Become a Creator today!Start creating today - Share your story with the world!
Start for free
00:00:00
00:00:01
#03 - Geschäftsprozesse mit NoCode automatisieren - mit Lilith Brockhaus image

#03 - Geschäftsprozesse mit NoCode automatisieren - mit Lilith Brockhaus

S1 E3 · VisualMakers
Avatar
290 Plays5 years ago
In der dritten Episode des VisualMakers Podcast durfte ich mit Lilith über ihren Weg von der Schauspielerei zu NoCode und zum Bereich Produktmanagement sprechen. Du erfährst unteranderem, wie sie im Unternehmenskontext Geschäftsprozesse mithilfe von NoCode Tools automatisiert und wie Zapier & Co. den Unternehmensalltag vereinfachen können.
Den Podcast gibt es ebenfalls auf Spotify & iTunes zu hören. Mehr zu Lilith findest du auf: https://www.lilithbrockhaus.deTwitter: @lilithbuilds
Recommended
Transcript

Einführung in den Podcast mit Lilith Brockhouse

00:00:00
Speaker
Hey und herzlich willkommen. Ich bin Alex vom Visual Makers Podcast und heute darf ich die Lilith Brockhouse bei mir begrüßen. Lilith ist Produktmanagerin, No-Code-Enthusiastin und Experte, wenn es darum geht, Prozesse mit No-Code-Tools zu automatisieren. Ich durfte sie das erste Mal auf der No-Code-Meets-Entrepreneurship-Konferenz hören, die von der Second Digital Revolution ausgerichtet wurde und freue mich mega, dass sie heute hier zu Gast ist. Herzlich willkommen, Lilith.
00:00:29
Speaker
Hallo, vielen Dank.

Liliths Weg von der Schauspielerei zur Technik

00:00:31
Speaker
Lilith, du hast ja einen wirklich interessanten Übergang zum Bereich No-Code und Produktmanagement gemacht. Was hast du vorher gemacht? Das ist eine ganz lustige Geschichte, wie ich in die ganze Tech-Welt und dementsprechend auch No-Code-Welt gekommen bin. Ich wollte eigentlich Schauspielerin werden vor ein paar Jahren und bin
00:00:54
Speaker
durch die ganze Dachregion gefahren und habe Anschauspielschulen vorgesprochen und habe dann über den Sommer einen Job in einem Startup angenommen, meinem alten Arbeitgeber, die mich so in die ganze Tech-Welt und Startup-Welt eingeführt haben.
00:01:11
Speaker
Und dann hat es mir nach ein paar Wochen so gut gefallen, dass ich gesagt habe, das füllt mich mehr aus als Schauspielerei. Und bin dann da geblieben und bin dadurch ganz verschiedene Stationen gegangen. Unter anderem, es war eine Event-Agentur, würde ich jetzt mal einfach der einfache Teil sagen. Und wir haben unter anderem ein Event in verschiedene Städte verkauft.
00:01:37
Speaker
Und da war ich Key Account und wir haben dann irgendwann angefangen, unser eigenes Event-Tool zu entwickeln, unter anderem auch mit No-Code.

