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SplitterCast 81 - Kaktus Verlagsauslieferung

S1 E90 · Splittercast
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444 Plays8 days ago

Ihr wisst, was aller guten Dinge sind... Willkommen zum dritten Teil des SplitterCast-Schweiz-Specials! Nach Verlag und Shop nähern wir uns diesmal dem dritten Glied in der Comichandelskette: der Verlagsauslieferung. Seit fast 40 Jahren betreibt Matthias Walther die Auslieferung Kaktus in Zürich und versorgt den Schweizer Buchhandel mit Comics und Manga zahlreicher Verlage. Ein essentiell wichtiger Teil der Kette, aber auch derjenige, der am häufigsten unterm Radar fliegt, denn wenn bei der Auslieferung alles glatt läuft, bekommt man von außen nichts davon mit. Aber was genau macht dieser mystische Buchzwischenhandel eigentlich den ganzen Tag über? Folgt uns ein letztes Mal in die Alpennation und findet es heraus!

Die Website von Kaktus: https://www.kaktus.net/

Und uns, den Splitter Verlag, findet ihr hier: https://www.splitter-verlag.de/

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Transcript

Einleitung und Begrüßung

00:00:06
Speaker
Hallo und herzlich willkommen zum Splittercast, dem Podcast von und mit dem Splitter Verlag, Bielefelds bestem Comic- und Manga-Verlag.
00:00:14
Speaker
Mein Name ist Max und in diesem Podcast spreche ich mit Macherinnen und Machern aus der deutschsprachigen Comicszene.

Vorstellung des Schweizer Specials Teil 3

00:00:21
Speaker
Und hiermit heiße ich euch ganz herzlich willkommen zum dritten Teil unseres kleinen Schweiz-Specials.
00:00:27
Speaker
Nachdem ich schon die Jungs von Skinless Crow und Angela, die Betreiberin des Comics-Shops in Basel, zum Gespräch eingeladen hatte, spreche ich heute mit Matthias von der Verlagsauslieferung Kaktus.

Was ist Kaktus?

00:00:39
Speaker
Falls ihr von Kaktus in diesem Kontext noch nie gehört habt und jetzt an eine grüne Pflanze denkt, dann habt ihr zum Teil recht, zum Teil auch nicht gewusst,
00:00:47
Speaker
Jedenfalls geht es in diesem Fall um eine Verlagsauslieferung, also einen Laden, der Bücher an Bücherläden verkauft.
00:00:54
Speaker
Was genau Matthias macht, da kommen wir gleich drauf zu sprechen.
00:00:57
Speaker
Und zwar in der Schweiz.
00:00:58
Speaker
Und zwar der einzige oder zumindest der größte Verlagsauslieferungsbetrieb in der Schweiz, in Zürich um genau zu sein.

Herausforderungen beim Vertrieb von deutschen Büchern in der Schweiz

00:01:05
Speaker
Wie es dazu kam, dass Matthias diesen Laden gegründet hat und jetzt seit echt einiger Zeit leitet, wie seine Arbeit genau aussieht, was so die Schwierigkeiten davon sind, deutschsprachige Bücher, die in Deutschland produziert wurden, von deutschen Verlagen in der Schweiz zu verkaufen, darauf kommen wir im Lauf dieses Gesprächs zu sprechen.
00:01:25
Speaker
Ist ein kurzweiliges, teilweise auch etwas wirtschaftswissenschaftliches Gespräch geworden, wir Fachwissenschaften,
00:01:31
Speaker
Meiern uns da so durch, aber natürlich gibt es zum Schluss auch wieder ein paar schöne Leseempfehlungen und Matthias hatte eine sehr investigative Gegenfrage für

Feedback und zukünftige Themen

00:01:40
Speaker
mich.
00:01:40
Speaker
Freut euch auf diese Stunde und ich freue mich auf Feedback zu diesem Gespräch und zum Podcast allgemein.
00:01:46
Speaker
Was hättet ihr gerne mal für Gäste dabei?
00:01:47
Speaker
Welche Themen wünscht ihr euch, dass ich die mit Gesprächspartnern mal erörtere?
00:01:53
Speaker
Fragen, Kritik, Anregungen, alles drumherum immer gerne an splittercast.splitter-verlag.de und auf den sozialen Medien at splitterverlag.
00:02:01
Speaker
Empfehlt uns weiter, lasst uns positive Bewertungen da.
00:02:04
Speaker
Ich freue mich über jeden Stern und jedes Like.
00:02:07
Speaker
Und dann wünsche ich euch jetzt ganz viel Freude mit Splittercast Folge 81 mit Matthias von der Verlagsauslieferung Kaktus in der Schweiz.

Reise von Zürich nach Bielefeld

00:02:15
Speaker
Hallo lieber Matthias, herzlich willkommen im Splittercast und schön, dass du den weiten Weg auf dich genommen hast aus der Schweiz, aus Zürich nach Bielefeld.
00:02:25
Speaker
Ich hoffe, du hattest bisher einen guten Tag.
00:02:27
Speaker
Ja, danke.
00:02:28
Speaker
Hallo Max und hallo Splittercast-Zuhörerinnen und Zuhörer.
00:02:32
Speaker
Ja, der Weg war ja wirklich weit.
00:02:35
Speaker
Nein, natürlich nicht, aber wir hatten so ein paar technische Erfahrungen.
00:02:40
Speaker
Brücken zu übersteigen.
00:02:41
Speaker
Schön gesagt.
00:02:43
Speaker
Aber jetzt klappt es ja.
00:02:44
Speaker
Ja, danke, mein Tag war gut.
00:02:46
Speaker
Wetter ist im Moment hier in Zürich sehr, sehr schön, super.
00:02:51
Speaker
Ja, würde mich einladen, das Ganze draußen abzuhalten, aber es ist noch ein bisschen kühl.
00:02:56
Speaker
Ja, es ist auch, also Live-Podcasts draußen oder Podcasts draußen, live sind wir ja eigentlich nicht, haben bestimmt was für sich, sind aber für die Tonqualität natürlich Gift.
00:03:06
Speaker
Dementsprechend haben wir uns dafür entschieden, doch das jetzt einfach wie immer zu machen über mein Programm hier und Remote.

Technische Details des Podcast-Setups

00:03:15
Speaker
Und ich freue mich, dass du da bist.
00:03:17
Speaker
Das Wetter hier ist auch ganz hübsch, tatsächlich.
00:03:20
Speaker
kann man nicht anders sagen.
00:03:21
Speaker
Aber wir wollen ja gar nicht so viel über das Wetter reden.
00:03:25
Speaker
Ach, hinten raus doch.
00:03:25
Speaker
Nee, weiß ich nicht.
00:03:26
Speaker
Also schreibt, wenn ihr mehr Wetter-Content haben wollt, liebe Hörerinnen und Hörer, schreibt das gerne.
00:03:32
Speaker
Liegt ihr E-Mail.
00:03:35
Speaker
splittercast-verlag.de und dann spreche ich mit meinem nächsten Gast ausführlicher über das Wetter.
00:03:40
Speaker
Also ich glaube, wir wollten eigentlich über Comics reden.
00:03:42
Speaker
Genau.

