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#24 - Frauen, die emotional essen, haben als Kind oft gelernt… image

#24 - Frauen, die emotional essen, haben als Kind oft gelernt…

S1 E24 · The Embodied Coach
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135 Plays2 months ago

Natascha und Lena sprechen in dieser Folge darüber, warum emotionales Essen kein „Disziplinproblem“ ist, sondern ein Schutzmuster, das oft aus frühen Bindungs- und Stressdynamiken entsteht. Sie zeigen, wie Rationalisieren, Perfektionismus, People-Pleasing und Leistungsdruck das Muster stabilisieren und warum echte Veränderung nur passiert, wenn Nervensystem, Körper und Beziehungserfahrung mit einbezogen werden (statt nur Tools/Tipps gegen den Impuls).

Wenn deine Klientin keine Lust auf Bewegung hat, dann ist das oft kein „Motivationsproblem“, sondern ein Nervensystem-Pattern, das sich auch im emotionalen Essverhalten zeigt. In dieser Folge schauen wir auf die unsichtbaren Kindheitsdynamiken, die Perfektionismus, People-Pleasing und Kontrolle füttern und warum „Ablenkungs-Tools“ die Ursache meist nur überdecken. Du wirst danach anders hinschauen… und eine Sache wirst du wahrscheinlich nicht mehr „wegcoachen“ wollen.

Oft liegt dasselbe Muster vor wie beim Coaching bei emotionalem Essverhalten: ein Nervensystem, das gelernt hat, Gefühle zu schlucken – statt sie zu spüren. In dieser Folge sprechen wir darüber, welche Muster und Dynamiken aus der Kindheit emotionales Essen bis heute verstärken: Rationalisieren („Es gab doch Gründe…“), inneres Gaslighting („Ich darf nicht wütend sein…“), Schwarz-Weiß-Denken, Perfektionismus, People-Pleasing und der Zwang, alles alleine zu schaffen.

Du bekommst als Coach neue Perspektiven, wie traumasensibles Coaching, somatisches Coaching und Embodiment Coaching hier wirklich ansetzen: nicht am Verhalten („Trink Wasser, lenk dich ab“), sondern an der Ursache: dort, wo Sicherheit im Körper nie vollständig gelernt wurde. Wir sprechen darüber, warum reine Verhaltenstipps oft nur das alte Muster verschieben (Kontrolle statt Kontakt) und weshalb nachhaltige Veränderung fast immer einen sicheren Beziehungsraum braucht: Co-Regulation, echte Kontaktfähigkeit und ein Setting, das Körper und Psyche zusammenführt – inklusive Ernährung & Coaching und der Fähigkeit, das Nervensystem zu regulieren.

Diese Folge ist besonders wertvoll, wenn du dich für eine traumasensible Coaching Ausbildung für Frauen interessierst oder dich fragst: wie baue ich mein Coaching Business erfolgreich auf, ohne nur „Tools“ zu verkaufen, sondern Tiefe zu begleiten. Außerdem sprechen wir darüber, warum traumasensibles Coaching für Coaches und Therapeutinnen ein Gamechanger sein kann. Gerade bei Scham, Rückfällen und dem Gefühl „Ich bin nicht gut genug“.

Wenn du spürst, dass du nicht einfach nur oberflächlich Symptome coachen, sondern wirklich zu nachhaltigen Durchbrüchen begleiten willst: Trag dich jetzt auf die Warteliste für die Psychosoma Nutrition Coach Ausbildung ein. Für ein Coaching, das Tiefe hat. Und dich wirklich trägt: 👉🏻 Zur Warteliste & Webseite

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💌 Teile gerne deine Gedanken zu dieser Folge und deine Themenwünsche mit uns:

Instagram: Chainless Woman

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Transcript

Einführung in emotionales Essen und Kindheitsmuster

00:00:00
Speaker
In dieser Podcast-Folge sprechen wir darüber, welche Muster und Dynamiken dein emotionales Essverhalten weiter fördern und was du sehr wahrscheinlich als Kind gelernt hast.
00:00:11
Speaker
Denn das ist ganz wichtig, um zu erkennen, an welcher Stelle du eigentlich ansetzen musst, damit du das wirklich nachhaltig lösen kannst.
00:00:19
Speaker
Denn viele Frauen versuchen das, indem sie irgendwelche Methoden nutzen, wie Wasser trinken, spazieren gehen, sich irgendwie ablenken.
00:00:29
Speaker
Eiswürfel lutschen, was auch immer es da ganz viele fancy Methoden gibt, um dieses Essverhalten abzulenken oder zu kompensieren.
00:00:37
Speaker
Wir haben immer das Ziel, Frauen dabei zu begleiten, das wirklich an der Ursache zu lösen, sodass es einfach kein Thema mehr ist und man es eben auch nicht kompensieren muss.
00:00:45
Speaker
Und genau darüber sprechen wir heute in dieser Podcast-Folge.
00:00:49
Speaker
Deswegen schön, dass du dabei bist.

Vorstellung von Natascha und Lena, Trauma-sensitives Coaching

00:00:56
Speaker
Du willst ein erfolgreicher Coach sein, der seine Klienten durch echte Durchbrüche und nachhaltige Transformationen führt?
00:01:02
Speaker
Dann bist du genau richtig hier.
00:01:04
Speaker
Ich bin Natascha, seit über zehn Jahren erfolgreicher Coach mit eigenem Coaching-Business und über 500 begleiteten Menschen.
00:01:10
Speaker
Und ich bin Lena.
00:01:12
Speaker
Seit über sieben Jahren begleite ich Menschen als Coach durch tiefgreifende Prozesse hin zu nachhaltigen Veränderungen.
00:01:18
Speaker
In diesem Podcast sprechen wir darüber, wie traumasensibles, körperzentriertes und nachhaltig wirksames Coaching wirklich funktioniert.
00:01:24
Speaker
Kein oberflächliches Tools-Gehabe, kein Druck, sondern Nervensystemwissen, Embodiment und eine Haltung, die den Themen deiner Klientin wirklich gerecht wird.
00:01:32
Speaker
Der Embodied Coach ist für Frauen wie dich.
00:01:34
Speaker
Mit großem Verantwortungsgefühl, mit einer Sehnsucht nach Tiefe und mit dem Wunsch, einen Unterschied in der Coaching-Branche zu machen.
00:01:41
Speaker
Hier bekommst du fundiertes Wissen, Insights aus unserem Coaching-Alltag und echte Inspiration für deinen Weg als Coach.
00:01:49
Speaker
Weil du spürst, es geht nicht um höher, schneller, weiter, sondern um echt, verbunden und tiefgreifend.
00:01:55
Speaker
Abonniere jetzt diesen Podcast und begleite uns auf dieser Reise.
00:01:58
Speaker
Zurück zum Körper, zurück zu dir und zu dem Coaching, das du dir selbst gewünscht hättest.
00:02:08
Speaker
Frauen, die emotional essen, haben als Kind gelernt.
00:02:13
Speaker
Verschiedenste Muster und Dynamiken führen heute zu deinem emotionalen Essverhalten und sorgen auch dafür, dass du immer wieder reinrutschst, selbst wenn du es schaffst, eine Zeit lang das Essverhalten im Griff zu haben.
00:02:27
Speaker
Ganz, ganz viele Frauen kennen dieses Phänomen, dass es mal eine Weile ganz gut klappt und sie eben ihr Essverhalten im Griff haben und dann aber letztendlich auch wieder zurückfallen, wenn irgendwas im Leben ist.
00:02:42
Speaker
Es ist ein bisschen mehr Stress, es werden ein bisschen mehr Lebensenergie und Ressourcen an anderer Stelle gebraucht.
00:02:49
Speaker
Und wenn wir wirklich dieses Thema mit dem Essverhalten langfristig und nachhaltig lösen wollen,
00:02:57
Speaker
müssen wir wirklich da ansetzen, wo die Ursache dieser ganzen Muster oder Thematik ist.
00:03:04
Speaker
Und darüber wollen wir heute hier im Podcast sprechen.
00:03:07
Speaker
Und ich hole mir dazu natürlich wieder die wundervolle Lena mit an meine Seite, die hier immer ganz viel von ihrer Expertise auch mit reingibt,
00:03:18
Speaker
uns hier fleißig unterstützt und die Frauen mit unterstützt.

Wie Kindheitserfahrungen emotionales Essen beeinflussen

00:03:23
Speaker
Ah, und sie kämpft noch mit ihr.
00:03:24
Speaker
Ich kämpfe noch mit ihr.
00:03:27
Speaker
Ich bin, dass wir wieder da bist und dass wir heute wieder gemeinsam in einem Live-Podcast über das Thema emotionales Essen sprechen und hoffentlich ganz viele Frauen da draußen unterstützen können.
00:03:41
Speaker
Ja,
00:03:41
Speaker
die Ursachen von ihren Herausforderungen zuallererst mal zu verstehen und dann auch zu erkennen, was braucht es denn wirklich, damit sich das nachhaltig lösen kann, damit wir uns nicht immer wieder im Kreis damit drehen, Phasen erleben, in denen es gut läuft, da Hoffnung haben und dann wieder zurückfallen und das natürlich dann ganz viel Blussigkeit, Scham,
00:04:08
Speaker
Schuldgefühle, Verzweiflung auslöst und das Gefühl einfach nicht gut genug und nicht stark genug zu sein.
00:04:15
Speaker
Ja, deswegen schön, dass du da bist, Lina.
00:04:18
Speaker
Wir wollen uns heute auf jeden Fall vor allen Dingen mal die Dynamiken angucken, die die meisten Frauen unserer Erfahrung nach
00:04:26
Speaker
in der Kindheit erlebt haben und woraus sie sich eben auch Schutzmuster gebaut haben, wie das emotionale Essen, um eben zu erkennen, was ist eigentlich das Problem hinter dem Problem oder die Ursache unter der Thematik.
00:04:42
Speaker
Denn da ist dann eben auch der Punkt, an dem wir ansetzen müssen, damit es sich lösen kann.
00:04:47
Speaker
Genau.
00:04:47
Speaker
Schön, ich glaube es, Dina.
00:04:50
Speaker
Ja, ich freue mich auch.
00:04:51
Speaker
Ja, ist ein sehr spannendes Thema und ich glaube auch wichtig, dass wir uns verschiedene Ebenen anschauen, was Kinder gelernt haben, weil die eine Ebene, über die wir auch häufiger sprechen, ist natürlich einmal auch die kindliche Ebene im Kontakt mit den Elternfiguren,
00:05:07
Speaker
Aber natürlich dürfen wir auch nicht vergessen, dass wir auch in Systemen groß werden, die darüber hinausgehen über die Familie, sei es Schule, sei es Medien, was natürlich noch immer mehr wird.
00:05:16
Speaker
Seien es aber auch Besuche bei Ärzten, Kinderärzten und so weiter, wo ja schon sehr früh geprüft wird, ob man eigentlich gerade ein gutes Gewicht hat oder nicht.
00:05:24
Speaker
Also ganz, ganz viele Faktoren, die da mit rein spielen, was wir eigentlich als Kinder gelernt haben und weshalb sich dieses Thema immer mehr zu einem
00:05:34
Speaker
zu einem Problemfeld, sag ich mal, auch entwickelt.
00:05:36
Speaker
Also ich habe eben noch heute Morgen kurz bei Instagram ein Video gesehen in der Story, dass eine geteilt hat, sie ist gerade im Urlaub und liegt dann beinend vor der Kamera und sagt, dass sie total Probleme hat, gerade andere Frauen am Strand zu sehen.
00:05:49
Speaker
Und wenn man sich das Profil anschaut, dann ist der objektiv.
00:05:52
Speaker
keine Form von Übergewicht, Untergewicht oder sonstigem vorhanden.
00:05:55
Speaker
Also auch hier nochmal zu verstehen, dass alleine die Erlösungsidee von, wenn ich nur abgenommen habe, dann geht es mir plötzlich besser, dann fühle ich mich selbstbewusster, eben auch teilweise nur eine Scheinlösung