Erste Erfahrungen mit No-Code und Automatisierung

00:01:46
Speaker
Und so bin ich in die ganze Schiene reingeruttet. Ich habe mich dafür interessiert und habe dann gemerkt, ich kann sehr schnell Sachen ausprobieren und bauen und dann auch diesen Magic-Moment haben von, hey, ich habe was gebaut und es klappt und es funktioniert und wir nutzen das auch tatsächlich. Und genau, dann habe ich angefangen,
00:02:05
Speaker
Basierend quasi auf dem, was mein Vorgänger schon gemacht hatte, die ganzen Prozesse zu automatisieren, zu optimieren, Automatisierung für alles Mögliche, also von Marketing über interne Prozesse, über ganze Produkte tatsächlich zu bauen im letzten Jahr. Genau, und dann tatsächlich im letzten Jahr auch eigene Produkte damit zu bauen. Also wir haben eine Jobplattform gebaut, beispielsweise. Und genau, so bin ich in dieses ganze Thema reingerutscht.
00:02:36
Speaker
Sehr interessant, super. Wenn viele Menschen, die so das erste Mal mit dem Thema No-Code in Berührung kommen, werden wahrscheinlich so denken, sie bräuchten zumindest ein Entwicklermindset oder ein technisches Mindset. Wie denkst du darüber? Ich glaube, dass man mit No-Code, so wie mir, das im Prinzip auch passiert ist oder eher wie ich es gelernt habe.
00:02:57
Speaker
die ganzen Strukturen verstehen kann. Ich glaube nicht, wenn man anfängt, dass man ein technisches Mindset braucht. Es ist hilfreich, das auf jeden Fall. Obwohl ich auch gemerkt habe, dass viele, die ein Big Lab Background tatsächlich haben, dann auch viel zu komplex denken quasi am Anfang, um mit NoCo-Tools zu arbeiten. Aber das Schöne daran ist, man lernt eben extrem schnell.
00:03:24
Speaker
So wie ich, ich hatte ja überhaupt gar keinen technischen Background, habe ich mit No-Code gelernt, Datenstrukturen zu verstehen, Datenbanken zu verstehen, welche Daten brauche ich, um die wohin zu schicken, um dann dementsprechend das zu bauen, was ich gerne am Ende als Ziel haben möchte.
00:03:44
Speaker
Und ich glaube, dass man die Fähigkeit braucht, sehr klar zu sagen, was will ich denn am Ende haben? Was soll am Ende dabei rauskommen? Also ich komme ja aus dem Bereich Automatisierung vor allem.
00:03:55
Speaker
oder fühle mich da so am wohlsten. Aber auch wenn man, zum Beispiel Webflow ist auch ein gutes Beispiel, wie man durch No-Code-Code-Strukturen lernen kann. Weil du hast zum Beispiel auf der linken Seite, hast du deine ganze Struktur, die du per drag und drop quasi reinschieben kannst, was dein HTML ist. Und dann auf der rechten Seite dein CSS, womit du designs. Und so lernst du eben, die Strukturen aufzubauen.
00:04:24
Speaker
Deshalb glaube ich nicht, dass man von vornherein so einen Mindset braucht. Aber sollte man lernen damit. Genau, also haben wir schon so ein bisschen aufgeklärt, was man eigentlich für Voraussetzungen braucht. Denn eigentlich braucht man gar nicht so sehr technische Voraussetzungen, technisches Verständnis dafür, um No-Code auszuprobieren. Was glaubst du ist ein guter Startpunkt, um in den Bereich einzusteigen?

Tipps für den Einstieg in No-Code

00:04:50
Speaker
Du meinst, wenn man sich generell für No-Code interessiert, schon? Genau, richtig.
00:04:56
Speaker
Tatsächlich einfach machen. Also ich habe damit angefangen, also einmal gab es schon viele Sachen, die gebaut waren, gerade was Automatisierung angeht in meiner alten Company. Aber ich glaube, jeder hat gewisse Dinge, die er öfter tut. Also ich glaube, alles, was man mehr als fünf Mal tut, kann man automatisieren in einem bestimmten Zeitraum. Und mit Knockout kannst du das eben sehr schnell tun. Und wenn du merkst, dass es
00:05:22
Speaker
Das ist nix, dann kannst du es halt auch wieder umbauen. Aber tatsächlich glaube ich einfach anfangen mit Sachen, egal ob das jetzt eine Website ist, die man bauen will, auch eine eigene CV-Website beispielsweise und dann damit einfach Sachen ausprobieren kann oder wenn man einen kleinen Newsletter hat oder sowas wie ein KPI oder ein Statspot, solche einfachen Sachen oder vielleicht auch einfach nur der Reminder für reicht bitte eure Studienbescheinigung ein.
00:05:51
Speaker
oder sowas. Genau, damit würde ich starten. Sehr cool. Ja, damit stimme ich dir auf jeden Fall zu. Ich denke auch, No-Code kann ein guter Einstiegspunkt sein, wenn man sich mit der Programmierung selbst auch beschäftigen möchte. Wenn man Programmieren lernen möchte, kann das ein guter Startpunkt sein, um Datenstrukturen zu verstehen, um zu verstehen, wie vielleicht auch Datenbanken aufgebaut werden oder halt auch, wie du sagst, die Struktur von Programmiercode. Ja, das denke ich auch.
00:06:19
Speaker
Du hast mir im Vorgespräch oder auch vorhin schon erzählt, dass ihr in eurem Unternehmen viele Prozesse mit Hilfe von No-Code automatisiert habt.

