Einleitung und Begrüßung ins neue Jahr
00:00:08
Speaker
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge vom Visual Makers Podcast. Ich bin Lilith und ich freue mich riesig, euch endlich wieder begrüßen zu dürfen. Wir hatten eine längere Pause mit dem Podcast jetzt über Weihnachten und Neujahr. Und sind aber jetzt mit dieser Folge zurück mit voller Energie im
Vorstellung des Gastes: Heinrich Rao von Planted
00:00:26
Speaker
neuen Jahr. Und ich freue mich sehr auf diese Folge mit euch, die erste im Jahr 2023. Und wir haben in dieser ersten Folge direkt einen sehr, sehr besonderen Gast.
00:00:35
Speaker
Und zwar haben wir Heinrich Rao, CPO, also Chief Product Officer und Co-Founder von Planted dabei. Planted ist ein Kölner Start-up und Planted bietet eine Mischung aus der Pflanzung von Wäldern und globalen Klimaschutzprojekten im Abo an.
Wachstum und Angebote von Planted
00:00:53
Speaker
Sowohl für B2C Kunden, also End-Consumer, oder B2B Kunden, also Unternehmen.
00:00:59
Speaker
Und die Jungs und Mädels von Planted sind ganz schön gewachsen in den letzten zwei Jahren. Inzwischen sind sie 17 Leute. Darüber hört ihr aber gleich noch mehr im Interview. Und ich durfte Heinrich schon ganz früh kennenlernen. Da haben wir gerade mit Visual Makers angefangen und Heinrich und sein Team mit Planted damals. Und ja, ich habe ihnen damals mehr schlecht als recht bei ein paar Automatisierungen geholfen. Und so haben wir uns damals kennengelernt.
00:01:29
Speaker
Ich freue mich unglaublich, auf was für einer Mission Sie sind, wie sich Planet weiterentwickelt hat. Und bevor wir jetzt ins Interview starten, schauen wir uns jetzt noch einmal kurz das Tool der Woche an.
00:01:46
Speaker
Planted hat nicht nur ein Abo-Modell, sondern auch eine Chrome-Extension, mit der du sehen kannst, wie viel CO2 deine Browser-Session gerade verbraucht. Ganz kurzes kleines Ding und verschafft echt mal einen Überblick über, was man eigentlich so an CO2 produziert. Wenn man einfach nur im Internet surft, verlinken wir euch in den Show Notes.
00:02:12
Speaker
Und jetzt freue ich mich sehr auf die Folge mit Heinrich von Planted.
Heinrich Raos Reise und Rolle bei Planted
00:02:16
Speaker
Los geht's. Herzlich willkommen, Heinrich. Ich freue mich sehr, dass du heute da bist. Hey Lilith. Willst du dich vorher, also ich habe dich gerade schon einmal kurz vorgestellt, aber möchtest du dich selbst noch einmal, noch einmal vorstellen mit deinen eigenen Worten?
00:02:37
Speaker
Ja, zwei Worte oder drei Worte zu mir. Ich bin Heinrich Kofonder von Planted. Zwei Kinder eigentlich aus Berlin, aber schon ziemlich lange in Köln.
00:02:45
Speaker
Hat auch große Umwege. Ich hab da von Südfrankreich gelebt, mal in Indien studiert und durfte auch mal in London arbeiten. Dementsprechend ein paar Seiten der Welt gesehen. Freue mich aber sehr, hier im Podcast zu sein mit dir. Uns verbindet ja auch schon ein bisschen längere Geschichte. Ich glaube, du warst schon ganz, ganz, ganz am Anfang beim Launch-Upland schon mal als Feuerwehrfrau am Helfen. Dementsprechend, ja.
00:03:07
Speaker
Cool, dich wiederzusehen. Ja, freut mich auch total. Wie krass, jetzt gerade schon in den drei Sätzen waren schon so viele neuen Sachen, die ich noch gar nicht wusste über dich. Wie cool. Ja, ich glaube, wir haben uns, da war auch Visual Makers gerade noch relativ neu, haben wir uns 2.21, glaube ich, kennengelernt.
00:03:25
Speaker
Und genau, damals hatte ich euch, glaube ich, mehr schlecht als rechts geholfen mit ein paar Automatisierungen, die ihr damals quasi in dem ersten Prototypen für plantet, ich habe tatsächlich immer planted gesagt, ehrlich gesagt, aber es ist planted. Es gibt keinen offiziellen Wortlaut für planted, planted, die engen Leute nicht gerne plantet.
00:03:50
Speaker
Jeder so, wie er möchte. Willst du noch einmal kurz erklären, was Planted macht und was deine Rolle bei Planted ist?
Mission und Geschäftsmodell von Planted
00:03:58
Speaker
Na klar. Was machen wir mit Planted? Wir sind damals mit dem Konzept gestartet, Klimaschutz so einfach wie möglich zu machen. Das heißt innerhalb von drei Klicks online Climate Action starten. Das hatten wir aus einer Umfrage, aus 300 Leuten hatten wir befragt, was ist denen am wichtigsten? Die meinten, hey, Lokalität super wichtig, Transparenz super wichtig.
00:04:19
Speaker
Effizienz war uns super wichtig. Aus den drei Sachen haben wir quasi ein Modell gemacht, ein Abo-Modell, was auf einer Seite Bäume hier in Deutschland pflanzt, klimastabilen Mischwalter. Es geht darum, dass die Bäume auch wachsen, nicht mehr gepflanzt werden. Und auf der anderen Seite CO2-Emissionen ausgeglichen werden über globale Umweltschutzprojekte.
00:04:38
Speaker
So sind wir gestartet. Mittlerweile hat sich das alles innerhalb von zwei Jahren ziemlich viel weiterentwickelt. Es gibt B2B-Fokus, also wir bedienen hauptsächlich Firmen und entwickeln gerade unsere eigene Software, die zur Emissionsreduktion beiträgt.
00:04:53
Speaker
damit wir irgendwie in dieser Klimakrise in den nächsten sechs Jahren noch dieses 1,5 Grad Ziel erreichen. Was ist da meine Rolle? Grundsätzlich bin ich ganz am Anfang für alles, was so digital war, verantwortlich gewesen. Das heißt, die Webseite Low-Code, No-Code-mäßig aufgebaut.
