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VFA025 - Marcus Meurer - Veganer Lifehacker und digitaler Nomade (Teil 1)

E47 · Higher Health Podcast
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103 Plays9 years ago

Heute haben wir Markus Meurer zu Gast, DNX Gründer, digitaler Nomade und Lifestyle Unternehmer.

Die Tools des Champions

5Minute Journal

Bio Kokosöl für Ölziehen

App: Coach Me  (um Dinge abzuhacken)

App: Calm App: Brain.FM App: Headspace

Heute haben wir Markus Meurer zu Gast, DNX Gründer, digitaler Nomade und Lifestyle Unternehmer.

In dieser Episode lernst du: - Umsetzungsgeschwindigkeit im Business (Lean Startup), erfolgreicher Business Aufbau - warum Sport und die richtige Ernährung eine grosse Rolle im Leben von Marcus spielen - warum Strukturen wichtig sind
Recommended
Transcript

Einführung in den Vegan Fitness Athlete Podcast

00:00:09
Speaker
Willkommen zum vegan Fitness Athlete Podcast.
00:00:15
Speaker
Hier verraten vegane Lebensathleten ihre besten Erfolgs-Tipps. Und hier ist dein Gastgeber. Er ist ein Pflanzenfresser, wie er im Buch steht. Christian Wenzel. Hey, liebe Vegan-Athletes da

Vorstellung von Markus Meurer und seinen Erfolgen

00:00:30
Speaker
draußen. Schön, dass du heute wieder eingeschaltet hast zum Thema vegan erfolgreich. Fitness, Business und Erfolg mit deinem Gastgeber Christian Wenzel.
00:00:41
Speaker
Alles rund um Ernährung, Erfolg und Fitness in Verbindung mit der veganen Ernährung und dem veganen Lebensstil. Interviews mit berühmten Persönlichkeiten und du willst das Erfolgswissen erfolgreicher und berühmter Menschen aufsaugen? Du interessierst dich für das Thema vegan und brennst darüber mehr zu erfahren? Dann mache dich auf die besten Erfolgsrezepte und Themen rund um vegane Ernährung, Erfolg, Unternehmertum,
00:01:08
Speaker
veganes Leben, Sport, Politik und vieles mehr gefasst. Du hast eingeschaltet zur Education Session mit deinem Gastgeber, dem ist der Brokkoli Christian Wenzel von christian-wenzel.com. Bist du bereit für dein nächstes Level?
00:01:25
Speaker
Dann hör jetzt genau zu, denn heute haben wir Markus Meurer zu

Markus über den digitalen Nomaden-Lifestyle

00:01:29
Speaker
Gast. Markus ist DNX-Gründer, einer der größten digitalen Nomadenkonferenzen in Deutschland. Er ist selber natürlich digitaler Nomade, gerade ist er in Phuket, in Thailand, wo er uns noch ein bisschen mehr dazu erzählt. Und er ist Lifestyle-Unternehmer.
00:01:46
Speaker
Und in dieser Episode lernst du, wie du eine hohe Umsetzungsgeschwindigkeit im Business, zum Beispiel mit dem Lean Startup System, erreicht, warum Sport und die richtige Ernährung eine große Rolle dabei spielt in einem erfolgreichen Leben und warum Markus-Strukturen wichtig sind. Markus, herzlich

Unternehmerische Reise und DNX-Bewegung

00:02:07
Speaker
willkommen. Wie viel Uhr ist es bei dir? Ich glaube, ich kann nicht guten Morgen sagen um 6 Uhr, oder?
00:02:12
Speaker
Nee, hey Mr. Broccoli, cooles Intro, danke dafür. Und hier ist 12.12. Ah, okay, also Mittagszeit rum. Hast du schon Mittag gegessen oder fehlt es noch? Nee, das würde ich dann direkt danach machen, weil meine Freundin, die Feli, mit der ich zusammen um die Weltreise und auch das Business gemeinsam aufgezogen habe, die ist gerade beim Yoga-Fly und wenn die dann fertig ist und wir mit unserem Interview durch sind, dann gehen wir lecker vegan essen.
00:02:40
Speaker
Das klingt hervorragend. Also erst die Arbeit, dann das Vergnügen sozusagen. Dann erzähl doch zwei, drei Sätze über dich. Wir würden uns sehr, sehr freuen, wenn du ein bisschen deine Story mit uns teilst. Gerne, wer du bist, was du jetzt machst und wie du dorthin gekommen bist.
00:02:56
Speaker
Ja, also ich bin Markus, bin Unternehmer.

Konferenzen und gesundes Leben

00:03:00
Speaker
Mittlerweile haben wir uns verschiedenste Einkommensströme und Standbeine aufgebaut. Bekannt für viele bin ich als Gesicht der DNX digitalen Nomadenbewegung, weil wir die ersten waren, die das Thema in Deutschland mit Inhalt gefüllt haben, mittlerweile auch international unterwegs sind und verschiedenste Events zu dem Thema machen, wie einmal im Jahr eine fette Konferenz in Berlin, die jetzt mittlerweile an
00:03:23
Speaker
fünf tagen stattfindet also immer mehr so festival ausmaße annimmt und machen dann noch co-working camps auf der ganzen welt in orten wie in brasilien oder da hab egipten oder tagasut ist das nächste camp auf lemnos eigentlich überall da wo man
00:03:40
Speaker
wo man Sport machen kann, wo man Yoga machen kann, wo man Kitesurfen kann. Uns ist auch immer wichtig, so den Fokus auf gesunde Ernährung, Sport, Spiritualität und Business zu lenken, also wirklich einen gesunden Lifestyle zu leben. Das ist so unsere Passion.

