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#309🎧: Warum uns die konventionelle Ernährung krank macht: Christian zu Gast im Bio 360 Podcast

E309 · Higher Health Podcast
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109 Plays7 years ago

Höre Dir direkt in den zweiten Teil auf Bio360 an!

 

In dieser Episode:

  • Wie Christian vom schüchternen Jungen zum agilen Unternehmer wurde.
  • Wie schafft es die Lebensmittelindustrie ihre Nahrung so günstig zu verkaufen?
  • Was ist der Preis, den wir für billiges Essen zahlen?
  • Warum wir uns nach Fast Food schlecht fühlen.
  • Wie Du Dich heute noch wirklich gesund ernähren kannst.
  • Brauchen wir wirklich exotische Lebensmittel im Supermarktregal?
  • Warum vegane Nahrungsmittel nicht per se gesund sind.

 

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Transcript

Einführung und Gastvorstellung

00:00:00
Speaker
Willkommen im Wiegen Podcast. Heute haben wir für dich eine Episode aus dem Bio 360 Podcast mit Unkas. Den zweiten Teil des Interviews findest du auf dem Bio 360 Podcast, den wir dir auch in die Show notes verlinkt haben. Den ersten Teil hörst du jetzt.
00:00:27
Speaker
Eine Reise zu mehr Energie und fantastischer Gesundheit. Ich möchte dir das Wissen und den Mut vermitteln, den ich gebraucht hätte, als ich ganz unten war. Dabei will ich dir helfen, wieder richtig in deine Energie zu kommen. Zurück ins Leben.
00:00:51
Speaker
Hallo ihr Lieben und herzlich willkommen zu Bio 360 zurück ins Leben.

Probleme der konventionellen Lebensmittelproduktion und Lösungen

00:01:00
Speaker
Die heutige konventionelle Nahrungsmittelproduktion ist schlicht gesagt eine Katastrophe für unsere Gesundheit und die Gesundheit unseres Planeten.
00:01:12
Speaker
In dieser Episode widmen wir uns der Frage, warum das so ist, welche Wege wir haben, damit umzugehen und wie eine bessere Zukunft für uns alle aussehen könnte. Mein heutiger Gesprächsgast hat daraus sein Motto gemacht. Es heißt, fitte Menschen auf einem gesunden Planeten. Begrüße mit mir den Podcaster.
00:01:37
Speaker
Amazon-Bestseller-Autor und Online-Marketing-Experten Christian Wenzel. Hallo, Christian. Yeah, yeah, yeah, yeah. Hallo, Uncas. Wie gut geht es dir, mein Lieber? Das wollte ich dich fragen. Mir geht es blendend. Und dir? Ja, mir geht es natürlich sehr, sehr gut. Vor allem, wenn ich in deinem Podcast sein darf. Und vielen lieben Dank für diese tolle Anmoderation. Du dürftest wirklich der nächste Star am Moderatorenhimmel sein, mein Lieber. Dankeschön.
00:02:07
Speaker
Vielen Dank für die Blumen. Sag mal, bevor wir in das Gespräch einsteigen, mal eine persönliche Frage. Du nennst dich Mr. Broccoli. Warum

