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#38 - Wie Build.One den Markt für Business Apps umkrempelt und Deutschlands bekanntesten Tech-Investor an Board holt  - mit Mike Liewehr image

#38 - Wie Build.One den Markt für Business Apps umkrempelt und Deutschlands bekanntesten Tech-Investor an Board holt - mit Mike Liewehr

S1 E38 · VisualMakers
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220 Plays4 years ago

❌ "Nie mehr Legacy!"❌

Unter diesem Motto ist Build.one entstanden, der Webapp Builder, der NoCode, LowCode und Code verbindet - und alles anders macht als herkömmliche visuelle Webapp-Builder.

Unser Jahr startet direkt mit einem Highlight - Wir hatten nämlich die Ehre mit Mike Liewehr, Gründer und CEO von Build.one zu sprechen - und ehrlich gesagt, war die Stunde viel zu schnell vorbei bei so vielen Themen:

👉 warum die Tech hinter Build.one der absolute Gamechanger in der Softwareentwicklung ist

👉 wie Mike mit 20 ins Unternehmertum gestartet ist und kurz danach seine Ausbildungsfirma gekauft hat

👉 warum Freigeist trotz einem völlig misslungenen Pitch in Build.one investiert hat und wie die Zusammenarbeit mit Frank Thelen, Christian Reber und Co. läuft

Alle Links aus der Folge:

Build.one - https://build.one/

Mike Liewehr Linkedin - https://www.linkedin.com/in/mike-liewehr-7479a054/

Diese Episode ist gesponsort von build.one.


Tritt unserer kostenlosen NoCode Community bei: https://bit.ly/3iLTpZW

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Transcript

Einführung in Build One und Sponsoring

00:00:00
Speaker
Es ist tatsächlich so, also Build One, man kann eigentlich fast alles damit bauen, das macht es aber eben im Erklären nicht unbedingt einfacher. Vielleicht ein ganz kleiner Hinweis noch, Build One selbst wurde mit Build One gebaut.
00:00:23
Speaker
An dieser Stelle noch kurz ein Hinweis, und zwar ist diese Folge gesponsert von Build One, einer Software, mit der sich komplexe Business-Applikationen erstellen lassen und zwar ohne eine Zeile Code schreiben zu müssen.

Vorstellung der Visual Makers Podcast Hosts und Gast Mike Lever

00:00:40
Speaker
Herzlich willkommen zum Visual Makers Podcast. Ich bin Lilith und ich bin Alex und wir unterhalten uns jede Woche rund um das Thema No-Code.
00:00:48
Speaker
Hey und herzlich willkommen zur ersten Podcast-Folge im Jahr 2022. Wir hoffen, ihr seid gut ins Neujahr gestartet und wir haben heute die Ehre, direkt mit einem spannenden Gast die neue Podcast-Saison sozusagen zu eröffnen. Und zwar haben wir heute Mike Lever, den Gründer und CEO von BildOne, bei uns im Gespräch. BildOne ist eine Cloud-Lösung für das Erstellen von Business-Applikationen. Darüber werden wir auf jeden Fall gleich noch ein bisschen mehr hören. Aber erstmal, Mike, schön, dass du heute dabei bist.
00:01:16
Speaker
Ja, vielen Dank für die Einladung. Freut mich auch sehr. Sehr

Mikes Hintergrund und Gründung von Build One

00:01:20
Speaker
cool. Magst du dich als erstes mal so ein bisschen vorstellen? Was hast du so bisher gemacht und wie bist du dazu gekommen, dein eigenes Unternehmen zu gründen? Ja, klar. Ja, so Mike Lever. Wie gesagt, bin 50 Jahre alt und Gründer CEO von Build One und hab begonnen. Also Build One wurde gegründet 2014, glaube ich, wenn ich mich richtig erinnere. Damals noch unter dem Namen Akyoma.
00:01:44
Speaker
wurde dann im Zuge des Investments von Freigeist umbenannt in Build One. Und der hat, wie gesagt, gegründet, aber schon 2014. Meine Wurzeln in dem Bereich gehen eigentlich noch weiter zurück. Meine allererste Firma habe ich 2006 verkauft an die Firma Pro Alpha. Das war ein ERP-Hersteller. Deutschland, Österreich, Schweiz hatten wir Kunden im ERP-Umfeld.
00:02:11
Speaker
haben dann irgendwann die oder ich habe dann die Firma verkauft, weil wir das ganze ERP komplett neu hätten entwickeln müssen. War von der Funktionalität extrem gut, aber einfach von der Technologie, von der Architektur und Oberfläche nicht mehr ganz up to date. Dann habe ich mich entschlossen, das Ganze zu verkaufen, habe mir dann meine kleine Auszeit gegönnt, in der Zeit eine Firma für Luftbilder per Flugdrohne noch gegründet und dann
00:02:39
Speaker
Irgendwann, also ich hatte damals das ERP mit Kunden, mit Mitarbeitern, alles verkauft, aber wir hatten so was ganz Neues angefangen zu entwickeln und die Software habe ich behalten und daraus wurde dann letztendlich über Acuoma und BuildOne dann diese Low-Code, No-Code-Plattform, die heute BuildOne ist. Okay,

Mikes Unternehmerreise und die Entstehung von Build One

00:02:59
Speaker
spannend. Das heißt, du bist eigentlich seit jeher Software-Entwickler und hast die Lösung dann auch immer selbst oder auch mitentwickelt?
00:03:05
Speaker
Genau, ich kann sonst nichts außer Software. Ich habe früh angefangen, habe mich mit 20 selbstständig gemacht und seitdem immer Software mit dem kleinen Ausflug in die Luftbilder.
00:03:22
Speaker
Ja, spannend. Ein Vollblutunternehmer sozusagen. Sozusagen, ja. Ja, spannend. Und vor allen Dingen auch schon seit frühem Alter dann, ne? Also, wie kam das damals mit 20 und Selbstständigkeit? Das ist ja doch wirklich früh. Ja, also ich wusste es immer, dass ich mich selbstständig machen will. Während der Ausbildung schon, mit 15, habe ich das meiner Chefin damals mal gesagt. Ja, es ging es irgendwie drum. Ich sagte sie irgendwann mal, ja, wenn du mal 25 bist oder so, dann
00:03:51
Speaker
Es ging es, glaube ich, ums Gehalt oder so. Dann verdienst du vielleicht auch so und so viel. Und da habe ich ihr damals gesagt, nee, nee, da bin ich schon lange selbstständig und habe eine eigene Firma. Und so kam es dann auch. Und ja, der Weg in die Selbstständigkeit war vielleicht ein bisschen speziell bei mir. Der ist sicherlich nicht der übliche Weg. Ich habe mich mit meinem damaligen Chef nicht verstanden. Da gab es immer einige Diskussionen und das
00:04:20
Speaker
Gipfelte dann in einer Besprechung, wo er meinte, es geht ihm auf die Nerven, dass ich im anderen Meinung bin. Und er sagte dann, so talentiert sind sie auch wieder nicht, Herr Lever. Ich habe dann gesagt, dass er es nicht beurteilen kann, weil ihm Talent nicht mal auffallen wird, wenn es ihn in der Hintern beißt. Und dann war ich selbstständig. Und ja, war dann, habe als Freiberufler gearbeitet.
00:04:46
Speaker
Hab dann aber diese Firma irgendwann gekauft und meinen früheren Chef rausgeschmissen. Und das war dann das Start eigentlich von dem Ganzen. Genial. Wow. Ist nicht der klassische Weg, aber so lief es halt bei mir. Wahnsinn. Und was hast du dann in deinem ersten eigenen Unternehmen gemacht? Was war der Inhalt deiner Selbstständigkeit?
00:05:11
Speaker
Also zuerst, als ich mich, ich sage es mal eher spontan selbstständig gemacht habe und da war ich Freiberufler und habe dann einfach als Softwareentwickler. Ich habe damals ganz am Anfang da kamen Windows, grafische Oberflächen kamen da gerade so auf und da war ich so ganz am Anfang schon dabei und hatte da dann so ein bisschen Know-how Vorsprung und habe dann einfach
00:05:40
Speaker
rumdefoniert, der nachdem ich da sehr kurzfristig selbstständig war und einen angefragt und habe dann einfach als Freelancer gearbeitet. Das lief dann extrem gut, eigentlich vom Tag eins eigentlich. Und ich hatte dann auch wirklich gute Kunden mit Tengelmann oder Bundeswirtschaftsamt und so. Und dann sind das so entwickelt. Und dann irgendwann habe ich gesagt, ich möchte eine richtige Firma haben, nicht nur Freiberufler sein.

