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#49 - Wie Rows Spreadsheets revolutioniert - mit Torben Schulz

S1 E49 · VisualMakers
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233 Plays3 years ago

Braucht es eine Revolution von Spreadsheets? 🤩

Aber klar!! Das Berliner Startup Rows nimmt sich genau dieser Aufgabe an.

Rows nennt sich selbst “The Spreadsheet with Superpowers” - und das ist keinesfalls übertrieben.

Mit Rows kannst du ganz klassisch Spreadsheets erstellen, wie du sie kennst, aber zusätzlich noch

👉🏼 mit den eingebauten Integrationen deine Daten aus verschiedenen Quellen automatisieren

👉🏼 mit den smarten Rechtemanagement ganze Webapp-Funktionen einbauen

👉🏼 deine Daten mit den ausgeklügelten Designs visuell verständlich machen

Torben Schulz, Gründer und COO von Rows, hat mir in der aktuellen Visualmakers Podcast Episode erzählt - wie es zur Idee und Gründung von Rows kam, wie Integrationen mit Business-Tools und öffentlichen Datenbanken das Spreadsheet bereichern und warum es jetzt endlich mal Zeit wird, dass das Spreadsheet Thema mal so modern gemacht wird, wie es das verdient hat.

💡 Eine meiner Lieblingsstellen der Folge ist übrigens, als Torben mir erzählt hat, wie sie als Marketing Aktion einfach mal Billboards vor den Headquarters von Microsoft und Google gemietet haben, um darauf Werbung für Rows zu schalten.

Es lohnt sich auf jeden Fall, mal reinzuhören.

Mer zu Rows: https://rows.com
Torben auf LinkedIn: https://bit.ly/3ztqbr4

Tritt unserer kostenlosen No-Code Community bei: https://visualmakers.de

---

VisualMakers.de ist eine Lernplattform und Community für den Bereich NoCode. Lerne mit uns, wie du Webseiten, Web-Apps & Mobile-Apps bauen und Prozesse automatisieren kannst, ohne eine Zeile Programmiercode schreiben zu müssen.

Mit * gekennzeichnete Links sind Provisionslinks. Dein Kaufpreis bleibt unverändert. Nutze diese gerne, wenn du das Projekt VisualMakers unterstützen möchtest. Vielen Dank!

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Transcript

Einführung des Visual Makers Podcasts

00:00:01
Speaker
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge vom Visual Makers Podcast. Ich freue mich besonders auf diese Folge, denn sie ist präsentiert von Rose. Und nicht nur das Tool ist ziemlich cool, sondern ich habe auch einen sehr tollen Gast heute bei mir, und zwar den Thorben. Und ich freue mich sehr, dass du da bist, Thorben, der CEO und einer der Gründer von Rose.
00:00:23
Speaker
Hallo, freut mich, hier zu sein. Schön, dass du da bist. Bevor wir gleich zu Rose kommen und darüber sprechen, was Rose eigentlich ist, lass uns erst mal kurz zu dir kommen.

Thorbens Weg zur Unternehmensgründung

00:00:34
Speaker
Wer bist du, wie bist du dahingekommen, wo du jetzt grade bist, wie würdest du dich selber beschreiben?
00:00:40
Speaker
Ich glaube, ich bin zum Gründen gekommen über einen relativ langen Weg. Also ich bin nicht einer der Gründer, ... ... die also schon mit 16 ihr eigenes Geschäft hatten ... ... und nichts anderes gemacht haben, als Unternehmen zu gründen, ... ... sondern für mich war das irgendwie vom familialen Hintergrund her ... ... auch eher so, dass ich ...
00:01:00
Speaker
Unternehmertum fern Hintergrund komme. Und insofern habe ich erst mal studiert und danach bin ich erst mal in die Beratung gegangen, weil das irgendwie das nächste war, was ich mir irgendwie vorstellen konnte, wo ich flexibel blieb und weiter gelernt habe und war dann erst mal fünf Jahre Unternehmensberater.
00:01:20
Speaker
Währenddessen fing so mein Interesse an der Gründung tatsächlich an und habe mich auch mehrmals damit beschäftigt. Als Berater neigt man immer dazu, ein bisschen zu überanalysieren und so, bevor man tatsächlich dann in den Schritt geht und ins kalte Wasser springt. Dann habe ich nochmal studiert und erst dann, vor acht Jahren mittlerweile, bin ich dann dazu gekommen, das erste Mal wirklich zu gründen.
00:01:46
Speaker
War ein langer Weg von, wie es, glaube ich, jedem möglich ist zu gründen, der heutzutage in einem normalen Job ist. Könnte auch mein Weg sein. Ja, cool. Vor allem als Berater sieht man auch immer echt viele Sachen. Das kann, glaube ich, auch echt ein ganz guter Vorteil sein, weil man einfach schon viele Unternehmen kennengelernt hat, oder?
00:02:12
Speaker
Ja, klar, absolut. Aber wie gesagt, die Beratung ist, glaube ich, relativ weit weg vom Gründen, weil man beim Gründen einfach immer forciert wird oder sich einfach die ganze Zeit macht, wenn man die ganze Zeit Entscheidungen trifft, auch wenn man noch nicht so viel darüber weiß, über den Markt, über irgendwie Zahlen und so was. In der Beratung ist man immer sehr darauf fokussiert, einfach
00:02:39
Speaker
mit Zahlen zu crunchen und im Zweifel noch dreimal mehr zu analysieren. Und in der Gründung geht's da viel mehr um Schnelligkeit und Entscheidungskraft.

Erstes Startup Eat First und seine Herausforderungen

00:02:51
Speaker
Oh ja. Du hast ja vor Rose schon einmal gegründet. Wie kam's dazu und wie kam's dann zur Gründung von Rose?
00:03:04
Speaker
Ja, unser erstes Unternehmen war Eat First. Das war ein Food Delivery Service. Den hatten wir damals auch mit Rocket Internet hier in Berlin gegründet. Also Rocket Internet, der damals große Inkubator, jetzt eher VC, kennt man, glaube ich, in Deutschland ganz gut. Und da hatten sich Umberto, mein Mitgründer, und ich, wir haben uns sozusagen fast als Zwangs-Ehe à la Rocket Internet kennengelernt.
00:03:32
Speaker
wurden so zusammengebracht als Gründungsteam. Und das haben wir zwei Jahre lang gemacht. Unser Unternehmen ist aber etwas kleiner geblieben. Wir waren in so einem vertikal integrierten
00:03:50
Speaker
operativen Modell, also wir hatten auch Küchen und haben Köche eingestellt und Essen gekocht und alles, also was heute unter Ghost Kitchens läuft. Gleichzeitig haben wir auch all das noch gemacht, was ein Volt in Berlin oder ein Deliveroo oder Uber Eats oder sowas macht. Und das war ehrlich gesagt
00:04:13
Speaker
Zu viel des Guten. Also all diese Geschäftsmodelle, von denen dachten wir damals, das können riesige Food-Unternehmen werden. Die sind aber auch in den USA dann eher klein geblieben, einfach weil es sehr, sehr viel gibt, was man irgendwie dem Unternehmen beibringen muss. Und weil es auch einfach sehr kostspielig ist, diese ganzen Küchen zu bauen und zu betreiben.
00:04:37
Speaker
Und dann, als wir wussten, dass das ein bisschen, also, dass das ein kleineres Unternehmen bleiben sollte, haben sich dann zwei von uns drei Gründern zu der Zeit entschlossen, dann was anderes zu machen. Umberto und ich haben uns dann darauf gefreut, mehr in Software zu gehen und Spreadsheets zu bauen.

