Transcript
Speaker: Hallo und herzlich willkommen zum Splittercast, dem Podcast von und mit dem Splitter Verlag, Bielefelds bestem Comic- und Manga-Verlag.
Speaker: Mein Name ist Max und normalerweise spreche ich an dieser Stelle mit Macherinnen und Machern aus der deutschsprachigen Comicszene.
Speaker: Wie ihr am Titel dieser Folge allerdings schon erkennen könnt, ist das hier keine ganz normale Folge, sondern meine letzte Folge Splittercast.
Speaker: Das Projekt Splittercast, der Podcast des Splitter Verlags, ist fürs Erste beendet.
Speaker: Ich werde keine weiteren Folgen hochladen, moderieren, produzieren, wie auch immer.
Speaker: Aber alle Folgen, die bisher erschienen sind, alle 81 Folgen, tatsächlich sind es eher so um die 90, weil es ja ein paar Doppelfolgen gibt,
Speaker: bleiben online abrufbar.
Speaker: Vielleicht geht es irgendwann weiter, vielleicht mit mir, vielleicht auch ohne mich, wahrscheinlich ohne mich, aber ihr könnt auf jeden Fall das komplette Archiv auf absehbare Zeit immer noch weiterhören.
Speaker: Den Splittercast habe ich vor fünf Jahren ziemlich genau gestartet.
Speaker: Das war, wer erinnert sich, während der Corona-Zeit.
Speaker: Wir waren alle im Lockdown, ich war im Homeoffice zu Hause und dachte, ich hätte massig Zeit, mich doch mal diesem Projekt zu widmen, diesem sehr schönen Projekt.
Speaker: Und ich hätte ehrlich gesagt damals nicht gedacht, dass es so langlebig werden würde.
Speaker: 91 Folgen müssten es jetzt sein und ich hatte wirklich, wirklich, wirklich viele tolle Gäste.
Speaker: Und Podcast und DASA Comic Podcast bleibt einfach ein tolles Medium, das ich...
Speaker: Ich bin sehr lieb, durch das ich viel gelernt habe, viele neue Dinge erfahren habe und ich hoffe, dass es euch auch so geht.
Speaker: Die Zuschriften, die ich über die Jahre bekommen habe, die Kommentare, die E-Mails und auch die Leute, die ich auf Messen und Cons getroffen habe und die mir ihren Kritik, ihr Lob und einfach ihr Feedback gegeben haben,
Speaker: Sagen mir eigentlich, dass es eine ganz gute Sache war und dass viele, viele Hörerinnen und Hörer eine Menge Spaß und Aha-Momente und Leseempfehlungen vor allem und auch ein gewisses Community-Gefühl innerhalb dieser Comic-Bubble durch diesen Podcast erfahren haben und genau darum...
Speaker: habe ich ihn vor fünf Jahren gestartet oder haben wir ihn vor fünf Jahren gestartet.
Speaker: Aber alles geht irgendwann mal zu Ende und so auch dieser Podcast.
Speaker: Wie gesagt, vielleicht nicht für immer, aber zumindest fürs Erste.
Speaker: Und fürs Erste ist das hier die Abschiedsfolge.
Speaker: Ich werde gleich zum allerersten Mal in der Podcast-Geschichte, zum allerersten Mal in diesen fünf Jahren,
Speaker: Meine eigenen Schlussfragen beantworten.
Speaker: Ein paar von euch haben immer mal wieder darauf gefragt, ich wurde auch darauf angesprochen, schon im Podcast, ob ich diese Fragen denn nicht mal selber beantworten möchte.
Speaker: Und ich habe mich bisher immer sehr erfolgreich darum gedrückt.
Speaker: Und diese Drückerei hat jetzt heute ein Ende.
Speaker: Meine persönlichen Antworten auf die Schlussfragen kommen gleich.
Speaker: Vorher möchte ich aber auf jeden Fall jetzt die Gelegenheit nutzen, nochmal euer Ohr zu haben, um ein paar Leuten zu danken.
Speaker: Und zwar möchte ich ganz herzlich danken auf alle Fälle und allen voran meinen vielen, vielen Gästen über die Jahre.
Speaker: Allen Leuten aus der Comicszene, aus der Comicbranche, die ihre Zeit geopfert haben, um hier dabei zu sein, teilweise zum allerersten Mal einen Podcast gemacht haben, teilweise heftige technische Schwierigkeiten mit mir durchstehen mussten, von denen ihr hoffentlich meistens nichts mitbekommen habt.
Speaker: Wenn doch, dann tut es mir leid.
Speaker: Auch mein technisches Know-how ist im Laufe dieser Jahre gewachsen und ich war vor fünf Jahren noch nicht da, wo ich jetzt bin, was meine Beherrschung von diesen ganzen Tools angeht.
Speaker: Vor allem möchte ich den Gästen danken, die als Fans und Hörerinnen und Hörer dazugekommen sind.
Speaker: die dabei waren und zuerst einfach so über ihr Hobby gesprochen haben und später dann vor allem diese doch recht anspruchsvollen und anstrengenden Katalogfolgen mitgemacht haben.
Speaker: Die Katalogfolgen sind und bleiben immer noch die beliebtesten Folgen.
Speaker: Im Splitter-Cast zumindest, was die Metriken angeht.
Speaker: Und das ist immer ziemlich anstrengend.
Speaker: Die dauerten teilweise zweieinhalb Stunden.
Speaker: Für mich war das eine ziemliche Marathon-Aktion.
Speaker: Und für die Hörerinnen und Hörer, die ja meistens deutlich weniger Podcast-Erfahrung haben und dafür vor allem auch nicht bezahlt wurden, gilt das, glaube ich, umso mehr und genauso.
Speaker: An diese Leute, ich hoffe, ihr hört gerade vielleicht auch alle zu, vielen lieben Dank nochmal dafür.
Speaker: dass ihr euch dazu bereit erklärt habt und das mit mir durchgestanden habt.
Speaker: Ich möchte ganz herzlich danken meinem allerersten Gast, meiner allerersten Gästin Sandra von Booknapping.de.
Speaker: Nicht nur dafür, dass sie das Eis mit mir gebrochen hat damals, sondern auch für ihre Starthilfe in Sachen Podcasting.
Speaker: Und dass sie mir diesen Einstieg in dieses Medium und in dieses...
Speaker: Ja, dieses Gefilde, diesen Mikrokosmos-Podcast und Comic-Podcast doch ziemlich gut geebnet hat.
