Transcript
Speaker: Hallo und herzlich willkommen zum Splittercast, dem Podcast von und mit dem Splitter Verlag Bielefelds bestem Comic- und Manga-Verlag.
Speaker: Mein Name ist Max und in diesem Podcast spreche ich mit Macherinnen und Machern aus der deutschsprachigen Comicszene.
Speaker: Nach langer Zeit habe ich heute mal wieder einen Comic-Händler da, der einen Comic-Laden betreibt.
Speaker: Das habe ich vielleicht jetzt einige Zeit was schleifen lassen.
Speaker: Tut mir leid, falls ihr es vermisst habt.
Speaker: Aber ich hole das jetzt ja alles nach und ich habe nicht nur irgendjemanden als Gast, sondern Micha Wiesler von Modern Graphics in Berlin.
Speaker: Modern Graphics ist nicht nur ein Comicladen, sondern gleich drei in einem, wenn man so möchte, beziehungsweise es sind drei Filialen in mehreren Stadtteilen von Berlin.
Speaker: Und mit Micha spreche ich über seine Arbeit, über seine Beobachtungen auf dem Comicmarkt, über Trends und Trendanalysen, über das, was da noch so kommt und woher seine Begeisterung für das Thema ausweichen.
Speaker: eigentlich stammt und was er da so für Einsichten zu hat.
Speaker: Das ist echt ganz interessant.
Speaker: Ich habe in dieser Podcast-Folge einiges dazu gelernt.
Speaker: Ich hoffe, das geht euch, wenn ihr es gehört habt, genauso.
Speaker: Wenn ja oder auch wenn nicht, schreibt mir eure Meinung auf jeden Fall gerne dazu an splittercast.de oder auf den sozialen Medien at splitterverlag.de
Speaker: Das erreicht mich auch.
Speaker: Ich habe außerdem zwei kleine Veranstaltungshinweise zu einem neuen Comic, der bei uns erscheint, nämlich Metropolia Band 1, dem ersten Band der Metropolia-Reihe von Ingo Römmling und Fred Duval.
Speaker: Ingo Römmling muss ich wahrscheinlich hier niemanden mehr vorstellen.
Speaker: Berliner Comiczeichner, Malcolm X, Star Wars Rebels, Chroniken des Universums und insgesamt ein ziemlich stabiler Typ.
Speaker: Und Metropolia stellt er am 5.
Speaker: Juni in Modern Graphics in der Kastanienallee in Berlin vor.
Speaker: Moderiert wird das Ganze von Alex Jakubowski, der auch schon mal hier im Podcast zu Gast war.
Speaker: Und das wird eine sicherlich sehr sehenswerte Vernissage sein, bei der ich leider nicht dabei sein kann.
Speaker: Aber falls ihr es einrichten kommt, dann schaut doch auf jeden Fall gerne da mal rein und
Speaker: Richtet liebe Grüße aus.
Speaker: Metropolia, den Link packe ich euch in die Shownotes.
Speaker: Ganz, ganz toller, lesenswerter Sci-Fi-Comic.
Speaker: Habe ich sehr, sehr gerne gelesen, finde ich persönlich echt super.
Speaker: Falls ihr am 5.6. keine Zeit habt, dann habt ihr auch noch die Gelegenheit am 22.5.
Speaker: Da findet nämlich das Comicsbad im Luisenbad statt, der Pressesalon der grafischen Literatur.
Speaker: im Luisenbad in der Bibliothek im Berlin-Gesundbrunnen.
Speaker: Das ist eine Presseveranstaltung, wo aber auch sonstige Gäste sehr gerne gesehen sind und da werde ich dann auch dabei sein als Ausstellender.
Speaker: Und Ingo wird auch dabei sind und einen kleinen Vortrag über Metropolia halten.
Speaker: Falls ihr an dem Tag in Berlin seid, dass es im Donnerstag und das Wetter gut ist, schaut da doch auf jeden Fall auch gerne mal vorbei.
Speaker: Kostet auch keinen Eintritt oder so und ihr habt die Gelegenheit, eine ganze Reihe von VerlagsvertreterInnen zu treffen und
Speaker: einige sehr spannende KünstlerInnen in einem quasi fortlaufenden Reigen an Buchpräsentationen.
Speaker: Also insgesamt eine echt runde Sache, organisiert von Philipp Kollek, den ich auch schon mal hier im Podcast hatte.
Speaker: So langsam habe ich das Comic-Branchenthema echt durchgespielt.
Speaker: Falls ihr euch also Gäste wünscht, schreibt mir das auch gerne.
Speaker: Ich habe immer ein offenes Ohr für Vorschläge und freue mich sehr über Zuschriften.
Speaker: Und jetzt wünsche ich euch ganz viel Spaß mit Splittercast Folge 73 mit Micha von Modern Graphics.
Speaker: Hallo lieber Micha, herzlich willkommen im Splittercast.
Speaker: Vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst.
Speaker: Vielen Dank, dass du dabei bist.
Speaker: Liebe Grüße nach Berlin.
Speaker: Geht es dir gut soweit?
Speaker: Hallo Max, ja, mir geht es gut soweit und ich freue mich, dass ich dabei sein darf.
Speaker: Danke dir.
Speaker: Ja, sehr, sehr gerne.
Speaker: Ich hatte schon ganz lange, also für meine Verhältnisse ganz lange, niemanden mehr aus dem Handel hier.
Speaker: Ich habe schon mit einigen Comikhändlerinnen und Comikhändlern hier geredet, mit Katinka aus Hannover und mit Stefan aus, nicht Kiel, sondern Jena, der heißt mit Nachnamen Kiel, genau, nicht durcheinander bringen, mit ein paar anderen Leuten, Uwe von der Sammlerecke und so.
Speaker: Aber ich glaube, ich hatte bisher noch keinen Berliner dabei und wir werden im Laufe des Gesprächs vielleicht ein, zwei Takte dazu sagen, wieso das ganz interessant ist.
Speaker: Aber ich möchte jetzt gar nicht so viele Worte verlieren.
Speaker: Wenn ihr, liebe Hörerinnen und Hörer, in Berlin ansässig seid oder in der Umgebung oder öfter mal da seid, dann kennt ihr sicherlich Modern Graphics.
Speaker: Ein Comic-Laden-Kette, muss man eigentlich sagen.
Speaker: Ich habe ja mehrere Filialen in Berlin.
Speaker: Und ich weiß zwar, dass Eigenwerbung leidig ist.
Speaker: Mache ich auch nur mäßig gerne, selbst wenn es mein Hauptberuf ist.
Speaker: Aber magst du, Micha, uns in ein paar Worten vielleicht deinen Laden vorstellen?
Speaker: Warum ist Modern Graphics...
Speaker: Ich habe jetzt hier ein Skript geschrieben, der beste Comicladen in Berlin.
Speaker: Wenn du der Meinung bist, sag doch dazu was.
Speaker: Ja, natürlich sind wir der beste Comicladen in Berlin.
Speaker: Das denke ich mir.
Speaker: Logisch.
Speaker: Und eine Kette kann man auch nicht sagen.
Speaker: Natürlich, wir haben drei Läden in Berlin, die
Speaker: aufgrund der Größe der Stadtteile in unterschiedlichen Stadtteilen zu Hause sind und die auch leicht unterschiedliche Profile bedienen, also leicht unterschiedlich jedenfalls.
Speaker: Und deswegen macht das auch viel Sinn hier in Berlin.
Speaker: Und die Besten sind wir natürlich sowieso.
Speaker: Aber naja, also wir lieben jetzt Comics.
Speaker: Auch die Kollegen machen tolle Arbeit.
Speaker: Also die Kolleginnen in anderen Läden, das weiß ich schon.
Speaker: Aber wir geben uns schon viel Mühe.
Speaker: Liebe Grüße an die Jungs und Mädels vom groben Unfug und so.
Speaker: Genau.
Speaker: Und von...
Speaker: manchen anderen noch.
Speaker: Aber wir sind halt mit, wir sind die, würde ich mal sagen, die, die am konsequentesten das Vollsortiment bedienen, die halt wirklich, ähm,
Speaker: versuchen alles zu machen.
Speaker: Wir sind schon sehr stark im Graphic-Noble-Bereich, in diesen modernen Formen von Comic und wir finden das auch super, dass es das alles gibt jetzt und dass da vieles passiert.
Speaker: Es hat sicher einen Grund auch mit, dass wir unseren Originalstandort in Kreuzberg haben und eigentlich von jeher schon mit diesen, was früher Independent oder Alternative Fees ganz viel zu tun hatten und die auch selbst
Speaker: total lieben, aber trotzdem lieben wir halt auch die Comic-Ursuppe und das, wo wir herkommen und sind aufgewachsen mit vielen Klassikern und auch ein bisschen Quatsch und so und wir lieben das eigentlich alles und deswegen eben, wir machen Vollsortiment und wir finden alle Bereiche des Comics sind
Speaker: sind toll und bedienenswert und wir kümmern uns um alles.
Speaker: Und das macht uns, vielleicht hätten es auch ein bisschen hervor, vor vielen Spezialisten, Kolleginnen, die halt dann nur Manga machen oder nur Graphic Novel heutzutage oder irgendwelche anderen Bereiche total in den Vordergrund nehmen.
Speaker: Wir versuchen alles ganz wichtig zu nehmen.
Speaker: Jetzt mal für diejenigen Hörerinnen und Hörer, die vielleicht nicht so handelsaffin sind oder Warengruppen mäßig Bescheid wissen, wenn du sagst Vollsortiment, was heißt das?
Speaker: Naja, tatsächlich gibt es ja viele junge Läden, neue Kolleginnen, die halt nur Manga machen.
Speaker: Wir haben natürlich in den 90ern angefangen und da waren die franco-belgischen Comics ganz groß und natürlich amerikanische Superhelden und auch amerikanische, was heißt, der Neukam, der Dark Knight und die erwachseneren Sachen.
Speaker: Und das machen wir von jeher gerne und wir lieben die franco-belgischen Comics, aber eben dann
Speaker: machen wir natürlich, seit Manga gibt, machen wir Manga auch sehr stark und da ist unsere Filiale im Europacenter auch zum Beispiel, was ich vorhin schon gesagt habe, dass jeder so ein bisschen, jeder Laden ein bisschen ein Topic hat und das ist zum Beispiel der Fall mit Manga im Europacenter.
Speaker: Also wir bedienen Manga, wir bedienen franco-belgische Comic, Graphic Novel, Superhelden und die vielfältigen Erscheinungsformen von Comic in der modernen Petitristik, sage ich jetzt fast schon,
Speaker: Ja, naja, streng genommen ist es das ja irgendwie, oder?
Speaker: Auf jeden Fall, ja.
Speaker: Es hat sich eine starke Annäherung unseres Comic-Bereiches an den regulären Buchhandel vollzogen, finde ich, in den letzten Jahren, also inhaltsmäßig und letztlich auch in der Ausführung, im Selbstverständnis von uns zum Beispiel.
Speaker: Und das finde ich ganz toll zum Beispiel.
Speaker: Es ist auch schön, dass sich das irgendwie bezahlt macht und vielleicht so langsam er dann doch auch der breiteren Masse bekannt wird.
Speaker: Bevor wir in das Thema aber stärker einsteigen, meine Lieblings-Eisbrecher-Frage hier im Podcast ist immer, wie meine Gäste zum Comic gekommen sind oder der Comic zu ihnen.
Speaker: du hast in deinem Leben sicherlich eine ganze Menge Comics in der Hand gehalten schon, wahrscheinlich mehr als die allermeisten sonstigen Leute in Deutschland sonst, aber weißt du noch, was dein allererster war?
Speaker: Ja, das...
Speaker: Ich bin ein Kind des 70er-Jahres, also aufgewachsen in den 70er-Jahren und ich bin sozialisiert mit all dem, was damals dazugehört hat.
Speaker: Ich war Comic-Fan von Anfang an, als Kind, ab Lesealter.
