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Third Place statt Turnhalle: Das Prinzip von Stuntwerk

Diese Woche ist Florian Schiffer, Gründer von Stuntwerk [https://stuntwerk.de/rosenheim/] Rosenheim, zu Gast im lebegeil Erlebnis Podcast. Wir sprechen über seine Leidenschaft fürs Klettern, wie aus einer Boulderhalle ein echter Third Place wurde – und warum Community am Ende das beste Marketing ist. Außerdem geht’s um Wachstum, Franchise, Ninja Warrior und die Zukunft des Boulderns in Deutschland. In dieser Folge erfährst du: 🧗‍♂️ wie aus einer Sportleidenschaft etwas viel Größeres entstehen kann. 🏗️ warum Stuntwerk bewusst mehr als nur eine Boulderhalle sein will. 👨‍👩‍👧‍👦 welche Menschen dort zusammenkommen und warum das so gut funktioniert. 🚀 was beim schnellen Wachstum wirklich herausfordernd wird. 🥷 welchen Blick Florian auf Trends wie Ninja Warriors, Fitness & Bewegung der Zukunft hat. 🎢 Dein Shortcut zu Erfolg in der Freizeitbranche! Hol dir exklusive Einblicke, praktische Tipps und die neuesten Trends rund um Business, Operations und Wachstum – speziell für Freizeitanbieter. 🚀 Kein Blabla, nur knackige Infos, die dein Erlebnis-Business nach vorne bringen! Jetzt anmelden und keinen Trend verpassen! https://lebegeil-media.com/newsletter

Transcript

Speaker: Hallo liebe Erlebnisfreunde, liebe Freizeitanbieter, herzlich willkommen zu einer neuen Episode des Lebegeil Erlebnispodcasts.

Speaker: Heute bei mir zu Gast ist Florian Schiffer von Stuntwerk Rosenheim.

Speaker: Wir sprechen darüber, wie aus der Leidenschaft fürs Bouldern ein erfolgreiches Urban Sports Konzept geworden ist.

Speaker: warum Stuntwerk als Franchise funktioniert und was den Standort Rosenheim ganz besonders macht.

Speaker: Außerdem geht es so ein bisschen um Marketing, Zielgruppen.

Speaker: Es geht auch um Ninja Warrior und Florians persönliche Story.

Speaker: Und wir bekommen einfach einen tollen Rundumblick in die Welt des Boulderns.

Speaker: Viel Spaß beim Zuhören.

Speaker: Das ist der Lebegeil Erlebnis Podcast mit Jan Stein.

Speaker: Hier hörst du spannende Interviews mit Gästen aus der Freizeit- und Erlebnisbranche.

Speaker: Wir sprechen über neue Attraktionen und Entwicklungen in der Freizeitindustrie und tauchen in die Themen Marketing und Business ein.

Speaker: Der Podcast für alle Freizeitanbieter und Erlebnisfreunde.

Speaker: Hi, hier ist Jan von Lebegal Media.

Speaker: Als Marketingagentur für die Freizeitbranche haben wir schon vielen Unternehmen geholfen, ihre Online-Präsenz zu optimieren und ihre Gäste komplett zu begeistern.

Speaker: Ob du eine neue Website benötigst, deine Google-Platzierung verbessern willst oder über Werbeanzeigen mehr Gäste erreichen möchtest, wir haben die perfekte Marketingstrategie für dich.

Speaker: Klingt interessant?

Speaker: Dann kannst du einfach einen Termin auf unserer Website unter lebegeil-media.com slash Termin vereinbaren und wir sind bereit für deine Fragen.

Speaker: Also lehn dich zurück und lass uns gemeinsam auf eine Reise voller Marketingabenteuer gehen.

Speaker: Hi Florian, wie geht's dir?

Speaker: Ja, hi.

Speaker: Ja, so weit so gut.

Speaker: Ich bin gerade zu Hause mit einer leichten Grippe.

Speaker: Also, Jimmung gut, aber gesundheitlich gerade ein bisschen angeschlagen.

Speaker: Okay, bist du in Rosenheim oder wo bist du zu Hause?

Speaker: Genau, ich bin ein bisschen südlich von Rosenheim, Eingang vom Inntal.

Speaker: Okay, okay, ja, da ist es wahrscheinlich ein bisschen kälter da unten.

Speaker: Wo sitzt du denn?

Speaker: Ich bin in Guadalajara, Mexiko.

Speaker: Ah, ja, da ist es wahrscheinlich dann ein bisschen wärmer.

Speaker: Genau.

