Transcript
Speaker: Willkommen hier beim Frittenfunk, oh ja!
Speaker: Oh yeah!
Speaker: Die Ohren spitzen, es geht gleich los.
Speaker: Na klar!
Speaker: Ganz ruhig, ganz locker, wir starten geschwind.
Speaker: Der Frittenfunk läuft, also sei jetzt gespannt.
Speaker: Hallo und herzlich willkommen zurück zum Frittenfunk.
Speaker: Wir sind bei Folge 5 und wir leben noch.
Speaker: Uns geht es sogar ein bisschen besser als letzte Woche und wir freuen uns, dass du wieder dabei bist.
Speaker: Yes!
Speaker: Und heute gehen wir ein Thema an, das uns schon länger auf der Seele brennt.
Speaker: Red Flags in Freundschaften, weil wir letzte Woche ja über Green Flags in Freundschaften geredet haben.
Speaker: Und Red Flags in Freundschaften sind für uns Warnzeichen, bei denen man hellhörig werden sollte.
Speaker: Wir haben uns sogar, also versprochen, dieses Mal ist es ein bisschen geordneter als letzte Woche, nicht ganz so chaotisch.
Speaker: Aber bevor wir loslegen mit unserem Hauptthema, starten wir mit unserem...
Speaker: Maren, würde ich sagen, fängt an.
Speaker: Ich hatte ganz viele Mutmomente, wie wir diese Woche.
Speaker: Ist auch gar nicht so, dass wir gerade eine Viertelstunde hier saßen und überlegt haben, was Marens Mutmomente waren.
Speaker: Aber jetzt sind es auf einmal viele geworden.
Speaker: Ja, fang mal an.
Speaker: Also.
Speaker: Ich hatte am Montag zwei Arzttermine.
Speaker: Inzwischen den zwei Arztterminen lagen drei Stunden.
Speaker: Also.
Speaker: Eigentlich genug Zeit.
Speaker: Eigentlich genug Zeit, dass beides hätte prima funktionieren können.
Speaker: Aber nach über zwei Stunden bin ich im ersten Wartezimmer immer noch gehockt und es war nicht absehbar, dass ich drankomme, obwohl ich den ersten Termin nach Öffnung von der Praxis hatte.
Speaker: Und dann habe ich mich gemeldet und habe gesagt, dass ich jetzt irgendeinen neuen Termin brauche, weil ich jetzt nicht länger warten kann.
Speaker: Das fand ich ziemlich mutig von mir.
Speaker: Das ist richtig krass.
Speaker: Und ich habe jemanden angehubt, der fast in mein Auto gefahren wäre.
Speaker: Das ist auch richtig mutig.
Speaker: Drei Mal sogar!
Speaker: Statt ihn in dein Auto fahren zu lassen, hast du ihn einfach angehubt.
Speaker: Ich finde, das ist richtig klasse.
Speaker: Kreuz im Kalender.
Speaker: Ich bin so mutig.
Speaker: Es hätte sein können, dass der aussteigt und dich unpumpt.
Speaker: Ja.
Speaker: Hätte sein können.
Speaker: Das Auto sah auch nach Anpumper aus.
Speaker: Scheint mir gut.
Speaker: Schaff mal, was für eine Marke braucht.
Speaker: BMW.
Speaker: Okay, das müssen wir eh rausschneiden.
Speaker: Natürlich, in Schwenningen gibt es nur BMW-Fahrer.
Speaker: Also, mein Mutmoment der Woche, ich habe sogar zwei dieses Mal, dafür, dass ich letzte Woche keinen hatte.
Speaker: Der eine ist für mich super, super wichtig.
Speaker: Ich habe mich um einen Therapieplatz gekümmert.
Speaker: Spoiler, ich habe noch keinen.
Speaker: Aber ich habe in zehn Praxen angerufen.
Speaker: Okay, der erste Schritt war für mich, überhaupt mal anzurufen.
Speaker: Ja, ich habe außerhalb der Sprechzeiten angerufen.
Speaker: Aber für mich ist die Überwindung einfach schon mal richtig krass, mich hinzusetzen und mich damit zu beschäftigen, mit wem ich sprechen möchte.
Speaker: Und für mich auch schon mal Therapieziele zu formulieren.
Speaker: Mir ist bewusst, dass wahrscheinlich eine ganz lange Wartezeit dazwischen liegen wird.
Speaker: Aber das ist egal, der erste Schritt ist getan und darauf bin ich richtig stolz.
Speaker: Und wahrscheinlich werde ich vom Großteil von euch dafür ausgelacht.
Speaker: Ich habe wieder angefangen, laufen zu gehen, also joggen zu gehen.
Speaker: Früher habe ich das super, super gerne gemacht und das hat mir und meiner mentalen Gesundheit enorm geholfen.
Speaker: Das ist aber nicht der Mutmoment an sich.
Speaker: Ich habe am Anfang dachte ich mir so, ja gut, kaufst du jetzt nicht gleich neue Schuhe, deine alten passen dir zwar nicht mehr, aber jetzt guckst du erst mal, ob du das durchhältst.
Speaker: Und dann war ich mit meinen alten Schuhen laufen und das war schon sehr unangenehm und hat weh, weil sie mir zu klein sind.
Speaker: Und dann war ich am Donnerstag in einem Schuhladen und habe Laufschuhe anprobiert.
Speaker: Und ja, ich weiß, dass Laufschuhe
Speaker: immer Minimum eine, wenn nicht sogar zwei Größen größer sein müssen, wie die eigentliche Schuhgröße.
Speaker: Meine eigentliche Schuhgröße ist 38.
Speaker: Und ich habe, warum auch immer, erst mal in 38 die Schuhe anprobiert.
Speaker: Und ja, die haben gepasst und ich hätte auch gehen können in denen.
Speaker: Aber die waren zu klein, um in ihnen richtig joggen zu gehen, weil Füße ja auch anschwillen und so weiter.
Speaker: Dann habe ich sie 39 anprobiert und...
Speaker: Das war auch noch nicht so richtig Laufschuhgröße.
Speaker: Und dann habe ich sie in 40 anprobiert.
Speaker: Und ich war so in meinen Glaubenssätzen von vor 20 Jahren, vielleicht 15, dass ich, was denken denn die Leute, wenn ich in Schuhen rumlaufe, die Schuhgröße 40 haben, als wäre ich irgendwie, und das genauso wie es mir irgendwie unangenehm wäre,
Speaker: ist in einer großen Konfessionsgröße Kleidung?
Speaker: Ne, es heißt Konfektionsgröße.
Speaker: Ich habe gerade schon drüber nachgedacht, was mit Religion zu tun ist.
Speaker: Genauso wie mir das früher unangenehm war, in einer großen Konfektionsgröße Kleidung zu kaufen, weil ich mir so dachte, ja, und wenn die Leute wissen, ich habe ein T-Shirt an einem XL oder in 46 oder was auch immer,
Speaker: das ist mir total unangenehm, es ist scheißegal.
Speaker: Niemand hat jemals gefragt, oh mein Gott, Nora, das T-Shirt sieht an dir richtig gut aus, aber was für eine Größe ist das?
Speaker: Oh, XL, ja, dann weiß ich nicht, ob mir das an dir so gut gefällt.
Speaker: Es war, es hat so viel Überwindung gekostet und ich bin so stolz, ich habe die Schuhe gekauft und ich war sogar schon in ihm laufen und
Speaker: Ich bin mir sicher, dass niemand, der an mir vorbeiläuft, denkt, um Himmels Willen hat die große Schuhe an.
Speaker: Es ist mir echt unangenehm, das zuzugeben, dass ich mir solche Gedanken mache.
Speaker: Aber es war für mich einfach so ein großer Schritt und ich bin so unfassbar stolz.
Speaker: Ich bin auch richtig stolz auf dich.
Speaker: Weil Maren mich gut genug kennt, um zu wissen, wie hart sowas für mich ist.
Speaker: Und da war ich wirklich nochmal schockiert, wie tief, ich will nicht immer alles Trauma nennen, weil es klingt blöd und ich will das auch nicht dramatisieren, aber wie krass gesellschaftliche Vorstellungen von Aussehen und Kleidergrößen in uns verinnerlicht sind, finde ich einfach richtig enorm.
