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VFA004 - Claudia Grammelspacher - 8-fache Weltmeisterin im Kickboxen - The Vegan Fitness Athlete mit Christian Wenzel vegane Ernährung | Abnehmen | Muskelaufbau | image

VFA004 - Claudia Grammelspacher - 8-fache Weltmeisterin im Kickboxen - The Vegan Fitness Athlete mit Christian Wenzel vegane Ernährung | Abnehmen | Muskelaufbau |

E5 · Higher Health Podcast
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123 Plays9 years ago

Claudia Grammelspacher ist mehrfache Welt- und Europameisterin im Kickboxen und dabei vegan. Erfahre die Quelle ihrer Leistungsfähigkeit? Aus ihrer Sicht gibt es mehrere Erfolgsfaktoren. So sind ein starker Wille, eine eiserne Disziplin und tolle Trainingspartner die Grundlagen ihres sportlichen Erfolgs. Damit verbunden ihre Liebe und Leidenschaft zum Sport.

Seit 24 Jahren trainiert sie Kampfsport und war 15 Jahre lang vegetarisch bevor sie vor 3 Jahren anfing sich komplett vegan zu ernähren. Sie motiviert dazu das Leben der Tiere, für deren Rechte sie sich einsetzt. Ihre Leistung wurde durch die Ernährungsumstellung auf rein pflanzliche Kost noch gesteigert, wie sie erzählt. Darüber hinaus hat sich ihr Schlafbedürfnis verringert und sie ist weniger Krank. Mit ihren 45 Jahren ist sie stark genug und in 3 Klassen Weltmeisterin geworden, so stark dass selbst junge Athletinnen keine Chance haben.

Claudia Grammelspacher trainiert zweimal täglich. Dabei steht das Sparring, Kraft- sowie Ausdauertraining im Vordergrund. Anstelle des klassischen Gerätetrainings hebt sie Kettleballs. Um die Ausdauer für 10 Runden im Ring zu erreichen trainiert sie auf dem Crosstrainer zwei Minuten am Pulslimit.

Dabei ist die Erholung fester Bestandteil ihrer Routine und das trotz ihrer Tätigkeit als Trainerin. Diese Power basiert auf ihren drei Säulen: Motivation, Sport und Ernährung.

Gerade die Ernährung ist ein Schlüsselmoment des Erfolgs, wie sie verrät. Milchprodukte machen Krank und bremsen die Regeneration, ebenso Weißmehl-Produkte. Alternativ ist sie gerne einen leckeren Obstsalat mit Nüssen, eine Banane für Zwischendurch oder Salat und Gemüse. Um tote Kalorien oder Kohlehydrate zu reduzieren verzichtet die mehrfache Weltmeisterin bewusst auf Reis, Nudeln oder andere Pseudogetreide.

Sie spricht das heikle Thema Fleischersatz an und verrät, dass sie gerne Soja, Saitan und Lupine isst. Zudem erzählt sie über Nahrungsergänzungsmittel in der Wettkampfvorbereitung und die Proteinpulver von RAAB.

Ebenso erfährst du aus interessante Geschichten aus ihrem Privatleben, wie zum Beispiel ihre Vorliebe für Kurkuma und das ihr Mann ein toller Koch ist.

Recommended
Transcript

Einführung und Claudia Grammelsbacher als Weltmeisterin

00:00:00
Speaker
Mit 45 Jahren Weltmeister zu werden ist kein Spaziergang, weil man gegen viel jüngere Gegnerinnen kämpfen muss. Also es gibt zwei Klassen ab 35, in der bin ich auch gestartet, aber ich starte auch in den Klassen, wo die jungen Kämpfer sind. Das heißt, man kämpft gegen Mädels 20, 25, die natürlich
00:00:18
Speaker
wesentlich einfacher zu dem Fitnesslevel kommen wie eine 45-Jährige. Dank meiner Ernährung konnte ich da wirklich super mithalten und habe es geschafft letztes Jahr in drei Kategorien Weltmeister zu werden. Das ist mir noch nie geglückt und das war schon das Highlight meiner Karriere.

Vegan Fitness Athlete Podcast Vorstellung

00:00:46
Speaker
Willkommen zum vegan Fitness Athlete Podcast. Hier verraten vegane Lebensathleten ihre besten Erfolgstipps. Und hier ist dein Gastgeber. Er ist Pflanzenfanatiker wie du und ich. Christian Wenzel.
00:01:08
Speaker
Hallo, mein Name ist Christian Wenzel, dein Vegan Fitness Athlete von ChristianWenzel.com. Gesund und sexy aussehen, erfolgreich sein und das alles mit dem veganen Lebensstil, darum geht es in The Vegan Fitness Athlete.
00:01:26
Speaker
Wir sprechen mit bekannten veganen Athleten, berühmten Persönlichkeiten und Menschen, die mit veganer Ernährung und dem veganen Lifestyle sowie Fitness außerordentliche Leistungen vollbringen, denn das sind wahre Vegan Fitness Athletes. Dabei sind wir herrlich unkonventionell und nicht dogmatisch. Ehrlich, authentisch und einfach 100% natürlich, das sind die Vegan Fitness Athletes.
00:01:55
Speaker
Und heute haben wir einen besonderen Gast.

