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SplitterCast 75 - Ferdinand Lutz vom Polle Comicmagazin

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930 plays · Jul 5, 2025

Comics lesen macht sehr viel Freude, Comics verlegen macht sehr viel Arbeit. Wenige Menschen wissen das besser als der Gast dieser Folge des SplitterCast: Ferdinand Lutz ist Mit-Gründer und Co-Verleger des Kinder-Comicmagazins Polle. Seit 6 Jahren und 12 Ausgaben bietet Polle jungen, mittleren und alten Leser:innen super Comicunterhaltung aus aller Welt - komplett werbefrei und überall im Handel! In dieser Folge erfahrt ihr alles rund um Polle: die Ziele, die Erfolge, die Rückschläge, die Arbeitsweise und Hintergründe. Außerdem werden etymologische Exkurse gemacht und das größte Geheimnis der Verlagsbranche ausgeplaudert. Diesmal mit besonders vielen Links in der Beschreibung! Website von Polle: https://pe-ri-dot.com/collections/polle Polle auf Instagram: https://www.instagram.com/volle.polle/ Max' Porträt beim YEAward: https://www.boersenblatt.net/yeaward25/max-schlegel Die Wahlkabine: https://findmind.ch/c/yeaward25 Anmeldung zu den Splitter und Splitter Manga+ Newslettern: https://us21.campaign-archive.com/home/?u=0873f5c77d4ad8d8b99157206&id=bce2e711c0

Transcript

Speaker: Hallo und herzlich willkommen zum Splittercast, dem Podcast von und mit dem Splitter Verlag, Bielefelds bestem Comic- und Manga-Verlag.

Speaker: Heute habe ich eine Folge für euch im Gepäck, die mir beim Aufnehmen mal wieder sehr viel Spaß gemacht hat und meinem Gast auch.

Speaker: Und die mal wieder ziemlich tief ins Eingemachte gegangen ist, was das Verlagswesen und das Büchermachen und das Comicmachen und eigentlich so die ganze Szene angegangen ist.

Speaker: Das war gar nicht unbedingt so en detail geplant, aber wir haben uns ein bisschen verquatscht und ich hoffe, dass ihr daran genauso viel Freude habt wie wir.

Speaker: Wir, das sind auf der einen Seite ich und auf der anderen Seite Ferdinand Lutz, der Macher, Verleger, Gründer und mitansprachende

Speaker: Stößer von Polle, dem Comic-Magazin für Kinder.

Speaker: Das Polle-Magazin gibt es inzwischen seit sechs Jahren.

Speaker: Ich habe es vor kurzem für mich wiederentdeckt und es ist meiner Meinung nach eins der tollsten Comic-Projekte, die wir im deutschsprachigen Raum überhaupt haben.

Speaker: Wieso genau, das erfahrt ihr gleich im Folgenden.

Speaker: Ich persönlich bin ein Riesenfan und ich freue mich,

Speaker: Ich freue mich sehr, dass Ferdinand hier ist und dass ich das wiedergefunden habe und jetzt die Gelegenheit habe, mit ihm darüber zu reden.

Speaker: Ich habe selber eine Menge darüber gelernt und auch eine Menge darüber, wie man Comic machen kann und bin sehr inspiriert davon, was Ferdi und seine MitstreiterInnen da so treiben.

Speaker: Es ist auf jeden Fall ein Abo wert, selbst wenn es nur auf Instagram und wo auch immer die guten Kollegen zu sehen sind, ist.

Speaker: Aber auch ein Print-Abo für Polle lohnt sich.

Speaker: Ihr unterstützt damit wirklich eines der interessantesten und besten Projekte, die im deutschen Comic-Markt gerade so vorhanden sind.

Speaker: Am besten sogar natürlich, wenn ihr Kinder in eurem bekannten Freundeskreis habt oder eigene Kinder, die das gerne lesen wollen.

Speaker: Aber auch, wenn ihr erwachsen seid und erwachsenen Dinge zu tun habt und für Kinder-Comics eigentlich nicht so den Kopf habt, es ist gar nicht mal so viel Geld und ihr unterstützt damit wirklich ein krasses Ding.

Speaker: Hört ihr gleich im Folgenden vorab.

Speaker: Noch zwei Kleinigkeiten, die ich quasi als Shop-Talk ankündigen möchte.

Speaker: Einerseits habt ihr es bestimmt mitbekommen, aber ich sage es nochmal, das Splitter Herbstprogramm ist veröffentlicht.

Speaker: Ihr findet auf unserer Website, den Link packe ich euch in die Shownotes, den neuen Katalog für unser Herbstprogramm von November 25 bis April 26.

Speaker: Demnächst kommt natürlich auch noch eine ausgiebige Katalogfolge dazu, um genau zu sein.

Speaker: in denen ich die Neuheiten und die Fortsetzungen mit Gästen bespreche.

Speaker: Und bei unserem befreundeten Podcast, dem POW-Podcast, habe ich auch mit Andreas wie immer über das Herbstprogramm ausführlich gesprochen.

Speaker: Auch sehr neu beim Splitter Manga Plus Programm ist der eigene Splitter Manga Plus Newsletter, den meine Kollegin Sarina betreut, die ihr vielleicht auch von Social Media kennt.

Speaker: Der ist jetzt im Juli zum ersten Mal im

Speaker: In der Pipeline.

Speaker: Wenn ihr euch dafür interessiert, dann könnt ihr den auf unserer Website abonnieren.

Speaker: Und die zweite Sache, die ich ansprechen möchte, nur ganz kurz und den Link dazu findet ihr ebenfalls in den Shownotes.

Speaker: Ein bisschen Werbung in eigener Sache für mich persönlich, wenn man so will.

Speaker: Andererseits trete ich in dem Kontext auch als Verlagsvertreter auf und vor allem mit diesem Podcast, den ihr gerade hört.

Speaker: Ich bin nominiert für den Young Excellence Award des Börsenblatts, des Buchhandels des Deutschen, des MVB.

Speaker: Für einen Award, der für Macherinnen und Macher der Buchbranche ausgeschrieben ist unter 39 Jahren.

Speaker: Das gilt in unserer Branche als jung.

Speaker: Und vor allem für diesen Podcast bin ich da nominiert worden.

Speaker: Den Link zu meinem Porträt und zur Wahlkabine vor allem packe ich euch in die Shownotes.

Speaker: Unabhängig davon, ob ihr jetzt eure Stimme mir gebt, wo ich mich natürlich sehr darüber freue, oder einem meiner Kolleginnen und Kollegen, wo ich mich ebenfalls darüber freue, schaut euch diesen Young Excellence Award gerne mal an und schaut euch an, was für tolle Menschen da nominiert sind und was die alles für tolle Dinge machen.

Speaker: Das Voting selber ist ein Publikumsvoting, das heißt, es ist keine Jury.

Speaker: Die Jury hat zehn KandidatInnen ausgewählt, Nominierte und jetzt das Voting selber geht aber ans Publikum.

Speaker: Das heißt, ihr könnt bestimmen, wer diesen Award bekommt.

Speaker: Der ist durch einen Bildungsgutstein dotiert und man kriegt vor allem eine ordentliche Plattform und ein ordentliches Netzwerk dadurch.

Speaker: Das Netzwerk kriegt man aber auch unabhängig davon, ob man gewinnt oder nicht.

Speaker: Und die Plattform haben wir alle ja schon bekommen durch diese tollen Porträts und durch einen Livestream, der demnächst noch stattfindet oder schon stattgefunden hat.

Speaker: wenn ihr das hier hört.

Speaker: Und ich freue mich einfach, sehr nominiert zu sein und der Comicbranche, also unserem ganz kleinen, nischigen, nerdigen Teil der Buchverlagsszene in Deutschland, dadurch Sichtbarkeit zu verschaffen und ein bisschen über mein Lieblingshobby und meine Passion und eure Passion wahrscheinlich auch erzählt zu haben und dafür sichtbar zu sein.

Speaker: Also die Links sind in den Shownotes.

Speaker: Gebt eine Stimme ab, gerne mir, gerne aber auch meinen tollen Kolleginnen und Kollegen.

Speaker: Da würde ich mich sehr drüber freuen.

Speaker: Auch freue ich mich natürlich, wie immer, wenn ihr den Podcast abonniert, fünf Sterne da lasst, wo auch immer ihr ihn hört und davon weitererzählt vor allem.

Speaker: Wir freuen uns sehr über neue Hörerinnen und Hörer.

Speaker: Wenn ihr also Leute habt, die mit Comics zu tun haben, sich für Comics interessieren, Comic-Nerds sind oder werden und den Podcast noch nicht kennen, dann schubst sie doch gerne mal darauf an.

Speaker: Ihr findet uns ja überall auf allen Plattformen und auch auf unserer Website.

Speaker: Wir freuen uns über steigende Abozahlen.

Speaker: Ist ja klar.

Speaker: Und jetzt ganz viel Spaß mit Splittercast Folge 75 mit Ferdinand Lutz vom Polle-Magazin.

Speaker: Guten Morgen, lieber Ferdinand.

Speaker: Herzlich willkommen im Splittercast.

Speaker: Schön, dass du dir die Zeit nimmst, da zu sein.

Speaker: Ich hoffe, du hast gut geschlafen und bisher einen guten Start in den Tag hingelegt.

Speaker: Ja, hallo, guten Morgen, Max.

Speaker: Vielen Dank für die Einladung.

Speaker: Hab gut geschlafen und freue mich sehr, hier zu sein.

Speaker: Freut mich, freut mich.

Speaker: Ja, schön, dass du dir die Zeit nimmst.

Speaker: Ich

Speaker: Ich weiß gar nicht so genau.

Speaker: Ich habe nochmal überlegt, wie ich eigentlich darauf gekommen bin, dich einzuladen.

Speaker: Und dann bin ich darauf gekommen, dass ich das Magazin, wir sprechen ja heute über das Polle-Magazin, das Comic-Magazin für Kinder, Kindermagazin mit Comics, wie auch immer,

Speaker: Und ich erinnere mich noch daran, dass ich als die erste Ausgabe erschien und darum so ein bisschen Presse gemacht wurde und das losging, dass ich das damals schon ein cooles Konzept fand mit den ersten ein, zwei, drei Ausgaben.

Speaker: Ich habe sie inzwischen nicht mehr, ich habe sie weiter verschenkt, aber das ist, glaube ich, ist auch in Ordnung.

Speaker: Das ist in unserem Sinne, ja.

Speaker: Genau, wenn man die an Kinder im Obenkreis dann irgendwie weitergibt.

Speaker: Ja.

Speaker: mir angeschaut und dann habe ich so ein bisschen, ehrlich gesagt, den Anschluss verloren und ich weiß nicht mehr genau, irgendwie kam mir das nochmal vor kurzem unter und dann dachte ich, wow, zehn Ausgaben, zwölf Ausgaben mit Verlagswechsel und allem ganz schön viel passiert seitdem.

Speaker: Also ich weiß nämlich noch, wenn ich jetzt mal böse das sagen darf, als er die erste Ausgabe gemacht hat, dachte ich so, was für ein cooles Projekt.

Speaker: Sehr gespannt, ob das hält.

Speaker: Ja.

Speaker: Und ich habe mich wahnsinnig gefreut, dass es offensichtlich hält.

Speaker: Ja, schön, danke.

Speaker: Aber wir fangen, glaube ich, mal ein paar Schritte vorher an.

Speaker: Du bist Verleger und Künstler und Macher im weitesten Sinne vom Polle-Magazin.

Speaker: Und das jetzt schon seit einigen Jahren.

Speaker: Am Anfang von so einem Projekt steht ja immer irgendwie so eine zündende Idee vielleicht oder so ein

Speaker: So ein Meet, den man irgendwie identifiziert oder so ein Gedanke.

Speaker: Weißt du noch, wie das für dich angefangen hat?

Speaker: Was war so der Moment, wo du dachtest, boah, ich mache jetzt ein Comic-Magazin für Kinder?

Speaker: Ja, also das weiß ich noch ziemlich genau und das sind eigentlich auch sogar zwei Ideen gewesen.

Speaker: Und zwar ist es so, dass ich selber auch Comics mache, schon immer gemacht habe, als ich Jugendlicher war.

Speaker: Und dann aber, wie so viele Menschen auch, wenn sie dann vor der Berufsfrage stehen, erstmal sagen, okay, ich mache was ganz anderes.

Speaker: Und ich habe dann wirklich Volkswirtschaft und Soziologie studiert.

Speaker: Echt?

Speaker: Das hätte ich jetzt nicht erwartet.

Speaker: In der Rückschau auch relativ komisch, dass ich mich so entschieden habe, aber vielleicht mangelt es irgendwie der Eltern, die gesagt haben, mach was Vernünftiges, dann selber zu mir gesagt, mach was Vernünftiges.

Speaker: Ja.

Speaker: Also auf jeden Fall, ich habe immer nebenher tatsächlich auch sogar mein Studium weiterfinanziert damit, dass ich Comics gemacht habe.

Speaker: Unter anderem habe ich für Captain Blaubeer Geschichten geschrieben, also diese Zeitungskomics.

Speaker: Sehr, sehr lange, über zehn Jahre lang.

Speaker: Ui.

Speaker: Und dann noch Zeichnungen gemacht, Illustrationen.

Speaker: Aber es war irgendwie immer so, ich weiß nicht, ob ich mir das wirklich zutraue, das als meinen Beruf zu machen.

Speaker: Und dann habe ich aber wirklich so Trial and Error gemerkt, okay, also als Volkswirt tauge ich wirklich gar nicht.

Speaker: Und Soziologe an der Universität zu bleiben, ist irgendwie auch nicht mein Ding.

Speaker: Und dann kam wirklich...

Speaker: Und Knallauffall die Möglichkeit, dass ich für die Kinderausgabe vom Spiegel, Dein Spiegel, einen monatlichen Comic machen konnte.

Speaker: Und ich hatte bis dahin halt immer nur so Strips gemacht, also kurze One-Pager-Gag-Comics, aber nie wirklich was Längeres.

Speaker: Und da sollte ich dann auf einmal fünf Seiten im Monat, das sind dann am Ende, weil zwölf Ausgaben, eigentlich sogar 13 Ausgaben, sind das dann 65 Seiten im Jahr.

Speaker: Das sind, wenn man ganz...

Speaker: grob rechnet, dann sind das fast anderthalb Asterix-Bücher im Jahr.

Speaker: Ja, ja, das ist viel.

Speaker: Das ist viel und vor allen Dingen von 0 auf 100.

Speaker: Und in dem Moment habe ich dann gemerkt, wo ich auf einmal richtig, richtig viel produzieren musste und wollte natürlich aber auch, habe ich gemerkt, boah, wow, also ich kriege ja aus meinem Stil überhaupt nicht diese ganze Disney-Prägung raus, die ich eben im Alter von, ich würde sagen, 7 bis...

Speaker: oder so durch meine wöchentliche Mickey Mouse Magazin Lektüre hatte.

Speaker: Ach interessant.

Speaker: Ich schneide einmal kurz ein, für die Hörerinnen und Hörer, die es nicht wissen, du sprichst von QRT, schätze ich.

Speaker: Richtig, genau.

Speaker: Falls ihr gerade an einem Endgerät seid, könnt ihr ja einmal kurz googeln, die erscheinen inzwischen auch gebundener Form bei Reprodukt.

Speaker: Ja.

Speaker: findet man dort, ich glaube, fünf Bände?

Speaker: Fünf Bände sind es.

Speaker: Der sechs Bände waren das gerade in der Arbeit.

Speaker: Könnt ihr euch mal Parallele vielleicht auch anschauen, dann könnt ihr mitverfolgen, worüber Ferdi jetzt spricht.

Speaker: Entschuldigung.

Speaker: Sehr gerne, genau.

Speaker: Aber auf Polle gemünzt habe ich dann einfach gemerkt, wow, also mir hat eigentlich in der Kindheit ein Magazin gefehlt, was mir eben nicht nur so wie Monokultur zeigt, also nicht nur ein Stil, auch wenn der toll war, auch wenn da tolle Geschichten drin waren,

Speaker: von Karl Barks und Don Rosa und Vika und wie sie alle hießen.

Speaker: Aber es hat mich halt einfach geprägt und es hat mich halt eben auch so geprägt, dass ich in dem Moment, in dem ich halt einfach auch nicht viel nachdenken konnte, gemerkt habe, wow, das ist einfach wie Brainwashing, das ist in mir drin.

Speaker: Ich kriege das gar nicht so schnell raus, obwohl das gar nicht unbedingt auch meinem...

Speaker: meinem jetzigen Geschmack unbedingt 100% mir entspricht, dieses Runde, dieses Knuffige, dieses Süße, das hat sich in mir eingeschrieben.

Speaker: Und dann war ich so, hatte ich sozusagen den ersten Impuls, okay, also es bräuchte eigentlich ein Magazin, so wie es zum Beispiel in Frankreich und Belgien das Spirou-Magazin gibt, also ein Magazin, wo eigentlich ganz viele unterschiedliche Stile den Kindern gezeigt werden,

Speaker: Und wo eben, und das war eben der zweite Impuls, eben auch durch diese Dein-Spiegel-Möglichkeit, wo eben auch Zeichnerinnen und Zeichner hier eben auch aus Deutschland die Möglichkeit haben, mal einfach so kleinere Sachen vorzuveröffentlichen und auch durchaus, so wie ich das eben als Glück hatte, eben mit Dein-Spiegel aufzuarbeiten.