Exklusivität von Kaktus im deutschen Comic-Vertrieb in der Schweiz

00:03:43
Speaker
Über den Kaktus im Raum.
00:03:47
Speaker
Matthias, du bist Chef, Inhaber und die Person, der Mann hinter Kaktus, unserer Schweizer Verlagsauslieferung, der Schweizer Comic Verlagsauslieferung.
00:04:00
Speaker
Ich weiß ja, dass die meisten Hörerinnen und Hörer des Splittercasts in Deutschland sitzen.
00:04:04
Speaker
Wir machen ja gerade aber unser kleines dreiteiliges Schweiz-Special, wo du den Abschluss bildest.
00:04:11
Speaker
Viele Hörerinnen und Hörer kennen bestimmt PPM, unsere deutsche Verlagsauslieferung.
00:04:16
Speaker
Aber ich könnte mich, vielleicht täusche ich mich auch, aber es würde mich nicht wundern, wenn viele von euch Kaktus als Verlagsauslieferung noch nicht kennen.
00:04:25
Speaker
Darum, Matthias, fangen wir doch einfach mal ganz, ganz unten an.
00:04:28
Speaker
Was genau macht Kaktus eigentlich?
00:04:33
Speaker
Ja, Kaktus ist im Zusatz, nennen wir uns Verlagsauswiederung, das kommt eigentlich von früher, dass du dann eben als Schweizer Firma hauptsächlich mit deutschsprachigen Verlagen zu tun hattest und die brauchten dann...
00:04:51
Speaker
eine Vertretung in der Schweiz und das hat sich dann halt einfach Verlagsausüberung genannt.
00:04:56
Speaker
War dann häufig auch gekoppelt mit Verlagsvertretung, sprich Außendienst und dann hast du quasi mit diesen Verlagen dann so einen Exklusivvertrag gemacht, damit du eigentlich das Recht hast, deren Produkte in der Schweiz zu verkaufen, also im Zwischenhandel, Zwischenbuchhandel nennt man das ja auch, was ich da mache.
00:05:21
Speaker
das zu verkaufen.
00:05:23
Speaker
Und das war früher ziemlich exklusiv.
00:05:26
Speaker
Das heißt, wenn du das Vertrag nicht dann gehabt hast, dann war es eigentlich der Einzige.
00:05:32
Speaker
Hat sich natürlich jetzt alles gewandelt mit Grenzen offen und Algenbars heute im Endeffekt.
00:05:39
Speaker
Das ist ein bisschen anders.
00:05:41
Speaker
Aber das Grundgeschäft ist immer noch so, ich bin eurer Vertretung in der Schweiz jetzt beispielsweise von Splitter.
00:05:49
Speaker
Und von natürlich ganz vielen anderen Verlagen.
00:05:52
Speaker
Wenn du sagst, das war früher anders, wann war das so anders?
00:05:55
Speaker
Also seit wann machst du das so?
00:05:57
Speaker
Hast du Kaktus eigentlich auch gegründet?
00:05:59
Speaker
Ja, ich habe Kaktus gegründet.
00:06:01
Speaker
Das war im Sommer 1988.
00:06:03
Speaker
Wow.
00:06:04
Speaker
Ja, es ist ein Weilchen her.
00:06:09
Speaker
Das ist ein paar Jahre her.
00:06:11
Speaker
Genau.
00:06:12
Speaker
Auf jeden Fall.
00:06:13
Speaker
Ja, aber da ändern sich die Zeiten natürlich.
00:06:15
Speaker
Klar.
00:06:16
Speaker
Ja, also ich meine, das waren ja auch Zeiten, da gab es ganz knapp schon Computer.
00:06:22
Speaker
Ich habe, glaube ich, auch mit dem Computer bereits angefangen, aber ich hatte den Job, den ich jetzt mache, in einer anderen Firma eigentlich gemacht.
00:06:33
Speaker
Also was war ich da für Betriebschef, wenn du so willst?
00:06:36
Speaker
Ich meine, das war ganz klein, klein, klein.
00:06:39
Speaker
Und da haben wir noch mit Schreibmaschine die Rechnungen geschrien und die Bestellungen, die kamen per Post.
00:06:45
Speaker
Und irgendwann gab es dann die Erfindung des Telefax und dann kamen die Bestellungen per Telefax und Telefon.
00:06:51
Speaker
Also ich meine, das waren schon andere Zeiten, ja.
00:06:53
Speaker
Das ist ja wunderbar.
00:06:55
Speaker
Ja, und jetzt sitzen wir hier und nehmen einen Podcast auf, der hoffentlich von ein paar Leuten gehört wird.
00:07:03
Speaker
Kann man sagen, in diesen 38 Jahren ist schon ein bisschen was passiert.
00:07:09
Speaker
Zwischenbuchhandel für diejenigen von euch, denen das vielleicht nichts sagt, ist im Laufe der Jahre hier im Podcast auch ein paar Mal gefallen, aber ich gehe natürlich nicht davon aus, dass ihr alle Folgen schon gehört habt, noch nicht.
00:07:22
Speaker
Ihr holt das natürlich nach, gehe ich von aus.
00:07:25
Speaker
Das heißt, ihr versendet nicht an Endkunden und Endkundinnen, also ihr kriegt von Deutschland, in unserem Fall Breu Spitter jetzt von Deutschland ausgeliefert, von PPM geliefert tatsächlich unsere Neuheiten und was ihr sonst so bestellt, zugeschickt und ihr verschickt das dann nicht an Endkunden, sondern an andere Buchläden.
00:07:47
Speaker
Das ist zwischen Buchhandeln mal ganz plump gesagt.
00:07:50
Speaker
Ganz plump gesagt, aber das ist genauso.
00:07:53
Speaker
Das heißt, wir beliefern einfach Buchhandel und Comicfachhandel und Endkunden haben ein paar über die Jahre natürlich gesammelt, aber wir pushen das nicht, weil das ist eigentlich nicht unser Kerngeschäft.
00:08:07
Speaker
Unser Kerngeschäft ist für den Verlag quasi den Händler in der Schweiz zu beliefern.
00:08:14
Speaker
Ja, du hast gesagt, du bist vorher woanders Vertriebschef gewesen.
00:08:21
Speaker
Wie kommt man dann dazu, eine Comic-Verlagsauslieferung in der Schweiz zu gründen?
00:08:26
Speaker
Also das ist ja schon recht speziell.
00:08:27
Speaker
Ihr seid auch die einzige Comic-Verlagsauslieferung in der Schweiz, so in dem Sinne, oder?
00:08:32
Speaker
Inzwischen, ja.
00:08:33
Speaker
Also wir haben ja auch Buchverlage.
00:08:36
Speaker
Es ist ja nicht so, dass...
00:08:37
Speaker
Comics haben, aber es ist so ein Nischending und hat sich in dem Verlauf der Geschichte der Firma so ergeben, dass wir ein paar Elektristik-Verlage, sag ich jetzt mal, auch mit dabei haben, aber das ist eher so Special Interest und
00:08:54
Speaker
Wir mögen die Leute einfach auch und es hat sich so ergeben.
00:08:57
Speaker
Aber hauptsächlich sind wir eigentlich mit Comics unterwegs.
00:08:59
Speaker
Und da gibt es in der Deutschsprache in der Schweiz, da muss man immer einen Unterschied machen.
00:09:03
Speaker
Wir haben noch die Französisch sprechende Schweiz, wo es dann mit Comics ganz anders aussieht und auch Verlagsauslieferung.
00:09:12
Speaker
Aber wir sind in der Deutschsprache in der Schweiz die einzige Comic-Verlagsauslieferung inzwischen.
00:09:20
Speaker
Und
00:09:22
Speaker
Ja, aber wie kam es dazu?
00:09:24
Speaker
Du hast etwas anderes gemacht.
00:09:25
Speaker
Also gelernt habe ich eigentlich Buchhändler.
00:09:28
Speaker
Ah ja, doch, okay.
00:09:30
Speaker
Und habe dann nach der Ausbildung...
00:09:35
Speaker
In Bern, in Staufacher, als diese Buchhandel gibt es immer noch, die hatte schon vor, das war glaube ich vor 40 Jahren, krass, eine richtig gute Comicabteilung.
00:09:49
Speaker
Da Bern auch so ja schon fast nahe der französischen Schweiz liegt, hatten die auch ganz viele französische Comics, weil auf Deutsch gab es da zu dieser Zeit
00:09:58
Speaker
noch nicht so viel.
00:09:59
Speaker
Und da habe ich die Comic-Abteilung geleitet und bin so eigentlich dann zu den Comics gekommen.
00:10:07
Speaker
Also, ja, habe ich da reingelesen.
00:10:11
Speaker
Und nach dem Weilchen wollte ich dann mal einen Kulissenwechsel machen und habe dann Lieferanten von uns angeschrieben, ob die einen Job haben.
00:10:19
Speaker
Und die hatten dann einen Job als, wie sagt denn jetzt, Vertriebschef für...
00:10:26
Speaker
Für ihre Bücher und eben Comics, die sie da hatten.
00:10:29
Speaker
Also das war zu dieser Zeit Volksverlag, weiß ich auch.
00:10:34
Speaker
Ach ja, das sagt mir zumindest was, ja.
00:10:37
Speaker
Ja, war eigentlich ein Wegbereiter auch für erwachsenen Comics, sag ich jetzt mal so.
00:10:45
Speaker
Die hatten damals erstaunlich, also wo man heutzutage rückblickend sagen würde, erstaunlich, was die für Lizenzen damals hatten, ne?
00:10:53
Speaker
Ja, Lizenzen und teils, doch, er hatte Lizenzen, aber ich glaube, da gab es dann auch ein bisschen Teildifferenzen.
00:11:00
Speaker
Ja, das stimmt, das kann man auch.
00:11:03
Speaker
Aber die hatten zum Beispiel ja Schwermetall, glaube ich.
00:11:06
Speaker
Genau, der Schwermetall heißt im Gasa, wo jetzt nichts ein Sonderband bringt, das war schon alles da.
00:11:14
Speaker
Und auch Möbios Sachen.
00:11:17
Speaker
Hauptsächlich war Schwemetall halt schon sein Ding.
00:11:21
Speaker
Das lief ja dann auch ganz groß noch im Pressegrosse, also Kioskware und
00:11:29
Speaker
hat, denke ich, für die Verbreitung des Erwachsenen-Comics schon auch seinen Beitrag geleistet.
00:11:37
Speaker
Ja.
00:11:39
Speaker
Aber eben dieser Erfolgsverlag, der hat dann irgendwann aufgehört und er kam dann Alpha-Comic ins Spiel mit Achim Schnurrer und da angehängt war dann auch die Edition Comics mit Herbst Schreppel, Ilse Achatz und Achim Schnurrer.
00:11:55
Speaker
Und das waren so die Leute, wo ich dann
00:11:58
Speaker
eigentlich auslieferungsmäßig dann weitergefahren habe.
00:12:03
Speaker
Weil eben bei dieser Firma, wo ich dann Vertriebschef war, habe ich dann gekündigt und hatte dann die Aufgabe, eigentlich nach Erlang zu fahren, um Alpha Comic zu sagen, hey, ihr habt jetzt in der Schweiz keine Verlagsauslieferung mehr, wir müssen da eine Lösung suchen.
00:12:22
Speaker
Und dann, weiß ich noch, ging ich da rein und
00:12:27
Speaker
Und dann hat Gabi Simon, das war die Vertriebschefin von Alpha Comics, gesagt, ja, warum machst du das eigentlich nicht?
00:12:35
Speaker
Und ich bin ehrlich gesagt gar nicht auf die Idee gekommen, oder ich hätte mich, glaube ich, auch nicht getraut, das zu fragen, du, würdest du mir das geben und so?
00:12:48
Speaker
Und dann war es schon ein bisschen baff und dann habe ich gesagt, jo, ich überlege mir das und
00:12:56
Speaker
Das waren, glaube ich, in ein paar Tagen eigentlich entschieden, dass ich dazu sage und die Gelegenheit beim Schopf packe.
00:13:01
Speaker
Und dann habe ich in relativ kurzer Zeit, das waren es, glaube ich, vier Wochen, halt eine Firma gegründet, irgendwelche Räumlichkeiten gesucht und dann ging es los.
00:13:13
Speaker
Klasse.
00:13:14
Speaker
Ja, das konnte man früher noch so.
00:13:17
Speaker
Weiß nicht, vielleicht geht das heute auch noch.
00:13:19
Speaker
Ja, logisch, logisch.
00:13:23
Speaker
Und du dachtest dir, Kaktus ist eine schöne Pflanze, so nenne ich den Laden mal.
00:13:27
Speaker
Gibt es da noch eine tiefere Bewandte?
00:13:30
Speaker
Ja, das mit der Namensfindung.
00:13:34
Speaker
Ich habe den Podcast ja gehört mit Kindesgrau.
00:13:38
Speaker
Ja, stimmt.
00:13:40
Speaker
Die Begründung war auch fein.
00:13:41
Speaker
Ja, klingt doch cool, hey.
00:13:42
Speaker
Nee, nee.
00:13:44
Speaker
Es war, glaube ich, dass es
00:13:45
Speaker
dass es einzigartig ist und dass es auf Google und so schnell gefunden werden soll.
00:13:50
Speaker
Solche Überlegungen habe ich mir natürlich nicht gemacht.
00:13:53
Speaker
Gab es damals Google überhaupt schon so richtig?
00:13:57
Speaker
Ich mag Kakteen immer noch und zu dieser Zeit auch.
00:14:01
Speaker
Und dann habe ich ein bisschen halt rumstudiert und irgendwie habe ich dann gedacht, okay, Kaktus.
00:14:09
Speaker
Also mit Zusatzvertrieb, muss ich noch sagen.
00:14:11
Speaker
Dann wurde das so eingetragen.
00:14:13
Speaker
Das hatte dann zur Folge, dass wir in der ersten Zeit viele Telefonate gekriegt haben von irgendwelchen sukkulenten Leuten, also Leute, die Kakteen haben und irgendwelche
00:14:27
Speaker
Tipps oder Kakteen kaufen wollten bei uns.
00:14:29
Speaker
Das ging natürlich nicht.
00:14:32
Speaker
Ja, weil da gab es ja nur ein Telefonbuch und die gelben Seiten.
00:14:35
Speaker
Gab es in Deutschland, glaube ich, auch.
00:14:37
Speaker
Das ist eben dieses Branchenbuch.
