Transcript
Speaker: Hallo liebe Erlebnisfreunde, liebe Freizeitanbieter, herzlich willkommen zu einer neuen Episode des Lebegeil Erlebnis Podcasts.
Speaker: Heute habe ich Alexander Jürchel, den Direktor des Samurai Museums in Berlin zu Gast.
Speaker: Wir sprechen darüber, was dich in Europas einzigem Samurai Museum erwartet.
Speaker: Über 1000 originale Artefakte, Hightech-Inszenierungen und interaktive Erlebnisse.
Speaker: Außerdem geht es um die Frage, wie man so ein außergewöhnliches Museum vermarktet und ob Plattformen wie Get Your Guide oder der eigene Ticketverkauf die bessere Wahl sind.
Speaker: Viel Spaß beim Zuhören.
Speaker: Das ist der Lebegeil Erlebnis Podcast mit Jan Stein.
Speaker: Hier hörst du spannende Interviews mit Gästen aus der Freizeit- und Erlebnisbranche.
Speaker: Wir sprechen über neue Attraktionen und Entwicklungen in der Freizeitindustrie und tauchen in die Themen Marketing und Business ein.
Speaker: Der Podcast für alle Freizeitanbieter und Erlebnisfreunde.
Speaker: Hi, hier ist Jan von Lebegal Media.
Speaker: Als Marketingagentur für die Freizeitbranche haben wir schon vielen Unternehmen geholfen, ihre Online-Präsenz zu optimieren und ihre Gäste komplett zu begeistern.
Speaker: Ob du eine neue Website benötigst, deine Google-Platzierung verbessern willst oder über Werbeanzeigen mehr Gäste erreichen möchtest, wir haben die perfekte Marketingstrategie für dich.
Speaker: Klingt interessant?
Speaker: Dann kannst du einfach einen Termin auf unserer Website unter lebegeil-media.com slash Termin vereinbaren und wir sind bereit für deine Fragen.
Speaker: Also lehn dich zurück und lass uns gemeinsam auf eine Reise voller Marketingabenteuer gehen.
Speaker: Hi Alexander, willkommen im Podcast.
Speaker: Wie geht's dir?
Speaker: Dankeschön, mir geht's super.
Speaker: Das freut mich.
Speaker: Ja, heute geht es ums Samurai Museum.
Speaker: Ich bin schon sehr, sehr gespannt.
Speaker: Erklär doch mal für alle, die noch nie im Samurai Museum waren, was erwartet mich dort und was kann ich erleben?
Speaker: Das Samurai Museum in Berlin ist etwas ganz Besonderes, weil es eine der weltweit größten Privatsammlungen zeigt, so ein Thema Samurai-Kultur, die Sammlung Peter Janssen oder Peter Janssen Collection.
Speaker: Und wir zeigen nicht nur rund 1000 Objekte in der Ausstellung, also historische Artefakte,
Speaker: sondern setzen das in Dialog mit moderner Medientechnologie bedeutet, dass man sehr viele interaktive Elemente hat in der Ausstellung, die einfach auch Spaß machen, durchzulaufen und sich anzusehen.
Speaker: Das heißt, die Artefakte sind dann nicht einfach nur ausgestellt in irgendeinem Schaukasten und man kann es sich kurz anschauen, sondern das wird dann wirklich auch interaktiv erklärt und ist so ein bisschen moderner als in anderen Museen.
Speaker: Ganz genau.
Speaker: Also wir haben schon klassische Vitrinen, weil unsere historischen Objekte auch geschützt werden müssen vor Feuchtigkeit.
Speaker: Und diese klimatischen Bedingungen müssen wir gewährleisten.
Speaker: Gleichzeitig haben wir aber unglaublich viele interaktive Installationen, wo man in Interaktion mit den Objekten treten kann.
Speaker: Also man kann zum Beispiel in Vitrinen die Objekte bewegen, man kann sehr viel lernen über die Geschichte der Objekte, kann auch sehr spielerisch mit den Objekten umgehen.
Speaker: Wir haben den Fuchs Kizune, der uns durch die ganze Ausstellung führt.
Speaker: Also am Anfang, beim Eingang wird man davon begrüßt.
Speaker: Es gibt auch eine Station, die oft von Kindern genutzt wird, wo man ihn zum Beispiel anmalen oder personalisieren kann.
