier in unserem Kernmarkt wirklich weiter voranzukommen. Und am Anfang war das jetzt nicht so klar, ob es da
00:47:39
Speaker
passende Unternehmen gibt. Wir hatten dann aber doch, ehrlich gesagt, einige sehr interessante Gespräche und haben uns dann tatsächlich für das Unternehmen entschieden, was uns wirklich sehr ähnlich ist. Also FreshBooks hat die gleiche Sichtweise, die gleiche Kultur, die gleiche Strategie, die wir eben auch für uns hatten. Wir waren sehr ähnlich in vielen Lösungen, die wir gebaut haben. Klar, wir haben damals sicherlich auch FreshBooks ein kleines bisschen als Vorbild schon mal gesehen, als Farsby gegründet wurde. Da gab es FreshBooks auch schon eine Weile.
00:48:07
Speaker
Und dementsprechend war das eigentlich gar keine große Frage mehr, als wir gemerkt haben, dass das Timing passt und wir haben die gleiche Sichtweise. Wir sind jetzt einer der größten Märkte für FreshBooks. Das heißt, wir haben uns gegenseitig unheimlich viel Value auch gebracht. Das war eigentlich eine Gelegenheit, die konnte man sich nicht entgehen lassen.
00:48:28
Speaker
Ja, total. Klingt so. Wie schön. Das klingt großartig. Was sind dann eure drei größten Herausforderungen? Oder müssen nicht drei sein, aber was fordert euch gerade heraus?
00:48:46
Speaker
Also ich glaube, für uns oder auch für mich speziell ist immer die Herausforderung, dass man in dem Bereich, wo wir tätig sind, sich auf die Kernfunktion konzentrieren muss und nicht so viel in die Zukunft oder in dieses sehr, sehr innovative so schnell rüberrutschen kann.
00:49:14
Speaker
Was man natürlich sehr gerne den ganzen Tag machen möchte, ist Machine Learning und dies und jenes und Big Data und sowas. Also das sind natürlich alles total tolle Ideen und Technologien und man ist ja als Gründer auch immer sehr neugierig. Aber am Ende ist es so, dass dadurch, dass Buchhaltung und Rechnungswesen als solches ja noch ganz am Anfang steht, trotz der zehn Jahre, die wir hinter uns haben,
00:49:36
Speaker
Also wir und unsere Wettbewerber haben ja noch nicht mal ansatzweise die Hälfte des Marktpotentials irgendwie erschlossen. Da ist ja noch so viel an Unternehmen, die noch nicht digital unterwegs sind. Und das heißt, dass es hier wirklich darauf ankommt, auf die Kunden zu hören.
00:49:53
Speaker
und die Probleme, die die Welt heute in diesem Bereich hat, einfach diszipliniert und stringent zu lösen. Häufig ist das nicht einfach und deswegen mag ich das ja auch so, weil es eben eine Herausforderung ist.
00:50:06
Speaker
Aber es sind halt nicht diese KI-Themen, die man vielleicht gerne hätte, sondern es ist ganz klar, macht dieses nervige Thema einfach. Und das ist das, was uns der Markt erwartet. Und da muss man natürlich auch der Mission treu bleiben. Das ist eine Herausforderung, dass wir uns nicht dem Markt davonrennen.
00:50:29
Speaker
Viele Start-ups haben das versucht, dann hat es nicht geklappt. Ansonsten würde ich mal sagen, ist für uns die Herausforderung, eben den Kunden auch diese Rezepte nahe zu bringen. Deswegen machen wir ja auch diese Blog-Serie, dass wir auch ein Stück weit versuchen, ein Umdenken durchzuführen, weil jeder, der sich vielleicht mit Excel da irgendwas zusammengebastelt hat, der jetzt erwartet, das soll jetzt in Zukunft genauso laufen,
00:50:57
Speaker
Der wird jetzt natürlich in einem Standard-Tool wie FastBill nicht eins zu eins eine Lösung finden. Aber es gibt vielleicht eine Lösung, die ist besser geeignet, das Problem zu lösen. Und deswegen ist es dieses Education, darüber zu reden, was sind denn die guten Lösungen und vielleicht auch einfach auf die Bedürfnisse einzugehen, zu sagen, hey, hast du schon mal versucht, das so zu machen. Das ist nochmal wichtig. Wir sind jetzt immer noch in einem sehr technisch affinen Bereich unterwegs oder eben auch
00:51:21
Speaker
Menschen, die unterwegs sind, intim arbeiten, auch hier am Computer sitzen, digitale Prozesse haben. Aber je mehr das in Richtung Handwerk oder ähnliche Berufe geht, ist natürlich total wichtig, dass wir eben auch ein bisschen erklären, warum die Dinge so gedacht sind und warum es vielleicht ein bisschen anders ist, als man es bisher gelernt hat.
