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#30 - Ehrlicher Einblick: Zwischen Struggles und (Vor)Freude im Coachingbusiness image

#30 - Ehrlicher Einblick: Zwischen Struggles und (Vor)Freude im Coachingbusiness

S1 E30 · The Embodied Coach
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Wenn deine Klientin Angst hat, den nächsten Schritt zu gehen, kennst du dieses Zittern vielleicht auch aus deinem eigenen Coaching Business.
Die Angst vorm Scheitern zeigt sich nicht immer laut. Sie zeigt sich manchmal als Zweifel, Freeze, Perfektionismus oder als das Gefühl: „Warum sollte es ausgerechnet bei mir funktionieren?“

In dieser Folge sprechen Natascha und Lena ehrlich darüber, wie sich Wachstum wirklich anfühlt: nicht glatt, nicht immer sicher, aber tief transformierend. Du erfährst, warum Nervensystem regulieren nicht bedeutet, nie wieder Angst zu haben, sondern zu lernen, dich durch Unsicherheit hindurchzuführen. Und warum genau diese Fähigkeit entscheidend ist, wenn du als Coach nachhaltige Veränderung begleiten willst.

Angst vorm Scheitern gehört zu jedem echten Entwicklungsschritt dazu – besonders dann, wenn du als Coach, Selbstständige oder Unternehmerin wachsen möchtest. In dieser Folge nehmen dich Natascha und Lena mit hinter die Kulissen ihres eigenen Weges: von Kündigung, Selbstständigkeit, Sichtbarkeit und Business-Wachstum bis hin zu den Momenten, in denen der Körper wackelt, der Kopf zweifelt und das Nervensystem nach Sicherheit sucht.

Wenn deine Klientin keine Lust auf Bewegung hat, dann geht es oft nicht um mangelnde Disziplin. Es geht um Angst, Schutzmuster, alte Prägungen und die Frage: Kann mein System diesen nächsten Schritt überhaupt halten? Genau darum geht es auch im traumasensiblen Coaching, Embodiment Coaching und somatischen Coaching: nicht einfach mehr Druck aufzubauen, sondern die tieferen Ebenen mitzunehmen.

Du erfährst, warum Angst nicht verschwinden muss, bevor du losgehst, sondern sich oft erst auf dem Weg reguliert. Natascha und Lena sprechen über Co-Regulation, Freeze, Fight-or-Flight, Money Mindset, Selbstverantwortung und darüber, warum eine Coaching Ausbildung nicht nur Wissen vermitteln darf, sondern echte Selbsterfahrung ermöglichen muss.

Diese Folge ist für dich, wenn du spürst: Du willst nicht nur Methoden sammeln, sondern tiefer begleiten. Wenn du dich fragst, wie baue ich mein Coaching Business erfolgreich auf, ohne mich selbst zu verlieren? Oder wenn du mit Coaching bei emotionalem Essverhalten, Nervensystemarbeit und traumasensiblem Coaching für Coaches und Therapeutinnen arbeiten möchtest. Denn nachhaltige Transformation beginnt dort, wo du lernst, dich selbst durch Unsicherheit zu halten.

Wenn du spürst, dass du nicht einfach nur oberflächlich Symptome coachen, sondern wirklich zu nachhaltigen Durchbrüchen begleiten willst: Trag dich jetzt auf die Warteliste für die Psychosoma Nutrition Coach Ausbildung ein. Für ein Coaching, das Tiefe hat. Und dich wirklich trägt: 👉🏻 Zur Warteliste & Webseite (Wir schicken dir den Link zu unserem Kalender per Mail zu, sobald wir Vorgespräche für die nächste Runde führen.)

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Transcript

Überwindung der Angst vor dem Scheitern

00:00:00
Speaker
Egal welches Ziel im Leben wir erreichen wollen, die Angst vorm Scheitern kommt immer und die zeigt sich auf unterschiedlichen Ebenen und durch unterschiedliche Gedanken.
00:00:09
Speaker
Bei dem einen ist es eine Angst, was denken andere Menschen, bei wieder anderen ist es eher eine Angst von, ist das überhaupt möglich für mich, habe ich das überhaupt verdient, aber am Ende ist es immer eine Angst, eine Angst, dass es nicht funktioniert und
00:00:24
Speaker
Die begegnet uns natürlich als Coaches hier auch und auch als Unternehmer oder Selbstständige.
00:00:30
Speaker
Es ist einfach ganz wichtig, darüber zu sprechen, wie wir diese Hürde, diesen Schwellenhüter, wie wir ihn auch nennen, überwinden.
00:00:43
Speaker
Du willst ein erfolgreicher Coach sein, der seine Klienten durch echte Durchbrüche und nachhaltige Transformationen führt?
00:00:49
Speaker
Dann bist du genau richtig hier.
00:00:51
Speaker
Ich bin Natascha, seit über zehn Jahren erfolgreicher Coach mit eigenem Coaching-Business und über 500 begleiteten Menschen.
00:00:58
Speaker
Und ich bin Lena.
00:00:59
Speaker
Seit über sieben Jahren begleite ich Menschen als Coach durch tiefgreifende Prozesse hin zu nachhaltigen Veränderungen.
00:01:05
Speaker
In diesem Podcast sprechen wir darüber, wie traumasensibles, körperzentriertes und nachhaltig wirksames Coaching wirklich funktioniert.

Vorstellung von Natascha und Lena

00:01:12
Speaker
Kein oberflächliches Tools-Gehabe, kein Druck, sondern Nervensystemwissen, Embodiment und eine Haltung, die den Themen deiner Klientin wirklich gerecht wird.
00:01:19
Speaker
Der Embodied Coach ist für Frauen wie dich.
00:01:22
Speaker
Mit großem Verantwortungsgefühl, mit einer Sehnsucht nach Tiefe und mit dem Wunsch, einen Unterschied in der Coaching-Branche zu machen.
00:01:29
Speaker
Hier bekommst du fundiertes Wissen, Insights aus unserem Coaching-Alltag und echte Inspiration für deinen Weg als Coach.
00:01:36
Speaker
Weil du spürst, es geht nicht um höher, schneller, weiter, sondern um echt, verbunden und tiefgreifend.
00:01:42
Speaker
Abonniere jetzt diesen Podcast und begleite uns auf dieser Reise.
00:01:46
Speaker
Zurück zum Körper, zurück zu dir und zu dem Coaching, das du dir selbst gewünscht hättest.

Geschäftsreisen und Herausforderungen

00:01:57
Speaker
Wir nehmen dich heute mal so ein bisschen mit in unsere persönliche Geschichte, weil die, glaube ich, ganz inspirierend sein kann, wie du deine Schritte gehen kannst, auch wenn die Angst vorm Scheitern da ist.
00:02:10
Speaker
Das ist ganz spannend, denn Lena und ich, wir sind ja gerade auch beide, obwohl wir das hier zusammen machen, so ein bisschen an unterschiedlichen Stellen und haben unterschiedliche Erfahrungswerte, die wir hier gerade reingeben können.
00:02:23
Speaker
Lena ist gerade relativ frisch, eigentlich mit der Vollselbstständigkeit.
00:02:28
Speaker
Und ich bin ja schon ganz, ganz lange selbstständig und eher so an der Schwelle zum Unternehmertum.
00:02:34
Speaker
Wir können nachher nochmal drüber sprechen, was so der Unterschied ist, aber es sind so unterschiedliche Phasen, die wir schon so durchlebt haben und
00:02:42
Speaker
Wir dachten uns, es kann ganz inspirierend sein, dich mal so ein bisschen mitzunehmen in unsere Geschichte, wie unser Business entstanden und gewachsen ist und was wir für Erfahrungen dabei gemacht haben und dich auch so ein bisschen mitzunehmen mit so einem kleinen Blick hinter die Kulissen, denn wir machen heute jetzt auch wieder neue Erfahrungen.

Planung eines Offline-Events

00:03:01
Speaker
Wir sind kurz vor unserem ersten Offline-Event, das wirklich über mehrere Tage dauert.
00:03:07
Speaker
Wir haben
00:03:08
Speaker
schon immer mal so ein Tagesevent gegeben.
00:03:10
Speaker
Dieses Mal planen wir aber auch so eine Mischung aus Retreat und, ja, wir nennen es Transformationstage für unsere Auszubildenden und auch für unsere Coaches.
00:03:22
Speaker
Und das ist natürlich schon ganz spannend gerade, dass das erste Mal zu planen mit Übernachtung ist,
00:03:29
Speaker
in der Größenordnung bringt uns auch mit Widerständen und herausfordernden Gefühlen in Kontakt.
00:03:38
Speaker
Und all das kann, glaube ich, sehr, sehr hilfreich sein, egal wo du gerade stehst, ob ganz am Anfang, erst mal nur mit der Idee, dich vielleicht als Coach selbstständig machen zu wollen oder eben auch schon fortgeschritten.

Übergang zur Selbstständigkeit

00:03:51
Speaker
Wir freuen uns auf jeden Fall, dich da so ein bisschen mitzunehmen und vielleicht, Lena, magst du erst mal so ein bisschen erzählen,
00:03:57
Speaker
was eigentlich bei dir so in den letzten Monaten passiert ist im Punkt und Selbstständigkeit und was du so durchgemacht hast auch an Ängsten.
00:04:07
Speaker
Das war ja, glaube ich, auch sehr spannend für dich.
00:04:11
Speaker
Für mich von außen zu beobachten, weil ich mir so dachte so,
00:04:14
Speaker
Ja, das sah bei mir ganz genau so aus und es ist nicht ganz so entspannt, wenn man mittendrin steckt.
00:04:24
Speaker
Ja, das stimmt.
00:04:25
Speaker
Also ich muss sagen, ich habe manchmal den Eindruck, ich kriege das in den Phasen selber gar nicht so bewusst mit, sondern mein Körper zeigt mir das dann irgendwann.
00:04:33
Speaker
dass scheinbar da ganz schön was arbeitet über zum Beispiel Spannungen oder also vor allem körperliche Verspannungen oder dann eben diese, ich nenne es mal Anfälligkeit für diese Panikschübe, die nicht mehr ganz in diesem Ausmaß sind, wie ich sie kenne, aber wo ich so merke, okay, da kommt scheinbar gerade was an die Oberfläche und
00:04:52
Speaker
Mein Ausbildungsleiter hat das mal den Schmerzen der Psyche genannt.
00:04:55
Speaker
Also wenn wir quasi in neue Dinge übergehen und die auch unsere bisherigen Erfahrungen auf eine Art übersteigen, dass unsere Psyche genauso wie der Körper, wenn wir zum Beispiel lange Zeit uns nicht gedehnt haben, mit den Schmerzen reagiert, also neue Weite aufgebaut wird, das erstmal mit einem gewissen Widerstand und Schmerz verbunden ist, das bei der Psyche eben auch so ist.
00:05:15
Speaker
Und die spüre ich dann ein bisschen deutlicher.
00:05:18
Speaker
Und ja, also ich würde sagen...
00:05:24
Speaker
Also der Moment vor der Kündigung, also meiner ersten Kündigung, die ich ausgesprochen habe, das war, glaube ich, der Moment, der mich am meisten gefordert hat, weil da diese Schwelle war von, okay, gehe ich jetzt dieses Teilrisiko ein,
00:05:41
Speaker
für etwas, was ich wirklich machen möchte oder bleibe ich in meiner Wahrnehmung sichereren Option?
00:05:48
Speaker
Wir haben ja schon öfter darüber gesprochen, dass auch das eine Scheinsicherheit ist, weil nur das Unternehmen ist ja auch ein relativ kleines Unternehmen gewesen, die Einnahmen fehlen und dann werde ich gekündigt.
00:05:56
Speaker
Aber es fühlte sich trotzdem sicherer an, weil gut, dann gehe ich halt notfalls in die Arbeitslosigkeit, suche mir was Neues.
00:06:01
Speaker
Also es fühlte sich erstmal sicherer an, weil im Zweifel werde ich ja dann trotzdem versorgt, wenn es nicht mehr

