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#22- Gründe woran (dein) Coaching scheitert

S1 E22 · The Embodied Coach
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74 Plays3 months ago

Warum so viele Coachings scheitern und was es wirklich braucht, damit Klientinnen nachhaltig in die Umsetzung kommen.
Wir zeigen: Umsetzung ist kein „Disziplin-Problem“, sondern eine Frage von Raum, Beziehung, Nervensystem-Kapazitätund echter Ganzheitlichkeit (Körper, Psyche, Beziehung, System) plus Selbsterfahrung der Coaches, damit sie Prozesse wirklich halten können.

Wenn deine Klientin alles „verstanden“ hat und trotzdem nicht ins Tun kommt… liegt’s nicht an ihr.
In dieser Folge zeigen wir dir, warum viele Coachings nur 5–10% Umsetzung erzeugen und welche traumasensiblen, körperzentrierten Schlüssel (Nervensystem, Beziehung & echte Ganzheitlichkeit) dafür sorgen, dass Veränderung endlich bleibt.

Wenn deine Klientin keine Lust auf Bewegung hat, dann ist das oft kein Zeichen von fehlender Motivation, sondern ein Hinweis auf ein Nervensystem, das noch keine Sicherheit für Veränderung hat. In dieser Folge sprechen wir darüber, warum viele Coaching-Programme nur 5–10% ihrer Teilnehmer wirklich in die Umsetzung bringen und warum wir das nicht als „normal“ akzeptieren.

Du erfährst, wie traumasensibles Coaching, somatisches Coaching und Embodiment Coaching zusammenspielen müssen, damit nicht nur kurzfristige Erfolge im Coaching-Raum entstehen, sondern echte, nachhaltige Transformation im Alltag möglich wird. Wir teilen ein klares Modell: vier „Fenster“ der Betrachtung (messbar-körperlich, intrapersonal, Beziehung, System) und warum Coachings scheitern, wenn sie nur ein Fenster bedienen.

Außerdem sprechen wir über den unterschätzten Wirkfaktor: Beziehungsqualität. Denn wenn der Coach Prozesse nicht verkörpert, nicht halten kann oder selbst unreguliert ist, spürt das das System deiner Klientin sofort. Genau deshalb ist Selbsterfahrung in einer Coaching Ausbildung nicht „nice to have“, sondern die Basis für ein stabiles Coaching Business, besonders wenn du mit Themen wie Ernährung & Coaching, emotionalem Essverhalten oder Stress arbeitest.

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Transcript

Einführung: Coaching-Erfolgsraten und Gastgeber

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Speaker
In anderen Coaching-Räumen kommen 5 bis 10 Prozent der Coaching-Teilnehmer in die Umsetzung.
00:00:05
Speaker
Als ich das damals in einem Webinar gehört habe, ist mir echt alles aus dem Gesicht gefallen, weil der Zusatz gefallen ist, ja, und das ist schon echt viel.
00:00:14
Speaker
Und ich dachte mir so, what the fuck, nein, das ist überhaupt nicht viel.
00:00:18
Speaker
Und ich wäre halt auch als Coach überhaupt nicht zufrieden damit, weil in unseren Coaching-Räumen kommen halt locker 90 Prozent der Teilnehmer in Bewegung und in die Umsetzung.
00:00:30
Speaker
Da hat man schon als Coach die Verantwortung zu schauen, was muss eigentlich in den Raum hergeben, damit Menschen auch in die Umsetzung gehen können und nicht wieder die Erfahrung machen, dass sie es ja sowieso nicht schaffen.
00:00:48
Speaker
Du willst ein erfolgreicher Coach sein, der seine Klienten durch echte Durchbrüche und nachhaltige Transformationen führt?
00:00:54
Speaker
Dann bist du genau richtig hier.

Trauma-sensitives Coaching und persönliche Veränderung

00:00:56
Speaker
Ich bin Natascha, seit über zehn Jahren erfolgreicher Coach mit eigenem Coaching-Business und über 500 begleiteten Menschen.
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Speaker
Und ich bin Lena.
00:01:03
Speaker
Seit über sieben Jahren begleite ich Menschen als Coach durch tiefgreifende Prozesse hin zu nachhaltigen Veränderungen.
00:01:09
Speaker
In diesem Podcast sprechen wir darüber, wie traumasensibles, körperzentriertes und nachhaltig wirksames Coaching wirklich funktioniert.
00:01:16
Speaker
Kein oberflächliches Tools-Gehabe, kein Druck, sondern Nervensystemwissen, Embodiment und eine Haltung, die den Themen deiner Klientin wirklich gerecht wird.
00:01:29
Speaker
Wir teilen hier wirklich Wissen und Erfahrungswerte aus den letzten zehn Jahren Coaching-Erfahrung mit hunderten Menschen und tausenden Coaching-Stunden.
00:01:37
Speaker
Das heißt, wir haben einfach unglaublich viel Erfahrung sammeln dürfen, dank auch des Vertrauens unserer Klienten zu sehen, was funktioniert und was funktioniert nicht.
00:01:49
Speaker
Und vor allen Dingen, was brauchen Menschen,
00:01:51
Speaker
überhaupt, um wirklich nachhaltigen Veränderungen zu kommen.
00:01:54
Speaker
Denn wir wollen ja nicht nur, also zumindest war das unser Anspruch, nicht nur, dass während der Coaching-Zeit sich Erfolge zeigen und Menschen eben Hoffnungsschöpfen und das Gefühl haben, ihrem Ziel näher zu kommen.
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Speaker
Und sobald das Coaching endet, fallen sie wieder in alte Muster zurück, sondern es geht ja nicht nur darum, kurzfristig in den Coaching-Räumen Ergebnisse zu erzielen, sondern Menschen wirklich
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Speaker
zu den emotionalen, kognitiven Fähigkeiten zu führen, also auf beiden Ebenen, das auch halten zu können.
00:02:32
Speaker
Und ja, dafür braucht es ganz bestimmte Steps und einen Raum, der das hergibt,
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Speaker
braucht auch einen Coach mit bestimmten Skills und Fähigkeiten, die nicht nur auf Wissen, Fachwissen und Wissensvermittlungen beruhen.
00:02:50
Speaker
Und am Ende des Tages ist das auch das, was...

Herausforderungen in der Coaching-Umgebung

00:02:57
Speaker
Ja, dich, wenn du als Coach arbeiten möchtest oder schon als Coach arbeitest, am Markt hervorheben wirst oder positiv positionieren wirst, ja, weil, also ich sage mal 2017 und 2020, das sind alles Jahre, die sind vorbei, ja.
00:03:14
Speaker
Da hat das damals alles noch ein bisschen anders funktioniert.
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Speaker
Und heute sind die Menschen deutlich, deutlich bewusster.
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Speaker
Die lesen mehr zwischen den Zeilen.
00:03:26
Speaker
Sie haben aufgrund der schlechten Erfahrungen mit Coaching und Beratung einfach auch schon gelernt, was sie nicht wollen und was sie nicht brauchen.
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Speaker
Sie stehen ganz häufig, so wie wir Coaches ja auch, als Menschen,
00:03:42
Speaker
an einem Punkt, wo sie sagen, ich habe jetzt schon so viel verstanden, so viel gelesen, so viel Podcast gehört, so viel Strategien und Pläne und Wissen von vielleicht auch Coaches erhalten, Kurse angeschaut, gekauft und ich weiß jetzt so viel und ich kriege es trotzdem nicht umgesetzt und
00:04:03
Speaker
diesen Punkt zu führen und diesen Punkt gelöst zu bekommen, da trennt sich wirklich die Spreu vom Weizen, weil hier an dem Punkt Menschen also nicht nur zum Verständnis ihrer Muster zu führen, sondern sie wirklich auch dann durch ihre Muster zu führen und raus aus ihren Mustern zu führen, das ist ein Coaching-Skill, den die aller, aller, allerwenigsten Coaches da draußen
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Speaker
Und sogar leider, was wir mitbekommen, Therapeuten nicht beherrschen, weil es dafür einen gewissen Raum braucht.
00:04:39
Speaker
Es braucht die Fähigkeit, den Körper in den Prozess zu integrieren.
00:04:44
Speaker
Es braucht echte Ganzheitlichkeit.

Ganzheitliches Coaching und Missverständnisse

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Speaker
Und ich weiß, dieses Wort ganzheitlich ist halt leider auch schon total ausgenutzt, weil jeder macht Holistik-Coaching und ganzheitliches Coaching.
00:04:54
Speaker
Aber was bedeutet das denn wirklich eigentlich?
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Speaker
Da werden wir heute auch drüber sprechen, weil Ganzheitlichkeit häufig einfach auch total missverstanden wird oder der Name oder das Wort einfach nur ausgeschlachtet wird.
00:05:07
Speaker
Und wir stellen immer wieder fest,
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Speaker
Ja, das war dann halt doch nicht ganzheitlich genug.
00:05:11
Speaker
Es war ganzheitlich auf den Körper gezogen vielleicht, aber da gibt es ja auch noch mehr als nur den Körper und es gibt auch mehr als nur die Psyche.
00:05:20
Speaker
Und das sind alles Punkte, da sehen wir immer wieder, also da hatte ich am Anfang meiner Coaching-Karriere natürlich auch Blindspots,
00:05:29
Speaker
nur anders als vielleicht manch andere Coaches, habe ich die Verantwortung nicht alleine beim Klienten gelassen und gesagt, naja, okay, dann will die halt nicht oder dann ist sie nicht diszipliniert genug oder dann habe ich es vielleicht nur noch nicht gut genug erklärt, sondern ich habe mich wirklich hingesetzt und habe mir die Frage gestellt, was braucht denn der Mensch, nicht nur der Körper, was braucht der Mensch,
00:05:55
Speaker
um wirklich nachhaltige Veränderungen zu erleben.
00:05:58
Speaker
Und wo sind da meine blinden Flecken?
00:06:00
Speaker
Wo halte ich vielleicht unbewusst auch Klienten in einem Abhängigkeitsverhältnis zu mir, was unternehmerisch
00:06:10
Speaker
bestimmt sehr klug ist.
00:06:12
Speaker
Also das sieht man ja auch irgendwie so ein Stück weit an der ganzen Kosmetik, Diät, Fitness, Pharmaindustrie.
00:06:19
Speaker
Gute Kunden sind die, die bleiben.
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Speaker
Und die, die bleiben, sind die, die immer wieder kerrend jedes Jahr die dritte Diät machen oder Abnehmpille nehmen oder oder.
00:06:30
Speaker
Und für mich war das immer so,
00:06:32
Speaker
frustrierend, weil ich habe meine Klienten super gerne und über Jahre haben wir immer wieder Kontakt mit denen.
00:06:39
Speaker
Das ist ja bei dir, Nila, genauso, dass sie sich zwischendrin melden und mal ein Update geben.
00:06:44
Speaker
Das ist schön, aber am allerliebsten habe ich, dass sie ihre Schritte alleine gehen können und sich halten können und wir dann vielleicht irgendwann nur noch punktuell unterstützen müssen, wenn mal irgendwo im Alltag was passiert.
00:06:58
Speaker
eine Lebenskrise, eine große Veränderung

Emotionale und körperliche Verbindungen im Coaching

00:07:01
Speaker
sich zeigt.
00:07:01
Speaker
Da ist das normal, da melde auch ich mich immer wieder mal bei meinem Mentor und Coach.
00:07:05
Speaker
Und das sind ja nie themenlos, aber dass so dieses grundsätzliche Sich-Selbst-Halten sich selbst führen können und vor allem Kompensationsstrategien wie emotionales Essen oder
00:07:17
Speaker
ja, zu viel shoppen oder auch sich immer wieder in schwierige bis toxische Beziehungskonstellationen zu begeben, das sind Dinge, die sind auf jeden Fall lösbar und genau, dafür braucht es aber einen gewissen Raum.
00:07:35
Speaker
Darüber wollen wir heute sprechen.
00:07:37
Speaker
Ja, darüber wollen wir sprechen.
00:07:40
Speaker
Und du hast es eben eigentlich schon ganz schön zusammengefasst.
00:07:43
Speaker
Es gibt nicht nur Körper, es gibt nicht nur Psyche.
00:07:46
Speaker
Und das, was wir halt häufig in diesem ganzen Entwicklungsbereich oder Gesundheitsbereich, wie es ja genannt wird, finden, ist halt eine sehr, sehr starke...
00:07:55
Speaker
Differenzierung, Distanzierung und auch Trennung von den unterschiedlichen Bereichen, die eigentlich nicht trennbar sind, wenn wir darüber sprechen, dass wir Menschen ganzheitlich zu einer nachhaltigen Veränderung bringen wollen.
00:08:07
Speaker
Und das war mir selber ehrlicherweise am Anfang auch nicht so klar.
00:08:11
Speaker
Anders als du bin ich ja relativ schnell, also mein ganzer
00:08:14
Speaker
Weg ging ja eigentlich über Erziehungswissenschaften, dann zum Coaching, dann zu der nächsten Coaching-Ausbildung und so weiter.
00:08:19
Speaker
Also das war ja so gesehen, der Fokus auf Emotionen und Psyche war bei mir von Anfang an gegeben.
00:08:26
Speaker
Während Ernährung und körperliche Bausteine und so weiter, das war ehrlicherweise, ich habe weder den Einfluss verstanden, noch hat es mich interessiert.
00:08:35
Speaker
Also das war gar nicht mein Interessengebiet.
00:08:39
Speaker
Und ich glaube, dass auch durch die Zusammenarbeit, die wir jetzt haben, ist mir das nochmal bewusster geworden, wie sehr sich das einfach wechselseitig beeinflusst.
00:08:48
Speaker
Und das ist, glaube ich, der entscheidende Punkt, weshalb viele Ansätze, egal ob im Coaching-Bereich, im Therapie-Bereich, im
00:08:55
Speaker
Medizinbereich einfach scheitern, wenn es darum geht, dass eine Person körperlich und emotional, ganzheitlich und nachhaltig sich wohler, leichter, gesünder fühlen kann, weil häufig bestimmte Bereiche sehr gut abgedeckt sind, aber die anderen Bereiche halt komplett außen vor gelassen werden.
00:09:13
Speaker
Und wenn ich sage ich mal, um jetzt mal nur Körper und Psyche mit einzubeziehen, wenn es mir psychisch nicht gut geht, mein Nervensystem ist permanent dysreguliert,
00:09:22
Speaker
und ich fülle ständig die körperlichen Ressourcen auf, die natürlicherweise auch darunter leiden, dass ich emotional die ganze Zeit Ressourcen verbrauche und Cortisol ausschüttel und so weiter, dann ist das zwar erstmal eine ganz gute Stabilisierung, weil der Körper zumindest einigermaßen abgedeckt wird, aber erstens bleibt es eine Abhängigkeit, weil solange das Nervensystem meine körperlichen Ressourcen aufbraucht,
00:09:44
Speaker
bin ich davon abhängig, das immer weiter aufzufühlen körperlich.
00:09:49
Speaker
Und auf der anderen Seite verpasse ich eben genau den Ursachenpunkt, weshalb der Körper permanent auch zellulär in der Disbalance ist.
00:09:57
Speaker
Oder auch andersrum, wenn ich die ganze Zeit nur mit den Emotionen arbeite und mit der Psyche,
00:10:02
Speaker
und auf der anderen Seite aber auch der Körper aufgrund von bestimmten Mangelerscheinungen einfach nicht die Kapazitäten und Energieressourcen hat, um die Veränderung und das Nervensystem überhaupt stabil zu halten, habe ich genau den gleichen Teufelskreis.
00:10:16
Speaker
Und viele sind dann sehr diszipliniert, haben auch schon alles ausprobiert und kommen trotzdem immer wieder an den Punkt, wo der Körper und die Psyche wie auf Autopilot reagieren,
00:10:26
Speaker
Und irgendwann so ein Hoffnungslosigkeitsgefühl entsteht, sowohl bei der Klientin, aber natürlich auch auf Coaching-Seite, also auf der Seite vom Coach, vom Therapeut, vom Arzt oder wie auch immer, wo dann das Gefühl aufkommt, ja, ich komme gerade auch an meine Grenzen, was meine Kapazitäten angeht, weil ich weiß gerade auch nicht, warum der Rückenschmerz dann doch immer wieder kommt oder warum dann doch immer wieder die Panikattacken oder die Verstimmungen kommen und so weiter.