Christian Wenzel als 'Mr. Broccoli' und seine Gesundheitsreise

00:02:20
Speaker
ist das so? Ist das etwas, was von dir kommt oder hat man dir den Namen gegeben?
00:02:25
Speaker
Nein, das kommt tatsächlich von mir. Das hält damit zusammen, dass ich quasi wirklich so verrückt bin und jeden Tag rohen Brokkoli esse. Einfach weil ich dieses Nahrungsmittel so sehr liebe. Ich liebe diese Konsistenz, dass ich kauen kann.
00:02:41
Speaker
Ich liebe die Nährstoffe, die drin sind und für mich ist der Brokkoli auch so der Ingriff einer veganen Supernahrung. Er zeichnet Stärke aus, Kraft auf der anderen Seite, aber auch sehr viel Gesundheit. Und ja, selbst Menschen, die nicht vegan sind und im Fitnessbereich sehr stark unterwegs sind, haben ja zumindest ein bisschen Brokkoli auf ihrem Teller neben dem fetten Steak und dem Reis.
00:03:05
Speaker
Das ist ja die typische Bodybuild der Mahlzeit. Da ich mich als Experte zähle im Bereich veganer Fitnessernährung.
00:03:14
Speaker
steht für mich eigentlich nach der Brokkoli sinnbildlich dafür. Und ja, sinnbildlich eben auch für eine gesunde Erde. Du hast es schön genannt. Und das ist ja heute unser Thema. Ja, genau. Vielleicht kannst du dem Zuhörer noch den Mr. Brokkoli noch so ein bisschen umreißen und die Punkte sozusagen verbinden, die ich da ausgelegt habe. Ja, mega gerne. Wenn du erlaubst, darf ich ein bisschen zurück in die Vergangenheit gehen?
00:03:40
Speaker
Natürlich. Danke. Also es war so ungefähr, lass mich lügen, so als ich 13 Jahre alt war, ungefähr, da hat sich wirklich ein Traum manifestiert. Und der Traum war, endlich mal gesund
00:03:56
Speaker
glücklich, erfolgreich und vor allem ein ganz normales Leben führen zu können. Und wenn du mich damals erlebt hättest, da war es etwas ganz anderes. Da war ein kleiner Junge, total schüchtern, mit Hornbrille, Pickel im Gesicht, Hautausschlag, hat fast keine Luft mehr bekommen, weil er ständig Asthmaanfall hatte und wurde von seinen Mitschülern gemobbt.
00:04:18
Speaker
Und es gab eine Story, die ist mir so krass im Kopf geblieben. Und zwar hatte ich damals meine Brille auf dem Pausenhof verloren und habe es nicht gemerkt. Ich hatte so eine ganz niedrige Dioptrienzahl und brauchte die Brille immer nur im Unterricht. Und dann kam einer, als wir wieder zurück waren in der Klasse, kam eine Durchsage. Schulweit vom Sekretariat und die ging so.
00:04:43
Speaker
Es wurde eine Hornbrille auf dem Pausenhof gefunden. Der Verlierer, möge sie bitte im Sekretariat umgehend abholen. So, Unka, jetzt frage ich dich mal, wie fühlst du dich als 13-jährige Junge, der eh schon total schüchtern war, mit dieser Aussage der Verlierer? Der Verlierer, das haben sie, das war wirklich wortwörtlich so.
00:05:04
Speaker
Ja, also ich erinnere mich daran und das ist natürlich, das beschreibt sehr gut meine damalige Situation. Wir mussten sehr, sehr oft an den Nordsee fahren. Fakt ist, es kam dann irgendwann raus, ich hatte eine Milch-Eiweiß-Unverträglichkeit. Also nicht wie heute, es trennt es hier Laktose und so weiter, sondern ebenso.
00:05:23
Speaker
Genau, eben das Milch-Eiweiß. Und meine Mama hatte schon immer da so den richtigen Riecher, hat es dann auch zumindest im Urlaub weggelassen, und die Ärzte wussten aber nie weiter. Und, ja. Gehen wir mal ein bisschen fast forward. Als ich dann 30 war, hab ich dann auf die vegane Ernährung umgeschwenkt. Und seitdem hab ich die Cortison-Creme für Norotamitis ins Museum gelegt. Brauch die nicht mehr, hab keine Schwierigkeiten mehr beim Atmen.
