Transcript
Speaker: Wie viele Träume hast du schon aufgegeben, weil du vernünftig warst?
Speaker: Also ich will nicht am Ende meines Lebens auf mein Leben zurückblicken und mir denken, ich habe mein Leben nicht gelebt, weil ich immer vernünftig war oder Angst hatte und die Vernunft nur vorgeschoben habe.
Speaker: Das besprechen wir heute in dieser Podcast-Folge.
Speaker: Du willst ein erfolgreicher Coach sein, der seine Klienten durch echte Durchbrüche und nachhaltige Transformationen führt?
Speaker: Dann bist du genau richtig hier.
Speaker: Ich bin Natascha, seit über zehn Jahren erfolgreicher Coach mit eigenem Coaching-Business und über 500 begleiteten Menschen.
Speaker: Und ich bin Lena.
Speaker: Seit über sieben Jahren begleite ich Menschen als Coach durch tiefgreifende Prozesse hin zu nachhaltigen Veränderungen.
Speaker: In diesem Podcast sprechen wir darüber, wie traumasensibles, körperzentriertes und nachhaltig wirksames Coaching wirklich funktioniert.
Speaker: Kein oberflächliches Tools-Gehabe, kein Druck, sondern Nervensystemwissen, Embodiment und eine Haltung, die den Themen deiner Klientin wirklich gerecht wird.
Speaker: Der Embodied Coach ist für Frauen wie dich.
Speaker: Mit großem Verantwortungsgefühl, mit einer Sehnsucht nach Tiefe und mit dem Wunsch, einen Unterschied in der Coaching-Branche zu machen.
Speaker: Hier bekommst du fundiertes Wissen, Insights aus unserem Coaching-Alltag und echte Inspiration für deinen Weg als Coach.
Speaker: Weil du spürst, es geht nicht um höher, schneller, weiter, sondern um echt, verbunden und tiefgreifend.
Speaker: Abonniere jetzt diesen Podcast und begleite uns auf dieser Reise.
Speaker: Zurück zum Körper, zurück zu dir und zu dem Coaching, das du dir selbst gewünscht hättest.
Speaker: Ja, was Vernunft eigentlich bedeutet.
Speaker: Genau.
Speaker: Ich habe gerade nämlich einmal nachgeguckt, was Vernunft definiert bedeutet.
Speaker: Und dazu habe ich gefunden, dass es das höhere geistige Vermögen des Menschen ist, Zusammenhänge zu erkennen, Prinzipien aufzustellen, moralisch zu urteilen und zielgerichtet sowie überlegt zu handeln.
Speaker: Und ich würde behaupten,
Speaker: dass ich eher ein vernünftiger Mensch bin.
Speaker: Wahrscheinlich vernünftiger als ich, oder?
Speaker: Ja, ich glaube, ehrlich gesagt schon, ja.
Speaker: Und das sehe ich in Teilen als Stärke, aber ich sehe ja auch die Schwäche, die da drin liegt und darüber sprechen wir heute einmal.
Speaker: Denn Vernunft, und das ist auch ein Teil, den ich bei mir sehr lange Zeit beobachtet habe und auch immer noch gelegentlich beobachte, ist das Vernunft,
Speaker: nicht nur diese schöne Definition bedeutet, die wir gerade eben vorgelesen haben, sondern häufig auch Angst und Unsicherheit verkleidet.
Speaker: Also wenn wir Veränderungen nicht herbeiführen wollen oder aus Ängsten vor Veränderungen oder möglicher Reue von getroffenen Entscheidungen, bei denen wir später vielleicht nicht den Ausgang haben, den wir uns gewünscht hätten, die Vernunft gerne mal dazwischen schieben und deswegen bestimmte Entscheidungen nicht treffen, bestimmte Veränderungen nicht herbeiführen,
Speaker: weil es eben einfach vernünftiger ist, in Anführungsstrichen.
Speaker: Und es hat in dem Moment gar nicht mehr so viel mit Vernunft und Abwägen zu tun, sondern es ist im Prinzip ein emotionales Schutzmuster, was anspringt, das ganz viel Sicherheit herbeiführen möchte.
Speaker: Und um
Speaker: diese begrabenen Träume, sage ich mal, oder die nicht getroffenen Entscheidungen, die vielleicht zu mehr Freiheit, Glück oder Erfüllung geführt hätten, diesen Schmerz nicht so stark spüren zu müssen, die Schuldgefühle sich selbst gegenüber und dem eigenen Leben gegenüber nicht so sehr fühlen zu müssen, haben wir dann immer noch die schöne Version zu sagen, ja, ich musste das einfach abwägen und ich musste da ein paar Dinge mit einbeziehen und das war einfach die Entscheidung, die jetzt gerade am vernünftigsten für mich war.
Speaker: Und so gehen manche Träume leider schon weiter.
Speaker: zu Ende, bevor sie überhaupt angefangen wurden zu leben.
Speaker: Und ja, du hast eben, als wir angefangen haben, den Podcast aufzunehmen, hast du eigentlich ein perfektes Beispiel gebracht, wie dein Leben heute vielleicht aussehen könnte, wenn du damals vernünftig entschieden hättest, beziehungsweise auch das gehört hast, was andere dir erzählt haben, was vernünftiger wäre.
Speaker: Vielleicht möchtest du es ja auch einmal teilen, weil ich glaube, solche Beispiele machen sehr, sehr spielbar.
Speaker: Also,
Speaker: Dafür muss man so ein bisschen verstehen, woher ich komme.
Speaker: Und ich wollte eigentlich schon immer Psychologie studieren, hatte aber ein bisschen Schwierigkeiten zu Hause.
Speaker: Wollte dann einfach nur so schnell wie möglich mein eigenes Geld verdienen und raus von zu Hause.
Speaker: Und habe dann eine Lehre angefangen.
Speaker: Der einfachste Weg war damals, eine Lehre anzufangen im Beautysalon von meiner Mutter.
