Become a Creator today!Start creating today - Share your story with the world!
Start for free
00:00:00
00:00:01
#02 - Digitale Geschäftsmodelle mit NoCode umsetzen - mit Jan Schulze-Siebert image

#02 - Digitale Geschäftsmodelle mit NoCode umsetzen - mit Jan Schulze-Siebert

S1 E2 · VisualMakers
Avatar
282 Plays5 years ago
Ich durfte in der zweiten Episode des VisualMakers Podcasts Jan als meinen ersten Gast begrüßen. Jan ist selbstständiger Inbound und Content Marketing Experte und hat bereits einige Plattformen mit NoCode Tools gebaut. Darunter hallopodcaster.de und online-adventsmarkt.de Wir sprechen über seine Projekte und Vorgehensweisen sowie über NoCode im Allgemeinen. Den Podcast gibt es ebenfalls auf Spotify & iTunes zu hören. Mehr zu Jan findest du auf https://janschulzesiebert.com Jan's Projekte: Digtal Agentur Inboundly: https://inboundly.de HalloPodcaster (NoCode Plattform): https://hallopodcaster.de Online Adventsmarkt (NoCode Plattform): https://online-adventsmarkt.de
Recommended
Transcript

Einführung: Jan Schulze-Siebert und seine Expertise

00:00:00
Speaker
Hey und herzlich willkommen. Ich bin Alex vom Visual Makers Podcast und heute gibt es eine Premiere, denn ich habe heute meinen ersten Interviewgast und zwar ist das Jan Schulze Siebert. Jan ist selbstständiger Experte für Inbaut und Content Marketing, hat seine eigene Digital Agentur gegründet und mit NoCo Tools eine Plattform entwickelt, auf der sich Podcaster und Experten verbinden können. Ich freue mich mega, dass du heute hier bist Jan. Herzlich willkommen.
00:00:26
Speaker
Ja, hi Alex, vielen lieben Dank, dass ich dabei sein darf und ja, Premiere als erster Gast sein darf. Sehr cool. Sehr schön. Ich habe jetzt schon ein bisschen was vorweggenommen, aber vielleicht magst du dich noch mal kurz vorstellen, wer du bist und was du machst.
00:00:39
Speaker
Jawoll. Ja, mein Name ist Jan Schulze-Siewert. Ich bin genau oder ich habe mich als Selbstständiger darauf spezialisiert, mit Webseiten und mit digitalen Geschäftsmodellen zu arbeiten. Und genau daraus ist erst mal so meine digitale Agentur inboundly entstanden, mit der ich mit meinem kleinen Team jetzt gerade, wir sind zu viert, eigentlich an unseren eigenen Projekten, unseren Kundenprojekten arbeite.

Was ist HalloPodcaster?

