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#293🌏: Digitale Nomaden Lifestyle Teil 1 - Vegane Ernährung und Fitness von überall auf der Welt

E293 · Higher Health Podcast
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339 Plays7 years ago
In dieser Episode:
  • Wie du vom Kettenrauchen wegkommst, schaffst du auch von Fleisch und Milch wegzukommen

 

Schau dir das YouTube Video zum Podcast an!

Entdecke auch gleich den 2. Teil des Interviews mit Sascha

 

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Inhaltsverzeichnis
  • 2:00: Muss das so sein oder gibt es auch andere Arten zu leben? 
  • 3:00: Wie kam ich aus meiner Abwärtsspirale raus?
  • 4:00: Ethik und Gesundheit spielten bei der Umstellung zu 50/50 eine Rolle
  • 6:00: Man gewöhnt sich daran dauerhaft müde zu sein in der konventionellen Ernährung 
  • 7:00: Ich war Kettenraucher und habe nur Fastfood gegessen 
  • 8:00: Ich wollte anderen Menschen helfen und konnte das nur wenn ich mich auch ändere
  • 9:00: Ich wollte zur besten Version werden, die ich werden kann
  • 10:00: Die gleiche Methoden um mit dem Rauchen aufzuhören helfen auch bei der Umstellung auf Vegan
  • 11:00: Ist unsere Identität davon bestimmt wie wir uns verhalten? Verhalten ist änderbar!
  • 13:00: Mach dir die Alternativen in der Ernährung klar!
  • 15:00: Sobald ich mich mit meinem Körper beschäftige, fange ich an auch auf den anderen Ebenen zu hinterfragen 
  • 16:00: Wenn ich eingeladen wurde, war es immer schwierig vegan zu bleiben
  • 20:00: Sei nicht zu dogmatisch

 

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Transcript

Einleitung und Fokus der Episode

00:00:09
Speaker
Hallihallo und herzlich willkommen, hier ist wieder dein Christian, dein Mr. Broccoli und heute bist du im digitalen Nomaden-Podcast.
00:00:18
Speaker
Nein, du bist natürlich immer noch im Vegan-Podcast, doch heute geht es darum, wie digitale Nomaden oder wie du, wenn du viel, viel reist, ganz, ganz gesund dich trotzdem und vegan ernähren kannst, wie du trotzdem fit bleibst, so wie unser heutiger Gast, und natürlich wie du dir zum Beispiel so einen digitalen Nomaden-Lifestyle aufbauen kannst.

Saschas Weg zum Veganismus

00:00:41
Speaker
Ich begrüße ganz herzlich Sacha Bohampong. Schön, dass du da bist.
00:00:45
Speaker
Christian, schön, dass ich da sein darf. Normalerweise sage ich einmal hallo und herzlich willkommen im Digitale Nomaden-Podcast. Heute bin ich dann im Vegan-Podcast zu Gast und das finde ich sehr, sehr schön, denn als ich dich bei uns im Interview hatte, da war es ja so, dass ich selber noch gar nicht vegan war und dann hatten wir darüber gesprochen, auch über deinen Podcast, da habe ich gedacht, Mensch,
00:01:02
Speaker
Vegan muss ich also sein, um da irgendwie zu sein. Da hatte ich noch gar keine Ahnung, habe mir im Grunde genommen gar keine richtigen Gedanken darüber gemacht, meine Ernährung umzustellen. War eigentlich in einem eher schlechten Zustand, was meine Ernährung anging. Und ja, bin jetzt ja relativ frisch, noch ein paar Monate erst vegan, aber freue mich auf jeden Fall drauf, mit dir darüber zu sprechen. Vor allem auch, wie man es schaffen kann, das von unterwegs aus zu machen, gerade wenn man so jemand ist wie ich, der vielleicht nicht immer den gesündesten Lifestyle hatte und trotzdem habe ich es ja geschafft, den Switch da zu machen.

