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#549: Triathlon - So bereitest du dich richtig vor! - Teil 1 image

#549: Triathlon - So bereitest du dich richtig vor! - Teil 1

E549 · Higher Health Podcast
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112 Plays6 years ago

In dieser Vegan Podcast Episode interviewe ich Alex von Vegavero live aus Berlin. Alex ist den Ironman Triathlon mitgelaufen und erzählt uns heute wie auch du so eine Herausforderungen selber schaffen kannst und was für Vorbereitungen müssen getroffen werden und wie die Ernährung auf deine Leistung mit reinspielen.

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Transcript

Einführung von Alex und seinem Ironman-Erfolg

00:00:02
Speaker
Heute bin ich im schönen Berlin hier bei Vega Vero mit dem lieben Alex und der Alex ist ein Triathlon Finisher. Nicht nur ein Triathlon Finisher, sondern den Iron Man.
00:00:17
Speaker
Finisher und das ist was ganz

Herausforderungen und Vorbereitungen für Triathlons

00:00:19
Speaker
besonderes. Er ist den Iron Man in Frankfurt mitgelaufen und berichtet uns heute und du lernst ganz ganz viel darüber, wie du auch so eine Herausforderung selber schaffen kannst, was davon an Vorbereitung notwendig ist und natürlich wie die Ernährung und gegebenenfalls auch Ergänzungsmittel damit rein spielen.

Alex' sportlicher Werdegang: Fußball zu Triathlon

00:00:40
Speaker
Alex!
00:00:41
Speaker
Hallihallo mein Lieber, wie gut geht's dir? Hallo Christian, vielen lieben Dank für die nette Intro. Mir geht's gut.
00:00:48
Speaker
Triathlon ist jetzt eine Woche her. Insofern ist alles wieder frisch. Alle Zellen sind aufgefüllt und ich habe einfach einen schönen Tag heute. Schön, dass du hier bist. Ja, das sehe ich. Deine Augen leuchten und ich durfte ja schon ein bisschen was von deinem Team erfahren. Nur was hat dich denn jetzt überhaupt dazu gebracht, ein Triathlon zu machen, dass wir erstmal über die sportliche Schiene gehen und dann stellen wir dich auch so ein bisschen als Unternehmer vor?
00:01:14
Speaker
So, den mache ich gerne. Ich glaube, ich kann es gar nicht mehr so genau sagen, weil es jetzt nicht einen einzelnen Anlass gab. Ich selber habe, und ich versuche, mich kurz zu fassen, ich habe mit sechs Jahren angefangen, Fußball zu spielen und das habe ich durchgezogen bis Anfang Mitte 20.
00:01:32
Speaker
Also immer schon sportlich aktiv, da macht man zweimal die Woche Training, sonntags ein Spielchen. Und dann bin ich aus meiner Heimatstadt Hannover zum Studium nach Köln und dann war es vorbei mit Mannschaftssport bzw. ich habe mich nicht mehr richtig darum gekümmert und habe einfach als Ausgleich angefangen, so ein bisschen zu

Gewichtsreise und Fokus auf Ernährung

00:01:50
Speaker
laufen. Ist jetzt auch schon wieder 20 Jahre her.
00:01:53
Speaker
Das heißt, so ein-, zweimal die Woche die Laufschuhe angezogen und hab dann ein-, zwei Runden gedreht. Ich weiß jetzt gar nicht, fünf Kilometer, sechs, sieben, acht.
00:02:03
Speaker
Dann kam der erste Job, dann wurde es mit dem Laufen noch weniger. Da habe ich auch ein bisschen zugenommen. Jetzt war ich im Studium Mitte 20 und den Job habe ich dann auch mit 26, 27 angefangen. Und ich glaube, das ging so bis 31, 32, bis ich gemerkt habe, dass die Anzuchhosen immer mal eine Größe größer wurden.
00:02:24
Speaker
Und die Löcher im Gürtel auch immer ein bisschen weiter. Jetzt muss mich konzentrierender rechts rücken, also auch der größeren Umfang brauchte.

