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Im Büro, der Schule & Uni: Vegan im Alltag leicht gemacht #1026

E1026 · Higher Health Podcast
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258 Plays2 years ago

Welches Gericht wird eigentlich am häufigsten in Schul-, Büro- & Unikantinen angeboten? 

In dieser Episode, die ich mit der lieben Ernährungsberaterin Vanessa Schäfer aufgenommen habe, dreht sich alles um gesunde vegane Ernährung trotz stressigem Vollzeitjob und vollem Terminkalender. Eines vorweg: Wie bei allem im Leben, ist gute Planung die halbe Miete. Deshalb kann ich Dir nur diese leckeren Meal Prep Gerichte ans Herz legen. - Sie sparen Dir viel Zeit und schonen Deine Nerven ;) 

 

Mehr zu Vanessa Schäfer: 

Du willst mehr erfahren? Schreibe eine E-Mail an: christian@christian-wenzel.com 

Mehr mr.broccoli:

 

*Affiliate Link

Disclaimer: Ich wurde von keinem der genannten Unternehmen bezahlt. Trotzdem die Markierung als "Werbung", da ich Marken und Produkte genannt habe.  Achtung: Vorliegend habe ich meine eigene Erfahrung und die von Interviewpartnern genannte. Das sind die Effekte, die ich bei mir gespürt habe. Diese können bei jedem unterschiedlich ausfallen. Natürlich kann kein Lebensmittel, keine Nahrungsergänzung oder Superfoods sowie Inspirationen aus diesem Podcast alleine für sich eine Heilwirkung erzielen oder versprechen. Die beschriebenen Erfahrungen sind keine wissenschaftlichen Erkenntnisse und keine Tatsachenbehauptungen. Sämtliche Inhalte dieser Podcast Episoden sind keine Heilaussagen und ausschließlich informativ, sie dienen keinesfalls als Ersatz für eine ärztliche Behandlung.

Recommended
Transcript

Einleitung in Gesundheit, Fitness und vegane Ernährung

00:00:05
Speaker
Willkommen beim Vegan Podcast. Deinem Podcast rund um die Themen Gesundheit, Fitness und veganer Ernährung. Ein schrilles Leutnant, endlich Mittagspause. Eigentlich ein Grund zur Freude. Würde auf dich eines deiner Lieblingsgerichte warten. Aber ich muss gestehen, zu Schulzeiten war ich kein wirklicher Fan des Angebotes meiner Schulkantine. Montags Hühnerfrikassee, Dienstags Linsensuppe, Mittwochs Milchnudeln und das Ganze Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr.
00:00:33
Speaker
Nicht nur, dass der Speiseplan sehr einseitig und recht milch- und fleischlastig war, sondern vegane Alternativprodukte in Gang zu schreiben. Wirklich frische Lebensmittel wie Obst oder Gemüse standen wirklich nur sehr selten zur Auswahl. Eigentlich schade, da doch gerade Kinder in jungen Jahren lernen sollten, wie wichtig eine gesunde, ausgewogene Ernährung ist. Denn das Verhalten, welches wir im Kindersalter erlernen, verhalten wir meist bis ins hohe Alter bei. In den deutschen

Unzufriedenheit mit Schulessen und veganen Optionen

00:01:00
Speaker
Mensen, Uni- und Bürokantinen zeichnet sich meist ein ähnliches Bild ab.
00:01:03
Speaker
Aufgrund des mangelnden Angebotes fällt vielen auch der Umstieg auf eine vegane Ernährung so schwer. In der heutigen Episode darf ich dir eine ganz besondere Gestern vorstellen. Die wundervolle vegane Ernährungsberaterin Vanessa Schäfer zeigt dir, wie du trotz eines Vollzeitjobs mit unzähligen Meetings, drängenden Deadlines und dem zusätzlichen Familientrugeldom herum deine Ernährung ausgewogen und gesund gestalten kannst. Die sympathische und stets gut gelaunte Vanessa zeigt dir auf ihrem Instagram Profil,
00:01:31
Speaker
mit süßen kleinen Videos, wie du Rezepte ganz leicht mit nur wenigen Zutaten selbst zubereiten kannst. Denn seien wir mal ehrlich, wer hat nach einem langen, stressigen Arbeitstag noch Lust, stundenlang in der Küche zu stehen? In Rezepten testet sie für dich auch die neuesten Produkte auf dem veganen Markt, präsentiert die neuesten veganen Magazine und lässt dich an ihrem Alltag teilhaben. Also aufgepasst und stiftgespitzt. Vielleicht sind ja auch ein paar Tipps für dich dabei, die dir dein Leben künftig erleichtern können.
00:02:04
Speaker
So, herzlich willkommen,

Vorstellung von Vanessa Schäfer und ihrer veganen Reise

00:02:06
Speaker
liebe Vanessa. Wie gut geht es dir? Hallo, Patrizia. Schön, dass ich da sein darf. Ja, mir geht es sehr, sehr gut und ich freue mich, dass ich heute zu Gast bei euch sein darf. Okay. Und wie sieht so ein gewöhnlicher Morgen bei einer veganen Betty aus?
00:02:20
Speaker
Es kommt darauf an, ob wir jetzt so einen Tag haben wie heute, einen Brückentag, an dem ich frei habe, oder ob ich einen ganz normalen Arbeitstag habe. Der ist natürlich ein bisschen anders gestaltet. Ich mache die vegane Ernährungsberatung nebenberuflich. Das heißt, ich habe noch einen ganz normalen Fulltime-Job. Und der sieht klassisch aus wie ein normaler Fulltime-Job. Das heißt, ein Bürojob. Ich arbeite überwiegend im Homeoffice, was das Ganze natürlich ein bisschen komfortabler macht.
00:02:44
Speaker
Aber ansonsten heißt es auch bei mir, um sieben Uhr sitze ich am Schreibtisch und arbeite eben meine acht Stunden wie ein Großteil der normalen Bevölkerung auch. Und ja, nach Feierabend oder auch am Wochenende, da treffe ich dann den einen oder anderen Klienten, um den dann entsprechend hinsichtlich seiner Ernährung zu beraten. Das ist ja schön. Und wie bist du, also hat dich das Thema Ernährung und Gesundheit schon immer interessiert und wie bist du dazu gekommen?
00:03:10
Speaker
Tatsächlich nein. Ich habe mich bis zu, ich glaube, meinem 30. Lebensjahr ganz normal ernährt wie wahrscheinlich ein Großteil der Bevölkerung. Das heißt, ich war Mischköstler. Ich habe mir über meine Ernährung nicht großartig Gedanken gemacht. Ich meine, die Basics sind klar, dass man weiß, man soll nicht so viel Pommes, nicht so viel Fertiggerichte essen und dass Chips und Cola nicht gesund sind. Das weiß man. Aber Ernährungswissen war da keins vorhanden. Das Ganze ging dann weiter als
00:03:36
Speaker
2013 mein Papa an Krebs erkrankt ist, also er hat Darmkrebs bekommen. Und es war so eine Zeit, in der dann den Mädchen auch immer mehr dieses Thema hochgepusht ist, dass vor allem rotes Fleisch im Zusammenhang mit einem erhöhten Krebsrisiko stehen kann. Und für mich war von dem Moment an die Erkrankung meines Vaters mit diesen Nachrichten aus den Mädchen nicht mehr irgendwie zu trennen. Das heißt, ich habe da angefangen zu recherchieren, habe angefangen,
00:04:00
Speaker
mir Dokumentationen anzugucken, Bücher anzuschaffen, Bücher zu lesen, überwiegend natürlich Sachbücher, um das Ganze auch zu verstehen, wie unsere Ernährung überhaupt mit dem Thema Gesundheit zusammenhängt. Und da ist so langsam der Stein dann ins Rollen gekommen. Es hat dann noch ein bisschen gedauert, bis ich dann zunächst als Vegetarier wurde. Ich habe auch nie gewusst, ob das was ist, was ich dauerhaft durchziehe, weil wir wissen alle Ernährungsmuster ist was, das wir auf
00:04:25
Speaker
einfach anerzogen, ein Stück weit. Wir stellen das auch nie in Frage. Und das ist eine Routine, aus der es sehr, sehr schwer ist, auszubrechen. Und ja, ich habe dann das Vegetarische probiert, bin auch drauf hängen geblieben, habe auch nie einen Verzicht oder irgendwie sowas erlebt. Und dann war es anderthalb, zwei Jahre später, als ich dann gedacht habe, okay, ich mache jetzt so eine kleine Challenge.
00:04:48
Speaker
Also es war nie der Plan, Veganer zu werden, Veganerin zu werden. Ich habe einfach gedacht, ich habe relativ unreine Haut und ich will jetzt mal gucken, wenn ich eine Zeit lang einfach Milchprodukte vom Speisenplan streiche, ob sich das Hautbild entsprechend verbessert. Ja und aus dieser Challenge ist letztendlich das geworden, was es geworden ist. Das heißt, ich lebe seither vegan.
00:05:07
Speaker
und habe mir dann immer mehr und mehr Wissen angeeignet, auch natürlich immer mehr in Sachen Tierwohl mich informiert, was zunächst natürlich bei mir wirklich nicht das ausschlaggebende Kriterium war. Also das gesundheitliche Faktor war immer das, was für mich wirklich das Wichtigste war. Und dann habe ich irgendwann gedacht, naja, es wäre jetzt schön, bevor ich irgendeinen Fehler mache bei dieser veganen Ernährungsweise,