Fähigkeiten und Vorteile von Build One

00:06:07
Speaker
Und dann über ein paar Umwege hat sich es dann ergeben, die
00:06:11
Speaker
frühere Firma, für die ich zwischenzeitlich wieder tätig war, die dann zu kaufen und wie gesagt, als Chef raus und dann nur da eben ERP-Software entwickelt und das Ganze war dann die Grundlage für das, was heute eigentlich dann Build One ist. Wahnsinn. Um dann da mal drauf zu kommen, wie kam die Idee zu Build One und was ist Build One eigentlich?
00:06:40
Speaker
Ja, also Bild 1. Was ist Bild 1? Das ist eine No-Code-Low-Code-Plattform, wie ich heute weiß. Als ich angefangen habe, das zu entwickeln, wusste ich das noch nicht. Da habe ich nur so gewisse Ideen, die man heute eben Low-Code-No-Code nennt.
00:06:54
Speaker
Und es ist eine Loco-Noco-Plattform speziell für, wir sagen, Enterprise Business Applications. Damit macht man nicht irgendeine Website oder so, sondern es ist wirklich von Grund auf darauf ausgelegt, dass man komplexe Business-Applikationen damit bauen kann. Also wirklich von einem Healthcare-Applikation über CRM bis hin zu einem kompletten ERP-System. Bei der Entwicklung war das immer so, das geflügelte Wort war immer,
00:07:24
Speaker
Damit muss man das nächste SAP bauen können. Das war nur eine Idee. Und Besonderheit ist eigentlich, dass wir No-Code, Low-Code und Professional-Code, also normales Codieren, in einer Plattform verbinden. Genau, Low-Code und No-Code haben ja auch so den Zweck, das mehr Leuten einfach zugänglich zu machen, Softwareentwicklung mehr Leuten zugänglich zu machen. Welche Vorkenntnisse muss man dann mitbringen, um BildOne bedienen zu können?
00:07:52
Speaker
Im Moment adressieren wir schon überwiegend die professionellen Entwickler und zum einen empowern wir die, indem sie einfach wesentlich produktiver, effektiver werden, wobei wir auch
00:08:08
Speaker
für viele oder in vielen Projekten wird das ganze Durchbild wann überhaupt erst möglich. Wir haben Projekte, wo Entwickler bestehende Software entwickelt haben, Windows, GUI-Applikation, kleinen Server, wo dann auch die Skills, das Know-how von einer Web-Applikation gar nicht da sind, wo wir dann
00:08:30
Speaker
es ermöglichen, dass die gleichen Entwickler eine Web-Applikation bauen, eine Cloud-Applikation, ohne dass sie sich jetzt groß mit JavaScript, TypeScript, HTML und ähnlichem auseinandersetzen müssen. Da ist es so, sehr großen Kunden in der Schweiz, oder die Schweiz, also sieben Schweizer Kantone, die ihre Lösung für den Healthcare-Bereich neu entwickelt haben mit Build One. Und da haben wir das,
00:08:58
Speaker
gleichen Entwickler gemacht, die auch die alte, in Anführungszeichen, Windows-Applikationen gebaut haben.