00:05:10
Speaker
über Zapier und Make mit einem Airtable Backend verbunden. Und die ganzen Automatisierungen drum herum quasi gebaut. Mittlerweile haben wir uns da ein bisschen professionalisiert, haben ein kleines Tech-Team aufgebaut, haben einen Product Manager reingeholt, der mich sehr, sehr entlastet, Gott sei Dank. Und genau, jetzt ist gerade mein Verantwortungsbereich heutzutage, ich würde sagen, 50 Prozent Product, 50 Prozent administratives Operations. Genau. Kommst du denn aus dem Product-Bereich?
00:05:41
Speaker
Gute Frage, kann man ja ziemlich weit definieren. Grundsätzlich habe ich, glaube ich, keinen so klassischen Werdegang. Ich habe meine Schiffbau- und Meerestechnik international studiert, das hat dann auch zu diesen verschiedenen Stationen zum Beispiel geführt. Ich habe meinen Master dann aber mehr im Wirtschaftsbereich, im Managementbereich in Frankreich, in Südfrankreich gemacht und
00:06:03
Speaker
Schiffbau muss man sich so vorstellen, dass da sehr viel programmiert wird. Es geht um Mathe, um Physik, dass am Ende das Schiff auch schwimmt am Computer. Und in dem Wirtschaftsbereich ging es dann viel in Frankreich um Start-ups, um neue Ideen, um Ideenentwicklung, um Ideenaufbau.
00:06:19
Speaker
kam dann auch ziemlich schnell diese Product-Fable mit rein und ließ sich dann auch gut mit Coding kombinieren und genau, so bin ich dann quasi, hab ich meine eigene Produktschiene entwickelt, war vorplant als Produktmanager bei einer Softwarefirma hier in Köln, die Webseiten schneller gemacht hat. Ah, okay, spannend. Und euer Gründerteam, ist da jemand, hat da jemand einen technischen Background von euch? Wie seid ihr so zusammengesetzt? Und?
00:06:48
Speaker
Gründerinnen. Eine Gründerin ist die Cindy, die uns Marketing und Kommunikation leitet und super stark nach vorne treibt. Wilhelm, unser CEO, der einen klassischen Wirtschaftshintergrund hat, der vielleicht doch gar nicht so klassisch ist, weil er auch in China gelebt hat, Chinesis studiert hat. Plus Jan Förster, unser eigenen Klimaspezialist, der auch von TÜV ausgewählt ist, um CO2-Bilanzen zum Beispiel zu berechnen.
00:07:11
Speaker
Technisch werden wir von einem Tech Lead, das ist der Seth Khalid, bei uns unterstützt und bauen da quasi so das Team aus. Aber wir haben keinen klassischen Technical Founder. Ja, okay. Und dann noch mal einen Schritt zurück. So, wie habt ihr angefangen?
Gründungsgeschichte von Planted
00:07:27
Speaker
Vielleicht erst mal, wie habt ihr euch gefunden überhaupt? Wie habt ihr euch als Gründer kennengelernt? Und dann, wie seid ihr gestartet? Wie kam die Idee mit Planted? Und wie seid ihr gestartet?
00:07:37
Speaker
Das ist eigentlich super spannend, weil man dem Zufall eigentlich gar nicht glauben könnte. War damals so, dass ich super driven war, weil Fridays for Future immer an der Domplatte demonstriert hat und ich gesagt habe, krass, die demonstrieren für die Zukunft meines Kindes. Ich mache ihren Chef noch ein bisschen reicher. Irgendwas stimmt da nicht. Und ich habe nicht mal den Mut, irgendwie hier auf die Straße zu gehen. Hat dazu geführt, dass ich mich sehr viel mit verschiedenen Ideen, Möglichkeiten im Klima
00:08:03
Speaker
im Climate Change Bereich auseinandergesetzt habe. Da war unter anderem auch so die Grundidee zu Planted dabei. Und ich habe mich einen französischen Freundchen in Köln, dem ich so die verschiedenen Ideen gepitcht habe, erzählt habe. Und er meinte, krass, diese eine Idee, da habe ich einen Kumpel, der genau dieselbe Idee hat. Ich meinte, nee, das kann nicht sein. Das kann nicht genau dieselbe Idee sein. Vielleicht so ähnlich. Ich meinte, nee, ich matche euch mal.
00:08:25
Speaker
haben wir uns auf dem Kölsch getroffen, das war der Wilhelm. Und es war wirklich genau die gleiche Idee. Es war wirklich die selbe Idee sozusagen. Und sind dann da relativ lien rangegangen. Wie gesagt, haben diese Umfrage mit knapp 300 Leuten gemacht, um mal rauszufinden, was bewegt die Leute, wo gibt es vielleicht noch eine Lücke im Markt, was ist Menschen wirklich wichtig. Und da kam eben dieses Transparenz- und Lokalitätsthema nochmal ganz, ganz weit nach vorne.
00:08:50
Speaker
wo wir gesagt haben, okay, cool, Lokalität können wir mit Bäumen in Deutschland lösen. Da kam Jan dann ins Spiel, der Förster. Und den haben wir über Williams Netzwerk kennengelernt. Und Cindy, ja, drei Männer, war uns schon sehr bewusst, dass das nicht das optimale Teamsetup ist. Deswegen haben wir auch ziemlich lange nach weiblicher Unterstützung gesucht, haben zum Glück Cindy gefunden. Die ist dann quasi als Letzte mit an Bord gekommen und hat uns eine Kommunikation sehr weit nach vorne gebracht. Ja, super spannend. Cool.
00:09:20
Speaker
Und dann? Wie ging es dann weiter? Ja, dann ging es eigentlich Schlag auf Schlag.
00:09:27
Speaker
Ja, nur diese Umfrage in einer Typeform gebaut. Typeform hatte damals noch 100 Antworten gratis. Das haben wir direkt gesprengt gehabt. Dann mussten wir auf Google Forms umswitchen. Genau, sind da auch nochmal 200 Antworten reinbekommen und konnten daraus wirklich viel lernen.
Marktanpassungen: Von B2C zu B2B
00:09:43
Speaker
Haben eine Landingpage gebaut, haben da E-Mails gesammelt und haben gesagt, hey, lass uns zum 11.11. launchen. Das wurde dann der 12.12.