Claudias Weg zur veganen Lebensweise

00:01:58
Speaker
Heute haben wir Claudia Kramelspacher aus dem schönen Freiburg zu Gast. Und es geht in dieser Episode darum,
00:02:05
Speaker
wie auch du Weltmeister werden kannst. Denn sie ist achtfache Kickbox-Weltmeisterin und stellt sich jetzt einfach selber vor. Willkommen Claudia, schön, dass du da bist. Hallo Christian, freut mich dabei sein zu dürfen. Ich heiße Claudia Grammelsbacher, komme, wie du schon gesagt hast, aus Freiburg, bin 45 Jahre alt.
00:02:25
Speaker
Ich bin achtfache Kickbox-Weltmeisterin, lebe seit dreieinhalb Jahren vegan und seit 15 Jahren vegetarisch. Ich betreibe eine Kampfsportschule, in der ich auch folgende Kampfsportarten unterrichte. Ich unterrichte Kickboxen, Boxen, Jiu-Jitsu und eine Fitness-Einheit namens Powertrill.
00:02:45
Speaker
Ich gebe auch Selbstverteidigungskurse für Behörden, zum Beispiel das Regierungspräsidium Freiburg bucht regelmäßig bei mir Selbstverteidigungskurse und auch andere Schulen oder einfach mal Damengruppen, die sich zusammenfinden, buchen bei mir Kursen in dem Bereich.
00:03:01
Speaker
Super interessant. Also in dieser Episode lernst du also, wie du A. einen starken Willen und Motivation erlangst, um eben das alles aufzubauen, was sich Claudia hier aufgebaut hat. B. wie du trotzdem auch einen Ausgleich für dich findest und Claudia findet diese in der Ruhe und der Natur.
00:03:20
Speaker
und natürlich was notwendig ist, um diesen ganzen Erfolge auch selbst aufzubauen. Und am Ende der Episode gehst du einfach auf die Show Notes unter christianwenzel.com slash bot podcast und dort findest du dann auch nochmal die Highlights dieser Episode schriftlich und auch ein kleines Gewinnspiel. Freu dich drauf!
00:03:41
Speaker
Claudia, du hast viel erzählt. Fangen wir doch einfach mal damit an, was auch viele Zuhörer wahrscheinlich interessiert. Du bist seit über 15 Jahren vegetarisch und seit dreieinhalb Jahren vegan. Was hat dich denn dazu bewegt, erst vegetarisch und dann sogar vegan zu werden?

Warum Veganismus? Claudias persönliche Motivation

00:04:00
Speaker
Also meine Gründe sind eigentlich nur die Tierschutzgründe, die mich damals bewegt haben, vegetarisch zu werden.
00:04:08
Speaker
So nach und nach habe ich mich mehr mit dem Thema beschäftigt und bin dann endlich aufgewacht, um zu sehen, der einzige Weg für mich, um mich tierlieb zu nennen, ist die vegane Ernährung. Also das ziehe ich auch durch bei meiner Kleidung oder bei meinem Box-Zubehör. Das heißt, in meinem Studio sind alle Boxsäcke nicht aus Leder, meine Boxhandschuhe sind nicht aus Leder, meine Kleidung gibt es keine Leder- oder Fellartikel. Da ziehe ich das komplett durch. Meine einzigen Gründe sind eigentlich,
00:04:38
Speaker
Die ist eigentlich die Tierliebe und ich ziehe natürlich das Positive raus. Ich bin dadurch noch fitter geworden, bin noch leistungsstärker geworden. Was mich überrascht hat, weil ich mich schon vorher gesund ernährt habe und auch mit der vegetarischen Ernährung sehr fit war. Und aber nach der Umstellung vor dreieinhalb Jahren habe ich tatsächlich noch mal eine Leistungssteigerung gemerkt. Ich brauche weniger Schlaf, werde noch seltener krank und bin einfach fit.
00:05:06
Speaker
Ich möchte einfach sagen, mit 45 Jahren Weltmeister zu werden, ist kein Spaziergang, weil man gegen viel jüngere Gegnerinnen kämpfen muss. Also es gibt zwei Klassen ab 35, in der bin ich auch gestartet, aber ich starte auch in den Klassen, wo die jungen Kämpfer sind. Das heißt, man kämpft gegen Mädels 20, 25, die natürlich
00:05:26
Speaker
wesentlich einfacher zu dem Fitnesslevel kommen wie eine 45-Jährige. Und da sage ich einfach, dank meiner Ernährung konnte ich da wirklich super mithalten und habe es geschafft letztes Jahr in drei Kategorien Weltmeister zu werden. Das ist mir noch nie geglückt und das war schon das Highlight meiner Karriere.
00:05:43
Speaker
Wow, das klingt absolut fantastisch. Ich würde sagen, mit 45 Jahren, das ist noch kein Alter. Aber wir wissen alle, im Hochleistungssport ist das dann schon fortgeschrittenes Alter. Wir alle, glaube ich, kennen wenig Hochleistungssportler, die über 40 Jahre überhaupt sind. Von daher mein größter Respekt, also hier mit 45 Jahren noch dreifache Weltmeisterinnen zu sein oder in drei Kategorien.
00:06:08
Speaker
Unglaublich. Dann lass uns doch da mal ein bisschen tiefer einsteigen. Wie schafft man oder wie schafft unser Zuhörer das, auch solche Leistungen zu vollbringen?

Disziplin und mentaler Fokus im Training

00:06:20
Speaker
Du hast einerseits die Ernährung genannt, auf die kommen wir noch mal genauer zu sprechen. Du hast andererseits solche Dinge genannt wie Schlafen und Motivation etc. Was sind abseits der Ernährung so deine besten Tipps, was dazu notwendig ist?
00:06:36
Speaker
Wenn man was erreichen will, braucht man ganz klar einen starken Willen. Man braucht Disziplin.
00:06:41
Speaker
Man braucht tolle Trainingspartner, was manchmal nicht ganz so einfach ist auf dem höheren Niveau. Aber man muss einfach sagen, ich will was erreichen, also muss ich auch trainieren. Zu meinen Schülern sage ich immer, wenn sie nicht ganz so fleißig sind, sage ich, wenn sie kämpfen möchten, dass ihr Gegner garantiert mehr trainiert als sie. Das soll sie einfach immer bewusst machen, dass ihr Gegner viel trainiert, viel motivierter ist, dass sie das selber anspornen zum Trainieren.
00:07:07
Speaker
Mir fällt es nicht schwer zu trainieren, weil ich sehr, sehr gern Sport mache. Ich habe schon immer Sport gemacht, schon von Kind an. Ja, aber man muss halt, wenn man jetzt mal gerade Weltmeister werden will, zweimal am Tag trainieren. Klar, es gibt unter der Woche auch einen Erholungstag, aber man muss halt morgens aufstehen, muss seine Trainingseinheit machen.
00:07:26
Speaker
und steht da manchmal dann allein in der Halle und sagt, okay, du musst jetzt. Das ist nicht immer ganz einfach und spaßig. Aber wenn man was erreichen will, muss man da durch, muss einfach sich ein Ziel setzen, muss sagen, ich will Waldmeister werden oder egal, ob man andere sportliche Ziele hat, ich will das und das erreichen. Und an dem Ziel muss man einfach festhalten. Da darf man sich halt einfach auch nicht ablenken lassen oder sagen, nein, heute habe ich keine Lust. Da muss man sagen, okay, dann erreiche ich das Niveau nicht.
00:07:53
Speaker
Das ist ja auch nicht schlimm, wenn man sagt, okay, ich möchte Mittelstufe sein, dann reicht mir das Pensum an Training. Aber wer halt hoch hinaus will, der muss halt Gas geben. Der muss einfach sagen, okay, ich will, dann muss ich auch. Das erinnert mich an einen Spruch von Arnold Schwarzenegger, diese Legende, der eben mal gesagt hat, sei dir sicher, es gibt immer jemand da draußen, der noch stärker und noch härter trainiert, wie du selbst. Ganz klar, genau so ist es auch.
00:08:20
Speaker
Ja, das ist ein schöner Gedanke. Du hast sehr stark das Thema Training in den Vordergrund gehoben. Neben der Ernährung wahrscheinlich so mit das Wichtigste und auch hier wieder der wilde Disziplin. Gehen wir doch mal auf den Training ein. Wie sieht das im Detail aus? Du hast gesagt, du trainierst zweimal am Tag. Wie lange und was genau

