Einleitung und Podcast-Formatvorstellung
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Speaker
Willkommen im vegan Podcast. Der vegane Podcast mit Erfolgspersönlichkeiten aus den Bereichen Sport, Business, Lifestyle, Politik und anderen. Von und mit deinem Gastgeber, dem veganen Business Expertin Christian Wenzel.
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Speaker
Herzlich willkommen im Vegan Podcast, der veganen Wissensbombe auf deinem Weg zur besten Version von dir selbst. Es ist mein Job, die erfolgreichsten Menschen im Bereich Veganismus zu interviewen und ihre besten Tipps sowie ihre Erfolgsgeheimnisse für dich herauszukitzeln.
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Speaker
Mittlerweile sind wir dreimal die Woche auf Sendung. Du bekommst in 20 bis 30 minütigen Sessions das beste Wissen von diesen veganen Performern, sodass du dein nächstes Level erreichst.
Christian Wenzel stellt sich vor
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Speaker
Und heute hast du eingeschaltet zur Fitness-Session mit deinem Gastgeber, dem ist der Broccoli, du kennst mich mittlerweile, Christian Wenzel. Wenn du mehr über mich erfahren willst, findest du alles unter christian-wenzel.com. Und bevor wir starten,
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Speaker
eine kleine Rezension, die ich in iTunes bekommen habe und die lese ich natürlich auch immer sehr gerne vor, ist, ich höre diesen Podcast jetzt seit einiger Zeit und ich könnte meine Zeit nicht besser investieren. Christian hat immer wieder tolle Gäste und bringt guten Input für mich als veganen Sportler. Auf seinem Gebiet der beste deutsche Podcast.
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Speaker
Ja, ich fühle mich geehrt, das sind genau die Rezensionen, für die ich das quasi hier mache. Vielen lieben Dank an dich, dass du diese Rezension geschrieben hast und wenn du auch dich aufs nächste Level gehoben fühlst oder einfach was Schönes mitteilen möchtest, dann freue ich mich auf deine Rezension bei iTunes. Und genau einer dieser geilen Gäste haben wir heute da.
Vorstellung: Franz Breis, veganer Extremsportler
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Speaker
Er wurde mir von Joe Vogelsamm von FitRabbit empfohlen, den wir in der Education Session noch haben. Es ist Franz Breis. Franz, grüß dich. Grüß dich, hallo, vielen Dank für die Einladung.
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Speaker
Ich habe zu danken. Also der Joe Vogelsam hat gesagt, du bist einfach eine extrem coole Socke und da habe ich nicht lange gefackelt und habe dich direkt gefragt, ob du dabei sein möchtest. Du bist der Sportler, veganer Sportler natürlich, mit vollstem Herzen und mittlerweile auch eine Leitfigur im veganen Sport in Österreich. Du vom Slalomläufer zum Extremsportler, hauptsächlich auf dem Rad. Du wirst natürlich noch ein bisschen mehr dafür erfahren, aber
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Speaker
Wenn ich nur diese Ausschnitte sehe hier, Race Across the Alps, vier Teilnehmen am Race Across the Alps, drei Teilnahmen am Glocknermann, UMCR Rekord für die schnellste West-Nach-Ost-Durchquerung Österreichs, der Trans Austria 2008 war das, Solo-Starter beim Race Across America, vierter Platz, also Wahnsinn. Du hast einiges drauf und ich freue mich ganz besonders, dass du hier bist, dein Wissen teilst. Und was kann denn der Zuhörer von dir heute lernen?
Franz' Sportkarriere und Umstieg zum Veganismus
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Speaker
Ja, mal danke für diese Vorstellung meiner Person. Also, wie du schon gesagt hast, ich mache mein Leben lang schon Sport, bin seit dem Jahr 2000 vegan. Und was so zuhörer lernen kann, ich hoffe, dass ich mir ein bisschen was mitgeben kann, einerseits über die
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Speaker
Die Kraft des menschlichen Körpers und die Kraft des menschlichen Geistes, der Sport, den ich ausübe, ist vorwiegend mentale Leistung, die man erbringen muss, speziell beim Resik aus Amerika oder Rennen, die über mehrere Tage nonstop gehen. Entgegen sehr vieler Kritiker war ich auch der Erste, der dokumentiert und mit einer Theologin, also wirklich theologisch überwacht und auch dokumentiert, dass Resik aus Amerika komplett vegan gefahren ist.
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Speaker
Für alle, die das nicht kennen, das Risiko aus Amerika ist ein 5.000 km langes Non-Stop-Radrennen von der Westküste zur Ostküste der Vereinigten Staaten. Und ich habe in meiner schnellsten Durchklärung 2013 10 Tage und 8 Stunden, wenn mich nicht alle 10 Tage und 8 Stunden gebraucht.
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Speaker
Ja wow, extrem krass, was du da erlebt hast. Ich hatte den Ben Urbank von Goodsport auch schon interviewt. Diese Episode wird auch bald erscheinen und der ist ja Paris-Presse-Paris gefahren und das ist ja quasi ein Bruchteil von der Strecke, die du da gefahren bist und das fand ich ja damals schon unglaublich. Wie ist denn jetzt deine Story da so vom Slalomläufer hin zum Extrem-Radsportler?
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Speaker
Ich bin sehr früh, mit sechs, sieben Jahren, mitten in den steirischen Alpen aufgewachsen. Mein Vater hat schon sehr früh das Talent zum Skisport in mir gesehen und auch entdeckt und letztendlich auch gefördert.
