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#27 Zwischen Bühnen, Tonstudios und Kampfsport: Deeptalk mit Daniel Erl von Eleven Creative Audio

Mic Rider Deep Talk
Mic Rider Deep Talk

238 plays · Jun 11, 2025

Mein heutiger Gast ist Daniel Erl – Musiker, Tonmeister und Mitbegründer  des Münchner Tonstudios Eleven Creative Audio.  Wir sprechen über seine wilden Bandjahre, über skurrile Anekdoten aus  dem Studioalltag, warum gutes Audiobranding gerade im Premiumsegment  unfassbar wichtig ist – und darüber, warum Krav Maga für ihn mehr ist  als bloße Selbstverteidigung.   Nachrichten gerne an: deeptalk@mic-rider.com    Website: https://www.mic-rider.com/    Host und Redaktion: Patrick Messe (https://www.patrickmesse.at/)    Zu Gast: Daniel Erl (https://eleven-audio.com/)    Bild und Ton: Charly Glawischnig (https://www.charlyglawischnig.com/)    Produktion: Mic Rider (https://www.mic-rider.com)

Transcript

Speaker: Es ist aber auch nicht richtig Gothic.

Speaker: Also wir haben schon immer, das wird ja vielleicht was sagen, am WGT gespielt, also beim Wave & Gothic Treffen in Leipzig.

Speaker: Wir haben auch mal Marilyn Manson zusammen gespielt.

Speaker: Ich habe schon Sachen erlebt, also wirklich auch wirklich eine riesige Brand, wo ich in einem Spot gesagt habe, hey,

Speaker: Da ist so eine totale und dann habe ich irgendwann gesagt, hey, kann es sein, dass da unten zwei Statisten rauslaufen aus dem Bild?

Speaker: Eine abgeschlagene Bierflasche, ein Stein, ein Stuhl, keine Ahnung, Meinungsverstärker nennen wir das ja genau.

Speaker: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Micrider Deep Talk.

Speaker: Heute bei mir im Studio virtuell zu Gast Daniel Erl.

Speaker: Daniel ist Mitbegründer von Eleven Audio und Tonmeister aus München.

Speaker: Hallo Daniel.

Speaker: Servus, Patrick.

Speaker: Schön, dass ich da sein darf.

Speaker: Schön, dass wir es geschafft haben.

Speaker: Daniel, abgesehen von dieser ganz, ganz kurzen Einführung deiner Person, möchtest du uns ein kurzes Was bisher geschah in Daniel Erls Leben geben?

Speaker: Wie weit soll ich denn zurück?

Speaker: An den Anfang.

Speaker: Das ist Podcast, wir haben Zeit.

Speaker: Okay.

Speaker: Ja gut, ich bin mittlerweile 52 Jahre alt.

Speaker: Wir würden also einsteigen ab da, wo es für den Zuhörer möglicherweise interessant wird.

Speaker: Ich komme so wie alle, fast alle aus dem Ton, komme ich aus dem Bereich Musik.

Speaker: Ich war also mal seinerzeit Musiker, habe auch in einer Band gespielt, die jetzt nicht komplett nur auf Schülerbandniveau war,

Speaker: Die also auch ein bisschen was, also wir waren ein bisschen auf Tour in Deutschland und so.

Speaker: Und daher komme ich.

Speaker: Und dann hat mich mein Weg in den Verkauf von Studio Equipment geführt.

Speaker: Da war ich dann am Ende der ganzen Sause, war ich dann bei Future Media.

Speaker: Das ist hier in München eine Firma, die Tonstudios ausstattet.

Speaker: und habe dann darüber ein bin ich abgeworben worden von einem tonstudio das ich betreut habe das war 2010 da bin ich zu m sound m sound ist so ein mega big player hier in münchen zumindest gewesen was werbung und so sachen angeht also werbung marken audio und so weiter sehr auf sprecher allerdings spezialisiert

Speaker: Und dann habe ich nach zehn Jahren meine eigene Firma gegründet, mein eigenes Studio zusammen mit dem Matthias Pasadak, das ist mein Geschäftspartner und das ist jetzt und aktuell mein Job und meine Arbeit, das ist Eleven Creative Audio.

Speaker: Und das ist ein Tonstudio, was eben auch auf Marken-Audio spezialisiert ist, auf Postproduktion und sowas wie, wir machen viel Sendergeschichten, auch Senderverpackungen, Idents, Audiologos, solche Geschichten, aber natürlich auch sehr, sehr viel Sprechung.

Speaker: mit Sprechern, weshalb wir uns ja auch kennen.

Speaker: Stimmt.

Speaker: Full disclosure, journalistische Integrität.

Speaker: Wir kennen uns, wir arbeiten regelmäßig zusammen für Kanal Plus.

Speaker: Ich als Station, du als Audio-Produktionsstätte.

Speaker: Und ja, da haben wir auch das ein oder andere Mal schon geplauscht und dann habe ich dich dann eingeladen zu mir und gedacht, das müssen wir aufzeichnen, weil das ist ganz, ganz schön.

Speaker: Was spielst du für ein Instrument?

Speaker: Das wusste ich gar nicht.

Speaker: Also ich würde es eher als was habe ich für ein Instrument gespielt.

Speaker: Das war E-Bass.

Speaker: Auch diese Karriere ist schnell erklärt, denn sie ist wie bei allen Bassisten.

Speaker: Ich war erst Gitarrist und dann waren wir eine Band mit drei Gitarristen ohne Bassist.

Speaker: Und der, der am beschissensten Gitarre spielt, spielt dann am Schluss Bass.

Speaker: Und so ist das Ganze dann, so hat sich das dann etabliert.

Speaker: Okay, war das bei Flea von den Red Hot Chili Peppers auch so?

Speaker: Weißt du das?

Speaker: Ich glaube, der... Ich werde ihn, wenn ich ihn mal wieder treffe, fragen.

Speaker: Ja, frage ihn, das wäre mir wichtig.

Speaker: Wie weit man es auch bringen kann.

Speaker: Ich bin auch Ex-Gitarrist, ich habe es nie über das Schulbandniveau hinaus geschafft.

Speaker: Zwei Coverbands darf ich in meine imaginäre Diskographie aufnehmen.

Speaker: Aber tatsächlich, ja, also nicht, also ja, Lagerfeuer, Gitarre und so geht schon, aber das ist nicht, ja.

Speaker: Also du spielst auch nicht mehr aktiv, Ewa?

Speaker: Ganz selten.

Speaker: Also ich habe jetzt mal irgendwo mal ausgeholfen, wo so alte Seilschaften mich nach meiner, oder mich gefragt haben, ob ich da mal wieder mitspielen würde.

Speaker: Aber im Wesentlichen, also bin ich jetzt nicht mehr als aktiver Musiker aktuell.

Speaker: irgendwo zu sehen oder so.

Speaker: Also das ist echt vorbei, muss man sagen.

Speaker: Ja gut, aber ich meine, du hast ja auch ein vertibles Studio mit einigen MitarbeiterInnen zu führen und so.

Speaker: Das ist ein Fulltime-Job.

Speaker: Also da kann man jetzt nicht nebenher noch touren.

Speaker: Ja, und zwei Kinder, die jetzt zwar auch mittlerweile fast erwachsen sind, oder die eine ist es, die andere wird es gerade.

Speaker: Und das war auch eigentlich tatsächlich der Punkt, wo ich dann, als es mit den Kindern kam, gemerkt habe, das verträgt sich rein zeitlich einfach nicht.

Speaker: und man muss auch sagen wir waren natürlich als band auch nicht so bekannt also waren auf tour ja aber man muss sich eben vorstellen wir waren jetzt nicht mit einem fetten nightliner unterwegs und in den größten hotels sondern wir mussten unsere backline selber aufbauen hatten dann bei so natur 20 konzerte jeden abend woanders und dann baust du halt am ende auch das set wieder ab und dann suchst ein hotel und da bist du danach urlaubsreif aber ich habe natürlich diese zeit

Speaker: Also meine Urlaubszeit, wenn ich für die Touren benutze, bist du eigentlich wirklich permanent am Ende.

Speaker: Also da musste man dann halt irgendwann Prioritäten setzen.

Speaker: Und ich glaube aber, wenn ich jetzt, wenn wir einen Schritt weitergekommen wären auch und mit fetten Nightliner unterwegs gewesen wären, mit zehn Roadies, die einem alles hinstellen und nachher wieder abbauen, dann ist das eine andere Nummer, dann wäre ich vielleicht auch dabei geblieben.

Speaker: Aber so habe ich es gelassen.

Speaker: Ja, aber selbst da ist man ja wirklich einfach viel physisch nicht da.

Speaker: Das kann man jetzt nicht vergleichen, aber als ich noch ein Schauspiel gemacht habe, war das für mich undenkbar, das mit Kindern zu vereinen, von denen ich immer schon wusste, dass ich sie mal haben will.

Speaker: Und ich wusste, wenn ich mal Kinder habe, möchte ich halt auch irgendwie die aufwachsen sehen und wirklich Zeit mit denen verbringen und so weiter.

Speaker: Und dann ist es mit...

Speaker: Stückvertrag hier, kurzer Dreh dort, kleines Engagement da und so.

Speaker: Wenn man nicht zu den Top-Notch 1% gehört, so wie jetzt auch du das beschreibst, dann ist es eigentlich eine Qual und man muss sich immer zerreißen und kriegt nichts mit.

Speaker: Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich als Sprecher bin jetzt sehr viel

Speaker: Ich kann sehr viel mehr da sein.

Speaker: Ich bin froh, dass ich da sehr involviert sein kann in die Kindererziehung und einfach physisch anwesend sein kann.

Speaker: Ja, also für mich ist das ein Abschnitt gewesen, den ich auch rückwirkend total genieße.

Speaker: Ich finde das toll, das gemacht zu haben.

Speaker: Ich habe das erleben dürfen.

Speaker: Wir haben auch mal wirklich vor Tausenden gespielt und so.

Speaker: Also da waren schon ein paar Highlights dabei, wo ich sage, geil, dass ich das erleben durfte, aber ich traue jetzt derzeit nicht hinterher.

Speaker: Und alles, was ich als Musiker gelernt und gemacht habe, hilft mir bis heute.

Speaker: Wir machen ja auch Musik, aber auch selbst wenn es um Sprache geht und so weiter, ist ja auch Rhythmus und auch Sprachmelodie und so irgendwie ja immer mit einem gewissen musikalischen Kontext versehen und die Musikalität hilft einem da ja auch im Alltag.

Speaker: Absolut, total, finde ich auch.

Speaker: Also die Phrasierung, die Rhythmik, die Timinggeschichten, alles was du auch gesagt hast, ist großartig.

Speaker: Also es ist...

Speaker: Wie hieß dir denn?

Speaker: Nur, dass es mal hier protokolliert ist.

Speaker: Die Band gibt es auch noch tatsächlich.

Speaker: Heißt Escape with Romeo und ist eine Band, die vor allen Dingen so im Gothic-Bereich bekannter ist.

Speaker: Nein, wirklich?

Speaker: Du weißt schon, dass ich mal ein kleiner Gothic war.

Speaker: Wirklich?

Speaker: Und dann kennst du uns nicht.

Speaker: Das ist ein Skandal.

Speaker: Nein, und ich bin... Es ist aber auch nicht richtig Gothic.

Speaker: Also wir haben schon immer, das wird ja vielleicht was sagen, am WGT gespielt, also beim Wave & Gothic Treffen in Leipzig.

Speaker: Wir haben auch mal Marilyn Manson zusammen gespielt.

Speaker: Echt?

Speaker: Ja, ja.

Speaker: Wow.

Speaker: Aber es ist nicht Gothic, dazu ist es eigentlich zu poppig.

Speaker: Es ist so ein bisschen, der Pischmode beeinflusst und solche Sachen auch.

Speaker: Ja, aber als doppelt Asche auf mein Haupt, weil ich, also ich komme ja aus Bayern ursprünglich.

Speaker: Ich meine, ich bin mit acht aus München weggezogen, aber auch nur nach Augsburg.

Speaker: wo man dich vielleicht schon mal gehört hätte haben können.

Speaker: Ja, weil die Band stammt aber aus Nordrhein-Westfalen.

Speaker: Ah, okay.

Speaker: Du bist gar kein Ur-Münchner.

Speaker: Nee, ich bin Ur-Münchner und auch Ur-Bayer.

Speaker: Aber der Produzent dieser Band war aus oder ist aus München.

Speaker: Und das ist mein Schwager.

Speaker: Und das ist auch der Schlagzeuger.

Speaker: Okay.

Speaker: Und der hat mich dann irgendwann gefragt, als der Bassist ausgeschieden ist, möchtest du bei uns Bass spielen?

Speaker: Okay, krass.

Speaker: So ist es.

Speaker: Ja, es ist als ein Geklüngel vom anderen Stern.

Speaker: Ja, es ist halt doch eine kleine Welt, die Kreative.

Speaker: So schaut es aus.

Speaker: Okay, aber das heißt, von dem bist du ins Musik-Equipment-Verkauf gegangen.

Speaker: Warst du da schon selbstständig oder hast du dich für eine Firma Vertrieb gemacht?

Speaker: Nein.

Speaker: Ich war im Prinzip Verkäufer, also im Laden.

Speaker: Im Laden, das war schon auch ein deutschlandweit angesehenes Ladengeschäft, wo halt Studioleute ihr Equipment gekauft haben.

Speaker: Die haben sich da PCs bauen lassen.

Speaker: Ich meine, wir reden von der Zeit, da gab es noch den Gigasampler und so Zeug.

Speaker: Das ist alles ewig lang her.

Speaker: Ich hatte Filmmusiker, viele auch als Kunden.

Speaker: Die haben dann so eine Batterie von zwölf PCs gebraucht, um ihr Orchester zu spielen und so seiner Zeit.

Speaker: Und so.

Speaker: Die habe ich quasi, da war ich halt quasi deren Ausstatter, also zum einen, also die kamen halt und haben gesagt, ich muss A, B, C machen und da habe ich gesagt, das funktioniert so und so und habe das vor Ort installiert und so und solche Geschichten, also Beratung und Verkauf im Prinzip, ja.