Häufige Missverständnisse und Akzeptanz von Veganismus

00:05:28
Speaker
wenn ich das Ganze noch mit fundiertem Wissen einfach anreichen könnte. Und deswegen habe ich mich dann dazu entschlossen, bei EkoDOMI die Ausbildung zur veganen Ernährungsberaterin im Fernstudium zu machen, habe dann das ganze zwei Jahre berufsbegleitend studiert. Und so, ich würde sagen, ungefähr zur Hälfte des Studiums habe ich gedacht, wow, das ist, was ich hier lerne.
00:05:47
Speaker
Das geht so in die Tiefe und das ist mehr wie jetzt, ich sag mal so ein VHS-Kurs zum Thema Ernährung. Das ist schon sehr ernährungswissenschaftlich. Es wäre schade, wenn ich das Wissen einfach nur bei mir behalte und nicht mit anderen Leuten teile, die vielleicht von gleichen Herausforderungen stehen, vor denen ich am Anfang zunächst stand und nicht wusste, wie ernähr ich mich ausgewogen, was brauche ich für eine vegane Ernährung. Und so kam dann eins zum anderen und ja, das ist jetzt so mehr oder weniger mein, ich sag mal, zweites Standbein. Sehr schön auf jeden Fall.
00:06:16
Speaker
Ja, aber es ist ja der übliche Weg. Man beginnt sich damit näher auseinanderzusetzen, dann will man irgendwie mehr wissen. Und dann finde ich es von dir so herausragend, dass du dann selber dich, wie gesagt, fortgebildet hast und jetzt dein Wissen mit anderen teilen wirst. Das ist auf jeden Fall sehr, sehr wichtig, weil man kann ja natürlich auch vieles falsch machen. Aber es stimmt halt auch nicht von diesen ganzen Vorurteilen. Also Ärzte begegnen ja manchmal auch mit diesen Vorurteilen, weil vegan ist gleich Mangelernierung. Und das ist wichtig.
00:06:46
Speaker
sich dann halt sozusagen Bestätigung wie Personen, also wie dir halt, sich einzuholen und sicher zu gehen, nee, das ist gesund, was ich hier mache. Genau. Und ich habe nämlich auch das Gefühl, dass vor allem in den letzten Jahren in der Gesellschaft, auch im Hinblick auf Nachhaltigkeit und so weiter und auch Tierschutz, ja, das Thema vegane Ernährung immer mehr Anklang gefunden hat und immer mehr Leute auch so bereit sind, das einmal für sich auszuprobieren und halt solche Challenges wie zum Beispiel
00:07:14
Speaker
am Anfang des Jahres so Veganguary oder so, dass sie sich dem halt mal stellen und dann mal ausprobieren. Und viele bleiben ja dann auch dabei, manche steigen auch wieder ab. Aber genau, aber als Veganerin steht man ja einigen Herausforderungen bereit. Vor allem, wenn man halt, wie du gesagt hast, so berufstätig ist, dann hat man ja nicht die ganze Zeit irgendwie, sich zu Hause immer ständig was zu kochen oder so. Und ist halt angewiesen auch auf Sachen, die man sich halt unterwegs besorgen kann, jetzt in Kantinen oder in Mensen.
00:07:43
Speaker
Und genau, da wollte ich dich jetzt mal fragen, was schätzt du, wird in deutschen Kantinen am häufigsten gegessen oder auch am liebsten gegessen? Das ist eine sehr, sehr gute Frage. Ich habe natürlich keine Antwort parat, aber natürlich, ich weiß, dass es immer Salatbuffets

Unterschiede in Schulmahlzeiten und Bildung über Ernährung

00:08:00
Speaker
gibt und ich gehe davon aus, dass die meisten wenigstens einen Beilagesalat zu ihrem Tagesgericht wählen.
00:08:06
Speaker
Ja, Salat steht hier nicht dabei. So viel kann ich schon mal sagen. Klassiker ist wahrscheinlich Schnitzel und Pommes oder irgendwie sowas. Also auf Platz eins hält sich die Currywurst, also die Currywurst. Dann Platz zwei ist Spaghetti Bolognese. Drei ist Pizza. Und danach kommt dann, wie gesagt, so Pommes oder auch Rinderholade, Rossbrat, Würstchen und sowas. Also die klassischen deutschen Gerichte, sag ich mal. Genau. Und dann hat sich überrascht.
00:08:36
Speaker
Also ich weiß nicht, es gibt ja inzwischen einige Kantinen, die jetzt auch auf dem Zug mit aufgestrungen sind. Deswegen kann ich nicht sagen, was jetzt eine deutsche Durchschnittskantine ungefähr angeht. Aber das ist spannend, was du da recherchiert hast. Ja, und dann wollte ich mal fragen, was schätzt du, wird in den Schulen so am häufigsten serviert? Ich glaube, bei Schulen haben wir inzwischen schon eher eine Tendenz Richtung vegetarisch, allein schon aufgrund der vielen Kinder mit unterschiedlichen
00:09:04
Speaker
Herkunfts-Hintergründen, mit Migrations-Hintergründen, ethische Hintergründe, religiöse Hintergründe. Ich weiß es nicht, ich würde auch hier sagen, vielleicht so Veggie-Bolognese oder sowas? Tatsächlich, also ich habe gefunden, dass auf Platz 1 immer noch das Hühnerprikissee mit Erbsen und Reis steht. Und Platz 2 ist dann Linsensuppe. Wie gesagt, da haben wir ja was Vegetarisches. Aber du hast recht, wie gesagt, es tendiert schon eher darin zu vegetarischen Gerichten.
00:09:32
Speaker
Ja. Aber da wollte ich auch noch sagen, also ich habe mir das Ranking so angeguckt und ich glaube, wenn man die Kinder mal so befragen würde, dann würde das Ranking anders ausfallen. Ich glaube nicht, dass die dann so einen Hühnerfrikassee an erster Stelle oder sowas setzen würden. Ich auch nicht. Aber meist suchen ja Erzieherinnen oder Lehrerinnen sozusagen die Gerichte aus und da versucht man ja schon,
00:10:02
Speaker
hat, möglichst gesunde Sachen rauszusuchen. Ja, und genau, warum denkst du, dass vor allem halt im Kindesalter so wichtig ist, auch wie gesagt so die Grundlinien einer oder Richtlinien einer gesunden Ernährung zu erlernen?
00:10:18
Speaker
Genau, also per se muss man ja sagen, eine vegane Ernährung ist nicht automatisch gesund. Eine mischköstliche Ernährung per se jetzt auch nicht automatisch gesund oder ungesund ist. Das hängt ja immer davon ab, wie man das Ganze gestaltet und ob die ausgewogen ist. Aber gerade in Kinder- oder Jugendalter, da hat der Körper natürlich noch ganz andere Bedürfnisse, gerade in der Wachstumsphase, was die Entwicklung angeht, was die Entwicklung des Körpers, des Gehirns etc. angeht. Da muss
00:10:45
Speaker
ganz anderer Nährstoffbedarf entsprechend auch abgedeckt werden. Das ist unglaublich wichtig. Und ein Großteil davon können wir tatsächlich halt über Pflanzen auch in der Form relativ leicht abdecken. Und da werden ja auch die Grundlagen gelegt, also gerade auch jetzt im Kindes- und Jugendalter.
00:11:03
Speaker
Es ist ja nicht nur allein die Entwicklung, es ist ja auch, wenn ich ein Kind oder einen Jugendlichen früh an Lebensmittel heranführe und sage, hey kennst du schon, keine Ahnung, Oliven ist noch ein Klassiker. Die meisten Kinder essen keine Oliven, lernen irgendwann als Teenager oder mit um die 20 kennen und am Anfang schmeckt das erstmal nicht. Das ist ganz klar.
00:11:22
Speaker
unser Geschmacksnerv, der einfach antrainiert worden ist. Und so geht es ja mit ganz vielen Sachen. Also wenn ich Kindern von klein auf gesunde Lebensmittel anbiete, egal ob das jetzt mal Haferflocken oder irgendwie Getreideprodukte sind, egal ob das jetzt Gemüse ist, es kann normales Gemüse, es kann aber auch mal ein exotisches Gemüse sein, was es vielleicht jetzt auch nicht jeden Tag gibt, aber einfach, dass diese Berührungsängste, vor allem was fremd ist, von klein auf letztendlich abgebaut werden und man dem Kind
00:11:47
Speaker
überlässt, probier es wenigstens mal. Und wenn es dir nicht schmeckt, ist es in Ordnung. Also ich bin kein Freund davon zu sagen, zwing den Kindern irgendwas an, was sie nicht wollen. Das führt zum ganz gestörten Essverhalten oder kann zum ganz gestörten Essverhalten führen. Aber ich bin der Meinung, man muss sich früh genug an alles, was der Speisplan hergibt, einfach heranführen.

