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#32 Ich wünsche mir 100 Quadratmeter Wohnraum für jeden. Deeptalk mit Architekt Eldin Kabaklija

Mic Rider Deep Talk
Mic Rider Deep Talk

149 plays · Sep 26, 2025

Meinen heutigen Gast kenne ich schon fast mein halbes Leben. Vor über 15  Jahren freundeten wir uns beim Basketball spielen an.    Mittlerweile ist Eldin Kabaklija Architekt und Miteigentümer des  Architektenbüros Schluder Architekten.    In der Folge sprechen wir über unsere Kindheiten, darüber wie unsere  Herkunft unser Männlichkeitsbild geprägt hat und über Eldins  Gangster-Oma.    Natürlich sprechen wir auch über Architektur, darüber wie man nachhaltig  baut und darüber, wie er mit seiner Verantwortung als Geschäftsführer  umgeht.    Nachrichten gerne an: deeptalk@mic-rider.com    Website: https://www.mic-rider.com/    Host: Patrick Messe (https://www.patrickmesse.at/)    Zu Gast: Eldin Kabaklija (https://www.architecture.at/de/)   Redaktion: Maya Luna Mendívil Jahnke   Bild und Ton: Charly Glawischnig (https://www.charlyglawischnig.com/)    Produktion: Mic Rider (https://www.mic-rider.com)

Transcript

Speaker: gar nicht versuchen, ist ja keine Option.

Speaker: Also die Architektur an sich ist ja eine gesellschaftliche Disziplin.

Speaker: Man hat immer einen Impact auf Gesellschaft.

Speaker: Ich hätte gern für jeden 100 Quadratmeter Wohnraum.

Speaker: Egal, was es kostet.

Speaker: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Mike Rider Deep Talk.

Speaker: Heute bei mir zu Gast ist Eldin Kabaklia, ein Architekt, ein alter Freund von mir.

Speaker: Wir kennen uns schon fast 20 Jahre oder wir haben uns vor fast 20 Jahren kennengelernt.

Speaker: Wir wollen heute ein bisschen über moderne Architektur sprechen, über die Auswirkungen auf das Klima, wie wir bauen und auf unsere Wohnsituation, aber auch darüber, wie es ist, selbstständig zu sein und einen Betrieb mit

Speaker: 15, 20 Mitarbeitern am Laufen zu halten und was das so mit einem macht.

Speaker: Hallo Eldin.

Speaker: Hallo Patrick.

Speaker: Schön, dass du da bist.

Speaker: Danke für die Einladung.

Speaker: Freut mich, dass wir es geschafft haben.

Speaker: Ja, wir haben schon eine Zeit lang hingearbeitet.

Speaker: Ich habe lange an ihr gebaggert.

Speaker: Man muss sich ziehen lassen.

Speaker: You was playing hard to get.

Speaker: Man muss hier ein bisschen ziehen.

Speaker: Nein, freut mich sehr.

Speaker: Erzähl vielleicht du ein bisschen etwas über dich, abseits dieser sehr allgemeinen, lebenslaufartigen Introduction.

Speaker: Wer bist du?

Speaker: Wo kommst du her?

Speaker: Wo gehst du hin?

Speaker: Ja, Eldin.

Speaker: Ich bin, ich bin, ich werde es rausholen, ich bin geboren in Bosnien.

Speaker: Ich bin aufgewachsen in Kärnten.

Speaker: Man wird den Dialekt hören, also ich hoffe, jeder versteht es.

Speaker: Sorry dafür.

Speaker: Bin mit 19 nach Wien zum Studieren, habe Architektur studiert und seitdem lebe und arbeite ich in Wien als Architekt.

Speaker: Sehr cool.

Speaker: Warum Architektur?

Speaker: Warum Architektur?

Speaker: Gute Frage.

Speaker: Ich glaube, es hat viel mit der Schulzeit zu tun tatsächlich.

Speaker: Ich war...

Speaker: Ich war Integrationsschüler, also wir sind ja Flüchtlinge aus Bosnien.

Speaker: Wann bist du wie alt?

Speaker: Als du aus Bosnien hergekommen bist?

Speaker: Das war 1992, da war ich vier Jahre alt.

Speaker: Also ich bin 1998 geboren, ich bin zuerst nach Wien und dann sind wir vom ersten Auffanglager aus, von Wien aus,

Speaker: in die Bundesländer verteilt worden und wir sind eben per Zufall in Kärnten gelandet.

Speaker: Ich hatte aber das Glück, dass meine Pädagoginnen und Pädagogen, gerade in der Hauptschule später, sehr kompetent und menschlich waren, würde ich sagen.

Speaker: Wie gesagt, ich war Integrationsschüler.

Speaker: Ich hatte Schwierigkeiten, einen sozialen Anschluss zu finden, sagen wir so.

Speaker: als gar nicht wegen der sprache oder ich sprache war das problem sprechen konnte ich ich habe viel gesprochen und auch nicht viel interagiert mit anderen und ich glaube das war das problem das war mir damals doch gar nicht so bewusst für mich war das ganz normale klasse im nachhinein da wenn man studiert und zurückblickt auf das wie die anderen sich vergleicht wie andere auch in der schule waren fällt einem auf dass man doch anders war

Speaker: Aber sie haben früh meine Leidenschaft fürs Zeichnen erkannt und haben einem Integrationsschüler dadurch sehr viel Selbstvertrauen gegeben.

Speaker: Ein Beispiel, wir mussten einmal einen Kürbis malen.

Speaker: Und ich habe den Kürbis gemalt, das ist Kärntner.

Speaker: und und die lehrer sind durch die schule gegangen so muss kürbis gemalt der kürbis aussehen wie deiner wie meiner und immer so immer stolz auf das und memory kommen wir nicht memory und und

Speaker: Dann habe ich angefangen, Perspektiven zu zeichnen von Wohnzimmern, Räumen, Tischen, versucht perspektivisch korrekt sie darzustellen, das war schon so mit 10, 11 und eine Pädagogin hat gesagt, du könntest Architekt sein.

Speaker: Und das hat sich dann irgendwie verfestigt, so mit zwölf oder elf.

Speaker: Und später habe ich es vergessen lustigerweise, dass ihr Architektur machen wollt.

Speaker: Ich bin dann nämlich auf die HAC nach der Handelsakademie, wollte irgendwas mit Wirtschaft tun.

Speaker: Der Grund für die Handelsakademie war aber eigentlich der, dass dort mehr Mädels waren als auf der HTL.

Speaker: Wirklich?

Speaker: Absolut.

Speaker: Hat sich nicht ausgezahlt.

Speaker: Das war vollkommen wurscht.

Speaker: Trotzdem habe ich die Haktung durchgezogen, habe selbst abgeschlossen und ab der Sommer 07 die Entscheidung, was man danach weitermachen mag.

Speaker: Entweder arbeiten gehen, Bank oder so oder eben doch studieren.

Speaker: kam die entscheidung relativ schnell es war eher aus dem unterbewusstsein eigentlich architektur zu machen was doch eine kreative komponente hat eine wirtschaftliche komponente haben kann und und so wie angeblich zu stehen

Speaker: Und lustigerweise gab es dann auch ein Freundschaftsbuch, welches ich auch vergessen hatte.

Speaker: Das war auch mit zwölf Jahren.

Speaker: Da war ich schon drei, vier Jahre im Studium drinnen.

Speaker: Und meine Brüder waren so ein bisschen am struggeln.

Speaker: Ich habe zwei Brüder, die leben beide in Kärnten.

Speaker: Die waren so ein bisschen am struggeln.

Speaker: Die haben beide Maschinenbau Lehren gemacht.

Speaker: Man hat irgendwie keinen Bock mehr auf Maschinenbau und Schichtarbeit und so.

Speaker: Und dann haben sich überlegt, was könnte man machen, irgendwie Selbstständigkeit hin und her.

Speaker: Und dann sage ich, ja, überleg doch einfach was.

Speaker: Dann sagt mein Bruder, ja, für dich ist es ja leicht, du hast schon immer gewusst, dass du Architekt sein möchtest.

Speaker: Ich sage, das stimmt doch gar nicht, das habe ich 07 entschieden.

Speaker: Sagt er, na, ich habe ein Freundschaftsbuch gefunden, da warst du zwölf Jahre alt.

Speaker: Also die Bücher, du kennst die, wo man reinschreibt, was man werden will, wer die Lieblingssängerin ist, Lieblingsfarbe und so Zeugs.

Speaker: Und da habe ich tatsächlich reingeschrieben, Architekt.

Speaker: ohne zu wissen was eigentlich ist aber das hat sich das hat die vergangenheit einen eingeholt und irgendwie gut und dann warst du in wien hast architektur studiert und das habe ich vielleicht bei der einführung noch gar nicht erwähnt

Speaker: Du bist jetzt im Architekturbüro Schluder Architekten.

Speaker: Schluder Architekten bist du inzwischen Partner und hast dort aber eigentlich als Praktikant angefangen.

Speaker: Während dem Studium oder direkt nach dem Studium?

Speaker: Das war während dem Studium.

Speaker: Ich habe immer seit dem zweiten Semester, glaube ich, auch weil es notwendig war finanzieller Natur,

Speaker: immer gearbeitet, also als Praktikant, technischer Zeichner, solche Dinge.

Speaker: Und das war damals tatsächlich so, wann war denn das?

Speaker: Muss 2011 oder so gewesen sein, dass ich mal ein Praktikum gemacht habe bei Michael.

Speaker: Und

Speaker: Dann wurde das Praktikum aus, dann habe ich andere Dinge gemacht.

Speaker: Dann habe ich mit 21 auch ein Einfamilienhaus in Klagenfurt geplant für einen alten Bekannten von dort.

Speaker: Das war eine wertvolle Erfahrung.

Speaker: Dann habe ich eine Zeit lang mit Robert für Red Bull Dinge entworfen, so Industrial Design gemacht.

Speaker: Also eigentlich unterstützt man das Team dort mit Visualisierungen, grafischer Arbeit und so.

Speaker: War auch eine coole Zeit, weil es irgendwie was anderes war.

Speaker: Das habe ich, glaube ich, zwei Jahre gemacht und das ist aber nicht meins.

Speaker: Das ist irgendwie nicht die Architektur.

Speaker: Es hat keinen gesellschaftlichen Impact.

Speaker: Es war zu seicht, nicht despektierlich gemeint, aber für mich.

Speaker: Und dann habe ich gesagt, jetzt will ich mich wieder auf die Architektur fokussieren.

Speaker: Und da habe ich gesehen, dass der Michael wieder eine Stelle ausgeschrieben hat und habe angerufen und gesagt, ich würde gerne wieder.

Speaker: Wie schaut es aus?

Speaker: Und das war glaube ich 2014 wieder, dass ich wieder eingesteckt bin.

Speaker: Und da dann als normaler Mitarbeiter?

Speaker: Und dann normaler Mitarbeiter und in der Zwischenzeit hat sich irgendwie eine Leidenschaft für den Bildungsbau oder für das Thema Bildung und Architektur entwickelt.

Speaker: und dann habe die möglichkeit kriegt auch an wettbewerbe also wettbewerbe zu bearbeiten in die richtung und so entwickelt ihr habt euch auf öffentliche bauten auf schulen zum beispiel und so spezialisiert oder

Speaker: Erzähl mal ein bisschen, wie läuft so eine Ausschreibung ab, weil du gesagt hast eben, du dürftest in Wettbewerben teilnehmen, welchen Stellenwert haben solche Wettbewerbe für ein Büro, für jemanden, der jetzt noch nicht so viel mit Architektur, Selbstständigkeit in Kontakt gekommen ist.

Speaker: Ja, der Architekturwettbewerb, der offene Architekturwettbewerb.

Speaker: Es gibt hier verschiedene Formen von Wettbewerb, offene, geladene oder nicht offene, wo man sich bewerben muss, damit man ausgewählt wird und damit die Teilnehmerzahl etwas eingeschränkt ist.

Speaker: Aber um dorthin zu kommen, muss man zuerst an offenen Teilnehmen und einmal gewinnen, um einmal die Referenzen aufzubauen.

Speaker: Das ist die technische Seite von dem Ganzen.

Speaker: Aber der Wettbewerb, das ist meine Meinung oder auch die Meinung einiger Kollegen bei uns im Büro, es ist schon ein Innovationstreiber.

Speaker: Wenn man Wettbewerbe macht, man misst sich ja nicht nur mit anderen Büros, sondern man muss ja auch am Puls der Zeit bleiben, was die Entwicklung angeht.

Speaker: Die räumlich-pädagogischen Konzepte, die verändern sich ja regelmäßig oder werden adaptiert, werden verfeinert.