Speaker: auch vor den Augen der LeserInnen und also der Leserschaft zu wachsen.

Speaker: Weil das ist letztendlich ja auch einfach so, niemand wird quasi als perfekte Zeichnerin oder als perfekter Zeichner geboren, sondern man muss irgendwie...

Speaker: ins kalte Wasser irgendwie geschmissen werden.

Speaker: Man muss einfach machen, machen, machen.

Speaker: Und am meisten lernt man natürlich, wenn einem auch andere dabei zugucken, weil man dann irgendwie viel mehr gepusht wird.

Speaker: Und das waren diese Impulse, diese zwei Impulse, einerseits von Kinderseite her, dass ich gedacht habe, also von der Leserschaft her, das wäre echt toll, wenn es sowas mal gäbe, wenn eben nicht nur das Mickey-Maus-Magazin

Speaker: Oder ich glaube, damals gab es, ich weiß nicht, gibt es das immer noch, das ZAK-Magazin, das war dann eben auch für ältere Leser.

Speaker: Das gibt es immer noch.

Speaker: Aber ich weiß, dass das viele Leute in ihrer Jugend damals auch gelesen haben, so ab zwölf, schätze ich mal.

Speaker: Aber ihr richtet euch ja an Kinder ab sieben, ab acht zum Drehen.

Speaker: Genau, eigentlich genau ab dem Alter, ab dem Kinder eigentlich auch anfangen, in die Grundschule zu gehen, ab dem sie lesen anfangen und eben aber auch,

Speaker: irgendwie vielleicht noch nicht so gut lesen können, aber trotzdem Lust haben, sich auch eigene Geschichten, ohne dass ihnen irgendjemand alles vorlesen muss oder ihnen erklären muss, einfach selber so zu erschließen.

Speaker: Und dafür sind Comics da eben halt auch perfekt, weil du ja so viel eben auch auf der Bildebene hast.

Speaker: Das waren diese zwei Impulse, die quasi dazu geführt haben, okay, jetzt würde ich gerne ein Magazin machen, was genau das irgendwie erfüllt.

Speaker: Ja, ja, ja.

Speaker: Das war dann 2020, 2019?

Speaker: Ich weiß es gerade nicht mehr.

Speaker: Ja, also genau, 2020 habe ich die Möglichkeit für den Kinderspiegel gehabt, genau.

Speaker: Und aber dann ist eben sehr viel Wasser den Rhein runtergeflossen, weil die Idee allein hat eben noch zu nichts geführt.

Speaker: Und dann habe ich irgendwann angefangen mit meinem besten Freund, den ich auch schon seit der Schulzeit kenne, Dominik Meerscheid, der inzwischen auch Musiker ist, und

Speaker: Mit dem habe ich dann so Comic-Lesungen gemacht aus meinen Reprodukt-Büchern.

Speaker: Und dann waren wir relativ viel unterwegs und dann habe ich ihm die Idee auch erzählt.

Speaker: Und er meinte, das ist eine super Idee, das sollten wir auf jeden Fall machen.

Speaker: Und dann ist weiter sehr, sehr viel Wasser den Rhein runtergeflossen.

Speaker: Wir haben uns einfach immer nur, während wir in den Bahnen saßen und zu unseren Auftritten fuhren, haben wir immer gesagt, das ist eine super Idee, das müssen wir unbedingt machen.

Speaker: Aber es ist nichts passiert.

Speaker: Und dann hat uns das Schicksal nach Frankfurt geführt.

Speaker: Und in Frankfurt am Main sind wir dann auf jemanden gestoßen, den wir vorher noch gar nicht kannten, ein Hans Dampf in allen Gassen, der quasi da Auftritte organisiert hat und auch mich damals, als ich einen Workshop gemacht habe, eben auch eingeladen hat, eine Lesung zu machen.

Speaker: Und da haben wir gemerkt, oh, da ist jemand, der ist lokal wahnsinnig vernetzt, der kennt sich auch damit aus, wie man quasi auch vielleicht öffentliche Mittel irgendwie auch eintreibt.

Speaker: Das war der und ist der Jakob Hoffmann.

Speaker: Dann habe ich ihn einfach bei einem Abendessen gefragt, sag mal Jakob, wir kennen uns jetzt noch nicht so wahnsinnig gut, aber hättest du eigentlich Lust, mit uns ein Magazin zu machen?

Speaker: Und dann war das genau das, was wir eben gebraucht haben, nämlich jemand, der...

Speaker: der so ein bisschen, der nicht selber in dem Sinne kreativ ist, sondern Jakob ist, er macht das Ganze tatsächlich auch als neben seinem Hauptberuf bei den Pfadfindern, der das aber mit voller Leidenschaft macht und der aber auch so jemand ist, der einfach Tatsachen schafft.

Speaker: Also der einfach sagt, okay,

Speaker: Dann und dann ist der Comics-Allon Erlang, bis dann machen wir das Magazin.

Speaker: Ich habe schon fünf Leuten davon erzählt und jetzt müssen wir auch loslegen.

Speaker: Und dann kam auf einmal sozusagen, okay, jetzt ist es nicht nur, man erzählt sich die ganze Zeit und man jubelt sich gegenseitig hoch, wie genial das sein würde, sondern okay, jetzt muss man wirklich echt mal was machen und dann haben wir das gemacht.

Speaker: So ein Machertyp, ja, verstehe schon.

Speaker: Genau, ein Machertyp, der sozusagen auch, halt einfach auch Tatsachen schafft.

Speaker: Das finde ich eben das wirklich auch bewundernswerte daran.

Speaker: Und das war genau das, was wir auch gebraucht haben.

Speaker: Also der jetzt nicht sich im kreativen Klein-Klein verliert, sondern der einfach eher so für das grobe Ganze, dadurch, dass er eben ja auch bei den Pfadfindern, so stelle ich mir das immer vor, obwohl ich ihn da noch nie erlebt habe.

Speaker: Aber wenn man irgendwie einen Pfadfinder-Rudel irgendwie führt, dann ist man eben...

Speaker: das ist wahrscheinlich auch gewohnt, dass man einfach Ansagen macht und das Holzhacken, das machen dann die Fanlein Fieselschweif, die Leute, aber genau, er setzt halt einfach den Rahmen und

Speaker: Finde ich auch irgendwie nett, dass ein Pfadfinder-Mensch ein Kindercomic-Magazin irgendwie mit aus der Taufe hebt.

Speaker: Das ergibt irgendwie Sinn.

Speaker: Das ist so ein Zirkel.

Speaker: Ja, absolut.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Und so kam das überhaupt, hat die Kiste überhaupt erst, ist die Kiste erst abgehoben.

Speaker: Das heißt, der Impuls kam aus dieser einen Sache, aber wirklich überhaupt erst zustande ist es dann erst durch das Zusammentreffen von uns drei gekommen.

Speaker: Ja.

Speaker: Naja gut, aber also zustande gekommen, da gehört ja dann doch so ein bisschen mehr noch zu, was man dann so ein Buch in der Hand hält.

Speaker: Ich meine, Hörerinnen und Hörer des Podcasts wissen das auch, Bücher machen ist eine wahnsinnig kleinteilige Angelegenheit, wenn man möchte, zumindest.

Speaker: Deshalb...

Speaker: Ihr hattet die Idee und ihr hattet irgendwie so das Gründungsteam, sage ich mal, zusammengestellt und wie ging es dann weiter?

Speaker: Also aus einer Idee hat man noch keine Druckvorlage gebaut.

Speaker: Wo kamen die ersten Comics her?

Speaker: Habt ihr euch an einem Küchentisch getroffen oder habt ihr irgendwie ein Büro gefunden?

Speaker: Wie darf man sich das denn vorstellen eigentlich?

Speaker: Ja, also wir haben eigentlich immer eigentlich ein virtuelles Büro gehabt.

Speaker: Also dass wir wirklich regelmäßig und bis zum heutigen Tage machen wir das auch weiter, dass wir uns jede Woche über, ich glaube damals war es

Speaker: Ich glaube, es war erst Skype, dann war es irgendwann während Corona Zoom, weil alle Zoom gemacht haben.

Speaker: Jetzt sind wir mittlerweile bei Signal, dass wir gemerkt haben, okay, wir können uns in dieser Signal-Gruppe auch eigentlich per Videocall anrufen, dann machen wir das.

Speaker: Dass wir uns jede Woche, wo auch immer wir sind, zusammentrommeln.

Speaker: Genau, und dann haben wir eigentlich relativ schnell so eine Art Nullnummer, die wir aber blöderweise, wie ich finde, nach...

Speaker: also im Nachhinein, die haben wir nicht Nullnummer genannt, sondern Polle Nummer 1.

Speaker: Das war eine sehr kleine, DIN A5 große, auch sehr dünne noch Polle, wo einfach, ja auch, also ich glaube, der erste Impuls kam dann von mir, dass ich gesagt habe, ich finde so kleine Hefte total toll irgendwie, so lass doch mal irgendwie sowas machen und da kamen dann erstmal ganz viele Ideen,

Speaker: die sich auch bei mir tatsächlich auch vorher immer so angesammelt hatten.

Speaker: Ich wollte vorher schon Magazine machen, die irgendwie so ein bisschen spiegelsymmetrisch aufgebaut waren.

Speaker: Daher kam die Idee, dass man so eine Art Wimmelbild hat, was wie eine Art Vorsatzpapier ist, aber durch das Heft durchgeht, quasi sozusagen wie eine Art Rahmen ist.

Speaker: Das ist jetzt sehr technisch, aber...

Speaker: Ja, das klingt ein bisschen verkopft, wie ich jetzt bin.

Speaker: Und dann ist der Anteil der Seiten und der Umfang der Geschichten wieder geschrumpft.

Speaker: Und dann gab es als vorletzte Doppelseite wieder die Strips, die dann sogar aufgegriffen haben, was in den ersten Strips.

Speaker: Also es war sehr, sehr verkopft.

Speaker: Es war sehr konzeptionell.

Speaker: Aber das war dann die erste Nummer.

Speaker: die wir auch tatsächlich durch ein Crowdfunding finanziert haben, was rückblickend eine sehr gute Idee war, weil wir dadurch eben auch, ja wahrscheinlich auch dich erreicht haben, weil durch so eine Art Aufmerksamkeit zustande kam, Mensch, wir haben jetzt diese Idee, wir wollen gerne diese erste Nummer produzieren, so sehen wir aus, helft uns dabei, seid mit dabei und genau, dadurch haben wir aus dem Stand heraus relativ,

Speaker: viel Interesse gewinnen können und dann konnten wir auch direkt im Comicsalon Erlang diese erste Nummer vorstellen.

Speaker: Gutes Timing, ja.

Speaker: Also da muss man Hut ab vor Jakob, das war natürlich ein kleines Geniestück.

Speaker: Schön, ja.

Speaker: Und so ging das dann weiter.

Speaker: Also ich kann jetzt noch ein bisschen weitererzählen.

Speaker: Danach haben wir dann gemerkt, okay, also so weiter können wir das nicht produzieren.

Speaker: Wir müssten schon irgendwie eine Art von Zuhause finden.

Speaker: Dann haben wir irgendwann die Damen... Warte kurz.

Speaker: Wieso konntet ihr das so nicht weiter?

Speaker: Also ich kann mir vorstellen, was daran schwierig ist unter uns, aber

Speaker: Nimm mal unsere Hörerinnen und Hörer, die jetzt nicht schon 10 Jahre, 20 Jahre im Verlagswesen irgendwie oder mit Büchermachen beschäftigt sind.

Speaker: Nimm die mal kurz mit vielleicht.

Speaker: Wo liegen denn da die Schwierigkeiten?

Speaker: Also du hast das jetzt so, das klingt alles sehr stimmig und konzeptionell, ja oder nein, da kann man drüber streiten.

Speaker: Ja, sehr verkopft, aber ja.

Speaker: Aber wo kamen denn zum Beispiel die Strips her?

Speaker: Hast du die gemacht?

Speaker: Habt ihr die gemacht?

Speaker: Oder hast du einfach Befreundete?

Speaker: Du hast ja sicherlich ein Netzwerk von Künstlerinnen und Künstlern, die du mal so anhauen kannst, sag ich mal.

Speaker: Kam das daher?

Speaker: Ja, also genau.

Speaker: Also wir hatten KollegInnen, sowohl ich hatte KollegInnen, als auch Jakob kannte eben dadurch, dass er in Frankfurt sehr stark eben eigentlich vernetzt ist und

Speaker: mittlerweile auch eben für Comic-Verlage, die gerne ihre AutorInnen auf Lesereise schicken wollen, dann machen sie immer auch Station in Frankfurt und dann ist der erste Ansprechpartner eben meist auch Jakob, weil er eben auch ganz viele Veranstaltungen rund um Comics in Frankfurt organisiert.

Speaker: Aber deswegen kannte er auch und kennt eben auch sehr gut in Frankfurt die Laboratelier-Gemeinschaft.

Speaker: Die ist vielleicht den Comic-LeserInnen vom Splitter-Podcast nicht so

Speaker: Direkten Begriff, das sind eher IllustratorInnen, Philipp Wächter, Anke Kuhl, Jörg Mühle, die kommen eher aus dem Kinderbuchbereich, Moni Port, die Zubinskis, die machen sehr viele so Kritzelbücher im Bels und Gehberg Verlag, daher kennt man die vielleicht.

Speaker: Und die haben aber schon immer auch irgendwie ein Interesse für Comics gehabt und deswegen setzte sich dann die erste Nummer eben aus Personen zusammen, die einerseits ich kannte oder die ich gut fand und die wir dann einfach angesprochen haben, so wie Nadja Bude.

Speaker: Die fanden wir einfach so oder so total toll und haben sie dann einfach...

Speaker: frech angeschrieben oder genau, wer war da alles noch dabei?

Speaker: Paul Petzl, Leo Leo, wer kannte ich, weil er sitzt tatsächlich sogar auch hier in Köln.

Speaker: Ich sitze in Köln, muss ich dazu sagen.

Speaker: Und genau, das war eine bunte Mischung aus Personen, die Jakob kannte, Personen oder KollegInnen, die ich kannte und

Speaker: Oder eben auch Leute, die wir beobachtet haben.

Speaker: Auch Dominik interessiert sich ja auch für Comics, die er auch toll fand.

Speaker: Zum Beispiel hat Max Fiedler dann einen Song von Dominik auch illustriert.

Speaker: Max Fiedler auch ein Comiczeichner aus Düsseldorf.

Speaker: Und relativ viel in der ersten Nummer habe ich tatsächlich auch noch...

Speaker: Ich glaube, ich habe zwei Comics gezeichnet, aber eher getextet, weil wir dann einfach gemerkt haben, oh, okay, es gibt einige Zeichnerinnen und Zeichner, die gerne was für uns machen würden, aber die jetzt gar nicht so unbedingt Ideen haben.

Speaker: Und dann habe ich eben, dadurch, dass ich ja eigentlich auch sehr, sehr lange auch für Käpt'n Laubeer und so weiter getextet habe, auch für Mackie getextet habe.

Speaker: Also das liegt mir, das kann ich sehr schnell und das mache ich total gerne, dass ich dann einfach für die ein paar Comics oder Strips oder so mir ausgedacht habe, die sie dann gezeichnet haben.

Speaker: Ja, verstehe, verstehe.

Speaker: Das heißt, ihr hattet dann so ein Potpourri an Material.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Und das war auch ein Reizier.

Speaker: Das klingt super schön, ist doch toll.

Speaker: Also ist doch super.

Speaker: Das war gar nicht negativ gemacht.

Speaker: Nee, nee, absolut.

Speaker: Und dann habt ihr das im Eigenverlag gelayoutet und irgendwie an den Druck gebracht und dann erstmal an die Leute aus dem Crowdfunding

Speaker: verteilt oder ging das auch schon so im breiten Handel?

Speaker: Gar nicht, überhaupt nicht, genau.

Speaker: Das Layout mache ich seit der ersten Nummer selber und genau, dann haben wir es einfach erstmal gedruckt und haben das an die Leute geschickt, die uns bei dem Crowdfunding unterstützt haben und dann war eben die Frage, ja und jetzt, was machen wir jetzt?

Speaker: Ich glaube sogar, dass wir, da müsste ich jetzt nochmal jagenfragen, ob das wirklich stimmt, aber ich glaube sogar, dass wir

Speaker: sogar in Erlangen sogar einige Exemplare gratis verschenkt haben, einfach um Werbung zu machen.

Speaker: Also wir wussten jetzt, das ist finanziert durch das Crowdfunding und jetzt wollen wir einfach Interesse für dieses Magazin erwecken.

Speaker: Und dann haben wir gemerkt, naja, okay, aber wie vertreiben wir das überhaupt?

Speaker: Und damals...

Speaker: war eben ich hauptsächlich eben auch Comiczeichner und dann plötzlich auch Magazinmacher, aber nicht unbedingt Verleger.

Speaker: Also ich war quasi sozusagen, ich wusste, wie mein eigener Verlag Reprodukt, also der Verlag, der meine Comics herausgibt, wie der damit umgeht.

Speaker: Aber ich wusste selber nicht, was muss man da jetzt machen, dass irgendwie ein Comic oder ein Buch überhaupt in irgendein Geschäft oder ein Comicladen oder ein Zeitschriftenladen oder so überhaupt geht.