00:09:50
Speaker
hatten uns als Ziel gesetzt, mindestens 2000 Euro Umsatz zu machen bis Weihnachten, also in zwölf Tagen. Das haben wir auch leicht übertroffen. Damals alles noch ein bisschen hacky. Ich will jetzt nicht näher in die Details gehen, aber das Unternehmen wurde erst dann nachgegründet, sag ich mal. Wir hatten da aber schon mal so ein bisschen Proof of Concept, dass es in die richtige Richtung geht. Und haben uns dann immer weiter professionalisiert, sind quasi von der Landing-Page
00:10:20
Speaker
zu einem wirklich mini MVP sozusagen, den wir dann noch mal verfeinert haben. Am 27.3.2021 war das dann der offizielle Launch mit damaligen offiziellen Branding und so weiter. Immer noch alles selbst zusammengebaut. Wir sind komplett geboostrapped gewesen im ersten Jahr und mussten einfach gucken, wie kommen wir über die Runden, wie schaffen wir es, intelligente Wege zu gehen.
00:10:50
Speaker
Das war auch lustig. Damals gab es diese App, wo man so Audio-Talks machen konnte, Clubhouse. Ich erinnere mich. Und Clubhouse war für uns ein krasses Tool. Das war wirklich, da Cindy meinte, hey, ihr müsst da mitpitchen auf den Bühnen. Und immer wenn Wilhelm oder ich oder Cindy irgendwo reingesprungen sind, war wirklich danach fünf neue Kunden gehabt. Krass.
00:11:14
Speaker
Ja, also das hat sehr gut funktioniert. Mittlerweile sieht Clubhouse ein bisschen anders aus und wir haben andere Akquisitionskanäle. Aber das war damals irgendwie wirklich so ein kleiner Growth Hack für uns. Super spannend. Megaspannend, vor allem weil es gefühlt ja einfach dieses eine Wochenende gab, wo alle auf Clubhouse waren und wer nicht dabei war, hat es halt verpasst und dann war es halt auch vorbei.
00:11:34
Speaker
Ja, genau, es waren so zwei Wochen insgesamt. Ja. Super cool. Und wie habt ihr damals das Setup gemacht? Also, die erste Website, ich erinnere mich, als wir uns das erste Mal getroffen hatten, hattet ihr mit Webflow und RTL, wie hast du eben schon erzählt, und mit Make beziehungsweise damals noch in Tegromat gebaut. Wie seid ihr da darauf gekommen? Warum habt ihr euch entschieden, mit Low-Code zu bauen? Ja.
00:12:02
Speaker
Ja, also mehrere Gründe auf jeden Fall. Einerseits wollte irgendwas haben, wo wir schnell agieren können. Ich hatte von einem Freund einen Tipp hier, Webflow, kannst du wirklich auch noch schöne Sachen bauen. Und ich glaube, damals war, was heißt damals, aber vor zwei Jahren war VIX noch nicht so, ja, noch ziemlich hässlicher Tool-Bilder, würde ich sagen. Wordpress war schon, okay, das langsamste Tool der Welt. Bitte Finger weg davon, so gefühlt.
00:12:30
Speaker
Und dementsprechend war Webflow einfach eine moderne, passende Variante. Wir haben gesagt, cool. Damit fangen wir mal an.
00:12:36
Speaker
Hat auch super gut gepasst. Ich glaub, vor dem Launch die Webseite, so ein 4-Tages-Sprint, fertig gemacht. Dann, genau, haben wir unseren eigenen Checkout gebaut. Ob das so schlau war... Ich erinnere mich. Also, ja, war auch Customer-Feedback nötig. Wir haben gesagt, hey, PayPal, super wichtig. Osepa, bei allen älteren Leuten, war super wichtig. Die erste Bank, die wir hatten,
00:13:05
Speaker
wollte in Nusepa nach einem Jahr Existenz quasi akzeptieren. Da mussten wir uns doch schnell bei einer anderen Bank anmelden, dass das überhaupt geht. So Schwierigkeiten dahinter.
00:13:17
Speaker
Aber Webflow als Setup ist immer noch auf Webflow. Die Automatisierungen haben sich ein bisschen professionalisiert, verbessert, sind auf Zapier mehr umgezogen, weil es einfacher war, sind jetzt wieder komplett bei Make, weil es auch ein bisschen günstiger ist, muss man sagen.
00:13:39
Speaker
Und wir auch eigentlich ziemlich guten Support haben, muss man auch sagen. Genau, und das war so ein Setup, einen größeren Sprung, den wir irgendwann mal gemacht haben, war zu Shopify. Also quasi vorne raus, Webflow, dann ein Shopify, ein Checkout. Hat super gut funktioniert für das ganze B2C-Geschäft, fürs B2B-Geschäft. Ja, gibt's, glaube ich, bessere Lösungen. Aber war, ja, eine Lösung, wo wir einfach
00:14:09
Speaker
schon mal losrennen konnten, wo einfach alles da war, was wir brauchten und mit dem wir vorwärtskommen. Ja, ja, super spannend. Ich weiß noch, damals hattet ihr den Slogan quasi, ich krieg's nicht mehr ganz zusammen, aber das Netflix für Klimaschutz oder so oder irgendwie sowas, ne? Für den Preis einer Netflix-Subscription kannst du klimapositiv werden.
00:14:34
Speaker
Genau, das war die Tagline. Wie kam der... Also was ist jetzt eure Tagline? Habt ihr eine Tagline gerade?
00:14:42
Speaker
Es erinnert sich gerade zu Sustainability as a Service. Wir machen gerne Wörtspiele mit diesen ganzen C-Level-Sachen. CPO, Chief Plant Officer oder Chief Ecological Officer. Wir entwickeln uns Richtung SaaS und deswegen Sustainability as a Service. Statt Software as a Service. I love it.
00:15:04
Speaker
Okay, und wie kam der ... Also, um über das Geschäftsmodell zu reden, wie kam der Switch von B2C auf jetzt mehr B2B? Wollt ihr B2C immer noch quasi mit als Beiboot haben, oder wie wollt ihr das machen? Ja, ist auch superinteressant. Wir sind wirklich Vollgas, B2C gestartet, da auch stark gewachsen. Haben immer noch ein B2C-Geschäft, das ist eine Gemeinnützige GmbH.
