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#45 - Wie FINN mit Make 60% aller Prozesse automatisiert hat und damit 75% Zeitersparnis erreicht - mit Jens Kegelmann image

#45 - Wie FINN mit Make 60% aller Prozesse automatisiert hat und damit 75% Zeitersparnis erreicht - mit Jens Kegelmann

S1 E45 · VisualMakers
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275 Plays4 years ago

FINN ist ein nachhaltiges Auto-Abo aus München und wurde 2019 von Stylight-Gründer Max-Josef Meier ins Leben gerufen. Und zwar in einem Markt, den gerade wenig andere Unternehmen so erfolgreich bedienen wie FINN - vom großen Wachstum bis hin zur Expansion in die USA.

Wie FINN das geschafft hat, verrät uns Jens Kegelmann im Podcast.

Er verantwortet das Produkt bei FINN und berichtet uns außerdem was FINN so besonders macht, wie das Auto-Abo für dich als User funktioniert und warum das Unternehmen angefangen hat, über 60% der Prozesse mit Make zu automatisieren.

Nachhaltige Mobilität mit automatisierten Prozessen liegt auch dir am Herzen?

Jetzt im VisualMakers Podcast reinhören - überall wo es Podcasts gibt!

Mit dem Code FINNlovesNocode bekommst du einen exklusiven, einmaligen 100€ Rabatt beim Buchen eines Auto-Abos auf https://finn.auto !


Mehr zu FINN & No-Code findest du in diesem Artikel:
https://medium.com/@ishtiaque/how-a-german-start-up-achieved-4-mn-arr-in-one-year-89fe123e0079

FINN sucht aktuell weitere BAM's. Hier geht's zur Stellenausschreibung:
https://jobs.lever.co/finn.auto/8078148e-2c8f-4878-8f08-c3bd293a04f1

#nocode #lowcode #digitaltransformation #software #technology #automation #coding #workflow #code #webdevelopment #tech #techpodcast #finnauto #nachhaltigkeit #visualmakers

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Transcript

Einführung und Neustart nach COVID-19

00:00:00
Speaker
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge vom Visual Makers Podcast. Wir hatten jetzt leider zwei Wochen Pause durch mehrere Corona-bedingte Situationen, sind aber jetzt endlich wieder am Start, diesmal auch mit Video. Wer sich das Ganze angucken möchte, gerne auf unserem YouTube-Kanal, wer uns gerade hört. Und wir freuen uns sehr, heute einen Gast dabei zu haben, und zwar Jens Kegelmann von Fynn.

Einführung in No-Code mit Jens Kegelmann

00:00:23
Speaker
einer Plattform für innovative Auto-Abos aus München. Und Jens verantwortet den Produktbereich bei Fynn. Herzlich willkommen, ich freue mich, dass du da bist. Ja, hi Lilith, hi Alex, danke für die Einladung. Erst mal freue ich mich auf jeden Fall auch dabei zu sein und mit euch heute hier über No-Code und Potenziale zu sprechen. Ja voll, auf jeden Fall. Wie bist du denn eigentlich in diese ganze Welt reingekommen? Bevor wir vielleicht über Fynn und No-Code und sowas sprechen,
00:00:51
Speaker
Erzähl uns doch gerne noch ein bisschen mehr über dich am Anfang. Gerne, gerne. Ja, die Reise geht tatsächlich zurück ins Jahr 2019. Finn war damals ein sehr, sehr junges Start-up. Ich bin über Umwege eigentlich dazugekommen, weil damals Werkstatt bei einem Investor auch schon damals bei Finn. Und ja, im Endeffekt verantwortlich damals so ein bisschen für alles, was irgendwie Tech war bei Finn.
00:01:14
Speaker
Ursprünglich war das vor allen Dingen auch unsere Webseite damals, die haben wir dann auch gestartet oder habe ich auch mit gebaut, mit Webflow damals, also auch direkt No-Code. Und da können wir auch gerne noch mal gleich darüber sprechen, wie das sich genau ausgestaltet hat. Aber ja, von dort bin ich im Endeffekt mit der Firma gewachsen, viel No-Code auch an vielen, vielen Stellen in der Firma benutzt und heute verantwortlich für den gesamten Shoppingbereich bei uns. Also im Endeffekt, ja, Auto-Abos entweder über die Webseite oder über unsere App.
00:01:44
Speaker
Ja, cool. AutoAbo, vielleicht kannst du mal darauf eingehen, was ist so konkret der Unterschied zum Leasing?

Autovermietung vs. Leasing: Was ist der Unterschied?

00:01:52
Speaker
Ich glaube, AutoAbes per se sind
00:01:55
Speaker
schon naheliegend zum Leasing, aber machen sich bei schon mehreren Dingen dann doch ganz, ganz anders. Und ich glaube, wie wir auch damals gestartet sind, sind basierend auf zwei Kernproblemen. Ich glaube, das eine Problem, was wir uns damals als Campproblem auch gesehen haben, war, dass die Kaufjourney auch bei einem Leasing sehr, sehr anstrengend ist für den Kunden. Man muss auch bei einem Leasing zu einem Händler gehen.
00:02:18
Speaker
dort im Endeffekt mit dem Verkaufsberater sprechen, hat sehr, sehr viele Touchpoints und ja, fühlt sich auch teilweise ein bisschen über den Tisch gezogen, wenn man dann Angebote vergleicht und ganz, ganz andere Angebote bekommt. Das heißt, diesen ersten Teil der Customer Journey, also wirklich diesen Kaufprozess, ist auch bei dem Leasing sehr, sehr, sehr behäbig. Und wenn wir dann den zweiten Teil anschauen, also im Endeffekt, wenn
00:02:39
Speaker
das Auto dann bei einem ankommt, fangen die Probleme im Endeffekt dann auch oder gehen die Probleme im Endeffekt nur weiter. Man hat mit Versicherungen zu tun, Zulassungen. Wenn irgendwelche Probleme da sind, muss man sich immer selbst darum kümmern.
00:02:50
Speaker
Und genau an diesen beiden Baustellen haben wir angesetzt und gesagt, okay, lass uns diese Kauf-Journey im Prinzip ins 21. Jahrhundert bringen, ein E-Commerce Produkt draus machen, weil was ist an einem Auto anders als an einem Schuh? Natürlich gibt es schon gewisse Dinge, die anders sind. Und der zweite Punkt ist eben, okay, auch bei einem Leasing ist eben die Ownership
00:03:15
Speaker
Journey dann sehr, sehr anstrengend und lass uns auch da ansetzen und sagen, okay, wie können wir den Kunden so viel wie möglich abnehmen und im Endeffekt aus dem Auto auch ein Benutzungsobjekt machen, was dann im Endeffekt nur noch gefahren werden muss und betankt oder geladen werden muss.
00:03:28
Speaker
Und ich glaube, so ist dann auch eine sehr, sehr gute Differenzierung zum Leasing. Und on top sozusagen darauf kommt dann auch noch die deutlich höhere Flexibilität gegenüber dem Leasing, weil eben Leasing auch noch, ja, normalerweise sagen wir mal eher in Richtung drei Jahre, vier Jahre geht. Und wir mit unseren kürzeren Laufzeiten dem Kunden auch deutlich mehr Flexibilität bieten auch mal Dinge auszuprobieren. Und da kommt dann auch wiederum der Punkt beispielsweise Elektromobilität ins Spiel, weil das Auto-Abon-Modell mit eben kürzeren Laufzeiten auch, ja,
00:03:56
Speaker
den Einstieg in die Elektromobilität enorm erleichtert.