Speaker: Und wir haben dann selber gemeint, ach, das ist für uns echt ein Buch mit sieben Siegeln.

Speaker: Wir müssen uns am besten irgendjemanden suchen, der sich damit eh schon gut auskennt.

Speaker: Und dann hat uns der Zufall eben auch an die Verlegerinnen und Magazinmacherinnen des Gekko Magazins geführt.

Speaker: Das ist ein Bilderbuchmagazin, das in München entsteht und auch seit vielen, vielen Jahren.

Speaker: dort gemacht wird und was eben auch über das Abo funktioniert.

Speaker: Und ja, die beiden oder drei Macherinnen sind es.

Speaker: Zwei davon haben wir dann eben auch kennengelernt und uns mit denen getroffen und die haben gesagt, ja, wir versuchen das mal.

Speaker: Wir sind dann gerne eure Herausgeberin und ihr macht einfach euer Magazin und wir kümmern uns darum, dass dieses Magazin irgendwie auch über unseren Shop, aber auch über den Buchhandel irgendwie fliegen kann.

Speaker: Ja, das, was ein Verlag halt macht.

Speaker: Genau, was ein Verlag macht.

Speaker: Es ist ehrlich gesagt genau das, was ich erwartet hatte, worauf du hinaus willst mit.

Speaker: Wir wollten das nicht mehr alleine weitermachen.

Speaker: Verlagsarbeit ist manchmal irgendwie erschreckend trivial, aber halt gar nicht so einfach, wenn man es nicht schon mal gemacht hat.

Speaker: Richtig, genau.

Speaker: Wir wussten gar nicht, wie kriegt man eine ISBN-Nummer.

Speaker: Genau, solche Kleinigkeiten.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Wie soll man das überhaupt machen?

Speaker: Wie kommen wir überhaupt in dieses große, große, inzwischen wissen wir Barsortiment, aber wie kommen wir überhaupt rein?

Speaker: Das war alles irgendwie so komplett Neuland und wir waren auch eher so, dass wir jetzt so viele Ideen hatten, wie man das Magazin inhaltlich machen könnte, als dass wir uns da jetzt unbedingt reinfrimmen wollten.

Speaker: Aber so läuft es im Optimalfall.

Speaker: Das ist auch unsere Hoffnung immer im Umgang mit unseren Künstlerinnen und Künstlern.

Speaker: Die machen ihr Ding und wir kümmern uns um den ganzen Backoffice-Kram, so gut es halt geht.

Speaker: Ich muss sagen, bei Polly bin ich echt sehr beeindruckt, wie gut verfügbar das auch alles noch ist, vor allem auch noch bis runter zur Nummer 1 irgendwie.

Speaker: Ja, ja.

Speaker: Ist sogar bei dem großen Moloch mit A verfügbar, wo ihr nicht bestellen solltet, wie ihr zuhört.

Speaker: Aber das ist immer ein Zeichen, dass da irgendjemand im Hintergrund eine ganz solide Arbeit leistet, was so Datenanlieferungen und so weiter angeht, wenn es auf Amazon halt gut gelistet ist.

Speaker: Trotzdem lieber im allgemeinen Buchhandel bestellen.

Speaker: Absolut, sehen wir auch so.

Speaker: Und wir selber stellen es auch nicht bei Amazon rein.

Speaker: Das macht tatsächlich das Barsortiment.

Speaker: Das ist bei uns exakt genauso.

Speaker: Aber trotzdem spricht es dafür, dass die Barsortimente halt gut bedient werden.

Speaker: Und die Barsortimente sollen gut bedient werden.

Speaker: Absolut, richtig, genau.

Speaker: Die brauchen wir unbedingt.

Speaker: Also das sieht wirklich sehr professionell gemacht aus, aus meiner bescheidenen Worte.

Speaker: Ja, danke.

Speaker: Genau, also das war tatsächlich dann wie so eine Art Zwischenlösung.

Speaker: Wir haben dann zwei Nummern bei Gecko produziert.

Speaker: Da kam dann auch eben das jetzige Format zustande, dass die beiden Gecko-

Speaker: uns auch zu Recht gesagt haben, ah, dieses Heftmäßige, vielleicht wollt ihr schon ein bisschen größer werden irgendwie, dann könnt ihr irgendwie, also wir haben oft das Feedback bekommen, ah, das ist alles so klein und ich weiß nicht, ob meine Kinder das lesen können, wo ich dann immer sage, ich bin irgendwie immer, da werde ich im ersten Impuls, werde ich dann immer so ein bisschen, ähm,

Speaker: aufbauschen und denke, naja, Kinder, für Kinderhände ist das genau richtig, aber am Ende weiß ich eben auch, es sind die Erwachsenen, die so ein Magazin am Ende kaufen oder darüber entscheiden, ob es gekauft wird oder nicht.

Speaker: Und wenn die Erwachsenen das Gefühl haben, das ist alles ganz klein und irgendwie kleinteilig und nichts richtiges, dann

Speaker: dann spielt uns das nicht in die Hände, dann geht das am Ziel vorbei.

Speaker: Und so haben wir eben das Format etwas vergrößert.

Speaker: Schlussendlich sind die Comics jetzt nicht größer abgedruckt, weil wir vorher eben drei Panel-Zeilen hatten und jetzt haben wir vier Panel-Zeilen.

Speaker: Also sozusagen jedes Panel ist eigentlich genau gleich groß geblieben, aber es wirkt irgendwie ein bisschen größer.

Speaker: Es hat auch an Umfang gewonnen und dieses etwas verkopftere ist...

Speaker: mit dieser symmetrischen Aufteilung des Hefts ist auch so ein bisschen da rausgewichen und wir haben irgendwie gemerkt, okay, genau, wir wollen ein bisschen Langstrecke machen, wir wollen aber auch kürzere One-Pager oder kürzere Comics zeigen.

Speaker: Wir wollen ein paar Rubriken haben, weil wir eben auch gemerkt haben.

Speaker: Ja.

Speaker: Genau, wir haben eben auch gemerkt und das ist quasi, das haben wir im Laufe der Nummern eben auch gemerkt, wir wollen halt eben Kindern, ähm,

Speaker: eine Vielfalt an Comics-Dielen und an Ansätzen und an Geschichten liefern, aber wir wollen eben auch irgendwie so ein paar Konstanten drin haben, sodass nicht immer in jedem Heft alles komplett neu ist, weil

Speaker: Kinder brauchen eben auch Konstanz.

Speaker: Das ist, ne genau, also so trivial das jetzt ist, sowas zu sagen, aber das haben wir eben auch gemerkt.

Speaker: Also Leowald ist in jedem Heft drin, immer an der gleichen Stelle und unsere Rubriken sind auch immer da und wir versuchen auch, viele Zeichnerinnen und Zeichner regelmäßig Spinsler haben.

Speaker: Wir haben jetzt sehr lange Thomas Wellmann drin gehabt mit Nicolotte Mangold.

Speaker: Genau, also wir versuchen so feste Flöcke drin zu haben und dann aber trotzdem immer wieder eine spannende, interessante Mischung für Kinder zu zeigen, die sie natürlich auch so ein bisschen herausfordert, dass es eben das...

Speaker: Das Besondere an Paul, das ist eben schon so ein bisschen aus der Komfortzone.

Speaker: Ich habe ja auch selber Kinder.

Speaker: Ich habe auch einen Sohn, der am liebsten eben auch immer wieder eine Serie hören will, der am liebsten Benjamin Blümchen die Folge 4537 hören möchte, weil er sich in dieser Welt auskennt und weil er sich da jetzt nicht groß irgendwie neu einfinden muss, weil er irgendwie, das ist wie eine Tapete, da weiß man, was man hat.

Speaker: Das ist irgendwie, da wird nicht das Rad neu erfunden, sondern das ist einfach nur ein bisschen, ähm,

Speaker: Ein bisschen einfach ein kleiner Input oder wie ich selber auch bei den drei Fragezeichen, wo das jetzt auch die x-fache Wiederholung desgleichen ist.

Speaker: Aber genau, also wir versuchen so einen Balanceakt dazwischen.

Speaker: Probier mal ein bisschen was Neues, guck mal, ob dir das schmeckt.

Speaker: Aber es gibt natürlich auf jeden Fall auch die Sachen, die du vielleicht schon kennst.

Speaker: Ich finde das eine sehr elegante Art und Weise, wie das Heft ist.

Speaker: Also ich habe jetzt nochmal die späteren Ausgaben nochmal nachgelesen.

Speaker: Und ich kann echt nur sagen, schaut euch das mal an.

Speaker: Du erklärst es sehr gut, aber das muss man, finde ich, ein bisschen auf sich wirken lassen, wie dieser Mischung aus provozierendem Chaos, nenne ich es mal.

Speaker: Also so ein bisschen herausfordernd.

Speaker: vor allem für Kinder, also aus einer Erwachsenensicht von einem Mitte 30-jährigen Mann, das ist natürlich jetzt alles nicht wahnsinnig herausfordernd zu lesen, aber es macht Spaß.

Speaker: Und es sind Themen, die mich auch als Erwachsenen noch beschäftigen oder wo ich einen Anschluss zu finde.

Speaker: Und ich finde aber, ihr kriegt es gut hin, was du gerade beschrieben hast, so eine Mischung aus

Speaker: Man blättert um und kann sich in eine neue Geschichte einfinden, aber man hat nie das Gefühl, man ist im Buch verloren.

Speaker: Das mit den Rubriken ist sogar mir aufgefallen.

Speaker: Das ist echt cool.

Speaker: Du hast es jetzt schon angerissen mit den Rubriken und den wiederkehrenden Künstlerinnen und Künstlern und wie ihr das System, das Magazin so befüllt.

Speaker: Wir haben jetzt erfahren, ihr trefft euch einmal die Woche auf einer...

Speaker: Wechselnde Plattform im Internet.

Speaker: Wie lange dauert es denn so eine Poller-Ausgabe?

Speaker: Ihr erscheint zweimal im Jahr, September und März, glaube ich.

Speaker: Genau, ja, richtig.

Speaker: Aber heißt das jetzt beispielsweise, die September-Ausgabe wird erscheinen und ab dann geht die Arbeit für die März-Ausgabe los oder ist dann eine kleine Pause oder ist das eh ein viel fließenderer Prozess und lässt sich gar nicht so in einen Produktionsplan gießen?

Speaker: Wie entsteht so eine Polle-Ausgabe zeitlich?

Speaker: Also tatsächlich mache ich auch für jede neue Ausgabe einen Produktionsplan, wo einfach für alle drinsteht, dann und dann soll das Heft erscheinen.

Speaker: Das ist meistens irgendwie auch so ein bisschen verknüpft mit möglicherweise auch...

Speaker: Festivals oder irgendwelchen Veranstaltungen, die vielleicht dann stattfinden.

Speaker: Also jetzt im September wird es sein, der Kindercomictag in Berlin, der tolle Comicladen Modern Graphics organisiert.

Speaker: Liebe Grüße an Micha.

Speaker: Genau, liebe Grüße an Micha, der ja auch in deinem Podcast zu Gast war.

Speaker: Genau, mit Micha Wiesler habe ich auch schon mal hier gesprochen.

Speaker: Genau.

Speaker: toller Typ, unglaublich toller Laden.

Speaker: Ja, sehr, sehr, sehr, sehr umbetriebig auch.

Speaker: Ja, wahnsinnig engagiert.

Speaker: Ich war noch nie bei dem Kindercomic-Tag, aber wir supporten da ja aus Bielefeld, von Bielefeld aus auch immer so ein bisschen.

Speaker: Das ist schon stark, was er da auf die Beine stellt.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Ich war tatsächlich leider bisher auch noch nie da, aber werde jetzt im September da sein.

Speaker: Schön.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Und also das haben wir dann eben als Anlass genommen, okay, dann und dann wird im September dieser Kindercomic-Tag sein.

Speaker: Wäre ja

Speaker: blöd, wenn wir da hinkommen und haben noch nicht die neue Polle mit im Gepäck.

Speaker: Na, okay, dann machen wir es, dass die neue Polle eine Woche vorher auf jeden Fall aus der Druckerei kommt und dann rechne ich eben wirklich von hinten, okay, wir brauchen, müssen sechs Wochen Puffer für die Druckerei einkalkulieren, bis dann und dann sollten die Beiträge auf jeden Fall unbedingt, auf jeden Fall vorliegen, dann noch zwei Wochen vorher gerechnet, das ist die Deadline, die wir den KünstlerInnen

Speaker: Jetzt hast du das größte Geheimnis des Verlagswesens hier schon ausgeplaudert, dass die finalen Deadlines nicht die finalen Deadlines sind.

Speaker: Ich meine, ich bin ja auch selber aufgeregt.

Speaker: Ich habe ja bei Reprodukt auch immer irgendwelche Deadlines gehabt und dann habe ich mir hier wirklich einen Wolf abgearbeitet und dann geschickt und dann habe ich gesagt, ja, ich bin jetzt erstmal zwei Wochen in Urlaub, aber wir freuen uns sehr, dass die Dateien da sind.

Speaker: Und ich so, what?

Speaker: Ihr macht damit jetzt gar nichts.

Speaker: Ja genau, wie, das war ein Puffer.

Speaker: Ich kenne quasi die beiden Seiten.

Speaker: Aber ich kann wirklich voll erstaunen und voll Freude auch verkünden, dass wir es bisher, Klopf auf Holz, wirklich noch nie hatten, dass uns eine Zeichnerin oder einen Zeichner komplett irgendwie...

Speaker: komplett die Deadline gerissen hat und gesagt hat, ich schaff's nicht und Leute, ich bin raus, ihr müsst irgendjemand anderen finden, zwölf Seiten werdet ihr schon schaffen, sondern dadurch, dass wir eben auch wirklich auch immer ganz kleinschrittig irgendwie nachfragen und auch bitten,

Speaker: Schick uns erstmal bitte vielleicht so eine kurze Idee, was du hast für eine Geschichte.

Speaker: Schick uns bitte das Storyboard, dann besprechen wir das in der Reaktion.

Speaker: Okay, tolle Betreuung, ja.

Speaker: Genau, das ist wirklich auch quasi der Mehrwert, den wir den Künstlerinnen und Künstlern auch bieten wollen.

Speaker: Und dann muss ich eben auch zufügen, das ist jetzt, greift so ein bisschen vor und zurück, aber irgendwann hat Dominik nach der dritten Ausgabe gemerkt, okay, er konzentriert sich lieber ein bisschen mehr auf die Musik,

Speaker: weil dieses ganze Organisatorische und so, er kommt eben auch nicht 100% aus dem Comic.

Speaker: Und dann haben wir eben die wunderbare Redakteurin, die eben meine Bücher beim Reprodukt Verlag lektoriert hat und auch Korrektur gelesen hat, Wiebke Hähnchen, stattdessen ins Boot mitgeholt, die eben seit der vierten Ausgabe von Polle mit an Bord ist.

Speaker: Und das Besondere eben an Wiebke ist, dass sie...

Speaker: ich muss ja eben schon sagen, wenn ich ein Comic von jemand anderem lese, gucke ich natürlich eben auch, ich kann gar nicht anders da drauf, eben als selber eben auch Comic-Künstler und Comic-Zeichner.

Speaker: Also ich kann mich natürlich nie ganz frei machen.

Speaker: Ich versuche immer zu sagen, okay, was will diese Person erzählen?

Speaker: Kann sie das, was sie erzählen will, mit diesen Mitteln auch wirklich rüberbringen?

Speaker: Oder steht sie sich dabei selbst im Weg?

Speaker: Aber Wiebke ist da nochmal viel professioneller, als ich das sein kann und eben auch Jakob sein kann, weil eben sie wirklich

Speaker: echte Comic-Redakteurin und Lektorin ist.

Speaker: Das heißt, sie begleitet eben auch für den Reprodukt-Verlag.

Speaker: Sie hat unter anderem mit Aisha Franz an dem Work-Life-Balance-Comic wirklich auch entschieden mitgearbeitet.

Speaker: Und so fort und so weiter.

Speaker: Also sie ist wirklich eine gestandene Lektorin.

Speaker: Und das ist eben der Mehrwert, den wir eben unseren Künstlerinnen bieten, dass wir sagen, ihr macht was für uns, ihr werdet dafür bezahlt.

Speaker: ihr bekommt ein Lektorat, aber ihr habt alle weiteren Rechte an den Beiträgen, die ihr für uns macht.

Speaker: Das bedeutet, wenn ihr sozusagen den Beitrag für uns gemacht habt, habt ihr ein Lektorat bekommen von uns, ihr habt Geld bekommen von uns, ihr habt eine Plattform bekommen von uns und ihr könnt diesen ersten, vielleicht ist es eine Art von Pitch oder so für Verlager, diesen Pitch könnt ihr weiternehmen und damit...

Speaker: Meistens eben bei anderen Verlagen, weil der Peridot-Verlag, der inzwischen entstanden ist, noch nicht so groß ist, dass er eben solche Bücher auch weitertragen will und kann.

Speaker: Aber meistens eben bei anderen Verlagen.

Speaker: Ihr könnt euch mit diesem Beitrag dann eben dort vorstellen.

Speaker: Und ihr könnt eben aus dieser ersten Idee, die vielleicht 10, 12, 13 Seiten umfasst, könnt ihr ein fertiges Buch machen.

Speaker: Und das haben sehr viele tatsächlich auch sogar gemacht.

Speaker: Und das ist quasi so die Art auch Förderung, die wir versuchen auch zu erledigen.