Speaker: Aber im Endeffekt Full Service.

Speaker: Also nicht hier ist ein, weiß ich nicht, was auch immer, viel Spaß damit, sondern du richtest es auch ein.

Speaker: Ich meine, so ein Mischpult ist, erklärt sich ja jetzt auch nicht gerade von selbst.

Speaker: Ist jetzt kein Plug and Play, weiß ich selber aus harter Erfahrung, nur mit meinem sehr bescheidenen Sprachaufnahme-Equipment hier, wie viel ich da geflucht habe.

Speaker: Ich verstehe es nicht.

Speaker: Es funktioniert nicht.

Speaker: Das müsste einfach funktionieren.

Speaker: Und dann warst du da und hast sozusagen gesagt, ruhig, Brauner, alles wird gut, ich mach dir das.

Speaker: Genau.

Speaker: Cool.

Speaker: Und wie kam es dann dazu, dass du dich davon abgewendet hast und dann zu M-Sound, damals mit Robert Miller, kennt man ja auch, gekommen bist oder gewechselt hast?

Speaker: Ja, der Robert hat mich im Prinzip, also ich habe ihn auch quasi, er war ein Kunde von mir,

Speaker: Und ich habe ihm damals geholfen, in der Kaiserstraße noch in München das Studio aufzubauen und zu supporten, wenn was nicht lief oder wenn er was gebraucht hat, Upgrades und so weiter.

Speaker: Und der hat dann mitbekommen, was ich für Musikproduktionen mache und dass ich ja damals auch schon ein Studio hatte, allerdings halt nicht jetzt im kommerziellen Sinne, aber schon auch ein professionelles Studio am Ende trotzdem und kannte auch Produktionen und so weiter.

Speaker: Und dann hatten wir uns ja auch irgendwie auch persönlich ganz gut kennengelernt und dann hat er irgendwann das befunden, dass man mich da brauchen könnte bei M-Sound und es hat sich dann auch sehr schnell und sehr gut etabliert dort, ja.

Speaker: Cool, okay.

Speaker: Sehr schön.

Speaker: Ja, das ist ja sehr toll.

Speaker: Wo sind wir jetzt zeitlich?

Speaker: Warte, du hast gesagt vor zehn Jahren.

Speaker: 2010.

Speaker: Also 2010 bis 2020 war ich dann bei M-Sound.

Speaker: Zehn Jahre, ziemlich genau.

Speaker: Oder zehneinhalb.

Speaker: Und dann war es tatsächlich so, dass ein Kunde hier in München, ein sehr großer, eine Agentur, die haben dann quasi zwischen dem Matthias und mir, also mein Partner ist ja der Matthias, ich weiß nicht, ob ich es vorhin schon erwähnt hatte, hier bei Eleven,

Speaker: die haben quasi ein Blind Date zwischen uns organisiert.

Speaker: Denn die kennen hier alle Postproduktionsstudios in München.

Speaker: Und die haben gesagt, hey, wir haben einen feuchten Traum.

Speaker: Und zwar, dass ihr beide ein Studio habt.

Speaker: Weil da könnte man, das wäre doch geil, da hätte man Best of Both Worlds.

Speaker: Und das wäre doch eine tolle Sache.

Speaker: Und das müsste doch mit dem Teufel zugehen, wenn ihr zwei euch nicht versteht.

Speaker: wollt ihr euch nicht mal treffen und euch überlegen ob ihr eventuell Bock habt zusammen was zu machen das war tatsächlich die Geschichte und dann hatten wir ein Blind Date ich hatte jetzt keine Rose im Haar wir haben uns so erkannt aber und dann haben wir in einem langwierigen Prozess uns da inhaltlich technisch kundenmäßig abgestimmt und überlegt wie und was könnte man tun und wie könnte man die Firma aufbauen wo könnte man sie auch aufbauen

Speaker: Und wo könnte man Räume finden?

Speaker: Das war ein sehr großer Aufriss und hat auch entsprechend lang gedauert tatsächlich.

Speaker: Ja, und so ist es dann alles gelaufen, dass wir am Ende hier in der Nähe vom Ostbahnhof in München gelandet sind.

Speaker: Sehr cool.

Speaker: Sehr witzig.

Speaker: Aber das habe ich ja noch nie gehört, dass eine Agentur sagt, du und du, ihr müsst mal miteinander und dann ganz große Liebe.

Speaker: Was meintest du mit Best of Both Worlds?

Speaker: Ich kenne den Matthias auch ein bisschen, aber was bringt er an den Tisch?

Speaker: Was bringst du an den Tisch sozusagen?

Speaker: Also es gibt ja schon Schnittmengen, das ist klar.

Speaker: Also der Matthias ist ja schon auch aus dem Bereich Marken-Audio.

Speaker: Aber der war ja bei der Ari, hat auch wirklich Spielfilme gemischt, auch 5.1, auch Atmos.

Speaker: Da bin ich ja völlig unbewandert in dem Bereich und ist richtig aus der Filmpost.

Speaker: Abgesehen davon, dass er natürlich auch Trailer und solche Geschichten macht und viel Sendergeschichten macht.

Speaker: Und ich komme ja ein bisschen mehr aus dem Bereich Sprecher und Werbung und auch Vertonung und Sounddesign im Bereich Werbung.

Speaker: Und da gibt es aber natürlich eine große Schnittmenge am Ende.

Speaker: Aber es gibt, und es ging auch dem Kunden darum, dass sie finden, dass da zwei Leute zusammenkommen, die ein sehr gutes Markenverständnis haben.

Speaker: Das ist ja eigentlich am Ende die große Geschichte, dass wenn ein Kunde kommt und seine Marke über Audio etablieren will, dass man versteht, was will der, was braucht der,

Speaker: Und das war auch so ein bisschen das Thema, dass man quasi sagt, das sind zwei, das beginnt ja beim Sprecher-Casting und hört irgendwann beim Audiologo auf.

Speaker: Also man muss ja immer verstehen, wie muss die Marke oder möchte die Marke repräsentiert werden und da hat man eine große Schnittmenge gesehen und die gibt es auch definitiv.

Speaker: Cool, cool.

Speaker: Und hat es auch, ich nehme es mal an, weil wir sitzen jetzt hier und ihr habt dieses Studio sehr erfolgreich zusammen gegründet und führt es, hat es auch persönlich gleich gepasst oder habt ihr euch sozusagen ein bisschen erstmal die Hörner abstoßen müssen aneinander und schauen müssen, wessen Tanzbereich ist jetzt was und so und wie ist es da?

Speaker: Also wir sind in vielen Charakterzügen sehr, sehr unterschiedlich.

Speaker: Der Matthias ist eher ein bisschen ruhiger, manchmal ein bisschen introvertierter und ein bisschen besonnener auch im positiven Sinne.

Speaker: Ich, du kennst mich auch lange genug, ich bin immer der, der ein bisschen mehr Blödsinn im Kopf hat und ein bisschen mehr Quatsch macht.

Speaker: Das ist die eine Seite, aber was grundsätzlich Haltung und was die grundsätzliche Einstellung zum Beruf angeht und was auch die Einstellung gegenüber Kunden angeht und überhaupt die Sichtweise, da ist die Schnittmenge natürlich gewaltig und das ist ja auch das, was der Kunde betrifft.

Speaker: seiner Zeit da gesehen hat.

Speaker: Und deshalb ist es aber eigentlich total geil, wir feiern das total, dass wir doch irgendwie so unterschiedlich sind als Typen von dem ersten Auftreten.

Speaker: Aber das ändert an unserer ganz wirklich tiefen Verbundenheit mittlerweile gar nichts, weil darauf kommt es nicht an, dass wir da grundsätzlich anders sind, sondern wichtig ist Einstellung, Haltung, das ist es.

Speaker: Und der moralische Kompass ist völlig identisch, muss man sagen.

Speaker: Und das ist das Wichtige und das ist auch

Speaker: Ja, das glaube ich gern.

Speaker: Und auch einfach das Level an Professionalität oder das Selbstverständnis mit der Gewissenhaftigkeit oder mit der Energie, mit der man dann an sowas rangeht, egal was es jetzt ist.

Speaker: Ich finde es total spannend, wie viel mehr da eigentlich noch dazugehört zum Branding, zum Marken-Audio, was du jetzt gerade so ein bisschen angerissen hast, weil am Ende des Tages jetzt aus

Speaker: Aus meiner naiven Sicht ist es, ja, du brauchst natürlich irgendwie Musik, ein Sounddesign und jemanden, der dir die Botschaft spricht und dann muss es am Ende gut klingen.

Speaker: Aber ich glaube, oder so fühlt es sich an, da steckt schon viel mehr Systemik dahinter oder viel mehr Elemente, die jetzt vielleicht für den Konsumenten, die Konsumentinnen gar nicht so im Bewusstsein oder gar nicht so in der ersten Reihe sind, die aber total wichtig sind, wenn sie fehlen.

Speaker: Stimmt das oder wie geht es dir da?

Speaker: Absolut.

Speaker: Also Audio wird nach wie vor, das ist auch sehr ärgerlich, auf der anderen Seite auch eine große Chance für viele Marken und Firmen, wird sehr, sehr unterschätzt.

Speaker: Und im Grunde genommen kennst du aber vielleicht von deinen Sprachaufnahmen auch diese Liebe zum Detail, diese Akribie.

Speaker: Und dann wirst du auch festgestellt haben, dass kleinste Nuancen in der Sprache was ganz anderes beim Rezipienten unter Umständen auslösen können.

Speaker: Und das ist im Audio im Allgemeinen so.

Speaker: Du kannst durch Audio unglaublich viel zerstören, aber auch unglaublich viel richtig machen.

Speaker: Und es gibt wirklich, wir beschäftigen uns da sehr ausgiebig damit, es gibt eine ganze Menge an...

Speaker: an Studien und so weiter, die belegen, wie unglaublich subtil, aber trotzdem wie unglaublich wichtig Audio ist.

Speaker: Und es fängt schon an bei, du hast, was weiß ich, einen Imagefilm und da ist der CEO von einer großen Firma und erzählt was.

Speaker: Und da werden also wirklich Studien gemacht, wo festgestellt wird,

Speaker: dass dort ein schlechter Ton mit demselben Inhalt diesen Menschen in einer Umfrage als weniger seriös und sogar intelligent wahrgenommen werden.

Speaker: Das ist so, als wenn der Ton optimiert ist, wenn es gut klingt und so weiter.

Speaker: Das hat wirklich eine massive Auswirkung.

Speaker: Und dann brauchen wir auch am Ende nicht mehr darüber diskutieren, was am Ende ein Audiologo zu bedeuten hat, die richtige Musik und so weiter.

Speaker: Das sind alles Dinge, die massiven Einfluss haben auf die Wertigkeit von einem Produkt oder einer Firma.

Speaker: Definitiv.

Speaker: Ja, also das kann ich definitiv unterschreiben.

Speaker: Ich hätte jetzt auch ganz klar aus der Hüfte geschossen gesagt, natürlich ist der Wiedererkennungswert unfassbar wichtig, aber du sprichst da von ganz anderen, eigentlich von wirklich psychologischen Effekten oder von...

Speaker: eben subjektiven Wahrnehmungseffekten, die gar nichts mit dem Ton per se zu tun haben, sondern mit dem Charakter des Menschen oder mit der Kompetenz des Menschen.

Speaker: Das finde ich sehr spannend.

Speaker: Also es ist tatsächlich so...

Speaker: dass diese Studien so angelegt sind auch, dass es da gar nicht vorrangig um Audio geht, sondern es geht denen, die die Studie erstellen, um Audio, aber das Testimonial weiß gar nicht, dass es darum geht.

Speaker: Der sagt einfach nur...

Speaker: Das ist ein Profi und das nicht.

Speaker: Der sagt aber nicht, weil das klingt nicht gut und das schon.

Speaker: Das ist nur die Schlussfolgerung, weil das nämlich der einzige Unterschied ist.

Speaker: Das ist das Verrückte daran.

Speaker: Die machen quasi da den Unterschied.

Speaker: Die sagen aber nicht, achte mal auf den Ton, wie klingt es und so weiter.

Speaker: Und schau mal, was für dich besser klingt.

Speaker: Das wäre ja simpel.

Speaker: So ist es aber nicht.

Speaker: So ist es nicht.

Speaker: Sondern es ist einfach so, es gibt bestimmte...

Speaker: an denen ermessen wird, wie wirkt das Video auf dich?

Speaker: Ist es professionell?

Speaker: Selbst das Bild ist völlig identisch und die sagen, das Bild ist schlechter.

Speaker: Echt?

Speaker: Unter Umständen.

Speaker: Die sagen, ja, das ist schlecht gedreht, weil der Ton völlig verhallt ist oder irgend sowas.

Speaker: Ja, das ist echt verrückt.

Speaker: Und deshalb ist Audio so wichtig.

Speaker: Das ist ja auch, sag ich jetzt mal, ähm,

Speaker: Ja, im Grunde, eigentlich ist es ja banal.

Speaker: Also klar, ich sitze jetzt hier als Audio-Mensch, klar ist das wahnsinnig wichtig.

Speaker: Aber es ist natürlich trotzdem spannend, dass es da wirklich kredibile und kuratierte Studien dazu gibt, dass das ganz massiv ist.

Speaker: Ja eben, das ist ja jetzt nicht die University of Daniel R., die das jetzt irgendwie behauptet hat, sondern das sind ja beforschte und belegte und seriöse Studien, die da durchgeführt werden, sicher...

Speaker: auch nicht zuletzt aus wirtschaftlichen Interessen, oder?

Speaker: Weil du willst ja dein Produkt oder deine Marke, dein was auch immer.

Speaker: Du bist vielleicht auch einfach nur dich selbst, wenn du das Produkt bist.

Speaker: Keiner hat ja Bock, irgendwie Team Fiverr zu sein oder so.

Speaker: Alle wollen ja Premium sein und wertig und qualitativ und Vertrauen erwecken und Sicherheit oder was auch immer.

