Einführung in den Visual Makers Podcast
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Speaker
Herzlich willkommen zum Visual Makers Podcast. Ich bin Lilith. Und ich bin Alex. Und wir unterhalten uns jede Woche rund um das Thema No-Code.
Vorstellung von Sarah Berger und ihrer Reise in der Informatik
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Speaker
Wir freuen uns sehr, heute Sarah Berger im Podcast begrüßen zu dürfen. Sarah ist Gründerin von der Biberei, einer Agentur für nachhaltige Software. Außerdem setzt du dich ein für Mut für digital und für neue Führungskonzepte. Was heißt das denn eigentlich alles?
00:00:28
Speaker
Ja, hallo. Erstmal danke, dass ich hier sein darf. Ich freue mich ganz arg, heute mit einem Podcast mit euch machen zu dürfen. Genau, sehr schöne Anmoderation. Da habe ich gar nicht mehr so viel hinzuzufügen, außer, wie gesagt, Sarah Berger, Gründerin und Geschäftsführerin der Biberei. Ich bin studierte Wirtschaftsinformatikerin und ich liebe es, Software zu entwickeln für meine Kunden, die damit auch einen Mehrwert haben. Sehr cool. Wie war so dein Werdegang bisher so in der Tech-Welt?
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Speaker
Genau, also ich habe 2010 angefangen Wirtschaftsinformatik zu studieren. Vielleicht kurz, warum habe ich das eigentlich studiert? Das geht lang lang lang zurück. Und zwar war ich glaube ich acht oder neun und habe dort meine ersten Webseiten entwickelt und fand das total cool, habe mich dann mit HTML und CSS irgendwie beschäftigt und das hat mich irgendwie nie losgelassen und ich hatte zum Glück
Übergang von IT-Sicherheit zu kreativer Softwareentwicklung
00:01:22
Speaker
eine sehr gute Schule, in der ich auch Informatik gelernt habe. Also ich hatte schon Wirtschaftsinformatik in der Schule jahrelang und habe dort Java-Programmierung gelernt, habe SQL-Programmierung gelernt und ich wusste schon immer, okay, ich will das irgendwie machen und ich wollte aber nie reine Informatik studieren und habe mich dann für Wirtschaftsinformatik entschieden und seitdem lässt mich das nicht los und meine Urursprünge habe ich eigentlich in der Welt der IT-Security. Das heißt, mein erster Job war im IT-Security Bereich und dort habe ich
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Speaker
geholfen, dass Banken als auch Militäreinrichtungen, Versicherungen eine sichere Infrastruktur haben. Und irgendwann habe ich gemerkt, ich möchte noch ein bisschen kreativer arbeiten und hatte dann durch einen Jobwechsel auch die Möglichkeit, digitale Produkte zu bauen, um mehr in die Softwareentwicklung reinzugeben. Und seitdem bin ich total verliebt in das Thema und mache das.
00:02:14
Speaker
Super spannend. Wie kommt das, wenn ich an den Anfang zurückspringen darf? Du sagst, mit acht oder neun hast du deine ersten Websites gebaut. Wie ist das denn passiert? Also, ich glaube, es ist so ... Mich hat nie jemand dazu gezwungen. Meine Eltern haben das auch nicht mir gesagt. Ich muss das jetzt machen, ganz im Gegenteil. Ich glaub, das war meine Art, meine Kreativität auszudrücken. Ich kann nicht malen, überhaupt nicht. Und ich wollte aber irgendwie was gestalten.
00:02:44
Speaker
Und das war für mich eine Art und Weise, wie ich das zum Ausdruck bringen konnte. Also ich habe mich damals auch schon mit Grafik-Tools beschäftigt. Photoshop kam dann später auch noch mal dazu. Das war meine Art, was zu gestalten, ohne handschriftlich was zu malen. Bis heute noch so, also ich mache jetzt keinen Photoshop mehr. Aber ich kann bis heute nicht malen. Und deswegen ist es immer auch meine Art, mich kreativ auszudrücken.
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Speaker
Ja, super spannend.
Erfahrungen in Kalifornien und Rumänien
00:03:13
Speaker
Wie bist du da rangekommen? Als Kind hat man ja nicht unbedingt den, hier wird mir jetzt der Computer vorgesetzt und dann weiß ich, wie ich da in die Konsole komme und so. Wie ist das passiert? Gute Frage. Mein Papa war auch schon immer sehr technikaffin. Die haben mich aber auch viel, ich glaube, das würde man heute gar nicht mehr machen, als Kind allein von Rechner gesetzt.
00:03:40
Speaker
Und dann bin ich zufällig auf seine Seite gestoßen und dann habe ich erst, ich glaube es war B-World, und dann konnte man erst ohne Programmierung das machen und dann habe ich irgendwie mal auf Zufall geklickt, wie sieht denn das eigentlich richtig aus und so kam das so peu à peu, aber das war nicht, also ich glaube heute wie gesagt wäre das total nicht mehr state of the art so zu machen, aber damals war das so und dann habe ich damit losgelegt.
00:04:05
Speaker
Wie gesagt, meine Eltern haben mich nicht dazu gezwungen oder haben irgendwie gesagt, du wirst das jetzt machen und ich hatte jetzt auch keinen Kurs. Das glaubst du damals alles ja noch nicht. Spannend. Beepwell kenne ich tatsächlich auch noch. Habe ich auch mit rum experimentiert früher. Ja, ja. Also ich meine, im Endeffekt, wenn man mal so drüber nach, das war ja auch schon Low-Code oder Low-Code eigentlich. Und das ist ja auch schon ewig her. Ja, auf jeden Fall.
00:04:30
Speaker
Krass, cool. Und du warst danach ja auch, also zum Studium warst du auch echt viel in der Weltgeschichte unterwegs. Habe ich heute mal ein bisschen auf deinem LinkedIn-Profil gestalkt. Kannst du da ein bisschen was zu erzählen, wie das so war, dadurch die Welt zu reisen mit deinen Studien? Ja, also ich hatte das Glück, ich habe ein duales Studium gemacht, also Verwirtschaftsinformatik. Und ich hatte zwei Auslandseinsätze, einmal einen Theorie-Einsatz, das war in Kalifornien. Das war an St. Marcos, das ist die kleinste Uni in Kalifornien.
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Speaker
Das war super cool, weil es einfach extrem gechillt war. Es war wirklich wie man sich das im Film vorstellt. Eine schöne Uni mit Palmen. Meistens nur Vormittagsunterricht und viel mehr Freizeit als ich in Deutschland hatte. Und dann bin ich zurück. Da war ich ein halbes Jahr. Und dann bin ich für den Praxiseinsatz, weil beim Doan-Schulen haben wir Thüringen dann Praxis, bin ich nach Rumänien gegangen. Und das war
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Speaker
komplett das Gegenteil. Also von wirklich in Kalifornien gated communities, gyms, pools, Palmen bis hin zu Hochhaus, Bukarest. Richtig rein. Ich kann kein Rumänisch. Aber ich muss sagen, ich fand Kalifornien extrem cool und ich bin danach ja dann auch noch öfters mal nach Kalifornien beruflich gegangen. Aber die Zeit in Rumänien hat mich als Person
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Speaker
extrem weiterentwickelt, weil es etwas anderes ist, in einem Land zu leben, dessen Sprache man nicht spricht und dessen Kultur einem vielleicht ein bisschen befremdlicher ist, als es eine amerikanische Kultur ist.
Leben und Arbeiten in Madeira während COVID
00:06:10
Speaker
Aber ich fand es wirklich extrem gut und das war auch so mein Beginn meiner Reiseleidenschaft. Ja schön. Ja und gerade bist du auch auf Madeira. Genau, wie kommt's? Was macht ihr da?
00:06:26
Speaker
Also ich liebe Madeira. Ich war 2019 schon hier. Ich bin im Adressen Geburtstag gefeiert und ich liebe diese Mischung aus Wandern und Meer. Ich bin leidenschaftliche Taucherin. Ich konnte gestern auch tauchen. War extrem gut und wir haben es genommen, weil es eine einfache Einreise gerade hat mit Corona hin und her und ich finde die Art und Weise, wie sie mit Corona hier umgehen, sehr kreativ.