Speaker: Mein erstes Comic war, glaube ich, tatsächlich entweder ein Prinz Eisenherz, damals noch vom Badischen Verlag, was ja gar kein richtiges Comic war.
Speaker: Die haben ja versucht, die Eisenherz so in Literatur zu verwandeln, weil ich verpönt war noch zu der Zeit, Comics.
Speaker: Und deswegen, mein Vater hat mir einen Prinz Eisenherz vererbt,
Speaker: aus dieser Reihe, der mich wahnsinnig fasziniert hat.
Speaker: Und gleichzeitig hat er mir noch eine Timo Schruppi-Ausgabe von Kastamann damals vererbt, die Tim und König Ollokar Zepter war das.
Speaker: Und dann habe ich heute noch, das waren meine ersten beiden Comics und ab da war für mich eh
Speaker: Ich bin ein bisschen im ländlichen Raum zuerst groß geworden.
Speaker: Als wir dann in die Stadt gezogen sind, habe ich gejagt, was es an Comics gab, auf Flohmärkten.
Speaker: Und im Schwimmbad zum Tauschen, jeden Tag ins Schwimmbad gegangen, nur um Comics zu tauschen.
Speaker: Das war ganz groß.
Speaker: Donald Duck natürlich.
Speaker: Und dann der totale Pringer war natürlich dann, als Williams 1974 dann mit den Marvel Comics anfing, das war eine Sensation.
Speaker: Also genau aus diesem Oldschool-Bereich kann man mich einordnen.
Speaker: 50 Jahre Comic-Geschichte, am eigenen Leib miterlebt.
Speaker: Ja, auf jeden Fall.
Speaker: Du meintest gerade, dein Vater hat ja das gegeben.
Speaker: Das heißt, bei euch im Haushalt war Comic eine akzeptierte Kunstform, ein akzeptiertes Medium?
Speaker: Ganz viele Leute erzählen da was anderes, gerade so aus der Zeit.
Speaker: Nee, tatsächlich eher nicht.
Speaker: Ich musste sehr kämpfen als Kind, mir regelmäßig einen Comic kaufen zu dürfen.
Speaker: Deswegen habe ich so viel getauscht und eingetauscht und irgendwelche Sekundärmärkte aufgemacht.
Speaker: Aber kaufen durfte ich mir, das war ganz schrecklich irgendwie.
Speaker: Die Marvel Comics von Williams, die kamen dann so monatlich oder zwei wöchentlich raus und ich
Speaker: Ich durfte mir ein Heft im Monat, glaube ich, kaufen.
Speaker: Da musste ich mich mal entscheiden für eine Serie.
Speaker: Da habe ich mich für die Rächer entschieden, weil ich die so vielfältig fand.
Speaker: Und dann musste ich aber 30 Hefte Don Heck ertragen, während nebendran die Kirby-Hefte Fantastic Four rumlagen.
Speaker: Das war ganz schön schwer.
Speaker: Die Rächer.
Speaker: Die Rächer hießen die damals noch.
Speaker: Und die waren am Anfang super und dann waren sie sehr lange, sehr tröge.
Speaker: Aber ich habe natürlich sammeln wollen und musste mir die alle holen.
Speaker: Nein, in unserem Haushalt gehört ein Comic nicht dazu.
Speaker: Mein Vater in Verlagerarbeit, deswegen hatte der Zugang zu Büchern.
Speaker: Ich konnte mir auch abends was bestellen und so, aber Comics waren leider nicht sehr toleriert.
Speaker: Ja, verstehe ich.
Speaker: Musste ich mir sehr erkämpfen.
Speaker: Die Rächer sind schon die Avengers, oder?
Speaker: Nur mal kurz, dass ich jetzt nicht... Naja, klar, natürlich.
Speaker: Ja, okay, okay, gut.
Speaker: Die hießen bei Williams und auch davor, glaube ich, bei Hitcomics waren die ersten, die die veröffentlicht haben, die hießen die Rächer natürlich, genau.
Speaker: Die hießen ja auch die Spinne und die Fantastischen Vier.
Speaker: Der Dämon statt Daredevil und lauter solche Sachen.
Speaker: Stark.
Speaker: Muss man dabei gewesen sein.
Speaker: Signale der späten Geburt, die ich bei dir raushöre.
Speaker: Naja, ich schätze mal so gute 20 Jahre später, immerhin.
Speaker: Das wollte ich jetzt sagen.
Speaker: Ah ja, genau.
Speaker: Ich vermute, also es ist natürlich cool, dass du schon so lange Comics liest und Fan bist.
Speaker: Bei mir ist das noch nicht ganz so lange der Fall.
Speaker: Aber deshalb muss man jetzt ja nicht unbedingt im Comicladen arbeiten oder im Comicladen machen.
Speaker: Wie kam es denn dazu?
Speaker: Zum Comicberuf kam es tatsächlich, weil ich habe in...
Speaker: Pforzheim in schönen Baden-Württemberg.
Speaker: Ich komme aus Freiburg ursprünglich und ich habe in Pforzheim bewältigt studiert auf der Fachhochschule mit einem meiner ältersten Freund zusammen, der hieß Kai Witz und der hat den Modern Graphics
Speaker: Distribution gegründet, dann aus unserer Wohnung heraus.
Speaker: Das war der größte Großhandel für Comics in den 90er Jahren in Deutschland.
Speaker: Und der Kai, der war eine richtige, der ist halt immer noch, aber der eine richtige Geschäftsmann-Persönlichkeit.
Speaker: Und ich war eher so, was mache ich jetzt?
Speaker: Okay, also Comics, klar, super, ich liebe Comics.
Speaker: Und dann hatte ich aber eine Connection nach Berlin und wollte eigentlich nicht da unten bleiben, sondern war nach Berlin
Speaker: schon orientiert und dann war einfach die Idee geboren, dass wir hier einen Laden aufmachen in Berlin und da war Kai und sein damaliger Partner und der Michael Beck, der heute immer noch im Comic aktiv ist, waren meine Partner damals und wir haben diesen Laden in Berlin aufgemacht.
Speaker: Die sind alle mit der Zeit ausgeschieden aus verschiedenen Gründen und ich bin dabei geblieben.
Speaker: Okay, und dann bist du ja im Grunde ja seit Anfang an dabei, aber ich schätze mal, deine Aufgaben haben sich im Laufe der Zeit da so ein bisschen gewandelt, oder?
Speaker: Oder machst du immer noch das, was du vor, wie lange ist denn das jetzt dann genau her?
Speaker: Das ist dann… Das ist 33 Jahre her, 1991 haben wir aufgenommen.
Speaker: Wie haben sich denn deine Aufgaben im Laufe der Zeit so verwandelt?
Speaker: Oder drehen wir mal andersrum die Frage, was machst du jetzt und was hast du damals so gemacht in dieser Ladenstruktur?
Speaker: Damals war es ja noch die eine Filiale nur in Kreuzberg, meine ich.
Speaker: Die Europa Center ist ja erst so gute zehn Jahre später dazu gekommen.
Speaker: Genau, wir hatten den Laden in Kreuzberg.
Speaker: im schönen Kreuzberg auf der Oranenstraße und da habe ich natürlich viele Jahre lang einfach Dresden gemacht und den Alltagsbetrieb und Bestellungen, aber vor allem habe ich halt verkauft und war das Gesicht des Ladens.
Speaker: Und dann haben wir ein paar Jahre später eine Filiale gegründet, weil uns Kollegen, die einen Spieleladen aufmachen wollten, hatten uns gefragt, ob wir da nicht
Speaker: eine Comic-Abteilung reinmachen möchten.
Speaker: Und das war in Steglitz damals noch.
Speaker: Und so kam diese Zweitgründung zustande.
Speaker: Da habe ich den Alex Preff, der heute noch für mich im Europacenter arbeitet, gefragt, ob er das nicht machen möchte.
Speaker: Und dann haben wir das ein paar Jahre betrieben, haben uns mit denen aber zerstritten und sind dann dadurch ins Europacenter gekommen.
Speaker: Aber ich war immer in Kreuzberg und habe den Laden gemanagt und habe den Laden gemacht.
Speaker: Und als wir dann noch den, jetzt erst vor sieben Jahren, den dritten Laden,
Speaker: in Pretzlauer Berg dazu bekommen haben.
Speaker: Seitdem haben sich meine Aufgaben tatsächlich ein bisschen gewandelt.
Speaker: Seitdem mache ich eigentlich nur noch Geschäftsleitung, Organisation und Büro und versuche das alles ein bisschen zu managen.
Speaker: Ich bin nicht mehr viel am Tresen, so wie früher.
Speaker: Das ist der Unterschied.
Speaker: Vermisst du das ein bisschen oder bist du ganz froh, nicht mehr so viel im Kundenkontakt zu sein?
Speaker: Nö, ich finde, alles hat seine Zeit und es gibt für alles...
Speaker: macht mir total Spaß, am Dresden zu sein.
Speaker: Mir macht es keinen Spaß, wenn dann wenig los ist oder man irgendwie so bis zum Abend bleiben muss und hat das eigentlich gar nichts mehr zu tun und so.
Speaker: Und das ist das Schöne und das ist das, was ich hier raushole.
Speaker: Also ich meine, ich kann mal verraten, reich wird man mit allem nicht, aber ich kann mir, ich teile mir meine Arbeit ein, ich suche mir Projekte, ich suche mir Sachen, die mir Spaß machen, ich gestalte mein Umfeld und das ist das, was ich liebe in meinem Job.
Speaker: Und deswegen, ich
Speaker: organisiere halt und die Veranstaltung und den Arbeitsplan und den Einkauf und vieles im Hintergrund.
Speaker: Und wenn ich am Dresden noch bin, dann macht es mir auch Spaß und so, aber vor allem vor Weihnachten oder wenn das los ist oder wenn irgendwelche bestimmten Aktionen stattfinden, dann mache ich immer noch sehr gerne Dresden und freue mich total darüber, das auch machen zu dürfen.
Speaker: Gibt es denn auch so eine Sache aus deinem jetzigen Aufgabenbereich, wenn du es verraten möchtest, wo du so richtig gar keine Bock drauf hast, so regelmäßig?
Speaker: Also ich glaube, jeder kennt das ja, der irgendwie arbeiten muss, dass man so Teile seiner Arbeit echt nicht gern macht.
Speaker: Gibt es da irgendwas?
Speaker: Ja, wir machen schon alles gerne.
Speaker: Klar, Buchhaltung und wiederkehrende Abrechnungen und sowas, macht man das nicht wirklich gerne.
Speaker: Wobei ich...
Speaker: Manche Sachen sind ja auch schöne Routinen und sowas.
Speaker: Ich mag auch Statistik zum Beispiel.
Speaker: Ich habe viele Excel-Tabellen mit Statistiken und Vergleichen über viele Jahre.
Speaker: Das schaue ich mir schon gerne an, das führe ich auch gerne.
Speaker: Solche Sachen machen mir auch Spaß.
Speaker: Aber ja, also die Buchhaltung und die Bankgeschäfte müsste ich jetzt nicht selber machen.
Speaker: Alles, ja.
Speaker: Nachvollziehbare Antwort, würde ich sagen.
Speaker: Nachvollziehbare Antwort.
Speaker: Drei Filialen habt ihr inzwischen und wie du schon sagtest, ein komplett vollumfängliches Angebot quasi aller Comic- und Manga-Verlage.
Speaker: Wie viele Leute arbeiten denn da so mit dran?
Speaker: Also ich vermute mal, ihr habt nicht nur Vollzeitangestellte.
Speaker: 18 Leute sind wir.
Speaker: 18 Leute?
Speaker: Also es sind natürlich längst nicht alle Vollzeit.
Speaker: Manche arbeiten ein oder zwei Tage die Woche.
Speaker: Manche Vollzeit ist
Speaker: Wir sind die Wechselbegriffe immer.
Speaker: Aber klar, wir machen natürlich die drei Läden.
Speaker: Da sind eigentlich immer zwei Leute mindestens vor Ort jeweils.