Kreativität und Produktivität durch No-Code

00:06:29
Speaker
Wie hat das euren Arbeitsalltag verändert? Schwere Frage, weil schon so viel etabliert war vorher und wir generell bei Pirate, meiner Alp Company, ein sehr agiles Mindset hatten. Also wir haben unglaublich viele Sachen einfach ausprobiert.
00:06:47
Speaker
Ich glaube, dass das, was ist, was No-Code, wie sagt man auf Deutsch, enablen kann.
00:06:58
Speaker
Man wird unglaublich kreativ dadurch, weil sobald man einmal verstanden hat, ungefähr in der Basis, wie es geht, verliert man auch die Angst, Sachen zu bauen. Weil es dir eben nicht passieren kann, dass du einen Komma vergisst oder einen Semikolon und dann ist dein ganzer Code kaputt. Klar hast du auch Bugs in No-Code, aber die siehst du relativ schnell und kannst dann auch relativ schnell das Problem finden und lösen.
00:07:26
Speaker
Und ich glaube, dass bestimmte Prozesse, ob es jetzt zum Beispiel ein Sign-up-Prozess oder ein interner Prozess einfach dann einmal verschmälert werden kann, aber auch cooler für den Kunden gemacht werden kann, weil du kannst durch Automatisierungen mit No-Code und entsprechenden Platzhaltern, die du einsetzt und solche Sachen auch unheimlich persönliche Kundenansprache machen.
00:07:49
Speaker
Deshalb würde ich sagen, es hat einmal Produktivität gesteigert. Dann haben wir ein relativ gutes Marketing gemacht damit, also quasi das, was du automatisieren kannst an Marketing. Und auch so was wie ein Recruiting-Prozess oder eben Sign-Up-Prozesse, die halt sehr persönlich und individuell zu machen.
00:08:11
Speaker
Ja, auf jeden Fall. Das wäre jetzt auch mal die nächste Frage gewesen, wo ihr oder in welchen Bereichen ihr das genau eingesetzt habt, was für Arten von Prozessen ihr damit automatisiert habt. Genau, einmal wie eben schon gesagt, also ganz simpel, ich habe einen
00:08:27
Speaker
Ich war quasi der Tech-Lead bei uns irgendwann und alles, was technisch war, kamen die Leute zu mir. Ich habe dann irgendwann einen Workshop gemacht, damit alle damit halbwegs umgehen können. Das ging, wie eben gesagt, von
00:08:46
Speaker
Reminder automatisieren für die Studienbescheinigung über sowas wie einen Recruiting-Prozess. Aber wir haben auch ganze Buchungsprozesse beispielsweise damit gebaut. Wir haben ein Event gehabt, wo es keine Tickets zu kaufen gab, sondern die Sponsoren konnten quasi einen Bundle an Tickets kaufen und dann noch Zusatzoptionen quasi für das Event. Und dafür gab es kein richtiges Buchungstool.
00:09:13
Speaker
oder keines, was uns gepasst hat. Also haben wir unseres selbst gebaut und das ging dann von jemand trägt sich auf der Website quasi in ein Formular ein, bucht da die Sachen mit entsprechenden Preisen dahinter, die in der Form angegeben waren.
00:09:30
Speaker
Dann speisen wir das quasi in unsere Datenbank ein und sortieren das und nehmen da die verschiedenen Items, die gebucht worden sind, raus, formatieren die wieder um in ein Item quasi, den du dann an das Buchungs-, also an das Accounting-Tool, Pastel haben wir in dem Fall benutzt,
00:09:53
Speaker
umwandeln kannst, damit die richtig auf der Rechnung erscheinen und das richtige Buchungssystem ankommt und dann automatisiert eine Rechnung gestickt wird.
00:10:00
Speaker
Beispielsweise. Oder in unserem letzten Projekt, Startup Joblist, eine Jobplattform quasi für Startups.

