Einführung des Podcasts durch Elid und Adriano
00:00:08
Speaker
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge vom Visual Makers Podcast. Ich bin Elid und diesmal ist Adriano mit dabei. Und Adriano kennen viele von euch vielleicht schon aus unseren E-Mail-Kursen. Er schreibt unsere legendären Einsteiger-E-Mail-Kurse zu allen Kursen, die wir haben.
00:00:24
Speaker
Knockout Fundamentals, Make, Bubble. Ja, und mit sehr vielen Memes und Gifts werdet ihr da versorgt von Adriano. Und er hat diese Woche, also quasi diese Woche, sein Master fertig gemacht. Und das ist auch das Thema, wo wir heute drüber reden wollen.
Adriano und sein Masterstudium
00:00:40
Speaker
Aber erst mal ganz herzlich willkommen, schön, dass du da bist.
00:00:44
Speaker
Hallöchen, vielen Dank, ich freue mich endlich mal auch hier selbst dabei sein zu können. Ja, finally, es wurde auch echt langsam, langsam mal Zeit. Ja, jetzt habe ich auch ein bisschen mehr zu erzählen, glaube ich. Ja, das stimmt, das stimmt. Ich freue mich sehr auf, was du als gleich erzählen wirst. Und bevor wir jetzt aber in die Folge einsteigen, schauen wir uns erst mal noch das Tool der Woche an. Tool of the Week.
00:01:09
Speaker
Diese Woche haben wir als Tool OutSystems ausgewählt, weil darüber wird uns Adriano nachher noch sehr viel erzählen. Magst du einmal kurz einen Abriss geben, in zwei Sätzen, was OutSystems ist?
00:01:22
Speaker
Gerne. OutSystems ist eine enterprise-based low-code-Solution. Mit Enterprise meine ich, dass es schon etwas wesentlich größeres ist als die klassischen no-code- und low-code-Tools, die wir kennen. Und genau, fängt also auch im weit höheren Preissegment an. Ich glaube, im günstigsten Bereich ist man dabei 1.500 Euro im Monat.
00:01:43
Speaker
Und ist von denen von der architektur die es anbietet als auch von der art und weise wie man mit dem mit der autosystems plattform.
00:01:54
Speaker
Service Studio heißt es, sowohl Apps als auch Webseiten und Webapps bauen kann, sieht man auch ganz klar, dass es eher auf interne Tools abgezielt ist. Das heißt, genauso für Großunternehmen, mittelgroße bis große Konzerne, die einfach ihr ganzes Development ein bisschen streamlinen möchten und alles effizienter und deutlicher und übersichtlicher machen möchten. Das ist OutSystems.
Adrianos beruflicher Werdegang
00:02:23
Speaker
Ja, sehr, sehr cool. So, bevor wir jetzt anfangen, was du eigentlich mit Outsystems so zu tun hast und dich in den letzten Monaten rumgeschlagen hast, wenn ich das mal so sagen darf. Erst mal noch mal kurz zu dir. Viel kenne ich schon, wie gesagt, aus den E-Mail-Kursen, aber wir kennen uns ja auch schon sehr viel länger, als es zwischen Makers eigentlich gibt. Wie bist du da hingekommen, wo du jetzt bist?
00:02:54
Speaker
Schwierig. Ich glaube, es ist einfach eine Aneinanderreihung von Zufällen. Beruflich-studentisch hat sich das so ergeben, dass nachdem ich mein Bachelor an der Uni Köln fertig gemacht habe in BWL, kam ich zu Pirate, weil ich Pirate-Leute kannte über eine Studenteninitiative.
00:03:18
Speaker
bei der ich während des Bachelors war. So kam ich dann eben zu Pirate erstmals Werkstudent und dann in Vollzeit. Pirate, vielleicht zur Erklärung kurz für die, die es nicht wissen. Pirate ist eine Firma, die macht oder die hatte sich zum Ziel gesetzt, Gründer mit Gründern, Investoren, Konzernen und so zu vernetzen auf Augenhöhe und veranstaltet dazu beispielsweise den Pirate Summit, eine große Gründerkonferenz. Und genau, und da war ich auch früher quasi unser beider alter Arbeitgeber.
00:03:49
Speaker
Richtig, genau. Und da wurde ich vom Werkstudent dann in Vollzeit übernommen. Dort war ich dann im Sales-Marketing-Bereich. Dann mit der Pandemie und dem Ende für Live-Events erstmal haben wir ja viel verändern müssen. Und ja, für mich war irgendwann mal klar, dass so sehr ich Pirate und die ganze Startup-Szene da liebe, dass ich irgendwie trotzdem noch mal raus möchte und eigentlich auch noch meinen Master machen. Das war schon immer der Plan. Mir war es aber sehr wichtig, dass ich etwas mache,
00:04:18
Speaker
was nicht einfach ich mach mein master mein master zu haben sondern es soll etwas sein thematisch inhaltlich wofür ich mich wirklich interessiere und ich wie jetzt bewähle einfach so das kann man mal machen aber auch noch mal eine erfahrung für sich
Entdeckung von Low-Code-Tools bei Visual Makers
00:04:34
Speaker
Und so habe ich mich dann eben entschieden meinen Master zu machen in Portugal von September 21 bis jetzt eben diese Woche quasi zum Thema Impact Entrepreneurship und Innovation. So hieß das Programm, ist auch das erste Mal, dass das so angeboten wurde.
00:04:50
Speaker
Und im Laufe dessen habe ich wieder einen Werkstudentenjob gesucht und da kamen Visual Makers um die Ecke und hat einfach wie die Faust aufs Auge irgendwie das angeboten, was ich so irgendwie gebraucht und gesucht habe, sowohl inhaltlich als natürlich auch vom Team.
00:05:09
Speaker
Und ja, so kam ich dazu und im gesamten Prozess dessen war ich glaube ich das erste Mal mit Low-Code und No-Code vertraut worden, eben in der Initiative in der ich war während des Bachelors, weil wir dann natürlich mit WordPress gearbeitet haben, aber dann auch das erste Mal mit Zapier automatisiert haben.
00:05:28
Speaker
Und bei Pirate ging das einfach nur weiter. Hab dann eben gemerkt, wie viel man da irgendwie machen kann und es macht irgendwie Spaß. Dann gab es ein paar Pirate University Workshops mit Lille zum Thema No Code. Und ich glaube, ich habe nie so richtig drüber nachgedacht. Boah, das ist jetzt voll mein Ding, sondern es war einfach immer Teil dessen, bis ich eigentlich realisiert habe, was ein
00:05:49
Speaker
geiles Tool No-Code generell irgendwie ist. Und ja, so hat sich das dann Gott sei Dank weitergezogen.
Entwicklung einer nachhaltigen App als Masterarbeit
00:05:57
Speaker
Ja. Bis hin zu dem, wo ich jetzt bin. Ja, schön, dass du jetzt da bist. Ja, es gibt wahrscheinlich mehr Fragen auf, als was ich beantwortet, aber...
00:06:07
Speaker
Naja, auf jeden Fall ist, also was ich so ganz schön finde, also was ja auch so ein bisschen bei mir in der Werdegang war, war von, dass NoCode halt ein Mittel zum Zweck ist, um irgendwas zu erreichen. Also man hat irgendwie eine Idee für einen, sei es ein Prozess oder eine App tatsächlich, also da erzählst du ja gleich noch ein bisschen was zu drüber. Und das ist halt einfach das Mittel zum Zweck ist, um irgendwas zu bauen für eine Idee, die man halt hat. Und es ist halt nicht um den
00:06:32
Speaker
Tech unbedingt an sich geht, sondern halt das einfach das Mittel ist, um einfach sehr schnell Ideen umsetzen zu können. Und das würde ich zum Beispiel, wenn ich den Namen von deinem Studiengang jetzt höre, auch erwarten von, dass sowas zum Beispiel auch in so einem Studiengang auch mitgebracht wird oder mitgelehrt wird.
