Einführung in Frankenstein und seine Anpassungen
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Speaker
Die Couchfesseln besprechen Frankenstein und der Zirkel der Sieben. Folge 1 Am Abgrund der Nacht Mythos Legende Frankenstein
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Der begabte Arzt und Wissenschaftler erhält einen Brief, der ihn nach vielen Jahren zurück in seine alte Heimat beordert.
Frankensteins moralische Herausforderungen
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Speaker
In Genf angekommen, offenbart ihm ausgerechnet sein Vater ein lange gehütetes Familiengeheimnis. Viktor Frankenstein sieht sich mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert. Nur wenig später ist er gezwungen, ein Leben zu retten.
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Doch kann er dies nicht tun, ohne gleichzeitig ein unschuldiges Leben zu nehmen. In einer stürmischen Gewitternacht wird Frankenstein von seinen schlimmsten Albträumen eingeholt.
Hörgewohnheiten der Hosts
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Ich muss sagen, ich höre zurzeit sehr viele Hörbücher auf anderthalbfache Geschwindigkeit. Hm. Also nicht auf anderthalb, aber manchmal sind mir die Sprecher einfach zu langsam. Okay. Also... Manchmal. Oder wenn ich ein Buch nicht leiden kann, dann höre ich das schneller. Wenn ich ein Buch nicht leiden kann, dann bin ich schneller. Dann liest du es doch oder hörst du es doch nicht an. Aber ich kann noch ein Buch nicht abbrechen. Vielleicht ist es ja doch noch ganz gut. Also...
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Speaker
Manchmal ist ja ein Buch doch nicht schlecht. Manchmal hat es ja noch Qualität am Ende. Und ich will wissen, wie es ausgeht. Ich weiß, ich bin manchmal hier.
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Speaker
Ich bin seltsam. Das ist der Grund, warum wir zusammen Podcasts machen. Wahrscheinlich, das hätten wir noch nicht gefunden.
Begeisterung für die Frankenstein-Serie
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Die Musik ist aus, haben wir schon wieder verpasst.
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Speaker
Ja, wir haben also schon Zuhörer in dem Sinne. Ich sag's einfach mal. Hallo und herzlich willkommen bei die Couchfesseln. Mein Name ist Dirk, ich bin euer Gastgeber und heute mit mir zusammen mal wieder Franzi. Hallo Franzi. Hallo, der Bücherwurm. Der Bücher liest, weil er wissen wir, wie es endet, auch wenn sie nicht gefallen.
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Speaker
Also jedes Buch kriegt von dir mehrere Chancen. Das stimmt, also ich verurteile jetzt kein Buch, nur weil es jetzt der Anfang nicht passt, aber ich bin auch toleranter geworden. Hoffe ich doch zumindest. Wir haben uns heute getroffen, weil wir die nächste Serie des MSU besprechen.
Reflexion über Frankensteins Originalgeschichte
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Wir fangen an mit Frankenstein und der Zirkel der Sieben, Folge 1, am Abgrund der Nacht. Ja, wir waren ja riesig aufgeregt, richtig?
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Ja, aufgeregt. Ja, eigentlich schon. Ich habe mich auch darauf gefreut, muss ich sagen, auf die Serie. Seit Dracula 1, seit Frankenstein oder Dietmar Rundner auftauchte, haben wir gesagt, den wollen wir haben. Jetzt haben wir ihn. Ja, ist ja auch einer meiner großen Favoriten. Großartig. Und ich meine, diesmal nicht Lutz Mackenzie. Der ist aber auch dabei. Der ist glaube ich immer da. Wir wollen uns ein bisschen über
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Speaker
Frankenstein unterhalten und du hast dich ja mit der Vorlage oder mit dem
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Speaker
Ja, wie soll man das jetzt nennen? Mit dem Original beschäftigt. Mit dem Original, ja genau, mit dem Original. Genau, ich habe das Original-Hörbuch gehört bzw. das Hörspiel und zwar habe ich die Vorlage wieder von dem Gruselkabinett genommen, die tatsächlich sehr nah am Buch ist und das habe ich mir dann angehört und dann ein paar Infos rausgeschrieben, damit wir ein bisschen was über Frankenstein erfahren und damit wir im Bilde sind, was er so gemacht hat.
Frankensteins Reise in die Arktis
00:04:30
Speaker
Ich kann auch mir eine kurze Auffrischung geben. Ich habe es damals im englischen Original gelesen. Ich fand es mega, aber es ist halt auch schon eine Weile her. Ja, ich kann nicht dazu. Ich hätte es vom Hörverlag gehört, so wie ich Dracula auch vom Hörverlag mir angehört habe, aber ich denke, die gute Kabinett
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Speaker
Serie ist auch eine gute Wahl. Ja, ist das vom Hörverlag, ist das quasi ein Hörbuch dann? Nein, das ist nicht ein Spiel. Ach, auch ein Hörspiel. Wir haben tatsächlich einige, Umsetzungen sind Hörspiele. Zorro, Robin Hood, drei Musketeere, Dracula, Frankensteiner. Es gibt einige wirklich gute Hörspiele davon. Ich bin ja, wenn es das angeht, nicht so ein riesiger Hörbuch-Fan. Kann ich nur empfehlen, die kriegt man allerdings kaum im Stream. Das muss man dazu sagen.
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Speaker
Ja, gut zu wissen. Ich bin gerade bei so Klassikern auch oft geneigter, das Hörspiel zu hören, weil mir das dann oft zu lang ist in einem Hörbuch. Ich hab angefangen, Herr der Ringe zu hören vor Jahren. Das wurde ja von Jarem Höppner gelesen, der auch den Gandalf gesprochen hat. Und das fand ich ganz gut, aber es wurde mir mit der Zeit auch zu langatmig und zu ausschweifend und deshalb hab ich da gerne ein Hörspiel.
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Speaker
Und dann hast du einfach mal auf anderthalbfacher Geschwindigkeit. Also da habe ich es so nicht gemacht. Ich habe das erst, das habe ich in den letzten Monaten mir angeeignet.
Erschaffung des Geschöpfs und dessen Folgen
00:05:50
Speaker
Ich weiß auch gar nicht warum. Ich ärgere mich dann teilweise, weil ich mir dann denke, da geht doch so viel Qualität verloren. Und ich mache das bei Büchern, die ich sehr gerne höre, mache ich das natürlich nicht. Aber wenn ich jetzt ein Buch habe, wo ich zwar gespannt bin und wissen will, wie es weitergeht, aber ich mir dann denke, ja,
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Speaker
So besonders ist es eigentlich gar nicht. Ich breche es nicht ab, weil ich dann doch es schade finde und mir denke, vielleicht ist es ja dann am Ende doch nicht so schlecht, aber ich höre es einfach dann durch und ich versuche da wieder wegzukommen, muss ich sagen. Zumal sich eine anderthalbfache Geschwindigkeit auch bei Erzählung von Rüdiger Hoffmann empfiehlt.
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Speaker
Mir ist auch aufgefallen, dass man, also manchmal finde ich die Sprecher zu langsam. Ich weiß auch nicht, warum. Also manche erzählen sehr getragen. Also wen ich nicht auf doppelter Geschwindigkeit höre, ist Jens Wawrzecek. Da habe ich immer noch das Buch aktuell
Frankensteins Rückkehr nach Genf
00:06:40
Speaker
von ihm, was er geschrieben hat. Das höre ich wirklich auf normaler Geschwindigkeit. Und das will ich dann doch genießen. Was jetzt nicht heißen soll, dass die anderen Bücher, die ich gehört habe, schlecht sind. Ich muss dazu auch sagen, ich habe sehr viel Mist gehört in letzter Zeit.
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Speaker
Von daher können wir jetzt ja mal wieder zu guter Literatur kommen und zwar zu Frankenstein. Dann erleuchtet uns doch mal, gib uns mal so eine kleine Übersicht. Ich glaube, das ist hier wirklich ein guter zweiter Teil, was wir hier vor der Nase haben als Hörspiel. Genau, das ist wichtig, denn das Hörspiel, was wir heute besprechen, weicht so ein bisschen davon ab.
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Speaker
Aber gut, wir beginnen in der Arktis. Die Geschichte spielt so zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Und wir starten bei Robert Walton. Das ist ein Wissenschaftler oder jemand, der eine Mission hat. Er hat eine Expedition in der Arktis und hat dort
Kampf um die Erschaffung eines Gefährten
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Speaker
ein Schiff gemietet mit einer minimalen Crew und fährt da durch die Gegend. Und wo genau er hinfährt, wird jetzt gar nicht so groß erzählt. Vielleicht in der Romanvorlage schon, aber da jetzt im Hörspiel wurde nicht drauf eingegangen.
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Speaker
Während er da so fußig hin schippert und die Eiseskälte genießt, trifft er auf einer Eisscholle einen Mann. Und dieser Mann ist Viktor Frankenstein. Der treibt da an das Schiff und wird aufgenommen. Ihm geht es auch ziemlich schlecht. Es stellt sich heraus, er ist sehr schwer krank. Also der hat schon einiges durchgemacht. Und als er dort bei Robert auf dem Schiff ist, erzählt er seine Geschichte, was er eigentlich hier macht.
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Speaker
Frankenstein erzählt, dass er in Genf aufgewachsen ist bei seiner Familie, die aus Mutter und Vater besteht. Die haben noch einen gemeinsamen Sohn.
Frankensteins Verfolgung des Geschöpfes
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Speaker
Neben Viktor ist da Wilhelm, der tatsächlich in der Gruselkabinett-Variante William genannt wird, was nicht stimmt, aber eine winzige Randnotiz.
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Speaker
Wilhelm ist eben der Jüngere Bruder und gemeinsam haben sie noch eine Adoptivschwester, die Elisabeth, wird da gerne als Cousine von Viktor bezeichnet. Und die wachsen eben auf, ganz in Ruhe und haben eine harmonische Familie. Und da zeigt sich schon, dass Viktor ein sehr wissensdurstiges Kind ist und sehr viel liest, vor allem auch Bücher über Alchemie.
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Speaker
und es ist sehr schnell klar, dass er nach Ingolstadt geht, um dort zu studieren. Kurz bevor er dorthin geht, stirbt seine Mutter an Scharlach und das trübt die Abreise. Dort angekommen, wird er von manchen Professoren nicht gerade wohlwollend empfangen, weil er hat die Alchemistenbücher gelesen und das ist doch alles jetzt nicht mehr aktuell.
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Speaker
Er soll sich lieber mit Chemie, Physik und Mathematik
Frankenstein in der Popkultur
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Speaker
beschäftigen, das macht er auch. Mit dem Prof. Waldmann, der in ihm einen Musterschüler sieht und er beflügelt ihn auch, seinen Studien weiterzufolgen. Und Frankenstein ist fasziniert von der Erschaffung künstlichen Lebens.
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Speaker
Und damit beginnt das ganze Unglück. Er experimentiert mit Elektrizität und probiert erst mal an Tieren aus, ob er die zusammensetzen und wieder lebendig machen kann. Das gelingt ihm an einem Schwein auch. Und als dort der Prof. Waldmann das sieht, bricht er mit Viktor und sagt, nein, das, was du da machst, das ist frevelhaft, das macht man nicht. Du kannst nicht Gott spielen. Und das ist aber Frankenstein vollkommen egal, denn er ist so von seiner Idee besessen, dass er jetzt auch sich anderen Menschen ran wagt.
