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#54 - Make vs. Zapier: Die wichtigsten Unterschiede der Automatisierungstools image

#54 - Make vs. Zapier: Die wichtigsten Unterschiede der Automatisierungstools

S1 E54 · VisualMakers
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402 Plays3 years ago

Lilith ist jetzt zertifizierte Zapier Expertin - dafür musste sie eine Prüfung in Zapier ablegen und einige Automatisierungen in Zapier bauen.

In dieser Episode erzählt sie, was die wichtigsten Unterschiede zwischen den beiden Tools sind, was sie so richtig an Zapier nervt und warum sie sich immer wieder für Make entscheiden würde.

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Transcript

Einführung: Vergleich von Zapier und Make

00:00:03
Speaker
Herzlich willkommen vom Visual Makers Podcast. Ich bin Lilith und ich möchte heute mit euch über das Thema Zapier versus Make reden. Wer die beiden Tools noch nicht kennt, das sind Automatisierungs-Tools, sogenannte iPaaS-Tools, Integration Platform as a Service. Und wer die beiden noch nicht kennt, der sollte sich unbedingt noch mal unsere Folgen 34 und 35 zum Thema Wie wähle ich das richtige Tool für meinen Use-Case aus zum Thema Automatisierung anhören.
00:00:33
Speaker
Denn heute wird es relativ rückedieb. Wir gehen tief in die Funktion von Zapia und Make rein. Und wer sich da noch nicht auskennt, sollte sich vielleicht ein bisschen Vorwissen aus unseren anderen Folgen holen. Warum möchte ich das Thema jetzt gerade nochmal aufgreifen? Kurz

Liliths Weg zur Zapier-Expertin

00:00:51
Speaker
zur Hintergrundstory. Ich habe gerade meinen Zapia Expert gemacht. Das heißt, ich bin jetzt zertifizierte Zapia
00:00:56
Speaker
Expertin und im Partnerprogramm bei Zapier gelistet. Und dafür musste ich eine Prüfung machen. Vielleicht zur Erklärung, warum ich das erst jetzt mache. Ich habe mich schon vor einem Jahr ungefähr für dieses Zapier-Programm angemeldet. Es gibt eine lange Warteliste, um auf diese Expertliste zu kommen. Und da muss man eine Prüfung ablegen. Aber bis man zu dieser Prüfung zugelassen wird, muss man eben eine ganze Weile warten.
00:01:24
Speaker
So, jetzt war es diesen Sommer endlich soweit. Ich habe eine Mail von Zapier bekommen und da stand drin, ich bin zugelassen zur Prüfung. Es ist eine zweiteilige Prüfung. Da geht es erstmal um, also der erste Teil der Prüfung ist so ein Quiz, wo man ein paar Fragen zu Zapier an sich beantworten muss. Und der zweite Teil der Prüfung besteht aus Aufgaben, die man dann in Workflows bzw. ZAPs für diejenigen, die mit Zapier arbeiten, gelöst werden.