Sicherheit und Unterstützung in der Selbstständigkeit

00:06:08
Speaker
funktioniert.
00:06:09
Speaker
Und das war für mich mit der schwierigste Schritt, weil er in mir eigentlich so klar entschieden war.
00:06:16
Speaker
Also ich merkte, ich konnte halt nicht mehr mit guten Argumenten oder anderen Dingen argumentieren, weshalb ich diesen Schritt jetzt nicht gehe.
00:06:23
Speaker
Also gab es eigentlich nur noch die Option, okay, ich mache das jetzt.
00:06:27
Speaker
Und diese inneren
00:06:29
Speaker
ja, wie soll ich sagen, diese inneren aufgeregten Gefühle waren für mich schwer so zu differenzieren, weil ich kenne einerseits das Aufgeregtsein vor etwas, was mir Freude macht und wo jetzt was Neues kommt.
00:06:40
Speaker
Andererseits kenne ich aber eben auch dieses aufgeregte Unruhegefühl, wenn eben Panik aufkommt oder ich mit etwas überfordert bin.
00:06:48
Speaker
Und ich habe richtig gespürt, dass mein Körper das nicht mehr so richtig klar differenzieren kann.
00:06:52
Speaker
Also wusste ich teilweise nicht, dann kam Freude.
00:06:55
Speaker
dann kam Angst, dann kam wieder Freude, dann kam wieder Angst.
00:06:57
Speaker
Also es war quasi wie so ein Wechselbad und ich glaube, mein Körper wusste gar nicht, okay, brauche ich mich jetzt oder habe ich Angst?
00:07:02
Speaker
Also es war schwer einzuordnen und ich muss sagen, direkt eigentlich nach der Kündigung war das weg.
00:07:10
Speaker
Also es war wie so ein, auch heute, also egal wie das jetzt laufen wird und egal welche Ängste dann auch damit verbunden sein mögen, ich habe keine Sekunde gezweifelt, dass das die richtige Entscheidung war, weil es einfach viel mehr dem entspricht, was
00:07:25
Speaker
Was eigentlich eh schon länger dabei war zu reifen und wo ich klarer, also schon länger wusste, das möchte ich eigentlich machen.
00:07:31
Speaker
Und das war ein sehr schönes Gefühl zu spüren.
00:07:34
Speaker
Okay, diese Angst, von der ich auch dachte, die bleibt dann erstmal die ganze Zeit und ich weiß nicht, ob die irgendwann wieder weggeht, die hat sich dann entspannt und ich muss auch ganz ehrlich sagen, ich glaube, da sind Menschen auch sehr unterschiedlich.
00:07:46
Speaker
Während manche Zahlen, Daten, Fakten entspannen, andere Rücklagen entspannen und so weiter entspannt mich einfach Kontakt.
00:07:53
Speaker
Also das merkst du ja vielleicht auch bei mir.
00:07:58
Speaker
Ich prüfe dann erstmal so bei den Menschen, die das schon ein bisschen länger machen, also du zum Beispiel oder eben auch bei meinem Partner, der auch da eine gewisse Ahnung von hat,
00:08:07
Speaker
Gerade auch, wenn es dann um Investitionen geht oder darum investiert man da jetzt Geld rein und man weiß dann auch gar nicht, wie viel kommt jetzt rein und so weiter.
00:08:13
Speaker
Das sind alles so übelste Träger für mich.
00:08:16
Speaker
Ich merke, ich entspanne mich dann über den Kontakt, also darüber, dass ich erstmal so gesehen in die Co-Regulation gehe und da erstmal abprüfe, okay, wie entspannt sind denn eigentlich gerade die anderen damit, die da schon länger drin sind?
00:08:29
Speaker
Und wenn die dann auch richtig Stress haben, gut, dann scheint wirklich gerade was los zu sein, wo dann jetzt Not am Mann ist.
00:08:35
Speaker
Aber das ist so, sage ich mal, ein Mittel, was bei mir sehr schnell wirkt, wenn jemand sagt, ich bin da gerade eigentlich relativ entspannt oder da finden wir schon eine Lösung, dann entspannt sich mein Körper auch mit, sage ich mal.
00:08:47
Speaker
Also klassisch korrigulierend, sage ich mal.
00:08:50
Speaker
Ja, und...
00:08:53
Speaker
Das ist auch wieder sehr spannend, wenn du es so erzählst.
00:08:57
Speaker
Ich muss immer so ein bisschen in mich reinschmunzeln, weil ich finde unsere Dynamik total cool, weil wir uns an den richtigen Stellen sehr gleichen und an anderen Stellen aber...
00:09:09
Speaker
Da komplett diese Polarität ist.
00:09:11
Speaker
Und wenn du so erzählst, okay, ich entspanne mich über den Kontakt.
00:09:15
Speaker
Erstmal im Übrigen ist es halt super wichtig für sich herauszufinden, worüber entspanne ich mich eigentlich?
00:09:21
Speaker
Was hilft mir auch durch diese Phasen zu gehen?
00:09:24
Speaker
Und bei Lena ist es halt eben der Kontakt.
00:09:26
Speaker
Bei mir ist es genau das Gegenteil.
00:09:29
Speaker
Ich entspanne mich übers Tun.
00:09:31
Speaker
Also ich entspanne mich ein Stück weit über oder ich finde Sicherheit ein Stück weit über den Aktivismus, aber da ist natürlich dann auch irgendwann erschöpfend, ja.
00:09:43
Speaker
Und

Persönliches Wachstum durch Unsicherheit

00:09:44
Speaker
dementsprechend muss man sich da auch die Waage füllen, weil am Ende ist es wie bei dir auch, du entspannst dich über den Kontakt, aber wenn du die ganze Zeit am Kontakt festhältst und festklammerst, dann kannst du halt auch keine Schritte gehen.
00:09:59
Speaker
Und das ist halt ganz spannend, weil
00:10:02
Speaker
weil wir uns da super gut ergänzen und gleichzeitig für uns beide auch herausgefunden haben, okay, was brauche ich in diesen Phasen, in diesen Übergangsphasen?
00:10:10
Speaker
Mir hilft es dann, mir eine Strategie zu machen, zurechtzulegen, einen Plan zurechtzulegen, mal meine Rücklagen zu checken, vielleicht sogar auch einen Budgetplan aufzustellen.
00:10:22
Speaker
Also diese Klarheit zu finden in Strukturen und einen klaren Plan zu machen.
00:10:31
Speaker
Und das ist die erste Reaktion, die bei mir passiert.
00:10:36
Speaker
Und danach gehe ich in den Kontakt.
00:10:40
Speaker
Und bei dir ist es eben andersrum.
00:10:42
Speaker
Du gehst erst in den Kontakt.
00:10:44
Speaker
Und das ist auch immer ganz spannend, weil wenn wir uns dann miteinander austauschen, dann ist es so, okay, ich komme dann mit meiner Strategie und meinem Plan.
00:10:50
Speaker
und sagt dir, guck mal Lena, so sieht es aus, du kannst dich entspannen.
00:10:55
Speaker
Und andersrum, wenn ich dann irgendwie meine Sachen, meinen Plan und meine Struktur gemacht habe, dann gehe ich dann zu dir in den Kontakt und sage, okay, ich brauche jetzt mal dein Feedback, deine Korregulation, wie siehst du das denn?
00:11:08
Speaker
Das ist echt ganz spannend, aber das muss man halt erst herausfinden.
00:11:12
Speaker
Und wo findet man das heraus?
00:11:14
Speaker
Natürlich, wenn man sich die Erfahrungen erlaubt.
00:11:17
Speaker
und sich auch einfach mal erlaubt, ins Wanken zu kommen.
00:11:22
Speaker
Und das ist letztendlich auch das, wo viele dann in ihrem Leben einfach so stecken bleiben und nicht mehr das Leben leben, was sie sich eigentlich wünschen, das eigentlich schon ganz, ganz lange spüren oder sogar vielleicht so gar nicht mehr spüren können, weil sie das die ganze Zeit abspalten und verdrängen, um es irgendwie auszuhalten.
00:11:45
Speaker
Und
00:11:47
Speaker
Wir müssen aber, und das ist eigentlich so, ich bin ja nicht so der Fan von...
00:11:55
Speaker
von Pauschal aus sagen, aber da trifft es ganz gut zu, am Ende die Grundfähigkeit, um egal mit was im Leben Erfolg zu haben, ist immer in den Kontakt mit der Angst zu gehen und zu lernen, diese Unsicherheit zu regulieren und sich durch die Unsicherheit hindurch zu führen.
00:12:17
Speaker
Und wenn wir das
00:12:20
Speaker
Wenn wir solche Zyklen mal so ein-, zwei-, dreimal erlebt haben, dann spüren wir zwar immer noch die Unsicherheit und das Wanken und dass es wackelig ist, aber wir waren da schon mal.
00:12:32
Speaker
Wir kennen diese Enge, wir kennen dieses Wackeln und der Teil in uns...
00:12:39
Speaker
der sich sicher fühlen kann, auch in diesen Zwischenräumen, in denen es eng ist und in denen es wackelt und in denen das Alte geht und das Neue gerade vielleicht erst entsteht, der Teil, der das besser aushalten kann, der wird immer größer.
00:12:54
Speaker
und kann uns dann dadurch führen.
00:12:57
Speaker
Und deswegen ist es ja auch so wichtig, dass wir als Coaches uns erstmal auch diese Transformationserfahrungen erlauben, weil alle wollen gerade tief arbeiten.
00:13:07
Speaker
Alle wollen gerade wirklich gute, tiefe Coaching-Arbeit machen, zumindest mit denen wir in Kontakt kommen.
00:13:16
Speaker
Gibt es bestimmt auch andere, aber ich gehe jetzt einfach mal von denen aus.
00:13:19
Speaker
Und der Punkt ist aber, viele wollen das beurteilen,
00:13:24
Speaker
sind aber selbst gar nicht bereit, durch diese Transformation selbst zu gehen und vermeiden die an allen möglichen Ecken und Kanten und vermeiden Entscheidungen zu treffen, bleiben in Situationen, in denen sie sich unsicher fühlen, aber
00:13:50
Speaker
Und ja, auch nicht die Schritte gehen, um da rauszukommen.
00:13:54
Speaker
Und ja, es ist einfach eine spannende Beobachtung, die ich so gerade mache.
00:14:04
Speaker
Denn in dem Moment, wo wir da selber nicht durchgehen, weil wir das vermeiden,
00:14:10
Speaker
versuchen wir das manchmal stellvertretend dann zu machen.
00:14:14
Speaker
Also wir wollen dann andere coachen, da durchzukommen, sind aber selber noch nicht häufig genug da durchgekommen, um das selbst überhaupt zu verkörpern.

