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Stoppt die Lebensmittelverschwendung - Tipps & Tricks I Teil 1 mit Janka

E1001 · Higher Health Podcast
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186 Plays3 years ago

Kaum zu fassen, aber es landen tatsächlich ein Drittel unserer Lebensmittel im Müll! Statt uns mit neuer Energie zu versorgen, schmeißen wir zahlreiche Produkte, darunter Obst, Gemüse oder Backwaren einfach in die Tonne, während auf der anderen Seite der Welt Menschen Hunger leiden. Das kann so nicht weitergehen, wir sollten unserer Nahrung wieder die entsprechende Wertschätzung entgegenbringen und unser Handeln überdenken. 

In dieser Episode spreche ich mit der lieben Janka von @jankalicious über ein sehr ernstes Thema, nämlich Foodwaste. Die Zahl der an Hunger leidenden Menschen liegt aktuell bei 828 Millionen und ist mehr als alarmierend. Oftmals heißt es, dies ließe sich mit vermehrten Düngemitteleinsatz und intesiverer Landwirtschaft ändern, dabei lässt sich die Ursache auch auf unser Konsumverhalten zurückführen. Statt Essen unnötigerweise zu entsorgen, könnte es gerechter aufgeteilt werden. 

Und die Gründe für diese enormen Zaheln verantworten nicht allein wir Verbraucher:innen, auch Produzent:innen und Supermärkte können einiges tun, um dies deutlich zu reduzieren.

Du willst mehr erfahren? Schreibe eine E-Mail an: christian@christian-wenzel.com 

Mehr mr.broccoli:

 

*Affiliate Link

Disclaimer: Ich wurde von keinem der genannten Unternehmen bezahlt. Trotzdem die Markierung als "Werbung", da ich Marken und Produkte genannt habe.  Achtung: Vorliegend habe ich meine eigene Erfahrung und die von Interviewpartnern genannte. Das sind die Effekte, die ich bei mir gespürt habe. Diese können bei jedem unterschiedlich ausfallen. Natürlich kann kein Lebensmittel, keine Nahrungsergänzung oder Superfoods sowie Inspirationen aus diesem Podcast alleine für sich eine Heilwirkung erzielen oder versprechen. Die beschriebenen Erfahrungen sind keine wissenschaftlichen Erkenntnisse und keine Tatsachenbehauptungen. Sämtliche Inhalte dieser Podcast Episoden sind keine Heilaussagen und ausschließlich informativ, sie dienen keinesfalls als Ersatz für eine ärztliche Behandlung.

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Transcript

Einleitung und Vorstellung des Podcasts

00:00:04
Speaker
Herzlich willkommen beim VEGAN Podcast, deinem Podcast mit den aktuellen Trends und News zu den Themen Gesundheit, Fitness und veganer Ernährung.

Vorstellung von Janka und ihrer Arbeit

00:00:16
Speaker
Heute darf ich die wundervolle Janka begrüßen. Bereits als Jugendkirche zog es hier in die Gastronomiebranche und es folgte der erfolgreiche Abschluss des dualen Studiums Gastronomiemanagement.
00:00:26
Speaker
Im Jahr 2017 nahm sie an der erfolgreichen Kochshow die Küchenstach teil und verzauberte die Jury mit ihren Kochkünsten so sehr, dass sie es sogar bis ins Finale schaffte. Einige Jahre später zog es sie zum zweiten Mal vor die Kamera, wo sie ihr Talent erneut unter Beweis stellen konnte. In der Küche kann Janka also so schnell wie möglich etwas vormachen. Auf ihrem bezaubernden Foodblog mit dem passenden Namen Jankalicious findest du mittlerweile über 200 Rezepte, die nicht nur super kreativ und köstlich sind, sondern zusätzlich die Umwelt schon.