Speaker: Da habe ich auch nicht einfach nur eine Friseurlehre angefangen, sondern habe dann auf Privatschulen noch parallel drei andere Ausbildungen gemacht.
Speaker: Ja, weil das ist natürlich so wieder typisch.
Speaker: Man könnte es auf Human Design MG schieben, aber...
Speaker: So, und dann habe ich als Innungsbeste meinen Ausbildungsabschluss gemacht und wusste aber schon im zweiten Lehrjahr, das ist eigentlich nicht das, was mich ewig erfüllt.
Speaker: Habe dann einfach auch von 1.000 Euro im Monat gelebt.
Speaker: Mindestlohn war das damals und...
Speaker: Ja, da war einfach auch nicht mehr drin, weil das einfach nicht ging in so einem Kontext.
Speaker: Und das heißt, ich habe immer so ein bisschen so vor mir hingekrepst, so von der Hand in den Mund.
Speaker: Und ich weiß gar nicht, wie ich das Nervensystem technisch ausgehalten habe, weil mein Konto war eigentlich immer leer.
Speaker: Ja, also da kam das Gehalt drauf und dann war es wieder leer noch dazu, dass ich dann auch einfach verschiedene Schwierigkeiten hatte mit emotionalem Essen und auch Shoppingsucht und so weiter.
Speaker: Das heißt, das gilt das Wenigerste.
Speaker: Ich weiß nicht, wie man da noch eine Shoppingsucht entwickeln kann.
Speaker: So, also das war auf jeden Fall wild.
Speaker: Und habe also sozusagen weiß, wie das ist, wenn man nicht weiß, wie man sich zum Monatsende noch Essen kaufen kann.
Speaker: Und gleichzeitig wusste ich aber, ich muss ja irgendwie, wenn ich da raus will, auch nochmal investieren.
Speaker: Ich musste noch Ausbildungen machen und wollte Ausbildungen machen, auch als Coach mich dann weiterbilden und so weiter.
Speaker: Und es ist natürlich so, dass wir Menschen in unserer Umgebung haben, die halt durch ihre eigenen Ängste und ihre eigenen Limitierungen
Speaker: uns dann, also uns spiegeln in unseren eigenen Unsicherheiten, ja, also dann ist da halt so ein Kommentar von, weiß ich nicht, der Mama, die sagt, ja, so viel Geld wird niemals jemand für ein Coaching ausgeben, trifft halt deine innere Unsicherheit und du fängst dich wieder an, in Frage zu stellen, ob, ach na ja, okay, und dann,
Speaker: sei doch mal vernünftig.
Speaker: Und ich kenne zwei Sätze von meinem Umfeld, die mich zur Weißglut getrieben haben.
Speaker: Das war immer, sei vernünftig und mach mal langsam.
Speaker: Und wenn ich eins nicht gut kann, dann ist langsam machen.
Speaker: Und wenn mir jemand sagt, sei vernünftig, mache ich normalerweise genau das Gegenteil.
Speaker: Also ich bin da sehr disruptiv.
Speaker: Und das war auch, ist auch manchmal ein Nachteil, aber war in dem Moment ein Vorteil, weil bei mir geht dann eher an so und dann zeige ich es euch jetzt.
Speaker: Aber viele lassen sich davon natürlich, also mich hat das auch verunsichert, aber ich kompensiere dann schnell in die andere Richtung über.
Speaker: Andere bleiben dann in der Angst und sagen, ja okay, dann mache ich mich halt wieder klein und dann, ja, wenn die alle sagen, ach ich weiß nicht, ich kann nur einmal kurz reingeben,
Speaker: schau dir bitte, wenn du jetzt auch überlegst, als Coach loszugehen oder schon losgegangen bist und immer wieder auch diese Kommentare vielleicht hörst, ach, jetzt bist du auch so ein Coach oder du hast vielleicht Angst, dass die Leute das denken oder, ja, davon kann man leben, das habe ich auch ein paar Mal gehört.
Speaker: Aber was hast du denn für eine Qualifikation dafür?
Speaker: Genau, ja, also all diese Dinge, die dich wieder selbst in Frage stellen, ja.
Speaker: bitte schau dir mal die Person an und da geht es gar nicht darum, sie zu bewerten, gut oder schlecht, sondern schau dir einfach nur mal die Person an und frag dich, lebt sie das Leben, das du dir für dich wünschst?
Speaker: Lebt sie die Beziehung,
Speaker: die du dir wünschst, zu der sie dir Tipps gibt?
Speaker: Lebt sie, hat sie die finanzielle Fülle, die du dir wünschst, zu der sie dir Tipps gibt?
Speaker: Oder hat sie erfolgreiches Business oder was auch immer?
Speaker: Schau dir bitte die Person an und stell dir die Frage, lebt die das Leben, was du dir wünschst?
Speaker: Wenn nein, dann darfst du lernen, deine Ohren auf Durchzug zu stellen.
Speaker: Das ist aber nicht immer so leicht.
Speaker: Also das, weil wir natürlich unsere inneren Themen, Selbstwertthemen, darf ich das überhaupt, darf ich in diese Form von Sichtbarkeit gehen?
Speaker: Damit müssen wir sitzen.
Speaker: Also es gibt keine krassere Ego-Death-Journey als Business oder Kinder.
Speaker: Und das heißt, du wirst natürlich mit deinen eigenen Themen extrem konfrontiert und entweder du lässt dich von diesen Sorgen und diesen Ängsten, dass es nicht funktioniert und den Geschichten, die dir auch andere oder du selbst erzählst, klein halten und
Speaker: Verkaufst dir das dann als Vernunft oder du machst es dann so wie ich und bist halt nicht vernünftig, sondern machst dir mal bewusst, wie ich es eingangs auch schon gesagt habe, was das für dein Leben bedeuten wird, wenn du deine Angst dein Leben leben lässt.