Speaker: nicht shady, keine Ahnung.

Speaker: Und tatsächlich, jetzt wo du drüber gesprochen hast, habe ich ein bisschen sinniert und habe mich an so größere Gruppen, Zoom-Calls erinnert, wo Leute wie ich manchmal mit Kanonen auf Spatzen schießen, hier mit diesem Setup dann rein starten.

Speaker: Und andere Leute mit so einer gerateligen, weiß ich nicht, 640x480 Pixel Kamera irgendwie.

Speaker: Und die nehme ich auch gar nicht so sehr wahr.

Speaker: Und wenn dann der Ton auch noch kacke ist, weil das das Laptop-Mikro ist, was so quirt und was so blechern ist, als würdest du irgendwie in einer metallenen Kloschüssel sitzen, dann höre ich dem auch einfach nicht gerne zu.

Speaker: Und ich habe es nicht beforscht.

Speaker: Ich habe einfach nur ein subjektives Empfinden von...

Speaker: Na, lass mich.

Speaker: Es ist viel.

Speaker: Das Schlimme ist, was heißt das Schlimme, aber du wirst auch dem Inhalt dessen, was der von sich gibt, weniger Bedeutung geben, weil der von dir, ohne dass du das bewusst machst oder gerne machst, in die Schublade, den nehme ich nicht so ernst, geschoben wird.

Speaker: Weil so...

Speaker: Und dann hast du in so einem Call auch noch den Vergleich.

Speaker: Dann hast du quasi ja den, der das super macht und den, der dann nur irgendwie aus dem Off kommt, völlig verhallt und eben dadurch auch den Eindruck erweckt, als würde er es vielleicht nicht so ganz ernst nehmen, wie auch immer.

Speaker: Also das ist natürlich jetzt sehr extrem, aber das ist genau auch der Hintergrund.

Speaker: Das ist sehr spannend.

Speaker: Ja, finde ich auch total spannend.

Speaker: Ich finde auch, es lohnt sich, einfach an den richtigen Stellen zu investieren.

Speaker: Und Audio ist definitiv die richtige Stelle.

Speaker: Also...

Speaker: Was soll ich anders sagen?

Speaker: Ja, das hast du jetzt gesagt, Patrick, ich weiß auch nicht.

Speaker: Was hat er denn plötzlich?

Speaker: Was redet er denn?

Speaker: Das schneiden wir auch raus.

Speaker: Aber ja, tatsächlich fällt mir auch ein, ich finde, ihr macht da auch, also ich beobachte euch ja schon länger auf diesen Social Media Plattformen, von denen alle sprechen.

Speaker: Und mir fällt auf, dass ihr, also ich mag euer Social Media Game sehr.

Speaker: Ich finde es nämlich,

Speaker: nicht nur lustig und kurzweilig, sondern wirklich auch informativ und nicht so anbiedernd.

Speaker: Also nicht so dieses, hey, guck mal hier, ich muss auch stattfinden.

Speaker: Oder so völlig belanglose, ja, das ist ein Käsesandwich, damit ich was gepostet habe.

Speaker: Wie viel Aufwand steckt denn ihr da rein?

Speaker: Weil das ist schon auch immer echt

Speaker: hochwertig produziert, zu Ende gedacht, mit einem Plan, mit einem Konzept, mit einem Schnitt, mit einem guten Bild auch, was ja auch unerlässlich ist am Ende des Tages.

Speaker: Ja, also prinzipiell ist es natürlich eine Marketingmaßnahme, die wir vornehmen am langen Ende, weil klar, die ganze Branche, alle Branchen stecken irgendwie in einer gewissen Krise und man muss auch sich ein bisschen abheben von der Konkurrenz.

Speaker: Und was wir im Großen und Ganzen da gerne teilen möchten, sind im Prinzip zwei beziehungsweise drei verschiedene Dinge.

Speaker: allem voran ist natürlich, dass wir ein bisschen Vertrauen aufbauen können, auch zu Direktkunden, die sehen, die kennen sich aus, die wissen, was sie tun, die befassen sich mit dem Thema und eventuell kann ich die mal konsultieren, wenn ich Problem A, B oder C habe.

Speaker: Das ist wichtig.

Speaker: Genauso wichtig ist es aber auch ein bisschen die Spirits bei uns in der Arbeit und vom Studio rüber zu bringen, um auch ein kreatives Feld, in dem wir arbeiten, um auch zu verstehen, wir sind keine Beamten oder Apotheker, sondern am Ende sind wir halt auch kreative Köpfe.

Speaker: Die bei aller Ernsthaftigkeit und Seriosität, mit der sie es betreiben, auch wirklich Spaß und Freude an dem Ganzen haben.

Speaker: Und das ist ja eine Grundvoraussetzung, sonst hätte ich ja gleich Bürohengst werden können.

Speaker: Also insofern ist es uns auch wichtig, das auch ein bisschen nach draußen zu erzählen im Endeffekt.

Speaker: Das ist ja im Prinzip...

Speaker: wenn man so will, eine digitale Visitenkarte und so ein bisschen muss man es am Ende verstehen und das ist auch der Grund für das Ganze.

Speaker: Zu deiner ursprünglichen Frage, wie viel Zeit stecken wir da rein?

Speaker: Am Anfang relativ viel.

Speaker: Inzwischen haben wir so Mechanismen entwickelt, die ganz gut funktionieren.

Speaker: Wir haben uns mit CapCut befasst.

Speaker: Wir haben uns mit einem Setup befasst, mit dem wir schnell reagieren können, wenn wir mal Bock haben, was zu machen.

Speaker: Wir haben aber auch die Möglichkeit oder wir haben auch die Unterstützung von der Agentur, die wir dafür bezahlen, dass sie uns ein bisschen hilft und die

Speaker: uns auch dabei hilft, welchen Content schaffen wir wohin.

Speaker: Und man muss halt einfach sagen, bei TikTok kann man eher mal was aus der Hüfte schießen, wohingegen bei Instagram und insbesondere dann am Ende bei LinkedIn das Ganze schon ein bisschen mehr Fundament haben muss.

Speaker: Und ja, aber unser Ziel, und das haben wir bisher geschafft, ist jeden Tag ein Post.

Speaker: Wow, wirklich jeden Tag ein Post.

Speaker: Und das auch nicht immer nur auf einer Plattform.

Speaker: Ich wollte gerade fragen, weil ich bin nicht auf TikTok, deswegen kann ich dazu nichts sagen.

Speaker: Und so wie du es beschrieben hast, könnte ich mir vorstellen, okay, jeden Tag ein TikTok-Real mal irgendwie schnell aus der Hüfte geschossen, aber jeden Tag ein LinkedIn-Post von der Qualität und von der...

Speaker: Vorbereitungszeit und sicher auch Postproduktionszeit sozusagen, das stelle ich mir wirklich wie ein Fulltime-Job vor.

Speaker: Also das ist so, bei LinkedIn haben wir nicht jeden Tag einen, sondern einen Schnitt drei pro Woche und du hast aber recht, das ist echt heavy.

Speaker: Das macht der Matthias, deshalb müsste man den jetzt fragen, aber ich bewundere das jedes Mal wieder, wenn ich sehe, denke ich mir Wahnsinn, der steckt da so viel Liebe rein und wirklich auch sehr, sehr viel Herzblut und

Speaker: Ja, das ist am Ende natürlich einfacher, ein TikTok-Video schnell hinzuzimmern.

Speaker: Wobei auch das am Ende nicht so simpel ist, wie es manchmal ausschaut, weil es für uns schon wichtig ist.

Speaker: Also unser Credo ist immer, wir möchten eigentlich dem Rezipienten schon einen Mehrwert schaffen.

Speaker: Also wollen irgendwie im besten Fall auch mal einen guten Tipp geben zum Beispiel oder zumindest subtil irgendwie erklären.

Speaker: Guck mal, also jetzt auch das Thema, wie...

Speaker: hochwertig oder was macht hochwertiges audio aus ja selbst schon in der videokonferenz ist ja zum beispiel ein thema und diese sachen sind ja eine gewisse die haben einen gewissen gegenwert für den der das anguckt und das sollte eigentlich schon also klar machen wir auch mal quatsch aber das ist relativ selten was ich es genau anschauen eigentlich steckt schon immer dahinter dass man ein bisschen was erzählt wo der zuseher oder hörer auch was davon hat

Speaker: Ja, und ich finde, also es ist nur meine küchenpsychologische, meine fünf Cent dazu oder zwei, dass es so wichtig, wichtiger denn je ist heutzutage, dass man den Menschen hinter einer Firma kennenlernt und ein Gefühl zu dem entwickelt.

Speaker: Was hat der für einen Humor?

Speaker: Was hat der für ein Wertesystem?

Speaker: Habe ich...

Speaker: habe ich Bock, da meinen Nachmittag zu verbringen?

Speaker: Oder habe ich das Gefühl, ich muss mich vielleicht, wenn ich, keine Ahnung, ein loses Mundwerk habe, da zusammenreißen, weil der versteht den Spaß nicht oder so.

Speaker: Das ist ja mehr denn je in einer, ja, die goldenen Zwanziger sind vorbei, kann man schon so sagen, in einer Welt, wo wir alle um

Speaker: um Jobs kämpfen, wo die Konkurrenz groß ist, wo die Kreativbranche tendenziell eher

Speaker: überbesetzt ist, ist das, glaube ich, essentiell.

Speaker: Oder so fühlt es sich, das ist meine Erfahrung, wenn Leute zu mir kommen und sagen, es fühlt sich schon so an, als würden wir uns ein bisschen kennen, weil du präsent bist und weil wir schon wissen, wie du tickst so ein bisschen.

Speaker: Hast du die Erfahrung auch gemacht?

Speaker: Definitiv.

Speaker: Also das ist ja auch...

Speaker: Also im Grunde genommen ist ja das, was wir tun, eine sehr vielschichtige Geschichte und natürlich ist die eine Schicht Audio aufnehmen, produzieren, Töne erzeugen, Sprecher aufnehmen, was auch immer.

Speaker: Aber was natürlich auch noch eine ganz, ganz große Rolle spielt, weil es eben ein kreativer Beruf ist.

Speaker: Dass man eine Connection hat zu den Kunden, auch zum Sprecher, auch aus dem Sprecher, das wirst du vielleicht selber kennen, hole ich im Zweifel dann, wenn ich gut mit dem kann und wenn man auf einer Wellenlänge ist, mehr raus, als wenn man sich irgendwie nicht grün ist, aus welchem Grund auch immer.

Speaker: Wichtig ist, dass man eben bei der kreativen Leistung nicht ausblenden darf, dass eben die Connection zwischen Menschen halt ganz entscheidend ist und deshalb ist es uns auch wichtig, das auch ein bisschen zu transportieren über Social Media, dass man auch versteht, das sind auch kreative Köpfe und wie ich vorhin gesagt habe, keine Bankangestellten und das ist wichtig und

Speaker: Und wie du sagst, die Haltung, die dahinter steckt, ist wichtig.

Speaker: Und dann hat man schon so das erste Gefühl, die reiten so ein bisschen auf meiner Welle.

Speaker: Entschuldigung.

Speaker: Die reiten so ein bisschen auf, Punkt.

Speaker: Ich weiß nicht, wie man... Die reiten so ein bisschen.

Speaker: Die reiten so ein bisschen auf.

Speaker: Im Kreis.

Speaker: Die reiten so ein bisschen auf.

Speaker: Punkt.

Speaker: Genau.

Speaker: Kein Problem.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Nee, aber dann weiß man, man ist auf einer Wellenlänge, sagen wir es mal so.

Speaker: Und das ist eben das Schöne, dass man da sozusagen schon, ja, es geht da am Ende um Aufbau von Vertrauen.

Speaker: Und das hat natürlich damit am Ende zu tun.

Speaker: Und man darf auch nicht vergessen, dass wir natürlich im Ton

Speaker: meistens das letzte Glied in der Kette sind.

Speaker: Das heißt, wir haben mit Menschen zu tun.

Speaker: Wir nehmen jetzt mal einen banalen Imagefilm, der vor drei Monaten von einem Team entwickelt wurde, wo vielleicht ein Kunde dahinter steckt, der das erste Mal sowas macht.

Speaker: Wo ein Kunde auch für seine Verhältnisse viel Geld in die Hand genommen hat und wo man wahrscheinlich 20 Feedback-Runden schon beim Bild gedreht hat, im Schnitt und so weiter.

Speaker: Und jetzt kommt am Schluss einer, man stelle sich das vor, der das in irgendeiner Form nicht ernst nimmt oder der sagt, ja jetzt machen wir halt schnell eine Aufnahme, machen wir das schnell und tralala.

Speaker: Das heißt, man muss schon auch verstehen, dass man als letztes Glied der Kette,

Speaker: auch die Verantwortung hat, mit derselben Inbrunst und derselben Leidenschaft an solche Projekte ranzugehen, weil man wissen muss, ja, das haben die aber nicht gestern angefangen, sondern die haben da, da ist ein ganz langer Prozess schon gewesen und an dessen Ende muss ich mit derselben Ernsthaftigkeit und Akribie rangehen.

Speaker: Also das ist ganz, ganz wichtig.

Speaker: Ja, das ist tatsächlich so, so fühlt es sich für mich auch immer wieder an, weil ich mich sozusagen nochmal als Wurmfortsatz des letzten Gliedes, wenn wir jetzt in deiner Analogie bleiben, dass wenn das Projekt eine Sprecherin erfordert, seid ihr sozusagen für Sounddesign, Audio-Post und so weiter.

Speaker: Und dann ruft ihr ja überhaupt erst mich noch an für die

Speaker: ja, für eine total, am Ende finde ich, total wichtige Ebene, nämlich um die Botschaft zu verbalisieren und zu transportieren.

Speaker: Aber im Verhältnis zur Produktionszeit und zum ganzen Prozess, wie du gerade beschrieben hast, ist es halt irgendwie eins vor zwölf auf dieser Uhr.

Speaker: Und das Allermeiste ist schon...

Speaker: Und ganz viel.