Markus' Projekte und Unternehmergeist

00:03:55
Speaker
Ja, und daneben haben wir dann mit Travelesia einen der größten Reiseblocks in Deutschland mittlerweile aufgebaut.
00:04:00
Speaker
als wir gestartet haben vor fünf Jahren und habe eine Podcast Show, die jeden Tag on Air geht. Also jeden Tag habe ich eine neue Folge raus, die heißt Life Hacks oder einfach mal nach meinem Namen suchen in iTunes, dann findest du die Show. Die macht mir mega mega viel Spaß.
00:04:17
Speaker
Was haben wir noch alles? Wir konzipieren gerade einen Rucksack, den wir zusammen mit einem großen Rucksackhersteller erstellen. Wir haben die erste Jobbörse für ortsunabhängige Jobs gestartet. Wir haben die erste Toolbox, also so ein Wiki für das Thema digitales Nomadentum, gestartet. Machen jetzt im März in Buenos Aires, Argentinien, die erste spanischsprachige Konferenz. Und ich bin gerade mitten in der Planung für die nächste fette englischsprachige Konferenz in Lissabon.
00:04:43
Speaker
Portugal, wo wir Speaker wie Pat Flynn oder Natalie Sisson am Start haben und das ist natürlich echt mega mega aufregend, was alles so in den letzten fünf Jahren passiert ist. Ja wow, da hast du jetzt ja einiges genannt.

Übergang zum digitalen Nomadentum

00:04:54
Speaker
Vielen lieben Dank für die ganze Inspiration. Wie bist du denn zu dem ganzen Thema Unternehmertum gekommen und wie konntest du dir das alles von unterwegs aufbauen?
00:05:03
Speaker
geplant. Also es war auch keine spontane Idee, es war keine Kurzschlussreaktion. Das war eine Entscheidung, die über mehrere Monate oder Jahre gereift ist. Und da kamen mehrere Dinge zusammen. Also zum einen habe ich mich eigentlich immer relativ wohl gefühlt in meinem Job. Ich habe von außen betrachtet auch eine typische Karriere gemacht mit verschiedenen Jobstationen, wurde dann geheadhunted nach Berlin in die Berliner Startup-Szene und habe da im Online-Marketing gearbeitet in verschiedensten Startups.
00:05:30
Speaker
Vorher in Düsseldorf bei StepStone und dann bin ich nach Berlin gekommen, habe da bei Zahnhofs, Daily-D, Edge, Arno Media gearbeitet. Daily-D wurde in der Zeit von Google übernommen. Ich war im Online-Marketing tätig und da ging es dann viel um Zahlen, due diligence. Das war auf jeden Fall mega spannend. Ich habe total viel gelernt, habe auch mega viel gearbeitet, aber Arbeiten per se tut mir nicht weh. Also ich habe da auch richtig Spaß dran und habe aber gemerkt, so dass
00:05:54
Speaker
mit wachsender Verantwortung im längeren Jobtitel, mehr Headcounts in meinem Team und höherem Salary, meine Zeit immer begrenzter wurde für die Sachen, die mich neben meinem Job in der Start-up-Welt begeistern, wie zum Beispiel Sport. Ich habe es immer wieder, ich habe es trotzdem geschafft, es noch so einzubauen, bin dann abends um elf noch ins Gym gegangen, war dann um Mitternacht zu Hause, halb eins im Bett und musste dann um sieben schon wieder in die Start-ups und habe da den ganzen Tag abgehangen und gearbeitet.

Selbstständigkeit und Reisefreiheit

00:06:19
Speaker
Und die Work-Life-Balance war einfach nicht mehr cool.
00:06:21
Speaker
Und dazu kam, dass in Berlin eigentlich jeder, wenn du auf Meetups gehst, auf Start-up Meetups oder Entrepreneure Meetups oder überhaupt alles, was so mit Business zu tun hat, jeder von seinem nächsten großen Ding spricht, nach einem Co-Founder sucht, nach Funding sucht, Freelancer sucht und das inspiriert einen total, diese ganze Aufbruchsstimmung, diese Start-up Szene und irgendwann war der Weg dann für mich eigentlich ziemlich logisch, dass ich
00:06:50
Speaker
mich selbstständig machen muss, wenn ich A. mehr Zeit für mich und meine Passion haben möchte und B. kam dann halt die Motivation und der Mut aus Berlin und das Feuer irgendwie dazu. In Düsseldorf hätte ich mich das wahrscheinlich nicht getraut, dann wirklich den Weg in die Selbstständigkeit zu gehen. Und das habe ich dann gemacht, habe 2012 meinen Job gekündigt.
00:07:07
Speaker
Und zur gleichen Zeit hat meine Freundin Feli auch ihren Job gekündigt. Die hatte nämlich das Konzept, dass sie immer ein Jahr oder anderthalb Jahre gearbeitet hat, Geld gespart hat, Job gekündigt, halbes Jahr gereist oder ein Jahr gereist, bis das Geld alle war, sich wieder anstellen lassen, Geld verdienen, Kündigungen, Reisen, Anstellen.

Aufbau des Online-Marketing-Geschäfts

00:07:22
Speaker
Und sie war halt in dieser Dauerschleife drin. Und wir waren dann beide ohne Job. Und ich hatte genug Funding, also hatte genug gespart auch an Kohle, dass ich mich erst mal ein halbes Jahr oder Jahre hätte das dicke gereicht, das Geld.
00:07:36
Speaker
dass ich erst mal reisen konnte und bin mit Feli dann zusammen nach Südostasien gereist, Thailand, Burma, Philippinen und hatte meinen Laptop mitgenommen, um von unterwegs quasi so, die Idee war, mich selbstständig zu machen als Online-Marketing-Berater in Berlin als Freelancer und dann vielleicht sukzessive ein kleines Team aufzubauen.
00:07:54
Speaker
Um dann von unterwegs war der Plan, an meiner Website zu basteln. Also wie mache ich das Pricing? Wie mache ich das Wording? Wo bekomme ich die ersten Leads her? Und war dann eigentlich relativ schnell so weit, dass ich gedacht habe, okay, eigentlich ist mir jetzt langweilig. Wir sind jetzt zweieinhalb Monate gereist. Ich habe meine Website fertig. Warum versuchst du nicht schon die ersten Kunden von unterwegs anzunehmen? Weil theoretisch könnte ich den Job ja auch von überall machen. Das Ding war, damals war das Konzept vom ortsunabhängigen Arbeiten, digitales Nomadentum,