00:14:40
Speaker
Ja, und dann habe ich es mal umbenannt in Kaktusbücher und Comics.
00:14:45
Speaker
Das war klar, dass wir kein Grundzeug haben, sondern Inhalte Papier und Bildergeschichten.
00:14:52
Speaker
Und irgendwann kam dann noch die Änderung zur Cactus Verlags Ausübung.
00:14:58
Speaker
Ja, warum nicht?
00:14:59
Speaker
Also das Logo bietet sich ja an.
00:15:01
Speaker
Das ist ja eine coole Sache.
00:15:03
Speaker
Grün ist auch eine schöne Farbe.
00:15:05
Speaker
Ja, die Website hat das neue Logo.
00:15:08
Speaker
Wir haben noch quasi so ein
00:15:11
Speaker
älteres Kunstwerk.
00:15:12
Speaker
Achso, okay.
00:15:14
Speaker
Nein, das ist nicht online.
00:15:15
Speaker
Okay, schade.
00:15:16
Speaker
Das hätte ich jetzt mal angeguckt.
00:15:19
Speaker
Das heißt, du hast dann so quasi aus Impuls und Gelegenheit heraus den Vertrieb für den Alpha Verlag übernommen.
00:15:28
Speaker
Ja.
00:15:29
Speaker
In der Schweiz.
00:15:31
Speaker
Und da war dann natürlich auch eben Edition Kunst und Comics, die haben da beim dritten Salon eigentlich begonnen mit ihren Sachen.
00:15:39
Speaker
Und
00:15:40
Speaker
Da waren dann so die Kunstsaison der René-Franc, Comic-Künstlergalerie.
00:15:47
Speaker
Ganz speziell waren die Comic in Dosen.
00:15:51
Speaker
Ich weiß nicht, ob du die kennst.
00:15:52
Speaker
Das sagt mir gar nichts.
00:15:54
Speaker
Was ist das denn?
00:15:54
Speaker
Also Herb Schröppel ist leider verstorben.
00:15:57
Speaker
Ein Mensch, der hat Sachen umgesetzt.
00:16:00
Speaker
Das war klasse.
00:16:01
Speaker
Da gab es...
00:16:03
Speaker
Da gab es, der hat glaube ich einen Zigarettenautomat umgebaut und am dritten Comicsalon in der Land, konntest du dann Dosencomics ziehen.
00:16:14
Speaker
Also hast du glaube ich 5 Mark reingeworfen und dann gab es wirklich einen Comic in der Dose und davon gab es 5 Stück.
00:16:22
Speaker
Also 5 verschiedene, ein Willhelm Busch war dabei, glaube ich Frank, ich weiß nicht wer war es genau.
00:16:28
Speaker
Aber schon cool.
00:16:29
Speaker
Und die haben mir dann auch quasi ihre Trauen ausgesprochen und gesagt, wenn ich möchte, könnte ich sie auch gleich mit ausüben.
00:16:39
Speaker
Und da hatte ich schon eine Zweifellage mit im Portfolio.
00:16:46
Speaker
wie man so schön sagt.
00:16:47
Speaker
Das hat dann auch Sinn gemacht, weil Alpha hat ja auch erst begonnen und er kann ja so ein bisschen mitwachsen.
00:16:53
Speaker
Weil sonst wäre es, glaube ich, schon von Anfang an ziemlich teuer geworden, weil du musst ja das alles kaufen.
00:17:01
Speaker
Im Comicgeschäft ist es eigentlich zum Teil immer noch so, dass du keine Kommissionsware hast in der Schweiz, sondern du kaufst das eigentlich fest ein beim Verlag.
00:17:12
Speaker
Und der Vorteil war dann bei Alpha, weil die noch nicht so viele Titel hatten, dass wir dann peu à peu das Lager aufbauen konnten.
00:17:23
Speaker
Was heißt, wie viele verschiedene Titel hattest du so am Anfang im Angebot?
00:17:31
Speaker
Weißt du das noch?
00:17:32
Speaker
Kann ich dir sagen.
00:17:36
Speaker
Ich kann ja nicht ziffern.
00:17:37
Speaker
Ich glaube, im Monat kamen da vielleicht vier bis sechs Neuheiten raus, plus U-Comics und Schwermetall.
00:17:45
Speaker
Und das war es dann eigentlich auch, weil ich meine, Übersetzung, Druck, das war alles viel komplizierter, hat länger gedauert.
00:17:58
Speaker
Es gab auf Französisch natürlich auch viel weniger...
00:18:02
Speaker
Material, das sie überhaupt übersetzen konnte.
00:18:04
Speaker
Ja, klar.
00:18:06
Speaker
Ich würde sagen, da haben wir einen Monat vielleicht zwölf Neuheiten ausgeliefert oder so.
00:18:12
Speaker
Also, war überschaubar.
00:18:15
Speaker
Im Vergleich zu wie vielen heute so in etwa?
00:18:18
Speaker
Heute?
00:18:19
Speaker
Also, wenn du Panini noch mitnimmst mit jedem Heftchen.
00:18:25
Speaker
Ja, keine Ahnung.
00:18:27
Speaker
Ihr habt schon 20...
00:18:32
Speaker
Ja, noch um die 50 bis eben 100, je nach Höft, was ja noch mitrechnet.
00:18:34
Speaker
Aber das ist schon eine andere Nummer.
00:18:39
Speaker
Das ist eine komplett andere Nummer, klar.
00:18:43
Speaker
An dieses Wachstum über die Jahrzehnte ist dann aber so peu à peu gewesen und organisch von sich gegangen.
00:18:50
Speaker
Oder gab es irgendwann mal so einen Moment, wo du da standst und gesagt hast, okay, jetzt muss man irgendwie hier...
00:18:57
Speaker
Jetzt mal hier Butter bei den Fischen sozusagen.
00:19:00
Speaker
Jetzt müssen wir irgendwie krass expandieren.
00:19:03
Speaker
Nein.
00:19:06
Speaker
Ich habe verschiedene Modelle ausprobiert.
00:19:09
Speaker
Ich habe angefangen als quasi eigenständige Ausübung.
00:19:13
Speaker
Dann gab es zu dieser Zeit, also die Firma gibt es immer noch, gab es die AVA.
00:19:18
Speaker
Die gibt es immer noch.
00:19:20
Speaker
Kennst du vermutlich, weil du bei Edition Moderna und David und so.
00:19:24
Speaker
Die hatten auch Comics.
00:19:25
Speaker
Die hatten zu dieser Zeit...
00:19:28
Speaker
war deren Lieferant eigentlich Baldo Buscher mit Medienservice.
00:19:31
Speaker
Der hat dann halt Reprodukt, Schreiber und Leser und Colt und was das alles war und Edison Moderne.
00:19:38
Speaker
Und irgendwann kam dann die Idee, dass wir eigentlich unsere Energien zusammenlegen sozusagen und ich mein Lager bei der AVA quasi unterstelle.
00:19:50
Speaker
Mhm.
00:19:52
Speaker
aber weiterhin als eigenständige Auslieferung auftrete.
00:19:57
Speaker
Ist ein bisschen kompliziert, aber ja, war ein guter Versuch.
00:20:00
Speaker
Und dann habe ich zusammen mit David Basler eigentlich nur noch Verlagsvertretung gemacht.
00:20:05
Speaker
Und dann haben wir halt die Deutschsprache Schweiz mit den Frühjahrs- und Herbstprogrammen bereist und versucht, Comics im Buchhandel und halt in die Comic-Läden zu bringen.
00:20:17
Speaker
Oder seid ihr so richtig auf Vertriebsreise gegangen?
00:20:19
Speaker
Ja, also mache ich immer noch jetzt.
00:20:21
Speaker
Ah, okay.
00:20:25
Speaker
Reise quasi klassisch im spätfrühenden Jahr und spätherbst mit den Verlagsprogrammen.
00:20:34
Speaker
Und besuche da noch die interessierten Comikhändler und Buchhändler in der deutschsprachigen Schweiz.
00:20:41
Speaker
In der deutschsprachigen Schweiz, ja.
00:20:42
Speaker
Genau.
00:20:44
Speaker
Och, nett.
00:20:46
Speaker
Ist das was, was du immer noch gerne machst nach all der Zeit?
00:20:50
Speaker
Ja, es gab eine Zeit, wo ich es nicht mehr so gerne gemacht habe, weil dann reiste ich da irgendwo in die Pampa für einen Auftrag von fünf Tiken oder so.
00:21:04
Speaker
Also Zeugs hat man halt gemacht.
00:21:07
Speaker
Aber inzwischen habe ich
00:21:12
Speaker
glaube ich, mehrheitlich nur noch mit Kunden zu tun, die sind interessiert an Comics, die wollen, die wollen was wissen und da kann man sich austauschen, es ist schön sich zu sehen und es geht dann häufig auch nicht mehr so explizit um die Programme, weil ich meine, die Leute sind ja durch die Vorschau und Internet, die ist super informiert und dann kannst du die Gespräche auch ein bisschen anders führen.
00:21:35
Speaker
Ja, doch, ich mache es inzwischen wieder gerne, dass ich so zweimal im Jahr meine kleine Tour mache und
00:21:42
Speaker
Halt die Leute sie.
00:21:43
Speaker
Och, das ist doch nett.
00:21:46
Speaker
Nimm uns doch mal mit.
00:21:48
Speaker
Also ihr sitzt ja in Zürich.
00:21:49
Speaker
Ja.
00:21:51
Speaker
Ich glaube, das ist so eine Art Industriegebiet da.
00:21:54
Speaker
Wieso, ja.
00:21:55
Speaker
Also ich war nie an der Ecke in Zürich, wo ihr sitzt, Reffelstraße da.
00:22:01
Speaker
Aber auf Google Maps, das ist aus dem Industriegebiet.
00:22:05
Speaker
Wie darf man sich das denn vorstellen?
00:22:07
Speaker
Also ich
00:22:09
Speaker
kenne von PPM halt eine Riesenfläche von Lagerhallen, die bis unter die Decke mit Büchern vollgestopft sind.
00:22:16
Speaker
Und dann, ja, es ist eigentlich ein Ausmaß von Papier und Buchmasse, die man sich kaum vorstellen kann.
00:22:24
Speaker
Aber ich habe gar keinen Bezug dazu, wie das bei euch aussieht.
00:22:26
Speaker
Sind das bei euch auch so riesige Lagerhallen?
00:22:29
Speaker
Macht ihr das alles per Hand?
00:22:30
Speaker
Sind es mehrere Hallen?
00:22:31
Speaker
Ist es eine Halle?
00:22:32
Speaker
Habt ihr vielleicht ein paar Gabelstapler oder sowas?
00:22:35
Speaker
Nein, wir haben...
00:22:39
Speaker
Ich war nie bei PPM, aber ich stelle mir vor, wir sind vermutlich so ungefähr das Handlager von PPM, wenn sie das haben.
00:22:47
Speaker
Ich denke, das haben sie.
00:22:48
Speaker
Sie haben auch ein Handlager, ja klar.
00:22:50
Speaker
Also Gesamtfläche, wo wir jetzt mit Büro und Lager und im anderen Stockwerk auch noch Lager, sind es vielleicht noch 300 Quadratmeter.
00:23:02
Speaker
Mehr ist noch nicht.
00:23:02
Speaker
Das ist tatsächlich recht überschaubar.
00:23:05
Speaker
Ja, also das hängt natürlich auch damit zusammen, dass Zürich stolze Mietpreise hat, auch für Lagerflächen, Büroflächen.
00:23:15
Speaker
Und wir sind ja ein bisschen umgezogen in diesen 38 Jahren.
00:23:20
Speaker
Also begonnen habe ich mit der Firma in Frauenfeld, das ist in der Ostschweiz, da war ich 20 Jahre, glaube ich.
00:23:28
Speaker
Und dann ging es mal nach Luzern.
00:23:33
Speaker
Da hatten wir schon grössere Lagerräumlichkeiten auf dem Frauenfeld.
00:23:37
Speaker
Und jetzt in Zürich musste ich mich dann halt wegen Preisen auch einschränken.
00:23:45
Speaker
Aber ich finde es eigentlich gar nicht schlecht, wenn du so wie ein Korsett hast, dass du nicht einfach, du mietest wieder was dazu, weil du dann eben expandierst und vielleicht
00:23:57
Speaker
zu viel expansierst, ich weiß nicht.
00:23:59
Speaker
Je mehr Platz du hast, also das ist, weiß ich, man kann jetzt mal weggehen davon und sagen, wenn Comicsammler, wenn der
00:24:07
Speaker
ein Zimmer für sich alleine hat, dann kann er das einfach füllen mit all seinen Schätzen und wenn er noch eins dazu kriegt, dann würde es noch mehr auffüllen und mit Lagerflächen verhält es sich, denke ich, ungefähr ähnlich.
00:24:19
Speaker
Dann denkst du, okay, diesen Verlag versuche ich auch noch, das kaufe ich auch noch ein.
00:24:26
Speaker
Deswegen finde ich es
00:24:28
Speaker
Da in Zürich ist es eigentlich optimal, weil wir müssen wirklich mit den Platzverhältnissen kämpfen.
00:24:33
Speaker
Und wenn jemand kommt und es gibt immer noch Verlage, die suchen Ausüberungen oder eben einen Zwischenhändler, der sich da in den Buchhandel oder den Comicfachhandel bringt.
00:24:46
Speaker
Dann überlegen wir uns das wirklich gut, ob es passt.
00:24:52
Speaker
Teilweise fliegen da vielleicht auch andere Sachen raus.
00:24:55
Speaker
Wenn du findest, ja, das macht jetzt Sinn.
00:24:59
Speaker
Aber die Idee ist eigentlich, wenn es geht, nicht mehr allzu viel Lagerfläche dazu zu mieten und die Kassen hochzutragen.
00:25:08
Speaker
Das heißt, ihr kuratiert das schon recht stark, was ihr so ins Prinzip nehmt?
00:25:17
Speaker
Bei diesen Verlagen, wo wir eben Verlagsausüber und Plusvertretung sind, da haben wir eigentlich schon alles da.
00:25:25
Speaker
Okay, aber ihr kuratiert die Verlage sozusagen.
00:25:29
Speaker
Ja, logisch.
00:25:30
Speaker
Inzwischen ist es ja so, dass im Comic-Bereich gibt es praktisch nur noch PPM-Versatz.
00:25:39
Speaker
Ja, im Reihen, die Privatauslieferung der größeren Verlage.
00:25:45
Speaker
Ja, genau.
00:25:46
Speaker
Das sage ich jetzt nicht dir, sondern den Hörerinnen eher so zu einordnen.
00:25:52
Speaker