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Speaker
Und ich bin dann eben den klassischen Weg des alpinen Skiläufers in Österreich gegangen, sprich von diesen Schülercup-Rennern über den Landescup zu den bundesweiten Wettkämpfen, war dann auch in diversen Kaders und Landes- und Bundeskader. Hab dann mit 17 Jahren so ein klassisches, heute würde man wahrscheinlich Burnout dazu sagen, damals war man einfach dem Skisport ein bisschen überdrössig und zwar aus dem Grund,
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Speaker
weil ich mich in diesen sehr starren
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Speaker
dass ich das österreichische Skisportverband nicht wirklich mehr zu Hause gefühlt habe. Es hat so viele Leute gegeben, die da rein geredet haben, bezüglich der Trainingssteuerung. Dann hat es wieder Probleme mit meinem Vater und meinem Trainer und auch diese pubertären Einflüsse, die da reingespielt haben. Ich habe dann mit 17 Jahren beschlossen, das Skifahren sein zu lassen. Ich habe dann auch mit Verletzungen schon gehadert, eben aus der Wachstumssituation heraus. Meine Knie, meine Sprunggelenke, das war alles
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Speaker
etwas angeschlagen und habe dann ganz klassisch begonnen in meiner Freizeit, dadurch
Verletzungen und Leidenschaft im Ausdauersport
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Speaker
Sport immer ein wichtiger Bestandteil meines Lebens war, zu laufen. Und aus diesem Laufen raus ist dann eine regelrechte Leidenschaft geworden. Ich bin dann Marathons gelaufen, bin Ultramarathons gelaufen, bis ins Um 48 Stunden Lauf, 100 Kilometer Läufe etc. und habe es dann geschafft bis zum Jahr 2001 über 80 Marathons zu finnischen.
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Speaker
Darunter auch einige Alpinrouter Marathons. Und da sind wir schon bei der Triebfeder zu dem Ganzen. Mir wird immer fasziniert, was dahinter kommt. Also wenn man 42 Kilometer laufen kann, was passiert, wenn man 50 läuft? Wenn man 50 laufen kann, was passiert, wenn man 100 läuft?
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Speaker
Ja, und mir war dann das Schicksal nicht ganz erholt. Im Jahr 2001 habe ich mir dann beim Trainieren einen sogenannten Ermüdungsbruch zugezogen, eine Marschfaktur im linken Schienbein. Und der Arzt hat damals ganz labett dargemeint, ich kann jetzt entweder ein Jahr das Laufen ad acta legen und ich kann mir entweder Badehose kaufen und schwimmen gehen oder mir ein Rad kaufen und Rad fahren.
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Speaker
Und nachdem ich jetzt sehr gut schwimme, habe ich mir gedacht, dann probiere ich es mit dem Fahrrad und aus dem ist dann letztendlich diese Leidenschaft zum Radsport entstanden und bis heute hat die mich nicht mehr losgelassen.
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Speaker
Wow, unglaublich spannende Story auch, wie du mit dem Down in der Leistung umgegangen bist. Das klingt jetzt rückblickend, erzählt so einfach, war es aber sicher nicht und danke auch für den Tipp, dahin gehen schon mal. Lebst du auch davon oder womit verdienst du deinen Lebensunterhalt und was macht die Person Franz Preiss darüber hinaus? Nein, ich lebe nicht davon, gleich mal vorweg. Ich versuche den Sport so gut als möglich auch tags zu finanzieren über Sponsoren.
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Speaker
Mein tägliches Brot verdiene ich mit einer Firma, die im pharmazeutischen und dem Investmentbereich angesiedelt ist. Die habe ich 2007 mit einem Pharmazeuten aus Graz gegründet. Wir sind mittlerweile GmbH, haben ein paar Mitarbeiter.
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Speaker
betreiben auch eine kleine Kette von Fitnesscentern in Steiermark, in der Steiermark in Österreich. Und das ist so mein täglicher Job. Also ich bin Geschäftsführer von diesen Unternehmen und da kümmer mich eigentlich aber alles an administrative als auch ums operative. Sehr fordernd, aber ist eine ganz gute Ergänzung zu meinem beruflichen und sportlichen Engagement und hat den Vorteil, dass ich natürlich in meiner Tätigkeit als Geschäftsführer
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Speaker
mir die Zeit ein bisschen besser einteilen kann, als wenn ich jetzt in einem klassischen Dienstverhältnis mit so einem klassischen Vorgesetzten etc. wäre. Warst du schon mal in so einem klassischen Verhältnis? Jein. Ich habe, und da kommt vielleicht auf die erste Brücke zum Veganismus, ich bin mit 18 Jahren von meinem kleinen beschaulichen Domizil in einer alten, endig großen Stadt nach Wien ausgewandert.
Einfluss der Musikindustrie auf Franz' vegane Lebensweise
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Speaker
und habe dort dann drei Jahre lang in der Musikindustrie gearbeitet, habe alles Mögliche gemacht, wirklich vom Stagehand bis hin zur Promotion-Tätigkeit für diverse Labels und war immer sehr verwurzelt in dieser ganzen Hardcore- und Metal-Szene und dort war schon eine Zeit, wo ich dann einen klassischen Angestellten-Behuf ausgeliebt habe.
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Speaker
Allerdings natürlich auch für den etwas atypischen Szenen, nämlich ich war immer die Schnittstelle für amerikanische Hardcore und Metal Bands und Bankrock Bands. Und da ist es dann erstmalig auch 1999, 2000 herum, war dann die Konfrontation mit Veganismus, Straight Edge und den subkulturellen Ideologien, die da mitgebracht wurden aus den USA seinerzeit noch.
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Speaker
total spannend. Bevor wir zur Ernährung kommen, interessiert mich deine sportliche, also zum Beispiel deine Leistung bei Race Across America in zehn Tagen.
Strategien für mentale und physische Herausforderungen im Rennen
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Speaker
Wie schaffst du es bzw. wie kann der Zuhörer es schaffen, diese extremen körperlichen und mentalen Anstrengungen zu meistern? Also vom körperlichen her muss ich sagen,
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Speaker
ist es natürlich zu einem gewissen Teil Training, sehr diszipliniertes und auch teilweise hartes Training. Die Ernährung spielt natürlich gerade im veganen Bereich eine große Rolle. Man muss ausgewogen ernähren, man muss sehr viel an Kalorien zu sich nehmen und im Idealfall auch die richtigen Kalorien, die der Körper dann zum richtigen Zeitpunkt richtig verwenden kann.
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Speaker
Was mir auch immer ganz wichtig ist, wir supplementieren ganz wenig. Ich werde immer gefragt, ob ich als Veganer irgendwelche Supplemente brauche. In Wahrheit nicht, bis auf Ferum, also Eisen, in unregelmäßigen Abständen, je nach meinem Blutwerten. Und der mentale Faktor bei solchen extremen Ausdauerbelastungen ist wieder eine ganz andere Geschichte des Trennen, gerade wie das Resik aus Amerika auch andere Geschichten in den Alpen.
