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Die vegane Welt neu denken #4: Chris Eberl: "Die Welt neu tun"

Higher Health Podcast
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128 Plays5 years ago

Die (vegane) Welt neu denken.

Wie Du angstfrei lebst und mit vernetztem Denken die Welt veränderst.

Chris Eberl ist Dozent an der TU München und Multi-Unternehmer. Er entwickelte mehrere Tools und Firmen die unter anderem von großen Zeitungen genutzt werden.

Jetzt hörst du Chris Eberl´s Plädoier vernetzt zu denken und Psychologie + Geschichte als Mix die Welt besser begreiflich zu machen und so Ableitungen für eine positivere Zukunft zu gestalten. Chris liefert dazu auch direkt Beispiele mit und hat ein Tool entwickelt mit dem jeder selbst Antworten auf komplexe Fragen entwickeln kann: https://kuebernetik.de

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Transcript

Einführung in die Serie 'Die vegane Welt neu denken'

00:00:00
Speaker
Macht mit, helft euch, seid lieb zueinander, verzeiht euch selbst und helft, dass es allen besser geht.
00:00:19
Speaker
Willkommen zum Format Die vegane Welt neu denken, deinem neuen Lieblingsformat, wenn es um die nachhaltige Zukunft aussieht und wie es dir darin gehen wird.

Vorstellung von Chris Ebel, Dozent und Unternehmer

00:00:32
Speaker
Und heute mit dem Titel, wie du Angstfrei lebst und mit vernetztem Denken die Welt verändern kannst.
00:00:39
Speaker
Und dafür habe ich wieder einen Special-Gast. Nämlich unser heutiger Gast Chris Ebel ist Dozent an der TU München und Multi-Unternehmer.

Verständnis der Welt als vernetztes System

00:00:50
Speaker
Er ist Gründer und Geschäftsführer mehrerer Unternehmen, welche Tools und komplexes Software entwickeln, die unter anderem von den ganz großen Publishern hier in Deutschland genutzt werden.
00:01:03
Speaker
Seit nun über 20 Jahren versucht Chris, die Welt als vernetztes System besser verständlich zu machen. Warum beispielsweise passieren Dinge, die augenscheinlich nicht sein können oder unerwartet sind? Wo liegt die Magie in einer bestimmt verzwickten Systematik, sozusagen das Herz der innerwohnenden Komplexität?
00:01:23
Speaker
Er beschreibt jetzt in seinem Plädoyer, vernetzt zu denken und Psychologie plus Geschichte als Mix zu verstehen, die Welt besser begreiflich zu machen und daraus Ableitungen für eine positive Zukunft zu gestalten.
00:01:39
Speaker
Chris liefert dazu auch direkt Beispiele in den nächsten 22 Minuten mit und hat ein Tool entwickelt, mit dem auch du selbst Antworten auf komplexe Fragen oder vielleicht sogar deine eigenen komplexen Fragen findest.
00:01:54
Speaker
Du findest das Tool unter kybernetik mit ue.de oder in den Show Notes. Jetzt viel Spaß mit Chris. Er ist ein langjähriger Wegbegleiter von mir und ein richtig erfolgreicher Familienmensch. Eine Person, zu der ich regelmäßig aufschaue. Lieber Chris, schön, dass du dabei bist.