Einfluss von Charaktereigenschaften auf Selbstständigkeit

00:14:22
Speaker
Und das ist unter anderem auch mit ein Grund, warum selbst wenn man dann den Schritt geht und sagt, gut, ich mache mich jetzt selbstständig, ich gehe jetzt mal in die Sichtbarkeit damit, dann trotzdem keine Menschen anzieht oder nicht genügend Menschen bei einem kaufen, weil wir
00:14:39
Speaker
Über Resonanz zwischen den Zeilen spüren Menschen mittlerweile, einfach weil sie im Coachingmarkt meistens schon schlechte Erfahrungen gemacht haben, diese Person kann mich halten oder diese Person kann mich nicht halten und dementsprechend...
00:14:57
Speaker
ist der erste Schritt wirklich erstmal für sich selbst zu gucken, wie gehe ich denn eigentlich mit Situationen um, in denen es für mich unsicher wird.
00:15:05
Speaker
Wie hoch ist meine eigene Nervensystemkapazität?
00:15:09
Speaker
Und die Schritt für Schritt aufzubauen.
00:15:13
Speaker
Wir bauen die nur auf, wenn wir die Erfahrung machen.
00:15:16
Speaker
Also nicht, indem wir einfach zu Hause sitzen und irgendwelche Nervensystemübungen machen, die angeblich unsere Nervensystemkapazität erhöhen, sondern
00:15:28
Speaker
In der Konsequenz, wenn ich zum Beispiel diese Übungen gemacht habe, dann aber auch wirklich Schritte zu gehen.
00:15:33
Speaker
Und die werden sich an manchen Stellen einfach unangenehm und wackelig anfühlen.
00:15:39
Speaker
Ja, und ich glaube auch, dass das wichtig ist zu unterscheiden, weil da sind wir ja eigentlich auch die perfekten Beispiele direkt für, dass unterschiedliche Menschen einfach ganz unterschiedliche Ursprungsbegriffe
00:15:52
Speaker
Erfahrungen haben, unterschiedliche Charakterstrukturen, man kann auch sagen, unterschiedliches Human Design oder was auch immer, also einfach unterschiedliche Ausgangsvoraussetzungen, worin sie Sicherheit oder eben auch Bedrohung erleben und während für die eine Person Sicherheit dadurch entsteht, dass sie eben
00:16:09
Speaker
ins Tun kommt, Strategien entwickelt, Struktur hat, wie bei dir, ist genau das der Teil, der in mir wie ausgeschalten ist, wenn ich in so eine Erschütterung, sage ich mal, komme.
00:16:20
Speaker
Also mein Kopf greift dann nicht mehr darauf zu, mal zu gucken, okay, wie könnte ich jetzt dann, wie könnten die nächsten Schritte aussehen, was wäre denn im Worst-Case-Szenario, sondern erst mal ist einfach entgegen, ach du Scheiße, was passiert jetzt?
00:16:33
Speaker
Das heißt, ich brauche erst die Regulationen,
00:16:36
Speaker
bevor ich dann wieder strukturiert denken kann, während andere sich darüber regulieren, sich halt mit diesen Gedanken zu beschäftigen und danach entspannen sie.
00:16:46
Speaker
Ja, sorry, wenn ich einmal reingrätsche, das ist ja dann auch so ein bisschen der Unterschied zwischen den verschiedenen Nervensystemzuständen, ob ich dann einfriere im Freeze bin oder ob ich dann eher in den Fight-or-Flight rutsche.
00:16:58
Speaker
Das hängt ja auch ein bisschen von meinen Energieressourcen ab, wenn ich sowieso schon, also es ist ja auch was, was wir häufig sehen, Menschen, die unglücklich mit ihrem Job sind, einen Burnout haben oder einen Bore-Out haben und eigentlich schon wenig Energieressourcen haben und dann mit einem eigenen Business starten, die haben halt tendenziell eher die,
00:17:18
Speaker
die Richtung einzufrieren.
00:17:20
Speaker
Weil einfach schon das Nervensystem überhitzt ist oder auch Erschöpfung da ist.
00:17:27
Speaker
Und dann sind natürlich diese weiteren Aufgaben...
00:17:32
Speaker
Nicht die Aufgaben an sich, also zum Beispiel Content zu produzieren, in die Sichtbarkeit zu gehen, in Verbindung mit Menschen zu gehen, ist das Problem, sondern die Ängste und die Widerstände, die dadurch in uns berührt werden und die wir erstmal regulieren müssen, die wir verarbeiten müssen.
00:17:49
Speaker
Ich kann nicht in Kontakt in die Außenwelt gehen, wenn meine Angst zu groß ist.
00:17:52
Speaker
Oder ich die Angst nicht halten kann, die Unsicherheit, vielleicht auch mit schlechtem Feedback umzugehen, damit umzugehen, dass viele Menschen nicht verstehen werden, was ich da mache.
00:18:04
Speaker
Und das, also, sorry, ich wollte dich nicht unterbrechen, aber das ist vielleicht auch nochmal wichtig, du hast auch von Charaktertypen oder von Human Design Typen gesprochen, da einfach dann für sich auch einen Weg zu finden, dass
00:18:20
Speaker
auf sich einzugehen und nicht so sehr zu gucken, wie macht es jetzt XY, weil man sieht ja gerade alleine schon an uns beiden, dass wir unterschiedliche Strategien brauchen, damit das für uns funktionieren kann.
00:18:34
Speaker
Ja, total.
00:18:35
Speaker
Also ich hätte die Ausbildung alleine nicht begründet.
00:18:37
Speaker
Das kann ich 100% so sagen.
00:18:39
Speaker
Das ist einfach so.
00:18:40
Speaker
Das ist nicht meine Fähigkeit oder meine...
00:18:42
Speaker
Hauptstärke in die Initiative zu gehen.
00:18:45
Speaker
Also ich kann sehr gut Ideen aufbauen.
00:18:48
Speaker
Also wenn jemand zu mir kommt und sagt, ja, ich habe da jetzt irgendwie keine Idee, wie ich das zusammenbastle, dann kann ich das relativ schnell zusammensichten, was gute Ideen wären und habe auch die Fähigkeit, ins Detail zu gehen und auch so das, ich sage mal, das Emotionale mit reinzubauen.
00:19:01
Speaker
Aber es ist nicht meine Stärke in der Idee aufzubringen, um etwas in eine
00:19:08
Speaker
also um etwas in Umsetzung zu bringen.
00:19:10
Speaker
Das haben wir ja bei den Charakterstrukturen oder dem Identitätstypenkurs gesehen, der ja auch auf unserer Liste steht.

