Transcript
Speaker: Hallo und herzlich willkommen zum Splittercast, dem Podcast von und mit dem Splitter Verlag, Bielefelds bestem Comic- und Manga-Verlag.
Speaker: Mein Name ist Max und in diesem Podcast spreche ich mit Macherinnen und Machern aus der deutschsprachigen Comicszene.
Speaker: Heute ist mal wieder ein Künstlerinnen-Gespräch auf der Agenda und zwar habe ich Claudia Schmidt zu Gast.
Speaker: Claudia Schmidt, auch bekannt als Elektor oder Elektor Fenzer, ist die Macherin hinter Myre, die Chroniken von Iria.
Speaker: Links findet ihr in den Shownotes eine phänomenale Fantasy-Serie, von der gerade Band 3 und 4 in kurzem Abstand erschienen sind, womit der zweite von drei Zyklen abgeschlossen ist.
Speaker: Außerdem gibt es noch ein wunderschönes Spin-Off,
Speaker: Wenn ihr Myre noch nicht kennt, kann ich es euch wirklich nur empfehlen, schaut auf jeden Fall mal rein, vielleicht auch bevor ihr diesen Podcast anfangt, zumindest ein paar Leseprobenseiten mal anschauen oder auf Claudia Social Media Accounts, die auch in den Shownotes sind, vorbeigucken, dann versteht ihr besser, worüber wir gleich reden werden.
Speaker: Ich hatte ein wahnsinnig tolles Gespräch mit ihr.
Speaker: Wir sind von Hölzchen auf Stöckchen gekommen, ein bisschen abgedriftet zwischendurch, aber wir sind wirklich, wirklich tief in ihrer Arbeit und in ihren Werdegang und in den Werdegang von Myre vor allem eingestiegen.
Speaker: Es war sehr, sehr persönlich.
Speaker: also was ihre künstlerische Arbeit angeht, und sehr, sehr interessant.
Speaker: Und ich habe selber einiges gelernt und neue Perspektiven bekommen.
Speaker: Das war wirklich toll.
Speaker: Vorab noch zwei Kleinigkeiten.
Speaker: Einmal würde ich mich sehr freuen, möglichst viele von euch auf der Dukumi zu treffen.
Speaker: Denn zum ersten Mal in unserer Verlagsgeschichte hat der Splitter Verlag, um genau zu sein, unser Label Splitter Manga Plus einen Stand auf der Dukumi genannt.
Speaker: In Düsseldorf.
Speaker: Die Dokumi ist eine große, um genau zu sein, die größte Anime-Manga-Messe in Deutschland, findet jedes Jahr in Düsseldorf statt.
Speaker: Dieses Jahr vom 6.
Speaker: Juni bis zum 8.
Speaker: Juni, das ist das Pfingstwochenende, auf der Düsseldorfer Messehalle-Gelände.
Speaker: Wir sind in Halle 1, Stand Nummer A102.
Speaker: Ihr werdet das aber problemlos finden.
Speaker: Wenn ihr unseren Newsletter abonniert habt, dann kriegt ihr darüber auch noch mal Infos.
Speaker: Wir haben exklusive Poster dabei für jeden, der bei uns Comics oder Manga kauft.
Speaker: Und wir haben exklusive Tragetaschen auch ab einem gewissen Einkaufswert.
Speaker: Dafür alleine lohnt es sich schon, vorbeizuschauen.
Speaker: Aber ansonsten freut ihr euch auch vielleicht, uns zu treffen.
Speaker: Meine Kollegin Frieda ist dabei und mein Kollege Charlie.
Speaker: Und ich bin auch da und wir freuen uns auf jeden Fall über ganz viel Besuch.
Speaker: Und dann habe ich mal wieder eine Antwort auf einen Leserzuschrift, wollte ich schon sagen, auf eine Hörerzuschrift.
Speaker: Ich lese seine E-Mail.
Speaker: Ihr hört meine Antwort.
Speaker: Nils, ein Spettercast-Hörer, hat mir eine ausführliche Mail geschrieben, wo einiges drin stand und unter anderem ein Themenvorschlag zum Thema langlaufende Serien, langlaufende Comicserien und unser Blick, also unser Verlagsblick darauf.
Speaker: Ich habe nicht so ganz gesehen, wie ich das in eine ganze Folge packen kann, aber er hat mir erlaubt, mit namentlichem Bezug auf ihn hier darauf zu antworten.
Speaker: Also, hallo Nils, danke für deine E-Mail.
Speaker: die ich ja auch beantwortet habe, aber die Antwort auf deine Frage zum Thema Serien kommt dann jetzt hier.
Speaker: Und zwar interessierte es, Nils, wie wir dazu stehen, wie ihr dazu steht.
Speaker: Was unser Blick darauf ist, dass viele Comicserien ja irgendwie über mehrere Bände geht, teilweise über sehr, sehr viele Bände.
Speaker: Man denke da an Storm oder Torgal oder die Welt von Aquilon mit fast über 100 Alben.
Speaker: Aber auch Reihen, die
Speaker: die bei uns so Bestseller sind wie die alten Knacker, nähern sich so langsam dem neunten Band und die Wartezeiten zwischen den Bänden sind halt teilweise recht lang.
Speaker: Er reißt da eine ganze Menge Fragen an.
Speaker: Ich fasse das jetzt mal ein bisschen zusammen.
Speaker: Aus Verlagssicht ist das Erscheinungsrhythmus von Comics und Comic-Alben ein unfassbar wichtiger Faktor, der nicht nur uns, sondern auch das Ausland umtreibt.
Speaker: Deshalb sind auch in Frankreich solche Konzeptserien, wie zum Beispiel die Welt von Aquilon, wo ganz, ganz viele Kreative an einer Welt arbeiten, immer beliebter, weil das die Erscheinungsrhythmen verkürzt.
Speaker: Wenn man, also ein Comicskript zu schreiben, ist nicht einfach, aber dauert bei weitem nicht so lange, wie ein Comic runterzuzeichnen und zu kolorieren und fertig zu machen.
Speaker: Und wenn man eine Handvoll AutorInnen hat, die dann mit einer viel größeren Menge an ZeichnerInnen und KoloristInnen und sonstigen Leuten zusammenarbeiten können und dann halt einen Haufen Skripte fertig machen, die irgendwie eine Welt erschaffen und dann wird auf Basis dieser Skripte überall und parallel gezeichnet, dann ist das sehr, sehr vorteilhaft, auch für den Verkauf vor allem.
Speaker: Denn in der Welt, in der wir leben, die von Social Media und Serien und Streaming und einem absoluten Überangebot von Medien bestimmt wird, ist das Faktor.
Speaker: die Geduld von LeserInnen nicht mehr so lang, wie sie früher einmal war.
Speaker: Wenn ihr das bei anderen Verlagen euch anschaut, werdet ihr das auch beobachten können, dass auch die Romanverlage immer häufiger ganze Romanzyklen auf einmal ankündigen.
Speaker: Früher hat man eine Fantasy-Trilogie rausgebracht, da erschien Band 1.
Speaker: Und irgendwann war dann Band 2 fertig und dann wurde der angekündigt und gemacht.
Speaker: Heutzutage passiert es immer häufiger, gerade in den Genres,
Speaker: Die ist eine ganze Trilogie angekündigt.
Speaker: Es gibt technische Möglichkeiten, sowas heutzutage zu beschleunigen.
Speaker: Da will ich jetzt niemandem irgendwie was unterstellen.
Speaker: Aber wahrscheinlicher ist, dass da einfach sehr viel schon im Vorhinein passiert ist, bevor man es ankündigt, weil man weiß, wenn man Band 1 verkauft,
Speaker: kann man Band 2 pauschal nur noch halb so gut verkaufen.
Speaker: Das ist tatsächlich eine relativ fixe Zahl.
Speaker: Man hat Band 1 und Band 2 verkauft man vielleicht noch die Hälfte, wenn es gut läuft.
Speaker: Und dann ist das halt so.
Speaker: Und je länger man warten muss, desto schlimmer ist das für die Absatzzahlen und je jünger das Publikum, desto intensiver ist dieser Effekt.
Speaker: Dementsprechend
Speaker: geht der Trend auch bei uns und bei den anderen Comic-Verlagen auch immer mehr zu abgeschlossenen Einzelbänden, die halt auch auf lange Sicht sich besser verkaufen können, weil man als Leser halt nicht eine ganze Reihe haben muss.
Speaker: Gleichzeitig müssen wir als Verlag nicht eine ganze Reihe lieferbar halten, was auch nicht so einfach ist.
Speaker: Wenn ihr als Leserin, als Leser aber lange laufende Serien mögt und möchtet, dass diese Kunstform, wie zum Beispiel Aquilon oder die Fünf Reiche oder was weiß ich, welche Serien es da gibt, dass sowas besteht, dann macht nicht den Fehler zu warten.
Speaker: Das ist auch eine Frage, die Nils stellt.
Speaker: Was ist das beste Verhalten, was man aus Käufersicht haben kann?
Speaker: Oder was ist das Fehlverhalten?
Speaker: Fehlverhalten ist, wenn man sagt, das ist eine Serie, die
Speaker: die ist erst mal mit drei Bänden angekündigt oder mit vier und ich warte jetzt einfach mal drei Jahre, bis die alle erschienen sind, bevor ich sie kaufe.
Speaker: Das signalisiert uns als Verlag und allen anderen Verlagen nämlich, da gibt es keine Leser für, das schleppen wir mal.
Speaker: Niemand interessiert sich dafür, wenn wir das drucken, werden wir diese Kosten jahrelang nicht einfahren.
Speaker: Und dann kommt der nächste Band halt deutlich später.
Speaker: Wenn ihr möchtet, dass eine Serie fortläuft, dann müsst ihr den ersten Band auch kaufen und nicht nur damit spielen und irgendwie euren Freunden erzählen, da ist ein Comic, den finde ich gut, aber wartet mal, kauft den nicht, kauft den erst, wenn der Verlag schon ein paar 10.000 Euro irgendwie reingesteckt hat.
Speaker: jetzt mal böse formuliert, und die KünstlerInnen schon der Meinung sind, dass niemand sich dafür interessiert und neue Projekte haben.
Speaker: So funktioniert Marktwirtschaft halt leider nicht.
Speaker: Ich kann das verstehen.
Speaker: Ich kann auch verstehen, wie bei ganz vielen Dingen, dass Leute Gesamtausgaben mögen und dass man aufs Geld gucken muss, etc.
Speaker: pp.
Speaker: Alles vollkommen nachvollziehbar und niemand soll sich jetzt irgendwie gedrängt fühlen, um
Speaker: oder das Gefühl haben, dass wir als Verlag da kein Verständnis für haben, aber es ist halt nun mal die Wahrheit, Verlage, auch ausländische Verlage, die auch auf Lizenzeinnahmen aus dem Ausland angewiesen sind und die kriegen von uns ja die Zahlen, sind darauf angewiesen, dass Leute die Bücher kaufen, wenn sie erscheinen und nicht erst, wenn
Speaker: irgendwie Jahre später mal so ein Zyklus abgeschlossen ist.
Speaker: Denn die KünstlerInnen, die machen dann im Zweifelsfall schon was ganz anderes.
Speaker: Und die sind dann nicht für eine Fortsetzung der Serie ranzuholen.
Speaker: Die haben dann andere Verträge eingegangen, andere Projekte angenommen.
Speaker: Und dann ist es zu spät.
Speaker: Wenn ihr eine Serie mögt, häufig ist es ja so, dass Verträge über ein bis drei Bände heutzutage geschlossen werden oder drei Bände oder zwei Bände oder vier.
Speaker: Wenn ihr eine Serie mögt und dranbleiben wollt, dann fangt nicht erst an, sie einzukaufen, wenn der erste Zyklus vorbei ist, dann ist es ehrlich gesagt schon zu spät.
Speaker: Ja, und dann die letzte Frage, die Nils noch stellt, wie findet man eigentlich Leser für umfangreiche Serien?
Speaker: Die Frage, die stellen wir uns natürlich auch, die Antwort ist meistens Mundpropaganda.
Speaker: Wenn eine Serie gut läuft und lang läuft, dann ist das häufig schon ein Qualitätsmerkmal, denn schlecht laufende Serien
Speaker: laufen nicht lang und Serien, die lang laufen, sind meistens auch lesenswert.
Speaker: Und dann spricht sich das oft rum, sei es durch Händler, die die Serie empfehlen oder durch Welten von Aquilon zum Beispiel, die halt immer mehr eine Fanbase haben von Leuten, die sie einfach auch empfehlen an andere Freundinnen und Freunde.
Speaker: Und Mundpropaganda ist generell einfach, ist natürlich die langsamste Art des Marketings und die, die man am wenigsten beeinflussen kann.
Speaker: Aber zugleich ist es halt auch die
Speaker: Denn wenn man von Freunden oder von Familienmitgliedern etwas empfohlen bekommt, dann ist die Schwelle dazu, es sich anzugucken, sehr, sehr niedrig im Vergleich dazu, wenn wir als Verlag oder weiß ich nicht, über Social Media oder irgendeine Institution Werbung macht.
Speaker: Ja, es gibt Serien, um die Frage noch abzuschließen, die führen wir natürlich nur noch für die Stammkundschaft weiter.
Speaker: Bei manchen Serien ist diese Stammkundschaft groß genug, dass sich die Serie weiter trägt.
Speaker: Klassiker wie Torgal oder Storm zum Beispiel, bei manchen Serien
Speaker: ist die Leserschaft, weil die Erscheinungsrhythmen so hoch sind, relativ konstant, zum Beispiel bei den Fünf Reichen oder bei den Welten von Aquilon oder bei einigen der Kinderserien.
Speaker: Kinder sind generell sehr, sehr treue Leserinnen und Leser.
Speaker: Muss man mal so feststellen, das macht auch den Kindercomic grundsätzlich ein attraktives Projekt.
Speaker: Aber es gibt natürlich Serien, die schneiden wir uns mehr so aus den Rippen.
Speaker: Nicht alle Serien, die wir fortführen, sind einträglich.
Speaker: Aber es gehört zum Verlagsprofil, dass wir versuchen, nichts abzubrechen und alles möglichst lange lieferbar zu halten.
Speaker: Aber wie einige von euch auch schon mitbekommen haben, wie ich hier im Podcast auch schon ein paar Mal gesagt habe, wir stoßen da natürlich an unsere Grenzen so langsam.
Speaker: Und wenn ihr uns Signale geben wollt, das war, wie gesagt, eine Frage, die Nils stellte,
Speaker: zum Leben oder zur Geschwindigkeit, in der bestimmte Serien erscheinen sollen, dann müsst ihr die Bücher kaufen.
Speaker: Es gibt leider keine andere Metrik, an die wir anknüpfen können.
Speaker: Es hilft uns ehrlich gesagt nicht viel, auch wenn es nett gemeint ist, wenn wir E-Mails erhalten oder in Foren darüber lesen.
Speaker: Es reicht auch in dem Zusammenhang, wenn ihr sie zum Beispiel im Handel anfragt, wenn ihr bei Bibliotheken sagt, wenn ihr eine Stammbibliothek habt bei euch im Dorf, in der Stadt und sagt, wie wäre es denn, wenn ihr diese und jede Comicreihe mal anbietet?
Speaker: Meint ihr nicht, das könnte funktionieren?
Speaker: Das sind auch für uns Signale und Verkäufe.
Speaker: Wir verkaufen sehr gerne an Bibliotheken.
Speaker: Wir freuen uns, wenn unsere Bücher in Bibliotheken stehen.
Speaker: Das ist ganz, ganz toll.
Speaker: Selbst wenn dann mehr Leute dasselbe Buch lesen.
Speaker: Aber es muss halt passieren.
Speaker: Wir können auch Lizenzabrechnungen ins Ausland zu unseren Lizenzgebern nicht mit Wünschen füllen, sondern nur mit Zahlen.
Speaker: Das ist leider so.
Speaker: Ich hoffe, Nils, damit konnte ich deine Frage umfangreich, aber hoffentlich zufriedenstellend beantworten.
Speaker: Sonst schreib mir doch gerne noch mal.
Speaker: Ihr anderen, liebe Hörerinnen und Hörer, schreibt mir natürlich auch sehr, sehr gerne.
Speaker: Immer gerne an splittercast.splitter-verlag.de, auf den sozialen Medien at splitterverlag.
Speaker: Wir sind auf Facebook, Instagram und TikTok.
Speaker: Da liest es dann in erster Konsequenz meine Kollegin Sarina, aber die leitet das immer an mich weiter.
Speaker: Insofern, ja...
Speaker: Und dann wünsche ich euch jetzt nach fast einer Viertelstunde Vorgespräch, sorry dafür, ganz, ganz viel Spaß mit Folge 74 des Splittercast mit Claudia Schmidt alias Alektor, der Künstlerin hinter Müre.
Speaker: Guten Morgen, Claudia.
Speaker: Herzlich willkommen im Splittercast.
Speaker: Schön, dass du da bist.
Speaker: Schön, dass du dir die Zeit nimmst, hier zu sein und schön, dich wiederzusehen.
Speaker: Ja, zu sehen, sehntuch ich dich nicht, wiederzuhören.
Speaker: Wir haben uns ja vor kurzem auf der Leipziger Buchmesse noch getroffen.
Speaker: Wie geht es dir?
Speaker: Guten Morgen, Max.
Speaker: Danke, dass ihr mich habt.
Speaker: Also ich habe erst mal gar nicht gewusst, dass ihr einen Podcast habt und jetzt erst mal gesehen, okay, ich muss mir ziemlich viel anhören.
Speaker: Mir geht es super, danke.