Herausforderungen des Nomadenlebens

00:08:21
Speaker
gänzlich unbekannt. Also kein Mensch kannte es noch, nicht mal die Start-up-Welt in Berlin kannte das Konzept. Es gab keine Tropical Co-Working Spaces wie jetzt auf Bali oder auf Thailand. Das kann man sich gar nicht mehr vorstellen. Es gab das Beta-House, war so das erste in größeren Städten, das aufgekommen ist. Es gab auch noch keine Airbnbs auf der ganzen Welt. Also wir waren in Hostels, haben da gearbeitet neben den ganzen Party-Menschen. Es waren echt ganz ganz andere Zeiten, das kann man sich kaum noch vorstellen. Aber letztendlich
00:08:44
Speaker
habe ich wohl ganz gute Überzeugungsarbeit dann über Skype geleistet bei den ersten Startups, die interessiert waren an meinen Dienstleistungen und habe dann auch krass, krass overdelivert und war wirklich super, super responsive und ansprechbar. Und ja, so bin ich an meine ersten Aufträge gekommen und so haben wir dann so die ersten Rechnungen bezahlt bekommen, während wir, wir sind dann weitergereist von den Philippinen nach Indonesien, ja, während wir noch unterwegs waren und ab da gab es dann wirklich so keinen Weg mehr zurück.
00:09:09
Speaker
Ja krass, du redest gerade von 2012 und jetzt ist es 2017, das sind ja nicht mal fünf Jahre her. Damals hat noch keiner von Airbnb gesprochen, noch keiner von dem digitalen Nomadentum und so weiter.

Erfolgreiches Remote-Arbeiten

00:09:23
Speaker
Daran merken wir, glaube ich, wie schnell die Zeit vergeht und vor allem auch, wie schnell Änderung eintritt, also wie disruptiv alles geworden ist und wie schnell wir uns natürlich an solche Dinge auch anpassen dürfen. Du bist ein perfektes Beispiel, wie eben das auch positiv funktioniert.
00:09:41
Speaker
Nur wie hast du denn jetzt davon unterwegs auch Kunden gewonnen? Also ich kann mir ja vorstellen bzw. kenne das auch aus meiner eigenen Online-Marketing-Tätigkeit. Viele Kunden möchten sich dann persönlich treffen und möchten in der Nähe sein und so weiter. Wie hast du das geschafft?
00:09:56
Speaker
Klar, das haben einige gesagt. Nee, lass uns doch erstmal hier in Berlin treffen, wenn du wieder zurück bist in meinen Office-Räumen und wir müssen ja das Konzept zusammen durchgehen und auf einen Rechner zusammen schauen. Und andere, ja gut, die waren dann halt eher beratungsresistent. Ich hab gesagt, das können wir gerne machen. Ich bin ja, ich bin ja...
00:10:13
Speaker
Ich bin ja trotzdem hier auf dieser Welt und irgendwann bin ich wieder in Berlin. Also daran soll es nicht liegen und habe die Leute dann auch besucht und dann halt auch noch mehr Aufträge gekriegt. Und mittlerweile hatten die dann aber auch schon so viel Vertrauen in mich gewonnen, dass ich von einigen vorher schon das Vertrauen gekriegt habe. Ja, einfach den Leuten
00:10:29
Speaker
erklären, dass es keine Downside gibt, weil als Freelancer wirst du ja eh nach Performance bezahlt.

Netzwerkaufbau und soziale Medien

00:10:35
Speaker
Also nur wenn du Delivers und deine Meister uns einhält, kriegst du auch die Kohle. Und dann ist ja eigentlich total egal, ob du jetzt in einem Co-Working-Space in Berlin sitzt, zu Hause in Berlin in deiner Butze oder vielleicht in dem Office von dem Auftraggeber oder irgendwo in Indonesien, wo du vielleicht noch viel besser in so einem Workflow, gerade wenn es um kreative Arbeiten geht, kommst, als wenn du irgendwo im grauen Europa sitzt während des Winters.
00:10:59
Speaker
Ja, und ich habe den Unternehmen oder den Start-ups dann die Ängste genommen und habe gesagt, wir können ja auch über TeamViewer oder über Skype zusammen auf die Exit-Tabelle schauen und das Konzept durchgehen. Du kannst mich jederzeit über Skype erreichen, du kannst mir jederzeit eine E-Mail schreiben, auch an einem Samstag, an einem Sonntag. Ich habe nicht mehr dieses, dass ich
00:11:23
Speaker
Entspannung brauche am Wochenende und während der Woche dann nur arbeite. Ich versuche, mittlerweile habe ich es auch sehr gut im Griff, wirklich immer im Flow zu bleiben und jeder Tag soll gleich geil sein und gleich gut sein und dazu gehört dann auch ein bisschen arbeiten. Das kann man sich aber dann so designen. Du hast mich auch als Lifestyle-Designer oder Lifestyle-Unternehmer vorgestellt. Das kann man sich so designen, dass die Arbeit um seinen Lifestyle herum
00:11:44
Speaker
geformt wird und nicht vice versa, dass du nur an dem Ort bist, wo auch gerade deine Arbeit ist, sondern umgekehrt. Du kannst die Arbeit von überall da machen, wo du gerne bist. In meinem Fall dann irgendwo am Ocean oder am Strand, wo ich dann kitesurfen kann. Das haben die Leute dann immer mehr. Leute haben es verstanden, zumal ich mir das
00:12:01
Speaker
schon einen relativ guten Ruf in der Szene vorher aufgebaut hatte, weil ich einer der wenigen war, die relativ gut waren, würde ich mal behaupten von mir, und immer noch angestellt gewesen bin. Und darum haben viele Unternehmen auch darauf gewartet, bis ich dann mal als Freelancer quasi zur Verfügung war und hatte dann auch schon viele Anfragen über Xing und über LinkedIn. Also alles so lauwarme Leads, die ich dann wieder aufwärmen konnte und sage, ich bin ready, ich bin da, ihr könnt mich jetzt buchen. Also es war eigentlich ein ganz guter
00:12:27
Speaker
Eine ganz gute Ausgangssituation für mich. Aber auch nur, weil ich sehr präsent gewesen bin, weil ich viel auf Konferenzen gegangen bin, viel auf Meetups gegangen bin, auf Barcamps gegangen bin, Workshops gegeben hab kostenlos und immer da war, geholfen hab. Also sich zeigen und irgendwie da sein und dann baut man sich so sukzessive auch so einen kleinen Wert auf.
00:12:44
Speaker
Das heißt, du hast lange Zeit sehr, sehr viel gegeben. Du bist selber auf Konferenzen gegangen. Du hast dir da Netzwerk aufgebaut. Du hast ganz, ganz viel für andere gemacht. Und dadurch entstanden natürlich eben auch diese ganzen Kontakte. Und du nennst sie ja warme Leads. Also das heißt, dadurch, dass du sie schon mal persönlich oder eben auch virtuell getroffen hast, hattest du schon mal da einen Fuß in der Tür.
00:13:08
Speaker
Und aus diesen warmen Leads konntest du dann eben auch neue Kontakte generieren. Genau. Genauso war es. Also wichtig ist, glaube ich, auch der Aspekt, dass du gesagt hast, warm gehalten. Ich habe auch immer wieder den Kontakt gesucht. Das mache ich nach wie vor auch zu befreundeten Unternehmern oder Partnern. Oder ich bin einfach ein mega kommunikativer Mensch und liebe das immer mal wieder, mich mit jemandem über Facebook, Messenger oder über WhatsApp Audionachrichten auszutauschen. Und ja, es gibt nichts Stärkeres und Potenteres.
00:13:37
Speaker
Besseres als ein gut funktionierendes Netzwerk. Das ist wirklich der goldene Scheiß. Das ist der Shit auf jeden Fall. Das ist ja super ausgedrückt, der goldene Scheiß. Ich glaube, das schneiden wir an den Anfang vom Podcast. Ja, super. Vielen Dank für die Information und du warst ja dann viel unterwegs.