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Speaker
Und das gelingt ihm. Er lässt sich von einem Totengräber Leichenteile besorgen und setzt einen Menschen zusammen. Und in einer Novembernacht passiert das auch. Er erschafft das Monster, das keinen Namen besitzt. Es wird nur das Monster genannt und es erwacht zum Leben.
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Speaker
Ich finde die Bezeichnung Kreatur, wie es hier im Hörspiel ist, deutlich schöner, weil es ein bisschen wertefreier ist als Monster und hat ja gleich so eine negative Wertung. Das Monster ist ja tatsächlich nur ein Monster vom Aussehen. Genau, er ist ein total liebes
Mary Shelleys Leistung und literarischer Einfluss
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Speaker
eine liebe Kreatur, aber er ist eben verunstaltet, er ist hässlich oder er ist nicht schön, er ist sehr groß und auch selbst Frankenstein, also selbst Viktor ist davon entsetzt, schickt das Monster die Kreatur weg und will davon nichts wissen. Er wird auch kurze Zeit darauf sehr krank, einfach weil er durch seine Studien seinen Körper und sich vernachlässigt hat.
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Speaker
Und auch weil er so schockiert ist, er ist wirklich am Anfang sehr getroffen, was er da gemacht hat. Er kann es nicht glauben. Na gut, er wird krank. Sein Freund aus Kindertagen, Ori, kommt auch noch in Goldstadt, um dort Kunst zu studieren oder die schönen Künste, wie es genannt wird, und pflegt ihn gesund, verkauft auch sein ganzes Labor, was sich Viktor angeeignet hat, um die Kosten für den Arzt zu bezahlen.
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Speaker
Ja, Victor wird wieder langsam fitter. Er erzählt aber nicht, was passiert ist, was ihn so krank gemacht hat. Kurze Zeit darauf bekommt er einen Brief von zu Hause, in dem er gebeten wird, noch wieder mal vorbeizuschauen. Denn auch das hat er sträflich vernachlässigt, obwohl es versprochen hat. Vor allem Elisabeth, an der er doch sehr hängt. Naja, und kurz bevor er aufbrechen will, bekommt er noch mal einen Brief von seinem Vater.
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Speaker
Und er ist schon ein bisschen überrascht. Und in diesem Brief teilt ihm sein erschütterter Vater mit, dass sein Bruder Wilhelm Opfer eines Mordes geworden ist. Victor wird sehr schnell klar, dass seine Kreatur dafür verantwortlich sein muss. So ist es auch, um das Ganze abzukürzen. Als er nach Genf zurückkehrt, wird klar, dass die Kreatur seinen Bruder umgebracht hat. Kurze Zeit darauf trifft er auch die Kreatur.
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Speaker
er geht sie nämlich suchen und erfährt seine Geschichte, denn es sind jetzt tatsächlich schon mehrere Jahre vergangen, ich glaube sechs oder acht Jahre, weil Frankenstein hat auch versucht es zu verdrängen. Er wollte nicht mehr an seine Erschaffung denken und in dieser Zeit hat die Kreatur lesen gelernt, hat sprechen
Produktion und Details der Frankenstein-Serie
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Speaker
gelernt, hat gelernt sich wie ein Mensch zu verhalten und hat
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Speaker
hat auch Kontakt zu den Menschen gesucht, aber die haben es verstoßen oder haben es nicht angenommen, weil es eben so aussieht, wie es aussieht. Eben sehr groß, sehr missgestaltet und das hat es doch sehr getroffen.
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Speaker
Man erfährt dann eine kurze Geschichte, wie es ihm so ergangen ist, was sehr ergreifend ist. Wie soll ich das sagen? Die Kreatur hat sich bei einer Familie einquartiert bzw. war in der Nähe der Familie und dort war ein blinder alter Mann mit seinen zwei Kindern. Und diesem blinden alten Mann hat er sich dann als Erster genährt, denn er kann ihn
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Speaker
So hat er gedacht, nicht verurteilen. Er sieht ihn nicht, er weiß nicht, wie die Kreatur aussieht. Und das ist auch geglückt, denn der Mann nimmt ihn erst mal auf und sagt, komm, wir entsetz dich, ich verurteile dich nicht und auch keine Angst. Dann tauchen seine Kinder auf und jagen die Kreatur davon, weil sie glauben, dass die böse ist und etwas Böses will. Die sehen nur das Äußere. Die sehen das Äußere
Unterschiede zwischen Original und Adaption
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Speaker
und schließen gleich darauf, dass der
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Speaker
dass es etwas böses sein muss. Ohne zu wissen, dass er ja den ganzen Winter über sie immer unterstützt hat, hat Brennholz geholt, hat für sie gejagt, hat sich im Endeffekt als Heinzelmännchen um ihr Wohlergehen gesorgt und der Mann hat es glaube ich erkannt.
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Speaker
Ja, also der Mann wusste ganz genau, was eigentlich passiert ist. Er wusste auch, dass der Wohltäter im Prinzip die Kreatur war, aber er konnte gegen seine Kinder nicht ankommen, die einfach aus lauter Panik gehandelt haben. Und das erzählt jetzt die Kreatur, dem Viktor, und fordert von ihm, dass er ihm eine Gefährtin schafft.
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Speaker
Also, dass er das, was er bei ihm gemacht hat, noch mal wiederholt, dann würde er auch seine Familie in Ruhe lassen. Denn er will auch, wie alle anderen, einen Gefährten haben, damit er nicht einsam ist und nicht dermaßen verachtet wird. Victor lässt sich darauf ein, widerwillig, fängt da an, aber bricht das Experiment ab, weil es ihn einfach so sehr ekelt und so sehr graut davor, wieder so was zu tun. Und daraufhin macht die Kreatur seine Drohung wahr und
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Speaker
tötet all jene, die ihm etwas
Publikumsreaktionen und thematische Relevanz
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Speaker
bedeutet haben. Zuletzt auch Elisabeth, die er heiraten wollte oder geheiratet hat. Und am Ende stirbt nicht nur sie durch die Hand des Monsters, sondern auch sein Vater, der einfach die ganzen Schicksalsschläge nicht mehr verkraftet und an gebrochenem Herzen stirbt.
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Speaker
Frankenstein flieht oder versucht das Monster zu jagen, denn jetzt ist es für ihn wirklich ein Monster. Es hat ihm alles genommen und er verfolgt es bis in die Arktis. Dort verliert er seine Spur und treibt eben an das Schiff von Robert Walton, wird dort aufgenommen und
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Speaker
In der Nacht, also kurze Zeit später, stirbt Viktor auch, als er die Geschichte erzählt hat. Und das Schiff von Robert kehrt um, denn da beginnt sich auch so eine kleine Mörderei anzubahnen und um der zu entgehen, sagt er, okay, ich hab daraus gelernt,
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Speaker
Man sollte Entscheidungen doch mal anders beenden. Und tatsächlich, als Viktor denn gestorben ist, taucht auch das Monster auf und nimmt seinen Schöpfer und geht mit ihm gemeinsam vom Schiff, um sich auf einem Schalterhaufen gemeinsam hinzurichten. Und so endet die Geschichte von Viktor Frankenstein.
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Speaker
die furchtbar ergreifend ist. Ich habe das vor Jahren schon mal gehört, hatte das aber gar nicht so in Erinnerung, dass das so eine fesselnde und vor allem wahnsinnig tragische Geschichte ist. Das tragische an der Geschichte ist ja, dass am Ende, eigentlich wenn man von Frankenstein redet, jeder dieses Frankenstein Monster
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Speaker
für sich erstmal mit der Geschichte verbindet und nicht Frankenstein an sich. Das sind ja wirklich tatsächlich zwei wirklich sehr tragische Geschichten, die miteinander eng verwoben sind. Ja und deswegen, also wenn du jetzt so popkulturell jemanden, der nicht ganz so in der Materie drin ist, Frankenstein sagt, denkt er halt an dieses missgestaltete, sehr hässliche Monster-Assoziation.
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Speaker
auch habe ich immer den Eindruck, dass auch Frankenstein selber als so ein Monster dargestellt wird, obwohl er das eigentlich gar nicht ist. Im Prinzip ist er nur ein euphorischer junger Wissenschaftler gewesen oder ein junger Studierender, der einfach rumprobiert hat und eine Idee hatte und einfach, wieso ist man zu fixen ihn, verfolgt man die halt auch. Er wurde ja immer gewarnt, er wurde ja auch schon als Kind. Da gab es auch eine Szene, wo er total von einem Gewitter fasziniert ist, von dieser Elektrizität, die ja unglaubliche Energie und Kraft
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Speaker
Und da sagt auch Elisabeth zu ihm ja, Mensch, das kannst doch nicht Gott spielen. War es doch diese Energie nicht verwenden, um jemanden wieder zu beleben? Und schon da hat er diese fixe Idee und verfolgt sie halt dann später. Und im Prinzip kann er einem wirklich leid tun. Ja, definitiv.
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Speaker
Weil er bereut es ja auch und er bereut ja auch das, was er gemacht hat. Er bricht ja das zweite Experiment ab und hält das Versprechen nicht
Moralische Lektionen von Frankenstein
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Speaker
ein. Und auch, dass die Kreatur ist. Diese Geschichte, die es da erzählt hat, das ist so schlimm und das ist auch was, was uns auch heute noch immer wieder begegnet. Gerade diese Oberflächlichkeit, die ja immer noch ist. Jeder guckt auf das Äußere und wenn der nicht so ist, wie man glaubt oder wie man selbst ist, dann hat man gleich Vorurteile.
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Speaker
Das ist einfach ein ganz aktuelles Thema. Auch diese Identitätskrise, was ja die Kreatur hat, finde ich heute sehr aktuell. Ja, wer bin ich? Was bin ich denn? Wenn mein Schöpfer schon mich nicht annimmt, was soll ich mich denn annehmen oder was soll ich denn noch machen? Weil auch das wurde ja überhaupt
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Speaker
nicht angehört. Aber naja, es ist einfach ganz furchtbar. Und wenn man bedenkt, dass Mary Shelley, die Autorin, habe ich ganz vergessen zu erwähnen, die war ja gerade mal 19, als sie es geschrieben hat. Und dass sie da so was Tolles geschaffen hat, das heute noch zu den erfolgreichsten und besten Romanen zählt, das ist schon eine sehr beachtliche Leistung.
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Speaker
Ich hatte das englische Original gelesen und im Vorwort hatten sie da auch, wenn ich mich recht erinnere, darüber erzählt. Das wurde auch gar nicht so richtig ernst genommen am Anfang. Und dann haben die Leute gesagt, wow, was ist das? Das war ein veranbrechendes Buch zur damaligen Zeit. Ja, und auch das ist in Briefform verfasst, wie auch Dracula. Weiß nicht, ob das damals Mode war, dass man so viel in Briefen, in Dialogen verfasst hat. Aber ja, weiß ich jetzt gar nicht. Aber wie gesagt, also eine ganz, ganz tolle Geschichte.
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Speaker
die sich in unserer Adaption doch ein bisschen vom Original unterscheidet, denn er hat ja offensichtlich die Ereignisse aus dem Buch überlebt. Da kann ich nur auf Folge 5 von Filia's Fock verweisen, denn da werden wir dann ein bisschen mehr darüber erfahren. Das müsste praktisch die nächste Folge sein.