Integration und Modernisierung mit Build One

00:09:05
Speaker
Das heißt, die konzentrieren sich auf den Backend-Teil, die Business-Logik und den ganzen UI-Teil und das Ganze, was ich eben brauche, um eine richtige Business-Web-Applikation zu bauen, das kommt dann von BuildOne. Und gibt es da so beliebte Use-Cases wie zum Beispiel ein ERP-System oder irgendwie sowas, du hast gerade schon mal so ein paar Sachen angesprochen, aber gibt es da sowas, was ihr regelmäßig seht?
00:09:29
Speaker
Ja, also was, wo wir viel mit zu tun haben, ist ersetzen oder modernisieren von Legacy-Applikationen. Das ist so ein Bereich und das geht, wie gesagt, bis zu kompletten ERP-Systemen. Wir haben eigentlich zwei Hauptkundengruppen. Das eine sind Direct-Customer, also die wirklich für sich selber eine Lösung neu bauen.
00:09:52
Speaker
Oder eine bestehende Lösung ersetzen, eine Legacy-Applikation. Oder etwas dazubauen, also vielleicht einen ERP-System, einen SAP oder so was haben. Und dann mit Bildwohnen eine Lösung dazubauen, eine CRM-Applikation oder wir haben jetzt einen Kunden, die bauen an ihr bestehendes ERP, mit Bildwohnen eine Wartungslösung dazu, so eine Wartungslösung für Anlagen.
00:10:18
Speaker
Und das ist der eine Bereich. Und der andere Bereich, und ich glaube, das ist ein bisschen speziell vielleicht von einer Low-Code-Plattform, sind dann wirklich ISVs, also Softwarehersteller, die dann mit BuildOne ihre Software neu entwickeln oder modernisieren und die dann wiederum vertreiben. Damals zum Beispiel ein ERP-Anbieter aus der Schweiz, die haben einen ERP für die Textilindustrie gebaut.
00:10:42
Speaker
Auch Windows, so wie man das kennt, so klassische Windows-Applikationen und die entwickeln das jetzt neu mit Build1 und wird dann eben ein komplettes ERP-System wieder für die Textilindustrie. Okay, spannend. Wow, okay.
00:11:01
Speaker
BildOne hat ja sogar eine ganz besondere Spezialität, und zwar werden die Anwendungen, die mit BildOne gebaut werden, ja nicht in Code übersetzt, wie man das von normalen No- und Low-Code-Lösungen kennt, wie zum Beispiel Bubble oder Webflow. Man hat zwar eine grafische Oberfläche, mit der man dann Applikationen baut, und letztendlich wird das im Hintergrund in Code übersetzt und dann in AWS zum Beispiel gehostet. Wie ist das, bei euch nennt sich das Blueprint-Technologie, wie genau funktioniert das, wie muss man sich das vorstellen?
00:11:28
Speaker
Ja, das ist tatsächlich gleich bei uns, funktioniert bei uns ganz anders. Und es funktioniert so, also wenn wir es vom Endergebnis her sehen, im Browser läuft die Build One Rendering Engine, so nennen wir das.
00:11:43
Speaker
läuft ein Stück Software im Browser von uns, das diese Blueprints, also diese, man kann sagen, Bauanleitungen interpretiert. Das heißt, wenn man das vergleicht mit irgendeinem Outsystems oder Mendix oder was auch immer, dann sieht es auf der ersten Blick gleich aus, wir haben grafische Designer, wir haben irgendwelche Tools, mit denen man Screens baut und Forms baut, die dann miteinander verbindet, Menus baut und so weiter.
00:12:11
Speaker
Nur wenn man das dann speichert bei uns, dann speichern wir bei uns in unserem sogenannten Repository, also letztendlich in einer Datenbank, speichern wir quasi die Bauanleitung für diesen Screen. Das heißt, und das nennen wir eben Blueprint. Das heißt, man kann sich es vielleicht so vorstellen wie Lego. Das kennt ja jeder Lego, tausend verschiedene Steine und dann
00:12:36
Speaker
kriegt man eine Anleitung und mit der Anleitung und den ganzen Steinen dazu baut man dann das fertige Modell. Und bei uns ist eben so, dass wir mit der Rendering Engine noch was haben im Browser, dass diese Anleitung, die man mit Hilfe unserer Tools erstellt, auch automatisch dann baut sozusagen. Ja eigentlich also
00:12:57
Speaker
Ja, so drei Bereiche, unsere ganze Plattform mit dem ganzen Tooling, mit dem ich arbeite, meine Screensbau, dann das Repository, wo diese ganzen Sachen in Form von diesen Blueprints oder Bauanleitungen abgelegt werden und dann die Rendering Engine im Browser, die dann diese Bauanleitungen halt
00:13:14
Speaker
Das heißt, in dem Moment entsteht dann auch erst HTML oder ähnliches. Muss ich mir das dann so vorstellen, dass ich quasi wie ein Plugin dann im Browser habe, was dann, also diese Engine, ist die schon, muss ich die irgendwie installieren oder? Nein, das ist ganz normal, reines JavaScript, TypeScript, HTML und so weiter. Es gibt keine Plugins, dass ich da installieren muss. Läuft überall, läuft auf dem iPad, läuft in jedem handelsüblichen Browser. Okay, spannend.
00:13:44
Speaker
Okay, und das ist ja wahrscheinlich auch schon ein Alleinstellungsmerkmal, oder? Ich kenne dir andere Anbieter, die das genauso machen? Nee, also ich kenne keinen, war auch lange Jahre, haben auch alle gesagt, das ist eigentlich Schwachsinn oder das kann nie funktionieren, wird nie funktionieren. Und ich kenne niemanden, der das genauso macht. War auch ein langer Weg dahin.
00:14:09
Speaker
Die erste Version davon, die gab es wirklich schon vor über zehn Jahren. Da war es dann noch so, dass es so ein ganz einfacher Screen mit vielleicht fünf Feldern oder so, der hat dann so 30 Sekunden gedauert, bis er dann tatsächlich erschien. Und dann haben auch alle gesagt, schmeißt das weg, das bringt ja nichts. Und ich war mir halt immer sicher, ich habe gesagt, nee, das Prinzip, die Architektur, die macht es aus. Geschwindigkeit kriegt man immer irgendwo hin.
00:14:40
Speaker
Ist es ein Screen oder eine Applikation mit BildOne, ist es definitiv schneller als der andere Weg inzwischen. Was war so der Hintergedanke zu Beginn, diesen Weg zu gehen, statt den herkömmlichen, wie das andere Anbieter machen? Der Hintergedanke war das, was ich ganz zu Anfang gesagt habe, dass ich irgendwann meine Firma eben verkauft habe aus dem Grunde, dass wir
00:15:03
Speaker
wir hätten das komplett neu bauen müssen. Meine Firma hatte damals 25 Mitarbeiter, waren wir damals, also schon relativ klein. Und das war einfach, ich hab lange überlegt und dachte, nee, das machen wir nicht. Und wir waren aber damals wirklich, damals noch gegen SAP öfters mal, aber auch gegen ProAlpha und diese damals aktuellen ERP-Systeme. Und wir hatten da immer gute Chancen, also funktionell oder funktional waren wir wirklich stark.
00:15:32
Speaker
Aber halt Architektur, UI irgendwann nicht mehr. Und ich wollte nie mehr eben in diese Situation kommen, dass ich sage, ich muss das alles wegschmeißen und neu machen, obwohl der ganze Kern, die ganze Funktionalität da drin, die ganze ERP-Funktionalität und Buchhaltung und was da alles drin war, eigentlich noch gut ist. Und das war die Motivation. Und dann haben wir uns einfach viele Sachen angeguckt. Es gab aber nichts, das so in der Art funktioniert hat.
00:16:02
Speaker
Die Idee war einfach nie mehr Legacy. Also ich wollte einfach nicht mehr in die Situation kommen. Und dann habe ich das eben selber entwickelt und über die ganzen Jahre dann verfeinert und irgendwann hat es dann auch mal funktioniert. Du hast eben schon leicht die Vorteile angerissen, die diese Bauweise quasi hat. Kannst du noch mal aufzählen, was der Vorteil gegenüber der herkömmlichen Bauweise von NoCoTools ist?
00:16:31
Speaker
Ja, also der Hauptvorteil aus meiner Sicht ist wirklich das Thema Zukunftssicherheit. Ein Beispiel vielleicht ist der Schweizer Kunde oder Schweizer Staat. Die haben mit einer sehr frühen Version von Bildwarn angefangen. Also sagt man bei Schweizer so konservativ und dann noch der Staat, aber die waren wirklich mutig, muss man sagen. Die haben das sehr früh angefangen.
00:16:57
Speaker
sind auch dafür belohnt worden, denke ich. Und in dieser frühen Version, da waren die Screens, die man mit BildOne gebaut hat, noch nicht responsive. Da in unserem Designer haben die ganzen Eingabefelder und so, die konnten man ziehen, bestimmte Größe, und die Größe hatten sie dann auch, wenn das Ganze im Browser lief. Und dann haben wir irgendwann, schon zwei Jahre her jetzt, eine responsive Version rausgebracht.
00:17:23
Speaker
Und dadurch, dass dies ja nur in Einführungszeichen Bauanleitungen sind, konnten wir mit einem Update, oder die mit einem Update, wurden alle deren bestehende Screens responsive. Und die Rendering Engine hat dann das eben, die neue Version unserer Rendering Engine hat eben alles responsive gerendert, anhand der Daten aus der Bauanleitung. Und technisch funktioniert das über CSS Grid. Ich denke, das ist so da,
00:17:52
Speaker
State of the Art im Moment, wenn man schöne responsive Masken machen will. Aber ich sage immer, wenn ich in drei Jahren oder so mit irgendeinem Web-Experten