Speaker: Ich tue mir dann auch manchmal schwer, mit diesem um fünf vor zwölf dann noch irgendwie kreativen Input zu geben, der mir während der Aufnahme einfällt.

Speaker: Kann man das nicht anders sagen?

Speaker: Das kann man doch so.

Speaker: Oder wenn man das da irgendwie, das vielleicht weglässt oder so.

Speaker: Was ist denn da deine Erfahrung?

Speaker: Sollte ich das lassen?

Speaker: Oder...

Speaker: Kann man das bringen?

Speaker: Ja, das kann man schon bringen, aber du hast natürlich recht, dass es unter Umständen ein sensibles Thema sein könnte.

Speaker: Also ich kann sagen, dass man manchmal wirklich in Sprachaufnahmen auch für große Brands wirklich auf wundersame Weise auf Unverständnis stößt, wenn man plötzlich denen erklärt, Leute,

Speaker: Sollen wir das denn so oder so betonen?

Speaker: Ja, warum?

Speaker: Ja, weil das so betont, was ganz anderes betont wird, dann ist es ganz was anderes wie das.

Speaker: Das setzt die Bedeutung in einen völlig anderen Kontext.

Speaker: Wie meinst du das?

Speaker: Sondern sagst du halt, ja, pass mal auf, so und so.

Speaker: klassiker airwaves durchatmen durch starten airwaves in dieser sprachaufnahme wurde ich vom kunden und auch der sprecher gefragt mensch das wäre doch nie warte mal also eigentlich ist die die durchatmen durch starten und

Speaker: Das hat der Sprecher verweigert, weil er gesagt hat, ne Leute, also ohne Spaß, durch Atmen bekomme ich Luft.

Speaker: Aber das Wort heißt nicht durch Atmen, das heißt durch Atmen.

Speaker: Das ist so ein Klassiker, wo man merkt, oh guck mal, da war sowas von verkopft.

Speaker: Ein Durchatmen, Durchstarten, Airwaves.

Speaker: Leute, also durch Atmen und Starten.

Speaker: bekomme ich Airwaves.

Speaker: Versteht ihr?

Speaker: Das war wirklich krass.

Speaker: Da sitzen ganz viele Kreative und dann fällt der Groschen in der Sprachaufnahme.

Speaker: Ja okay, das macht ja überhaupt keinen Sinn.

Speaker: Das ist einfach ein blinder Fleck gewesen.

Speaker: Auf dem Papier sah es gut aus, der Page hat es funktioniert.

Speaker: Und dann, ja, ja, ja, krass, das kannte ich nicht, aber es ist total ein Bezeichnendes.

Speaker: Ja gut, ich schaue schon ein bisschen her, sonst hätte ich das auch nicht erzählt, weil ich möchte natürlich keine Kunden bissen und ich könnte jetzt auch nicht mal mehr sagen, ob es der Kunde, also der eigentliche Endkunde war von Airwaves oder die Werbeagentur.

Speaker: Das spielt auch gar keine Rolle.

Speaker: Wichtig ist nur, dass man sozusagen, weil du sagst, du bist um eins vor zwölf das letzte Glied in der Kette,

Speaker: Aber du hast noch das volle Potenzial im Ton und auch als Sprecher das ganze Ding völlig in die Hölle zu reißen.

Speaker: An die Wand zu fahren.

Speaker: An die Wand zu fahren oder auch umgekehrt übrigens.

Speaker: Wir haben auch Anfragen, wir hatten es jetzt gerade wieder.

Speaker: Ja, wir haben einen Spot und da ist sehr, sehr viel mit Stock-Footage gemacht worden im Bild.

Speaker: Und wir müssen da über den Ton die Wertigkeit reinbringen.

Speaker: Also mit einem Top-Sprecher, mit geilem Audio, mit Sounddesign.

Speaker: Das kostet uns immer noch einen Bruchteil dessen, als hätten wir echt gedreht.

Speaker: Aber so können wir das ganze Ding insgesamt schon viel positiver flaggen.

Speaker: Und das ist uns dann auch gelungen.

Speaker: Und daran sieht man, die haben das verstanden.

Speaker: Aber das ist natürlich nicht oft so.

Speaker: Und wenn du dann in so Sprachaufnahmen genau solche Sachen hast, wo du sagst, ja Mensch, eine gute Frage...

Speaker: Also das geht so weit, da darf ich jetzt den Namen nicht sagen, weil das nicht so lange her ist, aber das geht so weit, dass ich gesagt habe, Leute, ich habe eure alten Spots angeschaut und der Firmenname, der wird einmal so und einmal so ausgesprochen.

Speaker: Wie heißt ihr eigentlich?

Speaker: Oha.

Speaker: Wurde ich betreten angeschaut.

Speaker: Dann, ja, aber wie meinst du das?

Speaker: Sag ich, ich spiele es euch mal vor.

Speaker: Ich habe hier einen Spot und hier einen Spot.

Speaker: Und ich frage mich, das ist ja ganz unterschiedlich.

Speaker: Wie spricht man denn eure Brand aus?

Speaker: Also selbst sowas kommt vor im Extremfall.

Speaker: Und das ist krass.

Speaker: Also wenn du dann überlegst, wenn du jetzt nicht aufpasst, kann es sein, dass du hier jemanden rausschickst und die Brand wurde nicht richtig ausgesprochen.

Speaker: Das ist schon verrückt oder richtig betont.

Speaker: Ja.

Speaker: Ja, das wäre total schaden.

Speaker: Allein, weil dann so viel Geld schon in die Produktion geflossen ist und wenn es eine Werbung ist, mindestens noch mal so viel Geld in die Schaltung fließen wird.

Speaker: Ja, ja, mehr.

Speaker: Und dieses essentielle Detail nicht geklärt zu haben oder nicht definiert oder wie auch immer nicht bedacht zu haben, ist eigentlich, aber ja, es ist so den Wald vor lauter Bäumen.

Speaker: Genau das wollte ich gerade sagen und das ist ja eigentlich auch das Schöne an unserer Arbeit und auch das Schöne an einem Sprecherjob, dass du natürlich, wir nennen es die Gunst des ersten Hörens, das heißt, du hast also mit Leuten zu tun, die seit drei Monaten nichts anderes machen, als das zu bearbeiten, jedes Frame.

Speaker: Und dann kommen Leute wie wir, also wir machen die Aufnahme, dann kommt der Patrick Messe und dann machen wir das.

Speaker: Du bist der einzige Sprecher, das es gibt.

Speaker: Für alle Sprachen, was viele ja gar nicht wissen.

Speaker: Auch Serbo-Kroatisch rückwärts ist für dich ein Kinderspiel.

Speaker: Und dann kommt es eben zu dieser Gunst auch des ersten Sehens und zur Gunst des ersten Hörens.

Speaker: Ich habe schon Sachen erlebt, also wirklich auch wirklich eine riesige Brand, wo ich in einem Spot gesagt habe, hey,

Speaker: Da ist so eine totale und dann habe ich irgendwann gesagt, hey, kann es sein, dass da unten zwei Statisten rauslaufen aus dem Bild?

Speaker: Nein.

Speaker: Doch.

Speaker: Solche Sachen, das gibt es.

Speaker: Und das ist einfach, weil du halt, das ist auch gar nicht schlimm, das würde mir auch nicht anders gehen, ich will mich gar nicht erhöhen.

Speaker: Das ist so.

Speaker: Du siehst den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr und deshalb ist es schön.

Speaker: Die Gunst des ersten Hörens, das hast du, oder ersten Sehens.

Speaker: Und deshalb ist es eigentlich schon gut, wenn der Kunde...

Speaker: Wer auch immer das ist, Filmproduktion, Werbeproduktion, Direktkunde, auch ein bisschen Vertrauen hat auf das, was da so als erstes kommt, aus der Hüfte.

Speaker: Und das ist ja auch nicht selten, gerade bei Sprechern, wenn es irgendwie ein Gag oder so sein soll oder wenn es ein witziger Spot sein soll, der sagt, ich verstehe das nicht.

Speaker: Da müssen eigentlich alle Alarmglocken angehen.

Speaker: Ich bin ja auch Konsument.

Speaker: Manchmal kann man es ja auch über die Sprache retten, aber ich habe das schon manchmal, dass es dann heißt, wenn ich das aber so und so spreche, glaube ich, versteht man gar nicht, was da der Gag dran sein soll.

Speaker: Ja, das hatte ich tatsächlich auch schon.

Speaker: Ich versuche es immer so konstruktiv wie möglich zu lösen.

Speaker: Also nie einfach nur sagen, das ist scheiße, was ich da gerade sehe oder höre, sondern...

Speaker: Was ist, wenn wir das vielleicht so oder so?

Speaker: Glaubt ihr, wird das dann vielleicht besser?

Speaker: Wird das dann vielleicht klarer?

Speaker: Die Ponte, die Ramp zur Ponte, wie auch immer deutlicher oder so?

Speaker: Und wenn ich dann nicht habe, dann halte ich die Klappe, weil dann ist es nicht mein Zuständigkeitsbereich.

Speaker: Und am Ende des Tages bin ich ja...

Speaker: in erster Linie mal ein kreativer Dienstleister.

Speaker: Ich finde das spannend, was du sagst.

Speaker: Es erinnert mich sehr stark an eine kreative Unternehmensberatung.

Speaker: Kannst du damit was anfangen, wenn ich dich jetzt kreativen Unternehmensberater nenne?

Speaker: Also ich finde es ein bisschen sehr überhöchend vielleicht.

Speaker: Ja, natürlich.

Speaker: Aber sind wir nicht alle ein bisschen Berater?

Speaker: Ja, naja.

Speaker: Ich sage mal so, wir maßen uns schon an und wir werden auch für solche Sachen angefragt, konzeptionell auch zu beraten und konzeptionell bei bestimmten Entwicklungen dabei zu sein.

Speaker: Und wir haben natürlich über die vielen, vielen Jahre, die der Matthias und ich das machen und über unsere Erfahrungen in dem Bereich,

Speaker: Natürlich auch jenseits des berühmten Tellerrandes Möglichkeiten, Dinge zu beurteilen und auch mit Kunden zu besprechen und auch im Zweifel mal, wenn wir die gut kennen, zu hinterfragen und zu sagen, aber seid ihr sicher, dass das eine geile Idee ist, weil irgendwie…

Speaker: habe ich das Gefühl, das wird falsch verstanden zum Beispiel.

Speaker: Oder das transportiert eigentlich die berühmten Key-Values nicht von dem Unternehmen ausgründen, ABC und so weiter.

Speaker: Klar geht es dann meistens im Bereich Audio darum.

Speaker: Und es geht aber natürlich auch in der Sprachaufnahme darum, wenn der Sprecher anfängt,

Speaker: etwas sehr ironisch zu machen und man dann sagt Leute ich habe so ein bisschen das Gefühl wir verlieren da wenn wir das machen ein bisschen ja es soll witzig sein aber wir haben so ein bisschen Glaubwürdigkeit die wir vielleicht aufgeben dadurch als Beispiel und natürlich massiv mit Musik ob wir die jetzt selber machen oder ob wir die für den Kunden recherchieren und entsprechend sozusagen da eine Beratung machen

Speaker: Da kannst du ja, mit Musik kannst du ja alles in einen völlig anderen Kontext stellen.

Speaker: Da kannst du ja so viel falsch und richtig machen.

Speaker: Das ist schon erheblich.

Speaker: Und deshalb sehe ich das schon als, also ich finde jetzt Unternehmensberatung, kreative Unternehmensberatung ein bisschen viel.

Speaker: Aber ja, das sage ich auch nur, weil Unternehmensberatung heutzutage ein Bullshit-Job geworden ist.

Speaker: Ja, natürlich.

Speaker: Jetzt haben wir das auch.

Speaker: Geil.

Speaker: Dann hätten wir das auch geklärt.

Speaker: So, fälliger U-Turn, Daniel.

Speaker: Danke, die Wertschätzung ist weg.

Speaker: Nein, aber natürlich innerhalb dieses Spielfeldes jetzt nicht McKinsey und so.

Speaker: Aber was macht denn für dich einen guten Sprecher aus, eine gute Sprecherin aus?

Speaker: Wen buchst du gerne wieder?

Speaker: Ich würde es in mehrere Bereiche aufteilen.

Speaker: Es gibt mal den rein technischen Bereich.

Speaker: Der technische Bereich heißt für mich, der Sprecher spricht sauber.

Speaker: Der Sprecher kann repetieren.

Speaker: Das bedeutet, der Sprecher kann einen Take, den ich ihm vorspiele, genauso nachsprechen mit der einen Veränderung, die ich möchte.

Speaker: Und er ist lesesicher, also verspricht sich nicht permanent und hat so klassische Sachen wie permanentes Schmatzen nicht und so, wo ich halt schon weiß, das wird wieder eine Arbeit, das schön hinzubekommen.

Speaker: Das ist die technische Seite.

Speaker: Einfach Handwerk, das ist die Toolbox.

Speaker: Das ist die Toolbox, also wirklich das Handwerk vom Sprecher.

Speaker: Der zweite Punkt ist, und das ist ja logisch, dass der Sprecher eine gute Stimme hat mit einer guten Präsenz, die er weiß einzusetzen.

Speaker: Ich meine, das ist ja eine Binsenweisheit.

Speaker: Ja, okay, also der hat eine geile Stimme, die klingt gut und die habe ich ja im Zweifel auch selber gecastet dafür und dann weiß ich auch, die passt zu der Brand.

Speaker: Und, das ist ganz entscheidend manchmal, je nachdem was es ist, der Sprecher hat eben auch ein gewisses Verständnis für eine Marke oder nicht für eine, sondern generell für eine Marke.

Speaker: Also der weiß, was er da tut im Sinne des Kunden oder dem, was da rauskommen soll.

Speaker: Sprich,

Speaker: Er wird während der Sparaufnahme ein Verständnis dafür entwickeln, was der Kunde mit dem Produkt, das er da als Chef schafft, quasi erzielen möchte und ist ein Teil von dem kreativen Prozess und zwar ein Teil, der seinen Input bringt, der auch Sinn macht.