Speaker: am grundlegenden konzept ändert sich nichts aber im detail muss man dann irgendwie anders reagieren auch mit architektur mit mit dem raum mit der schließung mit der evakuierung des hauses im fall der fälle und so weiter und da ist der wettbewerb schon ein mittel oder ein tool damit wir am puls der zeit bleiben ist aber auch ein innovationstreiber also wenn man sie

Speaker: ordentlich macht im Büro und die Kommunikation im Wettbewerb gut funktioniert und man auch nicht konfliktscheu ist in der Meinung, was man tun sollte, dann ist es sehr fruchtbar.

Speaker: Und es können Innovationen aus dem dann hervorgehen, die vielleicht nicht bei dem Wettbewerb jetzt die beste Idee waren, aber vielleicht beim nächsten Wettbewerb angewendet werden können und dann passt es vielleicht besser.

Speaker: Also für uns hat der Architekturwettbewerb schon einen großen Stellenwert.

Speaker: Wir nehmen laufenden Wettbewerben teil.

Speaker: Ich weiß, weil wir uns ja immer wieder hören oder sehen, dass das ein relativ großer Aufwand ist, so einen Wettbewerb zu bestreiten, den du ja aus eigener Tasche erstmal alles vorfinanzieren musst.

Speaker: Und es kann sein.

Speaker: das selbst mit einer person nicht honorable menschen oder oder zweiter platz oder so haben trotzdem durch die finger schaust auch der zweite und dritte werden ja abgegolten also niemals niemals so hoch dass es die kosten kommt es kommt darauf an wie effizient man arbeitet man kann in den wettbewerb 400 stunden investieren man kann dann wird aber auch 2000 stunden investieren je nachdem wie wir die strukturen intern sind wie die entscheidungsfindung ist

Speaker: Wenn ich drei Tage vor Ende des Wettbewerbs das ganze Projekt umdrehe, dann sitzen fünf Menschen drei Tage, drei Nächte und müssen daran arbeiten.

Speaker: Ist auch nicht zielführend.

Speaker: Aber es ist so, man muss natürlich vorfinanzieren oder man muss sich diesem Risiko aussetzen.

Speaker: Aber der zweite und der dritte werden ja auch abgegolten.

Speaker: Selten, dass das wirklich die Kosten deckt, aber passiert hin und wieder.

Speaker: Es gibt auch immer noch drei Anerkennungen dazu.

Speaker: Die deckt die Kosten für Modell und Rendering oder so, aber nicht für unsere Arbeit.

Speaker: Der Punkt ist aber der, wenn man zwei oder drei solche Wettbewerbe gemacht hat, das drei oder ein halbes Jahr investiert,

Speaker: man lernt ja und und man wird schneller man wird effektiver und und man ist dann immer in den preisrängen also wir sind wir sind jetzt selten dass wir nicht in den ersten sechs plätzen drinnen sind zweiter dritter anerkennung und ja wir haben gewinnquote von 13 oder 14 prozent der wettbewerbe sind und siegerprojekte und ja dann kommt so ein vertrag und dann können wir planen

Speaker: Aber 13, 14 Prozent klingt jetzt erstmal gar nicht so viel.

Speaker: Ich glaube aber, dass es ziemlich gut ist.

Speaker: Ja, ich glaube, es ist ein guter Mittelfeld im Vergleich mit anderen Büros.

Speaker: Es gibt Büros, die sind etwas schlechter unterwegs, es gibt Büros, die sind etwas besser unterwegs.

Speaker: Und man merkt auch, es gibt Phasen von Büros.

Speaker: Wir hatten 17 so eine gute Phase, wo wir drei, vier Wettbewerber hintereinander gewinnen konnten.

Speaker: Da haben wir den Puls der Zeit getroffen, offenbar.

Speaker: Wir haben aufgrund dessen, dass plötzlich so viele Projekte da waren, sind wir auch gewachsen.

Speaker: Die Rolle des Wettbewerbsteams damals hat ja Apple verändert.

Speaker: Also ich bin dann mehr raus aus dem Wettbewerbsteam und habe mehr Projekte geleitet.

Speaker: Und das war auch etwas disruptiv in der Konsistenz, in der Kontinuität unserer Wettbewerbsbeiträge.

Speaker: Da haben wir nicht gut, glaube ich, nicht sehr clever agiert, um die Kontinuität zu halten, um die Qualität auf dem gewohnten Standard zu haben, wie wir es vorher gehabt haben.

Speaker: weil ihr das wettbewerbsteam verändert habt genau genau dass das war eine ein disruptiver bruch quasi dass das wettbewerbsteam und aber daraus haben wir gern dass wir haben es gelernt wir müssen wir brauchen kontinuität in den jeweiligen teams und und arbeiten jetzt in die richtung dass wir dass wir das so aufsetzen

Speaker: Wir konnten aber in dem Jahr auch im Jänner zwei Wettbewerbe gewinnen und ein anderes Projekt noch akquirieren, alle Schulen.

Speaker: Wir sind jetzt wieder gut ausgelastet, haben jetzt wieder etwas Puffer, um die nächsten Schritte und die Bürostruktur etwas gescheiter aufzusetzen.

Speaker: Damit man sich das besser vorstellen kann, wie lange betreut ihr dann ein Projekt?

Speaker: Was ist dann ein Projekt?

Speaker: Ein Jahr?

Speaker: Nein, ein Projekt dauert dann, also wir haben die Florian-Heder auf der Straße zum Beispiel, das ist im April begonnen und die Fertigstellung ist im August 28.

Speaker: Oh, okay.

Speaker: Das sind dann schon Zeiträume, die zwischen zwei und vier Jahren, je nach Größe und Komplexität der Aufgabenstellung.

Speaker: Also aber wirklich dann im Grunde von A bis Z, also von Planung über die Umsetzung.

Speaker: Von Vorentwurf bis Entwurf einreichen, ausführen, begleiten der Baustelle, alles dabei.

Speaker: Aber wie ist es dann für dich, weil du jetzt auch in einer leitenden Verantwortungsposition bist, im Unterschied zu früher als einfacher Mitarbeiter, für die Sicherheit zu sorgen, dass du, ihr habt 15, 20 Mitarbeiter, also ihr seid jetzt kein Ein-Mann-Betrieb, für diese Mitarbeiter sorgen musst, denen die Gehälter zahlen musst, die Verantwortung hast, dass der Laden läuft am Ende des Tages.

Speaker: Wie geht es dir damit?

Speaker: Das ist eine spannende Frage.

Speaker: Ich bin ja Partner im Büro.

Speaker: Das ist der sperrige Begriff geschäftsführender Gesellschafter.

Speaker: Aber ich habe den Michael auch noch.

Speaker: Den Gründer.

Speaker: Michael hat das Büro gegründet 1988.

Speaker: Oder um die Zeit.

Speaker: Und von dem her, also emotional,

Speaker: ist es ist es schon einfacher wenn man zu zweit ist weil man man kann sich verlassen da ist noch jemand anderer und wir machen das nicht allein also man muss nicht alles auf deine genannte schulter ich muss das alles alleine schultern und auch auch die kollegen oder mitarbeiter

Speaker: Da gibt es einfach Personen, die auch eine gewisse Verantwortung für das Büro spüren und mich auch in der Sache extrem unterstützen und entlasten im Endeffekt.

Speaker: Also ich spüre diesen Druck.

Speaker: Aktuell nicht.

Speaker: In den letzten zwei Jahren war es diese Marktflaute, die wir hatten im Bau, von der wir schon auch betroffen waren, weil ein paar Projekte weggebrochen sind plötzlich, Unternehmen insolvent wurden, der Wohnbau fast komplett zum Erliegen kommen ist.

Speaker: Wir hatten das Glück, dass wir doch öffentliche Auftraggeber hatten.

Speaker: Der Staat baut trotzdem weiter.

Speaker: Der Staat baut weiter, der muss investieren, muss der investieren.

Speaker: Und wir hatten noch Projekte aus der Vorherzeit, die eben noch weitergelaufen sind.

Speaker: Aber es waren schon die letzten beiden Jahre so, dass man sich überlegt hat, irgendwie wird das Ganze knapp.

Speaker: Dann wird es knapper.

Speaker: Wir sind ja auch umgezogen, größeres Büro, in Aufbruchstimmung vor vier Jahren.

Speaker: Und dann kam die Flaute und es war so, ja, vielleicht nicht der richtige Zeitpunkt, diesen Move zu machen.

Speaker: aber es hat sich es hat sich stellt sich alles gut raus jetzt also es hat sich entspannt weil es ist ja nie fertig im grunde hast du ja nie die sicherheit geil ich habe jetzt ausgesorgt ich weiß egal was passiert der laden das gibt es nicht es ist ein spiel das das unendlich gespielt wird es wird ja es gibt kein ende dieses spiels so und

Speaker: Manchmal ist man in der Defensivposition und manchmal ist man auf der Offensiv-Gewinnerposition.

Speaker: Es gibt diese Zyklen.

Speaker: Darauf wollte ich dann eigentlich hinaus, weil das ist sehr ähnlich mit dem, wie ich lebe.

Speaker: Im Grunde wache ich oft einmal auf und weiß jetzt nicht, woher das nächste Geld kommt.

Speaker: Stimmt auch nicht ganz, weil es gibt eben langfristige Aufträge, Klienten oder Kunden, die sich auch eine Handvoll oder fünf bis zehn Jahre an dich binden und eine Kooperation eingehen.

Speaker: Aber es ist, nichts ist fix.

Speaker: Und ich habe jetzt auch gerade erst nach sechs, sieben Jahren einen großen, festen Kunden, der hat sich jetzt einfach für eine neue Stimme entschieden.

Speaker: Das ist der...

Speaker: der Weg der Dinge und so weiter.

Speaker: Wie gehst du damit um, manchmal aufzuwachen und nicht zu wissen, woher der nächste Paycheck kommt?

Speaker: Für in deinem Fall 20 Mitarbeiter auch.

Speaker: Tatsächlich ist mir das noch nie passiert.

Speaker: Ich bin noch nie aufgewacht und war so, wie bezahlen wir das?

Speaker: Wenn mir so etwas passiert, dass ich aufwache und so keine Angst verspüre, aber irgendwie eine Unruhe,

Speaker: dann eher weil vielleicht irgendein Problem im Büro gerade ist, ein zwischenmenschliches Problem oder ein prozessmäßiges Problem und ich nicht weiß, wie wir das lösen.

Speaker: Weil ich vertraue einfach dem Team.

Speaker: Wir haben ein wirklich großartiges Team, wir haben großartige Leute, die gute Arbeit machen.

Speaker: Ich weiß, dass sie dem vertrauen können, sie wissen, dass sie mir vertrauen können.

Speaker: Und diese Vertrauensbasis nimmt mir anscheinend ein bisschen diese Angst vor so den Sachen.

Speaker: Ja, das ist schön.

Speaker: So bin ich tatsächlich noch nie aufgehört.

Speaker: Schauen wir mal, ob es nächstes Jahr anders ist.

Speaker: Don't jinx it.

Speaker: Ja, verstehe.

Speaker: Es klingt total schön und auch nachhaltig und nicht so higher and fire irgendwie bei Bedarf.

Speaker: Wir haben jetzt gerade ein Projekt, also stellen wir 20 Leute an und wenn das vorbei ist, dann stoßen wir sie wieder ab.

Speaker: das ist schon das ist schon ein wichtiger punkt in glaube ich in zumindest in unserer entwicklung als büro in den nächsten fünf zehn zwanzig oder keine ahnung das ist glaube ich absolut absolut ein unding wenn wenn man diese dinge bewusst tut

Speaker: man als geschäftsführer vielleicht auch meine naive meinung dazu bringt man doch die verantwortung dieser personen und und wenn man wenn man menschen einstellt dann sollte man auch die adäquate arbeit für diese menschen haben weil die verbringen doch acht stunden neun stunden zehn stunden teilweise wenn es irgendwie stressig sein sollte

Speaker: in diesem Büro mit dieser Aufgabe, die du ihnen gibst.