Historischer Wandel: Von Untertanen zu Konsumenten

00:02:15
Speaker
Let's go!
00:02:20
Speaker
Ja, Christian, vielen Dank für die Gelegenheit zu deinem Herzensthema, die Welt neu denken, sprechen zu können und vielleicht auch dabei meine Herzensangelegenheit, die Welt neu zu tun, mit verbinden zu können. Das Vegane hat aus meiner Sicht eine sehr starke Rückbesinn der Komponente. Das heißt Körper, Natur. Wo kommen wir her? Wie sollten wir vielleicht wieder leben?
00:02:50
Speaker
vermengt mit den Möglichkeiten, die wir auch heute haben. Und vielleicht eine kleine, kurze, geschichtliche Rückbesinnung. Wir Menschen wurden in der Vergangenheit gesehen als Leibeigene, als Dominierte von Herrschern, Königen und Sonstiges. Diese versprachen den Menschen Schutz, damit man nicht Opfer wurde. Die Menschen haben dann als Lösung für sich entwickelt, zu glauben, Gott
00:03:21
Speaker
Geister oder sonstiges zu entwickeln, um irgendwie in dieser Welt zurecht zu kommen. Später, als die Herrschersysteme sich vergrößert haben, weil in der Spieltheorie ist es immer so, wenn einer größer wird, muss man selber auch größer werden, weil sonst geht man unter oder wird übernommen, hat sich dann die Nation, das Volk entwickelt.
00:03:43
Speaker
Das Volk aber hatte irgendwann über die Zeit, weil es ja gebündelt wurde und nicht mehr so schön in Dörfern leben konnte, wo man sein eigenes Ding machen konnte, hatte als Zielvision plötzlich das Thema Freiheit. Das wurde ganz stark untermauert, unterstützt, entwickelt von der Aufklärung. Auch hier wieder unterfüttert von sehr viel Bildung, was die Menschen zu mündigeren Bürgern machte. Und heute
00:04:11
Speaker
Natürlich sind wir heute auch noch ein Volk oder in Nationen aufgeteilt. Natürlich sind wir heute auch noch Bürger. Alles aber ein bisschen unwichtiger. Das Wichtigste, was wir heute sind und wie uns die herrschenden Systeme auch sehen, ist, dass wir Konsumenten sind. Und das wichtige Punkt. Der demokratische Bürger ist ein bisschen in den Hintergrund getreten.
00:04:41
Speaker
was erstmalig gefährlich ist, weil ja auch viele Millionen Menschen dafür gestorben sind, dass wir da sind und wir vergessen leider die Opfer dieser Menschen für unseren Lebensstand zu kämpfen. Aber gleichzeitig lassen wir uns in eine verhängnisvolle Schleife von Konsumieren und vielleicht auch sinnlosen Wachstum und Ressourcenverbrauch hineinziehen.
00:05:07
Speaker
Und das Versprechen des herrschenden Systems ist ja Wohlstand, was immer schon ein Ziel der Menschheit war, sowie auch Schutz und Frieden und Freiheit ja auch immer Ziele waren. Nur das nächste höre ist eben der Wohlstand bis hin zur Selbstverwirklichung und allen Möglichkeiten, die wir auch heute haben und vielleicht noch in Zukunft noch dazu bekommen. Und entstanden ist dieses maßgeblich durch den technischen Fortschritt.
00:05:34
Speaker
Bestimmte, sich fast exponentiell entwickelnde Geschehnisse, Erfindungen der letzten 100, 200 Jahre haben es ermöglicht, dass viele, viele Menschen aus der Armut ausgetreten sind und in ein im Vergleich zu früher annehmliches Leben gekommen sind. Das heißt aber nicht, dass wir uns oder diese Menschen, die jetzt heute nicht mehr so arm sind, wie sie früher gewesen wären,
00:05:59
Speaker
glücklich sind. Nein, weil in dem Konsumentensystem jedem erzählt wird, dass man einen Mangel erfährt, wenn man nicht noch höher aufsteigt. Jeder kennt das aus den amerikanischen Filmen. Wenn man im Turbokapitalismus der USA einen besseren Job entwickelt hat, dann muss man sofort wegziehen in die bessere Gegend. Und dieses mehr und mehr und mehr erzeugt natürlich eine unglaubliche Dynamik, dass es auch mehr technischen Fortschritt gibt und noch mehr
00:06:28
Speaker
an Hab und Gut vielleicht erwirtschaftet wird, aber gleichzeitig vielleicht auch überdimensional Ressourcen verbraucht werden und potenziell auch die Welt geschädigt wird. Gleichzeitig erzeugt es natürlich wieder auch das Problem, die Erdbevölkerung nimmt zu. Wenn es die Hälfte an Nahrungsmitteln geben würde, die die Welt produzieren könnte, wie es heute der Fall ist, wird es potenziell auch sehr viel weniger Menschen geben. Also alles hängt mit allem zusammen. Nun ist die Frage, wo geht das hin?
00:06:58
Speaker
Was sind davon die Auspegung oder Gründe für die Probleme, die wir heute haben?