Speaker: Ich bin noch ein bisschen müde, ein bisschen am Aufwachen, aber das ist jetzt die perfekte Art und Weise, erst mal richtig schön in den Tag zu starten mit dir.
Speaker: Ach, das geht runter wie Öl.
Speaker: Wir machen das ganz entspannt, wie immer.
Speaker: Ich zwinge meine Gäste gerne dazu, morgens hier mit mir zu sitzen, weil ich morgens am schnellsten im Kopf bin.
Speaker: Da bin ich ganz egoistisch.
Speaker: Freut mich, dass du dir die Zeit nimmst, dich morgens hier mit mir hinzusitzen.
Speaker: Ich verspreche auch, dass es eine angenehme Erfahrung werden wird.
Speaker: Ich hoffe es zumindest.
Speaker: Na, wunderbar.
Speaker: Wir sprechen heute über, primär über Myre, über dein großes Comicprojekt, wo jetzt gerade bei uns der vierte Band erschienen ist.
Speaker: Für dich ist es eher der zweite, da reden wir gleich noch drüber.
Speaker: Ich habe vorhin aber natürlich, äh, vorweg aber natürlich noch ein paar kleine Fragen zum Einstieg für die Hörerinnen und Hörer, die dich vielleicht noch nicht kennen.
Speaker: Ähm,
Speaker: Du bist Claudia Schmidt, das hatte ich glaube ich schon im Intro gesagt und im Internet vor allem als Elektrofenster unterwegs und das ist direkt die erste Frage, die ich dir stellen möchte, weil mich das schon lange interessiert und ich dich noch nie gefragt habe, obwohl wir uns jetzt ja schon ein paar Jahre kennen, woher kommt dieser Online- oder Künstlername eigentlich?
Speaker: Würdest du sagen, es ist dein Künstlername oder es ist mehr einfach so ein Online-Nickname?
Speaker: Ja, super interessante Frage, auf jeden Fall.
Speaker: Der Name Elector Fencer ist entstanden, als ich 13 war und das ist super, super, super lange her.
Speaker: Ich bin jetzt 39.
Speaker: Ich kann mich schon kaum noch erinnern, wie genau, aber auf jeden Fall war das durch den Einfluss durch Manga und also durch den allerersten, ich sag jetzt mal, durch die erste Berührung mit Anime und Manga, weil ich hab mich damals
Speaker: nachts gerne heimlich hingesetzt vom Fernseher und hab dann über MTV und auch über andere Kanäle, ich weiß nicht mehr genau, war das Vox, ich weiß nicht mehr, die haben nachts Animes abgespielt und darunter halt auch.
Speaker: Ja, das war richtig gut, so nach Mitternacht ungefähr ging das dann an.
Speaker: Krass.
Speaker: Dann haben die einfach so Streifen wie Akira und Armitage und so weiter und Record of Lord of War, also die ganzen Klassiker, die man heute, die man sonst nur über DVD oder Video oder so bekommen kann oder jetzt auch hoffentlich online, ich weiß gar nicht über Streaming-Services.
Speaker: habe ich mir als Kind reingezogen und ich hatte damals eine beste Freundin, die war genauso da drin, da haben wir sogar nachts gerne telefoniert darüber, so, ja, lass uns jetzt hinsetzen, jetzt kommt Armitage.
Speaker: Geil, ja.
Speaker: Und da haben wir uns so in die Anime-Welt quasi reingefressen.
Speaker: Und da wollten wir schon immer eigentlich auch Mangas zeichnen.
Speaker: Da wart ihr aber echt früh dran mit.
Speaker: Ja, super, super früh.
Speaker: Stark, geil.
Speaker: Ich wollte damals Zombie-Comics machen, hab schon mal angefangen und es wieder fallen lassen.
Speaker: Also mit 13 sogar.
Speaker: Da saß ich auf dem Balkon und haben gezeichnet.
Speaker: Ja.
Speaker: Und da hatten wir auch schon die ersten paar Sammlungen im Bücherregal.
Speaker: Auf jeden Fall kam sie irgendwann mal mit der Idee und meinte so, ja, es gibt in Mannheim einen Fantasy Forest.
Speaker: Ich weiß gar nicht mehr.
Speaker: Ich weiß gar nicht, ob es den Laden noch gibt.
Speaker: Vielleicht, hoffentlich.
Speaker: Und der hatte die ganzen Import-Videos gehabt, so die ganzen VHS-Videos.
Speaker: Für unglaublich viel Geld.
Speaker: Wir haben wirklich unser Taschengeld da reingeballert.
Speaker: Eine VHS, je nachdem, welchen Wert die hatte, beziehungsweise aus welchem Genre die kam, hat mal sowas wie 90 D-Mark gekostet.
Speaker: Was?
Speaker: Ja.
Speaker: 90 D-Mark?
Speaker: 90, 130 D-Mark, also richtige Importware, richtiges wahres Gut, vor allem für uns Kinder.
Speaker: Aber warte mal, das kann dann doch ja nicht auf Deutsch gewesen sein, dann habt ihr euch die Sachen auf Japanisch angeschaut?
Speaker: Ja.
Speaker: Geil.
Speaker: Ist das Hardcore?
Speaker: Das war uns völlig egal.
Speaker: Wir wollten das wissen.
Speaker: Wir wollten unbedingt Filme haben.
Speaker: Wir wollten Mangas haben.
Speaker: Ja, und da gab es natürlich im Fantasy Forest auch eine Schmuddelecke.
Speaker: Und da gab es Hentai.
Speaker: Und wir fanden das natürlich unglaublich interessant.
Speaker: Und haben da uns durchgewuselt.
Speaker: Also immer, wenn ich im Sommerurlaub war, in der Schule, bin ich rübergedüst zu meiner Freundin.
Speaker: Dann sind wir zum Fantasy Forest.
Speaker: Und ich weiß leider nicht mehr, wie der Manga oder, nee, wie der Anime hieß.
Speaker: Aber da gab es eine Figur, ich habe ihn nicht gekauft, war viel zu teuer, ich habe 150 DM oder so.
Speaker: Für einen, ach so, aber für den Anime, Wahnsinn.
Speaker: Für den Anime, für die VHS, genau.
Speaker: Klar, mhm.
Speaker: Aber da gab es auf dem Cover war ein Dämon und so ein hübsches Mädel und die hat grüne Haare gehabt und ich bin ja eh schon immer so naturverbunden.
Speaker: Und ich denke mal Zuhörer, die den Anime kennen, die würden jetzt bestimmte Namen schreien.
Speaker: Das ist das, das kenne ich.
Speaker: Das könnt ihr mir sehr gerne schreiben.
Speaker: Das gebe ich dann gerne an Claudia weiter.
Speaker: Oder in deinen DMs oder so vielleicht.
Speaker: Das wäre so witzig.
Speaker: Den würde ich sogar gucken.
Speaker: Ja, und die war so lastiv gekleidet.
Speaker: Mir hat der Stil so unglaublich gut gefallen.
Speaker: Und hinten war auch irgendwie so ein Sticker drauf.
Speaker: Da stand halt irgendwie der Charakter-Name Alektor.
Speaker: Und ich so, oh, was für ein cooler Name.
Speaker: Wir waren ja so begeistert.
Speaker: Also wir waren einfach komplett nur auf dem Inspirationszug.
Speaker: Weil wir wollten selber Künstlerin sein.
Speaker: Wir haben geträumt, dass wir irgendwann mal Comics machen.
Speaker: Und dann eben so die erste Begegnung mit den ersten Charakter-Designs und dann so coole Namen.
Speaker: Ja, und dann haben wir uns dann auch eigene Charakter kreiert.
Speaker: Und irgendwie war ich schon immer dann so total festgefressen bei den Namen Alektor.
Speaker: Das würde ich unbedingt dann haben.
Speaker: Ich habe mich dann einfach angefangen so zu nennen.
Speaker: Und das Fenster, das kam irgendwann mal aus einer Inspiration her, dass ich mal wirklich fechten wollte.
Speaker: Ich fand den Sport so klasse.
Speaker: Das ist ja auch ein cooler Sport.
Speaker: Absolut, ja.
Speaker: Die ganze Koordination und die Bewegung.
Speaker: Ich habe das aber niemals gemacht.
Speaker: Ich habe das Fenster trotzdem an den Namen gehängt und bin dann irgendwann mal relativ früh auch ins Internet gestiegen und habe da schon Freunde gemacht.
Speaker: Und so ging das dann los.
Speaker: Und den Namen habe ich niemals geändert.
Speaker: Außer jetzt.
Speaker: Vor ein paar Jahren habe ich das einfach gekürzt auf Alektor und Alektors Art.
Speaker: Also somit können dann auch, weil mein Logo...
Speaker: jetzt besser passt.
Speaker: Also es sieht auch einfach besser aus.
Speaker: Es ist mit einem Blatt und einem Wolfsauge und drunter steht Alektor und es passt dann einfach.
Speaker: So, und jetzt hast du die Story dafür.
Speaker: Ich wurde durch einen Charakter aus einem Hentai oder Schmuddel-Filmchen inspiriert.
Speaker: Den Namen mir aufzunehmen.
Speaker: Ich finde, das ist die perfekte Origin-Story.
Speaker: Ich weiß nicht, was ich erwartet hatte, aber es ist mit dem ganzen Backdrop, mit dem VHS und mit dem, er war ja wirklich die earliesten Adopter, die man sich vorstellen kann für Anime, Manga und diese ganze Ästhetik.
Speaker: Ja, was wir uns da auch reingezogen haben.
Speaker: Also wirklich so Horrorfilme.
Speaker: Naja, gut.
Speaker: Das ist halt faszinierend, gerade in dem Alter.
Speaker: Mit 13 habe ich halt irgendwie so Erwachsenen-Fantasy-Romane gelesen.
Speaker: Wow, aber das ist auch... Ja, ja, weniger in Richtung Schwuddelkram, aber da waren halt irgendwie so politische Witze drin.
Speaker: Ich glaube, ich habe mit 12 angefangen, Terry Pratchett zu lesen.
Speaker: Ich habe die Hälfte nicht verstanden.
Speaker: Aber...
Speaker: Super.
Speaker: Sowas prägt einen dann halt irgendwie schon lange.
Speaker: Falls wir so junge Zuhörerinnen und Zuhörer haben, VHS ist der Vorgänger von der DVD.
Speaker: DVD ist der Vorgänger vom Streaming.
Speaker: Nur mal so nebenbei.
Speaker: ist ja richtig am Aufsterben.
Speaker: Ja, oder hat das eine, nee, ich glaube, VHS hat nicht so eine Renaissance wie Schallplatten, oder?
Speaker: Also Platten kriegt man ja inzwischen wieder relativ hoch.
Speaker: Ja, also Platten, die haben wir jetzt gerade wieder, die leben jetzt wieder auf.
Speaker: Das sehe ich auch schon überall und
Speaker: Viele Freunde, die fangen jetzt auch schon an, Platten zu sammeln und sehen es richtig als Hobby.
Speaker: Vielleicht kommt die VHS mal wieder.
Speaker: Wäre schön.
Speaker: Ich werde nicht mehr damit anfangen, aber es war immer richtig schön, die dicken Kassetten zu sehen oder wenn irgendwas nicht funktioniert hat, einfach mal in die Kassette reinzupusten, weil sich da ein kleines Schraubstimmerchen verfangen hat.
Speaker: Ich weiß noch, früher, dann gab es Leute, die haben diese Disney-Filme gesammelt auf VHS und die hat Disney irgendwie immer in so einem rotierenden Rhythmus nur öffentlich gehabt.
Speaker: Du konntest jedes Jahr irgendwie nur zwei von diesen Disney-Filmen kaufen, von 14 oder wie viele es gab und dann musste man ein Jahr warten, bis die nächsten zwei wieder erhältlich waren.
Speaker: Dann waren aber die anderen zwei wieder nicht da.
Speaker: Das war ein ganz weirdes System.
Speaker: Egal.
Speaker: Das ist ja lustig.
Speaker: Genau, genau.
Speaker: Ich war so inspiriert durch die Mangas, die ich da gesehen habe.
Speaker: Auch die ersten Mangas, die ich gelesen habe, waren ja Clamp, auch Record of Lotus War und vor allem Sailor Moon.
Speaker: Oh je, ach.
Speaker: Ja, du, aber das haben ganz, ganz viele Leute gelesen, da muss man sich wirklich nicht für schämen.
Speaker: Oh ja, ich habe, nee, nee, ich habe Oje gesagt, weil ich habe damals so viel Geld dafür ausgegeben.
Speaker: Ich habe wirklich alles gehabt davon, wirklich.
Speaker: Also es gab ja hier in Deutschland die Zeitschrift und auch die ganzen Mangas, die hatte ich und die Artbooks vor allem, die waren ja auch richtig teuer, aber...
Speaker: Genau, ich wollte Manga-Car werden.
Speaker: Mir hat das so schön gefallen.
Speaker: Mir hat das richtig gut gefallen.
Speaker: Es war auch, das Format fand ich sehr ästhetisch.
Speaker: Die kleinen Bücher, dann die Bilder, die eben so komplex sind.
Speaker: Auch die verschiedenen Zeichenstile.
Speaker: Vor allem Clamp hat mich sehr stark auch inspiriert.
Speaker: Wir haben die...
Speaker: die dicken Wimpern von den Charactern immer ganz gut gefallen.
Speaker: Das wollte ich auch immer gerne zeichnen.
Speaker: Also wer Clamp kennt, es ist auch so ein ganz eigener Stil einfach.
Speaker: Es ist ja eine Gruppe an Zeichnerinnen, soweit ich mich erinnern kann.
Speaker: Und das wollte ich dann in meine eigenen Stories kümmern.
Speaker: Wie heißt das nochmal?
Speaker: Anwenden, übersetzen?
Speaker: Ja, übersetzen, genau.
Speaker: Das wollte ich in meine eigenen Storys übersetzen.
Speaker: Habe mich dann öfters hingesetzt und kleine Seiten konzipiert.
Speaker: Immer mal so zehn Seiten.
Speaker: Mal so zehn Seiten, ja.
Speaker: Ja.
Speaker: Und habe das angefangen dann aber immer wieder fallen lassen.
Speaker: Also das war immer so ein Hin und Her zwischen ich mache das jetzt und ich habe doch keine Lust, weil es zu anstrengend wird.
Speaker: Und die Materialien, es war auch sehr schwer an Materialien zu kommen.
Speaker: Damals gab es ja noch die Kleberasterfolie, die gibt es auch heute.
Speaker: Aber heute machten viele das eher digital.
Speaker: Kannst du kurz erklären, was Kleberasterfolie ist?
Speaker: Also Rasterfolie ist...
Speaker: Quasi wie eine Folie, die so schwarze kleine Pünktchen oder Muster oder Kreuzschraffturen haben.
Speaker: Ja.
Speaker: Und die haben die Mangaka damals mit feinsten Messern ausgeschnitten, um dann quasi die Schattierung in den Charactern reinzukleben.
Speaker: Oder die Hintergründe.
Speaker: Ach.
Speaker: Okay, ich hatte aber das komplett anderes erwartet.
Speaker: Gut, dass ich nachgefragt habe.
Speaker: An was hast du gedacht?
Speaker: Ich dachte, das wäre irgendwie eine Folie, die man in irgendeiner Form, ich bin ja selber kein Zeichen, die man in irgendeiner Form zum Zeichnen, zum schnelleren Zeichnen von geometrischen Hintergründen verwendet oder so, dass man die Perspektive einfacher sieht.
Speaker: haben kann oder so.
Speaker: Ja, dafür gab es andere Tools.
Speaker: Ja, das denke ich mir.
Speaker: Das heißt, die Schattierung kam von einer Folie dann.
Speaker: Genau.
Speaker: Und das finde ich super interessant.
Speaker: Total.
Speaker: Jetzt bin ich gerade schon wieder inspiriert.
Speaker: Eigentlich möchte ich mir das gerne nochmal angucken, weil ich habe niemals mit dem Material gearbeitet.
Speaker: Ich habe es noch ab und zu mal gesehen.
Speaker: Und das ist ja auch noch so eine
Speaker: so eine ganz andere Art und Weise, das Medium zu benutzen, weil es verbindet Zeichnen ja richtig mit Handwerkskunst.
Speaker: Du musst ja wissen, wo die Schattierung deiner Charaktere liegt oder was du jetzt da in den Hintergrund reinklebst, damit diese Schattierung entsteht.
Speaker: Völlig verrückt.
Speaker: Sieht aber gut aus.
Speaker: Okay, ich bin ja auch in dem Thema nicht drin, aber ich kann mir vorstellen, dass das nicht so einfach war, da dran zu kommen.
Speaker: Bisher der 90er wird das gewesen sein dann, ne?
Speaker: Ja, ja, so auch, genau, Ende der 90er.
Speaker: Also das eher dann so Ende der 90er und 2000.
Speaker: Ende der 90er, ja.
Speaker: Da gab es noch AOL.
Speaker: Und noch wenig Podcasts.
Speaker: Das heißt, du hast dich dann da so über kleine Experimente herangetastet und...
Speaker: hast viel Manga gelesen, aber du machst jetzt ja keinen Manga.
Speaker: Du machst jetzt ja schon tendenziell, also was heißt tendenziell, es ist eher das, was man, wenn man es eingrenzen wollte, eher Comic nennt.
Speaker: Die Grenzen sind natürlich fließend, aber du benutzt eine westliche Leserichtung und von der Ästhetik her ist das jetzt ja auch nicht im engeren Sinne Manga.
Speaker: Gab es da so einen Punkt, wo du dich da umentschieden hast?