Speaker: Das, was wir ja zum Anfang immer, zum Beginn der Aufnahme immer sagen, um das allen unter die Nasen zu reiben.

Speaker: Aber heute soll es ja nicht ums Wetter gehen, heute geht es ums Bouldern und du hast ja das Stuntwerk gegründet in Rosenheim.

Speaker: Wie bist du denn persönlich erstmal dazu gekommen?

Speaker: Wie hat es bei dir angefangen, als du zum Bouldern gekommen bist und wie ist dann daraus das Stuntwerk entstanden?

Speaker: Ja, ich bin eigentlich schon mein ganzes Leben lang in den Bergen unterwegs und auch schon seit früher Kindheit eigentlich am Klettern.

Speaker: Und das hat sich dann während der Jugend so auch auf Leistungssport-Ebene weitergezogen, kann man sagen.

Speaker: Es ist auch der ganze Lifestyle drumherum.

Speaker: Also ich habe eigentlich, solange ich denken kann, habe ich immer mit Bergen und Freunden der Community zu tun gehabt und es ist ein fester Bestandteil meines Lebens als Bouldern.

Speaker: Und über den Weg bin ich ja dann irgendwann auch dazu gekommen, dass ich gesagt habe, wenn es sowieso schon so viel von meinem Leben einnimmt, dann kann ich auch jetzt...

Speaker: einen Beruf draus machen.

Speaker: Geil.

Speaker: Und erzähl mal ein bisschen so, was das Konzept vom Stuntwerk, was kann man da erleben?

Speaker: Wie sieht der Standort bei euch in Rosenheim so aus?

Speaker: Genau, also grundsätzlich ist die Idee von Stuntwork gewesen, dass wir eben mehr wie eine Boulderhante sind, also nicht nur Wände mit Griffen an der Band, sondern schon auch gucken, was es sonst noch außenrum gibt.

Speaker: Wir haben ganz früh dann angefangen mit Yoga und Fitnesskursen, haben aber dann auch relativ bald so die Connection zu Ninja Warrior und

Speaker: Parkour dann aufleben lassen, haben dann aber auch an jeder Stelle, wo es irgendwie darum ging, einen coolen Input zu kriegen, haben wir uns auch darauf eingelassen.

Speaker: Also wir haben zum Beispiel auch Handstandkurse angeboten oder eine Tischtennisplatte drinstehen.

Speaker: Also genau, ich glaube, das beschreibt so mal im Groben das Konzept von Stuntwerk, dass wir einen

Speaker: Raum schaffen wollen, wo jede Art von Bewegung und Community einen Platz hat.

Speaker: Und von dem her ist es auch sehr lebendig und auch flexibel, ist auch für die Zukunft immer noch neue Möglichkeiten birgt.

Speaker: Also das heißt, ich kann dann, wenn ich gerne bowdern gehe, kann ich bei euch vorbeikommen, aber gleichzeitig auch noch andere Dinge erleben.

Speaker: Und also es wird sich für mich so an, als könnte ich da den ganzen Tag verbringen, einfach auch ein bisschen abhängen und vielleicht Leute kennenlernen.

Speaker: Ja, es gibt ja diesen Begriff des Third Place, also neben Arbeit und zu Hause, der Platz, wo man dann mit seinen Freunden ist und eine gute Zeit hat.

Speaker: Und ich würde Stuntwerk jetzt aus der Perspektive eigentlich als die Inkarnation von Third Place bezeichnen.

Speaker: Gerade weil es eben auch nicht so strikt in einer Sportart ist oder so ein Leistungsdruck da ist, sondern weil es eben einfach darum geht, eine coole Zeit zu verbringen und sich gut zu fühlen.

Speaker: Das ist dann oft am Wochenende so, dass Familien kommen und die sind schon auch dann mehrere Stunden da.

Speaker: Irgendwann brennen halt die Finger.

Speaker: Von dem her würde ich jetzt nicht sagen, dass es ein Ganztagesprogramm ist.

Speaker: Aber ja, auch unter der Woche ist bei uns eigentlich so am Abend Peakzeit und da sind die Leute dann so drei, vier Stunden zum Teil schon da mit Freunden.

Speaker: Dann noch ein Bierchen danach oder einen Kaffee vorher.

Speaker: Also es ist jetzt nicht nur rein, Sport machen und wieder raus, sondern es geht wirklich ganz im Kern auch darum, einfach eine gute Zeit zu haben.

Speaker: Zahlt man denn bei euch stundenweise oder ist es dann eher so ein Tagespass?