00:01:02
Speaker
Hauptsächlich inbound-Marketing-Webseiten, bei denen wir eben stark auf Content setzen, Blog erstellen, etc. Sowas.
00:01:11
Speaker
Und da haben wir schon mal so die erste No-Code-Richtung schon mit reingebracht, weil wir eben ganz spezialisiert auf das Tool Chimpify sind. Das heißt, es ist ja auch ein No-Code-Tool, da können wir auch nochmal drüber sprechen. Mit dem hatte ich dann auch für die Plattform Hallo Podcast also die erste Variante mal erstellt, also es war einfach nur eine Webseite.
00:01:31
Speaker
Und genau, mittlerweile hat sich die Plattform HalloPodcaster, die es ja heute auch verstärkt gehen soll, dann weiterentwickelt. Ich habe Mitte diesen Jahres, dadurch dass ich selber halt viele recherchiere und mich umschaue, was für Tools und Marketing Software es eigentlich gibt, bin ich eben auch so auf den Griff No-Code gestoßen und habe dann aus Amerika, habe ich dann für die verschiedenen Möglichkeiten entdeckt.
00:01:55
Speaker
wie man so ganze Plattformen auch aufbauen kann. Und HalloPodcaster ist im Endeffekt eine Plattform, eine Webplattform, auf der sich Podcaster und Experten miteinander vernetzen können, Interviewfolgen für Podcasts vereinbaren können und genau das alles basierend auf No-Code-Tools, das heißt ohne Programmierung habe ich das Ganze zusammengebaut. Bis jetzt läuft es stabil und flüssig.
00:02:23
Speaker
Sehr cool, sehr cool. Wenn man so sieht, an welchen Projekten du arbeitest oder auch mal so dein LinkedIn-Profil auscheckt, dann ist es ja doch ein ganzer Batzen von Projekten, an denen du aktuell arbeitest. Wie kriegst du das alles unter einen Hut?
00:02:38
Speaker
Ja, wie krieg ich das unter einen Hut? Ich glaube, der große Vorteil, der mich in die Karten spielt, ist, dass wenn man so digitale Projekte aufsetzt, dann muss man sie nicht jeden Tag alle gleichzeitig betreuen. Das heißt, ich habe einige Projekte aufgesetzt, das sind zum Beispiel Blogs oder einfach nur Webseiten mit ja, Content dran.
00:02:59
Speaker
Da muss man einmal aufbauen, muss einmal wirklich viel Zeit reinstecken, aber hat dann, wenn man so ein Plateau erreicht, erstmal Zeit, wo man sie auch reifen lassen kann. Das heißt, wir optimieren stark auf SEO. Das heißt, bis SEO greift, braucht das auch seine Zeit. Von dem her kann man ein Projekt auch mal ein Stück weit ruhen lassen, beziehungsweise eben einfach die Zeit geben, dass es selber wachsen darf.
00:03:22
Speaker
Und genau aus dieser Herangehensweise habe ich eigentlich dann immer wieder die Möglichkeit, dass ich auch neue Sachen starten kann. Mittlerweile ist es schon recht viel und es braucht doch hin und wieder das ein oder andere ein bisschen mehr Betreuung. Von dem her bin ich sehr dankbar, dass ich mittlerweile mit einem kleinen Team auch daran arbeite, weil es als eine Person dann gar nicht mehr gehen würde. Ja und so kriegt man dann die Projekte schon unter einen Hut und es wächst einfach weiter.
00:03:49
Speaker
Sehr cool, super spannender Einblick. Was mich so persönlich auch noch interessieren

Jans beruflicher Werdegang

00:03:53
Speaker
würde, du hast ja Wirtschaftsinformatik studiert, wenn ich das richtig gelesen habe. Was hat dich so in die Selbstständigkeit getrieben?
00:04:00
Speaker
Ja, Wirtschaftsinformatik habe ich studiert. Genau, das hat mir einfach mal so den Einblick gegeben, wie Programmierung funktioniert und wie der Business-Teil da dran ist. Ich habe damals dann schon festgestellt, dass ich ja nicht Programmierer werden möchte. Genau. Das heißt, von dem her war es eigentlich ganz gut zu verstehen, wie sieht Code aus und wie kann Code funktionieren. Aber so richtig tief eingestiegen, wie das Ganze programmiert wird, da bin ich da nie hin und das war mir eigentlich auch zu...
00:04:31
Speaker
zu kompliziert, zu technisch alles und deswegen bin ich da ausgestiegen.
00:04:38
Speaker
Wie bin ich dann zur Selbstständigkeit gekommen? Also ich habe vor meiner Selbstständigkeit erstmal noch in einem Unternehmen gearbeitet im Bereich Online Marketing und Content Marketing. Das heißt, da habe ich dann sehr viel Praxiserfahrung gesammelt. All das, was ich so im Studium eigentlich nicht hatte. Praxiserfahrung kommt da ja meistens ein bisschen kürzer. Von dem her ging es da wirklich in die Thematiken rein, wie man Webseiten aufbaut, wie man Geschäftsmodelle definiert, wie man ja Content erstellt, der einfach rankt und die ganzen SEO Skills.
00:05:05
Speaker
habe ich da gelernt und habe einfach auch verstanden, wir waren ein kleines Team. Angefangen haben wir zu viert auch. Ich war der erste richtige Mitarbeiter und bin dann dabei geblieben, bis wir zwölf Leute waren. Von dem habe ich da auch gesehen, wie so ein Unternehmen aufwachsen kann und wie es aufgebaut wird.
00:05:25
Speaker
Und genau, dann war der nächste Schritt eigentlich für mich, dass ich mich selbstständig gemacht habe, weil ich einfach auch auf Reisen gegangen bin, habe als digitaler Nomade von überall aus gearbeitet, das dann erst mal so als Allein-Solo-Selbstständiger. Aber habe gemerkt, eigentlich will ich auch ein eigenes Team aufbauen. Und das ging dann Stück für Stück los. Und ja, genau. Jetzt bin ich mit meiner Selbstständigkeit so weit, dass ich halt quasi eher Unternehmer auch werde.
00:05:53
Speaker
mein kleines Team betreue und wir gemeinsam die Projekte angehen, die ich im Kopf habe.