Entwicklung von Rose: Ein neues Softwareunternehmen

00:05:02
Speaker
Ja, cool, cool. Und wie habt ihr in eurem ersten Start-up quasi dann auch erkannt, dass ihr mit den Spreadsheets, die es halt da gab, einfach nicht zurechtkam, dass die nicht euren Ansprüchen genügen und so? Oder wie kam es dann zur Idee, warum auf einmal dann Software und Spreadsheets?
00:05:22
Speaker
Ja klar, absolut. Genauso war es tatsächlich. Also wir waren beide, also auch Umberto hatte mal eine Vergangenheit in der Beratung und in der Beratung nutzt man auch sehr viele Spreadsheets. Und bei Eat First haben wir dann auch zum Beispiel als unser ERP-System, also das ganze Produktionsplanung, Order-Management, Inventur-Management und sowas, das haben wir alles über Spreadsheets gemacht.
00:05:51
Speaker
Warum? Weil unser eigenes IT-Team keine Zeit dafür hatte. Die hatten höhere Prioritäten, unseren Store und Lieferalgorithmen und so was. Und da gab es einfach keinerlei Kapazität, sich auch noch darum zu kümmern, sozusagen um das Backoffice der Küche. Und gleichzeitig, da wir aber ein Online-Unternehmen waren, haben uns auch diese ganzen Restaurant-Management-Tools oder Software, die es so off the shelf gab, nicht geholfen.
00:06:19
Speaker
Und daher haben wir das einfach mit einem Spreadsheet gebaut.
00:06:25
Speaker
läuft dann irgendwie in Schwierigkeiten, was dann die Möglichkeit angeht, das zu automatisieren und so was. Und in die liefen wir natürlich auch. Und so entstand dann auch die Diskussion. Dann kam Umberto, der darüber schon länger nachgedacht hatte, zu mir und hat gesagt, hey, das, was wir hier machen und dieses Tool, das irgendwie über eine Milliarde Menschen auf der Welt benutzen und das sich irgendwie so weiterentwickelt hat von nur Buchführung,
00:06:52
Speaker
bis hin zu jetzt Projektmanagement und Contentmanagement und Reporting und so weiter. Das kann man eigentlich auch noch weiter treiben und dem auch noch mehr Dinge beibringen, die normalerweise nur mit normalen Programmiersprachen gemacht werden können.

Funktionen und Vorteile von Rose

00:07:08
Speaker
Also Automatisierung, Daten von anderen Tools mit reinbringen und so weiter.
00:07:14
Speaker
Und so ist dann tatsächlich die Idee auch entstanden. Und das haben wir anfangs mit unserem damaligen Tech-Team noch diskutiert. Und das fanden die am Anfang sehr witzig. Also das lief so unter Excel OS. Und irgendwann war uns dann aber klar, okay, eigentlich steht jetzt gar nicht so viel im Wege. Und dann machen wir das jetzt.
00:07:35
Speaker
Ja, ich find's ehrlich gesagt auch supermutig, so Spreadsheet-Gedanken wie Excel und Google Sheets und so anzugehen. Da kommen wir nachher noch mal zu, was ihr da auch für Aktionen gestartet habt, die ich auch sehr, sehr cool finde. Aber ihr habt ja auch den, euer Slogan ist ja das Spreadsheet with Superpowers. Wie pitchst du denn, Rose, jetzt jemandem, der noch gar nichts davon gehört hat?
00:08:04
Speaker
Also im Grunde genommen sind es drei Sachen. Das eine ist, es ist tatsächlich ein Spreadsheet. Es ist jetzt kein Plugin oder sowas, sondern es ist wirklich eine vollständige Spreadsheet-Plattform mit einer Tabelle und Zellen in der Tabelle, in die man Formeln schreiben kann und so weiter. Also es kann ein vollständiger Ersatz zu Microsoft Excel und Google Sheets sein.
00:08:26
Speaker
Das zweite ist Sharing. Und zwar kann man Rows nicht nur teilen, wie man Google Sheets teilen kann, sodass wir darin zusammenarbeiten können, sondern man kann Rows tatsächlich auch in eine Web-App verwandeln, in einem Klick.
00:08:46
Speaker
Und so wir denken eben in Spreadsheets als Web-Apps oder Web-Pages, sodass du innerhalb von einem Klick dann eben eine Webseite hast oder einen Link hast, hinter dem dann eine App steht, die zum einen wesentlich besser aussieht als ein Spreadsheet, zum anderen auch auf deinem Handy funktioniert. Also das ist dann responsive auf dem Mobiltelefon.
00:09:13
Speaker
Und drittens kannst du es auch interaktiv machen, also du kannst gewisse Felder setzen wie Dropdowns, Buttons, Checkboxes und so weiter, sodass du es dann interaktiv machen kannst für die User dieser Web-App.
00:09:28
Speaker
Und das dritte ist tatsächlich die Datenkonnektivität. Also du kannst durch unsere Integration oder auch durch Webrequests, kannst du eben Daten aus deinen wesentlichen Tools oder auch von externen Datenquellen oder sowas in dein Spreadsheet relativ einfach bringen.
00:09:50
Speaker
ohne dass du Plugins brauchst oder ohne dass du eben Code schreiben musst oder Skripte schreiben musst, sondern einfach mit Formeln.
00:09:59
Speaker
Ja, super cool. Also, und ohne auch iPaaS-Tools wie Make oder Zapier zu brauchen, richtig? Sondern, dass du quasi direkt integrieren kannst. Ja, einfach nur Spreadsheet-Formeln, so wie Sum oder Summe oder sowas, die man in der Zelle schreibt, mit denen kann man das letzten Endes machen. Wir haben auch so ein paar
00:10:23
Speaker
Hilfsoberflächen oder sowas. Wenn das Formeln schreiben zu kompliziert wird, dann kann man auch einfach die nutzen, aber darunter wird dann immer eine Formel liegen.
00:10:31
Speaker
Ja. Ja, super cool. Ähm, noch mal ganz kurz zurück zum, ähm, zum Sharing. Also, ihr habt, kann man so verstehen, dass ihr quasi drei Ebenen habt, wo ihr einmal ein Admin-View habt quasi, der alles verändern kann, und dann ein Collaboration-View, wo dann Leute oder Teams miteinander kollaborieren können, aber ohne das ganze spreadsheet zu sehen oder beispielsweise nur ein Formular auszufüllen oder so