Speaker: Ne, genau, es ist ein Tagespass, also das heißt, bei uns gibt es eigentlich immer nur einen Tageseintritt oder halt eben ein Abo-Modell und jetzt die letzten Jahre auch immer mehr mit Aggregatoren, also Urban Sports und Wildpass, wie sie alle heißen.

Speaker: Genau, es ist schon der wesentliche Teil, es sind Tagesgäste.

Speaker: Was würdest du sagen, welchen prozentualen Anteil machen dann diese Urban Sports und die anderen Hesse bei euch aus?

Speaker: Das sind ungefähr 30 Prozent mittlerweile.

Speaker: Okay.

Speaker: Und warum hast du gesagt, Rosenheim ist der richtige Standort?

Speaker: Ist das einfach, weil du dort wohnst und weil du gedacht hast, ja, ich habe Bock, sowas hier aufzubauen?

Speaker: Man muss ja dazu sagen, wir haben ja ganz ursprünglich angefangen in Köln.

Speaker: Das heißt, ich habe zwar schon immer in Rosenheim gelebt, habe aber dann nach dem Studium eine coole Truppe in Köln gefunden, mit denen wir dann zusammen das erste Standwerk eröffnet haben.

Speaker: Und dann war die Frage, wie es so weitergeht.

Speaker: Ich wollte auf jeden Fall wieder in die Berge zurück.

Speaker: Das heißt, für mich war das eigentlich keine Option, dauerhaft in Köln zu bleiben.

Speaker: Und dann war es so ein bisschen die eigentlich naheliegendste Entscheidung, auch in Rosenheim noch an Starnberg aufzumachen.

Speaker: Rosenheim ist ein recht großes Einzugsgebiet mit vielen Familien und vielen jungen Leuten, mittlerweile auch immer mehr Studenten.

Speaker: Von dem her war da auf jeden Fall der Nährboden auch gut da.

Speaker: Und genau, dann haben wir in Bielie sogar eine Halle gebaut bekommen von unserem Vermieter für diesen Zweck.

Speaker: Von dem her haben wir da einfach die Voraussetzungen super gepasst.

Speaker: Was sind so die wichtigsten Zielgruppen, du hast ja schon gerade so ein bisschen erwähnt, also natürlich junge Leute, aber ja, Familien, Studenten, was so die wichtigste Gruppe, die zu euch kommt.

Speaker: Genau, es ist beides eigentlich.

Speaker: Also es ist wirklich auf der einen Seite so Freizeitaktivität, also für Familien oder auch einfach mal zum Ausprobieren.

Speaker: Die Leute kommen am Wochenende einfach, weil sie eine schöne Zeit haben wollen und vielleicht mal gehört haben, dass man das machen kann.

Speaker: mal ausprobieren wollen.

Speaker: Zum einen, also die Freizeitecke und das andere ist dann schon so sportambitionierter.

Speaker: Die sehen es als Ersatz zum Fitnessstudio und kommen deswegen auch sehr regelmäßig und das ist dann eher so die Zielgruppe für unter der Woche und

Speaker: Also eben zum Sport machen.

Speaker: Und als dritte Zielgruppe kann man sagen, sind es wirklich Kinder?

Speaker: Also wir haben ein ganz ausgebautes Kindertrainingsprogramm.

Speaker: Wir haben zum Teil am Tag acht Gruppen von Kindern, die regelmäßig einmal die Woche zu uns kommen und richtig trainieren in den verschiedenen Sportarten.

Speaker: Das ist ja auch eigentlich das perfekte Workout für Kinder, oder?

Speaker: Hat es jetzt nicht so krasses wie im Fitnessstudio mit Gewichten und so, aber man trainiert wahrscheinlich schon den ganzen Körper dabei.

Speaker: Genau, es ist ganz intrinsisch motiviert.

Speaker: Also der spielerische Faktor ist extrem wichtig für die Kids, die haben total Bock, sich auszupowern und auch ganz niederschwellig Ziele zu erreichen.

Speaker: wenn man jetzt mal vom Bouldern spricht, das ist halt super einfach zu sagen, du musst da hochklettern.

Speaker: Da springt jedes Kind drauf an.

Speaker: Ja, klar, wenn du natürlich sagst, mach mal 10 Wiederholungen, dann ist nach dem 5. ist es schon todlangweilig.

Speaker: Also da kriegt man die Kinder nicht schön motiviert, sich zu bewegen.