Bevorzugung von Make über Zapier

00:01:52
Speaker
So, das habe ich gemacht und dabei ist mir wieder aufgefallen, warum ich inzwischen viel, viel, viel lieber Make benutze als Zapier. Und warum ist das so? Einmal kurz vielleicht noch mal zur Erklärung. Ich habe meine No-Code-Journey mit Zapier gestartet. Zapier war damals mein absolutes Lieblingstool, weil es so einfach in der Bedienung war.
00:02:15
Speaker
Im selben Jahr arbeitet man linear, das heißt von oben nach unten und es wird einem immer vorgegeben, was man als nächstes machen muss. Das heißt, der erste Step ist immer, man legt einen Trigger an, dann wählt man seinen Account aus, dann wählt man die Action oder die Search, also das Event quasi, was passieren soll und dann
00:02:36
Speaker
richtet man dieses Event ein. Also zum Beispiel, wenn ich sage, leg eine neue Zeile in Google Sheets an, dann kann ich die Daten eben in diesem Step mappen und dann kann ich am Ende das ganze Ding testen. Und so läuft das quasi bei jedem einzelnen Step nacheinander.
00:02:52
Speaker
Ist auch an sich ein gutes System, man kommt da ganz gut durch, aber wenn man komplexere Workflows baut, dann kommt man da relativ schnell an seine Grenzen. Und so wie ich inzwischen mit Make arbeite, und ich glaube, viele von euch auch, oder da kommt man relativ schnell hin, dann kann die Arbeit mit Zapier relativ lange dauern, weil das System von Zapier ist einfach so langsam. Das liegt nicht am System an sich, das liegt nicht an der Software, sondern am Aufbau. Erst mal zum ganz generellen Unterschied.
00:03:21
Speaker
Zapier ist linear aufgebaut. Make arbeitet in einem offenen Canvas, wo man Module hin und her schiebt und eigentlich immer einen ganz guten Überblick über das ganze Szenario hat, inklusive Faden und Verwinkelungen und Abzweigungen.
00:03:37
Speaker
Bei Zapia ist das ganze Linear aufgebaut. Das heißt, es ist auf eine Weise auch sehr übersichtlich. Im Endeffekt ist es aber total subjektiv, was man jetzt als intuitiver und übersichtlicher empfindet. Ich finde inzwischen Make sehr viel übersichtlicher und intuitiver. Aber wie gesagt, das ist noch Geschmackssache. Das, was mich wirklich nervt an Zapia, ist allein beim Bauen der Steps. Man kann keine Steps kopieren.
00:04:01
Speaker
In Make mache ich einfach einen Rechtsklick aufs Modul oder markiere das Modul, kopiere das und kann das sowohl in demselben Szenario anbenden und einfach copy-pasten und dann sind die gleichen Daten gemapped, der gleiche Account ist verbunden. Ich muss nicht mehr viel dran ändern.
00:04:19
Speaker
Oder ich kann das ganze Ding auch in ein anderes Szenario setzen sogar. Also ich kann zwischen Workflows hin und her springen und so halt einfach viel viel schneller arbeiten, als wenn ich das ganze jedes Mal neu aussetzen müsste.
00:04:32
Speaker
was der Fall ist bei Zapier. Bei Zapier muss ich jeden einzelnen Step neu aufsetzen und allein da verliere ich schon so viel Zeit, wenn ich Workflows habe, wo ich einfach Steps immer wieder kopieren muss. So dann haben wir gerade kurz über Pfade schon gesprochen.