00:51:47
Speaker
Ja, also wie gesagt, das sind jetzt so die großen Herausforderungen darüber hinaus, natürlich wie häufig. Wir sind jetzt natürlich durch die Unternehmenskultur haben wir ein super Team. Aber auch für uns ist es nicht so einfach, sozusagen alle offenen Stellen zu besetzen. Auch das ist in der Zeit immer nicht so einfach. Man muss sich ja auch irgendwo vertrauen und kennenlernen. Das heißt, das ist auch ein Thema, wo ich jeden Tag mit zu tun habe.
00:52:16
Speaker
Aber da stehen wir ehrlich gesagt durch die Mitarbeiter, die dann auch ihre Bekannten sozusagen dazuholen, stehen wir eigentlich immer noch mal ganz gut da im Vergleich vielleicht zu anderen Unternehmen. Aber das ist sicher auch die Talente zu finden, die zu uns passend auch auf so ein Thema beschäftigt. Ja, über das ganze Thema könnte man sicherlich auch nochmal eine komplette Podcast-Episode machen.
00:52:44
Speaker
über diese Herausforderung. Ich glaube, das kennen auf jeden Fall viele. Würdest du sagen, du würdest den oder was sind deine so deine Learnings, deine größten Learnings aus den über zehn Jahren jetzt mit FASBIL?
00:53:04
Speaker
Also eine Sache, die hatte ich vorhin schon mal kurz angesprochen, das war eben auch der Grund, warum wir diese Strategie dieser Automatisierung und so weiter überhaupt eingeschlagen haben. Im Kleinen kannst du immer schnell Lösungen finden, die irgendwie sexy sind, die irgendwie sich gut anfühlen.
00:53:29
Speaker
Aber wenn die ganze, wenn Unternehmen komplexer wird, größer wird, mehr Rechnung, mehr Umsatz, dann kannst du nur noch durch gut durchdachte Automatisierung eigentlich Wert schöpfen. Wenn du es nicht ordentlich machst, dann ist der Datensalat, der hinten rauskommt, viel schlimmer, als hätte man es gar nicht benutzt, irgendeine Software. Das heißt also durch
00:53:53
Speaker
Ja, eine sehr gut aufgebaute Automatisierung lässt sich der Nutzen für Kunden halt auch größer, also immer weiter steigern. Das ist super, super wichtig. Und das ist eigentlich auch das, was Fars Bill
00:54:09
Speaker
heute antreibt. Eine Rechnung schreiben ist einfach. 1.000 Rechnungen automatisch zu erstellen und zu verschicken ist nicht so einfach. Und das ist ein Learning. Da sollte man immer großen Fokus drauf haben, finde ich. Was ich auch wichtig finde, aber das hatte ich auch schon gesagt, für uns wie für unsere Kunden, ich kann immer nur empfehlen, zu versuchen, sich nicht mit mehr Aufgaben, mit mehr
00:54:37
Speaker
mit einem schnell wachsenden Team, mit sehr vielen bürokratischen Handgriffen oder mit sehr viel Overhead selbst zu lehmen. Ich finde es super wichtig, dass man immer versucht, effizient zu bleiben, sich den Kopf freizuhalten für die Dinge, die man machen möchte und nicht zu blockieren mit den Pflichten, die man irgendwie in seinem Unternehmen hat. Das, wie gesagt, betrifft mich bei FastBear genauso wie unsere Kunden. Den Kopf freizuhalten für das, was man eigentlich tun möchte und sich nicht mit wachsendem Erfolg immer mehr in diese
00:55:05
Speaker
in diese Verpflichtung zu stürzen. Das habe ich gelernt, das ist sehr, sehr wichtig. Ja und am Ende ist es so, das hatte ich auch schon kurz angesprochen, man darf den Kontakt zu den Leuten, denen man eigentlich helfen will, nicht verlieren.