Gesellschaftliche Polarisierung und Dankbarkeit

00:07:11
Speaker
Zuallererst haben wir, und das ist so ein bisschen auch mein Pain-Thema, eine sehr starke Polarisierung. Und ich persönlich denke, die Polarisierung wird leider
00:07:22
Speaker
zunehmen. Sie wird nicht abnehmen. Sie wird sich noch mehr radikalisieren, bis zu einem gewissen Punkt, der entweder entsteht, weil individuelle Protagonisten, wie vielleicht auch in der Aufklärung, wo einzelne Philosophen Dinge wirklich verändert haben.
00:07:39
Speaker
natürlich auf einen gesunden Nährboden fallen, weil die Bürger vielleicht auch jetzt bereit waren, diese Information aufzunehmen. Vielleicht unterstützt durch bestimmte Eliten, die auch eine gewisse Form von Bildung hatten. Vielleicht auch durch Bücher, weil Menschen mehr lesen konnten und vielleicht auch besser verstanden haben, was die Philosophen erzählt haben. Vielleicht ist heute auch möglich, dass Menschen durch bestimmte neue Ideen und Gedanken auch wieder oder anders handeln können, zum Besseren für alle. Oder
00:08:08
Speaker
Und vermutlich ist es so, wie es vermutlich oder fast immer in den großen Wendepunkten der Geschichte war. Es muss einen großen Crash geben.
00:08:20
Speaker
und dann ändern sich Dinge wieder zurück. Was das ist und ob das kommt und wann das kommt steht natürlich in den Sternen. Bis dahin werden sich verschiedene Probleme aber vielleicht nicht auflösen lassen. Ich möchte aber die Hoffnung nicht verlieren, dass wir selbst noch das Steuerrad in der Hand haben und wie wir dieses Steuerrad halten sollen und wo wir hinfahren sollen möchte ich jetzt einfach kurz noch mal ein bisschen anregen.
00:08:45
Speaker
oder erzählen, was meine Ansätze dafür wären, wie wir auf eine positive Welt zustreuen. Zuallererst möchte ich dafür die Perspektive auf die Angst lenken. Denn Angst ist das Machtinstrument des Herrschersystems. Jeder, der seinen Leuten Angst einfließen kann, dominiert sie.
00:09:08
Speaker
Alle Medien arbeiten mit Angst, weil man weiß, Menschen tricken aufgrund des Gehirns. Alle Menschen reagieren auf Angst stärker als auf Positives. Was ja auch richtig ist in der Vergangenheit, wenn da irgendwie ein gefährliches Tier vor einem war, musste man unglaublich schnell reagieren können. Und es ist viel wichtiger, da schnell handeln zu können und diese Aufmerksamkeit dafür zu haben, als für das vielleicht Positive, was daneben lag. Und so ist es heute auch. Wir sind immer noch getriggert auf Angst.
00:09:39
Speaker
Nur ist in der heutigen Welt in fast allen Situationen die Angst nicht hilfreich oder wird eben als Manipulationsinstrument verwendet. Wie kann man nun der Angst begegnen? Zuallererst muss man verstehen, was Angst eigentlich ist. Und hier möchte ich einfach mal eine Perspektive aufzeigen, was denn das Gegenteil von Angst ist. Das Gegenteil von Angst
00:10:06
Speaker
muss ja etwas sehr Konkretes sein. Denn Angst ist unbestimmt. Angst ist doch etwas, was man in der Zukunft hat. Man hatte Angst vor etwas, dass etwas passiert. Das heißt, das Gegenteil von Angst muss in der Vergangenheit liegen. Angst ist etwas Negatives. Das heißt, das Gegenteil von Angst muss etwas Positives sein.
00:10:28
Speaker
Und Angst besteht oft aus dem Gefühl des Mangels. Das heißt, das Gegenteil von Angst muss sehr viel mit Fülle zu tun haben. Das heißt, das Gegenteil von Angst ist Dankbarkeit.
00:10:44
Speaker
Dankbarkeit ist sehr konkret, das war in der Vergange, das ist unglaublich positiv und man erlebt es in Fülle. Man kann für sehr, sehr viel dankbar sein, wenn man sich hinsetzt und einfach nur überlegt, was habe ich alles, was haben wir alles.
00:10:59
Speaker
ob das eine schöne Natur ist, einen schönen sonnigen Tag, tolle Freunde, tolle Eltern, eine Gesundheit, die Möglichkeit sich so und so ernähren zu können, die Möglichkeit sich so und so bilden zu können und so weiter. Wenn man sich das einfach mal bewusst macht, vor allem wenn man es noch vergleichen kann in die Vergangenheit, was früher nicht da war, dann weiß man erst, was alles geschenkt wurde.