Speaker: Von dem her ist es wirklich der perfekte Ort, um die Kids, ja,

Speaker: auszupowern und vor allen Dingen, was man auch sagen muss, Klettern ist ja an sich ein sehr guter Sport, nicht nur, weil er den Körper ganzheitlich trainiert, sondern auch, weil es die Gehirnhälften verknüpft, also durch diese überkreuzenden Bewegungen auch oft und du machst jedes Mal andere Bewegungen, es ist halt echt auch Gehirnjogging.

Speaker: Ja.

Speaker: Wie sprecht ihr denn Zielgruppen an?

Speaker: Wie erreicht ihr die Leute?

Speaker: Habt ihr da irgendwie lokale Marketingkampagnen?

Speaker: Macht ihr da viel online oder ist es eher mit Flyern oder über Mund-zu-Mund-Propaganda?

Speaker: Also das hat sich über die Jahre jetzt immer weiterentwickelt.

Speaker: Unser mit Abstand wichtigstes Marketing ist Mund zu Mund und dass die Leute ihre Freunde mitnehmen.

Speaker: Da können wir uns auf den Kopf stellen mit irgendwelchen Kampagnen oder Ideen, wie wir das technisch umsetzen.

Speaker: Das ist mit Abstand das Wichtigste.

Speaker: Das heißt, unser wichtigstes Marketing ist eigentlich, dass die Leute bei uns happy sind.

Speaker: und glücklich nach Hause gehen.

Speaker: Aber natürlich müssen wir sonst auch noch einiges machen.

Speaker: Ganz klassisch sind wir auf Social Media, glaube ich, recht gut vertreten.

Speaker: Da ist nach wie vor Instagram eigentlich somit unser Hauptkanal.

Speaker: Sonst aber halt eben auch Websites und mittlerweile auch Google auch

Speaker: Kampagnen, wo wir dann gezielt Leute ansprechen.

Speaker: Macht ihr das selber so nebenbei mit dem Marketing, also mit Google, Meta und so weiter oder habt ihr da auch einen Freelancer oder eine Agentur oder so, die euch da unterstützt?

Speaker: Wir machen das in-house, also wir haben eine eigene Marketingabteilung mit fünf Leuten, wo eben einer oder Spezialisten für jeden Bereich eigentlich drin sind, kann man sagen, ja.

Speaker: Und ja, du hast ja gesagt, dass die Mund-zu-Mund-Propaganda eigentlich so das Wichtigste ist.

Speaker: Puscht dir das auch irgendwie?

Speaker: Also sag dir zum Beispiel, hey, wenn du einen Freund mitbringst, dann kriegst du einen Tagespass gratis oder so.

Speaker: Also habt ihr da irgendwelche Incentives, dass die Leute da, wer Leute mitbringt?

Speaker: Wir haben immer wieder so Aktionen.

Speaker: Jetzt haben wir so eine Freunde-Werben-Kampagne gemacht, dass sich Leute dann auch Freimonate sichern konnten, wenn sie ihre Freunde zum Abo motiviert haben.

Speaker: Das hat ganz gut funktioniert und ist natürlich auch ein cooles Tool, um unsere Bestandskundschaft irgendwie zu verändern.

Speaker: belohnen auch, kann man sagen, weil sonst machen sie es ja ganz viel unterbewusst und kriegen nichts dafür.

Speaker: Aber wir haben das immer wieder, so Kampagnen in verschiedenen Ausgestaltungen, wo wir das dann versuchen auch ein bisschen zu pushen.

Speaker: Wie viele Standorte gibt es denn jetzt aktuell von Standwerk, also Köln, Rosenheim?

Speaker: Gibt es noch einen weiteren?

Speaker: Genau, das sind jetzt acht Standorte.

Speaker: Jetzt muss ich natürlich aufpassen, dass ich nichts vergesse, aber ich gehe sie mal kurz durch.

Speaker: Von oben nach unten haben wir einmal in Krefeld, dann Essen.

Speaker: Jetzt bald im Juni kommt Duisburg dazu.

Speaker: Dann haben wir unsere beiden Kölner Standorte mit Köln-Mülheim und Köln-Zollstock.

Speaker: Dann Toastdorf, das ist jetzt wirklich von Köln.

Speaker: Dann sind wir in Senden bei Ulm, Rosenheim und Toastberg.

Speaker: Toastberg, ist das auch in Bayern?

Speaker: Ja, genau, das ist am schönen Chiemsee, ein bisschen ländlicher.

Speaker: Die sind letztes Jahr zu uns dazugekommen.

Speaker: Und ich habe ja gesehen auf eurer Website, also das ist ja eine Art Franchise-System, oder?