Speaker: Hast du irgendwann gesagt, okay, ich experimentiere jetzt mal mehr in die Richtung oder wie ist das passiert?
Speaker: Ja, das Thema Manga habe ich irgendwann einfach vergessen bzw.
Speaker: fallen lassen, weil ich dann eher in die Fantasy-Richtung reingeschnuppert habe.
Speaker: Und ich habe angefangen, mir mythologische Figuren anzuschauen und die dann auch zu zeichnen und auch selbst zu interpretieren.
Speaker: Also meine Bilder von ganz früher, die sahen auch wirklich ganz, ganz anders aus als heute vom Gesamtstil.
Speaker: Das waren eher kleine Wichtel-Kreaturen.
Speaker: Ich meine, Creature-Designer bin ich ja immer noch vom Herzen.
Speaker: Das kann man nicht abstreiten, ja.
Speaker: Ja, das hat sich da wirklich bei mir so eingeprägt.
Speaker: Ja.
Speaker: Und daraus kam ja auch das Gefühl für die Epik, weil sich die Fantasy-Kunst ja doch ein bisschen weiter weg entfernt von der Ästhetik, die Manga haben.
Speaker: Ja.
Speaker: Mehr Opulenz und mehr so, das klingt jetzt ein bisschen doof, aber sehr bunt im Vergleich zu Manga, der ja meistens schwarz-weiß ist.
Speaker: Also, weißt du, was ich meine?
Speaker: Ich glaube, Fantasykunst lebt auch viel immer von Farbgebung.
Speaker: Ja, auf jeden Fall.
Speaker: Das ist mein persönlicher Blick darauf.
Speaker: Das tut es, genau.
Speaker: Und dann eben auch sehr viel Detail.
Speaker: Es ist so semi-realistisch auch dargestellt.
Speaker: Und was auf jeden Fall da nochmal reingehauen hat, waren die Concept-Bilder von Herr der Ringe, als der Film damals, als der Streifung rausgekommen ist.
Speaker: Da habe ich mir auch wirklich alles reingezogen.
Speaker: Also ich hatte die Extended Editions und die hatten sechs Stunden lang Kunstmaterial auch anhängt, beziehungsweise das Making-of und die ganzen...
Speaker: Bilder haben sie präsentiert, darüber haben auch die Künstler dann gesprochen und das fand ich so inspirierend auch.
Speaker: Und im weiteren Schritt bin ich dann auch in die Konzeptkunst selbst dann gekommen.
Speaker: Also Herr der Ringe war auf jeden Fall nochmal ausschlaggebend, dass ich unbedingt mehr in Richtung Fantasy dann was machen wollte und dann auch diese Epik eben darstellen wollte.
Speaker: Und irgendwann hat sich alles so vermischt.
Speaker: So.
Speaker: Ja, das mit Comics, wie ich dann darauf gekommen bin, wegen meinem Stil.
Speaker: Das ist so ein ultralanger Weg gewesen.
Speaker: Es ist auch sehr interessant, mal darüber nachzudenken.
Speaker: Wir können das auch ein bisschen kleinteiliger strukturieren.
Speaker: Du hast viel Fantasy-Art gemacht, Kreaturendesign und warst von Herr der Ringe inspiriert.
Speaker: Hast du dann irgendwann so das Gefühl gehabt, und jetzt will ich eine eigene Story erzählen?
Speaker: Oder war es eher andersrum, dass du irgendwann Figuren hattest und die dir so gut gefallen haben, dass du sagtest, da muss ich jetzt eine Story drum rumbauen?
Speaker: Weißt du, wie ich meine?
Speaker: Also...
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Oder war es das ganz anderes?
Speaker: Also es hat damit angefangen, dass ich immer mehr und mehr Fantasy-Bilder gemalt habe, mehr Kreaturen.
Speaker: Und wie du schon angedeutet hast, es hat sich dann wirklich so entwickelt, dass ich irgendwann einen Haufen an Charakteren hatte.
Speaker: Mhm.
Speaker: die ich auch in die Community rausgesendet habe und die fanden einen ziemlich guten Anklang.
Speaker: Leute wollten mehr wissen, wer diese Figuren sind und welchen Hintergrund sie haben.
Speaker: Und das fand ich auch für mich sehr interessant, weil zu dem Zeitpunkt habe ich das Gefühl bzw.
Speaker: die Idee für Comics schon fast vergessen.
Speaker: Und das war um 2000...
Speaker: 2011 war das ungefähr.
Speaker: Als ich dann auch angefangen habe, mein eigenes Portfolio online über DeviantArt und so aufzubauen.
Speaker: Ich wollte gerade fragen, wenn du sagst Community, meinst du so Plattformen wie DeviantArt?
Speaker: Genau.
Speaker: Instagram, gab es das damals schon?
Speaker: Instagram gab es
Speaker: Ich weiß gar nicht, wann genau Instagram kam.
Speaker: Es kam relativ später.
Speaker: Es kam erst später.
Speaker: Ich glaube, es kam so 2014, 15 oder so.
Speaker: Irgendwie so in der Dreh.
Speaker: Nicht mal später.
Speaker: Egal.
Speaker: Du hast ein Portfolio aufgebaut.
Speaker: Und eine Fanbase, könnte man ja vielleicht auch sagen.
Speaker: Genau, das ging so über fünf Jahre ungefähr.
Speaker: Da war die schon sehr solide.
Speaker: Und dann habe ich auch angefangen, den Charakteren Namen zu geben.
Speaker: Wie zum Beispiel Myre.
Speaker: Und es ist auch bis heute noch, dass sehr viele meiner amerikanischen Leser oder auch sehr viele deutsche Leser das eher als Myra aussprechen.
Speaker: Aber es ist Myra und das finde ich so schön, die Mischung zwischen Myra und dem Englischen, wenn Leser Myra als Myra aussprechen, das finde ich sehr schön.
Speaker: Ja, und so hat sich das, ich bin dann immer wieder mit Konzeptbildern dann von den Figuren, Varouk, Myhre, dann aufgetreten und habe dann immer so ein bisschen an Story mit reingepackt, immer so, ja, die macht das und das, sie ist jetzt eine Wanderin, die hat ihren Drachen an der Seite.
Speaker: Und Leute sagen, ich will mehr wissen.
Speaker: Ja, ja.
Speaker: Genau, und da ich da zu der Zeit schon einen gewissen Stil entwickelt habe, ich habe ja nicht nur die Charaktere entwickelt, sondern auch Concept Art gemacht, also Hintergründe konzipiert, immer weiter Creature Design gemacht.
Speaker: Und da hat sich auch ein gewisser semi-realistischer Stil auch entwickelt.
Speaker: Mhm.
Speaker: Und den konnte ich nicht so einfach ablegen.
Speaker: Also den Stil, also wenn ich einmal in Zug fahre quasi, dann kann ich auch nicht mehr aufhören damit.
Speaker: Kurze Zwischenfrage, hättest du ihn denn ablegen wollen?
Speaker: Also wieso, du sagst das so, als hättest du eigentlich gerne einen anderen Stil entwickelt dafür.
Speaker: In einem anderen Stil nicht.
Speaker: Also ich wäre zu dem Zeitpunkt gerne weiter gewesen.
Speaker: Ah, okay, ich verstehe.
Speaker: Also da, wo ich ungefähr mit Horde of Dreams war.
Speaker: Also das war ja wirklich auch ausschlaggebend für meine Kunst.
Speaker: Mhm.
Speaker: Aber ja, ich habe mich damit auch selbstständig gemacht.
Speaker: Also ich bin ungefähr seit 2012 selbstständige Künstlerin und verdiene mein Geld auch mit Creature Design, mit Aufträgen.
Speaker: Und darunter eben auch sehr viele private Auftraggeber.
Speaker: Die wollten auch ihre eigenen Charaktere sehen, die von mir illustriert waren.
Speaker: Und das fand ich auch sehr schön immer.
Speaker: Das, was man Kommissionen nennt.
Speaker: Genau, Commissions, ja.
Speaker: Da kommen noch ein paar.
Speaker: Bitte?
Speaker: Da werden definitiv noch ein paar kommen, die auch in der Welt von Iria spielen.
Speaker: Das ist immer sehr interessant.
Speaker: Ach, Leute beauftragen dich für Kommissionen für Charaktere, die in deiner Welt spielen tatsächlich?
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Ach, das ist ja cool.
Speaker: Und zwar ist es daraus entstanden.
Speaker: Ich finde das auch sehr schön.
Speaker: Es ist daraus entstanden durch die erste Kampagne, die ich für Myra 1 hatte dann.
Speaker: Kampagne?
Speaker: Genau, ich habe eine Crowdfunding-Kampagne über Indiegogo gemacht.
Speaker: Ach so, Entschuldigung, ich war bei Rollenspiel-Kampagne.
Speaker: Entschuldigung, das ist mein Persön.
Speaker: Wenn ich das Wort Kampagne höre, muss ich sofort an Pen & Paper denken.
Speaker: Ja, ich glaube, ich muss einfach ein bisschen klarer werden.
Speaker: Nein, nein, nein.
Speaker: Ich finde es so spannend, was du erzählst, dass ich meine Moderationsaufgabe so ein bisschen verpasst habe.
Speaker: Und natürlich wollen wir auch über das Crowdfunding noch sprechen.
Speaker: Ja, irgendwie gleiten wir da so von einem Thema ans nächste.
Speaker: Es ist ein Traum.
Speaker: Super.
Speaker: Ich würde mal kurz die Hörerinnen und Hörer mitnehmen.
Speaker: Wir reden jetzt über Myra, über Claudias Main Event, über Claudias großen Comic.
Speaker: Ich habe euch in die Shownotes auf jeden Fall ein paar Links zu Leseproben geschickt, auch zu Haunter of Dreams.
Speaker: was so ein kleines Spin-Off aus der Reihe ist, textlos und vollkommen überbordend schön.
Speaker: Dankeschön.
Speaker: Als ich das zum ersten Mal gesehen habe, ich war komplett baff, auch wie vielseitig Haunter of Dreams ist.
Speaker: Also Myra ist auch phänomenal, aber Haunter of Dreams finde ich wirklich
Speaker: Atemberaumend.
Speaker: Darüber reden wir jetzt gerade auf jeden Fall.
Speaker: Und Myra ist die Protagonistin.
Speaker: Varuk, den Namen hast du gerade auch schon mal gesagt, ist ihr Begleiter.
Speaker: Warte mal, jetzt will ich keinen Quatsch erzählen.
Speaker: Ist Varuk ein Männchen oder ein Weibchen?
Speaker: Es ist ein Drache auf jeden Fall.
Speaker: Genau, Varouk ist ein Mädchen.
Speaker: Die sind quasi wie zwei Geschwister.
Speaker: Und jetzt kommen wir zum Meaty Park, zur Kampagne.
Speaker: Du hast auf Indiegogo eine Crowdfunding-Kampagne gestartet.
Speaker: Indiegogo, für diejenigen, die es nicht wissen, ist
Speaker: Vom Konzept her so ähnlich wie Kickstarter, im Detail funktioniert es etwas anders, aber ist eine Crowdfunding-Plattform, auch eine internationale, ne?
Speaker: Genau.
Speaker: Du hast das ja auf Englisch ursprünglich gemacht oder machst es immer noch auf Englisch?
Speaker: Genau, ich mache es hauptsächlich auf Englisch, alleine auch wegen der Community der Leser.
Speaker: Da gibt es sehr viele Deutsche auch darunter, aber die...
Speaker: wollten es auch dann auf Englisch haben, beziehungsweise finden es auch sehr interessant.
Speaker: Da gibt es auch welche, die haben beides.
Speaker: Ich weiß, ja.
Speaker: Finde ich auch sehr schön.
Speaker: Genau, das habe ich über, also 2014 war das, das war auch so ein bisschen Leap of Faith, also da wusste ich nicht, okay, mache ich das jetzt nicht.
Speaker: Ich hatte ja noch nicht mal eine Story, das war ja das Verrückte.
Speaker: Ah, okay.
Speaker: Das heißt, du hattest die Charaktere und so ein bisschen Hintergrund und hast dann gesagt, ich mache jetzt das Crowdfunding für eine richtige, in Anführungszeichen, Comic-Story, ja?
Speaker: Genau.
Speaker: Der Impuls dafür war, dass ich schon zwei Jahre vorher durch die Konzeptentwicklung von Myra, Waruk und den anderen Charakteren angefangen habe hinzudeuten, okay, ich möchte irgendwann mal einen Comic machen.
Speaker: Und das hat die Community auch in gewissem Maßen angeheizt.
Speaker: Die wollten das dann auch irgendwann mal sehen.
Speaker: Da kamen immer mehr Konzepte und irgendwann kam dann, also ich will es nicht sagen, dass ich, also ich bin sehr kritikfähig natürlich.
Speaker: Also es ist ja als Künstlerin unterwegs online, es ist immer ein hartes Brett, aber man wächst halt einfach daraus.
Speaker: Das kann ich bestätigen.
Speaker: Aus unserer Erfahrung kann man das nur bestätigen.
Speaker: Bist du ein Vorbild?
Speaker: Man macht sein Ding irgendwie, man gibt das Beste.
Speaker: Und so Kritik ist halt konstruktiv auch jetzt.
Speaker: Wenn sie konstruktiv ist.
Speaker: Genau.
Speaker: Da gab es ein paar Kommentare sowas wie, ja, du machst ja sowieso niemals einen Comic.
Speaker: Und da war ich so, jetzt mache ich das.
Speaker: Ja, sehr gut.
Speaker: Dir werde ich zeigen.
Speaker: Hervorragend.
Speaker: Das war so verrückt.
Speaker: Und da war ich so, okay, das ist jetzt der Impuls.
Speaker: Ich mache das jetzt.
Speaker: Ja.
Speaker: Ja.
Speaker: Habe dann die Kampagne aufgezogen und Werbung dafür gemacht.
Speaker: Und ich dachte so, ja, das ist jetzt quasi so der Sprung ins Ungewiss und ich schaue mal, wie es läuft und auf einmal war es erfolgreich.
Speaker: Ja.
Speaker: Dann saß ich da und war so, oh Gott.
Speaker: Ja.
Speaker: Sehr erfolgreich sogar.
Speaker: Also das rief richtig gut, meine ich.
Speaker: Jaja, ich habe es nicht so erwartet.
Speaker: Ich bin auch sehr glücklich darüber.
Speaker: Aber dass ich erstmal wirklich da gesessen habe mit, also ich will es nicht sagen, leeren Händen, auf keinen Fall.
Speaker: Ich hatte ja die ganzen Konzepte und die ganzen Ideen.
Speaker: Da musste ja alles nur geordnet werden.
Speaker: Ja.
Speaker: Und das habe ich dann innerhalb von, das ging relativ schnell.
Speaker: Ich habe quasi mit dem ersten Band ja die Bühne aufgebaut.
Speaker: Ich würde sagen, würde ich heute nochmal darauf zurückschauen, würde ich es anders machen.
Speaker: Aber ich habe es jetzt gemacht und ich bin sehr froh, da wo ich jetzt bin.
Speaker: Inwiefern anders?
Speaker: Also wir können festhalten, es hat gut funktioniert, offensichtlich.
Speaker: Ich fange mal anders an.
Speaker: Hast du eine Erklärung für...
Speaker: Das Erfolgsrezept, sage ich mal, also halt so rückblickend, gibst du so den einen Punkt, wo du meinst, das war der Punkt, wo der richtig gut geklappt hat und deshalb hat das ganze Projekt irgendwie so durchgestartet, hat so viel Funding bekommen, so viele Fans gefunden, so viele Leute begeistert und dir das so ermöglicht?
Speaker: Ja, also das Erfolgsrezept ist, dass wenn man eine Community hat als Künstler, Künstlerin,
Speaker: Dann habe ich rausgefunden und das finde ich jetzt auch gerade wieder raus.
Speaker: Ich versuche mich ja gerade wieder in Social Media reinzuwursteln und da wieder was aufzubauen.
Speaker: Ich merke, dass die Community möchte integriert werden.
Speaker: wenn die eine Story mögen und als Künstler schickst du jetzt ein Bild raus und beschreibst eine kleine Story dazu, das lieben die Leute, das habe ich jetzt erstmal rausgefunden wieder.
Speaker: Also einzelne Charaktere oder volle Bilder, egal wie komplex die sind, aber mit einer Story.
Speaker: Also nicht einfach nur ein Bild hochladen und sagen, das habe ich gemalt.
Speaker: Es ging früher.
Speaker: So zu D&R Zeiten, das war so, boah, das ist ein geiles Bild.
Speaker: Ja.
Speaker: Und Künstler so wie Happy Wisdom darauf gekommen, keine Ahnung, ich male einfach.
Speaker: Aber wenn du das mit einer geschriebenen Story verbindest, so richtig Worldbuilding-mäßig die Leute, die lieben das.
Speaker: Vor allem auch wenn man noch so Fragen stellt, so was wollt ihr sehen als nächstes, habt ihr Bock darauf?
Speaker: Dann steigen die richtig drauf ein und so ist das auch entstanden.
Speaker: Ich finde das einerseits einen wahnsinnig guten Einblick und einen sehr, sehr guten Tipp für diejenigen von euch da draußen, die vielleicht auch Ambitionen haben in die Richtung.
Speaker: Aber es ist auch, glaube ich, generell einfach eine sehr, sehr gute Beobachtung.
Speaker: Also das merken wir
Speaker: Von Verlagsseite ein Stück weit auch immer, obwohl man Comics macht, Zeichnungen oft tatsächlich eher der sekundäre Part sind.