Gemeinschaftsverständnis und Umweltbewusstsein in der veganen Lebensweise

00:12:06
Speaker
sodass sie alles kennenlernen und sich selber auch diesen, ja, den Geschmacks, das Geschmackserlebnis erleben können und sagen, okay, das schmeckt mir, das schmeckt mir nicht. Und nicht, ne, mag ich nicht, weil ich nichts kenne. Ja, also man sagt ja auch immer, eine Grundlinie ist ja auch eat the rainbow, also dass man möglichst vielseitig und facettenreich essen soll. Und da haben die Kinder ja dann auch die Chance zu herauszufinden, okay, das schmeckt mir oder das eher nicht oder so. Und können halt verschiedene Sachen halt ausprobieren.
00:12:35
Speaker
Genau, also ich bin auch streng dagegen, wie jetzt auch, keine Ahnung, manche Eltern fordern ja auch, diese Selbstveganernährung, dass die Kindergärten nur vegane Sachen oder sowas anbieten sollen. Und da bin ich auch dagegen. Das ist ja auch schon wieder dann Ausgrenzung, sag ich mal. Aber natürlich ist es auf der anderen Seite auch blöd, wenn da wirklich nur mischköstliche Sachen und nicht mal irgendwie was Vegetarisches ist. Ich denke auch, wie du das ja auch schon angesprochen hast, mit auch den verschiedenen Religionen und so weiter oder Herkunftern,
00:13:04
Speaker
hat ja auch jeder seine eigene Präferenz oder auch eine eigene Ernährungsform. Und da sollte halt ein Gleichgewicht sozusagen gefunden werden. Ja, dass halt alles angeboten wird. Genau. Und also ein Hauptkriterium, weshalb ja auch in Schulen vor allem halt meist so, also ich finde das schon, dass das sehr einseitig ist. Also ich kann mich jetzt nur an meine Schulzeit erinnern, dass er häufig wie gesagt immer das Gleiche auf dem Plan stand.
00:13:34
Speaker
und auch manche Sachen dabei waren, wo ich mich dann auch gefragt habe, wie kommt man überhaupt dazu? Also ich weiß nicht, ob du vielleicht Milchnudeln oder sowas kennst? Nee, kenne ich nicht. Ich muss aber auch sagen, es gab so gar keine Schulmensen. Also in der Schule war, wenn man Nachmittagunterricht hatte, hat man sich was mitgebracht von zu Hause oder man isst in der Pause los zum Bäckerdöner, was halt gerade in der Nähe war und hat sich da dann irgendwas besorgt. Ja, nee, also wenn man Milchnudeln, das habe ich nie verstanden, wie kann man denn
00:14:00
Speaker
Nudeln süß machen, also Süßspeise anbieten. Das war für mich total unverständlich. Ich finde es super, wenn es da auch mehr Tendenz gibt, auch mal verschiedene Sachen anzubieten und vielleicht auch frische Lebensmittel. Ein Hauptkritikpunkt ist ja auch, das darf nicht zu viel kosten.
00:14:24
Speaker
werden meist schon vorgefertigte Sachen hingeliefert und das wird nur noch warm gemacht oder so und das wird gar nicht mehr richtig frisch gekocht. Und ich denke aber, wenn man die Eltern jetzt so grundlegend mal fragt, wäre jeder schon, wie gesagt, bereit, auch ein bisschen mehr zu investieren, ein bisschen mehr Geld auszugeben, damit man dann weiß, okay, mein Kind hat da wirklich ein ordentliches Mittagessen und kommt dann nicht irgendwie ausgehungert nach Hause. Weil das war nämlich oft dann bei mir der Fall. Ich hab dann in der Schule nichts gegessen und kam dann aber
00:14:54
Speaker
nach Hause und wollte dann was Anständiges haben. Und das ist ja dann auch nicht Sinn der Sache, weil das hat ja den Eltern dann noch keine Arbeit abgenommen. Deswegen denke ich schon, dass wenn man da irgendwie mal fragen würde, dann wären schon die meisten Eltern bereit, auch ein bisschen mehr zu investieren, um halt sicherzustellen, dass das Kind gut versorgt wurde.
00:15:18
Speaker
Sehe ich ähnlich. Also das Bewusstsein, wie du vorhin auch schon gesagt hast, ich habe das Gefühl, es steigt auch für gesunde Ernährung. Also ich weiß nicht, ob es damit zusammenhängt, dass wir immer mehr, ich sag mal, diese westlichen Zivilisationskrankheiten haben, die zum Bewusstsein auf die Ernährungsweisen zurückzuführen ist oder woher das Bewusstsein rührt. Aber ich glaube, es ist ganz wichtig und wie du auch sagst, die meisten Leute, die meisten Eltern sind bereit. Nicht jeder hat die finanziellen Möglichkeiten. Das wird man überhaupt sagen. Es gibt Familien, die können sich nicht leisten.
00:15:47
Speaker
keine Ahnung, Beitrag XY im Monat für die Schulmenser oder die Kindergartenverpflegung oder so mehr zu zahlen. Aber dann könnte man ja auch ein entsprechendes System schaffen durch Förderung von sozial Schwachen, etc. Familien. Aber was ich jetzt auch schon ein paar Mal gehört und was ich super spannend finde, es gibt Kindergärten, aber auch Schulklassen, die haben das Thema Ernährung mehr oder weniger fix in ihrem Lehrplan oder in ihrer... Das finde ich auch so wichtig.
00:16:14
Speaker
Das heißt, die beherbergen dann auch so einen kleinen Schulgarten, den sie dann bewirtschaften. Und dann wird natürlich auch entsprechend geerntet. Und das, was geerntet wird, wird dann wiederum in der Küche eingesetzt. Das heißt, die Kinder kriegen da diesen kompletten Kreislauf letztendlich