Speaker: mit Polle anzubieten.

Speaker: Wir bieten euch ein Lektorat und wir bieten euch ein Honorar.

Speaker: Das wird alles nicht auf sozusagen Basis von wir verdienen alle nichts dabei und wir machen das alles hier irgendwie, es ist doch auch Werbung für euch, blablabla, sondern wir versuchen schon auch als eine Art von Wertschätzung circa 100 Euro pro Seite für die Zeichnerinnen und Zeichner zu bezahlen.

Speaker: Und genau, das ist dann wie eine Art von Lizenz für diesen Abdruck in dieser Polle und den Rest

Speaker: Der Rest bleibt bei den Künstlerinnen und Künstlern.

Speaker: Das ist ein super schönes Konzept.

Speaker: Also absolut unterstützenswert.

Speaker: Und wie gesagt, ich finde die Produkte auch wahnsinnig schön, die dabei rauskommen.

Speaker: Ich könnte mir auch vorstellen, dass da viele ZeichnerInnen mitmachen wollen.

Speaker: Also ich könnte mir vorstellen, dass das der Grund ist, warum euch noch keine Deadlines gerissen wurden.

Speaker: Weil ich mir vorstellen könnte, dass das einfach für alle Beteiligten ein wahnsinnig schönes Gefühl auch ist, daran teilzuhaben.

Speaker: Aber wo kommen denn die Leute jetzt her eigentlich so ganz konkret?

Speaker: Genau, also das ist immer eine Art von Brainstorming innerhalb unserer Redaktion, dass wir, also im Fall von Jakob, dadurch, dass eben durch Frankfurt am Main eben so viele Künstlerinnen und Künstler irgendwie durchlaufen, mit denen er dann Veranstaltungen macht zu ihren jeweiligen Büchern,

Speaker: Jakob kommt immer wieder eben auch mit neuen Künstlerinnen und Künstlern in Kontakt.

Speaker: Hat dann irgendwie so eine kleine Liste an Leuten.

Speaker: Ich tatsächlich vornehmlich über Instagram entdecke Zeichnerinnen und Zeichner, deren Strich ich interessant finde und bei denen ich eben auch finde, sowas hatten wir noch nicht und irgendwie sowas würde ich gerne auch mal Kindern zeigen als

Speaker: ja, irgendwie als Möglichkeit.

Speaker: So kann man eben auch zeichnen.

Speaker: Und das irgendwie deckt sich so ein bisschen mit unserem Geschmack.

Speaker: Aber es muss nicht immer alles 100% unser Geschmack sein.

Speaker: Es muss irgendwie zusammenpassen und es muss auch innerhalb eines Heftes irgendwie so stimmig sein, dass es eben nicht komplett alles gleich ist, aber auch nicht komplett unverständlich und komplett ohne roten Faden.

Speaker: Ja.

Speaker: Und dann ist es so, dass sich Menschen bei uns melden.

Speaker: Dann ist es so, dass...

Speaker: Ja, dann ist es so, dass... Ja, das ist ja schon einiges.

Speaker: Genau, dann ist es einiges und dann ist es eben aber auch so, dass sich Zeichnerinnen und Zeichnerinnen, mit denen wir schon mal zusammengearbeitet haben, auch nochmal melden und sagen... Ja, denke ich mir.

Speaker: Genau, also das war jetzt schön und ich hätte jetzt hier irgendwie nochmal, vielleicht sogar noch eine zweite oder dritte Episode von etwas, was ich für euch gezeichnet habe und dann, das finden wir toll und das wollen wir eben auch, so wiederkehrende Elemente haben,

Speaker: Ja, und dann haben wir eben so einen großen Pool und eben aber auch Einsendungen.

Speaker: Manchmal sagen wir, das passt und manchmal sagen wir, gerade passt es irgendwie noch nicht, aber...

Speaker: Melde dich gerne nochmal und wir melden uns aber auch, wenn wir irgendwie das Gefühl haben, da könnte sowas, was du gerade machst, dazukommen.

Speaker: Und genau, das ist dann also eine große Gesamtlage.

Speaker: Manchmal fallen uns Bücher aus dem Französischen oder Englischen oder so in die Hände.

Speaker: Ja.

Speaker: Und manchmal ist es eben auch in der Vergangenheit so gewesen, dass wir, um überhaupt das alles finanzieren zu können, weil das muss man leider auch dazu sagen, es ist relativ dumm zu sagen, wir sind ein werbefreies Magazin und gleichzeitig bezahlen wir alle.

Speaker: Weil, wie ich dann eben auch sozusagen auf den harten Weg lernen musste, eigentlich finanzieren sich Magazine, die an Zeitschriften-Kiosks verkauft werden, hauptsächlich durch Werbung.

Speaker: Ja.

Speaker: Genau, und dann zu merken, okay, wir haben also den Claim, den ich immerhin irgendwie auch noch wichtig finde, dass ich möchte, ich will jetzt Kindern nicht irgendwie auch noch Punika irgendwie da drunter geben.

Speaker: Wenn sie das im Supermarkt sehen, dann ist das ihre Sache oder so Überraschungseier, aber ich möchte mich davon jetzt nicht abhängig machen.

Speaker: Ich will auch nicht irgendwie in einer Art von Plattform für Kinder,

Speaker: all solche Sachen und Lego und was auch immer, was ich natürlich auch alles selber als Kind toll fand, aber ich möchte da jetzt nicht als Plattform für gehen.

Speaker: Aber wenn man sich eben dann eben dazu entschließt, keine Werbung zu machen, aber die Zeichnerinnen und Zeichner eben auch fair zu entlohnen, dann hat man irgendwie eine große Lücke, die wir am Anfang eben auch noch nicht füllen konnten.

Speaker: Und dann haben wir eben versucht, kulturelle Partnerschaften einzugehen.

Speaker: Also eben auch zum Beispiel

Speaker: das Institut Francais oder die kanadische Botschaft irgendwie anzufragen und zu sagen, okay, wir würden dann einen ganz kleinen Frankreich- oder Kanada-Schwerpunkt oder Schweiz-Schwerpunkt oder Norwegen-Schwerpunkt machen.

Speaker: Das bedeutet nicht, dass das gesamte Heft ein Werbeblatt für Norwegen oder so sein muss, aber dass wir eben auch so ein bisschen versuchen,

Speaker: dann eben Künstlerinnen und Künstler aus dem jeweiligen Land irgendwie einzuladen.

Speaker: Und das hat dann eben uns auch immer ganz toll irgendwelche groben Richtungen vorgezeigt, dass wir sagen, okay, gucken wir uns mal um.

Speaker: Kennen wir überhaupt Zeichnerinnen und Zeichner aus Norwegen?

Speaker: Wer ist in der Schweiz, der uns oder die uns da interessiert?

Speaker: Genau, das war eben dann auch eine sehr lange Antwort.

Speaker: Entschuldige.

Speaker: Aber du hast jetzt tatsächlich auch schon dann damit Fragen beantwortet, die ich später auch noch gestellt habe.

Speaker: Das ist nämlich...

Speaker: mehr ausländische KünstlerInnen aufgetaucht sind, das fiel mir auf.

Speaker: Aber ich glaube halt, dass das ein Blick ist, den man, das ist wieder so ein Nerdblick, der Kinder auch ehrlich gesagt wahrscheinlich gar nicht interessiert.

Speaker: Überhaupt nicht.

Speaker: Und es ist ja unabhängig jetzt von Fördertöpfen und oder nicht, und das ist ja gar nichts Ehrenwüriges, ganz, ganz viele Comicschaffende sind auf Fördertöpfe auf eine gewisse Art und Weise angewiesen.

Speaker: Und gleichzeitig passt es ja, finde ich, trotzdem super zu dem Konzept.

Speaker: Ja.

Speaker: Kinder mit verschiedenen Dingen auszusetzen.

Speaker: Denn warum nicht auch Literatur aus anderen Ländern?

Speaker: Ja, absolut.

Speaker: Das sind natürlich trotzdem, wenn man es nicht weiß, würde ich sagen, fällt es überhaupt nicht auf, weil es einfach Comics sind.

Speaker: Die sind ja auch übersetzt und alles.

Speaker: Es ist ja nicht so, dass die Kids dann auch Französisch lernen müssten.

Speaker: Ja, absolut.

Speaker: Aber es ist natürlich trotzdem so eine ganz leicht andere Art von Erzählung.

Speaker: Genau, richtig.

Speaker: Und aus Kindersicht fällt das natürlich überhaupt nicht auf, aber letzten Endes ist es dasselbe Prinzip, was du ja auch am Anfang erwähnt hast.

Speaker: Disney ist halt amerikanisch geprägt und ist so ein Studiosystem.

Speaker: Richtig.

Speaker: Ich wurde dadurch ja auch geprägt.

Speaker: Ich habe dieselben Sachen gelesen damals.

Speaker: Ich finde das vollkommen okay.

Speaker: Und das beantwortet jetzt eine Frage, die ich nämlich als nächstes dann oder demnächst gestellt hätte auch.

Speaker: Bezüglich der Finanzierung.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Also ihr finanziert euch auch durch Fördertöpfe quer.

Speaker: Ja, inzwischen tatsächlich leider sogar nicht mehr.

Speaker: Nicht mehr?

Speaker: Oh, okay.

Speaker: Weil wir eben gemerkt haben, okay, wir haben jetzt eigentlich so relativ so die Kulturinstitutionen, die auch Fördermittel haben, so ein bisschen abgegrast und wir wollen jetzt uns nicht ständig wiederholen und jetzt nochmal eine Nummer mit Schwerpunkt da und da machen.

Speaker: Und dann haben wir gemerkt, okay, also vielleicht gelingt es uns ja, weil es eben auch unglaublich viel Kapazität gefressen hat.

Speaker: Wir haben so ein bisschen die Aufgabenteilung.

Speaker: Jakob, ich habe es ja auch am Anfang schon so ein bisschen angerissen, der ist vernetzt, der hat Kontakt zu Kulturinstitutionen.

Speaker: Das heißt, das war immer Jakobs Aufgabe.

Speaker: Das heißt, der hat sich dann mit den

Speaker: Institutionen in Verbindung gesetzt und gesagt, hier Anträge vielleicht auch geschrieben und so.

Speaker: Das ist wahnsinnig viel Arbeit immer wieder gewesen.

Speaker: Und irgendwann sind wir auch irgendwie an eine Art natürliches Ende damit gekommen.

Speaker: Das kann ich aus eigener Erfahrung kurz, also für die Hörerinnen und Hörer klingt das jetzt vielleicht ein bisschen seltsam.

Speaker: Ja, aber da ist ja Geld da.

Speaker: Wieso nimmt man das nicht einfach mit?

Speaker: Aber jede Person, die schon mal versucht hat, irgendwie so Fördertöpfe einzuführen,

Speaker: Sei es jetzt im kulturellen oder in irgendeinem beliebigen anderen Kontext.

Speaker: Das ist immer echt viel Arbeit.

Speaker: Entschuldigung.

Speaker: Es ist super viel und das muss alles dann eben auch nachgewiesen werden.

Speaker: Klar, da wurde dann Geld an uns gezahlt und da müssen wir eben aber auch natürlich sagen, okay, das Geld haben wir dann da und dafür ausgegeben, das und das.

Speaker: passiert und so weiter und so fort.

Speaker: Genau, und dann haben wir eben irgendwann gemeint, okay, vielleicht schaffen wir es ja wirklich, dass Polle sich aus sich heraus finanziert, eben durch Förderabonnements oder durch anderes.

Speaker: Und ja, das haben wir tatsächlich dann auch durch dieses zweite Polle Crowdfunding, Polle fliegt weiter, auch geschafft.

Speaker: Also das ist wirklich erfolgreich gewesen, dass wir dadurch so viele neue Abos

Speaker: einsammeln konnten, dass wir jetzt durch die Abos nicht nur alle Zeichnerinnen und Zeichner bezahlen können, sondern sogar erstmals, muss man wirklich auch sagen, zum Beispiel meine Verlagsarbeit auch so ein bisschen honorieren können, weil das war bisher vorher tatsächlich alles wie eine Art Ehrenamt.

Speaker: Also insofern, das ist ein Happy Ending bis jetzt.

Speaker: Sehr schön.

Speaker: Vorläufiges Happy Ending.

Speaker: Finde ich cool.

Speaker: Also das ist ja ein Crowdfunding, was wirklich auch mit Nachhaltigkeit dann glänzt.

Speaker: Absolut.

Speaker: Also im Sinne von, es hat etwas geschaffen, was jetzt nicht, ihr müsst nicht unbedingt in einem halben Jahr schon wieder ein Crowdfunding machen.

Speaker: Nein, genau.

Speaker: Wir haben uns auch lange davor, ehrlich gesagt, auch gescheut, so ein Crowdfunding zu machen, weil mit einem Crowdfunding gewinnt man unglaublich viel Aufmerksamkeit,

Speaker: Aber man legt natürlich auch gewisse Defizite offen und zeigt, okay, also wir schaffen es einfach nicht.

Speaker: Wir haben uns bemüht und wir haben alles gegeben und wir haben das so weit gemacht, wie wir es bis jetzt konnten.

Speaker: Aber es reicht irgendwie nicht.

Speaker: Wir brauchen jetzt eure Hilfe.

Speaker: Und um Hilfe zu bitten, erfordert immer auch ein kleines, dass man sich irgendwie...

Speaker: durchringt und sich die Blöße gibt, aber es lohnt sich, muss man sagen, im wirklichen Leben ja auch immer auch um Hilfe zu bitten.

Speaker: Aber in dem Kontext muss man wirklich nochmal verstreichen, Werbefreiheit in dieser Editionsform, dieser Produktform ist unfassbar, wenn nicht sogar einzigartig.

Speaker: Für euch Hörerinnen und Hörer, das ist wirklich...

Speaker: Also ich finde es eher umgekehrt beeindruckend, dass es funktioniert mit in Anführungszeichen nur den Abos.

Speaker: Das ist schon krass, ehrlich gesagt.

Speaker: Also ich kann mir das finanziell kaum vorstellen.

Speaker: Es ist natürlich immer noch viel Arbeit.

Speaker: Man darf das sicherlich jetzt nicht in Stundenlöhne umrechnen.

Speaker: Überhaupt nicht.

Speaker: Aber dieses, also schaut, ich packe euch die Links natürlich alle in die Shownotes, wisst ihr ja, wie immer.

Speaker: Schaut euch das mal an und das ist wirklich gut investiertes Geld, wenn ihr euch da für ein Abo entscheidet.

Speaker: Ja, absolut.

Speaker: Ich habe es gemacht.

Speaker: Oh toll, vielen Dank.

Speaker: Jetzt erst, nachdem ich mich damit noch auseinandergesetzt habe.

Speaker: Vorher ehrlich gesagt nicht, aber das ist wirklich unterstützenswert.

Speaker: Und 24 Euro im Jahr für zwei Ausgaben, das ist auch echt nicht die Welt.

Speaker: Das ist ein richtig fairer Kurs.

Speaker: Das ist ein richtig fairer Kurs.

Speaker: Finden wir auch.

Speaker: Vielen Dank.

Speaker: Und es ist tatsächlich auch ein total schönes Geschenk.

Speaker: Das merken wir auch.

Speaker: Dadurch, dass wir die Möglichkeit auch haben, dass man sagt, okay, Rechnungsempfänger ist nicht gleich Lieferungsempfänger.

Speaker: Das kann man also wunderbar auch irgendwie Patenkindern oder Enkelkindern und so weiter schenken.

Speaker: Also ich mache es tatsächlich genau so.

Speaker: Also ich sammle die nicht.

Speaker: Ich lasse die schon an mich selber schicken.

Speaker: Ich möchte die selber gerne lesen.

Speaker: Aber wenn ich sie gelesen habe, ich habe Kinder im Freundeskreis, meine Partnerin hat Nichten, die lernen jetzt nämlich alle gerade lesen so langsam.

Speaker: Das ist perfektes Timing, ehrlich gesagt.

Speaker: Ja, toll.

Speaker: Und gerade auch für die Kinder, die lesen, lernen, haben wir sogar, und das wird leider sogar auch von unseren StammleserInnen leider auch,

Speaker: Wir haben in jeder Ausgabe eben auch einen Comic, der vorgelesen wird.

Speaker: Das rührt eben noch von der Idee, die Dominik und ich damals hatten, weil Dominik und ich machen eben solche Lesungen, auch solche Hörspiel-Comic-Lesungen auf der Bühne.

Speaker: Das heißt, wir lesen aus meinen...

Speaker: die eben bei Reprodukt erscheinen, immer mit Geräuschen, mit Musik und so weiter, auch in kleinen Animationen vor.

Speaker: Und das machen wir in Polle, tragen wir das auch weiter.

Speaker: Das heißt, die Kinder können sich eben meistens natürlich einen QR-Code oder einen Link wie so eine Art kleines Hörspiel anhören, während sie dann im Heft den Comic mitlesen können.

Speaker: Und das ist gerade für Kinder, die erst anfangen zu lesen, eine total schöne,

Speaker: Demonstration, was eigentlich in ihrem Kopf passieren kann, wenn man liest.

Speaker: Also wie quasi Text auch lebendig werden kann und wie quasi es im Kopf dann klingen kann, wenn man so etwas sich selber dann eben stumm vorliest.