Die Entstehungsidee von HalloPodcaster

00:06:00
Speaker
Super interessant. Cool, dann lass uns doch mal so ein bisschen tiefer in die No-Code-Welt einsteigen und über deine Plattform hallo-podcaster.de sprechen. Wir haben jetzt schon so ein bisschen gehört, welches Problem das Ganze eigentlich löst, was so die Funktion der Plattform ist. Wie seid ihr auf die Idee für die Plattform gekommen?
00:06:20
Speaker
Die grundlegende Idee, also inhaltlich kam die Idee von meiner Mitgründerin Annika Borz. Die hat eine Podcast Service Agentur und hat von ihren Kunden immer wieder die Anfragen gekriegt von denen, die ein Podcast haben. Kennst du Leute, die bei mir ein Podcast interviewt werden wollen? Und jetzt hat es gerade geklingelt. Ich denke mal, wird aufgemacht. Und auf der anderen Seite hatten wir halt die Experten, die Annika dann gefragt haben,
00:06:50
Speaker
Ja, in welche Podcast, kannst du mich in irgendwelche Podcasts bringen oder ja, in die Richtung? Und ja, im Endeffekt, genau, war das schon so diese inhaltliche Konstante oder dieser inhaltliche Faktor, den ich dann eigentlich oder wo sie mir dann erzählt hat, das ist ihr Problem. Sie macht das gerade händisch mit einer Excel-Tabelle. Kannst du mir da irgendwie weiterhelfen oder hast du Ideen, wie man das weiterentwickeln könnte?
00:07:15
Speaker
Und zu dem Zeitpunkt hatte ich gerade auch auf Basis von Chimpify einfach meine Webseite aufgesetzt. Das ist ein Software-Marktplatz, den nennt sich ToolSpotter. Und auf dem habe ich Interessenten für Software mit den Software-Tools zusammengebracht. Eigentlich auf recht einfache Basis.
00:07:34
Speaker
Und dann habe ich zu Annika gesagt, ja genau, im Endeffekt, Podcaster, Experten, ist auch nichts anderes, wie die zwei Leute halt auf der Plattform vermitteln und zusammenzubringen. Das heißt, wir müssen ja Profile, Content eben präsentieren, dass Leute sich informieren können und dass sie die anderen eben kontaktieren können. Das ist einfach mal so diese Grundfunktionalität, die ja dahinter steckt.
00:07:55
Speaker
Und mit meinem Wissen, was ich für den Toolmarktplatz ToolSpotter aufgebaut hatte, habe ich gesagt, okay, das kann ich eins zu eins kopieren und packen wir anstatt Software Tools eben Experten und Podcaster rein und probieren es mal aus, ob diese Idee auch angenommen wird und ankommt.
00:08:11
Speaker
Und das war dann eigentlich so ein recht schneller Entwurf, ob das ganze Thema überhaupt angenommen wird, ob Leute sich dafür interessieren, ob wir Podcaster finden, die sich dann da auch eintragen, also Genügende. Da hat Annika natürlich schon mal ein paar mitgebracht, mit denen es eh in Kontakt war. Aber es ist recht schnell dann auch über unser Netzwerk hinausgewachsen, sodass wir Anmeldungen hatten, von denen wir dann noch nie gehört hatten.
00:08:36
Speaker
hat uns dann eigentlich schon gesagt, okay, da passiert was, da ist ein Problem, was mehrere haben und nicht nur die, die wir im Netzwerk kennen.