Trainingsroutine für den Wettkampf

00:08:43
Speaker
machst du da?
00:08:43
Speaker
Also gerade in der Vorbereitungszeit sollte man zweimal trainieren. Das heißt, es geht ja auch um die Auslage, Grundlagenausdauer. Die sollte eigentlich vor der Hauptvorbereitungszeit schon da sein. Dann gibt es ja unterschiedliche Sachen. Krafttraining gehört dazu, Sparring gehört dazu.
00:09:02
Speaker
Kraft-Ausdauereinheiten haben mir ziemlich viel gebracht. Sie nennen sich eben bei uns Power Drills im Fight Club. Das klassische Zirkeltraining, entweder mit kleinen Gewichten oder Medizinbällen. Dieses Kraft-Ausdauer-Explosiv-Kraft.
00:09:16
Speaker
Das gehört alles mir dazu und dann macht man sich halt einen Trainingsplan. Wenn man im Amateurbereich kämpft, ist die Rundenanzahl, wo man kämpfen muss, geringer. Das heißt, da kämpft man drei Runden. Da muss man sich ein bisschen anders vorbereiten. Ich habe auch schon Profi gekämpft. Ich habe auch einen Profi-Weltmeistertitel.
00:09:33
Speaker
Da kämpft man dann zehn Runden, da geht die Vorbereitungszeit circa zehn Wochen und da muss man einfach auch anders trainieren, wie jetzt für einen Amateurtitel. Da muss man einfach schauen, was kämpfe ich und so macht man sich einen Trainingsplan. Wenn ich zehn Runden kämpfe, muss ich natürlich auch die Luft haben für zehn Runden. Wenn ich drei Runden kämpfe, muss ich Luft haben für drei Runden. Und so passt man den Trainingsplan halt an. Aber eben, das kann manchmal morgens eine Trainingseinheit sein, die geht dann praktisch nur 20 Minuten.
00:10:00
Speaker
Wenn man gerade Explosivkraft trainieren will, braucht man nicht eine Stunde trainieren, dann ist das kontraproduktiv. Das heißt, man macht sich warm und macht dann drei, vier Sätze mit Explosivkraft. Das heißt, zum Beispiel den Medizinball an die Wand stoßen, nur in ganz kurzen, niedrigen Wiederholungen, hat dann eine relativ lange Pause von fünf Minuten und dann macht man nochmal einen Satz.
00:10:22
Speaker
Und so hat man halt morgens eher die kleine Trainingseinheit. Abends habe ich dann oft das Sparring eingebaut, weil da sind dann eh die Kurse, die ich gebe. Da sind dann auch Leute da, mit denen ich Sparring machen kann. Oder hat mich gesondert, mit zwei, drei Mädels getroffen, die schon vom Niveau her ein besseres Niveau haben und mit denen dann Sparring gemacht. Und so passt man das halt an, je nachdem, was man halt auch kämpfen möchte. Und wie sieht dann so ein Krafttraining bei dir aus? Gehst du da ins Studio und hebst Gewichte oder wie sieht das aus?
00:10:51
Speaker
Man kann auch Krafttraining mit Kettlebells machen, die haben wir im Verein auch. In Studio an Maschinen gehe ich gar nicht, das liegt mir nicht. Das Einzige, was ich noch habe, war ein Cross-Trainer, auf dem man die Arme mit bewegt und die Füße dann so. Das mache ich immer statt Laufen und da mache ich Intervalle.
00:11:12
Speaker
In einer Kampfrunde geht es zwei Minuten, versuche ich so stark wie möglich auf diesen Cross-Trainer Gas zu geben, dass der Puls auf jeden Fall über 180 geht und dann eine Minute Pause, das hat man dann im Kampf auch. Und so simuliere ich praktisch den Puls für die Kampfeinheiten, dass der Puls sich dran gewöhnt, zwei Minuten wirklich hoch sein zu können und eine Minute Erholung zu haben.
00:11:36
Speaker
Und wie lange hältst du sowas aus? Ich meine jeweils zwei Minuten mit Puls über 180. Das ist ja schon krass. Also wenn du so eine Einheit machst... Das ist heftig, ja. Das Training kann ich aber überhaupt nicht leiden. Aber 2011 habe ich den Profi-Titel gemacht mit zehn Runden. Und da musste ich mich halt in den letzten Wochen auch so hintrainieren, dass ich das zehnmal mache.
00:12:01
Speaker
Da bin ich von dem Ding runter gestiegen mit wackeligem Bein und war echt froh, wo es rum war. Zehn Runden auf dem Crosstrainer, zwei Minuten Vollgas zu geben, macht keinen Spaß. Aber hinterher denkt man, boah, ich hab's geschafft.
00:12:16
Speaker
Klar, nicht von heute auf morgen, aber man hat ja eben zehn Wochen. Und wenn man dann so, sag ich jetzt mal, ab der siebten, achten Woche das Pensum hinbekommt, dann ist man schon irgendwo stolz, doch. Auch wenn es keinen Spaß macht. Wow. Und das Sparring-Training ist dann quasi auch so eine Art Techniktraining. Also da trainierst du mit einem zweiten und ihr macht dann eben diese Einheiten oder simuliert da auch einen Kampf so ein bisschen.
00:12:39
Speaker
Ein Sparring ist schon ein richtiges Kämpfen. Und wenn man in der Wettkampfvorbereitung ist, dann tritt man auch ein bisschen her dazu. Man geht schon in das Wettkampfniveau rein. Es gibt lockeres Sparring, gerade im normalen Training. Wenn man nicht in der Vorbereitung ist, tritt man im Sparring nicht voll durch. Man hat auch größere Handschuhe an, wie im Kampf. Das heißt, die sind besser gepolstert, dass man sich im Training auch nicht verletzt oder zu arg wehtut.