Körperbild und gesellschaftliche Einflüsse auf Essverhalten

00:06:05
Speaker
ist.
00:06:05
Speaker
Das hat mir das nochmal geholfen.
00:06:07
Speaker
als Erfahrungsbeispiel gezeigt.
00:06:09
Speaker
Dafür ist es wichtig zu verstehen, was führt dazu, dass wir so sehr im Kampf mit unserem Körper, mit unserem Essverhalten sind und welche Themen versuchen wir darüber zu lösen.
00:06:18
Speaker
Wir finden darüber natürlich keine Lösung, weil das Essverhalten nicht das Ursprungsproblem ist.
00:06:23
Speaker
Ja, also vielleicht, um das Ganze nochmal ein bisschen zu rahmen, wir merken das natürlich auch immer wieder, gerade wenn wir auch Posts bei Instagram zum Beispiel absetzen, wo wir eben auch auf die Ursachen in der Kindheit aufmerksam machen, Dynamiken, in denen wir vielleicht groß geworden sind.
00:06:43
Speaker
Wo viele dann auch unter den Posts in eine Verteidigungshaltung gehen.
00:06:51
Speaker
So nach dem Motto, man kann doch nicht den Eltern für all seine Themen die Schuld geben.
00:06:56
Speaker
Oder die Kindheit ist ja angeblich an allem dran schuld.
00:07:00
Speaker
Und das sind so Aussagen, damit man selbst die Verantwortung für seine Themen nicht übernehmen muss und so weiter.
00:07:07
Speaker
Und ich möchte das hier gerne nochmal ein bisschen anerkennen.
00:07:09
Speaker
Homeframe oder anders Rahmen, denn wenn wir uns das jetzt gleich angucken, dann geht es niemals darum, die Eltern als oder auch die Bezugspersonen als die Bösen, die etwas falsch gemacht haben und die jetzt an unserer Situation daran schuld sind, darzustellen oder die Verantwortung abzugeben und einfach zu sagen, ja, meine Kindheit war so und so, meine Eltern haben das und das gemacht und deswegen habe ich jetzt das Essverhalten.
00:07:39
Speaker
Und die sind daran schuld.
00:07:41
Speaker
Das ist eine sehr...
00:07:45
Speaker
Einfache, binäre Täter-Opfer-Blickwinkel, sage ich mal, der ganz häufig auch zurückzuführen ist, dass das eigentlich ein kindlicher Abwehrmechanismus ist.
00:08:00
Speaker
Es gibt diese Abwehrmechanismen der Idealisierung oder der Entwertung.
00:08:04
Speaker
Das heißt, viele idealisieren ihre Kindheit extrem und vergessen dabei,
00:08:10
Speaker
dass die Eltern auch nur Menschen waren und ganz sicher nicht in jedem Moment des Zusammenseins immer alles richtig machen konnten.
00:08:20
Speaker
Das heißt, die Grenzen unserer Eltern haben Spuren bei uns hinterlassen, ganz egal, ob das mit Absicht passiert ist oder nicht mit Absicht passiert ist, ob da Böswilligkeit dahinter war oder eben nicht.
00:08:37
Speaker
Wir müssen uns das ehrlich angucken und dafür offen sein, dass es Spuren hinterlassen hat.
00:08:43
Speaker
Und auf der anderen Seite gibt es die Entwertung, wo man dann halt eben alles vielleicht nur noch die Phasen oder die Situation sieht, die schlecht waren in der Kindheit und vergisst, dass die Eltern vielleicht an manchen Stellen auch was richtig gemacht haben.
00:08:59
Speaker
Und ja,
00:09:00
Speaker
irgendwo die Wahrheit in der Mitte liegt.
00:09:02
Speaker
Und grundsätzlich ist mein Impuls an der Stelle, sei mal einfach offen, hier zuzuhören und reinzustören, wo gehst du vielleicht auch in den Widerstand oder in eine Verteidigungshaltung.

Erwachsene Reaktionen auf Kindheitsgefühle

00:09:15
Speaker
Und nimm mal bitte für dich mit, wenn du dir das so anhörst, dass das Höchstmaß an Selbstverantwortung
00:09:24
Speaker
das du haben kannst, ist eigentlich genau dorthin zu schauen.
00:09:30
Speaker
Weil es nicht darum geht, dann einfach zu sagen, ah, okay, die Ursache liegt in der Kindheit, in den ersten sieben Lebensjahren, unserer Erfahrung nach meistens.
00:09:41
Speaker
Und dann ist das ja halt so.
00:09:44
Speaker
Sondern...
00:09:46
Speaker
Dadurch, dass wir da hinschauen, können wir es zu uns zurückholen und wir wissen dann, wo wir daran arbeiten können, wie wir in Einklang mit uns kommen, was wir vielleicht an emotionalen Impulsen, die damals unterdrückt und unversorgt geblieben sind, jetzt nachholen dürfen und ausdrücken dürfen.
00:10:05
Speaker
Das heißt, es ist eigentlich sehr verantwortungsvoll und verantwortungsbewusst, dorthin zu schauen.
00:10:11
Speaker
Und genau das Gegenteil von dem, was durch solche Aussagen vielleicht auch unterstellt wird, dass man da irgendwem die Schuld geben will.
00:10:20
Speaker
Am Ende des Tages sind wir nun jetzt erwachsen und wir haben jetzt die Aufgabe, dorthin zu schauen, um das für uns zu lösen.
00:10:31
Speaker
Und das bedeutet auch, dorthin zu schauen, wo vielleicht unsere Eltern auch nie hinschauen durften.
00:10:40
Speaker
wo es Loyalitätsverträge gab, in Familiensystemen, Unausgesprochene natürlich, ja, was angeschaut, was angesprochen, was gefühlt werden darf.
00:10:51
Speaker
Und diese Stimmen in unserem Kopf, die sagen, das ist unfair, meinen Eltern die Schuld zu geben oder es ist unfair, in mein Familiensystem zu gucken und die jetzt dafür verantwortlich zu machen, dass ich...
00:11:08
Speaker
ja, diese Herausforderungen habe oder, oder, oder.
00:11:10
Speaker
Das sind halt häufig genau...
00:11:13
Speaker
bringt genau das Schutzmuster zum Ausdruck, weshalb wir überhaupt erst so Sachen wie emotionales Essen entwickelt haben, weil es ein Runterschlucken und Betäuben und Ablenken von Themen ist, die teilweise über Generationen schon im Familiensystem sind und die nicht ausgedrückt, nicht ausgesprochen und gefüllt werden durften.
00:11:37
Speaker
Und deswegen das als Rahmen hier in der
00:11:42
Speaker
in diesem Gespräch auch oder grundsätzlich, wenn wir etwas teilen zu dem Thema, es geht nicht darum, Schuld zu verschieben, es geht darum, in die Verantwortung zu kommen und ehrlich dahin zu schauen, wo die wahren Ursachen sind,
00:11:58
Speaker
weil dann kommen wir auch aus der Opferhaltung zurück in eine Selbstermächtigung und darum geht es am Ende des Tages hier.
00:12:07
Speaker
Ja, ich glaube, grundsätzlich könnte man sagen, dass es darum geht, die kindlichen Verletzungen und Gefühle aus einer erwachsenen Reifenposition wiederzuerleben, damit sie sich lösen können.
00:12:17
Speaker
Weil der Unterschied liegt darin, dass einerseits, wenn wir in
00:12:21
Speaker
diese kindlichen Gefühle zu sehr eintauchen, ohne darin diese erwachsene Haltung zu haben.
00:12:26
Speaker
Das bedeutet, eine stabile Basis zu haben.
00:12:29
Speaker
Führt einfach nur dazu, dass wir das Ursprungstrauma oder die Ursprungsverletzung wieder erleben mit der gleichen Hilflosigkeit.
00:12:34
Speaker
Das löst nichts.
00:12:37
Speaker
Das andere, diese ganzen Empfindungen und die ganze Kindheit komplett unberührt zu lassen, ist aber häufig auch nur ein Ablenkungsmechanismus und führt dazu, dass wir trotzdem nicht erwachsen und reif werden.
00:12:47
Speaker
Wir haben dann viele kognitive Strategien, uns alles
00:12:51
Speaker
positiv zu reden oder Abwehrstrategien zu entwickeln.
00:12:54
Speaker
Aber das hat dann nichts damit zu tun, dass wir wirklich erwachsen und verantwortungsvoll sind.
00:12:58
Speaker
Und das sieht man auch in der Kindlichkeit dieser Reaktionen da drin.
00:13:03
Speaker
Also man kriegt ja mit, wo konstruktive Kritik ist, wo Fragen kommen oder andere Dinge.
00:13:09
Speaker
Und wo es ein direktes Beschießen und eine emotionale Reaktion gibt, die mit dem Ursprungsthema oder mit dem Post oder mit der Thematik, die wir darin behandeln, und das ist jetzt natürlich nur ein exemplarisches Beispiel für andere Alltagsbereiche, einfach in keinerlei Relation stehen.
00:13:24
Speaker
Also alleine, dass sich jemand persönlich angegriffen fühlt oder die Eltern sich persönlich angegriffen fühlen, die wir nicht mal kennen, die wir nicht mal ansprechen können, zeigt in gewisser Weise schon, dass es eine Art
00:13:35
Speaker
Berührtheit davon gibt, die emotionale Emotionen und Schutzstrategien auslösen.
00:13:40
Speaker
Und dieses Schwarz-Weiß-Denken von entweder ich bin schuld oder meine Eltern sind schuld oder entweder bin ich verantwortlich oder die anderen, ist eine sehr binäre Denkweise, die einen großen Bereich dazwischen nicht abdeckt und ein sehr kindlicher Abwehrmechanismus ist, der in eine Zeit zurückzuführen ist in unserer Entwicklung, wo wir nur eine Repräsentation gleichzeitig aufrechterhalten können.
00:14:02
Speaker
Das bedeutet, es gibt eine Zeit in unserer Entwicklung, wenn wir noch sehr, sehr jung und sehr, sehr klein sind, wo es entweder die gute Mutter, die fürsorgliche Mutter, den liebenden Vater, den unterstützenden Vater oder die hassende Mutter, die vernachlässigende Mutter, die böse Mutter, den abwesenden Vater, den hassenden Vater, den gewaltvollen Vater, den bösen Vater so gesehen gibt.
00:14:28
Speaker
Das bedeutet, es gibt entweder gut, gute Mutter, guter Vater,
00:14:32
Speaker
oder schlechter Vater, guter Vater.
00:14:34
Speaker
Das ist eine sehr binäre schwarz-weiß denkende Sichtweise in einem Zeitraum, wo Kinder nicht mal denken, weil sie kognitiv nicht ausgereift sind.
00:14:42
Speaker
Das heißt, es kann nur eine Repräsentation gleichzeitig geben.
00:14:46
Speaker
Und das sieht man auch in diesen Reaktionen, die dann später immer noch, selbst wenn wir erwachsen sind, man könnte sagen, wir sind ausgewachsen, aber nicht innerlich erwachsen und reif geworden, dann auch noch zutage treten, indem wir entweder idealisieren,
00:14:58
Speaker
Meine Kindheit war super, bei mir ist das so nicht gewesen, bei mir muss es andere Gründe geben.
00:15:02
Speaker
Oder meine Kindheit ist an allem schuld, meine Eltern sind an allem schuld, die haben mir damals schon erzählt, dass ich so und so bin und deswegen habe ich daran keinerlei Verantwortung.
00:15:11
Speaker
Das, was wir durch das, was wir auch in Chainless Wom oder auch durch das, was wir hier teilen wollen, mehr vermitteln.
00:15:17
Speaker
entwickeln möchten und natürlich auch auf unserem eigenen Weg, ist, dass wir innerlich reifen, indem wir kindliche Emotionen aus einer erwachsenen Haltung heraus spüren können, in Coregulation, in sicheren Räumen, um innerlich nachträglich so weiterzuwachsen und weiterzuentwickeln, dass wir mehrere Repräsentationen gleichzeitig aufrechterhalten können.
00:15:38
Speaker
Das ist nämlich eigentlich die natürliche Entwicklungsstufe, die jedes Kind durchläuft, wenn nicht bestimmte Störungen oder Verletzungen durchlaufen werden.
00:15:46
Speaker
Dann kommen wir nämlich irgendwann an den Punkt, dass wir mehrere Repräsentationen, also innere Bilder gleichzeitig aufrechterhalten können.
00:15:53
Speaker
Das bedeutet, wir können wahrnehmen, okay, Mama ist gerade mal nicht da, Mama kann mich gerade nicht versorgen.
00:15:58
Speaker
Ich bin beispielsweise im Kindergarten, da ist gerade jemand anderes, der mich versorgt.
00:16:02
Speaker
Und trotzdem kann ich mir der liebevollen, fürsorglichen, schützenden Mutter sicher sein, weil ich lange Zeit diese Repräsentation und diese Erfahrung gemacht habe.
00:16:12
Speaker
Papa kann arbeiten gehen und trotzdem weiß ich, der ist stolz auf mich und der ist nicht weg und das bedeutet, dass der mich hasst oder dass das was Persönliches ist.
00:16:19
Speaker
Das heißt, wir entwickeln uns aus dem Alles ist persönlich, auf alles muss ich persönlich reagieren heraus und merken, okay,
00:16:27
Speaker
An den einen kann was dran sein.
00:16:29
Speaker
Es kann Erfahrung gegeben haben, wo ich Verletzungen erlitten habe, wo Mama und Papa an Begrenzungen gestoßen sind, wo mir Dinge wehgetan haben, die auch einen Einfluss auf meinen heutigen Leidensdruck