Speaker: Und ich weiß, dass wenn Maren mir dieselbe
Speaker: erzählt hätte, habe ich gesagt, scheißegal, was für eine Schuhgröße du hast, du bist doch... Also, das ändert ja an dir nichts.
Speaker: Und bei jedem anderen Schuhgröße 40 ist ja an sich nicht schlimm.
Speaker: Das will ich damit überhaupt nicht sagen.
Speaker: Einfach, ich weiß nicht, so die Normen in meinem Kopf, was für...
Speaker: dass für meine Körpergröße die Schuhgröße viel zu groß ist und die Schuhe dann komisch aussehen und ich will nicht aussehen wie ein Clown, bla bla bla.
Speaker: Die ganzen Stimmen in meinem Kopf konnte ich einfach mal ganz kurz ausstellen für einen ganz großen Mutmoment und ich habe die Schuhe gekauft.
Speaker: Das war mal ein richtig ausgiebiger Mutmoment, sage ich dir.
Speaker: Ich bin mir sicher, alle werden nichts vom...
Speaker: von den Socken sein, wenn sie uns im Muten-Momenten hören.
Speaker: Okay, jetzt, Leute, wird's ernst.
Speaker: Aber wichtig.
Speaker: Wir sprechen heute, wie Maren vorher schon gesagt hat, über Red Flags in Freundschaften.
Speaker: Also Dinge, die zeigen, diese Verbindung tut mir vielleicht doch nicht so gut.
Speaker: Vielleicht soll ich da nochmal was überdenken.
Speaker: Aber versprochen, dieses Mal haben wir uns auf jeden Fall besser vorbereitet.
Speaker: Es wird hoffentlich nicht ganz so chaotisch, diese Folge.
Speaker: Und deswegen würde ich sagen, starten wir auch direkt mal rein und erzählen euch unsere Top 10 Red Flags, die wir aus eigener Erfahrung, aus dem eigenen Leben so definieren würden.
Speaker: Genau.
Speaker: Ich würde mit der ersten Red Flag anfangen.
Speaker: Du wirst nur kontaktiert, wenn die Person etwas braucht.
Speaker: Ich glaube, das ist eine Situation, in der wir alle schon mal gesteckt haben.
Speaker: Es ist
Speaker: besteht kein ehrliches, echtes Interesse an dir, sondern die Person meldet sich immer nur dann, wenn es ihnen schlecht geht oder sie Hilfe brauchen.
Speaker: Ich habe, ja, ironischerweise würde ich sie tatsächlich eigentlich Freundin nennen, aber wenn ich mir so überlege, wann wir miteinander Kontakt haben, ist das eigentlich ausschließlich, wenn sie mich für irgendwas braucht.
Speaker: Oder wenn jemand anderes keine Zeit hat oder, ähm,
Speaker: wenn, weiß ich nicht, sie nicht allein sein will, so der absolut, für mich ist es der massivste zweite Wahlstempel.
Speaker: Aber für mich ist es schon auch eine Red Flag, wenn ich quasi nur kontaktiert werde, wenn man irgendwas braucht oder, ja, weiß ich nicht.
Speaker: Es fühlt sich halt so ein bisschen wie Ausnutzen an, finde ich.
Speaker: Auch wenn es das nicht unbedingt sein muss, aber ich glaube schon,
Speaker: Also wenn man so weit ist, dass man denkt, man wird nur kontaktiert, wenn die Person was braucht, ich glaube, dann ist die Freundschaft schon an einem Punkt, wo es so... Ja, vielleicht nicht so.
Speaker: Ist es dann überhaupt Freundschaft?
Speaker: Oder ist es eher so eine Nutzgemeinschaft, von der nur einer profitiert?
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Und ich weiß nicht, ob ihr das in den ersten paar Folgen vielleicht schon über mich erfahren habt, aber...
Speaker: Ich bin ein bisschen ein People Pleaser.
Speaker: Nur ein bisschen.
Speaker: Ganz ein bisschen.
Speaker: Und ich würde das auch sehr harmoniebedürftig, würde ich sagen.
Speaker: Eher als People Pleaser.
Speaker: Ja.
Speaker: Und ich glaube,
Speaker: Oder zumindest war es in der Vergangenheit so.
Speaker: Gott sei Dank war ich in der Situation schon länger nicht mehr.
Speaker: Zumindest erinnere ich mich gerade nicht dran.
Speaker: Dass jemand was von dir will.
Speaker: Und du hast es dann halt trotzdem gemacht.
Speaker: Auch wenn du weißt, dass derjenige sich nur meldet.
Speaker: Ja, ich wollte sagen, dass ich es mir in der Vergangenheit zumindest, glaube ich, zu lang gefallen lassen habe.
Speaker: Ich weiß nicht, ob es immer noch so wäre.
Speaker: Weil ich zum Glück schon lange nicht mehr in so einer Situation war.
Speaker: Aber
Speaker: Für mich auf jeden Fall auch eine Red Flag, wollte ich nur noch dazu sagen.
Speaker: Was soll ich noch erzählen?
Speaker: Wenn wir aber schon dabei sind, möchte ich unbedingt auch erzählen, dass ich eine Freundin habe, die ich auch wirklich zu meinen engsten Freunden zählen würde, die leider sehr, sehr weit weg wohnt.
Speaker: Und wir updaten uns jetzt nicht regelmäßig über unseren, also über geringfügige Alltagsdetails,
Speaker: sondern erzählen uns quasi immer nur oder melden uns bei dem anderen, wenn irgendwas Gravierendes in unserem Leben passiert ist, positiv oder negativ.
Speaker: Und oft ist es dann halt einfach auch so, dass wir uns negative Dinge erzählen, also wenn irgendwas passiert ist in unserem Leben.
Speaker: Und rein theoretisch könnte man dann natürlich auch sagen, wir melden uns nur, wenn es uns nicht so gut geht.
Speaker: Dafür ist diese Freundschaft aber auch da.
Speaker: Also
Speaker: Auch wenn wir uns sehen oder wenn wir miteinander telefonieren, dann ist alles wie beim Alten.
Speaker: Also dann ist, als wäre gar keine Zeit vergangen und ist richtig schön.
Speaker: Also das alleine, also dass man sich meldet, wenn es einem nicht gut geht, ist keine Red Flag.
Speaker: Das wollte ich nur nochmal.
Speaker: Oder für mich zumindest keine Red Flag.
Speaker: Also solche Freundschaften gibt es auch.
Speaker: Wir wollen ja nicht wieder so eine Chaos-Folge wie letzte Woche, deswegen kommen wir jetzt direkt zu
Speaker: Red Flag Nummer 2.
Speaker: Und das ist für mich so... Sehr schwierig für mich.
Speaker: Ja, also es geht darum, dass Sticheleien als Spaß getan werden.
Speaker: Aber... Ich weiß nicht mehr, ob es das so richtig auf den Punkt bringt oder eigentlich schon, aber irgendwie finde ich, dass man in der Freundschaft...
Speaker: auch einfach Grenzen vom anderen kennen sollte.
Speaker: Und es ist halt nicht immer alles witzig, nur wenn man Spaß am Ende sagt oder so.
Speaker: Oder ich habe es doch nur als Witz gemeint, oder es war doch gar nicht ernst gemeint.
Speaker: Ja.
Speaker: Und ich meine, wichtig ist natürlich, dass man da dazu sagt, dass Grenzen auch kommuniziert werden müssen.
Speaker: Also sowas kann man einmal oder so, vielleicht auch zweimal machen, solche Späße.
Speaker: Ähm...
Speaker: Und dann sollte man aber, wenn man das nicht möchte, schon auch sagen, hey, das ist für mich kein Spaß.
Speaker: Aber, also, ich finde, ja, weiß nicht.
Speaker: Also zumindest, wenn es eine Freundschaft ist, finde ich, dass es von beiden Seiten dazugehört.