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Speaker
Ich war nur ein bisschen irritiert, als ich das Hörspiel jetzt gehört habe, also das, was wir jetzt besprechen, da ja die Eltern dort ganz andere Namen haben. Also der Vater oder der Baron nennt sich Carol und die Mutter Selina. Im Buch, im Original ist es glaube ich Alphonse und Carol, Carolin oder Katrin, also ganz andere Namen. Bevor wir in die Handlung springen, gehen wir noch den
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Speaker
schnöden Pflichtteil durch. Rechnen wir mal über die Beteiligten und so die ganzen Randfakten. Die harten Fakten. Frankenstein und der Zökel der sieben, Folge eins, am Abgrund der Nacht. Regie und Schnitt von Patrick Holtheuer. Produktion, künstlerische Gesamtleitung, Sebastian Pobodt, Mix & Mastering, Dominik Pobodt, Musik von Gernard Buscayl, wollte ich sagen, Bernard Buscayl natürlich.
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Speaker
unser bester Franzose. Executive Producer Florian Gutknecht, Auto-Mark Freund. Die üblichen Verdächtigen. Die üblichen Verdächtigen, ja. Tauchen alle immer wieder auf. Am 9. Oktober 2020 erschien und hat laut Spotify eine Gesamtlänge von 78 Minuten. Schon ein echt langes Hörspiel. Es braucht es auch. Ja, aber es ist nicht zu lang, finde ich. Es fällt einem nicht auf. Definitiv nicht.
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Speaker
Ja, wer hat die ganzen Rollen gesprochen? Viktor Frankenstein wird gesprochen vom großartigen Dietmar Wunder. Ganz toller Sprecher. Weiß ich nicht, ob man so viel noch sagen muss. Ich kenne ihn vor allem als John Sinclair bei den neuen Folgen
Entwicklung der Frankenstein-Narrative
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Speaker
oder neueren Folgen. Ich glaube mittlerweile auch nicht mehr neu, aber er hat ja Frank Laubrecht abgelöst und macht das sehr, sehr gut.
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Speaker
Anfangs war ich traurig und mittlerweile ist er der richtige, also ist er der echte John. Also sonst, also ich kann über Siebmerwunder nicht viel sagen, außer dass er mal eine Optiker-Ausbildung gemacht hat. Also das hat er mal in einem Interview gesagt, dass er zu Anfang eine ganz normale Ausbildung als Optiker gemacht hat und dann gemerkt hat, dass er doch mehr in die Schauspielerei wollte und hat das auch durchgezogen. Das fand ich interessant, muss ich sagen.
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Speaker
Milton Welch haben wir dann noch als Robur. Den kennen wir ja auch schon. Auch großartig die beiden. Das werden auch tolle Dialoge. Ja. Und den Reigen auffüllen tut dann Dracula, den Person von Thorsten Michaelis. Das sind die drei vom Zirkel, die wir bisher eigentlich nur kennen. Haben wir auch nicht viel zu sagen, haben wir auch schon ein paar Mal gesagt. Also auch ein toller Sprecher.
00:21:47
Speaker
Knaller kommt ja jetzt. Ja, nämlich jetzt kommt Jürgen Thormann als Karol oder Karol Frankenstein. Karol Frankenstein, ja. Jürgen Thormann, eigentlich kann man darüber nie genug sagen, aber es wurde auch schon so viel über ihn gesagt. Aber es ist immer wieder eine Freude ihn zu hören und vor allen Dingen, man erkennt ihn, aber die Stimme, er schafft es trotzdem jedes Mal so ein bisschen anderen Ton zu geben.
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Speaker
Wobei man jetzt auch hier sagen muss, man hört natürlich, dass er schon älter geworden ist. Er ist über 90. 94 war er letztes Jahr, als ich geguckt habe. Und das ist Wahnsinn, mit 94 das noch zu machen. Und 2020, also wird er dann 90 gewesen sein. Ja, trotzdem grandios. Das Alter hört man ihm definitiv nicht an. Nein. Also natürlich hört man, dass er älter ist, aber nicht so.
00:22:34
Speaker
Ja, seine Frau Baronin Selina Frankenstein, gesprochen von Liane Rudolf. Die hatten wir ja auch schon öfter dabei. Was hat die denn gemacht? Also ich kann mich an die nicht wirklich erinnern. Liane Rudolf, Anna aus Dracula. Aber die habe ich da nicht erkannt, muss ich sagen. Also die klingt sehr schön, ja, gebrechlich. Das macht sie sehr, sehr gut. Ja, dann haben wir Alessia. Die wird von Magdalena Höfner gesprochen. Ich habe jetzt über sie nicht wirklich viel gefunden.
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Speaker
Ich habe sie auch noch nirgends anders gehört. Ich finde, die hat eine richtig tolle Stimme. Die hat einen ganz neuen Fan gewonnen. Und sollte ich mal eine Neuauflage von den Flash Gordon Hörspielen machen, könnte sie bei mir definitiv die Rolle der Dale Arden sprechen. Also Magdalena, kannst dich dann melden, wenn wir sowas machen. Du brauchst doch kein Casting mehr. Aber kennst du sie? Hast du sie schon mal irgendwo gehört?
00:23:24
Speaker
Ich hab mich mal schlau gemacht. Ich hab auf Bookbeat mal geguckt. Da kannst du ja die Namen eingeben. Sie hat bei ein paar Shadowcombs und Co. mitgespielt. Wahrscheinlich da auch Nebenrollen. Also natürlich alles Nebenrollen. Kommt bei Dracula tatsächlich dann später noch mal vor. Irene Adler kommt sie vor. Alles wahrscheinlich Episodenrollen. Oscar Wilde, Yvonne. Also hier einen neuen Abenteuer des Filiers von
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Speaker
doch bei Barbie mit. Bei Miraculous hat sie häufig Auftritte. Wahrscheinlich hat sie da dann wiederkehrende Nebenrolle. Also mir hat die gar nichts gesagt. Bei Maritim ist sie sehr häufig, wenn ich das hier so im Überblick sehe. Auch die ganzen Rollen. Also ein großer Fan, finde ich, hat eine schöne Stimme. Die werden wir hoffentlich auch wieder hören. Und ich sehe gerade, die hat mehrere Seiten hier. Also da kommt einiges. Fußballbande.
00:24:12
Speaker
Dann hast du eine Seite gefunden, wo ich nicht gefunden habe. 1,2. Also gerade gespoilert, die ist nächste Folge wieder dabei. Aber das hätten wir uns ja denken können. Dachte ich mir schon. Möchte ich mal sagen. Ganz, ganz tolle Stimme, ja.
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Speaker
Wir haben noch Melina Gottweil, die wird gesprochen von Sarah Alles. Zu dir habe ich ein paar Sachen gefunden, die ich echt spannend fand. Die Sarah Alles, also wirklich ihr Name, also alles wie alles, die hat den schwarzen Gürtel, ein Karate. Und war da auch im Bundeskader für eine kurze Zeit, hat dann aber aufgehört und hat dann angefangen mit der Schauspielerei.
00:24:49
Speaker
und hatte dann aber 2006 einen Reitunfall, einen ziemlich schweren, bei, wie hieß das, Paulas Sommer. Und die war dann eben neun Monate berufsunfähig und hat dann aber ihr Abitur nachgeholt und hat sich dann wirklich da reingehängt in die Schauspielerei. Und ja, die spielt halt, ja, in den üblichen, verdächtigen Serien mit hier. Betty's Diagnose bei so Telenovellas hat sie mitgespielt.
00:25:13
Speaker
Fand ich total interessant, also gerade mit dem schwarzen Gürtel und die engagiert sich auch sehr viel ehrenamtlich, vor allem auch, was ich auch ganz nett fand zur Bekämpfung der Altersarmut von Schauspielern. Wusste gar nicht, dass es sowas gibt, also dass die da so von betroffen sind. Wahrscheinlich schon, also das wird schon vorkommen.
00:25:30
Speaker
Ja, wir sind ja nicht Hollywood. Jaja, aber dass das dann doch so massiv ist, hätte ich nicht gedacht, muss ich sagen. Aber gut, finde ich spannend und auch interessant. Ja, also die habe ich aber auch so noch nicht wirklich gehört, muss ich sagen. Also ich erinnere mich nicht an sie, weil ich da in Computer spielen mit. Ja, das ist ja heutzutage auch normal. Ja.
00:25:51
Speaker
Dann haben wir Lorena gesprochen von Maria Koschini. Koschini. Ach, übrigens, ich glaube, ich weiß nicht, ob das die Magdalena Höfner war oder die Sarah Alles. Ich glaube, die Magdalena Höfner, die hat bei Katharina Koschini, der Mutter von Maria Koschini, einen Synchronsprecherkurs absolviert. Eine von den beiden. Warst du auch auf Wikipedia?
00:26:13
Speaker
Vor allem, ich habe mein Interview von Katharina Koshny gehört bei einem Synchronsprecher-Podcast und da hat sie eben von ihren Workshops erzählt. Genau, das ist die Mutter von Maria Koshny, habe ich ja auch schon erzählt, die hat die Katniss Everdeen gesprochen. Daher kenne ich sie und auch ein paar Hörbücher, vor allem auch die Tribute von Panemhörbücher, was ja passend ist. Ja, also die kennt man schon.
00:26:33
Speaker
Ich finde, hier hat sie ein bisschen älter gewirkt. Also ich hab schon gehört, dass sie ein bisschen älter geworden ist, was ja nicht schlimm ist. Ja, der Charakter ist ja auch, wenn sie vielleicht jetzt nicht gerade eine sehr alte Frau ist, aber vielleicht auch Familie gezeichnet. Das hört man ja dann auch. Aber ich hätte sie jetzt als jung geschätzt. Sie hat ja offensichtlich in ihrem Beruf einen harten Job gegeben. Hat schon was durchgemacht. Genau, und von daher, das passt ja dann auch.
00:26:55
Speaker
Wir haben noch den Dina Herrmann, der von Werner Wilkening gesprochen wird. Das habe ich dich übersprungen, aber das ist nur, damit ich den Letzten sagen kann. Ist der Letzte, ja, aber es ist auch... Also den Vorletzten sagst du ja dann. Werner Wilkening ist einer der Macher im Label Ohrenkneifer von Dirk Hardegen. Ich glaube wir haben nur noch Lutz McKenzie, glaube ich. Nee, wir haben noch Dario, Dead Left Hums. Ach, es ist Dario der...
00:27:21
Speaker
Ich hab Freude von Lorena. Ja, der ist mir jetzt aber, muss ich ehrlich sagen, nicht wirklich aufgefallen. Der hat einen ganz kurzen Auftritt und tatsächlich weiß man ja auch gar nicht, was mit ihm passiert. Na gut, da kommen wir später zu, der kommt einfach rein. Aber er ist mir jetzt auch nicht aufgefallen. Gut, hat ja auch nicht viel Schein-Time. Und mir bleibt natürlich die Ehre, unseren Ansager ansagen zu dürfen. Lutkna Genzi, der Großartige und Einzigartige, gibt uns wieder den Titel. Ja.
00:27:45
Speaker
Der hatte auch immer echt viel Spaß, hört man. Ja, komischerweise, ne? Hat da immer so eine Gaudi beim Aufsprechen. Wir nehmen heute am 24.3. auf. Es ist gar nicht so lange her. Da hat der Herr Mackenzie seinen 80. Geburtstag gefeiert. Ich denke, da können wir kurz mal Grüße rausschicken. Alles Gute nachträglich. Lieber Lutz, bleib uns lange erhalten. Auch da, muss ich sagen, hört man nicht wirklich. Also man hört schon raus, dass der auch älter geworden ist, aber auch nicht so stark.