Komplexe Projekte mit No-Code-Werkzeugen

00:10:11
Speaker
Ein User registriert sich, kriegt eine E-Mail und wird dann als User angelegt. Wenn er die Confirmation E-Mail geklickt hat, dann wird er auf die Company-Seite weitergeleitet, wo er quasi ein Unternehmen erstellen kann und dann danach
00:10:27
Speaker
ein Job und dem das quasi alles zugeordnet wird, auch in der Datenbank dahinter und alles zugeordnet wird mit Logo und solchen Sachen. Reminder-E-Mails für dein Job läuft bald ab. Genau, und da quasi so einen kompletten Produktprozess quasi mit No-Code gebaut. Wow, echt interessant und teilweise auch wirklich komplex. Also was sich dann wirklich bilden lässt damit, ist schon phänomenal.
00:10:55
Speaker
Ja, wir haben auch beispielsweise eine Personio-Integration gebaut, also mit der API quasi zu diesem HR-Tool Personio, um das dann auch nochmal wieder abbilden zu können. Und da wird es dann wirklich komplett. Da würde ich auch nicht mehr von No-Code, sondern eher von Low-Code sprechen, weil du dann bestimmte Schritte hast, wo du dann doch wieder Code verwendest. Aber das lernst du halt und kommst halt schnell rein über den Zugang zu No-Code.
00:11:23
Speaker
Welche Applikationen nutzt ihr für das Aufsetzen von solchen Abläufen, also von Automatisierung?