Praktische Tipps für den Übergang zu einer veganen Ernährung

00:16:28
Speaker
mit. Also vom Anbau, so setze ich meinen Samen. Und so muss ich den pflegen, das Ganze bewässern, eventuell düngen, damit am Ende auch wirklich eine Pflanze und später dann auch die Frucht entstehen kann.
00:16:38
Speaker
bis eben hin zur Ernte und dann zum Verzehr. Diesen kompletten Kreislauf können da die Kinder miterleben. Und ich bin der Meinung, das stärkt das Bewusstsein für Lebensmittelherstellung. Also alles, was damit zusammenhängt, unglaublich schon von früh an. Und das ist unglaublich wertvoll. Das ist ja teilweise auch wirklich erschreckend, dass, wenn man kleine Kinder fragt, so von wegen, okay, wo kommt denn die Milch her oder so, dass sie das manchmal gar nicht beantworten können. Oder die sagen, na ja, die Milch ist ja für mich. Das ist ja eigentlich fürs Kälbchen gedacht,
00:17:07
Speaker
Wie gesagt, das können die gar nicht oder wissen sie gar nicht. Oder wo jetzt, keine Ahnung, Kartoffel wächst oder so grundlegende Sachen. Das ist sehr viel hin unbekannt. Vor allem die Kinder, die komplett in der Stadt aufwachsen, die haben auch gar keinen Bezug zu diesen Weidetieren, zu Kühen oder Schweinen oder so. Das Bewusstsein ist dafür gar nicht da und der Wissensstand. Und das finde ich auch wichtig, dass das entweder von den Eltern vermittelt wird oder auch die Schule mit übernimmt.
00:17:38
Speaker
Genau. Ja, noch mal. Ach ja, genau, zur Ernährungsumstellung. Also genau, wenn man jetzt seine Ernährung auf vegan umstellen will, steht man ja einigen Herausforderungen vor allem im Berufsalltag zu sagen bevor. Und es sind aber wie gesagt nur Herausforderungen, keine möglichen Hürden. Also was kann man da machen, um sozusagen auch vegan sich trotz Fulltime-Job
00:18:07
Speaker
ernähren zu können und auch gesund und ausgewogen. Also zunächst mal, das sage ich auch jedem meiner Klienten, es geht nicht darum, von heute auf morgen hundertprozentig vegan zu werden. In meinem Fall war das so, klar, aber ich würde eher sagen, das sind die Ausnahmen. Ich rate generell dazu, für eine nachhaltige Ernährungsumstellung ist es
00:18:26
Speaker
Besser das Ganze langsam anzugehen und sukzessive einfach Mahlzeiten mit veganen Lebensmitteln erster zu ergänzen. Später natürlich die nicht veganen langsam zu reduzieren. Dann einfache Mahlzeiten auszutauschen. Dann sagt, okay, Frühstück ab jetzt probiere ich das mal vegan. Und die anderen Mahlzeiten gestalte ich eben nach wie vor ähnlich wie bisher. Und dann kommt sukzessive diese weitere Mahlzeiten-Austausch vonstatten. Das war jetzt kein Deutsch, was ich gesprochen habe.
00:18:55
Speaker
Du weißt, was ich meine. Auf jeden Fall ist es immer nachhaltiger, das einfach langsam zu machen, weil ansonsten hat man eben häufig dieses Gefühl, was Nicht-Veganer immer sagen, oh, das ist ja total der Verzicht. Und wenn ich aber sage, okay, ich mache das sukzessive und gucke, was schmeckt mir und was kann ich da dazu nehmen, was vegan ist und was mir schmeckt, oder reduziere dann langsam alles Tierische von meinem Speiseplan.
00:19:16
Speaker
dann fällt es viel, viel leichter und man hat auch gar nicht mehr das Bedürfnis, irgendwie fehlt da was, weil ich in der Zwischenzeit schon ganz, ganz viele andere tolle Lebensmittel kennengelernt habe und merke, hey, die schmecken und ich kann die toll zubereiten. Und dann ist es natürlich eher von Erfolg gekrönt, wie man sagt, ja, jetzt von morgen alles weg. Und was die Sache mit dem Beruf angeht, ich bin generell ein Freund davon, zumindest am Anfang, bis man sich so ein bisschen in diese Ernährungsweise eingefunden hat, immer auch was vorzubereiten. Also Meal Prep ist... Meal Prep, ja, wollte ich auch ansprechen.
00:19:46
Speaker
Also, und es ist unglaublich leicht Meal Prep. Also es gibt so viele Gerichte, die lassen sich einfach innerhalb von einer halben Stunde in einem großen Pot vorbereiten und dann auf, keine Ahnung, fünf Schüsselchen verteilen, dass man sagt, okay, ich habe jetzt einfach mal schon fünf fixe Mahlzeiten, die kann ich mitnehmen, die kann ich im Büro oder auch irgendwo in den Kühlschrank stellen, in der Mittagspause hervorholen, in der Mikrowelle aufwärmen, wie auch immer ich das möchte. Oder man macht eben, ich sag mal, reichhaltige Salate. Die kann man natürlich auch vorbereiten. Und ich rede jetzt nicht von so einem Platzsalat, der wenig
00:20:14
Speaker
ist, sondern keine Ahnung, Kichererbsensalaten, Linsensalat, also irgendwas, wo wir viel Protein dabei haben. Natürlich kann man auch natürlich sich die Sandwiches vorbereiten, also irgendwie Vollkornbrote, das gut belegt mit, keine Ahnung, Avocado, sonstigen Gemüse, also irgendwas, was natürlich auch gut zättigt und was schmeckt. Das ist ganz, ganz wichtig und ansonsten ja immer annähern und gucken, also gerade wenn man jetzt eine Mensa hat oder eine Kantine hat, erstmal gucken, was gibt's denn da