Rose als modernes Spreadsheet-Tool

00:10:55
Speaker
was. Also, dass es interaktiv ist, aber nicht auf alles Zugriff hat, sodass man das vermeidet
00:10:59
Speaker
Okay, irgendjemand, der keine Ahnung hat, ist jetzt in diesem Spreadsheet und leuchtet eine Formel und dann bricht alles zusammen.
00:11:08
Speaker
Ja, genau. So kannst du dir das ungefähr vorstellen. Du hast zum einen den Editor. Der Editor ist relativ ähnlich zu einem Google Sheets und auch die Erfahrung darin zu arbeiten ist relativ ähnlich. Da könnten wir jetzt auch zusammenarbeiten und dann würde ich da deinen Namen sehen und du würdest meinen Namen sehen, in welcher Zelle wir auch immer sind. Und dann können wir aber als
00:11:34
Speaker
Leute, die den Editor benutzen können, auch für andere, das kann entweder für Leute sein, die in unserem Workspace sind oder in unserem Team sind, die aber keine Editor-Rechte haben, sondern nur sogenannte Live-User-Rechte. Oder eben auch für völlig Externe, die dann einfach den Link irgendwo online finden und das einfach als Webseite nutzen. Für die können wir dann sozusagen unsere Apps bauen.
00:12:03
Speaker
oder Webseiten bauen. Das müssen auch keine interaktiven Apps sein. Das können auch zum Beispiel für Reports oder für Listen, die man einfach teilen möchte, können es auch einfach Webseiten sein. Und die würden dann eben diese Apps oder Seiten konsumieren. Wer jetzt Editor ist und wer nicht, das können dann die Admins oder teilweise auch die Editors dann eben festlegen. Ja.
00:12:30
Speaker
Ja, und ich meine, damit werden ja so viele Use-Cases möglich. Also da geht's ja wirklich auch total in die Web-App-Richtung. Wie habt ihr denn angefangen? Weil ihr definiert euch ja als, also Spreadsheet with Superpowers ist euer Slogan, geht aber sehr stark in die Web-App-Richtung. Wo habt ihr angefangen und wo seht ihr euch eher? Also eher Spreadsheet oder eher Web-App-Bilder?
00:12:57
Speaker
Auf jeden Fall eher Spreadsheet. Wir sehen uns als modernes Spreadsheet. Wenn ein Spreadsheet heute erfunden würde und nicht vor 40 Jahren wie Excel oder nicht vor 2006 erfunden,
00:13:19
Speaker
Seit dieser Zeit ist ja sehr viel passiert auf der Welt und unsere Arbeit hat sich auch sehr verändert. Zum Beispiel 2007, ein Jahr nach der Empfindung von Google Sheets, wurde das iPhone erfunden. Das heißt, das Mobiltelefon oder das Smartphone und diese ganze App-Economy
00:13:36
Speaker
gab es damals noch nicht, als das letzte große Spreadsheet erfunden wurde. Dann das Gleiche mit SaaS-Tools und APIs. Auch die gab es damals noch nicht, weil wir eher monolithisch irgendwie im Software gearbeitet haben. Und dadurch entsteht die Notwendigkeit, auch Daten auszutauschen. Und das relativ automatisiert hoffentlich.
00:14:06
Speaker
So diese Arten von Problemen haben wir eben direkt mit bedacht, als wir das aufgebaut haben, was eben jetzt Microsoft und Google noch nicht machen konnten. Also als Web-App-Builder würde ich jetzt Rose erstmal nicht bezeichnen.
00:14:22
Speaker
Natürlich kannst du deinen Spreadsheet in eine Web-App verwandeln, aber ich glaube, als Web-App-Bilder bezeichnen sich eher Tools, die sozusagen frontendlastiger sind und mit denen man einfach dort noch mehr machen kann. Also jetzt Webflow oder Software oder sowas für diejenigen, die jetzt tiefer in der No-Code-Industrie stecken.
00:14:45
Speaker
Aber klar, du kannst mit Rose trotzdem eine Web-App bauen, die dann auch interaktiv ist und funktioniert. Nur eben wahrscheinlich nicht als deine Webseite selbst, sondern eher vielleicht als Rechner, als so internal tool, das zum Beispiel
00:15:05
Speaker
ein Zeitmanagementsystem ist oder ein Urlaubsplanungssystem oder solche Arten von Tools, die kann man eben in Rose sehr gut bauen und das sind natürlich dann irgendwo auch Web-Apps.
00:15:20
Speaker
Ja, ja, total. Ehrlich gesagt, mir fehlt auch noch so ein Wort für, für, was ist denn das, Backend-Webapps oder sowas, interne Webapps oder so, weil bei Visual Mechanics ist es ja auch so, Alex ist mehr Frontend und baut eben in Webflow, Bubble, Software und so. Und ich bin mehr Backend mit Automation und Spreadsheets und Databases und so. Und wir bauen ja beide in, also,
00:15:44
Speaker
Ich mehr Prozesse, aber beide eigentlich Tools oder Web-Apps auch. Aber es ist halt überhaupt nicht das Gleiche. Deshalb, ja, ich bin auf jeden Fall auf der Suche noch nach einem guten Wort dafür. Ja, natürlich. Schwierig. Du hast gerade schon ein paar Use-Cases genannt, wofür Rose alles genutzt werden kann.
00:16:09
Speaker
Wo habt ihr, wo