Nachhaltigkeit in Jankas Küche

00:00:56
Speaker
Denn dies liegt Yankerha sehr am Herzen. Wir haben nur diesen einen Planeten und somit macht Nachhaltigkeit auch nicht vor der Küche halt. Ob Krosse, Kartoffelstahl-Chips, Pesto aus übrig gebliebenen Gemüseresten oder Hex zu richtigen Lagerwuchfer-Lebensmitteln. Von ihr erfährst du alle Tipps und Tricks. Auch auf Instagram, YouTube und TikTok ist sie vertreten und klärt mit ihrer lebensfrohen und humorvollen Art über die gängigen Mythen, also beispielsweise das Mindesthaltbarkeitsdatum, auf.
00:01:24
Speaker
Und jetzt, guten Morgen, liebe Janka. Ich hoffe, du bist gut in den Tag gestartet und wollte dich einmal fragen, wie so ein Leben oder wie so ein Tag im Leben einer Foodbloggerin ausschaut. Hallo, schön, dass ich dabei sein darf. Ja, ich bin auf jeden Fall gut in den Tag gestartet, auch wenn das Wetter heute nicht so schön ist. Ja, wie sieht so ein Tag als Foodbloggerin aus? Aktuell bin ich ja schon mehr oder weniger im Mutterschutz. Also aktuell sind die Tage ein bisschen anders. Aber das heißt, ich habe auch ein bisschen mehr Zeit für so einen Podcast hier.
00:01:54
Speaker
Und normalerweise besteht mein Tag eigentlich daraus, hauptsächlich Content zu kreieren, sowohl für meinen Blog, für YouTube teilweise und hauptsächlich für Instagram.

Herausforderungen der Food-Fotografie

00:02:06
Speaker
Aber auch so Sachen wie Food-Fotografie, Rezeptentwicklung gehören in dem Bereich auch mit dazu. Und das ist eigentlich so das, womit ich am liebsten auch mal eine Zeit verbringe. Ja, vielen Dank. Und bevor wir ins Thema starten, hätte ich noch eine Frage.
00:02:23
Speaker
Und zwar, ich muss gestehen, ich bin ein kleiner Fan und verfolge dein Blog schon seit einiger Zeit. Und du findest echt super, wie du das machst. Und ich wollte dich einmal fragen, wenn du dann so, sag ich mal, neue Kreationen entwirfst oder auch so shootest oder so, wenn ich die danach koche, sehe ich immer nur so halb so gut aus. Wie lange brauchst du dafür so wirklich in der Küche? Und genau, wie kommst du auf diese ganzen tollen Ideen?
00:02:46
Speaker
Also für die Fotos dauert das natürlich alles ein bisschen länger. Wenn ich so das Gericht einfach zubereite und dann ja auf den Teller gebe, dann ist das schnell gemacht. Aber gerade wenn ich Fotos von den Gerichten mache, dann dauert das alles noch ein bisschen länger, weil man ja auch so ein bisschen Foodstyling macht, also die einzelnen Zutaten hervorhebt und das Ganze irgendwie auf natürliche Art und Weise, das ist mir immer ganz wichtig, schön darstellt, auch mit verschiedenen Utensilien. Also sei es jetzt eine schöne Schüssel oder irgendwie eine
00:03:15
Speaker
schöne Unterlage oder sowas. Das macht natürlich bei der Präsentation von Gerichten total viel aus. Und da nehme ich mir auch gerne Zeit zu, weil das macht mir total viel Spaß, solche Sachen schön herzurichten. Genau. Und was war deine zweite Frage? Ach so, wie du auf die kleine Idee kommst. Ach so. Genau, meine Ideen stehen eigentlich meistens im Alltag.

Kreatives Kochen und Inspiration

00:03:41
Speaker
Gerade in Bezug auf Resteverwertung oder Lebensmittelverschwendung sind das eigentlich alles Sachen, die mir so im Alltag entgegenkommen, wie zum Beispiel, wenn mal ein bisschen Reis vom Mittagessen übrig bleibt oder so. Also Reste entstehen ja eigentlich recht häufig und für mich ist eben das Wichtige, dass man Reste, also Reste sind dann sicher nichts Schlimmes, man kann sie halt gut verwerten und dass man da einfach ein bisschen kreativ wird und vielleicht nicht immer strikt nach Rezept auch kocht, sondern eben
00:04:10
Speaker
mal eine Resteverwertung macht. Und da entstehen dann eigentlich auch so die Ideen. Auf jeden Fall super interessant. Man sieht auf jeden Fall bei jedem weiteren, dass da super viel Liebe zum Detail so drin steckt. Und ich finde es auch gut, was sich auch so ein bisschen abhebt, dass es nicht nur um schöne Präsentationen oder einfach leckere Gerichte, sondern auch so mit Sinn, sage ich mal, dass man halt auch auf die Umwelt achtet und so.

