Become a Creator today!Start creating today - Share your story with the world!
Start for free
00:00:00
00:00:01
Eiweiß fürs Training: Darum sind Proteine so wichtig! I Robert Krug #1087 image

Eiweiß fürs Training: Darum sind Proteine so wichtig! I Robert Krug #1087

Higher Health Podcast
Avatar
637 Plays2 years ago

Schaue Dir das ganze Video auf YouTube an: https://youtu.be/ioGJaA8sKDc

Tauche ein in die Welt der Proteine! Christian hinterfragt gemeinsam mit Robert Krug gängige Überzeugungen, wir beleuchten neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und erforschen verschiedene Proteinquellen. Von Muskelaufbau bis zu pflanzlichen Proteinen - entdecke die Vielfalt und erfahre, wie Proteine Deinen Körper beeinflussen. Diese Enthüllungen helfen, Missverständnisse aus dem Weg zu räumen und ein tieferes Verständnis für die Wissenschaft hinter den Proteinen zu gewinnen. Sei bereit für eine informative Reise, die Dein Wissen über Proteine auf den neuesten Stand bringt!

Du willst mehr über Robert Krug erfahren? - www.robertkrug.com

Lies selbst nach, welche Aufgaben Proteine übernehmen und Proteinshakes die besten sind: https://www.vegan-athletes.com/vegan-protein-shake-test/

Du willst mehr erfahren? Schreibe eine E-Mail an: christian@christian-wenzel.com

Mehr mr.broccoli:

*Affiliate Link

Achtung betreffend Nahrung, Geräten und Supplements:

Vorliegend habe ich meine eigene Erfahrung und die von Interviewpartnern genannt. Das sind die Effekte, die ich bei mir gespürt habe. Diese können bei jedem unterschiedlich ausfallen.

Natürlich kann kein Lebensmittel, keine Nahrungsergänzung oder Superfoods sowie Inspirationen aus diesem Podcast alleine für sich eine Heilwirkung erzielen oder versprechen.

Die beschriebenen Erfahrungen sind keine wissenschaftlichen Erkenntnisse und keine Tatsachenbehauptungen. Sämtliche Inhalte dieser Podcast Episoden sind keine Heilaussagen und ausschließlich informativ, sie dienen keinesfalls als Ersatz für eine ärztliche Behandlung.

Die Aussagen der Interview Gäst:innen stehen für sich. Diese spiegeln nicht zwingend die Meinung des Herausgebers.

Recommended
Transcript

Einführung in die Proteinmessung

00:00:00
Speaker
Ich bin Christian Wenzel, dein Mr. Broccoli und in dieser vegan Podcast Episode hörst du. Wie wird Eiweiß gemessen?

Missverständnisse bei der Proteinmessung

00:00:08
Speaker
Eiweiß wird gemessen. Ich hätte immer gedacht, ja so ganz naiv, man guckt sich wirklich an, was für, man misst die Aminosäuren und die Anzahl und zählt und hab ich selbst mir so vorgestellt, naiv vor. Nein, so

Ungenauigkeiten bei pflanzlichen Proteinen

00:00:21
Speaker
ist es nicht. Man misst den Stickstoffgehalt und multipliziert mit einer Zahl, die aber nur korrekt ist für
00:00:29
Speaker
Tierisches Eiweiß.

Themen der Vegan Podcast: Ernährung und mehr

00:00:32
Speaker
Willkommen im Vegan Podcast, präsentiert von Mr. Brocholi. Bei uns tauchst du tief ein in die Welt der pflanzlichen Ernährung, entdeckst die neuesten Fitnesstrends, erkundest die Geheimnisse der Langenlebigkeit und berührst die Tiefe der Spiritualität. Wir bieten dir eine einzigartige Perspektive auf aktuelle Themen, unvoreingenommen und stets am Puls der Zeit. Und nun viel Spaß mit der neuesten Episode.

Einfluss von Protein auf Evolution und Fortpflanzung

00:00:55
Speaker
Also, ich will sagen... Also, haben wir uns doch eigentlich mehr vermehrt, wie der Neandertaler, weil wir bessere Jagdfähigkeiten hatten, sagst du. Damit hatten wir mehr Eiweiß zur Verfügung und damit konnte auch unsere menschliche Evolution stärker starten, wir uns mehr vermehren und so weiter. Ist das quasi eine

Rolle von Homo erectus in der Jagd

00:01:14
Speaker
logische Konsequenz? Richtig. Es geht aber viel weiter zurück. Also, die richtige
00:01:18
Speaker
Reine Karnivor-Zeit war der sogenannte Homorektus. Der lebte relativ unverändert über eine Million Jahre. Man weiß nicht, ob der auch tatsächlich sprechen konnte oder nicht. Die haben auch im Verbund gejagt.
00:01:34
Speaker
Die haben es ja geschafft, das Großwild zu bejagen. Das findet man auch. Man findet auch diese Knochenfunde, wo man ganz genau sieht, diese Messer, die man aus diesem schwarzen Stein, Dragon Glass auf Englisch, erschlagen kann, die sind ja rasiermesserscharf. Damit kann man sich tatsächlich

Frühe menschliche Nahrungsstrategien

00:01:55
Speaker
rasieren. Das ist eine Erfindung von
00:01:58
Speaker
ich glaube zweieinhalb Millionen Jahre. Das waren so die ersten Schritte von uns Vormenschen, dass man gesehen hat, oh, man kann mit diesem Stein dieses Lebewesen aufschneiden, beziehungsweise am Anfang waren wir Scavenger, also reine, wir haben gewartet bis der Löwe das gejagt hat, weil wir haben keine großen Zähne, wir sind auch nicht furchtbar stark gemessen am Tierreich. Und damals, die waren auch wesentlich kleiner als wir heutzutage sind, die waren nur so einen Meter, glaube ich, ein Meter zwanzig.
00:02:24
Speaker
Wir haben gewartet, bis der Löwe durch war. Der Löwe ist ja das Gejagte nie komplett auf. Und dann sind wir rausgekommen und waren schlau genug, was der Löwe so nicht konnte, beziehungsweise andere Tiere, wobei man heute Raben sehen kann, dass die so was Ähnliches machen. Wir sind hingegangen und haben mit Steinen und so weiter die Knochen aufgeschlagen. Und da sind wir an das Knochenmarkfett rangekommen, was unheimlich wertvoll ist. Also jetzt von der Nährungsdichte her.
00:02:51
Speaker
Weil es ist Fett, es sind Mineralien drin, es sind die richtigen Fette drin und so weiter und das war so der Anfang von dem Menschwerden.
00:03:03
Speaker
Das hat sich aber zweieinhalb Millionen Jahre hingezogen, bis dann sozusagen die Wandlung zum Homo sapiens kam. Und der Homo erectus, wie gesagt, da gibt es gute anthropologische Nachweise, dass wir komplett da, wo wir gelebt haben, die Großelefanten sehr stark bejagt bis ausgerottet haben,
00:03:29
Speaker
aufgrund unseres Erfolgs, dass wir dann auch immer mehr wurden und das heißt wir waren in der Lage da auch schon in Gruppen zu jagen.