00:05:53
Speaker
Mir geht es hervorragend. Heute habe ich eine Familie mit drei wunderbaren Mädels. Eine groß, zwei klein. Wir leben hier in einem Haus. Uns geht es hervorragend. Ich war seitdem nie wieder krank.
00:06:07
Speaker
Ich darf dazu sagen, dass ich auch vorher selten krank gewesen war. Allerdings habe ich immer mal wieder Schnupfen gehabt, immer mal wieder so einen leichten Grippanfall. Das gibt es heute nicht mehr. Ich habe keine Schmerzen. Ich bin also topfit. Ich bin, würde ich sagen, ein Athlet. Und so möchte ich eben auch sein. Und die vegane Ernährung ist ein Teil davon. Ein anderer Teil ist natürlich eben auch der berufliche Erfolg.
00:06:29
Speaker
Ich bin Digital Marketing Strategie speziell für den Gesundheitsbereich, also speziell für Menschen und Unternehmen, die eben ja selber mit Gesundheit, mit veganer Ernährung, mit Fitness oder all dem Ökosystem zu tun haben und denen helfe ich quasi zu mehr Umsatz, zu mehr Sichtbarkeit, zu mehr Wachstum. Ja und all diese verschiedenen Ebenen sind eben jetzt zusammengekommen und ich hoffe, das beantwortet deine Frage einigermaßen.
00:06:57
Speaker
Ja, wunderbar. Das heißt, du hilfst anderen Menschen auch dabei, sozusagen ihre Gesundheitsmission unters Volk zu bringen und hoffentlich damit auch einen guten Beitrag zu leisten für das Wohlergehen auf diesem Planeten. Du hast es schon schön gesagt, die Vision ist es, gesunde und fitte Menschen auf einem grünen Planeten
00:07:20
Speaker
Und die Mission ist, also meine eigene Mission dahin ist eine Million Menschen gesünder auf der körperlichen Ebene zu machen und die vegane Ernährung ist ein Vehikel dafür und ein anderes Vehikel sind natürlich viele Menschen wie du da draußen.
00:07:36
Speaker
die letztlich eben auch einen gesunden Lifestyle predigen. Und wenn ich denen helfen kann, dass die wiederum mehr Menschen erreichen, dann erfüllt das ja eben auch meine Mission. Und dementsprechend unterstützt sich eben auch andere selbstständige Unternehmer und Unternehmen in ihrer Mission, die Menschen gesünder und glücklicher zu machen. Genau. Ja, wunderbar. Ich versuche eigentlich in der Regel nicht zu predigen, aber manchmal gelingt mir das nicht so richtig.
00:08:06
Speaker
Nee, also du machst es auf sehr unterhaltsame Weise. Ich kenne ja deinen Podcast sehr, sehr gut. Hör mir auch die Folgen an. Sehr toll, welche tollen Gäste du hast. Jeder, der die noch nicht gehört hat. Episoden mit Rüdiger Dahlke, mit Fabian Völsch. Aber auch eher Unbekannten, die du da in deinem Podcast hast und was die für ein Wissen raushauen. Das ist einfach faszinierend.
00:08:28
Speaker
Wenn ich noch mehr Zeit hätte, würde ich noch mehr deiner großartigen Episoden hören. Ja, vielen Dank. Ja, die Interviews machen mir auch riesig Spaß und den Interviewten macht es auch riesig Spaß. Ich kriege also ungefähr nach jedem Interview sehr, sehr positives Feedback von den Interviewten. Ja, das kann ich mir vorstellen.
00:08:49
Speaker
Das geht oft so in Richtung, hey, das war jetzt echt mal ein bisschen was anderes und du hast wirklich sehr tiefe Fragen gestellt und interessant.
00:09:00
Speaker
Gut, dann bin ich mal gespannt, was du bei mir jetzt dazu vorlässt. Ja, ich will dich gar nicht ausfragen. Heute geht es darum, dass wir uns über den Zustand in der Nahrungsmittelindustrie unterhalten und wo wir eigentlich stehen und was das für unsere Gesundheit und den Planeten bedeutet.