00:13:06
Speaker
Aber im Wettkampfsparring gibt man schon ein bisschen mehr Gas. Das simuliert eigentlich schon den Kampf. Ansonsten macht man Partnerübungen, dann übt man dann gewisse Kombinationen mit dem Partner. Das gibt es auch. Oder man nennt sich bedingtes Sparring. Das heißt, man darf in einem Sparring nur die und die Techniken machen. Das gibt es auch.
00:13:27
Speaker
ganz viele verschiedene Varianten, die man trainiert. Aber vor einem Kampf oder vor einer Weltmeisterschaft macht man schon ziemlich viel freies Sparring, wo man dann auch wirklich Gas gibt und versucht mehr zu treffen, als der andere einen trifft.
00:13:41
Speaker
Das heißt, zusammengefasst du trainierst zweimal am Tag und die Trainingsdauer und Intensität ist jeweils unterschiedlich, je nachdem was du trainierst und in welcher Phase du dich gerade befindest. Generell kann man so sagen, dass du wahrscheinlich so zweimal am Tag bestimmt so zwei Stunden mit allem drum und dran im Training bist, oder? Also zwei Stunden jeweils. Nee, das wäre schon fast ein bisschen viel. Man muss einfach auch gucken, dass die Erholung nicht so kurz kommt.
00:14:09
Speaker
Wie gesagt, so eine Schnellkraft- oder Explosivkraft-Trainingseinheit geht morgens manchmal nur 20 Minuten. Dann kann es sein, dass man am Mittag sich noch ein bisschen dehnt, dass man eine Viertelstunde dehnen macht oder nach 20 Minuten einen Sparring. Je nachdem, einen freien Sparring macht man dann schon 6 bis 10 Runden. Das geht dann eine Dreiviertelstunde. Ansonsten ist es für mich eigentlich relativ schwer zu trainieren, weil ich ja eigentlich Trainer bin.
00:14:36
Speaker
Also man muss sich da schon irgendwo die Zeiten aus der Rippe schneiden, wenn man dann im Training ist, dass man sagt, okay, heute sind keine Anfänger dabei, heute trainiere ich mit und schaue nicht so auf euch, aber das nehmen die Leute auch an. Also ich sage das dann auch im Training, sag ich, hey Leute, heute mache ich mit, ich schaue jetzt nicht, ich korrigiere jetzt nicht nur, ich mache heute Training mit, weil ich bin in Vorbereitung.
00:14:56
Speaker
Vom Grundding her ist es nicht ideal, wenn ein Trainer Wettkämpfer ist. Es sollte eigentlich Trainer sein. Aber ja, das war bei mir jetzt halt immer so das kleine Problem, dass ich halt auch noch Wettkämpfe gemacht habe die letzten Jahre. Und ja, da muss man einfach mit den Leuten das vorab stimmen, sagen, hey, die nächsten zehn Wochen kommt ihr ein bisschen zu kurz. Dafür versuche ich für uns in Siddelheim zu bringen. Und das ist aber für alle okay. Also da gab es jetzt auch noch keine
00:15:23
Speaker
Keine bösen Worte von wegen mehr. Ich lerne ja hier gerade gar nichts. Da habe ich schon gute Unterstützung von den Leuten, muss man schon sagen. Also das ist ja ein unglaubliches Pensum, was du da vorlegst, eben auch als Trainerin und gleichzeitig auch aktive Kämpferin. Da spielt das Thema Erholung ja auch eine große Rolle. Was sind da deine besten Tipps, um dich schnell regenerieren zu können?
00:15:48
Speaker
Ja, die Erholung kommt bei mir eigentlich relativ kurz, da ich ja wie gesagt auch Trainerin bin, auch die Schule leite. Das heißt tagsüber bin ich im Büro, das heißt in der Wettkampfvorbereitung mache ich morgens mein kleines Training, bin dann im Büro, muss Papierkrieg machen, den ich gar nicht mag.
00:16:06
Speaker
Und dann gebe ich dreimal die Woche 5,5 Stunden Training. Das heißt, ich gebe 5 Einheiten Training. Das fängt an bei Kindern, Jugendlichen und dann kommen die Erwachsenen eben in den verschiedenen Kampfdisziplinen. Ich unterrichte ja, wie schon gesagt, auch Boxen und Jiu Jitsu. Dann suche ich bei ein bis zwei Einheiten mitzutrainieren. Einfach auch.
00:16:27
Speaker
zur Vorbereitung, und weil es mir unglaublich viel Spaß macht. Manchmal hänge ich dann nach dem Training noch um halb zehn, zehn, eine halbe Stunde dran, wo ich dann zum Beispiel entweder nochmal am Boxer gehe oder mit den Kettlebells trainiere. Wenn ich dann am Wochenende mal frei habe, dann genieße ich das schon, auch mal in die Natur zu gehen und da auch mal den Kopf leer zu bekommen. Ich würde aber behaupten, dass ich dich
00:16:51
Speaker
eine große Belastbarkeit habe. Ich bin seitdem ich 21 bin selbstständig in verschiedenen Berufen, kann also sehr gut damit umgehen, viel zu arbeiten und wenig Freizeit zu haben. Genieße es dafür umso mehr, wenn ich dann auch mal frei habe. Ja, wow, klingt fantastisch. Ich denke, da spielt eine Ernährung ja auch eine große Rolle, was das Thema Erholung auch angeht.