Einschränkungen von Zapier im Vergleich zu Make

00:04:50
Speaker
In Zapian kann ich Pfade anlegen, und zwar drei Pfade und dann noch mal genestete Pfade. Das heißt, ich kann drei Wege bestimmen, drei Pfade, die unter bestimmten Bedingungen laufen. Zum Beispiel, ich habe einen neuen Lead Request und der kann auswählen, ob er sich für Marketing oder für Sales interessiert. Und dann kann der Lead in die eine oder andere Richtung laufen.
00:05:19
Speaker
und die Pfade sind gefiltert durch hat derjenige Marketing angegeben oder hat derjenige Sales angegeben. Davon habe ich in Selpia habe ich drei. Das ist begrenzt auf drei Pfade. Innerhalb dieser drei Pfade kann ich auch noch mal drei Pfade anlegen. Das geht aber nur bis zu einer bestimmten Grenze.
00:05:41
Speaker
ist die Frage, ist es auch sinnvoll, dass es diese Grenze gibt, aber ich muss jedes Mal reinklicken, ich muss in den nächsten Pfad wieder reinklicken, wieder rausklicken. Ich kann keine Sachen kopieren in den einzelnen Pfaden. Und das
00:05:55
Speaker
macht es wirklich wirklich langsam und einfach unintuitiv damit zu arbeiten und dauert einfach viel länger als es müsste. In Make dagegen kann ich ganze Fade-Modul Workflows kopieren und einfach irgendwo anders wieder einsetzen und dadurch sehr sehr schnell Fade bauen, wenn ich das brauche, beispielsweise mit mehreren Modulen.
00:06:17
Speaker
die quasi in zwei Pfaden die gleichen Module abbilden. Nächstes ganz, ganz großes Thema ist das Error Handling. Ein vernünftiges Error Handling ist in Zapier nicht vorhanden. Was ich machen kann, ist einen Zapier Manager laufen lassen. Das heißt, das ist eine App von Zapier selber, die einen quasi wie so einen Statusbericht von verschiedenen Workflows abgibt. Damit kann ich mir zum Beispiel Notifications senden und sagen, in diesem
00:06:46
Speaker
in diesem Workflow gab es ein Problem, fix das bitte. Oder ich kann vielleicht neue Daten einspeisen, wenn der Zap quasi nochmal läuft, dass das Ganze mit den richtigen Daten dann passiert. Aber ich kann keine Workflows für einzelne Fehlerquellen oder für einzelne Steps anlegen,
00:07:08
Speaker
Und das ist ein Riesenproblem, weil gerade wenn man business-kritische Szenarien oder Workflows anlegt, dann sollte man Ausweichszenarien haben, falls Daten mal nicht richtig reinkommen, falls Daten leer sind oder falls das das falsche Format ist oder falls hinter einer URL es keine Daten gibt, die ich dann weiterverarbeiten kann. Also es können immer mal wieder Probleme auftauchen.
00:07:30
Speaker
die sehr spezifisch sind. Man sagt ja auch immer, oder ich sage gerne, wenn man einen Workflow aufsetzt, das dauert vielleicht zwei Stunden, den aufzusetzen. Dann dauert es aber zwei Wochen, um den zu testen, um dann das Error Handling draufbauen zu können, weil es immer wieder Fehler gibt.
00:07:47
Speaker
Die passieren, die man dann aber in einem Errorhandling verarbeiten kann und dem entgegenwirken kann. Und diese Möglichkeit gibt es bei Zapier einfach nicht. Und deshalb ist es so schwierig, mit Fehlern in Zapier umzugehen. Und es kann immer passieren, dass ihr mal fehlerhafte Daten habt. Die einzige Möglichkeit, die ihr habt, ist eben mit dem Zapier-Manager euch eine Notification zu schicken. Ah, es gab einen Fehler. Und dann müsst ihr euch manuell darum kümmern. Absolut Katastrophe, finde ich. Und da muss Zapier definitiv noch nacharbeiten.
00:08:16
Speaker
