Einführung von Frank Böhmer und Ninox
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Speaker
Herzlich willkommen zu einer neuen Episode vom Visual Makers Podcast. Ich bin Lilith und ich freue mich sehr heute auf einen ganz besonderen Gast, und zwar Frank Böhmer. Er ist Gründer und CEO von Ninox. Ninox ist eine visuelle Datenbank, wo ihr unglaublich viele interne Tools und Anwendungen mit erstellen könnt. Was genau das ist, das klären wir aber auch gleich nochmal im Tool der Woche.
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Das ist nämlich passend zu unserem Gast heute auch Ninox.
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Speaker
Bevor es losgeht, noch kurz der Hinweis, falls ihr es noch nicht gemacht habt, dann abonniert uns doch gerne auf der Podcast-Plattform eurer Wahl und lasst uns doch eine Review da. Das hilft uns nämlich, gefunden zu werden. Und wenn ihr außerdem regelmäßig News von Visual Makers haben wollt, dann schaut doch mal bei LinkedIn vorbei und dann verpasst ihr auch nichts mehr, was in der No-Code-Welt und was bei uns passiert.
Ninox als Werkzeug der Woche
00:00:58
Speaker
Tool of the Week.
00:01:01
Speaker
Unser Tool der Woche ist dieses Mal Ninox. Ninox ist eine visuelle Datenbank, mit der ihr alle möglichen internen Anwendungen bauen könnt. Ninox funktioniert quasi als Brücke für nicht-technische User und technische User. Was genau das heißt, darauf gehen wir im Laufe des Podcasts nochmal ein, weil Frank kann natürlich noch viel besser erklären als ich, was Ninox eigentlich ist.
Visual Makers und No-Code Careers
00:01:30
Speaker
Letzte Woche haben wir unser neues Produkt gelauncht, die No-Code Careers. Los geht's mit No-Code fürs Marketing. Falls ihr noch nicht reingeschaut habt, dann schaut euch unser neues Training unbedingt mal an. Dort lernt ihr von A bis Z, wo euch No-Code in eurem Marketing-Prozess helfen kann. Also von Grafikerstellungen in Canva über E-Mail-Marketing in Central Blue und wie ihr Onboarding-Sequenzen automatisiert erstellen könnt.
00:01:59
Speaker
bis hin zu, wie ihr wirklich übersichtliche Dashboards erstellt, indem ihr auf die Facebook-API zugreift und so alle Daten an einem Ort sammelt. Und natürlich auch sowas wie Data Enrichment für euer CRM, in dem ihr euch einfach automatisiert Daten aus dem Netz über eure Leads holt.
00:02:20
Speaker
Das alles und noch viel mehr gibt es in der No-Code Marketing Career. Verlinken wir euch natürlich unten in den Show Notes. Außerdem, weil es gerade nochmal Thema ist, der andere neue Kurs, den wir haben, ist das Ninox Onboarding.
Entstehungsgeschichte von Visual Makers
00:02:34
Speaker
Wer also nach diesem Podcast mal in Ninox reinschnuppern will und wissen will, was mit Ninox eigentlich alles so möglich ist, der schaut sich doch am besten mal unseren kostenlosen Ninox Fundamentals Kurs an. Verlinken wir euch auch in den Show Notes.
00:02:52
Speaker
Und jetzt freue ich mich sehr, meinen heutigen Gast in dieser Podcast-Episode begrüßen zu dürfen. Herzlich willkommen Frank. Hi Lilith, schön hier zu sein.
00:03:02
Speaker
Es freut mich sehr, dass du da bist, weil tatsächlich, ich habe das, glaube ich, schon mal in ein, zwei Podcast-Episoden erwähnt früher, aber Frank hat tatsächlich einen unwissenden, vielleicht auch Beitrag zu der Visual-Makers-Gründung beigetragen, weil ich war, wann war denn das? 2020, glaube ich. Ende 2020 war Ninox Hauptsponsor bei einem No-Code-Event in Deutschland.
00:03:28
Speaker
Wir haben einen Panel zusammen gehabt und da saßen Frank und ich und dort hat mich Alex damals gesehen. Damals kannte ich Alex, mein Mitgründer, noch nicht und der saß unter den Teilnehmenden und hat mich daraufhin angesprochen, ob ich nicht in seinem Podcast, jetzt dem Visual Makers Podcast,
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Speaker
als Gast dabei sein will. Und dann haben wir das gemacht und wenig später haben wir dann beschlossen, wir wollen Visual Makers zusammengründen. Und das war quasi das erste Mal, dass Frank und ich uns auch getroffen hatten. Deshalb quasi auch ein Beitrag zur Visual Makers Gründung. Ja, cool, freut mich sehr. Ja, das waren ja so die Gründungszeiten oder da ging es ja gerade los mit dem Thema No-Code. Und ich kann mich noch gut erinnern bzw.
00:04:12
Speaker
habe ich mich dann ja wieder erinnert, als wir uns neulich auf der Zukunftsmesse getroffen haben oder im Zoffen gesprochen haben, dass wir das zusammen machen. Ja, eigentlich eine ganz witzige Anekdote. Ja, Kleines die Welt auf jeden Fall.
Frank Böhmer: Vom Programmierer zum Unternehmer
00:04:26
Speaker
Frank, bevor wir auf Ninox eingehen und was Ninox eigentlich so ist, lass uns doch mal wissen, wer du eigentlich so bist und wie du zu Ninox und zur Gründung von Ninox gekommen bist.
00:04:36
Speaker
Ja, okay, klar. Wir sprechen ja heute über No-Code oder das ist ja auch so dein Hauptthema. Ich bin eigentlich gar kein No-Coder, ich bin quasi Vollcoder. Also ich bin von eigentlich schon, bevor ich überhaupt studiert habe, bin ich sozusagen in das Thema Softwareentwicklung gegangen, habe mich dann auch ganz klar für ein Informatikstudium entschieden.
00:04:59
Speaker
Informatik dann abgeschlossen. In der Zeit dann schon auch als Werkstudent für verschiedenen Firmen bin ich da tätig gewesen und bin so richtig in die klassische Entwicklung von Unternehmenssoftware reingegangen und fand das auch super und spannend.