Fynns nachhaltige Initiativen

00:04:00
Speaker
Wenn man bei euch auf die Plattform schaut, konzentriert ihr euch aber, glaube ich, auch hauptsächlich auf Elektroautos oder Hybridmodelle, oder? Also ihr habt ein paar Benzin und Diesel im Sortiment? Ja, auf jeden Fall. Also uns ist Nachhaltigkeit extrem wichtig. Das ist auch eins der zwei Themen, die wir uns wirklich auf die Fahne schreiben, auch langfristig wirklich komplett.
00:04:18
Speaker
emissionsfrei unterwegs zu sein. Aber auch bei uns beispielsweise, die Verbrenner werden, so gut es geht, dann auch im Endeffekt klimaneutral gemacht. Das heißt, wir offsetten komplett die Emissionen, die die Fahrzeuge dann auch emittieren. Wie macht ihr das? Ja, genau. Wir arbeiten mit einem Partner zusammen, der verschiedene Projekte unterstützt, sowohl lokal in Deutschland als auch in anderen Ländern, beispielsweise in Afrika, wo wir uns dann für Projekte einsetzen, die klimafördernd sind.
00:04:47
Speaker
Cool. Ja, stark. Ist das auch so dieses ganze Konglomerat, quasi ein Ding, ein Ding, die ihr anders macht als vielleicht jetzt auch klassische Leasinganbieter und so, das, was euch so erfolgreich macht? Weil also eure Story ist ja schon krass. Ich habe euch letztes Jahr kennengelernt. Aber ihr habt es ja mit diesem Geschäftsmodell geschafft, einfach auch erfolgreich in der Pandemie zu sein und in die USA jetzt zu expandieren.

Pandemie und der Einfluss auf Fynns Geschäft

00:05:12
Speaker
Ja, klar. Also auf der einen Seite ist, glaube ich, die Pandemie für uns sehr, sehr glücklich gewesen, weil natürlich viele Leute eben nicht mehr den Weg zum Händler gegangen sind, sondern wirklich den Weg im Internet dann versucht haben, auch nach Autos zu suchen. Autos generell auch als individuelle Mobilität sehr, sehr beliebt waren. Aber ich glaube, es ist mehr als das. Ich glaube auch, dass wir durch unsere Art und Weise, wie wir auch das Produkt im Endeffekt dann auch verkaufen und auch dann aufbauen, die gesamte Customer Journey dann auch entwickeln, sind wir sehr, sehr, also
00:05:39
Speaker
einen weiteren Wert, den wir uns sehr, sehr stark fokussieren, ist eben Customer First zu sein. Also wirklich dem Kunden. Und ich glaube, das ist auch während der Laufzeit das, was viele Kunden sehr, sehr schätzen, ist, dass wir uns wirklich um den Kunden kümmern wollen. Also wir wirklich der Customers Friend sein wollen. Und ja, das spiegelt sich dann auch in einem NPS Score wieder, der bei knapp 70 liegt und damit deutlich über dem Marktschnitt liegt.
00:06:04
Speaker
Und ja, und ich glaube unsere Kunden damit sehr, sehr zufrieden sind eben nicht mehr, diese vielen Themen sich selbst kümmern zu müssen, die sie eben gewohnt sind aus dem Karnisch. Wie sieht denn genau so eine Customer Journey aus? Also wenn ich mich jetzt als User bei euch anmelden möchte, was passiert dann?

Der E-Commerce-Ansatz von Fynn

00:06:22
Speaker
Ich glaube, es ist tatsächlich relativ einfach. Also der erste Teil der Customer Journey, das Bestellen ist wirklich nichts anderes als Schulbestellen. Wir haben einen sehr, sehr klassischen E-Commerce-Prozess, das ist im Endeffekt Kontaktdaten, Zahlungsmethode, Lieferdatum, that's it. Im Prinzip als initiale Bestellung.
00:06:40
Speaker
Dann gibt es natürlich noch eine Verifizierung auf unserer Seite. Aber nachdem die abgeschlossen ist, wird das Auto kostenlos zu dir nach Hause geliefert. Und ja, dann geht es im Endeffekt schon noch mit dem Fahren los. Wir kümmern uns, falls irgendwelche Themen während der Laufzeit passieren, auf unserer Seite drum. Das heißt, wenn Servicetermine sind, beispielsweise, kümmern wir uns drum. Und ja, dann kann ich das Auto am Ende auch wieder abholen.
00:07:03
Speaker
Wie läuft das beim Service? Fahr ich dann selber mit dem Auto zu einer Vertragswerkstatt oder wird das abgeholt? Wie läuft das? Im Endeffekt suchen wir entsprechend passend zu dem Problem einer Vertragswerkstatt, mit dem wir zusammenarbeiten, raus. Du kannst das Auto dorthin bringen und dann bist du im Prinzip dort, dich um dich gekümmert. Ja, okay. Ja, cool. Voll spannend. Das ist so ein Markt, den kenne ich so gar nicht, ehrlich gesagt. Alex, du hattest eine Frage?
00:07:32
Speaker
Ja, genau. Wie sehen die Laufzeiten aus? Also was ist das Kürzeste, was man an Laufzeit wählen kann?

Flexible Abonnementpläne bei Fynn

00:07:39
Speaker
Man kann tatsächlich schon ab monatlicher Laufzeit wählen. Wir haben einen Flex aber, wo du im Endeffekt ab Laufzeit 1 im Prinzip dann jeden Monat auch flexibel kündigen kannst, um im Prinzip auch diesen ja sehr, sehr flexiblen Kunden abzudecken.
00:07:54
Speaker
Okay, stimmt. Cool. Lustigerweise, für mich ist Automobilbranche etwas, was ich so, glaube ich, mit einer der letzten Dinge mit No-Code verknüpfen würde. E-Commerce dagegen halt schon total als eines der ersten Dinge. Erzähl mal, wie ist da, wie ist dazu gekommen und wie nutzt ihr überhaupt, vielleicht das erstmal an Anfang gestellt, No-Code bei Fynn?