Ethische und nachhaltige Ernährung: Herausforderungen und Lösungen

00:09:18
Speaker
Und da ist einiges im Argen. Vielleicht kannst du mal so ein bisschen einfach mal loslegen und die Situation mal so ein bisschen beschreiben deiner Meinung nach.
00:09:27
Speaker
Ich denke, es ist einfach zusammengefasst. Ich versuche immer komplexe Gegenstände in einfachen Worten zusammenzufassen und auch nicht zu lange um den heißen Brei herumzureden. Wir können natürlich über alles immer stundenlang reden. Ich denke, es ist einfach zusammengefasst, wenn ich in den Supermarkt gehe und für ein Kilo Hackfleisch eben drei oder vier Euro zahle.
00:09:46
Speaker
oder für 100 Gramm Fleisch einfach, ich weiß nicht, 20 Cent in Form von Wurst, dann weiß ich, wie der Zustand ist. Weil wenn wir uns mal den gesunden Menschenverstand zunutze machen, dann wissen wir, dass drei oder vier Euro für ein Kilo Fleisch überhaupt nicht möglich sind. A, ohne Subventionen, B, dass andere Tiere, Menschen und die Umwelt darunter leiden.
00:10:11
Speaker
Also um ein Kilo Fleisch zu produzieren, was brauchst du da für einen Aufwand, bis das Tier überhaupt groß geworden ist? Was muss das für Futter fressen? Wie viel Gülle hat das im Laufe seines Lebens?
00:10:27
Speaker
transportiert werden muss. Und vor allem Menschen, die da mitarbeiten, das heißt, was für einen Hungerlohn müssen die bekommen, dass überhaupt so was möglich ist. Das gleiche aber auch eben in der Milchindustrie. Darf ich dich kurz unterbrechen? Ich finde das sehr plausibel oder man kann es sehr gut sehen am Beispiel von einem Hühnchen.
00:10:48
Speaker
Weil so ein Kilo von irgendeiner Kuh kann man sich noch schwer vorstellen. Aber ein Hühnchen, ich weiß nicht, was ein Hühnchen im Supermarkt kostet im Discounter, 6 Euro, 9 Euro, ich weiß nicht. Ein Hühnchen bei diesen Nerven, ein gegrilltes Hühnchen kostet, glaub ich, 5 oder 6 Euro. Ein komplettes. Ein gegrilltes schon? Ja. Du kennst auch diese fahrenden Trucks, die dann immer so, gegrilltes Hühnchen heute für 5,99.
00:11:14
Speaker
Da muss man sich vorstellen, dieses Hühnchen muss irgendwo in einer Farm aufwachsen. Das ist ein Gebäude, da braucht es Strom, da arbeiten Leute, das wird viel automatisiert, aber irgendjemand muss ab und zu da mal arbeiten. Das wird dann irgendwann geschlachtet, es wird ausgenommen, es wird entfedert.
00:11:32
Speaker
Das geht dann mit LKWs irgendwo hin. Es wird dann verpackt und wird dann ausgeliefert an die Supermärkte und so weiter. Die wollen alle natürlich Profit machen. Und dann geht es dann zu diesem Grill-Heini und der will auch noch Profit machen. Und die Frage, die ich dann stelle, ist, wie viel Geld hat das Essen von diesen Hühnchen gekostet? Das kann ja wohl nur noch im einstelligen Cent-Bereich sein.
00:12:01
Speaker
Ja klar. Und daran wird glaube ich deutlich, dass das absolut minderwertigste Qualität ist und wir uns wirklich fragen müssen, ob wir das wirklich essen wollen oder können.
00:12:14
Speaker
Ja, das ist eine schöne Frage, die sich natürlich jeder selber beantworten darf. Fakt ist eben auch, wenn wir dann tiefer in den Kaninchenbau einsteigen, dass natürlich dann hier mit Genmanipulation gearbeitet wird. Also sprich so ein Hühnchen, gerade bei Hühnern oder auch bei Schweinen oder auch Kühen ist es ja so,
00:12:32
Speaker
dass die mit Mastfutter gefüttert werden. Die sehen ja meistens die Tageslicht, sehen ja auch nicht das normale Gras mehr, was sie normalerweise essen würden oder die normalen Körner. Sondern das ist ja eine ganz krass exakt abgemischte Superfoodmischung, nenn ich's jetzt mal, aus komplett genveränderten Zutaten. Und das, was daraus erwächst, ist das Fleisch der Tiere, und das Fleisch der Tiere essen wir. Also sprich, wir essen diese genmanipulierten Sachen.
00:13:00
Speaker
Ganz klar. Und wir essen aber auch das Leid der Tiere mit. Und das ist natürlich eine andere Ebene, nochmal. Also, das heißt, wenn wir uns vergegenwärtigen, dass eben alles eins ist, dass wir alle irgendwo miteinander verbunden sind, und das ist ganz einfach zu erklären. Jeder kennt das, wenn, ganz einfach als Beispiel, du denkst gerade an jemanden und in dem Moment schreibt er dir, oder fünf Minuten später, oder sei es auch eine halbe Stunde später, oder er meldet sich dann.
00:13:26
Speaker