00:05:15
Speaker
Und dann kommt es natürlich so im Laufe der Karriere, übernimmt man dann auch immer mehr administrative Funktionen in so einem Unternehmen. Und da bin ich dann irgendwann an den Punkt gekommen, wo ich gesagt habe, okay, alles klar, jetzt bräuchte man mal ein Tool hier oder da oder müsste ich hier meinen Prozess organisieren.
Inspiration für Ninox
00:05:33
Speaker
Und wir haben natürlich ganz andere Aufgaben. Wir haben jetzt nicht die Ressourcen, so ein Tool zu entwickeln oder uns jetzt irgendwie um unseren Prozess zu kümmern, sondern wir müssen ja eigentlich das Produkt ausliefern, was wir selber verantworten.
00:05:45
Speaker
Und da habe ich mich so ein bisschen geärgert, warum das so aufwendig ist, ja, so eine Software zu entwickeln für ein Projektmanagement oder so, das war zumindest in den Nullerjahren 2010, das war wahnsinnig aufwendig und auf der anderen Seite kannte ich schon immer irgendwie Tools.
00:06:02
Speaker
die das in der Vergangenheit versucht haben, zu erleichtern. Also ich weiß nicht, wer so ein bisschen länger im Geschäft ist, der kennt vielleicht noch so Microsoft Access oder gibt es also diverse Produkte, schon in der Historie der IT, die sich diesem Thema immer gewidmet haben. Und ich dachte, okay, eigentlich bräuchte man sowas, aber man bräuchte das in einer modernen Form, ja, so im Internet, auf mobilen Geräten, etc. Also das war so,
00:06:27
Speaker
für mich auch der Ausgangspunkt einmal in der Überlegung, dann am Ende Linux zu gründen. Ach, spannend. Okay, cool. Das heißt quasi aus einem eigenen Problem rausgegründet. Also kann man dann sagen, Linux ist die Lösung für interne Anwendungen, um quasi interne Anwendungen schnell und effizient zu bauen?
00:06:52
Speaker
Oder wie würdest du Linux definieren? Ja, heute würde ich das definitiv so sagen. Linux ist die Lösung, um Anwendungen für interne Geschäftsprozesse zu definieren. Gestartet war es vielleicht mit ein bisschen kleineren Scope. Also ich war einfach fasziniert von der Idee, eine Datenbank für Endanwender zugänglich zu machen. Also da sind wir gestartet.
00:07:15
Speaker
Und heute sind wir aber eigentlich da, wie du es auch beschrieben hast, dass wir so wirklich eine Plattform bereitstellen, die es nicht-technischen Anwendern, also den sogenannten Citizen-Developern, die vielleicht eher aus der Business-Perspektive kommen, aber so ein bisschen technisch affin sind oder gerne mit Technologie spielen, diesen Menschen ermöglicht, dann Anwendungen zu bauen, um ihre Prozesse zu unterstützen.
00:07:44
Speaker
Ja, ja, total spannend. Lass uns da auch super gerne gleich nochmal drauf kommen auf das ganze Thema Citizen Development und wer sind eigentlich auch die Anwender von Ninox und so. Aber vielleicht nochmal einmal kurz zum, zum wie sich Ninox auch entwickelt hat. Also ihr seid mit einer, mit einer Datenbank, mit einer einfach zugänglichen Datenbank gestartet. Wer waren denn so eure, eure ersten Kunden und oder welche, welche Form von Unternehmen waren eure ersten Kunden?
00:08:08
Speaker
Ja, ja, gute Frage.
Erfolg von Ninox als iPad-App
00:08:10
Speaker
Also die erste Version von Ninox war tatsächlich eine App für das iPad. Aus einer rein pragmatischen Überlegung, also damals war eben der App Store stark im Aufwand, oder Apps auf Mobilgeräten generell,
00:08:27
Speaker
heißes Thema. iPads hatten mich damals auch sehr, sehr fasziniert. Also damals gab es ja noch Ideen, ob das iPad vielleicht sogar mal den Computer komplett oder den Desktop PC oder Laptop ablösen würde. Und Apple hat dann eben diese Plattform bereitgestellt, auf der man auch gleich international mit geringem Aufwand Software vertreiben konnte.
00:08:50
Speaker
So ist Ninox gestartet quasi als App für Einzelanwender, die sich so ihr semi-professionelle bis professionelle Themen organisieren konnten.
00:09:03
Speaker
Es war wirklich ein Querfeld ein, alles Mögliche dabei, vom Münzsammler, Briefmarkensammler bis hin zu professionellen Anwendern, die im Unternehmenkontext dann ihre Projekte gemanagt haben oder Inventar verarbeitet haben mit DC. So sind wir gestartet.
00:09:27
Speaker
Spannend. Okay, cool. Und die Apps gibt es ja auch immer noch. Und wie ging es dann weiter? Wie hat sich Ninox dann weiterentwickelt? Ja, das ging so weiter, dass wir mit den Apps wahnsinnig erfolgreich waren, in Anführungszeichen. Ja, also wir haben wirklich super Feedback bekommen. Die Leute waren von Tag eins eigentlich begeistert, haben auch Reviews hinterlassen.
00:09:55
Speaker
weil sie eben das bauen konnten, was sie sich immer vorgestellt hatten. Also diese kreative Energie, die No-Code generell, glaube ich, freisetzt, die war damals eigentlich schon zu spüren. Und es ging eben so weit, dass wir also auch... Was war damals, von welchem Jahr reden wir? Reden wir von so 2013, 2014? 2014. Ich glaube, wenn ich mich richtig erinnere, April 2014 kam sozusagen die Version 1.0.
00:10:23
Speaker
Ja, also das haben wir dann komplettiert, eben dann noch fürs iPhone eine App gebracht, für den Mac auch eine App gebracht, sodass der Apple Cosmos komplett bedient war. Und wir waren dann eben in dem Sinne erfolgreich, dass wir so begeisterte Nutzer hatten und auch in diesen Kategorien, also zum Beispiel Produktivität nicht, aber B2B Software.