00:11:25
Speaker
An der Stelle möchte ich noch mal aufgreifen, der Vergleich ist grundsätzlich das Problem im Konsumentensystem. Der Vergleich in der Vergangenheit.
00:11:35
Speaker
Der ist sehr viel besser als der Vergleiche in der Gegenwart. Was hat der oder die? Was habe ich? Nicht. Das ist gefährlich. Man kann sich idealerweise mit sich selbst in der Zukunft vergleichen, dann hat man potenziell Visionen, wo man hin möchte. Das ist wieder Motivationstreiben. Aber bitte vermeiden das Vergleiche in der Gegenwart. Das erzeugt immer Unzufriedenheit, Angst und ist letzten Endes.
00:12:01
Speaker
einer der Kernelemente des Polarisierens von Populismus, falschen Versprechungen und so weiter. Wenn ich hier gleich sagen muss, jeder Politiker, egal welcher Partei und Sonstiges, ist immer ein Populist.
00:12:14
Speaker
er erzählt immer einfache Lösungen zu komplexen Themen. Denn komplexe Themen würde überhaupt gar keiner verstehen. Man schaut sich die Wahlplakate von allen Parteien an. Also das heißt, im Grunde genommen ist der Vergleich zwischen Parteien oder Politikern oder zwischen Firmen oder zwischen Ländern und so weiter, vielleicht auch zwischen Rassen und was es alles gibt, immer
00:12:38
Speaker
der Grund, warum sich Systeme polarisieren. Ohne stärker dieser Vergleich erlaubt wird, den der Konsum ja grundsätzlich fördert, desto problematischer wird das System. Das ist jetzt keine Konsumkritik an sich oder gegen das kapitalistische System. Es ist aus meiner Sicht das am meisten Wohlstand und damit auch Bildung und vielleicht auch kriegsvermeidendes System überhaupt.
00:13:03
Speaker
Dennoch gilt es zu überdenken, wie man das System potenziell neu gestalten kann und sogar muss. Und ich glaube nicht, dass es die höheren Mächte von sich aus tun werden. Es beginnt immer unten in unseren Köpfen, immer bei den Menschen selbst. Wir wählen Politiker, wir stehen auf, wir kaufen Dinge oder eben nicht oder unterschiedliche Dinge, die der Welt und uns gut tun.
00:13:32
Speaker
Aber dafür braucht es auch wieder die Bildung. Also es hängt alles mit einem zusammen. Dementsprechend sehr konkretes To Do für alle, die zuhören, die der Welt und sich selbst helfen wollen. Schreibt täglich auf, wofür ihr dankbar seid.
00:13:55
Speaker
Jeder Life Coach erzählt das und die meisten Life Coaches sagen tut es und am Schluss macht es ein, zwei Prozent der Menschen. Aber die, die es tun, sind auch meistens die, die ins Handeln kommen, die ein positives Gefühl haben, die nicht Angst haben vor Corona, die dadurch, weil sie keine Angst haben, kreativ sind, handeln können
00:14:15
Speaker
nach vorne schauen. Denn in Angst ist noch nie eine gute Idee entstanden. Ist ja klar, weil Angst ist nach innen. Das zwängt sich irgendwie um die Brust und man fühlt sich eingeschränkt. Damit kann man nicht nach außen gehen und die Welt erobern und sich frei schwimmen. Das ist nur möglich, wenn man im Kopf dankbar ist, diese Fülle erlebt und sagt naja an der Stelle, da ist es vielleicht jetzt anstrengend, aber diese positive Haltung, ich habe sehr viel,
00:14:43
Speaker
Und das kann man mir auch nicht mehr nehmen, weil das Dankbarkeit bezieht sich auf Vergangenes, was da ist. Und ich werde in Zukunft auch wieder einiges erleben, bekommen, wofür ich wieder dankbar sein kann. Wer dankbar ist, kann im selben Moment nicht Angst spüren.
00:14:59
Speaker
Und dementsprechend bitte täglich ohne Ausnahme aufschreiben, in welcher Form auch immer, ob auf einen Zettel oder in einem Journal, was man kaufen kann, oder in einer Excel-Tabelle, wie ich jetzt mache, was für mich einfach als digitalen Menschen leichter ist, sich die Sachen aufzuschreiben, mit Tastatur und Anleitung, dass ich von links nach rechts in der Tabelle wandel, jedem designe. Nur aufschreiben, gerne wiederholt, wofür ist man dankbar.
00:15:28
Speaker
Ganz einfache Sachen, aber auch große Sachen.