Speaker: Und online sind wir auch sehr aktiv auf verschiedenen Ebenen.
Speaker: Und wir machen auch noch einiges an Büchertischen, Veranstaltungen und Ähnlichem.
Speaker: Ihr macht eine ganze Menge Veranstaltungen sogar.
Speaker: Habe ich ja im Intro auch schon erwähnt, dass demnächst sogar auch mal wieder eine mit einem unserer Autoren passieren wird.
Speaker: Ja, voll.
Speaker: Ja, ich glaube, du bist auch Fan von Ingo Römling.
Speaker: Auf jeden Fall.
Speaker: Nein, nein, als Künstler und als Mensch, ganz ehrlich.
Speaker: Wenn man Ingo kennenlernt, dann kann man auch gar nicht anders.
Speaker: Nein, natürlich.
Speaker: Da kommen wir auch später auf jeden Fall nochmal drauf zu sprechen.
Speaker: Du hast es auch gerade schon angerissen, reich mit man dadurch nicht, aber es macht eine Menge Spaß.
Speaker: Wenn man jetzt, also es ist, ich vermute mal, wir können festhalten, es ist eher illusorisch, dass jetzt jemand in Berlin nochmal so eine Reihe Comicläden aufmacht und das so aus dem Startrotruß funktioniert.
Speaker: Dafür ist Berlin jetzt vielleicht auch einfach ein bisschen...
Speaker: Ich weiß nicht, ob man das sagen... Wobei, lass es mich mal als Frage formulieren.
Speaker: Ihr lebt ja in Berlin ein bisschen in einem Comic-Mekka, wenn man das so formulieren möchte.
Speaker: Also ihr habt in Berlin eine relativ hohe Dichte an Läden, die das anbieten mit euch, mit dem groben Umflug, mit der Comic-Mafia und hast ihn nicht gesehen.
Speaker: Und das Thema ist insgesamt bei euch relativ groß, wohingegen viele andere Teile der Bundesrepublik und auch der Schweiz und auch von Österreich da eher brach liegen.
Speaker: Nicht zuletzt auch Bielefeld, wenn man ehrlich ist.
Speaker: Was ein bisschen ironisch ist, weil einer der größten Comic-Verlage in Bielefeld ansässig ist, aber es gibt keinen echten Comic-Laden in dem Sinne.
Speaker: Glaubst du, Berlin hat da so eine gewisse Sättigung erreicht oder meinst du, man könnte ruhig auch noch eine vierte, fünfte Filiale vielleicht irgendwo aufmachen, das würde auch noch funktionieren?
Speaker: Naja, also ich kann es nicht für die anderen Städte sprechen.
Speaker: Das kann ich schwer beurteilen.
Speaker: Ja, klar, natürlich.
Speaker: Es gibt ja verschiedene Konzepte, je nachdem, was man machen möchte.
Speaker: Möchte man die Spezialisten erwischen?
Speaker: Möchte man wie eine Buchhandlung funktionieren?
Speaker: möchte man sich selbst ausbeuten oder ist man bereit, sich selbst ein bisschen zu... Ja, sehr gut.
Speaker: Ich glaube fest daran, dass eine Person oder jemand, der was machen möchte, dass der davon leben kann, wenn er es richtig macht.
Speaker: Überall und immer.
Speaker: Also mehr oder minder.
Speaker: Wenn ich jetzt, keine Ahnung, manchmal ist mir das alles zu viel mit 18 Mitarbeitern.
Speaker: Ich gebe es zu und mit drei Läden und mit den vielen Sachen, die es zu jonglierend gibt.
Speaker: Und manchmal denke ich, ach, ich mache mir irgendwo einen kleinen Laden auf, setze mich mitten rein und sage, wo offen ist, wenn offen ist, wenn ich da bin.
Speaker: Und habe überall ein paar Stapel mit Comics oder bestelle für die Leute, die reinkommen, was.
Speaker: Ich glaube, davon könnte ich immer leben und sowas.
Speaker: Und das würde mir auch Spaß machen.
Speaker: Und ich glaube, so würden das andere auch machen können.
Speaker: Die Frage ist halt immer, wachsen und trotzdem noch das trotzdem noch können, noch alles bezahlen können und so.
Speaker: Oder das alles im Griff zu behalten, das ist, glaube ich, die echte Kunst.
Speaker: Aber klar, also die Leute, wenn man mit Leidenschaft dabei ist und sich hinstellt und die Leute können einen besuchen oder ansprechen oder was kaufen bei einem, ich glaube, das ist
Speaker: Da geht immer noch was, ja, auf jeden Fall.
Speaker: Und in anderen Städten, ich glaube fast, dass es vielleicht sogar leichter ist in anderen Städten als in Berlin.
Speaker: Berlin ist, klar, ist groß und wir haben großes Einzugsgebiet und viele Menschen, aber natürlich auch viele Läden und viele auch kleine Spezialisten, die man von erster Blick gar nicht sieht.
Speaker: Und die Kaufkraft in Berlin ist halt nach wie vor nicht so fantastisch und so.
Speaker: Und die Leute müssen schon ganz schön kämpfen.
Speaker: Also von dem her, was ich von Kollegen aus Süddeutschland teilweise höre oder von anderen Städten, da finde ich manchmal auch ein bisschen, oh.
Speaker: Bisschen mehr Geld im Säckel bei den Leuten.
Speaker: Ja, ein bisschen mehr Geld im Säckel und sowas, ja.
Speaker: Wenn du jetzt mal so rein aus dem Bauch aus, meinetwegen, jemandem, der einen Comic-Laden eröffnen möchte, einen Tipp mitgeben könntest, so aus deiner wirklich langjährigen Erfahrung, gäbe es da irgendwie sowas, was du der Person sagen würdest, mach das auf gar keinen Fall oder mach das auf jeden Fall so und so?
Speaker: Ich weiß nicht, ob jemand, der zuhört, gerade sich mit den Gedanken trägt, aber... Naja, also der letzte, der mich gefragt hat, das war vor 15 Jahren, oder ich weiß gar nicht, wie lange es ist, hat mich in Erlangen ein junger
Speaker: Mann darauf angesprochen, er wird gerne in Hamburg einen Comicladen aufmachen und er wird aber nur Graphic Novel machen, das war der Hans, der jetzt den Strips and Stories Laden hat und ich hab gesagt, mach's nicht, mach's nicht.
Speaker: Und er hat's gemacht und er hat einen tollen Laden da hingestellt, er macht nur Graphic Novel, ist, glaube ich, erfolgreich damit und er macht auf jeden Fall tolle Arbeiten, das würde ich gar nicht sagen.
Speaker: Also ja, es gehört Leidenschaft dazu, das ist das Wesentliche, man darf solche, man muss solche abschlägigen
Speaker: Tipps vielleicht in den Wind schießen und einfach sagen, ich mache das jetzt, weil man möchte, weil man überzeugt ist, weil man Leidenschaft dahinter hat und weil man, ja,
Speaker: Und ansonsten natürlich rechnen können ist auf jeden Fall.
Speaker: Finde ich gut.
Speaker: Rechnen können und die eigene Sammelleidenschaft im Zaum halten können, das ist glaube ich auch wichtig.
Speaker: Nicht selbst der zu beste Kunde werden.
Speaker: Genau, genau.
Speaker: Strips & Stories ist wirklich ein hübscher Laden.
Speaker: Jetzt wo du es sagst, ich erinnere mich daran, in Hamburg, ich war da sogar mal.
Speaker: Aber ja, ist ein interessantes Konzept, was glaube ich in vielen anderen Städten auch nicht unbedingt funktionieren würde.
Speaker: Vermute ich.
Speaker: Tatsächlich bin ich da anderer Ansicht.
Speaker: Aber wie gesagt, auf dieser Basis, dass jemand mit
Speaker: mit einem gewissen Charisma, mit einer gewissen Überzeugung und Leidenschaft sich da hinsetzt und sagt, ich meine, es gibt Buchhandlungen, kleine Buchhandlungen, auch sonst wo in Deutschland.
Speaker: Und ich glaube, dass die Zeit reif ist, dass Comics sich so viel weiterentwickelt haben, dass es inzwischen dieses, was Buchhandlungen ausmachen, es gibt für jeden Geschmack was, es gibt viele Sachen für Kinder, es gibt viel zu bestimmten Themen und sowas.
Speaker: Dass man
Speaker: Nicht nur Sammler bedient, nicht nur die alten Herren, die Fantasy-Sachen lesen.
Speaker: Es gibt, glaube ich, eine große Vielfalt, sodass ein Mensch, der sich da auskennt, überall davon geben könnte.
Speaker: Ich finde dich eine super schöne Ansicht.
Speaker: Es gibt mir auf jeden Fall zu denken.
Speaker: Also...
Speaker: Hat irgendwie was die Überlegung?
Speaker: Früher, es ist wirklich so der Unterschied zu früher, früher waren Comic-Leser zu 90% natürlich Männer und genreaffine Menschen, die halt bestimmte Inhalte gesucht haben, Superhelden, Fantasy, ein bisschen sexy, whatever.
Speaker: Und es hat sich mit dieser ganzen Rise of the Graphic Novel-
Speaker: hat sich vieles verändert.
Speaker: Die Zielgruppen sind diverser geworden.
Speaker: Frauen lesen Comics, mein Gott, ja.
Speaker: Und zwar in einem Maße, wie man sich das früher nicht vorstellen kann.
Speaker: Weil Frauen halt Leserinnen sind.
Speaker: Und das ist halt der Hauptunterschied.
Speaker: Wir verkaufen inzwischen fast...
Speaker: in den meisten Fällen an LeserInnen, an Leute, die wirklich das Buch nicht kaufen, weil sie schon alles des Autors haben oder die Reihe unbedingt zu Ende haben müssen, sondern weil sie das gerne lesen möchten.
Speaker: Und das war früher nicht immer der Fall.
Speaker: Wir haben viele Leute gehabt, die einfach nur gesammelt haben und die irgendwann dann auch genug haben, weil sie keinen Platz mehr haben, weil ihnen das Geld ausgeht, weil die Frau meckert oder der Mann meckert.
Speaker: Wie auch immer, ja.
Speaker: Aber 90 Prozent unserer Bücher verkaufen wir jetzt an Leute, die sagen, ach, ich finde das toll, ich habe darüber gelesen oder ich finde alles von dem Autor toll und ich möchte es jetzt heute Abend lesen.
Speaker: Das finde ich super.
Speaker: Supergute.
Speaker: Vielleicht bin ich da auch tatsächlich ein bisschen betriebsblind, weil unser Programm ja doch eher in Richtung dieser seriellen Fantasy-Genre-Sachen auch funktioniert.
Speaker: Das kann nicht so sein.
Speaker: Splitter hat natürlich da ein bisschen Fokus drauf und ein bisschen Schwerpunkt drauf, aber ihr habt ja auch eine ganze Reihe von Einzeltiteln, die eben auch funktionieren und die man auch Leuten geben kann, die jetzt keine Serien lesen und sowas.
Speaker: Total.
Speaker: Aber so unser Brot und Butter sind halt doch irgendwie eher andere Themen.
Speaker: Also was nicht heißt, ich lese auch super gern viele von den anderen Verlagen.
Speaker: Und in den Strips und Storys, da stand ich mit meiner Freundin drin und man konnte sich da so richtig drin verlieren.
Speaker: Ich finde den Vergleich sehr gut.
Speaker: Es ist wirklich wie so ein kleiner, mit Leidenschaft geführter Buchladen mit irgendwie einem Charakter und einem gewissen Charme, wo man sich einfach so ein bisschen...
Speaker: durchwuseln kann und man findet irgendwas Neues.
Speaker: Nur halt mit Comics statt mit Romanen.
Speaker: Genau.
Speaker: Bin ich noch bis jetzt gar nicht drauf gekommen.
Speaker: Und so ist es bei uns ja auch.
Speaker: Nur halt größer und noch mehr Auswahl.
