Einleitung und Interviewfortsetzung
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Speaker
Willkommen im Vigen Podcast und zum zweiten Teil des Interviews. Erfahre jetzt, wie es weitergeht.
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Speaker
an der richtigen Bewegung gehindert, wenn nicht mehr richtig hergestellt. Also das ist jetzt kein Thema, was
Plastikverbrauch und intrinsische Motivation
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Speaker
so weit weg ist. Ne, ne und vor allem es fängt halt im Badezimmer an. Wir haben, ich habe eine gute Freundin, die uns da auch ein bisschen geholfen hat, auch da so in die Bewusstseinsstufe zu gehen, weil als Kind der 70er Jahre ist Plastik ja ein Teil unseres Lebens. Das ist ja nicht, wir wachsen damit auf einfach zu DM zu gehen oder Aldi und irgendwelche Sachen zu kaufen und irgendwann
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Speaker
wurde ich darauf aufmerksam gemacht, Tobi, du machst jetzt ganz viel schon fürs Meer. Gleichzeitig benutzt du immer noch Artikel mit Mikroplastik. Und das ist das auch mit dem veganen Essen. Ich bin jemand, mich muss jemand auf diese Dinge mal aufmerksam machen, genau wie wir auf unseren Seminaren Menschen auf Dinge in ihrem Leben aufmerksam machen. Und dann habe ich eben einfach angefangen, mein Shampoo umzustellen, mein Duschgel umzustellen. Da gibt es übrigens auch, das muss man nicht alles bei Regana machen. Regana ist für mich so eine Firma, die hat sehr, sehr viel da macht.
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Speaker
Ja. Und die auch vegane Kosmedikate und so. Genau. Du kannst aber auch zu Alnatura gehen und einfach dir dort einen Shampoo holen, wo eben kein Mikroplastik drin ist. Und das meine ich, mit diesen kleinen Schritten ins Leben einzuführen, ohne diesen Dogmatismus. Weil das ist für mich immer anstrengend. Ich weiß nicht, ob ihr das kennt, wenn mir jemand ankommt, mit Du musst und quasi auf mich, auf mein Gehirn einschreit,
Anbau und Konsum von Eigenanbau-Gemüse
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Speaker
Das funktioniert bei mir meistens nicht so gut, sondern ich brauche eine intrinsische Motivation, die extransisch ein bisschen angeschwungen wird. Und dann bin ich auch bereit, ganz schnell radikale Schritte in meinem Leben zu implementieren. Aber, oder gleichzeitig, wenn ich dazu bereit bin und nicht wenn mich jemand anders dafür bereit erklärt.
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Speaker
Sehr schön gesagt. Und deshalb gibt es eben auch diese Podcast-Episoden, wo wir eben nicht nur rein pflanzenbasierte Menschen eben auch einladen, weil sie uns einen ganz ganz anderen Sichtweise nochmal mitgeben auf gewisse Dinge. Ich meine, es bringt ja nichts, wenn wir uns jetzt komplett vegan ernähren.
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Speaker
Auch ich muss mich in ganz vielen Dingen oder werde mich und möchte mich in ganz vielen Dingen weiterentwickeln. Beispielsweise mein Brokkoli nicht mehr in Plastikverpackung zu kaufen, weil jetzt dann dann verzichte ich eben auf den Brokkoli, wenn ich in einen Supermarkt komme, der eben nur Plastik verpackt hat.
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Speaker
Also auch da, es ist ganz wichtig.
Veganismus: Persönliche Wahl und schrittweise Veränderungen
00:02:23
Speaker
Was wir zum Beispiel machen, meine Frau, die Rita, die kommt ursprünglich aus Lettland. Lettland ist ja ursprünglich ein Bauernstaat. Jeder Lette, der es sich einigermaßen leisten kann, baut Gemüse an. Du hast ja von unserem Garten gesehen, in der Mitte ist eine große Rasenfläche.
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Speaker
Und drumrum in dem ganzen Beet ist überall Gemüse. Und das baut Rita an und wir essen das, was bei uns im Garten wächst. Unsere Kinder erziehen wir so, dass bevor sie Plätzchen essen oder Bonbons, gehen wir erstmal immer in den Garten und schauen, gibt es jetzt gerade an den Bäumen, die wir haben, haben wir frische Kirschen? Haben wir Erdbeeren? Und dann pflücken die das und machen das in kleine Bächerchen rein und wir erziehen sie dahin, dass aus der Natur eben alles kommt. Und das sind für mich wiederum so Beispiele.