Liliths bevorzugte No-Code-Tools

00:11:31
Speaker
Also mein Lieblings-Techstack ist Zapier als Automatisierungstool. Ich glaube, das ist am einfachsten zu bedienen gerade für Einsteiger, weil es einfach sehr visuell ist und dir quasi Step-by-Step erklärt, was sollst du als nächstes machen oder was könntest du als nächstes machen.
00:11:50
Speaker
Genau, selb ja. Ich habe vorher viel mit WordPress gearbeitet. WordPress ist ja eher so ein älteres Tool, aber ich glaube, WordPress mit jedem Frontend-Bilder drauf kann man auch durchaus als No-Code-Tool bezeichnen. Ich selber arbeite für mein eigenes Projekt gerade mit Webflow. Eben schon erwähnt, da Website-Bilder
00:12:14
Speaker
Finde ich sehr, sehr cool. Airtable für Datenbanken und Airtable ist so eine Mischung aus Spreadsheet und Datenbank und visualisierter Datenbank quasi. Was nutze ich noch? Slack auf jeden Fall für Notifications sollte man nicht unterschätzen.
00:12:35
Speaker
was man da alles für Bots bauen kann. Dann sowas wie Banner Beer für Grafiken, beispielsweise wenn man eine Social Media Automatisierung macht, dass du eine Grafik hast und dann immer wieder ein Text ersetzen kannst und ein Bild ersetzen kannst und dann aber immer in dem gleichen Design quasi und dass das komplett automatisiert abläuft. Was habe ich noch benutzt?
00:13:05
Speaker
Ich glaube, das sind so die großen, die ich benutze. Okay, interessant. Wenn man so einen Prozess mit Zapier zum Beispiel aufsetzt, wie muss man sich das genau vorstellen? Nach welchen Prinzipien funktioniert das Ganze?
00:13:19
Speaker
Also Zapier funktioniert, und ich glaube jedes No-Code-Automatisierungstool so halbwegs, aber vor allem Zapier funktioniert nach dem Prinzip, wenn das, dann das. Und bei Zapier zumindest hast du immer einen Trigger. Jemand hat sich in dein Newsletter-Formular eingetragen oder das kann eine bestimmte Uhrzeit sein oder
00:13:44
Speaker
Es gibt einen neuen Kontakt in deinem CRM. Also es kann wirklich alles möglich sein. Und jede App, die es in Zapier gibt, also Zapier hat sehr viele native Apps, die du einfach so miteinander connecten kannst, hat einen Trigger, hat auch eine Action.
00:14:04
Speaker
Das ist dann sowas wie zum Beispiel, du schreibst etwas in eine Google Sheets Row oder eine Excel Sheets Row. Und dann gibt es noch die Search. Das ist sowas such nach einer bestimmten Reihe, beispielsweise, wenn wir jetzt Google Sheets wieder nehmen, such nach einer bestimmten Reihe oder bei HubSpot beispielsweise such nach einem bestimmten Kontakt auf Basis der Daten, die du vorher eingesammelt hast.
00:14:33
Speaker
Mhm, okay.
00:14:38
Speaker
Zapier ist ja nun ein amerikanisches Unternehmen und wer sich so ein bisschen mit dem Thema Datenschutz beschäftigt, weiß vielleicht, dass die Datenschutzvereinbarung namens Privacy Shield zwischen der EU und der USA gekippt worden ist. Das heißt, aus EU-Sicht ist so die Nutzung von Anbietern, die Daten in die USA übertragen, so ein bisschen kritisch und risikobehaftet. Gibt es bei Zapier eine Möglichkeit, das Ganze auf EU-Servern laufen zu lassen oder vielleicht gibt es auch eine europäische Alternative zu Zapier?
00:15:05
Speaker
Ja, beides. Also selbst hier wird auch vorgeworfen, dass sie zu teuer sind. Und die EU-Variante, also wo du auf EU-Servern hosten kannst, gibt es glaube ich nur in dem Enterprise
00:15:22
Speaker
Super-duper-Paket. Ich hoffe, dass da noch in der Zukunft irgendwas kommt, dass das auch in den kleineren Paketen auswählbar ist, weil für ganz Europa ist das natürlich wichtig. Als Alternative dazu gibt es Integromart, die sind auch generell ein bisschen günstiger. Integromart ist ein Start-up, die gibt es, glaube ich, seit
00:15:49
Speaker
bin ich ganz sicher, aber ich glaube drei bis fünf Jahre. Und die machen quasi auch Automatisierung, sieht ein bisschen anders aus, ist auch ein bisschen komplexer und nicht ganz so intuitiv. Aber die haben auch super viele Apps connected und genau, und die hosten auf EU-Servern. Okay.
00:16:12
Speaker
Wenn man so gerade in größere Unternehmen schaut, und ich kenne das auch aus meiner eigenen Vergangenheit, es sind solche Unternehmen ja immer bestrebt, Standardisierung und Standards einzusetzen, was so technische Infrastruktur angeht und auch Software. Und wenn man dann da neue Software einbringen möchte, dann erfordert das immer verschiedene Genehmigungsprozesse, das geht durch verschiedene Stufen durch und so weiter. Und das macht die Integration von neuer Software natürlich gerade so ein bisschen zur Herausforderung. Welche Vorteile siehst du dennoch beim Einsatz von solchen Tools wie Zapier in Unternehmen?
00:16:44
Speaker
Ich glaube, dass du durch Mitsepia, da gehört natürlich auch noch die Kultur und das richtige Mindset und so dazu, aber es kann ein Weg sein, deine Mitarbeiter noch mehr zu befähigen, Sachen selber zu bauen, selber zu denken und Sachen auszuprobieren. Ich als Truckmanager finde es natürlich auch super, dass ich mit No Code mal eben Sachen ausprobieren kann.
00:17:10
Speaker
also einen kleinen MVP bauen, ohne dass ich dafür jetzt irgendwie drei Wochen Arbeit von sechs Entwicklern darauf schiebe. Und auch ein Punkt noch dazu, der vielleicht dazu passt, viele Entwickler sagen ja oft, dass sie, oder ich habe oft die Meinung gehört gerade von Entwicklern, dass sie
00:17:35
Speaker
No-Code eher als Spielerei abstufen und als, ja, das ist ja gar kein richtiger Code. Und ich finde aber, No-Code ersetzt überhaupt nicht die Arbeit von Entwicklern. Es wird immer Applikationen geben, Produkte geben, wo du auf jeden Fall Code brauchst. Aber es nimmt einem eben die ganze Arbeit ab, wo man halt keinen Bock drauf hat.
00:17:58
Speaker
Und ich glaube, das ist halt, um zu den Unternehmen zurückzukommen, warum das sinnvoll ist, das einzusetzen, einmal Befähigung der Mitarbeiter, Förderung Kreativität und Produktivität. Ja, auf jeden Fall. Wie glaubst du, wird da so die Akzeptanz in Zukunft sein von solchen Applikationen in Unternehmen?
00:18:22
Speaker
Also in USA sieht man das schon, dass das sehr viel eingesetzt wird. Also da ist die No-Code-Community auch wesentlich größer. Deshalb freue ich mich auch sehr, dass du diesen Podcast machst für den deutschsprachigen Raum, dass wir das ganze Thema auch mal ein bisschen hier in Deutschland pushen. Und ich glaube, ich kann mir gut vorstellen, dass das mehr Akzeptanz findet in den nächsten Jahren.
00:18:47
Speaker
Einfach weil es so viele Vorteile bietet. Und ich denke, dass viele Start-ups nutzen, nutzen ja schon viel No-Code. Und dass das dann auch einfach etablierter wird, das einzuführen. Ja. Welche Möglichkeiten würdest du für Mitarbeiter sehen, die sich für das Thema interessieren und das so ein bisschen in ihr Unternehmen integrieren wollen, um das einfach intern zu platzieren und bekannter zu machen?
00:19:16
Speaker
auch wieder wie mit den Beginnern einfach mal Sachen zu bauen. Also es gibt von den meisten Tools so eine Testphase, so ein freemium Modell und da einfach mal ein bisschen Zeit reinzustecken, beispielsweise einen MVP zu bauen oder im Marketing beispielsweise eine Automatisierung zu bauen oder
00:19:39
Speaker
Ja, einfach zu starten und mal Sachen zu bauen. Das kann durchaus ein bisschen ausarten. Also mir ist auch durchaus bewusst, dass viele Tools, wenn man dann viele Tools benutzt und viele miteinander connectet, dass das dann auch irgendwann echt teuer wird. Da muss man ein bisschen gucken, was passt denn zu uns und was brauchen wir wirklich und auch so ein bisschen gucken, welchen Mehrwert schafft das wirklich für uns.
00:20:03
Speaker
Aber da hilft es auf jeden Fall ein bisschen auszuprobieren und da sind diese Premium Modelle auch super für. Und viele Anbieter haben auch eine Free Version quasi, wo man dann sehr begrenzte Möglichkeiten hat, aber die auch schon sehr viele helfen können.