Wachstum der digitalen Nomaden-Community

00:13:57
Speaker
Wie ging es denn dann weiter?
00:13:59
Speaker
Ja, also wir waren wie gesagt ein halbes Jahr in Südostasien unterwegs und haben dann so überlegt, wir sind bestimmt nicht die einzigen, die das so machen. Also da muss es doch noch mehr Leute geben, weil die Möglichkeiten sind ja da und haben dann gemerkt, es geht relativ gut. Haben dann auch als die ersten Rechnungen bezahlt worden, so die ersten Mini Affiliate Einnahmen über den Blog gemacht. Das waren dann irgendwie fünf oder sechs Euro über Amazon. Und das war auch dann wieder so Proof of Concept. Du kannst auch einen Reiseblog aufbauen mit guten, hochqualitativen Inhalten. Also wir haben
00:14:27
Speaker
das auch sehr konzeptionell durchdacht gemacht und haben gesagt, wir machen jetzt nicht den hundertsten Posialbum Reiseblock für mein Bruder, meine Mutter und ihre Eltern, wo die dann gucken können, dass wir heute Eis essen waren und uns nun Rolle ausgeliehen haben, sondern haben wirklich sehr gut recherchierte, formulierte, ausformulierte Texte geschrieben mit
00:14:47
Speaker
guten Bildern, die wir dazugekauft haben. Wir haben Geld in die Hand genommen für einen schnellen Server. Wir haben Geld investiert in den Team. Also, dass es wirklich richtig state of the art aussieht. Wer Bock hat, kann ja mal auf travelesia.de gehen. Und da wird man dann auch sehen, wie viel Herzblut, Liebe und Professionalität dann auch in diesem Reiseblock drin steckt.
00:15:04
Speaker
Und das war dann auch direkt von Anfang an die Intention, irgendwann damit dann auch Geld zu verdienen. Und je mehr Traffic dann kommt, umso mehr Conversions werden dann generiert auf Fehlprogramme wie zum Beispiel von Amazon. Und wie gesagt, mittlerweile kommen da 5.000, 6.000 Euro pro Monat rein. Und weil wir nicht so viel Geld brauchen zum Leben, können wir jetzt theoretisch nur von dem Reiseblock leben, was uns natürlich echt viel Ruhe und Gelassenheit bei allen anderen Projekten gibt.
00:15:31
Speaker
Naja, aber als wir dann aus Südostasien zurückgekommen sind, haben wir also überlegt, da muss es dann noch mehr Leute geben. Im Internet haben wir die ersten gefunden. Das waren aber meistens irgendwelche English Speaking oder English Natives. Und es gab kaum deutsche digitale Nomaden. Aber man hat so zwei, drei gefunden, wie so eine Conny Bizalski oder den Sebastian Canavis, den Tim Chimoy, die man jetzt auch noch so als Leader der Bewegung kennt. Und mit denen haben wir das erste Meet-App auf dem Tempelhofer Feld gemacht.
00:15:59
Speaker
Und ich weiß, es waren sechs oder sieben Leute im Sommer 2013, als wir da saßen. Und das war so die ganze digitale Nomadenwelt aus Deutschland. Und wenn man sich jetzt mal vorstellt, was daraus gewachsen ist, es ist echt der Wahnsinn, in welch kurzer Zeit das dann so ein Speed aufgenommen hat.
00:16:15
Speaker
Ja, und wir haben einfach auch da dann schon wieder sehr früh connected, Feli und ich sind auf die Leute zugegangen, haben sie angeschrieben, haben gesagt, lass uns doch mal treffen, lass uns doch mal skypen.