Speaker: Zum einen natürlich das zu kommunizieren, vom anderen dann aber auch einfach quasi die Grenze zu respektieren und dann halt nicht immer weitermachen,
Speaker: mit solchen Späßen.
Speaker: Vor allem, wenn sowas nur einseitig ist.
Speaker: Also wenn die eine Person sich ständig über die andere lustig macht und dann, also ganz schlimm wäre es natürlich, wenn die Person, die die Späße macht, selbst keinen Spaß versteht.
Speaker: Ja, und ich finde es auch immer ganz spärlich, wenn man sich über sowas austauscht, wenn dann eine Person so in die Richtung geht, so bin ich halt.
Speaker: Ja,
Speaker: musst du halt akzeptieren.
Speaker: Nee, danke.
Speaker: Dann gehe ich lieber.
Speaker: Und nur einfach das mal klarzustellen, wir machen uns ständig übereinander lustig.
Speaker: Wir sticheln uns viel, aber ich glaube, wir hatten es auch die letzten Tage davon, es gibt Themen, bei denen wir beide wissen, da machen wir keine Späße drüber.
Speaker: Nicht jetzt allgemein, sondern bewusst bei uns beiden.
Speaker: Also es gibt Themen, von denen ich weiß,
Speaker: das ist für Maren kein Spaß, auch wenn ich es vielleicht in der Situation lustig finde.
Speaker: Und dann muss ich einfach genug Disziplin mitbringen, um das dann halt einfach auch für mich zu behalten und dann nicht zu sagen, ja, du weißt doch, dass das für mich nur Spaß ist oder dass ich das gar nicht ernst gemeint habe.
Speaker: Ja, aber wenn sie das verletzt, dann kann ich das halt einfach nicht sagen.
Speaker: Also, es gibt genug Themen, bei denen es für Maren in Ordnung ist, wenn ich Witze mache.
Speaker: Ja.
Speaker: Für die, die das nicht wissen, Maren ist drei Jahre älter als ich.
Speaker: Und ich mache mich quasi permanent lustig darüber, dass Maren die Alte ist oder schon so alt ist.
Speaker: Und da mussten wir aber tatsächlich auch schon ein Gespräch darüber führen, dass, wenn ich sowas ernsthaft meinen würde, das schaut ewig her.
Speaker: Ich wollte gerade sagen, ich kann mich nicht dran erinnern.
Speaker: Ich bin nicht ernsthaft der Meinung, dass Maren alt ist.
Speaker: I mean, sie ist 30.
Speaker: Aber es macht einfach unfassbar viel Spaß, sie quasi als Oma hinzustellen.
Speaker: Und das ist so einer unserer Running Gags, würde ich sagen.
Speaker: Und da muss ich noch kurz einwerfen.
Speaker: Das war, glaube ich, sogar vor meinem 30er.
Speaker: Das war meinem 29.
Speaker: Geburtstag.
Speaker: Da habe ich eine Geburtstagskarte bekommen, die ein bisschen aussieht wie das Aldi-Logo.
Speaker: Und da ist eine alte Frau am Gehstock drin und steht Oldie, glaube ich, drunter.
Speaker: Ja, ich kenne schon mehr.
Speaker: Ja, natürlich.
Speaker: Aber hat Nora ja gerade schon gesagt, ich glaube, also wir haben sowohl schon drüber geredet, was für uns Grenzen sind oder wir kennen den anderen mittlerweile gut genug, um es zu wissen und wir sagen es uns auch, sollte es doch mal passieren, dass irgendwie
Speaker: egal von wem eine Grenze überschritten wird.
Speaker: Und deswegen klappt es aber auch so gut, dass wir uns quasi sonst den ganzen Tag gegenseitig lustig machen.
Speaker: Oder über uns selber, je nachdem, wie der Tag so ist.
Speaker: Aber deswegen funktioniert das halt.
Speaker: Und wir kennen die Grenzen vom jeweils anderen einfach gut.
Speaker: Genau.
Speaker: Also ich finde, ja,
Speaker: wenn man nur gestichelt wird oder nur auf einem rumgehackt wird, egal ob es als Spaß getan wird oder es ist einfach nicht schön und macht auf Dauer keinen Spaß und deshalb ist es für mich eine Red Flag.
Speaker: Ja.
Speaker: Zur nächsten Red Flag.
Speaker: Deine Grenzen werden übergangen.
Speaker: In Situationen, in denen du klar Nein sagst und dein Nein aber ignoriert
Speaker: wird oder darüber diskutiert.
Speaker: Das finde ich auch ganz übel.
Speaker: Ob das jetzt wirklich... Ist das jetzt ein eindeutiges Nein?
Speaker: Oder warum ist das jetzt so?
Speaker: Grenzen ist nichts, worüber man diskutiert, weil die aus verschiedensten Komponenten bestehen, würde ich jetzt mal sagen.
Speaker: Also in unserem Fall wäre das zum Beispiel...
Speaker: wenn ich Maren frage, ob sie Lust hat, was zu unternehmen und sie sagt, nee, sie hat heute keine Energie.
Speaker: Und ich dann sagen würde, ja komm, jetzt reiß dich halt mal zusammen.
Speaker: Das wollten wir schon vor lang machen.
Speaker: Und es war für heute geplant und warum?
Speaker: Also auch für mich gehört da auch so ein schlechtes Gewissen einreden, wenn man Nein gesagt hat oder wenn man Grenzen gesetzt hat, in welcher Art und Weise auch immer.
Speaker: Ähm,
Speaker: Ich finde, das ist auch gut kombinierbar mit der zweiten Red Flag, dass wenn ich kommuniziere, was du gerade gesagt hast, tut mir weh und es ist für mich kein Spaß.
Speaker: Ja, hab dich nicht so.
Speaker: Du weißt doch, dass es für mich nur Spaß ist.
Speaker: Nein.
Speaker: Wenn du meine Grenzen nicht akzeptierst, dann geht es so nicht weiter, weil ich mich bei dir dann nicht wohlfühle und ich nicht das Gefühl habe, dass du ernst nimmst, was in mir vorgeht.
Speaker: Und dann kommt auch eine Angst,
Speaker: sich überhaupt zu öffnen.
Speaker: Und irgendwie ist man dann so in einer never-endingen Todesspirale, würde ich das irgendwie nennen, weil dann traut man sich weniger, sich zu äußern und dann fällt einem das vielleicht noch verletzender auf oder es verletzt einen noch mehr, wenn dann aber wieder Sticheleien kommen, die ja nur Spaß sind.
Speaker: Und irgendwie habe ich das Gefühl, das ist dann so ein Todeskreislauf, aus dem man dann ganz schlecht wieder rauskommt.
Speaker: Was ich auch finde, was ein Red Flag ist, Steffen mit dem jeweils anderen ausgelaugt fühlt, weil eigentlich sind Freundschaften ja dafür da, dass man sich gegenseitig bestärkt, eine gute Zeit zusammen hat, je nachdem, was für ein Typ Mensch man ist, aber...
Speaker: Ich finde, es gehört auf jeden Fall immer in der Freundschaft dazu, dass man sich halt eher gegenseitig Energie gibt, als Energie kostet.
Speaker: Und natürlich gibt es mit Sicherheit in jeder Freundschaft Situationen, wo ein Treffen mal anstrengend sein kann oder auch mal kräftezehrend sein kann.
Speaker: Und darum geht es, finde ich, nicht.
Speaker: Aber wenn ich jedes Mal das Gefühl hätte, wenn ich Zeit mit Nora verbringe, ist es super anstrengend.
Speaker: Ich habe danach keine Energie,
Speaker: keinen Lust mehr auf gar nichts kann, kann und will nichts mehr machen, dann ist das für mich einfach kein gutes Zeichen.
Speaker: Und das sage ich, obwohl ich eigentlich von der Persönlichkeit jemand bin, der Energie eher daraus zieht, allein zu sein und nicht in großen Menschengruppen.
Speaker: Aber es geht ja auch nicht um große Menschengruppen, sondern in dem Fall sind es du und ich.