Speaker: Und das erlebe ich schon, also dass Sprecher auch ein Verständnis dafür haben und auch sagen, du,

Speaker: ich lasse mich mal so eine machen, ich habe so das Gefühl, bei dem Satz ist es vielleicht cleverer, wenn wir das so machen, weil sich das dann vielleicht so... Das ist das, was für mich einen guten Sprecher ausmacht.

Speaker: Das ist dann halt am Ende wahrscheinlich die Überschrift auch Erfahrung.

Speaker: Das ist natürlich auch so ein Punkt.

Speaker: Gibt es auch bestimmte Kunden und SprecherInnen, die du...

Speaker: trotz der Check-all-the-Boxes, die du gerade gesagt hast, die du nicht miteinander zusammenbringst, weil sie aus Persönlichkeitsgründen vielleicht nicht kompatibel sind oder so?

Speaker: Gibt es No-Gos?

Speaker: Ich sage mal so, es gibt Sprecher, die ich kenne, die werden aber weniger, von denen ich weiß, dass sie schnell ungeduldig werden und

Speaker: Das sind natürlich ziemlich bekannte Leute teilweise, manche sind davon schon gestorben inzwischen, die in der Zusammenarbeit sehr unflexibel sind und sich sehr sozusagen auf ihren Sprechlorbeeren ausruhen und ziemlich schnell die Lust verlieren weiterzumachen.

Speaker: Und so einen Sprecher würde ich nicht zusammenbringen mit einem Kunden, der sich im Vorfeld schon mit den ganzen Stimmen, die ich ihm geschickt habe, schwer getan hat und im Grunde genommen schon durch die Konversation, die ich mit ihm hatte, schon vermittelt hat, dass er eigentlich mit Sprache, Sprachaufnahmen nicht viel Erfahrung hat, aber doch...

Speaker: Wahnsinnig viel Wert drauf legt.

Speaker: Also du merkst ja, oh, wir buchen da einen Sprecher und das muss so und so.

Speaker: Und dann merkst du, okay, das wird eine Sprachaufnahme, wo wir möglicherweise auf eine lange Suche gehen.

Speaker: Dann weiß ich natürlich schon, dann fallen Sprecher raus oder SprecherInnen, fallen da raus, von denen ich weiß,

Speaker: Das wird mit denen ungemütlich.

Speaker: Also das ist aber der einzige Fall.

Speaker: Ansonsten muss ich sagen, ist es unser fucking Job als Tonstudio und als die, die auch die Sprecher vermitteln und auch casten und auch vorschlagen,

Speaker: dass wir dafür sorgen, dass diese Ebene erschaffen wird im Zweifel, wo Kunde und Sprecher sich treffen und am Ende den bestmöglichen Output bekommen.

Speaker: Das ist dann schon auch unser Job als Vermittler im weitesten Sinne.

Speaker: Ja, ich finde auch, da gehört eine gewisse zu der, ihr macht ja auch dann die Sprachregie zusammen mit jemandem, der das Projekt kreativ betreut, ein Creative Director, was auch immer.

Speaker: Aber ich finde eben, wie du sagst, abseits der technisch-handwerklichen und so weiter Sachen,

Speaker: ist es auch ein so gigantisch angenehmer, großartiger Vorteil, wenn der Tonmeister, die Tonmeisterin, die die Aufnahme fährt, ein organisches Bindeglied ist und vermittelt und mich abholt und die Kundin mitbeführt.

Speaker: in dieselbe gedankliche Fahrwasser bringt oder so, anstatt wirklich einfach nur, das ist mein Job.

Speaker: Ich bin hier am Mischpult und ihr könnt euch das irgendwie miteinander ausmachen.

Speaker: Das kann ich auch jetzt dir persönlich mal sagen, on the record, dass du das sehr angenehm und dass du das sehr toll machst.

Speaker: Das ist schön.

Speaker: Dankeschön.

Speaker: Sehr gerne.

Speaker: Harter Themenwechsel.

Speaker: Jetzt genug der Schmeichelei.

Speaker: Du weißt vielleicht, ich bin sehr Kampfsport begeistert, habe lange Kickboxen gemacht und mache jetzt Brazilian Jiu-Jitsu einige Zeit.

Speaker: Du machst Krav Maga.

Speaker: Erzähl mal ein bisschen davon.

Speaker: Ja, mache ich noch nicht so lange, zweieinhalb Jahre.

Speaker: Ein Freund von mir, ein guter, der übrigens ein Mastering-Studio hat, mit dem ich im normalen Fitnessstudio bin, der ist Taekwondo-Lehrer und der hat dann immer mal schwadroniert, das wäre doch was für uns beide.

Speaker: Dann habe ich noch einen uralten Freund, der das schon seit zwölf Jahren macht und zwar auch da, wo wir jetzt sind, der auch immer wieder gesagt hat, hey, das wäre was für dich und nachdem dann irgendwie aus Zweiecken kam, mach mal.

Speaker: Habe ich das gemacht, war sofort addicted.

Speaker: Bin total begeistert, finde das total cool.

Speaker: Das macht mir mega Spaß.

Speaker: Es ist auch viel Sport dabei, einfach Fitness.

Speaker: Es ist eine coole Community.

Speaker: Ich glaube, es ist ein bisschen, nee, nicht ein bisschen.

Speaker: Es ist also überhaupt nicht politisch belastet.

Speaker: MMA, weiß ich, ist manchmal rechtsbelastet, muss man sagen.

Speaker: Habe ich immer wieder mal gehört.

Speaker: Kann ich jetzt selber nicht verifizieren, aber habe ich immer wieder mal gehört.

Speaker: Das gibt es bei uns halt überhaupt nicht und wir haben das große Glück hier in München auch den John Freeman zu haben.

Speaker: Das ist sozusagen der Director in Deutschland.

Speaker: Das gibt ja irgendwie bei Graf Maga, soweit ich weiß, immer nur einen Director pro Land.

Speaker: Also einen, der sozusagen den Hut komplett auf hat im IKMF.

Speaker: Und den haben wir.

Speaker: Das ist ein super Trainer, ein super lieber Kerl.

Speaker: Und genau, und da bin ich.

Speaker: Und das Besondere ist natürlich, es ist ja kein Kampfsport, sondern es ist eine Form der Verteidigung.

Speaker: Es gibt auch keine Wettkämpfe, sondern es gibt Prüfungen.

Speaker: Da habe ich auch schon zwei abgelegt und bestanden.

Speaker: Und ich prügel mich auch nie.

Speaker: Ich habe mich auch noch nie geprügelt.

Speaker: Das wird auch nie passieren.

Speaker: Aber ich habe jetzt tatsächlich mal eine Situation gehabt, in der ich gemerkt habe, es hat an meiner Haltung was geändert.

Speaker: Und das war ganz gut.

Speaker: Also ich muss sagen, es gibt einfach eine zumindest vermeintlich mehr Sicherheit, weil man das Gefühl hat, okay, wenn was wäre, wüsste ich jetzt zumindest eher, was zu tun wäre.

Speaker: Und trotzdem, ich denke, ich werde in die Verlegenheit nicht kommen.

Speaker: Glücklicherweise, dass ich es wirklich mal brauche.

Speaker: Ich meine, da wird ja mit Messern auch hantiert und allem Möglichen.

Speaker: Also ich habe sowas noch nie erlebt.

Speaker: Ich bin in München und nicht irgendwo in Timbuktu.

Speaker: Also ich sage jetzt mal, es ist halt nicht so wahrscheinlich, dass was passiert.

Speaker: Aber es gibt ein gutes Gefühl und ich sehe halt vor allem den sportlichen Aspekt.

Speaker: Aber nimmst du, ist es für dich nur sozusagen ganz... Nimmst du Drogen.

Speaker: Genau, nimmst du Drogen.

Speaker: Nimmst du eigentlich Drogen.

Speaker: Oder ist das systematische Anderen in die Eier treten deine Drogen?

Speaker: Nimmst du das so als klaren Ausgleich und getrennt von deinem restlichen Leben oder nimmst du daraus auch was in dein persönliches Leben mit, in deinen beruflichen Alltag oder so?

Speaker: Ich glaube nein.

Speaker: Also ja, es ist natürlich ein Ausgleich und es ist natürlich klar, wenn man jetzt hier in der Produktion ist und sehr konzentriert arbeitet den ganzen Tag und auch sitzt und so weiter, das sind ja rein physische Unterschiede, dann ist das bestimmt auch ein sehr, sehr guter Ausgleich, aber das war jetzt nicht meine Intention.

Speaker: Also meine Intention ist vielleicht Sport im Allgemeinen als Ausgleich.

Speaker: Also das macht auf jeden Fall Sinn.

Speaker: Und es ist auch definitiv so, dass generell Bewegung und Sport auch wirklich ziemlich massive psychische Auswirkungen hat.

Speaker: Also zumindest bei mir macht es wirklich was.

Speaker: merke ich immer dann wenn ich mal krank bin und keinen Sport machen kann werde ich unleidlich und es ist einfach nicht geil und deshalb ist auch gerade so ein Sport wir machen am Ende immer so ein Drill ja wo man sich komplett verausgabt und dann die Technik die man vorher gelernt hat noch mal unter diesem

Speaker: in dieser Anspannung auch nochmal ausüben muss, weil da bleibt nämlich meistens nicht mehr viel übrig, um das sozusagen auch zu erlernen, dass man unter einem hohen Adrenalinspiegel auch das noch kann.

Speaker: Und das ist halt einfach ein geiles Auspowern.

Speaker: Aber dass ich jetzt aus irgendwelchen Gründen...

Speaker: dass ein Sport dafür gewählt hätte, um jetzt bewusst was in der Arbeit auszugleichen oder so, das ist eigentlich nicht Sport im Allgemeinen, ja, aber nicht dieser Sport im Speziellen.

Speaker: Nein, das hätte ich jetzt auch gar nicht gemeint, sondern eher, ich beobachte das bei mir, dass zum Beispiel die Resilienz, die Frustrationstoleranz einfach ein ganz anderes Level erreicht hat, die eben, wie du sagst, die Ausdauer, sich mit etwas so hoch konzentriert zu beschäftigen und sich tendenziell

Speaker: Wohl zu fühlen in der Überforderung, in der irgendwann kann ja auch eine Aufnahmesituation oder eine berufliche Situation belastend, auslaugend und angespannt werden, da bei sich zu bleiben in der Ruhe und im Leben.

Speaker: im Konstruktiven, Zugewandten trotzdem zu bleiben, das hilft mir schon sehr.

Speaker: Und ich muss schon auch sagen, so subtil, glaube ich, schwingt es mit bei...

Speaker: Bei Verhandlungssituationen, dass ich mich nicht ganz so sehr rumschubsen lasse oder so, natürlich metaphorisch gemeint, keiner schubst mich rum, wenn er sagt,

Speaker: arbeite für mich, arbeite billiger für mich.

Speaker: Aber sich seiner selbst bewusst sein, bewusster sein im weitesten Sinne.

Speaker: Das sind, glaube ich, für mich sehr hilfreich.

Speaker: Und wie du schon gesagt hast, allein, dass du unrund wirst, wenn du krank bist und irgendwie zwei Wochen nicht drin werden kannst, geht mir genauso.

Speaker: Ich habe gerade Schulter, eigentlich sollte ich gar nicht trainieren, aber ich gehe trotzdem hin und mache halt nur die Technik.

Speaker: Keine Belastung, aber auch das soziale Zusammenkommen und sich gemeinsam mit etwas beschäftigen, miteinander Erfolgserlebnisse feiern, das ist total geil.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Also es geht auch wirklich um die, ja, um dieses im Kollektiv was machen, um die Community, um die Leute, die man da trifft.

Speaker: Und das ist einfach schön.

Speaker: Also das hat ja dann sozusagen das, was verbindet, ist der Sport.

Speaker: Und alles andere sind wahrscheinlich alles Leute, die sonst nichts miteinander zu tun hätten.

Speaker: Das ist spannend.

Speaker: Total.

Speaker: Oder viele davon hätten vielleicht nichts miteinander zu tun.

Speaker: Das ist auch

Speaker: Wie gesagt, wir sind auch eine ganze Menge Frauen.

Speaker: Es ist auch irgendwie cool, gerade sowas auch zu machen.

Speaker: Und ja, es macht Spaß.

Speaker: Ja, meine Tochter muss da auch durch.

Speaker: Ob sie will oder nicht.

Speaker: Wie alt ist die?

Speaker: Die macht Kraft Maga.

Speaker: Nein, die macht nicht Kraft Maga.

Speaker: Gibt es bei uns ab 10?

Speaker: Kannst du als Jugendlicher machen.

Speaker: Wow, das hätte ich nicht gedacht.

Speaker: Ich hätte gedacht, Kraft Maga vielleicht so ab 14 oder 16.

Speaker: Nein, nein, gibt es.

Speaker: Nein, die hat ein Jahr Kickboxen gemacht, also Kinderkickboxen.

Speaker: Und jetzt hat sie tatsächlich ihre erste BJJ-Stunde gemacht.

Speaker: Oh, cool.

Speaker: Weil es halt auch sehr spielerisch ist.

Speaker: Es ist im Endeffekt Rumkugeln mit Konsequenzen.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Purzelbaum mit Hindernissen.

Speaker: Ja, genau.

Speaker: Und das finde ich eben total wichtig, gerade für Frauen, sich und ihren Körper und ihre Grenzen genau zu kennen und genau abstecken zu können und handlungsfähig zu bleiben und nicht zu freezen oder so oder irgendwas über sich ergehen zu lassen, was sich absolut nicht ansteht.

Speaker: was nicht angenehm ist.

Speaker: Das passiert uns Männern ja Gott sei Dank sehr, sehr selten.

Speaker: Aber ja, einfach, ich muss auch ehrlich sagen, und meine Frau und ich sind da irgendwie einer Meinung, wir wollen

Speaker: später mal auch entspannt zu Hause bleiben, schlafen können, wenn sie mal weggeht.