Speaker: Und wenn die Menschen nicht die Aufgaben kriegen, die sie mit Leidenschaft bearbeiten können, die auch vom Schwierigkeitsgrad so sind, dass sie doch gefordert sind,

Speaker: dann liegt das dann werden sie unglücklich und wenn sie unglücklich sind wirkt sich das ganze büro aus im endeffekt und und diese verantwortung tragen wir schon als geschäftsführer auf der anderen seite und das ist ein spannungsfeld bei uns oder in der branche

Speaker: so ein wettbewerb gewinnen bringt und plötzlich bedarf an ressourcen an arbeit du hast aber nicht die garantie dass die arbeit nach diesen und wenn das projekt fertig ist

Speaker: weiter besteht für dieses team und das spannungsfeld was man organisatorisch und auch im team gemeinsam diskutieren muss glaube wie geht man damit um wenn es eben diese diese schwankungen an bedarf gibt

Speaker: weil die die die ressourcen sind ja da das ist das immer eine konstante sagen was in 20.000 stunden im jahr leisten wir grundsätzlich so und dann haben wir bedarf von 30.000 stunden vielleicht in einem jahr zum übertrieben wie immer damit um beißen wir alle etwas mehr rein so dass wir im nächsten jahr dann wieder etwas etwas lockerer arbeiten können aber

Speaker: die Fixkosten eben nicht exorbitant hoch werden, aber die Fixkosten muss man leisten und das ist bei uns eben Personal doch der größte Posten.

Speaker: Ja, ja klar.

Speaker: Natürlich.

Speaker: Also das war nur so mein Gedanke zum High on Fire.

Speaker: Aber wir sind definitiv ein Büro, das langfristig Menschen halten möchte und mit Menschen sich gemeinsam entwickeln möchte.

Speaker: auch weil jede person die geht nimmt wissen mit und und diese ist verluste muss erst wieder aufbauen also man hat da man verluste in der transformation also los den transition quasi ja ja und auch allein vom workflow oder von der wie effizient kann ich einen prozess gestalten mit jemanden der jetzt gerade neue anfängt ich bin jetzt heute ist mein erster tag wer bist du

Speaker: Versus, ich habe jetzt hier die letzten zwei, drei, vier Jahre vielleicht gearbeitet und weißt, wie der Hase läuft, mach alles in zwei Dritteln der Zeit oder so, keine Ahnung.

Speaker: Wie sehr verpflichtet fühlst du dich denn?

Speaker: Weil die haben ja auch Familien und

Speaker: Extrem.

Speaker: Das ist schon die Verantwortung, die man spürt.

Speaker: Vor allem diejenigen, die junge Familien haben.

Speaker: Ist das ein Ansporn, sich persönlich weiterzuentwickeln, mehr zu geben, als du sonst vielleicht gegeben hättest, wenn es jetzt nur um dich gegangen wäre?

Speaker: bewusst nicht aber ich glaube und unterbewusst schon unterbewusst bis zum gewissen grad schon man es werden seine menschen auch väter oder mütter in im büro die kinder karenzen und sieht man auch die kinder aufwachsen ist eine echte familie landes zu sehen und dass sie teil dieser gemeinschaft sind bei uns im büro ist

Speaker: Es passiert zwangsläufig, dass man sich dann etwas mehr verpflichtet fühlt.

Speaker: Verpflichtet vielleicht nicht, das ist vielleicht das falsche Wort, aber dass man sich der Verantwortung bewusster wird.

Speaker: Man selber.

Speaker: Ja.

Speaker: Okay.

Speaker: Obwohl, das sind alles großartige Menschen, egal ob sie bei uns weggehen würden, sie würden so einen neuen Job finden.

Speaker: Das ist kein Thema.

Speaker: So einen neuen Job kriegen, dann bedeutet das, dass da eigentlich eine gewisse, zumindest in der Qualität, ein gewisser Mangel da ist.

Speaker: Empfindest du das auch?

Speaker: Oder wie?

Speaker: Ja.

Speaker: Die Frage ist für mich echt schwer zu beantworten, weil wir in so einem spezialisierten Feld arbeiten.

Speaker: Bildungsbau, das ist Nische eigentlich.

Speaker: Es ist keine Raketenwissenschaft, aber es hat gewisse spezifische Anforderungen, damit man Schulbau oder spezifisches Wissen, spezifische Normen, spezifische Anforderungen an Raum und so weiter...

Speaker: die man erst lernen muss.

Speaker: Da glaube ich, tut man sich als Anfänger beim Büro, welches primär Wohnbau macht, leichter.

Speaker: Wohnbau kennt man, jeder wohnt irgendwo, man weiß, wie eine Wohnung funktionieren sollte, bis zu einem gewissen Grad.

Speaker: Aber nicht jeder weiß, wie eine Schule funktionieren sollte.

Speaker: Das muss man mal lernen.

Speaker: Und deswegen glaube ich, dass es für uns, die Büros, die auch viel Bildungsbauten machen, keinen Kampf um die Mitarbeiter gibt, aber dass es da schon schwieriger ist, als wenn man für den Wohnbau jemanden suchen würde.

Speaker: und das merkte wir jetzt eben seit jänner die wollen haben und auch mitarbeiter jetzt gesucht haben und drei neue eingestellt die die fachliche qualität ist da bei menschen die schon länger im berufsleben stehen von der fachlichen qualität ja ich glaube von dem von dem

Speaker: menschlichen, wie gut die Person in unser Team passen würde, da trennt sich dann die Spreu vom Weizen.

Speaker: Und das ist aber kein Hard-Skill, das ist eine Ermessensentscheidung von uns, die einstellen.

Speaker: Und ich habe das schon gemerkt bei ehemaligen Kollegen, wie disruptiv das schon sein kann, wenn jemand einfach kein Teamplayer ist.

Speaker: oder sozialen richtig ins gefühl gepasst und wie sich das auswirkt auf die anderen und wie die stimmung dann plötzlich und da muss man aufpassen da muss wirklich aufpassen und ob bei den bei den studienabgängern wir haben tatsächlich niemanden eingestellt der frisch von der uni kommen ist wir haben also jetzt in dem jahr nicht vor vier jahren haben wir da haben wir einige einst die noch in der ausbildung waren

Speaker: was sie da schon merke ist dass die dass die bereitschaft für für sich für die sache nicht so opfern aber aber doch etwas aufopfern und diese diese leidenschaft leidenschaft ist schon da aber diese bereitschaft auch die freizeit dafür etwas hinten anzustellen wenn es notwendig ist

Speaker: ist nicht so, wie es bei uns damals war.

Speaker: Tag und Nacht nur darüber nachgedacht.

Speaker: Wir haben uns damals getroffen, wir haben mit dir darüber geredet, was wir gerade für einen Wettbewerb machen und wie cool das ist.

Speaker: Wir waren total Feuer und Flamme dafür.

Speaker: Aber das ist schon ein Unterschied.

Speaker: Keine Ahnung, ob es das Spezifikum von mir und von ein paar Kollegen von damals war und wir damals schon anders waren als die anderen.

Speaker: Keine Ahnung, aber ich merke es jetzt in der Rolle, in der ich jetzt bin.

Speaker: vermisse ich schon oder wird mir wünschen dass das die mensch dass man mehr diese die bereitschaft auch bringt die leidenschaft die extra meile zu gehen und über genau das über die erfüllung der pflicht hinaus genau sagen wirklich noch zu leisten wir wollen das überhaupt ein weil ich bin meinung wenn ich es einfordern muss dann

Speaker: bist du nicht die richtige person dafür sondern wenn du es freiwillig machst dann bist du richtig person dafür und dann können wir zusammenarbeiten dann können wir auch zukunft gemeinsam gestalten weil du so dafür brennst da ich meine genau so kommst du ja auch in so frühen anführungsstrichen ich glaube du bist ein relativ junger partner mit unter 40 noch vom praktikanten erst so schnell in diese position oder da kommst du nicht mit also ist da was dran

Speaker: wie sich Sokrates schon beschwert hat über die Jugend von heute, dass da nichts mehr geht und die alle eigentlich nur verweichlichte Lappen sind.

Speaker: Ich paraphrasiere jetzt Sokrates sehr stark.

Speaker: Aber was man ja auch so hört aus der Boomer-Generation, dass die Jugend von heutzutage nicht mehr belastbar ist.

Speaker: Wie empfindest du das?

Speaker: Wie kriegst du das in deinem Feld mit?

Speaker: Na, man merkt es schon.

Speaker: Es ist tatsächlich bis zu einer gewissen Art so.

Speaker: Aber ich glaube nicht, dass es ein Generationending ist.

Speaker: Wie es ja heutzutage viel Gen Z und was sind wir?

Speaker: Gen Y?

Speaker: Wir sind Gen X, glaube ich.

Speaker: Gen X?

Speaker: Ich weiß es gar nicht.

Speaker: man liest ja oft auch auf social media diese gen sie die wir gar nicht so anfang mitte 20 so also so 2000 diejenigen die jetzt noch unverständlich kommen und und dass die nichts arbeiten wollen und das sind nur mehr

Speaker: Work-Life-Balance haben wollen und so.

Speaker: Vielleicht berechtigterweise aus meinem Leben letztes Jahr.

Speaker: Und du kennst m ich, ich bin Workaholic.

Speaker: Ich arbeite oder habe gearbeitet 2500 Stunden im Jahr.

Speaker: und effektiv, produktiv und kaum Urlaube gemacht, bis die Luisa mich nicht gezwungen hat, du musst echt Urlaub machen, fahr mal irgendwo hin.

Speaker: Ich habe dich an den Heizkörper gekettet.

Speaker: Im Kofferraum zu und fahren wir jetzt.

Speaker: Und dann habe ich zum ersten Mal, das war eigentlich gezwungenermaßen, wir wollten über Weihnachten wegfliegen, Südostasien irgendwo ins Warme, die Luisa wollten ins Warme.

Speaker: Ich bin aber operiert worden an der Leiste am 4.

Speaker: Dezember.

Speaker: Nichts heben, nichts reisen, hin und her.

Speaker: Und der Urlaub war eigentlich so eingetagt, zeitlich, war noch nichts gebucht.

Speaker: Und dann ist es passiert, dass wir in Wien waren drei Wochen lang, über die Weihnachtszeit.

Speaker: Drei volle Wochen.

Speaker: Und ich habe nichts gearbeitet.

Speaker: Und das ist, glaube ich, seit 09.00 Uhr nicht passiert.

Speaker: Und 6.

Speaker: Jänner, ich glaube, es war 6.

Speaker: Jänner, wieder zurück ins Büro.

Speaker: Man braucht natürlich eine Woche Zeit, bis man reinkommt in die Arbeit wieder.

Speaker: aber die level an energie die man hat dieser abstand immer gewonnen zu dem was was operativ tun muss man ist kreativer gewesen plötzlich einfach wenn man wenn man zeit für sich gehabt hat das abschalten hat mir und auch anderen irgendwie neue perspektiven neue neue ideen eröffnet

Speaker: Und dann waren wir im Jänner, Februar extrem produktiv und effizient.

Speaker: So vielleicht ist das auf die Work-Life-Balance zurückzuführen.

Speaker: Vielleicht braucht man auch diese mehr Auszeiten dazwischen.

Speaker: Ob es jetzt so eine Regelmäßigkeit haben muss, dass wir die Viertagewoche einführen und wir haben drei Tage frei, vier Tage Arbeit, weiß ich gar nicht.

Speaker: Vielleicht braucht die Beschäftigung mit einer Sache dann vier, fünf Wochen am Stück intensiver Beschäftigung, weil sonst kommst du raus gedanklich aus der Sache und bist du weniger, man braucht diese Fokuszeit, glaube ich, bei mir ist es zumindest so,

Speaker: Und dann kann man sich wieder eine Woche Zeit nehmen und wieder auftanken und aufladen.

Speaker: Vielleicht hat es eine gewisse Berechtigung, nur die Art und Weise, wie es propagiert wird, ist zu pauschal.

Speaker: Ich glaube nämlich,

Speaker: weil du ja auch in einem berufsfeld bist wo es wo viel steht und fällt mit der mit der leidenschaft mit dem mit dem für etwas zu brennen weil ich das wirklich will weil weil das meine berufung ist und nicht mein job um geld zu verdienen wo ich meine lebenszeit gegen geld tausche sozusagen

Speaker: Ich persönlich bemerke diese, ich nenne es jetzt mal wirklich ganz pauschalisierend und runterbrechend, diese Lustlosigkeit nur bei Leuten, die etwas machen, was sie nicht für sich machen.

Speaker: Die etwas machen, um Geld zu verdienen, um die Miete zahlen zu können und eigentlich sonst nicht wissen, wofür.

Speaker: Alle Menschen, die, sage ich jetzt mal, so ein

Speaker: Purpose-Bewusstsein haben oder so ein Ziel, ein Weg, eine Vision, was auch immer.

Speaker: die arbeiten total gerne und auch voll gerne viel, weil es so erfüllend ist, weil es für einen persönlichen, was auch immer, Entwicklungsweg, eine Karriere, ein mittelfristiges, langfristiges Ziel, sich eine eigene Firma aufzubauen oder was auch immer, ja zuträglich ist.

Speaker: Und diese Dienst nach Vorschrift oder diese...