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Speaker
in kleinen schritten einfach zu hause anzufangen bevor ich eben dogmatisch nach draußen irgendwelche sachen predige und keinem ist übrigens geholfen wenn er jetzt rein sich vegan ernährt und dann meint hier mit einem status brunnen zu müssen ja ich bin vegan und kauft sich eben nur die fertigprodukte die abgepackt sind und die eben noch
Ernährungspraktiken und respektvoller Umgang mit Tieren
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Speaker
industriell massenverarbeitet hergestellt wurden und wo ein Haufen Ressourcen auch verschwendet wurden. Also es ist nicht immer alles nur eine Richtung. Und das ist zum Beispiel auch das Thema Bewusstsein. Wenn wir nochmal auf die Jägergeschichte zurückkommen. Das ist jetzt eine Riesendiskussion und ich will bitte keine E-Mails haben mit Jäger, braucht kein Mensch. Das hat vor ein paar hundert Jahren angefangen. Wir werden es wahrscheinlich morgen nicht ändern können.
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Speaker
Gleichzeitig ist das ein Tier, das nicht in Massentierhaltung groß geworden ist. Massentierhaltung, die Fliege wahrscheinlich auch nicht. Die Fliege, die geht gleich zu ihrer Familie und sagt, ich war bei Tobi spielen.
00:04:13
Speaker
Der jagt mich ja ins Leid. Das ist zum Beispiel etwas, was in meinem Bewusstsein nicht mehr funktioniert. Komma, gleichzeitig bin ich nicht der perfekte Mensch. Und wenn ich ganz lange in Hotels bin und fünf Tage da bin und ich sehe, es gibt jetzt nur das, bin ich trotzdem jemand, der auch mal ein Stück Schinken ist. Wenn ich bewusst die Entscheidung treffen kann, bei mir zu Hause, was bei mir auf den Tisch kommt, wenn ich für die ersten zwei Tage was mitnehmen kann auf der Reise, dann bin ich jemand, der da bewusst reingeht.
00:04:43
Speaker
Und es ist gut möglich, dass ich in ein paar Jahren vegan lebe. Das kann ich jetzt einfach so gar nicht sagen. Genau. Ja, und ich glaube, es ist auch nicht oder ich bin der Überzeugung, dass es nicht für jeden auch 100 Prozent vielleicht das Richtige ist. Jeder ist genetisch, auch individuell. Jeder braucht andere Dinge ab und zu. Und zum anderen sind zum Beispiel ja auch große
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Speaker
indische großmeister auch in der spiritualität ist ja meistens vegetarisch nicht vegan nicht dass ich jetzt sagen würde hey ich finde jetzt vegetarisch besser warum die essen zum beispiel auch ihre ergie also die die butter allerdings ist es da ebenso dass die kühe ja heilig sind
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Speaker
Das heißt, die werden dann nicht irgendwie mit irgendwelchen Maschinen das ganze Leben lang geschwängert und abgesaugt und so weiter, sondern es ist ein heiliges Objekt, das wir mit Liebe behandeln. Und da hat doch keiner was dagegen, wenn du da eine Butter isst, die mit
Kritik und dogmatische Einstellungen
00:05:38
Speaker
Liebe erstellt. Genau. Ja, für mich, ich hatte
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Speaker
Seit meiner Arbeit, seitdem wir in die Öffentlichkeit gegangen sind in ein paar Jahren, hatte ich einen Minishitstorm, der mich schon zum Nachdenken gebracht hat. Würde ich gerne mal ansprechen, auch kritisch ansprechen. Gleichzeitig hat es ein bisschen gebraucht, um das für mich zu verstehen. Ich war mit dem Emil auf einem Bauernhof in Bayern, auf einem Demeter-Bauernhof, auf einem Demeter-Bio-Bauernhof.
00:06:05
Speaker
Und ihr wisst, was das Demeter die höchste Bioklassifizierung ist. Und dann habe ich ein Bild gemacht, wie eine Kuh von dieser Wiese zu diesem Stall läuft. Die werden ja nicht getrieben, sondern können wir jetzt diskutieren, ob das richtig ist. Auf jeden Fall wird sie dann irgendwann gemolken und läuft dann wieder den Berg hoch.
00:06:24
Speaker
Und da kamen Kommentare, die haben mich wirklich entsetzt. Sachen wie, man sollte deiner Frau Rita mal die Milch abpumpen und dann wieder einen Berg raufschicken. Das ist schön, dass du das ansprichst. Wie kannst du sowas machen? Wie kannst du ein Bild machen davon? Und das meine ich mit diesem Dogmatismus. Leben und leben lassen.