Benutzergetriebene Produktentwicklung bei Rose

00:16:11
Speaker
fangt ihr an? Wie geht ihr im Produkt vor, was, also einmal wie ihr eure Kunden holt, quasi zu, ich schätze da ist auch relativ viel Erklärungsaufwand, oder? Ihr habt ja eine super tolle Community, wo ihr total viele Templates habt und so, wo man schon eine Idee bekommt, was, was alles möglich ist. Ist das auch euer Ansatz, quasi an die, an die Kunden ranzugehen?
00:16:35
Speaker
Was jetzt unsere Produktentwicklung angeht, was wir als Spreadsheet bauen mussten, das war uns relativ klar und auch die Innovationen, die wir da reinbauen wollten, das war uns relativ klar. Und was für Datenquellen wir dann aber anbinden über unsere Integration, das haben wir relativ sozusagen durch unsere ersten Nutzer getrieben gemacht. Und da waren wir zuerst
00:17:00
Speaker
Wurden wir relativ viel genutzt für Datenanreicherungen, zum Beispiel jetzt um Leads zu generieren im Vertrieb, in Sales, zum Beispiel um E-Mail-Adressen zu finden,
00:17:16
Speaker
Unternehmensdaten oder Domains anzureichern mit der Anzahl von Mitarbeitern und so weiter. Das waren also klassische Dinge, die anfangs mit Rose gemacht wurden. Das funktioniert auch immer noch. Aber mittlerweile, da wir das Spreadsheet jetzt besser ausgebaut haben und auch zum Beispiel die Visualisierungs
00:17:33
Speaker
Funktionalität, also wir haben jetzt Charts oder Conditional Formatting oder sowas. Da wird es jetzt einfach auch viel mehr für andere Dinge genutzt. Also von wirklich einfachsten Dingen wie Listen oder sowas, die einfach geteilt werden, die aber eben auch auf einem Mobiltelefon zum Beispiel gut konsumierbar sein müssen, was normalerweise in einem herkömmlichen Spreadsheet eher schwieriger ist, über dann
00:18:02
Speaker
Also sowas wie Aktien-Portfolio oder Crypto-Portfolio-Tracker oder sowas. Das ist ein sehr beliebter Use-Case bei uns, mit dem die Leute beginnen. Und dann natürlich auch Reporting. Also jetzt unsere Charts sehen,
00:18:21
Speaker
sehen, finde ich, relativ gut aus. Und die sind auch nicht direkt auf das Gitter so geklatscht, wie das normalerweise der Fall ist, sondern sind eben besser in die Webseite eingebunden. Und insofern zum Beispiel für Marketing, Reporting oder sowas wird es eben auch sehr, sehr viel benutzt.
00:18:42
Speaker
Ja, bin ich auch großer Fan von und ich finde, das wird auch immer unterschätzt, wie viel es ausmacht, wirklich Daten zu visualisieren. Also es klingt, finde ich, manchmal so, ja nicht belanglos, aber so klein, quasi dieses Reporting, Dashboards, Visualisierung.

Bedeutung der Datenvisualisierung

00:18:58
Speaker
Aber es macht halt so viel aus, wenn man als Unternehmen oder auch als Einzelperson einfach auf einen Blick sehen kann.
00:19:04
Speaker
Okay, wo stehe ich denn gerade? Als halt irgendwie erstmal Zahlen interpretieren zu müssen und so. Ja, auf jeden Fall. Wer sind denn eure Kunden eigentlich so? Hat sich das verändert?
00:19:17
Speaker
Wie gesagt, verändert hat sich das. Mehr von Sales jetzt hin zu mehr allgemeiner Nutzung, auch mehr, letzten Endes, Marketing oder Operations auf jeden Fall. Wir haben eben eine Gruppe von Leuten, das läuft auch mehr über unsere Community, die das Ganze dann zum Beispiel für Investment-Tracking oder sowas nutzen, dass Leute
00:19:43
Speaker
Jeder, der irgendwie in Krypto investiert oder in Aktien oder sowas und das gerne in einem schönen Report haben möchte oder irgendwas.
00:19:53
Speaker
speziell automatisieren möchte, sich spezielle Alerts schicken lassen möchte oder sowas. Ich glaube, das ist auf jeden Fall eine Gruppe von Nutzern. Und dann in Unternehmen sind es insbesondere jetzt Leute in Marketing oder Operations, die uns nutzen. Und ja, natürlich sind wir eher Start-up-lastig, auch von unseren Nutzern und von unserer Kundenbasis her. Ja.
00:20:24
Speaker
Wie herausfordernd ist das, Roast zu erklären für neue Kunden, also gerade für Unternehmenskunden quasi gegenüber Excel und Google Sheets auch?
00:20:34
Speaker
Ich glaube, letzten Endes als Spreadsheet ist es relativ einfach erstmal, weil es ein Spreadsheet ist. Wenn man natürlich in jede Integration reingeht und in die Integrationsformeln und so weiter, dann
00:20:53
Speaker
Je nachdem, wie viel Erfahrung die Nutzer damit haben, bedarf es eben einer gewissen Lernkurve, um eben Integration und die Daten von den anderen Tools dann eben auch vernünftig in das Spreadsheet zu bringen.