00:06:55
Speaker
war tatsächlich leider gar nicht der Fall. Also der Studiengang unterm Strich war wirklich super. Der Fokus war aber halt wirklich auf dieses Impact Entrepreneurship. Also was ist Impact Unternehmertum? Was heißt das? Was bringt das mit sich? Wie kann man Impact mit reinbauen? Also wie schafft man quasi ein finanziell selbstständiges und in erster Linie schon
00:07:19
Speaker
for profit based startup damit vereinen, dass es irgendwie sowohl als auch sozial oder ökologisch nachhaltig ist, was eine ziemlich schwierige Herausforderung ist. Aber wir haben außer den grundsätzlichen unternehmerischen Theorien und viel davon war natürlich wirklich Praxis, weil in jedem Semester mussten wir wirklich eigene Projekte machen und die aufziehen und so weit bringen, wie wir halt können. Allerdings haben tatsächlich manchmal so ein paar
00:07:47
Speaker
Werkzeuge gefehlt, wie jetzt irgendwie erstens entweder sowas wie Design Thinking, Design Sprints, Prototyping, Agile Working, solche Geschichten, die wirklich praxisbezogen sind, als auch
00:08:00
Speaker
Ja, No-Code und was damit möglich ist, bis soweit, dass ich dann auch selber zweimal so einen Workshop dazu angeboten habe, weil ich gesehen habe, dass in unserem Studiengang auch 80 Leute, relativ klein, war niemand mit einem Programmierhintergrund. Also wir hatten wirklich alles, Ingenieure,
00:08:22
Speaker
Landschaftswissenschaftler, Psychologen, Produktdesigner, alles dabei, wirklich super schön und bunt gemischt. Aber wenn jemand irgendwas Technisches machen wollte, wie jetzt eine Website oder eine App oder eine Webapp oder irgendwas in der Richtung,
00:08:35
Speaker
konnte man das nicht wirklich realisieren in den drei Monaten, die man pro Semester natürlich hatte. Und genau, das war etwas, was ich fand, kam zu kurz und kommt immer noch dafür, dass eigentlich OutSystems ein Produkt eines Alumnus ist von der Nova, an der ich studiert habe. Das ist zwar jetzt schon lange her, der hat es 2000 oder so gegründet. Und die sind auch ganz groß vertreten am Campus, weil die auch Sachen sponsoren. Und das hat mich dann sehr überrascht dafür, dass die das haben. Es gibt auch einen Kurs, der das anbietet.
00:09:05
Speaker
Aber das sollte meiner Meinung nach Pflicht in unserem Entrepreneurship-Kurrikulum sein, dass man irgendwie sieht, ah, okay, mit ein bisschen Arbeit schaffe ich in drei Monaten auch eine App zu bauen und muss mir jetzt nicht irgendwie einen technical Koffer untersuchen und geschweige denn mir selber Programmieren beibringen. Das hat leider ein bisschen gefehlt. Ich hoffe, das ändert sich in Zukunft. Vielleicht hat man da irgendwas angestoßen.
00:09:25
Speaker
Ja, hoffentlich. Was ich vor allem auch total hilfreich finde, egal ob man später in eine technische Richtung geht oder nicht, aber gerade als Gründer oder Gründerin auch so ein Verständnis von dem technischen Konzept dahinter zu haben.
00:09:42
Speaker
funktioniert ganz grob in der Datenbank oder wie kann ich Daten überhaupt verarbeiten, um auch weiter denken zu können, okay, von welchen Ideen kann ich vielleicht noch umsetzen und da irgendwie ein Gefühl zu bekommen. Und das kann ja mit No-Code quasi auch passieren. Ja, total. Für eure Masterarbeit habt ihr dann ja auch wieder ein Projekt machen müssen und in der Gruppe auch wieder. Und da habt ihr auch mit Low-Code bzw. aus Systems gearbeitet, richtig?
Technische Herausforderungen beim App-Bau
00:10:11
Speaker
Genau, ja. Also generell, die ganzen entrepreneurship Projekte waren halt immer Gruppenprojekte. Und für die These ist es so, dass das, das sind sogenannte Field Labs, also das ist so ein bisschen unkonventionell, das ist eine klassische Masterarbeit. Es gibt die Möglichkeit, eine Literaturrecherche oder eine klassisch akademische Masterarbeit zu schreiben. Aber die Nova genau bietet zum Glück auch so Gruppenarbeiten an und ich
00:10:38
Speaker
war mir, also meine Intention, als ich den Master begonnen habe, war eigentlich, dass ich sage, ich verbinde meinen Hintergrund, den ich auch in der Zeit von Pirate ein Jahr quasi erworben habe mit der veganen Ernährung oder der Ernährungsberatungsausbildung, mit Unternehmertum. Weil ich dachte, das sind eigentlich zwei Sachen, die mich interessieren und es wäre eigentlich ganz cool, das zu verbinden. Ich will nicht per se Ernährungsberater sein, aber ich finde, das ist etwas, das kann man vielleicht irgendwie skalieren. Und hab das im ersten Semester, sorry,
00:11:07
Speaker
By the way, hier zwischengeschoben, Adriano hat auch einen fantastischen Newsletter zu veganer Ernährung und den sollt ihr unbedingt mal auschecken, verlinken wir in den Chornauts.
00:11:18
Speaker
Dankeschön, danke. Ja, damit muss ich jetzt auch mal weitermachen, jetzt wo die Thesis vorbei ist. Genau, und ja, richtig, also das war so ein bisschen mein Hintergedanke, das zu verbinden, weil das auch direkt natürlich mit ökologischer Nachhaltigkeit einhergeht. Und das habe ich im ersten Semester versucht, das ist so ein bisschen gescheitert, das Projekt, einfach weil man neu war und wir hatten eine Fünfergruppe und empfehle ich niemandem mit fünf Leuten versuchen, irgendwas zu gründen oder so ein Projekt zu machen, vor allem, wenn man sich nicht kennt. Also immer ein kleineres Founding Team, so einer meiner größten Learnings.
00:11:47
Speaker
Und im zweiten Semester gab es ein zweites Projekt in der Hinsicht. Und so wusste ich, okay, ich möchte gerne das vom zweiten Semester als Thesis durchziehen, weil dann habe ich nämlich das gesamte Semester, den Fokus darauf. Während bei den anderen Projekten, man hatte zwei oder drei Projekte pro Semester, und das kann natürlich nichts werden, weil du hast zwei, drei verschiedene Gruppen und du konzentrierst dich auf verschiedene Produkte. Das ist natürlich Quatsch, waren gute Learnings, aber so war es in der Thesis dann, dass ich mir dachte, okay,
00:12:15
Speaker
Das, was ich von Anfang an wollte, will ich jetzt durchziehen und die ursprüngliche Idee war eben eine Mobile-App-Lösung, die Konsumenten dabei hilft, nachhaltiger und pflanzenbasierter sich zu ernähren.
00:12:31
Speaker
Also so ein bisschen wie die Codecheck-App oder die Open Food Facts-App, wo man eben gucken kann, was sind das für Nährwerte und so was. Aber so ein bisschen holistischer, dass man nicht alles Mögliche scannen kann. Und da waren ein paar Ideen zum Beispiel. Du schreibst deine ganz normale Einkaufsliste und basiert auf den Sachen, die du da eintippst, sagt dir der Algorithmus im Hintergrund so, hey, wenn du jetzt irgendwie noch Brokkoli- und Kichererbsen hinzufügst, kannst du das kochen. Das hat einen CO2-Fußabdruck davon und davon und diese Nährwerte.
00:13:00
Speaker
Und so habe ich mir dann meine drei Gruppenmitglieder gesucht, mit denen ich schon mal gearbeitet hatte und auch Freunde von mir waren, beziehungsweise sogar Mitbewohner. Genau, die waren alle an Bord. Und dann hat tatsächlich einer von ihnen mich darauf aufmerksam gemacht, dass es zum ersten Mal ein sogenanntes Field Lab, also dieses
00:13:20
Speaker
die Art von Masterarbeit gibt, die sich mit Low Goat befasst, in der man eben ein impactful, entrepreneurial Low Goat Produkt bauen soll, sei es eine Website, Web App oder eine Handy App.
00:13:32
Speaker
Und das war für mich natürlich das gefundene Fressen zu sagen, okay, geil, ich kann alles vereinen, sowohl meine Neugier als auch meine Erfahrungen im Bereich No-Code und Low-Code, als auch eben diese Lösung im Ernährungsbereich mit etwas, was irgendwie Impact hat. Es soll jetzt nicht irgendwie ein E-Commerce sein, sondern wirklich Leute können das nutzen, um ihre Ernährung zu verbessern.
00:13:55
Speaker
Und dann genau heim ist zu viel hingesetzt und die technische Umsetzung davon in der limitierten Zeit, die wir hatten, nämlich Ende August bis Mitte Dezember.
00:14:04
Speaker
Für das, was wir überlegt hatten, war eigentlich nicht machbar, weil dieser schlaue Algorithmus, der das eben alles versteht, und man braucht natürlich eine Datenbank mit quasi allen Rezepten und allen Lebensmitteln, die existieren. Und dann haben wir eben so weiterterriert. Und die meisten Ideen, die wir hatten, waren so nice to have, aber so kleine Luxusproblemen, so Bubble Lösungen. Wo ist der nächste Farmers Market? Wo finde ich irgendwie local seasonal products hier in Portugal und so ein bisschen zu sehr aus unserer
00:14:35
Speaker
Business Uni Sicht gedacht, aber nicht wirklich. Ja, also nicht wirklich so ein richtiges Problem, einfach so nice to have bis genau einer der der Gruppmitglieder eben meinte, der hätte eigentlich eine Idee für eine.