Gesund leben als digitaler Nomade

00:01:29
Speaker
Also von daher, danke, dass ich da sein darf.
00:01:31
Speaker
Ja, ich habe zu danken sehr, sehr gerne. Du hast ja selber einen erfolgreichen Podcast. Da kommen wir im Laufe des Gesprächs noch drauf. Und du, liebe Zuhörerinnen, lieber Zuhörer, lernst heute ganz, ganz viel, wie du eben diese Umstellung auf die vegane Ernährung schaffen kannst, dabei noch abnehmen kannst. Denn der Sascha hat, glaube ich, auch ein paar Kilos verloren. Auf jeden Fall siehst du heute sehr viel vitaler und fitter aus.
00:01:54
Speaker
Und du bist ja super viel unterwegs, du bist ja quasi digitaler Normale von Beruf. Also wie schaffst auch du es als Vielreisender, als Geschäftsreisender von unterwegs immer die beste Küche zu genießen, trotzdem fit und gesund auszusehen. Das sind die Learnings aus der heutigen Episode. Und Sascha, nimm uns doch mal mit vor vor einem Jahr. So haben wir vor eineinhalb Jahren vielleicht haben wir uns kennengelernt. Du warst damals schon ein fitter junger Kerl mit großen Ambitionen.
00:02:23
Speaker
Bist aber lange nicht so vital und fit gewesen wie heute. Wie kam es so zu dem Gedanken, dass du überhaupt auf die vegane Ernährung dann umgestellt bist oder wolltest?

Gesellschaftliche Normen und unabhängiges Arbeiten

00:02:33
Speaker
Ja, also das Ding ist, ich hab mich schon viel immer für persönliche Weiterentwicklung interessiert. Das heißt, ich hab viele Bücher gelesen, viele Seminare besucht und ja auch diesen Podcast gegründet, weil ich irgendwann bestehende Konzepte hinterfragt habe. Also eine Frage, die ich mir immer im Leben gestellt hab, ist, muss das eigentlich so sein oder sind die Dinge, wie man sie mir erzählt, eigentlich so richtig oder gibt es vielleicht auch andere Arten zu leben,
00:02:54
Speaker
Und vielleicht tun die mir besser. Und zu dem damaligen Zeitpunkt, wo wir gesprochen haben, da war es so, da hab ich mich für das Bildungssystem interessiert und auch so für das Berufssystem und hab gesagt, hey, ich möchte mal selber komplett als ortsunabhängiger Unternehmer unterwegs sein. War doch noch in einem Job sogar. Hab da, glaub ich, zu 50 Prozent noch gearbeitet in der Behörde im Bereich Feuerwehr und Rettungsdienst. Aber meine Ernährung war schlecht. Ich war in so einer Abwärtsspirale. Vielleicht kennen das einige.
00:03:19
Speaker
Wenn man im Schichtdienst ist, dann ist man sehr, sehr müde, weil ich hatte Nachtschichten und dann wieder Wechsel auf Tagschicht. Das ist kein richtiger Tag-Nacht-Rhythmus mehr. Dadurch habe ich mich sehr, sehr schlecht ernährt, weil ich immer schnell essen musste. Ich hatte nicht viel Zeit beim Essen, fürs Essen und habe mir nicht so viele Gedanken darüber gemacht.

Ethische und gesundheitliche Gründe für Veganismus

00:03:38
Speaker
Ich habe dann gedacht, so kann es ja eigentlich nicht weitergehen.
00:03:41
Speaker
Je mehr ich mich beschäftigt habe auch damit, wie kann ich zu einem besseren Menschen werden, wie kann ich mehr Energie bekommen, wie kann ich fitter werden, da musste ich mich natürlich mit verschiedenen Ernährungsformen auseinandersetzen und ich war schon immer jemand, der Tiere sehr geliebt hat. Das heißt, wenn du mir eine Katze oder einen Hund gibst, dann bin ich für den ganzen Tag eigentlich glücklich beschäftigt, weil ich echt da total aufblühre. Da habe ich mich gefragt, wie kann es eigentlich sein, dass ich bestimmte Lebewesen
00:04:05
Speaker
bevorzuge und sage, ach, die streiche ich, das sind meine Haustiere und wie kann das sein, dass ich andere esse? Und dann konnte ich mir irgendwann nicht mehr ins Gesicht schauen und hatte auch so viele Freunde in meinem Umfeld, die alle vegan sind, bei denen ich diese Transformation gesehen habe, dass die fitter, vitaler waren. Ich sagte, okay, diese Doppelmoral muss aufhören. Ich kann nicht einerseits sagen, ich bin für mehr Freiheit, für mehr Selbstbestimmung und gleichzeitig kann ich andere Lebewesen in ihrer Freiheit einschränken, weil ich sie essen möchte. Das war für mich ein Switch.
00:04:29
Speaker
War das dann wirklich bei dir so 50-50, also einerseits dieser ethische Aspekt, andererseits dieser gesunde, vitale Aspekt? Also kam das dann beides zusammen?