Speaker: Und für mich war, wie gesagt, dieses Bild, diese Antivision, irgendwann auf mein Leben zurückzublicken und diese Inkarnation, ich bin ja durchaus auch spirituell, nicht genutzt zu haben, das war schlimmer als jede Angst, dass es irgendwie nicht klappt, wenn ich es versuche.
Speaker: Und gerade in Deutschland, also das ist zum Beispiel ja in Amerika, hört man zumindest immer wieder auch anders, da wirst du ja fast schon gefeiert, wenn du ein, zweimal mit einem Business-Staat gescheitert bist.
Speaker: In Deutschland wird da eher gehässig drauf geguckt, so nach dem Motto, ha, ha, ha, habe ich dir doch gesagt.
Speaker: Aber wir haben hier schon eine sehr sicherheitsbezogene Denkweise, die
Speaker: Aber man muss halt auch dazu sagen, das ist ja nur scheinsicher.
Speaker: Ja, also dein Angestelltenjob ist halt immer nur so sicher, wie niemand in der Führung Scheiße baut.
Speaker: Ja, so und ansonsten bist du halt genauso, eigentlich fast noch mehr, mein Gefühl, ausgeliefert, dass die Firma, für die du arbeitest, weiter funktioniert, als wenn du es irgendwie selbst in der Hand hast.
Speaker: Aber es ist nur mein Gefühl, ja, jeder hat da seins.
Speaker: Das heißt, häufig ist die Sicherheit, die wir uns als Sicherheit verkaufen, keine wirkliche Sicherheit, es ist einfach nur das, was wir gewohnt sind, was gesellschaftlich legitimiert ist und
Speaker: Und das heißt, wir müssen häufig auch einfach hinterfragen, wie wir auf diese Dinge blicken, statt einfach mit dieser Vernunftsklatsche zu kommen.
Speaker: Und das braucht halt wirklich dieses Moment mal, ist das wirklich die Wahrheit?
Speaker: Also ist das die einzige Wahrheit?
Speaker: Oder was könnte noch eine Perspektive darauf sein?
Speaker: Ja, und ich möchte dazu noch eine Sache sagen, mit dieser Gehässigkeit in Anführungsstrichen, oder auch diesem ständigen Abraten von Dingen zu tun, die einen erfüllen könnten.
Speaker: Wir müssen verstehen, dass Menschen, die sich selber permanent zurückhalten, klein halten,
Speaker: ihre eigenen Träume in die Schublade gelegt haben, natürlicherweise dadurch getriggert werden, wenn jemand kommt und der macht es anders.
Speaker: Also es kann gar nicht anders sein, als dass eine Person, die gehässig ist, weil du deinen Traum anfängst zu leben oder dein Business zu kreieren und damit scheiterst und das löst in irgendeiner Weise eine Freude aus, also eine Schadenfreude, also eine Freude über deinen Schaden.
Speaker: Das ist ein höchstpersönliches Thema.
Speaker: Also
Speaker: Natürlich ist das in dem Moment schmerzlich, aber wir dürfen verstehen, was da psychodynamisch abgeht, weil wenn jemand sein Leben lebt, egal mit wie viel Geld, egal mit welchem Job und sagt, ich bin glücklich, dann wird er alles toll finden, was dich glücklich macht.
Speaker: Natürlich nicht, wenn es so abgedreht ist, dass es, keine Ahnung, gar keine solide Basis mehr hat, darum geht es nicht, aber Menschen, die selber mutige Entscheidungen treffen, Menschen, die selber für etwas losgehen, was ihnen sinnstiftend erscheint, die werden das toll finden, wenn du das auch tust.
Speaker: Wenn sie aber ihr ganzes Leben lang damit verbringen, sich zurückzuhalten, sich an Regeln zu halten, den sicheren Arbeitsplatz nicht aufzugeben, weil sie das früh gelernt haben, obwohl sie vielleicht schon immer einen anderen Job machen wollten, immer wieder damit geliebäugelt haben, es immer wieder gelassen haben, dann werden die dadurch maximal in diesem Schmerz,
Speaker: diesen Traum oder diese Erfüllung nicht zu fühlen, getriggert, wenn du für dich losgehst und dann auch noch glücklich wirst.
Speaker: Und wenn du dann scheiterst, dann ist das wie ein riesengroßes Aufatmen der anderen, die in ihrem Sicherheitsnetz gefangen hängen und dann ist Sicherheit keine Sicherheit mehr, sondern einfach Angst in gewisser Weise.
Speaker: Und auch Stillstand.
Speaker: Und das ist wichtig, dass wir das verstehen, weil wir würden auch nicht in Bezug auf Finanzthemen, würde ich jetzt auch nicht den Metzger um die Ecke fragen.
Speaker: Da würde ich jemanden fragen, der in meiner Wahrnehmung Ahnung von Finanzen hat.
Speaker: Und wenn ich mir ein Business aufbauen möchte, dann würde ich mit jemandem sprechen, der ein erfolgreiches Business führt und nicht mit jemandem, der seit 40 Jahren verbeamtet in der Anstellung arbeitet, ohne zu werten, ob das besser oder schlechter ist.
Speaker: Aber der hat ja gar keine Ahnung davon, wie so ein Unternehmen aussehen könnte oder welche Herausforderungen damit einhergehen und welche Faktoren bedacht werden müssen.
Speaker: Also da stimme ich dir vollkommen zu, Natascha, dass man da halt erstmal schauen sollte, von wem hole ich mir dann überhaupt vielleicht erstmal Ratschläge.
Speaker: Und du hast gerade eben noch eine Sache gesagt, die dazu sehr gut passt und auch wichtig ist zu verstehen.
Speaker: Du hast eben gesagt, dass du dich selber manchmal fragst, wie du das damals nervensystemtechnisch eigentlich ausgehalten hast, mit diesen Mangelzuständen zu leben.