00:14:52
Speaker
eine Einkaufs-Listen-App bzw. eine Supermarkt-Preis-Vergleichs-App in Hinsicht darauf, dass das natürlich gerade ein bisschen am Boom ist wegen der Inflation und Portugal generell ein ganz großes Problem hat nämlich, dass die Lebensmittelpreise hier nicht wesentlich weniger sind oder günstiger als in Deutschland, aber der Durchschnittseinkommen und das Mindesteinkommen hier in Portugal halt wirklich fast die Hälfte ist von dem, was man in Deutschland verdient.
00:15:21
Speaker
Und das war dann ganz klares, okay, das ist wirklich ein Problem. Und die Roadmap war relativ klar, also wir wussten technisch, was wir halt machen müssten, auch wenn es irgendwie klar war, dass es ein bisschen schwierig wird.
00:15:32
Speaker
Und genau, so kamen wir dann quasi auf die Idee. Wir wussten, dass es im Rahmen von einem Low-Code-Field Lab ist, in dem am Anfang hieß es, ja, wir machen es entweder mit Out-Systems oder, ich glaube, Microsoft Power Apps. Und deswegen dachten wir, es sei eine Voraussetzung, dass wir entweder oder machen und haben angefangen, uns mit Out-Systems auseinanderzusetzen. Aber wir hätten sogar ein anderes Tool nehmen können. Wir hätten wohl auch mit
00:15:57
Speaker
jedem anderen No-Code- oder Low-Code-Tool arbeiten können, theoretisch. Das waren einfach nur Vorschläge von denen, weil auch wenn es ein Low-Code-Field Lab ist, war der Fokus darauf, dass es unternehmerisch und impactful quasi ist. Aber genau, also so kamen wir dann als Gruppe zu diesem Projekt. Ja, super cool. Und wie habt ihr dann angefangen? Habt ihr alle gebaut? Habt ihr euch erstmal einen Plan gemacht von, okay, wie soll unsere App aussehen? Wie seid ihr da rangegangen?
00:16:28
Speaker
Ja, ich weiß, dass meine Profs, die mich vorgestern noch bewertet haben, das wahrscheinlich eh nicht hören, weil die auch kein Deutsch können. Aber wenn es nach unserer Defense-Präsentation geht, dann haben wir natürlich den klassischen Weg von Market Research, User Research und basierend darauf dann gebaut.
00:16:46
Speaker
was wir am Ende hatten. Aber ganz so war es nicht und haben wir auch nicht exakt so erzählt. Wir haben uns schon bewusst gemacht, dass wir wissen, wo wir nicht sehr nah am Markt gearbeitet haben. Einfach aufgrund der kurzen Zeit. Mitte August hatten wir den Call mit unserem Professor und Supervisor, der uns gesagt hat, das ist OutSystems, hier sind die Zugangsdaten, hier sind die Kurse. Also haben wir zu viert angefangen, uns diese Videotutorials anzugucken von OutSystems.
00:17:18
Speaker
Und da ist mir das erste Mal bewusst geworden, dass OutSystems fairerweise ist auch eine Low-Code-App und keine Low-Code-App, aber nicht, sie ist nicht für Non-Developer gemacht, damit die mal irgendwie eine coole App bauen, sondern sie ist für Developer gemacht, damit die weniger Code schreiben müssen. Die Art und Weise, wie Sachen, also einfach wie die Sprache von allem ist und wie erklärt wird und wie vorausgesetzt wird, dass du
00:17:45
Speaker
genau weiß, wie Variablen und Loops und irgendwelche Sachen funktionieren. Da wurde mir klar, okay, das wird auf jeden Fall nicht ohne. Und wir waren natürlich aber alle im August noch irgendwie am Rumreisen, das Semester beginnt erst am ärmsten September, kamen wir dann zurück und haben dann gemerkt, okay,
00:18:00
Speaker
Das wird auf jeden Fall nicht ohne mit OutSystems. Aber bis dahin hatten wir zum Glück schon einen relativ klaren Plan von dem, was wir machen müssen. Wir haben uns nämlich entschieden, das Frontend vom Backend zu trennen. Das heißt, wir haben das komplette Frontend mit den sehr basic Features auf OutSystems gebaut. Und das Backend bedeutet, der Algorithmus
00:18:22
Speaker
über Python, weil einer der Gruppenmitglieder Business Analytics studiert hat und auch Python Background hat und viel dazu natürlich im Studium gelernt hat, sich das zugetraut hat und ihm es lieber war, quasi bevor er sich jetzt einen Monat lang auch Systems beibringen muss, sich lieber irgendwie durch ein paar kompliziertere Python Geschichten quält. Aber er wenigstens weiß, der Start würde schneller irgendwie erfolgen und er hat ein klareres Bild davon, was er machen muss.
00:18:52
Speaker
während mit OutSystems war das alles noch ein bisschen schwammig. Das heißt, wir sind so gestartet. Er hat sich mit dem Python-Algorithmus auseinandergesetzt, hat angefangen, den zu schreiben, um das zu tun, was er am Ende machen sollte. Und dann haben wir die anderen drei aufgeteilt zwischen
Zukunft der App-Entwicklung und Unterstützung durch Nova
00:19:11
Speaker
Business Seite, also Markt Research, aber auch eben die ganze Opportunity Geschichte, weil am Ende war es wirklich ein Pitch jetzt vorgestern, den wir hatten, wo wir eben natürlich erzählen mussten, potenzielle Revenue Models, Customer Segments und allem. Und ich habe mich dann hauptsächlich mit Outsystems
00:19:29
Speaker
Auseinandergesetzt im wahrsten Sinne des Wortes. Genau, weil das schon auch echt nicht ohne ist, das zu lernen. Ich habe mich vielleicht ein bisschen überschätzen in meiner Motivation, dass ich NoCoach schon kenne und bestimmt da super leicht reinkomme. Und das war wirklich nicht einfach und auch nicht schön. Das war sogar auch ziemlich demotivierend am Anfang. Weil für bestimmte Funktionen, die ich jetzt wahrscheinlich in ein paar Stunden bauen würde, habe ich echt drei Wochen gebraucht.
00:19:52
Speaker
Aber genau so haben wir begonnen. Wir wussten, was wir bauen wollen. Und wir haben es zum Glück getrennt zwischen Backend und Frontend, weil so konnte mein ... Ähm ... Wie nennt man das denn? Ne Tone. Ja, genau.
00:20:13
Speaker
Genau, so konnte Antonius, den einfach mal aufschreiben, falls ich verstehe, wenn er das auch hört, unabhängig von meinem Fortschritt mit Outsystems schon ganz viel schaffen. Und genau, das heißt, wir haben angefangen mit Figma und Wireframes, wirklich gesagt, okay, so sollte die UX UI aussehen.
00:20:34
Speaker
So stellen wir uns einen Userflow vor und das habe ich dann eben in OutSystems übersetzt und am Anfang habe ich noch mit so dummy Data gearbeitet, während er sich eben um das ganze Backend gekümmert hat. Und am Ende hatten wir sogar eine externe Datenbank, auch wenn OutSystems da eine echt gute Datenbank anbietet, war das einfacher auf eine
00:20:54
Speaker
auf eine externe Datenbank zuzugreifen, über OutSystems und über den Algorithmus. Das war also wie so ein Dreieck sozusagen. OutSystems hat mit dem Algorithmus kommuniziert über eine API, die wir auch selber bauen mussten, beziehungsweise Antonius, der gebaut hat. Ja, ist auch a first one gewesen. Und der Algorithmus hat dann eben mit einer Postgres SQL Datenbank kommuniziert, während OutSystems mit der Postgres SQL Datenbank kommuniziert hat. Also so ein kleiner, so eine Dreifaltigkeit. Ja.
00:21:25
Speaker
Ja, mega spannend. Und ist die App auch, also jetzt ist das Projekt ja quasi beendet, im Sinne von Masterarbeit ist beendet. Ja. Habt ihr Pläne, das weiterzuführen? Ja, also die Überlegung ist auf jeden Fall da von dem Potenzial, was da quasi drinsteckt.
00:21:47
Speaker
die größten Roadblocks, weil ich kann sie noch mal kurz zusammenfassen. Die Idee ist, es ist eine Mobile App, in der man sich quasi eine Einkaufsliste baut mit den Sachen, die man haben möchte. Und der Algorithmus, das ist der, den Antonis eben mit Python gebaut hat, spuckt am Ende die günstigstmögliche Liste aus in dem jeweiligen Supermarkt.
00:22:10
Speaker
All nice and games.