Speaker: Und wenn ich jedes Mal von einem Treffen mit dir nach Hause kommen würde und sagen würde, boah, das war so anstrengend, jetzt muss ich ja schon mal drei Tage schlafen, dann soll ich vielleicht drüber nachdenken, ob das so eine gute Idee ist.
Speaker: Und ich glaube, es gibt grundsätzlich auch, also es gibt bestimmt auch Kombinationen aus den Persönlichkeitsdimensionen, die wir in der zweiten Folge angesprochen haben.
Speaker: Zum Beispiel...
Speaker: bin ich überzeugt, dass eine extrem introvertierte Person nur sehr, sehr, sehr schwer mit einer extrem extrovertierten Person befreundet sein kann, weil die Bedürfnisse einfach immens unterschiedlich sind.
Speaker: Die extrovertierte Person wird immer das Gefühl haben, dass man Sachen unternehmen muss und komm, wir laden noch mehr Leute ein und das ist für den INI dann einfach zu viel und da müssen dann beide überlegen, macht das überhaupt Sinn?
Speaker: Und ich glaube, wer uns beide kennt, weiß auch, dass so... Ich weiß nicht, ob man sowas objektiv betrachten kann, aber ich glaube schon.
Speaker: Ich glaube, ich bin an sich die Persönlichkeit von uns, die mehr Energie braucht, grundsätzlich.
Speaker: Also, die mehr Energie fordert von Menschen, mit denen ich mich treffe, weil ich zum Beispiel halt eher...
Speaker: Brubble oder das Gespräch am Laufen halt.
Speaker: Und Marm ist so einfach im Umgang, dass ich kann mir gar nicht vorstellen, wie eine Person sein muss, die dich zu anstrengend findet.
Speaker: Höchstens, dass man sagt, ja gut, sie redet halt nicht.
Speaker: Ich muss immer reden, das ist mir zu anstrengend oder so.
Speaker: Aber ich glaube, das hängt auch einfach so mit dem Persönlichkeitstyp an sich zusammen.
Speaker: ob man eher Energie von anderen braucht oder nicht und wie man halt auch Energie auflädt.
Speaker: Also denke ich schon auch, aber ich glaube, also grundsätzlich sollte halt in der Freundschaft irgendwie, würde ich jetzt mal sagen, auch wenn wir ja in der letzten Folge auch schon drüber geredet haben, dass in der Freundschaft sowieso nie es immer 50-50 ist,
Speaker: So finde ich, ist es da auch.
Speaker: Aber wenn ich halt in den überwiegenden Tagen, wo man sich quasi das Gefühl hätte, ich fühle mich eher ausgelaugt, als dass es mir irgendwie Energie gibt, irgendwas Positives gibt, dann sollte ich vielleicht drüber nachdenken, ob das so das Richtige für mich ist.
Speaker: Und ich kann euch versichern, Maren musste sich an meine...
Speaker: an die körperlichen Anforderungen bei einer Freundschaft mit mir erst mal gewöhnen.
Speaker: Also ich bin mir ganz, ganz arg sicher, dass bei einem Treffen vor vier Jahren, als wir uns kennengelernt haben, dass wir Maren immens viel mehr Energie gekostet hat, als es jetzt kostet, wenn sie sich mit mir trifft.
Speaker: Ich weiß schon nicht, dass ich mich manchmal gefreut habe, wenn...
Speaker: du am Wochenende ausflügig gemacht hast und mich einfach pennen konnte mal einen Tag.
Speaker: Also in der Reha.
Speaker: Ja.
Speaker: Ja, da musste ich mich halt dran gewöhnen.
Speaker: Ich habe es ja deshalb trotzdem geliebt.
Speaker: Und ich habe ja auch dann nicht abends gesagt, als wir noch gefasst haben, jetzt bin ich ja so müde.
Speaker: Und lass mich bitte in Ruhe.
Speaker: Nee, aber es war richtig cool, aber es war halt auch anstrengend.
Speaker: Ja, wenn man das nicht gewohnt ist, dann ist das halt vielleicht am Anfang einfach viel.
Speaker: Und dann kommt es natürlich auf dich an, möchtest du das oder nicht.
Speaker: Genau.
Speaker: Und ich war halt davor auch einfach das Rentnerleben in der Reha eine Woche zumindest schon gewöhnt.
Speaker: Da habe ich immer, ich glaube, das habe ich auch schon mal erzählt, dass man da um 19 Uhr immer noch mal so in seinen Briefkasten gucken muss, um die Therapieplan für den nächsten Tag rauszuholen.
Speaker: Und ich da schon immer vorm Fernseher eingepennt bin, weil ich halt nach dem Abendessen, und Abendessen gab es um halb sechs,
Speaker: Kommt drauf an, welche Essensgruppe du warst.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Danach gab es einfach nichts mehr zu tun.
Speaker: Und dann habe ich halt meistens entweder Niedrig und Coolt oder K11 angeguckt und bin davor eingepennt.
Speaker: Und dann kann es schon sein, dass ich um 19 Uhr Schwierigkeiten hatte, noch zum Briefkasten zu gehen und mir einen Therapieplan rauszuholen.
Speaker: Und auf einmal kommt da so eine, die quackt mir den ganzen Tag so ab.
Speaker: Das war bis zu anstrengend am Anfang.
Speaker: Das meine ich nicht böse.
Speaker: Ich lieb's ja.
Speaker: Es ist so.
Speaker: Ja.
Speaker: Dann mache ich weiter mit unserer fünften Red Flag.
Speaker: Du kannst nicht ehrlich sein.
Speaker: Das haben wir ja vorher schon angesprochen.
Speaker: Wenn du das Gefühl hast, du hältst Dinge zurück, weil du Angst hast, du wirst sonst verletzt oder du wirst verurteilt oder weil die andere Person super schnell verletzt ist oder sich angegriffen fühlt,
Speaker: Das ist für mich eine krasse Red Flag.
Speaker: Ich finde, also zumindest bei mir ist das irgendwie was, würde ich jetzt sagen, was ich auch relativ schnell merke.
Speaker: Also wenn ich versuche, Themen zu umgehen, ich will jetzt nicht sagen, Dinge verheimlichen, weil darum geht es eigentlich nicht, aber einfach das Gefühl habe, ich kann nicht ehrlich sein, weil sonst, keine Ahnung, steht irgendwas zwischen uns, ist wahrscheinlich ein Thema, worauf ich gar keinen Bock habe oder
Speaker: Das ist für mich nicht das, was eine gesunde Freundschaft ausmacht.
Speaker: Und wenn ich das Bauchgefühl habe, dass ich nicht ehrlich sein kann, dann ist das schon komisch, finde ich.
Speaker: Und ich finde, da muss man auch unterscheiden, weil man sicherlich auch gerade in neuen Freundschaften lernen muss, manchmal ehrlich zu sein.
Speaker: Es ist quasi ein...
Speaker: Problem von mir?
Speaker: Also habe ich einfach grundsätzlich Schwierigkeiten damit, ehrlich zu sein oder für mich einzustehen oder auf Konfrontation zu gehen, sage ich jetzt mal, oder ist das wegen der Person und mir fällt es deswegen schwer?
Speaker: Ja.
Speaker: Weil also ich weiß, wie schwer es zum Beispiel Maren am Anfang gefallen ist, Sachen bei mir anzusprechen, was aber nicht mit mir zu tun hat, sondern einfach, weil ihr das generell schwerfällt.
Speaker: Cause I don't like people.
Speaker: Ah nee, das stimmt nicht.
Speaker: Aber halt nur wenige.
Speaker: Ja.
Speaker: Also was für uns auch auf jeden Fall eine Red Flag ist, wenn man wenn es ums Thema Kontrolle und Besitzdenken geht, ich hab da gerade irgendwie, weiß ich nicht, irgendeine Real Audio im Kopf oder einen Text, ich weiß es gar nicht mehr, wenn meine beste Freundin sagt, dass sie mit
Speaker: dass jemand anders die beste Freundin ist oder so in die Richtung.
Speaker: I don't know.
Speaker: Ich glaube, ich weiß.
Speaker: Also es gibt... Ja, es gab mal so eine Real-Serie, wo quasi Person A und B sind beste Freundin und Person C sagt, Person A ist ihre beste Freundin.