00:28:12
Speaker
Hört mich mit 80 auch noch so jung an. Ich wäre echt richtig, richtig froh. Das ist unsere Darstellerriege. Kleiner, feiner, überblicklicher Cast. Und der wird auch gleich konsequent abgearbeitet. Spoilerwarnung. Jetzt wird das Hörspiel besprochen.
00:28:29
Speaker
in der ersten längeren Szene, denn nach der gruseligen und bedrohlichen Intromusik, ich fand die wirklich so richtig unheilsschwanger. Aber die ist schön. Ja, die war schön, aber keine Wohlfühlmusik, die zeigt keinen Blutengarten in meiner Fantasie dabei.
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Speaker
Wir haben wieder einen sogenannten Prolog, der eigentlich nicht sein müsste, aber zur Stimmung passt es ganz gut. Wir sind wieder beim Zirkel und diesmal sind wir da auch in diesem Hauptquartier, denn man hört im Hintergrund wieder dieses Zahnrad oder diese Maschinen, die da so vor sich hinklappern und auch blubbernde Gläschen und blubberndes Wasser, denn wir sind in Frankensteins Labor. Auch da hat er wieder ein Labor und er experimentiert an Experimenten und Robur. Er experimentiert an Experimenten.
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Speaker
Ja, also experimentiert an seinen wissenschaftlichen Arbeiten und Robo leistet ihm Gesellschaft. Ja, nicht nur das. Die Wetteifern, die mögen sich nicht. Das merkt man in diesem Dialog so richtig. Die trinken in der Kantine keinen Kaffee zusammen.
00:29:35
Speaker
Na, besser ist es auch. Am Ende schüttet Frankenstein irgendwas rein und dann stirbt Robor. Na ja, sie sagen halt, ja, braucht zu lange. Er hat da ja schon viel früher mit seinen elektrischen Menschen experimentiert. Und dann macht sich aber Viktor noch über lustig, dass die ja nicht alles konnten, dass die ja gestolpert sind. Ja, sie mögen sich einfach nicht. Die Homunculi. Ja, Homunculi. Ich glaube, Homunculus ist doch ein ganz perfekter, also auf die Größen abgestimmter Mensch.
00:30:02
Speaker
Ja, ich hab das kurz noch recherchiert. Es ist so in der Zeit, wo es dann um die Alchemisten ging, ist das so etabliert worden. Und es ist im Endeffekt ein Miniatur-Mensch. Genau. Ich denke jetzt hier werden die wahrscheinlich Normalgröße haben, aber es ist so ein Sammelbegriff für halt diesen künstlich geschaffenen Menschen. Sei es jetzt durch Magie, Zauberei oder aber auch wie so ein Golem nur halt als Mensch.
00:30:25
Speaker
Ich hatte da jetzt eher an so Roboter gedacht, also bei Robur, der da rum experimentiert hat. Soweit sind wir mit Robur noch gar nicht. Also Robur baut irgendwelche Roboter, Menschen. Und Viktor arbeitet an der Verkleidung von den Menschen, also am Fleisch.
00:30:44
Speaker
Denn ein bisschen lang musste man das wohl alles noch von Spendern holen, damit man die irgendwie zusammensetzen kann oder so ein bisschen ansehnlich macht. Und das hatte mit Narben zu tun und sieht wahrscheinlich auch nicht ganz so echt aus. Und deswegen brauchen sie halt Frankensteins Know-how. Und er macht da irgendwas mit so einer Substanz. Und er macht da seine Frankenstein-Dinge. Und es entwickelt sich in so einem Glas so eine synthetische Fleischmasse.
00:31:12
Speaker
Genau, und das überzeugt aber Robo irgendwie nicht so ganz. Wie soll das denn sein? Die Haut fehlt doch noch und das passt nicht. Und dann sagt er aber Frankenstein, das dauert vielleicht noch drei bis vier Wochen, bis er da wirklich mehr vorzuweisen hat oder bis das ausgereifter ist. Und dann meinte Robo Jan, es passt aber Dracula nicht, dem Grafen wird es nicht gefallen, wenn sie so lange brauchen. Also man merkt auch da,
00:31:34
Speaker
Rivalität ohne Ende. Aber bis er das mit der Haut hin hat, muss man da halt noch was drauf nähen und dann gibt es halt Narben. Aber Frankenstein lässt sich da auch nicht aus der Ruhe bringen und sagt Nö, ist auch ganz schön. Dauert halt so lange. Ja, Robo verschwindet und Frankenstein öffnet seine Post, denn dazu kam er seit Tagen nicht.
00:31:52
Speaker
Und hat der da eine Ratte oder sowas? Das klingt nach einer Ratte oder einer Maus oder so. Irgendwas von wegen Marvin. Vielleicht hat er sich da sein Tierchen gebastelt oder hat einfach nur eine Laborratte. Das klingt nach einer Ratte oder einer Maus. Irgendwie so, ja. Also irgendein Nager. Macht ja Sinn, wahrscheinlich. Damals war das ja noch. Kann ich okay mit Tierversuchen. Aber es macht ihn mir sehr sympathisch, denn sein Schreibtisch ist genauso unordentlich wie mein.
00:32:16
Speaker
Und er öffnet seine Post einfach mal alle Jubeljahre. Und genauso hat er jetzt auch Davia eine Stapel Briefe. Und er zieht da einen, das ist, der sticht ihm sofort ins Auge. Und jemanden, von dem er nie gedacht hat, ihn jemals wiederzusehen. Bumm. Ja.
00:32:31
Speaker
Ja, dann kommt die Titelmusik. Ich hoffe auch, das bleibt die Titelmusik, weil die ist auch sehr schön. Die erinnert mich so ein bisschen zu einer Oper. Es kommt später noch mal so eine Szene, wo dann so eine Gesangseinlage ist, so ein ganz kleines bisschen. Das erinnert mich so wieder an das Phantum der Oper.
00:32:47
Speaker
Lutz Mackenzie erzählt uns, wie die Folge heißt. Stimmungsvoll wie immer. Und wir springen wieder zurück in die Szene und bekommen den Brief, den Frankenstein erhalten hat, von seinem Vater Karol auch vorgelesen. Ohne Anrede.
00:33:02
Speaker
Ohne Anrede, der Vater hat gar keinen Bock auf ihn so wirklich und Frankenstein soll aber stehenden Fußes nach Hause kommen. Das ist die Forderung. Sofort, unverzüglich, also alles so genannt stehen und liegen lassen. Was ja schon ein bisschen blöd ist, weil der Brief ja zu spät geöffnet wurde, aber da kriegt er ja später auch Schimpfe für.
00:33:23
Speaker
Er soll es ja ankündigen, im Telegramm. Und als er den Brief gelesen hat, taucht der Graf auf. Er klopft an und rennt aber gleich rein. Ich glaube, Dracula-mäßig steht er einfach hinter ihm und ist plötzlich da. Er ignoriert auch das Briefgeheimnis und liest diesen Brief und sagt, naja, das werden sie ignorieren. Wir haben jetzt hier Wichtigeres zu tun. Er sagt ja noch was für Besseres. Wir wollen doch nicht wieder anfangen, Geheimnisse voreinander zu haben.
00:33:49
Speaker
Also, daran merkt man glaube ich klar die Hierarchie. Auf jeden Fall. Dass Dracula ihm zumindest in der nahen Vergangenheit schon mal seinen Platz zeigen musste oder gezeigt hat. Ich hoffe, das erfahren wir irgendwo noch. Hundertprozentig noch.
00:34:07
Speaker
Und Robo hat gepetzt, dass Frankenstein so ein bisschen gebummelt hat bei seiner Arbeit. Und seine verschiedenen Menschen warten auf Frankenstein und seine Forschung und das findet Dracula gar nicht so amüsant, dass jetzt alle hier auf Frankenstein warten müssen und mahnt ihn ungefähr genauso sympathisch wie Darth Vader zur Eile oder dazu ein bisschen mehr Fleiß an Tag zu legen und verschwindet doch noch. Aber Frankenstein hat noch mal so einen kleinen inneren Dialog und
00:34:36
Speaker
uns ist klar der wird definitiv fahren ja also er wird doch das ignorieren was dracula gesagt hat er geht da auch gar nicht drauf ein sondern er sagt eine reise vor mir und dann macht er das auch. Nämlich die nächste scene ist auch nämlich schon seine aufbruchsszene in der im zug sitzt.
00:34:53
Speaker
und fragt sich, was sein Vater denn wohl will und was er da mit bezweckt und nach all den Jahren. Naja, und er schläft ein im Zug, während er kurz vor Genf ist und träumt oder hat Gedanken über Elisabeth und die Vergangenheit, die ihm so wieder vor Augen kommt. Und er merkt aber so im Halbschlaf, wie jemand durch sein Abteil schleicht oder wie sich da jemand aufhält, der Star sein soll.
00:35:23
Speaker
wühlt und zwingt sich so im inneren Dialog dann aufzuwachen. Das ist ja ein ganz toller Zustand, ein ganz toller dämmer Zustand, wenn man so rauskommt, wenn man merkt, was so um einen rum passiert und einem das so nach und nach bewusst wird. Ja, ist schon gruselig, aber es macht Spaß.
00:35:38
Speaker
Ja, was mir immer passiert ist, ich schlafe immer so ein und meistens ist es dann, dann höre ich noch ein paar Sachen und ich rede dann auch noch und weiß aber dann schon gar nicht mehr, was ich erzähle. Das ist dann noch besser. Wieso durch den Dattelbauch? Ganz komisch. Also jeder kann sich vorstellen, was da jetzt gerade passiert und er wacht auf und ist auch gleich voll da.
00:35:58
Speaker
Hat ja auch da schon wieder so ein bisschen Schwierigkeiten, dem Ganzen zu folgen. Zumindest mal anfangen. Eine Frau ist das und sie bedroht ihn mit einem Messer. Ja und sagt auch du, lass mich doch, ich hab alles was ich will, lass mir einfach gehen. Ja aber er will das nicht und greift sie an oder ich weiß gar nicht, greift er sie an? Also sie verletzt ihn mit dem Messer.
00:36:20
Speaker
Wollen wir es so sagen, wer da jetzt wen angreift, ich glaube er will sie nicht gehen lassen und zack, verletzt sie mit dem Messer am Hals. Relativ nah an der Halsschlagader. Sie rennt dann weg, er versucht ihr durch den Zug zu folgen, da sie aber gerade in Genf einfahren, ist es ihm halt irgendwie durch die ganzen anderen Menschen nicht möglich ihr
00:36:39
Speaker
zu folgen. Sie schafft es draußen dann zu fliehen, dreht sich noch mal zu ihm um und umarmt einen jungen Mann. Ja und sie grinst ihn noch an, weil sie genau weiß, das kann er ihr nichts mehr anhaben. Und ja, er hat seine Geldbörse verloren oder sie hat die Geldbörse mitgehen lassen. Das wird doch gar nicht weiter aufgegriffen. Also das ist dann, ist halt scheiße, aber es ist jetzt nicht weiter relevant.