Speaker: Ja, ich will aber schon irgendwie, weiß ich nicht, vier Tage Woche und sechs Wochen Urlaub und eigentlich wie auch immer, so 30 Stunden maximal oder so.

Speaker: Ist ja nur, wenn du eigentlich dort deine Zeit absitzt, so ein bisschen, habe ich das Gefühl.

Speaker: Das ist, würde ich gar nicht so sagen, weil man...

Speaker: man studiert ja architektur und das sind wir vielleicht etwas spezifischer

Speaker: schon mit einem gewissen Purpose dahinter.

Speaker: Die Architektur an sich ist ja eine gesellschaftliche Disziplin.

Speaker: Egal ob man Wohnbau macht, ob man Bildungsbau macht, ob man Gesundheitswesen macht, man hat immer einen Impact auf Gesellschaft.

Speaker: Das, was wir tun, wirkt sich auf unser Leben.

Speaker: Wir leben alle in Städten.

Speaker: Wir müssen

Speaker: alle an den häusern vorbei die irgendein architekt geplant hat und wir sind dem ausgesetzt ob es schön oder schier ist also ich glaube wenn du studierst du bist du dir diese verantwortung schon bewusst so der purpose ist ja eigentlich da woher aber diese dieses dieses strikte trennen von work und live kommt das verstehen

Speaker: Für mich ist das, was ich mache, live.

Speaker: Eben, aber genau das meine ich mit dieser Leidenschaft, mit dieser Berufung statt Beruf.

Speaker: Und das kann man natürlich nicht von jedem erwarten.

Speaker: Und ich glaube aber schon, dass die Entwicklung unseres Wirtschaftssystems und wie wir leben, arbeiten und uns auch unseren Wert definieren, sehr stark uns in eine Richtung gelenkt hat,

Speaker: wo wir, wo viele sich nicht aussuchen können, das zu tun, was sie gerne machen würden.

Speaker: Aus welchen Gründen auch immer, weil sie benachteiligt sind aus der Herkunftsabstammung, keine Ahnung, mit dem Startkapital, mit dem sie reingehen, dass die Bildungsmöglichkeiten nicht dieselben sind, dass man Verantwortung hat für Familienmitglieder, wie auch immer.

Speaker: Und ich glaube,

Speaker: Da wird viel zu wenig hingeschaut oder die Möglichkeiten zu geben, wenn jemand weiß, was er will oder sie, dass er das dann auch machen kann, egal ob er jetzt gerade irgendwoher geflüchtet ist oder sich um Familienmitglieder pflegen muss oder eine junge Familie.

Speaker: irgendwie zu zu versorgen hat oder so weil ich glaube menschen sind leidenschaftsviecher und und begeisterungsfähig und wenn jemand mit lust im positivsten sinne des wortes nicht creepy gemeint bei der sache ist dann dann ist es völlig also dann ist es überhaupt kein thema

Speaker: Dann ist das, ich mag keine Feiertage unter der Woche.

Speaker: Ich denke mir immer, der Mai ist so ein... Jeder Donnerstag ist ein Feiertag.

Speaker: Jeden Donnerstag schaue ich auf die Uhr.

Speaker: okay und das heißt nicht dass jeder freitag ist automatisch und ich verbringe trotzdem total gerne zeit mit meiner familie und so ist wirklich keine frage ich mache auch gern sport oder was sich andere sachen aber es erfüllt mich so sehr was was zu sprechen was zu machen regie zu führen keine ahnung mit anderen menschen zusammenzuarbeiten deren probleme zu lösen in meiner nische in meiner kleinen welt

Speaker: wie auch immer dieses mit menschen zusammenarbeiten oder für menschen was tun ist glaube ich sehr erfüllend ja ja ja man muss sagen es ist wie du sagst ist kann sich jeder aussuchen was er tut grundsätzlich ja aber manche landen einfach nicht dort wo sie vielleicht ursprünglich landen wollten und tun vielleicht dinge um ihren lebensunterhalt zu verdienen die jetzt nicht ihre hundertprozentige leidenschaft ist ja so

Speaker: Und dann muss man wahrscheinlich die Motivation, das zu tun, was man tut, was man vielleicht auch nicht gern tut, die Quelle, um sich zu motivieren, muss halt woanders herkommen.

Speaker: Wahrscheinlich ist es dann die Familie oder irgendein anderes Hobby, das man sich leisten möchte.

Speaker: Deswegen muss man das tun.

Speaker: Es gibt auch Menschen, die sind Verfechter davon zu sagen, mach nicht deine Leidenschaft zu deinem Beruf.

Speaker: Weil du dann einfach 100% hingibst dem.

Speaker: Das kann dich kaputt machen.

Speaker: Es kann einer kaputt machen, wenn man sich komplett... Kann dich verschlingen.

Speaker: Es gibt auch die Verfechter.

Speaker: Für mich funktioniert es so, wie es bei mir jetzt ist.

Speaker: Ich glaube, es gibt keine allgemein gültige Formel, wie man es machen sollte.

Speaker: Nein, das gibt es nie.

Speaker: Muss jeder für sich entscheiden.

Speaker: Doch, komm in meine WhatsApp-Klasse.

Speaker: Aber für mich als Geschäftsführer muss man sich dessen bewusst sein, glaube ich, und schauen mit Gesprächen und guter Kommunikation doch zu der Leidenschaft, zumindest für die Zeit, wo die Menschen da sind, zu entfachen.

Speaker: Ja, ich finde auch, das kann ja ansteckend sein, oder?

Speaker: Wenn du mit gutem Beispiel vorangehst und dafür brennst und sagst, hey, ich finde das geil, wir machen das jetzt.

Speaker: Ich habe voll Bock drauf, den so richtig nice auszuarbeiten, diesen Wettbewerb oder diese Einrechnung, was auch immer.

Speaker: ich sehe sagen wirklich erst war aber hast du hast du andere das wollte weiß ich eigentlich gar nicht hast du andere jobs gemacht bevor du architektur wirklich auch beruflich ausgeübt hast die dir gezeigt haben hey war so will ich auf gar keinen fall die nächsten 40 jahre so was lustigerweise ja ja sowas ja über im bau gearbeitet okay ja ja ja

Speaker: Eigentlich immer, da gab es in Klagenfurt eine Frau Lessiak, die ist leider schon verstorben vor einigen Jahren.

Speaker: Aber es war eine relativ wohlhabende Dame, die in der Nähe von uns gewohnt hat.

Speaker: Hilfe im Garten gebraucht, weil sie schon eine ältere Dame war.

Speaker: Rasenmähen, Schneiden, Kompost umkrempeln und so Sachen.

Speaker: Sie irgendwo hinfahren mit dem Auto zu den Freundinnen, Ausflug, bla bla.

Speaker: Und da habe ich das gemacht, als ich 18 war.

Speaker: So wie Führerschein, na, mit 17 und wie der Führerschein da war, war ich dann auch teilweise ihr Chauffeur hin und wieder.

Speaker: Da habe ich eigentlich schon angefangen.

Speaker: Mit 16 habe ich am Bau gearbeitet, das war so für Realpraktiker.

Speaker: Das war das erste Mal.

Speaker: War als Hilfsarbeiter eigentlich ganz gut bezahlt für einen 16-Jährigen.

Speaker: Das war schon ganz cool, zwei Monate lang.

Speaker: Das habe ich dann gemacht, bis ich auch in Wien war mit 19, aber ich habe es auch noch das letzte Mal.

Speaker: Also vier Sommer lang habe ich am Bau gearbeitet.

Speaker: Und es hat schon gezeigt, das kannst du dein Leben nicht machen.

Speaker: Das macht dich kaputt körperlich.

Speaker: Du siehst ja die Menschen, die dort sind, die sind 55 und sind am Ende.

Speaker: Du musst jeden Tag Gipskartonplatten in der Gegend rumtragen, die Malkübel irgendwie rumschleppen, Maurer müssen die Ziegel heben die ganze Zeit, Fliesenleger verbringen ihr halbes Leben am Boden kniend.

Speaker: das hat schon was schon augenöffnend es hat da spaß gemacht aber es war schon augenöffnend also für einen jungen 17 18 jährigen was ist ein antrieb zu sagen ich will eben lieber schon was was mit bauen zu tun hat aber nicht er der geld an knien muss auch gerne zu werden genau aber das ist diese erfahrung

Speaker: hat mir einen gewissen Umgang mit den Menschen auf der Baustelle, also an meinen Baustellen mitgebracht.

Speaker: Also ich habe wirklich mit jedem Arbeiter auf der Baustelle immer gutes Verhältnis gehabt.

Speaker: Weil du auch schon ein paar Tage in ihren Schuhen gelaufen bist.

Speaker: Ich weiß, dass wenn ich mit denen mich gut verstehe, dann werden die vielleicht auch Dinge tun, die sie vielleicht sonst

Speaker: weniger genau gemacht hätten.

Speaker: Das hat auch etwas mit Motivation zu tun.

Speaker: Wir versuchen jeden Beteiligten am Projekt, auch wenn es nicht per uns Büro intern ist, sondern auch jeden Partner von außerhalb, zu motivieren, das beste Projekt zu machen.

Speaker: Am Ende ist es ein Gemeinschaftsprodukt.

Speaker: Ich meine, du kannst so gut planen, wie du willst.

Speaker: Wenn der Handwerker das nicht so umsetzt, wie es geplant ist oder nicht zumindest eine ähnliche Leidenschaft dafür hat, dass es auch schön ist, wird es nichts.

Speaker: Das finde ich eigentlich sehr schön, weil im Grunde fällt dir ja kein Zacken aus der Krone, wenn du dem Arbeiter irgendwie wertschätzend und zugewandt begegnest.

Speaker: seine Position, seine Funktion anerkennst und sagst, hey, danke, das ist cool, das ist das, was ich mir vorgestellt habe, wie auch immer, versus einer, sag ich jetzt mal, eher ausbeuterischeren Haltung.

Speaker: Oder ignoranten, ignorant auch.

Speaker: das ist so herr decken gibt schon eine sagen aber es muss genau so sein auch wenn es ausführbar ist tatsächlich auf der baustelle vielleicht ausführbar von jemanden der in deutschland lebt aber nicht von dem der person die gerade dort ist wenn dieses kann du dann geht es nicht hilft ihr dann deine jugo heritage definitiv und lustigerweise die erkennen mich ja

Speaker: dass ich Jugo bin.

Speaker: Was auch hilft bei mir, ich komme nicht aus einer akademischen Familie.

Speaker: Ich komme aus einer Arbeiterfamilie, aus einer sozialistisch geprägten Familie mit einem sozialistischen Mindset.

Speaker: Und diese nicht...

Speaker: Akademische Art, die ich habe, hilft, glaube ich, schon in einer Kommunikation mit vielen anderen Menschen, die auch vielleicht diesen akademischen Background nicht haben und auch nicht in der Position sind, den akademischen Background haben zu müssen,

Speaker: mit denen ich aber trotzdem viel zu tun habe.

Speaker: Das heißt, ich kann sehr, sehr vielen Menschen auf Augenhöhe begegnen.

Speaker: Und das ist, glaube ich, sehr hilfreich.

Speaker: Ist für dich, deine Herkunft und wie du aufgewachsen bist, auch ein Motivator, dich da herauszuarbeiten?

Speaker: Oder ist das eher so einfach passiert?

Speaker: Das ist eher passiert.

Speaker: Die Perspektive,

Speaker: Es war keine Motivation, sich rauszuarbeiten, aber es war bei mir schon eine Zeitlang so, dass ich mir meine eigenen Werte, mein eigenes Potenzial nicht wirklich mir getraut habe, voll auszuschöpfen.

Speaker: Weil ich immer gedacht habe, nicht immer, aber manchmal das Gefühl hatte, diese nächste Stufe, wenn man jetzt von sozialen Stufen, sozialen Hierarchien reden möchte,

Speaker: dass ich diese nächste stufe findet nehmen kann und da war da war die die luisa sicher eine die die bei mir dieses diesen diesen absurden gedanken komplett gebrochen hat man sagen die kunst ganz unterschiedlichen familien unterschiedlichen umständen des aufwachsens das gebildet werden und so weiter und auch soziale strukturen

Speaker: Wir haben uns trotzdem gefunden und sie hat bei mir diesen blöden Gedanken gebrochen und dadurch mehr Potenzial, mehr Eldin entfaltet.

Speaker: Und dann natürlich auch ihre Familie, die ich extrem gerne habe und wie sie sind und wie sie mir gegenüber sind, hat das Ganze in eine neue Perspektive für mich gelegt.