Speaker: Vielleicht auch eine schöne Brücke von den allgegenwärtigen Tony-Boxen hin zu einem, also nichts gegen das Prinzip, kann man stehen, wie man will, zu.

Speaker: Aber es steht gleich nur festzustellen, dass sehr viele Kinder diese Dinger besitzen und gerne verwenden.

Speaker: Vielleicht, ja, finde ich ein schönes Konzept.

Speaker: Habe ich mir ehrlich gesagt selber noch nicht angehört, aber grundsätzlich auch ein sehr, sehr...

Speaker: fortführenswertes und unterstützenswertes Ding.

Speaker: Ja, und manchmal auch super interessant.

Speaker: Manchmal haben wir dann eben auch Zeichnerinnen und Zeichner, die das selber vorlesen, was sie selber gemacht haben.

Speaker: Und das finde ich auch als jemand, der wochen- und monatelang

Speaker: ... mit ihnen an ihren Arbeiten quasi auch gesessen hat,...... finde ich dann selber auf einmal ganz interessant,...... auf einmal zu hören, ach so stellen sie sich das vor.

Speaker: Das ist ja auch das Verblüffende,...... bei Comics, man liest es sich ja eben dann selber vor.

Speaker: Man führt ja den Comic am Ende dann eben doch auch selber...... im eigenen Kopf auf...

Speaker: Und dann nochmal zu hören, ach und der Zeichner, der hört diese Figur ganz anders.

Speaker: Das finde ich eben dann auch noch zusätzlich nochmal eine total tolle Ebene.

Speaker: Ja, total.

Speaker: Also du hast recht, ich habe es auch nicht so richtig wahrgenommen.

Speaker: Ja, man überliest das leider.

Speaker: Ich sehe das ja auch in den Aufrufzahlen.

Speaker: Ich sehe, das Heft wurde 1200 Mal irgendwie jetzt gekauft, aber die Lesung wurde 120 Mal aufgerufen.

Speaker: Da ist ein Missverhältnis.

Speaker: Ja, man übersieht es, aber deswegen weise ich auch immer und weisen wir auch immer wieder darauf hin, dass, ja.

Speaker: dass da viel noch drin ist, was man vielleicht beim ersten Lesen oder zweiten Lesen vielleicht übersehen hat.

Speaker: Ich glaube, die Frage, ob du vor sechs Jahren erwartet hättest, dass ihr jetzt da seid, wo ihr seid, die spare ich mir einfach mal.

Speaker: Ich glaube, das ist relativ deutlich geworden, dass es eine schöne Erfahrung war, aber natürlich ein Projekt, das mit ungewissem Ausgang gestartet wurde.

Speaker: Absolut.

Speaker: Darum vielleicht eher die Frage, muss ich jetzt nicht sagen, wo siehst du dich in fünf Jahren?

Speaker: Ganz so Bewerbungsgespräch-mäßig machen wir das hier nicht, aber

Speaker: Gibt es denn irgendwelche Zukunftspläne, von denen du jetzt schon erzählen kannst und möchtest, die konkret in Arbeit sind oder gibt es so eine Vision oder so eine Traumvorstellung, was ihr mal oder du oder ihr oder wie auch immer gerne in Polle realisieren wollt?

Speaker: Oder wo ihr hin möchtet?

Speaker: Ich weiß nicht, wie auch immer, was auch immer du da so für Gedanken zu hast.

Speaker: Also generell würde ich schon sagen, auch wenn ich jetzt im Namen meiner zwei MitstreiterInnen spreche, wir sind schon jetzt ziemlich nah an dem, wie wir uns das idealerweise vorstellen, das Heft.

Speaker: Wir haben unglaubliches Glück, dass wir mit total etablierten Zeichnerinnen und Zeichnern arbeiten können, dass wir aber trotzdem auch immer wieder Newcomer irgendwie entdecken, dass die sich bei uns melden oder wir sehen deren Arbeit, dass wir irgendwie ein schönes, ausgewogenes Verhältnis da zwischen alten Hasen und Hasen und irgendwie Neuland irgendwie auch drin haben.

Speaker: Ja, wir merken selber, dass uns die Veranstaltungen mit Polle unglaublich viel Spaß machen.

Speaker: Und ich glaube, das möchten wir weiter ausbauen, dadurch, dass wir eben ja auch das Glück haben, dass in verschiedenen Städten eben auch unterschiedliche Zeichnerinnen und Zeichner sitzen, die für Polle schon mal was gemacht haben, dass man eben auch mit denen dann jeweils vor Ort irgendwie was machen kann und eine kleine Polle-Revue.

Speaker: veranstalten kann.

Speaker: Tja, also... Es ist keine ganz einfache Frage.

Speaker: Es ist keine einfache Frage.

Speaker: Also, das klingt ein bisschen blöd, aber wenn wir jetzt...

Speaker: wenn wir es schaffen könnten, nachdem wir die Kiste jetzt so ein bisschen hochgekriegt haben, wenn wir die Kiste jetzt erstmal da, wo sie ist, halten können und Stück für Stück auch weiter irgendwie dieses Niveau, diesen Anspruch, den wir an uns selber stellen, dem auch weiterhin erstmal gerecht werden können und natürlich, dass wir

Speaker: geht, also uns, wir haben eine sich ständig auch erneuernde Leserschaft natürlich, also wir haben immer wieder auch Absagen, also oder Abonnementkündigungen, dass uns Leute schreiben, schweren Herzens, wir haben das jetzt viele Jahre lang mitverfolgt, aber

Speaker: unsere Kinder sind eben jetzt leider aus dem Alter raus, indem sie Polle lesen.

Speaker: Das heißt auch da, das ist, also die, das muss ständig nachwachsen und wenn wir das irgendwie jetzt so halten können, dass sich Polle selbst trägt, dass es unserem Anspruch weiterhin genügt, dass wir alle Spaß daran haben und dass eben auch der Austausch der Zeichnerinnen und Zeichner untereinander irgendwie auch gegeben ist, dass es irgendwie, dass

Speaker: Das wäre unser Ziel, würde ich jetzt einfach mal so relativ unideologisch, unprogrammatisch sagen.

Speaker: Das klingt so ein bisschen ehrgeizlos, aber ich habe das Gefühl, wir haben jetzt schon wahnsinnig viel irgendwie umsetzen können und jetzt geht es eher auch darum, das irgendwie auch zu halten, dieses Level irgendwie auch weiterhin zu halten.

Speaker: bedienen zu können.

Speaker: Das Level habt ihr ja auch noch nicht sehr lange.

Speaker: Genau, ja.

Speaker: Das muss sich ja auch erstmal so ein bisschen tendieren.

Speaker: Und warum nicht?

Speaker: Also ich meine, jede neue Ausgabe hat ja irgendwie eine neue Konzeption und wahnsinnig viel neuen Kram drin.

Speaker: Das ist ja einfach nichts...

Speaker: wo ihr so eine Bank hättet, auf die ihr immer zurückfallt.

Speaker: Insofern finde ich das sowohl eine realistische als auch eine trotzdem anspruchsvolle Antwort, sagen wir es mal so.

Speaker: Genau, also ich weiß nicht, ob jetzt mal ganz blöd gesprochen, ob Pollo sozusagen 20, 30 Jahre lang überdauern kann.

Speaker: Wahrscheinlich nicht.

Speaker: Wir wollen es lebendig halten.

Speaker: Wir wollen, dass es da knistert und brodelt und dass es für uns eben auch spannend ist.

Speaker: Das lebt ja auch davon, dass wir gegenseitig uns, wenn wir uns dann, und Wiebke ist tatsächlich die sehr, sehr

Speaker: die meiste Zeit im Jahr in Griechenland.

Speaker: Das heißt, diese digitalen Zoom-Calls oder Signal-Calls, das ist das, wo wir auch am meisten persönlichen Kontakt miteinander haben.

Speaker: Und wenn wir uns dann eben ganz begeistert erzählen können, guck mal hier, ich habe da was entdeckt, ist das nicht der Wahnsinn, ist das nicht genial, wäre das nicht der Hammer,

Speaker: wenn wir das irgendwie schaffen könnten, dass diese Person was für Polle macht und in der nächsten Woche sagt dann die Person, die den Zeichner oder die Zeichnerin ansprechen wollte, der hat geantwortet und es ist der Wahnsinn, der wird was machen, vielleicht nur zwei Seiten und dann, also sozusagen diese Begeisterung, wenn wir die weiter verspüren, dann wollen wir auch Polle weitermachen.

Speaker: Ja, das klingt doch super.

Speaker: Ja, wenn wir das schaffen, wenn das weiter so ist, dann freuen wir uns riesig.

Speaker: Ich finde das schön.

Speaker: In dem Zusammenhang aber jetzt, ich werde die Antwort bestimmt auch noch im Intro einmal kurz unterbringen, aber wie und wo kauft man Polle denn am besten?

Speaker: Also ich schätze mal, Abos sind natürlich so der goldene Königsweg.

Speaker: Also das gibt einfach...

Speaker: Man könnte jetzt irgendwie denken, ja, aber es kostet ja ein Abo genauso viel oder so wenig, wie wenn ich es einzeln kaufe.

Speaker: Ja, aber Abos geben halt Planbarkeit.

Speaker: Und Planbarkeit ist immer gut für Magazine oder eigentlich für alles.

Speaker: Im Verlagswesen gilt das genauso wie überall sonst.

Speaker: Aber wenn man jetzt kein Abo abschließen wollte, wobei eure Konditionen da wahnsinnig fair sind,

Speaker: wo würde ich denn Poller am besten kaufen?

Speaker: Also nur noch mal ganz kurz, weil ich das eben nicht erwähnt habe.

Speaker: Genau wie du sagst, Abos sind für uns einfach das Tollste, weil sie eben auch...

Speaker: einfach ganz banal auch eine Art von Cashflow sicherstellen.

Speaker: Also das weißt du ja auch am besten.

Speaker: Das ist das Triviale, auch als jemand der Volkswirtschaft studiert hat, ist es trotzdem auch wirklich...

Speaker: Es ist komisch, dass ich immer wieder so erschüttert bin, wenn ich das merke, dass ein Erfolg auch im verlegerischen Bereich nicht unbedingt bedeutet, dass man Geld hat.

Speaker: Im schlimmsten Fall bedeutet es, du druckst nach und hast halt erstmal wieder überhaupt gar kein Geld, weil du erstmal wieder Geld für den Nachdruck der weiteren Auflage bekommst.

Speaker: produzieren musst.

Speaker: Und dann musst du erstmal gucken, ja, jetzt muss ich die zweite Auflage eben auch verkaufen, sonst war das eben nichts.

Speaker: Dann ist das wieder für den Ofen.

Speaker: Kann man sich den Erfolg in die Haare schmieren.

Speaker: Und dadurch, dass wir eben, wie du auch angesprochen hast, eben auch versuchen, alles lieferbar zu halten, weil wir eben nur zweimal im Jahr erscheinen.

Speaker: Das heißt, wenn jemand Pollenoi entdeckt und sagt, boah, das ist so cool, ich wünsche dir, das gäbe es jetzt irgendwie viel mehr und viel öfter, dann können wir sagen, naja, okay, wir haben einen ziemlich großen Backkatalog und den halten wir auch lieferbar.

Speaker: Aber deswegen müssen wir eben auch immer wieder nachdrucken.

Speaker: Deswegen sind wir auch so froh, dass wir auch Förderabonnements haben und die auch tatsächlich auch oft gebucht werden.

Speaker: Aber das jetzt, Entschuldigung, das war ein sehr langer Exkurs.

Speaker: Ein Kommentar von mir zu dem Thema.

Speaker: Das Wort Verlag kommt übrigens von Vorlegen.

Speaker: Nicht davon, dass man verlegt Bücher nicht eigentlich, sondern das ist eine Abwandlung von dem Wort, dass man als Verlag halt erst mal Geld in die Hand nimmt und auslegt.

Speaker: In der Hoffnung, dass es hinterher irgendwie wieder reinkommt.

Speaker: Also kurz etymologischer Exkurs, aber das, was du meinst von wegen Cashflow und das Geld muss irgendwie, nur weil das Buch da ist, heißt das nicht, dass das Geld auch da ist.

Speaker: Das ist tatsächlich so.

Speaker: Verlage produzieren halt viel einfach vorab in der Hoffnung, dass was damit passiert, wie eigentlich alle Medienunternehmen, die jetzt nicht fachwürdig sind.

Speaker: super spezialisierte Fachbuch-Sachen machen.

Speaker: Genau, ja.

Speaker: Aber das muss man sich mal vielleicht vor, ja, also als Leserin, als Leser auch mal kurz

Speaker: gegenwärtig machen.

Speaker: So, bitte, ja.

Speaker: Genau, und diese Abonnements helfen uns eben aber auch, dass wir wirklich einfach, natürlich geben uns dann Menschen auf einmal 24 Euro, aber bekommen erstmal nur eine Ausgabe, aber wir wissen, sie werden die zweite Ausgabe auch haben, wenn sie jetzt nicht kündigen, man kann immer kündigen, aber das heißt, wir haben auch eine gewisse Planungssicherheit, wir können die Auflage dementsprechend irgendwie anpassen und so weiter und so fort.

Speaker: Aber ansonsten ist für uns natürlich immer am besten im Buchhandel, Comicladen, Polle zu bestellen, weil eben

Speaker: jede Bestellung, auch eine Art von kleiner Werbung für die einzelnen Händlerinnen und Händler sind, für uns ist das sehr lieb.

Speaker: Wir versuchen seit drei oder vier Ausgaben auch im Zeitschriftenmarkt vertreten zu sein.

Speaker: Aber das muss ich wirklich, wir sind ja hier quasi ein Fachpodcast, kann ich tatsächlich auch hier sagen, das ist für uns wirklich eine Nullsumme.

Speaker: Weil

Speaker: Gerade auch in Zeitschriften, also gerade auch im Bahnhofskiosk, da sind erstmal unglaublich hohe Rabatte, die man gewähren muss.

Speaker: Und dann ist es so, dass eigentlich das Prinzip an Zeitschriftenkiosks eigentlich ist,

Speaker: Wenn sich ein Drittel oder so der Auflage verkauft hat, dann knallen die Sektkorken, weil, wir erinnern uns, die Werbung eigentlich das Heft finanziert und quasi der Abverkauf der Auflage natürlich auch wichtig ist, weil man dann eine Reichweite hat und weil vielleicht auch ein bisschen noch der Vertrieb damit mitfinanziert wird, aber das Hauptgeld kommt durch die Werbung rein und der Rest wird, so traurig es auch ist, vernichtet, wird zerstört.

Speaker: Man nennt das körperlose Remission, wenn wir gerade schon am wachsimpeln sind.

Speaker: Das heißt, als Verlag muss man, also die Verleger, die müssen das Geld trotzdem zurückgeben, aber die Ware wird einfach geschreddert.

Speaker: Richtig, wird einfach geschreddert.

Speaker: Und das können wir, die wir auch versuchen, so irgendwie umweltfreundlich und nachhaltig zu sein, das können wir natürlich nicht machen.

Speaker: Das heißt, in diesem Fall lassen wir das dann wieder auf unsere Kosten zurückschicken.

Speaker: Genau.

Speaker: Dann zahlt man den Rückversand.

Speaker: Dann zahlt man den Rückversand und es ist aber eben so, wenn diese Ausgaben mehrere Monate an Bahnhofskiosk waren, dann sind die alle angegrabbelt.

Speaker: Dann können wir die nicht wieder zurückverkaufen, sozusagen in unser Lager nehmen.

Speaker: Das heißt, wir spenden die dann an einen karitativen Verein.

Speaker: Das bedeutet, wir verkaufen grob die Hälfte der Ausgaben, die wir an die Bahnhofskiosk liefern, haben 50 Prozent Rabatt geliefert und den Rest verschenken wir.

Speaker: Das heißt, es ist am Ende für uns eine absolute Nullnummer, die quasi eigentlich nur Präsenz zeigt, aber uns keine wirklichen Einnahmen wirklich spielt.

Speaker: Das ist wirklich der Buchhandel, der Comichhandel und der Vertrieb über uns selber.

Speaker: Kurze Nebenmerken, natürlich werden nicht alle Bücher, nicht an dich, an die Hörerinnen und Hörer, werden natürlich nicht alle Sachen, die im Bahnhofsbuchhandel oder im Kiosk mal liegen, geschreddert, immer.

Speaker: Aber gerade solche werbefinanzierten Magazine, bei denen ist das eigentlich die Regel.

Speaker: Bei billigen Büchern, also billig in der Produktion meine ich, oft auch.

Speaker: Ja, genau, aber auch Tageszeitungen oder Wochenzeitungen.

Speaker: Ja, natürlich.

Speaker: Ich glaube, da wissen es wahrscheinlich viele Leute, dass die nicht irgendwo eingelagert werden, aber...

Speaker: Aber man mag es sich nicht so vorstellen, dass die Zeit irgendwie einfach das Dreifache dessen, was sie wirklich verkauft, produziert, um eben verfügbar zu sein.

Speaker: Und ja, dass da einfach ganz, ganz viel einfach wieder geschreddert wird.

Speaker: Also wenn ihr irgendetwas dauerhaft lesen wollt und alle Ausgaben, sei es jetzt Polly natürlich, aber auch andere Magazine, Abos sind immer am besten.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Und man zahlt nicht mehr dadurch, oft sogar weniger.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Und ansonsten, ich glaube, ihr seid auch über Genial, ich weiß ja nicht mehr genau, wie ich da hingekommen bin, aber ihr seid auch irgendwie über Genial Lokal gelistet, also diese Plattform des unabhängigen Buchhandels, aber ja.