Speaker: Ich glaube, ohne Sandra säße ich jetzt auf jeden Fall nicht hier und hätte ich auch diese fünf Jahre nicht so einfach machen können.
Speaker: Ich möchte auch ganz herzlich danken Andreas vom POW-Podcast bzw.
Speaker: von dem ganzen POW-Comic-Mikrokosmos.
Speaker: der oft konstruktive Kritik geleistet hat und auch leider recht oft mich sehr schnell auf Fehler hingewiesen hat in meinen Aufnahmen, die vielleicht einige von euch dann schon gar nicht mehr mitbekommen haben, weil Andreas so ein offenes und schnelles Ohr hatte.
Speaker: Danke dir, Andreas, dafür.
Speaker: Ich möchte natürlich auch dem Splitter Verlag und meinen Chefs Horst und Dirk, Horst Gotter und Dirk Schulz, dafür danken, dass sie mir mit diesem Podcast so viel freie Bahn gelassen haben.
Speaker: Einfach für die Gelegenheit, das zu machen, dass ich einfach sagen konnte, hey, ich möchte das gerne mal ausprobieren und mir exakt gar keine Vorgaben und Vorschriften gemacht wurden, wie das auszusehen hat, welche Themen darin vorkommen müssen, wen ich einladen soll oder auch nicht.
Speaker: Das ist nicht selbstverständlich und das möchte ich an der Stelle nochmal wertschätzen, dass das einfach eine tolle Gelegenheit war, nicht nur beruflich, sondern auch persönlich für mich das mal auszuprobieren und dass ich dadurch echt viel gewonnen habe.
Speaker: Und ich möchte auch allen Hörerinnen und Hörern euch da draußen danken für eure Treue, für die vielen lieben E-Mails, teilweise sehr langen E-Mails, die ich teilweise sehr lange nicht beantwortet habe, weil ich es immer wieder hinten angestellt habe.
Speaker: Auf diese langen und auch echt sehr informierten und teilweise mit komplizierten Fragen durchsetzten E-Mails zu antworten.
Speaker: Vielen lieben Dank für die Bewerbungen auf die Katalogfolgen.
Speaker: Ich habe jetzt einige Bewerbungen natürlich jetzt noch auf Halde, die fürs Erste nicht mehr umgesetzt werden können.
Speaker: Das bitte ich zu entschuldigen.
Speaker: Und auch vielen lieben Dank für das Feedback und auch die Zuschriften auf Social Media und überall und überhaupt.
Speaker: Und vielen, vielen Dank, dass ihr den Splittercast so lange jetzt mit mir gemacht habt, hört und gehört habt.
Speaker: Ein Podcast ist nur so cool wie seine Community.
Speaker: Und der Splittercast hat, glaube ich, eine wahnsinnig coole Community, so wie die Comic-Bubble an sich auch eine ziemlich tolle Community ist.
Speaker: Die E-Mail-Adresse splittercast-verlag.de ist weiterhin aktiv, aber wenn ihr diese Folge hört, werde ich persönlich nur noch die nächsten ein bis anderthalb, zwei Wochen dahinter klemmen.
Speaker: Falls ihr also noch einmal etwas schreiben möchtet, was mich erreichen soll, dann ist jetzt die letzte Gelegenheit fürs Erste.
Speaker: Danach wird splittercast-verlag.de umgelegt werden auf Kolleginnen und Kollegen von mir, die auch ganz toll sind und ganz tolle Antworten auf E-Mails schreiben.
Speaker: Aber der Splittercast an sich ist dann, wie gesagt, erstmal auf Eis gelegt.
Speaker: Ich persönlich freue mich darauf, einige von euch hoffentlich auf Cons, auf Messen oder auch online wiederzutreffen.
Speaker: Ich dann als Fan und nicht mehr als jemand, der Comics beruflich betreut oder ja, Comics beruflich betreut, klingt als wäre das irgendwie ein Krankheitsfall.
Speaker: Nicht als jemand, der beruflich sich mit Comics beschäftigt, sondern als jemand, der wie ihr oder wie die meisten von euch zumindest einfach dieses Medium liebt,
Speaker: Comics liebt, Graphic Novels liebt und Spaß daran hat, sich darüber auszutauschen.
Speaker: So wie ich es jetzt seit über 90 Folgen auch hier gemacht habe.
Speaker: Denn größtenteils war der Splittercast und ist der Splittercast einfach eine Plattform, auf der wir unsere gemeinsame Liebe zu diesem Medium und zu diesem Hobby teilen können.
Speaker: Ja, und ich glaube, damit ist meine Aufschieberei jetzt beendet und ich werde das tun, wo ich mich 90 Folgen lang gegen gewehrt habe.
Speaker: Ich werde meine eigenen Schlussfragen beantworten und ich werde auch ein bisschen darüber hinausgehen.
Speaker: Was ich damit meine, werdet ihr gleich sehen, hören natürlich.
Speaker: Mein Gott, fünf Jahre und solche Fehler passieren immer noch.
Speaker: Ich lasse das aber drin, das wird nicht geschnitten.
Speaker: Das hier ist quasi ein Uncut-Rohschnitt, wenn man so möchte.
Speaker: Meine Schlussfragen beantworte ich hier selbst und ich würde natürlich mit der Gegenfrage starten.
Speaker: Mir selbst eine Gegenfrage zu stellen, ist vielleicht ein bisschen witzlos, deshalb überspringe ich das an dieser Stelle.
Speaker: Stattdessen nenne ich euch meine persönlichen fünf, ja, diesmal sind es fünf, denn ihr könnt mich nicht daran hindern, mehr als drei zu nennen, meine persönlichen fünf Comic, Manga, Graphic, Novel oder Comicreihen, die ich auf eine einsame Insel mitnehmen möchte.
Speaker: Die ganzen Gäste, die ich in den Jahren hatte, haben diese Frage oft sehr unterschiedlich interpretiert.
Speaker: Manche Leute wollten einfach besonders lange Serien haben, manche Leute wollten Serien haben, die sie noch nie gelesen haben.
Speaker: Ich interpretiere das Ganze so, dass es Bücher sind, die man immer und immer wieder lesen möchte.
Speaker: Egal, ob es viele Bände sind oder ob es nur ein einziger Comic ist, eine Graphic Novel oder ein Cartoon.