Rolle von No-Code in Fynns Betrieb

00:08:18
Speaker
Ich glaube es tatsächlich. Also ja, ich bin bei dir. Es ist natürlich aus einer Saas Welt mit den vielen mit den vielen Tuns, die wir alle kennen, natürlich sehr, sehr praktisch zu benutzen. Aber tatsächlich in unserem Bereich ist es fast unumgänglich auch für uns nur kurz zu verwenden, gerade auch wenn wir über die Customer Journey nach dem Signing also gar nicht mal diesen E-Commerce Bereich sprechen, sondern eher wie gesagt danach, weil wir eben unglaublich viele
00:08:43
Speaker
Partner auf der einen Seite haben, mit denen wir zusammenarbeiten und auf der anderen Seite eben auch unglaublich viele Prozesse haben, die wir intern abwickeln. Das heißt, diese zwei Themen Partner anzubinden, beispielsweise Compounds, wo unsere Fahrzeuge stehen, Status-Updates irgendwie reinkommen und auf der anderen Seite eben die Prozesse, keine Ahnung, wenn ein Kunde einen Strafzettel macht, muss der ja intern bei uns verarbeitet werden. Und so gibt es eben unglaublich viele Themen, die halt während einer Laufzeit von einem Auto passieren können, die wir auf unserer Seite natürlich so
00:09:12
Speaker
wie möglich darstellen wollen und entsprechend Automatisierung, der bei uns unglaublich viel hilft. Und ist das was, was gewachsen ist oder wo ihr euch am Anfang entschieden habt, wie können wir das umsetzen, wir brauchen die und die Prozesse, wie können wir das umsetzen und dafür nutzen wir die und die Tools oder wie hat das angefangen?
00:09:30
Speaker
Ich glaube, das ist tatsächlich sehr, sehr organisch gewachsen. Ich meine, ja, junge Start-up, wenig Ressourcen. Wir wollten schnell auch sozusagen den Marktstart dann machen. Und ja, da ist natürlich Low-Code, No-Code sehr, sehr naheliegend.
00:09:46
Speaker
Wie gesagt, auch mit Webflow damals gestartet als im Prinzip Website dann, um auch viele Dinge erstmal auszuprobieren und zu verstehen, was sind überhaupt die Themen, die den Kunden wirklich interessieren. Sind es solche kurzen Laufzeiten oder ist es vielleicht auch tatsächlich eher längere Laufzeit, zwölf Monate, die den Kunden interessiert und dann auch natürlich mit den Kunden zu lernen.
00:10:06
Speaker
Ja. Okay, krass. Und wie deckt ihr intern so Automatisierungspotenziale auf, beziehungsweise wie identifiziert ihr so automatisierbare Prozesse?

Automatisierung und die Rolle des Business Automation Managers

00:10:18
Speaker
Das ist tatsächlich eine gute Frage. Ich glaube, gerade bezogen auf den Operations-Teil ist das für uns unglaublich spannend, weil wir viele Dinge erst mal natürlich manuell machen. Und sobald wir merken, okay, manueller Prozess hat ein Potenzial automatisiert zu werden, gibt es im Endeffekt dedizierte Teams, die entsprechend das dann auch umsetzen. Eine Rolle, die wir jetzt auch dediziert beispielsweise eingeführt haben, ist der Business Automation Manager. Kurz BAM.
00:10:48
Speaker
Teil des Engineering Teams ist und genau solche Prozesse dann auch treibt. Also jemand, der aus einem Business-Background hat, aber entsprechend ganz, ganz klar
00:10:57
Speaker
ja, Low-Code-Automatisierung, Tools baut, um so die Teams zu unterstützen. Und ja, die Potenziale, die dann entstehen sind, kommen im Endeffekt aus einem, ja, erst mal manuellen Need. Man sieht, etwas wächst und dann ist irgendwann der Punkt erreicht, wo der manuelle Prozess sich nicht mehr lohnt und man dann halt sehr, sehr günstig auch schon mit Low-Code, No-Code dann in Tools investieren kann und eben auch eine deutlich höhere Stabilität und gängiger Fehlerquote erreicht.
00:11:26
Speaker
Ja, spannend. Okay, also das ist so, dass ihr die BAM-Leute habt und die sind aber mit dem Engineering-Team verbunden. Also die kommen quasi aus dem Business, aus den verschiedenen Abteilungen und sind dann aber mit der, also kann man sich das vorstellen wie so eine Verlängerung quasi von der Engineering-Abteilung dann oder?
00:11:50
Speaker
Es ist in einer gewissen Weise eine Erweiterung. Wie man einen Frontend-Engineer oder einen Backend-Engineer hat, so hat man auch einen BAM, der genauso Teil des Teams ist und genauso Teil von Sprints ist und im Endeffekt seine Sendetickets hat. An denen er arbeitet, statt eine API vielleicht zu schreiben in Code, gibt es genauso Möglichkeiten, auch bestimmte Tools oder eben Automatisierungen zu bauen in No-Code, Low-Code.
00:12:14
Speaker
Ja. Und sind die, aber nochmal vielleicht konkreter, sind die BAM in den einzelnen Teams drin oder arbeiten die mit dem Engineering-Team? Also quasi, oder meine Frage zählt eher darauf ab von, du hast ein Marketing-Team und dann hast du einen BAM fürs Marketing-Team, weil derjenige oder diejenige ja die Prozesse im Marketing-Team viel besser versteht, als das jemand aus Engineering tun könnte. Darauf zählt meine Frage ab.
00:12:38
Speaker
100%.