Und das ist so ein schönes Beweis dafür, dass wir schon irgendwo miteinander verbunden sind. Und wenn wir uns das vergegenwärtigen, dass wir natürlich dann auch irgendwo mit einem Tier verbunden sind, obwohl wir das nie gesehen haben, dann essen wir eben auch diese Hormone mit. Also wenn du es jetzt wieder physikalisch betrachten möchtest, essen wir diese Hormone mit, die dann natürlich bei uns im Körper auch nichts Gutes bewirken können.
00:13:51
Speaker
Ein ganz kurzes Beispiel dafür, mein Bruder, der ist dreieinhalb Jahre jünger und der hat sich nie groß um Ernährung, schon gar nicht auch vegan interessiert. Der war immer so ein, ich esse das, was mir schmeckt und McDonalds und Co. Und irgendwann habe ich ihn gefragt, holst du heute Mittag wieder was vom Mac? Und er sagt, nein, ich gehe nicht mehr zu McDonalds.
00:14:14
Speaker
Ich dachte mir, hey, warum? Du hast doch immer Geliebter und so weiter. Warum? Und dann sagt er, ja, ich fühl mich irgendwie immer schlecht danach. Dann sag ich, ey, hast du Magenschmerzen oder Verdrecktesessen nicht mehr? Nee, er fühlt sich matt, er fühlt sich irgendwie schlecht gelaunt und ausgelaunt.
00:14:34
Speaker
Dann hat er quasi wirklich die Verbindung hergestellt zu diesen billigen Burger in Verbindung mit, wie fühlt er sich? Wie fühlt er sich seelisch? Und er fühlt sich schlecht. Und das ist doch mal krass, dass jemand, der überhaupt nicht spirituell ist, dem brauchst du das Wort überhaupt nicht in den Mund zu legen oder zu sagen, okay, ernähr dich mal gesund, sondern der isst das, was ihm schmeckt. Aber dass der eben dann diese Verbindung herstellt und das einfach merkt, das sollte uns doch, denke ich, mal zu denken geben.
00:15:07
Speaker
Als ich zum zweiten Mal Vegetarier geworden bin, habe ich nach lediglich drei Wochen einen Moment gehabt, wo ich plötzlich inneren Frieden gespürt habe, wie ich ihn vorher noch nicht kannte.
00:15:22
Speaker
Und dieser Zustand ist im Grunde genommen dann mir erhalten geblieben und ich führe das darauf zurück, heutzutage, dass ich als Omnivore sozusagen halt sehr viel Fleisch, ich habe zu der Zeit in Andalusien gewohnt, sehr viel Fleisch gegessen habe und halt auch von
00:15:40
Speaker
mit unter minderer Qualität. Und ich konnte diesen inneren Frieden allerdings auch behalten. Ich esse ja jetzt mittlerweile wieder tierische Produkte, aber halt nur aus reiner Weidehaltung und da habe ich diese Situation nicht. Also diesen inneren Stress sozusagen, den bekomme ich da nicht.
00:16:00
Speaker
Darf ich dich mal fragen, wie schaffst du das zum Beispiel, wenn du dann eben auch unterwegs bist? Du sagst ja, ich weiß ja von dir, dass du viel unterwegs bist. Wie schaffst du es dann? Du bist viel unterwegs, du gehst in ein Restaurant. Wie willst du verifizieren, dass das aus Weiterhaltung ist? Oder entsagst du dir dann den Fleisch- und Milchgenuss? Und wie machst du es auch zu Hause? Ich meine ...
00:16:21
Speaker
Das ist immer so schön einfach gesagt. Aber du musstest dann wirklich immer zum Bauern gehen, wirklich 40 Euro auf den Tisch legen. Ist das dann quasi wie früher, einmal die Woche, gönnst du dir so ein Stück Fleisch oder wie sieht es in der Praxis aus?
00:16:34
Speaker
Ja, also in der Praxis sieht das so aus. Also jetzt hier in Frankreich habe ich da meine Dealer, sage ich jetzt mal. Also ich kaufe tatsächlich von Produzenten. Zum Beispiel das Rindfleisch, wobei ich in kaum Fleisch kaufe, sondern nur Leber und Herz und die kriege ich die Knochen dazugeschenkt für meine Knochensuppe. Aber wenn ich mal ein paar Steaks haben will, dann kriege ich die auch davon. Das ist grass-fed, grass-finished, selbst weaned.
00:17:03
Speaker
Also Grasweidehaltung, da muss man unterscheiden, dass oft am Ende noch im letzten Monat noch zugefüttert wird, das ist da nicht der Fall. Und die Kälber stillen sich selber ab.
00:17:19
Speaker
Also einfach auf höchstem Niveau. Und ja, da kann ich schon mal garantieren, dass das eine absolut hochwertige Quelle ist. Bei Schweinegeschichten kenne ich auch, da gehe ich auch wirklich zu den Bauern hin und ich kann mir angucken, wie die Schweine im Wald laufen und Eicheln essen und so weiter.
00:17:40
Speaker
unterwegs, da sprichst du einen wunden Punkt von mir an. Da bin ich der Meinung, sollte ich vegan leben, mache es aber oft nicht. Ganz ehrlich gesagt.
00:17:51
Speaker