Das "Vier Fenster" Modell im Coaching

00:10:54
Speaker
Und das ist genau das Thema, was wir uns heute anschauen wollen.
00:10:58
Speaker
Und dafür würde ich gerne ein Modell einmal reingeben.
00:11:02
Speaker
Wir haben darüber, glaube ich, schon mal gesprochen, aber es ist einfach sehr, sehr hilfreich, um zu verstehen, was wirklich Ganzheitlichkeit bedeuten muss, wenn es darum geht, Räume zu schaffen, wo Coaching eben nicht scheitert, sondern eben auch die Person so begleiten kann, dass es erfolgreich wird.
00:11:16
Speaker
Und erfolgreich bedeutet in dem Sinne nicht, dass die Abwehrstrategien besser funktionieren, sondern dass es wirklich leichter und gesünder wird.
00:11:24
Speaker
Und das Modell, man kann es die vier Fenster der Betrachtungsweise nennen oder die vier Fenster der Ursachenbehebung oder die vier Fenster der Symptomentstehung.
00:11:33
Speaker
Das ist im Prinzip erstmal egal.
00:11:36
Speaker
Es geht darum, dass es in diesem Modell vier Bereiche gibt, die auf jeden Fall angeschaut und abgedeckt werden müssen, damit das System wirklich auf ganzheitliche Art und Weise reagieren kann und dann auf Veränderung möglich ist.
00:11:48
Speaker
Und das erste Fenster ist das sogenannte
00:11:51
Speaker
Wissenschaftliche Fenster oder das messbare Fenster.
00:11:56
Speaker
Hier ist zum Beispiel alles, was wir körperlich messen können, abgebildet.
00:11:59
Speaker
Beispielsweise, wie gut agieren die Zellen, wie sind die Blutwerte, haben wir mit den Organen bestimmte Schwierigkeiten, sind die gut versorgt,
00:12:10
Speaker
Blutdruck und so weiter.
00:12:11
Speaker
Also da sind die Dinge, die wir gut messen können und womit viele auch zum Beispiel, wenn sie in Labore gehen oder zu Ärzten, schon mal ein gewisses Abbild bekommen, unabhängig davon, ob wir jetzt bewerten wollen, wie ausführlich das dann ist.
00:12:22
Speaker
Aber das sind erstmal die messbaren Werte, die auf jeden Fall wichtig sind.
00:12:27
Speaker
Das habe ich lange unterschätzt, aber es ist wichtig zu wissen, wo ist der Vitamin-D-Spiegel, wie hoch ist die Stressaktivität,
00:12:34
Speaker
Wie funktionieren die Organe?
00:12:35
Speaker
Wie gut ist das Blut versorgt?
00:12:37
Speaker
Wie ist die Atmung?
00:12:38
Speaker
Das sind alles Themen, die wichtig sind, aber eben nicht ausreichend, sich das anzuschauen.
00:12:44
Speaker
Das zweite Fenster ist dann das sogenannte Intrapersonale oder das persönliche Ich-Fenster.
00:12:50
Speaker
Hier geht es dann darum, sich die inneren Konflikte anzuschauen, beispielsweise bestimmte Glaubenssätze, Wertevorstellungen,
00:12:59
Speaker
Emotionen, die ausgedrückt werden oder eben nicht.
00:13:02
Speaker
Also beispielsweise, um ein Beispiel zu bringen, ich habe den inneren Konflikt.
00:13:05
Speaker
Ich merke, ich bin eigentlich mit meinem Job nicht mehr zufrieden oder mit meiner Beziehung oder mit was anderen in meinem Alltag.
00:13:12
Speaker
Und auf der anderen Seite habe ich aber so große Angst, dass ich danach keinen neuen Job finde oder dass ich danach einsam werde oder dass ich einen Fehler mache, wenn ich die Beziehung beende, dass ich das nicht verstände.
00:13:24
Speaker
Das bedeutet, ich habe wie so einen inneren Konflikt, nennt sich das.
00:13:27
Speaker
Das ist intrapersonal, das findet innerhalb der Person statt.
00:13:31
Speaker
Und auch diese inneren Konflikte, da kommen wir nämlich jetzt direkt zum Bezug zu dem ersten Fenster.
00:13:36
Speaker
Wenn ich die ganze Zeit in diesem inneren Konflikt bin, dann verbrauche ich unglaublich viele Ressourcen, weil ich permanent in Stress bin.
00:13:43
Speaker
Das heißt, mein Nervensystem kriegt permanent die Information, dass ich in Bedrohung bin, dass ich in Gefahr bin, dass ich in Stress bin.
00:13:50
Speaker
Das schüttet wiederum Stresshormone aus, wie beispielsweise Noradrenalin oder Cortisol.
00:13:55
Speaker
Und das wiederum führt dann dazu, dass auch die messbaren Werte wie die Durchblutung, die Organspannung und so weiter eben auch in Mitleidenschaft gezogen werden können oder bestimmte Mangelversorgungen stattfinden.
00:14:07
Speaker
Also müssen die beiden Bereiche schon mal auf jeden Fall zusammengeschaut werden.
00:14:11
Speaker
Das dritte Fenster ist dann das Ich-Du-Fenster.
00:14:14
Speaker
Man kann es auch das Beziehungsfenster nennen.
00:14:16
Speaker
Hier stellt sich die Frage, wo habe ich denn gelernt oder wo hat meine Klientin denn eigentlich gelernt, dass wenn sie den Impuls hat, eine Beziehung zu beenden oder dass wenn sie den Impuls hat, zu kündigen oder einen Traum zu erfüllen oder wie auch immer oder zum Beispiel zu irgendeinem Essen greift, wo hat sie das denn gelernt, dass das eine gute und kreative Beziehung
00:14:34
Speaker
sichere Strategie ist, diesem Impuls nicht zu folgen.
00:14:38
Speaker
Diesen Impuls beispielsweise mit emotionalem Essen, mit Shopping, mit Handysucht, mit anderen Strukturen, mit Unterwürfigkeit, was auch immer, zu kompensieren, statt dem eigenen inneren Gefühl, den aufsteigenden Emotionen zu folgen.
00:14:52
Speaker
Da kommen wir dann zur Mutter- und Vaterwunde.
00:14:53
Speaker
Da kann man sich auch sehr, sehr gerne einmal unseren Podcast zu anhören.
00:14:57
Speaker
Da gehen wir wirklich sehr detailliert und tiefenpsychologisch darauf ein, welche Mutter- und Vaterthemen in der frühesten Kindheit zu späteren Lebensthemen führen können und wie wir die auch im Coaching mit berücksichtigen müssen.
00:15:09
Speaker
Und dann kommen wir noch zur vierten Ebene, das ist dann die systemische Ebene.
00:15:13
Speaker
Da geht es dann darum, okay, auch unsere Eltern hatten Eltern, auch unsere Eltern und unsere gesamte Sozialisation ist eingebettet in Systeme, in das Familiensystem, in das gesellschaftliche System, in das kulturelle System, in das Schulsystem und so weiter.
00:15:29
Speaker
Also wir müssen auch schauen, okay, in welchem System befindet sich denn gerade eigentlich die Person?
00:15:35
Speaker
Wenn die Person beispielsweise in einem
00:15:37
Speaker
Angenommen, wir würden jetzt mit einem 15-jährigen Mädchen arbeiten, was mit emotionalem Essen kämpft und wir helfen ihr jetzt auf körperlicher Ebene, also auf den messbaren Werten, auf der Ebene der inneren Konflikte und in Bezug auf die inneren Mutter- und Vaterdynamiken dabei, dass das System sich reguliert und sie kriegt plötzlich einen anderen Zugang beispielsweise zu Wut und dazu, dass sie Dinge anders ausdrücken möchte.
00:16:03
Speaker
Ist mit 15 Jahren aber immer noch in der Herkunftsfamilie, wo das Thema emotionales Essen von allen geteilt wird, wo das Kind beispielsweise mit, keine Ahnung, neun Jahren schon zur ersten Diät geschleppt wurde oder wo schon seit dem zweiten Lebensjahr immer wieder darauf geachtet wird, dass das Kind nicht zu viel Süßigkeiten isst oder von den Großeltern ständig gesagt bekommt, dass es aber jetzt aufpassen muss, dass es nicht zu dick wird, dann ist es
00:16:27
Speaker
Jetzt war auf der einen Seite hilfreich, dass der Körper und auch die Emotionen des Kindes abgefangen werden.
00:16:33
Speaker
Nur wenn das Kind wieder in das Ursprungssystem zurückkehrt, wo genau diese inneren Konflikte entstanden sind, dann wird der Stress nicht nachhaltig veränderbar sein.
00:16:42
Speaker
Sogar im Gegenteil teilweise gegensätzlich dazu, weil auf der einen Seite kriege ich immer mehr das Gefühl dazu von, ich möchte es anders, das tut mir nicht gut und auf der anderen Seite bin ich aber gefangen.
00:16:52
Speaker
Und deswegen müssen wir da sehr vorsichtig sein und auch eine genaue Analyse haben,
00:16:58
Speaker
In welchen Systemen ist eine Person gerade innerlich und äußerlich?
00:17:01
Speaker
Wie sind die messbaren Werte?
00:17:02
Speaker
Also wie gut ist der Körper und die Zellen versorgt?

Systemische Einflüsse und Integrationsherausforderungen

00:17:05
Speaker
Welche inneren Konflikte und Emotionsstau liegt vor?
00:17:10
Speaker
Welche Impulse und Emotionen werden häufig unterdrückt und zurückgehalten?
00:17:15
Speaker
Und welche Mutter- und Vaterdynamiken haben eigentlich dazu geführt,
00:17:19
Speaker
dass das System das so gelernt hat und wo ist es auch schon in der systemischen und familiären Geschichte noch vor den Eltern angesiedelt.
00:17:26
Speaker
Und wenn wir alleine das jetzt einmal wirken lassen, wird relativ schnell klar, warum sehr, sehr viele Coachings und Ansätze scheitern müssen, weil sie diese Ebenen nicht ganzheitlich abdecken können, wollen, wie auch immer.
00:17:42
Speaker
Und man sich somit häufig aus ganz vielen unterschiedlichen Bereichen die Informationen zusammenfasst.
00:17:47
Speaker
wurschteln muss oder zusammensuchen muss oder fünf verschiedene Begleitungen haben muss, weil der eine begleitet dann die körperlichen Themen, der andere begleitet dann die systemischen Themen und so weiter.
00:17:57
Speaker
Und das ist sehr kräftesperrend und aufwendig und hat dann immer noch nicht die Integration, wo alle Ebenen zusammenfließen.
00:18:04
Speaker
Ja, vor allem, weil wir einfach verstehen müssen.
00:18:07
Speaker
Also ich meine, wir haben ein, ich sage mal, gesellschaftliches Problem, nämlich wir kriegen das ja schon so beigebracht, dass wir, wenn wir uns das Gesundheitssystem angucken oder generell, dass wir den Menschen isoliert betrachten und dass wir auch Lebensbereiche isoliert voneinander betrachten.
00:18:24
Speaker
Also wir betrachten den Menschen, wir teilen ihn, reißen ihn auseinander in Körper und Psyche.
00:18:30
Speaker
Dann reißen wir ihn auseinander in Hormonsystem, Darm,
00:18:35
Speaker
Herz-Kreislauf-System, was auch immer, Nervensystem.
00:18:39
Speaker
Und jede Coaching-Form da draußen, die ich kenne, macht das.
00:18:46
Speaker
Und auch die Therapie macht das.
00:18:49
Speaker
Oder die Medizin macht das.
00:18:50
Speaker
Also ein systemisches Coaching fokussiert sich auf das vierte Betrachtungsfeste, von dem gerade Lena gesprochen hat.
00:18:59
Speaker
Was da meistens nicht gemacht wird, ist abzuklären, in welcher Situation ist der Körper überhaupt?
00:19:05
Speaker
Kann der überhaupt biochemisch, biologisch umsetzen, was wir in den Coaching-Sessions machen?
00:19:13
Speaker
Nervensystemarbeit, schön, brauchen wir, ist ein richtig wertvolles Ding.
00:19:19
Speaker
Aber ich kann so viel mit dem Nervensystem arbeiten, wie ich will, wenn ich nicht die systemischen Systeme,
00:19:27
Speaker
Umstände der Person betrachte, wenn ich nicht die tiefer liegenden Ursachen dafür betrachte, warum das Nervensystem immer wieder hochfährt, weil da kann ich in jeder Session wieder regulieren, wieder regulieren, wieder mit Breathwork arbeiten, wieder mit Embodiment arbeiten.
00:19:42
Speaker
Sie wird das nächste Mal vor mir sitzen und wieder ein total überspanntes Nervensystem haben.
00:19:49
Speaker
Es wird nicht betrachtet, dass der Körper auch hier physiologische Bedürfnisse hat, wie Nährstoffversorgung, Pause und so weiter.
00:19:56
Speaker
Und deswegen, wir haben eins bemerkt, auch wenn wir mit dem Chainless Woman Coaching rausgehen für Frauen und Frauen ansprechen, die an der Bewältigungsstrategie emotionales Essen leiden.
00:20:13
Speaker
Das Essverhalten ist nicht das Problem.
00:20:16
Speaker
Und wir haben im Coaching-Verlauf immer wieder festgestellt, dass das Essverhalten im Prinzip nur das Problem zum Ausdruck bringt, dass darunter eigentlich etwas anderes liegt und dass in den meisten Fällen, wenn wir an die Ursache gehen, die Frauen plötzlich auch gesündere Beziehungen leben.
00:20:32
Speaker
dass sie plötzlich auch mehr zu sich finden und mehr auch business-technisch, karrieretechnisch wissen, was sie wollen, was sie nicht wollen, sich vielleicht von Arbeitgebern lösen.
00:20:42
Speaker
Das ist auch eine Form von toxischer Beziehung sein kann, wenn man sich immer wieder in ein Arbeitsumfeld begibt, was einem nicht gut tut, ja.
00:20:51
Speaker
Also, dass es im Endeffekt fast egal ist, ob wir mit emotionalem Essen rausgehen oder ob wir mit einem Business-Coaching rausgehen oder ob wir mit einem Beziehungs-Coaching rausgehen, weil wir da natürlich ja immer nur, ich sag mal, das Fokusproblem der Klienten ansprechen, die sagen, ich suche jetzt einen Beziehungs-Coach, weil ich habe ein Beziehungsproblem oder einen Sexual-Coach, weil ich habe ein Sexual-Problem oder einen Ernährungs-Coach, weil ich habe ein Ernährungs-Problem.
00:21:16
Speaker
Aber in der Tiefe
00:21:18
Speaker
gibt es bestimmte Zusammenhänge, die dafür sorgen, dass dieses Problem überhaupt entsteht.
00:21:25
Speaker
Und wir müssen nicht einen Beziehungscoach haben, einen Businesscoach haben, einen Ernährungscoach haben.
00:21:31
Speaker
Eigentlich brauchen wir einen Coach,
00:21:34
Speaker
Oder Therapeuten meinetwegen, der so ganzheitlich genug und tiefgreifend genug arbeitet, dass er diese vier Fenster der Betrachtungsweise integrieren kann in einen sinnvoll gestalteten, sicheren, traumasensiblen Prozess.