Zielgruppe und Marktstrategie von Build One

00:18:03
Speaker
oder Web-Designer spreche und irgendwie was zum Thema responsive sage und CSS Grid erwähne, dann bin ich mir sehr sicher, dann werden die sagen, oh mein Gott, CSS Grid, das ist ja so 2022 oder so.
00:18:17
Speaker
Und mit unserer Technologie müssen wir nur die Rendering Engine halt anpassen. Für was auch immer in drei Jahren aktuell ist, die ganzen Bauanleitungen oder eben Applikationen unserer Kunden, die können gleich bleiben. Und irgendwann wird es auch mal eine Rendering Engine geben von BildOne, die das Ganze in eine VR-Brille rendert oder sonst wohin. Aber es ist immer unabhängig von der Bauanleitung. Das ist die Idee dahinter.
00:18:45
Speaker
Anderer Vorteil ist natürlich, dass wir extrem flexibel sind. Ich denke, für so eine Business-Applikation ist Anpassungsfähigkeit einer der Kernfeatures. Jeder will sein ERP-System, um bei dem Beispiel zu bleiben oder sein CAM oder was auch immer. Jeder Endkunde will das anpassen. Hier fällt weg, da was dazu, das soll anders aussehen. Und bei uns
00:19:11
Speaker
können wir das nicht sehr leicht machen, weil wir es ja ohnehin erst in dem Moment erzeugen, wo die Maske aufgerufen wird. Und wir haben eine Rules Engine zum Beispiel eingebaut, wo ich wirklich Regeln definieren kann und die Regeln kann ich auch anwenden auf, ich kann auch sagen, als Beispiel, diese drei Felder, die sollen nur erscheinen, wenn der Kunde, keine Ahnung, in München sitzt und das zwischen
00:19:32
Speaker
22 und 23 Uhr ist. Das wäre bei uns eben machbar. Also super cool, dass das dann bei euch alles zentral gemanagt ist, sag ich mal, so Diversionierung und genau die Kunden haben eigentlich gar nichts damit zu tun, damit sie ihre Applikation auf dem aktuellsten Stand halten und so weiter. Das habt ihr dann alles in der Hand.
00:19:50
Speaker
Genau, Versionierung, all diese Dinge sind mit drin in der Plattform. Ich meine, wir machen nicht alles selbst, also wir haben da in der Plattform eine Oberfläche dafür, aber unter der Haube inzwischen funktioniert das mit Git. Früher hatten wir mal unser eigenes Source Code Management und Versionierung, aber ich denke heute, die Schlacht ist entschieden, denke ich. Heute verwenden wir auch Git und
00:20:15
Speaker
Das ist dann auch wieder das Prinzip, so No-Code, Low-Code, Pro-Code. Wir haben dann eine schöne Oberfläche, wir haben auch eine Integration mit Gyra und ähnlichem, ja. Und man kann das ganz leicht aus der Plattform heraus machen.
00:20:27
Speaker
Aber wer will, kann auch auf Git auf Kommandozeile runtergehen und eben dort seinen Commit und Push machen. Also wir holen eigentlich die Leute immer da ab, wo sie halt sind. Wie sieht das sonst mit Drittanbietern aus oder Integration? Also weil ein Credo, was wir auch immer verpredigen, ist No Code und Low Code wird dann halt auch nochmal mehr mächtiger, wenn man verschiedene Systeme miteinander verbindet.
00:20:55
Speaker
Kann man da auch Integration, bei euch Drittanbieter integrieren? Also wie zum Beispiel Integromart, Zapier oder so? Genau, ja. Oder N8n zum Beispiel integrieren. Also das denke ich ist eine Kernkompetenz von BuildOne. Das ganze Thema Integration, Connectivity. Und das kommt daher, nachdem ich die ERP-Firma verkauft hatte, haben wir danach eine neue Software entwickelt und das war eine Vertriebs
00:21:21
Speaker
Lösungen für komplexe, erklärungsbedürftige Produkte, konnte man Angebote damit erstellen und so. Und die lief immer integriert mit einem ERP-System in der Regel. Bei den Schnittstellen zu SAP oder immer noch, also wir haben Kunden, die das einsetzen, die ein SAP-System haben, dann ersetzen wir dort einen Teil des Vertriebsmoduls. Oder wir haben das mit Navision und Salesforce und so weiter integriert.
00:21:46
Speaker
Das heißt, für uns war das Integrieren einfach immer ein Muss, weil wir waren immer nur, in Anführungszeichen, der Kleine, der einen kleinen Teil hier geliefert hat und sich dann natürlich mit dem großen, in Anführungszeichen SAP, Navision, Salesforce integrieren musste. Daher war das für uns schon immer eine Kernkompetenz. Spannend, dass du das sagst, weil ich das von vielen anderen, aber die sind in anderen Bereichen tätig, also No-Code-Tools,
00:22:13
Speaker
Clickfunnels beispielsweise, die Clickfunnels herstellen oder so, die immer erst nach der dritten, vierten Version eine Integration einbauen, wo ich denke, ja, aber genau der Gedanke von, wenn wir klein sind, dann ist es umso wichtiger, Integration zu schaffen. Ja, und ich denke gerade auch mit dem No-Code-Low-Code-Ansatz, wenn man da
00:22:33
Speaker
Da entstehen ja dann auch einfach irgendwelche Add-ons irgendwo, dass man irgendein Core-System hat, aber dann baue ich mir halt was mit Low-Code, Low-Code, dass ich mal selber baue. Und dann ist ja das, also ich denke gerade in dem Bereich ist Integration, Connectivity und so wirklich ganz zentral und entscheidend.
00:22:52
Speaker
Ich denke auch, dass durch Low-Code, No-Code wird sich das denke ich auch ändern. Niemand will mehr den großen Monolith. Und ich denke irgendwann in einigen Jahren wird es kaum noch ERP-Systeme in der Form geben, wo ich ein Riesensystem kaufe, das alles kann, sondern man hat eben viele kleinere Systeme, die man verbindet zu best of breed und baut dann eben viele Dinge drum rum oder dazwischen selber mit No-Code, Low-Code.
00:23:22
Speaker
Und dann ist es sehr zwingend, dass die Sachen gut und einfach miteinander integriert werden können. Ja, total, bin ich ganz bei dir. Welche Zielgruppen sprecht ihr denn mit Build One an? Habt ihr einen Kunden, auf den ihr euch besonders konzentriert gerade? Ne, also wir haben, die Schweizer sind im Moment immer noch der größte Kunde. Da arbeiten so 50 Entwickler aus zwölf Ländern, arbeiten da an der
00:23:51
Speaker
Die Lösung, die ging Anfang letzten Jahres live und wollen jetzt im März, glaube ich, soll die Version 4 rauskommen von dieser Lösung. Und das ist schon so der größte Kunde. Haben aber jetzt einige auch sehr große Kunden, die, wo wir ein Proof of Concepts gemacht haben und wo es recht gut aussieht. Und insofern gibt es das andere Projekt in der Schweiz, das läuft auch, funktioniert.
00:24:21
Speaker
gibt es im Moment jetzt nicht den Kunden, der so ganz heraussticht, sondern eigentlich im Moment das Ziel, dass das Ganze auf breitere Beine gestellt wird und wir würden jetzt auch keinen so einen Riesenkunden oder so nehmen. Das wäre im Moment nicht unbedingt zielführend für uns. Wie funktioniert das bei euch aktuell? Die Kundenakquise, geht ihr aktiv auf Kunden zu oder finden die euch eher und wollen eure Plattform dann nutzen? Wie ist das heute?