Übergang zu kleinerer Jagd und Werkzeugverwendung

00:03:39
Speaker
Es wird gesagt oder es wird vermutet der Homo sapiens ist deswegen entstanden weil das große Wild weg war, größtenteils weg war, nämlich von uns oder von unserem Vorgängermodell bejagt ohne Ende und wir mussten dann kleinere
00:03:57
Speaker
Tiere jagen, wie Zebras und diese Kategorie Antilopen und so weiter. Wir kommen ja hauptsächlich nun mal aus Afrika. Und das ist der Grund, warum wir noch stärker im Verbund jagen mussten, um so kleine, flinkere Tiere zu bejagen.
00:04:18
Speaker
Und dann irgendwann kam dann der Wechsel. Irgendwann kamen immer mehr Sammeln mit rein, weil wir diesen Kohlenhydrat, also entweder wir brauchen Kohlenhydrat oder Fett. Wir können, wir Menschen können nicht nur sozusagen von reinem Eiweiß essen. Also wenn man Eiweiß trunkt, das kann man mal ein paar Tage machen, da braucht man keine Angst haben, egal welche Quelle von Eiweiß.
00:04:37
Speaker
Man kann Eiweißdrinks machen. Über zwei, drei Wochen ist das überhaupt kein Problem. Diese Slimfast-Geschichte aus den 80er-Jahren war so eine Story. Das Geheimnis war das Eiweiß in dem Slimfast. Das andere Zeug, was da drin war, würde ich nicht unbedingt zu mir nehmen wollen. Aber das war das Geheimnis. Und das kann man machen. Aber auf lange Sicht können wir Menschen mit nur Eiweiß nicht überleben. Wir brauchen entweder eine Energiequelle, und die nennt sich entweder Kohlenhydrat oder Fett.
00:05:06
Speaker
Es gibt ja auch dieses Argument von vielen pflanzenbasierten Essern, zu denen ich ja eben auch gehöre und ich will das jetzt gar nicht bewerten, dass wir rein physiologisch
00:05:23
Speaker
gesehen keine Fleischesser sein könnten oder waren, weil wir ja quasi dieses ganze Gebiss, auch den Darm, die Länge des Damms und so weiter gar nicht haben. Also, das heißt, inwieweit geht das dann wiederum einher? Konform. Mit, dass wir eigentlich gar keine perfekten Eiweißfleischverwerter sind und sie auch gar nicht jagen könnten, außer dass wir eben so Schlauware und Werkzeug kreiert haben, mit der Theorie, dass wir eigentlich viel Eiweiß brauchen.
00:05:53
Speaker
in Form von Fleisch. Das ist tatsächlich, das habe ich im Buch auch drin, das ist ein sehr guter Punkt. Es ist so, wir sind nicht besonders stark. Also wer versucht mit einem Elefanten zu ringen, egal wie stark er ist, stärkste Mann der Welt, mit der wir lustigerweise gucken, chancenlos. Ich würde auch sagen gegen einen Löwen, chancenlos. Aber es gibt diesen lustigen Spruch, setzt einen von uns nackt in den Urwald,
00:06:23
Speaker
Und da wird am Abend das Essen im Bauch eines Jägers sein. Relativ wahrscheinlich. Setzt 50 von uns nackt in den Urwald aus und die Story wird komplett anders. Weil wir halt organisiert sind. Aber zurück zum Punkt. Wir können nicht besonders schnell rennen. Das sind uns fast alle Tiere überlegen. Selbst ein kleiner Dackel rennt uns weg.
00:06:45
Speaker
Wir sind nicht besonders stark, wir können nicht fliegen, wir haben keine Krallen. Unsere Fingernägel sind auch nicht so schlecht, wenn man genug Eiweiß isst. Das ist auch ein sehr gutes Zeichen dafür, dass man genug Eiweiß isst. Mit zu wenig Eiweiß werden die Fingernägel sehr schlecht.
00:07:00
Speaker
Einer von vielen, es gibt ja auch Jod und Selenium, aber das kommt mit rein. Das heißt, aber wir haben halt vor zweieinhalb Millionen Jahren diesen Schritt gemacht, dass wir, wir haben ja ein viel zu großes Gehirn gemessen, verglichen mit allen anderen Tieren. Unser Gehirn ist viel zu groß, viel zu energieintensiv. So was ist passiert. Und das mit dem Darm, das finde ich interessant, weil wir
00:07:25
Speaker
tatsächlich einen hochentwickelten Darm haben, der perfekt dafür geeignet ist Eiweiß und jetzt erstmal egal welche Quelle das ist egal ob es tierisch ist oder das spielt tatsächlich überhaupt keine Rolle übrigens auch jetzt aus Sicht der Aminosäuren weil der Mensch wenn er Eiweiß isst bricht er es runter auf Aminosäuren und da kann man auch erstmal sagen es ist vollkommen egal ob diese Aminosäure aus einer Bohnen kam aus einer Kartoffel kam oder von einem Rind oder von einem Hasen kam
00:07:55
Speaker
Ja, jetzt sind wir wieder bei der Antwort auf die Frage, welche Eiweißquellen sind die besten. Es ist die beste, die quasi oder in der Kombination, die die Aminosäuren abdeckt, die essentiell sind, also die wir nicht selber herstellen können und zwar in einem gewissen Maße, dass wir dann insgesamt auf diese 120 Gramm Eiweiß bei Männern auf jeden Fall kommen können.
00:08:19
Speaker
Aber wir brauchen eben diese essentiellen Aminosoren, die in sehr vielen pflanzlichen Lebensmitteln halt nur begrenzt vorhanden sind und dementsprechend macht die Kombination halt Sinn.