Emotionales Essen als Bewältigungsmechanismus

00:16:40
Speaker
haben.
00:16:40
Speaker
Und trotzdem kann ich sehen, dass die eine positive Absicht hatten, dass vieles gut war, dass ich in vielen Teilen sehr gut versorgt war, dass ich eine tolle Person geworden bin und viele Dinge aufgeregt.
00:16:50
Speaker
heute gar nicht so ausdrücken könnte, wenn nicht auch vieles gut gewesen wäre.
00:16:55
Speaker
Und das ist der Ansatz, den wir pflegen.
00:16:57
Speaker
Wir wollen uns die subjektiven Verletzungen anschauen, die zu emotionalem Essen als Leidensdruck und als Symptom geführt haben, ohne die Frage zu stellen, wer ist eigentlich schuld daran, weil das führt zu keinerlei Selbstermächtigung und auch nicht zu einer Lösung, wenn wir die ganze Zeit daran rumdoktern, während der Kindheit irgendwas falsch gemacht hat.
00:17:14
Speaker
Es geht darum, welche Verletzungen sind halt einfach zurückgeblieben und können wir anschauen, damit sie nachträglich sind.
00:17:20
Speaker
sich lösen kann.
00:17:22
Speaker
Ja, und wir gucken uns jetzt die Dynamiken dazu an, was einmal noch vielleicht ganz wichtig ist, was Lena gerade ja auch gesagt hat, dieses, wenn wir dann, also was wir ganz viel erleben bei den Frauen, die wir begleiten, ist natürlich immer wieder die Rechtfertigung oder die Entschutznahme der Eltern aus dieser Erwachsenenhaltung heraus.
00:17:42
Speaker
Also dieses
00:17:45
Speaker
naja, meine Mutter oder mein Vater, der konnte ja nicht da sein, der musste ja arbeiten, weil meine Eltern halt finanzielle Probleme hatten.
00:17:52
Speaker
Oder meine Mutter, ja okay, die war emotional nicht so verfügbar, aber ist ja auch klar, die arme Frau hat ja auch Depressionen gehabt und deswegen konnte sie nicht so da sein, wie sie das vielleicht auch gewollt hätte.
00:18:06
Speaker
Und das ist die erwachsene Haltung.
00:18:09
Speaker
Was wir dabei aber häufig vergessen ist,
00:18:12
Speaker
dass wir da noch auch, ich sage mal, kindliche Anteile in uns haben, die halt nie gesehen wurden und die in dieses Denken nicht integriert werden konnten.
00:18:22
Speaker
Das heißt, es ist vollkommen richtig und in Ordnung zu sagen, ja, es gab ja Gründe dafür, warum das so war.
00:18:29
Speaker
Aber es ist eben nicht in Ordnung, diese Gründe zu nutzen, um das eigene Störgefühl oder die Verletzungen zu bagatellisieren oder sich selbst wegzusprechen.
00:18:43
Speaker
Das ist nämlich dann am Ende so eine Art inneres Gaslighting, wo wir uns quasi...
00:18:50
Speaker
Gaslighting kennen viele mittlerweile den Begriff aus, auch narzisstischen Strukturen, wo man dann halt eben immer wieder gesagt bekommt, deine Wahrnehmung ist nicht richtig, deine Wahrnehmung ist falsch.
00:19:00
Speaker
Und das ist etwas, was ganz viele Frauen auch mit sich selber machen, dass sie sich innerlich auch immer wieder sagen, nee, nee, das kann nicht sein, dass da eine Wut ist meiner Mutter gegenüber.
00:19:10
Speaker
Und nee, das darf auch nicht sein, weil die arme Frau, die konnte ja nichts dafür oder was auch immer.
00:19:16
Speaker
Und das darf eben, das dürfen wir differenzieren.
00:19:19
Speaker
Es gibt einen Unterschied zwischen einer Erwachsenenhaltung, die wirklich auch komplett integriert ist und alle Teile in uns mitnimmt und
00:19:27
Speaker
Und einer scheinbar Erwachsenenhaltung, die aber nur dazu dient, dem inneren Kind sozusagen immer wieder rational zu bagatellisieren, warum es jetzt halt diese Gefühle nicht haben darf, weil Mama oder Papa oder sonst wer konnten ja nichts dafür.
00:19:45
Speaker
Das vielleicht auch nochmal an der Stelle, um das ein bisschen zu differenzieren.
00:19:51
Speaker
Und wichtig ist, dass wir das Ziel haben, dass zwischen dem, was wir denken und dem, was wir im Körper fühlen, keine Lücke mehr ist, sondern dass das integriert ist und zusammenpasst und nicht das eine denke ich und das andere fühle ich.
00:20:09
Speaker
Oder wie es ja viele Frauen erleben, auf der einen Seite weiß ich ja, wie ich mich ernähren müsste, aber ich mache es halt nicht, weil eben diese
00:20:18
Speaker
Diskrepanz zwischen dem, was ich schon verstanden habe und dem, wie ich gerade fühle und wie mein Körper gerade Impulse sendet und Essen wird vor allen Dingen impulsiv und instinktiv gesteuert und eben nicht aus dem Verstand, dass diese Lücke, dass wir die Stück für Stück schließen.
00:20:36
Speaker
Und das ist ja auch das, was eigentlich jede einzelne Frau sagt, die zu uns kommt, die
00:20:41
Speaker
Alle haben einen ziemlich langen Leidensweg, deswegen kommen sie ja irgendwann einfach zu uns, weil wir natürlich diese Themen nach außen hin auch nochmal anders ansprechen und dafür muss man auch bereit sein, das annehmen zu können.
00:20:54
Speaker
Und das passiert leider häufig erst dann, wenn wir schon ganz viele andere Sachen versucht haben und plötzlich merken, ich muss da mal tiefer hinschauen und fast in jedem Telefonat, in jedem Vorgespräch höre ich diese Sätze ab.
00:21:08
Speaker
Ich weiß, es ist alles im Kopf angekommen, aber in meinem Körper kommt es nicht an.
00:21:12
Speaker
In meinem Körper verändert sich das Tief in mir drin, verändert sich dieses Gefühl nicht.
00:21:19
Speaker
Und deswegen müssen wir auch genau in diese Tiefe gehen.
00:21:24
Speaker
Und es gibt so ein paar, ich sage mal, mittlerweile auch Begrifflichkeiten, die...
00:21:34
Speaker
die so in der Gesellschaft angekommen sind, wo sich jede Frau, mit der wir eigentlich arbeiten, auch meistens drin niedererkennt.
00:21:43
Speaker
Das sind vor allen Dingen so Sachen wie Perfektionismus, Imposter, also dieses ständige Gefühl, die
00:21:53
Speaker
Ich werde bald entlarvt und alle kriegen mit, dass ich doch nicht so gut bin, wie ich nach außen hin tue.
00:22:01
Speaker
Das Prokrastinieren, also das ständige Aufschieben von Dingen.
00:22:06
Speaker
Das People Pleasing, also Menschen immer gefallen zu wollen.
00:22:13
Speaker
sich selbst immer zurückzustellen, damit es den anderen erstmal gut geht.
00:22:20
Speaker
Und ein hoher, enormer Leistungsdruck, sich keine Fehler zu erlauben und wenn Fehler passieren, das sofort auf den eigenen Weg.
00:22:30
Speaker
Wert zu projizieren, sage ich mal.
00:22:34
Speaker
Und wenn du dich in diesen Sachen wiedererkennst, dann darfst du gerne auch mal in die Kommentare schreiben.
00:22:40
Speaker
Ich bin People Pleaser, bin Perfektionist.
00:22:44
Speaker
Solche Geschichten gerne einfach mal in die Kommentare schreiben.
00:22:47
Speaker
Wo erkennst du dich drin wieder?
00:22:50
Speaker
Wenn du dich darin wiedererkennst, bist du genau richtig in dieser Podcast-Folge, weil wir werden jetzt tiefer darin einsteigen,
00:22:57
Speaker
Wo auch dafür die Lösungen sind, denn genauso wie emotionales Essen eine Bewältigungsstrategie ist, ist auch Perfektionismus eine Bewältigungsstrategie.
00:23:06
Speaker
Imposter ist irgendwo in der Form eine Bewältigungsstrategie.
00:23:10
Speaker
People-pleasing ist eine Bewältigungsstrategie.
00:23:14
Speaker
Leistungsdruck ist eine Bewältigungsstrategie, Schwarz-Weiß-Denken ist eine Bewältigungsstrategie, das sind