Entwicklung der DNX-Konferenz

00:16:25
Speaker
Auch international haben wir dann Kontakte in die Szene gesucht, weil das Ganze ist nach wie vor ja auch, man braucht noch viele Workarounds, die Politik kommt nicht hinterher, die wissen gar nicht, was sie mit uns anfangen sollen, weil wir sind immer einen Step voraus und dann ist ja auch
00:16:39
Speaker
Cooler seine Travel Hacks und seine ganzen Challenges miteinander zu teilen, dass man nicht dreimal das gleiche recherchieren muss. Und so ist dann so nach und nach eine kleine Community entstanden. Und weil die Nachfrage immer größer wurde an diesem Topic, weil Feli und ich auch sehr public, sehr öffentlich gegangen sind auf unserem privaten Facebook-Profilen und wollten die Leute abholen und haben denen gesagt,
00:16:58
Speaker
Leute, es gibt alternative Arbeitsmodelle. Wir haben gerade eins entdeckt, das ist einfach der Wahnsinn. Es funktioniert und wir sind da für euch. Wenn ihr Fragen habt, hat das natürlich viel, viel Aufmerksamkeit gerade in der konventionellen Arbeitswelt in Deutschland gezogen und wir waren Tag und Nacht damit beschäftigt, E-Mails zu beantworten, Kommentare zu beantworten und es wurde immer, immer mehr. Auf der anderen Seite gab es natürlich viele Leute, die auch das Konzept überhaupt nicht verstanden haben, die sich lustig gemacht haben über uns oder gefragt haben, wann das Geld denn endlich mal alle ist oder ob wir im Lotto gewonnen hätten und ob
00:17:26
Speaker
ob es uns überhaupt gibt, ob wir for real sind oder irgendeine Erfindung von der Marketingagentur. Das war echt richtig krass. Und die Medien sind dann natürlich auch auf uns aufmerksam geworden. Die brauchen ja auch immer Themen. Und gerade am Anfang haben die uns dann gerne vor die Wand gestellt für die Leute, die irgendwie verbittert in ihrem Job waren und haben gesagt, was haltet ihr denn von den beiden, die einfach ausbrechen und alle Regeln auf den Kopf stellen? Geht das denn klar? Und dann ging es natürlich voll ab in den Kommentaren.
00:17:50
Speaker
Aber das hat alles so ein bisschen Awareness gebracht, so für unser Thema, dass wir gesagt haben, wir kommen nicht mehr hinterher mit den ganzen Fragenbeantworten. Warum machen wir nicht mal in Berlin, im Beta-Haus so ein Meetup? Feli und ich stellen uns nach vorne und alle können quasi ihre Fragen stellen, so ein offenes Q&A. Das war die erste Idee zur DNX. Wir hatten auch keine Kohle, sind dann zum Beta-Haus gegangen, haben denen das Konzept vorgestellt. Selbst die haben es am Anfang nicht ganz verstanden, was wir da wollten, aber die fanden uns irgendwie cool und haben gesagt,
00:18:14
Speaker
Macht einfach mal und wenn ihr ein paar Tickets verkauft, dann zahlt uns die Miete für den Raum. Ja, und das ist dann völlig eskaliert. Als wir den Sale dann aufgemacht haben am 1. Januar, ich glaube 2014 für die erste Konferenz, haben wir die ersten Tickets innerhalb von, ich glaube, drei Minuten verkauft. Also wir hatten, glaube ich, so einen Raum für 60 Leute und dann war schon alles ausverkauft. Wir so, oh fuck, was ist denn hier los? Und dann haben wir gemerkt, wie groß der Demand ist und haben dann am Ende so die ganze Etage im Betahaus gekriegt, die vierte Etage mit 200 Leuten.