Rose als No-Code-Tool für Nicht-Techniker

00:21:06
Speaker
Wobei wir da auch einfach sehr, sehr viel schon im Produkt weiterentwickelt haben. Letzten Endes die Datenstrukturen, mit denen wir arbeiten, von denen bekommen unsere Nutzer eigentlich kaum noch was mit. Das läuft alles über
00:21:25
Speaker
Hilfsoberflächen und Interfaces, die dann so klickbar sind. Damit hast du gerade die perfekte Beschreibung für ein No-Code-Tool geliefert. Aber ihr seht euch selber auch als No-Code-Tool, oder?
00:21:39
Speaker
Ja, glaube ich schon. No-Code kommt eher aus dem gemeinsamen Zweck der No-Code-Bewegung. Letzten Endes Leute, die keine Ingenieure sind oder die nicht programmieren können, eben in die Lage zu versetzen, auch diese Arten von Problemen zu lösen.
00:22:03
Speaker
hat was mit Empowerment zu tun. Und ich glaube, was diesen Zweck oder was dieses Ziel angeht, da sind sich eigentlich alle Leute, die irgendwie sich mit No-Code-Tools beschäftigen, einig. Und dann gibt es aber ganz unterschiedliche Ansätze und auch ganz unterschiedliche Probleme, die diese Ansätze dann lösen. Also es gibt dann zum Beispiel die
00:22:28
Speaker
die Datenbank, also so etwas wie Airtable oder es gibt dann eben diese Frontend-Webapp-Bilder oder Website-Bilder und wir sind eben den Weg des Spreadsheets gegangen, weil aus unserer Sicht das Spreadsheet
00:22:45
Speaker
sozusagen, wenn man jetzt in den alten Produktivitätstools denkt, ist das Spreadsheet aus unserer Sicht eigentlich so, die sind die Kronjuwelen der Produktivitätstools. Also, wenn man jetzt, glaube ich, Microsoft fragen würde, was ist das wichtigste Tool eurer, von MS Office, dann sagen die hundertprozentig Excel.
00:23:08
Speaker
Es gibt eben über eine Milliarde Nutzer auf der Welt. Diese Oberfläche, diese Interface ist jedem bekannt.
00:23:22
Speaker
schwerer Weg, glaube ich, den wir gehen, weil einfach die Nutzererwartungen an einem Spreadsheet auch sehr hoch sind. Und insofern ist es ein dickes Brett, das wir uns vorgenommen haben. Aber wir glauben eben auch, dass man daraus eben ein sehr, sehr gutes Tool bauen kann und hoffentlich das Beste aller No-Go-Tools bauen kann.
00:23:43
Speaker
Ja, auf jeden Fall. Und vor allem, also ich meine, da ist ja so viel Potenzial drin, weil ich meine, jeder kennt die Paints mit gängigen Spreadsheets, ob es jetzt Google Sheets oder Excel ist. Also da sind ja so viele Probleme von
00:23:58
Speaker
Jemand hat irgendeine Formel gelöscht und alles bricht zusammen bis hin zu, ich kann es nicht richtig automatisieren und es ist ständig irgendwie buggy und so. Aber trotzdem nutzen es ja alle. Vor allem bin ich total dabei, dass es ein riesen Potenzial hat. Spielt denn No-Code bei euch bei Rose als Unternehmen auch eine Rolle? Du meinst ja in unserer eigenen Nutzung? Genau.
00:24:28
Speaker
Ja, aber meistens in Rows. Also wenn ich jetzt an unsere eigenen Frontends denke, da nutzen wir ehrlich gesagt
00:24:35
Speaker
glaube ich, kein No-Code. Das ist, glaube ich, alles gecodet. Ich weiß, es gibt mittlerweile auch Start-ups, die komplett auf No-Code laufen, aber wir haben tatsächlich, für das, was wir machen wollten, brauchte man einfach Hardcore-Ingenieure. Aber auch bei euren internen Project-Management-Tools und so was? Nein, natürlich nicht.
00:25:03
Speaker
Aber da nutzen wir tatsächlich relativ viel Rose, also für unser gesamtes Reporting, Investorenreporting, Marketingreporting, auch unser CRM, das nutzen wir eigentlich alles.
00:25:22
Speaker
Rose dafür. Wir haben natürlich teilweise so andere Dinge, die wir damit einbinden. Also sagen wir mal Typeform oder sowas. In Rose gibt es zwar auch Forms, aber wenn wir irgendwie ein besonders designaffines Form haben oder brauchen, dann nutzen wir auch mal Typeform oder sowas. Und dann als weitere Business-Tools
00:25:51
Speaker
Ja, gut, wir nutzen halt so BigQuery und sowas noch. Aber jetzt so klassische, wir nutzen zum Beispiel jetzt eigentlich gar nicht Integromat oder Zapier oder so diese Workflow-Connectoren. Die nutzen wir jetzt nicht, also das machen wir dann meistens durch unsere Integration.
00:26:13
Speaker
Ja, macht ja auch total Sinn und das ist ja auch total gut zu wissen, dass halt Rose einfach so viel kann. Also das ist ja super, super cool. Sind eure Kunden denn eher technisch versiert oder eher weniger? Eher weniger, schätze ich dann eher, ne?
00:26:31
Speaker
Naja, es kommt drauf an. Also wenn diejenigen, die jetzt die Tools selbst bauen und wenn die halt Dinge automatisieren, also auch wenn die jetzt mit unterschiedlichen APIs Datenaustauschen zum Beispiel, da gibt es natürlich schon relativ versierte Leute. Also das sind jetzt nicht
00:26:53
Speaker
Das sind jetzt nicht Ingenieure, aber das sind schon relativ zum einen sehr gute Spreadsheet-Nutzer und zum anderen kennen die sich wahrscheinlich auch ansonsten einigermaßen mit Automatisierung aus.
00:27:10
Speaker
Aber das ist jetzt natürlich nur für die schwierigsten aller Use Cases. Und dann gibt es natürlich die Nutzer für die, die das bauen, die brauchen natürlich überhaupt nicht technisch zu sein, denn die nutzen am Ende ja nur eine Web App eben, wo sie auch nur irgendwie einen Dropdown klicken und dann auf einen Chart gucken oder sowas. Die brauchen natürlich überhaupt nicht technisch zu sein.
00:27:39
Speaker
Und dazwischen gibt es eben Range. Man kann ja Rows auch als normales Spreadsheet nutzen. Und das sind dann eben so die ganz normalen Google Sheets Nutzer, die vielleicht dann V-Log abkönnen oder sowas oder Sum If oder sowas. Von denen gibt es natürlich auch sehr viele.
00:28:01
Speaker
Ja, und man kann halt auch, also um vielleicht die, die, die zuhören, die vielleicht noch gerade am Anfang in ihrer No-Code-Journey vielleicht sind, durch die, durch eure zahlreichen Templates kann man halt auch super schnell lernen. Also einmal wie Rose funktioniert und dann auch irgendwie selber Sachen draufbauen und so was.
00:28:20
Speaker
Da kommt man, glaube ich, schnell rein und kann sich dann aber auch gut weiterentwickeln. Also wo man dann auch echt nochmal viel lernen kann in Rose. Das finde ich echt cool gemacht bei euch, weil ihr auch einfach so eine sehr lebendige Community habt.
00:28:35
Speaker
Ja, ein guter Punkt übrigens, also die Templates, das sind eben vorgebaute Spreadsheets, die man sich auch in zwei Klicks in seinen Account oder Workspace installieren kann. Und dann kann man eben zum einen sich inspirieren lassen, was man so alles machen kann. Man kann aber eben auch dann das als
00:28:59
Speaker
Lernressourcen nutzen und eben gucken, okay, welche Formeln haben die jetzt verwendet und warum und was macht diese Formel und so und dann kann man eben mehr und mehr lernen darüber und auch wie die sozusagen miteinander verbunden werden, um eben ein gutes Spreadsheet zu bauen, das eben mehr kann als jetzt normale Spreadsheets.
00:29:19
Speaker
Ja, und ich finde, so Templates, wo man quasi schon was vorgebaut hat, wo man sich dann Sachen abgucken kann, so habe ich auch gelernt. Also ich habe mit Zapier angefangen damals in meiner No-Code-Reise quasi und habe schon vorgebaute Workflows von meinem Vorgänger quasi gehabt.
00:29:37
Speaker
Es hat sehr lange gebraucht, quasi bis ich dann raus hatte, so, okay, wie hängt jetzt wirklich alles miteinander zusammen? Aber dadurch hatte ich halt einen Anfang und konnte damit lernen, und das ist ja mit den Templates genau das gleiche. Also, wer genau so lernt wie ich, das muss man natürlich selber rausfinden, aber kann ich auf jeden Fall sehr, sehr empfehlen, mit so was anzufangen.
00:29:57
Speaker
Aber auch für die einmal und weil es mich auch sehr interessiert, für die mehr techigen Leute, beim Thema Automatisierung, wenn du sagst, Automatisierung mit Rows, wie funktioniert das technisch? Also, ihr habt eine Integration dann mit bestimmten Tools und dann wird eine API angefragt quasi in regelmäßigen Abständen oder auf einen Buttonklick oder wie funktioniert das?
00:30:21
Speaker
Ja, also unsere Integration laufen tatsächlich in den allermeisten Fällen über APIs. Und das heißt, nehmen wir mal HubSpot oder sowas als CRM. Mit denen haben wir eine Integration. Es gibt eine HubSpot API, wo man
00:30:40
Speaker
wo es sogenannte Endpoints gibt, mit bestimmten Daten Antworten auf eine bestimmte Art von Request. Das ist relativ technisch. Wer das machen möchte, wenn wir keine Integration haben, zum Beispiel kann man das in ROS auch machen, mit sozusagen jeder API.
00:31:04
Speaker
weil wir Web-Request als Funktionen haben, Get, Put und Post. Aber unsere Integration selbst sind sozusagen abstrahierte Web-Requests. Die haben wir dann einfach übersetzt in Get-Accounts HubSpot.
00:31:21
Speaker
oder in Send E-Mail oder in Get Followers Twitter oder sowas in der Art. Diese Formel hat dann Parameter, wie eine normale Spreadsheet-Formel auch.
00:31:37
Speaker
Wenn du die dann absendest, dann bekommst du Daten zurück. Jetzt wird es noch etwas technischer. Diese Daten haben ein Format, das heißt JSON. JSON ist im Prinzip so etwas, als hätten eine CSV-Datei und eine Baumstruktur ein Baby.
00:32:04
Speaker
Diese strukturierten Daten kann man dann in seinen Spreadsheet bringen. Wenn man sich mit JSON und APIs auskennt, dann kann man in rows noch wesentlich mehr tun. Aber man muss sich nicht damit auskennen, weil man über unsere Integration und auch über unseren
00:32:25
Speaker
Table Builder oder Data Explorer, das sind diese Hilfsoberflächen, in denen du nur klickst, mit denen kriegst du deine Daten auch perfekt übersetzt in deinen Spreadsheet, ohne dass du jemals von Jason gehört haben musst.
00:32:43
Speaker
Ja, wer sich mehr mit Jason auseinandersetzen will oder wie man APIs generell ansteuert und welche Daten man zurückbekommt, kann sich gerne mal unseren Kurs dazu angucken. Verlinken wir euch in den Show Notes. Meine Frage war aber auch eher, wenn ich jetzt das spreadsheet vor mir habe und die Integration gebaut habe, ist das dann eine regelmäßige