Herausforderungen beim Coaching tiefer emotionaler Probleme

00:23:20
Speaker
alles Bewältigungsstrategien und genauso wenig, wie es funktioniert, zu sagen, dann isst doch einfach weniger und kauf dir keine Süßigkeiten mehr, hilft es auch nicht und das sehen wir leider auch bei ganz vielen Coaches, die das eben dann mit ihren Klienten machen.
00:23:36
Speaker
zu trainieren, einfach Nein zu sagen, wenn man zum Beispiel ein People Pleaser ist, weil auch das wieder auf der Verhaltensebene ansetzt und nicht auf der Ebene, wo dieses Verhalten überhaupt erst herkommt und woher der Impuls kommt, sich zum Beispiel im Kontakt mit Menschen nicht mehr richtig zu spüren und dann einfach Ja zu sagen, obwohl man eigentlich Nein meint oder ja trotzdem nicht aufhören zu können, alles perfektionistisch zu machen.
00:24:08
Speaker
die Wohnung zum Beispiel erst komplett aufräumen zu müssen, bevor man schlafen geht, hatte ich jetzt die Tage erst im Vorgespräch.
00:24:16
Speaker
Genau, das wissen wir ja alles und deswegen schauen wir uns jetzt mal an, wo sind eigentlich die Ursachen dafür.
00:24:23
Speaker
Gehen da, denke ich mal, so nach und nach jetzt durch.
00:24:29
Speaker
Lena, was hast du gerade auch bei den Aufzählungen, die ich gerade gemacht habe, so für
00:24:34
Speaker
erste Impulse, was ist da wichtig?
00:24:38
Speaker
Also ein Impuls, der mir sofort kam, als du das gesagt hast, mit aus der Erwachsenenhaltung.
00:24:45
Speaker
Da dürfen wir wirklich echt vorsichtig sein, weil die Erwachsenenhaltung, also das hast du ja auch gesagt, die Erwachsenenhaltung ist nicht unbedingt eine reife Haltung, nur weil sie von einem Erwachsenen vertreten wird.
00:24:56
Speaker
Und häufig ist dieses aus einer Erwachsenenperspektive bestimmte Bedingungen zu erklären, beispielsweise durch Krankheit der Mutter oder durch Abwesenheit des Vaters aufgrund von Arbeitszeiten und so weiter.
00:25:09
Speaker
schon ein Ausdruck dessen, was ein Kind in der Kindheit erlebt hat, was dazu geführt hat, dass bestimmte Emotionen mit emotionalem Essen betäubt werden.
00:25:18
Speaker
In dem Moment ist es dann keine reife Haltung, sondern so gesehen ein Abwehrmechanismus, den man auch Rationalisierung nennen kann.
00:25:24
Speaker
Das bedeutet, Emotionen werden über Rationalisierung, also über kognitive Erklärungsversuche in gewisser Weise verwendet.
00:25:33
Speaker
unschädlich gemacht darüber, dass man ihnen in gewisser Weise abspricht, dass sie überhaupt da sein dürfen.
00:25:37
Speaker
Weil es gibt ja gute Gründe dafür, dass Menschen sich auf die eine oder andere Art und Weise verhalten haben.
00:25:42
Speaker
Und wir müssen hier einfach so sehr wir Kopf und Psyche wieder zusammenbringen wollen, erst mal verstehen, dass das trotzdem unterschiedliche Instanzen sind, die die gleiche Sache oder die gleiche Erfahrung unterschiedlich betrachten können.
00:25:55
Speaker
Weil natürlich ist es so,
00:25:58
Speaker
Ich meine, wir haben beide ja selber unsere Erfahrungen mit psychischen Einschränkungen gehabt und wie sehr das auch den Alltag, sage ich mal, beschränkt.
00:26:05
Speaker
Und wenn du dann noch ein kleines Kind hast, dann ist das natürlich nochmal eine komplett andere Herausforderung.
00:26:10
Speaker
Darum geht es gar nicht.
00:26:11
Speaker
Also es gibt auf der einen Seite sehr gute logische Erklärungen, warum es natürlich so ist, dass jemand Geld verdienen muss.
00:26:19
Speaker
warum es wichtig ist, dass jemand viel arbeiten geht, weil ansonsten existenzielle Erschütterungen da wären, weshalb jemand, der unter psychischen Belastungen leidet, anders mit Kindern umgehen kann, als jemand, der gerade sehr gesund ist und sehr viele Ressourcen hat.
00:26:32
Speaker
Das ist rational absolut nachvollziehbar.
00:26:35
Speaker
Und auch überhaupt nicht Bewertungsgrundlage.
00:26:38
Speaker
Und trotzdem, und das ist die Ebene, die häufig über diese Rationalisierung weggemacht wird, hinterlässt es emotionale Spuren in einem Kind, das abhängig ist, das auf die Spiegelung der Bezugspersonen angewiesen ist und das in gewisser Weise auch Sicherheit darüber nur erfahren kann, dass die Bindung sicher ist.
00:26:57
Speaker
Und wenn das nicht gegeben ist, dann kann es tausend gute Gründe für etwas geben und trotzdem hinterlässt es im Nervensystem und auf emotionaler Ebene, die ja dann auch mit dem Nervensystem zusammenhängt, einfach tiefe Spuren und tiefe Verletzungen, die trotzdem später eben zu diesen Thematiken führen können.
00:27:13
Speaker
Und wenn wir das wegmachen wollen, und das sehen wir gerade auch in der Coaching-Branche und auch in der Diät-Branche und in anderen Bereichen, wo genau diese kindlichen Begriffe
00:27:24
Speaker
in Anführungsstrichen reproduziert werden, darüber, dass wir Druck ausüben, dass wir sagen, du musst nur das und das machen, dann sag doch einfach mal nein.
00:27:32
Speaker
Auf der anderen Seite, dass wir einfach schöne Schleier darüber legen, über etwas, was eigentlich dem nicht gerecht wird, müssen wir uns nur People-Bleasing angucken.
00:27:40
Speaker
Das ist inzwischen ein Wort, was so ein Modebegriff ist.
00:27:42
Speaker
Im Prinzip versteht kaum jemand, was das eigentlich bedeutet.
00:27:46
Speaker
Also wir sind nicht People-Bleaser, sondern auf eine Art sind wir
00:27:50
Speaker
Parent-Bleaser, also wir wollten unseren Eltern gefallen und dafür haben wir bestimmte Schutzstrategien entwickelt, die später so gesehen unser falsches Selbst wurden und wir investieren extrem viel Zeit da rein, dieses falsche Selbst aufrecht zu erhalten, auch gesellschaftlich.
00:28:04
Speaker
Oder ganz häufig hören wir auch von Frauen, die sagen, ich bin harmoniesüchtig.
00:28:08
Speaker
Das ist ein sehr netter Begriff dafür, dass Menschen tendenziell auch eine gewisse Form der Feigheit haben, aufgrund dessen, dass sie bestimmte Emotionen von Wut, Abgrenzung und so weiter nicht erleben durften.
00:28:21
Speaker
Und wenn wir diese falschen Selbst in Anführungsstrichen, und damit meine ich nicht falsch und richtig in dieser polaren Weise, sondern authentisch und unauthentisch, könnte man es nennen, wenn wir die weiter füttern durch das, was wir machen, dann sind wir im Prinzip Teil des Problems und
00:28:37
Speaker
Als Coaches meinst du jetzt.
00:28:55
Speaker
dass wir gelernt haben, durch bestimmte Erfahrungen uns zurückzuhalten, weil anderen geht es gerade schlechter.
00:29:00
Speaker
Also beispielsweise, wenn Eltern zum Beispiel krank waren oder andere Nöte da waren, dann hält das Kind sich tendenziell zurück, unterdrückt eigene Impulse und Bedürfnisse, die eben noch störend sein könnten, weil gerade eh keine Ressourcen da sind.
00:29:13
Speaker
Oder eben auch, wenn bestimmte Emotionen mit Liebesentzug oder Strafe oder sowas belegt wurden, dann entwickelt sich daraus eben später dieses sogenannte People-Bleasing,
00:29:24
Speaker
Was aber den Leidensdruck, der darunter liegt und diese große Angst vor Strafe und Ablehnung, die damit verbunden wäre, Nein zu sagen, eine Grenze zu setzen, die wird einfach mit so einem schönen Schleier überdeckt, ohne hinzuschauen, was ist eigentlich für ein krasser Stress in so einem Nervensystem, das auf der einen Seite extrem darunter leidet und eine enorme Anspannung hat, ständig Ja zu sagen und Nein zurückzuhalten.
00:29:48
Speaker
Und auf der anderen Seite aber genau die gleiche Erschütterung und Anspannung erleben würde,
00:29:53
Speaker
wenn die Person wirklich mal Nein sagen würde.
00:29:55
Speaker
Das ist ein enormer Anspannungsdruck, der permanent da ist.
00:29:59
Speaker
Und da müssen wir halt ansetzen, dass da ein Sicherheitserlebnis wieder spürbar wird.
00:30:04
Speaker
Und das kann nur in Kontakt funktionieren, weil dieses Sicherheitsgefühl eben auch in Kontakt erschüttert wurde.
00:30:10
Speaker
Ja, absolut.
00:30:11
Speaker
Also vielleicht mal so ganz konkrete Beispiele.
00:30:16
Speaker
Ich habe zum Beispiel meine Erfahrung mit einem Coaching gemacht.
00:30:18
Speaker
Da war ich extrem in so einer Leistungsdruckspirale kurz vorm Burnout.
00:30:26
Speaker
Und die Quintessenz dieses Coachings war ja, du bist ja völlig überarbeitet, jetzt legst du dich heute mal in die Hängematte.
00:30:36
Speaker
Und der Punkt ist halt,
00:30:39
Speaker
Natürlich war das in dem Sinne ein guter Rat, weil tatsächlich wäre das notwendig, sich einfach mal in die Hängematte zu legen, aber...
00:30:50
Speaker
Erstens war das ja was gewesen, was ich schon längst selber wusste, dass ich völlig in so einem Leistungsthema gerade drin bin.
00:30:59
Speaker
Und zweitens, selbst wenn ich das machen würde, selbst wenn ich mich dann in die Hängematte einfach legen würde oder mich mal rausnehmen würde, also das ist durchaus auch mal sinnvoll,
00:31:10
Speaker
Wäre das aber ja nicht sofort ein entspannter Zustand, ja, also das heißt, die Entspannung wäre dringend notwendig, aber wenn ich dann in der Hängematte liege und die ganze Zeit denke, ich muss aber dies, ich muss aber das und die ganze Zeit dieser Teil in mir an ist, der sich nur daseinsberechtigt fühlt, wenn er gerade etwas leistet,
00:31:33
Speaker
dann ist das ja auch kein entspannter Zustand.
00:31:35
Speaker
Das verstehen halt viele nicht.
00:31:36
Speaker
Das ist genauso wie mit dem Nein-Sagen, wenn man merkt, okay, ich bin Pipipiser und ich lasse immer über meine Grenzen gehen.
00:31:43
Speaker
wir sehen das ganz häufig, ja, dann schafft man es vielleicht sogar mal, nein zu sagen.
00:31:49
Speaker
Aber dann macht man sich tagelang Gedanken darüber und fühlt sich schlecht, weil man vielleicht jemanden gekränkt hat.
00:31:56
Speaker
Und dann ist das auch nicht wirklich, ja, eine entspanntere Situation.
00:32:02
Speaker
Weil die Ursache, also das Verhalten sich vielleicht verändert hat, aber die Ursache nicht gelöst ist.
00:32:07
Speaker
Und so ist das mit dem emotionalen Essen auch.
00:32:09
Speaker
Selbst wenn du es mal schaffst, keine Süßigkeiten zu kaufen,
00:32:12
Speaker
und einen Tag lang keine Süßigkeiten zu essen, dann unterdrückst du den Teil in dir aber so extrem, der das eigentlich braucht, um sich zu regulieren.
00:32:22
Speaker
Und es wurde innerlich a nicht das aufgelöst und b auch nicht die Fähigkeit entwickelt, sich anders zu regulieren.
00:32:30
Speaker
Das heißt, es wird trotzdem nicht entspannter.
00:32:34
Speaker
Und das sieht man ja dann auch bei den Frauen, die das vielleicht auch mal schaffen, eine Weile ihr Essverhalten in den Griff zu bekommen und zu halten und auch abzunehmen, dass sie sich vielleicht oberflächlich sogar auch wohler fühlen, weil das Gewicht auf der Waage oder das Spiegelbild oder auch das Feedback vom Umfeld dazu führt, dass man
00:32:57
Speaker
sich irgendwie wohler mit sich selbst fühlt.
00:32:59
Speaker
Aber die Anspannungszustände und die Ängste, die unbewusst oder teilweise auch bewusst wirken, wieder die Kontrolle zu verlieren und die uns auch häufig dann in so einem Extrem bleiben lassen von, also ich darf kein Stück Schokolade essen, sonst kippe ich wieder zurück ins alte Muster.
00:33:15
Speaker
Das ist ja nicht wirklich entspannt und das brennt auf die ein oder andere Weise aus.
00:33:20
Speaker
Und auch ich bin.
00:33:21
Speaker
Das ist genau der Grund, warum
00:33:24
Speaker
früher oder später, das muss da wieder auftauchen.
00:33:28
Speaker
Das ist ja nicht umsonst so, dass auch Studien zeigen, dass alle Diäten und Maßnahmen, die den Fokus auf Ernährung haben und vor allem auf ein Kaloriendefizit haben.
00:33:40
Speaker
Auch so Sachen wie die Abnehmenspritze und so weiter.
00:33:44
Speaker
Studien zeigen schon längst, dass...