00:06:51
Speaker
als sagen halt, das Leben geht weiter, also alles hat offen. Man muss sich ja nur an bestimmte Spielregeln halten, wie Maske und Ausgangssperre und Abstand und et cetera, et cetera. Und die machen das ja auch alle. Und deswegen hat man hier ein normaleres Leben wieder. Und das Internet hier ist super und ja, ist ein schönes Leben gerade.
Entdeckung und Vorteile von No-Code-Technologie
00:07:10
Speaker
Ja, und ihr habt ja auch grad gegründet. Also, ist ja noch gar nicht so lange her. Und ich würd aber gern vorher noch mal ein bisschen vorherfragen zu deinem Werdegang. Du warst ja ganz schön lang im Mittelstand unterwegs auch. Und in sehr klassischen ... Unternehmen, würd ich mal sagen. Und es ist ja auch noch gar nicht so lange her, dass du auf No-Code gestoßen bist, richtig? Wie bist du darauf gestoßen, was hat das für dich gemacht? Und wie passt das zusammen?
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Speaker
Ja, also in meiner Rolle beim Mittelstand, ich war Teamleiterin für digitale Produkte. Das heißt, in meinem Team hatte ich Softwareentwickler und Product Owner und ich hatte immer die große Herausforderung. Wie kann ich die Ideen, die ich habe für neue Produkte, sowohl für Externe als für Kunden, aber auch intern schnell entwickeln? Und was mir immer gefehlt hat, ist dieses Okay, ich würde schnell etwas validieren. Ich will schnell gucken. Ist ist dieses Produkt, was wir machen, weil
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Speaker
Das waren keine inkrementellen Innovationen, sondern wirklich Produkte, die das Unternehmen noch nie hatte. Und mir hat das total gefehlt. Und mir hat es auch gefehlt, dass mich jemand an die Hand genommen hat. Von außen, aber natürlich arbeitet man auch mit externen Dienstleistern dann zusammen, um zu zeigen, okay, diese Technologie kannst du verwenden, um ein Produkt schnell mal zu validieren und schnell dein Feedback zu bekommen. Und dann hatte ich eine
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Speaker
ein Aha-Erlebnis, während ich noch angestellt war. Und zwar, ich hatte eine Applikation, die ich entwickelt habe, die wirklich sehr, sehr, sehr klassisch entwickelt wurde und sehr fancy ist. Und ich musste noch eine neue Applikation entwickeln. Und natürlich hatte ich fast kein Budget, wie das so ist. Und das hat mich erst mal in diesen ganzen Gedanken reingebracht. Also erst mal Cost-Plattform-Technologie zu verwenden, dass man nicht mehr für Android und iOS einzeln entwickeln muss, aber auch das ganze Thema Low-Code, No-Code,
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Speaker
Und ich muss sagen, mir sind wirklich die Augen aus dem Kopf gefallen, als ich gesehen habe, was man damit alles machen kann, weil ich einfach auf einmal hatte ich den Speed und vor allem ich hatte dann auch die Möglichkeit, dass selbst Leute, die nicht programmieren tagtäglich, also ich programmiere auch nicht mehr tagtäglich, aber dass man trotzdem als Product Owner seine eigenen Ideen umsetzen kann.
00:09:31
Speaker
Und das hat mich, das fasziniert mich bis heute. Also jedes Mal, wenn ich irgendwas mit den Tools mache, denke ich, wie lange hätte ich dafür jetzt erstmal das aufschreiben müssen, einen Entwickler finden müssen, den Entwickler erklären müssen, den Entwickler ist entwickeln müssen und ich muss es mir dann ja wieder anschauen. Und diese ganze Kette, die ist einfach so krass verkürzt und
00:09:55
Speaker
Ja, ich bin total froh, dass ich darauf gestoßen bin und mich ärgert, dass ich es nicht früher gemacht habe, weil ich glaube, das hätte den Unternehmen, hoffentlich hören nicht alle zu, aber sehr viel Geldspanke. Ja, glaub ich gerne, ja. Was sind so für dich so die größten Unterschiede zwischen No-Code und der klassischen Programmierung, mal abgesehen davon, dass No-Code ja bedeutet, man muss nicht unbedingt, nicht zwingend Code schreiben? Also was für mich
00:10:24
Speaker
Noch der größte Vorteil ist, dass es Menschen erstellen können, die sich das auch überlegen, nämlich in der Regel genau der PO. Das heißt, ich weiß ganz genau, wie ich das haben will. Ich kann es vielleicht nicht ausdrücken, dass es ein Entwickler versteht, aber ich selber kann es umsetzen. Und dazu ist man auch gewillt, vielleicht schneller mal Sachen auszuprobieren. Okay, wie sieht denn das aus, wenn ich es so und so stelle?
00:10:46
Speaker
Einfach das mal mit echten Daten dann irgendwie anzustellen. Ich ertappe mich selber, wenn ich gerade etwas entwickle, dass ich vielleicht nicht alles genau im Kopf überlegt habe, wie diese Seite jetzt auszusehen hat, sondern dass ich erstmal anfange, weil ich weiß, selbst wenn ich es wegschmeiße, das ist nicht schlimm. Also selbst wenn ich jetzt erstmal eine Liste aufgebaut habe und ich schmeiße die Liste nachher weg, dann ist das gar nicht so schlimm, als würde ich jetzt wirklich da, keine Ahnung, vier, fünf Tage investieren.
00:11:15
Speaker
Und dann erst sehen, wie es aussieht. Aber dann würde ich mich ärgern, weil ich dann vier, fünf Tage wegschmeißen muss. Und das habe ich jetzt gar nicht mehr. Also ich finde, man kommt noch mehr ins Handeln. Und was ich auch gemerkt habe, ist dadurch, dass man nicht mehr diese Blockade hat von, oh Gott, das dauert jetzt zu lange, das zu entwickeln, ist man auch eher gewillt, viel mehr Ideen irgendwie umzusetzen. Also irgendwie so, okay, ich habe da noch eine Idee. Ja klar, okay, das könnte ich auch irgendwie umsetzen, weil man eben nicht mehr dieses, man ist nicht mehr so gehemmt.
00:11:47
Speaker
Wäre dann die Schlussfolgerung für dich, dass man, wenn man mit No-Code oder Low-Code MVPs baut und Prototypen baut, dass man dann auch bessere Produkte bauen kann? Das kommt noch um was Besseres. Also was besser definiert. Für mich ist, wer ein Besser ist, dass ich mehr Interaktion mit dem Kunden machen kann. Das kann ich auf jeden Fall. Und wenn ich sage,
00:12:12
Speaker
Ich nehme, ich nutze auch diesen Vorteil, weil es ist ja nicht nur, dass man eine Technologie hat, sondern man muss sie auch entsprechend nutzen und Feedback schleifen mit den Kunden dadurch machen. Aber ich glaube, wenn man das nutzt, kann man deutlich bessere Produkte bauen, weil man näher an dem eigentlichen Bedürfnis des Kunden ist und nicht in die Gefahr läuft, Dinge zu entwickeln, die am Ende des Tages keiner braucht oder die nicht genutzt werden. Ja. Ja, super spannend.
00:12:42
Speaker
Ja, die nächste Frage ist im Prinzip ja schon schon beantwortet. Inwiefern No-Code deine Arbeit bereichert hat, aber vielleicht auch wie sie inwiefern beeinflusst No-Code deine Arbeit jetzt? Also jetzt hast du ja selbst gegründet und es ist ja keine, keine klassische, also keine No-Code Agentur, aber auch keine klassische Software Agentur. Was meint ihr denn mit nachhaltige Software? Ja, also die, die Biberei ist gegründet worden eben aus den Schmerz, den ich hatte, dass mir einfach jemand
00:13:11
Speaker
fehlt hat, der wirklich mich so beraten hat, das ist dein Problem und wir finden die beste technische Lösung für dich. Nicht unbedingt die programmierte technische Lösung, sondern was ist für dich die wirtschaftlich beste Lösung? Weil ich das häufig gesehen habe, dass Software entwickelt wird mit wirklich technologisch bester Implementierung, aber die Wirtschaftlichkeit wird nicht mehr betrachtet. Und ich bin ja Wirtschaftsinformatikerin und deswegen betrachte ich immer gerne beide Seiten.