Speaker: Und der begleitet dich durch die ganze Ausstellung durch, stellt dir Fragen, stellt Rätsel, erklärt dir Dinge.
Speaker: Und deswegen macht es bei uns sehr viel Spaß, durch das Museum zu laufen.
Speaker: Im Schnitt sind die Leute so zweieinhalb Stunden in der Ausstellung und sagen dann, wie schnell die Zeit vergangen ist, weil du eben sehr viele unterschiedliche Dinge erlebst bei uns.
Speaker: Ist das schon KI-gesteuert oder ist das anders umgesetzt?
Speaker: Also wenn du sagst, es werden Fragen gestellt an die Besucher oder Besucherinnen, kann der dann auch interagieren mit einem oder wie funktioniert das Ganze?
Speaker: Das ist eine sehr gute Frage.
Speaker: Wir waren gerade an der Kippe, wo die KI sozusagen groß geworden ist, sind aber auch ein bisschen daran gescheitert, damals bei der Museumserrichtung, weil einfach die Internetverbindung hier in Berlin so schlecht ist, dass so viele Leute gleichzeitig ins Netz gehen können.
Speaker: Nichtsdestotrotz bekommen wir jetzt ganz ganz bald, also spätestens nächstes Jahr, einen interaktiven Audioguide,
Speaker: der mit KI gesteuert ist und wo wir die Ersten sind in Deutschland, die den präsentieren und wo man dann auch Fragen stellen kann und interagieren kann und das wird dann von der KI beantwortet.
Speaker: Ah, cool.
Speaker: Du hast ja gesagt, ihr habt mehr als tausend echte Samurai-Artefakte.
Speaker: Wie kommt man denn da ran?
Speaker: Man kann ja jetzt nicht einfach irgendwo hingehen und sagen, ja, ich kaufe mal solche Artefakte, da braucht man ja wahrscheinlich schon irgendwie Connections.
Speaker: Ja, also wir zeigen 1.000 in der Ausstellung im Museum und in der Sammlung haben wir über 4.000.
Speaker: Und das Ganze hat begonnen, also das ist die Sammlung Peter Jansen und der hat vor über 40 Jahren mit einem Stück begonnen am Drödelmarkt in Berlin, am Flohmarkt.
Speaker: weil er unbedingt ein Objekt haben wollte, weil er so angefixt war von Japan.
Speaker: Und das war dann ein langsamer Prozess.
Speaker: Zuerst hat er das Schwert gekauft, eine Maske, einen Helm, eine Rüstung.
Speaker: Und dann erzählt er immer so, wo eine Rüstung ist.
Speaker: Da könnte noch eine zweite stehen.
Speaker: Und das ist immer größer und größer geworden und hat sich eben über die über 40 Jahre jetzt zu einer der weltweit größten Sammlungen entwickelt.
Speaker: Und die Objekte wurden eigentlich in der ganzen Welt gekauft.
Speaker: Und da gibt es von Auktionen, wo man teilnimmt, bis kleinere Privatsammlungen, die wieder aufgelöst werden, weil der Sammler oder die Sammlerin stirbt.
Speaker: Und wo man dann gefragt wird, ob man die kaufen möchte, bis zu Freunden, die einen aufmerksam machen, dass es Objekte zu erwerben gibt, ganz unterschiedliche Wege.
Speaker: Und wenn man dann so lange dranbleibt, dann ist das möglich, dass man so eine große Sammlung aufbaut.
Speaker: Und wie kam es dann genau zur Idee für das Museum?
Speaker: Also es gab vorher schon einen kleinen Vorläufer in Dahlem am Stadtrand von Berlin.
Speaker: Da gab es eine Art Schausammlung oder eine Studiensammlung, wo Objekte ausgestellt wurden in Vitrinen, aber wo man noch einzelne Tage geöffnet hatte und wo das alles sehr...
Speaker: provisorisch funktioniert hat oder rudimentär.
Speaker: Und Peter Janssen wollte dann einen Standort in Berlin miterrichten, weil er die Kunst und Kultur auch oder seine Begeisterung mit den Leuten teilen möchte und weil er gesehen hat, dass der Standort am Stadtrand von Berlin halt sehr schwierig ist.
Speaker: Man benötigt fast eine Stunde, bis man dorthin fährt vom Zentrum mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.
Speaker: Und deswegen hat er sich dann für den Museumsstandort in Mitte entschieden.