Speaker: Und vielleicht war das auch der Grund, warum ich dann mich getraut habe, doch diesen Schritt zu gehen und versuchen, die Selbstständigkeit, auch wenn es nicht voll ist, ihr werdet gegründet, ich übernehme etwas, aber trotzdem diesen Schritt tatsächlich zu gehen.

Speaker: Ich kann mir auf jeden Fall fachlich, was die Architektur und was die Organisation von Architektur, das Organisieren von Architekturteams,

Speaker: 100% weiß ich, ich kann das.

Speaker: Der Umgang mit potenziellen Auftraggebern ist eine Sache, die wir lernen müssen, auf diesem Niveau diese Diskussion zu führen und trotzdem authentisch zu bleiben.

Speaker: Was glaubst du, waren die wichtigsten Gründe oder Voraussetzungen, dass du in dieser Form im Leben angekommen bist und erfolgreich bist?

Speaker: Weil wir beide haben ja eigentlich Lebensgeschichten, die jetzt...

Speaker: nicht dafür prädestiniert sind eher zum eher eher zum scheitern also dass das wir beide aus aus der erzerröteten familienverhältnissen kommen dass das du ihr seid wirklich vor dem krieg geflohen muss man ja so so klar sagen wir sind geflohen nachdem sie den den kommunistischen diktator erschossen haben und das land im chaos versuchen ist irgendwie

Speaker: denkst du war das war das eine bremse für uns oder eher ein katalysator für uns also ich glaube für mich war es definitiv ein antrieb also für mich definitiv ein

Speaker: Ich will nicht das wieder durch Leben, in Anführungsstrichen, also ich will nicht dasselbe Leben leben, wie jetzt meine Eltern, Großeltern oder so, wie ich sozusagen mitbekommen habe, wie man halt so lebt und aufwächst in Rumänien.

Speaker: Weder eben von der Arbeit, die man tut, wie man von der Einstellung zu...

Speaker: Arbeit noch vom Wertesystem, also mit was für einem Männerbild ich aufgewachsen bin zum Beispiel oder so.

Speaker: Und das war für mich ein ganz großer Antrieb, in die entgegengesetzte Richtung zu steuern oder zu suchen, Wege zu suchen, nicht in denselben Dynamiken wieder sozusagen eine weitere Schleife zu ziehen.

Speaker: Ich glaube, dass die Sachen, die uns passiert sind, das klingt jetzt dramatisch, in unseren Kindheiten, für mich zumindest war es so, dass es eine gewisse Resilienz aufgebaut hat.

Speaker: Ein gewisses Wiederaufstehen, weitermachen müssen, weiter tun, das wird irgendwann so eine Gewohnheit, lustigerweise.

Speaker: Und ich glaube, dass zumindest ich jetzt mental,

Speaker: widerstandsfähiger bin als jemand der solche dinge nicht durchgemacht hat auf der anderen seite ist natürlich vieles von von von diesem hirn und diesem bewusstsein was man hat und auch vieles unterbewusstsein schon vorbelastet mit mit dingen die mit den anderen vielleicht nicht vorbelastet sind und dadurch vielleicht gewisse

Speaker: arbeiten gewisse gedanken nicht mit der notwendigen leichtigkeit daherkommen was so sie machen ist es ich glaube schon ich meinst du dass es ein referenzrahmen setzt der ein ganz anderer ist als jemand der der der diese extremen situationen in früher kindheit nicht erlebt und dadurch

Speaker: Verrücken sich oder werden heutige Probleme, Hindernisse, wie auch immer, Widrigkeiten in Relation zu dem, was wir schon geschafft haben, überstanden haben, womit wir schon umgehen mussten und gelernt haben, umzugehen, relativ hoch.

Speaker: easy oder nicht so essentiell lebensbedrohlich potenziell alles gefährdend wie situationen in denen wir schon waren meinst du so wenn sie es in dieser richtung auch auch deshalb anders interpretiert als ich es eigentlich versucht zu sagen

Speaker: Ich vergleiche das mit Luisa und mir zum Beispiel.

Speaker: Also um das mal aufzulösen.

Speaker: Luisa ist meine Freundin, Luisa ist meine Lebenspartnerin.

Speaker: Danke.

Speaker: Ich nehme an, jeder weiß es.

Speaker: So Entscheidungen oder

Speaker: soziale entscheidungen die betreffen müssen die unser soziales leben betreffen ich zerdenke viele dinge grundlos

Speaker: Bei der Analyse von gewissen Problemen oder auch Entscheidungen habe ich das Gefühl, ich zerdenke so viel, dass die Leichtigkeit, die es eigentlich haben sollte, glaube ich, eher Gefühl vielleicht, Intuition,

Speaker: dass das Einfluss hat und dann vielleicht zu einer nicht so guten Entscheidung führt.

Speaker: Weißt du, was ich meine?

Speaker: Aber weil das Unterbewusstsein vielleicht ein bisschen vorbelastet ist.

Speaker: Ja, ich glaube, wir haben halt gelernt, so viel zu denken und abzuwägen, weil wir weniger Scheiße fressen wollen.

Speaker: Ja, das habe ich gut gesagt.

Speaker: Um das jetzt mal ganz stark runterzubrechen, oder?

Speaker: Das Bedürfnis, nicht wieder in so eine

Speaker: extrem situation zu kommen sehr sehr groß und dann ist das beste was man tun kann alle eventualitäten abwägen vor vor zu okay für dieses szenario habe ich auf jeden fall den plan falls das ein weise ich kann ich mich auf den punkt zurückziehen und da verhalte ich mich dann so und so oder so und da bin ich mir nicht sicher ob es gut ist also für das wirtschaftliche leben ob es zu träglich ist für das

Speaker: wirtschaftliche entscheidungen muss man schnell treffen glaube ich das habe ich gelernt in diesen letzten vier jahren primär letzten zwei jahren wenn sich ermöglicht ergibt go for it was kann schiefgehen dass es eben nicht passiert und wenn ich denke die sache dann dreimal das ist eine woche vergangen

Speaker: zwischenzeit und jemand anderen angerufen und den auftrag kriegt ja ich denke viele dinge ja das ist ja auch nicht so gut in der businesswelt ja hat es vielleicht auch damit zu tun dass du eigentlich sehr früh als als ältester von von deiner deinen brüdern sehr viel verantwortung übernehmen muss das ich weiß dein vater war nicht wirklich vorhanden in der zeit oder aufgewachsen bist

Speaker: Daher kommt sicher ein gewisses Verantwortungsbewusstsein oder eine gewisse Routine, mit Verantwortung umzugehen.

Speaker: Ganz sicher.

Speaker: Ich habe zwei Brüder.

Speaker: Wir beide sind Vorkriegskinder und einer ist ein Nachkriegskind, wenn man so sagen kann.

Speaker: Und der zweite ist halt zwölf Jahre jünger als ich.

Speaker: Das war schon eine gewisse Verantwortung, die man übernimmt, weil die Mama doch arbeiten müssen und die Oma auch.

Speaker: Der Vater war nicht da oder sehr sporadisch.

Speaker: sind auch nicht wirklich da.

Speaker: Also man hat schon eine Routine aufbauen können oder man ist früh damit in Berührung gekommen, was Verantwortung ist.

Speaker: Und damit hat es sich natürlich übertragen auf das Büro.

Speaker: Man tut es vielleicht ein bisschen leichter damit, Verantwortung zu übernehmen, aber man ist sich nie dessen bewusst, was es wirklich bedeutet, wenn man dann in der Position ist tatsächlich.

Speaker: Und das muss man lernen.

Speaker: Weil eben dein Vater nicht wirklich da war und Jungs eigentlich so dringend ein männliches Role Model brauchen, was ihnen eben so Werte des Lebens, Moral, Ethik, Umgang... Ah, das war die Oma.

Speaker: Das war die Oma?

Speaker: Das war die Oma.

Speaker: Die Oma war Gangster, Alter.

Speaker: Die Oma war alles, was der Vater nicht da war, hat die Oma kompensiert.

Speaker: Und unglaublich noch mehr.

Speaker: Wollen Sie ein bisschen erzählen über die Oma?

Speaker: Oder eine Anekdote oder so?

Speaker: Die Oma war, ich mache es wirklich ernst, wenn ich sage, so ein bisschen Gangster.

Speaker: Klassische Jugo-Oma.

Speaker: Hart arbeitend, ist nie in die Schule gegangen.

Speaker: Eine Klasse oder so.

Speaker: Geboren in einem Dorf, bei der Naya Visek hat früh arbeiten müssen.

Speaker: Sie hat nicht lesen und schreiben können.

Speaker: Und trotzdem hat sie es gemanagt, in ihrem Leben einen gewissen Wohlstand sich aufzubauen.

Speaker: Dass sie ein Haus bauen konnte in Bosnien, dass sie eine Wohnung hatte in Klagenfurt, dass sie uns gemeinsam mit meiner Mama auch ernähren konnte als Kinder.

Speaker: und von so eine person in einem fremden land an war stolz auf das was sie was sie erreicht hat hat hat sich auch geschmückt und hat es auch gezeigt dass sie dass sie stolz hat und ja und und und wenn du sie getroffen hast was sie aber sie war strenger aber sie war

Speaker: Ja, streng.

Speaker: Also die Werte, die wir vermittelt gekriegt haben, wenn wir irgendwie dagegen oder ein Blätsel gemacht haben,

Speaker: gab es schon auch einmal Watsche.

Speaker: Es war jetzt keine Gewalt, ich habe es nie als Gewalt empfunden.

Speaker: Das war jetzt kein Verprügeln?

Speaker: Nein, kein Verprügeln in dem Sinne, aber es gab schon einmal so auch die körperliche, danke, so hast du es schön gesagt.

Speaker: Sehr gerne, ich weiß, wovon ich spreche.

Speaker: Aber es war nicht so, dass es unangenehm war.

Speaker: Hat sie dir auch dein Geschlechterrollenbild?

Speaker: Was macht einen Mann aus?

Speaker: Wie das Männer-Frauen-Bild, mit dem ich persönlich aus dem Ausblocken ein sehr großes Problem habe.

Speaker: Und ich immer noch sehr allergisch reagiere auf rückwärtsgewandte rumänische Männer.

Speaker: Wie geht es dir damit?

Speaker: Und hat sie dir das beigebracht oder hast du von ihr...

Speaker: es ist eine gute frage das war kombo aus mama und oma und und auch vater der in der sache eigentlich kein gutes vorbild war als abschreckendes beispiel als abschreckendes beispiel das war eher so gibt so will nicht sein und ja aber

Speaker: Die Mutter ist einfach eine wichtige Person und jeder hat eine Mutter.

Speaker: Das sind Frauen.

Speaker: Die muss man mit Respekt behandeln.

Speaker: Meine Meinung bei meiner Mutter.

Speaker: Ist so, und jede Frau wird Mutter sein oder ist Mutter und deswegen hat sie mit Respekt behandelt zu werden.

Speaker: Als Vorschuss, wenn sich dann raussteht, dass die Frau oder die Person einfach ein riesen Arschloch ist, wie auch in meiner Familie Tanten und so, die ich habe, die hinterrück sind,

Speaker: Die respektierst du nimmer.

Speaker: Ich finde auch, das wollte ich gerade schon, das ist ja auch ein kleiner Triggerpunkt von mir, wollte ich schon ein bisschen reingrätschen.

Speaker: Ich finde, den Respekt muss man sich auf die lange Sicht auch verdienen.

Speaker: Das ist nicht gottgegeben.

Speaker: Ich bin kein Fan von irgendwie Blut ist dicker als Wasser und wenn egal welches Familienmitglied sich systematisch wie ein Arschloch verhält mir gegenüber, dann bin ich dem gar nichts schuldig.

Speaker: Wenn die mich unterdrücken, in welcher Form auch immer misshandeln oder ihre...

Speaker: keine ahnung welche nicht diagnostizierten psychischen krankheiten an mir ausleben dann haben die genau null prozent respekt verdient nur weil sie meine biologischen eltern oder verwandten sind oder also ich da da ist aber auch sicher die die persönliche erfahrung sehr sehr prägend und wenn

Speaker: Weil würdest du jetzt zum Beispiel sagen, haben Väter grundsätzlich alle Väter, ob es jetzt dein Vater ist, der sich verhalten hat, wie er sich verhalten hat und nicht da war und so, den auch denselben Respekt verdient, nur weil er dein Vater ist?

Speaker: Ich würde sagen, grundsätzlich ja.

Speaker: Ich würde sagen, grundsätzlich schon.

Speaker: Aber du hast es ehrlich gesagt, Respekt ist ja keine Sache, die einfach da ist.

Speaker: Die muss natürlich sich auch erarbeitet werden.