Speaker: Genau, also Franchise hört sich jetzt immer so wenig sexy an.

Speaker: Da denkt immer jeder gleich an McDonald's, aber wir haben uns eben überlegt, in was für einer Form wir eigentlich gerne mit unseren Partnern zusammenarbeiten wollen.

Speaker: Und für mich war das von Anfang an immer extrem wichtig, dass vor Ort auch

Speaker: eigenständige Unternehmer arbeiten und die ein hohes Eigeninteresse daran haben, dass Sachen weitergebracht werden und es den Kunden gut geht.

Speaker: Und so ist es am Anfang entstanden, dass wir

Speaker: sozusagen Franchise vergeben haben und dann ist es immer weiter gewachsen und wir haben aber selber in diesem Franchise-System, kann man sagen, fast ein Filialsystem, also uns selber gehören vier, fünf Standorte, die unter unserer Leitung sind, also auch in unserer Verantwortung sind wirtschaftlich und die sind aber genauso eingebunden wie die Franchise-Standorte.

Speaker: Ja.

Speaker: Und sind weitere Standorte geplant?

Speaker: Eben, Duisburg macht jetzt dann im Juni auf und wir haben schon noch zwei, drei in der Entwicklung.

Speaker: Aber wir sind die letzten zwei Jahre so krass gewachsen.

Speaker: Jetzt müssen wir uns erstmal ein bisschen konzentrieren auf, wie es in dieser Größe jetzt ist, zusammenzuarbeiten.

Speaker: Also da kommen dann schon einfach auch Probleme auf, mit denen wir vorher gar nicht so gerechnet haben.

Speaker: Und da werden wir jetzt mal ein paar Monate brauchen, um uns wieder neu zu sortieren.

Speaker: Was gibt es da so für Herausforderungen?

Speaker: Naja, die größte Herausforderung ist tatsächlich die Kommunikation in so einem Netzwerk.

Speaker: Wenn man eine Handvoll Leute am Tisch sitzen hat und jeder hat eine Meinung, dann ist das total befruchtend, weil da kommen dann immer verschiedene Ideen auf den Tisch und man hat irgendwie die Möglichkeit, diese Ideen auszudiskutieren und zu dem Konsens zu kommen.

Speaker: Wenn es dann nachher acht sind oder noch mehr, dann wird die Diskussion so lang und dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass dann irgendwer doch da gar keinen Bock mehr drauf hat, ist dann doch relativ hoch.

Speaker: Also es ist ganz viel Kommunikation und da haben wir gerade viel umgestellt und versuchen jetzt eben auch der Größe gerecht zu werden und in kleineren Fachgruppen sozusagen dann Entscheidungen treffen zu können, die dann auch für alle gelten.

Speaker: Also es wird ein bisschen systematischer, muss man sagen.

Speaker: Wie stellt man denn so die Qualität auch sicher jetzt, dass es in den anderen Standorten genauso geil ist wie jetzt bei euch in Rosenheim?

Speaker: Ja, das ist schon eine Herausforderung.

Speaker: Also auch ganz verschieden geartet, weil es ist ja eigentlich Ziel vom Standwerk ist, dass es sehr viel menschelt.

Speaker: Wir wollen, dass am Standort die

Speaker: Kollegen und die Partner sich auch wirklich selbst verwirklichen können und das auch an den Kunden herantragen.

Speaker: Aber da jetzt auch nicht jeder Mensch gleich ist, passiert es eben auch mit anderen Schwerpunkten und da gibt es dann schon auch verschiedene Auffassungen von manchen

Speaker: Themen.

Speaker: Ja, der eine, der sagt halt, okay, ich muss zweimal am Tag schauen, dass alles sauber ist und der andere, der schaut halt jeden zweiten Tag nach.

Speaker: So, und die Probleme, die entstehen, auch nicht aus böser Absicht, sondern einfach, weil es klar ist, dass man da verschieden tickt.

Speaker: Und das ist halt jetzt eben unsere Aufgabe, dass wir da Strukturen schaffen, die

Speaker: die das vorbeugen.

Speaker: Also jetzt, um auf dieses Reinigungsthema zu kommen, gibt es halt Reinigungspläne und die werden dann zentral erarbeitet und vorgegeben und dann wird auch nachher zentral geschaut, ob es dann entsprechend umgesetzt ist, damit eben die Qualität auch gleich bleibt.

Speaker: Also gibt es da jemanden, der dann Qualitätskontrolle macht sozusagen in den Standorten?