Ein ganz kritischer Punkt ist auch das Testing. Testing, also wenn man in Zapier Workflows baut, dann muss man ja jeden Step austesten. Also ich baue einen Trigger und dann ist der letzte Step beim Aufsetzen dieses Triggers ist einmal diesen Trigger zu testen, damit ich einmal Daten drin habe. So, dann beim nächsten Step.
00:08:37
Speaker
setze ich wieder meinen Account auf, ich wähle das Event aus und richte mein Event ein, also meine Aktion oder meine Suche, und dann teste ich das Ganze wieder. Das sind immer die Daten aus dem vorherigen Modul, also beziehungsweise die, die ich gemapped habe, aus dem vorherigen Workflow. So, ich kann aber keine Testdaten einspeisen. Ich kann natürlich an den Webhook Daten senden, aber in
00:09:02
Speaker
Selpia kann ich den Webhook nicht sehen. In Make kann ich mir immer die Adresse des Webhooks anzeigen lassen. In Selpia geht das nicht. Außerdem muss ich in jedem Step, wenn ich den neu testen will, immer wieder die Daten aus dem vorherigen Workflow nehmen. Das heißt, ich kann nicht
00:09:21
Speaker
in einem einzelnen Step verschiedene Datentypen ausprobieren oder verschiedene Eingaben ausprobieren, die ich in dem Step machen möchte, um ihn zum Beispiel vorzubereiten oder auszutesten, ob es auch
00:09:34
Speaker
mit verschiedenen Dateneingaben geht. Zum Beispiel, wenn ich eine Charge by Stripe habe. Wenn jemand dein Produkt gekauft hat in deinem Online-Shop oder so und dann habe ich eine Charge by Stripe. Und dann gilt das aber für verschiedene Produkte. Du möchtest zum Beispiel ausprobieren, einmal mit Discount oder ohne Discount, wie das durchläuft und dann vielleicht auch verschiedene Pfade dafür anlegen. Das ist dann selbst ja super kompliziert, weil du von Anfang an immer die Daten wieder eingeben musst.
00:10:02
Speaker
und das komplette Ding durchlaufen lassen musst, ohne dass du manuell für einzelne Steps-Daten einblenden kannst. Wenn wir jetzt zu Make kommen, wisst ihr, was ich meine. In Make kann ich nämlich jedes einzelne Modul, jedes einzelne Modul einzeln laufen lassen. Das ist die Funktion RunThisModuleOnly. Und dann, wenn ich da drauf klicke, dann kann ich auch sehen, kann ich auch eingeben,
00:10:29
Speaker
die Daten, die quasi als dynamische Daten in das Modul einfließen müssen. Und was ich auch machen kann in Make ist, ich kann einfach die Webhook-Adresse nehmen und dann per so einem Tool wie RecBan oder Postman oder so kann ich einfach einen JSON-File dahin schicken mit dem Output von den Daten, die ich vorher hatte, weil die direkt im JSON-Format sind. So das heißt, ich kann einfach sagen, okay, ich möchte gerade bei kritischen Sachen, wie wenn ihr
00:10:57
Speaker
fürs Accounting oder mit Stripe oder mit eurem Buchhaltungstool oder sowas arbeitet, wo ihr nicht immer wieder neue Rechnungen beispielsweise anlegen wollt, weil euch die Buchhaltung dann explodiert am Ende des Monats. Dann könnt ihr einfach das Triggermodul austauschen.
00:11:15
Speaker
in Make mit einem Webhook-Modul. Oder ihr könnt einfach den Webhook nehmen von dem Trigger, den könnt ihr immer rausfinden, indem ihr auf den Button Show Address klickt und könnt da einfach mit RegBen oder Postman oder irgendeinem API-Testing-Tool könnt ihr dann die Daten einfach da hinschicken und die so manipulieren, wie ihr möchtet. Das geht bei Zapia nicht und macht das Testing leider super schwierig bei Zapia. Und macht das Testing leider super ätzend bei Zapia.