Gesundheitsvorteile der veganen Ernährung

00:04:38
Speaker
Es kam auf jeden Fall beides zusammen. Was auch noch dazu kam, war, dass ich für ein Start-up gearbeitet habe, und zwar als Freelancer, habe da im Online-Marketing gearbeitet. Und die haben Ernährungsumstellungen angeboten, die hatten ein Ernährungskonzept.
00:04:50
Speaker
Das war zu, ich würde sagen zu 95 Prozent vegan. Und ich habe ja so viele Veganer erlebt, die mir immer erzählt haben, Sascha, wenn du vegan wirst, du wirst nach ein paar Wochen spüren, du hast mehr Energie und ja, alles wird besser. Und ich habe immer gesagt, ihr geht mir auf die Nerven. Ich glaube das nicht. Ich glaube das nicht. Wie gesagt, ich probiere das jetzt aus.
00:05:07
Speaker
Und es hat drei, vier Wochen maximal gedauert. Ich war wie ein anderer Mensch. Ich brauchte auf einmal nicht mehr so viel Schlaf, war immer fit, total konzentriert. Mein Hautbild war besser. Es hat sich alles verändert. Ich dachte, nein, jetzt haben sie auch noch recht, diese Veganer. Das kann doch nicht sein.
00:05:23
Speaker
Ja, kenn ich, kenn ich sehr, sehr gut. Also bei mir hat es sogar schon nach drei, vier Tagen dann gewirkt. Also gerade so mit der besseren Haut. Ich hatte nicht mehr gegähnt. Also ich hatte nicht so dieses müde Gefühl mehr und so weiter. Und ich merke jetzt heute, nachdem ich ja schon über vier Jahre vegan bin,
00:05:40
Speaker
Ich brauch schon auch trotzdem meine sieben stunden schlaf also selbst als veganer muss er immer heißt ja ich komm mit vier fünf stunden schlaf vielleicht aus ich glaube du nimmst dir dann die ressourcen noch anders also die frei gewordenen energie ressourcen die ich quasi durch die pflanzliche ernährung habe Verwende ich dann für andere dinge als ich hab dann viel mehr energie kann mehr sport machen kann mehr leisten im job
00:06:03
Speaker
Na hab einfach mehr energie für die familie beispielsweise da und das ist natürlich eine schöne freiheit die die dann zusätzlich rausnehmen kannst, wenn du deine ernährung im griff hast dass du einfach mehr energie auch, für andere deine wohl befindende lebensbereiche hast und das ist ein klasse vorteil einfach auch.
00:06:23
Speaker
Ja, absolut. Vor allem wusste ich gar nicht, dass es diese Energiereserve noch gibt. Also man gewöhnt sich auch irgendwann daran, dauerhaft müde zu sein, dauerhaft in so einem Mittagstief zu sein. Ich dachte einfach, das wäre normal, weil das ist der Großteil meines Lebens, habe ich das einfach erlebt und dachte ja, okay, das wird wohl auch nicht weggehen, das geht anderen Menschen auch so.
00:06:40
Speaker
Und dann nach dieser Umstellung hab ich gedacht, wow, ich fühl mich jetzt gesünder denn je. Ich bin jetzt 30 Jahre, ich bin immer noch jung, aber ich fühl mich jetzt besser als vielleicht mit ... Anfang 20 oder so was, weil da hab ich einfach durch meine schlechte Ernährung, durch meinen schlechten Lifestyle immer in so einem Energieloch gesessen und dachte, da komm ich gar nicht mehr raus.