Herausforderungen beim Wechsel zum Veganismus

00:20:43
Speaker
überhaupt. Meistens gibt's
00:20:44
Speaker
Oder im Großteil der Mensen, würde ich sagen, gibt es wahrscheinlich nicht die fertigen veganen Gerichte. Aber es gibt diese einzelnen Zutaten. Und wenn ich sehe, okay, ich habe hier die und die Zutaten, da weiß ich ganz genau, die sind vegan. Und dann kann ich gucken, wie kann ich mir denn da eine vollwertige Mahlzeit zusammenstellen? Also keine Ahnung, gibt es an dem einen Tag, ich weiß es nicht, eine Bolognese, ist es relativ leicht zu sagen.
00:21:10
Speaker
Ich mache mir da irgendwie oder stelle mir was zusammen, auch wenn vielleicht nicht alle Komponenten, die es an dem Tag gibt, von sich aus vegan sind. Aber dann nehme ich vielleicht einen Reis und frage, ob von der Veggie Bolognese von gestern noch was da ist. Ich denke auch, der Reis ist immer angebracht. Weil dann sind Leute auch dabei und wollen dir helfen oder so. Also deswegen fragen, schadet, also kostet nichts und schadet doch nicht. Genau. Also ich denke, ich denke auch Schlüssel Nummer eins ist halt Meal Prep. Man sagt ja nicht umsonst, gute Vorbereitung ist die halbe Miete.
00:21:40
Speaker
dass man das macht, dass man halt entweder größere Mengen, die man halt mitnehmen kann, so Pfanngerichte, Salate, Eintöpfe eignen sich immer hervorragend. Es gibt ja auch zum Beispiel so Chilis in Karn oder so, kannst du ja auch super schnell vorbereiten. Hast du vielleicht noch spezielle Empfehlungen oder Rezeptideen fürs Frühstück als erstes? Frühstück kann man sich auch ganz gut vorbereiten. Also viele essen zu Hause schon, das ist überhaupt kein Problem, da habe ich ja
00:22:07
Speaker
gekauft habe. Man kann natürlich auch ein Haferprei machen, also einfach über Nacht ansetzen. Das ist die klassischen Overnight Oats. Kann man dann entsprechend auch pimpen mit den Früchten, die man selber gerne mag. Man kann noch ein paar Nüsse am nächsten Tag mit dazu geben.
00:22:24
Speaker
Ein bisschen Zimt drüber, ein bisschen Vanille. Das hängt immer vom Geschmack ab, was man da gerne essen möchte. Und ansonsten, wenn man morgens lieber ein Brot essen möchte, kann man das auch sehr leicht vegan machen. Man kann sich im Päckchen Vollkornbrot besorgen. Man kann sich einen veganen Aufstrich besorgen. Hab ich mehr oder weniger null Arbeit. Außer mein normaler Einkauf, den ich eh tätige. Und dann hast du aber auch vor Ort im Büro oder auch in der Uni einfach was, wo du dann schnell ein Brötchen, ein Brot schmieren kannst letztendlich. Genau.
00:22:54
Speaker
Und zum Mittag hast du ja schon gesagt, so Salate, nur da ist vielleicht immer so wichtig, dass wenn der möglichst lange frisch sein sollte, dass man das Dressing oder so separat transportiert. Aber da kann man sich auch größere Portionen oder so vorbereiten. Was kann man als Snacks vielleicht, was eignet sich da? Also Snacks, ich bin immer ein Freund davon, Nüsse in der Tasche zu haben.
00:23:18
Speaker
oder auch gesunde Riegel, einfach wenn der Appetit zwischendurch kommt oder wenn es mal doch irgendwie länger dauert und man denkt, oh Gott, habe ich jetzt gar nicht mit eingeplant, dass es heute doch zu spät ist. Das ist was, was ganz gut funktioniert. Man kann aber sich selber natürlich auch sowas wie Energy Balls vorbereiten oder wenn man diesen süßen Heißhunger hat. Aus Datteln lassen sich ganz toll
00:23:38
Speaker
ganz einfach auch Snacks machen. Ich sag mal veganer Snickers zum Beispiel. Also so eine Dattel mit ein bisschen Erdnussmousse oder auch Erdnussbutter gefüllt, noch eine Nuss rein. Wenn man will, dann noch mit Schokoüberzug. Ist mit Sicherheit nicht so gesund, wie wenn ich jetzt einen Apfel esse, aber ist gesünder, wie wenn ich jetzt zum Snickers oder eine Snickers Alternative auf plantliche Basis greifen würde. Also man kann das sehr, sehr gut machen. Genau. Auch Smoothies oder so können auch zu Hause vorbereitet werden. Da gibt es ja auch zum Beispiel viele
00:24:06
Speaker
die auch so grünes Gussis machen, die sind ja noch mal extra gesund. Vor allem wenn man halt, es ist ja oft mal so, man hat so viel zu tun, dass man nicht wirklich Zeit hat, halt mittags was zu essen oder so, dann ist das immer eine gute Option. Die kann man ja auch ein bisschen reichhaltiger, also nicht nur jetzt irgendwie nur Frucht rein, sondern halt auch mit Haferflocken oder mit was auch immer man da noch mit reinmachen kann. Mandeln, was auch, also das ein bisschen reichhaltiger ist.
00:24:33
Speaker
Ganz genau, ja. So ein Smoothie geht immer. Und das Tolle an einem Smoothie ist letztendlich, man nimmt mit einem Drink so viele Nährstoffe auf, die man ansonsten normal essen würde, gar nicht zu sich nehmen kann, über den Tag verteilt. Genau. Und was du ja auch gesagt hast, von wegen, dass bei dieser Ernährungsumstellung halt nicht auf so Perfektion oder so ankommt, weil es sollte ja immer noch unkompliziert sein und auch Spaß machen und nicht irgendwie Stress ausarten und du dann, ah nee, das darf ich nicht und das darf ich nicht und keine Ahnung was. Weil dann ist es ja auch, also es ist ja auch
00:25:03
Speaker
eher eine Belastung, sag ich mal, dass man sich da, dass man da wirklich gelassener angeht und dann halt Sachen ausprobiert. Genau, das ist immer das Beste. Verbot ist dann immer das Schlimmste, auch wenn man sich selber was verbietet. Es gibt Leute, die sagen, nee, überhaupt nichts mehr Süßes dann oder gar kein Alkohol. Ich denke, das ist dann so ein Stück weit auch gezwungen. Also natürlich, es geht ja immer um das richtige Maß. Also klar, ich soll mir jetzt nicht jeden Tag den Alkohol reinpfeifen, aber wenn ich ja lauter
00:25:32
Speaker
Ja genau, Lust hat man Cocktail zu trinken, dann widerspricht das jetzt nicht unbedingt in einer gesunden Lebensweise, weil wenn ich denke
00:25:39
Speaker
Es ist ja auch für das Gefühl was Gutes. Und wenn ich mir jetzt was verbiete, dann schlägt es ja mehr oder weniger auch auf die Psyche aus und auf meine psychische Gesundheit. Und dann steht ja dieses Gesamtpaket letztendlich nicht mehr. Und das ist ja mit Verboten immer so. Alles, was den Körper gut tut, sollte ja der Körper sowohl physisch als auch psychisch gut tun. Und Verbote sind dann eher was, was mich so psychisch vielleicht runterziehen. Und dann steht das wieder im Gegensatz mit dem eigentlichen Ernährungsziel. Genau, das stimmt. Ja.
00:26:06
Speaker
Genau, wenn ich jetzt im Restaurant oder so essen gehen wollen würde, was kann man da sich aussuchen, dass man auf jeden Fall weiß, okay, da ist was veganes auch mit dabei.
00:26:18
Speaker
Also, was immer gut funktioniert, sind im Prinzip alles, was asiatisch ist. Egal, ob das jetzt indisch ist oder Thai oder Chinesisch,