Konstruktiver Dialog und Unternehmertum

00:15:35
Speaker
Ich persönlich bin auch ein Gegner von destruktivem Handeln. Wer Dinge zerstört, um Dinge ändern zu wollen, der handelt in dem Falle nicht konstruktiv und wird damit auch die Welt nicht verändern, weil wer destruktiv arbeitet, wird immer die gegnerische Seite aufwecken und damit eine Polarisierung bis hin zu extremen Auseinandersetzungen fördern.
00:16:01
Speaker
Geschichte ähnelt sich. Sie wiederholt sie nicht, aber sie ähnelt sich schon. Deswegen auch hier, wer sich durchreden kann, bestimmte Dokumentationen sich anzuschauen, Bücher zu lesen, wie die Vergangenheit ausgesehen hat und nicht vielleicht nur die Perspektive in Deutschland auf den Nationalsozialismus, sondern über die gesamte Weltgeschichte auch vielleicht
00:16:21
Speaker
der Vorfahren in den letzten 500.000 Jahren. Was ist da an Errungenschaften entstanden? Aber gleichzeitig, welche Konflikte sind aufgetreten, führten zu welchen Desastern oder Umkehrschwüngen hin zu einer positiv besseren Welt, zumindest für eine größere Mehrheit von Menschen. Und zu guter Letzt damit verbunden auch das in gewisser Weise vernetzte Denken. Das eine führt zum anderen.
00:16:50
Speaker
Aber es ist selten ein linearer Prozess. Ein Donald Trump wurde nicht gewählt aus einem einzigen Grund. Und er wird auch nicht aus einem einzigen Grund vielleicht sogar wiedergewählt, auch wenn das unsere Medien gar nicht wahrhaben wollen oder viele Menschen nicht.
00:17:08
Speaker
Und es ist aber auch nicht so, dass jeder, der in Welt ein Idiot ist, da muss man auch aufpassen, sich selbst nicht höher zu stellen. Es geht auch in gewisser Weise darum, verschiedene Perspektiven zuzulassen, sich nicht zu überhöhen, sich nicht als die einzige Perspektive, die richtig ist, zu sehen. Sonst liegt man fern ab der Welt und wird niemals die Realität abbilden können und schon gar nicht Dinge umsetzen können.
00:17:36
Speaker
Man wird handlungsunfähig, wenn man eine falsche Haltung einnimmt und ich meine nicht die falsche Haltung im Sinne von dann die richtige einnehmen, sondern eine Haltung offen zu sein für andere Haltungen, Meinungen, Perspektiven und die wir auch zuzulassen und potenziell auch zu eigen machen. Wer eine Haltung, eine Meinung ins Dogma führt, der führt sich selbst potenziell ins Absatz. Das kennt vielleicht auch jeder von uns und jeder von uns, auch ich,
00:18:03
Speaker
haben das in bestimmten Bereichen. Nur wenn man das hat, wird man sich locken und das potenziell nicht Hilfreiche für die Zukunft denken und wie gesagt schon gar nicht dementsprechend handeln können. Deshalb
00:18:19
Speaker