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Speaker
entscheiden sich im Kopf. Und da gibt es Strategien, die man lernen kann oder die man sich auch antrainieren kann, gleich wie die körperliche Leistungsfähigkeit, ist auch die mentale Leistungsfähigkeit zum Trainieren. Und da geht es dann wirklich darum, sich immer wieder aufs Neue zu motivieren und den eigenen innenen Schein und eben immer wieder aufs Neue zu besiegen bzw. in die Schranken zu weisen. Hört sich jetzt leichter an, wie es ist, aber das ist eben wirklich auch ein Teil
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Speaker
Ich sage jetzt einmal meines Jobs im Bereich des Extrem- und Radsports, dass ich mich körperlich als auch geistig konstituiere und auf sowas vorbereite. Ja, das glaube ich, dass sich einfacher anhört, wie es ist. Daher bohre ich gerne genauer nach. Du hast von Strategien und mentales Training gesprochen. Welche Strategien kann ich oder der Zuhörer hier nutzen?
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Speaker
Ja, also ich kann nur von meiner Art aus berichten, ich glaube, dass jeder Athlete ein bisschen damit anders umgeht. Bei mir gibt es aber Grundstrategien, die ich anwende. Ich habe zum Beispiel Ankerlieder oder auch sehr Ankerlieder sind Lieder, die in meinem Kopf verankert sind und die bei, wenn mir die Lieder vorgespielt werden, gewisse Emotionen hervorrufen. Gewisse Erinnerungen im Kopf produzieren oder auch provozieren.
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Speaker
gewisse Emotionen provozieren können. Es gibt auch sogenannte Uncut-Bilder, das sind zum Beispiel Bilder von meinem Hund, die einfach in mir was wecken. Entweder entspannt es mich oder es dreht mich auf, es beruhigt mich, es macht mich aggressiv. Da gibt es verschiedenste Zugänge zu dem und je nach meiner Stimmungslage entscheidet dann auch meine Crew.
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Speaker
mit Liedern oder hält, ob sie mir jetzt ein bestimmtes Foto zeigt, ob sie mir ein paar ganz kurze Sätze von zu Hause gebliebenen vorliest, die mir z.B. meine Mutter schreibt oder meine Frau schreibt oder irgendwer ein naher Freund, auf dessen Meinung ich sehr viel Wert lege. Ich bitte dann meistens vor solchen großen Unternehmen, dass sie auch
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Speaker
drei, vier Gedankenssplitter auf einen Sessel schreiben und mitgeben. Und das wird mir dann dort vorgelesen. Oder ich habe zum Beispiel auch einen Trick, der mir sehr, sehr hilft. Also wenn ich einschlafe, ich habe ein MP3-Pfeil mit den Bällen meines Hundes. Und wenn ich bei dem Rennen eine einstündige Schlafpause habe, dann wird mir das einfach reingespielt. Kurz bevor ich einschlafe, habe ich einen Walkman auf, also einen MP3-Flair. Dann kriege ich das Bellen meines Hundes rein und ich wache auch mit einem Foto von ihm und mit den Bällen im Ohr auf.
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Speaker
Ja, ich kenne diese Techniken aus dem NLP, aus dem Neurolinguistischen Programmieren. Das sind Ankehrtechniken, zum Beispiel durch Berühren einer Stelle am Körper, die vorher positiv aufgeladen wurde. Und wenn ich dann diesen Ankehrprozess beendet habe und diese Stelle nachher wieder berühre, dann kann ich eben durch die erneute Berührung diesen Ankehr auslösen und dieses Gefühl wieder erleben.
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Speaker
Ich habe dich dann richtig verstanden, dass du bei solchen Rennen eine Crew dabei hast, die dich über Funk mit diesen Anken dann quasi versorgen oder fahren die neben dir her und zeigen dir ein Bild von deinem Hund beispielsweise. Ja, das schaut wirklich praktisch so aus, wie du das jetzt schon vermutet oder geschildert hast. Die fahren, ich werde bei solchen Rennen und Unternehmungen rund um die Uhr von einem Auto begleitet.
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Speaker
kurz neben mir herfahren, aber die meiste Zeit ist es hinter mir. Ich habe einen Knopf im Ohr, ich bin mittels Funk mit dem Auto verbunden. In diesem Auto sitzt meine Crew und die entscheiden dann
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Speaker
Merkt dann auch der Arzt meistens oder junge Vertraute, geht es mir jetzt gut. Ich teile mich dann auch mit, wenn ich traurig bin, wenn ich mutlos bin, wenn mir die Motivation zu verlassen droht. Ich versuche auch mich früh genug mitzuteilen, dass sie dann auch einschreiten können und dann einfach die notwendigen Akzente setzen, dass ich mich da wieder ein bisschen fange und dann wieder neue Hoffnung und neue Motivation und neuen Ehrgeiz
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Speaker
Ich finde, weil gerade bei so extrem langen Distanzen ist es oft schwierig das Ziel vor Augen zu behalten. Es ist so, dass auch für mich eine Distanz von 5000 km am Fahrrad nicht wirklich greifbar ist, noch dazu in so kurzer Zeit.
00:15:35
Speaker
Und da muss man natürlich aufpassen, dass man jetzt nach zwei Tagen am Rad, wo man nahezu nicht schläft, quasi den roten Faden zum Ziel verliert, indem man sich dann einfach in Selbstzweifel ergießt und sie denken, jetzt bin ich gerade einmal 800 Kilometer, 900 Kilometer gefahren, ich kniete mir schon weh, der Nacken tut mir schon weh und ich habe noch immer 4000 Kilometer vor mir. Und da gilt es dann natürlich mit diesen emotionalen
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Speaker
Achterbahnfahrten auch umgehen zu lernen. Ich möchte noch anmerken, was für mich auch ganz wichtig ist, sehr viele Kollegen von mir, die auch ähnliche Sportarten oder so extrem lange Distanzen absolvieren, haben Probleme beim Einschlafen, weil man natürlich auf Druck schlafen muss. Man kann sich das in der Praxis so vorstellen, dass der Arzt hinter mir irgendwann einmal rüberfunkt und sagt, du Franz,
00:16:26
Speaker
Du bist jetzt seit 50 Stunden im Sattel. Es ist 4 Uhr in der Früh. In 30 Minuten nehme ich dich für eine Stunde vom Rad. Das heißt für mich, dass ich genau weiß, dass ich, wenn ich um halb 5 Uhr voll vom Rad genommen werde, 60 Minuten Zeit habe. Und je effizienter, dass ich diese 60 Minuten nutze, desto besser kann ich schlafen oder desto länger kann ich schlafen.