Automatisierung und API-Integration bei Rose

00:33:04
Speaker
Abfrage? Also zum Beispiel alle 15 Minuten oder klicke ich auf einen Button, um quasi die Abfrage zu aktualisieren oder die Daten zu aktualisieren?
00:33:13
Speaker
Ja, gute Frage. Erstmal ist das keine regelmäßige Abfrage, sondern du führst die Funktion einmal aus und dann bekommst du auch nur einmal in dem Moment die Daten von dieser API oder von dem Tool. Du kannst es aber automatisieren. Da haben wir zum Beispiel eine Funktion, die heißt Schedule, mit der sagst du einfach Schedule
00:33:40
Speaker
diese Zelle, in der dann eben diese Integration steht. Und dann sagst du eben wie oft, jeden Tag um 1 Uhr morgens oder jeden Montag um 15 Uhr oder sowas. Und dann wird es eben automatisiert stattfinden. Und dann kannst du darüber hinaus noch
00:34:03
Speaker
auch in rows sozusagen Datenbanken bauen. Technisch würde das eher unter sowas wie Absurd laufen. Du kannst eben dann nicht nur, wenn du neue Daten bekommst und Funktionen wieder ausführst, dann kannst du dich eben entscheiden, ob du deine spreadsheet-Tabelle komplett ersetzt jedes Mal.
00:34:32
Speaker
Oder ob du einfach einen Log baust, der immer weiter nach unten fortgeschrieben wird. Oder ob du ein sogenanntes Update machst. Das heißt, wenn eine bestimmte Key schon vorhanden ist in deiner Tabelle, also sagen wir mal eine E-Mail-Adresse oder eine Bestellnummer oder sowas, dann wird es nur aktualisiert. Und wenn es noch nicht vorhanden ist, wird es eben dann unten fortgeschrieben.
00:35:00
Speaker
Also all das, das ist sozusagen Teil unserer Automatisierungsfeatures, die wir haben. Das kann man dann eben frei wählen oder dazu bauen.
00:35:12
Speaker
Ja, schlägt mein Automation-Herz höher. Noch eine Frage, die wir jedem unserer Gäste stellen und über das Thema diskutieren wir oft bei Visual Makers. Welche Potenziale siehst du von No Code für Unternehmen, aber auch für Individuen und vielleicht sogar gesellschaftlich?
00:35:37
Speaker
Okay, fangen wir mal bei den Individuen an. Ich glaube, dass wenn man nicht Ingenieur wird, also ich meine, coden zu können ist oder programmieren zu können ist natürlich erstmal super.
00:35:57
Speaker
Aber wenn man jetzt Software-Entwickler ist, besteht ja die Arbeit daraus, sich ständig mit neuen Technologien auseinanderzusetzen und auch ständig weiterzulernen. Und insofern ist das natürlich ein Vollzeitjob. Wenn man jetzt auf der Business-Seite arbeitet und egal wo, also in Finance, Marketing, Operations oder wo auch immer,
00:36:20
Speaker
Glaube ich, ist es auch von Nutzen, von großem Nutzen sogar für die eigene Karriere, technisch unabhängig zu sein von Ingenieuren, weil man auf Ingenieure, zum einen sind Ingenieure sehr teuer, zum anderen muss man ständig auf sie warten. Zum dritten muss man denen irgendwie effektiv beschreiben, was man überhaupt will.
00:36:43
Speaker
Was oft zu Missverständnissen führt. Und insofern, wenn man unabhängig ist und die Dinge selbst bauen oder automatisieren kann, hat man große Vorteile. Und ich finde, dass das sozusagen spreadsheet-Skills
00:37:01
Speaker
Damit fängt es sozusagen an. Also früher, auch vor 30 Jahren oder vor 20 Jahren oder so, waren, glaube ich, Spreadsheets-Skills ein sehr guter Skill für die eigene Karriere. Und das wird sozusagen durch No-Code auch weitergeführt. Also wer Spreadsheets kann, wer SQL kann, wer
00:37:25
Speaker
Wer No-Code-Tools kann, der ist einfach in seiner Karriere auf jeden Fall im Vorteil. So, jetzt für Unternehmen. In Unternehmen, also in Großkonzernen läuft das, glaube ich, so unter Citizen Development unter dem Stichwort. Die Citizens sind sozusagen die Developer auf der Business-Seite. Und das ist ein komisches Wort. Ja, ich finde es auch ganz furchtbar, ehrlich gesagt.
00:37:55
Speaker
Wenn man sich zum Beispiel mit Gardner unterhält oder so was, mit diesen großen Researchfirmen, die nutzen das halt. Insofern nutzen das auch Entscheider in Großkonzernen. Ich glaube, die haben da schon Interesse dran, denn die sehen ja, wie teuer es ist, Ingenieure zu beschäftigen und dass sie gar nicht die ganzen Ingenieure, die sie brauchen, einstellen können. Insofern haben die natürlich auch ein Interesse daran,
00:38:24
Speaker
dass Probleme gelöst werden, bevor ein Ingenieur sie lösen muss. Auf der anderen Seite gibt es aber auch einen Konflikt, weil IT oder auch Data, BI, in Unternehmen eine klassische Gatekeeper-Funktion ist, wo es dann, na ja, ich glaube, auch um Machtfragen geht im Unternehmen, aber auch um solche Sachen wie Sicherheit oder sowas. Es gibt auch berechtigte Interessen natürlich oder so.
00:38:56
Speaker
wie viele Strukturen und so was schaffen wir überhaupt und wie können wir das alles effizient warten und so. Das sind ja schon Gedanken, die sich diese Leute auch machen. Und insofern gibt es da glaube ich zwischen diesen beiden Tendenzen und Trends gibt es einen gewissen Zielkonflikt, der glaube ich jedes Unternehmen auf der Welt irgendwo beschäftigt.
00:39:22
Speaker
Und No-Code spielt da eine sehr wichtige Rolle. Und für die Gesellschaft, ja klar, es geht im Prinzip darum,
00:39:36
Speaker
produktiver zu werden als Gesellschaft. Also Produktivität zu schaffen, auch mehr Ideen zu verwirklichen, denn viele Ideen werden ja heute gar nicht verwirklicht,