00:24:51
Speaker
Ich muss ja sagen, wir haben im Oktober 2021 unseren ersten Vertriebsmitarbeiter eingestellt. Also bis dahin kamen die zu uns und auch jetzt durch das Investment natürlich haben wir sehr viel Awareness bekommen. Also im Moment machen wir noch gar keinen aktiven Vertrieb, sondern die finden uns und sind gerade dabei auch, dass das in 2022
00:25:17
Speaker
aufzubauen und auch auszubauen. Aber im Moment war es so, gerade auch nach dem Announcement, dass wir eher gesagt haben, wartet noch. Wir haben so viele Anfragen und sind auch wirklich begeistert, wie positiv das ankommt. Also machen wir das Gefühl, dass man da, dass da eine Lücke gibt einfach. Viele wollen Low-Code, No-Code, aber stellen dann fest
00:25:45
Speaker
funktioniert für uns doch nicht so, ist in so einer wirklichen Enterprise Business Applikation. Und da haben wir erst einige Webinare gemacht, haben auch so ein paar Deep Dive Veranstaltungen gemacht und da ist das Feedback wirklich enorm. Wir haben bei einigen gesagt,
00:26:04
Speaker
zwei, drei Monate, dann kann man ein Proof of Concept oder so machen. Wir haben das Feedback, einer meint, wir legen gern jetzt schon los. Wir sind auch gern Crash-Test-Dummy für euch. Aber lasst uns bitte jetzt schon loslegen. Wahnsinn. Cool. Was sind so, also du hast eben schon von der Schweiz erzählt, was sind so beliebte Anwendungsbeispiele und auch, was mich auch interessieren würde, in solchen Webinaren und solchen Sales-Gesprächen quasi, wie erklärst du den Leuten, was, also in
00:26:34
Speaker
ein paar Sätzen, was BildOne für die machen kann. Ja, das ist nicht so einfach. Es ist tatsächlich so, also BildOne, man kann eigentlich fast alles damit bauen, ja, das macht es aber eben im Erklären nicht unbedingt einfacher als vielleicht ganz kleine
00:26:53
Speaker
Ja, Hinweis noch, BildOne selbst wurde mit BildOne gebaut. Also BildOne ist eine BildOne-Applikation. Und das zeigt schon, dass man sehr viel damit machen kann. Also unsere Entwickler, die die Plattform bauen und entwickeln, verwenden genau die gleichen Tools. Manchmal in Demos nehme ich unseren Screen Designer.
00:27:16
Speaker
öffne in dem Screen Designer den Screen Designer und ändere den eben. Wir hatten auch schon einen Proof of Concept, wo da waren die richtig gut, die Leute. Und am zweiten Schulungstag, die hatten eine Idee, wie man die Plattform vielleicht verbessern könnte. Und am zweiten Schulungstag haben wir dann, haben die als Übungsaufgabe genau das umgesetzt und haben die Plattform auch geändert. Und am dritten Schulungstag war das dann auch schon im Live-System drin.
00:27:47
Speaker
Kurzer Ausflug zum Thema, was kann man bauen. Ich denke unsere Hauptzielgruppe sind
00:27:58
Speaker
Oft geht es, zwei Dinge zum einen, wirklich Modernisierung von bestehender, bestehenden Applikationen. Also oft so wirklich diese typischen Windows GUI-Applikationen, also grafische Oberfläche, Windows, Client Server, wie man es eben noch kennt. Aber heißt Modernisierung, das heißt ihr baut mit Build1 da was dran oder heißt Modernisierung ihr baut es mit Build1 neu?
00:28:21
Speaker
Das wird in der Regel neu gebaut. Es fängt schon an, dass da ein kleiner Server, da ist die Business Logik nicht gekapselt, sondern alles in einem drin. Das heißt, es wird in der Regel mit BildOne neu gebaut. Aber wir haben dann ein paar Funktionen, wie zum Beispiel wir können aus dem
00:28:39
Speaker
aus der alten Applikation direkt neue Screens im Webbrowser öffnen oder umgekehrt. Ich kann zum Beispiel, ich habe die Auftragsbearbeitung noch nicht neu gemacht, aber den Kundenstamm schon neu, dann könnte ich in der alten Windows-Applikation über Knopfdruck oder Tastendruck aus der Auftragsabarbeitung den zugehörigen Kunden-Screen öffnen.
00:29:05
Speaker
bei uns in BildOne in der Web-Applikation. Da gibt es schon Möglichkeiten der Integration. Oft läuft es auch so, dass dann bis alles neu da ist, die gleiche Datenbank verwendet wird, sodass die neue Applikation dann auf die gleiche Datenbank arbeitet. Da gibt es schon so einen Übergang.
00:29:25
Speaker
Was selten ein Big Bang ist, wo man einfach zwei Jahre entwickelt, dann ist plötzlich alles neu, sondern es ist dann so ein fließender Übergang. Aber letztendlich ist es ein Neuentwickeln, einfach weil die Architektur schon eine ganz andere ist.
00:29:40
Speaker
Aber wenn man so hört, dass ihr, also wenn ihr so drei Trainingstage habt und am dritten Tag werden schon Änderungen implementiert, sag ich mal, und live geschaltet, dann scheint das, also wie ist das bei Onboarding von Kunden? Stellt ihr da jemanden ab, der die Leute an die Hand nimmt, durch die Plattform führt? Und wie lange dauert so ein Onboarding bei euch? Also im Moment ist es noch so, dass da wirklich eine Schulung stattfindet, ja. Und das initiale Training sind auch so zwei, drei Tage.
00:30:10
Speaker
wie ein Ziel für 2022 ist, dass wir das deutlich vereinfachen, dass man auch, dass es Videotutorials gibt, dass es die Möglichkeit gibt, einfach Website, einen Klick und dann habe ich eine komplette Bild-One-Umgebung. Das wird auch, also das haben wir schon bei uns testweise lauffähig. Das sind wir kurz davor, dass man wirklich eine vollständige Umgebung mit Backend-Entwicklung, Frontend-Entwicklung
00:30:39
Speaker
Design Tools, Deployment, alles drum und dran in zwei Minuten ungefähr hochgefahren hat in so einem Kubernetes Cluster. Und was aber dann eben noch fehlt, ist, dass ich dann halt dort drin auch mich selber, sag ich mal, dann onboarden kann, ja, indem ich eben Trainingsmaterial habe, eine Community aufbauen. Das sind die Dinge, die wir für 2022 uns vorgenommen haben. Aber im Moment ist es wirklich so, dass man
00:31:05
Speaker
machen meistens ein Proof-of-Concept vorher und wenn die Kunden sich dann für uns entscheiden, dann ist eben der nächste Schritt wirklich dann zwei, drei Tage Training. Ab welcher Größe sind Kunden für euch interessant oder kann man das sagen, welche Art von Unternehmen das sein sollte? Also im Moment sagen wir, dass so Mittelstand normalerweise idealerweise ab
00:31:31
Speaker
200 Mitarbeitern oder sowas. Man kann es so trennscharf machen, was nicht.
00:31:37
Speaker
Aber dadurch, dass im Moment eben mit Training verbunden ist, dass wir auch wirklich komplexe Applikationen adressieren, macht das, denke ich, schon Sinn ab einer gewissen Größe. Ein Mittelstand ist ja in Deutschland viel. Da gibt es auch Firmen mit 50.000 Mitarbeitern, die sich noch als Mittelstand sehen.