Speaker: Wiederlesewert ist mein persönliches Hauptkriterium.
Speaker: So habe ich diese Frage immer verstanden.
Speaker: Das heißt nicht, dass die anderen Antworten falsch sind, aber meine fünf Tipps, meine fünf Leseempfehlungen, meine fünf Comics für die einsamen Insel sind auf Wiederlesewert.
Speaker: Und zwar in keiner bestimmten Reihenfolge erstmals 100 Bullets von Brian Azzarello und Eduardo Rizzo.
Speaker: Wer von euch den Podcast schon ein paar Mal gehört hat, weiß, wie sehr ich diese Serie liebe, wie sehr ich Eduardo Rizzo vor allem als Zeichner verehre und 100 Bullets ist meines Erachtens wahrscheinlich auch das Beste, was Brian Azzarello jemals geschaffen hat.
Speaker: Und da nehme ich auf jeden Fall die fünf Bände mit.
Speaker: Was ich auch immer und immer wieder lesen kann, einfach weil man immer wieder von vorne anfängt und wieder neue Dinge erfindet und wenn man einmal durch ist, eigentlich wieder vergessen hat, was am Anfang passiert ist, ist Fables von Bill Willingham und Mark Buckingham.
Speaker: Eine wahnsinnig tolle, epische Fantasy-Story mit ein paar Twists und einfach eine superschöne Märchen-Adaption, wenn man so möchte.
Speaker: Etwas, was ich persönlich immer wieder zur Hand nehmen kann und immer wieder Spaß daran habe.
Speaker: Der wahrscheinlich größte Klassiker, der in dieser Liste von mir auftaucht, ist Watchmen von Alan Moore und Dave Gibbons.
Speaker: Tatsächlich der Comic, den ich wahrscheinlich am häufigsten gelesen habe, zusammen mit The Dark Knight, vermute ich.
Speaker: Aber auch ein Comic, bei dem man jedes Mal, wenn man ihn liest, wieder was Neues findet.
Speaker: Ein Comic aus dem Splitter Verlag, den er auch schon sehr, sehr oft empfohlen habe und der hier schon sehr, sehr oft empfohlen wurde.
Speaker: Der große Indienschwindel von Alain Rol und Juanjo Guarnido.
Speaker: Wie könnte es anders sein?
Speaker: Der handwerklich wahrscheinlich beste Comic, beste Graphic Novel, die ich persönlich kenne.
Speaker: Und ein absolutes Must-Read für jeden, der Comics mag.
Speaker: Und zum Schluss eine Comic-Reihe, die an dieser Stelle zumindest meines Erachtens noch nicht oft genug genannt wurde, nämlich Calvin and Hobbes von Will Watterson.
Speaker: Calvin and Hobbes ist auch etwas, was ich immer wieder und immer wieder und immer wieder lesen kann, auch online.
Speaker: Ich freue mich jedes Mal, wenn ich einen Calvin and Hobbes-Strip irgendwie auf Insta oder sonst wo untergespielt kriege.
Speaker: Und selbst wenn ich sie schon dreimal kenne,
Speaker: freue ich mich immer wieder darüber, wie intelligent und wie schön und weise dieser Comicstrip ist.
Speaker: Falls ihr Cavill und Hobbs noch nicht kennt, holt das auf jeden Fall nach.
Speaker: Ein Comic, den es noch nicht gibt, den es aber unbedingt geben sollte, wie auch immer ich diese Frage interpretieren möchte, die wahrscheinlich schwerste Frage in diesem Fragenkatalog, weil ich glaube, dass es eigentlich zu jedem Thema und für jeden Geschmack schon Comics gibt.
Speaker: Oder sehr bald geben wird.
Speaker: Das ist mein persönliches Credo.
Speaker: Ich bin immer wieder überrascht über all die neun Jahre, die ich jetzt in der Comicbranche arbeite.
Speaker: Darüber, was es nicht alles schon gibt und was Leute nicht schon alles geschaffen haben und wie toll das ist.
Speaker: Nicht alles ist toll.
Speaker: Es gibt auch Comics, die handwerklich oder erzählerisch oder was auch immer natürlich durchschnittlich bis schlecht sind, wie in jedem Kunstwerk, in jeder Kunstgattung.
Speaker: Aber ich glaube, es gibt wirklich für jeden Geschmack den richtigen Comic und ich glaube, ich kann mir gar kein Thema ausdenken, was jetzt irgendwie eine intelligente Antwort wäre, was nicht wahrscheinlich schon abgebildet wurde.
Speaker: Ganz subjektiv, für mich persönlich würde ich mir einen Comic wünschen, der Calisthenics gut darstellt und mir da einen schönen Trainingsleitfaden bietet.
Speaker: Wahrscheinlich gibt es das auch schon.
Speaker: Ich weiß, dass es Cartoons dafür auf jeden Fall gibt.
Speaker: Aber so als dicke Graphic Novel so ein Leitfaden für kalisthenisches Training, also Eigengewichtskörperkrafttraining, das wäre für mich persönlich was, was ich gerne in meiner Sammlung hätte.
Speaker: Falls ihr wisst, dass es so etwas gibt, dann schreibt mir das doch gerne innerhalb der nächsten anderthalb Wochen an splittercast.de, da würde ich mich freuen.
Speaker: Jetzt spiele ich Kuppler, ein Comic von einem Kreativteam, das ich persönlich mir zusammen wünschen würde.
Speaker: Ein Autor, eine Autorin, ein Zeichner, eine Zeichnerin, vielleicht noch einen Koloristen, egal wie realistisch oder unrealistisch das ist.
Speaker: Ich fange hinten an, der Zeichner kann für mich nur Eduardo Rizzo sein.
Speaker: Wie eingangs schon erwähnt, für mich der interessanteste Comiczeichner überhaupt.
Speaker: Es gibt auch andere interessante Zeichnerinnen und Zeichner, aber Risseau ist für mich auch etwas Nostalgisches, muss ich ehrlich zugeben.
Speaker: Und ich möchte, dass er ein Szenario von Sidrou, dem französischen oder belgischen, französischsprachigen Autor auf jeden Fall, bekannt durch die Adoption oder das unerwartete Altern der Gefühle,
Speaker: Aber ich möchte nicht, dass Cedru wieder ein gesellschaftliches Drama oder ein Drama generell schreibt, sondern etwas in der Art von She, ein Thriller, ein harter Thriller, ein Krimi mit gesellschaftskritischen Untertünen.