Vergleich der Selbstständigkeit mit dem Erwachsenwerden

00:19:16
Speaker
Das habe ich ja schon seit Jahren, diese Idee.
00:19:19
Speaker
Und die Idee ist in meinem Kopf schon fertig, aber ich mache das dann nicht.
00:19:23
Speaker
Das ist, sage ich mal, der Antriebsmotor, den du mit reinbringst.
00:19:28
Speaker
Und wenn du dann sagst, okay, bis dann und dann brauchen wir das und das, dann kriege ich das auch hin.
00:19:31
Speaker
Das ist dann auch nicht das Problem.
00:19:32
Speaker
Aber es ist über den Kontakt, die
00:19:36
Speaker
Initiative dann zu ergreifen und deswegen klappen auch meines Empfindens nach viele Business Coachings nicht, weil sie eben nicht mit einbeziehen, wie unterschiedliche Menschen mit bestimmten Dingen, mit bestimmten Themen, mit bestimmten Energiereserven umgehen.
00:19:52
Speaker
Der eine kann am besten arbeiten, also die Therapeutin, mit der ich arbeite, die sagt jedes Mal, wie glücklich sie ist, dass sie allein in dieser Praxis ist und dass sie das alleine führt.
00:20:02
Speaker
Das wäre für die richtig scheiße, wenn da noch jemand anderes mit durchrennt die ganze Zeit und so weiter.
00:20:08
Speaker
Wenn ich an eine eigene Praxis denke, ich meine, ich habe ja auch einen Praxisraum, aber wenn ich mir wirklich vorstelle, live zu arbeiten, dann würde ich am liebsten in einer Gemeinschaftspraxis arbeiten, wo dann noch Psychotherapeut, Osteopathen und Heilpraktikerin, sodass Kontakt da ist.
00:20:22
Speaker
Also alleine das schon...
00:20:24
Speaker
Komplett grundverschieden.
00:20:26
Speaker
Dann ist ja auch die Frage, möchte man live arbeiten oder online?
00:20:29
Speaker
Wie viel Nervenkapazität hat man, um auch einen gewissen Umsatz zu halten?
00:20:33
Speaker
Das ist ja dann auch wieder ein Thema.
00:20:35
Speaker
Und da kommen wir eben auch dazu, warum es eben auch nicht nur strukturelle Themen sind.
00:20:39
Speaker
Klar, es ist auch wichtig, dass man eine Struktur hat, dass man
00:20:42
Speaker
Marketing versteht und so weiter.
00:20:44
Speaker
Aber das, was viele gar nicht wissen, ist halt, dass es eigentlich auch Kindheitsthemen sind, die mit beeinflussen.
00:20:52
Speaker
Kann ich jetzt reingehen oder nicht?
00:20:54
Speaker
Was denke ich über Selbstständigkeit oder was fühle ich zu Selbstständigkeit?
00:20:58
Speaker
Weil ganz ehrlich, selbstständig bedeutet, wirklich erwachsen zu werden.
00:21:03
Speaker
Seltenverhältnis zu sein, im Zweifel vom Staat, sage ich mal, auch begleitet zu werden,
00:21:09
Speaker
ist im Prinzip Vater Staat.
00:21:11
Speaker
Also wir bleiben so gesehen in der scheinbaren Sicherheit der Familie.
00:21:14
Speaker
Also im Zweifel werde ich versorgt.
00:21:16
Speaker
Das ist auf eine Art Kindliches, was nicht heißen soll, dass alle selbstständig sein sollten.
00:21:21
Speaker
Ich glaube auch nicht, dass das für jeden ehrlicherweise...
00:21:23
Speaker
der entspannteste Weg ist.
00:21:26
Speaker
Aber das ist schon ganz gut zu verstehen, dass da eben auch Mutter- und Vaterthematiken hinterliegen, wenn wir uns damit beschäftigen.
00:21:32
Speaker
Ich wäre gern selbstständig, ich würde gern ein hohes Einkommen haben und so weiter.
00:21:37
Speaker
Das muss das Nervensystem erstmal halten können und wenn es das eben...
00:21:41
Speaker
nicht gelernt hat, dann kann ich auch 30.000 Kurse machen, dann habe ich am Ende keine Ahnung, wie viel Kohle ausgegeben und trotzdem bin ich keinen einzigen Schritt gegangen, weil innerlich dieser Widerstand sagt, nee, das kannst du nicht machen.
00:21:52
Speaker
Das ist zu unsicher, du kannst jetzt nicht diesen Job aufgeben.
00:21:55
Speaker
Das geht nicht, das war bei mir auch so.
00:21:56
Speaker
Ich habe am Anfang gedacht, boah.
00:21:59
Speaker
Ich verdiene eigentlich ganz gut, mir geht es gut finanziell.
00:22:02
Speaker
Ich fand den Job jetzt nicht total scheiße, ich konnte ja trotzdem coachen, hatte da auch schon einen bestimmten Stand, sage ich mal.
00:22:10
Speaker
Also es war jetzt, sage ich mal, nicht so Leidensdruck hoch, dass ich sagen würde, ich hätte da auf jeden Fall rausgemusst, es hätte keinen Weg gegeben.
00:22:20
Speaker
Nur, ich habe eigentlich erst danach gemerkt, wie viel mir das eigentlich doch gezogen hat, weil das System gewöhnt sich ja auch an den Stress und auch an die permanente Unterdrückung.
00:22:29
Speaker
Und das, was du eben gesagt hast, ist eben so ein richtig fieser Teufelskreis,
00:22:34
Speaker
Weil durch die permanente Selbstunterdrückung, dadurch, dass die ganze Zeit die Energie so gezogen wird, kommen wir immer tiefer in so eine Art Energieloch, wo die Vorstellung, das zu tun, was uns da rausbringen könnte, immer unrealistischer erscheint.
00:22:50
Speaker
Weil scheinbar gar keine Energie da ist.
00:22:53
Speaker
zu kündigen oder gar keine Energie da ist, dann mal Akquise zu machen oder mal eine Ausbildung zu machen oder man Flyer zu entwerfen.
00:23:02
Speaker
Also es ist plötzlich gar keine Energie mehr da für die Dinge, die uns aus dem herausholen könnten, was uns die ganze Zeit Energie frisst.
00:23:11
Speaker
Das ist ja, also das ist halt das
00:23:14
Speaker
Das Gefährliche, sage ich mal.
00:23:15
Speaker
Und die Endstufe ist dann bei vielen eben entweder Burnout oder Bore-Out.
00:23:18
Speaker
Also einerseits das komplette Ausgebranntsein durch eine totale Überaktivität oder das Gegenteil, an seinem eigenen Leben sich zu erlangweilen.
00:23:29
Speaker
Also der Rüdiger Dahlke hat geschrieben, man kann sich nicht nur zu Tode arbeiten, sondern auch zu Tode langweilen.
00:23:34
Speaker
Das ist sprachgebrauchsmäßig da.
00:23:37
Speaker
Und im Prinzip ist das...
00:23:39
Speaker
sowohl körperlich als auch emotional war.
00:23:41
Speaker
Also ganz lange wurde ja nur über Burnout gesprochen, was ja auch sehr einschränkend ist und dann ja auch wirklich den Körper in maximal Ruhe reinspingt.
00:23:51
Speaker
Aber Burnout als Sinnlosigkeitsgefühl, als dieses Gefühl von, ich mache zwar die ganze Zeit was, aber eigentlich...
00:23:58
Speaker
finde ich keine Erfüllung und da ist immer diese Frage von, gibt es da nicht noch mehr in diesem Leben für mich und was ist, wenn ich in zehn Jahren zurückschaue, bin ich dann immer noch in diesem gleichen Teufelskreis oder wie auch immer, das ist mindestens genauso schmerzlich, nur die, um da rauszukommen, die fehlt dann einfach mit der Zeit immer mehr.
00:24:18
Speaker
Ja, ja, absolut.
00:24:20
Speaker
Und ich würde da, glaube ich, gerne nochmal so ein bisschen drauf eingehen, auch so auf die
00:24:27
Speaker
Energietypen oder auch Charaktertypen.
00:24:29
Speaker
Also wir bringen ja unseren Auszubildenden in der Ausbildung auch ein Identitätstypenmodell bei, was sehr, sehr zutreffend ist.
00:24:39
Speaker
Ich sag mal, Human Design ist ja auch eine Art von Identitäts- oder Charaktertypenmodell.
00:24:46
Speaker
angelehnt an die Astrologie und da fließt ja ganz viel rein.
00:24:51
Speaker
Und ich sage immer, es ist ganz wichtig, dass wir das nicht zum Bypassen nutzen.
00:24:55
Speaker
Also wenn wir uns irgendwie zu sehr... Ich mache mal ein Beispiel.
00:24:59
Speaker
Also Lena, du bist ja Projektorin und da ist halt ganz häufig auch...
00:25:05
Speaker
Dann gibt es halt die Lichtseiten, es gibt die Schattenseiten.
00:25:08
Speaker
Ich bin im Human Design MG, also manifestierender Generator, gibt es die Schattenseiten, die Lichtseiten, es gibt ganz viele verschiedene Einflussfaktoren.
00:25:18
Speaker
Man ist ja nicht nur der Energietyp, sondern da fließen ja auch noch die Kanäle, die man hat und was definiert ist und undefiniert und so weiter.
00:25:26
Speaker
Und das ist bei so Modellen eigentlich immer der Fall.
00:25:28
Speaker
Also man ist eigentlich immer so ein bisschen ein Mischtyp und jeder hat so seine individuellen Schatten und Lichtseiten.
00:25:36
Speaker
Und ein Schatten ist halt, sich zu sehr damit zu identifizieren, im Sinne von, ich kann das halt nicht, weil ich bin ja Projektor oder ich bin ja MG oder nach dem Identitätstypen-Modell, mit dem wir arbeiten, ja okay,
00:25:51
Speaker
Ich bin halt eher eine schizorigide Struktur, das heißt im Schatten vermeide ich Kontakt, weil der für mich gefährlich ist, aber ich kann den ja trotzdem so weit transformieren, dass ich heute zum Beispiel viel, viel besser in Kontakt gehen kann, aber es eine Grenze für mich gibt,
00:26:13
Speaker
wo ich dann einfach merke, die liegt vielleicht ein bisschen tiefer als bei jemandem, der eher eine orale Struktur hat, der halt im Kontakt Energie auflädt und ich eher in dann, wenn ich wieder in meine eigene Energie komme, Energie auflade.
00:26:30
Speaker
Und deswegen ist aber trotzdem meine Charakterstruktur
00:26:35
Speaker
nicht der Grund dafür, warum ich, also hätte ich darauf gehört, hätte ich gesagt, ja, dann kann ich ja gar kein Coaching im Business aufbauen, weil da geht es ja um Kontakt, da geht es ja um Beziehung.
00:26:48
Speaker
Und das wäre dann der Schatten

Geschäftsaufbau als Ego-Todesreise

00:26:50
Speaker
davon.
00:26:50
Speaker
Und deswegen sollten wir immer schauen oder auch verstehen, wir können lernen, wir können uns transformieren und wir können uns auch in unserem Rahmen entwickeln,
00:26:59
Speaker
entfalten und wir müssen das, wenn wir ein Ziel haben, auch tun.
00:27:05
Speaker
Und neben Kindern ist halt eine Selbstständigkeit oder ein Business so die Ego-Death-Journey, die man so in seinem Leben durchspielen kann, weil das eigentlich direkt ein Spiegel ist.
00:27:21
Speaker
Also mein Business spiegelt mir meine Themen.
00:27:25
Speaker
Wie Menschen auf mich reagieren,
00:27:28
Speaker
ob sie bei mir kaufen oder nicht, ob ich meine Arbeit als erschöpfend und kraftzehrend erlebe oder nicht, ob dabei finanziell genügend Sicherheit entsteht oder nicht, hat ganz, ganz viel damit zu tun, wie ich in Kontakt gehe, wie mein Bindungsstil ist, wie ich auf mich blicke, wie ich auf das Thema Fülle oder Mangel blicke.
00:27:54
Speaker
wie viel Nervensystemkapazität ich habe, mit Emotionen umzugehen, mit Ängsten umzugehen, wie schnell ich den Shift schaffe zwischen Opferrolle, ach ja, der Algorithmus ist dran schuld, dass nicht genügend Menschen zu mir finden zu.
00:28:10
Speaker
Ja, der Algorithmus funktioniert auf eine gewisse Weise, aber wie kann ich mich innerhalb dieses Systems selbstverantwortlich sein?
00:28:19
Speaker
weiter reifen und damit sozusagen wachsen, diesen Shift hinzukriegen.
00:28:29
Speaker
Das ist ganz, ganz wichtig und das ist eine Frage von Ressourcen und Nervensystemkapazität.

Wege zur Vollzeit-Coaching-Karriere

00:28:34
Speaker
Und ich kann einfach auch sagen, Lena hat jetzt so ein bisschen beschrieben, wie es ihr ging,
00:28:39
Speaker
ich mache vielleicht nochmal so ein bisschen den Kontext klar, Lena arbeitet ja mit mir schon ganz, ganz lange zusammen, als Coach für Chainless Woman, für das Coaching, das ich sozusagen aus dem Nichts aufgebaut habe.
00:28:55
Speaker
Und da war sie immer Teilzeit mit drin, hat eben noch auch andere, hast selbstständig auch Coachings gegeben, und dann auch noch für die andere Firma gearbeitet.
00:29:05
Speaker
Und das heißt, ähm,
00:29:09
Speaker
Wir haben so unterschiedliche Startpunkte und das zeigt auch so ein bisschen unsere Charakterstruktur.
00:29:15
Speaker
Lena brauchte einfach schon auch hier wieder den Kontakt eher schon mit, in dem Fall mir, mit jemandem, der schon so einen gewissen Proof of Concept hat, also der mitbringen konnte, okay,
00:29:27
Speaker
Ich habe eine gewisse Erfahrungsgrundlage, auf die können wir aufbauen.
00:29:30
Speaker
Das gibt ein bisschen Sicherheit rein.
00:29:33
Speaker
Und bei mir war es zum Beispiel so, das war so aus dem Nichts.
00:29:36
Speaker
Da war niemand, der mir gesagt hat, du musst es so und so und so machen und so wird es funktionieren.
00:29:42
Speaker
Und trotzdem sind am Ende die Emotionen
00:29:48
Speaker
Gleich.
00:29:49
Speaker
Also es ist eine Angst da, es ist eine Unsicherheit da und die muss reguliert werden, ganz egal, wie die Geschichte drumherum ist.