Erstes Marathontraining und Laufentwicklung

00:02:33
Speaker
Und dann habe ich eigentlich erst angefangen, ein bisschen mehr um Ernährung und Sport zu kümmern. Lange Rede für eine relativ einfach Antwort. Und habe dann angefangen zu laufen.
00:02:45
Speaker
Das heißt, den ersten Marathon und dazu ist es dann gekommen nach, ich sag mal, einem Jahr Training und ein bisschen Halbmarathon. Das müsste gewesen sein vor zwölf Jahren. Insofern, bitte. Ganz kurze Zwischenfrage. Du hast gesagt, du hast so ein bisschen Übergewicht gehabt und was ist Übergewicht und was fickst du jetzt heute, wenn du in Triathlon
00:03:06
Speaker
Muss ich da 6 Prozent Körperfett haben und 70 Kilo noch wiegen für ein Triathlon? Nee, überhaupt nicht. Ich bin auch niemand, der sich regelmäßig wiegt oder der groß auf Körperfett achtet und sich laufend seine Daten anguckt. Das ist jetzt weder gut noch schlecht, weil die, die es machen, die machen das aus gutem Grund. Ich mache es eher aus dem Bauch heraus. Ich weiß aber noch, was ich gewogen habe zu Zeiten, als ich gestartet bin. Und das war schon deutlich Richtung 90, vielleicht auch einen Tick drüber.
00:03:34
Speaker
Und jetzt, wenn ich einen Triathlon starte, bin ich so bei 76. Wow. Okay. Und du hast aber jetzt dir nicht zugetraut, mit 90 Kilo den Triathlon zu starten, oder? Ich hab einfach damals gar nicht drüber nachgedacht. Da gab's auch noch keinen Triathlon

Beginn des Radfahrens und erster Triathlon

00:03:50
Speaker
für mich. Sondern durchs Laufen kam ich dazu, dass mich mein Freund fragte, ob wir Rennrad fahren wollen. Ist jetzt sieben, acht Jahre her. Dann hab ich zu Weihnachten Rennrad bekommen, ein günstiges, nichts Besonderes. Und so fing's Radfahren an.
00:04:03
Speaker
Als ich erfahren habe, dass man das kombinieren kann und ich eh schon Spaß beim Laufen hatte, Spaß beim Radfahren hatte, so kam ich durch Zufall überhaupt an den ersten kurzen Triathlon, der dann auch nicht lang geplant war. Ich habe das gelesen und dann habe ich irgendwie vier Wochen später da ohne großes Training teilgenommen. Das war die Sprintdistance wahrscheinlich?
00:04:24
Speaker
Richtig. Also es gibt beim Triathlon ja verschiedene Distanzen. Also die bekanntesten sind wahrscheinlich die Olympische Distanz. Da reden wir von 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen. Die Sprintdistance ist davon nochmal die Hälfte, soweit ich weiß. Und dann gibt es noch ein, zwei dazwischen, bevor wir dann zum Ironman kommen.
00:04:46
Speaker
Und du hast dich direkt in den Ironman geworfen.

Erfahrungen mit einem Mitteldistanz-Triathlon

00:04:49
Speaker
Mal ganz kurz vorab. Wir reden hier von 180 Kilometer Fahrradfahren. Wir reden von einem kompletten Marathon Laufen, also 42 Kilometer Laufen. Und wir reden von wie viel Kilometer Schwimmen? 3,8. 3,8 Kilometer Schwimmen. Wie genau
00:05:10
Speaker
Wie kamst du jetzt dann auf überhaupt die Idee und wie genau hast du dir es vorgestellt, dass du das dann tatsächlich auch schaffst? Also angefangen, oder habe ich eben schon kurz gesagt, ging es mit einem ganz kleinen Triathlon, so eine Art Volkstriathlon. Du hast es auch gerade eben nochmal aufgezeigt, der ist so halb so lang wie so ein Olympischer, also wirklich ein ganz kleiner. Da kann jeder, nicht jeder, aber da kann man schon mitmachen, wenn man ein bisschen sportlich ist. Man muss sich aber nicht groß vorbereiten.
00:05:39
Speaker
Und dann habe ich eine Veranstaltung gesehen in Berlin. Die heißt Berlin Man. Die findet am Wannsee statt, alle zwei Jahre. Und das ist eine Mittel-Distanz. Mittel-Distanz bedeutet fast exakt die Hälfte von einem Iron Man. In dem Fall sind das 2,2 Kilometer Schwimmen. Also ein bisschen mehr als die Hälfte. 2,2 Schwimmen, 90 Kilometer Rad und zum Abschluss noch ein Halbmarathon.