Speaker: Da wurde gleichzeitig mit diesen Überlegungen ein anderes Privatmuseum frei, also die Räumlichkeiten.
Speaker: Und dann hat man die Chance genutzt, um diesen Standort weiterzuentwickeln und das Museum zu bauen.
Speaker: Warum lohnt es sich jetzt für jemanden, der in Berlin vielleicht schon so die klassischen Museen gesehen hat, auch noch bei euch vorbeizuschauen?
Speaker: Also einerseits lehne ich mich da immer sehr weiter aus dem Fenster, aber wir sind sicher technologisch gesehen eins der fortschrittlichsten Museen und allein deswegen kann man sich das oder sollte man sich das Museum ansehen.
Speaker: Das andere ist, man hat immer so eine bestimmte Vorstellung von Samurai im Kopf, aber wir werden euch und sie total überraschen.
Speaker: weil wir von der T-Zeremonie über Trommel-Performance, über Yo-Kai, sind so Farbegeisterwesen, bis zu Ninja unterschiedlichste Themenbereiche haben, die alle Leute ansprechen in unterschiedlicher Weise und weil wir ein Museumserlebnis bieten, das man sonst nirgends sieht und
Speaker: Selbst Leute, die aus Japan kommen, sagen, das ist so ein tolles Museum, das kennen wir nicht immer in Japan.
Speaker: Und was für mich einer der wichtigsten Gründe ist,
Speaker: um andere Aspekte von, in diesem Fall Japan, zu lernen und sozusagen die Kultur, die auf der anderen Seite der Welt sich entwickelt hat.
Speaker: Wir sprechen davon fast tausend Jahre, kennenzulernen und von der japanischen Kultur zu lernen, um das für das eigene Leben auch anwenden zu können.
Speaker: Ja, ich war letztes Jahr auch in Japan und habe da so eine Tee-Zeremonie gemacht.
Speaker: Das war sehr, sehr interessant.
Speaker: Und dann natürlich auch das typische Samurai-Foto.
Speaker: Hat ja auch richtig schild.
Speaker: Aber ja, bei euch ist dann wahrscheinlich wirklich so, für Leute, die sich interessieren für Japan, aber die es vielleicht noch nie geschafft haben, nach Japan mal zu reisen, dass sie einfach mal so ein bisschen eintauchen können in die Kultur.
Speaker: Wobei wir ein ganz unterschiedliches Publikum haben.
Speaker: Also wir haben viele Leute aus dem Ausland, Touristen, Touristinnen, die nach Berlin kommen und was ganz Spezielles suchen.
Speaker: Wir haben aber auch unglaublich viele Familien da und das freut mich besonders, weil bei den Familien ist es so, dass die Kinder dann oft mit dem anderen Elternteil wieder ins Museum gehen wollen und dann mit den Großeltern zusammenkommen.
Speaker: Wir haben einige Kinder, die sind 15 bis zu 15 Mal bei uns im Museum, weil es so viel Spaß macht im Museum.
Speaker: Und das finde ich einen ganz großen Wert, weil ich selber Kinder habe und weiß, wie schwierig es manchmal ist, mit Kindern in Museen zu gehen.
Speaker: Und dass man da Begeisterung entfacht für eine fremde Kultur, die sie oft aber auch schon ein bisschen kennen mit diesem Ninja- und Samurai-Mythos.
Speaker: Das ist für mich ganz ein großes Lob, wenn Kinder begeistert das Museum verlassen.
Speaker: Gibt es irgendein Exponat oder eine Station, wo die Leute immer besonders lang stehen bleiben und sich das besonders genau anschauen?
Speaker: Wir haben das tatsächlich abgefragt über mehrere Wochen, fast Monate, weil wir wissen wollten, was ist sozusagen unser Highlight im Museum.
Speaker: Und das Interessante dabei und...
Speaker: gleichzeitig aus marketingtechnischen Gründen schwieriger ist, dass wir unterschiedlichste Stationen haben.
Speaker: Also von der Tee-Zeremonie ist ein großes Highlight, wo wir einmal im Monat auch eine Live-Tee-Zeremonie anbieten, bis zum Notheater.
Speaker: Wir haben ein originales Notheater hier.
Speaker: Notheater kommt aus dem japanischen, also wurde ursprünglich von den Samurais für die Samurais errichtet.
Speaker: Das haben japanische Handwerker hier in Berlin wieder aufgebaut.