00:37:02
Speaker
Du hast scheiße gesagt. Oh, das ist aber schade. Das ist suboptimal, um es mal so auszudrücken. Ja ja, dann beginnen wir schon mit der nächsten Szene. Also es sind alles recht kurze Szenen tatsächlich. Wir sind auch wieder am Bahnsteig von Genf und da wird... Er wird auf jeden Fall vom Bahnhof abgeholt, welchen Bahnhof auch immer. Von Hermann. Hermann ist ein Außengestellter von seinem Vater. Der am Tag von seinem Verschwinden
00:37:30
Speaker
eingestellt wurde. Also die kennen sich aber auch nur so ganz ganz nebenbei. Und das ist circa 20 Jahre her. Ich verweise jetzt auf die Folge, die nächste Woche kommt. Da kommt ja Fragmestein vor. Wir haben ja mit Fock das Problem, dass das um die 1870 alles stattfinden müsste. Und wenn das 20 Jahre her ist, sind wir dann doch wieder in der Realzeit.
00:37:53
Speaker
Was heißt der Allzeit aber in unserem Zeitbereich? Wir sind ja so um 1890 rum mit den ganzen Zirkel der sieben Geschichten. Also passt es jetzt doch wieder. Von daher sind wir mal gespannt, wie sich das dann einordnen lässt. Ja und auf der Kurzfahrt und er ist vorne mit eingestiegen, also um da auch ein bisschen mit Hermann reden zu können. Während der Kurzfahrt Richtung Frankenstein Männer fahren sie durch die ganze Gegend. Er kennt das da alles. Sie fahren am Genfer See lang. Er wird so ein bisschen melancholisch.
00:38:22
Speaker
Das ist eine ganz schöne Szene, finde ich. Also die Musik passt da super, wie er da so über sich siniert und auch die Gegend kennt er ja schon. So eine angenehme Homecoming-Stimmung. Ja und dann erzählt er, wie die Nachbarn wieder über ihn reden werden, wenn sie das mitbekommen, dass er auftaucht. Denn da ist ja schon einiges in der Vergangenheit passiert, was auch die Nachbarn bekommen haben.
00:38:44
Speaker
Das kommt mir aber so ein bisschen räumütig. Das ist so ein bisschen so eine negative Stimmung an dem Ganzen, wenn man dann merkt, die Leute gucken mich an. In wenigen Tagen werden jetzt alle über mich reden. Aber ich habe ja auch so viel Unheil gebracht. Man merkt, dass er schon sehr zerrüttet ist im Inneren.
00:39:02
Speaker
Das merkt man ziemlich, gerade in so einer Szene und das wird später noch viel schlimmer. Er ist furchtbar emotional. Ja, jeder weiß es. Er versucht, Hermann so ein bisschen auszufragen. So hat sich ja vieles verändert, wofür er natürlich der Grund ist. Aber so richtig erzählen tut ihm Hermann natürlich nicht.
00:39:21
Speaker
Ne, er fragt ja noch, wer im Haus noch wohnt, außer seinen Eltern. Und dann hört er ja, naja, er. Und dann haben wir noch die Köchin, die einmal am Tag kommt. Hab aber keinen Bock, da zu wohnen. Und da sagt er ja, kein Wunder, wer will bei uns schon nach all den Sachen, die da passiert sind. Ja, und dann haben wir noch Alessia, das ist so das Hausmädchen. Die ist aber auch noch nicht lange da. Und ja, sonst. Und dann hören wir so ein Hirsch. Also, ich glaube, jemand hat in eine Gießkanne reingetrötet.
00:39:52
Speaker
Das Geräusch verfolgt komplett mit der Szene eine ganze Weile. Das hat mich genervt. Irgendwas kommt durchs Gebüsch, kreuzt die Kutsche und fällt einen Abhang hinunter. Dabei wäre die Kutsche ja auch fast verunglückt, wie Frankenstein dann feststellt. Hermann, wir gucken, was da ist, sieht halt einen Hirsch, der über den Abgrund gefallen ist, aber an einem Vorsprung hängen geblieben ist und möchte jetzt unbedingt diesen Hirsch retten.
00:40:18
Speaker
Gemeinsam, obwohl es sehr gefährlich ist, retten sie dann das Tier. Nur um dann festzustellen, dass dieses Tier angefallen und gerissen wurde und schwer verletzt ist. Und dann erlösen sie... Also Hermann möchte eigentlich das alles machen und sagt, warum ich? Und ja, Hermann tötet den Hirsch. Dann fühlt sich aber beobachtet, guckt auch rum. Und dann drängt ihn aber Hermann, dass sie jetzt vielleicht auch besser gehen sollten.
00:40:46
Speaker
Frankenstein ist das auch nicht unrecht. Man hört einen Knurren noch, während er sich da umguckt. Und ich hab mich jetzt die ganze Zeit oder hat beim Hören gefragt, muss diese Szene sein? Dass das gruselig ist und zur Stimmung beiträgt und sonst was, denn später sagt Frankenstein, ja immer wenn ich komme, da kommt tot und sonst wie. Also es ist schon sehr atmosphärisch, aber warum musste diese Szene sein?
00:41:08
Speaker
Das kann ich dir nicht sagen. Das hat wohl eher damit zu tun, was passieren wird irgendwann noch. Ja, vielleicht ist das schon so ein... Das ist auch ein kleines Vorschädungen. Ich hab da auch für die eine oder andere Theorie. Aber das mit dem Hirsch fand ich dann schon ein bisschen. Warum? Und uns, weil wir nur die erste Folge kennen wahrscheinlich als sehr unnütze Szene vor. Da kommt unter Pro noch was. Wir werden rausfinden, was da passiert ist. Das sage ich dir.
00:41:32
Speaker
Wahrscheinlich schon, ja. Bei der nächsten Besprechung werde ich wahrscheinlich recht bekommen. Ja, sie kommt dann auch an. Das Ereignis wird doch gar nicht weiter thematisiert. So was würde man normalerweise ja erzählen, wenn man wieder ankommt. Und er trifft auch gleich Alessia. Und die hat einen Baggerschein. Ja, die hat es nötig, glaube ich. Also muss ich schon mal sagen.
00:41:51
Speaker
Ich finde ihn, glaube ich, richtig heiß und er findet ihn aber auch nicht scheiße, kann man nicht sagen. Also es knistert, wenn die beiden Dialog haben, so für die koreanische Verhältnisse, möchte ich fast mal sagen. Ja, im ersten kleinen Gespräch, es wird ja auch vom Vater dann gleich unterbrochen und da merkt man gleich, Vater ist da, schlechte Laune.
00:42:11
Speaker
Aber ich finde Frankenstein hat einen super Humor. Ich weiß nicht, ich finde die Dialoge toll, weil sie sagt, da bin ich ins Fettnippchen getreten und er dann irgendwie auch so, dafür bin ich jetzt ja da. Also ich finde das ganz toll, wie Frankenstein reagiert und die Dialoge gefallen mir. Der hat eine sehr sympathische Art und ich kann auch verstehen, dass sie da so ein bisschen auf ihn abfährt, weil er behandelt sie ja doch deutlich anders als ihr Vater. Der ist ja der einzig nette irgendwie in dem Haus zu ihr.
00:42:38
Speaker
Naja, wobei nicht. Bringt es ja auch irgendwie in Verlegenheit. Sagt dann so, ach, jetzt sind sie ein halbes Jahr da. Dann werden sie auch schon wissen, mit welchen Maßstäben hier gelten. Das ist ja seine klare Art. Das finde ich schon. In dem Moment rechnet er ja nicht damit, dass sein Vater das gelauscht hat und plötzlich mitten in der Szene steht und wir merken, hier funktioniert gar nichts zwischen denen. Sein Vater möchte auch, sagt er ihm ja, nach dem Essen erzähle ich dir mehr, aber den Kontakt zu dir möchte ich auf ein Minimum reduzieren, auf das Allernötigste.
00:43:08
Speaker
Was mir noch bei der Szene auffällt, Alessia fragt ihn ja, ob er die Verletzungen versorgen soll und dann sagt er, nein, er ist Mediziner und hat in seiner Jugend in Heidelberg studiert. Warum hat man das denn geändert? Das habe ich mich gefragt, weil das macht auch keinen Sinn. Mein ist nur eine Kleinigkeit. Fock fragt ihn doch in der Folge, wo sie sich kennenlernen, ob er in Ingolstadt studiert hat. Ja.
00:43:32
Speaker
Wenn ich mich an das Buch erinnere, hat er an mehreren Universitäten studiert. Also er hat auf jeden Fall in Ingolstadt studiert und ich weiß nicht, ob er Medizin studiert hat. Also davon habe ich nichts mitbekommen, er stand auch nirgends. Aber gut, ich meine, vielleicht hat das Buch das in Briefformen verfasst, das ist noch ein paar Briefe aus Heidelberg, aber das hat mich so ein bisschen irritiert. Vielleicht dachte
00:43:53
Speaker
Ich glaube, er hat mit Medizin angefangen und ist dann nach und nach in die anderen Disziplinen reingeguckt. Vielleicht hat er da angefangen. Na gut, aber jedenfalls versorgt er sich selbst. Sein Vater ist, wie gesagt, nicht gut auf ihn zu sprechen. Und damit, er sagt dann noch zu ihm, seine Mutter wartet im Salon und du sollst zu ihr kommen. Und das macht Fangenstein. Er sagt ja noch, du bist jetzt schon die ganze Zeit hier und hast nicht einmal nach deiner Mutter gefragt, wie sie geht.
00:44:21
Speaker
Das war so das einzige, wo der Vater auch wirklich meiner Meinung nach so ein bisschen... Wobei Frankenstein kommt grad mal an und ist vielleicht fünf Minuten da. Dann kommt der schon und erzählt dir, der ist nicht um seine Mutter gekümmert und nicht gefragt. Aber anstatt dessen muss er mit Papa streiten. Weißt du, was ich meine? Ja, geht. Ich mach doch lieber, wie's Mama geht, bevor ich mit Papa streite.
00:44:38
Speaker
Ja, da können wir bestreiten, ist doch... Ja, streiten ist... Das ist nahelichste. Das ist angenehmer, wenn man das macht. Jedenfalls soll er auch wieder ein bisschen feinfühlig sein, weil sie ist labil, sagt sein Vater. Und sein Vater kommt auch nicht mit. Das macht er nicht. Jedenfalls, nächste Szene ist im Salon und es hat Unterhaltungen zwischen Mutter und Sohn. Die Druck, alle dem irgendwie zu lieben scheint, freut sich vor, den zu sehen. Sie scheint ihn zu verstehen. Das ist Mutter, Sohn, ne?
00:45:07
Speaker
Sie hat ihm, glaube ich, auch verziehen. Das klingt so. Sie will definitiv nicht streiten. Sie will einfach ihren Frieden mit der Sache machen. Sagt ihm aber auch, was er damals gemacht hat, ist keine Medizin. Nein. Er hat Sachen gemacht, die nichts mit Medizin zu tun haben. Aber sie ist froh, dass er da ist. Wurde ihr aber auch nicht gesagt. Erst irgendwie am Tag seiner Ankunft hat sie davon Kenntnis bekommen. Was natürlich auch so ein bisschen zu dem Verhältnis sagt zwischen ihr und seinem Vater.
00:45:35
Speaker
noch da bricht er ja wieder in Tränen aus so ein bisschen. Also er ist auch sehr emotional. Also das geht ihm schon nahe, was da passiert. Und er bereut das auch, was er da getan hat. Und das ist schon alles sehr emotional. Das gefällt mir sehr gut. Auch was mir so
00:45:51
Speaker
gut gefällt ist diese Beschaffung vom Haus und den Leuten, also dieser Verfall, der da passiert. Das ist auch eine ganz tolle Beschreibung, Umschreibung, dass das Haus wie so ein Geschwür ist und dass da alle verfallen und alle... Ja, das Leben ist ja weg seit Wilhelm nicht mehr da ist.