Vielfältige Coaching-Erfahrungen und Gesundheit

00:21:47
Speaker
Und da hapert es jetzt meistens, weil...
00:21:52
Speaker
alleine schon, wenn ich mich daran erinnere, wie ich angefangen habe, Coaching-Ausbildung zu machen.
00:21:56
Speaker
Ich habe erst eine Ernährungsberater-Ausbildung gemacht, weil ich dachte, okay, Ernährung ist das Problem.
00:22:00
Speaker
Dann habe ich eine Personal-Trainer-Ausbildung gemacht, weil ich dachte, okay, Bewegung gehört ja auch dazu.
00:22:05
Speaker
Sorry, wenn ich mich hier die ganze Zeit in meine Nase jucke, irgendein Katzenhaar juckt mich da.
00:22:13
Speaker
Und
00:22:17
Speaker
Dann bin ich weitergegangen und habe gemerkt, okay, das alleine reicht auch nicht aus.
00:22:21
Speaker
Irgendwie spielen die Hormone doch eine größere Rolle.
00:22:24
Speaker
Also habe ich mich noch über Hormone weitergebildet und da Kurse belegt.
00:22:28
Speaker
Dann habe ich irgendwann gecheckt, okay, das Nervensystem spielt ja auch eine Rolle.
00:22:32
Speaker
Also habe ich angefangen, Embodiment-Coach und Breathwork-Coach zu machen.
00:22:36
Speaker
Und so habe ich halt irgendwie fünf, sechs, sieben
00:22:41
Speaker
8, 9, 10 irgendwann.
00:22:42
Speaker
Ich glaube mittlerweile, also es sind wirklich super viele Ausbildungen, ganz, ganz viele Weiterbildungen, unfassbar viel Geld, weil das kann man sich erstmal zusammenrechnen.
00:22:50
Speaker
So eine Ausbildung kostet halt irgendwie immer zwischen 3.000 und 5.000 Euro oder mehr, je nachdem, was man da macht.
00:22:56
Speaker
Ja, und dann sind halt auch mal ganz schnell 30.000 Euro für Ausbildungen weg.
00:23:00
Speaker
Und dann sitzt du da und hast diese ganzen einzelnen Puzzleteile,
00:23:04
Speaker
Dir geht es am Ende genauso wie deinen Klienten, die das auch alles machen, die auch denken, ach, das jetzt und das jetzt und das muss jetzt, dann muss ich da noch zum Hormonarzt und da muss ich nochmal nach dem Darm gucken lassen und hier muss ich nochmal dies oder auch beim Business Coaching, da brauche ich nochmal eine andere Strategie, hier muss ich nochmal Marketing lernen und das sind ja alles schöne, wichtige Bausteine, aber
00:23:26
Speaker
Es muss ja auch wie ein Zahnrädchen, wie ein Uhrwerk ineinander greifen.
00:23:30
Speaker
Und da hapert es dann meistens.
00:23:32
Speaker
Die Klienten kriegen es nicht zusammengesetzt und die Coaches kriegen es auch häufig nicht zusammengesetzt.
00:23:37
Speaker
Das sehen wir ja jetzt in unserer Ausbildung.
00:23:39
Speaker
Das beginnt schon bei einem ganzheitlichen Analyseprozess, den wir unseren Auszubildenden beibringen.
00:23:44
Speaker
Einfach, weil ich eben genau wissen muss, was muss ich mir angucken, aus welchen Blickwinkeln muss ich mir was angucken.
00:23:51
Speaker
Welche Fenster der Betrachtungsweise muss ich in so einem Anamnese-Prozess mit integrieren?
00:23:56
Speaker
Welche Fragen muss ich stellen, um die Situation meiner Klientin wirklich ganzheitlich einschätzen zu können und eben nicht nur auf ihr Essverhalten bezogen oder ihre Beziehung bezogen oder ihre Karriere bezogen,
00:24:11
Speaker
Weil wir einfach verstehen müssen, das ist ein Mensch.
00:24:14
Speaker
Und auch diese Lebensbereiche greifen ineinander.
00:24:18
Speaker
Und Beziehungsprobleme verlagern sich häufig auch auf Business-Probleme.
00:24:23
Speaker
Oder Business-Probleme sorgen häufig auch für Beziehungsprobleme.
00:24:28
Speaker
Oder gesundheitliche Probleme sorgen für Beziehungsprobleme.
00:24:32
Speaker
Also das ist...
00:24:34
Speaker
Alles steht in Wechselwirkung zueinander.
00:24:36
Speaker
Und das kann echt komplex und überfordernd sein.
00:24:40
Speaker
Und wie wir heute arbeiten und was wir auch in der Ausbildung weitergeben, ist im Prinzip wirklich das, was wir über zehn Jahre zwei Menschen haben.
00:24:49
Speaker
die unfassbar viel Zeit in Weiterbildung gesteckt haben, die super viele Menschen, tausende Coachingstunden hinter sich haben, hunderte ganze Prozesse mit Klienten hinter sich haben, was wir daraus entwickelt haben und was eben dazu führt, dass halt statt...
00:25:09
Speaker
wie ich es höre, immer wieder nur 5 bis 10 Prozent der Klienten in Coachings angeblich in Bewegung kommen.
00:25:16
Speaker
Es ist halt bei uns mal locker 90 Prozent, die wirklich in Bewegung kommen.
00:25:21
Speaker
Und ich sage mal, bei den restlichen 10 Prozent kann ich behaupten, dass da auch was passiert.
00:25:28
Speaker
Dass das vielleicht alles ein bisschen langsamer geht, aber dass es trotzdem nachhaltig etwas verändert in ihrem System.
00:25:35
Speaker
Dass sie die Welt, dass sie sich irgendwie anders betrachten und dass sie erkennen können, wo sie feststecken und was sie anders machen können.
00:25:43
Speaker
Und natürlich müssen sie dann noch selber laufen.
00:25:45
Speaker
Aber wie gesagt, wir können sie an die Hand nehmen und unsere Führung ist halt Ausschlaggebung.
00:25:49
Speaker
Und wenn ich nur einseitig führe, weil ich selbst blind dafür bin, was die Situation der Klientin noch beeinflusst, dann kann ich so ein...
00:26:00
Speaker
guter Business-Stratege sein und Business-Coachings anbieten oder Money-Coachings anbieten, wie ich will.
00:26:07
Speaker
Wenn ich das nicht mit in den Prozess integriere, mit einem sinnvollen Faden, kann ich Durchbrüche nicht, sage ich mal, wiederholen.
00:26:17
Speaker
Ich weiß eigentlich nie so richtig, was hat da überhaupt zu geführt.
00:26:21
Speaker
Ich kann das nicht ganzheitlich gestalten, weil ich eben nicht sehen kann, dass, ja gut, dann hat halt meine Klientin
00:26:29
Speaker
Nehmen wir mal an, ich begleite Frauen, die sich selbstständig machen wollen, weil sie unzufrieden in ihrem alten Job sind.
00:26:34
Speaker
Und ich helfe denen jetzt eine Strategie zu entwickeln, eine Zielgruppenanalyse zu machen und so weiter.
00:26:39
Speaker
Und ich beachte aber überhaupt gar nicht, dass diese Frau, die ich da jetzt begleite, nur leistungsfähig bleiben kann, wenn die auch einen gesunden, finden Körper hat.
00:26:50
Speaker
Und wenn die, und das beobachten wir häufig,
00:26:54
Speaker
sich total stresst, ihr Business aufzubauen, keine Pausen mehr macht, sich nicht richtig ernährt, dann krank davon wird, macht die halt ihr Business auch nicht lang.
00:27:03
Speaker
Ja, dann rennt die ins nächste Burnout.
00:27:06
Speaker
So, und das ist halt der Punkt.
00:27:08
Speaker
Also da muss ich halt wirklich ganzheitlicher drauf schauen.
00:27:15
Speaker
und wirklich erst mal verstehen, wie muss ich das überhaupt analysieren.
00:27:20
Speaker
Genau, und das fehlt halt einfach.
00:27:22
Speaker
Also ich weiß nicht, habe ich das hier eben schon erzählt mit den fünf bis zehn Prozent?
00:27:28
Speaker
Ich weiß, wir haben da vorhin einmal drüber gesprochen.
00:27:30
Speaker
Also du hast halt eben gesagt, dass du das immer wieder mal gehört hast, aber nicht die Anekdote, dass das...
00:27:35
Speaker
Also ich saß auch selber in einem Coaching-Call, in einem Business-Coaching und da sagte die Dame, die das abgehalten hat, naja, also wir sind da ganz stolz drauf, weil wir haben hier wirklich einen Raum kreiert, wo wir wissen, dass fünf bis zehn Prozent der Menschen wirklich in Bewegung kommen und in die Umsetzung kommen.
00:27:56
Speaker
Und das ist richtig viel im Vergleich zu anderen Coachings.
00:27:59
Speaker
Wir haben uns da ausgetauscht mit auch großen Coaching-Anbietern
00:28:02
Speaker
Und da sind halt irgendwie nur fünf bis zehn Prozent oder weniger das Normal.
00:28:10
Speaker
Und ich saß da und dachte mir so...
00:28:13
Speaker
Moment mal, also ich wäre halt im Leben, sorry, ich wäre im Leben nicht zufrieden damit, wenn nur 10% der Menschen in meinen Räumen wirklich in die Umsetzung kommen.
00:28:22
Speaker
Da wiederhole ich ja das, was die schon die ganze Zeit erleben.
00:28:25
Speaker
Und es wird genau das wieder inszeniert, dass sie nicht gut genug sind, was einfach Quatsch ist.
00:28:31
Speaker
Weil das Setting...
00:28:33
Speaker
muss etwas hergeben, damit die sich bewegen können.
00:28:36
Speaker
Und wie gesagt, wir können also wirklich uns da auf die Schulter klopfen, dass da locker, locker 90 Prozent von unseren Leuten in den Coaching-Sessions in Bewegung kommen.
00:28:46
Speaker
Und bei den restlichen 10 Prozent, wir immer schauen, wie wir sie da abholen können, wo sie vielleicht einfach gerade stecken bleiben.
00:28:53
Speaker
Und wie sie sich dann noch besser öffnen können.
00:28:56
Speaker
Und natürlich, ob sie sich dann öffnen, das können wir dann nur bis zum gewissen Grad beeinflussen, aber trotzdem können wir das tun, was in unserer Macht steht.
00:29:05
Speaker
Und das ist halt leider das Traurige, weil auch da wieder, wir wiederholen was, was wir auch am Gesundheitssystem sehr bemäkeln.
00:29:14
Speaker
dass der Arzt nicht mehr ganzheitlich draufschaut, sondern dass es dann diese Fachärzte gibt, dass sie nicht miteinander kooperieren.
00:29:20
Speaker
Wir machen dasselbe gerade im Coaching-Bereich.
00:29:23
Speaker
Wir machen da dasselbe.
00:29:24
Speaker
Wir haben da den Hormon-Coach, wir haben da den Ernährungs-Coach, wir haben da den Business-Coach.
00:29:28
Speaker
Wir reißen den Menschen wieder auseinander und sehen nicht, dass es ein Mensch ist, ein System ist, das in sich in Wechselwirkung steht und das auch außen in Wechselwirkung steht.
00:29:41
Speaker
Und wir gleiten nicht ganzheitlich.
00:29:43
Speaker
Und es ist natürlich einfach, sich als Coach zurückzulegen, dann zu sagen, das ist not my business, er kann sich ja noch jemanden suchen, der dann irgendwie mit ihm Nervensystemarbeit macht.
00:29:52
Speaker
Das war dann damals die Antwort auch von ihr.
00:29:55
Speaker
Das ist halt nicht unsere Aufgabe.
00:29:58
Speaker
Die können sich ja jemanden suchen, der mit ihm...
00:30:02
Speaker
Nervensystemarbeit macht und auch nochmal an den tiefer liegenden Themen arbeitet.
00:30:06
Speaker
Ja, okay, kann man machen, aber hey, also du bietest halt ein Business-Coaching für 10.000 Euro an und
00:30:16
Speaker
die Leute geben es aus und haben irgendwie keinen Plan, wo sie dann auch dran ansetzen sollen, dass sie wirklich auch dann erfolgreich damit sind.
00:30:24
Speaker
Also weiß ich nicht.
00:30:26
Speaker
Wäre nicht meine Art zu arbeiten.
00:30:33
Speaker
Also ich sage mal, ein Punkt, auf den ich gerne eingehen würde, weil du hast den eben gesagt und der ist halt der entscheidende Punkt, finde ich.
00:30:41
Speaker
Du hast gesagt, eigentlich steht alles in Beziehung.
00:30:44
Speaker
Man kann es auch Wechselwirkungen nennen, aber ich würde gerne auf den Punkt Beziehung eingehen, weil hier kommen wir jetzt zu einem Punkt, der mindestens genauso wichtig ist wie diese vier Fenster der Betrachtung, damit Coaching oder Therapie oder wie auch immer wirkt oder eben auch das Gegenteil, eher alte Wunden aufreißt oder bestimmte Themen reinszeniert werden.
00:31:05
Speaker
also wiederholt werden im Kontakt und das ist eben auch die Beziehung zwischen dem Coach, Therapeut wie auch immer, und dem Klienten auf der anderen Seite.
00:31:13
Speaker
Das bedeutet, Beziehung ist, die Beziehungsqualität ist einer der Hauptwirkfaktoren, wenn es darum geht, ob Coaching oder Therapie wirksam ist oder nicht.
00:31:23
Speaker
Und das hat natürlich mehrere Gründe.
00:31:25
Speaker
Der erste Grund ist, dass wenn wir uns mit bestimmten Themen öffnen,
00:31:29
Speaker
Und auf ein System, also auf beispielsweise einen Coach, Therapeuten oder wie auch immer treffen, von dem wir uns verstanden, gesehen, gespiegelt und vielleicht auch in den blinden Flecken gesehen fühlen.
00:31:40
Speaker
Das natürlich einerseits dazu führt, dass ein Vertrauen und ein Sicherheitsgefühl aufkommen und dadurch das Nervensystem sich eben auch entspannter fühlt.
00:31:48
Speaker
Und auf der anderen Seite, das kann man sich selber einmal fragen,
00:31:52
Speaker
wenn man auf jemanden trifft, der grundsätzlich zwar sehr intelligent ist und auch sehr analytisch und auch sehr viel Wissen hat, aber gleichzeitig wenig Empathie vermitteln kann.
00:32:03
Speaker
Das heißt nicht, dass die Person nicht empathisch ist, aber wenig Empathie vermitteln kann, wenig
00:32:08
Speaker
Offenheit vermittelt, wenig Herzoffenheit auch vermittelt, ist es ebenfalls sehr herausfordernd, sich erstens zu öffnen und zweitens erfahre ich im Zweifelsfall wieder, wenn ich mich ganz öffne, wenn ich mich ganz zeige, wie ich bin mit allem, was da ist, dann werde ich abgelehnt oder dann werde ich nicht verstanden oder dann werde ich gedemütigt und das ist eben häufig die Erfahrung, die auch schon frühkindlich gemacht wurde.
00:32:31
Speaker
Und da fällt mir eine Situation ein, in der
00:32:34
Speaker
Ausbildung zur systemischen Ausstellerin, also für Familienausstellungen, haben wir so Übungsgruppen gehabt, die wir außerhalb der Ausbildung machen sollten.
00:32:42
Speaker
Und dann war ich auch hier bei einer Bekannten in der Nähe und dann hatten wir eine Aufstellung von einer, die auch mit uns die Ausbildung gemacht hat.
00:32:49
Speaker
Und sie wollte sich jetzt gerne selbstständig machen.
00:32:53
Speaker
hatte aber das Problem, dass sie irgendwie immer das Gefühl hat, sie schafft das nicht und sie ist so überfordert, weil sie hat auch noch mehrere, also sie hat zwei Kinder und ihr Partner geht auch arbeiten und sie weiß nicht, ob sie das finanziell tragen kann.
00:33:07
Speaker
Und das war wirklich eine sehr einleuchtende Situation oder eine sehr außerankräftige Situation, was das gut verbildlicht, was ich gerade meinte.
00:33:16
Speaker
Diejenige, die das dann aufstellen wollte,
00:33:20
Speaker
Hat dann in der Anamnese, also quasi in dem Vorgespräch so gesehen, wir haben ein kurzes Vorgespräch gemacht, was ist das Thema, was willst du aufstellen und so weiter.
00:33:28
Speaker