Und so gesehen, ja, kann ich natürlich kuratieren, wie du so schön sagst, dass wenn PP was Interessantes ins Sortiment aufnimmt, oder finden, wäre was, dann kann ich ja das einfach, also
00:26:04
Speaker
mitbestellen und mal anbieten und schauen, wie es läuft.
00:26:08
Speaker
Aber wenn es grössere Verlage sind, als Splitter angefangen hat, da dient es ja dann schon konkret um, wie macht man das jetzt?
00:26:16
Speaker
Und da eben halt Schweiz nicht EU ist und das zahltechnisch und versandtechnisch schwieriger ist, macht das ja PPM eigentlich auch nicht die Schweiz beliefern.
00:26:27
Speaker
Und deswegen gibt es dann diese Zusammenarbeiten.
00:26:30
Speaker
Ja.
00:26:33
Speaker
Ja, okay.
00:26:35
Speaker
Was würdest du denn sagen, ich weiß nicht, vielleicht gibt es da sogar eine konkrete Zahl, wie viele Verlage habt ihr jetzt so bei euch und wie viele Einzeltitel?
00:26:44
Speaker
So Pi mal Daumen?
00:26:46
Speaker
Ich weiß es ehrlich gesagt nicht.
00:26:50
Speaker
Verlage habe ich nie gezählt, weil da ist natürlich jeder Kleinstverlag noch mit dabei, die dann teilweise eins oder fünf Titel machen.
00:27:00
Speaker
Das sind schon einige.
00:27:02
Speaker
Aber ich
00:27:04
Speaker
Du weißt, es ist ja nicht schlimm.
00:27:06
Speaker
Ich glaube auch PPM wird das wahrscheinlich gar nicht so genau wissen, wie viele Einzeltitel, die noch bei sich rumliegen haben, abgesehen von irgendwelchen Altschätzen, die hinter irgendeinem Regal rumliegen.
00:27:17
Speaker
Genau, das haben wir alle.
00:27:18
Speaker
Wir haben alle Schätze.
00:27:19
Speaker
Es ist immer schön, wenn jemand zu Besuch kommt hier, der nicht aus dem Geschlecht
00:27:24
Speaker
da so ein Businessist und so, die finden, wow, so schön hier in diesen Büchern und die finden das dann so toll und ja, ich kenne ja meine Pappenheimer dann auch und weiß auch in dieser Ecke, ja, nicht gerade respektierlich ist Altpapier, aber es sind halt Sachen, die du noch nicht weggeben willst oder kannst, irgendwie, man hängt halt doch noch an gewissen
00:27:49
Speaker
Verlagen oder Tiefen und denkst, ja, vielleicht irgendwann kommt einer und will das.
00:27:55
Speaker
Vielleicht.
00:27:57
Speaker
Ja, ja.
00:27:58
Speaker
Also teilweise passiert es ja auch, dass dieses Revival nach zehn Jahren ist wieder irgendwas in und dann kommt es wieder.
00:28:08
Speaker
Kann immer mal passieren, hast du da so ein Beispiel gerade parat?
00:28:11
Speaker
Irgendwie so ein Titel, den du richtig lange am Lager hattest und der dann irgendwann überraschend doch noch gegangen ist?
00:28:19
Speaker
Äh, nee, kann ich jetzt nicht einbekommen.
00:28:24
Speaker
Aber ich meine ja so, dass, jetzt baue ich den Splitter-Sonderband Gaza, da gab es vom Volksverlag diese Gaza-Einzelbände, glaube ich, da hatten wir noch eine Nummer oder zwei Nummern von diesen Einzelbänden und jetzt kommt eben ein Sammelband.
00:28:41
Speaker
So meine ich, dass ich dann halt nach 15 Jahren komme, dann wieder in eine Neuausgabe von irgendwas, was es eigentlich nicht mehr gibt.
00:28:50
Speaker
Oder wo du dann halt noch ein Exemplar drum stehen hast.
00:28:53
Speaker
Ja, ja, ja.
00:28:55
Speaker
I see, I see.
00:28:56
Speaker
Und so gut, 300 Quadratmeter, haufenweise Titel, ganz, ganz viele Verlage, ein paar noch nicht gehobene Schätze.
00:29:05
Speaker
Ich schätze mal, heutzutage arbeitet ihr weniger mit Fax und mit Briefbestellungen.
00:29:13
Speaker
Wie sieht das denn ganz konkret aus, wenn bei euch eine Bestellung reingeht?
00:29:17
Speaker
Also ihr habt einen Stamm von Buchhandlungen, Comichandlungen, die bei euch bestellen.
00:29:23
Speaker
Die schicken vermutlich mal E-Mails oder ist es viel telefonisch oder telefonisch?
00:29:28
Speaker
Das meiste läuft schon per Mail.
00:29:32
Speaker
Es gibt dann Kunden, die bestellen über unseren Webshop.
00:29:35
Speaker
Diese Bestellung kannst du dann elektronisch einlesen und weiterbearbeiten.
00:29:40
Speaker
Dann gibt es im Schweizer Buchhandel, das gibt es vermutlich auch in Deutschland, so ein Bestellsystem, wo du die Buchhände über ihr Warenwirtschaftssystem dann...
00:29:51
Speaker
Bestellungen auslösen können, die wir dann auch per Mail oder sonst wie digital kriegen und die dann weiter bearbeiten.
00:29:59
Speaker
Telefonisch läuft ganz wenig.
00:30:02
Speaker
Viele schreiben auch ein Mail.
00:30:05
Speaker
Einen Kunden haben wir noch, der bestellt noch per Fax.
00:30:08
Speaker
Ausgezeichnet.
00:30:12
Speaker
Und das tippst du dann halt ab.
00:30:14
Speaker
Also musst du immer noch flexibel sein.
00:30:16
Speaker
Klasse.
00:30:19
Speaker
Dann geht ihr los und verpackt das irgendwie und gebt es an die Schweizer Post und dann geht das so seinen Weg oder stelle ich mir das zu simpel vor?
00:30:28
Speaker
Nee, so.
00:30:29
Speaker
Also du machst eine Packliste aus dem Auftrag und dann gehst du mit dieser Packliste durch unser Lager und stellst...
00:30:42
Speaker
die Sendung zusammen und dann, wenn es Buch anlässt, gibt es bei uns so eine Bücherwagen.
00:30:48
Speaker
Ihr habt das, glaube ich, in Deutschland auch, dieses Bücherwagensystem.
00:30:53
Speaker
Ja, genau.
00:30:54
Speaker
Das gibt es hier in der Schwarz auch.
00:30:56
Speaker
Das ist quasi ein Logistiker.
00:30:58
Speaker
Der holt dann die Sachen ab und wir verpacken das meistens in so eigene Behältnisse.
00:31:05
Speaker
Das sind so Plastikboxen.
00:31:06
Speaker
Also wir brauchen fast keinen Karton mehr, sondern schauen da eher nie auf
00:31:11
Speaker
Nachhaltigkeit kann man sagen.
00:31:13
Speaker
Das ist zwar Plastik, aber eben, das ist x-fach.
00:31:16
Speaker
Das kommt ja wieder zurück und macht eigentlich Sinn.
00:31:19
Speaker
Das ist auch zum Verschicken sinnvoll, ja.
00:31:25
Speaker
Wenn ihr mal in einem Buchladen seid, vielleicht habt ihr Glück und seht sowas mal rumstehen.
00:31:29
Speaker
Das sind so große Plastikwannen.
00:31:33
Speaker
man wundert sich, wie revolutionär und praktisch das ist, dass das heutzutage so verwendet wird.
00:31:40
Speaker
Ja.
00:31:41
Speaker
Ist so, ja, wir haben seit zwei Jahren jetzt komplett wirklich umgestellt und sagen, praktisch kein Karton.
00:31:48
Speaker
Es gibt auch ein paar Kunden, wo du Karton schickst oder wenn du den Schweizer Post verschickst, dann müssen wir Kartons benutzen, aber sonst haben wir dieses Mehrwerk-Ding und ich finde es super.
00:32:02
Speaker
Geht auch ganz wenig kaputt, das muss man ja noch mal sagen, weil es ist eigentlich besser geschützt als in den Kartons und die Comics sind ja sehr heikel und haben dann auch ein gewisses Gewicht, sprich eben so eine große Box, die ist dann meistens auch zu schwer.
00:32:21
Speaker
Ja,
00:32:22
Speaker
Deswegen trennen wir zum Beispiel kleinere Boxen, also die ganze, glaube ich, maximal.
00:32:27
Speaker
Da wird immer noch 20 Kilo Comics rein, aber das geht dann auch so zum Rumtragen.
00:32:34
Speaker
20 Kilo ist, glaube ich, sogar die Empfehlung.
00:32:37
Speaker
Das ist das, was noch halbwegs gut zu tragen ist.
00:32:39
Speaker
Alles darüber wird dann irgendwie schwierig.
00:32:41
Speaker
Ja, ich glaube, DPD hat immer noch über 30 Kilo als Limit.
00:32:44
Speaker
Ja, ich glaube, da beschweren sich die armen Trägerinnen und Träger.
00:32:52
Speaker
Wie viele Leute seid ihr denn eigentlich?
00:32:55
Speaker
Wir sind drei.
00:32:56
Speaker
Okay, das ist ja auch noch nicht überschaubar.
00:32:58
Speaker
Das ist erstaunlich, warum die so wenig sind, ich weiß nicht.
00:33:01
Speaker
Aber es funktioniert ja, es geht ganz gut.
00:33:06
Speaker
Das heißt, als Inhaber, Gründer, Chef in Personalunion hast du wahrscheinlich auch so ein ziemlich breites Aufgabenspektrum.
00:33:13
Speaker
Bist du auch noch selber am Lager dann mit einem Packen und einem Raussenden?
00:33:17
Speaker
Ja, also Mittwoch ist so ein Tag, das ist quasi mein Tag, wo ich noch im Tagesgeschäft mitmache oder das Tagesgeschäft eigentlich mache.
00:33:28
Speaker
Und das finde ich gut, weil dann weißt du noch, wie es geht oder wie mühsam, was zum Teil dann vielleicht auch ist und so.
00:33:38
Speaker
Und siehst du auch gewisse Sachen, wo man verbessern kann und so.
00:33:43
Speaker
Doch, einmal die Woche mache ich es gerne, aber mehr müsste jetzt eigentlich auch nicht mehr sein.
00:33:49
Speaker
Und Wadeneingang mache ich ganz selten, sprich halt Paletten abpacken oder einfach auspacken.
00:33:56
Speaker
Das ist einfach, wenn halt Manu, das ist mein Mitarbeiter, der hauptsächlich das Tagesgeschäft und Lagern so macht, wenn der im Urlaub ist, dann muss ich halt mit anpacken oder so.
00:34:11
Speaker
Aber ja, ich mache grundsätzlich alles.
00:34:15
Speaker
Schon noch irgendwie alles, ne?
00:34:17
Speaker
Ja, genau.
00:34:18
Speaker
Und macht das auch alles irgendwie auch immer noch oder immer mal wieder Freude?
00:34:23
Speaker
Oder gibt es da schon so eine klare, also gibt es da schon Sachen, wo du sagen würdest, boah, da könnte ich eigentlich auch drauf verzichten.
00:34:31
Speaker
Aber es gehört halt dazu.
00:34:33
Speaker
Ja, nee, sicher.
00:34:34
Speaker
Da kannst du auf vieles verzichten.
00:34:36
Speaker
Also was ich gerne mache, ist ja natürlich die neuen Programme,
00:34:41
Speaker
erfassen, Titel anlegen, meine Kunden besuchen zweimal im Jahr, ich mache die ganze Bestelldisposition, das mache ich immer noch gerne, halt schauen, dass Lager, das Zeug da ist, was es braucht und so.
00:35:00
Speaker
Wo ich gerne drauf verzichten könnte, ist das ganze administrative Zeug, das zunehmend ist und
00:35:08
Speaker
Und heutzutage musst du ja irgendwie alles irgendwo digital abholen, dich einloggen.
00:35:13
Speaker
Du kriegst eigentlich nichts mehr von selbst, sondern musst überall.
00:35:18
Speaker
Und das braucht Zeit und ist nervig, wenn es nicht funktioniert.
00:35:22
Speaker
Aber nee, alles in allem.
00:35:23
Speaker
Ich mache immer noch vieles gerne, ja.
00:35:29
Speaker
Das ist natürlich schön, freut mich zu hören.
00:35:32
Speaker
Ja, so soll es sein, ist doch prima.
00:35:34
Speaker
Es klingt auch wirklich so, als hättest du noch einen sehr direkten Bezug dazu.
00:35:38
Speaker
Ich glaube, bei PPM, bei der im Größenkategorie gibt es viele Leute, die eine sehr eher spezialisierte Aufgabe haben und dann mit vielen anderen Teilen gar nicht mehr so viel zu tun haben.
00:35:48
Speaker
Sonst kriegt man das, glaube ich, nicht unter einen Hut, so einen Wahnsinnsbetrieb.
00:35:55
Speaker
klingt, also ich hätte tatsächlich ehrlich gesagt gedacht, dass ihr größer wird.
00:35:59
Speaker
Also so von der Menge her, von der Fläche her, von den Mitarbeitern, aber... Ja, ja, auf jeden Fall.
00:36:06
Speaker
Das klingt echt schön.
00:36:09
Speaker
Du hast es gerade schon gesagt, die Comic-Landschaft, seit du angefangen hast, hat sich natürlich geändert.
00:36:15
Speaker
Es gibt viel, viel, viel mehr Verlage, die viel, viel, viel mehr Kram rausbringen.
00:36:20
Speaker
Manga ist ja in der Zwischenzeit auch ein
00:36:23
Speaker
Ja, inzwischen zu sagen, dass Manga ein neues Thema ist, ist natürlich Quatsch.
00:36:26
Speaker
Aber wenn man von Ende der 80er nach heute guckt, glaube ich, kann man das schon mal so feststellen, dass das nicht immer da war.
00:36:34
Speaker
Nein.
00:36:37
Speaker
Hat sich dadurch, also abgesehen von der Skala, die Arbeit grundsätzlich irgendwie verändert?
00:36:45
Speaker
Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, was für eine Antwort ich erwarten würde an der Stelle.
00:36:48
Speaker
Ich frage sie trotzdem mal.
00:36:51
Speaker