Speaker: Ich finde aber, dieses größer und mehr Auswahl ist aber schon, finde ich, das wäre jetzt nämlich mein Ding gewesen.
Speaker: Wenn ich kurz ausholen darf, zum Beispiel, wenn man jetzt in Bielefeld irgendwie einen guten Laden aufmachen wollte, müsste man eigentlich den eher mit einem
Speaker: Hätte ich bisher immer gesagt, vielleicht täuscht mich aber auch, mit einem breiten Vollsortiment machen, wo man dann halt auch Manga hat und wahrscheinlich sogar auch Spiele oder irgendwie sowas.
Speaker: Aber vielleicht hast du auch recht und der Trend wäre eigentlich andersrum zu denken.
Speaker: Letztlich hängt es ja davon ab, was man selber gut findet, wofür man steht.
Speaker: Und das ist ja das andere mit diesem ganzen
Speaker: Ich habe mich mit vielen Kollegen und Kolleginnen unterhalten zu der Zeit, als Graphic Novel so ein Thema wurde und auch so viele Titel rausgekommen sind.
Speaker: Es gibt auch viele Kollegen, die sagen immer, es kommt viel zu viel raus, es kommt viel zu viel raus.
Speaker: Ich finde das total falsch.
Speaker: Ich finde...
Speaker: Was ein normales Sortimentsbuch hat und es seit Jahrzehnten macht, ist, sich ein Profil zu bilden.
Speaker: Zu sagen, aus der Vielzahl der Neuerscheinungen wähle ich mein Profil, was meinen Laden ausmacht.
Speaker: Und das wissen meine Kunden.
Speaker: Die kommen zu mir, weil sie meinen Geschmack kennen, weil sie mein Profil kennen, weil sie sehen, ach, der hat von dem was und von dem was.
Speaker: Und das finde ich nirgends anders und so.
Speaker: Früher, natürlich, früher hat ein guter Comicladen eigentlich alles da gehabt, was es gibt.
Speaker: Es gab halt auch noch nicht so viel.
Speaker: Aber nicht ganz so.
Speaker: Ja.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Und heutzutage ist man gezwungen, eine Auswahl zu treffen, ein Profil zu bilden, zu sagen, das ist das, wofür wir stehen.
Speaker: Und der Ebenen, der Strips and Stories, macht es halt mit Reihen, mit Graphic Novel.
Speaker: Und im Manga-Laden macht es halt mit Manga.
Speaker: Und wir haben zwar mehr oder minder alles, aber trotzdem, natürlich, haben wir jetzt nicht von jedem Verlag, jeden Thema Daten.
Speaker: Das geht einfach nicht mehr.
Speaker: Wenn man sagt halt,
Speaker: es gibt bestimmte Sachen, die entscheiden sich bei uns über den Verkauf, wenn die regelmäßig gehen, werden sie immer nachbestellt, aber es gibt auch viele Titel, die wir bestellen, weil wir sie da haben möchten.
Speaker: Weil wir sagen, der ist uns wichtig, der ist mir wichtig, der gehört einfach rein bei uns.
Speaker: Und das ist das,
Speaker: wo man sich auch drüber profilieren kann, auch als kleiner Händler oder als anderer.
Speaker: Würdest du sagen, so ein Profil oder irgendwie eine rote Linie, was weiß ich, ist so eine Sache, die einen guten Buchladen, ich sage jetzt absichtlich Buchladen und nicht nur Comicladen, ausmacht?
Speaker: Unbedingt.
Speaker: Also wie gesagt, das war der Mensch Buchhandel, die normale kleine Buchhandel an der Ecke, die macht das seit Jahrzehnten, die hatten ja noch nie eine Chance, alles da zu haben.
Speaker: Weil der Buchmarkt ja
Speaker: per se viel zu groß ist, selbst für die ganz großen Player.
Speaker: Und von dem her ist ja immer für die schon die Aufgabe und die Herausforderung gewesen, ihr Profil zu bilden über die Auswahl, die sie treffen.
Speaker: Entweder über eine Spezialisierung, keine Ahnung, wir haben die lange Buchnacht in Kreuzberg vertreten,
Speaker: 25 Jahre ins Leben gerufen, weil wir lauter spezialisierte Buchhandlungen auf der Straße hatten.
Speaker: Wir waren der Comicladen, dann gab es eine italienische Buchhandlung mit italienischem Profil, es gab ein Antiquariat, es gab eine linke Buchhandlung und jede für sich war so eine Spezialisierung und wir haben irgendwann zeigen wollen, als Dussmann damals aufgemacht hat, wollten wir zeigen, ja, hier auf Oranenstraße sind wir mindestens auch ein Dussmann, nur in den verschiedenen Spezialisierungen.
Speaker: Und so ist es halt,
Speaker: mit jeder kleinen Sortimentsbuchhandlung an der Ecke.
Speaker: Und so kann das mit Comic inzwischen auch möglich sein, was früher vielleicht nicht gegangen wäre.
Speaker: Das finde ich jetzt schon in der Mitte des Podcasts einen wunderbar tröstlichen Gedanken und eine ganz tolle Aussage.
Speaker: Danke schon mal dafür.
Speaker: Ich glaube, da geht auch gerade vielen Hörerinnen und Hörern so ein bisschen das Herz auf.
Speaker: Also ohne Leidenschaft und ohne das wirklich zu wollen, du kennst ja die Leute in unserer Szene, die mit Comics unterwegs sind.
Speaker: Das gilt ja für alle Beteiligten auf jeder Ebene der Kette von den Verlagen über euch, aber auch die Händler und die KünstlerInnen ja auch.
Speaker: Da gehört Leidenschaft dazu und es bringen ja auch alle mit, die hier bei uns tätig sind.
Speaker: Ja, ich würde gerne, wir sind jetzt schon sehr spezifisch geworden, ich würde vielleicht gerne mal einen Blick zurücktreten und ein bisschen Marktbetrachtung machen, wenn ich das mal so nennen darf.
Speaker: Du beobachtest das Comicgeschehen aus deiner Warte aus jetzt ja schon seit Jahrzehnten.
Speaker: Du hast jetzt schon so ein paar Sachen angerissen.
Speaker: Es gab die franco-belgischen Sachen, dann kam der Superheldenschwung, jetzt ist es Manga.
Speaker: Würdest du denn tatsächlich von so Trends oder, weiß ich nicht, so großen Wellenbewegungen sprechen?
Speaker: Oder würdest du diese Frage schon mal grundsätzlich anders formulieren?
Speaker: Also wenn du es auf diese Jahrzehnte zurückblickst, würdest du das so epochal abgrenzen tatsächlich?
Speaker: Oder ist das ein bisschen zu streng gedacht?
Speaker: Na, also in der Historie auf jeden Fall.
Speaker: Ich kann im Moment keinen großen neuen Trend entdecken, sondern nur die Verfestigung von bestimmten
Speaker: Strömung.
Speaker: Aber natürlich, also Manga war ein riesen Einschnitt, und zwar
Speaker: Die ersten, die erschienen sind bei Carlson damals, Akira und sowas.
Speaker: Das war nur Vorhut, aber dann, was halt so nachgeschwappt ist und wie sich das entwickelt hat und wie wichtig das geworden ist.
Speaker: Spähen es mit Corona jetzt noch und so.
Speaker: Und auch mit den Zielgruppen Erweiterungen, eben die jungen Leute und die Mädchen und so.
Speaker: Also das ist schon wirklich ein Riesending gewesen und ist es auch immer noch.
Speaker: Der Manga ist komplett eine Parallelwelt zu den üblichen Comics geworden und immer noch ein Riesentrend.
Speaker: Und das ist auch, würdest du jetzt sagen, der letzte große Trend, der gekommen ist?
Speaker: Und seitdem kam nicht mehr wirklich was Neues, das mal zu sagen.
Speaker: Ich möchte es wirtschaftlich und inhaltlich gar nicht ganz trennen.
Speaker: Ich sehe auch nicht die kompletten Zahlen und sowas.
Speaker: Ich sehe nur bei uns.
Speaker: Und für uns ist also Graphic Novel Minds genauso.
Speaker: Also das, was jetzt Graphic Novel genannt wird, wurde ja eigentlich auch von den Verlagen von...
Speaker: als Kunstbegriff ein bisschen eingeführt, um halt die ein bisschen in die Zielgruppen zu erweitern, um die Sortimentsbuchhandlung und die Buchhandlung und die Leserinnen und Leser, die sonst nicht so Comic-Erfinds sind, da ranzuholen, um denen die Berührungsängste zu nehmen, um zu sagen, Comic ist jetzt nicht nur Fantasy-Reihen und Superhelden und barbüßige Heldinnen, sondern halt eben literarische Inhalte, einzeln konsumierbare Bücher und deswegen war es auch total
Speaker: richtig und wichtig, das so zu machen und zu benennen.
Speaker: Und das ist für uns auch ein riesen Ding gewesen.
Speaker: Und es ist immer noch, dass halt ältere Damen bei uns in den Laden kommen und sich halt einen Comic empfehlen lassen.
Speaker: Aber es hätte es 1993 nicht gegeben.
Speaker: Wir hatten von Anfang an viele Kundinnen in Kreuzberg, weil es waren halt, keine Ahnung, Punk-Metals, die Punk-Gelassen haben oder Lost Boss and an Death gelesen haben oder Independent, amerikanischen
Speaker: gelesen hatten.
Speaker: Also wir hatten immer schon viele Kundinnen, was viele andere Läden überhaupt nie hatten zu der Zeit.
Speaker: Aber mit Graphic Novel, mit dem Begriff und mit der Begrifflichkeit und dem Feuilleton, der Feuilleton-Aufmerksamkeit, haben wir halt auch ältere
Speaker: Kundinnen bekommen und Leute, die einfach nur Leserinnen sind und die noch nie einen Comic in der Hand hatten und sich total freuen über eine schöne Empfehlung.
Speaker: Sehr schön.
Speaker: Ja, verstehe ich.
Speaker: Finde ich aber auch trotzdem krass, dass sich das bei euch tatsächlich so ein bisschen die Waage hält, wenn man sich so das Verlagsecho, wenn man viel über die Weiziger Buchmesse strömert oder so, hat man schon das Gefühl, da gibt es erstmal Manga und dann ganz, ganz, ganz lange eigentlich nichts mehr.
Speaker: Ähm,
Speaker: Also ich möchte jetzt nicht von Zahlen sprechen, das weiß ich tatsächlich, ich wüsste es jetzt auch nicht.
Speaker: Manga ist ja als Großes natürlich schon das Wichtigste, Neue geworden, aber...
Speaker: was wir für Stückzahlen von guten, von populären Graphic Novels verkaufen.
Speaker: Das ist gut, möchte ich gar nicht sagen, weil gut hat mit Verkauf ja oft nichts zu tun.
Speaker: Oft sind es ja die Themen, die Themen, die wichtig sind.
Speaker: Wenn vorhin Tom besprochen ist, dass es ein Thema anspricht, was irgendwie gerade aktuell ist oder was die Leute bewegt.
Speaker: Da verkaufen wir Stückzahlen von Graphic Novels, die wir von keinem Manga und von nichts anderem verkaufen.
Speaker: Ja, das sind dann größtenteils so zeitgeistige Themen, Sachen, die in den Medien gerade kursieren oder die schon länger Thema sind oder... Ja, oder die wir halt auch, die wir selbst natürlich toll finden und die wir jedem ans Herz legen, weil wir sie selbst so gut finden.
Speaker: Oder weil sie halt natürlich bei uns in Berlin mit Berlin-Bezug irgendwelche Bücher, ist ja klar, natürlich, wenn die was lokal koloriert haben oder halt ein Thema, was die Leute hier kennen.
Speaker: Oder ich meine...
Speaker: Der erste große Graphic-Novel-Trend war Persepolis, den wir ein paar tausend Stück verkauft haben.
Speaker: Der einfach damals, das erste einfache Bildsprache und ein interessantes Thema war die erste große Graphic-Novel, die wirklich gekauft wurde von jedem, von jedem,
Speaker: der noch nie eins in der Hand hatte vorher vielleicht.