Speaker: Ja, sowas genau.
Speaker: Und Person B ist dann sauer oder halt... Aber sie ist meine beste Freundin.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Sowas in die Richtung.
Speaker: Ja.
Speaker: Das erinnert mich auch so ein bisschen an Klassenfahrt.
Speaker: Oh Gott!
Speaker: Wenn man so in der Schule ins Schullandheim gefahren ist und dann musste man sich vorher erst mit seinen echten besten Freunden absprechen, dass man natürlich auf jeden Fall ins gleiche Zimmer geht, damit man nachher, wenn man nur so halb echten Freunden redet, das auch schon vorher definitiv ausgemacht hat, dass da auch ja nichts passieren kann.
Speaker: Also generell gehört da für uns Eifersucht auf andere Freunde dazu.
Speaker: Also, wenn ich mich jetzt mit jemand anderem triff, dass Maren dann gleich Angst hat, dass die jetzt meine beste Freundin wird oder dass sie jetzt ersetzt wird.
Speaker: Und ich glaube, ein Stück weit ist das in Situationen, in denen wir sind, normal sind.
Speaker: Zum Beispiel...
Speaker: hat Maren generell einfach Probleme mit ihrem Selbstwert oder das Gefühl, dass sie nicht genug ist, weil sie krank ist zum Beispiel.
Speaker: Und ich glaube, das hat einfach auch eine Weile gedauert, bis wir beide richtig verinnerlicht haben, dass die andere Person uns für das mag, was wir sind und nicht irgendwie permanent auf der Suche ist nach jemandem Besserem.
Speaker: Da kann ich mich auch
Speaker: noch an die konkrete Situation erinnern, beziehungsweise ich weiß noch Momente, in denen es mir besonders schwer gefallen ist, weil, wie ihr ja wisst, als wir uns kennengelernt haben in der Reha, da haben wir so 170 Kilometer auseinander gewohnt und wir haben uns am Anfang eine Zeit lang gar nicht gesehen und dann ab und zu uns ist immer mehr geworden, aber es war halt nicht so, dass wir irgendwie in der gleichen Stadt gewohnt haben und
Speaker: jeden Tag gesagt haben, ja komm, wir treffen uns heute, lass mal einen Kaffee trinken oder weiß ich nicht was.
Speaker: Und dann, darüber haben wir auch schon gesprochen, gab es eine Zeit, wo du in der Tagesklinik warst und dort hast du natürlich, was ja auch mega gut ist, voll viele neue Leute kennengelernt, die halt mit dir dort in der Tagesklinik waren.
Speaker: Und das war für mich am Anfang voll schwer, weil die ja alle aus deinem
Speaker: räumlichen Umfeld, sage ich jetzt mal, tatsächlich gekommen sind und ich wusste, ich war dann eine Zeit lang ja hier, während du in der Tagesklinik warst, aber ich gehe danach ja quasi wieder irgendwann heim und dann sind wir halt wieder weit auseinander und was, wenn du da jetzt quasi jemand Besseres kennenlernst, mit dem ich dann lieber all meine Zeit verbringe und dann will ich doch nicht, keine Energie mehr in unsere Freundschaft stecken und ich glaube, ein Stück weit ist das auch normal, ähm,
Speaker: auch vor allem, wenn das jetzt so besondere Situationen betrifft.
Speaker: Aber da ist es halt, ich verstehe mich halt auch einfach schnell mit Menschen und ich verstehe mich auch gut mit vielen Menschen, weil ich auch ein sehr anpassungsfähiger Mensch bin.
Speaker: Aber nie wäre mir eingefallen irgendwie, dass ich da jetzt eine neue beste Freundin finde oder sowas.
Speaker: Also
Speaker: das war überhaupt nicht meine Intention, sondern das waren halt viel auch, ja, Zweckgemeinschaften hört sich jetzt vielleicht gemein an und von diesen Freundschaften besteht eigentlich keine mehr.
Speaker: Das war halt wie so Schulfreunde, mit denen man sich dann halt in der Zeit super versteht und dann hat es aber aus verschiedenen Gründen dann irgendwann nicht mehr funktioniert und da war es auch, ähm,
Speaker: das haben wir in vorherigen Folgen schon angesprochen, dass ich dann zum Beispiel nach Treffen mit diesen Leuten dort Maren einfach eine kurze Nachricht geschrieben habe, so hey, ich hatte ein superschönes Treffen mit XY, aber nur, dass du weißt, ich liebe dich immer noch und ich will immer noch am allermeisten mit dir befreundet sein und da können jetzt auch manche sagen, ach, das ist kein positives Verhalten, aber ich glaube,
Speaker: Für uns hat das einfach richtig viel gebracht, auch Maren einfach Sicherheit zu geben und sie daran zu erinnern, wenn ich weiß, dass sie mit sowas Probleme hat.
Speaker: Und seither ist es, glaube ich, auch nie wieder vorgekommen.
Speaker: Nö, das nicht.
Speaker: Aber ich glaube, das war halt auch, da weiß ich nicht, es hört sich auch voll blöd an, das zu sagen, aber was ich gerade im Kopf hatte, war, dass es zu einem frühen Stadium von unserer Freundschaft war.
Speaker: Das hört sich richtig dumm an.
Speaker: Aber da kannten wir uns halt auch einfach noch nicht so gut.
Speaker: Und wir waren uns schon gegenseitig mega wichtig.
Speaker: Aber man kannte den anderen halt in ein paar Lebenssituationen, aber natürlich nicht in allen.
Speaker: Und dann kann man halt manchmal auch einfach für mich nicht richtig einschätzen, wie verhält sich die andere Person, wenn mal was schwierig ist, wenn das Leben stressig ist.
Speaker: Was weiß ich.
Speaker: Für uns gehört da auch dazu, wenn man Druck auf den anderen ausübt, sich zum Beispiel sofort zu melden.
Speaker: Warum meldest du dich nicht bei mir?
Speaker: Ist es schon so lang her und bist du mit jemand anderem unterwegs?
Speaker: Also richtig klassische...
Speaker: Eifersucht und auch so Besitzdenken, dass man dann sagt, ja, ich möchte nicht, dass du dich mit anderen triffst, weil du bist meine beste Freundin und also solche Geschichten finde ich sehr, sehr, sehr schwierig.
Speaker: Also mein Gefühl ist irgendwie auch, dass das mittlerweile kein Thema mehr ist, beziehungsweise keine Ahnung, wir kennen und schätzen uns gut genug, um zu wissen, dass das nicht nötig ist.
Speaker: Also, auch wenn du jetzt neue Leute kennenlernst oder dich mit anderen Leuten, Freunden triffst, dann ist das kein Problem.
Speaker: Das ist einfach... Aber ich glaube, das liegt auch daran, weil du halt oft genug gesagt hast, hey, ich will unsere Freundschaft, ich liebe alles dran.
Speaker: Und es macht mir nichts aus, dass du krank bist.
Speaker: Ja, solche Sachen.
Speaker: Ja.
Speaker: Und dann ist diese Eifersucht, dieses Besitzdenken ja auch einfach gar nicht nötig.
Speaker: Und da fällt mir auch noch eine Situation aus der Tagesklinikzeit ein, weil ich mich da mit jemandem angefreundet habe, mit einer männlichen Person.
Speaker: Und er war unfassbar eifersüchtig auf Maren und wollte ganz, ganz dringend meinen Platz einnehmen.
Speaker: und wollte unbedingt diese Freundschaft mit mir, wie Maren sie hat.
Speaker: Und mal abgesehen davon, dass ich Maren zu dem Zeitpunkt zwei Jahre länger gekannt habe als diese Person, war das für mich so eine absolute Red Flag.
Speaker: Das war so, ich habe mich das so unwohl gefühlt.
Speaker: So, warum machst du das mit Maren?
Speaker: Warum kannst du das mit mir nicht machen?
Speaker: Und du triffst dich immer mit Maren und warum rufst du mir nicht an?
Speaker: Und Pipapo und Tralala.