Globale Lebensmittelverschwendung: Ein Überblick

00:04:37
Speaker
Genau, nicht total gut.
00:04:39
Speaker
Ja, das ist mir sehr wichtig. Ja, genau. Also wir wollen heute ein sehr ernstes Thema besprechen und zwar Food Waste. Also weltweit hungern ja 28 Millionen Menschen circa. Und das, obwohl wir halt jährlich 931 Millionen Tonnen Nahrungsmittel einfach in den Müll landet. Und das klingt zwar super paradox, aber ist im Moment leider bittere Realität. Also das heißt, ein Drittel der produzierten Lebensmittel wandert einfach in den Müll.
00:05:08
Speaker
Und die Gründe dafür sind vielfältig. Also zum einen liegt es halt bei Beschädigungen bei der Herstellung oder dem Transport, bei dem Verderb in Lagern, Läden oder Haushalten. Jarka, was schätzt du, wie viel Kilogramm Lebensmittel verschwendet eine Person so durchschnittlich pro Jahr? Ich weiß es gar nicht so genau auf Kilogramm beziehungsweise auf die Menge. Ich kann ja ungefähr sagen, was das ungefähr in Geld ist. Also das Thema
00:05:36
Speaker
Geld sparen ist ja auch ein Riesenthema und klar, man verschwendet super viele Lebensmittel. Es gibt ja nur so einen Durchschnitt, der berechnet wird. Aber es geht vielen ja auch darum, bei Lebensmittelverschwendung, dass man irgendwie einspart und man schmeißt echt im Jahr so zwischen 300 und 400 Euro weg in den Müll. Ich weiß jetzt nicht genau, wie viel das im Kilogramm ist, aber das ist auf jeden Fall eine riesengroße Menge.
00:06:02
Speaker
Jetzt kann man sich das so vorstellen, dass man ja eigentlich jeden dritten Einkauf im Mühlschmeiß, also der durchschnittliche Deutsche, sagen wir mal so. Es ist auf jeden Fall eine riesige Menge. Also ja, tatsächlich verschwenden in den westlichen Ländern die Menschen ungefähr 95 bis 115 Kilogramm.

Kulturelle Unterschiede im Umgang mit Lebensmitteln

00:06:23
Speaker
Und da kann man dann auch wieder diesen Gap sehen, weil zum Beispiel in den Ländern
00:06:28
Speaker
die halt nicht so gut, also nicht so kaufkräftig sind, sag ich mal, oder wo es den Menschen halt nicht so gut geht, werden lediglich pro Person 6 bis 11 Kilogramm verschwendet. Und da finde ich auch schon wieder, wir leben hier in unserer westlichen Region in solch einem Überfluss und schätzen unsere Lebensmittel gar nicht richtig wert und schmeißen so viel einfach weg. Und die, die eh schon nicht so viel haben, müssen dann natürlich auch mehr darauf achten. Aber das ist also, finde ich, eine krasse Dimension. Und da muss sich definitiv was ändern.
00:06:57
Speaker
Genau. Also, warum ist es so wichtig, dass jeder Einzelne etwas tut und wie du so schön sagst, zum Food Hero wird? Ja, genau. Also, das spiegelt natürlich genau das wieder. Ich habe auch neulich genau darüber in einem anderen Podcast gesprochen über die Wertschätzung, dass die einfach leider über die Jahre gerade, ja, zum Beispiel hier in Deutschland, echt stark verloren gegangen ist gegenüber Lebensmittel.
00:07:25
Speaker
dass es leider irgendwie immer weitergeht, dass Lebensmittel gar nicht mehr so wertgeschätzt werden. Und natürlich ist es dann in Entwicklungsländern oder ja, gerade in Ländern, wo nicht so viele Lebensmittel zur Verfügung steht, wo vor allem auch Knappheit ist, werden Lebensmittel ganz anders wertgeschätzt. Und das wünscht man sich natürlich, dass die Lebensmittel wertgeschätzt werden hier auch. Aber mal schauen, wie das zu erreichen ist.