Speaker: Das ist schon wichtig gewesen und toll.
Speaker: Und das gibt es immer noch.
Speaker: Aber wie gesagt, es ist jetzt nicht jede graphic novel, die rauskommt.
Speaker: Verkauft sich super.
Speaker: Aber es gibt schon viele, die wir sehr gut verkaufen.
Speaker: Hat sich so ein Persepolis-Phänomen eigentlich nochmal wiederholt in deinen Augen?
Speaker: Also, dass das so ein Brett war, das wusste ich.
Speaker: Aber ich...
Speaker: Ich habe die Zahlen nicht alle im Kopf.
Speaker: Aus deinem Bauchgefühl raus, was du vermuten würdest.
Speaker: Gab es noch mal eine andere Graphic Novel, die an deinen Augen einen ähnlich großen Einschlag hatte?
Speaker: Bin ich jetzt überfragt.
Speaker: Alles gut, hätte ja sein können, dass du spontan direkt was auf der Hand hättest.
Speaker: Graphic Novel nicht, wir haben die Comics von Lokal
Speaker: Lokale Helden haben wir natürlich auch gut verkauft.
Speaker: Von Phil haben wir auch ähnliche Mengen verkauft wie von Persepolis.
Speaker: Und ja, nee, habe ich jetzt nicht im Kopf.
Speaker: Aber tatsächlich gibt es immer wieder tolle Bücher, die wir wirklich, die sehr gut gehen bei uns und die jeden Manga schlagen bei uns.
Speaker: Ja, ja.
Speaker: Überrascht mich, finde ich aber schön zu hören.
Speaker: Das war jetzt so die Betrachtung des Ist-Zustands oder des gewordenen Zustands.
Speaker: Es ist immer natürlich ein bisschen doof, in so eine Kristallkugel gucken zu müssen, aber hättest du eine Vermutung, wo sich das so hin entwickelt?
Speaker: Meinst du, Manga wird sich immer weiter konsolidieren, ausweiten oder siehst du da vielleicht schon den nächsten Trend am Horizont?
Speaker: Na, Manga wird sich auf jeden Fall konsolidieren.
Speaker: Weiteres Wachstum kann ich nicht vorhersagen.
Speaker: Dazu kenne ich den Gesamtmarkt einfach zu schlecht.
Speaker: Aber ich denke mal, das ist kein so ein Trend, der einfach weggeht, sondern es ist ja eine ganze Art zu lesen oder eine ganze Literaturart.
Speaker: Das wird einfach so bleiben und sich konsolidieren.
Speaker: Und auch die Fans und die Leserinnen und Leser, die werden halt weiter
Speaker: sich mit neuen Titeln beschäftigen und andere Sachen lesen.
Speaker: Also von dem her, das wird ein fester Bestandteil des Marktes bleiben.
Speaker: In welcher Höhe und welchen Schwankungen, das ist wahrscheinlich auch immer von bestimmten Titeln abhängig.
Speaker: So wie immer, wenn es halt ein paar erfolgreiche Titel gibt, dann ist der Gesamtmarkt geht auch nach oben und zieht wieder neue Leser mit.
Speaker: Also von dem her, Manga, festes Bestandteil, Graphic Novel, fester Bestandteil, Superhelden, fester Bestandteil allein mit den Verfilmungen und mit den eingeführten Charakteren über die Jahrzehnte, die
Speaker: Und was bei uns total stark ist, sind natürlich Kindercomics.
Speaker: Da tut sich auch sehr, sehr viel.
Speaker: Also der ganze Bereich, dass Leute, man liest immer, dass die Präsenz von elektronischen Endgeräten so hoch ist, dass die Leute nichts mehr lesen und die Kinder nichts mehr lesen.
Speaker: Das kann mir unserer Blase, vielleicht liegt es an Berlin, aber liegt auch an meiner...
Speaker: Leute, die gerne lesen, geben ihren Kindern ja auch Sachen zu lesen.
Speaker: Gibt es auf jeden Fall.
Speaker: Und auch in der Leseförderung wird das zunehmend entdeckt, sage ich jetzt mal, ein bisschen konstelliert, weil natürlich wir das schon immer wissen, wie toll das ist und was für ein tolles Mädchen das ist, Comic.
Speaker: Aber tatsächlich wird es auch in der offiziellen Leseförderung gerade massiv entdeckt, wie wichtig das ist und wie toll Comics funktionieren.
Speaker: Wir machen ja auch einen großen Kindercomic-Tag einmal im Jahr, jetzt seit Jahren, der einfach fantastisch angenommen wird.
Speaker: Ja.
Speaker: Also das ist auf jeden Fall was ganz Wichtiges, Kindercomics und überhaupt auch, wie ich vorhin schon meinte, die Themen sind halt ganz wichtig und deswegen Comics auch als Sachcomic, Sachbuchbereich, nur mit den Möglichkeiten des Comics ist, glaube ich, was erst noch richtig entdeckt werden kann und entdeckt werden wird, bin ich ganz überzeugt von.
Speaker: Gute, gute, gute Vorhersage.
Speaker: Das mit den Kindercomics wäre auch meine Antwort gewesen, Sachcomics,
Speaker: Habe ich nicht so im Blick, aber hast du sicherlich recht.
Speaker: Also könnte ich mir auch gut vorstellen.
Speaker: Es gibt ein paar Bücher, die wir sehr, sehr, sehr gut verkaufen, die einfach über das Thema funktionieren.
Speaker: Und ich meine, das klassische Sachcomic gab es ja schon immer.
Speaker: Gab es schon in 70er Jahren, gab es Karl Marx für Anfänger oder so.
Speaker: Aber ich meine, das waren halt, da war immer die, die, da war immer die,
Speaker: die Meinung dahinter, naja, es gibt komplizierte Themen und die müsse man einfacher rüberbringen, indem man sie zeichnet oder irgendwie schlecht bebildert oder irgendwie den Leuten zugänglich macht auf diese Art.
Speaker: Und das ist halt das, was sich jetzt verändert.
Speaker: Comic sind so ein eigensündiges Medium, die viel mehr können als bebildern.
Speaker: Die Kombination von Bild und Wort, die zusammenwirken und
Speaker: was kann ich es ausmachen.
Speaker: Es hat ganz andere Möglichkeiten, auch der Wissensvermittlung und der Verdeutlichung.
Speaker: Und das glaube ich, das ist das am Anfang.
Speaker: Das wird überall gerade, es gibt so tolle Titel gerade und so interessante Sachen.
Speaker: Und die verkaufen sich halt ganz oft, weil die Leute sich für das Thema interessieren.
Speaker: Und deswegen glaube ich ganz fest daran, also an beides, an die Möglichkeiten, aber auch an den Erfolg.
Speaker: Finde ich eine sehr gute Antwort.
Speaker: Hast du gerade, weil du meintest, es gibt da gerade ganz tolle Sachen, hast du so ein, zwei Tipps für unsere Hörer und Hörer spontan auf Lager zum Thema Sachcomic?
Speaker: Okay, liegt sicherlich auch an unserem Kreuzberger Profil, aber wir haben vom Barho Verlag den Titel Antifa über die Geschichte von faschistischen und antifaschistischen Bewegungen haben wir schon
Speaker: Verkaufen wir nach wie vor immer super gut und sowas.
Speaker: Da muss ich zugeben, habe ich zum Beispiel noch nie von gehört.
Speaker: Antifa?
Speaker: Also von dem Comic, von der Antifa natürlich schon.
Speaker: Der Barhoe Verlag macht zum Beispiel so, wie es ist, ein österreichischer kleiner Verlag, der ganz tolle politische Comics macht, ganz viele, aber auch ein paar tolle Sachcomics.
Speaker: Historische Comics haben die ein paar neue im Profil.
Speaker: die ich auch ganz wichtig finde.
Speaker: Da würde ich mich auch freuen, wenn da noch viel mehr kommt im historischen Kontext oder historisch Sachen erklärend, verbildlichend.
Speaker: Auch dafür ist ein Comic sehr einfach fantastisch geeignet.
Speaker: Hier Uli Lust, das neue Comic von Uli Lust, das gerade bei Reproduktors schien, ist die Frau als Mensch.
Speaker: Den hätte ich jetzt nämlich empfohlen, den lese ich gerade ganz stark.
Speaker: Ganz stark und so, ganz toll und so.
Speaker: Und halt auch ein Beispiel dafür, was da möglich ist in dieser Kombination, eben nicht so ein pures Sachkomik, so hallo, so ist es, sondern halt mit Humor, mit Insider, mit Wissen halt um die Inhalte.
Speaker: Also diese Kombination von...
Speaker: was ja möglich ist.
Speaker: Ich finde, bei ihr ist es vor allem auch so eine gewisse Lyrik.
Speaker: Also ich finde, sie benutzt die Bilder dann oft auch einfach, um so schöne Momente, so Nachdenklichkeit
Speaker: so ein bisschen zu machen, wenn man dann so Szenen aus der Uhrzeit hat.
Speaker: Also es verbindet sie ganz toll.
Speaker: Ich finde, man hat ja so wenig das Gefühl, dass man gerade, es ist ja eigentlich relativ dicht, es ist ja sehr, sehr viel Information, die man kriegt, aber es fühlt sich zwischendurch nicht so an, weil man immer wieder so Verschnaufpausen hat, in denen man einfach ein paar schöne Bilder sich angucken kann.
Speaker: Erstmal blöd ausgedrückt.
Speaker: Ja, oder sie eine Episode einspielen,
Speaker: reinnimmt, wo sie selbst dann irgendwie im Flugzeug sitzt und sich Gedanken macht über irgendwas.
Speaker: Also auch den biografischen Aspekt bringt sie noch ein.
Speaker: Das sind einfach die Möglichkeiten, die ein Comic hat, die ein Sachbuch
Speaker: unter Umständen nicht hat.
Speaker: Liv Stramclist war eigentlich die Vorreiterin von solchen Themen, feministischen Themen im Comic.
Speaker: Mit Humor und mit... Die hat ja nichts in ihren Comics geschrieben, was Leute, die sich mit den
Speaker: Themen gut auskennen, mit feministischen Theorien, nicht schon wussten.
Speaker: Sie hat es aber verdeutlicht, sie hat es verbildlicht, sie hat es mit Humor gewürzt und mit ihrem eigenen verkennbaren Stil.
Speaker: Und das hat wahnsinnig vielen Leuten gefallen.
Speaker: Ich würde gerne, ja, das ist vielleicht eine etwas ätzende Frage, weiß ich nicht, wie du dazu stehst, aber ich habe das mal so formuliert, was ist in deinen Augen die größte Herausforderung, der erstmal einen Comicladen oder der Comichandel, je nachdem, wie du das beantworten willst, aktuell gegenübersteht?
Speaker: Also es gibt ja immer, auch in der Branchenpresse, die Herausforderungen des Buchhandels im Jahr 2025,
Speaker: Die Herausforderungen des stationären Buchhandels, des Großhandels, bla bla bla.
Speaker: Es gibt ja immer wieder so Schlagworte, die da in den Raum gepfeffert werden aus deiner Sicht.
Speaker: Was wäre das?
Speaker: Gibt es sowas überhaupt?
Speaker: Die Herausforderungen sind auf jeden Fall natürlich die steigenden Kosten überall.
Speaker: Ich denke mal, da haben viele Branchen mit zu kämpfen, aber im Gegensatz zu anderen Branchen kann der Buchhandel und kann der
Speaker: Comic-Handel, ja nicht einfach die Preise erhöhen.
Speaker: Wir können ja nicht einfach sagen, oh, wie das Restaurant nebendran, wir müssen leider die Preise ein bisschen erhöhen, weil die Buchpreisbindung, die uns auch sehr hilft und so, aber die macht es natürlich unmöglich, dass wir einfach sagen, wir können die Preise erhöhen oder die Akzeptanz.