Schlechte Gewohnheiten überwinden

00:06:59
Speaker
Mhm. Wie hast du dich vorher ernährt? Vielleicht ein ganz kurzer Abriss? Und wie ist es dir dann schwer oder einfach gefallen, dich vegan zu ernähren?
00:07:09
Speaker
Du musst dir das so vorstellen. Ich war Kettenraucher. Ich habe fast zehn Jahre lang geraucht, fast 30 Zigaretten am Tag. Also wirklich immer so eine Schachtel geraucht. Ich habe nur Fast Food gegessen. Ich habe im Rettungsdienst gearbeitet. Das heißt, immer nur zwischen den Einsätzen habe ich mir mal einen Döner geholt oder eine Pizza bestellt mit den anderen. Also wirklich viel, viel Fertigessen. Hab jeden Tag Fleisch gegessen. Es gab keinen Tag ohne Fleisch. Ich dachte auch,
00:07:32
Speaker
Hühnerfleisch jeden Tag brauchst du zum Beispiel, das hält dich gesund, aber habe mir auch überhaupt keine Gedanken darüber gemacht, wie mein Fleischkonsum eigentlich so aussieht. Metwurstmuster aufs Brot, aufs Toastbrot natürlich. Also wirklich so schlecht, wie man sich das nur vorstellen kann. Ich hatte wirklich die schlimmste Ernährung und nichts davon war unverarbeitet oder in irgendeiner Form natürlich.
00:07:52
Speaker
Krass, wie schafft es jemand, so wie du, vom Kettenraucher und fast food junkie, dann quasi war das dann wirklich dieser Switch in diesem Startup, wo du gearbeitet hast, dass die dich so angefixt haben, so du sagst, denen beweise ich, dass es nicht geht, oder was war so die Motivation, dass du es geschafft hast, von diesem Ding da rauszukommen?
00:08:10
Speaker
Es war auf jeden Fall eine intrinsische Motivation, weil ich gedacht habe, hey, so langsam wird es auch immer erfolgreicher mit dem Podcast und auch in dem Bereich Coaching, Persönlichkeitsentwicklung. Ich habe eine Coaching-Ausbindung gemacht. Ich bin ausgebildeter Hypnotherapeut und habe in eigener Praxis gearbeitet nachher sogar und habe da Raucherentwöhnung und Gewichtsreduktion anbieten wollen. Ich habe gesagt, naja, da ich selber Raucher bin, weiß ich, was Leute durchleiden, die aufhören wollen mit dem Rauchen.
00:08:33
Speaker
Und ich wollte anderen Menschen helfen. Da habe ich gesagt, ich kann ja anderen Menschen nur helfen und glaubwürdig sein, wenn ich selber mit bestem Beispiel vorangehe. Das heißt, ich muss mein Lebensstil jetzt auch mal umkrempeln und endlich frei und selbstbestimmt werden. Und dann habe ich zuerst mit dem Rauchen aufgehört und habe gedacht, okay, wenn du das schaffst, diese Gewohnheit, die du seit deinem 15., 16. Lebensjahr hast, wenn du dir die einfach abgewöhnen kannst, dann kannst du dir andere schlechte Gewohnheiten auch abgewöhnen und durch gesunde neue ersetzen. Und genau das ist dann passiert.
00:09:00
Speaker