00:13:40
Speaker
Deswegen kam diese Idee wirklich aus einem Schmerz heraus, den ich selber hatte. Dann nämlich, dass man sagt, okay, das ist mein Problem. Dieses Produkt möchte ich lösen und da möchte ich entwickeln. Wie kann ich damit starten? Und was wir jetzt machen als Weberei, wir verkaufen ja keine Dienstleistung, also als Software. Wir verkaufen jetzt nicht Bubble oder wir verkaufen nicht was auch immer, sondern was wir halt verkaufen ist das Wissen.
00:14:07
Speaker
zu transferieren, zu sagen, das ist dein Problem, dieses Produkt möchtest du lösen oder dieses Produkt möchtest du entwickeln. Alles klar, dann gibt es entweder, kannst du diese Möglichkeit nehmen oder du kannst diese Möglichkeit nehmen oder du kannst diese Möglichkeit nehmen. Und das kann Low-Code sein, muss es aber nicht. Das kann eine Software-as-a-Service-Plattform sein, muss es aber nicht. Und in manchen Fällen macht es vielleicht sogar doch Sinn, es selber zu
Gründung von Biberei und unternehmerische Herausforderungen
00:14:29
Speaker
programmieren. Aber genau diese Möglichkeit zu geben, das ist das, was wir gerne machen wollen.
00:14:37
Speaker
Also es ist, wir sind keine, ich nenne das immer Code Monkeys, dass wir halt irgendwie Lasten help bekommen und das runter entwickeln, das machen wir nicht. Sondern dadurch, dass wir halt sowohl auch Produkte entwickelt haben, selber als Product Owner unterwegs waren, können wir natürlich auch immer helfen, okay, wie muss eigentlich ein MVP aussehen? Sind deine Hypothesen richtig aufgeregt? Was willst du dazu eigentlich entwickeln? Und macht es langfristig Sinn, das mit dieser Technologie durchzuführen oder nicht?
00:15:06
Speaker
Genau, deswegen sind hier, hast du gut gesagt, wir sind keine Low-Code Agenture, aber auch keine klassische Programmierfirma. Genau, aber ihr setzt dann trotzdem Projekte zusammen mit Kunden um, oder? Absolut, ja klar. Also wir machen nur Unik-Geschichten. Also jede Lösung oder jedes Problem, was wir lösen, ist speziell für den Kunden und auch immer in Zusammenarbeit mit dem Kunden.
00:15:30
Speaker
Ja, okay. Was mich auch super interessieren würde, wie war das so, als ihr mit dem Gedanken gespielt habt, jetzt selbst zu gründen? War das irgendwie, was weiß ich, gedanklich so ein Riesenberg, der vor euch war? Habt ihr da irgendwie Angst vorgehabt oder wie war das für euch? Was habt ihr gefühlt dabei? Also ich habe mich mit dem Thema Gründung schon sehr lange beschäftigt. Ich habe 2017 ein MBA gemacht im Entrepreneurship. Also da war schon so dieses, es kam mal in den Gedanken rein.
00:15:59
Speaker
Und ich hatte auch schon diverse Ideen von der, ich habe es glaube ich schon mal gesagt, die Online-Bestattungsagentur, die ich gründen wollte, wo du selber, während du noch lebst, deine eigene Bestattung planen kannst. Also in Form von, okay, wie soll der Ablauf sein? Welche Blumen will ich? Welche Musik will ich? Aber auch, welche Verträge habe ich so vorsorgetechnisch? Das haben wir aber nicht umgesetzt. Es war nur ein Studienprojekt.
00:16:25
Speaker
Im Nachhinein wäre es vielleicht ganz gut gewesen zeitlich, aber naja, weiß man ja alles nicht. Von dem her ist der Gedankegründung war mir schon nie fern. Und ich habe auch in den Bereichen, wo ich gearbeitet habe, das war immer schon so ein Entrepreneurship. Also dieses unternehmerische Denken, das war schon immer mein Job und hat mir immer gut gefallen. Und während Corona habe ich einfach gemerkt, okay, da muss noch was anderes sein, als immer nur nine to five zu arbeiten.
00:16:52
Speaker
Und ich hab mich in der Zeit gefühlt so ein bisschen wie so ein Hamsterrad, wie so ein Hamster und Hamsterrad, was immer schneller und schneller und schneller rennt. Ohne halt zu wissen, ist es wirklich das, was ich gerne machen möchte. Und ja, dann kam eben die Idee. Und eigentlich, also ich sage ja immer wir, vielleicht erzähle ich auch mal, wer wir ist. Also wir sind aktuell noch zu Zeit. Und die Besonderheit ist, ich habe zusammen mit meinem Mann gegründet. Wir kennen uns schon seit elf Jahren.
00:17:20
Speaker
Wir sind erst auch Softwareentwickler, daher kommen wir uns auch aus dem Studiengang. Und ich habe am Anfang immer gesagt, mit dir möchte ich nie gründen, weil mir ist unsere Beziehung dann doch wichtiger als die Firma. Das ist immer auch noch so. Und dann durch ein Zufallsprojekt,
00:17:37
Speaker
haben wir eine Aufgabe bekommen, das war auch unser erster Referenzkunde, nämlich ein ehemaliger Kommiliton von mir, der gerade ein sehr spannendes Projekt entwickelt, nämlich eine Finanzbildungsplattform, um das, was wir halt mit Softwareentwicklung zu machen, das im Finanzbereich zu machen, dass einfach viel mehr Leute den Zugang dazu bekommen, nämlich Finanzbildung sich selber anzueignen. Und der hat uns dann von einer App-Idee erzählt, also gar nicht als ja, bitte setz das doch mal oben, sondern einfach ein bisschen austauscht oder eben wusste, dass ich mich damit beschäftige.
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Speaker
Und dann war der Call zu Ende und ich weiß es noch wie heute, wo wir uns in die Augen geschaut haben, wenn man und ich gesagt haben, okay, komm, wir machen das jetzt, wir rocken das jetzt. Und dann sind wir wirklich in die klassischen Rollen, er ist Software-Entwickler, ich P.O. und dann runter geschrieben, okay, was wollen wir, weil wir die Empathesen haben, die Empathesen aufgestellt, MVP ist heraus entwickelt. Und innerhalb von zwei Wochen hat mein ersten MVP fertig, damals noch nicht mit No-Code, sondern mit einer Kostplattform Technologie, Firebase und Flutter.
00:18:36
Speaker
Und dann haben wir das zwei Wochen später gezeigt und wir haben aber nichts verraten, sondern gesagt, wir haben eine kleine Überraschung für euch, wir wollen euch das zeigen. Und das war so bahnbrechend, weil wir denen das vorgestellt haben und die hatten wirklich zwei gestandene Männer, Tränen in den Augen. Und das fand ich so schön. Und es hat mir so viel Feedback gegeben, dass das, was sie hier machen, echt einen Wert hat. Und dann haben wir gesagt, okay, das machen wir.
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Speaker
Das war im September 2020 und im Oktober habe ich dann gekündigt. Also es war recht schnell. Im Januar waren wir dann beim Notar. Dann haben wir die GmbH gegründet. Super schöne Story.
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Speaker
Ja, das wollte ich auch gerade sagen. Total schön. Und wie habt ihr, wie ist jetzt eure Website entwickelt? Ist die auf Low-Code entwickelt oder ...? Die ist mit WordPress. Na ja. Genau, WordPress mit Elementor. Ja. Ja, auch sehr weit verbreitet, ja. Absolut, ja. Auch ein super Kombi. Vielleicht noch zum Thema Angst. Ich glaube ... Ich glaube, es ist völlig normal, dass man am Anfang Angst hat.