Bedeutung der Investition für Build One

00:32:00
Speaker
Aber ich würde sagen, plus minus bei 200 Mitarbeitern, das ist so der Suite.
00:32:07
Speaker
Und dann nach oben ein bisschen, sag ich jetzt mal, irgendein Moment vielleicht noch kein irgendwie Riesenkonzern angehen, aber so ein paar tausend Mitarbeiter geht auf jeden Fall. Wie groß ist euer Team aktuell? Das Team wächst sehr stark seit dem Investment. Wir sind jetzt 15 Leute, 15 bis 20 Leute, wollen Ende 2022 bei irgendwo zwischen 40 und 50 Leuten sein.
00:32:36
Speaker
Wow. Apropos Investment. Ihr habt ja letztes Jahr eine erfolgreiche Citroën-Runde hingelegt, da würde ich gerne kurz drüber sprechen. Und ihr habt auch namhafte Investoren dabei wie Frank Thelen oder Christian Reber. Wie ist das denn abgelaufen?
00:32:53
Speaker
Ja, wie lief das ab? Also zum nächsten Mal war es so, dass ich eben gemerkt habe, das Potenzial ist wirklich riesig. Und dann war es so mit diesem Schweizer Projekt, das war so ein Durchbruch für uns. Wie gesagt, vorher hieß es immer, dass das funktioniert. Das klingt schon so komisch.
00:33:10
Speaker
Und dann haben wir eigene Applikationen entwickelt und andere, dann hieß es immer, ja, da geht es vielleicht, aber so in großem Stil nicht. Mit dem Schweizer Projekt, das ist so groß und so kompliziert, das war wirklich so ein Durchbruch für uns. Seitdem sieht jeder, dass es geht. Und dann habe ich, wollte ich für mich nochmal, ja, da ein bisschen Gas geben sozusagen, habe nochmal privates Geld reingesteckt, ja, wie ich dann meine Wohnung belehnt habe, die glücklicherweise schon abbezahlt war.
00:33:39
Speaker
und habe da noch Leute eingestellt und irgendwann aber dann gemerkt, es muss doch irgendwie mal ein richtig großer Sprung her. Und dann dachte ich, gut, dann gucken wir nach einem Investor. Ich habe dann jemanden, den ich kannte, der vorher bei der Deutschen Bank war.
00:33:56
Speaker
Viele Grüße Jens, der sich da gut auskennt und auch in dem Bereich so nach seiner Karriere bei der Deutschen Bank sich um Start-ups so gekümmert hat. Der hat mich da beraten und dann Pitch Deck erstellen und so weiter. Für mich war das eine Qual, weil aus der Tatsache, dass wir im Oktober unseren ersten Verkäufer eingestellt haben, sieht man auch schon, dass wir eher technisch getrieben waren.
00:34:23
Speaker
Wenn man dann eh mal 70, 80 Stunden war und jetzt muss man nebenher noch einen Pitch Deck machen, was ist auch nicht unbedingt meine Kernkompetenz ist. Also war ziemlich quälender Prozess, aber irgendwann hatten wir das dann und in dem Fall hat Jens dann die Kontaktaufnahme dann übernommen. Kann ich auch jedem nur empfehlen, sich bei sowas dann wirklich Hilfe zu holen oder jemand, der sich da auskennt. Wie spricht man überhaupt solche Investoren an und so weiter?
00:34:50
Speaker
Ja, und dann gab es da viel Rücklauf, und dann gab es eben jede Menge Pitches. Am Anfang immer 20, 30 Minuten, und dann kamen wir eine Runde weiter. Wir hatten unsere Favoriten, und einer davon war auch Freigeist. Und dann gab es da, ich glaube, wir hatten vier, fünf Calls. Und dann gab es den entscheidenden Call zusammen mit Frank und den Partnern dann auch.
00:35:17
Speaker
Der Call ging dann komplett in die Hose, also das war gar nichts. Der endete dann auch mit der Aussage von Frank, der meinte, Mike, das überzeugt mich gar nicht hier. Warum ging der in die Hose? Was heißt das? Irgendwie hat es nicht so richtig gut geklappt.
00:35:41
Speaker
Ich weiß auch nicht. Es war auch, muss ich sagen, ich glaube, einer meiner schlechtesten Pitches. Ich habe im Vorfeld die falsche Entscheidung getroffen, was ich zeigen will. Frank ist sehr designaffin und UI UX. Und dann dachte ich ursprünglich, ich habe sonst eigentlich immer so bestehende Applikationen, die wir gemacht haben, gezeigt. Aber die sind dann halt zum Teil nicht so sexy. Funktional gut und so. Und dann dachte ich, nee, dann zeige ich unsere Demo-Umgebung.
00:36:11
Speaker
der Annahme, zumindest in meiner Wahrnehmung, dass die besser aussieht. Ich glaube, die Einschätzung hat Frank nicht geteilt. Auf jeden Fall war dann als Ergebnis, es hat jetzt so optisch nicht so überzeugt und funktional dann auch nicht. Das war halt dann nur unsere Demo-Umgebung. Und dann gab es aber dann doch nochmal einen Call. Der lief dann so mittel aus meiner Wahrnehmung. Dachte ich eigentlich, es ist durch, also negativ.
00:36:37
Speaker
Und dann kam aber das Feedback, ja, finde ich spannend, wollen wir mal genauer sehen. Und dann gab es einen Termin in Bonn. Und dort habe ich es dann anders gemacht. Da habe ich dann gesagt, okay, ich zeige erst mal, was man machen kann. Und dann habe ich die Schweizer Applikation da mal gezeigt, die Beispiele. Und dann habe ich schon gemerkt, da war man dann beeindruckt. Und dann habe ich dann nachgezeigt, danach dann gesagt, jetzt zeige ich, wie man sowas macht. Und da war ich dann wieder in unserer Demo-Umgebung.
00:37:05
Speaker
Dann habe ich auch schon gespürt, dass sich das wieder so geändert hat. Dann hat eigentlich Freigeist dann auch schon gepitcht und uns erzählt, warum wir uns unbedingt für Freigeist entscheiden sollten und nicht für einen anderen Investor. Das war, glaube ich, Donnerstags und Montags hatten wir dann das Angebot und sind auch sehr happy. War wirklich, denke ich, die bestmögliche Entscheidung.
00:37:30
Speaker
Wir haben jeden Tag fast irgendwelche Courses mit irgendjemandem von Freigeist und da ist so viel Unterstützung. Also das Geld hilft natürlich auch sehr, das Netzwerk logischerweise, aber auch wirklich das unheimlich viel Doing mit dabei.
00:37:46
Speaker
ja, im Company-Building unterstützt werden. Ja, ich finde, das wird auch oft vergessen. Wir haben ja dieses Jahr gegründet und sind auch einen Accelerator durchlaufen. Und ich komme auch aus der Start-up-Welt und habe viele Investmentgespräche mitbekommen und so. Und dass viele sich halt nur darauf konzentriert haben, Geld einzusammeln. Aber dass halt dieser wertvolle Teil, den man mit so einer Citroen vor allem oder vorher auch mit einem Angel Investment sammeln kann, dass man da Erfahrungen und Unterstützung
00:38:13
Speaker
mit einsammelt, dass das genauso wichtig ist wie das Geld, weil das Geld kann man in der Endeffekt von vielen Quellen bekommen. Genau. Wenn man dann noch einen strategischen Partner an der Hand hat oder auch Mentoren dann irgendwo dabei, dann hat das nochmal wieder einen ganz anderen Wert wahrscheinlich. Ja, absolut. Und genau das also Mentoren, auch die Business Angels, die wir jetzt mit dabei haben, Christian Reber oder Bane von Central.
00:38:38
Speaker
und ein IMO, das ist einfach und da gibt es auch jede Woche Calls, wo man einfach sagen kann, hier hätte ich mal eine Frage oder das ist Beschäftigungsgrade und da ist so viel Know-how einfach da, das ist wirklich richtig viel wert. Oder auch das Netzwerk, wenn man sagt, okay, wir wollen jetzt so einzelne Hubs aufbauen in verschiedenen Städten für die Leute, die nicht im Homeoffice oder Remote arbeiten wollen.
00:39:06
Speaker
Wie macht man das am besten? Dann gibt es halt auch in der Familie, in der Freigeistfamilie, da gibt es immer jemanden, der das eben schon gemacht hat oder gerade gemacht hat und dann sagen kann, ja, darauf muss man achten oder wir haben das und das gelernt. Und wenn man das alles zusammen nimmt, das ist eigentlich noch wertvoller als das Geld, würde ich sagen. Ja, das kann ich mir sehr gut vorstellen.
00:39:31
Speaker
Es hat sich ja auch einiges geändert bei euch seit dem Investment, das hast du eben schon mal kurz angedeutet. Inwiefern hat sich das wahrscheinlich auch eure Markenbekanntheit gesteigert, oder? Also, dass da so ein Point of Trust quasi auch nochmal dahinter ist. Inwiefern beeinflusst das Bild One?
00:39:49
Speaker
Ja, also natürlich die ganze Awareness und dann der Traffic auf der Website oder auch bei mir im LinkedIn-Profil oder so, das konnten wir eigentlich sofort sehen. Aber dieses Trust-Thema, das ist natürlich auch sehr, sehr wichtig. Gerade bei uns, wo wir ein kleines Unternehmen sind, aber dann halt Kunden haben, wie große Kunden mit 30.000 Mitarbeitern oder eben der Schweizer Staat, da war das schon immer so was.
00:40:19
Speaker
Ich würde sagen so, wenn man zurückguckt, die haben sich meistens so eher mit Bauchkrummeln für uns entschieden. Es kann kein anderer. Und es ist schon gut. Dann eben in Gottes Namen. Wenn es das Gleiche auch von Microsoft gegeben hätte, dann wären sie es wahrscheinlich gern von dort genommen. Und da hilft es natürlich enorm, wenn dann einfach
00:40:43
Speaker
Das war ja schon auch ein ordentlicher Prozess und eine Evaluierung der Firma und der Technologie und allem. Und es gibt dann schon, denke ich, einfach Zuversicht und dann auch nochmal. Frank Thelen dann in einem Call einfach sagt, ja, man ist das angeguckt und das ändert wirklich alles so nach dem Motto. Das hilft auf jeden Fall.
00:41:05
Speaker
Ja, klar. Und er hat es im Vorgespräch erzählt, dass er auch Einfluss hat auf das Produkt jetzt. Also er arbeitet gerade die UX des Produktbilds One. Genau, da gibt es jede Woche mindestens einen SureFix zum Thema UI UX. Genau. Da arbeitet er sehr viel mit, ja, am Thema Hiring, wenn wir Leute einstellen. Also, wie gesagt, wir arbeiten mit mindestens fünf, sechs Leuten von Freigeistern.
00:41:36
Speaker
Ich denke, es gibt keinen Tag, wo ich nicht mehrere Termine oder irgendwie mit irgendwelchen Freigeistleuten habe. Wir unterstützen uns beim Marketing.
00:41:46
Speaker
sehr stark beim Hiring, bei Prozessen und UI, UX natürlich, das Steckenpferd von Frank, wo auch sehr deutlich ist, in einem Call mit dem Christian Reber, der nachher auch ein Wunderlist und Pitch auch ein absoluter Experte ist. Die Introduction von Frank war so,
00:42:12
Speaker
Erschreckt nicht, sieht scheiße aus, aber es ist wirklich richtig gut. Im Februar wird auch das erste Facelift rauskommen, wo zumindest UI schon mal ganz anders aussieht und dann aber sind wir auch parallel dran. Wir wollen eigentlich auch
00:42:33
Speaker
Ich denke, wir sind technologisch wirklich ganz vorne und wir wollen das eigentlich verbinden, dass wir auch UIUX-mäßig auch ganz vorne sind.