Soziale Einflüsse und Umgang mit Skepsis

00:26:25
Speaker
da findet man... So Gemüse, Currys generell. Genau, ja. Also, das ist relativ leicht. Man kann aber auch zum Italiener gehen. Also, keine Ahnung... Spaghetti all'olio oder sowas ist in der Regel. Oder arrabbiata ist meistens auch vegan, wenn sie nicht irgendwie noch eine scharfe Wurst reinhauen. Aber auch da gilt immer, man kann mit den Leuten reden.
00:26:43
Speaker
Also meiner Erfahrung nach war bisher nie jemand im Restaurant böse, wenn ich gesagt habe, was ist denn bei euch in der Speisekarte vegan? Und wenn sie sagen vegan gar nichts und wenn man dann fragt, ja was lässt sich denn einfach vegan umwünschen? Da hat bisher jeder irgendwas gefunden. Häufig Klassiker ist Risotto.
00:27:00
Speaker
Dann wird es halt einfach mit einer Margarine gemacht und der Parmesan wird weggelassen. Aber es gibt immer Möglichkeiten. Und ich glaube, die Kräfte, Servicekräfte im Restaurant, wenn die einfach nicht wissen, dass da eine Nachfrage da ist nach veganen Speisen, dann ändert sich ja letztendlich auch nichts. Wenn die drei Mal am Tag hören, hey, habt ihr was veganes, dann geben die das dann auch mal an die Küche weiter und sagen, hey, da fragen ganz schön viel nach was Veganem. Vielleicht sollten wir uns mal Gedanken machen, ob wir irgendwas in unsere Speisekarte entsprechend integrieren. Genau.
00:27:29
Speaker
Das sieht man ja auch alleine schon im Supermarkt. Also vor noch ein paar Jahren oder jetzt gabs halt kaum vegane Alternativen. Und jetzt im Moment, wie gesagt, kommen ja immer neue Produkte auf den Markt. Genau. Und das ist ja, wie gesagt, auch, das hat alles mit Angebot, hat mit Nachfrage zu tun. Genau, deswegen muss man fragen, um zu demonstrieren, hey, die Nachfrage. Genau. Genau. Genau. Was könnten jetzt noch so schwer oder Schwierigkeiten sein,
00:27:58
Speaker
halt wirklich diesen Schritt oder diesen Umstieg, dass der manchmal scheitert. Das Umfeld spielt eine ganz, ganz große Rolle, muss ich sagen. Also in der Regel fehlt es häufig an Verständnis aus dem Umfeld, wenn man sagt, hey, ich hab jetzt vor, ein bisschen, keine Ahnung, ein bisschen pflanzlicher. Man muss ja nicht mehr sagen, ich will jetzt vegan werden, sondern das einfach zu reduzieren. Dann kommen ja ganz, ganz viele Fragen und ganz, ganz viele fühlen sich dann natürlich auch als Ärzte oder Ernährungswissenschaftler wufen.
00:28:26
Speaker
Ich beginne, das kann nicht gesund sein. Und dann denke ich mir, hey, als ich früher vielleicht dreimal die Woche Pizza gegessen hat, hat auch keiner gesagt, das kann nicht gesund sein. Das ist nicht gesund. Aber wenn du sagst, ich ernähre mich pflanzlich, dann auf einmal alle. Das kann nicht gesund sein.
00:28:43
Speaker
gegen dieses Umfeld letztendlich sich durchzusetzen, beziehungsweise es geht ja gar nicht darum durchzusetzen, um andere zu missionieren, sondern einfach bei seinem eigenen Willen, bei seinem eigenen Vorhaben zu bleiben, das kann mitunter sehr, sehr schwierig sein. Und da kann ich jedem nur raten, sich zum einen eine dicke Haut zuzulassen. Und wie du es gemacht hast auch zu informieren, weil wenn man dann gescheit sein Wissen drüber bringen kann, dann kann man diese ganzen Halbwahrheiten einfach mal entkräften.
00:29:13
Speaker
Richtig, genau. Und sich zu informieren, wie du sagst, wenn man eben dann diese Argumente hat, um dann auch zu sagen, hey, wieso? Wieso ist das nicht gesunden? Wieso? Wo habe ich jetzt einen Mangel, wenn ich das so esse? Ja, genau. Oder dann auch mal auf sozusagen halt auch mal zurückschlagen, sage ich mal, und dann mal anzusprechen, ja, okay, aber wenn du jetzt jeden Tag Milch trinkt, warum ist das gesund? Also warum ist das gesünder? Und dann... Da gehen den meisten dann schon die ersten Argumente aus.

Ernährungsumstellung durch Herausforderungen und gemeinsames Kochen

00:29:41
Speaker
Ja, bei manchen ist es so, die brechen erst mal los und hauen ihre Argumente raus, aber da steckt halt selber kein Wissen dahinter. Genau.
00:29:49
Speaker
Und was ich jedem auch nur raten kann, ist einfach die Leute probieren zu lassen. Also das ist was, was bei mir von Anfang an gut funktioniert hat. Ich habe gesagt, hey, ich habe da was gekocht oder ich habe da was gebacken. Habe dann nicht dazu gesagt, das ist vegan oder nicht vegan. Habe dann nur gesagt, auch mal ein Stück Kuchen oder willst du mal ein bisschen was davon probieren? Und haben die Leute gefragt, ja. Und dann haben sie es gegessen. Das war übrigens rein pflanzlich.
00:30:13
Speaker
Und dann war immer dieser Aha-Moment, da haben die Leute gedacht, boah, das schmeckt ja, und hätte ich jetzt gar nicht gemerkt. Na klar, am Anfang waren das häufig auch Sachen, die sahen vielleicht ähnlich aus, wie du schon gesagt hast, so Chili oder Bolognese oder sowas. Da merkst du ja heutzutage auch überhaupt keinen Unterschied. Und ich finde meine Meinung dieses
00:30:30
Speaker
Überzeugen geht ganz, ganz häufig über diesen Geschmack, über diese Erfahrung, dass die Leute merken, hey, das ist kein Verzicht, das schmeckt genauso geil. Und wenn das ohne Tierleid mit einhergeht und für meine Gesundheit sogar noch besser ist, ja, was spricht denn dann dagegen, es nicht ab und zu zu probieren wenigstens? Genau, also die Devise sollte halt lauten informieren statt missionieren oder halt auch probieren lassen oder so.
00:30:54
Speaker
Genau. Und ich denke, ein weiterer Tipp ist auch, sich mit Gleichgesinnten oder so zu vernetzen, dass man da sozusagen auch so Unterstützung findet und dann nicht nur alleine, sag ich mal, sich fühlt oder so. Aber wie gesagt, es wird ja immer mehr Menschen, die sich auch pflanzlich angehen.
00:31:13
Speaker
Genau, die Community ist am Wachsen. Natürlich ist es im ländlichen Raum noch ein bisschen schwieriger, zumindest dann auch so vor Ort treffen, wie jetzt veganen Stammtische, wie wir sie jetzt aus allen großen Städten schon kennen. Aber gerade im Internet, also egal, ob das jetzt Facebook, Instagram etc. ist, da kann man sich auch im ländlichen Raum ganz gut mit Leuten und Gleichgesinnten austauschen, die einen dann wiederum auch bestärken. Genau, das ist auf jeden Fall ein sehr, sehr guter Tipp. Okay, dann hätte ich noch eine Frage und zwar, wie
00:31:40
Speaker
Würdest du jetzt so einen typischen Tag, der vegan gestaltet werden soll, wie sollte der aussehen im Idealfall? Im Idealfall haben wir alles integriert, was die vegane Ernährungspyramide letztendlich hergibt. Das heißt, wir haben unsere fünf Grundbausteine, wir haben unser Getreide, unsere Hülsefrüchte, wir haben Obst, Gemüse, Wasser, Nüsse und Samen, was eben dazugehört.
00:32:04
Speaker
Das sollte immer ausreichend integriert sein. Ganz wichtig eben auch Bewegung. Also eine gesunde Ernährung funktioniert nicht allein, wenn mit dem, was auf den Teller liegt, es gehört auch immer der Ausgleich, die Bewegung dazu. Und wenn man jetzt den Tag angeht, man kann durchs Frühstück tatsächlich schon sehr, sehr viel abdecken. Wenn ich jetzt eben sage, ich versuche morgens einfach mal, meine Haferflocken, mein Müsli,
00:32:30
Speaker
oder Smoothie mit entsprechend Haferflocken, mit meinem grünen Plattgemüse etc. Das heißt, dass man da schon mal ganz ganz viel von unseren einzelnen Bausteinen, also von unseren drei Portionen Gemüse, zwei Portionen Obst, dass man versucht viel unterzubringen, viel Getreide unterzubringen, dann kann man
00:32:45
Speaker
im Prinzip schon morgens sehr, sehr viel davon entsprechend abdecken. Also wenn man die Wahl hat morgens eher Müsli oder eher, ich sag mal, Weißmüllbrötchen mit irgendeinem Aufstrich, man sollte tendenziell eher zum gesunden Müsli tendieren und das dann entsprechend spicken mit Kernen der Wahl, mit Nussmusen, mit Nüssen, mit Früchten, mit Trockenfrüchten, was einem beliebt. Also die Gestaltungsmöglichkeiten sind so groß, dass man gefühlt jeden Tag ein neues Müsli kreieren kann.
00:33:12
Speaker
Und natürlich über Mittag hängt es davon ab, ob man mittags schon warm essen möchte oder ob man eher der Typ ist, der abends warm ist. Das muss ja auch immer so ein bisschen zum Alltag passen. Da dann entweder eine warme, ausgewogene Mahlzeit und die sollte auf jeden Fall, ich sag mal, alle drei Makronährstoffe von vornherein beinhalten. Das heißt, der Körper braucht Kohlenhydrate, er braucht Proteine, er braucht aber auch gesunde Fette. Da hängt es natürlich davon ab. Viele machen ja auch den Fehler, dass sie dann halt das Mittagessen auslassen oder so.
00:33:40
Speaker
und sich dann wundern, dass sie abends so großen Hunger haben oder dann über den Hunger hinaus essen. Und das ist ja ein ziemlich fataler Fehler, sag ich mal.
00:33:49
Speaker
Also auch wenn es mal nicht reicht für ein Mittagessen, ich bin der Meinung, man soll sich auch bei jeder Mahlzeit, die man einnehmen kann, satt essen. Also das ist ganz, ganz wichtig und deswegen spielt auch diese Ausgewogenheit auf dem Teller eine ganz große Rolle. Es gibt Leute, die kommen zu mir in die Beratung und sagen, ja,