Speaker: Und wenn ich weiß, die kennt sich aus, die kann sich verteidigen, die kann deeskalieren und wenn es sein muss, auch eskalieren, um sich des Leibes zu erwehren, dann sitze ich nicht auf der Pritsche und kau Nägel, bis sie zurückkommt, sondern

Speaker: Ja, es ist schon auch eine egoistische Komponente dabei.

Speaker: Ja, und das, was du richtig gesagt hast, spielt bei uns auch eine sehr große Rolle, die Prävention.

Speaker: Also quasi, das ist ja auch was, was für deine Tochter auch wichtig ist, die Situationen zu erkennen, wo es heikel werden könnte, so frühzeitig zu erkennen, um die in diese gar nicht mehr hinein zu geraten.

Speaker: Das ist, glaube ich, eine ganz, ganz, ganz, ganz wichtige Geschichte.

Speaker: Und wenn die später mal weggeht und so weiter, wird dir das helfen, dass sie halt auch dafür schon ein paar Antennen mehr hat als andere und merkt, da halte ich mich jetzt mal lieber zurück oder da ziehe ich mich raus oder da gehe ich mal lieber weg und so weiter.

Speaker: Das ist ja schon ein eigentliches Skill.

Speaker: Wir haben immer dieses klassische Beispiel von, ihr hält einem das Messer vor die Nase und will dich ausrauben.

Speaker: Was mache ich da?

Speaker: Das kann ich dir genau sagen, ihm alles geben, was er will.

Speaker: Oder meinst du, selbst wenn du 500 Euro in der Tasche hast, dass es sinnvoll ist, ihm die nicht zu geben und mit einem Messer eine zu geben?

Speaker: Also, das ist das, was wir wirklich lernen.

Speaker: Was machst du dann?

Speaker: Ja, drückst ihm halt in die Hand.

Speaker: Ganz einfach.

Speaker: Du wirst irgendwann sagen, hey geil, das hat mich nur 500 Euro gekostet, mein Leben zu retten.

Speaker: Ja, das ist aber halt so.

Speaker: Und überhaupt mal so ein Mindset auch zu haben und auch zu verstehen, wie du sagst, das ist nicht mit Scheuklappen, sondern ein bisschen gucken mal, ein bisschen schauen,

Speaker: Und dann im Zweifel mal lieber die Straßenseite zu wechseln, das macht Sinn.

Speaker: Ja, ja, total.

Speaker: Ja, aber ich hoffe, ich werde keine Kampfsport-Dance-Mom, die ihre gescheiterten Träume, also meine gescheiterten Träume, an ihr auslebt.

Speaker: Nein, das nicht.

Speaker: Sie macht sie natürlich freiwillig, nennt man das, glaube ich.

Speaker: Ja.

Speaker: Nein, das macht ja auch riesen Spaß, wenn der Trainer, die Trainerin passen und das spielerisch ist.

Speaker: Ja, super.

Speaker: Dann ist das so lustig und so cool und so eine Freude.

Speaker: Ich wollte eigentlich irgendwie, ich sag's dir jetzt ganz ehrlich, irgendwie wollte ich organisch einbauen, weil ich mal so gelacht habe, nämlich den Begriff Meinungsverstärker.

Speaker: Ja, das wollte ich gerade sagen.

Speaker: Kannst du?

Speaker: Ich habe jetzt kein Segway gehabt, deswegen erklär bitte unseren Hörerinnen und Hörern da draußen, was du damit gemeint hast.

Speaker: Ich habe wirklich laut gelacht, dass du das verwendet hast.

Speaker: Also wir nennen alles, was sozusagen über die normalen am Körper natürlich befindlichen Dinge hinausgeht, was man einsetzen kann als etwas, was man dem anderen physisch antun kann.

Speaker: Mit etwas, was jemanden physisch antun kann, nennen wir Meinungsverstärker.

Speaker: Irgendeine abgeschlagene Bierflasche, ein Stein, ein Stuhl, keine Ahnung, Meinungsverstärker nennen wir das ja genau.

Speaker: Das ist für mich sehr, sehr schön.

Speaker: Und das ist tatsächlich das Einzige, was mir jetzt im klassischen Kampfsportkontext so ein bisschen nicht fehlt.

Speaker: Ja doch, es fehlt mir nicht.

Speaker: Nein, ich habe wirklich genug zu tun.

Speaker: Ich bin wirklich ganz, ganz unten in der Nahrungskette immer noch.

Speaker: Das gibt so viele Level bis hin.

Speaker: Aber das ist tatsächlich das Einzige, wo ich, wie soll ich sagen, da zu Krav Maga rüberschiele.

Speaker: Das wäre aber auch interessant, dass das da auch natürlich organisch vorkommt und eingebaut wird.

Speaker: Ja.

Speaker: Ist das ein großer Teil, wenn man sich jetzt mit Krav Maga liebäugelt?

Speaker: Ja, also es kommt schon öfter vor.

Speaker: Also das geht ja dann in höheren Leveln bis hin zu wirklich Schusswaffen auch und Maschinengewehren und so Zeug.

Speaker: Wo der Witz dann auch ein bisschen albern für mich jetzt.

Speaker: Aber ich sage jetzt mal, ein Messer ist schon eine Sache.

Speaker: Also ich weiß ja nicht, wo du wohnst, aber ich habe am Hart gewohnt.

Speaker: Da war es ganz...

Speaker: Das hat sich nicht verbessert.

Speaker: Nee, aber es ist natürlich eine Sache.

Speaker: Also ich habe im Fitness eine Freundin, die ist Polizistin hier an der PI am Hauptbahnhof.

Speaker: Die hat auch einen Kollegen vor ein paar Jahren waren, vor zwei oder drei verloren.

Speaker: Also der ist querschnittsgelähmt, das ist echt schlimm.

Speaker: Der von hinten mit dem Messer in den Hals gestochen wurde.

Speaker: Und die erzählt mir wirklich so Sachen wie, jeder dritte Jugendliche und auch Kinder, die die kontrollieren, hat eine verbotene Waffe, weiß ich.

Speaker: Und da reden wir halt von Schnappmessern und so.

Speaker: Das ist richtig krass.

Speaker: Richtig krass.

Speaker: Und die haben damit auch überhaupt kein Problem.

Speaker: Die sagen, ja, nimm es halt, hole ich mir wieder eins.

Speaker: Mir ist scheißegal.

Speaker: Also es ist schon krass.

Speaker: Und deshalb...

Speaker: Also wie gesagt, Messer ist eine ganz, ganz, ganz üble Geschichte und eine ganz, ganz, also damit hast du eigentlich verloren, wenn dir einer gegenübersteht und weiß, was er tut, das ist wirklich absurd, aber...

Speaker: wenn man ein bisschen schon mal das Gefühl hatte, das sind ja Gummidinger bei uns im Training, aber trotzdem, es macht was mit dir.

Speaker: Es gibt dir irgendwie ein Gefühl dafür, wenn du das erste Mal in so einer Situation bist und dir wirklich einer ein Messer irgendwo hinhält.

Speaker: Das ist...

Speaker: Man will es nicht erleben.

Speaker: Das ist wirklich schlimm.

Speaker: Und Graf Maga wird ja in Israel, wie du gesagt hast, richtig entwickelt.

Speaker: Und das ist ja etwas, was sich stetig weiterentwickelt auch.

Speaker: Und das passiert ja ganz viel auch auf Überwachungskameras, Tel Aviv und so weiter.

Speaker: Da passiert ja permanent irgend sowas.

Speaker: Und die haben Überwachungskameras, wo jemand niedergestreckt wird mit einer Waffe, was auch immer.

Speaker: Und dann wird auch geguckt, weil das dort sehr viele machen, Graf Maga, hat der vielleicht Graf Maga gemacht, wie hat er es angewendet, was könnte man besser machen, was ist so ein typisches Ding, was diese Angreifer so machen, wenn sie nicht geübt sind, wie stechen die zu auch und so banale Sachen oder wie versteckt er die Waffe, also das sind schon, ja,

Speaker: Ja, es spielt eine Rolle.

Speaker: Das finde ich total spannend.

Speaker: Das hätte ich nicht gedacht.

Speaker: Also wusste ich auch gar nicht, dass das so proaktiv weiterentwickelt wird.

Speaker: Aber klar, macht total Sinn.

Speaker: Und das ist auch tatsächlich der einzige Vorbehalt, den ich gegen ganz traditionelle Kampfsportarten habe, wie jetzt Karate oder Taekwondo.

Speaker: Die sind...

Speaker: für den Selbstverteidigungszweck so ein bisschen aus der Zeit gefallen.

Speaker: Die sind sportlich total super für die Flexibilität, für die Körperkontrolle, Hand-Auge-Koordination, alle vier Gliedmaßen in unterschiedliche Richtungen bewegen gleichzeitig und so.

Speaker: Alles super.

Speaker: Aber das ist auch das, was ich bei Jiu-Jitsu so mag, dass das, also da kommt irgendein 19-Jähriger um die Ecke aus irgendeiner Favela in Brasilien und es plötzlich, mit denen keiner auf dem Zettel gehabt hat und es plötzlich hat alle Legenden irgendwie submitted, weil er einfach so einen unüblichen Stil hat und dann schauen

Speaker: alle, okay, wie hat er das gemacht?

Speaker: Und dann wird das Finish halt nach ihm benannt oder so.

Speaker: Das ist völlig Banane, aber geil, weil es sich so weiterentwickelt und so voneinander profitiert und lebt.

Speaker: Das ist jetzt natürlich ein sehr tragisches Beispiel, wie du es genannt hast.

Speaker: Aber sowas finde ich total schön, wenn es nicht dogmatisch und stehen geblieben ist in 1736 oder so.

Speaker: Aber apropos 1736, wie hat sich die Branche deiner Meinung nach seit 1736 verändert?

Speaker: Die Kreativbranche, nicht die Kraftmarkt-Artenbranche.

Speaker: Nein, also seit du angefangen hast.

Speaker: Ja, also ich denke, es ist natürlich alles steht und fällt natürlich mit ganz viel technischem Fortschritt.

Speaker: Und dieser technische Fortschritt, der hat so zwei Komponenten.

Speaker: Das eine ist, es wird qualitativ besser.

Speaker: Das ist mal noch relativ...

Speaker: Aber was natürlich auch ganz gewaltig ist, ist natürlich, dass du halt unfassbar viel schneller geworden bist, dass man sehr, sehr viel schneller arbeiten kann.

Speaker: Also ich rede jetzt mal von einer Zeit, wo man irgendwie einen Werbespot am Tag gemacht hat, weil man den erstmal überspielt hat digital am Anfang und danach gab es erstmal Brotzeit für alle.

Speaker: Und dann hat man sich überlegt, okay, am Schluss hat man dann da irgendwie einen Master wieder auf einen Digitalband überspielt.

Speaker: Heute ist es natürlich unfassbar viel schneller, unfassbar viel mehr, was man in derselben Zeit stemmen muss.

Speaker: Und das wiederum hat natürlich am Ende auch eine Auswirkung, wenn du nach Zeit bezahlt wirst, auf das, was du am Ende an Income auch hast.

Speaker: Aber das ist das, was sich im Wesentlichen verändert hat.

Speaker: Und dann müssen wir aber die letzten zwei Jahre ausklammern.

Speaker: Da kommst du bestimmt auch gleich nochmal drauf wegen KI und so weiter.

Speaker: Da hat sich natürlich auch nochmal in einem anderen gewissen Maße was getan, weil es natürlich auch da exponentiell schnell geht, ja die Entwicklung.

Speaker: Aber an sich sind es, denke ich, die zwei Komponenten.

Speaker: Also das Technische einfach qualitativ besser plus, dass du halt viel mehr in kürzerer Zeit schaffst.

Speaker: Ja, verstehe, verstehe.

Speaker: Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, lieber Daniel, ob ich heute Lust habe, über KI zu reden.

Speaker: Ich sage es dir wirklich, wie es ist.

Speaker: Es steht mir gerade echt bis hier.

Speaker: Hast du denn Lust, über KI zu reden?

Speaker: Wenn du was wissen möchtest, ich sage es dir.

Speaker: Meine Meinung natürlich.

Speaker: Nichts Credi-Piles, nichts was man jetzt irgendwie, also nur meine Meinung halt, die ich aktuell habe.

Speaker: Deine Meinung höre ich total gerne.

Speaker: Ich muss nur, du sagst einfach ganz ehrlich, ich bin einfach ein bisschen übersättigt gerade und ich habe so ein bisschen das Gefühl,

Speaker: Ich drehe mich im Kreis oder ich rufe so in einen Wald hinein manchmal.

Speaker: Und es gibt durchaus das ein oder andere Waldtier, das auch zuhört, aber dann so große geopolitische

Speaker: Dynamiken frustrieren mich dann immer wieder.

Speaker: Aber sag mir deine Meinung und vielleicht auch auf euch ganz als Tonstudio konkret bezogen.

Speaker: Also jetzt machen wir mal alles, was nicht Sprecher betrifft.

Speaker: Also erstmal kurz, was nicht Sprache betrifft.

Speaker: Wir arbeiten sehr, sehr viel länger mit KI, als es jetzt sozusagen den Mainstream erreicht hat.

Speaker: Viele von denen tun es auch, oder viele von uns tun es, ohne dass sie es wissen.

Speaker: Denn es gibt etliche Plugins und so weiter, die auf KI basieren und die es schon länger gibt als JGPT.

Speaker: Also das heißt, wenn man danach fragt, was sagst du zu KI, dann sage ich, ja das kennen wir schon länger, wir haben halt nur nicht darauf geachtet, weil wir es einfach als gegeben hingenommen haben.

Speaker: Aber es gibt natürlich etliche Plugins, auch gerade für die Audio-Restauration und so weiter, die mit KI arbeiten und eben schon länger damit arbeiten.

Speaker: Das ist schon mal Punkt eins.

Speaker: Diese Tools, die erleichtern uns natürlich in vielerlei Hinsicht den Alltag.

Speaker: Die wiederum tun uns auch weh, weil Leute, die sich nicht so auskennen, sie auch benutzen können.