Also verändert hat sich die Digitalisierung, das haben wir schon besprochen.
00:36:55
Speaker
Das macht ja eigentlich auch das Ausheberungsleben ein bisschen leichter.
00:37:03
Speaker
Auf der anderen Seite ist es so, dass du ja dank dem ganzen Computer und so kannst du eigentlich viel mehr verarbeiten als vielleicht gesund ist, sage ich jetzt mal so.
00:37:14
Speaker
Ja, weil früher hattest du einfach die Schreibmaschine und dann, du konntest einfach eine gewisse Anzahl Rechnungen mit der Schreibmaschine schreiben, dann war es fertig.
00:37:24
Speaker
Und mit dem Computer kannst du ja eigentlich ziemlich schnell viel mehr Packlisten und Rechnungen, weiß nicht was, machen.
00:37:31
Speaker
Also das, ja, hat das Ganze sich vereinfacht, aber auch...
00:37:38
Speaker
Mehr Stress rangebraucht.
00:37:40
Speaker
Man muss mehr schaffen.
00:37:43
Speaker
Man kann mehr schaffen, man muss halt auch.
00:37:45
Speaker
Und was früher, das ist immer so doof, wenn man jetzt sagt früher, also früher war ja nicht alles besser, aber früher hat es halt auch weniger Verlage gegeben, es hat weniger Auswahl gegeben, es hat längere Zeit gedauert, bis dann die Fortsetzung von den Serien kam, weil eben auch im Original das länger gedauert hat und das ist ja heute teilweise zeitgleich.
00:38:11
Speaker
Ich meine, das kennt ihr ja und macht ja auch toll.
00:38:15
Speaker
Dankeschön.
00:38:18
Speaker
Aber es wurde dann irgendwie auch Großzüge bestellt, sag ich jetzt mal, vom Händler, weil die Auswahl war dann kleiner.
00:38:27
Speaker
Sprich, als Lieferant hast du dann auch mal halt wieder zehn Stück von irgendwas geschickt und heute ist es so, dass dann wird eins bestellt und zwei Tage später bestellt derselbe Händler wieder eins, weil der hatte auch keinen Platz im Laden und muss auch schauen, wie in die
00:38:44
Speaker
durchkommt.
00:38:46
Speaker
Man macht eigentlich viel mehr, wie soll ich denn sagen, es hat viel mehr Lagerbewegungen für all die Titel.
00:38:54
Speaker
Und früher war es
00:38:57
Speaker
einmal einpacken, zack, bumm, weg und dann hast du mal einen Monat Ruhe gehabt, weil der bestellt dann gleich 20 von dem, weil er weiß, das kann ich verkaufen in zwei Monaten.
00:39:06
Speaker
Und das ist heute für alle Beteiligten wirklich viel schwieriger abzuschätzen.
00:39:11
Speaker
Wie viel kann ich von dem verkaufen?
00:39:13
Speaker
Wie soll ich von dem bestellen?
00:39:15
Speaker
Und das macht schon
00:39:17
Speaker
Anspruchsvoller, trotz der Vielfalt, die wir heutzutage haben.
00:39:23
Speaker
Wegen der Vielfalt eigentlich.
00:39:24
Speaker
Genau, wegen der Vielfalt.
00:39:27
Speaker
Die Klage, sage ich jetzt einfach mal so, ich weiß, dass du es nicht direkt so gemeint hast, aber diese Beobachtung, die...
00:39:35
Speaker
gilt auch für den gesamten Buchhandel, glaube ich.
00:39:36
Speaker
Das ist jetzt kein ganz comic-spezifisches Thema.
00:39:41
Speaker
Dieses Riesenangebot, dieses Wachsen der Neuerscheinungsschwemme.
00:39:48
Speaker
Der Warendruck, der herrschen soll.
00:39:51
Speaker
Sehr schön, ja.
00:39:52
Speaker
Ja, das sind ja so
00:39:56
Speaker
Das war eigentlich, aber das war einfach so, ja, dass das, ich glaube, die, wie sagen wir, die Konzernbuchhandlung, die müssen halt diesen Warendruck eben auch ihren Tischen und so machen können und dann muss er halt liefern, ja.
00:40:16
Speaker
Ja, das ist ja auch, also auf einer wirtschaftlichen Ebene ist ja auch ein Tisch, eine Fläche irgendwie, eine Stelle, wo Kapital liegen soll, das dann irgendwie zu Umsätzen führt.
00:40:26
Speaker
Und dann fängst du halt auf einer ganz abstrakten betriebswirtschaftlichen Ebene, denke ich mal, auch dann an, halt irgendwie so Bücherpreise zu vergleichen.
00:40:35
Speaker
Die großen Barsortimente zum Beispiel versperren sich ja vielen Titeln, die zu günstig geworden sind, weil die sagen, das lohnt sich nicht mehr, die überhaupt zu verschicken, ne?
00:40:45
Speaker
Das ist so, ja.
00:40:47
Speaker
Man kann kein Geld damit verdienen, Bücher zu verkaufen, die weniger als 10 Euro kosten eigentlich.
00:40:52
Speaker
Außer man verkauft davon echt eine Menge.
00:40:54
Speaker
Es gibt dann natürlich Ausnahmen.
00:40:56
Speaker
Das ist vielleicht für die Hörerinnen und Hörer, ich weiß nicht, ob es in dem Podcast schon mal Thema hier war, aber das ist eine Überlegung, die man sich als Kunde, aus Kundensicht ist natürlich ein günstiges Produkt immer super, aber aus Händlersicht ist es eigentlich total doof.
00:41:09
Speaker
Es ist eigentlich total doof, wenn Manga super günstig sind, wenn man dann damit nichts verdienen kann.
00:41:16
Speaker
sondern dass dann nur noch gemacht wird, um halt irgendwie die Titel am Markt zu halten und andere Titel nicht hochkommen zu lassen, so quasi.
00:41:28
Speaker
Das sind teilweise echt komplexe Gedankenkonstrukte, die man da aufmachen muss.
00:41:33
Speaker
Ja, ich finde es zum Teil wirklich Wahnsinn, wie viel Papier da eigentlich rumgeschoben wird.
00:41:41
Speaker
Es ist ja nicht
00:41:45
Speaker
Brutal, wenn man sagt, es ist doof, es macht ja keinen Sinn, dass du da gewisse Überproduktionen machst oder
00:41:55
Speaker
Und nur damit der Tisch voll ist, denkst du, okay, dann drücken wir auch noch ein paar mehr von dem.
00:42:01
Speaker
Und das ist dann auch noch so, dass vieles ja kopiert wird, wenn irgendwas funktioniert.
00:42:09
Speaker
Also allgemein Buchhandel, dann muss Verlag Y dann auch noch irgendwas Ähnliches haben.
00:42:15
Speaker
Dann kommt auch noch ein Gartenbuch bei denen zu diesem Thema.
00:42:18
Speaker
Und Krimi sowieso da.
00:42:21
Speaker
Und beim Comics ist es ja auch so.
00:42:22
Speaker
Also es gibt einfach eigentlich zu viel.
00:42:28
Speaker
Kann man so sehen, ja.
00:42:29
Speaker
Also aus Lesersicht natürlich auch schön, eine Vielfalt zu haben, aber vielleicht merkt ihr bei eurem Hobby ja auch, dass man immer weniger Konsense findet, über was man eigentlich reden kann, weil irgendwie keine zwei Leute mehr dieselben Sachen überhaupt sich angucken.
00:42:45
Speaker
Vielfalt ist natürlich an und für sich was Schönes, aber es bringt halt auch eine Kehrseite mit sich.
00:42:50
Speaker
Ich glaube, so kann man es vielleicht zusammenfassen.
00:42:53
Speaker
Ja, ich frage mich manchmal schon, wie es so ein Comic-Leser oder eine Comic-Leserin gibt, geht, weil die haben ja ein bestimmtes Budget, sage ich jetzt mal, zum Monat.
00:43:04
Speaker
dann wird es ja, weil es kommen ja wirklich viele Tolle Sachen raus ständig.
00:43:09
Speaker
Klar.
00:43:10
Speaker
Wo investierst du jetzt das und was kaufst du dir jetzt?
00:43:14
Speaker
Und das kann ja dann auch vielleicht frustrierend sein, wenn du dann halt merkst, hey, ich komme nicht mit.
00:43:22
Speaker
Sag jetzt mal, das alles mir anzueignen und ich kann mir das nicht leisten.
00:43:29
Speaker
Sich leisten, das kann man alles davon wahrzunehmen sowieso nicht.
00:43:33
Speaker
Es zerstüttert halt immer weiter.
00:43:37
Speaker
Glaubst du denn, diesen Trend, der wird sich fortsetzen?
00:43:41
Speaker
Oder meinst du, da wird es irgendwann eine Ermüdung geben?
00:43:44
Speaker
Kann man da eine Probeuse anstellen?
00:43:46
Speaker
Also mit der Vielfalt und ich sage dem jetzt mal Überproduktion.
00:43:53
Speaker
Ich weiß nicht, es müsste eigentlich mal jemand beginnen,
00:43:57
Speaker
sag ich das provokativ, sag ich, okay, weniger ist mehr.
00:44:00
Speaker
Dass so ein Gentleman Agreement beispielsweise im Verlagswesen käme, wo du sagst, okay, wir machen jetzt alle 20% weniger.
00:44:10
Speaker
an Titeln.
00:44:11
Speaker
Und mal schauen, was passiert.
00:44:13
Speaker
Weil vielleicht würde zahlenmäßig nicht viel, sag ich jetzt mal, Negatives passieren, weil die Qualität steigen würde oder dass dann gewisse Titel vielleicht ein bisschen länger auf dem Tisch bleiben könnten oder im Regal stehen oder andere Beachtung finden würden.
00:44:33
Speaker
Weil
00:44:35
Speaker
Ich weiß noch von Frankreich, das hat mir mal ein Verleger erzählt beim Comic.
00:44:40
Speaker
Also im Comicmarkt Frankreich ist es so, dass da Neulinge oder neue Sachen, die haben es ziemlich schwer, weil ja da die Menge an Neuheiten noch viel höher ist als bei uns.
00:44:53
Speaker
Und das heißt, wenn ein guter Comic kommt und der schafft es in einer Woche, zwei nicht beachtet zu werden,
00:45:01
Speaker
dann wird er schon wieder vom Tisch gepackt und wird nicht mehr so beachtet.
00:45:08
Speaker
Das ist dann zum Teil schade, denke ich, für gewisse Sachen.
00:45:12
Speaker
Ja, das ist definitiv so, aber in anderen Branchen ist es ja genauso.
00:45:15
Speaker
Wenn ein Videospiel nicht relativ schnell performt oder guckt dir Kinofilme an, da geht es meistens nur um die erste Woche eigentlich.
00:45:23
Speaker
Also der Verdrängungskampf ist schon hart.
00:45:26
Speaker
Das Problem bei der, also grundsätzlich, dieses Gentle-Grancy-Gummit ist bestimmt, klingt logisch, aber man musste halt wissen, auf welche 20 Prozent man verzichtet, ne?
00:45:37
Speaker
Ja, das ist halt also aus der Rücksicht dann zu sagen, ja war ja klar, dass der und der Titel gut läuft und der und der Titel nicht, das ist immer einfach zu sagen und aus Leserinnen und Lesersicht zu sagen, ja der Titel, der muss doch gut laufen, das lässt sich immer leicht so schließen.
00:45:56
Speaker
in den Raum stellen, aber ob es stimmt, ist dann aber noch die nächste Frage.
00:46:01
Speaker
Also ich weiß, dass ich schon oft genug überrascht war, was gut funktioniert und was nicht gut funktioniert hat und das, obwohl ich wirklich nur einen relativ kleinen Teil des Marktes überblicke.
00:46:12
Speaker
Nee, ist schwierig.
00:46:15
Speaker
Das kann ja nicht niemand machen.
00:46:17
Speaker
Das ist ja teilweise wie Kaffeesatz lesen.
00:46:19
Speaker
Du hast keine Ahnung.
00:46:21
Speaker
wie ist dann, was dann passiert.
00:46:23
Speaker
Und in den heutigen Zeiten mit ganzen Social Medias und Influencer-Geschichten, weiß ich dann eh nicht, wo es hingeht schlussendlich.
00:46:33
Speaker
Und es ist teilweise erstaunlich, wie sich dann Titel plötzlich aus irgendwelchen Gründen besser verkaufen und andere halt nicht.
00:46:44
Speaker
Wenn du jetzt mal Deutschland und Schweiz im Comicmarkt, also die Comic-Kultur, sage ich mal, vergleichst.
00:46:51
Speaker
Du hast schon gesagt, die französischsprachige Schweiz, da ist das natürlich noch was anderes.
00:46:56
Speaker
Da hat man dann ja auch direkten Zugriff auf den ganzen französischen Markt und die großen französischen Comic-Verlage.
00:47:02
Speaker
Angela war recht verhalten, was so die Schweizer Comic-Kultur angeht.
00:47:08
Speaker
Siehst du das ähnlich oder würdest du sagen, nee, wieso, wir haben hier doch eigentlich
00:47:12
Speaker
eine schöne Szene, eine schöne Branche, die sicherlich kleiner ist, aber gut, das liegt halt auch an der Einwohnerzahl.
00:47:20
Speaker
Ja, ich habe das jetzt mal recherchiert.
00:47:22
Speaker
Okay, ja, oh super.
00:47:24
Speaker
Also recherchiert, nee, ist getrieben, aber einfach mal Zahlen.
00:47:28
Speaker
Ich meine, wir sprechen immer von, ich kenne es gerade gesagt, 10 Millionen in der Schweiz.
00:47:31
Speaker
Mhm.
00:47:32
Speaker
Stimmt, aber diesen 10 Millionen sind 6,5 Millionen deutschsprachig.
00:47:37
Speaker
Und wer das jetzt auf Deutschland bricht, ich habe, Hessen hat glaube ich 6,2 Millionen Einwohner.
00:47:42
Speaker
Also ist eigentlich der deutschsprachige, also der Schweizer deutschsprachige Comicmarkt hat eine potenzielle Käuferschaft von Hessen.