No-Code zur Optimierung persönlicher Arbeitsprozesse

00:20:21
Speaker
Wo sollte man anfangen, wenn man seinen eigenen Arbeitsalltag optimieren möchte? Was sind so gute Anlaufpunkte? Du hattest es vorhin schon so ein bisschen angesprochen. Ich dachte, wir reden da nochmal explizit drüber.
00:20:33
Speaker
Ja, gerne. Also ich baue mir ja gerade quasi, ich habe ja selber mein eigenes Site-Project gerade und baue mir quasi meine erste eigene Website und eigene Automatisierung und so, nicht innerhalb eines Unternehmenskontext. Auch hier würde ich sagen, einfach anfangen, einfach mal Sachen ausprobieren und auch gerade mit den Bildern, quasi mit den Website-Bildern,
00:21:02
Speaker
oder mit App-Bildern, je nachdem, was man eben machen möchte. Da gibt es auch einige tolle Tools für. Einfach mal anfangen, auch mit den Free-Versionen und einmal gucken, was zu einem passt und dann auch die Möglichkeiten austesten. Also das kann, ich würde auch hier anfangen mit sowas simplem wie Newsletter Sign-Up und den eben in
00:21:24
Speaker
was immer man als Datenbank dann benutzen möchte, ob man schon ein CRM hat, wie Pipe Drive oder Hubspot oder so was, oder Newsletter Tool. Mailchimp bietet ja bis 2000 Leute, glaube ich, die free Version oder 5000 inzwischen sogar, wo man da einfach schon unglaublich schöne Sachen tatsächlich mitmachen kann. Genau.
00:21:48
Speaker
Sehr cool, danke.