00:16:45
Speaker
Das führt natürlich dazu, dass man sich gerne mal verkrampft und dann partout nicht einschlafen kann, weil man sozusagen immer auf die Uhr starrt. Und sie denkt jetzt so wie nun mal 58 Minuten, so wie nun mal 50 Minuten, jetzt zahlt es sich gar nicht mehr aus, dass ich einschlafe. Und um dem Ganzen vorzubeugen, habe ich etwas ganz Lustiges entdeckt und das schon vor einigen Jahren.
00:17:06
Speaker
vor mittlerweile 39 Jahren, wie sie mir aus dem Krankenhaus mitgekriegt hat als Baby, hat sie mir eine flauschige gelbe Decke eingepackt und die Decke war ewig lang im Kasten meiner Mutter und ich bin darauf gekommen, dass ich immer bei solchen Rennen die Decke brauche und die fährt dann wirklich jedes Jahr mit mir mit nach Amerika und ich werde ausschließlich mit dieser Decke zugedeckt, wenn ich dort diese Stunde schlafen darf.
00:17:30
Speaker
War auch spannend und eine ganz schöne Anekdote wie solche kleinen Tools dann auch wirklich Großes bewirken. Super. Du hast viele Dinge jetzt schon genannt. Nach 48 Stunden im Sattel willst du dann mal eine Stunde in den Schlaf geschickt sozusagen.
Selbstentdeckung und Motivation im Extremsport
00:17:47
Speaker
Was ist denn überhaupt die Ursprungsmotivation da überhaupt anzutreten? Was treibt dich generell an?
00:17:54
Speaker
Tja, in Österreich gibt es einen ganz berühmten Humoristen, Kabarettisten, das war der Helmut Qualtinger. Und er hat einmal gesagt, auf Wienerisch, jetzt schauen wir mal, wer Stärke ist, ich oder ich. Und das ist ein ganz schönes Zitat, das eigentlich meine Triebfeder beschreibt, nämlich der Kampf mit sich selbst, der Kampf mit seinem eigenen Körper und mit seinem eigenen Geist ist schon eine ganz große
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Speaker
Gliedfeder in meiner Entwicklung als Extremradsportler. Und es ist ganz klar auch eine gewisse Suche nach den eigenen Grenzen. Grenzen werden einem in der Gesellschaft, in der wir leben, sehr oft von anderen Leuten auch erzwungen, sei es jetzt finanzielle Grenzen oder eben geopolitische Grenzen, wie auch immer.
00:18:47
Speaker
Und das ist so ein kleines Einort, in dem man sich rein geben kann, wo man sich wirklich nur mit seinen eigenen Grenzen auseinandersetzen muss und auseinandersetzen kann. Und das ist dann doch eine sehr schöne und spannende Geschichte, mit sich selbst in den Dialog zu treten, über so lange Zeit und sich selbst aufzuarbeiten in einer gewissen Art und Weise.
00:19:12
Speaker
Wie fühlst du dich denn dann nach so einem Rennen? Du hast deine eigene Grenze ausgetestet und erfolgreich gemeistert. Ob du dann der Erste bist oder es einfach nur geschafft hast im Ziel spielt, schätze ich, dann eine sekundäre Rolle. Was ist das dann für ein Gefühl am Ende? Ein Gefühl der Lehre, speziell dieses Racing aus Amerika. Das ist ein ganz spezielles Rennen.
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Speaker
Da wird auch die Vereinigten Staaten immer wieder ändert. Man fährt von einem Ozean zum anderen. Im Ziel letztendlich hat bei mir bis dato immer eine Lehre geherrscht, eine ganz große innere Lehre. Ich kann es jetzt mal, ohne esoterisch werden zu wollen, ein bisschen
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Speaker
wie das Gefühl vielleicht eines Neugeborenen klassifizieren. Man hat eigentlich kein Gefühl im Ziel. Es ist gar nichts. Es gibt dort nichts mehr, was einen bewegt. Man ist weder glücklich, noch graurig, noch erleichtert, noch entspannt, noch aufgeregt. Man ist einfach leer. Ich glaube, dass das Rennen einen wirklich bis zum letzten Tropfen aus
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Speaker
saugt und es ist körperlich und mental dann wirklich nichts mehr da, was einen belastet. Es ist eine unvorstellbare Lehre, zumindest empfinde ich das so. Und die Emotionen über das Geleiste, die kann man dann eigentlich erst ziemlich zeitversetzt. Ungefähr eine Woche später, wenn man dann schon zu Hause ist, dann kommt eigentlich erst eine gewisse Art von Stolz über das Erreichte und das ist es.
00:20:48
Speaker
Ist es das, was dich dann so antreibt, es dann wiederzumachen? Ich habe mal einen Spruch gehört, vielleicht kurz als Hintergrund der Frage. Und der Spruch heißt, alles ist Emotion. Nichts besteht ohne Emotion. Und diesem Spruch widersprichst du ja gerade damit, weil du bist ja am Ende so leer, dass du nicht mehr mal ein Gefühl Emotion spüren kannst. Das ist richtig. Da gebe ich dir recht. Nur ist es so, dass dieses Rennen an sich der Weg, das Ziel ist.
00:21:18
Speaker
Wie soll man das vielleicht am besten erklären? Das Rennen an sich gibt einen so viele Emotionen. Ich glaube, man lehrt einfach seinen emotionalen Gang auf diesen 5000 Kilometern aus. Das heißt, was mich letztendlich motiviert, das Rennen niederzumachen, ist sicher auch nicht per se das Ankommen im Ziel, sondern die ganzen 5000 Kilometer, die ganzen 10 Tage am Rad.