Gleichgewicht der Makronährstoffe und gesunde Gewohnheiten

00:34:03
Speaker
ich esse ja schon überwiegend vegan. Also ich ernähre mich ja weitgehend von den Beilagen. Das heißt, wenn mein Partner dann irgendwie seine Spätzle mit Schnitzel und Soße isst, dann esse ich ja nur Spätzle mit Soße.
00:34:14
Speaker
Und dann denke ich, ja, aber das ist ja nicht ausgewogen. Es fällt ja trotzdem, man braucht das Protein. Also ich weiß nicht, wie es bei dir ist. Ich merke schon, wenn bei mir so, ich sag mal, Protein auf dem Teller fehlt, ich kriege dann irgendwann diesen Heißhunger. Ich brauche jetzt irgendwas richtig Heißhaltiges, was mich sättigt. Meistens ist es dann, ich habe Lust auf ein Stück Tofu. Also ich weiß es nicht.
00:34:36
Speaker
ein bisschen speziell, aber manchmal habe ich wirklich diese Gelüste und dann, wenn ich dann drüber nachdenke, wie hatte meine Ernährung heute ausgesehen, dann denke ich ja ganz klar, ich meine, du hast deinem Körper bisher überhaupt nichts an Protein zugeführt. Es ist klar, dass man nach Protein entsprechend auch lechzt. Und genauso ist es aber mit jedem der anderen beiden Makronährstoffe. Also ich bin davon zu sagen, der Körper braucht alles. Es geht nicht darum, Low Carb oder sonst irgendwas. Kohlenhydrate sind wichtig, gerade bei der veganen Ernährung. Kohlenhydrate
00:35:03
Speaker
die schnellen Energielieferanten und zu sagen, auf die verzichte ich, das ist einfach fatal. Also es geht darum, die wichtigen Kohlenhydrate auszuwählen, nicht zu sagen, ich nehme jetzt die Einfachzucker, indem ich mir Schokolade ohne Ende reinschaufel, sondern ich nehme meine gesunden Kohlenhydrate. Und das ist, glaube ich, das, was die Leute weit genug verankern müssen. Und es geht auch darum, Fett zu sich zu nehmen, aber eben gesunde Fettsäuren und nicht, keine Ahnung, so dick die Butter oder Margarine, die gehärteten Fette auf dem Brot oder sowas.
00:35:32
Speaker
Ja, leider halten sich ja immer noch so Sprüche wie von wegen Fett macht Fett immer noch. Das ist ja sehr schade drum. Dabei sollte also es ist generell bei jeder Ernährungsumstellung wichtig, sich wirklich zu informieren und halt nicht, weil man läuft ja sonst Gefahr, wenn man sich dann halt wirklich irgendwie einen Makronährstoff komplett verbietet auf eine Mangelernährung. Und dann wundert man sich, naja,
00:35:56
Speaker
Mir geht es jetzt mit der veganen Ernährung viel schlechter. Ja, also wenn du kein Fett, gar kein Fett mehr isst oder so oder kein Protein, das hat ja irgendwo Auswirkungen. Die zeigen sich dann früher oder später. Und das ist genau das Phänomen von den ganzen Diäten. Also Diäten verzichten ja ganz häufig auch auf irgendeinen Makronährstoff oder dämmen den zumindest sehr, sehr weit ein. Und dann hat man natürlich zum einen diese Gelüste irgendwie und zum anderen haben wir aber auch ganz häufig das Phänomen, wenn dann die Diät abgeschlossen ist,
00:36:25
Speaker
hast du dann langfristig das gleiche Ergebnis. Oder im schlimmsten Fall kommt dann noch der Jo-Jo-Effekt und dann wiegst du mehr als am Anfang. Richtig. Und deswegen, wenn man sich gesund ernähren möchte und vielleicht auch langfristig mal ein paar Kilos purzeln lassen will, es funktioniert nur über eine Ernährungsumstellung. Diät ist im Prinzip immer, man rutscht in ein Energiedefizit, das lässt die Kilos letztendlich purzeln. Und auch in ein Extrem halt. Und sobald man sich wieder normal ernährt, ist es
00:36:53
Speaker
Häufig so, wie du gesagt hast, der Körper war jetzt auf so eine Nahrungskarenz angewiesen, hat gesagt, oh Gott, oh Gott, wer weiß, weil ich jetzt wieder Nahrung... Hungermodus. Genau, und dann kreiert er sich alles, was er bekommt, wenn du dann normal bist, sag ich mal. Deswegen sollte immer die Devise laut, man sollte eine Form der Ernährung für sich finden, die man dauerhaft durchhalten kann und nicht nur für einen gewissen Zeitraum. Das ist ja genau das Gleiche, was du auch gesagt hast mit dem Sport.
00:37:20
Speaker
Gesundheit ist ja ein ganzheitliches Gebiet, also da spielt ja nicht nur Ernährung und Sport, sondern auch so viel mehr Umfeld, psychische Gesundheit und so weiter eine Rolle. Und da ist es auch entscheidend auf Schlaf und so was, das unterschätzen ja viele. Deswegen, dass man nicht so auf einen Bereich konzentriert, sondern halt alles im Blick hat.
00:37:42
Speaker
Zumal das eine ja auch direkt aufs andere sich auswirkt. Also gerade das Thema Ernährung ist ein sehr emotionales Thema und jeder kann das mal bei sich selber beobachten. Wenn man jetzt schlecht geschlafen hat einfach oder schlecht drauf ist, zu welchen Lebensmitteln greift man dann eher?
00:37:58
Speaker
und sich nicht vormachen. Das ist bei mir ganz genauso. Wenn ich schlecht geschlafen habe, habe ich eher diese Heißhungerattacken und dann will ich vielleicht eher was Süßes. Und das hängt tatsächlich damit zusammen und auch tatsächlich dieses Stress. Es gibt Leute, die unter Stress gar nichts essen.
00:38:14
Speaker
dazu, sich da voll zu stopfen. Also das alles hängt miteinander zusammen und deswegen heißt es einfach, ja, eine gesunde Ernährung, ein gesundes Umfeld, einen gesunden Körper, also Körper, Geist, Seele. Wenn das alles im Einklang miteinander ist, dann klappt das auch mit der Ernährung und dann, ja, erreicht man letztendlich auch seine Ziele, egal, ob das jetzt die sportlichen Ziele sind oder Ernährungsziele. Ja, der Körper ist eine Einheit und das eine funktioniert nicht ohne das andere. Genau, richtig. Ja, und
00:38:42
Speaker
Hast du jetzt vielleicht noch einen Tipp, wie man seine Komfortzone verlässt oder Gewohnheiten ändern kann? Ja, es ist schwierig. Es kommt natürlich immer darauf an, was für ein Typ man ist. Ich persönlich bin ein Typ. Ich mag Challenges. Das heißt, ich probiere Dinge einfach gerne aus.
00:39:01
Speaker
Ich sag, ich mach jetzt auch mal einen Detox-Monat. Das heißt, in diesem Monat verzichte ich weitgehend eben auf Zucker. Zumindest das, was ich selber zum Beispiel an Zucker beeinflussen kann, wo das jetzt sonst drin ist. Das ist zum Teil schwieriger. Aber nicht jeder ist natürlich so veranlagt, um zu sagen, hey, das teste ich jetzt einfach. Wenn man seine Komfortzone eher ungern verlässt, ist es tatsächlich einfach mal dieses Ausprobieren. Also einfach, ich teste das. Ich setze mir selber vielleicht gar nicht das große Ziel. Ich setze mich auch nicht unter Druck.
00:39:29
Speaker
Aber ich sag einfach mal, hey, warum jetzt nicht einen veganen Tag die Woche zum Beispiel?
00:39:34
Speaker
Da ist mir letztendlich nichts genommen. Ich habe dann immer noch meine sechs wischköstlichen Tage, die ich gestalten kann, wie ich möchte. Aber ich befasse mich jetzt an einem Tag mal intensiver einfach mit der pflanzlichen Ernährungsweise. Und dann kann man sich ja auch mit anderen zusammentun. Also ich habe es auch mit Freundinnen, mit denen ich zum Beispiel ganz, ganz gerne koche. Die anderen beiden sind vegetarisch, aber die kochen dann natürlich auch super gerne vegan, weil sie wissen, da sind Veganer in unserer Runde. Und dann wird das ausprobiert. Und gerade wenn man dann gemeinschaftlich sagt, okay,
00:40:00
Speaker
Wir machen jetzt einen Samstagabend mal einen veganen Kochabend und gucken, was fällt uns ein. Und der eine bereitet vielleicht eine Vorspeise zu, der andere kümmert sich um den Nachtisch und der andere um das Hauptgericht. Dann setzt man sich spielerisch mit auseinander. Man hat aber auch dieses gesellschaftliche Umfeld, also dieses Event, dass man sagt, ey, das ist etwas Cooles, weil wir essen zusammen, wir kochen zusammen. Man hat den Austausch zwischendrin und dann merkt man, das macht ja auch richtig Spaß. Und ich glaube, darüber geht auch ganz viel. Das ist gar nicht schwer.
00:40:28
Speaker
Spaß, es schmeckt und es ist eben auch gesellschaftlich wertvoll. Und deswegen, das ist ein ganz, ganz guter Weg, sich einfach anzutasten. Genau. Lernen sollte man ja immer am besten mit Spaß. Absolut, ja. Das lernt man ja auch nicht nachhaltig, ja. Genau. Das betrifft halt alle Bereiche, egal was man lernen will. Ob Ernährung, ob Kanadam für die Schule, fürs Studium, was auch immer. Das sollte man mit Spaß machen, ja.
00:40:53
Speaker
Und mit der Ernährung ist es wie mit dem Sport, das ist ein Training. Also ich kann nicht erwarten, wenn ich jetzt einmal im Fitnessstudio war und eine halbe Stunde die Wichte gestemmt habe, dass ich sofort ...