Feedback und Entwicklung von HalloPodcaster Version 2.0

00:08:45
Speaker
Ja, okay, cool. Habt ihr mit den Nutzern auch nochmal so Interviews gemacht oder User-Tests, wie man das so üblicherweise kennt, oder ist das rein aus dem Netzwerk dann mehr oder weniger gewachsen, dass es da den Bedarf gab und immer mehr Nutzer auf die Plattform gekommen sind?
00:09:01
Speaker
Es ist eigentlich mehr aus dem Bedarf gewachsen, also wir haben zu dem Zeitpunkt keine User Tests gemacht, sondern wir hatten für uns eigentlich diese Grundfunktionalität im Kopf, was wir umsetzen wollen, haben das mal aufgebaut und haben dann natürlich schon auch mit den ersten Leuten mal gesprochen, wie wendet ihr eigentlich unsere Plattform an,
00:09:22
Speaker
Genau, fehlt euch irgendwas? Ist es für euch klar von der Userführung etc.? Da haben wir uns mal so ein bisschen Feedback eingeholt, war aber in der ersten Version jetzt dann noch gar nicht, dass wir das richtig da eingearbeitet haben, sondern das haben wir dann eigentlich für die Variante 2.0 dann mitgenommen, die wir dann auf Webflow und ein paar andere Tools im Hintergrund dann aufgebaut haben, sodass es wirklich eine automatisierte Plattform dann noch ist.
00:09:50
Speaker
Okay, als nächstes würde ich dann jetzt einmal auf die Tools zu sprechen kommen und zwar würde ich gerne wissen, welche Tools du für die Plattform verwendet hast. Ja, also Grundstock ist eigentlich so für das Frontend haben wir im Webflow im Einsatz.
00:10:04
Speaker
Das ist im Endeffekt sehr ähnlich zu ChimpyFi, was wir davor hatten, ist aber noch stärker von den dynamischen Elementen, die man aufbauen kann und ist einfach von den Integrationen, welche Tweets man andocken kann, viel offener, kommt aus Amerika und bildet sozusagen eben die Webseite nach außen hin ab.
00:10:28
Speaker
Und an das Tool haben wir dann eben ein Members Stack gehängt, ein Membership Tool, bei dem wir eben die Profile für die einzelnen, ja, Podcaster und für die einzelnen Experten dann eben pflegen können. Und die ganzen Informationen für alle auf der Plattform werden dann über unsere Datenbank sozusagen gesammelt, gespeichert. Da haben wir das Tool Airtable eingesetzt.
00:10:53
Speaker
Und genau, um alles miteinander zu verbinden, haben wir dann Saber eingesetzt. Das ist dann sozusagen die Automatisierungslösung, die die Daten aus einem System nimmt und in das nächste dann eigentlich rein schiebt, wenn irgendwelche Trigger ausgelöst werden. Okay. Wie bist du auf die Tools aufmerksam geworden? Hast du da explizit nach Alternativen zu Gympie-File gesucht quasi?
00:11:23
Speaker
Naja, ich habe nach Möglichkeiten gesucht, wie man so eine Memberplattform bzw. so einen Marktplatz aufbauen kann, bei dem wir eben die Leute, dass sie ihre eigenen Profile anlegen können und sich miteinander vernetzen können. Das war ja so die Grundfunktionalität.
00:11:42
Speaker
Und vielleicht da noch dazu gesagt, bei Chimpify habe ich das halt immer alles manuell gemacht. Wir haben da einfach Blogartikel gepflegt, bei denen die Daten da waren. Das heißt, die Leute haben uns per Formular die Daten geschickt und ich habe das dann da manuell eingepflegt. Das heißt, da war schon erheblicher Aufwand dahinter.
00:12:00
Speaker
Und dementsprechend hatte ich so den Druck, ich muss das jetzt gerade schneller lösen, weil es kommen so viele Anmeldungen rein und ich muss das anlegen und das kostet mich so viel Zeit. Genau, mit diesem Hintergedanken bin ich da eigentlich rangegangen, dass ich wirklich so selber den Need hatte. Ich muss irgendwas finden, mit dem ich das automatisieren kann.
00:12:18
Speaker
Und ich bin dann, ich weiß nicht mehr über welche Kanäle, wahrscheinlich über Google, vielleicht auch über Twitter, da ist ja No Code auch sehr aktiv, die Szene, bin ich auf einen Australier gestoßen, der eben im Endeffekt das Konzept, was ich jetzt für den Podcastmarkt aufgebaut habe, bereits in, nee, ich glaube, Neuseeland war es, Neuseeland, und da hat er es für eine Jobplattform aufgebaut.
00:12:49
Speaker
Und genau, im Endeffekt, das Konzept oder dahinter ist ähnlich. Die Leute stellen sich als Experte auf der Jobplattform ein, beziehungsweise Jobsuchende können da auch Jobprofile dann reinschreiben. Also ganz ähnlicher Ansatz, eben nur jetzt für den Podcastmarkt, man musste wieder so diese Transferleistung bringen. Okay, ich muss einfach, ja, keine Jobprofile und keine Experten, die sich für Jobs bewerben, sondern eben
00:13:16
Speaker
Experten und Podcaster, die halt Podcast-Interviews ausmachen wollen. Und genau, mit dieser Transferleistung bin ich dann da rangegangen, habe mir sein Konzept genauer angeschaut und er hat auch, ja, einen Webinar gegeben, wo er das ziemlich im Detail auch erklärt, wie er da vorgegangen ist. Und dann dachte ich mir, okay, geil, das ist das, was ich eigentlich gesucht habe. Dann fange ich mal an, mich da reinzufuchsen und baue das jetzt auch für meinen Use-Case eben auf.
00:13:41
Speaker
Nicht schlecht, nicht schlecht. Habt ihr jemals in Erwägung gezogen, das Ganze selbst zu programmieren oder programmieren zu lassen?