Speaker: Genauso wie man auch den Respekt erarbeiten muss vor Freunden, vor Geschäftspartnern, vor vielen anderen Menschen.

Speaker: Es ist auch in der Familie so.

Speaker: Wir sind eben ausgesetzt als Kinder.

Speaker: Wir können nicht anders.

Speaker: Aber irgendwann sind wir auch erwachsen.

Speaker: Irgendwann fang mal an.

Speaker: Irgendwann merkt man, das, was du machst, ist eigentlich scheiße.

Speaker: Und es geht und dann verlierst du natürlich den Respekt.

Speaker: Aber ich glaube, grundsätzlich schon.

Speaker: Grundsätzlich ja.

Speaker: Das ist halt meine Meinung.

Speaker: Auch bei meinem Vater.

Speaker: Wir haben kein Gutsverhältnis gehabt, mein Vater und ich.

Speaker: Aber gegen Ende seines Lebens war ich dann auch da für ihn.

Speaker: Und...

Speaker: weil er auch ein mensch ist mensch er war in nöten und da ist zudem auch noch mehr vater natürlich aber versucht ihm zu helfen aber ich glaube dass also ja das ist das finde ich jetzt spannend weil ist es ich finde so wie ich das jetzt hör spricht es eher für dich als als mensch und für deine empathie trotz dessen wie eure gemeinsame geschichte verlaufen ist

Speaker: Das zu sagen, Schwamm drüber, jetzt hast du was auch immer Probleme und bist in einer Notsituation, ich helfe dir jetzt trotzdem.

Speaker: Oder...

Speaker: überspitzt gesagt, weil ich es dir schuldig bin, weil du mein Vater bist.

Speaker: Nein, es war gar keine Schuld.

Speaker: Anderextreme.

Speaker: Es war nicht geboren aus dieser, okay, du bist mein Vater, deswegen muss ich dir helfen und ich fühle mich schuldig, wenn das nicht passiert.

Speaker: Es war eher, das war unsere Erziehung.

Speaker: Böse Zungen könnten jetzt sagen, ja, ja, genau, weil du diese...

Speaker: harte Schule und diese undankbare Kindheit und so weiter hattest.

Speaker: Aber meine Therapeutin hat gesagt, trotz, ja, und das ist schon, das dürfen wir uns und darf sich auch jede und jeder schon so ein bisschen selbst auf die Schulter klopfen.

Speaker: wenn ich will jetzt auch nicht zu psychotherapeutisch werden oder so aber wenn man so ein lebensweg hat der von gewalt geprägt ist der von krieg und von flucht und von von zeit der dass das außen vor gelassen werden und und so geprägt ist dann stehen eigentlich alle zeichen auf

Speaker: Dann würde jeder sagen, wenn wir auf die schiefe Bahn geraten, das ist so prädestiniert, ja okay, schau dir an, wie der aufgewachsen ist.

Speaker: Schau dir an, wie soll der das denn bitte auch schaffen.

Speaker: Und dann kann man sich das ruhig auch mal bewusst machen, dass das ein Erfolg ist, den wir uns selbst erarbeitet haben und den wir uns zu verdanken haben, dass wir eben nicht...

Speaker: in diese Stolper fallen.

Speaker: Da fällt mir so, du gehört doch über eine Studie, da ging es um Stress und über wie viel Stress spürt man und wie krank macht man Stress.

Speaker: Und Conclusio war, ich weiß nochmal, wie das Setting genau war, aber Conclusio war, diejenigen, die Stress als nicht belastend empfunden haben,

Speaker: Die hatten viel Stress, haben den Stress aber von ihrem Mindset her nicht belastend empfunden, hatten weniger Cortisol im Körper, weniger Stresshormone und waren dadurch gesünder als die andere Gruppe, die auch Stress hatte, aber den Stress als negativ empfand.

Speaker: Das ist total abhängig davon, wie nimmst du das wahr.

Speaker: Und vielleicht sind wir so jemand, der das Ganze als

Speaker: nicht so dramatisch wahrgenommen haben.

Speaker: Bei mir war es tatsächlich so.

Speaker: Für mich war es einfach ein ganz normales Leben.

Speaker: Das war einfach so.

Speaker: Ich habe das gar nicht gewertet.

Speaker: Ja.

Speaker: Und das ist so.

Speaker: Und ich habe das nicht schlecht oder nicht positiv empfunden.

Speaker: Vor allem habe ich es aber nicht schlecht empfunden.

Speaker: Und deswegen habe ich vielleicht etwas bei dir ähnlich, dass man sich deswegen vielleicht nicht so in diesen negativen Gedanken und den körperkrankmachenden Gedanken verfallen hat lassen.

Speaker: Ja, also das ist tatsächlich erst relativ spät bei mir gekommen.

Speaker: Ich habe schon sehr früh gemerkt, also ich kann mich an Grundschulsituationen erinnern, wo ich gemerkt habe, da sind Kinder mit ganz anderen Grundvoraussetzungen, mit ganz anderen Familien, mit ganz anderen, mit viel, auch mit acht, neun in meinem kindlichen Leben.

Speaker: meiner kindlichen Wahrnehmung damals, weniger belastenden Problemen oder so.

Speaker: Wo ich mir schon gedacht habe, okay, und dann mein Leben, okay.

Speaker: Und das hat schon einige Zeit gebraucht, bis ich da, ich habe dann sehr viel aus Trotz gemacht.

Speaker: Ich habe sehr viel aus, okay, und jetzt zeige ich es euch.

Speaker: Jetzt pass auf.

Speaker: Dieser Negativ.

Speaker: Ich habe ja auch mein Abi zum Trotz gemacht.

Speaker: Was war das?

Speaker: Ja, das haben halt alle, die meisten Lehrer und dann auch irgendeine Eltern gesagt zu Patrick.

Speaker: du musst es nicht tut es tut ihr das nicht an es gibt halt noch real schule und da keine ahnung duale ausbildung mit was ist ich oder so ich habe gesagt ich zeige euch jetzt dass ich das und dann habe ich seit irgendwie durchgedruckt und so aber also aus diesem aus diesem

Speaker: Fickzeug, ich kann das.

Speaker: Auch wenn keiner an mich glaubt.

Speaker: Ist doch geil.

Speaker: Eigentlich ist es geil.

Speaker: Ja, jetzt rückblickend betrachtet, ja.

Speaker: Ja, eigentlich ist es Resilienz.

Speaker: Eigentlich ist es...

Speaker: gut ist ja aufgeben können aber ja was was glaubst du was also deine oma war hat deine oma dich auch mit mit westlichen werten sage ich jetzt mal erzogen oder wart ihr überhaupt schon auch in bosnien moderne fortschrittliche familie da war der eher konservativ von wertesystem religion und so weiter konservativ würde sagen war schon religiös glaube ich schon und und

Speaker: Könnte man konservativ nennen.

Speaker: Aber meine Oma war ein sozialer Kapitalist.

Speaker: So würde ich sie beschreiben, wenn man es jetzt mit diesen Terminen

Speaker: benennen müsste sie hat sie hat sie war geizig also wollte sie wollte keinen cent zu viel ausgeben sie wollte auch kein essen wegschmeißen und schlecht war es ist es wurde alles verbraucht bei der familie war was immer sehr großzügig

Speaker: Aber so von ihrem Mindset her, glaube ich, war sie schon so ein bisschen Kapitalist.

Speaker: Ja, ich glaube, das kommt auch aus einem ganz starken Pragmatismus heraus.

Speaker: Du hast einfach nur die Ressourcen, die du hast und die musst du optimal nutzen.

Speaker: Aber sie war da sehr konsequent.

Speaker: Und das ist zum Beispiel eine Sache, die ich nicht von ihr habe.

Speaker: Also ich bin kein...

Speaker: sehr konsequenter Sparer oder ich gönne mir schon Dinge.

Speaker: Vor allem wenn man irgendwann mal ein bisschen mehr Geld verdient, man gibt einem mehr für Essen aus, man kauft sich besseres, qualitätvolleres Essen.

Speaker: Ich bin jetzt nicht verschwenderisch oder so, aber das ist sicher eine Tugend, die sie hatte, die ich nicht habe.

Speaker: Da ist wieder die viel zitierte Luisa, diejenige, die bei uns da mehr das Auge drauf hat, dass wir ein bisschen, sie hat mir ein bisschen mehr im Griff.

Speaker: Hin und wieder ein bisschen Impuls.

Speaker: aber vielleicht noch mal ein bisschen zurück zur architektur wo wir auch angefangen haben das haben wir darüber haben wir noch gar nicht gesprochen ihr seid auch spezialisiert auf auf holzbau und auch in im feld forschung sage ich jetzt oder im forschungsfeld ja ja ja du sprichst es diese forschungsprojekte an die wir die wir gemacht haben die primär der michael machte damals war das 2013 bis 15 oder so der holzbau

Speaker: ist, das spreche ich jetzt für mich, ein Mittel, um nachhaltig zu bauen.

Speaker: Er ist für mich jetzt nicht das Nonplusultra und der heilige Gral der konstruktiven Baustoffe, die wir haben.

Speaker: Meine Leidenschaft ist für den Bildungsbau, also für die Typologie, für die Funktion,

Speaker: für die konstruktion wir haben schon beton gebaut wir haben holz gebaut wir bauen jetzt planen jetzt auch gerade in der schule der holzbauweise ist ein technischer aspekt der architektur dem man dem man dem man sich entweder leisten kann oder nicht leisten kann wo der auftrag mit geht den weg des holzbaus oder eben nicht mit geht es also ist eine kostenfrage

Speaker: ist er kostenfrage ist eine frage der handwerker zum beispiel dieses forschungsprojekt was du angesprochen hast dieses 8 plus hat es geheißen da gab es da gab es oder gibt es immer noch im westen österreichs große tradition mit holz zu bauen und und

Speaker: In der Zeit wollte man diesen Holzbau auch in den urbanen Raum drängen.

Speaker: Das hat der Michael damals passiert.

Speaker: Er wollte den urbanen Holzbau in Wien etablieren.

Speaker: Und auch diese Vorurteile, dass Holz brennt und Holz nicht langlebig ist, im Kontext einer Stadt, entkräften und zeigen.

Speaker: Man kann es ja wohl in Holz bauen, man kann es ja wohl auch hoch in Holz bauen.

Speaker: Die Idee war ja, das nachzuweisen, dass man auch mehrgeschossigen Wohnbau, also Wohnbauten die fünf, sechs, sieben, acht oder mehr Geschosse, acht plus,

Speaker: sehr wohl auch in holz herstellen kann und diesen beweis ist angetreten das hat er bewiesen es haben dann aufbauend auf dieser forschungsarbeit und unter meinungsbildung es war ja auch eine meinungsbildung wurden holzbauten in wien plötzlich realisiert und wurden dann immer verbreitet da

Speaker: auch deswegen weil baufirmen plötzlich auch vorhanden waren die die das machen können weil du musst du musst ja man mag du musst schauen was die kurs überbauen du kannst in den usa hochhaus wissen dass stahlbeton bau sondern stahl wir die haben dort andere standards andere gewohnheiten wie sie bauen und in wien was hat der stahlbeton und die firmen haben sich auf stahlbeton spezialisiert fertigteile halb fertigteile ort betonen so weiter

Speaker: der holz war musste einmal dort hinkommen mittlerweile ist der holzbauer schon stark etabliert auch dank der arbeit von michael damals und das hoho in aspan ist das eines der höchsten holzhäuser der welt und hat keine ahnung 20 geschossen oder mehr ich weiß es nicht also falls etwas falsches sagt bitte verzeiht mir wirklich wow ob das ob das holz war wirklich

Speaker: das das richtige material ist um so hoch zu bauen bin ich ganz sicher auch von der überdimensionierung von der statik haben was sind da wohnen jetzt leute gehen was der richtige weg ist also es ist schon es ist es ist für unsere schulen wenn unsere schule ist jetzt zweigeschossige erdgeschoss plus zwei geschosse ich glaube da ist es perfekt das holz perfekt

Speaker: Wir versuchen da das Holz auch sichtbar zu machen, also wirklich die Konstruktion sichtbar zu lassen, weil in der Entwicklungspsychologie von Kindern hat man festgestellt, oder auch von Erwachsenen, das Holz beruhigt, hat dieses Naturmaterial eine entspannende Wirkung.