00:22:27
Speaker
Der MVP in Anführungszeichen, das ist nicht wirklich ein MVP, weil man eigentlich, der funktioniert, also die App funktioniert, man kann die Einkaufsliste eintippen und dann kann man die sozusagen abschicken, der Algorithmus berechnet das und schickt dir eine Einkaufsliste zurück und sagt dir, was die kosten wird. Insofern funktioniert das schon, funktioniert aber nicht als MVP, weil du damit nicht einkaufen gehen kannst, weil die Preise gescraped sind. Das heißt, der Stand der Preise ist halt irgendwie vom November, als wir 50.000 Produkte gescrapt haben.
00:22:56
Speaker
von den jeweiligen Supermärkten online. Und dementsprechend kann es natürlich niemand sagen, hey, geh mal einkaufen, gucken, ob die Preise noch stimmen. Das heißt, das ist ein großer Roadblock zu sagen, okay, wie kriegt man aktuelle Produktinformationen und das halt ständig? Zwei Optionen, dynamisches Scraper. Das Problem dort ist, dass zum Beispiel Lidl und Aldi die Preise online nicht haben.
00:23:19
Speaker
Und etwas, was Sie ja noch nicht überprüft haben und auch eine Limitation sozusagen der Thesis, ob die Online-Preise von den anderen Supermärkten, die alles online haben,
00:23:29
Speaker
den Preisen im richtigen Supermarkt auch wirklich entsprechen. Und das muss man natürlich voraussetzen, weil wir können ja keine Kunden da irgendwie zum Supermarkt schicken, wenn die Preise nicht gleich sind. Oder die andere Option wäre dann eben Supermärkte dazu zu bekommen, dass sie mitmachen und die Produktpaletten, die Produktinformationen alle rüber schicken. Das Problem, was dann damit einhergeht, aber auch mit dem Scraping ist,
00:23:56
Speaker
Wie machst du alles, also wie bringst du alles auf eine Ebene unvergleichbar? Und genau, das heißt, das sind so die technischen Roadblocks, die quasi mit einhergehen. Aber genau, unsere Professoren waren auch sehr angetan davon. Ohne wollten sie auf jeden Fall noch mal mit uns zusammensetzen und überlegen, wiefern die Nova uns auch supporten könnte und ob man das dann weitermachen würde mit Outsystems oder nicht, ist auch eine andere Frage. Aber genau, also es ist auf jeden Fall eine Option.
00:24:27
Speaker
Müssen wir jetzt halt nur überlegen, wie man das richtig angeht und woran man zuerst arbeitet.
Vergleich von OutSystems mit anderen Tools
00:24:33
Speaker
Ja, voll. Bevor wir gleich einmal zu den Overall-Learnings kommen, die du so hast aus dem ganzen Projekt, was ist so dein Fazit zu OutSystems? Also wir haben es eben schon im Tool of the Week kurz angesprochen, aber vielleicht nochmal so zusammengefasst. Was war gut? Was war nicht so gut?
00:24:56
Speaker
Was sehr gut ist an OutSystems ist, dass es einfach Power hat. Es ist ein Riesentool und hat quasi alles, was man braucht und darüber hinaus, was ich wahrscheinlich überhaupt verstehe. Die haben das Visual Building Interface, die Graphical User Interface,
00:25:23
Speaker
Das ist die Outsystems Service Studio, wo man dann wirklich wie in jedem anderen Noco-Tool, du siehst die App oder die Website und du machst Drag und Drop. Da gehört aber auch sehr viel Code insofern, dass irgendwie Outsystems seine eigene Sprache so ein bisschen hat. Man muss also verstehen, wie man bestimmte Beziehungen angibt, damit er genau weiß, woher sich welche Daten zieht und so weiter.
00:25:47
Speaker
Aber das hat halt irgendwie alles, was man braucht. Dafür ist es sehr, sehr gut. Aber es ist echt schwer, das zu verstehen, wenn man kein Developer ist. Also die Intuition ist irgendwie im Vergleich zu anderen Noco-Tools nicht da, weil, wie gesagt,
00:26:04
Speaker
Das Ziel ist auch nicht, irgendwelche Nondeveloper, die hobbymäßig da was bauen wollen, drauf zu kriegen, weil das halt nicht der Business Case von denen ist, sondern Großunternehmen sagt, OK, wir brauchen entweder 15 neue Developer oder wir stellen alles auf Outsystems um und dann lernen die 15, die da schon sind, halt damit zu arbeiten. Genau, also Fazit insofern. Jedes Großunternehmen oder auch Mittelständler, der der meint, OK, das können wir auf jeden Fall investieren. 1500 im Monat geht natürlich auch weiter weiter hoch.
00:26:34
Speaker
weil die auch Server haben und also es ist halt hoch professionell. Deswegen sind auch Großkonzerne natürlich da mit und laut den Studien, die wir dafür natürlich dann auch irgendwie nachgucken mussten für die Thesis, spart man
00:26:50
Speaker
im Allgemeinen natürlich mit No-Code und Low-Code viel, aber auch mit Out-Systems. Es sind wohl klare Cases dafür, dass wenn man seine Teams ordentlich onboardet und zu Out-Systems-Experten ausbildet und alles dann über Out-Systems läuft, dann ist das halt echt ein extrem krasses Tool, um viel zu streamline, viel zu ermöglichen.
00:27:13
Speaker
downsides die die lernmöglichkeiten davon sind sehr eingeschränkt weil das keine es hat eine große community aber nicht so wie wenn ich jetzt auf youtube was eingebe finde ich halt dieselben drei creator die alle auch irgendwie direkt mit out systems zusammenhängen die dir die sachen beibringen und auch diesen sehr
00:27:34
Speaker
eingeschränkt in dem, was die dir beibringen und wie sie es dir beibringen. Und wenn man sich dann natürlich mal irgendwie die Ressourcen anguckt, vom Bubble oder Flutterflow, da gibt es einfach viel mehr so user-generated content von wirklich Hunderten oder Tausenden von Developer, Non-Developer, die dafür Sachen aufnehmen, erklären. Und das war halt mit Outsystems ein richtiger Pain. Die eigenen Ressourcen sind so ...
00:28:01
Speaker
Ja, wenn du nichts von Development verstehst, hast du hier eh nichts verloren. So weit, dass ich halt wirklich mir wie so ein Altsystems-Nachhilfelehrer am Ende geholt hab. Weil ich gemerkt hab, okay, anders komm ich nicht voran. Also, das ist mir quasi ... wert, da irgendwie jemanden zu bezahlen, der mir bei bestimmten Fragen direkt hilft und sagt so und so. Und das hat wirklich dazu geführt, dass ich von den ersten drei Wochen, wo ich an einer Funktion gearbeitet hab und mir den Kopf irgendwie zerbrochen hab,
00:28:31
Speaker
in zwei Wochen Nachhilfe mit ihm basically eigentlich alles konnte und immer wieder nur so für Kleinigkeiten ihn anhauen musste. Genau was das angeht, ja sehr sehr frustrierend aber verstehe ich weil OutSystems eben nicht darauf abzielt. Ich glaube es ist eher die Nova die uns da
00:28:51
Speaker
irgendwie entweder
00:29:11
Speaker
viel schneller damit gearbeitet haben. Und wir waren einfach so No-Code-interessierte Entrepreneurship-Studenten, die sich dann die Finger rund getippt haben. Aber ja, empfehlen tu ich es auf jeden Fall jedem Medium und Big Enterprise, die irgendwie Probleme haben, ihre ganzen Codes und alles da ordentlich zu halten und vielleicht wirklich Schwierigkeiten haben, Developer zu finden, weil man im Zweifel schneller einen Autismus-Developer ausbildet als einen klassischen Full-Step-Developer.
00:29:41
Speaker
Und empfehlen Tuis keinen Start-up oder keine Einzelperson. Aber ich glaube, die Preise sind sowieso spekuliert. Ich glaube auch. Ja, ich glaube auch, das ist einfach eine andere Zielgruppe auch. Aber du hast am Anfang gesagt, du glaubst oder man merkt, dass OutSystems vor allem für interne Tools gebaut ist. Meinst du, das eher wegen dem, es ist so komplex Aspekt oder eher wegen der, was du damit designen kannst?
00:30:08
Speaker
Also zum einen siehst du dann den Templates. Du hast super viele Templates und die sind halt alle für so Employee Directory, Instandhaltung, Tracking Management Systems, Inventurgeschichten.
00:30:28
Speaker
Urlaubsautomatisierung. Und dann merkst du, okay, irgendwie neun von zehn Templates sind für solche Sachen. Und ein Template ist so ein bisschen, ja, damit kannst du jetzt irgendwie eine E-Commerce-Seite auch aufsetzen. Das heißt, das ist mir direkt aufgefallen am Anfang tatsächlich, wenn ich mir so angucke die Templates, die es bei Bubble gibt oder bei Flutter oder bei Glide oder sonst wo.