Kombination von pflanzlichen Proteinen

00:08:32
Speaker
Dafür haben wir ja eben auch sehr viele Inhalte schon kreiert, ne? Also im Eiweißpulverbereich mischen die meisten Erbsenproteine mit Reisprotein. Und du sollst Hülsenfrüchte zusammen mit Getreide essen und so weiter.
00:08:44
Speaker
Das heißt, das sind quasi die besten Proteinquellen und dann dürfen wir quasi darauf aufpassen, egal ob wir jetzt pflanzlich oder tierisch uns ernähren, dass wir von den anderen Quellen, weil wir ja gewisse Dinge miteinander kombinieren,
00:09:01
Speaker
dass wir da halt drauf achten, dass wir nicht zu viel Kohlenhydrate oder eben auch zu viel Fett haben, sondern dass alles in Moderation ist. Also die Fleischesser haben vielleicht das Thema, dass sie vielleicht als Beiprodukt zu viel Fett haben, außer das ist zu mager, dann muss man wieder darauf achten, dass man nicht zu viel Eiweiß isst.
00:09:21
Speaker
die Pflanzenfresse haben, vielleicht die Herausforderung, dass sie zu viel Kohlenhydrate dann haben, weil als Beiprodukt der Aminosäuren, gerade in Hülsenfrüchten und so weiter, da auch natürlich viel Kohlenhydrate da sind. Also das heißt, da brauche ich einen schönen Ernährungsplan, der für mich sehr gut passt und der quasi all diese Dinge
00:09:42
Speaker
Ich bin auch ein großer Verfechter von der Low-Carb-High-Protein-Fat-Mediterranean-Diet, ne? Also so unbehandelt wie möglich. Da bin ich eben auch ein großer Fan davon. Und das ist natürlich eben auch möglich, vor allem mit den Möglichkeiten, die wir heute haben.
00:10:03
Speaker
Weil wir ja alles zur Verfügung haben. So, jetzt vielleicht nochmal ganz kurz, um das Thema abzuschließen. Aus deiner Sicht sind wir also doch dafür geeignet, viel Protein oder auch tierische Produkte zu essen, weil du sagst, wir haben unser Gehirn vor 2,5 Millionen Jahren sehr stark entwickelt. Wir können uns organisieren. Wir sind also insofern trotzdem Jäger, dass wir zwar nicht die schnellsten, besten sind, aber wir sind halt die cleversten.
00:10:31
Speaker
Und dadurch können wir uns organisieren, dadurch können wir auch sehr effektiv jagen, ohne dass wir ein Gebiss wie einen Löwe haben müssen, der alleine durchkommen muss. Also das ist quasi deine Antwort auf die Frage, ob wir physiologisch eigentlich dafür gemacht sind, Fleisch zu essen. Genau, da ist noch ein zweiter Aspekt dabei. Die Studie habe ich auch im Buch drin. Und zwar hat sich durch die Entwicklung des Gehirns
00:10:59
Speaker
unser Dickdarm fast komplett zurück. Wir haben ja noch einen Dickdarm, aber unser Dickdarm ist sehr sehr klein geworden. Im Gegensatz zu unserem Dünndarm, unser Dünndarm ist der Bereich, wo
00:11:17
Speaker
alle Aminosäuren aufgenommen werden, wo die Eiweiße weiter zerlegt werden, das fängt im Magen an und im Dünndarm wird weiterhin die Eiweiße runtergebrochen, weil wir Menschen mögen keine fremden Eiweiße, Blutspenden und so weiter Thema, das ist alles sehr sehr tricky oder Organspenden, daran sieht man das, obwohl es vom Menschen kommt und wir mögen keine fremden Eiweiße, das heißt der Mensch versucht immer alles möglichst fast komplett runterzubrechen, es gibt da ein paar Ausnahmen bei einigen Peptiden, die können wir jetzt außen vor lassen
00:11:47
Speaker
Und dafür ist unser Dünndarm komplett ausgelegt. Der bricht die tierischen Eiweiße so weit runter. Es gibt Menschen, die haben ja die Erkrankung, dass der Dickdarm raus musste. Da sieht man das, dass wenn die Fleisch essen, so gut wie nichts im Beutel ankommt.
00:12:08
Speaker
Also wir verdauen das sehr gut. Deswegen, das Argument, der Dünndarm hat sich entwickelt hin zum Aufnehmen von Eiweiß, runterbrechen, Aufnehmen von Eiweiß, da ist der Dünndarm, wir haben einen riesengroßen Dünndarm, der darauf spezialisiert ist und wir haben ein Verhältnis, ja einen ganz kleinen Dickdarm sieht man, wenn man nur Schimpansen anguckt, die uns ja nah am ähnlichsten sind oder Orang-Utans, die haben alles einen dicken Bauch und das hängt nicht daran, dass sie Bier trinken.
00:12:35
Speaker
und Fußball gucken, sondern das hängt daran, dass ist denen ja dick da. Und die haben eine viel höhere, man sagt Fermentationskapazität, das heißt, die müssen, das sind auch Pflanzenfresser. Deswegen kann man immer nicht sagen, der Mensch soll die Gorilla Diät machen. Wir sind keine Gorillas, abgesehen davon, dass wir nicht so viel Kraft haben, wie ein Gorilla. Der Gorilla hat einen unheimlich großen Dickdarm, den haben wir Menschen nicht. Wir können das schlichtweg nicht.