Mikes tägliche Aktivitäten und Einblicke in Startups

00:42:43
Speaker
Ich bin gespannt. Ich auch. Wie sieht dein Tag aktuell so aus? Also baust du noch viel selber oder bist du eher den ganzen Tag tatsächlich in Meetings?
00:42:55
Speaker
Also von mir fließt kein Code mehr ins Produkt ein, ja. Ich bin ja von morgens bis abends in Meetings, ja, tatsächlich, das in irgendeinem Remote-Course. Und das ist auch eine der Hauptaufgaben, gerade für uns alle, dass man versucht, mich möglichst frei zu schaufeln von all dem. Weil das muss ich euch ja nicht sagen. Als Gründer, als Start-up, als Founder macht man alles, ja.
00:43:22
Speaker
Und das war bei mir eben auch so. Und das versuchen wir jetzt gerade alles zu ändern, damit ich Stück für Stück mich...
00:43:30
Speaker
auf das konzentrieren, also auf Produkt und Technologie einfach konzentrieren können und mehr Zeit zum Denken haben als fürs Bauen. Genau, wie du sagst, als Gründer macht man ja irgendwie alles und manchmal auch vieles falsch. Hast du so ein dickes Learning, was du aus der Zeit mit Build One mitgenommen hast und was du bei deinem nächsten Startup, sag ich mal, wenn du morgen nochmal gründen würdest, anders machen würdest?
00:43:55
Speaker
Also wenn ich jetzt nochmal gründen würde, dann würde ich, worauf ich auf jeden Fall achten würde, dass ich von Anfang an so früh als möglich Funding hätte, weil es einfach so viel besser ist, wenn man da von Anfang an die entsprechenden Mittel hat und auch ein bisschen strategisch denken kann und nicht immer nur denken muss, ja, das macht eigentlich weniger Sinn, aber ich mache das, weil das zahlt die Rechnung für den nächsten Monat.
00:44:25
Speaker
Da würde ich von Anfang an das drauf auslegen, dass ich irgendwie Funding habe und auf jeden Fall auch versuchen, mehrere Leute gleich von Anfang an an Bord zu bekommen. Also ich war allein als Gründer, habe dann eben Leute eingestellt. Aber ich glaube, es hilft schon, wenn man sich einfach auch austauschen kann. Also so Gründerteams mit zwei, drei Gründern, glaube ich, das ist schon
00:44:53
Speaker
wesentlich macht vieles leichter. Und ich würde noch früher Kunden oder potenzielle Kunden einbinden. Selbst wenn man, wenn man sich sicher ist, dass man, in meinem Fall habe ich ja, löse ich ja oder versuche ein Problem zu lösen, das ich selber hatte, was glaube ich immer das Beste ist. Aber selbst dann
00:45:18
Speaker
denkt man sich doch manchmal irgendwie in der Theorie Dinge aus, die dann nachher den Kontakt mit der Realität doch nicht überleben. Und ich glaube, ich würde noch früher wirklich potenzielle Kunden mit einbinden. Lieber am Anfang irgendjemandem das Ganze schenken und sagen, hier, gib Feedback und unterstützt, damit das Ganze sich vorwärts entwickelt.
00:45:41
Speaker
Ja, cool. Super wertvolle Ratschläge. Und dann sollten wir mal eine Business-Applikation bauen, wenn meine Ratschwerke dadurch machts mit Build One, ja. Auf jeden Fall. Na, das ist jetzt klar. Eben hat es uns schon ein bisschen angedeutet, dass ihr angefangen, also, dass du jetzt auch festgestellt hast, dass ihr auch ein No-Code-Tool seid, beziehungsweise ein No-Code- oder No-Code-Tool. Wann bist du das erste Mal in Kontakt mit dem Begriff gekommen?
00:46:09
Speaker
Das ist eine gute Frage. Wann war das? Wir haben ja, ich wollte ja eigentlich nicht dazu kommen. Ich komme eigentlich immer aus der Applikationsentwicklung und habe jedes Jahr immer wieder geguckt nach Tools und angeschaut und könnte man damit vielleicht das bauen, was wir jetzt bisher gebaut haben, damit wir uns komplett auf die Applikation konzentrieren können, anstatt auf die Technik und so, dass das wirklich so unter der Überschrift No Code, Low Code war.