00:21:44
Speaker
Das ganze Durchleiden, das ganze Schmerzspektrum, aber auch das ganze intensive Fühlen, das ganze intensive Wahrnehmung der Natur, der Elemente. Wir fahren dort bei Hagel, wir fahren bei, wenn du Becherst in den Roggenhautens, bei Schneefall, wir fahren bei 50 Grad plus in den Lüsen. Und du fährst himmelhoch ja auch zent und zu Tode betrübt. Du vergiehst, du weinst wie ein kleines Kind und drei Stunden später bist du wieder aufgedreht wie ein 14-jähriger.
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Speaker
Und fünf Stunden später fühlst du dich wie ein 70-jähriger Kreis und hast jegliche Lust am Leben verloren. Also das ist schon ein sehr umfangreiches Potpourri an Emotionen, das man durchlebt. Ich glaube die logische Konsequenz ist auch dann, dass im Ziel dann nichts mehr übrig ist von den ganzen Emotionen. Die hat man im wahrsten Sinne des Wortes vertaucht.
00:22:34
Speaker
Ja, das ist schon unglaublich, was du hier erzählst.
Logistik und finanzielle Aspekte von Rennen
00:22:38
Speaker
Wir haben auf veganphiletics.com, unserer veganen Fitnessplattform, ja auch die ein oder anderen Ultraläufer und Ultratriathleten zu Gast, die dann 150 Kilometer Trailruns machen und weitere krasse Sachen machen. Doch das, was du erzählst, ist ja nochmal eine ganz andere Nummer, eine ganz andere Ebene. Ich bin wirklich total geflecht. Wahnsinn.
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Speaker
Wie viel schläfst du denn insgesamt auf diesem Rennen?
00:23:05
Speaker
Ja, also das wird schon ganz genau protokolliert. Also wir schlafen zwischen acht und zehn Stunden je nach Rennenstrategie und je nach Platzierung im Rennen und nach Renngeschehen. Also das Feld, dieses kompetitive Feld, es ist ja dann letztendlich doch ein Wettrennen. Es geht halt auch darum, wer am schnellsten den nordamerikanischen Kontinent durchquert. Und man arbeitet dann schon strategisch. Das heißt, die Crew dirigiert einem schon ein bisschen. Wenn man jetzt sieht, man ist ein
00:23:34
Speaker
Als es bei mir 2008 war, dass ich an vierter Stelle war, nach vorne war nicht mehr viel zu tun. Es waren ungefähr 200 Kilometer, 180 Kilometer zum Brittplatzierten. Hinter mir war wirklich keine Gefahr, dass ich jetzt noch eingeholt werde. Dann hatten wir natürlich den Luxus, dass man sich in der letzten Nacht vielleicht einmal, statt 40 Minuten, 60
00:23:57
Speaker
Aber das entscheidet eigentlich immer der Arzt. Der Athlet ist da relativ ungefragt und ist auch nicht fähig, das zu entscheiden, weil mein Schlafbedürfnis würde siegen. Ich würde sagen, na gut, dann lass ich mal einen Tag schlafen. Das entscheidet wirklich der Arzt und mein Teamchef, der die Rennstrategie aufhält. Aber es sind in Summe nie mehr als zehn Stunden in diesen zehn Tagen. Ja, Wahnsinn. Bist du dann danach erst mal zwei bis drei Tage komplett im Schlaf oder im Koma?
00:24:27
Speaker
Nein, also ich habe immer relativ starke Schmerzen, einfach die Spannung, dann ein Ziel, der ganze Endorphin-Pegel und Dopamin-Pegel, der fällt dann relativ schnell ab und dann kommt eigentlich dieses ganze, die ganzen Enzymungsparametern, die ganzen Schmerzen in den Muskeln, in den Gelenken, das kommt dann alles relativ gebündelt raus.
00:24:50
Speaker
Ich persönlich wälze mir dann einfach zwei oder drei Tage im Bett herum und versuche zu schlafen. Man fühlt sich wirklich nicht gut. Ich glaube, es gibt keinen, der dann nach dem Resikos Amerika fit und zufrieden irgendwo an der Beach Bar sitzt. Es ist ein Rennen, das einem alles kostet und ich würde Ihnen sagen, dass es für mich jetzt ein gesundes Rennen ist. Ich versuche immer,
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Speaker
mich sehr seriös darauf vorzubereiten, meinen Körper auf das zu konditionieren. Ich habe einen Arzt mit, der mich rund um die Uhr monitort. Wir haben laufende Blutanalysen. Wir schauen uns die ganzen essentiellen Werte an. Aber ja, es ist sicher nicht etwas, was jetzt förderlich ist für die Gesundheit. Also es ist sicher nicht weit. Es ist sicher nicht etwas, was man jeden jetzt Wochenende mal tun sollte.
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Speaker
Ja trotzdem hast du meinen vollsten Respekt, lieber Franz. Unglaublich, was du da gerade erzählst. Das ist für mich zugleich schockierend und faszinierend. Zwischendurch dachte ich, unser Körper ist doch einfach nur eine Maschine, der du immer nur
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Speaker
den besten Sprit zuführen muss und dann läuft es unendlich. Doch letztlich glaube ich nicht, dass es so ist und ich glaube auch, dass irgendwann selbst die stärkste mentale Kraft nicht mehr ausreicht, um ja ewig weiterzumachen. Also Maschinen sind wir also nicht, du bist aber schon sehr nah dran aus meiner Sicht. Du hast es ja schon angesprochen, die vegane Ernährung spielt eine große Rolle.
00:26:20
Speaker
Wie bereitest du dich auf das Rennen vor, sprich in der Ernährung, und wie sieht dann im zweiten Teil die Ernährung während des Rennens aus? Gut, also ganz kurz einmal zurück zu den Maschinen. Wir sind definitiv Krallmaschinen.