Komplexität der Array-Verarbeitung und Formeln

00:11:45
Speaker
Nächstes großes Thema ist das Thema Arrays und Collections. Arrays und Collections sind grob gesagt einfach Listen von Objekten. Und ein Objekt kann aber auch wieder eine Liste sein. Das heißt, ich kann auch eine Liste von Listen haben. Also das nennt man genestet.
00:12:02
Speaker
Und bevor das jetzt zu kompliziert ist, könnt ihr euch das vorstellen wie Kategorien. Also ihr backt zum Beispiel ein Rezept, ein Kuchen zum Beispiel. Und in dem Rezept stehen die trockenen Zutaten und die feuchten Zutaten. Und die feuchten Zutaten sind zum Beispiel Milch und Butter und so was. Und die trockenen sind Mehl und Zucker beispielsweise. So dann wäre das zum Beispiel eine
00:12:30
Speaker
Eine Liste, also die Liste trockener Zutaten und feuchter Zutaten und in diesen beiden Listen, also feuchter Zutat und trockener Zutat ist auch eine Liste wieder, ist wieder eine Liste an Objekten. Also es ist eine verschachtelte Liste im Prinzip. Und natürlich ist das ein ganz, ist das ein komplexes Thema. Und da liegt ja auch die Zauberei drin, dass man das, gerade für Leute, die auch noch nichts mit Programmierung zu tun haben, dass man das sinnvoll darstellt.
00:12:59
Speaker
Und Make und Zapier lösen das auf sehr unterschiedliche Weisen. In Make gibt es dafür den Iterator und den Aggregator. Das heißt, ich kann einen Iterator in ein Szenario einbauen, um die Liste, die gespeicherte Liste in einem Array zum Beispiel aufzufächern und jedes einzelne Objekt davon zu verarbeiten. So, danach, die Steps, die danach kommen,
00:13:27
Speaker
werden natürlich auch so oft gespielt, wie ich Objekte in meinem Ray hatte, also wie oft oder wie viele Objekte der Iterator quasi aufgefächert hat. Um das wieder zu schließen, zum Beispiel
00:13:44
Speaker
Ich möchte, wir haben das früher bei Visual Makers zum Beispiel so gemacht, dass wir einen Kurs angelegt haben und in diesem Kurs gab es verschiedene Lektionen. Oder wie in unseren Masterclasses.
00:13:58
Speaker
unsere Module, worin Lektionen sind. Das heißt, wir haben dann gesagt, okay, lade bitte ein Modul hoch und in diesem Modul sind verschiedene Lektionen. Das heißt, der Trigger ist lade das Modul hoch und dann haben wir einen Iterator, der sagt, lade alle Lektionen in dem Modul auch hoch und dann gibt es einen Aggregator, der das Ganze wieder schließt, der dann sagt, okay, jetzt ist diese
00:14:24
Speaker
die Verarbeitung der Liste quasi vorbei. Und jetzt können wir wieder auf einen Step gehen. Jetzt können wir das wieder bundeln quasi und arbeiten mit dem Modul weiter und nicht mit den Lektionen.
00:14:34
Speaker
Das heißt, ganz am Ende stelle ich dann zum Beispiel eine Slack-Nachricht, die dann sagt, Modul ist hochgeladen. Wenn ich diesen Aggregator nicht einbauen würde, dann würde ich so viele Nachrichten bekommen in Slack, wie es Lektionen gab. Das ist in Make. Es ist relativ übersichtlich, weil man direkt sieht, wo fängt diese Phase, diese Iterator-Phase an und wo hört sie auf. Oder wo hört die Verarbeitung des Arrays auf.