Abschluss und Erkundung des Veganismus mit Spaß

00:41:02
Speaker
und bei der Ernährung ist es genauso, wenn ich jetzt einmal vegan gegessen habe, kann ich natürlich hinterher nicht sagen, oh, hat das jetzt schon irgendwelche positiven Auswirkungen, hat das schon einen Impakt auf meinen Körper, auf meine Stimmung oder sonst was. Das Ganze funktioniert werden über einen längeren Zeitraum und dann kann man sagen,
00:41:18
Speaker
tut mir das gut, merke ich vielleicht gesundheitlich, dass ich was tue, fühle ich mich vielleicht fitter, schlafe ich besser, habe ich vielleicht sogar eine bessere Haut, habe ich weniger Verdauungsbeschwerden. Und ja, wie gesagt, immer diese Routinen aufbauen und die dann fortführen. Das ist ein ganz, ganz guter Weg bei allen. Genau. Und vor allem, das ist ja der größte Ansporn, weil wenn sich diese Effekte einstellen, dann willst du ja dieses Lebensgefühl, sag ich mal, weiterhin haben und bleibst dabei und steigst nicht nochmal um oder so oder hinterfragst das die ganze Zeit.
00:41:49
Speaker
Und zum Abschluss möchte ich dir noch eine Frage stellen und zwar, welche Botschaft möchtest du unseren Zuhörerinnen mit auf den Weg geben? Generell Ernährung ist ein unglaublich großes Feld und es macht
00:42:03
Speaker
so großen Spaß, wenn man sich ein bisschen damit auseinandersetzt und wenn man vor allem auch entsprechend Lebensmittel, Rezepte, Gerichte neu erfindet, neu für sich entdeckt und damit in der Küche einfach ein bisschen zaubern und jonglieren kann. Und das ist bei einer Ernährungsumstellung, glaube ich, das, was auch ein Stück weit im Vordergrund stehen sollte, der Spaß an der Freude. Das heißt, verbietet euch nichts, geht die Sache entspannt, macht euch selber keinen Druck, versucht
00:42:28
Speaker
Also sukzessive einfach mal umzusetzen, in euren Alltag zu integrieren. Und dann werdet ihr merken, eine vegane Ernährung ist kein Hexenwerk. Und wenn man sich gerade intensiver mit befasst, ist es auch gar nicht so schwer, auf diese Ausgehobenheit auf den Teller zu achten und dann auch Nährstoffmängeln etc. entsprechend vorzubeugen. Genau. Bloß nicht in eine Extremfeinheit. Oh ja. Genau. Okay. Vielen, vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast. Danke für deine wertvollen Tipps.
00:42:53
Speaker
Und ich wollte fragen, wenn jetzt die Zuhörer noch mehr über dich erfahren wollen, wo können sie dich am besten erreichen? Oder auch vielleicht ein Coaching? Also prinzipiell kann man, bevor man mit mir irgendeinen Coaching bucht, sich erstmal kostenlos und unverbindlich mit mir auseinandersetzen. Das heißt, ein kleines Kennenlerngespräch telefonisch vereinbaren. Und dann sieht man, passt es ja auch menschlich oder passt es weniger menschlich? Und wer da Interesse hat, kann zum einen auf meiner Webseite vorbei schauen. Das ist zum einen
00:43:22
Speaker
www.veganesse.net. Da findet man dann auch das Kontaktformular, über das man mich direkt kontaktieren kann. Wer aber jetzt eher sagt, ich probiere das einfach mal selber aus, suche vielleicht aber noch das eine oder andere Rezept.
00:43:34
Speaker
der ist gerne eingeladen, auf meinem veganen Food-Blog entsprechend sich umzuschauen. Das ist www.schürzenträgerin.de. Und auch da kann man mich über das Kontaktformular erreichen, sowohl was den Blog angeht, als auch was die Ernährungsberater angeht. Und natürlich Social Media, aber das findet man wiederum dann auch, die entsprechenden Kamele über die beiden Webseiten. Dann danke schön für deinen Besuch hier im Podcast. Und ich wünsche dir noch einen ganz schönen Tag.
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Speaker
Vielen lieben Dank, Patrizia. Danke für die Einladung und vielen Dank. Okay, danke schön.
00:44:22
Speaker
Abonniere uns auch auf iTunes, Apple Podcasts, Spotify, Google Podcasts oder einem anderen Anbieter deiner Wahl und lass gerne eine Bewertung da. Die zugehörigen Links findest du in den Show notes. Teile den Podcast auch gerne mit deinen Liebsten, damit auch sie zukünftig ihrer Gesundheit wieder mehr Beachtung schenken.
00:44:40
Speaker
Vielen lieben Dank und einen wunderschönen Tag wünsche dir das ganze VeganAthletes und Mr. Broccoli Team. Aber Achtung, als kleiner Reminder, die Inhalte dienen lediglich rein informativen Zwecken und ersetzen keinen Arztbesuch. Solltest du körperliche Leiden haben oder an einer ernsten Krankheit leiden, wende dich bitte immer an einen Arzt.