Stärkung der Individualität durch No-Code-Tools

00:39:47
Speaker
weil eben Ingenieure zu teuer sind und sich die Leute, die gar nicht leisten können. Also wenn ich jetzt
00:39:52
Speaker
mal alleine bin und nicht irgendwie eine Finanzierung bekomme für das, was ich machen möchte, dann muss ich es mir entweder selbst beibringen oder ich muss einen Ingenieur bezahlen können. Und insofern, je einfacher es wird, Technologie selbst zu schaffen und Tools selbst zu bauen oder Apps selbst zu bauen, umso mehr Leute sind in der Lage, ihre Ideen auch wirklich in die Realität umzusetzen. Und das ist, glaube ich, ein ganz wichtiger Teil von No Code.
00:40:22
Speaker
Ja, definitiv bin ich total bei dir. Und gerade auch beim letzten Punkt, selbst wenn du als Unternehmer oder Gründer jemanden an der Seite hast, der technisch versiert ist oder sogar selber programmieren kannst, selbst dann macht es ja oft Sinn, No-Code zu nehmen, weil du einfach viel, viel schneller bist, gerade für einen MVP, der nur
00:40:43
Speaker
eine gewisse Reihe an Funktionen braucht, um halt zu testen, funktioniert da eine Idee überhaupt, bevor du da jetzt irgendwie sechs Monate in den Sand setzt, weil du das ganze Ding selber gecoded hast und so. Also da gibt es unglaublich viele Möglichkeiten und beim Unternehmen bin ich auch total bei dir, auch dieser Zielkonflikt von, okay, wie entnabeln wir unsere Leute und wie vermeiden wir aber gleichzeitig Shutton-IT. Das ist so ein bisschen, wo wir auch
00:41:06
Speaker
dieses Wort Citizen Development quasi auch von so ein bisschen weiter definieren von, okay, da gehört halt auch dazu, dass du da gewisse Strukturen zu baust. Und was wir jetzt haben mit Programmierung, da gibt es ja unglaublich viele Best Practices und so, da gibt es Leute, die schon dies und jenes gemacht haben und Plattformen wie Stack Overflow, wo du halt lernen kannst, okay,
00:41:28
Speaker
Irgendjemand hat das schon mal gebaut und hat seine Erfahrungen damit aufgeschrieben. Und das gibt es halt für No-Code noch nicht. Und ich glaube, das braucht es auf jeden Fall jetzt bald mal. Wir arbeiten da so ein bisschen dran und versuchen, unseren Teil zu beizutragen. Ja, aber genau.
00:41:48
Speaker
Ganz anderes Thema jetzt noch mal. Hast du ein Lieblingsspreadsheet mit Rose oder einen Lieblings-Use-Case, den du besonders spannend oder witzig findest? Also ...
00:42:04
Speaker
Mein Lieblingsspreadsheet ist eigentlich mein Funding-Runden-Rechner oder Funding-Round-Calculator. Der berechnet schlichtweg relativ einfach, je nachdem, was es für Parameter in der Runde gibt.
00:42:26
Speaker
wie viele Shares ich an Mitarbeiter zusätzlich ausgeben möchte, ob das vor der Runde oder nach der Runde passiert, ob die Valuation jetzt Pre-Money oder Post-Money ist oder sowas, diese ganzen Parameter kann man da relativ einfach eingeben und dann tatsächlich verstehen sehr schnell, was passiert. Das ist, glaube ich, ein sehr, sehr einfaches, aber hilfreiches Spreadsheet.
00:42:54
Speaker
Das gibt es übrigens auch auf unserer Community. Also wir haben ja diese unter rose.com slash community findet man so einige Spreadsheets, die eben irgendwie irgendjemand aus unserer Community gebaut hat. Und da gibt es das, glaube ich, auch. Und ansonsten als Use-Case, also ich meine,
00:43:19
Speaker
Natürlich finde ich Rose als Reporting-Tool sehr gut, weil man es eben flexibel machen kann, ohne dass man irgendwie flexibel anpassen kann und auch ständig anpassen kann, ohne dass man zum Beispiel Data-Menschen oder BI-Menschen dazu braucht.
00:43:41
Speaker
Aber wir nutzen es auch zum Beispiel für HR-Tools, ob das jetzt die Geburtstags-Alerts in unserem Slack sind oder der
00:43:55
Speaker
die wöchentlichen Remote-Coffees, die wir irgendwie miteinander trinken, wo man sozusagen einfach per Zufall mit irgendwem eine halbe Stunde gebucht bekommt oder so was.
00:44:12
Speaker
Oder ob es eben unsere Urlaubsplanung ist oder sowas, die eben für alle sichtbar ist. Während Covid, als wir unsere Bürokapazitäten limitiert hatten, hatten wir da auch ein Buchungssystem für Plätze im Büro und sowas. Also das sind eigentlich auch alles Dinge, die wir machen und die auch ganz cool sind.
00:44:33
Speaker
Ja, geil. Komplettes Office-Management über Rose. Super cool. Ihr macht das als Remote-Company, weil ihr habt ja Standorte in Berlin, in Portugal, glaube ich, da sind eure beiden gerade richtig.
00:44:47
Speaker
Genau, Berlin und Porto, ja. Porto, ja. Das Gros unseres Teams sitzt in Porto. In Berlin haben wir auch ein kleines Büro und dann haben wir einige Leute, die remote sind. Wir sind jetzt aber seit einigen Monaten komplett remote und akzeptieren auch Mitarbeiter in 23 verschiedenen Ländern.
00:45:12
Speaker
Ja, ja, da könnte ich auch noch mal irgendwie eine ganze weitere Stunde drüber reden. Großes Thema. Genau, großes Thema und auch super spannend. Also wir sind ja auch komplett remote und ich finde es super spannend, immer sich darüber auch zu tauschen, okay, wie macht man was, wie erhebt man Teamkultur und so und ja, aber das für eine vielleicht weitere Podcast-Episode. Was sind denn eure größten Herausforderungen gerade bei Rose gewesen oder jetzt gerade?
00:45:43
Speaker
Also im Moment geht es uns vor allem um Nutzer. Also das ist der Fokus im Moment. Wir wachsen an Nutzern. Monetarisierung, also sozusagen Umsatzerzielung steht im Moment bei uns nicht im Vordergrund, weil wir einfach viele Dinge
00:46:05
Speaker
für die wir dann Geld verlangen möchten, einfach auch noch nicht gebaut haben. Insofern geht es uns jetzt eigentlich nur darum Nutzer zu finden, auch Nutzer natürlich in guten Unternehmen und sowas, das steht im Moment im Fokus. Ja.
00:46:22
Speaker
Dazu zum Thema Nutzerfindung habt ihr ja auch letztens einen Blogpost veröffentlicht, wie ihr Marketing gemacht habt und ihr habt ja eine der coolsten Marketing Aktionen ever, wie ich finde, gebracht.