Warum No-Code? Entscheidung für Effizienz und Skalierung

00:13:49
Speaker
Na, zu dem Zeitpunkt eigentlich nicht, nee. Also wir haben im Moment im Kopf, dass wir es jetzt für die Zukunft nochmal selber oder auf eine eigene Programmierung aufsetzen lassen wollen. Aber weil das natürlich zum einen sehr viel teurer wird und zum anderen auch sehr viel Zeit kosten wird, denke ich mal, war das zu dem Zeitpunkt, wo ich diese Drucksituation hatte, dass ich schnell eine Lösung brauche, stand überhaupt nicht zur Frage.
00:14:15
Speaker
sondern ich wollte selber irgendwas schnell aufbauen, mit dem ich das Ding etwas mehr automatisieren konnte. Aber für die Zukunft, dadurch, dass es jetzt natürlich verschiedene Tools sind, zum Teil auch amerikanische Tools, und man weiß nicht, wie das Ganze da alles so abläuft, haben wir vor, für die Zukunft, je nachdem wie es weiter wächst, das Ganze auch nochmal auf eine eigene Programmierung aufzusetzen.
00:14:39
Speaker
Dementsprechend sehe ich so dieses No-Code-Moment bei uns eigentlich als eine ziemlich gute MVP 2.0-Variante, bei dem wir einfach die Funktionalität da haben, ohne diesen riesigen großen Aufwand zu haben und ohne sehr hohe Kosten tragen zu müssen. Ja, auf jeden Fall. Wie würdest du heute mit der Umsetzung starten, wenn du eine Idee für eine digitale Plattform hast?
00:15:05
Speaker
Also du meinst mit meinem Wissen, was ich jetzt schon habe? Genau, mit den Learnings aus deinen letzten Projekten. Ja, ich glaube, dass ich schon ähnlich auch wieder starten würde. Ich weiß jetzt einfach nur, wie ich die kleinen Hürden, die ich bei der Umsetzung jetzt damals hatte, schneller einfach lösen kann, weil das Konzept oder das Konstrukt, wie wir es jetzt gerade aufgebaut haben, finde ich eigentlich sehr
00:15:33
Speaker
macht Sinn und funktioniert zusammen. Und genau, von dem her ist die Herangehensweise eigentlich genau die richtige gewesen, das Frontend-Tool aufzubauen und Backend aufzubauen. Und würde ich so auch wieder machen, beziehungsweise habe ich jetzt kurz noch sogar nochmal wieder gemacht. Ich habe in kürzester Zeit eine Plattform für einen Online-Weihnachtsmarkt aufgesetzt, nennt sich online-adventsmarkt.de.
00:16:04
Speaker
Und genau, im Endeffekt das gleiche Konstrukt. Wir haben Aussteller, die sich einen Stand einstellen können, können sich anmelden, können genau ihre Standdaten dann eben einpflegen, Textbilder, was auch immer.
00:16:19
Speaker
Und genau, die Besucher können dann sich rumschauen und können Stände anklicken und werden dann entweder zum Online-Job weitergeleitet oder können auch Nachrichten schreiben. Von dem her, da habe ich genau dieses Konstrukt wieder angewendet und jetzt wieder auf einen neuen Anwendungsfall einfach umgemünzt und angepasst. Und da bin ich genau mit dem Setup wieder rangegangen, so wie ich es jetzt für Hallo Podcast da auch schon aufgebaut hatte. Ja, weil man jetzt einfach weiß, an welchen Stellen ist hier eine Hürde und sonst was.
00:16:47
Speaker