Meinte dann so, ja okay, also du warst noch nie selbstständig.
00:33:32
Speaker
Nee, war ich nicht, okay.
00:33:33
Speaker
Und du fühlst dich dann ständig überfordert.
00:33:35
Speaker
Bis dahin war okay, war zwar jetzt nicht so empathisch ausgedrückt, aber waren zumindest die Worte, die gesagt wurden.
00:33:41
Speaker
Und dann plötzlich sagte sie so, ja hä, aber du hast doch nur zwei Kinder.
00:33:45
Speaker
Also ich bin ja auch schon seit drei Jahren selbstständig und ich habe vier Kinder.
00:33:48
Speaker
Also das kriegt man ja hin.
00:33:51
Speaker
Man merkte sofort im Körper der Person, die aufstellen wollte, also der Klientin, sofort Anspannung, hohe Anspannung, hohe Stresssignale, erhöhte Blinzelrate und so weiter.
00:34:02
Speaker
Rechtfertigungsdruck von, ja, ich weiß, aber ich weiß ja auch, dass das kein rationales Thema ist.
00:34:07
Speaker
Und so ging das dann eine Zeit lang weiter.
00:34:09
Speaker
Und genau in dem Moment wiederholt sich das, was das Klientensystem schon früh erlebt hat, nämlich meine Gefühle sind zu viel.
00:34:16
Speaker
Das, was ich fühle, ist falsch.
00:34:17
Speaker
Ich bin hier nicht sicher.
00:34:18
Speaker
Und das ist jetzt eine Übungssituation gewesen.
00:34:20
Speaker
Deswegen
00:34:22
Speaker
Ja, es ist halt eine Übungssituation gewesen, aber es hinterlässt trotzdem Spuren und das ist auch häufig eine Erfahrung, die in Therapie oder Coaching gemacht wird.
00:34:29
Speaker
Und das ist etwas, was nachhaltig das System weiterhin prägt, weil Coaching-Räume und Therapieräume schon eine Erlösungsehnsucht ansprechen.
00:34:40
Speaker
Hier
00:34:41
Speaker
löst sich endlich was.
00:34:42
Speaker
Hier kann sich endlich was verändern.
00:34:44
Speaker
Wenn ich darin das Gleiche wiedererlebe in der Beziehungsqualität, dann ist es im Prinzip eine Verschlechterung des Ursprungsthemas und das passiert leider häufiger, als man denkt.
00:34:54
Speaker
Und was ganz wichtig ist zum Thema Beziehung,
00:34:58
Speaker
ist, wenn wir einmal die vier Fenster der Betrachtung dazu nehmen, stellen wir uns vor, du hast Person A, das ist die Klientin und die hat eben ein Symptom und das betrachten wir jetzt erstmal aus den vier Fenstern, die ich am Anfang aufgeführt habe.
00:35:11
Speaker
Und wenn wir das aus diesen vier Fenstern
00:35:12
Speaker
Wenn wir die Fenster betrachten, dann müssen wir verstehen, dass es auch darunter noch verschiedene Ebenen gibt.
00:35:16
Speaker
Also die eine Ebene, wenn man sich vorstellt, das wäre wie so ein Fundament und da stehen diese vier Fenster drauf und man geht eine Ebene tiefer in den Erdboden, sag ich mal, dann ist das erste tiefere Fundament der Kopf.
00:35:30
Speaker
Das heißt, ich verstehe erstmal die vier Fenster, ich verstehe, was ist in jedem einzelnen dieser vier Bereiche drin, ich verstehe, welche Fragen kann ich stellen, um diese einzelnen Bereiche sichtbarer zu machen, ich verstehe, wie kann ich das psycho-edukativ, also erklärend auch meiner Klientin erklären, warum das wichtig ist,
00:35:49
Speaker
Das wäre so gesehen die Ebene des Verstandes, des Kopfes und die ist schon sehr hilfreich, weil Verstehen hilft auch, dass wir uns besser verstehen, dass wir entspannter werden, weil wir plötzlich eine Idee haben, wo kann das hingehören und ich habe plötzlich einfach Informationen, die dazu führen, dass ich erstmal ein bisschen entspannter bin.
00:36:07
Speaker
Und bevor du weitermachst, Lena, bevor du weitermachst, ich würde kurz einmal einspielen wollen, was da zum Beispiel für Herangehensweisen auf dieser Ebene ansetzen.
00:36:16
Speaker
Sind zum Beispiel so Sachen wie Mental Coaching, wo es viel um dieses Glaubenssatzarbeit, Affirmationen und so weiter angeht.
00:36:25
Speaker
Aber was auch einzahlt auf dieser Ebene ist Verhaltenstherapie, ist Gesprächstherapie.
00:36:31
Speaker
Also alles, was zur Bewusstwerdung beiträgt oder auch einfach Wissenskurse zu bestimmten Bereichen.
00:36:40
Speaker
Genau, dass man das einfach auch nachvollziehen kann, wo was Sinn macht und wo was aber auch begrenzt ist.
00:36:47
Speaker
Und das sind so, sage ich mal, die Bereiche, die quasi auf der Ebene einzahlen.
00:36:52
Speaker
Und die Ebene ist wichtig.
00:36:54
Speaker
Die müssen wir auch in den Prozess mit integrieren, weil wir sehen auch gerade in der ganzen Nervensystem- und Embodiment, sag ich mal, Breathwork, Blase, gerade, dass dann der Verstand so komplett ausgeklammert werden und du musst nur noch fühlen und nur noch in den Körper kommen.
00:37:11
Speaker
Nope, der Kopf gehört auch zum Menschen dazu.
00:37:15
Speaker
Der Verstand ist auch Teil dieses Systems.
00:37:18
Speaker
Das heißt also, nee, nicht ausklammern, bitte.
00:37:21
Speaker
Integrieren miteinander.
00:37:23
Speaker
So, dass aber einmal kurz, dass das klar wird.
00:37:26
Speaker
Ja, gut.
00:37:29
Speaker
Und wenn wir dann eine Ebene tiefer gehen, sag ich mal, dann kommen wir so gesehen auf Körper- und Nervensystemebene.
00:37:36
Speaker
Das bedeutet, es gibt einen großen Unterschied, ob ich auf der rationalen Ebene verstehe, ah, okay, krass, ich habe einen inneren Konflikt.
00:37:44
Speaker
Es gibt einerseits die aufsteigende Emotion, also Energie und Bewegung, den Impuls zu kündigen.
00:37:50
Speaker
Und es gibt auf der anderen Seite das, was ich gelernt habe, man kann das auch Schuld-Scham-Grenze nennen oder die andere Kraft, die Angstkraft oder wie auch immer man es nennen möchte, die dagegen hält und sagt, nee, das können wir jetzt nicht machen.
00:38:03
Speaker
Das ist ja schon mal ganz cool zu verstehen.
00:38:05
Speaker
Das ist ja für viele schon gar nicht nachvollziehbar oder greifbar, weil einfach der Körper reagiert, weil plötzlich Stress da ist, weil man einfach so viel Angst hat zu kündigen und auf der anderen Seite weiß, man möchte das gerne.
00:38:16
Speaker
Das heißt, diese Ebene entspannt schon mal ein bisschen, dass ich verstehe, okay, das ist gerade in mir los und das kann helfen.
00:38:23
Speaker
Wenn wir jetzt da aber stehen bleiben,
00:38:26
Speaker
dann wird der Kopf mehr gefüttert.
00:38:28
Speaker
Aber das, wo der Ursprung dessen ist, nämlich der Körper, das Emotionssystem und so weiter, das wird ausgeklammert.
00:38:33
Speaker
Und dann kommen wir zu einem Problem, das sich kognitive Verhaltensdissonanz nennt.
00:38:38
Speaker
Darüber haben wir auch schon mal gesprochen.
00:38:40
Speaker
Ich werde es nur ganz kurz anreißen.
00:38:41
Speaker
Da kann man dann gerne noch mal die andere Folge zu hören.
00:38:44
Speaker
Da geht es darum, dass wir auf der einen Seite kognitiv
00:38:47
Speaker
Wissen, was zu tun wäre, was vorliegt an Konflikten, auch Emotionswissen und so weiter haben.
00:38:53
Speaker
Und auf der anderen Seite die emotionale Blockade aber trotzdem so groß ist, dass wir im Verhalten nicht in eine Veränderung kommen.
00:38:59
Speaker
Deswegen Dissonanz.
00:39:01
Speaker
Das bedeutet kognitiv und das Verhalten, also das, was ich weiß und das, was ich tue und das, was ich fühle, das ist in Dissonanz also nicht im Einklang miteinander.
00:39:10
Speaker
Und das ist für viele sehr, sehr
00:39:12
Speaker
mit einem hohen Leidensdruck verbunden, weil wenn man wenigstens nicht weiß, was los ist, dann ist es noch was anderes.
00:39:17
Speaker
Aber wenn ich es auch noch verstehe und auch noch wüsste, was ich tun könnte und ich tue es trotzdem nicht, wird der Leidensdruck häufig noch viel größer, weil das System trotzdem nicht reagiert.
00:39:26
Speaker
Deswegen müssen wir automatisch eine Ebene tiefer gehen auf Nervensystem- und Körperebene.
00:39:30
Speaker
Das bedeutet, die Emotionen, Energienbewegungen, die körperlich fest sind,
00:39:35
Speaker
stecken, wie eine Art Emotionsstau in den Zellen sich feststecken, weil sie ja nicht ausgedrückt werden funktional darüber, dass ich zum Beispiel sage, ich kündige.
00:39:44
Speaker
Nein, ich mache keine Überstunden.
00:39:46
Speaker
Nein, ich möchte nicht, dass wir so miteinander kommunizieren.
00:39:48
Speaker
Ich verlasse jetzt den Raum.
00:39:51
Speaker
Die Wut auszudrücken, statt zu essen.
00:39:54
Speaker
führt dazu, dass diese aufsteigende Energieimpulse wieder in den Körper zurückgedrückt werden und dementsprechend, man nennt es dann Kloß im Hals oder Druck auf der Brust oder ein Stechen im Bauch, also es manifestiert sich dann körperlich und wir brauchen diese Ebene, um die Emotionen, also die Energie, die im Körper feststeckt, wieder in Bewegung, also in den natürlichen Fluss zu bringen.
00:40:17
Speaker
Und da würden jetzt beispielsweise Embodiment, Emotional Release, Breathwork,
00:40:24
Speaker
Somatic Experiencing und so weiter, also solche Ansätze ansetzen und die sind auch super.
00:40:29
Speaker
Die können aber, wenn sie einzeln, also wenn man direkt einfach nur auf diese Ebene runtertaucht, super überfordernd sein, weil man plötzlich mit Impulsen und Körperempfindungen in Kontakt kommt.
00:40:40
Speaker
die man gar nicht zuordnen kann, bei denen man gar nicht versteht, was passiert denn eigentlich gerade.
00:40:44
Speaker
Plötzlich wird mir kotzübel, ich habe das Gefühl, ich muss mich übergeben.
00:40:48
Speaker
Oder ich habe plötzlich das Gefühl, meine Hände krampfen, während ich eine Breathwork mache und weiß gar nicht, oh Gott, was ist gerade los?
00:40:54
Speaker
Ich habe plötzlich ein totales Herzrasen und verstehe nicht, was ist das gerade?
00:40:58
Speaker
Ist das jetzt eine Panikattacke oder ist das gerade ein gutes Transformationszeichen, weil mein Körper diese Energie, die angestaut ist, in Bewegung bringt?
00:41:06
Speaker
Also auch hier...
00:41:07
Speaker
brauchen wir unbedingt die kognitive Einbettung dieser körperlichen Prozesse, um das Nervensystem mit der Information zu versorgen, du bist sicher, das, was gerade passiert, ist gut, ich halte das, ich weiß, was gerade passiert, ich kann das miterleben, was gerade passiert und es ist alles gut.
00:41:25
Speaker
Und jetzt kommt der entscheidende Punkt,
00:41:28
Speaker
wenn es um Beziehungen geht, das ist jetzt erstmal nur im Klientensystem, von dem wir gerade gesprochen haben.
00:41:33
Speaker
Aber das Klientensystem, das trifft jetzt auf ein Coach-System.
00:41:36
Speaker
Das heißt, auch der Coach sitzt mit diesen vier Fenstern, mit Symptomen auf körperlicher Ebene, mit möglicherweise einer Mangelversorgung, was Nährstoffe angeht, mit inneren Konflikten, mit inneren Glaubenssätzen von, oh Gott, hoffentlich ist das jetzt normal, dass die so atmet, oh Gott, was mache ich denn jetzt?
00:41:53
Speaker
Ist das, was ich gelernt habe, überhaupt ausreichend?
00:41:56
Speaker
Ist das auch alleine...
00:41:57
Speaker
Auch alleine dieses Zusammenzucken, wenn dann mal jemand schreit oder so, weil halt irgendwie Wut rauskommt, dieses so, Gott, so, sagst selber so, mein Gott, kann er bitte damit aufhören?
00:42:08
Speaker
Und das, also wenn das der Klient halt mitkriegt, dann ist halt sofort wieder innerhalb von Millisekunden dieses Gefühl da, oh, das war jetzt zu viel, oh nein.
00:42:18
Speaker
Ja, und es ist auch gefährlich, was gerade passiert.
00:42:21
Speaker
Weil das Erschrecken natürlich spiegelt, oh Gott, es ist gerade was Erschreckendes passiert.
00:42:25
Speaker
Aber es ist ja eigentlich nicht so.
00:42:28
Speaker
Wir wissen das, aber du weißt es, ich weiß es, weil wir viel damit gearbeitet haben.
00:42:34
Speaker
Also, es hört sich ein bisschen komisch an, aber
00:42:37
Speaker
Wenn das in unseren Räumen passiert, dann lächelt innerlich etwas, weil ich weiß, dass das gerade gut ist.
00:42:43
Speaker
Aber das habe ich nicht nur auf der kognitiven Ebene integriert, sondern mein Körper ist auch in diesem Zustand.
00:42:51
Speaker
Also es ist nicht, mein Kopf sagt, oh ja, das ist gut, mein Körper so, oh Gott, was passiert hier?
00:42:55
Speaker
Sondern es ist wirklich integriert im ganzen System.
00:43:00
Speaker
Ja, und der eine Punkt ist natürlich die Erfahrung in den Coaching-Räumen, dass man einfach immer wieder miterlebt, okay, das ist gerade dienlich, was passiert, das ist die Erfahrung.
00:43:11
Speaker
Und auf der anderen Seite eben auch, was ein ganz wichtiger Punkt ist, die Selbsterfahrung, dass das eigene System körperlich und emotional gut versorgt ist und auf der anderen Seite eben auch körperlich und emotional nachfühlen kann, wie fühlt sich das an, wenn plötzlich so eine Energie aufsteigt?
00:43:27
Speaker
Wie fühlt sich das plötzlich an, wenn
00:43:29
Speaker
einem kotzübel wird und danach aber auch, weil es dann ausgedrückt wurde auf eine funktionale Art und Weise, eine enorme Erleichterung körperlich spürbar ist, die auch bleibt.
00:43:38
Speaker
Wenn sich plötzlich im Verhalten wirklich was ändern kann, wenn ich plötzlich im Alltag mitbekomme, ich kann mich selbst regulieren, wo ich vorher mit anderen Mechanismen drauf reagiert habe.
00:43:48
Speaker
Das gibt natürlich nicht nur kognitiv, sondern eben vor allen Dingen auf körperlicher Ebene im Nervensystem extreme Sicherheit, die wir dann in den Coachingräumen auch wiederum an das Klientensystem vermitteln, dass diese Erfahrung eben noch nicht gemacht hat, für dieses ganze Erleben einfach eine komplett neue Situation ist, wo noch geprüft werden muss, ist das sicher für mich, ist das, was ich hier mache, jetzt gut,
00:44:10
Speaker
Werde ich dafür gedemütigt?
00:44:12
Speaker
Kann ich das überhaupt halten oder bin ich überfordert?
00:44:14
Speaker
Das bedeutet, wir brauchen auf der einen Seite diese tieferen, also die Fenster und auch die tieferen Ebenen, Kopf und Körper, auf der Klientenseite, aber eben auch auf der Coaching-Seite und da hören eben auch viele dann auf,
00:44:28
Speaker
Gerade auch, wenn es um Bereiche geht, die eben nur auf Kopfebene ansetzen, wie beispielsweise Mentaltraining, Business Coaching, also alles, was scheinbar sowieso nicht so viel mit tieferen Themen zu tun hat.