00:30:48
Speaker
sind die halt so hey was ist für ein use case alles klar du bist designer sein hier ist deine website du willst e-commerce hier sein deine plattform und baut systems sind wirklich interne tools.
00:31:01
Speaker
Und das sagen die auch selber quasi, also von dem, was ich auch so recherchiert habe, weil irgendwann war ich so ein bisschen frustriert und war so, wir bauen hier eine Consumer App, die irgendwie im App Store und im Play Store im besten Fall dann rauskommen soll. Und das macht OutSystems auch relativ einfach. Also die sind da echt gut, das zu supporten. Und dann habe ich aber so geguckt und dann wirklich einfach mich so durchgegoogelt, hey, gibt es irgendwelche erfolgreichen großen Consumer Apps, die damit gebaut wurden? Und
00:31:30
Speaker
Ja, war so ein alter Artikel, wo irgendwie alles, was da aufgezählt wurde, war so. Denn es war entweder nicht mehr im App Store, das ist halt nicht der Fall. Genau, und deswegen, das mache ich damit. Die Art und Weise, wie Sachen erklärt sind, die Tutorials, die Dokumentation, die Templates.
00:31:48
Speaker
Und, ja, ich glaube, selbst wenn man irgendwie das Budget hat, zu sagen, ich hätte 1.500 im Monat dafür, aber ich möchte irgendwie eine Consumer-App bauen, würde ich mit einem anderen Tool gehen, was viel mehr Erfahrung darin hat und vielleicht eine Community, die viel mehr drumherum gebaut ist, während die Out-Systems-Community und Developer und user-generated-Content
00:32:14
Speaker
hat echt viel krasser auf so, ah, hier baust du eine Employee Directory. Ja, voll. Und das ist vielleicht dann auch echt die Grenze, also unter anderem, ich glaube, dass es auch günstigere Low-Code-Tools geben kann. Aber wo dann wirklich so die Grenze ist zwischen, okay, es ist ein
00:32:35
Speaker
No-Code oder ein Low-Code-Tool im Sinne von wer ist die Zielgruppe? Sind es eher die Leute, die Ideen austesten wollen und eher aus der nicht technischen Seite kommen? Oder sind es Developer-Tools, die den Developern das Leben erleichtern sollen und da auch Ressourcen sparen, da quasi eingesetzt werden sollen?
00:32:53
Speaker
Ja, ja, total. Deswegen unterm Strich, so für Developer auf jeden Fall, Internet-Tools, gibt's auch echt gute Templates, ob irgendwie in-house Analysen, so Dashboards und sowas zu bauen, die alle schon fertig sind. Ich glaube, das kann das alles echt gut. Und er ist recht, wenn alles über OutSystems läuft, dann hast du das mega easy, alles connected.
00:33:14
Speaker
Aber genau, also um jetzt irgendwie Rapid Prototyping zu machen oder irgendwelche Sachen auszuprobieren, da brauchst du halt echt erst mal ein paar Monate, bis du so gut daran bist.
Was macht ein gutes No-Code-Tool aus?
00:33:25
Speaker
Und genau, mit Bubble, wenn du jetzt irgendwie eine Web-App mit beiden bauen willst, bist du mit Bubble wahrscheinlich in einem Zehntel der Zeit genau soweit.
00:33:32
Speaker
Ja, voll. Oder je nachdem, was du machen willst, auch Software oder Adado oder sowas. Wenn du es gut angepasst haben willst, dann Bubble. Was macht deiner Meinung nach ein gutes No-Code oder Low-Code-Tool aus?
00:33:50
Speaker
Ja, ich glaube jetzt so über Autosystems habe ich schon gelernt, das hat damit zu tun, an wen soll das gerichtet sein. Weil am Anfang war ich wirklich so, was ist das für ein scheiß Tool und wie kann das User haben und wie können wir so viel Geld machen? Und dann war ich ein bisschen so, okay, vielleicht mal irgendwie nicht aus meiner Warte betrachten. Anscheinend ist das wirklich gut und funktioniert, wenn man es halt lernt.
00:34:11
Speaker
Deswegen jetzt aus meiner Warte, Non-Developer, der immer wieder viele Ideen hat, die er gerne austesten würde. Als allererstes, wie intuitiv ist es, das zu lernen und zu benutzen und damit zu bauen? Wie ist das Interface von dem Builder?
00:34:36
Speaker
Und die Sprache, das liebe ich bei Bubble, dass die ja wirklich so ein bisschen, wie gesagt ich bin kein Developer und wahrscheinlich macht vieles bei Autism irgendwie Sinn, wie es ist und warum die so eine Sprache nutzen.
00:34:49
Speaker
Aber ich habe manchmal auch das Gefühl, das hat so ein bisschen mit so Developer-Stolz, ja, aber das heißt halt nicht Delete. Das heißt irgendwas anderes. Also schlechtes Beispiel, weil auch bei Outsystems heißt halt dieses klassische Create, Update, Delete. Aber Babbel macht das halt ganz schön, indem ihr so bestimmte Sätze halt bildet. Delete a thing. A thing, okay. A thing in the database. Geil, verstehe ich.
00:35:12
Speaker
während dann natürlich bei OutSystems ebenso Entity Variable, Local Variable, Input Variable, Output Variable. Da musst du dich ja erstmal mit auskennen. Das heißt, wie einfach kann man diese Komplexität, die ja dahinter steckt,
00:35:30
Speaker
runterbrechen. Also, das ist ja immer dieses ... Je einfacher etwas aussieht, was eigentlich extrem schwer ist, desto besser ist man darin. Auch bei jedem Sport, wenn du sagst, das sieht ja voll leicht aus, weil die Person 15 Jahre reingesteckt hat, dass so aussieht, als würde sie es so leicht machen. Und dasselbe auch bei so einem ... Ich weiß nicht, von wem das Zitat ist, aber dieses ... Es tut mir leid, dass ich dir fünf Seiten geschrieben habe. Hätte ich Zeit gehabt, hätte ich die eine geschrieben. Ja, genau. Ich weiß nicht mehr, von wem es ist.
00:36:00
Speaker
Ja genau, das ist genau dieses Prinzip, was ich finde macht Bubble schon ganz gut. Irgendwie haben sie nicht das allerschönste Interface, aber es ist so da, dass du es checkst. Du verstehst das, es ist simpel und du weißt genau, was du machen musst, nämlich du klickst irgendwo hin und die wissen genau, ok, alles was du hiermit machen kannst ist
00:36:20
Speaker
Delete something, add something, und dann verstehst du relativ schnell in der Sprache, was du machen kannst. Also das finde ich ist ein ganz großer Faktor dafür. Ich habe auch mal ein Video, fällt mir dazu ein, von Pixelgeek oder so heißt der.
00:36:38
Speaker
Der macht so Webflow-Videos und der hat ein Vergleichsvideo zwischen Make und Zapier gemacht. Und alle, die unseren Podcast schon länger hören, wissen, dass ich großer Make-Fan bin und inzwischen nicht mehr so großer Zapier-Fan. Aber er beschreibt es am Anfang so, und das finde ich auch ganz witzig, dass Zapier ist halt ein Tool, das führt dich auch durch. Also, die Sprache ist auch, du kommst da rein ins Interface und dann fragst du dich,
00:37:03
Speaker
If this happens, und dann suchst du halt aus, was jetzt passieren soll, was denn ein Trigger ist, und dann equiert es halt weiter mit, then this should happen, oder so. Und das lässt einen halt viel leichter lernen, wenn man keine Ahnung vorher hatte. Und bei Make oder damals halt noch in Tegromart ist es dann so,
00:37:22
Speaker
Und du weißt erst mal nicht so, okay, was ist denn ein Webhook? Und das kann halt auch erst mal super verwirrend sein. Deshalb ja, voll, ist mir gerade dazu zu eingefallen. Ja, genau, also einfach diese Ebene von Abstraktion irgendwie zu schaffen, dass das am Ende, dass die komplette Komplexität so versteckt ist unter einem echt leichten Satz, okay, if I click here,
00:37:44
Speaker
dann update das obwohl dahinter wirklich halt super viel passiert ja ich glaube das und am ende natürlich auch immer aus der perspektive welches ziel haben diese tools das heißt du kannst es ja daran messen ob es gut ist oder nicht ob die user ihre ziele damit erreichen und ich finde zum beispiel gleich
00:38:04
Speaker
ist ein großartiges Beispiel, weil die Möglichkeiten sind recht eingeschränkt im Vergleich zu dann irgendwie Bubble oder Flutter Flow, das ist recht Autismus, ist einfach ein komplett anderes Ballgame. Aber es ist wirklich so, du hast ein Spreadsheet oder eine Airtable, cool, mach eine App draus. Und die geben dir schon so viel vor, dass
00:38:27
Speaker
Ich bin teilweise schon so, okay, das ist ein bisschen angeschränkt, weil ich mich schon an mir auskenne, aber damit habe ich auch schon diese Workshops gegeben mit No-Code, weil Leute wirklich fasziniert waren, dass wir in diesem 45-Minuten-Workshop eine App gebaut haben. Weil diese Abstraktion so hoch ist und die so viel von dem Gewicht abnehmen, was man sonst irgendwie mitnehmen muss oder lernen muss,
00:38:49
Speaker
Ihr Ziel ist es einfach, Millionen von Apps zu ermöglichen, weil Leute wirklich aus einem Spreadsheet, und das war bei mir der Fall, ich hatte eine Google Maps Liste mit meinen Lieblingsrestaurants hier in Lissabon, was ich zu einem Spreadsheet gemacht habe, weil Freunde immer gefragt haben, hey, kannst du mir vegane Restaurants empfehlen und so. Und irgendwann war ich so, okay, ich mach eine App raus und hab dann echt in drei Stunden eine App gemacht, wo Leute halt mir nicht glauben können, dass sie wirklich in drei Stunden
00:39:15
Speaker
diese komplett funktionierende App auf dem Handy schicke ich denen und die können nach Pizza und Burger filtern und irgendwie favorisieren und das ist halt so Good Job Glide, weil die das halt hinkriegen, dass du genau das irgendwie schaffst. Also ich glaube, das macht so ein bisschen. Sich ein Ziel setzen als No-Code-Tool. Was möchte ich Leuten ermöglichen? Ähnlich mit Softer. Ja, du hast weniger Möglichkeiten als mit WordPress, aber du hast halt in 20 Minuten hast du eine Landingpage gebaut.