00:15:01
Speaker
In Zapier wird das mit der App Loop bei Zapier gelöst und der Loop von Zapier ist
00:15:12
Speaker
ist ein Modul, wo man quasi auf die Liste zugreift. Man sieht aber nicht so richtig, wie die Liste angewendet wird. Also man hat in Make seine Übersicht an den Output-Daten und die kann man einfach aufklappen. Also da sind kleine Pfeile dran, die kann man auf- und zuklappen. Und dann ist es relativ eindeutig, wo ich darauf zugreifen kann und wo nicht. Man hat auch immer diese kleine Eins dabei.
00:15:37
Speaker
Und bei Zapier habe ich sowas wie eine Liste. Da kommt sowas wie Array und Collection und kommt da gar nicht vor als Begriff. Was einerseits gut ist, bei Array und Collection und sowas, das kennt man halt nicht als Nicht-Programmierer. Ich spreche aus Erfahrung. Ich hatte absolut keine Ahnung, was das ist. Aber es ist ja trotzdem wichtig,
00:15:58
Speaker
das Konzept dahinter zu verstehen. Wenn ich schon damit arbeite, dann möchte ich natürlich auch wissen, was es ist und ich muss es nicht bis ins Detail kennen und ich muss es auch nicht coden können. Aber ich möchte wissen, wie ich damit umgehe und dann auch die richtigen Begrifflichkeiten haben. Und nicht nur die Begrifflichkeiten sind ein bisschen schwierig in Zapier, sondern auch wie man das Ganze wieder schließt. Also ich habe einen Loopstep, dann kriege ich erst mal drei Warnungen von, dass ich ja aufpassen muss mit dem Loopstep. Ist auch richtig so.
00:16:27
Speaker
Und dann kann ich die Steps hinter diesem Loop bauen, also die Steps, die quasi so oft ausgeführt werden, wie die Objekte, die in der Liste sind. Also meine Lektion beispielsweise, wie aus dem Beispiel eben. Und dann komme ich aber nur wieder raus, wenn ich dann einen Filter einsetze, der sagt, wenn der der Bullin, also Bullin ist immer true or false, also ja und nein, wenn der für
00:16:54
Speaker
für die Eigenschaft ist oder für den Key ist das der letzte Run des Loops. Wenn der true ist, also wenn es wirklich der letzte Run des Loops ist, die letzte Abwicklung des Loops, dann kann das Ganze weitergehen und dann wird auch nur noch ein Datensatz quasi weiterverarbeitet. Aber das ist total verwirrend, weil optisch sieht es so aus, als wäre man immer noch in dem Loop. Man ist immer noch in dem Kasten, der geöffnet wurde in dem Moment, als man den Loop aufgesetzt hat.
00:17:23
Speaker
Und das halte ich für superschwierig, weil man damit nicht versteht, ah, okay, das ist jetzt wieder geschlossen und ich kann an einem, an meinem einen Datensatz, den ich vorher eingespeist habe, wieder weiterarbeiten.
00:17:38
Speaker
sondern es bleibt in dieser Loopbox drin. Und bis man das erst mal verstanden hat ... Klar, ich komme von Make und ich bin Make gewöhnt, und man findet immer besser, was man gewöhnt ist. Aber ja, das halte ich noch mal für einen großen Unterschied, den ich nicht so sinnvoll gelöst finde von Sepia.
00:17:56
Speaker