Speaker: Und ich glaube, das ist ebenfalls ein Thema, was viele langfristig
Speaker: sich nicht mal glücklich, aber zumindest aushaltbar mit diesen unerfüllten Zuständen quasi auskommen lässt, dass unser Nervensystem einfach sehr adaptionsfähig ist, also anpassungsfähig an bestimmte Ebenheiten.
Speaker: Und wenn Mangel da ist, dann passt sich das Nervensystem und der Körper als
Speaker: ja auch extrem kreative Überlebensleistungen an den Mangel an.
Speaker: Genauso wie sich kindliche Verletzungen an die elternlichen Bedingungen anpassen.
Speaker: Also wenn Gewalt oder andere Erfahrungen gemacht werden, dann passt sich das Nervensystem bis zu einem gewissen Grad natürlich mit allen Konsequenzen, die damit einhergehen,
Speaker: aber in gewisser Weise überlebensfähig daran an.
Speaker: Und das Problem daran ist nur, dass diese permanenten, diskriminierten Nervensystemzustände, die wir im Zweifel nicht mal mehr mitbekommen, extrem viele Kapazitäten ziehen, die dann auf der anderen Seite wieder dazu führen, dass sie nicht für Entscheidungen und Veränderungen bereitstehen.
Speaker: Denn jede große Veränderung, die wirklich etwas Entscheidendes verändern könnte, führt erst mal dazu, dass wir mit Angst konfrontiert werden.
Speaker: Mit der Frage, okay, was passiert, wenn ich in das Neue reingehe?
Speaker: Bin ich dazu bereit?
Speaker: Ist das sicher genug?
Speaker: Werde ich damit erfolgreich oder nicht?
Speaker: Kann ich das schaffen oder nicht?
Speaker: Was bedeutet das für meine Partnerschaft?
Speaker: Wie werden die anderen auf mich schauen?
Speaker: Also es sind ganz, ganz viele Ängste damit verbunden.
Speaker: Und um über Angst, Widerstände drüber zu gehen, brauchen wir Kapazitäten und Ressourcen.
Speaker: Nur wenn wir die alle dafür verbrauchen, uns die ganze Zeit zurückzuhalten, unsere eigentlichen Ausdehnungsimpulse zurückzuhalten,
Speaker: dann werden wir einfach immer kraftloser, energieloser und dann kommen wir auch zu so einem Phänomen, was in der Zwischenzeit immer häufiger als Gegenspieler zum Burnout eben auch bemerkbar wird, nämlich das sogenannte Bore-Out.
Speaker: Also Menschen sind, arbeiten sich dann nicht zu Tode, sondern langweilen sich in ihrem eigenen Leben zu Tode.
Speaker: Das zeigt sich dann häufig durch so Aussagen wie, ach,
Speaker: ich habe eigentlich auch gar keinen Bock und irgendwie so Sinnlosigkeitsgefühle und so ein Gefühl von, eigentlich macht das doch alles auch keinen Unterschied und es ist alles so immer das Gleiche und irgendwie würde ich manchmal gerne ausbrechen.
Speaker: Deswegen freuen sie sich dann auch so sehr auf den Urlaub.
Speaker: Ich meine, ich freue mich jetzt auch auf den Urlaub, keine Frage, aber...
Speaker: Es ist im Prinzip ein Warten aufs nächste Wochenende, ein Warten auf den nächsten Urlaub, ein Warten auf die nächste Gegebenheit, die sich vielleicht irgendwann auftut, die wir dann doch nicht ergreifen, weil aus Vernunftsgründen, jetzt ist da gerade das und das passiert, geht es gerade doch wieder nicht.
Speaker: Also im Prinzip ist es ein Leben auf Sparflamme.
Speaker: Und die Sinnlosigkeitsgefühle und die Motivationslosigkeit sind dann eben die Quittung, sage ich mal.
Speaker: Und ich kann das aus persönlicher Erfahrung mega gut nachvollziehen.
Speaker: Und ich glaube, wir sind da beide auch, ich glaube, wir können das Thema so gut besprechen, weil wir beide
Speaker: die gegenseitigen Medaillenseiten, sage ich mal, so ein bisschen im Körper.
Speaker: Also dein System reagiert auf sowas wie, sei doch vernünftig oder ja, das wird doch keiner bezahlen oder ja, das kann doch niemals klappen.
Speaker: Eher mit einem inneren Wutstau, der ja auch, wir haben darüber schon öfter gesprochen, über deine Geschichte, wo einfach enormes Kraftpotenzial drin ist und der im Zweifel auch aus so einem gewissen Trotz sagen würde, nö, jetzt zeige ich dir das erst recht und diese Kraftreserven,
Speaker: schaffen dann eben die Möglichkeit, diese Veränderungen herbeizuführen.
Speaker: Und auch, das ist auch entscheidend, die Kraftreserven so aufrechtzuerhalten, dass es langfristig ist und nicht einmal alles reinhauen und dann eine Woche später ist halt keine Kraft mehr da und dann funktioniert halt nichts mehr.
Speaker: Und ich bin eher der Gegenspieler, würde ich sagen.
Speaker: Wenn mir jemand sowas sagt, dann beschäftigt mich das schon richtig doll.
Speaker: Und der Zuspruch von anderen gibt mir sehr viel Sicherheit.
Speaker: Also ich bin auch eher Typ,
Speaker: Im Zweifel folge ich eher der Angst, weil die fühlt sich zumindest scheinsicher an.
Speaker: Und die Ausbildung jetzt zu Beginn mit dir war ja im Prinzip eine ähnliche Situation.
Speaker: Also das Ja und die Sitzung waren einfach größer dann als die Angst.
Speaker: Aber ich habe trotzdem sofort gemerkt, trotz dass alles im Ja geschrien hat, dass es diesen Teil gab, der dachte...
Speaker: Aber dann muss ich ja kündigen.