00:06:47
Speaker
Dein Berg, dein Bergaufstieg, mein Berg, mein Bergaufstieg. Und ich verurteile auch niemanden, der zu McDonald's geht. Vielleicht eine andere Bewusstseinstufe. Was bei mir nicht funktioniert, ist
Einfluss der Verbraucher auf Marktveränderungen
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Speaker
diese Radikalität.
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Speaker
Und das ist jetzt ein großer Tipp, vielleicht auch für viele Veganer, die hier zuhören. Das schreckt beim Essen andere eher ab. Wenn du mit anderen im Restaurant bist und dann dogmatisch da dran gehst, da haben die anderen noch weniger Lust. Anstatt einfach mal zu sagen, guck mal, probier mal, das ist lecker. Und dass dann jemand, ich hab dir erzählt von der Freundin, die wir haben, wo sie bei uns auch mal vegan gekocht hat, veganes Spaghetti Bolognese, wie geil war denn das?
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Speaker
Das schmeckt genau wie normale Spaghetti Bolognese. Meine Geschmacksknosten sind explodiert. Aber das ist ein Weg, der bei mir gut funktioniert. Probier doch mal. Lasst die anderen wie sie sind und lasst ihnen die Zeit sich dahin zu entwickeln und gebt ihnen vielleicht Optionen, die ihnen die Möglichkeit erleichtern.
00:07:47
Speaker
Ihren Weg zu gehen. Und dann auch mit einem rationalen Argument zu sagen, pass mal auf, für das Hühnchen, was du gerade isst, sind keine Ahnung, 200 Liter Wasser verschwendet worden oder für das Stück Fleisch 1000 Liter. Das sind Argumente, die bei mir viel eher ziehen als du musst.
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Speaker
Und mit Respekt und mit Blick auf die Zeit, dieser letzte Kommentar auf den Shitsturm bezogen, mal zu überlegen, eine Demeter-Kuh, wo die höchsten Richtlinien zählen, wo ja nicht mal der Kuh wird da wirklich nichts zu leide getan. Und der wird, glaube ich, auch bei Demeter nicht künstlich geschwängert, um Milch zu bekommen. Also ich bin mir jetzt da nicht sicher, möchte mich in die Nessel setzen, aber
00:08:28
Speaker
Überlegt doch mal, diese Kuh hat das schönste Leben, ist auf der Weide, frisst noch wirklich Originalgras, Original Wildkräuter und so weiter. Vielleicht hätte es die Kuh gar nicht gegeben ohne diesen Bauernhof, der ihr das Leben ermöglicht. Und dementsprechend bitte lasst diesen Dogmatismus weg und lasst den Menschen und dieser Umwelt ihre Zeit ihren Weg zu gehen.
00:08:50
Speaker
Ich glaube, dass die Welt gerade in einem Umbruch ist. Ich war früher immer so, wir müssen das System ändern und am besten dagegen fahren.
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Speaker
Du kannst nur im System was ändern. Nehmen wir doch mal ein Beispiel. Vor drei Jahren gab es bei Aldi keine Bioprodukte. Das gab es einfach nicht. Und weil sich die Gesellschaft verändert hat, verändern sich Unternehmen mit. Da wird es auch wahrscheinlich in 20 Jahren noch konventionelle Milch geben. Aber es gibt jetzt eben auch Biomilch.
Dankbarkeit und positive Botschaften zu Gesundheit und Veganismus
00:09:24
Speaker
Es gab bis vor ein paar Jahren hier in Limburg keinen Biosupermarkt. Jetzt gibt es den.
00:09:30
Speaker
Lass uns auch das Positive sehen. Klar kotzt mich das mit dem Meer an und am liebsten würde ich sofort alles rausnehmen. Und gleichzeitig weiß ich, dass es ein bisschen dauert, bis die Gesellschaft sich eben auch darauf eingelassen hat.
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Speaker
Das ist erst mal positiv, dass es das gibt. Ja, ganz genau. Von daher vielen lieben Dank für diese Inspiration, dass du uns einen Einblick in dein Leben hast gestatten lassen. Liebe Grüße an deine ganz wunderbare Frau und natürlich an deine Familie, die mir übrigens ein Brokkoli hingestellt haben, Hafermilch und geröstete Nüsse. Also unglaublich. Gibt es auch bei uns. Ganz genau. In Limburg vom Bio Supermarkt. Dankeschön an alle. Danke euch. In diesem Sinne, stay healthy, stay vegan.
Wissenschaftlich fundierter veganer Fitness-Lifestyle
00:10:30
Speaker
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00:10:57
Speaker
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