00:10:51
Speaker
in bestimmten Märkten, also vor allem im deutschen Markt, auch Leader waren. Das heißt, wir waren die meist heruntergeladene und auch umsatzstärkste App dort.
Übergang zum SaaS-Modell
00:11:01
Speaker
Bloß kam dann irgendwann auch die Erkenntnis, okay, so groß ist der Umsatz aber nicht, um dort wirklich eine große Firma drauf aufbauen zu können. Also sprich, der App Store zumindest zu diesem Zeitpunkt hat für andere Themen wie Spiele oder To-Do-Apps, ETC, sehr gut funktioniert, aber für Business Software eigentlich nicht.
00:11:18
Speaker
Und aus dieser Erkenntnis haben wir dann gesagt, okay, es muss ein anderes Modell her. Wir müssen das eigentlich dahin bringen, wo es auch hingehört. Es muss eine echte Business-Software werden, die teamfähig ist und die einem Software-as-a-Service-Modell folgt. Und da haben wir dann ganz viel Energie reingesteckt und das Produkt natürlich technisch
00:11:41
Speaker
hinter der Fassade stark auch neu strukturieren müssen, alle Prozesse einziehen müssen, um diesen Service zu ermöglichen. Und das haben wir in 2017 gelauncht. Und wenn wir Ninox betrachten, dann würde ich sagen, also das heutige Ninox ist das, was wir dann 2017 so auf den Ideen der alten App dann neu aus der Taufe gehoben haben.
00:12:03
Speaker
Ja, super spannend. Auch so eine Entwicklung dann so mitzumachen, wie wird eigentlich ein Business draus? Wofür nutzen denn heute eure Kunden Ninox? Was wird damit gebaut?
Einsatz von Ninox in verschiedenen Branchen
00:12:18
Speaker
Also wir haben da ein sehr breites Spektrum, muss ich sagen, in jeder Dimension. Also einmal geografisch sind wir in sehr vielen Ländern aktiv. Natürlich die deutschsprachigen Märkte sind schon für uns weiterhin sehr wichtig. Aber wir erreichen einfach eine internationale Zielgruppe. Wir haben Unternehmen in fast allen Branchen, also ich habe noch mal eine Analyse gemacht,
00:12:43
Speaker
ist eigentlich alles dabei, von NGO bis Stahl sozusagen oder Bau, alles dabei. Und die Use Cases sind auch sehr breit, aber es gibt natürlich Schwerpunkte. Und was wir jetzt rausgefunden haben, ist, dass vor allem in den nicht so digitalen
00:13:04
Speaker
Industrien, sei es Bauwesen, fertigende Unternehmen, auch Gesundheitswesen zum Beispiel. Also ganz klassische Industrien oder Verticals, die schon sehr etabliert sind. Dort gibt es einfach einen wahnsinnig hohen Bedarf. Die sind mit der Digitalisierung noch gar nicht da, wo wir als Privatmenschen zum Beispiel sind. Häufig arbeiten die dann intern noch mit sehr alten Systemen oder mit Excel oder auch Papier und Stift noch. Und diesen Bedarf können wir ganz gut bedienen.
00:13:33
Speaker
Und die Prozesse und Anwendungsfälle, die wir unterstützen, sind eigentlich so ganz klassische Unternehmensprozesse. Also gar nichts sehr Exotisches, sondern es geht eben darum, Kunden zu verwalten, Kundenbeziehungen nachzuhalten, also CRM-Verkaufsprozesse.
00:13:55
Speaker
Einkauf, Produktion, also all diese Themen bloß eben integriert, digitalisiert und vor allem sozusagen diese Integration auf der einen Seite. Ich habe irgendwie finanzielle Themen und auf der anderen Seite habe ich ja dann am Ende die Mitarbeiter, die es umsetzen müssen, also zum Beispiel beim Bauunternehmen.
00:14:13
Speaker
Klar habe ich irgendwo meine Rechnung oder mein Angebot, aber ich habe ja auch die Menschen und die Mitarbeiter auf der Baustelle, die auch auf diese Informationen zugreifen müssen. Also dieses alles in einer Plattform zu integrieren, das ist eigentlich unsere Spezialität.
00:14:30
Speaker
Ja, Wahnsinn. Auch gerade dann auch nochmal mit den Apps, mit den Mobile Apps quasi als Erweiterung, die dann auch, also wo ich auch gehört habe, dass das gerade auf dem Bau einfach das iPad mitzunehmen oder im Gesundheitswesen damit einfach sehr mobil im wahrsten Sinne des Wortes unterwegs sein jetzt sein zu können.
00:14:49
Speaker
Wenn du gerade von nicht-digitalen Branchen sprichst und wahrscheinlich auch nicht-digitalen Teams auch auf die Ninox platzen, gibt es da Herausforderungen, auf die ihr immer wieder stößt, wenn es darum geht, Ninox in Unternehmen und gerade in nicht-digitalen Branchen zu etablieren?
Hürden in nicht-digitalen Sektoren
00:15:08
Speaker
Ja, durchaus. Also es ist, glaube ich, ein Generationswandel, der stattfindet. Es kommt natürlich häufig tatsächlich, kommen Themen wie, naja, das haben wir schon immer so gemacht, dass manchmal fehlendes Problembewusstsein, dass man einfach sagt, okay, mein Prozess läuft doch, warum soll ich den jetzt digitalisieren, ist doch alles gut.