00:55:21
Speaker
immer wieder mit Menschen reden, die sagen, ihr habt hier bei FASB einen guten Ansatz, aber es geht noch nicht weit genug, oder das gefällt mir hier nicht, oder ihr könntet noch besser werden, oder ich würde euch auch noch mehr Geld bezahlen, wenn ihr das und das machen würdet. Also solche Gespräche sind super wichtig. Und selbst nach zehn Jahren ist es also aus meiner Sicht unverantwortlich, nicht mehr mit den Kunden direkt Kontakt zu haben. Ja. Und diese Gespräche fühlst du auch nach wie vor teilweise selbst?
00:55:51
Speaker
Ja, absolut. Also ich habe natürlich häufig, also versuche ich natürlich bestimmte Themen, die jetzt gerade irgendwie auch wirklich gerade anstehen, versuche da die richtigen Leute zu identifizieren, auf die man dann mal zugeht und sagt, hey, du hattest doch mal bei uns das Thema, gib mir doch mal ein bisschen Insights. Oder wenn irgendjemand sagt, also wie gesagt, diese Kommentare auch, wenn jemand bei einer Umfrage teilnimmt oder ein Head Promoter Score ausfüllt, da sind natürlich auch Kommentare und man denkt so, Moment mal,
00:56:21
Speaker
Das ist doch das, was wir eigentlich tun wollen und es klappt nicht. Und dann gehe ich hin und frage die Person, warum klappt das nicht? Also es sind schon sehr bewusste Austausche und sonst arbeitet man in Richtung und weiß gar nicht, ob das überhaupt noch, ob das das ist, was wirklich hilft, was wirklich wertschöpft. Ja, ja, total. Was ist denn als nächstes geplant? Wo soll es hingehen mit FASBIL? Was ist euer Fokus gerade?
00:56:52
Speaker
Genau, also wir hatten uns mal überlegt, dass wir drei große Phasen bei FastBill durchlaufen wollen. Die erste Phase war, was wir auch intern gerne mal dieses Uncrap Bookkeeping nennen, also dieses, ich muss den ganzen Kram irgendwie reinbekommen, sei es jetzt irgendwelche Bankdaten oder irgendwelche Belege. Das haben wir schon.
00:57:13
Speaker
sehr, sehr weit gebracht. Also Daten kann man bei FastBel sehr, sehr gut sammeln, aufbereiten. Es wird alles ausgelesen, es wird auch zusammengefasst, was gehört, welche Zahlungen gehören zur Rechnung. Das ist sozusagen, da sind wir schon extrem gut mittlerweile. Das Zweite ist,
00:57:29
Speaker
den Kunden zu zeigen, was ist denn in deinem Business jetzt gerade los. Das ist das, was wir momentan schon sehr weit gebracht haben, wo wir aber noch ein paar Schritte jetzt gerade erweitern wollen. Also einfach deutlich machen, was ist in den Daten eigentlich versteckt? Was hast du sozusagen verdient? Welche Steuern kommen auf dich zu? Da haben wir schon, wie gesagt, sehr, sehr vieles geschafft, aber es gibt noch ein paar Schritte.
00:57:55
Speaker
Und das nächste ist dann wirklich, einerseits durch Automatisierung, aber auch durch Erfahrungswerte, so Impulse zu geben und das Unternehmen auch ein Stück weit zu verbessern, also eine Hilfe zu sein, das jetzt immer weiter zu integrieren. Da teile ich immer so ein bisschen, dass durch Automatisierung eben wirklich
00:58:24
Speaker
individuell die Handgriffe, die jeder Einzelne machen muss, dass man ihm die sozusagen vereinfacht. Das ist dann nicht über alle gleich, sondern jeder kann das auch ein Stück weit für sich aussuchen, will es in die Richtung oder in die Richtung. Und das Zweite eben dann auch zu sagen, Achtung, da ist eine Rechnung fällig. Oder Achtung, da gibt es, ja, da kann man jetzt ganz unterschiedliche Dinge, aber zum Beispiel
00:58:47
Speaker
Deine Rechnung XY wurde bezahlt, du kannst da jetzt irgendwie die andere Rechnung bezahlen oder dein Monatsabschluss ist fällig, das und das ist noch zu tun. Also so ein Stück weit auch zu assistieren, um diese wiederkehrenden Erinnerungen und so weiter zu setzen. Das sind jetzt die nächsten Schritte. Wir werden nach wie vor keine Buchhaltungssoftware werden, in der man ganz klassisch irgendwie Buchhaltung kontiert, sondern einfach dem Unternehmer helfen, so den täglichen Kram
00:59:17
Speaker
aus dem Kopf ein Stück weit zu verlagern. Also eine Sache, die wir jetzt zum Beispiel vor kurzem eingehört haben, ist vollautomatisches Mahnensystem. Das heißt, wenn ich Rechnungen geschrieben habe und wir haben jetzt bei FASBIL so einen Matching-Algorithmus, wenn da die Zahlungen zu den Rechnungen
00:59:33
Speaker
gefunden wurden, dann sind die halt bezahlt. Und da, wo die Rechnungen nicht bezahlt sind, da läuft dann nach eingestellten Fristen dann automatisches Mahnwesen oder Erinnerungen, Zahlungserinnerungen, so dass man eben solche Sachen nicht mehr ständig vor Augen haben muss oder vielleicht am Ende von einem leeren Konto steht und sich denkt, wie kriege ich da jetzt schnell wieder mein Geld. Das sind halt genau die Themen, an denen wir jetzt ganz, ganz viel arbeiten.