Ja, okay. Ah, sehr coole Idee. Gefällt mir sehr gut. Vielleicht auch als Alternative zum physischen Weihnachtsmarkt, der dieses Jahr wohl eher ausfällt, ja. Genau, das war dann nämlich der Gedanke. Weihnachtsmärkte finden nicht statt. Ja, können wir nicht irgendwie unterstützen, auch die Leute ins Netz zu bringen oder einfach denen mehr Reichweite zu bieten, die einen Onlineshop haben und irgendwie Unterstützung brauchen. Und genau dementsprechend ist die Plattform jetzt der Ort, ja, digitaler Ort, den wir jetzt über
00:17:17
Speaker
verschiedene Reichweite in Marketingmaßnahmen publizieren und verbreiten, um allen, die dabei sind, einfach was Gutes zu tun und dem mehr Wert zu liefern. Ja, sehr cool.
00:17:31
Speaker
Dann lass uns doch nochmal ganz kurz über eine andere Plattform oder ein anderes Tool sprechen, was du vorhin auch schon erwähnt hattest und zwar Chimpify, was du ja auch in vielen deiner Projekte nutzt. Vielleicht magst du ganz kurz mal auf die Funktionalität von Chimpify eingehen. Was ist das überhaupt und warum gefällt es dir so gut?
00:17:50
Speaker
Okay, ja, Chimpify ist im Endeffekt ein All-in-one-Marketing-Tool für kleine Unternehmer, kleine Unternehmen, bei dem du deine Webseite, deine E-Mail-Marketing, zum Teil Social-Media-Automatisierungen, genau, abdeckst und das alles in einer Softwarelösung eben drin hast.
00:18:15
Speaker
Und ich bin damals darauf gestoßen, weil ich eben eine Alternative zu WordPress brauchte oder wollte. WordPress war mir, ja, ich fänd's nicht wirklich sexy und ich hatte dann immer mal wieder so diese Plugin-Probleme, du datest und machst ein Plugin-Update und dann zerschießt es dir irgendwo anders was oder
00:18:37
Speaker
Eine meiner WordPress Seiten wurde auch schon mal gehackt und dann musste ich über Backups irgendwas zurück machen. Du hast, irgendwann kommt immer der Punkt, wo du richtig viel technischen Gehörsel hast und wenn du dich dann nicht mit der Technik wenigstens auf Medium-Niveau auskennst, dann hast du eigentlich verloren und dann musst du halt irgendwelche Entwickler zahlen, die das für dich dann wieder richten und sonst was im Hintergrund machen.
00:19:01
Speaker
Und genau, das wollte ich eigentlich loswerden. Ich wollte einfach eine neue Plattform, wo ich mich nicht um die Technik kümmern muss, wo ich sehr optimiert arbeiten kann, meinen Blog, meinen Content Marketing einfach pflegen kann. Und da bin ich dann auf Chimpify gestoßen.
00:19:16
Speaker
und bin da auch schon seit drei Jahren, würde ich sagen, mit meinen Seiten dabei. Ich habe mittlerweile alle meine Seiten dorthin umgezogen, habe mich in das Tool auch wieder so weit reingefuchst, dass ich mich da als Experte positioniert habe, habe eben speziell für dieses Tool dann eben meine Agentur auch aufgebaut. Das heißt, wir sind jetzt offizieller Dienstleister für Chimpify.
00:19:40
Speaker
und richten auch Kunden von Jamfify ihre Webseiten ein, beziehungsweise unterstützen hier oder machen Migration und ziehen Webseiten dahin um. Genau, und für mich hat sich da dann mit diesem Tool eigentlich einen super neuer Markt aufgetan, den ich jetzt da gerade bespiele und sowohl den Kunden da weiterhelfe, als auch meine eigenen Projekte, meine Blogs dann auf Jamfify eben optimiere und eben betreibe.
00:20:08
Speaker
Wow, sehr cool.