Speaker: Ich habe danach erst mal richtig lange gebraucht, mich zu regulieren und ich habe richtig so Panikzustände gehabt, also keine richtigen Panikattacken, aber die ganze Zeit so ein Anflug von Übelkeit und eine Unruhe und durch die Wohnung gelaufen und wie soll das funktionieren und klappt das überhaupt und Gedanken, die ich mir vorher nie gemacht hätte zu diesem Thema und es war auch gleichzeitig eben dieses Gefühl von, ja geil, warum sind wir da nicht früher drauf gekommen?
Speaker: Aber wenn das Nervensystem so sehr auf Sicherheit geprägt ist, weil vielleicht auch mal Kontrolllosigkeit, Ohnmacht oder auch Mangelzustände eben im System gespeichert sind, vielleicht auch übernommen, wenn jemand sich mal selbstständig gemacht hat in der Familie und
Speaker: darin mies gescheitert ist oder insolvent war oder sehr viel Armut in der Familie oder finanzielle Sorgen in der Familie waren, dann kann es einfach sein, dass diese Spuren so stark festhängen, dass wir automatisch reagieren mit Vermeidung von zum Beispiel risikoreichen Entscheidungen.
Speaker: Und um aber diesen Verzicht, den wir dann haben, nicht fühlen zu müssen, sagen wir dann, ja, das ist aber ja vernünftig und das ist ja voll unvernünftig, was du machst.
Speaker: Ja, also das wollen wir ja mal sehen, ob das wirklich klappen kann, was du da jetzt vorhast.
Speaker: Das ist ja verrückt.
Speaker: Und das ist eben eine häufige Erfahrung, die damit dann einhergeht und ja auch Menschen wirklich quält.
Speaker: Ja, absolut.
Speaker: Und das ist auch sehr beschreibt dafür, was man damit meint oder was Menschen damit meinen, die vielleicht auch einen gewissen Erfolg in bestimmten Bereichen ihres Lebens haben, wenn die sagen, du musst diesen Erfolg auch halten können.
Speaker: Also du musst einfach auf dem Weg, bitte nicht warten, bis du die Nervensystemkapazität hast, sondern du baust die auf dem Weg auf, aber du musst sie aufbauen, weil
Speaker: Um,
Speaker: Menschen zu halten, durch Prozesse zu führen, die Sichtbarkeit auszuhalten, die komischen Blicke auszuhalten, wenn es dir jemand nicht gönnt oder es jemand nicht versteht oder jemand nicht daran glaubt.
Speaker: Deine Ängste trotzdem dabei reguliert zu bekommen und deinen Weg damit zu gehen.
Speaker: Und dafür muss natürlich auch das, und deswegen will ich da mal ein Bild so aufmachen, das Warum auch groß genug sein.
Speaker: Also
Speaker: Ich habe ja gerade schon erzählt, von wo ich komme.
Speaker: Und wenn wir wirklich mal davon ausgehen, ich hätte mich davon abhalten lassen, von meiner Angst, von meinen Sorgen oder auch Lena jetzt.
Speaker: Überlegt euch mal den Ripple-Effekt, den wir heute haben, einfach nur dadurch, dass wir diese Ängste überwunden haben.
Speaker: dass wir hunderte Frauen dabei begleiten können, selbst ihre Ängste zu überwinden und sich selbst zu spüren, zu sich zu finden, ihr Leben, ihre Schöpferkraft, ihre Selbstwirksamkeit wiederzufinden, dass wir dabei ein erfülltes Leben führen können, dass uns eine gewisse finanzielle Sicherheit gibt, ja, dass, das wäre ja alles gar nicht möglich gewesen, wenn diese Schritte nicht gegangen wären, ja, und
Speaker: Also für mich mit meinem Autonomiebedürfnis, ja, ist es einfach heute auch, ich könnte mir, egal wie viel Angst und Sorgen ich an manchen Stellen dann habe, dass was doch nicht klappt, das ist im Übrigen völlig normal.
Speaker: Erfolgreiche Menschen haben nicht keine Angst, sondern die gehen einfach anders mit Angst um.
Speaker: Und
Speaker: Also nichts, keine zehn Pferde würden mich freiwillig wieder zurück in einen Angestelltenjob bringen.
Speaker: Und also den Druck, den ich spüren würde, in einem Angestelltenjob für jemanden zu arbeiten...
Speaker: Und das ist nur meine persönliche Perspektive.
Speaker: Damit möchte ich nicht um Gottes Willen sagen, dass Angestellte sein schlechter ist wie selbstständig.
Speaker: Das möchte ich einmal an der Stelle klar betonen.
Speaker: Mein persönliches Gefühl und wie ich mein Leben gestalte und zu meiner Seele mich ruft oder auch meine Schutzmuster, wie man will, ist
Speaker: ist, dass mein persönliches Leben, meine persönliche Lebensgestaltung sich für mich optimal anfühlt, wenn ich das Leben so führen kann, wie ich es gerade führe.
Speaker: Beziehungsweise woran ich gerade arbeite, wo ich auch noch hinkommen möchte.
Speaker: Und wie gesagt, da wäre der Druck,
Speaker: Und der Preis, den ich zahlen müsste, für mich in einem Angestelltenverhältnis zu hoch.
Speaker: Und das muss natürlich jeder für sich selbst auch erspüren, ja.
Speaker: Aber es gibt ja viele Menschen, gerade die, die hier auch zuhören, die wollen, die spüren diesen Ruf schon die ganze Zeit.
Speaker: Die merken, da zieht etwas an ihnen.
Speaker: Uns schreiben Frauen, ja, also ich bin Mutter, ich habe zwei Kinder und ich habe
Speaker: einen tollen Partner und ich habe auch ein schönes Zuhause und trotzdem merke ich, ich bin für mehr da.
Speaker: Und die schämen sich teilweise schon dafür, weil sie von der Gesellschaft suggeriert bekommen, du hast doch alles, sei doch mal zufrieden und vernünftig damit.
Speaker: Und ich bin halt der festen Überzeugung, wenn dich was ruft, dann ist da auch wer, der ruft.