00:12:59
Speaker
Wir sind auch keine Kuh, ne? Also die kann ja… Und wir sind auch keine Kuh. Und wir sind auch keine Büffel. Genau. Ja, wir sind halt eine sehr spezielle Spezie. Ich muss noch zwei Sachen noch sagen, die sind noch wichtig für das Thema pflanzliches Eiweiß. Man muss beim pflanzlichen Eiweiß noch zwei Sachen wissen.
00:13:17
Speaker
Also einmal, eine Sache hat man schon. Einige pflanzliche, ganz kurz, haben zu wenig von gewissen Aminosäuren, deswegen stuft man sie als schlechter erst mal ein gegenüber tierischem Eiweiß. Da gibt es keine Ausnahme, tierisches Eiweiß hat immer die perfekte Zusammensetzung von den Aminosäuren, also in dem Verhältnis. Das schafft man aber sehr gut, indem man pflanzliche Eiweiße mixt. So ein Punkt. Aber es gibt noch zwei weitere wichtige Punkte, die man wissen muss.
00:13:46
Speaker
Wie wird Eiweiß gemessen? Eiweiß wird gemessen. Ich hätte immer gedacht, ja so ganz naiv, man guckt sich wirklich an, was für, man misst die Aminosäuren und die Anzahl und zählt und so stellt man sich das dann so, ich selbst habe es mir so vorgestellt, naiv vor, nein so ist es nicht. Man misst in Stickstoffgehalt und multipliziert mit einer Zahl, die aber nur korrekt ist für
00:14:14
Speaker
tierisches Eiweiß das heißt man nimmt da den falschen Faktor 6,25 oder so für tierisches Eiweiß und rechnet von Stickstoff hoch auf wie viel Eiweiß in dem Produkt ist und das ist insofern falsch weil Pflanzen
00:14:29
Speaker
Stickstoff auch für andere Zwecke benutzen. Ich glaube Nitrat ist zum Beispiel so ein Bestandteil und damit rechnet man zu hohe Mengen an Eiweiß aus mit dieser Formel. Das ist nichts anderes als eine Schätzung sozusagen.
00:14:46
Speaker
Wie viel Eiweiß in dem Produkt drin ist. Man kann immer sagen, es ist weniger drin als auf der Packung drauf steht. Das ist nicht die richtige Ermittlung. Man spricht im Englischen vom sogenannten Crude Protein. Also ich würde es im Deutschen übersetzen mit potentiell möglichen Protein. Es ist nicht das richtige Protein, was wirklich in dem pflanzlichen Produkt drin ist. Das ist ein wichtiger Punkt.
00:15:06
Speaker
Und der zweite wichtige Punkt ist noch, wir können pflanzliches Eiweiß in aller Regel nicht 100% verdauen, wie wir tierisches Eiweiß zu 100% verdauen.
00:15:20
Speaker
weil pflanzliches Eiweiß auch, und jetzt kommt, an Ballaststoffe gebunden ist. Die Pflanze braucht Eiweiß für Ballaststoffe und wir wissen alle, Ballaststoffe sind nicht so schlecht für den Dickdarm, für unsere Bildung dann von Short-Stein Fertil, also für kurzkettige Fettsäuren und so weiter und so weiter. Wir haben ja einen gewissen Bereich Dickdarm, der wenn er gesund ist auch da noch viele Produkte B-Vitamin und so weiter produziert.
00:15:47
Speaker
Aber das ist kein Eiweiß, was sozusagen aufgenommen wird. Und das hängt von der Pflanze ab. Das prominenteste Beispiel, was sofort jeder, der sich mit Ernährung beschäftigt, weiß, ist Gluten. Wir Menschen verdauen Gluten nur zu 60, maximal 60 Prozent. 40 Prozent landen im Dickdarm. Das heißt, von den neun Gramm, die beim Dinkelbrot draufstehen, Eiweiß, Punkt eins, nur geschätzt mit einer Formel, die für Fleisch nur richtig ist, also es sind wahrscheinlich nur so sieben, Punkt zwei,
00:16:16
Speaker
Die Hälfte davon nehmen wir nur auf, also 60%. Also wir haben von den 9,9, wir landen da so ungefähr bei 4,2 Gramm, von dem was wir aufnehmen, von den 9 Gramm, die aber auf der Packung drauf stehen. Also da muss man aufpassen, da muss man weniger rechnen, wenn man vor allen Dingen, wenn man sagt, ach der Krug hat keine Ahnung.
00:16:34
Speaker
Mir reichen die DGE-Angaben 50 Gramm Eiweiß am Tag. Und wenn ich jetzt mit 50 Gramm Eiweiß jetzt auch noch sage, okay, Dinkelbrot hat 9 Gramm pro 100 Gramm, dann wird es gefährlich. Dann wird es richtig gefährlich, weil ich dann viel zu wenig Eiweiß zu mir nehme. Und das hat halt ganz, ganz, da kommen wir ja wahrscheinlich noch drauf, noch ganz viele andere Auswirkungen. Und deswegen
00:16:57
Speaker
Mixen Eiweiß, die Lösung ist Mixen und sicher ist wahrscheinlich eher so mit 60-70% maximal Rechnen von dem, was auf der Packung steht. Das ist bei tierischem Eiweiß halt anders. Das tierische Eiweiß, das hat man halt auch mit diesem Diazindex sieht man das auch mit diesem Verfahren, dass da so gut wie nichts am Dickdarm ankommt.