Speaker: die schulen die wir planen sind ja auch ausgelegt nicht ausgelegt aber sollen auch diesem inklusiven gedanken gerecht werden also wir haben auch kinder mit sowie ist damals von integrationsbedarf quasi also es könnten was sind autisten oder irgendwelche anderen psychologischen krankheitsbilder sein wo das holz glaube ich auch wieder helfen kann in die oberfläche

Speaker: bei der beruhigung oder wenn ich kinder sich wohl fühlen und das ist schon aus dem aspekt her gebe dem holz wieder sehr viel wert aber es konstruktives material ist schön ist nachhaltig ja es wächst nach für uns ist aber dann auch wichtig dass wir so bauen dass es auch vielleicht demontierbar ist oder vielleicht adaptierbar ist in den nächsten 20 30 jahren

Speaker: Wir sehen uns jetzt auch konfrontiert mit Sanierungen oder Adaptierungen von Bauten aus den 60ern, Anfang des 70er-Jahres.

Speaker: Das waren auch so Skelettbauten von einer Stützendeckenkonstruktion quasi.

Speaker: Die Trennwände sind nicht tragend.

Speaker: Man kann mit der Struktur etwas anfangen.

Speaker: Man kann sich mit relativ wenig Aufwand adoptieren, den Rohbau belasten und vielleicht nur den Ausbau anders gestalten.

Speaker: Da haben wir ein Projekt im 21.

Speaker: Stammerzdorf, das funktioniert wunderbar.

Speaker: Und das ist eine Qualität, die diese Bauten damals hatten, die wir vielleicht dann auch zu wenig weiterverfolgt haben und jetzt uns wieder rückbesinnen, lustigerweise, auf diese Qualitäten des Skelettbaus.

Speaker: Und deswegen auch unser Holzbau eher ein Skelettbau ist, der dann vielleicht adaptierbar ist.

Speaker: Weil die primäre Konstruktion soll ja 100 Jahre halten.

Speaker: Und in dem Kontext von dieser Langlebigkeit von 100 Jahren

Speaker: Sehe ich Beton auch nicht als den Nemesis, weil der Beton wird dort einmal hergestellt, auch dieses Skelett und das steht dann dort 150, 200, vielleicht sogar 300.

Speaker: Und vielleicht macht man dann die Außenwände, die Hülle aus Holz, aus vorgefertigten Holzbauteilen.

Speaker: Und kann diese dann nach 100 oder 50 Jahren noch einmal auswechseln, adaptieren, den Grundriss verändern und dem Haus wieder neues Leben, neue Funktionen geben.

Speaker: Und in dem Kontext, es ist, mir ist wichtig, es nicht emotional zu betrachten, ob Holz oder Beton, sondern aus einer, vielleicht nicht datenbasierten, aber vielleicht aus einer funktionalen Ratio heraus zu wählen.

Speaker: Ja, ich verstehe, was du meinst.

Speaker: Das finde ich total spannend, weil darauf wollte ich dann eher auch noch hinaus, das Betonen ja doch ein umstrittener Baustoff ist jetzt heutzutage unter Aspekt der Energiewende und klimafreundlichen Bauen und so weiter.

Speaker: den kann man nicht CO2-neutral herstellen oder kriegen.

Speaker: Auch die CO2-reduzierten Betonarten, die so am Markt sind, sind auch schwieriges mehr.

Speaker: Es gibt sie schon, aber es ist nicht so, wie es verkauft wird.

Speaker: Ja, es ist immer noch, vor allem die Sandkomponente und so sind sehr ähnlich und teuer und nicht besonders

Speaker: klug nachhaltig wie auch immer auf jeden fall aber gleichzeitig kommen wir nicht ohne beton aus was wir tun wenn man es das ganze energetisch betrachtet also nicht nicht von der herstellung des materials mit dem erbauen sondern die energie die wir für den betrieb des hauses brauchen da geht die stadt wien somit den bildungspartner machen wir wir nutzen die thermie also wir nutzen die energie aus der erde das heißt wir bauen und zu tiefen sonden in die erde

Speaker: Da ist eine konstante Temperatur, schickt ein Wasser durch mit einer Weihpumpe und holt es wieder rauf.

Speaker: Und das nutzen wir zum Heizen.

Speaker: Niedertemperatur nutzen wir zum Heizen.

Speaker: Und wenn man einen Betonbau macht, kann man einfach Schläuche in die Decke, in den Beton, in die so 30 cm starke Decke, so wie Fußbodenheizung, halt nur in der Decke, und damit heizen.

Speaker: aber auch kühlen unter Anführungszeichen im Sommer, weil die Temperatur in der Erde ist ja konstant.

Speaker: Man kann auch temperieren bis zu drei, vier, fünf Grad runterkühlen in den Raum.

Speaker: Und dieser Beton ist ja dann auch ein Speicher.

Speaker: Der hat ja Masse und speichert die Energie, auch wenn vielleicht gerade kein Wasser durchfließt, also wenn man auch keine Energie aufwenden, um Wasser durchfließen zu lassen.

Speaker: hat er die energie gespeichert und gibt es ja dann konstant weiter ab und es kann holz zum beispiel oder ziegel wahrscheinlich ziegel auch schwer schwieriger in einem ort betonen kannst du sowas machen und dann ist es immer abwägen was ist denn jetzt tatsächlich die nachhaltigste konstruktionsform und da spielen so viele so viele aspekte mit rein

Speaker: wie eben sowas wie raumakustik wie gibt es wollen wir gibt verwenden oder manchmal leben weil es auch in der deponierung dann zu weniger problemen führen wenn es das lebensalter dann irgendwann mal erreicht ist was er beim holzbau auch ein problem sein kann die die holzbauten wir machen sind ja alle mit mit verleimten holz baustoffen brettsperrholzern das sind verleimt

Speaker: dieser kleber zwischen den hölzern ist ja dann auch wieder sondermüll also es speichert zwar die energie oder das co2 für die zeit wo es lebt wenn es dann vorbei ist

Speaker: Kannst du es wieder irgendwo anders einbauen, hoffentlich, oder du verbrennst es, dann setzt das CO2 wieder frei.

Speaker: Oder du lagerst es, dann ist dein Problem, also die Verklebung.

Speaker: Es ist ein nicht sehr einfaches Thema, glaube ich, um es so pauschal zu sagen, Beton ist böse, Holz ist gut, oder Holz ist böse, Beton ist gut.

Speaker: ja es geht glaube ich um eine verhältnismäßigkeit und um genau ich glaube muss das material so einsetzen wie es für dieses material des bestes eingesetzt zu werden und sehr schön vielleicht noch eine kleine kleine frage wie würdest du das wohnbauproblem lösen das wohnbauproblem

Speaker: wir haben zu wenig wohnung weiß es nicht sagt also es wirkt ja so wie also zumindest die die preise sind wahnsinnig gestiegen in den letzten zumindest seit ich bewusst mietmarkt und war bewusst wahrnehme es war sie in den letzten 15 18 jahren es gibt den mangel der mangel bis natürlich sicher noch kubit und

Speaker: Der Einbruch des Wohnbaumarktes und der Einbruch der Finanz- oder der Wirtschaftskrise, die wir gehabt haben, wo zu wenig gebaut wurde tatsächlich und Baustände begonnen wurden, Unternehmen insolvent waren und es nicht fertiggestellt wurde.

Speaker: Es gibt einige Baustände in Wien, die Ruinen sind, sie ersiegen auf dem Reliefahrstraßen, aber auch kleinere Wohnbaugeschichten.

Speaker: Und auch wenn die Dinge fertig waren, waren es meistens freifinanzierte Wohnungen, die dann zum Kauf angeboten wurden und nicht zum Mieten.

Speaker: Das konnte sich dann irgendwann einmal niemand mehr leisten.

Speaker: Die dann aber auch für den gehobenen Markt gebaut wurden oder gekauft.

Speaker: geholfenen markt für eigentlich für den mittelstand aber die dann die dann inflationsbedingungen so teuer wurden und die leute sich keine kredite mehr leisten konnten wir jetzt nicht nur hoch waren dass diese wohnungen teilweise immer noch leer stehen trägt natürlich dazu bei ich glaube was ihm machen wird ich glaube die stadt wien hat da hat er gute mechanismen damals gehabt in roten wien

Speaker: Also wo die Stadt selber Gemeindebauten gebaut hat, wo es jetzt auch wieder angefangen hat damit, selbst zu finanzieren und Wohnbau zu betreiben.

Speaker: Ich glaube, ein großes Problem des Preises ist auch der Grundpreis, der Boden.

Speaker: Da gibt es aus anderen Ländern auch Beispiele, wo der Boden nicht gekauft wird, das Grundstück nicht gekauft wird, sondern verpachtet auf 100 Jahre und die erste Investition damit niedriger ist und man baut nur das Haus und muss nicht noch was für 5 Millionen für das Grundstück zahlen.

Speaker: Damit wird es vielleicht auch etwas günstiger.

Speaker: Aber es ist ein guter Schritt, dass die Stadt selber wieder baut.

Speaker: Aber da gibt es viele gute Mechanismen in diesem geförderten Wohnbau.

Speaker: Aber das beginnt ja jetzt alles erst wieder.

Speaker: Es beginnt erst wieder.

Speaker: Es beginnt erst wieder.

Speaker: Bis das sozusagen beim Menschen dann tatsächlich ankommt und den Preis vielleicht ein bisschen amortisiert.

Speaker: Und ein bisschen reguliert.

Speaker: Ich weiß nicht, da bin ich vielleicht etwas zu links angehaut, aber wenn ein Haus schon 60, 70 Jahre alt ist, dann hat sich über die Mieteinnahmen schon längst amortisiert.

Speaker: Und dann...

Speaker: sollten die Mieten auch begrenzt werden in solchen Häusern.

Speaker: Da sprich ich vielleicht gegen die Interessen einiger Freunde, die ich habe.

Speaker: Gegen die Eigentümer.

Speaker: Aber es wäre, glaube ich, fair und auch ein Beitrag der Umverteilung von Wohlstand.

Speaker: wohnen muss jeder man sollte dann sollte noch 50 jahren des hauses die miete auf so ein minimum reduziert werden das hat die instandhaltungskosten des hauses gedeckt sind und es muss funktionieren kann der eigentümer alleine tragen das geht nicht vor allem dann eigentlich keine keinen gewinn mehr aus abschöpfen kann aus dem aus der vermietung aber es könnte schon reduziert werden

Speaker: und wie siehst du das ich weiß von meinem vater der architekt ist inzwischen in rente gegangen ist aber dass das in deutschland vor allem diese dienen normen ein großes problem darstellen dass man eigentlich sehr viel mehr machen könnte moderner fortschrittlicher anders günstiger effizienter bauen wenn nicht so viele normen und vorschriften da wären die das sozusagen ein bremsen oder ab

Speaker: Abbremsen, ist das in Österreich auch so?

Speaker: Empfindest du das als Problem, eine Überregulierung?

Speaker: Und in weiterer Folge, die Entstehung dieser Normen sind ja sehr, sehr stark industriseitig getrieben.

Speaker: Also die Vertreter in diesen Gremien sind hauptsächlich großindustrielle und nicht industrielle.

Speaker: die nutzer die konsumenten die mieter oder die auch die planer teilweise zu wenig vertreten das ist schon richtig genommen normen ausschließen schon planer dabei auf jeden fall aber auch sehr die lobby der industrie ist stärker es sind interessen der industrie die dort stärker vertreten sind das ist klar ich bin auch der meinung dass vieles überbordend ist

Speaker: Es haben sich zum Beispiel die Kennwerte für Raumakustik in Bildungsräumen oder in Aufenthaltsräumen vom letzten Jahr vorher verändert.

Speaker: Es sind strenger geworden.

Speaker: ich habe nie gehört dass es ein problem gibt mit der raumakustik wurde strenger ja man muss halt mehr von dem material einbauen wird gezwungen teurer zu bauen bis zum gewissen grad das ist sicher sicher faktor dass wir überreguliert sind aber

Speaker: Ich glaube, dass wir als Planer, als Architekten oder auch als Ingenieure und alle anderen, wir wissen ja, dass die Norm ja kein Gesetz ist.

Speaker: Also sofern diese spezifische Norm nicht vertraglich die Einhaltung dieser Norm vertraglich festgelegt ist, muss sie theoretisch nicht eingehalten werden.

Speaker: Die Norm ist aber ein...

Speaker: Richtwert, ein geprüfter Standard.

Speaker: Man weiß, dass es funktioniert.

Speaker: Und wenn man davon abweichen möchte, dann muss man Arbeit investieren, Hirnschmalz investieren und auch den Auftraggeber davon überzeugen, dass es gleichwertig ist, auch wenn es nicht normgemäß ist.

Speaker: Und den Weg gehen wir zu wenig.

Speaker: Und diese Überregulierung...

Speaker: Überregulierung, Dampfergungszeichen, aber doch, Regulierung im Allgemeinen führt halt zu Faulheit irgendwo, auch in der Innovationskraft.