Kulturelle Verschiebung zu No-Code bei Fynn

00:12:39
Speaker
Und da kann ich tatsächlich mal einen Schritt zurückgehen. Ich glaube, da sind wir auch als Company so ein bisschen unique aufgestellt. Wir glauben nicht daran, dass man im Endeffekt ein Produkt oder ein Engineering-Team hat, was separat von den anderen Departments im Endeffekt aufgesetzt ist, sondern
00:12:54
Speaker
haben auch da die Teams im Endeffekt in den Departments. Das heißt, ein missionsorientiertes Setup. Beispielsweise, wenn wir jetzt dieses Shopping-Produkt oder dieses E-Commerce-Produkt, wo ich auch mitarbeite, im Endeffekt nehmen, dann ist das auch Teil des User Acquisition Teams, wo beispielsweise auch dann Marketing drinlegt, wo auch Customer Sales drinlegt, die sich im Endeffekt auch um die Kundenakquise mit supporten, damit eben genau dieses spezifische Wissen
00:13:16
Speaker
dann auch mit den Produkt-Teams kombiniert werden kann. Und genau, beispielsweise die BAMs werden dann auch in den einzelnen Teams, wo sie eben gebraucht werden, dann eingesetzt. Ja, cool. Cool, stark. Wie viele Mitarbeiter seid ihr aktuell? Circa 250. Wahnsinn.
00:13:36
Speaker
Krass. Und wenn ihr neue Leute einstellt? Ich glaube, euer Gründer Max Josef hat in einem Interview erzählt, dass ihr über 60 Prozent eurer Prozesse automatisiert mit No-Code. Das ist ja wirklich Hut ab, Respekt. Wie ist das so, wenn ihr neue Mitarbeiter einstellt, das Mindset dafür zu kriegen? Ich würde jetzt mal davon ausgehen, dass ihr eher ein Mindset habt von
00:14:06
Speaker
Okay, lass uns mal so viel wie möglich automatisieren und so viel wie möglich mit No-Code wahrscheinlich machen. Wie kriegt ihr neue Leute darauf angebordet auf das Mindset? Ja, also wir haben auf jeden Fall diese Philosophie. Ich hab's ja schon vorher gesagt, do it, do it, automate it. Auf jeden Fall. Ich glaube, dadurch, dass das in der Company so verbreitet ist, dass das Tool, Integromat, jetzt Make, im Endeffekt ja wirklich in jedem Department im Endeffekt verwendet wird, hast du da eine natürliche, natürliches, sagen wir mal,
00:14:34
Speaker
ja, Onboarding nicht, aber auf jeden Fall eine Adaption-Phase oder eine Adoption-Phase auf jeden Fall, dass im Endeffekt dadurch, dass so viele Leute es schon nutzen, einfach gezeigt wird, okay, das sind Use Cases und viele Leute sehen durch die Use Cases dann auch ihre Use Cases, die sie damit verwenden können. Und wie läuft das, wenn so ein Use Case umgesetzt wird? Also du hast eben schon mal Sprints erwähnt. Macht ihr tatsächlich intern dann auch längere Sessions und Iterationen? Auf jeden Fall. Ich glaube, dass das ganze Thema
00:15:03
Speaker
Wie geht es mit No-Code weiter auch in Richtung, wie kommen wir noch näher zu Engineering-Prozessen? Das ist auf jeden Fall eine Challenge für sich. Im Prinzip ist es, und das müssen wir uns auch immer wieder und auch für die Zukunft verdeutlichen, ist No-Code-Entwicklung nichts anderes als Code-Entwicklung. Natürlich ist es eine andere Entwicklungsumgebung, aber per se sollten wir die gleichen Themen, die wir auch aus dem Coding-Environment kennen, auch auf der No-Code-Environment anwenden. Das heißt auch beispielsweise Merchrequests, die dann auch mit Coding-Reviews gepaart sind, um eine gewisse Qualität zu sichern.
00:15:33
Speaker
Und wenn wir das anwenden auf die No-Code-Welt, dann ist es eben genau das auch wieder. Also, dass wir, wenn wir jetzt in Integromart-Make-Szenarien denken, dass wir im Endeffekt die vorbereiten, reviewen lassen und dann genauso auch approven, sodass sie eine gewisse Qualität sicherstellen, bevor sie dann auch live gehen. Ja, absolut super wichtig. Also, irgendwie
00:15:56
Speaker
muss man ja auch, ich sag mal, so ein Safe Space dann aufbauen, in dem man eben solche Szenarien dann entwickeln kann, bevor man anfängt, ja, was zusammenzuklicken und dann letztendlich in die Live-Umgebung, sag ich mal, zu pushen. Ja, ich glaube, das Thema Staging-Environment ist tatsächlich auch nochmal ein unglaublich spannendes Thema. Haben wir auch uns häufiger schon mit Integromart unterhalten darüber, wie wir das umsetzen könnten. Weil im Endeffekt, ein Staging-Environment ist ja nur so gut, wie auch die Partner.
00:16:26
Speaker
Wenn wir jetzt, keine Ahnung, fünf verschiedene Partner verwenden, aber wir mit den fünf verschiedenen Partnern auf einer Live-Umgebung sind, dann bringt uns auch eine Staging-Environment nur begrenzt etwas. Das heißt, das auf No-Code auch hinzubekommen ist tatsächlich, finde ich, eine Challenge, die sehr, sehr spannend ist und wo man echt schauen muss, wie man die auch umsetzen kann, dass sie für jemanden, der sich eben nicht auskennt, mit eben verschiedenen API-Environments und so weiter, dann die wirklich gut nutzen kann.
00:16:50
Speaker
Ja, absolut.