Bedeutung von Fleisch in der menschlichen Evolution

00:17:18
Speaker
Das heißt, das wird im Dünndarm komplett abgebaut.
00:17:20
Speaker
Der Hintergrund ist halt, dass wir sehr, mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit, wir haben ja kein Filmmaterial aus der Zeit von den letzten 305, das würde mich total interessieren wirklich. Aber haben wir halt nicht, aber die Wahrscheinlichkeit an den ganzen Untersuchungen, die ich vorhin gesagt habe, beim Homo Sapiens in der Zeit sieht es genauso aus, dass der halt
00:17:39
Speaker
einen sehr, sehr hohen Isotopenanteil von Stickstoff-Isotopen in Knochen hat. Das bedeutet, dass er sehr, sehr viel Fleisch gegessen haben muss, sonst hätte er das nicht. Weidetiere haben nicht mal die Hälfte. Weidetiere produzieren ja ihr eigenes Eiweiß durch die Bakterien im Magen. Das ist halt so in Anführungszeichen ein Wunder. Wie können das tatsächlich? Das können wir nicht.
00:18:02
Speaker
weil wir auch die Bakterien gar nicht, wir haben auch den Magen gar nicht, die haben einen ganz anderen Aufbau, Weidetiere haben einen ganz anderen Aufbau von Magen und Darm. Und das Lustige ist, wenn man sagt, was verdaut denn ein Weidetier? Okay, man verdauen, kann man auch beim Pansenmagen anfangen, aber wenn man anguckt, was in dem eigentlichen Darm ankommt vom Weidetier, ist tatsächlich Fett und Eiweiß. Vorne kommt Gras rein, wo so gut wie kein Fett und Eiweiß drin ist,
00:18:30
Speaker
und durch die Fermentation, durch die Bakterien, weil die Kuh verdaut ihre eigenen Bakterien und dadurch kommt sie an Fette und Eiweiße dran. Das ist eine ganz spannende Geschichte und logischerweise, wir haben keinen Pansenmagen, wir haben nicht die Kapazität, das zu machen. Weshalb ich sage, Weidetiere, soweit es geht,
00:18:51
Speaker
Weidetiere sind in unserer Evolution sehr sehr wichtig gewesen und verbringen halt diverse Wunder. Das ist ja nur ein Aspekt. Weidetiere, das beschreibe ich auch im Buch und ich nenne auch ein Buch, was sich da ausführlich mit beschäftigt mit dem ganzen Aspekt.
00:19:13
Speaker
Weidetierhaltung, wie wichtig das letzten ist für die Grasflächen und so weiter. Und abgesehen davon, dass halt die meisten oder viele Weideflächen gar nicht geeignet sind, um irgendetwas anderes anzubauen. Aber vor allen Dingen halt auch, und das ist ganz tragisch, die Weidetiere sind unheimlich wichtig für den Erhalt dieser Flächen. Da habe ich auch eine traurig schöne Story bei mir im Buch drin über einen Engländer, der in Südafrika
00:19:40
Speaker
Also jeder, um das kurz abzuschließen, jeder sollte sich das Buch dann mal holen, um diese Story auch zu bekommen, weil sonst schweifen wir jetzt zu sehr ab und der Podcast geht noch zwei Stunden. Also ich bin ja ein absoluter, ich sage mal, ich habe da gar nichts dagegen, was du sagst und ich denke alleine auch schon der Fakt, dass solche hoch
00:20:03
Speaker
hoch angesehenen Qualitätsziele, wie z. B. Demeter oder auch andere, davon ausgehen, dass mit Tieren der beste Ertrag stattfindet, nicht nur oder das beste Leben stattfindet. Also Demeter ist ja per se ja auch kein veganer Verein. Ganz im Gegenteil, die nutzen ja vor allem eben auch diese Weidetierhaltung, die gehen
00:20:28
Speaker
Das ganze Humus-Thema, also, dass du schwarze Erde aufbaust, auch mit der Kacke der Tiere, ne? Genau. Und die nutzen ja eben auch dieses tolle, wie heißt es, dieses Ritual, wo sie quasi diese Asche verbrennen, was sie jeden früh machen.
00:20:56
Speaker
Ich glaube schon, dass es sehr sinnvoll ist, im Einklang mit den Tieren zu leben und auch
00:21:07
Speaker
Wenn wir jetzt reine Selbstversorger wären und nicht in dieser hochzivilisierten Zeit leben würden, dann würde wahrscheinlich fast jeder von uns, um sein Überleben zu sichern, mit Tieren leben und wahrscheinlich auch ab und zu mal ein Tier essen.
00:21:24
Speaker
Jetzt haben wir das aber aktuell nicht, also das heißt, wir haben gefühlt genug von allem und wir können ja eben auch tolle Sachen produzieren. Und um jetzt quasi auch nochmal diese Frage, Frage abzuschließen, wo
00:21:39
Speaker
ist am meisten drin, da brauchen wir jetzt alle nicht drüber reden. Die Hauptquellen, wenn wir über die reine Menge von Albers sprechen, sind dann eben Fleisch, vor allem Rindfleisch, Fisch, Eier, Milch,
00:21:56
Speaker
Das sind also diese vier, fünf Hauptprodukte, wo wir darüber sprechen, dass viel Eiweiß drin sind. Im pflanzlichen Bereich sind es dann Samen, Pilze, Hülsenfrüchte, Nüsse, Ackerbohnen, Soja, also Hülsenfrüchte einfach, aber auch Getreide. Wir wissen jetzt ja auch, was ist das Beste. Wir müssen verschiedene, gerade im pflanzlichen Bereich,
00:22:25
Speaker
Proteine miteinander verbinden, dass wir ein optimales Aminosäuren-Spektrum haben und auch ein bisschen überdossieren am besten, weil wir jetzt durch dich gelernt haben, dass nicht so viel drin ist, wie drauf steht. Es ist leider so, ja. Da kann ich auf jeden Fall eben auch mitgeben, was beim Fleisch eben nicht der Fall ist.

Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung

00:22:44
Speaker
Tamper war auch schon konstantiert, dass es vielleicht nicht jeder machen kann und auch nicht jeder machen will, so viel Fleisch zu essen, auch wenn das vielleicht gar keine Nebenwirkungen hätte, jetzt für dich als Mensch gesehen, weil du du ziehst nicht über, du hast nicht so viel Beiprodukt als Fett und so weiter. Also du hast auch nur ganz toll gehaltene Weidetiere. Nehmen wir das jetzt alles mal an.
00:23:10
Speaker
Das heißt, da sagst du ja von dir selber, du machst es dir einfach und kannst damit auch gut leben. Du bist ja auch oder scheinst auch sehr gesund zu sein. Ich gehe mal total mit, dass das eben auch möglich ist. Jetzt wollen wir es ja eben auch für die Masse wirklich gangbar machen. Und du sagst dasselbe, dass es dann für doch viele relativ treu ist, sich nur von Weidetieren zu ernähren.
00:23:37
Speaker
Und viele andere Dinge müssen wir ja auch dazu sagen, fallen ja auch schon weg. Also der, in der, in der Aquazucht gezüchtete Forelle, die vielleicht noch viel Eiweiß hat und so weiter, alles Quatsch. Aus dem Meer können wir nichts mehr essen. Eier, da gibt's ja auch Theorien, müssen wir jetzt nicht mitgehen oder nicht.
00:23:58
Speaker
dass halt viele Krankheitserreger mit Eiern gefüttert wurden und die dann quasi sich im Körper wieder erinnern, okay, ich habe ja damals Eier gefressen, deshalb bevorzugen die Eier, blablabla.
00:24:11
Speaker
So, wie können wir jetzt Eiweiß in pflanzlicher Ernährung wirklich gut zu uns nehmen, dass es gut funktioniert? Also du hast ja auch, du hast ja bestimmt mal so die eine oder andere praktische Umsetzungshilfe für uns. Wie würdest du dich jetzt ernähren im optimalen Falle? Ich weiß, du willst es nicht, aber wie würdest du dich ernähren im optimalen Falle, wenn du es pflanzlich machen willst? Gut, also wenn ich jetzt, sagen wir mal,
00:24:41
Speaker
dass Fleisch plötzlich verboten wäre, zu essen. Was ich nicht hoffe, dass es kommt. Ich hoffe, dass die ganze Massentierhaltung irgendwann verboten wird. Das schreibe ich auch schon in meinem ersten Buch. Ich glaube leider funktioniert vieles bei Menschen leider nur durch Verbote. Ansonsten macht der Mensch das einfach.
00:25:02
Speaker
und wenn ich das jetzt müsste dann würde ich tatsächlich dahergehen und hülsenfrüchte richtig zubereitet du hattest das thema lektine auch schon hier das heißt auf jeden fall ich habe auch zwei schnellkochtopfen
00:25:18
Speaker
Ich bin ja nach wie vor auch, ich bin ja nicht der Überzeugung, dass man sich Carnivore ernähren muss. Das Efe wäre meiner Sicht auch zu teuer und nicht sinnvoll, weil wir sind Jäger und Sammler. Also man muss das Sammler aber nicht vergessen. Wir waren Jäger und wir waren aber auch Sammler. Das heißt wir haben gern mal auch Beeren gegessen und alles Honig und was wir gefunden haben, haben wir gegessen.
00:25:47
Speaker
Wie sagt man so schön? Wir haben das gegessen, was da ist. Das schreibt auch Dr. Strunz, der ja auch sehr ketogen und sehr fleischlastig unterwegs ist. Also wir haben da immer, ich bezeichne es als opportunistischer Omnivore. Das heißt, wir sind ja durchaus in der Lage, beides zu essen, wenn wir gesund sind. Bei einigen Erkrankungen gibt es gewisse andere Regeln, aber die lassen wir heute mal aus und vor. Wenn ich mich jetzt rein pflanzlich ernähren müsste,
00:26:15
Speaker
Kartoffeln ist es gut, aber Kartoffeln muss man aufpassen, weil sie relativ viel Kohlenhydrate hat. 15% ungefähr. Jetzt kann man Kartoffelsalat, man hat mal letztes Mal schon Kartoffeln kalt werden lassen. Geht die Kohlenhydrate, die man aufnimmt in den Blutzucker, ein bisschen runter. Und es kommt ein bisschen beim Darm an, was eine Win-win-Situation sozusagen ist, was sich sehr gut ausführt. Also Kartoffeln ist ein Bestandteil. Bohnen, also ich mag auch die griechischen Gigantos-Bohnen. Bohnen muss man aufpassen. Vorsicht, viele Bohnen kommen aus China.
00:26:42
Speaker
Da habe ich einfach ein ganz schlechtes Bauchgefühl, sag mal so. Ich will sie nicht verteufeln. Aber ich habe da ein ganz schlechtes Bauchgefühl, was das angeht. Also man kann aber Bohnen bekommen aus Italien. Frankreich ist schwierig. Die hatten eigentlich auch mal viele, viele Bohnen angebaut. Also aus Europa, sagen wir mal so. Man kann sie ja auch selbst anbauen. Bohnen finde ich auch total lecker.
00:27:06
Speaker
Das mache ich auch regelmäßig und also Bohnen wäre bei mir ein ganz fester Bestandteil. Und jetzt kommen wir genau in die Richtung. Ich mache auch keinen Bogen drum um ein gutes Sauerteigbrot. Muss man wieder aufpassen. Sauerteigbrot hat 45%, 40% je nach Zubehaltung oder wie lange es gestanden hat.
00:27:24
Speaker
Aber auch 40-45% Kohlenhydrate, das macht sehr schnell. Hat man Lust auf mehr? Das ist nicht nur bei mir so. Das schreiben ja auch viele Leser von meinen Büchern. Ich muss mit Kohlenhydraten aufpassen, sobald ich sauer 3 Brot esse, esse ich zu viel davon. Ja, das passiert leider. Ich kenne das Problem.
00:27:42
Speaker
Also aber trotz allem, wer es kann, wer es gut verdaut, man sollte auch immer auf seinen Körper hören. Also das ist ein zentraler Punkt, egal wie man sich ernährt. Man sollte immer auf seinen Körper hören, tut mir das gut, tut mir das nicht gut, fühle ich mich danach gut, fühle ich mich danach nicht gut.
00:27:57
Speaker
Und wer Probleme hat auch mit Hautausschlägen, Allergien und so weiter und so weiter, Ernährungstagebuch. Und sich aufschreiben, was hat man gegessen. Da kann man versuchen, das ist schwierig, aber man kann dann versuchen, rauszufinden, was mir gut tut, was mir nicht gut tut.
00:28:12
Speaker
Und bei den einen, die können sehr sehr gut Äpfel essen und der andere merkt plötzlich, dass er von Äpfeln immer rote Hautstellen kriegt und dann muss ich Äpfel weglassen. Das ist einfach so. Oder Orangen. Orangen-Zitrusfrüchte haben da häufiger auch ein Problem, weil sie ein Histamin-Liberator sind.
00:28:29
Speaker
Aber zurück zum Eiweiß. Also ich würde genau die Eiweißquellen, die du aufgezählt hast, die würde ich dann in Kombination essen. Das wäre so meine Überlebensstrategie. Oder nein, das wäre meine Ernährungsstrategie. Wenn ich sage, ich streiche mal das Fleisch raus.
00:28:51
Speaker
und ernähre mich rein pflanzlich. Vielleicht würde ich sagen, erst mal einen Zwischenschritt und baue noch ein bisschen Eier mit ein, also Demeter Eier natürlich oder Bioland, so dass man oder von jemanden, wo man weiß, dass das wirklich, aber das gibt es ja kaum noch, muss man einen Freund haben oder weit draußen wohnen oder seine eigenen Hühner halten, das geht. Aber das Hühnereiweiß hat halt auch einen Diasindex von 100, also vollwertig.
00:29:19
Speaker
Milchprodukte hat man letztes mal schon kein großer Fan von, weil ich sie selbst auch nicht vertrage. Das haben viele, ohne dass sie es merken. Das hat der Grund, dass Casäin ähnlich negativ wirken kann wie das Gluten. Wer Probleme hat mit Gluten, der sollte sich auch mal hinterfragen.