Ansätze zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung

00:07:51
Speaker
Ich versuche es ja auf jeden Fall den Leuten,
00:07:54
Speaker
irgendwie mit Spaß und so ein bisschen Entertainment beizubringen, dass vielleicht wieder so ein bisschen die Wertschätzung mehr aufkommt. Häufig fehlen auch einfache Informationen. Also viele Leute wissen gar nicht, wie viel weggeschmissen wird. Diese Zahlen, die du gerade zum Beispiel genannt hast, das ist, glaube ich, vielen nicht bewusst und das ist auch, glaube ich, auch sehr schwer vor Augen zu führen, wie viel das wirklich ist. Ja, und die Wertschätzung muss auf jeden Fall wieder gesteigert werden. Genau.
00:08:25
Speaker
Ja, also ich finde es auch gut, vor allem, dass man halt so sensibilisiert für das Thema, aber halt nicht auf irgendwie missionarische Art oder so oder missionierend halt, sondern halt mit Spaß und Freude und auch nicht, dass man den Leuten irgendwie ein schlechtes Gewissen macht oder so. Weil, wie du schon sagst, manche wissen das einfach nicht besser oder so. Oder jetzt zum Beispiel mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum, da kommen wir auch später darauf zurück. Das muss ich sagen, habe ich auch immer falsch gemacht. Also ich habe das dann auch immer weggeworfen, wenn das dann einfach
00:08:52
Speaker
das Datum auch nur um einen Tag überschritten war. Ja, ich denke auch. Ja, das ist halt, dass es vielen beigebracht wird und das einfach gar nicht so eine Bildungslücke, sondern einfach es wurde einfach falsch vermittelt. Genau. Und ich denke auch, dass man den Leuten halt vermitteln sollte, dass zum einen, wie du schon sagtest, Geldverschwendung ist, weil das den eigenen Geld heute, sage ich mal, betrifft. Und man hört im Jahr 400 Euro, das ist ja schon ein Batzen, da könnte man ja
00:09:19
Speaker
schon wirklich deutlich anders investieren und so. Und halt auch natürliche Ressourcen, die wir einfach verschwenden. Sowas wie Wasser und Energie, das ist ja alles knapp und rar und begrenzt und das sollten wir einfach anders einsetzen.

Wirtschaftliche Auswirkungen der Lebensmittelverschwendung

00:09:33
Speaker
Genau, aber ich habe nämlich auch zu Zahlen gefunden, dass es tatsächlich ein wirtschaftliches Problem dasteht, ich glaube in Amerika oder so, kostet denen das eine Billion US-Dollar und das sind Summen, die sind ja riesig.
00:09:46
Speaker
Da könnte wirklich viel nützliches anderes halt, das könnte für andere Sachen verwendet werden. Ja, und ich denke auch, dass jeder sich so bewusst sein sollte. Das gilt, je mehr wir verschwenden, desto höher ist die Nachfrage am Weltmarkt und damit auch die Preise. Also wie gesagt, wir zahlen dann mehr für unsere Lebensmittel, aber halt auch vor allem in Entwicklungsländern müssen die Leute den größten Großteil ihres Einkommens einfach für Lebensmittel