Professionelle Hilfe und Gemeinschaftsunterstützung suchen

00:33:50
Speaker
Ich glaube, 95 Prozent der Menschen sind innerhalb eines Jahres wieder zurück im alten Muster, so ungefähr war das.
00:33:59
Speaker
Und 5 Prozent von denen schaffen es, das fünf Jahre zu halten und sind nach fünf Jahren wieder zurück im Alten.
00:34:06
Speaker
Ich würde dazu vielleicht nur ganz kurz, weil du von altem Muster sprichst.
00:34:10
Speaker
Ich würde sogar sagen, es ist ja schon das alte Muster, nur verschiebt es sich.
00:34:14
Speaker
Also während ich vorher Emotion unterdrückt habe über Essen, also erzeugt habe, indem ich das unterdrücke, unterdrücke ich jetzt den Impuls, emotional zu essen und lege mir meinen Druck auf, den Druck, der da aufkommt zu unterdrücken.
00:34:31
Speaker
Das Muster ist das Gleiche, das ist das Alte, nur die Ebene, auf die es sich verschiebt.
00:34:36
Speaker
Also das eine Mal bezieht es sich dann halt auf emotionales Essen, um Emotionen zu unterdrücken und das nächste Mal bezieht es sich darauf, den emotionalen Essensimpuls zu unterdrücken.
00:34:46
Speaker
ist ja im Prinzip nur eine scheinbare Veränderung des Themas, weil das Muster genau das Gleiche bleibt.
00:34:52
Speaker
Es passiert im Prinzip auf der gleichen Ebene, wo das Symptom entstanden ist, nämlich über Druck, über einen Leistungsanspruch und über Unterdrückung von bestimmten Impulsen.
00:35:02
Speaker
Es verschiebt sich nur und deswegen ist auch klar, dass es sich wieder zurück auf die andere Ebene verschieben wird.
00:35:07
Speaker
Man nennt es ja auch nicht ohne Grund den Bumerang-Effekt oder den Jojo-Effekt.
00:35:12
Speaker
es ist eben keine Veränderung, es ist kein neues Muster, von dem man überhaupt in ein altes Muster reinkippen könnte, sondern es ist das alte Muster, nur halt auf eine andere Ebene verschoben.
00:35:21
Speaker
Und es ist halt vor diesem falschen Selbst, sage ich mal, also vor der äußeren Maske, erst mal gesellschaftlich anerkannter.
00:35:28
Speaker
Man passt für einen Moment wieder besser in das Idealbild, von dem keiner getriggert werden möchte.
00:35:34
Speaker
Und das schafft kurzfristige Erleichterung, weil zumindest nicht die Blicke von außen
00:35:39
Speaker
mich daran erinnern, wie wertlos ich mich eigentlich trotzdem im Inneren fühle und wie unattraktiv und wie schwer und so weiter.
00:35:47
Speaker
Ja, deswegen lass uns gerne mal so ein bisschen auf die Dynamiken eingehen, die die meisten Frauen so unserer Erfahrung nach erleben, woraus dann eben diese Schutzmuster entstehen.
00:36:03
Speaker
Ich wiederhole sie nochmal, extremer Leistungsdruck, Perfektionismus, People-Pleasing, ein starkes Schwarz-Weiß-Denken, das ständige Rationalisieren der eigenen Empfindungen,
00:36:14
Speaker
Eine Art hohe Anspannung, eine innere Art von Gaslighting, also sich die eigenen Empfindungen und Grenzen abzusprechen.
00:36:26
Speaker
Overthinking ist ein ganz, ganz großes Thema, also dieses ständige Gedankenkreisen rund um Essen abnehmen oder auch andere Themen, die To-Do-Liste, was auch immer, sich keine Pausen gönnen können, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.
00:36:41
Speaker
Ein ständiges Impostergefühl, also diese Angst, entdeckt zu werden darin, dass man doch nicht so toll ist, wie man das nach außen hin sich vielleicht darstellt.
00:36:52
Speaker
Und ein ganz, ganz großes Thema, was sich daraus auch entwickelt, ist eine mangelnde Kontaktfähigkeit zu Menschen mit dem wirklichen.
00:37:04
Speaker
authentischen Inneren selbst, also ein ständiges Aufrechterhalten der Maske im Kontakt mit Menschen.
00:37:09
Speaker
Da hatte ich die Tage auch im Vorgespräch, wo die Dame sagte, ja, sie ist sehr, sehr gut darin, immer die Lustige, die Entertainerin zu spielen und da steht sie auch auf der Bühne und geht extrem viel auch in Kontakt mit Menschen und fühlt sich darin auch wohl, aber eben auch nur mit dieser Facette von sich und alles andere hält sie zurück und deswegen kennt sie halt auch keiner so richtig, ja.
00:37:33
Speaker
Und das erzeugt natürlich auch Einsamkeitsgefühle, obwohl man vielleicht sogar im Umfeld Menschen hat, aber man dann trotzdem darin einsam bleibt, weil das authentisch selbst nicht gesehen wird und in Kontakt gehen kann.
00:37:48
Speaker
Und daraus resultierend ganz, ganz häufig
00:37:51
Speaker
Ein ganz, ganz großes Thema damit, immer alles alleine schaffen zu müssen.
00:37:59
Speaker
Was sich auch darin zeigt, dass so viele Jahre Frauen versuchen, ihr emotionales Essensthema alleine in den Griff zu bekommen.
00:38:08
Speaker
zu lernen, Bücher zu lesen, Podcasts zu hören, irgendwelche Videokurse zu machen, wo man sich dann im Hintergrund schön verstecken kann und eben nicht mit dem authentischen Ich lernen darf, in Kontakt zu kommen.
00:38:22
Speaker
Und das alleine dann dazu führt, dass man ständig in diesem Hamsterrad bleibt.
00:38:30
Speaker
Wenn ich nicht, und das kann man schon mal als Quintessenz mitnehmen, bevor wir wirklich in diese Kindheitsdynamiken reingehen, wenn ich nicht bereit bin,
00:38:38
Speaker
in wirklichen Kontakt zu kommen, also zu lernen, mich halten zu lassen, bis ich mich selber halten kann, also korreguliert zu werden.
00:38:49
Speaker
Zu lernen, mich wirklich zu zeigen, auch wenn mir das gerade noch Angst macht.
00:38:54
Speaker
Zu lernen, die inneren Ressourcen aufzubauen und eine innere Klarheit zu entwickeln, wer bin ich eigentlich und zwar im Kontakt mit Menschen.
00:39:03
Speaker
Dann wird das Muster bestehen bleiben.
00:39:06
Speaker
Es braucht einen Beziehungsraum, einen sicheren Beziehungsraum und dafür ist der Musterbruch in dem Moment schon gegeben zu sagen, ich versuche das nicht weiter alleine, sondern ich erlaube mir in den Kontakt zu gehen mit Menschen, die
00:39:26
Speaker
auch in der Lage sind, mich darin zu halten und zu führen, bis ich die innere Sicherheit aufgebaut habe, das auch in den Beziehungen zu machen, die ich in meinem direkten Umfeld habe.
00:39:37
Speaker
Ja, das ist einmal ganz wichtig an der Stelle, weil alle Frauen, die zu uns kommen, sind extrem.
00:39:43
Speaker
extrem leistungsorientiert, sehr perfektionistisch, wollen immer alles richtig machen.
00:39:48
Speaker
Es ist ihnen extrem wichtig, auch nach außen hin stark zu wirken.
00:39:53
Speaker
Und alleine das ist schon der Musterbruch, zu sagen, ich muss das nicht alleine schaffen, sondern ich lasse mich da halten und begleiten und führen.
00:40:04
Speaker
Und deswegen hier an der Stelle schon mal die Einladung, wirklich sich einfach auch mal bei uns zu melden, mit uns Vorgespräche zu führen.
00:40:13
Speaker
Und ja, einfach mal zu schauen, ob das Chained-as-Woman-Coaching in dem Kontext wirklich das Richtige ist, da bin ich mir ziemlich sicher, weil wir einfach einen sehr wertvollen, würdevollen Raum schaffen, in dem es sicher ist, Stück für Stück die Sicherheit im Nervensystem aufzubauen, die es braucht, damit das, was gerade ursächlich für diese Themen ist, sich Stück für Stück auch aus deinem System regulieren kann und
00:40:39
Speaker
ja, dass es Verhalten einfach an seinen normalen, natürlichen Platz fällt.
00:40:45
Speaker
Deswegen gerne einfach über den Link in unserer Bio oder hier dann unter dem Podcast in den Shownotes gehen, sich da ein kostenloses Analysegespräch mal aussuchen und einfach mit uns mal ein Vorgespräch führen.