Einzigartige Marketingstrategien von Rose

00:46:34
Speaker
Und zwar habt ihr vor den Microsoft- und Google Offices einfach mal Billboards gemietet und da Rose Werbung drauf gepackt, richtig?
00:46:43
Speaker
Ja, genau. Das hat echt gut funktioniert. Am Ende, das kostet gar nicht viel. Du schickst digitalen Creative und dann ist eben dieses Billboard da für eine gewisse Zeit. Aber es ist ja kein herkömmliches Billboard, das da monatelang hängt oder sowas.
00:47:09
Speaker
Sondern unser Ziel war es ja, einfach den Punkt zu machen oder den Witz zu machen und den Witz daneben auch über unsere eigenen Kanäle auszunutzen. Und da haben wir wirklich super viel gutes Feedback bekommen. Wir haben auch PR und in Techradar und so was waren wir da mit. Das war wirklich relativ erfolgreich. Also sehr kosteneffizientes Marketing.
00:47:40
Speaker
Nehmt euch eure größten Wettbewerber und seid aber frech. Das war auf jeden Fall, hat sich sehr gelohnt. Ja, super cool. Darf ich fragen, was heißt das konkret, das hat nicht so viel gekostet? Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, was wir dafür gezahlt haben für die Billboards selbst.
00:48:09
Speaker
Maximal 3000 Dollar oder sowas, aber wahrscheinlich weniger. Ja, okay, crazy. Das ist ja wirklich machbar. Habt ihr denn da irgendwie auch Rückmeldung von Google oder Microsoft? Also jetzt nicht den Firmen, vielleicht aber Mitarbeiter von denen bekommen?
00:48:27
Speaker
Also, weiß ich ehrlich gesagt gar nicht. Ich jetzt nicht. Ich jetzt nicht. Die werden es mit Sicherheit gesehen haben oder einige von Ihnen. Aber so, dass wir groß angesprochen wurden. Na gut, wir stehen natürlich schon in Kontakt mit denen. Aber ich weiß jetzt nicht, ob es die Billboards waren, die dafür gesorgt haben oder ob das andere Dinge waren.
00:48:57
Speaker
Ja, super coole Aktion auf jeden Fall. Richtig nice. Was ist denn als nächstes geplant? Was plant ihr so für die nächsten 12 Monate? Gibt es Features, an denen ihr arbeitet oder ist vor allem gerade wirklich ein Nutzerzahlen hochzukriegen?

Zukünftige Entwicklungen und Funktionen bei Rose

00:49:13
Speaker
Nutzerzahlen natürlich, aber auf der Produktseite gibt es, glaube ich, einige Dinge, die wir demnächst vorhaben. Vor kurzem haben wir sehr viel gemacht an der Visualisierungsplattform, Charts und Conditional Formatting.
00:49:32
Speaker
Import, also CSV-Datei-Import und sowas, das war relativ wichtig. Was wir jetzt vorhaben ist, wir wollen eine Desktop-App rausbringen. Das heißt, die gibt es auch schon im Beta, also unter rose.com slash download, aber im Moment ist unsere Web-App sozusagen noch besser.
00:49:53
Speaker
Aber wir glauben eben, dass Produktivitätstools wie Spreadsheets eben auch eine lokale Lösung brauchen. Und insofern werden wir eben für Mac OS, Windows und iPad eine Desktop-App bald rausbringen. Das ist, glaube ich,
00:50:12
Speaker
ein wichtiger Schritt für uns. Dann darüber hinaus mehr Import-Export, also auch Export allein als Excel-Datei oder CSV. Embedding wird sehr viel nachgefragt bei uns. Es gibt sehr viele Leute, die hier
00:50:36
Speaker
Roast spreadsheet oder ihr Roast Table in Notion zum Beispiel integrieren wollen oder in ihre Webseite oder ihren Blog. Und das ist was, was wir, was wir auch demnächst machen werden. Und natürlich gibt es immer mehr Integration. Also wir sind bei den Integration, glaube ich, was so webbasierte Marketing Tools angeht, sind wir, glaube ich, relativ stark schon. Aber zum Beispiel da gibt es dann
00:51:05
Speaker
Datenbanken, die nachgefragt werden, Datenbankanbindungen und auch weitere Integrationen, die immer nachgefragt werden.
00:51:15
Speaker
Ja, sehr cool. Ich bin gespannt. Wir verlinken auch natürlich noch alles in den Show Notes. Auch das, was auch die Seiten, Tools und Links und so, die wir auch jetzt im Laufe der Folge erwähnt haben. Aber noch mal, dass es auch alle gehört haben. Wo kann man sich am besten über Rose informieren? Und auch über dich, wenn du denn gefunden werden möchtest.
00:51:42
Speaker
Rose, da kann man einfach auf rose.com gehen und dort erstmal mit der kostenlosen Version anfangen. Da gibt es ein Signup for Free-Button oben rechts und dann habt ihr euren Account.
00:52:03
Speaker
Dann, also, mich kann man zum Beispiel auf Twitter finden, torbschulz, also t-o-r-b-schulz, oder einfach torben-at-rose.com. Ich bin auch per E-Mail natürlich verfügbar und antworte gerne.
00:52:19
Speaker
Ja, sehr gut. Genau, wie gesagt, verlinken wir auch alles in den Show Notes. Und auch wenn ihr schon mal einen kleinen Einblick mit Screenshots und Videos und so von Rose finden wollt, dann guckt auch gerne mal auf unserer Toolseite von Rose vorbei.
00:52:35
Speaker
Da haben wir euch auf jeden Fall auch einige Einblicke reingegeben. Genau, checkt das auf jeden Fall mal aus. Wir werden in den nächsten Wochen auch ein paar Tutorials zu Rose veröffentlichen, wo ihr auf jeden Fall auch mal reinschauen könnt und euch selber ein Bild machen könnt. Bis dahin könnt ihr es aber natürlich auch gerne schon mal ausprobieren.
00:52:59
Speaker
Tom, es war mir ein Fest. Wir sind leider schon jetzt relativ lange. Und ich könnte tatsächlich noch irgendwie Stunden weiterreden gerade. Aber vielleicht, wie gesagt, nochmal in einer weiteren Podcast-Folge. Es hat sehr, sehr großen Spaß gemacht. Vielen, vielen Dank für deine ganzen Einblicke. Und schön, dass du da warst. Ja, vielen Dank, Lilith. Hat mich gefreut. Hat super Spaß gemacht.