Trainingsstrategien: Zielzeiten vs. Abschluss

00:06:05
Speaker
Das war dann wirklich die erste Herausforderung, wo ich auch ein bisschen trainiert habe, wo ich geschwommen bin vorher, weil alleine 1,8 Kilometer, ich bin kein guter Schwimmer und kein schneller Schwimmer, ich bin brustgeschwommen. Das machen eigentlich alle die, die das ein bisschen öfter machen. Ihr werdet niemals jemand sehen, der brustschwimmt, weil ich nicht kraulen konnte. Also bin ich brustgeschwommen.
00:06:25
Speaker
Hab da eine gute Stunde gebraucht und bin als letzter aus dem Wasser. Hab mich auch nicht gestört, aber das war so das, wo wir gesagt haben, hey, das probiere ich jetzt mal aus. Das hört sich nach einer Herausforderung an. Schaffe ich das oder schaffe ich das nicht? Und was fällt dir da am schwierigsten oder wenn du jetzt sagst, hey,
00:06:43
Speaker
Wenn du dich vorbereitest auf einen Triathlon, egal welchen, musst du wirklich alle drei Disziplinen trainieren? Zu gleichen Zeit? Oder ist es quasi so, dass du auf jeden Fall mehr Laufen trainieren musst oder mehr Radfahren, weil das die längste Distanz ist? Was fühlst du das an? Jetzt kommt es ganz auf deine Zielsetzung an. Wenn du jetzt erstmal startest,
00:07:04
Speaker
und nur ankommen möchtest, dann kannst du es eigentlich so machen, dass du guckst, das ist natürlich jetzt wirklich das kleinste Ziel, ich möchte ankommen. Und da muss man aufpassen, dass man nicht in einer Disziplin so langsam ist, dass man quasi vom Besenwagen eingeholt wird und nicht mehr teilnehmen darf. Jetzt rede ich wirklich über das kleinste mögliche Ziel. Sprich, bei mir ist das Schwimmen.
00:07:28
Speaker
Und wenn ich merke, dass zum Beispiel man bei einer Stunde 20 vom Besenwagen beim Schwimmen eingeholt wird, quasi vom Besenmotorboot, dann sollte man zumindest gucken, dass man das so gut trainiert, dass man durchkommt und weitermachen darf. Diese Sportart trainieren. Wenn du sowieso schon Rad fährst und läufst.
00:07:49
Speaker
Anders sieht es aus, wenn du nicht dieses kleine Ziel hast, sondern ein bisschen ambitionierter dir schon Zeitziele vornimmst.

Bedeutung der Tempoeinteilung im Triathlon

00:07:57
Speaker
Muss man nicht, aber es gibt viele, die machen das. Hast du das gemacht? Ich habe mir bisher, ich habe mir bei den großen Rennen, davon rede ich jetzt vom Ironman, kein Zeitziel gegeben, sondern gesagt, ich möchte ankommen.
00:08:09
Speaker
Und ich möchte so ankommen, dass ich nicht vor Erschöpfung umfalle, sondern immer in einem Bereich laufe, was meine Herzfrequenz betrifft, dass meine Muskulatur noch gut mit Sauerstoff versorgt wird, sodass ich nicht irgendwie mittendrin Muskelkrämpfe oder ähnliches habe, sondern wirklich mit einem Lachen die Sache angehen kann. Ich habe aber auch, und das um deine Frage konkret zu beantworten, mir bei dieser Mitteldistanz
00:08:38
Speaker
Zeitziele vorgenommen, bin relativ schnell für meine Verhältnisse geschwommen, Rad gefahren, auch so, dass mein Puls schon am Anschlag war, und hab dann festgestellt nach zehn Kilometern, dass ich nicht mehr laufen konnte. Sprich, wenn die Batterien leer sind, wenn die Körner nicht mehr da sind, bei so vielen Stunden, die man unterwegs ist, hab ich jetzt zweimal erlebt,
00:08:59
Speaker
dann geht gar nichts mehr. Und das ist eine Lernkurve, die kann ich auch jedem nur mitgeben. Jetzt verbal und wahrscheinlich muss man sie selber machen. Ich weiß gar nicht, ob man das überhaupt vermitteln kann. Jeder muss wahrscheinlich selber mal auf den Hosenboten fliegen, dass man wirklich sich
00:09:18
Speaker
so vorbereitet und so einen Triathlon umsetzt, dass man immer noch genug Power hat, nicht entspannt, aber durchaus so, dass man nicht abbrechen muss, dass man nicht auf einmal gehen muss beim Laufen, dass man das alles durchziehen kann und das kann man trainieren.
00:09:38
Speaker
Super Info.