00:15:32
Speaker
Oder eben das Zweite, und das ist, glaube ich, so eine Herausforderung für No-Code, aber eben auch die Chance. Man braucht natürlich immer jemanden, der sozusagen die kreative Energie dann auch hat, der sozusagen übersetzen kann. Ich habe hier das Werkzeug, mit dem ich alles erreichen kann und ich sehe hier das Problem, das ich damit lösen kann. Und das zu verbinden, das ist eigentlich
00:15:55
Speaker
die, glaube ich, die größte Herausforderung für fast alle Anbieter. Deswegen setzen wir jetzt auch sehr stark darauf, einfach diese Geschichten zu erzählen, um Beispiele zu geben oder Role Models auch zu geben und zu sagen, okay, hier ist vielleicht jemand in einer Organisation, der hat das Thema Digitalisierung ernst genommen, der kümmert sich darum,
00:16:15
Speaker
Und der erzielt damit auch Erfolge, die das Unternehmen insgesamt voranbringen. Und diese Geschichten zu erzählen, ist, glaube ich, fast der beste Weg, um dann auch andere zu inspirieren, NoCo zu nutzen, um ihr Unternehmen dann voranzubringen am Ende. Ja. Und wer sind aus deiner Erfahrung so die Leute, die diese kreative Energie mitbringen? Sind das Leute, die schon technisches Vorwissen haben oder in begrenzter Form? Oder wer, glaubst du, sind so die typischen Leute?
00:16:45
Speaker
Ja, genau. Also ich glaube, man kann die sogar erkennen, weil häufig machen die schon sehr viel mit Excel zum Beispiel. Die bauen also diese komplizierten Excel-Spreadsheets und organisieren alles mit Schriften und Farben und allen Möglichkeiten, die Excel da bietet.
00:17:04
Speaker
Und wenn man die sozusagen befähigt, eben ein Tool zu verwenden, das vielleicht mehr Struktur anbietet oder auch mehr Automatisierung anbietet, dann sind das eigentlich genau die richtigen Leute. Weil sie haben so ein bisschen, es ist schon ein bestimmter Typus, sie haben also das Verständnis vom Prozess, sie haben vielleicht auch die Freiheit, sich da gedanklich mit auseinanderzusetzen und haben einen Hang dazu, Dinge zu strukturieren. Also man braucht gar nicht
00:17:32
Speaker
sozusagen jetzt große Erfahrung, dass man schon mal irgendwas programmiert hat, sondern es geht eher darum, dass man eigentlich selber so den Drang hat, Dinge zu strukturieren und zu sortieren. Und dann findet man, glaube ich, auch einen guten Zugang zum Thema No-Code. Ja, ja, da stimme ich dir hundertprozentig zu. Ich bin ja selber aus, habe absolut keinen technischen Background, aber glaube ich, habe ein ganz gutes logisches Verständnis und habe deshalb auch ganz gut reinfinden können, das ganze Thema No-Code. Und es hilft auf jeden Fall schon schon sehr, den
00:18:02
Speaker
den Prozess erst mal zu greifen zu können auch und dann auch zu wissen, vielleicht auch was möglich ist. Glaubst du denn auch, dass, also wenn wir über das ganze Thema Citizen Development sprechen und Enablement von Mitarbeitern, gerade die mit der kreativen Energie, ich finde, das ist ein sehr schöner Ausdruck von dir. Glaubst du, dass die auch das in der ganzen Abteilung in einem Team etablieren können? Oder wo siehst du das ganze Thema Citizen Development? Sind das einzelne Leute? Wird sich das komplett ausbreiten?
00:18:32
Speaker
Ja, also wenn ich mal auf unsere Kunden gucke, also die idealtypischen Kunden, also wo wir wirklich glauben, dass das Ninox auch funktioniert als Produkt für das ganze Unternehmen, die sind dann eigentlich sozusagen ausgegangen von einem einzelnen Bereich, wo sie erstmal erste G-Versuche gemacht haben.
00:18:55
Speaker
Bei uns geht es natürlich immer um Zusammenarbeit. Das heißt, wenn man das jetzt nur für sich alleine nutzen würde, wäre der Mehrwert nicht so hoch. Aber das heißt, in einer Abteilung oder in einem Team. Und dann haben sie gemerkt, okay, ausgehend von diesem Punkt können wir auch noch weitere Probleme lösen.
00:19:13
Speaker
Und bei diesen Kunden sieht man häufig, dass sie dann sozusagen in den verschiedenen Abteilungen einzelne Key-User oder Power-User oder eben diese Citizen-Developer haben, die dann in der Lage sind, die Anforderungen aus ihrem Team zu konsolidieren und umzusetzen in der Plattform.
00:19:32
Speaker
Ja, und wie siehst du das in Verbindung mit einer IT-Abteilung zum Beispiel oder mit einer Development-Abteilung? Also, müsst ihr da Überzeugungsarbeit leisten, auch gerade diesen Abteilungen gegenüber oder kommt das eher aus den nicht-technischen Abteilungen?
00:19:49
Speaker
Ja, also ich meine, das beste Zusammenspiel findet man eigentlich, wenn man sozusagen die technischen und die eher businessorientierten Teams zusammenbringt. Am Ende ist es natürlich so, dass das Thema No-Code häufig eher aus einer Businessperspektive getrieben ist, weil dort einfach sozusagen der
00:20:12
Speaker
Leidensdruck ja höher ist. Also man braucht neue Lösungen oder will sich verbessern. Und ich meine aber, dass Low-Code als auch Low-Code-Plattformen da eine gute Chance bilden, sozusagen eine gemeinsame Sprache zu finden. Also die eher fachlich oder businessorientierten Mitarbeiter, die können sozusagen dann die Plattform nutzen, um
00:20:38
Speaker
neue Prozesse zu etablieren oder neue Funktionalität zu bauen. Aber manchmal haben sie dann ja Bedarf an komplexen Automatisierungen, Integration oder vielleicht geht es dann einfach über das hinaus, was man sozusagen jetzt aus einer nicht technischen Sicht noch auch durchdenken kann.
00:20:56
Speaker
Das ist eigentlich dann eine große Chance, dass IT und Fachbereiche über so eine Plattform deutlich besser zusammenarbeiten können und viel schneller Ergebnisse erzielen. Insofern glaube ich, wird es dahin auf jeden Fall gehen in diese Richtung, dass diese Tools auch eher strategisch quasi in einem Unternehmen eingesetzt werden und man sich überlegt, okay, wer hat da jetzt welche Rolle, wer ist für welche Themen verantwortlich.