Speaker: Da zeigen wir holographische Darstellungen von Nottheaterstücken und Taiko-Trommlern, die auch sehr beeindruckend sind.
Speaker: Das Yokai-Game ist bei jungen Leuten super.
Speaker: Also diese Fabel Geisterwesen kann man interaktiv erleben und erfahren, was da die Eigenschaften sind.
Speaker: Die Rüstungen, die Anzahl der Objekte, die Schwertklingen, die bei uns zu sehen sind und diese interaktiven Elemente im Museum, also dass man immer wieder was Neues entdeckt und ständig im positiven Sinne überrascht wird, weil man irgendeine Entdeckung gemacht hat.
Speaker: Das sind so die Eckpunkte gewesen aus unserer Umfrage.
Speaker: Was ist so jetzt deine Rolle im Museum?
Speaker: Was machst du so jeden Tag?
Speaker: Also ich bin der Museumsdirektor und bin eigentlich für alles zuständig.
Speaker: Und jeder Tag ist super spannend, weil jeden Tag ganz was anderes passiert.
Speaker: Das beginnt von, heute ist Stromausfall, heute funktioniert, keine Ahnung, der Ticketdrucker nicht, bis zu jemand wird krank.
Speaker: Wir haben eine Anfrage von anderen Museen, die
Speaker: in Europa, ob wir Sachen verleihen.
Speaker: Wir haben viele Anfragen von Veranstaltungen, wir planen viele Kooperationen mit unterschiedlichen Partnern, die in diesem japanischen Kontext unterwegs sind, von der japanischen Botschaft bis Kulturvereine, bis einzelne Künstlerinnen.
Speaker: Wir haben zeitgenössische Kunstausstellungen, wo wir mit unterschiedlichen Künstler, Künstlerinnen zusammenarbeiten.
Speaker: Und das ist immer ein bunter Tag und es macht jeden Tag Spaß, da im Museum zu sein.
Speaker: Das heißt, du bist da auch dann jeden Tag vor Ort?
Speaker: Ich bin zum Glück nicht jeden Tag vor Ort, das wäre ein bisschen krass.
Speaker: Ich habe auch ein sehr gutes Team, auf das ich mich verlassen kann.
Speaker: Wir sind mittlerweile teilweise auch schon von Beginn an da.
Speaker: Wir sind jetzt seit dreieinhalb Jahren am Start, die auch sehr viel wissen und selber erledigen können, die mich dann im Notfall anrufen oder wenn es irgendwie nicht mehr weiter wissen.
Speaker: Aber wir sind ein sehr gutes Team und es macht sehr viel Spaß, gemeinsam zu arbeiten.
Speaker: Seid ihr das ganze Jahr über gleichmäßig gut besucht oder gibt es auch bestimmte Zeiten, an denen vielleicht nicht so viel los ist?
Speaker: Wir haben 364 Tage geöffnet, also am 24.12. ist bei uns geschlossen, aber die Tage unterscheiden sich sehr wohl in den Ferien.
Speaker: Schulferien ist bei uns viel mehr los, weil eben viele Familien da sind und Wochenenden, Montage sind zum Beispiel besser wie Mittwoche, Donnerstage.
Speaker: Aber da haben die dann Veranstaltungen und haben nicht das übliche Museumspublikum, das die Ausstellung ansieht, sondern halt dann am Abend Events ganz unterschiedlicher Art, von Firmen bis Kulturvereine oder Konzerte.
Speaker: Kennst du schon die Freizeit-Marketing-Insights?
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Speaker: Und welchen Anteil machen ca.
Speaker: Touristen aus?
Speaker: Touristen sind ca....
Speaker: Ein Drittel bis über einem Drittel.
Speaker: Also wir haben sehr viele Berlin-Besucher tatsächlich, die begeistert sind vom Museum.
Speaker: Und tatsächlich wurde ja auch am Molkenmarkt der zentrale Platz von Berlin in der Nähe vom Roten Rathaus oder hinter dem Roten Hardhaus
Speaker: vor eineinhalb Jahren ein Samurai-Schwert bei einer Ausgrabung gefunden.
Speaker: Und deswegen kann ich mittlerweile auch guten Gewissens behaupten, die Samurai waren immer schon ein Teil der Stadtgeschichte von Berlin.
Speaker: Oder um Augen zu hinterher natürlich.
Speaker: Ich habe gesehen bei der Recherche, dass ihr eure Tickets auch über Get Your Guide verkauft.