Neue Herausforderungen bei wachsendem Geschäft

00:29:56
Speaker
Und die müssen wir regulieren, damit wir weitergehen können, weil wir uns sonst davon sabotieren und aufhalten lassen.
00:30:03
Speaker
Und das kommt auch immer wieder.
00:30:06
Speaker
Also die Phase, die Lena jetzt durchgemacht hat, in dem Moment zu sagen, gut, die Ausbildung, das haben wir jetzt aufgesetzt, es läuft, jetzt kann ich kündigen, jetzt kann ich da Vollzeit mit reingehen.
00:30:20
Speaker
Das ist die erste Phase, die man eigentlich so am Anfang einer Selbstständigkeit hat.
00:30:26
Speaker
Und dann kommen eben immer wieder Phasen, wo du dich fragen musst, weil Wachstum geht ja im Prinzip immer.
00:30:35
Speaker
Und die Frage ist, die man sich immer wieder neu beantworten muss.
00:30:39
Speaker
Für was bin ich hier?
00:30:42
Speaker
Also ich hatte dann irgendwann den Zeitpunkt erreicht, wo ich in der Selbstständigkeit rund um die Uhr Coachings gegeben habe und gemerkt habe, das ist für mich so ein Hamsterrad, in dem ich eigentlich gar nicht sein möchte.
00:30:54
Speaker
Ich helfe zwar Menschen, aber wo bleibt denn ich dabei?
00:30:57
Speaker
Und vor allen Dingen musste ich mir die Frage beantworten, ist Bedeutung,
00:31:04
Speaker
bin ich dafür da oder bin ich vielleicht noch für einen Step weiter da?
00:31:09
Speaker
Möchte ich noch mehr Menschen damit erreichen?
00:31:12
Speaker
Also das ist dann auch so ein bisschen so eine Frage von,
00:31:16
Speaker
Man kann sagen, Seelenaufgabe vielleicht auch, die man so hat, wenn man hierher kommt.
00:31:21
Speaker
Und das war der nächste Schritt.
00:31:23
Speaker
Bin ich jetzt einfach zufrieden mit dem, was ich habe?
00:31:26
Speaker
Oder wage ich es, in ein an sich ja funktionierendes System und Angebot einzugreifen, etwas an meinem Angebot zu verändern, um mehr Menschen erreichen zu können?
00:31:38
Speaker
Das war der nächste Step, der mich auch wieder erinnert.
00:31:41
Speaker
hat extrem struggeln lassen, wo ich mit Gedanken zu tun hatte von, ist es jetzt egoistisch?
00:31:49
Speaker
wenn ich klein bleibe und das alles nur für mich behalte oder ist es vielleicht eher egozentrisch zu meinen, dass man da größer werden könnte.
00:32:00
Speaker
Also auch diese inneren Konflikte und Stimmen und Geschichten, die man sich in jeder Phase immer wieder ein Stück weit erzählt.
00:32:09
Speaker
Darf ich noch größer werden?
00:32:11
Speaker
Darf ich noch in dem Sinne auch erwachsener werden?
00:32:14
Speaker
Dann kommt irgendwann auch der Punkt, wenn du das länger machst und da voll reingetaucht bist, wo du dir die Frage stellst, wer bin ich denn eigentlich außer meinem Business, weil das vereinnahmt ja einen dann ja schon am Anfang so ein bisschen, da kommen dann so Identitätsfragen rein.
00:32:32
Speaker
Und auch die Frage, wenn ich das jetzt ein bisschen loslasse und mich wage, auch noch Raum für andere Lebensbereiche, soziale Kontakte, Sport, Reisen zu schaffen, wird das dann noch weiter funktionieren oder wird es dann in sich zusammenbrechen, weil ich da nicht mehr 100%, 150% dabei bin, sondern eben eher 80% und meinem System, das ich aufgebaut habe, vertraue.
00:32:59
Speaker
Und das sind immer so Phasen.
00:33:01
Speaker
Gestern habe ich mit einer Interessentin für die Ausbildung gesprochen, die eben auch diese Phasen durch hat, wo es ganz normal ist, dass auch wieder mal die Frage kommt, ist das überhaupt noch das Richtige?
00:33:14
Speaker
Also möchte ich diese Arbeit in der Form überhaupt weitermachen?
00:33:18
Speaker
Und das ist menschlich und das ist normal.
00:33:21
Speaker
Und wir haben gestern auch darüber gesprochen, wie wichtig das ist, dass das passiert, weil viele, die rennen halt 20, 30 Jahre einfach in eine Richtung, um dann festzustellen, eigentlich hätte ich vor zehn Jahren schon eine andere Abbiegung nehmen wollen, aber ich habe mir nicht die Zeit genommen und hatte auch nicht den Mut, mal zu fragen, ist das noch das, was ich will?
00:33:40
Speaker
Und

Finanzielle Bildung und Risikobereitschaft

00:33:41
Speaker
deswegen, also ich nehme so ein bisschen einfach in die Geschichte mit, weil ich möchte, dass klar wird, wir werden nie 100% angstfrei und es wird immer irgendwo eine Angst zu scheitern auftauchen, wenn wir die nächste Wachstumsebene oder den nächsten Entwicklungszyklus erleben.
00:33:58
Speaker
Und wie wertvoll und
00:34:04
Speaker
ich sage mal game-changing, ich habe kein anderes Wort dafür, dass für mich war zu erkennen, dass diese Fähigkeit mit sich und mit seinen Emotionen und mit seinem Nervensystem und also die Fähigkeit zu transformieren, sage ich mal, dass die gelernt werden kann und dass die so
00:34:30
Speaker
der Insight des Lebens ist völlig egal, für was du das dann am Ende nutzt, ob du damit ein Business aufbaust, wie groß dieses Business werden soll oder ob du auch einfach nur in Beziehungsmustern dich weiterentwickelst oder mit deinen Kindern anfängst.
00:34:49
Speaker
Also egal, wo du Entwicklung erleben willst, finanzielle Sicherheit und so weiter.
00:34:56
Speaker
hat mir zum Beispiel auch total geholfen, mich anzufangen, mit Investments auseinanderzusetzen.
00:35:02
Speaker
Mit Immobilieninvestments setzen wir uns zum Beispiel aktuell auseinander.
00:35:07
Speaker
In Silber und Gold zum Beispiel zu investieren, sich da auch zu trauen, ein gewisses Risiko einzugehen und das auch zu halten.
00:35:15
Speaker
Weil ich glaube, das ist einfach auch mitunter der Grund, warum sich viele dann auch nicht mit den Themen Vermögensaufbau und so weiter, finanzielle Sicherheit so richtig beschäftigen, weil sie Angst haben, da einen Fehler zu machen.
00:35:28
Speaker
Weil wir natürlich dazu auch in gewisser Maßen gar nicht so gebildet werden im Schulsystem oder so.
00:35:35
Speaker
Und wie gesagt, das gibt dann einfach so ein Momentum rein, in allen Lebensbereichen einfach mehr Ressourcen zu haben, Risiko einzugehen, Schritte zu gehen und sein Leben zu gestalten.
00:35:48
Speaker
Und man könnte sagen, das ist dann das, wo man vor allem in der spirituellen Szene dann von der Schöpferkraft spricht.
00:35:57
Speaker
Ja, also...
00:35:59
Speaker
Und bei diesem spirituellen Thema, ich bin da ja an sich auch total dabei.
00:36:05
Speaker
Nur gerade als du das gesagt hast, mit der spirituellen Szene kam mir auch sofort, es funktioniert nicht, sich einfach alles nur schön zu manifestieren.
00:36:12
Speaker
Das ist nämlich dann die andere Seite.
00:36:14
Speaker
Also stell dir einfach nur immer wieder vor, wie du reich wirst, wie du finanziell sicher bist, wie du ein laufendes Business hast.
00:36:20
Speaker
Das ist aber Bypassing, dass ich das von mir nicht gesprochen habe.
00:36:23
Speaker
Also da muss ja schon aktive Schritte gehen.
00:36:27
Speaker
Wenn ich mir das nur vorstelle in meinem Salespace zu Hause, dann muss ich mich nicht mit meinen Ängsten konfrontieren.
00:36:33
Speaker
Das ist das, was ich meine, ne?
00:36:35
Speaker
Genau, voll.
00:36:36
Speaker
Also es ist im Prinzip dann wie so ein Selbstbedienungsladen und so funktioniert das auch wiederum nicht.
00:36:40
Speaker
Also