Rolle der Industrie bei der Reduzierung von Verschwendung

00:10:13
Speaker
ausgeben. Und das ist einfach nicht fair so.
00:10:16
Speaker
Ich denke, wenn jeder so ein bisschen so eine Weitsicht oder sowas hat, dass sich da dann auch einiges tun kann. Ja, auf jeden Fall. So, und dann wollte ich erst mal darauf eingehen, was genau wir uns von den HerstellerInnen oder ErzeugerInnen wünschen könnten, was da sozusagen anders gemacht werden könnte. Hättest du da ein paar Ideen, sag ich mal, was Supermärkte und so angeht?
00:10:43
Speaker
Ja, also letztendlich ist ja in jedem Bereich, wo mit Lebensmittel Kontakt, also jeder Bereich, der mit Lebensmittel Kontakt hat, wird ja auch Lebensmittel verschwenden. Also so ist es einfach, egal, ob es auf dem Acker ist mit den Gemüse und Obst, was angebaut wird, ob es in der Industrie ist oder ob es im Supermarkt ist, bis hin halt zu uns, dem Endverbraucher. In jedem Bereich werden eben Lebensmittel verschwendet. Und es sind mal mehr, mal weniger die Endverbraucher,
00:11:09
Speaker
verschwenden ja tatsächlich sogar am meisten, also wir. Deswegen sind wir aber auch die, die am meisten machen können, was dann wiederum gut ist, also wir haben die meiste Macht. Und was der Handel, was die Industrie oder die Landwirtschaft machen kann, da gibt es echt viel eigentlich. Also gerade wenn wir jetzt zum Beispiel bei der Landwirtschaft anfangen, die Lebensmittel, die auf dem Feld wachsen, also Obst und Gemüse zum Beispiel, das wird ja sehr stark aussortiert.
00:11:38
Speaker
Es wird schon sehr viel Vorderernte aussortiert, beziehungsweise bleibt einfach auf dem Feld liegen und Träster, also das, was zum Beispiel beim Saftpressen übrig bleibt, das ist ja auch noch ein Lebensmittel, was dann häufig im Müll landet, gibt es zum Beispiel Unternehmen, oder gibt es auf jeden Fall ein Unternehmen, was ich kenne, was daraus, so das wie Pizzaboden macht oder Wraps oder solche Sachen. Also es gibt da echt so viele kreative Möglichkeiten und echt schon richtig tolle Unternehmen auf dem Markt, die man echt unterstützen sollte.
00:12:08
Speaker
Ich habe auch das Gefühl, dass es gar nicht an Innovation oder neuen kreativen Lösungsansätzen mangelt, sondern eher an der Umsetzung. Ich glaube, wir sind ja immer so, als Land der Denker oder so wird bekannt, dass wir immer erst halt alles prüfen und das dauert dann Ewigkeiten, bis wir wirklich in die Umsetzung

Politische Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung

00:12:26
Speaker
kommen. Und ich denke, da sollte sich wirklich eigentlich einiges schneller sozusagen voranschreiten und mehr bewirken lassen. Ja, also den größten Unterschied könnte auf jeden Fall die Politik machen,
00:12:37
Speaker
Die Supermärkte, die Landwirtschaft und die Industrie, die haben natürlich auch alle ihre Vorgaben und gerade was so Vorschriften, zum Beispiel wie das MHD angeht oder wann Lebensmittel aussortiert werden müssen, wie oft auf Frische geprüft werden muss oder so. Das sind ja alles rechtliche Vorgaben, die Supermärkte oder Landwirtschaft oder so eben erfüllen müssen oder die Obst und Gemüse, was halt nicht der Norm entspricht. Also die Norm, die wird ja nicht von dem Landwirt festgelegt, sondern ja.
00:13:06
Speaker
von der Politik und deswegen ist da auf jeden Fall der größte Umschwung möglich. Aber natürlich können auch Supermärkte, also das ist das, was uns ja am nächsten ist, schon was machen und wir können auch Supermärkte unterstützen, dass das noch weiter gefördert wird, weil natürlich reagieren die Supermärkte, reagiert der Handel auf das, was wir in unserem Kauffachverhalten widerspiegeln.
00:13:33
Speaker
Zum Beispiel gibt es ja so Angebotsecken in manchen Supermärkten, wo dann gerade Lebensmittel reduziert werden, die vielleicht eine beschädigte Verpackung haben, also die nicht mehr perfekt sind oder eben schon abgelaufen bzw. kurz vorm MHD. Genau. Und natürlich können wir Supermärkte und den Handel irgendwie auch so ein bisschen unterstützen bzw. so einen positiven Ansturz ergeben, sage ich jetzt mal, wenn wir das unterstützen.
00:14:03
Speaker
Und wenn wir eben in Aktionselken kaufen, wenn wir vielleicht auch mal zu nicht perfekten Obst und Gemüse greifen, was dann doch vielleicht da irgendwie mit Zwischen gekommen ist. Es gibt auf jeden Fall viel, was man machen kann. Genau, also wie gesagt, ich bin auf der gleichen Auffassung. Vom Seiten der Regierung heißt es ja immer oder wird immer an uns Verbraucherinnen appelliert.
00:14:25
Speaker
Wir sollten doch bitte ein bisschen achtsamer einkaufen, nicht so viel wegschmeißen. Aber genau dieser Lebensmittelabwehr entsteht ja nicht nur bei uns zu Hause, sondern ich glaube, vier Prozent entsteht halt im Handel und 18 Prozent dann bei der Weiterverarbeitung. Und da hast du recht, da kann man dann auch ansetzen, weil wie gesagt, es gilt ja generell auch, um Klimawandel oder so zu verhindern oder aufzuhalten. Da reicht es ja nicht nur eine Stellschraube, sag ich mal, an dieser etwas zu drehen, sondern
00:14:53
Speaker
ganz viele Facetten sozusagen muss man verändern. Und das ist halt multifaktoriell.