Veränderung der Arbeitswerte jüngerer Generationen

00:18:43
Speaker
Und das war dann innerhalb von drei Tagen ausverkauft und ab da haben wir dann gemerkt, da ist einfach ein riesen Need. Die Leute wollen Veränderungen, die haben keinen Bock mehr auf 9to5, die wollen raus aus dem Hamsterrad, die wollen sich gerade die Generation Y und die Generation Z, die kannst du nicht mehr über ein hohes Gehalt, ein Salary, ein Firmenauto, Firmen, Handy oder so locken.
00:19:01
Speaker
da scheißen die drauf, die wollen einfach selbstbestimmt durchs Leben gehen, die wollen auch nicht mehr das Gleiche ihr ganzes Leben lang machen, die sind eher so Microlancer, die sich viel ausprobieren, austesten wollen und für dies dann diese ganze neue Opportunity als ortsunabhängiger Unternehmer oder Freelancer um die Welt zu ziehen, natürlich perfekt.
00:19:19
Speaker
Ja spannend, du hast ja damit dann quasi auch Feli und du einen neuen Trend kreiert, oder? Also du warst ja sehr sehr viel unterwegs, hast sehr viel ausprobiert, hast darüber dann eben auch neue Kunden gewonnen. Würdest du das denn auch so sehen, dass du da einen neuen Trend kreiert hast?
00:19:34
Speaker
Ja, da kam natürlich dann viel zusammen, auch viel harter Arbeit. Aber klar, wir haben zu dem Moment auch ganz klar den Zeitgeist getroffen und sind aber auch sehr, sehr hohes Risiko gegangen, dass wir gesagt haben, wir sind digitale Nomaden. Was viele vielleicht jetzt gar nicht mehr wissen, der Begriff war zu der Zeit ziemlich verbrannt. Es gab den Begriff digitale Nomaden, aber die Leute, die es gemacht haben, die
00:19:58
Speaker
die wollten sich nicht als digitale Nomaden bezeichnen. Und am Anfang haben wir echt Probleme gehabt, auch die richtig geilen Speaker, die uns sehr, sehr gerne gemocht haben, auf eine digitale Nomadenkonferenz zu kriegen, weil die sagen, ich identifiziere mich nicht mit dem Drift Digital Nomad. Und das kommt daher, weil Tim Ferriss 2007 mehr oder weniger die Bibel für alle ortsabhängigen Unternehmer geschrieben hat, die vor Our Workweek
00:20:22
Speaker
Und danach, das Verlangen der Demand, die Nachfrage nach diesem Lifestyle so hoch war, dass dann smarte Internet-Marketer so richtige crappy Landing-Pages gebaut haben mit Cocktail am Strand und dem Computer in der Liegestuhl sitzen und passives Einkommen kommt hinten von selbst rein. Und da sind natürlich super viele Leute darauf reingefallen, weil die Menschen suchen immer nach dem Shortcut, die suchen immer nach dem Blueprint.
00:20:44
Speaker
und haben dann gesagt boah fuck alter ich hab jetzt hunderte von dollars ausgegeben es funktioniert alles nicht lass mich in ruhe mit dieser digitalen nomaden kacke das ist totaler rip-off das ist fake das ist nicht for real das ist get rich quick seems und haben die leute davor gewarnt nicht auf diese one page herein zu fallen und nicht nicht irgendwie digitaler nomade
00:21:04
Speaker
versuchen, digitaler Nomade zu werden. Und für Feli und mich war es aber eine krasse Herausforderung. Wir haben gesagt, es gibt keinen besseren Begriff, der den Lifestyle beschreibt als digitaler Nomade. Man ist nomadisch unterwegs und kann sich digitale ernähren. Und für uns war es eine Riesenherausforderung, diesen Begriff mit mit positiven Inhalt zu füllen. Und ganz klar, auch heute noch, egal wo wir sind, auch bei jedem Interview, bei jedem Talk zu unterstreichen, ist es möglich. Die Zeiten waren nie besser als heute. Aber auf der anderen Seite ist auch harte Arbeit. Es erfordert Fokus. Wir würden es am Anfang weniger verdienen als vorher.
00:21:35
Speaker
Und das war dann so unser Approach und ich glaube, das war auch einer der Erfolgsfaktoren, dass wir da mutig genug waren, uns auf den Begriff ganz selbstbewusst zu setzen und zu sagen, wir sind digitale Nomaden und es geht, es funktioniert, es ist harte Arbeit. Aber das Gute ist echt, wenn du nachhaltige Businesses aufbaust als ortsunabhängiger.
00:21:55
Speaker
Unternehmer. Und ich glaube, das war noch mal so ein bisschen Hintergrundinfo zum Begriff Digital Nomad. Und mittlerweile will ja irgendwie jeder digitaler Nomade werden. Insofern schreiben wir uns das schon ein bisschen auf die Fahnen, dass wir da es geschafft haben, das Image von dem Begriff digitale Nomaden umzudrehen.
00:22:12
Speaker
Ja, wirklich stark gemacht.

Schlüsselfaktoren für Erfolg

00:22:13
Speaker
Also ich habe mir jetzt hier ein paar Stichpunkte notiert. Fokus, harte Arbeit, Trend kreiert und vor allem dranbleiben, die Welt verbinden. Sind das so ein paar Stichpunkte, wo du sagst, die machen dich erfolgreich bzw. diese Stichpunkte verbinde ich mit dir? Und siehst du das eben auch relevant an, dass du gerade auch mit deiner Freundin, mit deiner Frau, mit der Feli zusammen an einem Strang ziehst und dann natürlich auch noch in die richtige Richtung?
00:22:42
Speaker
Ja, also für mich persönlich auf jeden Fall. Also ohne Feli, die immer noch meine Freundin ist, aber vielleicht bald Frau. Ohne sie hätte ich das nie gestartet. Und ohne mich hätte sie wahrscheinlich auch nie den Schritt ins digitale Nomadentum gewagt. Von daher haben wir uns echt mega, mega gut erkämpft. Sie hat ergänzt, nicht erkämpft, erkämpft haben uns auch einiges. Aber wir haben uns auch ergänzt, weil sie hat den ganzen Reise
00:23:09
Speaker
Ja, diese ganze Reiselust und einen Reisedrang in unser Leben gebracht. Und weil ich grundsätzlich ein offener Mensch bin, war ich total neugierig und offen dafür, auch die Welt zu entdecken, bevor wir die ersten längeren Reisen gemacht haben, zum Beispiel nach Organ, nach
00:23:24
Speaker
nach Afrika den Kilimanjaro bestiegen haben und dann nach Südostasien war die nächste größte Reise davor. Da bin ich nicht viel und weit gereist. Vielleicht hat es mal gerade für Mallorca mit meinen Jungs gereicht oder so zum Malermann. Aber das war es dann auch und dafür ist sie auf jeden Fall ein großes Stück
00:23:41
Speaker
weit verantwortlich und ich habe so diesen Unternehmergeist, diesen Spirit, diesen Mut, dieses Komm, wir machen uns selbstständig, wir schaffen das und irgendwie wird alles gut werden. Das habe ich so mit in die Beziehung gebracht und auf Business-Level hat sie echt so den Blick fürs Große, für Ganze, hat noch krassere Visionen als ich und ich bin eher so der Perfektionist, sehr detailorientiert im Hintergrund.
00:24:02
Speaker
und sehr pedantisch und insofern ergänzen wir uns da wirklich auf allen Leveln, aber das soll jetzt nicht heißen, dass es nicht auch funktionieren kann, wenn man alleine unterwegs sind. Ich würde sagen, 90 Prozent aller digitalen Nomaden, gerade weil die so freiheitsliebend sind, sind als Single unterwegs. Dennoch schön zu hören, dass es eben auch zu zweit geht oder gerade deswegen zu zweit geht. Ich höre ja eben Feli auch sehr oft in deinem Podcast und das ist ja auch immer eine