Speaker: Da ist es ja so, dass die bieten sozusagen auch bei Google Ads auf eure Marke, wenn man jetzt Samurai Museum bei Google eingibt und nehmen dafür dann eine hohe Provision normalerweise.
Speaker: Also ich glaube, es sind so um die 20 Prozent.
Speaker: Lohnt sich das trotzdem dann für euch, da präsent zu sein auf Get Your Guide?
Speaker: Ja, aber wegen den Verknüpfungen.
Speaker: Also wir möchten möglichst breit sichtbar sein.
Speaker: Wenn man sich ein möglichst günstiges Ticket kaufen möchte, dann macht man das bei uns.
Speaker: Wir bieten auch Dynamic Pricing als eines der sehr wenigen Museen in Deutschland an.
Speaker: Das kennt man vom Flugzeug und von der Bahn.
Speaker: Je weiter entfernt der Termin ist, desto günstiger ist es.
Speaker: Und man kann sich dann ab 9 Euro ein Ticket kaufen und wenn man es im letzten Moment macht und am Sonntag um 14 Uhr kommt, dann könnte es sein, dass es 19 Euro kostet.
Speaker: Und habt ihr da ein bestimmtes Buchungssystem, mit dem ihr das abbilden könnt, mit dem Dynamic Pricing oder habt ihr das selber entwickelt, das System?
Speaker: Wir haben ein Buchungssystem aus Berlin, Attractix, das sehr innovativ Ticketing denkt und das eins der Projekte.
Speaker: Oder eigentlich das Einzige ist, was ich zumindest kenne, dass aus dem digitalen Raum in die Kassenlade hinein entwickelt wurde, bedeutet, dass ich auch alles, was irgendwie denkbar ist, anschließen kann und sozusagen mit allem bezahlen könnte, wenn ich das zulassen würde.
Speaker: Und was ein super großer Vorteil ist im Gegensatz zu den Kassensystemen, den üblichen, die aus der Kassenlade in den digitalen Raum entwickelt wurden und wo dann immer die Schnittstelle das große Problem ist, bin ich jetzt dort bei diesem System andocke nun nicht.
Speaker: Und wenn ich dann andocke, kostet es immer ganz viel Geld, um die Schnittstelle zu bauen.
Speaker: Und bei uns ist es umgekehrt.
Speaker: Wenn es irgendwas gibt, sind wir eigentlich mit unserem Kast-System schon den anderen Systemen weit voraus in unserer Entwicklung und können sofort die Verknüpfung herstellen und dann die Tickets darüber verkaufen.
Speaker: Ist es dann auch direkt an Get Your Guide angebunden, dass wenn jetzt irgendwie ein Tag ausgebucht ist, dass es dann dort auch geblockt wird?
Speaker: Oder...
Speaker: ist auch an Get Your Guide angebunden und andere Ticketverkaufsstellen, wobei unser Ziel, Entschuldigung, Get Your Guide, ist natürlich möglichst viele Tickets über unsere eigene Plattform zu verkaufen.
Speaker: Also es gibt unterschiedlichste Plattformen, circa 20, wo wir unsere Tickets verkaufen, aber das günstigste ist natürlich immer, wenn man es bei uns im Museum kauft.
Speaker: Ja,
Speaker: Und das ist uns natürlich auch wichtig, dass wir die Preishoheit haben und dass die Leute wissen, wenn sie bei uns kaufen, dass sie immer den besten Preis bekommen.
Speaker: Über Get Your Guide schafft ihr es wahrscheinlich schon auch eine hohe Sichtbarkeit zu erreichen.
Speaker: Wie schafft ihr das dann noch?
Speaker: Also in Berlin Mitte, da gibt es jetzt nicht nur ein Museum, sondern da gibt es ja sehr viel Angebot, auch an anderen Freizeitaktivitäten für Touristen und für Einheimische.
Speaker: Wie schafft ihr es denn trotzdem, da irgendwie sichtbar zu bleiben, relevant zu sein?
Speaker: Was setzt ihr da für Marketing-Tools ein, um euch da auch durchzusetzen?
Speaker: Ja, das ist in Berlin vor allem eine sehr spannende Frage.
Speaker: Wir sprechen hier von 175 Museen.
Speaker: Das heißt, wir befinden uns in einem unglaublichen Wettbewerb.
Speaker: Kann man nicht vergleichen mit anderen Städten, also vor allem nicht in Deutschland.