00:29:38
Speaker
und beobachten, was mit Milcheiweiß passiert. Ich lasse Milcheiweiß seit 2018 weg. Mein Kroschen ist spät gefallen, aber er ist gefallen. Irgendwann habe ich dann gemerkt, es ist das Milcheiweiß, was mir eine Gastritis beschert, Hautausschläge beschert und ähnliche Probleme. Und seitdem ich das weglasse, ist das weg. Und wenn ich es mal ausversehen, das muss nur ein Stück Butter sein, wo echt wenig Eiweiß drin ist. Das sind nur zwei, drei Prozent Eiweiß. Und eigentlich ja auch Sauermilchprodukt ist trotzdem etwas, wo ich darauf reagiere.
00:30:08
Speaker
Gie nicht, da ist es rausgefiltert, aber Gie mag ich nicht, schmeckt mir nicht. Aber zurück zum Eiweiß, so würde ich vorgehen, ich kann dir auch noch eine Studie zuschicken im Nachgang, die kannst du reinhängen, die beschäftigt sich genau mit dem Thema, wie werte ich pflanzliches Eiweiß auf?
00:30:26
Speaker
So, dass es dann in Kombinationen Diasindex hat. Man möchte das Diasindex von um die 100 haben. Das ist so der Index, den viele Fleischsorten erreichen. Und das geht. Das ist halt genau das. Und genau daran würde ich mich orientieren, diese verschiedenen pflanzlichen Eiweiße dann zu kombinieren. Das ist der richtige Weg.
00:30:48
Speaker
verschiedene Rezepte dazu finden wir natürlich auch bei mir im Blog und ich würde jetzt abschließend, liebe Robert, vielleicht eine Sache noch aufzählen. Du hast, wir hatten ja im Vorgespräch eben auch mal von Chlorella vor allem gesprochen, was ja auch eher zu den Algen zählt und das ist natürlich eben auch eine ganz
00:31:09
Speaker
große Kategorie ist an Lebensmitteln, auch Spirulina, die das zwar ein Bakterium anscheinend ist, aber was ja auch total viel Eiweiß enthält. Und du sagst ja eben auch, dass das wahrscheinlich gar nicht so viel Eiweiß, zumindest verwertbares Eiweiß enthält oder auch nach dieser Stickstoffrechnung. Würdest du quasi dann quasi generell solche Algen oder auch so
00:31:33
Speaker
Du hast auch ganz wenig frische Produkte in deiner Ernährung. Also du sprichst so gut wie nie über Sprossen oder Wildkräuter oder wirklich frische, herbe, bittere Salate und so weiter. Siehst du das als gar nicht notwendig an in unserer Ernährung?
00:31:56
Speaker
Also erstmal zur Frage von Algen, ich habe überhaupt kein Problem mit Algen. Diese haben einen sehr hohen ausgewiesenen Eiweißanteil, den muss man wieder werten, wie wir es gesagt haben, aus den bekannten Gründen. Aber trotz allem ist das noch eine sehr hohe Eiweißquelle. Das einzige wo ich Bauchschmerzen habe ist, man muss darauf achten, Algen sind halt sehr gute Schwermetallbinder.
00:32:18
Speaker
So und das geht in beide Richtungen, das heißt aus dem Meer binden die sehr gut Sperrmetalle, das heißt sie sind belastet, wenn die im Meer hergestellt werden. Es kommt jetzt darauf an, für die Ganzheitlichkeit zum Entgiften setzen wir Chlorella, glaube ich.
00:32:35
Speaker
oder von Klinghardt gelernt sozusagen, der setzt sich schon seit 20 Jahren ein als primäres Entgiftungsalge. Sehr große Mengen auch muss man da nehmen, aber die Kinder und so weiter, die er behandelt, die Erwachsenen sind auch zum Teil sehr hoch belastet.
00:32:49
Speaker
Und das ist ein Thema für sich, dieses Thema Schermetallentgiftung ist ein sehr heikles Thema, ein Thema für sich, aber das funktioniert schon. Aber diese chlorelle Algen werden in einem geschlossenen System, in einem geschlossenen Süßwassersystem auf Land hergestellt. Egal wo das ist, Hauptsache das Süßwasser oder das Wasser, das benutzt wird, ist sauber Schermetall rein. Denn leider, ich würde keine Algen mehr essen aus dem Meer. Also das ist einfach
00:33:14
Speaker
Leider, weil die halt so gut Schwermetalle und Schwermetalle bilden. Also keine Makroalgen, ne? Genau. Also die meisten, ich meine, Chlorella ist ja sowieso, und auch Spirulina sind ja, glaub ich, sowieso Süßwasser-Fassierte. So, und dann reden wir ja eigentlich von den Braunalgen, von den Makroalgen, ne? Wie Dulce beispielsweise, Kelp und so weiter.
00:33:34
Speaker
Ich meine, da gibt es natürlich auch Anbieter, die natürlich mit eigenen Messverfahren dann eben auch sagen, okay, inwieweit sind die Schwermetall frei. Von denen reden wir jetzt aber auch gar nicht, weil die in der Regel gar nicht so viel Eiweiß haben wie diese Süßalgen. Also, chlorella spirulina. Ich denke, zusammenfasst können wir sagen, dass wir die ergänzen in unsere Ernährung. Wer es möchte, gerne aufnehmen können, weil die natürlich eben auch
00:34:00
Speaker
Daneben bieten sehr viele andere Vorteile, vor allem, wenn sie in einem geschützten Umfeld aufgewachsen sind. Sie haben sehr viel Chlorophyll, sie haben in der Regel sehr viele Vitamine etc. und einen hohen Eiweißanteil.
00:34:17
Speaker
Sie sind vielleicht so das bisschen Fleisch 2.0. Viel Eiweiß, wenig Fett, fast keine Kohlenhydrate. Ob die Aufnahme jetzt dann so optimal ist, das haben wir dahingestellt. Man könnte sie aber auch ergänzend nehmen. Und ich denke, das wird auch deine Meinung sein zu ...
00:34:36
Speaker
zu zum Beispiel Wildkräutern oder Salaten, nur alleine jetzt mit denen Sachen seinen Eiweißbedarf zu decken oder auch Sprossen, ist wahrscheinlich irrelevant, weil du müsstest halt wirklich, wirklich riesige Mengen essen, vor allem unter dem Aspekt, wie wir jetzt bei dir gelernt haben, dass die, dass die verwertbare Eiweißmenge noch geringer ist, sehr wahrscheinlich wie die, wie wir angenommen haben.
00:35:04
Speaker
Richtig, und wir müssen auf 100 Gramm Eiweiß kommen als erwachsener Mann. Das sind alles gute Kombinationen, aber die primären Quellen wären eher die, die wir vorher genannt haben. Wildkräuter, ich habe kein Problem mit Wildkräutern, ich selbst bin da
00:35:22
Speaker
Ich habe da in meinem Arbeitsleben keine Chance das zu sammeln und das ist schwer auf dem Markt. Also wenn dann würde ich auch wieder in Bio Qualität haben wollen. Das gibt es mal, das machen wir ein bisschen löwenzahlend und dann essen wir das auch. Gerade im Sommer ist es nett oder Rucola oder so als Bitterstoff. Das essen wir schon. Das essen wir dann dazu. Das machen wir schon als Ergänzung. Machen uns ja auch gerne mal einen Salat.
00:35:48
Speaker
Und da gehört das dann schon mit dran. Aber es ist meistens schwierig da in einer guten Qualität dran zu kommen. Das ist dann eher so das Problem und ich habe nicht die Zeit sammeln zu gehen, um das ja eigentlich auch geht oder das ist halt schwierig. Deswegen kommt das bei uns in der Ernährung wenig vor. Das ist richtig. Also frische Produkte essen wir prinzipiell Wurzelgemüse. Das ist immer so mein
00:36:11
Speaker
meine Kartoffeln und Wurzelgemüse. Das ist so das, was wir frisch essen. Spannend. Okay, vielen lieben Dank. Um hier nochmal abzuschließen aus meiner Sicht oder beziehungsweise die besten pflanzlichen Lebensmittel mit dem höchsten Anweisgehalt.