Speaker: Aber...

Speaker: Das ist generell so.

Speaker: Also wenn wir jetzt wieder das Beispiel JetGPT nehmen, du kannst was prompten, der Output von dem, was JetGPT ausspuckt, muss aber von einem, der sich auskennt, geprüft werden.

Speaker: Also wenn du jetzt einfach nur hingehst und promptest und sagst, das nehme ich als gegeben, dann wirst du auch früher oder später eher früher irgendwo in eine Falle tappen.

Speaker: Das heißt, wir sind ja nicht an dem Punkt, wo dieses Ding autark ist.

Speaker: Ist es nicht.

Speaker: Und gleiches gilt natürlich auch für alle Audio Tools.

Speaker: Wenn ich nicht weiß, was ich da tue, so sehr mir die KI hilft und wenn ich quasi das Ergebnis nicht professionell beurteile, was hat das Ding gerade gemacht und nicht höre, dass diese oder jene Rauschunterdrückung wahnsinnig viele Artefakte in der Sprache gemacht hat als Beispiel oder was auch immer.

Speaker: dann werde ich auch nicht das richtige Ergebnis bekommen.

Speaker: Das heißt, Experten sind gefragt.

Speaker: Gleiches gilt auch für, um jetzt auf dich auch zu kommen, gilt auch für Text-to-Speech.

Speaker: Also alles, was Sprachsynthese ist.

Speaker: Und

Speaker: Unsere Erfahrung damit ist, und wir hatten gerade erst wieder einen Fall, wo eine sehr, sehr große Firma das auch unbedingt mit KI lösen wollte und so weiter.

Speaker: Und in dem Gespräch kam heraus, ja, wir brauchen aber euch, weil ihr macht ja eh die Mischung und so weiter.

Speaker: Und wir haben da drei Leute, die haben sich da drei Tage mit beschäftigt und die kommen einfach nicht zu einem richtig geilen Ergebnis.

Speaker: Wo ich dann halt sage, ja gut, jetzt sag mir mal, was kostet so ein Typ am Tag, dann nehmen wir das mal drei, dann nehmen wir nochmal mal drei und das hast du jetzt schon mal bezahlt dafür, um rauszufinden, was ja wiederum gut ist, weil manche hören den Unterschied gar nicht, dass das nicht richtig geil ist.

Speaker: Das heißt...

Speaker: Jetzt stellen wir diesen Preis mal in Kontext zu einem Sprecher.

Speaker: Der Sprecher, in dem Fall die Sprecherin, hätte euch das übrigens eine halbe Stunde gemacht.

Speaker: Und dann hättet ihr alles gehabt.

Speaker: Und zwar viel besser als euer kompromissbehaftetes Ergebnis, was ihr jetzt nach drei Tagen Rumpromterei hattet.

Speaker: Warum war das bei denen so schwierig?

Speaker: Weil die auch sehr, sehr viele Anglizismen haben.

Speaker: Das ist aber nichts Unübliches.

Speaker: Aber das ist halt eine Brand, die halt viele Anglizismen hat und die haben sich halt dermaßen einen abgebrochen.

Speaker: Diese Anglizismen werden ja entweder falsch ausgesprochen oder die werden dann plötzlich partiell native ausgesprochen.

Speaker: Das heißt, du merkst aber sofort, also irgendwas stimmt jetzt hier nicht.

Speaker: Haben die da einen Amerikaner schnell reingeschnitten und dann geht es wieder mit Deutsch weiter.

Speaker: Das sind lauter Kleinigkeiten und dann rede ich noch nicht von Sprachbögen und schon gar nicht von der Haltung.

Speaker: Es soll heißen,

Speaker: Wo du auf jeden Fall ein Problem hast als Sprecher ist, wenn du dich bis heute mit E-Learnings und so Zeug oder Web-based Trainings über Wasser gehalten hast.

Speaker: Wenn du sowas gemacht hast, dann wird das Eis dünn und bald zu Wasser.

Speaker: Das ist keine Frage.

Speaker: Wenn du aber von Werbung und Branding und so weiter sprichst, sehe ich aktuell die Gefahr noch nicht so allgegenwärtig, wie manche tun.

Speaker: sondern ich sehe das so, dass man, wenn man in den Dialog mit einer Brand kommt, also wenn man wirklich mit dem Kunden in einen Dialog treten kann als Tonstudio, dann kann ich sowohl monetär als auch inhaltlich relativ rasch Argumente finden, warum das Käse ist, das nicht mit einem echten Sprecher zu machen.

Speaker: Das ist ja nicht so, dass das nichts kostet.

Speaker: Es kostet einen Haufen Zeit.

Speaker: Und dieser Haufen Zeit, gemessen an dem kompromissbehafteten Ergebnis, das muss man halt infrage stellen dürfen.

Speaker: Wenn man eine, wie in diesem Fall auch bei meinem Beispiel, Marke ist, die sehr emotional ist.

Speaker: Das macht keinen Sinn.

Speaker: Es tut mir wirklich leid.

Speaker: Glücklicherweise konnten wir die überzeugen.

Speaker: Aber da will ich dir jetzt noch ein bisschen auch diese Sorge nehmen, um

Speaker: Hängt auch damit zusammen, dass wir eine massive, eine wirklich brutale Entwicklung hatten in dem Bereich.

Speaker: Das hat sich ja im Vier-Wochen-Rhythmus was verbessert.

Speaker: Aber das ist ja nicht mehr so.

Speaker: Sondern jetzt merkst du, dass das, was die KI an Sprache ausspuckt,

Speaker: diese Schwächen, die es eben hat, auch behält aktuell.

Speaker: Also da ist im Moment nicht mehr wahrnehmbar, dass sich da wirklich was signifikant ändert.

Speaker: Also du kriegst dann mehr Stimmen, ja und so weiter.

Speaker: Aber diese grundsätzlichen Probleme, dass die Haltung nicht ganz stimmt, dass du einen schlechten Einfluss darauf hast, was du in der Sprachaufnahme aus der Hüfte heraus machst, kannst du ein bisschen mehr lächeln.

Speaker: Ja, geht nicht.

Speaker: Aber das sind die kleinen, kleinen Nuancen, die ja wirklich die Spreu vom Weizen trennen und die kriegst du halt nicht hin.

Speaker: Und du wirst auch da wieder so ein bisschen, das ist die Gefahr, die wir ganz am Anfang in unserem Gespräch hatten,

Speaker: Du wirst in dem Prozess selber immer Kompromissbereiter.

Speaker: Du wirst dann immer mehr, ja gut, ist halt so, aber jetzt passt's.

Speaker: Und dann brauchst du aber jemanden mit der Gunst des ersten Hörens, dem du das vorspielst und sagst, so jetzt habe ich mich zusammengewürgt, ich habe mir das jetzt zusammengewürgt, jetzt hör das mal an.

Speaker: Und dann wirst du wahrscheinlich feststellen, dass der sagt, das ist irgendwie nicht geil.

Speaker: Was ist das?

Speaker: Das ist maximal mittelmäßig.

Speaker: So ist es.

Speaker: Und deshalb sind die Sprecher, die wirklich was können, die sich auch breit aufgestellt haben, die sozusagen jetzt nicht nur synchron machen oder nur das...

Speaker: Noch nicht so in Gefahr, hoffe ich.

Speaker: Und so sehe ich das auch.

Speaker: Ich glaube, dass die, die alle sich im Mittelfeld bewegen, die könnten schon teilweise Probleme bekommen.

Speaker: Also das sehe ich schon so.

Speaker: Weil wie gesagt, Web-based Trainings, E-Learnings, wo es nicht auf die Haltung ankommt, wo es einfach nur darum geht, dass der Text vorgesprochen wird und dass da auch mal ein Fehler drin sein darf, dann wird es komplizierter.

Speaker: Ja, du sprichst sehr viele wahre Worte gelassen aus.

Speaker: Das finde ich sehr angenehm.

Speaker: Es fühlt sich für mich auch so an.

Speaker: Was mich ärgert, ist gar nicht die konkrete Konkurrenz, sondern dieses diffuse Damoklesschwert, das, bevor man sich überhaupt einigt und es zur Aufnahme kommt,

Speaker: über einem Baumelt.

Speaker: Mach es zu diesen Konditionen, weil sonst, das ärgert mich so massiv und gleichzeitig eine gewisse Gutgläubigkeit des Journalismus und eine Eindimensionalität in der Berichterstattung,

Speaker: für im Endeffekt Copy-Paste-Presse-Aussendungen von Tech-Firmen, die alle nur davon reden, das ist bald, ja, ja, irgendwann, dann und so, dann werden es richtig geil, nochmal 100 Millionen, dann wird es richtig geil und so.

Speaker: Und dass da keiner mal sich traut, wirklich, also jetzt von grob,

Speaker: Leitmedien, also ich spreche auch wirklich so von den New York Times oder so, da sind Kolumnisten, wenn ich da die Kolumne lese, die Tech-Kolumne, da könnte ich mir die Haare raufen, weil es so stiefelleckerisch ist oder so undifferenziert oder so.

Speaker: Und anstatt mal die Augen aufzumachen und zu...

Speaker: wirklich zu differenzieren.

Speaker: Okay, was kann es?

Speaker: Es kann nicht nichts.

Speaker: Es kann schon was.

Speaker: Absolut.

Speaker: Habe ich nicht gesagt.

Speaker: Es ist ein Werkzeug, das durchaus Potenzial hat.

Speaker: Aber so wie auch eine inzwischen befreundete Anwältin oder eine bekannte Anwältin, mit der ich mich immer wieder unterhalte, die ist jedes Jahr in Davos auf dem Weltwirtschaftsgipfel aufgetreten.

Speaker: Und die war sozusagen, 24 in Davos war große Goldgräberstimmung und wow, the magic is happening und so.

Speaker: Und 25 in Davos, nachdem sie dort war, war die große Ernüchterung, war der große, okay, und jetzt, also AGI ist immer noch,

Speaker: wird nicht passieren, sagen irgendwie alle viel schlauere Köpfe als ich oder also alle, die sich irgendwie schon Jahre damit beschäftigen und sagen, das ist auch nicht der Weg und es wird auch nie wirkliches Computerbewusstsein geben und so.

Speaker: Und gleichzeitig fehlt aber die Verlässlichkeit, die Konstanz und der Business Use Case, also dieses

Speaker: Okay, jetzt haben alle irgendwie mal Salatrezepte gegoogelt und die JGPT gefragt, was sie jetzt mit ihrem Fetakäse machen können und so.

Speaker: Aber dann ist irgendwie gähnende Lehre und keiner hat Bock, 200 Dollar im Monat für JGPT zu bezahlen.

Speaker: Wozu?

Speaker: Und für einen wirklichen Business-Use-Case fehlt halt die Konstanz, die Verlässlichkeit.

Speaker: die eben, wie du sagst, dass der Firmenname hier richtig ausgesprochen wird.

Speaker: Na ja, woher soll der den Firmennamen richtig aussprechen, wenn der einfach nicht im Trainingsmaterial vorkommt?

Speaker: Da hat er Pech gehabt.

Speaker: Aber trotzdem, und ich bin ja auch, lobbyiere, sagen wir es, wie es ist, ich lobbyiere für unsere Branche und für die Kreativwirtschaft und so weiter,

Speaker: Und sehe in der Politik einfach immer noch eine Flucht nach vorne.

Speaker: Nein, nein, wir brauchen einfach nur mehr Server.

Speaker: Nein, wir brauchen nur mehr Grafikkarten und Europa darf nicht abgehängt werden und so.

Speaker: Und ich denke mir nur so, Leute, habt ihr den Schuss nicht gehört?

Speaker: Das ist nicht Magic.

Speaker: Das ist, also ich weiß nicht.

Speaker: Deswegen habe ich so am Anfang so ein bisschen, ich weiß nicht, mir steht so bis hier.

Speaker: Und wenn man dann so Verantwortungsträgern das mal in dieser Nüchternheit,

Speaker: und auch mit Daten und Fakten präsentiert, dann sind die so, ja, aber die Amis machen das doch auch.

Speaker: Und was die Amis machen, ist doch immer super.

Speaker: Und wir müssen jetzt in Europa auch das machen, was die Amis machen.

Speaker: Ja, das ist so mein... Ja, also der Punkt ist natürlich der, der...

Speaker: Also der Anfang von so einer Diskussion muss ja immer lauten, wenn es jetzt nochmal darum geht, Sprecher quasi zu substituieren.

Speaker: Dann muss ich ja erstmal wirklich erfahren und erstmal wirklich so, warum.

Speaker: Und da gibt es ja schon unterschiedliche Gründe.

Speaker: Natürlich allen voran der monetäre Grund, das wissen wir.

Speaker: Also es geht meistens darum, dass es halt

Speaker: dann vermeintlich billiger ist.

Speaker: Auch das stimmt natürlich oft nicht, wenn man es in den Kontext damit setzt, was hast du an Zeit dazu investieren.

Speaker: Das andere ist, dass es natürlich Use Cases gibt, in denen sowas passiert.

Speaker: Ich hatte diesen Fall, wo ein Streamer das Werbeangebot

Speaker: sozusagen selektiv ausspielt für den, der das benutzt.

Speaker: Da ging es um einen Musikanbieter, der sozusagen dem Patrick Messe, der auf Metal steht, hinten das neue Judas Priest Album anpreist und dem Daniel Erl, der auf Schlager steht, das neue Helene Fischer Album.

Speaker: Und dass dort eben auch sozusagen on demand quasi hinten ein Appendix entsteht.

Speaker: Und dieses war die Idee.

Speaker: Und dann hat man den Sprecher, der es eigentlich spricht, also den Body vorne spricht und das hinten sprechen soll, hat man mit einem Professional Clone bei Eleven Labs geklont.

Speaker: Und das Interessante an dieser Geschichte ist, also wir reden nicht von diesem Low-Level-System.

Speaker: der echt gut funktioniert, sondern wir reden davon, dass man da 70 oder 80 Minuten Material hinschickt, perfekt aufgenommen.