Speaker: Also ein Comic soll schon gut aussehen, aber das Wichtige ist eigentlich die Erzählung.
Speaker: Also es ist halt ein erzählendes Medium und kein darstellendes Medium im ersten Schritt.
Speaker: Es gibt immer mal wieder Ausnahmen, es gibt immer mal wieder Comics, die verkaufen sich gefühlt nur, weil die Zeichnungen halt großartig sind.
Speaker: Aber meistens muss die Story stimmen.
Speaker: Ja, das stimmt.
Speaker: Und das ist dann auch so ein bisschen der schwierige Part daran.
Speaker: Also eine gut geschriebene Story ohne viel Versprechen.
Speaker: Es gibt ja auch ein paar Kollegen, die haben sich auch zu sehr verrannt in ihre eigene Geschichte.
Speaker: Und warum muss ich jetzt gerade an Lost denken, die Serie?
Speaker: Weil die sich da auch drin verrannt haben.
Speaker: Genau, genau.
Speaker: Aber da gibt es ganz viele Beispiele, wo du gerade, ich komme jetzt drauf, ich habe es vor kurzem gelesen und du hast vorhin an Zombies gedacht, ich finde auch The Walking Dead hat sich irgendwann ein bisschen verrannt.
Speaker: Ja, leider.
Speaker: Das Ende war dann wieder irgendwie stark und du hast gemerkt, da wollte Kirkman irgendwie hin, aber da waren echt ein paar hundert bis tausend Seiten.
Speaker: die man sich auch hätte schenken können.
Speaker: Naja.
Speaker: Wahnsinn.
Speaker: Siehst du mal, das Ende kenne ich gar nicht, weil ich habe die Story auch komplett irgendwann mal fallen lassen und das ist auch so ein Phänomen.
Speaker: Wahrscheinlich eben bei dieser Stretch zwischen diesen einen Peak, den es da gab, will es auch nicht so viel verwecken.
Speaker: Für die Leute, die A Walking Dead nicht kennen, ist es auf jeden Fall groß.
Speaker: Ja.
Speaker: Kann ich auf jeden Fall empfehlen.
Speaker: Nach dem großen Peak irgendwie, der Emotionale, ging es dann irgendwie in eine Phase, die langweilig war.
Speaker: Es war dann einfach so, wir können ja da weiterleben da draußen, es wird wahrscheinlich kein Ende geben.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Also da gibt es viele Beispiele für über einen längeren Zeitraum eine Story am Leben zu erhalten, ist einfach schwierig.
Speaker: Und umso spannender finde ich, dass du es sagst, dass du halt mit jedem Bild eine kleine Story erzählen willst.
Speaker: Aber ich sehe, was du meinst.
Speaker: Also gerade wenn man deine Kunst sich anguckt und die Bilder, die du postest und die Bilder, die ich von dir kenne, man hat immer das Gefühl, da steht was hinter.
Speaker: Selbst wenn man nicht erkennen kann, was genau in dem Bild erzählt wird, man hat immer das Gefühl, da ist etwas.
Speaker: Dieses Worldbuilding, das spürt man immer.
Speaker: Ist das tatsächlich so ein Ziel, was du dir auch setzt?
Speaker: Also gehst du, ist es eher so, dass du eine Idee für ein Bild hast und machst es einfach und das kommt so natürlich?
Speaker: Oder denkst du dir, ah, ich habe diese und jene Idee für Iria, also die Welt von Mere, oder für eine andere Welt, ist ja letztlich egal, und jetzt überlege ich mir ein Motiv, mit dem ich das einfangen kann.
Speaker: Das ist eine super interessante Frage, weil darüber habe ich mir in letzter Zeit auch Gedanken gemacht.
Speaker: Und zwar ist, früher war ich einfach so, jetzt will ich das malen, weil in meinem Kopf sieht das cool aus.
Speaker: Und heute bin ich eher so, okay, ich habe jetzt tatsächlich eine Story im Kopf und die möchte ich gerne ausbauen.
Speaker: Wie kann ich das am besten übersetzen?
Speaker: Mhm.
Speaker: Und das vermischt sich dann auch so ein bisschen zwischen Bildideen sowie auch die Geschichte dahinter.
Speaker: Und daraus entstehen sehr emotionale Bilder oder auch sehr volle Bilder.
Speaker: Für die Leute, die Mürre Band 3 schon gelesen haben, also das größte Kapitel, was ich je gemacht habe, war die Flüchtlingskarawane in Mürre.
Speaker: Was meinst du mit groß in dem Zusammenhang?
Speaker: Groß vom Aufwand her sowie auch vom Storytelling.
Speaker: Ich weiß gar nicht mal, wie viele Monate das gefressen hat.
Speaker: Ich war auf jeden Fall den ganzen Sommer dran.
Speaker: Wow, ja.
Speaker: Vor allem, wenn man sich das schnell durchblättert, sind das gar nicht mal so viele Seiten, weil eigentlich Kapitel in Myre sind ungefähr, ich würde sagen, vor so 10 bis 12 Seiten oder 15 Seiten, wenn es ein großes ist.
Speaker: Und ich habe das immer unterteilt in Sektionen quasi.
Speaker: Ja, ja.
Speaker: Und das mit den Flüchtlingen, das war wirklich, also das ist jedes Bild so voller Charaktere, so viele Leute, die was Schwieriges durchmachen, die alle im gleichen Pfad gehen, die wollen sich retten und sind da halb am Verhungern.
Speaker: Und da wollte ich trotzdem irgendwo was Herzliches mit reinbringen.
Speaker: Und da dachte ich mir, ja...
Speaker: Hier werde ich Emotionen mit reinbringen und auch, da habe ich sogar Freunde mit eingebunden.
Speaker: Ach, cool.
Speaker: Ja, ja, weil irgendwann, also ab und zu sind mir für die Bilder auch die Tierwesen ausgegangen, also die Tierideen.
Speaker: Ja, ja.
Speaker: Könnte ich dir jetzt einen Bär reinsetzen oder ein Schwein oder irgendwas?
Speaker: Ja.
Speaker: Da bin ich dann tatsächlich auch zu Freunden gegangen.
Speaker: Ich habe hier ein riesenfettes Bild, was ich gerne malen möchte.
Speaker: Was denkt ihr denn?
Speaker: Werft mir einfach mal bitte irgendwelche Tierideen zu.
Speaker: Cool.
Speaker: Fuchs.
Speaker: Ist aber smart.
Speaker: Keine Ahnung, Eichhörnchen ist nicht drin.
Speaker: Ich merke selbst, dass ich die Passage zu schnell gelesen habe dann.
Speaker: Ich muss das nochmal aufmachen.
Speaker: Ja, nimm dir Zeit.
Speaker: Das eilt ja nicht.
Speaker: Nein, du hast aber vollkommen recht, dass man sich diese Zeit halt nehmen muss.
Speaker: Also gerade wenn man viele Comics liest, ich merke das an mir selber, ich muss ja sehr viele Comics lesen.
Speaker: Irgendwann, ich will fast sagen, wird man so ein bisschen blasiert.
Speaker: Ich meine, es ist auch ein Stück Notwendigkeit, weil ich halt so ein gewisses Pensum ja immer irgendwie durchkriegen muss und ich kann mir nicht für alles so viel Zeit nehmen, aber wenn man dann, man braucht, man sollte diese Zwischenzeitlich immer mal wieder bremsen und vielleicht versuchen, die Bilder mehr zu genießen.
Speaker: Das finde ich super interessant, was du da erzählst.
Speaker: Das ist so viel, also weiß ich nicht.
Speaker: Ja, ich habe, wie gesagt, ich hätte es nicht gedacht, aber ich habe es auch nicht in dem Sinne gewertschätzt wahrgenommen.
Speaker: Nee, das ist wirklich kein Problem, weil du ja auch schon gemeint hast, es ist ja auch dein Job.
Speaker: Und das ist ja das Coole an Comics.
Speaker: Jeder Leser, jede Leserin hat eine eigene Lesegeschwindigkeit.
Speaker: Es gibt viele, die lesen den Band schnell durch und dann kommen sie aber später nochmal zurück, um sich einfach nur die Bilder anzugucken.
Speaker: Die sind dann sehr story-driven, würde ich sagen.
Speaker: Und dann genießen sie die Bilder und dann kommen sie nochmal auf extra Ideen oder Eingebungen.
Speaker: Das finde ich auch immer super interessant.
Speaker: Da habe ich aber eine Frage an dich.
Speaker: Was ist denn dein Rekord an Büchern, die du am Tag gelesen hast?
Speaker: Na ja, jetzt definier mal lesen.
Speaker: Also durchlesen oder anlesen oder überfliegen?
Speaker: Ja, so wie viele Bücher du schon an einem Tag mal in den Händen halten musstest.
Speaker: Also an so einem normalen, ich halte ja oft nicht Bücher in den Händen, ich habe ja oft PDFs vor Augen auch.
Speaker: An so einem normalen Tag auf der Arbeit, naja, wir kriegen von den, ich lese ja viel auch im Original, oder überfliege es, oder versuche irgendwie,
Speaker: ein Gefühl dafür zu kriegen, zumindest.
Speaker: Das meine ich mit Lesen.
Speaker: Wir kriegen gerade so vor den Buchmessen, vor Leipzig im März und vor Frankfurt im Oktober und dann noch vor Erlangen, wenn es ist, und vor Angolem, französisches Festival, im Januar kriegen wir immer katalogeweise, bergeweise Kataloge und PDF.
Speaker: Oh, wow.
Speaker: Und dann halt teilweise von Graphic Novels mit über 200 Seiten auf Französisch.
Speaker: Wahnsinn.
Speaker: Also,
Speaker: Wenn man das alles lesen wollte, was wir vorgeschlagen bekommen, gerade aus dem Ausland, dann bräuchtest du drei Leute, die Vollzeit nichts anderes machen.
Speaker: Das geht natürlich nicht.
Speaker: Und ich bin ja nicht der Einzelne, der da rein guckt.
Speaker: Also an so einem durchschnittlichen Tag, ich sag mal, im Laufe der Woche, übers Jahr gerechnet, gucke ich mir bestimmt jeden Tag so drei Comics an und lese sie an.
Speaker: Teilweise ist das halt auf den ersten zwei, drei Seiten gegessen.
Speaker: Teilweise muss man tiefer reingehen.
Speaker: Vor kurzem hatte ich ein sehr...
Speaker: interessanten Tag, wo wir von einem französischen Erotik-Verlag, wir machen ja in und wieder auch Erotik-Comics inzwischen.
Speaker: Splitternackt.
Speaker: Genau, Splitternackt.
Speaker: Eine ganze Reihe von Sachen bekommen haben und dann habe ich irgendwie drei Stunden lang Erotik-Comics gelesen.
Speaker: Super.
Speaker: Was interessant ist, weil das eigentlich gar nicht so mein Genre ist.
Speaker: Ja, also
Speaker: Keine Ahnung.
Speaker: Aber auch mal eine schöne Abwechslung, einfach so Kaffee trinken, im Büro sitzen und Nerotik-Comics lesen.
Speaker: Das stelle ich mir einen Dienstag vor.
Speaker: Es war, glaube ich, ein Mittwoch, aber ich weiß es nicht mehr.
Speaker: Es ist halt schon mehr Arbeit, weil ich halt immer mit dem Blick drauf bin, ob es was für uns ist.
Speaker: Und gerade bei den Nerotik-Comics ist halt das Problem, in Anführungszeichen, dass da auch viele Sachen erscheinen, die wir gar nicht verlegen wollen.
Speaker: Kann ich mir vorstellen.
Speaker: Wir haben zugegebenermaßen teilweise grenzwertigen Kram drin, der, ja gut, war nicht immer meine Entscheidung, aber gerade bei den Sachen, die halt nicht Klassiker sind, versuchen wir halt schon so ein bisschen auszusieben.
Speaker: Das ist wahrscheinlich dann auch schwierig, dann auch auszuwerten, was die Kundschaft haben möchte, was die Leser haben möchten.
Speaker: Nö, das ist gar nicht so schwer bei Erotik tatsächlich.
Speaker: Okay.
Speaker: Ja, der Markt ist tatsächlich Sex-Sells.
Speaker: Der Markt ist relativ simpel.
Speaker: Die Frage ist eher, was wollen wir...
Speaker: uns antun, in Anführungszeichen.
Speaker: Teilweise ist das schon weirder Kram.
Speaker: Aber es gibt auch tolle Sachen.
Speaker: Ich will das Genre nicht schlechtreden.
Speaker: Und es ist halt auch immer eine Frage des Anspruchs.
Speaker: Wir haben im nächsten Programm, ich kann das schon mal spoilern, wir arbeiten ja mit Hochdruck am Herbstprogramm, haben ja wieder ein paar neue Erotik-Sachen, die sehr divers aufgestellt sind, weil wieder alles Mögliche dabei ist.
Speaker: Da könnt ihr dann sehen, was ich meine.
Speaker: Super.
Speaker: Ja, so.
Speaker: Also es kommt sehr drauf an.
Speaker: Es kommt sehr drauf an.
Speaker: Ja, also da sind die Geschmäcker sowieso immer anders.
Speaker: Und es gibt sehr, sehr großartige Künstler, die wirklich so gut Erotik aufzeichnen können.
Speaker: Das auf jeden Fall.
Speaker: Also wir haben ja diese Milo Manara Collection am Laufen.
Speaker: Und auch da vom Inhalt sind viele Sachen echt richtig krude.
Speaker: Andere Sachen sind aber auch wirklich toll.
Speaker: Ich habe leider noch nicht reingeblättert.
Speaker: Also man kann halt über manche Sachen streiten, manche Sachen sind absolut einfach irgendwie so Altherrenfantasien, andere Sachen sind aber irgendwie wieder schön.
Speaker: Vor allem die, wo man merkt, dass er halt so eine, demnächst machen wir so eine, da hat er ein Werk über Caravaggio gemacht und Caravaggio war halt Milo Manaras großes Vorbild.
Speaker: Ach, Wahnsinn, ja.
Speaker: Und das ist auch... Das ist für ihr Programm?
Speaker: Das haben wir auch im Programm erscheint demnächst.
Speaker: Ah, Wahnsinn, sehr cool.
Speaker: Und da merkt man richtig, wie viel Hingabe er für diesen Comic hatte, weil der halt auf so vielen Ebenen einfach gut gemacht ist.
Speaker: Es ist auch Erotik drin, aber halt auch nicht nur nackte Frauen, sondern auch nackte Männer.
Speaker: Aber man merkt halt auch, dass er einfach, wie sehr er diesen Künstler verehrt hat.
Speaker: Und Milo Manara ist halt zeichnerisch einfach...
Speaker: Irregut.
Speaker: Oh ja, habe ich auch schon ein paar Bilder gesehen.
Speaker: So eine Leichtigkeit.
Speaker: Finde ich super, dass sich da Künstler auch trauen.
Speaker: Und jetzt Erotikkunst, da bin ich ja auch nicht drin, aber ich kenne sehr viele, ich habe sehr, sehr viele Kollegen von denen, die auch Erotik machen.
Speaker: Und da tauschen wir uns auch so ein bisschen aus.
Speaker: Und was ich, ich bin da auch schon mal reingestiegen in das, hat die Community nicht so gemocht.
Speaker: Die waren dann so, Alektor, wie kannst du nur?
Speaker: Okay.
Speaker: Aber so das Gefühl, was ich da eben bei der Kunst selbst verspürt habe, ist einfach nur Spaß.
Speaker: Also so ein Loslassen.
Speaker: Ich mache jetzt hier anatomische Zeichnungen.
Speaker: Das macht einfach nur, es fetzt.
Speaker: Okay, interessant.
Speaker: Und es ist eine ganz andere Art und Weise, an die Kunst ranzugehen.
Speaker: Und mich dann auch mit Erotikkünstlern mal ausgetauscht, wie es für die ist.
Speaker: Und die meinten, ja, es macht einfach nur Spaß.
Speaker: Es ist ja nicht, dass die sich da ransetzen und sich aufgeilen.
Speaker: Ich meine, es kann ja auch ein Aspekt sein.
Speaker: Jeder ist ja unterschiedlich.
Speaker: Aber jetzt wird die Kunst, wie du schon meintest, so eine gewisse Hingabe dafür.
Speaker: Das ist dann ein ganz anderes Gefühl, als würde ich mich jetzt hinsetzen und einen epischen Drachen zeichnen.
Speaker: Ja, ich kann das voll nachvollziehen.
Speaker: Also ich sage auch nicht, dass ich mir das nicht gerne angucke, aber darüber eine Story zu lesen, brauche ich dann nicht unbedingt.
Speaker: Es kommt halt auf die Story an.
Speaker: Es gibt da sehr coole Sachen.
Speaker: Es gibt da auch sehr, sehr, sehr dumme Sachen.
Speaker: Aber ja, eigentlich wollte ich auch gar nicht auf dieses Thema.
Speaker: Das war jetzt nur so ein Beispiel.
Speaker: Ja.
Speaker: Auf meinem diversen Arbeitsalltag.
Speaker: Was mich noch interessiert, das hattest du vorhin kurz gesagt, du meintest vorhin,
Speaker: rückblickend würdest du es anders machen, wenn du es nochmal machen müsstest, das Crowdfunding und die Kampagne und so.
Speaker: Hattest du vorhin kurz erwähnt, weißt du noch, worauf ich hinaus will?
Speaker: Genau, genau.
Speaker: Was meinst du damit?
Speaker: Also, ich würde ein paar Dinge anders machen.
Speaker: Und zwar, ich
Speaker: Wenn ich nochmal zu 2014 zurückkommen könnte, dann hätte ich definitiv die Story von Myra schon komplett ausgefeilt.