00:39:43
Speaker
Das Einzige, was sich einschränkt, ist, wie schnell kannst du gute Texte schreiben. Aber ansonsten ist es halt da. Die Blöcke sind da, die Funktionen sind da und fertig. Und wenn das das Ziel ist und das Ziel wurde erfüllt, dann ist das ein gutes No-Code-Tool. Und Autosystems ist es bestimmt auch, weil die aber ein ganz anderes Ziel haben.
Reflexion über das Thesis-Projekt
00:40:02
Speaker
Weil das für mich einfach so ein bisschen frustrierend. Ja. Ja, voll. Apropos, ist die App öffentlich, die mit den Restaurants in Lissabon und so?
00:40:12
Speaker
Ja, also über den Gleitlink halt. Kann man glaube ich gar nicht so finden, aber heißt Holgis Hotspots. Weil Holgi mein Spitzname hier in Lissabon ist. Holgi? Ja, ganz andere Geschichte. Und genau, war tatsächlich die Idee von einer Freundin, die meinte so, ja, kannst du einfach zu einer App mal machen, Holgis Hotspots.
00:40:39
Speaker
Ich will eigentlich immer noch echt viel dran machen, deswegen habe ich nie so richtig veröffentlicht oder gelauncht, sondern nur mal Freunden geschickt. Aber die wird benutzt, also muss ich jetzt mal ruhig auch durch mit der Thesis bin. So ein paar Sachen will ich noch anpassen und dann können es eigentlich echt coole Apps sein. Ich weiß noch nicht, wie man die findet. Ich glaube der Link ist holgyshotspots.glideapp.io.
00:41:01
Speaker
verlinken wir auf jeden Fall in den Show Notes. Kann bestimmt dem einen oder anderen helfen in Lissabon. Zwei Stunden hab ich die gebaut, maximal. Ja, megacool. Wenn du deine Thesis noch mal anfangen könntest, was würdest du anders machen? Also, ich glaube von der Business-Seite tatsächlich,
00:41:27
Speaker
einfach viel früher und parallel schon das richtig grundlegende Research machen, nämlich, hey, diese App soll Low Income Portuguese People dabei helfen, mehr aus ihrem Budget zu machen. Dann gehen wir zu denen und reden mit denen.
00:41:42
Speaker
Das war natürlich ein Blocker, dass wir alle vier keine Portugiesen waren. Aber wir hätten es ein bisschen besser versuchen sollen. Am Ende hatten wir einfach nur Umfragen. Die wurden auch ausgefüllt, aber noch einige Antworten. Aber halt irgendwie 35 Prozent deutscher Leute. Und wenn du eine Erdbeere-Portugiesen in Portugal machen willst, dann kannst du das halt irgendwie nicht bringen, dass dann nur 35 Prozent oder 39 Prozent waren Portugiesen. Und auch natürlich so ein bisschen aus unserer Bubble.
00:42:12
Speaker
Also da würde ich wirklich, das haben wir in jedem Semester eigentlich immer das, was du immer gelernt hast. Es kostet nichts. Geh hin, red mit den Leuten, frag die. Frag die fünf Sachen. Stell dich vor den Supermarkt. Hey, welche Paints? Ah, okay. Wir sind voll auf der falschen Spur. Portugiesen haben ganz andere Paints. Alles klar. Wir bauen was anderes. Genau. Und von der technischen Seite, ich glaube, ich hätte mir früher und schneller diese Odd-Systems-Nachhilfe geholt und so ein bisschen mein Stolz da zur Seite. Ich dachte, ich kann
00:42:38
Speaker
Ich muss das doch können. Ich bin wirklich so dumm. Oder auch einfach ein anderes Tool nehmen? Ich glaube unterm Strich, dass ich nicht. Ich hatte auch mit Bubble überlegt. Damit hätten wir aber so einen Wrapper benutzen müssen, um das als Mobile-App anzeigen lassen zu können.
00:43:01
Speaker
Ja, deswegen, ich glaube auch hinsichtlich dessen, dass unser Prof selber mit Outsystems gearbeitet hat und er hat sogar bei Outsystems gearbeitet, war das halt eigentlich ganz gut, dass wir die Möglichkeit hatten, ihn wenigstens darauf, uns darauf verlassen zu können, dass wenn was ist, wir mit ihm sprechen können. Er meinte so, hey, ihr könnt alles benutzen, aber ich kann euch halt nur mit Outsystems helfen. Wenn ihr irgendein Problem mit, keine Ahnung, Flutterflow, hatte ich zwischenzeitlich auch mal rumgespielt.
00:43:24
Speaker
dann kann er uns nicht helfen und es war halt das Risiko, dass wenn wir ein viel leichter zu verstehendes No-Code-Tool nutzen, bei dem er uns aber nicht versichern kann, dass es das machen kann, was wir brauchen, weil es war ja wirklich Frontend, eine API, die wir irgendwie selber gebaut haben, zu dem Python-Script und dann noch zu der Postgres SQL Database.
00:43:47
Speaker
Dann haben wir alles gebaut, versuchen es zu verbinden und dann heißt es irgendwie, klappt nicht. Flutterflow benutzt zum Beispiel Non-Relational Databases und wir brauchten aber eine Relational für den Script. Das heißt zum Beispiel, das hätten wir voll auflaufen können, wenn wir gemerkt haben, wir haben noch vier Wochen und jetzt haben wir gemerkt, das kann das gar nicht, was wir brauchen. Bei Outsystems hat er uns halt versichert, hey, es wird viel, es wird kompliziert, aber es geht.
00:44:13
Speaker
Und dementsprechend, genau, für dasselbe Vorhaben auf jeden Fall, trotz der Meetout-Systems, hätten wir irgendwas Einfacheres gebaut, wo wir nicht ein externes Backend verbinden müssen oder eine externe Datenbank. Dann auf jeden Fall ein anderes Pool. Ja. Ehrvoll. Megagut. Okay, Tiefpunkte und Höhenflüge hatten wir im Prinzip eben, obwohl wir hatten viel über die Tiefpunkte gesprochen. Was waren denn die Höherpunkte?
00:44:43
Speaker
Ähm ... Ich glaube, so eins der Highlights war als ... Wie ihr gemerkt ... Als ich meine erste Funktion so gebaut hab, dass sie funktioniert. Das war so eine Suchleiste, wo du ein Produkt suchst, dann kommt das Dropdown, du kannst es auswählen, dann wird's an der Liste angezeigt. Wow, das hab ich gebaut in vier Wochen. Und das, so Kleinigkeiten, ich glaube ... Da aber einherging, als ich gemerkt hab, okay ...
00:45:10
Speaker
Das ist eine coole Idee und das ist wirklich machbar. Und irgendwie läuft das jetzt ein bisschen zusammen. Im Backend hat alles irgendwie funktioniert und im Frontend langsam auch. Und als ich dann die BrandCI gemacht habe und die dann in die UI gepackt habe, also wirklich ins Frontend, das war wirklich so, ich meinte, ah ja, ich versuche mal die App ein bisschen schöner zu machen, weil die erste Prototyp war halt einfach das, was halt gegeben ist bei OutSystems, einfach basically Wireframes, die funktionieren.