Speaker: Das Interessante ist, dass in diesem Fall der, also quasi war, es war natürlich beeindruckend, wie man hört, dass es dieser Sprecher ist.

Speaker: Gleichmaßen beeindruckend war aber auch zu hören, wie er doch

Speaker: irgendwie nicht der ist.

Speaker: Also ich sag mal, vom bloßen Hinhören schnell, ja, das ist der.

Speaker: Auf der anderen Seite war es aber so, als hätte der irgendwie, als hätte man den Stecker gezogen.

Speaker: Ich weiß gar nicht, wie ich es erklären soll.

Speaker: Und jetzt kommt das, warum ich die Geschichte erzähle.

Speaker: Die Jungs von Eleven Labs, die sind ja keine Leute, die sich mit Sprache richtig auskennen.

Speaker: Das sind vor allem auch gar keine Deutschen, sondern das sind halt Programmierer oder ITler und Marketingleute.

Speaker: Die haben überhaupt nicht verstanden, warum der Sprecher, ich, der Kunde und alle gesagt haben, ja nee, das klingt ganz genau so, da wurde mir eins klar.

Speaker: Also die Leute, die sozusagen das entwickeln, haben am Ende wahrscheinlich, und das könnte uns in die Karten spielen, gar keine, also für die letzten 10 oder 20 Prozent gar kein Gespür, weil die nicht gehört haben, was wir meinen, aber das war nach drei Silben klar, von was wir hier reden.

Speaker: Also das, also die

Speaker: Ich sage jetzt mal, es hat sich nicht im subtilen Bereich, nicht im homöopathischen Bereich abgespielt, sondern es war wirklich ziemlich schnell so, oh Gott, nee.

Speaker: Ich war selber erstaunt, dass es nicht so gut ist und weil man hat es wirklich nach bestem Wissen und Gewissen perfekt gemacht, also besser kannst du den Professional Clone gerade nicht bei denen machen.

Speaker: Und faktisch war es so, dass man sagen musste, ja sorry, aber bitte, wenn der das schnell hier einspricht, ist das sofort doppelt so gut.

Speaker: Hör dir das mal an.

Speaker: Das hat überhaupt kein, da hat irgendwie das Leben gefehlt.

Speaker: Es hat keine Seele.

Speaker: Es hat keine Seele gehabt, das hast du gehört.

Speaker: Und ich bin alles andere als esoterisch.

Speaker: Ich bin wirklich kein Esoteriker und ich gebe jedem von diesen Sachen eine Chance.

Speaker: Das war wirklich eine Erleuchtung.

Speaker: Und die Erleuchtung war, dass

Speaker: Die Entwickler gesagt haben, sie hören das nicht.

Speaker: Das ist die Erleuchtung.

Speaker: Geil.

Speaker: Das ist ein schönes... Ich weiß nicht, ob wir das drin lassen können, ob ich da Lust drauf habe, aber ich hätte es dir auf jeden Fall mal erzählt.

Speaker: Ja, das made my day auf jeden Fall.

Speaker: Ich weiß nicht, ob es den Day von anderen dann maken wird.

Speaker: Ja, sagst du dann noch natürlich, klar, ob das das lichte Welt erlicken darf.

Speaker: Aber ich finde es eine sehr, sehr schöne Anekdote und es bestätigt, was ich fühle und was...

Speaker: Ja, es fehlt der Subtext, es fehlt die Seele, es fehlt der Bezug zwischen den gesprochenen, geformten Silben.

Speaker: Und das ist auch das, was immer passiert.

Speaker: Da möchte ich auch noch eine E-Learning-Lanze brechen.

Speaker: Wenn man wirklich komplexe Inhalte vermitteln will, die länger als, weiß ich nicht, das 30 Sekunden hingeht, 1000 Jahre hingepromptete Showcase auf LinkedIn irgendwie, sondern gib ihm mal sechs Stunden, keine Ahnung, komplexe mechanische Abläufe oder so.

Speaker: Und die soll er sich dann merken, weil er muss dann den Kernreaktor intern oder so reparieren.

Speaker: Keine Ahnung.

Speaker: Was wirklich wichtig ist, dass der Mensch das versteht und begreift und beherrscht und verinnerlicht, dann kannst du das nicht mit KI machen.

Speaker: Das ist auch schon mit Studien bewiesen, dass das maximal halb so gut.

Speaker: Also ich muss daran denken, wie häufig ich, das habe ich immer wieder übrigens in Sprachaufnahmen,

Speaker: dass der Sprecher selbst sagt, das mache ich nochmal, ich habe im Moment, wo ich es gesprochen habe, gar nicht gemerkt, über was ich da gerade spreche.

Speaker: Das ist etwas, das hört man auch übrigens.

Speaker: Und das ist aber das, was die KI die ganze Zeit hat, das Problem.

Speaker: Die KI weiß die ganze Zeit nicht inhaltlich, was es da tut.

Speaker: Es spricht einfach.

Speaker: Es spricht es richtig, im besten Fall.

Speaker: Aber was es spricht und um was es da inhaltlich geht und was es da zu vermitteln gibt, weiß die KI nicht.

Speaker: Und das ist das, was du hörst.

Speaker: Und das ist aber das Kuriose,

Speaker: Wie oft man von Sprechern hört, du, sorry, ich habe jetzt gerade selber gar nicht gewusst, was ich da spreche, das ist kacke.

Speaker: Gehen wir nochmal an die Stelle.

Speaker: Das ist der Klassiker.

Speaker: Das ist wirklich zu meinen und nicht nur professionell vorzulesen.

Speaker: Aber was ist denn dann dein Ausblick in die Glaskugel, in die Eleven Creative Audio Glaskugel?

Speaker: Also wir haben von dieser Glaskugel gerade gesprochen, weil wir gerade unseren Mietvertrag verlängert haben und natürlich auch gucken mussten und auch Zahlen drehen und so weiter und auch ein bisschen so prognostizieren mussten, ja, wo geht denn die Reise hin?

Speaker: Und da haben wir festgestellt, dass die Glaskugel nicht mal mehr nicht funktioniert, sondern keine mehr da ist.

Speaker: Sie ist nicht mal blind und nicht da.

Speaker: Es ist wirklich ganz, ganz, ganz, ganz schwierig,

Speaker: Und die Prognose, die ich jetzt stellen würde, die ist so dermaßen nicht veritabel, dass ich es auch nicht tue.

Speaker: Aber was ich zusagen kann, die geht ins Positive und ins Negative.

Speaker: Also es kann auch wirklich alles, also sagen wir mal so.

Speaker: doch ein bisschen esoterisch, jede Bewegung hat immer eine Gegenbewegung.

Speaker: Jetzt machen wir es mal nicht so kryptisch.

Speaker: Das ist doch Physik.

Speaker: Ja, genau, es ist Physik.

Speaker: Also machen wir es mal nicht so kryptisch und nennen sozusagen das Ganze, auch das Kind beim Namen.

Speaker: Mal angenommen, wir hätten jetzt 90 Prozent aller, alles, was an Content, 90 Prozent, was an Content da ist, ist von KI gesprochen.

Speaker: Reduzieren wir es jetzt mal wirklich auf Sprache.

Speaker: Dann ist es ja für die verbleibenden 10 Prozent total geil, sich abzuheben.

Speaker: Das heißt, jetzt mal auf blöd gesagt,

Speaker: Der BMW-Werbespot, High Glossy-TV-Spot, den es dann immer noch geben wird, der kann sich noch viel besser abheben vom Rest.

Speaker: Und jeder wird sich fragen, warum ist das so geil?

Speaker: Und dann wirst du plötzlich nicht mehr hören, ja, weil wir haben in Somalia gedreht, auf dem Blar und in den Dünen von, sondern dann wirst du das hören und du wirst hören.

Speaker: Und weißt du, was krass ist?

Speaker: Wir haben mit einem richtigen Sprecher aufgenommen.

Speaker: Dann ist es halt so.

Speaker: Ja, ähm...

Speaker: dann bleibt natürlich rein quantitativ weniger übrig, ja.

Speaker: Aber dort kann man sich umso besser exponieren von mir aus.

Speaker: Das muss am Ende die Hoffnung sein.

Speaker: Und jetzt muss man halt dafür sorgen, aktuell, dass man halt zu diesen 10%, 20%, ich sage jetzt einfach irgendwas, aber dass man halt dazu gehört.

Speaker: Und nehmen wir JGPT, wir haben uns in dem Kontext auch damit befasst,

Speaker: Im September 2024 gab es eine Zahl und die Zahl in Prozent war die Zahl, die uns sagt, wie viele sämtliche Texte im Internet sind Maschinen generiert.

Speaker: Wie viel Prozent glaubst du im September 2024?

Speaker: Ich weiß es.

Speaker: Ich weiß es.

Speaker: Es waren 57 Prozent.

Speaker: Ja, habe ich dir das schon mal gesagt?

Speaker: Nein, aber ich recherchiere ja auch viel und so und habe das auch gelesen.

Speaker: Siehst du.

Speaker: Und jetzt gehen wir mal davon aus, es hat sich mittlerweile, es sind wahrscheinlich bei 65 Prozent oder weiß ich nicht was.

Speaker: Und jetzt kann ich entweder sozusagen Trübsal blasen und sagen, um Gottes Willen, oder ich sage,

Speaker: guck mal, jetzt kann ich mich ja noch viel besser abheben.

Speaker: Weil jetzt plötzlich wird dieses ganze Generic-Krempel, der da entsteht, weil das Ding ist ja auch jetzt inzestuös, das darf man auch nicht vergessen, auch das ist ja die technische interessante Komponente, dass das Ding jetzt sozusagen von, also lernt jetzt vermeintlich von Menschen,

Speaker: Diese Menschen haben aber bereits die KI benutzt.

Speaker: Das heißt, dieses Ding lernt quasi von sich selber den eigenen Blödsinn.

Speaker: Darf man nicht unterschätzen.

Speaker: Und deshalb sehe ich da auch gerade diesen massiven Impact nicht mehr so groß.

Speaker: Weil auch da wirst du am Ende sagen, keine Ahnung, eine letzte schöne Analogie dazu.

Speaker: Das ist eine ganz... Muss ich aber klauen?

Speaker: Habe ich auf LinkedIn von einer Kundin von mir.

Speaker: Diese ist Texterin.

Speaker: Das ist ein tolles Schlusswort, pass auf.

Speaker: Die wurde gefragt, hast du denn eigentlich keine Angst um deinen Job wegen JetGPT?

Speaker: Da hat sie gesagt, ja glaubst du denn, dass die ganzen Starköche Angst haben vor dem Thermomix?

Speaker: Und jetzt kommt's.

Speaker: Wer zu mir kommt, der will eine Geschmacksexplosion und hat einfach nicht nur Hunger, finde ich ganz gut.

Speaker: Plus, der Thermomix wird Prozesse beschleunigen, Prozesse verändern.

Speaker: aber er wird kein Restaurant füllen.

Speaker: Finde ich sehr, sehr schön als sozusagen Analogie.

Speaker: Am Ende wird er nicht die Gäste ins Restaurant führen.

Speaker: So hat sie das jetzt mal dargestellt, finde ich eigentlich ganz schön.

Speaker: Und das ist eigentlich auch was, was man generell sagen kann.

Speaker: Ja, da wird wahnsinnig viel drüber gemacht.

Speaker: Das ist alles gut und schön, aber das heißt ja nicht, dass es den Rest nicht mehr gibt.

Speaker: Der wird weniger.

Speaker: Aber er kann sich umso besser darstellen, das denke ich schon.

Speaker: Ja, das ist wirklich ein schönes Schlusswort.

Speaker: Ja, es stimmt, es wird elitärer.

Speaker: Und nämlich genau das Gegenteil.

Speaker: Kreativität und Kunst wird nicht demokratisiert, sondern sie wird elitisiert.

Speaker: Genau, elitisiert, genau.

Speaker: Das finde ich besonders zynisch und ungerecht.

Speaker: Aber es heißt nicht, dass es sie ersetzt, absolut.

Speaker: Und das nehme ich als Schlusswort.

Speaker: Daniel, es hat mir wirklich großen Spaß gemacht, mal lange mit dir zu reden.

Speaker: Und du hast auch ganz viel zurückgeredet.

Speaker: Normalerweise sage ich immer Sachen und du drückst einen Knopf.

Speaker: Nein, es hat mir wirklich großen Spaß gemacht.

Speaker: Danke für das tolle Gespräch.

Speaker: Danke, dass du dir die Zeit genommen hast.

Speaker: Was alles für ernste Sachen aus diesem Quatschkopf kommen.

Speaker: Man glaubt es gar nicht.

Speaker: Ja, ja.

Speaker: Aber das habe ich schon immer gefühlt.

Speaker: Das habe ich schon immer gewusst, tief drin.

Speaker: Ja, es gibt zwei Seiten.

Speaker: Ja, die gibt es immer.

Speaker: Genau.

Speaker: Ja, schön.

Speaker: Ich bin sehr gespannt auf das Ergebnis auf jeden Fall.

Speaker: Bin ich wirklich sehr, sehr gespannt und finde es auch cool, dass wir so viel gemacht haben, aber war doch schön.

Speaker: Wir haben ja alles, was du in deinem Skript hattest, abgearbeitet.

Speaker: Welches Skript?

Speaker: Danke dir.

Speaker: Schön, dass du dir die Zeit genommen hast.

Speaker: Wie gesagt, ich bin auch sehr gespannt auf das Ergebnis.

Speaker: Danke auch an euch, dass ihr dran geblieben seid.

Speaker: Wer das jetzt hört, ist wirklich mein persönlicher Held oder meine Heldin.

Speaker: Das ist sehr, sehr schön.

Speaker: Wenn euch die Folge gefallen hat,

Speaker: Like, Subscribe oder noch besser empfehlt sie persönlich weiter.

Speaker: Das ist nämlich das beste Marketing und Propaganda.

Speaker: Und falls ihr Fragen habt an mich oder auch an Daniel, dann schreibt sie gerne an deeptalk at mike-rider.com.

Speaker: Und ansonsten, ja, bis zum nächsten Mal.

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