Speaker: Ja, deswegen ist es eigentlich noch wertvoller, in dem Kontext zu betrachten, als es vielleicht ohnehin ist.

Speaker: Ja, also eigentlich bräuchten wir mehr experimentelle oder Pilotprojekte.

Speaker: Ja, ja, wäre vielleicht nicht so schlecht, wenn wir in unserer Branche auch vielleicht mit den Unis gemeinsam

Speaker: mehr mehr an diesen dingen forschen würden mehr auch aufklärungsarbeit leisten könnten die die industrie vertritt ihre interessen ihre interessen sind geld verdienen und produkt verkaufen unsere interessen sind ganz andere wir sind unabhängig wir wollen das beste für den nutzer für die gesellschaft wir sind gesellschaft getriebene menschen von dass das wollen wir machen deswegen haben wir richtig durchgemacht

Speaker: Deswegen auch die Forschung.

Speaker: Wir wollen ja auch Dinge für die Gesellschaft besser machen.

Speaker: Unis und unsere Branche sollten sich da ein bisschen mehr zusammentun und gemeinsam Aufklärungsarbeit leisten.

Speaker: Gibt es aber auch.

Speaker: Es gibt viele Vereine, die sich in die Richtung engagieren.

Speaker: Das Thema ist nicht so sexy und ist nicht sehr breitenwirksam.

Speaker: Und es ist, glaube ich, auch nicht immer gut gemacht,

Speaker: Ja, ich glaube, wir werden das Wohnbauproblem definitiv nicht lösen.

Speaker: Es ist sowieso ja überhaupt die Frage, es gibt ja auch ganz radikale Theorien, dass man sagt, hey, Moment mal, wir haben eigentlich genug Wohnraum, aber wahnsinnig viele Menschen, die Familie gehabt haben, deren Kinder schon erwachsen sind und so weiterleben, auf 150, keine Ahnung, 130, 180 Quadratmeter, zu zweit oder alleine.

Speaker: Und es ist einfach...

Speaker: Es wäre so viel teurer, das zu verkaufen und in was 70 bis 80 bis 100 Quadratmeter, was ausreichend wäre, umzuziehen.

Speaker: Da ist auch so eine krasse Diskrepanz zwischen Bestandswert und wenn ich jetzt zu den neuen Preisen etwas sozusagen...

Speaker: Das ist ein Thema, das haben wir im Büro auch öfter diskutiert.

Speaker: Die Diskussion beginnt ja meistens mit, es kostet so viel.

Speaker: Ich würde die Diskussion eher beginnen mit, ich hätte gern für jeden 100 Quadratmeter Wohnraum.

Speaker: Egal was es kostet.

Speaker: Jeder sollte 100 Quadratmeter haben.

Speaker: Ich behaupte, es ist ein menschliches Bedürfnis.

Speaker: Ich behaupte, jeder braucht ein Zimmer oder es wäre angenehm für ihn, ein Zimmer zu haben, wo er isst, ein Zimmer, wo er sich vielleicht entspannt, ein Zimmer, wo er spart machen kann.

Speaker: So sollte er als Standard sein.

Speaker: Und von dem ausgehend, eigentlich diese Politik, dieses gesellschaftliche Thema vielleicht anders denken.

Speaker: Nicht nur von diesem Geld aus, sondern von dem, was braucht der Mensch eigentlich?

Speaker: Was braucht der Mensch?

Speaker: Wir kommen alle mit 50 aus.

Speaker: Ja.

Speaker: Aber fühlen wir uns wirklich wohl in dieser 50?

Speaker: Alleine vielleicht gerade noch, aber spätestens.

Speaker: Gerade noch.

Speaker: Wenn dann Partner oder Familie dazu kommen wird es schon.

Speaker: Luisa und ich, wir haben auch 66 oder 70.

Speaker: Es ist uns zu klein.

Speaker: ja ich verstehe schon die wir das gerne von von menschen bedürfnis aus betrachten und nicht von dem was es kostet und das menschliche bedürfnis identifizieren schauen menschen sind auch gewohnheitstiere muss maß sagen es gab diese experimente von anpassbaren wohnbau eben wenn familie groß ist und dann ziehen die kinder aus nehmen sich die vielleicht die wohnung im gleichen haus theoretisch im gleichen haus dann kann man wände verlegen und sagen okay dann wird die wohnung der eltern kleiner und die wohnung der kinder größer so

Speaker: aber es ist keine geliebte praxis es ist eine theorie ja sehr romantischer gedanke aber praktisch ist es nicht vielleicht was ganz anderes wie wichtig ist für dich humor im arbeitsalltag oder bei der arbeit um als sie grundsätzlich leben ganz wichtige sache

Speaker: Da gibt es einen Slavoj Žižek zum Beispiel, der ist ein slowenischer Philosoph, einer der bedeutendsten Philosophen der heutigen Zeit tatsächlich.

Speaker: Er hat einmal dieses Thema des ehemaligen Jugoslawiens analysiert.

Speaker: Wir haben ja alle jede ethnische Gruppe, Kroaten haben Witze über die Bosnierer gehabt, die Bosnierer haben Witze über die Montenegriner gemacht und Serben über alle anderen.

Speaker: Und das ist so beschrieben, dass es eigentlich für den Zusammenhalt dieser ethnischen Gruppen dienlich war, weil wenn man über etwas lachen kann, kann man es nicht hassen.

Speaker: Das war so seine These.

Speaker: Das habe ich sehr sympathisch gefunden und vielleicht sogar richtig.

Speaker: Und ich denke mir, wenn wir miteinander lachen können, können wir uns nicht hassen.

Speaker: Und wenn wir miteinander lachen können, können wir gut miteinander arbeiten.

Speaker: Wir können auch kreativ sein.

Speaker: Für die Arbeit ist es nicht nur auf das berufliche Leben, sondern auch auf das gesamte Leben irgendwie.

Speaker: Ja, ich glaube, das ist tatsächlich eine Lebenseinstellung und nicht eine Arbeitseinstellung.

Speaker: Und ich glaube auch, dass man über sich selber auch lachen können muss und sich selbst eins so ernst nehmen, ehrlicherweise, fährt man viel leichter und entspannter durchs Leben.

Speaker: Ja, das finde ich auch sehr spannend, weil das ist ja auch eine der Theorien, weshalb der jüdische Humor, der eigener, besonderer und stark ausgeprägter ist, so geworden ist, wie er ist.

Speaker: Aber als Katalysator oder als Selbsttherapie zu diesem unglaublich,

Speaker: schrecklichen Leid, das irgendwie ein ganzes Volk und mehrere Generationen da erfahren haben.

Speaker: Und das entdecke ich bei mir auch immer mal wieder, dass ich, wenn ich, also es war tatsächlich auch in meiner Kindheit und Jugend ein Coping-Mechanism,

Speaker: Wenn ich selber schon die Witze über mich mache, dann kann kein anderer mehr.

Speaker: Das ist wie Eminem's 8 Mile Rap Battles, wo er zum Schluss dem Battle sagt, alles von sich preisgibt, aber wie scheiße er eigentlich ist.

Speaker: Und jetzt kommst du und du hast gar nichts mehr.

Speaker: Sag den Menschen was über mich, was sie nicht wissen.

Speaker: Ja, ja.

Speaker: Kennst du das?

Speaker: Hast du das auch?

Speaker: Kann schon sein.

Speaker: Ja, ja, doch.

Speaker: Ja.

Speaker: Ich merke es auch zum Beispiel, ich will jetzt gar keine politische Diskussion anreißen oder so, aber ich ertrage tagesaktuelle News fast nur noch im Kontext politischer Satire.

Speaker: Ja, ich liese es gar nicht mehr.

Speaker: Ich lese die Teile, die mich interessieren, Sport, Wirtschaft, Kultur, aber so dieses...

Speaker: trump hat schon wieder irgendwas angekündigt und die sind wieder zurückgenommen und die eu was etwas tun soll und die chinesen und die russen überhaupt also das ist wirklich nur noch durch durch den katalysator eines menschen die filtern das durch die tagespresse ganz gut

Speaker: Man kriegt das gleiche Thema mit, aber irgendwie anders.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Und dann hat man irgendwie so ein Ventil, Gott sei Dank, weil sonst würde ich es nicht ertragen, was für mich passiert.

Speaker: Aber egal, das fangen wir jetzt wirklich gar nicht erst an, nicht so später Stunde.

Speaker: Eine Frage habe ich noch, dann bist du erlöst.

Speaker: Wenn du heute deinem 19-jährigen Ich begegnen würdest, was würdest du ihm auf den Weg mitgeben?

Speaker: Ich glaube gar nicht so viel.

Speaker: Ich glaube, ich bin

Speaker: Aber eine Sache, die man als junger Mensch oder ich als junger Mensch mir hätte mehr bewusst sein können, ist, wie viel Auswirkung dein Umfeld auf dich als Person hat.

Speaker: und da wird die richtigen menschen auf zu auszuwählen mit denen man sich umgibt und weniger voll idioten ok ja das kann ich unterschreiben das wäre so das eigentlich das einzige

Speaker: Ich glaube, ich würde nicht viel anders machen, wenn ich jetzt noch einmal 18 wäre.

Speaker: Was ich nicht sein will, by the way.

Speaker: Also das ganze normal, sicher nicht.

Speaker: Gott sei Dank, bin ich erwachsen.

Speaker: Aber ich würde nicht viel anders machen tatsächlich.

Speaker: Aber das ist ja auch ein schöner Message, oder?

Speaker: Zu sagen, das passt schon.

Speaker: Es passt, ja.

Speaker: Und was du vorher in der ersten Hälfte des Gesprächs gesagt hast, just fucking do it.

Speaker: Also mach es und übernimm die Verantwortung und kümmere dich dann, wenn du in der Situation bist, um die Probleme, was auch immer, das Hindernis, was dir dann begegnet.

Speaker: Ja.

Speaker: Ich glaube auch.

Speaker: Step by step.

Speaker: Versus es gar nicht erst versuchen.

Speaker: Das ist das Schlimmste, was du machen kannst.

Speaker: Schon, oder?

Speaker: Also gar nicht erst versuchen, ist ja keine Option.

Speaker: Du hast ja von Anfang an verloren.

Speaker: Ja, für dich vielleicht nicht und für mich vielleicht auch nicht, aber es ist ja Angst.

Speaker: Aber das ist eine Mindset-Geschichte.

Speaker: Das ist definitiv auch eine Mindset-Geschichte.

Speaker: Wettbewerber ist ja ein richtig gutes Thema, was wir machen.

Speaker: Wir könnten nie eine Schule bauen,

Speaker: Winnen wir nicht an Wettbewerben teilnehmen.

Speaker: Wird es immer ein Traum bleiben, ich würde es so gerne an einer Schule bauen, ich würde es so gerne für die Gesellschaft tun als Architekt.

Speaker: Fucking do it.

Speaker: Mach diesen Wettbewerb, hau dich ein, irgendwann wirst du einen gewinnen.

Speaker: das problem ist dann wenn du wenn du spezialisiert bist im bildungspaar dann wirst du nächsten step gehen und dann dann ist dann ist die typologie vielleicht einfach nicht mehr so fordernd und dann müssen wir das nächste machen und dann müssen wir vielleicht krankenhäuser machen oder gesundheitsbau oder so

Speaker: aber wenn du es nicht probierst du es nie schaffen und so kannst du verlieren aus dem fehler wirst lernen du wirst analysieren warum du verloren hast du wirst analysieren was haben die anderen macht was habe ich das falsch verstanden in der aufgabenstellung aber städte baulich in dem fehler gemacht in der städte positionierung das wirst analysieren du wirst besser kennenlernen du wirst deine handwerk besser lernen und beim nächsten mal besser machen und übernächst mal gewinnt es besser

Speaker: das ist ein schönes schlusswort ja danke dir danke dass du da warst danke patrick was ja danke auch euch dass ihr dabei geblieben seid es war sehr schön mit euch wer das jetzt hört ist mein persönlicher held in order drill wenn euch die folge gefallen hat wenn ihr fragen habt an den elden an mich über die luisa

Speaker: Über Architektur, über Schulbauwesen oder sonst.

Speaker: Oder wenn ihr Kommentare habt zur Folge, schreibt mir gerne.

Speaker: Alle Kanäle führen zu mir.

Speaker: Auf Insta, auf Spotify kann man kommentieren oder ein E-Mail an deeptalk at mike-rider.com.

Speaker: Und ja, empfehlt das Format weiter.

Speaker: Like und bewährt und subscribe und so.

Speaker: Und ansonsten ja, bis zum nächsten Mal.

Speaker: Ciao.

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