Trainingsplan und Schwimmtechnik

00:09:39
Speaker
Wie genau trainiere ich das denn? Also muss sich vorher auch ein Ironman dann laufen, um das rauszufinden? Oder was meinst du, wie kannst du das trainieren? Auch da erzähle ich gerne meine eigene Geschichte. Da gibt es verschiedenste Vorgehensweisen. Da kann man sich auch im Internet informieren. Es gibt viele, die Koppeltraining machen. Das heißt, es werden zwei Sportarten hintereinander trainiert, sodass der Körper sich schon dran gewöhnen kann an die Belastung.
00:10:07
Speaker
Zum einen als auch an die unterschiedliche Art und Weise, wie du dich fortbewegst. Das heißt, wenn du auf dem Rad sitzt für drei Stunden und dann auf einmal ins Laufen gehst, dann wird man sehen, dass das völlig unrund läuft, weil der Körper nach drei Stunden Fahrrad sich überhaupt nicht, zumindest nicht innerhalb von Sekunden, ans Laufen gewöhnen kann. Das sind Dinge, die kann man trainieren.
00:10:33
Speaker
Die habe ich auch in Ansätzen trainiert, das ist so, aber tatsächlich nicht so wie wirkliche Profis oder sehr ambitionierte Athleten das machen. Sondern mein Training bestand daraus, dass ich die Einzeldisziplin trainiert habe. Ich sage auch gleich noch etwas, insbesondere zum Schwimmen. Das heißt, ich bin regelmäßig einmal die Woche lange Rad gefahren und wenn ich von lange Radfahren spreche, dann ist das immer 120, 130 Minuten.
00:10:58
Speaker
und mehr, Kilometer und mehr, das ging dann so bis 200 Kilometer. Das ist die Vorbereitung einmal die Woche. Und genauso, das macht auch nicht jeder, ein langer Lauf einmal die Woche. Ich bin einfach mindestens einmal die Woche 25 Kilometer oder 30 Kilometer gelaufen.
00:11:13
Speaker
So, die Disziplin beherrsche ich auch halbwegs. Halbwegs heißt, ich bin so im unteren Mittelfeld, komme gut durch. Und beim Schwimmen, und das kann ich nur jedem empfehlen, der mit dem Schwimmen nicht so, wie soll ich sagen, nicht jeden Tag aktiv ist und vielleicht auch das letzte Mal zum Schulschwimmen oder in der Jugend geschwommen ist, ich habe mir einen Schwimmtrainer geholt.
00:11:35
Speaker
Das kann man bei der örtlichen Badeanstalt machen, da muss man nicht extra sich einen Personal Trainer suchen, sondern auch in Berlin und in jeder Stadt bieten die öffentlichen Bäder Schwimmtraining an. Da muss man dann halt seinen Obolus entrichten für eine Privatstunde, wenn man das nicht in einer Gruppe macht, was auch geht. Und hab mir Graultechnik beibringen lassen oder wieder auffrischen lassen. Das war für mich der Key. Vielleicht mag ein anderer brauchen Lauftrainer oder braucht Tipps beim Radfahren, aber bei mir war es wirklich
00:12:03
Speaker
Kraulen lernen und möglichst wenig Energie verwenden beim Schwimmen.
00:12:08
Speaker
Gehen wir mal da rein. Du hast jetzt gesagt, Kraulen, Lähnen ist ganz, ganz wichtig.