zu der besten Version werden, die ich werden kann. Und dann habe ich gedacht, okay, dann gebe ich jetzt Gas. Gleichzeitig noch dieser ethisch-moralische Aspekt, der ist immer mitgeschwungen. Also ich habe mich immer schlechter gefühlt nachher zum Ende, wenn ich Fleisch gegessen habe, weil ich gespürt habe, das passt nicht mehr zu mir. Das hat einfach gereicht, sodass ich dann sagen konnte, okay, wow, ich gehe jetzt all in. Und es war wie von einem Tag auf den anderen wirklich, dass ich dann sagen konnte, ich konnte meine Ernährung einfach umstellen.
00:09:23
Speaker
Gehen wir mal rein in das Rauchbeispiel. Wie hast du es dann quasi geschafft, beim Rauchen dann tatsächlich aufzuhören? Das kannst du ja auch dann umändern. Ich höre auf, Fleisch zu essen, ich höre auf, Milchprodukte zu essen und so weiter. Also was sind da die Methoden gewesen? Genau, also beim Rauchen ist ja so viele denken, das ist die körperliche Abhängigkeit.
00:09:42
Speaker
So, ich muss jetzt irgendwie drei Wochen, wenn ich aufhör zu rauchen, leiden und durch die Hölle gehen. Es ist auch so, dass es nicht leicht ist, aber diese körperliche Abhängigkeit, also die Abhängigkeit vom Nikotin, die hat man meistens nach zwei, drei Tagen überwunden. Das heißt, dann hast du eigentlich keine körperlichen Entzugssymptome mehr und dann geht's darum, die Gewohnheit zu ersetzen. Weil, was macht man als Raucher? Man raucht, wenn's einem gut geht, man hat irgendwie Freude, dann raucht man, man hat Stress, man raucht, man trinkt einen Kaffee, man raucht, man trifft sich auf ein Bier mit einem Kumpel, man raucht. Das heißt, man verknüpft immer eine positive Emotion,
00:10:12
Speaker
letztendlich dann mit der Zigarette. Und das heißt, um wieder ein normales Leben zu führen, um nicht diese Entzugserscheinung zu haben, musst du es schaffen, diese Situation zu erleben, ohne dass du eine Zigarette hast. Das heißt, ich musste Kaffee trinken, ohne eine Zigarette zu rauchen, ich musste mich mit meinen Freunden treffen, ohne eine Zigarette zu rauchen und das so oft durchleben, dass mein Körper und mein Unterbewusstsein irgendwann verstanden hat, ah, okay, es funktioniert auch ohne, ich brauch nicht die Zigarette zum Glück, sondern die Emotion entsteht aufgrund der Situation. Zum Beispiel, dass wir ein tolles Gespräch haben und nicht, weil ich eine Zigarette dazu rauche.
00:10:41
Speaker
Total oft so ne also es ist total oft so dass wir das das was existiert tatsächlich nur in unserem kopf existiert ja also. Wir denken wir werden körperlich abhängig wir denken wir brauchen fleisch wenn ich das so oft hör ja ich brauch mein fleisch.
00:10:59
Speaker
Wir sind nur eine Gedankenwindung in unserem Gehirn, die dann dazu führt, dass wir wirklich dann körperlich auch reagieren und unser Körper dann so reagiert und das Fleisch dann tatsächlich braucht. Würdest du das so bestätigen?