Speaker: Und deswegen ist es aus meiner Sicht unbedingt notwendig, sich von anderen...
Speaker: Museen auch abzusetzen im Sinne der Innovation oder dem Zugang, wobei ich andere Museen immer als Partner verstehe und nicht als Konkurrenten.
Speaker: Aber wir sind oder wir stellen auch den Anspruch und deswegen sind wir auch die Ersten, die diesen AI-unterstützten Audio-Guide auf den Markt bringen werden.
Speaker: dass wir immer ganz vorne sind mit den technischen Entwicklungen.
Speaker: Deswegen haben wir Dynamic Pricing und deswegen können wir das dann auch über Google und Social Media direkt vermarkten, was wir auch machen, um uns von den anderen abzuheben und nicht dann auch noch in den Plattformen sozusagen als 175.
Speaker: Museum aufzuscheinen.
Speaker: sondern um immer eigene Punkte zu haben, wo wir auch Zugriff haben und wo wir direkt das steuern können und wo wir direkt auch die ganzen Daten bekommen, was mir super wichtig ist.
Speaker: Wir sind sehr datengetrieben und lernen von unseren Besuchern, wann kaufen sie, wer kauft, was wird gekauft.
Speaker: Das können wir alles über unser Ticketsystem auslesen.
Speaker: und reagieren dann entsprechend darauf bezüglich Sprachen, bezüglich dem Angebot für die Kunstvermittlung zum Beispiel oder auch dem, was wir dann ausstellen.
Speaker: Und deswegen ist es super wichtig für mich eben, unabhängig von großen Plattformen zu sein und möglichst eigeninitiativ am technischen Puls der Zeit zu sein.
Speaker: Macht ihr viel auf TikTok und auf Instagram?
Speaker: Also macht ihr da regelmäßig Reels, Videos von euren Ausstellungen?
Speaker: Also wir machen sehr viel auf Instagram.
Speaker: Das hat sich im Moment als unsere erfolgreichste Plattform herausgestellt.
Speaker: Wir sind auf vielen Social-Media-Plattformen unterwegs.
Speaker: Auch TikTok ein bisschen, YouTube...
Speaker: Google vor allem und haben da unterschiedliche Strategien und Content, unterschiedlichen Content, den wir dort ausspielen und sind auch immer auf der Suche oder sehen uns an, was so Neues passiert, um dann das auch abzubilden.
Speaker: Gibt es da eine Person bei euch im Team, die jetzt für das zuständig ist, also die Content macht?
Speaker: Es gibt eine eigene Person, die nur Content Marketing macht, weil wir im ProArt Museum sind und uns wichtig ist, dass Leute zu uns kommen und Spaß haben und dass wir aber auch sichtbar sind und es ist unbedingt notwendig, dass das eine eigene Person macht.
Speaker: Wie sieht es aus mit Google Ads zum Beispiel?
Speaker: Habt ihr das auch in-house abgebildet?
Speaker: Nein, das macht eine extra Person und auch eine eigene Person, die nur dafür zuständig ist und die sich um Google Ads kümmert, weil das natürlich ein wichtiger Baustein ist, wenn ich auf der Suche bin nach einem Museum in Berlin, was scheint dann da auf?
Speaker: Und wenn man da vorne mit dabei ist, dann ist natürlich die Wahrscheinlichkeit, dass man besucht wird, ja auch wesentlich höher.
Speaker: Und was auch toll ist, dass wir eine unglaublich schöne Rückmeldung haben auf Google.
Speaker: Also da stehen wir in der Zeit oder seit Anfang an eigentlich bei 4,8 mit mittlerweile über 3000 Gewertungen.
Speaker: Das ist natürlich schon eine schöne Auszeichnung von unseren Gästen, die begeistert das Museum verlassen.
Speaker: Wie schafft ihr das, dass die Gäste dort dann auch eine Bewertung hinterlassen, weil oft ist man ja irgendwie faul und hat keine Lust, da jetzt irgendwas zu schreiben.
Speaker: Schickt ihr eine E-Mail raus am Ende oder gibt es irgendeinen Incentive für die Bildsuche, dass sie da was eintragen können?
Speaker: Das ist zum Beispiel ein Vorteil von unserem Ticketing, dass wir, wenn die Gäste das Museum verlassen, scannen sie sich mit dem Ticket wieder aus.