Speaker: So baut man in meinen, in meinen
Speaker: meine Auffassung keine Freundschaft auf.
Speaker: Und das hat mich einfach auch enorm unter Druck gesetzt und ich wusste gar nie, wie ich mich da so richtig verhalten soll.
Speaker: Und das war einfach nur super strange.
Speaker: Das baut halt auch irgendwie nicht darauf auf, dass man sich gegeneinander nett findet, sympathisch findet oder Sachen an dem jeweils anderen schätzt, sondern Ich will aber auch, dass es sie hat mit Maren.
Speaker: Ja, genau.
Speaker: Und dann kam auch wirklich
Speaker: toxische Aussagen, so ja, und ich will, dass wenn du, wenn es dir schlecht geht, dass ich dann die erste Person bin, die du anrufst.
Speaker: Oder dass ich will, dass du alles mit mir teilst.
Speaker: Und ich finde, das ist so eine abstruse Anforderung oder so ein weirdes Verlangen, dass man jemandem sagt, ich will, dass ich deine Nummer 1 bin, quasi.
Speaker: Vor allem, also ganz ehrlich, warum darf die Person...
Speaker: Nicht einfach selber entscheiden, wenn sie zuerst anrufen möchte.
Speaker: Also, I mean... Also, sowas würde mich niemals dazu bringen, dann dieser Person quasi dann immer zu schreiben.
Speaker: Weil er will ja, dass ich mich bei ihm melde, wenn es mir nicht gut geht.
Speaker: Wenn es mir nicht gut geht, dann melde ich mich bei der Person, die mir am besten helfen kann in der Situation.
Speaker: Oder wo ich halt das Gefühl habe, mit der Person möchte ich gerade drüber sprechen.
Speaker: Und da war das so...
Speaker: Das war einfach so ein Level an Zuneigung und Wille, dass es fast schon Verzweiflung war, wie unbedingt er so fest mit mir befreundet sein wollte, wie Maren es ist.
Speaker: Ja.
Speaker: Das war auf jeden Fall eine ganz komische Zeit.
Speaker: Oh ja.
Speaker: Ironischerweise hat es Maren und mich noch mehr zusammengeschweißt, was ja eigentlich genau das ist, was er nicht wollte.
Speaker: And now who's sitting here with you and making a podcast?
Speaker: Also, das... Und was für mich dann auch ganz schlimm ist, das haben wir nicht als Punkt aufgeführt, aber er hat versucht, Maren schlecht zu reden vor mir und sich dabei besser darzustellen.
Speaker: Alter.
Speaker: Nee, Mann.
Speaker: Nein, was auch.
Speaker: Also, nice try.
Speaker: Wenn du echt denkst, dass du so...
Speaker: also ein engeres Verhältnis mit mir aufbauen kannst, dann gehst du von ganz falschen Dingen aus, von mir als Person.
Speaker: Ich entscheide, mit wem ich meine Zeit verbringen möchte.
Speaker: Ich entscheide, wer mir gut tut.
Speaker: Ich entscheide, mit wem ich wie doll befreundet sein will.
Speaker: Und das war einfach nur, das war, da haben wir sehr, sehr viel darüber gelernt, wie wir nicht wollen, dass eine Freundschaft aussieht.
Speaker: Ja.
Speaker: Und ich muss sagen, da war ich richtig beeindruckt und bin es immer noch, weil, das klingt jetzt richtig blöd, aber ich habe oft das Gefühl, dass nicht mal konkret auf diese Situation, aber dass allgemein, ich sage jetzt mal, dreiste Menschen oft gewinnen im Leben mit ihren Aktionen.
Speaker: Und mit dreist meine ich genau sowas.
Speaker: Ich mache jemand anderen schlecht, damit ich ein
Speaker: in der Rangliste steigt oder weiß ich nicht, wie man das benennen will, aber und das finde ich immer noch richtig beeindruckend, also zum einen, dass du das bemerkt hast und zum anderen, dass du auch dir da ganz klar bewusst warst, ich fälle meine Entscheidung selber, das baut nicht darauf auf, dass jetzt irgendjemand in mein Leben gekommen ist, der gesagt hat, oh, das schabbert so und so und ich bin irgendwie besser und ja,
Speaker: sondern dass du dir einfach selber deine Meinung bildest, finde ich immer noch gut.
Speaker: Ja.
Speaker: Eine krasse Zeit auf jeden Fall.
Speaker: Oh mein Gott, ja.
Speaker: Cool.
Speaker: Zu unserer siebten Red Flag.
Speaker: Deine Erfolge werden kleingeredet.
Speaker: Statt sich zu freuen, wenn irgendwas Tolles in deinem Leben passiert und du was super Tolles, Bewundernswertes erreicht hast,
Speaker: kommt dann sowas wie, ja, das ist ja toll, aber bei mir läuft es halt nicht so.
Speaker: Oder, ja, warum freust du dich über sowas so?
Speaker: Das ist doch nicht wert, dass man sich so arg freut.
Speaker: Dieses schön für dich Gefühl.
Speaker: Ja, aber interessiert mich halt nicht.
Speaker: Oder, dass die gar anfangen zu schweigen oder so, ja, okay.
Speaker: Ja.
Speaker: Das finde ich ganz, ganz übel.
Speaker: Auch wenn man sich Dinge nicht gönnen kann, wenn was gut ist.
Speaker: Ein krasses Beispiel bei uns finde ich zum Beispiel, ich weiß nicht, ob wir das schon mal angesprochen haben, aber Maren hat ja zum Beispiel eine Berufsunfähigkeitsrente, weil sie rechtzeitig eine abgeschlossen hat.
Speaker: Und ich habe keine Berufsunfähigkeitsrente.
Speaker: Altsheim rockt.
Speaker: Und ich gönne ihr von Herzen, dass sie dieses Geld jeden Monat bekommt.
Speaker: Anstatt, dass ich irgendwie neben ihr sitze und sage, ja toll, und ich kriege das nicht.
Speaker: Und ach Mann, weil ich jünger bin als du, habe ich noch nicht lang genug in die Rentenkasse eingezahlt, dass ich sowas bekomme.
Speaker: Und auch bei mir läuft es so scheiße.
Speaker: Sondern ich freue mich einfach immens,
Speaker: dass sie dadurch, dass es ihr erlaubt, ein entspannteres Leben zu führen.
Speaker: Und ich finde, also für mich ist so die Red Flag darunter zum einen, dass einem Erfolge nicht gegönnt werden oder irgendwie habe ich das Gefühl, das ist so ein Neid und da ist mir gerade das Sprichwort eingefallen, dass man sich den Dreck unter den Fingernägeln nicht gönnt oder dass man dem anderen den Dreck unter den Fingernägeln nicht gönnt.
Speaker: Ich finde, das beschreibt es eigentlich ganz gut, weil... Keiner von uns ist in so einer krass privilegierten Situation in irgendeinem Lebensabschnitt, dass es sowieso irgendwelchen krassen Neid rechtfertigen würde, also ganz objektiv betrachtet und...
Speaker: Ja, aber trotzdem, also ich meine, es gibt immer irgendwas, wo es dann so, keine Ahnung, letztes Jahr um die Zeit waren wir beide Single und ein paar Monate später war ich dann wieder in einer Beziehung.
Speaker: Da schmarrten dann mich, oh toll, und ich bin immer noch Single.
Speaker: Also, ich kenne dir das nicht und jetzt hast du keine Zeit mehr für mich.
Speaker: Es ist egal, was es ist.
Speaker: Wir freuen uns so immens füreinander, dass ich auch gar keine Scheu habe, selbst wenn jetzt, keine Ahnung, es geht Maren gerade nicht so gut, dann habe ich trotzdem das Gefühl, wenn irgendwas Positives bei mir passiert, dass ich ihr das erzählen kann.
Speaker: Und sie freut sich trotzdem mit mir.
Speaker: Ja, genau, das meine ich.
Speaker: Der Neid ist halt irgendwie nicht notwendig.
Speaker: Ganz objektiv betrachtet...