Speaker: Also wäre ich jetzt nicht einfach so impulsmäßig reingestürzt.
Speaker: Okay, ja.
Speaker: Ich meine, ich bin sehr happy darüber, wie die Story verläuft und wie sie geschrieben ist.
Speaker: Der erste Band, der setzt ja eine riesige Bühne für die Charaktere.
Speaker: Man sieht erstmal die ganze Welt und es ist alles ein bisschen ruhiger.
Speaker: Die Folgeteile, also Band 3 und Band 4, die sind ja richtig explosiv von der Story.
Speaker: Da ist so viel reingepackt, da passiert so viel.
Speaker: Und das ist eben so ein Ding, wo ich mir dachte, da...
Speaker: was wäre gewesen, wenn ich das eben in beide gemacht hätte, aber das Gute ist, da hat mich mein Co-Autor, der ist so gut Nico, der hat mich da abgeholt und hat gemeint, nein, es ist so, es ist richtig so, es ist genau so gut, wie es ist, aber
Speaker: Nämlich zuerst so einen langsamen Start und dann geht es richtig ab.
Speaker: Also ich weiß nicht mal, wie der das gemeint hat, von der Hero Story hat er auch gesprochen.
Speaker: Ja, die Heldenreise.
Speaker: Die Heldenreise.
Speaker: Auch so ein literarisches Ding, ja.
Speaker: Genau.
Speaker: Und das fand ich auch super interessant.
Speaker: Was ich aber jetzt für mich als Künstlerin anders machen würde, ist, ich würde mein Social Media nicht mehr links liegen lassen.
Speaker: Also ich habe das richtig in den letzten vier Jahren getankt.
Speaker: Ja, gut.
Speaker: Und das zu, ähm, aus Liebe zur Community.
Speaker: Ja.
Speaker: Und da habe ich mich auch ein bisschen, äh, leiten lassen eben von dem, was die Community wollte.
Speaker: Und das, da denke ich mir, als Künstlerin muss ich jetzt, äh, wirklich, äh, schauen, wie ich das mit dem nächsten Bond mache.
Speaker: Ähm, definitiv anders, weil Community war so, boah, wir möchten keine Spoiler sehen.
Speaker: Ähm, wir möchten auf jeden Fall nicht wissen, was abgeht.
Speaker: Jetzt verstehe ich, was du meinst.
Speaker: Genau.
Speaker: Ähm,
Speaker: möchte keine Spoiler sehen und das habe ich dann auch einbehalten und das war eben so quasi mein Untergang im Social Media, wenn ich da war.
Speaker: Das ist sehr schwierig, so ein Riesenprojekt zusammen mit einem Social-Media-Account eben aufrechtzuerhalten.
Speaker: Ja, na ja klar, du arbeitest hauptsächlich an dem Projekt und Social Media kann man, viele Leute denken, man macht das irgendwie so nebenbei, aber das funktioniert halt nicht.
Speaker: Also das geht nur, wenn der Content dann, oder es geht eigentlich nur, wenn der Content dann auch mit der Hauptbeschäftigung zusammenhängt und wenn das nicht geht, dann wäre das ja noch ein zweiter Job, dann irgendwie Content nur für Social Media zu machen.
Speaker: Oh ja, definitiv.
Speaker: Was ich mir allerdings denke, ist Filmtrailer heutzutage, da braucht man den Film gar nicht mehr gucken, weil die zeigen ja schon alles.
Speaker: Das willst du nicht wirklich als Vorbild benutzen, oder?
Speaker: Filmtrailer heutzutage sind furchtbar.
Speaker: Genau, ich würde mich auf klassische Trailer auf jeden Fall dann erstmal so zurücklegen.
Speaker: Da denke ich mir, okay, man sieht gewisse Dinge, man hat allerdings keinen Kontext und das ist alles richtig schön aufgereiht.
Speaker: Ich würde jetzt keine Trailer machen, aber mehr Bilder posten, die jedoch ohne Kontext sind.
Speaker: Und dann wahrscheinlich noch ein bisschen anders die Story dazu beschreiben.
Speaker: Ich denke mal, das wäre eine ganz coole Art und Weise, die Community weiterhin anzuheizen und auch mit zu integrieren, als komplett zu verschwinden.
Speaker: Ja, Leute lieben es auch, gerade beim Thema Storytelling, Sachen wiederzuerkennen und wiederzufinden.
Speaker: Wenn man etwas schon kennt, das ist so ein unterbewusster mentaler Prozess,
Speaker: Dass man sich irgendwie freut, wenn man es wieder sieht und wenn man dann halt irgendwie so kontextlose Teile aus der Story, aus dem Comic schon kennt und dann irgendwann, wenn das Buch in den Händen liegt und man es liest, die Versatzteile, die die Stücke wiederfindet, ist ja eigentlich auch schön, also es macht ja Spaß.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Auf jeden Fall.
Speaker: Das erlebe ich gerade mit der Kreatur Kuchuk, also das Riesenfee, was gleich in Bad 3 vorkommt, auf dem Ulga sitzt.
Speaker: Und die Community, die frisst den ja.
Speaker: Also jedes einzelne Bild, was ich von Goruk hochlade, ist so, wow, Big Boy.
Speaker: Und die lieben den wirklich.
Speaker: Und da denke ich mir auch, dass ich demnächst einfach ein bisschen mehr so eine Charakterstudie einfach mache.
Speaker: Also eine Creature Study.
Speaker: Ja, cool.
Speaker: Und das sind eben so lustige Dinge, die man jetzt als Social Media Künstler machen kann.
Speaker: Einfach mehr Worldbuilding.
Speaker: Es muss ja noch nicht mal komplex sein.
Speaker: Ja.
Speaker: Das ist natürlich eine Energiefrage, das ist immer eine Energiefrage, aber Hauptsache man hat Spaß dabei.
Speaker: Also wenn ich jetzt ein Porträt von Miro lade und es relativ simpel ist, könnte ich ja eine Story dazu schreiben.
Speaker: Eben sowas.
Speaker: Ja, ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg damit.
Speaker: Social Media ist nicht einfach, das weiß ich aus eigener Erfahrung, aber man darf es halt nicht links liegen lassen, komplett.
Speaker: Ja, das stimmt.
Speaker: Da ist was dran.
Speaker: Völlig verrückt, was da gerade abgeht.
Speaker: Oh.
Speaker: Nee, nee, nee, klar.
Speaker: Danke auf jeden Fall für den Einblick.
Speaker: Ich glaube, also mich interessiert es und ich könnte mir vorstellen, dass es Hörerinnen und Hörer auch interessiert, man guckt ja KünstlerInnen oft normalerweise nicht mal nicht nur vor den Kopf, sondern auch nur aufs Blatt so mehr oder weniger oder auf die Page oder in das Buch rein oder so.
Speaker: Und nicht so hinter die Kulissen.
Speaker: Mich würde mal interessieren, wie sieht eigentlich einer deiner Arbeitstage so aus?
Speaker: Also wie macht man Mühre?
Speaker: Weißt du, also das frage ich die anderen Zeichnerinnen und Zeichner, die hier im Podcast sind, auch immer, wie die eigentlich so, wie ihre Arbeitsweise so ist.
Speaker: Und die Antworten sind sehr, sehr unterschiedlich, was du dir wahrscheinlich denken kannst.
Speaker: Aber mich würde interessieren, wie du das so angehst.
Speaker: Also muss jetzt nicht ins intimste Detail gehen.
Speaker: Ach was, da wurde ich schon mal gefragt.
Speaker: Ein guter Freund von mir hat schon mal gefragt, wie denn wirklich ein Arbeitstag von mir aussieht.
Speaker: Und da habe ich das wirklich bis ins Detail aufgelistet.
Speaker: Es gab in den ganz straffen Jahren, wo ich jetzt an Mürre gearbeitet habe, also an Buch 3 und 4,
Speaker: wirklich so Phasen, wo ich einfach nur mich durchgezogen habe, weil dazwischen, zwischen dem Projekt kam ja so viel noch von außen rein, was ich erledigen musste und da gab es ab und zu Phasen einfach, wo ich dachte, okay, wo ich die Zeit und die Energie auch hatte, einfach nur Mühe komplett durchzuarbeiten, wo wirklich nichts dazwischen kam und das waren Tage,
Speaker: Da bin ich früh um fünf aufgestanden, habe meine Morgenroutine gemacht, die ging ungefähr eine Stunde so, also Kaffee mit allem drum und dran, ein bisschen Wasser ins Gesicht und so.
Speaker: Da habe ich mich auch gleich reingesetzt, bis um zehn.
Speaker: Da gab es was zu essen, da habe ich mich da kurz hingesetzt, mal kurz Luft geholt und von 11 bis 15 Uhr ging es dann eben weiter, so ohne Pause.
Speaker: Das war dann auch die Zeit, wo ich sehr viele Podcasts und Hörbücher gehört habe.
Speaker: Also du hörst beim Kunstmachen gerne Text sozusagen, also Worte.
Speaker: Das ist nämlich auch sehr unterschiedlich.
Speaker: Manche Leute mögen das, manche Leute nicht.
Speaker: Ja.
Speaker: Also wenn ihr mit Künstlerinnen und Künstlern, kurzer Tipp am Rande, ins Gespräch kommen wollt, fragt sie, was sie beim Malen hören.
Speaker: Ja, es ist so unterschiedlich.
Speaker: Es ist sehr unterschiedlich und man lernt viel über die Leute.
Speaker: Die meisten Zeichnerinnen und Zeichner, die ich kenne, reden da sehr gerne drüber, weil kaum Menschen hören so viel Musik und oder Podcasts wie Leute, die hauptberuflich malen.
Speaker: Das ist komplett irre.
Speaker: Es ist unfassbar, was für Sachen ich studiert habe in der Zeit.
Speaker: Also ich sage wirklich studieren, weil ich bin so eine Person, wenn ich ein Thema habe, dann fresse ich mich da auch wirklich rein, bis es durchgeknackt ist.
Speaker: Und jetzt auch bezogen auf das Projekt, war es ja auch noch so, dass ich angefangen habe,
Speaker: mir Dokumentationen anzugucken nebenbei und auch Podcasts mir anzuhören über Survival.
Speaker: Also wie überleben die Leute draußen?
Speaker: Was müssen die machen?
Speaker: Welche Werkzeuge haben die?
Speaker: Was ist möglich?
Speaker: Und da gibt es ja auch unendlich viel Material mittlerweile.
Speaker: Ja.
Speaker: Ich bin auch mal an das Thema Bären gekommen.
Speaker: Ich wollte wissen, das Verhalten von Bären und so weiter.
Speaker: Also so ganz interessante Sachen, die gerade, es ist ja noch nicht mal gesteuert von mir selbst, es ist einfach, mein Gehirn will jetzt das.
Speaker: Und dann geht es los in der Arbeit.
Speaker: Ja, das ist total super.
Speaker: Zweite Arbeitsphase, so bis 15 Uhr?
Speaker: Genau, da wollte ich auch gerade wieder zurück.
Speaker: Bis 15 Uhr, und da gab es wieder einen kleinen Snack.
Speaker: Dann ging es auch weiter bis 17 Uhr, und dann bin ich auch gleich trainieren gegangen.
Speaker: Also ich mache nebenbei auch Kraftsport.
Speaker: Und das habe ich für mich herausgefunden, ist so ein wunderbarer Ausgleich zwischen...
Speaker: sitzen und mich dann einfach bewegen, aber dann eben auch auf eine sehr intensive Art und Weise.
Speaker: Ja, und dann, also in den wirklich sehr straffen Zeiten von Jürre an, bin ich dann 21 Uhr wieder zurück und habe dann auch teilweise bis Mitternacht gemalt.
Speaker: Und es gab wirklich Zeit, da bin ich wirklich Punkt, also ich hatte fünf Stunden Schlaf, es hat wirklich alles so richtig getaktet und da durfte auch nichts dazwischen kommen.
Speaker: Es war wirklich wie,
Speaker: Wie Clockwork, ja, genau.
Speaker: Ja, kam noch hinzu, dass ich auch versucht habe, meinen Körper zu optimieren.
Speaker: Okay, wie kann ich mich jetzt irgendwie auf Nahrungsergänzungsmittel einstellen, dass ich so und so funktioniere?
Speaker: Okay.
Speaker: Das hat doch alles ganz gut geklappt.
Speaker: Also es war schon, ja, maschinenmäßig.
Speaker: Ja.
Speaker: Du arbeitest, aber wenn du sagst, du sitzt dran, dann sitzt du hauptsächlich am Grafiktablet, schätze ich mal.
Speaker: Also du arbeitest, Myra entsteht ja rein digital, oder?
Speaker: Genau.
Speaker: Am Grafiktablet, ja.
Speaker: wie baust du so eine Seite dann, also ich fange anders an, wenn wir im Verlag uns deine Seiten angucken, also wir oft, wir haben ja auch Dirk Schulz oder meine beiden Chefs, die sind ja beide Comiczeichner und die haben ja viel Erfahrung damit, aber deine Seiten scheinen immer so ein bisschen anders zu funktionieren, als die von vielen anderen Comiczeichnern, lass es mich mal so formulieren, also
Speaker: Man kann oft dann irgendwie, wenn man sich so einen klassischen franco-belgischen Comic anguckt, versteht man oder kann man ahnen, okay, da war so und so wird ungefähr die Bleischift-Vorzeichnung ausgesehen haben, dann kam die Tusche, dann kam die Schattierung, dann kam die Kolo.
Speaker: Selbst wenn es rein digital ist, ist es ja nur nebensächlich.
Speaker: Bei deinen Seiten erschließt sich einem das nicht immer sofort, finde ich.
Speaker: Da würde mich interessieren, wie du eigentlich an so eine Seite rangehst.
Speaker: Ich meine jetzt so eine Seite, die in Panels aufgezeigt ist.
Speaker: Jetzt nicht so eine Splash-Page, die eigentlich ein Gemälde ist, sondern so eine Action-Szene, sage ich mal.
Speaker: Wie arbeitest du dich da ran?
Speaker: Ich gehe bei verschiedenen Szenen immer unterschiedlich ran.
Speaker: Also Action-Szenen, die haben am meisten Spaß gemacht, weil ich da wirklich so krass über das Tablet gefahren bin mit den wildesten Pinseln.
Speaker: Cool, ja.
Speaker: Wie eine Seite entsteht, sind, ich habe neben mir einen kleinen Lederlappen, das ist so ein Buch, in Leder gebunden und es hat viel zu viele Seiten und ist so ein ganz kleines dickes Ding.
Speaker: Und da gehe ich gerne mit einem technischen Bleistift rein, also so ganz feines, kleines auch.
Speaker: Und da mache ich mir die Thumbnails.
Speaker: Ach geil, echt?
Speaker: Also so ganz winzig kleine Bilder mit Strichmännchen.
Speaker: Das hat, oh, wer hatte, Entschuldigung, aber ich glaube, Frank Schmolke, der Zeichner vom Augensammler, der macht das nämlich genauso.
Speaker: Dem hatte ich nämlich auch drüber geredet.
Speaker: Er meinte auch, der hat den gesamten, die gesamten 200 Seiten Comic vorher einmal irgendwie in Mini-Thumbnails, ich hoffe, das war eher irgendein Zeichner, hat mir das schon mal erzählt, auch hier im Podcast.
Speaker: 200 Seiten einfach durchskizziert, so auf DIN A7 oder so quasi.
Speaker: Ja, genau, so funktioniert das.
Speaker: Also wenn du da die Frontnails hast, das habe ich wirklich mit den überhaupt, also das kann ich dir mal schicken, das sieht total verrückt aus.
Speaker: Ich habe auch den gesamten Band in Mini-Strichmännchen sitzen.
Speaker: Ach, cool, ja.
Speaker: Und das ist auch, finde ich auch cool.
Speaker: Und außerdem, es gibt von Augensammler einen Comic, ist ja cool, weißt du?
Speaker: Claudia.
Speaker: Wusste ich gar nicht.
Speaker: Doch, doch, doch, doch.
Speaker: Frank ist auch mit dem zweiten Band schon fast fertig.
Speaker: Wir haben gestern, wir arbeiten gerade am Cover, also der Augenjäger.
Speaker: Wir arbeiten gerade am Cover.
Speaker: Das Cover hat Frank schon fertig.
Speaker: Es ist phänomenal gut.
Speaker: Wir fummeln jetzt irgendwie an der Farbgebung des Schriftzuges rum.
Speaker: Da muss ich mal gucken auf jeden Fall.
Speaker: Ich mach mir mal eine Notiz.
Speaker: Mach dir mal eine Notiz.
Speaker: Also der Augensammler hat Frank auch wirklich fantastisch umgesetzt.
Speaker: Ganz toller Comic.
Speaker: Super.
Speaker: Der gewinnt wirklich noch mal
Speaker: Also ich finde den Roman nicht schlecht, das würde ich damit nicht sagen, aber der Comic ist nochmal anders.
Speaker: Also er gibt dann wirklich nochmal einen etwas anderen Dreh, der mir sehr gut gefällt.
Speaker: Ja, Comics sind eh immer anders.
Speaker: Also wirklich, also von ganzem Gefühl so alleine, dass man schon die Kontrolle darüber hat, dass
Speaker: Dass man als Leser einfach sich auf ein Bild oder auf ein Bild fokussieren kann und dann später auf die Story und so weiter, da bin ich ja vorhin schon mal drauf gekommen, eben quasi die eigene Geschwindigkeit hat.
Speaker: Und daran orientierst du dich, um deine Seiten aufzubauen, ja?
Speaker: Genau.