00:19:53
Speaker
Ich glaube aber auch, was man sich überlegen muss, ist dieses Worst Case Gedanke und zwar sich wirklich mal ernsthaft überlegen, was kann im allerschlimmsten Fall passieren. Und ich habe dann für mich festgestellt, wait a minute, im allerschlimmsten Fall mache ich das jetzt ein Jahr. Also ich habe mir so ein Jahr Zeit gegeben und ich denke, wenn ich bestimmt viele Sachen in einem Jahr nicht erreicht habe, dann muss ich halt wieder zurück ins angestellte Verhältnis
00:20:20
Speaker
Und was mir aber auch wichtig ist an die Hörerschaft, das lässt sich leicht sagen, wenn man schon was im Lebenslauf hat. Das ist natürlich bedeutend schwieriger, als wenn man gerade frisch von der Uni FH kommt und noch nichts im Lebenslauf hat. Und ich habe für mich aber einfach festgestellt, okay, selbst wenn alles schief läuft, wenn wir keine Kunden kriegen, wenn uns niemand haben will, wenn wir komplett am Markt
Kundenvorteile von No-Code-Projekten
00:20:43
Speaker
vorbei entwickelt haben, dann habe ich aber ein Jahr Zeit gehabt, extrem viel zu lernen, was mir mit Sicherheit dann auch
00:20:50
Speaker
in welchem Job ich dann nachher auch immer gehe, wieder hilft, weil die Erfahrungen, die kann mir keiner wegnehmen. Und ich glaube, so muss man sich bei Entscheidungen ein bisschen überlegen, was wirklich das Aller, Aller, Aller Schlimmste was passieren kann. Und das ist meistens dann gar nicht mehr so schlimm.
00:21:07
Speaker
Genau so sagen wir das auch und genauso ist es uns, glaube ich, auch gegangen. Ich war heute Morgen noch auf einem Panel eingeladen, wo es um Frauen in der IT-Branche oder Digitalbranche als Quereinsteiger ging. Das waren auch genau die Gedanken, die ich mir vorher gemacht habe. Was ist denn wirklich das Schlimmste, was passieren kann?
00:21:30
Speaker
Und das Schlimmste, was passieren kann, ist halt, dass du dir nach einem Jahr wieder einen Job suchen musst. Wenn es wirklich gar nicht klappt. Aber genau, wie du sagst, die Erfahrung kann einem keiner mehr wegnehmen. Genau, sehr, sehr schöne Story, total cool. Und vielleicht noch ein Punkt. Und es ist ja aber auch genau das, was Unternehmen brauchen. Unternehmen brauchen viel mehr Leute, die halt unternehmerisch denken können. Und du bist als Unternehmer, bist du jeden Tag dazu gezwungen, unternehmerisch zu denken.
00:21:56
Speaker
Das heißt, du kannst so viele MBA-Programme machen, wie du möchtest, in dem Bereich. Das wiegt nicht auf, wenn du es wirklich praktisch mal gemacht hast. Ja, definitiv. Das spricht mir aus dem Herzen. Ja, genau. Fühle ich absolut. Gegen die gleichen Gedankengänge hatte ich auch.
00:22:21
Speaker
Ja. Gibt es denn schon Anwendungsbeispiele, wo ihr was mit Low-Code für Kunden schon entwickelt habt? Ja, genau. Jetzt gerade machen wir das. Und zwar ein komplett anderes Beispiel als das, glaube ich, die meisten Low-Code-No-Code-Beispiele sind. Und zwar ist das nicht für ein Start-up, sondern es ist für Mittelstand. Und zwar haben die folgendes Beispiel. Das ist ein produzierendes Gewerbe, relativ klein, mit einer sehr, sehr, sehr kleiner Tiererteilung.
00:22:51
Speaker
Und was denen fehlt, ist momentan, die müssen in ihrem Produktionsbereich bei den Mitarbeitern immer feststellen, dass Mitarbeiter eine gewisse Qualifikationsstufe haben. Das heißt, die müssen Quizzes durchführen, Prüfungen durchführen und die müssen das einmal sicherstellen, okay, wer hat wann was durchgeführt, wie hat er abgestimmt, aber auch diese ganze Gestaltung, dessen wollen die ein bisschen flexibler haben.
00:23:17
Speaker
Und vor allem wollen die danach auch Schlüssel daraus ziehen. Hey, wenn so viele Mitarbeiter diese Fragen falsch beantworten und in den Themengebieten einfach schlecht abschneiden, vielleicht ist irgendwas an unseren Schulungen falsch, dass irgendwie so viele Leute das nicht richtig verstehen.
00:23:31
Speaker
Und die haben das bisher alles mit wunderschönen Makros gemacht und Excel geschrieben. Man kann mit Excel extrem viel machen. So die Frage, ob man es will. Genau, auf die Frage, ob man es will. Und vor allem, der kann man darauf zugreifen, der kann aber nur das sehen. Also die ganze Verwaltung, da gibt es vielleicht bessere Lösungen.
00:23:55
Speaker
Und das war ganz interessant, nämlich ich habe den Anruf bekommen und ungefähr so hat mir die Person das erklärt. Und dann habe ich mich halt ran gemacht in Alter Product Honor Manual und überlegt, was müsste man dort machen. Und dann habe ich ein, zwei Tage investiert und erst einfach nur ein bisschen was in Bubble gezeigt, um mal ein bisschen drüber zu reden, weil ich finde, wenn man was sieht, ist das was ganz anderes, als wenn man halt so hypothetisch spricht. Und die waren total begeistert davon.
00:24:22
Speaker
Deswegen freue ich mich natürlich auch, dass wir den Zuschlag dafür bekommen haben und das entwickeln wir gerade für die. Und was ich halt so so spannend finde, ist, das ist jetzt kein typisches Beispiel, weil die meisten Beispiele in dem Bereich sind ja eher im Start-up Bereich etc. etc. Und das ist für mich genau das, was man damit so schön machen kann, nämlich ich kann Dinge digitalisieren oder Prozesse digitalisieren.
00:24:49
Speaker
die ich sonst mit normaler Softwareentwicklung nicht digitalisieren könnte, weil sie viel zu teuer sind. Also wenn ich jetzt 50, 60k oder 70k dort investieren würde, dann habe ich keinen positiven Business Case mehr draus. Währenddessen ich jetzt mit Low-Code das vielleicht in zwei, drei Wochen machen kann und dann trotzdem das Budget nicht so sehr angegriffen wird, dass es sich nicht mehr lohnt und trotzdem ist es eine Verbesserung für die Leute.
00:25:15
Speaker
für alle Beteiligten. Das machen wir gerade. Okay, spannend. Und wie würdet ihr da vorgehen? Also würde dann der Kunde tatsächlich die No-Code-Anwendung bei sich im Unternehmen einsetzen oder würdet ihr tatsächlich das Ganze nochmal, sag ich mal, auf Flutter zum Beispiel aufsetzen oder wie auch immer? Nee, nee. Also wir entwickeln das mit Bubble gerade.
00:25:36
Speaker
Und das Unternehmen macht sich dann einen Bubble-Account und nutzt das dann direkt. Na ja, okay. Cool. Und spielt da auch eine Rolle bei, dass der Kunde das dann auch selber bedienen kann? Also du sagst ja eben schon, die wollen Sachen verändern und so. Und bei No-Code macht es einfach viel einfacher, dass der Kunde dann selber auch was daran ändern kann. Und spielt das bei euch auch mit rein? Ehrlich gesagt nicht. Weil diejenigen, für die wir das entwickeln,
00:26:02
Speaker
Also ich glaube, es ist gut, denen die Möglichkeit es zu geben. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass sie tagtäglich das in einem Tool machen. Sondern das ist das, was wir denen gerade geben, das ist eher eins, dass sie es auf der Benutzeroberfläche selber ändern können. Also Fragen hinzufügen, Themengebiete, anders gewichten und so. Und das bauen wir aber schon so hin, dass sie nicht in Babbel sich einloggen müssen.