00:45:36
Speaker
Und als das dann irgendwann mal so Gestalt angenommen hat und ich so ein bisschen auch meine Fabel für so Design dann reinpacken konnte und ich gemerkt habe, geil, das sieht langsam wie eine App aus, die du wirklich benutzen würdest. Das war echt cool. Und dann, als es geklappt hat mit der API, also dass wir die Inputs von OutSystems
00:45:56
Speaker
mit einem Postrequest über die JSON-File, über die API in dem Python-Script und dann wird dann JSON deserialized zurück in OutSystems und dann wirklich... Das sieht halt so banal aus, wenn du die App hast, tippst du die Sachen ein, drückst einfach nur auf Submit und eine halbe Sekunde später siehst du dann eine Liste mit Produkten.
00:46:16
Speaker
Und als ich so Leuten gezeigt hab, ach, cool. Nee, ihr versteht nicht, wie cool das ist, was da alles im Hintergrund läuft. Und dann hab ich so, ja, I get it, die verstehen's nicht, deswegen ist es für die nicht so. Aber dass das irgendwie, ja, als das wirklich geklappt hat, weil, genau, Antonis war auch mal Mitbewohner, das heißt, wir saßen eigentlich immer zusammen zu Hause, während er am Backhand gebastelt hat.
00:46:38
Speaker
Und ich habe versucht, immer wieder Sachen rüberzuschicken. Da haben wir viel mit Rackbin ausprobiert, mit der API. Und genau, als das irgendwann mal stand und du wirklich kommunizieren konntest und es gab keine Error-Messages mehr, das war echt ein Höhenflug. Weil dann war eigentlich nur noch ein Problem, nämlich dass die API lokal gehostet wurde von ihm.
00:46:56
Speaker
Und wir mussten die dann online hosten, damit die immer zugänglich ist. Das Problem mit Local Hosting, wenn sein Laptop aus ist, funktioniert es nicht. Und das war erstmal ein kleiner Pain. Aber dass es funktioniert hat, war schon mal geil. Das heißt, wir mussten nur noch dasselbe Ding auf irgendeinem Server online Cloud hosten. Und das funktioniert jetzt auch.
00:47:15
Speaker
Ja, ich glaube, die Abgabe war natürlich hohen Flug, als die weg war, aber es war eher tief. Punkt, weil das dann wirklich die letzten paar Tage einfach noch mal hardcore waren. Man muss sich mal vorstellen, mit vier Leuten 100 Seiten zu schreiben, die irgendwie alle storylinemäßig Sinn ergeben sollen, keine Doppelungen sind. Und alles irgendwie in einem Schreibstil, der halbwegs ähnlich und gut klingt und keine ...
Potenzial von No-Code-Tools in der Unternehmensgründung
00:47:38
Speaker
Da haben wir wirklich bis Viertelstunde vor Abgabe noch formatiert. Antonis weiß noch genau, der hat halt echt legit zwei Stunden gepennt. Als ich aufgewacht bin um sieben, um nochmal drei Stunden reinzustecken, sind wir uns über den Weg gelaufen, hat er Zähne geputzt, hat gemeint, der pennt jetzt mal eine Stunde und kommt dann nochmal dazu. Ja, und dann haben wir halt wirklich da irgendwie bis Viertelstunde vor Abgabe das nochmal formatiert.
00:48:02
Speaker
Das war die abgabe war dann nicht mehr so mein gott geil endlich weg sein wirklich so. Aber dafür war die defense jetzt vorgestern genau die stand zwei tage vorher auch nicht wirklich auch ein kleiner.
00:48:15
Speaker
Chaos hauchen, was das angeht. Aber ich glaube, dass wir dann die erste Testpräsie mit unserem Prof und Supervisor hatten und er eigentlich meinte Respekt, sieht schön aus, gut erzählt, passt alles, ist uns echt ein Stein vor dem Herzen gefallen. Redewendung kann ich. Und genau dann
00:48:38
Speaker
Habe ich mit allem gerechnet bei den Noten, von mittelmäßig bis gut, aber das Ergebnis hat mich dann tatsächlich überrascht, weil ich mich länger damit beschäftige und weiß, wo viele Sachen zu kurz gekommen sind bei der Thesis.
00:48:56
Speaker
wenn man streng gewesen wäre, hätte man uns da auch ein bisschen mehr auseinanderpflücken können, vor allem bei diesem Business-Teil. Aber ich glaube, die technische Lösung und die Storyline und das Problem, was man quasi löst, hat so überzeugt, dass diese Business-Sachen und wir waren uns, und das hat der Prof halt auch gesagt, ein gutes Learning, wir waren uns sehr bewusst über unsere Limitationen. Und hab am Ende der Präsidie das quasi auch echt noch mal ... Ja, wir wissen, wir haben keine aktuellen und real-life, real-time ...
00:49:26
Speaker
Produktdaten und wir haben keine automatische automatische Kategorisierung. Das heißt, wir mussten die ganzen Testdaten händisch clean. Ja, wir haben kaum Customer Service gemacht. Wir haben irgendwie mit unterstrich 100 Leuten gesprochen. Aber das ist natürlich irgendwie keine Ahnung, wenn davon 30 Portugiesen sind, weil hier in Hannover halt irgendwie nur Deutsche sind. Und all diese Sachen haben wir, glaube ich, echt so ein bisschen
00:49:54
Speaker
Ja, sehr reflektiert. Und das meinte er halt, das war auch echt was uns ein bisschen gerettet hat, weil auch bei den Sachen, die wir nicht gut gemacht haben, immerhin wisst ihr's. Und gegeben der drei Monate, die ihr hattet, habt ihr quasi es versucht. Für irgendwie die perfekte Note hätte das wahrscheinlich passieren sollen. Aber hätten wir dann quasi gesagt, boah, das ist die Lösung, das ist die neue App und volles Potenzial und guck mal, das ist unser Customer-Segment und wir haben alles validiert.
00:50:20
Speaker
Dann hätte er uns halt echt auseinandergepflegt und gesagt, Quatsch, wir haben mit 30 Portugiesen gesprochen, davon wahrscheinlich alle überdurchschnittliches Einkommen. Was sollt ihr mir hier verkaufen? Und das war, das fand er ganz cool, dass wir jetzt nicht so einen Höhenflug von, wir sind die nächsten Tech-Entrepreneurs mit der krassen App, sondern einfach so, jo, we try it.
00:50:39
Speaker
Und genau, also dementsprechend war dann die Note noch mal ein kleiner Hünfluk überraschtet. Und Antonius, der das ganze Backend gewuppt hat mit dem Python, mit dem Data Scraping, Data Cleaning, und der API halt noch mal selber gebaut hat, hat tatsächlich sogar eine Note besser als die anderen bekommen. Und das fand ich schön, war eine gute Anerkennung noch mal für ihn, der bis 7 Uhr morgens dann immer irgendwie sich mit dem Python-Code auseinandergesetzt hat.
00:51:06
Speaker
Ja, ja, Hut ab, ey. Und herzlichen Glückwunsch nochmal, dann jetzt auch zur vollständig abgeschlossenen, nicht nur Masterarbeit, sondern kompletten Master. Yes, yes, vielen Dank. Eine Frage vielleicht noch zum Abschluss. Du kennst ja jetzt, also auch durch die ganzen E-Mail-Kurse und so, kennst du jetzt echt ja schon einige Tools und auch jetzt durch deine Erfahrung so in der
00:51:30
Speaker
in der Thesis mit der App. Was glaubst du denn, was das Potential von No-Code oder Low-Code visueller Programmierung für Entrepreneurship hat? Also Gründer, die Ideen haben, vielleicht aber auch nicht nur Gründer, sondern auch generell für sagen wir einfach Menschen.
00:51:51
Speaker
Ja, das ist echt so ein Thema, was mich so richtig unter den Fingernageln juckt. Ich muss meine Redewendung auf jeden Fall noch mal schmerken. Aber genau, weil, als ich mich das erste Mal in der Tiefe damit auseinandergesetzt hab und gemerkt hab, was ich damit in kürzester Zeit irgendwie machen kann, und ich hab auch echt viele Ideen, die ich in der Pipeline noch hab, die ich mal so hobbymäßig umsetzen will,
00:52:19
Speaker
Es ist wirklich so was, wo ich mir denke, es müssen mehr Leute wissen, es müssen mehr Leute damit, hallo, es ist so ein bisschen wie in so einem Film, du siehst den Geist und keiner glaubt dir.