Elterliche Einflüsse auf die emotionale Gesundheit der Kinder

00:40:56
Speaker
Den ersten Schritt raus aus dem Muster zu machen, in den ehrlichen Kontakt zu kommen und sich zu erlauben, das nicht alleine schaffen zu müssen.
00:41:05
Speaker
Ja, und auch hier ist, also viele Sachen klingen dann erstmal so leicht und man darf sich bewusst machen oder du darfst dir auch bewusst machen, dass das schon ein Schritt sein wird, wenn dieses Thema auch auf dich zutrifft, alles alleine machen zu wollen oder lösen zu wollen, der alleine schon mit einem gewissen Schmerz konfrontieren wird, weil auch das ist ja, dann kommen wir jetzt zu den kindlichen Mustern,
00:41:28
Speaker
eine Abwehrstrategie beziehungsweise ein Schutzmuster.
00:41:32
Speaker
Wir sind ursprünglich in unserer menschlichen Natur nicht so ausgelegt, dass wir alles alleine schaffen wollen oder machen wollen.
00:41:39
Speaker
Rudeltiere eigentlich, ne?
00:41:41
Speaker
Genau, also das ist ja nicht unbefassbar.
00:41:44
Speaker
Ja, auch nicht ohne Grund, sodass wir in Familien geboren werden und dass unsere Lebensfähigkeit in den ersten Jahren einfach davon abhängt, dass da jemand anderes auch ist.
00:41:56
Speaker
Ansonsten würden Menschen nicht überleben.
00:41:58
Speaker
Das bedeutet, es ist in sich schon ein Unterschied.
00:42:02
Speaker
Und das Resultat bzw.
00:42:06
Speaker
das, was häufig dazu führt, dass wir das Gefühl haben, wir müssen alles alleine schaffen und nur wenn wir das alleine schaffen, sind wir stark und wir können uns auch nur auf uns verlassen, ist häufig schon das, was wir in der Kindheit auch dann erlebt haben.
00:42:20
Speaker
Also wenn wir eben in bestimmten Beziehungssituationen Kontaktabbrüche erlebt haben und
00:42:26
Speaker
Oder wenn wir gemerkt haben, wenn wir gerade mit unseren überwältigsten Emotionen konfrontiert sind, darin nicht gehalten worden zu sein, eine große Ohnmacht zu erleben, weil niemand da ist und selber durch bestimmte Phasen begleiten zu müssen.
00:42:40
Speaker
Wir hatten im Letzten noch eine Klientin, die hat sehr früh einen Elternteil verloren und das andere Elternteil war verständlicherweise dadurch auch total im Schock und konnte darauf eben nicht so haltgebend eingehen.
00:42:53
Speaker
Aber natürlich ist für dieses Kind
00:42:56
Speaker
ist für dieses Kind einfach komplett die Welt zusammengebrochen und eine komplette Beziehungsbasis weggebrochen.
00:43:02
Speaker
Und diese Zeit war das Kind in gewisser Weise mit ihren Emotionen sehr allein und auf sich allein gestellt.
00:43:08
Speaker
Und die Psyche hat ja dann die Fähigkeit,
00:43:11
Speaker
alle Abwehrstrategien so hochzufahren, dass wir überlebensfähig sind.
00:43:14
Speaker
Das ist ja auch eine Meisterleistung, sage ich mal, dass ein kleines Wesen das irgendwie verarbeitet bekommt oder ich würde eher sagen, überstanden bekommt, verarbeitet ist eine andere Frage.
00:43:25
Speaker
Und das, was häufig eben daraus resultiert, ist die tiefe Sicherheit,
00:43:30
Speaker
Wenn es hart auf hart kommt, wenn wieder alles zusammenbricht, dann kann ich mich auf keinen verlassen, dann muss ich auf mich selber bauen.
00:43:38
Speaker
Und das ist häufig das, was daraus eben auch dann resultiert.
00:43:40
Speaker
Und dadurch, dass viele Menschen sehr frühe Kontaktabbrüche auch durch frühe Fremdbetreuung und so weiter erleben, baut sich das auch zu einem gesellschaftlichen, kollektiven Thema auf.
00:43:50
Speaker
Und wir merken es ja auch momentan, dass nichts mehr verachtet wird, als abhängig zu sein, schwach zu sein.
00:43:56
Speaker
Wir müssen alles selber tragen, wir müssen alles selber lösen und so weiter.
00:43:59
Speaker
Wir werden immer getrennter voneinander.
00:44:02
Speaker
Wir haben zwar immer mehr Kontakt und wir sind immer mehr vernetzt und wir können auch mitbekommen, was XY am anderen Ende der Welt heute Abend zum Abendessen essen wird.
00:44:10
Speaker
Das kriegen wir alles mit, aber richtigen Kontakt und richtige Berührbarkeit durch Kontakt ist eben nicht.
00:44:17
Speaker
weniger gegeben.
00:44:18
Speaker
Und zu sagen, ich brauche Hilfe und mir geht es gerade nicht gut und ich brauche gerade jemanden, der mich hält und ich komme gerade an meine Grenzen, ist etwas, was für viele zu einem richtigen Zungenknoten führt und zu tiefen Verletzungen zurückführt, die wir mal erlitten haben.
00:44:34
Speaker
Und das, was wir auf der anderen Seite sehen, ist eben die Folge daraus mit Burnout und starken Isolationsgefühlen, Einsamkeitsgefühlen, obwohl Kontakte da sind.
00:44:44
Speaker
Und zu dem Thema, was du eben mit der Hängematte genannt hast, fiel mir auch noch ein Fallbeispiel ein.
00:44:50
Speaker
Das hatte ich dem letzten nämlich mit einer Klientin, die hat auch damals bei einem Coaching eben diese Empfehlung bekommen, sich jeden Abend mal so zehn Minuten für sich zu nehmen, einfach hinzusetzen und zu reflektieren, was sie den Tag über so geschafft hat.
00:45:04
Speaker
Und sie meinte, das war richtig krass für sie, weil sie hat sich hingesetzt und es war so,
00:45:10
Speaker
als würde sofort alles in ihrem Nervensystem hochfahren, komplette Anspannung.
00:45:14
Speaker
Und sie wusste, dass das ein bisschen, also paranoid wäre jetzt ein bisschen doll genannt, aber so hat sie es genannt.
00:45:19
Speaker
Sie hat sich ein bisschen paranoid gefühlt, weil sie ständig hinter sich, obwohl sie alleine war, jemanden erwittert hat,
00:45:27
Speaker
der hinter ihr steht und sie darin erwischt, dass sie nichts tut.
00:45:30
Speaker
Und wenn man dann tiefer zurückging, dann war das genau die Erfahrung, die sie auch gemacht hat.
00:45:34
Speaker
Also sobald sie irgendwie sich hingesetzt hat, gespielt hat, gelesen hat oder anderes, war sofort Mama oder Papa da, ist ins Zimmer gekommen und hat Dinge gesagt wie, was machst du denn schon wieder?
00:45:46
Speaker
Du musst doch noch das und das machen, du faules Stück.
00:45:48
Speaker
Das ist jetzt natürlich relativ hart gegriffen, aber es sind reale Erfahrungen, die Kinder machen.
00:45:53
Speaker
Und denen zu sagen, entspann dich doch einfach mal, setz dich doch einfach mal hin, leg dich mal auf die Schakti-Matte und so weiter, leg dich mal in die Hängematte und um die Hängematte stehen tausend Menschen, die sagen, jetzt bist du wieder so ein faules Stück und was machst du eigentlich und so haben wir dir das doch nicht beigebracht und was wird eigentlich aus dir?
00:46:11
Speaker
Das ist kein entspannter Zustand, selbst wenn wir so tun, als würden wir eine Hängematte entspannen.
00:46:15
Speaker
Und das sind kindliche Geschichten, die uns ja jeden Tag begegnen und fast noch nett sind.
00:46:20
Speaker
Nicht jede Geschichte ist so
00:46:24
Speaker
mit so direkten und so harten, in Anführungsstrichen, Erfahrungen geprägt.
00:46:28
Speaker
Und es gibt auch andere Geschichten, die ganz anders sind.
00:46:32
Speaker
Aber die haben häufig auch nicht diese Stärke in der Symptomatik und in der Intensität des Leidensdruck, mit dem sie dann später ins Coaching kommen.
00:46:40
Speaker
Und man muss auch sagen, manches davon ist noch nett.
00:46:43
Speaker
Und manche Dinge sind nicht nett und täglicher Alltag und haben auch nichts mit mütterlicher oder väterlicher Liebe zu tun, sondern verletzen einfach auf realen Ebenen.
00:46:53
Speaker
Ich gucke mal kurz in den Chat, was hier so steht.
00:46:56
Speaker
Es gibt ganz unterschiedliche, es gibt sehr offensichtliche Dynamiken.
00:47:02
Speaker
Also eine Beispiel-Dynamik, ich bin zum Beispiel so aufgewachsen, wenn wir, wenn die Ferien anstanden, musste ich meinem Vater einen Plan schreiben, wann ich in den Ferien vorhabe, genau zu lernen und dann noch den Haushalt zu machen und
00:47:23
Speaker
Dann noch für fünf Familienmitglieder die Wäsche zu bügeln, so ab dem zwölften Lebensjahr ungefähr.
00:47:31
Speaker
Und vorher war natürlich immer...
00:47:36
Speaker
Dieses Funktionieren stand im Vordergrund.
00:47:38
Speaker
Es muss alles geplant sein, damit es auch von Elternseite kontrolliert werden kann.
00:47:46
Speaker
Und auf der anderen Seite, von meiner Mutter ihre Seite, viel subtiler in mich reingeflossen ist.
00:47:52
Speaker
Da war nicht dieses Kontrollierende, sondern da war es mehr, dass A, sie sich einen Mann gesucht hat, der so kontrollierend war, was ja auch schon ganz viel sagt.
00:48:02
Speaker
Und B,
00:48:03
Speaker
sie aber im Umgang mit sich selbst so kontrollierend war.
00:48:10
Speaker
Das heißt, selbst wenn meine Mutter gesagt hat, sprecht über alles, ihr könnt, wenn ihr Probleme habt, jederzeit zu mir kommen, hat sie es halt selbst anders gemacht.
00:48:23
Speaker
Und dadurch entsteht halt auch so eine Dissonanz.
00:48:28
Speaker
Das gibt natürlich schon Alternative rein, was deutlich...
00:48:33
Speaker
Besser ist vielleicht auch, als wenn man diese Alternative gar nicht aufgezeigt bekommt.
00:48:38
Speaker
Aber trotzdem ist in der Verkörperung, in dem Fall unserer Mutter, etwas drin, was nicht zu dem passt, was sie sagt.
00:48:47
Speaker
Und das ist ja auch das, was wir ganz häufig sehen, auch bei den Frauen, die wir begleiten, die sich eben, wenn sie Kinder bekommen, auch belesen, sich damit beschäftigen, wie gebe ich bestimmte Muster nicht an mein Kind weiter.
00:48:58
Speaker
Wie begleite ich mit Emotionen?
00:49:00
Speaker
Wie korreguliere ich mein Kind?
00:49:03
Speaker
Das Problem dabei ist nur, dass es wird versucht, für das Kind anders zu machen, aber die Mutter verkörpert es selber noch gar nicht.
00:49:12
Speaker
Also das heißt...
00:49:15
Speaker
Sie selbst reguliert sich ja mit ihrer Wut gar nicht dienlich.
00:49:19
Speaker
Und dadurch hat sie ein unreguliertes Nervensystem.
00:49:22
Speaker
Und dieses unregulierte Nervensystem versucht jetzt, ein Kind kurz zu regulieren.
00:49:27
Speaker
Das wird semi-gut funktionieren.
00:49:30
Speaker
Und vor allen Dingen suggeriert es dem Kind genau diese Dissonanz, dieses...
00:49:35
Speaker
Mama sagt zwar, ich darf meine Wut ausdrücken, sie sitzt aber selber da und unterdrückt sie dauerhaft und ist extrem aggressions- und wutgehemmt, kann ihre Grenzen nicht wahren und zeigt sie nicht auf, versucht auch dem Kind grenzenlos zur Verfügung zu stehen, weil sie vielleicht als Kind die Erfahrung gemacht hat, wie blöd es ist, wenn die Eltern nicht da sind.
00:49:58
Speaker
Und übergeht dadurch ständig ihre eigenen Grenzen und so pendelt es manchmal von Generation zu Generation auch vom einen Extrem ins andere.
00:50:06
Speaker
Und das heißt, es ist gar nicht möglich, einem Kind einen gesunden Umgang mit Emotionen zu vermitteln.
00:50:16
Speaker
wenn man selber keinen gesunden Umgang mit Emotionen verkörpert, was im Übrigen genau auch der Punkt ist, warum Coaching ganz häufig nicht wirkt, wie es wirken sollte, weil wenn der Coach oder auch der Therapeut selber total emotionsvermeidend ist und seine Probleme die ganze Zeit versucht, an seinen Klienten zu lösen, statt selbst vielleicht mal tiefer liegend mit seinen Emotionen zu arbeiten und mit dem, was bei ihm da in der Tiefe noch liegt,