Speaker: Da draußen sind Millionen von Menschen, die
Speaker: vielleicht gerade dich brauchen für ihre Entwicklungsschritte mit deinen individuellen
Speaker: mit deiner individuellen Persönlichkeit und dem, was du dann als Coach noch mit reinbringst.
Speaker: Und ich empfinde das einfach als riesigen Verlust für die Gesellschaft und für die Welt, wenn Frauen dem nicht folgen, weil sie einfach ihre Angst nicht erinnern.
Speaker: nicht reguliert bekommen und wie gesagt, das dann vielleicht noch als Vernunft verkleiden.
Speaker: Also ich bin der festen Überzeugung, aus der Metaperspektive brauchen wir diese Arbeit und wir brauchen viel mehr Menschen, die diese Arbeit machen.
Speaker: Und wir brauchen Menschen, die die Führungsqualitäten haben, vor allem auch emotionale Führungsqualitäten haben.
Speaker: Nicht nur für die Coaching-Arbeit, auch für die Kinder, für die Beziehung, den Kontakt zu anderen Menschen.
Speaker: Im Zeitalter von KI, wo sich Menschen immer mehr in ihre eigenen kleinen Welten zurückziehen und den Kontakt zueinander verlieren.
Speaker: Im Zeitalter von Kriegen, wo Menschen nicht mehr mit Konflikten und Meinungsverschiedenheiten friedlich umgehen können, brauchen wir diese Arbeit.
Speaker: Wir brauchen Menschen, die diese emotionale Reife mitbringen.
Speaker: Und es ist so schade, wenn wir einmal für die Person an sich, also ich würde es ja mal schade finden, wenn ich heute immer noch in der Situation wäre, in der ich, was mir da verloren gegangen wäre und auch anderen Menschen, mit denen ich Kontakt hatte durch den Weg, den ich gegangen bin.
Speaker: Und auf der anderen Seite aber eben auch für die Gesellschaft und für diese Welt, dass
Speaker: Und es ist so schade, weil das eigentlich nichts ist, was man nicht überwinden kann.
Speaker: Also Nervensystemregulation, die Regulation von Ängsten, das Aufbauen von Selbstwert, von Selbstbewusstsein, das Aktivieren von Ressourcen wie Mut, in Kontakt gehen mit Menschen, die diesen Weg schon gegangen sind, die einem wirkliche Ratschläge geben können, nicht aus der Angst heraus.
Speaker: das ist etwas, das kann man überwinden, das kann man kreieren, das kann man erschaffen.
Speaker: Ich stimme dir zu,
Speaker: Und gleichzeitig ist es eben auch so, dass wir sowas von darauf sozialisiert sind, das nicht zu tun.
Speaker: Ich sage mal, es wird uns ja von kleinsten Kindheitstagen in diesen Systemen antrainiert, unsere eigene Kreativität, unseren eigenen Ausdruck, unsere eigenen Interpretationen, unsere eigenen
Speaker: Gedanken nicht auszudrücken, sondern in gesetzte Rahmen, in gesetzte vorgegebene Vorstellungen reinzupressen und werden auch real bestraft, auch durchs Schulsystem und so weiter, wenn wir uns dem auf irgendeine Art und Weise widersetzen oder erstmal ganz natürlich davon ausgehen, dass wir ein Selbstmitgestaltungsrecht an unserem Leben haben.
Speaker: Das Beste dabei ist ja, sorry, wenn ich dich unterbreche, zum Beispiel im Matheunterricht die Formeln.
Speaker: Weißt du, also bei mir in der Schule, wenn ich nicht genau diese Formel nehme, die der Lehrer da sehen will, dann ist das Ergebnis scheißegal, ich kriege trotzdem eine schlechtere Note.
Speaker: Und das Gleiche ist ja auch bei Deutsch, ich werde nie vergessen, bei einer Deutsch-Gedichtsanalyse hat eine Mitschülerin eine Interpretation vorgelesen, wo ich so dachte,
Speaker: das ist richtig genial, was die da rausgelesen hat.
Speaker: Aber er wollte es nicht hören.
Speaker: Der Lehrer hat dann in seinen Bewertungsbogen geguckt, das ist ja dieser Erwartungshorizont, das ist ja auch schon geil, der Erwartungshorizont sind so zehn Sätze von all den Möglichkeiten, die es gibt.
Speaker: Und dann sagt er, ja, das klingt gut, aber das haben sie nicht, das haben sie nicht.
Speaker: Das war wirklich der Inbegriff von...
Speaker: Frechheit.
Speaker: Es war eben auch eine sehr prägsame Erfahrung für alle im Raum, wenn ich nicht genau antizipiere und schon erdenke, was mein Lehrer hören möchte, dann falle ich aus.
Speaker: Und mir wird ja beigebracht, dass es der Ernst des Lebens ist.
Speaker: Also ich darf da nicht rausfallen.
Speaker: Das heißt, das Nervensystem wird da extremst drauf trainiert.
Speaker: Und dann kommen wir plötzlich in die, in Anführungsstrichen, große weite Welt.
Speaker: Und da ist ja dann schon der nächste Job und so für uns vorgesehen.
Speaker: Und da geht das ganze Thema ja dann weiter, genauso wie was wir mit unseren Finanzen machen sollen, mit unserer Gesundheit machen sollen und so weiter.
Speaker: Das heißt, diese Abhängigkeiten...
Speaker: Die sind von Kindheitstagen an gegeben, weil im ersten Moment sind wir natürlicherweise abhängig von unseren Eltern.
Speaker: Wir werden ja auch in einem Entwicklungszustand auf die Welt gebracht, wo wir maximal abhängig sind und alleine keine Überlebenschance hätten.
Speaker: Und so fühlt sich das dann immer weiter.
Speaker: Und es bräuchte einen gesunden Zugang zu Aggression, also zu dem Urinstinkt,
Speaker: der sagt, ich mache es anders, ich habe keinen Bock darauf, ich trete jetzt heran an das, was ich wirklich sein und tun möchte.