Ja und genau das ist halt das Thema. Also sobald du halt quasi aus der, sagen wir mal, aus deiner eigenen Box rauskommst, aus der Komfortzone rauskommst oder wenn stressige Situationen entstehen und dann ist es eben bei den meisten so, dass sie sagen, ja ich kaufe immer Fleisch aus Bio oder vom Ding. Aber realistisch ist es eben nicht, weil wir einfach in der globalen Welt leben und wir eben ständig woanders sein müssen und sind.
00:18:18
Speaker
Und dementsprechend glaube ich diese mehr nicht. Also diese mehr von, wenn ich mal Fleisch esse, dann wirklich nur von Rindern, die noch normal aufgezogen sind und so weiter. Bestätigst du mir jetzt, aber ich fand es ja auch einen tollen Lösungsansatz dann zu sagen, okay, wenn ich zu Hause bin in meiner Umgebung, wo ich ganz genau weiß, dass das alles cool ist,
00:18:37
Speaker
Dann gönne ich mir das, vor allem auch wenn ich das Geld dazu habe, ja, also das ist ja nochmal ein anderer Aspekt. Und zum anderen, wenn ich dann halt tatsächlich unterwegs bin, dann mache ich mir Routinen, wie ich quasi zum Beispiel vegan sein kann und trotzdem nicht unterernährt bin. Und ich glaube, da gibt es ja mittlerweile sehr viele Möglichkeiten. Und somit ist glaube ich auch jeder in seiner eigenen, ja, da muss er auf nicht so viel verzichten.
00:19:04
Speaker
Und da kann er trotzdem was Gutes tun. Also ich sehe das so als einer der Lösungswege an. Aber es bedeutet natürlich auch wieder hier Disziplin.
00:19:15
Speaker
Das Thema geht ja weiter. Wenn ich jetzt nicht Fleisch konsumiere und vor allen Dingen Industriefleisch konsumiere, dann habe ich ja immer noch mehr Dreck am Stecken sozusagen, auch als Veganer. Denn wenn ich mich an der globalen Landwirtschaft beteilige, viele Veganer essen ja sehr viel Getreide auch.
00:19:40
Speaker
Dann beteilige ich mich genauso am Raubbau dieser Erde, denn Landwirtschaft ist eine Katastrophe für unseren Planeten. Es sind Monokulturen. Es wird Glyphosat eingesetzt. Wenn ich nicht mindestens mal Bio kaufe, dann mache ich mich sozusagen mitschuldig, dass das Mikrobiom der Erde zerstört wird.
00:20:04
Speaker
abgesehen von den gesundheitlichen Folgen für uns und auf unserem Mikrobiom und so weiter. Wir entkoppeln uns von der Erde in bakterieller Hinsicht und das ist eine Katastrophe. Und wir zerstören diesen Planeten damit. Und das heißt auch,
00:20:21
Speaker
Wenn ich Veganer bin, muss ich mir Gedanken darüber machen, wie kann ich meine Nahrung so gestalten, dass sie erst mal hochwertig ist im Sinne von Nährstoffdichte. Das ist ja bei Getreiden auch nicht gegeben und aber auch nachhaltig im Sinne von wir wollen diesen Planeten auch an unsere Kinder weitergeben.
00:20:45
Speaker
Ja voll, da bin ich komplett bei dir. Also ich bin großer Verfechter von Bio und bin auch ein Gegner von Haferflocken. Das ist jetzt mein bekanntester Artikel auf meiner Plattform mit Haferflocken, weil da einfach auch ganz, ganz viel
00:21:01
Speaker
ja, Fehlinformation oder bewusste Missinformation getrieben wird. Ich mein, Hafer ist ja eben auch ein, aus meiner Sicht, komplett verarbeitetes, manipuliertes Lebensmittel mittlerweile. Und wie du es richtig sagst, werden da die Felder eben auch nicht gerade gut behandelt, Monokulturen. Was eigentlich gut ist, der Hafer an und für sich ist gar nicht so verkehrt. Wenn wir über den Nackthafer sprechen, über den unverarbeiteten Nackthafer, da sind ja wirklich noch Nährstoffe drin,
00:21:27
Speaker
Und das kann ich dann eben auch in gewissen Maßen eben auch verzehren. Und wenn der noch gut wächst, dann ist es auch okay. Ich bin generell kein Fan von so viel Getreide.
00:21:39
Speaker
Ich glaube, dass wir auch von früher nicht so gewohnt sind, sondern, und da gebe ich dir eben auch recht, so diese ganzen Monokulturen, wo unser Gemüse eben auch aufwächst, auch da dürfen wir wirklich uns an die, also als Veganer definitiv, die sehr viel hoffentlich Gemüse essen, an die Nase fassen, dass wir eben sagen, okay, wir kaufen das zumindest bio ein.
00:22:00
Speaker
Weil Glyphosat wissen wir alle, was es nicht nur im Körper an... Also wir wissen es noch nicht, dass wir vermuten, was es anrichten kann, neben den ganzen Umweltschäden, was es dann natürlich auch in unserem Körper macht. Und dementsprechend da eben drauf zu achten,
00:22:19
Speaker
Dass wir eben da eben auch hochwertig konsumieren, trifft genauso auch für Pflanzen, Obst und alles Mögliche zu. Bin ich voll bei dir. Und dementsprechend gilt es sich, seinen Ernährungsplan so zu gestalten, dass wir auch mit Hinblick auf die Natur eben naturgerecht