Speaker: Ja, und dann geht es weiter von den Thumbnails.
Speaker: Wenn ich denke, der Fluss passt und das ist alles ganz gut aufgereiht, dann setze ich mich an die ersten Konzeptzeichnungen ran.
Speaker: Und die sind auch ganz wild und die sind aber dann schon digital.
Speaker: Da mache ich mir teilweise sogar Fotos von den Mini-Thumbnails und ziehe die hoch, um zu gucken,
Speaker: ob das jetzt auch auf das Format passen könnte.
Speaker: Ich wollte es gerade fragen, ob du die irgendwie digitalisierst und als Vorlage hast.
Speaker: Genau.
Speaker: Aber die sind dann ganz wild.
Speaker: Die sind super wild.
Speaker: Ja, und das arbeite ich dann Schritt für Schritt aus.
Speaker: Dann kommt erst mal von dem Thumbnail, was total verpixelt ist dann erst mal, eine sehr, sehr raue Konzeptskizze.
Speaker: Das hat auch Strichmännchen.
Speaker: Ja, ja.
Speaker: Und dann kann es sein, dass es schon ein bisschen in die Richtung Töne geht.
Speaker: Also ich weiß, okay, das Licht wird jetzt hierhin treffen.
Speaker: Und ich möchte gerne einen Charakter.
Speaker: Das ist dann immer noch so schwarz-weiß gehalten.
Speaker: Und da arbeite ich auch ganz locker und ganz so...
Speaker: Und da radiere ich auch viel.
Speaker: Also es ist dann auch sehr viel mit hin- und hergeschieben.
Speaker: Deswegen sind die Panels in meinen Seiten teilweise auch sehr, ich würde sagen, schon emotional.
Speaker: Weil ich binde die in die Story mit ein.
Speaker: Das ist nämlich genau das, was ich meine.
Speaker: Das ist genau das, was ich meine.
Speaker: Es wirkt so untechnisch.
Speaker: Also nicht falsch verstehen, es wirkt so untechnisch.
Speaker: Es hat halt gar nichts mit so einem klassischen Raster von Panel-Aufteilung zu tun, wie ein Asterix-Band oder ein Struppi oder so.
Speaker: Man hat das Gefühl, man merkt einfach, dass du einen anderen Prozess dahinter hast.
Speaker: Das finde ich super spannend.
Speaker: Genau, manche Panels, die explodieren oder ziehen sich dann in andere Panels rein.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Und vor allem bei Haunter of Dreams ist es ja auch so, dass die teilweise einfach ineinander fließen.
Speaker: Also da gibt es ja auch gar keine Abgrenzungen so wirklich.
Speaker: Und auch bei Myre 3 ist ja auch ganz interessant, dass die bei Schminkeldu vorne in seiner Höhle, da gibt es auch keine Abgrenzungen zu Panels so wirklich.
Speaker: Also es gibt welche, die sind schon schön gerade, aber welche fließen auch so ein bisschen ineinander ein.
Speaker: Und das ist
Speaker: Und da habe ich auch ein bisschen auf seine, ich sag mal, der ist ja so ganz ruhig unterwegs in seinem organischen Naturfeld.
Speaker: Es ist so ein bisschen psychedelisch angehaut.
Speaker: Währenddessen Panels
Speaker: zwischen Myre und anderen Charakteren sind dann schon ein bisschen technischer.
Speaker: Also die Szenen zwischen Ulga und auch die Wanderer, die man dann später sehen kann, die sind ein bisschen technischer angeordnet, weil die auch selbst ein bisschen, ich sag mal, technisch unterwegs sind.
Speaker: Aber die Action-Szenen, die sind total, also da geht ein Panel ins nächste rein, dann
Speaker: Also ich spiele quasi, ich versuche mir da so ein bisschen auch ein Gefühl aufzubauen und versuche da Bewegung reinzubringen in dem Sinne, dass sich die Charaktere frei bewegen können.
Speaker: Ich
Speaker: finde es eigentlich schon ein ziemlich großes Challenge, die klar angeordnete Panels zu machen.
Speaker: Wäre allerdings mal interessant, wie das ausschauen würde.
Speaker: Ich hätte jetzt nämlich gesagt, die größere Challenge ist eigentlich das, was du machst, keine klare Panel-Anordnung zu haben und trotzdem einen Lesefluss hinzukriegen.
Speaker: Denn
Speaker: Also ich habe auch schon, ich sage mal, Negativbeispiele für sowas gesehen, wo Künstlerinnen und Künstler dann versucht haben, auf Teufel komm raus eine Panel-Anordnung auseinanderzubrechen.
Speaker: Und dann verliert man sich als Leser aber irgendwie in der Richtung und weiß gar nicht mehr, in welcher Reihenfolge jetzt die Blasen zu lesen sind und die Panels folgen.
Speaker: Und das ist bei Myre, finde ich, nämlich nicht der Fall.
Speaker: Ah, das ist super.
Speaker: Okay, das ist jetzt
Speaker: Es gibt natürlich auch andere Beispiele.
Speaker: Ich erinnere mich, ach Gott, in irgendeinem Black Hammer Band.
Speaker: Ich glaube, gezeichnet von David Rubin.
Speaker: Ich weiß jetzt nicht mehr, welcher das ist.
Speaker: Das müsste ich nachreichen.
Speaker: Der hat eine Doppelseite in der Spirale angeordnet.
Speaker: Also du fängst oben links an, gehst dann nach oben rechts, gehst dann nach unten rechts, gehst dann nach unten links und dann gehst du spiralförmig in die Seite rein.
Speaker: Und das funktioniert aber irgendwie.
Speaker: Und da sitzt man dann auch so vor und denkt so, was habe ich eigentlich gerade gelesen und wieso hat das überhaupt funktioniert?
Speaker: Also die Marvel-Künstler sind auch unfassbar gut, was die Panel-Aufteilung betrifft.
Speaker: Also was ich da schon gesehen habe, das ist völlig verrückt.
Speaker: Das war jetzt wieder ein Positivbeispiel, aber das ist nicht so selbstverständlich.
Speaker: Und ich würde euch, liebe Hörerinnen und Hörer, wenn ihr die Bücher habt, also Myre,
Speaker: auch dann jetzt nochmal, nehmt euch mal die Zeit und lest euch das nochmal mit diesem Hintergrund durch.
Speaker: Das ist bestimmt sehr interessant, da mal darauf zu achten, auf die Erzähltechnik, die in den Panels ausgedrückt wird.
Speaker: Superspannend.
Speaker: Danke.
Speaker: Also ein kleiner Fehler, beziehungsweise Fehler in Anführungsstrichen, aber wo ich mir im Nachhinein dachte, oh, da könnte es vielleicht die Leser ein bisschen verwirren, ist in Band 2 von Myra, in der Höhle mit Schminkeldo.
Speaker: Da gibt es so ein ganz langes Panel, wo er Lutz und Myra durch die Höhle quasi führt und dann erzählt.
Speaker: Und wir kennen das ja bei langen Panels, dann lesen wir ja eigentlich von oben nach unten.
Speaker: Aber das soll andersrum sein.
Speaker: Das soll von unten nach oben sein.
Speaker: Da kann ich mich jetzt gerade nicht mehr dran erinnern, ehrlich gesagt.
Speaker: Das ist auch ganz interessant gewesen.
Speaker: Aber bislang hat sich noch keiner beschwert.
Speaker: Meistens kommt man dann ja auch beim zweiten oder beim dritten Mal drauf.
Speaker: Manchmal aber auch nicht.
Speaker: Solange es nicht immer passiert.
Speaker: Ich sage mal so, Leserverhalten ist auch unmöglich einzuschätzen.
Speaker: Letzter Konsequenz, ich zähle noch eine kurze Anekdote.
Speaker: Ist vielleicht auch für die Hörerinnen und Hörer ganz interessant.
Speaker: Es gibt in einem, wir haben in dieser Reihe die alten Knacker.
Speaker: So eine Spice of Life französische Satireserie, sehr lesenswert.
Speaker: Und in einem der Bände, ich glaube im vierten, gibt es einen Gag, dass auf einer Doppelseite eine Seite gedoppelt wird.
Speaker: Also du hast links und rechts im Grunde dieselbe Seite.
Speaker: Die Texte sind aber anders und die Koloration ist anders.
Speaker: Das ist halt dieselbe Szene aus zwei Perspektiven dargestellt.
Speaker: Einmal irgendwie, wie sie wirklich ist und dann durch die verliebte Brille der Protagonistin.
Speaker: Die hat quasi wortwörtlich eine rosarote Brille auf.
Speaker: Die Seite ist dann auch ein bisschen in Pink eingefärbt.
Speaker: Als Leser sieht man halt einmal, was wirklich gesagt wurde und direkt daneben, was bei ihr ankommt.
Speaker: Das ist eigentlich ein super interessanter Kniff.
Speaker: Das ist richtig interessant.
Speaker: Ich kann mir das richtig gut vorstellen.
Speaker: Wenn ich es jetzt erkläre, klingt es sehr greifbar, aber die Zeichnung ist halt eins zu eins wirklich dieselbe.
Speaker: Da ist kein Unterschied außer der Farbgebung.
Speaker: Und du glaubst nicht, wie viele Leute uns geschrieben haben schon im Laufe der Jahre und meinten, das ist ein Fehldruck und sie wollen das Buch umtauschen.
Speaker: Uns hat mal ein Händler geschrieben, der hat dieses Buch dreimal umtauschen müssen, weil der Leser einfach nicht begreifen wollte und akzeptieren wollte, dass das ein Kunstgriff ist.
Speaker: Der meinte immer, nein, das ist falsch, das kann nicht sein, der Verlag hat Mist gebaut.
Speaker: Das ist rein technisch gar nicht möglich, dass wir diesen Fehler gemacht haben.
Speaker: Das geht nicht.
Speaker: Das ist ja interessant.
Speaker: Das ist drucktechnisch nicht machbar.
Speaker: Aber Leserverhalten ist schwer einschätzbar.
Speaker: Leserverhalten ist sehr schwer einschätzbar.
Speaker: Also wenn ich jetzt, so wie du das erklärt hast, klingt es sehr logisch und auch super interessant für mich.
Speaker: Also ich hätte das sicherlich verstanden.
Speaker: Ich weiß gar nicht, alte Knacker, die sind traditionell gemalt, die Bilder, oder?
Speaker: Achso, weiß ich nicht.
Speaker: Sie wirken so.
Speaker: Ich weiß nicht, es ist zumindest kein Stil, der...
Speaker: offensichtlich digital ist.
Speaker: Also die Koloration ist definitiv digital.
Speaker: Ich gehe mal davon aus, dass es klassisch ist, Bleistiftskizzen auf Papier und dann wird er das einscannen und die Tusche wahrscheinlich am Computer machen.
Speaker: Ah, richtig schön.
Speaker: Das hätte ich mir auch schon beinahe gedacht bei Myra, aber das war unmöglich.
Speaker: Ich finde auch, dein Stil sieht nicht, also das kann ich mir nicht vorstellen, so richtig.
Speaker: Ich kann mir vorstellen, dass du das könntest, aber so wie Myra jetzt aussieht, wäre das, also
Speaker: Hättest du da was von?
Speaker: Sagen wir es mal so.
Speaker: Das wäre doch viel schwieriger wahrscheinlich, oder?
Speaker: Ich hätte ein Platzproblem.
Speaker: Okay, oder so.
Speaker: Das wäre so das Ding, weil die Seiten, die müsste ich so groß anlegen, also mindestens A2, damit ich die ganzen Details mit Bleistift reinzeichnen könnte.
Speaker: Das war eine der ersten Ideen, die ich hatte auch.
Speaker: 2014, da kam wirklich so die Überlegung, wie mache ich das jetzt?
Speaker: Mache ich es vollkommen digital oder Mixed Media?
Speaker: Also Bleistift und dann Koloration.
Speaker: Zuerst kam die Idee, aber das wäre so verrückt gewesen, hätte ich jetzt, ich glaube, ich bräuchte ein extra Studio, um die ganzen Blätter zu sammeln.
Speaker: Ja.
Speaker: Ich kenne da den einen oder anderen Comiczeichner, der seine Originale aufgehoben hat und die ganze Räume... Ja.
Speaker: Superinteressant.
Speaker: Vielen Dank für den Einblick.
Speaker: Bevor wir so langsam... Vielen Dank an dich.
Speaker: Wofür?
Speaker: Für deine Einblicke, ich finde das auch super interessant.
Speaker: Ja, kein Problem, gerne.
Speaker: Bevor wir so langsam Richtung Schlussfragen gehen, was ich auch immer gerne frage, die eigentlich alle Leute, mit denen ich hier spreche, die professionell irgendwie mit Comics zu tun haben, was ist denn so das Highlight an deinen Tätigkeiten und was ist so ein Aspekt, den du eigentlich, wenn du ehrlich bist, auch verzichten könntest?
Speaker: Also was macht dir in deinem Job, wie auch immer du das jetzt definierst, am meisten Spaß und was am wenigsten?
Speaker: Ja, super Frage auf jeden Fall.
Speaker: Am meisten macht mir Spaß, dass ich einen fortbleibenden Fluss an Ideen habe, weil ich habe die ganzen Konzepte ja schon fertig und vorgelegt.
Speaker: Und muss mir dann auch keine Gedanken machen mehr, wie ich jetzt eine Seite zeichne oder darstelle.
Speaker: Ich meine, Änderungen währenddessen, ich an der Seite sitze, die finden ab und zu mal statt.
Speaker: Ja.
Speaker: Ich mag es eigentlich so in dieser Bubble zu sein, also diesen Zug zu fahren und dann auch das Gefühl zu haben, jetzt habe ich eine Seite erledigt und am nächsten Tag kommt die nächste Seite und das ist halt so, ja, an sich, wenn ich in der Routine bin, fühle ich mich auch sehr wohl.
Speaker: Ja, das stelle ich mir schön vor, ja.
Speaker: Ja, es ist richtig gut.
Speaker: Und ich will jetzt nicht sagen, dass es ein Problem ist, aber das, was nervt, ist, dass durch die Routine auch so ein bisschen Bewegungsdrang sich reinsetzt.
Speaker: Kennst du den Begriff FOMO?
Speaker: Ja, Fear of Missing Out, die Angst, was zu verpassen.
Speaker: Ja, ja, also so ein bisschen mit Impulsen zu kämpfen und dann auch so ein bisschen am Rande des Wahnsinns ist man als Künstler sowieso permanent.
Speaker: Das ist, glaube ich, eine akkurate Aussage, ja.
Speaker: muss das Gehirn auch ständig bespielt werden mit Hörbüchern oder anderen Sachen, damit es beschäftigt ist, weil sobald irgendein Gedanke sich da reinfindet, der jetzt nicht zum Projekt oder zu was anderem passt, dann wird es so ein bisschen problematisch.
Speaker: Und dann kann sich, ich will es nicht sagen, Langeweile einsetzen, sondern so ein Impuls der Selbstüberschätzung so ein bisschen in dem Sinne von
Speaker: ich habe jetzt hier mein Ding laufen, ich kann mich so und so gut einschätzen, so ist die Zeit, da könnte ich doch mal was anderes machen.
Speaker: Ja, ich verstehe, was du meinst.
Speaker: Ja, ja, ganz schwierig.
Speaker: Und ja, währenddessen ich an Band 3 und Band 4 gearbeitet habe, ist ja unkontrollierterweise noch sehr viel passiert.
Speaker: Und da musste ich auch sehr, sehr, sehr viel erledigen zwischendurch.
Speaker: Und das hat dann nochmal dieses Gefühl, dieses Rausreißen, Entschuldigung,
Speaker: Das Rausreißen aus der Routine hat das ja immer noch ein bisschen oder sehr stark teilweise auch beschwert.
Speaker: Denn ich musste mich dann immer wieder in diesen Sitz reinfügen, um da wieder diesen Zug zu fahren.
Speaker: Da kam natürlich noch hinzu, dass mein Social Media untergegangen ist.
Speaker: Aber
Speaker: Aber das war jetzt nicht so ein großes Problem, muss ich ehrlich sagen, weil am wichtigsten war einfach das Ziel und das war die Beendigung des Projekts und
Speaker: Und dann eben auch den kreativen Austausch mit Freunden und auch dem Co-Autor und auch den Typografen, den ich dann auch hatte, also Blue Panther.
Speaker: Und es war halt immer richtig schön, sich auszutauschen.
Speaker: Also dieser kreative Flow, der hat halt nie aufgehört.
Speaker: Ich fände das eine super interessante Antwort, ganz ehrlich.
Speaker: Also hätte ich...
Speaker: Habe ich so nie darüber nachgedacht.
Speaker: Ich arbeite ja auch nicht in der Form kreativ, aber das finde ich sehr reflektiert auf jeden Fall.
Speaker: Vielen Dank für diesen Einblick.
Speaker: Ja, ich wiederhole mich.
Speaker: Ja, danke.
Speaker: Also freut mich.
Speaker: Es ist so ein bisschen...
Speaker: Ja, man versucht immer das Beste aus sich zu holen, aber manchmal ist es ja auch ganz gut, dann vielleicht mal ganz kurz Pause zu machen.
Speaker: Man kann nicht immer auf 100% liefern, auch sich selbst gegenüber nicht.
Speaker: Da verbrennt man.
Speaker: Genau, das ist auch auf jeden Fall was ganz Wichtiges da.
Speaker: In meinem Kopf ist es zumindest so, wenn ich ein Ziel habe, dann muss es durchgeführt werden.
Speaker: Ja.
Speaker: Und dann ist es auch ein bisschen schwierig, wenn dann von außen ein guter Ratschlag kommt.