Auch in dem Verbund handeln heißt etwas unternehmen. Man kann etwas unternehmen, weil man irgendwo in einem Verein mitmacht, konstruktiv, für eine gute Sache, immer im Austausch, dass man eben versteht, dass man auch die richtigen Dinge tut, was natürlich subjektiv ist, aber eben nicht nur durch linearen Denkens, sondern dem Mitnehmen verschiedenster Meinungen und auch bester gemeinsamen Lösungen im Streit, auch in der Debatte.
00:18:45
Speaker
nicht einen pauschalen Nachlaufen und in dem Unternehmen vielleicht auch wirklich eigene Ventures zu gründen.
00:18:54
Speaker
Ich persönlich glaube wirklich, dass Menschen, die ein Unternehmen bauen, ob das jetzt eine wirklich echte Firma sein muss oder eine Organisation, ein NGO ist egal, aber ein Unternehmen, was ein System darstellt, die auch wirklich machen und leiden, weil dieses Auf und Ab, bis das System funktioniert oder erst das dritte System funktioniert und die ersten zwei sind gescheitert. Aber die Leute, die ein System wirklich bauen wollen, das auch idealerweise unabhängig von ihnen selbst irgendwann mal läuft, diese Menschen verändern die Welt.
00:19:24
Speaker
Und als kleines Beispiel hierfür der Bäcker in einem kleinen Dorf. Man stellt sich einfach vor, es gibt so einen Bäcker, der läuft da gerade so ein gutes Geschäft und der sagt jetzt aber, na ja, ich finde das jetzt alles gar nicht so gut mit den schlechten Weizen, der vielleicht irgendwie geliefert wird und so weiter. Ich habe nun die Vision, ich möchte die Gesundheit meiner Kunden verbessern.
00:19:55
Speaker
Das ist erstmal für einen Bäcker schon eine weit gefasste Vision, denn er hat vielleicht ja verschiedene Materialien noch gar nicht und vielleicht fehlen noch verschiedene Fähigkeiten und die Kunden sind ja auch noch nicht da und fragen nach ich möchte das und das so und so haben. Das heißt es ist ein Vortasten, aber er sieht die Zukunft wie sie aussehen soll, nämlich gesunde Kunden. Und dieses Gap zwischen der Zukunft und der eigentlichen Realität ist die Energie, das ist wie so ein
00:20:24
Speaker
so ein Expander, der so Druck ausübt, den jemand auseinander zieht. Und je größer eine Vision ist, desto mehr Kraft braucht man natürlich, die auch den Expander auseinander zu ziehen.
00:20:34
Speaker
desto mehr Durchhaltevermögen und auch Energie. Dementsprechend ist es auch so, für Menschen mit sehr viel Energie, die können einen sehr breiten Expander ziehen. Steve Jobs beispielsweise war ein irre energetischer Mensch, der konnte natürlich Höhen und Tiefen durchleben. Wenn man selber so mittelmäßig energiert, dann kann man dennoch diesen Expander auseinander ziehen, eben mit der Kraft, die man hat. Und vielleicht entwickelt man über die Zeit sogar noch mehr Kraft, weil man sich vielleicht über Folge, über bessere Ernährung und so weiter ertüchtigt. Und
00:21:03
Speaker
Wer sich auf den Weg macht, Systeme zu bauen, wie dieser Bäcker, der kann es dann schaffen, dass irgendwann die Menschen glauben, bei dem Bäcker, der meint das ernst.