Speaker: So wie, ja, She, falls ihr diese Serie noch nicht kennt, auch eine große Empfehlung von mir.
Speaker: Ich stelle mir das dann vor wie eine Mischung aus She und One Hundred Bullets, denn was One Hundred Bullets ein bisschen fehlt, ist vielleicht ein gewisser realhistorischer Bezug und Sidru ist fantastisch darin, solche Bezüge zu verwenden und organisch wirken zu lassen.
Speaker: Daran hätte ich persönlich sehr viel Spaß.
Speaker: Ein kleiner Werbeblock, eine Empfehlung aus dem Splitter-Programm, unabhängig davon, wann das erschienen ist.
Speaker: Ich habe jetzt jahrelang hauptberuflich nichts anderes gemacht, als euch Comics aus dem Splitter-Verlag zu empfehlen.
Speaker: Deshalb nehme ich das zum Anlass, jetzt hier ein paar kriminell unterschätzte und zu wenig gekaufte Comics aus dem Splitter-Programm euch ans Herz zu legen.
Speaker: Das sind aus meiner Sicht vor allem drei Stück, zumindest drei Stück, die mir, als ich diesen Skript geschrieben habe, direkt in den Kopf gekommen sind.
Speaker: Einmal ist das Ballade für Sophie, ein wunderschöner Graphic Novel über die Macht von Musik und über...
Speaker: Ja, das Alter und das Showbiz und einfach eine unterhaltsame und sehr poetische Leseerfahrung, Ballade für Sophie.
Speaker: Dann die Graphic Novel Frontier von Guillaume Sigelant.
Speaker: Ein Science-Fiction-Comic mit einer ausgefallenen Chibi-Optik.
Speaker: Wurde hier im Podcast auch noch vor nicht allzu langer Zeit empfohlen, wie ich weiß.
Speaker: Aber schaut euch diesen Comic auf jeden Fall an.
Speaker: Schaut euch diese Graphic-Novel an.
Speaker: Ich weiß, sie ist dick.
Speaker: Ich weiß, sie ist teuer.
Speaker: Aber es ist ein Graphic-Novel wie keine andere.
Speaker: Wirklich.
Speaker: Und Sci-Fi höchster Qualitätsstufe.
Speaker: Hope Punk.
Speaker: Ich glaube, ich habe da auch mal ein Video drüber gemacht auf Social Media.
Speaker: guckt euch Frontier an, wenn ihr irgendwie Science-Fiction etwas abgewinnen könnt.
Speaker: Ihr werdet es nicht bereuen.
Speaker: Und zuletzt Frank oder Frank, wie auch immer, ein All-Age-Jugend-Comic, den ich persönlich einfach, je öfter ich darüber nachdenke und je öfter ich darin rumstöbere, immer mehr liebe, weil es wirklich der
Speaker: beste All-Age-Comic ist, den ich seit Jahren gelesen habe.
Speaker: Einfach ein Comic, den man jedem in die Hand drücken kann.
Speaker: Ich glaube, inzwischen sind es zehn Bände oder der zehnte Band ist gerade frisch erschienen, der jedem Spaß macht.
Speaker: Nicht nur Kinder, nicht nur Jungs, nicht nur Mädchen, sondern auch Eltern und Großeltern.
Speaker: Der ist einfach so gemacht und so klug dabei auch gemacht.
Speaker: Es geht um Zeitreisen und das ist wirklich ein Thema, was viele Fallstrecke bietet.
Speaker: Das ist ein sehr guter Buch, das ich Ihnen wirklich nur empfehlen kann.
Speaker: Gönnt euch Frank, schaut euch das an, viel Spaß beim Lesen.
Speaker: Ein weiterer Werbeblock, eine aktuelle Medienkulturempfehlung.
Speaker: Buch, Film, Serie, Spiel, irgendwas, was mich in letzter Zeit begeistert hat.
Speaker: Auch da, weil ihr mich nicht daran hindern könnt und weil ich die Regeln heute mache,
Speaker: Nenne ich drei Dinge.
Speaker: Und zwar einmal einen Roman, den ich auf Anraten von Christian Endres gelesen habe.
Speaker: Nettle and Bone von T. Kingfisher habe ich vor kurzem gelesen.
Speaker: Eine ganz, ganz tolle, düstere, mystische, okkulte Fantasy-Serie, wollte ich schon sagen.
Speaker: Es ist ein One-Shot, es ist ein Roman, es ist ein Einzelband, es ist keine Serie.
Speaker: über eine Prinzessin, die einen Prinzen töten muss, um ihre Schwester zu retten und dabei ein Ragtag-Team aus sehr interessanten Begleitern zusammenstellt.
Speaker: Wenn ihr Interesse daran habt, einen Fantasy-Roman zu lesen, der ganz interessant auf dem Grad zwischen Düsterheit und ein bisschen Body-Horror, aber auch Märchen und so einer unbeschwerten Naivität wandelt, Nettle and Bone von T. Kingfisher, ganz, ganz toller Roman,
Speaker: Kurzes Lesevermögen, der hat nicht so wahnsinnig viele Seiten, ist ein alleinstehendes Buch, macht Spaß.
Speaker: Ein Game, was ich in letzter Zeit häufiger gespielt habe und hoffentlich demnächst bei durchspiele, RV There Yet.
Speaker: Auch hochinteressant, wie das entstanden ist, ist ein ganz simples Spiel.
Speaker: Man spielt es mit drei Freunden und man muss versuchen, mit einem RV, einem Recreational Vehicle, einem Wohnmobil aus einem
Speaker: ja, etwas chaotischen Nationalpark zu entkommen.
Speaker: Das Ganze eskaliert ganz schön heftig und ist wahnsinnig schrammelig.
Speaker: Ich kann das ehrlich gesagt auch gar nicht besser beschreiben.
Speaker: Schaut euch mal ein Video dafür an.
Speaker: Es macht aber einen unfassbaren Spaß, wenn man das mit drei Freunden spielen kann.
Speaker: Kann ich wirklich nur empfehlen und kostet auch, glaube ich, nur 10 Euro oder so.
Speaker: Und wenn überhaupt, also sehr, sehr günstiges Spiel kann ich empfehlen.
Speaker: Und ein Film, der kein Geheimtipp ist, aber den ich vor allem im Kontext mit seinen Behind-the-Scenes-Videos nochmal empfehlen möchte, K-Pop Demon Hunters.