Ausrüstung und mentale Einstellung im Triathlon

00:12:13
Speaker
Wie sieht es denn mit Equipment aus? Also du brauchst wahrscheinlich für das Schwimmen eine Badehose und ganz wichtig eine Brille. Dann vielleicht noch eine Badekappe beim Radfahren. Und bei dem Joggen sieht es dann wahrscheinlich schon ein bisschen umfangreicher aus, gerade beim Radfahren. Also wie wichtig ist jetzt beispielsweise ein professionelles Rad, gute Schuhe? Was sind da so die wichtigsten Tipps?
00:12:37
Speaker
Gebe ich gerne mit auf den Weg und ich hoffe, dass es noch viele andere gibt, die damit mit anderer Meinung und anderem Equipment unterwegs sind. Bei mir ist das tatsächlich sehr spartanisch. Und ich bin der Meinung, wenn man in einem Amateursegment und mit dem Trainingsaufwand, den ich aufgebracht habe, neben Familie und Beruf unterwegs ist, dann ist das Equipment nicht so ausschlaggebend. Was meine ich damit? Ich mache das Beispiel Fahrrad.
00:13:05
Speaker
Ich habe ein ganz normales Fahrrad. Das ist eine Hausmarke von, glaube ich, einem der größten Fahrradhändler. Die heißen Startler. Also ist jetzt kein Canyon-Directbike, sondern Startler-Zweiradfirma. Kennt vielleicht jeder. Keine Ahnung. Und die haben für 1000 Euro ein Rennrad gehabt, ein neues. Das ist auch kein Carbonbike oder irgendwas sophisticated, sondern ein ganz normales Alubike mit einer Shimano-Schaltung. Ich sage mal 0815.
00:13:34
Speaker
Wenn du sowieso 6 oder 6,5 Stunden brauchst und ich hätte ein 10 oder 15.000 Euro Rad mit integrierten Trinkflaschen, mit der Automatikschaltung von Shimano, dann wäre ich vermutlich mal vielleicht 10 Minuten schneller. Aber 10 Minuten für 10.000 Euro, wo ich sowieso 13, 14 Stunden brauche, macht für mich einfach keinen Sinn.
00:13:55
Speaker
Wenn man das liebt und da drin aufgeht, dann kann ich jedem empfehlen, mach das. Aber für die Performance, aus meiner Sicht, wenn man einen Triathlon beginnt, einen ganz einfachen, aber auch so wie ich später, so einen richtigen Ironman, da kann man mit übersichtlichen Investitionen, ja auch 1000€ ist Geld,
00:14:14
Speaker
Und ja auch meine Schuhe, die kosten auch immer 140 Euro, aber die brauchst du schon. Und dann habe ich wirklich, da gebe ich dir jetzt Recht, ich habe tatsächlich nur eine Badehose und eine Brille. Ich habe noch nicht mal so einen Triathlon-Anzug, den du eigentlich im Wasser trägst und dann auf dem Fahrrad. Ich ziehe mich immer um.
00:14:33
Speaker
Okay, also das heißt, du kannst auch schon mit ganz, ganz minimalem intensiven Aufwand ein Triathlon starten. Natürlich sind die ganzen Tipps, die jetzt Alex gegeben hat, für einen Amateur, nenne es jetzt mal so. Wir reden hier nicht von Profi-Startern.
00:14:49
Speaker
die dann eben Zeiten jenseits der sieben, acht Stunden anstreben, sondern wir reden davon, dass wir einfach diesen Ironman mal mitmachen möchten, und da sind die Tipps doch sehr, sehr wertvoll, beziehungsweise hört der eine oder andere da raus, dass er jetzt dann doch kein 10.000 Euro Bike dafür haben muss. Viel wichtiger ist, dass du da eben trainierst und dass du das Mindset groß hast. Also, ich würde, bevor wir zum Thema Ernährung im zweiten Teil