Fehlerangst und Lernprozesse

00:36:41
Speaker
es macht natürlich schon Sinn, so gesehen auch das Gehirn und auch das Visuelle darauf vorzubereiten, sich damit zu verbinden, wo man hin möchte.
00:36:51
Speaker
Aber es ist genau das, was du sagst.
00:36:53
Speaker
Es braucht eben dann auch die Schritte, die dahin führen, sonst wird es auch innerlich immer unangenehmer, weil es wird immer klarer, was ich will und es gibt aber nichts, was dahin führt.
00:37:03
Speaker
Und auch hier ist es dann eine Art Projektion nach außen.
00:37:08
Speaker
Ja, das Universum, das will es wohl scheinbar nicht oder bei anderen klappt es auch, bei mir nicht.
00:37:12
Speaker
Also dann ist es auch ein Anhaften in diesem Opferdasein, sage ich mal.
00:37:17
Speaker
Also es ist schon auch relevant, ja, diese Schritte selbst zu gehen und gleichzeitig
00:37:23
Speaker
Es ist eben zum Beispiel auch je nach Person,
00:37:25
Speaker
Auch da nochmal ein bisschen unterschiedlich.
00:37:27
Speaker
Also diese Angst vorm Scheitern ist, glaube ich, ganz grundsätzlich.
00:37:29
Speaker
Die kennt jeder und zwar auch in jedem Bereich.
00:37:31
Speaker
Also selbst wenn es nicht um Selbstständigkeit geht.
00:37:34
Speaker
Und wir haben natürlich auch eine sehr negative Prägung in Bezug auf Fehler.
00:37:39
Speaker
Also Fehler sollen ja möglichst vermieden werden.
00:37:42
Speaker
Und um Fehler zu vermeiden, darfst du eigentlich gar nichts tun.
00:37:45
Speaker
Weil es ist überall, gerade bei Dingen, die nicht komplett routiniert und automatisch laufen, das Potenzial, Fehler zu machen.
00:37:52
Speaker
Und ich habe zum Beispiel...
00:37:55
Speaker
Auch dieses Thema, da gehe ich immer wieder ganz bewusst drüber, weil es einfach nicht mein natürlicher Zustand ist, sage ich mal.
00:38:03
Speaker
Ich will Dinge am liebsten können und dann machen.
00:38:08
Speaker
Vor allen Dingen, wenn andere dabei sind.
00:38:10
Speaker
Also für mich selber, okay, also wenn ich jetzt zum Beispiel, ich trick in der Freizeit gerne mal und da ist es zum Beispiel okay, dass es halt am Anfang nicht ganz so gut klappt.
00:38:19
Speaker
Das ist für mich nicht ganz so, da habe ich nicht so die Gefahr der Abwertung.
00:38:24
Speaker
Aber ich weiß noch, als ich in den Ausbildungen saß zum Beispiel, ich wollte am liebsten coachen können, bevor ich coache.
00:38:32
Speaker
Und das funktioniert bei diesen Sachen eben nicht.
00:38:35
Speaker
Also du kannst halt erst lernen, so ein Gedicht zu schreiben zu Hause und dann kannst du es vortragen.
00:38:42
Speaker
Das geht.
00:38:43
Speaker
Also da kannst du dich vorher, sage ich mal, so absichern, dass du sagst, okay, das ist jetzt gut und dann geht man damit raus.
00:38:48
Speaker
Das ist zwar trotzdem immer noch aufregend, aber man ist vorher so vorbereitet, dass man sich sicher fühlt.
00:38:53
Speaker
Aber bei so etwas wie Coaching, wo...
00:38:55
Speaker
dass ja im Kontakt es sichtbar wird, wie gut man das jetzt schon verstanden hat, wie gut man es in die Anwendung bringen kann und so weiter, wo es eben nicht nur über das Verständnis, sondern über die Verkörperung geht, konnte ich mich daran, sage ich mal, nicht mehr zurückziehen, sondern ich musste das Risiko eingehen, in dem Tun selber zu erleben, dass ich es vielleicht doch noch nicht so gut kann, dass ich doch an einer Stelle dann stocke, dass ich feststecke, dass jeder mitbekommt, dass ich hier gerade irgendwie nicht weiterkomme.
00:39:21
Speaker
Und jetzt bei der Lehrerausbildung, die ich ja gerade auch mache,
00:39:24
Speaker
Also von meinem Ausbildungsleiter, der hat bestimmte Menschen, die er halt ausgebildet hat, werden gerade von ihm ausgebildet, weil er jetzt auch schon ein bisschen älter ist.
00:39:35
Speaker
Und da ist es genau das Gleiche.
00:39:38
Speaker
Also ich stehe plötzlich vor dieser Gruppe und soll ein Modell erklären, das ich schon bestimmt 300 Mal erklärt habe.
00:39:44
Speaker
Und plötzlich, weil ich in einer ganz anderen Rolle bin, kommen ganz andere Themen hoch, gerade weil die das ja auch alle können und die sind alle schon viel länger dabei und so weiter.
00:39:52
Speaker
Und das sind eben so diese Änderungen,
00:39:54
Speaker
Diese aufregenden Erschütterungen, in Anführungsstrichen, die eben dazugehören und die wir auch gelernt haben, in Anführungsstrichen falsch zu interpretieren, weil auf eine Art ist diese Aufregung und auch die Angst vor dem Scheitern erstmal gebündelte Lebensenergie.
00:40:11
Speaker
Also es ist eigentlich aufregend, genauso wie vor einer Achterbahnfahrt.
00:40:15
Speaker
Es ist eigentlich reine Lebensenergie, die endlich wieder so eine Art,
00:40:19
Speaker
Fluss in Bewegung bringt, nur weil wir gelernt haben, dass das gefährlich ist, versuchen wir diesen Zustand möglichst schnell wieder wegzudrücken oder zu überwinden oder zu vermeiden und das führt eben ganz häufig dazu, dass wir auch diese Schritte nicht gehen.
00:40:35
Speaker
Und dann kommt noch dazu, dass wir uns häufig mit Menschen vergleichen, die
00:40:41
Speaker
viel weiter sind in dem, was wir wollen und dementsprechend auch an sich eine ganz gute Inspirations- und Vorbildquelle sein können.
00:40:48
Speaker
Nur im Vergleich schneiden wir immer schlecht ab.
00:40:50
Speaker
Also wenn ich mich in der Lehrerausbildung mit meinem Ausbilder vergleiche, dann kann ich nur so fühlen, dass ich einfach eine komplette Vollversagerin in der Rolle bin, weil der macht das halt seit 25 Jahren.
00:41:02
Speaker
Da war ich drei, so, da konnte ich das noch nicht machen.
00:41:05
Speaker
Also dementsprechend, es ist so,
00:41:08
Speaker
Das ist eine Hürde, also da zu unterscheiden zwischen, ja, das kann mein Vorbild sein und ich kann ganz viel von diesem Mentor lernen.
00:41:14
Speaker
Ich darf aber auch abgleichen, okay, wo stand ich gestern, welche Erfahrungen habe ich in diesem Bereich und mit wem oder mit was kann ich mich gerade wirklich, sage ich mal, orientieren, um herauszufinden, wo stehe ich eigentlich gerade.
00:41:28
Speaker
Denn ansonsten ist es halt sehr, naja, frustrierend.
00:41:32
Speaker
Und wir ziehen grundsätzlich nach dem Resonanzprinzip Menschen an, die ähnliche Muster und Tendenzen haben.
00:41:39
Speaker
Und das begegnet uns ja auch immer wieder auch in Vorgesprächen.
00:41:43
Speaker
Wenn wir dann natürlich, dazu hattest du ja auch jetzt vor ein, zwei Tagen was gepostet, mit dem du mal zu deiner Mutter dann von deinem Coaching-Produkt erzählt hast.
00:41:50
Speaker
Mhm.
00:41:51
Speaker
Und wenn wir das natürlich mit Menschen teilen, was wir jetzt tun wollen, die selber ganz viel Angst haben, ihre Träume auszuleben oder die selber sich bestimmte Schritte nicht erlaubt haben oder die sehr geprägt sind auf Sicherheit oder vielleicht auch negative Erfahrungen mit Selbstständigkeit beispielsweise gemacht haben, dann werden wir natürlich immer wieder in unserer Angst bestärkt.
00:42:11
Speaker
Also wir sollten uns immer auch fragen, okay,
00:42:14
Speaker
mit wem möchte ich jetzt, wenn das mein nächster Schritt ist, in Kontakt gehen, der mir wirklich eine realistische Einschätzung geben kann.

Finanzielle Überzeugungen und Verdienstpotenzial

00:42:22
Speaker
Also in Bezug auf zum Beispiel finanzielle Sicherheit sollte man vielleicht nicht unbedingt jemanden fragen, der sein ganzes Leben lang immer wieder Schulden produziert hat oder sein Geld gebunkert hat oder sich nie damit beschäftigt hat, welche anderen Möglichkeiten es gibt.
00:42:37
Speaker
Und wenn man selbstständig werden möchte, sollte man sich vielleicht auch nicht mit Menschen austauschen,
00:42:42
Speaker
die halt ihr Leben lang in Beamtenpositionen waren.
00:42:45
Speaker
Und hier geht es nicht um eine Wertung, was besser oder schlechter ist oder wie auch immer.
00:42:49
Speaker
Das ist halt nicht vergleichbar.
00:42:50
Speaker
Genau, also der wird dir nicht sagen, ja klar, kündige deinen sicheren Job und mach dich selbstständig, ist doch super, lebe dein Leben und Risiko super, weil das scheint nicht in seinem System vorbereitet zu sein.
00:43:01
Speaker
Denn es gibt diesen Erfahrungsraum gar nicht.
00:43:05
Speaker
So war es bei mir ja auch.
00:43:06
Speaker
Also ich habe ja am Anfang...
00:43:11
Speaker
Also wie soll ich das sagen, auch in Bezug auf zum Beispiel finanzielles Einkommen gab es in mir eine maximale Obergrenze, von der ich glaubte, und es ist auch immer noch nicht ganz anders, was so das Maximum ist, was man monatlich so netto verdienen kann und das war bei 3000 Euro.
00:43:27
Speaker
Und dann spreche ich mal, die Realität ist, beziehungsweise, ich sag mal, da bist du ja gerade auch, wenn man sich die Einkommen von Frauen anguckt, bei den oberen 10 Prozent, ja, also kein Wunder, dass du das glaubst, weil das ist ja auch das, was im System so, sag ich mal, die Obergrenze ist normalerweise, ja.
00:43:46
Speaker
Ja, total.
00:43:47
Speaker
Und es war auch gar nicht so, dass ich das jetzt als wenig oder negativ empfunden habe.
00:43:51
Speaker
Und es ist ja auch durchaus so, dass ich damit leben könnte.
00:43:54
Speaker
Es ist jetzt ja nicht so, dass ich so, was heißt verschwendere?
00:43:57
Speaker
Ich sage mal, die Kosten steigen ja auch.
00:43:59
Speaker
Aber es wäre jetzt nicht so, dass das jetzt ein Einkommen wäre, was jetzt super schlecht ist.
00:44:04
Speaker
Aber wenn ich dann manchmal so gehört habe...
00:44:07
Speaker
Ja, das hatten wir ja.
00:44:19
Speaker
ist, dass das möglich wäre, auch für mich und zwar ohne, dass das bedeuten würde, dass Menschen dafür ausgenommen werden, sondern das ist eine totale Prägung und die ist nicht mal bewusst passiert, also es hat mir keiner eingeredet, sondern es ist einfach das, was sich gespeichert hat, das bedeutet... Ja, und auch kollektiv, was wir an, ich sag mal, Reifegrad haben.
00:44:44
Speaker
Also im Sinne von Selbstverantwortung und Selbstversorgung.
00:44:50
Speaker
Wir haben ja kollektiv, dadurch, dass wir in einem Sozialsystem leben, schon in der Masse eher Menschen, die einen gewissen Versorgungsanspruch behalten.
00:45:01
Speaker
Also im Worst Case zahlt die Krankenkasse.
00:45:05
Speaker
Das ist ja ein Brüdervergleich.
00:45:06
Speaker
Aber im Worst Case habe ich ja Arbeitslodengeld.
00:45:09
Speaker
Im Worst Case habe ich eine Arbeitslodengeld.
00:45:14
Speaker
Und das ist halt in der Selbstständigkeit oder im Unternehmertum, das kannst du natürlich auch alles freiwillig einzahlen, aber das ist normalerweise nicht der Fall.
00:45:25
Speaker
da baust du dir eine Selbst... Also du versorgst dich selbst.
00:45:28
Speaker
Und das ist... Da haben wir ja ganz lange Gespräche schon drüber gehört.
00:45:32
Speaker
Weil das ist so spannend.
00:45:34
Speaker
Denn klar ist das ein gutes Gehalt, von dem du jetzt in diesem Moment gut leben kannst.
00:45:39
Speaker
Aber das ist nicht... Inflation frisst den Wert weg.
00:45:44
Speaker
Da ist noch keine Altersvorsorge mitgedacht.
00:45:47
Speaker
Und wir wollen ja nicht jeden Tag arbeiten gehen und unsere Lebenszeit in etwas reinstecken.
00:45:52
Speaker
Und wir haben natürlich vielleicht auch den...
00:45:56
Speaker
selbstlosen Teil da drin, der Menschen damit helfen will, aber am Ende will ja keiner in der Altersarmut leben und wir alle wollen gerne, wenn wir im Alter irgendwie pflegebedürftig sind, uns auch eine richtige Pflege leisten können und so weiter und das muss natürlich mitgedacht werden bei dem, was ich heute verdiene und
00:46:16
Speaker
Da tricksen wir uns aber aus, weil wir bleiben im Moment.