Speaker: Wir haben ja auch viele englische Titel oder französische, die jetzt der Buchpreisbindung nicht unterworfen sind, aber auch da sind wir dann einfach nicht frei in der Preisgestaltung, weil dann die Konkurrenz unterm Schwind so groß ist im Internet oder sonst wo.
Speaker: Also die steigenden Kosten sind wirklich eine große Herausforderung, gerade bei relativ gleichbleibenden Verkaufserlösen.
Speaker: Auch, Entschuldigung, wenn ich kurz zu einer Bericht nachfragen, auch ein Thema, was ja im Buchhandel auch immer wieder und ständig irgendwie diskutiert wird, dass die Preise zu niedrig sind oder wie die Preise gehandhabt werden müssen.
Speaker: Und das ist die Aufgabe der Verlage tatsächlich, das stimmt.
Speaker: Das ist ja auch der Verlage einerseits, aber andererseits ist es natürlich auch viel überall anders.
Speaker: Die Menschen, die Kundinnen und Kunden, die haben ja auch ein gewisses gleichbleibendes Budget.
Speaker: Und auch da fragt man sich halt immer, wo sind die Preise dann zu hoch, wo sind sie zu niedrig.
Speaker: Okay, ja gut.
Speaker: Das ist natürlich so, und das ist ja ein sehr behäbiges Instrument,
Speaker: kann.
Speaker: Es ist ziemlich schwer, das mal auszuprobieren.
Speaker: Das ist es.
Speaker: Es ist schwer, das einfach mal auszuprobieren und dann irgendwie belastbare Informationen.
Speaker: Also ich kann mal kurz aus dem Nähkistchen plaudern.
Speaker: Also mit Aufgabe der Verlage, für diejenigen von euch, die es vielleicht nicht wissen, Hörerinnen und Hörer, meine ich vor allem, dass die Verlage die Preise ja festsetzen, in Deutschland zumindest.
Speaker: Wir haben ja eine Buchpreisbildung.
Speaker: Das heißt, was wir aufs Buch draufschreiben, beziehungsweise konkreter hinter die ESBN verlegen, also hinter die Identifikationsnummer, das ist
Speaker: Das ist Gesetz.
Speaker: Also das darf kein Laden, darf Verlagsneu das dann anders verkaufen.
Speaker: Sei es jetzt Modern Graphics oder irgendein Online-Shop oder Thalia oder sonst wer.
Speaker: Das ist der Preis, der dafür zu zahlen ist.
Speaker: Deshalb meine ich, das ist die Aufgabe der Verlage, aber...
Speaker: Wir haben dann natürlich immer mal wieder so Titel im Programm, wo man hinterher sagt, oh, den hätte man eigentlich günstiger machen können oder oh, der ist zu günstig geworden, wenn sich dann Seitenzahlen ändern oder wenn man dann irgendwie Fehler passieren, ne?
Speaker: Man richtet sich ja dann immer so nach dem Produktionsaufwand.
Speaker: Aber so richtig dahinter steigen anhand von so Stichproben tust du halt nicht, ne?
Speaker: Also dann hat man irgendwie mal einen Comic, wo man hinterher merkt, der ist richtig, richtig gut gelaufen, da haben wir richtig viel Geld mitgemacht, dann fällt einem auf, ah, ja, der ist auch fünf Euro teurer, als er eigentlich hätte sein müssen, hat aber anscheinend niemanden gestört.
Speaker: Und dann gibt es zum Beispiel, wir haben diese Adaption von Dantes Inferno im Programm von den Brizi-Brüdern.
Speaker: Ganz tolles Werk, ist auch im Feuilleton super gut angekommen.
Speaker: Eigentlich hätte man den ein bisschen günstiger machen können, weil der schwarz-weiß ist, hat aber niemanden gekümmert.
Speaker: Andererseits haben wir dann so ein Titel wie Black Hammer Band 1 im Programm, der mit 1980 auf fast 200 Seiten viel zu günstig ist und auch damals schon war.
Speaker: Und der hat auch sehr gut funktioniert.
Speaker: Kann mir jetzt keiner sagen, also kann man jetzt nicht so richtig einen Schluss draus ziehen, lag es jetzt am Preis oder an was anderem?
Speaker: stichprobenartig.
Speaker: Ja, das ist glaube ich echt, ich glaube, das sind Erfahrungswerte und Ausprobieren.
Speaker: Aber wenn man es zu oft ausprobiert und es klappt nicht, dann hat man halt echt seine Bilanz ein bisschen
Speaker: Das ist schwierig für die Verlage, das kann ich mir gut vorstellen.
Speaker: Ich will jetzt auch gar nicht, das sollte jetzt gar nicht jammern, ich wollte nur auch für die Hörerinnen und Hörer mal sagen, wir merken uns da schon immer Gedanken, manchmal unterlaufen da uns auch irgendwie Denkfehler.
Speaker: Das Problem ist, es ist halt auch für die gesamte Branche einfach sehr schwer einzuschätzen.
Speaker: Und gerade wenn es dann so Kampfpreise gibt, so diese klassischen Zehnerschwellen, die dann irgendwie unter- oder überboten werden sollen und dann kriegt man von verschiedenen Handelsstellen auch immer verschiedene Rückmeldungen.
Speaker: Je nachdem, was für Leute da einkaufen.
Speaker: In einem Laden, in dem die Kundschaft jünger ist, muss man günstigere Titel eigentlich da haben, weil die weniger Geld in der Tasche haben.
Speaker: So ganz blöd gesagt.
Speaker: Aber wie sollen wir als Verlag das irgendwie antizipieren?
Speaker: Geht ja nicht.
Speaker: Also, ja, egal.
Speaker: Nee, es ist sehr, sehr schwer.
Speaker: Schwierig.
Speaker: Und vor allem, ihr habt ja dann den Gesamtmarkt im Blick und jeder einzelne Laden hat nur seine Kunden und seine Kundschaft im Blick und so.
Speaker: Das ist ja unter Umständen nicht deckungsgleich.
Speaker: Nee, ist eigentlich nie deckungsgleich.
Speaker: Ist nie deckungsgleich, was die einzelnen Handelsstätten von uns wollen gegenüber dem, was wir so gesamtmarktmäßig machen möchten oder sollten oder, ja.
Speaker: Finde ich aber auch wieder eine sehr informierte Antwort.
Speaker: Du gibst wahnsinnig gute Antworten, Micha.
Speaker: Aber für die Hörerinnen und Hörer, ihr kriegt gerade einen wirklich sehr informierten und sehr klugen Einblick in den Comic-Handel so allgemein aus.
Speaker: Würde ich so mal in den Raum stellen.
Speaker: diese Behauptung.
Speaker: Vielen Dank.
Speaker: Ich würde gerne mit ein paar schöneren Themen schließen.
Speaker: Das war jetzt ja doch irgendwie alles etwas technisch.
Speaker: Und zwar komme ich noch mal gerne auf die Veranstaltungen zurück.
Speaker: Ihr macht ja eine ganze Menge Veranstaltungen, habt echt einen vollen Kalender und bemüht euch da auch wirklich viel.
Speaker: Also von so kleinen Festivals für Comic, also dieses Kindercomic-Festival, was ihr einmal im Jahr macht, über Lesungen und Vernissagen, wie man so schön sagt.
Speaker: Also da geht wirklich viel.
Speaker: Ich bin gerade auf eurer Website, 10.
Speaker: Mai, Bastelaktion mit Bea Davis.
Speaker: Wie cool ist das denn, am Gratis-Comic-Tag?
Speaker: Ja, es ist total cool.
Speaker: Kann man dir aber Babys basteln.
Speaker: Da freue ich mich auch.
Speaker: Sie bringen Skelette aus Papier mit und die Kinder können ihre eigenen Evolutionsideen da einbringen, sozusagen.
Speaker: Wahnsinn.
Speaker: Also ihr macht richtig viel coolen Kram.
Speaker: Deshalb wirf doch mal so einen Blick zurück.
Speaker: Was waren denn da so die coolsten Anekdoten, die du aus Veranstaltungen oder generell um euren Laden rum zum Besten geben könntest?
Speaker: So ein, zwei Sachen, die dir nachhaltig in Erinnerung geblieben sind.
Speaker: In den ersten Jahrzehnten, sag ich jetzt fast schon, da gab es ja eigentlich nur das Format Sitten-Jährstunde und so.
Speaker: Und da hatten wir natürlich tolle Leute schon da, schon in den 90ern hatten wir
Speaker: Frank Willer da und mit dem haben wir damals übrigens so eine Vinylplatte zum ersten Sin City Comic produziert.
Speaker: Ja, klar habt ihr das.
Speaker: Wie ein Siebdruck sozusagen, war auf Vinyl gedruckt, so schwarz-weiß, den Marv irgendwie, das war ein tolles Ding.
Speaker: Das war super und Jim Lee hat seinen ersten Galactus für mich gezeichnet, irgendwie vor der Berliner Mauer.
Speaker: Alter, Spiele.
Speaker: Und wir hatten wirklich Gott und die Welt da und die tollsten Leute.
Speaker: Das war echt auch ein Ereignis, ja, immer.
Speaker: Und dann, und Comic-Lesungen konnte man sich ja überhaupt nicht vorstellen.
Speaker: Das habe auch ich viele, viele Jahre lang gesagt, nee, Comic-Lesungen ist langweilig, das geht überhaupt nicht.
Speaker: Und so, da liest man ja einfach nur, was vorne ist.
Speaker: Und auch da hat sich so viel getan.
Speaker: Ja, es ist so interessant, wie...
Speaker: wie auch die Künstlerinnen und Künstler das so entwickelt haben jetzt über die Jahrzehnte.
Speaker: Wie kann man das machen, dass es interessant ist?
Speaker: Und wie ist die Akzeptanz?
Speaker: Und wie macht man das, damit es halt nicht schon mitgelesen wird?
Speaker: Und da haben die Künstlerinnen halt auch wirklich vieles dazulernen müssen.
Speaker: Früher waren die es nicht gewohnt.
Speaker: Und wir haben so Formate probiert.
Speaker: Wir haben, wie ich vorhin schon erwähnt habe, die vor 25 Jahren die lange Buchnacht in Kreuzberg veranstaltet und gegründet.
Speaker: wo die ganze Nachbarbuchhandlung halt Lesungen hatten und wir haben gesagt, nee, Lesung geht nicht, deswegen haben wir immer andere Sachen gemacht.
Speaker: Wir haben irgendwelche wilden Comiczeichenaktionen mit der Berliner Comicszene gemacht oder irgendwelche Comic Battles oder im zweiten Raum ein Papierkomponente,
Speaker: Apparat aufgestellt und die Leute halt in Echtzeiten ein Fanzien zeichnen lassen, was wir dann gedruckt haben und verteilt haben.
Speaker: Im ersten Jahr haben wir alle Leute eingeladen, kennst du diese Bastelbücher von Kindern, wo jede Figur auf drei Stücken ist und man kann das so kombinieren, also hat ein Gesicht von einem Monster und das haben wir quasi auf zwei auf zwei Meter gebraucht.
Speaker: und haben die ganzen Leute eingeladen.
Speaker: Und alle haben ihre Figuren gezeichnet.
Speaker: Ole und Phil und Tom und wie sie alle hießen.
Speaker: Und Max Andersson haben ihre Figuren gezeichnet und die konnte man dann da kombinieren und umblättern und sowas.
Speaker: Das werde ich auch nochmal ausstellen.
Speaker: Demnächst habe ich noch irgendwo.
Speaker: Und man hat halt immer überlegt, was kann man noch für wilde Aktionen machen?
Speaker: Was kann man mit Comiczeichnern und Comiczeichnerinnen machen?
Speaker: Was kann man machen, wenn man nicht lesen
Speaker: will.
Speaker: Und dann ist es erst gekommen, erst vor 15 Jahren vielleicht, dass wirklich so Comic-Lesungen neu entwickelt wurden, was so interessant ist.
Speaker: Ja, das war toll.
Speaker: Ja, gibt es tolle Formate, habe auch schon inzwischen einige sehr interessante Sachen gesehen.