Zukunft der No-Code Plattformen

00:46:40
Speaker
schon etliche Jahre her. Ich kann es gar nicht sagen. Die ersten waren so Outsystems, Mendix war so die Sachen, wo für mich dann so No-Code, No-Code war. Aber wann das genau war, kann ich gar nicht sagen. Zu lange her. Aber spannend, dass du sagst, dass es zu lange her ist, weil wir stellen die Frage oft tatsächlich unseren Gästen im Podcast. Und bei den meisten ist es so, dass sie ohne zu wissen, dass etwas No-Code ist, angefangen haben.
00:47:08
Speaker
Ich tatsächlich auch. Ich habe angefangen mit Automatisierung und wusste nicht, dass das, was ich benutze, No Code ist und bin dann erst auf den Begriff gestoßen.
00:47:15
Speaker
Also angefangen bei mir, wie gesagt, die Wurzeln oder die Ursprünge jetzt von BildOne, das sind 15 Jahre her. Diese Blueprint-Geschichte, Rendering Engine und so, das ist die ersten Version, die gab es wirklich schon vor 15 Jahren. Und da gab es den Begriff, glaube ich, so noch nicht, Low Code, Low Code. Und wann das dann aber irgendwann mal ein Begriff wurde,
00:47:39
Speaker
Weiß ich gar nicht so genau. Was ich merke, dass es in den letzten Jahren extrem angezogen hat. Das merken auch wir gerade, dass das wirklich auch bei den Venture Capital Firmen ein Riesenthema ist.
00:47:54
Speaker
Das sind schon offensichtlich alle der Meinungen, das wird das nächste große Ding. Das spüren wir. Das war so lange der Zeit voraus oder zu früh dran, aber jetzt scheint mal das Timing wirklich gut zu stimmen. Ja, dann ist auch eigentlich hinfällig zu fragen, was denn deine Meinung dazu ist, ob das die Zukunft ist.
00:48:16
Speaker
Total. Und noch mehr als andere das vielleicht denken. Ich glaube, dass das wird in allen Bereichen wird sie das durchsetzen, bis hin zu wirklich komplexen Systemen. Ich denke, irgendwann wird es keine so Monolithen mehr geben.
00:48:33
Speaker
Das wird noch viel weitergehen. Und wenn man guckt, speziell bei uns ist noch nicht die Besonderheit, dass die ganze Applikation alles im Prinzip ja aus Daten besteht. Und dann denke ich, wird es auch noch Dinge geben wie künstliche Intelligenz, Machine Learning. Es gibt keinen Grund, warum nicht in einigen Jahren so eine Plattform wie BildOne auch so funktioniert, dass man einfach
00:48:59
Speaker
Datenbankschema oder ähnliches reinschmeißt aus seinen ganzen Legacy-Systemen und es kommt schon mal ein einigermaßen vernünftige Screens, Businesslogik und ähnliches raus. Wenn man guckt, für mich ist immer so ein Beispiel Diepe, ich verwende Diepe sehr intensiv und war
00:49:20
Speaker
Sonst seit ich denken kann, habe ich immer mal Übersetzungstools ausprobiert und eigentlich das Thema abgehakt. Aber wenn du Diepel anguckst, ist das so gut, dass ich habe die 50-seitigen Verträge auf Englisch mit den Investoren so durch die Diepel durch und das Ergebnis ist, als hätte man es auf Deutsch geschrieben. Und wenn man das so weiter denkt, wo man da vor zehn Jahren war in dem Bereich und jetzt,
00:49:50
Speaker
oder Spracherkennung oder ähnliches, dann wird das in fünf Jahren, wer weiß, wo wir da sind, im Bereich Low-Code, Low-Code. Ja, so gespannt, was sich da tut.

Zukünftige Pläne von Build One und Abschluss

00:50:01
Speaker
Was ist denn bei euch in den nächsten zwölf Monaten geplant? Oh, in zwölf Monaten? Also, bei uns ... Also, es geht auch. Im Moment habe ich das Gefühl, dass ich alle zwei Monate eine neue Firma habe, wo wieder so viel passiert.
00:50:20
Speaker
Also jetzt kurzfristig das neue UI natürlich. Dann wollen wir, wie gesagt, das ganze Thema Onboarding noch verbessern, optimieren. Dann ein ganz wichtiger Bereich, an dem wir sind, ist, dass wir noch mehr mit No-Code machen können. Also dass man wirklich komplexe Businesslogiken sich auch per drag-and-drop zusammenklicken und zusammenbauen kann.
00:50:48
Speaker
und das Thema Workflow, Geschäftsprozesse noch weiter ausbauen. Und ein ganz wichtiger Punkt ist das Thema Integration. Wir haben N8n integriert, wollen da noch mehr integrieren und wollen den Bereich noch
00:51:02
Speaker
noch stärker ausbauen. Ich denke, das sind so die wichtigsten Meilensteine, die wir so in den nächsten sechs Monaten erreichen wollen. Cool. Spannend. Da vielleicht noch eine Frage zwischengeschoben, bevor wir gleich zum Ende tatsächlich schon kommen. Was macht denn für dich ein gutes No-Core-Tool aus? Für mich, wenn ich es mal so sehe, warum habe ich immer
00:51:32
Speaker
wenn ich die ganzen Tools angeguckt habe, mich dagegen dann entschieden. Für mich wirklich ist das Wichtigste, dass man keinen Limit erreicht, sondern dass man wirklich auch keinen Legacy hat. Viele Tools, die ich mir angucke, habe ich das Gefühl, damit baue ich eigentlich nur schon das Legacy von morgen. Und was mich wirklich immer so abgehalten hat, dann war das Gefühl hatte,
00:52:00
Speaker
Solange ich in dem No-Code-Bereich bleibe, solange es passt, ist es toll. Aber wenn es dann nicht mehr passt, dann wird es nicht einfach nur schwerer oder komplizierter, sondern dann bin ich in einer Sackgasse. Und ab dann eigentlich das Ergebnis, und vielleicht bin ich da einfach ein bisschen sehr gebranntes Kind, hab dann wieder die Situation, wegschmeiß und neu mache. Dann vielleicht mit einer anderen No-Code-Plattform, aber es ist dann genau das Gleiche, wenn ich neu anfangen muss.
00:52:31
Speaker
Ich glaube, eine wirklich gute Plattform sollte möglichst offen sein, erweiterbar, integrierbar und sie sollte einfach auch die Möglichkeit haben dann zu sagen, ich komme von No-Code dann auch auf Low-Code und im Zweifelsfall aber auch auf den Code-Bereich. Ja, ja, war spannend. Dann auch ein bisschen die eierlegende Wollmilchsau dann.
00:52:53
Speaker
Das stimmt, ja. Der Begriff fällt bei uns auch immer mal wieder. Auch wenn wir jetzt Meetings haben, wo es ums Marketing geht, um die neue Website, die wir jetzt gerade neu machen wollen. Und da kommt auch immer dann genau dieser Begriff. Das Problem ist, das ist so eine eile legende Wollmilchsau. Wie sollen wir es denn genau, was sollen wir denn da sagen, was die Use Cases sind? Das ist schwierig. Das ist vielleicht auch noch was für die nächsten sechs Monate, wo wir
00:53:22
Speaker
Wir haben schon mehrere Kunden, wenn wir ein paar Schwerpunkte legen, wo es besonders gut passt.
00:53:32
Speaker
Wenn man alles kann, das ist fast genauso, als könnte man nichts. Ja, das kennen wir irgendwoher. Also lieber erst mal spitz starten und dann hinten raus breiter werden, genau. Ganz genau, ja. Ja, war spannend. Also ich finde es unglaublich spannend und total mind-blowing und finde es wirklich krass, was Build One alles kann und finde es gleichzeitig aber auch super schwer greifbar. Ja, also ich bin wahnsinnig gespannt, was euch da in den nächsten Monaten zu verfolgen.
00:54:02
Speaker
Ich auch, ihr auch. Es bleibt spannend. Oh, Mike, das war eine unglaublich tolle, tolle Stunde. Vielen, vielen Dank für dieses tolle Gespräch. Ich bin wirklich beeindruckt und, wie gesagt, sehr, sehr gespannt. Wo und wie kann man euch denn am besten finden, wenn man mehr über Bild One und mehr über dich auch vielleicht erfahren will? Dann am besten auf die Website bild.one und dort dann einfach uns kontaktieren, denkt das da der einfachste Weg.
00:54:32
Speaker
Ja, hat mir auch super viel Spaß gemacht. Vielen Dank für die Einladung. War wirklich sehr schön. Super. Vielen, vielen Dank, Mike. Sehr, sehr gerne. Bis bald. Mach's gut. Tschüss. Wenn dir diese Folge gefallen hat, dann freuen wir uns sehr, wenn du uns ein paar Sternchen in der Apple Podcast App dalässt oder uns eine Review schreibst. Das hilft uns nämlich, gefunden zu werden. Und wenn du mehr über No-Code erfahren möchtest, dann schau doch gerne auf unsere Website visualmakers.de vorbei. Ansonsten freuen wir uns, wenn du auch in der nächsten Folge wieder dabei bist. Bis zum nächsten Mal.