Ästhetische Standards und Verbraucherpräferenzen

00:14:59
Speaker
Und genau hier finde ich auch zum Beispiel in Frankreich ist ein gutes Beispiel. Da haben die jetzt mittlerweile so ein gesetzliches Wegwerfverbot für Supermärkte. Also die sind ja dann dazu verpflichtet, entweder übriggebliebene Lebensmittel zu spenden oder die dann halt für Kompost auf den Feldern zu verwenden oder halt an die Tierfüttern mit der Industrie abzugeben.
00:15:22
Speaker
Und das, denke ich, sollte in Deutschland eigentlich auch nicht so schwer sein, umzusetzen. Auch zum Beispiel dieses Containern oder so, dass Leute dann danach noch dahingehen und sich irgendwie die Lebensmittel holen, dass das verboten ist, verstehe ich auch nicht so ganz. Aber genau, lässt sich auf jeden Fall einiges tun. Und auch zu dem, was du gesagt hast, mit diesen eigenen Kaufansprüchen, dass man sich die mal so ein bisschen hinterfragt. Ich meine, es ist ja klar, dass wir bzw. durch Social Media und diesen ganzen Celebrities haben wir eh so eine ein bisschen verschobene Wahrnehmung
00:15:52
Speaker
was so Schönheitsideale anbelangt, bei Menschen schon alleine. Aber dass jetzt auch noch unser Obst, so zu sagen, bestimmten Beauty-Standards so entsprechen muss, das halte ich schon für ziemlich absurd. Ja, aber genau so ist es eigentlich. Das wird auch auf Lebensmittel übertragen.
00:16:11
Speaker
Wer sagt denn, dass eine Gurke irgendwie kerzengerade sein muss? Warum denn? Schmeckt die dann besser? Ich glaube nicht. Wer mal selber Gurken angebaut hat oder wer das vielleicht schon mal gesehen hat auf dem Hof, der weiß auch, dass Gurken in der Regel nicht gerade wachsen. Ja, deswegen.
00:16:30
Speaker
Nee, aber was denkst du, liegt das dann uns Verbraucher in? Weil die Supermärkte sagen immer, naja, wir können das nicht anbieten, weil das würde ja keiner kaufen. So ein krummen Apfel oder so eine, keine Ahnung, so eine komische Karotte, die würden die Leute nicht annehmen. Was sagst