Speaker: Also in den Standorten selber natürlich auch, ja, das ist soweit es geht, versuchen wir das in die alltäglichen Routinen mit einzubauen, aber wir haben auch jetzt eine zentrale Stelle, die nennt sich Operational Excellence, also da geht es im Endeffekt darum zu gucken, dass

Speaker: Qualitätsstandards eingehalten werden, aber dass eben auch Prozesse einheitlich durchgeführt werden und auch, ja, auch dass neue Prozesse eingeführt werden und so, das versuchen wir jetzt halt immer mehr zentral einzubringen.

Speaker: Ja, ist schon spannend, wie sich das dann alles entwickelt.

Speaker: Wenn man einen Standort hat, dann kann man die Übersicht behalten, weil zwei wahrscheinlich auch, aber wenn es nochmal acht sind, dann ist schon ein Anbegabersnummer.

Speaker: Genau, ja.

Speaker: Aber es ist spannend.

Speaker: Also es könnte auch so sein, dass es alles ganz...

Speaker: Ja, von alleine passiert, dann wäre ich arbeitslos.

Speaker: Sicherlich an dem einen oder anderen Tag nicht schlecht, dann würde ich mal klettern gehen.

Speaker: Aber für mich macht das eigentlich gerade den Reiz aus, dass man da jeden Tag wieder vor neuen Herausforderungen steht und was zu tun hat.

Speaker: Also es ist dann sozusagen auch deine Hauptaufgabe, den Überblick zu überhalten und zu schauen, dass irgendwie alles läuft an allen Standorten.

Speaker: Genau, also ich bin so als Geschäftsführer würde ich sagen, bin ich immer der Mann für Probleme.

Speaker: Also mein Arbeitsmarkt besteht wahrscheinlich aus 80 Prozent irgendwelche Probleme oder wie nennen wir es Herausforderungen zu managen.

Speaker: Und 20% sind dann halt eben auch mit ein bisschen Weitblick an die Themen dranzugehen, zu überlegen, was sind nächste sinnvolle Schritte oder auch im Team zu gucken, wo was gut funktioniert oder wo halt was nicht gut funktioniert.

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Speaker: Und jetzt bist du ja auch oder warst sportlicher Berater bei Ninja Warrior Germany.

Speaker: Wie kam es denn dazu und was hast du da gemacht?

Speaker: Ja, das ist jetzt schon wieder praktisch zehn Jahre her, also ein Drittel meines Lebens her.

Speaker: Das ist eigentlich verrückt.

Speaker: Es waren die ersten Jahre im Standwerk Köln, da ist der damalige Präzent auf uns zugekommen und hat bei uns gefragt, ob er bei uns das Casting machen könnte.

Speaker: Ich bin dann da in einem Meeting gewesen und die wussten relativ wenig von dem, was sie da tun wollen oder was ich vor ihnen lieg.

Speaker: Ich habe, muss ich vielleicht dazu sagen, vorher über zehn Jahre einen Leistungsstuesspunkt im Rosenheim trainiert.

Speaker: Das heißt, ich habe auch ein bisschen einen sportlichen Background.

Speaker: Und dann ging es im ersten Schritt einfach nur darum, ein Casting zu konzipieren, was bei uns stattfinden kann.

Speaker: Und dann hat es ganz gut funktioniert.

Speaker: Und dann haben sie mich gefragt, ob ich sie dann nicht ein bisschen längerfristig beraten will und auch bei den Aufzeichnungen dabei sein will.

Speaker: Und dann habe ich das über sechs, sieben Jahre gemacht.

Speaker: und habe eigentlich von der Athletenauswahl über Hindernisauswahl und dann eben auch der Betreuung vor Ort bei den Aufzeichnungen das dann als Nebenjob sozusagen gemacht.

Speaker: Gibt die Show eigentlich noch?

Speaker: Die gibt es noch, ja.

Speaker: Die hat jetzt dieses Jahr ihre zehnte Staffel gehabt.

Speaker: Ja.

Speaker: Jubiläumsstaffel, genau.

Speaker: Das hätte am Anfang, glaube ich, keiner gedacht, aber hat sich sehr etabliert.

Speaker: Und da gibt es ja auch dann, die sind, glaube ich, auch gebrandet mit Ninja Warrior.

Speaker: Also da gibt es ja auch Hallen in Deutschland, Ninja Warrior Hallen.

Speaker: Ja, es gab eine in Nürnberg und soweit ich weiß, ist sie aber wieder pleite gegangen.

Speaker: Okay.