Mentale Vorbereitung auf den Ironman

00:15:17
Speaker
gleich gehen,
00:15:17
Speaker
noch mal das Thema Mindset aufgreifen. Was genau spielt sich da oder was hat sich vor dem Iron Man in deinem Kopf abgespielt und was genau spielt sich während dem Iron Man in deinem Kopf ab? Fangen wir mal an, wie war es vorher? Hast du dir ganz klar, hast du gesehen, du wirst querst die Ziellinie als Ester im roten Band oder wie sieht es da aus?
00:15:41
Speaker
Also es gibt, wenn du sprichst vor dem Ironman, dann gibt es vielleicht zwei Antworten darauf. Das eine ist mit Start des Trainings. Das fängt ja schon drei Monate vorher an. Also schon, sage ich jetzt. Es gibt auch genügend Teilnehmer, die ein Jahr vorher starten.
00:15:58
Speaker
Ich habe sowieso schon immer Sport gemacht, auch vor diesen drei Monaten. Aber die intensive Zeit, wirklich darauf hinzudrehen, waren drei Monate. Und da habe ich mich dann auch intensiver mit befasst. Auch beim Training mir Gedanken gemacht, wie könnte ich die jeweiligen Disziplinen absolvieren.
00:16:12
Speaker
Das hat sich immer schon festgesetzt, weil dann überlegt man sich am Mittwoch, okay, schaffe ich das, Donnerstagmorgen muss ich das schieben, weil das Zeitfenster ist nicht so groß, drei Monate. Also setzt du dich quasi jeden Tag damit auseinander. Aber nicht im Stress, das ist mir nochmal ganz, ganz wichtig, sondern immer mit Spaß. Es hat mich niemand verdonnert, das zu tun. Ich hatte Bock drauf, ich hatte richtig Bock drauf und ich habe das auch immer mit einem Lachen gemacht.
00:16:35
Speaker
Ich musste mir da keinen Wecker stellen oder mich irgendwo überwinden, sondern Sport macht mir einfach Spaß. Das kombiniert mit einem Ziel. Ich wollte immer mal auf so einer 3.000 Menschen-Profi-Veranstaltung teilnehmen. Das habe ich noch nie erlebt. Da habe ich drüber nachgedacht.
00:16:52
Speaker
Intensiver wurde es dann nochmal die 3-2 Wochen vorher. Wenn du kurz davor bist, mit dem Intensivtraining aufzuhören, das ist ja so 3-2 Wochen vorher, wirst du dann mit dem Aufbau deiner Kondition oder überhaupt deiner gesamten Physis auf für diesen Triathlon, dann ist auch eh nicht alles, was du danach machst, bringt sowieso nicht mehr viel, wenn du nicht 3 Wochen vorher fit bist oder 2 Wochen.
00:17:18
Speaker
Und dann bist du noch mal stärker in das Thema involviert, machst dir Gedanken, stellst dir auch durchaus den Zieleinlauf vor.