00:46:10
Speaker
Und Alessia die einzige ist, die da noch so ein bisschen raussticht aus diesem ganzen Trostlosen und fand ich eine ganz tolle Beschreibung und damit endet die Szene auch schon wieder. Also es ist ganz ganz kurz und er schweift auch gedanklich ab, als seine Mutter so ein bisschen erzählt. Das wird dann noch gesagt und
00:46:27
Speaker
Dann sind wir auch schon beim Abendessen. Und Alessia fragt, ob alles in Ordnung ist. Und sie räumt dann das Geschirr ab. Und der Vater, wie es halt bei Eltern so üblich ist, fragt den Sohn aus, was er denn jetzt macht. Womit er denn sein Geld verdient. Ob er noch braucht. Ganz unfreundlich. Also, wie man sich das so vorstellt bei solchen Eltern. Er bestellt ihn dann nach dem Essen zu sich. Und dann passiert eine Katastrophe. Denn Alessia zerdeppert eine Schale.
00:46:56
Speaker
die nicht mehr schön ist, wie die Baronen sagt. Da zeigt Jürgen Thormann, dass er halt auch wirklichen Arsch sprechen kann. Denn so wie er da abgeht, er zieht ihr das vom Gehalt ab. Und die wird ja auch gleich sarkastisch, die lässt sich die Butter nicht mal von ihrem Brot lehnen. Wenn sich das lohnt, das auszurechnen, dann viel Spaß dabei. Ja, und dann geht er ja auch ab wie ein Schnitzel. Ja, der ist also richtig, der ist ein richtiger Arsch.
00:47:24
Speaker
Mama ist kein Bock zu streiten, die lenkt ein und sagt, naja, gefallen hat mir die ja eh nicht. Ja, ist tatsächlich schlimm. Papa dampft ab, Alessia versucht die Scherben aufzuheben und schneidet sich dabei. Und selbst da ist die Mama Frankenstein noch so cool und sagt, lassen sie doch, wir fegen das weg. Wir fegen das weg. Ja, das ist ja, die finde ich richtig sympathisch, eigentlich die Frau. Ist sie auch und
00:47:50
Speaker
Alicia hat sich halt wie gesagt geschnitten und da braucht es jetzt einen Arzt. Und Frankenstein kümmert sich da drum oder möchte ihr helfen? Und dann schlürfen sie sich schon wieder ein bisschen an. Ja, aber wie? Also, wenn ein Typ... Sie hat schönes Heilfleisch. Und schöne starke Hände. Genau, und sie findet das ja ein ganz schlechtes Kompliment. Aber er sagt, naja, die Frauen, die ich sonst sehe, die reiziere ich. Also ist das doch schon echt das Kompliment.
00:48:15
Speaker
Die Frauen in lebender Form haben ja auch ihre Reize, sagt sie dann auch so. Zwinker, Zwinker. Ja, das stellt er ja nacheinander fest. Denn am Ende der Szene denkt er dann so, ach ja, und die Berührung und mein Herz schlägt ganz anders. Also, Victor hat einen kleinen Crush auf sie. Schon. Aber auch das passt. Also, das passt echt. Das ist ganz toll. Man denkt sich, super, dann kommt er dahin. Familie ist alles irgendwie doof, aber wenigstens haben die ein tolles Haus, Mädchen.
00:48:43
Speaker
kann. Auch wenn das ja sozusagen tabu ist. Das wirkt auch nicht so cringy, finde ich. Also das ist auch eine ganz schöne Art. Das ist völlig schuldig und süß, wie die beiden näher kommen. Und dann geht die Verabredung mit Papa los.
00:48:58
Speaker
Zu Beginn, als Frankenstein zu Hause ankommt, sagt er ja, na ja, pünktlich war es der Eniel. Und jetzt ist er pünktlich. Und hat über den Klee gelobt, ja. Das hat er von seinem Vater gelernt. Da dachte ich, na ja, das passt schon. Jetzt so langsam.
00:49:14
Speaker
sagt der Vater mal, um was es eigentlich geht, rückt er langsam raus. Eine Zeit damals war schlimm, als Wilhelm verstorben ist. Und jeder hatte seine andere Strategie, damit klarzukommen. Die Mutter hat sich zurückgezogen, wollte nichts wissen, hat nicht gesprochen und der Vater hat... Ja, der hatte dann keine andere Wahl gehabt. Er musste ja dann zwangsweise, weil Mama durchgedreht ist im Kopf, musste er ja eine Affäre starten. Der hat dann also fremd
00:49:39
Speaker
Ja, er hat sich fremdgetröstet und Moral von der Geschichte. Und Johanna. Johanna hieß er, die Brüder. Ja, und Frankenstein ist jetzt wieder Bruder. Der ist wirklich schockiert gewesen, als er es erfahren hat. Definitiv. Er verarscht ihn auch schon so ein bisschen. Du, du warst so einhoff moralisch und jetzt hier. Er weiß auch gar nicht, ob er sauer darüber sein soll oder wie oder warum er jetzt darüber so sauer sein soll oder worüber er mehr sauer sein soll, wenn er jetzt seine Mutter da betrogen hat.
00:50:05
Speaker
Das kommt ja noch besser. Also er hat sie ja betrogen und das war ja so eine Wäscherei. Und dann konnte sie nicht mehr arbeiten, weil sie ja schwanger geworden ist. Also hat Baron Frankenstein auch ein Kind. Und hat das natürlich dann auch alles finanziert? Natürlich. Logisch. Ja gut. Johanna ist im Kindbett verstorben und Merlina, die Tochter, die ist ja auch krank. Ich habe mir auch geschrieben, Morgan versagen könnte das sein.
00:50:29
Speaker
Naja, er hat ja gesagt, überall. Also ich dachte mir so, vielleicht auch Krebs. Irgendwie so war er so. Jedenfalls sind alle Organe betroffen. Also sie ist noch sehr jung, die ich jetzt schätzen würde, so 16, 17, weil wenn das 20 Jahre her ist. Das passt ja ungefähr. Also sie ist auf jeden Fall gerade mal volljährig. Ja, und das schockiert ja Viktor ja noch mehr, weil es hat auch noch eine Halbschwester und sein Vater, das kennt er ja gar nicht von ihm. Und jetzt kann sein Vater ihr nicht helfen, denn er hat davon zu spät erfahren, wie immer.
00:50:56
Speaker
Er könnte ja alles irgendwie regeln, aber leider sagt man ihm immer viel zu spät Bescheid. Das ist eine ganz tolle Einstellung. Das sage ich auch immer. Ich könnte es ja machen, aber ich wusste zu spät. Tut mir leid. Also dein Problem, ich hätte es ja lösen können, aber du hättest mir einfach mal eine Stunde vorher Bescheid gesagt. Und die letzte Lösung ist jetzt Frankenstein, denn der soll ihr einen neuen Körper geben. Also schnipp, schnapp rüber.
00:51:21
Speaker
und dann woanders drauf genäht. Das ist so mein Plan. Er hatte das Frankenstein auch extra im Labor schon gebaut. Er hatte die Aufzeichnung. Keine Ahnung, woher die her hat. Also Frankenstein hat Aufzeichnungen gemacht und in der Originalfassung hat ja Henri das ganze Labor verkauft, aber die Aufzeichnung hat er aufgehoben und er sollte sie eigentlich verbrennen, laut Frankenstein. Ich weiß nicht, ob er das gemacht hat. Wahrscheinlich nicht, weil die sind noch da.
00:51:46
Speaker
Auf jeden Fall soll er ihren neuen Körper bauen und es gibt auch schon eine Spenderin. Das bemerkt er ja gleich, aber du weißt schon, was wir dafür brauchen. Brauch Leichen? Nein, brauchst du nicht, wir haben was besseres. Dann zeigt Papa sein wahres Ich und hat nämlich die Alessia extra eingestellt, denn die soll den Körper spenden und er möchte damit das wertvollere Leben retten.
00:52:07
Speaker
Wobei hatte sie extra deswegen eingestellt? Die ist ja erst seit kurzem da. Ich denke immer schon, dass das so ein bisschen ... Es dauert ja eine Weile, so ein Labor hinzustellen. Also, das macht auf jeden Fall Sinn. Die wurde ja als die Neue sozusagen etabliert hier. Ich muss auch sagen, ich hab das ... Das würde auch dem Plan passen, ne? Das würde ein bisschen ... Mir war's auch schon klar, als ich das gehört hab, soll neuer Körper her. Die Ahnung war sofort da. Das muss die sein, natürlich. Das ist auch naheliegend. Also, das überrascht mich jetzt nicht.
00:52:36
Speaker
Sonst hätten die sich nicht so gut verstanden. In der nächsten Szene gehen sie zu Melina und Frankenstein darf seine Schwester kennenlernen. Die wohnt da sehr ärmlich. Der Vater sagt, naja, die hat nicht so hohe Ansprüche, keine Ahnung.
00:52:48
Speaker
hohe Ansprüche hin oder her, wenn ich was besseres bekomme, wohne ich doch da. Ja, er wollte ja halt nicht mehr zahlen. Ja, so macht es so ein bisschen auf mich den Eindruck. Aber dann ist er ja doch eigentlich bei mir voll. Es ist so ein bisschen hin und her da. Also nicht ganz so klar für mich. Ja, Ziel dieses Besuchs ist, dass Frankenstein da ein bisschen Mitleid bekommt.
00:53:06
Speaker
Natürlich, weil er zögert immer noch. Er will das ja nicht machen. Er will ja das nicht mehr tun. Das ist auch schön. Es riecht nach verwägten Blumen und verwägtem Fleisch. Wie riechen denn verwägte Blumen? Ja, keine Ahnung. Also verwägtes Fleisch, okay, kann ich mir erinnern, aber verwägte Blumen. Ja, es ist auf jeden Fall eine echt creepy Begegnung. Sie ist auch recht schwach, freut sich aber, dass er und kriegt dann auch irgendwie, weil Papa verplappert sich und sie kriegt mit, dass das ihr Bruder ist. Sie hat aber noch nie von ihm gehört.
00:53:33
Speaker
Ja aber auch da die Hoffnung, ich kann nicht in zwei Tagen wieder aufstehen und laufen. Also die ist total noch voller Hoffnung. Flankenstein ist irgendwann zu viel und rennt raus und Papa kommt hinterher und der ist richtig sauer. Wer soll denn das jetzt und überhaupt? Ja dann am Ende sagt der Papa dann Flankenstein, naja gut dann hoffen wir es halt.
00:53:52
Speaker
Aber auch das finde ich glaubwürdig. Naja, schon ein schöner Druck und vielleicht will er ja auch jetzt einfach für seinen Vater wieder irgendwas gut machen. Ich denke er ist auch ein bisschen zerrissen, was Schuldgefühle angeht und jetzt wenigstens irgendwie. Und um sein Leid weiter zu steigern, haben wir die nächste Szene. Eine chillt im Garten. Eigentlich total schön. Alessia kommt ja.
00:54:14
Speaker
Sie bringt ihm Zeitung, damit er sich ablenken kann und sie macht sich Sorgen, weil er sie seit dem Morgen irgendwie so ein bisschen meidet und hat auch Angst, dass das ja eigentlich ihr gar nicht zusteht in ihrer Stellung und er versucht auch irgendwie sie dazu bringen, dass sie nicht da ist.