Vorteile der veganen Ernährung für die Fitness

00:17:13
Speaker
Hast du denn gemerkt, dass du mit zunehmendem Alter diese Erholungszeit sich erhöht oder deine Leistung abschwächt? Und wenn ja, was hast du dagegen getan?
00:17:26
Speaker
Nee, also ich muss sagen, ich war schon immer sehr fit. Ist vielleicht auch Kopfsache, ich weiß es nicht. Ich hatte bis jetzt noch keine Probleme, dass ich mein Alter überhaupt spüre. Das steht einfach auf dem Papier, ansonsten weiß ich da nichts davon. Und seitdem ich mich vegan ernähre, muss ich sagen, kennt mein Körper Regeneration eigentlich gar nicht mehr. Also ich trainiere manchmal zwei, drei Stunden und denke hinterher, hm, okay,
00:17:54
Speaker
Ja, also so dieses richtige Kaputtsein, Erschöpftsein kenne ich seit der veganen Ernährung fast gar nicht mehr, muss ich sagen. Also unglaublich, wie sich das noch mal verbessert hat zu meiner Fitness. Als ich vegetarisch war, war ich auch schon sehr fit. Aber da gab es schon Zeiten, wo ich auch mal gesagt, boah, jetzt bin ich echt fertig nach meinem harten Training. Aber jetzt muss ich sagen, das war unglaublich, dass ich da noch mal eine Verbesserung gespürt habe. Hätte ich auch gar nicht mit gerechnet, muss ich ehrlich sagen, war ich überrascht.
00:18:23
Speaker
Und woran liegt es denn deiner Ansicht nach? Ich meine, als Vegetarier ernährst du dich ja auch schon tierfrei. Das heißt, du isst noch Erzeugnisse vom Tier wie Milchprodukte und Eier sehr, sehr oft. Die hast du dann komplett weggelassen. Was ist deiner Ansicht nach so dieser Geheimtipp dabei? Oder warum ist dann die Erholung oder die Leistung noch mal erhöhter?
00:18:46
Speaker
Ich denke schon, dass die Milchprodukte noch einen großen Teil ausmachen, dass sie wirklich auch sehr ungesund sind und einen auch in der Regeneration bremsen. Ich habe die nach und nach auch schon ein bisschen reduziert gehabt, aber eben noch nicht ganz weggelassen.
00:19:01
Speaker
Ich denke ja, dass es hauptsächlich von den Milchprodukten kommt, weil ansonsten habe ich nicht viel geändert. Deswegen hat es mich auch gewundert, dass da noch mal so eine Steigerung oder auch so eine Verbesserung war. Ich komme mit fünf, sechs Stunden Schlaf super aus, da bin ich fit, da stehe ich auf und bin wach.
00:19:24
Speaker
bleibt für mich nur die vegane Ernährung, weil gesund habe ich mich immer gern ernährt. Ich habe immer viel Obst und Salate gegessen, Gemüse und habe einfach jetzt halt komplett alles weggelassen.
00:19:37
Speaker
Ja, vielleicht auch ein bisschen weniger Mist gegessen, wie Pommes oder so, mal weggelassen. Ich habe Weißmehlprodukte reduziert. Stimmt es oft dazu? Ich esse fast kein Brot mehr. Ich mache mir morgens immer einen riesengroßen Obstsalat mit verschiedenen Körnern oder Trockenfrüchten. Ich denke, das war auch noch mal vom Weißmehlprodukt auch noch mal ein Schritt. Das war, habe ich gleichzeitig umgestellt mit der veganen Ernährung. Habe ich das Brot und Nudeln und sozusagen komplett gestrichen. Das gibt es bei mir gar nicht mehr.
00:20:06
Speaker
Ja stark, dann lass uns doch mal in die Ernährung im