Speaker: Das weiß ich ehrlich gesagt.

Speaker: Also die Verfügbarkeit ist auf jeden Fall gegeben und ansonsten wie immer im allgemeinen Buchhandel mal nachfragen.

Speaker: Genau, also das ist das Tolle, das sind die erwähnten Barsortimente, die wirklich dafür sorgen, dass man in jede Buchhandlung reingehen kann und sowohl ein Splitterbuch für den nächsten Tag bestellen kann, als eben auch ein Polleheft.

Speaker: Dass man einfach sagt, ich möchte gerne Polle Nummer 4 haben, am nächsten Tag ist es da im Buchhandel.

Speaker: Bei Splitterbüchern muss ich das ein bisschen einschränken, unsere Backlist ist inzwischen zu groß, das konnte die Barsortimente nicht mehr.

Speaker: Aber bei Polle funktioniert es.

Speaker: Bei Polle, weil wir noch so klein sind und erst zwölf Ausgaben jetzt haben, genau.

Speaker: Wenn man das halt mit dem Faktor wo sind wir denn da?

Speaker: Ja, ja, absolut.

Speaker: Ihr seid...

Speaker: Viel zu viel.

Speaker: Ich glaube, der Faktor 3000.

Speaker: Wahrscheinlich.

Speaker: Ich glaube, das funktioniert dann nicht mehr.

Speaker: Genau, aber ich bin ja jetzt die aktuellen Titel einfach.

Speaker: Einen aktuellen lieferbaren Titel kann man einfach in jeder Buchhandlung bis, glaube ich, 17 Uhr einfach bestellen und am nächsten Tag ist es vormittags, wird es da angeliefert.

Speaker: Das ist quasi sozusagen das Amazon für Buchhändler, aber nicht so zerstörerisch.

Speaker: Nicht so ausbeuterisch.

Speaker: Ähm, bevor wir zu meinen beliebten Schlussflaggen kommen, habe ich noch zwei Kleinigkeiten und zwar frage ich die Leute, die ich hier zu Gast habe, die so, ich sag's mal, Macherinnen und Macher sind, die irgendwie ein Projekt längere Zeit schon betreuen, immer gerne nach Anekdoten.

Speaker: Ähm.

Speaker: Gibt es irgendeine besonders schöne Anekdote in Zusammenhang mit Polly, irgendwas, wo du dich jetzt spontan daran erinnerst, das hat dich so richtig glücklich gemacht oder das hat dich so richtig positiv überrascht, als es passiert ist?

Speaker: Und dann im Anschluss, oder auch eines wegen gerne als erstes, gab es auch so eine...

Speaker: So ein Wermutstropfen, so ein Negativding, wo du irgendwie so eine Realitätscheck hattest oder wo irgendwas so richtig mal in die Binsen gelaufen ist in deiner Zeit mit diesem Magazin?

Speaker: Ja, also genau, das finde ich gut.

Speaker: Immer mit dem positiven Enden, also da fangen wir mit dem Negativen an.

Speaker: Naja, also es ist halt einfach wahnsinnig viel Organisatorisches und es kommen Fehldrucke vor, es kommt vor, dass die Druckerei irgendwas anliefert und

Speaker: der Buchrücken ist auf dem Titelblatt und wir haben eben nicht nur noch... Das macht mich sprachlos, weil dann sitzt am Ende einfach im letzten Arbeitsschritt sitzt da jemand, der wahrscheinlich einfach nur aufs Handy geguckt hat, während er da irgendwie irgendwas, die Maschine bedient hat.

Speaker: Und dann sind auf einmal 2000 Hefte so nicht...

Speaker: wirklich echt verkaufbar.

Speaker: Und dann redet man mit Druckereien und dann wird sich entschuldigt und dann wird geguckt, was passiert jetzt mit diesen 2000 Stück, die jetzt gedruckt wurden, aber nicht verkäuflich sind und so weiter.

Speaker: Das ist alles, also als jemand, der eigentlich vorher selber einfach nur Comics gemacht hat,

Speaker: ich habe sogar dann noch irgendwie die selber in InDesign gesetzt, aber am Ende quasi sozusagen einfach zum Verlag geschickt hat oder zur Druckerei und ab dem Moment nichts mehr damit zu tun hatte, ist das dann natürlich auf einmal so ein bisschen ernüchtert, dass man merkt, okay, das ist dann am Ende einfach auch ein Ding, so wie ich eben sagte, ist es sozusagen im Kopf,

Speaker: des Künstlers, der Künstlerin, ist es was unglaublich Ideelles, ist es was sozusagen total unschätzbar Wertvolles, ist es was Geistiges, im Gespräch mit dem Verlag ist es was sozusagen, da geht es um Konzepte, um Ideen, um was Tolles, aber dann wird es auf einmal kurzzeitig was ganz Banales, was ganz

Speaker: dingliches, profanes, was einfach irgendwie von der einen Hand in die andere Hand wandern muss, dabei nicht beschädigt werden darf und erst bei den Leserinnen und Lesern wird es dann wieder im Kopf zu etwas sozusagen spirituellem oder irgendwas tollem, geistigem und wirklich was schönem.

Speaker: Dazwischen ist es einfach wie eine Art ganz

Speaker: plumpes Ding, wo man sich hier muss, geht es beim Transport nicht kaputt und hat der Drucker irgendwelche blöden Sachen gemacht oder was auch immer.

Speaker: Das war für mich eine kleine Art Ernüchterung, muss ich wirklich sagen.

Speaker: Vollkommen nachvollziehbar.

Speaker: Das ist eine Art kleine Entzauberung.

Speaker: Ja, total.

Speaker: stattfindet, aber wo ich auch dankbar bin, weil ich will eigentlich auch alle Aspekte quasi des Buches kennenlernen und das habe ich jetzt davon.

Speaker: Das habe ich jetzt, das kenne ich jetzt, verstehe ich jetzt.

Speaker: Und das Schöne ist natürlich wirklich immer also der Austausch zwischen den Leserinnen und Lesern bei Festivals

Speaker: Es gibt das Yippie-Festival, was der Jakob in Frankfurt organisiert, was wirklich toll ist, wo viele Kinder auch hinkommen, die Polle kennen.

Speaker: Es gibt den Comicsalon Erlangen, wo wir auch immer wieder das Glück haben, dass wir mit Polle auch Veranstaltungen machen dürfen.

Speaker: Es gibt das Comic-Festival Hamburg, wo wir sehr oft vertreten sind.

Speaker: Es gibt jetzt den bereits erwähnten Kindercomic-Tag in Berlin.

Speaker: Ich suche ganz kurz das Datum nochmal raus, dass wir das auch noch mitliefern.

Speaker: Und das ist eigentlich unglaublich toll, weil wir eben dann doch immer nicht dabei sein können, während Kinder den Comic lesen.

Speaker: Dass wir dann irgendwie da merken, okay, das hat irgendwie...

Speaker: Das hat eine Resonanz, weil darum geht es am Ende eben auch.

Speaker: Es geht um die Resonanz.

Speaker: Alle Künstlerinnen und Künstler brauchen eine Resonanz und es ist manchmal auch eine sehr komplizierte Art und Weise, eine sehr umständliche Art und Weise von Menschen, die

Speaker: Resonanz zu bekommen, eben einen Comic zu machen.

Speaker: Es gibt deutlich weniger aufwendige, es gibt deutlich einfachere Möglichkeiten, Resonanz zu bekommen, als einen Comic zu zeichnen.

Speaker: Aber es geht am Ende um Resonanz.

Speaker: Das heißt, es ist mir auch wahnsinnig wichtig, alle, die bei Polle mitmachen, alle Zeichnerinnen und Zeichner, die bekommen dann ihr Heft und die haben danach keinen Zweifel, dass wir das großartig finden, was sie machen.

Speaker: Nicht, dass irgendjemand da sitzt und denkt, haben die das jetzt überhaupt gemocht, was ich da mache oder so.

Speaker: Das ist mir super wichtig, weil ich eben auch selber natürlich Zeichner bin und weiß, wie man dann eben dann doch manchmal irgendwie so Zweifel hat und denkt, okay, war das jetzt eigentlich gut oder schlecht?

Speaker: Also sozusagen...

Speaker: Diese Resonanz und diese Resonanz bekommen wir Magazinmacher in dem Fall, eben auch bei Festivals und im Fall von dem Comicsalon Erlang ist es sogar so, dass wir dann meistens auch ein Polle-Picknick machen.

Speaker: Also alle Zeichnerinnen und Zeichner, die dann eben zu Erlang kommen, schreiben wir an und sagen, wir machen ein Picknick, es gibt Bezeln, wir setzen uns auf eine Wiese und trinken Apfelschorde und lernen uns untereinander eben auch kennen, weil wir uns ganz oft eben auch nur digital oder so.

Speaker: Und die Zeichnerinnen und Zeichner kennen sich untereinander ja vielleicht auch gar nicht.

Speaker: Genau.

Speaker: Sonntag, 14.

Speaker: September, Modern Graphics, Kindercomictag in Berlin.

Speaker: Kastanienallee.

Speaker: Ich wollte es nur sagen.

Speaker: Kastanienallee, genau.

Speaker: Genau.

Speaker: Ich wollte jetzt auch noch nachdenken.

Speaker: Nee, nee, alles super.

Speaker: Und da wird es dann halt doch wieder zu was Geistigem oder zu was Zwischenmenschlichem irgendwie.

Speaker: Aber das ist, ja, finde ich eine tolle Antwort.

Speaker: Also kann ich so unterschreiben irgendwie.

Speaker: Und auch da sind wir wieder, das ist halt das, was ein Verlag dann irgendwie

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Was der Leistung macht.

Speaker: Diesen Zwischenschritt irgendwie handhaben.

Speaker: Und wir haben uns ja auch schon öfters mal hier in diesem Podcast oder auch auf Instagram über Produktionsfehler und was da so alles schief gehen kann ausgetauscht mit unseren Leserinnen und Lesern.

Speaker: Das ist eine Box der Pandora.

Speaker: Das ist der Wahnsinn.

Speaker: Absolut, ja, ja, genau.

Speaker: Wir kommen gleich mal zu den Schlussfragen, aber wie alle meine Gäste hast du natürlich, wenn du möchtest, noch die Gelegenheit, okay, du hast was.

Speaker: Natürlich, ich habe natürlich viele Fragen.

Speaker: Ganz viele Leute lassen das auch aus, deshalb stehe ich da auch gar nicht drauf.

Speaker: Was ist denn deine Gegenfrage?

Speaker: Ja, also meine Gegenwart, ich habe ganz viele Fragen an dich.

Speaker: Also mich würde natürlich am allerersten, weil wir uns noch nie getroffen haben, interessieren, wie bist du zu später gekommen?

Speaker: Welcher Weg hat dich da hingeführt?

Speaker: Das interessiert mich wahnsinnig.

Speaker: Ich habe viele Fragen an dich.

Speaker: Dass du mir das mal irgendwie umreißen kannst.

Speaker: Wie bist du zu Splitter gekommen?

Speaker: Über eine Bewerbung.

Speaker: Es war eine Stellenausschreibung tatsächlich.

Speaker: Aber dass du dich dafür überhaupt beworben hast, das hat ja eine längere Geschichte.

Speaker: Ich habe mich im Studium mit Comics befasst vor allem.

Speaker: Ich habe Literaturwissenschaft studiert und bin da über so eine eher vergeistigte Art und Weise eingestiegen.

Speaker: Und habe dann nach dem Studium aber gesagt, warum nicht eigentlich mal in einem Comicverlag es versuchen.

Speaker: Ich hatte dann ein Praktikum bei der Edition Modern gemacht in der Schweiz.

Speaker: In der Schweiz sogar?

Speaker: Ja, in Zürich, genau.

Speaker: Damals noch mit David Basler?

Speaker: Damals noch mit David Basler, ja.

Speaker: Ich habe noch David Basler da.

Speaker: Wow.

Speaker: Ich habe auch eine Folge mit einem seiner zwischenzeitlichen Nachfolger Claudio Barronin gemacht.

Speaker: Claudio ist, glaube ich, inzwischen aus der Edition Modern wieder raus.

Speaker: Richtig, ja.

Speaker: Kann man aber auch nachhören hier irgendwo.

Speaker: Und dann hat der Splitter Verlag halt jemanden gesucht, ursprünglich eher für so vertriebliche Aufgaben, aber das hat sich relativ schnell dann mehr in so eine Richtung Marketing und was ich noch so alles mache, Pressearbeit, Öffentlichkeitsarbeit entwickelt.

Speaker: Und so hat sich das dann...

Speaker: so zusammengeschustert.

Speaker: Super, und das ist auch ein Fulltime-Job, oder?

Speaker: Ich arbeite da Vollzeit, ja.

Speaker: Also ich bin noch nicht der Einzige.

Speaker: Wir haben neun...

Speaker: Neun Angestellte, die teils in Vollzeit, teils in, naja später, naja, wir sind der viertgrößte Comicverlag in Deutschland inzwischen.

Speaker: Also wenn man jetzt Comic eng greift und nicht Manga mit rein nimmt.

Speaker: Ja, und also das macht man sich ja auch gar nicht klar, wie viel, ich will das jetzt sozusagen nicht komplett hier beobachten,

Speaker: in eine komplett andere Richtung machen, aber wie viele Bücher pro Stunde verkauft werden müssen, damit all diese Festanstellungen auch wirklich bezahlt werden können, das macht man sich gar nicht klar.

Speaker: Das ist wirklich, also echt, ich ziehe meinen Hut vor allen Verlagen, die

Speaker: so viele Mitarbeiter, wie du jetzt gerade genannt hast, neun Festangestellte wirklich auch beschäftigen, in Lohn und Brot bringen können.

Speaker: Das ist nicht trivial.

Speaker: Das ist der Wahnsinn.

Speaker: Das ist wirklich nicht trivial.

Speaker: Der Durchlauf ist natürlich heftig.

Speaker: Also nicht personell, sondern was die Bücher angeht, meine ich jetzt.

Speaker: PPM leistet da auch eine...

Speaker: unfassbare Arbeit, aber ja, das sind Lagerhallen, wir haben mehrere Millionen Exemplare irgendwie in Dürrentrupp rumliegen, die in den Handel müssen.

Speaker: Wie viele Titel macht ihr pro Jahr?

Speaker: So 200 bis 220.

Speaker: What?

Speaker: Ja, ja.

Speaker: Der Trick dabei ist, jetzt wird es wieder ein bisschen technisch, sage ich mal, oder nerdig-verlegerisch, aber das ist vielleicht für die Hörerschaft auch ganz interessant.

Speaker: Wir haben sonst eh schon alle verloren, nachdem ich da irgendwie so rumgekriegt habe.

Speaker: Nein, nein, das ist schon richtig, aber was du gerade beschrieben hast, dass halt so eine Produktionsstraße einfach echt kompliziert ist.

Speaker: Wir produzieren ja komplett in Deutschland und auch jetzt seit 2014, glaube ich, immer mit derselben Druckerei.

Speaker: Das ist Aumüller und Concella in Süddeutschland sind das.

Speaker: Ich glaube, in Bayern sitzen die.

Speaker: Voll, das gucke ich mir gleich direkt an.

Speaker: Du, das ist nämlich auch unser, ich habe es bei vielen, sorry, ich mache nur kurze Klammer, ich habe es bei sehr vielen deutschen Druckereien probiert und irgendwann war mir das mit diesen Fehldrucken zu viel und dann bin ich, wir drucken jetzt Polle leider in Tschechien, das ist immer noch in der EU.

Speaker: Was ist das?

Speaker: Was aber auch nicht ehrenführig ist.

Speaker: Also das machen ganz, ganz viele Verlage so, weil in Tschechien und auch in Litauen und Estland hat sich jetzt einfach so gesamteuropäisch, sage ich mal, auch die Franzosen drucken da.

Speaker: Also es ist jetzt nicht so, dass die doofen Deutschen da alleine mit wären.

Speaker: Das ist quasi ein ganz gesamteuropäisches Phänomen.

Speaker: Die Druckereien da, die sind auch einfach gut.

Speaker: Die haben Angestellte, die sprechen fließend Deutsch, die sprechen fließend Englisch und Französisch, die haben im Grunde MarktmanagerInnen für jede Sprachgruppe in Europa und man kann sich mit denen auf Augenhöhe ohne jede Kommunikationsschwierigkeiten austauschen.

Speaker: Unser Manga-Programm, was wir jetzt ja seit März machen, die drucken wir auch teilweise in Deutschland, aber teilweise jetzt auch in Estland.

Speaker: Ah ja, super.

Speaker: Das ist auch so, dass viel mehr nach oben geht da nicht mehr.

Speaker: Das ist halt schon so das Top-End mehr oder weniger.

Speaker: Aber was ich dazu sagen wollte, nämlich Splitter arbeitet von dieser Produktion rückwärts teilweise.

Speaker: Also unsere Formate sind ja sehr gleichbleibend.

Speaker: Wir haben immer dasselbe Papier, immer dieselben Tinten, immer dieselben Pappen.

Speaker: Und unser Hersteller Horst, der einer der Gründer und Inhaber ist,

Speaker: Unser Herstellungsleiter inzwischen, muss man sagen.

Speaker: Also es gibt auch noch andere Leute, die da involviert sind.