Speaker: Ich meine, das lässt sich als Ausentstehende von der Situation natürlich immer einfach sagen, aber dieser Neid, diese Eifersucht, die bringt einen selber ja sowieso nicht weiter und angenommen, es wäre so, dass du das Gefühl hast, das Leben ist unfair zu dir, weil du halt leider zu wenig einbezahlt hattest, zu dem Zeitpunkt, wo es dir so schlecht ging, dass eben festgestellt wurde, du kannst nicht
Speaker: weiter in deinem Beruf arbeiten.
Speaker: Aber natürlich ist das Leben scheißunfair und das ist nicht okay.
Speaker: Aber geht es dir besser, nur weil du dann mir nicht gönnst, dass ich die Rente beziehen kann?
Speaker: Dann geht es dir ja auch nicht besser.
Speaker: Deswegen kriege ich auch nichts geschenkt.
Speaker: Es ändert sich an meiner Situation halt einfach gar nichts, ob ich mich jetzt mit ihr freue oder ob ich ihr das jetzt quasi schlechtrede.
Speaker: Und wenn ich es ihr schlecht rede, dann fühlen wir uns beide nicht gut.
Speaker: Und ich kriege mein Geld trotzdem nicht.
Speaker: Dann kann ich mich auch genauso gut einfach für sie freuen.
Speaker: Und das ist manchmal echt schwierig, wenn man in einer Situation steckt, sage ich jetzt mal.
Speaker: Von außen betrachtet, finde ich, sagt sich sowas immer voll leicht.
Speaker: Aber das ist eben auch etwas, was wir gelernt haben und was bei uns kein Thema sein muss.
Speaker: Ich finde, sowas kann man auch gut lernen, dass man Freude empfindet für jemand anderen, wenn man sich dem bewusst macht, dass Eifersucht oder Neid einen nicht weiterbringt.
Speaker: Und ich glaube, wir sind auch an einem Punkt, wo wir sagen könnten, es ist für mich super schwer, dass ich dieses Privileg von Erwerbsminderungsrente zum Beispiel nicht habe, aber ich freue mich trotzdem für dich.
Speaker: weil du aber auch ja genau weißt, wenn du dich nicht für mich freust, dann kriegst du es ja trotzdem nicht.
Speaker: Das ändert deine Situation in Bezug auf die Rente halt nicht.
Speaker: Und also Missgunst an sich, finde ich, ist einfach, das ist so ein schwieriges Thema und ich bin auch ehrlich traurig mit Maren, wenn irgendwas Negatives passiert und sie nicht das bekommt, von dem ich denke, dass sie es verdienen würde.
Speaker: Ich glaube, das wäre auch, also wenn ich denken würde, hehehe, Gott sei Dank, das läuft weiterhin bei ihr scheiße und cool, dass es bei mir besser läuft.
Speaker: Ich glaube, wer sich an sowas profiliert, ist also, das ist keine gute Freundschaft.
Speaker: Ja, ich glaube auch nicht.
Speaker: Was ich auch noch finde, was eine richtige Red Flag ist, wenn...
Speaker: ich sage jetzt mal, wenn kein echtes Zuhören stattfindet, also wenn man sich gegenseitig Sachen erzählt, aber man dann immer das Gefühl hat, also egal, was ich erzähle, egal über welches Thema wir sprechen, immer wenn ich rede, hört Nora nicht zu oder so.
Speaker: Ja, da gibt es auch Menschen, die das Gespräch dann wieder auf sich lenken.
Speaker: Und ich finde, das ist auch eine Sache, die merkt man relativ schnell und irgendwie kriegt man, finde ich, auch so ein Bauchgefühl dafür.
Speaker: Weil natürlich kann das mal passieren.
Speaker: Wie bei allen anderen Sachen auch.
Speaker: Ich hatte das vorher auch schon bei einem Thema.
Speaker: Ich glaube bei der Red Flag, dass Sticheleien immer als Spaß getan werden.
Speaker: Natürlich macht man sowas mal.
Speaker: Oder man übertritt eine Grenze unabsichtlich.
Speaker: Aber es geht nicht darum, ob was mal passiert.
Speaker: Oder außersehen mal passiert.
Speaker: Weil das kann immer passieren.
Speaker: In jeder Verbindung, finde ich.
Speaker: Aber wenn ich halt schon so ein Bauchgefühl habe, dass egal, was ich erzähle, mir nicht zugehört wird, dann ist das, finde ich, was anderes.
Speaker: Und dieses Gefühl ist für mich irgendwie eine Red Flag.
Speaker: Ja, und ich finde, es kommt auch darauf an, um was es geht.
Speaker: Also was für ein Thema zum Beispiel.
Speaker: Ich glaube, ihr habt mittlerweile alle verstanden, dass Maren und ich sehr, sehr viel Zeit miteinander verbringen.
Speaker: Und dann reden wir natürlich irgendwie quasi...
Speaker: jeden Tag, den ganzen Tag.
Speaker: Und natürlich gibt es Situationen, ähm, viele bestimmt auch, wo wir quasi beide am Handy sitzen und wir unterhalten uns so ein bisschen, aber wir schenken uns nicht quasi ungeteilte Aufmerksamkeit, ähm, dass wir uns so richtig gegenüber sitzen und uns bewusst zuhören.
Speaker: Ähm, und von sowas sprechen wir aber auch nicht, sondern eher so, hey, ich muss was mit dir besprechen, ähm,
Speaker: hast du Zeit oder kann ich dir was erzählen?
Speaker: Dass in solchen Situationen es einfach wichtig ist, dass du deine Aufmerksamkeit auf die andere Person lenkst und ihr auch das Gefühl gibst, gehört zu werden.
Speaker: Das hatten wir, glaube ich, in der letzten Folge auch schon mal angesprochen, dass wir immer fragen, möchtest du einen Ratschlag oder...
Speaker: willst du, dass ich dir einfach zuhöre?
Speaker: Und es gibt zum Beispiel, ich habe dieses Mal die Folge geplant und ich habe auch diese Red Flag aufgeschrieben.
Speaker: In dem Wissen, dass ich sehr oft in Gesprächen abschweife.
Speaker: Also mit den Gedanken, bedingt durch meine ADHS.
Speaker: Und Maren weiß das.
Speaker: und weiß, dass sie manchmal sagen muss, Nora, wir sind es eigentlich, war ich am Erzählen, und du bist irgendwo ganz anders, oder komm wieder zu mir.
Speaker: Das ist manchmal ein bisschen wie, wenn ich mit Hiro draußen bin, und ich muss seinen Fokus wieder auf mich lenken, weil er irgendwie abschweift.
Speaker: Und es fällt mir einfach super schwer, Gesprächen lang zu folgen.
Speaker: Und es fällt mir auch manchmal immer noch schwer,
Speaker: quasi nicht zu unterbrechen, weil ich dann so arg das Gefühl habe, ich will ihr das Gefühl geben, dass ich verstehe, was sie mir erzählt.
Speaker: Und ich habe auch eine ähnliche Situation erlebt und ich will ihr die eigentlich erzählen.
Speaker: Und dass ich mich dann aber zusammenreiße und mir hundertmal in meinem Kopf sage, sie ist dran.
Speaker: Es ist jetzt ihr Moment.
Speaker: Du hast danach dann...
Speaker: muss ich mir halt manchmal vielleicht auch Notizen machen oder ich muss sagen, Maren, ich muss dich ganz kurz unterbrechen, ich muss was dazu sagen, weil sonst vergiss ich das oder sonst kann ich mich auf nichts mehr anderes konzentrieren, aber wenn die Person, wenn du was zum Beispiel erzählt, ich habe auch einen Menschen in einem nahen Umfeld, der das sehr oft macht, du erzählst irgendwas und wenn es die Person nicht interessiert, dann unterbricht sie dich einfach und beginnt mit einem anderen Thema.
Speaker: Also ich finde, deutlicher kann man jemandem nicht sagen, es interessiert mich eigentlich nicht, was du gerade zu sagen hast.
Speaker: Und da wir beide sowas kennen aus Kindheit, Jugend und auch jetzt, haben wir uns auch einfach vorgenommen, daran zu arbeiten, dass wir uns das Gefühl nie geben.