Mut zur Veränderung durch unternehmerisches Handeln

00:21:16
Speaker
Dann kaufe ich vielleicht mal das Brötchen, was es doppelt oder dreifach oder zehnfach kostet. Und der Bäcker kann dann auch vielleicht wieder bessere und teurere Materialien einkaufen. Und irgendwann wird es so sein, dass die Menschen von anderen Landkreisen zu diesem Bäcker fahren.
00:21:33
Speaker
irgendwann werden die Bäcker in den anderen Landkreisen sagen, oh, das ist ein Trend, das müssen wir jetzt auch machen. Und irgendwann machen alle Bäcker
00:21:42
Speaker
gesunde Brötchen, gesundere Produkte. Vielleicht haben nicht alle die Vision gesunde Menschen, aber der erste, der das erzeugt hat, ist der Thought Leader. Der erzeugt unbewusst für die anderen Bäcker das Ziel des gesunden Menschen. In gewisser Weise ist es auch mit Bio passiert. Irgendeiner hat das angefangen. Der hatte die Vision. Heute macht jeder Bio als wirtschaftlichen Gründen. Manche natürlich auch noch mit der Vision eines bestimmten
00:22:12
Speaker
ethischen ökonomischen Wert ist. Aber wer von uns eine Vision hat für etwas Gutes, was jeder als gut sehen würde, egal welcher Partei oder Position man angeht, jeder würde gut finden, dass mehr Menschen gesund sind. Und so eine positive Vision erzeugt unglaublich viel Energie und hat auch Skalierungspotenzial.
00:22:44
Speaker
dass wir mein Credo, mein Anliegen an alle Zuhörer, neben der Dankbarkeit, die euch überhaupt enables, so zu handeln, dass ein höheres Ziel, das für das Gute in der Masse, für die Natur, für euch selbst wirkt. Und dazu vielleicht auch überlegen, ob man nicht ein kleines Unternehmen
00:23:10
Speaker
startet oder eine Organisation oder zumindest die Unternehmen unterstützt.
00:23:15
Speaker
als Konsument oder mit Agenda, damit diese Systeme erfolgreich werden. Es muss nicht immer so sein, dass der erste das System baut. Oft ist der zweite, dritte, der dem System die Credibility gibt, extrem wichtig, damit das System überhaupt da wächst. Da vielleicht ein letztes Beispiel dazu. Wenn ihr jemand auf einer Tanzfläche tanzen seht, in einer Disco oder sonst irgendwo,
00:23:43
Speaker
der tanzt da so alleine, dann ist er erstmal vielleicht der Depp, es sei denn er kann mega gut tanzen, aber er kann das schon. Aber der erste, der da tanzt, der ist da schon so irgendwie da und dennoch füllt sich die Tanzfläche nicht, weil es ist noch nicht klar ob das ein Idiot ist, wenn ich jetzt dazukomme, bin ich vielleicht auch ein Idiot, aber es ist unglaublich entscheidend, der zweite oder der dritte zu sein. Wenn der zweite oder der dritte mit auf die Bühne kommt,
00:24:08
Speaker
tanzen alle mit. Danach gibt es kein Halten mehr und potenziell ist der Erste und der Zweite, der Dritte dann der Held. Der Zehnte, der Zwanzigste ist irrelevant und ich denke viele, die heute hier zuhören, die möchten eine gewisse Relevanz haben. Deswegen bringt den Mut auf und seid wenigstens der Zweite oder Dritte, der selbst einem Freak, einem vordergründig oder erstmal subjektiv erscheinenden Spinner unterstützt, der aber grundsätzlich das Gute will.
00:24:38
Speaker
Macht mit, helft euch, seid lieb zueinander, verzeiht euch selbst und helft, dass es allen besser geht.