00:26:40
Speaker
Menschen aus Fleisch und Blut und haben alle die gleichen oder ähnliche Bedürfnisse, das Schlafen, das Essen, das Bedürfnis nach Ruhe. Das wird auch in den Rennen immer wieder vom Körper aufgezeigt. Und die Ernährung, die ist ein sehr spannendes Thema. Natürlich hat man über die Jahre dann Erfahrungswerte gesammelt, was man gut machen kann und was man besser machen kann. Ich bin meinen Teil, speziell jetzt im veganen Bereich, macht es folgendermaßen und zwar
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Speaker
Leite ich die Saison bei mir immer, wenn sie beginnt, im November, Anfang Dezember, beginne ich mit der Vorbereitung auf die kommende Saison.
Vorbereitungs- und Ernährungsstrategien für Rennen
00:27:18
Speaker
Die versuche ich immer mit einer Diät einzuleiten, da versuche ich einfach aufgrund meiner Stoffwechsels, aufgrund meiner Körperzusammensetzung Körperfett runterzukriegen, Gewicht zu verlieren, indem ich einfach die Kalorien ein bisschen dezimiere, die Garnhydrate ein bisschen runtergebe, das Eiweiß ein bisschen hochhalte,
00:27:37
Speaker
Und somit schaue, dass ich mein Wettkampfgewicht, das ungefähr bei 70 Kilo liegt, erreiche. Und nur damit die Werte höher ein bisschen einen Überblick kriegen über meinen Wettkampf und meine Ernährungsplanung, die eigentlich Hand in Hand geht. Ist es dann erreicht, was jetzt der Fall ist, dann beginnt eigentlich das sogenannte klassische
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Speaker
Grundlagentraining, wo die Einheiten am Rad sehr lang werden, wo ich dann vom kalorischen Intake wieder aufrüste, also wo auch die Kohlenhydrate wieder dazuspielen, wo die Fette wieder größeres Thema werden, speziell Lionel-Dieselöl, das sind dann Sachen, die ich dann sehr gerne auch dazu verwende, um Snoofis etc. anzureichern.
00:28:24
Speaker
Und wenn es dann direkt in die Wettkampf-Saison geht, dann versuche ich wirklich das Gewicht stabil zu halten, also kein Gewicht zu verlieren, weil die Umfänge doch sehr hoch werden. Wir reden dann schon von 30 Stunden in der Woche am Rad im Training und fahren mit Kämpfen, die heute von 100.000 km bis 5.000 km am Stück gehen. Um dann nicht zu viel muskuläre Substanz zu verbrauchen, aber auch nicht zu viel Körperfett zu verbrauchen, versuche ich dann schon das bilancierte Diet zu halten. Das heißt,
00:28:55
Speaker
ausreichend zu essen, um das Training unbeschadet zu bestehen, um auch das Immunsystem aufrecht und am Arbeiten zu halten und einfach ausgewogen zu essen. Ausgewogen essen bedeutet für mich eigentlich, dass ich sehr viel regionales und saisonales esse, das immer in Österreich und im deutschsprachigen Raum sehr gut bedient, wie wir alle wissen. Also wenn in unseren Gärten wirklich alles wächst, was man sich vorstellen kann und was dem Körper guttut,
00:29:24
Speaker
Und beim Rennen oder vor großen Rennen an sich erstelle ich dann eine Woche vorher die Diät um von einer klassischen veganen Kost zu vor allem flüssiger veganer Nährung, die besteht dann hauptsächlich aus Smoothies oder Gemüsesäften etc.
00:29:48
Speaker
Das heißt auch, während dem Rennen trinkst du hauptsächlich Smoothies und Gemüsesäfte und das reicht schon dann auch, um die Energie zu bedecken? Und was ist in den Säften drin? Also genau, während dem Rennen gibt es auf der einen Seite die Flüssigkeit, die Flüssigkeitszufuhr, das sind meistens Isotone- oder Hypertonengetränke nach Temperatur, nach Schweiß.
00:30:11
Speaker
Verlust, das entscheidet dann der Arzt, ob das Getränk ist Isoton, Hypoton oder einfach nur pures Wasser ist oder P, irgendwas mag man schon, da schaut man einfach wirklich nur, dass man die Flüssigkeit rein kriegt. Die flüssige Trinknahrung, wie wir das nennen, das ist dann ein klassischer selbstgemachtes Smoothies, das ist in einer Gemüsesäfte, breiiger Milchreis, also mit Sojamilch und alles, was man halt ohne großartig zu kauen, konsumieren kann,
00:30:41
Speaker
nennen wir dann einfach Flüssignahrung. Das hat natürlich den Vorteil, dass es am Rad gerade zusätzlich Energie kostet, da jetzt ewig lang an irgendeinem Sandwich oder an irgendwas festen herum zu kauen. Und es wird auch vom Körper einfach besser resolviert. Alles was schon flüssig und in, ich sag jetzt mal, halb vertauter Form in den Magen runterkommt, mit dem tut sich dann einfach der Körper in der Belastung leichter, das dann auch aufzuspalten und zu verstopfetzen.
00:31:08
Speaker
Und da gibt es dann wirklich Smoothies, die werden dann angereichert mit Maltodextrin, mit Öl, mit Leinöl, mit Islöl. Die werden einfach kalorisch ein bisschen aufgepeppt. Und da schaut man dann eben, dass im, ja, in den Gemüsesäften, man hat einfach Antioxidantien drin, man hat Vitamine drin, man hat Folzoresiläen. Alles, was man eigentlich im Rennen an sich braucht, bringen diese natürlichen Lebensmittel mit sich.
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Speaker
Total stark. Wir kennen uns ja auch über den Joe Vogelsam von FitRabbit. Der Joe hat ja den Rote-Bete-Saft dort kultiviert und von denen ist ja bekannt, dass die eben auch die Leistung steigern. Nimmst du den Rote-Bete-Saft auch und welchen Effekt hat der? Ja, also Rote-Bete ist ein klassischer Saft, den meine Mutter als Kind schon immer gepresst hat.