00:54:31
Speaker
Aber nicht ihr die Wahrheit zu sagen, er ist super zerrissen und das macht richtig fertig und sie ist so süß eigentlich zu ihm. Sie versteht aber auch nicht, dass sie vielleicht einfach ihm glauben sollte. Sie ist auch auf den Job angewiesen. Sie hat auch keine Familie, niemanden. Also als er das so gefragt hat und sie sagte das, niemand war mir klar, okay, so hat der Papa die halt auch ausgesucht, den niemand vermisst.
00:54:55
Speaker
Bei dem dachte ich aber auch, dass er vielleicht abklopft, ob sie eine Familie hat, die nach ihr suchen könnte. Also zum anderen ist er zerrissen, aber bei dem Unterhaltungsfetzen dachte ich vielleicht auch, dass er so... Das hat mir eigentlich nur gezeigt, dass Papa gute Arbeit gemacht hat und das wirklich gut gearbeitet hat. Auf jeden Fall. Man merkt, dass die beiden echt voll Bock aufeinander haben. Er wird aber abweisen und rennt weg.
00:55:17
Speaker
Wir haben noch vergessen, die Alessia hat ein Medaillon aus dem Papierkopf gefischt, was Vater wegwerfen wollte. Und das ist ein Medaillon von Wilhelm. Und da ist ein Zettel drin, ja für Thor. Das ist total ergreifend. Im Buch ist es glaube ich wirklich so, dass Wilhelm, die sind ja super miteinander, die beiden. Ja.
00:55:36
Speaker
Und Wilhelm schenkt ihm auch dieses Amulett und danach hat er die Kreatur Wilhelm erwirkt. Und Wilhelm war einer der wenigen Menschen, der offen und freundlich zu der Kreatur war. Das stimmt, das wird auch beschrieben in der Geschichte. Also hier in der jetzigen Dracula. Frankenstein.
00:55:54
Speaker
Frankenstein, danke. Ich weiß nicht, warum ich immer trage. Da wird gesagt, dass er vier Jahre alt war, als er das ihm geschenkt hat. Also der Wilhelm. Und kurze Zeit später wurde er umgebracht. Ich dachte immer, der war ein bisschen älter als der, was die Kreatur ihn getötet hat. Aber gut, ist jetzt nicht schlimm. Das macht Frankenstein aber auch jetzt richtig traurig. Ja. Und da kommen sie sich wieder näher. Also man merkt wirklich, oh man, die beiden wären echt ein tolles Pärchen. Eigentlich schon. Und ich hätte es mir auch echt gewünscht.
00:56:22
Speaker
Ich glaube, genau deswegen haben die das so gemacht, dass wir uns das wünschen, dass wir es ihm gönnen, ihr gönnen. Ja, uns hat der Herr Freund wirklich gut gemacht. Also das muss ich echt mal sagen, das hat er auch gut transportiert. Genauso wie Frankenstands Zerrissenheit, dieses Hadern mit sich selbst und dieses Gefühlschaos, was er hat.
00:56:39
Speaker
Ja, das hört man ja auch die ganze Zeit in seiner Stimme. Er hat was hinter sich. Ja, das ist sehr emotional. Das macht auch Dietmar Wunder sehr, sehr gut. Also das kauft man ihm so ab. Und das habe ich selten, dass ich mittlerweile bei Figuren sage, oh ja, das kauf ich dir ab, was du mir da erzählst. Also nicht bei den Sprechern, sondern bei den Figuren, die die Autoren erschaffen. Aber da ist es geglückt.
00:56:59
Speaker
Also wie gesagt, Frankenstein läuft weg und rennt ins Zimmer und schaut sich da so die Zeitung an und ist einfach verzweifelt und er will eigentlich nicht. Es ist alles so furchtbar, aber jetzt hat er zugesagt. Und im Hintergrund braut sich schon ein Gewitter auf. Ja, und das kommt auch in der nächsten Szene, denn da gewittert es und es ist Nacht. Und er wacht auf und hat Fluchtreflex. Der möchte weg.
00:57:23
Speaker
Er hat keinen Bock mehr. Er will jetzt das nicht. Und er hat auch, glaub ich, Abtäume gehabt oder schlecht geschlafen. Er rennt in die Halle runter und sieht dann Hermann und seinen Vater, wie die hier irgendwas anschleppen. Das ist nämlich seine Halbschwester, die fast tot ist. Und das muss man jetzt machen. Jetzt muss man handeln.
00:57:42
Speaker
Die stirbt jetzt. Außerdem ist ja das Gewitter. Du musst jetzt. Also es passt alles zusammen. Es passt so perfekt. Das Gewitter und alles. Und jetzt, das müssen wir jetzt machen. Und jetzt gehen wir ins Labor und Hermann soll sie gleich auf den Tisch legen. Und der fragt, der soll gleich mit, sagt sein Vater. Und er hat eigentlich keine Chance mehr. Er folgt wie ein Trance, automatisch. Und alles geht los. Strom ist da, sagt der Papa. Papa sagt auch, er assistiert. Kann aber nicht selber machen, denn er hat... Was seine Hände.
00:58:11
Speaker
Er selber geht los und holt Eis, denn Frankenstein braucht eine Menge Eis und Hermann soll Alessia holen. Und desinfizieren muss er sie jetzt auch gleich und das Besteck braucht er. Genau, der ist jetzt in seinem Element. Verspricht ja auch sie zu retten. Ich werde dich retten und los geht's. Er sagt auch zwar, dass er immer noch im Inneren an dieser ganzen Sache zweifelt, aber es geht alles automatisch.
00:58:38
Speaker
Ich finde auch, man merkt auch hier wieder, dass dieses Sträuben, dieses innerliche Abwehren merkt man richtig gut. Also das haben die wirklich gut drüber gebracht. Also ich hab das auch wieder richtig gespürt. Dieses, ich will eigentlich das nicht machen, weil ich hab das schon mal und das hat so furchtbar geendet und ich hab da alles verloren und jetzt muss ich das noch mal machen und ich will meiner Schwester eigentlich helfen und naja, aber das ist richtig gut.
00:59:01
Speaker
Du hast halt auch dieses Gefühl von Eile dabei. Das muss ja alles ineinander greifen. Jeder Schritt, jeder Handschlag muss sitzen. Richtig gute Szene.
00:59:12
Speaker
Alessia wird nicht gefunden anfangs, das regt den Vater richtig auf, weil es ist ja eilig und das braucht jetzt und es muss sein. Und dann suchen sie sie beide, aber dann taucht Alessia in dem Labor auf und fragt ihr, was machst du jetzt da? Vor allen Dingen, sie sucht ihn und wollte sich bei ihm entschuldigen. Also schon wieder so ist die Süße, die ist ja so toll. Die will unbedingt. Ja, sage die Herz. Und da kommt der Vater und der Herrmann wieder. Dann legt sie auf dem zweiten Tisch, mit einer Spritze betäubt.
00:59:39
Speaker
Und bevor sie wegdämmert, sagt Frankenstein noch, es wird alles gut werden. Es wird alles gut werden. Ein typischer Sinclair vom Sinclair-Sprecher. Diese Satzwiederholung, dieses Unheilschwangernde. Und er verspricht ihr, sie zu retten. Auch dich werde ich retten.
00:59:56
Speaker
Die nächste Szene tatsächlich schon, Melina wacht auf und geht ihr gut. Also der Vater bestürmt sie schon wieder. Er ist mega happy, ja. Ja und dann sagt er jetzt, warte mal, lass sie mal in Ruhe und nicht zu hektisch. Die war gerade noch tot, jetzt lass ihr doch mal ein bisschen Atemluft. Lass die Frau doch mal aufwachen und einen neuen Körper auch mal angucken. Ganz übergriffig.
01:00:19
Speaker
Ja. Und es geht ihr gut, sie ist aber klar am Verstand. Und Viktor Frankenstein sagt auch dann jetzt, ich komme nachher zu dir und kümmere mich. Und der ist da auch sehr mitgenommen. Das merkt man ihm auch an. Und es ist noch nicht fertig, sagt er dann. Frankenstein rollt ein bisschen und sagt auf zur zweiten Runde. Jetzt muss man weitermachen. Wir machen weiter. Und der Vater sagt scheiße ja, aber was denn? Wir haben noch nichts mehr. Wir haben noch keine andere Frau mehr.
01:00:45
Speaker
Nur noch die Köchin und die kommt nur noch einmal am Tag. Das wäre jetzt irgendwie doof. Das würde ja auch fallen. Naja, und er sieht, dass Frankenstein den Kopf von Alessia sozusagen an die Maschinen angeschlossen hat und da noch weiter leben kann. Die hängt ja da zwei Stunden. Also die hängt ja wirklich lang in diesen Maschinen. Solange kann es ja ein Gehirn nicht am Leben halten, glaube ich.
01:01:06
Speaker
Wenn da einer unserer Hörer oder unserer Hörerinnen Erfahrung mit hat, könnt ihr euch bei uns mal melden und uns ein bisschen mehr informieren. Wir behandeln das auch vertraulich. Das würde mich echt interessieren. Ich bin jetzt auch zwar im Medizinbereich, aber vom Gehirn am Leben halten.
01:01:22
Speaker
Kopf ab ist halt schon schwierig, finde ich. Ich habe keine Ahnung. Gehirn stirbt ja doch relativ schnell. Aber Fragestein hat ja eine Idee und erinnert sich an einen Zeitungsbericht, den er gelesen hatte. Und das fand ich gut. Das hat mir gut gefallen, weil ich habe das nicht kaum gesehen. Ich auch nicht. Das hat mich völlig überrascht und ich fand das mega cool. Und da ist er nämlich auch eigentlich wieder ziemlich kalt. Er sagt, das ist die Frau, die mich umbringen wollte. Die hat mich beklaut. Jetzt haben sie die gefangen. Also hat er in der Zeitung gelesen.
01:01:49
Speaker
Bild und allem, da hat er sie erkannt und jetzt soll Papa seine Verbindung spielen lassen und die aus der Haft holen und hierher schaffen, damit Alessia ihren Körper bekommt. Genau, Lorena heißt diese Person und der Vater macht das auch. Also er geht sie holen und beeilt sich und es ist schön, dass er auch trotzdem, also man merkt da, dass er doch irgendwas für seinen Sohn empfindet. Ich glaube, der macht das automatisch. Ja.
01:02:15
Speaker
Das ist einfach so eine krasse Situation, bevor da jetzt Diskussionen aufkommen und Frankenstein sagt, Alter, dann verrate ich dich halt. Dann macht er das halt auch und vielleicht geben auch diese Argumente von wegen, diese Lorena ist eine böse Frau und die verdient es zu sterben, so sagt Frankenstein das ja auch und es ist ja auch wieder dieses sich zum Gott erheben, wir sollen ja nicht darüber, beiden wär's verdient zu sterben, wir als Menschen.
01:02:37
Speaker
Die wird dann da angebracht, ist auch mega frech, wärt sich. Was ist denn das für ein verrückter Laden? Das sagt sie. Wird zack mit einer Spritze auch sediert. Frankenstein geht an sein schmutziges Werk, ist auch mehr oder weniger schon fertig. Das heißt, der Strom läuft schon und da wird irgendwie, ich weiß ja nicht, wie das Ganze funktioniert. Und da kommt der Macker von Lorena. Die will auch, glaub ich, gerade auffangen, so Puls hat sie. Und dann kommt dieser Typ.