Speaker: Da habe ich vor kurzem nochmal zum zweiten Mal gesehen.
Speaker: Hat mir aber auch beim zweiten Mal eine Menge Spaß gemacht.
Speaker: Und nachdem ich auf YouTube eine ganze Menge Behind-the-Scenes-Videos geschaut habe, ich empfehle vor allem auch das von der Corridor Crew dazu dem Thema, wo sie mit den beiden Directors, also den Regisseuren, über den Film sprechen.
Speaker: Finde ich diesen Film umso beeindruckender und nochmal interessanter.
Speaker: Falls ihr Bock habt, da ein bisschen tiefer reinzusteigen, es lohnt sich meiner Meinung nach.
Speaker: So, jetzt käme eigentlich noch eine weitere Frage, aber...
Speaker: Aus Gründen der Narrenfreiheit, weil ich heute einfach mal mache, was ich möchte und weil ihr mich nicht daran hindern könnt.
Speaker: Und falls noch jemand hier nicht ausgeschaltet hat und Lust hat, mir noch ein paar Minuten länger zuzuhören als sowieso schon, habe ich eine kleine Liste zusammengestellt mit meinen persönlichen Must-Reads, die ich jedem Hörer und jeder Hörerin empfehlen möchte.
Speaker: Zusätzlich zu den fünf, die ich eingangs bei der Einsamen Insel erwähnt habe.
Speaker: Und ich habe diese Liste zusammengesteckt mit jemals einer kurzen Begründung.
Speaker: Die sind unabhängig von Verlag, unabhängig von Erscheinungsterminen, einfach eine Liste von Comics, die ich persönlich gut finde, aus unterschiedlichen Gründen.
Speaker: Und ich habe dabei versucht, so ein bisschen abzudecken verschiedene Ansätze, dass jetzt nicht 15 Mal Batman Comics drauf vorkommen, obwohl ich viele Batman Comics gerne mag, sondern dass die Begründungen abwechslungsreich sind.
Speaker: Das ist so ein kleiner Kanon.
Speaker: Ihr könnt das gerne skippen, wäre ich euch nicht böse, vielleicht interessiert es auch niemanden.
Speaker: Das wäre vollkommen in Ordnung, aber ich dachte, ich gönne mir das jetzt auch selber einfach mal, diesen Podcast nach fünf Jahren auch als persönliche Plattform einfach zu benutzen, um euch ein bisschen in den Ohren zu hängen mit den Büchern, die ich in meiner Comic-Karriere bewundert habe und aus verschiedenen Gründen großartig finde und großartig fand.
Speaker: Ich gehe diese Liste einfach alphabetisch durch.
Speaker: Das ist keine Wertung oder in irgendeiner Weise eine Top-List.
Speaker: Ich gehe mal einfach alphabetisch die Titel von oben nach unten durch und beginne, wie könnte es anders sein, mit B, mit Batman Hush von Jeff Loeb und Jim Lee, was meiner Meinung nach immer noch der beste Batman-Comic aller Zeiten ist.
Speaker: Darüber müssen wir jetzt auch nicht diskutieren.
Speaker: Das ist der beste Batman-Comic, den ich kenne, Batman Hush von Loeb und Lee.
Speaker: Dann ein weiter Klassiker, den vielleicht trotzdem viele von euch noch nicht kennen, Black Sad, Juan Diaz Canales und Juan Roguonido.
Speaker: Ein Krimi-Klassiker und ein fantastisches Beispiel dafür, wie ein Krimi-Comic aussehen sollte und kann und muss eigentlich.
Speaker: Und interessanterweise meines Erachtens der Grund dafür, warum es so wahnsinnig viele Tiere in Comics gibt.
Speaker: Das hat, glaube ich, Black Sad losgetreten.
Speaker: Der vielleicht beste Musikcomic, zumindest wenn man den Künstler mag, ist meines Erachtens Cash von Reinhard Kleist.
Speaker: Reinhard Kleist sowieso ein wahnsinnig toller Zeichner, den ich sehr bewundere.
Speaker: Und ich mag Johnny Cash und seine Musik sehr gerne.
Speaker: Und wenn man das tut, dann ist Cash einfach, also dabei, das Best of Johnny Cash zu hören und diesen Comic zu lesen, dass es immer wieder Gänsehaut hat.
Speaker: Das große Los von Joris Mertens ist vielleicht der Best-Comic, der ein Beispiel dafür ist, dass ein Ort ein Protagonist einer Geschichte sein kann.
Speaker: Joris Mertens hat in diesem Comic eine Stadt, die gar nicht wirklich existiert.
Speaker: Es ist so eine Mischung aus Paris und Brüssel.
Speaker: ähm, zum Hauptcharakter seiner Story gemacht eigentlich.
Speaker: Eine wunderschöne, wunderschöne, elegische, sehr traurige Story über einen Loser und, ähm, sein Schicksal mit den schönsten Kulissen und dem schönsten Regen, den es in einem Comic gibt.
Speaker: Dann könnte diese Liste nicht existieren oder wäre nicht vollständig ohne die Farbe der Dinge von Martin Panchot.
Speaker: Ein Pointillismus-Comic, schaut euch mal in der Leseprobe dazu an, viel besser kann man sich erklären.
Speaker: Und ein tolles Beispiel dafür, wie breit das Genre-Comic, das Medium-Comic gefasst werden kann, wenn man nur möchte.
Speaker: Denn dass das ein Comic sein kann, das würde jemand, der Comics nicht mag oder an Comics nicht glaubt, wenn man so möchte, niemals vermuten.
Speaker: Der vielleicht schönste schwarz-weiße Comic oder zumindest einer der schönsten schwarz-weißen Comic und ein ewiges Denkmal dafür, dass manche Stoffe einfach zeitlos sind, ist Dracula von Georges Bess.
Speaker: Inzwischen in der roten Edition.
Speaker: Ich habe zu Hause auch noch die goldene Edition stehen.
Speaker: Wenn ihr eigentlich unabhängig davon, ob ihr Dracula und Vampire mögt oder nicht, schaut euch diesen Comic an, wenn ihr einmal sehen wollt, wie wunderschön schwarz-weiß aussehen kann im Comic.
Speaker: Der für meinen Dafürhalten eindringlichste Historiencomic und mein Lieblingswerk von dem wichtigen Autor und Zeichner Jacques Tardy ist Elender Krieg.