No-Code-Werkzeuge und persönliche Entwicklung

00:16:52
Speaker
Vielleicht auch mal für diejenigen, die das Wort Staging nicht kennen. Also das geht im Prinzip um eine Umgebung, in der ausgiebig getestet werden kann. Neue Versionen und so weiter.
00:17:04
Speaker
Genau, genau, du hast quasi die drei Ebenen, also oder normal die drei Ebenen quasi Entwicklung, wo du genau die Sachen baust, dann Staging, wo du die Sachen testest und dann Production, wo es dann live läuft quasi im Livebetrieb. Kannst du programmieren? Ich habe gewisse gewisse Prozesse gemacht im Programmieren, würde mich aber definitiv nicht als Coder bezeichnen. Ich habe nie im Umfeld professionell gearbeitet, nein.
00:17:33
Speaker
Ja. Ja, cool. Gibt es einen, würdest du sagen, es gibt einen Prozess bei euch, der euch am meisten, also wo ihr durch Automatisierung am meisten Zeit spart? Es ist schwierig, es ist schwierig, einen einzelnen herauszunehmen, der am meisten Zeit spart. Ich glaube, es ist tatsächlich die Vielzahl an Automatisierungen, die wir haben, die uns wirklich Zeit spart.
00:18:03
Speaker
Wenn ich eine herausheben müsste, die uns viel Zeit spart, ist es sicherlich beispielsweise so Prozessanträge. Ich weiß nicht, ob man das kennt. Es gibt in Deutschland eine Förderung für Elektroautos, wo man im Endeffekt einen relativ aufwendigen Prozess rund um die Antragstellung hat. Man muss Formulare ausfüllen. Ich glaube, jeder kennt die deutsche Bürokratie. Die Prozesse sind automatisiert. Das heißt, alle Anträge für
00:18:28
Speaker
dann Tausende von Autos werden innerhalb von Sekunden gestellt. Und das ist sicherlich ein Prozess, der sehr, sehr viel Zeit spart. Aber beispielsweise auch ein Registrierungsprozess von Fahrzeugen, den man eben dann auch automatisiert hat. Über einen Partner ist was, was uns unglaublich viel Zeit einspart. Definitiv. Welche Tools nutzt ihr denn generell? Wir haben eben schon von einem Partner gesprochen und ihr nutzt Make. Gibt es noch welche Tools, auf denen ihr basiert?
00:18:59
Speaker
Ja, also ich glaube, ein weiteres Tool, was wir gerade in den letzten Monaten sehr, sehr stark auch, ja, oder sehr, sehr stark sehr häufig nutzen, ist Retool, also im Endeffekt auch in Richtung interne Tooling, um eben auch Zugriffe dann auf eine Datenbank und generell Prozesse auch noch zu formalisieren und entsprechend auch noch deutlich, deutlich sicherer und deutlich skalierbarer zu machen für unsere Mitarbeiter.
00:19:22
Speaker
Mhm. Okay. Und wie ist das da? Also, intern, sag ich mal, die Verbreitung, habt ihr da auch BAMs für? Oder, ja, okay. Genau. Also, die BAMs, das ist uns auch wichtig, dass im Endeffekt, ich glaube, das ist auch ganz natürlich, wenn man im Endeffekt in No-Code reinkommt, dass man am Anfang natürlich sich erstmal mit dem Thema APIs und alles, was dazugehört, Jasons, natürlich mehr und mehr und mehr dann auch warm wird.
00:19:49
Speaker
Aber ja, der natürliche Schritt ist, weiterzugehen und auch mehr Technologien noch zu verstehen und dann sowas wie Retool sehr nahe liegt und man mit den Tools eigentlich auch wächst. Und dass die Tools auch sehr, sehr gut machen, um im Endeffekt dann auch von einem Einstieg sehr, sehr einfachen Automatisierungen, Szenarien dann bis hin zu größeren Retools dann zu wachsen und die dann auch
00:20:09
Speaker
Ja, zu bauen. Ja. Und Retool ist dann die, also ihr habt vorher mit Airtable gearbeitet, wenn ich mich richtig erinnere, oder? Genau, ist Retool der Ersatz dafür? Nein, also im Endeffekt
00:20:25
Speaker
Jein, könnte man sagen. Natürlich soll der Zugriff auf die Datenbank per se so gering wie möglich sein, dass niemand in der Datenbank mehr Änderungen macht. Von der Seite ja, gewisserweise ist ein Retool als Frontend dann mit einem Tool, das ja schon irgendwo einen Ersatz für Airtable, was es eben schon geboten hat. Auf der einen Seite ist natürlich Retool keine Datenbank und dementsprechend ist natürlich hinter Retool dann nochmal eine Datenbank gesetzt. Ja.
00:20:52
Speaker
Ja. Und nochmal zurück zu Make. Falls du da eine Hausnummer ungefähr sagen kannst, ich meine, bei 250 Mitarbeitern, bei 60 Prozent der Prozesse automatisiert, kannst du da eine ungefähre Hausnummer sagen, wie viel Operations ihr im Monat verbraucht? Ja, ich habe es tatsächlich vor unserer Aufnahme nochmal nachgeschaut. Wir sind auf einer privaten Instanz. Das heißt, es gibt eigentlich keine Beschränkungen, was die Operations angeht im Vergleich zu den, ja,
00:21:19
Speaker
die im Prinzip käuflich erwerblich sind auf der Webseite. Wir verbrauchen tatsächlich 30 Millionen Operations im Monat, was runtergebrochen 11 pro Sekunde sind. Krass. Stark. Wahnsinn. Was man sicherlich dabei wissen muss, wie gesagt, wir zahlen nicht per Operation. Dementsprechend beispielsweise Variablen und so weiter verwenden wir mit einer ganz anderen Hintergedanken, als wenn man pro Operations zahlt.
00:21:48
Speaker
Ja, total. Im Enterprise Plan ist das, glaube ich, möglich. Von Make, ich weiß gar nicht, wie es jetzt heißt, ehrlich gesagt, seit die gewechselt sind. Aber für alle, die es interessiert, die wirklich große Mengen an Operations haben, macht das auf jeden Fall Sinn, sich da mal die anderen Pläne anzugucken, wo man eben, wie du sagst, nicht per Operations zahlt.
00:22:11
Speaker
Genau, für alle, die es nicht wissen, Operations sind quasi die, wie beschreibt man das am besten, sind die, ist quasi jeder Datenpunkt, der einmal durch ein Modul läuft innerhalb eines Workflows. Also, je mehr Module in einem Workflow sind, desto mehr Operations werden da auch eben verbraucht. Das mal so ganz grob runtergebrochen. Glück auf, für alle, die sich fragen, was denn Operations überhaupt sind. Ja, mega spannend, krass.
00:22:43
Speaker
Es ist ja Make offiziell im Februar gelaunched. Habt ihr schon umgestellt, plant ihr umzustellen? Von Integromart auf Make? Ja, ist tatsächlich auch ja in die Antwort. Also mit Make ist ja auch eine Umstellung auf Integromart Next, wie es irgendwie ursprünglich mal hieß, gekommen. Was eben beispielsweise ermöglicht, dass eben Szenarien auch parallel ausgeführt werden können. Das heißt Szenarien eigentlich ja mehr im Prinzip Funktionen sind, die man aufrufen kann. Und diesen Wechsel haben wir tatsächlich schon im letzten Jahr, im Sommer letzten Jahres gemacht.