Speaker: Dann wissen wir, wie lange die Gäste im Museum waren und gleichzeitig bekommen sie dann per E-Mail eine Einladung, uns zu bewerten.
Speaker: Okay.
Speaker: Und können das auf unterschiedlichen Plattformen machen und dann haben wir die direkte Rückmeldung von unseren BesucherInnen.
Speaker: Wie groß ist denn so der Anteil jetzt von Online-Buchungen versus Tageskasse?
Speaker: Also wir haben sicher weit über die Hälfte an Online-Buchungen.
Speaker: Wir haben viel auch in der Tageskasse, weil die Leute irgendwie sehr kurz entschlossen sind.
Speaker: Also weit über die Hälfte würde ich, habe ich jetzt gerade nicht...
Speaker: Vor mir aber ist ein sehr großer Anteil, weil wir da auch sehr viel investieren und uns das auch wichtig ist.
Speaker: Und das auch ein großer Vorteil ist, weil ich dann das Ticket direkt am Handy habe und mit dem Handy ins Museum gehe, zum Ticketschranken gehe und direkt rein ins Museum kann.
Speaker: Außer ich habe eine Ermäßigung, dann muss ich das vorher an der Kasse kurz klären, aber habe mein Ticket schon am Smartphone und kann dann schon losstarten.
Speaker: Habt ihr auch einen gut sichtbaren Standort?
Speaker: Also wenn ich jetzt als Tourist in Berlin unterwegs bin und da rumlaufe, dass ich dann euch auch sehe und so auf euch aufmerksam werde?
Speaker: Wir sind in der Auguststraße.
Speaker: Das ist nach der...
Speaker: fällt mir jetzt gerade nicht ein, in Charlottenburg die zweitwichtigste oder parallel Galerienstraße und da ist sehr viel Kunstkulturpublikum unterwegs.
Speaker: Wir sind ganz in der Nähe von der Museumsinsel.
Speaker: Wir sind jetzt nicht direkt an der Museumsinsel, aber man findet uns sehr leicht.
Speaker: Museumsinsel Alexanderplatz, Hackischer Markt, sind wir dann in der Auguststraße.
Speaker: Kommt für euch in Frage einen weiteren Standort zu öffnen, weil du hast ja gesagt, ihr habt irgendwie jetzt einige Artefakte auch, die jetzt nicht ausgestellt werden.
Speaker: Wäre es da nicht naheliegend, auch noch irgendwie jetzt in eine andere große Stadt in Europa zu gehen oder sagt ihr Berlin soll das einzige sein?
Speaker: Theoretisch wäre es möglich, auf jeden Fall ein anderes Museum zu machen.
Speaker: Da müsste man sich überlegen, welche Stadt da spannend ist.
Speaker: Interessant ist, Berlin ist für uns einfach ein toller Standort, weil es eine super internationale Stadt ist, auch mit den Bewohnerinnen und im Moment sind wir sehr glücklich hier.
Speaker: Ja, vielleicht so Amsterdam, London, Paris.
Speaker: London wäre interessant natürlich, weil es auch außerhalb der Europäischen Union ist mittlerweile, leider.
Speaker: Aber man kann da auch größer denken, dass man irgendwie international, also von Südamerika, Nordamerika, gibt es hier viele Möglichkeiten, was zu machen.
Speaker: Ja, wie wäre es denn mit Mexiko-Stadt?
Speaker: Da bin ich sofort dabei.
Speaker: Da werden wir gleich mit den Planungen beginnen.
Speaker: Sehr gut.
Speaker: Ich helfe dir.
Speaker: Tatsächlich hatten wir schon eine Anfrage von einem Sammler aus Südamerika, der uns Objektenloh angeboten hat, das leider letztendlich nichts geworden ist.
Speaker: Aber diese Samurai-Artefakte sind auf der ganzen Welt unterwegs.
Speaker: Also die Mexikaner sind auf jeden Fall sehr, sehr interessiert an Japan.
Speaker: Also es gibt viele hier, die ich kenne, die waren schon mal in Japan und dann waren sie aber nicht nur einmal da, sondern drei, vier Mal, um sich das einfach immer wieder anzuschauen.
Speaker: Und vor allem die Gastronomie hier, das ist unfassbar, wie viele japanische Restaurants hier in der Stadt gibt.
Speaker: Also es ist schon sehr präsent, die japanische Kultur in Mexiko.