00:15:35
Speaker
Halten wir auch noch, finden wir auch super. Die Leute kriegen sehr ähnliche Leistungen, wie B2B-Kunden. Aber die ersten sechs Monate haben wir gesagt, Fokus, Fokus, Fokus, B2C. Und das haben wir bei Firmen angeklopft und auch zum Beispiel bei Clubhouse oder Firmen angeklopft, hey, können wir nicht was zusammen machen? Und wir sind ja ja, nee, eigentlich nicht, weil B2C-Fokus und so. Und irgendwann wurden uns aber so viele anfragen, wir hören mal hin, was sagen die denn eigentlich? Was wollen die denn eigentlich?
00:16:04
Speaker
Warum sprechen wir uns? Wir sind auch, muss man ganz ehrlich sagen, am Anfang davon ausgegeben, dass der Markt gesättigt ist im B2B-Bereich. Es gibt Partner, myclimate.org. Also es gibt schon so einige Player, sag ich mal, im Markt. Und dann dachten wir, da ist eigentlich gar kein Raum. Irgendwann haben wir dann mal zugehört und gesagt, okay, was wollt ihr denn eigentlich? Und dabei kam raus, dass viele Firmen, also der Markt ist noch riesig.
00:16:29
Speaker
Leider oder zum Glück, je nachdem, wie man es sieht. Der Klimaschutz steckt das in Kinderschuhen. Und es gibt noch sehr, sehr viele Firmen, die am Anfang stehen, die sagen, hey, ich will was machen. Ich habe mega Bock. Ich will irgendwie auf der positiven Seite stehen. Aber ich weiß gar nicht so richtig, wie. Und da kam dieses Baum-Thema super gut an. Das ist ein emotionales Thema. Das ist ein Thema, wo man positive Emotionen mit verbindet. Also etwas Greifbares. Deswegen auch nur in Deutschland.
00:16:56
Speaker
Man kann die Bäume besuchen. Wir haben zum Beispiel hier in Königsforst in Köln für unsere eigenen Mitarbeitenden Bäume gepflanzt. Da haben wir auch mal einen Firmenausflug hingemacht. Du fährst mit der Bahn hin, kannst dann einen kleinen Spaziergang hin machen, dann siehst du die Bäume.
00:17:07
Speaker
die für dich gepflanzt wurden. Genau und haben dann quasi unser B2C-Modell auf B2B umgebaut. Auch wirklich mehr so schnell angepasst und geguckt, ob es passt. Es hat gepasst, es hat funktioniert. Wir sind jetzt bei mittlerweile, ich glaube, drei Fußballfeldern, die wir pro Monat neu pflanzen müssen. Pro Monat? Ja, pro Monat. Wachsen da auch immer noch stark. Wir haben letztens TeamViewer als neue Kunden begrüßen dürfen, also auch mittlerweile
00:17:37
Speaker
Ja, beim DAX-Level angekommen. Ganz zu lebend. Danke schön. Sind da aber wirklich auch noch auf der Reise, um uns zu verbessern. Ich hab ja ganz am Anfang angesprochen, wir bauen gerade einen MVP für Emissionsreduktion. Weil wir sehen, das fragen jetzt auch viele von mir, die sagen, cool, ich gleich meine Emission aus. Ich pflanze Bäume in Deutschland, super cool. Gut für die Mitarbeiter, gut für mich. Kann ich vielleicht kommunizieren. Hab schon auch schon die ersten Sachen irgendwie zur Reduktion von euch gelernt. Aber was kann ich denn mehr machen?
00:18:07
Speaker
Und das ist einerseits eine Demand oder eine Anfrage, die wirklich vom Markt kommt. Und andererseits gibt es auch noch die EU-Regulatorik, also die sogenannte CSRD. Die gilt ab 2025 rückwirkend für 2024. Das heißt, ab nächsten Jahr müssen Firmen ihren Fußabdruck, also alle Daten dafür sammeln, um ihre Emissionen publik zu machen. Und also größere Firmen ab 250 Mitarbeitern.
00:18:32
Speaker
Und dafür sehen wir ein großes Potenzial. Klar, das Messen ist super wichtig. Da gibt es auch sehr viele Start-ups, die gerade aufpoppen. Aber wir sagen, eigentlich geht es darum, dass es reduziert wird. Letztens auf so einem Mittelstandskonvent den Satz eingefangen, vom Wiegen wird die Sau auch nicht fetter.
00:18:53
Speaker
Dass man sozusagen, das Messen ist alles cool, das ist wichtig, man hat eine Baseline, auf der man sich messen kann und vergleichen kann. Aber wenn man jetzt an die Klimakrise denkt, dann geht es darum, dass wir alle zusammen irgendwie daran arbeiten zu reduzieren, unsere Emissionen runterzuschrauben, weil gerade verbrauchen wir einfach zu viele Planeten. Ja.
00:19:12
Speaker
Ja, macht total Sinn.
Herausforderungen im B2B-E-Commerce
00:19:15
Speaker
Du hast eben gesagt, ihr habt Shopify genutzt als Checkout quasi für den, als ihr mit B2C professionellisiert habt. Und dann aber gesagt, das läuft für B2B-Kunden jetzt nicht so ganz. Was meinst du genau damit?
00:19:32
Speaker
Ja, für B2B-Kunden hast du teilweise ein bisschen andere Anforderungen, was Rechnungsstellungen angeht, was die Details in den Rechnungsstellungen in Deutschland angeht. Das ganze Recurring-Thema. Shopify ist ja quasi ein E-Commerce-Dienstleister. Super gut, ne? Also die App-Welt.
00:19:50
Speaker
Die eröffnet einem natürlich irgendwie traumhafte Welten, wo man fast alles sich nur erdenken muss und sagt, ah ja, ah ja, gibt's, kann ich installieren. So gibt's auch ein Plug-in, zum Beispiel eine App, um ein Subscription-Modell abzubilden, aber es ist halt nicht nativ. Also das triggert dann jeden Monat Neukauf, obwohl es eigentlich eine Subscription ist. Genau.
00:20:15
Speaker
Ja, es ist einfach, sag ich mal, nicht optimal für unser, also für ein Subscription-B2B-Modell aufgestellt. Wir würden auch sehr gerne zum Beispiel Stripe nutzen, hatten Stripe auch mal so dazwischen als Zwischenlösung mit HubSpot eingebunden. Hat aber kein Paypal, weil Stripe nicht mögen. Und dann, ja, sind ja quasi auch wieder fast alle kleinen Kunden wieder weg, die sagen, ach, ich will eigentlich hier Paypal-Direct-Checkout machen.