Wichtige pflanzliche Proteinquellen

00:36:25
Speaker
Da sprechen wir übrigens auch nicht nur von Soja. Die ist nicht, die ist gar nicht mal so on top, sondern wir haben ja gerade gehört Spirulina chlorella offiziell
00:36:37
Speaker
finde ich, haben den höchsten, zwischen 50 und 65 Gramm sogar auf 100 Gramm Eiweiß. Dann gibt es aber sowas auch wie Hanfsamen, zwischen 35 und 40 Gramm, also alles quasi diese offiziellen Zahlen und der Vorbehalt. Dann haben wir die Sojabohne, dann haben wir gewisse Nüsse wie Erdnüsse. Wir haben die Kürbiskärner, die sehr hoch an Eiweiß sind. Dann kommen Linsen.
00:37:03
Speaker
Dann haben wir Pistazien, Chiasamen, Mandeln und dann kommen wir aber schon in eine Richtung, wo es unter 15 Gramm geht, mit Haferflocken oder Tufu. Also das sind mal so sehr relevante Eiweißquellen. Wie gesagt, auch solche Pflanzen wie
00:37:23
Speaker
Natürlich diese grünen Kohlsorten, Wintergemüse und Wintersalate wie Feldsalat, all das hat Eiweiß auch in einer sehr hohen Menge, wenn man das jetzt kalorischer sieht, also auf 100 Kalorien,
00:37:44
Speaker
Kannst du wahrscheinlich, weiß ich nicht, 400, 500 Gramm Feldsalat essen und hast dann akkumuliert bestimmt auch deine 20 Gramm Eiweiß. Aber wie gesagt, da müssten wir total hohe Mengen essen. Auch das ist dann wiederum nicht so einfach, hat auch gewisse Side-Effects. Also das heißt, eine schöne, ausbalancierte Diät ist hier wahrscheinlich key.
00:38:09
Speaker
Und du kannst selber wählen, und das ist das Schöne in der heutigen Zeit, in der wir leben, ob das rein pflanzlich sein soll, ob das eine Mischkost sein soll. Rein Carnivore lebt nicht mal Robert Krug, also von daher ist das wahrscheinlich für heute keine Option mehr, zumal es ja auch ethisch gesehen mit der Menge der Menschen dann auch gar nicht betrachtet werden könnte.
00:38:34
Speaker
Aber abschließend finde ich das ein tolles Buch, Eiweiß ganzheitlich betrachtet, ganz, ganz wichtig, vor allem auch, du hast es angesprochen, aus der Sicht Haut, Haare, Nägel, Knorpel, Knochen, Muskeln, all das, was wir hier eben brauchen, da ist Eiweiß eben der essenzielle Baustein dafür.
00:38:52
Speaker
Und du beschäftigst dich ja jetzt auch immer mehr mit dem Thema, ich sage mal so, Feinstofflichkeit, da können wir vielleicht mal irgendwann dann einen nächsten Podcast dazu machen, was hat es dann eben auch für, ja vielleicht sogar für
00:39:10
Speaker
für Folgeerscheinungen nicht nur für unseren physischen Körper, sondern auch für unseren feinstofflichen Körper, wenn wir zu viel Eiweiß, zu viel von irgendwas, zu viel tierisches Eiweiß zu uns nehmen. Das geht aber jetzt quasi in einen anderen Themenkomplex rein.

Ethische Proteinquellen für Gesundheit und Umwelt

00:39:28
Speaker
Ich denke, wir beide sind uns einig, lieber Robert, deshalb unterhalten wir uns ja auch so gut, dass wir viel Eiweiß brauchen in unserer Ernährung und dass es unser Hauptnährstoff ist und dass es vor allem aus wirklich ethisch korrekten Quellen sein muss, egal ob es jetzt tierisch oder pflanzlich ist.
00:39:46
Speaker
Denn wenn wir im tierischen Bereich Fleisch oder Fisch oder andere Quellen aus Massentierhaltung essen, dann hat dieses einen sehr hohen Preis, auch was unsere, ja, nicht nur was unseren physischen Körper angeht, sondern was unsere Seele angeht.
00:40:03
Speaker
Und umgekehrt genauso, essen wir nur pflanzlichen Crab aus irgendwelchen Weizenmehlprodukten, Kunstfleisch, texturiertem Soja und was weiß ich nicht alles, dann hat es genauso auch negative Auswirkungen. Also da ist nichts besser oder schlechter.
00:40:22
Speaker
Von daher schätze ich diesen Diskurs mit dir sehr und bin dir sehr dankbar auch über diese ganzen wissenschaftlichen Beweise, die du ja aufbringst. Also hier in deinem Buch, hier hinten, sind ja etliche Seiten nur mit Literaturverzeichnissen, Studien, Publikationen und so weiter. Also das kommt alles nicht von ungefähr.
00:40:46
Speaker
Ich möchte mich da nochmal bei dir ganz herzlich bedanken für deinen unermüdlichen Einsatz. Nicht nur für dich, das du auch für dich machst, um dich weiter zu entwickeln, aber auch, dass du das dann eben auch teilst und ich weiß, wie viel Arbeit so ein Buch sein kann. Also vielen lieben Dank, lieber Robert. Ja.
00:41:03
Speaker
In diesem Sinn sage ich auch heute wieder trotzdem, stay healthy, stay vegan, eat your broccoli. Und wenn du ein Ei dazu essen willst, hast du auch mein Segen, solange es aus der Nachbarschaft oder von Demeter kommt. Und wenn du tatsächlich mal wissen willst, wie du Fleisch essen kannst, denke ich, haben wir auch einen Blogartikel. Wie du als Veganer, wenn du es unbedingt mal brauchst, Fleisch isst, da geht es auch um weite Tiere. Also check den aus. Alles, alles Liebe. Robert, dir einen wunderschönen Tag.
00:41:32
Speaker
Ich hoffe, dir hat die heutige Episode gefallen. Um ja nicht die neuesten News und Trends rund um Gesundheit, veganer Ernährung und Fitness zu verpassen, schalte jeden Donnerstag und Sonntag ein. Es warten spannende Solo-Episoden und Interviews auf dich. Abonniere uns auch auf iTunes, Apple Podcasts, Spotify, Google Podcasts oder einem anderen Anbieter deiner Wahl und lass gerne eine Bewertung da. Die zugehörigen Links findest du in den Show noch. Teile den Podcast auch gerne mit deinen Liebsten.
00:42:01
Speaker
damit auch sie zukünftig ihrer Gesundheit wieder mehr Beachtung schenken. Vielen lieben Dank und einen wunderschönen Tag wünscht dir das ganze VeganAthletes und Mr. Broccoli Team. Aber Achtung, als kleiner Reminder, die Inhalte dienen lediglich rein informativen Zwecken und ersetzen keinen Arztbesuch. Solltest du körperliche Leiden haben oder an einer ernsten Krankheit leiden, wende dich bitte immer an einen Arzt.