Es gibt noch ein Thema, was mich auch extrem aufgeregt hat beim Aufsetzen dieser Apps für meine SAPIA-Certification und zwar das Thema Formeln. Ich bin es inzwischen in Make gewöhnt, wenn ich Daten in ein neues Modul mappe, dass ich dann Formeln anwende. Zum Beispiel sowas wie bei E-Mail-Adressen nutze ich immer die Trim-Funktion, um etwaige
00:18:24
Speaker
Leerzeichen vor oder nach der E-Mail-Adresse loszuwerden. Oder ich nutze Split-Funktionen oder, oder, oder. Ich behörte mich inzwischen echt an diese Funktionen in Make gewöhnt und dass ich die innerhalb eines Steps verwenden kann. In Zapier brauche ich da teilweise fünf Steps für. Also ich habe zwar, in Zapier gibt es den Formatter, der sehr viel kann tatsächlich. Zum Beispiel, wenn ich Text manipulieren will oder Zahlen manipulieren will, also Daten,
00:18:54
Speaker
verändern möchte. Entweder das Format oder dann zum Beispiel, ich möchte das Format ändern und dann zum Beispiel noch einen Tag hinzufügen oder so. Das ist tatsächlich was, was man auch in einem Step in Make machen kann, in Seppia machen kann, Entschuldigung. Aber es gibt super viele Sachen,
00:19:12
Speaker
wo man einfach so viele Steps verbraucht in Zapier, die in Make einfach mit einer kleinen Formel zu machen wären. In Zapier gibt es die Funktion use spreadsheet formula oder similar to spreadsheet formula und das meint, dass man da auch eine Formel einsetzen kann, wo man auch mehrere Formatierungen oder Manipulationen innerhalb einer Zeile machen kann.
00:19:37
Speaker
Aber da ist sowas vorgegeben. Also die spreadsheet Formeln von Zapier sind auch vorgegeben. Es gibt eine Liste von Zapier an Formeln, die verwendet werden können. Aber da fehlen einige der wichtigsten. Und das ist auch... Man kann damit sehr, sehr gut arbeiten, wenn man da Experte drin ist. Es wird relativ schlecht erklärt leider bei Zapier.
00:19:59
Speaker
wie man diese Formeln zu nutzen hat. Und generell ist es einfach sehr schwer zu individualisieren, also die Workflows so zu gestalten, wie man das selber vielleicht aus seiner Praxis gewöhnt ist. Ja, das braucht ein bisschen Übung und Sepia leitet da sehr gut an. Aber somit braucht man eben viele Steps und viele Steps meinen natürlich auch wieder viel Task Usage. Also, dass man viele Tasks verbraucht in Sepia.
00:20:27
Speaker
Und dann geht natürlich auch wieder der Preis von Sepia hoch. Auch ein bisschen schwierig. Genauso gilt das übrigens auch für Filter. In Make sind Filter und Router zum Beispiel sind keine Steps.
00:20:39
Speaker
In Zapier ist nur ein Trigger kein Step. Alle anderen, also ein Filter, eine Umformatierung oder so, das sind alles einzelne Steps, die jeweils eine Task verbrauchen, die sich natürlich auf euer Pricing auswirkt. Und nicht nur, dass Zapier sowieso schon teurer ist als Make,
00:21:01
Speaker
sondern auch, dass ihr dann auch noch mehr Task verbrauchen müsst, weil ihr einfach gar nicht die Optionen habt, Formeln direkt in Steps einzubauen wie in Make. Dann ein Punkt, den ich gar nicht so wichtig finde, aber der vielleicht auch noch erwähnenswert ist.