Zusammenarbeit zwischen IT und Business mit Ninox
00:21:21
Speaker
Wer kümmert sich zum Beispiel um Integration und Sicherheit? Und wer kümmert sich vielleicht eher darum, jetzt den nächsten Report zu bauen oder das Formular zu designen?
00:21:31
Speaker
Ja, total. Begegnet euch denn manchmal auch das Argument Shutton-IT? Wir merken das zum Beispiel bei Unternehmen, dass da eine ganz große Gap ist zwischen ... Es gibt IT-Teams oder Dev-Teams, die sagen so, ey, super cool, lass uns Knockout einführen, das unterstützt uns total. Das sind quasi Zweige, die wir in die ...
00:21:57
Speaker
unterschiedlichen nicht technischen Teams dann auch teilweise bringen. Und dann gibt es die, die halt unglaublich viel Angst haben vor, oh Gott, entsteht völliges Chaos, wenn wir unsere Mitarbeiter enablen. Und wir merken immer wieder, dass das unglaublich viel mit Unternehmenskultur tatsächlich zu tun hat. Wie erfolgreich solche Anwendungen in einem Unternehmen sein können. Begegnet euch das auch.
00:22:22
Speaker
Ja, also ich glaube, das ist eigentlich, das ist natürlich ein ganz wichtiger Punkt. Und es ist ja auch nicht ganz unberechtigt. Ja, also am Ende muss ja ein Unternehmen sicherstellen, dass zum Beispiel die Daten sicher gespeichert sind, dass Themen wie Autorisierung, Authentifizierung geregelt sind, dass man also nur das auch machen kann, was man machen darf. Die Frage ist natürlich immer, was ist sozusagen die Alternative, was passiert, also wenn ich jetzt
00:22:48
Speaker
gar nichts liefert, kein System, keine Plattform. Dann arbeiten die Mitarbeiter, haben sie notgedrungen, ja trotzdem mit den Daten und schicken sie dann in Excel-Tabellen per E-Mail hin und her. Das ist ja auch keine Sicherheit. Also insofern
00:23:07
Speaker
ist, glaube ich, die richtige Antwort, dass man eine Plattform ganzheitlich einführt und sozusagen den IT-verantwortlichen und Sicherheitsverantwortlichen auch die Tools an die Hand gibt, dass sie sozusagen diese Sicherheitsinteressen und Anforderungen sicherstellen können über die Plattform. Wir bieten da zum Beispiel ausgefeilte Rollenrechte-Modelle, über die man das dann ganz detailliert steuern kann, wer jetzt überhaupt wo zugreifen kann.
00:23:38
Speaker
Aber am Ende, du hast gesagt Unternehmenskultur, genau, also ich glaube, das ist der richtige Punkt. Man muss halt überlegen, wie nutze ich das, wie nutze ich die Technologie, wie kann ich sie in meinem Kontext sinnvoll verwenden und wie kann ich eben auch sicherstellen, dass die Datensicherheit, Datenschutz gewährleistet sind.
00:23:58
Speaker
Ja, total. Und auf den Punkt würde ich auch gerne noch mal eingehen, genauso wie auf das ausgeklügelte Rechte-Management, wie auf den Integrations- und Automatisierungsaspekt von Ninox. Einmal zum Rechte-Management, das ist ja wirklich, also das habe ich bei noch keinem anderen No-Control tatsächlich gesehen, dass man so detailliert auch komplett individuelle Rollen bestimmen kann, denen man dann aber wiederum für jede Datenbank und für jede Tabelle sogar
00:24:28
Speaker
einzelne Rechte zuweisen kann. Wie ist das gekommen, dass ihr das so, also du hast es gerade schon angeteasert quasi, aber wie ist das gekommen, dass ihr das so ausgefeilt gebaut habt? Ja, also das hängt natürlich stark mit den Prozessen und Anwendungsfällen zusammen, die wir unterstützen.
Zugriffskontrolle und HR-Management
00:24:47
Speaker
wollen. Und ich gebe mal ein einfaches Beispiel, Arbeitszeiterfassung ist ja jetzt auch gerade wieder aktuell geworden, kommt auf die Agenda vieler Unternehmen. Also mit Linux kann man auch Arbeitszeiterfassungslösungen bauen. Und da geht es natürlich darum, wenn man sich diesen einfachen Case mal anschaut, da geht es darum, also dass der
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Speaker
individuelle Mitarbeiter im Unternehmen seine persönliche Zeiten eintragen kann, Urlaubsplanung machen kann, etc. Dann darauf liegend in der Regel so eine Art Freigabeprozess, also der Teamleiter oder so, der wäre dann zuständig zu sagen, okay, passt, die Stunden überprüft, da ist auch nichts irgendwie abweichend vielleicht von gesetzlichen Regelungen, also zum Beispiel nicht zu viele Überstunden gemacht.
00:25:37
Speaker
sozusagen als diesen Fallgabeprozess und dann am Ende soll natürlich eine HR-Abteilung irgendwie gesamtheitlich auf die Daten schauen können, um vielleicht die Lohnausfertung zu machen oder einfach nur die Kontingente zu überprüfen, dass jetzt nichts so irgendwie da aus dem Bruder läuft. Also insofern gibt es da schon in so einem einfachen Prozess wahnsinnig viele unterschiedliche Stakeholder, die da unterschiedliche Rechte haben.
00:26:07
Speaker
Und es geht dann ja bis auf die Datensatzebene. Das heißt, wenn die Lisa Schmidt jetzt mal als Mitarbeiterin ihre Stunden einträgt,
00:26:17
Speaker
und der Erik Meyer das auch tut, dann soll der Erik Meyer ja nicht sehen, wie viele Stunden die Lisa Schmidt gearbeitet hat. Es ist selbst so ein einfacher Use-Case in der Praxis, braucht eine sehr detaillierte Rollenrechte-Steuerung und das wollten wir ermöglichen und daher haben wir das als Kernfunktion in die Plattform eingebaut.