Speaker: Das klingt doch gut, dann lass uns einen Plan machen.
Speaker: Sehr gut.
Speaker: Was ist denn in nächster Zeit bei euch geplant?
Speaker: Gibt es irgendwelche Neuerungen?
Speaker: Also du hast schon gesagt, das mit dem KI-Audio-Guide ist jetzt wahrscheinlich erst mal das nächste große Projekt.
Speaker: Gibt es sonst noch irgendwas, was ansteht?
Speaker: Wir haben einige Veranstaltungen, die jetzt anstehen, Kooperationen mit Theatern.
Speaker: Heute hatte ich gerade ein Gespräch mit jemandem, der mit der Philharmonie in Berlin Projekte macht und da werden wir eine Kooperation machen.
Speaker: Mit Schulen machen wir einiges.
Speaker: Es gibt so einen Kongress von den Schulreisen, der bei uns jetzt stattfinden wird.
Speaker: Wir sind viel im Moment auch auf so Manga-Anime-Messen unterwegs in Deutschland.
Speaker: Auch eine super spannende Community, die sehr Japan gezogen ist und wo wir die historische Wurzel sozusagen zeigen oder ausstellen.
Speaker: Und da gibt es viele spannende Projekte, die da
Speaker: kommen.
Speaker: Aber das nächste große ist eben diese, wie du gesagt hast, der Audio-Guide, wo ich mich schon sehr darauf freue, weil man den in 20 Sprachen dann abrufen kann.
Speaker: Und es ist eine Web-App.
Speaker: Das bedeutet, ich muss nichts runterladen, kann einfach den QR-Code scannen und kann dann interagieren mit den Texten und Objekten, die ich im Museum habe.
Speaker: Und da bin ich schon sehr gespannt.
Speaker: Welche Museen würdest du denn noch empfehlen?
Speaker: Was sind so deine Highlights?
Speaker: Du meinst in Berlin oder in Europa?
Speaker: Gerne in Berlin oder wenn du in Europa auch noch was hast, vielleicht, oder international.
Speaker: Mein absolutes Lieblingsmuseum ist der Prado in Madrid.
Speaker: Das ist eines meiner Highlights überhaupt.
Speaker: Da muss ich jedes Mal hingehen, wenn ich in der Stadt bin.
Speaker: In Berlin gibt es viele spannende Museen.
Speaker: Das Spionagemuseum zum Beispiel, ein privates Museum.
Speaker: Ein Museum, das mir persönlich sehr am Herzen liegt, ist auch das alte Museum.
Speaker: Auf der Museumsinsel, das ein bisschen stiefmütterlich behandelt wird aus meiner Sicht.
Speaker: Da steht der Umbau erst bevor.
Speaker: Aber wir haben eine vielfältige Museumslandschaft.
Speaker: Der Hamburger Bahnhof ist super spannend mit zeitgenössischer Kunst.
Speaker: Auch eine große Empfehlung in Berlin.
Speaker: Und international gibt es einfach wirklich viele tolle Museen.
Speaker: Und ich möchte alle Leute einladen.
Speaker: Es gibt keinen besseren Ort als ein Museum, um über die Menschen und über die Geschichte und Werte zu lernen.
Speaker: Und jeder Museumsbesuch ist immer ein Gewinn, egal wie gut das Museum ist.
Speaker: Das ist ein sehr, sehr schönes Schlusswort.
Speaker: Wir hatten auch vor ein paar Folgen den Robert Rückel zu Gast vom Spielnage-Museum und Deutschlandmuseum.
Speaker: Also auch eine sehr, sehr spannende Folge.
Speaker: Wenn ihr da noch nicht reingehört habt, unbedingt reinhören.
Speaker: Ich verlinke natürlich auch alles, alle Infos in den Shownotes unter lebegeil-media.com slash podcast.
Speaker: Und dann sage ich vielen herzlichen Dank, Alexander, dass du dabei warst und uns mal dein Museum vorgestellt hast.
Speaker: Bis bald und viel Spaß noch.
Speaker: Danke dir, mach's gut.
Speaker: Ciao.
Speaker: Ciao.
Speaker: Das war der Lebegeil Erlebnispodcast.
Speaker: Bist du Freizeitanbieter und möchtest mehr Buchungen für deine Freizeitaktivität erzielen, dann suche dir einen Termin für ein kostenloses Kennenlerngespräch auf lebegeil-media.com slash Terminaus.
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