Entwicklung der Startup Joblist während COVID-19

00:21:51
Speaker
Du hattest es vorhin schon erwähnt, neben der Automatisierung von Prozessen habt ihr mit No-Code-Tools auch eine Plattform ins Leben gerufen und zwar die Plattform Startup Joblist. Wie seid ihr dazu gekommen?
00:22:02
Speaker
Das war tatsächlich Corona bedingt. Also mein ehemaliger Chef, der kam sowieso, hatte mal ein Startup, so ein Recruiting Startup. Und daher hatte der da schon ganz gut Wissen in dem Bereich. Und ansonsten war es tatsächlich Corona, weil wir gesagt haben,
00:22:21
Speaker
Also damals Event Company. So, was machen wir denn jetzt? Und großes, großes Shoutout an Pirate. Die sind jetzt auf digitalen Events und haben es richtig rumgerissen. So nun nebenbei. Und Startup Joblist haben wir quasi Anfang Corona ins Leben gerufen, um zu sagen,
00:22:43
Speaker
Okay, es müssen echt viele Start-ups, müssen ihre Leute gehen lassen und damit die einen Ort haben, wo die die hinschicken können und eben Leute, die ihren Job verloren haben, eine Anlaufstelle haben. Und genauso die Start-ups gab ja auch viele, die profitiert haben von der Krise, die eben neu eingestellt haben und dass es da eine Plattform gibt, wo alle eine Anlaufstelle haben. Ja, ein sehr cooles Projekt. Welche Tools habt ihr konkret für die Umsetzung benutzt?
00:23:15
Speaker
Zapier als großes Automatisierungstool. Genau, also es war eine Mischung aus, unsere Website war, oder die Plattform Basis ist WordPress mit Themify als Frontend-Bilder drauf. Genau, dann Zapier zur Automatisierung. Dann hatten wir einen, ich habe leider vergessen, wie es heißt,
00:23:42
Speaker
Ironicus, glaube ich, das ist so ein Plugin für WordPress, wo du auf Custom-Post-Types quasi zugreifen kannst. Also, ich weiß nicht, wie sehr ich da jetzt in die Tiefe gehen kann. Ich kann gleich nochmal in die Tiefe gehen, falls das interessant ist. Aber das ist quasi dazu da, dass du nicht die Standard-Post-Types von WordPress anspielen kannst, sondern auch die, die du selber gebaut hast.
00:24:09
Speaker
Und dann haben wir Mailchimp benutzt als Mailing-Tool. Also jedes Mal, wenn ein neuer Jobbein kam, haben die Newsletter-Subscriber, also auf der jobsuchenden Seite, eine Mail bekommen, je nachdem, was sie vorher ausgewählt hatten, für was sie sich interessieren. Für Hater ist ein neuer Jobbein gekommen in deinem Bereich. Dann haben wir Airtable als Datenbank benutzt.
00:24:37
Speaker
Bannerbier für Social Media und eben Twitter, Facebook, LinkedIn. Genau, ich glaube, das ist der Grund-Text-Dec. Habt ihr die nach bestimmten Kriterien ausgewählt oder einfach, weil ihr die auch schon in der Vergangenheit benutzt habt, da gute Erfahrungen mit gemacht habt? Genau. Mailchimp war neu. Wir haben sonst ein anderes Tool benutzt,
00:25:04
Speaker
Und ich wollte Mailchimp unbedingt mal ausprobieren und wusste auch gut, okay, bis dahin können wir es sowieso erstmal ausprobieren. Also bis zu den 2.000 oder 5.000 Subscribern. Und genau, dann habe ich dann erstmal das genommen und damit es einfach schnell aufgesetzt war. Und mit WordPress haben wir sonst auch gearbeitet und Zapier eben sowieso gehabt in der kompletten Company. Ja. Und wie lange habt ihr für die Umsetzung gebraucht ungefähr?
00:25:33
Speaker
Gute Frage. Ich glaube, für den ersten Entwurf, also für den ersten MVP quasi, der ready war für, man kann Jobs einstellen, waren das, glaube ich, anderthalb Wochen.
00:25:53
Speaker
und haben dann aber halt kontinuierlich weiter dran gebaut. Also haben dann nochmal das Design verändert und haben ganz viele neue Sachen angeschlossen. Und dann kamen halt noch so was wie die Personio-Integration und ich weiß nicht, was die inzwischen auch noch alles gebaut haben. Das hat sich ja auch noch weiterentwickelt, seit ich nicht mehr da bin.
00:26:17
Speaker
Also insgesamt ist es ein Prozess, der immer weitergeht. Aber ich glaube, für das erste Ding haben wir wirklich anderthalb Wochen gebraucht.