Speaker: Nach einem Szenario von Jean-Pierre Vernet und als Zeichner Jacques Tardy.
Speaker: Wenn es einen Comic gibt, der die Schrecken des Krieges, des Ersten Weltkrieges in diesem Fall, einfangen kann, dann ist es meines Erachtens Elender Krieg.
Speaker: Mehr kann ich dazu eigentlich auch nicht sagen.
Speaker: Es ist ein...
Speaker: erschreckendes Leseerlebnis, ein eindringliches Leseerlebnis, das in mir auch immer noch nachhalt.
Speaker: Und ich kann es wirklich nur empfehlen.
Speaker: Ein tolles Beispiel dafür, dass moderne digitale Grafik und auch das Jugendcomics überhaupt nicht flach und beliebig sein müssen, ist Elle oder Else von Aveline Stockard und Kit Toussaint in drei Bänden.
Speaker: Ich war gar nicht überzeugt von diesem Comic, als er Ben Splitter ins Programm kam, aber es ist eine unfassbar solide erzählte Story, eine wahnsinnig tolle Aussage, liest sich wahnsinnig gut, also handwerklich passt da einfach alles und der Stil, diese digitale Grafik hat deutlich mehr Tiefe, als man meinen würde.
Speaker: Auch sehr tief und maximal vielschichtig.
Speaker: Der Comic, mit dem ich mich während meines Studiums am häufigsten und am meisten auseinandergesetzt habe, Fun Home von Alison Bechtel.
Speaker: Habe ich in diesem Podcast schon mehrfach erwähnt, kann ich aber auch wirklich nur immer und immer und immer wiederholen, wenn man ein Beispiel dafür braucht, wie vielschichtig und tief ein Comic sein kann, ist Fun Home eigentlich ein tolles Beispiel.
Speaker: Im Kopf von Sherlock Holmes, von Cyril Liron und Benoît Dauhan, ist ein tolles Beispiel dafür, wie auch eine Figur wie Sherlock Holmes, die durchgenudelter eigentlich gar nicht sein könnte, immer noch in einem Medium und in den Händen von Leuten, die sich die Mühe machen, etwas Ausgefallenes zu probieren,
Speaker: tolle Ergebnisse bieten kann und viele Leute zu einem neuen Medium führen können, die damit vorher vielleicht gar nichts zu tun hätten.
Speaker: In diesem Comic kann man wirklich jedem schenken und jedem geben und alle Personen, die ihn lesen, werden es großartig finden, wenn sie jetzt nicht gerade allergisch gegen die Sherlock Holmes sind.
Speaker: Ein Beispiel oder mein Lieblingsbeispiel dafür, dass Comics intelligente Science-Fiction sein können und intelligente Science-Fiction bieten und eine tolle Plattform dafür sind, ist Lazarus oder Lazarus von Greg Rucker und Michael Lark.
Speaker: Es gibt viele tolle Sci-Fi-Comics.
Speaker: Ich komme auch noch auf ein paar andere zu sprechen.
Speaker: Aber Lazarus ist...
Speaker: meines Erachtens vielleicht die intelligenteste davon.
Speaker: Denn was Greg Rucker da geschrieben hat, die Sozialkritik, diese erschreckende Zukunftsaussicht, dass einige Familien nur noch, eigentlich Konzerne, die sich als Familien gerieren, die ganze Welt regieren, ist leider nicht so weit von der Realität weg, wie man vielleicht meinen könnte.
Speaker: Und Lazarus war für mich in der Hinsicht ein totales Erweckungserlebnis.
Speaker: Der traurigste Comic aller Zeiten, trotz dem minimalsten Stil, Loving Reaper von Jenny Ginger.
Speaker: Habe ich vor kurzem erst für mich entdeckt und gelesen und ich habe noch nie so geheult bei einem Comic.
Speaker: Das ist eine absolute Triggerwarnung auch an dieser Stelle, wenn ihr zart beseitet seid und ich bin es eigentlich nicht, glaube ich.
Speaker: Lies diesen Comic nicht alleine.
Speaker: Loving Reaper ist unfassbar traurig und wahnsinnig anrührend.
Speaker: Und das ist, ja, das muss m an an dieser Stelle auch einfach mal wertschätzen.
Speaker: Ein Comic von Bill Sienkiewicz, der ein großartiger Zeichner ist, ein großartiger Künstler und in diesem Comic begeistert, vor allem dadurch, wie subversiv und mit
Speaker: minimalen, ja minimal kann man nicht sagen, aber mit wie interessanten Mitteln er evokativ erzählt.
Speaker: Moby Dick, 48 Seiten, braucht Bill Sienkiewicz, um diesen Roman von Hermann Melville runterzudestillieren, ohne dass irgendwas wirklich verloren geht.
Speaker: Wenn man sich angucken will, wie man einen Roman destilliert auf das Allernötigste und Zeichnungen benutzt, um die Atmosphäre zu tragen, dann ist Moby Dick von Bill Sienkiewicz meines Erachtens das beste Beispiel.
Speaker: Eigentlich müsste an dieser Stelle vielleicht Kinderland stehen, um ein tolles Buch von Marville zu nennen, aber ich persönlich liebe von Marville vor allem Papa macht alles falsch.
Speaker: Ein Comic eigentlich für Kinder, auch für Erwachsene ganz toll.
Speaker: Ich selber habe gar keine Kinder und habe trotzdem wahnsinnigen Spaß daran gehabt.
Speaker: Papa macht alles falsch von Marvel ist vielleicht der lustigste Cartoon, den ich je gelesen habe und kommt komplett ohne Worte aus und ist ein unfassbar tolles Beispiel dafür, wie wortlose Comics funktionieren.
Speaker: Umkehrschluss Comics, die eigentlich nur über die Worte funktionieren, sind die von Nicola Mahler.
Speaker: Mahler kennen bestimmt auch viele von euch und viele verschiedene Werke von ihm.
Speaker: Mahler hat ja auch sehr viel Literatur adaptiert.
Speaker: Mein Lieblingsbuch von Mahler und ein absolut unfassbares Beispiel dafür, wie absurder Humor im Comic sein kann, Planet Kratoschwil.
Speaker: Ich bin mir nicht ganz sicher.
Speaker: Eins seiner weniger bekannten Werke, aber meines Erachtens das beste.
Speaker: Kann ich immer wieder lesen.
Speaker: Ist unfassbar geil.