00:50:45
Speaker
dann wird das automatisch auch ein emotionsvermeidender Coaching-Raum oder auch ein emotionsvermeidender Therapieraum.
00:50:54
Speaker
Und da gilt dasselbe.
00:50:57
Speaker
Ein Coach, der selbst sich nicht regulieren kann, kann auch jemand anderem nicht zeigen, wie er sich regulieren kann.
00:51:06
Speaker
Ein Coach, der selbst extreme Ängste vor seiner eigenen Wut hat,
00:51:12
Speaker
und nicht Zugang dazu findet, kann auch niemand anderen dazu begleiten, Zugang zu seiner Wut in der Tiefe zu finden.
00:51:22
Speaker
Und das ist halt eben der Punkt, den wir einfach verstehen dürfen, wenn wir das für uns selber und für unsere Kinder und die folgenden Generationen anders machen wollen, müssen wir bei uns anfangen.
00:51:36
Speaker
Also weniger Erziehungsratgeber und Kinder,
00:51:40
Speaker
Dinge rund um das Thema Umgang mit Kindern und Emotionen lesen und vielleicht ein bisschen mehr wieder zurück zu sich kommen und bei sich mal hinschauen, was verkörpere ich gerade?
00:51:53
Speaker
Nicht nur was weiß ich, sondern was verkörpere ich tatsächlich, weil das ist das, was sich aufs Kind überträgt.
00:51:59
Speaker
Und das ist auch das, was bei uns dann landet.
00:52:02
Speaker
Das heißt, unsere Eltern müssen gar nicht offensichtlich irgendwie was gesagt haben, sondern es langt schon, was sie verkörpert haben.
00:52:12
Speaker
Die Realität ist häufig dann eine andere.
00:52:15
Speaker
Wenn man genauer hinguckt, sind dann da eben doch viele Sachen getan worden und gesagt worden, die echt gemein sind und wo dann einfach auch das Kind
00:52:27
Speaker
für die Bedürfnisse der Eltern herhalten musste.
00:52:30
Speaker
Und das passiert ganz häufig auch unbeabsichtigt und ist trotzdem gemein.
00:52:37
Speaker
Also wir hatten jetzt zum Beispiel die Tage auch in einer Session mit einer Klientin die Situation, wo sie erzählt hat, sie hat einfach schon bevor sie ihr Kind bekommen hat, immer auch...
00:52:50
Speaker
Schwierigkeiten damit gehabt, alleine zu sein.
00:52:53
Speaker
Wenn sie geschlafen hat oder es abends dunkel wurde, dann hatte sie in der Nacht auch häufig Ängste.
00:52:59
Speaker
Und jetzt hat das Kind natürlich die ganze Zeit mit bei ihr geschlafen.
00:53:04
Speaker
Da war das mehr oder weniger gedeckelt.
00:53:07
Speaker
Und jetzt lernt das Kind gerade alleine schlafen und sie merkt richtig,
00:53:13
Speaker
Er hat gar kein Problem damit, er ist soweit, aber sie, ihr Nervensystem fährt auf 180.
00:53:18
Speaker
Und wenn man das nicht bewusst hat, ist die Neigung dazu da, das Kind vielleicht nicht loszulassen und wieder zurück zu sich ins Bett zu holen, weil das fühlt sich für...
00:53:30
Speaker
alle, vor allem für die Mutter in dem Moment, leichter und angenehmer an.
00:53:35
Speaker
Aber das bedeutet halt, dass dein Kind suggeriert wird, du musst mich stabilisieren, du musst mich mit meiner Angst halten und selber gar nicht in den Abnabelungsprozess kommt und sich auch nicht sicher fühlt, weil es ja dauerhaft in dieser Angstemotion kommt.
00:53:57
Speaker
in Resonanz geht und später dann vielleicht auch Ängste entwickelt, die immer auch mit emotionalem Essen
00:54:06
Speaker
verwoben sind.
00:54:07
Speaker
Und da sieht man, das halten zu können in dem Moment, wo wir in der Korregulation mit der Frau auch daran gearbeitet haben, dann trotzdem bei sich zu bleiben, das Kind nicht zu sich zu holen, sondern zu lernen mit den eigenen Ängsten, die die Dunkelheit und das Alleinsein auslöst,
00:54:30
Speaker
... bleiben zu können, die regulieren zu können, die Sicherheit in sich zu finden, den Halt in sich zu finden und den eben nicht im Kind zu finden und das zu kompensieren.
00:54:40
Speaker
Und das braucht Energie, das braucht erstmal den Willen auch dorthin zu gucken und den Weg zu gehen, daran zu arbeiten...
00:54:49
Speaker
Und es macht es aber am Ende des Tages viel leichter, weil sie mit dem Kind auch viel weniger Schwierigkeiten haben wird, wenn es sich dann durch Aggressionsprobleme oder durch Wutanfälle versucht abzugrenzen, weil es überfordert ist von dieser Situation.
00:55:06
Speaker
Oder die Ängste dann auch übernimmt.
00:55:08
Speaker
Genau.
00:55:09
Speaker
Und das ist halt der Punkt, wo wir verstehen dürfen, dass...
00:55:14
Speaker
ist dann keine Böswilligkeit und trotzdem ist es irgendwie gemein, wenn man genauer hinguckt, wenn das Kind die ganze Zeit die Ängste der Mutter tragen muss, ja, und nicht alleine schlafen darf, obwohl es das vielleicht total möchte, ja.
00:55:31
Speaker
Und da sind wir in einem Bereich, wo man auch ein Stück weit von einer Art emotionalem Missbrauch sprechen kann, weil man findet Missbrauch statt, immer dann, wenn wir für etwas benutzt werden, für ein Bedürfnis von anderen.
00:55:50
Speaker
Und da sieht man, wie subtil das abläuft und auch gar nicht so binär zu sagen, ist Täter, Opfer, sondern
00:55:58
Speaker
dass das Dynamiken sind, in denen wir selber auch oft aufgewachsen sind, die so subtil ablaufen, dass man eben nicht mit dem Finger drauf zeigen kann und sagen kann, das ist passiert, das hat sie gesagt oder getan oder gemacht oder, ne, also, ähm,
00:56:16
Speaker
Und genau, das führt nochmal so ein bisschen zu dem, was wir eingangs gesagt haben, wir müssen da hinschauen und es geht nicht um Schuld, es geht darum, sich dieser Dynamiken bewusst zu werden und zu spüren, was wirkt da heute noch in mir, was zu diesen Essensmustern in dem Fall auch führt.
00:56:33
Speaker
Ja, und es ist ja in dem Fall sogar schon eine gewisse Reflexionsinstanz, sage ich mal, da, wenn ich erkenne, okay, ich merke, ich neige gerade dazu, das Kind bei mir zu lassen, weil ich kann schlechter schlafen.
00:56:45
Speaker
Das setzt schon eine gewisse Selbstreflexion, auch ein großes Vertrauen voraus, weil man natürlich...
00:56:52
Speaker
gerade seine Schattenseiten ungerne so offen kundtut.
00:56:57
Speaker
Aber selbst Tieren, wenn man es offen anspricht, hat es schon eine Subtilität.
00:57:01
Speaker
Aber wenn das beiden nicht mal bewusst ist, also Mutter ist nicht bewusst, dass sie Angst hat, alleine zu schlafen, beziehungsweise dass sie das Kind dafür nutzt und wirklich davon ausgeht, ah, für das Kind ist es bestimmt auch besser.
00:57:13
Speaker
Und dem Kind, wenn es später erwachsen wird, ist es schon zweimal nicht bewusst, weil
00:57:17
Speaker
Ja, dann habe ich halt länger bei Mama geschlafen.
00:57:20
Speaker
Das ist so gesehen, das sind so die subtilsten und teilweise giftigsten Prozesse, weil sie eben nicht direkt sichtbar sind.
00:57:27
Speaker
Wenn mir jemand sagt, du bist eine fette Sau und deswegen solltest du in die nächste Diät gehen und sowas hören wir auch regelmäßig, auch von Müttern, die das zu ihren Kindern sagen, wo die Kinder mit neun Jahren spätestens die erste Diätkur machen sollen und in die Reha geschickt werden und sowas, dann hat man zumindest...
00:57:46
Speaker
eine offensichtliche Wunde, wo tendenziell ein allgemeines Empören stattfinden würde.
00:57:51
Speaker
Die Empörung ist dann wiederum auch eine sehr emotionale Reaktion, aber wo zumindest ein Grundgefühl besteht von...
00:57:58
Speaker
Vielleicht ist die Situation nicht ganz so förderlich für die Selbstwertentwicklung und für das gesunde Körpergefühl.
00:58:06
Speaker
Das heißt, es ist zumindest genauso, wie wenn jemand verprügelt wurde und es gibt sichtbare Wunden, dann ist zumindest ein sichtbar gewordenes Leid ein erster Einstieg in die Verarbeitung dieses Themas.
00:58:20
Speaker
Aber unsichtbare Wunden, die emotional entstanden sind, auch gerne Mobbing, sehr subtile Sticheleien, blöde Blicke, ähm, elternliche, ähm, Blicke, ähm, auch zerrissene, ähm, elternliche Blicke, wo die eine Person sagt, du musst jetzt aber mal den Teller leer essen, die andere sagt, ja, aber nee, pass lieber ein bisschen auf, sonst wirst du zu dick, also sehr widersprüchliche, ähm, Informationen, die einfließen.
00:58:42
Speaker
Das ist erstmal nicht offensichtlich und auch nicht direkt greifbar,
00:58:46
Speaker
hinterlässt aber mindestens genauso tiefe Spuren und macht es später, um so diffuser herzuleiten, was ist eigentlich los mit mir?
00:58:55
Speaker
Warum ist das eigentlich so?
00:58:56
Speaker
Warum kriege ich es nicht hin, anders zu essen?
00:58:59
Speaker
Warum kriege ich es nicht hin, abends auf dem Sofa fünf Minuten ruhig zu sein, ohne zum Kühlschrank zu laufen?
00:59:04
Speaker
Warum kriege ich Panik, wenn ich nicht zur Schokolade greifen kann?
00:59:08
Speaker
Das sind dann Themen, die Menschenleben real beeinflussen und auch mit eigenem Selbstwert- und Selbstzweifelgefühlen belegen, weil wir nicht wissen und nicht erinnern können, was ist eigentlich los?
00:59:21
Speaker
Was hat eigentlich dazu geführt, dass es heute eine in gewisser Weise sinnvolle Strategie war, damals das zu tun, weil ich bestimmte Dinge anders nicht kompensieren konnte?
00:59:31
Speaker
Und wenn wir das wieder mehr ins Bewusstsein bringen darüber, dass wir diese
00:59:35
Speaker
diese Verletzungen spürbar machen, aber auch die Erfahrung spürbar machen, dass wir heute darin nicht mehr ohnmächtig sind, sondern dass wir darin gehalten sind und lernen können, uns selbst zu halten, dann ergibt sich grundsätzlich eine Erstentspannung, weil wir plötzlich merken, wir sind gar nicht verrückt, wir sind auch nicht zu undiszipliniert, wir sind auch keine Versager, wir sind auch nicht dumm, hässlich oder was auch immer wir uns gerne mal so einreden, sondern es ist im Prinzip eine
01:00:03
Speaker
eine gesunde Reaktion oder zumindest eine natürliche Reaktion auf ungesunde Dynamiken gewesen, die wir instinktiv, subtil, intuitiv gespürt haben, dass die gerade nicht dienlich sind und nicht gesund sind.
01:00:18
Speaker
Und da sage ich immer ganz gerne von meinem Ausbildungsleiter, der hat mal den Satz genannt, unbewusstes, erkennt unbewusstes Fehlerlos.
01:00:26
Speaker
Das bedeutet, man könnte auch sagen, dass wir sehr nonverbal scannen.
01:00:30
Speaker
Das heißt, im Prinzip ist es fast egal, was jemand sagt.
01:00:34
Speaker
Ich kriege unbewusst sofort mit, ob das, was die Person mitteilt, stimmt.
01:00:38
Speaker
Und ich kriege auch mit, was die Person in meine Richtung ausstrahlt, ohne dass sie was gesagt hat.
01:00:43
Speaker
Mir muss jemand nicht sagen, dass er mich scheiße findet, weil ich erkenne schon am Blick.
01:00:46
Speaker
Und ich muss auch nicht...
01:00:49
Speaker
Fragen, willst du mich gerade angreifen oder bist du mir wohlgesonnen, weil ich sofort intuitiv und von ich spreche ich jetzt grundsätzlich das menschliche System und auch die Tierwelt abscanne, wie ist die Körperhaltung, wie ist jemand mir zugewandt, wie ist der Blick, wie sind die Gesichtszüge, wie ist die Körperspannung.
01:01:06
Speaker
Wie guckt sich jemand im Spiegel an, wie guckt sich Mama im Spiegel an, wenn sie morgens im Badezimmer auf der Waage stand und mir nachher sagt, du kannst ruhig essen, was