Regionale und saisonale Ernährung für Gesundheit und Umwelt

00:22:36
Speaker
essen. Und da kommt halt wieder so dieses ganze typische regional-sessionale Thema eben auch dazu. Beispielsweise, ich esse keine Avocados, ich esse keine Ananas und so weiter, weil ich eben auch der Überzeugung bin,
00:22:49
Speaker
diese Früchte gehen auch nicht an mich ran. Also das heißt, Menschen im Süden, da wo diese Früchte eben auch wachsen, die vertragen es auch besser, die vertragen den ganzen Zuckerintake von Melonen, von Ananas, von Bananen in diesen rauen Mengen. Und die haben ja auch ein anderes Klima, das heißt, die sind auch von ihrer Evolution anders aufgestellt wie wir hier. Das heißt, wir sollten uns eben dann im Winter an Kohl beispielsweise halten. Also das heißt,
00:23:17
Speaker
da ständig eben zu versuchen, Lebensmittel zu konsumieren, weil sie gerade in sind, weil sie gerade hip sind. Das trifft auch auf Quinoa am Rand und diese ganzen Dinge zu. Ja, da kann ich auch Hirse und Co essen. Also da auch immer zu schauen.
00:23:32
Speaker
finde ich sehr, sehr wichtig. Und dementsprechend machen wir es dann auch der Umwelt einfacher, weil wir auch das Thema haben, wie sieht so eine Ernährung nachhaltig für die Zukunft aus? Da eben zu schauen, okay, dann karre ich halt nicht die Ananas und die Avocado um die halbe Welt. Und für eine Avocado muss ja auch, ich glaube, für eine 100 Liter Wasser aufgewendet werden. Also auch da mal ein bisschen die Hinterkunde zu beachten und draufzuschauen. Muss ich das wirklich jetzt unbedingt haben?
00:24:02
Speaker
Die Antwort lautet meistens nein.
00:24:06
Speaker
Ja, da spricht natürlich ein ganz wichtiges Thema an. Ja, der Transportwege und solche Geschichten. Also es geht ja schon los damit, dass eine Ananas, eine Mango, eine Papaya, eine, frag mich was, Frucht oder Gemüse, was in Südamerika oder in einem anderen Land geerntet wird, dass das natürlich völlig unreif geerntet wird.
00:24:35
Speaker
Und bei den Pflanzen ist es so, dass die Fraßschutzstoffe haben, wie zum Beispiel die Lektine und auch noch andere Alkaloide und dass die Pflanze diese in der Frucht, oder der Baum in der Frucht diese Stoffe abbaut im Moment der Reifung.
00:24:53
Speaker
Das heißt, wenn der Apfel nicht gereift ist und der aus Chile kommt zum Beispiel, dann befinden sich diese Pflanzenapfelstoffe noch in dieser Frucht und ich tue mir damit wirklich keinen Gefallen, eine solche Frucht zu essen.
00:25:13
Speaker
Und ja, das ist ein Faktor, dass diese Dinge, die wir da dann kaufen aus Übersee, möglicherweise erstmal auch gar nicht gesund sind und überhaupt nicht dem Versprechen standhalten, jetzt, ich sag jetzt mal, Vitamine zu bringen, wenn es um Früchte geht.
00:25:32
Speaker
Und dann das nächste Thema sind natürlich die ganzen Transportwege. Was hat das für einen ökologischen Footprint, eine Ananas von aus Südamerika, aus Brasilien oder sonst woher hier nach Deutschland zu bringen? Und ja, wollen wir das.
00:25:50
Speaker
Ja, ganz genau. Sehe ich genauso auch dieses ganze reife Thema mit den Bananen, dass sie ja teilweise, ich hab schon Stories gehört, die werden teilweise ein, zwei Jahre vorher geandert, bevor sie zu uns kommen und lagern dann in irgendwelchen Schiffen. Ich weiß nicht, was da alles stimmt, auf jeden Fall ... Die werden auch bespritzt mit all möglichen Chemikalien und so weiter, bestrahlt teilweise.
00:26:13
Speaker
Ja, das ist völlig krank und da wissen wir es eben. Wo soll das dann eben auch existieren? Ein Kilo Bananen, teilweise 1,19 Euro. Wie soll das dann eben machbar sein auf natürliche Art und Weise, wenn du ganz genau weißt, was für ein Aufwand das ist, selbst ein Brokkoli in deinem eigenen Garten anzubauen?
00:26:32
Speaker
Mach das einfach mal. Das ist sehr einfach. Wahnsinn. Und dann tust du dir halt selber nichts Gutes damit. Also mein Tipp hier ist ganz klar, investier.
00:26:46
Speaker
Wenn jeder hat Geld zur Verfügung, der eine mehr, der eine weniger. Ich investiere sehr viel in meine eigene Bildung. Und die eigene Weiterbildung ist zum Beispiel eben auch, Zeit zu investieren in solche tollen Podcasts wie deinen, um dann eben sich über solche Hintergründe überhaupt mal klarzumachen. Also das heißt, das erste ist ja die Bewusstheit, die Kompetenz, dass du das weißt. Das zweite ist dann quasi, das dann auch umzusetzen. Also das heißt,
00:27:14
Speaker
das Geld dann dafür einzusetzen, dann eben weniger, aber dafür hochwertiger zu kaufen. Also dann kaufe ich eben die Bio-Nahrung. Weil das Thema ist ja auch das, wenn du dir heute keine Zeit für deine Gesundheit nimmst, darfst du dir später Zeit nehmen, krank zu sein. Und das mit Zinseszins. Also die fehlende Gesundheit zahlt später mit Zinseszins in der Krankheit zurück.
00:27:39
Speaker
Und das darfst du dir mal bewusst machen. Für die meisten ist es aber zu weit weg. Also von daher ist es eben wichtig, sich jetzt klarzumachen. Vielleicht ein schöner Spruch dafür ist, am Ende ist nicht das Ziel, am Ende bist du tot. Was ich damit zeigen will ist, wenn du immer versuchst, dein Geld irgendwo anders zu investieren oder zu sparen oder an der falschen Stelle eben sparst,
00:28:06
Speaker
Dann bist du am Ende genauso tot wie jemand, der bio ist. Aber was ich meine, ist, dass letzterhand hat keine Taschen. Also das heißt, dann lebe doch jetzt gesund, weil du lebst im Jetzt. Du weißt nicht, was in 20 Jahren ist. Aber in 20 Jahren, wenn wir so weitermachen, dann wird dein Kind eben nicht so eine tolle Welt mehr erfahren wie jetzt. Dann wird dein Kind, die Menschen werden immer kranker. Es werden teilweise, können keine Menschen, keine Kinder mehr geboren werden, weil die
00:28:31
Speaker
Weil die Männer zu viel Plastik im Körper haben und dadurch die Samen nicht mehr richtig produziert werden und lauter solche kranken Sachen. Ja, die Fruchtbarkeit sinkt ja dramatisch. Ja.
00:28:45
Speaker
Also, das ist mein Tipp, investier dein Geld in die Bildung, in die gesunde Nahrung, beweg dich und achte mal drauf, was realistisch ist und was nicht. Und wenn du für einen Kilo Brokkoli eben vier Euro, fünf Euro ausgibst, dem hier der Qualität, ist es was anderes wie ein Euro 50. Aber für die vier Euro hast du deinem Körper was Gutes getan, demjenigen, der das anbaut, der Erde hast du was Gutes getan. Und ...
00:29:12
Speaker
Ja, und auch du wirst dich besser geistig erfühlen. Und ich denke, das ist ein Win-Win-Win-Win-Win für alle. Und darüber sollten wir streben.