Balance von Ressourcen und Anforderungen

00:46:21
Speaker
Wir bleiben in diesem Moment und denken uns so, naja, jetzt reicht es ja und erzeugen dadurch aber über längere Zeit auch einen Mangel.
00:46:29
Speaker
Also wir rutschen trotzdem in den Mangel rein, weil wir uns einfach nicht erlauben,
00:46:34
Speaker
dass da mehr geht und dass es auch einen Energieausgleich geben darf für das Risiko, das man eingeht, wenn man in die Selbstständigkeit geht und so weiter.
00:46:43
Speaker
Also Money Mindset kann man da in dem Sinne sagen, aber es ist auch wieder ein tiefer liegendes Thema, nicht nur die Gedanken darüber, sondern auch die Prägungen, wie viel Fülle habe ich verdient, wie viel Versorgung habe ich verdient, wie viel Sicherheit habe ich verdient und
00:47:03
Speaker
Ja, genau, das ist, glaube ich, einfach nochmal wichtig, das zu relativieren, um
00:47:12
Speaker
da auch an die Zukunft denken zu dürfen und dann nicht mit der Selbstständigkeit wieder einen Mangel zu erzeugen.
00:47:21
Speaker
Ja, und da sind wir halt dann auch wieder bei den Charakterstrukturen.
00:47:24
Speaker
Also in Versorgung halt das war, was als nicht ausreichend erlebt wurde subjektiv.
00:47:32
Speaker
Also bedeutet, es gibt ein Gefühl von, es ist nicht genug da und entweder ich habe was oder die anderen.
00:47:40
Speaker
natürlich immer ein Konflikt zwischen, okay, wenn ich jetzt was annehme, dann erzeugt der andere Mangel.
00:47:45
Speaker
Also das ist erstmal wie so eine innere Prägung.
00:47:47
Speaker
Das bedeutet, okay, wenn ich auf was verzichte, hat der andere was.
00:47:51
Speaker
Das ist natürlich dann herausfordernd auch abzuprüfen, sag ich mal,
00:47:57
Speaker
Was ist jetzt gerade wirklich auch ein Wert, der das ausgleicht und der auch damit verbunden ist mit dem, was ich reingebe und mit dem, was am Risiko da ist?
00:48:07
Speaker
Und ab welchem Punkt wird dann auch ein bestimmter Betrag genommen, einfach nur, weil es geht?
00:48:14
Speaker
Und das ist natürlich sehr schwer innerlich, da so einen Kompass zu haben, wenn der auf eine Art schon früh gestört wurde.
00:48:21
Speaker
Mhm.
00:48:22
Speaker
Wenn es dazu kein klares Gefühl gibt von das und das bedeutet Fülle und das und das verdiene ich auch an Fülle oder das und das darf ich annehmen und es ist genug da, sodass selbst wenn ich in Fülle lebe und in Überfluss, daraus auch Überfluss für andere entstehen kann, sondern wenn die Prägung ist,
00:48:40
Speaker
Wenn ich im Überfluss bin, ist jemand anderes im Supermangel, also muss ich etwas von meinem Überfluss abgeben, damit sich das ausgleicht, dann ist das natürlich eine ganz andere Grundlage, als wenn dieser Teil, sage ich mal, von vornherein relativ stabil ist.
00:48:54
Speaker
Unsere Strategien sind da ja auch sehr unterschiedlich, weil
00:48:57
Speaker
Du hast ja auch diesen Kompensationsteil da drin, der sagt, okay, im Zweifel verlasse ich mich am besten auf mich selber, weil der Rest ist eh nicht so sicher.
00:49:05
Speaker
Richtig, ja.
00:49:06
Speaker
Und so rebelliere ich halt gegen das System, also auch gegen das System und zeige, ich werde es auf jeden Fall anders machen.
00:49:15
Speaker
Und ich brauche euch nicht.
00:49:18
Speaker
Extrem kraftvoll und auch total...
00:49:21
Speaker
mein Sehnsuchtsfeld, sage ich mal, das ist ja der Teil, der mir vor allen Dingen sehr doll unterdrückt ist und deswegen glaube ich auch ergänze ich das ganz gut, weil dieser Teil hat ja dann auf der anderen Seite auch den Schatten von, okay, selbst wenn ich dich bräuchte oder wenn mir gerade Hilfe guttun würde, dann erlaube ich mir das auch nicht.
00:49:40
Speaker
Der Teil ist in mir jetzt nicht so das Problem, weil um Hilfe bitten ist so mein täglich Brot, sage ich mal, weil
00:49:45
Speaker
Ich halt gelernt habe so gesehen, im Kontakt bin ich sicher, alleine bin ich tendenziell unsicher.
00:49:50
Speaker
Bei dir ist eigentlich das Gegenteil der Fall.
00:49:52
Speaker
Also allein bin ich sicher, im Kontakt, da kann es schon gefährlich werden.
00:49:56
Speaker
Und so gleicht sich das auf eine Art aus.
00:49:59
Speaker
Ich würde sagen, das ist schon ein großes Geschenk.
00:50:02
Speaker
Das hat auch nicht jeder.
00:50:03
Speaker
Also ich könnte mir auch nicht mit jeder Person vorstellen, das zu machen, was wir gerade machen.
00:50:08
Speaker
Aber so...
00:50:09
Speaker
So ergeben sich eben auch, das ist zumindest jetzt meine Erfahrung, auch Möglichkeiten, wenn man sich dafür öffnet.
00:50:15
Speaker
Nur wenn man von vornherein sagt, nee, das ist nichts für mich und das kann so nicht funktionieren und so weiter, dann wird das Resonanzfeld, also das, was ich anziehe, das auch nicht bereitstellen.
00:50:24
Speaker
Lebe ich ja auch immer mehr in...
00:50:26
Speaker
dem Abgleich mit Menschen, die das tun, was ich möchte und innerlich, ich weiß das selber noch genau, also als ich noch im alten Job jetzt war, habe ich immer wieder auch alte Bekannte gesehen, die auch im Coaching-Bereich arbeiten, die dann einen eigenen Kurs gemacht haben, ein eigenes Retreat geplant haben, super viele Follower dazu gewonnen haben und ich habe immer so gedacht, boah, eigentlich...
00:50:47
Speaker
eigentlich hätte ich auch das Wissen und die Fähigkeiten dazu.
00:50:50
Speaker
Aber ich mache es halt nicht.
00:50:52
Speaker
Also es gab immer dieses, es gab eine Klarheit, ich mache es aber nicht.
00:50:55
Speaker
Weil das, was dafür notwendig ist, das kann ich nicht aufbringen.
00:51:00
Speaker
Und seitdem wir das zusammen machen, habe ich das nicht mehr so.
00:51:03
Speaker
Seitdem ist es ja so...
00:51:06
Speaker
Dass ich mir so denke, ah, cool, dass die das auch macht, aber das, was ich mache, finde ich gerade irgendwie cooler.
00:51:10
Speaker
Also allein für mich immer so.
00:51:12
Speaker
Und das ist natürlich ein sehr quälendes Gefühl.
00:51:15
Speaker
Vor allen Dingen, wenn dieser Teil eben, wenn wir den noch nicht so zum Schlafen gebracht haben, sage ich mal, dass wir ihn selber vielleicht gar nicht mehr mitbekommen und uns quasi nicht mehr wirklich mitbekommen, ist natürlich sehr, sehr unangenehm, weil es jedes Mal so enorme Zurückhaltungskräfte braucht, das auch auszuhalten zu sehen, hm,
00:51:33
Speaker
Das wäre eigentlich auch für mich möglich und ich muss mich damit konfrontieren, dass ich die Einzige bin, die mir das versagt, das zu tun, weil jemand anderes ist dafür nicht verantwortlich, sage ich mal.