Effizienz von No-Code in Krisenzeiten

00:26:25
Speaker
Ja, Wahnsinn, was eigentlich möglich ist in solch einer kurzen Zeit. Und gerade auch dann in der Phase, wo es dann auch gut ist, schnell handeln zu können, das war ja dann ja doch Anfang des Jahres alles ein bisschen kritisch. Wenn man dann so schnell etwas schaffen kann, mit relativ wenig Aufwand, sag ich mal, ohne jetzt irgendwie Entwickler beschäftigen zu müssen, die dann ein bestimmtes Budget brauchen für die Umsetzung, das ist schon enorm. Ja. Auf jeden Fall.
00:26:52
Speaker
Richard, ich würde sagen, wir sind am Ende des Interviews angekommen.

Kontaktaufnahme und Ermutigung zur Nutzung von No-Code

00:26:56
Speaker
Ich bedanke mich nochmal bei dir für das interessante Gespräch, für die super interessanten Einblicke und Tipps. Und wenn man dir Fragen zur Automatisierung von Prozessen oder No-Code-Tools insgesamt stellen möchte, auf welchen Plattformen kann man dich erreichen?
00:27:12
Speaker
Einmal über meine Website, einfach lilithbrockhouse.de oder über Twitter, da heiße ich Lilith Builds, quasi wie mein
00:27:23
Speaker
YouTube-Kanal, da gibt es noch nicht so viel. Ich habe gerade erst ein Video veröffentlicht, wo ich quasi so die besten oder die praktischsten Automatisierungen, die ich in den letzten Jahren so verwendet habe, quasi baue zusammen mit dem Publikum. Und genau, Twitter oder linked in einfach Lilith, Lilith-Bockhouse. Sehr schön. Alles klar. Super. Dann würde ich dir jetzt das letzte Wort überlassen, wenn du möchtest.
00:27:51
Speaker
Oh, darauf hab ich nicht vorbereitet. Ja, aber was ich sagen würde, fangt an zu bauen. No-Code ist etwas, also meine Mission ist so ein bisschen auch mit No-Code, No-Code mehr Leuten zugänglich zu machen, damit Tech als etwas Schönes und Spielerisches angesehen werden kann und nicht als etwas
00:28:17
Speaker
Angst machen, das im Sinne von oh, ich kann so viel kaputt machen, sondern treu dich zu bauen, treu dich auszuprobieren. Und ich würde mich sehr freuen, mehr Maker und Builder in Deutschland auch zu sehen. Sehr schön gesagt. Danke dir. Vielen, vielen Dank.
00:28:34
Speaker
Das war's leider schon mit dieser Folge. Wenn dir diese Episode des Visual Makers Podcasts gefallen hat, würde ich mich freuen, wenn du den Podcast abonnierst und eine Bewertung auf iTunes bzw. Apple Podcast hinterlässt. Damit hilfst du uns, das Thema No-Code im deutschsprachigen Raum bekannter zu machen und neue Menschen zu erreichen. Ansonsten freue ich mich auf jeden Fall, wenn du in der nächsten Folge wieder reinhörst. Bleib gesund und mach's gut, dein Alex.