Speaker: Der hat da einfach diesen Workflow über 20 Jahre etabliert und unsere Bücher existieren zuerst eigentlich so als Form und werden dann mit Inhalt begossen.

Speaker: Das sind immer dieselben InDesign-Templates, die benutzt werden, immer dieselben Farbbäume, die bedient werden.

Speaker: Es ist einfach eine...

Speaker: wahnsinnig im positiven Sinne gleichbleibende Qualität und Struktur, die uns diesen Output ermöglicht.

Speaker: Ansonsten wäre mit neun Personen Übersetzung und Lektorat ist teilweise ausgegliedert, den Vertrieb macht PPM, da haben wir auch im Verlag selber nichts mit zu tun, aber das wäre sonst nicht machbar, wenn das nicht so funktionieren würde.

Speaker: Aber viele dieser Probleme, die du jetzt kennenlernen musstest, haben wir schon ausgeräumt, weil einfach alles so gleich bleibt.

Speaker: Ja, ja.

Speaker: Aber das ist halt so gewachsen und so Konzept.

Speaker: Das machen viele Verlage auch nicht.

Speaker: Also Reprodukt Avant zum Beispiel, mit denen habe ich ja auch schon hier im Podcast darüber geredet, das sind halt viel individuellere Produkte, die die bestellen.

Speaker: Hat aber den Nachteil, dass man viel mehr Arbeit reinstecken muss.

Speaker: Viel, viel mehr Arbeit, ja, absolut, ja.

Speaker: Genau, also ich mache mit Peridot nur eine kleine Off-Topic jetzt mittlerweile langsam, langsam auch Einzelbücher und das ist auch jedes Mal anderes Format, andere Übersetzung aus einer anderen Sprache und so, jedes Mal quasi gefühlt das Rad neu erfinden.

Speaker: Ja.

Speaker: Ich kann das sehr gut nachvollziehen, was du erzählst.

Speaker: Albenformat, gleicher Farb, gleiches Papier.

Speaker: Ja.

Speaker: exakt gleiche Rahmenbedingungen, 64 Seiten oder was auch immer.

Speaker: Immer in 8er-Schritten irgendwie, 8er-Schritte, 16er-Schritte, da wird auch nie dran, weil das ist einfach so und dann wird es halt irgendwann auch natürlich, was die Einkaufsrabatte bei den Druckereien angeht, interessanter, weil die halt dann einfach... Das Papier...

Speaker: Jeden Monat wird für Splitter so und so viel Papier bestellt.

Speaker: Das freut natürlich auch die Papierfabriken.

Speaker: Auch das hat wieder Planbarkeit.

Speaker: Die Papierfabriken, also die sind natürlich nicht auf uns als Kunde jetzt unbedingt angewiesen, 100 Prozent, aber die wissen halt, da gibt es diesen Verlag in Bielefeld, der lässt jeden Monat so und so viele Tonnen von diesem Papier ab.

Speaker: bestellen über die Firma in Bayern und wir wissen, das machen die seit 20 Jahren und das werden die sehr wahrscheinlich auch noch sehr viele Jahre so machen.

Speaker: Das ist natürlich für alle Beteiligten einfach schön, wenn man weiß, also wenn jetzt nicht mal wieder eine Pandemie passiert oder irgendwie sowas zumindest, dann kann man da halt drauf bauen.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Hochinteressant.

Speaker: Okay, aber

Speaker: Ich hätte noch viele weitere Fragen.

Speaker: Du, vielleicht treffen wir uns.

Speaker: Nächstes Jahr ist ja wieder Erlangen.

Speaker: Da treffen wir uns bestimmt dann mal.

Speaker: Dann können wir mal darüber ein bisschen lauschen.

Speaker: Würde mich sehr freuen.

Speaker: Ja, absolut.

Speaker: Mich auch sehr.

Speaker: Und dann würde ich aber mit einem Blick aufs Zeiteisen jetzt doch in die Schlussfragen überwechseln, wo du noch so ein paar Empfehlungen und persönliche

Speaker: Favorites unseren Hörerinnen und Hörern empfehlen darfst.

Speaker: Das ist auch ein Segment, was viele Leute immer sehr, sehr freut.

Speaker: Also ich lerne hier immer viel Neues, aber viel Feedback bekomme ich auch immer dazu.

Speaker: Also du darfst davon ausgehen, was du jetzt erzählst, das nehmen Leute wahr.

Speaker: Insofern, no pressure.

Speaker: Ferdi, deine drei Comics, Manga, Graphic Novel, Comic Reihen, was auch immer, die du auf die einsame Insel mitnehmen würdest, was würdest du da einpacken?

Speaker: Ja, also ich habe mich gefreut, dass du auch Comic-Reihen gesagt hast.

Speaker: Ja, ja, ja.

Speaker: Da bin ich natürlich fein raus und nehme direkt erstmal die komplette Barks-Library.

Speaker: Bist du nicht der Erste, aber das ist definitiv ein Brett.

Speaker: Ja, ist ein Brett.

Speaker: Ja, ist ein Brett und ich habe mit viel Interesse...

Speaker: den Artikel von Alexander Braun gelesen, wo er auch die Übersetzung von Erika Fuchs nochmal ganz genau unter die Lupe genommen hat.

Speaker: Und ich sehe das und sehe da auch, dass da vieles nicht unter heutigen Standards übersetzt und übertragen wurde.

Speaker: Ich muss aber trotzdem sagen, ich kann diesen...

Speaker: Diese Art, wie diese Entenfamilie spricht in diesen Übersetzungen.

Speaker: Ich kann dir irgendwie was abgewinnen.

Speaker: Das ist auch ein Teil von meiner Kindheit.

Speaker: Und ich habe mir tatsächlich wirklich neulich mal auf Ebay jetzt die komplette Barks Library als quasi... Ja, das war quasi das mir... Ich hatte einen Illustrationsauftrag, den ich mehr so...

Speaker: quasi das Geld deswegen angenommen habe, dann habe ich gedacht, okay, dann mache ich mir das Geschenk, dann kaufe ich mir, ich rechne ganz oft immer, ich habe auch als Student immer in Captain Laubeer Comics gerechnet, also das kostet jetzt zwei Captain Laubeer Comics, also immer irgendwie eine Art von Gegenwert dazu gerechnet und dann habe ich mir diesen kleinen Kindheitswunsch erfüllt, also diese Barks Library würde ich nehmen.

Speaker: Ich würde tatsächlich auch, das ist auch wieder eine Reihe, ich mache jetzt nur rein, die Moomins von Tobi Jansson.

Speaker: Oh, schön.

Speaker: Die habe ich nie gelesen als Kind, aber ich habe sie relativ spät jetzt entdeckt.

Speaker: Und das hat mich wirklich ganz verzaubert.

Speaker: Und ich finde auch, diese Comics haben sowas wahnsinnig... Ja, ich finde das hochspannend.

Speaker: Ich fand das auch hochspannend, als ich jetzt entdeckt habe, dass auch Astrid Lindgren früher Pippi Langstrumpf Comics getextet hat.

Speaker: Die sind so ein bisschen ungelenk irgendwie.

Speaker: Da habe ich noch nie von gehört.

Speaker: Ah ja, das gibt es bei Oettinger.

Speaker: Also mein Sohn liebt die.

Speaker: Und da ist wirklich Astrid Lincoln hingegangen und hat halt einfach ihre Pippi Langstrumpf-Kapitel halt einfach irgendwie auf vier Comic-Seiten runtergebracht.

Speaker: Und das ist teilweise so total, also so würde niemand Comics erzählen, der einfach aus dem Comic rauskommt.

Speaker: Das ist so total so, okay, in dem Bild passiert das, keine Transition, jetzt passiert das, Sprechblasen in der falschen Reihenfolge, egal.

Speaker: Schlusspointe, na okay, irgendwie nicht wirklich on point, aber es hat was, es hat sowas ganz Entrücktes.

Speaker: Und ich finde auch diese Tove Janssen Comics, die sind zeichnerisch, total experimentell, total toll und es gibt von Drawn & Quarterly so einen ganz dicken Band, der wirklich alle Tove Janssen Comic Strips vereint, der ist total schön gemacht.

Speaker: Und den würde ich auf jeden Fall mitnehmen.

Speaker: Und ich kann wahrscheinlich nicht umhin auch irgendwas zu nehmen, es würden mir jetzt auch Mangas noch einfallen, aber ich kann nicht umhin wahrscheinlich auch etwas von Levis Trontam mitzunehmen, weil er wirklich auch derjenige war, der mich wieder zurück zum Comic gebracht hat.

Speaker: Aus Irre, es ist gut.

Speaker: Du kannst mir das jetzt glauben oder nicht, aber aus irgendeinem Grund wusste ich, dass du Louis Trondheim irgendwann erwähnen würdest.

Speaker: Ich habe mir deine Sachen angeguckt und habe Vorbereitung und ich dachte irgendwie so... Ich kann das nicht leugnen.

Speaker: Das erinnert mich an irgendeinen.

Speaker: Ja, ja.

Speaker: Ja, absolut.

Speaker: Irgendwann muss Louis Trondheim hier umkommen.

Speaker: Der Name fällt jetzt.

Speaker: Sehr gut.

Speaker: Und genau, da würde ich mich dann dafür entscheiden für die Ausgaben aus dem Carlsen Verlag, die...

Speaker: Damals Dirk Rehm noch handgelettert hat.

Speaker: Das war ja irgendwie so eine interessante Phase, wo irgendwie, ich glaube, Joachim Kaps bei Karlsson war und diese ganzen.

Speaker: Ja, das war die Phase, wo alle Leute, die jetzt eigene Verlage haben, bei Karlsson gearbeitet haben.

Speaker: Genau, ich glaube, Michael Grünewald hat das Lektorat gemacht.

Speaker: Ach du Scheiße, auch das noch.

Speaker: Genau.

Speaker: Und Dirk Rehm hat das Handlettering gemacht.

Speaker: Dirk Rehm, der Verleger von Reprodukt.

Speaker: Jo Cups, der jetzt Verleger von Ultraverse.

Speaker: Ex Tokio Pop.

Speaker: Ex Tokio Pop.

Speaker: Ex Carsen.

Speaker: Der Mann, der Dragon Ball nach Deutschland geholt hat.

Speaker: Und Dirk Rehm, der den inzwischen wahrscheinlich am häufigsten prämierten Comicverlag in Deutschland begründet hat damals.

Speaker: Wahrscheinlich, genau.

Speaker: In der Kulturszene ist Reprodukt, glaube ich, so das größte Brett am Bohren, definitiv.

Speaker: Ah ja, genau.

Speaker: Also das war auch der Grund, warum ich zu Reprodukt wollte, weil ich irgendwie so dachte, okay, das ist irgendwie...

Speaker: Ist auch, würde ich sagen, für Kindercomics deiner Machart die optimale Anlaufadresse in Deutschland.

Speaker: Das kriegst du nicht besser woanders.

Speaker: Genau.

Speaker: Und vor allen Dingen auch, weil ich eigentlich wusste, ich will ja auch nicht nur Kindercomics machen.

Speaker: Und Reprodukt ist tatsächlich auch ein Autorenverlag.

Speaker: Ja, auf jeden Fall.

Speaker: Das wusste ich.

Speaker: Also wenn ich jetzt irgendwann, und ich habe damit auch schon so ein bisschen...

Speaker: auch schon angefangen, aber es, also wenn ich irgendwann auch noch ein bisschen wechsle, dann kann ich das Produkt noch am ehesten machen, dann weiß ich, okay, die wollen mir quasi sozusagen auch ein Zuhause bieten und das mitverfolgen, welchen Weg ich dann auch gehen möchte.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Also genau, Herr Hase wäre es.

Speaker: Herr Hase, okay, nicht Don John.

Speaker: Nee, nicht Don John.

Speaker: Herr Hase hat es für mich dadurch, dass es auch so eine ganz... Also Don John finde ich super, großartig, aber Herr Hase hat mich, glaube ich, dadurch gekriegt, dass es so einen ganz neuen Ton, so wahnsinnig unaufgeregt, so...

Speaker: so auch mitunter fast nüchtern so hatte, den ich bisher nicht kannte, weil es war irgendwie, es hat mich wunderbar abgeholt zwischen ich bin gerade irgendwie jugendlich, ich will eine Band gründen, ich will irgendwas Cooles machen, aber okay, da ist was, das ist nicht ganz, dann noch diese ganze Disney-Sachen und so, die ich von meinem 10-Jährigen ich kenne, aber es ist irgendwie, es sind auch Tiere, aber es ist irgendwie, es ist ernsthafter, es ist irgendwie abstrakter, es ist irgendwie schwerer.

Speaker: Schwer zu erklären vor allem.

Speaker: Kann man, ich glaube, Trondheim ist wahrscheinlich vielen Hörerinnen und Hörern ein Begriff.

Speaker: Ansonsten muss man sich mal anschauen.

Speaker: Ich würde mal behaupten, das gefällt nicht jedem.

Speaker: Nee, absolut.

Speaker: Auch wenn es jetzt nicht besonders edgy im engeren Sinne ist.

Speaker: Aber es hat eine sehr eigene Art.

Speaker: Ich finde das auch gut.

Speaker: Ich würde es jetzt nicht auf eine Insel mitnehmen unbedingt, aber es hat schon seinen Platz in der Comic-Historie, wenn man so will, auf jeden Fall.

Speaker: Ja, also für mich ist das so ein bisschen, ganz ehrlich, für mich ist das so ein bisschen so wie so Pust.

Speaker: Ah, kein schlechter Vergleich, ja.

Speaker: Mein erster Herr Hase von Trondheim war auch ganz im Ernst.

Speaker: Das ist einer der unspektakulärsten Comics, die ich wahrscheinlich irgendwie auch von Lévis Trondheim bisher gesehen habe.

Speaker: Da passiert eigentlich gar nichts.

Speaker: Da geht es so ein bisschen, ah, ist da irgendwas Außernatürliches oder nicht?

Speaker: Am Ende ist es einfach nur irgendwie jemand, der so ein bisschen Aufmerksamkeit haben wollte und so.

Speaker: Also es ist irgendwie, das ist so ein weirder Comic, in dem fast gar nichts irgendwie so Richtiges passiert, aber es ist trotzdem irgendwie so...

Speaker: irgendwie toll erzählt durch viele ruhige Panels und so.

Speaker: Schaut es euch mal an, schreibt uns, was ihr davon haltet.

Speaker: Ein Comic, den es noch nicht gibt, aber den es unbedingt geben sollte.

Speaker: Ist eine schwierige Frage.

Speaker: Ich habe eine Antwort und zwar ist es nämlich, dass ich keine Antwort geben möchte, weil wenn ich merke, dass es irgendeinen Comic geben sollte, dann bin ich doch der Letzte, der das nicht selber machen will.

Speaker: Das ist eine coole Antwort, ja.

Speaker: Also ich interessiere mich wahnsinnig für experimentelle Comics, auch wenn ich weiß, dass das jetzt nicht eine große Leserschaft hat, aber ich sitze tatsächlich auch, also ich habe früher, gleich nachdem ich das erste QRT-Buch bei Reprodukt gemacht habe, habe ich gedacht, okay, ich muss direkt irgendwas Experimentelles machen, damit klar wird, okay, der macht nicht nur Kindercomics, der macht einfach Experimentelles.

Speaker: Ja.

Speaker: Ich habe dann so ein kleines Scene gemacht und das war ein komplett abstrakter Comic, also wo letztendlich eine sehr konkrete Geschichte, aber in komplett abstrakten Formen erzählt wird.

Speaker: Und sozusagen in das Ex-Experte Teller gehe ich gerade weiter und ich habe auch da viele Sachen, aber da wäre ich ein Tölbe, wenn ich jetzt sagen würde, das müsste es geben und will es dann selber gleich auch noch machen.

Speaker: Das ist fach.

Speaker: Fun Fact, Claudio hat sich, als er hier war, auch geweigert, eine Antwort zu geben auf die Frage.

Speaker: Ah, sehr gut.

Speaker: Also Claudio ist ja selber eher Designer als Zeichner, aber gleichzeitig, ich erinnere mich auch noch, es ist mir nämlich auch im Inhalte geblieben, Jurek Malotke, Zeichner von uns, inzwischen vor allem Colorist, der hat nämlich eine ähnliche Antwort gegeben, er meinte, der Comic, den es unbedingt geben sollte, ist sein nächster.

Speaker: Ja.

Speaker: Schöne Mischung aus beiden, finde ich gut.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Ganz so viel Selbstbewusstsein habe ich nicht, dass ich sage, mein nächster, den müsste es unbedingt geben, aber ich hoffe immer, dass ich irgendwie sozusagen der... Aber Band 6 QRT ist ja eine Arbeit, meintest du schon.

Speaker: Wobei aus deiner Reihe wahrscheinlich schon fertig, ne?

Speaker: Ja, ja, klar.

Speaker: Nee, der ist noch lange nicht fertig.

Speaker: Ach so, okay, sorry.

Speaker: Nee, nee, also für die Bücher mache ich alles immer neu.

Speaker: Das ist ziemlich dumm, aber genau, weil irgendwie die Logik eines Magazins eine andere Logik ist als eines Buches.

Speaker: Das heißt, ich habe natürlich einen großen Fundus an Magazinenfolgen, aber ich mache immer noch komplett alles nachher.

Speaker: Du Irre.

Speaker: Naja, gut, okay.