00:20:40
Speaker
Also das heißt, da sind wir noch nicht ganz auf dem grünen Zweig, muss man ganz ehrlich sagen. Ja, also den Painpoint mit den Checkouts, den haben wir tatsächlich auch. Also wir sind da auch noch nicht so ganz happy mit unserer Lösung für unsere Masterclasses. Wir nutzen im Moment Quaderno.
00:20:58
Speaker
Quaderno ist so ein Anbieter, da hat man aber leider keinen Warenkorb, sondern einfach einen Checkout, also eine Checkout-Page quasi für jedes Produkt. Das funktioniert auch super. Also das ist an sich total okay, aber halt eben das Warenkorb-Problem oder dass du so kleine Sachen, dass du halt so Gutscheincodes und so nicht für 100 Prozent ausstellen kannst, sondern für 99 nur und so. Also so kleine Sachen, die dann einfach nerven, wo du denkst,
00:21:26
Speaker
Aber wir haben auch noch keinen, der jetzt auch in unseren Preisbereich passen würde. Also so eine kleine, also wenn jemand noch eine Stand-Up-Idee braucht und sich mit dem wirklich riesen Paypoint-Thema-Finanzen beschäftigen will, dann wäre das vielleicht noch eine Idee.
00:21:43
Speaker
Aber ja. Auf jeden Fall. Da ist noch Luft nach oben. Da ist auf jeden Fall noch Luft nach oben. Okay, und wie, also seid ihr auf die, also auf die Idee mit der neuen Software, wo ihr jetzt gerade einen MVP für baut, hast du gerade schon ein bisschen gesagt, wie das kam. Und ihr probiert, also baut ihr jetzt tatsächlich einen Code schon direkt, einen MVP? Wie macht ihr das? Wie testet ihr das gerade aus?
00:22:10
Speaker
Also einerseits das Discovery Phase, wirklich ganz vorne von Problem-Interviews angefangen über Experten-Interviews über Kunden-Interviews. Wir haben so ein PMF-Scoring, was wir automatisch rausschicken über Coda.io, das ist auch super spannend. Da gibt's von Superhuman so ein Template, was man einfach kopieren kann, aufsetzen kann, adaptieren kann. Ich erklär's nur noch einmal kurz, PMF-Scoring.
00:22:34
Speaker
Klar. Es gibt, glaube ich, auch verschiedene Modelle. Wir benutzen PMF-Scoring, das ist, wie gesagt, nach dem Superhuman-Model, das ist so eine E-Mail-Software, und die haben sich ein eigenes Scoring ausgedacht, weil es sonst sehr viele qualitative und wenig quantitative Wege gab, das zu qualifizieren. Ich bin ein Freund von der Quantifizierung, das fällt mir dann immer meistens einfacher, das in Zahlen auszudrücken.
00:23:00
Speaker
Da geht es darum, über einen Score von 40 zu kommen. Ab 40 haben wir quasi einen Product-Market-Fit. Wir sind lustigerweise die ganze Zeit über 40, aber wir haben trotzdem noch das Gefühl, da kann noch ein bisschen mehr passieren, da kann noch mehr gehen. Aber das Coole ist auch, dass man quasi aus dem Feedback schon so strukturiert sehen kann, was sind Feature-Wünsche, was sind Sachen bei den Loft-Customern, was finden die richtig gut, was wollen die noch mehr, dann auch so die Semi-Loft-Customer,
00:23:30
Speaker
Was fehlt denen? Wo sind die aber schon zufrieden? Und dann welche, die eigentlich gar nicht zufrieden sind, aber trotzdem Geld bezahlen. Die versuchen wir so ein bisschen aus und vor zu lassen. Wir versuchen uns bei denen, wo wir quasi schon gut sind, noch besser zu werden. Und da hat sich das auch so gegeben. Also was kann ich noch mehr machen? Wie kann ich weitergehen? Wie kommt dieser nächste Schritt? Ja, also es ist quasi Kundenfeedback und
00:23:55
Speaker
Wie testet man das? Wie geht man da ran? Ja, also ich bin erstmal großer Fan einfach von mit den Kunden sprechen, rausfinden, was benutzt ihr gerade? Gibt es ein Tool, was ihr vielleicht schon benutzt? Gibt es vielleicht schon andere Sachen, die ihr benutzt? Es gibt zum Beispiel super viele Leute, die
00:24:13
Speaker
Lokalspenden, also die zum Beispiel was für ein Frauenhaus tun, für ein Kinderhaus, bei der Flüchtlingskrise. Aber es war immer so, hey, ich will es lokal machen. Der lokale Aspekt, super wichtig. Und jetzt war auch so Klimaschutz, Klima, riesiges Thema. Kann ich irgendwie was lokal machen? Also ich würde gerne irgendwie, das habe ich schon gelernt, das funktioniert, kann ich da auch irgendwie was übertragen. Das heißt, dieser Aspekt, super wichtig. Für uns auch irgendwie ein menschlicher Aspekt, auch super wichtig.
00:24:41
Speaker
Also es waren eigentlich auch immer so greifbare Themen. Also bei CO2 ist das irgendwie ein flüchtiges Gas oder nicht so flüchtig, aber es ist halt ein undurchschnittliches Gas, sage ich mal. Und sehr ungreifbar. Ist eine Tonne, ist das viel, ist das wenig, schmeckt das nach Zitrone, weiß man alles nicht so richtig oder kann man sich schwer vorstellen, sage ich mal. Dementsprechend haben wir das gelernt und dass diese Greifbarkeit super wichtig ist, um da weiter reinzugehen.
00:25:11
Speaker
Ja, also reden, reden, reden. Dann gerne schon mal so ein bisschen was teasern in den Gesprächen, so könnte die Richtung oder die Richtung, wo ist quasi das Interesse größer. Und dann haben wir viel mit Mockups gearbeitet, also mit klassischen Wireframes, mit
00:25:33
Speaker
Screen Designs, Click Dummies, wir haben zwei Design Sprints gemacht, um verschiedene Hypothesen abzutesten, auch mit verschiedenen Zielgruppen.