Kulturelle Normen und Essgewohnheiten

00:11:13
Speaker
Ich würde das absolut so bestätigen. Das ist ja auch so, wir identifizieren uns dann fast damit. Ich bin halt Fleischesser, ich bin halt Raucher. Das heißt, wir sagen, unsere Identität ist dadurch bestimmt, wie wir uns verhalten. Aber das stimmt natürlich nicht. Keiner von uns ist Fleischesser und keiner von uns ist Raucher.
00:11:27
Speaker
Das ist einfach eine antrainierte Verhaltensweise und so, wie wir uns das antrainieren können, so kann man das auch wieder abtrainieren. Und ich glaube, man muss sich halt immer mal fragen, okay, mache ich das jetzt eigentlich wirklich freiwillig oder mache ich das, weil ich es nicht anders kenne? Und wir wurden halt so erzogen. Ich komme halt auch vom Land.
00:11:43
Speaker
Und es war durchaus üblich, dort viel Fleisch zu essen. Und gerade unter Männern. Das ist so, ja, wir grillen das Nackensteak auf den Grill. Und man definiert sich auch darüber. Viel Fleisch war auch was Cooles, was Tolles. So ähnlich wie beim Rauchen auch. Nimm mal einen Zug, du bist ein cooler Typ. Also es ist ganz ähnlich. Ich finde, Fleisch essen und Rauchen ist gar nicht so weit auseinander. Und so wird es halt einfach zu einer schlechten Angewohnheit, die wir als normal empfinden, die aber unser Leben nachher bestimmt. Also wir sind ja auch dadurch bestimmt, wir werden tatsächlich abhängig davon. Und auch vom Fleisch essen kann man abhängig werden.
00:12:13
Speaker
Definitiv also auch die die sucht zum beispiel nach nach milchprodukten kannst du genauso ersetzen wie die sucht nach alkohol als unser körper. Reagiert dann will dann immer wieder diese oder ich sag mal eher so unser gehirn will immer wieder diese stoffe weil sie dann quasi.
00:12:31
Speaker
Gehirn assoziieren ok das ist ein glückszustand dann schütte ich wieder hormone aus also das heißt es dieser kreislauf. Da haben wir daraus zu brechen sozusagen in deinem fall durch eine intrinsische motivation dass du sagst ok ich möchte anderen menschen helfen und das kann ich nur wenn ich mit gutem beispiel vorangehe, ist eben eine gute methode.
00:12:50
Speaker
Ich denke die zweite gute Methode ist, du hattest ja jetzt dann auch Hilfe über diese Start-up, das heißt die haben dann auch leckeres Essen gekocht, das heißt dir ist es dann gar nicht so schwer gefallen dann eben auch nicht auf den Genuss zu verzichten schätze ich mal.
00:13:02
Speaker
Genau, also ich habe dann überhaupt mal gesehen, was es für Alternativen gibt. Das heißt, für mich hat sich eine völlig neue Welt erschlossen. Ich kannte bestimmte Obst, Gemüse, Getreidesorten gar nicht. Und damit auf einmal zu kochen hat mir einfach Freude bereitet. Und was mir noch mehr Freude bereitet hat, war einfach dann zu sehen, dass ich nach wenigen Tagen Ergebnisse hatte, die auch andere Menschen wahrgenommen haben. Wir selber nehmen oft vielleicht gar nicht wahr, dass wir uns verändern, weil wir leben in unserem Körper.
00:13:23
Speaker
Das fühlt sich für uns normal an. Aber auf einmal kamen Leute zu mir an, meine Arbeitskollegen haben gesagt, Sascha, wir haben es noch nie erlebt, dass du morgens nicht müde bist. Du warst sonst immer, du kamst rein und sahst aus wie so ein Schluck Wasser. Auf einmal war ich voller Energie, guten Morgen, war gut gelaunt. Und das haben andere Menschen wahrgenommen, das hat mich total angespornt, weil das motiviert natürlich auch, wenn andere Leute sagen, hey, du siehst einfach besser aus, du hast ein besseres Energielabel, wir fühlen uns wohler in deiner Gegenwart. Und ich dachte, wow, das will ich einfach nicht mehr loswerden, das gebe ich nicht mehr her.
00:13:50
Speaker
Und das macht es dann deutlich leichter, als wenn man dann noch Gegenwind bekommt. Ja, Wahnsinn. Das ist natürlich