00:47:54
Speaker
Das ist ein sehr schöner Vergleich, den du vorbereitet hast.
00:47:57
Speaker
Vielen Dank.
00:47:58
Speaker
Das habe ich selber gewundert.
00:48:01
Speaker
Ich habe gesagt, okay, vielleicht wie Baden-Württemberg.
00:48:04
Speaker
Baden-Württemberg hat ja 11 Millionen oder so.
00:48:09
Speaker
Wirklich, glaube ich, einen kleinen Markt.
00:48:12
Speaker
Ja, klar, es ist No Comic Land, ist deutschsprachige Schweiz, kann man schon so sagen, aber es stimmt nicht ganz.
00:48:18
Speaker
Ich meine, gemessen an der potenziellen Anzahl Leute, die überhaupt Comics kaufen können, von der Sprache her, ist es, glaube ich, gar nicht so schlecht.
00:48:31
Speaker
Das finde ich eine gute Aussage.
00:48:32
Speaker
Also ich kann es wirklich null einschätzen, aber wenn du es in der Relation, habt ihr dann auch doch schon recht viele Verlage dann auch wieder überlegt.
00:48:45
Speaker
Ich weiß gar nicht,
00:48:48
Speaker
Ich wüsste gar nicht, wie viele es in Deutschland gibt.
00:48:50
Speaker
Also, Sie meinen so viele Verlage?
00:48:52
Speaker
Nee, vergiss es.
00:48:53
Speaker
Ich glaube, da habe ich mich jetzt selber... Ich habe jetzt selber irgendwie den Großteil der kleinen Verlage vergessen, die wir in Deutschland haben.
00:49:01
Speaker
Das ist eine total bescheuerte Aussage.
00:49:03
Speaker
Vielleicht schneide ich die auch noch raus.
00:49:04
Speaker
Vielleicht auch nicht.
00:49:05
Speaker
Mal sehen.
00:49:07
Speaker
Interessant wäre ja zum Beispiel, wie viele Buchanlagen und Comic-Leben Hessen hat.
00:49:11
Speaker
Also, dann könnte sie jetzt mal in die Vergleichen...
00:49:15
Speaker
Ja gut, also das ist natürlich dann auch schwierig, weil du in Deutschland schon so Hotspots für Comics hast.
00:49:20
Speaker
Also du könntest auch genauso gut sagen, die Schweiz ist irgendwie anderthalb Mal Berlin.
00:49:27
Speaker
Aber wenn du das hochrechnest, dann ist Comic halt überrepräsentiert, weil wir in Berlin sehr viele Comicläden haben und auch wahnsinnig viele Comicschaffende.
00:49:37
Speaker
Du könntest wahrscheinlich auch genauso gut sagen, also ich glaube halt zum Beispiel Sachsen-Anhalt ist, was Comicläden angeht, relativ spärlich besetzt.
00:49:46
Speaker
Generell die ehemalige DDR.
00:49:50
Speaker
Und wenn du da diese Metrik anlegst, dann ist die Schweiz wahrscheinlich wiederum eine relativ starke Comicnation.
00:49:56
Speaker
Ganz so einfach ist es vielleicht nicht.
00:49:59
Speaker
Nee, ist es nicht.
00:50:01
Speaker
Ich habe einfach mal die Zahlen.
00:50:02
Speaker
Ja, aber es ist ein schöner Vergleich.
00:50:04
Speaker
Aber woran hast du das, machst du das dann irgendwas konkret im Fest, das du sagst?
00:50:08
Speaker
Dafür steht es eigentlich ganz gut da oder ist das einfach so ein Bauchgefühl, so eine Beobachtung aus deiner Praxis?
00:50:14
Speaker
Es ist ein Bauchgefühl.
00:50:16
Speaker
Weil, weil, äh,
00:50:21
Speaker
Ja, die Bundesländer.
00:50:21
Speaker
Das war für mich immer so.
00:50:24
Speaker
Dann auch bei Diskussionen über, wenn du im Verlag sagen oder erklären musst, warum du jetzt vielleicht nur so viele Exemplare für irgendwas verkauft hast, das immer mal erklären musst.
00:50:38
Speaker
Ja, es ist vergleichbar wie in Bundesland, in Deutschland.
00:50:42
Speaker
Und da sind dann halt die Absatzzahlen vielleicht auch nicht tausend, sondern nur hundert oder Zahl x. Deswegen bringe ich diesen Vergleich mit Bundesländern.
00:50:54
Speaker
Ich finde, es ist ein sehr guter Vergleich, wirklich.
00:50:57
Speaker
Aber klar muss man dann die Kaufkraft etc.
00:51:01
Speaker
eben ist es ehemaliger Osten, ist es Westen mit berücksichtigen.
00:51:06
Speaker
Aber ich finde, Hessen ist ja nicht ganz stabil, oder nicht?
00:51:11
Speaker
Hessen ist stabil.
00:51:12
Speaker
Also solange du nicht am Frankfurter Bahnhof landest, glaube ich, kann man es da ganz gut aushalten.
00:51:20
Speaker
Okay, wir sind jetzt sehr in mathematische und so betriebswirtschaftliche Kalkulationen und Überlegungen abgerutscht.
00:51:27
Speaker
Lass uns nochmal, bitte?
00:51:29
Speaker
Nein, überhaupt nicht.
00:51:30
Speaker
Ich habe ja nachgefragt.
00:51:31
Speaker
Ich finde das auch interessant und da müssen unsere Hörerinnen und Hörer jetzt auch mal durch.
00:51:35
Speaker
Das ist ja in Ordnung.
00:51:37
Speaker
Vielleicht sind ja auch ein paar Schweizer dabei, Schweizerinnen,
00:51:41
Speaker
die dazu Input geben möchten, wie sie denn ihre Comic-Nation wahrnehmen.
00:51:45
Speaker
Gerne Nachrichten schicken, freuen wir uns über die Zuschriften, interessiert uns als Verlag definitiv auch.
00:51:52
Speaker
Ich würde trotzdem sagen, wir knacken so langsam die Stundenmarker, dass wir uns nochmal ein paar leichteren Themen zuwenden und so langsam dann auch auf die Schlussfragen kommen.
00:52:01
Speaker
Ich frage inzwischen...
00:52:03
Speaker
So Comic-Profis, die etwas ladenähnliches haben, sage ich mal, gerne nach einem besonders schönen Erlebnis, nach einer Anekdote, die du vielleicht hast aus diesen fast 40 Jahren jetzt, ne?
00:52:17
Speaker
Ja, 38.
00:52:20
Speaker
38 Jahren, wo du sagst, Mensch, das war eine richtig coole Sache.
00:52:24
Speaker
Weiß ja nicht.
00:52:25
Speaker
Irgendeine Reise, die dir besonders gut gefallen hat oder irgendetwas Berufliches oder auch Comic-Hobby-mäßiges, worüber du dich besonders gefreut hast.
00:52:33
Speaker
Oh, schau.
00:52:38
Speaker
So schwierig.
00:52:40
Speaker
Ja, weil es gibt ja nicht nur eins.
00:52:42
Speaker
Und dann ist immer die Überlegung, ja, was ist jetzt?
00:52:44
Speaker
Da hast du auch mehrere nennen natürlich.
00:52:46
Speaker
Ja, nee, also ich fand, ich finde...
00:52:49
Speaker
Signierungen fand ich immer toll, auch die ganzen Messen.
00:52:53
Speaker
Es gab ja früher in der Schweiz noch in Sierre das Festival de la bande dessinée.
00:52:58
Speaker
Das war, glaube ich, neben Angoulême dann im französischsprachigen Raum das zweitgrößte Festival, das wir hatten.
00:53:04
Speaker
War sehr französisch lastig, logischerweise, aber wir als deutsch-schweizer Auslieferung haben auch zusammen mit David Baser dann
00:53:13
Speaker
die Versuche gestartet, weil das war im Kanton Wallis und die sind auch deutschsprachig, da mal zu schauen, was da so machbar ist, ob man da überhaupt was verkaufen kann.
00:53:26
Speaker
Wir sind da ein paar Jahre hingefahren und da haben wir auch immer wieder Zeichner kennengelernt, weil das war immer sehr familiär und
00:53:36
Speaker
Dann als deutschsprachiger Comichändler oder Verlag war es, glaube ich, eh so ein Exot, sage ich jetzt mal, bei den Franzosen.
00:53:45
Speaker
Und dann auch tolle Leute kennengelernt.
00:53:51
Speaker
Geblieben daraus jetzt, um auf den Punkt zu kommen, ist Ptiluc, der Zeichner von Miasma Blues.
00:53:57
Speaker
Kennst du vielleicht vermutlich?
00:54:00
Speaker
Ehrlich gesagt nicht, nee.
00:54:03
Speaker
War bei Alpha Comic und bei Schreiber und Leser.
00:54:07
Speaker
Das ist absolut empfehlenswert.
00:54:10
Speaker
Könnte man sogar vielleicht wieder neu auflegen.
00:54:13
Speaker
Was für Splitter.
00:54:14
Speaker
Aha, aha, aha.
00:54:17
Speaker
Dirk kennt das sicher.
00:54:19
Speaker
Und dieser Deluxe, das war wirklich ein spezieller Typ, wie der so seine Signierung gemacht hat.
00:54:25
Speaker
Der hat immer mit Aquarellen seine Ratten gezeichnet und
00:54:30
Speaker
ganz schön und mit viel Liebe.
00:54:34
Speaker
Und zwischendurch hat es aufgeblitzt und das ist mir dann so geblieben.
00:54:38
Speaker
Da hat er wirklich schön gemalt und dann wollte der Leser das Comic schon wieder entgegennehmen und dann hat er so gesagt, ach da, also warte, jetzt kommt noch was.
00:54:52
Speaker
Und dann hat er dieses Ding genommen und so ein Kracher, so ein Feuerwerksteil
00:54:57
Speaker
reingelegt, angezündet, draufgestanden, als Bogen gemacht und das Teil war dann so, ja, speziell zerfetzt, sag ich mal.
00:55:06
Speaker
Okay, ja, klar.
00:55:07
Speaker
Aber, also war ein Unikat, ich meine, zu lesen, lesen kannst du es vielleicht nicht gerade mehr unbedingt, wie es eigentlich gedacht war, aber und das fand ich auch so speziell, dass er so Action-Signierung gemacht hat.
00:55:22
Speaker
Ja, cool.
00:55:23
Speaker
Das war was, das geblieben ist.
00:55:24
Speaker
Ja, ich,
00:55:26
Speaker
Und was auch speziell war, war mal ein Besuch bei HR-Giga.
00:55:32
Speaker
Ach was, ach so.
00:55:34
Speaker
Du warst mal, okay, was besucht man denn da genau?
00:55:36
Speaker
Sein Haus?
00:55:37
Speaker
Ich hatte von Achim Schnurrer, da hatte die Edition Kunst der Comics, wie hieß es, glaube ich, die HR-Giga-Kollektion rausgebracht, war so ein Pöpf.
00:55:49
Speaker
Portfolio mit Postkarten und ich musste dann ein paar Signierte bei Giga in Zürich abholen, weil ich in der Schweiz gelebt habe und in der Nähe von Zürich.
00:56:00
Speaker
Und dann hatte ich schon Respekt, weil ich kannte ja den nicht.
00:56:05
Speaker
Ich musste dann dem Herrn Giga anrufen und sagen, hallo, ich bin der Herr sowieso und habe einen Auftrag.
00:56:11
Speaker
Dann hat er gesagt, ja klar, kommen Sie vorbei.
00:56:13
Speaker
Und dann
00:56:15
Speaker
bin ich dann nach Zürich gefahren und habe geklingelt und hat Herr Giger die Türe aufgetan und mich auch reingelassen.
00:56:23
Speaker
Und da hat er so zwei Rheinland-Familienhäuser, glaube ich.
00:56:26
Speaker
Im einen war das Atelier, im anderen hat er gewohnt.
00:56:29
Speaker
Und dann kam es eben in seinen Essraum und da waren halt seine Gigerstühle und Tische und so.
00:56:35
Speaker
Aber ganz, ganz...
00:56:38
Speaker
Ganz speziell und witzig.
00:56:39
Speaker
Also war total lieb und interessant und damit so ist gezeigt und so.
00:56:44
Speaker
Das war auch so ein bleibendes Erlebnis.
00:56:46
Speaker
Ja, das kann ich mir vorstellen.
00:56:47
Speaker
Ich kann mir auch vorstellen, dass da viele Leute, die hier zuhören, ein bisschen neidisch jetzt sind.
00:56:50
Speaker
Also ich bin's auf jeden Fall.
00:56:52
Speaker
Oh, ich hätte es wohl besser nicht gesagt.
00:56:55
Speaker
Nein, doch, ist doch cool.
00:56:56
Speaker
Also das ist doch schön, dass du sowas zu sowas mal führst.
00:57:00
Speaker
Also ich bin mir jeder...
00:57:04
Speaker
Ich nehme dir das ja auch nicht übel oder sowas.
00:57:05
Speaker
Ist doch cool, dass du HLGGA mal betroffen hast.
00:57:08
Speaker
Meine Güte.
00:57:10
Speaker
Ja, es war ein schönes Zusammentreffen.
00:57:13
Speaker
Und ansonsten, ja, es ist in diesem Geschäft natürlich und in dem Zwischenhändler oder wenn du halt so ein bisschen länger dabei bist, war es immer schöner an diesem Verlagsessen in Erlangen oder an den Tisch zu setzen und einfach mal so hinzuhalten.
00:57:33
Speaker
hinter den Kulissen mit Leuten, Zeichnern, Übersetzern, Verlegern, einen netten Abend zu verbringen.
00:57:41
Speaker
Ich kann es auch nur empfehlen.
00:57:42
Speaker
Comicsalon Erlangen ist eine schöne Sache, wenn ihr es einrichten könnt.
00:57:46
Speaker
Liebe Hörerinnen und Hörer, kommt vorbei.
00:57:48
Speaker
Bist du dieses Jahr wieder dabei?
00:57:50
Speaker
Ja, ich bin dieses Jahr dabei.
00:57:52
Speaker
Dann treffen wir uns da doch sicherlich.
00:57:54
Speaker
Ja, hoffe ich doch.
00:57:56
Speaker
Das wäre doch ganz schön.
00:57:59
Speaker
Ich würde sagen, du und ich, wir biegen jetzt mal so langsam auf die Schlussfragen ab.
00:58:03
Speaker
Aber vielen Dank, dass du diese Anekdoten mit uns geteilt hast.
00:58:05
Speaker