00:26:21
Speaker
Ach ja, cool. Aber das ist auch ein sehr guter Punkt, weil wirklich den Kunden die Möglichkeit zu geben, das selber zu verändern, das finde ich auch extrem wichtig und das finde ich auch, das ist auch so ein Begriff von Fairness, weil ich kenne es ja selber aus der anderen Rolle, wenn ich IT-Dienstleister beauftragt habe, du willst nicht abhängig sein von dieser Firma. Das will man ja generell nicht. Und einfach diese Methodik,
00:26:49
Speaker
Ich zeige dir, wie es geht. Ich baue es dir auf und danach befähige ich dich dazu, dass du es weiterentwickeln kannst. Das ist eigentlich, finde ich, das Mindset, was man haben muss. Ja, finde ich auch eine ganz spannende Diskussion tatsächlich, weil oft gibt es ja auch die Angst, dass man dann zu abhängig von No-Code-Plattformen oder No-Code-Tools ist.
00:27:10
Speaker
Und da aber auch die andere Seite zu sehen, dass man eben Leute befähigt, durch No-Code-Tools eben selber damit umzugehen, auch wenn es um Teams geht, wie eine HR-Abteilung, ein Salesler, der seine Landing-Page selber bauen kann und so was. Dass das schon ein krasses Potential hat. Wie siehst du das mit der Skalierungsmöglichkeit von solchen Anwendungen auf No-Code-Tools? Spielt das für dich eine Rolle? Oder bei euch in der Biberei?
00:27:39
Speaker
Also es kommt immer auf das Kundenprojekt drauf an. Ich sehe jetzt aber keine Skalierungsprobleme, weil wenn man sich mal überlegt, auf was sind die meisten Gehors, die meisten haben irgendwelche AWS-Komponenten unten drunter, die so oder so schon skalierungsfähig sind. Und das Beispiel jetzt, wovon ich erzählt habe, da haben wir keine Skalierungsprobleme, weil die Mitarbeiteranzahl geht jetzt nicht so besonders hoch. Die Fragen werden jetzt nicht besonders hoch gehen, von dem man sieht, es ist da keine Schwierigkeit.
00:28:03
Speaker
Und wie siehst du das generell im No-Code-Bereich? Also Bubble ein Beispiel. Ich weiß nicht genau, ob du noch Erfahrungen mit anderen No-Code-Anwendungen hast, wenn man jetzt sagt, okay, ich habe jetzt ja eine Anwendung und da sind jetzt 20.000 Nutzer gleichzeitig auf dieser Anwendung und verwenden die. Hast du da Erfahrungen, wie die Performance dann sich entwickelt?
00:28:26
Speaker
Also ich habe keine tatsächlichen Erfahrungen, weil die Applikationen, die wir bis jetzt entwickelt haben, da waren jetzt leider nicht 20.000 Leute schon drauf. Ich glaube, es kommt wirklich drauf an, wie das Unterlegen der AWS-Konstrukte ist. Die Frage ist aber auch, kann ich es mit einer eigenen Entwicklung besser machen? Ich finde es immer so, wenn man überlegt,
00:28:48
Speaker
Beispiel als Bubble. Bubble hat so viele Anwendungen drauf und auch wo wirklich viele User draußen sind. Ich glaube es gibt sogar ein Beispiel wo sie genau das nämlich aufgreifen. Da hat glaube ich einer was entwickelt. Irgendetwas für ein Gaming Spiel. Ich kann das leider nicht aus dem Kopf wiedergeben. Und ich glaube der hatte genau das. Der hat über Nacht glaube ich 20.000 Besucher gehabt. Und die sind ohne Probleme ist die Skaliere mitgegangen.
00:29:15
Speaker
weil die das eben darauf gebaut haben. Währenddessen, ich glaube, ohne jetzt jedem Software Developer irgendwie anzugehen, selber eine eigene Applikation zu bauen, alleine, die das kann, ist glaube ich schwierig.
00:29:29
Speaker
Deswegen sehe ich das nicht als Problem. Kommt natürlich immer auf die Plattformen an. Ja. Das ist doch das Beispiel, was du im Newsletter jetzt hatten, oder, Alex? Ja, genau. Da ging es irgendwie um Fortnite und da hatte einer so eine Web-Anwendung entwickelt, wie man eigene Skins sich zusammenklicken kann. Und das hat er auf Reddit, glaube ich, gepostet und innerhalb von 24 Stunden ging das komplett viral. Selbst Forbes und IGN und so haben darüber berichtet und ich glaube,
00:29:55
Speaker
innerhalb weniger eines Tages über 500.000 Besucher auf seiner Seite. Und die Webseite ist wahrscheinlich nicht zusammengebrochen. Ja, genau, richtig. Hat dem Ganzen also standgehalten, ja. War ein sehr cooles Beispiel. Und das war ja schon 2018 oder irgendwie so was. Also die Performance von Bubble ist ja bis heute noch deutlich performanter. Absolut, absolut. Ja.
00:30:20
Speaker
Ja, super spannend. Wie siehst du denn generell das Potential von No-Code im Mittelstand? Das ist ja immer so ein bisschen der Schwachpunkt hier bei uns. Irgendwie so, dass du das Gefühl hast, die kommen alle irgendwie nicht aus dem Quark, was auch so Digitalisierung angeht und so weiter. Wie schätzt du das ein?
Kulturelle Herausforderungen bei der Einführung von No-Code
00:30:38
Speaker
Hatt ich heute Morgen auch ein interessantes Gespräch dazu? Ich glaube folgendes. Also ich sehe extrem viel Potential, aus zwei Gründen. Das erste ist,
00:30:47
Speaker
dass wenn ich neue Innovationen entwickeln möchte und neue externen Produkte entwickeln möchte. Was ist das Problem am Mittelstand? Die haben dann einfach nicht so viel Budget wie jetzt ein Konzern ist, dass sie einfach mal was rausschmeißen können. Das heißt, man muss immer überlegen, wie kann ich mit möglichst wenig Geld, mit wenig Budget irgendwie ins Machen kommen, irgendwie aus dem Quark kommen, um deine Worte zu nehmen. Und ich finde dort ist die No-Code-Möglichkeit zu
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so krass wichtig, weil ich ja einfach wirklich mit wenig Geld irgendwie mal rausgehen kann und auf die Straße gehen kann und was ausprobieren kann und dafür eben mich nicht unendlich verschulden muss. Das finde ich eine Möglichkeit wie wir es nutzen können, aber auch diese interne Digitalisierung, dem Beispiel was ich gerade gesagt habe, ich glaube da wird noch viel zu wenig drauf geachtet. Also ich glaube die Möglichkeit intern was zu verändern, weil es gibt so viele
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Prozesse, die einfach wirklich schrecklich sind, wo man irgendwas ausdrucken muss, unterschreiben muss, wieder einscannen muss, oder was weiß ich machen, oder irgendwelche Excel-Dashboards, oder was weiß ich, wo man so viel Zeit, weiß ich ja selber, so viel Zeit irgendwie investiert, um irgendwelche Reportings auszufüllen, was man viel, viel besser machen könnte mit einer ordentlichen Web-Applikation. Von dem her sehe ich dort sowohl in dem internen Digitalisierungsbereich, aber auch wirklich das zu nutzen,
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um diesen Innovationsgedanken voranzutreiben. Ich glaube aber auch, gerade bei dem Innovationsbereich, das ist kein Tech-Problem, das wir hier haben. Das ist ein Mindset-Problem. Dass es vielleicht noch nicht, die Schmerzen noch nicht groß genug sind, zu wissen, ich muss jetzt hier was ändern. Und dann ist aber auch die andere Sache, die, glaube ich, noch hemmt, es zu tun, ist diese Angst,
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was Neues zu entwickeln, rauszugehen, mit Kunden zu reden, wohl wissend, dass es noch nicht fertig ist. Und das hat ja überhaupt gar nichts mit ob du jetzt No-Code nimmst oder nicht, sondern da ist ja einfach dieser Gedankengang, ich zeige etwas mit meinem Namen und die Namen sind ja sowohl bei Konzernen als auch im mittelständischen Unternehmen super, super wichtig, weil die haben ja 100-jährige Historie und immer Qualität und so, das ist ja auch so
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unsere deutsche Kultur und Arbeitskultur und alles. Und auf einmal gehe ich raus und zeige dem Produkt, was nicht fertig ist. Das geht ja nicht. Und ich glaube, das ist aber ein Problem, was nicht mit Technologie zu lösen geht. Ich glaube, dass es helfen kann, aber Technologie alleine bringt nichts, sondern du musst wirklich
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organizationstechnisch dazu bereit sein und vor allem im Kopf dazu auch bereit sein das zu tun. Und dann kann der Mittelstand das extrem extrem extrem nutzen. Was wirklich gut ist beim Mittelstand jetzt auch verglichen mit Konzernen ist einfach diese kürzere Wegstrecke. Wenn jemand was gefunden hat, eine Idee hat, ein Tool gefunden hat und das jetzt auszuprobieren, dann sind in den meisten mittelständischen Unternehmen ist der Gang zum Entscheider ja viel viel kürzer.