00:59:58
Speaker
Ja, ja, cool und super, super wertvoll. Wir arbeiten ja selber auch mit mit FastBill und da sehr, sehr happy drüber. Also nicht nur nicht nur ganze Rechnungsstellung und Empfang und so, sondern halt auch wirklich Bilanzierung machen zu können und so und gucken zu können, okay, wie sieht es denn in den nächsten Wochen und Monaten aus? Genau.
01:00:22
Speaker
Ich könnte noch ewig weiterreden, tatsächlich. Ich habe eigentlich noch ganz viele Fragen. Aber wir müssen aufgrund der Zeit langsam zum Ende kommen, leider. Vielleicht noch, wir verlinken auch alles in den Show Notes natürlich. Aber vielleicht sagst du auch noch mal kurz, wie und wo kann man euch finden? Kann man dich vielleicht auch finden, wenn du gefunden werden möchtest? Wie kann man euch kontaktieren?
01:00:45
Speaker
Ja, also prinzipiell ist es natürlich so, wenn ihr auf fastbill.com geht, dann seht ihr erstmal alles, was wir erstmal so als Übersicht irgendwie anbieten. Wir haben natürlich ein Team, was rein Fragen zur Nutzung von FastBill beantworten kann unter support.fastbill.com. Wir haben aber auch für Unternehmen, die vielleicht ein bisschen Beratung brauchen, haben wir auch ein
01:01:12
Speaker
Ein Team, das im Prinzip Beratungsgespräche durchführt, da kann man sich einen Termin buchen. Und ich bin aber auch, wie gesagt, gerne selbst für Feedback oder für gute Ideen zu haben. Da ist wahrscheinlich der beste Weg, über LinkedIn einfach mal auf mich zuzukommen. Das ist so das, wo ich am ehesten versuche,
01:01:34
Speaker
Das einzige, wo ich am Tage so ein bisschen meine Zeit verliere, neben diesen ganzen Plattformen, das wäre, glaube ich, der beste Weg. Aber wie gesagt, ich freue mich halt über jedes Feedback und vielleicht auch über die Dinge, die wir in unserer Betriebsblindheit heute nicht mehr so sehen, darauf auch aufmerksam gemacht zu werden.
01:01:51
Speaker
Ja, ach, ist schön. Genau, wie gesagt, verlinken wir alles in den Show Notes und wir werden auch von Virtual Makers in der nächsten Zeit nochmal ein paar Tutorials hochladen, wo ihr auch nochmal so einen kleinen Einblick in FastBull bekommen könnt, falls ihr euch dafür interessiert und es nutzen möchtet. Ich kann es sehr empfehlen. Genau, verlinken wir euch auch demnächst in den Show Notes und werden das auch aktualisieren.
01:02:15
Speaker
sobald Neue dazukommen. Genau, und könnt auch gerne euch einen ersten Überblick holen auf unserer Tool-Seite. Da haben wir auch verlinkt natürlich mit ein paar Screenshots und so. Und ansonsten, genau, auf fastwork.com. Wie gesagt, verlinken wir alles. Und René, es war mir ein Fest, dich in diesem Podcast endlich dabei zu haben. Ganz meinerseits. Vielen, vielen Dank, dass du da warst und hat großen, großen Spaß gemacht.
01:02:42
Speaker
Ja, absolut. Es hat mir auch mega Spaß gemacht. Das ist ein super Thema und ich glaube, da kann man in Zukunft noch vieles weiter darüber sprechen. Auf jeden Fall. Ich freue mich drauf. Ich auch. Vielen Dank.