00:26:39
Speaker
Ja, ja, macht total, total Sinn. Und ja, ist auch sehr, also kann ich aus meiner Erfahrung mit der Arbeit mit Tinox sagen, auch sehr, wirklich sehr einfach einstellbar und sehr logisch, wie man da Rechte vergibt und an wen und welche Rollen man erstellt und so.
00:26:55
Speaker
Dann zum Thema Integration und Automatisierung. Also Ninox ist ja ein Tool, was ich glaube sehr schnell erlernbar ist tatsächlich am Anfang. Also auch Leute mit nicht-technischem Background können schnell damit arbeiten und brauchen keine sehr lange Lernkurve. Aber Ninox kann ja noch viel mehr. Einmal mit Integration, Automatisierung und auch mit euren ganzen Skripten, die man quasi sehr individuell bauen kann.
00:27:26
Speaker
Bei der Solutions hast du mir, glaube ich, erzählt von, es gibt Anwendungsfälle, wo du auch schon total beeindruckt warst, was man inzwischen alles mit Ninox machen kann, weil Leute dann Skripte geschrieben haben und Automatisierungen geschrieben haben und so. Wie weit geht Ninox? Also da gehen wir ja schon sehr stark in die Low-Code-Richtung rein, aber damit wird ja Ninox unendlich erweiterbar, oder?
Ninox Scripting für Automatisierung
00:27:55
Speaker
Ja, das ist ein guter Punkt. Wir haben ein Stück weit sozusagen mit unserer Plattform und unseren Anwendern mit gelernt, was man eigentlich alles machen kann oder machen will. Insofern hat sich das gegenseitig ein bisschen befruchtet. Du hast schon gesagt, Skripting. Skripting ist bei Ninox tatsächlich ein ganz fundamentaler Bestandteil.
00:28:19
Speaker
Und da verlassen wir natürlich, zumindest im wörtlichen Sinne, das Thema No-Code. Also es geht dann tatsächlich darum, Code zu schreiben in unserer Linux-eigenen Scriptsprache, die sich aber sehr, sehr stark darauf fokussiert, dass man sozusagen
00:28:36
Speaker
eher die Business Rules oder die Geschäftslogiken implementiert und versucht sozusagen alle technischen Komplexitäten, wie ich habe irgendwie einen Server und einen Client, die müssen Daten austauschen und so weiter. Das wird alles dann doch noch abstrahiert, sodass sich der Nutzer damit nicht auseinandersetzen muss. Aber am Ende, klar, es geht um Code.
00:29:00
Speaker
Und das haben wir ja aber auch zum Beispiel in Tabellenverarbeitung. Und da kommt eigentlich auch die Scriptsprache her. Man hat ja immer irgendwie die Fragestellung sozusagen, wie kann ich jetzt eine Formel ausdrücken, wie kann ich bestimmte Überrechnungen machen.
00:29:13
Speaker
Und das jetzt weitergedacht, dann mit den ganzen Kontrollstrukturen, die eine richtige Sprache anbietet, landet man dann irgendwo bei der Ninox-Script-Sprache, die wir heute anbieten. Und damit ist wahnsinnig viel möglich. Also, damit ist eigentlich alles möglich, was ich in so typischen Geschäftsprozessen an
00:29:39
Speaker
Regeln oder Abläufen definieren will. Und das ist auch so die Spezialität. Aber wir sind eben, muss man auch dazu sagen, darauf auch beschränkt. Das heißt also, ich kann jetzt nicht irgendeine App damit bauen. Also ich könnte kein Spiel damit bauen oder ich könnte auch keine App bauen, die jetzt für Endkunden geeignet ist. Also ich sag mal, es gibt ja viele so App-Bilder, die
00:30:04
Speaker
vielleicht irgendwie die Speisekarte von einem Restaurant darstellen oder so. Das ist eben was, was wir gar nicht machen und das kann man auch mit der Skrittsprache näher erreichen, weil wir einfach da einen ganz anderen Fokus haben. Aber für diese Themen, die wir unterstützen, da geht die Skrittsprache auch sehr weit. Ja.
00:30:22
Speaker
Ja, schön. Ich denke immer an irgendwie so eine Brücke zwischen, also quasi wie so ein Backend, das als Brücke zwischen nicht-technischen oder Business-Usern und Tech-Usern irgendwie dient. Ja, das ist eigentlich ein schönes Bild. Also das trifft das gut. Sehr gut. Gibt es denn ein Beispiel oder vielleicht einen Kunden-Case auch, den du besonders beeindruckend findest, der mit Minox gebaut wurde?
00:30:52
Speaker
Naja, ich könnte jetzt ausholen und sozusagen die großen Lösungen besprechen, die mit Linux gebaut wurden. Aber was mich eigentlich persönlich dann eher beeindruckt, ist, dass eben auch sehr, sehr viele NGOs Linux nutzen und dass wir da auch einen Beitrag leisten, einfach Gutes in der Welt zu tun. Und das sind ganz unterschiedliche Themen, also Flüchtlingshilfe oder
00:31:21
Speaker
Ärzteverbände auf HIT. Also auch solche Organisationen haben eben großen Bedarf daran, ihre Prozesse zu organisieren, die Zusammenarbeit zu organisieren. Und dass wir da helfen können, das ist eigentlich immer was, was mich am meisten beeindruckt. Ja, total, total schön, ja.
00:31:42
Speaker
Dann noch einmal zum Thema No-Code im Allgemeinen.
Aufstieg des No-Code Begriffs
00:31:47
Speaker
Ich vermute, ihr habt Ninox gestartet und da war No-Code noch nicht so das Riesen-Buzzword, was es jetzt ist. Wann hast du zum ersten Mal vom Wort No-Code gehört, von dem Begriff, weißt du das noch? Gute Frage. Also ich würde sagen, das war
00:32:06
Speaker
Das war um die Zeit, als wir auch uns entschieden haben, Venture Capital zu suchen. Wir waren ja in 2018 hier in Berlin in einem Techstars Accelerator-Programm.