Ich bin mir sicher, also wenn jetzt erboste Zuschriften kommen, dass du Giga getroffen hast und die Hörerinnen und Hörer nicht, dann nehme ich das auf meine Kappe und fetere das von dir ab.
00:58:14
Speaker
Keine Sorge.
00:58:17
Speaker
Aber ich bin mir sicher, dass das gegönnt wird.
00:58:20
Speaker
Bevor wir jetzt allerdings dann noch einmal einen Rausch durch Schlese-Empfehlungen und sonstige Empfehlungen kommen, wenn du möchtest, hast du natürlich noch die Gelegenheit zu einer Gegenfrage.
00:58:30
Speaker
Die Gegenfrage.
00:58:34
Speaker
Was mich interessieren würde, ist, ihr wart oder seid ja eigentlich berühmt, berüchtigt dafür, dass ihr Reihen immer wieder nachdruckt.
00:58:44
Speaker
Ja.
00:58:45
Speaker
Aber irgendwann ist es, glaube ich, auch nicht möglich, alles nachzudrucken.
00:58:49
Speaker
Und mich würde interessieren, was für Kriterien habt ihr, um diese Nachdrucke, sage ich jetzt mal, zu rechtfertigen.
00:59:00
Speaker
Also jetzt bei ITAK zum Beispiel fehlen, glaube ich, im Moment zwei Bände.
00:59:03
Speaker
Ich weiß nicht, ob die nachgedruckt werden noch?
00:59:07
Speaker
Wahrscheinlich nicht.
00:59:09
Speaker
Also tatsächlich, einerseits geht es einfach um die Zahl der Vorbestellungen, weil es durchaus Serien gibt, die halt so gut nachgefragt werden, auch dauerhaft.
00:59:19
Speaker
Mythen der Antike zum Beispiel oder die Teenage-Mythen Ninja Turtles.
00:59:23
Speaker
Dass wir da einfach dann ab einem gewissen Punkt sagen, jetzt machen wir einen Nachdruck.
00:59:28
Speaker
Und in dem Moment, wo der Nachdruck das Lager trifft, ist schon ein Teil des Nachdrucks wieder aus dem Lager raus.
00:59:33
Speaker
Und das macht es dann ein bisschen einfacher zu kalkulieren.
00:59:36
Speaker
Dann gibt es natürlich, also es werden Serien, die noch fortgesetzt werden oder noch am Laufen sind, bevorzugt.
00:59:42
Speaker
Schiffbrüchigen von Itag wird es planmäßig nie wieder einen neuen Band geben.
00:59:48
Speaker
Die Nachauflagen, die werden halt am Leben erhalten Versuch von Titeln, von einer Serie, die gar nicht mehr lebt, so richtig.
00:59:58
Speaker
Das hat natürlich dann auch schon mal eine etwas niedrigere Priorität, muss man einfach sagen.
01:00:05
Speaker
Erste Bände sind immer super wichtig von Serien, die noch laufen.
01:00:10
Speaker
Bestimmte Reihen.
01:00:11
Speaker
Manchmal kommt es auch auf den Lizenzvertrag tatsächlich an.
01:00:15
Speaker
Für die Schlümpfe zum Beispiel haben wir einen Schirmvertrag.
01:00:19
Speaker
Da können wir nachdrucken, so viel wir wollen und wann wir wollen.
01:00:22
Speaker
Das ist dem Lizenzgeber vollkommen egal.
01:00:25
Speaker
Aber alles, was wir nicht lieferbar haben, ist dementsprechend direkt Geschäftsverlust.
01:00:30
Speaker
Alles, was nicht da ist, was wir nicht verkaufen können, ist halt doof.
01:00:34
Speaker
weil wir nicht für die Nachdrucke einzeln zahlen müssen.
01:00:37
Speaker
Im Umkehrschluss gibt es halt auch alte Serien, wo die Verträge einfach ausgelaufen sind.
01:00:41
Speaker
Wenn wir das nachdrucken wollen, müssten wir nochmal in Vorkasse gehen und teilweise ziemlich viel Vorkasse, um überhaupt das Recht zu haben, diesen Nachdruck zu machen.
01:00:50
Speaker
Das war historisch tatsächlich lange Zeit kein richtig großes Thema, weil viele französische Verlage einfach froh waren, dass ihre Titel überhaupt in Deutschland erschienen sind.
01:01:01
Speaker
Und dann hat man halt gesagt, ja, wir würden das gerne nachdrucken.
01:01:04
Speaker
Und dann kam die Rückantwort, ja, macht mal.
01:01:07
Speaker
Und dann hatte sich das.
01:01:09
Speaker
Aber Angela hatte es erwähnt, wenn man mit französischen Verlegern spricht oder mit Leuten, die im französischen Buchhandel sind, oder du wirst davon vielleicht auch hin und wieder was mitkriegen, das ist auch nicht mehr so einfach, wie es vor 10, 20 Jahren noch war.
01:01:24
Speaker
Und inzwischen gucken die recht genau darauf hin,
01:01:27
Speaker
wie sie ihr Geld zusammenkriegen.
01:01:29
Speaker
Und wenn wir halt sagen, wir möchten, ist jetzt bei ETAG nicht der Fall, das ist jetzt kein konkretes Beispiel, aber ich nehme es jetzt mal als Beispiel, wenn wir jetzt sagen, wir möchten ETAG 7 nachdrucken, 1000 Stück und dann sagen die, ja gut, das kostet dann so und so viele 100 oder 1000 Euro und dann rechnen wir halt, weil wir die Preise selber festlegen können, können wir halt exakt sagen, wie viele Exemplare wir verkaufen müssen, um das überhaupt wieder reinzukriegen und dann kommt man halt relativ schnell zu dem Punkt,
01:01:56
Speaker
Und wir drucken 1000 und ab dem 900.
01:01:58
Speaker
Exemplar machen wir überhaupt wieder Gewinn daran.
01:02:02
Speaker
Das 900.
01:02:02
Speaker
Exemplar von der Serie, die nicht mehr fortgeführt wird, das verkaufst du in 30 Jahren nicht.
01:02:10
Speaker
Ja, dieses Break-Even-Ding.
01:02:35
Speaker
weil es halt Möbius ist und irgendwie auch Kulturpflege und andere Titel, für andere neuere Titel würden wir das auch machen.
01:02:42
Speaker
Großer Indienschwindel zum Beispiel.
01:02:44
Speaker
Oder auch von Sherlock Holmes oder sowas.
01:02:47
Speaker
Aber vielleicht nicht für die Schiffbrüchigen von Itak.
01:02:50
Speaker
Nee, das verstehe ich.
01:02:51
Speaker
Aber zum Beispiel, es ist eine Challenge.
01:02:53
Speaker
Ich denke, Torgal zum Beispiel.
01:02:55
Speaker
Ja, so da ist dann, genau, Torgal fehlen natürlich auch ein paar Bände.
01:02:59
Speaker
Da ist dann eher der Umkehrschluss.
01:03:01
Speaker
Da gibt es halt so viel von
01:03:03
Speaker
wo fängt man da so richtig an?
01:03:07
Speaker
Und da ist halt auch die Vorbesteller, also Torgal, die früheren Bände oder viele Bände, die laufen so langsam nur noch vom Lager weg,
01:03:17
Speaker
das ist halt auch eine Kapitalbindung mit sehr, sehr langem Zeitraum, dem das dauern würde, bis das, und dann irgendwann ist PPM halt auch nicht happy darüber, ne, die haben dann da palettenweise Bücher stehen, wo in dem Moment, wo sie aufs Lager kommen, die wissen, okay, das sind jetzt zwei, drei Palettenbücher, die haben wir hier 20 Jahre stehen.
01:03:35
Speaker
Super.
01:03:36
Speaker
Mhm.
01:03:37
Speaker
Ja, noch ein Außenlager, noch ein Außenlager.
01:03:39
Speaker
Ja genau, das ist noch ein Außenlager und nochmal irgendwie, wenn das dann Leute bestellen, die ärgern sich dann halt auch, weil es zwei, drei Tage länger dauert, bis es bei ihnen ist, weil PPM das ganz dumm gesagt einfach aus einem Lager holen muss, was vielleicht nur alle drei Tage mal jemand besucht.
01:03:57
Speaker
Weil da halt Sachen drin liegen, die so langsam drehen, dass es eigentlich...
01:04:03
Speaker
Ja, reiner Kundenservice ist.
01:04:05
Speaker
Ich hatte das, vor kurzem gab es im Alfons, glaube ich, mal so eine Frage, die machen ja immer diese Verlagsreporte, dafür hatte ich es mal ausgerechnet.
01:04:12
Speaker
Wir haben eine Lieferbarkeitsquoche von über 95 Prozent.
01:04:17
Speaker
Über 95 Prozent aller Bücher, die jemals bei Splitter erschienen sind, sind noch lieferbar.
01:04:24
Speaker
Also die Lücken sind da und sie werden auch größer, aber sie sind im Vergleich wirklich minimal.
01:04:30
Speaker
Also ich glaube, das ist in Deutschland unabhängig von Comicbranche oder nicht eine wahnsinnig, wahnsinnig hohe Quote.
01:04:41
Speaker
Ja, das ist einzigartig.
01:04:43
Speaker
Wahrscheinlich einzigartig sogar.
01:04:46
Speaker
Klar, ich verstehe jeden Leser, jede Leserin, die sagt, Schiffbrüchung von ETAG 7 fehlt mir in meiner Sammlung aber noch und ich kriege es nur noch zu Mondpreisen irgendwie bei Ebay oder so.
01:04:55
Speaker
Natürlich, das finden wir auch doof.
01:04:58
Speaker
Wir würden das gerne ändern.
01:05:01
Speaker
Aber es geht halt nicht unbedingt und trotzdem muss man halt auf so einer mathematischen Ebene sagen, macht Splitter einen krassen Job und PPM auch.
01:05:10
Speaker
Also wir könnten das nicht ohne PPMs Unterstützung.
01:05:13
Speaker
Also Hut ab, das ist wirklich extrem.
01:05:18
Speaker
Was für ein Service er da bietet.
01:05:20
Speaker
Aber doch noch eine Frage jetzt dazu.
01:05:22
Speaker
Print on demand?
01:05:25
Speaker
Das entspricht nicht unseren Qualitätsvorstellungen.
01:05:27
Speaker
Das klappt nicht.
01:05:29
Speaker
Also auch nicht, wenn du sagst, okay, dafür ist die Reihe, jetzt nehmen wir jetzt ITTAC zum Beispiel, wenn jetzt jemand wirklich noch die vielen Bände will, Kompromiss machen wir.
01:05:39
Speaker
Da müssen wir wieder neue Verträge für machen und Zulieferer suchen.
01:05:43
Speaker
Das ist ein Rattenschwanz von Arbeit und auch ein richtiges Investment dafür, dass man dann damit nur Kundenservice macht.
01:05:52
Speaker
Damit Geld verdienen können wir nicht.
01:05:54
Speaker
Also dafür müsste der Verlag wirklich eine Menge Überschuss haben, wo man sagt, das investieren wir jetzt darauf, eine sehr kleine Gruppe von Kundinnen und Kunden glücklich zu machen.
01:06:06
Speaker
Wir reden ja noch nicht mal über dreistellige Zahlen.
01:06:09
Speaker
Also das sind zweistellige Mengen von Büchern, die dann da weggehen würden.
01:06:13
Speaker
Das ist für einen wirtschaftlichen Verlag kaum machbar.
01:06:19
Speaker
Das geht vielleicht für Eigenverlage oder für reine Hobbyverlage, kann man solche Lösungen finden, wenn die Lizenzgeber damit einverstanden sind.
01:06:29
Speaker
Aber für einen Verlag, der eigentlich halt auch gewinnorientiert arbeiten muss, schwierig.
01:06:35
Speaker
Schöne Idee, keine Frage, aber schwierig.
01:06:41
Speaker
Im Comic-Bereich.
01:06:42
Speaker
Muss noch ein paar Jahre dauern.
01:06:46
Speaker
Denn, also, ist vielleicht einfacher, wenn es Prosa-Text ist, ne, also ein schwarz-weißes Taschenbuch ist so viel einfacher in der Produktion als ein vollfarbiger Comic.
01:06:56
Speaker
Das könnt ihr euch gar nicht vorstellen, was da für Welten ein Unterschied sind.
01:06:59
Speaker
Hör an.
01:07:02
Speaker
Okay, danke.
01:07:03
Speaker
Ja, klar, gerne.
01:07:04
Speaker
Ist eine super Frage, auch eine sehr berechtigte Frage.
01:07:08
Speaker
Ich hoffe, die Antwort ist auch für euch da draußen halbwegs zufriedenstellend.
01:07:14
Speaker
Aber damit, glaube ich, können wir jetzt guten Gewissens einmal in die Schlussfragen rein starten.
01:07:19
Speaker
Bist du bereit?
01:07:20
Speaker
Ich bin bereit.
01:07:21
Speaker
Ausgezeichnet.
01:07:22
Speaker
Also Matthias, deine drei Comics, Mangas, Graphic Novels oder Comicreihen, die du auf die sprichwörtliche einsame Insel mitnehmen würdest, was würdest du da einpacken?
01:07:33
Speaker
Also würde ich die Donjans mitnehmen.
01:07:36
Speaker
Ich würde Corto Maltese mit einpacken und die Katze des Rabbines.
01:07:44
Speaker
Denchans von Sfar ist das, oder?
01:07:50
Speaker
Katze des Rabbines, was ist das denn nochmal gewesen?
01:07:55
Speaker
Ja, ganz vielschichtig eben.
01:07:59
Speaker
Hauptfigur ist diese Katze des Rabbiners und die Tochter vom Rabbiner.
01:08:04
Speaker
Das ist philosophisch.
01:08:06
Speaker
Kann ich dir empfehlen, muss man mal reinschauen.
01:08:08
Speaker
Das Fahr ist eine große Lücke bei mir, genauso wie Trondheim.
01:08:12
Speaker
Das weiß ich selbst.
01:08:13
Speaker
Es ist ganz schlimm, dass ich davon bisher fast nichts gelesen habe.
01:08:17
Speaker
Nehme ich gerne mit.
01:08:19
Speaker
Aber Katze des Rabbiners, schau mal rein.
01:08:21
Speaker
Ja, nehmt schon.
01:08:24
Speaker
Danke für den Tipp.
01:08:24
Speaker
Ja, schön, wirklich schön.
01:08:26
Speaker
Sehr hübsche Empfehlung auf jeden Fall.
01:08:29
Speaker
Bisschen Klassik, bisschen was Moderneres auch, aber alles recht anspruchsvoll.