Selbstzweifel und persönliches Wachstum

00:51:43
Speaker
Ja, am Ende.
00:51:45
Speaker
Und da ist halt auch wieder dieser Shift drin von der Verantwortungsübernahme, weil nicht meine Mutter ist dafür verantwortlich, dass ich den Schritt nicht gehe,
00:51:54
Speaker
weil sie mir sagt, oh, das wird nicht funktionieren oder nicht.
00:51:58
Speaker
Die, weiß ich nicht, hatten wir jetzt einen Post zur Kindergartenmutt, die sind daran schuld, dass ich mich nicht selbstständig mache, nur weil ich Angst habe, was die dann da über mich reden.
00:52:07
Speaker
Und wie gesagt, es geht dann auch gar nicht um Schuld, sondern es geht um Verantwortung.
00:52:11
Speaker
Also was darf ich noch lernen,
00:52:14
Speaker
wo kann ich noch Ressourcen aufbauen, um die Schritte zu gehen, die notwendig sind.
00:52:20
Speaker
Und ich möchte noch einen wichtigen, wichtigen Punkt dazu sagen, was du vorhin auch gesagt hast, mit dem sich dann mit anderen zu vergleichen, die eigentlich ganz woanders stehen, wo man nur den Außeneindruck hat, weil auch das war gestern ganz spannend im Gespräch zu sehen,
00:52:37
Speaker
Und das hatte ich auch schon mit anderen, wenn ich dann mal gesagt habe, ja, aber ich habe die Angst zu scheitern, auch an manchen Stellen.
00:52:45
Speaker
Ich fühle mich an manchen Stellen auch unsicher und zweifle daran, ob das, was ich gerade mache, wirklich funktioniert.
00:52:52
Speaker
Dann kommt immer so ein ganz überraschendes, ach echt,
00:52:56
Speaker
Das hätte ich jetzt gar nicht von dir gedacht.
00:52:59
Speaker
Das wirkt von außen immer so, als würdest du einfach machen und so weiter.
00:53:04
Speaker
Ja klar, weil wenn ich mache, sieht man das immer außen.
00:53:07
Speaker
Aber der Prozess, der halt vorher stattgefunden hat oder gestern im Gespräch kam dann das Feedback, ja, aber du wirkst so ruhig, du wirkst so entspannt.
00:53:17
Speaker
Und dann habe ich auch gesagt, ja, weil ich gerade entspannt und ruhig bin, weil ich gerade reguliert bin und dann wirklich natürlich entspannt und reguliert und ruhig, weil ich bin ja nicht, wenn die Angst hochkommt, rund um die Uhr in dieser Angst, Gott sei Dank nicht mehr, das wäre dann Tendenz Richtung Angststörung oder Depressionen.
00:53:41
Speaker
die ich durchaus in meinem Leben auch schon hatte, aber wenn diese Unsicherheit kommt, dann kommt die, dann nehme ich die wahr, dann atme ich, dann fühle ich da durch und dann ist die wieder weg und dann bin ich auch wirklich entspannt.
00:53:54
Speaker
Und das ist halt ganz spannend, weil natürlich, wenn dann jemand vor dir sitzt, der dich inspiriert, in dem du dich wiedererkennst, der einfach vielleicht schon da ist, wo du hin möchtest, dann
00:54:11
Speaker
dann nimmst du nur das wahr, wo du in dem Moment, wo du Kontakt mit ihm hast.
00:54:16
Speaker
Und Gott sei Dank bin ich nicht rund um die Uhr disreguliert und aufgeregt.
00:54:22
Speaker
Und das heißt aber nicht, dass ich nicht auch Momente erlebe, in denen ich aufgeregt bin und in denen ich Angst verspüre.
00:54:29
Speaker
Und deswegen war mir das heute so wichtig, darüber zu sprechen, denn
00:54:36
Speaker
Die Angst kommt immer wieder, das haben wir jetzt schon ein paar Mal gesagt.
00:54:41
Speaker
Und die geht nicht weg und dann fängst du an und gehst den Weg, sondern die reguliert sich auf dem Weg.
00:54:51
Speaker
Wenn du lernst, der Mensch zu werden...
00:54:54
Speaker
der du im Kern wahrscheinlich schon bist, der ruft schon, aber wo all die Konditionierungen drüber liegen, über das, was wir auch eben gesprochen haben, zum Thema Geld, zum Thema Erfolg, zum Thema Erwachsenwerden, also, dass dich da was ruft und dass du merkst, okay, alleine der Teil in dir, der hier hergeführt hat, der dir sozusagen den Impuls gegeben hat, hör dir diese Podcast-Folge an.
00:55:21
Speaker
Der ist ja schon da.
00:55:24
Speaker
Das, was uns bisher oder dich bisher daran hindert, den Schritt weiterzugehen, dahin zu kommen, wo du hin willst, ist letztendlich die Konditionierung, die darüber liegt, die Ängste, die Emotionen, die darüber liegen und
00:55:41
Speaker
Und die dürfen wir Stück für Stück abbauen und die bauen wir nicht ab, wie gesagt, indem wir zu Hause sitzen und Money Mindset Audios hören und selbst einen Businessplan zu schreiben oder wie du vorhin gesagt hast, eine Idee für einen Kurs zu haben.
00:56:01
Speaker
Das bringt noch nicht in dem Sinne ins Handeln.

Effektives Coaching und Selbsterfahrung

00:56:06
Speaker
Das kommt erst in dem Moment, wo ich wirklich in den Kontakt gehe mit dem, wo es eng wird.
00:56:13
Speaker
Mit dem, wo Angst hochkommt.
00:56:14
Speaker
Mit dem Gefühl.
00:56:16
Speaker
Und deswegen machen wir das ja auch in unserer Ausbildung so.
00:56:20
Speaker
Denn der Punkt ist halt, du kannst super viele Coaching-Ausbildungen machen.
00:56:25
Speaker
Du kannst super viele Zertifikate machen.
00:56:28
Speaker
Und wir sehen trotzdem immer wieder, dass die
00:56:31
Speaker
die Ausbildungsräume nicht in die Verkörperung führen, weil die Selbsterfahrungsräume nicht tief genug gehen.
00:56:40
Speaker
Also Selbsterfahrung nicht einfach mit Bodyman-Techniken, mit Atemtechniken mal eine Familienaufstellung gemacht zu haben, sondern im Sinne von wirklich in den tiefen Kontakt zu kommen mit den Ängsten, die gerade da sind, zu lernen, das zu halten, die Schritte weiterzugehen,
00:57:00
Speaker
emotional reifer und erwachsener zu werden, um diese Selbstständigkeit auch halten zu können, um die Selbstverantwortung halten zu können, die notwendig ist, um damit erfolgreich zu sein, nicht nur im Business, auch in anderen Sachen, Beziehungskontexte genauso, finanzielle Sicherheit genauso, diese Selbstverantwortung halten zu können.
00:57:26
Speaker
Nicht immer die Schuld bei sich zu suchen, aber die Frage zu stellen, was ist mein Anteil gerade?
00:57:31
Speaker
Wo projiziere ich?
00:57:34
Speaker
Wo gehe ich noch in den Ausdruck von Mangel?
00:57:37
Speaker
Wo ist mein Thema, nie genug zu bekommen?
00:57:41
Speaker
Wo spielt das noch eine Rolle?
00:57:45
Speaker
mal zu erfahren, wie es ist, auf dem Coach was drauf zu projizieren oder auf dem Ausbilder was drauf zu projizieren, weil genau das wird dir später auch mit deinen Klienten begegnen, dass die etwas auf dich drauf projizieren und dir, wenn du der Spiegel bist,
00:58:00
Speaker
vielleicht auch mal ihnen nicht gefällt, was sie im Spiegel sehen und das dann ablehnen oder in Widerstand gehen und dich ablehnen und in den Widerstand gehen und das als wertvollen Impuls zu nehmen und damit weiterzuarbeiten, das muss ich aushalten können.
00:58:18
Speaker
Ich muss ja aushalten können, dass ich in dem Moment sogar vielleicht von meinem Coach abgelehnt werde, weil ich ihm was spiele, was er nicht sehen will.
00:58:25
Speaker
Ja, und dafür brauchst du einen Erfahrungsraum und das sind eben auch die Räume, die wir in der Ausbildung anbieten, damit du wirklich nicht nur die fachliche Kompetenz, die Methodenkompetenz, das Wissen hast und den Rahmen hast, in dem auch
00:58:43
Speaker
Deine Intuition Raum und Platz findet, sondern auch die Selbsterfahrungen machst, die weit über, ich benutze da selbst jetzt mal ein Tool bei mir, hinausgehen, sondern wirklich...
00:58:58
Speaker
Selbsterfahrung im Kontakt mit Ängsten, mit eigenen Schutzmustern und das ist so, so wichtig, weil das die Grundfähigkeit ist, wie gesagt, überhaupt mit dem Business erfolgreich zu sein, denn es ist keine Kunst, eine Ausbildung zu machen und ein Zertifikat zu haben, das macht uns noch nicht zu erfolgreichen selbstständigen Coaches oder Unternehmern.

Einladung zum Coaching-Programm

00:59:23
Speaker
Das findet auf einer anderen Ebene statt und
00:59:27
Speaker
Genau, deswegen haben wir die Coaching-Ausbildung, die Psychosoma-Nutrition-Coach-Ausbildung so aufgebaut und führen da ja aktuell für die kommende Runde jetzt Vorgespräche.
00:59:39
Speaker
Wir freuen uns natürlich sehr, wenn du dich einfach mal auf einen kostenlosen Connection-Call bewirbst.
00:59:45
Speaker
Wir setzen die Links hier unten in die Shownotes.
00:59:50
Speaker
Und dann vielleicht einfach mit dabei bist in dieser Runde oder in der nächsten Runde, einfach den nächsten Schritt jetzt mal gehst, trotz der Angst und nicht wartest, bis die Unsicherheit komplett weg ist.
01:00:07
Speaker
Ja, vor allen Dingen, weil, das hast du eben so schön gesagt, es ist nicht so, dass die Angst weggeht und dann kommt der Weg, sondern dass wir den Weg gehen und dann sich die Angst auflöst oder zumindest kleiner wird, weil wir eben auch die Erfahrung machen, dass viele unserer Horrorszenarien gar nicht eintreten.
01:00:24
Speaker
Also weil es den Realitätsabgleich gibt von dem, was unser Kopf uns die ganze Zeit erzählt, was alles Schreckliches passieren wird, einen Realitätsabgleich bekommt und das passiert eben nicht, wenn keine Schritte gegangen werden, denn dann hat der Kopf wirklich eine so große Vorstellungskraft, dass wir am Ende das Gefühl haben, wir sind mit unserem Business schon gescheitert, uns lehnen alle Menschen, die zu uns kommen, ab und wir sind arm, ohne dass wir überhaupt jemals gescheitert
01:00:50
Speaker
in den Schritt gegangen sind, zu coachen.
01:00:52
Speaker
Also wir erleben das schon, ohne es überhaupt erlebt zu haben.
01:00:56
Speaker
Und ja, dementsprechend freuen wir uns auf jede, mit der wir sprechen.
01:01:01
Speaker
Ich habe auch die Frage gestellt bekommen, ob auch Männer die Ausbildung machen können.
01:01:05
Speaker
Auch das ist möglich, wenn der Wunsch danach da ist.
01:01:07
Speaker
Wir sprechen auch genauso gerne mit dir, wenn du als Mann zuhörst.
01:01:11
Speaker
Und genau, dann freue ich mich auf jeden, mit dem wir sprechen.
01:01:17
Speaker
Ja, sehr, sehr schön.
01:01:19
Speaker
Wir hatten uns eine Dreiviertelstunde vorgenommen.
01:01:22
Speaker
Es ist also wirklich wie verhext, aber ich hoffe, es war ganz viel dabei und du kannst sehen, dass hier auf der anderen Seite einfach auch Menschen sitzen, die genau diese Unsicherheiten und Ängste auch kennen und die Gedanken von, warum soll das ausgerechnet bei mir funktionieren und so weiter und so weiter und
01:01:47
Speaker
auch jede einzelne unserer Coaches und wir haben, ich habe bis in den letzten Jahren fast 600 Menschen begleitet, jede einzelne unserer Auszubildenden und bei Lena wird das ganz genauso sein, haben immer Angst vorm Scheitern und glauben, dass sie es nicht schaffen.
01:02:07
Speaker
Das ist ein Schutzmuster, das möchte uns in dem Gewohnten halten, in dem wir gerade sind.
01:02:14
Speaker
Und wir dürfen das verstehen und einfach erkennen, dass das jedem so geht und dass das kein Erfolgshindernis sein muss.
01:02:25
Speaker
Wir manchmal einfach noch ein paar Schritte vorher lernen dürfen, Ressourcen aufzubauen und Fähigkeiten zu entwickeln.
01:02:31
Speaker
Und dann freuen wir uns, wenn wir dich dabei unterstützen dürfen.
01:02:34
Speaker
Und jetzt machen wir einen Punkt.
01:02:35
Speaker
Punkt.
01:02:38
Speaker
Punkt.
01:02:39
Speaker
Bis zur nächsten Podcast-Folge.
01:02:41
Speaker
Tschau.