00:23:14
Speaker
Das heißt, auf der neuen Plattform sind wir. Wir sehen noch nicht die neue Farbe und Brand, aber im Endeffekt, die technische Grundlage ist auf jeden Fall schon gewechselt, ja. Ja, okay. Cool. Cool. Würdest du sagen, ihr bleibt auf jeden Fall auf Mac? Also, ich meine, ihr seid ja schon sehr groß und skaliert sehr schnell und so. Wo siehst du denn die Grenzen für No-Code?
00:23:42
Speaker
Ich glaube, die Grenzen für No-Code sind im Endeffekt nicht wirklich jetzt irgendwie das Wachstum von einem Unternehmen. Ich glaube, No-Code wird extrem wachsen in den nächsten Jahren. Von der Seite wird uns Make, bin ich überzeugt davon, immer begleiten und immer als Tool für uns super wichtig sein.
00:24:00
Speaker
Ja, wie gesagt, ich bin davon überzeugt, dass No-Code im Endeffekt nicht groß anders ist als Code und dementsprechend natürlich auch für uns in viel, viel mehr Use-Cases auch noch eine Verwendung finden wird. Und ich glaube, eher die Herausforderung ist es zu seinem, sagen wir mal, besten Potenzial in Zukunft zu nutzen. Ja, definitiv. Auch generell, ich finde das immer so lustig, es gibt ja manche, die so sehr hardcore unterscheiden zwischen No-Code, Low-Code,
00:24:28
Speaker
und Code und dass eigentlich die Grenzen ja total fließend sind, weil genau, es ist halt einfach ein anderes Interface, was halt einfach sehr viel mehr Menschen zugänglich ist und dadurch halt auch Potenziale natürlich auch Limitierungen bietet, aber die Potenziale überwiegen das ja um einiges. Vor allem, wenn man, also erlebt ihr das auch bei euch in der Firma, dass die oder ich habe das viel in den Workshops und so in den Firmen, wo ich gearbeitet habe, erlebt,
00:24:56
Speaker
die mit No-Code gearbeitet haben, dass sobald jeder ein Verständnis hat, wie technische Prozesse funktionieren oder Softwareprozesse funktionieren, dass du dann ein viel besseres Gesamtverständnis in der Company fürs Produkt hast. Erlebst du das auch?
00:25:12
Speaker
Auf jeden Fall. Also dadurch, dass, wie gesagt, so Themen wie API-Requester deutlich zugänglicher gemacht werden, ist allein sowas schon deutlich, deutlich zugänglicher für die gesamte, für das gesamte Unternehmen. Aber auf der anderen Seite glaube ich auch, dass die Leute, die wirklich viel auch mit No-Code arbeiten, auch sehr, sehr persönlich darin wachsen.
00:25:32
Speaker
Man fängt an und nimmt sozusagen bestehende Module, jetzt wenn wir wieder auf Make gehen, nimmt bestehende Connections, die es irgendwie gibt, geht dann weiter und verwendet auch eigene sozusagen mit dem HTTP-Modul, eigene APIs, die es vielleicht noch gar nicht in Make gibt.
00:25:48
Speaker
und geht dann vielleicht an den dritten Schritt so weit, dass man auch eigene Lambda-Funktionen irgendwie schreibt und die dann auch mit einbindet. Also halt wirklich diese, ja, von, okay, man hat eine Umgebung, man hat im Prinzip einen Safe Space, kommt dann zu einem weiteren Schritt und lernt im Prinzip von Aufgabe zu Aufgabe dann. Ja. Ja, genau. Ja, total. Da fällt mir gerade noch ein, mit was ist euer Frontend gebaut? Also der Shop, wo man natürlich dann, oder nennt ihr das Shop, ist in eurer Oberfläche? Ja, auf jeden Fall. Ja, also wir haben,
00:26:18
Speaker
unsere Website ist mit React und unsere App mit React Native. Genau. Ja, ja, cool. Und da schreibt ihr dann auch Custom Apps für in Make oder steuert ihr einfach per API an oder wie macht ihr das?
00:26:32
Speaker
Genau, also im Endeffekt hat unsere Website und unsere App, haben wir im Endeffekt natürlich auch ein Backend und dementsprechend die Backends sind schon auch dann mittlerweile gecodet und ja, also die, beispielsweise die API, die auch die Produkte dann liefert an die Website, an die App, werden bespielt über beispielsweise ein No-Code-Szenario. Also, die Daten sich zu ziehen aus der Datenbank und wiederum dann auch in einen, sagen wir mal, nochmal einen dritten Space zu verschieben, das passiert bei einem No-Code-Szenario.
00:27:01
Speaker
Ja. Und können alle eure Entwickler mit Make umgehen? Ja, auf jeden Fall. Also, wie gesagt, es ist am Ende, und ich glaube, das ist auch für viele Entwickler eine Veränderung, dass man auch No-Code als Tool sieht. Auch als Tool sieht im Endeffekt, Services mal auszuprobieren, schnell zu bauen. Ich meine, mit Webbooks kann man super schnell auch im Prinzip APIs auch mal einfach aufsetzen und testen. Und das ist auch auf jeden Fall für Entwickler bei uns ein Tool.
00:27:31
Speaker
Ja, cool. Wie sieht eigentlich so ein Onboarding aus von neuen Mitarbeitern, die solche No-Code-Tools bei euch nutzen? Welche Ressourcen stellt ihr denen zur Verfügung? Ja, also das ist tatsächlich ein Bereich, in dem wir, glaube ich, auch noch deutlich besser werden müssen. Wir arbeiten da dran und wir versuchen mit dem Endeffekt ja Learning-Sessions, die wir im Endeffekt dann auch
00:27:52
Speaker
Ja, dann, wo wir viele erst mal Intro geben. Okay, was ist überhaupt, wie funktioniert überhaupt das Internet? Und dann so ein bisschen zum zweiten Schritt übergehen und dann auch kleinere Aufgaben geben, wo man sich selbst im Endeffekt schon mit dem Tool ja dann auch
00:28:05
Speaker
warm wird und im Endeffekt dann kleinere Aufgaben schon mal selbst übernimmt. Ich glaube aber tatsächlich, dass die wirklichen, die Learning, wirklich der Sprung dann auch wirklich, das selbst zu nutzen, über eigene Aufgaben kommen muss, die man, wenn man schwierig auch den Leuten vorgeben kann und dementsprechend, ja, das ist auch der Punkt, wo ich glaube, dass wir noch besser werden müssen, dass man eben solche kleineren Aufgaben, die eben auch dann, ja, schaffbar sind für New Joiner, für Leute, die noch nie was mit der T-Grom hat oder Make gemacht haben, dann auch, ja, im Endeffekt umsetzbar sind.