00:44:41
Speaker
Da kommen wir dann an absolute Begrenzungen, weil wir
00:44:44
Speaker
Und viele dann gar nicht verstehen, dass Business Coaching, Geld Coaching, Mental Coaching gar nichts mit Geld, gar nichts mit Business und auch nichts mit der mentalen Stärke zu tun hat, sondern eben mit ganz vielen körperlichen und emotionalen und Nervensystem Themen, die das scheinbar irgendwann mal erlebt haben als nicht sicher sichtbar zu werden.
00:45:05
Speaker
Fülle auch in Form von Geld und Lebensenergie anzunehmen.
00:45:10
Speaker
Ein Business groß zu machen, bedeutet sich selbstständig machen, bedeutet auch, ich werde erwachsen.
00:45:15
Speaker
Das bedeutet, hier kommen wir auch zu Mutter- und Vaterthemen.
00:45:18
Speaker
Wie sehr ist denn jemand innerlich abgelöst?
00:45:20
Speaker
Wie sehr hat jemand das innere Abhängigkeitsverhältnis aufgelöst?
00:45:24
Speaker
Das heißt, wir kommen gar nicht darum herum an die tieferen Ebenen von Beziehungsthemen Mutter-Vater-Wunde,
00:45:31
Speaker
Nervensystem, was hat sich darin gespeichert in Bezug auf diese unterschiedlichen Dinge, wenn wir das da ausklammern, dann kannst du das mit dem Mentalcoaching und mit einem erfolgreichen Business eigentlich, das ist zumindest meine Prognose, vergessen, weil die Nervensystemkapazität ist gar nicht da, das auszuhalten, dass sich plötzlich, keine Ahnung, 30.000 Menschen angucken, dass plötzlich
00:45:53
Speaker
eine Person 10.000 Euro für dein Coaching bezahlt, weil ein ganzes Nervensystem sagt, ach du Scheiße, erstens kann ich das gar nicht halten und zweitens fühle ich mich die ganze Zeit wie eine Hochstaplerin, weil ich fühle das gar nicht und viele, die die ganze Zeit behaupten, dass das anders ist, also die die ganze Zeit erwähnen, wie gut sie das halten können und dass man erst mal lernen muss, das Geld auch aushalten zu können, wenn die ständig darüber reden müssen, dann haben die das körperlich nicht integriert, weil sonst könnten sie es einfach machen.
00:46:18
Speaker
Das ist mir ja egal, ob die jetzt eine Luxusvilla halten können oder nicht.
00:46:21
Speaker
Ich freue mich für die, wenn die das haben.
00:46:23
Speaker
Aber ich frage mich jedes Mal, warum musst du mir das jetzt erzählen, dass du das aushalten kannst?
00:46:28
Speaker
Genieß es doch, wenn es so ist.
00:46:31
Speaker
Ja, also man muss das wirklich...
00:46:37
Speaker
Mir fällt gerade immer wieder ein Spruch von meiner Oma ein, deswegen muss ich denen mal sagen, die sagt immer so richtig schön hessig, es geht den Menschen wie den Leuten.
00:46:45
Speaker
Also es geht den Coaches wie ihren Klienten.
00:46:48
Speaker
Was hast du für den Spruch gesagt, meinen Kopfhörer rausgeflogen?
00:46:52
Speaker
Es geht den Menschen wie den Leuten.
00:46:58
Speaker
Es geht den Coaches wie ihren Klienten auch.
00:47:01
Speaker
Wir alle haben ein System, was auf ähnliche Grundregeln basiert.
00:47:08
Speaker
Und der Punkt ist der, ob ich jetzt mit unseren Frauen zum Thema emotionales Essen arbeite,
00:47:16
Speaker
das meistens nur da ist, weil sie sich nicht trauen, mit ihren Bedürfnissen, mit ihren Wünschen, mit ihrem wahren Selbst, mit ihren Emotionen in die Sichtbarkeit zu gehen.
00:47:26
Speaker
Oder ob ich jetzt, und ich nehme da jetzt einfach mal mich auch als Beispiel, ein Coach bin, der eigentlich eine Mission hat, Menschen helfen möchte und natürlich auch den egoistischen Grund haben darf, dass es ihm dabei auch gut geht und er ein erfülltes Leben führt.
00:47:43
Speaker
Und ich gehe jetzt damit in die Sichtbarkeit.
00:47:47
Speaker
Und ist das genauso ein Thema?
00:47:49
Speaker
Darf ich größer werden wie meine Eltern?
00:47:51
Speaker
Darf ich erfolgreicher werden?
00:47:52
Speaker
Darf es mir gut gehen, während es anderen schlecht geht?
00:47:55
Speaker
Und das ist unbewusst, das sind keine kognitiven Gedanken.
00:47:58
Speaker
Absolut.
00:47:59
Speaker
Und wie unbewusst das ist, ist mir letztes Jahr auch nochmal klar geworden,
00:48:07
Speaker
Denn ich hatte nie, muss man vielleicht als Kontext einmal, ich hatte eigentlich nie bewusst zumindest ein Thema in die Sichtbarkeit zu gehen.
00:48:14
Speaker
Ich meine, ich habe mal Bodybuilding gemacht, stand halt nackt auf der Bühne und habe mich dann da irgendwie von 100 Menschen beurteilen lassen.
00:48:21
Speaker
Also da muss man auch ein bisschen sagen.
00:48:25
Speaker
Es war eine sehr schwierige Zeit.
00:48:28
Speaker
Aber es war nie für mich ein Problem.
00:48:31
Speaker
Ich hatte früher einen Fitness- und Ernährungsblog auf Instagram mit 30.000 Followern, habe da immer, immer, immer auch Storys gemacht, habe von mir erzählt, habe von meinen Prozessen erzählt, habe Einblicke gegeben.
00:48:46
Speaker
Ich dachte eigentlich immer, ich wäre ein Mensch, der kein Problem damit hat, mit anderen in Verbindung zu gehen oder sich nach außen irgendwie zu zeigen.
00:48:56
Speaker
Ja, und dann ist letztes Jahr etwas passiert, nämlich wir sind mit dem Chainless Woman Account von 10.000 Followern auf 30.000 Follower innerhalb von vier Wochen gegangen.
00:49:08
Speaker
Ja, das war echt heftig.
00:49:11
Speaker
Und du kannst dich an die Zeit erinnern.
00:49:13
Speaker
Lena hat viele Gespräche mit mir geführt, weil es war halt nicht nur so, dass irgendwie plötzlich 20.000 Frauen, hunderte Kommentare, also Jan und ich, wir saßen hier teilweise parallel und haben
00:49:28
Speaker
Kommentare unter den Posts beantwortet, weil da irgendwie hunderte Kommentare innerhalb von weniger Minuten kamen.
00:49:35
Speaker
Natürlich teilweise dann auch Hate-Kommentare.
00:49:39
Speaker
Und
00:49:42
Speaker
Also wirklich, mein Nervensystem war zwei Wochen so.
00:49:47
Speaker
Was passiert hier?
00:49:47
Speaker
Und eigentlich ist es ja gut gewesen.
00:49:50
Speaker
Dann der Kalender voll.
00:49:52
Speaker
Kalender voll mit... Genau, wo wir die ganze Zeit ja auch hinwollten.
00:49:56
Speaker
Genau.
00:49:56
Speaker
Und da habe ich ja noch zu dir gesagt, Lena, ich weiß gar nicht, was hier gerade passiert, weil das ist ja genau das, worauf ich seit Jahren warte.
00:50:04
Speaker
Ich wollte das immer und in dem Moment habe ich aber gecheckt, es gab einen Teil in mir, der wollte das nicht.
00:50:11
Speaker
Der hat echt Schiss gehabt, dass das passiert.
00:50:14
Speaker
Aber dass das passiert ist, bin ich der festen Überzeugung auch den Grund, dass ich dann so weit war, es halten zu können.
00:50:21
Speaker
Wir meinen nämlich dann häufig in den Situationen nur, oh Gott, das überfordert mich voll, aber wir kommen trotzdem da durch.
00:50:27
Speaker
Aber das war wirklich so, also
00:50:30
Speaker
Wirklich, mein ganzer Körper hat vibriert, wochenlang.
00:50:34
Speaker
Und dann kamen natürlich 17, 18, 20, 30 Kennenlerngespräche, Erstgespräche, Klienten, die reingekommen sind, zusätzlich dazu die neue Ausbildung aufgebaut, da auch Vorgespräche geführt.
00:50:47
Speaker
Da waren auf einmal Tausende von Menschen in meinem Leben.
00:50:52
Speaker
Quantenfeld, ja, also weiß ich nicht, wir hatten, ich glaube, eine Reichweite von sieben Millionen innerhalb der letzten 30 Tage auf dem Chain-is-Wom-Account, parallel ist ja auch noch Psychosoma gut gewachsen.
00:51:07
Speaker
Und also ich wusste gar nicht, wohin mit dieser ganzen Fülle.
00:51:13
Speaker
Leute, wir wollen immer alle Fülle, aber es ist wirklich so, dass mir in dem Moment klar geworden ist, es kommt gerade nur Positives in mein Feld.
00:51:21
Speaker
Klar, die Hate-Kommentare waren auch dabei.
00:51:23
Speaker
Ich meine, das ist halt so, die Fülle des Lebens, Schatten und Licht.
00:51:30
Speaker
Aber es ist wirklich so.
00:51:31
Speaker
Ich dachte immer, ich wäre bereit für diese Fülle.
00:51:35
Speaker
Und es gab einen Grund, warum das jahrelang auch Fülle war.
00:51:39
Speaker
Natürlich, kann voll zufrieden sein, aber eben nur bis zu einer gewissen Schwelle ging.
00:51:44
Speaker
Und ich habe mir gedacht, Mensch, ich will aber die Mission vorantreiben.
00:51:48
Speaker
Das muss mehr Frauen erreichen.
00:51:50
Speaker
Wir haben hier was, was wirklich funktioniert.
00:51:52
Speaker
Und das muss einfach flächendeckend zur Verfügung stehen.
00:51:56
Speaker
Ich habe viel zu viele Menschen im Grunde.
00:51:59
Speaker
Vorgespräch, die vorher irgendwie schlechte Erfahrungen mit Coaching gemacht haben, das darf, das soll so nicht sein.
00:52:07
Speaker
Und ich dachte echt, ich wäre soweit, war ich letztes Jahr offensichtlich auch, aber mir ist erst mal klar geworden, was da innerlich immer auch unbewusst an Ängsten gewirkt hat.
00:52:19
Speaker
Und
00:52:21
Speaker
Da muss ich halt sagen, das hat mich auch nochmal darin bestätigt, was wir für ein Ziel mit der Psychosoma Nutrition Coach Ausbildung haben, nämlich einfach auch diese Selbsterfahrung und die eigenen Prozesse so viel stärker zu fokussieren, weil ich habe ja auch viele Coaching Ausbildungen gemacht und trotzdem musste ich parallel immer noch, und das sollte natürlich auch jeder Coach sich begleiten lassen noch von Coaches, aber super
00:52:51
Speaker
super viel selbst außerhalb dieser Ausbildungsräume daran arbeiten, das auch integriert zu bekommen.
00:53:01
Speaker
Und weil einfach, ja klar hat man sich da auch mal gegenseitig gecoacht, aber diese Selbsterfahrungsräume, die waren halt nicht so im Vordergrund.
00:53:10
Speaker
Ja, man hat mal bei der Breastwork-Ausbildung auch eine angeleitete Breastwork gemacht, aber hauptsächlich hat man sich eben die Videos dazu angeguckt und hat geschaut, wie man den Prozess leitet.
00:53:21
Speaker
Und bei uns zum Beispiel in den Ausbildungsräumen haben unsere Auszubildenden monatlich immer eine Breathwork-Session über zwölf Monate lang, eine Breathwork- und Emotional-Release-Session und dann noch die Selbsterfahrungsräume wöchentlich mit dir ja auch, die Praxisräume mit mir,
00:53:42
Speaker
Die Offline-Events, wo dann eben auch noch mal intensiv über drei Tage auch bestimmte körperliche und emotionale Erfahrungen gemacht werden.
00:53:51
Speaker
Das heißt, das bereitet ja auch unser Nervensystem als Coach darauf vor, das überhaupt halten zu können.
00:54:01
Speaker
Und dann eben nicht nur eine Klientin halten zu können, sondern auch halten zu können, was bedeutet es überhaupt,
00:54:07
Speaker
selbstständig zu sein oder vielleicht sogar auch irgendwann ein Unternehmen zu führen, ein Coaching-Business zu führen.
00:54:13
Speaker
Was bedeutet das?
00:54:14
Speaker
Parallel zu der Dienstleistung auch noch in die Sichtbarkeit zu gehen, sich damit zu zeigen, zum Beispiel bei Instagram über einen Podcast.
00:54:22
Speaker
Das muss ja alles haltbar sein.
00:54:24
Speaker
Dafür braucht es eine gewisse Nervensystemkapazität.
00:54:26
Speaker
Und ich bin der festen Überzeugung, das kann man auch erreichen, wenn man das will.
00:54:32
Speaker
Aber es braucht eben...
00:54:36
Speaker
bestimmte Räume dazu, sowohl die Coaching-Räume für unsere Klienten als auch die Ausbildungsräume für uns als Coaches und
00:54:46
Speaker
Ja, das ist ja so unsere Mission, weil ich mir halt denke, ich meine, ich habe das selber durch mit meinem Essverhalten und mit meinen Essstörungen damals und auch dann mit dem Coaching-Business.
00:54:57
Speaker
Das war so fucking hart.
00:54:59
Speaker
Das hat so viel Geld gekostet.
00:55:01
Speaker
Das hat so viel Lebenszeit gekostet.
00:55:05
Speaker
Und wir brauchen das aber so dringend.
00:55:08
Speaker
Also wir brauchen einfach mehr Menschen und mehr Frauen, die
00:55:15
Speaker
die solche Angebote, solche wirklich ganzheitlichen Angebote nach außen bringen und selbst dann bei auch die Nervensystemkapazität und Fähigkeit haben und sich nicht eben von einem unerfüllten Job im Hamsterrad ins nächste rein navigieren.
00:55:30
Speaker
Und ja,
00:55:32
Speaker
Das würde halt das Ganze so viel leichter machen, wenn wir das gebündelt haben und nicht 20 verschiedene Ausbildungen machen müssen, die alle Geld kosten, plus dann noch die Sachen, in die man investieren muss fürs Marketing und keine Ahnung was.
00:55:45
Speaker
Deswegen machen wir ja für unsere Klienten jetzt im Hintergrund auch noch
00:55:49
Speaker
zusätzlichen Kurs, wo wir auch unsere Content-Strategien unseren Auszubildenden beibringen, womit wir eben auf Chained as Woman und hier auch Psychosoma richtig gut wachsen und Kunden gewinnen, weil das halt einfach ein System ist und wie Zahnrädchen ineinander greifen müssen.
00:56:10
Speaker
Ja, also ich glaube, ein Grund, und das ist auch der Punkt, weshalb Selbsterfahrung auch so wichtig ist, gerade wenn, also viele Frauen wollen ja mit Frauen arbeiten und grundsätzlich spricht da ja auch erstmal gar nichts dagegen.
00:56:25
Speaker
Nur, und das ist auch etwas, was wir beobachten, viele arbeiten in den Bereichen und mit den Themen,
00:56:33
Speaker
die sie selber noch nicht gelöst haben.
00:56:36
Speaker
Und das ist halt in dem Sinne nachvollziehbar und gleichzeitig auch eine Schwierigkeit, weil nachvollziehbar in dem Sinne, wenn ich selber ein bestimmtes Thema habe und vielleicht auch entweder das schon ganz gut gelöst habe, dann möchte ich das gerne weitergeben, weil ich nachvollziehen kann, wie der Leidensdruck ist.
00:56:52
Speaker
Oder viele machen es dann auch unbewusst, wenn sie das Thema selber noch nicht gelöst haben, dann helfen sie halt anderen es zu lösen und erhoffen sich unbewusst darüber, dass darüber auch ihr eigenes Thema sich lösen kann.
00:57:04
Speaker
Und das, was ein Problem darstellt, ist, dass häufig im Coaching die blinden Flecken, also das, womit die Klienten kommen,
00:57:15
Speaker
nicht als das falsche Selbst, so nennt sich das gerne mal, entlarvt werden.
00:57:19
Speaker
Das bedeutet, die Coaches trauen sich in dem Moment nicht, das System des anderen kritisch zu hinterfragen und zu erkennen, okay, aber das Thema, was du gerade mitbringst, ist eigentlich schon Ausdruck des Problems so gesehen.