Speaker: Und da werden wir ebenfalls extrem drin gehemmt.
Speaker: Also diese beiden Antriebskräfte, einmal die Schöpferkraft, also die
Speaker: Die Lust am Leben, am Gestalten, am Kreativsein, also die Hinzubewegung zu etwas, was ich wirklich gestalten möchte, wird maximal unterdrückt.
Speaker: Und das Kraftpotenzial in Form von gesunder Aggression oder auch Wut gegen Umstände, die mir einfach nicht passen, wird ebenfalls unterdrückt.
Speaker: Und wir sehen ja jetzt auch, wenn wir auf Kinder und Jugendliche gucken...
Speaker: wozu das führt.
Speaker: Also die rebellieren ja auf allerhöchsten Maße durch Symptomatiken, auch körperlich und emotional, gegen diese permanente Unterdrückung.
Speaker: Aber es ist ja mal ein anderes Thema.
Speaker: Nicht nur Kinder.
Speaker: Also ich sage mal, der Vormarsch an Depressionen, Depression, also Unterdrückung und Angst und allen Symptomatiken, die noch mit dazugehören, emotionales Essen und so weiter,
Speaker: Die Zahlen sind ja erschreckend, also durch die ganze Bank weg, nicht nur bei Kindern.
Speaker: Da gebe ich dir recht, nur wenn ich zurückdenke an meine Schulzeit zum Beispiel und jetzt gucke, wie viele Kinder ich auch jetzt begleite, beziehungsweise wie viele Frauen ich begleite, deren Kinder dann mit Themen zu tun haben.
Speaker: ist mein Eindruck, dass es noch mal exponentiell mehr geworden ist.
Speaker: Also es zeigt sich einfach gerade in jedem Bereich, und ich gebe dir recht, natürlich sind nicht nur Kinder betroffen, aber ich finde, Kinder sind so, wenn die schon so symptomatisieren, ist es so, also
Speaker: Die Erwachsenen können es jetzt zumindest noch irgendwie kompensieren.
Speaker: Die haben noch einen entscheidungsfreien Raum, auch wenn natürlich psychische Erkrankungen oder körperliche Erkrankungen sehr einschränkend sind.
Speaker: Aber Kinder haben diese Möglichkeiten nicht mehr und man sieht es einfach.
Speaker: Also die kann man nicht so gut kontrollieren, dass sie diese Symptome nicht mehr zeigen.
Speaker: Und selbst da wird es gerade sichtbar.
Speaker: Und dementsprechend braucht es erstmal ein Freilegen dieser Potenziale.
Speaker: Und da wiederum gebe ich dir auch 100% recht.
Speaker: Das kann nicht entstehen,
Speaker: wenn ich es nicht mache.
Speaker: Das ist wie ein Kind, das laufen lernen möchte.
Speaker: Das wird nicht einfach aufstehen und laufen, außer meine Schwester, die hat sich das nämlich so lange bei mir abgeguckt.
Speaker: Ich habe dann ganz viel gekrabbelt und bin irgendwann aufgestanden, kommt laufen.
Speaker: Meine Eltern haben sich schon Sorgen gemacht, warum meine Schwester das nicht macht, wir sind ja Zwillinge.
Speaker: Und eines Tages ist sie einfach aufgestanden und ist losgelaufen.
Speaker: Also sie hat sich das immer angeguckt.
Speaker: Das Imitierende war da halt sehr stark da.
Speaker: Das haben aber ja viele Kinder nicht, weil wir waren jetzt, Zwillingen ist ja eine besondere Situation.
Speaker: Aber auch andere Situationen, das entsteht durch das Tun.
Speaker: Denn auch erst dann kommen wir damit in Kontakt.
Speaker: Oh, das tut ja weh, wieder auf den Boden zu fallen.
Speaker: Oh, da war ich ein bisschen zu schnell.
Speaker: Muss ich nächstes Mal vielleicht ein bisschen langsamer gehen?
Speaker: Oh, da kann ich mich festhalten.
Speaker: Dann wird es irgendwie leichter.
Speaker: Dann falle ich diesmal nicht hin.
Speaker: Oder ist eine Treppe okay?
Speaker: Ich dachte, ich kann laufen, aber eine Treppe komme ich nicht hoch.
Speaker: Und diese...
Speaker: Diese Widerstände in Anführungsstrichen als Potenzial zum Wachstum begegnen uns gar nicht erst, wenn wir überhaupt gar nicht anfangen, in Bewegung zu gehen.
Speaker: Und das ist auch eine schöne Botschaft, finde ich.
Speaker: Dieses Potenzial tragen wir trotz der Prägungen alle in uns, denn sonst würden wir heute entweder immer noch immer mal das Bauch sein, das wäre eher schlecht ausgegangen.
Speaker: Oder um bei dem Beispiel zu bleiben, würden wir alle immer noch weind und schreiend auf dem Boden liegend,
Speaker: Nicht gehen, nicht sprechen, nicht zur Toilette gehen, uns nicht mitteilen, weil da war es ja erst mal sicher.
Speaker: Das ist erst mal sicherer als aufzustehen und plötzlich ist die Sturzhöhe viel größer, als wenn ich auf dem Boden liege, so um mal aufs Kindliche sich zu schauen.
Speaker: Und so ist es bei diesen Themen eben auch.
Speaker: Und deswegen schaffen wir diese Selbsterfahrungsräume, um dem Raum zu geben, was da eben so stark hindert, in die Sichtbarkeit zu gehen,
Speaker: mit Menschen zu arbeiten.
Speaker: Es sind ganz häufig die gleichen Themen.
Speaker: Angst vor Sichtbarkeit, abgelehnt zu werden, zu retraumatisieren, nicht erfolgreich zu sein, dass es keiner kaufen möchte, dass wenn es jemand kaufen möchte, dass ich dann das Gefühl habe, dass ich es nicht so gut mache, dass es den Wert ausgleicht.