Verbraucherverhalten und Supermärkte

00:16:47
Speaker
du? Ja, also ich glaube, das ist so ein Zusammenspiel aus beiden. Natürlich liegt es auch an den Konsumenten, wenn man zu den perfekten Obst und Gemüse greift und das besser verkauft wird.
00:17:00
Speaker
achten dann die Supermärkte mehr drauf und letztendlich fragen dann die Supermärkte das wieder bei den Produzenten an. Aber ich glaube, es ist halt einfach so ein Zusammenspiel, dass sowohl die Supermärkte, wenn die das anbieten würden, es würden auch Leute kaufen.
00:17:15
Speaker
Also ich habe zumindest das Gefühl, dass das Bewusstsein dafür wieder mehr aufkommt, dass man eben auch mal zu nicht perfekten Sachen greift. Vielleicht ist auch nur so meine Bubble, aber ich denke, ich denke trotzdem, dass das, wenn sowas im Supermarkt vorhanden ist, wo auch alles so teuer ist, wenn das vielleicht ein bisschen günstiger einfach gemacht wird. Also man kann ja auch einfach verschiedene Kaufanreize setzen, dass unperfektes Obst und Gemüse dann eben ja passend günstiger ist. Da würden mit Sicherheit Leute zugreifen.
00:17:43
Speaker
Ich finde es in dem Zusammenhang halt dann auch eher wichtig, dass das gerade auch in den Medien nicht nur perfekte Sachen kommuniziert werden. Genauso wie das eben, was du gerade meintest, mit den Menschen ist, ist es auch auf Lebensmittel gesehen. Es sollten nicht nur perfekte Obst und Gemüse, ja, Abbildung irgendwie in Zeitschriften sein, sondern es sollte auch mal was Unperfektes zu sehen sein. Ja, ich denke auch so, weil im Moment habe ich generell, ich denke, es ist auch so ein bisschen gesellschaftliches Problem,
00:18:12
Speaker
alle versuchen irgendwie andere nachzuahmen und irgendwie so alle so ziemlich gleich zu sein, da wäre es ja das Leben total facettenreich und bunt und so sehen auch die Menschen aus, also jeder ist individuell, jeder sieht anders aus und das ist ja eigentlich das Gute auch und bei unseren Obst und Gemüse ist es ja genau das Gleiche. Es wäre auch langweilig, wenn alles irgendwie gleich sein würde oder diese, ich weiß nicht, diese Pink Lady App oder so. Wir sehen ja alle total
00:18:38
Speaker
künstlich auch teilweise aus. Alle so ganz glatt und glänzend und so weiter. Und ich glaube, da haben wir uns irgendwie ein bisschen verrannt und das wurde irgendwie komplett falsch. Ich habe das nämlich auch gesagt, dass wenn man das halt auch anbieten würde, diese krummen Sachen, dass die dann sehr wohl angenommen werden würde. Aber mein Papa, der arbeitet im Einzelhandel und der würde sagen, der kennt seine Kundinnen ganz genau. Und die sind ja teilweise wirklich, dass sie sich jedes Ding angucken und wirklich nur das Schönste aussuchen wollen.
00:19:07
Speaker
und die würden es überhaupt nicht annehmen wollen, aber... Das ist auch so zum Teil so ein bisschen unterbewusst passiert bei den Leuten, also...

Abschluss und Ausblick

00:19:15
Speaker
Ich hoffe dir hat die heutige Episode gefallen. Um ja nicht die neuesten News und Trends rund um Gesundheit, veganer Ernährung und Fitness zu verpassen, schalte jeden Donnerstag und Sonntag ein. Es warten spannende Solo-Episoden und Interviews auf dich.
00:19:30
Speaker
Abonniere uns auch auf iTunes, Apple Podcasts, Spotify, Google Podcasts oder einem anderen Anbieter deiner Wahl und lass gerne eine Bewertung da. Die zugehörigen Links findest du in den Show notes. Teile den Podcast auch gerne mit deinen Liebsten, damit auch sie zukünftig ihrer Gesundheit wieder mehr Beachtung schenken.
00:19:49
Speaker
Vielen lieben Dank und einen wunderschönen Tag wünsche dir das ganze VeganAthletes und Mr. Broccoli Team. Aber Achtung, als kleiner Reminder, die Inhalte dienen lediglich rein informativen Zwecken und ersetzen keinen Arztbesuch. Solltest du körperliche Leiden haben oder an einer ernsten Krankheit leiden, wende dich bitte immer an einen Arzt.