Sichere Umgebungen für emotionale Heilung schaffen

01:01:16
Speaker
du willst.
01:01:16
Speaker
Aber selber sehe ich, dass sie sich im Spiegel anguckt und ich kriege mit, dass sie innerlich in absolute Selbstvernichtungsgedanken rutscht.
01:01:24
Speaker
Es braucht die Sprache in gewisser Weise nicht.
01:01:27
Speaker
Wir brauchen nicht den Kopf, um zu verstehen, was da los ist.
01:01:30
Speaker
Der Körper und das Unbewusste und das Nonverbale kriegt das alles mit und speichert das alles.
01:01:35
Speaker
Und deswegen können wir auch mit kognitiven Ansätzen nur gegen die Wand fahren, weil das Wissen ist nicht das Problem und der Zugang zu Informationen ist nicht das Problem.
01:01:46
Speaker
Und wir sehen alleine in den Ratgebern und dass wir das Natürlichste der Welt, nämlich wie wir Emotionen fühlen, wie wir uns darin korregulieren, wie wir in Kontakt gehen.
01:01:56
Speaker
Das ist das Natürlichste der Welt, wie sehr wir durch unsere Generationserfahrungen darin
01:02:03
Speaker
entfremdet sind, dass wir selbst das Natürlichste der Welt auf Bücher, Podcasts und so weiter verlagern.
01:02:09
Speaker
Ich meine, das, was wir machen, ist auch nur die Folge daraus, dass das der Fall ist.
01:02:14
Speaker
Weil eigentlich ist das, was wir hier sagen, jetzt nichts Neues und es ist auch nichts, was kognitiv nicht verständlich ist, aber es ist in Nervensystemen nicht mehr drin.
01:02:22
Speaker
Kontaktfähigkeit, Sicherheit, Co-Regulation, sich im authentischen Selbst
01:02:28
Speaker
lebendig zu fühlen und darin begleitet zu werden und darin Kontakt aufzubauen und Beziehungen zu bauen.
01:02:34
Speaker
Das ist eigentlich das Natürlichste der Welt.
01:02:36
Speaker
Aber wie wir ja auch in den Kommentaren sehen, das stimmt, es sind Generationstraumata, die weitergegeben werden.
01:02:42
Speaker
Aber die lösen sich nicht darüber auf, dass wir sagen, dass Zeit alle Wunden heilt.
01:02:46
Speaker
Und dass das halt auch schon Generationen vor uns so war, das stimmt alles.
01:02:52
Speaker
Nur die Frage ist okay, aber was für Erfahrungen dürfen wir jetzt machen und wo dürfen wir wieder mehr zu der natürlichen Natur zurückkehren und zum menschlichen
01:03:02
Speaker
zur Kontaktnatur, sage ich mal, dass wir beide Bedürfnisse von Autonomie, ich kann gut alleine sein, ich kann mich selbst versorgen, ich bin nicht ständig in Symbiose, also nicht ständig abhängig von anderen, auf der einen Seite und ich kann mich auch im Alleinsein
01:03:18
Speaker
nicht einsam fühlen und auf der anderen Seite aber eben auch dieses natürliche Bedürfnis nach Kontakt, Sicherheit im Kontakt, Co-Regulation im Kontakt, das wieder mehr zu fördern, sodass wir beides wieder miteinander integrieren, weil eben beides Grundbedürfnisse sind.
01:03:35
Speaker
Ja, und du beschreibst das so gut.
01:03:38
Speaker
Wir müssen gleich Schluss machen, weil ich gleich ein Coaching habe, aber noch einmal kurz darauf eingegangen, weil du das gerade auch so gesagt hast, also viele Frauen wünschen sich ja intuitiv
01:03:48
Speaker
ein intuitives Essverhalten und was wir einfach verstehen dürfen und deswegen zeigen für mich auch so Angebote, die intuitives Essverhalten über Videokurse und Mental Audio Sessions beibringen wollen, einfach nur, dass
01:04:03
Speaker
die Ersteller nicht ganz begriffen haben, was eigentlich tatsächlich im System unbewusst wirkt, weil der Punkt ist, das, was da passiert, also emotionales Essen, ist auch eine Form von intuitiven Essen.
01:04:18
Speaker
Unser Nervensystem hat gelernt,
01:04:21
Speaker
dass es nicht sicher ist, Emotionen zu spüren, auszudrücken, sich selbst auszudrücken und sich zu unterdrücken, eine Überlebensstrategie ist.
01:04:32
Speaker
Und wir greifen dann intuitiv aus unserem Schutzmuster heraus zu essen.
01:04:39
Speaker
Das heißt, wenn wir das wirklich ändern wollen und zu einem gesunden, intuitiven Essen zurückfinden wollen,
01:04:47
Speaker
Und das ist ja das, was viele dann mit intuitivem Essen, sage ich mal, in Verbindung bringen, dieses regulierte Essen.
01:04:55
Speaker
Ich esse, wenn ich Hunger habe, ich höre auf, wenn ich satt bin, ich weiß, wenn ich was Emotionales brauche, wie ich mir das geben kann, wie ich mich emotional regulieren kann.
01:05:06
Speaker
dann sprechen wir von diesem gesunden, intuitiven, ausbalancierten Essverhalten, was man dann mit intuitiven Essen verknüpft hat jetzt.
01:05:15
Speaker
Aber solange wir nicht dem Nervensystem, dem Körper beigebracht haben und auch zwar nicht, indem wir das die ganze Zeit nur sagen und wiederholen mit irgendwelchen Audios oder Affirmationen, sondern wirklich im Körper aufbauen,
01:05:30
Speaker
Nervensystem-Ebene, auf Zellebene integriert haben.
01:05:35
Speaker
Es ist sicher, mich selbst auszudrücken.
01:05:38
Speaker
Ich weiß, wenn da eine Wut ist, spüre ich die nicht.
01:05:41
Speaker
Ich weiß, dass da eine ist, sondern ich spüre sie intuitiv, weiß ich und kann es auch abrufen im Nervensystem, wie ich das jetzt regulieren kann.
01:05:51
Speaker
Ich muss nicht darüber nachdenken, was mache ich jetzt mit diesem Gefühl, weil es einfach passiert, weil es
01:05:58
Speaker
angelegt ist in unserem System.
01:06:01
Speaker
Es wurde nie durch Korregulation gelernt.
01:06:07
Speaker
Es hat das Gespiegeltwerden, um auch sich selbst zu erfahren und herauszufinden, wer bin ich überhaupt gefehlt?
01:06:14
Speaker
Und das muss nachgeholt werden.
01:06:18
Speaker
Und dafür braucht es einen Raum, der aber nicht nur das abdeckt, sondern auch ein Auge auf
01:06:25
Speaker
die Spuren hat, die diese ganze Geschichte gerade im Stoffwechsel, auf Zellebene, auch physiologisch hinterlassen hat.
01:06:34
Speaker
Wir arbeiten da mit dem 3P-Wirb-Prinzip.
01:06:38
Speaker
Das sind drei Ebenen quasi, die physiologische Ebene, einmal zu gucken, was braucht der Körper jetzt, nachdem er all das erlebt hat, die ganzen Diäten, die da gelaufen sind, die ganzen Maßnahmen, die da versucht werden, um
01:06:52
Speaker
zellulär wieder ins Gleichgewicht zu kommen.
01:06:55
Speaker
Wie kann man den Körper unterstützen, die Zellen unterstützen, das Hormonsystem unterstützen, den Darm unterstützen?
01:07:01
Speaker
Welche Nährstoffmängel liegen vor?
01:07:03
Speaker
Weil ich muss gar nicht mit tieferen emotionalen Themen arbeiten, wenn der Körper das nicht auch verstoffwechseln kann.
01:07:09
Speaker
Das heißt, auf physiologischer Ebene muss...
01:07:12
Speaker
das Setting, das Hergeben.
01:07:14
Speaker
Deswegen machen wir eine ganz ausführliche Analyse am Anfang, dass wir erstmal gucken, was ist eigentlich gerade die Situation.
01:07:24
Speaker
Das Feedback dazu ist immer, so wurde man noch nie angeschaut, weil wir uns wirklich ganz genau in einem ganz klaren Analyseprozess angucken, was wirkt gerade in diesem System auf den Menschen und auch von außen auf diesen Menschen ein.
01:07:39
Speaker
Welche Geschichte wirkt da
01:07:41
Speaker
Welche aktuelle Situation wirkt da?
01:07:43
Speaker
Welche Symptome sind noch da außer das emotionale Essen?
01:07:46
Speaker
Also die physiologische Ebene muss mit inbegriffen sein in diesem Prozess.
01:07:52
Speaker
darf nicht ignoriert werden.
01:07:54
Speaker
Dann natürlich die psychodynamische Ebene, also dass wir eben gucken, was wirkt da genau an diesen psychodynamischen Mustern und Erfahrungen, die wir hier eben besprochen haben.
01:08:06
Speaker
Was sind da noch für Bewältigungsstrategien am Werk, wie People-Pleasing und diese ganzen Sachen, die ich schon aufgezählt habe.
01:08:13
Speaker
Und dann, und das ist das Wichtigste, braucht es einen Raum, in dem jemand präsent ist,
01:08:20
Speaker
Und verkörpert mit einem ruhigen Nervensystem vor dir sitzt und dich wirklich hält und dir zeigt, wie du dich selbst mit deinen Emotionen regulieren kannst, erst in Form von Ko-Regulationen.
01:08:36
Speaker
und dadurch fangen an sich alte Themen, ohne dass wir da jetzt alles aufreißen müssen und in jede Situation nochmal eingehen müssen, weil dein System will sich regulieren, es möchte in Gleichgewicht kommen, es spürt, da ist etwas unverarbeitet geblieben und alles in dir strebt nach einem balancierten Zustand, es ist nur gerade blockiert und
01:09:03
Speaker
Das heißt, wir müssen dem Körper die Möglichkeit geben, das wieder ins Fließen zu bringen und es kommt nur dadurch, dass wir überhaupt wieder in Kontakt mit dem Körper kommen, dass wir die Wahrnehmung verändern, dass wir in Kontakt mit Emotionen kommen, dass wir sichere Erfahrungen in Kontakt mit Emotionen bekommen.
01:09:22
Speaker
im Beziehungskontakt mit Menschen machen und dann fangen sich Dinge an, schon ganz von alleine zu sortieren und an ihren richtigen Platz zu füllen.
01:09:32
Speaker
Das müssen wir nicht mit Druck forcieren, das müssen wir nicht mit Kampf forcieren.
01:09:37
Speaker
Das passiert dann einfach.
01:09:39
Speaker
Ja, es passiert dann einfach, weil wir es nicht mit dem Kopf forcieren und drücken und schieben.
01:09:46
Speaker
Und das ist eine Kraftart sowohl für Coaches als auch für den Klienten.
01:09:50
Speaker
Und sehr frustrierend, weil das führt halt immer wieder zu denselben Schleifen.
01:10:01
Speaker
Und genau, diese Wirkprinzipien, die müssen...
01:10:06
Speaker
in einem Raum, in einem Setting gegeben sein.
01:10:08
Speaker
Und das ist auch der Grund, warum es für die wenigsten möglich ist, das in ihrem Alltag zu bewältigen, weil der Alltag diese Wirkmechanismen einfach nun mal nicht mit sich bringt.
01:10:21
Speaker
Deswegen ist hier einfach nochmal die Einladung, wenn du unter emotionalem Essen gerade leidest, dann melde dich sehr gerne auf.

Kontaktaufnahme und Unterstützung durch Chainless Woman

01:10:29
Speaker
folge uns auf dem Chainless Woman Account und wenn du als Coach zugehört hast und Menschen begleiten möchtest, diese Muster zu bewältigen, ob das emotionales Essen ist oder eben auch das People-Pleasing, diesen Perfektionismus, dieses ständige Über-Rationalisieren, das
01:10:46
Speaker
sich nicht Pausen gönnen, woraus dann Burnout resultiert, dann folge gerne Psychosoma Nutrition Institute dem Account.
01:10:55
Speaker
Dort gibt es ganz viel Fachwissen rund um das ganze Thema und natürlich kannst du dich auch gerne auf die Warteliste eintragen für die nächste Ausbildungsrunde.
01:11:04
Speaker
Da freuen wir uns natürlich sehr.
01:11:08
Speaker
Gutes Schlusswort.
01:11:10
Speaker
Also, dann danke ich allen, die zugehört haben, die bis zum Ende da geblieben sind.
01:11:17
Speaker
Wenn ihr Fragen habt, könnt ihr euch zu jeder Zeit einfach bei uns melden über die Instagram-Accounts.
01:11:23
Speaker
Und wie gesagt, die Links findet ihr in unseren Instagram-Bios, zu unseren Webseiten, zur Warteliste und auch nochmal, wenn du den Podcast über Podcast oder Spotify anhörst, unten in den Shownotes.
01:11:37
Speaker
Und dann verabschieden wir uns, denn meine Klientin wartet weiter.