Speaker: Diese Themen lösen sich niemals auf, wenn wir diesen Weg nicht gehen.
Speaker: Es funktioniert einfach nicht.
Speaker: Und deswegen brauchen wir beides.
Speaker: Du darfst sofort was sagen.
Speaker: Ich habe nur noch einen Satz.
Speaker: Also dass wir auf der einen Seite das haben, die Hinbewegung zu dem, was ich tun möchte und die Begleitung, die es mir möglich macht, diese Schritte, die dafür notwendig sind, zu gehen.
Speaker: Ja, absolut.
Speaker: Und das ist ja auch das Paradoxe.
Speaker: Also wir müssen eigentlich auch Fehler machen, um
Speaker: Erfahrungen machen, auch Fehler machen, um daraus zu lernen und dadurch zu wachsen.
Speaker: Aber wir haben halt von klein auf gelernt, bei Fehler gibt es Strafe, bei Fehler gibt es schlechte Noten.
Speaker: Und das ist, ja, das
Speaker: führt irgendwann zu einer Art Gelähmtheit und zu auch dieser Aggressionsunterdrückung, was du gerade meintest, du brauchst gesundes Aggressionspotenzial, das ist im Prinzip Antriebskraft.
Speaker: Und diese Symptome nehmen ja auch viele wahr, mit denen wir sprechen.
Speaker: Diese Antriebslosigkeit, dieses Gefühl von Sinnlosigkeit, morgens irgendwie die Augen aufzumachen, sich zu fragen,
Speaker: wie schaffe ich diesen Tag oder warum stehe ich jetzt heute überhaupt auf?
Speaker: Ich möchte kurz zum Abschluss ein, ja, ein konkretes Beispiel machen von einer Frau, die uns eine E-Mail geschrieben hat, auf unseren Newsletter hin und sie schrieb, sie spürt schon ganz lange, dass sie gerne mit Menschen arbeiten möchte, hat eine Yoga-Ausbildung angefangen, ist damals dann aber schwanger geworden, konnte ihn nicht zu Ende machen und
Speaker: Ja, also sie spürt das eigentlich schon, sie hat einfach nur ein paar Sorgen oder Ängste oder Widerstände und außerdem ist sie ja auch noch emotional und dann weiß sie nicht, ob sie dann überhaupt dazu berechtigt ist, eine Ausbildung zum Coach zu machen und so weiter.
Speaker: Und wir sind dann in den Austausch gegangen und der Punkt ist, dass wir...
Speaker: nach allem, was sie erzählt hatte, auch irgendwo an den Punkt gekommen sind, dass dieses Symptom, zum Beispiel das emotionale Essen, einfach auch durch die Unzufriedenheit mit der Situation die ganze Zeit noch gefördert wird.
Speaker: Und dass der nächste Schritt daraus...
Speaker: auch ist etwas zu verändern, also auch einen aktiven Schritt zu gehen.
Speaker: Weil manchmal ist die Ursache für zum Beispiel sowas wie das emotionale Essen oder auch andere Symptome nichts, was wir wegcoachen müssen, sondern vielleicht eher, was wir bestärken müssen.
Speaker: Vielleicht ist das ein Teil in uns, der schon längst sagt,
Speaker: in dieser Beziehung, in diesem Job, in dieser Situation, da gehöre ich nicht hin, da passe ich nicht mehr rein.
Speaker: Das ist wie, wenn du dich die ganze Zeit versuchst, in den Schuh zu pressen, in den du einfach nicht mehr reinpasst und dich dann wunderst, dass dir die Fußzehen wehtun.
Speaker: Und deswegen einfach hier auch nochmal die Einladung,
Speaker: Vereinbar dir mal einen Connection-Call mit uns.
Speaker: Wir führen aktuell Vorgespräche für die nächste Ausbildungsrunde im Mai.
Speaker: Ende Mai, also 28.
Speaker: Mai.
Speaker: Genau, 28.
Speaker: Mai.
Speaker: Die nächste Ausbildungsrunde wird dann sehr wahrscheinlich erst wieder Ende November starten.
Speaker: Ja, es lohnt sich auf jeden Fall, gerade wenn du den Ruf hörst und wenn du auch selber schon merkst, dass du gewisse Symptome hast,
Speaker: wie den drückenden Schuh und den schmerzenden Zehen, dann wird es vielleicht Zeit, einfach mal mit uns zu sprechen und dir das mal anzuhören, wie wir damit arbeiten.
Speaker: Der Unterschied zu vielen anderen Ausbildungen ist, dass wir in unseren Ausbildungsräumen eben, wie Lena schon sagte, auch diese Selbsterfahrungsräume haben, wo es ganz viel auch um diese Ängste geht, die du als Coach, als Mensch mitbringst, wie du lernst selbst,
Speaker: einfach auch Transformation nicht zu vermeiden, denn am Ende als Coach verkaufst du Transformationen und es ist ganz schwierig, wenn du selbst Transformationen immer vermeidest, weil die Ängste zu groß sind.
Speaker: Das heißt, wir arbeiten damit natürlich auch innerhalb der Ausbildung ganz viel, weil das Voraussetzung für deine Verkörperung als Coach ist.
Speaker: Es lohnt sich auf jeden Fall, wie gesagt, da mal mit uns zu sprechen, unverbindlich.
Speaker: Das Gespräch ist kostenlos.
Speaker: Wir setzen dir hier unten drunter mal den Link rein und dann kannst du dich da einfach eintragen und dann freuen wir uns ganz bald, mit dir persönlich zu sprechen.
Speaker: Sehr schön.
Speaker: Dann, ja, schieb mal die Vernunft beiseite.
Speaker: Bis ganz bald.
Speaker: Schön, dass du mit dabei warst und wir hören uns dann zur nächsten Podcast-Folge wieder.
Speaker: Ciao!
Speaker: Ciao!