Abschluss und Ausblick auf den nächsten Teil

00:29:21
Speaker
Ich möchte die Möglichkeit nutzen, diese Episode hier zu unterteilen. Und das war schon ein richtig tolles Gespräch mit dem Christian Wenzel von Vegan Athletes. Und im zweiten Teil wird es mindestens genauso spannend. Deswegen möchte ich dich ermutigen, dabei zu bleiben und dir den zweiten Teil anzuhören.
00:29:40
Speaker
Und ich möchte darauf hinweisen, dass ich dir einen Audiokurs erstellt habe, den du einfach in der Description findest und da kannst du draufklicken und den kannst du dir kostenfrei herunterladen. Und in diesem Audiokurs führe ich dich im Schnelldurchgang sozusagen durch, was meiner Meinung nach die sieben wichtigsten Strategien sind, um zu mehr Gesundheit und Energie zu kommen.
00:30:06
Speaker
Es freut mich, dass du heute dabei warst und ich wünsche dir einen absolut wundervollen Tag. Ciao, dein Unkas. Bio 360 zurück ins Leben. Komm mit mir auf eine Reise. Eine Reise zu mehr Energie und fantastischer Gesundheit.
00:30:30
Speaker
Ich möchte dir das Wissen und den Mut vermitteln, den ich gebraucht hätte, als ich ganz unten war. Dabei will ich dir helfen, wieder richtig in deine Energie zu kommen. Zurück ins Leben.