Speaker: Maler ist generell geil, aber bei Planet Katoshvil am geilsten.
Speaker: Ein Graphic Novel, die davon lebt.
Speaker: Ja, also das Thema ist auch schon interessant, aber ich finde vor allem die brillante Darstellung von Dynamik und die interessante, der Kontrast dazwischen, das ist eigentlich ein realistisches Thema, ist aber ein wahnsinnig cartooniger Stil.
Speaker: Kai Dorsey von Christophe Blanc und Abel Lanzac.
Speaker: Christophe Blanc kann man eh nur immer und immer wieder empfehlen und Kai Dorsey ist wirklich ein Leseerlebnis, auch wenn euch französische Politik nicht interessiert.
Speaker: Also es geht um den Kai Dorsey und um den Außenminister von Frankreich.
Speaker: Kann ich wirklich nur empfehlen, schaut euch diesen Comic an, wenn ihr mal sehen wollt, wie interessant ein eher trockenes Thema vielleicht aufgebreitet werden kann durch Comic und das würde auch meines Erachtens nur im Comic so funktionieren.
Speaker: Was auch nur im Comic funktioniert, so wie es dargestellt wird, ist Schwarze Seerosen von Fred Duval und Didier Cassegrin.
Speaker: Cassegrin ist sowieso einer meiner Lieblingszeicher und in Deutschland, glaube ich, noch schwer unterschätzt.
Speaker: Und Schwarze Seerosen zeigt, wie ein Krimi-Comic im Comic aufbereitet werden kann.
Speaker: Oder ein Krimi-Roman, eigentlich ist es ein Roman.
Speaker: Als Krimi-Comic aufbereitet werden kann und die Leserschaft darstellt.
Speaker: packt und an der Nase herumführt auf eine Art und Weise, die nur in diesem Medium funktioniert.
Speaker: Das würde anders nicht funktionieren.
Speaker: Das geht, weil es ein Comic ist.
Speaker: Das ist wirklich lesenswert.
Speaker: Ein Science-Fiction-Comic, der auch schon wahnsinnig oft empfohlen wurde, aber ich nenne ihn trotzdem nochmal, Shangri-La von Mathieu Bablé.
Speaker: Ein Testament für einen Comic, der aus purer Leidenschaft entstanden ist und jetzt zu Recht wahnsinnig erfolgreich geworden ist, in Frankreich zumindest.
Speaker: Wenn ihr eure Hände drauf kriegt, der ist, glaube ich, aktuell vergriffen bei Splitter.
Speaker: Wenn ihr irgendwie eine Gelegenheit habt, diesen Comic zu finden und zu kriegen, ich glaube, es gibt auch eine englische Ausgabe, tut euch den Gefallen, Shangri-La ist ein absolutes Meisterwerk.
Speaker: Das meines Erachtens beste Werk von James Tinian IV und meines Erachtens das brillanteste Kammerspiel im Comic The Nice House on the Lake, das Haus am See von James Tinian IV und Alvaro Martinez.
Speaker: Ich bin eigentlich kein Fan davon Kammerspiele, also im Grunde...
Speaker: in denen es nur um die Interaktion zwischen Personen gibt, als Comic zu lesen.
Speaker: Ich mag keine Talking Heads, wie wir das nennen, also Panel an Panel, wo einfach immer nur wieder Gesichter gezeigt werden.
Speaker: Aber The Nice House on the Lake ist nicht nur ein toller Horror-Comic, sondern auch ein tolles Beispiel dafür, wie so ein Kammerspiel als Comic eben dann doch funktioniert.
Speaker: Und meines Erachtens, ja, Tinian hat sich ein bisschen selber totgeschrieben, meine persönliche Meinung.
Speaker: Haben wir in diesem Podcast auch schon ein paar Mal durchscheinen lassen.
Speaker: Aber The Nice House on the Lake ist trotzdem eine große, große Leseempfehlung.
Speaker: Ein Beispiel für einen sehr interessant erzählten Comic, der auch schon öfters sehr empfohlen wurde, trotz allem Liebe von Jadila Febre.
Speaker: Ein Comic, der rückwärts erzählt ist und gleichzeitig so wunderschön leicht erzählt.
Speaker: wie es nur Jodie Lafabre kann.
Speaker: Rückwärts erzählt kann ich gar nicht besser erklären.
Speaker: Vor allem die allerletzte Szene ist unfassbar gut komponiert und toll, toll, toll gemacht.
Speaker: Auch wenn ihr keine Romantik mögt, wenn ihr keine Romance-Leser seid, trotz allem Liebe gehört in jede Comicsammlung.
Speaker: Vielleicht gibt es andere Comics, die das ähnlich gut gemacht haben.
Speaker: Ich wüsste jetzt von keinem, vor allem von niemandem, der so zeichnet wie Jodie.
Speaker: Großartig.
Speaker: Ein weiterer Comic, der mit dem Medium spielt, wie kein zweiter, zumindest kein zweiter, den ich kenne, Unschlagbar von Pascal Gesselin, kann man wirklich nur empfehlen, wenn ihr sehen wollt, was ein Comic ausmacht.
Speaker: Man lernt über Comic-Theorie unfassbar viel, während man diese Comics liest.
Speaker: Mehr fast noch, als wenn man Comics richtig lesen von Scott McCloud liest, lernt man durch Unschlagbar von Pascal Gesselin, weil es einem vor Augen führt, wie Comics eigentlich gemacht sind, im tiefsten Inneren, wie dieses Medium tickt.
Speaker: Wenn ihr irgendwie einen theoretischeren Bezug zum Medium haben wollt, lest das.
Speaker: Und der letzte Comic auf der Liste und der letzte Comic primär, weil er mit Y anfängt, Why the Last Man von Ryan K. Vaughan und Pierre Guerra.
Speaker: Das ist einer meiner persönlichen Favoriten, zusammen mit 100 Bullets.
Speaker: Ich habe lange auch darüber nachgedacht, ob der auf die Fünferliste kommt für die einsame Insel.
Speaker: Wir waren dann aber andere Bücher doch wichtiger.
Speaker: Und für mich persönlich ist Brian K. Vaughan generell, auch die anderen Sachen, die er geschrieben hat, aber vor allem Why the Last Man, ein tolles Beispiel dafür, wie man Figuren zeichnet, wie man Figuren erstellt, interessant hält, vielschichtig hält und nach und nach, auch über einen langen Zeitraum.