Speaker: Ich nehme es ja an, aber ich kann es halt in dem Moment nicht so annehmen, dass ich es wirklich durchführe.
Speaker: Wie zum Beispiel, mach mal Urlaub, geht nicht.
Speaker: Also könnte ich, aber nein.
Speaker: Ja, ich verstehe.
Speaker: Ich glaube, das ist auch ein Schicksal, das du mit ganz vielen Kreativen teilst, irgendwie im Guten wie im Schlechten.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Im Guten wie im Schlechten.
Speaker: Absolut.
Speaker: Wir kommen gleich zu meinen beliebten Schlussfragen, wo ich dich nochmal ein bisschen trietzen werde.
Speaker: Vorher hast du aber, wie alle meine Gäste, wenn du möchtest, noch die Gelegenheit zu einer Gegenfrage.
Speaker: Du musst aber nicht, kannst aber, wenn du es etwas gibst, was dich in Bezug auf den Verlag interessiert oder wie auch immer.
Speaker: mich interessiert ist.
Speaker: Ich habe letztens auf Instagram mal einen ganz kurzen Einblick zu eurem Studio bekommen und das finde ich ja wild hübsch.
Speaker: Also es ist schön, wie das aufgebaut ist.
Speaker: Und
Speaker: Ich stelle mir da vor, oder könnt ihr jetzt fragen, wie schaut euer Tag denn so aus?
Speaker: Weil ich stelle mir das so richtig schön künstlerisch, harmonisch, aber auch manchmal richtig wild vor.
Speaker: Das trifft es ganz gut.
Speaker: Also wir haben sehr gemütliche Büroräume, auf jeden Fall.
Speaker: Das stimmt.
Speaker: Auf Social Media sieht man das immer.
Speaker: Es ist ein sehr verwinkeltes Büro, deshalb ist das nicht so einfach darzustellen auf Social Media.
Speaker: Aber wir haben da diverse Räumlichkeiten, sitzen da kreuz und quer in der Gegend rum.
Speaker: Manche Tage sind sehr ruhig.
Speaker: Also im Prinzip arbeiten wir ja alle am PC, auch ausschließlich.
Speaker: Also es gibt wenig, was bei uns nicht digital läuft.
Speaker: Manche Tage sind sehr ruhig, da sitzt man dann wirklich irgendwie stundenlang quasi schweigend, sitzen da dann neun bis zehn Leute in diesen Büroräumen und tippen und klicken und sind an ihren Tablets und hast du nicht gesehen.
Speaker: Klingt total angenehm.
Speaker: Das ist auch angenehm, aber es gibt auch Tage, in denen dann halt irgendwie ganz viel passiert und gemacht werden muss und dann führt man irgendwie die ganze Zeit, der ganze Tag eigentlich ein durchgehendes Gespräch zwischen allen Beteiligten.
Speaker: Das ist sehr, sehr unterschiedlich.
Speaker: Und wir machen ja auch unterschiedliche Sachen.
Speaker: Also einige von uns lesen den ganzen Tag die Redaktion, andere sind den ganzen Tag dabei, Comics aufzubauen.
Speaker: Dann müssen mal wieder Werbemittel gestaltet werden.
Speaker: Das ist unfassbar viel Arbeit, die ganzen Werbemittel.
Speaker: Ja, wir haben da ja so Schablonen, nach denen man sich dann richten kann.
Speaker: Wenn man alles immer neu machen müsste, würde man gar nicht einmal aufhören.
Speaker: Aber dann gibt es immer mal wieder so...
Speaker: Punkte wie die Messen, wo dann irgendwie plötzlich ganz viel Kram in Kisten gepackt werden muss und Listen angelegt werden.
Speaker: Und ja, also was meine Kollegin Sarina aus der Social Media und ich machen, ist dann nochmal anders geliefert.
Speaker: Dann sitzt man irgendwie nochmal zwei Stunden rum und macht einen Podcast.
Speaker: Es ist sehr divers.
Speaker: Aber das ist auch das Schöne an dem Job.
Speaker: Ich glaube, in so einem super kreativen Flow, wie du das gerade beschreibst, kommt man
Speaker: Eher selten, manchmal, also gerade wenn man jetzt mal irgendwie was lettert oder ein längeres Projekt aufbaut, was ich nicht mache, aber was meine KollegInnen so erzählen.
Speaker: Aber manchmal ist man trotzdem auf so Zügen drauf, wie du sagst.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: So zonieren, sage ich da manchmal.
Speaker: Ich gehe jetzt mal in die Zone.
Speaker: Wir sehen uns irgendwann.
Speaker: Schön, ja.
Speaker: Und genau so ist das.
Speaker: Klingt super interessant, aber klingt halt auch sehr kreativ.
Speaker: Ich stelle mir da jetzt gerade so ein bisschen vor, dass wenn irgendwas reinkommt, das muss jetzt gelettert werden, so Batman-Style.
Speaker: Irgendwie.
Speaker: Der Tat muss gerettet werden.
Speaker: Das passiert sehr selten.
Speaker: Wir arbeiten ja schon mit deutlich mehr Vorlauf.
Speaker: Ja, das ist gut.
Speaker: Ich bin sehr gespannt darauf.
Speaker: Das musste dann tatsächlich irgendwie, das kam halt rein und dann haben wir das gekriegt und dann war die Ansage, okay, das muss jetzt innerhalb von zwei Wochen fertig werden.
Speaker: Oh, wow.
Speaker: Es hat funktioniert, es war auch gar nicht so der Stress tatsächlich, aber...
Speaker: Es kommt selten vor, sagen wir es mal so, es kommt selten vor, dass wir so richtig in so eine Art von Druck geraten.
Speaker: Wenn, dann hängt es meistens, aber das Thema hatten wir im Podcast auch schon so mit den Lizenzgebern zusammen, wenn die Leute, die die Teenage Mutant Ninja Turtles Franchise betreuen, sich mal wieder monatelang nicht melden oder irgendwie, also es ist teilweise eine, die Hölle sind immer die anderen, ne?
Speaker: Meistens so, ja.
Speaker: Vor allem, weil du ja dann da drin sitzt und du hast eben deine Routine, du machst dein Ding.
Speaker: Das Gleiche kann ich auch beschreiben mit zum Beispiel Art Directors.
Speaker: Also ich habe auch schon mit ein paar Gamesfirmen zusammengearbeitet und andere Projekte.
Speaker: Und das ist dann immer so, du bist relativ schnell als Künstlerin und ziehst eben dein Ding durch und dann musst du aber irgendwie, keine Ahnung, fünf Tage warten, bis der Art Director sich meldet.
Speaker: Ganz furchtbar.
Speaker: Ja, bei uns sind es halt teilweise nicht fünf Tage, sondern eher so Richtung fünf Wochen.
Speaker: Und der Drucktermin ist dann eine Woche.
Speaker: Ich glaube, viele Leute, die, ich habe mich hier schon oft genug darüber ausgekotzt, wir müssen da jetzt nicht näher drauf eingehen.
Speaker: Ich glaube, viele Leute, die zuhören, wissen, was ich meine.
Speaker: Wir sind da ja auch relativ transparent.
Speaker: Es ist halt immer sehr unbefriedigend, wenn man als Verlag sagen muss, ja Leute, es tut uns sehr leid, aber es liegt halt nicht in unserer Hand.
Speaker: Es ist immer doof, wenn man die Schuld auf andere schieben muss.
Speaker: Aber so eine...
Speaker: Comic-Produktion hat halt so viele Rädchen, die sich drehen und die ineinandergreifen müssen.
Speaker: Allerdings.
Speaker: Es ist eine Sisyphus-Arbeit eigentlich.
Speaker: Ja, das stimmt.
Speaker: Claudia, hast du Lust, noch ein paar kleine Fragen zum Abschluss?
Speaker: Gerne, gerne.
Speaker: Ein paar Empfehlungen rauszuhauen und ein bisschen über deinen Geschmack zu quatschen.
Speaker: Dann kommen hier meine Schlussfragen.
Speaker: Claudia, deine drei Comics, Manga, Graphic Novels, Comicreihen, was auch immer, die du auf die sprichwörtliche einsame Insel mitnehmen würdest, was würdest du da einpacken?
Speaker: Oh, äh, also... Ich glaube, das ist jetzt ein bisschen aus der Kalten.
Speaker: Oh je.
Speaker: Nee, nee.
Speaker: Wenn ich auf eine einsame Insel gehen müsste, dann würde ich mir definitiv...
Speaker: Also Bände gehen auch, Serie.
Speaker: Ja, ja, ja.
Speaker: Okay, na gut.
Speaker: Würde ich mir Klassiker mitnehmen.
Speaker: Und da denke ich an Dragon Ball.
Speaker: Schön, ja.
Speaker: Die ganze Serie, weil es macht unglaublich viel Spaß, es fetzt, ist ein Klassiker und es hat 42 Bücher.
Speaker: Also es ist auch...
Speaker: Da ist man ein bisschen damit beschäftigt.
Speaker: Das gleiche, denke ich, auch bei One Piece.
Speaker: Ja, sehr gut.
Speaker: Das Ding ist, ich weiß aber nicht, ist die Serie denn schon abgeschlossen eigentlich?
Speaker: Oder läuft die noch?
Speaker: Aber man darf auch fortlaufende Serien mitnehmen.
Speaker: Das ist hier keine technisch korrekte Frage.
Speaker: Ich will einfach wissen, was so deine All-Time-Favorites sind.
Speaker: Ich denke nur gerade daran, wie ich mich fühlen würde, wenn ich da auf einer einsamen Insel bin und dann ist die Serie nicht abgeschlossen.
Speaker: Ich glaube, dass wir...
Speaker: Du kriegst die Folgebände dann nachgeliefert.
Speaker: Ach so, ist das?
Speaker: Ach, natürlich.
Speaker: Na dann halt One Piece auf jeden Fall.
Speaker: Das ist dann wie so ein Abo mit National Geographic, da kommt dann immer mal was rein.
Speaker: Ja.
Speaker: Was für ein Luxus.
Speaker: Ähm,
Speaker: Ich muss an einen von euren Bänden denken, gerade auch, was ich definitiv mitnehmen würde.
Speaker: Und das wurde mir in einem Comic-Talk von Carsten geschenkt.
Speaker: Da war die Helly auch mit dabei.
Speaker: Und das war in Hamburg.
Speaker: Richtig gut.
Speaker: Ich glaube, 2019 war das.
Speaker: Es war von Vati, Die lebende Tote, die Diamantausgabe.
Speaker: Das große, dicke Ding.
Speaker: Das große, dicke Ding, ja.
Speaker: Ich habe noch nie in meinem Leben so viele Details in Zeichnungen gesehen.
Speaker: Das ist auch irre, ne?
Speaker: Das ist unfassbar, also wirklich.
Speaker: Ich habe mich da auch schon öfters mal hingesetzt.
Speaker: Alleine, dass das schon so ein Riesending ist, wenn man in die Wohnung reinkommt und es steht da.
Speaker: Ja.
Speaker: Es ist schon sehr eindrucksvoll und auch die Zeichnungen an sich sind einfach so, ja.
Speaker: Also ich weiß gar nicht, wie das mit dem Band war.
Speaker: Also der war original eigentlich kleiner, aber die Zeichnungen, die konnten größer aufgezogen werden.
Speaker: Andersrum.
Speaker: Andersrum.
Speaker: Diese Diamant-Ausgabe, die Reihe haben wir ja nicht mehr im Programm, aber das waren ja alles so Überformatsachen.
Speaker: Da haben wir auch andere Bücher von.
Speaker: Und die zeigen die Zeichnungen eigentlich eher so, wie die Künstler sie angelegt haben.
Speaker: Comic, wenn es nicht rein digital entsteht, wird meistens deutlich größer gezeichnet, als es dann letztlich gedruckt wird.
Speaker: Also du kannst, man kann die Sachen natürlich auf DIN A4, also unsere Sachen sind ja meistens ein bisschen über DIN A4, aber meistens wird es ja größer gezeichnet und Vatin hat das auch deutlich größer gezeichnet eigentlich.
Speaker: Und die Standardausgabe ist dann auch koloriert.
Speaker: Die Diamantausgabe ist schwarz-weiß, ohne Koloration.
Speaker: Finde ich großartig.
Speaker: Das ist schon ein krasses Teil, ja.
Speaker: Oh ja.
Speaker: Definitiv.
Speaker: Also wie war das irgendwie?
Speaker: Der hat doch sieben Jahre dran gesessen, irgendwie ganz fein mit Marken.
Speaker: Unendlich lang.
Speaker: Unendlich lang.
Speaker: In dieser Schraffur-Stil dann auch noch.
Speaker: Sehr klasse.
Speaker: Schöne Auswahl, finde ich sehr cool.
Speaker: Eine schwierige Frage, aber auch eine, die eigentlich ganz interessant ist.
Speaker: Ein Comic, den es noch nicht gibt, aber den es deiner Meinung nach unbedingt geben sollte, ganz egal, wie du das jetzt interpretierst, was wäre das für ein Comic?
Speaker: Oh, das ist ziemlich einfach für mich.
Speaker: Oh, cool.
Speaker: Ich glaube, so eine Frage habe ich schon mal beantwortet, welchen Comic ich denn gerne zeichnen will.
Speaker: Ja, klar.
Speaker: Und es wäre halt definitiv Rumo von Walter Mörs.
Speaker: Ich liebe die Story.
Speaker: Ja, ja, ja.
Speaker: Aber weißt du, was für ein Riesenprojekt das wäre?
Speaker: 700 Seiten sind das doch.
Speaker: Ja.
Speaker: Hey, aber ich schlage es eben mal vor.
Speaker: Also ich meine, er hat ja mit Florian Bieger auch die Stadt der träumenden Bücher gemacht.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Auch eine meiner Lieblingsstories.
Speaker: Unfassbar toll.
Speaker: Ja.
Speaker: Ganz, ganz klasse.
Speaker: Mit Florian Bieger sind wir auch schon mal so essen gegangen.
Speaker: Schön.
Speaker: Der ist ja auch ein ganz gechillter, sage ich halt so.
Speaker: Ganz ruhiger.
Speaker: Finde ich immer wieder klasse, auch Künstler zu treffen.
Speaker: Ja.
Speaker: Wenn die so gewaltige Bilder malen und dann sind sie selbst sehr ruhig.
Speaker: Ja.
Speaker: Romo in deinem Stil könnte ich mir aber auch richtig gut vorstellen, tatsächlich.
Speaker: Ich hätte so einen Bock drauf.
Speaker: Das wäre unglaublich.
Speaker: Aber verrückt, weil, wie gesagt, die Story an sich ist ja sehr, sehr, sehr, sehr groß.
Speaker: Ja, aber auch toll.
Speaker: Ich meine, für die Stadt der Träumenden Bücher, das war ja auch ein Mammutprojekt und hat richtig lange gedauert.
Speaker: Und ich könnte mir aber...
Speaker: Ich kann mir vorstellen, dass das mit Walter Mörs zusammenzuarbeiten auch irgendwie cool ist.
Speaker: Ich war vor kurzem in der Ausstellung in Oberhausen zu seinem Werk, die leider abgelaufen ist inzwischen.
Speaker: Das ist der Wahnsinn, wie dieser Mann arbeitet.
Speaker: Der ist ja schon ewig dabei, wie viel Output der hat.
Speaker: Der zeichnet ja auch noch unfassbar viel.
Speaker: Und dann schreibt der Romane und Kurzgeschichten und Theaterstücke und Fernsehserien
Speaker: Wahnsinn.
Speaker: Klasse, ne?
Speaker: Super inspirierend.
Speaker: Total.
Speaker: Was für ein Tier.
Speaker: Aber das finde ich eine super Antwort.
Speaker: Ich würde mir das sowas von kaufen.
Speaker: Holy shit.
Speaker: Ja, das wäre auf jeden Fall...
Speaker: Wäre auf jeden Fall ein Ding.
Speaker: Also denke ich mir auch, boah, darauf hätte ich auch richtige Lust.
Speaker: Also wenn du Florian Biegel kennst, der kennt ja nun Walter Mörs mit Sicherheit.
Speaker: Ich würde da mal nachfragen so.
Speaker: Aber ist deine Sache.
Speaker: So, hey Flo, schlag mal vor.
Speaker: Ja, ja, ja.
Speaker: Schick doch Walter mal mein Instagram-Profil oder schick ihm mal ein paar meiner Bücher, frag ihn mal, ob er sich das vorstellen kann.
Speaker: Ich meine, es wäre ja, ganz dumm gesagt, es wäre ja auch noch super naheliegend mit den Wolpertingern, die ganzen Hundeköpfe.
Speaker: Genau, die Wolpertinger, die sind ja halt alleine schon deswegen, würde ich sagen, das wäre halt was.
Speaker: Und dann eben auch die ganzen Kreaturen und Umgebungen.
Speaker: Ich weiß gar nicht, wie kommt man denn an Walter Mörs ran?
Speaker: Gar nicht.
Speaker: In der Ausstellung nehme ich das letzte öffentliche Foto von Walter Mörs, das man hat, ist von 1994.
Speaker: Ah, das kenne ich auch.
Speaker: Der Mann ist komplett... Also auch, wie kann man so...
Speaker: Vollkommen inspirierend.
Speaker: Absolute Legende der Typ.
Speaker: Ja, finde ich auch klasse.
Speaker: Ist auch richtig so gemacht zu der Zeit, Social Media und so.
Speaker: Ja, Wahnsinn.
Speaker: Du darfst einmal Kupplerin spielen und zwar ein Comic-Kreativ-Team zusammensetzen.