Speaker: Du musst ja selber wissen, welche Bruder sterben.

Speaker: Einfach, ist einfach, ja.

Speaker: Bau, spiel doch mal Kuppler für ein Comic-Kreativ-Team.

Speaker: Autorin, Zeichnerin, Koloristin, wenn du extra möchtest.

Speaker: Und ganz wichtig, egal wie realistisch oder unrealistisch das wäre, dass die zusammenarbeiten.

Speaker: Jetzt greife ich so ein bisschen vor auf eine Frage.

Speaker: Ich habe ja die Fragen vorher gesehen, Gott sei Dank, sodass ich mich ein bisschen vorbereite.

Speaker: Das ist auch kein Geheimnis, das wissen die HörerInnen, dass ich Skripte vorher rumschicke.

Speaker: Ich habe tatsächlich zum zweiten Mal überhaupt etwas von Christian Kracht gelesen.

Speaker: Und zwar diesen neuen Roman von ihm eher.

Speaker: Und der hat mir ganz gut gefallen, deswegen werde ich den auch gleich empfehlen, aber dazu später.

Speaker: Ja.

Speaker: Aber ich fand, was ich da gemerkt habe, dass der Wahnsinn, also der schweift dann irgendwann einfach nur, also es gibt dann einfach wirklich Passagen, die wirklich nur Dialoge sind.

Speaker: Also gar nicht irgendwie noch irgendwas.

Speaker: Also da habe ich schon gemerkt, okay, da ist auch jemand, der sehr pointierte Dialoge schreiben kann, in diesem Buch zumindest.

Speaker: Ich kenne wirklich nur er und ich glaube...

Speaker: Genau, ich glaube, ich habe Faserland damals gelesen und das hat mich ehrlich gesagt nicht so beeindruckt.

Speaker: Aber dann habe ich jetzt gemerkt, dass da wahnsinnig viel auch wieder Presse und Aufmerksamkeit für dieses neue Buch.

Speaker: Ja, ja, klar, er zieht immer viel Aufmerksamkeit.

Speaker: Genau, sehr viel Aufmerksamkeit und dann dachte ich, na gut, okay, dann lese ich mir das jetzt mal durch.

Speaker: Und das fand ich interessant und ich habe eben aber auch dann Gespür für Dialoge gesehen irgendwie und dachte, naja, okay, also

Speaker: Wer so Dialoge schreibt, der kann ja irgendwie dann auch mal versuchen, einen Comic zu zeichnen oder zu schreiben.

Speaker: Also ich würde mir wünschen, einen von Christian Kracht geschriebenen Comic.

Speaker: Und jetzt würde ich spontan die Zeichnerin, die damals auch die Pippi Langstrumpf Comics von Astrid Lindgren gezeichnet hat, der würde ich wünschen, dass sie, es hat leider Selbstmord begangen, ist also nicht mehr live and kicking, aber der würde ich wünschen,

Speaker: dass sie nochmal jemand anderen bekommt, der oder die ihr ein Skript für einen Comicstript, als Astrid Lindgren.

Speaker: Weil Astrid Lindgren, die ich heiß und innig verehre natürlich.

Speaker: Aber sie war wirklich keine Comicautorin.

Speaker: Man muss auch nicht alles können.

Speaker: Astrid Lindgren war einfach absolut... Sie war ja auch noch Verlegerin sogar.

Speaker: Ja, und hat sich gegen Ende ihres Lebens auch politisch noch betätigt.

Speaker: Für Kinderrechte und so weiter.

Speaker: Genau.

Speaker: Also eine ganz tolle Frau.

Speaker: Aber genau, Comicszenaristin war sie definitiv nicht.

Speaker: Insofern wünsche ich der Zeichnerin, ich habe gerade nachgeholt, sie heißt Ingrid Wang-Nümmann, der wünsche ich, dass sie nochmal eine zweite Chance hat mit Christian Kracht.

Speaker: Keine Ahnung, wie das ansehen wird.

Speaker: Schön.

Speaker: Nee, aber ich kenne jetzt die Zeichnerin, die Zeichnerin kenne ich ehrlich gesagt nicht.

Speaker: Den Stil hast du auf jeden Fall gesehen, bei ganz viel Pipi-Langstrumpf-Merch, das du siehst.

Speaker: Ach, okay.

Speaker: Ja gut, dann kann ich mir vorstellen.

Speaker: So mandelförmige Augen.

Speaker: Ja, ja, ja, okay, dann weiß ich.

Speaker: Das holt jetzt wahrscheinlich auch ganz viele Leute ab.

Speaker: Das kennt man natürlich.

Speaker: Das kennt man, genau.

Speaker: Diese Art von Zeichnung, die ist ja für Pipi-Langstrumpf ganz typisch.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Genau, sie hat, glaube ich, auch die ersten Romane von Pippi Langstrumpf.

Speaker: Inzwischen im Deutschen sind dann ja auch ganz viele andere Zeichnerinnen und Zeichner noch mal zum Zuge gekommen.

Speaker: Aber ich glaube, sie ist die Ursprungszeichnerin von Pippi Langstrumpf.

Speaker: Das kann wohl sein.

Speaker: Ja, aber das kann ich mir gut vorstellen, dass die in einem Comic, finde ich eine super interessante Antwort.

Speaker: Ich habe keine Ahnung, worauf das da hinauslaufen würde.

Speaker: Aber Christian Kracht, wie gesagt, hat nicht viel von ihm gelesen.

Speaker: Ich glaube, er ist ein guter Schriftsteller auf jeden Fall.

Speaker: Ja.

Speaker: Ich weiß jetzt nicht viel zu seinem Werk.

Speaker: Ich weiß nur, ich erinnere mich, dass ich Faserland sehr gut geschrieben fand damals.

Speaker: Aber das war auch noch während meines Studiums.

Speaker: Da habe ich eh sehr viel gelesen.

Speaker: Das ist jetzt ein bisschen alles zu so einem Einheitsbrei in meinem Kopf verschwommen.

Speaker: Genau, absolut.

Speaker: Ich erinnere mich auch nicht mehr an Faserland.

Speaker: Ich erinnere mich also sozusagen an die Haltung der Hauptfigur.

Speaker: Und die war mir so ein bisschen suspekt, muss ich gestehen.

Speaker: Ja, ich glaube, das ist aber so gewollt.

Speaker: Das war gewollt, glaube ich auch.

Speaker: Ich unterstelle ihm mal, dass er schon relativ genau weiß, was er da tut.

Speaker: Das glaube ich auch.

Speaker: Okay, aber finde ich eine super spannende Antwort.

Speaker: Vielen Dank dafür.

Speaker: Wir machen einen ganz kurzen Werbeblock, nämlich entfiel uns doch mal ein Comic aus dem Splitter Verlag.

Speaker: Egal wann erschienen, irgendwas, was du von uns gelesen hast und gut fandst.

Speaker: Ja, da fällt mir die Wahl sehr, sehr leicht.

Speaker: Ich fand Grandios Wind in den Weiden von Fessig.

Speaker: Das basierte auf einem Roman von einem, ich glaube, Briten.

Speaker: Ja.

Speaker: Genau, Graham.

Speaker: Und genau, das fand ich eine unglaublich schöne und tolle Adaption dieses wunderbaren Buchs auch.

Speaker: Wirklich total toll.

Speaker: Ja, Michel Bixix ist auch ein wirklich toller Zeichner.

Speaker: Ja, und ich habe tatsächlich auch bei euch auf der Website dann auch noch Amelie und Mirko gesehen.

Speaker: Das fand ich großartig gezeichnet.

Speaker: Das spricht mich sehr an.

Speaker: Das ist ja sogar eine Serie.

Speaker: Das würde ich tatsächlich auch direkt nominieren, obwohl ich da noch nichts konkret, also kein ganzes Buch noch gelesen habe, aber das würde ich direkt...

Speaker: Follow-up, das muss ich mir unbedingt anrufen.

Speaker: Die Reihe braucht auch definitiv mehr Leserschaft.

Speaker: Wir haben das aus großer Überzeugung gekauft, eingekauft als Dezent, weil es wunderschön ist und eine ganz anrührende, ganz einfache Geschichte eigentlich erzählt.

Speaker: Also sie richtet sich auch tatsächlich so an LeseanfängerInnen, würde ich sagen.

Speaker: Hat aber ehrlich gesagt viel zu wenig Aufmerksamkeit bisher gefunden.

Speaker: Ändert das.

Speaker: Ja, absolut, genau.

Speaker: Das ist eine schöne Empfehlung, ja.

Speaker: Ja, genau, also manchmal, das ist ja das Vertragte bei Serien, manchmal braucht es ja sowas wie fünf, sechs Bände, um überhaupt wirklich die Leserschaft zu erreichen.

Speaker: Da sind wir dann wieder beim Verlegen, da ist man dann schon sehr in Vorlage gegangen.

Speaker: Ja, absolut.

Speaker: Als Verlag, naja.

Speaker: Ja, vielen Dank dafür.

Speaker: Dann empfiehle uns doch noch eine Sache, die kein Comic ist, irgendwas, was sich in letzter Zeit an anderen Medien begeistert hat.

Speaker: Ah, okay.

Speaker: Also ich dachte, genau, also jetzt wirklich was neu erschienen.

Speaker: Nein, nein, nein.

Speaker: Das muss nicht neu erschienen sein, aber was du in letzter Zeit rezipiert hast, sage ich mal.

Speaker: Zum Beispiel Christian Kappt-Roman hattest du doch gerade schon erwähnt.

Speaker: Genau, das wollte ich euch eigentlich empfehlen, weil das passenderweise mal was war, was auch neuerdings erschienen ist.

Speaker: Aber jetzt... Er ist ja erst 2025 jetzt erschienen, ne?

Speaker: Genau, das ist wirklich ganz jüngst erschienen.

Speaker: Aber wenn ich jetzt die Möglichkeit habe, euch sogar was zu empfehlen, was nicht erst neu erschienen ist, was ich aber erst neulich gelesen habe, dann würde ich euch empfehlen.

Speaker: Nachts unter der steinernden Brücke von Leo Perutz.

Speaker: Das habe ich neulich erst gelesen, weil nämlich der Daniel Kehmann darüber einen kleinen Essay geschrieben hat, den ich nicht gelesen habe, weil ich erst das Buch lesen wollte und jetzt brauche ich eigentlich kein Essay darüber.

Speaker: Das ist ein Roman, der 1950, glaube ich, ungefähr erschienen ist.

Speaker: Es ist eine wahnsinnig spannende Geschichte, spielt in Prag, ist so unchronologisch erzählt, hüpft hin und her zwischen den Zeitebenen.

Speaker: Ich glaube, wenn man Till von Daniel Kehmann gelesen hat und das gut fand, dann wundert es einen nicht, dass

Speaker: der Autor eben auch diesen Roman so wärmstens empfiehlt, weil er sich, glaube ich, auch sehr vieles davon abgeguckt hat für Till.

Speaker: Nämlich eben dieses Hin- und Herspringen, irgendwas passiert, du verstehst aber erst im vorletzten Kapitel, warum das überhaupt passiert ist.

Speaker: Und das Ganze in Prag, in der Stadt, über die ich...

Speaker: nicht sehr viel weiß und wusste, in einem Setting, was super interessant ist.

Speaker: Also das ist wirklich ein Buch, das hat mich seit langer Zeit sehr, sehr begeistert.

Speaker: Das ist jetzt spontan, wo ich die Gelegenheit habe, aber das war wirklich ein Buch, was ich seitdem wirklich...

Speaker: heftigst empfehle.

Speaker: Da wäre ich zum Beispiel nie drauf gekommen.

Speaker: Also ich freue mich über solche Empfehlungen immer.

Speaker: Also kann ich wärmstens empfehlen.

Speaker: Lies dich wirklich einfach so weg.

Speaker: Ich habe es danach meiner Frau gegeben und wir haben nicht komplett den gleichen Buchgeschmack und sie hat es auch einfach so weggezogen, eingeatmet quasi.

Speaker: Das macht wirklich süchtig.

Speaker: Man wünschte sich, es wäre sehr, sehr dick, aber es ist

Speaker: Ja, das ist toll.

Speaker: Vielen lieben Dank.

Speaker: Also tolle Empfehlung.

Speaker: Ich danke dir.

Speaker: Und ganz zum Schluss die Rauskehrerfrage.

Speaker: Wenn du einen nerdigen Wunsch frei hättest, das ist jetzt, kann man jetzt so oder so betrachten, was ein nerdiger Wunsch ist, aber wenn du dir irgendwas wünschen dürftest, egal wie groß, egal wie klein, für dich, für alle, was würdest du dir wünschen?

Speaker: Ja, also ich würde mir wünschen, dass man irgendwie mal kurz mal auf Pause drücken könnte.

Speaker: Also ich bin jetzt junger Vater von zwei kleinen Kindern.

Speaker: Ich wünsche mir natürlich einerseits, wo ich sehe, wie wahnsinnig schnell die groß werden, natürlich einmal die Pause-Taste mal kurz, aber andererseits auch

Speaker: All dieser Alltag mit Kindern einfach wahnsinnig anstrengend ist, dass man mal kurz durchatmen kann.

Speaker: Natürlich sehe ich die politische Lage, wo ich auch denke, mein Gott, das ist alles so.

Speaker: Kann das nicht mal ein bisschen langsamer gehen?

Speaker: Richtig, es beschleunigt alles und es nimmt alles so ganz ungute Richtungen wieder ein, die einem nur allzu bekannt vorkommen.

Speaker: Und ja, das wäre, ich weiß jetzt gar nicht unbedingt nur für mich oder für alle, ich glaube, ich wünsche es uns allen, aber dass man mal ganz kurz irgendwie auf Pause drücken könnte und mal irgendwie nicht nur den Abwasch erledigen könnte und mal irgendwie kurz durchatmen kann, sondern dass man irgendwie, dass sich nicht alles so beschleunigt und dass man mal ein bisschen Gelegenheit hat, durchzuatmen und sich über das zu freuen, was man ja alles hat, weil das ist ja auch einfach,

Speaker: Es gibt trotz all dem, was gerade wirklich auch an Schlimmem in der Welt passiert.

Speaker: Ja, gerade wir bei uns hier haben ein unglaubliches Privileg, ein unglaubliches Geschenk, was natürlich auch auf eine gewisse Art und Weise uns auch, ehrlich gesagt, auch verpflichtet, uns auch einzusetzen für die, die das nicht haben.

Speaker: Aber irgendwie einfach mal kurz Pause machen.

Speaker: Wenn ich mir das wünschen könnte, das wäre irgendwie alles, was ich, ich will nicht ewig leben, aber ich will mal ganz kurz Pause.

Speaker: Ich bin mir sehr sicher, dass ganz viele Leute, die zuhören, ich einbeschlossen, obwohl ich keine Kinder habe, das fühlen, wie man so schön sagt.

Speaker: Vielleicht finden wir diese Technologie ja irgendwie.

Speaker: Vielleicht.

Speaker: Wenn man ein gutes Buch liest, oder hast du uns jetzt ein paar empfohlen, kann man ja zumindest im Kopf mal für einen kurzen Moment eine schöne Pause einlegen.

Speaker: Und ich glaube, mit dem Schluss drücke ich jetzt auch gleich mal hier auf Pause bei unserer Aufnahme.

Speaker: Was für ein Schluss.

Speaker: Was für eine Kurve, die du da... Schön, dass wir das jetzt auch nochmal kommentieren.

Speaker: Ferdinand, vielen lieben Dank für deine Zeit, für das schöne Gespräch.

Speaker: Ja, vielen, vielen Dank an dich.

Speaker: Wirklich, für die tollen Fragen, dass du so zugehört hast.

Speaker: Es ist toll.

Speaker: Es hat großen Spaß gemacht.

Speaker: Das freut mich.

Speaker: Und ihr, liebe Leute, ihr wisst, was ihr zu tun habt.

Speaker: Einerseits natürlich abonnieren, kommentieren, fünf Sterne dalassen, wo auch immer ihr diesen Podcast hört.

Speaker: Dann schaut euch auf jeden Fall das Poller-Magazin an.

Speaker: Schaut euch an, was die machen.

Speaker: Schaut euch an, was da schon alles Tolles erschienen ist.

Speaker: Lasst ein Abo da.

Speaker: wenn ihr es euch leisten möchtet und könnt.

Speaker: Es ist garantiert kein verschenktes Geld und ihr habt gehört, was für ein tolles Projekt damit unterstützt wird.

Speaker: Das ist wirklich einzigartig im deutschsprachigen Raum und meiner persönlichen Meinung nach, da spreche ich jetzt als Comic-Fan und nicht als Verlagsmensch in erster Linie, absolut unterstützenswert.

Speaker: Ja, vielen, vielen Dank, Max.

Speaker: Und dann schreibt uns aber natürlich auch gerne, was ihr zu dieser Folge denkt und abonniert auch unseren Newsletter.

Speaker: Ihr wisst ja Bescheid.

Speaker: Habt's ja auch am Anfang schon mal gehört.

Speaker: Und dann wünsche ich euch jetzt, die ihr hier zugehört habt, vielen Dank fürs Zuhören und noch einen wunderschönen Tag und dir natürlich auch, Ferdinand.

Speaker: Bis hoffentlich ganz bald.

Speaker: Das hoffe ich auch.

Speaker: Vielen, vielen Dank, Max, und bis ganz bald.

Speaker: Ciao.

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