Wetterbedingungen und Familienbedenken

00:17:27
Speaker
Aber was super spannend dieses Jahr war, da bin ich auch so ein bisschen an meine Grenzen gestoßen, vielleicht hat es der eine oder andere mitbekommen, wir hatten super heiße Wochen in Deutschland und es waren für den Ironman in Frankfurt 40 Grad angesagt.
00:17:45
Speaker
So, jetzt habe ich auch Familie und weiß selber, was 40 Grad draußen bedeuten. Warum erwähne ich die Familie? Weil die natürlich eh schon sagt, Mensch, jetzt bist du viel trainieren. Musst du jetzt auch noch deine Gesundheit bei solchen Wetter auf, nicht aufopfern. Jetzt fehlt mir das richtige Wort. Also musst du das wirklich ruinieren. Danke schön. Musst du deine Gesundheit ruinieren. Und das waren noch mal Dinge, wo ich tatsächlich darüber nachgedacht habe, aufgrund der Temperatur nicht dran teilzunehmen.
00:18:11
Speaker
Ich dann hin und her überlegt habe und ich mich auch nicht unter Druck gesetzt habe wegen des Trainings. Das kann ich vielleicht auch noch mal als Tipp, als meinen persönlichen Tipp mit auf den Weg geben. Der Weg ist das Ziel und alleine dieses Training hat so viel Spaß gemacht. Wenn es dieses Jahr nichts geworden wäre, ja, dann hätte ich es ein Jahr später gemacht.
00:18:29
Speaker
Ich erzähle es jetzt ein bisschen einfacher als es ist, weil ich hätte mich schon geärgert, aber ich hätte es geschoben. Und am Ende haben wir gemeinschaftlich gesagt, weißt du was, jetzt guckst du dir das mal an, jetzt fährst du hin, du bist angemeldet und du musst uns versprechen, und das habe ich auch meiner Familie versprochen, wenn es halt zu warm wird, dann steigst du einfach vom Rad, setz dich schön hin, aber mach dich nicht kaputt.
00:18:50
Speaker
Und das habe ich durchgezogen. Das heißt, im Gegensatz muss ich zugeben, vielleicht zum einen oder anderen, und jetzt kommen wir nachher auch nochmal auf das Thema Ernährung und Körpertemperaturregulierung während des Ironman, bin ich total vorsichtig gewesen.
00:19:06
Speaker
durchaus professioneller, als ich es mir selber zugetraut hätte. Ich war an keinem Punkt ermattet, ermüdet oder in Nähe eines Sonnenstichs. Es war alles im Nachhinein, vielleicht etwas rosarot, ein perfekter Tag. So. Und an dem Tag habe ich mich tatsächlich dann während des Fahrens, während des Schwimmens auch auf den Zieleinlauf konzentriert, habe drüber nachgedacht, wie das wird und habe daraus noch mal zusätzliche Motivation gezogen. Das war einfach genial.
00:19:32
Speaker
Also auch bei Schwächephasen jetzt, wo du sagst, okay, das ziehe ich jetzt durch, jetzt bin ich schon dabei, ich sehe mich schon im Ziel. Ja, genau. Es waren, was weiß ich auch noch genau, es waren genau drei Punkte, wo es wirklich eng, nicht eng wurde. Ich kann jetzt hier nicht von der Krise reden.
00:19:51
Speaker
Aber es gab drei Punkte an dem Tag, wo es wirklich sehr, sehr heiß war. Wenn du quer durch Hessen fährst auf dem Fahrrad, du nicht mehr von der letzten Gartendusche nass bist, sondern trocken, nicht mehr genug auf die nächste Verpflegungsstation wartest und dann blasen dir so 40, gefühlte 40, 42 Grad Wind bergauf als Heißföhn entgegen, dann sagst du schon, hoffentlich ist das hier bald zu Ende. Und das Gleiche auch beim Laufen.
00:20:18
Speaker
Es war die ersten Runden extrem heiß und es war kein Schatten. Jetzt gibt es Verpflegungsstationen, das kann ich auch nur jedem raten. Immer stoppen, immer trinken, immer kühlen. Und wenn du halt zwischen zwei Stationen bist und du hast einfach noch mal 10 Minuten bis zur nächsten und die Sonne, die brennt auf deine Birne, dann sagst du schon, boah, ey, was ist das für ein Tag?
00:20:41
Speaker
So, das waren Situationen, wo ich echt gesagt habe, komm, jetzt musst du da durchziehen und du auch in deinen Zieleinlauf denkst. Und dann, als die wirklich, als die Situationen hinter mir lagen, hat es einfach nur noch Spaß gemacht. Okay. Also.

Einführung in Ernährung und Supplemente

00:20:58
Speaker
Es hat Spaß gemacht, du hast es gerade gehört, unglaublich zu hören, dass so was Spaß macht nach so vielen heißen Temperaturen und so vielen Kilometern. Da frage ich gleich nochmal im zweiten Teil darüber nach und im zweiten Teil erfährst du auch, wie die Ernährung während des Wettkampfes und in der Vorbereitungsphase aussah, vom lieben Alex. Und was natürlich eben auch er gegebenenfalls supplementiert hat, beziehungsweise wie wichtig dieses Thema der Ernährung ist.
00:21:28
Speaker
All das im zweiten Teil. Schalt also wieder ein. Bis gleich.