Speaker: Also wenn ihr bei euch in der Nähe oder mal irgendwie die Gelegenheit habt, zu einer Comic-Lesung zu gehen, macht das mal, Leute.
Speaker: Macht das mal, ja.
Speaker: Selbst wenn ihr euch nicht so richtig vorstellen könnt, wie das aussehen soll, wenn ihr sagt, ja, ich mag Comics, ich gehe mal davon aus, dass ihr das tut, sonst würdet ihr diesen Podcast nicht hören.
Speaker: Ähm.
Speaker: Aber ich bin eigentlich Leserin und alles andere interessiert mich nicht so sehr.
Speaker: Macht das mal.
Speaker: Es ist ja normalerweise kein riesiges Invest, zu sowas hinzugehen.
Speaker: Also es ist jetzt kein Festival-Ticket, was man dafür hinlegen muss.
Speaker: Und man kann echt positiv überrascht werden, finde ich.
Speaker: Man wird fast immer positiv überrascht.
Speaker: Also selbst mir geht das so, ja.
Speaker: dass auch Bücher, auf die ich nur Mittellust hatte oder bisher noch nicht gelesen habe, weil mir einfach die Zeit fehlt, ja, wenn ich dann eine Veranstaltung mit dem Künstler habe oder mit der Künstlerin oder eine Lesung besuche irgendwo aus anderem Grund, ja,
Speaker: wird immer begeistert hinterher und auf einmal möchte man es wirklich lesen, weil dieser Einblick, der einem da vermittelt wird, meistens erzählen die ja auch von der Arbeit oder von der Idee und von der Umsetzung und dann auch nur ein Lesepart.
Speaker: Das ist einfach so fantastisch immer.
Speaker: Und wir haben ja so viele, deswegen mache ich das auch so gerne, wir machen in dem Laden der Kastanenallee, war ich mit ein Grund, den aufzumachen, dass ich ja von Anfang an die Möglichkeit gesehen habe, dass man da kleinteilige Veranstaltungen machen kann, einfach schon den Beamer an die Decke baut und die Stühle parat hat und einfach...
Speaker: solche Sachen machen kann.
Speaker: Und wir machen so oft solche Lesungen und Buchpräsentationen.
Speaker: Da kommen manchmal fünf oder zehn Leute nur und manchmal kommen 50.
Speaker: Und wir passen da auch nicht rein.
Speaker: Und manchmal, ein paar der tollsten Veranstaltungen waren zu fünfter gesessen und haben irgendwelche rumänischen Künstlerinnen von ihrer Arbeit erzählt.
Speaker: Das war so fantastisch.
Speaker: Und alle hängen an den Lippen und dann ist das einfach auch ein total schöner Abend gewesen.
Speaker: Und auch eine interessante
Speaker: eine tolle Art der Vermittlung von dem, was sie machen und was ein Comic ist und so.
Speaker: Das ist wirklich, wirklich toll.
Speaker: Und bei Kindercomic-Lesungen ist sowieso nochmal eine Nummer, ja.
Speaker: Wenn man da 200 Kinder sieht, die lacht sich weg und schäbst über irgendwelche herrlichen Gags, die man sonst allein im Kämmerchen lesen würde und so.
Speaker: Das ist einfach ein Erlebnis, ja.
Speaker: Worauf freust du dich in nächster Zeit am meisten?
Speaker: Gibt es irgendwie so ein Highlight am Horizont, wo du richtig Bock drauf hast?
Speaker: Ja, also unser jährlichen Kindercomictag auf jeden Fall, der findet am 14.
Speaker: September statt wieder und so, da haben wir schon ein paar.
Speaker: Da kommen diesmal die drei Fragezeichen-Macher, Kalle Klaus und Christopher Trauber.
Speaker: Und Ferdinand Lutz macht unser Plakat gerade und so, das wird echt super...
Speaker: Später Verlag ist Sponsor, vielen Dank.
Speaker: Gerne, aber wir sind ja nicht die Einzigen.
Speaker: Nein, nein, ihr seid nicht die Einzigen, aber einer von.
Speaker: Wir sind darauf angewiesen, weil wir das auch ohne Antritten machen und so, das ist echt toll.
Speaker: Naja, und natürlich freue ich mich total auf Ingo Römmling und euren Künstler hier mit seinem Berlin-Metropolia 2033-Comics und sowas, da freue ich mich sehr drauf, ja.
Speaker: Ich wäre gerne dabei.
Speaker: Am 22.
Speaker: Mai, hatte ich ja auch im Intro gesagt, gibt es ja noch dieses Comics-Bad im Luisenbad im Gesundbrunnen.
Speaker: Da ist Ingo auch dabei, da treffe ich ihn ja nochmal.
Speaker: Kann ich ihm nochmal persönlich gratulieren zu seinem neuen Comic.
Speaker: Habe ich sehr gerne gelesen.
Speaker: Micha, ich würde sagen, wir gehen mal so langsam auf die Zielgerade ein.
Speaker: Wir reden jetzt fast eine Stunde.
Speaker: Aber bevor ich meine geliebt Gehassten, je nachdem, wie man fragt, Schlussfragen an dich abfeuere, hast du wie jeder Gast noch die Gelegenheit zu einer Gegenfrage.
Speaker: Wenn du denn möchtest, wenn nicht, ist auch okay.
Speaker: Tatsächlich, es bin jetzt da gerade nichts eingefallen zu.
Speaker: Das macht überhaupt nichts.
Speaker: Wenn dir noch was einfällt, weißt du ja, wie du mich erreichen kannst.
Speaker: Ja, das mag ich.
Speaker: Du kennst mich ja, ich kenne da nichts.
Speaker: Ich frage dich dauernd und nehme einfach Kontakt.
Speaker: Ich hatte heute alleine zwei oder drei E-Mails von dir wegen verschiedener Sachen im Postfach.
Speaker: Siehst du mal.
Speaker: Ja, so ist das.
Speaker: Wenn ihr, liebe Hörerinnen und Hörer, allerdings Fragen habt, dann könnt ihr natürlich auch jederzeit schicken.
Speaker: Einfach an splittercast.splitter-verlag.de oder auf den sozialen Medien stellen.
Speaker: Wenn irgendjemand von uns kriegt das schon zu lesen und wir antworten auch auf das allermeiste, wenn es nicht kompletter, grober Unfug ist, dann antworten wir da gerne drauf.
Speaker: Und ich freue mich auch immer über Zuschriften mit Kritik, Fragen, Anregungen und Feedback.
Speaker: Aber jetzt, Michael, würde ich sagen, gehen wir dann doch mal in die Schlussfragen rein.
Speaker: Und dann würde ich zuerst gerne von dir wissen, welche drei Comics oder Manga oder Graphic Novel oder Comicreihen, wie auch immer,
Speaker: du auf die sprichwörtliche einsame Insel mitnehmen würdest.
Speaker: Also gut, dass du diese Comicreihe nochmal sagst, weil ich glaube, mit einem einzelnen Buch oder Comic würde ich nicht weit kommen.
Speaker: Dazu bin ich zu große Leserate.
Speaker: Aber ich würde dann schon ganze Reihen ausruhen.
Speaker: Ich würde vielleicht den kompletten Prinz Eisenerz nochmal mitnehmen oder Kyle Barks komplett.
Speaker: Damit hätte man ein bisschen Zeit abgedeckt.
Speaker: Oder den kompletten Ralf König, gerne immer wieder.
Speaker: Auch eine schöne Wahl, ja.
Speaker: Ja, lese ich regelmäßig immer wieder mich rein.
Speaker: Oder den kompletten Donchon, das waren so die vier...
Speaker: wo ich weiß, damit hätte ich die ersten zwei Jahre abgedeckt auf der einsamen Insel und hoffe, dass dann ein Schiff vorbeikommt.
Speaker: Du würdest dich wundern, manche Leute haben hier auch schon bei dieser Frage ganz explizit gesagt, ich verzichte darauf, irgendwie so rein mitzunehmen, ich nehme drei Bücher mit und diese drei Bücher müssen reichen und die will ich so richtig intensiv lesen.
Speaker: Das waren oft dann eher die Zeichnerinnen und Zeichner, die gesagt haben, dann haben sie irgendwie Inspirationsquelle für ihre eigene Arbeit.
Speaker: Aber ich finde, die vier, gut, Prinz Eisenherz kann ich jetzt ehrlich gesagt nichts zu sagen, aber die anderen drei kann ich persönlich auch empfehlen, würde ich unterschreiben.
Speaker: Die Zeichnerinnen und Zeichner, die schauen sich die Zeichnung an, die lernen dann was.
Speaker: Ich bin so ein Typ für Erzählung.
Speaker: Bei mir muss die Geschichte stimmen und es muss episch sein und lang.
Speaker: Also ich brauche
Speaker: Ich brauchte einen Roman.
Speaker: Ja, sehr solide.
Speaker: Ein Comic, den es noch nicht gibt, über den es unbedingt geben sollte, egal wie du diese Frage jetzt interpretierst.
Speaker: Was wäre das für ein Comic?
Speaker: Naja, es gibt ja Ansätze schon davon, aber was ich noch ein bisschen, was ich finde, ist noch ausbaufähig und was echt noch mehr kommen muss, sind wirklich so deutsche Themen oder Berliner Themen oder so ein Generationenroman als Comic, so wie es es in der Berichterstin hier oft gibt.
Speaker: Historische Comics finde ich ja auch wirklich, wirklich interessant und wie ich vorhin schon meinte, da passiert wirklich einiges gerade an tollen Neuerscheinungen, aber ich glaube, da ist auch trotzdem noch viel Luft nach oben, ja.
Speaker: Da könnte man wahrscheinlich mehr rausholen.
Speaker: Also spontan, es gibt natürlich so ein paar Kinder, Marviel, Fahrradmod, so Kram.
Speaker: Genau.
Speaker: Oder sowas wie den Berlin-Trilogie von Jason Lutz, dass es ein Amerikaner uns vormachen muss.
Speaker: Sowas in der Art, finde ich, da ist noch viel
Speaker: Da ist noch viel Luft.
Speaker: Aber ich bin ganz überzeugt davon und ganz zuversichtlich, dass das auch kommt.
Speaker: Weil
Speaker: Es gibt viele tolle, interessante junge Künstlerinnen und Künstler, also Junge und Alte.
Speaker: Und ich glaube, dass da noch einiges in den Schubladen ist und auch demnächst erscheinen wird.
Speaker: Finde ich sehr gut, finde ich sehr gut.
Speaker: Und das könnte ich mir auch gut vorstellen, dass da noch Sachen kommen werden.
Speaker: Spiel doch mal ein bisschen Kuppler.
Speaker: Wenn du ein Kreativteam zusammenstellen könntest, Autor, Zeichner, Koloristin, vollkommen egal, wie realistisch oder unrealistisch das wäre, dass die wirklich mal zusammenarbeiten,
Speaker: Wen würdest du gerne an ein Comicprojekt setzen?
Speaker: Von Leben denn jetzt?
Speaker: Nee, darf auch tot sein.
Speaker: Also das ist voll Comic.
Speaker: Du musst auch nicht unbedingt einen expliziten Koloristen dazu packen.
Speaker: Naja, obwohl wir mal vorhin schon von Ralf König hatten.
Speaker: Ralf König ist ja ein fantastischer Autor, der wirklich, wirklich schöne Geschichten schreibt und halt auch menschliche Geschichten schreibt.
Speaker: Also dann lass ich mir jetzt von Ralf König einen Comic schreiben und Marvel darf ihn zeichnen oder sowas in der Art.
Speaker: Ich glaube, das wäre echt ein tolles Ding.
Speaker: Meinst du?
Speaker: Ja, super.
Speaker: Das wäre bestimmt sehr lesenswert.
Speaker: Ich hätte jetzt vom Impuls raus her gesagt, wenn Ralf König was schreibt, dann mal lieber in einem Stil, der von seinem weiter weg ist.