00:57:32
Speaker
Also wenn dann jemand ständig sagt, ja, mein Körper ist aber so und so und ich habe mit emotionalem Essen zu kämpfen und mein Ziel ist es, emotionale Essen zu stoppen und so weiter, dann ist es erst mal,
00:57:42
Speaker
ein legitimes Ziel und es ist auch ein Auftrag, den wir als Coaches ernst nehmen sollten.
00:57:48
Speaker
Aber wenn wir dann ständig nur am emotionalen Essen rumbasteln und an der Ernährung und daran, dass der Körper ständig gewogen werden soll und so weiter, dann verfehlen wir das Ziel vollkommen, weil wir uns so gesehen auf das Symptom, also auf den Ausdruck des Falschen selbst, draufstürzen, ohne dahin zu schauen, wo ist denn überhaupt diese Abwehrstrategie entstanden.
00:58:11
Speaker
Und das ist umso schwerer, wenn wir selber bei uns so viele blinde Flecken haben und selber ständig nur an unseren oberflächlichen Themen rumdoktern, weil dann können wir in der Tiefe nicht helfen und verfälschen oder verstärken im Zweifelsfall auch noch das Thema des anderen.
00:58:25
Speaker
Mal ein Alltagsbeispiel.
00:58:28
Speaker
Man hat eine sehr leistungsorientierte Frau im Coaching, die eigentlich mit dem Thema kommt, dass sie ständig überanstrengend ist, also dass sie ständig irgendwas tun muss, nicht zur Ruhe kommt, super erfolgreich, sehr leistungsorientiert.
00:58:44
Speaker
Erzählt ihr auch schon ungefähr 20 Minuten, was sie in ihrem Leben alles erreicht hat.
00:58:47
Speaker
Das kann man, natürlich hört man sich das an, aber man spult
00:58:51
Speaker
in gewisser Weise innerlich schon mit, was passiert in mir, wenn sie das erzählt.
00:58:54
Speaker
Also wenn jemand 20 Minuten davon erzählt, was er alles schon erreicht hat, dann kriegt man erstmal mit, irgendwem musste die Person mal unbedingt was beweisen.
00:59:02
Speaker
Zweitens hat die das Gefühl, gar nichts erreicht zu haben, sonst müsste sie es nicht die ganze Zeit erzählen.
00:59:06
Speaker
Und drittens ist es auch eine Ablenkung durch das ständige Sprechen mal reinzufühlen in dieses Gefühl, was vielleicht aufkommen könnte.
00:59:13
Speaker
Das bedeutet, man braucht einen gewissen Zugang auch zu den eigenen Blindenflecken, dass man ein paar Mal selber erlebt hat, okay, da habe ich mich gerade selbst ausgetrickst, ohne es mitzubekommen, damit ich das auch im anderen erkennen kann.
00:59:25
Speaker
Und die Person erzählt und erzählt und dann macht man mit der eine ganz coole Intervention.
00:59:28
Speaker
Am Ende sagt die ja und was kann ich jetzt zu Hause machen?
00:59:31
Speaker
Und wie kann ich mich jetzt auf das nächste Mal vorbereiten?
00:59:33
Speaker
Das ist ja erstmal eine legitime Frage.
00:59:36
Speaker
Jetzt zu antworten, ja du könntest dann jetzt jeden Tag einmal die Übungen machen, wo du einmal in dich rein spürst und fürs nächste Mal vorbereiten musst du eigentlich nichts.
00:59:44
Speaker
Du könntest mir einmal eine Übersicht machen über was weiß ich nicht was.
00:59:48
Speaker
Hat man im Prinzip das Muster der Person, was schon Ausdruck der Überlebensreaktion oder des Abwehrmechanismus ist,
00:59:56
Speaker
Bestärkt, ohne es mitzubekommen.
00:59:59
Speaker
Deswegen haben wir ja auch in der Ausbildung die Charaktertypologie, um quasi direkt relativ schnell erkenntlich zu machen, welche Lebensthemen hat jemand und welche Umgangsformen im Coaching braucht es damit auch, weil einer sehr leistungsbezogenen Person eine Aufgabe zu geben für zu Hause, verstärkt das leistungsbezogene Muster.
01:00:17
Speaker
Im Gegenteil wäre das deutlich transformierender zu sagen, weißt du, du musst gar nichts machen.
01:00:22
Speaker
Es ist nicht mal deine Aufgabe, gar nichts zu machen, aber du musst gar nichts machen.
01:00:26
Speaker
Es ist alles gut.
01:00:27
Speaker
Es reicht, dass du hier bist, dass wir das hier zusammen machen, lass das wirken und ansonsten brauchst du nichts machen.
01:00:32
Speaker
Das haben wir ja standardmäßig.
01:00:34
Speaker
Ja, genau.
01:00:35
Speaker
Deswegen nehme ich das Beispiel auch.
01:00:37
Speaker
Weil das ist ja bei unseren Frauen mit dem emotionalen Essen...
01:00:40
Speaker
Also die sind ja durch die Bank weg eigentlich alle sehr perfektionistisch, haben einen hohen Eistungsanspruch an sich selbst, gehen ständig über ihre Grenzen, haben ein schlechtes Gewissen, wenn sie sich mal rausholen und Pause machen.
01:00:52
Speaker
Und dann kommt eigentlich standardmäßig immer, immer, immer nach den Sessions, wenn es neue Erkenntnisse gab,
01:01:00
Speaker
was mache ich jetzt damit?
01:01:02
Speaker
Hast du einen Tipp, hast du einen Rat, was kann ich jetzt die Woche über machen?
01:01:05
Speaker
Ich wäre bereit, auch noch mehr zu machen und irgendwie noch eine Übung zu machen oder so, um schneller voranzukommen.
01:01:10
Speaker
Und da zeigt sich genau wieder dieses Muster.
01:01:13
Speaker
Das ist halt so spannend.
01:01:16
Speaker
Und was wir aber, das möchte ich noch einmal kurz einspulen, weil das ganz, ganz wichtig ist.
01:01:24
Speaker
Ja, wir können, wir müssen dann auch eigentlich sagen,
01:01:30
Speaker
Üb dich jetzt mal im Vertrauen.
01:01:31
Speaker
Wir haben in dieser Session einen Samen gelegt, das ist immer so mein Wort und dieser Samen muss wachsen.
01:01:36
Speaker
Und ja, den Samen muss man auch regelmäßig bewässern, aber wenn man da ständig dran zieht oder den ertränkt, weil man möchte, dass der noch schneller wächst, dann macht man ihn maximal kaputt.
01:01:47
Speaker
Das heißt, das Einzige, was du vielleicht die Woche über machen darfst, ist, dich zu beobachten, wie gut es diese Woche klappt, dich zu entspannen oder ob du irgendwo einen Widerstand merkst, jetzt einfach mal in die Ruhe zu gehen, weil damit können wir dann in der nächsten Session weiterarbeiten.
01:02:03
Speaker
Aber es gibt jetzt eigentlich keine Übung, nichts, was du im Außen tun musst, weil du Vertrauen haben darfst, dass das, was wir gerade gemacht haben, unter der Wahrnehmungsoberfläche im Unterbewusstsein wirkt.
01:02:17
Speaker
Und das Wichtigste ist, wir dürfen das Muster andersrum auch nicht, weil ich habe auch schon eine negative Erfahrung gemacht mit so Aussagen wie, dann leg dich jetzt einfach mal in die Hängematte.
01:02:30
Speaker
Deswegen spiele ich das hier gerade noch einmal rein.
01:02:34
Speaker
Ich habe mal 1.000 Euro für eine Coaching-Session bezahlt.
01:02:38
Speaker
von, ich glaube, einer Stunde oder 90 Minuten, weil ich so verzweifelt war.
01:02:41
Speaker
Und ja, wer da mehr zu wissen will, wir haben eine Podcast-Folge zum Thema Manipulation in der Coaching-Branche gemacht, wo ich näher auf die Geschichte eingehe.
01:02:51
Speaker
Ich dachte halt, wenn ich richtig viel Geld bezahle bei einem absoluten Profi, dann löst die für mich dieses Problem innerhalb von einer Session.
01:02:58
Speaker
Und so wurde es halt eben auch suggeriert.
01:03:01
Speaker
Ja, und die Quintessenz der Session war, du legst dich jetzt heute mal in die Hängematte.
01:03:07
Speaker
Du bist, weil ich auch eine von diesen Leistungsorientierten bin, auch immer noch, wir verlieren das nicht ganz.
01:03:14
Speaker
Die Frage ist nur, wie weit treiben wir das?
01:03:17
Speaker
Treiben wir das ins Burnout und kompensieren wir das mit Essstörungen, wie ich damals, oder kriegen wir das vorher reguliert?
01:03:24
Speaker
Ja, und passiert das aus einer Stärke, also Fülle, oder passiert das aus einem Mangelabtrieb?
01:03:28
Speaker
Das ist ja nicht der entscheidende Punkt, ja.
01:03:30
Speaker
Und das war dann so, ja okay, dann habe ich mich natürlich an dem Tag für den 1.000-Euro-Ratschlag in die Hängematte gelegt, aber es hat halt nicht nachhaltig etwas an diesem tieferliegenden Muster gelöst und da müssen wir eben auch aufpassen, dass wir nicht, ja,
01:03:52
Speaker
Wir müssen auch den Rahmen schaffen, innerhalb dessen wir das tiefere Muster lösen und nicht suggerieren, ja, du bist halt einfach zu leistungsorientiert, du musst jetzt einfach mal ausholen lernen.
01:04:04
Speaker
Wir arbeiten dann immer auch traumasensibel innerhalb oder nach den Sessions und
01:04:09
Speaker
gehen in den Austausch und gucken, wie fühlst du dich damit, was für ein innerer Widerstand wird da noch wach, weil auch nicht nur der Kopf verstehen darf, da sind wir wieder bei diesen verschiedenen Ebenen, dass das Leistungsmuster da ist und dass vielleicht auch der innere ganz, ganz unbewusste Antrieb da ist, Papa oder Mama stolz machen zu wollen und endlich das Gefühl haben zu wollen, genug zu sein,
01:04:34
Speaker
Und das ist nur die rationale Ebene.
01:04:37
Speaker
Der Körper darf auch Stück für Stück langsam verstehen, dass es wirklich sicher ist, sich zu entspannen.
01:04:42
Speaker
Und das ist ein viel längerer Prozess, als es in den Verstand zu kriegen.
01:04:46
Speaker
In den Verstand sickert das durch Logik relativ schnell ein.
01:04:50
Speaker
In den Körper, wie gesagt, da sind wir an dem Punkt,
01:04:54
Speaker
wo sich die Spreu vom Weizen trennt, was das können und die Coaching-Skills angeht, sickert das halt langsamer und nur mit dem passenden Setting.
01:05:02
Speaker
Plus, das muss man auch noch erwähnen, wir brauchen dann auch natürlich...
01:05:07
Speaker
neben der kognitiven Ebene und der Nervensystemebene.
01:05:11
Speaker
Was alles umfasst, ist dann die körperlich-physiologische Ebene, also Nährstoffversorgung, so was wie Vitamin D, Eisen, solche Sachen, weil natürlich, der Kopf kann es verstanden haben, wir können am Nervensystem arbeiten,
01:05:28
Speaker
Aber wenn es eben zum Beispiel den Mangel gibt, auf physiologischer Ebene können die Zellen das nicht verstoffwechseln, die können den Prozess nicht integrieren, weil die sich halt trotzdem unsicher fühlen, selbst wenn wir uns dann ausruhen und verstanden haben.
01:05:46
Speaker
Also das ist dann wiederum diese Ganzheitlichkeit und dieses Modell.
01:05:51
Speaker
Ich glaube, das Zeichen, ja, das ist gut, das ist hart, da kommt mir jetzt eine Idee für dieses Bild.
01:05:57
Speaker
Nervensystem, Unterbewusstsein, so Kognition und Unterbewusstsein und dann wirklich übergreifend der Körper mit seinen physiologischen Bedürfnissen, der das Ganze einbettet.
01:06:08
Speaker
Genau.
01:06:11
Speaker
Ja, und eigentlich kann man sagen, dass der Coaching-Raum ein Übungsfeld fürs Nervensystem ist, kurze Erfahrungen zu machen, die sich vom Alltag unterscheiden.
01:06:22
Speaker
Und das ist der entscheidende Punkt, sage ich mal, weil natürlich kannst du einem, wenn du einem leistungsbezogenen System sagst, du musst dich mal entspannen, erstens funktioniert das nicht, weil das Nervensystem gelernt hat, Entspannung ist nicht sicher.
01:06:33
Speaker
Und zweitens, durch den Druck, das jetzt machen zu müssen, gibst du schon wieder eine neue Aufgabe dem Leistungsbezogenen, der wieder merkt, ah, da ist wieder ein neues Ziel.
01:06:41
Speaker
Also das sind diese feinen Nuancen und vielmehr geht es darum, in diesen Übungsräumen, also im Coaching, einen Raum zu schaffen, wo neue Erfahrungen gemacht werden können, die dem Alltag...
01:06:53
Speaker
möglicherweise sogar widersprechen.
01:06:54
Speaker
Also während ich im Alltag die ganze Zeit rumhetze, habe ich dann im Coaching den Raum, emotional einmal in den Körper zu gehen, Atemübungen oder was auch immer zu machen.
01:07:05
Speaker
Also da kommt es ja dann sehr darauf an, was der Klient in dem Moment braucht.
01:07:09
Speaker
Und es ist in gewisser Weise erstmal nicht realistisch, dass nach dem ersten Coaching die Person rausgeht und plötzlich hat sich alles geändert.
01:07:17
Speaker
Die Person kündigt plötzlich ihren Job, weil sie merkt plötzlich, vielleicht arbeite ich da viel zu viel.
01:07:22
Speaker
Es werden sich erstmal kleinere Veränderungen zeigen, andere Emotionen, ein anderer Muskeltonus und so weiter und über die Zeit, über die
01:07:32
Speaker
kontinuierlichere Erfahrungen.
01:07:34
Speaker
Erstens, wie es sich anfühlt, wenn das Nervensystem entspannt ist.
01:07:38
Speaker
Zweitens, wie ich über den anderen, also über die Korregulation reguliert werde und dann aber auch eben darüber lerne, mich selber zu regulieren, wird der Alltag sich verändern, weil sich mein gesamtes Körpersystem und Emotionssystem verändert hat.
01:07:52
Speaker
Und das ist, glaube ich, auch der Grund, weshalb du eben gesagt hast,
01:07:56
Speaker
Es war nie ein großes Thema, dich sichtbar zu zeigen auf der Bühne und auch bei Social Media und so weiter, weil es uns häufig nicht schwerfällt, uns in unserem falschen Selbst, was sich aus diesen Abwehrstrategien, die wir gelernt haben, zusammensetzt, darin zu zeigen.
01:08:14
Speaker
Im Gegenteil, das fällt uns gerade in der aktuellen Welt, das sieht man auch auf Social Media, mit einem Abstand am leichtesten.
01:08:20
Speaker
Uns mit dem Muster zu zeigen, was wir mal gelernt haben, was am sichersten ist, das ist für uns kein Problem.
01:08:27
Speaker
Darin fühlen wir uns gut, weil wir gelernt haben, darin werden wir bestätigt, darin werde ich anerkannt, darin werde ich, da kriege ich eine positive Rückmeldung.
01:08:35
Speaker
Das schafft mir Verbindung mit anderen Menschen.
01:08:38
Speaker
Wenn jetzt aber plötzlich diese ganze Fassade in Anführungsstrichen, dieses Falschen selbst wegbricht,
01:08:44
Speaker
Dein Körper verändert sich wieder, du wirst nicht mehr angesprochen, weil dein Sixpack so toll ist und du musst dich ja so schön fühlen, weil das schafft ja kaum jemand und so weiter.
01:08:52
Speaker
Das hast du in meiner anderen Folge so geteilt, deswegen sage ich das gerade so.
01:08:58
Speaker
Sondern plötzlich bist du mal ohne diese ganze angebaute Fassade in gewisser Weise, was man eben auch Falsches Selbst nennen kann, stehst du plötzlich vor den Menschen, wirst sichtbar mit einer Mission, die du...