Speaker: Genau, also der Versuch, das zu etablieren, ist gescheitert und ich glaube auch, also ich habe die Meinung dazu, warum.

Speaker: Weil wir haben in Deutschland Ninja Warrior eigentlich so ein erfolgreichen Sportformat gemacht.

Speaker: Wir haben das auf deutsche Manier von Anfang an mit festgelegten Regeln, mit einem sportlichen Ehrgeiz, haben wir diese Show einen anderen Charakter gegeben.

Speaker: Und das ist auch das, was die Leute mit Ninja Warrior assoziieren.

Speaker: Es ist kein Spielplatz, sondern wirklich...

Speaker: eher ein Sport für toughe Sportler.

Speaker: Und diese Firma, die die Ninja Warrior Hallen baut, in England haben die mehrere Hallen davon und da sind das so richtige Kinderspielplätze.

Speaker: Und die Show passend dazu in England ist eher so eine Dressshow, wo die dann mit Kostümen antreten und die Teilnehmer da durch Kakao gezogen werden.

Speaker: Da müssen wir es kasseln, oder wie?

Speaker: Ja, genau, so ein bisschen in die Richtung, genau.

Speaker: Und das hat halt zu Deutschland überhaupt nicht gepasst.

Speaker: Und dann haben sie da in Nürnberg diesen Kinderspielplatz aufgemacht und haben die Brücke zur Marke einfach nicht hinbekommen.

Speaker: Ja, ich hätte es eigentlich auch gar nicht so als Kinderspielplatz gesehen.

Speaker: Also ich habe es eher so verbunden mit so Events wie Tough Mudder oder so, wo man ja auch diese Hindernis-Parcours läuft und ja, dass es halt wirklich auch anstrengend ist.

Speaker: Und also ich hätte selber wirklich Bock gehabt, da mal reinzugehen.

Speaker: Habe es leider nie geschafft.

Speaker: Aber ja, schade, dass das nicht geklappt hat.

Speaker: Kann man bei euch irgendwie so ein bisschen was machen in Richtung Ninja-Parcours oder ist es wirklich rein dem Bouldern?

Speaker: Ja, auf jeden Fall.

Speaker: Also wir haben vielleicht dann das andere Extrem.

Speaker: Bei uns geht es halt wirklich nur um den Sport.

Speaker: Es ist in jedem Standort ein bisschen anders.

Speaker: Wir haben Standorte, die sind stärker Ninja-lastig und die sind eher weniger.

Speaker: Sie haben mehr Bouldern und Akku drin.

Speaker: Aber an den Standorten, zum Beispiel in Zenten, da ist der

Speaker: Betriebsleiter oder Miteigentümer ist der Lukas Kilian, ein erfolgreicher Ninja Warrior Athlet.

Speaker: Da hat Ninja Warrior halt einen extrem hohen Stellenwert und da kann man richtig hart trainieren für die Show.

Speaker: Also da kommen auch die ganzen Top-Athleten hin zum Trainieren für die Show.

Speaker: Von dem her bedienen wir dann da eher das sportliche Segment.

Speaker: Und die Kids, die müssen da ein bisschen reinwachsen zum Teil, aber die haben da ja auch Spaß dran.

Speaker: Es ist jetzt nicht so, dass man da der Supersportler sein muss, um einzusteigen.

Speaker: Das ist natürlich ein bisschen eine höhere Einstiegshürde wie jetzt beim Bouldern, aber das ist schon auch Teil des Konzepts, dass die Leute auch wegen Ninja Warrior zu uns in die Hallen kommen und dann sich da die Finger lang ziehen.

Speaker: Hast du selber mal so einen Parcours dann komplett absolviert?

Speaker: Jaja, habe ich schon.

Speaker: Und?

Speaker: Meistens, wenn noch keiner im Studio war.

Speaker: Okay.

Speaker: Kann man es schaffen mit ein bisschen trainieren oder ist schon sehr hart?

Speaker: Ja, es ist immer eine Frage der Perspektive, also auch welchen Parcours man dann macht.

Speaker: Es wird ab einem gewissen Punkt dann schon sehr hart.

Speaker: Andere, gerade so die ersten Hindernisse, sind aber eher wie auf einem großen Spielplatz.

Speaker: Ja, sowas wie Monkey Bars und sowas, das kriege ich hin.

Speaker: Und auch durch Eiswasserlaufen.

Speaker: Ja, ich habe mal wieder Bock, so ein Rennen zu machen.

Speaker: Letztes Jahr waren wir auf dem Spartan Race hier in Mexiko.