Lean Startup-Ansatz für Nomaden

00:24:32
Speaker
Sie zu hören, Ihre Welt an sich zu hören und das macht mir ganz viel Spaß. Du hast ja eingangs das Lean Startup Business Modell erwähnt, um diesen Business Bereich jetzt ein bisschen abzurunden. Wie kann denn jemand, der jetzt eben auch interessiert ist an digitalem Nomadentum oder auch unterwegs ist, dieses Lean Startup Modell anwenden?
00:24:54
Speaker
Also das Lean-Startup-Modell oder der Lean-Startup-Ansatz, Lean-Startup-Approach geht darauf zurück, dass du relativ schnell mit geringem Aufwand und geringen finanziellen Mitteln live gehst und dann dein Produkt entweder wieder einstampft, wenn es kein Feedback gibt.
00:25:11
Speaker
oder keiner das kauft oder halt so veränderst, dass die Leute es lieben und es kaufen. Aber die große Stärke von dem Dienst Startup Approach ist, dass du dich nicht wochenlang mit Konzeptpapieren aufhältst, vielleicht noch nach einem Funding suchst, um das zu finanzieren und dann die perfekte Website erst mal gebaut werden muss und du Geld für irgendwelche Services ausgibst und dann mit dem vermeintlich perfekten Produkt, wenn du dich das dann überhaupt noch traust nach einem halben Jahr,
00:25:37
Speaker
Daran scheitern dann auch viele. Oder nach einem Jahr dann rausgehst und auf einmal bemerkst du, fuck, keine Sau interessiert sich für das, was ich mir in meiner kleinen Welt so perfekt schon ausgemalt habe. Weil man kann sich dann auch total reinsteigern in seine eigene Vision, in seine eigenen Traumwelt. Im schlimmsten Fall am besten auch noch keinen davon erzählen, weil sonst macht er jemand anderes.
00:25:57
Speaker
Und das ist total der verkehrte Ansatz in meinen Augen. Und wir reden immer sehr viel und offen darüber, was wir planen und was wir machen wollen, kriegen dadurch dann schon mega viel Input von anderen Leuten und gehen dann echt mega unkompliziert mit mit der ersten Version live und
00:26:14
Speaker
schauen dann, was passiert. Wie beispielsweise bei der DMX-Konferenz hatten wir auch kein Geld, um im Voraus diese Event-Location anzumieten. Also sind wir ins Beta-Haus gefahren, haben uns mit dem Event-Manager, dem Per, der mittlerweile echt ein guter Freund von uns geworden ist, weil wir immer noch im Beta-Haus sind, aber nur für die Workshops, für alles andere ist jetzt zu klein geworden.
00:26:32
Speaker
und haben ihm unser Konzept erklärt und haben ihm auch gesagt, dass wir keine Kohle haben. Und das war aber auch völlig okay für ihn, weil wir das ja so gemacht haben, nur wenn wir ein paar Tickets verkaufen, dann müssen wir den Raum auch wirklich nehmen. Und das ist so ein typisches Beispiel für den Startup Approach oder auch die erste Version von unserer Website. Da habe ich mir ein Seam by Seam Forest gekauft, ich glaube für neun Dollar.
00:26:55
Speaker
Und ich habe das eins zu eins mit Inhalten von unseren Speakern gefüllt. Wir beide waren auch noch selber auf der Bühne, Feli und ich haben noch Talks gegeben. Und das Logo, da fragen auch immer total viele, ey Leute, wie teuer waren das? Dieses krasse Logo, das ist ja so smart und so durchdacht mit diesen Infinity Sign und den X-Bustaben. Was war das für eine Kreativagentur? Könnt ihr mir die weiterempfehlen? Und im Grunde war das der Platzhalter von dem Seam-Entwickler in dem Seam, was wir gekauft haben. Der hatte auch irgendwie drei
00:27:22
Speaker
buchstaben brand und das infinity zeichen war schon da und das haben wir danach gebaut und einfach die drei buchstaben ersetzt also so einfach kann manchmal die welt sein sehr cool ging es auch mit dem podcast so also du hast ja glaube ich letztes jahr auch mit dem podcast angefangen hast du da das lean startup modell auch so angewandt