Speaker: Why the Last Man ist eine lange Serie,
Speaker: immer wieder erneuert.
Speaker: Eine ganz, ganz tolle Serie gibt es inzwischen auch als Serie, also im Fernsehen.
Speaker: Die fand ich nicht so prickelnd.
Speaker: Der Comic ist meines Erachtens besser.
Speaker: Ja, danke für eure Aufmerksamkeit für diese Viertelstunde, in der ich jetzt einfach mal so selber ein bisschen was vom Leder lassen konnte.
Speaker: Falls ihr jetzt noch da seid, halte ich euch natürlich auch nicht meine Antwort auf die allerletzte Frage vor, nämlich die Frage danach, was ich mir wünschen würde, wenn ich einen Wunsch frei hätte mit Bezug auf dieses Hobby oder auf ein Hobby.
Speaker: Ich nehme natürlich das Comic-Hobby, aber mein Wunsch gilt eigentlich für fast alle Hobbys,
Speaker: Zumindest die Hobbys, die mit Kreativität zu tun haben, im weitesten Sinne.
Speaker: Und wenn ihr nur in Anführungszeichen Karten sammelt oder Kunst sammelt oder irgendetwas macht, wo ihr nicht selber kreativ unbedingt arbeitet, sondern Kreativität anderer wertschätzt.
Speaker: Dann wünsche ich mir persönlich, und das ist etwas politisch, aber ich möchte es trotzdem an dieser Stelle sagen, versucht KI und künstliche Intelligenz und AI und Large Language Models und Bildgenerierung vor allem aus der Kunst fernzuhalten, solange es geht.
Speaker: Hört euch die Podcast-Folge an, die ich damit mit Prof. Dr. Hammer und Ingo Römling gehalten habe.
Speaker: Falls euch das Thema interessiert, das ist inzwischen vollkommen veraltet, weil es schon zwei oder drei Jahre alt ist und in der Zwischenzeit ist das Ganze natürlich weiter fortgeschritten.
Speaker: Unabhängig davon, was da für Copyright-Infringement-Cases irgendwie hinten dran hängen, wie mit deren IPs und den kreativen Eigentum von Tausenden und Millionen von Kreativschaffenden auf der ganzen Welt umgegangen wird in den letzten Jahren.
Speaker: Ich hoffe, glaube ich persönlich, zumindest so wie der Trend aktuell ist, dass wenn KI-Kunst sich immer weiter durchsetzt, wir als Comic-Fans, wir als Menschen, die Kreativität lieben und von Kreativität auch abhängig sind, für unser Entertainment, aber auch für unser persönliches Wachstum, wir können nur dadurch verlieren.
Speaker: Wir können nicht dadurch gewinnen, dass es mehr KI gibt.
Speaker: Und ich hoffe, dass der Trend dahin geht, dass Menschen auch auf den sozialen Medien, aber nicht nur, stärker dafür sensibilisiert werden,
Speaker: was KI ist und was KI macht und was es bedeutet, wenn KI immer mehr eingesetzt wird an Stellen, wo eigentlich menschliche Kreativität gefragt sein sollte.
Speaker: An der Stelle kann ich und will ich kein Fass über irgendwelche globalen Wirtschaftsthemen oder Technologiefilosophie aufmachen.
Speaker: Dafür kenne ich mich nicht gut genug mit aus und das führt auch zu weit.
Speaker: Aber für unsere kleine Comic-Bubble und Branche...
Speaker: stelle ich fest, jetzt sind wir noch nicht an dem Punkt, dass es flächendeckend viel verwendet wird.
Speaker: Da sind Romanverlage teilweise schon weiter und müssen sich mit ganz anderen Klöpsen herumschlagen, sage ich mal.
Speaker: Mittelfristig mag das zu...
Speaker: netten Ergebnissen führen und auch Leuten vermeintlich den Weg ebnen in die Kunst, die vorher nichts damit zu tun hatten.
Speaker: Aber wenn es eine Sache auch gibt, die ich von vielen, vielen Künstlerinnen und Künstlern, die ich jetzt getroffen habe über die Jahre, mit denen ich sprechen durfte, weiß, ist es, dass Kunst und Kreativität und Talent lernbar sind.
Speaker: Kein Künstler ist gut in dem Moment, wo er anfängt, Kunst zu machen.
Speaker: Man muss Zeit da rein investieren und das macht eine Maschine nicht.
Speaker: Sie klaut bei Leuten, die das schon getan haben.
Speaker: Und wir als Konsumenten, was die meisten von uns ja letzten Endes sind, ich ja auch, wir werden mittelfristig nur dadurch verlieren, wenn wir nicht da sensibel mit umgehen mit dem ganzen Thema.
Speaker: Ja, ich hoffe, ich habe mich damit jetzt nicht zu sehr verplappert.
Speaker: Ihr könnt mir gerne eure Meinungen zu diesem Take noch schreiben.
Speaker: Wie gesagt, anderthalb Wochen erreicht ihr mich noch unter splittercast.splitter-verlag.de.
Speaker: Und damit beende ich diese von meiner Seite, zumindest für die absehbare Zeit letzte Folge des Splitter-Casts.
Speaker: Noch einmal vielen lieben Dank an alle, die über die Jahre hier waren, alle, die mich über die Jahre gehört haben, unterstützt haben, Kritik, Feedback, Input gegeben haben, die mir geholfen haben.
Speaker: Es waren eine ganze Menge Leute, die ich gar nicht alle namentlich nennen will.
Speaker: Vielen Dank, dass ihr dabei wart.
Speaker: Vielen Dank auch, dass ihr jetzt zugehört habt.
Speaker: Ich freue mich auf eure Kommentare, Kritik, Fragen, Anregungen zu diesem Projekt, das jetzt fürs Erste abgeschlossen ist auf den sozialen Medien, Ad Splitter Verlag.
Speaker: Folgt uns da auf jeden Fall auch weiter gerne.
Speaker: Meine Kollegin Sarina und alle Leute, die diesen Kanal in Zukunft betreuen werden, freuen sich über jeden Follower und über jede Interaktion.
Speaker: Und damit bleibt mir eigentlich nur zu sagen, dass was eigentlich die Quintessenz dieses gesamten Podcasts ist und dieses gesamten Hobbys.
Speaker: Lest mehr Comics.
Speaker: Vielen Dank fürs Zuhören und bis hoffentlich irgendwann irgendwo ganz bald.