00:32:20
Speaker
Und um die Zeit, meine ich, mich zu erinnern, kam das Thema No Code auf. Man hat dann auch so für den ersten sehr stark finanzierten Start-ups gehört wie Airtable zum Beispiel. Um den Dreh haben wir, glaube ich, auch das heutige Make, also Integromat, das erste Mal kennengelernt oder kam auf den Radar. Also das war so der Zeitpunkt, wo der Begriff geprägt wurde.
00:32:48
Speaker
Ja, die Begrifflichkeiten sind ja auch, also ich finde es ganz witzig, weil ich zum Beispiel meine Meinung, no code ist eigentlich so das falsche Wort, weil es heißt ja nicht no code, sondern, also kein Code, sondern am Ende kommt ja trotzdem Code daraus in den meisten Fällen. Man hat halt nur ein anderes Interface, wie man, wie man das so bedient. Und auch die ganzen Begriffe Citizen Development oder Citizen Developer und so finde ich, also ich finde manche der Begriffe tatsächlich sehr diskutabel. Das würde vielleicht aber auch noch mal eine ganze Folge füllen.
00:33:16
Speaker
Absolut, ja. Also, es gab ja mal, ich weiß nicht, ob du das von NoSQL mal gehört hast, dann haben die irgendwann, hieß es dann Not Only SQL. Also, ich weiß nicht, ob wir dann irgendwann da in die Richtung kommen. Ich glaube, in No-Code und Low-Code, ich unterscheide das eigentlich mal ganz gern darin, daran wäre es so der primäre Ansprechpartner. Also, wenn ich mich in die Business-Abteilung wende,
00:33:40
Speaker
dann und sozusagen nicht Programmierer einen Zugang zu der Plattform finden sollen, dann ist es aus meiner Sicht eine No-Code-Plattform. Wenn man schon ein sehr gutes Verständnis auch von Konzepten wie Model-View-Controller haben muss oder wie Daten und Interfaces zusammengesteckt werden, dann ist es vielleicht eher eine No-Code-Plattform. Also, ich weiß nicht, ob das die beste Definition ist, aber das ist das, was ich da immer
00:34:09
Speaker
Ja, spannend. Finde ich tatsächlich eine gute Definition. Weil ich habe immer gesagt, wenn man mit No-Code anfängt, kommt man relativ schnell auch in Low-Code rein. Und dann auch vielleicht sogar zu Code. Also so war ja mein Einstieg in die Tech-Welt. Aber klar, nach Anwendern zu gehen, macht total Sinn. Weil letzten Endes ist es ja auch ein Mittel zum Zweck. Und ich finde, es geht gar nicht so darum,
00:34:38
Speaker
jetzt Code versus No Code oder so, sondern am Ende ist glaube ich, was ja auch Ninox dann im Prinzip die Verbindung dazu schafft, die Kombination aus allen, dass ich an den Enden quasi oder an den Use Cases, wo ich No Code brauche und eben nicht technische User habe,
00:34:56
Speaker
No-Code habe, dann dazwischen Low-Code und dann eben mit Code die Sachen bediene, wo ich halt wirklich Code für brauche. Und es ist eben nicht als entweder oder irgendwie zu sehen. Ja, genau so ist es. Und also ganz viele unserer Nutzer haben auch Coding gelernt sozusagen.
00:35:20
Speaker
Ja. Ach, cool. Sehr cool. Wie glaubst du denn, wird sich denn mit No- und Low-Code-Anwendungen denn auch unsere Arbeitswelt verändern?
Zukunft der No-Code Tools am Arbeitsplatz
00:35:34
Speaker
Oder wird sich sie sich verändern?
00:35:38
Speaker
Ja, also in vielerlei Hinsicht. Der Grund, warum das Thema so relevant ist, ist ja ein Ausdruck davon, dass sich sehr viel beschleunigt hat. Also, dass Unternehmen sehr viel schneller auf neue Anforderungen reagieren müssen und sich die Frage stellen, wie kann ich das jetzt, obwohl meine IT-Abteilung vielleicht schon Ex-Projekte
00:36:05
Speaker
auf der Kappe hat. Ja, also sozusagen dieser Anforderungsdruck und die Agilität, die von einem Unternehmen erwartet wird, das steigt immer weiter. Zum anderen ist es natürlich so, dass die Mitarbeiter in einem Unternehmen
00:36:20
Speaker
Heutzutage glaube ich viel das englische Wort tech savvy. Ich weiß gar nicht, wie man das auf Deutsch übersetzt, aber sehr viel mehr sich mit Technologien beschäftigen. Jeder hat ein Smartphone, jeder ist sozusagen
00:36:36
Speaker
auch gewohnt, Inhalte zu erschaffen oder so, das ist ja ein ganz natürlicher Prozess geworden. Und wenn man das zusammenlegt, das also sozusagen, man muss sich schneller agieren, man muss sich schneller anpassen und gleichzeitig sind die Mitarbeiter auch eher in der Lage, das zu tun als vielleicht noch vor 20, 30 Jahren.
00:36:56
Speaker
Und dann so eine Technologie dazu kommt. Ich glaube, das wird sich sehr stark auch auf den Alltag von Mitarbeitern auswirken. Und ich glaube, am Ende ist es auch einfach erfüllender, wenn man eine Automatisierung schreibt, als wenn man jeden Tag den gleichen Task manuell erledigt. Amen. Das stimmt. Nutzt du denn No-Core-Tools oder Ninox auch in deinem Alltag?
Nutzung von No-Code Tools innerhalb von Ninox
00:37:25
Speaker
Ja, also wir als Unternehmen nutzen Linux, das kann ich erstmal sagen. Wir nutzen auch andere NoCo-Tools, zum Beispiel unsere Website basiert auf Webflow. Ich in meinem privaten Alltag, die Zeitscheiben, die ich mir da sozusagen rausschneide, versuche ich dann
00:37:46
Speaker
gar keine technischen Tools einzusetzen, sondern vielleicht ganz andere Dinge zu machen. Aber beruflich nutze ich auch Ninox sehr viel. Ja, sehr schön. Was ist denn bei Ninox so geplant? Was sind so die nächsten großen Steps, die du umsetzen wolltest?