Speaker: Ein Autor oder Autorin mit Zeichner oder Zeichnerin, wenn du willst, auch noch einen Koloristen dazu.
Speaker: Ganz egal, wie realistisch oder unrealistisch das wäre, dass diese Leute mal zusammenarbeiten.
Speaker: Von wem würdest du super gerne mal einen Comic lesen?
Speaker: Oder ein Manga oder wie auch immer.
Speaker: Du weißt, worauf ich hinaus will.
Speaker: Oh, super schwierig.
Speaker: Weil ich habe ja immer so ein bisschen meine Künstlerkreise.
Speaker: Und fahre da jetzt gar nicht so weit raus.
Speaker: Weil die Autoren, die ich halt kenne, die haben schon geiles Zeug.
Speaker: Obwohl, da fällt mir was ein.
Speaker: Ich glaube, das wäre super unrealistisch.
Speaker: Ich glaube, das wäre übelst unrealistisch.
Speaker: Stellt ihr mal vor, ich gehe jetzt mal wieder hier auf den Grund zurück, weil wir kennen es glaube ich schon durch andere Interviews.
Speaker: Ich liebe ja Quentin Tarantino und wie der Storys schreibt.
Speaker: Mhm.
Speaker: Stell dir mal vor, der würde mit Android Jones was zusammen machen.
Speaker: Das wäre krass, weil Android Jones, ich weiß nicht, ob du den Künstler kennst.
Speaker: Wenn nicht, dann schau dir auf jeden Fall seine Werke an.
Speaker: Ja.
Speaker: Der ist ein digitaler Multimedia-Künstler und er hat hochkomplexe Kunstwerke, die er so im psychologischen Bereich eben unterwegs ist.
Speaker: Oh, ich sehe es gerade.
Speaker: Ich habe es paranee immer gegoogelt.
Speaker: Ja, er ist einer der wichtigsten Künstler der Visionary Art Bewegung.
Speaker: Holy Shit, ja, okay.
Speaker: Und es wäre so komplett verrückt, wenn Tarantino einen komplett anderen Stil hat.
Speaker: Ich wollte es gerade sagen, das ist ja eigentlich komplett gegensätzlich.
Speaker: Absolut.
Speaker: Das wäre für beide, glaube ich, eine große Herausforderung.
Speaker: Aber da könnte was Irres bei Ruhm kommen.
Speaker: Ich glaube auch.
Speaker: Geile Antwort.
Speaker: Holy Shit.
Speaker: Also ich kann es empfehlen, den mal zu googeln, Leute.
Speaker: Android Jones.
Speaker: Ja, ich verstehe, was du meinst.
Speaker: Ja, der hat unfassbar gute Bilder und ich glaube, der wäre auch ein guter Geschichtenerzähler.
Speaker: Das finde ich eine fantastische Antwort.
Speaker: Richtig geil.
Speaker: Freut mich.
Speaker: Aber das wäre wirklich sowas, boah, also wenn es da irgendwas gäbe, sofort kaufen, nehmt mein Geld, alles.
Speaker: Toll.
Speaker: Toll.
Speaker: Ich glaube, die würden, also es gibt da nur zwei Extreme.
Speaker: Entweder die lernen sich kennen und fangen zusammen an zu arbeiten und es funktioniert unfassbar gut oder sie hassen sich die ganze Zeit.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Eins von beiden wird es sein.
Speaker: Das wird nichts dazwischen.
Speaker: Entweder es funktioniert richtig geil oder die kommen überhaupt nicht überein.
Speaker: Genau.
Speaker: Ich finde es super.
Speaker: Ich finde es super.
Speaker: Wir machen kurz Werbung.
Speaker: Du hast jetzt schon ein, zwei Comics aus unserem Programm erwähnt, ich auch, aber gibt es so einen Comic aus dem Splitter-Programm, den du unseren Hörerinnen und Hörern wärmstens ans Herz legen willst, außer deinem eigenen natürlich.
Speaker: Das nehme ich jetzt mal kurz vorweg.
Speaker: Den nicht mehr.
Speaker: Genau, kauft Mühre.
Speaker: Kauft Mühre, aber kauft auch noch andere Dinge.
Speaker: Gibt es da etwas?
Speaker: Oh, ihr habt so viel.
Speaker: Ich wollte mir mal eine Liste machen.
Speaker: Also so viel Tolles.
Speaker: Unfassbar gute Sachen.
Speaker: Ich wollte mir wirklich mal eine Shoppingliste machen.
Speaker: Ich habe mir letztens auch einen Account bei euch angelegt.
Speaker: Ich weiß gar nicht, kann man denn Listen machen?
Speaker: Irgendwie so abhaken?
Speaker: Ja, Wunschlisten kann man bei uns im Shop anlegen.
Speaker: Ach, sehr cool.
Speaker: Oder Merkzettel heißt das, glaube ich.
Speaker: Merkzettel, ja.
Speaker: Also, was ich schon habe, und das ist dank...
Speaker: Was ich schon bei mir zu Hause habe, ist die Adoption.
Speaker: Finde ich sehr, sehr schön.
Speaker: Ja, das ist so.
Speaker: Auch richtig schön visuell dargestellt.
Speaker: Ich glaube, das ist sogar mit Wassermalfarben, mit Aquarellfarben gemalt.
Speaker: Ist auch eine abgeschlossene Story, soweit ich weiß.
Speaker: Genau, wir haben jetzt gerade den dritten Band, der auch wieder eine abgeschlossene Story hat.
Speaker: Ah, okay, den habe ich noch nicht, weil ich habe zwei, dann muss ich mir den dritten holen.
Speaker: Genau, vor ein paar Wochen, Monaten.
Speaker: Richtig schön, richtig schön ruhig, also wenn man mal einen Comic zum Abschalten haben möchte und einfach ein bisschen auch so eine Slice-of-Life-Story haben will.
Speaker: Nicht ganz ohne Drama, also es ist schon eine interessante Story, die erzählenswert ist, aber es ist nicht aufgeregt erzählt, ja, das stimmt.
Speaker: Ja, Herz aller Liebst auf jeden Fall.
Speaker: Sehr schöne Empfehlung.
Speaker: Und dann noch etwas, achso, Entschuldigung, habe ich dich jetzt unterbrochen?
Speaker: Achso, ich denke gerade, das fehlt mir auf jeden Fall noch, ihr habt ja auch Artbooks, also die Concept Art von The Last of Us.
Speaker: Ja, zum Beispiel, genau.
Speaker: Kunst kenne ich ja, die habe ich auf Artstation schon gesehen und
Speaker: Ein paar von den Bildern habe ich sogar in meinem Ordner liegen und das war so richtig, richtig gut.
Speaker: Kann ich auf jeden Fall, also hole ich mir noch mit der Zeit.
Speaker: Und das, was mich zu euch geführt hat, damals 2013 oder so war das, Alice im Wunderland.
Speaker: Ich liebe den Stil, der ist auch richtig schön.
Speaker: Ja.
Speaker: Richtig toll.
Speaker: Das ist auch so ein echter Longseller in unserem Programm.
Speaker: Das geht jedes Jahr immer noch.
Speaker: Ja, so ein Klassiker, oder?
Speaker: Ja, schon so ein bisschen, ja.
Speaker: Ja.
Speaker: Definitiv.
Speaker: Schöne Bücher, ja.
Speaker: Sehr hübsche Auswahl.
Speaker: Na, ihr habt die gute Auswahl.
Speaker: Ja, gut.
Speaker: Wir haben aber auch vor allem viel Auswahl.
Speaker: Irgendwas Gutes muss ja dabei sein.
Speaker: Ach nee, ich kann mich da meistens gar nicht entscheiden.
Speaker: Aber ja, Wunschzettel auf jeden Fall, das mache ich bald.
Speaker: Guter Tipp, auch für euch.
Speaker: Ja.
Speaker: Dann empfiehle unseren Hörerinnen und Hörern doch etwas, was du in letzter Zeit gesehen, gespielt, gehört, was auch immer hast, was kein Comic ist.
Speaker: Also ein Buch, ein Podcast, ein Musikstück, ein Spiel, vollkommen egal.
Speaker: Irgendwas, was dich in letzter Zeit begeistert hat, was du mit den anderen teilen möchtest.
Speaker: Ja, das kommt jetzt wahrscheinlich ganz interessant, weil ich ja Fantasy-Bilder male und ich kann euch im Podcast Hardcore History
Speaker: Oh, cool.
Speaker: Und da hat er auch zum Beispiel die Serie vom Ersten Weltkrieg so gut erklärt, da sitzt du wirklich, du krallst dich fest an den Tisch und willst dir einfach nur die ganze Story auf einmal anhören.
Speaker: Und das ist so ein Riesenband, keine Ahnung, geht, oh, es hat irgendwie zwölf Teile, ne vier Teile und ein Teil gilt zwölf Stunden lang.
Speaker: Also es ist ein bisschen länger.
Speaker: Es ist halt gut, wenn man Comics malt.
Speaker: Ach, Scheiße.
Speaker: Ja, okay.
Speaker: Und ich bin jetzt auch letztens wieder ins Gaming reingekommen, wo ich nicht mehr so einen straffen Arbeitstag habe erst mal.
Speaker: Und da habe ich mir...
Speaker: einfach mal Hogwarts reingezogen.
Speaker: Hogwarts Legacy.
Speaker: Genau, Hogwarts Legacy.
Speaker: Schönes Spiel.
Speaker: Macht Spaß.
Speaker: Ich bin allerdings auch so eine Person bei allen Open-World-Games.
Speaker: Fresse ich mich auch rein, bis es so
Speaker: zu Staub zerzockt ist.
Speaker: Ich weiß auch, Red Dead Redemption 2 habe ich sechs Monate lang durchgespielt und auch immer gelevelt dann.
Speaker: Und ich glaube, es wird sehr schwierig dann, wenn das neue GTA von Rockstar rauskommt.
Speaker: Ja gut, das dauert.
Speaker: Ich weiß, es ist inzwischen angekündigt, aber glauben wir wirklich, dass das nächstes Jahr erscheint?
Speaker: Ich weiß es nicht.
Speaker: Ja.
Speaker: Ich muss das mal vorarbeiten, weil ich dann verpuffen werde.
Speaker: Ich bin dann weg.
Speaker: Ja, sowas eben.
Speaker: Filmen, Serien.
Speaker: Ich steige da jetzt erst wieder rein.
Speaker: Ich freue mich immer über Podcast-Empfehlungen.
Speaker: Hardcore History klingt super.
Speaker: Auf jeden Fall empfehlenswert.
Speaker: Ich weiß nicht, wo ich die Zeit hernehmen soll, aber irgendwann ist ja auch mal wieder Urlaub angesagt.
Speaker: Mal schauen.
Speaker: Das ist gut.
Speaker: Ja.
Speaker: Und dann jetzt ganz zum Abschluss die allerletzte Frage.
Speaker: Wenn du einen nerdigen Wunsch frei hättest, Claudia, was würdest du dir wünschen?
Speaker: Egal wie groß, egal wie klein, ob für dich privat, ob für die ganze Welt.
Speaker: Einen Wunsch, den du hast.
Speaker: Oh.
Speaker: Ein nerdiger Wunsch.
Speaker: Ja, du darfst das ruhig weit fassen.
Speaker: Ich formuliere die Frage immer so, um so ein bisschen in eine Richtung zu gehen schon mal.
Speaker: Aber letztlich darfst du sagen, was du möchtest.
Speaker: Weil es jetzt gerade so ein bisschen aktuell ist bei mir.
Speaker: Ich wünsche mir, also ich überlege jetzt gerade, es gibt ja die, du kennst ja bestimmt die kleine Action Cam.
Speaker: Also die kann man sich auf den Kopf binden.
Speaker: Genau.
Speaker: Hat ein extrem super Weitwinkel, Hyper-Weitwinkel Objektiv drauf.
Speaker: Ja, ja.
Speaker: Und ich gehe jetzt gerade so ein bisschen in den Videodrehbereich auch rein.
Speaker: Aber es ist auch schon ein Schnittprogramm und möchte auch gerne mehr über meine eigenen künstlerischen Prozesse eben auch
Speaker: aufnehmen und so wie auch vielleicht andere Künstler noch damit inspirieren.
Speaker: Und da denke ich mir, bei so einer kleinen Cam wäre es so cool, wenn es verschiedene Aufsätze gäbe für die Objektive.
Speaker: Muss ja noch nicht mal irgendwie eine Festbrinweite sein oder so.
Speaker: Weißt du, die Dinger sind da so klein und die haben definitiv Platz für Adapter.
Speaker: Und da frage ich mich gerade, gibt es denn nicht irgendwelche Objektive, die vielleicht eine längere Brennweite haben?
Speaker: Okay, da kann ich gar nicht mitreden.
Speaker: So ist es, denke ich.
Speaker: Aber wenn ihr das hier hört, liebe Leute, und ihr habt da schon mal irgendwie so, ihr sagt, Mensch, den Wunsch, den kann ich Claudia erfüllen, dann schickt gerne mal einen Link.
Speaker: Und dann leite ich das weiter oder schickt es Claudia einfach direkt.
Speaker: Das wäre super.
Speaker: Aber ich finde das einen coolen Wunsch.
Speaker: Das ist mal wieder sowas Privates.
Speaker: Das ist mal wieder sowas Kleines irgendwie.
Speaker: Sowas Spezielles.
Speaker: Naja, vielleicht nicht unbedingt privat.
Speaker: Aber es gibt ja so viele Leute, die filmen ja auch unterwegs.
Speaker: Und
Speaker: wenn du da mit so einem Ultraweitwinkel rumrennst, da kriegst du ja nicht alles Detail rein, weil du kannst ja nicht so nah rangehen, weil der Mindestabstand sind 40 Zentimeter und wenn du da irgendein feines Detail siehst, dann ist es dann verschwommen oder pixelig.
Speaker: Ja.
Speaker: Ich weiß nicht, ob das jetzt so die Frage beantwortet hat.
Speaker: Doch, doch, doch.
Speaker: Ich finde das eine super Antwort.
Speaker: Also privat ist es nicht, das stimmt, aber es ist halt so persönlich.
Speaker: Es ist halt was, was dich beschäftigt und was du dir wünschst.
Speaker: Ganz so aus dir selber raus, das finde ich klasse.
Speaker: Also das ist genau das, worauf ich abziele.
Speaker: Vielen Dank.
Speaker: Das ist gerade etwas, was mich so bewegt jetzt in dem Moment.
Speaker: Ja, ist doch cool.
Speaker: Darum machen wir den Podcast ja, um die Leute kennenzulernen.
Speaker: Und Claudia, ich habe das Gefühl,
Speaker: Ich weiß jetzt auf jeden Fall mehr über dich und über deine Arbeit.
Speaker: Und ich glaube, ich hoffe, die Hörerinnen und Hörer sehen das auch so.
Speaker: Vielen lieben Dank, dass du da warst.
Speaker: Das hat mir sehr viel Freude bereitet.
Speaker: Ich hoffe, wir sind nicht zu viel abgedriftet.
Speaker: Ihr könnt uns oder mir eure Meinung dazu...
Speaker: Entschuldigung, wir liegen echt gut in der Zeit.
Speaker: Wir liegen gut in der Zeit, ja.
Speaker: Ihr könnt mir oder uns oder wem auch immer eure Meinungen dazu, ob wir zu viel abgedriftet sind, ob ihr das Gespräch interessant findet oder nicht, ob ich öfter KünstlerInnen hier haben soll oder nicht, gerne schreiben.
Speaker: splittercast.splitter-verlag.de ist unsere E-Mail-Adresse oder auf den sozialen Medien at Splitter Verlag.
Speaker: Wir freuen uns über Zuschriften, Kritik, Fragen, Anregungen.
Speaker: Alle Kontaktinformationen, alle Social-Media-Links und sonstige Infos zu Claudia und zu Myre findet ihr natürlich in den Shownotes.
Speaker: Findet man aber auch auf Google ziemlich einfach.
Speaker: Dann wahrscheinlich am besten über den Künstlernamen Elektor oder Elektor Fenster oder Myre oder Iria.
Speaker: Ich packe euch das alles in die Links, findet ihr.
Speaker: Gar kein Problem.
Speaker: Holt euch Müre, schaut euch die Leseproben an, guckt auch in Haunter of Dreams rein, wenn ihr einen kleinen Vorgeschmack haben möchtet, wie die Zeichenkunst ist und euch einen kleinen Spin-off über einen ganz, ganz herzeller liebsten Hasenjungen interessiert.
Speaker: Hat auch Monster.
Speaker: Hat auch Monster, gar nicht zu wenig vor allem.
Speaker: Also es ist nicht so niedlich, wie ich es jetzt vielleicht klingen lasse, aber es ist eine ganz wunderschöne Geschichte.
Speaker: Ohne Worte.
Speaker: Und ja, Claudia, vielen lieben Dank, dass du da warst, dass du mir Zeit genommen hast.
Speaker: Vielen lieben Dank für die Einladung.
Speaker: Sehr, sehr gerne.
Speaker: Richtig schön, ja.
Speaker: Das freut mich.
Speaker: Hat mich sehr gefreut, hat sehr viel Spaß gemacht.
Speaker: Das war jetzt wirklich ein super Start in den Tag.
Speaker: Das freut mich.
Speaker: Superklasse.
Speaker: Ich gehe mir jetzt trotzdem noch einen Kaffee holen und ich wünsche dir auch noch einen wunderschönen Resttag und dann hören wir uns hoffentlich ganz bald.
Speaker: Mach's gut, Claudia.
Speaker: Ja, tschüss.
Speaker: Dankeschön.