Wie ergänzen No-Code-Tools traditionelles Programmieren?

00:20:11
Speaker
Dann lass uns vielleicht nochmal so ein bisschen den Rahmen vergrößern und mal über das generelle Thema No-Code sprechen. Wie glaubst du, kann das ganze Thema No-Code das Gründerverhalten in Zukunft verändern?
00:20:25
Speaker
Ja, ich würde mal sagen, es kann es auf jeden Fall in der Hinsicht verändern, dass Ideen einfach viel schneller umgesetzt werden können bzw. viel schneller angetestet werden können. Also da sind wir natürlich ein Top-Beispiel, weil wir es eben so gemacht haben, dass wir ja ohne viel eigene Entwicklung erstmal hier so diesen Testballon rausgelassen haben und damit direkt Feedback wieder kriegen konnten.
00:20:50
Speaker
Und ich glaube, das ist halt für Gründer heutzutage einfach super relevant, dass man direkt mal rausgeht, Feedback kriegt, eine erste Crowd aufbaut von Leuten, die deine Idee auch feiern und merken, okay, der beschäftigt sich mit einem Problem, was ich ja auch habe, das will ich unterstützen. Und dann ist es gar nicht so wichtig, dass das Tool von den Funktionen noch nicht so umfangreich ist, sondern es muss einfach erst mal diese Vision und deine Message hinter deiner Gründung erklärt sein.
00:21:17
Speaker
Und das schaffst du halt mit No-Code-Tools, ja, ohne großen Aufwand und auch in recht schneller Zeit. Und ja, dadurch wird es sich eben, oder das ist so diese Änderung, dass du dann wirklich deine Crowd hast und mit der Crowd einfach dein Produkt weiterentwickeln kannst und dementsprechend auch viel, ich würde mal sagen, dass deine Gründung oder deine Unternehmensentwicklung dann auch viel stabiler steht.
00:21:45
Speaker
weil du halt Leute im Hintergrund hast, die das unterstützen, dementsprechend auch wieder mit Mundpropaganda, ja, die ja mehr Reichweite bringen und dir aber auch gleichzeitig das Feedback zurückgeben, wie musst du dich weiterentwickeln, dass es noch besser et cetera wird. Ja, stimme ich dir auf jeden Fall zu.
00:22:06
Speaker
Du hast ja durch dein Wirtschaftsinformatikstudium auch so ein bisschen den Einblick in die IT-Welt. Und wie siehst du denn den Anteil von No-Code in Bezug auf die herkömmliche Programmierung in Zukunft? Löst das eine das andere ab? Oder wo glaubst du, wo geht das in die Richtung hin? Ich glaube, ablösen tut es das nicht.
00:22:28
Speaker
Vielleicht auch gerade, wie wir es auch wieder sehen, wir haben jetzt zwar alles mit No-Code aufgesetzt, aber eigentlich denken wir auch schon wieder dran, okay, wir wollen es doch auch oder wir können uns das vorstellen, auch mit richtiger Programmierung das Ganze noch angehen zu lassen. Von dem her glaube ich, es ist jetzt einfach eine tolle Ergänzung, die es uns als Marketer jetzt einfach möglich macht, ohne den Techniker schon mal einige Sachen vorher umzusetzen.
00:22:54
Speaker
bevor er ins Spiel kommt. Das heißt, die Techies, die kriegen eine ganz neue Aufgabe, dass sie halt eher sich jetzt gar nicht mehr um die vermeintlich einfachen Probleme oder Anwendungsfälle kümmern müssen, sondern die können jetzt wieder richtig brainstormen und in neue Entwicklungen gehen, die einfach schon wieder ein Stück weiter darüber hinaus liegen.
00:23:16
Speaker
Und wir als Marketer und als Anwender von den ganzen Software und Tools können halt vermeintlich einfache Use Cases jetzt selber umsetzen. Und so verschiebt sich jetzt diese Entwicklung, dass ja die Programmierer dadurch jetzt nicht arbeitslos werden, sondern dass die uns einen
00:23:35
Speaker
ja, einen Hilfsmittel an die Hand gegeben haben, wie wir einfache Sachen lösen können. Und die können sich dann jetzt halt um komplizierte und einfach, ja, um Technologie kümmern, die uns dann einfach, die uns als No-Code-Anwender auch trotzdem noch wieder so ein mind-blowing-Effekt haben wird. Das heißt, da gibt es ja noch viele weitere Technologie-Richtungen, in die es dann geht mit
00:23:57
Speaker
VR, AR, Blockchain, KI und was auch noch alles gibt. Und da sehe ich so die Entwicklung hin.
00:24:06
Speaker
Ja, auf jeden Fall. Auf Twitter bekommt man ab und zu mal mit, dass es da so eine Debatte gibt, No-Code versus Code und sowas, weil ich sehe das ähnlich wie du. Es ist also eigentlich kein Wettbewerb. Es ist eher ein ergänzendes Miteinander. Und für das eine oder andere wird es immer irgendwie Anwendungsfälle geben. Aber manchmal macht das dann auch keinen Sinn oder da gibt es auch keine Möglichkeit, Dinge mit No-Code umzusetzen.
00:24:31
Speaker
wo man dann eher mit der herkömmlichen Programmierung weiterkommt. Wenn ich zum Beispiel an meine Zeit in einem Industriekonzern so rückdenke, wo dann Maschinen anprogrammiert wurden, um Daten auszutauschen und so was, da gibt es halt die Möglichkeit nicht und wird es auch nie geben, weil das viel zu individuell ist. Genau. An solchen Sachen. Genau, wirst du dann nur mit der Herkunft gehen. Bei individueller Software ist das sowieso noch was ganz anderes. Da brauchst du halt Programmierung, weil du eben jetzt nicht so diesen Standard hast. No-Code-Tools sind ja im Endeffekt, decken sie ja halt den
00:25:01
Speaker
die Standardanwendungen sozusagen haben. Was halt ganz am Anfang so die Homepage-Baukästen waren, die das ja eigentlich No-Code-mäßig für eine Webseite gemacht haben, sind jetzt halt die No-Code-Tools für Apps, Web-Apps, etc. Und genau, das sind ja im Endeffekt alles Standardanwendungen, die dann da abgedeckt werden sollen, sei es... Genau.
00:25:24
Speaker
einen Profil in den Memberbereich oder eine Anmeldung oder das Formular verschicken und dann halt löst das einen Trigger aus und die Daten werden halt hier und da verteilt. Das sind ja im Endeffekt alles eher Standardfälle und jetzt nichts komplett Individuelles und da wirst du Programmierung immer brauchen, sag ich auch so. Ja, das denke ich auch. Sehr cool.
00:25:46
Speaker
Das war es dann eigentlich schon. Ich würde sagen, wir tüten das Ganze dann jetzt