Herausforderungen und Lösungen mit No-Code

00:28:35
Speaker
Ja, definitiv bin ich auch total bei dir, dass die Magic von NoCode einfach im Selbermachen liegt. Also wirklich diesen Magic-Moment von, boah, ich hab das jetzt gebaut und das funktioniert und es ist nützlich und es spart uns Zeit und so. Das ist jedes Mal, da erinnere ich mich auch gerne selber an meinen ersten NoCode-Moment zurück.
00:28:59
Speaker
Aber es ist auch unglaublich schön zu sehen, dass intelligente Leute einfach dadurch, dass man das Programmieren auf die Logik beschränkt, super einfach und eine super schnelle Begeisterung entwickeln für Make, weil sie eben so unglaublich einfach dann auch Logiken bauen können, Automatisierungen bauen können und sich selbst auch super viel Zeit sparen können. Also diese Begeisterung zu sehen, das macht unglaublich viel Spaß. Ja. Ja, total. Und ich finde, es öffnet halt auch so viele Türen, weil es halt nicht mehr dieses
00:29:27
Speaker
Diese Angst ist von, ich kann das nicht und da gehe ich nicht dran, weil das verstehe ich nicht. Wie es bei mir ehrlicherweise früher auch war, sondern dieses so, hey, in ein lösungsorientiertes Denken kommen von, wenn ich das so machen kann, dann kann ich das vielleicht gar nicht auf das nächste Problem angehen. Ich finde, das macht unglaublich viel mit dem eigenen Mindset. Ja, auf jeden Fall. Hast du noch einen Tipp für Unternehmen, die jetzt mit No-Code-Automatisierung starten wollen?
00:29:57
Speaker
Ja, also ich glaube, am Ende sollte man das jedem zugänglich machen, dass so ein bisschen das eine wirklich, ja, nicht irgendwie auf ein Team zu beschränken, sondern versuchen, okay, was sind wirklich Use-Gast im gesamten sozusagen Unternehmen. Ich glaube, ein Fehler, den man oder eine Sache, die man sich immer bewusst sein muss, ist, kenne deine Grenzen so ein bisschen von den Tools, die du nutzt, weil natürlich ist es, ja, ist sehr, sehr
00:30:22
Speaker
verlockend mit den Tools dann auch skalierbare Themen aufzubauen, die dann auch sehr, sehr schnell sehr groß werden. Aber es gibt im Endeffekt ja immer noch jegliche Tools, die dann auch in Szenarien drin sind, die auch alle ihre Limits haben, wo man sicherlich, auch wenn man die nutzt, dann auch entsprechend schaut, okay, was hat beispielsweise R-Table für Limits, was hat Hubspot für Limits, etc. Ja klar, muss auf jeden Fall das Ganze betrachten dann, ja. Klar.
00:30:46
Speaker
Gibt es da bestimmte Fehler, die ihr gemacht habt, wo ihr so richtig auf die Schnauze mitgeflogen seid in der Entwicklung mit No-Code?
00:30:56
Speaker
Ja, ich glaube tatsächlich der größte Punkt ist, ich glaube es ist auch in einer gewissen Weise natürlich. Also ja, wir sind mit R-Table gestartet und deswegen habe ich auch R-Table angesprochen. Und R-Table, ich weiß nicht, ob es so viele wissen, aber R-Table hat eine Begrenzung von fünf Anfragen pro Sekunde, im Prinzip auf die Datenmang, sowohl lesen als auch schreiben. Und ja, wir sind im Endeffekt mit dem Setup so gefahren, dass wir
00:31:18
Speaker
sehr, sehr nah an diese Grenze gekommen sind und sie auch einige Male gerissen haben. Und dementsprechend das uns auch in einigen Punkten verlangsamt hat, weil wir im Endeffekt dann ja, da auch nochmal im Endeffekt fixen mussten und dann auch die Lösung im Endeffekt dann ja mittelgelten mussten, um eben weitermachen zu können. Wie habt ihr das gemacht? Habt ihr da mit R-Table gesprochen oder war das ein Prozess irgendwie erstmal aushalten und irgendwie was anderes bauen? Wie seid ihr damit umgegangen?
00:31:45
Speaker
Wir haben mit RTB gesprochen. RTB hat nicht mit sich reden lassen. Fünf. Eine unumgängliche, ein unumgängliches Limit zu sein. Ja, wir haben, ich glaube, was da wiederum sehr, sehr hilft, beispielsweise, dass diese Begrenzung ja pro Datenbank, also pro Base gilt. Und man viele Dinge natürlich auch auslagern kann aus der Base und dementsprechend dann so automatisch schon mal die Anfragen reduziert.
00:32:12
Speaker
Ja. Natürlich der langfristige Schritt für uns ist dann auch von Airtable wegzugehen. Wir verwenden jetzt aktuell NoCo. Das ist im Endeffekt eine Open-Source-Lösung, die sehr, sehr ähnlich ist wie Airtable. Das heißt diese, wenn es notwendig ist, auch den Zugriff auf die Datenbank ermöglicht, um eben auch, ja, Tools vorwegzunehmen, wenn es sie nur nicht gibt. Aber im Endeffekt unter NoCo dann ja eine Postgres-Database liegt, die ja deutlich skalierbarer ist und dementsprechend uns das Wachstum ermöglicht.
00:32:41
Speaker
Ja, ich finde, auch gerade bei den Datenbanken ist auch immer die Frage, also das, was ein R-Table ja kann oder ein C-Table oder auch Active Grid oder so, ist ja, dass das eine visuelle Datenbank ist. Und das Visuelle ist ja das, was die Datenbank verlangsamt und fast das Ganze limitiert. Und dann ist halt irgendwann auch die Frage, okay, bis zu welcher Größe brauchst du wirklich alle Daten auf einmal visuell dargestellt? Weil ich glaube, es gibt auch eine
00:33:07
Speaker
Grenze bei Airtable von 50.000 oder 100.000 Rows per Base oder sowas. Genau, und da kommt man ja auch irgendwann hin. Genau. Genau. Genau, und das meine ich auch am Ende. Also ich glaube beispielsweise auch Airtable ist ein wirklich unglaubliches Tool. Aber auch da kenne deine Grenzen so ein bisschen abzuschätzen, wo man auch vielleicht hingeht mit dem Anwendungsfall, den man hat. Also kommt man schnell eben beispielsweise auf diese 100.000 auch.
00:33:39
Speaker
Genau, wie du vorhin schon angesprochen hast. Vielleicht willst du am Ende ja auch gar nicht mehr, dass die Leute direkt in der Datenbank arbeiten, weil es halt viel zu schnell passieren kann, dass irgendwie Daten flöten gehen. Und dann setzt du halt ein Frontend davor und kannst dann eben auch das Backend wechseln. Ja, auf jeden Fall.
00:33:54
Speaker
Vielleicht so ein bisschen noch in die Historie zurückgegangen hätte, war tatsächlich nicht die erste Lösung. Wir sind Start-up-typisch, wie gesagt, mit Webflow damals gestartet. Zusammen mit Zepia auch. Und damals wurden Produkte an Webflow aus einer Google Sheets-Datenbank übermittelt. Also wirklich alles, was Norco zu bieten hat damals, verbunden miteinander.
00:34:18
Speaker
Aber ja, auch das ist dann schnell an Grenzen gekommen und dann wurde es im Endeffekt auch dann Richtung R-Table ausgetauscht. Aber ja, was man damit am Ende, glaube ich, sagen will, sagen muss, ist, dass man im Endeffekt je nachdem, was es für eine Situation ist, auch mit einfachen Mitteln unglaublich gute Lösungen schaffen kann. Ja, absolut.
00:34:37
Speaker
Ja, klar. Und ich meine, vielleicht nicht Google, aber Webflow und Zapier und Airtable, das ist ja auch eine beliebte Kombi, die es überall auf dem Markt gibt, für diverse Web-Anwendungen genutzt wird und da die Basis ist. Also von daher, ja, daraufhin kann man ja mal nachfragen. Genau.
00:34:55
Speaker
Ich kenne tatsächlich auch unglaublich viele Leute, die mit Zepia tatsächlich gestartet sind und sich dann im Tool-Dschungel eben ausprobiert haben und mit Zepia dann tatsächlich diese Welt entdeckt