Speaker: Das hat richtig Bock gemacht.

Speaker: Aber Ninja Warrior gibt es, soweit ich weiß, wird hier, glaube ich, nicht organisiert in Mexiko.

Speaker: Wie siehst du denn so die Zukunft fürs Bouldern in Deutschland?

Speaker: Also ich glaube, es hat sich fest als Reitensport etabliert.

Speaker: Das wird auch die nächsten Jahre noch eine Relevanz haben.

Speaker: Ich denke, es wird sich jetzt immer mehr auch spezialisieren.

Speaker: Also ich glaube, es wird dann...

Speaker: in der Zukunft auch deutlich mehr differenzierte Zielgruppen geben.

Speaker: Zum einen eben mehr dieses Freizeitsegment mit Familien, Kindern in die Richtung und dann aber eben auch so die Trainingsbuden, wo man dann wirklich noch reingeht, um fit zu bleiben und

Speaker: Sport zu treiben.

Speaker: Also die Differenzierung, die wird es auf jeden Fall weiter geben und wird sich auch weiter vorantreiben.

Speaker: Also wir denken da auch viel über so Themen wie personallose kleine Fitness- oder Trainingshubs danach.

Speaker: Also da wird sich auf jeden Fall noch was weiterentwickeln.

Speaker: Auf der anderen Seite ist es auf jeden Fall auch so, dass wir sehen, dass die Erfordernisse an Betreiber, die werden schon immer härter.

Speaker: Das heißt, wir müssen auf jeden Fall deutlich wirtschaftlicher arbeiten.

Speaker: Die Prozesse müssen professioneller laufen.

Speaker: Und da kommen oft die Hallen aus der Vergangenheit, also da glaube ich kann man auch ganz gut differenzieren zwischen inhabergeführten Einzelhallen und Ketten.

Speaker: Da werden aber die Einzelhallen sich deutlich schwerer tun in der Zukunft.

Speaker: Das heißt, die Ketten werden oder Systeme werden da immer mehr an Relevanz gewinnen.

Speaker: Ja, ja, da hat man natürlich auch nochmal einen anderen Hebel, wenn du sagst, du hast eine Marketingabteilung mit fünf Leuten, so kleine Anbieter, die können sowas wahrscheinlich nicht stemmen lassen, die machen das wahrscheinlich dann irgendwie so nebenbei oder unsicht vielleicht mal einen Freelancer mit rein, aber ja, da habt ihr wahrscheinlich ganz andere Möglichkeiten auch.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Ja, und auch die Perspektive.

Speaker: Also ich meine, wir haben natürlich auch viel mehr Daten und Zahlen, mit denen wir dann arbeiten und auch einen größeren Ideenpool oder einen größeren Feedbackpool, aus dem wir dann unsere Entscheidungen ableiten können.

Speaker: Ja.

Speaker: Was machst du sonst noch für Sport?

Speaker: eigentlich viel Outdoor, also Winter Skitouren gehen, im Sommer bin ich viel in den Bergen unterwegs, fahre regelmäßig mit dem Fahrrad in die Arbeit, gehe mal joggen, ja, so die Richtung.

Speaker: Also bist du auf jeden Fall fit?

Speaker: Ja, ich glaube, ich bin schon verhältnismäßig sehr fit.

Speaker: Hast du Kinder?

Speaker: Ja, ich habe drei Kinder.

Speaker: Okay, die halten dich auch fit.

Speaker: Die halten mich auch fit, genau.

Speaker: Ja, cool.

Speaker: Ja, vielen Dank, dass du uns einen kleinen Rotumblick mal gegeben hast zu Standwerk, war sehr, sehr cool.

Speaker: Und ich wünsche euch dann noch viel Erfolg, auch mit den weiteren Standorten und mit den weiteren Plänen.

Speaker: Und ja, dann schicke ich ganz liebe Grüße nach Rosenheim.

Speaker: Vielen Dank auch.

Speaker: Grüße zurück nach Mexiko.

Speaker: Danke dir.

Speaker: Mach's gut.

Speaker: Danke.

Speaker: Ciao.

Speaker: Das war der Lebegeil Erlebnis Podcast.

Speaker: Bist du Freizeitanbieter und möchtest mehr Buchungen für deine Freizeitaktivität erzielen, dann suche dir einen Termin für ein kostenloses Kennenlerngespräch auf lebegeil-media.com slash Terminaus.

Speaker: Für spannende Freizeittipps und Ausflugsideen besuche meinen Blog lebegeil.de.

Speaker: Vielen Dank.

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