01:08:33
Speaker
Findest du?
01:08:35
Speaker
Ja, gut, Donjon vielleicht jetzt nicht so sehr.
01:08:37
Speaker
Oder Donjon.
01:08:37
Speaker
Ja, Donjon, da gebe ich es zu, da habe ich auch noch nicht alles gelesen.
01:08:40
Speaker
Da wäre einfach so mal ein Ding, dann habe ich Zeit und nicht da, weil das ist ja auch... Das ist auch eine Menge.
01:08:45
Speaker
Ja, eine Menge und verschiedene Zeitebenen und bla und ja.
01:08:50
Speaker
Das Fahrrad ist auch unfassbar produktiv.
01:08:53
Speaker
Kann man sich eigentlich kaum vorstellen.
01:08:54
Speaker
Ja, aber das ist ja dann auch qualitativ sehr unterschiedlich.
01:08:58
Speaker
Ja, der Stil ist recht grob.
01:09:01
Speaker
Das kann man, glaube ich, so sagen.
01:09:03
Speaker
Aber das ist, glaube ich, auch getrieben.
01:09:04
Speaker
Der kann nicht anders.
01:09:06
Speaker
Also Trondheim ist ja auch ziemlich getrieben.
01:09:09
Speaker
Ja.
01:09:11
Speaker
Ja, nee, schöne Auswahl.
01:09:15
Speaker
Eine etwas komplizierte Frage.
01:09:16
Speaker
Ein Comic, den es noch nicht gibt, aber es sollte diesen Comic unbedingt geben.
01:09:21
Speaker
Wie auch immer du das jetzt interpretierst, was wäre das für ein Comic?
01:09:26
Speaker
Es wäre kein Comic in dem Sinn.
01:09:29
Speaker
Was ich toll fände, wäre der kleine Brockhaus in Comicform.
01:09:34
Speaker
Kleine Brock?
01:09:36
Speaker
Enzyklopädie?
01:09:37
Speaker
Ja, ja, das Lexikon.
01:09:39
Speaker
Das gab es früher.
01:09:41
Speaker
Okay.
01:09:42
Speaker
Und dann greife ich halt vor, von welchem Team.
01:09:44
Speaker
Ich würde sagen, wenn da jetzt Trondheim, Ralf König, Walter Mörs und S.V.
01:09:49
Speaker
zum Beispiel so das...
01:09:52
Speaker
Redaktionsteam werden und die können dann noch Zeichnungen dazu nehmen.
01:09:56
Speaker
Fände ich das ganz spannend, wenn die das umsetzen würden.
01:09:59
Speaker
Und dann für jedes Schlagwort eine Zeichnung?
01:10:02
Speaker
Ja, eine Geschichte gleich.
01:10:04
Speaker
Eine Geschichte?
01:10:05
Speaker
Ja, das wäre ein Riesenklopper, logisch.
01:10:09
Speaker
Okay.
01:10:10
Speaker
Wow.
01:10:12
Speaker
Ja, digital ist gewährlich.
01:10:14
Speaker
Das wäre dann wirklich wie ein Papier.
01:10:16
Speaker
Lexikon Wissen.
01:10:18
Speaker
Was für ein Konzept, ey.
01:10:19
Speaker
Ja, aber vielleicht ein Konzept.
01:10:22
Speaker
Aber mit so einem leicht humoristischen Touch, ja?
01:10:24
Speaker
Also bei der Auswahl.
01:10:25
Speaker
Cue, ja, hübsch.
01:10:30
Speaker
Okay, diese Antwort hätte ich, glaube ich, nie erwartet.
01:10:34
Speaker
Aber das finde ich fantastisch.
01:10:36
Speaker
Okay, aber sorry, aber was genau stellst du dir jetzt als Mehrwert davon vor?
01:10:39
Speaker
Unterhaltung oder?
01:10:41
Speaker
Also sicher wäre es unterhaltsam und einfach...
01:10:45
Speaker
Ich hatte als Jugendlicher einen kleinen Brockhaus und habe den gerne gelesen, eigentlich so für Wissensaneignung.
01:10:52
Speaker
Also das...
01:10:54
Speaker
Gut, nein, klar.
01:10:55
Speaker
Also ich wollte es gar nicht kritisieren, aber hübsch, ja.
01:10:58
Speaker
Ewig keine Enzyklopädie mehr in der Hand gehalten.
01:11:02
Speaker
Gut, die Frage nach dem Kreativteam hast du jetzt schon ein bisschen beantwortet.
01:11:05
Speaker
Willst du trotzdem noch ein zweites zusammenstellen oder reicht dir das?
01:11:10
Speaker
So zusammen würden wir das, glaube ich, ausreichen.
01:11:12
Speaker
Das ist auch ein ausreichend umfangreiches Projekt, glaube ich.
01:11:15
Speaker
Das kann man so stehen lassen.
01:11:20
Speaker
Zeichner und Szenaristen.
01:11:22
Speaker
Der kleine Comic-Brockhaus.
01:11:24
Speaker
Wunderbar.
01:11:25
Speaker
Dann machen wir einen kleinen Werbeblock.
01:11:26
Speaker
Empfiehle uns doch gerne einen Comic aus dem Splitter-Programm.
01:11:29
Speaker
Oder mehrere, wenn du möchtest.
01:11:31
Speaker
Aber irgendwas von uns, was dir richtig gut gefallen hat.
01:11:35
Speaker
Ja, ich wiederhole mich jetzt da, weil Anshara hat es auch schon gesagt, also Ladies with Guns finde ich ganz toll.
01:11:40
Speaker
Ja, schon, ja.
01:11:43
Speaker
Dann, was mir gefallen hat, ist Wiedersehen mit Comanche.
01:11:47
Speaker
Ich bin sonst eigentlich gar nicht Western, aber das hat bei mir in die Lust ausgelöst, vielleicht sogar mal Comanche zu lesen.
01:11:55
Speaker
Ich habe mir das jetzt mal zur Seite gelegt.
01:11:57
Speaker
Ja.
01:11:58
Speaker
Und kürzlich auch gelesen habe ich noch Frontier und das fand ich auch toll.
01:12:04
Speaker
Ja, Frontier ist ein toller, toller, toller Band.
01:12:06
Speaker
Mhm, mhm.
01:12:08
Speaker
Leider immer noch ein bisschen unterm Radar.
01:12:10
Speaker
Also ist in Ordnung.
01:12:11
Speaker
Ja, es ist halt auch ein anspruchsvolles Buch.
01:12:14
Speaker
Es ist großer Sci-Fi-Klopper, teures Buch.
01:12:18
Speaker
Gibi und Dick.
01:12:19
Speaker
Aber glaubt mir, liebe Hörerinnen und Hörer, da mal reinzugucken, lohnt sich.
01:12:24
Speaker
Und wenn man Western mag, dann lohnt sich auch mal ein Blick in Comanche oder Comanche.
01:12:28
Speaker
Ich persönlich habe es nicht zu Ende gelesen, gebe ich ganz offen zu.
01:12:32
Speaker
So Hardcore-Western, also Ladies with Guns finde ich unterhaltsam, mag ich gern.
01:12:36
Speaker
Mhm.
01:12:37
Speaker
Gerne Western lese ich gerne, aber Comanche ist mir dann doch ein bisschen... Ich respektiere, dass das wegweisend war, aber ich muss es deshalb ja nicht jetzt nochmal lesen unbedingt.
01:12:48
Speaker
Sag ich mal so.
01:12:50
Speaker
Vielleicht werde ich dafür jetzt auch geteert und gelünscht.
01:12:52
Speaker
Kann sein.
01:12:55
Speaker
Egal.
01:12:56
Speaker
Machen wir lieber schnell weiter.
01:12:58
Speaker
Empfiehle uns doch gerne etwas, was dich in letzter Zeit begeistert hat.
01:13:02
Speaker
Ein Buch, ein Film, eine Serie, ein Spiel.
01:13:04
Speaker
Irgendeine kulturelle Empfehlung im weitesten Sinne.
01:13:08
Speaker
Ich wähle da ein Buch, weil Game tue ich eigentlich praktisch nicht.
01:13:15
Speaker
Ja, Serien schauen eigentlich auch nicht so.
01:13:17
Speaker
Gelesen habe ich von Henrik Seabold, Schattenkrieger.
01:13:22
Speaker
Das ist ein Thriller.
01:13:24
Speaker
Die Geschichte, da geht es um einen ehemaligen Elite-Soldat, der im jetzigen Leben einer im Imbiss stand in Hamburg, St.
01:13:38
Speaker
Pauli und ist eigentlich noch undercover als Auftragskiller unterwegs.
01:13:43
Speaker
Die ganze Story spielt in Japan, Hamburg, es geht um Liebe, Verrat, natürlich
01:13:51
Speaker
Martial Arts, hat eine gewisse Brutalität, aber hat mir sehr gefallen.
01:13:57
Speaker
Was ich da nicht wusste, ist, dass der auch einen Comic gemacht hat bei Karten Verlag, Karten Verlag, glaube ich, Tokyo Detektiv Comic, ist ein Kindercomic, also fand ich noch speziell.
01:14:07
Speaker
Aber Schattenkrieger fand ich ein sehr unterhaltsamer, guter Action, Thriller, wie man ihn sagen will.
01:14:18
Speaker
Ja, klingt unterhaltsam.
01:14:19
Speaker
Also da ist vieles drin.
01:14:22
Speaker
Ja, genau.
01:14:22
Speaker
Ich glaube, so ein Buch wurde hier noch nie empfohlen.
01:14:25
Speaker
Also du brichst hier echt neue Bahnen auf.
01:14:28
Speaker
Cool.
01:14:29
Speaker
Ja.
01:14:29
Speaker
Nee, ist doch super.
01:14:30
Speaker
Vielen Dank.
01:14:31
Speaker
Sehr schön.
01:14:34
Speaker
Und dann kommen wir jetzt zur letzten Frage, die ich ein bisschen umformuliert habe.
01:14:36
Speaker
Ich habe jetzt den Nerd...
01:14:38
Speaker
rausgenommen und habe die Frage formuliert als, wenn du einen Wunsch hättest für Bezug auf dein Hobby oder auf ein Hobby, es muss nicht unbedingt das Hobby-Cobby sein, aber wir alle haben ja irgendwelche Leidenschaften und Passionen, wenn du einen Wunsch mit Bezug auf eins deiner Hobbys frei hättest, was würdest du dir wünschen?
01:14:57
Speaker
Egal wie groß, egal wie klein, ob für dich, ob für die ganze Hobby-Gemeinschaft, was wäre das?
01:15:02
Speaker
Hm.
01:15:05
Speaker
Ist nicht unbedingt einfacher geworden, die Frage, aber vielleicht ein bisschen weniger klischeehaft.
01:15:10
Speaker
Klischeehaft.
01:15:12
Speaker
Also ich spiele liebend gerne Betang, also Bull.
01:15:15
Speaker
Ah, hübsch, ja.
01:15:17
Speaker
Ja, die alten Knacker sind da... Sie grüßen, ja.
01:15:20
Speaker
Sie grüßen von der Seitenlinie.
01:15:22
Speaker
Und ich spiele das hauptsächlich dann hier in Zürich.
01:15:25
Speaker
Und was wir nicht haben, ist ein Bullodrom, also ein...
01:15:30
Speaker
Frankreich gibt es dann zum Teil gedeckte Hallen und Zürich hat leider immer noch keine gedeckte Halle.
01:15:38
Speaker
Das heißt, so im Winter, wenn es jetzt kalt ist, ist es halt ein bisschen schwieriger, dieses Hobby ausüben zu können in Zürich.
01:15:47
Speaker
Also man kann es, ist natürlich im Wetter abhängig, aber glaube ich, wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich mir jetzt hier in Zürich so eine Halle wünschen.
01:15:55
Speaker
Das finde ich ein Wunsch.
01:15:57
Speaker
Ja, wäre es vielleicht sogar immer mal geben.
01:16:00
Speaker
Ja, ich drücke dir Daumen.
01:16:01
Speaker
Also ich kann, glaube ich, von hier aus wenig daran ändern, ehrlich gesagt.
01:16:04
Speaker
Keine Connections zu irgendwelchen Immobilien-Tycoons?
01:16:12
Speaker
Ich wünschte, aber ich glaube, dann würde ich vielleicht nicht hier sitzen.
01:16:16
Speaker
Wenn ich Zürcher Immobilien-Tycoons so gut kennen würde, dass ich denen ein Projekt unterschieben kann, wäre ich vielleicht woanders jetzt gerade.
01:16:23
Speaker
Ja.
01:16:25
Speaker
Aber das ist genau so ein Wunsch, wie ich mir diese Frage vorgestellt habe.
01:16:28
Speaker
Vielen lieben Dank und ich drücke dir Daumen dafür.
01:16:31
Speaker
Danke.
01:16:32
Speaker
Matthias, ich drücke, äh Quatsch, ich drücke dir auch die Daumen, nein, ich danke dir auch dafür, dass du hier warst.
01:16:37
Speaker
Das war eine sehr schöne Folge.
01:16:39
Speaker
Vielen Dank für die Einblicke in deinen Alltag und in deinen Chef.
01:16:41
Speaker
Ja, bitte gerne geschehen.
01:16:42
Speaker
Danke für die Einladung.
01:16:44
Speaker
Sehr, sehr gerne.
01:16:44
Speaker
Sehr, sehr gerne.
01:16:46
Speaker
Wenn ihr noch Fragen dazu habt oder Kritik, Wünsche, Anregungen zum Podcast, immer gerne an splittercast.splitter-verlag.de.
01:16:54
Speaker
Ich verlinke euch natürlich die Kaktus-Auslieferung eurer Website mal in den Shownotes.
01:16:59
Speaker
Aber ich glaube, wenn ihr in der Schweiz seid, kennt ihr die schon und wenn nicht, dann könnt ihr damit tatsächlich gar nicht so viel anfangen.
01:17:06
Speaker
Könnte ich mal so vorstellen, aber vielleicht war es ja trotzdem mal ein interessanter Einblick.
01:17:10
Speaker
Wir haben jetzt drei Folgen mit Schweizer Bezug gehabt.
01:17:13
Speaker
Das war dann jetzt auch das Ende dieses kleinen Exkurses fürs Erste.
01:17:17
Speaker
Mich würde natürlich interessieren, was euch sonst noch so interessiert.
01:17:20
Speaker
Das könnt ihr uns auch gerne schreiben.
01:17:21
Speaker
Auch auf den sozialen Netzwerken, Edge Twitter Verlag sind wir überall.
01:17:25
Speaker
Und lasst uns natürlich auch gerne Bewertungen da, wo auch immer ihr diesen Podcast hört und empfehlt uns weiter.
01:17:32
Speaker
Matthias, ich wünsche dir noch einen ganz wunderbaren Abend.
01:17:35
Speaker
Danke, gleichfalls.
01:17:36
Speaker
Alles Gute für die Zukunft und dann sehen wir uns beim Comics-Salon in Erlangen im Sommer.
01:17:42
Speaker
Ja, auf jeden Fall.
01:17:43
Speaker
Bis dahin.
01:17:44
Speaker
Eine gute Zeit.
01:17:44
Speaker
Danke.
01:17:44
Speaker
Ciao.