Claudias täglicher Ernährungsplan

00:20:10
Speaker
Detail gehen. Du hast da eben schon so ein bisschen angerissen. Wie sieht denn so ein typischer Tagesplan aus? Wann isst du und was isst du? Also Anfang durch eigentlich fast jeden Morgen mit einer riesen Schüssel Obstsalat, wo ich mich manchmal frage, wenn ich die Schüssel ansehe, wie soll ich das essen?
00:20:29
Speaker
Aber da sind Sachen drin wie Leinsamen, manchmal Haferflocken, Weizen, Gojibeeren, Chia, aber auch Walnüsse, Trockenfrüchte, Datteln. Also da ist immer eine bunte Mischung drin und dann ein frisches Obst. Dann gibt es zwischendurch noch eine Banane oder ein Apfel und dann esse ich sehr, sehr gern Salat.
00:20:56
Speaker
Mir können schon fast Hasenohren wachsen. Ich bin der volle Salatfasser, aber das war ich eigentlich schon immer. Und ich esse auch sehr gern Gemüse aller Art. Also ich bin jetzt wirklich jemand, wo fast alles ist. Und so sieht der Tag auch aus. Ich esse gern Currygerichte, mache mir dann also Gemüse mit Curry. Da stand manchmal Bulgur drin oder Quinoa. Eben von Reisennudeln bin ich weggekommen, das esse ich so gut.
00:21:24
Speaker
Bei so Sachen wie Quinoa oder Amaranth und so. Dann esse ich auch Sojaprodukte, Saitanprodukte. Das gehört alles auch mit dazu, dass ich mir mal so ein Bratling mache. Aber ansonsten, ja. Das heißt, was ist so der Grund, warum du Reis und Nudeln meidest? Das ist ja für viele Sportler ja so diese Hauptenergiequelle, was Kohlenhydrate angeht. Was ist da dein Grund?
00:21:51
Speaker
Das sind halt leere Kohlenhydrate. Bei den Hartweizen-Nudeln hab ich gemerkt, das bringt mir eigentlich nix. Ich hab festgestellt, wenn ich abends Nudeln esse... Meine Essenszeiten sind ein bisschen anders. Wenn mein Training anfängt, dann steh ich ab halb 4 auf der Matte und komm dann um halb 11 heim. Ich hab mal eine Banane mit im Training. Aber es kann sein, dass ich abends noch was esse. Ich hab festgestellt, wenn ich abends Nudeln esse,
00:22:19
Speaker
Trotz, dass ich hart trainiert habe, habe ich morgens, ja, bin ich müde und habe, ich sehe es an meinen Augen, da ist so eine ganz leichte Schwellung über dem Augenglied und das habe ich festgestellt, das kommt von den Weißmehlprodukten und deswegen habe ich die auch komplett gestrichen. Ich bin müde, wenn ich morgens einfach, wenn ich einen Tellernudeln gegessen habe nach dem Training und deswegen habe ich es einfach weggelassen und seitdem habe ich das auch nicht mehr. Also das war für mich auch nicht mehr ein Punkt.
00:22:43
Speaker
das wegzulassen und zu ersetzen durch gesündere Sachen wie Quinoa oder Bulgur, sowas. Das ist ja absolut Wahnsinn, dass du selbst solche kleinen Schwellungen merkst, wenn du solche Sachen wie Reis und Nudeln isst, gerade Hartweizen. Denkst du, das hat auch was mit Gluten zu tun oder ist es generell mit dieser leeren Kohlenhydrate, dass da einfach auch keine Mineralstoffe drin sind oder weißt du das nicht?
00:23:10
Speaker
Ich denke, es sind die leeren Kohlenhydrate. Wenn ich mal Nudeln esse, dann schaue ich, dass ich Vollkornnudeln esse. Mittlerweile gibt es ja alle möglichen Formen von Vollkornnudeln. Aber ich habe eigentlich auch gar keinen Verlangen danach. Und früher war ein Spaghetti mit Tomatensoße mein Lieblingsessen. Aber ich habe gar keinen Verlangen nach Nudeln überhaupt. Und ich denke, mein Körper
00:23:32
Speaker
hat ein gewisses Feingefühl entwickelt, wo mir sagte, wenn ich das Bedürfnis hätte nach Nudeln, hätte ich aber Lust drauf. Aber es fehlt mir überhaupt nicht, also ganz und gar nicht.
00:23:43
Speaker
Da hast du auch angesprochen, du isst auch Soja und Saitan. Wahrscheinlich machst du das eben, um auch so ein bisschen an das Protein zu denken, wobei du ja über das Gemüse ja auch da schon, denke ich, sehr viel abdeckst. Wie stehst du denn generell dazu? Hast du keine Bedenken, was Soja oder eben auch Saitan als Weizenprodukt angeht?
00:24:03
Speaker
Ich vertrage es sehr gut. Es schmeckt mir auch sehr gut. Also habe ich gar nichts, was jetzt meinem Körper nicht gut tut. Sonst würde ich es eben nicht essen. Ich habe den Geschmack von Fleisch immer mögen. Also ich esse ja nicht Fleisch, weil es nicht schmeckt.
00:24:20
Speaker
Aber ich kann es nicht verantworten. Mit Zitern habe ich den Geschmack. Und ich esse gern. Und es soll schmecken. Deswegen finde ich es auch nicht schlimm, wenn man Produkte isst, die ähnlich schmecken wie Fleisch. Da gibt es immer diese Bemerkungen, warum isst du so was, was nach Fleisch schmeckt? Oder wie man es nach Fleisch benennt. Wo ich sage, das ist nicht der Grund, warum ich es nicht esse. Von dem her, warum soll man das nicht essen? Weil es ein Fleischersatz ist.
00:24:49
Speaker
Ja, sehr spannend.

Proteinquellen und Ernährungspräferenzen

00:24:51
Speaker
Und auch diese Begründung dann eben zu sagen, du hast ja gesagt, du bist vegan aufgrund der Tiere geworden und dann trotzdem auch den Fleischgeschmack zu mögen. Und das ist für mich eine plausible Erklärung zu sagen, hey, mir kann doch trotzdem was schmecken. Gleichzeitig kann ich auch die Tiere schützen und also eine super Kompromisslösung sozusagen, was gar nicht ein Kompromiss ist.
00:25:16
Speaker
Nee, eher eine Bereicherung. Genau, richtig. Also ich selber probiere sehr viel mit Lupinen aus. Im Oktober kommt auch mein Buch über die Süßlupine raus mit 60 Rezepten. Hast du damit auch Erfahrung? Habe ich auch schon gegessen, genau. Ich habe auch Süßlupinschrot. Das mache ich also auch mal in verschiedene Essen rein. Oder es gibt ja auch fertige Lupinschnitzel, sage ich mal. Habe ich auch schon probiert und finde es auch sehr lecker.
00:25:41
Speaker
Super. Und machst du dir eigentlich Gedanken darüber, dass du viel Protein zu dir nimmst und wie viel etc. Oder machst du dir über diese ganze Protein-Geschichte und der Menge überhaupt keine Sorgen? Also in der Wettkampfvorbereitung oder wenn ich viel trainiere, trinke ich auch schon mal einen Shake. Es gibt ja auch mittlerweile gute vegane Pulver.
00:26:03
Speaker
Eiweißpulver. Ansonsten, übers Essen klarführe ich viel zu, wenn ich vielseitig isse, eben wie du gesagt hast, im Gemüse oder eben mit den Sojaprodukten, da habe ich schon viel Proteine. Aber ich sitze jetzt da mit dem Zettel und schreibe mir auf, wie viel habe ich heute zu mir genommen, was brauche ich noch.
00:26:20
Speaker
Wie gesagt, ab und zu nehme ich mal einen Shake, aber das wirklich vielleicht in der Wettkampfzeit vielleicht dreimal die Woche abends nach dem Training einen Shake. Aber ansonsten lasse ich mich immer gut bekochen von meinem Mann. Der kocht sehr vielseitig. Also ich bin jetzt nicht so der Koch. Bei mir geht es immer ratzfatz rein den Topf, ein bisschen Curry rein, ein bisschen Kokosmilch und dann ist es gut. Aber mein Mann kocht sehr gern und auch sehr gut und da lasse ich mich immer gut verwöhnen.
00:26:47
Speaker
Super, das ist natürlich Gold wert. Du hast Currys erwähnt. Wenn du die nicht mit Reis machst, wie machst du die dann? Mit Amaranth? Oder was tust du da dazu? Also Curry kann man ja überall. Ich mach Gemüsepfanne und mach halt Kokosmilch rein und dann Curry oder Kokuma. Wir essen auch sehr viel Kokuma. Auch eins der gesündesten Lebensmittel oder Gewürze, die es gibt. Und ja, Curry kann man überall dazu machen.
00:27:12
Speaker
Super. Ich meinte jetzt nur als Kohlenhydratbeilage, was ja immer so viele machen. Tuest du da irgendwas dazu oder isst du das Curry dann pur? Da machen wir dann in die Gemüsepfanne entweder direkt gleich ein bisschen Kinoa oder Bulgur am Rand. Das machen wir gleich mit rein. Genau, das sind so die Hauptdinger, die wir meistens reinmachen. Hast du denn für unsere Zuhörer noch einen Tipp, welcher Shake da für dich in Frage kommt und welche Sorte oder welche Proteinsorte?
00:27:42
Speaker
Also ich habe jetzt von der Firma Raab, die sponsern mich auch, die haben mir verschiedene Produkte geschickt, die man auch ins Müsli machen kann, ins Smoothie machen kann. Da gibt es verschiedene Pulver, dass man auch ein bisschen Abwechslung hat mit den Proteinen, dass man verschiedene Proteine hat. Und also die kann ich sehr empfehlen. Da gibt es auch Proteinmischungen von der Firma Raab, die sind auch von der Produktion nachhaltig und
00:28:08
Speaker
Ja, die finde ich eigentlich sehr gut. Die kann man eben ins Müsli schon machen, einen Esslöffel morgens oder auch in Salat streuen. Die kann man halt überall mit reinmischen. Das finde ich ganz gut, ja. Okay, vielen Dank. Ja, jetzt hast du ja auch die andere Seite angesprochen, die Erholungsseite. Du bist gerne in der Natur. Du möchtest auch mal weg von Menschen und so weiter.
00:28:31
Speaker
Was ist da der Hintergrund? Ist das die Zeit, die du dann quasi für dich nimmst und deine Erholung enorm beflügelt? Was hat es damit