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Speaker
Da werden in der Regel keine Gremien abgefragt, um in den Gremien zu entscheiden, welches Gremium man braucht, sondern man geht direkt hin und fragt die Person, die das entscheiden kann und los geht's. Und ich finde, der Mittelstand kann aus diesem Potenzial, dieser Agilität, der Flexibilität und vor allem auch, der kennt ja seine Kunden extrem gut.
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Speaker
Also die meisten mittelständischen Kunden oder auch HETEN Champions, die haben ja wirklich einen direkten Draht zu ihren Kunden. Die kennen die so, so, so gut. Mit dem Wissen könnte man noch viel mehr machen. Und wenn man jetzt noch Technologie hat, die es mir erlaubt, gerade im Softwarebereich noch schneller zu agieren, perfekt.
00:34:44
Speaker
Ja, was glaubst du, wie man so unternehmerisches Denken in den Mittelstand reinbekommt oder ich glaube generell in die Arbeitswelt, weil ich habe es auch in ein paar Start-ups erlebt, wo ich das erwartet habe, aber wo das dann auch nicht so war, im ganzen Team zumindest. Und kaum aber eigentlich, also mein erster Job war in einem Start-up, wo da super viel Wert draufgelegt wurde auf dieses unternehmerische Denken,
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Speaker
das wieder rausgehen und im besten Fall dann vielleicht selber gründen. Das passiert jetzt, aber daher war ich das gewöhnt und habe direkt so, das ist nicht normal und das war für mich überraschend, ehrlich gesagt. Und habe mich dann auch lange gefragt, wie kriegt man das in Unternehmen und in der Organisationskultur, dass dieses unternehmerische Denken gefördert wird?
00:35:34
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Gute Frage. Also ich glaube, ich habe kein Patentrezept, sonst hätte ich darüber schon ein Buch geschrieben. Aber ich glaube, ich finde, das ist wirklich eine sehr, sehr gute Frage. Also ich glaube, was man schaffen muss, ist und was ich sehe, dass es häufig so einzelne Innovationsbereiche gibt. Es gibt so einzelne Innovationsbereiche, Produktmanagement oder das heißt Innovation Management oder InnoLab oder sonst wie.
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Speaker
Und es wird immer so getan, okay, die übernehmen das unternehmerische Denken. Die denken sich neue Produkte aus, die sind für die Validierung zuständig. Und ich glaube, das ist falsch. Aus zwei Gründen. Erstens ist es nämlich den anderen mit dabei, denn die nicht in dieser kreativen, bunten Welt sind und mit Post-its spielen, nehme ich irgendwie zu viel raus. Also ich nehme sie nicht ernst, nur bei diesen, die tagtäglich mit ihrem Problem ja beschäftigt.
00:36:28
Speaker
Und warum sollte ich nur sagen, diese eine Abteilung denkt jetzt unternehmerisch und die anderen denken nicht. Aber ich muss, um das zu bekommen, dass jeder in diese Gedankenspiele kommt, muss ich aber auch jedem Mitarbeiter irgendwie eine Möglichkeit geben, seine eigenen Ideen mitzuteilen. Ich weiß, da gibt es diverse Programme von Ideenmanagement und InnoLabs-Bereiche, wo man das dann vorstellen kann und pitchen kann und so. Und ich glaube, da kommt es darauf an, wie man das wirklich umsetzt.
00:36:58
Speaker
Weil ich habe auch schon Ideenmanagement gesehen, da hast du eine Idee reingegeben und hast nie wieder ausgehört. Das kannst du einmal machen und das machst du ein zweites Mal und ein drittes Mal wird das nicht mehr gemacht. Also ich glaube, irgendwie so jedem Mitarbeiter das Gefühl zu geben, ja deine Idee ist wichtig und denk mal drüber nach, wie wir vielleicht Dinge verbessern können oder aber auch neues Potenzial haben können und es nicht auf einzelne Abteilungen nur
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Speaker
abzuwälzen, um nur zu fokussieren, dass nur die das machen dürfen. Und dann aber auch, das habe ich auch oft gesehen, ist, wenn dann jemand eine Idee hat, dem auch die Möglichkeit gegeben daran zu arbeiten. Und nicht, ah ja, du kannst es machen, nach Feierabend bitte, weil du musst halt dein Daily Business machen, sondern dann halt auch schnell Teams zusammenzustellen, die wirklich an dieser Idee schnell arbeiten können.
00:37:54
Speaker
Und das ist viel einfacher gesagt als getan, das weiß ich auch. Aber ich glaube, in diesem Bereich muss man mehr kommen. Und was man natürlich auch sich überlegen könnte, das ist ein großes Thema gerade auch im Start-up-Bereich, wie ich Mitarbeiter anders beteiligen kann.
Entwicklerperspektiven und Kreativitätssteigerung durch No-Code
00:38:13
Speaker
Ich sag mal, Bezahlung ist eine Intensivierung und wenn ich halt unabhängig davon, ob ich jetzt Ideen bringe oder nicht, das gleiche Gehalt habe und nicht irgendwie so einen Anteil noch davon habe von dem Gewinn des Unternehmens, ist auch schwierig und ich glaube, da könnte man vielleicht auch noch mehr in die Richtung gehen.
00:38:33
Speaker
Ja, ist ja auch gerade oder vor Pummel an dieser Gesetzesentwurf, der leider das Problem nicht so richtig löst, was wir in Deutschland mit Mitarbeiterbeteiligung haben. Ja, aber bin ich bei dir. Und ich glaube auch, dass Geld nicht mehr allein als Intensivierung reicht, weil es da einfach noch
00:38:53
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viele andere Jobs, die ähnlich viel oder mehr Geld bringen. Und dass da die Inzitivierung einfach eine andere in der heutigen Welt ist. Du hast mir im Vorgespräch auch ein bisschen erzählt, meine ich, als du noch angestellt warst und du von Bubble erzählt hast, auch deinen Entwicklern und so, wie die dir das erst mal aufgenommen haben. Und dass sie erst mal nicht so begeistert waren. Ja, ja.
00:39:24
Speaker
Also ich frage mich die Frage immer noch und ich habe auch noch keine Antwort darauf, warum das Thema bei manchen Softwareentwicklern so einen negativen Gefühl erstmal hat. Also ich habe irgendwie das Gefühl, dass das manchmal mehr auf Skepsis, Abstand so ein bisschen ist.