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Speaker
rote Beete und Karotte. Und ich bin sehr froh, dass der Joe sich den alten Wurzeln in Österreich oder generell im deutschsprachigen Raum besonnen hat, an dem diese wertvolle Pflanze oder Frucht oder das wertvolle Gemüse wieder gut gegiert hat und zu diesem wohlschmeckenden Trink veredelt hat. Und das ist ein ganz integrativer Bestandteil auch im Rennen an sich. Es ist ein
00:32:35
Speaker
Für alle Zuhörer, die das nicht kennen, dieser Fit Rabbit Drink ist eben ein reines Rote-Pete-Konzentrat. Und man kann sich das so vorstellen, wie diese klassischen Gel-Sagés. Man reißt das auf und in zwei, drei Schlucken ist es drunter, rundegespült, schmeckt sehr gut und du hast natürlich einen sehr großen anti-oxidativen Nutzen, speziell von der Rote-Pete.
00:33:01
Speaker
Das gibt ja auch richtig Power. Merkst du das in deinem Körper auch noch oder bist du da schon gewöhnt dran? Ich bin mittlerweile schon sehr gewöhnt drin. Ich merke es schon bei sehr intensiven Einheiten, die jetzt nicht alle da gebrauchen, weil es auch in meinem Sport nie
00:33:21
Speaker
so essentiell ist, dass ich so hoch dreh. Aber wenn ich zuhause in der Walde trainiere, dann merke ich das schon noch, ich muss auch sagen, gerade im extremen Langstreckenbereich, wenn man jetzt da schon 60 Stunden am Rad sitzt, dann lege ich da gar nicht so auf den Boostwert, sondern eher wirklich auf den Vitaminintake und den antioxidativen Wert des Getränks. Oder in konkreten Fallen, dann ist er sehr schön.
00:33:48
Speaker
Mal eine kurze Zwischenfrage, die mir vorhin noch gekommen ist.
Teamdynamik und Straight Edge Lebensstil
00:33:52
Speaker
Du hast da während des Rennens einen Arzt dabei, ein komplettes Auto, ein komplettes Team, das sich da unterstützt. Das ist doch auch eine super kostenspielige Angelegenheit, oder? Ja, das ist es in der Tat. Das Racecross Amerika ist ein sehr teures Rennen, weil, wie du richtig sagst, ein großer Trost an Betreuern mit drüber muss in die USA.
00:34:16
Speaker
Ich lukriere die Leute über Facebook, also wenn irgendjemand der genagten Hörer drunter ist, den das immer Spaß machen würde, mit einem auf dem verrückte Zehntag durch Amerika zu gandeln, kann er sich gerne an mich wenden. Und zehn Personen gehen dann mit mir auf Tour, die arbeiten im klassischen Schichtbetrieb, sind 24 Stunden am Tag in einem Zweischichtrad hinter mir im Auto. Es gibt dann auch ein großes Motorhome, also ein großes Camping.
00:34:42
Speaker
wenn der auch das Rennen mit mir begleitet und es ist so eine Art mobile Kommandozentrale, wo dann auch drinnen genächtigt wird oder geschlafen oder geduscht. Für die Leute, die gerade nicht Schicht haben und nicht hinter mir einen PSK oder Begleitfahrzeug nachfahren. Aber wir sind 24 Stunden am Tag mehr oder weniger in Bewegung bis in diese kurze Zeit, wo dann ich auch einmal ruhe. Ah, ja und zum Kostenfax, da wir reden da von
00:35:10
Speaker
haben einen guten Audi A4 gut ausgestattet. Unglaublich. Also, wer sich berufen fühlt, den lieben Franz zu begleiten, dürfen wir denn deinen Facebook-Account dafür teilen, sodass sich Interessierte bei dir melden können? Sehr gerne. Ja, sehr gerne. Ich freue mich immer, wenn Interessierte Menschen kennenlernen von interessierten Lesern oder interessierten Hörern. Und jederzeit. Wir sind immer auch auf der Suche nach interessanten Charakterien.
00:35:36
Speaker
Und da haben sie auch schon wunderbare Freundschaften ergeben, bis nach Dresden und nach Sachsen. Wir haben auch schon sehr gute und lustige Kerlchen und Mädels aus Deutschland mit gehabt bei unseren Unternehmen.
00:35:53
Speaker
Ja, okay, sehr stark. Wir werden dein Profil natürlich sehr gerne in Facebook verlinken bzw. dein Facebook-Profil in den Show Notes verlinken. Schonmal hier der Hinweis auf eine weitere Episode mit Franz bezüglich seines Erfolgs als Unternehmers. Der Franz ist ja nicht nur Extremsportler, sondern hat auch ein sehr gutes florierendes Unternehmen. Und diese Episode gibt es dann irgendwann Donnerstag in den nächsten Wochen.
00:36:18
Speaker
Denn Donnerstags ist immer die Education Session. Schalte also da auch gerne ein. Sobald du den Podcast abonniert hast, verpasst du natürlich hier überhaupt keine Episode mehr, weder hier in der Fitness Session noch in der Education Session.
00:36:33
Speaker
Ja Franz, du hast einen speziellen Ansatz der Ernährung, du nennst den Straight Edge. Du trinkst da keinen Alkohol, du nimmst keine Genussmittel, keine Drogen, du rauchst nicht und kombinierst es dann noch mit veganer Ernährung und sehr, sehr funktioneller veganer Ernährung. Eine Frage, verspürst du kein Verzicht? Ich gehe mal nicht davon aus, dass du Verzicht verspürst. Und die zweite Frage ist, was ist der ausschlaggebende Grund dafür, dass du das so konsequent verfolgst?