01:09:10
Speaker
im Herzen, sag ich mal, trägst und wo aber auch du als Person deine eigene Marke bist.
01:09:15
Speaker
Das ist was anderes, wenn man ein Klamottenlabel aufbaut.
01:09:19
Speaker
Natürlich können die Leute das alle hässlich finden und man fühlt sich dann irgendwie in seiner Kreativität gedemütigt und so weiter.
01:09:25
Speaker
Aber wenn ich das Produkt bin,
01:09:27
Speaker
Ich bin der Coach, ich bin die Person, die der anderen Person gegenüber tritt.
01:09:31
Speaker
Ich gehe wirklich mit allem, was ich bin, in Kontakt mit der anderen Person.
01:09:36
Speaker
Ich habe eine reale Verantwortung und wenn ich eine Bewertung bekomme, positiv oder negativ, dann ist das auf mich als Person betroffen.
01:09:44
Speaker
Und wenn ich damit schlechte Erfahrungen gemacht habe, dann sind plötzlich
01:09:48
Speaker
7 Millionen Augen oder 10 Augen oder 30.000 Augen, die mich anschauen, bewerten eine ganz, ganz andere Tiefe, die ich ganz anders mit dem Nervensystem halten muss, als wenn es in dieser falschen Fassade, sage ich mal, ist.
01:10:03
Speaker
Und das ist so, ja, ja.
01:10:06
Speaker
Dass man nachvollziehen kann, wo ich auch herkomme.
01:10:10
Speaker
Ich habe das an Weihnachten dann erwähnt, ähm,
01:10:15
Speaker
Und also an Weihnachten beim Familienessen ging es dann darum, wie es läuft und ob wir zufrieden sind und so weiter.
01:10:21
Speaker
Und dann hatte ich das erwähnt mit den sieben Millionen, die wir da erreicht haben und dass ich da auch stolz drauf bin, aber dass es mich auch gerade ein bisschen herausfordert.
01:10:34
Speaker
Und dann saß mir meine Tante gegenüber und sagt, oh Gott,
01:10:38
Speaker
brauchst du ja jetzt aber auch langsam Security, weil das ist ja, also da musst du dir ja jetzt auch langsam ein bisschen Sorgen um deine Sicherheit machen.
01:10:47
Speaker
Und in dem Moment war so.
01:10:52
Speaker
Also ich dachte mir natürlich, okay, nein, völliger Quatsch, aber trotzdem dachte ich mir so, okay, ich komme ja aus diesem System, ich komme ja aus diesem Familiensystem.
01:11:01
Speaker
Und das wirkt unbewusst, auch wenn uns das Rational nicht bewusst ist, aber wenn wir immer wieder, wenn wir in diesen Energien und in diesen Ängsten aufwachsen,
01:11:12
Speaker
dann ist dieses rauszugehen, sind es ganz subtil unbewusst genau die Dinge, die wirken und wo wir uns aber auf der kognitiven Ebene fragen, warum wächst es denn nicht?
01:11:25
Speaker
Warum wird es nicht größer?
01:11:26
Speaker
Ich will doch, dass es größer wird.
01:11:28
Speaker
Naja, aber da ist aber unterbewusst, was man denkt.
01:11:30
Speaker
Okay, vielleicht erkennt mich dann einer auf der Straße und weiß ich es nicht.
01:11:36
Speaker
Ja, oder ich kriege einen Chipstorm oder ich kriege schlechte Bewertungen oder
01:11:42
Speaker
der Person geht viel schlechter danach oder manche haben ja auch Sorge, dass dann suizidale Tendenzen danach aufkommen.
01:11:48
Speaker
Manche ist ja auch durchaus zu Recht.
01:11:50
Speaker
Also das auf eine gesunde Art und Weise abzuprüfen und die eigenen Begrenzungen da klar zu haben, ist extrem wichtig.
01:11:57
Speaker
Nur häufig geht das eben in irrationale Richtungen und dann ist es einfach eine große Blockade, die dazu führt, dass wir das, was wir gerne rausbringen möchten, nicht in die Welt tragen.
01:12:09
Speaker
Und das andere ist,
01:12:12
Speaker
Das haben wir genauso häufig auch, dieses häufig als People-Freezing abgezeichnete, ich würde jedem gefallen, als Coach befällst du deiner Klientin nicht immer.
01:12:22
Speaker
Also es geht auch um die Kunst auszuhalten, Dinge rückzumelden und Dinge zu spiegeln, also so nennt sich das, wenn man Dinge wahrnimmt und dann auch rückmeldet, die der anderen Person vielleicht gar nicht in den Kram passen, aber immer, und das ist auch eine Kunst des Nervensystems, trotzdem schwingt die Information mit,
01:12:40
Speaker
Ich bin auf deiner Seite und ich meine es gut und ich bin grundsätzlich für dich und trotzdem kriege ich gerade mit, da verhörst du dich gerade.
01:12:48
Speaker
Da ist dein Verhalten, ehrlich gesagt, passiv-aggressiv, nur mal so als Weichnis, sagt man so natürlich nicht, aber um mal so ein paar blinde Flecken rauszubringen.
01:12:56
Speaker
Keine Ahnung, jemand kommt ins Coaching und sagt, ja, also mein Chef hat sich jetzt richtig scheiße verhalten die letzte Zeit und deswegen habe ich mich jetzt erst mal drei Wochen krank schweiben lassen.
01:13:06
Speaker
Und statt dann zu sagen, ja, das ist super,
01:13:08
Speaker
Rückzumelden, eigentlich ist das sehr passiv-aggressiv und dahin zu schauen, wo sind denn vorher vielleicht Grenzen nicht gesetzt worden und wo hätte man auf reifer Ebene, also nervensystemtechnisch reifer Ebene vorher eine Grenze setzen müssen oder können, damit es gar nicht in diese Bahn verläuft und gleichzeitig auch spürbar zu machen, es geht hier gerade nicht um dich persönlich, sondern es geht darum zu erkennen, dass auch das jetzt ein Ausdruck dessen ist, dass du zu lange Zeit
01:13:37
Speaker
diesen gesund aggressiven Impuls, der gesagt hätte, bis hierhin und nicht weiter zurückgehalten hast.
01:13:42
Speaker
Und das ist, wenn jemand total überzeugt ist und vielleicht sogar gerade auch richtig glücklich, dass er sich getraut hat, sich jetzt krank schreiben zu lassen, das da auf eine funktionelle Art und Weise mit reinzugeben, das ist erstmal nicht nur schön.
01:13:54
Speaker
Viele Klienten, die ins Coaching kommen, sind super aufgeregt vorher, haben vielleicht ein bisschen Bauchkrummeln und so weiter, weil die wissen auch unbewusst,
01:14:01
Speaker
Jetzt verändert sich was.
01:14:03
Speaker
Es ist kein Kaffeekränzchen, dass sie sagen, ich freue mich jetzt richtig.
01:14:06
Speaker
Sondern häufig ist es auch so ein Gefühl von, ich bin dann davor schon ein bisschen aufgeregt und ich merke zwar auch, ich freue mich drauf, aber ich merke auch auf der anderen Seite, ich hätte jetzt auch kein Problem damit, wenn wir das Coaching absagen, weil es ist ja doch immer intensiv.
01:14:19
Speaker
Also auch da dürfen wir schauen, wie authentisch können wir mit uns selber sein, auch
01:14:24
Speaker
wenn das jemand anders mal doof findet.
01:14:27
Speaker
Vieles zeigt sich eben erst im Prozess selber.
01:14:30
Speaker
Man weiß das vorher nicht, wie sich das anfühlt, wenn der Klient plötzlich sagt, das habe ich anders erfahren und anders gelernt und das macht für mich jetzt keinen Sinn.
01:14:37
Speaker
Oder Wut ausdrücken, das bin ich nicht.
01:14:40
Speaker
Ich habe selber genug Erfahrungen damit, was es bedeutet, wenn jemand seine Wut unkontrolliert ausdrückt.
01:14:45
Speaker
In dem Moment entspannt zu bleiben, sowohl körperlich,
01:14:49
Speaker
nicht in die Rechtfertigung zu gehen und trotzdem rational verständlich zu erklären, weshalb das Sinn macht, das lernt man erst, wenn man es macht.
01:14:56
Speaker
Und erst dann kommt man auch an die Punkte, wo man merkt, oh, da bin ich vielleicht gerade selber noch nicht so reguliert.
01:15:01
Speaker
Und dann braucht es eine Anlaufstelle, auch Supervision, die wir dann ja auch weiterhin für unsere Auszubildenden anbieten, wo man eben genau diese Themen sich anschauen kann, wo man merkt, immer wenn dieses Thema aufkommt,
01:15:14
Speaker
dann komme ich an die Grenze.
01:15:15
Speaker
Ich ziehe diese Themen vielleicht auch gar nicht an.
01:15:17
Speaker
Irgendwie hat sich noch nie jemand mit dem und dem Thema bei mir meldet.
01:15:21
Speaker
Oder ständig mit einem bestimmten Thema.
01:15:23
Speaker
Und dann bleibe ich hängen.
01:15:25
Speaker
Genau, genau.
01:15:26
Speaker
Also das braucht einfach, das ist ein, Coaching ist so gesehen ein Lebensweg, wenn man so möchte.
01:15:34
Speaker
Und natürlich kann jemand sagen, okay, ich möchte keine weiteren Ausbildungen machen und es geht auch nicht darum, einfach um Ausbildung, eine Ausbildung zu hängen,
01:15:43
Speaker
Aber es braucht schon eine permanente innere Ausrichtung und auch Arbeit mit sich selber und den Themen, um das dann auch an den Klienten weitergeben zu können.
01:15:52
Speaker
Wir nehmen immer gern das Beispiel von einem Tauchlehrer.
01:15:55
Speaker
Wenn ich tauchen lernen möchte,
01:15:57
Speaker
dann möchte ich einen Tauchlehrer, der weiß, wie funktioniert das mit der Sauerstoffmaske?
01:16:02
Speaker
Wie reagiere ich, wenn ich Panik bekomme?
01:16:06
Speaker
Ich kann mich auf den Verlassen, dass der im Zweifelsfall zu mir da runterkommt.
01:16:09
Speaker
Ich habe keine Ahnung, ob es funktioniert.
01:16:10
Speaker
Deswegen, wenn ich etwas anderes sage, dann liegt das so in der fehlenden Information.
01:16:14
Speaker
um die Metapher einfach verständlich zu machen.
01:16:17
Speaker
Und ich will jemanden, der weiß, wie ist es da unten, wie fühlt sich das im schönsten und im schlimmsten Moment an und der mir dann auch noch auf empathische Art und Weise aber trotzdem mit einer gewissen Führungsstärke und Klarheit sagen kann, so, das, das und das passiert jetzt, das, das und das machst du, ich bin an deiner Seite und ich begleite dich dadurch und ich weiß, dass es funktioniert, weil ich war da selber schon.
01:16:38
Speaker
Das ist die Grundvoraussetzung in gewisser Weise.
01:16:41
Speaker
Bei vielen tauchen wir mal da runter.
01:16:45
Speaker
Und sag mir dann mal, wie war's denn?
01:16:46
Speaker
Aber mach dir keine Sorgen, das wird schon gut gehen.
01:16:48
Speaker
Das ist bei anderen auch schon gut gegangen.
01:16:50
Speaker
Ich weiß jetzt selber nicht, wie es da unten ist.
01:16:52
Speaker
Ich habe auch selber noch nicht getauscht, aber ich habe dazu ein bisschen was gelesen, das klappt schon ganz gut.
01:16:57
Speaker
Das funktioniert einfach nicht.
01:16:58
Speaker
Das Nervensystem, und das ist auch intelligent, wird sich darauf nicht einlassen.
01:17:03
Speaker
Und dann gibt es natürlich unterschiedliche Level.
01:17:05
Speaker
Also es gibt natürlich jemand, der kann Tauchunterricht geben, auch kognitiver Ebene.
01:17:09
Speaker
Der erklärt erstmal ein paar Sachen zur Ausrüstung und ein paar Sachen dazu, wie man atmet.
01:17:14
Speaker
Vielleicht legt man auch schon mal die Ausrüstung an und wenn jemand das gut kann, okay, aber da stoppt es dann.
01:17:21
Speaker
Danach komme ich trotzdem nicht ins Tauchen.
01:17:23
Speaker
Da brauche ich dann schon jemanden, der weiß, wie es ist, da unten zu sein, der das auch verkörpert, was er da vorher mir erklärt hat.
01:17:30
Speaker
Und das ist der entscheidende Unterschied, der dann auch darüber entscheidet, scheitert das Coaching für beide.
01:17:36
Speaker
Es ist für beide ein unangenehmes Gefühl, weil in den seltensten Fällen ist es den Coaches ja egal.
01:17:42
Speaker
Die haben ja eine gute Absicht und die wollen wirklich, dass es der anderen Person besser geht.
01:17:46
Speaker
Und es ist auch für die Person sehr frustrierend und unangenehm.
01:17:51
Speaker
und stressig, wenn das nicht funktioniert.
01:17:53
Speaker
Aber natürlich auch für den Klienten, der sich dann nicht ohne Grund auch für dich als Coach entschieden hat, auch ein gewisses Geld rein investiert.
01:17:59
Speaker
Das bedeutet auch da, also da kommen wir an ganz, ganz viele Themen, was das Thema Wert angeht, Thema Fülle, Thema eigene Emotionsregulationsfähigkeiten.
01:18:09
Speaker
Das sind alles Dinge, die müssen mit einbezogen werden und das klingt erstmal alles sehr, sehr viel, sehr komplex.
01:18:16
Speaker
Und ist es erstmal auch, wenn man eben nicht weiß, wie man das zusammenfügt, aber es gibt eben gute Prozesse und Möglichkeiten, das gut zusammenzufügen, dass es eben nicht überfordernd ist und nicht stressig, sondern Schritt für Schritt eben dadurch begleitet wird, sodass man es dann am Ende auch gut weitergeben kann in den eigenen Coaching-Prozessen mit eigenen Klienten und das ist ja auch genau unser Ziel mit der Ausbildung.
01:18:38
Speaker
Ja absolut.
01:18:39
Speaker
Ich will noch kurz eine Situation mal mit rein geben, die so ein bisschen mit diesem Tieftauchen auch noch mal klarer macht für die Prozesse der Klienten, weil ich selber habe auch die Erfahrung gemacht, habe mit meiner Mentorin in ein paar Sessions an gewissen Dingen gearbeitet und habe dann in einer Session
01:19:06
Speaker
erlebt, wie ich
01:19:09
Speaker
Galle gespuckt habe, also wirklich Galle rauskam.
01:19:14
Speaker
Und das war eine Emotional Release Session, die sehr sehr tief ging und mir ging es dabei auch gut, auch wenn sich das komisch anhört.
01:19:23
Speaker
Aber ich habe gemerkt, da kommt was hoch und da war der Teil in mir, der so ein bisschen gezuckt hat und gesagt hat, okay, was passiert dir gerade?
01:19:32
Speaker
Und dann war aber der Teil auch in mir, der gesagt hat, das ist gut, dass das gerade passiert, lass es einfach laufen.
01:19:39
Speaker
Das heißt, der Teil in mir war ausgereift, das halten zu können und der andere Teil, der hat sich mal kurz gemeldet mit ein bisschen Unsicherheit.
01:19:49
Speaker
Ich konnte das gut halten und ich konnte das sogar so gut halten, dass ich das die Tage danach wiederholt habe und es nochmal passiert ist.
01:19:59
Speaker
Und ohne dass ich das meinen Klienten erzählt habe, ohne dass ich das forciert habe,
01:20:07
Speaker
haben danach angefangen und seitdem ist das auch immer wieder die Klienten, die so weit sind, so wie ich es auch in dem Moment war, sich auch die Galle mal zu spucken.
01:20:20
Speaker
Und damit auch einen, also wie ist das erklärbar?
01:20:25
Speaker
Wir verorten Wut häufig vom Fasziengewebe her und von dem, wo es gespeichert ist, im Magen-Darm-Trakt.
01:20:32
Speaker
Wir kennen das in der Sprache auch.
01:20:34
Speaker
Ich spucke Galle, mir ist eine Laus über die Leber gelaufen.
01:20:39
Speaker
Ich könnte mich grün und blau ärgern, ich habe Wut im Bauch.