00:39:50
Speaker
Ich habe auch wirklich das Gefühl, deswegen schreibe ich das auch immer in meinen Blogs, dass das Thema Low-Code oder No-Code, das Low oder No für die Qualität steht. Ich hatte erst heute ein Telefonat in einer anderen Entwicklungsagentur, die gesagt hat, ja wir machen das mal mit Low-Code und dann irgendwann programmieren wir es dann mal wieder richtig. Und das ist für mich irgendwie schon noch so der falsche Gedankengang.
00:40:18
Speaker
Im Website-Bereich sage ich doch auch nicht nur, wenn etwas mit WordPress gemacht worden ist, hat es eine geringere Qualität. Warum mache ich das im Applikationsbereich? Ich glaube, man ist ja immer skeptisch und hat vor etwas Angst, was man nicht kennt. Ich glaube, da ist einfach noch nicht so viel Erfahrung mit dabei. Aber was ich auch sehe ist, dass vielleicht
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Speaker
manche Entwickler Angst haben, dass dadurch ihre Jobs nicht mehr so heiß begehrt sind, weil was ja momentan die Realität ist, wenn du Softwareentwickler bist und schreist es raus, dann kommen auf einmal 30 Agenturen und wollen dich irgendwie hiren und es ist nun mal eine sehr bequeme Situation gerade und es ist ja nun mal leider auch Fakt, dass wir einfach viel zu wenig Softwareentwickler haben und vielleicht da die Angst ist, dass das irgendwie mein Job
00:41:07
Speaker
gefährdet oder dass meine Arbeitsattraktivität dadurch reduziert, weil es ja nicht stimmt. Das ist ja einfach nicht so und ich glaube, das ist so der Grund, warum es noch nicht so angesehen ist. Es ist aber nicht nur bei Low-Code oder No-Code so, sondern es ist auch bei der Cross-Platform Technologie so. Also selbst dort, wo ich noch
00:41:31
Speaker
wo ich noch wirklich programmiere und das aber einfach nur weniger machen muss, weil ich es eben für Android und iOS gleichzeitig nutzen kann. Selbst dort ist noch ein bisschen Skipsys da.
00:41:44
Speaker
Ja, das sehe ich leider auch mal wieder, gerade wenn so größere IT-Portale wie Heise oder Golem über No-Code berichten, dass die Kommentarsektion eher sehr ins Negative geht. Klar sind da auch viele ITler und Entwickler unterwegs auf solchen Plattformen, aber die Skepsis ist da schon sehr groß. Genau, und dann heißt es ja, was soll denn das für Qualität sein, die dabei rauskommt.
00:42:05
Speaker
oder was weiß ich, wenn die Leute wüssten, wie einfach Coden ist, dann würden sie auch keinen No-Code brauchen. Ja, es ist halt genau ein schwieriges Thema, scheinbar. Ja, ich glaube aber, das kommt mit der Zeit. Also, ne? Und vor allem finde ich, dass man, man muss das auch nicht, die Welt ist ja nicht schwarz und weiß, weißt du, man muss halt sehen, okay, welche Probleme, die ja schon gelöst sind, war. Am Ende geht es ja immer darum. Ich möchte halt komplexe Probleme lösen. Und warum sollte ich mir
00:42:34
Speaker
Soll ich meine wertvolle Zeit in etwas investieren, ein Problem, was schon so oft gelöst worden ist, dann nehme ich doch lieber die Grundlagen davon und konzentriere mich wirklich auf die Probleme, die noch nicht von der Plattform gelöst worden sind. Und dafür brauchen wir doch auch noch Softwareentwickler. Es ist ja nicht mehr so, als wären die komplett obsolet. Das stimmt ja einfach nicht.
00:42:58
Speaker
Und ich finde, es ist auch noch mal eine Chance für mehr Kreativität in der Softwareentwicklung, weil dir No-Code einfach die Sachen abnimmt, die du halt sowieso brauchst. Und im Endeffekt ist es ja eine konsequente Weiterentwicklung von dem, wie sich Code oder Programmiersprachen generell entwickelt haben. Also für jede Programmiersprache hast du bestimmte Plugins.
00:43:21
Speaker
Sachen, wo du dich sowieso an Code bedienst, den irgendjemand vorher schon mal geschrieben hat, weil du musst halt einfach nicht jedes Mal das Rad neu erfinden, sondern vielleicht nur neu miteinander verknüpfen und nichts anderes macht No-Code im Prinzip ja auch. Es ist halt nur sehr viel mehr Leuten zugänglich.
00:43:39
Speaker
weil du halt nicht unbedingt programmieren können musst oder gut programmieren können musst, um die Sache miteinander zu verknüpfen. Und genau, das versuchen wir auch immer, auch immer in die Welt hinaus zu besauen. Ich habe ja gar keinen technischen Background, aber Alex schon und das ist halt für beide Welten quasi total Sinn macht. Auch wenn du auch in einem Unternehmen, wenn du nicht jedes Mal einen Entwickler fragen musst, kannst du mir noch hier das oder jenes machen, sondern es einfach selber machen kannst und dadurch
00:44:09
Speaker
die ganze Organisation auch das Potenzial hat, zumindest schneller zu werden, kreativer zu werden. Ja, und wie du gesagt hast, am Ende bessere Produkte zu entwickeln. Ja, Demokratisierung der Softwareentwicklung. Absolut, es darf nicht mehr nur einzelnen Vorbehalt sein, die halt aus welchen Gründen auch immer das halt studiert haben oder sich damit beschäftigt haben oder vielleicht denen es vielleicht noch leichter fällt.
Wichtige Faktoren bei der Auswahl von No-Code-Tools
00:44:34
Speaker
Sondern es muss halt allen zugänglich sein.
00:44:37
Speaker
die sich damit beschäftigen müssen. Und gerade auch dann Fragen, wie kannst du vielleicht auch Lokalplattformen miteinander verbinden etc. Da brauchst du dann auch vielleicht wieder jemanden, der ein bisschen mehr Erfahrung da drinnen hat und das ist aber auch alles ja nicht schlimm, sondern wie du schon gesagt hast, die Entwickler kriegen dann halt nicht immer wieder die gleiche Frage irgendwie, wie viel kostet diese Web-Applikation zu machen?
00:45:02
Speaker
sondern können sich dann halt mit schwierigeren Themen beschäftigen und die ja auch mehr challengen. Ja, total. Auf jeden Fall. Nochmal vielleicht grob zusammengefasst, was waren so deine drei größten Learnings aus NoCode? Meine drei größten Learnings?
00:45:25
Speaker
Ich bin ein bisschen überrascht, wie viel Skepsis es ist. Also ich wusste es da aber, dass es so viel ist, hätte ich nicht gedacht. Und was ich auch sehr spannend finde, ist den kulturellen Unterschied, den wir gerade noch haben.
00:45:36
Speaker
Also wenn man mal ein bisschen außerhalb von Deutschland guckt, ist ja die Welt, die Low-Code-Welt deutlich ausgeprägter. Also diesen krassen Unterschied hätte ich nicht erwartet. Und dann aber auch, wie wichtig es ist, sich ein geeignetes, also dieses richtige Tool rauszusuchen, mit dem man sich auch gut identifizieren kann. Und was ich da gemerkt habe, jetzt auch mit der Applikation, die wir entwickeln,
00:46:00
Speaker
wie gut es ist, eine aktive Community zu haben, wo du einfach eine Frage stellen kannst und du hast einfach gesehen, dass sich schon mehrere Entwickler damit beschäftigt haben oder mehrere User sich damit beschäftigt haben. Und das ist für mich wirklich auch ein Qualitätsmerkmal, wie viele Leute sich mit dem Thema schon beschäftigt haben und dir einfach Hilfestellungen geben können. Ein anderes, ein anderes Learning, das dritte Learning ist, dass es dir schon noch hilft, wenn du Applikation machst, selbst wenn du sie mit Low-Code oder No-Code machst,
00:46:30
Speaker
Das ist dir hilft, wenn du weißt, wie Software funktioniert. Also das ist einfach diese Gedankengänge, die du hast, irgendwie, okay, wie muss ich jetzt den Workflow aufbauen? Wie kann ich noch mal einen Loop richtig setzen? Okay, wo speichere ich welche Daten hin? Speichere ich die Daten bei der Erstellung? Ruf ich die Daten bei der Kalkulation wieder im Frontend ab? Und, und, und, und das sind ja Gedankengänge, die hilft dir zwar Low-Code und No-Code in der Entwicklung, aber die Gedankengänge musst du dir trotzdem vorher machen.