00:25:44
Speaker
Ja, haben daraus dann quasi gesagt, okay, wir bauen dann erst einen MVP. Auch als Klickdummy erst mal. Und den haben wir jetzt aber schon auch in Code übersetzt. Lernen da immer noch viel. Vielleicht waren wir da auch ein bisschen zu schnell mit dem Coden. Kann man jetzt vielleicht ein bisschen rückblickend betrachten. Andererseits ist es super cool, schon was an der Hand zu haben und das zu tweaken und da wirklich auch irgendwie Progress zu machen und eine wirklich gute Basis zu haben, auf der man weiterentwickeln kann. Ja.
00:26:11
Speaker
Ja, total spannend. Wie groß ist euer Team jetzt gerade? Wir sind seit Januar 17 Leute. 17, Wahnsinn. Super cool. Ich hab in der letzten Zeit tatsächlich mit einigen Leuten auch darüber gesprochen, genau über diese Phase zwischen, okay, du hast die ganzen, du hast User-Interviews geführt, du hast vielleicht, wenn du schon was, schon ein Produkt hast, quasi Observations gemacht, also den Usern dabei zugeguckt, wie sie was benutzen, Umfragen gemacht und so. Aber diesen, also alles, was so, so,
00:26:41
Speaker
schnell und günstig quasi ist, aber halt wie du genau wie du sagst, halt nicht quantitativ, sondern eher qualitativ ist, weil man kann halt nur mit so und so vielen Leuten Interviews führen, weil man einfach irgendwann in der Zeit begrenzt ist. Und dann aber halt diesen Switch von, okay, ich habe hier Code, also quasi ich baue einen kleinen Prototypen mit Code,
00:27:02
Speaker
oder beziehungsweise von der anderen Seite anfängt, ich habe jetzt meine Idee schon so weit validiert, dass ich glaube, dass das was wird und auch irgendwie einen Ansatz habe und so und dann halt ein Produkt brauche, mit dem ich das vertesten kann. Das kann ich entweder mit Code bauen oder eben
00:27:19
Speaker
vielleicht schneller mit No-Code und so. Und dann aber halt wirklich ins Datentesten gehen. Und dass da noch so ein bisschen die Brücke fehlt, die No-Code, glaub ich, in vielen Fällen lösen könnte. Um da halt wirklich schnell Leute drauf zu bekommen, zu gucken, okay, was sind denn jetzt wirklich die Pain Points? Wie viele Leute gehen darauf? Was ist auch ein Pricing
Preisstrategien und Kundenwahrnehmung
00:27:40
Speaker
tatsächlich? Kann in der Phase auch supergut rausgefunden werden. Wie habt ihr das mit dem Pricing gemacht? Das find ich auch noch mal spannend.
00:27:47
Speaker
Wir haben es einfach noch gar nicht gemacht. Also wir haben bisher wirklich, also ich habe so einen Mom-Test, das Buch kennst du vielleicht, da habe ich auch versucht, diese Pricing-Fragen und das Modul so ein bisschen anzuwenden, aber
00:28:04
Speaker
Da kamen wirklich wilde Antworten. Also es gab schon Kunden, die haben gesagt, hey, ich kauf's direkt. Und ja, das ist irgendwie noch auf einer Heroku-Domain sehr okay. Was zahlst du? Ja, 20 Dollar oder 20 Euro pro User. Ja, cool. Geht aber leider noch nicht. Also können wir leider noch nicht so wirklich ready anbieten.
00:28:29
Speaker
Genau, also Pricing ist ein Riesenthema. Wir haben das Glück, dass wir noch ein Sales Team haben, was da quasi schon mal abklopft, schon mal ein bisschen testet, guckt, in welche Richtung geht's. Dann haben wir auch, sag ich mal, das Glück, dass man so ein bisschen Value-Gegnern rechnen kann. Also du kannst mit
00:28:46
Speaker
den Challenges bei uns sozusagen Einsparungen erreichen, die einerseits CO2 durchwärts sind, andererseits auch Geld. Meistens ist CO2 irgendwo mit Energie verknüpft, also können auch relativ gut quantifizieren, was du damit an Geld einsparst. Und es gibt auch, ja, die ersten Mitbewerber sozusagen, die auch ein Pricing haben, wo man sich natürlich auch irgendwie daran orientieren kann und sagen kann, hey,
00:29:09
Speaker
Wir sind besser, wir sind ein bisschen teurer oder wir gehen kompositiv rein und sind ein bisschen günstiger. Also da gibt es so verschiedene Ansätze, die wir gerade beobachten. Ja, diese Pressing-Diskussion finde ich auch super spannend. Wenn wir Produkte gemacht haben, war das tatsächlich auch so, dass wir, wenn wir mit Leuten gesprochen haben, haben wir manchmal das Feedback bekommen, so, boah, viel zu teuer. Und manchmal aber auch, dass ihr seid viel, viel, viel zu günstig.
00:29:31
Speaker
Und halt da irgendwie, also dann steht man ja da und denkt so, ja toll, und jetzt? Was ist denn jetzt wahr? Und da halt irgendwie quantitativ was durchführen zu können. Ich hab auch letztens mit jemandem geredet, der hat, die haben das quasi ausgetestet mit so einem Fake Door Test. Also Fake Door ist, man setzt eine Landingpage auf und hat da zum Beispiel das Pricing, also ein Produkt mit einem Pricing drauf. Und wenn man draufklickt, dann kommt man quasi zu einer Seite, die sagt, hey, das Produkt gibt's noch nicht, aber wenn du
00:30:00
Speaker
wie willst, dann melde ich ja an und benachrichtige mich, wenn es gibt. Aber quasi um zu testen, wann klicken die Leute. Und der hatte ein Produkt, was sie für 99, 149 und 199 Euro angeboten haben. Und alle drei wurden halt gleich geklickt. Und sie sind von vornherein davon ausgegangen, okay, wird wahrscheinlich das 149-Euro-Produkt sein. Und dadurch, dass aber alle überall gleich viel draufgeklickt haben, haben sie sich gedacht, shit, warum haben wir denn nicht
00:30:29
Speaker
499 auch noch mal getestet, ne? Und dass das Pricing eigentlich auch hätte höher sein können, zeigt halt so einen Test, ne? Und das finde ich irgendwie ganz spannend, auch so gerade mit diesem ganzen Experimentthema, Hypothesen. Ich glaube, eins meiner größten Learnings aus dem letzten Jahr war, alles ist eine Hypothese, bis du es vertestet hast. Und ja, auch beim Pricing halt total spannend. Wie habt ihr das, damals war das wirklich an Netflix orientiert quasi, an dem, das erste Pricing für B2C?