Adrianos persönliche Projekte mit No-Code-Tools
00:52:31
Speaker
Wirklich, es ist wahr, ich weiß, es klingt absurd, aber es ist wahr, es ist so einfach heutzutage.
00:52:41
Speaker
alles irgendwie umzusetzen. Natürlich sind Sachen schwieriger oder leichter. Meine Restaurant-App ist halt natürlich ein super einfaches Beispiel. Du hast ein Google-Sheet, du hast verschiedene Spalten und die entwickelst du in verschiedene Features in der App. Fertig. Aber selbst wenn du irgendwie sagst, okay, boah, ja...
00:52:57
Speaker
Roadblock, ich müsste irgendwie AI benutzen. Ja, kannst du machen. OutSystems hat zum Beispiel auch ein komplettes AI-Ding. Da gibt's Levity und gibt viele andere No-Code-AI-Geschichten. Du hast OpenAI mittlerweile mit offenen APIs, die du benutzen kannst. Also wirklich...
00:53:14
Speaker
Ich erinnere mich, ich hab mit 15, 16 das erst mal echt coole Start-up-Ideen gehabt, von denen mittlerweile echt ein paar umgesetzt wurden. Also so zum Beispiel ... Wie heißen die denn hier, wo man in der Stadt so freie Flächen als Parkplätze auf einmal benutzt? Ampido. Ampido, genau. Oder Ap ... Apacado, Ampido, ja. Ja, irgendwie so was, ja. Ich hab mit 16 Brötchen ... Nee, da war ich sogar schon 18. Ich hab Brötchen ausgeliefert.
00:53:43
Speaker
in Frankfurt und war halt so, Alter, es ist der Horror, du kannst hier nirgendwo parken, es gibt so viele freie Flächen, wieso, wenn die nicht mal irgendwie so zwischenzeitig für sowas benutzen? Oder auch, dass du irgendwie als Privatperson sagen kannst, so, hey, ich bin drei Wochen im Urlaub, jo, du kannst vor meiner Einfahrt stehen, verschwendet bin ich. Oder ich bin von acht bis 16 Uhr mittags eh weg, benutze meine Einfahrt. Und genau solche Geschichten oder auch
00:54:09
Speaker
Ich glaube, recht früh auch so eine Idee, dass man eben aus den Resten, die man im Kühlschrank hat, gibst du in die App ein und dann sagt dir, das kannst du draus kochen. Ich glaube, es hat Tim Mills oder so dann irgendwann auch umgesetzt. Ich habe schon auch mal das benutzt. Ja, kann auch sein. Aber genau, ich habe so eine Notiz in meinem iPhone, die ich, glaube ich, 2011 oder so angefangen habe.
00:54:28
Speaker
mit wirklich so ideen und ich war immer so ja ja eines tages und für mich war immer dieser roadblock ich habe keine ahnung wie ich anfangen soll sowohl geschäftlich der legal mäßig aber vor allem technisch so ja man müsste irgendwie jemand kennen ich kenne keine programmierer und es hat sich während des bachelors durchgezogen also programmierer sind so gold wert weil es wenige gibt und die können sowas
00:54:52
Speaker
Und jetzt bist du wirklich so, ja, können die, die sollten sich vielleicht um andere Sachen kümmern, die komplexer sind, weil du irgendwie nicht mehr einen vollständig ausgebildeten Programmierer brauchst, um mal mindestens um Sachen zu vertesten. Und wenn du dann merkst, hey, die zwei Monate Testphase, die ich in irgendwie die App in drei Tagen gebaut habe, funktioniert,
00:55:11
Speaker
jetzt weiß ich es lohnt sich das vielleicht sogar base also wirklich von gründer auf mit code zu bauen aber ich weiß immerhin dass es das wert ist und das heißt ja sowohl für also für gründer wirklich dieses wenn du die idee hast
00:55:29
Speaker
dann such nicht nach Funding oder Co-Founder, sondern such nach dem richtigen No-Code-Tool. Und nach den Tutorials, mit denen du's lernen kannst. Hashtag Visual Makers. Shameless plug. Und wenn du einfach ... Ideen hast, die du gar nicht zu einem Business machen willst, so wie ich mit meinen Restaurants, dann muss es nicht nur bei diesem, es wär so cool, wenn es das gäbe,
00:55:57
Speaker
Ah ja, ich guck mir mal an, wie ich das umdrehen kann. Genau, auch meine Mom ist voll davon begeistert und will, dass ich ihr unbedingt in so eine Inventur-App mache, weil sie ist halt hobbymäßig Nezi, aber halt wirklich mittlerweile so acht verschiedene Maschinen, die alle irgendwas machen, was keiner versteht. Das ganze Wohnzimmer ist eigentlich nur noch eine einzige Werkstatt. Und sie wäre halt so ...
00:56:24
Speaker
Ja, ich würde sowas halt intern benutzen, wo ich dann irgendwie genau weiß, welche Sachen ich da habe. Also wirklich so ein Inventurding. Aber auch für ihre ganzen Rezepte. Dass sie weiß, okay, ich habe hier irgendwie meine 15 Go-To-Rezepte und das sind die Zutaten, die ich brauche. Und ja, so private Tools, die man sich bauen kann. Und wenn ich Freunden davon erzähle, was möglich ist mit No-Code,
00:56:48
Speaker
Glaub mir halt irgendwie alles nicht. Und es ist echt jedes Mal dieses so, dieses so, wenn du dann irgendwie zeigst, das hier, ja, oh wie cool, du
Ermutigung zur Nutzung von No-Code-Tools
00:56:56
Speaker
hast die gebaut. Ich meine so, ja, aber glaube mir, das kannst du auch so, ich bin da nichts Besonderes, das ist genau so. Irgendwie frustriert es mich, dass es so nicht größer ist, nicht bekannter, nicht so richtig ein Werkzeug, was man einfach wie Excel lernt, so, oh ja, wir müssen alle Excel in der Uni lernen, so.
00:57:15
Speaker
Ja, aber irgendwie kann ich wahrscheinlich mit derselben Zeit was viel Besseres machen, mit irgendeinem No-Code-Episode. Ja, Excel-Basics sind wichtig, interessant. Aber ich finde, das sollte irgendwie Einzug erhalten, mal mindestens in die Unis. Yes. Ja. Amen. Amen. Rant over.
00:57:35
Speaker
Bist du dran, würde ich sagen. Aber ich finde es auch ein wundervolles Schlusswort, ehrlich gesagt. Ich finde, damit können wir sehr gut schließen. Wir werden nicht mit Sicherheit noch, du wirst sehr viel öfter wahrscheinlich noch im Podcast sein in der nächsten Zeit, also gewöhnt euch schon mal dran.
00:57:52
Speaker
Yes. Und wenn ihr Fragen für Adriano habt, also sei es zu Entrepreneurship-Studien gegangen, ich weiß, ich hatte damals super viele Fragen zu dem Thema auf jeden Fall, zu veganer Ernährung, zu veganen Restaurants in Lissabon, zu whatever it is, hau dir ihn total gerne an, entweder bei uns in der Slack-Community oder auf LinkedIn oder wo immer du möchtest. Dein OnlyFans-Account suche ich immer noch in den
00:58:20
Speaker
Wenn man Newsletters abonniert, hat der Link dazu, ne? Genau. Ich hab mich ehrlich gesagt noch nicht gedraht, draufzuklicken, weil ich... Wirklich nicht? Nee, ich hab noch nicht draufgeklickt. Mach doch mal. Ja, mach ich mal. Ich vermute, das ist kein Only-Fans-Attack. Wir schauen. Auf jeden Fall, das ist jetzt die big surprise. Ja.
00:58:42
Speaker
Genau, wir verlinken euch alles Wichtige in den Channels, genauso wie die App von der Adriano eben erzählt hat, also die Restaurant-App. Und genau, schön, dass ihr wieder dabei wart. Und wir hören uns nächste Woche. Und Adriano, vielen, vielen Dank, dass du auch dieses Mal jetzt dabei warst. Ja, vielen Dank. Ich habe zu danken. Hast du noch ein letztes Wort?
00:59:08
Speaker
Das wäre jetzt natürlich die Stelle, wo ich irgendeinen super guten Rat gebe und das perfekt abschließe. Habe ich aber nicht. Spread the word about no code. Traut euch mehr und nutzt wirklich die Möglichkeiten, die es bietet. Ansonsten wäre das irgendwie schade. Schade darum, wenn Ideen deswegen sterben oder gar nicht in Lebens gerufen werden, weil man
00:59:35
Speaker
gar nicht weiß, dass es so einfach ist. Ja, und fangt einfach an, macht einfach mal. Genau. Und mit diesen Worten verabschieden wir uns und hören uns nächste Woche wieder. Schön, dass ihr dabei wart.