00:38:07
Speaker
Ja, also ich hatte ja schon angeteasert, dass wir Stück weit jetzt herausgefunden haben, in welchen Branchen wir den größten Mehrwert schaffen können und auch welche Prozesse wir unterstützen. Wir haben jetzt in den letzten Monaten sehr viel
00:38:25
Speaker
Content angefangen zu publizieren oder vorzubereiten. Einiges wurde gerade publiziert. Ich weiß nicht, ob du in den letzten Tagen nochmal in unserer Lösung unterwegs warst, aber wenn man jetzt Stand heute zum Beispiel eine neue Lösung oder eine neue Datenbank irgendwie noch erstellt, dann bieten wir jetzt eine viel größere
00:38:46
Speaker
Auswahl an Vorlagen an, die viele der Prozesse, die wir gerade diskutiert haben, zum Beispiel auch Arbeitszeiterfassung, mit abdecken. Also das ist für uns ein ganz, ganz großes Thema, dass wir sozusagen diese Inhalte auch bieten. Das war einfach nicht immer vom
00:39:03
Speaker
werden Blatt startet, sondern schon auf einer gewissen Absprunghöhe. Und die weiteren Fragen, da muss ich jetzt ein bisschen im Ungefahren bleiben, aber ich gehe davon aus, dass es nächste Jahr noch große Veränderungen für Linux bringen wird, vor allem was so das Thema Gestaltbarkeit von User Interfaces angeht.
00:39:24
Speaker
und auch was die Modularität angeht, weil das ist was, was uns aufgefallen ist, was in dem Bereich No-Code, Low-Code auch noch relativ kurz kommt, ist die Fragestellung so, wie kann ich jetzt eigentlich nicht nur vielleicht eine Lösung bauen, sondern eine ganze Landschaft an Lösungen bauen und wie können die dann miteinander interagieren und wie kann ich sozusagen nicht mehr No-Code-Monoliten haben, sondern echte Modularisierung im Bereich No-Code. Das wollen wir uns anschauen.
00:39:54
Speaker
Super spannend! Okay, ich bin sehr gespannt, was da in der nächsten Zeit noch kommt. Wenn ihr mal reinschnuppern wollt übrigens in Ninox, dann schaut euch doch gerne mal unser Ninox-Onboarding an. Wir haben nämlich zusammen mit Ninox eine Onboarding-Reihe gestaltet,
00:40:13
Speaker
Wenn dieser Podcast live geht, glaube ich, seit ungefähr zwei Wochen online. Und da werdet ihr so durch die ersten Themen geführt. Erstmal, was ist überhaupt eine visuelle Datenbank? Wie unterscheidet sich das von Excel und von Spreadsheets? Wie erstellt ihr eine neue Datenbank? Wie könnt ihr euer Team verwalten und einladen? Wie erstellt ihr genau aus den Templates, aus den Vorlagen, die du gerade auch genannt hast, Frank?
00:40:37
Speaker
Wie könnt ihr damit sinnvoll arbeiten? Wie kann man die erweitern? Und dann seht ihr auch die Übersicht von den vielen, vielen Templates. Tatsächlich habe ich gerade gestern noch dazu ein Video aufgenommen. Genau, das ist wirklich beeindruckend für wie viele Use Cases
00:40:53
Speaker
es diese Templates gibt. Und vor allem, was ich manchmal so ein bisschen an Templates vermisse bei anderen No-Controls ist dieses, wie nutzt man das jetzt eigentlich richtig? Also welche Tabelle ist für was und was soll ich darin eintragen? Also was haben sich die Ersteller des Templates quasi dabei gedacht?
00:41:10
Speaker
Und da gibt es bei Ninox auch immer einen kleinen Infopunkt, der einmal quasi genau durch das Template führt, was soll man wo machen und was kann man wo machen. Und das Ganze letztendlich aber auch noch so beliebig erweitern. Deshalb lohnt es sich auf jeden Fall mal reinzugucken. Wir verlinken euch natürlich alles in den Show Notes und in der Beschreibung unter den Videos.
00:41:34
Speaker
Frank, wenn man mehr über dich erfahren will, wenn man dich irgendwie kontaktieren will, wenn du kontaktiert werden möchtest, und wenn man mehr über Ninox erfahren will, natürlich verlinkt natürlich auch alles in den Show Notes, aber wo kann man mehr über euch erfahren?
00:41:50
Speaker
Wo kann man mehr über uns erfahren? Also wir haben natürlich eine Website, also da haben wir ganz viele Inhalte an, ninox.com. Schaut gern auch auf mein LinkedIn-Profil, einfach Frank Böhmer suchen, ich glaube, da findet man mich. Und ja, in den sozialen Medien sind wir
00:42:13
Speaker
Wir können wahrscheinlich noch aktiver werden, aber wir sind auf Twitter und wir sind auf YouTube und bauen jetzt auch den YouTube-Channel aus, bringen mehr und mehr Lerninhalte. Und natürlich bei Visual Makers sind wir jetzt demnächst mit, ich glaube, einem großartigen Lernprogramm vertreten.
00:42:33
Speaker
Genau, das seid ihr auch. Das ist tatsächlich bei Veröffentlichungen von diesem Podcast auch schon live und kann angeguckt werden. Und auch auf unserer Toolseite tatsächlich, also keine Angst, wir verlinken euch wie gesagt alles unten in den Show Notes. Da könnt ihr auch mal einen ersten Blick in Screenshots und sowas von Linux einwerfen. Genau, also alles, was ihr braucht, um starten zu können.
00:43:00
Speaker
Frank, es war mir eine sehr, sehr große Freude, dass du bei uns im Podcast warst. Vielen, vielen Dank für deine ganzen Insights und für deine Zeit. Es hat mir große Spaß gemacht und ich bin sicher, wir sehen uns demnächst wieder auf dem einen oder anderen Event wie bei der Solutions vor ein paar Wochen in Hamburg. Vielen Dank, dass du da warst. Vielen Dank. Freude ist ganz meinerseits, hat wahnsinnig viel Spaß gemacht und ja, dann alles Gute auch an die Zuschauer.