Veganismus in sozialen Umfeldern

00:13:56
Speaker
eine ganz, ganz tolle Entwicklung. Du hast auch zu mir so im Vorgespräch gesagt, ich habe immer Energie. Das ist ja auch so intrinsisch mittlerweile, dass ich da einfach... Klar, abends um 23 Uhr ist bei mir die Lichter auch aus.
00:14:10
Speaker
das das kommt einfach so ich bin ich bin voller lebensfreude ich sehe immer das positive und das wird auch immer immer mehr ich würde das nicht nur jetzt der veganen ernährung zu schreiben sondern kommen natürlich noch viele andere, ebenen faktoren mit ins spiel und.
00:14:27
Speaker
Ich sehe es mittlerweile als eine Grundlage an, dass eben mein Körper sauber ist, mit allen Metallstoffen versehen ist, sodass der Körper als Grundlage basiert, um eben dann natürlich fit und leistungsfähig auch zu sein.
00:14:43
Speaker
Es gibt halt einfach so viele verschiedene Bereiche, die dafür sorgen, dass wir uns gut fühlen. Und das Tolle an der veganen Ernährung ist, glaube ich, man beschäftigt sich auf einmal bewusst überhaupt mit seiner Gesundheit, mit seinem Körper, was wiederum auch dazu führt, dass man sich mit allen anderen Ebenen beschäftigt. Also, bin ich eigentlich glücklich mit meinem Beruf? Bin ich eigentlich glücklich mit den Menschen, die mich umgeben? Bin ich glücklich mit meiner Spiritualität? Das heißt, auf einmal ist das Ganze auch so schön holistisch. Es ist ja nicht nur die vegane Ernährung isoliert, sondern es ist dieses ich hinter Frage bestehende Konzepte. Und wenn man damit anfängt,
00:15:10
Speaker
Und dann merkt, es gibt da noch andere Dinge, dann testet man einfach, was passt zu mir, was fühlt sich für mich gut an und das führt einfach dazu, glaube ich, dass du in so einer Aufwärtsspirale bist. Und da kann die vegane Ernährung einfach ein toller Start sein, um sich überhaupt mal damit auseinanderzusetzen, was wir zu uns nehmen. Nicht nur ernährungstechnisch, sondern vielleicht auch sogar geistig.
00:15:28
Speaker
Und das ist, ja, war einfach ein toller Start dann. Sehr geil gesagt. Kurz so in diesem ersten Teil noch letzte Frage. Was gab's für Hindernisse? Also, wo bist du draufgestoßen, wo du gesagt hast, jetzt wird's schwierig? Gab's da irgendwo auch Stolpersteine auf dem Weg? Ja, die gab es. Und zwar immer dann, wenn ich gemerkt habe, ich war irgendwo eingeladen, gerade am Anfang. Das heißt, letztes Jahr war ich auf fünf Hochzeiten eingeladen.
00:15:56
Speaker
Und Hochzeiten waren wirklich schwierig, weil ich hatte das Gefühl, dort gab es nichts Veganes. Also es war wirklich sehr, sehr schwer. Es waren so Landhochzeiten, da gab es den Schweinebraten und die ganzen Dinge am Buffet. Und ich war noch nicht so weit, dass ich mir Sachen irgendwie selber hätte mitnehmen wollen oder vorbereitet. Und da musste ich mir dann Gedanken machen, okay, wie schaffe ich es jetzt, mich hier trotzdem gesund und bewusst zu ernähren? Und wie schaffe ich es vor allem?
00:16:17
Speaker
den Menschen zu erklären, dass ich nicht mehr derjenige bin, der irgendwie drei Scheiben Kasslerfleisch auf seinen Teller übereinander stapelt, sondern jetzt hier auf einmal die anderen Dinge isst. Und das heißt, man muss sich ja auch mit dieser neuen Identität, die man sich da schafft, erst mal auseinandersetzen und auch schaffen, mit seinem sozialen Umfeld das so zu kommunizieren, dass man nicht der Missionar ist gleichzeitig. Ja, ja, ich bin jetzt, wisst ihr, ich bin jetzt vegan, ihr werdet bald auch dahin kommen. Das ist ja das, was keiner hören will, sondern
00:16:43
Speaker
Das war auf jeden Fall sehr, sehr schwierig, gerade am Anfang. Und da hab ich am Anfangs auch noch nicht ganz geschafft.