00:30:58
Speaker
Genau, es war dann einerseits Netflix, das war auch in der Umfrage, was spendest du sonst so im Durchschnitt, was gibst du für Online-Services aus und für den Klimaschutz irgendwie 9 Euro oder 10 Euro oder 12 Euro im Monat auszugeben.
00:31:15
Speaker
Klar, klingt jetzt vielleicht ein bisschen privilegiert. Sollte irgendwie kein Problem sein. Klar, ist trotzdem Geld, ne? Ist aufs Jahr hochgerechnet und vielleicht auch sogar ein bisschen mehr Geld. Aber fanden wir einen fairen Einstieg. Ist aus unserer Sicht immer noch ein fairer Einstieg. Wir haben einmal das B2B-Pricing angepasst. Wir haben's günstiger gemacht. Lustigerweise ist unser Warenkorb genau gleich geblieben.
00:31:39
Speaker
Es hat genau gar nichts geändert. Weder haben die Leute das günstige Paket öfter noch das teure Paket. Wir hatten damals beim B2C-Pricing einen ziemlich teuren Anker ganz rechts gewählt. Da hat uns auch ein Pricing-Spezialist non-for-profit beraten. Meinte, macht da einen richtig krassen Anker rein. Wir haben uns nicht ganz getraut. Das war 9,49 Euro ganz rechts.
00:32:10
Speaker
Ähm, und der meinte, ey, könnt auch 99 da hinschreiben, ne? Also, für die Leute, wo es, ob die jetzt 50 Euro oder 100 Euro im Monat zahlen, das ist denen eigentlich ... ja, mehr oder weniger gleich. Und ... ja. Also, die 49 funktionieren auch gut. Die werden natürlich nicht so aufgekauft wie die anderen, aber die werden schon auch gekauft. Ja. So spannend. Richtig krass. Ja. Ähm ...
00:32:33
Speaker
Jetzt haben wir eben schon darüber gesprochen, welche Tools nutzt ihr, dass ihr auch teilweise immer noch No-Code nutzt, aber vielleicht in der Kombination. Wie definierst du denn No-Code? Was macht ein gutes Tool für dich aus? Ja, ich hatte lustigerweise auch Diskussionen mit Entwicklern, auch in einer Firma, wo ich vorher gearbeitet habe und wirklich
00:32:59
Speaker
ein super guter Dev, der Frontend-Dev, der ziemlich viel auch auf Meetups gegangen ist und so und dann auch so ein bisschen vom Hype, Low-Code, No-Code-Hype mitgenommen wurde und der saß dann zum ersten Mal im Webflow und war ein bisschen enttäuscht, der so, ich will hier coden, ich will hier coden, ich will hier coden, ich kann hier irgendwie nur Pixel schubsen. Hat sich aber mittlerweile auch eingefuchst und man kann ja auch, sag ich mal, schon auch individuell Code anpassen. Was macht für mich ein gutes Tool aus?
00:33:30
Speaker
Ich bin großer Fan von einer user-friendly Überfläche.
00:33:37
Speaker
Also ich glaube, so mein Einlernpotenzial oder mein Zeitaufwandspotenzial, dass ich mich wirklich reinfuchse, ist relativ niedrig. Also ich bin so, also Webflow hat super cool funktioniert. Bubble zum Beispiel, ja, war schon so ein bisschen eine größere Hürde, muss ich ganz ehrlich sagen, weil es einfach nicht so schön aussah, weil es teilweise nicht ganz so intuitiv war. Ja, so dass das für mich dann so ein Tool war, wo ich dachte, ach krass, das ist irgendwie viel komplexer.
00:34:06
Speaker
Aber ich glaube, wenn man da einmal drin ist, ist es gar nicht so viel komplexer. Man muss halt einmal über diese Schwelle kommen, dass man weiß, okay, das funktioniert so. Und da hilft auch oft Anleitung tatsächlich. Also bei so was wie Bubble tatsächlich von Anfang an, bei Make würde ich auch sagen, dass man da sehr gut anfangen kann mit, ganz easy ohne Begleitung, aber dann relativ schnell irgendwie macht es Sinn, da irgendwie eine Begleitung zu haben. Auf jeden Fall. Ich habe auch mal einen Kurs bei euch gebucht.
00:34:35
Speaker
I know, I know. Genau, es hat, genau, es gab so vielleicht auch noch mal so kleinen Fuck-Up. Wir wollten letztes Jahr im Frühjahr eigentlich unser erste Profil, wo alles transparent ist, launchen. Und wir sind am Authentification Provider
00:34:59
Speaker
nicht gescheitert, aber es hat uns sehr, sehr lange irgendwie nach hinten gezogen und es ist eigentlich so ein Standard-Tour, wo du denkst, hey, es kann irgendwie nicht sein. Wir haben einen Start-up gesetzt und haben gedacht, geil, die haben immer noch mal einen freshen Ansatz und ja, leider keine Dokumentation. Oh no.
00:35:16
Speaker
Dann haben wir ganz kurz was hier auf uns gesagt, komm, wir bauen das in Bubble. Einen, der hat es quasi dann in Bubble in zwei Wochen nachgebaut. Und dann war das schon mal, okay, jetzt haben wir was, wo wir wenigstens mal rausgehen können. Was super cool war, auch zu sehen, dass dieser Progress dann so schnell einfach möglich ist. Ja, das war dann quasi so eine super gute Backup-Solution für uns. Ja.
00:35:39
Speaker
Plant ihr denn No-Code auch weiterhin einzusetzen? Also wenn du von Marketing Website sprichst mit Webflow, vielleicht auch Automatisierung mit Make und so. Also wie ist das auch generell bei euch als Company mit 17 Leuten? Ist ja jetzt schon auch relativ viel. Setzt ihr da auch generell viel auf Tools?
00:35:59
Speaker
Ja und nein, also so mein Traum oder mein Herz, wer schlägt natürlich für Automatisierung möglichst viel, die Prozesse auch dann digital abzubilden, zu automatisieren. Das funktioniert gerade, also gerade muss man wirklich sagen, im Marketingbereich fängt es an, richtig Fahrt aufzunehmen. Wir sind, bei Hauptsport seit einem Jahr sind jetzt irgendwie die ganzen Workflows, werden bei uns wirklich immer besser, immer besser, immer besser, immer komplexer auch, muss man sagen.