Balance zwischen Beruf und persönlicher Zeit

00:28:40
Speaker
auf sich? Das ist eigentlich so ein bisschen Widerspruch für meinen Beruf. Also eigentlich war ich schon immer ein Einzelgänger. Ich hatte nie große Klicken oder der Partymensch. Ich war unheimlich gern tanzen.
00:28:53
Speaker
Früher, gut, mache ich heute auch noch gern, wenn es die Zeit lässt, bin aber auch sehr viel alleine weggegangen als junge Frau schon in die Disco. Bin da vier Stunden auf die Tanzfläche und bin dann wieder gegangen. Also mir ging es nicht um die Leute, sondern einfach ums Tanzen. Ja, und ich bin mit meinem Partner auch sehr gerne allein draußen, weg von allen Menschen und ja, im Gegenzug dazu mache ich einen Beruf, wo ich viel mit Menschen zu tun habe, das ist so ein bisschen gegensätzlich, aber
00:29:21
Speaker
Ich liebe diesen Kampfsport und da lässt sich es eigentlich nicht vermeiden, dass man mit Menschen zu tun hat, was mir aber auch sehr viel Spaß macht. Aber privat bin ich schon eher zurückgezogen.
00:29:34
Speaker
Ja, eher allein mit meinem Partner unterwegs. Es ist ja auch wohl wichtig, dass der Mensch auch in so einem Spannungsfeld lebt und dann eben auch mal die andere Seite hat. Also es gibt ja nicht umsonst Ying und Yang und solche Dinge und das macht ja dann schon auch Sinn. Wie bist du denn, sag ich mal, zu diesem Sport gekommen? Du hast ja gesagt, du liebst die Tiere.
00:29:57
Speaker
Und diese Kick-Sport oder Boxen und diese ganzen Sportarten sind in meinen Augen oder waren in meinen Augen immer so sehr viel auch mit, wie soll ich sagen, Verletzungen, Gewalt etc. so verbunden. Was ist da dein Hintergrund? Gar nicht. Also Kampfsport ist mit Gewalt, das ist das Bild von vielen, ja. Aber das stimmt überhaupt nicht.
00:30:25
Speaker
Im Gegenteil, also auch Verletzungen. Im Kampfsport gibt es sehr, sehr wenig Verletzungen, wenn man mal vergleicht Handball oder Fußball. Also im Kickboxen, meine schlimmste Verletzung war mal eine angebrochene Rippe und einmal eine angebrochene Nase. Und das im Zeitraum von, Moment, ich mache Kampfsport seit 24 Jahren, ich glaube ich sehr, sehr wenig. Also ich habe kaum Verletzungen gehabt oder auch
00:30:49
Speaker
Die Leute, die ich kenne, ich meine, ich habe ja mit vielen Kampfsportlern logisch auch zu tun. Da gibt es wirklich wenig Verletzungen oder auch sehr wenig schlimme Verletzungen. Und das Ganze findet super freundschaftlich statt, wenn man einen Kampf gemacht hat gegen jemand. Nach dem Kampf nimmt man sich in den Arm, quatscht drüber. Manchmal kämpft man auch gegen Leute, die man schon kennt, gerade auf Turnieren. Da quatscht man vorher miteinander, man quatscht hinterher miteinander, man ist praktisch auch irgendwo befreundet.
00:31:15
Speaker
Man kennt auf den Turnieren auch seine Gegner. Gegen die hat man vielleicht schon ein, zwei Mal gekämpft. Das heißt, man unterhält sich vorher wirklich sehr, sehr freundschaftlich. Ich habe es selten erlebt, dass die Kämpfer sich hinterher nach dem Kampf blöd angemacht haben. Klar gibt es auch, aber wirklich ganz, ganz selten.
00:31:36
Speaker
Zum Kampfsport kam ich eher zufällig, da war ich 21, da hat eine Bekannte gesagt, bei dir ums Eck gibt es was, da mache ich Probetraining, das nennt sich Jiu-Jitsu, möchte nicht mitkommen, ich komme gerade bei dir um die Ecke. Da bin ich mit und so kam ich zum Kampfsport.
00:31:50
Speaker
mit 21 mit Jiu-Jitsu angefangen. Ich war sofort Feuer und Flamme für diesen Sport, für diese Kampfkunst. Hab dann ab sofort mich angemeldet, dreimal die Woche trainiert und kam erst mit 33 zum Kickboxen. Da haben die meisten schon wieder aufgehört und hab relativ bald dann auch meine Wettkampfkarriere begonnen. Aber das sehr, sehr spät.
00:32:13
Speaker
Das ist eigentlich im Kampfsport, ja, man geht sehr freundschaftlich miteinander um und das war astranisch einfach die Vielseitigkeit. Gerade im Jiu-Jitsu man hat so viele Techniken, die man anwenden kann und das ist so faszinierend, dass man mit einfachen Bewegungen einen Gegner außer Gefecht setzen kann zum Beispiel. Und im Kickboxen oder im Boxen würde ich sagen, ja, es ist dieses Auspowern, dieser Fitnessfaktor,
00:32:42
Speaker
Mittlerweile sind viele Frauen im Kickboxen. Im Boxen sind es noch weniger, aber im Kickboxen hat man einen sehr großen Frauenanteil. Man ist ganz körpersportisch, man kann sich auspowern und ist hinterher wirklich wie nach einem Krafttraining, dass es viel vielseitiger ist. Man hat nette Leute um sich herum.
00:33:03
Speaker
und hat auch ein sehr abwechslungsreiches Training. Man hat ja im Training eine komplette Schutzausrüstung an. Das heißt, wenn man Partnerübungen macht, wo man sich gegenseitig auch tritt, dann hat man Schützen an. Das heißt, da verletzt man sich auch nicht und das tut auch eigentlich nicht weh. Man tritt ja auch nicht voll durch. Man hat einen Polster um den Fuß.
00:33:24
Speaker
Der andere weiß ja jetzt auch, jetzt kommt da ein Tritt hin, das heißt dann wird da geblockt und dann macht man die Gegentechnik. Das sind ja alles Kombinationen, Abläufe, die man zusammen trainiert. Und Sparring, also dieses Trainingskämpfen, das ist sowieso immer freiwillig.