Speaker: Es ist schon lange nicht mehr vorgekommen, wenn überhaupt.
Speaker: Also ich kann mich nicht daran erinnern.
Speaker: Ich hatte bei dir noch nie das Gefühl, dass du mir nicht zuhörst.
Speaker: Voll gut.
Speaker: Cool.
Speaker: Okay.
Speaker: Unsere zweitletzte Red Flag.
Speaker: Du wirst nicht ernst genommen.
Speaker: Und ich kann nicht... Da könnte ich richtig aggro werden, weil ich solche Menschen so...
Speaker: furchtbar finde und vor allem als mensch mit chronischer erkrankung kennt man das zur genüge wenn du gefühle sorgen oder ideen teils zum beispiel mal wieder irgendwie wir haben eine business idee oder sowas und die person sagt dann dinge wie acht übertreibst oder so schlimm ist es doch gar nicht oder lacht einfach darüber und nimmt dich nicht ernst ich finde es so ganz ganz ganz schlimm furchtbar
Speaker: dass ich... Das kann ich egal.
Speaker: Vor allem... Ich glaube, Maren könnt euch 1000 Beispiele erzählen von verrückten, merkwürdigen Dingen, die ich ihr erzählt habe, über die ich mir Gedanken mache oder sowas.
Speaker: Amine, wenn ihr die letzte Folge gehört habt, dass für mich so Sachen aus Noras Mund nicht überraschend sind, wenn sie mir sagt, hey, ich habe heute Nacht Gedichte an einem Baum geschrieben.
Speaker: Oder auch wenn wir so Themen wie zum Beispiel Sorgen mit Eifersucht ansprechen, Dinge, die wahnsinnig viel Verletzlichkeit mitbringen, dass man dann sagt, ja komm, du weißt doch aber eigentlich, dass es anders ist oder ich habe das nicht so gemeint und ich sage dir doch so oft, dass ich dich lieb habe.
Speaker: Ich
Speaker: kann dir versprechen, wenn du das bei irgendjemandem machst, wird dir diese Person nichts mehr erzählen.
Speaker: Und gerade für Menschen, die so ein manchmal nicht nachvollziehbares Gehirn haben wie mich, ist sowas ganz furchtbar.
Speaker: Wenn man das Gefühl hat, es wird sich über einen lustig gemacht, wenn man irgendwas erzählt oder man wird nicht angenommen.
Speaker: Und dann möchte man seine Sorgen nicht mehr teilen und dann kann man kein gesundes Fundament aufbauen.
Speaker: Dann ist man auch schon wieder in der Todesspirale.
Speaker: Ja.
Speaker: Finde ich auch.
Speaker: Dann kommen wir auch schon zur letzten Red Flag, die wir uns für die Folge aufgeschrieben haben.
Speaker: Und da geht es darum, dass man sich ständig erklären muss oder immer das Gefühl hat, man muss sich vor dem anderen rechtfertigen, egal ob es um
Speaker: Gefühle geht, Entscheidungen, die man trifft.
Speaker: Oder grundsätzlich einfach der Lebensstil.
Speaker: Schließt auch, finde ich, ein bisschen an die vorherige Red Flag an.
Speaker: Also wenn du das Gefühl hast, dass du nicht ernst genommen wirst, dann hat man ja oft das Gefühl, dass man sich erklären oder rechtfertigen muss.
Speaker: Und ja, also dann will man Sachen nicht mehr erzählen, weil es sich einfach nicht gut anfühlt.
Speaker: Also für mich gehören da auch so Situationen dazu, wenn ich das Gefühl hätte, Maren lebt ihr Leben nicht richtig.
Speaker: Und ich ihr dann sage, ja, könntest du nicht mal dieses machen und könntest du nicht mal jenes machen und warum machst du das so und warum machst du das so?
Speaker: Und ich hätte das an deiner Stelle ganz anders entschieden.
Speaker: Ja, das ist nicht mein Leben.
Speaker: Also, und sie hat mich, wenn sie mich nicht nach meiner Meinung gefragt hat, warum... Mein Papa sagt jetzt, der Senf war nie besser, als wenn man ihn nicht dazugegeben hat.
Speaker: Und ich finde, das stimmt so enorm, wenn was man zu sagen hat, nicht hilfreich ist.
Speaker: Dann sag's einfach nicht.
Speaker: Reiß dich einfach zusammen und akzeptiere einfach, das bringt jetzt gerade nichts.
Speaker: Um das abzuschließen, wollten wir nur nochmal darauf hinweisen, dass das kann alles mal passieren.
Speaker: Wir haben euch ja jetzt auch genug Situationen erzählt, bei denen die Red Flags quasi bei uns auch vorgekommen sind, aber es geht um das große Ganze und es ist einfach wichtig, dass wenn dir sowas auffällt, dass du hinschaust und dass du dann vor allem für dich sorgst und
Speaker: du dir überlegst, wie möchte ich damit umgehen?
Speaker: Genau.
Speaker: Und natürlich, das wisst ihr, denke ich auch, das haben wir auch schon ein paar Mal gesagt, dass es unsere Meinung ist und unsere Erfahrung, die wir teilen.
Speaker: Und auch wenn wir jetzt irgendwas als Red Flag betiteln, heißt das nicht, dass man dann sofort den Kontakt abbrechen muss oder...
Speaker: dass es ein absolutes No-Go ist, aber das sind halt unsere Erfahrungen, wo man vielleicht doch ein bisschen genau mal hinschauen sollte, weil wir auch einfach gelernt haben, dass Red Flags ganz oft nicht sofort laut sind, aber dass sie sich mit der Zeit einfach einbrennen und das auf Dauer nicht gut ist.
Speaker: Und da ist uns auch nochmal ganz wichtig, dass man sowas auch ganz klar kommunizieren darf,
Speaker: Und das auch hinterfragen darf und einfach ansprechen darf, weil ich finde, das macht eine Freundschaft auch wertvoller.
Speaker: Und eine Freundschaft darf sich halt auch einfach sicher anfühlen und deswegen kann man sowas einfach kommunizieren und wenn sich dann nichts ändert, dann kann man sich ja immer noch überlegen, hey, ist es nicht vielleicht eine gute Entscheidung loszulassen?
Speaker: Und
Speaker: Damit sind wir schon am Ende der Folge von unserem Hauptthema.
Speaker: Unser Highlight ist Freundschaftsdate.
Speaker: Und deswegen geht es jetzt wieder darum, euch eine schöne Freundschaftsdate-Idee zu droppen.
Speaker: Und da übergebe ich mal an dich.
Speaker: Ja, weil ich habe mir für dieses Mal überlegt, Maren hat das letzte Woche zwar schon angesprochen, aber wir haben das auch schon zusammen gemacht und es hat mega viel Spaß gemacht, gemeinsam ein Vision Board erstellen.
Speaker: Dabei bringt jeder Zeitschriften, Bilder oder Worte mit und ihr klebt euch zusammen eure Ziele, Träume und Gefühle, die ihr im Moment habt oder die ihr in der Zukunft haben wollt, auf ein Blatt.
Speaker: Und könnt euch das in die Wohnung hängen oder was auch immer ihr damit machen wollt.
Speaker: Und ich finde, das ist voll die schöne Zeit, die man da zusammen haben kann, weil es kreativ ist, weil man über spannende Zukunftsthemen spricht und sich einfach nochmal ganz anders kennenlernt.
Speaker: Und das war auch schon unsere fünfte Folge von Frittenfunk.
Speaker: Wir danken euch ganz herzlich fürs Zuhören und wir hoffen, ihr konntet ein paar Denkanstöße mitnehmen.
Speaker: Und wie immer, wenn ihr eure Red... Und wie immer, wenn ihr eure Red Flags oder Freundschaftsfails mit uns teilen wollt, dann schreibt uns einfach per Insta oder auch gerne per Mail.
Speaker: Und dann bis nächste Woche.
Speaker: Bleibt wachsam und gut zu euch.
Speaker: Bis dann.
Speaker: Gruß und Kuss.
Speaker: Bye.