Fazit und persönliche Präferenz

00:21:18
Speaker
Zapier hat letztens die Storage Funktion eingeführt, also Storage bei Zapier. Da kann man kleine Datenmengen einspeichern und immer einen Key und einen Value setzen. Also ist eine ganz, ganz simple Datenbank. Man kann auch Listen anlegen, also man kann kleine Arrays bilden oder Collections und das funktioniert auch ganz gut.
00:21:39
Speaker
Das ist auch relativ einleuchtend. Das hat auch eine gute UI. Also man versteht das sehr schnell, was man da machen soll. Aber man kann darauf nicht zugreifen. Das heißt, ich kann in meinen Workflows darauf zugreifen und zum Beispiel den letzten Eintrag nehmen oder liste mir alle Einträge oder sowas. Aber ich kann diesen Storage nicht sehen. Make hat ja auch einen Storage. Das heißt, ich lege einen Storage an und darunter oder einen Data Store an.
00:22:09
Speaker
Und darunter lege ich meine Struktur. Und dann kann ich auf diesen Datastore zugreifen und sehen, welche Einträge da drin vorhanden sind. Das geht in Zapier nicht. Ich kann zwar mit dem Workflow darauf zugreifen, aber wenn ich das einmal komplett sehen will, dann muss ich das Ganze einmal exportieren.
00:22:26
Speaker
und zum Beispiel alle Items irgendwo reinlisten. Das muss auch nicht unbedingt sein. Oft sind diese Storages, sowohl in Make als auch in Zapier, in meiner Erfahrung nutzt man die nicht so viel oder eher für Daten, die man sowieso nicht anschauen muss regelmäßig. Aber manchmal eben fürs Errorhandling oder so ist es schon sinnvoll, einmal auf die Daten draufgucken zu können. Dann muss ich die bei Zapier exportieren. In Make kann ich einfach einmal draufgucken und sehen, was denn da Sache ist.
00:22:56
Speaker
Natürlich gibt es noch viel, viel, viel mehr Unterschiede zwischen den beiden Tools, obwohl sie grundsätzlich nach dem selben Prinzip arbeiten. Also nach dem Prinzip if this, then that. Wenn das passiert, dann soll jenes passieren.
00:23:10
Speaker
Ich hoffe aber, ich konnte euch ein bisschen weiterhelfen, falls ihr gerade vor der Entscheidung steht zwischen, bin ich vielleicht bei Zapier und möchte zu Make wechseln oder wenn ihr noch gar keinen iPaaS oder Automatisierungstool habt, dass euch die Entscheidungsfindung da ein bisschen einfacher fällt. Wenn ihr noch mehr Tools euch angucken wollt, dann hört euch sehr gerne mal unsere Folgen 34 und 35 zu dem Thema an, also unsere Podcast-Folgen. Ich hoffe, ich konnte euch ein bisschen weiterhelfen.
00:23:37
Speaker
Das sind die Sachen, die mich auf jeden Fall am meisten nerven und warum oder die mich an Sepia am meisten nerven und die ich in Make bevorzuge. Aber ich muss dazu sagen, ich habe halt auch mit Sepia angefangen und es war eine ganz, ganz große Liebe am Anfang, weil das halt einfach so linear, so straight und so einfach ist tatsächlich. Ich habe von vielen Leuten auch gehört, dass sie Make intuitiver finden, also oder früher in Tecomart eben.
00:24:04
Speaker
Dadurch, dass man einfach diesen offenen Canvas hat und besser sieht, wo man Dinge hinmappt. Das finde ich schon definitiv auch, dass man das besser als in Sepia sieht.
00:24:16
Speaker
Als ich von Zapier zu Make gewechselt bin, war das auch erstmal eine ganz große, große Hassliebe. Einerseits habe ich gemaked, was mit Make möglich ist. Andererseits waren aber auch meine Gewohnheiten, die ich in Zapier hatte, eben in Make dann ein bisschen anders. Inzwischen finde ich es viel einfacher damit zu arbeiten, eben aufgrund ich bin viel schneller, ich kann Module kopieren, ich kann Module im Bike löschen, ich kann Module zwischen Szenarien hin und her kopieren.
00:24:43
Speaker
Ich kann Formeln eingeben. Ich habe ein vernünftiges Error Handling. Ich habe einen vernünftigen Storage, in den ich auch reingucken kann. Und vor allem ein riesiger Punkt ist tatsächlich das Testing, gerade wenn man mit Zahlungsanbietern arbeitet und Discounts und hast du nicht gesehen. So das kommt immer, immer wieder vor, dass ihr ein vernünftiges Testing braucht und dann später auch ein vernünftiges Error Handling. Und deshalb würde ich euch total Make ans Herz legen.
00:25:10
Speaker
Wenn ihr da Hilfe braucht, helfen wir euch natürlich gerne. Wir haben unseren kostenlosen E-Mail-Kurs, wo ihr in zehn Tagen die Grundlagen von Make und iTunes-Automatisierung lernen könnt. Es macht großen Spaß, kann ich euch versprechen. Unser großartiger Adriano schreibt wirklich die allercoolsten Newsletter. Da könnt ihr gerne mal reingucken und natürlich auch mal in unsere Masterclass reinschnuppern zu Make. Generell, wenn ihr bei Seppia seid und damit happy seid,
00:25:37
Speaker
Total gut. Es geht letzten Endes auch einfach um Gewohnheiten und um subjektives Empfinden. Das ist ein wichtiger Punkt in der Erfolgsgeschichte eures Unternehmens mit Automation oder von euch selbst auch mit Automation.
00:25:53
Speaker
Weil ihr müsst nur mal Spaß daran haben, um es zu benutzen. Wenn ihr keinen Spaß daran habt, dann nützt euch noch so viel Technik und Features und Funktionen nützen euch nicht so viel, wenn ihr sie halt nicht benutzt. Deshalb, wenn ihr happy mit Zapier seid,
00:26:08
Speaker
Total cool. Ist ein super Tool, kann man auch viel mitmachen. Wenn ihr mich fragen würdet, ich würde immer meinen Bevorzug aufgrund der Gründe, die ich jetzt gerade im Podcast bzw. im Videopodcast genannt habe. Ich hoffe, das hat euch ein bisschen weitergeholfen. Ihr lasst mir gerne Feedback da, entweder auf den Podcastportalen oder direkt auf YouTube. Ich freue mich aufs nächste Mal.