Speaker: Also irgendwie sowas hochglänzigeres, sowas klassischeres und weniger cartooniges.
Speaker: Das ist immer so mein Chaosimpuls.
Speaker: Ja.
Speaker: Zum Beispiel von Ingo.
Speaker: Also jetzt beispielsweise.
Speaker: Ultrahochglanz, supermodern, komplett digital.
Speaker: Denn ich glaube, Ralf König würde so niemals im Leben arbeiten.
Speaker: Nee, das würde er nicht.
Speaker: Nichts für ungut.
Speaker: Aber es wäre interessant.
Speaker: Auf jeden Fall wäre auch eine tolle Kombination.
Speaker: Da hast du recht.
Speaker: Wir machen einen ganz kurzen Werbeblog.
Speaker: Empfiehl uns doch mal einen Comic aus dem Splitter-Programm.
Speaker: Egal von wann, egal was für ein Thema.
Speaker: Dein Favorite aus unserem Verlagsportfolio.
Speaker: Also ich war ein großer Fan von einem Hoka Hale.
Speaker: Ich habe jetzt tatsächlich den Autor nicht im Kopf, peinlicherweise.
Speaker: Nef.
Speaker: Also jedenfalls dieser One-Shot-Western, Neo-Western, ziemlich hart, aber toll und war eine runde Geschichte.
Speaker: Sowas gefällt mir, sowas mag ich.
Speaker: wunderschön gezeichnet auch.
Speaker: Ganz toll gezeichnet und wirklich, wirklich gute Story.
Speaker: Die Sachen aus dem Label in Frankreich lieben wir auch alle total.
Speaker: Dann in dem Zusammenhang, wenn ihr jetzt an euren Empfangsgeräten wollt schon sagen, wenn ihr das gerade jetzt hört und denkt so, ja, Hookahay war richtig cool, dann werft auch mal einen Blick in Frontier, das ist ganz frisch erschienen.
Speaker: Das ist zwar Science-Fiction, aber irgendwie so von den Schwingungen her, von der Atmosphäre her doch recht ähnlich.
Speaker: Auch sehr hart, aber sehr lyrisch und sehr schön.
Speaker: Sag mal an, habe ich noch gar nicht auf dem Plan gehabt.
Speaker: Ist jetzt auch ganz frisch erschienen, ist ja in ein paar Tagen erst raus von Guillaume Saint-Gelain.
Speaker: Er erscheint nämlich in Frankreich auch bei diesem Label 619 oder wie auch immer man das ausspricht, Label 619, kein Plan.
Speaker: Ganz, ganz toller Comic, sehr, sehr lesenswert.
Speaker: Kann ich persönlich sehr empfehlen, habe ich sehr gern gelesen.
Speaker: Ähm, genau.
Speaker: Und dann empfiehle uns doch auch gerne mal eine Sache, die kein Comic ist, die dich in letzter Zeit irgendwie begeistert hat.
Speaker: Ein Buch, also ein Roman oder ein Sachbuch, ein Film, eine Serie, ein Videospiel, ein Brettspiel, ganz egal.
Speaker: Irgendwas, was du unseren Hörerinnen und Hörern empfehlen willst.
Speaker: Ich hab tatsächlich, war ich gerade ganz überraschend begeistert auf Apple TV von der Serie Silo.
Speaker: Ähm, mir wirklich gut gefallen.
Speaker: Ähm, und das ist auch auf einer Roman-
Speaker: nach einer Romanvorlage und die habe ich jetzt auch gleich gelesen, die zwei der drei habe ich schon gelesen.
Speaker: Da geht es um Menschen, die in einer Gemeinschaft in einer post-apokalyptischen Zeit im Silo irgendwo leben, also in so einem mutuellischen Metallbunker und so eine ganz eigene Gesellschaftsform entwickelt haben und mit tollen Schauspielern, also mit einer
Speaker: Ganz, ganz tolle Leute und auch wirklich interessant geschrieben und auch mal wieder interessant zu sehen, nachdem man dann die Bücher gelesen hat, wie unterschiedlich das adaptiert wurde und wie, sag ich mal, die Fehler der Vorlage in der Serienadaption ausgemerzt oder verändert wurden.
Speaker: Das ist auch ganz schön interessant von dem Standpunkt aus.
Speaker: Oh man, ich hätte gerne Apple TV.
Speaker: Die Romane kenne ich nämlich.
Speaker: Also die habe ich tatsächlich vor kurzem nochmal gelesen, zum zweiten Mal.
Speaker: Hast du die gelesen?
Speaker: Ja, ja.
Speaker: Ja, ich habe jetzt, wo du es sagst, das ist mit hier Rebecca Ferguson in der Hauptrolle oder so.
Speaker: Rebecca Ferguson und die ist ja so fantastisch da drin.
Speaker: Die ist großartig.
Speaker: Weil nachdem ich die in Tune gesehen hatte, so
Speaker: so eine Königin, so eine geborene Führerin und sowas.
Speaker: Und dann ist sie hier auf einmal eigentlich auf den ersten Blick gegen den Strich besetzt als hemmsärmelige Mechanikerin.
Speaker: Also wo du denkst, what?
Speaker: Nein, nicht mal.
Speaker: Aber eine super vielseitige Rolle, schätze ich mal.
Speaker: Wahnsinnig.
Speaker: Also wenn ich nach der Vorlage gehe.
Speaker: so ein bisschen autistisch und so eine Mechanikerin, ja, also nichts mehr mit königlichem Background oder sowas, ja, fantastisch, also ich spiele das wirklich super und Hauptsache die Maschine läuft Hauptsache die Maschine läuft, ja und es war wirklich ganz, ganz toll umgesetzt, ja, da freut mich wirklich sehr auf die nächste Staffel
Speaker: Den Tipp nehme ich mit.
Speaker: Vielleicht muss ich mir da mal so ein Probe-Account schießen oder irgendwie sowas.
Speaker: Stark.
Speaker: Probe-Abo geht immer.
Speaker: Das kannst du in einer Woche durchgucken.
Speaker: Stark.
Speaker: Ja, nee, also die Romane sind, worauf ich nämlich gerade auch noch sagen wollte, ich verstehe, was du meinst mit den Federn.
Speaker: Die Romane sind nämlich zwar gut, aber es ist nicht ganz einfach zu lesen immer, fand ich.
Speaker: Also an so ein paar Stellen war ich mit dem Autor nicht ganz eins.
Speaker: wie man das hätte erzählen müssen.
Speaker: Ich weiß auch nicht, also ich habe auch die Nachfolgetrilogie dann auch irgendwann angefangen und das ist schon sehr speziell.
Speaker: Das ist schon sehr speziell.
Speaker: Also ich fand schon den zweiten Band sehr speziell, der quasi die Vorgeschichte erzählt.
Speaker: Das ist in der Serie noch gar nicht.
Speaker: Das fängt erst an jetzt in der nächsten Staffel.
Speaker: Okay, dann meine ich den.
Speaker: Ich glaube, das waren, glaube ich, im Ursprung waren das jeweils Trilogien, die aber inzwischen nur noch so als Einzelbände verfügbar sind.
Speaker: Dann reden wir über denselben.
Speaker: Genau, den zweiten Band mit der Vorgeschichte
Speaker: Den fand ich schon teilweise schwer erträglich.
Speaker: Es war schwer erträglich, fand ich auch, weil es mich ganz schön hart auch war.
Speaker: Ich bin sehr, sehr gespannt, was sie daraus machen.
Speaker: Aber ich bin zuversichtlich, weil sie im ersten Teil, wie gesagt, auch da gab es in der Vorlage schon ein paar Sachen, die nicht so stringent waren, fand ich, oder die ein bisschen seltsam waren und die sie wirklich, wirklich gut adaptiert haben.
Speaker: wie gesagt, ich bin so ein Geschichten-Junkie und ich finde es auch immer total spannend zu sehen, was machen die Leute dann zum Beispiel in Adaption daraus oder gerade wenn die selber, die Autoren selbst ihre Sachen schreiben dürfen.
Speaker: Das war ja auch ganz spannend, fand ich bei Walking Dead, wenn man die Comics gelesen hat, dann die Serie zu sehen und zu sehen, das hat der gleiche Autor geschrieben, aber er hat halt sich selbst korrigiert, da wo es nötig war oder sich selbst irgendwie nochmal.
Speaker: Es ist echt ganz spannend.
Speaker: Also Silo oder Silo auf jeden Fall große Empfehlung.
Speaker: Die Romane sind von Hugh Howey.
Speaker: Gibt's bestimmt auch auf Deutsch.
Speaker: Und danke dir für die Empfehlung der Serie.
Speaker: Finde ich gut.
Speaker: Und dann zum Abschluss, wenn du einen nerdigen Wunsch frei hättest, ganz egal wie groß, ganz egal wie klein, privat oder allumfassend, du lachst schon, okay, was wünschst du dir?
Speaker: Naja, dass ich genug nerdige Wünsche habe, kannst du dir denken.
Speaker: Klar.
Speaker: Das ist schließlich ein richtiger Nerd.
Speaker: Aber wenn ich jetzt, was ich mir schon immer gewünscht hätte und jetzt einfach mal hier in den Raum stelle, wenn jemand eine für mich hätte, würde ich gerne Prinz Eisenherz Originalseite, so eine alte von Hal Foster natürlich.
Speaker: Und natürlich nicht irgendeine, sondern eine mit, weißt du, oben links, so eine belagerte Burggerade und unten rechts Aleta und Eisenherz.
Speaker: Nehme ich sowas in der Art.
Speaker: Also falls jemand von euch das hat oder verkaufen möchte oder weiß, man drankommt, könnt ihr mich ja schreiben oder mir und ich reiche es dann weiter.
Speaker: Ich befürchte, das Budget habe ich nicht mehr für sowas.
Speaker: Hätte ich mal 1991 machen sollen, als ich angefangen hätte, da hätte man es sich noch leisten können.
Speaker: Vielleicht tauscht da jemand gegen die Jim Lee-Zeichnung.
Speaker: Also ich hätte an dir durchaus Interesse.
Speaker: Ich poste die mal auf demnächst irgendwie auf Instagram.
Speaker: Ja, mach das mal.
Speaker: Also Jim, Superhelden sind nicht so ganz mein Sujet, aber für Jim Lee habe ich echt eine Schwäche.
Speaker: Mein Gott, was für ein geiler Zeichner.
Speaker: Okay, Micha, vielen lieben Dank für deine Zeit.
Speaker: Ich glaube, wir können hier guten Gewissens den Sack zumachen.
Speaker: Vielen Dank dir, Max.
Speaker: Ja, nein, auf jeden Fall.
Speaker: Ich hatte eine super Zeit.
Speaker: Vielen Dank für deine vielen Einblicke und für deine sehr klugen Antworten.
Speaker: Ich hoffe, ihr Hörerinnen und Hörer hattet auch eine gute Zeit.
Speaker: Wenn ihr, wie gesagt, Fragen, Kritik, Anregungen immer gerne an splittercast-verlag.de.
Speaker: Alle relevanten Links rund um Modern Graphics packe ich natürlich in die Shownotes, dann könnt ihr auch da mal reinschauen.
Speaker: Und schaut, wenn ihr es schafft und wenn ihr es einrichten könnt, auf jeden Fall auch mal bei einer Veranstaltung vorbei.
Speaker: Sei es jetzt gerade das Comic-Tag oder Ingo Römlings Vernissage oder im September der Kinder-Comic-Tag.
Speaker: Da gibt es ja einiges zu sehen.
Speaker: Oder auch einfach mal so in einer der Filialen, wenn ihr in Berlin seid.
Speaker: Unbedingt.
Speaker: Mach ich auf jeden Fall auch, wenn ich mal wieder da sein sollte.
Speaker: Und dir nochmal danke, Micha, für deine Zeit und ich wünsche dir noch einen ganz schönen Nachmittag, Abend und dann bis hoffentlich ganz bald.
Speaker: Mach's gut.
Speaker: Mach's gut, Max.
Speaker: Tschüss.