Sicherheitsmaßnahmen beim Sparring

00:33:38
Speaker
Also wer das nicht machen möchte, der muss das auch nicht machen.
00:33:42
Speaker
Und ansonsten, wie gesagt, Verletzungsgefahr oder Aggression gibt es eigentlich ganz und gar nicht. Vielen Dank für die ganzen Einblicke. Wenn jetzt der Zuhörer gerne mehr über dich erfahren möchte, wo kann er das denn tun?

Kontaktmöglichkeiten zu Claudia

00:33:56
Speaker
Ja, also entweder auf der Homepage. Ich habe eine Kampfsportschule, die heißt fightclubemding, so heißt auch die Homepage, fightclub-emding.de. Dann gibt es eine zweite Schule in Freiburg, also die zwei Schulen gehören zusammen, der fightclub-freiburg.de. In beiden Schulen kann man natürlich auch kostenlos Probentraining machen. Dann erreicht man mich über Facebook, über Claudia Grammelsbacher.
00:34:20
Speaker
Oder über kraftvoll, da biete ich die Selbstverteidigungskurse an, biete auch Fitnesstraining. Gewichtsreduktionswochen biete ich da an, wo ich auch den Leuten durch Sport- und Ernährungsumstellung nahe bringe, ihren Körper.
00:34:38
Speaker
mehr auf ihren Körper zu hören und etwas Gutes zu tun. Dann gibt es auf Facebook auch noch die Seite Vegan Power. Das sind wir gerade am Aufbauen, mein Mann und ich, an einem veganen Online-Shop, wo es Superfoods, selbstgemachte Sachen zu verschiedenen Dingen um die vegane Ernährung gibt. Das sind wir gerade noch am Aufbau. Also die Homepage ist noch nicht fertig, aber auf Facebook haben wir ja schon eine kleine Seite.
00:35:01
Speaker
Wow. Du bist ja wirklich ein Tausend, Sasam. Einen größten Respekt, was du alles auf die Beine stellst und wie viele Menschen du hilfst und Gutes tust. Ja, ich habe mich sehr geehrt, dich als Interviewpartner haben zu dürfen und würde mich freuen, wenn auch du, lieber Zuhörer, deinen Komment abgibst. Was konntest du aus dieser Episode mitnehmen?
00:35:23
Speaker
Welche Fragen hast du vielleicht? All das kannst du als Kommentar unter den Podcast am besten in iTunes geben. Am besten drückst du dazu eben auch auf abonnieren, sodass du auch die nächsten Folgen nicht verpasst. Wir haben sehr, sehr interessante andere Athleten zu Gast, die natürlich auch alle vegan sind.
00:35:42
Speaker
Und auch dieses Mal kannst du, wie gesagt, was gewinnen aus unserem eigenen Sortiment. Du gehst dazu auf christian-wenzel.com slash podcast. Dort findest du auch noch mal alle Links, die Claudia gerade aufgelistet hat zu ihren eigenen Profilen, zu den neuen Online-Shops später. Wir werden das alles ergänzen. Und wenn du Fragen hast, wie gesagt, melde dich sehr gerne. Claudia, hast du vielleicht noch ein Schlusswort oder
00:36:11
Speaker
Hast du alles gesagt, was zu sagen ist? Gut, ja, ich glaube, wir haben schon ziemlich viel gesagt, aber ich kann nur sagen, setzt euch Ziele, haltet daran fest und versucht, euer Leben zu genießen und nehmt nicht die Arbeit so ernst, sondern genießt vielmehr eure Freizeit.
00:36:28
Speaker
Super. Und schützt die Tiere. Richtig? Genau. Das ist das sowieso. Ich glaube aber, sonst würden Sie das Interview erst gar nicht anhören. Ja, genau. Ja, liebe Claudia, nochmals vielen lieben Dank. Hat mich sehr gefreut. Und wir, liebe Zuhörer, hören uns das nächste Mal wieder, wenn es heißt The Vegan Fitness Athlete, präsentiert von Christian-Wenzel.com. Danke, Claudia. Danke an alle. Bis zum nächsten Mal. Danke auch. Bis dann. Ciao.