Abschluss und Einladung zur Interaktion

00:25:50
Speaker
ein. Und es hat mich mega gefreut, dass ich dich hier als meinen ersten Interviewgast begrüßen durfte und fand das Gespräch super spannend. Mega viele interessante Insights. Und ja, dann bedanke ich mich nochmal für deine Zeit und überlass dir das letzte Wort, wenn du möchtest.
00:26:07
Speaker
Ja, war er gerne. Hat mich auch gefreut, dass alle hier zugehört haben. Genau, wer jetzt selber mal hier unser No-Code-Tool HalloPodcaster ausprobieren möchte, kann gerne auf HalloPodcaster.de draufgehen. Ja, wer da eben an Podcast-Interviews oder als Podcaster selber drin interessiert ist, gerne mal anmelden, sich mal umschauen, wie das alles zusammenhängt, wie die Usability so ausschaut. Ja, Feedback ist sehr gerne erwünscht. Also, wer sich angemeldet hat und irgendwie Rückmeldung geben möchte,
00:26:37
Speaker
dann kann er mir gerne an janet-hallo-podcaster.de eine Mail auch schicken. Und genau, mehr Informationen ansonsten über mich und über all die Projekte findet man dann auf meiner Webseite jan-schülze-siebert.com. Und ja, ich freue mich immer über einen Austausch. Von dem her, genau, vernetzt euch gerne mit mir über die möglichen Kanäle. Super.
00:27:00
Speaker
Dann würde ich sagen, als Schlusswort, genau, einfach mal die Ideen umsetzen, schauen, was ist die Grundfunktionalität, die man schaffen will. Und heutzutage ist so viel möglich, von dem wir einfach mal anfangen und eine erste Version bauen. Sehr gut. Danke dir. Gerne.