00:36:26
Speaker
Da kann man wirklich krasse Sachen bauen. Und plus dann nochmal Third-Party-Integration. Also das ist auch nochmal super spannend. Also auf der Marketing-Seite wird es gerade immer mehr. Auf der Dev-Seite wird es gefühlt ein bisschen weniger. Muss man auch ganz ehrlich sagen. Wie gesagt, drei Devs derzeit. Product Manager, UXUI-Designerin. Es kommt hoffentlich noch bald noch Dev-Support. Und ja, da müssen wir gucken. Also wir sind gerade
00:36:56
Speaker
Nochmal so zwischen, ja, make or buy. Ich bin großer Fan von buy.
Entscheidungen über Eigenentwicklung oder Zukauf von Software
00:37:03
Speaker
Zumindest, wenn PMF so komplett da ist und wir eigentlich dieses Jahr wirklich eher noch mal so ein Proof-of-Concept für die Software sind, da eher möglichst Geschwindigkeit rauszuholen, dann auf Third-Party-Software zu setzen, als alles selber zu bauen. Kurz zur Erklärung für alle, die es eben noch nicht mitbekommen haben, PMF gleich Product-Market-Fit. Genau.
00:37:23
Speaker
Und POC, Proof of Concept. Also, dass man das, was wir uns in so einem Kopf vorstellen, das, was wir irgendwie aus dem Kundenfeedback bisher gelernt haben, auch wirklich so auf die Straße bringen können, wie wir es uns vorstellen. Und so ist das auch ein Mehrwert am Ende für die Leute bietet. Ja, ja. Du hast es eben schon so ein bisschen angedeutet auch mal, aber kannst du deine Learnings zusammenfassen, so deine Learnings in der Arbeit mit No-Code in der Arbeit auch geplantet jetzt seit zwei Jahren aufzubauen?
00:37:54
Speaker
Ja, erstens, also ziemlich viele Learnings, glaube ich. Keine Prioritätenliste, aber so, wie es mir quasi einfällt.
Rolle der No-Code-Community bei Planted
00:38:05
Speaker
Erstens, Community, super stark, auch was ihr aufgebaut habt mit dem Slack-Channel. Ich hatte schon vier, fünf Fragen. Hier eine Frage, da eine Frage. Auch den Devs gesagt, hey, wenn ihr eine Frage zu Babbel habt, na, Community.
00:38:16
Speaker
Supergeil. Visual Makers zum Beispiel, da gibt's eigentlich fast immer Experten. Ich hab auch jemand gefunden, wir haben letztes Jahr so eine Weihnachtsaktion gemacht. Weil da brauchen wir noch mal einen ganz special Case mit automatischen PDFs und automatischen Codes. Und, und, und, und. Das haben wir auch über euch gefunden. Das heißt, ja, ich glaub, sich trauen zu fragen. Ich glaub, es stehen grad unglaublich viele Leute bei dieser Demokratisierung vor diesem Punkt so, hey, ich würd auch gern, wo kann ich einsteigen? Wie kann ich loslegen?
00:38:47
Speaker
Da einfach losrennen, ausprobieren, in Fehler reinlaufen, fragen, fragen, fragen. Das ist auf jeden Fall Learning, dass man da offen sein kann. Es ist auch gefühlt teilweise noch eine offene Community als die klassische Entwickler-Community, die eigentlich auch schon relativ offen ist. Aber da kann man sich manchmal ein bisschen klein fühlen, sag ich mal.
00:39:08
Speaker
Pro Coder sozusagen. Und das ist dann so eine dumme Frage sozusagen. Aber das ist auf jeden Fall dann Prozesse. Also ich glaube, sobald man einen Prozess hat, der funktioniert, kann man ihn auch fast immer automatisieren. Aber man muss einen Prozess klar haben. Das ist super wichtig aus meiner Sicht und
00:39:28
Speaker
Ja, ich glaub, man darf wirklich wild denken und frei denken. Und es gibt für fast alles irgendwie eine Lösung. Man sieht es jetzt irgendwie mit Generative AI, JetGBT und so. Wie viele Lösungen da plötzlich aufpoppen. Es gibt Seiten, die nur die Lösung zusammenfassen, weil es einfach so viele verschiedene Anwendungsfälle und Lösungsansätze gibt, dass man da ja eigentlich wirklich für fast alles irgendwie ein Tool hat mittlerweile. Ja, ja, total.
00:39:55
Speaker
Oh, schön. Damit möchte ich eigentlich auch gar nichts mehr hinzufügen.
Abschluss und Kontaktmöglichkeiten
00:40:01
Speaker
Hanni, es war mega schön, dass du bei uns warst. Das hat großen Spaß gemacht für alle, die mehr was für Klimaschutz tun möchten und ihren kleinen Beitrag dazu geben möchten. Oder wenn ihr ein Unternehmen seid und das ganz spannend findet, was Planet macht, dann findet ihr Planet.
00:40:21
Speaker
Auf www.planted.green oder einfach planted by google eingeben. Es gibt Namensvetter, die sitzen in der Schweiz, die machen Essen. Wir machen Bäume. Man findet uns auf jeden Fall hier, so sieht unser Icon aus. Es ist ein stilisierter Baum. Gerne anklopfen, gerne auch nachfragen. Immer gerne, wenn man sagt, was ist für mich das Richtige? Wir beraten auch gerne.
00:40:48
Speaker
Das war manchmal gar nicht so einfach in diesem Dschungel voller Lösungen. Oh ja, das stimmt. Und ansonsten, Heinrich ist auch bei uns in der Slack-Community bei Visual Makers. Wenn ihr ihn da ansprechen wollt oder über LinkedIn, bist du sicher auch zu finden. Genau, wir verlinken euch auch alles in den Show Notes unten, dann habt ihr den direkten Link.
00:41:07
Speaker
Und genau, wir freuen uns, wenn ihr dann dabei seid. Heinrich, vielen, vielen Dank dir. Und ich bin sehr gespannt, wo es hingeht mit eurer Sustainability-Lösung quasi nochmal. Und würde es einfach sagen, bis bald. Ja, sehr gerne. Bis bald. Mach's gut.