00:47:00
Speaker
Und deswegen glaube ich es auch, dass die Kombination zwischen, wenn sich jetzt ein Entwickler, der Erfahrung hat im Bereich Softwareentwicklung, wenn der jetzt Lowcode, Nocode nimmt, dann ist er noch mal schneller. Das ist jetzt mal meine Hypothese, weil er einfach so bestimmte Gedankengänge sich schon vorher macht, weil er es einfach tagtäglich schon gemacht hat. Und ich glaube, das hilft immer noch weiter, wenn man einfach
00:47:25
Speaker
sagt, okay, ich muss mal nicht programmieren bei den Tools, aber trotzdem muss ich mir Gedanken machen, wie baue ich eine Software auf?
Zukunft und Skalierung von Biberei
00:47:34
Speaker
Ja, definitiv. Also ich hatte, ich habe quasi die andere Richtung genommen. Also ich komme aus absolut, ich konnte vorher nicht mal mit Excel umgehen und bin dann in die Tech-Welt gerutscht. Bei mir hat es No-Code möglich gemacht, dass ich auch, also ich habe auch so einen Web-Development-Kurs gemacht, so ein Einsteigerding und
00:47:53
Speaker
Und durch vor allem die Automatisierungstools habe ich verstanden, wie schicke ich Daten hin und her, wie funktionieren Datenbeziehungen, Datenhierarchien, wie bräuchte eine Datenbank sinnvoll auf, wie muss ich Daten formatieren, um die so und so im Frontend anzuzeigen und solche Sachen. Und habe mich ordentlich oft auch mal richtig verbaut. No-Code heißt ja auch nicht, dass man sich nicht verbasteln kann.
00:48:17
Speaker
Aber das finde ich auch das Schöne, dass du es einerseits dadurch lernen kannst, also lange nicht auf dem Level von einem Entwickler, aber so, dass es eben reicht. Und auf der anderen Seite aber dir das ganze Wissen als Entwickler halt mega viel hilft, wenn du dann auch No Code machst und du dann einfach noch viel schneller bist. Ja. Und im Endeffekt soll es ja auch darum gehen, es soll ja darum gehen, wie kann man als Entwickler, als Agentur, als was auch immer, als Mitarbeiter möglichst die Probleme schnell und einfach lösen
00:48:48
Speaker
Darum geht es ja eigentlich. Am Ende des Tages nutze ich dieses Werkzeug, wie es ja auch ein Handwerker macht, was mir am besten dabei hilft, dieses Problem zu lösen. Ja, schön. Ich glaube, das rundet das Ganze echt gut ab.
00:49:06
Speaker
Ja, das glaube ich auch. Letzte Frage noch. Wo geht es für euch in den nächsten Monaten? Worauf konzentriert ihr euch? Wie wollt ihr gerade weitermachen?
00:49:20
Speaker
Also wir gehen zurück nach Deutschland dann. Also für uns ist dieses Jahr das Experimentierjahr. Also wir sind jetzt kein Unternehmen, was gesagt hat, okay, wir müssen jetzt so und so Wachstumsziele haben. Und wir sind auch kein Unternehmen, was sagt, okay, wir wollen das Unternehmen in fünf Jahren verkaufen. Das ist überhaupt nicht.
00:49:40
Speaker
sondern es ist ein Unternehmen, was wir wirklich bis langfristig haben wollen. Wir sind gerade dabei, unser Geschäftsmodell vielleicht noch weiterzuentwickeln, weil aktuell verkaufen wir halt Zeit gegen Geld, so, am Ende des Tages. Und unser größter Wunsch ist da irgendwie ein bisschen von wegzukommen, dass wir einfach Dinge in die Welt bringen, die unabhängig von uns als Person sind.
00:50:06
Speaker
Also unabhängig von unserer Zeit. Da gibt es ein paar Ideen, die muss ich mal noch ein bisschen durchdenken lassen. Ansonsten ist wirklich experimentieren und schauen, was der Markt gerade möchte, wohin uns unsere Reise bringt und dann aber auch interne Prozesse aufzubauen. Also und selber auch zu sich zu lernen, wie man arbeiten möchte. Also ich meine, das ist jetzt hier die erste Remote-Arbeitsweise. Das ist auch anders, wenn man es dann mal macht.
00:50:34
Speaker
als wenn du es halt dir nur überlegst, okay, das könnte ich ja dann machen, weil niemand sagt mir mehr, wo ich sein muss, niemand sagt mir mehr, wann ich wo zu sein habe. Aber das dann wirklich tatsächlich umzusetzen, ist noch mal eine andere Seite. Also dieses Jahr ist wirklich experimentieren, lernen und überlegen, was man eigentlich einen Schritt man als nächstes machen könnte. Aber bis jetzt ist wirklich auch, wenn ich überlege, ich mache das jetzt seit Februar Vollzeit.
00:51:04
Speaker
wie viel ich seitdem gelernt habe. Das kommt mir vor. Ich meine, es sind jetzt zweieinhalb Monate. Das kommt mir vor, dass es drei Jahre werden. Weil das irgendwie so intensiv ist. Ich meine, das kennt ihr wahrscheinlich ja selber. Weil du halt dich auch nicht mehr mit Dingen beschäftigen musst, die keinen Wert haben. Also du hast ja nicht irgendwelche Meetings mehr, wo jeder sich irgendwas erzählt. Und am Ende des Tages hat es keinen Wert, sondern du machst dann nur
00:51:34
Speaker
wertvolle Dinge und aber auch sehr intensive Themen. Also kommt dann ein Problem auf. Okay, du beschäftigst dich damit. Egal, ob es jetzt im Steuerbereich ist, rechtlich oder wie auch immer. Du musst ja das lernen. Das ist sehr spannend.
00:51:51
Speaker
Ja, auf jeden Fall super viele neue Themenbereiche, mit denen man sich vielleicht auch vorher gar nicht auseinandergesetzt hat, die jetzt aber super wichtig sind. Das eigene Marketing, irgendwie wie verkauft man sich und seine Dienstleistung, sein Produkt. Und das sind alles so Themen, da musste ich auch erstmal viel lernen, wo ich mir dann im Nachhinein dachte, okay, eigentlich warst du relativ schlecht vorbereitet.
00:52:11
Speaker
Aber es ist ja die Frage, wie man sich vorbereiten kann. Entweder machst du es nebenberuflich und baust dir was auf oder du wachst halt den Sprung ins kalte Wasser und musst halt lernen durch Schmerz. Du bist es halt. Genau.
00:52:28
Speaker
Aber das klingt super spannend, euer nächstes Jahr. Wir wünschen dir auf jeden Fall super viel Erfolg. Danke, danke. Und hoffen, wir hören auf jeden Fall noch öfter mal was voneinander. Ich fand es ein unglaublich schönes, spannendes Gespräch. Es hat mir sehr, sehr viel Spaß gemacht. Und genau, vielen, vielen Dank, dass du da warst. Natürlich, sehr gern. Vielen Dank, dass ich hier sein durfte.
00:52:51
Speaker
Ja, mir ging es auch genauso. Ich habe es super genossen, mit euch hier zu sprechen und kann super viel mitnehmen für mich. Wenn dir diese Folge gefallen hat, dann freuen wir uns, wenn du in der Apple Podcast App eine Bewertung für uns hinterlässt. Das hilft uns, in Zukunft besser gefunden zu werden. Und wenn du mehr über No-Code erfahren willst, dann schau doch gerne mal auf unserer Website vorbei, visualmakers.de. Ansonsten freuen wir uns, wenn du auch in der nächsten Folge wieder dabei bist. Bis zum nächsten Mal.