Körperliche Reaktionen und unbewusste Prozesse

01:20:45
Speaker
gut ist was Explosives und wenn wir das sehr lange zurückspannen und im Fasziengewebe und in den Organen zurückhalten, dann wenn wir damit in Kontakt kommen und anfangen, das in Ausdruck zu bringen, kann es auch durch die Kontraktion im Fasziengewebe und damit auch in den Organen eben auch dazu führen, dass zum Beispiel Galle hochkommt.
01:21:07
Speaker
Das Faszinierende war, ich hatte vorher noch gefrühstückt, das Frühstück ist drin geblieben.
01:21:10
Speaker
Mein Körper wusste ganz genau,
01:21:12
Speaker
was er da rauslassen muss und was eigentlich gut ist und was drin bleiben darf.
01:21:17
Speaker
Das ist ja das Verrückte, was mir im Übrigen auch schon Klienten gespiegelt haben oder gesagt haben, dass sie die Selb-erfahrung gemacht haben.
01:21:23
Speaker
Ich habe vorher gegessen, komisch, da kam jetzt wirklich nur die Galle raus.
01:21:26
Speaker
Also es ist faszinierend, der Körper.
01:21:29
Speaker
weiß genau, was er rausschieben darf.
01:21:33
Speaker
Und das ist das Spannende.
01:21:34
Speaker
Ohne dass ich es forciert habe, ohne dass ich reingedrückt habe, ohne dass ich jetzt erwartet habe, dass das bei Klienten auch passiert, waren die Klienten, die wie gesagt schon länger auch in der Begleitung waren und sowohl vom Nervensystem als auch kognitiv soweit waren, das zulassen zu können, haben die es plötzlich zulassen können.
01:21:54
Speaker
Und das ist ja kein Zufall, dass das erst bei mir passiert und dann
01:21:59
Speaker
das auch bei anderen Klienten vorkommt.
01:22:02
Speaker
Weil zwischen den Zeilen auf Nervensystemebene passiert was.
01:22:09
Speaker
Ja auch durch den Laptop, auch wenn wir hier voreinander sitzen und das nicht ganz live ist und
01:22:19
Speaker
Im körperlichen Kontakt kann man Räume gestalten, in denen Menschen einen tiefen Release-Prozess erfahren, der eine Erleichterung darstellt.
01:22:31
Speaker
Was auf gar keinen Fall passieren darf, ist, dass das gepusht wird, dass das forciert wird, dass das früher forciert wird, als die Klienten überhaupt bereit dafür sind, das halten zu können.
01:22:42
Speaker
Und vor allen Dingen, und das ist uns auch immer wieder gespiegelt worden, es braucht diese Mischung von kognitiver Ebene, also zu verstehen erstmal, was geht in meinem Körper vor, was ich gerade erklärt habe mit dem zurückgespannten Mutgefühl im Bauchraum und so weiter.
01:22:59
Speaker
Weil wir haben auch schon mit Klienten gearbeitet, die gesagt haben, die haben vorher schon bei Breathworks und Emotionally Release Sessions und mit Coaches in dem Bereich gearbeitet und die sind nicht im Kopf abgeholt worden.
01:23:12
Speaker
Und dann ist entweder nichts passiert oder das, was passiert ist, war überfordernd, weil der Kopf die ganze Zeit mitgeredet hat und gesagt hat, oh Gott, was passiert hier?
01:23:22
Speaker
Hilfe, das ist nicht richtig.
01:23:25
Speaker
Und da sieht man, dass diese beiden Ebenen integriert werden müssen.
01:23:30
Speaker
Und wie gesagt, natürlich dann auch der Körper supported werden muss auf physischer Ebene, nicht nur auf psychischer Ebene.
01:23:39
Speaker
Aber das macht, glaube ich, ganz gut klar, was wir meinen mit tief getaucht sein.
01:23:46
Speaker
Ja, man sagt ja auch in den Bereichen, ich glaube, das ist aus dem Gestaltcoaching,
01:23:50
Speaker
Oder auch aus ein paar Coaching kommt ein bisschen drauf an.
01:23:53
Speaker
Aber grundsätzlich kann man sagen, Unbewusstes erkennt unbewusstes fehlerlos.
01:23:57
Speaker
Das bedeutet, selbst wenn wir uns kognitiv teucheln lassen und das auch gar nicht mitbekommen, man könnte auch anders sagen, Nervensystem erkennt Nervensystem fehlerlos.
01:24:07
Speaker
Also, wir kriegen unbewusst mit, wo der andere unbewusst steht.
01:24:12
Speaker
Unbewusst kriegen wir mit, ob der andere gerade das Google-Mind oder Schlecht, wir kriegen unbewusst mit.
01:24:18
Speaker
Häufig wird es auch Intuition oder Bauchgefühl genannt.
01:24:21
Speaker
Viele verlieren dazu das Gefühl, deswegen können wir uns darauf nicht immer so verlassen.
01:24:24
Speaker
Aber grundsätzlich wäre das erstmal die Grundinformation, was ja auch biologisch total sinnvoll ist oder beziehungsweise evolutionär, weil das ist die erste
01:24:35
Speaker
Antenne, die ein kleines Wesen im Verhältnis zu den ersten Kontaktpersonen hat.
01:24:39
Speaker
Also das kann sich sprachlich und kognitiv nicht austauschen oder die Bedürfnisse mitteilen oder die im Kleines Wesen analysieren, nicht kognitiv, wie jetzt die Mama ist, sondern das kriegt das unbewusst komplett mit.
01:24:52
Speaker
Also diese Ebene ist sowieso von Anfang an ausgeprägt und das Nervensystem kriegt sofort unmittelbar fehlerlos, ohne Wahrnehmungsverzerrung
01:25:02
Speaker
die Information des anderen Nervensystems mit.
01:25:05
Speaker
Und egal wie viele kognitive Schichten wir da drauflegen, das bleibt auch so.
01:25:09
Speaker
Das heißt, im Prinzip, selbst wenn, man kann sich das ja so ein bisschen vorstellen, sagt der Tauchlehrer, ja ja doch, ich kenn mich schon aus da unten in den Tiefen, du kriegst sofort mit, ob du dem folgst oder nicht.
01:25:19
Speaker
Ob das stimmt oder nicht.
01:25:20
Speaker
Ein unbewusstes Körper realisiert sofort.
01:25:22
Speaker
Ob du dann deinen Körper genug spürst und wahrnehmen kannst, was er signalisiert, ist eine andere Frage.
01:25:27
Speaker
Aber er kriegt das sofort mit.
01:25:29
Speaker
Und häufig haben wir das auch in Situationen, wenn wir so rückblickend sagen, ja eigentlich
01:25:33
Speaker
Eigentlich habe ich sofort gedacht, oder eigentlich habe ich sofort gemerkt, dass das vielleicht nicht wirklich die Entscheidung ist.
01:25:40
Speaker
Manchmal merkt man es auch erst rückwirkend, oder wenn Menschen sehr entschropft sind von ihren körperlichen Entzündungen, kriegen sie es halt nicht mit.
01:25:47
Speaker
Aber nur weil sie es nicht mitbekommen, heißt es nicht, dass es nicht da ist.
01:25:51
Speaker
Und das wiederum erklärt auch wieder, warum, das haben wir ganz am Anfang gesagt, um da vielleicht noch auf den Kreis zu schließen,
01:25:58
Speaker
noch ein Business Coaching, Mental Coaching, Geld Coaching, Emotions-Essence Coaching und so weiter nicht funktionieren kann, sowohl nicht für den Klienten als auch für den Coach, wenn unbewusst so große Blockaden bei einer oder beiden Personen vorliegen, dass wir noch so schöne Tools und noch so tolle Techniken und noch so viel Erfahrung und Wissen und so weiter im Kopf gesammelt haben, wenn das ganze Nervensystem aussteigt, ja, ehrlicherweise probier mal, aber
01:26:22
Speaker
Ich weiß selber gerade nicht, wie es weitergeht oder ob ich überfordere mich selber gerade, dass du brüllst oder wie

Einladung zur Masterclass und Ausblick auf die nächste Episode

01:26:28
Speaker
auch immer.
01:26:28
Speaker
Also das Nervensystem des Coaches ist ein ganz, ganz hoher Einflussfaktor für den Erfolg des Coachings, genauso wie die Beziehungsqualität, die aber auch sehr viel vom Nervensystem abhängt.
01:26:40
Speaker
die vier Fenster der Betrachtung auf der Klientenseite, aber auch auf der Coach-Seite.
01:26:45
Speaker
Das sind so gesehen die Wirkfaktoren, die relevant sind, nehmen vielleicht noch ein paar anderen, aber um es mal wirklich auf die Grundlage runterzubrechen.
01:26:54
Speaker
Und genau dafür braucht es eben Ansätze, die diese Ganzheitlichkeit mit den verschiedenen Ansätzen, aber auch mit den verschiedenen Ebenen, also sowohl die vier Fenster der Betrachtung als auch die Ebene des Verstandes, also der Edukation, der Wissensvermittlung, als auch der Ebene der körperlichen Erfahrung und das dann als Gesamtmodell auf allen Ebenen zu integrieren.
01:27:15
Speaker
Und das ist eben genau das, was wir in der Psychos-Manualtrition-Coach-Ausbildung
01:27:20
Speaker
geschaffen haben.
01:27:22
Speaker
Genau, sehr gut und dementsprechend einfach hier an der Stelle einmal die Einladung.
01:27:28
Speaker
Wenn dich da mehr interessiert zu unserer Ausbildung, dann kannst du dich sehr gerne einfach auf die Warteliste setzen, einfach mal auf den Link in unserer Bio klicken und auf der Warteliste bekommst du in den nächsten Wochen alle weiteren Infos.
01:27:42
Speaker
Die nächste Ausbildungsrunde startet im Mai, am 28.
01:27:45
Speaker
Mai.
01:27:46
Speaker
Und vorher, wenn du da einmal ein bisschen erleben möchtest, wie wir Räume gestalten, wie es auch ausschaut, wenn wir auf der kognitiven Ebene abholen und dann mit der körperlichen Ebene arbeiten, gibt es eine Masterclass am 14.
01:28:03
Speaker
Februar, die Körperkompass Masterclass, wo es eben auch nochmal um das geht, was wir gerade besprochen haben, wie integrieren wir den Körper mit den emotionalen Prozessen,
01:28:14
Speaker
Wirklich in unserem persönlichen Prozess und dann natürlich auch in den Prozess unserer Klienten.
01:28:19
Speaker
Du kriegst direkt ein Tool an die Hand, was du schon für dich nutzen kannst, wo du anfangen kannst, für dich persönlich Erfahrungen mitzumachen und das, wenn du schon begleitest, auch in die Prozesse der Klienten zu integrieren.
01:28:33
Speaker
Dafür kannst du einfach, wenn du das Instagram live angeschaut hast, in die Kommentare einfach mal Körperkompass schreiben, dann schicken wir dir den Link.
01:28:43
Speaker
Oder wenn du eben den Podcast über unsere Podcastkanäle hörst, dann gehst du einfach in die Shownotes und da findest du alle Links sowohl zur Warteliste auf unserer Webseite als auch zum Körperkompass.
01:28:55
Speaker
Und dann freuen wir uns riesig, wenn du da mit dabei bist und wir mit dir gemeinsam
01:29:02
Speaker
die Mission, wirklich ganzheitliches, nachhaltig transformatives Coaching in die Welt zu bringen, verwirklicht.
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Speaker
Ja, ich glaube wir sind durch für heute, oder?
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Speaker
Ich denke auch.
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Speaker
Wir sind ja einig.
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Speaker
Ja, ich würde ich auch sagen.
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Speaker
Ich hoffe, es war viel Info dabei, die du für dich mitnehmen kannst, wo du weißt, worauf du achten darfst, wenn du dich selbst für ein Coaching entscheidest, begleiten lässt oder eben auch für eine Ausbildung.
01:29:33
Speaker
Und dann freuen wir uns auf die nächste Podcast-Folge mit dir und sagen erstmal Dankeschön.
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Speaker
Schön, dass du dir die Zeit genommen hast und bis zum nächsten Mal.
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Speaker
Macht's gut.
01:29:41
Speaker
Tschüss.
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Speaker
Bis dann.
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Speaker
Ciao.