Umgang mit Essensauswahl bei Veranstaltungen

00:16:48
Speaker
Da hab ich dann gesagt, okay, dann bin ich mal vegetarisch. Ich glaube, die ersten zwei, drei Male, da bin ich noch umgestiegen auf vegetarische Ernährung. Aber es wurde immer besser, weil man muss sich dran gewöhnen. Nimmst du tatsächlich auf eine Hochzeit so dein eigenes Essen mit?
00:17:03
Speaker
Nein, nein, tatsächlich nicht. Ich weiß halt inzwischen einfach, okay, was kann ich essen oder ich recherchiere auch vorher und weiß, ich kann mich vorher an vielleicht das Restaurant zum Beispiel wenden, frage mal nach, können die mir eine vegane Option anbieten oder was ist überhaupt Teil des Buffets und stelle mir dann die Dinge einfach vorher schon so zusammen.
00:17:20
Speaker
und weiß dann, okay, das ist einfach das, was ich nachher essen werde. Wenn du jetzt auf so eine Hochzeit kommst oder auf eine Einladung kommst usw., ja, meistens gibt es ja dann schon eben auch, ich sag mal, pflanzliche Produkte, ja, es ist ja meistens zumindest irgendwas da. Bist du dann, sagen wir mal, so ein Hardcore-Veganer, der dann eben auch noch mal nachfragt, ja, wurde das jetzt in irgendwie Butter geschwenkt oder so irgendwas? Oder lässt du noch mal fünf Grad sein?
00:17:45
Speaker
Genau, ich lasse sein, ich nehme mich und all das immer nicht zu ernst, weil ich auch weiß, wenn ich das jetzt zu krass sehen würde, dann würde mich das auch wieder einschränken und dann würde es mir keinen Spaß machen. Ich schaue schon nach, aber ich bin jetzt keiner, der den Kellner an den Tisch ranwinkt und fragt, können Sie mir jetzt nochmal alles ganz genau erklären, sondern ich lasse dann sein, weil ich weiß, zu 99% ernähre ich mich wirklich gut und bewusst. Wenn es dann mal dazu kommt, dass es in Butter geschwenkt wurde, so what? Ja?
00:18:12
Speaker
Also da sehe ich genau so. Also das vielleicht als kleiner Tipp jetzt hier noch für alle, die zuhören, wenn du nicht gerade eine Allergie hast oder wirklich da 100 Prozent dogmatisch bist, dann würde ich da eben auch sagen, du kommst dann bei der Gesellschaft viel, viel besser an. Du selber machst dir viel weniger Stress, weil das passiert natürlich auch im Kopf dann, dass du dann ständig darüber nachdenkst, könnte da jetzt irgendwas Kleines drin sein.
00:18:39
Speaker
Das heißt, es lässt deinen Genuss mega sinken und es lässt natürlich dann eben auch, sag ich mal, die Ernährung, die an und für sich dann wirklich gut ist, eher schlecht wirken im Körper, weil du, also ich bin ein Verfechter davon, dass das, was du isst, so wie du es isst und wenn du es mit voller Glücklichkeit isst,
00:18:58
Speaker
Anders verwertet wird wie wenn du dir eben schlechte gedanken dabei machst letztlich ist alles energie, auch wenn es jetzt ein bisschen spirituell klingt nur wenn wir es runterbrechen wenn wir wirklich alles angucken und in einem richtig krassen vergrößerungsglas dann kommen wir immer zur selben materie. Ja also von daher ist unsere meinung darüber und unser gedanke denn die wir damit verbinden extrem wichtig.
00:19:23
Speaker
Ja, und du hast es schon gesagt, man muss es nicht so dogmatisch sehen, denn das führt halt auch einfach dazu, dass andere Menschen dich wieder beurteilen und sagen, du bist schon ein bisschen merkwürdig in deiner Art und Weise. Weil so wirklich hardcore dann zu sein, das finden die Leute komisch und dann merken sie auch einfach,
00:19:40
Speaker
Der hat ja gar keinen Spaß am Essen. Das strahlst du dann ja auch aus. Du machst dann dieses ganze Ritual. Und Essen ist ja was, was uns Menschen eigentlich verbindet. Das heißt, das ist was Schönes. Und du zerstörst das dann, indem du da deine Extrawurst haben willst oder eben nicht. Und das sorgt einfach für schlechte Stimmung.
00:19:56
Speaker
Ja genau, das überträgt sich dann quasi auf die Gesellschaft und damit hast du natürlich nicht nur dir keinen Gefallen getan, sondern eben auch deinem Umfeld. Ja super, super spannend.

Abschluss und Ausblick auf Teil zwei

00:20:09
Speaker
Sascha, ich würde dann gerne im zweiten Teil kurz darauf kommen, wie schaffst du es jetzt eben auch auf Reisen, dich da immer gut zu ernähren?
00:20:16
Speaker
Wie bist du überhaupt zu diesem ganzen lifestyle gekommen und wie sieht deine ernährung mal so am tag im detail aus jetzt wo du in hamburg bist mal so ein beispielstag und dann eben auch wenn du in thailand bali wo auch immer auf der welt rum chat ist.
00:20:31
Speaker
Du liebe Zuhörerinnen und Zuhörer schaltet gleich wieder ein in den zweiten Teil und im Moment gibt es auch ein Special, denn dieser Podcast gibt es auch als Video in YouTube. Also wenn du den Sascha und seine Vitalität mal live sehen willst, check er ein in YouTube. Alle Infos dazu in den Show Notes. Bis gleich!
00:20:54
Speaker
Beginne mit deiner veganen Ernährungsumstellung. Wusstest du, dass es eine Wissenschaft für die perfekte vegane Fitnessernährung gibt? Damit kannst du besser aussehen, eine schönere Haut haben, gesünder und stärker sein, Fett abbauen und du musst dazu auf nichts verzichten. Wir haben über 5 Jahre die wissenschaftlich basierten Schlüsselfaktoren einer nachhaltigen, gesunden und vollwertigen Ernährung analysiert und auf den Fitness Lifestyle angepasst.
00:21:21
Speaker
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