Podcasting-Reise und Strategien

00:27:42
Speaker
Ja, auf jeden Fall. Den habe ich ähnlich aufgehört. Da ärgere ich mich ehrlich gesagt auch ein bisschen darüber, dass ich nicht noch früher live gegangen bin, weil ich bin schon so ein halbes Jahr mit der Idee schwanger gegangen und wusste so Podcasting ist wirklich das nächste Ding. Ich habe schon immer gerne Podcast gerade aus den Staaten gehört und habe gemerkt, was da gerade abgeht und was da für Musik drin ist.
00:28:03
Speaker
und wusste, das kommt früher und später auch in Deutschland an und habe mich dann aus verschiedenen Gründen aber auch immer wieder vertagt und weil andere Dinge dann wichtiger waren. Aber letztendlich bin ich ja immer noch relativ früh live gegangen im Sommer 2015. Ich glaube, jetzt 2017 ist so der erste Höhepunkt in Deutschland von den ganzen Podcastern so, dass man merkt, auch viele Leute, die eigentlich gar nichts mit den Medien und Podcasts zu tun haben, starten auf einmal alle ein Podcast, weil sie sehen, was man da für tolle Reichweiten erzielen kann und auf der anderen Seite auch wie relativ
00:28:35
Speaker
Aufwendungsarm und relativ leicht und simple. Da bin ich immer ein Fan von Keep it short and simple, vom KISS Prinzip, dass man relativ einfach seinen Content rausbringen kann und den auch sehr authentisch und real. Also ich habe noch nie was an der Folge von mir geschnitten.
00:28:49
Speaker
Und wenn ich mir überlege, dass all diese Folgen, die ich jetzt rausgauen habe, ich glaube schon insgesamt über 350 Stück, wenn ich dazu jeweils einen Blogartikel hätte schreiben müssen, dafür hätte mein ganzes Leben nicht gereicht. Von daher feiere ich das Medium Podcast total ab und habe genau so, wie du sagst, viel, viel ausprobiert. Dazu gebe ich auch einen Talk auf der Podcastkonferenz in Düsseldorf am 13. Mai, weil ich mich so oft auch immer wieder
00:29:10
Speaker
selbst neu erfunden habe und viele Sachen haben nicht funktioniert und andere haben dann funktioniert, wie zum Beispiel habe ich dann irgendwann die Quickies eingeführt, am Anfang habe ich nur Interviews gemacht, weil jeder hat einfach nur Interviews gemacht, dann habe ich irgendwann Solo-Folgen aufgenommen, dann habe ich die länger gemacht, dann habe ich die kürzer gemacht, dann habe ich englische Interviews drauf genommen, dann habe ich
00:29:26
Speaker
Lifehacks Family mal probiert, wo ich dann Hörer mit auf die Show genommen habe. Dann habe ich Feely's Friday jetzt immer regelmäßig auf der Show, wo Feely eine einzelne Folge macht. Jetzt probiere ich quasi so eine Art Call-in-Show. Das ist so meine neueste Idee. Da muss ich noch weiter dran konzipieren. Und ich liebe es einfach, mich immer wieder neu zu erfinden. Gerade auch bei der Konferenz machen wir das total gerne, weil Stillstand ist immer Rückschritt. Und deshalb macht es einfach so Spaß, so diese unternehmerische Freiheit voll auszukosten. Und das machen wir immer noch sau gerne, wie am ersten Tag.
00:29:55
Speaker
Sehr cool. Ich glaube, ich kann durch die Internetleitung deine Augen leuchten sehen. Was hat denn jetzt rückblickend bezüglich deinem Podcast funktioniert? Ja, also erstmal so technisch für den Launch sollte man auf jeden Fall vier, fünf Folgen vorproduzieren, dass die Leute, wenn der Launch da ist, nicht nur eine Folge hören können und dann wieder weg sind, sondern dass sie vielleicht eine zweite, dritte Folge anhören können und dann im besten Fall deinen Podcast abonnieren. Und gerade am Anfang
00:30:21
Speaker
Ja, macht es Sinn so seine eigene Community oder wenn du die noch nicht hast, dann wenigstens deine Family und Friends zu aktivieren, dass sie dir ein Abo dalassen, dein Podcast abonnieren und auch eine Bewertung, weil gerade am Anfang kriegst du so einen sogenannten Newbuy Bonus von Apple und kannst dann relativ einfach in die iTunes Charts einsteigen, also bist dann sehr präsent und
00:30:43
Speaker
Wenn dein Content dann entsprechend auch noch gut ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass noch mehr Leute auf dich aufmerksam werden, deinen Podcast abonnieren und du dadurch dann relativ stabil irgendwann so einen Platz in den iTunes Schatzplatzierung hast. Und grundsätzlich ist mein größter Tipp,
00:31:00
Speaker
Sei wie du selber bist, sei real, sei authentisch. Du kannst dich nicht auf so eine lange Dauer einfach verstellen. Zum Beispiel, wenn ich jetzt jeden Tag live gehe und überlegen muss, was hab ich denn in der letzten Folge erzählt und hab ich das schon revealed oder hab ich das zugegeben und das nicht. Einfach sei du selber. Die Menschen lieben einfach Authentizität. Und die Zeiten von TV sind ja auch aus gutem Grund vorbei. Die haben keinen Bock mehr auf diese Skript ablesen, polished, vorher noch in der Maske gewesen. Darum gehen die ganzen YouTube-Kanäle jetzt völlig durch die Decke. Die Podcasts gehen durch die Decke.
00:31:30
Speaker
Und es gab für mich noch nie bessere Zeiten als heute, wo man einfach so sein kann, wie man ist und auch gerne mal kontroverse Themen auf dem Podcast nehmen. Also sei einfach du selbst. Mach dir vielleicht nicht zu viel Gedanken um die Hörerschaft, sondern die kommt dann schon von selbst, wenn du einfach du selbst bleibst und nicht immer mit dem Strom schwimmst. Das ist für mich immer ganz wichtig.

Authentizität im Podcasting

00:31:52
Speaker
Ja, vielen Dank bisher für dein ganzes Wissen. Du hast jetzt schon einiges hier rausgehauen. Ich fasse noch mal zusammen, du hast ganz viel Wissen rausgehauen zum Thema Lean Startup und wie du damit umgegangen bist bzw. wie der Zuhörer
00:32:06
Speaker
ja, sich dieses Wissen zu eigen machen kann. Du hast zum Thema Businessaufbau viel erzählt. Wie hast du es geschafft? Du hast aber auch wichtige Werte genannt, die aus deiner Sicht erfolgreich machen bzw. dich dahin gebracht haben, wo du jetzt stehst und die für dich sehr, sehr wichtig sind. Du hast Tipps zum Podcast gegeben und ja, das hat, glaube ich, schon mal sehr, sehr viel gebracht. Also damit haben wir zu diesem ganzen Business Approach abgearbeitet. Und das ist doch super für diese erste
00:32:36
Speaker
Ja, für die erste Episode. Ich würde sagen, wir teilen diese Episode, machen zwei daraus. Die nächste Episode gibt es lieber Zuhörer morgen auf diesem Channel. Sobald du den Podcast abonniert hast, kriegst du natürlich alle Episoden automatisch runtergeladen. Deshalb auch hier der Hinweis.
00:32:52
Speaker
Abonnier den Podcast in deiner jeweiligen Smartphone-App und du verpasst keine einzige Folge mehr. Und in der nächsten Episode findest du viel mehr darüber heraus, wie Markus sich ernährt, warum er überhaupt vegan geworden ist und wie der vegane Lebensstil positiv sein Leben beeinflusst. Wie natürlich eben auch Sport eine große Rolle spielt in seinem Leben und wie er das von unterwegs aus schafft.
00:33:18
Speaker
was das Ganze auch mit vegan zu tun hat und das ganze große Thema, was wir anfangs erwähnt haben, natürlich Strukturen. Auch da wirst du mehr darüber erfahren. Schalt morgen wieder ein, wenn es wieder heißt, Markus Meurer zu Gast der DNX-Gründer und digitaler Nomade.