Zukunft von No-Code in großen Unternehmen

00:35:04
Speaker
haben. Und ich halte das immer noch für ein grandioses Tool, um die Welt zu entdecken. Es ist dann halt irgendwann limitiert. Haben wir auch ausführlich in unserem Automatisierungs-Podcast, wann wähle ich welches Tool aus, besprochen. Ich glaube, Folge 34, 35. Genau, wenn ihr da noch mal genauer reinhören wollt, hört euch die beiden Episoden gerne noch mal an.
00:35:26
Speaker
Ähm, gibt's denn eine Lieblingsautomatisierung, die du hast, die so dein favorite ist? Wir haben tatsächlich eine Kantine bei uns. Und ja, beobachtet, dass Leute immer runtergegangen sind in die Kantine und auf den Zettel geschaut haben, was in der Kantine sozusagen heute zu essen gibt. Und haben irgendwie herausgedrückt, dass eine Kantine auch eine App und eine API damit hat. Und ja, dementsprechend in den täglichen Channel gepostet, was es zu essen gibt.
00:35:55
Speaker
Sehr sinnvolle Automatisierung. Ein schöner Use-Case für alle, um, ja, wenn es was zu essen gibt, einfacher zugänglich zu machen. Ja, stark. Cool. Ich glaube, wir haben es eben schon mal so ein bisschen angerissen. Aber wo siehst du denn die Potenziale für No-Code in den nächsten Jahren?
00:36:19
Speaker
Ja, also ich glaube, wo wir heute schon sind, ist das im Endeffekt gerade für kleinere Unternehmen halt dieses Tech-Enablement, also halt Dinge aufbauen zu können, auch sehr, sehr schnell zu sein, schon da ist. Ich glaube, wo wir
00:36:33
Speaker
in den nächsten Jahren hinkommen, wo ich auch die Potenziale sehe, dass das nicht nur für Kleinunternehmen, sondern entsprechend für mittlere, größere Unternehmen dann auch sozusagen No-Code immer mehr als Potenzial, als Tool dann auch Anwendung finden wird. Und da müssen sich die Tools natürlich noch ein bisschen weiterentwickeln. Wir haben über die Themen gesprochen. Ich glaube, gerade
00:36:51
Speaker
diese Qualitätssicherheit oder Sicherstellung ist ein wichtiges Thema. Aber das wird kommen und dementsprechend glaube ich auf jeden Fall, dass das No Code nicht nur bei kleineren Unternehmen, sondern vor allen Dingen dann auch bei den großen Unternehmen in Zukunft eine sehr, sehr wichtige Rolle spielen wird. Und ja, also jeder, wenn er es braucht, im Endeffekt seine Use Cases dann auch selbst abbilden kann.
00:37:16
Speaker
Das ist ein cooles Beispiel und auf einem sehr guten Weg. Ja, ich meine, wie gesagt, wir wachsen so ein bisschen jetzt damit und wie gesagt, wir sehen die Probleme, sehen aber auf der anderen Seite auch die Möglichkeiten unglaublich.
00:37:30
Speaker
die es eben gibt. Und ja, ich glaube, wir sind da nicht die Einzigen, die das so nutzen. Sicherlich einer der früheren sozusagen Adopter. Dementsprechend glaube ich aber, dass es unglaublich viele andere Unternehmen in Zukunft geben wird, die auf einem ähnlichen Weg sind, auch schon weiter sind, die von No Code unglaublich profitieren werden.
00:37:49
Speaker
Ja, das sehen wir auch gerade. Also wirklich durch die Bank weg. Also von kleinen Unternehmen so natürlich, die das schon eher auf dem Schirm haben und danach Möglichkeiten suchen. Aber auch die großen, also Enterprises, Mittelständler und so was, wo wir langsam merken, die Anfragen werden mehr und so. Also das ist echt cool zu sehen, dass man merkt, dass da auch echt so ein Umdenken stattfindet. Kannst du dir denn vorstellen, noch mal ohne so Tools wie Make und Airtable und Retool und so zu arbeiten?
00:38:20
Speaker
Dadurch, dass ich in meinem täglichen Doing als Tool im Printed wirklich aufgesaugt habe, kann ich es mir nicht mehr vorstellen. Also, ich glaube, wenn ich zurückgehen würde, sicherlich würde ich ein paar Dinge anders machen, aber auf jeden Fall nicht ohne No-Code. Und ja, wie gesagt, als Tool für auch heute noch viele, viele Themen ist es einfach unglaublich viel wert, schnell zu starten. Ja. Was ist bei euch denn bei Fynn im nächsten Jahr geplant?
00:38:49
Speaker
Also für das nächste Jahr. Wir sind natürlich, du hast es angesprochen Lilith, wir sind letztes Jahr in Amerika live gegangen. Dementsprechend ist für uns auf jeden Fall der Fokus, in den beiden Märkten zu wachsen. Deutschland und Amerika. Und das wird uns an den verschiedenen Punkten begleiten. Und ja, da ist natürlich auch NoCode immer wieder dabei, für Automatisierungen, gerade auch wieder in Amerika, da das aufzubauen.
00:39:14
Speaker
Ja, cool. Außer was ich vergessen habe eingangs zu fragen. Mich interessiert immer das Verhältnis zwischen Privatkunden und Geschäftskunden bei euch. Wahrscheinlich deutlich mehr Geschäftskunden.
00:39:23
Speaker
Tatsächlich sind wir bei 60% zu 40% B2C-Kunden zu B2B-Kunden. Ja, also wie gesagt, dadurch, dass wir ein auch sehr, sehr starkes B2C-Targeting haben und unser Produkt entsprechend auch zwei Probleme löst, die auch für den Privatkunden sehr, sehr valide sind,
00:39:44
Speaker
ist das auf jeden Fall ein Produkt, was wir auch langfristig für den B2C-Markt sehen. Klar, die Leasing-Penetration in Deutschland ist vor allen Dingen auf der Geschäftskundenseite sehr, sehr hoch. Aber eben durch diesen sehr, sehr einfachen Zugang, dieses Transparenzmachen von Kosten auch, ist es auch für viele, viele B2C-Kunden ein sehr spannendes Produkt.
00:40:06
Speaker
Ja, ja, total. Oh, cool. Jens, es war mega, mega schön und spannend, dass du da warst. Vielen Dank für deine ganzen Insights und das gute Gespräch. Genau, vielen Dank, dass du da warst. Wir wünschen Finn auch alles, alles gut für die Zukunft. Es ist echt cool, wie ihr so abgeht. Und ich bin sicher, wir sprechen uns auf jeden Fall noch mal hier.
00:40:31
Speaker
Genau, wenn ihr Fragen habt, für Finn oder Finn finden wollt, oder Jens vielleicht auch konzentrieren wollt, wir verlinken euch alles in den Show Notes. Genau, vielen, vielen Dank. Danke, Jens. Danke euch, ich hab mich gefreut.