01:03:04
Speaker
Dario heißt er. Er sagt, ja, was habt ihr mit Lorena gemacht und sonst was? Wo ich mir denke, eigentlich erkennt ihr sie doch nicht wieder. Das ist doch jetzt die andere. Eben, das ist doch noch mal die andere. Nur vom Eimer liegen oder so. Durch der Körper. Von ihr ist ja der gleiche, von der Lorena und der Kopf ist anders. Naja, ist ja egal. Jedenfalls packt er dann, ich weiß nicht, Frankenstein und macht Dinge mit ihm. Hat die Wrangeln da. Also ich hab ein Gerangel in Pent aufgeschrieben. So von den Geräuschen. Und dann geht der Strom wieder an oder eben?
01:03:31
Speaker
Ja, im Hintergrund hören wir glaube ich, dass das Gerät sozusagen läuft und dann meine Notiz sagt, am Ende wird irgendwas mit dem Strom gemacht. Genau, also irgendwie dann sie schreit. Und fragt mich dann, will ihr helfen? Und der scheint auch den Strom klar zu bekommen. Das ist so die Situation, wie ich sie wiedergeben kann, denn danach ist Dario auch gar nicht mehr da. Ich wollte der da was kaputt machen, allerdings
01:03:52
Speaker
Sagt ja auch der Vater von Frankenstein zu Hermann, hilf ihm hier. Ja, wahrscheinlich hängt der auch am Strom oder weil als er zu Alessia rennt, wird die ja unter Strom wahrscheinlich nochmal gestanden haben. Genau, die Maschine wird wahrscheinlich unter Strom sein. Dann ist Frankenstein hin, um da irgendwie einzugreifen, ist da mit an den Strom gekommen. Man hört ja auch, nachdem dann alles vorbei ist, der ist ja völlig fertig. Der wird wahrscheinlich wirklich ordentlich einige Feuert gekriegt haben. Zittert und macht und stammelt. Das ist schon ganz, ganz gut. Mega gesprochen. Ja.
01:04:21
Speaker
Scheint also irgendwie alles schief gelaufen zu sein. Und sie wacht dann doch auf. Sie sagen, die Augenlider bewegen sich und freut sich erstmal voll. Sie erinnert sich aber dann, dass er sie wohl getötet hat. Das ist ihre Erinnerung. Das verwirrt sie alles. Sie wird wütend. Und dann sagt sie, töte mich. Und er sagt, das kann ich nicht. Dann sagt sie, okay, dann mach ich das selber. Aber bevor ich das selber mache, werde ich alles töten, was dir lieb ist. Und dann werde ich dich töten. Und dann mich.
01:04:48
Speaker
Das ist das Frankenstein des Monster 2.0. Dann kommt eine dramatische Musik und das Hörspiel ist vorbei. Ja, ganz schöner Cliffhanger. Das ist ein ganz toller Cliffhanger. Ich fand es fast schade, dass es aufgehört hat. Ja, definitiv. Weil ich dachte mir, das kann doch jetzt nicht sein. Zumindest noch so in 5 Minuten. Das können wir alles in der nächsten Folge. Da geht es wahrscheinlich nahtlos weiter. Wahrscheinlich, ja. Ja, kommen wir zum Fazit.
01:05:17
Speaker
Unser Fazit. Möchtest du anfangen? Soll ich anfangen? Fangen wir mal an. Ich lese es einfach vor. Das Warten hat sich gelohnt. Wir haben sehr lange vor uns hergeschoben oder her schieben müssen. Ich finde die Stimme von Frankenstein superschön. Die ist so toll verrückt. Ich finde den Storybogen schön gemacht.
Diskussion über die Fortsetzung von Frankenstein
01:05:34
Speaker
Das ist so als Fortsetzung der Frankensteingeschichte ja tatsächlich auch fungiert. Auch wenn so eine lange Pause zwischen ist. Also tatsächlich Frankenstein 2 kann man
01:05:44
Speaker
eins zu eins so sagen. Und wie wir dann im Nachhinein wissen, sind natürlich viele Ereignisse, die dann zwischendurch passiert sind, auch stimmig und sinnvoll. Was mich ganz große Frage hinterlässt ist, was hat den Hirsch verletzt? Was hat es mit dem Hirsch auf sich? Bin ich mir aber sicher, das erfahren wir.
01:06:01
Speaker
Ja, ich bin voll zufrieden. Es hat mir richtig, richtig gut gefallen, das Hörspielen. Und ich bin wirklich gespannt, wie das Ganze jetzt weitergeht. Mein Fazit. Ich hatte richtig viel Spaß und ich freue mich richtig darauf, wie es weitergeht. Ja, da kann ich mich nur anschließen. Tolle Geschichte. Hat mir um Längen besser gefallen als Dracula, muss ich sagen. Frankenstein meintest du jetzt? Nee, Dracula. Bleiben wir nicht durcheinander hier. Das ist mein Job, tut mir leid.
01:06:29
Speaker
Ja, ja. Nein, also ich fand's extrem gut und auch ich heb nicht mehr hervor, wie toll das Hirschpiel ist. Die Szene mit dem Hirsch fand ich am Anfang verwirrend und dachte mir auch, warum muss die denn da sein? Aber natürlich hat die nochmal Bewandtnis für eine spätere Geschichte.
01:06:44
Speaker
Ich fand vor allem diese Zerrissenheit extrem gut gemacht von Victor und diese Emotionen, die da transportiert wurden und auch die Atmosphäre in diesem Haus. Das hat man auch richtig gut wahrgenommen. Das fand ich ganz, ganz toll und ich bin ja ein recht kritischer Hörer.
01:07:01
Speaker
Und ich bin immer nicht leicht zufrieden zu stellen. Aber da hat wirklich alles gepasst. Also das hatte ich lange nicht mehr, dass mich ein Hörspiel so mitgerissen hat. Auch wenn ich am Anfang wieder dachte, manchen heißen jetzt die Eltern anders. Warum haben wir denn die nicht gleich so gelassen wie im Original? Und warum hat man das so aufgegriffen? Aber das fällt gar nicht ins Gewicht. Also ganz tolle Folge. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und freue mich darauf, wenn wir das nächste besprechen. Machen wir auch gleich einen Termin, wenn wir fertig sind hier mit. Definitiv.
Spekulationen über zukünftige Entwicklungen
01:07:34
Speaker
Dirk und Franzi spekulieren. Kommen wir zur Spekulation.
01:07:40
Speaker
Aber ich hab auch nicht so viel Spekulation. Noch gibt es ja nicht viel Raum und es gibt ja vieles eindeutiges. Lesen wir vor. Vielleicht überschneidet sich das auch. Also, Alessia wird das Anwesen der Frankensteins terrorisieren. Auf die eine oder andere Art und Weise. Ich denke, seine Mutter wird von ihr getötet. Sodass sich zwischen Papa und Frankenstein noch mal ein Konflikt entspinnen wird.
01:08:06
Speaker
Als diese Konfliktsituation zwischen der Kreatur und der Familie war, hat der Vater sich nämlich dazu entschieden, Melina zu beschützen anstatt die Mutter und deswegen sind Frankenstein und er jetzt erstmal auf Kriegsfuß. Nebenbei stellen wir aber fest, dass die Kreatur in der Nähe ist,
01:08:26
Speaker
denn sie war es, die den Hirsch geritten hat. Jetzt habe ich zwei Möglichkeiten für ein Ende. Die Kreatur wird am Ende Frankenstein vor Alessia retten und am Ende werden Papa und Melina happily ever after dort zusammenleben und Frankenstein wird geäkelt von seinem Vater.
01:08:46
Speaker
sich abwenden. Oder aber, das wäre dann so die Bosskarte, der Zöckel greift ein und Frankenstein macht der Alessia irgendwie den Gar aus, um Frankenstein zu retten. So vor wegen, du bist ja gar nicht in der Lage, dich alleine zu beschützen und holt ihn dann wieder ins Nest zurück. Das wäre meine Idee für die nächste Folge.
01:09:06
Speaker
Ich hab gar nicht so viel hinzuzufügen. Natürlich wird Alessia das Haus terrorisieren und vor allem Frankenstein terrorisieren. Ich glaube auch, dass der Zirkel in der nächsten Folge, vielleicht aber auch erst in der dritten eingreift. Also, dass er zumindest ihn sucht oder zumindest jemanden hinschickt. Das könnte ich mir vorstellen. Wenn ein größerer Clinch zwischen Vater und Sohn aufkommt, weiß ich nicht, wahrscheinlich reicht der jetzige schon oder wird noch vertieft.
01:09:34
Speaker
Ja es könnte auch sein, weil alles ja eine Frau ist, dass sie vielleicht andere Methoden hat, um Frankenstein zu quälen. Vielleicht bringt sie niemanden um, sondern macht die emotional irgendwie fertig.
01:09:50
Speaker
Also mir haben wir auch nicht hinzuzufügen. Vielleicht aber auch, das ist meine letzte Spekulation, da Alessia ja den Körper der Lorena besitzt, ich weiß nicht, wie gut das funktioniert hat, kann auch sein, dass da nochmal ein Konflikt auftaucht, dass vielleicht sie wirklich noch mehr Identitätskrisen bekommt oder sonst wie, weil das ist ja auch ganz deutlich geworden. Dass die zu so einem Dauergegner aufgebaut wird?
01:10:13
Speaker
Kann natürlich sein, dass das doch noch ein bisschen was von Lorena übrig ist. Ich weiß es nicht, ob das möglich ist. Aber könnte ja sein. Da kennen wir uns nicht gut genug aus. Aber gut, mehr habe ich nicht zu sagen. Loggen wir das mal so ein? Bin gespannt. Wir schreiben uns dann mal und lachen uns darüber tot, wie gut oder wie schlecht wir waren, wenn wir das gehört haben. Oh Gott, ja. Dann haben wir es für
Abschließende Bemerkungen und Danksagungen
01:10:35
Speaker
Tatsächlich schon, ja. Das ging heute mal. Schön kurze Aufnahme. Das kriege ich schnell geschnitten. Das ist schön. Ich sagte doch, wir wären besser. Wir wären immer wieder besser. Das ist jedes Mal ein kleines Stück. Dann bleibt uns ja eigentlich nur zueinander lieb, Winke Winke zu sagen. Zu unserem Publikum Winke Winke zu sagen. Schaut mal vorbei und erzählt, wie ihr es gefunden habt. Wir hören von euch, so wie ihr von uns hören werdet. Auf jeden Fall. Ja, in dem Sinne.
01:11:03
Speaker
Macht's gut. Bis zum nächsten Mal. Vielen Dank fürs Zuhören. Tschüss. Du darfst auch noch was sagen. Darf ich das? Oh Gott. Bleibt gesund und bis zum nächsten Mal.
01:11:40
Speaker
Die Couchfesseln ist ein Hobbyprojekt und steht in keinem Zusammenhang mit dem Label Maritim. Die Links zu unseren Social Media Accounts findet ihr in den Show Notes. Wir freuen uns über jeden Follower und jede gute Bewertung. Wir bedanken uns bei Craft für das tolle Folgencover. Die Couchfesseln sind Franzi, Julia, Bina, Moritz, Stefan und Dirk.
01:12:10
Speaker
Intro, Einsprecher und Abspann, gesprochen von Anne.