00:37:04
Speaker
Ja gut, also das ist eben entstanden aus mehreren Faktoren. Erstens, ich habe schon auch mit 16, 17 versucht klassisch mich zu sozialisieren und in meinem sozialen Umfeld mit den Jungs und Mädels Party zu machen und bin fortgegangen, war in der Diskothek, hab was getrunken etc. Ich bin dann relativ schnell draufgekommen, dass
00:37:30
Speaker
Gerade die Landjugend oder die ländliche Bevölkerung, speziell im Umgang mit Alkohol, das war immer eine Entschuldigung für alles. Wenn man irgendwie sein Auto mal nach der Diskothek irgendwo angetepscht hat, dann hat man gesagt, na gut, man hat ein bisschen was getrunken gehabt. Wenn man seine Freundin betrogen hat, dann war das immer, der Alkohol war immer Entschuldigung für alles. Und ich wollte eigentlich für meine
00:37:57
Speaker
für meine Daten, die Verantwortung selbst tragen und auch bei klarem Bewusstsein, die alles, was ich mache, eigentlich bei klarem Bewusstsein abwickeln. Genau in dieser Zeit, wo dieser Umbruch zum Denken begonnen hat und in mir zu reifen, bin ich nach Wien gegangen und da ist diese New York Hardcore Szene, dieses Great Edge Bewegung aus New York rübergeschrabt und ich habe beruflich mit diesen Jungs zu tun gehabt, mit diesen Bands,
00:38:24
Speaker
die immer großflächige Tattoos gehabt haben und sehr wild gewirkt haben und sehr interessant auch ausgeschaut haben von der optischen Performance. Aber was sie alle gemeint haben, dass sie in diesem Straight Edge Lifestyle gelebt haben, diesen Verzicht auf Alkohol, diesen Verzicht auf bewusstseinserweitende Mittel, auf Haschisch, auf Kokain, auf Nikotin, alles was irgendwie das Bewusstsein trübt oder verändert.
00:38:55
Speaker
Das war für mich das erste Aueinandertreffen zwischen Musik und subkultureller Ideologie. Und da ist auch Veganismus ein großes Thema gewesen bei diesen Bands. Und mit 18, 19 Jahren orientiert man sich halt ein bisschen und sucht sich so seine Vorbilder. Und ich habe mir gedacht, naja, das ist eigentlich das, was ich eigentlich immer wollte. Also, dazus habe ich mich fasziniert, die Musik hat mir gefallen.
00:39:21
Speaker
Und das war auch für mich ein schlüssiges Konzept, dass man sich einfach nicht berauscht, dass man einfach schaut, wenn ich nicht lebe, dann lebe ich intensiv und wenn ich Musik höre, dann höre ich es nüchtern und intensiv. Und wenn ich eine Freundin habe, dann will ich die Zeit mit ihr genießen und werde irgendwie berauscht, wenn wir irgendwelche Alkoholiker konsumieren. Und so bin ich dann eigentlich relativ schnell in diese Szene reingewachsen.
00:39:45
Speaker
Und seitdem habe ich das eigentlich beibehalten und warum dieser rigorose Straight-Edge-Scheiß nichts anderes übersetzt wie gerade Linie oder gerade Weg. Und das ist für mich ganz wichtig. Ich denke mir, entweder mache ich was im Leben ganz oder gar nicht. Und mir wäre das zu schwammig, wenn jetzt da beim 70er meiner Großmutter einmal ein Glas Sekt drin gehabt hat oder einmal irgendwie eine Rumkugel essen oder irgendetwas anderes. Also ich denke mir, das ist ein
00:40:13
Speaker
Das ist ein Weg, den ich eingeschlagen habe und der auch für mich nichts mit Verzicht zu tun hat oder eben mit Selbstkasteien. Das ist einfach eine mittlerweile Ideologie, die ich lebe und auf die ich auch sehr stolz bin. Ich habe auch mittlerweile so ein Schotildef-Commitment mit mir selbst geschlossen. Das ist aber in meiner inneren Lippe, also auf der inneren Seite meiner Lippe tätowiert. Und das ist auch etwas, was für mich jetzt mittlerweile unverzichtbar war.
00:40:40
Speaker
Bestandteil meines Lebens geworden ist, vielleicht nur Veganismus und es ist ein, ja, ein dir selbst auferlegter Vertrag bis zum Lebensende. Sehr stark, tolle Einstellung, wirklich tolle Einstellung. Wenn du jetzt nicht im Wettkampf bist, wirst du dir aber auch mal was gönnen, oder trinkst du da auch dann nur Smoothies und Gels?
Ratschläge zur Zielverfolgung trotz Kritik
00:41:01
Speaker
Ja, wie du richtig sagst oder beim Bruder sagst, die ist ganz normal. Ich bin seit zwölf Jahren sehr glücklich verheiratet und meine Frau ist eine wahre
00:41:11
Speaker
Zauberin in der Küche und wir essen sehr ausgewogen, wir haben sehr coole Sachen und ich bin ein Fan von Pasta in allen Variationen oder ihre vegane Pizza ist ein Traum. Es gibt sehr viele Sachen, mit denen man sich verwöhnen kann kulinarisch und da gehen uns die Ideen zum Glück nie aus.
00:41:30
Speaker
Ja, lieber Zuhörer, 45 Minuten mit Franz Preiß vergehen wie fünf Minuten. Also mir kommt das hier gerade vor wie im Flug. Du hast so extrem spannende Storys zu erzählen. Wir werden dich sicher wieder im Podcast haben. Hast du noch ein letztes Wort, was du gerne an die Zuhörer mitgeben möchtest?
00:41:50
Speaker
Boah, ein letztes Wort. Ja, was ich jedem gerne mal mitgeben würde, ist, ich habe immer wieder Kritiker gehabt auf meinem Weg, speziell beim ersten Reset aus Amerika, wo mir jeder, inklusive meiner Familie oder meiner Eltern, gesagt wird, warum gerade ich derjenige bin, der das nicht schaffen kann, der das Geld nicht lukrieren kann, der auch vielleicht nicht die körperlichen Voraussetzungen hat, um solche Distanzen zu schaffen.
00:42:19
Speaker
ein bisschen stur auf den Weg zugeht und auf das Ziel zugeht, dass man sich gesteckt hat. Also subsumiert, man soll sich die Laune von anderen nicht vermiesen lassen und jedes seines eigenen Glückes schmiert. Das ist vielleicht ein Fazit.
00:42:33
Speaker
Tolles Zitat, lieber Franz. Alle Zitate, liebe Zuhörer, findest du in den Show Notes über christian-wenzel.com-podcast. Vielen Dank, Franz, an dich. Es hat mir super viel Spaß gemacht. Vielen lieben Dank nochmal. Liebe Grüße an deine Familie und deine Frau, die mit dir einen ganz, ganz tollen Menschen an der Seite hat. Und wir hören uns das nächste Mal, liebe Podcast-Community. Bis dann, euer Franz und der Christian.
00:43:00
Speaker
Ich freue mich auch. Danke für die Einladung und eine ganz liebe Grüße auf die Tour aus Krenz. Tschüss!